(95. Jahrgang Nr. (23 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter HeimatimBild-DieScholle Bezugsvreis: Monatlich , .RM.1.80 ZustellgebüSr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686Frankf./M. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 8rettag.28.Mai(945 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8V, Uhr desBormittags Anzeigen-Preiler Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffe! I AbschlüsseMengenstanelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/. mehr Anier Briten und Bolschewisten in Iran. Oie abenteuerliche Flucht eines beutschen Korrespondenten aus Teheran. III. 13 Monate auf der Flucht. Von Roman Gamotha, früherem EP.-Korrespondenten in Teheran. Sofia, im Mai. Nach meiner Flucht aus Tehe- es fcm€ Möglichkeit mehr, auf neutrales Gebiet zu entkommen. Alle N'ordprooinzen Und die an die Türkei angrenzenden Gebiete waren von den Sowjettruppen besetzt. 'Die Enalander stießen vom Irak her nach Norden durch x ^bwln prallten zum erstenmal die Interessen der^ Bolschewisten und der Engländer aufeinander memen monatelangen Pilgerfahrten bin ich saft täglich Zeuge der schweren Auseinandersetzungen zwischen Briten und Bolschewisten gewesen. Parallel damit giNg^die Spaltung der Bolksmeinunq in 3ran. Die Sowjets machten sich die soziale Notlage zunutze und wühlten die Massen auf. Das Hauptinteresse der Engländer galt der Sicherung der Staatsgewalt nach der Abdankung bet Schahs Der natürliche Widerstand der iranischen Bevölkerung gegen die fremden Eindringlinge, die Auf- lösung der Armee und der RegierungsexekuiiUe riefen Aufstand und Unruhen in ganz 3ran hervor, Oie bis 3um heutigen ,Tage andauern. Zahlreiche Banden durchziehen das Land. Entrechtete Bauern kämpfen gegen die Hamkaks, die von der Krone eingesetzten- Verwalter. Diese haben sich zu ihrem Schutz verstärkte Gendarmerie- und Militäradtei- lunaen organisiert. Auf meiner Flucht war ich bei den Bauern und bei Hamlaks zu Gast. Ueberall stieß ich auf Wider- .standswillen gegen die Bolschewisten und gegen die britischen Besatzungsstreilkräfte. Ich war nur Gast. Ich war auch Gefangener, und zwar dann, wenn man uns für englische Deserteure aber sowjetische Spitzel hielt. Ein Stammesscheich wollte mich hängen lassen, weil er in mir einen Sowjetagenten vermutete. Sobald ich mich mit deutschen Papieren auswies, würbe ich willkommen geheißen. Wir stießen mit sowjetischen Sonderkommandos zusam- men, die bas Landesinnere durchsuchten. Unsere persische Tarnung schützte uns dagegen, erkannt zu werden. Der Glaube an den Sieg Deutschlands war groß. Ein Gendarmeriebeamter erklärte mir, es sei seine Pflicht, mich an die Behörden auszuliefern. Er wollte gerne 100 OOO Rial verdienen. Es gelang mir, ihn zu überreden. Als Lohn forderte er fein Geld, sonders eine schriftliche Bescheinigung, die' er jedem deutschen Offizier vorlegen könne' Die Aussicht, mit den Deutschen gut zu stehen, war ihm wertvoller als Geld. Obwohl die größeren Städte Ansatzpunkte für eine kommunistische Agitation boten, verhielt sich das Land ablehnend gegenüber den Eindringlingen. Der Ankauf der gesamten Viehbestände für die sowjetische Kaukasus-Armee und die Beschlagnahme aller Reis-, Getreide-, und Futteroorräte rief ungeheure Erbitterung unter der armen Landbevölke- ung hervor. Es kam zu Aufständen. Getreidelager und Bäckereien wurden gestürmt. Die iranische Re- gierung ging mit schärfsten militärischen Maßnahmen gegen ihre eigenen Landsleute vor. Im kurdischen Gebiet gab es feine Staatsgewalt. Kurdische Bänden, die mit Waffen aus sowjetischen Beständen versehen waren, unternahmen Angriffe gegen Dörfer und Städte des an die Türkei grenzenden Gebietes. Don Rasaieh griffen die Unruhen auf das Gebiet ihn den Urmia-See auf iranisches und irakisches Gebiet über. Der größte Teil aller Dörfer bis nach dem persischen Aserbeidschan wurde von der Bevölkerung verlassen. Ich habe auf meinem Marsch nur noch verbrannte Häuser gesehen. Die Stabt Choi glich einem riesigen Heerlager von Flüchtlingen, die einem langsamen Hungertode entgegensahen. Völliges Chaos und Eiend waren die Folgen der Herrschaft der Bolschewisten und ihrer Verbündeten. z Nach 13 Monaten Flucht, 9 Kilometer von ber türkischen Grenze entfernt, schien in letzter Minute mein Unternehmen zu scheitern. Zwei Kurben, bie sich mir als Wegführer verdingt hatten, erwiesen sich als Verräter. Sie übergaben mich in einem einsamen Grenzdorf einem Scheich, der von den Sowjets gekauft war. In letzter Minute wurde ich von einem kurdischen Grenzscheich, ber von unserem Eintreffen gehört hatte, mit einer Schar be- wüffneter Männer befreit unb auf bas rettenbe türkische Gebiet geführt. Noch drei Monaten Internierung in ber Türkei erreichte ich bas gastliche Bulgarien. Ich bin Zwar nicht, wie von mir behauptet würbe, mit einer iranischen Prinzessin verheiratet, aber ohne die guten unv einflußreichen Freunde und ohne die Gastfreundschaft ber Iraner unb ohne die Sympathie unb Achtung des iranischen Volkes gegenüber Deutschlanb würbe ich heute nicht in Sicherheit sein. Ich würbe auch nicht bas Schicksal meiner beiden deutschen Berufskameraden in Teheran. Aderh 0 lt vom Deutschen Nachrichtenbüro, und Globig vom Deutschen Verlag, teilen, die jetzt h i n t e r S t a ch e l- draht in Australien sitzen. Der Steckbrief und der Kopfpreis lassen das mir zugeb achte Schicksal erkennen. Nur meinen iranischen Freunden verdanke ich es auch, baß mir der Genickschuß ber Bolschewisten erspart blieb. Das Beispiel der Esten. Von unserer Berliner Schriftleitung. Ohne Rücksicht auf das Schicksal ber europäischen Kultur haben Roosevelt und Churchill sich damit einverstanden erklärt, daß bie Bolschewisten im Falle eines Sieges ber Anti-Achsenmächte praktisch die Verfügungsgewalt über ganz Europa erhalten solsen. Auch die Verklausulierungen, die aus Gründen der Agitation an dieses Zugeständnis gehängt worden find, 'können nicht darüber Hinwegtäuschen, daß in diesem Falle Stalin in ber Sage wäre, seine Kommissare in allen europäischen Ländern nach freiem Ermessen schalten zu lassen. Die Bolschewisten sind sich mit den plutokratischen Drahtziehern darüber einig, daß in diesem Falle ein Vernichtungsfeldzug gegen die europäischen Völker geführt werden würde, der seinesgleichen in der Weltgeschichte nicht kennt. Daß dies keine leeren Vermutungen sind, wie die feindliche Agitation gern behauptet, sondern unmittelbar drohende Gefahren, das beweist nicht nur das Schicksal ber Völker, bie seit mehr als zwanzig Jahren unter der jüdischen Fremdherrschaft im Gebiete der Sowjetunion schmachten, das beweisen auch die furchtbaren Erfahrungen, die die Völker des Ost seegebietes während der kurzen Gastrolle Machen mußten, die die Bolschewisten dort gaben. Kürzlich haben drei Vertreter ber Universität Dorpat, Dr. phil Toomsee, Magister Einas und Magister Arens, das an den Peipusfee grenzende Sowjetgebiet bereift, um bie Kultur der östlich des Peipussees ansässigen Esten zu studieren. Sie haben einen Bericht erstattet, aus dem hervorgeht, daß in den Jahren 1937/38 alle estm'chen Männer aus dem Peipusgebiet von den Bosiche- toiften verhaftet unb verschleppt worden sind, so daß seit dieser Zeit die Feldarbeiten ausschließlich von Frauen verrichtet werden müssen. . Durch die Zentralstelle zur Erfassung- der verschleppten Esten.sind nunmehr die Personalien von etwa 60 000 dieser Unglücklichen festgestellt worden. Es wurden 1050 Esten verhört, die aus der Sowjetunion geflüchtet unb nach Estland zuruckge- kehrt sind. 'Sie konnten genauere Angaben über das Los von 5000 Verschleppten wachem Nach den Berichten der Heimgekehrten sind in Tscherbakul Kamischlowo und Swerdlowsk 7-d00 pon 35 000 dort befindlichen Esten g e.lt 0 r b e n. Die Lage per Verschleppten war in den kleineren Orten noch viel schlechter. So sind von einem Arbeitsbata,illon, das die Stärke von 600 Köpfen hatte, 'm Verlaufe von einem halben Jahr 400 qestarben. AK besonders groß wird auch die Zahl der Errrorenen ^Ich.l- dert So sind in einer Gruppe von 500 Verschlepp, ten auf dem Marsche nach dem Norden der Sonyet- union 300 erfroren. f „ - 1939 besetzten die Sowjets im Rahmen eines Bei- standspaktes Estland. Bis 1940 ->°N daß Europäertum Trabantendasein für fremde Mächte bedeutete, daß bie europäische Politik das Versuchsfeld für militärische unb diplomatische Abenteuer ber ganzen Welt, bie europäische ' Wirtschaft der Ramschntarkt für alles Ueberflüsstge ber anberen Kontinente, die europäische Kultur aber nichts weiter als ein Mufeurns- ge gen st and aus vergangener Zeit sei. Es war ein Zustand erreicht, in dem die europäischen Völker ohne jede Ausnahme vor einer unausweichlichen Entscheidung standen: vor dieser Entwicklung zu kapitulieren, die seit langem begonnen hatte und zur staatlichen Auflösung, zum wirtschaftlichen Ausverkauf und zu kultureller Mumifizierung führen mußte, ober in einem großen Prozeß ber Selbstbesinnung einen Ausweg aus dem Dschungel jahrhundertelanger kleinstaatlicher Verstrickung zu suchen und einen Ansatzpunkt neuer Belebung, eine europäisch-kontinentale-Idee zu sm- den. Bevor solche Ueberlegungen reifen konnten, haben dann die Ereignisse des Jahres \1938 und Der irakische Ministerpräsident in Frankfurt. Von Gauleiter und Heichsstatthalter Sprenger im Römer empfangen. NSG. Der irakische Ministerpräsident Raschid Ali El Gailani traf am Donnerstagoorrnittag in der Gauhauptstadt ein. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger entbot dem Ministerpräsidenten im Kurfürstenzimmer des Römers die Grüße des Gaues Hessen-Nassau. Am Empfang nahmen Vertreter von Partei, Staat unb Wehrmacht teil. Der Gauleiter begrüßte in herzlicher Weise die Gelegenheit, seiner Exzellenz hem irakischen Minisierpräsi- benten 1 einen Einblick in bie Arbeit ber in Frankfurt a. M. bobenftänbigen jubengegnerischen Institute vermitteln zu können. Außerdem lud der Gauleiter ben Ministerpräsibenten zu einer Besichtigung der Erfolge ber Meliorattons- und Sied- lungsarbetten ber hessischen Lanbesregierung ein. In seiner Begrüßungsansprache wies Gauleiter Sprenger barauf hin, daß in Frankfurt a. M. der Kamps gegen das Judentum, das ja auch der größte Feind des irakischen Volkes wie der ganzen arabischen Welt sei, frühzeitig ausgenommen worden sei. Es habe in Frankfurt eine Zeit gegeben, in der ein jüdischer Oberbürgermeister bie Geschicke dieser altehrwürdigen deutschen Stobt geleitet habe, und auch fast alle führenden Stellen ber Verwaltung, Wirtschaft unb Kultur in ben Hänben der Juden gewesen feien. Unter Führung des Nationalsozialismus hätten sich die völkischen Kräfte im Kampf gegen bas Judentum zu- sammengefunben unb eine gründliche Bereinigung herbeigeführt. Die Geschichte habe eindeutig ben Beweis erbracht, baß E n g l a n b , bas sich i Mädchen zu bekommen. Und weil sie schon bei ihrem Erscheinen dem Vater dort oben in der Dunkelheit rote ein Freudensternchen in das Herz leuchtete, bestimmte er, daß sie Stella, Stern, genannt werden sollte. Die fünf Brüder aber, die in Anwesenheit des Vaters die Erziehung und Betreuung der kleinen Schwester sehr energisch in die Hand nahmen, fanden Stella viel zu feierlich für dieses runde rosige Etwas, sie nannten es Mauseschwanz oder Mauserings, und schließlich wurde Mausi daraus, und dabei blieb es. Der Vater hörte in den Briefen der Buben nur von der Mausi. Mutti kommt mit ihrem Sternenkind gar nicht dagegen auf. ' Mausi ist ein zu wunderbares Geschöpf, Vater staunt immer, was sie nicht schon alles mit einem halben Jahr kann. Danach wird sie gewiß schon ganz fix und fertig, eine erwachsene junge Dame sein, wenn er in eynem Jahr auf Urlaub nach Hause kommt. Jetzt rutscht sie schon auf dem Teppich herum und richtet sich von selbst an einem der brüderlichen Beine auf und kann stehen. Wer ist stolzer darüber, der zehnjährige Walter oder Mausi selbst? Das ist schwer zu entscheiden. Mit einem Jahr kann Mausi gehen, und seitdem ist kein Halten mehr; sie kommt eines Tages die Treppe herunter, nicht freiwillig, durchaus nicht, sie rollt wie ein Knäuel in ihren Strickböschen von Stufe zu Stufe und landet im Hausflur. Glaubt ihr, daß sie geschrieen - hätte? Nein, gar nicht! Der Vater kann stolz auf sie sein, sie ist eine richtige Soldatentochter und quittiert den unsanften Abstieg mit einem erstaunten: „Bums". Im übrigen pflegt sie ihr Erscheinen mit einem zufriedenen: „Da—is" oder „Mau—da—is" anzukündigen. Wenn man dann gerade etwas Wichtiges zu tun hat, Strümpfe zu stopfen ober Schularbeiten zu machen, muß man sich hüten aufzusehen. Wer aufsieht, ist der Zauberin Mau—da—is verfallen. Wenn sie vor einem steht mit ihrem runden rotbackigen Gesicht, den Grübchen, dem roten Märllchen mit den weißen Zähnchen, den hellen Härchen, die wie Sonnenstrahlen schimmern, wirft man ganz gewiß die wichtigste Arbeit fort und nimmt Mausi in die Arme. Ja, wie wird denn der Vater, der so schon eine Schwäche für hübsche junge Damen hat, mit ihr fertig roerhen? Das muß er sich sehr da oben überlegen, wo er so viele häßliche alte Lappenweiber zu sehen bekommt! Er kaust der kleinen Tochter eines Tages ein rot- gefüttertes Käppchen aus Seehundsfell, sehr niedlich ist das, er hält es lange in der Hand und denkt daran, daß darin ein^Kopfchen mir Haaren, „wie Sonnenstrahlen" stecken soll, das Köpfchen seiner Mausi, die er noch nie gesehen hat. Er schnitzelt ihr eine Herde von Renntieren und einen kleinen Schlitten und fragt sich, ober er ihr das wohl bald wird bringen können, vielleicht zu Weihnachten, wenn sie zwei Jahre alt wird? Mausi, die unterdessen auf dem Schoß der Mutti am Schreibtisch sitzt, besieht sich oft ein großes Bild von einem Soldaten. Allmählich kennt fi^ es genau, sagt „Vatter" und zeigt mit ihrem Finger darauf: .„Dat, Vatter", das wird ein Begriff, aber es entsteht der Irrtum, daß jeder Soldat, den sie auf der Straße sieht, ihr „Vatter" ist, und das ist ihr auch nicht auszureden. Die meisten Soldaten haben ja auch aar nichts dagegen, von so einem niedlichen kleinen Mädchen, das ihnen in die Arme gelaufen kommt, „Vatter" genannt zu werden. Sie lachen nur sehr darüber, und Mutti muß dann auch lachen. Das alles erfährt der Vater da oben im Norden aus ihren Briefen. Eines Tages sitzt Mausi draußen auf der Verandatreppe. Es ist Sommer, unten blühen die Rittersporne, unter denen das kleine Mädchen wie in einem blauen Wald spazieren gehen kann. Mausi sitzt da, braun wie eine Haselnuß in ihrem roten Spielhöschen, sie hat ein großes Marmeladenbrot in der Hand und ißt sehr zierlich daran, nur ihre Nasenspitze hat einen großen Marmeladentupfer abbekommen. Ihre Augeni so blau wie der Rittersporn in der Sonne, sehen ahnungslos träumend in die Ferne. Da kommt jemand durch die Gartentüre, ein Soldat kommt, mit Sack und Pack beladen, ein riesengroßer, und kommt geradewegs auf Mausi zu.1 „Dat", sagt sie freundlich, „Vatter". Der nickt und setzt sich neben Mausi äuf die Treppe. Ueber diese Annäherung ist die junge Dame offenbar ein wenig erstaunt, sie sieht mit ihren ritterspornblauen Augen lange in das Gesicht des Soldaten. Er lächelt auf sie herab. „Gibst du mir ein Küßchen, Mausi?" fragt er sie und streichelt ihr seidenweiches Haar. Mausi zögert, aber sie läßt sich erweichen und stuppst ihm das Marmeladennäschen neben einem feuchten Küßchen ins Gesicht. In diesem Augenblick kommt Mutti auf die Veranda und mit ihr zwei der Buben, der Klaus und der Heini. Wie aber wird es Mausi, als sie die Mutti seligen Lautes aufschreien hort und sehen muß, wie die Mutti dem fremden „Daten" in die Arme sinkt, und was fehlt nur Klaus und Heini? Sie führen einen wilden Jndianertanz vor lauter Freude auf und reißen den Soldaten fast um. Ganz fassungslos aber ist Mausi, als schließlich dieser Soldat im Triumph in das Haus geleitet und von allen fünf Brüdern aus einmal umlagert wird, während Mutti überhaupt kein Auge mehr für ihr liebstes kleines Mousikind hat! Da steht es verlassen mit finsterem Gesicht auf der Schwelle des Zimmers und ist nicht zu bewegen, näher zu kommen. Einen „Vatter", einen „Daten" will sie offenbar nicht in der Intimität des Hauses haben; auf der Straße ist das ganz nett und auf dem Bild auf Muttis Schreibtisch, aber hier ... Und die tapfere Tochter, die nie brüllt, das Soldatenkind bekommt es mit der Angst, es sperrt das Mäulchen mit den Mausezähnchen weit auf, und nun geht es los: Wut, Entsetzen, Gekränktheit, alles ist in dem Gebrüll, das nun anhebt. „Ja aber Mausi, e6en warst du doch so lieb und hast mir ein Küßchen geschenkt?" fragt der Vater und streckt den Arm nach seiner Tochter aus. „Ach das war nur für den fremden Soldaten", lacht Mutter und holt Mausi, die nach manchem Schluchzen still wird und über die Schulter weg auf den Vater schielt. Der nimmt etwas aus der Tasche heraus. „Das ist ein Remitier", sagt er und stellt es auf den Tisch und noch eins und noch eins, eine ganze Herde und ein Schlitten mit Püppchen hinterher. „Alles für Mau?" kommt es nun zögernd über ihre Lippen, und es wird langsam näher gerückt, und bald sitzt sie auf Vaters Schoß. Und wie er sichs so oft geträumt hat, das Köpfchen mit dem Haar wie Sonnenstrahlen streift weich seine Wange, große blaue Augen heben den Blick.voll köstlichem Vertrauen in die seinen, und das Zueinandergehoren ist auf einmal da. Aus dem Sammelbegriff „Dat" und „Vatter" ist nun bewußt „Vati" geworden und eine ganze Welt von Liebe in dem Wort beschlossen. Mausi wird sogar der Mutti ein bißchen untreu, und von der Höhe des väterlichen Armes sieht sie stolz auf die fünf Brüder herab. Drei ganze Urlaubswochen werden so mit dem Vati verspielt und verlacht. Dem Glücklichen schlägt kxine Stunde, und der Mausi schon gar nicht, für sie gibt es nur eine ewige Seligkeit ... Und wenn sie abends todmüde ins Bettchen gelegt wird und nochmal schlaftrunken „Vati" gemurmelt hat, fängt das Spiel am nächsten Morgen von neuem an, sehr früh sogar schon, muß ich leider verraten. Dann, wenn der Vater gerade am schönsten schläft, kommt es patsch, patsch an sein Bett. „Da is ..." Wer denn? Ein kleiner Eisbär, hoch vom Norden? Das kalte Schnäuzchen eines Robbenkindes? Vater träumt noch vom Eismeer, an dem er Wacht hält, aber aus dem Traum weckt ihn die zärtliche Stimme: „Vati? Spielen?" Und das weiche weiße Bärchen kriecht in sein Bett hinein, und das Spielen geht los, und wenn Mausi müde wird, das Erzählen ... Aber eines Morgens, als Mausi angetappft kommt und an Vatis Bett steht, ist es leerkein Vati mehr da. Als er nachts mit Mantel und Tornister noch einmal an Mausis Bettchen stand, schlief sie so fest, lächelte nur ein wenig und steckte schmatzend den Daumen ins Mäulchen, vom Abschied ahnte sie nichts. Aber am nächsten Morgen sucht sie auf und ab im Haus, klingt ihr Sümmchen klagend: „Vati — Vati". Hat er sich wie so manchesmal versteckt? Sie sucht sogar unter seinem. Schreibtisch, „Vati?", und sieht in den Papierkorb. Als Mutti sie aber auf den Schoß nimmt und zu erklären versucht, daß der Vater fortgefahren ift kommt zum ersten Mal der Schotten eines Kummers in das nachdenkliche Gesichtchen. „Vati weg" Man muß es tragen in dieser harten Zeit, aber es ist schwer, wenigstens für die ersten beiden Tage, die im Kinderleben so viel bedeuten, wie zwei Jahre für Erwachsene. Einem aber, der in der Dunkelheit des Nordens Wache hält, funkelt tröstlich ein Sternchen am Himmel wie ein Gruß aus der Heimat. „Da is .. •" funkelt er, „Mau—da—is, Dati?" Xten Botschafters soll eine totale Aufhebung der Zollsperren Aschen beiden Ländern nicht vorgesehen sein. Er selber plädiere auf eine Dauer von zehn Jahren, wahrend chilenische Beamte für eine 40- bJ/hk ^^schastsvertrages eintreten, bcr..£e betber Lander ergänzen soll bei gegenseitiger Interessen", n^n 7^m n942 aum2i^ellhnicn Waren im Werte ^l^l0n^n Golbpesos ein und exportierte dafür Gegenwerte von rund 60 Millionen Goldpesos nach Argentinien. Roosevelt will Kanada besuchen. ■ S1 1 m ' 27‘ ®,aL (Guropapreß.) Nach «ner Meldung von „Stockholms Irbningen" aus DHama wird Roosevelt demnächst Kanada einen Besuch abstatten. Der kanadische Ministerpräsident Mackenzie King habe nach seiner Rückkehr au* Washington die Reise des nordamerikanischen Präsidenten angekundigt, aber hinzugefüat, daß der genaue Zeitpunkt noch md)t feststehe, da Roosevelt im Augenblick noch von anderen wichtigen Aufgaben m Anspruch genommen werde. ■ z Verschärfte polizeikontrolle in Teheran. . ?? 7 ° ° ,27 Mai. sEuropapreß.s In Teheran ver neue Militargouverneur Mohammed Hussein Abldi Pascha einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen. Darin weist er darauf hin, daß er Anlaß habe, die militärischen Maßnahmen zu verschärfen 'Er werde keine vom Ausland kommende Agitation dulden und gegen die Urheber schärfste Maßnahmen treffen. Er kündigte die Vorverlegung des Ausgehverbots von 22 Uhr auf 20 Uhr bis 6 Uhr an und verbietet das Zusammenstehen von mehr als drei Personen auf der Straße. Kleine politische Rachrichten. ...Der Führer hat dem König von Afghanistan an. läßlich des afghanischen Unabhängigkeitstages telegraphisch seine Glückwünsche übermittelt. * Am Mittwoch erschien die Protektoratsregierung beim ständigen Vertreter des Reichsprotektorats Staatssekretärs ---Gruppenführer Frank, um ihm einen zum ersten Jahrestag des Attentats auf ---Obergruppenführer Heydrich an das tschechische Volk gerichteten Regierungsaufruf zur Kenntnis zu bnngen. Staatssekretär Frank gab Erläuterungen zur politischen Entwicklung seit dem Tage des Attentats. Die gegenwärtigen und künftigen Aufgaben des Protektorats im Rahmen der totalen Kriegführung wurden gleichfalls eingehend erörtert. In Berlin hat eine Tagung des deutschen und bulgarischen Negierungsausschusses für die Wirtschaftsbeziehungen stattgefunden, bei der die gegenseitigen Lieferungen bis zum 1. Oktober 1943 sist- gelegt wurden., Außerd-em wurde vereinbart, daß die Ausfuhrpreise beider Länder keine Steigerungen erfahren sollen. * ' Konteradmiral Glaßford wird als persönlicher Vertreter Präsident Roosevelts im Rang eines Ministers nach Dakar gehen als Leiter der USA.-Mis- sion mit der Aufgabe „einer Koordination und Beaufsichtigung der nordamerikanischen Interessen Französisch-Westafrikas". Vertreter der britischen Interessen in Französisch-Westafrika ist Lord Swinton. AeueMitgüederdesVo'ksgenchtShofes Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsmini- sters der Justiz zu e h r e n ckrn t 1 i ch e n Mitgliedern des Volksgerichtshofes für die Kriegsdauer bestellt: Admiral 3. 23". von N 0 rdeck , Gauhauptstellenleiter I h m e l s , Gaustellenleiter K 0 h l 0 f f, Gauamtsleiter W a ch h 0 l z , Gauhauptstellenleiter Bartens, Ortsgruppenleiter Winter, Ortsgruppenleiter Vahlberg, Ortsgruppenleiter Kelch, Ortsgruppenleiter Friedrich, Kreisgeschäftsführex Bach, Kreisorganisationsleiter W e r n e ck e . Kreisorganisationsleiter Diestel, Kreisschulung leckes Brunner, Gebietsführer Dr. M 0 k a und Hauptbannführer K l e e b e r g, sämtlich in Berlin. Mozart-Preis für Historiker. Der Mozart-Preis der Jahann-Wolfgang-Goethe- Stiftung.wird in diesem Jahr durch die Reichsuniversität Graz an zwei verdiente Geschichtsforscher der Gaue Steiermark und Kärnten verliehen, an Prof. Dr. Hans P i r ch e g g e r, dessen dreibändige „Geschichte der Steiermark" ein grundlegendes Werk der Heimatforschung darstellt und an den Gaukonservator Martin Wuhte. Die Beschaffung von" !«• ohnraum. Letzte Fristen für die Meldepflicht. Aus der Statt Gießen. • Abschied Mein Rad hieß Hilde. „Hilde?" werden Sie fragen, „warum gerade Hilde? Außerdem ist das Rad doch sächlich/' So? Da muß ich Sie einiges wiederfragen. Also: heißt es nicht auch das Fräulein und wollen Sie etwa behaupten, das sei etwas Sächliches? Ich kann mir wenigstens nichts Weiblicheres vorstellen. Zweitens: Kann man einem solchen Geschöpf wie einem Rad vielleicht einen männlichen Namen geben? Ha, ha! Das ist ja geradezu zum Lachen! SReine Hilde war treu, geduldig, immer bereit und für mich da, schimpfte nie — sind das vielleicht Eigenschaften, die beim Manne zu finden sind? Also! Wenn ich mein Rad in irgendeiner Straße hinstellte, sagte ich: '„So, Hilde, nun warte schön, bis ich wiederkomme." Hilde lehnte sich ohne Widerspruch an den Zaun und wartete. Nur neulich einmal, in** einer einsamen Straße weit draußen, wo ich die Hausnummer erst suchen mußte und mich ein ganzes Stück von ihr entfernte, sah ich, als ich mich nach ihr umdrehte, daß Hilde sich auch nach mir umgedreht hatte und die Änkslangenarme sehnsüchtig nach mir ausstreckte. So rührend klein und verlassen stand sie da, daß ich am liebsten gleich 3U ihr zurückgelaUfen wäre. Wenn ich aber wiederum, bann sagte ich zu ihr: „Fein, Hilde, daß du 1° schon gewartet hast, nun geht's aber heim in den Stall." Wieviel lange und kurze Straßen, wieviel glatte und holperige haben wir zusammen befahren! Wie oft sind wir den Schiffenberger Weg hinuntergesaust, wenn der Gegenwind sang, und in uns fang es auch und golden und grün lag der Wald und die Wiesen vor uns und Gießen', die Stadt mit den ragenden Kirchtürmen und den blauen Bergen im Hintergrund. Und nun? Nun ist alles vorbei. Hilde kann nicht mehr mit mir fahren, denn — sie hat nichls mehr anzuziehen: ihr Mantel ist kaputt gegangen, und es gibt- leider noch keine Punktkarte' für ein Rad- fräulein. Deshalb heißt es nun: Abschied nehmen! Aber müssen wir uns nicht oft von etwas trennen, dem Gebot der Stunde folgend, was uns in langen Jahre lieb und wert und fast unenlbehrlich geworden ist? E.L.St. Lieder-Abend Ludwig Oruschel. Welch ein starkes Verlangen nach Gesangsmusik bei den Hörern vorhanden ist, bezeugte der überaus starke Besuch des Lieder-Abends von Ludwig Dru- I ch e l. Er hat sich mit seiner hiesigen Wirksamkeit eine große Anhängerschgft gewonnen, und wenn man während des Konzertes duf den Gesichtern der ein= -'.einen Hörer zu lesen verstand, so waren inneres Mitgehen und echte Begeisterung unverkennbar. Ludwig Druschels Liederoortrag findet seine Grundlagen vornehmlich im Gesanglich-Musikalischen. Sein in allen Lagen "gefügiges Organ ist ihm hier ein willfähriges Künbungsmittel. Mit dem sich öffnenden freiströmenden r-timmklang erschließt sich die Gefühlswelt des Liedes in Unmittelbarkeit und Natürlichkeit ohne Reflektion. So wie das Lied ursprünglich sich geben will, so wendet er sich mit ihm an den Hörer: ein frisches Aus-sich-Heraus- singen, ohne Ueberspitzung des Vortrags und frei von gewollter Hintergrundbeziehung. Dieser, seiner persönlichen Eigenart und seinem Typus entsprechenden Veranlagung gemäß trifft er seine Auswahl für die Vortragsfolge. Nicht das Fernabliegende, sondern das im Allgemeinempfinden Ruhende zieht er heran. JN-die Welt des Frühlingserlebens führte Druschel mit S ch u m a n n s „Frühlingsgruß" ein; hingebend, innig erfaßt, aus sich heraus sprechend. Damit war die Basis für den Gefühlsschwung der „Frühlingsnacht" gegeben. Als. ein Intermezzo von eigenem Reiz erstand Mozarts „Veilchen", und der Len- jesjubd fand seinen Höhepunkt in Hugo Wolfs „Er iftV'. Die zweite Gruppe, Liebeslieder von Franz Schubert, rpußle ebenso die wechselnde Gefühlslage in den allgemeinen Ausdruckskreis eiu,zubeziehen: der schlichte „Blumenbrief", das sehnsuchtsstarke „Die Liebe hat gelogen", das werbende Ständchen mit seiner schwingenden Linie und das quellende „Ich schnitt es gern in alle Rinden ein" mit dem 'weiten Entfaltungsbogen des Schlusses. Sinnige Heiterkeit war das Motto für weitere Gaben. Den seinen Humor in Beethovens „Der KuI" ließ Druschel durch das Erleben aus dem Szenischen heraus plastisch Gestalt gewinnen. Das bestätigte auch das „Vergebliche Ständchen" von NSG. Nach der Wohnraumlenkungsoerordnung vom 27. 2. 1943 obliegt den Gemeinden nunmehr die gerechte Verteilung freiwerdendcr oder neu zu schaffender Wehnungen an „bevorrechtigte"- oder „be- günstigte" Bewerber. Die Verordnung bestimmt im einzelnen, wer als „bevorrechtigt" oder „begünstigt" gilt. Die städtischen Wohnungsämter und die Bürger- gerrneisterämter geben weitere Auskunft. Um den Gemeinden möglichst viele Wohnungen neu zuführen zu können, hat der Gauleiter als Gau- wohnungskommissar eine Ueberprüfung der zweckentfremdeten Wohnungen ungeordnet, mit dem Ziel, eine möglichst große Zahl von Wohnungen, die heute von Verwaltung, Wirtschaft, Partei oder Wehrmacht belegt sind, für Wohnzwecke zurückzugewinnen. Die Meldetermine der Hauseigentümer (ober deren Verwalter) sind inzwischen abgelaufen; die Nachprüfung ist im Gange. Zu melden waren (wie mehrfach vekanntgemacht wurde> alle ursprünglich für Wohnzwecke bestimmten Räume, die heute anderweitig genutzt werden. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, daß auch solche Räume meldepflichtig sind, die schon vor langen Jahren ihrem ursprünglichen Zweck entfremdet wurden. Für die Meldepflicht ist es,unerheblich, ob der Betrieb läuft ober zur Zeit ruht, und ob er kriegswichtig iit usw. (Eine ehemalige Wohnung, in der sich heute eine Anwalts- ober Arztpraxis befindet, ist genau so meldepflichtig wie eine Wohnung, in der heute eine Näh-, Tanz- und Sprachschule oder dergleichen, ein Museüm, eine Versicherungsagentur odeq ein sonstiger Büro- oder Verwaltungsbetrieb untergebracht iit. Die Nachprüfung wird ergeben, ob die Beibehaltung der „Zweckentfremdung" vertretbar ist und genehmigt werden kann. Für zurückgewonnene Wohnungen werden nötigenfalls Ersatz'räume zur Verfügung gestellt. Wer infolge irrtümlicher Auslegung öer Bestimmungen die fristgemäße Meldung unterlassen hat, muß diese umgehend unter Darlegung der Gründe für die verspätete Meldung nachholen. Nach dem 1.6; 1943 wird der Gauwohnungskommissar von den Strafbestimmungen der Wöhnraumlen- kungsoerordnung Gebrauch machen. Dasselbe gilt für die Anmeldung von Doppelwohnungen, wofür die Frist ebenfalls ab- gelaufen ist. Meldepflichtig waren alle Wohnungen jeher Größe, die eine eigene Kochstelle besitzen, und die auch im Winter bewohnbar sind. Die Zahl Brahms mit den inneren Gegensätzlichkeiten der einzelnen Strophen. Neckisch in seiner Wortton-Anschaulichkeit war Hugo Wolfs „Mausfallensprüchlein". Robert Schumanns unvergängliches „Wanderlied" atmete Lebensmut und Lebenserwartung. Untermalend, den musikalischen Untergrund des Gesanglichen umreißend und Stütze gebend, wirkte Otto Zöllner am Flügel. Das Haus ließ sich zu stärkstem Beifall hinreißen. Dr. Hermann Hering. Vorkämpfer des völkischen Gedankens tagten in Gießen. Dieser Tage trafen sich zahlreiche Vorkämpfer des völkischen Gedankens in Oberhessen in unserer Stadt, um gemeinsam mit dem für kurze Zeit in Gießen weilenden alten Gefährten im Kampf gegen das Judentum, dem Ministerprä'sibenten a. D., Reichs- wanberfuhrer Professor Dr. Ferbinanb Werner (jetzt in Breslau) einige Stunden zu verleben. Die alten Antisemiten trafen sich im „Schipkapaß" und waren .nicht nur aus der Stadt Gießen, sondern auch aus zahlreichen Orten des Landkreises Gießen und der anderen oberheffifchen Kreise, zum Teil sogar aus dem Vogelsberg und aus der Wetterau, gekommen. Der langjährige Kampfgefährte, Postinspekior a. D. Lucas (Gießen), begrüßte die alten Kameraden, etwa 100 an der Zahl, und insbesondere Professor Werner mit herzlichen Worten und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die alten Mitstreiter wieder einmal in Gießen vereint seien. Dann wurde der seit der vorigen Zusammenkunft verstorbenen Kameraden gedacht und insbesondere das Andenken des am Tage der Zusammenkunft verstorbenen Kameraden Bauer Konrad H a n a ck (Watzenborn- Steinberg) geehrt, dem als Zeichen des treuen und dankbaren Gedenkens als letzter Gruß ein Kranz gewidmet wurde. Postinspektor Lucas rief in silberartiger Wohnungen ist nur gering. Die Inhaber derartiger Wohnungen werben demnächst gefragt werben, welche Wohnung als Haupt- und welche als Nebenwohnung angesehen wirb. Wenn nicht befon« bere kriegswichtige Gründe für die Beibehaltung einer zweiten Wohnung geltenb gemacht, werben können, muß erwartet werden, daß bie Abgabe oder Untervermietung ohne Anwendung behördlicher Zwangsmittel möglich ist. Weiterhin hat die Wohnraumlenkungsoerord- nung eine Meldepflicht für selbständige Wohnungen von Einzelpersonen vc r- !ügt. Auch diese Frist ist inzwischen abgelaufen. Nachzügler sind auch hierbei spätestens bis 1.6.43 straffrei. Meldepflichtig ist jede selbständige möblierte ober unmöblierte Wohnung, einerlei, ob sich Untermieter ober Untermieterfamilien darin befinden ober nicht. Es ist nicht beabsichtigt, kleine Wohnungen von Einzelpersonen in Anspruch zu nehmen. Von den all einft eh enden Inhaber n größerer Wohnungen dagegen muß erwartet werden, daß sie durch Aufnahme von Untermietern, insbesondere von Kleinfarni/ien und jungen Eheleuten, bie Wohnungsnot lindern helfen. Behördlicher Zwang soll auch hierbei möglichst vermieden werden. Sofern durch Neueinrichtung von Küchen oder Kochstellen, Einziehung von Wänden und sonstige kleine Umbauten Aufwendungen erforderlich sind, kann eine Reichsbeihilfe bis zu 75 v. H. der Kosten in Anspruch genommen werden. Anträge sind an die Gemeinde zu richten. Eine weitere Quelle für die Beschaffung neuer Wohnungen soll durch Um- und A u s b a u m a final) m e n i n Dachgeschossen usw. erschlossen werden. Hierzu gehören auch die Teilung von Groß- wohnungen und der Umbau von ungenügend genutzten gewerblichen Räumen, soweit diese sich mit geringem Aufwand zu. Wohnungen Herrichten lassen. Auch hierbei übernimmt das Reich bis zu 75 v. H. der Kosten. Anträge sind an die Gemeind: n zu richten. Zunächst werden nur solche Bauvorhaben genehmigt, die nicht auf bie Zuteilung von kontingentierten- Baumaterialien (Holz unb Eisen) angewiesen finb. Eine Verstärkung ber Um« und Ausbaumaßnahmen ist vorgesehen, sobald es der vordringliche Bedarf ber Rüstungswirtschaft an Arbeitskräften unb Material zuläßt. ner Einführungsansprache noch manches genieinfame Erleben im Kampf gegen das Judentum in unserer engeren Heimat in bie Erinnerung zurück. Dann sprach, von den Versammelten lebhaft.de- grüßt, Professor Dr. Ferdinand ® e r n e r ju seinen altbewährten Kameraden der antisemitischen Kampffront. Weiter sprachen noch der bekannte Landwirt Bommersheim (Langsdorf), Thomas Reu- t e r (Fechenheim) und noch manche andere antisemitische Kämpen aus dem gemeinsamen Marsch der früheren Jahre, die alle miteinander jene Zeit des politischen Kampfes vor dem geistigen Auge wieder lebendig werden ließen. Professor Dr. Stoecker (Marburg) berichtete sehr interessante Einzelheiten aus dem antifemiti» schen Kampf in Wien zur Zeit des früheren Wiener Bürgermeisters Dr. Lueger. Schmiedemeifter Ernst Döring aus Marburg machte u. a. die Mittet- lung, daß in Marburg eine Erinnerungsstätte an den hervorragenden Vorkämpfer ber antisemitischen Bewegung in Oberhessin. Dr. Otto Pöckel im Werden begriffen ist. Diese Erinnerungsstätte unb ein ebenfalls in Marburg befindliches „Dr.-Böckel- Archiv" soslen die (Erinnerung an diesen Mann wachhalten und vor allem darauf Hinweisen, daß Otto Böckel im Jahre 1887 als erster deutscher Antisemit in den Reichstag gewählt wurde. Die Erinnerungsstätte wird aus einer Vorhalle, einem Zimmer für die NSDAP., zwei. Zimmern für die (Erinnerung^, stücke an Otto Böcke! unb einem Schreib- und einem Arbeitszimmer bestehen unb nach Kriegsende feierlich ihrer Bestimmung übergeben werden können: das entsprechende wertvolle Material befindet sich bis dahin in guter Sicherheit. Die Stadt Berlin hat das Andenken des aufrechten Vorkämpfers gegen die Judenschaft dadurch feftgel) alten, daß sie einer Straße den Namen „Böckel-Straße" verliehen hat. Dr. Otto Böckel, bet in feiner Marburger Zeit und während seiner Tätigkeit in Oberhessen allenthalben die ländlichen Men- HMMöHÄnzMch Novelle von Theodor Storm 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Wieb war aufgestanden und hatte sich bescheiden an bie Tür gestellt; ihre Augen sahen angstvoll auf die beiden hin. Aber Hans Kirch saß wie ein totes Bild; sein jahrelang angefammelter Groll ließ ihn nicht los; denn erst jetzt, nach diesem Wiedersehen mit dem Heimgekehrten, war in der grauen Zukunft keine Hoffnung mehr für ihn. „Geht!" sagte er endlich, unb seine Stimme klang so hart wie früher, „mag er geheißen haben, wie er will, der diesmal unter meinem Dach geschlafen hat; mein Heinz hat schon vor siebzehn Jahren mich verlassen." * Für fremde-Augen mochte es immerhin den Anschein .haben, als ob Hans Kirch auch jetzt noch in gewohnter Weisi feinen mancherlei Geschäften nachgehe; in Wirklichkeit aber hatte er das Steuer mehr und mehr in bie Hanb des jüngeren Teilhabers ber Firma übergehen lassen; auch aus dem städrischen Kollegium war er, zur stillen-Befriedigung einiger ruheliebender Mitglieder, seit kurzer Zeit geschieden; es drängte ihn nicht mehr, in den Gang der kleinen Welt, welche sich um ihn her bewegte, einzugreifen. Seit wieder die ersten scharfen Frühlingslüste wehten, konnte man ihn oft auf ber Bank vor seinem Hause sitzen sehen, trotz seiner jetzt fast weiyen Haare als alter Schiffer ohne jede Kopfbedeckung. — Eines Morgens kam ein noch weißerer Mann die Straße hier herab und fetzte sich, nachdem er nähergetreten mar, ohne weiteres an seine ^eite. Es war ein früherer Oekonom des Armenhauses, mit örm er als Stadtverordneter einst manches zu verhandeln gehabt hatte; btr Mann war spater in gleicher Stellung an einen anderen Ort gekommen, etzt aber zurückgekehrt, um hier in seiner Voter- tabt seinen Alterspfennig zu- verzehren. Es schien ihn nicht zu stören, daß das Antlitz semes früheren Vorgesetzten ihn keineswegs willkommen hreß; er wollte ja nur plaudern, und er tat es um Jo reichlicher, je weniger er unterbrochen wurde; und eben jetzt geriet er an einen Stoff, der unerschöpflicher als jeder andere schien. 5)ans Kirch hatte Unglück mit den Leuten, die noch weißer als er selber waren; wo sie von Heinz sprechen sollten, da sprachen sie von sich selber, uüd wo sie von allem andern sprechen konnten, da sprachen sie von Heinz. Er wurde unruhig und suchte mit schroffen Worten abzuwehren; aber der geschwätzige Greis schien nichts davon zu merken. „Ja, ja; du mein lieber Herrgott!" fuhr er fort, behaglich in seinem Redestrom weiter schwimmend, „der Hasselfritze und der Heinz, wenn ich an die beiden Jungen denke, wie sie sich einmal die großen Anker in die Arme brannten! Ihr H?inz, ich hörte wohl, der mußte vor dem Doktor liegen; den Hasselfritze aber hab' ich selber mit dem Hassristock kuriert." Er lachte ganz vergnüglich über fein munteres Wortspiel; Hans Kirch aber war plötzlich aufgestanden unb sah mit offenem Munde gar grimmig auf ihn herab. „Wenn Er wieder schwatzen will, Fritz Peters", sagte er, »Jo suche Er sich eine andere Bank; da drüben bei dem jungen Doktor steht just eine nagelneue!" Er war ins Haus gegangen unb wanderte in seinem Zimmer hin und wider; immer tiefer sank sein Kops zur Brust hinab, bann aber erhob er ihn allmählich wieder. Was hatte er denn eigentlich vorhin erfahren? Daß der Hasselfritze ebenfalls das Ankerzeichen hätte haben müssen? Was war's denn weiter? — Welchen Gast er von einem Sonntag bis zum andern ober ein paar Tage noch länger bei sich beherbergt hatte, darüber brauchte ihn fein anderer aufzuklären. Und auch dieser Tag ging vorüber, und die dann kamen, nahmen ihren gleichmäßigen Verlauf. — Im Oberhause wurde ein Kind geboren; ber Großvater frug, ob es ein Junge sei; es mar ein Mädchen, und er sprach bann nicht mehr darüber.- Aber was hätte es ihm auch geholfen, wenn es ein künftiger Christian ober günstigenfalls ein Hans Martens gewesen wäre! Nur die Unruhe, die jetzt oft nächtens über feinem Kopfe in dem Schlafzimmer des jungen Paares herrschte, störte ihn. Eines Abends, da es schon Herbst geworden — es jährte sich gerade mit der Abreise seines Sohnes —. war Hans Kirch wie gewöhnlich mit dem Schlage zehn, in seine nach der Hofseite belegene Schlaf- fammer getreten. Es war die Zeit der Aeguinoktial- ftürme, und hier«hinaus hörte man die ganze Gewalt des Wetters; bald heulte es in den obersten Luftschichten, bald fuhr es herab und tobte gegen bie kleinen Fensterscheiben. Hans Kirch hatte, seine silberne Taschenuhr hervorgezogen, um sie, wie jeden Abend, aufzuziehen; aber er stand noch immer mit dem Schlüssel in ber Hand, hinaushorchenb in die wilde Nacht. Das Balken- und Sparrenwerk bes neuen Daches krachte, als ob es aus den Fugen solle; aber er härteres nicht; seine Gedanken fuhren draußen mit dem Sturm. „Südsüdwest!" murmelte er vor sich hin, während er den Uhrschlüssil in die Tasche steckte und die Uhr unaufgezogen über seinem Bette an den Haken hing. — Wer setzt auf See war, hatte keine Zeit zum Schlafen; aber er war ja seit lange nicht mehr auf See; er wollte schlafen, wie er es bei manchem Sturm hier schon getan hatte; die Stürme tarnen ja allemal im Aeguinoktium, er hatte sie so manches Mal gehört. Aber es mußte heute noch etwas anderes dabei fein; Stunden waren schon vergangen, und noch immer lag er wach in seinen Kissen. Ihm war, als könne er Hunderte von Meilen weit hinaushorchen nach einem klippenvollen Küstenwasser des Mittelländischen Meeres, das er in feiner Jugend als Matrose einst befahren hatte; und als endlich ihm die Augen zugefallen waren, riß er gleich darauf mit Gewalt-sich wieder empor; denn gayz deutlich hatte er ein Schiff gesehen, ein Voll schiff mit gebrochenen Masten, das von turmhohen Wellen auf unb ab geschleudert mürbe. Er suchte sich völlig zu ermuntern, aber wieder drückte es ihm die Augen zu, unb wiederum erkannte er bas Schiff; beutliif) sah er zwischen Bugspriet-^ und Vorbersteoen-^ bie Gallion'«, eine weiße, mächtige Fortuna, halb in ber schäumenden Flut versinken, bald wieder stolz emportauchen, als ob sie Schiff und Mannschaft über Wasser halten wolle. Dann plötzlich hörte er einen Krach; er fuhr jäh empor und sand sich aufrecht in seinem Bette sitzend. Alles um ihn her war still, er hörte nichts; er 24 Der Mast am Vorderteil des Schiffes. — 25 Steven ist der Schiffsschnabel. — Der Ausbau am Vorderteil des Schiffes, oft mit Figuren verziert. wollte sich besinnen, ob es nicht eben vorher noch laut gestürmt habe; da überfiel es ihn, als sei er nicht allein in seiner Kammer; er stützte beide Hände auf die Bettkanten und riß weit die Augen auf. Und — da war cs, dort in der Ecke stand fein Heinz; bas Gesicht sah er nicht, denn ber Kopf war gesenkt, unb bie Haare, die von Wasser trieften, hingen über bie Stirn herab; aber er erkannte ihn bennoch — woran, das wußte er nicht und frug er sich auch nicht. Auch von den Kleidern und von b?n herab- hängenden Armen troff das Wässer; es floß immer mehr herab und bildete einen breiten Strom nach seinem Bette zu. Hans Kirch wollte rufen, aber er saß wie gelähmt mit seinen aufgcstemmten Armen; endlich brach ein lauter Schrei aus seiner Brust, unb gleich darauf auch hörte er es über sich in ber Schlafkammcr der jungen Leute poltern, und auch den Sturm hörte er wieder, wie er grimmig an den Pfosten seines Hauses rüttelte. Als bald danach sein Sck)wiegersohn mit Licht her. eintrat, fand dieser ihn in seinen Kissen zusammen- gesunken. „Wir hörten Euch schreien", frug er, „was ist Euch, Vater?" Der Alte sah starr nach jener Ecke. „Er ist tot", sagte er, „weit von hier." „Wer ist tot, Vater? Wen meint Ihr! Meint Ihr Eueren Heinz?" Der Alte nickte. „Das Wasser", sagte er; „geh da fort, du stehst ja mitten in dem Wasser!" Der Jüngere fuhr mit dem Lichte gegen den Fuß. buben: „Hier ist kein Wasser, Vater, Ihr habt nur schwer geträumt." „Du bist kein Seemann, Christian; was weißt du baoon!" sagte ber Alte heftig. „Aber ich weiß es, so kommen unsere Toten." „Soll ich Euch" Lina schicken, Vater?" frug Christian Martens wieder. „Nein, nein, sie soll bei ihrem Kinde bltiben; gch nur, laß mich allein!" Der Schwiegersohn war mit dem Lichte fortgegangen, und Hans Kirch saß im Dunkeln wieder aufrecht in feinem Bette; er streckte zitternd die Arme nach jener Ecke, wo eben noch sein Heinz gestanden hatte; er wollte ihn noch einmal sehen, aber er sah vergebens in undurchdringliche Finsternis. (Schluß folgt.) Von der jährlichen Leistungsprüfung. Oer Reichssportwettkampf der Hitler-Zugenö. 91^(3. Das Bekenntnis zur körperlichen Leistung und zur (Gesunderhaltung ist zu einem der wichtigsten Bestandteile im Leben und in der Arbeit der Hitler-Jugend geworden. Das Ziel dieser Leibesertüchtigung liegt in ihrer Breitenarbeit. Durch die Leibesübungen und die Wehrertüchtiguna darf nicht nur ein kleiner Teil der Fähnlein und Gefolgschaften, der Gruppen und Jungmädelgruppen erfaßt werden. Vielmehr müssen jeder Junge und jedes Mädel zu den körperlichen Hebungen und zum Sport auf die einfachste Weise geführt werden, bis sich auf dieser Basis auch Spitzenleistungen entwickeln. Im Kriege fällt der Leibeserziehung eine noch größere Ausgabe zu, als sie schon in den daoor- liegenden Jahren bestand. Soll doch jetzt der Front Jahr für Jahr ein gestählter und leistungstüchtiger Nachwuchs zugeführt werden, während die schaffende Jugend, und hier' besonders die Mädel, einen Ausgleich und eine Erholung für ihre intensive Anspannung im Betrieb erhalten. Bei den Zehn- bis Vierzehnjährigen wird dagegen durch die Sportarbeit die Entwicklung des Organismus und aller Anlagen weitgehend gefördert. Die alljährliche große Leistungsprüfung in der Körperertüchtigung ist der Reichssportwettkampf, einem Olympia der ganzen deutschen Jugend vergleichbar. Jeder Junge und jedes Mädel sind zur Teilnahme an den Veranstaltungen verpflichtet, die im kleinsten Dorf wie in der größten Stadt durchgeführt werden. Dabei spielt der Mangel an Geräten und guten Sportplatzanlagen, fehlendem Turnzeug und Schuhen nicht selten eine erschwerende Rolle, aber allen Schwierigkeiten zum Trotz wird der Wettkampf jedes Jahr mit größerem Erfolg beendet. Das Ziel für den Einzelkämpfer ijt die Siegernadeli Jeder will die 180 Punkte erreichen, die zu ihrer Verleihung berechtigen. Das Ziel der Mannschaft ist es, beste Einheit des , Bannes und später des Gebietes zu werden. Die Uebunaen erstrecken sich auf 60-, 75= und 100-Meter- Lauf, Weitsprung und Schlagball bzw. Keulenweitwurf. 'Gin wohldurchdachtes Punktsystem gewährleistet eine einheitliche und zuverlässige Beurteilung. Diese drei einfachen Leistungsprüfungen Hilden gewissermaßen eine Grundlage für die weiteraufbauende Körperertüchtigungsarbeit. Wer diese drei Hebungen besteht, wird sich bemühen, - auch ipi Schwimmen, Marschieren, Geräteturnen oder in der Wehrertüchtigung seinen Mann zu stehen. Darum will die Hitler-Jugend auch in diesem Jahr ihren Reichssportwettkampf zu einer machtvollen'Kundgehung ihres Willens zur Leistung und zur Gesundung gestalten. Wie kürzlich bereits berichtet wurde, herrschen in allen Standorten des Gebietes. Hessen-Nassau lebhafte Vorbereitungen, um "die organisatorischen Voraussetzungen für die Abwicklung der Kämpfe zu schaffen. Jungvolk und Jungmädel werden ihre Wettkämpfe am Samstag durchführen, während HI., BDM, und BDM.-Werk am Sonntag starten. Der Reichssportwettkampf der TNädel und 3ung- mädel des Ringes 1/116 Giehen-Stadl wird auf dem Universitäts-Sportplatz durchgeführt. Die Jungmädelgruppen müssen am Samstag, 29.5., zu folgenden Zeiten auf dem Sportplatz sein: JM.-Gruppe 1/116 und 2/116 8 Hhr, IM.-Gruppe 3/116 9.15 Hhr, JM.-Gruppe 4/116 10 Hhr, JM.-Gruppe 5/116 10.45 Hhr, JM.-Gruppe 20/116 11.30 Hhr. Verantwortliche Leitung: JM.- Ringführerin Margrll Faber. Die Mädeleinheiten treten am S o n n t a g, 30. 5., zum Wettkampf an, und zwar: Mädelgruppe 1/116 und 2/116 8 Hhr, Mädelgruppe 3/116 und 4/116 9 Hhr, Mädelgruppe 5/116 und 20/116 10 Hhr. Der gesamte BDM.-Ring rnp 11 Hhr. Verantwortliche Leitung: Bannfachwartin Lotte Keßler. Bei ausgesprochenem Regenwetter wird der Reichssportwettkampf um acht Tage verschoben. Für alle,Jungryädel ist dann am 29. 5. .Schule. Schulfrei am Samstag. Zur.Durchführung der Reichssportwettkämpfe hat der Reichserziehungsminister bestimmt, daß am Samstag der Schulunterricht ausfällt. scheu m'ckriß und eine starke Anhängerschaft unter der bäuerlichen Bevölkerung besaß, ist nunmehr 20 Jahre tot. \ Bilder aus der neuen Wochenschau. Die neue Deutsche Wochenschau bringt wieder Aufnahmen vom Kampf um den Kuban-Brückenkopf. Aus einem Hafen am Schwarzen Meer laufen deutsche und italienische Schnellboote zu einem Vorstoß gegen die Stützpunkte der Sowjets an der Kaukasusküste aus. Auch unsere Batterien zu Lande greifen in den Kampf ein.. Andere eindrucksvolle Aufnahmen aus diesem Kampfraum zeigen, daß der Einsatz unserer Stukas hier von entscheidender Bedeutung ist. Tag und Nacht stürzen sich die Geschwader auf die Bunkerlinien und Nachschubstraßen des Feindes. An der Wolchow-Front stehen nod) immer weite Gebiete unter Wasser. Kähne und D-loßsäcke vermitteln den .Verkehr zwischen den einzelnen Stützpunkten. Vor manchen Bunkerstellungen sind richtige „Umschlaghäfen" entstanden. Zu einem Geschütz, das auf starker Bohlenunterlage eingebaut ist, können die Kanoniere nur über schmale Planken gelangen. Durch den tiefen Morast der vorderen Gräben müssen sich unsere Landser mit Gummistiefeln mühsam ihren Weg bahnen. Vorn, im Schlamm und Morast der Hauptkampflinie, wird jede Bewegung in den sowjetischen Stellungen scharf beobachtet. Die Wolchow-Front ist eines der schwierigsten Kampfgelände dieses Krieges. Im höchsten Norden der Ostfront ist nach langer Polarnacht endlich der Frühling eingekehrt. Die Bilder der Wochenschau lassen uns die Freude miterleben, mit der unsere Soldaten jetzt ihr'' Hnter- ftänbe schmücken, die Blockhäuser frisch bema > oder wieder einmal ihre Wäsche in fließendem Wasser spülen. Ein Bericht aus den rückwärtigen Gebieten führt uns in eine große Reparaturwerkstatt für landwirt- schaftkiche Maschinen und Geräte. Von dort geht es mit den Pflügen hinaus zur Feldbestellung. Auch große Gemüsegärtnereien werden angelegt. Ihre Treibhäuser brachten bereits die erste Ernte. In den einleitenden Bildern begleiten wir Stoßtruppkämpfer von der Ostfront auf ihren Spaziergängen durch Würzburg und auf einer Dampferfahrt über die Havelfeen bei Potsdam, wo sie in frohen Urlaubstagen Erholung sanden. L. Derdunkelungszeil: 28. Mai von 22.29 bis 4.39 Hhr. Gewohnheitsverbrecher zum Tode verurteil'. Der Uliffäfer erhielt drei Jahre Zuchthaus. Lpd. Darmstadt, 27«, Mai. Sechzehn Vorstrafen, vorwiegend wegen Diebstahls, aber auch solche wegen Fahnenflucht, Hehlerei, Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung kennzeichnen die Entwicklung des 50jährigen Gelegenheitsarbeiters Richard Schönemann aus Berlin, der infolge dieser vielfachen Straftaten fast die Hälfte seines Lebens hinter Gefängnis- und Zuchthausmauern verbrachte. Einem unuerbefserlichen' Hang zur Auflehnung gegen die Strafordnung folgend, durchlief er den Weg vom Gelegpnheitsdieb zum Berufsverbrecher und schließlich zum gefährlichen Gewohnheitsverbrecher. Er befand sich zuletzt in Sicherungsverwahrung und entwich unter Ausnutzung einer nächtlichen Gelegenheit im Februar dieses Jahres gemeinsam mit dem 38jährigen Zuchthausgefangenen Ernst Schwenke aus Düffeldorf- Gerrersheim aus der Strafanstalt. Beide begingen in der Folgezeit auf der Flucht sofort neue Verbrechen durch die Mitnahme von Kleidern und Werkzeugen aus dem Zuchthaus, durch Einbruchs- und Einsteigediebstähle in einem Schießstand und einem Jagdhaus sowie durch Fahrrad- und Geflügeldieb- stähle in Leih.gestern bei Gießen. Die weiteren Pläne der Rückfallverbrecher scheiterten schon nach zwei Tagen an der Aufmerksamkeit eines Polizeibeamten, der die Ausbrecher in Gießen fest- zunehmen vermochte. Das Sondergericht in Darmstadt verurteilte Schönemann, der nicht nur durch seine Verbrecherlaufbahn, sondern auch durch drei ^frühere Gefängnisausbrüche sich in hartnäckiger und unverbesserlicher Weise xbem Strafzweck zeitlicher Freiheitsstrafen verschloß, nunmehr als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte, den zwar auch vorbestraften, aber durch feine sonstige Lebensführung und die Tatmotive' erheblich geringer belasteten Schwenke zu drei Jahren Zuchthaus und dreijährigem Ehrverlust. | Landkreis Gießen. s. Lang-Göns, 28. Mai. Äm 29. Mai bei gehen unsere Mitbürger Richard Bischoff un8 seine Frau Helene, geb. Henn, das Fest der f U* bernen Hochzeit. Dem Jubelpaar herzliche Glückwünsche. Um den Aufstieg zur Fußball-Gauklaff» Luftwaffensportverein Gießen gegen VfB. 1900 Offenbach 1:1 (1:1). Das letzte Aufstiegsspiel in der Gruppe 2 zwischen dem Luftwaffensportverein Gießen und dem DfA 1900, das am Sonntag auf dem Waldsportplatz dej VfB.-R. Gießen zum Austrag kam, gestaltete sich $u; einem spannenden Kampf. Offenbach beginnt das Spitz! sehr schnell und oert sucht, wie im Vorspiel, den Gegner gleich in bec ersten Spielzeit aus der Fassung zu bringen. Nach dem Anstoß wird der Ball von der Hintermannschaft des LSV. gut nach vorn gegeben, und es ficht fü« Offenbach äußerst gefährlich aus. Knapp über das' Tor geht der Bach und damit ist für Offenbach eigent« lich der gefährlichste Spielmoment, der die Entscheidung hätte bringen können, gut vorübergegangen. Der LSV. versucht immer wieder, das Spiel möglichst flach zu halten, aber Offenbach nimmt diese Spielform nicht an und drängt mit kräftigen Angriffen zur Entscheidung. Dadurch gelingt es, die ^SV.- Mannschaft für etwa 20 Minuten vollkommen in die Verteidigung zu drängen. Es dauert geraume Zeit, bis sich die Mannschaft wieder gefunden hat. Alle Mannschaftsteile setzen sich gut ein und dadurch kann das Spiel wieder offener gestaltet werden. Die Hintermannschaft arbeitet, gute Angriffsmöglichkeiten für den Sturm heraus. Im Sturm wird vorerst noch viel zu zaghaft gespielt. Nach einem sehr erfolgreich aussehenden Angriff, der ein Tor verdient hatte, schlägt ein Verteidiger von Offenbach den Ball weit ins Spielfeld, wo er von einem Stürmer dem Halbrechten Gruber vorgelegt wird. In klarer Abseitsstellung nimmt er den Ball auf, und so fällt das erste Tor für Offenbach. Die Abseitsentscheidung des Linienrichters nimmt der Schiedsrichter nicht an und. zeigt auf den Mittelpunkt. Man mußte an« nehmen, daß Offenbach nunmehr das Spielgeschehen in die Hand nehmen würde. Dazu kommt es jedoch nicht. Im Gegenteil, die VSV.-Mannschaft wird dauernd besser und erzielt aus einem Gedränge heraus das Ausgleichstor. Beim Stand von 1:1 werden die Seiten gewechselt. Der Druck des LSV. hält auch in der zweiten Spielhälfte an, ohne jedoch den gewünschten Erfolg zu bringen. Auf beiden Seiten bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, das entscheidende Tor zu erzielen. Noch recht spannende Augenblicke treten auf, aber vor dem Tor fehlt es an der nötigen Entschlossenheit. Am Ergebnis ändert sich nichts mehr, und Offenbach hat mit diesem Unentschieden die Spitze in der Gruppe 2 erreicht. HauptjchriftleUer: Dr.Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS HauptschriftlelterS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik tthb Bilder: Dr. Fr. SB. Lange f für vas Feuilleton: Dr. Han« Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschehr. Druck und Verlag: Brithlsche Univcrsttätsdruckerei R. Lange K.G. Borlagsleiter: Dr.-Jna. Erich Hamann, #. Z. Wehrmacht. Anzeigenleiter: Hans Beck. — Anzeigenpreisliste Nr. 6. 03517/ Ihre Vermählung zeigen an Franz Bette Anny Bette, geb. Schmidt sucht. [03510 1632 D EiMolmMiseto herzlichen Dank. Familie Ludwig Weift. Großen-Linden, den 25. Mai 1943. 03457 abzugeben'. 1630D Fürst!. Oberförsterei Lieb. ■< Gießen, im Mai 1948 Lollar, den 24. Mai 1943. 1622 D Junker, Vereinsleiter. 163ßD Rödgen, deh 25. Mai 1913. 03440 aenSidol Werken Martha Freitag Heinz Grohmann Für die zu unserer Verlobung erwiesenenAufmerksamkeiten danken wir herzlichst Gießen, den 29. Mai 1943 Neustadt 45 Wie entdeckt man undichte • Stellen an Herd und Ofen? CAItL HAMEL & CO. FRANKFURT-«. 9 - Schöne,a.Stadt- ranbgeb. geleg. 2 - Zimmer- Wohnung geg. gleiche ob. größere zu tauschen ges. [03413 Baum, Gleib. Weg 95. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Germer am Grabe unserer lieben Entschlafenen Frau Margarete Weift, geb. Schmidt Meine liebe, herzensgute Frau und immer treusorgende Mutter, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Gote Frau Lina Zulauf, geb.Böcher ist am 26. Mai 1948 im Alter von 48 Jahren, nach kurzer, schwerer Krankheit, unserem am 10. August 1942. gefallenen Sohn und Bruder in die Ewigkeit nachgcfolgt. In tiefer Trauer: Karl Zulauf Unteroffizier K. Zulauf, z. Z. im Felde Familie Ludwig Bocher und alle Angehörigen. Gießen, den 27. Mai 1943. Die Beerdigung findet äm Samstag, 29. Mai, um 11.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 03500 Helle W z. kaufen gesucht. Schr. Ang. mit. 03438 a.d.G.A. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieb. Entschlafenen Karl Hahn I. sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Bönning. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Hahn nebst allen Angehörigen. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe, herzensgute, treubesorgte Mutter und Schwiegermutter, unsere gute Groß- J mutter, Schwester, Schwägerin, Gote u. Tante Frau Elise Peter Wwe., geb. Albach nach einem arbeitsreichen Leben, im 63. Lebensjahre, zu sich in die Ewigkeit abzjurufen. In tiefem Schmerz: Philipp Schneider, z. Z. im Osten, u. Frau, geb. Peter Karl Peter und Frau, geb. Schlapp Ludwig Peter, z. Z. im Osten, und Frau, geb. Debus Ludwig Schomber, z.Z. im Osten, u. Frau, geb. Peter Wilhelm Peter,z.Z.im Osten. Reiskirchen, im Felde, den 27.. Mai 1943. Die Beerdigung findet am Samstag, 29. Mai, nachmittags 2 Uhr statt. 03511 Tausche ein Paar gute Reitstiefel Größe 43 gegen Grove 41 y2/42. Schr. Ang. unt. 03493 a.d.G.A. Denk jetzt im Sommer . schon an den Winter! Ihre Kriegstrauung geben bekannt Franz Beck Obergefreiter Johanna Beck, geb. Peter Wo beim Herd oder Ofen Nebenluft eindringt, do wird der Brennstoff verschwendet bis zum doppelten Verbrauch an Heizmaterial! Darum: Aufgepaßt und nachgesehen I Es ist ganz einfach: Mit einer brennenden Kerzp odereinem brennenden Streichholz fahren wir an Herd und Ofen überall entlang, wo Kacheln Zusammenstößen, an den Türen und luftklappen, über Herdplatte und Herdringe! Wo die Flamme dabei zum Herd oder Ofen hingezogen wird, da heißt das: „Achtung! Nebenluft!" Vieles können wir dann gleich selbst mit Ofenkitt, Lehm oder Schamotte verschmieren — anderes kann nur der Fachmann in Ordnung bringen. Aber: gemacht muß es z in jedem Falle werden! Beim Herd möglichst sofort — beim Ofen vor dem Winter. Durum: Bald diese einfache Prüfung vornehmen! Sonst lacht zwar „Kohlenklau** — aber wir verbrauchen zuviel Brennstoff, statt sparsam zu kochen und es später schön warm zu haben! Wer jetzt sich etwas Mühe macht im Winter über diesen Statt besonderer Anzeige. Gestern abend entschlief nach langem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vatet u.Bruder Facharzt Dr. med. Hermann Storck Stabsarzt d. L. z. V. Inhaber des E. K. II u. a. Orden 1914. Hedwig Storck, geb. Waldeck Joachim Storck und Frau Lieselotte, geb. Erler Leo W. Kleine und Frau Anne, geb. Bauer, u. Kinder Günter, Gerhard und Werner \ Martha Bernhard, gab. Storck. Gießen (Lahn), den 26. Mai 1943. Horst-Wessel-Wall 1. Im Felde-München, Ybbs(Donau), Steinheim a. Main, St. Goar a. Rh. Auf Wunsch des Entschlafenen erfolgt die Einäscherung in der Stille. Wie. ttcugdroce»» ist Ihnen zumute, wenn Sie Ihren Füijen eine wirkliche PHege angedeihen lassen. Hühneraugen und Hornhaut beseitigt zuverlässig die bewährte^ ■Gießen, 29. Mai 1948 1637 D/ All denen, die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen Frau Berta Werner so hilfreich zur Seite standen und aufrichtige Teilnahme bewiesen, sowie für das liebevolle Gedenken der Angehörigen der Univ.-Bibliothek danken wir herzlich. Karl Werner u. Kinder, nebst Angehörigen. Gießen, Steinstraße 56. ' 03399 Sprechstunden von Heilpraktiker H. J. Hoffmann In Hangen (Oberh.), Lndwigstr. 3 jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag, vorrn. von 9 bis 12 Uhr, und nachm. von 2 bis 5 Uhr. Telefon Hungen Nr. 15. [1631d Mäusburg 10 Bahnhofstr. 10 Ein Ufa-Film mit WILLY FRITSCH HERTHA FEILER HEINZ SALFNER HILDE SESSAK CHARLOTT DAUDERT Musik: Ludwig Schmidseder Spielleitung: Hane Deppe Eine heitere und abenteuerliche Liebesgeschichte aus der noch garnicht so lange zurückliegenden Zelt, in derzwisch. dem Reich u. Salzburg noch Zollschranken, Paßkontrolle und Devisenbestimmungen standen. Wochenschau — Kulturfilm Heute Freitag Erstaufführung Gloria-Palast Tägl. 3.00, 5.15, 8.00; So. 2.30, 5.00, 8.00 Jagend hat keinen Zutritt! 1638Q Danksagung. Allen denen, die unseren tiefen Schmerz anläßlich des Heldentodes unseres jüngsten Sohnes und Bruders Richard Burger, Schütze in einer Kradschützcn-Schwadron, zu trösten versuchten und seiner in Liebe gedachten, sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. In tiefem Schmerz: Georg Burger II. u. Frau Marie, 03452 geb. Sommer, und alle Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, Steinbach, den 24. Mai 1943. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Be- weise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verlust, der uns durch den Heldentod unseres lieben Sohnes Helmut Viehl, Obergefreiter in einem Grenadier-Regt. betroffen hat, danken wir allen, sowie Herrn Pfarrer Biedenkopf herzlich. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Viehl. Blockstraße 9 I. [Stellengesuche] Erf. Kaufmann zur Zeit Versandleiter i. ein. größer. Fabrik, wünscht s. gerne in gleiche • oder ähnlich. Position zu verändern. Gefl. Zuschrift, erbitte u. 03491 a. d. Gieß. Anz. MeiqeAnzeigen Im Gießener Bnzeiger werden von Tausenden beachtet und geleieu. joflöWt sow.Hand- oder Reisekoffer z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 03502 n. d. Gieß. Anzeiger. | Verschiedenes | Biete grauen Gummimantel für schl. -Herrn (RM. 50,-) Suche Schreibmaschine Schr. 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