Giesser Wochenblatt. Fünf und Dreysigffes Stück. Dienstags dm r7. August 1771. Mit Hochfürstl. Hessen Darmstadtjscher gnädigster Erlaubnis. ■ Ursachen / wan»m die Zeiten immer schlechter werden. ♦ SSiöctor Albufarag- liefert seine mehresten Patienten dem Kirchho- xäJ fe. Seine Rccepte sind vortrefiich, denn sie sind aus den besten Büchern genommen. Wenn sie von ohngcfähr einem Menschen in die Hande fielen der die Krankheit hat, wogegen sie gerichtet sind , so müßte es ein besonderer Zufall seyn, wenn er dadurch nicht gehcilet werden sollte. Der gute Arzt begehet nur einen Fehler. Er ist nicht glücklich die Ursache der Krankheit zu errathen; wenn sie im Kopfe sitzt, so sucht er sie in den Füßea, und wenn der Magen leidet, so curirt er die Leber, und giedt daher gemeiniglich Arzeneyen die den Tod beschleunigen, anstatt ihn zu entfernen. Sollte es uns nicht bcv der Cur der jetzigen Zeiten eben so geben ? Ein jeder schreyt über schlechte Zeiten, ein jeder sieht, daß sie höchst erbärmlich sind, ein jeder ist bemüht sie zu verbessern, und siehe da sie werden immer schlechter. Ehe wir also Hülfsmittei verschreiben , wird es wohl rathsamer seyn die Ursache der Krankheit genauer zu unt rsuchen. Ich will es wagen meine Muthmaßungen hierüber bekannt zu machen, die ich jedoch keinem als Wahrheiten aufdringe Ein jeder behält die Frey- heit auch die seinigen vorzutragen, und vielleicht ist unter vielen endlich einer so glücklich die rechte zu treffen. Wenn ich mich nicht sehr irre, so ist der Sitz von der Krankheit der jetzigen Zeiten in unfern Köpfen. Wir sind zu klug geworden , und hierdurch machen wir uns unglücklich. Klug zu seyn, ist zwar an sich eben Mm * kein dem Hannöverischen Magazin zgtcs Stück 1771. 18* '>i W-chenblatt. kein Fehler, allein die Klugheit bleibt fcod? immer nur ein relativischerBe- griff. Man ist nur klug in so fern man Leute um sich hat die weniger klug sind. Der schlechteste Halbgelehrte unserer Zeiten würde bcynahe für einen Hexenmeister gehalten seyn, wenn er im i4ten Jahrhundert gelebt hätte, und in einem Lande das von lauter Newtons bewohnt wäre, würde ein Newton wenig gelten Die Klugheit schast keinen Nutzen weiter, wenn man kcine Leute um sich hat von deren Einsalt man durch ;te Gebrauch machen kann Deswegen hüllte Pythagoras seine Lehren in unverständliche Sätze, und die Egyptier ihre Weisheit in Hieroglyphen ein, damit sie nur wenigen Adepten nicht aber dem ganzen Volke bekannt würden. Die Freymäurer beobachten eben diese nöthige Behutsamkeit. Denn es kann eben nicht schaden, wenn einige kluge Leute in einem Lande sind, vielmehr ist es sehr heilsam, desto schädlicher aber, wenn alle Einwohner eines Landes anfangen klug zu werden. Fast alle Staaten sind bey der Einfalt der Einwohner gewachsen, und bey ihrer Klugheit zerfallen. Sobald die Griechen und Römer so klug waren als sie werden konnten, war es aus mit ihnen. Ein jeder wollte klüger seyn als der andere, hieraus entstanden tausend innerliche Zwistigkeiten, und ihr trauriges Schicksal welches die Folge hievon war, ist bekannt genug. Sollten nicht die Franzosen zu den Zeiten des Marot glücklicher gewesen seyn als zu den Zeiten des Voltaire? Die Schweitzer haben aufgehört das glücklichste Volk zu seyn, seit dem sich gewisse kluge Leute unter ihnen niedergelassen haben. Ich wünsche deswegen eben nicht, daß wir eben so dumm seyn möchten üls unsre Halbbrüder die Cura Outans: alles hat fine Gränzen. Wie die Menschen noch in Gesellschaft der Schweine ihre Nahrung unter einem Eichbaum suchten , waten sie nicht so glücklich wie sie hätten seyn können, und ich wünsche mich nicht in die Zeiten hinein, da dieLeUte dumm genug waren zu glauben , baß die Hunde Latein verständen , und aus weiser Kennkniß der päbstlichen Bulle die übrig gelassenen Speisen eines in Bann gethanen Ka.sers nicht verzehren wollten. Nur ein gewisses Maas der Klugheit ist allen Menschen heilsam, dieses dürfen sie nicht überschreiten. Etwas zu wenig, oder etwas zn viel so sind sie elend- Vor vier hundert Jabren litten wir in Deutschland Mangel daran, jetzt quält uns der Ue- berfluß, und hieraus entstehen alle unsere Klagen über schlechte Zeiten, theils , weil wir uns viel Nebels dadurch zuziehen, theils auch unser unvermeidli- chcs Unglück mehr empfinden, öder auch uns Unannehmlichkeiten einbtlden die gar nicht vorhanden sind. Das Wochenblatt- i8y Das ganze Band, mithin auch das Wohl der menschlichen Gssell- schast beruhet in derDependenz, worin em Mensch gegen den andern sicht, und vermöge deren einer auf Kosten des andern lebt, oder durch dessen Dienste seine Bequemlichkeit unterhalt. Dependent zu siyn ist immer beschwerlich, es wird daher der schwächere nur so lange Dependent von dem stärker» seyn wollen, als er das Unangenehme davon nicht eirrsieht, oder feine Kräfte nicht kennet, oder sie nicht zu gebrauchen weiß. Wenn mein Reitpferd auf einmal so klug würde als ich, so möchte ich mich um alleS in der Welt, nicht darauf setzen, und wenn es einen Bären gäbe der Menschenverstand hätte, so möchte ich nicht gerne der pohlnische Edelmann seyn der ihn tanzen ließe. Einen Bedienten, der eS weis, daß er klüger ist als sein Herr, muß man sortjagen. Wie viele üble Folgen müssen daher jetzt nicht aus der zu allgemein gewordenen Klugheit entstehen. Ein jeder will befehlen, keiner will dienen, und daher rührt die allgemeine Bemühung sich aus dem Stande heraus zu heben worin man geboren ist. Der zu klug gewordene Bauerjunge sicht daß es schön sey über Bauren zu befehlen, er will daher Schulze werden, der kleine Schulze merkt daß es noch rühmlicher sey über Schulzen zu herrschen , er will daher Beamter werden, der Sohn des Beamten - was möchte der nicht gerne werden. Es ist nicht möglich, daß alle diese ihre unruhigen Wünsche erreichen können, und wie erbärmlich klagen sie denn über schlechte Zeiten, wenn sie ihre Absichten verfehlen. Verschiedene von ihnen werden das in der Einbildung, was sie in der That nicht werden können ; sie richten ihren Stolz und ihren Aufwand im voraus nach ihrer gehofften Größe ein, und zwingen durch beyde nicht wenige zu klagen über schlechte Zeiten. Viele werden gar nichts, weil sie das nicht werden, was sie werden wollen, und verrotten als unbrauchbare Mitglieder des Staats, dem sie Hinterm Pfluge oder mit dem Meißel nützliche Dienste hatten leisten können Doch dies ist der Schade noch nicht ganz. Wer ungern dient, dient schlecht- wer seine Verrichtungen verachtet, vernachlaßiget sie gewiß, und wer immer über sich sieht, bemerkt das nicht was um ihn ist. Der walfre Eifer für die Beobachtung übernommener Pflichten erstirbt dabey gänzlich, der, der sonst ein verdienter Mann gewesen war, arbeitet blos wie ein Tagelöhner, und die Zeiten müssen natürlicherweise sehr schlecht seyn , wo'eS viele dergleichen giebt. Hat die Klugheit auch nicht bey allen so üble Folgen, so lehrt sie ihnen doch wenigstens Beschwerden kennen, die sie vorhin nicht empfinden konnten, weil sie nichts davon wußten, und macht sie Mm 2 dadurch ijg Wochenblatt. dadurch unglücklicher. Ei» Mensch der -den die Last auf dem Kopfe hat. womit das Haupt AkteonS * gezieret war, fuh.k nichts davon, so langer sie unwissend trägt, sobald ihn aber ein altes Weib oder -in falscher Freund dieser glücklichen Unwissenheit entreiß, findet er die käst die ersonst nicht einmal bemerkte, so unleidlich schwer, daß er darunter ohnmächtig wird Kur» jede Beschwerde ist nur Beschwerde in so weit wir sie kennen, und wenn wir über Dependenz, Dienstbarkeit und Sklaverei) seufzen, ,o tbun wir unrecht, wir sollte» nur unsere vermehrten Einsichten anklagen, d e es uns q-lebrt baden, dass alle diese Dinge b-schwei lich sind. U-is-re Vorfahren glaubt, n bei) ihrer Einfalt im rechten Ernste, wenn sie nicht arbeiteten so dürften sie auch nicht essen , und weil sie gerne aßen L arbeiteten si fleißig, um dadurch die Erlaubniß zum Essen zu erhalten. Dieses Vorurtheil war so sehr übel eben nicht, und es gab damals mehr arbeitsame Leute als jetzt, da so vi-l von der Industrie geschrieben wird. Wir sind unglücklicherweise klüger geworden. Wir havrn gelernt, daß essen und arbeiten sehr gut von einander getrennet werben kann. Jenes khun wir noch recht gerne, säst mehr wie die Alten, aber das letzte meiden 'wir so viel wir nur können, und jeder sagt mit Leßing: Fleiß und Arbeit lob ich nicht, Fleiß und Arbeit lobt der Bauer, Und wie selbst der Bauer spricht, Fleiß und Arbeit wird ihm sauer. Diejenigen, welche gerne gar nicht arbeiten möchten, haben ihr-Zu, Audit ivm Betteln genommen, und ich muß gesieh-n, daß dies der aller« d-ammste W g sey seinen Unterhalt zu finden. Wir baden daher eine er- fljunenDe Menge Bettler, und eine unbeschreibliche Menge von Arten zu b.tteln, denn ich rechne nicht bloß diejenigen hi-her, welche unter derAus- fiebt des Armenvogts sieben, sondern mich dünkt daß alle, welche stch voiu S'aate unterhalten lassen , ohne demselben nützliche Dienste zu leisten, oder «leistet zu haben, in diese Rubrik gesetzt werden müssen. Nun kann man rechnen. - Sonst war das Betteln, sonderlich von Der letzten Art, em recht artiges Handwerk; allein durch die Mengeder Zunftgenoffen ist eö vervorven. Wenn zu viele Bettler für eine Thür kommen, so erhalt kein -inziger etwas, und wenn endlich alle betteln wollen, wer soll denn geben 1 < -mhL l v * Diejenigen Leser welche den Akteon nicht kennen, können ihn zu H **am alt- "Srtbtcr sfllni'Ne, auf Der sogenannten Kunst sehen. Wochenblatt. »8- Andre wollen zwar nicht ganz müßig seyn aber doch nicht gerne viel arbeiten. Sie wünschen sich daher eine bequeme und einträgliche Bedienung. Es ist traurig , wenn man Leute sehen muß, die zwey Drittheil ihrer Les benZzeit vergeblich darnach seufzen, und alle über schlechte Zeiten klagen, wer! sie bet) allem ihren Eifer den Staate zu dienen nicht dazu gelangen können. Die Welt wird zu voller Menschen, sagt der kurzsichtige, wenn er sieht daß bey Erledigung einer kleinen Stelle gleich vierzig Clienten vor der Thür ihres Gönners versammlet sind, die sich darum bewerben. - Ja freylich! zu voller Menschen - die beschwerliche Arbeiten scheuen. Aus einem gleichen Tnebe wünschen, die mehresten sich denen Gewerben zu widmen, die die wenigste Arbeit erfodern, die aber zum Unglück am wenigsten gemeinnützig sind. ES würde zu weitlauftig seyn, den hieraus entstehenden Schaden bey jeden bemerklich zu machen, ich will also nur bcy der Handlung sieben bleiben. Wie sehr hat diese dadurch gelitten , daß die Leute zu klug geworden sind? Sie ist ein vortreffliches Gewerbe, und ein Staat kann nach unsrer jetzigen Einrichtung ohne sie nicht bestehen. Wie wir noch gerade so viel Kaufleute hatten, als wir nach dem Verhältniß der Käufer haben dürften-- lebten jene gut und wurden reich dabey, abrr feit dem zu vielen die Augen aufgeqangen sind, um diedamit verknüpften Vor- theile zu bemerken, seitdem ein jeder Kaufmann seyn will, und noch immer neue Laden eröfnet werden, nehmen sie sich das Brod, zwingen einander die Preise herunter zu setzen, werden weniger reich oder gar arm, und klagen über schlechte Zeiten. Miethkutschers, Coquetten, Porteurs , Friseurs, Aerzte, Magisters und Advocaten, führen eben diese Beschwerde, aus einem gleichen Grunde. Mit dem der Industrie vortheilbaften Vorurtheile ist zugleich ein anders aus der Mode gekommen, welches zu seiner Zeit auch ganz gut war. Es hieß.: ein Wort ein Wort/ cintNarm ein tNann. Die Zeiten wo noch ein jeder glaubte, daß er fein Versprechen halten müßte, wo Worte noch würklich etwas bedeuteten, und nicht bloß leere Töne waren, sind ohnstreitig besser gewesen. Wie erst einige die glückliche Entdeckung machten, daß man eben nicht davon stürbe, wenn man sein Wort Zurücknahme, meng es auch noch an. Man traute ihnen noch, und sie konnten unter der Maske des ehrlichen Mannes desto leichter betrügen. Allein jetzt da die edle Wahrheit, daß man kein Selave seiner Worte seyn dürft, allgemein bekannt geworden ist, da jeder von sich selbst überzeugt ist, daß er sein Wort nicht halten werde, und eS daher von andern eben so wenig Mm r erwartet, Wochenblatt. 190 erwartet, traut man kaum Eidschwüren mehr/ und der ehrliche Manndem auf fein Wort, ohne Hypothek niemand borgen will, hat wohl Ursache über schlechte Zeiten, oder vielmehr über die Klugheit seiner Mitbürger zu klagen. ' Sonst genoß noch mancher in der Stille einen kleinen Vortheil, den er bloß der Einfalt eines andern zu danken hatte, und den er verlor, sobald verändere klüger, und auf seinen Vortheil aufmerksamer ward. Die He- ringfischer in Holland hakten vermuthlich bessere Zeiten, ehe die Engländer klug genug wurden, um einzusehen, daß sie auch Heringe fangen könnten. Tausend Hände, die sich sonst damit nährten andere Länder die minder klug waren, mit ihren Produkten zu versorgen, sind außer Arbeit gesetzt, seit dem diese eben die Waaren selbst zu verfertigen gelernt haben. Wie viele Einwohner in Paris leben jetzt nicht noch von unserer Einfalt, und wie viele von ihnen würden hungern müssen, wenn wir gar einmal so klug würden, daß wir selbst Moden erfinden könnten, doch wer weiß, ob wir dabey gewönnen. Wir würden vermuthlich nützlichere Arbeiten darüber versäumen, und der Gebrauch entbehrlicher Sachen würde noch allgemeiner werden, wenn sie wohlfeiler würden. Viele Handwerke verderben einen Meister, und dieses ist auch bey manchen Ländern wahr geworden, die alles selbst haben verfertigen wollen. Sie haben schlechtere Waaren bekommen, und ihr ganzer Handel ist dadurch gestöhret, weil ihre Nachbaren unalücklichrrweise eben so klug geworden sind wie sie. Was m den ange- führten Fällen im Großen geschehen ist, das sehen wir auch bey einzelnen Bersonen Nur ein paar Beyspiele hiervon. Ein reicher Edelmann in mei- ner Nachbarschaft hatte ein ansehnliches Gut seit langen Jahren an einem alten ehrlichen Pächter für ein sehr billiges Geld verpachtet. Dieser lebte aut davon, bezahlte und speiste seine Bedienten so, daß sie nut Lust arbeit n>ten, verkaufte sein Korn um einen billigen Preis , und überließ einige Ländereven, die er wegen ihrer Entlegenheit nicht selbst nutzen konnte,ge- aen einen mäßigen Vortheil an andere. Unglücklicherweise fiel es dem Edelmann ein sich selbst auf die Oeconomie zu legen, lund die Landereyen und Auskünfte seines Gutes zu übernehmen, er entdeckte daß es weit mehr aus- drinaen konnte. Der alte Pächter wollte so viel nicht geben, und mach- ft einem andern Platz der sich dazu erbot. Dieser mußte täglich neue Mit- /erdenken, um das aufdie Hälfte erhöhete Pachtgeld heraus zu bringen. suchte den Preis seines Korns aufs höchste zu treiben, gab seinen Bedienten kaum satt zu essen, veraftervachtete seine Ländereyen höher. Er entdeckte durch eine mühsame Nachforschung/daß die Mi Gute gehörenden Wochenblatt. 19t Gutsleure verschiedene 'Abgaben zu entrichten schuldig waren, die feit langer Zeit nicht von ihnen gefodert waren , und fie. wurderi durch Proceffe angchalten ste zu übernehmen, Sonst hatte Die Zgnze Gegend die guten Zeiten gesegnet, jetzt klagte der halbsatte Bediente, der Gutsmann, der Asterpächter, der Arme der sein Korn nirgend als von diesem Gute holen konnte, ja der Hauptpachter selbst, über schlechte Zeiten, und der Edelmann stimmte auch mit ein, wie nach einigen Jahren jener fortgieng und ihm mehr schuldig blieb alS der Aufsatz der ganzen vorherigen Zeit betrug, das Land so ausgemergelt zurück ließ, daß eS kaum ein anderer wieder annehmen wollte, und seine übrigen Gutsleute bey den erhöteten Abgaben so verarmet waren, daß er weiter gar nichts von ihnen erhalten konnte. Die Luft, der Himmel, das Elim«, waren nicht verändert, die Sonne schien noch eben so warm wie sonsten, und die schlechtem Zeiten waren bloß daher entstanden weil der Herr zu klug geworden war. Der Schluß folgt könftig. , Avertiflemerits. Nachdem- das dem Rächend gewesenen Fürstl. Kriegszahlmeister Schmidt, modö gewesenen Zürstl. Kriegsrath /Schmidt-zugehörige W Rodheim Stunde von hier allhiestg Fürstl. -Oberamtgelegene Freyade- liche Guth die Schmitte genannt, bestehend in einem Wohnhaus nebst Luftgärtgen und Gartenhaus, einem ganz neuen aber noch nicht völlig aus- gebauetem grosen Haus, worunter ein 60 bis 70. Schuhe langer Keller einem Schaserhaus worauf eine Glocke befindlich, Backhaus , 2 große Scheuern, Pferdt^Kül-e- Schaf-- und benöthigte Schweinstallen , unO einem ganz zugeschloffenen schönen und großen Hof, zwey Stand in der Rodheimer Kirche, als einen Mannsstuhl zu z und einen Weibstuhl zu 4 Personen, samt einem in sothaner Kirche sehr großen und schönen Be- gräbniß, sodann einem mit denen auserlesensten.jungen Eichen und Buchen bewachsenem Wald doppeltem Loosholz aus der Rodheimermarck doppelt Mast und übrigen Marckgerechtigkeic, auch Jagd und Fischerey, wie weniger nicht 59 Morgen 44 R- S- Landerey, worunter4M- S- theils mit Mauern theils mit Hecken umgebene Obst«und Ge- müßgarten, 11 M H7 R 7^ Schuh Wießwachs befinden, samt der Perchgerechtigkeit, desgleichen 71 st. z Alb. r^Pf. Erbzinsvon der indem Schmitter Hof gelegnen Mahl > und Schlagmühle auch Brauhaus, welche - ♦ va l aljahrlich i-r Wochenblatt. aljahrlich auf Johannestgg von deck sogenannten Amtmannsmüller Wagenknecht bei) Rodheim, zu entrichten sind, Freytag den 4ten October- schier künftig auf dem Rathhaus in loco Rodheim Morgens um 9 Uhr fnb halta verstrichen und an den Meistbietenden öffentlich verkauft werden soll; als wird solches zu dem Ende hiermit bekannt gemacht, damit diejenige, so vorbemeldtts Freyadeiiches Guth zu erkaufen Lust haben, sich in draefixo an bestimmten Oct einfinden , und sodann die Condiüones vernehmen können. Giessen den 9ten August 1771* Vi Spec. Commiflionis. (dßwald: . Fürstl. Regierungs - Lecrerarius daselbst. Die b-Y der sten Ziehung auf den »>ten August 1771. privilegirtm ffoifal. steym Reichsstadt W-tzlarischcn Achlenlocteriesind folgendeNum- merii auS dem Glücksrad gezogen roorDen. 19. 8<- «f. io- 74- Die 6U Ziehung bleibt auf den -fftn Septembr. festgesetzt, Liebha- btt von Lotto können bet, mir Joh. Philipp Krieger als authorisirter Col- lefleut nach Belieben einlegen. - «ruckt - und andere Preiße am Markttag den 24. Angust 1771. Giesser Maas, fl. alb. pf. 16. alb. pr-ft. . «Ib.l , SlcktelKor» » 6 ao l O»s-»fi-isch - 3 4 - Karpfen 5 ! W G-rst- ' 5 .o . Kalbfleisch - - 6 - Hecht - 6 ' Ackt-1 Wa tz-n s .5 < . Rindfleisch - - 4 ‘'$"flll9; 6 Pf- >5 r Barmen 3 Pf. 2 I f i Pf. inländische Seift? alb »MaaßFruchtBrandew. r8all>. iPf Bratwurst; alb. Prer Becker tb. Loch. Qu 'alb. pf. ttz. Loth'tQu. Brod, f Butter Bretzel! / 6 9 4 2 2 4 6 4 4 4 4 4 3 f (- 4 4 Bockfleisch f Wurst - f Weck - - Teitscher t 12 3 I Achtel Waitzen i Achtel Hafer - i Meste Erbsen i Meste Linsen , 1 Pfund Hirse i Pfund geschalte Gerste - f * i Pfund klein geschalte Gerste - Kühfleisch - Schlveinefieisch Hammelfieisch Schaffleisch 20 2^ 28 2 r 2 alb. pf. f 4 < 4 i' Schleyeu r Btttter f Pfund. fi. 7 Rindsfttt i 6 Hamelsf. j i Lichter - 7 Eyer i Kalbsgelüng Kalbs-Leber 3 7 alb. »5 15 9 2