«» BH 1* OLM V4r £\] | Mtttwoch.3».MSr;ly43 Giehener Anzeiger (95. Zahl gang Nr. 76 Erscheint täglich, anbei Lonntags und feiertags Beilagen: Gießener »>amilienblätter Heimat imBild DieScholle Hezugsvreis: Monatlich. . RM.1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auck bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' »Uhr desBormittagS Ametgen-Breife: Anzeigenteil 7 Rvf je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH AbfchlüsteMengenftast'el B Plavvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"»mehr IÄS fVranlf9^. vrühlscheUniversttStrdruckerei B. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Sieben,^Schulftr-tze 7-9 Tüchtiges schaffen, — das hält auf die Dauer Peter Rosegger. kein Gegner aus!“ alter Der Abwehrerfolg von Etaraja Rußja irf en eit In harten Nahkämpfen Sowjetmassen südlich des Ladogasees abgeschlagen. llssled, d zu« r m'ifit- n Ma nitir 6 ©LA, corbnrt nnmen- M, M 1 bamij dieW> Ijcheim 1O25D .Gieha liefeen bruch zu erzielen. Die Luftwaffe unlerstühke in unermüdlichem Einsatz den Abwehrkampf der deutsch- italienischen Truppen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen bei Tage und bei Rächt einen feindlichen Geleitzug an der notd- afrikanischen Küste an und erzielten nach bisher- vorliegenden Meldungen Treffer auf drei Handelsschiffen. 3n der vergangenen Rächt griffen britische Flugzeuge Orte in Westdeutschland und die Reichshauptstadt an. Sie warfen Spreng- und Brandbomben, vor allem auf Bochum und auf einige Stadtteile und Vororte von Berlin. Ls wurden hauptsächlich Wohnviertel getroffen. 21 der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. Lin Tagesangriff schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen eine Stadt an der englischen Südküste verlief erfolgreich. Deutsche und kroatischeTruppen haben in Zusammenarbeit mit Teilen der italienischen Wehrmacht in wochenlangen Kämpfen eine von Sowjetruhland angezettelte kommuni st ische Aufstandsbewegung in Südkroatien zerschlagen. Bei schwierigen wetterverhällnissen und trotz der Unwegsamkeit des bergigen Kampfgeländes und der hinterhältigen Kampfweife der Aufständischen wurde der organisierte widerstand gebrochen, Waffen- und Verpflegungslager erbeutet. Rur schwachen Resten der kommunistischen Banden gelang es, ins Hochgebirge zu entkommen. eines Zeitraumes von fünf Wochen schwerste Verluste beigebracht haben. Der Feind büßte nicht nur mehr als 60 000 Tote und mehr als 3000 Gefangene ein, sondern er verlor auch fast 300 Panzer, über 800 Maschinengewehre, über 100 Granatwerfer und sonstiges Material. Man mutz hinzurechnen, datz die Bolschewisten bei diesen wochenlangen Unternehmen im Raume von Staraja Rußja, wo sie auf den entschlossenen Widerstand eines deutschen Armeekorps stießen, auch hohe Verluste an Verwundeten gehabt haben. Wenn auch für die jetzigen Kämvse im Osten die frühere Faustregel über das Verhältnis von Toten zu Verwundeten (nach alten Erfahrungssätzen etwa 1:4) nicht mehr gelten dürste, so mutz doch angenommen werden, datz der Feind über die 64 000 Mann, die er total eingebüßt hat, noch ganz erhebliche Ausfälle an solchen Soldaten erlitten hat, die mindestens für längere Zeit für eine Kriegsoerwendung nicht mehr in Frage kommen. Wenn man diese Größenverhältnisse richtig würdigen will, dann mutz man sich klarmachen, daß der Bestand eines deutschen Armeekorps an Front- und treuer Kamerad. Aber auch im Namen des ganzen deutschen Volkes rufe ich dir unseren Abschiedsgruß zu. Dank für dein Leben, Dank für dein Werk. Wir werden dich nie vergessen. Während die Fahnen und Standarten sich senken und das Lied vom guten Kameraden ertönt, legt Dr. Goebbels den Kranz des Führers nieder und verweilt im stillen Gedenken an der Bahre. Als dann die Lieder der Nation verklungen find, treten Männer der SA.-Standarte „Feldherrnhalle" an den Sarg heran und tragen ihn aus dem Saal. Im Ehrenhof präsentiert die aus je einer Kompanie des Heeres, der SA.-Standarte „Feldherrnhalle" und der Waffen-^ bestehende Trauerparade. Der Oer Webrmachtberichi. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 30. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Rordfront des Kuban-Vrücken- kopfes und im Raum südwestlich Wjasma scheiterten neue feindliche "Angriffe unter hohen blutigen Verlusten. 2 7 Panzer wurden allein im Kampfraum südwestlich Wjasma abge- fchossen. In der Abwehrschlacht südlich des Ladogasees bewährte sich gestern erneut unsere hervorragend kämpfende Infanterie. Sie schlug in harten Rahkämpfen den Ansturm, der sowjetischen Massen ab und behauptete überall ihre Stellungen. Im Raum von Staraja Ruhja haben die Truppen eines deutschen Armeekorps in wochenlangen, schweren Kämpfen alle feindlichen Durchbruchsversuche abgeschlagen und damit einen vollen Abwehrerfolg errungen. Die Sowjets verloren seil dem 23. Februar in diesem Abschnitt 61 460 Tote, 2978 Gefangene, 293 Panzer, 26 Geschütze, 806 Maschinengewehre, 114 Granatwerfer, 206 Panzerbüchsen und 1036 Maschinenpistolen. Bei den Abwehrkämpfen im Kuban-V rücke u- k o p f zeichneten sich rumänische Infanterieverbände erneut aus. Der Feind führte auch gestern an zahlreichen Stellen der tunesischen Front heftige Angriffe gegen die deutsch-italienifchen Stellunoen, ohne datz es ihm gelang, den beabsichtigten Durch- Unfer Bild zeigt Reichsminister Dr. Goebbels bei der Gedenkrede im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Abschied von dem ersten Reichssportsührer. Reichsminister Or. Goebbels würdigt Leben und Werk des Oahingegangenen Auch die Kämpfe im Raume südlich des Ladogasees bei Star a ja Rußja und bei Wjasma sind ein Ruhmesblatt der deutschen Abwehr. Stalin wirft dort nach wie vor seine Panzer und seine Masse Mensch gegen die deutschen Stellungen und versucht vergeblich, das weichende Glück beim Schopf zu fassen." Staraja Rußja liegt an der Bahnstrecke nach Pscöw und Riga, Wjasma auf dem Wege nach Smolensk, wo Napoleon 1812 seine letzte grohe Schlacht vor Moskau gewann. Beide Ziele schweben dem Bolschewisten als erstrebenswert vor, für ihre Erringung hat er an diesen Punkten seine besten Reserven eingesetzt. Die Konzentrierung seiner^Kraste auf das Gebiet südlich des Ilmensees bei «taraia Rußja ünd bei Wjasma zeigt, daß Stalin nichts so sehr nirchtet als ein Versickern seiner mit so großen Hoffnungen begonnenen und so kläglich zerronnenen Winterostensive. * ± _ OKW.-Bericht vom Dienstag wird mitgeteilt, datz b i'e Truppen eines deutschen Armeekorps im erfolgreichen Abwehrkampf b e i Staraja Rußja den Bolschewisten innerhalb Im Namen des Führers nehme ich nun Absckned von dir, lieber Parteigenosse Hans von Tscbamme And Osten. Er grüßt dick zum letztenmal durch meinen Mund. Mit ihm grutzen dich deine Partei und deine SA., in denen du aufaewa^en bist Lenen du nur Ruhm und Ehre embrachtesL und idie dich deshalb mit Stolz zu den Fron zahlen. Grabenkämpfern nur einen Bruchteil der hier genannten Zahlen beträgt. Eine verhältnismäßig geringe deutsche Minderzahl hat also in fünfwöchigen harten Kämpfen unter ungünstigen Wetteroerhält- nissen und zweifellos auch unter schwierigen Nachschubbedingungen nicht mir die befohlene Stellung bei Staraja Rußja, deren strategische Bedeutung schon wiederholt gewürdigt worden ist, restlos gehalten, sondern dem Feinde, der fünf Wochen lang vergeblich gegen diese Bastion anrannte, unverhältnismäßig hohe bllltige Verluste beigebracht. Man übertreibt nicht, wenn man feststellt, daß allein m diesem Kampfabschnitt eine ganze bolschewistische Armee schwer angeschlagen worden ist. So vollzieht sich dank dem Einsatz unserer Soldaten an der Ostfront systematisch der Prozeß der Zerschlagung der sowjetischen Millionenmassen, die von den bolschewistischen Machthabern immer wieder in das Feuer der deutschen Abwehr hinein- getrieben werden. Nach dem Rückschlag von Stalingrad hat sich die deutsche Ostfront in ihrer ganzen Ausdehnung konsolidiert. UeberaU, wo der Feind anstürmt, erleidet er Verluste in ähnlich hohem Ausmaße. Man könnte fragen, wielange die Bolschewisten noch in der Lage sind, dieses Spiel fortzusetzen. Es wird verstanden werden, wenn wir uns jeder Prophezeiung in dieser Beziehung enthalten. Aber soviel ist sicher, daß eines Tages der Augenblick gekommen ist, der auf der Gegenseite ein Nachlassen der Kampfkraft bemerkbar werden läßt. Auch die Menschenreserven der Bolschewisten sind nicht unerschöpflich. Der Aderlaß, den ihr Kriegspotential bisher schon erlitten hat, war ernst genug,, um Stalin in diesem Winter zu bewegen, alles auf die Karte eines Durchbruches durch die deutsche Front zu setzen. Diese Karte hat nicht gestöchen, und das Ergebnis waren schwerste Verluste auf allen Frontteilen, von deren Höhe die OKW.-Meldung über die Erfolge bei Staraja Rußja einen Eindruck vermittelt. y Schwere britische Lustniederlaae. Berlin, 30. März. (DNB.) Die deutsche Abwehr fügte in der Nacht zum 30. März den britischen Bomberverbänden, die über West- deutschland und gegen das Gebiet der Reichs- Hauptstadt vordrangen, eine schwere Niederlage zu. Der Feind selbst mutzte den Verl u ft von 33 Flugzeugen zugeben. Waren es in Westdeutschland neben viermotorigen Flugzeugen auch ältere zweimotorige Maschinen vom Muster „Wellington", die brennend zu Boden gingen, so wurden im Raum von Berlin und Norddeutschland ausschließlich viermotorige Bombenflugzeuge der Muster „Lancaster", „Halifax" und , Stirling" von Flakartillerie und Nachtjägern ab» geschossen. Leutnant Geiger schoß nacheinander fünf feindliche Bomber ab und errang damit feinen 15. bis 19. Nachtjagdsieg. Die in der Heimat eingesetzten Luftverteidigungskräfte konnten in der Nacht zum 30. März ihren 2000. Ab« s chu tz seit dem 1. April 1941 melden. Der schwere Schlag von 33 verlorenen Bombenflugzeugen bedeutet für den Feind nicht allein einen Ausfall wertvoller Flugzeuge, sondern auch den Verlust von über 2 00Mann fliegenden Personals, die eine monatelange Spezialausbildung hinter sich hatten. Es ist sicher, daß noch eine Anzahl schwer getroffener Maschinen beim Rückflug abstürzte, der wahre Umfang der Niederlage deshalb noch weit größer ist. Oie Säuberungsaktion in Bosnien. Berlin, 30. März. (DNB.) Die deutschen Sol- baten haben die umfassende Säuberungsaktion gegen die kommunistischen Aufstandsbanden in Bosnien durchgeführt. Die Reste des zerschlagenen Feindes flüchten in das Gebirge der adriatischen Küste. Während der stellenweise harten und zähen Kämpfe verloren die Banden über 13 000 Tote. Im Kampf gegen den geländekundigen Feind vollbrachten die deutschen Kampfgruppen, unterstützt von Truppen Kroatiens, im bosnischen Berggelände hervorragende Leistungen. Die lleberminbung der Höhenunter- schiede bis zu 2000 Meter während des harten Bal- Tüchtiger und stärker. Nicht die Begeisterung der hohen Stunden, nicht die Hochstimmung und der Erfolg des- flüchtigen Augenblicks erringen den großen Sieg, sondern er muß durch unendliche Bewährung, durch unerschütterliche Haltung und durch die größere soldatische, menschliche und arbeitsmäßige Tüchtigkeit wahrhaft verdient werden! Tapferer kämpfen, mehr arbeiten, tüchtiger sein auf allen Gebieten — das bringt die gerechte Entscheidung im totalen Kriege mit seiner totalen Anspannung aller Kräfte und feiner totalen Erprobung der Nation! Der Appell zur Tüchtigkeit meint vor allem die Heimat. Und dies verlangt der Appell von uns: unerfchüterlich zu fein in unserem Glauben und unermüdlich in unserer Pflicht und unserer Arbeit für den Sieg, immer mehr noch zu tun, mehr Waffen noch und bessere Waffen zu schaffen für die kämpfende Front — sie zu entlasten, ihr neue Kräfte zuzuführen durch den ganzen Einsatz all unserer Tüchtigkeit? Der deutsche Soldat ist der beste der- Welt, das hat er abermals in diesem Kriege bewiesen, und nicht nur in seinen einzigartigen Siegeszügen, sondern mehr noch in der harten und unerbittlichen Winterschlacht des Ostens. Der deutsche Soldat ist über alle bisherigen Maße der soldatischen Tat und der soldatischen Tüchtigkeit im großen Heldenliede dieses Krieges hinausgewachsen. So gilt insbesondere uns in der Heimat der Ruf zur Tüchtigkeit, mit der wir auf entscheidende Weise dazu beitragen müssen, alle Gegner niederzuzwingen — dadurch also, daß wir1 tüchtiger und also stärker sind als alle unsere Gegner! Berlin, 30.Mär^. (DNB.) Im Mosaiksaal der Neuen Reichskanzlei sand am Dienstagmittag der Staatsakt für den am 25. d. M. verstorbenen Reichssportführer SA.-Obergruppenführer und Obergebietsführer der Hitler-Jugend Hans vonTscham - m er und Osten statt. Reichsminister, Reichsleiter, Vertreter dör Partei und ihrer Gliederungen, des Staates und der Wehrmächt, die führenden Münder des Sportes sowie auch Vertreter der verbündeten und befreundeten Nationen erwiesen dem Toten die letzte Ehre. Der Mosaiksaal hatte eine dem Ernst der Stunde entsprechende Ausschmückung erhalten. Auf erhöhtem Podest ruhte der mit der Hakenkreuzfahne überdeckte Sarg, darauf lagen SA.-Mütze undEhrendolch. Angehörige der Partei, der SA.-Standarte Feld- herrnhalle, der, Hitler-Jugend und des NS.-Reichs- bundes für Leibesübungen hielten die Ehrenwache. Gedämpftes Licht fiel auf die Kränze, die den Katafalk wie ein Teppich umgaben, silberne Reichsadler leuchteten von der Höhe umflorter Pylonen. Fahnen und Standarten bildeten den Hintergrund, von der Stirnwand grüßte ein goldgefaßtes Hakenkreuz. Die Angehörigen des Dahingeschiedenen leitete Reichsminister Dr. Goebbels auf ihre Plätze. Nachdem der zweite Satz aus der Fünften Sinfonie von Beethoven verklungen war, ergriff als Vertreter des Führers Reichsminister Dr. Goebbels das Wort, zeichnete den Lebensweg des Verstorbenen und umriß das große Werk des getreuen Kämpfers, das als unvergängliches Vermächtnis im deutschen Volk für alle Zeiten weiterleben werde. Hans von Tfchammer und Osten, so sagte der Minister in seiner Trauerrede, hat denz deutschen Sport wieder Weltgeltung verschafft. Er hat ihn aus den Niederungen des Parteigezänkes zu feiner hohen Aufgabe, zum Dienst am Volke und feiner körperlichen und seelischen Ertüchtigung zurückgeführt. Das ist sein unbestrittenes, weit über die Zeit hinaus wirkendes geschichtliches Verdienst. Die Fülle feiner Arbeitskraft schien unerschöpflich. Die wenigen Worte eines kurzen Nachrufes genügen nicht, die fast zwanzigjährige rastlose Tätigkeit eines im öffentlichen politischen Dieirst stehenden Kämpferlebens zu um- reißen. Voll Bewunderung schaut die ganze Welt auf diese einmalige sportliche Erziehung eines Vol- , tes, die ihren Ausdruck in unvergleichlichen Leistungen auf allen Sportgebieten findet. So wird von Tschammer und Osten in der ganzen Kulturwelt Künder deutscherKraftund Disziplin. UeberaU wo er mit seinen Sportlern austritt, spürt man den Geist des neuen nationalsozialistischen Deutschland, der schnell Bande unvergeßlicher Kameradschaft und zumeist Freundschaft zu knüpfen versteht. Mit Fug und Recht können wir heute an feiner Bahre von ihm sagen, daß er der erste und erfolgreichste Botschafter des deutschen Sports in aller Sarg wird auf die Lafette gehoben, und dann setzt sich der Trauerkondukt in Bewegung, gefolgt von den Angehörigen und einer großen Zahl von Trauergästen. Vorbei an Tausenden von Männern und Frauen, die in dichten Reihen die Straßen säumen, bewegt sich der Zug über die Wilhelm- straße. Unter den Linden und die Ost-West-Achse bis zum Kleinen Stern. Nach einmal präsentiert die Truppe das Gewehr. Dann übernimmt ein motorisiertes Fahrzeug den Sarg, und weiter bewegt sich der Kondukt über die Ost-West-Achse zum Krematorium Wilmersdorf, wo die Trauerfeier im engeren Familienkreis stattfindet. Welt war. . . In feinem Wirken zeichnet sich das Bild einer Persönlichkeit, die weit über den Tag urtb bie Stunde hinaus von Bestand bleiben wird. Begabt mit den Fähigkeiten eines großen Volkserziehers, reich beschenkt mit einem ritterlichen und edlen Herzen, erfüllt er sein Werk als treuer Gefolgsmann des Führers. Sein Name und der Zauber ferner ' Persönlichkeit werden weiterleben in uns und m kommenden Generationen. Mit feinen alten SA.- Kameraden, der deutschen Jugend und allen deutschen-Sportlern gedenkt in dieser Stunde das ganze | deutsche Volk in Dankbarkeit des ersten Reichssvort- '< fübrers; wir haben ihn alle verlorem Ich bm über- | zsuat. daß. wenn man dereinst die Geschichte unse- I rer Tage schreibt, dann auch des Mannes ehrend gedacht werden wird, an dessen Dahre wir beute I stehen, des ersten nationalsozialistischen Reichssport- !* fübrers Hans von ^cham^-r und ^fen Ein kämpferisches Leben ist mit ihm zu " Ende gegangen. Viel zu früh für uns alle ist Hans I von Tschammer und Osten von uns ^schieden. Als I Offizier begann er feine Aufgabe, als SA -Mann trat er in die Politik ein, als Svortsmann beaann I er fein geschichtliches Werk, und als politischer Soldat des Führers betätigte er sich auf allen G-b'eten, in die fein Auftrag und fein Lebensmark chn be- ■ riefen. Der Führer erweist ihm die höchste Ehre dadurch, daß er die Verbringung der Urne mit feiner Asche in die L a n ge m a r ck - H a l le des Neichssportfeldes verfugt bat Die sterblichen Ueberrefte Hans von Tfchammers sollen ihre bleibende Stätte inmitten des Reichssportfelde« fm- 3 den, auf dem er im Leben Triumphe ferner Arbeit feierte. Bis in fernste Zeiten sollen sie hier zeugen 1 von der fortwirkenden Kraft einer Idee und em er großen Persönlichkeit des nationalsozialistlfchen gebotet: ftopl wie uia) uespiuy niu , ., .AX grüßen dich deine alten Freunde, die dick mit ;$üCh Schmerz und Wehmut aus ihren Re'ben entlassen, mm dich niemals zu vergessen, «rußen dich M - lionen deutscher Sportler, denen du Geliebter rer und vergöttertes Vorbild warst, grüßt bub aber «uch das ganze deutsche Volk, dem dein K leben galt und in dessen Dienst du dich,verzehrt^ Sch habe den schmerzlichen Auftrag, dir unser letztes Lebewohl zuzurufen. Im Namen des Ehrers leae ich feinen Blumengruß vor deiner Bcch ßr soll Ausdruck der tiefen Dankbarkeit und Ver fcunhenbeit fein, die er dir rur dem r /b6, . erfülltes Leben im Dienst an ihm und an seinem Werk entgegenbringt. Für ihn und für bleibst du was du uns immer ^wesen chst. der Besten einer in unteren RiimpfermW uni» deiner Freunde und Mitstreiter stets ein guter, kanwinters, die Durchkämmung weiter Waldgeblete, heimtückische Ueberfälle aus dem Hinterhalt und ununterbrochene Kämpfe einzelner Grupven mit versprengten kommunistischen Brigaden erschwerten das Unternehmen Mit Unterstützung der deutschen und kroatischen Luftwaffe zerschlugen unsere Grenadiere starke Kräfte der Banden und befreiten zahlreiche non den Aufständischen zerstörte und ausueplün- derte Städte und Landgebiete von den Horden. Tausende verschleppte Bauern haben sich bereits in die befreiten Gebiete in den Schutz unserer Soldaten gerettet und haben ihre Feldarbeit wieder ausgenommen. „Jedes Dorf in Sizilien ein Schützengraben." Nom, 30. März. (DNB.) Parteisekretär Minister B i d u s s o n i beschloß eine Besichttgungsresie durch Sizilien in der aufliegen Dietrichs über Mannheim bis W seinem Luftkampf über Arras und dem Marsch durchs Brandend arger Tor bringt dieses Buch eine erstaunliche Fülle spannendster Geschehnisse geht ihm verl 60.9t* K 1986 5tr Re >ri. *!* h üljj in be ? D* ÄBP jrttH! tufc btt SG5 3be " de 5» rfty enbe [HO* ü 72 5* ge&cra ku* 1 fr enbe d 3BA i,te xite. > kh s 9t- mei !G ide :-■ hck- trtt i er- 8 ir te Qm « in. de enfi*! ne de 60.6p ^2tid ieLs (^ü ^ÄI - M- 88- ky be ‘öen Nkk * Itft, DO? ter*. ausgesagt, daß er genau gesehen hat —" Gott sei Dank, Mit- einem erleichterten Lächeln stand Hellingrath auf. Nun war ja alles gut. wie Sie auf ihn schossen." (Forts.folgte Beitrag zum Steg. Niemand wird irgendwelchen Schaden haben. ■ > . sä ? re^" i?f ffl»? (fdc*.* 7-irt^ tt90 H? 2*5 Glück auf, Renate! Roman von Ernst Grau. 35. Fortsetzung. (Nachdtuck verboten.) ,^ch sehe da wirklich keine Zusammenhänge, Herr Äommissar." f . - „Nun ... man könnte doch auch annehmen, datz Der Schuß aus Ihrem Revolver nicht Meinders, .andern Direktor Terbrüggen gegolten habe . ;. Werner verlor bei dieser unoerhullten Anschul- »igung alle Selbstbeherrschung. _ „Ich verbitte mir diese infamen Unterstellungen, Herr Kommissar!" schrie er echM ,^jch will Ihnen gern jede Auskunft geben, die Sie„ haben wollen, nur verdächtigen lasse ich mich nicht." Bärenspnlna hatte auch darin feine Erfahrungen. Er hatte schon verzwickteren Situationen gegenüber: gestanden. m . „Ich Halle bisher noch keinen direkten Verdacht »usgesprochen, Herr Doktor ..." „Was hallen Sie nicht?" entfuhr es dem anderen. „Ich denke ..." . , t , „Bitte unterbrechen Sie mich nicht. Ich Halle »ediglich davon gesprochen, daß die ohne Widerspruch Ihnen gehörige Waffe zur Tat benutzt worben ist. Wer sie benutzt hat, darüber habe ich vielleicht meine Vermutungen, habe sie aber noch gar sidjt geäußert. Vielleicht können Sie, mir erklären, Die ^Are Waffe in die Hand des Taters kam. Hellingrath schwieg. , . fa ..... Er hatte wieder dieses entsetzlich würgende Gefühl m Halse. Und je hastiger die durche:nanderfcrgen- «en Gedanken nach einer befreienden Antwort Achten, je quälender ergriff plötzlich ein neuer ise- 'anke Besitz von ihm. , Wie sagte eine leise Stimme M ihm, wenn der Mann hier vor chm mit seinen schürfenden Fragen 2nd angedeuteten Vermutungen recht hatte. War 'S denn so unmöglich, daß er es wirklich getan hatte? Es reihte sich ja alles Glied an Glied zu einer festen unzerreißbaren Kette zusammen. Die Waffe gehörte ihm, sein Haß gegen Terbrüggen war bis ins Maßlose gefteigert ... vielleicht hatte er wirklich in einem Augenblick geistiger Abwesenheit die Minute genutzt, sich von seinem Widersacher zu befreien? Es soll ja so etwas geben. Nur daß er dabei den Falschen getroffen hatte. Aller auch das war leicht zu erklären. Er erinnerte sich genau, daß er in dem Lampenträger tatsächlich Terbrüggen vermutet hatte. Er hatte ihn an der Stimme erkannt und konnte- nicht wissen, daß Meinders Um begleitete. Er hatte auch nicht darauf geachtet, woher der Schuß kam. Es stimmte alles. Und niemand konnte sagen, ob es wirklich so war ... Er war vorhin in seiner Erregung vom Stuhl aufgesprungen und ließ sich nun wieder schwer niedersinken. Wenn es in der Tat so war, dann ... ja, dann war es schon zu verstehen, daß, Renate ihn mied. Renate — der Name' stand im rechten Augenblick vor ihm. Um ihretwillen mußte er diesen Kampf annehmen, um ihretwillen mußte er den rettenden Ausweg finden, der aus diesem unheilvollen Labyrinth von halben Tatsachen und falschen Wahrheiten, von häßlichen Verdächttgungen und tollen Wahnideen hinausführte Sie sollte wissen, daß er nicht der maf, für den sie ihn jetzt halten mußte. Nur darum sollte es ihm jetzt noch gehen, daß sie nicht mit einer Enttäuschung im Herzen an ihn zurückdachte. ,Hch sehe aus Ihrem Schweigen, Herr Doktor, daß auch Sie keine plausible Erklärung dafür finden, wie Ihre Waffe den Weg zum Tatort gefunden hat", stellte dse Stimme des Beamten ruhigen Tones fest. Der andere zuckte die Achseln. „Nein — ich weiß es auch nicht —" „Trugen Sie den Revolver stets bei sich?" begannen die Fragen von neuem. „Nein." „Auch heute nicht?" Men und habilitierte sich 1932 in Wien, wo ihm 1941 der Lehrstuhl für Anthropologie übertragen wurde. Er hat sich besonders durch seine Arbeiten über die exakte Daterschaftsfeststellung und Abstam- nrunasforschuna Verdienste erworben. — Professor Dr. Theodor Boehm von der Universität Berlin ift zmn a. o. Professor für pharmazeutische Chemie an der Universität Leipzig ernannt worden. Boehm wurde 1892 in Antonienhütte geboren. Er studierte ick Berlin und habilitierte sich 1931 ebenda. — Auf Den Lehrstuhl für theoretische Physik der Universität Straßburg wurde Dr. phil. habil. Karl Friedrich Freiherr von Weizsäcker berufen. Er wurde 1912 in Kiel geboren, studierte in Berlin, Leipzig md Göttingen und promovierte 1933 in' Leipzig. 1936 habilitierte er sich dort, wurde 1937 Dozent and siedelte im selben Jahr nach Berlin über, — Am 31. März vollendet Dr.-Jng. c. h. Heinrich Kayer, o. Proftssor (em.) für, Stahl- und Eisen- aetonbau an der Technischen Hochschule Darm- ’iab t, sein 70. Lebensjahr. Einer alten Darmstädter Familie entstammend, hat er in Darmstadt und Eharlottenburg studiert. Bereits mit *34 Jahren wurde er an die Technische Hochschule Zürich als Professor für Wasserbau und Tiefbau berufen. 1908 wurde chm der Lehrstuhl für Brückenbau und Eisenbetonbau an der Technischen Hochschule Darmstadt übertragen. Große Verdienste hat sich Kayer um die Studentische Wirtschaftshilfe, um den Bau des Hoch- 'chulfportfeldes und die Otto-Berndt-Halle erworben. Schumanns „Faust".Szenen. i Rollert Schumanns stille Sehnsucht war die.Welt Der dramatischen Musik. Sie erschloß sich dem Lyriker und Meister der kleinen Form zwar in Einzelheiten mancher Werke, der große Wurf aber blieb chm versagt, und nur mit der „Genoveva" drang er tiefer in diesen Stoffkreis vor Um so anregender ist für uns fein Versuch einer musikalischen Auseinandersetzung mit Goethes „Faust". „Was hab ch doch Goethe zu verdanken!" schrieb der Zweiundzwanzigjährige aus Leipzig zu einer Zeit, als Die endgültige Wendung zur Musik vollzogen war. 2Iber erst ein Jahrzehnt später begann die Kompo- sition der „Faust -Szenen und nach weiteren zehn Jahren war sie abgeschlossen. „Szenen" sind es ge- I blieben, Ausschnitte aus der Dichtung ohne Rücksicht auf die Notwendigkeiten des Theaters, aber : sie zeigen Schumanns romantische Einstellung zum Goetheschen „Faust" und fesseln durch die persönliche Einfühlung in das Werk. So ergänzen sie das Gesamtbild des schöpferischen Dtusikers nicht nur monaten alte oder kranke Menschen weniger widerstandsfähig sind. In den Nachwintermonaten ist der Gehalt an Vitaminen in den gelagerten Gemüsen und Kartoffeln, die ja eine besonders wichtige Vitaminquelle sind, stark vermindert. Wir müssen daher um so eifriger darauf achten, gerade zu dieser Zeit gut, also schonend zubereitete frische Gemüse, wie Winterkohl oder auch Sauerkraut, auf dem Disch zu haben, und dürfen auch die vitaminreiche Hefe nicht vergessen. Den Frühjahrserkrankungen beugen wir am besten vor, wenn wir mit beginnendem Frühjahr Spinat als Gemüse und Salat essen, soviel wir nur bekommen können, und es lernen, die in Feld und Wald sprießenden frischen Pflanzen und Kräuter zu sammeln. Zum Beispiel schmecken junge Blätter von Löwenzahn oder Brennesseln ganz gut, wenn wir sie wie Spinat kurz im eigenen Saft dünsten und nicht vergessen, einen Teil der vor-- gerichteten und gut zerkleinerten Blätter kurz vor Tisch roh an das fertige Gemüse zu geben. Wenn wir viele Blätter und Kräuter mit nach Hause brachten, dann können wir sogar eine „Frühjahrskur" machen, indem wir sie nach dem Vorrichten durch die Maschine geben und den, abgefangenen Saft so frisch wie möglich trinken. Sprechstunde des Kreisletters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 1.4., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicensttaße 10, statt. Amt für das Landvolk. Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, 1.4., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Weitere Erleichterungen bei der Abführung der Lohnsteuer. Der Reichsminister der Finanzen hat zur Entlastung der Arbeitgeber, der Banken, der Post und der Finanzkassen durch Erlaß vom 28. März die Fristen für die Abführung der Lohnsteuer neu geregelt. Der Arbeitgeber hat danach ab 1. April 1943 die Lohnsteuer abzuführen: 1. Jährlich spätestens am 10. Tage nach Ablauf eines jeden Kalenderjahres, wenn die einllehaltene Lohnsteuer im letzten vorausgegangenen Kalenderjahr monatlich durchschnittlich weniger als 2 RM. beträgt. 2. Vierteljährlich spätestens am 10. Tage nach Ablauf jeden Kalendervierteljahres, wenn die einbehal- tene Lohnsteuer im letzten vorausgegangenen Kalenderjahr monattid) durchschnittlich mindestens 2 RM., aber weniger als 300 RM. betragen hat. 3. Monatlich spätestens am 10. Tage eines jeden Kalende?rnvnats, wenn die einbehaltene Lohnsteuer im letzten vorausgegangenen Kalenderjahr monatlich durchschnittlich mindestens 300 (bisher 100) RM. betragen hat. 1 • Es haben danach viele Arbeitgeber, die nur einen oder nur wenige Arbeitnehmer beschäftigten, die Lohnsteuer nicht vierteljährlich, sondern nur noch jährlich abzuführen. AufhebungderHeldposteinschränkungen Die im Feldpvstverkehr zur Zeit bestehenden Beschränkungen werden am 1. April aufgehoben. Es sind dann nach der Front wieder zugelassen: Postkarten und Feldpos^riefe bis 100 Gramm ohne Zulassungsmarke gebührenfrei; Feldpostpäckchen von 100 bis 250 Gramm mit einer Zulassungsmarke ge= führenfrei; Feldpostpäckchen bis 1000 Gramm mit einer Zulassungsmarke und 20 Rpf. Freigebühr; Feldpostpäckchen bis 2000 Gramm mit zwei Zulassungsmarken und 40 Rpf. Freigebühr. verdunkeluugszeit: 31. März von 20.52 bis 6.29 Uhr. Ä «Jj- «per.rf Vurch ihren Stimmungsgehalt und ihre kompositorische Anlage, sondern auch durch die aus Neigung getroffene Auswahl. Eine Aufführung des selten gehörten Werkes, die Wilhelm Sieben in Berlin mit dem Philharmonischen Orchester, der singgemeinschaft Rudolf Lamy und einer Reihe ausgezeichneter Solisten bot, begegnete regem Interesse. Lothar Band. Ein neues Schauspiel von Svend Vorberg. Durch seine Tragödie „Sünder und Heiliger", die Karl Wüstenhagen. am Hamburger Schauspielhaus zur Uraufführung gebracht hat und die dann auch im SchillerHeater der Reichshauptstadt lange Zeit im Spielplan stand, ist der dänische Dramatiker Svend Borberg auch dem deutschen Publikum ein Begriff geworden. Borberg, mit einer Tochter von Ibsens Sohn Sigurd und Djörn'sons Tochter Bergliot verheiratet, ist Träger der HurnbvM-Me- daille der Deutschen Akademie und des Henrik-Steft »ens-Preises. Das neue Schauspiel Borllergs heißt .Das Boot" und spielt unter Fischern auf einer Färöer-Insel. Es behandelt das Problem wirklicher «Gemeinschaft und deren Führung, das für den engen Kreis gelöst auf große Verhältnisse projiziert werden darf. Der Dichter spannt das lebendige Geschehen in dramatische Bewegtheit durch den Einsatz verbrecherischer Gegenkräfte, immer aus den Anschauungen dieser Fischer-Einsamkeit "heraus. Alles geschieht unaufdringlich,unb mit letztem Takt. Das theatersichere und zugleich weltanschaulich klare Schauspiel wird wiederum in Hamburg aufgeführt I werden. Neues vom Film. Das Jnstituto Luce hat einen Kulturfilm geschaffen, in dessen Mittelpunkt die „Casa Verdi" steht, ein Heim für Künstler, die hier ihren Lebensabend verbringen. Das Haus, das inmitten der herrlichen Gärten Mailands liegt, ist eine Stiftung des großen italienischen Komponisten. — Johannes Hee- . jiters steht im Mittelpunkt einer großen Revueszene n dem Berliy-Film „Großstadtmelodie", zu dem Werner Bochmann und Michael Jary die Musik 'chriellen. — Harald Böhmelt komponiert die Musik ; rür den Prag-Film „Schicksal am Strom", der unter 5er Regie von Heinz Paul mit Karin Hardt und CErnft von Klipstein in den Hauptrollen entsteht. Fritz Dbemar übernahm eine Röste in dem Prag- Film ,^)as schwarze Schaf", 6er teils in einem 1 großen Verlagshaus, teils auf einem ländlichen Schützenfest spielt. Friedrich Zittau ist der Regls- feur des heiteren Films. , Ehe er "mit diesen Ueberfegungen zu Rande kam. war Bärensprung schon wieder zurück. Er blieb erst sekundenlang still und ernst in der Tür stehen und ging bann langsam auf Hellingrath zu. „Ich habe eben mit Essen, gesprochen, Herr Doktor. Meinders ist aus feiner Bewußtlosigkeit erwacht. Es chältnismäßig gut Er hat auch sofort ch er genau gesehen hat —" „Nein!" schrie Hellingrath auf. Die bohrenden Fragen peinigten ihn. „Ich möchte Sie doch ernsthaft bitten, sachlich zu bleiben, Herr Doktor", fuhr Bärensprung unbeirrt fort. „Ich tue hier nur meine Pflicht, und die sollten Sie mir nicht erschweren. Wo hielten Sie die Waffe in Ihrer Wohnung. unter Verschluß?" Hellingrach stutzte. Blitzschnell übersah er die Tragwette dieser Frage, erkannte, was von seiner Antwort jetzt ab- hing. Sagte er die Wahrheit, dann würde der andere sofort mit neuen Fragen kommen, ob er sich denn in seinem Büro bedroht fühle ober zu welchem anderen Zweck er dort feine Waffe auf- bewohrte. Und jede Antwort auf diese Frage, er mochte sagen, was er wollte, würde jener bann nur als schuldbewußte Ausrede werten. Er mußte jetzt lügen, weil die Wahrheit ihn jetzt nur noch mehr belasten würde. „Die' Waffe war nur als Schutz bei Ueberlcmd- fahrten gedacht. Sie lag im Werkzeugkasten meines Wagens", sagte er nach'kurzer Pause. Hat ein wenig lange gedauert, dachte Bären- sprung und fragte weiter: „Wann haben Sie Ihren Wagen das letztemal zu einer Fahrt benutzt?" „Vorgestern. Am Sonntag. Ich brachte ihn abends gegen zehn Uhr in die Garage zurück." „Sie waren auf dieser Fahrt allein?" „Ja." „Und Sie wissen genau, daß die Waffe bei Ihrer Heimkehr noch vorhanden war?" „Ja." „Sie haben sie bann an diesem Abend auch nicht zu sich gesteckt?" „Nein —", kam es gequält zurück. „Dann muß der unbekannte Schütze sie also zwischen Sonntagabend und heute früh entwendet haben. War der Kasten leicht zu öffnen?" „Der Kasten hat nur ein einfaches Schloß. Es ist möglich, daß —" Bärensprung wehrte abu Aus der Siadi Gießen. Frühjahrsmüde? Wenn die Sonnenstrahlen das junge Grün an den Bäumen hervorzaubern, dann ist die Zeit gekommen, in der manche Menschen mehr als sonst unter allerlei Beschwerden zu leiden haben. Der eine klagt über Kopfweh, der andere über Rücken - schmerzen oder bleischwere Glieder, wieder bei anderen treten Gicht- oder Migräne-Anfälle auf. Frühjahrskrankheiten! Wie kommt es, daß die Sonne derartige Erscheinungen hervorzurufen vermag? Nun, die Sonne ist nicht schuld, sondern es kommen einige Umstände zusammen, die hierfür verantwortlich find; vor allem ist die Ernährung des Winters schuld! Jetzt sind die Merkmale der Frühjahrskrankheiten langst nicht mehr so oft und so stark zu beobachten wie früher, weil wir gelernt haben, uns auch im Winter physiologisch richtig zu ernähren, indem wir großen Wert darauf legen, daß genügend Vitamine in der Nahrung vorhanden find. Unsere Ahnfrauen brachten im Winter hauptsächlich Fleisch- und Mehlspeisen auf den Tisch und wußten nicht, daß ein Ausgleich durch frisches und gut zubereitetes Gemüse — von frischem Obst im Winter ganz zu schweigen — notwendig ist, um durch Vita- minzufuhr den Menschen gesund zu erhalten. So kam es häufig zu sogenannten „Schlacken" im Stoffwechsel. Bei Menschen mit entsprechender Veranlagung kann es nämlich dazu kommen, daß sich Harnsäure als eines der Abbauprodukte des Stoffwechsels in Derftärttem Maße bildet, sich im Körper an sammelt und bann Anlaß zu Gicht- oder Migräneanfällen geben kann. Unter dem Einfluß der Wärme geht die-Harnsäure ins Blut über, und zu diesem Zeitpunkt kann es zu einem schmerzhaften Anfall kommen. Das ist die Erklärung dafür, daß solche Erkrankungen im Frühjahr, also durch die beginnende Wärme, ausgelöst werden. Wenn einerseits übermäßige Bildung von Harnsäure zu Frühjahrserkrankungen führen kann, so ist anderseits ein gewisser Mangel an Vitaminen dafür mit verantwortlich zu machen, der sich besonders durch verminderte Widerstandskraft gegen Ansteckungen und Krankheiten äußern kann. Es ist eine bekannte Tatsache, daß in den Frühjcchrs- „Nach dem Kriege wird der Mittelstand sofort in größtem Umfang wirtschaftlich und sozial wiederhergestellt. Die augenblicklichen Maßnahmen sind ausschließlich Notmaßnahmen für die Kriegszwecke und Kriegsbedürfnisse. Sie ftreben nicht eine strukturelle Veränderung der Wirtschaft an, sondern sind lediglich auf dos Ziel ausgerichtet, den Sieg so schnell und so gründlich erringen zu helfen ..." Mit diesen Worten hat Reichsminister Dr. Goebbels in seiner Sportpalast-Rede Sinn, Zweck und Dauer der Stillegungen von Einzelhandels- und Handwerkerbetrieben und aller damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen unmißverständlich Umrissen und damit von vornherein alle Mißverständnisse ausgeschattet, die sich um diese Maßnahmen vielleicht spinnen könnten. Die Schließung zahlreicher Bettiebe des Einzelhandels, des Gastwirtsgewerbes und des Handwerks ist eine durch den totalen Krieg, in dem cs um Sein oder Nichtsein der ganzen Nation geht, bedingte Maßnahme. Sie ist durch eine höhere, ja die höchste Gewalt erzwungen, durch bas Recht der Selbstbehauptung der Nation. Ihr haben sich alle Gefühle, alle Maßnahmen ein- und unterzuordnen, so hart sie auch erscheinen mögen. Denn in diesem Entscheidungs- kamps gibt es nur eines: wir müßen mit allen Kräften für den Sieg arbeiten, wir müssen den letzten Mann und die letzte Frau, alles, was wir an Energien aufzubringen vermögen, für den Endsieg mobilisieren. Das ist. das harte, das unerbittliche Gebot der Stunde. Es rft gerade vom nationalsoziattstischen Standpunkt aus hart, diese Maßnahmen zu treffen. Die Kernrdee des Nationalsozialismus ist aller Gleichmacherei feind und stützt die Verschiedenheiten der Berufe, die erst aus der Vielheit einen Staat, ben nationalsozialistischen Staat, bilden. Die schöpferische Individualität wird gerade vom Nationalsozialismus als Idee und Wirtschaftsform gefördert, sie ist gewissermaßen der rote Faden, der alle Maßnahmen durchzog. Diese Idee ist grundsätzlich verschieden von dem nivellierenden Bolschewismus, der jede Gesondertheit ausrottet und Menschen mit normierten Gehirnen und geistloser Dressurarbeit züchtet. Der Nationalsozialismus ist auch Erbfeind der plutokrati- schen Wirtschafts- und Geisteshal- tu n g, wo wenige alles und die Masse nichts hat, wo der Mann, der Millionen zusammen gaunert und dabei Hunderte oder Tausende von Existenzen mitleidlos ruiniert, wie zum Beispiel der jetzt verstorbene Morgan oder Rockefeller in den USA., zu den Zierden der verderbten' Moral Englands ober der USA. gehört. Was der einzelne in Deutschland an Wohlstand erworben hat, was er in seinem Beruf durch jahrzehntelange Arbeit aufbaute, die Unsumme von Fleiß und Tüchtigkeit, darf und wird nicht verloren gehen. Der Mann, der einen Gastwirtschaftsbetrieb leitete, ist durch feine Tätigkeit mit den Dingen seines Berufes oerträut wie kein anderer, der Einzelhändler, der oft unter Verzicht auf augenblickliche materielle Vorteile sein Geschäft ausbaute und hochbrachte, der Handwerker, der als Meister einen langen Entwicklungsgang durchmachte, sie alle hatten sich im Laufe ihrer Berufstätigkeit einen Kundenkreis geschaffen, der zu ihnen Der. trauen hatte. Nicht nur materiell, sondern auch rein gefühlsmäßig ist die Schließung von Betrieben m dieser Kriegszeit gewissermaßen ein Zerreißen vieler Fäden, und es ist nicht verwunderlich, daß btt* Stillegungen mancherlei Befürchtungen erregten. Dem muß entgegengehatten werden: Der Na-- ttonalsoziattsmus will gerade die Selbständigkeit der Einzelnen und vor allem auch des Handwerks fördern und erhalten. Er ist geradezu in feinen völkischen und wirtschaftlichen Ideen im Einzelbetrieb verankert. Er gibt die feierliche Versicherung, daß die Betriebe, die heute unter dem Zwang des Krieaes geschloffen werden müssen, deren Inhaber und Personal der großen Kriegsmaschinerie zugeführt werden, die unseren tapferen Frontkämpfern Munition und allen Bedarf schaffen muß, damit sie den Sieg erringen, nach dem Siege wieder eingerichtet werden und daß niemand irgendwelchen Schaden haben wird. Wir wollen keine Einheitsmenschen und keine staatliche Zwangswirtschaft, wir wollen, daß nach dem Siege wieder die vielfältigen Beziehungen des Wirtschaftslebens voll und ganz hergestellt werden. Deshalb ist es auch nicht erforderlich, daß die Inhaber ftillgelegier Bettiebe nach dem Kriege eine besondere Konzession zur Wiederaufnahme ihres Gewerbes. einzuholen haben, Es kann keine Rede davon sein, daß bei den Gefchästsschließungen etwa politische, wirtschaftspolitische, weltanschauliche oder andere Gründe eine Rolle spielen. Im Gegentell: Jeder Gedanke einer etwaigen „Flurbereinigung" oder „Branchenbereinigung" ist a b s ur d und wird, da er im schärfsten Gegensatz zu den nationalsozia- listtschen Tendenzen steht, strikte a b g e l e h n t. In dem Augenblick, da der Sieg errungen und die jetzt vordringlich gewordene Arbeit für den totalen Krieg und Sieg überflüssig geworden ist, sind auch die dafür beschafttgten Arbeitskräfte überflüssig und kön° nen zu ihren ursprüglichen Berufen zurückkehren. Die Opfer, die jeder einzelne gebracht Hot, haben dann die Gemeinschaft gerettet, das Leben der Nation geliefert und gewissermaßen verewigt. Es ist nicht mehr als das einfachste Rechtsprinzip, daß denen, die diese Opfer gebracht haben, auch der Donk des Vaterlandes gilt, und daß diese Opfer nicht nur ausgeglichen werden, sondern obendrein noch eine besondere Wür-> d i g u n g finden. Und es ist nur ein Ausdruck des Dankes der Nation, daß ihnen wieder die Möglichkeit gegeben wird, das reiche Wirtschaftsleben mit- zuformen, das das Deutschland der Friedensjahre so elastisch und schöpferisch gestaltete. Jetzt zwingt der unerbittliche Krieg alles in f etn en Bann. Er ist uns aufgezwungen, und wir werden der Welt zeigen, daß wir ihn total führen, um einen totalen Sieg zu erringen. Gerade die Mobilisierung der Arbeitskräfte dient diesem Endziel. Shelley hat gesagt, die Notwendigkeit sei die Mutter des Weltalls. Sie fft jedenfalls die Mutter des Sieges. Ihn gilt es zu sichern. Und nach ihm sollen die kleinen, selbständigen Exi^ stenzen wieder aufleben, die Deuffchland braucht, und die nicht zuletzt es groß gemacht haben. Rolläden ale> zusätzliche Verdunkelung. Zur Aufkläruna von Zweifeln wixd in der „Sirene" des Reichsmstschutzundes mitgeteilt, daß der Mieter bei der Benutzung der Rolläden als zusätzlicher Verbunkelungsvorrichtung keiner Einschränkung unterworfen ist. Eine Verpflichtung, in derartigen Fällen auch lichtdichte Verdunkelungsvorrichtungen vor jedem Fenster anzubringen, gibt es nicht. Jeder ist lediglich dafür verantwortlich, daß bei Dunkelheit kein Licht ins Freie tritt. Die krieas- bebingte. Mehrbeanspruchung der Rolläden muh der Hausvesitzer in Kauf nehmen. Einlösung der Wertscheine des Kriegswinterhilfswerkes 1942/43 Der Reichsbeaufttagte für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes gibt folgendes bekannt: Die Güttigkeit^auer der Wertfcheine des Kriegswinterhilfswerkes 1942/43 endet mit dem 31. März 1943, d. h. bis zu diesem Zeitpunkt müsstn die Wertscheinc non den Betreuten des WHW. in Zahlung gegeben fein. Bis zum 31. Mai 1943 muß die Einlösung der Wertscheine durch den Einzelhandel bei den Kreditinstituten erfolgen. Die noch bei den Einzelhan- delsgefchäften befindlichen Wertscheine des Kriegs- winterhilfswerkes 19'41/42 werden bis zum 31. Mai 1943 von der Dienffftelle des Reichsbeaus» '^Schon^ut^as^wtt^si^n^er^a^g^eraus- stellen. Wo steht der Wagen?" „In der Garage, die zur Tankstelle am Bahnhof Hammerkott gehört." „Gut." In diesem Augenblick steckte der alte Peddersen den Kopf zur Tür herein. * „Sie werden eben einmal am Telephon gewünscht, Herr Kommissar." Bärensprung sah ärgerlich auf. Er liebte solche Unterbrechungen nicht. „Von wem?" fragte er ungehalten. „Ein Dienstgespräch aus Essen." Sofort war er auf den Beinen. Das konnte nur mit dem Fall Meinders zusammenhängen. Andere dringliche Sachen lagen im Augenblick nicht vor, die wichttg genug waren, daß man ihn hier mitten in der Untersuchung ans Telephon zitierte. Möglich, daß dieser Meinders inzwischen gestorben war. Wäre schade, aber — „Erwarten Sie mich bitte,, hier, Herr Doktor. Ich habe noch ein paar Fraßen an Sie zu stellen"^ sagte er kurz und ging eilig hinaus. Werner Hellingrath sah ihm aufatmend nach. Ein paar Minuten wenigstens war er jetzt diese ewig fragenden und suchenden Augen los. Aber was würde nun folgen, wenn es ihm auch bann nicht gelang, die immer heftiger würgende Schlinge abzuwerfen? Ganz ohne Zweifel war dieser Mann schon davon überzeugt, daß er der Täter war. Was bann?. Gießen, im März 1943. 02064 1O33C Gießen, itn März 1943. 02062 ■ Wir suchen schöne 02058 a.d.G.A. Walltorstr. 39. Tfifil. 2.30, 4.45,7.30; So. 2.00, 4.30,7.30 Uhr Berufstät.verlor Brille IN. hell. Horn- rand. Geg. Bel. abzugeb. auf d. 02065 Fundbüro. Während 1939 von den rund einer Million Klem- aärtnern 400 Millionen kg Gemüse geerntet wurden, waren es 1941 schon 550 und 1942 sogar 700 Millionen kg, also 75 v. H. mehr als 1939. Als Staatssekretär Backe die Sieger im Reichsleistungs- wettbewerb auszeichnete, befanden sich darunter auch 22 Vertreter der einzelnen Landesbunde der Kleingärtner, deren Erfolge alle Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern teilweise.sogar Übertrossen hat- von der Stadt Gießen insbesondere von folgenden Objekten : Bahnhof, Theater, Universität, Liebigmuseum, Gleiberg, Schiffenberg, Landgraf - Philipp - Platz, sowie Aufnahmen von der Lahn u.a. m. Die Aufnahmen sollen mögl. Format 10X15 cm haben. Angebote unter Angabe der Preise erbittet Lichtbild - Schlacke, Zeiiz. Kirchliche Anzeigen. Gießen, Mittwoch, 31. März. Stadlkirche (Markussaal):.18 Passionsandacht, Walther. JohanneskirchelIobannessaal) :18 Passivnsandacht, Schultheis. Lich, 1. Avril, 20,30: Passions* andacht, Kahn. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. * mittags geschlossen. ™ Bei den Kämpfen im Osten fiel am [sgÄ 9. März 1943 an der Spitze seiner Kom- panie im Alter von 23 Jahren unser Heber, lebensfroher Sohn und Bruder x Horst-Werner Neumann-Spengel Oberleutnant und Kompaniechef in einem Grenadier-Regiment Träger des E. K. 2, der Ostmedaille, des Verwund.- Abzeichens und des Schutzwallehrenzeichens. Er kämpfte und starb in dem Geist, der unsern Sieg verbürgt. Oberstabsarzt Dr. Werner Neumann-Spengel Ulla Neumann-Spengel, geb. Spengel Feldwebel Fritz Neumann-Spengel, z. Z. im Lazarett; stud. med. Helga Neumann-Spengel. 9)töbL Zimmer m. 2 Betten an tagsüber berufstätige Herren od. Damen zu vermieten. Schr. Ang. unt. 02066 a.d.G.A. Landkreis Gießen. * Leihgestern, 31. März. Am morgigen 1. Avril 1943 kann die Z i e g e l e i F a b e r auf ihr 50jähriges Bestehen zurückblicken. Der Se- • nior Christian Faber' hatte die Feldbrand- zieqelei von Carl Haas sen., Gießen, im Frühjahr 1893 erworben und sie am 1. April 1893 in Betrieb gesetzt. Im Jahre 1899 erweiterte er den Betrieb durch den Bau eines Ringofens zu einer Ringofenziegelei, die er im Jahre 1902 durch den Ankauf der angOenzenden Feldbrandziegelei von Heinrich Weih IIIV Grdßen-Linden, nochmals erweiterte. Im Jahre 1905 wurde der Betrieb von der Handarbeit auf Maschinenarbeit mit entsprechenden technischen Anlagen umgestellt. Der Betrieb wird jetzt von den Schwiegersöhnen des Gründers geführt. Am Montag verschied mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schlager und Onkel Wilhelm Schmidt . im 44. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Schmidt, geb. Walther. Gießen, Lemgo, Großen-Buseck, Wiesbaden, Herborn, den 31. März 1943. Die Beerdigung findet Donnerstag, 1. April, 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. [02037 Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Wie kann man Molke der Buttermilch im Haüshalt verwenden? Als Ersatz für Seife in welcher Form? — Antwort: Zur Honigbereitung: V2 Liter Buttermilch oder Molke, 250 Gramm Zucker, evtl, auch etwas Zitronenschale oder Vanillezucker. Buttermilch oder Molke und Zucker werden zum Kochen gebracht und auf einem Asbestteller langsam eingekocht. Man muß dabei bleiben und öfter umrühren. Rach etwa einer halben Stunde — nicht länger — ist die Masse dicklich, etwa wie zerlassener Kunsthonig. Der Honig ist dann fertig. Man muh aufpassen, daß er nicht karamelisiert. Als Ersatz für Seife ist Molke nicht zu verwenden! xsn. In den schweren Kämpfen im Osten fiel am 26. Februar 1943 mein lieber Mann und Vater seines Söhnchens, unser lieber, einziger Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager u. Onkel, der ff-Rottenführer Karl Hebbel, Dipl.-Landwirt im Alter von 31 Jahren. In tiefer Trauer: Helga Hebbel, geb. Schwerz; Familie Schwerz Karl Hebbel und Frau; Hane Müller; Feldwebel Wilh. Müller; Else Müller Wwe., geb. Hebbel Gefr. Otto Müller; Maria Müller, geb. Hebbel Karlhans Müller; Schwester Martha Hebbel. Konin, Lang-Göns, Gießen, im Felde, den 30. März 1943. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 4. April 16 Uhr, in der Kirche zu Lang-Göns statt. 02061 fragten, Berlin SO 36, eingelost. Nach diesem Zeitpunkt verlieren die Wertscheine des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42 ihre Gültigkeit. Nos geht jeden an. Die britischen Mordbrenner täuschen sich, wenn sie annehmen, das deutsche Volk durch ihre Terrorangriffe in seiner Widerstandskraft schwächen zu können. Jeder Terrorangriff macht uns nur noch härter! Er -erzieht uns zu immer größerer Wachsamkeit und furchtloserer Disziplin. Die Folgen der Terrorangriffe werden in dem Maße weniger schwerwiegend, in dem es uns gelingt, die fernd- lichen Brandabwurfmittel rechtzeitig zu erkennen und wirksam zu bekämpfen. In reich bebilderten Aufsätzen hat „Die Sirene", die Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, den Einsatz und den Aufbau der britischen Phosphorbrandbombe (14 kg) geschildert. Im neuesten Heft werden Anwendung und munitionstechnische Einzelheiten der britischen Stob- brandbombe behandelt. Das geht jeden an, der sein Heim und damit seine-Familie schützen will. Wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Kohlenklau auf der ganzen Linie reingefallen! Kohlenklau’s Klauversuche haben sich alle als schmähliche Niederlagen herausgestellt! \^ir sind schlau geworden und lassen uns nicht mehr von dem üblen Burschen übertölpeln. Gut so! Denn - Hand aufs Herz - sind wir früher nicht in puncto Kohle, Strom und Gas ein bißchen zu bequem und leichtsinnig gewesen? Was wir heute an diesen Dingen ersparen, kommt ja nicht nur - wenn es auch das wichtigste ist! - unserer Kriegswirtschaft, sondern auch der Sicherung unserer künftigen Versorgung und dem eigenen Geldbeutel zugute. Darum auch weiterhin: Achtung auf Kohlenklau! Wer Kohlenklau ’ne Grube grabt, stets vorbildlich — und billig lebt! Aelt. Beamtenwitwe sucht 2-3-ZirWobng. in gutem Hause. Schriftl. Slngeb. unter 02052 an den Gieß. Ans. festgesetzt ist. Gießen, den 30.März 1943. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Gewerbepolizei. I. B.^Nicolaus. ** Ladenschluß um 19 Uhr. Der Oberbürgermeister (Gewerbepolizei) gibt heute bekannt, daß von morgen ab während der Sommermonate der Ladenschluß für sämtliche Verkaufsstellen auf 19 Uhr festgesetzt ist. ♦* Geschäftsjubiläum. Am morgigen 1. April kann die Gießener Stempel- und Farbenfabrik Joseph K r e u t e r, Frankfurter Straße, auf ihr 40jähriges Bestehen zurückblicken. Der Jn- d Mein lieber Mann, unser guter Sohn, IbKä Bruder, Schwager, Schwiegersohn, Neffe und Vetter Elektromeister Karl Wilhelm Schmidt Obetgefreiter in einer Nachtichten - Abteilung fand am 19. Februar 1943 im Osten in treuer Pflichterfüllung für Führer und Vaterland den Heldentod. Seine letzte Ruhestätte fand er auf einem Heldenfriedhof im Osten. In tiefer Trauer: Frau Ria Schmidt, geb. Schickedanz Elektromeister W. K. Schmidt u. Frau Anna, geb. Kloß Liesel Rabas, geb. Schmidt; Ihgenieur Eduard Rabas Rudolf Schickedanz und Frau Martha, geb. Reubig und alle Angehörigen. Gießen (Bleichstraße 8), Leipzig, im Felde, im März 1943. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 02053 Wir erhielten die traurige Nachricht, daß unser lieber Enkel, Neffe u. Bruder Hans Glitsch Gefreiter in einem Grenadier-Regiment Inhaber des E. K. 2 und der Ostmcdaille am 7. März 1943 im Alter von 20 Jahren als Kriegsfreiwilliger bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten für sein Vaterland sein Leben gab. Er folgte seiner Mutter nach zwei Jahren in die Ewigkeit. Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Johannes Glitsch, als Großeltern nebst allen Angehörigen. Bekanntmachung über die Durchführung derVerorduung vesReichswohnungskommissars vvm 27. 2.1943 zur WohnraunUenkung. Meldepflicht für Einzelpersonen, die eine selbständige Wohnung Stadt n. Land I kaufen ihre Lose zur 9. Deutschen Keichs- lotterte in Gießen bei den beiden Staatlichen Lotterie einnahmen Dr. Fiinini Walltorstrabe 63 Buchacker Neuen Bäue 11. Haber der Firma, Joseph Kreut er konnte schott zwei Jahre nach der am 1. April 1903 vollzogenen Gründung seines Unternehmens ein eigenes Fabrikgebäude in der Frankfurter Straße errichten. Im Laufe der Jahre wurde der Betrieb immer mehr erweitert, fo daß die Fabrik im Jahre 1924 um das Doppelte vergrößert werden mußte. Die Firma hat sich durch ihre Spezialität der Anfertigung von Dekorationsstempeln für die keramische Porzellan- und Glasindustrie in der gesamten Porzellan-, Steingut- und Glasindustrie des In- und Auslandes eine führende Stellung und allenthalben große Wertschätzung erworben. In der Gießener Wirtschaft nimmt die Stempelfabrik Kreuter eine hervorragende Stellung ein.'Gleichzeitig mit der Firma kann'auch deren Schriftsetzermeister Peter Schäfer, chillebrandstraße, sein 40jähriges Arbettsjir- bilänm begehen. Noch mehr und noch besseres Gemüse! Zum ReichSleistungswetibewerb der Kleingärtner. Unter den verschiedenen Maßnahmen des Rerchs- bundes, die Ertragssteigerung in den Kleingärten zu sichern, verdient die Frauen-Fachberatung besondere Erwähnung. Bisher bestand die Aufgabe der Frau im Kleingarten vor allem in der Verwertung und Haltbarmachung des Erntegutes. Jetzt soll den Kleinqärtnerfrauen aber auch vielseitiges praktisches Wissen im Gemüse- und Obstbau vermittelt werden, damit sie ihre zur Wehrmacht einberufenen Manner noch erfolgreicher als bisher vertreten können. Während 1938 die deutsche Landwirtschaft einschließlich der Kleingärtner und Siedler nur 63 v. H. unseres Gemüsebedarfes decken konnte, stieg die Deckubqszisser im vergangenen Jahre auf 87 v. H. Es wird Aufgabe der deutschen Kleingärtner sein, mitzuhelfen, daß in diesem Jahre ein noch günstigeres Ergebnis erzielt wird, um uns auch auf diesem Gebiet vom Ausland unabhängig zu machen. Haben die deutschen Kleingärtner den Gemuse- markt im vergangenen Jahre erheblich entlastet, haben sie das, was sie an Gemüse und Obst- für ihren Haushalt brauchten, fast ganz aus ihrer eigenen Scholle gewonnen, konnten sie sogar 1942 der Allgemeinheit erhebliche Gemüsemengen zufuhren, so gilt das im verstärkten Maße auch für die vor uns liegenden Monate. Und so lautet die Parole für ^Trotz aller kriegsbedingten Schmierigkeiten — ob persönlicher oder sachlicher Art — noch mehr und noch besseres Gemüse aus eigener Erzeugung! Wenn die Kleingärtner in diesem Frühjahr alle ihre Anstrengungen wiederum in den Dienst einer verstärkten Gemüseerzeugung stellen, so geschieht das unter folgenden vier Richtlinien: 1. Spar|ame und kriegsbedingte Verwertung des Gemüsesamens; 2 Steigerung des Anbaues von Feingemüse gegenüber Kohlanbau; 3. sorgfältige Bodenbearbeitung; 4. Vorbeugungsmaßnahmen gegen Pflanzenkrankheiten und Bekämpfung der Schädlinge Auch in diesem Jahre kommt es besonders aus den Anbau von Wintergemüsen an, ohne dabei das Frühgemüse zu vernachlässigen. Vor allem wird Wert auf die Anpflanzung von Wurzel-, aber auch Blattgemüsen, wie Spinat und Mangold, gelegt. Auch die noch lange nicht genug bekannten sog. Pastinaken, eine gelbe Mohrrübenart nut hohem Flächen ertrag, verdient Beachtung. Bei Buschbohnen empfiehlt sich die sog. Stnfenfaat, die sparsamer als die Reihensaat ist. Für Steckzwiebeln, Sellerie, Poree und alle Kohlarten einschließlich Kohlrabi werden den Kleingärtnern Jungpflanzen zur Verfügung gestellt. ____ Laborant(in) von neuzeitlich eingerichteter Tempergießerei für die Leitung ihres Laboratoriums gesucht. Bewerber müssen mit allen einschl. Arbeiten vertraut sein und besond. Kenntnisse für Eisen- und Metall- untersuehungen besitzen. Bewerbungen mit Gehaltsansprüchen und Angabe des früh. Eintjrittstermins unt. 1029D an den Gieß. Anzeiger erbeten. - Einstellung erfolgt mit Genehmigung des Arbeitsamtes. Biete: Kinderbank mit Tisch, weiß gestr., sow. Kleidungsstücke undUeberschuhe (sehr aut erhalt.) f.3-6lähr.Jung. Suche rKnaben-, Herren- oder Damenfahrrad und Rollschuhe. Schr. Ang. unt. 02073 a.d.G.A. Giehener Gchlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehverstei- qerunashalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41 bis 46 Rpf., Bullen 35 bis 47, Kühe 15 bis 47, Färsen 34 bis 50, Kälber 20 bis 57, Schafe 44 Rpf. je 1/2 kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 4,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. * Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« haupischristleiters: Ernst Blumjchein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr.