Giesser Wochenvlakt. Zwölftts Stück. Dienstags den 19. März i77 ~~ Mit Hochfürsil. Hessen Darmftädtischer gnädegsser Erlaubniß. Beförderungen und Veränderungen / auch Charakteren theilungen in Fürstlichen Diensten. /T\tr zeitig« Pfarrer, Herr Hüffel zu Waldgirmes, ist an die zu ) Gladenbach Fürst!. Amts Blanckenstein vacante erste Pfarrey- Sodann Der zeitige Pfarrer, Herr Werner, zu Meld, Grunds Breidenbach an nie Pfarrey zu Waldgirmes versetzet. Und Der Candidatus TKsoIogiae Herr V'gelius von Großenlinden, an die Pfarrey Lixfeld, befördert worden. ^Akademische Neuigkeit- Am r5ten dieses disputirte unter Vorsitz des Herrn Professor Primarii und Fürst!. Hessischen Bergrach Baumers. Herr Jol4 Philipp Hrtt- leraus Franckfurth, pro gradu Do&oris. Die Disputation handelt; de hqupris amnii natura ac indole, und ist 4^ Bogen starck. AvertifTement. Demnach von dahiesiger Hochfürstl. Regierung verordnet worden,daß des verstorbenen Secrerariaks ’2lcief!ifien unDNotarii Voigten dahier, bey- de Gärten: einer in den Schießgärten neben Johannes Färbers Wittib gelegen, 104 Ruthen io Schuh haltend. Der andere vor dem Wall- tbor neben den Voglerischen Erben -gelegen, 8? Ruthen n Schuh haltend , öffentlich aufgesteckt werden sollen, und dann Terminus hierzu auf Sonnabend den len saufenden Monars anberaumer worden; als tu M wird *6 Wochenblatt. wird ein solche- zu dem Ende hierdurch bekannt gemacht, damit diejenige welche «in oder den andern dieser Gärten an sich jv bringen geivnnen find, demeldtrn Tages Nachmittags 2 Uhr auf dem dahiesigen Fürst!. Canhley- Bau sich einfinden und darauf licitiren können, Gießen den sten Martz »776. Vi Commiflionis F. E- WieSner, Fürst!. Regierung-.Secrrtariu-. Auf dem hiesigen Rarhhaus sollen nächstkünftigen Donnerstag den Liten jetzigen MonatS, folgende dem seel verstorbenen Herrn Magister Sommer zuständig gewesene Gükher, öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. 1) so? Rothen 5 Schu Garten am Weg in die Schwarzelach, (in# cher Hand am Edder, an Hrn. Dr. Liebknechts Erben, worauf Wach- zur gurrt!. Keüerey und 1 Meste Ohly zur Universität haften. 2) 149 Ruthen 12 Schu Wiesen auf der Stephans » March beym Steg über die Wieseck neben Herrn Johannes Reiber, giebt Abenden. ;> 64 Ruthen 13 Schu Acker am Wiesecker Weg an Andreas Stohr und Joh. Philipp Ramspeck, ist Zehendfrey, giebt Meste ständig Korn zur «kellerey. 4) 44 Ruthen Acker im Altenfeld an Joh. Christian Einkauf und Joh. Philipp Seipp, giebt $ Alb und Meste Medum Venen Hertischen, sodann 2 Pfenn. in Kirchenkasten. f) 87 Ruthen Land daielbst am Nahrungsberg, stößt an vorstehenden Acker, zwischen Philipps Daniel Becker und des Bierbrauer Faber- Erben, giebt l Meste Medum denen Hertischen und 10 AlbuS in Kir- «brnkasten. Und können diejenigen, welche mitzustreichen gesonnen sind, sich in besagtem Termin und an gemelten Ort Nachmittags um 2 Uhr rinfinden und dem Verstrich beywohnen. Gießen den i ften März 1776. Nachdem Mittwochs den ;ten April laufenden Jahre- nachfolgende dem dakiestgen Bürger und Fuhrmann Johann Balthasar N-I Senior gehörigen Feldgüther, als: ii 154Ruthen Acker am Haasenküppel neben Herrn Postmeister Kemps und Adam Lindenstruth, mit Korn und Waijen besaamt. a) iH Wochenblatt- 47 a) u z Ruthen Acfer am Creutzweg neben Conrad Rinn onb ti< meldtem Lindei struth. 3) iL6 Ruthen Acker in denen Schwarzacker neben Georg Dieterich Nollen Erben, mit Korn besaamet. 4) x Viertel Morgen Grabiandauf dem Nahrungöberg neben Hen- lieb Willhelm Scherrer und Nickla- Müllers Erben gelegen, öffentlich ausgestecket und an den Meistbietenden verstrichen werden sollen- als rönnm diejenige welche auf sothane Gütherstücke mit zu streichen gesonnen stynd sich h, iam di&o termino Morgen- früh um - Uhr auf dahiesigem RathhauS einfinden, und dem Verstrich beywohnen. Signac. Gießen den i?tm vrA Fürst!. Hess. Oberame dastlbsie». Schote. Wer eine ganz neu erbaute freye Mahl «Mühle worauf keine Abgaben hasten, in der Nahe von Wetzlar, wodey das freye Mahlwerck im ganzen Amt Hüttenberg, eine Scheuer, Stallung, Obst und Gemüß- Garten, anbey sieben Morgen freye Acker und Wiesen und freyeö Looß, Holz ist, auf einen Erbbestand vor sich und feine Nachkommen psachtea will. Jngleichem wer in einem Hauß in hiesiger Schloßgaß, zwey Stuben Mit Oefen, drey Kammern, eine Küche, nebst dem Speicherboden, auf ein oder etliche Jahr zinßen will, kan bey AuSgebere dieses nähere Nachricht bekommen. Auf nächste Ostern stehet ein geräumliche- Zimmer für eine einzelne Person billigen Preißeö allhier zu vermiethrn. Ausgebers geben nähere Nachricht. Eine entsetzliche Mordgeschichte von dem jungen Werther wie sich der- ftlbe den Li. Dec.mbr. durch «inen Pistolenschuß eigenmächtig um- Leben gebracht. Allen jungen Leuten zur Warnung in ein Lied gebracht, auch den Alten fast nützlich zu lesen, ist nebst einer trostreichen und wunderda- , ren Historie Werther- des MaamS, zusammen a 8 kr. im Kriegerischen Buchladen zu Haden, D«e 48 - Wochenblatt. Die iojte Ziehung derHochfürstl. Nassau-Saarbrück-Usingischen Zahlenlotterie ist an beute Den zoten Februar, mit aller Accurateffe und ge- wohnlichen Solennitaten vollzogen worden; .Die herausgekommene Nummern sind folgende: ;. 6z. ;z. 17. $6. Die io4te Ziehung bleibt auf den aten April vestgesetzt, und die folgende von zu Wochen. Die 18?keZiehung derLhurfürsil. Pfälzischen Zahlenlotterie ist heute Den.22 . Februar mit aller Accurateffe und gewöhnlichen Formalitäten vollzogen worden; dir gezogene Nummern sind folgende: 3 $. 70. 2. 60 9. Die lyote Ziehung bleibt auf den zten April vestegesetzt'/ und die folgende von ;.zu z Wochen; Diejenige Personen welche sich mit Einsätzen zu diesen Lotterien zu intekeßiren belieben , können sich bey Endes gesetzten alhier in Gießen meiden , wo denenselben mit aller Aufrichtigkeit und promten Bedienung wird «an Händen gegangen werden. Simon Levi. Ein-- und auspaßirende vom 9- bis den L6 März 17'/6. Herr Graf Dönhoff und Herr Baron von Zettritz,. pass durch. Herr Fähndrich von Buseck, in .Churpfältzischen Diensten, logiren im Posthaus. Herr von Römer, Lieutenant , in Französischen Diensten, paff, durch. Herr Lieutenant Gottsched, in Holländischen Diensten, paff, durch. Der Bergrath Böhm ist gesonnen, seinen Garten vor dem Wall« thore, der an Maaße 7 Viertel hält, mit Obst» Baumen von den besten Gattungen besetzt ist, und gröstentbeils aus Wieswachs bestehet, an den Meistbietenden zu verkaufen. Wer dazu Lust hat, kann sich ben r-ten März Mittags um r Uhr auf hiesigem Rathhauße einfinden.