II. Vorläufige Nachricht von einem Mocheil-Vlat, welches Zu GieAn von dem Anfang des 1750«" Jahres an jeden Dmifttag nusgegeben werden soll bey dem Verleger Johann Philipp Krieger, Universitäts - Buchhändler. Genrigirr Leser! Er von dem innerlichen Werthe einer wohl eingerichteten Wochen-Schrist zu urtheilen nicht fähig ist, den muß txr allgemeine Beyfall, womit dergleichen an vielen Or# tenbnn- und ausserhalb.Deutschlandes bißher auögegebene Blätter beehret worden , voM der Gröje ihres Nutzens überführen. Man findet sich hiesigen Ortes eben so wohl verbunden, als fähig, nach demBeyspiel lobwürdiger Vorgänger durch Aufsätze dieser Art zum Vortheile des menschlichen Geschle chts beyzutragen. Derohal- ben ist man entschlossen, von dem Anfänge des nächsikünftigen 17 toten Jahres an , jede Woche Diensitags einen Vogen unter dem Titul : Giesser Wochen^ Blae, an das Licht zu stellen. Es ist in dieser Absicht vor nöthig gehalten worden, nicht nur durch gegenwärtige vorläufige Zeilen dem geneigten Leser das gute Vorhaben bekannt zu machen , und von dessen Einrichtung gebührende Nachricht zu ertheilen ; sondem auch dieselbe samt jedesmahl beygefügten neuen Proben im letzten Monath dieses Jahres viermahl ohne Entgelt auszugeben. )(X i. Dm !• Vorbericht. i Den mehresien Raum des Bogens werden kurtzyefaßte Tedancken über «cmeinnükige und auserlesene Vorwürste erfüllen. 9)?an wird seine Absichten mcht a»ej,. ans qc ehrte , fonDern auch ruf ungelehrte, und mit einem Wort auf alle Menschen von Kerleyr'ebens-Art, Stand, Alter und Geschlecht richten. ES werden daber Betrachtungen aus allen Theilen der Weltweißheit, der Gottes- »nd Rechts-GUchrcheit, der Artzney-Wissenschaft, wie auch Geschichten, Uberse. ßunaen , wobt auch Gedichte und dergleichen in einer angenehmen Abwechselung .unter einander erscheinen. Allzufeine und über den Begriff der meisten Menschen erhabene Dinge werden hier keimn Platz sinden , sondern bloß Wc, die zur Unterrichtung, zur Erbauung, zumNutzen und zur vernünftigen Ergötzung aller, o- der doch der meisten Leser gereichen können. ii. Die allhier herauskommende Schriften, DifTertauontn, Programmatau.b.g. wie auch andere Bücher von gemeiner Nutzbarkeit sollen erzehlet, und von ihrem Jnnhalt zuverlaßige Nachricht erstattet werden. Die in hiesiger Stadt und Fürstlichen Landen wohnhafte, auch auswärtige, Gelehrte, welche die Beförderung des bemeldten heilsamen Endzwecks sich angele, «en sevn lassen wollen , haben nicht nur die vollkommene Erlaubniß ihre Anmer. rkangen neid schriftliche Aufsätze an den Verleger einzusenden ; sondern werden auch um »Kren geneigten Beytrag hierdurch geziemend ersucht. Man verspricht sich aber keine wettläuftige, sondern kurtze ; keine allmerhabene, sondern nach dem gemep neu Begriff abgemessene; keine anzügliche; keine allzubekannte uf.w. sondern nach den vorherbenannten Absichten eingerichtete Abhandlungen. Von des Verfassers Be -eben hanget übrigens ab , ob sein Nähme darbe») gefetzt werden soll, oder .Nicht. Die Aufsicht auf kaum angekündigte Wochenschrift hat ein geübter Mann Sber sich genommen , aus dessen Feder nicht allem Die meiste Stucke stiessen , son- denr von dein auch die von anderli Gönnern ungeschickte Beycrage werden durch- leftnund eingerücket werden. Derselbe behält sich die Freyheit zuvor, wofern etwas an stößiges , GOtt und der Tugend zu wieder laufendes, der -Obrigkeit oder dun Nächsten nachtheiliges in eingesendeten Schriften enthalten feyn solte, Dassel- de auszustreichen, allzuweitlaufftige zusammen zu stehen, doch ohne Übergehung des nölhigen und ohne Veränderung des Sinnes , Die Reinigkeit der Schreib-A»t zu wahren, w-e auch unnützliche und mir obangeführten Endzwecken streitendeDmge gantzlich auszuiaffen. m. Ferner, was zur Policey gehörig/ neue Verordnungen oder deren Auszüge, sollen Mitgetheilet werden. Zu dem Ende werden alle Herrn Beanue und Vorberrcht. x< andere Befehlhabere in Hoch-Fürstl. Heffen-Darmstädtischen Landen um gütige Ein» sendung hierher gehürigerDinge gehorsamstund mit desto wenigerm Anstand ersucht, weil bißher beschriebenes Wochenblat auf gnädigste Erlaubniß und nut Eenehmhal- tung des Durchlauchtigsten Landes-HErrn ausgegeben wird. iv. Endlich was die Oeconomie und Handlung angehet, fo1I angezeiget werden, als Sachen, die zu verkauffen, zu verpachten, zu verganten , die verlohn ren oder gefunden worden ; Gelder, die zu lcyhen oder verlephen; Zimmer, so an Herrn Smdiufos oder andere Hausleute zu vermiethen sind, u. f. w. Jngleicherr soll gemeldet werden, wenn jemand zu einem Hos- oder Lehrmeister, oder auch zu einer andern Bedienung verlanget wird; oder wenn sich jemand zu dergleichen am meldet. Vor den durch die Anzeige erhaltenden Vortheil, wie auch vor den D m ckerlohn und andere Bemühungen wird von dem , der die Bekanntmachung begehret, dem Verleger etwas geringes , so offr dieselbe wiederholet werden soll, z. E. ein oder zwey Batzen bezahlet, nachdem seinetwegen viele oder wenige Zeilen besetzt werden, jedoch sind hiervon diejenige ausgenommen, welche etwas ver- lohrnes gefunden) und solches zur Nachricht des Eigenthümers anmelden ; dieser aber wird der Billigkeit gemäß solchen kleinen Kosten tragen. v. Letztlich sollen der Früchten auch verschiedener anderer Maaren Preise Fund gemacht werden, benebst dem übrigen allen, was in vorfallenden Fällen sonst zu wissen nüthig sepn möchte. Vor den aantzen Jahrgang'fordert der Verleger allhier im Orte r. fl. Am Ende jedes Jahrs aber wird er einen Titul-Bogen , nebst einem vollständigen Register umsonst zu geben. Er bittet, angesetzten Preiß , wie diesesmahl, also auch künftig nach belieben bey dem Anfang jedes ga"tzen Jahres mit r. fl. oder'jedes halben Jahres mit i. fl. zum Voraus zu bezahlen , und wird dagegen einen gedruckten Schein zurücke geben. Auswärtige, die nach der Verhält- niß ihrer Entfernung wegen Porto mehreres zn erlegen haben, belieben sich bey dem Post-Amte, an dem Orte ihres Auffenthaltes zu melden und gegen baare Bezahlung übrigens aller Dienstfertigkeit zu gewärtigen. * Giessm den »tcn Decemher 17494 Vo« X 2 Giesser Wochen--Blnr IS' Zweyte Probe. Von den wahren und falschen starclm Geistern. Namen haben das UnMk, daß ihre Bedeutung von der Willkühr d r Menschen abhänget. Sie müssen sich daher auf vieierley Weise miß- Vi5zere aus der Zahl jener Zweite Probe. if jener ausschliesien, weil sie diese nicht haben. Weil man denn gewohnt ist, etwas sta ckzu nennen , wenn ferne Kraft groß ist, und es damit mehr auszuführen vermag , als andre Dmge solcher Art mit ihren Kräften zu verrichten fähig sind: so muß em starcker Geist derjenige seyn, in dessen Verstand und Willen sich Vorzüge finden, die man bey andern vergebens suchet. Der Verstand beschäftiget sich mit der deutlichen Erkänntniß der War- - heit. Ein Mann zeiget also die Stärke seines Geistes dadurch , daß er Warhei- ten einsiehet, Oie ein andrer nicht begreiffen fein , daß er da Licht und Deutlichkeit findet, wo sich die übrige über Finsterniß und Dunkelheit beklagen: Er überwindet die Gewalt t>r Vorurtheile, und lasset sich das Ansehen ihrer Verebrer nicht irre machen. Er erfindet das unbekannte, beweiset das zweifelhafte unwiedersprechlich, und beschützet die Warheit wieder die Künste der listigsten Feinde. In dem, das er betrachtet, sichet er in einer Stunde mehr , als andre in vielen Tagen ; mit einem Worte seines Auges scharsser Blick dringet schnell in das innerste der Dinge, und kehret nicht eher wiederum zurück, biß er das verborgenste entdecket bar. Der freye Wille folget dem Verstände, und bestehet in einer Neigung gegen das, was dieser vor gut erkennet. Ist die Begierde dem Werche des verlangten Guten, oder der Abscheu der grosse des Übels gemäß : so hat diese Neigung ihre gebührende Stärcke, und stehet eben so wohl in der Mitte zwischen der tragen Gleichgültigkeit, und der unmäßigen Heftigkeit, als der ächte tapfre Much zwischen der Feigheit und Verwegenheit. Dadurch kan man also, was den Willen anbetrift, seinen edlen Geist beweisen, daß man nichts ohne bedacht und in der Eyle rmternimmt, sondern zrwcrderst Sinnen und Beistand zu rathe ziehet, waszu thun ist sorgfältig prüfet und abwäget, alsdenn einen mit der Würdigkeit der Sache genau übereintreffenden Entschluß fasst und denselbigen mit einem klugen und vernünftigen Eifer auszuführen sich bemühet. Nichts ist der Stärcke des Willens mehr zuwi der, als die nach einer entgegen gesetzten Richtung dringende Affecten. Diese Feinde der Vernunft , der Überlegung und der Freyheit trachten beständig sich der Herrschaft über unsern Willen zu bemächtigen, und wann sie nicht genmrgsamcn Wiederstand finden, so werfen sie mit solcher Gewaltthärigkert alle Vorsätze über den Haussen , mit welchen sie nicht überein stimmen, und bringen zulezt den Verstand selbst dergestalt unter ihr Joch, daß von ihnen allein gänzlich abbänget, was geschehen oder unterbleiben soll. Daraus aber ist klärlich zu e> sehen, daß allhier ein Geist den Kampf-Platz findet, wo er seine Stärcke zeigen kan. Denn einen geringen und schlechten Wiederpart zu erlegen, braucht keine grosse Kraft, und der Sieg bringt demUberwinder wenig Ehre: Allein mit dem kriegen , der den Triumph gewohnt ist, ihn Niederschlagen und alle Macht ferner zu schaden ihm benehmen, das heisst Tapferkeit und Stärcke. Der enge Raum, und das gegenwärtige Vorhaben erlauben zwar nicht, daß man sich in die Erzehlung aller besondrer rühmlicher Eigenschaften der starcken Gei- )()( i ster Giesser Wochen-Blae ffer einlasse * doch kan man nicht umhin, noch eine ihrer vortreflichsten Tugenden kürüick amuführen. Es ist ein gemeines Sprichwort: thue reche und scheue niemand ; es darf aber keine blöde Seele seyn, die sich darnach richten soll. Denn barte i. E. die Vorsicht GOttes jemand in em Amt gesttzet, vermöge dessen er dem / der vor das Wohl des Landes zu sorgen hat, nach seiner Einsicht Rath zu geben schuldig wäre; hätte ein grosser Mann, von dem jenes Glück uiid Unglück ab- Kanaet/ im Sinne einen von jenem auch zu beurtheilenden gewissen Vor^hlag, der ru des Landes Verderben gereichet / durchzutreiben : Wie wurden die Gedanken in seinen Hirne durch einander gehen ? Er würde denken : ich bin GOtt und mei» nein Herrn schuldig , mein Amt redlich zu verwalten; ich habe meinem Herrn die Treue qeschwohren/und bin also zugleich untreu und meineydig/ wenn ich m den An« schlag des Gewaltigen willige: allein wiedersetze ich mich/ so ist mein Uügüick vor der Thüre; muß man sich gleich scheuen / mich meiner Ehrlichkeit halber offenbar an» rufeinden/ so wird man doch alle Gelegenheit suchen / mich zu verfolgen; man wird mir Ubelthaten aufbürden / die ich nicht begangen habe, und meine kleine Fehler wird man unendlich vergrössern ; man wird suchen, mich um mein Brodt brm- aen, und dann werde ich mit den meinigen darben. Wie fest muß man m ^rTugend seyn, um einen Entschluß zu fassen, bei) dem man auSruffen könne: Ift GOtt.fur uns/ wer will wieder mrs ffeyn! , . , f - Wenn man nur das wenige zusammen nimmt, waS wir bißher ubmegtt ha» ben, so siehet man deutlich , daß der Name : starcker Geist/ der gröste Ehren.Ti» tul ist/ den man einem Menschen beylegen kan, und erkennet also nicht allem / daß dessen wenige werth sind/ sondern auch wie schlecht eri sich aufd'eiemge insbesondere schicket, welche sich damit in Ansehen zu setzen, gedenken. Werl ron Die Gestalt der Letzteren nunmehro auch einigermassen zu betrachten gedenken, so könnte hier eme ^evbe ihrer verschiedentlich benannten Gattungen niedergeschrieben werden , wenn nickt die Furcht abhielte, bey verschiedenen Lesern mit solchen Ungeheuern em Ent» feßen zu verursachen. Man sagt lieber nur kürzlich , sie seyen msgesarnrnt Leute, die ih>e Serlen-Macht hauptsächlich im Verstände suchen / durch den Wil en aber sich von der gemeinen Art zu unterscheiden nicht vornehmlich bestreben, Leute, Die sich überreDen» sie seyen allein klug , unD Der Überrest Der Welt rase. Leute, Die den Schein; haben wollen, alö^könte ihr durchdringender Verstand emseheir, Daß alles, was Die vernünftigste Menschen vor wahr erkennen / ^öorheiten , jrrtlyus tner unD kindische Vorurtheile seyen; Die daher Die abentheurlichfte unD abgeschmackt teste Meinungen in allem Emst behaupten, um vor desto scharfsinniger angesehen zu werben, je lächerlicher oder beDamenswurdiger chre Einfälle in Den Augen am Deiei unter diesem Volke haben die Atheisten dm ersten Rang , eine Art Geschö- vle, Die sich einbildet dieses herrliche und mit Der grösten Weisheit, Ordnung und Kunst verfertigte Weltgebäude, indessen Einrichtung zwar alles anderst, aber nichts Srceytt Probe, besser seyn kan alS es ist, seyr'entweder nothwendig vor sich selbst vorhanden, oder durch einen blinden Zufall und einen ungefährenZufammenlauff der durch den uni endlichen Raum zerstreuten Stäubgen entstanden ; die keinen GOtt glaubet, der sie und all .S andere erschaffen habe, auch ihre eigene Seele nicht vor ein unsterbliches von dem Leibe unterschiedenes Wesen, sondern gleichsam vor eine Gattung gefrorner Fensterscheiben im Gehirne ansiehet, auf welchen die anfliegende Dünste allerlei) Gestalten ausbrücken. Dieses Geschlechte hält alle Gottesfurcht und alle Religion vor listige Erfindungen betrügerischer Pfaffen, welche von der Leichtgläubigkeit der Menschen, die nicht abgeneigt sind , sich vor unsichtbaren Dingen iu fürchten , ihren Vortheil ziehen ; es spricht: wie einige Menschen in ihrer zarten Kindheit von den Aufsehern überredet werden, vor der Thüre seyen Gespenster, die, wenn sie hinaus giengen, ihnen auf den Rücken hocken und sie zerdrücken würden; so werden sie alle von ihrer Jugend an durch andere, denen eS nicht besser gegangen, weiß gemacht, es gäbe einen GOtt, der alles aus mchts hervorgebracht habe, bas böse straffe u. s. w. diese in den ersten Jahren und mit der Milch eingesogene Mährlein wurzeln nachgehenbs so fest in den Gemüthern em , daß sich der gröste Hausse davon nicht abbringen lässer, sondern sie vor durch die Natur ins Herz geschriebene Wahrheiten hält; nur die großmächtige starcke Geister könmn sich aus dergleichen Jrrttzümern herausreiffen und begreissen, daß sie wie die Schwämme aus der Erden gewachsen. O ifg echabeuc Seele», mit welcher übermenschlicher Wiikbeit fcpd ihr ausgerüstet ‘ Wir mit unser« gleiche» nimm? teure/ btt toi uiK ei»/ wen» wir euch solche hohe uut unser» kleine» Verstand Übersteigende Dinge reden hören/ al« hätten wir elente vor iW I tit die Hihe im Ficker wahmvi» zig gemacht har- In ler Thar man muß von eurer Höhe selbst nicht weit enisernet scyn/ um glauben zu können / baß ihr vernünftig seyd. In Ernst von ter Sache zu sprechen / k.in mau wohl eine ungt' reimtere Mepuuug zu Markte bringen / alt die kaum crzehlke / ter verruchien GOtte«-Derläugner? Man stelle sich nur einen Augenblick vor den Spiegel nnt betrachte seine« Le bc« wmideibahreu Dau/ man beobachte sein mit unaussprechlicher Ruust verfertigt?« Ange/uns ro:im man Hiera» nicht genung har/ so gehe man mit gleicher Ausinercksamkei» von einem Glied zum andern; mau betracht« die Thiere; die Bewachse und wa« sich sonst ausdenr Erdboden befindet s inan richte sein Besicht gen Himmel / «ud vrtheile alsdann/ ob der nicht alle seine Sinnen verlohrcn haben muß/ der / da er vor lmmöglitd hä t/ daß in einer chlechteu Schrift/ ohne Zinhun eine« Schreibers / die Buchstaben durch den Wind in verständliche Wörter zusammen geblasen werten können/ sich dennoch nicht emblödet zu behaupicn/ daß die erstaune»«'würdige Einrichtung dieser unendlich vielen / kostbaren und mit Millionen Spure» uner» meßucher Weißheit erfüllter Maschine» ohne einen allmächtigen Baumeister zum Urheber zu haben vor sich selbst entstanden seyen. Allerdings die find Ungeziefer im Reiche der Geister/ die alsodencken können r Würme die nicht weiter sehen können/ al« ihrB atl woran sie nage»/ reich?» ; ste müssn nicht wisse» ob es Tag oder Nacht ist/ denn Cuero spricht mit vollkommenem R-cht: • Wenn jemand zrreiffetir will / ob es einen EDre gibt / so weiß ich in der Thar mchr / warum er nicht auch zweifelt / ob es eine tSonne gibt / ober nicht. So muß ein Heyte Davlt« Worten Bcyfall geben/ der da (")sagt : Sie Thoren sprechen in ihrem Kerzen r es ist kein EiOTTi sie rügen nichts / und sind ein Greuel mit ihrem Wefirn. Wollen also diese Leute mit Go walt starck seyn/ so weiß mau keinen ander» Rath/ al« man muß sie starcke Thoren neune». (*) (*) De Natura Deorum II r. Ps. XIV» i. LUI, r. 16 Giesser Wochen - Blak. Es ist unnöthig / stK bcy teilt» übrige» gleich, ohnmächtige» Seelen auszuhalten ; Denn sie find alle von eben demselben Schrot und Korne/ und der Ursprung ihrer Schwachheit ist eiuerley. Bcy alle» findet sich ei» ungeziemender Hochmuth / vermöge dessen sie ihre Kräfte» mit eiuein Lergrösse» rllngs -- Glaß ansehe» / alles / was sie sich einbildcn/ vor untrügliche Orakel» halten und die andere/ deren Meymmge» den ihrigen wiedersprechen / als unwissende und in Dorurtheile» erscssene verachte». Darzu gesellet sich eine Unerfahrciihcit in de» Gründe» nöthigerWissenschaften/ und ei» Mangel muftr licheu Verstandes. Diese beyde gewöhnliche Gelehrte» des Uberniurhs setze» sie m den Stand / sich i» den gemeineste»Dingen zu verstossen/ rmd aus solchenJrrthümer»/ als aus fruchtbahren Oneile»/ an» dre «Heils folgende theils nicht folgende ferner herzuleiten. Und so gehet es zu / daß sie trfflich derWarss heit verfehle»/ und alsdann wegen dem allzugrossen vertrauen auf sich selbst von Niemand sich eines bessern belehren lassen. Damit diese sonst sehr umiütze Creaturen uns doch jti etwas gutes dienen / so merke,, wir zum Dortheil derer/ denen daran gelegen seyn möchte/ vor dem Schlüsse kürzt ch an/ wie man sich vor der fauchen Starck-Geisterey zu hüte» habe. Man lege den Hochmuth ab/ und teuie die Schwäche des tnmschlichen und hauptsächlich semes eigenen Verstandes wohl erkennen. Es ist zwar am besten / wen» man sei» vermöge» richtig und geiiatt zu schätzen weiß; weil es aber gar viele Geschicklichkeit erfordert/ und die Eigenliebe gemeiner ist/ als der entgegen gefetzte Fehler: so halte man von sich selbsteu lieber zu wenig / als zu viel. Lus solche Weise wird man / wenn man ja hin lmd wieder irret / feinen Gedancken nicht zu viel Glauben bcymesie»/fernerhin darüber mehr und mehr »achtel ckeu/und endlich de» Fehler verbessern/oder von andern aus de» rechte» Weg geleitet werde». Nachstdem lege inan sich ernstlich aus diejenige Wisstisschasten worin»«» dieEigmschaffte» GOttes und der natürliche» Dinge» nkiärewerden/ damit man Gründe habe/ worauf man in fine» Schluss » sicher bauen könne. Man lasse sich aber angelegt» styl, etwas rechts darinnen zu erlerne» / »icht »ur oben hi» eins und das andre zu erichnappe»/>md richte sich »ach dem/ was Vemiamius mit Grnnd der Warheit lchret("*j : Es «st gewiß und aus der Erfahrung klar / daß ein seichter Anblick der W«ir-N>eisbelt vielleicht zu« Lrheistcrey vcrleiter/ eine rieste Einstchr darein aber zur Gottesfurcht anführer. Ent» lich verbessere man feine» verstand durch dieienige Künste/ die zu dcnr Ende ersuuden Worte» sind / und übe kenselbigen alle Tage / u»d bcy alle» Geleaenheite»/ biß man ihn zu der Vollkommenheit gebracht hat/ die erforderlich ist um das gute vo» dem bösen/ das wahre von dein falschen zu unterscheiden. ( ***) De augmertis fcieGtia um lib, I. Zu verFjttiffen. .‘Siu; 'äubere silberne englische Sock Uhr von einem guten Master verfertiget / deren Unruhe Rubi» lauffet/ ist Ul» einen billigen Preiß zu haben/ und kau man bey Ausgeber dieses fernere» Be- scheid erhalten. Zu vei letheu. . ^^^irtsse Person aus dem Lande/ welche mit adelicheu und andern Gütern angesessen ist/ sircht 6. bis 700. ff. zu s. pro ccnto gegei! hinlängliche Der sichet u.'ig sowohl des Halixtgeids als der Zin» Is»/ zu ieyhen. r Eül gcfcbicfter Candidatus Iuris, Reformirter Religion , Wilcher fest stoben ;ayren einige junge Gavaliets aufverschstdenen Voiyetfitaeten als Hofmeister rührn- <82! iret/ entschlossen, dieses officium noch emmahl ju übernehmen. Cer Zerleger kun genauere Nachricht erthesten.