MM WoPciiL lalt. Ein und ZwanZigtts Stück. Dienstags den rz. May i77f. . Mlt Hochfürstl. Hessen Larmstädttscher gnädigsier Erlaubniß. * Von der Verschiedenen Osterfeyer der Evangelischen/ l&MU schen und des Jüdischen Pascha. . Martz eingefallen, 8 Tag spater, nemlich den f. April Feyern. Hat sich also auch hier eine Ostervifferenz gezeiget. Es stehen nun noch in diesem lauffenden ig. Seculo zwey dergleichen Fälle bevor, dabey aber doch jedesmahl der Juden Pascha die Ostern differenz aushebt. Der erste Fall wird sich begeben 1778. dessen wahrer Ostervollmond der Protestanten wird erscheinen Sonnabends den n. April um 9. Uhr Nachm. der folgende Sonntag ist der ir. April, an diesem wären nun der Protestanten Ostern zu feyern, allein der Juden Pascha, wie auch der Catholicken Cyclischer Ostervollmond fallen auf diesen Sonntag den ir. April zusammen, daherv beyde, die Protestanten und Catholicken ihre Ostern nach den nicänischen Regeln und Reichsschluß 8 Tag später, nemlich auf Sonntag den 19. April feyern müssen, hebt also in diesem Fall der Juden Pascha die Osterdifferenz auf. DerzweyteFall wird vorkommen »798. hier zeiget sich der Protestanten wahrer Ostervollmond Sonnabends den zi. März um n Uhr Nachm. der folgende Sonntag ist der 1. April, an diesem wären zwar der Protestanten Ostern gefeyert, weil aber der Jüdenpascha, und der Catholicken cyclischer Vollmond an diesem 1. April zusammen kommen, fo müssen beyde, die Protestanten und Catholicken ihre Ostern, vermüq nicänischen Regeln und Reichsschluffes 8. Tag später, nemlich am Sonntag den 8. April feyern; dahero nimt auch hier das jüdische Pascha die Osterdifferenz weg, und macht eine Uebereinstimmung beyder Feste dieses Dasjenige so oben in gemeldem Zeitungsblat gedacht wokden, daß nemlich künftige Ostern zwischen den Catholicken und Juden eine Osterir- rung entstünde rc. hat cs folglich laut Rechnung , keinen Grund; dann die drep Calender- nemlich der Protestanten, Catholicken und Juden Ca- lender auf künftiges Jahr, zeigen keine Osterdifferenz, oder Osterirruna Das künftige Jahr aber ist das 1776. Jahr nach Christi Geburt, und si ein Schaltjahr von z66. Tägen- Der Protestanten wahrer Ostervollmond Wochenblatt mönd in demselden, wird sich einfinden Donnerstags den 4. April, um 9 Uhr Vormittag, der Catholicken cyclischer Ostervollmond, komt ebenfals auf diesen Donnerstag den 4 April. Weil nun diese beyde Vollmonde consentiren, so werden auch beyde Osterfeste, nemlich der Protestanten und Catholicken auf einen Sonntag, nemlich den 7 Zlprsl, welches der nächste Sonntag nach dem Vollmond ist, celebriret und gneyerk werden. Den hebräischen Calender auf dieß Jahr 1776. betreffend, so zehlen die Juden in demselben das 5556. Jahr von Erschaffung der Welt, und ist dasselbe ein groß gemein Jahr von zfs. Tagen , dessen Schaltcireel 7. Sein Molad Tifri roiTD sein, feriae 2. hora 3. Helakim 1. und wird sich ansangen im vorgehenden, nemlich gegenwärtig lauffenden Jahr 1775» an einem Montag den 2$. Semtember, der Juden Pascha ist der 15. Ni (an solcher wird im künftigen Jahr 1776. auf eben den Tgg der Vollmonde eintreffen , nemlich Donnerstags den 4 April, macht also hier f feine Hiu- , derung noch Irrung, weder den Protestanten noch Catholicken. Bey diesem Gegenstand bleibt eine richtige Berechnung deS Oster- Vollmonds allemal der Schlüssel, wer aber einer solchen Berechnung nicht gewachsen ist, der wird eben so weit kommen , als wenn man die Pforte ohne Schlüssel eröfnen wokre. Wer von einer astronomischen Rechnung keinen wahren Gebrauch machen kann, die dahin einschlagende Schritten Vicht reckt verstehet, sondern blindlings in Fußstapfen tritt, kann ehender verführen als unterrichten, ehender von der Warheit entfernen als hott Wilhelm Robertson. Doctor Robertson ist der Sohn eines Geistlichen von der Sckott- ländischen Kirche, und studirte auf der Universität zu Edimburg, in der Absicht, sich auch dem geistlichen Stande zu widmen. Er war auch so glücklich, daß ihm bald eine Pfarre in Ost- Lothian anvertrauet wurde. $ Wie- r.6L wöckmblaee» Wiemohl er hier, ftlbst in Vergleich der übrigen geistlichen Steven in Schottland, in geringe Umstande kam, |o leg' er doch hier den Grund, auf welchem er seinen künftigen Rai,m erbauete. Pier schrieb er seine Gcjchich- U von Schottland. Aber es war nicht dieses Werk, wodurch er sich zuerst öffentlichen Beyfall erwarb. Einige Zeit vor dessen Bekanntmachung mußt' er, vermöge seines Amts, bey der allgemeinen Versammlungen der Schottländi- schen Krrche zugegen seyn. Nach der kirchlichen Einrichtung dieses König- reichs ist diese öffentliche Zusammenkunft die einzige Gelegenheit für Leute, von Talenttn, wo sie die stärksten Probm ibrcs Genies und ihrer Geschicklichkeit vor einer zahlreichen und gelehrten Verlammlung ablegen können. Hier that sich Robertson fast gleich bey seinem ersten Eintritt hervor; und er zeigte eme Macht der Beredsamkeit, welche diejenigen, die feine Talente nicht kannten, in Erstaunen setzte. Viele Empfelungen und die große Achtung seiner Pairs machten ihre Obern aufmerksam auf ihn. Die Regierung bat, (-nach dem Systeme der Verderbmß, wovon jetzt alle Nationaleinrichtungen angesteckt sind ) allemal einen Anführer ihrer Parrhey in dieser Versammlung nükhig. Um diese Zeit ward ihr also Der Docror als der vollkommenste Redner und Anführer in der Schottländischen Kirche empfohlen. Und diese Sttlle, (die kaum rühmlich genug für leintDi- gend ist) bekleidet ex noch, . . . Sein erstes Werk wurde erst im Jobr i7fy. bekannt. Unsere Leser würden es gewiß sehr lächerlich finden , wenn wir Die Geschrchre von escbottUnb charakterisiren wollten. Denn in wenig Tagen wies dir Stimme des Publikums dem Verfasser eine der ersten Stellen unter den Geschichtschreibern im Temvel des Rubmst an. Der Scharfsinn, welcher in Begebenheiten, Die lange in Jnkriguen und Zweifel verhüllt waren, ein. drang, und die Geschicklichkeit der Anordnung, welche Wahrheit mit Wahrheit, Periode mit Periode, mit erstaunlicher Kunst verband, wurden allgemein bewundert. Die Lehren aus dem Herzen seiner Eharackter heraus geholt, die ein so Helles Licht auf ihre Absichten werfen, und so genau mit ihrer Läge übereinsiimmen, waren vorher in der neuern Geschichte unbekannt. Die Abwechselung feines Styls , die Harmonie seiner Perioden, die Reinigkeir seiner Cowpositicrr wollen wir durch unser Lob nicht beledigen. * - Sein .MKchmhWe rHi Sein «elchstes eben st bekanntes Werk war bie Geschichte der Regierung Rarls des V7 Wir schätzen dieses Werk dem erstem gleich. Die Erwartung, die man sich von dem Beyfall, de« eS finden würde, machte, war so groß , daß der Buchhändler, welcher die Handschrift kaufte, 45sq. Pfund *) dafür gab* Die Geschichte der Etttöeckung rrnd Eroberung von America beschäftigt jezt die Feder dieses gelehrten Mannes. Leute von geringeren Talenten haben schon einzelne Glücke derselben abgehandelt; aber dieser Geschichtschreiber wird dem Ganzen Neuheit ertheilen, und über alle Mitbewerber triumphiren. ,^c: ———--~---—TT'------" - Ein geeWs^Publlkum haben wir hiermit benachrichtigen wollen-daß die auf den r4ten Mao bestimt gewesene Bücherauction der Seel. Herrn Prof. Alefews biß auf den i r. Jun', verlängert worden, «1^- KT^ C- v.ialT-n' •; ! 1« "■<*?; ■ T :vS' Onu Eirr / und auspaßLreude vom i). May bis den .20. May i77f* Herr Kellermann, Jngenieürcapifain in Hessen Cassel. Diensten, past. durch, qhro Durchlaucht Frau Herzogin v. Curland, nebst dero Suite, "» ’ ,4 X61 alb. Pf. ft Pf. Kalbfleisch 4 ■< 4 i i 4 4 2 x MaaßFruchr Brandew. 12 alb.. Pf. Bratwurst z'alb.x Pf.mländischcSeift: 6 alb , 20 alb. . ' ! ' r Meste Saltz ro alb. . Becker , Preist. Korn zu 5 st ft. Loch. Qu. alb. pf. 9 16 Brod, i 2 Weck f F 4 8 Butter BretzeH 1 14 z- 4 * > 22-4 2.7^ Ta igschcr ,, 1 1 4 4" 4 Achtel Korn ♦ a 189 Pf» Achtel Gerste > Achtel Weitzen i ) 10 Wurst 4 » KalbBgelüng - Kalbs 4 Leber alb. pf 'S 7 4 Frucht -und andere Preiste um Marktag Hen 20. May. 1775. Wester Maas 1 Achte! Hafer , 1 Meste Erbsen , j Meste Linsen , 1 Pfund Hirse - 1 PfunH geschälte i Lichter - , 8 Eycr Gerste - - 1 Pfund klein ge, 'schält Gerste - Beerdigte. • :.v;;3 Am r. May Johann Philipp Andreas, JohanneEtsphans, Bukgtts und Schnc^erm-illers, Söhnlein. Am 7. May Johann Daniel, Daniel Henrich Noll, Burgers und Be» ckermeisters, Söhnlein. • -Am 13. May Herr M. Philipp Melchior Sieber, wohlverpjeoter Stadt« und Burgprediger allhier. Am 16. May Susenina Maria Sl-berin, weiland Johann Peter Sie« Hers, Burgers und Beckers allhier, hinkerlaffep« Wittib. Ihres Alters 7«. Jahr, weniger e. Monat. alb.!pf« Weitzen zu 7 fl. 15 atb< ft.!Loth. Qu. Am ?. May'Maria Catharina, Johanes Simone, Burgers und Roch- gerberö, TSchttrlein. * &l1Ra Maria, Johann Peter Lonv, Burgers und Metzgers, Töchlerkln. 60 Leonhard Christoph, JohaM, Philipp Ocfd-> Burgers und ' Weitzgerbers, Söhnlein K Am 13. May Christian Jacob, Christian Conrad Fegers, Burgers und Peruquenmacherö, Sohnlein. ■ i3ij ।3hi<5)1 y? \jv.t i'bV. -st) I'-'-jü 1 Karpfen 1 Hecht > i Perftnq , ■ 1 Baasem 1 1 Schleyen Butter 4 Pfund "• fi. io Rindsfett i