G i r m r Wschenk latk. Dreisst Astes Stück. Dr'enstaZs derr rx. Juki i77f. - iQj ‘_____________________*____________________-__________________l.. Mit Hochfürstl. Hessen Darmßädtifther gnädigster Erlaubniß. Rece»rsi-tt. *) D)4- v^esentlrche her chrMichettAeK'Mtt zsrm W^rsG dery Schalen, von O, MyW KtzdrM -.^cto GWm M Ver Kriegerischen WchrMÜM A04. S..:M 8V nchst |q. SriM Anhang. wattige Schrift ist eine Nebersetzang deS Comp^ndii ahr meinethalben immer mit nach Holland ziehn. Ick mag es gern, wenn ein junger D ensch gch etwas veriucbt in der Welk. Aber nicht« mehr gebe ich dir mit, als wa« die übrigen Hollandsqänger in die Kiepe kriegen - Wilhelm der nach ferner Meinung, feinen Vater noch nie so vernünftig hatte sprechen hören, dankt« ibm treuherzigst, und war so voll Freuden, dass er seine TabackSpseise dar. Über an Die Erde sollen lies. Wenn doch der Wmter erst vorüber wäre ! Lachte er , und gieng voll von seinem Reiseplane nach Hause. Um ein halbes Jahr also war Wilhelm roch von der Erfüllung seiner ÄSünsche entfernt. Unterdessen waren in dem Dorfe allerhand land» licht Lustbarkeutn, als Begräbnisse, HochzM», KmDiauftn,ui>d vor- . - Egr iuglich WochettbLare. rz8 züglich die Vergnügungen der Spinnstuben, an welchen Wilhelm als einer der artigsten Bursche im Dorfe keinen geringen Antheil nahm. Röschen, die einzige Tochter des Bauermeisters, ein achlzehnjahrlgeS schlankes rosensarbeS Landmadchen mit den schönsten blauen Augen die man sehen konnte, welche sich, nachdem sie aus der Schule des Dorfes gekommen, ein paar Jahre bey ihrem Bruder, einem studierten Cantor in einem Städtchen aufgehalten , und von ihm das Hochdeutsche und viele andre Artigkeiten gelernt hatte; dieses Röschen war die artigste, am nettesten gekleidete und beste Spmnermn in der ganzen Gesellschaft. Ihre Eltern waren Vetter und Gevattern mit Wilhelms Eltern , sie war mit Wilhelmen noch in die Schule gegangen, hatte ihm, da er zum erstenmal Vormaher gewesen, ein sehr schönes Band geschenkt, mit ihm auf dem Erndteschmause den Vorreihn getanzt, und ihn schon lange, wenn sie einander begegnet, so freundlich gegrüßt, und so artig angeblickt, daß Wilhelm, so wenig er sich auch auf die Gebehrdmsprache gelegt hatte, dennoch schon lange hatte merken müssen, daß sie ihm vorzüglich gut war, wenn sein ganzer Kopf nicht von der HoliandSgangcrey voll gewesen wäre. Röschen hatte bey ihrem Bruder, der im Mandelsloh, Tavernier und andern alten Erd-und Reisebeschreibungen sehr belesen war, viele wunderbare Stellen aus der Erdkunde gehört, auch verschiedne neue weltliche Lieder singen gelernt. Was war natürlicher, als daß sie , wenn in der Spmnstube die Reihe zu erzehlen oder zu singen an sie kam, von ihren Kenntnissen Gebrauch machte und alle Zuhörer und Zuhörerinnen dadurch in Erstaunen setzte. Wilhelm, der bey seinem festen bäurischen Nervensystem, dennoch in dem was die Reisebeschreibungen betraf, ein großer Enthusiast war, hörte ihr mit ungemeiner Aufmerfamkeit zu, fand bald , daß sie besser erzehle als die Hoüandögänger in der Schenke, fand darauf daß ihr das sehr artig anstehe, entdeckte kurz nachher, daß sie schön und äusserst liebenswürdig sey, wunderte sich, daß er das zuvor nie gefunden, ward vollkommen verliebt alS sie ihn bey einigen Stellen aus den Liedern anlachelte, konnte den ganzen Abend nachher keine einzige von seinen ge, wöhnlichen Scherzreden hervor bringen , bat sie mit einiger Verwirrung um Erlaubuiß ihr das Spinnrad nach Hause tragen zu dürfen, begleitete sie selbst, drückttz chr kräftigst die Hand und verließ sie mit dem redlichen Wunsche, der die Liebe der Landleute gemeiniglich so weit über die Liebe der Städter erhebt, ~ das sie seine Frau werden möchte. Daß Wochenblaer. M? Daß Röschen diese Symptomen größtentbeils bemerkt, daß Wilhelm die folgende Abende die Spinnstube gewiß nicht versäumt, und immer verliebter geworden, das werden die Leser leicht selber erratben. Sie wurden bald so bekannt, daß sie sich laut sagten wie gut sie sich einander wären, und wie nichts auf der Welt sie abhalten sollte einander zu heirat then. Und nun, sagte Röschen, nun wollen wir es unfern Eltern sagen, und ich weiß gewiß, daß die nichts dagegen haben werden. Meine gute Mutter hat. es schon vor einem Jahre gewünscht, daß es so kommen möchte, das hörte ich einmal als sie mit dem Vater sprach, das mußt hu aber nicht wieder sagen, Wsthelmchen; hörst du? - Ja Röschen, sagte Wilhelm nrt einiger Verlegenheit, das kannst du glauben, daß ich ein ehrlicher Kcrl bin, und daß ich dich so lieb habe - - so lieb - ja, und wenn es keine Sünde wäre, noch lieber als meine Eltern, und die werden auch gleich ihre Einwilligung darem geben, uns noch ein paar Tage warten ehe wir ihnen das sagen - ich habe noch was im Sinn, und das kann ich noch nicht recht zusammen bringen - Röschen dre keinen einzigen Roman gelesen hatte, ließ sich vadey nichts arges dünken, und verließ ihren Bräutigam voll von den ftölichsten Aussichten in die Zukunft und den angenehmsten Empfindungen der, unschuldigen ländlichen Liebe. (Die Fortsetzung folgt.) Kriegerischen Vuchladen und bey dem Fürst! Canzleybuchdru- cker, Ioh. Christ. Schröder ist in Commißion zu haben: die Glückse- ligteit eines Christen, der Gore seine Wege befiele. Eme Predigt, über die ordentliche Lection am Feste der heil. Dreyeinigkeit, in der Hof- kirche zu Darmstadt gehalten a 6 kr. Auch wird bekannt gemacht daß Johann Adolph Schlegels Lei- dtnSgeschiwte unfers Herrn Jesu Christi in 8v die Presse verlassen hat, und können die Herrn Pränumeranten ihre Exemplare in Empfang nehmen. Desgleichen sind auch noch einige Exemplaria, das Stück »40 kr. zu haben. Bey Johann Philipp NicolquS Krach sind frischr Häringe angekom- men das Stück a 10 und 8. kr. Ern- WccbenMate* Ein ♦ und auspaßirende vom i f . Juk't bis bm ■ rr. ’J»U 177;. rf- Hem Fürst Goley Rath vom teutfchev HauS von Marburg, paßirtt ' dürch. Herr Baroa Stähndorf nebst der Suite, log. M Postbaus. Herr Baron Gsger KammertzttrDon AmeMMjM- Paff.Zurch. Herr Gcheimderrach von WMet , paßrm vmch» > Herr Lieutenant von WawenfelS, m Königlich Preufifchen Diensten, log. im Posthaus. Herr SeketariuS Reichhard von Lübeck, log. im Einhorn. Mebohrees-WN- Ges^ufee. ■ Am 6. Jul. Johann Ohüipp / Jvhann Jacob Hoch, Burgers und Am L0. Jul. Maria Elisavetha, des Fuhrmann RinnS, Töchterleim Deerdrgee. Am L5« Jun. Philipp Henrich Becker, weiland Johannes Beckes, Tag- lohaers, hinterlassener Sohn. Aar 26. Jun. 'Anna Christina, Johann Balthasar Noll, Taglöhne S, r eheliche Hausfrau. Am 27. Jun. Johann Georg, Hermann Sennes, Burgers undBuch, binders, Söhnlein. Am 4. Jul. Herr Henrich Ruvoph Hast, procurator^nD Advocat. Re- gim. Ordinarius i roie auch Balleyrakh» Am 7. Jul. Margaretha Catharina, Philipp Balthasar Brst, Bürgers und Schuhmachers Töchterlein. Am 8» Jul. AnNL^Catharina, Johann Caspar MtzbergerS, Burgers und RochgerdirS, Töchterlein. Bey Eonrad Kohkrmann sind, neue Haring ju haben. Diese wöchenchche Änzelgen werde^ iKtzer Kriegerischen Buchhandlung allhier, an die Herrn Liebhaber gegen einen Flor.. halbzähriger PtKnumeration gelleferti Einzelne Bogen werden kür He. ausgegeben. Man kann auch den Herrn kiebha^ b'erü mit den schon herausgekommenen Schien dienen,