Giesser Wochenblatt. Sieben und Dreysigstes Stück. Dienstags den io. Septembr. 1771. Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis. Beschluß der in dem if. Stück abgebrochenen Abhandlung/ von den Ursachen / warum die Zeiten immer schlechter werden. (5(je nsere Wörterbücher sind mit gar zu vielen Wörtern bereichert, wo- von unsere Vorfahren nichts wußten, und diese verschlimmern die Zeiten nicht wenig. Neue Namen von Kleidungen, Speisen, Belustigungen, Krankheiten und Unglücksfallen, wir wollen die erster» alle haben, und erhalten die letzten in den Kauf. Ein alter Anverwandter von mir, der jetzt in seinem hundert und zwanzigsten Jahre lebt, und seit seinem zwanzigsten Jahre auf dem Lande gewohnt hat, erstaunte nicht wenig, wie er neulich zum erstenmale wieder in die Stadt kam. Es dauerte sehr lange ehe ich ihn überreden konnte, daß dies noch eben der Ort scy den er in seiner Jugend gekannt hatte. So oft ich ihn zu einem meiner Bekannten führte, stieß er mich furchtsam an und sagte, sie werde» sich irren, wir kommen in das HauS eines Ministers oder in ein gräfliches Schloß. Wenn er durch eine Reihe meublirker Zimmer geführt ward, so sah er diese für Waarenlager an, und wunderte sich , daß alle meine Freunde mir Spiegeln, Stühlen, Tapeten und Marmortischen handelten. Für jeder Carosse die vor und vorbei) fuhr bückte er sich bis auf die Erde, und konnte nicht begreifen wo so viele regierende «Herrn oder Gesandten verkamen Jedes wohlgekleidete Frauenzimmer sah er für eine Hofdame in Gallakleidern an, wenn ich ihm aber ihren Namen sagte, so hörte ich sehr ofr die Anmerkung: ihre Großmutter trug ein weißes Laken und an Festtagen einen Regenmantel. An einem Orte wurden wir zum -Oo Abend- Wochenblatt. 20X Abend ssen genöthiget. Es war eine ganz gewöhnliche Mahlzeit, der gute Alte wollte es sich aber gar nicht ausreden lassen, daß der Wirth nicht Hochzeit noch Kindrause hielte. Von den wenigsten Speisen wollte er essen, weil er sie nicht kannte, und endlich erregte er ein allgemeines Gelachter, wie er sich am Ende der Mahlzeit ein Glas Malvasier ausbat. Mein Gott sagte er bey unsrer Zuhausekunst, wie haben sich die Zeiten hier gebefferc- Mein Vater hatte eben die Bedienung worin der Mann steht , den wir heute besucht haben. Er behalf sich in jenem kleinen Hause, worin jetzt ein Alkfiicker wohnet, unsre Mutter die nur ein Mädchen hielt, greng selbst aufs Markt und kaufte Lebensmittel ein , im ganzen Hause waren nur zwey kleine Spiegel, Brettschemels, und für Fremde, zwey mtt Leder beschlagene Lehnstühle, die ich noch jetzt gebrauche. Von dem Aufwande der diesen Abend gemacht ist, hätten meine Aeltern einen Monat Haus gehalten, dennoch fanden sie bey aller ihrer Sparsamkeit wenig mehr als ihr tägliches auskommen. Sagen Sie mir doch , woher kommt der Ue- berfiuß den man hier allenthalben siebt; ist eine Goldgrube entdeckt, woraus ein jeder schöpfen kann, oder besitzt man hier die Kunst Gold zu machen^ Keines von deyden sagte ich ihm, allein wir sind klüger geworden als unsere Vorfahren Wir haben das Geheimniß von der Circulation des Geldes zur Vollkommenheit gebracht, und dadurch gelernt, oft aus nichts etwas zu machen. Diejenigen, die Capitalia von ihren Aeltern ge- erbt haben, lassen sie circuliren, anstatt daß jene solche in einem Kasten verschlossen, oder aufZinsen ausliehen. HundertMdere werden hierdurch in den Stand gesetzt" dieses Geld weiter circuliren zu lassen. Diese Cir- eulation geht nun zwar etwas unregelmäßig, und es kommt selten an den Ort wieder zurück, wo es ausgelmfen ist. Allein wenn die Quelle erschöpft ist; so giebt es jetzt unzählige Mittel diesen Mangel zu ersetzen» Hat man kein Geld, so hat man Credtz. Der Weinhändler, der Fleischer, der Becker, der Künstler, der Kaufmann, sind gutherzig genug den Staat eines Mannes, dessen Taschen schon seit langer Zeit leer gewesen sind, auf Hoffnung zu unterhalten; sie schreyen ein wenig wenn sie am ' Ende um ihre Forderungen kommen, sie werden aber doch nicht klüger. Andere deren eigenes Vermögen sich bereits sämmtlich im Kreisläufe befindet, lassen Gelder circuliren, die ihnen zur Verwahrung anvertraut sind; und noch andere, denen nichts anvmrauet ist, wissen Mittel andere Leute ru bewegen, daß sie ihnen gestatten müssen ihr Geld in Circulation zu brmaen. Sie leihen, gewinnen, oder heyrathen es ihnen ab, oder zwin- . " gen Wochenblatt. 203 gen sie durch Meineide? falsche Rechnungen oder Processe dazu. Unsere Mitbürger haben noch tausend andere Künste gelernt, wodurch sie ohne beschwerliche Arbeit das Vermögen anderer an sich bringen, die ich aber dem Himmel sey dank nicht alle kenne, und sie würden mich auch verstehn, wenn ich sie ihnen erklären wollte. So lange sie leben machen sie hievon den Aufwand den sie gesehen haben, und überlassen bey ihrem Absterben die Versorgung ihrer Frauen und Kinder, dem Armencollegio. Hieraus macht man sich nichts, weil es bekannt ist, daß Familien steigen undfallen müssen. Einige die ihr Handwerk nicht gehörig verstehen , kommen noch bey ihrem Leben in die Umstände, daß sie nichts weiter circuliren lassen können, sie verschwinden von dem Schauplatze und man bekümmert sich nicht weiter um sie. .Da sie ihre Füße zwanzig und mehrZahre geschont haben, so können sie die übrige Zeit ihres Lebens deMvesser zu Fuße gehen, und ihr Magen der durch eine langjährige Uebermaaße hinreichend verdorben ist, braucht wenig Nahrungsmittel mehr. Der gute Alte hatte nun bisher mit vielen Merkmalen der Unruhe zugehöret, endlich sprang er gar vom Stuhle auf, und lief ängstlich nach der Thüre. Ich glaubte, daß er sich vielleicht nicht wohl befände, und wollte ihn auf- halten, allein er schrie, „ um des Himmels willen lassen Sie mich gehen. „ Ich bin nicht sicher hier. Unter Leuten die solche Grundsätze ausüben mag „ ich keine Nachtzubringen. Ich glaubte die Zeiten hätten sich hier gebessert, „ allein nun sehe ich daß sie sich schrecklich verschlimmert haben ihr seyd wunder- „ liche Leute. Ihr arbeitet nicht sogerneals eure Vorfahren, und habt euch „ dochhundertneueVeoürfnisseerdachtdieallebefriedigtwerden^sollen. Dar- „ um seyd ihr viel ärmer als meine Aeltern, die in ihrer kleinen Hütte „ auf Brettschemeln saßen, und wenn sie sich satt gegessen undein ruhiges „ Gewissen hatten', keine größere Glückseligkeit kannten. Könntet ihr „ doch wieder zu der vorigen Einfalt -zurück kehren, unter so klugen Leu- „ ten ist es gefährlich zu wohnen, leben Sie wohl „ Nach vieler Mühe brachte ich ihn endlich durch die Vorstellung, daß die ihm erzählte Denkungsart, noch nicht durchgängig angenommen sey, und es hie und da noch einfältige Leute gäbe, dahin, daß er endlich darein willigte die Nacht bey mir zuzubringen. Am andern Morgen konnte ihn aber nichts weiter aufhalten, Ich sage im Grunde nichts neues, wenn ich behaupte, daß unsere schlechten Zeiten daher rühren, weil wir zu klug geworden sind. Wie viele sind schon dey ihren Klagen auf diese Entdeckung gekommen ? Der Po z Unter- 2.04 Wochenblatt. Unterrickter dessen Befehle sonst Gesetze waren , weil seine Untergebenen kein höheres Gericht kannten, sagt jetzt, ich habe meinen Respeet verloren, die Bauern sind nach dem Kriege zu klug geworden. Der Redner, dem man jetzt nicht mehr gestatten will, jährlich eben denselben Jahrgang von Predigten abzulesen, klagt daß seine Zuhörer zu klug geworden sind. Tue Mutter die jetzt schon ihre vierzehnjährige Tochter zu hüten anfangen muß, seufzt darüber, daß die Mädchens jetzt zu früh klug werden. Der alte Gelehrte der in seiner Jugend etwas galt, und jetzt nicht mehr bemerkt wird, hält sich für unglücklich weil die Wissenschaften zu wett getrieben sind. Der Poet dem ein Journalist unangenehme Wahrheiten gesagt hat, frägt knirschend: mein Gott wie viel verlangt man jetzt von einem Dichter Der Mahler der sich sonst seine Portraits gut bezahlen ließ , und jetzt kaum Häuser anmahlen darf, sagt, sonst war es noch etwas m der Welt, jetzt sind die Künste zu hoch gestiegen. Der Soldat , der sonst im Winter ruhig in die Standquartiere gehen konnte , stuckt auf me Klugheit der Feldherren, wenn er jetzt Wintercampagnen thun muß. Der ehrliche Mann der bey aller angewandten Vorsicht durch das reme- diurn taxationis um sein ausgelieheneK Capital kommt, weint über dle feinen Erfindungen der jetzigen klugen Welt. Kurz, jeder der über schlechte Zeiten klagt, beschwert sich zugleich über die Klugheit seiner Mitbürger, und ich sollte daher fast glauben daß ich recht hatte. Wenn man die Ursache einer Krankheit entdeckt hat, so ist schon viel gewonnen, so oft jene nicht unheilbar ist, Ich fürchte fast daß dieser ^aU bey unfern Zeiten eintrete. Doch wenn ihre Krankheit sich auch nicht ganz heben läßt, so laßt sie fick doch vielleicht vermindern , und wenigstens wird so viel aus dem vorhin angeführten folgen, daß es der unrechte Weg sey eine Nation glücklicher zu machen, wenn man sie klüger zu macken sucht. Ich sehe den Einwurf vorher, daß vielleicht der Fehler darin bestehe, daß wir noch nicht klug geworden sind, und daß ein Volk recht glücklich seyn würde welches völlig klug wäre, das aus Klugheit thäte was unsere Vorfahren aus Einfalt thaten, und nach gründlichen Einsichten die Fehler ver. miede in welche wir durch unsere unvollkommene Klugheit verfallen. Ich raume dieses ein, allein wer die Menschen kennt wird einsehen, daß em unmögliches Unternehmen sey, diesen Grad der Klugheit, der nur wenigen Glücklichen Vorbehalten ist, allgemein zu macken. Es bleibt daher kcm anderes Mittel zur Verbefferung der Zeiten übrig, als die Wett zu ihrer Wochenblatt. *of vormaligen Einfalt zurück zu bringen, und die Menschen wieder so dumm zu machen, wie sie seyn müssen. Auch dieses ist so leicht nicht, und ich getraue mich nicht sichere und allgemeine Mittel hiezu Vorschlägen zu können. Vielleicht habe ich aber andern Gelegenheit gegeben weiter darüber nachzudenken, und dieses wird schon Verdienst genug für mich seyn. Zum Versuch will ich inzwischen nur einige Mittel die mir eben beyfallen deren Unzulänglichkeit ich aber gerne erkenne, hinzu fügen. Es ist eine bekannte Anmerkung, daß das Temperament und die Denkungsart der Aeltern und sonderlich der Mütter, einen großen Einfluß auf die Kinder haben. Man findet sehr oft, daß die klügsten Manner lauter einfaltige Kinder zeugen, und wenn man ihre Frauen kennen lernt, so wird man gemeiniglich überzeugt, daß deren Dummheit das Verdienst hievon beyzumeffen sey. Ich muß daher allen die für das Wohl ihrer Nachkommen und ihres Vaterlandes besorgt sind, anrathen, vorzüglich einfältige Frauen zu nehmen. Frauen die so dumm sind, daß sie nichts von bon Ton wissen, die nichts von der Kunst verstehen Anbeter zu warten oder zu erhalten, nicht begreifen können, daß das Verdienst einer Frau nach der Höhe des Creps, oder Länge der Schleppe ihres Kleides abgemessen werde, ja die wenn es möglich ist, so einfältig sind um zu glauben daß Treue geaen ihren Mann, Häuslichkeit und Sorgfalt für ihre Kinder die einzigen Mittel sind sich Achtung und Bewunderung zu erwerben. Wenn es wahr ist, daß einfältige Mütter einfältige Kinderbringen, welch eine allerliebste einfältige Nachkommenschaft haben wir denn nicht aus solchen Ehen zu erwarten. Doch dies ist noch nicht der ganze Vortheil den wir hievon zu gewarten haben. Ein Mädchen nimmt gerne jede Gestalt an, um einen Mann zu bekommen. Jetzt bemühen sich unsere Schönen klug zu scheinen, weil sie dadurch unferm Geschlechte zu gefallen hoffen, so bald sic finden daß das Gegentheil ein sicheres Mittel dazu sey, so sehe ich es ihnen schon an, sie sind bereit so einfältig zu werden, als es nöthig ist, um für eine gute Parrhey gehalten zu werden. Wie viel haben wir gewonnen, wenn erst die eine verführerische Hälfte des menschlichen Geschlechts, die so viele unserer jungen Leute zu klug macht, einfältig geworden ist. Dieje- Oo 3 Wochenblatt. 2c6 Diejenigen, die nun einmal mit klugen Frauen gestraft sind, oder die, welche auch von ihrer einfältigen Frau unglücklicherweise gar zu kluge Kinder erhalten, dürfen desfalls doch nicht alle Hofnung aufgeben diese einfältig und glücklich zu sehen. Durch die Erziehung kann man einen Menschen dumm oder klug machen wie man will. Cynthia die sich beklagt, daß jetzt die Mädchen zu früh klug werden, weil sie in dem Arbeitsbeute! ihrer 14jährigen Tochter einen Liebesbrief gesunden, hat unrecht, wenn sie dieses einer Veränderung in der menschlichen Natur beymißt. Ihre Tochter hatte die glücklichste Anlage recht herzlich einfältig zu werden, die Frau Mama selbst hat sie zu früh klug gemacht. Sie hat sie seit zwey Jahren durch einen jungen Franzosen der klüger ist als es sich für ihre Tochter schickt, im Tanzen unterrichten lassen. Sie hat sie sehr früh zu allen Lustbarkeiten mitgenommen, damit sie sich zu einer feinen Lebensart gewöhnen sollte. Sie hat ihr alle Künste der Stellung und Kleidung gelehret, die Schönen gefallen und Begierden erregen. Sie hat ihr die neuesten Französischen Romainen in die Hände gegeben, kurz sie hat sich alle ersinnlrche Mühe gegeben sie klug zu machen, wie darf sie sich denn wundern, daß sie auch früh klug geworden ist. Klugheit und Dummheit sind ansteckend. Sieht ein Mann, daß seine Kinder in seinem Hause, oder an dem Orte wo er wohnet, zu viele kluge Leute um sich haben, so lasse er sie unter einfältigem Leuten erziehen, und sie werden ihnen aleich werden. Vorurtheile sind eben so ansteckend, und lassen sich selten ablegen wenn wir einmal daran gewöhnt sind. Werden ihnen daher die heilsamen Vorurtheile deren ich oben erwehnt habe früh bekannt gemacht, so werden sie sie Zeitlebens für Wahrheiten halten, und es wird schwer sevn sie ihrer Einfalt zu entreißen- Ein Mensch der z. B. in seiner Jugend nichts zu essen bekommt wenn er nicht arbeitet, wird bis in sein spates Alter einfältig genug bleiben um zu glauben, daß er arbeiten müsse. Wenn die allgemeine Klugheit schädlich ist, so ist kein gefährlicherer Ort für junge Leute als die Universitäten, wo sie alles lernen können, und wo sie oft nur gar zu klug werden. Es kann nicht schaden, wenn einige xluae in einem Lande sind, und ich will daher eben nicht rathen jene ganz abzuschaffen. Allein eine kleine Anzahl davon ist hinreichend, und ich werde daher jeden Vater für einen Patrioten halten, der seinen Sohn nicht dabin schickt, so lange er nicht mit Grunde besorgen darf, daß ein Mangel an klugen Leuten in seinem Vaterlanve entstehen werde. Mich über- w-chenblat-- ioyv fällt ein Schauder, so oft ich mir ein Land gedenke, welches von lauter Gelehrten bewohnt würde, und mich dünkt, daß es zu Ausführung mei- - nes ganzen Plans am besten seyn dürfte, wenn kein Mensch die Matrikel erhielte, ehe er nicht eine Stiftsmäßige Ahnenprobe beygebracht. t Belohnungen und Schande bringen Künste in die Höhe und befördern ihren Verfall. Belohnungen und Schande werden oft eine Nation dumm und klug machen können, wie man es haben will. Wmn einfältige Leute, die nur in wahren Verdiensten ihren Ruhm und ihr Gluck suchen, deren Geschmack so wenig verfeinert ist, daß er sich an alle die neu erfundenen Quellen des Vergnügens nie gewöhnen kann, die noch glauben daß sie ihr Brodt betteln oder stehlen wenn sie es nicht verdienen, wenn diese die obersten Stellen in einem Staate bekleiden, wenn diese nur ein Gegenstand der öffentlichen Achtung sind, wer wird denn nicht gerne einfältig seyn wollen. Wie sehr wird diese Bemühung dumm zu seyn vermehrt werden, wenn dagegen kluge Leute sich durchgängig zurück ge« setzt und verachtet sehen müssen. Kaum einer würde bey dieser Einrichtung in seiner Wahl zweifelhaft bleiben, und wenn er so hartnäckig wäre dennoch klug zu bleiben, so würde ich ihn zum Lande hinaus jagen. Vorzüglich würde diese Cur mit den Erfindern neuer Künste die die Zeiten nur gar zu sehr verschlimmern, vorgenommen werden. Wie glücklich einfältig würden wir seyn, wenn jedem der den Aufwand eine Staffel höher treiben wollen, auf die Art begegnet wäre, und wenn diejenigen die zuerst Die wunderbare Entdeckung bekannt gemacht haben , daß Religion und Tugend Vorurtheile wären, und nur die Wollust glücklich machen könne, eben das verdiente Schicksal erfahren hatten , welches einst,dem Künstler, der ein Mittel erfand das Glas biegsam zu machen , unverdienter Weise wicderfuhr. Acadcmische Anzeige. Am z ken Septembr. bestieg Herr Johann Ernst Schmid von Lauterbach den medicinischen Catheder ohne Vorsitz, um die I). Würde zu erhalten. T)ieDifputa[ion handelte de ludicio medici pr^bco in iura» nombus morborum feite fehciterque adhibendö 7! Bogen. 3u Wochenblatt. 108 Zu verkaufen. Ein etwas über einen Morgen haltender mit guten kragbaren Obflbdumen bepflanzte Gemüsgarten, hinter dem Walchor am Wne- cker Weg gelegen wird zum Verkauf angeboten , beym Verleger diese- erhält man weitern Bescheid. * * * Der bisherige Aufseher dieser Wochenschrift hat diesem Geschäfte entsaget, weil derselbe andere Arbeiten übernommen hat, auch man ohne dessen Wissen und Luv willigung verschiedene Aufsätze eingerücket hat. Em-und auspaßireridevom z i - August bis den 7. September 1771» F,err Mraf von Lambera, paßiret turch. Äere Capitain Zando in Holländischen Diensten, und Herr Lieutenant Texter von Nassau Weilburg, log im Emhorn. Herr Landschreiber Spengler, und Herr Landschrerber Mlideberger von Darmstadt, log. im Einhorn. . Herr Zollschließer Dietmar von Cassel , log. rm Emhorn. Herr Graf Neuberg, Kaiserlicher Gesandter, log. im PosthauS. ycrucht-und andere Preiße am Markttag den 7. Sept. 1771. Gresser Maas, fl. alb. pf.,w- , alb Pf. tb.' alb. - 6 20 l Ochsenfleisch - 3 4 r Karpfen 5 Pf. 6 - 1 Achtel Wartzen- 4 Pf. 2 1 1 »MaaßFruchtBrandew.r 8 alb. rPf Bratwurst; alb. l Pf.iuländrsche Seift7alb Preist. Becker 1 1 4 4 4 4 5 8 3 1 1 1 4 2 2 3 2 3 6 6 4 2 4 6 4 1 Hecht - 1 Perstng; Pfund klein geschälte Geeste - Kalbfleisch - Rrndfieisch - Kühfleisch - Schweinefleisch Hammelfleisch Schaffleisch Bockfleisch - Wurst - - Kalbsgelüng Kalbs - Leber 1 Achtel Korn t Achtel Gerste Achtel Hafer Mestc Erbsen Meste Linsen - Pfund Hirse Pfund geschälte Geeste - - - 1 Bannen 1 Schleyen 1 Buttee # Pfund. fl. 7 Rindsfett 1 7 Hamelsf. 1 1 Lichter - 6 Eher 20 24 24 2 2 2 3 7 alb. ‘5 iS 9 2 alb pf. ft. Loth.IQu. 2 4 4 12 3 7 9 alb.Ipf. I 4 Weck < f Teitscher - ft. Lothl2u.l lD 1 Brod. - . . 2 sLutter Bretzel / | 4 \ « Nota Heer Vetrberger hat auch Bier tu 3 kr. bey dem Adolph Frech, und Balthas. Frech. Wrtt. gUl das Pf. Kühfiersch nur f fr.