Giesser WoGenölatt. Dreysigstks Stück. Dienstags dm r z. Julir 1771. Mit Hochfü?stl. Hesscu Oarmstädtischer gnädigster Erlaubnis. Folgendes ist emgefchrckk worden. Zweyter Brief. melde Ihnen also die Art und Weise wie ich zum erstenmahl in meinem Leben zum Fräulein geworden bin, ob ich gleich nicht gut dafür seyn kann, ob ich nicht einstens wieder in meinen bürgerlichen Stand, den ich doch angefangen mit einer ziemlichen Verachtung anzusehen, und noch mehr verachten würde, wenn Sie meine liebe Mademoiselle nicht darinnen wären - doch getrost ’ Vielleicht kann noch eben das aus Ihnen werden: wer hätte das von mir gedacht, als wir noch in unfern! Vatterland beysammen waren? - zurück sinken werde. So sehr mich rnein neuer Stand vergnügt, - denn welches Frauenzimmer ist nicht eitel? - so demüthigend war der Abend, worinnen ick zum erstenmahl gnädiges Fräulein betittelt wurde, dennoch für mich Es hatten mich zwar die Bedienten bereits den Abend zuvor mit dieser Anrede beehret: ich hatte es aber in der Bestürzung nicht bemerkt, sondern meine Französin hat mir es erst nach der jetzigen Begebenheit, die ick fo eben melden will, erzählt. J ' Wir bekamen unsre Wohnung in einem Hause, worinnen bereits ein angesehner Mann wohnte, der einige erwachsene Töchter hatte 4 a war eben gesonnen ihnen den ersten Besuch zu machen, als sie mir mit lichkert zuvorkamen. Sie ließen sich durch die Magd die Erlaubnis auL bitten, mir aufzuwarten und sich zugleich entschuldigen, wenn fic h bem Negligee zu mir kämen- Ich glaubte so viel von der guten Lebensart ae- «S lernt ,46 Wochenblatt« lernt zu haben, daß ich antwortete, daß die Reihe an mit als einer Fremden zuerst wäre, und ich den Augenblick die Ehre haben wurde, auf ihrem Zimmer zu seyn. Sie waren aber so geschwind hinter der Magd drein, daß ich, ich wollte oder nicht, mir endlich ihre Höflichkeit gesallen taffen mußte. .. . ,.. . Die beyden Frauenzimmer waren so geputzt, daß icp sogleich crro- thete, da ich meinen Anzug mit geschwinden Bücken überlief, jd) hatte aber noch so viel Gegenwart des Geistes, daß ich meine Verwunderung, sie in einem Negligee zu sehen, der besser als meine prächtigsten Staatskleider war, verbergen konnte Wir sprachen von Suchen, von denen man zu reden pflegt, wenn man beyderseits fremd ist, von der Reise, von dem Ort meines jetzigen Auffenthaltcs, und dergleichen mehr, aber alles war so trocken und steif, daß ich vielleicht darüber eingeschlafen seyn wurde, wenn ich nicht von Zeit zu Zeit durch ein gnädiges Fräulein aufgeweckt worden wäre. Ich sähe mich verschiedentlich um, ob nicht etwa noch eine andre Person im Zimmer sey, die sie meynen möchten: denn sie selbst waren zwey Schwestern. Die älteste von ihnen , die die Mine eines ganz redlichen Mädgenö hatte, bemerkte endlich meine Verwirrung, und fieng mitemem ganz sanften und vertraulichen Ton an. Ich merke daß Sie unsre Sprache nicht verstehn. Ich meyne niemand anderst als Sie selbst. Da ihr Herr Papa hier eine der grösten Bedienungen bekleidet, so giebt man ihm den Titel: Jbro Gnaden: und Sie als seine Tochter Hessen also mit Recht: gnädiges Fräulein. Nehmen Sie meine Freyheit nicht ungnädig: ich sähe daß ihnen dieser Tittel fremd vorkam. Wre groß war mein Erstaunen! Ich wußte nicht was ich sagen sollte, Ich harte geglaubt, daß Sie meiner spottete, wenn mich nicht ihre offenherzige Mine von dem Gegentheil versichert hätte Ich wußte noch nicht daß ein Mann von Verdiensten, wie ich von meinem Vatter ohne Schmeichekey sagen kann, den Adel ohne weitere Umstände durch die Bedienung selbst erhielte. Ich wußte wohl daß man den Adel mit Geld er. kaufen konnte: aber ich war versichert, daß mein Vatter dieses nicht ge- than batte. Und daß wir nicht von einem alten adlichen Geichlecbt waren, wußte ich noch b sser Alles dieses dachte ich in der G.schwindrgkeit, und blieb sprachkoß fitzen, ohne ihr ein Mort antworten zu können. Ja! fuhr CHIormde, so hieß die älteste Schwester, fort , das ist ganz gewiß! Und denken Sie ja nicht, gnädiges Fräulein - Hier gieng mir ein Stich ins Hertz: schon fieng ich halb an zu wünschen , daß es wahr Wochenblatt. 147 wahr seyn möchte - daß wir so verwegen waren ihrer zu spotten. So wie Sie ein wenig Bekanntschaft bekommen werden, so werden Sie noch eine Menge von Fräuleins sehen, davon einige zwar von altem Adel, die meisten aber durch die Bedienungen ihrer Vatter Fräuleins geworden sind Ja! Sie werden noch sehr viele andre Dinge sehen, darüber Sie sich verwundern werden. Es ist hier vieles ganz anderst als an andern Otten. Aber noch einmahl bitte ich unterthänig, gnädiges Fräulein halten Sie mir meine Offenherzigkeit zu Gnaden. - Hier fühlte ich daß ich roch ward, und wünschte die edle Frevheit der Leute von Stand über nichts mehr zu erröthen, in meiner Gewalt zu haben - können wir ihnen, fuhr sie fort in irgend einem Stück dienen, so haben Sie nur zu befehlen. Die Fortsetzung folgt. Von dem breiten Alee. ♦ Dieser ist allenthalben bekant und dauret drey Jabre. Man nennet ihn mich Spanischen Klee, Flandrischen Klee und Holländischen Klee. Seme Blumen sind roch. Er ist ein sehr gutes Futter, be- siaudet sich stark und giebt wohl aus, wann er an rechten Ort kommet Der ewige Klee aber gehet ihme darin vor, daß er viel geschwinder wächst und daß man ihn wenigstens drey Wochen früher hat. Jnaleichm b kL het der ewige Klee das Rindvieh nicht so leicht auf als der breite; woaeaen man sich jedoch leicht vorsehen kann, wann der Klee dem Viehe ruckt in alzu groser Portion auf einmahl, sondern nur nach und nach, auch wobt nm Grase oder anderem Futter vermischet, gegeben wird. Vornehmlich soll man ihn lorgsaltig futteren, wann er naß ist. In wohbzedüngtem Sandboden gedeiet er bey nassem Jahren Mr gut, m heissen Fahren aber giebt er keine reiche Erndcn und brenn t bey anhaltender starken Hrtzc wohl gar aus, weilen seine Wur eln Nicht tref gehen. In einem etwas schweren und fetten Lande aber tbut er vortrefitch gut. " u'uc D'cy bis viermahl kann man ihn mähen. Da er sich sehr besinn, dek, so giebt er seiner wenigeren Embken ohngcachket wohl eben so vieles ®9 2 Futter * S. Knrtzgcfastk. Uuterrlät vor den Bnndcndnrlachischrn Pnni-mnnn »,„■ bi« vier vornehmsten Meerkräuter - - pfl.Wn und benutzen idu 148 Wochenblatt. Futter als der ewige Klee. Solches starke bestauben machet auck, daß er das Unkraut nicht so leicht auskommen lasset als dieser. Zu Heue lasset er sich nicht gern machen; dann die Blätter, welche sein Hauptwerk ausmachen, verbrockeln sich sehr leicht und gehen verlohren. Wer jedoch vorsichtig ist und den Klee nicht alzu dürr werden lasset, der kann ihn auch noch als Heu in die Scheune bringen. Zwölf Pfund Samen brauchet man auf den Morgen Landes. Des Winters soll man ihn ebenfals mit langem Dunge überstreuen, welcher in dem Frühjahre wieder abgercchet wird. In dem vierten Jahre ist er schon in einem merklichen Abgänge und muß man ihn also nicht über drey Jahre stehen lassen. Das zweite und dritte Jahr sind die beste. Will jemand keine besondere Aecker zu diesem Klee nehmen, alsdann kann man ihngleichbald nach der Saat, oder auch in dem Frühjahre, so bald nur der Schnee von dem Lande ist , auf die Winterfrucht streuen. Er wird durch die alsdann noch vorhandene Wmterfeuchtigkeit bald aufgehen. Bey der Ernde schneidet man die Frucht nicht so gar tief bev dem Boden. In wenig Wochen darnach kann man alsdann den Klee mit denen Stupfelen mähen und in dem rühmlichen Jahre noch einmabl. Vor Winter wird er mit Dunge besprenget. In dem zweyten Jahre (liebt er dann seine volkommene Ernden, und bekommet alsdann aber- mahl seinen Dung, wie in dem vorigen Jahre In dem dritten kann man ihn noch zweymahl mähen; hierauf aber wird der Acker sogleich gebrächet , in vier Wochen noch einmahl geackert und dann zur Saat zum drittenmahl. , _ „ , _., . Auf diese Weise verlieret man nur die Sommersrucht. Diese aber wird durch den Klee reichlich ersetzet, den man nicht allem in solchem, sondern auch in dem ersten und dritten Jahre einerndet. Muß gleich der Acker in dem Brachjahreannoch Klee tragen; so wird dennoch die Winterfrucht wohl (machen, weilen der Acker zweymahl mit Dunge überstreuet wird und der Klee das Land nicht auösaugct, sondern ihme vielmehr die Kraft eines N ubruches beybringet. r r ,, Eben so kann man auch den Klee unter die Sommerttucht säen. Solches geschiehet einige Tage darnach, wenn diese ist eingesaet und unter- aeeaet worden. Der Kleesamen wird alsdann mit einem Dornbüsche un- terachracht. Man erndet ihn darauf bald nach eingebrachter Sommer- frucht und in dem Brachjahre wenigstens zweymahl, auch bey guter Wit- ' ttrung Wochenblatt- 147 terung wohl dreymahl. Die Erfahrung hat äusser allem Zweifel gese- tzet, daß der hierauf folgenden Winterfrucht auch durch den in die Sommerfrucht gesäeten breiten Klee nicht der mindeste Nachtheil zugefüget wird. Den Samen dieses Klees zu ziehen ist nicht schwer, sondern vortheil- hast. Man lasset von demselben ein in die Blüthe getretenes Stück vollends zeitig werden, mähet es hernach ab, dörret es und krischet es inder Scheure aus, wo man eine ergiebige Ernde an Samen bekommen wird Die Stängel kann man dem Viche auf der Strohbank schneiden , wcst. ches ein gutes Futter abgiebet. Eine Anmerkung ist auch noch nöthig. Es befrist dieselbe das sehr schädliche Unkraut, die Seide/ Flachsscrde/ Filzkravt und m unseren Dberlairden das Frauenhaar/ Lareirrstch aber Cufcuta genannt, Es gehöret dieselbe unter die so genannte Schmarozerpstanzen, welche sich nähmlich von anderen Pflanzen nähren, so wie der Miste! von den Bäumen thuet. * Sie findet sich in allerhand Arten von Getraide, besonders aber in dem Flachse ein, schlinget sich mir unzähligen Fäden um denselben und da ihr Wachsthum ausserordentlich schnell ist; so ziehet sie ihn ganz zu Boden, welches sie auch bey dem Klee thuet und folglich in ganz kurzer Zeit ein groses Stück zu Grunde richtet. Sie hat eine gross Menge von Sc-menbellen, woraus ihre Vermehrung fort und fort ge- schiehet, und ein einziges Körnlein so Den Boden erreichet, ist im Stande einen ganzen Acker zu verderben. Füttert man die Pflanze dem Viehe, alsdann gehet der Same un- verdauet durch dasselbe, kommt wieder auf die Aecker und richtet mehr Unheil an. Kein anderes Mittel es zu vertilgen ist, als daß man alles, bis auf das geringste, sobald man es verspühret, ausropfet und es an Oirfer wo es gewiß zu Grunde gehen muß, als z. E. in heimliche Gemacher oder in das Feuer wirfet. Wer es in die Dunggrube und auf die Miststätten kommen lasset, der machet aus übel ärger. Der größeste Fleiß muß also anqewendet werden , um es durch Ausjäten mit dem Klee oder andern Kräutern, um welche er sich geschlungen hat, aus der Welk zu schaffen. Der Verfasser dieser Schrift hat es auch einsmahl in seinem Klee gehabt, aber auf gedachte Art es glücklich vertilget. Gg z Vlad)* Cie gebet von dem Samen auf; sobald sie aber eine andere Pflanze mit ihrem dünnen Ranken erreichet hat, schlinget sie sich um dieselbe, die Wurzel vcr- dirbet, aber die Ranken vermehren sich immer bis *u üas unendliche fort. Wochenblatt- IfO Nachricht- Herr Gleim hat fid) endlid) entschlossen, die Sehnsucht des Pub- lieums nach einer achten und vollständigen Ausgabe seiner sämtlichen Werke zu befriedigen, und hat die Besorgung derselben Herrn Canoni- eus Jacobi aufgerragen, dieser verspricht den möglichsten Fleiß darauf zu verwenden, und ins besondere auch für den äußern Schmuck eines solchen klaßischen Dichters unsrer Nation zu sorgen. Da er aber dabey den Weg der SubCcription (a i. Louisd’or) eingeschlagen, und nicht eher mit dem Drucke anfangen lassen wird , als bis eine hinlängliche Anzahl Subfcribenten vorhanden find, so hat er nicht nur den vornehmsten Buchhandlungen, sondern auch einigen Liebhabern der schönen Wissenschaften aufgetragen, LubsLripcion anzunehmen. Stolz unter diesen genannt zu seyn, eile ich meinen neuen Mitbürgern diese Nachricht bekannt zu machen, und hege das Vertrauen zu ihnen, daß ihnen die Namen Gleim und Jacobi ohne meine Empfehlung ehrwürdig sind. Christian Heinrich Schmid, Do£tor der Rechte und Profeffor der Dichtkunst. Auf hohen Befehl und Genehmigung 8 rehiflimi noflri ist ein neues Gesangbuch von Herrn Hofprediger Ouvrier in Darmstadt zusammen getragen worden. Die erste Absicht ist die Erbauung zu befördern. Wer weis nicht, wie viel ein rührendes und feuriges Lied dazu beytragen kann; und wem ist unbekannt, daß dergleichen Verbesserungen fast in allen protestantischen Landern schon längst getroffen sind; mit) daß es der allgemeine Wunsch seye, daß viele Lieder in den alten Gesangbüchern welche durch unschickliche Ausdrücke verunstaltet, und der Andacht mehr hinderlid) als förderlich sind, entweder verbessert , oder ganz weggelaffen werden möchten; wie auch daß man mehrere geistreiche Gesänge, welche dieser und jener Wahrheit des Christenthums, und dem öffentlichen Vortrag derselben angemessen seyen, zum Gebrauch des Gottesdienstes haben könnte. Diesen Wunsch werden wir in diesem neuen Gesangbuch vollkommen erfüllet sehen, indem diese Arbeit einem Gelehrten in die Hände gefallen ist, dessen Eifer für die Religion und guter Geschmack durch seine so gelehrten als erbaulichen Schriften schon längstens bekannt sind. Dieses Gesangbuch wird aus 600 Liedern bestehen, und nach Art des Zollikofenschen eingerichtet seyn. Die besten alten Lieder von Lu- v eher/ Wochenblatt:. if i eher/ Gerhard, Rambach rc. werden mit einigen Veränderungen,wo solche nöchrg waren, beydehalten, und die Zahl derselben sich aus Lvo belaufen. Dre andern haben Cramer, Lxlopstock / Löwe, Schlei §e!tt rc. zu Verfassern. Bey jedem Lied wird der Verfasser des Gesanges angeführet, wann man venfelbigen weis; und den den alten kommt der Dichter zur linken Hand, und der Verbesserer, wann er bekannt ist, zur rechten Hand. Die ^Ordnung in welcher sie stehen werden, wird nach der vernünf- tigen Folge der Glaubens - und Lebens -Warheiten eingerichtet seyn. Ein solches inttinnum verdiente schon an und für sich alle Unterstü- tztmg, wann auch der Verlag von einem Pnuaro übernommen würde Hier sind aber zwo Absichten mit einander verbunden, deren eine der andern den Vorzug streitig machet. Nämlich der Verlag ist dem Waysenhaus in Darmstadt übertragen worden, und dieses wird lediglich allen Vortheil davon ziehen , wann etwan ein solcher einst aus demselben entspringen sollte. Doch wird dafür gesorget, daß es wohlfeil seye und dadurch desto leichter zu jedermanns Händen kommen möge. Da aber leicht zu erachten ist, daß eine solche Auflage ein ansehnliches Capital erfodere, und das Waysenhaus dadurch genöthiget wird solches autzunehmen, und Interessen zu zahlen, so suchtman diese Lastdurch Pränumeration einigermasen zu verringern. Das ZEofensthe Gesangbuch wird zwar mit i fi. i f kr. bezahlet, aufdieses aber welches doch 150 Lreder mehr har, wird mehr nicht als ro kr. pranumeriret. Auf ein solches aber welches auf gröber Papier abgedruckt ist, werden »6 kr. und wann man Evangelia und Episteln dabey verlangt 24 kr pianumeriret. Künftigen Michaelis denckt man es zu liefern. Man Hoffer daß alle die welche von edlem Eifer für die Erbauung, und von Menschenliebe und Mitleiden insbesondere gegen Waysen (worauf haben wir bey betrübten Zeiten mehr zu gedenken als auf Waysen - ) belebet werden, dieses heilsame Inttitutum befördern, und sichumPranu- meranten bemühen werden. Dem mir geschehenen Auftrag gemas erbiete ich mich die Pränumerat. in hiesigen Gegenden gegen Ausstellung eines Scheines anzunehmen, und an Behörde zu befördern. *3* S. G. Schwarz Pfarrer zu Giesen. Anzeige» Wochenblatt. lsL Anzeigen. Von der Hochfürstl. Hessen Homburgischen Capital und Leibrenten- Banco ist die »te guartal Verlosung mit Anfang desIulii dieses Slatu- tenmaßig vollzogen morden , davon die Verlosungölisteneingesand worden, welche einem jeden derer Herrn Interessenten kann vorgezeigt werden. Wer etwa Belieben hat sich in diese Gesellschaft mit f fl. noch einzukaufen, zahlt alle Quarta! jo kr. Nachschub, darüber er einen Originalschein sowohl, als auch die gedruckten Statuta von Ausgeber dieses graus erhalten kann. Es ist bereits in unfern vorigen Blattern bekannt gemacht worden, daß man gesonnen künftig wöchentlich einen kleinen Vorrath von Büchern zu verauctioniren, wovon man aber aus erheblichen Ursachen abgehen, und dieselbe alle 14- Tage auf den Samstag verlegen müssen. Gegenwärtig wird würcklich ein gedruckter Cataiogus von einem halben Bogen bey mir gratis ausgegeben, welche den loten August dieses sollen versteigert werden. Resp Freunde die was anständiges darinnen finden, "belieben Pretia an ihre erwehlte Herrn Commiflairs vor gehöriger Zeit einzusenden. Auch stehet einem jeden dieses Institut zu Diensten, die etwa vorra- thige Bücher haben , und derselben entübriget sehn wolten; können solche durch diese Gelegenheit schicklich unterbringen. Doch wird besonders erfordert daß wenigstens 4 Wochen vorher eine accnrate Spccificanon von den vorrathigen Büchern mit Nummern und Formats der Bücher eingeschickt werden. Daß Pappier und Druckerlohn, nebst übriger Auctionsge- bübr, werde ich ordentlich berechnen, und so viel wie möglich moderiren. Johann Philipp Grieger. Neue Heringe das Stück zu 10 kr. find bey Johann Philpp Nicolaus Krach zu haben. ____________________ Ein-und auspafirrende vom 13. Juli bis den 2.9. Juli 1771. Herr Major Sames, in Französischen Diensten, paßirct durch. Herr Baron von Wallbrunn, und Herr Baron von Gemmingen, pass, durch. Herr Hofrath Loskant, von Wetzlar, paff, durch. Dec Marckpreis ist von voriger '-Loche gleich und ohnverandert.