<93. Jahrgang Nr.,25 m m ,1AM Ascheim täglich, außer AW ▼ W AW G Montag,31-Mai<945 7ar^c„Ttiafl9 !<▲* AM AU AU >|« < A4 AAU »ää s&e; vJlvIivIlvl ZinivlUCl««« auch bei Niööterscheinen ▼ ▼* Wertteil 50 Ros. je mm von einzelnen Nummern UM v v " " ~ ” ber 70 mm Zeilenbretts infolge höherer Gewalt WB? Nachlässe: ^omTiireaeSrantfjm.' krühlsch« UniDerfhätiöruderd H. fangt General-Anzeiger für Oberhessen Sieben. Lchlilftraht 7-9 Vereinbarung) (25°%me^t Rom, im Mai 1043. unseren im Zeichen des Hasses und würdiges Pendant zu den Vansittartismus. Bei dem Journalisten Kingsbury Smith, der im einzelnen die Pläne der anglo-amerikanischen Plutokraten enthüllt, die eine Vernichtung der völkischen Substanz Großdeutschlands und der wirtschaftlichen Lebenskraft unseres Reiches bezwecken, handelt es sich keineswegs um einen unbekannten amerikanischen Reporter. Kingsbury Smith ist vielmehr ein bevorzugter Presseadjutant des Präsidenten Roosevelt. Er pflegt aufs engste mit dem Weißen Hause zusammenzuarbeiten und gilt in den USA. als dessen Sprachorgan. Es ist demgemäß der Wunsch der führenden und verantwortlichen Plutokraten von USA., daß seine Ideen, die Pläne der amerikanischen Regierung, in möglichst weite Kreise dringen. Wer also meint, es handle sich hier wieder einmal um die Ausgeburt jüdisch-bolschewistischer Rache gedanken, dem sei gesagt, daß hier die o f f i z i e l l e A u f f a s s u n g' der führenden USA.-Politiker wiedergegeben ist. Sieht man sich diesen infernalischen Plan näher an, so springt sofort in die Augen, daß er die Bestimmungen des Friedensdiktates von Versailles weit übertrifft. Damals dachte der Feind nicht an die Besetzung von ganz Deutschland, nicht an ein feindliches Militärregiment, nicht an die Auflösung und Verlegung der deutschen Industrie und nicht an die Umwandlung des alten Rsichsheeres in Arbeitsbataillone, schließlich auch nicht an die Auflösung des Deutschen Reiches in eine Reihe von lebensunfähigen Kleinstaaten. Die Verknappungen auf so manchem Versorgungsgebiete, die wir heute erleben, und so manche Schwierigkeiten, die der Krieg mit sich bringt, sind mit dem, was uns die Plutokraten im Falle einer Niederlage androhen, gar nicht zu vergleichen. Wir sind uns auch darüber klar, daß dieser sadistische Plan der jüdischen Plutokraten bei uiis nicht etwa eine Partei oder eine Klasse, sondern das deutsche Volk in seiner Substanz treffen würde. Aus dieser Sachlage gilt es, in unserem wohlverstandenen eigenen Interesse alle Konsequenzen zu ziehen. In keinem Gau, in keinem Berufe, in keinem Stande, in keinem Geschlecht und in keinem Lebensalter dürfen wir kleinmütige Gedanken und pessimistische Gesinnungen hochkommen lassen. Es gilt, die Nerven zu behalten, die Zähne zusammenzubeißen und fetzt erst recht bis zum Siege durchzuhalten. Stützpunkte an der Allanlikküste an und bombardierten in der vergangenen Nacht mehrere westdeutsche Orte. Es entstanden zum Teil größere Gebäudeschäden. Die Bevölkerung, besonders in Wuppertal, hatte Verluste. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden 5 7 meist viermotorige feindliche Flugzeuge abgeschossen. Vier eigene Jagdflugzeuge gingen verloren. Schwere deutsche Kampfflugzeuge bekämpften in der Nacht zum 30. Mai erneut das Hafengebiet von Bizerta. Bei dem gestern gemeldeten Gefecht deutscher Sicherungsstreitkräfte mit einem britischen Schnellbootverband haben sich unsere Erfolge wesentlich erhöht. Insgesamt verlor der Feind fünf Schnellboote, zwei weitere erlitten schwere Beschädigungen und gerietem in Brand. Es wurden Gefangene eingebracht. Unsere Unterseeboote standen in den leh- fen Tagen im Nord- und Südattantik in härtesten Geleilzugskämpfen, die von unseren braven Unter- seebootbesahungen mit kühnstem 2lngriffsgeist und mit besonderer Erbitterung geführt wurden, hierbei versenkten sie 15 Schiffe mit 90000 BRT. die reine Verrücktheit der Verblendung, ein Thesen des britischen unsere Leser für ihre Treue verbinden wir daher die Bitte an sie, ihr Heimatblatt in bester Erinnerung zu behalten, bis das Erscheinen des ?, Gießener Anzeigers“ in altgewohnter Weise wieder möglich sein wird. Schriftleitung und Verlag des Gießener Anzeigers. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNB. Aus dem Führerchauptquartier, 30. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Front des Kuban-Brückenkopfes und in dem Raum von Liffitschanfk führte der Feind örtliche von starkem Artilleriefeuer unterstützte Angriffe, die im Gegenstoß abgewehrt wurden. Ein Unternehmen gegen botschewi- stische Banden im rückwärtigen Gebiet des mittleren Frontabschnittes wurde erfolgreich beendet. Die eingeschlossenen Dandengruppen sind vernichtet und 74 Lager mit großen Versorgungsvorräten und zahlreichen Waffen erbeutet worden. Von der übrigen Ostfront wird erfolgreiche eigene Stoßtrupptätigkeit gemeldet. Zur Unterseebootjagd eingesetzte Fahrzeuge der Kriegsmarine versenkten im Finnischen Meerbusen ein sowjetisches Unterseeboot. Feindliche Fliegerverbände griffen am gestrigen Tage die bretonische Stadt Rennes sowie einige Siegeswille gegen Vernichlungspläne. Widerstand bis zum Aeußersten gegen die DersklavungSabsichten der jüdischbolschewistischen Verschwörer. Stockholm, 29. Mai. (DNB.) Der bekannte USA.-Journalist Kingsbury Smith, der im engsten Kontakt mit dem Weißen Haus steht, veröffentlichte in der Zeitung „American Mercury" einen ins einzelne gehenden Plan, der die Vernichtung der volklichen Substanz Deutscylands unfo der deutschen wirtschaftlichen Lebenskraft vorsieht. Die Tatsache, daß der Artikel in der sehr verbreiteten Zeitschrift „Reader's Digest" abgedruckt wurde, deutet darauf hin, daß man an höchster Stelle in Washington auf größtmögliche Publizität in diesem Falle Wert gelegt hat. Kingsbury Smith bezeichnet als erste Aufgabe der angelsächsisch-bolschewistischen Allianz im Falle eines Sieges die totale Besetzung Deutsch- lands und feine Unterstellung unter eist anglo- bolschewistisch-amerikanisches Militärregime. Dieses solle die gesamte deutsche Verwaltung übernehmen sowie die Auflösung der deutschen Industrie überwachen. Smith betrachtet dieses Militärregime als eine gemeinsame Aufgabe der Bolschewisten und Amerikaner, doch seien die Amerikaner auch allötzn bereit, dieses' Problem zu lösen. Alle deutschen Truppen sollen auch in Zukunft mobilisiert bleiben, um als Arbeitsbataillone in den jetzt von Deutschland besetzten Ländern eingesetzt zu werden. Die deutsche Industrie soll rücksichtslos verkleinert werden und ein großer Teil davon in andere Länder verlegt werden, so daß Deutschland niemals mehr imstande sein wird, ein Machtfaktor zu werden. Sobald Deutschland imstande ist, sich selbst notdürftig zu ernähren, sollen alle Ueberschüsse der deutschen landwirtschaftlichen Produktion an die früheren Feinde geliefert werden. Deutschland darf, so erklärt Kingsbury Smith, dann kein Einheitsstaat mehr bleiben, sondern müsse in Kleinstaaten aufgeteilt werden. Die Bildung eines deutschen Nationalbewußtseins soll auf das strengste verboten werden und seine Fürsprecher sollen liquidiert werden. Die Einkünfte der deutschen Arbeitsproduktion sollen dem deutschen Volk nur soweit zugute kommen, daß es sich notdürftig ernähren kann. Zu diesem Plan des USA.-Iournalisten Kingsbury Smith bemerkt der Lissaboner Vertreter von „Folkets Dagbladet", daß dies also die letzte jüdisch-amerikanische Version des Nachkriegsprogramms für Europa und Deutschland sei. Es sei 57 Zrilenbomber beim Tenorangriff vernichtet Deutsche U-Boote versenkten 90 000 BRT. griechische Kultur nach Sardinien gebracht haben. Mit dem Beginn der christlichen Geschichtsperiode setzt für Sardinien zunächst eine Zeit wechselnder Schicksale ein: Nach den Christenverfolgungen, die die Insel besonders heimsuchten, rissen sie Mitte des 5. Jahrhunderts die Vandalen an sich, denen sie erst Belisar 534 wieder abnehmen konnte. Ein Versuch der Langobarden, sich der Insel zu bemächtigen, wurde unter Führung des sardinischen Herzogs Constantin vereitelt. Immer wieder versuchten dann die Arabet', Fuß auf der Insel zu fassen. Doch gelang es ihnen nur für die Zeit von 1015 bis 1016. Dann wurden sie von den Flotten der Stadtrepubliken Genua und Pisa vertrieben. Doch Genua und'Pisa vermochten keine dauernde Herrschaft über die Insel zu erringen. Papst Bonifaz VIII. konnte 1297 seinen Anspruch auf Sardinien durchsetzen und belehnte mit der Insel Jakob II. von Aragon. Doch , immer wieder kam es zu Aufständen. Erst 1479 ist die spanische Herrschaft über Sardinien gesichert. Sie dauert bss in den Anfang des 18. Jahrhunderts. 1713 fällt die Insel dann durch den Vertrag von Utrecht an Oesterreich, 1718 wird sie im Austausch gegen Sizilien an Viktor Amadeus II. von Savoyen übergeben, der 1720 den Titel eines Königs von Sardinien annimmt. Heute hat die Insel mit ihren rund 24 000 Quadratkilometern eine Bevölkerungszahl von einer Milliön überschritten. Die Eisenbahnlinien auf ihrem Gebiet haben eine Länge von fast 1400 Kilometer erreicht, auch der Kraftwagenoerkehr ist durch den Bau von Straßen in ständigem Fortschreiten. Der eigentliche ^Aufschwung in der inneren Entwicklung von Sardinien begann im Jahre 1925. Bodenoerbesserung, Regelung der Wasserwirtschaft, die planmäßige Pflege des Waldes, der Ausbau der Landwirtschaft und der Kamm gegen die aus den zahlreichen Sümpfen die Menschheit bedrohende Malaria sind die wesentlichsten Merkmale. Es entstanden die beiden Stauwerke der Flüsse Tirso und Coghenas, mit denen die elektrische Energie für die aufblühende Bergwerksindustrie geschaffen wurde. Drei Eisenbergwerke, zwei Manganbergwerke, ein Kupferbergwerk, vier Antimonbergwerke sowie 71 Schächte, in denen Blei und Zink gegraben wird, sind seit 1932 in Betrieb. Der Ackerbau greift in ständig wachsendem Maße um sich. Noch 1926 waren erst 23 v. H. der Oberfläche bestelltes Land, 67 v. H. Weideland, worunter vor allem die für den Baumbestand so gefährliche Wildweide der Ziegen und Schafe zu rechnen ist. Zwei Millionen Schafe und Ziegen stellen denn auch den wichtigsten Anteil des Viehbestandes dar. Die Rinder kann man auf fast Vs Million annehmen, wozu noch 150 000 Schweine und über 100 000 Pferde und Esel kommen. Das sardinische Pferd, klein, aber kräftig, ist ein eigenes Zuchtprodukt mit Feinde der Menschheit. In uns deutschen Menschen, die sie drüben auf der Feindseite die Hunnen und Barbaren nennen, wohnt eine tiefe Ehrfurcht vor dem Schönen, vom künstlerischen Genius und Handwerksfleiß vergangener Jahrhunderte Geschaffenen. Mit Liebe, Behutsamkeit und unendlicher Sorgfalt pflegen und hüten wir das, was von den Vätern und Vorvätern her auf uns kam, was aus Kriegsstürmen und dem Wüten der Elemente sich bis in unsere Zeit herüberrettete. Doch nicht nur dem, was unsere eigenem Ahnen schufen, gilt unsere Verehrung, unsere Ehrfurcht und unser Schutz, so es diesen braucht. Das haben wir — besonders im Laufe dieses Kruges — bewiesen. Unsere deutsche Wehrmacht, siegreich durch Holland, Belgien und Frankreich vorstürmend, schonte, wo dies nur irgendwie zu machen und mit den kriegerischen Erforüernissen zu vereinbaren war, Kulturgüter und Kunstschätze in den feindlichen Staaten. Ja, es setzten deutsche Soldaten ihr Leben ein, solche, so sie durch die Einwirkung des Krieges bedroht schienen, zu retten. Daß die Bolschewisten, die vorsätzlichen Zerstörer aller Kultur, und daß die Menschen in den USA. nicht so denken, ist klar. Haben sie doch — die einen nur Haß gegen alles, was den eigenen Unwert zeigt/ die anderen, die es in den wenigen Jahrhunderten des Bestehens ihres Staates nicht ver- standenhaben, irgendwelche irgendwie bedeutenden Kultursthöpfungen zustandezubringon — auch kein Bedürfnis, solche der Welt zu erhalten. Aber nicht weit von Europa, ein paar Dampferstunden über öen Kanal nur und doch so unendlich entfernt vom europäischen Fühlen und Denken, wohnt ein Volk, das immer den Anspruch erhob, zu den kulturschöp- senden und kulturerhaltenden Völkern dieser Erde zu zählen, ein Volk, das es noch dazu jahrhundertelang verstanden hat, den Nimbus einer ritterlichen, ehrlich kämpfenden und, wie es sich so gern nennt, ..fairen" Nation aufrechtzuerhalten, obwohl es beim Durchsetzen seiner Machtansprüche über die Welt Taten vollbracht hat, die jeder Anständigkeit und Fairneß spotteten. Auch mit diesem Volke stehen wir im Kampf. In einem Kampf wohl, der auf Leben und Tod geht, aber in einem Kampf, der — nach unserem Willen, den der Führer und Sprecher unseres Volkes, Adolf Hitler, immer wieder hervorgehoben hat — auf den Schlachtfeldern, den Kampfplätzen zu Lande und zur See ausgefochten und entschieden werden soll,- den die Männer auszufechten und zu entscheiden haben, der sich nicht gegen Frauen, Kinder und Greise richtet, die hilf- und wehrlos sind und gegen die vorzugehen kaltblütigen Mord und schändlichste Barbarei, eines Hunnenkönigs oder Mongolenkhans früherer Jahrhunderte würdig, bedeutet. Und auch gegen die Kulturgüter, die Schätze der Kunst, die, die Freude der Welt, jedem hochstehendem Volke auch beim Gegner heilig sein sollten, weil sie nie mehr ersetzt werden können, darf sich — das ist die in uns zutiefst wurzelnde Ueberzeugung — der Kampf nicht richten. Denn arm und öde würde die Welt werden — vergleichbar nur der trostlosen Oede und Armseligkeit des von den Bolschewisten geknechteten „Paradieses" —, nähme man ihr die Werke der Schönheit der Kunst. So denken wir Deutsche, die „Barbaren und Hunnen". Der judenhörige und judenversippte Brite aber, der im Laufe des jetzigen Krieges den längst schon fadenscheinigen und von klugen Augen lange schon durchschauten Mantel der „Fairneß und Ritterlichkeit", der „Menschlichkeit und der christlichen Nächstenlibe" abgeworfen hat und sich nun in der ganzen nackten Brutalität seines von . Iten oft auf die zwingenden Notwendigkeiten hingewiesen, die sich aus diesem \Gesetz für unser ganzes Volk und für jeden einzelnen von uns ergeben. Wenn jetzt von uns selbst ein Opfer gefordert wird, dessen Härte sich nur durch die Schwere des uns auferlegten Entscheidungskampfes rechtfertigt, so dürfen wir wohl auf Verständnis bei unseren Lesern rechnen. Die Maßnahme wird nur für die Dauer des Krieges Geltung haben. Trotzdem wird es von unseren Lesern schmerzlich empfunden werden, auch nur zeitweilig auf den ,, Gießener Anzeiger“ verzichten zu müssen. Durch Generationen hindurch hat unser Blatt in vielen Familien Gießens und seiner Umgebung Heimatrecht genossen. Aus dieser engen Verbundenheit mit seiner Lesergemeinde, die ihr freundschaftliches Verhältnis zum „Gießener Anzeiger“ vom Vater auf den Sohn und Enkel vererbte, wuchs uns und allen Mitarbeitern die Kraft, sich ganz in den Dienst des Allgemeinwohl* zu stellen. Auf diese eindeutige Haltung stützte sich das enge Vertrauensverhältnis zwischen dem „Gießener Anzeiger“ und seinen Legern. Daß es über die Unterbrechung im Erscheinen des „Gießener Anzeigers“ bewahrt bleibe, liegt uns heute besonders am Herzen. Mit dem Dank an besonders für die schwierigen Verkehrsoerhältnisse der Insel entwickelten Eigenschaften. Neben dem Kraftwagenbau lebt eine umfangreiche Heimindustrie mcht nur auf dem Gebiete der Textilien, wo der ^>toff für die noch heute getragene Tracht entsteht, sondern auch für zahlreiche Flechtarbeiten sowie schone nach uralten Mustern gewebte Teppiche. Auch Sardinien hat, wie Sizilien, im Laufe seiner Geschichte sein zähes Festhalten an seiner Eigenart, aber auch seine Entschlossenheit zur Abwehr fremder Eindringlinge immer wieder bewiesen. Die Struktur seiner Landschaft steht bei dem Versuch einer feindlichen Landung ganz auf der Seite der Verteidiger. Seine Rolle als Bollwerk Italiens nach Westen wird es also auch in diesem Kriege wieder spielen, falls -es jemals darauf ankommen sollte, diese Aufgabe zu erfüllen. Oer Terrorangriff auf Neggio 54 Säuglinge getötet. — Landarbeiter auf dem Felde beschossen. Rom, 29. Mai. (DNB.s Die Zahl der bei dem letzten schweren Terrorangriff auf Reggio Calabria ums Leben gekommenen Säuglinge "ist nach den letzt durchgeführten Aufräumungsarbeiten auf 54, Bollwerk Sardinien Von unserem PY.-Korrespondentcn. die Zahl der getöteten Ammen auf 14 gestiegen. — Der Angriff auf Reggio Calabria trug ausschließlich Terrorcharakter. Die Stadt hat keinerlei Industrieanlagen oder der Rüstungsproduktion dienende Einrichtungen. Dennoch hat die englisch-amerikanische Luftwaffe Reggio Calabria mit einer großen Zahl mehrmotoriger Bombenflugzeuge angegriffen und hierbei in der brutalsten Weise Wohnviertel, Kirchen, Schulen, Institute, Theater, Lichtspielhäuser und sogar Friedhöfe bombardiert. Reggio Calabria ist ein neues Zeugnis der verbrecherischen, durch keinerlei Vorwand begründeten Terrorangriffe, die die englischamerikanische Luftwaffe gegen die italienische Zivilbevölkerung führt. Englisch-amerikanische Flugzeuge haben ferner die Stadt Foggia um die Mittagszeit angegriffen und hierbei Landarbeiter auf dem Felde aus Maschinengewehren beschossen. Hierbei wurden über 20 Maulesel getötet. Diese neue verbrecherische Tat hat in der ganzen Landbevölkerung größte Empörung heroor- gerufen. Eine besonders furchtbare Anklage gegen die Luftpiraten find in Livorno die Trümmer eines Waisenhauses, das durch einen Volltreffer restlos — einschließlich der dazu gehörenden kleinen Kapelle — zerstört wurde sowie 3 0 kleine Waisen, 5 Schwestern sowie einige Straßenpassanten unter sich begrub. Die feindlichen Flieger griffen auch im Tiefflug kleine Landsiedlungen an. Dabei wurden 10 Frauen und sechs Kinder getötet. An unsere Leser. Der totale Krieg erfordert auch im Zeitungswesen eine Zusammenfassung aller Kräfte. Wie schon für eine Reihe anderer Heimatzeitungen, so ist nun auch für den „Gießener Anzeiger“ die Stunde gekommen, dazu einen wesentlichen Beitrag zu leisten. Auf Anordnung der Reichspressekammer wird in Gießen vom 1. Juni an nur noch eine Zeitung erscheinen. Die Leser des „Gießener Anzeigers“ werden vom 1. Juni an mit der parteiamtlichen „Gießener Zeitung“ beliefert werden. Anzeigenannahme und Vertrieb erfolgen von der Geschäftsstelle der bisherigen „Oberhessischen Tageszeitung“, Lindenplatz 11, aus; Schriftleitung (Fernruf 2867) und Drucklegung befinden sich Schulstraße 7/9. Damit tritt in der fast zweihundertjährigen Geschichte des „Gießener Anzeigers“ eine Unterbrechung ein, die ausschließlich vorn Gesetz des totalen Krieges bestimmt wird. Wir haben in „Rauh, aber eine gute Ernährerin von Männern" nennt Homer das Ithaka des Odysseus, und mit den gleichen Worten könnte man heute auch Sardinien kennzeichnen, denn wenn auch die Bewohner Sar- vlmens als arm gelten, so geht ihnen doch der Ruf persönlichen Stolzes, großer Ehrenhaftigkeit und Treue voraus. Die Männer sind geschätzt als aute Soldaten, die Mädchen als fleißig'und die Framn ^nrjeJVinen vortrefflichen Ruf. In mehr als einer Hinsicht kann man Sardinien als einen der ältesten Bestandteile des italienischen Raumes betrachten Geologisch ist die Insel sogar älter als das heutige Festland. Viele Geologen halten sie zusammen mit Korsika für den letzten Ueberrest jenes alten Kontinents, der einst sich da echob, wo heute das westliche Mittelmeerbecken liegt. Die Beschaffenheit dieser Insel selbst erweckt auf den ersten Blick den Eindruck, als sei zwischen den einzelnen Riffen einer felsigen Meeresgruppe das Meer weggetrocknet und der die Insel untereinander verbindende Meeresgrund zutage getreten. Inmitten uralten Gesteins der Insel, die in ihren Bergen biq an die 1800 Meter emporsteiat, finden sich auch Vulkane, der höchste der Mont Ferru, reicht ebenfalls über 1000 Meter empor. Diese ganze geolo- atsche Beschaffenheit der Insel läßt darauf schließen, daß sie reich an Bodenschätzen ist. Schon Phö- - mZ'er und Karthager haben an der Erschließung der Erzvorkommen gearbeitet und als der erste und zwelte panische Krieg sie in die Hände der Römer brachte, 'haben auch diese schnell mit dem Ausbau der Erzvorkommen begonnen. Gießereien für Blei ünd Silber sind auf der Insel enfftanden, und eine Bleibarre ist bis auf unsere Zeiten überkommen, die durch einen Stempel als der Zeit Hadrians zugehörig auszuweisen ist. Die eigentliche Geschichte der Insel reicht viel weiter zurück. Höhlenbewohner haben auf ihr gehaust, vorzeitliche Fischer haben an ihren Gestaden unverkennbare Spuren hinterlassen und aus der Bronzezeit stammen die heute im Dialekt der Insel als „Domus de Janas“ als Hexenhäuser bezeichneten zwei-, drei- und mehrräumigen Höhlengräber. Neben Bronzegegenständen sind in ihnen auch Marmorfigürchen gefunden worden, deren Verwandtschaft mit dem Erzeugnis der vormykenischen Zeit auf den Inseln des Aegäischen Meeres und auf Kreta unverkennbar ist. Eine weiter fortgeschrittene, aber noch vorgeschichtliche Epoche kennzeichnen jene nur in Sardinien erhaltenen Wehrbauten, Türme, die im sardinischen Dialekt „Nureghe" heißen. Die Wölbung über dem Jnnenraum entsteht durch treppenförmige übereinander vorspringende ringförmige Steinlagen. Ihr Charakter als Wehrbauten ist deutlich. Vereinzelt finden sich Anlagen, bei denen der Turm von einer mit kleinen Türmen gekrönten Mauer oder von Wohnstätten umgeben ist. Den Nachweis dafür, daß schon damals die Bewohner Sardiniens die Schätze des Bodens nutzbar zu machen wußten, liefern die Bronzewaffen, über auch Bronzefiguren, die für diese Kulturepoche Sardiniens bezeichnend find. Hier sind Einflüsse der mykenischen Kultur zu erkennen, die Sage von Dädalus spricht auck) davon: dieser soll die frühe Zerstörer -er abendländischen Kultur. Das Schuldkonto -er anglo-amerikanischen Lustgangster. Berlin, 29. Mai. Der stellvertretende britische Ministerpräsident Aktie e erklärte am 27.5. im englischen Unterhaus, es fei nicht richtig, daß die Luftbombardierungen auf Deutschland wahllos erfolgten, sie seien^nur auf militärisch wichtige Ziele gerichtet. Diese amtliche britische Erklärung ist eine der schamlosesten Lügen, die englische Heuchelei jemals ausgesprochen hat. Die Angriffe der britischen Mordbrenner auf Deutschland richteten sich tatsächlich fast ausnahmslos gegen die Woyn- stätten der Zivilbevölkerung, gegen Frauen und Kinder, gegen Krankenhäuser, Schulen, Kirchen und die Kulturdenkmäler, die der gesamten Menschheit bislang als heilig und unverletzlich galten. Nachfolgende Zusammenstellung der wesentlichsten Zerstörungen innerhalb des Reichsgebietes beweist unwiderleglich die verbrecherische Absicht der britischamerikanischen Mordkommandos und ihrer jüdischen Auftraggeber. / Dies sind die Tatsachen: Durch die bisherigen Terrorangriffe wurden bis zum 25. Mai 1943 im Reichsgebiet 191 Schulen zerstört, 920 Schulen schwer beschädigt, 108 Krankenhäuser zerstört, 231 Krankenhäuser schwer beschädigt, 133 Kirchen zerstört, 494 Kirchen schwer beschädigt. Reben der Unzahl von privaten Wohnhäusern, die von den Mordbrennern zerstört oder schwer beschädigt wurden, fielen zahlreiche unersetzliche Kulturdenkmäler, die im einzelnen gar nicht alle aufgezählt werden können, den englisch-amerikanischen Terrorangrisfen zum Opfer. So wurden u. a. in Köln 31 Kirchen total zerstört, darunter die berühmtesten und mehr als tausend Jahre alten Baudenkmäler, u. a. St. Gereon, das einzige Bauwerk der Merowingischen Zeit, St. Aposteln, St. Maria im Kapitol, eines der hervorragendsten Denkmäler karolingischer Kunst Groß St. Martin, eines der großartigsten Bauwerke der romanischen Zeit, St. Pantaleon und St. Severin. v > In Mainz wurde. das berühmte. Germanische Museum, das Kurfürstliche Schloß, einer der hervorragendsten Renaissancebauten auf deutschem Boden, das berühmte Schloß Johannisberg bei Eltville am Rhein, die St. Stephänskirche aus dem 14. Jahrhundert, eines der schönsten Beispiele gotischer Kunst, der Mainzer Dom, die älteste romanische Basilika Deutschlands, fast völlig zerstört. In Essen wurden die tausendjährige Münster- kirche, eines der ästesten christlichen Baudenkmäler Deutschlands, die zugleich eine der reichsten Kirchenschatzkammern war, ferner die Gertrudiskirche, das Rathaus, die 900jährige Marktkirche und die 800jährige Johanniskirche total vernichtet. In Duisburg wurden die altehrwürdige Liebfrauenkirche, die Salvatorkirche und die Paulus- kirche sowie das Rachaus zerstört, die Oper schwer beschädigt. 1 In Düsseldorf wurden die Kunstakademie, die Städtische Kunsthalle, das Stadtschloh und das Opernhaus schwer beschädigt. In Dortmund fiel das alte Rathaus, das auf das Jahr 1237 zurückgeht, den' Terrorangriffen zum Opfer. Außerdem wurden in Dortmund vernichtet die Reinoldikirche aus dem 14. Jahrhundert, die Petrikirche aus dem 15. Jahrhundert und die Prob- steikirche aus dem 17. Jahrhundert. Ferner wurden die Städtische Landesbibliothek, das Haus der bildenden Kunst und das Theater schwer beschädigt. In der alten westfälischen Stadt S o e st wurden zahlreiche mittelalterliche Fachwerkhäuser aus dem 1H. Jahrhundert zerstört. In Mannheim wurde das Nationalttheater zerstört. In Karlsruhe wurden das Markgräfliche Palais und die Landesbibliothek vernichtet. In München wurden u. a. die Hof- und Staatsbibliothek, Schloß Nymphenburg mit seiner Porzellanmanufaktur, die Alte Pinakothek, die Universität und die Akademie der bildenden Künste sowie die Residenz und die Sakristei der Frauenkirche schwer beschädigt., In Nürnberg wurden die Maut-Halle, die ein großartiges Zeugnis gotischer Profanbauweise war, total zerstört, während das Germanische Museum, das aus dem Jahre 1380 stammt, die Kaiserburg, eine Gründung Friedrich Barbarossas mit der Kaiserstallung, das Albrscht-Dürer-Haus, die aus dem Jahre 1209 stammende Jakobikirche, das Pilatushaus, das Schwedenhaus und ein Teil der Stadtmauer mit dem Tiergärtnertor schwer beschädigt wurden. In Kassel wurde das Rote Palais, die Landesbibliothek mit etwa 300 000 Bänden sowie der Martindom, die älteste frühgotische Kirche Deutschlands, vernichtet. In Bremen wurden die weltbekannten alt-- bremischen Patrizierhäuser (um 1600) total zerstört, die bekannte, 1400 zunächst als Kirche erbaute Jakobi-Halle wurde schwer beschädigt. In der Kunsthalle, die zum größten Teil zerstört- wurde, wurde u. a. auch das Gemälde „Washingtons Uebergang über den Delaware" (1800) vernichtet. In Lübeck Gourde der berühmte, von Heinrich dem Löwen gegründete Dom mit allen seinen Kunstschätzen total zerstört, darunter der Hochaltar von 1696, die Rochus-Tafel von 1515, das Jüngste Gericht von Bruchard Wulff (1673), die große Orgel (1699), das Leoitengestühl, der Krämer-Chor. Ebenfalls völlig zerstört wurden die Petri-Kirche (1260) mit der Orgelbegleitung und der Hanzel von Heinrich Mathis, die Marien-Kirche (1251) mit dem Hochaltar von 1425, dem Greveraden-Altar von 1494, dem Schinkel-Altar von 1501, dem Manen- Altar von 1520, dem Triptychon von 1518, dem Betgenfahrer-Altar von 1524, dem Lettner «und der Kanzel von 1691, der großen Orgel, der Bachorgel, der Astronomischen Uhr von 1561, dem Schonenfahrer-Gestühl von 1506, dem Bergenfahrer-Gestühl von 1518, dem Nowgorodfahrer-Gestühl von 1523, dem Senatsstuhl von 1575, dem weltberühmten Totentanz und der Gregormesse von Bernt Notke. Außerdem wurden zahlreiche alte Bürgerhäuser, zum Teil aus dem 16. und 17. Jahrhundert, mit unersetzlichen Kulturwerten vernichtet. In R o st o ck wurden alle berühmten Backsteinkirchen aus dem 13. Jahrhundert, darunter die Nikolai- und die Petri-Kirche vernichtet, außerdem drei der berühmten, ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammenden Stadttore sowie alle gotischen Giebelhäuser aus dem 14., 15. und 16. Jahrhundert unzahlreiche Kunst- und Gemäldesammlungen. In Berlin wurde die weltbekannte Hedwigs- Kirche vernichtet, die Staatsoper zerstört. Schwer getroffen wurden das Deutsche Opernhaus, der Mar- stall, die Staatsbibliothek, das Schinkel-Haus, das Perliner Schloß und die National-Galerie. Diese keineswegs vollständige Zusammenstellung gemeinster Bombenverbrechen und kulturschände- rischer Untaten gibt einen Begriff davon, was tzem europäischen Menschen und seiner Kultur erst bevor- stehen würde, wenn die englisch-amerikanifch-botsche- wistischen Barbarenhorden, getrieben von ihren jüdischen Hintermännern, über das Abendland hereinbrechen könnten und sich auf dem Kontinent die Hand reichen würden. Aber an dem entschlossenen Kampfeswillen und der geballten Kraft Deutschlands und seiner Verbündeten wird dieser Anschlag auf das Leben und die Kultur der europäischen Völker zerschellen. Für die Verbrechen, die sie an Europa begangen haben und weiterhin begehen, werden sie büßen müssen, wenn die Stunde der Abrechnung gekommen ist. Aug um Aug, Zahn um Zahn wird ihnen vergolten "werden! Und oor1 dieser gerechten Strafe wird sie kein noch so frecher Versuch der Ableugnung ihrer Verantwortung zu retten vermögen. jüdischem Geist durchsetzten Volkscharakters zeigt, denkt anders. Er, der sich uns auf den Schlachtfeldern und in ehrlichem Männerkampf nicht mehr gewachsen fühlt — schon deswegen, weil er jahrhundertelang gewöhnt war, einen solchen Kampf von gemieteten Söldlingen oder verführten Hilfsvölkern durchfechten zu lassen —, sieht nun seine einzige Chance in einem Kampfe -gegen alle Regeln der Anständigkeit und Ritterlichkeit und gleicht damit dem Boxer, der, dem Gegner an Kraft unter« legen, ihn durch Tiefschläge zermürben und besiegen will. Er veraißt dabei nur eines, weil er mehr auf seine jüdischen Einbläser als auf die Stimme seines Gewissens hört, er vergißt, daß der Gegner, wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen sein wird, sehr wohl die Härte, Entschlußkraft und Fähigkeit aufbringen wird, diesem unfairen, teuflischen Spiel ein Ende zu bereiten auf eine Weise, daß es ihn bitter gereuen wird, je damit begonnen zu haben. Deutschlands biologische Krast im Kriege. Berlin, 29. Mai. (DNB.) In der Wochenschrift „Das Reich" beschäftigt sich Reichsgesundheitsführer Dr. Conti mit dem augenblicklichen Stand der Geburtenfrage in Deutschland. Er stellt fest: „Eine einmalige Erscheinung in der Geschichte der Völker: Das deutsche Volk, das im Jahre 1933 wegen seiner geringen Geburtenzahl als ein sterbendes Volk bezeichnet werden muhte, konnte wieder zu. einer wesentlichen Steigerung der Fruchtbarkeit und damit zu einer machte vollen Entfaltung' seiner völkischen Kraft geführt Zvevden. Im Jahre 1940 erreichte die Anstiegstendenz mit über 1 644 000 Kindern im Großdeutschen Reich ohne die ehemals polnischen Gebiete und ohne Eupen-Malmedy ihren Höhepunkt. Im Kriegsjahr 1941 war die Geburtenzahl noch weiterhin erfreulich; sie blieb um knapp 100 000 unter der des Jahres 1940. Damit hat Deutschland einen Beweis seiner Lebenskraft geliefert, der für alle Zeiten unauslöschlich ist. Die veränderte, dem neu erweckten gesunden Instinkt entsprechende seelische 'Haltung des deutschen Volkes ist der Grund dafür, daß wahrend der ersten drei Kriegsjahre die Geburtenzahl es deutschen Volkes ungefähr auf der Höhe geblieben ist, die sie inzwischen erreicht hatte. Erst im Jahre 1942 ist hier ein Wandel eingetreten. Dieser Tatsache gilt es ruhig ins Gesicht zu schauen. Es entsteht die Frage, ob sich hierin eine andere Einstellung des deutschen Volkes kundtut. Diese Frage darf verneint werden. Die Kinderfreudigkeit, der Wille zum Kind ist nach wie vor groß im deutschen Volk. Die Zahl der Lebendgeborenen des Jahres 1942 beträgt in dem inzwischen erweiterten Großdeutschen Reich 1 434 498, ohne die deutschen Geburten in Luxemburg, Elsaß und Lothringen, Reichsprotektorat Böhmemund Mähren, Generalgouvernement und Untersteiermark. Es ist ein Trugschluß, wenn man sich in London und in einigen den plutokratischen Regierungen hörigen Auslandszeitungen dem Glauben hingibt, der deutsche Lebens- und Kampfeswille fei im Absinken begriffen. „Em Platz für Frankreich." Mailand, 29. Mai. (DNB.) „Relazibni Jnter- nazionali" schreibt unter ifcr Ueberschrift „Europäische Politik": Die Einheit der Achse ist unlösbar und - untrennbar, die Gemeinsamkeit der Auffassungen gegenüber allen derzeitigen und zukünftiaen Problemen ist einfach vollkommen. Die italienische Politik, und somit jene der Achse, ist nicht darauf gerichtet, die Völker zu unterjochen, sondern will vielmehr die Aufgabe der Verteidigung der Nationalitäten sowie der Garantie der kleinen Staaten für ihre freie Entwicklung im Rahmen der allgemeinen Interessen Europas übernehmen. Der Balkan und der Mittelmeersektor sind von lebenswichtiger Bedeutung für Italien. Zumal nach Englands und Sowjetruhlands Kriegseintritt steht das ganze Mittelmeerproblem auf dem Spiel, von dessen Lösung Italiens Schicksal abhängt. Einige Staaten müssen bei dieser europäischen Regelung ihre überholten gefühlsmäßigen Einstellungen ändern und entschlossen ihre Posten beziehen. Frankreich ist einer dieser Staaten. Mit ihm sind alle Probleme offen und müssen gelöst werden, ohne daß der Sieger auf eines von ihnen zu verzichten braucht, aber auch ohne daß Frankreich deswegen in eine Lage versetzt wird, die -hm die Zusämmen- arbeit im Rahmen des neuen Europas unmöglich macht, d. h. die Achse ist sich vollkommen bewußt, daß bei einer Neuregelung des Kontinents, wie dies nicht anders fein könnte, ein Platz für Frankreich vorhanden ist. Das neue Europa marschiert auf eine durch gemeinsame materielle, moralische und politische Interessen bestimmte europäische Ein-, heit zu. Niemand kann daran zweifeln, daß Deutschland und Italien die Europäer zum Sieg führen werden. Das amerikanische Elend in Aordafrila. Lissabon, 29. Mai. (Europapreß.) Die Be,- harrlichkeit, mit der die USA. Meldungen über die Lieferungen von Lebensmitteln nach Nordafrika in die Welt setzen, ist durchaus nicht zufällig, schreibt „Novidades". Die Nordamerikaner verfolgen damit vielmehr den Zweck, sich von der Schuld an dem Elend der Bevölkeri^ng von Nordafrika reinzuwaschen. Trotz der USA.-Liefe- rufigen stirbt die Bevölkerung, besonders die Eingeborenen dort einen langsamen Hungeriod. Sie ist fast nackt, kaum mit Fetzen bekleidet. Das Blatt erinnert an die Feststellungen englischer Journalisten, daß diese Lage zu unangenehmen Ereignissen führen könne. Die Atmosphäre des Zusammentritts zwischen Giraud und de Gaulle in Algier würde zum größten Teil von den geschilderten Zuständen bestimmt werden. Neuer Mordanschlag in Sofia. Sofia, 29. Mai. (DNB.) Am Samstag früh wurde erneut ein Anschlag auf den im Fahndungsdienst tätigen Techniker Janakieff, auf den vor kurzem schon ein Attentatsversuch gemacht worden war, verübt. Vier Personen wurden dabei überrascht, wie sie eine Höllenmaschine irr seiner Wohnung aufstellen wollten. Die Täter wurden verfolgt und drei von ihnen auf der Flucht erschossen. Der eine ist in dem unterirdischen Sofioter Kanalnetz verschwunden und wird gesucht. Die Attentäter find der Jude Jordan Marinoff P e t r o f f, ein bekannter Kommunist, der von der Polizei mehrmals aus Sofia ausgewiefen wurde; der Kommunist Kirie Chlebaroff, der mit zwei Pistolen bewaffnet war und mit Georgi Lubenoff Dimitrof f, einem Reffen des Generalsekretärs der Dritten Internationale, in Verbindung stand und Welitschkoff, der auch schwer bewaffnet war. Die Verfolgung des letzten Terroristen endete am Sonntagabend .nach einem kurzen.Kampf in einem der unterirdischen Reinigungskanäle von Sofia mit der Erschießung auch dieses Kommunisten durch die Polizei. Oer Wehrmachiberichi vom Gamstag. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 29. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront des Kuban-Brückenkopfes scheiterten auch gestern mehrere mit panzern und starkem Fliegereinsah geführte Angriffe der Sowjets an dem unerschütterlichen Widerstand unserer Truppen, die von starken Verbänden der Luftwaffe in ihrem Abwehrkampf heröorragend unterstützt wurden. Der Feind erlitt schwere Verluste an Menschen, Material und panzern. Jagdfliegerverbände schossen allein im Süden der Ostfront bei drei eigenen Verlusten 45 Sowjetflugzeuge ab. An diesen Erfolgen waren slowakische Jäger mit zehn Luftsiegen beteiligt. Ein heftiger örtlicher Angriff des Feindes nördlich Liffitfchanfk wurde blutig zurück- gefchlagen. Kampfflugzeuge belegte» in der vergangenen Rächt das Hafengebiet von Bone mit Bomben. In den Morgenstunden des 29. Mai kam es im Seegebiet von Dünkirchen zu einem Gefecht zwischen deutschen Sicherungsstreitkräflen und einem britischen Schnellbootverband. Im Verlaus des Gefechts, das sich auf nächste Entfernung ab- fpielte, wurden zwei feindliche Schnellboote versenkt und mehrere andere beschädigt. Unsere Streitkräfte sind vollständig in ihren Stützpunkt zurückgekehrt. Das Schicksal der einzelnen Afrikakämpfer. Berlin. 29. Mai. (DNB..) Bolksgenafferk,. die seit längerer Zeit ohne N achri cht von ihren Angehörigen in Nor'oafrika geblieben sind, werden gebeten, sich unter Angabe der Personalien des Vermißten und seiner letzten Feldpostnummer mit dem ihnen am nächsten liegenden Wehrmeldeamt, das gegebenenfalls bei der örtlichen Polizeidienststelle zu erfragen ist, persönlich ober schriftlich in Verbindung zu setzen. Auch alle diejenigen, die bereits von irgendeiner Seite Nachricht über den Verbleib ihres Angehörigen erhalten haben, werden gebeten, sich zur Regelung von Unterhalts- und Gebüyrnisfragen mit den in ihren Händen befindlichen Schreiben usw. bei den Wehrmeldeämtern zu melden. Die Wehrmeldeämter nehmen die Unterlagen zunächst nur entgegen und leiten sie zur Aufnahme der Ermittlungen dem zuständigen Arbeitsstab für Afrika bei den Wehrkreiskommandos, Luftgaukommandos usw. zu, die die Angehörigen so bald wie möglich über den Stand der Feststellungen und das abschließende Ergebnis schriftlich unterrichten. Ihn diese Ermittlungen nicht zu stören und die Erteilung von Auskünften nicht zu verzögern, werden alle Angehörigen unserer Afrikakämpfer gebeten, von weiteren Anfragen bei den Dienststellen der Wehrmacht dann solange ab sehen zu wollen, bis sie Nachricht von den Arbeitsstäben der Wehrkreiskommandos' erhalten. ©r. Tuka Ehrendoktor der Berliner Universität. P rcßHu rg. 31. Mai. (DNB. Funkspruch.) Mi- nifterpräfibent und Außenminister Dr. Tuka wurde am Sonntag im Rahmen einer Feierstunde der slowakischen Universität in Preßburg in Gegenwart mehrerer Regierungsmitglieder, von Mitgliedern des Diplomatischen Korps und der Professorenkollegien der slowakischen Universität und der Technischen Hochschule zum Ehrendoktor der Juristischen Fakultät der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität promoviert. Das Erdbeben in Güddeutfchlarid. Stuttgart, 30. Mai, (DNB.) Wie der Würt- tembergische Erdbebendienst bekanntgibt, -wurden an den württembevgischen Erdbebenwarten seit dem Erdbeben, von dem Süddeutschland am Freitagfrüh betroffen worden ist, bis zum Sonntagabend ru nb 50 bald schwächere, bald stärkere Erd - st o ß e registriert. Es ist anzunehmen, daß die in einer Tiefe von 10 bis 30 Kilometern unter der Erdoberfläche vor sich gehenden Gesteinsverlagerungen auch noch in den nächst en Wochen und Monaten zu weiteren Erschütterungen führen werden, die jedoch zu irgend welchen ernsthaften Besorgnissen keinerlei Anlaß geben. „Frontkameradschast 1914—1943". Das ganze Volk fühlt sich für die Versorgung der Kriegsbeschädigten und -Hinterbliebenen verantwortlich. Berlin, 30. Mai. (DNB.) Die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung trat am Sonntag im Berliner Sportpalast mit einem Kriegsappell an die Oeffentlichkeit. Im Mittelpunkt der vornehmlich von verwundeten Kameraden dieses und des ersten Weltkrieges besuchten großen Kundgebung stand eine Rede des Reichskriegsopferführers SÄ.-Ober- gruppenführer O b e r 1 i n ö o b e r, der die Planungen für eine gerechte und umfassende Lösung des Verwundeten- und Hinterbliebenenproblems auf Grund der neuen Grundgesetze nationalsozialistischer Soldatenoersorgung bekanntgab. Erst nach dem Siege, so sagte' er, das wissen wir alle, wird uns das Leben eine frohere Seite zeigen, wird der Lohn reifen für alles Blut, für jedes Opfer und jede Entbehrung. Auf dem Gebiete der Kriegsopferoersorgung und -fürsorge sei das Menschenmögliche geschehen. Die Sorge der Gemeinschaft für die Träger des Einsatzes und Opfers gehe in ihren persönlichen und sachlichen Leistungen weit über den Rahmen dessen hinaus, was vor 25 Jahren 'im 4. Kriegsjahr bei bestem Willen geleistet werden konnte.- Alle Planungen und Entwürfe für eine bleibende großzügige Regelung der vom ganzen deutschen Volk freudig übernommenen Dankes- p.flicht feien direkt verbunden mit dem noch zu erkämpfenden Endsiege. „Die Versorgung von Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen ist", so führte der Reichskriegsopferführer weiter aus, „in erster Linie aber eine Frage des Arbeitseinsatzes und damit des Kampfes gegen jeden infolge Heldentodes ober Verwundung unverschuldeten sozialen Abstieg. Auch die großzügigste Versorgung darf die eigene Leist u na und die Sei bst Verantwortung an der Gestaltung des ferneren Lebensweges keinesfalls ausschließen. Wir Deutschen sehen in der Arbeit nicht einen Fluch aber eine Last, sondern den tiefen Inhalt des Lebens, den Dienst an unserem Volk und eine freudige Verpflichtung gegen unsere Familie. Für den Verwundeten und die Hinterbliebenen ist Arbeit ein Heilfaktor und ein Segen, der ihnen hilft, ihr Schicksal zu tragen und schließlich zu überwinden. Kameradenhände, die Hilfe von Schicksalsgefährten aus dem letzten Krieg, leisten freudig Beistand und zeigen die Richtung. Pie mittelbaren Folgen von Verwundung und Tod vorm Feind seien oft viel einschneidender und härter als Verletzung und Leid. Aus diesem Grunde würden jetzt auch die sozialen Auswirkungen von Kriegsverletzung und Soldatentod zur Beurteilung der Versorgungsansprüche herangezogen. Der „Reichskriegsopferführer schloß: „Sieger wird der fein, dem alles Planen und Sorgen des Führers gilt, zu dessen Vernichtung Gemeinheit und Haß sich vereint haben: der kampfbewährte, schaffensfrohe, gläubige deutsche Mensch in einem freien Europa! Das Ende des Heldenkampfes auf Attu. Ein letzter Angriff der Besatzung gegen zehnfache lleberlegenheit. Tokio, 30. Mai. (Europapreß.) „Die japanische Garnison auf Attu, welche seit dem 12. Mai in hartem Kampf gegen die gelandeten n'ordamerika- nischen Truppen stand, unternahm Samstagnacht einen letzten Angriff", so erklärt ein am Sonntagnachmittag herausgegebenes Kommunique des Kaiserlichen Hauptquartiers. „Da seitdem jede Verbindung mit unseren Truppen unterbrochen ist, nehmen wir an, daß alle unsere Soldaten auf dem Felde der Ehre gefallen sind. Die verwundeten und kranken Spldaten, welche an diesem letzten Angriff nicht teilnehmen konnten, nahMen sich vor Beginn des Angriffs selbst das Leben. Unsere Garnison auf Attu bestand aus über 2000 Mann unter dem Kommando von Oberst Pasuyo Pamazaki. Sie kämpften gegen 20000 Nordamerikaner, die auch in ihrer Bewaffnung weit überlegen waren. Bis zum 28. Mai fielen 6000 Nordamerikaner im Kampfe ober wurden verwundet. Die Insel K i s f a befindet sich sicher dn der Hand unserer Truppen." General Pahagi, der Chef der Presseabteilung im Hauptquartier, gab im Rundfunk Einzelheiten über die Kämpfe auf Attu bekannt. Danach landete die Hauptmacht der Nordamerikaner am 12. Mai an der Südküste von Attu, kleinere Einheiten landeten an der Ost- und Nordküste. Die an der Ostküste gelandeten Nordamerikaner wurden am Ufer vernichtet. Es folgten wechselvolle Kämpfe, die japanischerseits auch.westlich von ihren Stellungen im nördlichen Attu ausgeführt wurden. Am 27. Mai gelang es den Nordamerikanern, bis in die Nähe dieser Stellungen vorzubringen. Dabei kam es zu schweren Kämpfen Mann gegen Mann. Die Japaner brachten dem Feind schwerste Verluste bei, aber auch ihre eigenen Reihen lichteten sich mehr und mehr. Am 28. Mai waren dem japanischen Befehlshaber Oberst Pama- zaki nur noch wenig über 100 Mann geblieben. Am Abend des 29. Mai traten diese Soldaten ,511m letzten Appell an. Sie verbeugten sich in der Richtung des Baiser-Palastes in Tokio, brachten ein letztes Banzai aus und stürmten gegen den Feind. Diese letzte in Tokio aufgefangene Meldung lautet: „Eingedenk der japanischen Solbatenehre gehen wir in den Kampf. Nur der Tod wird uns die Waffe aus der Hand nehmen." Die Mitteilung über Attu wurde von der japam- schen Nation mit tiefem Schmerz entgegengenom' men. Gleichzeitig aber ist jeder Japaner stolz auf seine Soldaten, welche viele tausend Kilometer von Aus der Stadt Gießen, Wer schaffen will, muß fröhlich sein! Die Kriegsverhältnisse legen allen Menschen gewisse Schranken und Entbehrungen auf, die jeder gern bereit sein sollte, zu tragen. Denn griesgrämige Gesichter neigen zu ablehnender Uebertrei- bung. So hat es jeder in der Hand, sich das Leben leichter zu machen und damit außer sich selbst auch zugleich seinem Nächsten das Selbstbewußtsein zu stärken. Vor allem kommt es auch hier wieder auf die Frau, die Mutter an. Ihre Aufgabe besteht nicht nur darin,- ihre Familienangehörigen zu versorgen, sondern sie muß auch in seelischer Hinsicht eine feste Stütze sein. Dazu gehört eine große, durch ständige ^elbsterziehung gestärkte Selbstsicherheit. Eine Hausfrau, die ihren Angehörigen bei jeder Mahlzeit vorrechnet, wie lange das Einholen gedauert hat und sich vielleicht noch beklagt, daß die Nachbarin zufällig größere Früchte oder längeren Spargel bekommen hat als sie, verdirbt nur zu leicht sich und ihrer Familie die gute Laune. Um das zu vermeiden, muß gerade die Frau immer wieder ihre angeborene Eigenschaft als Lebens- und Kraftspenderin zu höchster Entwicklung bringen. Es ist erstaunlich — die Geschichte und die Gegenwart kennen genug Beispiele dafür —, was Frauen zu ertragen und zu leisten vermögen, wenn sie ihr Herz-und chren Verstand fest in der Hand haben. Selbst wenn die berufstätige Frau keine eigene Familie hat, findet sie heute viele Möglichkeiten zur seelischen Mithilfe als Freundin und Ar- beitskameradin. Gegenseitige Unterstützung wirkt doppelt und erzeugt gegenseitiges Vertrauen und Mut. Auch unsere älteren und alten Frauen, die nicht mehr an der kriegsnotwendigen Arbeit mitwirken können, finden außer ihrer Mitarbeit im Deutschen Frauemverk gelegentlich immer noch im Verwandten- und Bekanntenkreis ein lohnendes Betätigungsfeld. Mit ihrer reichen Lebenserfahrung können sie — natürlich nicht in der Art nörgelnder Querulanten — berufstätigen Frauen und jungen Müttern wertvolle Hinweise durch liebevolle Belehrung vermitteln. Sie wissen aus ihrer langen Haushaltspraxis, daß richtige Zeiteinteilung der wichtigste Punkt im Tagesprogramm ist. Jedoch mcht das planlose Hin- und Herhasten mit der Uhr in der Hand, sondern die rrchige Ueberlegung erzeugt Zeit- und Krafteinsparung und — schont die Nerven! Die Hausfrau ist ja ihr eigener Herr in ihrem Reich. Niemand verwehrt es ihr, bei der Arbeit anregende Rundfunkmusrk zu hören, das Gemüseputzen oder Ausbessern auf dem sonnenbeschienenen Balkon zu verrichten, um dadurch zugleich eine kleine Erholungspause einzulegen oder mal ein Dertelstundchen die Augen zu schließen. Wenn sie der Familie dann in guter Stimmung die Tür öffnet, wissen die Großen und die Kleinen: Ah, Mutter hat schon auf uns gewartet! Und sie fühlen sich wohl zu Haufe. Denn die Mutter ist Mittelpunkt der häuslichen Ruhe und Gemütlichkeit, die ihnen Erholung bringt von dem anstrengenden Arbeitstag. Dabei kommt es ganz von selbst, daß die Mutter im Hause eine Autorität besitzt, der sich auch der Vater freiwillig beugt. Bei harmonischem Familienleben bedarf es unter vernünsttgen Menschen überhaupt nicht der Aufforderung, daß alle Familienmitglieder der Mutter an die -Hand gehen und sich gegen sei ttg kleine Mühen abnehmen, nicht nur im Krankheitsfalle, auch nicht nur im Krieg, sondern zu allen Zeiten! Wir wissen alle, daß die deutsche Hausfrau auf der ganzen Welt wegen ihrer Tüchtigkeit bekannt ch; yelfen wir also mit, ihr den guten Ruf für rmmer zu erhalten; denn sie ist die Hüterin der Keimzelle des Volkes, der Familie! G. Moe. Wildbewirtfchastung neu geregelt. Die Wildbewirtschaftung fit durch eine Anordnung der Hauptverei-mgung der deutschen Viehwirtschaft auf eine neue Grundlage gestellt worden. Danach ist ^,n Jagdausüdungsberechtigten nach Erfüllung der Hälfte,-chres für das Jagdjahr festgesetzten Gesamtabschusses je nach Jagdstrecke eine bestimmte Stückzahl an Schalenwild freioegeben worden, das sie ohne Anrechnung auf Abschnitte der Reichsfleischkarte im eigenen Haushalt verwenden oder an den Haushalt der an der Ausübung der Jagd beteiligten Personen abgeben können. Jede anrechnungsfi:eie Verwendung eines Stückes Schalenwild muß dem zuständigen Kreisjägermeister angezeigt werden. Bei ?ITatmvfernt unb den schwierigsten Nima- tischen Bedingungen einem an Zahl und Aurriistuna ™tl* l®erJfS'nen Se,n$ fo lange erfolgreichen Widerstand leisten konnten. Man erwartet, daß die Nordamerikaner und Briten di« Besetzung von Attu als einen großen Sieg und als Einbruch in den lapamschen Festungsgürtel bezeichnen werden. Einer nüchternen Betrachtung,kann diese Behauptung jedoch nicht standhalten. Attu war für die Japaner ein weit vorgeschobener Vorposten, dessen Einrichtung nn wesentlichen den Zweck verfolgte, auch im Nordpazifik einen Beobachtungsstützpunkt zu unterhalten und von ihm aus gleichzeitig der omerckanilchen Schiffahrt in diesen Gewässern Ver. lüste belzubringen. Der Verlust des Stützpunktes ist iwnfellos bedauerlich, aber die Versenkungen von nordamerikamschen Kriegs- und Handelsschiffen in diesem Gebiet beweisen, daß das Unternehmen Attu für big Japaner keineswegs erfolglos gewesen ist. Japanischer Vormarsch in Mittel-China Schanghai 30. Mai. (DNB.) In südwestlicher Richtzlng vorstoßend, eroberten die japanischen Truppen H s i n a n , westlich des Tungting-Sees in NordI §rUrQn'fi®0 'ich das Hauptquartier der 161. -schungklnger Division befand. Hsinan liegt unae- westlich von Lischen am Littana- Fluß Gleichzeltia haben die Japaner die Tschuna- king-«t«llungen durchbrochen, die dem Schutz der weiter südlich liegenden und strategisch wichtigen Stadt Tschangteh (Provinz Honan) dienen sollten. Neues japanisches Schlachtschiff vom »Oreadnoughtn-Typ. Tokio, 29. Mai. (Europapreß.) Bilder eines neuen japanischen Schlachtschiffes, das in seiner Kampfkraft und in seinem Aktionsradius dem Dreadnought-Typ entspricht, veröffentlichen die ja- pantschen Zeitungen. Ausländische Marinesachver- ständige erklären, daß dieser Typ den USA- Schlachtschiffen der „Iowa"-Klasse offensichtlich überlegen fei. Man bringt die Veröffentlichungen in Zusammenhang mit den am „Tage der japanischen Marine" abgegebenen Erklärungen des Konteradmirals Hideo Uano, der dis Indienststellung einer Anzahl japanischer Kriegsschiffe neuester Typen mitteilte. Die letzten bekanntgegebenen Neubauten der japanischen Marine waren Schlachtschiffe von 42 500 Tonnen, über die nähere Angaben fehlten. Die „Jowa"-Klasse der Vereinigten Staaten umfaßt vier Schlachtschiffe von je 45 000 Tonnen. Brasiliens Hafen Bahia der UGA.-Marine übergeben. Mailand, 30. Mai. (DNB.) „Sortiere della Sera" meldet, daß die brasilianische Regierung der USA-Marine den Hafen Bahia übergeben hat. Die Besetzung dieses wichtigen brasilianischen Hafens wird.allgemein als das Ende der Unabhängigkeit Brasiliens angesehen, dessen Unterwürfigkeit Wa°. fhington gegenüber nicht vollständiger sein kann. " Kunst und Wissenschaft. Der Papyrus-Restaurator Hugo Jbscher f. Hugo Jbscher starb in Berlin im 69. Lebensjahre. Er war ein merkwürdiger Mann. Der mittellose Buchbinderlehrling, der von der Volksschule kam, hat es bis zum Ehrendoktor der Hamburger Universität und zu einem weithin geachteten Namen gebracht. Als er vor etwa 50 Jahren zu Hilfsdiensten bei der Konservierung ägyptischer Papyrus- handschriften des Berliner Museunis herangezogen wurde, fand er hier das Arbeitsgebiet, dem er sein ganzes Leben/widmete. Mit Ausdauer, Geduld und Fleiß, mit feinfühligen Händen und sicheren Augen, im wesentlichen aus eigener Beobachtung und eigenem Denken lernte er die überaus empfindlichen Reste uralter Papyrusblätter, Bücher, Briefe und Akten aller Art zu restaurieren. Zahllose Texte in ägyptischer, armenischer, griechischer, lateinischer und arabischer Schrift hat er in mehr als 40 Jahren rastloser Arbeit wiederhergestellt und der Wissenschaft damit unersetzliche Schätze gerettet. Kein Wunder, daß die Hüter alter Handschriften von überall her sich an ihn wandten, aus der Dattkan- schen Bibliothek in Rom wie aus Kopenhagen und Upsala, aus London und Istanbul. Indem er den Ausländern half, machte er dem deutschen Namen Ehre. Aber vor allen anderen genoß Deutschland die Früchte seiner Arbeit. Es gibt kaum eine Hand- schtiftensammlung oder Bibliothek, die ihm nicht zum größten Danke verpflichtet wäre- Das ABC für Klei- und Schuh. Zur Spinnstoff- und Schuhsammlung bis 12. Juni. Wenn an uns alle in diesen Tagen die Aufforderung ergeht, entbehrliche Kleidungsstücke und überzähliges Schuhwerk abzugeben, so werden viele versucht fein, von vornherein „nein" zu sagen. Schließlich haben wir schon vier Jahre Krieg — so begründet man seine Ablehnung — und was ich da noch an Spinnstoffen oder Schuhwerk besitze, ist nur das allernotwendigste Rüstzeug für den Alltag. Das mag im Einzelfalle stimmen oder nicht. Es wurde jedoch ausdrücklich betont, daß neben den entbehrlichen Kleidungsstücken vor allem auch die Altspinnstoffe erfaßt werden. Das nachstehende ABC zeigt, was alles auf den Sammelstellen willkommen ist. A = alte Anzüge, Bekleidung und Spinnstofie aller Art, alte Schuhe und alte Stiefel, B = Bänder, Baumwolle, Berufskleidung, Bettwäsche, Bindfaden, Blusen, Brotbeutel, Burschenkleidung, Bohnerlappen, C = Chemisetts, D = Damenwäsche, Damenhandschuhe, Damenschuhe, Decken, E = Einkaufsnetze, Einkaufstaschen aus Geweben, F = Fahnen, Filzhüte, Filzreste, Frauenklei- bung aller Art, G — Gardinen, Gamaschen, Gartenschirme, Gurte. H = Handschuhe, Hausschuhe, Hemden, Herrenkleidung aller Art, Herrenkragen, Herrenstrumpfe, Herrensocken, Herrenschuhe, Herrenstiefel, Hosen, Hüte, I — Inletts, I = Jacken, Joppen, Iutesäcke, K = Kammgarnabfälle, Kinderhandschuhe, Kim derkleidung aller Art, Kinderschuhe, Klndersocken, Kissen, Kissenfüllungen, Kittel, Kokosmatten, Ko- kosläufer, Kordeln, Korsetts, Kragen, Krawatten, Kostüme, Kunftseiden-Wäsche, L — Lampenschirme, Leibbinden, Leinenwaren aller Art, Läufer, M = Mäntel, Manschetten, Matratzen, Matratzenstoffe, Markisen, Marschstiefel, Möbeldecken, Möbelstoffe, Mützen, N — Nähstubenabfälle, Netze, D = Ottomanedecken, P — Pferdedecken, Plüsche, Posamenten, Puppenkleider, Pullover, Putzlappen, Putzwolle, Q — Quasten, R — Reitstiefel, Röcke, Rucksäcke, S = Samt, Säcke, Segeltuchtaschen, Sofakissen, Socken, Sch — Schärpen, Schaftstiefel, Schlafdecken, Schirme, Schleifen, Schneidereiabfälle, Schuhe, Schürzen, Sp = Spitzen, Spinnstoffe aller Art, Stoffreste aller Art, Stoffschuhe, Stores, Straßen- Stofireste aller Art, tofsschuhe, Stores, Straßen- stiefel, Stricksachen, Strümpfe, T — Taue, Teppiche, Tischwäsche, Tornister, Tuchkleidung, U — Unterwäsche, V — Vorhänge, W — Wagenplane, Wäsche, Wattefüllungen, Westen, Wollefüllungen, Wolle aller Art, , X = wird nicht benötigt, weil keiner ein X für ein U macht, wenn er überlegt, was er spenden könnte, V — ist in das Belieben der Spender gestellt, Z = zum Schluß sei es nochmals vermerkt: Durch jede Spende wird die Front gestärkt! Annahmestellen: Ortsgruppe Mitte, Marktstraße 25, täglich von 15 bis 18 Uhr; Ortsgruppe Nord, Marburger Straße 20, täglich von 15 bis 18 Uhr; Ortsgruppe Ost, Licher Straße 19, täglich von 14 bis 17 Uhr; Ortsgruppe Süd, Am Riegelpfad 84 und Hof- mannftraße 1, Mittwoch von 16 bis 21 Uhr; Ortsgruppe W i e f e cf , Schulstraße 3, Mittwoch und Samstag von 20 bis 22 Uhr; Ortsgruppe Klein-Linden, im Backhaus-Stein- ftraße, Mittwoch und Samstag von 17 bis 20 Uhr. Wenn die Ablieferung bei den Annahmestellen nicht möglich fit, bitte anrufen ober durch Postkarte mitteilen, wann und wo die Sachen abgeholt werden können. . , Hasen und Fasanen sind von dem Jahresabschuß öines jeden Jagdreviers künftig 25 Stück ablieferungsfrei, während von den darüber hinausgehen- den Abschüssen mindestens 75 v. H. an Wild Handelsbetriebe abgeliefert werden müssen. Diese müssen wie bisher das zerwirkte Schalenwild auf Abschnitte der Reichsfleischkarte oder andere Bedarfsnachweise für Fleisch abgeben, wobei die Anrechnung nach wie vor in doppelter Menge zu erfolgen hat; Wildragout, Hasen und Fasanen sind auch künftig anrechnungsfrei abzugeben. Die Anordnung schreibt weiter vor, daß die Wildhandelsbetriebe, außerhalb von Großstädten oder diesen gleichgestellten Gemeinden 75 v. H. ihres Wildes an Wildhandelsbettiebe in Großstädten oder gleichgestellten Gemeinden zu liefern haben. Für den Kleinoerkauf von Wildfleisch können die Ernährungsämter besondere Weisungen erlassen. Für unsere Verwundeten. Im Auftrage der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufkläruna und Propaganda führte die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In zwei Lazaretten fanden Konzerte mit Musik aus drei Nationen statt. Maria d'Oroille (Sopran), Franz (Enger! (Cello) und Elsa Krut- hoffer (Klavier) musizierten. Die Vortragsfolge brachte Musikstücke von Beethoven, Bruch und Weber, Liszt und Hubay, Monti, Tosti und Marchesi. Gerda Bachfeld sprach Gedichte aus drei Nationen. — Der Gemischte Chor aus Großen-Buseck fang in einem Lazarett Chöre und Lieder. Unter Leitung von Chormeister Nicolei kamen Werke von Beethoven, Schumann, Silcher, Kuhlau und Schubert zu Gehör. — Zu einer Veranstaltung im Gloria- Palast war eine große Anzahl Verwundeter aus allen Lazaretten eingeladen. Das reichhalttge Programm der „Bunten Bühne", bei dem viele namhafte Künsller vom Frankfurter Opernhaus mit- wirkten, fand dankbaren Beifall. — Im Auftrage der Kreisbildstelle führte Lehrer Appelmann in zwei Lazaretten Filme über Zuckergewinnung, Bierbrauerei usw. vor. — Am Gedenktag für Albert Leo Schlageter waren bei den Veranstaltungen der Studentenschaft kriegsversehrte Studenten zu ©oft — Die Intendanz des Theaters der Universitäts- ftadt Gießen hatte zu den Vorstellungen im Laufe der Woche wieder Verwundete eingelanden. — In allen Lazaretten wurden Liebesgaben der Kreisamtsleitung der NSV. durch die Betreuerinnen der NS.-Frauenschaft und den Lazarettbetteuer der NSKOV. verteilt. Durch Vermittlung der Kreis» frauenfdjaftsleiterin Wrede hatten die Ortsgruppen in Bettenhausen, Birklar, Großen-Buseck, Oppenrod, Muschenheim, Harbach, Hattenrod und Rödgen Kuchen gespendet, die durch die Setreuerinnen überbracht wurden. Himmelfahrt«!- und Fronleichnamatag verlegt. Mit Rücksicht auf die besonderen Erfordernisse ^es Krieges werden der Himmelfahrts- unb der Fronleichnamstag auch in diesem Jahre auf den jeweils nachfolgenden Sonntag verlegt. Die entsprechenden kirchlichen Veranstaltungen finden an diesen -Sonntagen statt. Der 3. und 24. Juni sind Werktage. * ** Silberne Hochzeit. Der Straßenbahnwagenführer i. R. 'Heinrich Becker und Frau Maria, geb. Theiß, können am morgigen Dienstag, 1. Juni, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar herzlichen Glückwunsch. ** Stadt bücherei Gießen, Im Monat Mai wurden 1361 Bände verliehen. Davon kommen auf Romane 910, Jugendschriften 211, Literaturgeschichte 2, Ges. Werke 2, Reisebeschreibungen 67, Technik 51, Lebensbeschreibungen 55, Kriegsgeschichte 36, Philosophie 4, Politik 13 Bände. Amtsgericht Gießen. Anfang Mai 1942 logierte sich in einer hiesigen Gastwirtschaft ein Mann aus Bremen ein, der bei feiner Abreise von der Wirttn einen Handkoffer entlieh und dabei versprach, den Koffer sofort zu- rückzuschicttn. Don einem Manne, dem er die Ord- Kloßfahrt. - Bön Hermann Hesse. Durch meine Vaterstadt im Schwarzwald floß ein Fluß, ein Fluß, an dem damals nur erst ganz wenige Fabriken standen, wo es viele alte Mühlen und Brücken, Schilfufer und Erlengehölze, wo es viele Fische und im Sommer Millionen von dunkelblauen Wasserjungfern gab. Es fit mir unbekannt, wie sich die Fische und die Wasserjungfern zwischen dem zunehmenden Zementgemäuer der Ufer und den zunehmenden Fabriken gehalten haben, vielleicht sind sie noch immer da. Vermutlich längst verschwunden aber ist etwas, was es damals auf dem Flusse gab, etwas Schönes und Geheimnisvolles, etwas Märchenhaftes, etwas vorn Allerschönsten, .was dieser schöne sagenhafte Fluß befaß: die Flößerei. Damals, zu unseren Zeiten, wurden die Sck)warzwälder Tannenstämme den Sommer über in gewaltigen Flößen alle die kleinen Flüsse bis nach Mannheim und zuweilen noch bis Holland hinunter auf dem Wasser befördert, die Flößerei war ein eigenes Gewerbe' und für jedes Städtchen war im Frühjahr das Erscheinen ds ersten Floßes noch wichtiger und merkwürdiger als das der ersten Schwalbe. Ein solches Floß (das aber auf Schwäbisch nicht „das Floß" hieß, sondern „der Flooz") bestand aus lauter langen Tannen- und Fichtenstämmen, sie waren entrindet, aber nicht weiter zugehauen, und bas Floß bestand aus einer größeren Anzahl von Gliedern. Jedes Glied umfaßte etwa acht bis zwölf Stämme, die an den Enden verbunden waren, und an jedem Glied hing das nächste Glied elastisch, mit Weiden gebunden, so daß das Floß, war es auch noch so lang, mit seinen beweglichen Gliedern sich den Krümmungen des Flusses anschmiegen konnte. Dennoch passierte es nicht selten, daß ein Floß stecken blieb, eine aufregende Sacke für die ganze Stadt und ein hohes Fest für die Jugend. Die Flößer, wegen ihres Mißgeschicks von den Brücken herab und aus den Fenstern der Häuser vielfach ver- hbhnt, waren wütend und hatten fieberhaft zu arbeiten, wateten schimpfend bis zum Bauch im Wasser, schrien und zeigten die ganze berühmte Wildheit und Rauhigkeit ihres Standes; noch ärgerlicher und böser waren die Müller und Fischer, und alles, was am Ufer seist Leben unb 'seine Arbeit ögtter namentlich die vielen 'Gerber, tief den Flößern Scherzworte oder -Schimpfworte zu. War das Floß unter einem offenen Schleusentor steckengeblieben,, bann trabten und schimpften die Müller ganz besonders, und es gab bann zuweilen für uns Knaben ein besonderes Glück: das Flußbett rann eine Strecke weit beinahe leer, und unterhalb der Wehre konnten wir bann die Fische mit der Hand fangen, die breiten glänzenden Rotaugen, die schnellen stachligen Barsche unb etwa auch ein Neunauge. Die Flößer gehörten offensichtlich, zu den Unseß- haften, Wilden, Wanderern, Nomaden, unb Floß und Flößer waren bei den Hütern der Sitte und Ordnung nicht wohlgelitten. Umgekehrt war für uns Knaben, so oft ein Floß erschien, Gelegenheit zu Abenteuern, Aufregungen und Konflikten mit jenen Ordnungsmächten. So wie zwischen Müllern und Flößern ein ewiger Krieg bestand, in dem ich stets zur Partei der Flößer hielt, so bestand bei unseren Lehrern, Eltern, Tanren eine Abneigung gegen das Flößerwesen, und ein Bestreben, uns mit ihm möglichst wenig in Berührung kommen zu lassen. Wenn einer von uns zu Hause rfiit einem recht unflätigen Wort, einem meterlangen Fluch aufwartete, dann hieß es bei den Tanten, das habe man natürlich wieder bei den Flößern gelernt Und an manchem Tage, der durch die Durchreise eines Floßes uns zum Fest geworden war, gab es väterliche Prügel, Tränen der Mutter, Schimpfen des Polizisten. Eine schöne Sage, die wir Knaben über alles liebten, war die von einem kleinen Buben, der einst wider alle Verbote ein Floß bestiegen und damit bis nach Holland und ans Meer gekommen sei und erst nach Monaten sich wieder bei feinen trauernden Eltern eingefunden habe. Es diesem Märchenknaben gleichzutun, war jahrelang mein innigster Wunsch. Weit öfter, als mein guter Vater ahnte, bin ich als kleiner Bub für kurze Strecken blinder Passagier auf einem Floß gewesen. Es war streng verboten, man hatte nicht nur die Erzieher und die Polizei gegen sich, sondern leider meistens xruch die Flößer. Schöneres und Spannenderes gibt es für einen Knaben nicht auf der Welt, als eine Flußfahrt. Denke ich daran, so kommt n)it hundert zauberhaften Düften die ganze Heimat und Vergangenheit herauf. Ein vorüberfahrendes Floß besteigen konnte man Mweder yom Laufsteg eines Schleusentores« ein«. sog. „Stellfalle" aus — das galt für schneidig und forderte einigen Mut, oder aber vom Ufer aus, was oft gar nicht schwierig war, aber doch jedesmal mit einem halben oder ganzen Bad bezahlt werden mußte. Am besten noch ging es an ganz warmen Sommertagen, wenn man ohnehin sehr wenig Kleider und weder Schuhe noch Strümpfe an hatte. Dann kam man leicht aufs Floß, und wenn man Glück hatte und sich vor den Flößern verbergen konnte, war es wunderbar, ein paar Meilen weit zwischen den grünen stillen Ufern den Fluß hinunter zu fahren, unter den Brücken und Stellfallen hindurch. Während des Fahrens aber, wenn nicht gerade ein Flößer freundlich war und einen auf einen Bretterstoß setzte, bekam man sehr bald auch die Unbilden des beneideten Flößerhandwerks zu kosten. Man stand unsicher auf den glitschigen Stämmen, zwischen denen das Wasser ununterbrochen herauf spritzte, man war naß bis auf die Knochen, und wenn es nicht sehr sommerlich war, fing man stets bald an zu frieren. Und dann kam der Augenblick näher, wo man das rasch fahrende Floß wieder verlassen mußte, es ging gegen Abend, man schlotterte vor nasser- Kühle, und man war bis in eine Gegend mitgefahren, wo man die Ufer nicht mehr so genau kannte wie zu Hause. Nun galt es eine Stelle zu erspähen und unverweilt mit raschem Entschluß zu benützen, wo ein Absprung ans Land möglich schien — meistens gab es in diesem letzten Augenblick nochmals ein Bad, auch war es oft gefährlich, und hie unb da passierte ein Unglück; auch mir ist bei diesem Anlaß einst der Schauder der Todesgefahr bekannt geworden. Und wenn man dann glücklich wieder an Land war, Erde und Gras unter den Füßen hatte, dann war es m?it, zuweilen sehr weit ngch Hause zurück, man ftan> in nassen Schuhen, nassen Kleidern, man hatte die/Mütze verloren, und nun spürte man nach dem langen glitschigen Stehen auf den nassen Baumstämmen eine Schwäche in den Waden und Knien und mußte doch noch eine Stunde ober zwei oder mehr zu Fuß laufen, und alles nur, um bann von schluchzenden Müttern, enfietzten Tanten unb einem todernsten Vater empfangen zu werden, welche dem Herrn dafür dankten, daß er wider Verdienst den entarteten Knaben hatte heil entrinnen lassen. Schon in der Kindheit war es so: man bekam nichts geschenkt, man mußte jedes Glück bezahlen. Und wenn ich heute nachrechne, in was bas Glück einer solchen Floß fahrt eigentlich bestand, wenn ich alle die Beschwerden, Anstrengungen, Unbilden abziehe, so bleibt wenig übrig. Aber dieses wenige ist wunderbar; ein stilles, rasch unb erregend ziehendes Fahren auf dem kühlen, laut rauschenden Fluß, zwischen lauter spritzendem Wasser, ein traumhaftes Hinwegfahren unter den Brücken, durch dicke lange Gehänge von Spinnweben, träumerische Augenblicke des Versinkens in ein unsäglich seliges Gefühl von Wanderung, von Unterwegssein, von Entronnensein und Jndiewetthineinfahren, mit der Perspektive zum Neckar und zum Rhein und nach Holland hinunter — und dies wenige, diese mit Nässe, Frieren, mit Schimpfworten der Flößer, Predigten der Eltern bezahlte Seligkeit wog doch alles auf, war doch alles wert, was man dafür geben mußte. Man war ein Flößer, man war ein Wanderer, ein Nomade, man schwamm an den Städten und Menschen vorbei, still, nirgends hingehörig, und fühlte im Herzen die Weite der Welt und ein sonderbares Heimweh brennen. O nein, es war gewiß nicht zu teuer bezahlt. Büchertisch. — Friedrich Kayßler: Jan b er Wun- bejrbare. Ein derbes Lustspiel. 95 Seiten. Rütten & Loening Vertag, Potsdam. — Es dürfte nicht allgemein gegenwärtig fein, daß der durch zahlreiche Filme auch in der Provinz bekannt gewordene Staatsschauspieler Friedrich Kayßler sich wiederholt» schriftstellerisch betätigt hat. Nächst dem kürzlich erschienenen, seinerzeit an dieser Stelle besprochenen Erinerungsbuche, däs Kayßler feiner verstorbenen Gattin, der Schauspielerin Helene Fehdmer, gewidmet hat, verdient vor allem sein vor längerer Zeit entstandenes, im Stile des niederländisches Bauern-, malers Teniers geschriebenes „derbes" Lustspiel von Jan dem Wunderbaren Erwähnung, die teilweise; dem Boccaccio entnommene Fabel von dem wunder- süchtigen Jan Beest, der eines Tages den unsichtbar machenden Zauberstein gefunden zu haben glaubt und auf drollige Weise von feinen Freunden und Saufkumpanen geheilt und seiner lieben Frau Antje" wiedergeschenkt wird. Man darf dem Verlage für die Buchausgabe dankbar sein, die auch manchem Theaterleiter eine nützliche Erinnerung für die Spiel- plangeftaltunfl gMy ma& Hans Ttyrjpfc nung eines Archivs versprochen hotte und die er alsbald in Angriff nehmen wollte, ließ er sich zunächst einen Vorschuß van 50 RM. geben. Die Wirtin sah jedoch ihren Koffer nicht wieder, und der Vor- jchußgeber hatte mit seinen 50 RM. das Nachsehen, denn an dem Archiv hat der „Finanzierte" keinen Strich gearbeitet; in beiden Fällen ließ er überhaupt nichts mehr von sich hören. Da jedoch seine Anschrift in Bremen hier bekannt war, gab es für ihn nunmehr vor dem Amtsgericht Gießen ein Nachspiel wegen Unterschlagung und Betrugs. Das Urteil lautete auf drei Monate Gefängnis. Verdunkelungszeit: 31. Mai von 22.33 bis 4.36 Uhr. Aus Oer engeren Heimat. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg,'3?8. Mai. Der Gemischte Chor von Watzenborn-Steinberg sang am Sonntag in einem Gießener Lazarett unter der Stabführung von Chorleiter Gg. Harnisch (Steinberg) und nicht, wie berichtet, unter Dirigent Habermehl. Kreis Büdingen. Schotten, 28. Mai. Die hiesige Krieger- kameradschaft war zu einem Mitgliederappell versammelt. Der Kameradschaftsführer teilte die neuesten Anordnungen mit. Ferner wurde ausführlich über das Schießwesen inz der Kameradschaft gesprochen und seine weitere Pflege beschlossen. Zum Schluß des Appells wurden an 15 Kameraden die Ehrennadeln für 40jährige treue Mitgliedschaft überreicht. ' Von einem Buttdogg überfahren. * Alsfeld, 29. Mai. An einer vielbefahrenen Straßenkreuzung wurde ein sechs Jahre alter Junge, der beim Spielen über den Fahrdamm lief, von einem Bulldogg mit Anhänger erfaßt und überfahren, Dabei wurde das bedauernswerte Kind so schwre verletzt, daß es bald nach seiner Einlieferung in der Klinik in Gießen v e r- st a r b. Der Kleine, dep aus Köln stammt, war in der Hast des Spiels in das Motorfahrzeug hineingelaufen. Don der Frankfurter Börse. Induslrieobligalionen im Vordergrund. Arn Aktienmarkt waren die Dinge wenig verändert. Soweit in einzelnen Papieren Umsätze zustande kamen, mußten scharfe Repartierungen durchgeführt werden. Kursmäßig ergaben sich ab 26. Mai dadurch Veränderungen, daß der monatliche Dividendenzuwachs bei einzelnen Dividenden- werten zugeschlagen wurde. Am Rentenmarkt ist die Reichsaltbesitz etwas leichter, dagegen konnten Dekosama I wieder anziehen. Steuergutscheine I unverändert 102,60. Stark gefragt waren Jndustrieobliaationen. Im Telephonverkehr bestand lebhaftere Umsatztätigkeit zu fast täglich leicht erhöhten Kursen in 1943er JndustrieoLligationen, von denen die 4prozentige Degussa bis 109,25 anziehen konnten (einschl. 0,75 v. H. Bankenvergütung). Von Stadtanleihen konnten nun auch die Darmftätter von 102,5 auf 103 cmziehen. Im Aktienfreiverkehr blieben die Umsätze unbedeutend, die Kurstaxen sind rein nominelle Geldkurse. Tagesgeld 1,75 v. H. WWWWWWWWMWMWWWWWWWWWM Nach kurzer Krankheit verschied am 29. Mai unerwartet, nach arbeitsreichem Leben,' unser lieber, herzensguter, treusorgendör Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Paul Richter im 79. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen i Lotte Richter Reinhold Richter und Frau Friedrich Richter und Frau, und Enkel Familie Franz Bepler. Gießen (Bismarckstr. 9), z. Z. im Felde. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 2. Juni, 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. H 03582 S Heute nacht entschlief sanft, nach einem arbeitsreichen Leben, kurz nach ihrer jüngsten Schwester, unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante FrauAnnaMarieNachtigall.geb.Stein im 87. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Ludw. Lotz u. Frau Marie, geb. Nachtigall Familie Heinrich Nachtigall Familie Elisabete Schneider Wwe-, geb. Nachtigall Familie Ferdinand Seibert Adolf Lotz ü. Frau Anna, geb.Nachtigall Familie Otto Nachtigall Familie Georg Schließner. Beuern, Wieseck, Frankfurt a.M. und im Felde. Beerdigung: Dienstag, den 1. Juni, nachmittags 2.30 Uhr. 1684 D Hl I II ■■■III Ulli !■! ■BMMWU.Fimn— I-JwL Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher IBgy Anteilnahme an dem schweren Verlust durch den Heldentod unseres unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Enkels und Neffen Heinrich Röhrig, Schütze E in der Waflen-ff, sagen wir unseren herzlichen Dank. ■ In stiller Trauer: Wilhelm Röhrig sen. B Frau Haubach Wwe, und all« Angehörigen. E Gießen, den 29. Mai 1943. \ 03588 B EEMmMMmMMBEMMMM Biete: Preiswerte geräumige 3-Zimm.-Wohn. mit Zubehör in schön. Lage mit Gartenanteil Suche: Größere 4-5-Zimmer-Wohnung in guter Lage. Schriftl. Angebote unt. 03589 an den Gießener Anzeiger erbet. Rundhoizeinkäufer für Fichte, Tanne, Kiefer, Eiche und Buche für Hessen-Nassau von großem Sägewerk gesucht. Bewerber muß Motorradfahrer sein und möglichst auch den Führerschein Klasse 3 besitzen. Ausführliche Bewerbungen unt. 1687D an den Gieß. Anzeiger. 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Unter diesen Gesichtspunkten ist auch die- 1:4= (1:3) Niederlage des sechsfachen deutschen Meisters und Titelverteidigers Schalke 04 zu werten, die er am Sonntag bei Holstein Kiel bezog und die normalerweise eine sehr große Ueber- raschung wäre. Es steht also nun, zwei Runden vor dem Abschluß der Kriegsmeisterschaft, fest, daß es einen neuen deutschen Meister geben wird, denn nach ihrer Niederlage in Kiel sind die „Knappen" ausgeschieden. Das gleiche Los teilen zwei andere hocheingeschätzte Mannschaften, der vorjährige Tschammerpokalsieger 1 8 6 0 München und Badens Meister VfR. Mannheim. Die Münchner „Löwen" gingen im Wiener Stadion gegen den Meister von Donau-Alpenland, Vienna Wien, mit 0:2 (0:1) ein, während Badens vielgerühmte Meisterelf beim FV. Saarbrücken, der unter der Führung des Nationalspielers Sold eine große kämpferische Leistung vollbrachte, „in Schönheit starb" und nach einer Paufenführung von 2: 1 schließlich 2 :3 unterlag. Im vierten Spiel des Tages siegte der Dresdner SC. in Danzig mit 4:2 (2:0) über Neufahrwasser 1919, ein Ergebnis, das wohl allgemein erwartet wurde. Die „letzten Vier" der deutschen Meisterschaft sind mithin der vorjährige Endspielteilnehmer Vienna 'Wien, der Sachsenmeister Dresdner SC., der Westmarkmeister FV. Saarbrücken und der Meister von Schleswig-Holstein, Holstein Kiel. Vom heimischen Fuhball, Borussia Fulda — LSV. Gießen 5:1 (4:0). Der Sportgau Hessen-Nassau führte gestern in Lauterbach eine Werbeveranstaltung durch, in deren Mittelpunkt ein Fußballtreffen zwischen RSG. Borussia Fulda und Luftwaffe Gießen stand. Die Fuldaer Mannschaft zeigte sich von einer recht guten Seite und buchte mit 5:1 (4:0) einen schönen Sieg. Dem Treffen wohnten über 1000 Besucher, darunter viele Verwundete, bei. 1900 — VfL. 1860 Marburg 2:4. Durch Ausfall von Schäfer, Fleischhauer und Köhlinger kam nicht die gewünschte Mannschaftsaufstellung zustande, so daß man wieder einmal experimentieren mußte, und da das Experiment nicht gelang, mußte man auf die Revanche für die im Vorspiel erlittene Niederlage verzichten und erneut eine Niederlage hinnehmen. Im ganzen gesehen ist dieser Sieg der Marburger verdient, denn ihre Leistung war, mannschaftlich gesehen, weit einheitlicher als die der Gastgeber. Dies trat besonders zu Anfang deutlich in Erscheinung und zu dem Zeitpunkt, als die Blau-Weißen gegen Schluß eine kurze Drangperiode hatten. Aus der Abwehr heraus wurden nämlich die beiden letzten Treffer vorbereitet, was die Gefährlichkeit des Gästesturmes unterstreicht. Zusammenarbeit im Gießener Fußballsport. Den Verhältnissen des totalen Kriegseinsatzes Rechnung tragend, haben sich die beiden Gießener Fußballvereine Spielvereinigung 1900 und VfB.-R. entschlossen, für die weitere Dauer des Krieges die Spiele gemeinsam auszutragen. In Anbetracht des Sportgeschehens unserer Stadt ist dies ein erfreuliches Zeichen, das sich auf die kommenden Spiele günstig auswirken wird. Der Zieichssportwettkampf. Am Samstag und Sonntag traten im ganzen Reich die Angehörigen der Hitler-Jugend zum Früb- jahrs-Reichssportwettkampf 1943 an. Die sportlicye Leistungsschau erfaßte die gesamte Jugend in Stadt und Land und ermittelte die beste Gemeinschaft in den Grund Übungen der körperlichen Ertüchtigung. Auf den Ergebnissen dieses Reichssportwettkampfes bauen sich die weiteren sportlichen Leistungskämpfe der Banne und Gebiete bis zum Reichs entscheid um den Wanderpreis des Reichsjugendführers auf. Auch der diesjährige Wettbewero gab ein erfreuliches Bild Der Reichsfinanzminister hat steuerliche Erleichterungen bei Betriebsstillegungen und Rationalisierungsmaßnahmen angeordnet. Der im Reichsfteuer- blatt Nr. 41 vom 19. Mai erschienene Erlaß gewährt'bei der Einkommen- und Körperschaftssteuer folgende Vergünstigungsmöglichkeiten: Buchführende Gewerbetreibende, die abnutzbare Wirtschaftsgüter des beweglichen Anlagevermögens ihres stillgelegten Betriebes verkaufen, können eine steuerfreie Rücklage bis zur Höhe des Deräußerungsgewinns bilden. Voraussetzung ist, daß ^fie einen Betrag in Höhe der Rücklage auf ein Sperrkonto bei einem Kreditinstitut einzahlen und dem Finanzamt darüber eine Bescheinigung einreichen. Die Einzahlung muß spätestens am Bilanztag des Jahres der Veräußerung, bei Veräußerungen in einem vor dem 1. Juni 1943 abgelaufenen Wirtschaftsjahr spätestens am 30. Juni 1943 Dorgenommen werden. Die näheren Einzelheiten, auch über die vorzeitige Freigabe der Sperrkonten, bringt der Erlaß. Alle diese Vergünstigungen treten nur ein, wenn der gesamte betrieb — einerlei, aus welchen Grünnden — stiflgelegt worden ist; sie sind erstmals bei der Veranlagung für 1942 anzuwenden, kommen jedoch nur in Betracht, wenn ein Betrieb nach Beginn des Wirtschaftsjahres, das für die Veranlagung für 1942 maßgebend ist, stillgelegt wurde. Wenn wegen kriegsbedingter Beschränkung der Fabrikation Betriebe Maschinen usw. austauschen, so ist der Minister damit einverstanden, daß steuer- vom Leistungsstand, der Gesundheit und der Nk« satzfreudigkeit der deutschen Jugend im 4. Kriegs» jahr. Reichsjugendführer Axmann besuchte die Wettkämpfe der Hitler-Jugend in den Gebieten Main« franken, Kuchessen Und Thüringen. Pfingsten Weidig-Bergfest. Mit Rücksicht auf die am 20. und 27. Juni stattfindenden Bannsportfeste des Gebiets Hessen-Nassau wurde das 7. Weidig-Bergfest aus dem Schrenzer bei B u tz b a ch auf den 1 3. In n i (Pfingsten) voroerlegt. Die volkstümlichen Wettkämpfe des beliebten oberhessischen Sergtftffens des NSRL., die in den nächsten Tagen zur Ausschreibung gelangen, sind gauoffen für die Sportgaue Hessen-Nassau und Kurhesfen und für das Gebiet Hessen-Nassau der HI. Feldbergfest am 11. Juli. Das 89. Feldbergfest findet am 11. Juli statt. Im vergangenen Jahre führte man die Wettkämpfe am Fuße des Taunusgipfels, in Bad Homburg, durch Heuer will man trotz der bestehenden Verkehrs- fchwierigkeiten wieder auf die beliebte Hohe gehen und die Wettkämpfe den Forderungen der Zeit entsprechend wehrmäßig gestalten. Kurze Svortnotize«. Deutscher Meister im Geräteturnen wurde bei den Titelkämpfen in Passau erstmalig der Stuttgarter Eugen G ö g g e l. Er siegte im Zehnkampf mit 192,0 Punkten vor den Brüdern Theo und Erich Wied (WM.), die 190,9 und 188,8 Punkte erzielten, Einzelmeister wurden Göggel am Reck, Theo Wied am Pferd, Erich Wied am Barren, Müller (Leuna) an den Ringen und Schneps (WM.) am Boden. lich eine Gewinnverwirklichung in solchen Fällen nicht angenommen wird. Endlich gewährt der Erlaß Umsatzsteuerbefreiung im Rahmen der Verwertung von Waren stillgelegter Betriebe, wenn die Verwertung auf Anordnung der zuständigen Stellen geschieht und dadurch ein zusätzlicher Umsatz in der gleichen Wirtschaftsstufe entsteht. Um eine zusätzliche Belastung der Ware mit Umsatzsteuer zu vermeiden, werden auch für die Zusammenlegung von Unternehmungen zu Kriegsbetriebsgemeinschaften Umsatzsteuer - Erleichterungen verfügt, ohne daß jedoch ein Ausfall an Umsatzsteuer entsteht. Briefkasten Ser Redaktion. ' (Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Schristleitung.) H. V.. Gießen. Sie hätten mit Ihrem Zaun dis zur Grenze Ihres Ackers gehen können. Die Auffassung, die von Ihrem Nachbarn vertreten wird, ist unrichtig. Bezüglich der Feststellung der Größe des fraglichen Grundstücks wenden Sie sich am besten an das Vermessungsamt. Hauptschrlflletter: Dr. Friedrich WilhelmLange. Stellvertreter deS Haupischriftletters: Ernst Blumschein. Berantworllich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. HanS Thvriot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Unrversitätsdruckerei R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr^Jna. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Anzeigenleiter: Hans Beck. — Anzeigenvreisliste Nr. 6. Sieuer-Erleichterungen bei ZelriebsWegungen. NSDAP. Hitler-Jugend Bann Gießen (116) Veranstaltungsring der HJ. 42/43 Reihe A mit £in ganzer Jferl von Peter Buch , am Montag, dem 31. Mai 1943, 18.15 Uhr Theater der Universitätsstadt. 1675 D Maschinen-HohelSDäne gratis abzugeben Förster & Nicolaus, Lich. _____ Großes möbliertes Zimmer mit Küche Nähe Bahnhof zu vermieten. Schriftl. Angebote unter 08579' an den Gießener Anzeiger erbet. Zur Reinigung von Büro- und Betriebsräumen geeignete Arbeitskraft für die frühen Abendstunden ges. Brühlsche Universitätsdruckerei Schulstraße 7 1633o Seiler-Lehrling sofort gesucht. K6st und Logis kann gestellt werden. Einstell, über das Arbeitsamt. Wilhelm Nebhuth Seilerei, Sack-, Plan- und Zelteherstellung Gießen [03565 Rodheimer Straße 56/58, Telefon 3206. Wohnungstausch Biete: kleine, sonnige 4-Zimmer-Wolmung Suche: grösr.j-Zimmer- Wohnung. Schr. Ang. unt. 03578 a. d. G.A. Giefeen — Hamburg Biete in Hamb.: Neubauwohng., 2 Zimm., Kach.- Küche mit Gas- ofen^Zentralhei- zung, Warmm. Suche i. Gießen entspr. Woling. Schriftl. ^lngeb. unt. 1672D a. d. Gieß. Anzeiger. Stellenangebote hielten, junges Mädchen für Haushalt sof. gesucht. 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Juni, abends 20 Uhr, in der Neuen Aula der Universität, Goethestraße Liederabend des berühmten ukrainischen Tenors Konstantin Sadko Am Flügel: Hans Göbel Es gelangen zum Vortrag: Lieder in deutscher, italienischer und spanischer Sprache. Karten zu RM. 6.-, 4.50 und 3- bei allen Amtswaltern d. NSV. und in den NS V.-Dienststellen. 1651p KlingeL Elemente eingetroffen Carl Schunck Bahnhofstraße66 „F-rigidaire"- Kühlschrank, 90 Lit., 220 V, Wechselstr.,z.tauschen ges. gegen 220 V, Gleichs'tr. Gundlach, Marburg/Lahn, Hasvelitr. 31. Tausche gute I.-MsWe Größe 39, gegen gleichwertige, Größe 36. Schr. Ang. unt. 03575a.d. G.A. Entlaufen - schwarzgrauer Drahthaar- Schnauzer. Abzug, geg. Bel. Schmidt, Altenfeldsweg 25. [03583 Wir haben uns verlobt Anni Weber Paul Wenzel Unteroffizier in einer schw. Flak-Batterie Utphe Langsdorf 29. Mai 1943 \1685 D/ Ihre Vermählung geben bekannt Joseph Bernhard Deuster Unteroffizier in einem Flak-Regiment Else Ottilie Deuster geb. Busley Gießen, den 2. Juni 1943 Liebigstrafee 28 Im Felde Langenhahn (W esterwald) 03591 / Ihre Ferntrauung geben bekannt Gefreiter Jakob Schäfer Denk jetzt im Sommer schon an den WmfäSF! 3 Wie werden Türen und Fenster • richtig abgedichtet? Durch eine Ritze dringt manchmal mehr Kälte ein, als ein Sack Kohle an Wärme im Ofen erzeugt. Und wenn wir im nächsten Winter auch Heizmaterial sparen müssen -zu frieren brauchen wir deshalb noch lange nicht! Also her mit Holzleisten, mit Fijz- und Stoff streifen aus der Flickentruhe, mit alten Vorhängen und Decken,mit Holzwolle und Zeitunaspapierl Und dann: ran an alle Türen und Fenster mit dem Schlachtruf: „Wo zieht’s durch?" Vater nagelt Leisten auf abgetretene Türschwellen, die Kinder dichten die Fenster mit Filz-oder Papierstreifen ab, Mutter „zaubert" aus Resten Vorhänge für beson- > ders „windige" Gesellen unter den Türen und mit Papier oder Holzwolle ausgestopfte Rollen zum Einlegen zwischen die Doppelfenster! Aber: bald anfangen! DerWinter ist schneller da, als man denkt. Und wer dann nicht fertig ist, hat zum Schaden des Frierens noch den Spott von „Kohlenklau"! Wer jetzt sich etwas Mühe macht, im Winter über diesen O? lacht! Ein Lucema - Film - Prag der märkischen Filmgesellschaft in deutscher Sprache mit Hanna Vitova - Lil Adlna Svatopluk Benes - Gustav Nezval - Maria Glasrova Wochenschau - Kulturfilm Heute Erstaufführung Lichtspielhaus Tägl. 3.00, 5.16, 8.00; So. 2.30, 5.00,8.00 Jagend hat keinen ZutrittI 165QC Marie Schäfer geb. Bender Grüningen, im Mai 1948 03590/ + Bruchleidende tragen das ausgezeichnete Hernial-Patentband mit verstellbarer Pelotte, auch für schwerste Brüche geeignet. 1676v Nur Maßanfertigung. — Garantieschein. EugenFreiLCo.,Stuttgart 8» Kostenlos zu sprechen in: Friedberg: Hotel Deutsches Haus, Donnerstag, den 3. Juni, von 9—5 Uhr. Gießen: Hotel Kobel, Freitag, den 4. Funk, Von9—5 Uhr.