193. Jahrgang Nr. WO Erscheint täglich, nutzer Sonntags und feiertags Beilagen: Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr desVormittags Anreigen-Dreise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüneMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°'. me6r vrühlscheUniversttStrdrvckerei«. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Siehrn. Schulstrahe 7-9 Giehener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich... .RM. 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernsvrechanschluft 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Posts check 11686 Frankf./M. 4^ m d 8rettag, 30. April /Samstag, V Mai 1945 Giehener Anzeiger Europäische Leistungsgemeinschafi aller Schaffenden. Die Arbeit als Gtaaisidee die Verteilung des Gewinns an, stellte somit nicht die Arbeit als sittlich gestaltende Macht, sondern die Habgier in den Mittelpunkt des Denkens. Damit waren die Dinge glatt auf den Kopf gestellt; nicht die Arbeit als Ausdruck sittlichen Bewußtseins wurde als Inhalt des sittlichen Lebens dargeftellt, sondern eben jenes unsittliche Gewinnstreben. Die Sehnsucht der schaffenden Deutschen nach Arbeitsehre und nach sittlicher Rechtfertigung eines Lebens- schwerer Arbeit wurde enttäuscht. Wo konnte also ein wahrhaft revolutionierendes Denken ansetzen, um wirklich einen Staat der Deutschen zu gestalten? — Nur dort, wo die Sehnsucht nach sittlicher Rechtfertigung der Arbeit noch zu erfüllen war. Denn die schaffenden Stände hatten inzwischen längst den Betrug des Novembersystems und seines Marxismus durchschaut. Jetzt also galt es, die Arbeit als ehrende und damit staatsbildende Macht, als Ideal der wirklich geeinigten Nation, in ihre Rechte einzusetzen. Das vollbrachte die Revolution des Nationalsozialismus. Millionen Volksgenossen war der Segen der Arbeit inzwischen versagt worden. Eine unfähige korrupte Nutznießerschicht hatte ihnen die Arbeitsgelegenheit verspielt. Jetzt erst erkannten viele, was Arbeit für ein Segen ist. Jetzt erst, als sie sie nicht mehr hatten, schätzten sie die vom Marxismus verleumdete Arbeit. Es war eben doch mehr als „Fron" und „Ausbeutung", es war Lebensinhalt und.gestaltende Macht, was ihnen da fehlte. Und so konnte der Nationalsozialismus da einsetzen, wo es galt, diesen Segen erneut zu schaffen. Das bedeutete aber, den Mächten des gehorteten Geldes die Grenzen ihres Eigennutzes zu zeigen und sie in Zucht zu nehmen. Nicht der Gewinn wurde oberstes Ziel, sondern die Schaffung von Arbeitsgelegenheit und die allgemeine Wohlfahrt. Die darüber hinaus verfügbaren Kräfte aber wurden in straffen Organisationen dem Staate dienstbar gemacht. So erstand der Staat der Arbeit. Jetzt endlich marschierten die Bataillone der Arbeit — aber nicht im Sinne des sinnlosen Klassenhasses, sondern im Sinne einer gemeinsamen Liebe zur eigenen Nation, zur Verbundenheit in einem Ideal. Das ist Nationalsozialismus, das ist der Sozialismus der Arbeit in einem Staate, der alle ohne Unterschied umfaßt, der die Arbeit ordnet und über ihrer Ehre wacht. Arbeit als Staatsidee: das ist die Idee dps 20. Jahrhunderts, das ist die Ueberwindung des individuellen Egoismus, dem das Bürgertum und fein Jahrhundert verfallen war. Deutschland hat die Idee des philosophischen Idealismus vor einem Jahrhundert ausgebildet, jetzt erst kommt es in seinem Leben als Staat dazu, sie in die Tat umzu- setzen. Das ist die entscheidende Wendung unserer Geschichte, der Anbruch eines neuen Zeitalters. Curt Hotzel. Am heutigen Tage werden im Auftrage des Führers vor der Reichsarbeitskammer Betriebs- gemeinfchaften geehrt, die in der Rüstungsfertigung über ihren vorgeschriebenen Arbeitsauftrag hinaus bedeutende Leistungen vollbracht und die sich aus eigener Initiative durch Erschließung immer weiterer betrieblicher Fertigungskapazitäten hervorgetan haben. Einzelne dieser Betriebe erringen neben dem Kriegsoerdienstkreuz in der Fahne des Kriegsmusterbetriebes sogar die Auszeichnung als NS.-Musterbetrieb. Diese Betriebe marschieren nicht nur hinsichtlich des Ausstoßes .an Rüstungsgerät an der Spitze, sondern leisten auch in der Menschenführung in der Gestaltung ihrer sozialen Arbeit Vorbildliches. Die Reichsarbeitskammer wurde der Oeffentlich- keit hauptsächlich durch ihre repräsentativen, feierlichen Tagungen bekannt, auf denen schon öfter — in Friedenszeiten vom Führer persönlich — diese Auszeichnungen verliehen wurden. Ebenso wie bei den Arbeitskammern in den Gauen liegt nun auch bei der Reichsarbeitskammer das Schwergewicht ihres Wirkens nicht in der rein repräsentativen Funktion. Im Jahre 1935 gebildet, entwickelten sich die Arbeitskammern über diese Stellung hinaus mehr und mehr' zum Organ gestaltender Mitarbeit an einer revolutionären Weiterentwicklung unserer den Schicksalsschläge von 1942/43 den 2Huf, den An. grisssgeist und die Ausdauer der heldenhaften deutschen Soldaten nicht brechen konnten, was sollte diese Tapferen nun noch überraschen? 2. Es zeigt sich immer mehr, daß vor allem das U - B oo t neben Flugzeugen, Panzern, Tanks und modernsten Waffen aller Art die tödlichste Waffe dieses zweiten Weltkrieges ist England kann seinem Schicksal picht entgehen, und Nordamerika wird durch die Rudel der „grauen Wölfe zur See" völlig gelähmt. England wird eines Tages vor der Frage stehen: Entweder zu kapitulieren oder zu verhungern, und die USA. werden ihm nicht helfen können und untätig zusehen müssen. Die Schlacht aus den Ozeanen wird gewonnen werden, wir haben alle Ehancen dazu. Nichts kann uns mehr überraschen. 3. Am 1.7Nai 1943 steht Deutschland mitten im totalen Krieg. „Ein Volk steht auf, der Sturm bricht los!" Die wehrfähigen Wanner in den Fabriken und Kontoren drängen zu den Waffen, ihre Plätze aber nehmen deutsche Frauen ein. Die Produktion wird verdoppelt, verdreifacht und trotzdem sind immer noch mehr Arbeitskräfte da, als gebraucht werden. Die Volker Europas helfen dem deutschen Volk im Kampf gegen den Bolschewismus und gegen die Plutokraten und helfen ihm bei der Arbeit, für die Kämpfer gegen den Deltjuden genügend Waffen zu schmieden. Deutschland entwickelt immer neue Leistungsre- serven. Allein im vergangenen Arbeitsjahr hat sich die Produktion auf einigen Gebieten verzehn- facht, in allen Sparten zum mindesten verdoppelt, und ich bin überzeugt, daß wir am nächsten 1. Wai dieselbe Tatsache deutscher Leistungsbereitschaft und deutschen Leistungswillens feststellen können. Ich bin zuliefst überzeugt, daß die Leistungs- referven der deutschen Nation nie abgeschöpft werden. Jede Aufgabe wird gemeistert. Deutschland arbeitet und kämpft, und Eurdpa hilft ihm dabei. Nichts kann uns mehr überraschen, dafür bürgt der totale Einsatz aller Deutschen. Wir werden die letzten Bataillone, ausgerüstet mit den besten Waffen, auf dem Schlachtfeld haben. Das ist unser Wille und unsere Gewißheit. Der Kriegsmai kann — dazu ist die Zeit viel zu Arbeiter und Arbeiterinnen! Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder! wir feiern heute den l.Wai. Der Führer selbst Hal befohlen, daß an diesem Tage in jedem Jahr die Arbeit ruhen soll, denk wir Deutschen begehen diesen Tag als estder A rbeit" und bekunden damit, daß das nationalsozialistische Deutschland die Arbeit zur Grundlage und die Leistung zum Wertmesser der Rangordnung der nationalsozialistischen Gemeinschaft erhoben hat. Die Leistung für die Zukunft unseres Volkes ist unsere Ehre. Das sei die Parole des Kriegsmai 1943. Der 1. Wai kündet den Durchbruch des Frühlings an, und so wie der Sieg des Frühlings über den Winter alljährlich mit natürlicher Gesetzmäßig- keit kommen muh, so glauben wir Deutschen fanatisch und unerschütterlich auch an den Sieg der jungen nationalsozialistischen Revolution über den erstarrten und veralteten Schematismus des Juden und über seine Zwlllings- kinder, den Kapitalismus und Bolschewismus. Die Jugend siegt immer über das Alter, so werden auch die jungen Volker, Deutschland, Italien und Japan, über die ab st erbende Welt des Goldes, des Waterialismus und der Demokratie siegen. Das glauben wir Deutschen auch am vierten Kriegsmai 1943. Und wir haben allen Grund dazu, gerade heute am l.Wai 1943 nach fast vier Jahren Krieg, an den absoluten und totalen Sieg der deutschen Waffen zu glauben. Jetzt, nachdem wir den Ablauf der Ereignisse, die gegeneinanderstehenden Kräfte und die möglichen Folgen übersehen und klar abschähen können, kann uns nichts mehr überraschen. 1. Unsere Soldaten stehen trotz aller Anstürme immer noch am Atlantischen Ozean, am Wik- telmeer, am Nordkap, auf Kreta, vor Leningrad und am Asöwschen Weer, und wir können gewiß sein, i)ah sie keine Wacht der Erde von dort vertreiben wird. Deutschlands Grenzen sind so weit hinausgeschoben, daß es dadurch Wenschen und Rohstoffe, Waffen und Wunition in genügendem Waße besitzt, um allen Anstürmen von Ost und West zu trotzen. Wenn der unvorstellbar harte Winter 1941/42 und die sich bis zur Katastrophe steigern- ernst — kein lautes, rauschendes Fest wie im Frieden sein. Wir sind alle härter geworden, der Sol-, dat an der Front und der Arbeiter in den bombengefährdeten Gebieten. Wir wissen, daß unter Boni* ben und Granaten keine Überschäumende „Stimmung" herrschen kann. Von einem „reizenden Kriegs zu reden, blieb dem Kriegsverbrecher Nr. 1, Winston Churchill, vorbehalten. Dir, die wir den ersten Weltkrieg mitgemacht haben, kennen den Krieg und seine Schrecken. Nein, jeder Krieg ist furchtbar und dieser Krieg, in dem wir es mit so grausamen Gegnern, wie den bolschewistischen Hunnen und den kapitalistischen Anglo-Barbaren zu tun haben, ist besonders schwer. Wir wissen das und täuschen uns nicht. Daher kann man nach vier Jahren Krieg nicht von „Stimmung" reden. Reden wir dafür lieber von Haltung. Die hqltung der Deutschen, insonderheit des deutschen Arbeiters — Frau und Wann — jung und alt — ist einwandfrei und über alles Lob erhaben, hart, stark, stolz und einsatzbereit, das ist die Haltung der deutschen Nation im vierten Kriegsjahr 1943. So hart und biegsam wie Kruppstahl, so stark und zäh wie Leder, und so stolz und unbeugsam wie ein Germane, das ist der herrliche Erfolg nationalsozialistischer Erziehung am deutschen Wenschen. Das ist unsere unbeirrbare Gewißheit am 1. Wai 1943, daß ein 9. November 1918 niemals wiederkommt, und daß der deutsche Arbeiter durch seine Einsatzbereitschaft heule das wie» der gutmacht, wozu ihn Juden und ihre landesverräterischen Helfershelfer damals verführt haben» Deshalb deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen, Betriebsführer und Gefolgfchaftsmikglieder, feiert den 1. Wai 1943 in unerschütterlichem Glauben an den deutschen Sieg? Ruht Euch aus und erholt Euch, um alsdann mit verdoppelter Kraft wieder an Eure Arbeit zu gehen! Ich danke Euch für die bisherige einmalige Leistung, ich fordere im Namen der Soldaten, und ich rufe Euch auf im Namen des Führers.- „Schafft mehr Waffen und noch mehr Wunition! Laßt nicht nach? Gebt alle Kräfte für den Sieg? Diesmal packen wir es? Ein fozia- liftifches Deutschland, ein freies Deutschland, dafür bürgt uns Adolf Hitler, unser Führer? Die Arbeitskammern. Oie Organe der Selbst- und Mitverantwortung des Schaffenden an der Gestaltung des Arbeitslebens. Bon.Reichsleiter Dr. Robert Ley. Die Leistung für die Zukunst unseres Volkes ist unsere Ehre Neichsorganisaiionsleiier Dr. Ley verkündet die Parole des Kriegsmai 1943. *n rauschender Begeisterung, sondern als einen Tag des Besinnens und des Atemholens begeht das deutsche Volk in diesem vierten Kriegsjahr den 1.Wai als den Tag der Arbeit, und nicht das deutsche Volk allein, denn an seiner Seite stehen heute die Schaffenden ganz Europas, mögen sie nun helfen beim Bau des Atlantikwalls, mögen sie in ihrer Heimat für den Bedarf des krieg- führenden Deutschlands produzieren oder fern von ihr in Deutschland selbst eingesetzt sein, überall in Europa verspürt der arbeitende Mensch einen, hauch der neu erstandenen europäischen Gemeinschaft, die sich zunächst durch äußeres Erlebnis jedem einzelnen als Schicksalsgemeinschaft eingeprägt hat, dann zur Leistungsgemeinschaft geworden ist, aus der wiederum gesinnungsmäßig der Leistungssozialismus erwächst. Auch unsere Gegner werden die Zeichen der Solidarität aller Schassenden Europas nicht verkennen können: Europa ist nicht mehr zersplittert, es schafft gemeinsam die Waffen, die seine Schwertträger, die Nationen der Achse, zum Siege über die Feinde Europas brauchen. Vorbild und Beispiel für alle ist der deutsche Arbeiter; er will in seiner Leistung nicht zurückstehen hinter seinem ehemaligen Arbeitskameraden, der heute im grauen Rock des Soldaten das Letzte für sein Volk und damit für die Zukunft Europas einfeht. Nach der Auffassung des deutschen Mahners sZaul de Lagarde fehlte den Deutschen des Zismarckreiches ein allen sichtbares und für alle verbindliches deutsches Ideal, das das ganze Volk tinigen und erst zur Nation machen sollte. Die im lvahren Sinne staatbildende Kraft, der Deutschen iah Lagarde abhängig von dem Dasein dieses Ideals. „Ein Vaterland gehört in die Zahl der lthischen Mächte, und darum können seine An- ßelegenheiten nicht vom Regierungstische aus, sondern nur durch das ethische Pathos aller seiner Kinder besorgt werden. Deutschland ist die Gesamtheit aller deutsch sprechenden, deutsch emp- 'indenden, deutsch denkenden, deutsch wollenden Menschen." Die ethische Macht des Vaterlandes hat sich nach dem großen Fegefeuer des Krieges und der Re- pohition durchgesetzt und ist im Nationalsozialis- nus Gestalt und Ideal geworden. Und damit vurde auch Fichtes Forderung erfüllt, daß der 6taot der Deutschen eingesetzt werde „in das Recht, len gesamten Ueberschuß aller Kräfte seiner Staatsbürger ohne Ausnahme für seine Zwecke zu ver- venden". Was bedeutet nun die Erfüllung der trorberungen Fichtes und Lagardes im Hinblick iuf die alle Deutschen einigende „staotbildende" kraft des Ideals? — Don was ging das deutsche Realistische Staatsdenken aus? Die revolutionäre Welle, die Europa um 1800 lurchflutete, gründete sich auf ein neues Ethos, las aus den arbeitenden Schichten kam. Der Zerfall der feudalen Kultur ließ diese schaffenden Stände als die eigentlichen Träger des Staates «."scheinen. Wäre diese Idee nicht in die Köpfe und fände der französischen Aufklärer und ihrer blut- tinftigen Schüler geraten, so hätte sie schon do- uals Segen stiften können. So aber wurde aus ter mißbrauchten Erkenntnis von der sittlichen Nacht der Arbeit eine Posse, die in dem Jahrhundert des Kapitalismus genau das Gegenteil h'rvorbrachte, was etwa Kant in Deutschland und nach ihm Fichte begeistert gefordert hatten. Das Pathos d-es kategorischen Imperativs: jeder handle so, daß sein Handeln zum Maßstab der allgemeinen Handlungsweise werden könne — kdeutet, daß jeder unumschränkt seine sittliche Haltung zu bestimmen habe nachdem „gemeinen Nutzen". Das ist eine ethische Idee, die ihren Stund in der altdeutschen Haltung der schaffenden Stände hatte, in dem sittlich gebundenen Leben Ihr mittelalterlichen Menschen, die noch nicht kapi- tckistisch dachten, die noch nicht das Geld als Reichtum horteten, sondern es als Tauschmittel immer meiter gaben -r- da es ja auch nicht den starren ^iinzwert des späteren, Goldes hatte. Damals fron, in der Gotik, war die Arbeit dos auszeich- Ijtrtbe Merkmal des Deutschen, war gute Arbeit S)rensache aller. „Fahrendes Volk" war mißachtet, ®tvi( es keine Stätte ehrbarer Arbeit hatte. Die Aufstellung des Grundsatzes vom kategorischen )nperativ, von der Forderung nach pflichtmäßiger S'füllung der Aufgabe des einzelnen in der Gemeinschaft wurde vom 19. Jahrhundert nur ins !t>allicb-militärische Gebiet übertragen, der Libera- Mus ließ dem Bürger im übrigen freie Hand im iegenannten „Wettbewerb". Der -Staat sah seine lenzen da, wo dieser Wettbewerb begann. Das deutet die Aufgabe der ethischen Forderung vor km rücksichtslosen Gewinnstreben, nüe jeder em- icne es gerade verstand. Die Arbeft das mar, «n noch Mittel zum Zweck, nämlich zum Zweck Gelderwerbs und der' Geldhortung. Die Arbeit D-irbe erniedrigt, die Arbeitsehre vernichtet. So Mifcte mit Notwendigkeit eine Gegendewegung ent faen, die dann zum Klassenkampf führte. Das behütete den Zusammenbruch des deutschen gdeaLis- Ms, eben jener Denkweise, die den kategorischen önperatio heroorbrachte. . . , ... Der Zusammenbruch von 1918 ist so die logische rüge dieser geistigen Entwicklung geworden. Cs gao - um mit Lagarde zu reden — kein allgememver- 'tdliches Ideal mehr. . Äeblieben aber mar in dem deutschen schassenden laschen die Sehnsucht nach einer, sittlichen ^chtfertigung der Arbeit, als seines Lebens- >l»alts. Das Jahrhundert der Technik und der Be- 5-kerungsoermehrunq hatte die Idee Kants uno Achtes vollauf gerechtfertigt, daß nämlich nur eine Örtlichkeit dieses Leben ordnen könne, bei der Ge- ^nnnutz vor Eigennutz gehe. Aber diese Sd^e e'loren gegangen, war gesunken in dem rück sich materialistischen Gewinnstreben, des ^genaim- Wettbewerbskampfes aller gegen alle Es wurde J5* nun immer mehr der Maßstab verschoben, der ^vretische Materialismus lehrte, es käme nur a T sozialen Lebensbedingungen. Es gibt wohl keine große und grundsätzliche Frage aus dem vielseitigen Aufgabengebiet der Deutschen Arbeitsfront, dir nicht von Arbeitsausschüssen und Arbeitsgemeinschaften gründlich bearbeitet' und für die nicht Lösungsvorschläge erbracht oder die nicht in eigener Initiative einer Lösung zugeführt worden wären. Das hat nichts mit Parlamentarismus zu tun. In diese Beratungsgremien werden die jeweils fachlich führenden Persönlichkeiten berufen und aus ihrer durch langjährige Erfahrungen untermauerten Schau heraus nehmen sie zu ihnen vorgelegten Fragen Stellung. So reifen bedeutungsvolle sozialpolitische Maßnahmen unter Heranziehung der jeweils beteiligten Kreise des sozialen Lebens zur Wirklichkeit. Der Krieg beschleunigte diese Entwicklung. Wenn der Gedanke selbstverantwortlichen Mitarbeitens je einen Sinn hat, dann sicherlich irt Kriegszeiten. Der Krieg verlangt von jedem Volksgenossen ein Hochstmaß an Einsatz- und Arbeitsbe- reitschaft. Aufgabe der Deutschen Arbeitsfront ist es, die aus den Erschwernissen des Krieges sich zwangsläufig ergebenden sozialen Härten zu einem gerechten Ausgleich zu bringen und gleichzeitig den schaffenden Menschen zur höchsten Leistung willens und fähig zu machen. In den hinter uns liegenden Kriegsjahren verstärkte sich immer mehr die Erkenntnis, daß der Weg dazu über eine wirklich selbstverantwortliche Betriebsführung geht. Wenn der einzelne Schaffende den Willen und die Fähigkeit zur äußersten Leistung besitzen soll, darf ihm nicht die starre Dogmatik einer reglementierten Sozialbürokratie gegenübertreten, sondern er muß die lebendige und pulsierende Kraft einer selbstschöpferischen und wirklichkeitsnahen Sozialpolitik fühlen. Die Erzeugungsergebnisse unserer bestgeführten Leistungskampfbetriebe und der Kriegsmusterbetriebe brachten in den vergangenen drei Jahren den Beweis, daß der Ausbau des Gedankens der sozialen und wirtschaftlichen Selbstverantwortung des Betriebes treibender Motor für eine vernünftige Arbeits- und Produktionsordnung ist. lieber jede Rationalisierung hinaus bestimmen Haltung und Leistung des Menschen entscheidend die Leistungsentwicklung des Betriebes. Aufgabe der sozialwirtschaftlichen Führungsorgane ist es deshalb, die wirklichkeitsnahe und selbstoerantwortliche betriebliche Sozialarbeit so zu lenken und zu steuern, so zu aktivieren und zu mobilisieren, daß jede ihrer Maßnahmen auch einer Steigerung des betrieblichen Lei- Roosevelts Komplott mit den Kreml-Wen 1. 2. 3. Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop begeht am 30. April seinen 50. Geburtstag. (Scherl-Bilderdienst. sRöhr.s) aus der selbstverantwortlichen Aktivierung der Betriebsführerschaft; aus der Auswertung des Leistungskampfes der Betriebe und zes darstellen; die Kontrolle über den sozialen unwirtschaftlichen Nützlichkeitsgrad unserer Arbeit bedingt nun einmal, daß wir nicht an Fragen Vorbeigehen können, welche unmittelbar in den Bereich unserer arbeitspolitischen Gestaltungsmaßnahmen hineinragen. Es ist unsere verpflichtende Aufgabe, in Verbindung mit den zuständigen staatlichen Stellen jene Fragen einer Lösung zuzuführen, die den höchsten wirtschaftlichen Leistungserfolg verbürgt. Der Mann der betrieblichen Praxis sowie der Beauftragte der gewerblichen Wirtschaft, der Betriebswirtschaftler sowie der Betriebswissenschaftler, sie alle werden zur unmittelbaren Gestaltung unserer arbeitspolitischen Lebenselemente in den Organen der Sozialen Selbstverantwortung zusammengefaßt und zur Mitarbeit herangezogen. Das sind die Richtlinien, die ich meinem Amt Soziale Selbstverantwortung als der die Arbeitskam- Mit welchen Mitteln die GPU.-Schergen hier die ahnungslosen polnischen Offiziere für ihr bitteres Ende vorbereiteten, geht aus folgendem hervor: Den Offizieren waren von den Sowjets etwa 120 polnische, aber kommunistisch eingestellte Mannschaften und Zivilpersonen, darunter 8.0 Prozent Juden, beigegeben worden. Dieses polnisch-stämmige Gesindel und die Juden machten den an und für sich hilflosen Offizieren Handreichungen, um dabei ihre Gesinnung zu erforschen. Es wurde im Lager zwei« mal gestattet, die Angehörigen in der Heimat zu verständigen. Der Zweck bestand darin, die Herkunft der einzelnen Offiziere zu erfahren. Dann gibt Glaeser eine ergreifende Schilderung der Transporte, die im März beginnend laufend aus Koselsk abgingen, und die in der Grube im Blut- wald von Katyn endeten. Dom 20. 3. 1940 bis 9.5.1940 wurden aus beiden Lagern etwa 30 Transporte mit je 80 bis 120 Mann aus den Lagern abgeschoben. Am 9. Mai 1940 wurde unser letzter Transport, etwa 150 Mann, nach genauer Untersuchung in Lastkraftwagen nach dem Verlade- .bahnhof Koselsk transportiert. Hier wurden wir in Gefängniswaggons (grüne) verladen. Die Waggons faßten 120 Personen. Sie wurden aber zum Transport von 300 benutzt. In den Käfig, in dem ich transportiert wurde, war mit Fingernägeln folgendes eingekratzt: „18 Ofizcerow W. P. Kwiecien 40" (18 Offiziere des polnischen Heeres — April 1940). Dann war noch eine Aufenthaltsstation vermerkt, deren Name mir aber entfallen ist. Die vor uns transportierten Offiziere wollten damit den nach- . folgenden zur Kenntnis bringen, wohin sie verbracht worden waren. Dem letzten Transport vom 9. Mai 1940 gehörten etwa 2 5 Volksdeutsche von Mensch und Betrieb. Jede systematische Arbeit setzt eine ihr entsprechende Arbeitsorganisation voraus. Grundlage für die Arbeitsgebiete der Kammern ist 1. eine klare und übersichtliche Gliederung ihres körperschaftlichen Aufbaues und 2. die Schaffung einer zentralen Führungsstelle in der Reichsarbeitskammer. Um diesen Forderungen Rechnung zu tragen, wurde daher reichseinheitlich für jede Gauarbeits- kammer die Bildung von insgesamt vier Unterkammern angeordnet. Unterkammer I: Mensch und Leistung, mit den Arbeitsgemeinschaften: 1. Betriebliche Menschenführung; 2. betrieblicher Arbeitsschutz; 3. betrieblicher Ärbeitskräfteansatz; 4. betriebliche Ausländer- betreuung; 5. sozialwirtschaftlicher Leistungsvergleich. Unterkammer II: Leistungsertüchtigung, mit den Arbeitsgemeinschaften: 1. Betriebliche Ausbildungsleiter; 2. Uebungsleiter und 3. betriebliches Vorschlagswesen. Unterkammer III: Leistung und Lohn: Die Unierkammer III umfaßt sämtliche Arbeitsausschüsse, welche gemäß der Vereinbarung des Amtes Soziale Selbstverantwortung der DAF. mit dem Reichsarbeitsministerium gleichzeitig Sachverständigenausschüsse beim Reichstreuhänder der Arbeit sind. 'Unterkammer IV: Gaugebundene Untersuchungen: In dieser Unterkammer werden diejenigen Probleme einer Beratung unterworfen, die sich ausschließlich aus den arbeitsstrukturellen Verhältnissen des Gaues selbst ergeben. Damit glaube ich, unserer sozialen Arbeit eine Form gegeben zu haben, die im Rahmen der Kriegswirtschaft unter geringstem Aufwand und unter Einschaltung aller am Arbeitsleben beteiligten Kreise geeignet ist, sowohl der menschlichen Leistungsertüchtigung als auch der Entwicklung höchst- leistungsfähiger Betriebe zu dienen. Wir wissen, daß Sozial- und Wirtschaftspolitik ein einheitliches Gan- DNB...... 29. April. (PK.-^.) Von Tag zu Tag lichtet sich das Dunkel um die Vorgänge im Walde von Katyn mehr. Immer neue Beweise erhellen eindeutig das bestialische System der jüdisch-bolschewistischen Bluthenker, die hier im Frühjahr 1940 die Elite des polnischen Offizierkorps aus der Schule des Marschalls Pilfudski durch hinterhältigen Genickschuß auslöschten. Das Bekanntwerden dieses von den jüdischen Untermenschen des Kreml organisierten Massenmordes hat in/ ber Welt wie ein Fanal gewirkt. Täglich laufen bei deutschen Dienststellen und bei polnischen Organisationen Mitteilungen ein. So hat sich jetzt auch ein Major der ehemaligen polnischen Armee, der Volksdeutsche Arthur Glaeser gemeldet, der selbst bis Anfang Mai 1940 zu den Insassen des Gefangenenlagers Koselsk gehörte. Glaesner, der 1919 polnischer Staatsbürger wurde und als solcher seiner Militärpflicht genügte, war Kriegslazarettverwalter (Quartiermeister) des Kriegslazaretts 702 in Bialo-Wieza (Bialyftok) im ehemaligen Jagdschloß des früheren Staatspräsidenten Moscicki, das am 21. 9. 39 den einrückenden Sowjets übergeben wurd" Mit 24 Krankenschwestern und 22 Aerzten ging es zunächst in das Gefangenlager Ostaschkow, wo sich bereits 12 000 polnische Kriegsgefangene, darunter etwa 450 Offiziere, befanden. Diese Offiziere waren nach peinlicher Untersuchung sofort abgesondert worden. Als nach etwa einem Monat Transporte mit 1000 Polizeioffizieren und Mannschaften kamen, wutde er mit seinen Kameraden Hals über Kopf in Viehwagen nach Koselsk verladen. Hier, waren in zwei Lagern — Koselsk-Kloster und Skit — rund 4400 Offiziere untergebracht. Ein Lleberlebender aus Koselsk spricht! Oer Bericht eines ehemaligen polnischen Majors. — Juden und Kommunisten als Henkersknechte. Von Kriegsberichter Hans Meyer. aus der organischen Zusammenarbeit zwischen DAF., Organisation der gewerblichen Wirtschaft und Reichstreuhänder der Arbeit. Alle Maßnahmen aber Lienen letztlich dem gleichen Ziel: der höchstmöglichen Leistungsentfaltung mern steuernden Dienststelle des Zentralbüros der Deutschen Arbeitsfront im Interesse des weiteren arbeitsmäßigen Ausbaues der Kammern gegeben habe. Die zur „Sozialen Selbstverantwortung" be-. reite Betrieösführerschaft fordere ich damit zugleich auf, sich unserem sozialen Schaffen als aktive Mitarbeiter mit ganzer Kraft und vollem Herzen zur Verfügung zu stellen. Alles, was wir heute'vollbringen, dient allein dem deutschen Siege. Jedes andere Beiwerk entfällt. Die Arbeitskammern fassen Kräfte und Energien zusammen, die in diesem schicksalhaften Ringen unseres Volkes entscheidende Bedeutung haben. Mit ihrer restlosen Konzentration auf siegwichtige Arbeiten werden diese Institutionen noch mehr als bisher ihrerseits Beiträge zur erfolgreichen Führung des großdeutschen Freiheitskampfes beisteuern, । Genf, 29. April. (DNB.) Der in den USA. als Kenner der Sowjetunion geltende langjährige Moskauer Korrespondent der „Saturday Evening Post", Demerace B e ß, unternimmt es, seinen Landsleuten klarzumachen, daß alle ihre großen Pläne über Neuordnung der Welt nach amerikanischen Idealen Luftschlösser seien. Die Welt, so sagt er, wird sich nicht nach den USA. richten, sondern die So- wj e t u n i o n wird den Ton angeben. Beß weist darauf hin, daß R o o s e v e l t schon lange vor Pearl Harbour ein Verbündeter der Sowjetunion geworden sei. Man dürfe nicht vergessen, daß er schonimAugust l941 die Bolschewisten offiziell zum Widerstand gegen Deutschland ermutigte und ihnen sofort Kriegsmaterial sandte. In seinen Versprechungen gegenüber Stalin sei Roosevelt, obwohl nicht im Krieg, soweit geganaen wie das kriegführende England. „Aber viele Amerikaner", so sagt Beß, bilden sich ein, Rußland werde uns gegen Japan helfen, wenn Deutschland besiegt ist, und die amerikanischen Blaupausen für die Nachkriegswelt voll unterschreiben. Das sind sehr gefährliche Annahmen. Stalin hat sich niemand gegenüber verpflichtet, roeber in Europa noch in Asien. Seine Zustimmung zu den Gemeinplätzen der Atlantik-Charta war eine freundliche Geste, aber keine Verpflichtung. Die Bolschewisten haben nie Konzessionen gemacht, im Gegenteil, sie verlangten von den Engländern Konzessionen, und zwar die Anerkennung russischer Ansprüche auf die drei baltischen Staaten sowie auf Teile von Finnland und Rumänien. Sie bestanden darauf, daß die polnischen Grenzen späterer Regelung überlassen bleiben sollen. Die englische Regierung war bereit, sofort darauf einzugehen, auf Drängen von Mast ungseffekts dient. Erfüllte sie diesen Zweck nicht, dann hätten wir es im günstigsten Falle mit einer sozialen Fassade zu tun, die in Wirklichkeit einer volkswirtschaftlichen Wertevernichtung aseich- käme, welche die Volksgemeinschaft in ihrer Gesamt-" heit entweder durch erhöhte Dienstleistungen oder durch in ihrer Höhe nicht erforderliche Preise zu bezahlen hätte. Wir sind nicht nur Träger des Gedankens der Leistungssteigerung, sondern auch sein Vollstrecker geworden. Mit dieser Ordnung des Arbeitslebens sind wir gleichzeitig in der Lage, die erforderliche Zahl an wirtschaftlichen Führer- und Unterführerkräften sicherzustellen, die die großdeutsche Wirtschaft von uns verlangt. Wir müssen daher auch die fähigsten und sozialwirtschaftlich revolutionärsten Betriebsführer und andere geeignete Männer und Frauen aus Staat und Wirtschaft als aktive Mitarbeiter am Aufbau einer zentralen Arbeitsgestaltung gewinnen. In den Organen der sozialen Selbst- uerantwortung sollen sie als Pioniere des sozialwirtschaftlichen Fortschritts mit dazu beitragen, aus dem Leben heraus und nicht am „grünen Tisch" gewonnene Lösungen für unsere sozialen Probleme zu finden, die der Schaffende versteht und würdigt. Die Organe aber für eine solche Selbst- und Mitverantwortung des schaffenden Menschen an der Regelung der sein Arbeitsleben ordnenden Elemente fireb die Reichsarbeitskammer und die Gauarbeitskammern. Sie bilden sowohl in der Reichsleitung der Deutschen Arbeitsfront als auch in den einzelnen Gauwaltungen die Organe, durch die die Aktivierung der Betriebsführerschaft und geeigneter Gefolgschaftler sowie die Auswertung des Kriegsleistungskampfes zu erfolgen hat. Es ist selbstverständlich, daß diese Gremien und auch die bisher außerhalb der Arbeitskammern stehenden Arbeitsgemeinschaften und Arbeitsausschüsse in ihrer Struktur und in ihren Aufgaben den besonderen Erfordernissen des Krieges angepaßt wurden. Die Zahl der Arbeitsausschüsse wurde stark reduziert und dem Aufbau sowie den Kriegsaufgaben der Gaue und Wirtschaftsbezirke angepaßt. Mit der Reichswirtschaftskammer wurden die fachlichen und personellen Voraussetzungen für die Mitarbeit in diesen Arbeitsausschüssen abgesprochen, die auch von dem Vertrauen der Organisation der gewerblichen Wirtschaft getragen sind, lieber die rein sozialen Fragen hinaus reicht die Auswirkung ihrer Arbeit in durch die Kriegsverhältmsse aufgeworfene weitere Gegenwartsprobleme hinein. Diesen Arbeitsausschüssen, in die nur die angesehensten und maßgebendsten Fachkenner der einzelnen Wirtschaftszweige berufen wurden, verschaffte die Deutsche Arbeitsfront in einer mit dem Reichsarbeitsministerium getroffenen Vereinbarung die staatliche Anerkennung als Sachverständigen- ausfchüffe der Reichstreuhänder der Arbeit im Sinne des § 24 AOG. Damit ^begannen die Arbeitskammern selbst eine Entwicklung, die auf dem fachlichen Aufbau der Arbeitsausschüsse beruhte. Die Arbeitskammer durste nicht nur eine Repräsentationsform aufweisen, sondern mußte lebendiges Instrument der politischen Führung sein, das die Grundlagen einer reibungslosen Arbeits- und Sozialpolitik er= ' arbeitet. Die Arbeitskammer hat also als oberstes Selbstverantwortungsorgan ihre vornehmste Aufgabe in der Förderung der selbstverantwortlichen betrieblichen Menschenführung zu sehen, die Grundlage unserer Arbeitsmoral und unseres betrieblichen Zusammenlebens ist. Die Arbeitskammern sollen dabei der Deutschen Arbe>itsfront behilflich fein, die soziale Stellung des Menschen entsprechend seinem Leistungs- und Persönlichkeitswert zu gestalten. Hierzu muß die Arbeitskammer die lebendige Zusammenarbeit zwischen Deutscher Arbeitsfront und Betrieb sicherstellen, um den Schaffenden die Mitarbeit an der Lösung der Fragen des Arbeitslebens selbstverantwortlich zu ermöglichen. Der sinnvolle Einsatz der Arbeitskammern zur Auswertung des Leistungstampfes der Betriebe verbürgt ferner die Möglichkeit, die Arbeitsergebnisse der Pionierbetriebe auf dem Gebiete einer lebensnahen Persönlichkeitswertung auf die Masse der Leistungskampfbetriebe zu übertragen. Entscheidend ist, die vorbildlichen Bemühungen und Bestrebungen einiger weniger, höchst aktiver und selbstverantwortlich handelnder Betriebsführer rechtzeitig in Erfahrung zu bringen und dafür Sorge zu tragen, daß durch die planvolle Auswertung ihrer brauchbaren Arbeitsergebnisse eine ständige Verjüngung des Leistungskampf- gedankens erfolgt und somit ein Leistungs- kampf organisch aus dem anderen erwächst. Die Arbeitsausschüsse führen jetzt nicht mehr neben den Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskammern ein isoliertes Eigendasein, sondern auf der Grundlage der Vereinbarung des Amtes Soziale Selbstverantwortung der DAF. mit dem Reichsarbeitsministerium über die Neuordnung der Arbeitsausschüsse wurde nunmehr eine enge Arbeitsverbindung der Ausschüsse mit den Arbeitskammern hergestellt und ihnen eine klare Aufgabenstellung zugewiesen. Während sich die Arbeitsausschüsse zukünftig lediglich mit Fragen tariflicher Natur zu befassen haben, werden von den Arbeitsgemeinschaften aus der betrieblich-selbstverantwortlichen Sozialpraxis sich ergebende Probleme behandelt. Sind die Beratungsergebnisse der Arbeitsgemeinschaften von allgemeintarifrechtlicher bzw. arbeitsrechtlicher Bedeutung, werden sie zur Durchführung gesetzlicher Maßnahmen den jeweils zuständigen Arbeits- und Sachoerständigenausschüssen zur weiteren Bearbeitung und gesetzlichen Verankerung überwiesen. Damit ist gleichzeitig ein völliges Jneinanderspielen der einzelnen Organe der Sozialen Selbstverantwortung, der Deutschen Arbeitsfront und der gesetzlichen Körperschaften in vorbildlichster Form erreicht. Der Weg, den die Arbeitskammern zukünftig zu gehen haben, ist somit seiner Arbeitsmethode und seinem Arbeitsinhalt nach eindeutig bestimmt. Er ergibt sich shington wurden diese Forderungen nicht ht den anglo-russischen Vertrag im Juli 1942 ausgenommen. Aber natürlich haben die Sowjets diese Forderungen nicht etwa aufgegeben. Vorläufig wird die Sowjetunion einen Kampf an zwei Fronten möglichst vermeiden, unsere Bestechungsversuche Haden keinen Eindruck auf sie gemacht. Unsere Bitten um Flugplätze für den Kampf gegen Japan, unsere Vorschläge um em Grenzabkommen mit Polen, unsere Forderung, daß Rußland auf ferne Fünfte Kolonne, die Kommunistische Internationale, verzichte, all das hat er abgelebt. Stalin sandte nicht einmal einen Vertreter nach Casablanca. Gleichzeitig leistetete er sich folgenden Trick: In seiner persönlichen Botschaft an Roosevelt pries er dessen Abmachungen mit Darlan, gleichzeitig aber ließ er durch die Linkspresse in England und den USA. wüste Beschimpfungen gegen das Darlan-Abkommen ausstoßen. Natürlich paßte ihm der Pakt mit Darlan, weil dadurch wenigstens die erste anglo-omerika- nische Offensive in Gang kam. Gleichzeitig aber erweckte er den Eindruck, daß die USA. und England mit den Reaktionären Europas paktierten, und das half ihm in allen Linkskreisen. Die Bolschewisten kämpfen nicht nur für die Sowjetunion, sondern auch für das Sowjetsystem, und das ist nicht etwa, wie manche Amerikaner glauben ober zu glauben vorgeben, eine andere Version amerikanischer Bürokratie ober der freien Weltwirtschaft. In der Sowjetunion wird politische Opposition von der Polizei ultterdrückt und jeder arbeitet für den Staat. Wie können wir unter all diesen Umständen erwarten, daß die Bolschewisten unsere Neuordnungspläne annehmen werden? Das fröhliche Arbeitslager. Zunr 1. Mai erzählt von Udo Wolter. Geschichte vom verlorenen Stiefel. Ein wenig bleich unb gebückt kam er ins Lager, drei Stunden später als die anderen, die in geschlossenem Zuge eingerückt waren. Stotternd und mit unruhigen Bewegungen brachte er vor dem Lagerführer seine Entschuldigung heraus. Er hatte den Zug verpaßt, die Abgangszeit vergessen. Auf diese Art führte sich Walter D. im Arbeitslager ein. „Total überarbeitet", stellt der Lagerführer sachlich fest. Aber schließlich war das nicht der erste Stadtmensch, der ihm in die Hände geriet. Nach zwei Monaten sah es mit Walter schon wesentlich besser aus. Braungebrannt und ohne Wundblasen in der Hand arbeitete er wacker mit. Nur seine Zer- streutheit war geblieben, letzter Rest der Stadtluft, die ihm so wenig bekommen war. Diese Zerstreutheit war auch Schuld an der Geschichte mit den Stiefeln. Am Lager war der Schuppen, in dem die Geräte zusammengestellt wurden. Tag für Tag wurden dort, bevor es nach der täglichen Arbeit in den vor dem Lager liegenden See zum Baden ging, die Spaten und Hacken eingestellt. Und da die Arbeitsstätte dicht an See und Lager lag, nahm man die Stiefel in die Hand, stellte die Geräte weg und ging zum Bad hinunter. Eines Tages nach dem Bad war es geschehen. Walter vermißte seine Stiefel. Als sie nach langem Suchen nicht aufzutreiben waren, ging Meldung an den Lagerführer. Der Lagerführer ließ sich Walter kommen. „Die Stiefel richtig weggestellt?" "Ganz genau vor das Bett." Man ging mit Walter vor das Bett. Tatsächlich, dort standen keine Stiefel. Aber als der Lagerführer sich bückte, fand er unter dem Bett einen Spaten. Die anderen mußten es im Eifer des Suchens übersehen haben. Verblüfft starrte Walter auf den seltsamen Fund, während sich der Lagerführer ahnungsvoll hinüberbegab zum bereits verschlossenen Geräteschuppen. Grinsend schloß sich die ganze Bande an. _ Atemlose Stille der Erwartung, als der Lagerführer öffnete. Aber man brauchte nicht lange zu suchen. Ganz vorne standen friedlich nebeneinander Wal- ters^Stiefel. Dafür hatte er sorgfältig den Spaten in den Schlafraum getragen. Es war übrigens der letzte Fall von Zerstreutheit, der von Walter gemeldet werden konnte... Nachtlogis im Arbeitslager. Das Lager war erst provisorisch errichtet und hatte noch keine Zäune gegen die vorgelagerte Landstraße hin, als eines Nachts ein heftiger Trommelwirbel an der Tür feiner Bude den Lagerführer G. aus dem Schlaf holte. Ein wenig verdutzt. richtete er sich auf, sah nach der Uhr. Es ging bereits über Mitternacht. An der Tür wurde es immer lauter, ein Hagel von Kraftausdrücken folgte. „Verfluchte Bummelei", war noch das mildeste, was es zu hören gab. Mit einem Ruck fand G. aus dem Bett und öffnete. Im Schein der Taschenlampe stand draußen ein Mann, mit Koffer und Melone auf dem Kopf. Mürrisch schob er sich herein, sich und einen angenehmen Duft von Alkohol, stellte brummend den Koffer beiseite und verlangte nach seinem üblichen Zimmer. Man hätte doch gewußt, daß er mit dem Nachtzug tarne, man hätte doch ... Kaum, daß er auf einem Stuhl saß, ließ er auch schon schnarchend den Kopf auf die Brust sinken. Er war nicht schlecht verwundert, der Wäschevertreter B., als er sich am nächsten Morgen in dem unbezogenen Bett eines Arbeitsdienstlagers fand, zu dem ihn der Lagerführer noch hatte hintransportieren können. Bei einem heißen Kaffee gab es bann die Erklärung. Das niedrige und ein wenig der langge« I streckten Baracke ähnliche Gasthaus lag nur etwas höher hinauf an der Landstraße. B., der von der Existenz des Lagers noch nichts wußte, hatte es, leicht vom Alkoyol benebelt, für sein gewohntes Logis gehalten. Bevor B. das Lager verließ, übergab er ihm noch eine Reihe von Musterstrümpfen, die bann unter der gesamten Mannschaft ausgeknobelt würben. So hatte sich der Besuch doch noch bezahlt gemacht. Episode mit Südfrüchten. Singend kehrt die Kolonne des Arbeitslagers in P. heim. Vor der Kurve zum Wald hinunter gab es eine kleine Stockung. Ein Auto war in der noch nicht vollständig ausgebesserten und vom letzten Regen durchweichten Straße steckengeblieben. Fluchend bemühte sich der Fahrer, den schweren Wagen auf den festen Damm zu bekommen. Im nächsten Augenblick griff bereits die Kolonne zu. Ein Ruck, ein allgemeines Hoi, und der dicke, schwitzende und anscheinend etwas asthmatische Herr konnte wieder einsteigen. Wie groß war die Ueberraschung, als zwei Tage darauf im Lager vier Kisten mit Apfelsinen, Aepfeln und Bananen eintrafen, gesandt von dem Südfrucht- exporteur K., der in einem humorvollen Schreiben auf diese Weise seinen Dank abstattete. Vielleicht hätte er es nicht tun sollen. Am nächsten Tage mußten sich zwei Mann krank schreiben lassen. Sie hatten sich — überfressen. Dennoch war es eine Sache, die sich durchaus gelohnt hatte für die wenigen Handgriffe. Aber noch heute wartet man auf das zweite Auto, dem ähnliches Geschehen folgen könnte! Die Paraderatte. Das Arbeitslager war, bevor das Eigene Lager stand, auf einem Gut einquartiert worden. Das Gut hatte eine Reihe leerer Scheunen. Aber ausgerechnet die dreckigste unb zerfallenste würbe zur Verfügung gestellt. Was sollte man machen! Man mußte zufrieden fein, daß man ein Unterkommen hatte. Der Lagerführer befahl Disziplin. Alles hielt scharf Disziplin. Aber eine Ratte zu fangen, eine von den langen Nagern, die zu Dutzenden durch den großen, dunklen Raum huschten — das konnte nicht verboten sein. Jochen F., Försterssohn und vom Lande, der anscheinend Uebung in solchen Sachen hatte, hatte Glück. Es gelang ihm, eine Ratte lebendig zu erwischen. Er stülpte eine leere Kiste über sie. Im Dorfladen wurden Seidenpapier unb ein mittelgroßer Karton besorgt, den man mit Lust» löchern versah. Jochen gelang es, der Ratte ein Papier um den Hals zu binden. Dann ließ man das Paket in höchster Eile, damit der Nager nicht das Papier zerfraß, zum Gutshaus bringen, dem Inspektor persönlich zu Händen. Am nächsten Tag hatte man eine andere Scheune. Es war die beste unter denen, die frei waren. Der Inspektor hatte das Paket gerade am Frühstückstisch erhalten. Wahrscheinlich hatte der Anblick der Ratte allein genügt, so daß er sicher nicht mehr dazu gekommen war, dem entfliehenden Grautier feilten Papierspruch abzulesen: „Gruß aus dem Arbeitslager." Theater für Schwerhörige. Eine ungewöhnliche Vorstellung hat das Theater von Odense (Dänemark) kürzlich gegeben. In seinem Zuschauerraum hatten sich nämlich alle Schwerhörigen von Stadt und Umkreis zusammengefundsn. Der Verein der Gehörleidenden hatte an den Stühlen Hörgeräte anbringen lassen, die mit einem auf her Bühne befindlichen Mikrophon in Verbindung gebracht, den Gehörkrankem ermöglichten, der geschauten Handlung auch in Text und Ton zu folgen. Ein ähnliches Experiment ist in Dänemark bisher noch nicht angestellt worden, dagegen besitzen di« meisten Kirchen der dänischen Städte je einige Bank- reihen, die Schwerhörigen vorbehalten sind, ujw an jedem einzelnen Platze mit GehörmuschÄn urw Kondensatorscheibe zur Lautverstärkung nach Wunsch ausgestattet find. Statt Karten! Die Verlobung ihrer Tochter Ilse mit Herrn cand. med. Horst Nilles geben bekannt Bankdirektor Wilhelm Mattern z. Z. Major bei der Wehrmacht und Frau Elisabeth Heb. Krausmüller. Meine Verlobung mit Fräulein Ilse Mattern, Tochter des Herrn Bankdirektor Wilhelm Mattem und seiner Frau Gemahlin Elisabeth, geb. Krausmüller, beehre ich mich anzuzeigen cand. med. Horst Nilles Feldwebel und K. O. A. in einer Schülerkompanfe der Luftwaffe Gießen Büren (Westf.) Gutenbergstr. 4 Wilhelmstr. 22 1. Mai 1943 ______________02771 / /---X Statt Karten! Für die anläßlich unserer Kriegstrauung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Wilhelm Türk San.-Feldwebel, cand. med. und Frau Erna, geb. Götz Gießen, Gau-Odernheim, April 1943 \_____________________02767 > Ihre Kriegstrauung geben bekannt Dipl.-Landw Otto Erb z. Z. Leutnant und Adjutant in einer Nachr. Abt. Dr. rer. nat. Irmgard Erb, geb. Lanz Bleidenrod Gießen t. Z. ün Osten Wilhelmstra6e 47 2. Mai 1943 v 02814/ Statt Karten! Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen August Krüger Minni Krüger, geb. Schön Gießen, den 1. Mai 1943 Schulstr. 10 Brandgasse 8 __02811 / Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Hochzeit danken wir auf diesem Wege allen recht herzlich Felix Wittig und Frau Elisabeth, geb. Mandler Gießen, im April 1943 02588/ er- Erfolgreicher Gegenangriff in Tunesien 3n die deutschen Stellungen eingebrochener Panzerverband nach harten Kämpfen zurückgeschlagen. Heues vom Film. Auf der Zugspitze wurden die Außenaufnahmen Des Bavaria-Films „Man r ede m i r n i ch t v o n Liebe" beendet. Der Spielleiter Erich Engel hat bamit diesen Film aus dem Münchener Künstler- Miljeu, dessen Hauptrollen Heidemarie Hatheyer 'Und Mathias Wieman spielen, in den Aufnahmen fertiggestellt. Der Film befindet sich im Schnitt. — Eugen Klöpfer hat in dem neuen Berlin-Film ''Die Zaubergeig e", der unter- der Regie von Herbert Maisch gedreht wird, die Rolle des Prof. Lichtermark übernommen, der durch seine Güte und [ein Verständnis einem jungen Geigenvirtuosen den Weg zum Ruhm ebnet. — Am 16. April ge- langt in den Münchener Kammer-Lichtspielen her Meite Prag-Film „Himmel, wir erben ein Schloß" zur Uraufführung. Der Film entstand nach dem Roman von Han^ Fallada „Kleiner Mann, großer Mann — alles vertauscht", für den gtlm bearbeitet. Die Hauptdarsteller sind Anny Ondra, Karla Rust, Hans Brausewetter, Max Gül- ftorff, Herbert Hübner, Oskar Sima, Heinz Salfner u. a. Die Spielleitung hatte P. P. Brauer. H i udische Aerzte. „Bon Zeit zu Zeit Eden »ir.fo beruhtet Glaeser. „von Spezialisten °erh°rt hinsichtlich unserer Tätigkeit in der Heimat. Insbesondere lag es den NKWD..Kommi„arra dar. an, festzustellen, ob der Untersuchte Arbeitgeber ober Arbeitnehmer war. Dermogensverhältn-isse, über, baupt dUes, »as seine soziale Stellung anbetraf, interessierte sie. * 1 In den weiteren Aufzeichnungen Glaesers taucht bann noch ein Name auf: Stury-Biels?, jenes zweite große Gefangenlager, das etwa 5000 Offyiere umfaßte. Auch von diesen Männern ist nach eigener Angabe von Angehörigen der jetzt in «molensk gewesenen verschiedenen polnischen Delegationen nie wieder etwas gehört worden. Sie wurden wie ihre Kameraden aus Koselsk und anderen uns bisher noch nicht bekannt gewordenen Sagern ebenfalls ein Opfer der jüdischen Henker im Blutwald von Katyn. Glaeser berichtet über diese $ r Ä«?1 ßQ9cr von Koselsk erzählten die polnischen Offiziere unter einander, daß im Monat Februar und März 1940 das große Kriegsgefan- genloger m Stury-Bielsk in der Nähe von Charkow m kleine Transporte aufgelöst worden sein und in Lagern der Umgebung von Smolensk Unterkunft ge- funben ^abeii soll. Im Lager von Kolsk befanden sich 180 polnische Aerzte, die später auch in die Lager von Smolensk verteilt worden sind/ ©omeit bie Niederschrift des ehemaligen polnischen Maiors Archur Glaeser. Er ist einer der wenigen lebenden Zeugen des Leidensweges der in Sowjethand gefallenen polnischen Offiziere. Der Schutz eines starken Staates bewahrte ihn davor, gefesselt und beraubt unter den Kugeln der NKWD.-Mörder im Walde von Katyn seinen Lebenswea zu beenden. Ihm und einigen wenigen Volksdeutschen gelang es, Verbindung mit der deutschen Botschaft in Moskau aufzunehmen, die ■auf Grund einer Intervention die Auslieferung durchsetzte. Nachdem er jetzt erfahren hat, wie die Männer, deren Uniform auch er einmal trug, endeten, tritt er in die Reihe derer, die aufrichtig gewillt sind, durch restlose Aufklärung des Massenmordes von Katyn der Welt das wahre Gesicht des Bolschewismus zu zeigen: die Fratze des ewigen Juden! Die polnischen Emigranten kriechen zu Kreuze. Berlin, 29. April. (DNB.) Der jüdisch-bolschewistische Mord von Katyn füllt noch immer täglich die europäische Presse. Besonders beschäftigt man sich mit dem Abbruch der Beziehungen zwischen Moskau und dem polnischen Emigrantenklüngel in London. Unter bem Druck der judenhörigen englischen Regierung, der der Zwischenfall äußerst peinlich ist, bittet der Emigrantenhäuptling S i - forffi den Kreml um gutes Wetter. Er weist darauf hin, daß er sich schon jahrelang bis zur Selbstentäußerung im Schlepptau der jüdisch-bolschewistischen Clique befindet und sein Ziel einzig und allein die Vernichtung der bösen Nazis sei. Für diesen „guten" Zweck bringe das polnische Volk außerordentliche Opfer. Sikorski ist, um seinen englisch-jüdischen Freunden zu Willen zu sein, sogar bereit, die 12 000 von den Sowjetjuden ermordeten Offiziere noch einmal zu opfern, wenn nur Freund Stalin wenigstens noch den kleinen Rest der noch vorhandenen Polen, die die Kommissare des Kreml verschleppt hüben, jetzt in Freiheit entläßt. Cr bittet noch um Fortsetzung (!) der Unterstützungsmaßnahmen (!) für die Polen, die noch in der UdSSR, weilen. Meint der Emigrantenhäuptling mit dieser „Fortsetzung der Unterstützungsmaßnahmen" vielleicht ein neues Massengrab? Die Antwort auf die Verlegenheitserklärung der polnischen Emigranten hat die Moskauer „Iswe st i j a" bereits gegeben, noch bevor sie in Moskau eintraf. Das Sowietblatt ver- . öffentlicht nämlich den Artikel von Wanda Wazi- lewska, der Vorsitzenden des „Polnischen Patriotenverbandes", wie sich die Moskauer polnische Emigrantenvereinigung nennt. Die Wazilewska bestreitet darin den Emigranten hinter Sikorski jedes Recht, das polnische Volk und dessen „Heimatfront" zu vertreten. Das, was Sikorski täte, sei nichts als Selbstmordpolitik. Die Wazilewska regt gleichzeitig die Errichtung einer polnischen Armee ’n der Sowjetunion an. Der Moskauer Nachrichtendienst erklärt ebenfalls, man werde den Polen in der Sowjetunion, soweit sie noch nicht in den , Massengräbern modern, Gelegenheit geben, in die \ bolschewistische Armee einzutreten. Auch in 3ran jüdisch-sowjetische Massenmorde. Sofia, 29. April. (Europapreß.) In iranischen 1 Freisen von Istanbul wind darauf hingewiesen, daß 1 sich also angesichts der wachsenden Empörung der öffentlichen Meinung gezwungen, Tarnungsmittel AU ergreifen, um sein wahres Wesen zu verwischen. Algerien unter dem Judenstern Lissabon, 29. April. (Europapreß.) Die Wiedereinschaltung der Juden in das öffentliche Leben । Algeriens unter der anglo-amerikanischen Herr 'Haft ist in einer Reihe von Erlassen angekündigt worden. Sie regeln im einzelnen die Reaktivierung jüdischer Beamten, die Rückerstattung blockierter siidsicher Guthaben und die Wiederzulassung der . 1 Juden zu den Handelskammern. Kleine politische Nachrichten. Wie der italienische Wehrmachtbericht meldet, verursachten Angriffe feindlicher Bomber in Neapel, Tteffina, Syrakus und Lampedusa Opfer und Schäden. Sieben viermotorige Flugzeuge wurden im Luftkampf abgeschossen. Es gab in Neapel 41 lote und 88 Verletzte. * Der Tenno begab sich an seinem 42. Geburtstage bereits in den frühen Morgenstunden im traditto- neüen alten Goldgewande in den Schinto-Tempel ues Kaiserpalastes, wo er den Ahnengöttern seine Ehrung darbrachte. Mittags wohnte er in der Uniform eines Feldrnarschalls auf feinem Schimmel Hathuyki einer Parade bei, an der vor allem moto- rifierte Einheiten, darunter 500 Panzerwagen, sowie* bte Luftwaffe mit 800 Maschinen teilnahmen. In Logrono ist eine neue starke Expedition von freiwilligen spanischen Ostfrontkämpfern zusammengestellt worden. Kunst und Wissenschaft. Neuerwerbungen der wilhelm-Busch-Gesellschaft. Der Freundeskreis um Wilhelm Busch ist ständig im Wachsen begriffen. Die Wilhelm-Busch-Gesell- chast konnte vom Juni 1940 bis Dezember 1942 chren Mitgliederbestand von 1690 auf 2976 erhöhen. 2)ie Sammlungen des Busch-Archivs in Hannover konnten beträchtlich vermehrt werden. Neben 17 ^ichnungen, 41 Oelgemälden und drei Bilderge- chichten, unter denen eine Sammlung auf dem Daikon erworben werden konnte, erhielt die Ge- eUfdjnft reichhaltiges Archivmaterial zu dem Werke Huschs, eine Reihe Originalzeichnungen sowie Bücher Zeitschriften, Zeitungsaufsätze und andere Zu- wenduLgemGErfreulich ist, daß Wilhelm Busch nun au ch i n H e l d p o st Im scharfen Nachdrangen gelang es ihnen, den Feind über feine Ausgangsstellungen hinaus zurückzuwerfen und sich ber bei Beginn des Angriffs verlorenen Bergkuppen von neuem zu bemächtigen. Oer Webrniachtbericht. D31B. Aus dem Führer Hauptquartier, 29. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Kuban-Brückenkopf und südöstlich Leningrad blieben feindliche Angriffe erfolglos. 3n den übrigen Abschnitten der Ostfront verlief der Tag ruhig. Die Luftwaffe vernichtete ohne eigene Verluste 52 Sowjetflugzeuge. 3n Tunesien wurde nordöstlich Med- jez el Bab ein überlegener feindlicher Panzer- verband, dem es gelungen war, in unsere Stel- auch der Iran zwei Fälle nach dem Vorbild von Katyn verzeichnet, und zwar einmal die Aufdeckung sowjetischer Massenmorde an Iranern in Karawansereien von Täbris im November 1942. Diese Verbrechen wurden nach Abzug der Sowjetrussen von ber Iraner Gendarmerie enthüllt. Es handelt sich um 100 Leichen. Der zweite Fall ereignete sich beim Abtransport von tausenden iranischer Arbeiter nach der Sowjetunion im Jahre 1943. Viele Arbeiter weigerten sich und wurden deshalb erschossen. Durch diese Vorgänge gewarnt, lehnen es die Iraner heute ab, für die Sowjetbehörden außerhalb des iranischen Gebietes Arbeit anzunehmen. Die Hand Judas. Italienische Empörung über die Mordtaten der anglo-amerikanischen Flieger. . Mailand, 29.April. (DNB.) „Popolo d'Jta- lia" schreibt zu einer Meldung, wonach sich die Zahl der durch den feigen anglo-amerikanischen Luftüberfall auf Grosfeto ums Leben Gekommenen auf 145 und die der Verwundeten auf 268 beläuft — in der Hauptsache Frauen und Kinder —, folgendes: Die Menschen, die sich an Bord der amerikanischen Flugzeuge befinden, sind keine Soldaten oder Kämpfer, sondern einfach Verbrecher. Nach dem Mord von Grosseto kann man nicht anders als an die von der japa nifchen Regierung getroffene Entscheid düng denken, die Urheber solcher frevlerischen Unternehmungen als gemeine Verbrecher vor G e - richt zu stellen. Mit solchen Menschen und solchen Methoden führt und gewinnt man keinen Krieg. Bei dem vorbedachten Mord an Frauen und Kindern bemerkt man auf den ersten Blick d ie Hand der Juden. Die verbrecherischen und wahnsinni- Berlin W 15 Kur fürsten dämm Königsberg Kreis Wetzlar Gießen StelnstraSe 65 Lieh (O.-H.) Kirchgasse IhrcVermählung geben bekannt Ernst Ringwald Anni Ringwald geb. Fischer Für die mir zu meinem 50jährigen Geschäftsjubiläum dargebrachten Glückwünsche spreche ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus Friedrich Groß Sattlermeister Gießen, bJcuenweg 32 Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlichst Unteroff. ErAxln Schmidt und Frau Else, geb. Pfaff Kinzenbach, im April 1943 '____________________02184/ Wir danken herzlich für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche zu unserer Silberhochzeit Elisabeth und Paul Sasse Gießen, im April 1943 _________________02822/ Statt Karten! Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer silbernen Hochzeit sagen wir unseren herzlichsten Dank- Wilhelm Jung V. und Frau Marie, geb. Langsdorf Leihgestern, im April 1943 \_________________________02794/ IhrcVermählung geben bekannt Karl Nachtigall Feldwebel, z. Z. im Felde Ilse Nachtigall geb. Leidich Für die überaus zahlreichen Glückwünsche und Geschenke anläßlich unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Friedrich Reinhardt u. Frau Margarete, geb. Sehrt Lollar, im April 1943 s 1 367 D/ Für die zahlreichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten, die uns zu unserer Vermählung zuteil wurden, danken wir allen, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Heinrich Krieger, Unteroffizier u. Frau Martha Krieger, geb. Rabenau Langsdorf, im April 1943 s 1378 D/ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrOhPschen Druckerei Ueber Naturschutz und Naturkunde U'Ä'L allgemeinv«ftLndIichen Büchern Des Hugo Dermühler Verlages, Derltn« 2ie nach heute von Ihrem Gießener Buchhändler dar airrfSYrnche bebilderte Werbeblatt »Hrermde der Natur find Freunde guter Bücher' Statt Karten! Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Waldemar Steinei und Frau Frieda, geb. Römer Heuchelheim Vetzberg im April 1943 \______ 02810/ Statt Karten! Für die unsanläßlich unserer Vermählung erwiesenen zahlreichen Aufmerksamkeiten u. Glückwünsche danken wir, auch im Namen unserer Eltern, aufs herzlichste Walter Häuser Feldwebel in einem Gren.-Regt. und Frau Erna, geb. Bender Watzenborn-Steinberg,!. April 194$ \02793/ Statt Karten! Die Geburt ihres 3. Kindes, eines gesunden Jungen zeigen in dankbarer Freude an Grete! Berf, geb, Jaoger Dr. mefl. vat. Friedrich Bert z. Z. bn Felde Gießen (Am Nahrungsberg 70), den 27. April 1943 z. Z. Universitäts-Frauenklinik k 0 2806 / Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu der Geburt unseres Sohnes Klaus- Eberhard sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank Emmy und Ludwig Druschei Gießen, im April 1943 S_____________ ....________92616/1 im April 1943 _________________02809/ 1. Mai 1943 _______________02795/ sondern zu s(jion « gutes Pflegemitlel^^N I. rauhe Haut u. aulgesprungene Hände, besonders für Kinder denn hat-er, wenn et wieder einmal knappet wird, einen, kleinen Vorrat! Wer ipanom mit / M den ihm tugeteilteh Eiern x 1 ist. legt ab und zu einige in GataM Lollar, den 29. April 1943. 1387 D Statt Karten. Danksagung. Gießen, den 30. April 1943. 02820 02805 02834 02837 um 02798 1. Mai, 15.30 Uhr. 02812 gefallen ist. In stiller Trauer: Treis, 27. April 1943. I660A 30 (2—). Gr. Wochenschau - Kulturfilm Saaikartiilelii 137lD Fernruf 3402 Bahnhofstraße Vereine gesucht. 1381D im Hause. 20.15 02764 a.d. G.A. Wortverkündigung. — Mittwoch, Bibel- und Gebetstunde. Familie Philipp Schomber. Rödgen, Reiskirchen, im April 1943. Die Gedächtnisfeier findet am 2. Mai, 15.30 Uhr, in der Kirche zu Rödgen statt. OilsladifiruDDe Imker Gießen Unsere für den 9. Mai angesetzte Versammlung wird aus den 23. Mai umgeänd. i'assD Bodenbender. Früh hole Frühe Flava Mittelfrühe (anerkannter Nachbau) WSÜllM solid,wirtschaft!., sucht stelle bei alleinsteh. Herrn. Schriftl. Angell, unter 02824 an den Gies;. Anz. und alle Angehörigen. 02804 Wodiinänner für die besetzten West gebiete und f. d. Inland laufend gesucht. Geeignet auch für Rentenempfänger u. Pensionäre. EinstelL- Beoingungen und Auskunft Wachdienst Niedersachsen Frankfurt a. HL, Kaiserstraße 18 Fernsprecher 29214. [562v Für die uns beim Ableben unserer lieben Entschlafenen bewiesene Anteilnahme sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: August Scheppelmann. Museum für Völkerkunde, Gießen Landgraf - Philipp - Platz Nr. 2 (Neues Schloß) Besichtigung ab 2. Mai 1943 an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 13 Uhr. 1375D Eintrittspreise: Erwachsene RM.0.20, Kinder und Soldaten RM. 0.10k Geschäftsstelle n. Nähstaben der Orts - Frauenschaftsleitung Gießen-Süd befind, sich ab 3. Mai Frankfurter Straße 1. Sprechstd. der Orts-Frauenschafts- leiterin jed. Mittw. von 16-18 Uhr. Walter Klinkei und Kinder. Gießen, den 30. April 1943. | Vermietungen") ^dntlftrafteo kleiner Laden mit Nebenraum zu verm. [02827 Näh. iml. Stock. Schönes Haus in Gießen oder näh. Umgebung z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 1064va.d.G.A. Danksagung. Allen, die uns beim Heldentode tiKg] meines lieben Mannes, unseres Vaters, Sohnes und Bruders Wilhelm Göbel; Grenadier, ihre Anteilnahme entgegenbrachten, sagen wir unseren herzl. Dank, insbesondere Herrn Pfarrer Schmidt für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier. Gerda Göbel, geb. Klein Ab heute Freitag, 19 Uhr bis 2. Mai, vormittags 8 Uhr, versieht den Tag- und Nachtdienst die Engel-Apotheke. Ab 2. Mai, vormittags 8 Uhr, bis einschl. Freitag, den 7. Mai, versieht den Nacht-u.Sonntagsdienst sowie den Mittwoch-Nachmitt.-Dienst (ab 13 Uhr) die Pelikan-Apotheke. „Mal“ dir eine . . . .! Wer weiß, ob’s nicht so weit kommt, daß wir das denen sagen müssen, die eine Flasche Ihring- Melchior möchten. Nicht, daß wir kein Bier hätten, das ist schon da. Aber die Flaschen fehlen uns. Auch die sind da, aber sie. stehen in den Haushaltungen rum. — Warum ? Wofür? Ob die Männer, die gern ihreFlasche Bier möchten,nicht am, besten selbst mal dafür sorgen, daß die leeren Flaschen zurückkommen ? Brauerei Ihring - Melchior 1359 V r=7 Statt Karten. Danksagung. Für die vielen Be- |SKj] weise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verlust anläßlich des Heldentodes unseres in- nigstgeliebten, unvergeßlichen, lebensfrohen Sohnes und Bruders Rudi Biehl, Gefr. in einer Nachr.-Abt, sprechen wir ällen unseren innigsten Dank aus. Familie August Biehl. Gießen (Wetzsteinstraße 4), im April 1943. Für die überaus zahlreichen wohltuenden Beweise aufrichtiger Anteilnahme bei dem schmerzlichen Verlust meiner lieben treuen Frau Anni Klinke!, geb. Schneller sagen wir allen unseren tiefgefühlten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: SWlMW neu 0. gebraucht/ z. kaufen gesucht. Evtl, kann ein saft neuer Kinderwagen in Tausch gegeben werden. Schr. Ang. unt. 02802 a.d.G.A. Luche: Herren- Gabardine-Mantel für 54er Figur, neu ob. in tadellosem Zustand. Biete: Reuen Teppich, 2x3 m (Pers. Fmit.), dunkelrot, für 40,- RM. Schr. Ang. unt. 02808 a.d.G.A. Für sofort oder bis spätest. 1. Juni begabtes Lehrmädchen Unsere liebe treue Schwester, Schwägerin, Tante und Gote Fräulein Mathilde Noll ist heute früh für immer von uns gegangen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johanna Staudt, geb. Noll. Gießen (Großer Steinweg 12), 30. April 1943. Die Trauerfeier findet Montag, 3. Mai 1943, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. dir. Ang. unt. Kunstgewerbliche Handweberei Schupke-Jung, Lieh, O.-H. Korrespondentin (Korrespondent) mit gut. Auffassungsgabe, technischem Verständnis und möglichst etwas Exporterfahrung, von Maschinenfabrik in Wetzlar zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angebote unter 875D an den Gießener Anzeiger erb. Neue, blan- weihe SpMWhe Gröhe 37, gegen gleichwertige, Gröhe 39, zu tauschen gesucht. Guanthstr. 12p, ttnkS. [02830 Erich Förster Feldwebel in einem Grenadier-Regt., bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten v=7 Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber, braver, un- vergeßlicher Sohn, unser lieber, guter Bruder. Onkel, Pate und Neffe Wilhelm Spuck Gefr. in einem Grenadier-Regt., Inhaber des E. K. 2, der Ostmedaille, des^Inf.-Sturmabzeichens u. des Verwundeten- Abzeichens bei den schweren Kämpfen um Isjum am 22. März 1943 im Alter v. 22 Jahren den Heldentod starb. Er ruht auf einem Heldenfriedhot. In tiefer Trauer: Heinrich Spuck u. Frau Maria, geb. Hahn Gefr. Heinr. Spuck, z. Z. im Felde Schwester Frieda Spuck u. alle Angehör. Großen-Buseck, den 30. April 1943. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, den 2. Mai, vorm. 10.30 Uhr, in Großen-Buseck statt. 1366 P Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling rorm. leier Nadii. Baodalistennelst. Marktete. 16 Lieferant der Krankenkassen DamsD-Bedlenuag. 2 Med.-Studentinnen suchen freundlich möbl. Wohnschlafzimmer oder Wohn- und. Ddilasz., in der Nähe d. Kliniken. Mögl. Heiz., fl. Wasser, Televb. Kinderhalbschube Gr. 24 od§r 20, wenig getragen, gegen Gr. 25 oder 26 z. tausch, gesucht. Schr. Ang. ünt. 02787 a.d.G.A. Tschammer- IMlII Gedenktag und Bahneröffnungskämpfe am Sonntag, dem 2. Mai 1943 auf dem Universitätssportplatz von 10 bis 12 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr Es ladet freundlichst ein NSBL.-Sportkreisltthrung 1373 0 Heinrich Hahn Samenhandlung Unsere liebe Schwester und Tante Margarete Ibbeken ist heute, 77 Jahre alt, nach schwerem Leiden friedlich heimgegangen. Im Namen der Schwestern, Nichten u. Neffen: Frau Lina Engel, geb. Ibbeken. Gießen (Ludwigsplatz 9), den 28. April 1943. Die Beisetzung findet in Oldenburg statt. 02823 OB ATER der Universitätsstadt Gießen Wochenübersicht: Mittwoch, 5. Mai, 19.00 Uhr 32.Mittwochmiete u.HalbmieteB Der Bettelstudent. Freitag, 7. Mai, 19.00 Uhr 31. Freitagmiete u. Halbmiete B Annke von Skoepen Samstag, 8. Mai, 19.00 Uhr Der Bettelstudent. Sonntag, 9. Mai, 19.30 Uhr Singendes, klingendes Wien. Qlattyciit letzt lose in Apotheken u. Drogerien Bitte Flasche mitbrlngen Hersteller r WALTER HERTEL ■ Hbg.-Wandsbek Meine liebe Frau und treue Lebensgefährtin, meine gute Schwester, unsere liebe Tante Frau Elisabethe Weigel geb. Weller ist plötzlich und unerwartet im 73. Lebensjahre von uns gegangen. In tiefer Trauer: Wilhelm Weigel und Angehörige. Gießen-Wieseck (Turnstraße 22), Klein-Linden, 30. April 1948, Die Beerdigung findet statt am Samstag, Tiefen Schmerz brachte uns die kaum faßbare Nachricht, daß unser herzens- guter, lieber, braver Sohn, unser einziges Kind und stolze Hoffnung, unser unvergeßlicher Enkel, Neffe, Cousin und Pate Helmut Balser Gefreiter in einem Grenadier-Regiment im blühenden Alter von 19 Jahren 3 Monaten an den Folgen einer Verwundung den Heldentod gestorben ist. Er ruht auf einem Heldenfriedhof im Osten. In stiller Trauer: Wilhelm Balser u. Frau Katharine, geb. Schomber • Margarete Balser, geb. Schwalb, Wwe. Tieferschüttert und unerwartet erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines einzigen Töchterchens, unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Danksagung. Für die überaus zahlreichen Be- BSffl weise herzlicher Teilnahme bei dem Heldentod unseres lieben, braven, unvergeßlichen Sohnes und Bruders Karl Back, Soldat in einem Grenatawr- Regiment, sagen wir hiermit unseren herzl Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Metzler. Familie Friedrich Back und alle Angehörigen. Nach Gottes unerforschlichem Rat- Schluß erhielten wir die tieferschütternde, ^7kaum faßbare Nachricht, daß unser einziger, heißgeliebter und hoffnungsvoller Sohn, mein lieber, braver Enkel, mein herzensguter und treuer Bräutigam Willi Bopf Unteroffizier in einem Stabs-Lehrbataillon in den schweren Kämpfen im Osten im blühenden Alter von 24 Jahren den Heldentod erlitten hat. Treuester Jugendfreund bettete ihn zur letzten Ruhe. Wer ihn gekannt, wird unsern Schmerz ermessen. In tiefstem Schmerz: Wilhelm Bopf 4 u. Frau Katherine, geb. Seipp Johannes Seipp Martha Keßler, Braut. Lang-Göns, den 29. April 1943. Die Gedächtnisandacht findet am Sonntag» dem 9. Mai, nachmittags 3.15 Uhr, statt. ______________02796 Aelt., berufstät. Herr (Witwer) sucht (eenininier 02815 Preisang. an W. Nanz, Licher Str. 19. r=7 Danksagung. Wir danken aufs herzlichste für die große Anteilnahme an dem schweren Verlust unseres lieben, einzigen Sohnes, meines guten Bruders, unseres Neffen und Vetters Wolfgang Farlow, Untersturmführer in der Waffen-ff. Im Namen aller Angehörigen: Lollar, April 1943. Familie Reinhold Parlo*. 02803 Am 1. Ostertag entschlief sanft in einem «8» Hcimatlazarett nach schwerem Leiden unser lieber, braver Sohn, Bruder, Enkel, Pate und Neffe Helmut Fleck Soldat bei der Luftwaffe im Alter von fast 21 Jahren. Sein junges Leben war Liebe, Treue und Pflichterfüllung. In tiefer Trauer: Familie Konrad Fleck u. alle Angehörigen. Rodheim a. d. Bieber, Wtfeseck, Launsbafch, Betzdorf a.d. Sieg u. im Felde, 27. April 1948. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren verstorbenen Arbeitskameraden Betriebsführun g und Gefolgschaft der Fa. 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Ein Soldatenleben fand seine höchste Erfüllung. Auf dem Heldenfriedhof von Brjansk liegt er zur letzten Ruhe gebettet. In tiefem, unsagbarem Schmerz für alle Angehörigen: Hedy Schleichert, geb. Dietz und Töchterchen Rosalinde. Gießen (Stephanstr. 26), Reckerode/Hcrsfeld, den 27. April 1943. Beileidsbesuche dankend verbeten. Neuer gr. Umh. geg. gr. Regen- mant» od. Kleppermantel, auch getrag., aber gut erhalt., z. tausch, gesucht. Stiefelhose mit Reitbes. (Gr. 1,76 m) zu kauf. ges. [02825 Ernst Stephan, Gießen, Friedrichstr. 8. Mündlich können Sieesnurvenlgeo sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen SieesnUen Solider Mann, gute Erscheinung, 37 Jahre, sucht Bekanntschaft mit Mädchen od. jüngerer Witwe zwecks Heirat. Zuschriften unt. 13840 an den Gietzen. Anzeig. Berufst. Mädel, 30 I., 1,65 gr., nicht unbemitt., wünscht a. dies. Wege ein. lieben charaktervollen Herrn in sicherer Posit. zw. spät. Heirat kennenzulernen. Witwer oder Kriegsversehrter nicht ausgeschl. 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Seine Verheißungen und Offenbarungen, feine zeugenden und gestaltenden Kräfte bedrängen das Herz so sehr, datz sich seine inneren Spannungen nur in der liebenden Hingabe Jü1 ?lerJ unö tm ^kd zu lösen vermögen. Wie ein tausch kommt es über alle Geschöpfe und über uns Menschen, sich zu verschwenden, um sich vollendeter wiederzufinden. Zart und duftig im Schmuck seiner tausend Blü- ten, durchklungen vom Wohllaut ungezählter Vogel- lieder, besungen von Dichtern und liebenden Men- !Sr" llt..,er der schöpferische Monat, in dem alle -Aiefen über sich selbst hincmszuwachsey scheinen und einem Ziel zustreben, das aus der Tiefe raunt, aus der Hohe strahlt, aus der Weite lockt, um doch zu guter Stunde blutnah erkannt zu werden als die Lebensfülle des eigenen Herzens, als Liebes- kraft, als Mut zu allem Großen und Starken des des eigenen Wesens. Jffiagt unser Herz in dieser eisernen Zeit eines härtesten Kampfes sich all dem blühenden, zarten und bunten Leben hinzugeben? Lasten nicht das Schicksal und des Tages Mühe zu schwer aus uns, als daß in unseren Gemütern noch Raum wäre' für das Erlebnis des Schönen und Frohen? Färbt nicht jede Blüte, deren Anblick uns in den Jahren des Friedens erfreute, ein Tropfen Blut? Und dennoch! Unsere Arbeit, unser Kampf ist kein Frondienst, der uns die Seelen verderben soll, sondern die Erfüllung einer Pflicht um des höchsten Zieles willen: Deutschland! Was uns stark macht, diese Pflicht zu erfüllen, ist die gleiche Kraft, die die Natur erblühen und fruchtbar werden läßt. Nie ist unser Volk blühender, nie sind die Züge seines Gesichtes edler gewesen als zu dieser Zeit, in der sein Herz fest wurde und fein Wille stahlhart durch den Geist der Treue, des Glaubens und der Pflichterfüllung. Die Blütenträume des Mai werden verwelken, aber unvergänglich ist die Fülle des Lebens, die sich in ihnen offenbarte. Sie wird auch uns die Herzen und Hände stärken, daß wir in vollem Umfang bestehen in der Stunde der Bewährung, bis sich vollendet, woran wir geglaubt, wofür wir gekämpft und gearbeitet haben mit allen unseren Kräften! K. R. Der neue Rektor der Universität. Am gestrigem Donnerstagnachmittag überreichte Ministerialrat Dr. Leip im Auftrage des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger dem Ordinarius für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und Direktor der Universitäts-Ohren-, Nasen- und Halsklinik, Professor Dr. med. Alfred Brügge- mann, die Ernennung zum Rektor unserer Universität. Der schlichten Amtsübergabe im Senatssitzungssaal des Uninersitätsgebäudes 'wohnten der Hochschulreferent Regierungsdirektor Dr. Grein, Darmstadt, der Prorektor Professor Dr. R a u ch. 'der im verflossenen Wintersemester die Geschäfte der Universität geführt bat, ferner die Dekane, der Stellvertreter des Dozentenführers und der Stellvertreter des Studentenführers bei, * Se. Magnifizenz der Rektor Professor Dr. B r ü g- gemann, der aus Rotthausen (Kreis Essen/Ruhr) stammt und an den Universitäten Freiburg, Würzburg, Straßbrg und München studiert hat, anschließend als Assistent am Pathologischen Institut in Düsseldorf und an der Chirurgischen Universitätsklinik in Kiel tätig , war, gehört seit 1912 unserer Universität an. In jenem Jahre wurde er Volontärarzt an der Gießener Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke, dann wurde er zum Assistenzarzt und Oberarzt, 1913 zum Privatdozenten ernannt. Im ersten Weltkrieg stand er von 1914 bis 1918 zunächst als Oberarzt, dann als Stabsarzt im Felde. 1918 wurde er zum außerordentlichen Professor an unserer Universität ernannt. Im Juli 1918 folgte er einem Ruf als Leiter der Unioersitäts-Oh- renklinik in Dorpat (Baltikum), jedoch kehrte er am 1. Januar 1919 von dort nach Gießen zurück. Hier wurde er im Jahre 1922 Ordinarius und Direktor der Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und Halskranke. Daneben steht er seit 1928 als Direktor an der Spitze der Heilstätte Seltersberg für Tuberkulose der oberen Luftwege. Das Amt des Rektors der Universität bekleidete er schon einmal in der Zeit vom 1. September 1929 bis 3-1. August 1930. Seit über 40 Jahren gehört Prof. Dr. B r ü g g e- m a n n als Sanitätsoffizier der Reserve der deutschen Wehrmacht an. Als Oberstabsarzt und Chefarzt leitet er feit Ausbruch des jetzigen Krieges ein Reservelazarett in Gießen, das Abteilungen fast sämtlicher Universitätskliniken umfaßt. Am 2. Juli vorigen Jabres konnte der neue Rektor, der sich weit über den Kreis der Universität hinaus in allen Vevölkerungskreisen in Stadt und Land großer Wertschätzung und Beliebtheit erfreut, seinen 60. Geburtstag begehen. Kür Tapferkeit vor üem ßeinöe. Der Unteroffizier Willi Hühnergarth aus Oppenrod, Kreis Gießen, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Offenes Maisingen der Znngmädel Nun-ist der Frühling ins Land-gekommen. Mit frischer Kraft und frohem Mut wollen wir nun den Mai begrüßen. Unsere Jungmädel werden, wie immer, an verschiedenen Plätzen unserer Stadt den Mai anfingen. Wir alle, groß und klein, sollen dabei mithelfen. Darum kommt alle, die ihr Lust und Freude am Singen habt, am 1. Mai um 17 Uhr auf den Kreuzplatz zum offenen Singen. Die Aufnahme ländlicher Schüler in die höheren Schulen. NSG. Um den durch den Krieg bedingten Verhältnissen an den ländlichen Schulen Rechnung zu tragen, hat der Reichserziehungsminister sich versuchsweise damit einverstanden erklärt, daß Schüler vom Lande, die mit Beginn des kommenden Schuljahres in die Klasse 1 der höheren Schule übertreten wollen und deren Uebergang vom Grund' schullehrer befürwortet wird, die höhere Schule schon Don Anfang Mai ab als Gastschüler besuchen und tn Sonderklassen vorbereitenden Unterricht für die endgültige Aufnahme im September erhalten. Die. Erziehungsberechtigten melden die irt Frage kommen- K>en Schüler und 'Schülerinnen umgehend unter Bor- Im Rahmen des Kriegsarbeitseinsatzes unserer Frauen und Mädchen kamen vor acht Wochen zu den bisherigen Arbeitskameradinnen und Arbeitstameraden viele weitere aus Stadt und Land und aus allen Volkskreisen zur Mitarbeit in unsere kriegswichtigen Betriebe. Auf diese Frauen und Mädchen, die bis dahin meist fern von den Stätten der betrieblichen Arbeit gelebt hatten, lenkt sich gerade zum morgigen Tage, an dem die Arbeit und die Schaffenden im Vordergründe unserer Gedanken stehen, das Interesse aller Volksgenossen. Es ist mancher Frgu und manchem Mädchen gewiß nicht leicht geworden, im Zuge der Mobilisierung aller Volkskräfte für den totalen Krieg vor einigen Wochen ihre bisherigen Lebensgewohnheiten vorübergehend bis zu einem gewissen Grade aufzugeben und den Weg zu den Arbeitsstätten in unseren Betrieben anzutreten. Der frühzeitige Arbeitsbeginn, das stundenlange Ausharren am Arbeitsplatz und das Gebundensein bis zum Feierabend stellen ja auch einen so gewaltigen Umschwung gegenüber dem vorherigen, freieren Tagesablauf mancher Frauen llnd Mädchen dar, daß es sehr wohl verständlich ist, wenn sie diesen Wandel in ihrem Leben als ein starkes persönliches Opfer betrachten. In einsichtsvoller Würdigung der unabweisbaren Notwendigkeit, ihres Einsatzes haben sie sich aber dem Rufe des Führers nicht versagt, sondern sind bereitwillig auf die neue Lebensbahn getreten mit dem Willen, hier ihre ganze Kraft mit einzusetzen zur Erringung des Sieges. Inzwischen sind seit jener Umwälzung im täglichen Leben dieser Frauen und Mädchen rund acht Wochen vergangen. Was ihnen anfangs nicht nur ungewohnt, sondern oftmals außerordentlich schwer erschien, ist für sie jetzt zur täglichen Gewohnheit geworden. Damit soll nicht gesagt fein, daß diese Frauen und Mädchen alle Bindungen zu ihren früheren Lebensgewohnheiten ausgelöscht hätten; aber die selbstverständliche Einfügung in den neuen Pflichtenkreis ist ihnen nun in Fleisch und Blut übergegangen, und aus den „Neuen" bei der Arbeit sind heute schon fast „Alte" geworden, die bei der Arbeit in den Betrieben ebenso ihre Aufgabe meistern wie im eigenen Haushalt, oder früher auf einem Büro, in einem kriegswirtschaftlich entbehrlichen Laden oder dergleichen. Frühmorgens wandern diese Frauen und Mädchen ebenso pflichtbewußt und schaffensfroh zu ihrer Arbeitsstätte wie andere ihrer Kameradinnen es schon Jahre vorher Tag für Tag getan haben und wie es ihren männlichen Aibeitskameraden von jeher der selbstverständliche Lebensinhalt war. Und wenn der Feierabend gekommen ist, empfinden auch diese Frauen und Mädchen als Kameradinnen der schäf- enden Heimatfront ebenso viel Stolz und Be- riedigung über dos Ergebnis ihrer täglichen Arbeit wie alle anderen Schaffenden, die schon immer läge eines Zeugnisses der Grundschule, des Geburtsund Impfscheines bei dem Direktor der Schule an, in die sie übertreten sollen. Sie erhalten sodann Nachricht, ob und an welchen Schulen Sonderklassen eingerichtet werden. Keine Be- und Entladepflicht am 1. Mai. Der Reichsverkehrsminister hat die Pflicht zur Be- und Entladung von Güterbeförderungsmitteln für den diesjährigen Nationalen Feiertag des deutschen Volkes aufgehoben. tzeiikräutersammlnng im Kreis Wetterau. In der Goetheschule zu Gießen fand eine wichtige Arbeitstagung der Bezirkssommeistellenleiter RfH. (Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung) statt. Kreissachbearbeiter RfH., Lehrer O ß w a l d (Bad-Nauheim) geb einen Ueberblick über die Arbeit des Jahres 1942 und dankte Schulen und HI. für ihren erfolgreichen Einsatz. Das ausgezeichnete Ergebnis des Kreises Wetterau, über das wir kürzlich schon berichteten, beträgt ein Siebentel des Gesamtergebnisses des Gaues Hessen-Nassau und rund l1/« v. H. des Auskommens im Reich. Die Sammelstellenleiter der 14 Sammelstellen unseres Großkreises haben im stillen eine Riesenarbeit bewältigt. Den Sammelstellenleitern Apotheker Weber (Lich) und Lehrer Antoni (Laubach), die von ihren Aemtern zurück- treten, wurde herzlicher Dank für ihre Mitarbeit übermittelt. Ihre Nachfolger sind Rektor Sarnes (Lich), der bisher schon erfolgreich mitorbeitete, und Rektor Gaub (Laubach). In längerer Beratung wurde das für 1943 gestellte Kontingent besprochen. Es sind im wesentlichen dieselben Drogen, die auch im vergangenen Jahr gesammelt worden sind. An den Orten der Sammelstellen finden in nächster Zeit Besprechungen in den Arbeitsgemeinschaften statt, in deren Verlauf die Bezirkssammelftenenleiter den Schulen ihre Aufgaben für dieses Jahr stellen. Der Kreis kann fein Kontingent nur dann erfüllen, wenn je Schüler der Gesamtschükerzghl einer Schule ein Mindestaufkommen von 2,5 kg Trockengut erreicht wird. Dos ist bei gutem Willen leicht zu schäften. Im letzten Jahr haben viele Schulen mehr als 5 kg je Schüler aufgebracht, ja Durchschnittsleistungen von 7 und gar 10 kg konnten von einigen Schulen verzeichnet werden. Wie der Kreissachbearbeiter mitteilte, unterstützt die Kreisleitung Wetterau das Sammelwerk in vorbildlicher Weise, und der Kreisleiter hat wieder eine Auszeichnung der besten Stadt- und Landschulen in Aussicht gestellt. Einige Schulen werden auch wieder für die Auszeichnung des Gauleiters in Bettacht kommen. Der totale Krieg erfordert auch auf dem Gebiete der für unsere Volksgesundheit und Kriegswirtschaft so wichtigen Heilkräutersammlung den gesteigerten Einsatz aller Sammeleinheiten. Zur Zeit ist die Sammlung der Schlüsselblumenblüten und — wo noch möglich — der Schlehenblüten von besonderer Wichtigkeit. Gießener Öodienmarftpreife. * Gie ß en, 30. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, il2 kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8, Kartoffeln, 5 kg 56, gelbe Rüben, 1/2 kg 15, rote Rüben 12, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 15, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Schwarzwurzeln 35, Rhabarber 30, täglich den beglückenden Stolz auf ihre Arbeit von der Stätte ihres Wirkens mit nach Hause genommen haben. Eine Umschau in Gießener Betrieben hat uns allenthalben die Bestätigung gebracht, daß die neuen Arbeitskameradinnen sich sehr gut in ihren anderen Pflichtenkreis eingelebt haben und mit aller Liebe bei der Arbeit sind. Die „Alten" lassen es sich ständig angelegen sein, den neuen Kameradinnen mit praktischen Winken und nützlichen Hinweisen die.Ar- beit zu erleichtern und dergestalt ihnen wie auch den Arbeitsvorgängen förderlich zu sein. Daher ist es auch verständlich, daß alle Frauen und Mädchen in gutem Arbeitsgeist ihre ganze Kraft für die ständige Steigerung ihrer Leistungen einsetzen. Die kameradschaftliche Verbundenheit zwischen den „Alten" und den „Neuen" hat sich in diesen wenigen Wochen schon allenthalben in erfreulicher Weise verlieft und bildet die gute Grundlage, auf der sich die Arbeit aller Gefolgschaftsmitglieder in bester Weise entfaltet. So ist es ganz natürlich, daß wir allenthalben nur volle Befriedigung der Bettiebsführun- gen über den Einsatz unserer Frauen und Mädchen vernehmen konnten. Selbst in solchen Betrieben, in denen bisher noch niemals Frauenarbeit in Anspruch genommen wurde, äußert man sich sehr lobend über die Leistungen der neuen Arbeitskameradinnen, und man trägt sich hier ernsthaft mit dem Gedanken, auch in Zukunft gewisse Arbeitsvorgänge, die ihrer ganzen Art näch für Frauenhand besonders geeignet sind, von Frauen oder Mädchen ausführen zu lassen, um die Arbeitskraft der Männer für andere Vroduktionsaufgaben einzufetzen. Man denkt hierbei schon jetzt ap die vielen weitreichenden Arbeitsaufgaben, die unserer Wirtschaft nach unserem Siege gestellt werd eil m'üssen und für die Arbeitskräfte in weit größerem Umfange als vor dem Kriege in Anspruch zu nehmen sind. Aber nicht allein in den Betrieben haben sich die Frauen und Mädchen bisher ausgezeichnet bewährt, auch im öffentlichen Verkehrswesen haben sie sich den Anforderungen durchaus gewachsen gezeigt. Neuerdings ist der „Kamerad Frau" u. a. auch als Lenker von Kraftfahrzeugen in den Vordergrund getreten, und in nächster Zeit werden wir die „Frau am Steuer" jedenfalls noch weit mehr alss bisher im Verkehrsbild unserer Stadt zu sehen bekommen. In anerkennenswerter Werse haben sich Frauen und Mädchen auch an dieser Stelle mit ihrer Arbeitskraft in den Dienst der Volksgemeinschaft gestellt, um kriegswichtige Aufgaben der Heimat erfüllen zu können. So sehen wir auf vielen Gebieten in der Heimat unsere Frauen und Mädchen als einsatzbereite Kameradinnen der Männer eifrig mit am Werk, alle erfüllt von dem Gedanken, sich mit dem Einsatz ihrer Arbeitskraft unserer kämpfenden Front würdig zu erweisen und beizutragen zur Erringung des vollen Sieges und zur Wegbereitung einer großen Zukunft unseres Volkes unter'der Führung Adolf Hitlers. B. Salat 1 bis 1,20 RM., Lauch, das Stuck 5 bis 10 Rpf., Radieschen, das Bund 18 Rpf. Anfragen an Beherbergungsbetriebe. Im Hinblick auf den nahenden Sommer häufen sich jetzt schon die Anfragen der Erholungsuchenden bei den Beherbergungsbetrieben. Die Reichsgruppe Fremdenverkehr weist auf einige Richtlinien hin, die bei solchen Anfragen unbedingt beachtet werden müssen. So werden die Beherbergungsbetriebe noch immer stark belastet durch Erholungsuchende, die gleichzeitig an mehrere Beherbergungsbetriebe schreiben und auf diese Weise mehrere Zusagen erhalten. Der Schriftwechsel würde bedeutend vereinfacht werden, wenn die Erholungsuchenden bei einer Anfrage gleich daraus Hinweisen» würden, welcher Gruppe von Erholungsuchenden sie angehören und über welche Bescheinigungen sie verfügen, also Wehrmachturlauber auf den Urlaubsschein, Gefolgschaftsmitglieder kriegswichtige? betriebe auf die Urlaubsbescheinigung des Betriebsführers oder der zuständigen Dienststelle, Selbständige auf die Bescheinigung der zuständigen Kammer oder Berufs- oertretung, Schwerkriegsbeschädigte auf ihren Ausweis, Witwen, Kinder und Eltern Gefallener auf die Mitteilung des Truppenteils, kinderreiche Mütter auf ihre amtlichen Ausweise und Personen aus stark luftgefährdeten Gebieten auf die Bescheinigung der NSV. Wenn keine Angaben über die Gruppenzugehörigkeit und die Bescheinigungen gemacht werden, ist die Bearbeitung von Gästeanfragen außerordentlich schwierig, da leider auch die' Anfragen nichtbevorrechtigter Personen zunehmen, die absichtlich diese Frage nicht anschneiden. Solche Personen dürfen aber in der Zeit vom 20. Juni bis 10. September nur bann beherbergt werden, wenn sie mit schulpflichtigen ober jüngeren Kinbern reisen. Einige Beherbergungsbettiebe sind bazu übergegangen, von den Gästen bei Abschluß des Vertrages Vorauszahlungen zu verlangen. Ein berartiges Verfahren ist unzulässig unb wird von der Wirtschaftsgruppe Beherbungsgewerbe entschieden abgelehnt. Verdunkelungszeit: 30. April vdn 21.45 bis 5.22 Uhr. l. Mai von 21.47 bis 5.20 Uhr. 2. Mai von 21.48 bis 5.19 Uhr. * ** Alter sjubllare. Am morgigen 1. Mai wird unser Mitbürger Wilhelm Wagner, Steinstraße 43, in guter Gesundheit 87 Jahre alt. — Frau Marie B i e d e n k ap p , Alicenstraße 33 wohnhaft, kann am Sonntag, 2. Mai, in aller Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag begehen. — Die frühere Schneiderin Frau Margarete Schott, verw. Klös, geb. Sann, Schiftenberger Weg 32, begeht am Montag, 3. Mai, in geistiger und körperlicher Frische ihren 70. Geburtstag. Die Jubilarin ist Trägerin des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter. Den Altersjubilaren gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. ** Die Offizierlaufbahnen b er Kriegsmarine werben auf neuen Merkblättern behanbelt. Diese unb neue Formblätter (Bewerbungsunterlagen) sind Gegenstanb einer Bekanntmachung des Oberkommandos der Kriegsmarine in unserem heutigen Anzeigenteil. ** Marinehelferinnen werden bei den Landbienststellen ber Kriegsmarine in ber Heimat und auch in außerheimischen Gebieten eingesetzt. Zu Meldungen für diesen Dienst ruft das Oberkommando ber Kriegsmarine im heutigen Anzeigenteil auf. ** Da 5 Museum für Völkerkunde im Neuen Schloß wird vom 2. Mai ab an jedem Sonn* tag wieder zur Besichtigung geöffnet sein. ** Der Waldmeister grünt. Unser Wald* meister, in Oberhessen vorwiegend Maikraut genannt, ist ein typischer Buchenbegleiter. In unseren herrlichen oberhessischen Buchenwäldern tritt die Pflanze in der Bodenflora auf weiten Strecken bestandbildend auf. Der würzige Geruch wird durch den hohen Gehalt an Cumarin bedingt. In der Volksmedizin stand das Kraut als schweißtreibendes und blutreinigendes Mittel in Ansehen. Heutü wird es vorwiegend als Genußmittel (Maitrank) und Duftmittel verwandt. Darüber hinaus ist bas Maikraut aber auch ein geschätzter Zusatz zu den heimischen Tees, unb es wird deshalb von unseren Schulen im Rahmen der Heilkräuterbeschaffung fleißig gesammelt. Jetzt steht der Waldmeister in unseren heimatlichen Wäldern bereits in üppigem Grün und im Schmuck der ersten Blüten. Die Zeit bes Sammelns ist nun, früher als in anderen Iah* ren, gekommen. Landkreis Gießen. * Rödgen, 30. April. Der Gastwirt unb Schreinermeister Heinrich Sch Neider, Gießener Straße 25, begeht am 1. Mai in geistiger und körperlicher Frische feinen 8 0. Geburtstag. Dem Jubilar herzlichen Glückwunsch. + Grünberg, 29. April. Am Mittwochabend hielt der Verkehrsverein im Hotel „Hirsch" feine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Wag» nermeifter L. Zinßer, erstattete den Jahresbericht. Danach wurde eine gründliche Durchforstung der Anlagen auf dem Hain vorgenommen, wodurch Rasenflächen und gute Aussichtspunkte gewonnen wurden. Der vor einigen Jahren von der Alsfelder Straße aus in die Anlagen geschaffene Weg wurde verlängert und verbessert. Der Kirchenplatz, ber nach dem Wegfall der überalterten Kastanien ein etwas zu kahles Aussehen hatte, wurde wie der benachbarte Winterplatz mit Linden bepflanzt. Die Erden des verstorbenen Fräulein Anna Jöckel überwiesen dem Verein ein Kapital von 1000 RM. mit der Auflage, 30 Jahre lang die Grabespflege der Verstorbenen zu übernehmen, um bann unbeschränkter Besitzer des Kapitals zu werben. Die Rechnungsablage ergab eine Einnahme von 936,42 RM. und eine Ausgabe von 889,11 RM., so baß ein Kassenvorrat von 47,31 RM. verblieb. Das Sparguthaben beträgt 544,11 RM. Als Stellvertreter des Schriftführers H. Robert wurde Lehrer Wenzel, in ben Ausschuß Flurschütz Eifert gewählt. Kreis Biedenkopf. * Gladenbach, 30. April. Der hiesige Dach» beckermelster Peter G e ß n e r I. kann am Montag, 3. Mai, in körperlicher unb geistiger Frische sein 9 0. Lebensjahr vollenben. Der Jubilar nimmt trotz seines hohen Alters noch regen Anteil an den Ereignissen unserer Zeit. Dem alten Herrn herzlichen Glückwunsch. Schwindel mit Lebensmittelkarten. LPD. Darmstadt, 29. April. Der unberech- tigte Bezug von Lebensmittelkarten stört die gerechte Verteilung ber wichtigsten Lebensrnittel unb -ist bes» halb als schwerer Fall eines Vergehens gegen bis Verbrauchsregelungsstrafverorbnung zu bestrafen. Die 41jährige Ehefrau Katharina C. in Darmftabt, bie unter vorsätzlicher Verletzung ber Ab- unb An» meldepflicht beim Ernährungsamt für vier Zu- teilungsperioben die Lebensmittelkarten ihres zum Wehrdienst einberufenen Sohnes weiterbezog, wurde vom Amtsgericht Darmstadt rechtskräftig zu br ei Monaten Gefängnis verurteilt. Gefängnis für einen Lustschutzsünder. . Lpd. Mainz, 29. April. Ungeachtet der fortgeletzten öffentlichen Hinweise auf die Notwendig- ke>t des luftschußmäßigen Verhaltens ber Bevölkerung unterließ ein Gefolgschaftsmitglied eines industriellen Werkes des Bezirks die ordnungsgemäße nächtliche Abblendung der Lichtquellen und Licht- austtittsöffnungen einer Unterkunftsbaracke. Die da- dnrch entstandene Störung der Verdunkelung verstärkte sich zu, einer Gemeingefahr, weil die grobe Nachlässigkeit des Täters in die Zeit eines in Gang befindlichen Luftangriffs fiel. Das Amtsgericht Mainz, bestrafte deshalb die unverantwvrt- liche Zuwiderhandlung gegen bie Luftschutzbestimmungen mit vier Monaten Gefängnis und ordnete zum nachdrücklichen Schutz ber öffentlichen Sicherheit gegen derartige Luftschutzsünder bie sofortige Strafvollstreckung an. Tschammer-Gedenkläg auf dem Universilätssportplah. Die NSRL.-Reichsführung hat angeordnet, baß am 2. Mai zum Gedenken an ben verstorbenen ?^'^h^fportführer unb zur Erinnerung an 6ie zehnjährige Wiederkehr seiner Berufung Gedenkstunden mit turnerischen und sportlichen Vorführungen durch» geführt werden. Der Sportkreis Wetterau hat auf dem Universitätssportplatz eine Veranstaltung vorgesehen, die um 10 Uhr mit der Gedenkstunde beginnen soll. Anschließend werden bie Vorkämpfe 'm Weitsprung, Kugelstoßen, 100-m-Lauf und ber 4X100-m-Staffel ber Männer »und Frauen, dem 400-m-Lauf ber Männer und dem 75-m-Lauf ber Frauen durchgeführt. Um 14.30 Uhr beginnen die Endkämpfe. Vorführungen der Turner und Turnerinnen sowie ein Handballspiel der Luftwaffe gegen bie Bannmannschaft werben ben Sportfreunden neben fpannenden Kämpfen einen Ausschnitt aus den Arbeitsgebieten des NSRL. bieten. Luftwaffe G4 eßen — Bannll6Gießem Die Soldaten waren bei ben Punktspielen in ber Gauklasse durch Abgänge gezwungen, oft ihre Mannschaft neu zu formieren. Trotzdem konnte von ihnen noch ein guter Mittelplatz belegt werden. Weitere Uebungsspiele haben bie Schlagkraft ber Man schäft gefestigt. Für bie jugendlichen Spieler der Bann-Auswahl ist daher bas Treffen eine ft art» Belastungsprobe. In ben Gruppenspielen um bie Gebietsmeisterschaft konnte sie wohl achtbare Ergebnisse erzielen, ob diese allerdings als Vergleich gegen bie Soldaten gewertet werden können, ist schwer zu beantworten. Man darf mit einem span« nenben Spiel rechnen, dessen Ausgang als offen zu bezeichnen ist. Dee Swfistkute braucht dringend den Fernsprecher nach Luftangriffen. Darum führe Du dann kein« Privatgespräche! Vom Schicksal verweht Roman von Holla Qutkelch 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Der Häuptling betrachtet augenzwinkernd ihr, schmales Gesicht, ihre schlanke Figur. „Ich mir auch 1 freuen — quäh — aber du essen nicht genug. Du werden nie finden Mann, oder du viel bezahlen für dich, wenn du sein mager wie Ziege." Rubber hat das Grammophon aufgezogen und eine neue Platte aufgelegt. Voller Ueberraschung ruft Je-crois-en-Dieu: „Ich auch haben Musikzauber — quäh!" und schon greifen seine Hände gierig nach dem Kofferapparat. Rubber hält das Grammophon fest, „No, alter Erpresser — Miß Larsens Grammophon auch noch?!" Beide ziehen an dem Apparat. Dos Passos mutz wieder dazwifchentreten, er will um keinen Preis feine Impfaktion gefährden lassen. „Lassen Sie es ihm, Rubber. Bueno, Je-crois-en-Dieu auch haben Musikzauber, aber sofort ansangen und Neger holen, verstanden?" Der Häuptling schüttelt den Kopf. „Ich verstehen nur, wenn du zahlen ein Peso für Neger, dem du machen Loch in Arm, und zehn mal zehn Peso für zehn mal zehn Neger, sonst ich verstehen nix." „Herr Professor, bestätigen Sie unserem schwerhörigen Freund, daß er seine Pesos bekommt." Forster rechnet ihm vor: „Wenn du bringst zehn mal zehn Neger, du bekommst zehn mal zehn Pesos." Voller Würde schreitet Je-crois-en-Dieu zur Tür. ,Lokoli — sie fu gomba mashimba ko?" Die Leibwache rührt ihre Trommeln. Daraufhin treten immer mehr Neger aus der Dschungel. Sie kommen in kleinen Trupps anmarschiert, immer eine Familie. Die Aerzte und ihre Hausneger bringen die Persistin-Ampullen, Alkoholflaschen, Watteballen und den Kasten mit den Spritzen herüber in dos Sanitätszelt. Vor dem Zelt sitzt Rubber an einem Tisch und schreibt die Zahl der Geimpften auf. Neben ihm steht der Professor und bewacht die Kassette mit den Silberpesos. Je-crois-en-Dieu zählt immer zehn Neger ah. Schickt sie in das Zelt. Die anderen müssen warten. Gerade ist wieder ein neuer Schub fällig. „Eine — zwei — dreie — sechs", zählt der Häuptling seelenruhig. „Vier", verbessert Rubber, der schon gelernt hat, daß man bei diesem Dschungelhelden aufpassen muß. „Vier — fünf — sechs — sieben", zählt Je-crois-en-Dieu, als sei nichts gewesen, weiter und dann ganz schnell: „acht — neun — zehn mal zehn!" Er wendet sich an Forster: „Jetzt du zahlen zehn mal zehn Peso!" Will, Rubber nimmt aus der Kassette eine Geldrolle. „Hier, du schwarzer Rabe!" Je-crois-en-Dieu wiegt die Rolle mißtrauisch in der Hand und sieht ihn fragend an. Der, Reporter lächelt ironisch. „Mit so kleinen Sachen geben wir uns nicht ab." Trotzdem öffnet der feiste Schwarze die Geldrolle,, nimmt bedächtig einen Peso heraus und beißt darauf. Dann gähnt er wie ein Löwe. „Jetzt sein Je-crois-en-Dieu müde — hoben wir genug gearbeitet heute!" e Drinnen nimmt Dos Passos die Injektionen vor. Er hat sich die Aermel aufgekrempelt. Dor ihm steht gerade ein großer Neger, dem er mit einem in Alkohol getränkten Wattebausch den Oberarm desinfiziert. ,',Also, das wäre Patient Nummer 91. Notieren Sie, Lewis: Leichter Fall, fieberfrei, keine Symptome mehr. Anfall schon abgeklungen. Vorbeugungsampulle." Während Lewis in seinem Heft die Notiz festhält, reicht Virginia Dos Passos die Ampulle. Ihre Blicke streifen sich. Dann nimmt der Arzt aus einer Desinfektionsschale die Spritze und meint» gemütlich: „Nun wollen wir mal sehen, mein Sohn, ob du Mut hast." Aengstlich schielt der schwarze Riese nach der Spritze, und als Dos Poffos seinen Arm packt, schreit er verzweifelt auf. Da teilt sich der Vorhang am Eingang des Zeltes, Je-crois-en-Dieu erscheint, rollt dämonisch mit den Augen und stößt einen Negerfluch aus. Der wilde Zuruf scheint das Blut des Schwarzen erstarren zu lassen. Wie hypnotisiert bleibt er stehen, während Dos Passos schnell die Injektion macht. „Na, hctt's weh getan?" fragt Dos Paffos freundlich. Der Schwarze kann gar nicht begreifen, daß dies alles gewesen sein soll. Er hat wohl erwartet, gevierteilt zu werden. Plötzlich, in naiver Dankbarkeitsregung, streckt er Dos Passos auch noch den anderen Arm hin. „Das könnte dir so passen! No, no, Amigo. Der Nächste bitte." Aber der Nächste, ein kleiner schwarzer Pummel von sechs Jahren, der eben noch auf seinem Platz stand, ist verschwunden. Sein Vater sucht das ganze Zelt ab. Endlich sieht Virginia unter einem in der Ecke stehenden Stuhl, auf dem Schlafdecken und Tropenhelme liegen, ein nacktes, schwarzes Füßchen hervorschauen. Sie bückt sich, zieht ein wenig daran. Erschrocken fährt der Fuß zurück. Da nimmt sie den ganzen Stuhl weg und trägt den zappelnden Jungen zu Dos Passos. „Olla — olla — da ist ja unser Ausreißer!" ruft der Arzt. Energisch und mütterlich zugleich hält Virginia den kleinen Kerl wahrend der Injektion fest.,Dicke Tränen laufen über ferne Wangen, als die Äerztin ihn endlich loslassen darf, i Virginia nimmt ihre Tätigkeit, Ampullen zu öffnen, wieder auf. Lewis tritt zu ihr. Er geht unsicher, seine Augen haben einen fiebrigen Glanz. Sie reicht ihm eine Schale mit gefüllten Spritzen. „Ist das nicht herrlich, Bob, daß alles so gut gegangen ist?" fragt sie. „Ich bin dir so dankbar, du hast dich wundervoll benommen." Lewis deckt müde die Hand über das Gesicht und antwortet nicht. Erst jetzt bemerkt Dirginia seinen eigentümlich starren Ausdruck. „Bob, was hast du denn?" Klirrend fällt die Schale mit den Spritzen zu Boden. Lewis lehnt, vor Fieber glühend, an einer Kiste. Virginia stützt ihn, so gut sie kann. Dos Passos hat das Klirren gehört. Als .er Bobs Puls fühlt, weiß er sofort Bescheid. „Sie haben ja Fieber!" „Sa, ich glaube, tnuhhat's erwischt'/' „Er muß sofort ins Bett", ordnet Dos Passos an. „Würden Sie, bitte, mit anfassen, Profefsor? Wir bringen ihn in sein Zelt." Die beiden Aerzte haken Lewis unter und führen ihn. Virginia ist schon voraus gegangen. Sie fd)Iägt in Bobs Zelt dis Decken des Feldbetts auf und bleibt, nachdem Dos Passos und Forster gegangen sind, bei dem Kranken. Gegen Abend, als die letzten Neger die Station verlassen haben, ist Dos Passos' erster Weg in Lewis' Zelt. Dirginia sitzt an seinem Bett. Bobs heiße Hand hält krampfhaft die ihre. „Immer noch ohne Bewußtsein!" sagt Virginia traurig. „Es ist ein sehr schwerer Malaria-Anfall, geradezu- eine Herzattacke", stellt Dos Passos fest. Professor Forster hat Dos Passos' letzte Worte gehört. „Armer Kerl! Ob wir vielleicht doch noch einmal Kampfer geben?" „Nein, Herr Professor, das hilft auch nur für den Augenblick", entgegnet Do^ Pasios. „Doch das schlimmste ist, daß wir kein Persistin geben können, solange das Fieber nicht herunter und das Herz z entlastet ist." ,Za, da .müssen wir wohl abwarten ..." Ratlos zuckt Forster die Achseln. „... abwarten und hoffen, daß das Herz durchhält." Dirginia bekommt ängstliche Augen. „Ist es so schlimm?" „Die Gefahr einer Herzlähmung besteht immer. „Dann ist es doch wohl besser, wenn einer von uns Nachtwache hält." „Ich bleibe bei ihm", sagt Dirginia schnell. „Sie sind sicher sehr abgespannt, Miß Larsen, ich glaube —" Virginia ist von ihrem Entschluß nicht abzubringen. Sie bringt die beiden Aerzte zum Ausgang des Zeltes, als Lewis' Stimme klanglos an ihr Ohr dringt: „Virgin!" Sie beugt sich über ihn. „Ja, Bob?" (Fortsetzung folgt.) KHASANA KOSMETISCHE WELTMARKEN 5000.- RM fällig bei Tod, spätestens im 65.Lebensjahr kosten monatlich einschl. Vers.-Steuer bei einem Eintrittsalter v. beispielsweise 25 | 30 | 35 | 40 | 45 1 50 Jahren 8.95)10.45112.60| 15.75120.60)23.60 RM Höchsteintrittsalter 65 Jahre Versicherungsbestand Uber 3 Milliarden RM Gunst Tarife f. Versicherungen zwecks spät. Ausst euer d.Tochter od. Berufsausbildung d. Sohnes. Wh* versichern auch Nichtbeamte. Anfragen mit Geburtsdatum. Beruf usw. in: Deutsche Beamten - Versicherung OeffentlichrechtL Lebens- und Renten - Versicherungsanstalt Verwaltungsstelle Frankfurt a. M., Friedensstr. 2 Ruf 23319 Offizierlaufbahnen der Kriegsmarine. Für alle Offizierlausbahnen der Kriegsmarine: Seeoffiziere Marine-Fngenieurofnziere Marine-Sanitätsoffiziere Marine-Waffcnoffiziere Marine-Verwaltungsoffiziere Marine-Nachrichtenoffiziere Marine-Artillerieoffiziere und die neu geschaffene Laufbahn der Marine-Festnngsvionieroffiziere sind neue Merkblätter erschienen und neue Formblätter (Bewerbungsunterlagen) ein- f geführt. Sie gelten in gleicher Weise für die .aktiven und die Reserve-Offizierlaufbahnen. — Merkblätter und Bewerbungsunterlagen können vom nächsten Wehrbezirkskommando angefordert werden. Abgegebene Bewerbungen brauchen nicht neu aufgestellt zu werden. Auch werden bereits fertiggestellte Bewerbungen noch innerhalb 10 Tagen nach Erscheinen dieser Bekanntmachung in der alten Form entgegengenommen. Für die Laufbahn der höheren Baubeamten der Kriegsmarine gelten betreffs Ausbildung usw. die bisherigen Merkblätter einstweilen weiter; Bewerbungen für diese Laufbahn sind ßedoch ebenfalls mit den für die Offizierlaufbahnen eingeführten Bewerbungsunterlagen einzureichen. fmeV Oberkommando der Kriegsmarine. Heinrich Roth Ledertreibriemenfabrik Frankfurt am-Main, Ludwigstraße 27 Fernsprecher 7 96 60 und 77430 Riemen Reparaturen und Montagen Wir übernehmen jeden Posten Treibriemen usw. aus stillgelegten Betrieben zu den festgesetzten Preisen. 1107 V Marinehelferinnen. 1. Marinehelferinnen werden bei den Land- dienststellen der Kriegsmarine in der Heimat und vom 21. Lebensiahre ab auch rn autzer- heimischen Gebieten eingesetzt. Sie stehen nn privatrechtlichen Bertragsverhältms. Das Beschäftigungsverhältnis dauert nn allgemeinen bis Kriegsende. 2. Marinehelferinnen werden verwandt: , a) als Stabshelferinnen: Einsatz erfolgt bei Stäben der Kriegsmarine im Geschäftszimmerdienst. ' , p T , b) Als Truppenhelferinnen: Einsatz erfolgt im Nachrichten-, Flugmelde- und Flakdrenst., 3. Truvpenhelferinnen tragen tm lenst Schubbekleidung. . „ 4. Wünsche hinsichtlich Verwendungsari und -ort werden weitgehend berücksichtigt. 5. Abfindung der Marinehelferinnen richtet sich nach den Bestimmungen der Tarifordnungen des öffentlichen Dienstes entsprechend ihrer Tätigkeit. „ In außerheimischen Gebieten erhalten sie außerdem freie Unterkunft und Verpflegung, sowie Einsatzzulage. . Im Heimatgebiet erfolgt bei Bedarf Unterbringung in Heimen der Marinehelfermnen mit Gemeinschaftsverpflegung. 6. Bewerbungen imt Einstellungenx als Marinehelferinnen sind ausschließlich zu richten y a) für Verwendung im Reichsgebiet: an die 1. Mar.-Helf.-Ersababteilung in Flensburg oder an die 2.Mar.-Helf.-Ersatzabteilung in Leer (Ostfr.)r , , b) für Verwendung in den besetzten west- und südeuropäischen Gebieten: an die 2. Mar.-Helf.-Ersababteilung in LeerlOstfr.); c) für Verwendung in den nord-, ost- und südosteuropäischen Gebieten: an die 1. Mar.- Helf.-Ersababteilung in Flensburg. [ 1377V 7. Angehörige der Geburtsjahrgänge, die zum Nelchsarbeitsdienst heranstehen, können erst dann eingestellt werden, wenn sie nach der Musterung von der Ableistung des RAD. befreit werden oder hu Falle der Nichtbefreiung den Arbeitsdienst planmäßig abgeleistet haben. Unabhängig davon können Bewerbungsgesuche auch wahrend der Ableistung des Arbeitsdienstes gestellt werden. Oberkommando der Kriegsmarine. Wir kauten gebrauchte, gut erhalten« KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Rui 2847-48 3bßMe?t fäexepten QÜenzi. cuichjetsct u/zsjzh, ßackpufowt. K adzgeiri nißhi ururuzA, zu hnJwc ist spätem vwid es ■nxßd&L u/i* beg/i£nst geliefert Yiwden. Äeaepie kostenlos dwvch, <£o*ten# AjöMwv ^Jj^nillin-Zucker sufre Speisen Burnus nur dort, wo der dickste Schmutz sitzt! Sortieren der Schmutzwäsche hilft Burnus sparen. Heute sind nur die arg verschmutzten Stücke ..burnusreif" Burnus löst dank seiner Wirkstoffe den schwierigen Schmutz schon beim Einweichen. Das Waschen selbst macht dann halbe Arbeit, und langes Kochen*) der Wäsche wird überflüssig •) Auch ti« Sieg über Kohlenklau" 0 saure 0 an l Milcheiweiß tiwore unwirtschaftlich und überflüssig, von ledn mehr elnxunehmen als 3mal täglich 1 Kinderlöffel voll. Das Im Ledn enthaltene Ilsen Ist vor dem Chemismus des Magen-Darm-Kanals weitgehend geschützt und wird günstig resorbiert. 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