Giesser Wochenblatt. Drey und Vierzigstes Stück« Dienstags den 2r. October. 1771. Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis. Die Rangsucht/ oder der Präcedenzstreit.' (5^6 Siebt mancherley Thorheiten. Einer begehet sie in diesem , der andere in jenem Stücke: und darinnen kommen sie beide überein; daß sie thörigt handeln. Wer mehr Ehre suchet, alö er nach seiner Geburt, nach seinem Stande und Ansehen fordern kann , ist rang- süchtig und ein Thor. Wer deren weniger verfanget, als er mit Recht pratendiren könnte, schmücket sich mit einer stolzen Demukh, und ist auch einer. - - Die Mittelstraße ist auch hier die beste. Der letztere Fall ist allerdings seltener, als der erste, und folglich werde ich auch meistens von jenen reden, weil in denselben Fall vornämlich gesündigek wird. Es wäre wobl zu wünschen, daß die Menschen, in ihren Begierden und in der Liebe zu einer eitlen und vergänglichen Ehre weniger ausschweifend waren, als sie würklich sind; zumal da sie bey dem Nichlgenuß derselben nichts verlieren, und ein Vernünftiger wird auch hier sein Verlangen nach seinem Charackter abmessen. So ist es natürlich, daß ein großer,Minister, der in Verrichtungen seines Herrn, (in soferne er mit demselben einerlei Person vorstellet,) auch den Pas vor andern haben müsse. Und nachdem der Principal gros ist, den er dienet, nachdem prätendirek er auch den Vorzug. Ich sage; es ist natürlich, daß der kleinere dem Größeren weiche, oder wie es im Sprichwort heißet: der Heller aufstehe r und den Pfennig medersttzen lasse. Ein Abgesandter des Kaisers , oder eines mächtigen Königs, würde dem Minister eines Fürsten dem Bedienten ei- U u nes x^o Wochenblatt- neö Grasen / und dieser dem Scttetair (Schreiber) eines Edelmannes vorgehen. Dieses ist nun wohl eine ausgemachte Sache, die weniger Schwierigkeiten unterworfen ist, als bey Personen, die am Stande, Vermögen und Ansehen einander gleich sind, in einer Linie laufen , und doch dner mehr Ehre fordert, als der andere. Die Stände der Menschen sind keinesweges ohne Absicht so geordnet, wie wir sie in der Weit wahrnehmen. Der weise Schöpfer sähe längst voraus, haß, ohngeäcktet seiner herrlichen Verordnungen die Präcedenz - Pas- und Rangsircitigkeitenun- rer uns, entstehen würden; und deswegen errichtete er allerhand Stände, und gab jeden ein gewisses Maas und besondere Bestimmung, welcher der Mensch nachlebcn füllte. Erfüllet er diese Obliegenheit nicht, und handelt feiner Ehre zuwider, wozu er und) feiner Bestimmung auf Erden doch verbunden ist, so widerstrebet er der höchsten Ordnung, und bildet sich ei# nen Götzen der eitlen Ehre, die vergänglich ist, und -chimärische Vollkommenheiten, die nur in seinem GehiMe empfangen und geboren werden. Die Quellen dieser bösartigen Fehler'finden sich ursprünglich, theils in dem verderbten Gemüthscharackter der Menschen selbst , theils werden sie auch durch den Umgang mit andern erzeuget - - , und ich möchte nicht gerne sagen , daß sich dieses auf die leidige Erfahrung gründe. - - Jener kluge Staatsmann, a) und erhabene Reformator der Staaten, nennet es einen niedrigen und unwürdigen Gedanken, um nad) Ehre, Dank und Nutzen dieses Lebens zu geizen. - - „Jede gute Anstalt „ efahret er fort,) des Regentens, jeder unterbliebene Schade durch die „ treue Abmabnung eines standhaften Ministers, jeder gute Vorsatz, je- „ de fromme Bewegung , veranlasset durch die Feder eines erleuchteten „ Schriftst llers, schieben sich aus die Rechtschaffenheiten ihrer Urheber zu- „ rück, und diese vergröfferte Rechnung macht den Unterschied zwischen „ Tattlohttern des menschlichen Geschlechtes, und zwischen dessen regie- „ renden Herrn und Wohlthätern.,, - - Er hat recht; nur Schade, jam- mer Schade l daß dieser Unterschied auf der unächken Seite gesuchet, nach einem andern Verhältnisse beurtheilet, und aus einem falschen Ge- sidftssiande betrachtet wird^ - - Wie sehr zwingen und spannen uns oste "die altväterische Gewohnheiten, id) meine das Gesundheitstrinkcn m grossen. Gesellschaften, wo wir so viele Böcke schiessen? - - K) : Schon ti) Von Htbfcr, in stinett Reliquien» b) WAbk 'i'ft cs ftcyl-ch! bett kleine Adel ntachek es grossen Höfen nach , und mrttct an erborgten Tafeln kerne Besundheiten mehr. Geschiehct eS ja , so WöcbCflbkttfc» Lfl Schon ein Fehler, den wir nicht begehen würden, wenn die unüberwindliche Ehrsucht nicht wäre? Aus was für einem Grunde fordere denn der Schreiber des Ministers, den Rang vor dem Geistlichen auf dem Lande? Aus keiner andern Ursache, als weil er sich einbildet, auf seiner Fingerbe- wegung beruhe die fortdaurende Wohlftrt des ganzen Landes, da er doch, denn ich habe diese Praler genau anatomiret, nichts anders als eine Maschine ist, die von dem zusammenhängenden Schalle aus dem Munde feines Herrn in die Stellung gebracht wird, dre Feder zu führen, lange erkünstelte Entwürfe mit Zügen zu mahlen, und Zahlen auf das Pappiek zu bringen, wozu der gnädige Herr Principal, es sey aus Bequemlichkeit, oder wegen nöthiger Champagner-Ruhe — nicht fähig ist. Das geborgte Staatskleid soll ihm den Vorzug geben? zu Hauße laust er aber in dem Puder. Rock, und auf der Reise reitet er auf dem Kutschersitze mir dem Fuhrknecht um die ÄHttte - - charmanter Vorzug ’ der Pfarrer hü,gegen hat eine kleine Gemeinde, einen einfachen Rock, der nicht mehr in der Strazze stehet, sondern bezahlet ist - - und g-het zu Fuße; daher har er den Rang Jener ist rang'ücbtig. Warum fordert die Frau eines Bürgermeisters den Vortritt von der Gattin des Försters ? Erstere hat Grund dazu- denn sie ziehet dewMenschen - - jene aber dem Wild die Haut über die Ohren. Ein Mensch ist mehr als ein unvernünftiges Tbier, also,st der Schluß richtig, daß beyde Thörinnen sind, und keine vor andern den Pas verlangen.dürfe. Alleine, noch ein wenig Gedult; ich fürchte Einwurfe wider diese Art zu schliessen. Ich will diesen Scru- p l Heden, und freywillig gestehen, daß ich mich mit Fleiß geirret habe. Ich sagte: beyde wären Thörinnen - aber ich vergaß, -daß sie es als- denn nicht sind, wo sie gemeinschaftliche Sache machen.. Wie bekannt ist,' so entwendet die Frau Försterin das Wildpretund giebet es der Gattin des Bürgermeisters, die den Wein zäpfet, ohne Entgeld, so sind und bleiben sie gute Freunde. Sobald nun dieser der Gedanke einfället: Mein Mann regieret die ganze Stadt nach seinem Gefallen, und jener Gemahl, einen Strich lebloser Bäuche)und unvernünftige Geschöpft., oder auch Grasmägde, so bald ist auch der Präcedenzstrolt da , und sie verfolgen, neiden, schimpfen und lästern einander mit Worten, für die die chriicl e Menschheit zu staunen sich schwer zu enthalten und zu bewahren weis. So Uu z lange mag cs ein vorzügliches Iciche-n der Guahc, e&er her Verachtung stylt. - - ",f Z>a ich „och Hvstmrster war, befümmertc ich mich wrmgsivb mcrrre Gesund- ' '^.WWewuufchct wurde oder nicht? - - Gott eob ! ich lebe noch. - - wocherrVLatt. lange sie sich in der Einigkeit vertragen, sehen sie Gottlob! beyde ganz gesund, dick und stark aus, so bald sie aber wegen des Verzugs der Ehre zusammen gcrathen, sogleich sind sie fast zum Schatten verzehret, und gleichen des Pharaos zweyten Traum. — Selbst tue lieben Jungfer Töchter werden nach der Lage dieser schönen Grundsätze erzogen. Einstens wunderte ich mich nicht wenig, da ich die treue mütterliche Ermahnung erlauschte: Ihr Mädchens machet was ihr wollet, nur vergebet euren Rang nichts; und wenn euch die jungen Herrchens nicht Ehre genug erweisen; so klaget es dem Junker Fritz oder Karl, die werden euch schadlos halten. - - Es ist besser, daß ihr zehen Kinder habet, als daß ihr eurem Stande unr Characktcr zuwider handelt, in welchen ihr durch eure Zkeltern seid gcsetzet und erhalten worden. Vortrefiich! dachte ich. — Ist es denn nun ein Wunder, daß die Hauptlaster der Augenlust ; Fleischeslust und eines hoffärtigen Lebens bey vielen so tiefe Wurzel schlagen? - - Der Ehrgeitz wird ihnen von der Wiege an ins Herz gedru- cket; und folglich können sie solchen im Alter dcstoweniger verleugnen. Was ist es an: Ende? Luftstreiche sind es, die zu ihren eigenen Schaden ausfchlagen, und durch welche sie sich selbst verwunden. Fordern nun solche Leute den Vorzug mit Recht? Ich antworte mit Nein, ohne einen Einwurf von Vernünftigen befürchten zu dürfen. Personen , welche an dieser Krankheit ganz sicch liegen, achte ich wenig , gebe ihnen aber aus Freundschaft den Rath, sich wohl vorzusehen , damit sie nicht aus lauter Ebrgcitz, anstatt nach Klugheit und Vernunft zu handeln, lauter Don- quischotterien machen. - - Menschen von der Art kenne ich viele, denn rhr Stammbaum beschattet die halbe Erdkugel. „ Mancher Ehrgeitzige tt ist bloß durch die affectirte äusserste Gleichgültigkeit in die Höhe geschrau- bet worden. Er wird bey allen noch so glanzenden Vorfällen und An- n trägen, welche nicht das eigentliche Ziel seiner Wünsche ausmachen, „ den Bescheidenen, Begnügfamen und Zufriedenen vorsiellen, bey allen „ Mittelstakionen, die ihm angewiesen werden, wird er gegen höhere sein „ Unvermögen vorfchützen, gegen vertraute Freunde und bey sich selbst „ davon mit Holm und Verachtung sprechen , bis der Zeitpunkt erschein „ net, wo es ihm gilt/ feiner größten Wünsche kbeilhajtig zu werden. „ Da ist alle Arbeit und Bestreben in - und außer ihm , da sind alle Ner- „ ven angespannet, da ist der Mann, dem sein Genius ohne Aufhören „ vorsaqet: aut Casar aut nihil. „ Nach dem letztern wird es so leichte niemanden fehlschlagen, und dürfen also wohl Leute, deren Dosis von . ■ Thorheit w-chenblare. Ls 5 Thorheit zu stark gerathm, nicht viel dabey verlieren. Die wenigsten aber denken so großmüthig, wenn ich dieses anders eine Grosmuth nennen darf, sondern sind so eitel worden, daß sie in der Einbildung beständig zur Rechten des Regenten sitzen, ob sie gleich nichts weniger als Ehre verdienen; und da sie voller Schmutz und kriechender Niederträchtigkeit sind , so achtet man ihrer auch nicht, sondern wünschet ihnen aus gerechten Mirlei- den zu ihren erbauten Luftschlössern, die wie Kartenhäußer den Einfalk drohen , von Herzen. Glück. Diesem nach suchen sie schon im voraus den Rang vor würdiger zu behaupten, drängen sich in der Absicht mit Gewalt hervor, und stoffen alles auf die Seite, was sich nach ihrer Phantasie widersetzet, den Pas zu gewinnen. Diesen Personen kann auf keine andere Weise geholfen werden, denn daß man sie auSrasen lasse , bis sie von selbst zur Erkänntniß ihrer Thorheiten kommen, in welche sie so lange verwickelt waren, so lange sie von ihren Ehrgeitze getrieben, nicht aufhör ren, Ehre genug zu erhaschen. Wer in der Welt am kleinesten ist, und am wenigsten zu sagen und zu verrichten hat, eilet am stärksten andern er- habenern und wichtigem Männern den Rang abzulaufen. Das sehen wir an denen geschäftigen Müßiggängern bey Hösen , die manchen ehrlichen Mann c) freundschaftlich in die Seite stoßen um Platz zu haben mit spanischen Schritten dahin zu traben, wo sie nichts zu befehlen haben, als zu gaffen. - Ließe man diese Leute mit Zymbeln behängen wie die Maulkhie- re, so hörte man sie von ferne, und könnte auf diese Art ihren zärtlichen Rldbenstössen entgehen. Zwey Hofmeister sind von gleichem Schlag. Wo sie zusammen kommen, will jeder die rechte Hand haben. Ihr Streit ist leicht entschieden. Es fehlet ihnen beyden an der altera Parte Petri, oder an einer richtigen Beurtheikung; das wird man an der Erziehung ihrer hochadelichen Jugend gewahr, die nach denen Grundsätzen der großen Welt erzogen werden müssen - - Sie haben beyde recht, und wenn sie es nicht thun wollten so kündigte man ihnen den Dienst auf. - - Sollte dieses nicht ein Grund feyn, daß wir so viele Ebenbilder des Donki- schotts gewahr roerDen? - - der geneigte Leser! vergebe Vieser neugierigen Uu 5 Frage c) Vor einigen Jahren befände ich mich mit einem Kaufmanne aufeinerMasx kcrade als Zuschauer. Ern ansehnlicher und feister Edelmann verließe den Tanzplatz um frische Luft,zu schöpfen. Wir hatten einander bey den Händen gefasset, dre er von einander risse, und dazu sagte: -Sier muß Dfon Der Kaufmann war gleich mit der Antwort fertig: ßerr, befahlen Sie mir erst meine 50. Thaler. Ls hvreke es niemand als alle Leute, - x Wochenblatt. ■M 4 Frage. Ich will keine Frage dieser Art mehr thun, sondern meine Aufmerksamkeit auf unsere alte Hausftanzösin , (Gouvernante/) richten. Gleich anfänglich muß ich von ihr sagen, daß sie zwar eine gebohrne Französin, aber von geringen Ettern gezeuget ist. Sie ist ein baufälliges Kno- chengebäudö, blasgelber Farbe , und logiert in herrschaftlichen Hau- fietn, so lange sie geduldet wird. Sie ist herrsch > und rangfüchtig. Ein einziger Seitenblick ihrer untergebenen Fräuleins , den sie thun ohne ihre grünen eingefallenen Augen um Rath gefragt zu haben , bringt sie aufs höchste. Das sind freche Bücke! brummet sie aus ihrer keusch, gewesenen Kehle - < und ich weis doch selbst gewiß, daß sie in ihren ftchzehendem c^|)re feine Procara d) gewesen. Noch vorige Woche huldigte im Scherze ihren verblüberen Reihe, und sie strich mir die Wangen. » - Sie gesiu - üe mir, daß sie lieber alle Dienste, auch die allerbesten meiden wollte, ehe sie bcym Kirchengehen, der Kammerkatze die rechte Hand lassen wollte: denn was würden die Leute sagen : wenn die Mamsell der JmMr den Rang ließe? e) Ab! Monsieur, ie Volks Mure, cela est qmlquechose jnsuvvorbadle pour moi! Sie verdienet, daß sie gemalet oder in Kupfer gestochen, und so poliret werde, damit sie andern ein Spiegel werde; und weil ich eben mit dieser Arbeit beschäftiget bin ; |o bitte üb den geehrtesten nnö gedultigkn Leser dieses Aufsatzes, mir zu erlauben, daß ich htersdüre- , um an diesem Gemählde nut Fleiß zu zeichnen. Wenn es zu Stan- d ' ist so werde ich mir die Freyhert nehmen Ihnen damit aufzuwarten, da- mit sie es als eine Zierde Ihrem Wochenblatt vorigen können. Ein Vor bericht an den Leser. Es ist in der lklemen Abhandlung: die Rangsirchk oder der Prä- von der Bildung junger Herrn., nach denen Grundsätzen Karossen Welt, etwas gedacht worden. Um nun allen denen, dre dar- an arbeiten einen achten Gefallen zu erweisen, so will ich die Eigenschaften eines aroßen Weltbürgers hier kürzlich nahmhafc machen. eines große Welt. Kaunl ist die Welt selbst so groß als der Umfang von dem Worte: die große Welt. Mithin dürfte der Raum dieser Blätter zu^ge Mrt>kara waren Weiber, die in den dreyzehenden Jahrbundcrte, auch außer dem Kloster das schwere und unerträgliche Gelubte der Keuschheit über |td; e)d^Xmoif?aritUberiwf)V als eine Jungfer? dieser Name ist vielen unerträglich. - - ß - *** - • ■' ■ ‘ , Wochenblatt?. rsf werden, wenn ich sie vollkominen entwerfen wollte. Ein kurzer Abriß mag genug styn. - ; ' - ■' Wer das Bürgerrecht in der großen Welt erlangen will, der be- eifere sich folgende Eigenschaften zu erwerben, sonst denkt er kleinstädtisch. Er muß Lügen / ohne rorh zu werden/ und sollte auch seine Rede alle Wahrscheinlichkeiten übersteigen. Betrügen/ und sich kein Gewissen machen , sondern noch frei) behaupten , daß er recht thue. - Schmeicheln bis zum Eckel, und sein Herz niemalen zu rarhe ziehen bcy dem, waö sein Mund spricht: d. i. Honig im Munde, aber Gift und Galle in Herzen führen. Heucheln aus dem Fundament. Ämn wenn er diese Kunst nicht recht verstehet, so laufet er Gefahr noch vor seinem Abschiede entdecket, und ausgeklatschet zu werden. Borgen und nicht Willens haben einen Heller zu bezahlen, ja die Conto mit Schwören läugnen, und für die Bezahlung seine Gläubiger sorgen lassen, sich selbst aber um nichts bekümmern. prahlen / wenn er am wenigsten Ursache, und sich arm stellen / wenn er sich reich gestohlen oder gcspielet hat. „ Er muß * . Missgünstig |cyit/ und niemand was gutes auch nicht einmal die Lust gönnen. Nichts lernen/ als den Handschuh einer Dame ala mode zu küssen,und Geld mir Pomp-und Pump - - durchzudringen. Zuletzt auch Dülversprechcn/ aber durchaus nichts halten. Diese sind die wesentlichsten Eigenschaften und die Hauptcharackter eines Menschen von der großen Welt; und wer diese hat, kann die zufälligen entbehren. Ich stehe dafür daß sie ächt und gerecht sind, und daß er auf diese Werse aller Orten fortkommet. Ich bin dafür Bürge, denn wären sie mir ehcr'bekannt worden, daß ich sie wenigstens zum'Scheine hätte ausüben können; so würde ich jetzo als ein großer Mann in der großen Welt glänzen. . Acaöcmische Nachricht. , . Herr Joh. Christian Dietz, Defim'tor und Stadtpfarrer hat das ibm gnädigst anvertraute Amt eines Piofeßons TheoL ,'pubiid, am 5. Oct. mit Wochenblatt. orlesungender Kirchengeschichke, über fei# Presse übergiebc Polemik über Baum- tt i und Vertheidigung der Religion Ein - und auspaßirende vom 12. Ocrober bis den 19. Oerober 1771- Oerr von der Lage von Osnabrück, log im PosthauS. Baron von Schenck Jagdsunkervon Darmstadt, log. im PosthauS. Herr Christ Hoftommiffarius von Braunfels, pass, durch. Herr Weasrakh Schmidt, logiert im Hirsch. .6 rr Obriftlieutenant von Gilz in Bayreuthischen Diensten, pass, durch. H-rr Cammerrichker von Wetzlar, paßiret durch. Herr Baron von Breidenbach Cammerherr von Churmayuz, pass, durch. BerrJoh.GeorgGokklob Schwarz hatdas ihm gnädigst übertragene Amt eines Profeflbris Theo). Publid am io Ottobr. mit einer Rede de aenuina notione Infinitatis Satisfatiionis Chrilti angetrekken. ° ^l>en derselbe macht seine G'irrhf’ntipfrhidhte» nher fei# nen eigenen Grundriß, weiche garten Pastoraltheologie über r u . über LTlonsselr in einem Programm« von dem bcqucmjken akadenn- schen Vortrag der Bbirchengeschichte N. T. - Bogen 8..bekannt. mit einer lateinischen Rede de praeftamia Theo’ogiae Proprer nexum cum aliis (ciennis, angetretten. Er macht zugleich ferne Borlesungen, die rr in diesem Winter halben Jahr zu halten entschlossen ist hiermit bekannt. Vormittags wird er ein Collegium polemicum über D. Baumgartens x^rizeri Begriff der theologischen Streitigkeiten / und Nachmittags über die Hermeneuticam facram halten. ________-M----------- Avertiflemcnt. Den beliebten Lhurfürstl. Braunschweig • Lüncburgtschcngc« «calorrischen Lalcnver welcher bH Bcrcnbcrg in Lauenburg her. nusfommtkami man nunmehr» auchbey vcm hiesigen Univ.rsuatöbuchhand- Dvilivv Krieger gegen baare Zahlung haben, der Franzosucheso- wobl ai's der Deutsche sind aus fein Postpapier gedruckt , und durchaus m t ehr artigen Kupferstichen gezieret, auch m sauber Pergament gebun. den mw koste- ersterer rs ggr. oder , st. ,;kr.und der Deustche zgr. oder 1 st. hiesig- Währung.