Giess» Wcht,UWH iZwey und Fünfzigstes Stück. Dienstags den r?. Decembr. r774» Mit Hochfürsts. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubniß. Der Rsmee/ ein Bsehe des Schreckens denen phantafmarikern zu Gefallen. Erscheinung eines Kometen ist gewiß allezeit ein Vorbote des Un- ) glucks! eö mögen auch immer die Weltweiftn solches leugnen, so widerspricht ihnen doch die Erfahrung; ja man müste allen historischen Glauben vertilgen, wenn man dieses nicht glauben wollte, und wie viele alte ehrliche Manner müßten wir entweder für dumm , oder für Betrüger ansehen, wetche eine solche Meinung gehabt haben. Und wollen denn nur diese, welche glauben, weil sie einige neuere Gedanken in der Naturwissenschaft ausgebrütet haben, daß man ihnen mehr Glauben beimessen soll, als den Alten, die doch die Erfahrung ebenfalls auf ihrer Seite haben; und doch eben so gut als sie mit ihren Augen gesehen haben. ES ist ohnehin schon bekannt, daß die sogenannten Weltweiftn keine gute Religion haben, sondern sie sind Spötter, aber sie werden es einmal wohl bereuen, daß sie uns für einfältig halten, die wir noch in Ansehung der Glaubenssachcn viel besser als sie sind. So sagte neuerdings ein angesehener Phantasmaciker zu einem unserer Freunde, welcher uns ersuchte ihm unsere Gedanken darüber zu entdecken : welche wir in gegenwärtiger Abhandlung auch zu offenbaren uns entschlossen haben. 8ff Eö 4ro Wochenblatt- Es ist eine sehr bekannte Sache daß man zu allen Zeiten oder bei aller Gelegenheit, wenn sich ein Komet gezeiget, sehr viel von demselbigen geschrieben; und es kamen daher vielerlei Gedanken zum Vorschein. Konnte eS wohl anders seyn, als daß man auf lächerliche Grillen verfiel, welche man in den Schein der Frömmigkeit, ja fast wollte ich sagen unter dem Ansehen der Religion vorrrug? Waren solche Umstände nicht mehr als zu Wichtig, den gemeinen Mann mit Vorurrheilen zu verwirren , der alles glaubte, zumal was er von Leuten hörte, die doch mehr Verstand haben sollten als er; und auf diese Weise entstände das Voruriheil. Aber wie wäre es, wenn wir selbst behaupteten, daß dieses Vorurcheil möglich wäre? sollte nicht die löbliche Zunft der Phantasmatiker uns für Ehrenmitglieder erklären? doch vielleicht erlangen wir diese Ehrenstelle durch gegenwärtige Betrachtung. Wir haben uns dieselbe zu untersuchen alle Mühe gegeben, wir lasen alle sowohl alte als neuere Schriften, welche von den Wirkungen und Bedeutungen der Kometen handelten, und ob wir gleich unter unfern gro- sen Naturkennern keine fanden, welche nicht diese Bedeutung läugneten, so können wir und doch nicht enthalten von den vielen Alten des vorigen Seculi nur ein paar anzusühren. Wir wollen die erste Stelle des einen nach seinen eignen Worten hersetzen: „ Daß die Kometen je und allewege für ein unglückliches Zeichen, welches Gott der Allmächtige, uns Menschen am Himmel zu einer letzten Warnung und Schrecken ausstecken lassen, von allen vernünftigen und verständigen Liut n gehalten worden, wird vielleicht niemand unter uns (nemlich Anno 1^4.) gefunden werden, der solches ekwann zu widersprechen oder zu verneinen sich unterstehen dürfte.,, Sollten denn dergleichen Drohungen einen ehrlichen Manne nicht obzuschrecken im Stande seyn''' denn wer würde gerne für einen Unvernünstigenge« halten seyn? Da Darirrervaldt in seiner Kometoloqie auf diese Art seine Leler anredek, so kann leicht geschlossen werden, was für eine Kennrmß der Natur damals geherrscbet hak. Und wer harte denn da eine gesunde Vernunft ? Alle waren durch das Vorurtbeil und den Aberglauben verdorben l Die andere Stelle führet der Hr Professor Norenaael in Wittenberg aus dem Herodotus an; woraus er die Bedeutungen der Kometen bewiesen hat; wir wollen ihn hören da er schreibt: „ Heroootus meldet in seiner Klio, daß als die Lydier und Meder einstens in voller Bataille gehalten, in Willens sich mit einander in eine Schlacht einzulaffen, sey , unver- Wochenblatt 4x1 unverhoft eine Sonnenfinsternis eingefallen, worüber beider Theile Könige sich vermaßen entsetzet, vaß sie von ihrem feindseligen Vorhaben abgelas- sen, und mit einander Friede gemachet. D-ßgleichen gedenket er auch, daß als Xerxes im Anzug wider die Griechen begriffen gewesen, und dabei eine Sonnenfinsterniß erschienen, er solchen Zufall für eine sonderbare Bedeutung gehalten, und seine Magos oder Weisen darüber zu Rache gezogen. Also ist es mehrmahls geschehen, daß auch die herzhaftesten Soldaten und Krieger, wenn sie ihren Feind angehen sollten, und sich dergleichen Zeichen am Himmel begeben, sie sich oft darüber entsetzet, sogar daß es große Mühe gekostet, ehe sie wieder zu den vorigen Much gebracht werden können. Geschiehet nun dieses bei denen so gewöhnlichen Zeichen des Himmels, daß ihnen einige Gewalt zugeeignet wird, warum wollte man Denn zweifeln, daß auch die Kometen , die doch viel seltsamer sind , ihre sonderbare Bedeutung haben müssen.,, «0 des treslichen Beweises! uns erinnert diese angeführte Stelle allezeit an die Strophen, welcher wir in den Bremer Beitragen gelesen haben: Bestürmt von kriegrischen Gewittern Schien einst der Römer nicht zu zittern, Er sah das Schrecken schnell sich nahnr Und sah im fürchterlichen Kriege Voll tapfrer Sehnsucht nach dem Siege, Das Schrecken mit Verachtung an. •<>-?- Er warf die siegbegier'gen Blicke Mit einer tapfern Wuth umher; War stolz auf seiner Waffen Glücke; Ihm war kein Feind so stark, als er. Doch plötzlich seh ich ihn erbleichen, Warum ist jezt der Held nicht kühn? Kömmt daS Verderben? Nein ein Zeichen In fernen Lüsten schrecket ihn. — So stark waren die Beweise des Alterthums für die Bedeutung der Kometen gegründet, und wer sollte nicht dadurch überzeuget werden; eS müßte denn seyn, daß er eine gereinigte und vollkommen gesunde Vernunft besäße, denn wenn er diese hat, so muß er freilich sehr weit von dem Ge- Sff'r schlechte wochenblätk schlechte der Phantasmatiker entfernet seyn, und ist er dieses, so werden rhn dergleichen lächerliche Schlüffe gewiß nicht überzeugen. Allein wer sollte glauben, daß auch noch bei unfern gegenwärtigen Zeiten dergleichen Vorurtheile statt fanden ? und doch ist es leider allzu- wahr. Der Komet welcher vor einigen Jahren uns erschienen, hatte so vieles Aufsehen gemacher, und es wurde bei dieser Gelegenheit viel gestritten, ob sie einen Einfluß in die Handlungen der Menschen harten , oder welches gleichviel war, ob sie als eine Vorbedeutung einer Plage an- tuschen wären, die meisten hatten dieses geleugnet. Allein die Folgen der Zeiten bewiesen das Gegentheil, denn die erfolgte Theurung mußte nach der Theorie der Phantasmatiker eine notwendige Folge seyn, derer Ursprung in der Erscheinung des KometenS zu suchen war. Es ist noch nicht lange daß wir mit einem Phantasmatiker von dieser Materie einen Streit hatten, welcher dieses behauptete. Wir mochten ihm die bündigsten Beweisgründe anführen, so blieb er doch immer bei seiner Meinung stehen ; er war nicht im Stande uns Beweise zu geben, hingegen wollte er sich auch nicht überzeugen lassen, sondern sagte nur beständig: ich glaube es nicht; was war hiebei anders zu thun, als ihn auf seinem Aberglauben zu lassen. Wir sahen also bei dieser Gelegenheit wie stark das Vorüttheil die Vernunft zu verblenden im Stande ist, und haben uns vorgesezt bei einer andern Gelegenbeit die Entfiehungsart und die Größe des Vorurtheils in einem dieser Bögen zu zeigen. Endlich kommen wir zu der großen Frage: hat dieser Komet die Urs fache der daraus erfolgten Theurung seyn können? Und wenn dieses: war sie auch eine Folge von ihm? Ein Phantasmatiker würde hier ohne allen Schein diese beiden Fragen mit Ja beantworten; doch wir finden einen kleinen Anstand der uns nöthiget das Gcgenthell zu behaupten, und eS ist uns fast leid, daß wir nicht der Meinung der Phantasmatiker beitreten können, weil dieselben die Vernunft verabscheuen, welche wir doch ehren; so müßen wir vernünftiger Weife ihrem lächerlichen Aberglauben entgegen handeln und also diese Frage verneinen. Wir wollen einige Gründe anführen . welche beweisen sollen , daß dieser Komet weder ein Unglück verursachet, noch eine sonstige Bedeutung gehabt hat. Wir nehmen dasjenige zum Grunde an, was bei all n Sternverständigen eine ausgemachte Wahrheit ist; daß nämlich die Kometen ihre ordentliche bestimmte Lauf- ' bahn Wschmblcke. 4tz bahn haben, und daher auch zu einer gewissen Zeit wieder kommen. Daß 'Ober dieselben verschiedene Zeitkäufe zu ihrer Wiederkunft brauchen , ist durch die Erfahrung bestätiget worden. Nach diesem Grunde ist es gar nicht einmal wahrscheinlich, daß die Kometen , weiche durch Verschlimmerung unserer Elemente, Pest und Hungersnokh, Sturmwinde und Erdbeben verursachen, vielmal hinter einander mit eben dem Erfolge sollten wirken können; west die Einrichtungen, welche bei diesen großen Unordnungen mit da seyn müssen, sich unaufhörlich auf der Erdfläche andern. Man stehet Städte da, wo vordem die Schaafe weideten, und verfallene Mauern, wo ehedem die prächtigsten Städte stunden. An einem -Orte werden Moräste ausgetrocknet, da man hingegen an andern Orten die allerstucht- darsten Flachen ungebauet liegen lasset. Man hauet Wälder um; die Erde öfnet sich an gewissen Oertern, und verschlinget Berge, welche das ganze Land herum kühle machten; einige Flüsse sind ganz und gar von der Erde verschlucket, oder in andere Gänge geleitet worden. Das Meer überschwemmet ein gewisses Land; und andere neue entstehen oft mitten im Wasser; wie wir es vom Plinio , Seneca, Pythagora, und vielen andern Naturverstandigen erfahren. Man kann also nicht läuguen, daß diese eben angeführten Veränderungen nicht in den Witterungen eine Verschiedenheit sollten verursachet haben. Und sollte auch das uns noch nicht überzeugen, so können wir die tägliche Erfahrung doch nicht über den Haufen stossen. Denn niemals hat man, wenn man auch noch so lange gele- bet, zwei Winter, zwei Sommer, zwei Frühlinge , oder zwei Herbste gesehen, die einander vollkommen gleich gewesen. Ist wohl ein Mensch, der sich rühmen kann, daß er nur zweimal die Zeit erlebet, da Tag und Nacht gleich gewesen, wo er eben dieselbe Winde, einerlei Witterung und einerlei Beschaffenheit, was alles übrige anbekanget, angctroffen? Kann man wohl vernünftiger Weise dasjenige in Zweifel ziehen, was Golori her dem H.rodotus zum CrHsus sagte: „In 70 Jahren finde sich kein einziger Tag, der den übrigen in allem und durchgehends gleich sey. „ Dieses aber muß nothwendiger Weise eine Verschiedenheit der Wirkungen zuwege bringen und sie äusser alle Ordnung setzen # und folglich auch den Kometen alle bedeutende Kraft auf das zukünftige benehmen. Allein damit wir aber diesem Grund ein größeres Gewicht geben# so beliebe man sich nur anzumerken, daß es noch weit unmöglicher seyn kann, daß die Unglücksfälle so ein Mensch dem andern oder eine Nation der andern zuzieber, die nach dem Urthest eines Davids weit schrecklicher sind, als Hungcrsnoth Ff f - oder 4i4 Wochenblatt. oder Pestilenz, allemal gerade um diese Zeit erfolgen sollten, wenn nach dem ordentlichen Laus der Natur Kometen erscheinen; eben so unmöglich ist es auch, daß das Unheil, daran er keinen Antheil hat, z. E. Sterben, oder eine von Gott gesandte Theuerung, mit dieser Erscheinung übereinstim- men sollten. Die Ursache ist, weil die Unordnungen des Kriegs, die Uneinigkeit benachbarter Staaten, von tausenderlei nicht vorher gesehenen Zufallen , und von dem Witten des Menschen abhangen, der solchen Leidenschaften unterworfen ist, welche sich zwischen Abend und Morgen vielfältig verändern können. Daher kommt es, daß kein Zustand oder irgend eine Wirkung natürlicher Ursachen anzutreffen ist, welche mit dem , was von dem Willen des Menschen herrühret, ein ordentliches Verstandniß haben sollte. ES ist dahero klar daß entweder die Kometen nichts bedeuten; oder daß sie nicht durch die Kraft, der natürlichen Ursachen, sondern durch Gott selber allezeit hervorgebracht werden. Man mag nun entweder mit denen Peipatetikern sagen: Gott gebe einer gewissen Materie die Gestalt eines Kometen, ohne auf die Beschaffenheit noch Wirksamkeit der umsiehenden Körper Acht zu haben; oder nach den Cartestanischen Grundsätzen: Gott gebe eben derselben Materie die Figur der Theile, die Lage, die Dicke und Bewegung, die ein Komet haben Muß; er bediene sich aber dabei nicht der Bewegung, die bereits den benachbarten Körpern cingedrücket worden, und richte sich auch nicht nach den Gesetzen der Mitcheilm g der Bewegung, die er festgestellet hat. Gott mag nun, sagen wir, wirken, auf was für eine von beiden Arten er will; so kömmt doch allemal ein eigentliches sogenanntes Wunderwerk heraus. Und folglich könnten die Kometen unmöglich zu der Reihe natürlicher Dinge gehören, welches unS doch die Erfahrung lehret. Es dürfen uns einige PhantaSmatiker den Einwurf machen: daß allemal wenn die natürlichen Ursachen einen Kometen hervorbringen, Gott den Schluß fassele die Menschen zu strafen; nehme man nun an, daß Gott sich selber diese Losung gegeben habe: so folget daraus , daß eine nothwen- diae Verknüpfung zwischen den Kometen und den Strasruthen der göttlichen Gerechtigkeit start finden muß, und daß also die Kometen eine Vorbedeutung der göttlichen Gerechtigkeit sind. (Der Beschluß folgt nächstens.) 2lcade- Wochenblatt. Academische Neuigkeiten» Das dißjährige WeyhnachtS Programms ist von Sr.hochwürdi- gen Magnificenz Herrn Kirchenrath Benner verfertiget und fuhrt den ^t- tel: Apologia pro Myfterio quod Verbum caro factum lit Uver Joh. I. v. i4- Den rzten December bestieg den Catheder ohne Vorsitz um die Würde eines Doftor. Medicinae zu erhalten, Herr Johann Christ, ^a« cob Wolff aus Gießen, dessen Differt. handelt: de Cataracta, und i|t auf 2.2; Bogen abgedruckt. 2wo Copien von italienischen Gemahlden eine Andächtige, und die junge Mäklerin sind ersteres für f fl. lezteres für ist. zokr. hier zu verkaufen. Nähere Nachricht giebt Ausgeber dieses. Nachricht. Noch vor Ablauf dieses Jahres bittet der Verleger um die rückständigen Vorschußgeloer, wie auch die Pränumeration für das künftige halbe Jahr, weilen man hinführo die Nahmen derer respectlven Herrn Pränu- meranten jeden Jahrgang wird vordrucken lassen. Eiri-vrrd auspaßirende vom 17- December bis den 24. December 1774» Herr Höffeler, RegimentSquartiermeister, in Französischen Diensten, pas- siret durch. Herr Regierungsrath von Riedesel, in Herzogl Wurtenbergischen Diensten, paßiret durch. Herr Licentiat Küntz von Wetter, paßiret durch. Herr Graf von Wittgenstein, Ma/or in Herzoglich Würtenbergifchen Diensten, paßiret durch. Herr Müller, Kaufmann von Francksurt, flog, im PosthauS. Gebohrrie 416 Wochenblatt« Gebshren und Getaufte.' Am 6. December Conrad Balthasar, Johann Georg MogS, Burgers allhier, Söhnlein. Am 8- December Elisabetha Johannetta Catharina, Johann Conrad Simons, Burgers und Fuhrmanns, Töchterlein. Am n. December Johannetta Elisabeha Margaretha, Johann Conrad Kempf, Burgers und Beckermeisters, Töchterlein. Am i2. December Johann Peter, Willhelm Kann, Burgers und Maurermeisters, Söhnlein. Eodem Elisabetha Charlotta, Herrn Friederich Henrich Gravelius, Burgers und Handelsmanns, Töchterlein. Beerdigte. Am 16, November Elisabetha Vöstn, weiland Johann Walther Bösen, Burgers und Leinwebers, hinterlassene Wittib. Eodem Elisabetha Catharina Löflerin, weil. NicolauS Löflers, gewesenen Bürgers und Fuhrmanns, hinterlassene Tochter. Am 17. November Anna Elisabetha, Matthaus Mehl, Burgers und Metzgers, Töchterlein. Am 18. November Anna Catharina Löberin, weiland Herrn Johannes Löbers, gewesenen Castenmeisters, hinterlassene Wittib, einegebohr- ne Völkerin. Ihres Alters 87 Jahr, 1 Monat, 5 Tage. Am 19. November Anna Margaretha Schmidtin von Steinbach. Ihres Alters 74 Jahr. Am 2.2, November Johannes Christian, Herrn Joh. Gottfrid Christian Kellers, Stadt # und Land < Chirurg! Söhnlein. Am 24. November Anna Elisabetha, Johann Henrich Kammerers,Burgers und Beckers eheliche Hausfrau, gebohrne Schicfferin. Am 30. November Philipps Henrich Christian , des Schneidermeisters Hennemanns allhier, Söhnlein. Am i. December Johann Conrad , Rudolph Dech, Burgers allhier, Söhnlein. Am z. December Herr Georg Friederich von Preuschen, Eleve M Paeda- gogii Illuftris allhier. Am 5. December Maria Elisabetha, des gewesenen Kleinmüllers allhier, Johann Balthasar Seerten, Töchterlein. Am 13. December Adolph Friedrich Schmidt, Burger und Schuhmacher allhier. 417 Wochenblatt. z*'o stark dieser Einwurfseynsol,, so wenig mcherbeweis«., ob S e» SL««M-NLTLK wiesen habw; i‘«6huitwitoeti1 Körper auch f»on bereit seyn sollten, -ine Komet erichemet, die 'E»-» «o P r Zuordnungen des Krieges °u Neuerung, e.n große« V«b«" »"v «e u « flUiin man kann verutsachem ESkannstch'v b nflt£|r(M),n Ursachen m es nicht als eme tXefl ' « mußte uh u« J. „wecken> er müßte ihnen einen ander ohne Barmderi'gkul iu a mußte alles Un- Geist des Amruhrs und,Z»D««wo,^ unanständig alles di-l-s der glück h-rvorbring-n. Wem wer i n himmelschreiende Gottlofig» W-iß»-it T t-reiz--Menschen an- fich keit und BLtk-slasterung, wenn inaniagel, vw .» , allc cie unord» einander zu b-kiieg-n, »» 1 f Erscheinung eines Kometen hat nungen zu verursachen, weiche. -r mt r L ia ver Zcil be» verknüpfen «?«^-^Eichsv-ränderung-n und Bestrafungen der Gvttlo- nehmen, barmnen lw R.'cheveri^ mlchergestalk würde nicht mehr tue stgkeit der Menschen «folfle. , n6t »ntfeiticbe ®}i«braüd> der Gnade des Gottlosigkeit der M-nsch-n,^ un. . ■ M sondern Gott müßte Himmel«, Horizonte erschienen wäre, es deswegen toun, wen -m Ro ü .. B Menschen zu straffen, Dem zufolge^wurde sich ° ^„n, wenn der kauf nicht, wennseine r a nicht, daß man solcherge- der Natur Komct n e v _ ‘ j6bt( a,6 r|)^te <6 {tW(Ig $u ungelegener Zeit; E-W^orlorg- di-Augenblicke und WW wegA^ UT,;Z r, hJönört« votbchalten. ^29 v'vlu; 418 Wochenblatt. . solche gefährliche ^rrthurrrer entstehen aus den abergläubischen Meinunaen uttd man stehet überall wie übel sie schließen; cs istalsodaskä- cherlrchste das sich gedenken laßt, daß die Theuerung welche uns einige ^ahre bei h'oHrtn, eine ^olge des vorher erschienenen Kometen gewesen seyn soll. Doch hier ^get vielleicht ern Phantasmatiker zu uns.' Ist denn diese Theuerung nicht auf den KE» «folget? Wir antworten: Ja er hat nach -nefem Grm-d?( s°a L, or" go proprer hoc,) das ist vorher gegangen, folglich hat Ließ folgen müssen; SUIci« man hat diese falsche Art zu schließen schon auf verschiedene Weift lächerlich gemacht; wir wollen nur ein einziges Sxempel anführen , damit unr sere Leser selbst urtheilen mögen: Im Frühlinge lassen sich die Frösche Wiedersehen : unb wenn das geschiehet so schlagen die Baume aus. Wer wird aber wohl daraus schließen: die Baume schlügen urn der Frosche willen aus? oder die Frösche hätx dCnf0St bie ?äl,nne ^"^chlügen? Dem ohngeachtet Herrscher bet vielen uoch em gleiches Voruriherl. Wenn es im Sommer stark geregnet hat; so sichet man erne Menge von den sogenannten Laubfröschen auf den Feldern: crao Hak es 9^^siuet. Solche Schlüffe machen diePhantasmatiker. Und aufdieft Weise rst auch die Folgerung der Theuerung aus der vvrhergegangenen Erscheinung des Ko- metens, welches dreseirlgen am besten werden einsehen können , denen dw Entste- hungsart der vergangenen Thrurung in ihrer ersten Quelle bekannt ist. emeS können wir anzuführen nicht unterlassen. Es ist uebmlick von den Phantasmattkern so oft scheu gefragt worden: wie es doch käme,dawirsiefü? dre ernen lurzen Verstand besitzen, daß cs doch viele Gelehrte qax g ihre dAclMingcn behaupteten, und die doch gewiß keinen selchten Der- stand haben konnten. Daß es wirklich solche giebt, das «st leider nickt ru leuanen und es ist fterlich nichts schändlicher, als wenn die sogenannten Gelehrten denDöx bel rn Aberglauben noch übertreffen, und also church ihr Beispiel den gemeinen Mann mehr darmn bestärken, als wenn man die besten Bewe ßgkünde dafür an- geruhrct hatte; da man weiß, daß schwache Gemüther sich sehr auf die Eremvel anderer berufen. Cd ist ihnen zu mühsam, selbst nachzudenken: Der Weg istleick- ter, den schon andere gegangen sind. Diese würden es wohl nicht qetban Haden w"msie chn mcht untersuchet hätten. Man kann sich also auf sie verlassen Sa denket man rnsgemem. Sind nun diese Doraanaer IrfiLm h, VC?J?2fn* K n pel^’ncn Phantasmatikern ihr Ansehen noch einmal so viel Allem binbcrer ' ^"^Och zu dem Geschlechte der Phantasmatiker geboren bestehet insgemem in einer Handwerksmasigen Kenntniß einer der drei obern ^a- culraten, dadurch man zur Noch fein Brod verdienen kann. .fiter kann nun frei' sich der Slbagiaube noch völlig herrschen : denn weder ein gemeines Colletriuin theticum und homileticum noch ein Curfusiuridicus oder Medicus, erleuchten d?» Verstand recht, und lehren und die Natur kennen. Derart., b ! .Rechtswegen den Namen der Gelehrten gar Nicht ! so ar ob r toetc^ sich erworben haben / und so aefährNcbe Gesichter sie bei solchen Mahrlein der alten Weiber zu machen vsieaen K&SSHÄ—ÄÄ '" Ä" Ä-sraw g-hi*“ «Ä » D» sich -n Welten nicht »rant ' 3 " Wenn ^-hm ein ke.chend Weib begegnet, „ Das durch die Runzeln furchtbar roirb.;