Mlmzchmdes Stück. Dienstags dm 8tsn May 1764» Mit Hochfürstl. Hessen /Därrystadtischer gnädigsten Erlanbnis> Ä^^inige unsrer Leser haben uns ihre Unzufticdenbeit über das auf der 98 Seite unsrer Anzeigen eingerückte allgemeine Gebat bezeigt. Wider den Innhaltselbst hatten sie nichts zu erinnern. Sie mißbilligten nur die Stelle, an welche wir es gesetzt hatten, und meinten , daß es für Wochenblatt zu heilig, zu ernsthaft, zu erhaben wäre. Wir geben zwar zu, daß dieses poetische Stück aus Versehen des Schriftsetzers in dem da- rnahligen Stück unster Anzeigen eine unrechte Stelle gehabt hat. Allein wir halten die Gründe gedachter Leser, wodurch sie das Ernsthafte, daö Heilige, das Erhaben aus unfern Blattern überhaupt ausschliessen wollen, nicht für hinlänglich. Sie sollen uns daher nicht abhalten, unsre Leser in Zukunft mit Poesien zu unterhalten, die die Empfindungen der christlichen Religion ausdrücken. Wir halten gleich itzt unser Versprechen, und hoffen,' daß nachstehende -Ode viele von unfern Gönnern vergnügen wird. Trost des ewigen Lebens an den Herrn $}?*♦♦♦* Sä/ schauen werd ich dich, mit diesen Augen schauen Dich, mein Erlöser und mein GOtt! Welch ein Gedanke, Freund! du sollst ihn mit mir fthaM, ' Dm Tr-st der Frommen, deinen GOtt l m *44 Gresische wöchentlich, zemestmStziK Anzeigett Wer, Freund, wer denkt ihn durch den ewigen Gedanken! Ach, tiefer wie ein Ocean Ist er! vor ihm hat selbst das unermeßne Schranken! Nur GDtt ist», der ihn fasten kann! Ddch stinen kleinsten Theil im Stillen zu ergründen, Ist mehr als tausend Kronen werrh! Denk ihn! und ach! in ihm wirst du Entzückung finden, Die dir fein Sieg der Welt gewahrt. Freund ! wenn des Todes Hand - wie bald kann sie uns fass«! - Einst unsers Daleyns Knospe bricht; Wann wir im Welt entstiehn, und ihre Noth »erlassen; (Dann Seeligkeiten blühn hier nicht) Ach Freund! dann schweben wir auf unsrer Engel Schwingen „ tzchn«», wie das Licht, zum Himmel hin, 8 Und hören schon von fern die Myriaden fingen Und hören noch, dann sehn wir jbn. Wir selber schauen Ihn, und ach! die schönen Wunden In seiner Seiten sehn wir auch! Sein göttlich Antlitz, Freund! und ach! die schönen Wunden In seiner Seiten sehn wir auch! 7 Fubrt, Engel , führt uns hin zu des Erretter» Throne, Dem unsre Thocheit Beulen schlug! kehrt uns ihm zauchze»! ach! er reicht uns schon die Kron«, Er, der für uns eiast Dorne» trug! Er winkt, und um uns her tönt möchtae Harmonien Der Himmelvollen Harfen Klang! Ach Frejiud! itzt sollen wir vor dem Erbarmer knyen - Bal an! - Schweig irrdischer Gesang! Für di« Elter,«. Pie mweranlwortliche Sorgfalt, welcher sich di« meiste Elter» in der Er>e« ttttb L74f ster Post meine ordentliche Addreffe schicken, bin anbey nebst sch-ner Begrüssung von meiner lieben HausZrau und Kinder allstetS Der- p* » ♦♦ zu Diensten bereitwilliger - W-hlgemurh Llvstier-s-phuff merititter ©tflOCGirurgus. BefSrdemngm bei Ihr- Drrrchk. Prinz George , l-bl. Regimenr. Zhro Durchl. Prinz Louis, ist zum Obristen erklärt worden. Der bisherige Herr -Obrist von Spitznas, hat seine gebetene Dimir- fion als Brigadier erhalten. Der GrenadierSergeant Cadet, Herr Hoffmann, ist Fahndrich worden bey der löbl. Garnison. « Der Herr ObristLieutenant von Gutacker ist PlatzObrist, und der Herr IngenierMajor Müller ObristLieutenant worden. Der Herr PlatzMajor Rohr kommt an des verstorben Obristen und Commendanten Pfnorren Stelle als ObristLieutenant und Conrmqndant nach Braubach. » . . . . „ Herr Lieutenant von Straubih wurde zum Capitam bey^ der hiesigen Garnison denominiret. Neue Bücher. de la Motte (be$ Herrn Wilhelm Mouquest) vollständige AbhandllsNg der Chirurgie, 4er Theil, gros 8- 1 fi kr. Schechows (Joh. Georg) ErgötzlichLeitm aus der MchenHistor^mrd. Litteratur, rster Band,.ülm 176). I ß. zc»kr. Bilfinger (Chrift.Ludov.) de Tetano Über tingularis Lindaviae r76z° 4to, z4 kr. Eables Nouyelles xxr Mr. Lichcvvehr j i Sttasbourg» 8. »763- 54 kr. „ Eüs i Giesische wöcheMW - gemeLttttKtzige Rttzeigett Em rrnd auspassircttde vom wm Apnl bts 4terr Mav 1764» > Mallth^r den L8ten April, ein Holländischer Obnst Lieutenant, Herx von Vogelsang, paffirt herein, logirt bepHerr ObriflSieuf. v. Glöckner. GeLzerrchor den 23. April, ein Französischer Officicr vom Regiment Conde, logirt im Posthaus, und Herr Graf von Reuß in GttL/ pafsirt von Wetzl-ar hürdrrrch. t Eudem» Herr Welch, ein Hofrach aus Sachsen, paff', durch- wallchor den 25?. Herr Hofmth Klotz von Lich, paff, durchs Selzsrthorden zoten, ein Baron, Hm von Bmbeck, kommt von Frankfurt, paff, durch. s # Eod. Herr RegierungsRath Panjerbitter, von Darmstadt, passtrt herein, logirt im Posthaus. Gelzerchsr den 2. May, Hm Hostath Pfeiffer von Wetzlar, paff, herein, log. im Emhorn. e - Eodem. ein Braunschweigischer Kellermeister, Herr Föhling, pas- ßrt von Frankfurt hierdurch. LVaNrhor den 4. May, auf dem Caffelischen Postwagen, 2 Studenten, tin Hanövrischer Sergent, 1 Kaufleuthe und eine Frauensperson, paff, durch. Verstorben Am r8ttn April, Anna Catharina, Bernhard Willhelmö, Postknechtö Mhier, Töchterlein. Am zrten AM, Magdalena Llisabetha Johannetta Loysa, Johann Co«, rad Nagels, weiland Bürgers und Schneiders allhier, Töchter!. Diepe wöchentliche Aazeigen werden von dem Verleger Johann Philipp Krie, ger, UniversitätsBuchhändlern hieselbst, on die Herrn kiebhaber gegen 1 Rchlr. Halbjährige Pränumeration geliefert. Einzelne Bogen werden für 4 Fr. ausgege, beu. Man wird anch Herrn Pranumeranttn mit denen schon he^nsgewmme, Mn Stücken dienen,