Niest sch e wöchentlich- geinetMW HWgen mb Vachrichken. Sieben und Dreysigstes Stück. Dienstags den uten Sept. 1764» Mit Hochfürstl. Hesse» -Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis. Ode an dem höchsten NamensTage Sr. Hochfürstl. Durchs laucht des regierenden Herrn Landgrafen zu HessenDarm^ stade rc welchen die hiesige teutfche Gesillfchafft den 2 5,Mg. feyerlichst begieug, vorgelefeu von L. H. Zimmermann. ringt, Völker, dem Allmacbtgen Ehre! Eilt zu den Tempeln! Baut Altäre! Und feyert den erftufzten Tag! Zollt eurem Ludwig FreudenThränen! Dankt, Vatter, dankt mit euren Söhnen, Säuglinge lallt den Müttern nach! GOtt sprach erbarmend: Ludwig lebe Und sey noch lang der Seinen Glück! Jauchzt, Patrioten, jauchzt: Er lebe, Er sey noch lang der Seinen Glück I Ich sah vertieft in Phantasien Den Erdkreis' unter mir entfliehen Oo Und LIS Giesische wöchetttlich gemeittttützige Anzeigen Und flog der Schöpfung Räume durch. Ich sah in unermeßnen Fernen Umstralt von Millionen Sternen Der GOttheit diamankne Burg. Dort sang der Himmel! Seine Lieder Begleitete der Sphären Klang, Und ferne Sonnen hallten wieder. Was der entzückte Himmel sang. x Mein Engel, der mit schnellem Fluge Mich über tausend Welten trüge, Trug immer höher mich empor! Ich sah - und staunend sank ich nieder, Die Harmonienvolle Lieder Verlohren sich vor meinem Ohr - Ich sah vollendete Gerechte An des Mmächtgen Throne knien, An jenem Thron, den heilge Nachte Dem Blick der Endlichen entziehn- Mit edlen sanftmutsvollen Zügen, Trat, als die Himmel feprend schwiegen, Ein Ehrfurchtwehrter Greis hervor. Er gieng mit majestatschen Schritten, Schnett hob sich unter seinen Tritten Ein flammender Altar empor. Der Greis sah mit erhabnen Freuden Den Rauch zum S tz der Gottheit hin Durch die ehrwürdgen Dunkelheiten In sanft erhobnen Enkeln ziehn. Der Greis ist Philipp / rief mein Führer, Einst deines Vatterlands Regierer, ' Itzt deines Ludwigs Genius. Mit andachtsvollem sanften Beben Fleht er um Ludwigs theures Leben Und wartet auf der Vorsicht Schluß Der rmd V7achnchrerr. xl? Der Vorsicht, die Ihn nie verschmähte, Bringt Er am rauchenden Altar Auch deines Vatterlands Gebate, Die Opfer treuer Ehrfurcht dar. Sahst du den Stral von jenem Lichte, Das von der Gottheit Angesichte Durch das geweihte Dunkel brach? Er ist erhört! Fall bätend nieder, Und sing bei) deinen Brüdern wieder, Was Philipp mit der Gottheit sprach. Wann eines HimmelsBürgers Rede Ein Mensch im Staube stammten kann: So hört von mir, was Philipp flehte, Mit heiligem Erstaunen an! „-O Du, den keine Namen nennen. Und keine Himmel fassen können, Vor dem Olymp und Erde bebt, Zu dem auf kühner Andacht Schwingen Die feurigsten Seraphe dringen Und auch der schwcichre Mensch sich hebt! Von diesem glühenden Altäre Wagt sich zu Dir ein treu Gebat, Womit um meines Sohnes Jahre Sein Ihm ergebnes Volk dich fleht. Allwissender! du zahlst die Nachte, Die für die Wohlfarth seiner Knechte Der Siebzigjährge Greis durchwacht. Du siehst, daß Er die Unschuld rettet, Der Laster freche Sclaven tödtet Und Millionen glücklich macht. Du stehst, daß Er erhabne Thaten Befiehlt, belohnt und selber thut, Und auf der Tugend ebnen Pfaden Nie sorglos oder furchtsam ruht. Oo L Ich 409 Gr'estsche wöchentlich- gemeinnützige Anzeigen Ich fühle noch die süssen Freuden-, Die ich in meines Staubes Zeiten Für mein geliebtes Volk empfand. Wann ich zu deinem Throne trctte Und für das Leben Ludwigs bäte, L) GOtt, so bät ich für mein Land. Und kommen dieses Volkes Zähren Von dir nicht unerhört zurück: So bin ich selbst in diesen Sphären Jenseits des Grabs noch Hessens Glück. So sprach der Greis. Zu ihm hernieder Trug ein harmonisches Gewitter Jehovens Antwort schnell herab: Ich bins, der für dein Volk zu wachen, Und es zum Volk des Glücks zu machen, Ihm Deinen Sohn zum Vatter gab. Einst soll Er sich zu mir erheben Und ewig meiner Huld sich sreun: Itzt soll Er noch auf Erden leben. Und Seiner Knechte Vatter seyn. Bringt, Völker, dem Allmächtgen Ehre Eilt zu den Tempeln I Baut Altäre! Und feyert den erseufzten Tag 1 Zollt Eurem Ludwig FreudenThränen! Dankt, Vätter, dankt mit euren Söhnen l Säuglinge lallt den Müttern nach ’ GOtt sprach erbarmend: Ludwig lebe Und sey noch lang der Seinen Glück; Jauchzt, Patrioten, jauchzt: Er lebe, Er sey noch lang der Seinen Glück! Academische Nachrichten. Wir haben in dem fünf und dreysigsten Stück unsrer Anzeigen, der Feyerlichkeit, welche die hiesige teutsche Gesellschaffe bey Gelegenheit des Lud- vnd Nachrichten. Von Erhaltung der Wälder. w*:ckfg ,'sr hsttt iuncun Anwachs des Holzes fcbdbüc^ct1, als die-Ochrr fen ^(|kez Schaafe oder Ziegen in die angelegten Wälder zu treiben, roe(# fln tiniwn Orten üblich ist, und ohne Scheu geschiehet. Solches Vieh so woh?als das Wildpret, fr-ss-n die obere Sp-tz- deriun- aen Bäume ab , wodurch verursachet wird , daß dieselben nicht m Höhe fAnh,rn mehr bufd),d)t werden oder gar davon absterben. CM »dre (ehr öiennä wenn man um die Wälder herum, tiefe Gräben auswürff, m>t HLlrernen Gabeln worauf Stangen aeleaet werden, besetzte, wodurch das Vieh abgehalten werden Eönte. $ $ Alles stehende Wasser von Regen oder Schnee, muß so !diel möglich diircb Gräben abgeleitet werden, weil solches den jungen Baumen sehr Schaden bringet. Sölten die jungen Bäume von dem Froste oder sonst einem Zufälle an den Spitzen Schaden gelitten haben, so lehret die Erfahrung daß wenn man solche von der Erde wegschneidet, sie weit besser Nn slS S" »« Siugroft Anwuchs M Grafts oder Unkrau s O0 3 c itt»v)r'ctsTarks beging, Erwähnung gethan. Die EmladungsSchrife wÄerlfn Si' derG-ftllschafft Herr Prof. Bechtold d.eft S«. lennitdt ankündigke, führet den Xitel: Die gerechten Ansprüche wurbu a^Rcgentenaufdie tiefiie Ehrfurcht und das demnthrgc Lob ^rl lrttertb4ncit. Di- obenangezeigte R-de, »ie -S-rr Doctor W >s- mlnn NN eben diesem Tage hielt, ist überschrieben: Ein Volk, das Uber deELkmenL- Ärsten ftohlocker. B-Yde Stück- sind >M Druck erschienen. Erlangen. Auf -inen Bogen in gto ist daselbst gedruckt worden- M^gni Viri DU'Schhf"wu7d7wrNämlnb-in« ^cbiedene Proben seine Starke in der !at-instch-n LUterakur gej-ig« hat. Wü ktWen daher, ohne iu schmeicheln , der gelehrten Welt noch v.ele schöne Früchte von dieser Gesellschaffc versprechen. '252 Grefische wöchett-llch -gemeiuttütztzeAnzeigen äst ^nfclbfn schädlich/ man muß also auf Mittel dencken wie man es durch Rupfen oder Abschneiden wegbringe ohne jedoch den jungen Baumen Schaden zu zufügen, das Schlagen der Eicheln und Bucheckern und das Strüpffen des Laubes muß man verbieten, weil dadurch die Aeste beschädiget werden. Weder den Hirten noch sonst jemand darff erlaubet werden, daß sie Feuer in die Walder machen / zu mal an solchen Orten, wo das Gras sehr doch oder Heide (Erica) wachset. Das Abhauen der Aeste ist sehr schädlich, als wodurch die Baume am ersten hohl werden. Der Wald muß von Mitternacht gegen Mittag oder von Morgen gegen Abend gefallt werden, damit der junge Anwachs, oder die künstliche Saat welche allezeit die beste und vortheilhaffteste ist, Schatten und der Wald allezeit von den stürmenden Winden einen Schutz habe. Bey Dem Fällen der Eichen muß man dahin sehen/daß sie schräge ge* hauen werden, damit sich kein Wasser in die abgehauene Stöcke" setzen könne. Alles Holtz das mit einander ausgewachsen, muß auch miteinander gefallet werden. Dem Wald ist der unordentliche Abschlag und das Aussichten sehr schädlich. Die Unordnung in dem Hauen ist die Ursache des Verderbens der Wälder und des Holzmangels. Die Bäume in den Wäldern müssen gefällt werden, wenn sie nicht mehr in die'Mke oder Höhe wachsen. Wenn man wartet bis die Bäume anfangen abzusterben, so ist es ein groser Schaden vor die Wälder, wie wir leider vor Augen sehen. Emgesthickee Aufgaben. i) Sind wohl die neueste Art von Pariser Frauenzimmer Hauben,. welche man Dormis nennet, in einem teutschen wohleingerichteten Lande zu dulden? <7" Z) Kan wohl ein Frauenzimmer dem die Natur ein schönes Gesicht gegeben, ohne Verletzung ihres Gewissens, diese Art von Hauben tragen? ' 3) Welcher Art von Gesichtern solte man diese unnatürliche Art von Hauben zu tragen erlauben? VTewe Bucher sind bey dem Verleger aukommeu. Geschichte der Handlung und Schiffarth der Alten aus dem Frantzösischen übersetzt, Francks. 176;. groß 8. 1 st. Sc"* rmd N den 5tcn Herr Obrist und GeleitsHauptmann von Rabenau, paff, herein, log. im Einhorn. Slezerchor den z. Herr RegierungRath Hoffmann vonMayntz, paffrt sogleich durch. V7euwegerchor den zten, ein Braunschweigischer DragonerLieutenant, Herr Döpfer, paff, herein, log. im Löwen. Wallchorden 4ten, 8. Kaufleuthe von Braunschweig und Cassel, paff, hierdurch nach Franckfurt. - - Eod. Ein Waldeckischer Hofrath, Herr Tabor, paff, durch. ♦ ♦ Eod. Ein Hannövrischer Lieutenant, Herr Junck, vom Printz Car- lischen Regiment, paff, durch. * ♦ Eod. z Polacken paffren mit einer Fuhre Leinewand herein. Wattchor den sten, Jhro Durch!, die Herzogin von Zweybrücken, paf- siren von Arolsen hierdurch. ♦ - Eod. Herr OberAppellationöRath Schirmer, von Darmstadt, kommt von Cassel, paff, durch. - , Eod. ein Cavallier, Herr von Spiegel, kommt von Grünberg, und ein Hannövrischer Capitain, Baron von Forstmeister, paffren sogleich durch. - - Herr ZollSchreiber Zimmermann von Cassel, paffrt herein, logirt im Einhorn. Wattchor den sten, Herr Baron von Hammerstein, Hoff Richterin Dit- 2M Gl'esische wochemlich - geMKl'ttttStzlge Attzeigm *■/ >) . \ ■ ' Detmold, und SchloßHauptmann zu Braunschweig, paff, hierdurch nach Francksurt. «. - Eodem z Ksufleuthe aus Westphalen, paff durch. ♦ - Eod. Mademoifelle la Baroneße de Mereholzen > paff. herein, logirt im PosthauS. wallchor den ?ten, 4 Kaufleute von Hamburg, paff, durch. Gelzerehor den 7ten, ein Walöeckischer Lieutenant, Herr von Münch- roth, und Herr Assessor von Bürgel, von Wetzlar, paff durch. 1) Gebohrne und getaufte. Am 28. August, Christina Rebecca Friderica, Johann Henrich Thors, Bürgers und Herrschafftl. ScheurenKnechts allhier, Töchterlein. Am 4ten Sept. Philipps Henrich, Joh. Ludwig Christoph Fabers, Bürgers und VeckerM elfter s allhier, Söhnlein. Eodem. Catharina Elisabeths Johannetta, Johann Conrad Völtzings, Burgers und MetzgerMeisters allhier, Töchterlein. Verstorbene. AM 27. August, Philipps Conrad, Bernhard Oswalds, Bürgers und Fuhrmanns allhier, Söhnlein. Am zo. August, Johann Jacob, Balthasar Wirths, Söhnlein. Druckfehler. In dem zzsten Stück p. 275. lin. u. beliebe der geneigte Leser zwischen den Worten tractiret und die ScbützenCompaAnie eine Lrnie und ein Spatium zu dencken. Der Mangel desselben hat Aergerniß verursachet. FleischTaxe am Marckeag den 8een Sept. 1 Pfund -Ochsenfleisch 3 alb. 6 Pf. 1 Pfund Kalbfleisch 3 alb. - 1 Pfund Kühfleisch 3 alb. 4 Pf. 1 Pfund Schw.infl. 4 alb. ♦ x Pfund Rindfleisch 3 alb. - 1 Pfund Hammel, z - 6 Pf. Diese wöchentliche Anzeigen werden von dem Verleger Johann Philipp Krieger, UviverfttätsBuchhandlern hieselbst, an die Herrn Liebhaber gegen 1 Rlhlr. halbjährige Pränumeration gellefert. Einzelne Bogen werden für 4 Fr. ausgege- hen. Man wird auch den Herrn »Prannmeranten mit denen schon herau-sgekomme- ven Stnslen dienen.