Gicsscr -"i MLMNMN Vierzigstes Stuck. ‘**'(i* * i | VJ.X/ Xh-s# 0} 4 -**»•£(£ v 4 \-' ■ # *'-<5, sr1 • ' "i* ■■ " « Dienstags dm r. Oct-ber. 1771« Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigster Erlaubnis. Fortgesetzter Beitrag zur Gieser ^irchengeschichte. A^Laß Daniel Greiser der erste evangelisch - lutherische Pfarrer zu Gie- fen mag gewesen seyn, ist ziemlich wahrscheinlich; wie wir im vo- rigen Stück des Wochenblatts gezeiget haben. Hat eS mit der an dem Krankenkelch erblickten Urkunde seine Richtigkeit, so wird jene Wahrscheinlichkeit dadurch merklich unterstützet. Wir hohlen hiermit noch etwas davon nach; welches darinnen bestehet, daß nach der Jahrzahl i; 20. mitgrosen lateinischen Buchstaben der Name ERIDDERICVS stehet; darauf folget ein groseS lateinisches T mit den Buchstaben RE» und dem, was ich vor nichts anders , als eine Jabrzal ansehen kann, r;zf. Vormund nach obigem Namen stehet ein Sternpunct; wie auch nahe Vor dem grafen T, auf welches, wie auch auf die Buchstaben RE kein Punct folget. Doch stehet T von RE weiter ab, als daß es in Vergleichung gedachter Namensschrift zusammen gelesen werden sollte. Die Jahr- zahl stehet nahe beysammen, und hat eine um etwas weniges kleinere Schrift, als das vorhergehende, und schliefet sich abermal mit einem Sternpunct. Was der obbemeldtteName ERIDDERICVS odervielleicht FR 1 DDE- RiCVS bedeuten müge, ist nicht leicht zu errathen. Entweder soll es den Stifter, oder den Goldschmidt, oder einen Geistlichen, der damalen neben obberührtem Daniel Greiser/ im Predigamt gestanden, bczeich. nen. Dieses laß ich dahin gestellt seyn, bis sich davon mehrere Nachricht finden wird; wie ich denn überhaupt einer genaueren und juvesiallgeren drmH »v - Aufklärung i’iM hit w^chettbl^er. Aufklärung der Sache/ was nämlich den damaligen Zustand der Rests- nlation, besanderS irrGiesm betust, mit Vergnüge« entgehn sche. ■: j N T . ... '' \ f J| » Daniel (ireifW bat «1 Jahr > t4* laut W in vorigem Blat an* geführten Kaufbriefes noch gelebet. Ihm ist vermuthlich Hennch Grrh, dessen im r; Stück dieser Wochenschrift Meldung geschehen, nachgeiol« art. D-nn dieser wurde ist». Pfarrer in Giesen. Hätte nun jener „och etwa 14 Jahre gelebet, so wäre dieser letztere sein Nachfolger gewesen. ’ v ’ . >. ■ Eine etwa? iveMustlgrte Beschreibung desselben will id) au# Herrn Cantzler E störe kleinen Schriften p. 618 und au« Ctknum genant Sch>en Giesen, und verwaltete das Stadtpfarramt daselbst bis da er am ,, Jun. wieder nach Marburg berufen, unBjutProf. Tbeol. ordm. un6 Ephorat der Fürstlichen Stipendiaten, an seines nahen anverwand. Wochenblatt. t -rr-7 km, Wigand Oreh Stelle befördert wurde. Diese ihm aufgetragene Aemterhat er mir grosem Fleiß unD Rrchm versehen, bis er im Jal-r am 22. Jun. Abends um 9. Uhr, sanft und fertig entschlafen, und in der hohen Kirche zu Marburg zur Seite seines SchwiegervatMs/ unter Begleitung der ganzen Stadt ist beerdiget worden. Sein Schwiegervatter war Adam Kraft / lateinisch Crato, muthlich Don dem griechischen Wort x