193. Jahrgang Nr. 74 Erscheint täglich, nutzer Lonntags und feiertags Beilagen: Siebener /vamilienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich... RM.1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 1168k Franlf.-M. Maniag.29 M8rzt943 Metzener Anzeiger Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8' .Uhr desBormittagS Anzetgcn-Preife: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. 1e mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlusseNiengenstaffelS Blaizvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25o;omehr Vrühlschellniversttätrdrlläerei R. Lange General-Anzeiger sür Oberhessen sieben,^Schulftratzt 7-4 des Die Wehrmachtberichte norund Kulturstätten. Acht der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. Borpoffenboote schossen ein DBB. Aus dem Führerhauptquartier, 27. Wärz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ein feindlicher Angriff gegen die Nordfront des Kuban-Brückenkopfes wurde blutig abgewiesen. Zahlreiche Panzer wurden vernichtet. Südlich des Ladogasees scheiterten schwächere Angriffe der Bolschewisten. Zum Teil wurden die Bereitstellungen bereits durch Artilleriefeuer zerschlagen. 3n Wittel- und Südtunesien führten überlegene feindliche Kräfte neue starke Angriffe gegen die deutsch-italieriischeu Stellungen. Sie wur- den in schweren Kämpfen abgewiesen, örtliche Einbrüche abgeriegelt. Deutsche Kampfflugzeuge griffen den Hafen von Algier und ein Geleit im Seegebiet vor der algerischen Küste an. Drei Handelsschiffe wurden getroffen. Britische Bomber warfen in der Nacht zum 27. Wärz Spreng- und Brandbomben auf mehrere we st deutsche Orte. Die Bevölkerung Halle Berlusle. Drei feindliche Bombenflugzeuge wurden abgeschossen, ein viertes verlor der Gegner vor der norwegischen Küste. / mänien fand ihren Höhepunkt in einem Staatsakt in der Kathedrale der bessarabischen Hauptstadt. Vertreter der bessarabischen Bevölkerung und Angehörige des ehemaligen bessarabischen Landesrates, der 1918 die Wiedervereinigung beschlossen hatte, brachten ihren Dank für die Befreiung vom sowjetischen Joch zum Ausdruck. Dann sprach Staatsführer Marschall A n tone s c u. Bessarabien sei der Boden, auf dem die Donaumündungen, der Balkan, die Meerengen und der Raum bis zur 2ldria vor dem jahrhundertealten russischen Expansionswillen verteidigt würden. Schon der erste Raub Bessarabiens im Jahre 1812 sei erfolgt, um Rußland zunächst den Weg zu den Donaufürstentümern und dann über den Balkan nach Konstantinopel zu offnen. Während des einen Jahres der Besetzung Bessarabiens durch die Sowjets seien vier Millionen Rumänen dem entsetzlichsten Terror ausgeliefert gewesen. Niemand könne Rumänien einer Aggression beschuldigen, sein Krieg sei ein heiliger Krieg der Verteidigung seines eigenen Bodens. Damit tue das rumänische Volk seine Pflicht nicht nur sich selbst gegenüber, sondern auch geaenüber dem ganzen Kontinent. Bei einem Empfang, der die Feierlichkeiten abschloß, hielt der stellvertretende Ministerpräsident Prof. Antonescu eine Ansprache, in der er sagte, Rumänien sei immer die erste Schanze Europas in der Abwehr der Stürme gewesen, die bis heute den Bosporus und die Adria erreichen wollten. „Wir sind die Krone des Balkans, wir haben das einzige europäische Petroleum; mit Hilfe der Donau vereinigen wir Mitteleuropa mit Vorder- asien, durch uns läuft die europäisch-vorderasiatische Achse der Zukunft, d. h. wir bleiben eine Schlüssel- . Position des europäischen Schicksals." weiteres britisches Kampfflugzeug an der wegifchen Küste ab. Der Wehrmachtbericht vom Samstag. Der Wehrmachtbericht vom Sonntag. DBB. Aus dem Führerhauotquartier, 28. Wärz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront oerfief der lag im allgemeinen ruhig. Nur in einigen Abschnitten kam es zu örtlichen Kämpfen. Nordwestlich Kursk nahmen Panzergrenadiere nach tagelangen schweren f)äu- serkämpfen die Stabt Ssewsk im Sturm. 3n den Gewässern der Fischer-Halbinsel erzielten schnelle deutsche Kampfslugzeuge Bombentreffer auf einem große feindlichen Frachtschiff. An der tunesischen Front geht die Abwehrschlacht weiter. Trotz großer Ueberlegentjeit vermochte der Feind auch gestern keine entscheidenden Erfolge zu erzielen. Deutsche und italienische Truppen schlugen alle Durchbruchsversuche ab und warfen im Gegenangriff die vorgesehenen feindlichen Panzerspitzen zurück. Bei einem Angriff deutscher Kampfflugzeuge gegen einen Geleitzug im Seegebiet vor der algerischen Küste wurden vier feindliche Handelsschiffe getroffen. 3n der vergangenen Nacht flogen britische Bomber in das Reichsgebiet ein und drangen bis zur Reichs Haupt ft adt vor. Sie warfen Spreng- unb Branbbomben auf einige Orte in Norbweft- beutschlanb unb auf das Gebiet von Groß-Berlin. Es entstanden vorwiegend Branbfcfcäben in Wohnvierteln und Zerstörungen an öffentlichen Gebäuden fion für die Dauer jener Atempause, die Europa nötig hatte, um bereit zu sein, und lieferte damit ben ersten Beweis seiner europäischen Solidarität. Ein knappes Jahr später kam die Vergeltung. Im Morgengrauen des 22. Juni 1941 sprangen rumänische Soldaten zusammen mit ihren deutschen Kameraden aus den Gräben heraus zum Angriff gegen die Todfeinde, die einen, um teuren Heimatboden zurückzugewinnen, die anderen, um Europa von einer furchtbaren Gefahr zu befreien. Bessarabiens Erde ist heute getränkt mit dem Blut rumänischer und deutscher Soldaten. Das ist ein Symbol dafür, daß dieses Land nicht nur eine rumänische Provinz ist, sondern auch zu Europa gehört und eine europäische Mission als Bollwerk gegen den Osten hat. „Die erste Schanze." Rumänien feiert die Zugehörigkeit Bessarabiens. K i s ch i n e w, 27. März. (DNB.) Die Feier 25. Jahrestags des Anschlusses Bessarabiens an Ru- Bessarabien,2SIahreBottwerkEuropas Von unserem Dr. H.-Korrespondenten. Bukarest, Ende März. Am 27. März waren es 25 Jahre, daß der bes- sarabische Landesrat den Anschluß Bessarabiens an Rumänien proklamierte. Das ist für Rumänien ein Grund zu freudiger Feier und für ganz Europa, dessen östliche Mark Bessarabien ist, ]ein Anlaß zu kurzer Besinnung. Die Gegenseite — ob Zarismus ober Bolschewismus — hat es immer wieder verstanden, in der Gelt den Eindruck zu erwecken, daß Bessarabien, Das Land zwischen Pruth und Dnjestr, eine typisch russische Provinz sei, und in der Tat konnte der flüchtige Besucher, der nur die aus dem 19. Jahrhundert stammende weiträumige Anlage der Pro- vinzhauptstadt Chisinau (Kischinew) sah und in den jStädten die im überwiegend jüdischen Handel ge- sbräuchliche russische Sprache horte, sich leicht dieser Meinung anschließen. Allerdings, wer auf bas jladje Land hinausging und das melodiöse moldauische Rumänisch der Bauern und ihre Lieder hörte, ihre Volkstrachten sah und ihre Gebräuche studierte, dem blieb bald kein Zweifel mehr an -em überwiegend rumänischen Charakter'-dieser Landschaft. Was steckt nun hinter der leichtfertigen historischen Behauptung, Bessarabien sei altes russisches Land? Bis zum Ende des 12. Jahrhunderts war Bessarabien Niemandsland, das von Kriegerscharen und Räuberbanden aller Rassen und Völker durchzogen wurde. Der Name der Provinz stammt von jenem Geschlecht der Bassarabs, die im 14. Jahrhundert die Begründer des Fürstentums Walachei gewesen sind. In der Folge bildet Bessarabien immer einen integrierenden Bestandteil des Fürstentums Mold-au. Schon 1392 nennt sich Fürst Roman der Moldau „Gebieter des Moldaijlandes vom Gebirge bis ans Meer". Dieser Moldaustaat war nach dem rumänischen Chronisten Ureche im Anfang eine Kriegs- hauptmanschaft. Die Dnjestr-Linie mit ben starken Festungen Cetatea Alba (Akkerman), Tighina, So- i'oca, Orhei und Hot-in bildete ein Verteidigungs- system, das den Frieden und das Gedeihen Sieben- fbürgens, Oberungarns und Süd polens gewährleistete und damit einen östlichen Schutz wall Europas darstellte. Interessant ist, oaß'die Türken Tighina Bender — Pforte nennen, womit gesagt s^n soll, daß diese Stadt das-Ein- und Ausfalltor uon Europa nach Asien und umgekehrt darstellt. Roch 1711 sicherte Peter der Große, der Vater des ^russischen Imperialismus, dem moldauischen Fürsten Dem?ter Cantemir in einem Bündnisvertrag den Dnjestr als Grenze der Moldau zu. Es kann also ■t(feine Rehe davon sein, daß Bessarabien altes russisches Land sei. Die russisch-türkischen Kriege des 18. Jahrhunderts brachten zwar längere Besetzungen der Donaufür- »stentürner durch die Heere Katharinas der Großen unb ihrer Nachfolger. Damals versuchte Petersburg aber vergebens, einen russischen Großfürsten auf ben Thron von „Neu-Dakien" zu setzen. Erst als dieser Plan mißlang, erfolgte die gewaltsame An- t'ignung moldauischen Bodens durch die russische ^Annexion Bessarabiens im Vertrag von Bukarest 1812. Die Wirkung auf die Bevölkerung d-iesseits mb jenseits des Pruth, deren familiäre Beziehungen durch die neuen Grenzen zerrissen wurden, muß 'urchtbar gewesen sein. In der Volksdichtung des 19. Jahrhunderts gilt der Pruth fortan als der ver- Zwischen Rotem Meer und Persischem Golf. Von Dr. Hermann DreyhauS. Jedermann kennt die 3 Mill. Quadratkilometer zählende Halbinsel Arabien zwischen dem Roten Meer und dem Persischen Golf als eines der größten Wüstengebiete der Erde. Damit ist ihr wirtschaftlich das Urteil gesprochen. Und man würde gewiß nicht viel Aufsehens von ihr machen, wenn man nicht wüßte, daß an ihrer Westküste der Islam, die Lehre Mohammeds, seine Heimstätte in Mekka unb Medina hätte. Es sind jetzt gerade 175 Jahre her, daß der Niederdeutsche Karsten Niebuhr von einer Expedition zur Erkundung Westarabiens als einziger Ueberlebenber heim kehrte und der abendländischen Gelehrtenwelt eine reiche Fülle geographischer und kultureller Kenntnisse übermittelte, die ein ggnz neues Zeitalter in der Erforschung des Orients einleiteten. Zugleich gab er durch die von ihm gefertigte Karte des Roten Meeres den Engländern, die eben die Grundlagen ihrer Herrschaft in Ostindien gelegt hatten, die Handhabe, den direkten Weg Über die Landenge von Suez nach Europa zu erschließen und zu sichern. Damit erhielt das Wüstenland Arabien einen neuen, starken Impuls: aus einem abseits gelegenen Landstrich entwickelte sich wieder eine Landbrücke zwischen drei Erdteilen, deren politische Bedeutung naturgegeben mit dem Aufstieg des Welthandels wachsen mußte, wie et im 19. Jahrhundert mit der Erfindung des Dampfschiffes sich vollzog. Symbol wurde im östlichen Mittelmeer der Suezkanal! Die Stunde Arabiens war indessen noch Nicht gekommen. Erst als der erste Weltkrieg die europäisch gerichtete Eirge des politischen Denkens auflockerte, wandelte sich die Wertung der bisher nur wenig beachteten Wüstenlandschaften. Es liegt auf der Hand, daß England als Hauptinteressent an dem Seewege nach Ostindien in besonderem Maße beteiligt fein mußte, unb dies erst recht, da die Türkei auf Seiten der Mittelmächte kämpfte. Wie es feine Belange wahrnahm, ist für alle Zeiten an die Tätigkeit des mit vielen Geheimnissen umgebenen Oberst Lawrence geknüpft. Das politische Ergebnis war, daß die Bildung eines großarabischen Reiches, das die ganze Halbinsel ausfüllen sollte, verhindert wurde. England setzte sein überliefertes Prinzip des Teilens und Herrschens — vielleicht sogar gegen Lawrence — durch und sicherte sich vor allem die Landbrücke von Aegypten zum Persischen Golf. Dabei bediente es sich in sehr weitgehendem Maße des Wahabitensürsten Ibn Saud. Die Wahabiten sind echte Beduinen im Innern des Landes, die sich zu den strengsten Lehren des Islams bekennen. Sie stellen ein* mohammedanisches Puritanertum dar, und tatsächlich erinnert auch ihr Führer Ibn Saud in vielen Dingen an Oliver Cromwell, den größten Staatsmann des englischen Puritanertums. Bei der Gliederung seines allerdings nur fünf Millionen Einwohner zählenden Staates im Nedsch, dem Heimatgebiet seiner Familie, hält Ibn Saud an den überlieferten patriarchalischen Zuständen fest, wäh- rend er dem Hedschahs mit den Städten Mekka, Für Bolf unb Baferlanb wollen wir keinen Gedanken zu hoch hallen, keine Arbeit zu langsam unb zu mühevoll, keine Anterhaltung zu kleinlich, keine Tal zu gewagt unb kein Opfer zu groß. Friedrich Ludwig Zahn. müntote Fluß. „Wird dieser Vrulh. der uns trennt, fein Ende nehmen?" fragt klagend das Lied. Die frrei südlichen Bezirke Bessarabiens wanm dann noch einmal für 20 Jahre, nämlich vom Pariser Kongreß 1856 bis zum Berliner Kongreß 1870 moldauisch. Als nach dem Zusammenbruch des Zarismus im ^ahre 1917 die Revolution im ersten Ueberschwang hie „Proklamation von den Rechten der Volker in i Rußland" erließ, erklärte Bessarabien feine Auto- IJhomie und wählte am 21. November 1917 eine Art BolksVertretung mit 138 Abgeordneten, den Sfatul Tzarii (Landesrats. Am 5. Januar 1918 rief dieser bereits das rumänische Heer gegen austtändische Banden, die von der russischen Front kamen,- zu Hilfe und proklamierte am 27. März 1918 feierlich *ie Vereinigung mit Rumänien. Einen ähnlichen Beschluß faßten die Deutschen Bessarabiens, die ein Jahrhundert früher dort angesiedelt worden waren, tuf einer Zusammenkunft in Tarutino. Wie steht es nun mit der völkischen Zusammensetzung dieser Provinz? Es ist kein Wunder, daß 'n diesem ursprünglichen Durch zu gs-g-biet viele Voller ihre Spuren hinterlassen haben. Nach einer vom lästerlich-russischen Geographischen Institut 1855 her- cusgegebenen Arbeit machten 1834 die Rumänen in Seffarabien 86 v. H. der Gesamtbevätkerung aus. 'in einer statistischen Arbeit des russischen General- i-obes von 1862 mtrben die Moldauer als die „eigentlich Alteingesessenen" in B"fsarabien be-eichnet. 2urch ein Jahrhundert zaristischer Herrschaft ging s aturgemäß der rumänische Anteil an der Bevol- Isrung etwas zurück. Aber noch die vor dem Welt- erschien"nen ^üWffr’-n Ak^-n westm ein" ab- ! Mute rumänische Mehrheit für Bessarabien auf. In •Euer sowjetischen Arbeit von 1923 wird der Pro- Entsatz der Rumänen in Bessarabien mit 56 v. H. in gegeben, während die übrigen 44 v. H. sich auf 14 andere Nationalitäten verteilten. Die amtlichen Rumänischen Statistiken vom 1. Juli 1938 wiesen '5.2 v.H. Rumänen, 12.3 v. H. Russen. 11 v.H. I frainer, 7,2 o. H. Juden, 5,1 v. H. Bulgaren. 3.4 i i H Ga-wutzen lTnrkot Verwandten, ihrer Lehrer und Lehrerinnen ein Gelöbnis zum Führer ab, erfüllt von dem Bewußtsein, daß diese Verpflichtung gerade in diesem Jahre des totalen Krieges für sie mehr denn je Opfer und Einsatz bedeutet. Die meisten von ihnen treten nun in das Berufsleben ein. Den Höhepunkt des Tages bildete die Reichsfeier im Deutschen Opernhaus in Berlin. Orgelklänge eröffneten die Feier. Die Ouvertüre zu „Euryanthe" von Weber, Worte Friedrichs des Großen unb Adolf Hitlers, gesprochen von Staats- schaufpieler Paul Hartmann und Ernst Borchert, ein Chorgesang sowie die Ouvertüre zu „Egmont" leiteten dann über zu der Ansprache des Reichs- jugendführers. Reichsjugendführer Axmann forderte die Jungen und Mädel auf, in dieser Stunde, da sich vor ihnen weite und größere Aufgaben auftun, die Herzen in tiefer Dankbarkeit für jene Menschen schlagen zu lassen, die sie bisher mit ihrer Arbeit, ihren Mühen und Sorgen begleitet haben. Die Jugend habe den Tag der Verpflichtung richtig verstanden, wenn sie ihn als einen .Feiertag des Dankes für ihre Eltern empfinde, und diese Dankbarkeit durch Gehorsam und tätige Mithilfe beweste. In Dankbarkeit umschließe die verpflichtete Jugend auch die Lehrer und Lehrerinnen, die ihr in acht Jahren die Grundlagen des Wisiens oermittett haben. Diesen Tag begehen sie in der nationalsozialisttschen Ge- ' me'mschaft, die die Heimat dieser Jungen und Mädel sei und bis an das Ende ihres Lebens bleiben röerbe. Die Arbeit sei die erste Bestimmung des Menschen. Es fei entscheidend, daß die Jugend die Arbeit übernehme, zu der sie durch ihre natürlichen Anlagen berufen sei. Die richtige Wahl des Berufes bestimme nicht nur die Leistungskraft, sondern auch das Glück und den sozialen Frieden unseres Volkes. Alle Berufe feien für die Erhaltung des Volkes notwendig. Daher besäßen sie auch alle die gleiche Ehre. Lediglich die Leistung unterscheide die Menschen, nach ihr allein werde gewertet. Das sei ein wahrhaft sozialistischer Staat, der sich von unten nach oben auf immer größer werdenden Leistungen aufbaue. Nicht zuletzt deswegen hätten unserem Volk, in dem die Arbeit regiere; jene feindlichen Mächte den Krieg erklärt, in denen das Geld regiere. Höchstleistung im Berus sei Dienst am Volk, im Kriege aber mitentscheidend für den Sieg. In den zurückliegenden Jahren des Jungvolks und des Jungmädelbundes fei dieser Jugend die Kameradschaft zum Erlebnis geworden. Unter ihrem Gesetz werde auch das zukünftige Leben stehen, denn in der unverbrüchlichen Kameradschaft der Jugend von heute liege schon die Einheit und die alles bezwingende Kraft unseres Volkes von morgen. Der Reichsjugendführer forderte die Jungen und Mädel auf, ein gesundes Leben zu führen, ihre Freizeit vernünftig auszunützen, Leibesübungen und Sport zu treiben, denn die Zucht des Körpers stärke den Charakter und das Selbstvertrauen. „Als junge Deutsche und treue Söhne dieser Erde bejahen wir den Kampf und bekennen uns zu dem Goethewort: „Nur der verdient die Freiheit und das Leben, der täglich sie erobern muß." Es gibt keinen Kampf ohne persönlichen Einsatz. Deshalb sind wir ftels zum Opfer bereit. Alles Große in der Welt besteht durch die Treue. Deshalb seid treue Dknschen und verachtet die Ab- trümvaen. Meidet als Aktivisten die Phrase "nd das Schlagwort, denn Eure Sendung liegt im Können und Euer Bekenntnis sei die Tat." Seine Worte über die gewaltige Macht des Ideals und die Kraft eines begeisterungsfähigen Herzens schloß er mit der Erkenntnis Grillparzers: „Die Todesverachtung des Kriegers, die hingehende Treue des Bürgers, alles Große und Edle im L^ben hat dieselbe Quelle wie die Schöpfung des Dichters, des Malers, des Musikers — die Begeisterung — welche nichts anderes ist als das Selbstvergessen des Menschen gegenüber dem Ewigen, dem Rechten, dem Wasiren." Der Reichsjugendführer schloß die Verpflichtung der,Vierzehnjährigen mit den Worten: „Seid gehorsam, nur gehorsame Menschen sind zum Befehlen berufen. Seid m u tie Hauptaufgabe Hurleys darin liege, die „Tätigkeit der verschiedenen nordamerikanischen Stellen im Mittleren und Nahen Osten zu Koordinieren', um der nord amerikanischen Einflußnahme größeres Gewicht zu geben und die Interessen der USA. wirksamer als bisher zu sichern". „Eine Schar lahmer Enien." Die Schwierigkeiten des Geleitzugshstems. Lissabon, 28. März. (DNB.) Ein englischer Seemann fragt im „Daily Mirror": Welcher Engländer wisse denn überhaupt, was ein moderner Unterseeboot-Krieg bedeute. Manchmal scheine es ihm, als ob weder die Regierung noch die Admira- lität sich einen rechten Begriff von der "Größe der Gefahr machten. An amtlicher Stelle in London lebe man offenbar noch in der Einbildung, daß die Unterseebootangriffe mit denen des Weltkrieges vergleichbar wären. Dem fei aber nicht so, denn wo im ersten Weltkrieg jeweils nur einzelne Unterseeboote Handelsschiffe angriffen, führten heute ganze U-Boot-Rudel ihre Operationen mit großem Erfolg durch. Die Geleitzüge wüßten sehr gut, wann der Feind sie ausgemacht habe, doch feien sie hilflos, da zuviele langsame Frachter im Geleitzug führen und sich sämtliche Schiffe an deren Höchstgeschwindigkeit halten müßten. Deshalb fei es auch für jeden Geleitzug schwer, der Gefahr zu entrinnen. Er gleiche einerSchar lahmer Enten, die jedem Angriff preisgegeben feien. In der britischen Handelsmarine gerate man allmählich über die Gedankenlosigkeit der zuständigen Stellen in London in Wut. Die Handelsmarine werde niemals zufrieden sein können mit einem ten Bursen gegen ein entsprechendes Wochengeld Unterkunft und Verpflegung Diese Bursen waren nichts anderes als Pensionäre, zum Teil großartige Stiftungen, oft aber auch Prioatunternehmungen dürftig besoldeter Lehrer, die lediglich auf Gewinn ausgingen. Es gab bürgerliche Surfen und solche „für.Edelleute". Jene für „ganz Ärme" hatten zur besseren Unterscheidung ihren eigenen Namen und hießen Koderien. Alle Bursen unterstanden der Aufsicht der Universität. Ein ausführliches Bursenstatut regelte mit peinlichen Vorschriften ihre Hausordnung. Sie nützte indessen nidjt viel. Die Vorsteher mochten froh sein, wenn die Studenten nach Torschluß „nur'' durch die Fenster entwischten, draußen dem Abenteuer nachjagten und in den Kneipen zechten. So hielten sie die Zuchtlosigkeit wenigstens der Burse fern. - * Man ging auf die Universität, um Grade zu erwerben. Denn mit diesen Graden waren nicht nur Rechte der Universität, wie das Recht der Lehrtätigkeit, verbunden, sondern auch mancherlei Vorrechte ähnlich den Privilegien des Adels. Mit akademischen Graden konnte man sich zumindest als Kanzleischreiber eine solide bürgerliche Existenz gründen, aber auch zu einflußreichen Stellungen und gewinnbringenden Geschäften berufen werden. Es gab drei Grade: bin Baccalaureus, den Lizenziaten, den Magister ober — was dasselbe war — den Doktor. Diese Grade wurden von den Fakultäten nach öffentlichen Prüfungen, die 14 Tage dauern konnten, feierlich verliehen. Als Symbol der Doktorwürde galt der Doktorhut. Baccalaureus konnte man mit 17, Magister mit 21 Jahren werden. Alle Magister und Doktoren hatten das Recht, ordentliche Vorlesungen zu halten. Allerdings war ihnen nicht nur das Buch vorgeschrieben, übet dqs gelesen werden sollte, sondern auch der Ort, die Zeit, der Kommentar, die Glosse. Ferner ob und wieviel dabei diktiert/ ob aus dem Heft vorgetragen oder wenigstens ein Gedächtniszettel benützt werden konnte. Und — die Kleidung. Die Dok- Die deutschen Hochschulen werden nicht geschlossen. Nur dort, wo durch Einberufungen der Lehrkräfte oder etwa durch 'Zerstörung von Einrichtungen der Hochschulen der Lehrbetrieb beeinträchtigt werden könnte, soll die eine ober andere Disziplin fort- fallend wenn nicht eine volle Leistung im Unterricht der Hochschule garantiert bleibt. Die Hochschulen werden in Zukunft nur so viele Studierende aufnehmen, wie Lehrkräfte und Lehrmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die bisher an den Hochschulen eingetragenen Studierenden werden einer erneuten Auslese unterzogen, um die „ewigen Studenten" einer rm Augenblick wichtigeren Arbeit zuzuführen und auch solche Studenten und Studentinnen für die Dauer des Kriegs vom Studium zu beurlauben, deren Lei- , f tun gen oen erhöhten Anforderungen einer konzentrierten Arbeit während des Krieges an der Hochschule nicht gewachsen sind. Grundsätzlich foU auch das Frauenstudium nicht behindert werden, jedoch werden die Arbeitsämter Frauen, die in anderen Berufen tätig waren und sich erst jetzt zum Studium melden, nicht mehr dafür freigeben. Es wird Wert darauf gelegt, daß die studierenden Frauen dazu beitragen, die beträchtlichen Lücken im männlichen Nachwuchs auszufüllen. Diese Lücke im Nachwuchs für alle akademischen Berufe, die schon vor dem Krieg bestanden hat, war der Hauptgrund, daß das Studium an den deutschen Hochschulen auch während des Kriegs fortgesetzt wird und auch Soldaten' die Möglichkeit zum Studium durch Studienurlaub ober durch die Sonderförberung für Kriegsteilnehmer geboten wurde. Die Hauptaufgaben des akademischen Studiums und der Lehr- und Forschungsarbeit der Hochschullehrer sind durch die Besetzung neuer Gebiete, durch die Anforderungen auf technischen, maturwisfenschastlichen, medizinischen und auf wirtschaftlichen Gebieten noch größer geworden, nicht zuletzt gegenüber1 den Geisteswissenschaften, die die Grundlage für-die Erforschung und Bewertung auf zahlreichen anderen Arbeitsgebieten geben müssen. Die Hochschullehrer sind überbies in großem Umfange für die Betreuung ber studieren- den Soldaten und im Dienste der Wehrmacht tätig. Eine Unterbrechung ihrer Arbeit, besonders auch der freien Forschung, kann, so ist die Auffassung der zuständigen Stellen, während des Krieges und gerade im Kriege nicht verantwortet werden. Meine politische Nachrichten. Der Führer hat für den verstorbenen -deutschen Botschafter in Madrid, Hans Adolf von Moltke, ein Staatsbegräbnis angeordnet. Der Staatsakt findet am Montatz, dem 29. März, in Berlin statt. * Der Bey von Tunis, Mohammed el Monset Pa« scha Bey, empfing am Freitag aus Anlaß des mw hammedanischen Festes Mulud en Dadi die Vertreter der Achse in feierlicher Audienz. Dem Empfang wohnten Prinzen der Regierungsfamilie, die ernannte persönliche Beauftragte Roose- durch en velts für den Nahen Osten, General Hur-1 würden. toren trugen Mantel und Barett. Für die Scholaren wurde der „erliche Studentenmantel" gefordert, ein langer Mantel mit Gürtel und Kapuze, der tunlichst bis auf die Knöchel herabgehen und keine Schlitze an den Seiten haben sollte. Modetorheiten der Studenten' führten zu zahlreichen Verboten. Diese Verbote blieben jedoch im allgemeinen ebenso erfolglos wie die vielen Erlasse gegen das Waffentragen, den Wirtshausbesuch, das Karten- und Würfelspiel, gegen Unfug, Exzesse und Gewalttaten. Nicht einmal die strenge Aufsicht konnte die.üblichen Saufgelage und Schlägereien verhindern. Das Duell kannte man nicht. Auf Beleidigungen wurde sofort und ohne jede Formalität zu- geschlagen. Die Studenten waren der Schrecken der Bürger, und in ihrem wüsten Treiben ging ein unverhältnismäßig hoher Prozentsatz der Scholaren unter und verdarb. Dennoch verließen alljährlich brauchbare, für den Dienst der Kirchen, Schulen unb Verwaltungen geeignete junge Menschen die Kollegien und wurden allmählich ein neues Element btr bürgerlichen Gesellschaft. Dieser Beitrag der Universitäten für die Entwicklung einer Zeit, in der die gelehrte Bildung kaum verbreitet und fast ausschließlich das Vorrecht des Klerus war, soll nicht übersehen werden. Für den Fortschritt der Wissenschaft dagegen, haben sie wenig aetan. Hartnäckig hielten sie an den Lehrzielen unb Lehrmethoden ihrer Anfänge fest, unb an der Engstirnigkeit ihrer Gelehrten scheiterte jeder Versuch einer Reform. „Wir sehen", klagt der Geschichtsschreiber der Medizinischen Fakultät in Wien, „den Baccalaureus, ben Lizentiaten, den Doctor Medicinae des Jahres 1490 noch ganz in derselben Gestalt, noch ganz mit denselben Büchern, Kenntnissen und selbst Sitten, wie wir ihn im Jahre 1390 verlassen haben". ..Er" ist auch siebenunddreißig Jahre später noch derselbe, als ihm Paracelsus an der Rheinbrücke zu Bafel den Kampf ansagt und dem alten medizinischen Dogma seine wahre ärztliche Kunst entgegenhält. Mag sich mit den Baseler Gelehrten der Geist Japans Stellung im Pazifik. Genf, 27. März. (DNB.) Die Londoner „Times" befürchtet, daß sich die Japaner in den eroberten Gebieten so fest einrichten, daß man sie nicht daraus werde vertreiben können. Die An- sicht, daß Australien einem langen und schweren Krieg ausgesetzt sein werde, sei durch die La^e den pazifischen, burmesischen und chinesischen Fri ten völlig berechtigt. Die Japaner bauten viele Flugplätze auf dem Jnselbogen nördlich von Australien. Man - müsse auch bedenken, baß die japanische Luftwaffe zahlenmäßig stärker ijt als die australischen und USA.-Stasseln -unb ihre Flugzeuge aus ben Fabriken in ein paar Tagen an die burmesischen ober pazifischen Fronten fliegen können,^ für den Transport von Flugzeugen aus den USA. oder England nach Austtalien aber viele Wochen nötig seien. Die jetzigen japanischen Aktionen deuteten auf die feste Entschlossenheit hin, Australien und Neuseeland von den Lieferungen aus dem Mutterland und den Vereinigten Staaten abzuschneiden. Durch das Abschneiden der Burma-Straße könne Dschungking nur tropfenweise Waffen und Munition erhalten, die Operationen Tschungkings seien daher zum Stillstand gekommen. Auch im besetzten China festige der Feind seine militärische und wirt- schaflliche Stellung und versorge seine Armeen aus den reichen eroberten Gebieten. wj 91 vvvvwv ryw « * i j w wrvv 1 Verpflichtung -erIugend^S43 in Gießen 1 l Oie Feierstunde in der Aula der (Nachdruck verboten.) 33.Fortsetzung. - *♦ Gießener Bortragsriing. Am Montag, 29. März, veranstalten die NSG. „Kraft durch Freude", Goethe-Bund und Kulturelle Vereinigung einen .Vortragsabend „Deutsche Voltslieder aus 7 Jahrhunderten" mit Oskar Besemfelder (München) unter Mitwirkung des Bauerschen Ge- I sangvereins. gen zu den Achsenmächten die Anerkennung Sowjetunion ausgesprochen. Kunst und Wissenschaft. Karl Vonhoeffer 75 Jahre alt. In diesen Tagen vollendet der Berliner Psychiater Prof. Dr. Karl Borchoeffer sein 75. Lebensjahr. Er studierte in Tübingen, München uni) Berlin. 1897 wurde er in Breslau Prrvatdozent. 1903 kam er als Ordinarius nach Königsberg, 1904 nach Heidelberg, im Herbst des .gleichen Jahres nach Breslau und 1912 Nach Berlin. Wichtig sind vor allem seine Arbeiten über Nervenlähmungserschei- mmgen bei akuten Psychosen, seine Arbeiten über den Geisteszustand der Alkoholdeliranten, die akute Geisteskrankheit der Gewohnheitstrinker und die Erbgesetzgebung. Bonhoeffer hat sich auch mit der Frage befaßt, in welchen Gegenden Deutschlands bestimmte Geisteskrankheiten besonders verbratet sind. Er ist Herausgeber der „Monatsschrift für Psy- chratrie und Neurologie" und des „Zentralblattes für Neurologie und Psychiatrie". Seine Anschauungen über die Unfallneurose si-nd von besonderer Bedeutung für die Begutachtung der Unfallsolgen geworden. — , Sibelius im deutschen Musikleben. Mit dem Ziel, dem Kulturschaffen des verbündeten finnischen Volkes im deutschen Musikleben weitere Verbreitung und tiefergehendes Verständnis zu erwirken, hat die Deutsche Sibelius- Gesellschaft unter der Präsidentschaft des Leiters der Abteilung Musik im Roichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda Generalintendant Dr. Heinz Drewes ihre Tätigkeit aitfge- nommen. Auf dem Gebiet der symphonischen Musik ^sind in der laufenden Spielzeit über hundert Wiedergaben unter etwa achtzig deutschen Dirigenten mit Wilhelm Furtwängler an der. Spitze 3U verzeichnen, wobei neben den symphonischen Dichtungen „Finnlandia" und „En Saga besonders die 1. 2 und 5. Symphonie in den Programmen erscheinen. In zahlreichen eigenen BermrstattWen wie den „Deutsch-finnischen Musiktagen in‘ baden hat die Gesellschaft auch dasbis dahini fast unbekannte Schaffen der jüngeren falschen Komponistengeneration den deutschen Musikfreunden nahegebracht.___ _____________ meinen muuurcu JVM!<<.*.*/i.t3**A • - -- . kam ich etwas schneller fort und war bald em paar Meter voraus. Ich blieb also stehen, um auf ihn zu warten, und während ich mich nach ihm umwende , fiel plötzlich ein Schuß, und ich sah gerade, wie Meinders mit einem Aufschrei stürzte zu ihm hin, und ein paar Augenblicke spate war dann auch Hellingrath bei uns. xos ift tm Grund alles, was ich zu der ead)e an Tatsachen berichten kann. Sie haben sich ja eben selbst davon überzeugt, daß man beim Licht einer einzelnen Lampe nur die allernächste Umgebung sehen kann. Bunter Abend mit „Kraft dnrch Freude". Die NS.-Gemeinschaft„Kraft durchFreude" veranstaltete am Sonntagabend in der Aula einen Bunten Abend zu Gunsten des Kriegs-Winter- hilfswerkes, der sich eines guten Besuches zu erfreuen hatte und damit wohl auch in materieller Hinsicht seinen Zweck vollauf erfüllt hat. Die Mit- mirLtwen waren größtenteils MitgliAer des Frank- K>r Opernhauses, die hier allermeist schon von eren Gastspielen her als gute alte Bekannte begrüßt wurden. Der Tenorbufso Emil Seidenspinner hieß die Besucher willkommen, betätigte sich als Ansager, sorgte mit allerhand Witzen und kleinen Geschichten für den nötigen Kontakt mit dem Publikum und wartete mit den hier schon mehrfach gehörten Chansons von der svanischen Pimprinella und der geliebten Luise aus, Vie auch diesmal wieder freudigen Beifall fanden^ Lilo Ewald präsentierte sich als jugendliche Tänzerin mit einem Walzer aus „ Tausendundeiner Nacht", mit einer farbig volkstümlichen Mazurka und einem flotten Step. Robert vom Scheidt, einer der populärsten Künstler,der Frankfurter Oper, sang mit prachtvoll ausladender Stimmgewalt die „5000 Taler" aus Lortzings „Wildschütz", aus dem „Zigeunerbaron" das appetitanregende Lied vom Borstenvieh und Schweinespeck (wurde besonders gern gehört), ferner „Auch ich war einst ein junger Mann" aus „Gasvarone" und als Zugabe, scharmant vorgetragen, „Mooder, ich will en Ding han". Lila B u k u p brachte als Koloratursopranistin die „Unschuld, vom Lande" aus der „Fledermaus" und das Postillonlied aus der „Schwedischen Nachtigall" und sand ebenso wie ihr Kollege John Gläser mit dem schwungvoll dargebotenen Aufmttsliöd des Bärin- kay aus dem ,Ligeunerbaron" und „Wie einst am Rhein" allgemeine Zustimmung. Als Geigerin von sprühender Musikalität und technisch brillantem Können erwies sich Ruth Battenberg, die eine reizende Serenade und später die feurigen Zigeuner- weisen von Sarasate zum Dortrag brachte. Die Soubrette Lya Justus riß wieder den ganzen Saal zu stürmischen Beifallskundgebungen hin: sie sang auf wienerisch „Heut hätt ich Zeit", dann ;,Ja, das Temperament" aus der „Maske in Blau", das ihrem schwungvoll beweglichen und auf zündende Wirkung berechneten Vortragsstil ganz besonders liegt, zum Schluß, gemeinsam mit Emil Seidenspinner, das Duett „Draußen in Hietzing" aus „Wiener Blut". (Die Aula haEe wider vom Applaus; aber wie wär's, wenn wir das nächste Mal etwas Neues zu hören bekämen? Es gibt so viele nette Lieder.) Eva Schablinski, vom Frankfurter Rundfunk bekannt, kam als ganz kleines Mädchen, zuletzt sogar als zwei ganz, kleine Mädchen, was bestimmt keine Kleinigkeit ist, und fand mit diesen dialektisch und musikalisch dem Leben ab- gelcmschten Spezialitäten ein überaus dankbares und erheitertes Publikum. Erna Stock machte sich als zuverlüssioe Begleiterin am Flügel verdient und bereicherte überdies die Vortragsfolge mit der temperamentvoll gespielten, berühmten Polonaise von Chopin. Hans Thyriot. Verdunkelungszeit: ' 29. März von 20.49 bis 6.34 Uhr. Glück auf, Renate! Roman von Ernst Drau. Terbrüggen und Hellingrath wurden hmzuge- zogen, und mit ihnen zusammen begab sich die Kommission zunächst an den Datort nach sohle 7. Die eigentlichen Vernehmungen der einzelnen Zeugen des Vorfalls wurden dann im Rauchsalon der Villa Hammerkott durchgeführt, den Renate zur diesen Zweck zur Verfügung gestellt hatte. Bärensprunq begann damit, zunächst tue Aus sagen Terbrüggens zu Protokoll zu nehmen. „Ich möchte Sie nun bitten, Herr Direktor mir an Hand der Skizzen, die mir eben am Tatort ae- „macht haben, den Vorgang noch . einmal in allen Einzelheiten zu schildern." Der Beamte sah mit kühler Gelassenheit in das Gesicht des Mannes, dem kaum anzumerken war mit welcher Selbstbeherrschung er sich zur Ruhe 3m?ffiie ich Ihnen schon unten sagtt, Herr Kommissar", begann er sachlich, „kann ich zur Tat selb! nur sehr wenig berichten. Ich ging mit Memder die Hauptstrecke hinauf, und da ich den Weg von täglichen Kontrollgängen her sehr gut kenne, . » < «« r _ »mav nAl'A CM tl Die feierliche Verpflichtung der vierzehnjährigen Jungen und Mädel auf den Führer fand auch in unserer Stadt in würdigen und eindrucksvollen Feierstunden statt. Am Samstag, dem Vorabend, vereinigten sich als Gäste des Bannes 116 (Gießen) der Hitler-Jugend die zu verpflichtenden Jungen und Mädel, deren Eltern und Lehrer sowie weitere geladene Personen im Theater zu einem festlichen Gemeinschaftserleben. Hier begrüßte zunächst der K.-Bannsührer, Hauvt- gefolgschaftsführer Wolf, die Jungen und Mädel und die übrigen Gäste mit einer kurzen Ansprache, in der er auf den neuen und an Verpflichtungen reichen Lebensabschnitt der Jungen und Mäoel hin- wies und ferner betonte, daß dieser Gemeinschafts, abend die große Bedeutung des gemeinsamen Wirkens und Erlebens zum Ausdruck bringen solle. Den Jungen und Mädeln möge dieser Abend vor ihrer Verpflichtung auf den Führer allezeit in guter Erinnerung bleiben. Als Vertteter des Hohettsträgers überbrachte Am gestrigen Sonntagvormittag wurde in der Aula der Universität die Verpflichtung voraenom- men. Zu diesem für die Jungen und Mädel denkwürdigen Erlebnis hatten sich mit dem Kreisstabs- amtsleiter Weber als Vertteter des Hoheits- ttäaers, Kreisleiter Backhaus, an der Spitze zahlreiche Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht sowie die Ellern und nächsten Verwandten der Jungen und Mädel eingebunden. Nach dem feierlichen Einmarsch der Fahnengruppe und der zu verpflichtenden Jungen und Mädel wurde die Feier mit einem Musikstück und dem Chor mit Orchesterbegleitung „Eure Herzen sollen leuchten" eingeleitet. Ein Führerwort, gesprochen von meinem Hillerjungen, leitete über zu dem gemeinsamen Lied „Wir tragen das Vaterland". Dann nahm-der Letter der Goetheschule 2Reffor Krausch als Sprecher der Schulen die Verabschiedung der Schulentlassenen aus den Schulgemeinschaften vor. In seiner eindrucksvollen Ansprache machte er den jungen Menschen zunächst die große Bedeutung dieses Schrtttes ins Leben klar und ließ sie noch einmal einen Blick rückwärts tun auf die Jahre, in der sie der Obhut der Schule anverttaut waren. Dabei stellte er das Wort des Führers in den Vordergrund: „Zusammengefaßt sind wir alles; aufgelöst in einzelne gar nichts." Diese Erkenntnis und andere für unser Volk bedeutsame Wahrheiten den Jungen und Mädchen zu vermitteln, sei neben anderem die Aufgabe der Schule. Es hieße die Stellung und Aufgabe der Schule verkennen, wenn man die oberflächliche Meinung vertteten wolfte, die Schule habe nur Wissen und Können zu vermitteln. Nach der ihr vom > Führer zugewiesenen wett umfassenderen Aufgabe solle die Schule eine der großen Erziehungsstätten und Erziehungs- aemeinschasten unseres Volkes neben dem Ellern- yaus, HI., BDM., SA., Partei und Wehrmacht sein. Sie habe die verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, der deutschen Jugend jene innere Haltung 3u geben, gepaart mit äußerem und wohlgeiormtem Auftreten, die die Gemeinschaft des Volkes von ihr zu fordern habe. Die Schule solle den ganzen Menschen in ihre formenden Hände nehmen, nickst nur den Verstand üben, sondern Körper, Seele und Geist und den ganzen Menschen zur rechten Gesinnung halten und formen. Das Ziel sei: Erziehung zu heldisch-kämpferischer Charakterhaltung, zu Opserbereitschaft, zu uneigennützigem Dienst und Einsatz für das Volk. Den Lehrern erwachse die heilige Pflicht, ihro gesamte Arbeit in der Schule in den Dienst der Charakterbildung der ihr armer- trauten Jugend zu stellen. Der Redner betonte sodann die starken gemeinschaftsbildenden und charakterformenden Kräfte aus der Leibeserziehung durch Stärkung oder Weckung des Mutes, des Willens, der Selbstüberwindung und der Entschlußfreud igkeit. Weiter wies er auf den hohen politischen Erziehungswert des Geschichtsunterrichts hin, der die Jugend mit Ehrfurcht vor unserer großen Vergangenheit und mit dem Glauben an die geschichtliche Sendung und die Zukunft unseres Volkes erfüllen müsse. In diesem Zusammenhänge lenkte Rektor Krausch die Gedanken der Jugend, aber auch der Erwachsenen hin zu jenem heroischen Einsatz deutscher Manner auf den Schlachtfeldern, auf denen um und für Deutschland gerungen : wurde, insbesondere auf die Jahre des ersten Weltkrieges, auf das Heldentum der deutschen Vorkämp- ■ fer nach dem Kriege und auf den allezeit opferte* - reiten Einsatz in dem gegenwärtigen Ringen, auf den kämpf- und opferreichen Weg des Werdens des Hellingrath heute.verbotenerweise eingefahren ist?" Terbrüggen nickte. „Renate Hammerkott ..." Bärensprung lächelte leise. „Ich sehe, wir kommen der Sache auf diesem Wege schon näher. Also, was können Sie darüber berichten, J)err Direktor?" „Nur, was ich selbst gesehen habe, Herr Kommissar. Ich kam am vergangenen Samstag rein zufällig dazu, wie Meinders mit einem . Motorrad urtib -Hellingrath mit feinem kleinen, Auto vor dem Bahnhof Hammerkott hielten. Ich wußte nur, daß Fräulein Hammerkott an diesem Nachmittag zu ihrem Vater nach Köln fahren wollte ... „Verzeihung, wenn ich Sie unterbreche, Herr Direktor. Sie kamen nur zufällig dazu?" „Ja, ich hatte etwas länger zu arbeiten gehabt und wollte am Nachmittag zu einer Besprechung nach Essen fahren", gab er sichtlich nervös Auskunft. „Danke, wollen Sie bitte fortfahren." „Ich war natürlich sehr erstaunt, als ich nün plötzlich auch Fräulein Hammerkott neben Meinders und feinem Rad stehen sah, als seien sie im Begriff abzufahren." „Das Besondere des.Falles liegt darin, daß Meinders den geschäftlichen Auftrag hatte, im Interesse der Zeche nach Bremerhaven zu reifen und daß er sich auch bereits am Vormittag für diese Reise verabschiedet hatte. Um so mehr mußte ich natürlich überrascht sein, ihn am Nachmittag noch hier zu finden, und stellte ihn begreiflicherweise entsprechend zur Rede. Während dieser unerquicklichen Auseinandersetzung lief nun Fräulien Hammerkott zu Hellingrath hinüber und fuhr mit ihm davon. Daß Meinders den anderen in diesem Augenblick zu allen Teufeln wünschte, werden Sie verstehen, denn Fräulein Hammerkott hatte angeblich zuerst versprochen, die Fahrt mit Meindyrs zu machen." Bärensprung sah nachdenklich vor sich hin und trommelte leise mit feinem Bleistift. Dann wendete er sich wieder cm Terbrüggen. „Nach alledem scheint die Möglichkeit gegeben, daß der Schlüssel zur Tat in den eben geschilderten Umständen zu / suchen ist. Aber noch eine andere Frage, Herr Direktor: „Warum wurde dem Doktor Hellingrath so Knall und Fall seine Stellung gekündigt? Hatte er sich in seinem Dienst etroas .zuschulden kommen lassen?" Terbrüggen hob die Schuttern. „Es handelte sich darum, daß ich ihn im Anschluß an den soeben geschilderten Vorgang am Bahnhof Hammerkott warnte, Fräulein Hammerkott weiter nachzustellen. Denn ich mußte damit rechnen, daß mich Herr Hammerkott zur Verantwortung ziehen würde, wenn hier Dinge geschahen, mit denen er hernach kaum einverstanden sein würde. Bei dieser Gelegenheit wurde Hellingrath handgreiflich gegen mich, und das konnte ich natürlich nicht hinnehmen. Die Autorität muß in einem so großen Werk ge< wahrt werden." Der Kommissar nickte ihm zu. „Gewiß. Ich hätte an Ihrer Stelle in einem solche Falle vermutlich ebenso gehandelt", sagte er mit einer abschließenden Handbewegung. ,Hch möchte dann zunächst Fräulein Hammerkott sprechen. Es wäre aber gut, wenn Sie in der Nähe blieben. Möglicherweise ergeben sich vielleicht doch noch einige Fragen an Sie ..." Der Beamte, der an der Tür postiert war, ließ nach Terbrüggens Abgang Renate einttetey, Auf Verlangen des Kommissars erzählte auch fi^ was sie von der Tat wußte. Dann setzten die Fragen ein. „Wer hat nach Ihrer Meinung, Fräulein Hammerkott, diesen unseligen Schuß abgegeben? Auf jeden Fall ist die Tat mit Vorsatz und Ueberlegung ausgeführt, und es handelt sich dabei um den Kopf eines Menschen, denn wir können im Augenblick noch nicht wissen, ob Meinders mit dem Leben bat vonkommen wird." (Fortsetzung folgt) Minister und der Hof bei. Dfe Vertreter der Achse, die kommandierenden Generale der italienischen und deutschen Truppen, wurden dem Bey vom italiem- schen diplomatischen Vertreter, Gesandten Bomdieri, vorgestellt. * . Auf der Höhe der algerischen Küste griffen italienische Torpedoflugzeuge einen großen Geleitzug an. Trotz der heftigen Abwehr wurden drei Dampfer von 15 000, 10 000 und 7000 BRT. versenkt. Ein weiterer Dampfer geriet in Brand. * Die Vierte.Schweizer Aerztemission ist mit ihrem Hilfspersonal in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie hat, wie die vorhergehenden. Missionen, drei Monate im Osten in Kriegslazaretten Dienst getan gnd sich bei der Behandlung und Pflege unserer Verwundeten in dankenswerter Weise eingesetzt. Aus der Giadt Gießen. „(Sam." Mit dem Wörtchen „ganz" ist es eine eigene Sache. Wenn etwas als „ganz gut" bezeichnet wird, ist-es nicht bedingungslos gut, sondern nur so lala, von minderer Güte. Heißt es aber, etwas sei „ganz entzückend", eine Person oder Sache, so ist das ein Entzücken sozusagen in der höchsten Potenz. Dabei besteht zwischen den zwei Eigenschaftwörtem kein gedanklicher Gegensatz, vielmehr sind sie miteinander verwandt, beide drücken sich im positiven Sinne aus. Auch wenn das freudig zustimmende Wörtchen gern hinter ganz steht, bedeutet das nicht gerade Begeisterung. Wer sich „ganz gern" zu etwas bereit findet, tut's im Grunde gar nicht so gerne. „Ganz gewiß" versichert man dagegen wieder zur Bekräftigung der Wahrheit. Woher kommt die unterschiedliche Anwendung? Denn „Ganz" bedeutet doch buchstäblich etwas „Ganzes" und nichts Halbes. Aber der Sprachgebrauch fragt nicht danach — also kann uns die Logik in diesem Falle auch einmal „ganz" gleichgültig fein. Großdeutschen Reiches durch das Erwachen unserer Nation unter der Führung Adolf Hitlers. Weiterhin kennzeichnete er die besondere Aufgabe des Deutschunterrichts, durch den der Jugend die Sprache und Dichtung als lebendiger Ausdruck unseres Volkstums erschlossen und der Stolz der Jugend auf deutsche Art wachgerufen wird. Aus all dem habe die Jugend Gesinnung und Haltung für ihr Leben schöpfen können, und wenn den Lehrern diese Aufgabe ihrer Arbeit gelungen sei, dann sei ihre Arbeit' an der Jugend und für unser Volk nicht umsonst gewesen. Nach dieser Mckschau verabschiedete Rektor Krausch die Jugend aus der Schule mit besten Wünschen und guten Ermahnungen für ihren weiteren Lebensweg, wobei er sie zugleich auf die große Verantwortung hinwies, die sie nunmehr für das Schicksal unseres Volkes mitzutragen hat. Ms Lett- grundsatz für ihr weiteres Leben gab er der Jugend das folgende Wort des Führers mit auf den Weg. „Ich kenne keine schönere Aufgabe und kein größeres Glück, als meinem deutschen Volke zu dienen." Nach der Ouvertüre aus der Suite C-dur von Telemann hielt der Gaukulturhauptstellenleiter Müller-Klinaspor die Feverrede. Er machte den Jungen und Mädeln^ zunächst die Bedeutung dieser Stunde klar, in der sie in die Gemeinschaft der Jugend des Führers ein- treten und nun der Fahne folgen werden, die das Sinnbild der deutschen Freiheit ist. Als Geleitwort für das Leben der Jugend gab er ihr die Losung mit: Nur der Freiheit gehört unser Leben! lind als Richtschnur und Beispiel wies er sie auf unsere Soldaten hin, die an den Fronten mit heroischem Mut ihr Leben einsetzen-für die Gemeinschaft unseres Volkes und für die Größe und Zukunft unseres Reiches. An unser Volk und Vaterland und an seine Seüdung müßten die Jungen und Mädel immer mit heißem Herzen und mit ganzer Seele glauben, dem Führer und seinem Werk allezeit die Treue halten, der Volksgemeinschaft und der Familie dienen. Nicht an sich selbst denken, sondern in treuer Kameradschaft mit allen Volksgenossen zusammenstehen und zusammsnarbeiten, dadurch hineinwachsen in das arbeitende Deutschland und Anteil gewinnen an den Reichtümern unserer Volksgemeinschaft, das müsse das Ziel der Jugend sei. Den Jungen und Mädeln sagte der Redner eindringlich, daß ihr junges ßeben dem Volk' gehöre, und das Volk beschenke sie wieder mit seinem großen Besitz. Das Grotzdeutjche Reich Adolf Hitlers gehöre ihnen, wenn sie immer ihre Pflicht täten und sich stets mit aller Kraft für Volk und Reich einfehten. Die heutige Jugend habe das Glück, Zeitgenosse Adolf Hitlers zu sein, der ihr für ihr Leben und Handeln leuchtendes Vorbild sein müsse. Es sei nicht schwer für die Jugend, so zu leben, wie der Führer es wünsche und wie es Verpflichtung für jeden einzelnen der Gemeinschaft sei, die den Namen des Führers trage. Voll Vertrauen und Liebe werde auch die Jugend der Fahne folgen, die der Führer dem Reich oorantrage. Anschließend fangen die Jungen und Mädel gemeinsam das Lied „Heilig Vaterland". Dann folgte die Uebernahme der Vierzehnjährigen in die Hitler- Jugend und die feierliche Verpflichtung durch Kreisstabsamtsleiter Weber, den K.-Bannführer Wolf und die Bannmädelführerin Käte Blum. Nach dem Lied der Hitler-Jugend und der Ausgabe der Gedenkblätter schloß Kreisstäbsamtsleiter Weber die denkwürdige Feier mit dem freudig aufgenommenen Gruß an den Fsihrer und an unsere siegreiche Wehrmacht. „Und das Mündungsfeuer des Schusses haben Sie nicht beobachtet?" „Nein. Ich hatte mich ja gerade, wie ich eben schon sagte, nach Meinders umgedreht." „Hm. Nach dieser Aussage ist also zunächst anzu- uehmen, daß Doktor Hellingrach als der Täter anzusprechen ist. Das stimmt auch mit den Feststellungen des Arztes überein, daß die Kugel von vorn eingedrungen ist, daß der Schuß also zweifelsfrei aus der Richtung des hinzukommenden Hellingrath kam. Dr. Hellinarach gehört ja auch zugegebenermaßen die zur Tat benutzte Waffe^ Aber nun eine andere Frage. Da Sie nur eine Lampe bei sich trugen und Doktor Hellingrath auf Ihren besonderen Anruf zu Ihnen kam und dann Sie weiterhin gestern erst Hellingrachs Entlassung verfügt hatten, ist es da nicht gut /möglich, daß der Angriff nicht Meinders, sondern Ihnen gegolten hat?" Terbrüggen erkannte nicht sogleich, worauf der Kommissar mit dieser Frage hinauswollte. „Das glaube ich nicht", sagte er rasch. Bärensprung hakte denn auch gleich ein. „Warum nicht? Eine solche Möalichkeit ist doch durchaus nicht von der Hand zu weisen? Hellingrath hörte Sie rufen, er erkannte Ihre Stimme, sah die Lampe den Weg heraufkommen und schoß darauf. Ich nehme wohl mit Recht an, daß Sie Hellingrath für den Täter halten?" Terbrüggen sah nun doch, auf welches Geleise ihn diese Frage führen sollte, urtb wurde vorsichtiger. „Ich habe nicht die geringste Absicht, hier jemand zu verdächtigen, Herr Kommissar, zumal ich ja den Beweis schuldig bleiben mühte. Hellingrath hatte ebensogut auch Differenzen mit Meinders, aus denen sich berartige Schlüsse mit Leichtigkeit ziehen ließen." „So? Und was können Sie mir darüber Näheres berichten? Handelt es sich dabei um geschäftliche oder um private Dinge?" „Es handelt sich habet um eine Frau". „Um welche Frau? Um dieselbe, mit der Dr. Die 1927 von dem Reichspräsidenten von Hindenburg anläßlich seines 80. Geburtstages errichtete Stiftung „Hindenburgspende" versendet ihren Iah. resbericht für 1942. Daraus ergibt sich, daß sie in dem genannten Jahr rund 550 000 RM. an 3692 Kriegsbeschädigte- und Kriegerhinterbliebene des ersten Weltkrieges verausgabte. Seit ihrem Bestehen hat die Stiftung 13,2 Millionen RM. in fast 80 000 Einzelfällen an Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene ausgezahlt. * Das gesamte Gescmdtschaftsvvertel in Peking wird m Kürze durch die französische, Äie italienftche und die spanische Regierung an die Republik China zurückgegeben werden. * Das Zentralkomitee der ftcmzösischen Freiw'lli- genlegion zuw Kampfe gegen den Bolschewismus trat unter dem Vorsitz seines Präsidenten, Staatssekretär Botschafter de Brinon zusammen. Das Komitee ist durch namhafte Journalisten und Schriftsteller erweitert worden. Unter ihnen befinden sich der Direktor des „Nouveaur Temps" Jean Luchaire, der Direktor der Zeitschrift „Je suis partout" Lesoa, der Schriftsteller de Lesdain sowie der Leiter der Wochenzeitschrift „La Gerbe" Alphonse de Chateaubriand. * Die Parlamentswahlen in Columbien haben zwar einen Sieg der liberalen Regierungsgruppe gegen die, oppositionellen Liberalen und Konservativen ergeben, gleichzeitig sind aber 3um erstenmal zwei kommunistische Abgeordnete gewählt worden. Columbien hat kurz nach dem Abbruch der Beziehun- Kreisstabsamtsleiter Weber die herzlichen Grüße und Wünsche des Kreisleiters und betonte den Sinn dieser Feierstunde, in der ein schöner Brauch zum Ausdruck komme. Als besondere Marksteine im Leben der Jungen und Mädel bezeichnete er dann den Tag des Eintritts in das Jungvolk, den Tag der Verpflichtung der Vierzehnjährigen auf den Führer und den Tag der Uebernahme in die Partei. Den Jungen und Mädeln machte er We Bedeutung dieser drei Marksteine eindringlich klar und ermahnte sie, sich immer ihrer besonderen Aufgaben bewußt zu sein. Die Jugend möge durch ihre Haltung und ihre Leistungen immer beweisen, daß sie mit Recht dem Namen des Führers trage und daß sie auch vor den Kämpfern der Front bestehen könne. Dieser Ermahnung schloß der Redner seine herzlichen Wünsche für die Zukunft der Jungen und Mädel an. Dann erlebten die Besucher gemeinsam die Ausführung des Schauspiels „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua." a Ausbildungskurs f. jg. ii.ädchsn als techn. Zeichnerinnen. B HAMBURG» WlENepOSEN •4014D Gießen, den 27.März 1943. 864400,— RM. in den Ausgaben auf 1017L Wochenschau — Kulturfilm 1013D NIVEA-CREME NIVEA-ZAHNPASTA-NIVEA KINDERPUDER Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten NIVEA KÖRPERPFLEGE Aenderungen nicht vorgenommen worden, find. ] Gießen, den 26. März 1943. Ter Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Hill, Bürgermeister. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gjeßen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Kohle schafft für uns Kraft Zur Herstellung kosmetischer Erzeugnisse werden Kraftwerke in erheblichem Maße beansprucht. — Also — dos Gebotene haushälterisch verwenden! — Helft mit, mittag in Gegenwart zahlreicher Gäste ein Se- mesterschlub-Appell statt. Nach einem Musikvortrag Tüchtiger Schlosser für unsere Werkzeug-Schlosserei zum baldigen Eintritt gesucht. Einstellung erfolgt mit Genehmig, des Arbeitsamtes. Schriftliche Angebote unter 984D an den Gießener Anzeiger erbeten. MmOlMÜ. Geboten wird in Darmstadt schöne 4-3imm.-Wohn. mit Badezimm. und Balkon, in guter Lage. Dafür wird gesucht rgleichwert. L-Zimm.-Wohn. in Gießen. Schrift!. Angeb. unter 02025 an den Gieß. Anz. Wir suchen einen Lehrlina laut erteilter Zustimmung des Arbeitsamts Gießen. Seftr. JZicoIaus Baudekoration Gießen, Am Nahrungsberg 2 989 D Kau!inäDni8Gh.weiblich. Lehrling ' zu Ostern gesucht. Einstellung erfolgt durch das Arbeitsamt Gießen. Häute- und Fettverwertung Wirtschafts-Spar- u. Kreditgenossenschaft e.G.m.b.H., Nebenstelle Gießen Neustadt BI. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Katharine Stein, geb. Franz im Alter von 74 Jahren zu sich zu nehmen. In tiefer Trauer: Johannes Stein nebst Kindern und Angehörigen. Großcn-Buseck, den 27. März 1943. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 30. März 1943, 14 Uhr, vom Trauerhause, Zeilstraße 31, aus statt. 1020D Mit den Angehörigen trauert die Firma Wayf» und Freytag A.-G., Frankfurt a. M., nebst den Arbeita- katneraden. 02013 Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gieße«. Betr.: Verwertung von Waren geschlossener Betriebe. Auf Anordnung des Regierungspräsidenten — Landesernährungsamt Rhein-Main — weise ich alle Interessenten auf die im Reichsanzeiger- Rr. 25 vom 1. 2. 1943 und im Reichsnährstandsverkündigungsblatt Nr. 10 vom 9. 2. 1943 veröffentlichte gemeinsame Bekanntmachung des Reichswirtschaftsministers, des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichsforstmeisters vom 23. Januar 1943 über die Verwertung von Waren geschlossener Betriebe besonders hin. Die Nichtbeachtung dieser Anordnung zieht strenge Bestrafung nach sich. Nachtragshaushaltssatzung der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1942. Auf Grund des § 88 Absatz 1, in Verbindung mit § 86 Absatz 2, der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I S. 49) wird nach Beratung mit den Ratsherren für das Rj. 1942 folgende Nachtragshaushaltssahung bekanntgemacht: I. § 1. Der Nachtragshaushaltsplan wird im ordentlichen Nachtrags- Haushaltsplan in den Ausgaben auf..... 11433919,70 RM. (gegenüber 11113919,70 RM. Ausgaben im ordentlichen Haushaltsplan), also um 320000,— RM. höher, und im außerordentlichen Nachttagshaushaltsplan Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben, unvergeßlichen Mannes, Vaters und Sohnes Karl Häuser 13., Verwaltungsoberlnspektor sprechen wir allen, die uns in so reichem Maße Trost spendeten, ihn auf seinem letzten Gang begleiteten, in ehrenden Worten ünd Liebe seiner gedachten, sowie für die zahlreichen- Kranzspenden unseren innigsten Dank aus. Die trauernd. Hinterbliebenen: Katharine Häuser, geb. Hinterländer; Else Häuser; Elisab. Häuser, geb.Mack Watzenborn-Steinberg, im März 1943. 02018 Für die zahlreichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir recht herzlich W1U1 Kehr uni Frau Elisabeth, geb. Schmidt Aliendorf a. d. Lda.» 29. März 1943. .02016z nt Betrieb estdeutfcb- land sucht für sofort groben fuget» oder Laden mit Wohnung. roieD Schrift!. Angeb. unter I. I. 937 an Ala Essen. Theater der Universitätsstadt Gießen Deutsche Gtudentenmusik aus alter Zeit. Ein eigenes Haus Jefrt durch steuerbegünstigtes Bausparen planmäßig vorbereiten I Verlangen Sie kostenlos den Ratgeber W von Deutschlands größter Bausparkasse Die von der Arbeitsgemeinschaft „Universität und Theater" ausgerichtete 8. Morgenveranstaltung war alter deutscher Studentenmusik gewidmet. Der Gießener Musikhistoriker Professor Dr. Rudolf Gerber betonte in einem ausgezeichnet orientierenden, knapp, eindringend und allgemeinverständlich aufgebauten Ein führungsvorttage, die Studentenmusik sei aus der deutschen Musikgeschichte nicht wegzudenken. Während Liebe und Wein die ursprünglich bevorzugten Themen waren, kamen mit den Freiheitskriegen auch Lieder vaterländischen Inhalts hinzu, wenn auch freilich im 19. Jahrhundert das ästhetische Niveau der Studentenmusik merklich zu sinken begann. Ihre Blütezeit fällt ins 16. bis 18. Jahrhundert; später wahrten nur die akademischen Sängerschaften und die collegia musica einen bescheidenen Teil der großen Tradition. Das Zeitalter des Humanismus und der Reformation gab der studentischen Musizierfreudigkeit bedeutenden Auftrieb; das akademische Leben war damals förmlich in Musik getaucht. Im Barock hatte die Musik vornehmlich in den collegia musica ihre Pflegestätte. Alle Musi- ziergattungen, alle Themen waren vertreten, und Gemesterschluß-Appell der Universität. Schweres Herzeleid brachte uns die unfaßbare Nabhricht, daß nach Gottes Willen mein guter, inipgstgeliebter, unvergeßlicher Mann, der liebe, gute, treusorgende Papa seines lieben Söhnchens, unser lieber Sohn, unser 1b. Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel u. Pate Gefreiter Ludwig Feuster Pionier in einem Brückenbau-Bataillon Inhaber des Pionier-Sturmabzeichens am 17. Februar 1943, im Alter von 30 Jahren, bei den schweren Kämpfen im Osten sein Leben für Führer, Volk und Vaterland ließ. Nun ruht er fern der Heimat, dem Herzen ewig nah. In tiefem Schmerz: Krau'Erna Feuster, geb. Holzapfel, nebst Söhnchen Wollgang: Karl Feuster und Frau Sophie, geb. Launebach; Familie Ernst Holzapfel; Karl Feuster;Obergefreiter Albert Feuster, z. Z. bei der Wehrmacht; Familie Otto ßraung?rt und Frau Kathrine, geb. Feuster; Familie Otto Frey und Frau Anna, ge b. Feuster; Witwe Emmi Feuster, geb. Lind, nebst Kindern, und allen Anverwandten. Garbenteich, Fröttstädt (Thür.), den 26. März 1943. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, den 4. April, nachmittags 3 Uhr, in Garbenteich statt. (gegenüber 852700,— RM. Ausgaben im außerordentlichen Haushaltsplan), also um 11700,— RM. höher, festgesetzt. § 2. Die Bestimmungen der Hau-haltssahung vom 4. August 1942, soweit sie sich auf die Steuersätze, Kassenkredite und Darlehensaufnahmen beziehen, bleiben unverändert. Gießen, den 25.März 1943. Ter Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. B.: Dr. Hill, Bürgermeister. 11. Die nach § 86 der Deutschen Gemeindeordnung vorgesehene Genehmigung dec Aufsichtsbehörde entfällt, da genehmigungspflichtige begrüßte der Prorektor Prof. Dr. Rauch die Gäste, an deren Spitze Kreisstabsamtsleiter W e der als Vertreter des Hoheitsträgers der Partei, Landrat Dr. Lotz als Vertreter der staatlichen Behörden und Bürgermeister Dr. Hill als Vertreter der Stadt Gießen, ferner die Vertreter der Wehrmacht und die Angehörigen der Universität, insbesondere die kriegsversehrten und die nun wieder scheidenden Kameraden. Er betonte, daß sich unsere Universität in ihrem Einsatz für die Aufgaben unserer Zeit und in ihrer nationalen und sozialen Arbeit von keiner anderen deutschen Hochschule übertreffen lasse. Die Dozenten und Studenten hätten auch in dem verflossenen Semester ihre Pflicht in vollem Umfange getan und bei der Pflege der kameradschaftlichen Beziehungen immer in harmonischer und fruchtbarer Weise zusammengearbeitet. Mit herzlichen Dankesworten an unsere Kämpfer an der Front, die mit ihrem Einsatz auch den ungestörten Fortgang der wissenschaftlichen Arbeit in der Heimat schützen, schloß der Redner seine Ansprache. Anschließend brachte Oberspielleiter Mund vom Theater der Universitätsstadt Gießen eine Lesung „Der Tod fürs Vaterland" von Friedrich Hölderlin. Hierauf hörte man einen fesselnden Vortrag des Historikers unserer Universität Prof Or. Borries über das Themm „Dom Werden des deut» scheu R a t i o n a l st a a t e s". Der Name des Deutschen Reiches hat im Laufe der Jahrhunderte eine sehr ungleiche politische Wirklichkeit umschlossen. Aus dem großen Geschehen unserer Zeit ergibt sich für uns die Erkenntnis, daß die Begriffe „Reich" und „Nationalstaat" sich nicht einfach decken. Das Werden des deutschen Nationalstaates stellt nur einen Ausschnitt aus der Geschichte des Reiches dar, allerdings den wichtigsten, da ohne diesen machtpolitischen Kern das Reich nicht zu den großen Entscheidungen und Aufgaben der Gegenwart herangereist wäre. Auch heute ist das Reich mehr als eine in festen Grenzen absteckbare politische Wirklichkeit, es bedeutet darüber hinaus den aus der Idee einer nach der Mitte gravitierenden Ordnung abgeleiteten europäischen Führungsanspruch, der seine tiefste Berechtigung aus der Bereitschaft empfängt, das abendländische Kulturerbe gegen die Barbarei des Ostefis zu schützen. Schon hieraus ergibt sich, daß die Entstehung des deutschen Nationalstaates eine ganz eigene Note besitzt und mit der Bildung der westeuropäischen Nationalstaaten nicht ohne weiteres in Parallele gesetzt werden kann. Das Werden der deutschen Einheit erfolgte viel später und unter viel größeren Schwierigkeiten. Denn in Deutschland gab es zwei Groß- Für unser Gemeinschaftslager wird für sofort 1 Köchin und 1 Küchenhilfe gesucht. — Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. 01970 9a6er esterreich aus Deutschland auszuscheiden und dann doch wieder an sich zu ziehen, um das Bündnis der Mittelmächte von 1879 zum Eckpfeiler seiner europäischen Friedenspolitik zu machen. Seine Nachfolger waren aber ganz unfähig, die Komponenten dieser Politik zu übersehen; unter ihrer schwächlichen Führung glitt das Reich schließlich in die Katastrophe des ersten Weltkrieges, der in der unmöglichen europäischen Ordnung der Pariser Voror^- verträge von 1919 ausmündete. Die schweren Fehler dieses Systems wurden besonders an dem Beispiel der französischen Einkrei- sungSpolitik gegen Deutschland überzeugend dargelegt: sie vermochte die Schöufung des Großdeutschen Reiches durch Adolf Hitler Nicht zu verhindern. Um den Bestand und die Zukunft dieses Reiches — so schloß der Redner seinen Vortrag — kämpfen wir heute mühevoller als je zuvor, aber mit der unerschütterlichen Gewißheit des endgültigen Sieges, Front und Heimat eng verbunden im Geiste treuer, nie versagender Opferbereitschaft für das Vaterland. Heute Montag Erstanftührnng Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Jugend nicht zugelassen. 1019d Junggeselle 39 Jahre, 168 groß, kath., gutes Einkommen, wünscht nettes, charakterfestes Mädel, auch ohne Vermögen, kennenzulernen zwecks Heirat. StrengsteVerschwiegenheit zugesichert und verlangt. Zuschriften unt. 02023 an den Gießener Anzeiger erbeten. mit Cembalo und Stteichlnstrumenten: echte Volksmusik, vom Volke gesungene und „zersungene Lieber, die ersten drei von lyrisch-besinnlichem, dabei, übrigens überraschend unakademischem Charakter, die letzten mehr von jugendlicher Trinkfreudigkeit und Lebenslust beflügelt. Das studentische Chorlied war durch den Lredrrzyklus „Studentenfchmauß für fünfstimmigen gemischten Chor von H. Schein, dem genialen Vorgänger des Thomaskantors, ver* treten: diese Gesänge 'wirken auf den heutigen Hörer am ehesten als Studentenlieder; in der Reche der heiter beschwingten Chöre besticht vor, allem de? letzte („Ihr Brüder, lieben Brüder mein") durch seine kunstvolle Satztechnik. Den Beschluß bildete der kraftvoll feierliche Festgruß der Königsberger Studenten- schäft an Martin Opitz, ein echt barocker Panegyri- kus des dem Dichterkreise um Simon Dach nahestehenden H. Albert auf den Erneuerer her Leutchen Sprache, als dieser 1638 nach Königsberg kam. — Unter der Leitung von Musikdirektor Söllner, der am Cembalo, begleitend und führend, die Dorttagsfolge umsichtig und verständnisvoll betreute, machten sich das Städtische Kammerorchester und der Kammerchor (mit den Damen Bamberger, Boettcher, Keiner, Lange, Possinke, Schärtel und den Herren Burchard, Klein und Mayr) um eine stilgerechte instrumentale und gesangliche Wiedergabe verdient. Die Bariton Partie hatte Herr Drusch el, der mit schöner, kraftvoller Stimme und sehr frischem, lebendigem Vorträge vornehmlich den Liedern von Krieger und Albert zu unmittelbarer Wirkung verhalf. — Die Hörerschaft folgte merklich gefesselt und dankte mit lebhaftem Beifall. Hans Thynot. Rechtzeitige Abgabe der Steuererklärungen. Die Erklärungen für die Einkommensteuer, die Gewinnfeststellung, die Körperschaftssteuer und dre Umsatzsteuer 1942 und für die Gewerbesteuer 1943 müssen spätestens am 31. März 1943 abgegeben werden. Es liegt im eigenen Interesse jedes Steuerpflichtigen, daß er seine Steuererklärung rechtzeitig abgibt. Das Finanzamt kann einen Derspätungs- zuschlag bis zu 10 v. H. der Steuer erheben, wenn der Steuerpflichtige seine Steuererklärung verspätet ein gereicht hat. Vom Fußball. Wölfersheim — 1900 2:5. Mit diesem Spie! schlossen die Blau-Weißen die Meisterschvftsrunde 1942/43 ab. Trotz nicht gerade günstiger Bodenverhältnisse gab es einen verdienten Sieg. Maintz schaffte in der 15. Minute durch einen 'Strafstoß den erster; Treffer, der auch den Halbzeitstand ergab. Ebert und Köhlinger erhöhten auf 3:0, ehe die Gastgeber zum ersten Gegentreffer kamen. Durch Elfmeter erhöhte 1900 auf 4:1. Die Platzbesitzer verkürzten nochmals auf 4:2, doch Köh- linger stellte kurz von Schluß dos Resultat auf 5:2. V Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei hüuptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für daS Feuiüeton: Dr. Hans Thyriot; füc Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühls che Un-versitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigeüleiter: Hans Beck. Anzeigenvreisliste Nr. 6 [Stellenangebote] leise ürspnege* leigiiiie, iandern nur ZeuDnt»' abschristen dem Bewerbungsschreiben beilegen! - Lichtbilder «ndBewerbungsunte» lagen müssen zur Vermeidung von Verlust« auf der Rückseite Nomen und Anschrift des Bewerters tragen I MWlkesiM halbtägig oder stundenweise gesucht. [1012D Physikalisches Institut der Universität, Stevbanstr. 24. | Verkäufe | Gut erhaltener Memme» für RM. 45,— zu verkaufen. Schriftl. Angeb. unter 02014 an den Gieß. Anz. Biete e. Herrenmantel (40,-) od. Anzug (60,-) ob. Bettstelle (23,-). Suche einen • Dauer- oder Allesbrenner. Schr. Ang. unt. 02010 a.d.G.A. | Kaufgesuche | Suche: neuwert. Badeeinrichtnng f.Kohlefeuerung. Biete: neuwert., klangschön. 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