Büffet Wochenblatt. Uitl ivutvui ivwnn •• -v / , c , wichtigen Eigenschaften, Vie sie besitzen, und wußi^n nicht rote Fortsetzung von den; Nutzen i nun alle diese Inftcten nicht entbcj nntniß vvn Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis Erstes Ststik. D,ensti»gs den 7. Ianuarn 1772 nüBliu) ne zur cmocrung vei juuniijtitw imv. < fo etftaummb,» M-»a- b»r gnf»rf»" »Ich» bi, »nt'Om fe»n, t”, •£«:llutlgt * 'mi t abgeben können. E« würden sich noch viele finden, welche beson. dere und lehr nützliche Eigenschaften belassen, wenn wir em genauere« Au, aenmerk auf sie haben wollten. - Nur müsten wir unserer Zärt .chke.t m ttw"s abbrechen, wenn wir genaue Untersuchungen ihrer Kräfte durch chy. mische Ooerationen und Erperimente anstellen wollten. -Hier wird ja eine ÄnntM der Jnfteten. welche man untersuchen will, vorausgesetzt. - Diele Erkänntniß ist nützlich, und sie wird un« immer nützlicher werden, ?öfter wir un« bemühen, diese kleinen verachteten Creaturen zu beobach, ten, und so oft wir einen Nutzen diese« oder jene« Insekt« bemerken. Woraus wird wohl mehr Zeit verwendet, besonder« von demschö, nen Geschlecht, al« auf die Kleid erwacht, um etwa« neue« zu erfinden, etwa« schöne« und bequeme« ju entdecken. Unö nid)t menige , »on dem sonst ernsthaft seyn sollenden Geschlechte, zerbrechen sich die Köpfe, »er, schwenden die Zeit neue Moden auSzudenkemover i» verschreiben, undau« wocher-blatk. z verschiedenen uns nicht angrgnzenden känder-y-n Kleide,stücke kommenru '? la$ fllk<$ dieses gelten - ich bin selbst für das reine, daS schöne und bequeme - ich sehe ein zierliches und wohlgepaßkes Kleid an einem so gern als an dem andern; und ich gestehe es, das; ich von einem schlechten und b^mu^en Kleide oft auf den Gemmhscharacter eines Men- schen schlusse Denn rch halte dafür, daß ein nachlaßiger Anzug auch ein nachlaßiges Gemukh verrathe, hingegen die Accuratcsse am Kleide, und des übrigen Putzes em Zeugmß von Der feinen Äenkungsart eines Menschen sey. Nur Vieles will mir nicht gefallen, däß Leute, die mm Unter- ÄTfr^oi)re-’ ?-n? i ^gleich alles als Affen nachäffen , was Der .Hof DocI) b|ü,ö vorzügliches haben soll - gewiß Höfe können keine Tracht, keinen Putz erdenken, und anlegen, er wird bald von den stolzen Untertha- MM^MWem^chet. - Dadurch werden alsdenn bey jenen als bey diesen ^^nünftigdcnkende wählen nur dasjenige, wag mcht zu rojchahr, dabey aber dauerhaft und stark ist. ^ölltmchenn.ukWe Gegenden nicht auch Kleidermaterialien liefern. IVm rie 2nrCrer Nationen einigermaßen entbehren könnten? - Unsere Klerdersiucke sind von verschiedener Art. - AuS dem Pflan- mrjS’ß.6' ^ekbefunfi fu sehr guten Kleivernpient, ,««. 1» ®ää tfis sä; tswset fertigem könnten, wenn wir nur mehr Genauigkeit bey dem Flachsbau und Äna ®e'“b<'tun9 »»wenden wollten, davon eine Abhandlung, wie die Ho lander dabey verfahren angehangk gelesen werden wird. Di Rauml wolle ist wie bekannt, nicht weniger nützlich zu unser» Kleiderstücken „ . Das Thierreich »und in diesen, surnehmlich die vierfubiaen T liiere, geben uns so viele gute Materien, Kleider daraus zu maeb-n. »S ‘pddri' 28‘•'Ile und dergleichen, welche letztere Materie bey uns ebenfalls vielmehr verfeinert werden könnte. Pe,«werke, Felle imb Aiuf« m 8SS33SSSiU 9ebrau*en für K-i'k-, iur Kühlung undwL Meta^^m-Äe^9^" fcd^ 6iek noch das Gtein-oder Mekallrelch zu Hülfe nehmen, um ihren Anzug zu verschönern • febnnicfe sich mit funkelnden Steinen - man lasse seine Kleider mit den kostbar- Wochenblatt. 3 kostbarsten Spitzen und Gewebe von Gold und Silber besetzen, wer e« nur bezahlen kann, - nur muß der Hof allezeit «inen Vorzug haben. ’ Ich lobe es - daß man sogar die Materien, di« uns die Iniecten liefern, zu Materien unserer Kleiderstücke gemacht hat; denn ZS E' baß der weiseste Schöpfer sie neben der Haupkabsicbt auch dam bat werd-n lassen, daß man ßch ihrer Arbeit bedienen möchte, um ™- gleicb dadurch dorthin geführet zu werden; Sieh«! wie groß, wie rotifo wie vorsichtig ist der, der alles dieses gemacht hat - wie gütig ift er. daß -r uns mit allerlei) versehen, das zur Bequemlichkeit, zur Verstei. digung des Körpers und zur Auszierung desselben nützlich und nöthig ist Ich fange von denen Iniecten an, die uns die Materie :u den ititbHffä und schönsten Kleidern liefern , um den Nutzen der Insecten für L zeigen, von den Seidenwürmern, - sie füllen eine» ziemlichen MoM unfern Garderoben aus mit denen Geweben , die aus ihrem Ge spinn sie durch geschickte Hande verfertiget werden. Die Kleiderstücke, die daraus gemacht werden, sind schön leicht und gut, und würden auch nicht w kostbar seyn, wenn wir Fleiß anwenden wollten, Scibenwürmer Colomen anzulegen. - Unser Klima ist nicht zu kalt dazu. - JVenn sich viele INI Lande diese Muhe gäben, so würben auch größere Drvbuck, herauskommen uno dadurch manches Stück Geld im Lande bleiben Brandenburgischen sind beynahe vor jedem Dorfe Maulbeerbäumwälb-r anzutreffen; in diesem Lande wirb fast so viel Seide gewonnen, als iäbr. lich darinnen gebraucht wird. - Wie? wenn die Schulmeisters und Brä. cepkores auf dem Lande, die Sommerszeit keine Schule haben , fi* t>a, mit abgäben, wie im gedachten Lande - wie, wenn gewisse kleine Bläa, an den Städten und Dörfern dazu gewidmet würden, Maulberbäuine darauf zu pflanzen - man könnte auch an denen Wegen Alleen davon pllanzen - doch müßten sie gegen die Bosheit durch Bedrohungen und Einschränkungen mit Stangen wohl verwahret werd-n. Es ist auch nicht so schwer, eine Quantität Seidenwürmer zu bekommen, - und was würde es denn schaden, wenn demjenigen der die meiste und bett, Seide liefert, außer dem Werth der Seide, noch ein Prämium a geben wurde? , ti’ Und wer wüßte, ob nicht in unfern Vaterland- ander- Arten von Würmern gefunden wurden, welch- eben -in- so gute Seide spinnen, als A z, die Wochenblatt- hi, o;,ih6nfvütm«, - nut das Vorurtheil muß vergessen werden, daß von den S^würmern herrühre. Wm- h,Mn ndtein febr nützliche Entdeckung eyn? wenn man em-Art Wut« mer entd ckte deren Seid- eben so gut wäre als der Seidenwurmer,wenn sie noch dazu mit weniger Mühe könnten erhalte» werden, - freyüch mußte man ihre Nahrungsart Dabei? sorgfältig untersuchen. Xeaumür, der in diesem Fache sehr viel Untersuchungen aiigestellt, hak auch Experimente gemacht mit der Serbe der Spinnen , m loser»se ,u gBiberenen genutzt werden können. Es fiel Zwar nicht so aus , als - $ S'e, Denn“ t sande Die Seide zu fein zum Verarbeiten, und zu kostbar gegen die gewöhnliche Seide. Dock hat Le »ou Strümp e uaL^andschuhe von der Seide verfertigen lassen , Die von der Äönigli« M Societät der Wissenschaften zu Paris für überaus gut lwd e am worden. Allein diese Art, Seiden zu gewinnen, wurde in dem ^tracht sehr kostbar werden, weil ihre Fütterung Mit vielen Schwierigkeiirn ver knüvst ist, und schwer auszubehaltensind, denn Die Spinnen fteffen ftd? (inanDet selbst, und so müßte eine jeDe besonders aufbehalten werden. Q3iet« Würm» ov-r (pinnen auf Bäumen und Vigchen «roße Gewebe, die vielleicht nützlich seyn könnten. Aus ver -Neide findet sich eine Art kleiner Raupen, weißgrau mit schwarzen Punctgen, die sich auch auf Aepselbäumen aufhalten, und von welchen uns verschiedene ^christverfass r Nachricht ertheilen. Diese Würmer spinnen zuweilen W Adesträuchen groß- weiße seidene Gewebe oder dichte Netze. Man mache den Versuch, ob diese Seide nicht in gewissen Fabriken zu gebrauchen wären, denn sie scheinet schön und ziemlich stark zu seyn. Wollte man sich di« Mühe nehmen, und sich in dem Jnsectenreiche in der Absicht weiter umsehen: so würden mehrere Entdeckungen von S->- dengespinnsten gemacht werden. Es ist wenigsiens die Unmöglichkeit nicht bewiesen, - und ich bin vielmehr versichert, daß verschiedene snsecten unserer Gegenden, die wir oft mit Fleis ausrotten, oder unachtsam vorbey» gehen, eben die Ehre verdienen sollten, die wir den Seidenwurmern geben« Die Fortsetzung folgt. Acade- Wochenblatt. i A-ademische rTem'gfciten -’i m,« hüfiaer Hochlob!. üniner|itdt haben das disiahrige Neectorat JBett Superintendent D. und Pros. Bechtold mit den WwöhnIMn Fey. «iid>feiten annetrettrth-user bey Der Medicinischen, und Herr Prof. Thom bey Der Philosophischen erhalten. , fMdtund mibiif Noch im verflossenen Jahre ward durch ein Hochsürstliches gnädig, stes Dekret an die Stelle des verstorbenen •ßetr» Vice. Canctilani Aor kok her Herr Regierungsrath, und Profelior iuris D. 2x005< ie en tiefer Stelle erhoben, so wie auch als Primarius der Misten ^atultat gnädigst ernannt. Noch im vorigen Jahr ließ Herr O. Vahrd auf die Chrissf-ri-n «in Programma auf z Bogen drucken welches de Preobr.s quas >n no mineflletü facere lubentur novi focietaus flatoies loh. X • d., ... inaleidrem auf die Oifijäbvigc Rektor I Promotion hat O' ein Programm« auf r. Bogen bey Braun drucken lassen e oe 1 P .grammatico - Epica. qu der neulich ängstigten Doctorpromotion des Herrn Advocat hat der Herr R- R. D. Gayerr das Programmaverfertiget und darinnen den Schluß 'einer Abhandlung de DomTnio Moem quatenus inonmis fpetiat ad Sereniflimos Hafliae LandgraviostamquamComi- tcs in Catimeliboco auf 2| Bogen in 4. geliefert. Se. Hochfürsil. Durchlaucht geruheten denbisherigen ausserordent- l^en Lebrcr der Philosophie Herrn HU. Erich Ehristlan^ieVestrhi jungst^ 8 gnädigst zum ordentlichen öffentlichen Lehrer der Geschichte auf der h.e. sigen Hohenschule zu bestellen. JSerr D. Nebel erhielte daS gnädigste Decret als Professor Medi- cinae Straordinarius und tratt am LZ Dec. des verflossenen Jahres fern Lehramt mit einer Rede an, in welcher er de aqua, quatenus pro vm- verfall medicamento habenda iit, inprimis aurem de aquarum nofti - rum Gieflenfium fpeciali facultate atquecondmone handelte. ? Wochenblatt. Veränderung Bey Hochfürstl. Regierung. ,.®e' Kochfürstlich-n Durchlaucht haben den bisherigen Sekretariat«. Attesisten Herrn Joh. Phil! Pet. Wisener zum Advocato ordinario «n» den Herrn Henr. Wilih. RolliuS zum Secretariaksaecessisten an dessen Stelle gnadigst zu ernennen geruhet. Un|ent srenndlichen Dienst zuvor / Ehrendester und Aocbcte« lahrter, Besonders guter Freunde! Demuach neuerlich einige Königliche Preustsche Reichüthaler milder Jahrjahl 1771. und dergleichen frei Mir. oder halbe Gülden de Anno '77°. !um Vorschein gekommen, welche nach dem angenommenen Con. vennonssuß kemesweges ausgepragek, sondern was die erstere bekrifc an- « 1 J11" ®(ucf' nur 1 st. 424. fr. so dann die legere an stakt EI; ® uur Z4 | fr. werkh sind, und deßhalben gewisser gnä« digster Befehl von Hofe eingelangek! So begehren in des Durchlauch' tigsteu Unsers gnädigsten Fürsten und Herrn Nahmen Wir hiermit, °°rUnsfteundlich gesinnende, daß Ihr solches an allen Ortschaften des Euch gnäl.igst cinuererane,» Ylmea »ich, a(l#in< fnnbrrn auch mitMd fl,n.a Avcridlements IN dem hiesigen Wochenblatt fordersamst bikannkmacket. damit sich jedermann m Ansehung seiner Einnahme und Au gab d?nach richten könne. Verlassens Uns, und sind Euch zu Erweisung frernNu cher Diensten geneigt. Giessen den r;. Nov. 1771. S M.ndlu Fürstlich Hessische Geheime Räche/ Vice.Cdnahr, eLanzleydirector, und Regierungsräthe daselbst. Veränderung des löblichen MagiWats. Sereniffimi Hochfürstl. Durchlaucht haben den ObereinneBnier ,,»n Rathschoffen Herrn Georg Andreas Tasche, als Oberbürgermeister an"d^ Stelle des abgehenden Oberbürgermeisters Herrn JohannDanil Asmus auf gewöhnliche Präsentation des löblichen XVincr Collegii auf iS Jahr gnadlgsi ernennet. J Sodanrr Wochenblatt. Sodann sind von zedachtem löblichen Coüegio nachstehende Herrn Rachschöffm, zu nachg-srtzten A-mkcrn vorgeschlagen, und von hiesigem Hschfurstl. Oberamt confirmiret worden, als 9 Herr Johann Conrad Flett zum Bauamt, Herr Johann Jost Schiesser jum Weinamk, Herr Johann Friedrich Steinberger zum Beed- "mt' Johann Peter Pistor zum Fleischsch«tzeramr> und Herr Johann Philipp MagnuS zum Markeramt. u Anzeigen. ..... Nachdeme zu wissen nöthig seyn will, wer in die wohlthatige Ge- Mscyast zu Hanau eingclegek, was die Einlage und Nachschußgeldcr be- tragen, sodann wer bei; dieser Gesellschaft Geld aufgenommen hat, als wird jedermann dieses in 14 Tagen bey Fütsil. Oberamt dahier einzugeben reip. ersuchet und befehliget. Giessen den ri. December 1771. Fürstlich Hessisches Gberamt daselbst. L- W. Meyer. Der-^err Proftspr Schulz ist nunmehro mit seinem großen Werke uder die, Bibel, an welchem er schon seit einigen Jahren gerarbeitet so weit ae- kommen, daßm künftigem Sommer in Leipzig der Anfang mit dem Abdruck desselben gemacht werden wird. Das Werk enthalt 1) eine neue Ueber- setzung der ganzen B'bel aus den Grundsprachen 2) einen Kommentar für denkende und prüfende Leser von allen Standen, ;) Eine Einleitung m die einzelnen Bücher, in welcher die historischen Umstände und der be- Mdere Inhalt derselben, nebst den herrschenden Maximen eines jeden Schriftstellers erzalt werden. 4) Bemerkungen und Abhandlungen,die blos in das Fach der Lneich und Philologie gehören , und zunächst für den gelerten Exeg-ten bestimmt sind. Das ganze Werk über das 2Utc und Neue Testament wird zehen Bände in groß Octav bttra- gen, und memer davon gedruckten vorläufigen Nachricht, die in der weygandrschen Buchhandlung in Leipzig, welche den Verlag desselben übernommen hat, herausgekommen, und allhier bep Krugern um* bavonU 1 ' *®crr Verfasser weitläustigere Nachricht In LH- fL 14 Alb. Summa aller Ausgaben an die Armen Summa 100 Summa 4,-4 H4 st- f alb. 8z st. 15 ald. f 01 st. 24 alb. In dem verstossenen Irrsten Jahr sind copulltt wordm: i) bey der Stadtkirche - ♦ paar, r) bey der Burgkirche grrUmoersitats Huchhandlrni h'cftlbst,.an d H rn r Y we^fuffir 2,fr# aud, neu Stücken dienen. Hiervon sind ausgegeben an hiesige Stadt-Armen , * * * * an fremde und reisende ♦ ♦ ♦ c*h ^jxch und auf dem Rathhaus, sind an gestifteten J Allmosen den hiesigen Armen gereichet worden - । Wochenblatt. Wh twflAfitnw I77lsten Jahr sind durch göttlichen Seegen, Durchlaucht, von löblicher Universität, von ^m?Lkn R-aim-nt' vom lSblichen Magisirae / w.e auchauS denen Äntl$nÄ,unD von gu-h-rjigen Christen, beydah.esigerAr. menraffe eingekommen> $l< p. 10 alb. k 118 - 59 15 Paar. Summa 41 Paar. finD also in diesem Jahr 77 mehr gebohren alS gestorben Bey der Burgkirche - - * 11 6» Gebohrne und Getaufte, bey der Stadtkirche woruillkl unehlich» < Bey der Burgkirche, worunter 4 unebltcbe - Verstorbene bey der Stadtkirche Bey der Burgkirche - • Summa 177 ♦ ♦ - 7 t ♦ f < * f 19