Messet Dochtk-Wlatt, Num. X. Dienstag den io. Marti! 1*750. Mit Hochfürstl. Hessendarmstädtischer gnädigsten Erlaubnis Des Nömischen Dichters Quintus Horatius FlaccuS achtzehender Brief des ersten Buchs. _________________________________________ Und *) Horatiue hat diesen Begriff der Tugend/ daß sie in mediocritate, in der Mit- tclstrase/ bestünde/ vom Äristoteles a> genommen. Nicht zu gedenken/ dass die wahre Tugend einen viel edleren Grund habe: so ist gegenwärtiger Bguff theils hX!> MMk enn wir dich/ Lollms / und deine Treue kennen/ "WH So wilst du wol ein Freund/ doch nicht ein Schweich. ler siyn. So wert der Huren Pracht und Weiber Schmuck sich , trennen/ Nicht naher stimmt ein Freund mit dem Betrüger ein. Doch diesem Lasier steht ein grösseres entgegen/ Die Grobheit/deren Zahn/ tobt er gleich noch so sehr/ Sich ganz verwegen rühmt/ den Unrarh abzufegen/ Nicht anders als ob daö aufrichtig redlich wär- Die Tugend stellet sich in dieser Laster Mitten */ Giesser Wochenblatt / Num. x. Und weicht von beydem Theil in gleichem Maas zurück. Dort jener kommt gebeugt auf einen Wink geschritten / Setzt sich gern unten an / und preist sein seltnes Glück. Wuin nur der Reiche winkt/' denn wird er so beweget/ So treulich spricht er nach/ was aus dem Munde fallt/ Als wie ein Schüler-Knab die Augen niederschläget/ Und seines Lehrers Grimm mit Furcht in Schranken halt/ Wenn er sein Lehrstück macht; wie der Comödiante Veym zweyten Therl sich quält dem ersten gleich zu seyn. Hier dieser streitet oft bey seinem schlechten Tande/ Und waffnet sich zum Kampf für einen blosen Schein. Spricht: daß ich Recht behalt und mit den stärksten Gründen Dm Satz behaupten mag / da wag ich alles dran/ Auch selbst die Ewigkeit. Solt er nun überwinden: Was isis? ob Castor mehr / ob Decilis mehr kann? Ob man deö Appius / ob man des Numa Strafe Am besten nach Brundus von Rom hinunter fährt? Hat Venus dich beraubt und eines Glückspiels Blase; Hat dich dein Stand mit Pracht mehr / als du weich/ beehrt; Hat Geitz und Armuthsfurcht dich gänzlich eingenomnrerr.: Gewiß dem reicheri Freund/ der zehnmal ärger ist/ * . Bist du gar sehr verhaßt. Darfst du doch vor ihn kommend So wisse/ daß «Herr und du sein Lehrling bist. Er fordert bald von dir/ wie treue Mütter pflegen/ An Weisheit sottest du/ wie auch an Tugend - Ruhm Ihm überlegen seyn. Ganz, recht der Wahrheit wegen. Denn/ spricht er / streite nicht; mein grosses Cigenthum Läßt solche Thorheit zu: da dich das Armuth drücket. ♦♦ ______________ Du unzulänglich/ theilsftlsch. Unzulänglich/ wenn man sie in das Mittel zwischen zwey einander entgegen stehende Lasier setzet/ wie die Sparsamkeit zwischen Geitz und Verschwendung sichet; denn solche Beschaffenheit hat es nicht mit allen Tugenden. Falsch ist er / wenn man ihn so ausleget/ daß man einen tugendhaft nennet / wenn er zwar nicht ganz frey von einem Laster ist/ solches aber auch nicht bis auf den höchsten Grad treibet/ sondern mediocrkatem hält/ z. E. zwar nicht ganz nüchtern und mäsig lebet / aber sich doch auch mchc bestialisch voll säuft. Dergleichen heidnischen Begriff haben viele vom Christenthum/ die zwar etwas annehmen/aber sich doch gewaltig hüten/daßsie es/wie sie reden / nicht übertreiben. ♦♦) Auch dieses war ein Vorurtheil bey den Heiden/ als ob mächtige/ vornehme und reiche ein Recht zu sündigen hätten/ das den gemeinen und armen nicht zu- Dtenstay den rote» Mare, i7fo. -r Du bist mein Reisgesell/ drum kannS nicht anders sevn/ Als daß sich die Vernunft in schlechte Kleider schicket- Laß dich durch Eifersucht in keinen Wettstreit ein. Evtrapelus gab dem/ dem er zu schaden dachte/ Kostbaren Kleiderschmuck: weil dieftm stoltzen Thor Sein Kleid auch neuen Rath und neue Hoffnung brachte. Nun schläft er auf den Tag; zieht freche Huren vor; Verläßt der Treue Pflicht; nimmt täglich Geld auf Borge/ Bis er verarmt/ um Lohn/deö Gärtners Lastthier jagt. Um andrer Heimlichkeit erspare deine Sorge. Beym Trunk und Zorn verschweig/ was dir ein Freund gesagt, Lob deine Thaten nicht / schelt auch nicht fremde Werke. Und wenn er jagen will / so leg die Verse hin/ Dies brach / wie dir bekannt/ der Bruderliebe Stärke/ Bis das Amphion thät nach Zcthus Eigensinn/ Und seine Leyer schweigt- So must du gleichfalls weichen/ Den gütigen Befehl des grossen Freunds zu thun. Wenn er das Feld mit Garn und Hunden zu durchstreichen Sein Thier schon angespannt/ darfst du nicht länger ruhn- Weg mit der trüben Kunst/ Camöna muß itzt schweigen/ Wenn das erjagte Fleisch dein Mund mit kosten soll. Gepnesne Uebung/ die den tapfern Römern eigen/ Dem Leben und dem Mann so Ruhm-als Nutzens-Volk. Vomemlich wenn du selbst den Hund im schnellen kaufen/ Das Schwein an starker Kraft kannst überwunden sehn: Zumal der Waffen Ruhm in unferm Helden - Haufen Vor allem dir gebührt/ und die beym Kampfplatz stehn/ Verlangen mit Geschrey/ die Krone dir zu reichen/ Dir / der du als ein Knab in Spanien gekriegt/ Mit einem General/ der unsre Krieges-Zeichen Den Parthern wieder nahm, und itzt noch immer siegt. Ja/ daß du diesen Stand nicht dir zur Schande fliehest/ ______________ K Wie- käme. Vernünftige S'ttengesctze gründen sich auf die Natur des Menschen- wie nun d, se em, der an sich har; so ist auch jenen einjeder unterworfen Ho a- nus wuß:e nichts davon/ daß Regenten/ Richter und Prediger unter 'den El n- stcn au eben diese Wesse glauben würden/ das Verzeichn,ß Gal. v J ? stünde 2 ?nD:L flrn<$ strafen / richten / auöschelten und es ihnen zuweilen vorlesen/ nicht aber sich selbst darnach achten solten •, sonst würds er vielleicht diese / wre jene Einbildung der Gesetzlosigkeit allhier getadelt haben. m 6 Dem Giesser WSchM-BltM/ Nurti» X. , Wiewohl du niemals leicht aus deinen Schranken weichste So sicht mau/ wenn du nun aufs stille Landguth ziehest/ Wie du den Unterschied der Lebensart vergleichst. AIS Feldherr stellest du von Knaben zwey Armeen/ Wie Actium e.fuhr/ zur See ins Treffen hin. Dein Bruder ist der Feind / das Meer sind deine Seen / Der Sieger überkommt den korber zum Gewinn. Mer gleiches mit dir liebt / der klopft in beyde Hande. Noch mehr / wenns nöthig ist / mit Rach dir beyzugehn / Denk/was und wo du sprichst von dem / der forscht / dlch wende/ Weil solchen Schwätzern stets die Mäuler offen stehn. Was man gesprochen hat/ kann man nicht wieder rufen, kaß ja von keiner Magd und keines Knaben Schein In deines Freundes Haus und dessen Marmorstufen Zur Liebesbrunst dich ziehn / wenn du wiist sicher seyn. Es möchte dir der Herr den schlechten Wunsch erfüllen / Schlägt er es aber ab / so bist du doch beschämt. Sieh erst / wen du empfiehlst des Freundes gutem Willen! Daß nicht dein treues Herz be» fremder Schuld sich grämt. Wir loben öfters den / den wir doch soffen meiden. Wer sich nun selbst verderbt/ deß nehme dich nicht an/ Weil er berüchtigt ist. Doch soll die Unschuld leiden/ Denn wird zu ihrem Schutz mit Recht ein Wort gethan. Ist die nicht sicher mehr vor jenen Mörderzungen: Wie solle die Gefahr von dir entfernet seyn! Die Flamme kommt zu dir vom Nachbar eingedrungen Und schlaget unversehus mir Macht auf dich hinein. Ein Uuersahrner wird der grossen Freundschaft schätzen / Die ein Versuchter fi-eht. So lang du glücklich bist/ Laß dich den Unbestand des Glückes nicht verletzen/ Das hurtiger entweicht/ als es gekommen ist. Kein Trauriger wird leicht die Frölichen vertragen/ So sind den Frölichen die Traurigen verhaßt / Und allen Hurtigen/ die wolbchächtlich wagen/ Wie dem Bedächtstchen / wer in Geschäften rast. Wer bis an Hellen Tag die stärksten Weine saufet/ Verachtet den / der ihn, nicht gleich Bescheide tyut / .... Schwörst du schon/ daß dein Kopf/ mit Dunsten ubtthauftt/ N.bst deiner Glieder R-'st so gar beschwerlich ruht. Dü M dir Ernstlichst ans dem Gesicht Ptrt*/ Dr'enlkrs den ictttt IHnvt. i7fo; r> Denn die Bescheidenheit sieht man vor Dummheit an/ Und psiegt den stillen Mund der Argheit zuzuschreiben. kcs/ chue/ forsche nach/ was selig machen kann. Laß dich den armen Geitz nicht unaufhörlich quälen/ Nicht Furcht/ auch Hofnung nicht auf ein vergänglich Gut/ Noch/ ob wir durch die Kunst/ ob von Natur erwäblen/ WaS rechte Tugend heißt; den Sorgen Abbruch thut: Noch / was dich dir zum Freund : was dich recht ruhig mache: Ob Ehre/ ob Gewinn / ob ein entfernter Ort Und Stille Lebensart so freundlich dich anlache/ Als einen Schiftenden der längst gewünschte Port ***. Wenn ich mit frohem Geist zur kühlen Digenz trete Die der Mandeler trinkt in feiner kalten Stadt/ Was meinest du/ mein Freund / daß ich dort denk und bett: Dieß/ daß/ was GOttes Hand mir beygeleget hat/ Auch weniger/ als daö/ mir unversehret bleibe/ Daß ich des Lebens Rest bey meiner Bücher Zahl Und jährlichem Gehair zur eignen Lust betreibe / Und ungestöret sey von jener Zweifels. Quaal/ Womit der Tod erschreckt *"**. Dies ist genug zu bitten: GOlt/ der und schenkt und nimmt/ geb Leben/ Geld und Gut. Die Tugend wird durch mich aus eigner Kraft er stritten / Wie auch ein mäßiger und.wolgesetzter Muth ♦**"*. * **) Diese im Text nicht stehende Zeile / hat man aus dem 88ten Verse hierher gezogen. ♦ ♦♦♦) So dachte ein Heide. Wer weitere Erkenntniß hat / förchtet sich wedervor dem Tode/ noch vor der ungewissen Todesstunde, vielweniger davor / als ob sein künftiger Zustand ungewiß fei). * ****) Dieß ist übermal ein stoischer Gedanke/ der aus der stolzen heidnischen Einbildung und Selbstliebe flkffer. Zur wahren Tugend gehöret eben so wol eine höhere Kraft/als zu den vergänglichen Gütern dieser Welt. Auszug aus N. <5. des Vten Stücks der Leip- ziger Oeconomischen Nachrichten / von Verpflegung des Spargels. Qm Herbste gegen Allerheiligen lasset man die Betten von allem Unkraut reinigen/ aJ auch Olt aufgeschossene Stangen s biß io Zoll über Oer Erde abschneiden/ damit K i man 7t Giesser Wochen-Blatt / Nom. X. ra,..«L(it1de fehtn kann/ wo bis Pflanzen liegen. Denen/ die zu schwach de» Hen^Äw etwa Kohl und faul gewordene Wurzeln abnehmen eme gute SL J !Schädels/ so Key den Kammachern zu bekommen/ und denen kran- fÄiLi? eiii rtdrter Balsam ist / darüber legen/ und mit Erde wieder bedecken. ^Ädas geschehen, und der etwa abgefallene Saame von den Betten reme abge- Nt itt /lässet man solche mit wohlausgelüftetem und gerottetem Kuh. M'st/ welcher fAfrhotn QRithiif öleicb mit Anfang des Sommers angeschasiet wird/ ohngefehr ein ru solchem gleich " ch wohl ferner mit einer guten Schicht lan» IHM ater und WWicb Darum be-. K-?/ damit d e Gei ung aus dem Mist durch den Regen und das Schneewasser den Mintrübe sich kn di Wurzeln ziehen möge. Im Lrühlingem.t oder gegen Em. man den lanaen Pferde-Mist von den Betten rein wieder ab- lr'L^ ,ÄrrosT.S”« Darauf; wo Dir Stöcke ^»«gegangen / dm« Sn man »m voriM Herbste etwa mit kleinen Stöckgen bezeichnet/ frische hmse- 2^ fL kjp ^>n>vveln der im vorigen Herbst abgeschnittenen Stangen von huli^.i-pr K W-dämm sehr nötbig ist / weil solche Stoppeln ««kcine^äu niß machen/ auch den neuen Keimen im Wege stehen/ Pie deswegen sich Sn bic ^eite efeen / tvoöurd) die Köpfe vor der Zeit auSgebreitet / Mlschößig / m der Mtih und die Pflanzen selbst so entkräftet werden / daß sie zwar wohl einen Hau- Dünne abÄÄ Dick« Stangen mehr (reiben tonnen. Hiemachst laffet man Kffi Betten noch lienenben turjen Kuh -Mist/ roenn ervorhttganz eben Äad t Än i rin paar Soll hoch gute gefebele Erde bringen / unD Die Betten da. mit abateidien / aber ja nicht umgraben / weil Dadurch gar tu kicbt vie neuen Snrofiin/ eb r ein unb anDre Wu>ick ab / ober wohl gar in Die Stofe Der Warnen le bst gesto- »e roerben tann/welches alle« ihnen höchst schädlich ist / wie ich aus vielfältiger forg. ffia angefWr Srfahrung angemerfet/ Der ich/ feit Dem icbbabmter getommen/ miu ' Betten nicht mehr umgraben lassen z uno dadurch meine Wanzen ungleich Hesse! als vorher erhalten Von der Düngung ist noch |u gedenken/ Daß mandazu überall Femen Nrde Mist/er fei) kurz oder lang/ äusser nut vorherbe,agten !'» Bedeckung nehmen S1 Venn ich habe es mehr/als einmal/ versucht / daß roenn ich dergleichen/auch,» Sen S S t aus meinen MW-tteu dazu gebraucht/ der Spargel dennoch ?ü en äan bittern / widerlichen und wässerigen Geschmack/ nach unmifu aber genm- nintidi hin und wieder gelbe Roststecken und dazu so dicke -Haut bekommen habe / daß man ihn kaum halb gebrauchen können. Noch schädlicher fisD alle sonst so sehr ange« rühmte'Schas.Hüner. und Tauben - Miste - weil sie allzu hitzig. Der wohlgetrock. üete kühle Kuhmist gibt ihnen Den beste» Geschmack/und «medunne Haut/daß man fie von einem Ende bi« ans andere essen kann. Der Pferde-Mist ziehet auch allzuvie- « Witefer in Den «Setten / welches vom Kuhmist o.etoemger erzeuget wird. Der Ku des Spargel« vor demPserde Mistist auch Die Ursache/ warum ferner im @tan< S im Witter recht schmackhafte Spargel zu ziehen/ Denn ob siegle!» dicke werde»/ so sind sie doch ganz bitter. Dienstag -en roten Marr. i7fc» > 7, Dey dem Verleger dieses ist Herrn v. Johann Jacob Rimbachs/ die Wunder der gecreutzigken Liebe in gebundener Schreibart nebst einigen Liedern / so noch niemals gedruckt mir schönen Kupfern / vom Herrn Profeflbr Christ. Nebel heraus gegeben 8vo Giessen 1750. 30 fr. Dieses ist der erste Entwurf / woraus daö herrliche Werk seiner Betrachtungen über das Leyden Christi erwachsen. Bey eher diesem Verleger werden des Herrn D. Johann Jacob Rambach- Betrachtungen über den Rath GOttes von der Menschen Seeligkeit/ wie solche in der Stadt - Kirche in denen Donnerstags Predigten vorgetragen worden/ bestehend in 2. Theilen 4to/ wieder aufs neue gedruckt. Sie werden geliebtes GOtt ohnfehl- bar künftige Frankfurther Herbst-Meste die Presse verlassen/ und diejenigen so von dato an biß Johannis»st. 3 o. kr. voraus bezahlen / empfangen das Werk / so bald es fertig/ gegen Nachzahlung 30 kr. also vorr.fi. Nach verfiiessung dieses Termine^ aber wird es nicht anders als für 3 ss abgehen. Hiervon ist ein apartes Avertiflcment ge- drukt welches gratis ausgegeben wird. Art neuen Büchern sind bey -cm Verleger angekommen: Vollständige Beantwortung derjenigen unstandhaften / übelgeprüften und schlechtbegründeten Widerlegungen / welche von Seiten Hessen - Cassel entgegen Hessen Darmstadt wegen des in der reichs-bekannten Giesser Universttäts- Jntraden Sache ergriffenen höchst unzulaßigenComitial-RecurseS kurzhin zur allgemeinen Einsicht hervorgekretten und als der belle Beweis anderseitiger selbst blos gegebener gänj- licher Unbefugsamku't anzusehen sindFol. 17so. 48.tr. O-conomlscher Nachrichten 8tes Stück 8vo Leipzig >7 so. 8. fr. Philosophisch-juristische Abhandlung von dem Rechte weltlicher Regenten wider das göttliche Recht/ Gesetze zu geben 4to Frankfurts) 1749- 16. kr. Das Leben als ein Traum in einem Sing»Spiel vorgestelt aus den Jtaliä- Nischen übersetzt Teutsch und Jtalianisch 8vo Straßburg >7sc». 16. kr. I. G. Estor Anmerkungen über das Staats und Kirchen Recht. 8vo. Marburg 17 5 o. 1 st.___________ Zu verganren. V-nHochfürskl. Hessen Darmstädtischen Dberamts wegen wird hierdurch bekannt gemacht. Daß Mitwochs dem 8. Martii dieses Jahrs/ nachstehende des verstorbenen Schönfärbers Benjamin Plocken Kinder zuständige Feldgüter an die meistbietende gegen baare Zahlung sollen überlassen werden; als 1) Ein Acker im Waldpforter Feld an dem Rein gelegen 130. Ruthen Schub haltend. r) Em Acker im Neuenweger Feld qm hohen Rein/ ist mit Korn besamet hält 485. Ruthen 7. Schuh. 3) Em- g» Giefler W-chM-Bl4t-t / Num. X. z) Tin Grab Stück in den Rödern 4f. Ruthen haltend/ an dem RathSchöff Herrn Feuerbach. , 4) Ein Acker im Neustädter Feld am WieSmamweg gelegen halt. m. Ruthen 1Schuh. auch soll eben diesen dato des verstorbenen Schuhmacher Joh. Balthasar Löbers Wohnhaus auf dem S-lzers Weg / wie auch dessen zuständige gesamte Feldgürer durch öffentliche Aussteckung gegen baare Bezahlung an dem meistbietenden überlassen werden. An eben diesem dato werden auch nach Verlangen Joh. Philip Haxen zu Darmstadt zuständige Feldgüter durch öffentliche Aussteckung und an den meistbietenden ge< oen baare Bezahlung überlassen werden 1) 160 Ruthen Wiesen auf der Burg gelegen 2) 116 Ruthen Garten am Wetzlarer Weg. > 3) 27 Ruthen 4Schuh Grabland auf den Sand. 4) 289 R. ir Schuh Acker in der Wann am sogenannten Knoblungsberg f) 249. Ruthen 4 Schuh Acker bei) der Sandkaut 6) zoy Ruthen io Schuh Acker am Schlattgenzahl und letztlich 7) 50 Ruthen 2 und ein halb Schuh Ein Stück Wiese benebst einem Strich Acker da« neben am Wege gelegen. Ist zehendsrcy. So wird ein solches gesanimter Bürgerschaft unter Glockenschlag zu dem Ende bekannt gemacht werden/ damit diejenigen / welche darauf zu bieten Lust haben/sich in ter» mino Vormittags von 9 biß 12 Uhr aus allhiesigem Rathhaus einsinten und das weitere vornehmen kennen. Sign, Giessen den 25. Febr. 1750. Vorigen Dienstag / als den ;ten Marti» defendirte im Juristischen Hör- Saale Herr Henrich Joseph Brack aus Wezlar seine inaugural diiputation, weiche ausgesuchte Sätze aus dem Bürgerlichen / Römischen/ Canonischen und Lehen-Rech- te in sich begreift.__________________________________ Verlohrm. Zwischen hier und Butzbach ist den Hussein Päcklein mit Kramerwaaren in steifen Schechter gepacht verlohren gegangen / wer es gefunden oder Nachricht davon geben kann / wolle sich melden und eine Erkänntlichkeir erwarten. Es wird zu kaussen verlange. Pecavü dogmata Theoiogica werden verlangt/ wer solches zu verkaufen hat/ wolle den nächsten Preis an Ausgebern dieses berichten. Dieses Wochenblatt wird alle Diensttage allhier bey dem Verleger Johann Philipp Krieger denjenigen, so auf ein Jahr mit r. fi. oder auf ein halb Jahr Mkt 1. fl. prxnumeriret / jugeftndet; auch wird das Stück einzeln vor kr. abge- aeben. Diejenigen so dieses Wochenblatt zu halten sich annoch entschliessen woll .n, delleben die Vorausbezahlung auf hiesiges Postamt einzusenden, so wird man Auch mrt den bereits heraus gekommenen Stücken dienen.