Giesser Mochenblall. Zehntes Stück« Dienstags dm ftett März 1771; Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis. Fortsetzung des Lebens Herrn D. Franz Justus Lortholts, ersten Professors der Rechte und Vice. Canzlers auf der Universität Giessen. 8Mu dieser Zeit machte das Vaterland seiner Voreltern auf ihn An- sprüche. Er erhielte einen Ruf ♦ nach Kiel, als Cantzleirath und und Professor der deutschen Rechten. Die Erlassung, um dahin abzugehen, wurde ihm nicht gewahret, sondern er bekäme die vierdte ordentliche Lehrstelle der Rechte, bald darauf die dritte und das akademische Syndikat in Giessen. * * Ein Mann der Tugend besitzet, wird seine Kräfte allezeit dem Posten weihen, welchen er begleitet, er seye in seinem Vaterland oder auser demselben. Vereinigen sich aber die angebohrnen Empfindungen fürs Vaterland damst, welche keine Erinnerung der Pflicht verleihen kann, sondern dem Herzen von Jugend aufeingepragt feyn müssen, so wird der Eifer immer stärcker belebt, und die Dienste werden ersprieslicher. So waren die Verdienste des sel. Herrn Vicecantzkers für seinen gnädigsten Landesherrn in dessen Staatsangelegenheiten er gebraucht wurde, und für die Univer- ** Noch in demftlbigcn Jahre giengen Herr Prof. Wahl von hier als Prof, nach Göttingen, und Herr Reichsbofrath Freyherr von Senckenberg damaliger Professor allbier, in Fürstluh Nassau Oranische Dienste, alS Ger heimder Iustrtzrath. An. 1745. erlangte er das akademische Syndikat. *4 Wochenblatt. 38 sität, auf welcher er mit dem größten Beyfall' lehrete, und durch feine Menschenliebe Uneigennützigkeit und,Treue die Neigung der Studirendcn an sich zöge. Er hatte daher die Gnade feines Durchlauchtigsten Landes, Herrn und erhielte davon die Merckmale, daß er bald stuffenweis zum er, ften ordentlichen Lehrer der Rechte und Vicecanzker ernennet wurde , wo das Syndikat der verdiente und langst berühmte Herrr Hof- und Regierungsrath Koch erhielte. * * K , Der Glückseeligkeit, welche sich der selige Herr Vice-Cantzlerdurch seine Verdienste, und die damit vechrmdem Gnade unsers gnädigsten Für- sten erworben hatte, fügte die Vorsehung noch eine Belohnung zu, welche sie zu einer Vollkommenheit brachte, Die nur sehr selten ist. Siefuhr. te ihm in der eintzigen wohlerzogenen Tochter des Hochsreyherlichen Riedefeli> schen Beamten, Herrn Johann Jacob Wilhelm Zlegelmanne / m ObernOhm eine Gattin zu, welche an Einsichten, Wissenschaften , und Tugend die Zierde ihres Geschlechts ist ♦♦ Ihre Tugenden wurdendurch ihn und seine Tugenden durch sie belohnet- Em Beweis daß die Vpr- febuna die Tugend manchmal in dieser Welt belohnet. Die seltenen Verdienste des fel Herrn Vice-CantzlerS, blieben bey Auswärtigen nicht unbemerckt, sondern wurden mit Achtnng erkannt. Ei- ne benachbarte ansehnliche ReichS-Stadt richtete bey Besetzung eines ihrer ansehnlichsten Posten, nämlich Der Syndikats-Wahl einigemal)! auf ihn ihr Augenmelck. Auser dem gedachten Ruf nach Kiel, erhielte er einen andern in Reichs - Ritterschaftliche Dienste mit einem ansehnlichen Gebalt, *** und nach diesem wurde er in Fürstl Nassauische Dienste, um im Minifteno zu arbeiten berufen Bey Der jetzigen Cammergerichts-Vi- fitafion würde er von dem Hochfürstlichen Baden Durlachischen Haus als Subdelegatus ausersehen. Danckbarkeit ist etne Eigenschaft groser (Beien. Ein Mann dessen Verdienste von seinem Fürsten erkannt und belohnet werden, wird nur mehr in seiner Treue und Eifer angefeuert. Er widmet die in seinen Diensten erworbene Erfahrungen gerne seinem Va- Irland, welches die erste Anlage zu den Verdiensten verliebe; und macht den Eigennutz nicht zum souveramen Bestimmungögrund seiner Entschlte, * An >747. erlangte er die zweite und an. 17 5. die erste kcbrsteste nebst der Direktion der IuristerrFacultat nachdem solche durch das an 1751. erfolg; te Absterben des Canzleydirettors Herrn D. Kaisers waren erlediget worden. ' •• Anno 1747. den ttenIenyer. . .--fr, *** Anno 1755: Wochenblatt-. suvgm. Aus diesen Ursachen wurden die verschiedene Rufe zu den ansehn, liebsten Stellen, welche der Ruhm und die Verdienste dem Herrn Vice- Cantzler erwarben, von ihm seinem Fürsten und dem Vaterland aufgeopfert. Doch nahmen auch Auswärtige an seiner Gelehrsamkeit und an seinem Beystand Theil. Auser dem daß feine Schriften zeigen, in welchen öffentlichen Angelegenheiten er gearbeitet habe, * so berühren wir nur eine Sache, welche ihm einen besondern Zuwachs an Ehre brachte. Der bekannte Proccß der Frau von 2Ubim gegen ihren Herrn Gemahl, die Er- K 2 Ziehung ** Hierher gehören auser der schon angeführten Schrift, die HananischeiCuc- ceßions, Cache betreffend, worinnen der Freyherr von gramer wrederleget wurde, die Schriften welche die Streitigkeit der Universttüt Giesen und Marburg angehen. Schedin, de Progreflu Arrefli in cauffis Preis Weftphali- cae prohib'ito. 1747. 4(0. 3,n 3h.hr £74ö. nahmen die nunmehro durch einen Verglich entschiedenen Streitigkeiten ihren Anfang, in welchen die beyden Hessischen Universitäten, Giessen und Marburg, wegen recessmasiger Wiedereinlösung derer im Ober- furstenkhum Marburg gelegeneil Universttärs Vogteien und Gefallen mit einander geriethen. Es wäre die Frage: Ob der von der Universität Marburg beyderFurstl. Regierung daselbst, gegen die löbliche Universität zu Giessenaus die besagten Gefalle impetrirte Arrest rechtmasig, und das Forum bey gedachter Regierung gegründet seye? Diese Frage wurde von Marburgischer Seite, unter andern vom Herrn Hofrath, Johann Carl Bönig, und Herrn Hofge- nchtsrath, AemrUus Ludwig Aombergck zu Vach in Marburg bejahet. Gegen diese wurden sie inlgedachter Schrift verneinet. Hierher gehören noch: Ohnumstoslicher Beweis, dasi in Sachen Ihre Hochfürstl. Durchl.zn Hessen Darmstadt, und Dero Universität zu Giessen, wieder des Herrn Stadthalters in denen Hessen r Casselischen Landen, Hochfürstl. Durchs, und dero Regierung und Universität zu Marburg I) der Mandat, Proceß allerdings statt habe, und keincsweges II) in cauflis fpolii violenti die Hessischen Stamm, Austrage Plal;greifen, am allerwenigsten aber III) die interpreta- tio panorumDomusad Comitia imperii vniuerfalia gehörig sey j740. Fol. ferner: Gegenpromemoria und reichs gcsetzmasige Verkheidigung das von Seiten desFnrsil. Hauses Hessen-Darmstadt ad flatus imperii erlassenen und in einem Hessen-Casselischen Promemoria, und einer reicheconstitutionsmasi- gen Prüfung fub dato Regenfpurg den 2,. Nov. J749. znm blofen Vorwand genommenen Circulurschreibens, dem höchst unbefugten Concurs Recurs, in der Unioersitatssache betreffend 1750. Fol. Entdeckter Ungrund der so genannten begründeten Abfertigung , welche gegen den letzt bekannt gemachten Hessen, Darmsiadtifchen ohnumstöslichei» Beweis von Hessen, Cass'l herausgekommen 1750. Fol. Schlüölicher Gegenbeweis, daß nach allzudeutlichcm Jnnhalt desErb-und Haupt-Vertrags de An. 15^. zwischen denenbeyden Fürst!. Hausern Hessen Darmstadt und Cassel in Arrestsachen die Austrage keine Statt haben 1753. Fol. UA^chettblaLt- Hebung ihrer Fräulein Tächter in der protestantischen Religion betreffend, wurde von ihm an den höchsten Reichsgerichten bearbeitet und nachWunsch oeenciat. ES ist auch von dieser Sache eine Deduckttvn vorhanden, wel« che dem Verzeichnis seiner Schriften eine neue Zierde erteilet. Denen, welche auch da die Gelehrsamkeit ehren , wann sie nut Religion verknüpft ist, so selten sie auch sind, wird es nicht unangenehm ftyn, wann wir einige Züge des Charakters dieses grosen Gelehrten entwerfen. Es scheunt n. unfern Zetten ein verächtliches Lob für einen Belehrten , wann mau m seine» Charakter Gottesfurcht mit einmifcht. Freylich, wann diese alles ist, was man von einem Mann der in einem gelehrten Posten stehet, ?agen kann , so ist er noch nickt über das erhöben, was jedem eigen seyn sollte. Sie aber gibt den A^ssenschaf, tcn nnd der weltlichen Größe einen dauerhaften Glantz; sie erhebt die Bemuhun, neu in Amtsgeschäften zu einer gewissen Stärcke; sie ertheilct ihnen das Gepräge des Edlen und des Dauerhaften welches sie auf keine and^eArt erhalten können. Ohne sie bleiben die prachtvollen Namen, Tugend, Menschenliebe, Patriotismus, nur leere Töne. Dann ohne sie gibt es keine Patrioten , keure Menschenfreunde, keineTuaeudhafte. Dieses wäre Borcholtwahrhaftig. Dazu hatte die Religion sem öderzgebttdet,die Religion deren er sich öffentlich nicht schämte, zu gros als sich von dec Gewohnheit seiner Zeiten hinreißen zu lassen, dieReligion welche m achter Liebe gegen jedermann sichtbar wurde, und die Hochachtung emfioßte, we che seme Verdienste h ßÄjf.rf oflcm Neid und Feindschaft sicher setzte. Ern seltenes Gluck , wann d^er Hochachtung weichen muß, und diese gegen alle Feindschaft sicher stellet! Dieses wäre M ihm würklich. Doch wäre cs noch der geringste Vorthett, den er mofanbe Die ruhige Blicke, weiche er in die Ewigkeit thate bey Heranna, ^rung seines EndeS, * zeigten daß Religion mehr thut, als alle abstrackte Lrostgrun,- de der Weltweisen, mehr als das gegen diese grose Verwandclung zu schwache Gefühl ein ehrlicher Mann gewesen zu seyn. Bey einem Herzen das m fernem Leben mit fo erhabenem Gefühl begleitet wäre, konnte sein Umgang nicht anders als ange, Sein lebhafte« Temperament ermunterte die Gesellschaften, und zwar so Ä7/weMge werden nachahmen können,stets lehrreich, ohne vergebliche Reden, und i-re Ackere mm Gegenstand seiner Unterredung zu machen. Nie brachte also jemand «ns ^ner Gesellschaft Misvergnügen zurück. Die ihn gekannt , werden nicht nur ze, V1r Li[ unterschreiben, sondern noch viel mehr hinzudencken und noch mehr em- Lnd-n- «kn der Person des Herrn Vice-Canzlers hat der Fürst der treuesten Die- »er - die Akademie einen sehr patriotischen Beförderer ihres Wohls, und eine der vornehmsten Stützen ihres Flors; seine Collegen den erwünschtesten und aufrichtigst dankenden Freund; die akademischen Bürger den angenehmsten, gründlichsten und flaifmffen Lehrer geschähet - * 'und - - nun vcrlohren. Wie lange wird nicht ein Kortholt unvergeslich bleiben! Es gehören noch hierher die Sckriften welche in den Streitigkeiten der Herren Grafen zu Sayn und Wittgenstein sind verfertiget worden s. weislichs zuverlaßige Nachrichten jetzt lebenden Rcchsgcl. 4-Theil p. 224. * Dieses erfolgte nachdem er 12. Tage vorher das 6ote Jahr zurnckgelcgt, und 2 Wochen an einem Rothlaufsfieber kranck gelegen den Uten Febr. 1771, Giesset Wochenblatt. Num. io. Dienstags den f. März 1771» Hochfürstliche Verordnung- Demnach Sereniflimi Noftri Hochfürstl Durchlaucht mißfällig jü vernehmen gehabt/ daß auf die in Höchst deroFürstt Lande angelegte Frucht- Sperre nicht Vigilanz genug verwendet sondern viele Fruchte heimlich äusser Landen geschleppet würden/ und dahero mcdianterelcripto vom 12ten Diefeö / weiters gnadigst, jedoch alles Ernstes zu befehlen geruhet daß al- ?kn dero Beamdken, Vorgesetzten/ Schultheißen und allen denjenigen/ so m höchst dero Diensten und Pflichten stehen/ nochmalen nachdrücklich angewiesen werden sollen/ aufalle Fruchtausfuhr aus das fleißig «und genaueste zu mvigillren; darbeneben zugleich/ da eine Geldstraffe manche Wucherer nicht abschrecken/ eine Leibesstrafe hingegen ein fruchtbares Schreckbill) jeyn wurde/ in hohen Gnaden verordnet haben / daß dergleichen Contra- venienten andern zum warnenden Exempel auf Jahr und Tag , ohne alle remiluon, m Schubkarren gespannet und zu öffentlicher Schantzarbeit condemnuet werden sollen; Als wird die an alle Beamte zur Publication und selbst eigener Nachachtung geschickte Verordnung auch hierinnen zu jedermanns Wissenschaft und Warnung vor der Straf bekannt gemacht. Giessen den röten Febr. 1771. w Academische Vleuigkeieen. Der von Göttingen hierher berufene Herr M. Johann Christoph Friedrich Schultz, hat am 28. Febr. seine Antrittsrede als Professor der orientalischen Sprachen gehalten. Sie handelte de novis inventis&ac- ceilionibus, quibus pomoeria philologiae facrae noftro faeculo mirum quantum prolata fuhr. Die Einladungsschrisk S. Magnificenz -Herrn Andrea« Böhmen i«. tzigen RekkorS, wie auch gnädig,t verordneten Jnspectors per Akademie handelt von einem in hiesiger Bibliotheck befindlichen Manufcripk dkarr. Mauritii - de re vefHaria veter. Hebraeorum Viele« 9)}ct6 nuscripk wurde von den größten Philologen, einem Vitringa , a Len- te , Hiller, Buxrorft wagcnstil u- a- m. hochgeschätzet. Sein Ver. saffer, fasset, her sich schon durch eine Schrift (ortitione veterum bekannt gemacht hatte, konnte keinen Verleger finden, weil cs wegen des vielen Hebräischen und Rabbinischen nirgends anders als in Amsterdam gedruckt werden konnte. Der sel. Fechr, wollte es in die Bibliotheck nach Wo!« fenbütte! bringen, und dem Autori eineDifcretion dafür verschaffen. Die» ser aber wollte es lieber seinen Söhnen überlassen, wovon es nachmals an den sel. Mann, und von ihm in die Universitats-Bibliotheck kommen,st. In dieser Einladungsschrift wird der Jnnhalt desselben kürtzlich angc>eigt, und insbesondere die eigene Meynung des Verfassers von Urim und Lhu- mim etwas weitläuftigcrangeführek. rTlachn'chr- Demnach Michael Queckbörner, aus Atzenheim, Fürstlichen Amts Gründers, Anton Schreiber daselbsten, jüngsthmin einem zwischen beydea entstandenen Streik dergestalten mit einem Scheitholtz geschlagen, daß solcher wenige Tage hernach verstorben, so fort nach verrichteter Thal sich auf flüchtigen Fuß gesetzet, nnd dann daran gelegen ist, daß der Thater, um selbigen zur gebührenden Strafe ziehen zu können , gefänglich niedergeworfen werde; Als werden alle und jede hohe und medern -Orts Obrigkeiten hiermit ersuchet, vor gedachten fugitivum Queckbörner, welcher von langer schmaler Statur, ohngefehr 30 Jahr alt ist , scdwartzbraune Haare, und ein gutes Ansehen har, einen schwartzen beyderwollenen Dt- tel mit überzogenen Knöpf von dem nemlichen Zeug, ein schwach streifigt Leibgen, alte schwache Beinkleider und schwartze Strümpfe kragend , aus den Bttrettungsfall zu arretiren. und ohngesaumte Nachricht davon an- hero zu erfheiien: Da man sodann solchen fbb oblarone ad reciprocum gegen Bezahlung der Kosten und gewöhnliche reverCaies gleid)balDen abbo* I«n zu lassen crdötig ist. Signatum Giessen den 1$. Febr. 1771. Fürstlich HPische Regienmg daselbsten- Der Fruchkm angel gie'bt zu aller band Versuchen Anlaß Ein ganz neuer und sehr wohl ausgeschlagener ist folgender Weil der Brantc- wein verschiedenen Ständen urienkbehrlich ist, so hat man cen Verbuch qe» macht denselben aus Cartoffeln mit Korn vermischt zu brennen und eiuen möseren Vorkheil gefunden als man erwartet hat. Aus 9 Meste Cartoffeln und z Masten Maltz bat man 2c bis 21 Maas von Geschmack und Stärcke guten Branttwei» bekommen. Die Dir Art wie man dM't |u Werke gehe!, und die Berechnung de» Vorteils sind folgende. Die Cartoffeln werden gewaschen abgesokten und klein gestoßen, al«, dann jur Gährung mit frischer oder deßer Faßhasen eingesäuert mit dem Maltz vermischt unD wie gewöhnlich gebranbt 7 Meste Korn und i. Meste Gerste bekommt manordinairenur -8. selren 20 Maas Brandenwein, ich will aber aber demohrgeachtet daß man nur eben so viel als aus-. Mesten Cartoffeinund z Meste Gerstebekommen sitzen, so kommt doch folgender Voriheil heraus 7 Meste Korn 7 ft. 1 Meste Gerste zo All), also muß ich vor 7 ft, ro Alb. Frucht haben, 9 Meste Carkoffeln z ft. 7 Alb. 4 pf. 3 Meße z ft also m Summa 4 ft. 7 Alb. 4 pf. Solle sich dieser merckli- che Worthen nicht selbst empfelen , und von Polrcey wegen nicht zu gebieten seyn dteses nachzuahmen. ö J Zu verpachten r-Nachdemeauf Hochfürstl. Hessen Darmstadt. Renteammerbefehl- das zu Mengringhausen gelegene Fürst!. Guth, so auf nächstbevorsteben. den Petri Tag beyfallig wird, bestehend 1) in einem fordern Wohnhaus so von allen Abgaben ftey ; sodann hinter Gebäuden;unD Stallung 1) gin Jorgen t zzz Ruthen Gärten, z) dreyzehen Morgen gri- puffern ' 4) Zwanzig sieben Morgen 47^ Ruthen Ackerlandes davon das Winterfeld besaamet ist, wiederum anderweit auf 3 oder 6 Jahr Salva Ra. tificarione durch eine öffentliche Versteigerung ran den Meistbietenden gegen Caukion verpfachket werden soll und darzu Terminus aus Frcytag brn lz Mart. a. c. Morgens 9. Uhr anberaumet worden ist So wird solches denenjenigen welche ermeldtes Guth zu bestehen Luft Haden hiermit bekannt gemacht, damit sie sich auf bestimmten Termin in der zu diesem Guth gehörigen Behausung in Mengeringhausen alwo diese Versteigerung vorgehet, einfinden und mit bieten können. Solke sich aber ein Liebhaber finden, der diese Gebäude Aecker Wiesen und Gärten künftig an sich ju bringen gedachten, so wird man sich edenfals damit brä auf Ratification einlassen. Signatum Vöhl den j i ten Fedr. 1771. Gtaudmger Fürst!. Hessischer Rentmeister. z. Cs wird hiermit bekannt gemacht, daß der vor der Neustadt an dem Croftorfer Weg liegende große Langsdorfische Garten, mit einem HauS und einer schönen Allee versehen zum V.'rsrushiermit ang boten wird. Wann eines und das andere Lüften bezeiget, diesen schönen Garten an sich zu kau- fai oder aliiiifäCu zu lehnen/ der beiiehe sich allhier bep der Frau Rath Wiktichin zu mclDen# und Die weitere Bedingungen selbsien vernehmen. , Einwvhl conditiomrtes Haus nebst Stall und Hintergarten/»der Neuenbau/ wie auch ein Garten bei) dem Kirchhof/ soll um einen billigen Preis verlehnet werden/ wer Lüsten zu Lehnen hat/ kann sich bep Verleger melden. 4 Die rkeClaffe loterChmCollnischen kotterieist am tSfen und 19. Diefe« geiogen worden / und die Listen davon würkiich bep allen Collectoren, famt den ErneuerungSloolen / wie auch noch etliche Kaufiovlen zur zten Classe tu haben / deren Ziehung auf den -ten April festgest-llet ist. Die i9te Ziehung des Churcöllnischen Lotto wird mittlerweile am 8ten Mertz vollbracht werden. r. Den 18. dieses Monathsgeschiehetdie ;te Ziehung der Herzog! Wür- tenbetflilcben garantirten monatlichen Geld . und Capital > Lotterie / Mithin stnd noch bis den rg. dieses Loose a i 1 kr. bep Herrn Blich,uhrer Krieger, wie auch bep Herren Har.delkmann Celiarius in Schotten zu haben. Mik dieser so geringen Einlage ist alle Monath zu gewinnen/1 Preis a fooofl. I a ,020 st. l a rooost. 7 a -Ovost io« foofl. )oa 100fl. s2g sofl. 100 a 2f fl ohne deren andern Preise nicht zu gedenken / wi« solches der Plan ausweiset/ so bep Ausgeber dieses umsonst auSgegeben wird. Ochftnflcisch # 3 15 - 1 I f 3 f 1 1 alb. pf. alb. pf. -r t 4 frucht-und ander« Prciste am Markttag den 2. März. y fl. alb. pf. tb- . alb. Pf. 1 1 6 6 25 24 24 4 4 1 1 1 1 8 5 9 2 2 2 1 7 9 4 2 4 2 Kalbfleisch - Rindfleisch - Kühfleisch - Schweinefleisch Hammelfleisch Schaffiersch Bockflersch - Wurst - - Kaibsgclung Kalbs - Leber t Achtel Korn - 1 Achtel Gerste > Achtel Waitzen Achtel Hafer - Meste Erbsen Meste Linsen - Pfund Hirse Pfund geschalte Weck - k- Tettscher t Preist. tb. Loch. Q« Gerste - » '' Pfund klein ge, schalte Gerste - 4 4 „ iPf. inländische Seift7 alb. tb- Loch Qu. < - , 11 Brod. - 3 I j PutterBretzcl , | «Maast^ruchtBrandew. 2oalb. iPf Bratwurst; alb. 0 Becker P^lst. 177 i. Giesser Maas. tb. alb. Pf. 1 Karpfen 5 1 Hecht - 6 1 Perslng - 6 1 Barmen 3 1 Schleycn 3 4 1 Butter - 6 4 Pfund. fl. alb. pf. 9 Rindsfett 1 15 Hamelsf. j 15 1 Lichter - 8 f Eyer 2