Mj Etk Mochcn-Wlatk, Num. XLL Ditnftag den 13. Odobr. 1750. Mrk Hschfürstl. Hcssendarmstädtlsi )cr §näd:gstctt Erlarrbmss. Der irrcgulaire FricdenS-Tempel^ oder kurze Antwort auf die in dcnFmnckfurtcr gelehrten B! .ttcrn Nro. LXXIX. gegen Herrn 1). Benucrssvon Giessen inferirte Lästerurigen. Seneca Epit. Malis difplicere, laudaii tft ♦ Nullum autori- tatem lubec, ubi, qui damnatus eft, damnat. Male de me lo- qui nefciunt: Faciutit r quud mercor, fcd qpod lolcnr. O& E Ks haben dis Widersachrer unftrs allerheiligsten Glaubens zu allen t> ; d tr Zeiten gar viel dadurch gewonnen/ wenn sich solche Personen zuih« reu Gegnern aufgeworfen/ denen es an hinlänglicher Gelehrsamkeit unt) Tugend gefehlt/ die Wahrheit einzusehen und 511 lieben. Edel- 'mann würde vielleicht nicht so viel Stoff zn spotten und zu lästern gefunden Haden/ wenn er nicht zuweilen mit Zwergen hätte kämpfm müssen. Kommt nur eine Schrift ans Licht deren Sätze man mit unfern Vorurtheilen / ich will auch sagen richtigen Begriffen/ nicht reimen kann; so will ein jeder an dem Verfasser zum Ritter werden. Man liefet entweder nicht alles / oder man liefet gar mehr als dec Autor schreibt. Man widerlegt ihn nicht deswegen/ weil er falsche Sätze hat; sondern nur weil fein Lehrbegriff nicht mit dem unfern übereinstimmt. Dieses Schicksal wiederftihr in unfern Tagen dem belesenen und wegen seiner netten Schreibart durch viele Bücher bekannten Herrn von Loen. Seine/ ohne allen Zweifel wohlgemeinte Absicht / einen neuen Friedens - Tempel zu bauen / hat ibn in vieler Augen zu einem andern Heroftrato gemacht/ melcher den Tempel der Diana zu Ephesus angezündet hat. Es kam alsbald einer von den kleinen Geistern/ und suchte der Flamme Einhalt zu lhun; aber man hat ihn nicht gewüi diget zu hindern/ weilen er unvermügend schien zu löschen. Man sähe mit Gelassenheit zu/ als dieser schwache Gegner feinen unreifen Witz gegen Herrn von Loen verfchwendete/und ■ * S s suchte 812, Giesser Wochenblatt/ l^um. XU. suchte den Ausspruch des scharfsinnigen Swifts hier zu applkiren / indeme man den Herrn von Loen vor einen Mann von grossem Verstand hielte/ weilen sich die kleinen Geister an ihn machten. Diesen ruhigen Zustand / worinnen Herr von Loen und seine Freunde lebten/ siöhrte unvermuthet ein neuer Beschützer des guten alten Herkommens/ nemlich der wegen seiner gründlichen Gelehrsamkeit und Eifer vor die Ehre G-Vttes in der Welt genugsam bekannte Dr. und Superintendent Benner zu Giessen. Erzeigte der Welt in einer kurzen Schrift/ daß sie von dem neuen Friedens-Tempel/ so Herr von Loen bauen wolte/ weder Nutzen noch Vergnügen haben würde / weilen fr nach einer solchen Art zu bauen eingerichtet / daß er nicht würde können bewohnet werden: Er habe nemlich nur Fundament» gelegt/ die übrige Bau-Materialien aber/ als Holtz / Kalck/ Ziegel rc. lägen in der grösten Unordnung untereinander/ und glichen einem verwünschten und vcrstohrten Schloß. Die Ursach dieses mißlungenen Tempelbaues se»e die Hindansctzung des Regelmäsigen. Herr von Loen habe den Riß zu seinem Friedens-Tempel in allzugrosser Eil gemacht/ ohngeacht er sich hatte fin anderer Exempel spiegeln können / denen diese Arbeit schon mißlungen i|t. Herr Benner beschreibt uns seinen Entwurf etwas umständlich / und zeiget überhaupt/ daß man keine lächerlichere 8a^te machen fönte/ als wenn man dasjenige/ was Herr von Loen aus Edelmanns unschuldigen Wahrheiten/ Arnolds Ketzer Historien/' pufen-- dorft Fapatu geborget / von seiner Schrift ausmullerre/ und denn das übrige nach 'der Denkart Henn Dr. Baumgartens oder Reufchii übersetzte/ weilen man alsdann solche -8akus solle gewahr werden/ über welche nicht leicht die alleifiüchtigste Gems vom Schweitzer-Gebürge setzen würde. Ein Freund von Herrn Loen hö>t Vi sen neuen Propheten/ welcher ihrem Vornehmen keinen guten Ausgang verkündigte. Ec geräth in einen hessligen Paroxyfmum, welcher seiner Gesundheit würde gefährlich gewesen seyn/ wenn ihm die Verfertigerder gelehrten Berichte in Frankfurt nicht erlaubt hätten/ seine Galle auf ihre gewistenhaffre und unpartheyische Blätter zu speyen. Er schimpft uiid will Feuer vom Himmel fallen lassen / er will Herrn Benner um Ehre und Dienst bringen/ und dann zuletzt auölacheu und seinen Muthwillen mit ihm treiben. Er fällt hierauf in Raserei) / und da fallen ihm die -Ohrengehäng seiner Amafia ein/ hierüber wird er sinnreich und vergleicht ihre -Ohirn mir Herrn Benners Zunge/ die Douclen aber mit feiner Religion. Es war noch nicht genug / in dieser Tollheit riß er die Fundaments seines Tempels völlig aus / und machte dadurch so gar seinen Freunden den Verdruß/ das man sie vor Betrüger hielte/ da sie die Grundfeste ihres Tempels selbst umkehrten. Diese unbesonnene Aufführung und das erregte Zetterge« schrei) legte der Welt einen klaren Beweis vor Augen/ daß die Wunde sehr tief müsse gewesen fern/ welche Herr Benner diesem Verwegenen angebracht / machte aber auch zugleich Herrn Benners vorrressche Erfahrung derW-lt bekannt / wie man die Pillen einrichten müsse/ wenn sie das Gisst und die Unreinigkeit abführen sollen. Alle Redliche werden mit mir wünschen/ daß dieser so glücklich curütePatient ins künftige eine gute Dmt beobachten möge / um nicht wiederum in seinen vorigen Paroxyfmum zu ver falle» / denn ich nicht gut davor seyn kam t ob Herr Benner sich die Mühe geben werde/ um diesem Unbesonnenen eine Nach-Cm zu halten. Wer von dieser Sache etwas DierrKtiZ den ijtcn Gctobr. ryfo. zr. etwas mehrers lesen will/ den verweiset man auf Herrn VennerS Schrift / wo er des- sen Sieg und die Schande seiner Feinde offenbar sehen kann. Herr Benner kann indessen ruhig sei)«/ indem die Baumeister des neuen Friedens-Tcmpels alle e;sinnliche Anstallten machen/ die Fundamcnra ihres GcbäudeS selbst auszureissen: Vielleicht macht die Gütigkeit der Verfertiger der gelehrten Ve« richte zu Franckfurt den Charaft« dieser Verehrer der Liebe und des Friedens der Wdl ins kü.ffuge noch effenbar-'r; Wir versichern/ daß wir uns so wenig davor fürchten/ daß wir cs vielmehr wünschen/ indem« sie doch selbst am geschicktesten sind/ ein warhaftes i’umait von ihrer Gemülhsfassu g jii entwerfen/ wir würden anbei) das Vergnügen baden/ uns in unserer Mnthmaffmg bestärkt zu sehen. Muki cum aliis malcdicunt tibi ipfis convnium faciunc, sagt der weise Scirecn. Wir wissen / daß des Herrn von Loen bekannte Menschen.Liebe einen Abscheu hat vor dergleichen Art ju controvertire«/ hoffen deswegen/ daß er uns die Gerechtigkeit werde wiederfahren lassen/ und diese kurze Antwort nicht anders ansehen / als eine gelinde Züchtigung eines unbesonnenen/ der seinem Orden eine Schande ist und der blos deswegen dem Verstand cine.Zeitlang abgesagt/ um seinem unordentlichen Afledl ein Genüge zu thun. P.s, Sollte etwa Herr von Loen wiederum etwas in dieser Materie schreiben/ so wollten wir bitten/ daß er sich zu nuferer Schwachheit herab lassen und dieienige dustere Gänge (wie ihm im i. Thcil seines Vorberichts zu reden beliebt) nicht scheuen/ welche man paßircn muß/ um die Wahrheit zu finden. Wir sind so redlich und versprechen ch n Die Gedult und Aufmerksamkeit/ welche er Lei) uns in Zweifel zu ziehen scheinet: Stehet es a> er nicht IN seiner Gewalt/ uns diese Gefälligkeit zu erzeigen; so bitten wir/ liefe wichtige Sache andern zu überlassen/ welche gründlicher/ obgleich weniger angenehm schreiben/ als Herr von Lorn- Herr von Loen würde eine Lobcns- würd.ge Probe der Klugheit ablegen / wenn er sich in dem Element nährte / welches ihm Die vornehme Natur angewiesen: Das ist/ wenn er der Welt als ein Hktoricus .biente/ und die Burger Zions mit der Schmach verschonte/ ihnen einen Temvel ru bauen / wo die Kobolde und Nacht.Eulen zu wohnen pflegen. E vangcl icus. Fortsc.-zmiZ der Abhandlung von den römischen und crgenmäch- tigen iDtcMtorrt :c. 17) als die Bürgermeister 18) über alles .?) sechs Monate lang haben. Das ___________SS--.______ Volk 17) Der ersten Bürgermeister ihre Gewalt war so groß/ als der römischeiHöniäs ihre / au deren Stelle sie kamen. Liv. 2.1. Wiewohl dieselbe hernach durch die Ge- fttze des P. Valerius Pubhcol» unt> die Zunftmeister des Volks nidx wenig ver- minteit wu.de ; Maims RutiluvzuerstDictator.Liv,7.17. M) Giesser Wochen - Blatt/ Num. xll 326 solchen gegenseitigen Ehrbezeigungen brachten sieden ganzen Tag zu. Als der Rath 25) war beurlaubet worden/ verfügten sich die ehrwürdigsten Glieder desselben und die Freunde der beyden hochanschnlichen Bürgei meister zu dem hochverdienten Tilius Larcius/ dem man die Ehre zugedacht hatte/ und setzten ihm mit Bitten und Vorstellungen bis in die Nacht 26) zu/ dieselbe anzunehmen. So stark sie anhielten/ so inständig balh er sich eö ab. Den folgenden Tag/ als er in dem Ralhe ungeachtet alles Zuredens noch nicht zu bewegen war/ stund L. Elölius auf/ ernennete ihn zum Dictator / und er geruhece nicht weiter 27) dagegen zu seyn. Nach übernommener höchsten Würde machte er den Sp Cassius zum r8) Oberbefthlöbaber der R«u- terey um zu zeigen / wie groß seine Gewalt/ und sein Ansehen sep/ ließ er 29) die Hä- ____ __ scher rf.) Es ist zu glauben/ daß cs nach vier Uhr unsers Zeigers/ oder nach der neunten Stunde bey den Romern war; dann nach der Zeit dorfte keine neue Sache mehr beiden Alten in dem Rache vorgetragen werden. Seme. de Tranquillic. 168. z6) Allen, Vermuthen nach istLartius wo nicht diese / doch die folgende Nacht zum Dictator erkläret worden. Zum wenigsten war es sonst allemal gewöhnlich/ einen Diccator bei) Nacht in der Stille zu ernennen, Liv. l. 9. c. 38. L. 4. c. 21. L. zi.c. 22. Dieser Gebrauch wurde erfordert/ wenn die Ernennung richtig und ohne Fehler s yn sollte- Liv. 8. c. 23. Und deswegen muste der Bürgermeister nach Mitternacht aafstehen und sie verrichten. Feiim Longus de Orthograph. in Putfchii Graimnar. antiq. p. 2234. Fefltts voce Silencio furgere 27) £• Q- Cincinnalus weigerte sich zwar auch wegen seines Alters die Dl'ctatur an- zunehmen/ {Liv. 4.13.) aber kein Dictator Hal dabey solche Complimcnten ge- macht/ als der erste- 28- Hierbei) mei kctDrsnysms an, daß niemals ein Dictator obrreMagister Equitum gewesen. Es war demnach ecwaS besonders/ daß M. Fabius Vlltro/ ü!s er den Rach erganzete/ keinen batte/ Liv. 2322. Die Dictator ernenneten gemeiniglich die Ober# befeblsbaber der Rentei cy/ und diese stunden unter jenen. Polyb. lj.c. 87. l™. 8.23. Jedoch liefet man/ daß sie den Dictatorn verschiedene mal beygegeben wurden. Liv. 7. c. 2$. & 28. L. 22. c. 8. 29) Vielleicht waren eö ihrer 24. So viel führte sonst ein Dictator als Bedienten/ die seine Befehle ausrichteten de>) sich. Dinrf.is l. w. & Poiyb. 1. c. Pim^ch in Fabio. Ein Bürgermeister hatte nur 12. Sie hiesen Lictorcs und sind von den deuten Häschern unterschieden. Indem sie voraus gierigen/ erinnerten sie die Leute/ die ihnen begegneten/ durch Zu,ufemdaß sie den obrigkeitlichen Personen die schuldige Ehrerbietung erwiesen/ und ihnen Platz machten. Hierbei) bedienten sie sich avch manchmal der Stecken/ die sie aber gegen ehrbare Frauenspersonen vermöge einer Verordnung nicht brauchen döi ften. Begleiteten sie die Obrigkeit nach Haus; so klopfte einer an der Thür desselben mit einem Stabe. Darüber erfchra/ cins- mals die jüngere Frau Tochter des Fabius Ambusius / als sie bev ihrer Schwester/ der Gemahlin des Trjbunus Militum S- Sulpicms war. Diese lachte sie deswegen aus/ welches jene als ein Frauenzimmer/ dessen Gemürh/ wie Lwms Dienstag bett i ztttt Vctöbr. i?fo. P7 fd)ti7?o) Mit Beilen; i) kn der Stadt vor sich her gehen. Dieses geschah mehr/ das Volk ? r) ju schrecken/ als sich derselben zu bedieuen/ wie sein Regiment bewiese/ das er nach glücklich geführten Sachen noch vor der Zeit niederlegte/ohne daß er die geringste Gewalt- thätigkcitgegen dieBürgerausgeübthatte. Ein so gelindes Bezeigen/ welches die folgenden Dictator/zz- den Lucius ManliuS ausgenommen/ sich zum Verspiele dienen liessen/ 6 34- gar artig sagt/ über Kleinigkeiten leicht empfindlich wird/ innerlich ärgerte/ woraus hernach keine geringe Händel und Veränderungen in dem gemeinen Wesen entstunden. Liv, l. c. Von den Häschern handelt Lipsius ausführlich. Ele- dorum L, i. c. 23. 3°) Die Veile/ deren ein jeder Häscher eines auf den Schultern trug/ und welche Kennzeichen der obrigkeitlichen Personen waren / denen die peinliche Gericlttbarkeit ohne Appellation zu kam / stacken zwischen einem Gebund Stecken. Die Verur- theilte wurden damit von den Häschern enthauptet/ und mit den Stecken geschlagen. Spanhem. de Ufa Sc praeft. num. DiflT. io. p. 28. feg. 3* 1) Dieses war etwa- ungewöhnliches/ weil sonst irr der Stadt nach der Verordnung des P. Valerius Publicola den Bürgermeistern / die sich nur im Kriege der Beile bedienen konnten / die Gebund Stecken ohne Beile vorgetragen wurden. Dionyf, L. 5. p. 292. i r) Daß der Pöbel/ als er die Veile gesehen/ sich wirklich davor gefürchtet/ berichtet Livius 2. ig. ;;) Er wurde der Herrische genennet/ und im I. d.S- R. $90. zum Diktator gemacht/ einmNagel einjuschlagen/wodurch die Pest sollte vertrieben werden. Den 1 ;ten Sept, schlug er ihn an der rechten Seite in dem Tempel des Jupiters wirklich ein. Damit begnügte er sich aber nicht/ sondern wollte auch als Diktator den Hercinischen Krieg führen. Er warb die junge Leute mit Gewalt/und ließ diejenigen / welche sich nicht gutwillig Varstrlleten/mit Ruthen streichen und in Arest nehmen. Deswegen stunden alle Zunftmeister des Volks gegen ihn auf/ und er muste eon der Diktatur abdanken. Liv, l. 7. c. 3 Sc 4. Sein Sohn Titus Manlius/ welcher deswegen/ Weiler cimn grossen Renommisten der alten Franzosen/ deremen von dem römischen Kriegsheer öffentlich heraus gefordert/ über einen Haufen gestossen / und ihm eine Kette ab- genomm .1 batre/dm Bcpnarmn Torquatus kriegte/ (Liv. 7. jo. Gell™, 9. i,.) legte gegen den Vater / der ihn in der Jugend hart hielt / eine wunderliche Probe der Liebe/ und gegen seinen Sohn einen besondern Beweis der Strenge ab. Er zwung den Zunftmeister M. Pomponius/ der den Vater verklaget/ und ihm die Härte gegen den Sohn vorgeworfen hatte / in dem Bette mit Vorhaltung eines Dolches/ ihn zu schwören/ baß ergeg.n seinen Vater weiter keine Klage an- stel! n wolte. Liv, 7. 5. Paierius Max, l. s. c, 4. n. 3. Seinen Sohn aber der wie Torquatus sein Hei! in einem Zweykampfe mit dem lateinischen Ritter Geminius versucht/ und di.^n durch'ohrt harte/ treß er als Bürgermeister/ weil er sich wider seinen Befehl mit dem Feinde emgelajstn/ den Kopf abschlagen. Liv. g. 7. Diesen 518 Giesser W-chm-Matt/ Nam. XLI. sm/blieb ungefähr 5 4) jwcy hundert und vier und neunzig Jahre unter ihnen Mode, r 5) hundert und zwanzig Jahre nach dieser Zeit gebrauchtez 6) L- CormliusSulla die Dicta- torwürde ganz anders und behielt sie üoer zwei) Jahre. ; 7) C. Julius Cäsar übernahm sieaufbesiändlg. Nach seinem Lode aber wurde iie gänzlich j «/abgeschaft. Titus Manlius nennen die lateinische Sprachschätze in groß Folio ganz falsch den Herrischen. 34) Diese Zeit welche Dionysius nicht ausdrücklich gefetzt/ habe ich nach einer richtigen Ausrechnung bestimmet. Zs) Vevesus parerculus r. r8. undplukärch) in 5ulla melden/daß vor dem Sulla in 120 Jahren kein Diktator gewesen. Z6) Sulla wird in den Faths Capirelinis bey dem Jahre d. S R.^yr diccarorreip. conftituendae genmnet. Bey dem Ankritte der Dictatur ließ er durch denL. Valerius Flaccuö ein Gesetz geben/ daß alles/ was er würde gelhan haben/ solte gut geheisen werden. Ci«r. contra Rullum z. h. s. Nachdem er darin nach eigenem Gutdünken gehandelt/ Gesetze gemacht/ Würden ausgerhriltt/ Leute hinrichten lassen/ das Vermögen der Vertriebenen öffentlich verkauft oder verschenkt hatte u.f.ro. legte er nach zwcy Jahren die Diktatur wider alles Vermuthen nieder. Pimurch. I. c. Epitom. Liv. L. 89. ^ellejus I. c. Cic. de ofliciis r. 8. zs) Auf den Münzen bey demGpanheim siehet man/ daß Cäsar die Dictatorwür- de viermal gehabt/ und sie hernach auf immer bekommen. Hierdurch erhielt er/ h'ic piutrttd) in Caefare p. m. 749. gedenket/ eine rechte königliche Gewalt/ da zu dem/ daß ihm alles ungeslraft hingehen feite/ noch kam/ daß er bey der Macht beständig blieb. Cäsar pflegte zu sagen: Stilla habe nichts verstanden/ daß er die Diktatur nieder gelegt / das ist / daß er aufgehöret habe zu dictiren / wo er mit de,n Morte Dictiren/ das auch dis Magister in den Schulen thun/ spielet; und er weite/ daß die Leute seine Morte immer als Gesetze annehmen selten. Sutton, in vita Cae* Paris c. 77. Die immerwährende Diktatur behielt er indessen nicht so lange / als Sulla; denn er wurde kurz darauf/ als er sie angenommen/ ermordet. Piut*rch.\.c. Dio Cafius L. 4;. & 44. Z8) Im I. d. S. R- 708. hat der BürgermeisterM. Antonius aus dem rölnischen Staate den Namen und die Würde eines Diktators/ aus welcher schon eine königliche Gewalt geworden war/ auf ewig durch einen Rathschluß verbannet. In diesem verordnete er/ eö solte niemand / es möchte arich seyn aus was für einer Ursache/ es weite/ den Vorschlag thun/ einen Diktator zu machen / und keiner die ihm angebotene Diktatur aimchmm/ wer dagegen thun würde/ dem solte ein jeder NNgcsltaft daö Leben NehtUen können- Czc; Philip, .ic.i. Appian, L. z. DioCafs L.44. Dieses Wochenblatt wird alle Dienstage asthier by den Verleger Johann Philipp Krüger de» fitrrn Prmumerantm du^eiif fort / uiflii tau auch die von vorigem halbe!» Jahr bereits herausgekom» men Stücke * i.ff. »och erhalte»/ jcdeö Sück aber wird eiiijhn vor fr, abgegeben.