Gießener Anzeiger Donnerstag. 27. Mai |9$5 |95. Jahrgang Nr. 122 Erscheint täglich. außer Lvnntagß unb feiertags Beilagen: Gießener ftamilienblättei HeimatimBilb DieScholle Bezugsvreis: Monatlich ...NM. 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2231 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franlf./M. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8V,UhrdesBormittags Anzetgen-Preise: Anzeigenteil 7 Npf.te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Texttei! 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstafjel I AbschlüsseMengenstanel B Platzvorschrift lvorberige Vereinbarung) 25°'- mehr General-Anzeiger für Oberhoheit Siehrn. Zchulftrahe z-9 5Z ETSCH WAN TSCHUNGKING -WUFEN6 MEUSCHAU rxiiFu- JUNNAN N6AN$t«tm KXNTON KOSGf-OKi A Mi TO». p(aina>i HANOI HUP^H g^HAMKAU1 ^r.JmOHG^UNNAN TSCHANGTSCMA HUNAN KWANGSI NANNING [LUNGStHÄlL PAKHof Japans Offensive in Mittel-China Jm Geiste von Tsuschima Ehren- N a n t i n b, 26. Mai (Europapreß.) Zu der japanischen Offensive im Gebiet des Tungtinsees erklärte der japanische Oberst Jwasaki der Auslandspreise in Nanking, die Operationen entwickelten sich am 5. Mai nördlich des Tees zunächst im Gebiet non Anshianq, das durch sein überaus schwieriges Terrain berüchtigt ist, und rollten dann in das Gebiet von Kungan vor, wo d i e S ch l a ch t noch i m Gange ist. Die japanischen Verbände, die südlich des Tungtinsees im Bogen den See umgingen, haben Anschluß an jene Verbände gefunden, dieinNord- w e st» H u n a n im Kampf stehen, Hier hat sich das Schwergewicht der Kämpfe weiter nach Westen vorgeschoben, wobei st arte TschUngkingoer- bände eingeschlossen werden kovnnten und Tsuschima. Am 27. und 28. Mai 1905 wurde die russische Ostseeflotte, die um die halbe Erde gefahren war, um dem in Port Arthur eingeschlossenen russischen Ostasiengeschwader zu Hilfe zu kommen, von der japanischen Flotte unter Admiral Togo angegriffen und vernichtet. Mit überlegenem Angriffsgeist und glänzender Taktik verlegten die Japaner dem Gegner den Weg, zwangen zunächst das russische Flaggschiff, die Schlachtlinie zu verlassen, und errangen dann in unablässiger Verfolgung des Feindes einen Sieg, der der russischen Seemacht in Ost- asien ein Ende bereitete und Japans Stellung als Großmacht zur See begründete. Die Erinnerung an diese Ruhmestat ist heute besonders zeitgemäß, denn damals wie heute kämpfte Japan gegen raumfremde und raumsperrende Mächte um seine Zukunft. Der Geist der Sieger von Tsuschima ist m der japanischen Flotte auch heute noch lebendig. Er erfüllt unsere Verbündeten mit der Gewißheit, daß sie auch den heute tobenden Kampf siegreich bestehen werden. Großadmiral Oönitz an die japanische Kriegsmarine. B e-r l i n , 26. Juni. (DNB.) Zum Jahrestag des japanischen S e e s i e g e s von Tsuschima hat der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, der verbündeten japanischen Kriegsmarine folgende Botschaft übersandt: „Zum Tage von Tsuschima sende ich der j apanischen Kriegsmarine meine herzlichsten Glückwünsche. Jener ruhmreiche Sieg hat der Welt die Kraft des japanischen Volkes und seinen unerschütterlichen Willen zur Lösung der ihm in Asien gestellten Aufgabe offenbart. Heute bewundern wir wieder die unvergleichlichen Leistungen der japanischen Führung und die Schlagkraft echten Soldatentums, die den mächtigen Feind im Sturm überrannt und vernichtend geschlagen haben, wo er sich stellte. Die deutsche Kriegsmarine ist stolz darauf, Seite an Seite mit der japanischen im Befreiungskampf der jungen Völker auf den Meeren zu stehen. Die bisherigen Erfolge gegen die feindlichen Kriegs- und Handelsflotten und das felsenfeste Vertrauen in die soldatische Tüchtigkeit und den Kampfgeist unserer Kriegsmarinen geben mir die Gewißheit des End- tlnter Briten und Bolschewisten in Iran Oie abenteuerliche Flucht eines deutschen Korrespondenten aus Teheran. Wir versuchen einen neuen Umweg. Plötzlich höre ich das Schnappen eines Gewehrschlosses. Ein Befehl gellt durch die Nacht: „Ist". Das bedeutet ein militärisches „Hast". Die Stimme ruft: „Wohin wollt ihr, wer seid ihr?" Mühsam stammeln wir, daß wir Händler seien, die sich verlaufen hätten. Ohne zu warten, machen wir kehrt. Lichter blinken auf, Hunde schlagen an, der Posten hat Angst und schlägt Alarm. Wir sind in einem Kasernen- b0 f- Das Glück ist uns hold. In der Lehmmauer finde ich ein Loch, das Mensch unb Tier durchläßü am Laufschritt geht es ostwärts quer durch die Wadis, das berüchtigte Gebiet der Hesar Darre (tausend Täler). Im Südosten leuchtet das Lichtmeer Teherans. Es lockt und warnt zugleich. Am Morgen satteln wir die Tjere und weiter -geht es ostwärts in einen strahlenden Tag. Zwei neue Ritterkreuzträger im Gau. Berlin, 26. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberst KarlFreiherr von Lersner, Kommandeur eines Grenadier-Regiments, und Hauptmann Ernst Zimmermann, Batcüllonskommandeur in einem Grenadier-Regiment. ! Freiherr von Lersner, 189£ als Sohn eines Ad- Eine stolze Bilanz. Tokio, 26. Mai. (Europaprest.) Ganz Japan begeht am Donnerstag den Gedenktag der Marine. Am Vorabend des Tages konnte das Kaiserliche Hauptquartier neue Erfolge melden. Vom 5. bis 24. Mai sind im Südpazifik 13 Handelsschiffe und Transporter mit insgesamt 111400 BRT. durch Marineflugzeuge und U-Boote versankt worden. Vom 4. April bis zum 20. Mai wurden ferner 17 feindliche U-Boote versenkt. Japan hat seit April J9 Schiffe von ungefähr 70 000 Tonnen verloren. Ferner veröffentlichte das Hauptquartier eine vollständige Liste der Kriegsschiffe, welche die japanische Marine seit Beginn des Pazifik-Krieges insgesamt versenkte. Unter den 505 feindlichen Kriegsschiffen, die feitbehi vernichtet oder schwer beschädigt wurden, befinden sich 13 versenkte Schlachtschiffe. Davon gehören,5 der amerikanischen Flotte an, 2 waren britisch, die restlichen 6 blieben unidentifiziert. Ferner wurden 11 Flugzeugträger verlenkt, 55 Kreuzer, davon 15 nordamerik'anische, weiter 56 Zerstörer, davon 40 nordamerikanische und 128 U-Boote. Japans Wirtschaftspolitik im Güdraum. Tokio, 26. Mai. (Europapreß.) „Das Tor zum Oftasien-Großraum, dessen Länder uns früher mit Rohstoffen versorgten, wird auch in Zukunft nicht verschlossen sein", erklärte Großostasienminister Aoki der Auslandspresse. „Die japanische Wirtschaftspolitik in Ostasien", fuhr Aoki fort, „hat für die Dauer des Krieges zwei Ziele: Weitgehende Selbstgenügsamkeit der einzelnen Länder und Stärkung des japanischen Rüstungspotentials. Es ist Japans Wunsch, daß Ostasien nach dem Kriege als Liefe- r a n t für die in der übrigen Welt benötigten Rohstoffe, besonders Gummi und Reis auftritt. Die Früchte dieses Exports sollen jedoch nicht, wie früher, unter der britisch-nordamerikanisch-holländischen Herrschaft fremden Kapitalien zufließen, sondern zum vor ihrer Vernichtung stehen. Die Verluste des Gegners seien so groß, daß das Tschungking-Oberkom- mando zum erstenmal zögere, frische Reserven in die Schlacht zu werfen. Oberst Jwasaki stellte eine starke Abnahme der moralischen Widerstandskraft Tschuna- kmgs fest. In die von den Japanern neu besetzten Gebiete werde die Bevölkerung^ auch wenn sie vor der beginnenden Schlacht nach Westen auf tschung- king-chinesisches Gebiet geflüchtet sei, später geschlossen zurückkehren, um den Japanern beim Wiederaufbau zu helfen. Große Vorräte an Reis und Baumwolle hätten gerettet werden können. Tschungking vor einem Hunger-Winter. Schanghai, 26. Mai. (Europapreß.) (Jincn Hunger-Winter für die unter Tschungkings Herrschaft stehenden chinesischen Provinzen prophezeit der Sonderkorrespondent der „New York Herold Tribüne". In sechs Jahren Krieg hätten die Requisitionen der Tschiangkaischek-Armee und die Unterbrechung der uralten natürlichen Transportlinien über den Jangtse und den Hoang-ho das Wirtschaftsleben erschüttert. Die Provinzen Hnnan, Schantung, Kwangtung und Kwangsi sähen einer Hungersnot entgegen. Auch die Straßen und Eisenbahnlinien seien blockiert, Benzin und Kohle nicht vorhanden. Die fruchtbarsten Provinzen des Landes seien abgeschnitten, die Lebenshaltungskosten stiegen dauernd. Es sei zwar bekannt, daß das chinesische Volk eine große Leidenssähtgkeit besitzt, aber augenscheinlich sei deren Grenze bald erreicht. ministrators in Frankfurt a. M. geboren, hat am mittleren Don in schwerem Abwehrkampf immer wieder die Verteidigung hervorragend organisiert und seine Grenadiere durch sein tapferes Vorbild stets von neuem zu entschlossener Abwehr vorgerissen. Am 25. Januar 1943 hat er an der Spitze seiner rheinischen Grenadiere den Heldentod gefunden. Nach Ablegung der Reifeprüfung an dem Realgymnasium Frankfurt a. M. war er 1916 als Fahnenjunker in das Jnf.-Regt. 115 eingetreten. Von 1921 ab stand er längere Zeit im Jnf.-Regt. 15 und wurde 1930 zum Besuch der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg kommandiert, an der er 1935 die Staatsprüfung als Diplom-Ingenieur ablegte. 1941 wurde er Oberst. — Hauptmann Zimmermann, 1915 als Sohn eines Studienrats in' Darmstadt geboren, hat südwestlich Drei mit einer Kompanie seines Trierer Grenadier-Bataillons einen .Gegenangriff von zryei feindlichen Bataillonen abgeschlagen. Hpuptmann Zimmermann legte 1933 die Reifeprüfung an dem Ludwig- Georgs-Gymnasium in Darmstadt ab. Von 1933 bis 1935 studierte er an der Universität Gießen und Tübingen Theologie und Philosophie. 1936 trat er als Fahnenjunker in das Jnf.-Regt. 36 ein, wurde 1938 Leutnant im Jnf.-Regt. 105 und 1942 Hauptmann. Der 248. Eichenlaubträger. Berlin. 26.2Nai. (DNB.) Der Führer verlieh am 23.2Hai das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Martin Grafe, Kommandeur einer Infanteriedivision, als 248. Soldaten der deutschen Wehrmacht. / U. Oer dritte Fluchtversuch gelingt Von Roman Gamotha, früherem EP.-Korrespondenten in Teheran. Vofia, im Mai. Schon vor dem Bombenangriff cms Teheran reifte in mir der Entschluß, mich nicht von den Briten ober Sowjets fassen zu lassen som dem mich um jeden Preis dem bitteren Schicksal 3U entziehen. Am Tage des Bombardements bin 'ch auf dem Wege zum Postministerium, um noch ein wichtiges Telegramm nach Berlin durchzuqeben Die Behörden sind sehr- freundlich, aber besorgt Man warnt mich. Es ist Stadtgespräch, daß sich jeder die auf meinen Kopf gesetzten 100 000 Rial von den Sowjets unb Enqlänbern verdienen kann -Ich raffe in aller Eile crnige Lebensrnittel zusammen unb verlasse ohne weitere Ausrüstung mit einem zweiten Deutschen, dessen Auslieferung' ebenfalls in der amtlichen Note der Feindmächte gefordert war, um t Uhr nachts unbemerkt durch einen ausgetrockneten Graben das Sammellager in Schimeran. In stundenlangem Aufstieg auf die Paudschal- Ketten, weglos im Dunkel, nur beseelt von dem Gedanken, den Sowjets nicht lebendig in die Hand zu fallen, erreichen wir eine Felsenkan.zel, wo wir jben Anbruch des Tages abwarten wollen. Mein älterer Kamerad, ist erschöpft. Wir kriechen in den Schatten des Felsspalts. Um 7 Uhr morgens herrscht bereits 40 Grad Hitze. Wir lechzen nach Wasser. Weit im 'Süden, tief unter uns, gleißt das Salz der Wüste. Unablässig beobachte ich die Heerstraße nach Kas- win. Truppenbewegungen sind nicht festzustellen. Ich entschließe mich, nochmals nach Schimeran zurücs- ' zukehren. Am Abend verschwinden wir mit wunden Füßen im Lager. Perser unb Weißrussen bieten sich mehrmals an, wich zu verbergens Ich bin zwar mißtrauisch, nehme aber das Angebot ^tnes Persers an, mit mir in den Grenzbergen zwischen der Turkmenen-Steppe und dem zentraliranischen Hochland unterzutauchen. Am, 1. September 1941 verlasse ich mit zwei weiteren Deutschen im Auto Schimeran. Wir halten in einer dunklen Straße in der Nähe der Oper vor einem Hotel. Ich bin erregt. -In der Nähe ist das Polizeipräsidium. Der Perser will plötzlich nicht mitgehen. Ich muß ihn überreden. Endlich steht er auf unb Zieht seine Uniform an. Der Pförtner des Hotels ist plötzlich verschwunden. Wir fahren nm Polizeipräsidium vorbei unb gelangten trotz der Streifen, die wir scharf überholen, aus dem Bannkreis der Hauptstadt Irans. Da jeder Zioilverkehr verboten ist, fahren mir auf Feldwegen und umgehen die Polizeikontrolle, Wir sausen ostwärts dem Morgen entgegen unb kommen vis Semnan. Unterwegs überholen uns - Sowjet- und Britenbomber, die Tausende von ' Flugblättern abwerfen, in denen mein Steckbrief enthalten ist. Vor Damgan ist bie Straße gesperrt. Die Söwjets sind in der Stadt. Ich versuche, südlich in die Salzwüste auszuweichen. Unmöglich. Der Kühler kocht. Mir wird klar, daß nur landeseigene Fortbewegungsmittel und die landesübliche Tracht Schutz und die Möglichkeit des Un-, 'tertauchens im iranischen Raum bieten können. Obwohl ich mit dem Einmarsch der Sowjets in Theran rechnen muß, und obwohl mein Begleiter, der sich später, nach seiner Verhaftung durch die iranische Polizei als ein Sorojetagent entpuppt, heftig protestiert, wende ich den Wagen und fahre zurück. Am 10. September verkündet der Teheraner Rundfunk, daß die iranische Regierung unter Druck dem Auslieferungsbegehren der Bolschewisten und Briten stattgegeben hat. Am 11. September gelingt berdritte F Ou ch t- ' versuch. Das freiwillige Sammellager der Deutschen in Schimeran ist längst zu einem Internierungslager geworden. Kein Deutscher darf hinaus. Trotzdem arbeite ich an meinen Vorbereitungen. Durch einen alten Jran-Kenner lasse ich Maultiere mit den landesüblichen Palanen (Tragsättel), Futtersäcken und Seilen kaufen. Es gelingt mir, Tragsäcke und persische Kleidung, Mundoorrat, Karten unb andere technische Hilfsmittel herbeizu- schaffen. Unter den Deutschen suche ich einen Kameraden au5, der lange Zeit in Iran war, jung ist . und die Sprache versteht. Ein Würfelspiel entscheidet das Schicksal von zwei Brüdern. Selbst vor der deutschen Kolonie halte ich meine Vorbereitungen geheim. Der Postenschritt der persischen Soldaten erinnert (in ein Uhrwerk, das abläuft. Nochmals bespreche ich ylle Einzelheiten mit meinem Kameraden, prüfe das Gepäck, überlege den Marschweg und bie* Aus- druchsmöglichkeiten, fetze den Standort der Tiere unb bie Zeit fest' unb sinke bann in einen tiefen [ schlaf. Es ist eine Finsternis, wie man sie nur in den Tropen kennt, langsam verlassen zwei Wagen das ßager. Die roten Nummetntafeln lassen die Polizei- beamten sortfahren: das sind doch Diplomaten. Schon find' die Wagen in einer Staubwolke verschwunden. W i r sind durch und jagen nach Kolhak. Hinter uns jagt ein fremder Wagen Er kommt näher. Es kann nur ein Russe sein, linier erster Wagen fährt der Stadt zu, um den Verfolger zu täuschen. Wir biegen links ab nach Golhak und halten neben einem Grundstück, wo die Maultiere siehen. In aller Eile satteln wir auf. Wir haben 75 Meter Seil zur Verfügung, aber weder Palaue noch Säcke halten. Immer wieder rutschen die Laßen auf bie Bäuche. Die Tiere werden unruhig. Ich verbuche meinen Schriftleiterberuf, wäre ich lieber Eseltreiber Leworden. Immer wieder müssen wir Umwege machen. Nur die hohen Bergketten de? Paudschal-Massives bieten uns eine Orientierung^ Möglichkeit. Manchmal treffen wir Wasserarbeiter, bie' bei unserem Erscheinen verschwind^ Ich erkenne am roten Licht eine P o lize ista 11 o n. Am 27. Mai begeht Japan seinen Flottentag. Erlsieges. In diesem Sinne grüße ich die Kameraden st, zugleich der^ Jahrestagde^ Schlacht vo n sber japanischen Kriegsmarine an ihrem " tage." Schlageter-Gedenkfeier in Düsseldorf. In Düsselborf würbe in der große« Halle des Landgerichts, in der die Treppe zum Schlageter- Mahnmal hinaufführt, eine schlichte Gedenkstunde abgehalten, in der Langerichtspräsident Krey das heldische Leben Schlageters und die deutsche Not jener Tage zeichnete. Mädchenhände hatten die Gefängniszelle Schlageters in der Ulmenstraße mit Blumen und Grün gefchmückt. In der Golzheimer Heide rückten Marschsäulen der Wehrmacht und der Formationen der Partei an. Unter dem Kreuz, das zu Ehren Schlageters hier errichtet worden war, stand das Feldzeichen der Standarte Schlageters aus der Kampfzeit. Gauleiter Staatsrat Florian hielt die Gedenkrede. Zeh« Jahre Nationalpolitische Erziehungsanstalten. Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten sand in Potsdam ein Appell statt, bei dem der Inspekteur der Nationalpolitischen. Crziehungsanstalten, ^-Obergruppenführer Heißmeyer, einen Ueberblirf über die Entwicklung unb den gegenwärtigen Stand der Anstalten gab. Der Chef der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, Reichsminister R u st, gab bann eine Sinnbeutung biefer Anstalten als Stätten einer . hervorragenben^nationalsozialistischen Führungsauslese, beren Erziehungsgrundsätze sich auch im jetzigen Kriege auf das beste bewährt haben. Davon ausgehend, daß es keinen besseren Erzieher zu einer kämpferischen Auffassung vom Leben und zur Härte des Kampfes gibt als den Kampf selbst, wies er als leuchtendes Vorbild auf den Führer hin, der in seinem Volke den heroischen Geist wieder weckte und siegen ließ über feindliche, seinem Wesen uhb baruni seinem Geiste fremde Anschauungen. Wohle der Völker, die diese Rvhstoffe erzeugen, und für die Hebung ihres Lebensstandards verwandt werden. Für die Kriegsdauer müssen allerdings die Produktionszweige, die Ueberfliiß erzeugen, zurück- geschraubt werden zugunsten der Erzeugung von Nahrungsmitteln und Textilien, auf deren Einfuhr die Länder des Oftafienraumes früher angewiesen waren. Japan ist jedoch gewillt, das Rohstossproduktionspotential dieser Länder für den zukünftigen Export zu erhalten." >Es zeige sich in letzter Zeit immer wieder, so be» tonte Aoki abschließend, daß Tschungking heute völlig von der Hilfe Englands und Nordamerikas abhängig sei; es könne nur so lange bestehen, als es diese Hilfe erhalte. Allerdings scheine es, als ob hinsichtlich dieser Hilfe große Unzufriedenheit in Tschungking bestehe. So sei es verständlich, daß die Moral vor allem unter den Offizieren Tschiangkai- scheks stark zurückgegangen sei. Bei den in den Süd- gebieten lebenden mehreren Millionen Chinesen, die sich hauptsächlich als Kaufltzute betätigen, verstehe man heute Japans Ziele sehr gut und arbeite mit dem japanischen Reich zusammen. Oie stärkere Siaaisidee. Bon Reichsleiter Franz Laver Lchwarz. Es muß mit aller Deutlichkeit gesagt werden:' Nicht der Nationalsozialismus hat den Bolschewismus auf den Plan gerufen und die Ursache für bie gegenwärtige Auseinandersetzung auf Leben und Tod gegeben, sondern mit dem Nationalsozialismus ist gerade noch zur rechten Zeit der ideenmäßige und militärische Damm gegen die Sturzflut der Zerstörung aus dem Osten errichtet worden. D^r Bolschewismus hat seinen Gegner unb — das ist unser Glaube — auch seinen Ueberroinber gefunden. Zwei Welten stehen sich gegenüber, auf der einen Seite die Welt des art-und naturgemäßen Lebens der Völker, aber der anderen der Inbegriff der Zerstörung. Wenn ein Teil im Körper eines Volkes seinem Egoismus und seinen niedrigsten Instinkten durch eine Revolution unter Abschlachtung der anderen Teile dieses Volkes Geltung verschafft, so kann dieser Egoismus keineswegs ein Prinzip des Aufbaues, sondern nur der Zerstörung sein. Wenn dazu noch die „Diktatur des 'Proletariats", das von den geistigen Urhebern dieses Begriffes erwiesenermaßen bereits mit dem Fluch des Minderwertigen beladen und aus dem Pöbel rekrutiert wurde, zur Herrschaft gelangt wie im bolschewistischen Regime, bann kann biese Minberwertigkeit nur eine Raserei gegen alles Höherstehend entfesseln, die bis zur Selbstoernichtung geht. Denn es ist das Kennzeichen des Minderwertigen im Leben sowohl des einzelnen wie einer Gemeinschaft, erst bann zur Wirksamkeit kommen zu können, wenn Iber leistungsmäßig und moralisch Ueberlegene ausgeschaltet ist. Im Bolschewismus haben sich zwei Elemente der Verneinung zur höchsten Potenz vereinigt: Der äst- lich-nomadifche, zerstärungsseelige, jeglicher kultur- tragenden Eigenschafk bare Nihilismus unb ber egoistisch-materialistische jüdische „Geist". Zu ihrer Erhaltung unb Herrschaft müssen biese Elemente alles Höherstehenbe bekämpfen und ausrvtten: die kulturbildende Rasse, die Einzelpersönlichkeit als Träger, des hochwertigen Lebens,' das Prinzip des gefamtvolklichen Bestehens und die staatenbildende Vernunft. Unsere Revolution dagegen umfaßte von Anfang an in ihrer Zielsetzung ein Staatswesen, in dem allen Einzelwesen des Volkes Lebensberechtigung und Entfaltung gewährleistet sein sollte. Der umfassende Wertbegrisf der gesellschaftlichen Ordnung im nationalsozialistischen Staat ist nicht eine Gruppe, etwa das „Proletariat", das bei uns immer nur ein fiktiver Begriff war, sondern das Volk in allen feinen Gliedern. Der höchste Wertbegriff des Einzel- -wesens dieses Volkes ist bie Ehre. Der Nationalsozialismus hat die Ehre zum Allgemeingut jedes Trägers dieser Volksgemeinschaft erhoben. Es gibt keinen Stand, der mehr Ehre hätte als der andere. Der.mit der Hand schaffende Volksgenosse nimmt b£n gleichen Anteil an Ehre für sich in Anspruch " an der Ostfront Oer Wehrmachivericht. wie der Geistesschaffende, der Soldat den gleichen wie der Offizier. Durch die Ehre wird die Erfüllung eines Befehls 3um Auftrag der Gemeinschaft zur Freiheit. Die Ehre ist der Inbegriff des freien Willens zur Leistung und zur Notwendigkeit der Pflichterfüllung als Dienst an der Gemeinschaft. Der Bolschewist kennt diesen Begriff der Ehre nicht — wenigstens nicht in der Praxis. Die Ueberzeugung zur „Pflicht" wird dem Bolschewisten mit der Pistole des Kommissars beigebracht oder man bindet ihn in seinem Schützenloch fest. Die Ehre unterscheidet auch den Soldaten vom Verbrecher. Der Soldat kämpft, der Verbrecher mordet, wie dies die Bolschewisten mit System tun. An der Ehre scheiden sich die beiden Welten, aber auch an dem Wertbegriff der Leistung. Die Leistung erfordert höchste Entfaltung der Persönlichkeit im Dienste des Gemeinwesens. Der Nationalsozialismus erhebt zur Forderung: Je stärker die Einzelwesen seines Staates physisch und geistig entwickelt werden können, um so stärker ist das Staatswesen. Der Bolschewismus muß zur Ausrottung des Eigenwillens der Glieder seines „Staatswesens" schreiten, um nicht durch Wachrufen der Vernunft die Unnatur seines Systems erkennen zu lassen. Schöpferisch kann der Bolschewismus nur im Spezialistentum enden, und da auch nur insoweit, als das Geschaffene wiederum der Zerstörung dient. Vernichtung der Persönlichkeit oder bestenfalls Zwangserziehung zum Spezialgebiet, zur Funktion, das ist der Bolschewismus. Dieser Tendenz werden alle Aeußerungen des Lebens unterworfen. Es dient ihr die Beseitigung des Prioatbesitzes ebenso wie die Auflösung der Familie. Bei uns alles Natür- liche als Ableitung seiner Gesetze auch auf die Gemeinschaft, ein Auswärisentwickeln und ein „Hin- aiUfpflanzen" mit dem Grundsatz der Auslese, dort Zwangskonstruktion des Gemeinschaftslebens und der Staat um seiner selbst willen. Hier Teilhaben aller Glieder des Volkes an den Gütern der Kultur, Heraufziehen aus der Niederung, dort Nivellierung auf die Ebene der Unterwelt des Verbrechers. Die Inkarnation des deutschen Inbegriffs vom Bösen, der Mephisto erscheint als ein galanter Abenteurer mit Etikette und geradezu als notwendiger Schatten zum Licht des Guten gegenüber dem dortigen ungeheuerlichen nackten Prinzip des absolut Bösen. Unser Begriff vom Bösen ist aus unserem Wesen heraus geradezu harmlos und läßt keinen Vergleich zu mit dem dortigen System des Motdes und des entfesselten Chaos. Dem Zwang auf der anderen Seite steht die Freiheit des deutschen Geisteslebens gegenüber. Es ist in seiner langen Entwicklung so 'souverän in seiner Wirksamkeit, daß es die Grundlage unseres Wesens überhaupt ausmacht. Wir bauen Tanks, denken an die totale Durchführung dieses Krieges und handeln danach. Wir denken aber immer universell, wir schöpfen unsere Kraft aus der Tiefe und dem unermeßlichen Reichtum des deutschen Wesens, dessen Inbegriff die Großen unseres Geistes sind: Goethe, Beethoven, Hölderlin, Kant und Friedrich der Große. Jeder hat da seinen eigenen geistigen Halt. Der Bolschewist 'denkt nur an Tanks, weil er der Maschine als Materie dienen muß. Es ist - unser deutsches Wesen, wie- es Dietrich Eckart dichterisch zum Ausdruck gebracht hat: „Zur Einheit will der Deutsche, will heraus au5 Trug und Schein, ein Ganzes will er ..." Dieses Universelle im deutschen Wesen ist srine Gröhe und sxine Stärke. Es ist zugleich der stärkste Gegensatz zur Dumpfheit des nur als Zahl geltenden Einzelteils der Masse auf der anderen Seite und letzten Endes« die Voraussetzung zur Behauptung unserer stärksten Staats idee. Auf unserer Seite ist das Ideal des Gemeinwesens aus dem Persönlichkeitswert, der Ehre, der Leistung und dem erarbeiteten Eigentum, aus der Entfaltung der Kultur undxius der universellen Geisteshaltung verwirklicht worden. Wo kann mehr Freiheit sein, als in einem Staate, der diese Werte pflegt? Wer sich im nationalsozialistischen Reich vergewaltigt fühlt, den verlangt es bestenfalls nach Freiheit, die er meint, dem Verbrechen, oder er ist unfähig, etwas zur Gemeinschaftsleistung beizutragen. Der Nationalsozialismus, nicht der Bolschewismus ist die ideale Synthese aiiH dem „Willen des Lebens" des einzelnen und der Wirksamkeit des Gemeinwesens zugunsten der Erhaltung des Individuums als Träger des Lebens, deren beider Zusammen- wirken der höchsten Kraftentfaltung des Gesamten dient. Das ist die von Dietrich Eckart verstandene „Einheit". Daß im gegenwärtigen Kampf um die Exi- D7lV. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Von der Ostfront wird erfolgreiche eigene Sloßlrupptätigkeit gemeldet. Vereinzelte örtliche Angriffe der Sowjets scheiterten. Die Luftwaffe setzte die Bekämpfung der sowjetischen Verkehrsverbindungeu fort und bombardierte außerdem Flugstützpunkte und Indtzstrieziele. In der Nacht zum 26.21Tai griffen britische Flugzeuge westdeutsches Gebiet an. Es entstanden Verluste unter der Bevölkerung und Gebäudeschäden. 24 der angreifenden Bomber wurden abgeschosseu. 3m Mittelmeerraum und an der A t- l a n t i k k ü st e vernichtete die Luftwaffe gestern 15 feindliche Flugzeuge. Der Hafen von B i z e r t a wurde bombardiert. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge bekämpften am gestrigen Tage Industrieanlagen und Versorgungsbetriebe der Hafens Brighton mit Bomben schweren Kalibers. Zwei FluMeuge kehrten nicht zurück. Schwere feindliche Ilugzensvertnste im Mittelmeer. Rom, 26. Mai. (DNB.) Der italienische Wchr- machtbericht vom Mittwoch gibt u. a. bekannt: Ein auf bewaffneter Aufklärung befindlicher Torpedoflugzeugverband griff an der algerischen Küste einen von Jagdflugzeugen gesicherten feindlichen Geleitzug an. Zwei Schiffe mittlerer Tonnage wurden versenkt, eines schwer beschädigt. Die feindliche stenz des Reiches die normalen Lebensbedingungen eingeschränkt sind, ist eine vorübergehende Notwendigkeit. Sie ist nicht Selbstzweck oder ein Abgehen vom ursprünglichen Ziel, sondern mit eine Voraussetzung zum Bestehen dieses Kampfes. Damit bildet sie aber bereits die Grundlage für die Erfüllung des berechtigten Lebensanspruches des Volkes und seiner Einzelwesen für die Zukunft. Hier ist Leben, dort der Wahnsinn der Zerstörung. Unsere Soldaten wissen es bereits, wir aber müssen es uns stets vor Augen halten, um aus unserer ideologischen Ueberlegenheit immer wieder neue Kraft zu schöpfen, wenn einer an Frieden denken sollte. Der Sieg des Lebens aber ist unser Glaube. Kleine politische Nachrichten. Reuter meldet den Rücktritt Sir Walter Lay - t o n 5 vom Posten des Leiters des vereinigten Kriegsproduktionsstabes. Sein Nachfolger wird Sir Robert Sinclair, der seit Äuli 1942 Englands Vertreter im Washingtoner Produktionsamt war. Sinriairs Nachfolger in Washington wird Sir Henry Self, Sekretär im Produktionsmim- fterium, dessen Posten I. H. E. Woods vom Schatzamt besetzen wird. Wie aus Buenos Aires gemeldet wird, beabsichtigt Chile, trotz der „Auflösung" der Dritten Internationale, vorläufig nicht die Beziehungen zur Sowjetunion wieder aufzunehmen. Der erste Zug mit etwa 1000 aus Sofia aus- gejiedelten- JrGe-n fuhr am Dienstagabend aus der bulgarischen Hauptstadt ab. Die ausgefiedelten Juden werden vorläufig in der südbulgarischen Stadt Kornobac untergebracht. ♦ Die Wallonische Legion, die sich seit Herbst 1941 an der Ostfront hervorragend bewährt hat, und zu der Monat für Monat in bemerkenswerter Stärke Freiwillige strömen, wird zu einer Brigade ausgebaut. Sie erhält den Namen „^-Freiwilligen- Brigade Wallonien". * Der Führer hat dein Professor Olaf G u l b a n s- s o n in Tegernsee aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste als Zeichner und Maler die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. * \ Der einzige Erbe der> Million en des Automobilkönigs Henry Ford, E d s e l Ford, ist in Detroit Luftwaffe führte gestern Angriffe durch auf verschiedene Ortschaften Siziliens, auf die ^Jnsel Pantelleria und auf einige Ortschaften Sardiniens. Messina wurde wiederholt angegriffen und erlitt, besonders im Zentrum der Stadt, schwere Schäden. Die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung wird zur Zeit festgestellt. Insgesamt wurden 44 Flugzeuge abgeschossen. Fliegertod General Hoffmanns von Waldau. Der Befehlshaber eines Luftwaffenkommandos, General der Flieger Hoffmann von Waldau, fand auf einem Dienstflug in seinem Frontbereich den Fliegertod. Seit 1933 war er als Mitarbeiter des Reichsmarschalls an dem Werk des militärischen Wiederaufbaues tätig. Gründliches Wissen, Weltweite des Blickes und Klarheit des Denkens zeichneten ihn aus. Aill 1. März 1933 wurde er persönlicher Adjutant des Reichsminifters der Luftfahrt und später Luftattache in Rom, dann Kommandeur einer Kampfgruppe und Fliegerhorstkommandant in Merseburg, danach Chef der 3. Abteilung und 1938 Chef des Ausbildungsstabes im Generalstab der Luftwaffe, ein Jahr später Leiter der Operationsabteilung. In Afrika hatten die ihm unterstellten Luftwaffenverbände hohen Anteil an den Erfolgen des Jahres 1942. Für feinen schonungslosen persönlichen Einsatz zeichnete ihn der Führer mit dem Ritterkeuz aus. Als General der Flieger wurde er dann Kommandierender General eines Fliegerkorps, das unter seiner Führung besondere Leistungen erringen konnte. Sein Fliegertod reißt eine schmerzliche Lücke, aber seine Leistungen sichern dem General, der, kaum 45jährig, zur Großen Armee abberufen wurde, einen Ehrenplatz in der Geschichte unserer Luftwaffe. gestorben. Der Sohn des Automobiltönigs war 49 Jahre alt und Präsident der Ford-Motors-Co. Aus aller Wett. Sondermarken. Zu-m 13 0. Geburtstag Richard Wagners am 22. Mai hat die Böhmisch-Mährische Post Sondermarken zu 60, 120 und 250 h Herstellen lassen. Weiterhin hat die Deutsche Post Osten anläßlich des 400. Todestages von Kopernikus eine Sondermarke zum Werte von 1 Zloty + 1 Zloty Zuschlag mit dem Markenbild der Sondermarke vom 20. November 1942 sSondermarkenreihe „Kulturträger im Weichselraum") Herstellen lassen, die in weinroter Farbe mit dem Ueberdruck „24. Mai 1543 — 24. Mai 1943" erscheint. Straßenbahnschaffnerin in zwei Weltkriegen. Als älteste Straßenbahnschaffnerin in Jena beging Frau Hünni ge r ihren 62. Geburtstag. Sie war schon im ersten Weltkrieg vier Jahre lang. Straßenbahnschaffnerin und steht jetzt seit September 1939 wieder im gleichen Einsatz. Ein Göttinger Original In aller Stille wurde in Göttingen der vielen Musensöhnen in allen Gauen bekannte Brezel- August beigesetzt, Göttingens letztes Original. August Grgnske, wie der 66jährige mit seinem bürgerlichen Namen hieß, war viele Jahrzehnte Kapellmeister in Kurorten des Auslandes. Nach dem Weltkriege mußte er seinen Beruf infolge einer Kriegsverletzung aufgeben. 1930 zog er- nach Göttingen und wurde dort Brezelv^rkäufer. In vorgerückter Stunde griff, er wohl bei feinem Rund gang auch zur Geige. Kunst und Wistenschast. Salzburger Kulturtage der Hitler-Iugend. Die „S alzb u r ge r Kult u r t a g e der Hitler-Jugend" wurden zum zweiten Male durchgeführt. Eine Ausstellung „Meisterwerke Salzburger Kunst" wies die tiefen Kräfte des Volkstums und der Landschaft auf. Dichterlesungen hörte man von Herybert Menzel, Wolfgang Jünemann und Paul Aloerdes. Den Tag des Landes Salzburg leitete Karl Heinrich Waggerl mit einem ,Lob der Heimat" ein. Eine Freilichtaufführung von Walter Flex' „Die Bauernführer" und eine Aufführung von Wagners „Fliegendem Holländer" bildeten den Ausklang des Tages. Auf einer Morgenfeier fetzte sich Bannführer Hymmen mit den reinigenden und klärenden Kräften des Krieges ausein- Oie Alleinschuldigen. An einer Rede Churchills vor der Pressekonferenz in Washington ist nur ein einziger Passus interessant, in dem Churchill wieder einmal behaupte^ daß der Luftkrieg eine Erfindung der Feinde Eng. lands sei. Das ist eine ebenso niederträchtige wis unverschämte Lüge, die Flucht des wahrhaft Schulz big en vor der Verantwortung für die von ihm! inszenierte Mordbrennerei. Deutschland ist^ jederzeit in der Lage, dokumentarisch den Nachweis zu erbringen, daß niemand anders als d i e englisches Bomber es waren, die mit den Angriffen auf? Wohnsiedlungen und Kulturstätten begonnen haben. Bereits in der Nacht zum 12. Januar 1940 habens die britischen Mordbrenner Bomben auf die Stadt Westerland auf Sylt geworfen, am 20. März erfolgte ein erneuter größerer britischer Angriff auf die Znsel Sylt, am 10. Mai wurde die Stadt Freiburg i. Br. bombardiert, wobei 13 Kinder getötet wurden, von weiteren 71 in der Zeit vom 10. bis 13. Mai 1940 erfolgten Luftangriffen auf deutsches Reichsgebiet richteten sich nur 4 unmittelbar auf militärische Ziele,. 14 auf Ziele, die man viel-, l e i ch t als kriegswichtig bezeichnen kann, dagegen aber 51 auf ausgesprochen n i d) t m i l i t ä 1 rische Ziele. Von da an bombardierten die: englischen Luftgangster wahllos die Wohnstätten! deutscher Städte und deutsche Kulturdenkmäler^ Erst nachdrei Monaten des Zuwartenss entschloß sich die deutsche Luftwaffe zum Vergelt tungsangriff auf London. Es sind also all eint die englischen Kriegsverbrecher, biet für den Luftkrieg verantwortlich sind. Daß es über* Haupt zu dem Bombenkrieg kam, fällt ebenfalls auf die englischen Kriegsverbrecher zurück. Sic^ haben die Vorschläge des Führers, auf den Bow4 benkrieg mit Rücksicht auf die Zivilbevölkerung gan» zu verzichten, brutal zurückgewiesen. Es wird als» Herrn Churchill nie gelingen, die Verantwortun« für den Luftkrieg von sich abzuschütteln, sie liegff allein bei ihm und feinen Komplizen. — ■ - ...............— ander. Der Ches des Kulturamtes der Reichsjugend^ führung, Hauptbannführer Otto Zwander, faßte diä Grundgedanken über die Kulturarbeit der äugenix im Kriege zusammen. Bei einer Musikstunde in bej Residenz überreichte Oberbürgermeister Giger denü Salzburger Dichter Karl Heinrich Waggerl bei« Kulturpreis der Stadt Salzburg. .Auf einer Schlüße kuNdgebung im Festspielhaus zog Gauleiter Drl Scheel die politische Folgerung aus diesen Tagen/ Die Jugend habe mit Ernst und Hingabe ihrer) Willen zur Leistuna bekannt. Hochfchulnachtrichten. Dieser Tage vollendet der Göttinger Historikers Geheimer Regierungsrat Prof. Dr. Karl Brandig sein 75. Lebensjahr. 1868 in Meppen geboren, ftu« bierte er in München, Straßburg und Berlin und» promovierte 1890 in Straßburg. 1895 habilitiert» er sich in Göttingen. Zwei Jahre später folgte eq einem Ruf als Extraordinarius nach Marburg^ kehrte aber 1902 als Ordinarius nach Göttingers zurück, wo er den Lehrstuhl für mittlere und neuere Geschichte und historische Hilfswissenschaften über* nahm. 1930 erhielt er die Goethe-Medaille: er isy Mitglied den Akademien in Göttingen, München Berlin, Wien, Kopenhagen und Budapest. 6cinj Hauptarbeitsgebiete sind Urkundenforschung, Rc< formationszeit und die Zeit Karls V. — Der DrbU narius für deutsche Literaturgeschichte an der Uni* versität Münster, Professor Dr. Günther Müller, tritt auf feinen Antrag in den Ruhestand. Er mürbe1 1890 in Augshurg geboren, studierte in Würzburg, Leipzig, München und Göttingen und promovierte 1921 in Göttingen. 1922 habilitierte er sich ebenda. Drei Jahre später übernahm er als Extraordina* rius den Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur im Freiburg (Schweiz), wurde dort 1927 Ordinarius« 1930 folgte er einem Ruf nach Göttingen. Von seinen Werken nennen wir „Deutsches Dichten und Denken vom Mittelalter zur Neuzeit", „Geschichte der deutschen Seele" und „Dom Faustbuch zu Goethes Faust". — Dozent Dr. Bertold Spul eg von der Universität Göttingen ist zum o. Professors an der Universität München unter Uebertragunj des Lehrstuhls für semitische Philologie und Islams Wissenschaft ernannt worden. Er wurde 1911 int Karlsruhe geboren und habilitierte sich 1939 irt Göttingen. Hauptschrytlstter: Dr. Friedrich Wilhelm Laoge. Stellvertreter de«) Hauptschrjftletters: Trust Blumscheiu. Leranlwortlich für PolM vudff Bilder: Dr. Fr. W. Lauge; tot das Feuilleton: Dr. Hans 'tbijrfot* für «stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Trust Blumschetn.) Druck und «erlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R.Lauge Ä.flL VerlagSleitor: Dr^Ing. Erich Hamann, z, Z. Wehrmacht, vnzeigenleiter: Haas Beck.'— AnzeigenpreÜliste 9k. 6. Hong unt Heinz Mch Novelle vvn.Meodor Storm 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Aber nein, sie hatte sich getäuscht, es war nur die alte Stimme, die sie Hörle-, und immer lauter und drohender klang es, obgleich von der andern Seite keine Antwort daraus erfolgte; aber vergebens strengte sie sich an, von dem Inhalte etwas zu verstehen; sie hörte drinnen den offenen Fensterflügel im Winde klappern, und ihr war, als würden die iloch immer heftiger hervorbreck-enden Worte dort in die dunkle Nacht hinausgeredet. Dann endlich wurde es still; aber zugleich sprang die Magd, von der aufgestoßenen Kammertür getroffen, mit einem Schrei zur Seite; sie sah ihren gefürchteten Herrn mit wirrem Haar und wild blicferfben Augen die Treppe hinabstolpern, und hörte, wie die Kontortür aufgerissen und wieder zugeschlagen wurde. Bald danach trat auch Heinz aus seiner Kammer; als er unten im Flur der Schwester begegnete, ergriff er fast gewaltsam ihre beiden Hände und drückte sie so heftig, daß sie verwundert zu ihm aus- blickte; als sie aber zu ihm sprechen wollte, war er schon draußen auf der Gasse. Er kam auch nicht zur Abendmahlzeit; aber als die Bürgerglocke läutete, stieg er die Treppe wieder hinauf und ging in seine Kammer. --Am andern Morgen in der Frühe stand Heinz vollständig angekleidet droben vor dem offenen Fenster, die scharfe Luft strich über ihn hin, aber es schien ihm wohlzutun; fast mit Andacht schaute er auf alles, wgs, wie noch im letzten Hauch der Nacht, dort unten vor ihm ausgebreitet lag. Wie bleicher Stahl glänzte die breitere Wasserstraße zwischen dem Marder und der Insel drüben, während auf dem schmaleren Streifen zwischen jenem und dem Festlandufer schon der bläulichrote Frühschein spielte. Heinz betrachtete das alles, doch nicht lange stand er so; bald traf er an einen Tich, auf welchem das Kuvert mit den so widerwillig abgezählten Kassenscheinen noch an derselben Stelle lag, wo es Han- Kirch am Abende vorher gelassen hatte. Ein bitteres Lächeln umflog feinen Mund, wäh* * re-nb er den Inhalt hervorzog und dann, nachdem er einige der geringeren Scheine an sich genommen hatte. Ms übrige wieder an seine Stelle brachte. Mit einem Bleistift, den er auf dem Tische fand, notierte er die kleine Summe, welche er herausgenommen hqtte, unter der größeren, die auf dem Kuvert verzeichnet stand; dann, als er ihn schon fortgelegt hatte, nahm er noch einmal den Stift und schrieb darunter: .»Thanks for the alms and fareweH for ever23." Er wußte selbst nicht, warum er das nicht auf Deutsch geschrieben hatte. Leise, um das schlafende Haus nicht zu erwecken, nahm er sein Reisegepäck vom Boden; noch leiser schloß er unten im Flur die Tür zur Straße auf, als er jetzt das Haus verließ. In einer Nebengasse hielt ein junger Bursche mit ein epi einspännigen Gefährte; das bestieg er unb' fuhr damit zur Stabt hinaus. Als sie auf bie Höhe des Hügelzuges gelangt waren, von wo aus man diese zum letztenmal erblicken kann, wandte er sich um und schwenkte dreimal seine Mütze. Dann ging’s im Trabe in das weite Land hinaus. * Aber einer im Kirchfchen Hause war dennoch mit ihm wach gewesen. Hans Kirch hatte schon vor dem Morgengrauen aufrecht in fernem Bett gesessen; mit jedem Schlage der Turmuhr hatte er schärfer hingehorcht, ob nicht ein erstes Regest in dem Oder- hause hörbar werde. Nach langem Harren war ihm gewesen, als würde dort ein Fensterflügel aufgestoßen; aber es war wieder still geworden, und die Minuten dehnten sich und wollten nicht vorüber. Sie gingen dennoch; und. endlich vernahm er das leise Knarren einer Tür, es kam die Treppe in den Flur hinab, unb jetzt — er hörte cs beutlich, wie sich der Schlüssel in dem Schloß der Haustür drehte. Er wollte aufspringen; aber nein, er wollte es ja nicht; mit aufgestemmten Arme» blieb er sitzen, während nun draußen auf der Straße kräftige Mannestritte laut wurden und nach unb nach in unhörbare Ferne sich verloren. Als bas übrige Haus allmählich in Bewegung kam, ftanb er auf und setzte sich zu seinem Frühstück, das ihm, wie jeden Morgen, im Kontor bereitgestellt war. Dann griff er nach seinem Hute is Dank für bas Almosen unb lebe wohl für immer. — einen Stock hatte er als alter Schiffer bis jetzt noch nicht aebraucht — und ging, ohne seine Hausgenossen gesehen zuchaben, an den Hafen hinab, wo er seinen Schwiegersohn bereits mit der Leitung bes Löschens beschäftigt fand. Diesem ovn den letzten Vorgängen etwas mitzuteilen, schien er nicht für nötig zu befinden; aber er sandte ihn nach dem Kohlen schupp en und gab ihm Aufträge in die Stadt, während er selber hier am Platze blieb. Wortkarg und zornig erteilte er seine Befehle: es hielt schwer, ihm heute etwas recht zu machen, und wer ihn ansprach, erhielt meist keine Antwört; aber es geschah auch bald nicht mehr, man kannte ihn ja schon. Kurz vor Mittag war er wieder in seinem Zimmer. Wie aus unwillkürlichem Antrieb hatte er hinter sich die Tür verschlossen; aber er saß kaum in feinem Lehnstuhl, als von draußen Frau Linas Stimme dringend Einlaß begehrte. Unwirsch stand er auf und öffnete. „Was willst du?" frug er, als bie Tochter zu ihm eingetreten wari „Schelte mich nicht, Vater", sagte sie bittend; „aber Heinz ist fort, auch sein Gepäck, o, er kommt niemals wieder!" Gr wandte den Kopf zur Seite: „Ich weiß bas, Lina; darum hättst du dir die Augen nicht dick zu meinen brauchen." „Du weißt es, Vater?" wiederholte sie und sah ihn wie versteinert an. Hans Kirch fuhr zornig auf: „Was stehst du noch? Die Komödie ist vorbei; wir haben gestern miteinander abgerechnet." Aber Frau Lina schüttelte nur ernst den Kopf. „Das fand ich oben auf seiner Kammer", sagte sie und reichte ihm bas Kuvert mit den kurzen Abschied sw orten und dem nur kcium verkürzten Inhalt. „O Vater, er war es doch! Er ist es doch gewesen!" Hans Kirch nahm es; er las auch, was dort geschrieben stand; er wollte ruhig bleiben, aber seine Hände zitterten, daß aus der offenen Hülle die Scheine auf den Fußboden hinabfielen. Als er sie eben mit Linas Hilfe wieder zusammengerafft hatte, wurde an die Tür gepocht, unb ohne die Aufforderung dazu abzuwarten, war eine blasse Frau hereingetreten, bejen erregte Augen ängftlicb von dem Vater zu der Tochter flohen. „Wieb!" rief Frau Lina und trat einen Schritt i zurück. Wieb rang nach Atem. „Verzeihung!" murmelt^ sie. „Ich mußte; Ihr Heinz ist fort; Sie wissew es vielleicht nicht; aber der Fuhrmann sagte es) er wird nicht roieberfommen, niemals!" „Was geht bas dich an?" fiel ihr Hans Kirch ins Wort. Ein Laut des Schmerzes stieg aus ihrer Brust, daß Linas Augen unwillkürlich voll Mitleid aul diesem einst so holden Antlitz ruhten. Aber Wieij hatte dadurch wieder Mut gewonnen. ,Chören Sis mich!" rief sie. „Aus Barmherzigkeit mit JhrenÄ eigenen Kinde! Sie meinen, er fei es nicht ge< wesen; aber ich weiß es, daß es niemand anders war! Das", unb sie zog die Schnur mit dem Heinen) Ringe aus ihrer Tasche, „es ist ja einerlei nun, otf ich's sage —' bas gab ich ihm, da wir noch Halbei Kinder waren; denn ich wollte, daß er mich nid>l vergesse! Er hat's auch wieder heimgebracht und hat es gestern vor meinen Augen in den StauÄ geworfen." Ein Lachen, das wie Hohn {lang, unterbrach ffy Hans Kirch sah sie mit starren Augen an: „Nun^ Wieb, wenn's denn dein Heinz gewesen ist, 'es M nicht nie! geworden aus euch beiden." Aber sie achtete nicht darauf, sie hatte sich dp4 ihm -hingeworfen. „Hans Kirch!" rief sie unb faß!4 beide Hände des- alten, Mannes und schüttelte fi^ „2hr Heinz, hören Sie es nicht? Er geht ins Elend,, er kommt niemals wieder! Vielleicht — o Gott, in barmherzig mit uns allen! Es ist noch Zeit vielw leicht!" Auch Lina hatte sich jetzt neben ihr geworfen? sie scheute es nicht mehr, sich mit dem armen Weibs zu vereinigen. „Vater", sagte sie und streichelte b>e eingesunkenen Wangen des harten Mannes, der jetzt dies alles über sich ergehen ließ, „du sollst diesmal nicht allein reifen, ich reife mit dir; er muß ja jetzt in Hornburg sein; o, ich will nicht ruhen, bis ich ih^ gefunden habe, bis wir chn wieder hier in unferrt Armen halten! Dann wollen wir es besser machen^ wir wollen Geduld mit ihm haben; o, wir hatten siE nicht, mein Vater! Und sag' nur nicht, daß du nid)8 mit uns leidest, dein bleiches Angesicht kann doch nicht lügen! Sprich nur ein Wort, Vater, befiehl miri baß ich den Wagen herbestelle, ich will gleich selbock laufen, wir haben ja keine Zeit mehr zu verlieren'. Und sie warf den Kopf an ihres Vaters Brust unjj 'brach in lautes 2chluK^n-aus» GauleiterundMichsstatthalterSprenger durften. Und wenn au< Staates und der Wehrmacht ein« Reichsstudentenführer Or. Scheel Neichsstatthalter Sprenger kurzen Ansprache u. a. mit Herz« tun, an Väter im ersten Weltkrieg gekämpft haben. Zum Schluß kennzeichnete er diese Feieil'tunde als ein Bekenntnis zur Opferwilligkeit und steten Einsatzbereitschaft im Geiste Schlageters und als ein Ge. löbnis an unsere Soldaten an der Front, ihnen bei der Arbeit in der Heimat in keiner Weise nachzustehen, sondern unermüdlich dem nachzucifern, was unsere Frontkämpfer uns tätlich Vorleben. Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes heilig Vaterland" sprach Einleitend streifte er in kurzen Umrissen die deutsche Entwicklung in den Jahren vor dem Kriege, die gekennzeichnet ist durch die vom Führ.er herbei- geführte Einigung des deutschen Volkes, durch die immer stärkere Ausbreitung und Vertiefung der deutschen Volksgemeinschaft und die Mobilisierung aller deutschen Kraftströme für den Wiederaufbau unseres Reiches. Die nationalsozialistische Bewegung war immer und ist nichts anderes als die Herausstellung der besten Werte des deutschen Volkes, der Leistung, der Tapferkeit und der Einsatzbereitschaft, für die Gesamtheit der Nation. Durch dieses Wirken der nationalsozialistischen Bewegung wurde die frühere Zerrissenyeit des deutschen Volkes überwunden, und es wurden Leistungen vollbracht, die einzigartig und unerreicht in der Welt dastehen. Durch diesen Aufstieg unseres Volkes find wir unseren Feinden, vor allem dem Judentum, unbequem geworden, die alles daransetzten, nm die deutsche Wiederausrichtung zu verhindern. Dennoch hat der Führer im Willen zum Frieden ihnen immer wieder die Hand hingestreckt, die jedoch von den Feinden stets zurückgewiesen wurde. So kam es zu diesem entscheidenden Krieg um unsere Zukunft. Der Reichsstudentensührer gab dann aus der Perspektive des vorbehaltlosen Einsatzes für das Leben der Nation einen Rückblick auf das kämpferische Leben und heldische Sterben Albert Leo S ch l a g e te r s, durch dessen Opfertod der Wille der Freiheit in dem niedergebrochenen Deutschland der ersten Zeit nach 1918 wieder lebendig wurde. Albert Leo Schlageter war ein Student und vorbildlicher Soldat, nach dessen Beifpiel jeder Student streben und zu jedem Opfer bereit sein muß. Nach dem Heldentod dieses Studenten und Soldaten ging ein Schrei der Empörung und des Widerstandes durch unser Volk, denn ein Deutscher hatte es gewagt, dem Feind die Stirn zu bieten. Und aus seiner Tat wurde Albert Leo S ch l a g e t e r, der Student und Offizier, der echte Deutsche, zum großen Helden der Nation. insbesondere der Druck der Franzosen, stärker wurde, so wuchs doch bei uns der Wille, die Widerstandskraft des deutschen Volkes immer mehr erstarken zu lassen. Der Gauleiter wies in diesem Zusammenhänge auf die Freikorpskämpfer hin, die sich — einer ihrer Besten war Albert Leo Schlo- geter — im Baltikum, bei der Abwehr des pol- nischeu Raubzuges gegen Oberschlesien und insbesondere an der Ruhr, wo die Franzosen glaubten, dem deutschen Volke den Todesstoß versetzen zu können, für Deutschland" einsetzten. Als bann die Nachricht von der Ermordung Schlageters durch die Besatzungsmacht im' Ruhrgebiet kam, wuchs der Wille zum Widerstand immer mehr an, und die Fahrt der sterblichen Hülle des ermordeten Freiheitskämpfers von Düsseldorf nach seiner badi^ scheu Heimat «chönau wurde zum Triumphzug der Erstarkung des deutschen Widerstandswillens. Der Gauleiter rief die eindrucksvollen Gedenkfeiern in die Erinnerung zurück, die bei dieser Fahrt allenthalben auf den Bahnhöfen stattfanden, darunter auch in Gießen, Friedberg und Frankfurt, wo Tausende von deutschen Menschen dem Vorkämpfer für die deutsche Freiheit ihren letzten Gruß darbrach- teu. Albert Leo Schlageters Opfertod war nicht umsonst gewesen, die Saat seines Widerstandes gegen die Gewalt des Feindes ging auf. Immer mehr Kämpfer für die deutsche Sache fanden sich zusammen, bis endlich der-Führer in den 25 Punkten der NSDAP, demdeutschen Volkeein neues Glaubensbekenntnis geben haben. Er erinnerte dann an das schmähliche (rnbe des vorigen Krieges und an das ferne Ahnen der damaligen Kleinen, der heutigen Studenten, von der Größe der Heldentat Albert Leo Schla- geters, her fein Leben für Deutschlands Ehre in ber Zeit der tiefsten Erniedrigung des Reiches gab. Er betonte aber auch, daß der hohe Idealismus schlageters in den Studenten von heute lebendig ist und sie unter der Fahne des Führers über die Schlachtfelder begleitet hat, auf denen einft die gab und Dieses selbst an jeden einzelnen deutschen Menschen herantrug. Um den Führer sammelten sich immer mehr Männer, die bereit waren, für die Wiedergeburt der deutschen Nation alles zu opfern. Diese Kämpfer des Führers, die sich zum ewigen Soldatentum bekannten, waren Frontkämpfer. Der Führer wandte sich mit seinem Ruf zur deutschen Volksgemeinschaft an alle, an den Frontsoldaten, den Arbeiter, den Handwerker, den Bauer, den An- gefteilten, an das Alter und. an die Jugend. Sein Ruf erfaßte immer mehr deutsche Menschen, und als 1933 der Zeitpunkt kam, da diese Menschen be> weisen sollten, ob sie im Glauben fest, in der Tat bereit und in der Gesinnung treu waren, da bestanden sie die Probe. Dem Führer war es gelungen alle Gegensätze im deutschen Volke zu überbrücken. eines neuen Zeitalters, zu dessen Gestaltung der Führer alle Kräfte des deutschen Volkes aufgerufen habe. Auch hier müsse sich der deutsch« Student Gaustudentenführer Baton die ffunbflfbung. Mit besonderer begrübt--r den Rcichsstudentenführer und l‘nieEeT' ” inmitten ihrer Studenten, lein Grußj aalt ferner dem ersten Gaustudenten,uhrer ,n « Walch er. Dann wurde bei gejeiik^n iiahn«n der L-le» gedacht, iie ihr Leben »t Deutschland ge- lichen Worten die Einsatzbereitschaft der Verwundeten im Kampfe für unser Volf, das ihnen zu stetem Dank verpflichtet^ sei. Weiterhin erklärte er, daß es ihm selbstverständlich und eine Angelegenheit des Herzens fein werde, die Verwundeten bei ihrer Arbeit zu fördern und, wie bisher, auch weiterhin den Hochschulen im Gau mit seiner Unterstützung tatkräftig zur Seite zu stehen. Schließlich betonte er die verpflichtende Aufgabe, die Gedanken und den Willen des Führers immer tiefer in unser Volk hineinzutragen und namentlich die Jugend zu echten Nationalsozialisten zu erziehen und ihre Fähigkeiten und guten Eigenschaften zum Besten der Bolksgemeinschaft sorgsam zu entwickeln. Dabei hätten auch die Studenten ein bedeutsames Stück der Arbeit mit zu leisten. Reichsstudentenführer Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel betonte nach Dankesworten an Gauleiter Sprenger die Bereitschaft der deutschen Studenten zu nie erlahmender Mitarbeit an den großen Aufgaben der Nation und zur weiteren Vertiefung der Volksgemeinschaft und der Opferbereitschaft durch den Einsatz an der Front und durch die Arbeit in der Heimat. Die Studentenschaft werde sich zu jeder Zeit des Vertrauens würdig erweisen, das ihr von Führer und Volk entgegengebracht werde. Anschließend verbrachten der Reichsstudenten, sichrer und Gauleiter Sprenger sowie tue Ehrengäste beim gemeinsamen schlichten Mittagsmahl eine Stunde im Kreise' der schwerverwundeten Stuben- tenfamerafcen. Auf dem Gleiberg batten sich am Nachmittag die Sttibenten-Santerab- Ichaften und die übrigen Besucher m so grafeer^! -ingesunden, daß der Burghos bis zurletzten Mag- lichkeit non den Feierteilnehmern gefüllt war^Es kann gesagt werden, daß der Gleiberg u. 2ß. wohl noch nie zuvor eine so starke Menschenmenge beherbergt hat wie gestern nachmittag. Bes ihrem lbr- cheinen wurden der Neichsstudentensuhrer Gau- leitet und Reichsstatthalter Dr. Scheel und Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger m, den melodiösen Klängen der Fan,ar- des Re^chsstuden. tenführers begrüht. Dann wurden die «tudentem bundsfohnen seierlich eingebracht. Hieraus eröffnete Er erinnerte zunächst an die unbesiegte Heimkehr unserer Armee aus dem vorigen Kriege in eine Heimat, in der Zerrissenheit und Zerfall herrschten. Damals waren zunächst auch die. besten Kämpfer mutlos und niedergeschlagen, dennoch aber fanden sie sich wieder zusammen in dem Bewußtsein, daß die.Opfer des Krieges nicht umsonst gebracht sein ich der Druck von außen her, lief der Franzosen, stärker Die folgende Zeit des Aufbaues war die Zeil der Bewährung. Die deutsche Volksgemeinschaft wurde von Tag zu Tag härter, sie erwies sich als das stärkste Band unseres Volkes. Und als 1939 der Sturm lösbrach, da waren alle Helden der deutschen Vergangenheit, da war auch Albert Leo Schlageter uns gegenwärtig, und ihr Geist war der Gei st des ganzen deutschen Volkes geworden. Ein Siegeszug, wie ihn die Weltgeschichte bis dahin noch nicht kannte, bewies vor aller Welt die Kraft des vom Führer geeinten deutschen Volkes, das zusammen mit seinen Verbündeten ein neues Europa, eine neue Welt gestalten wird. Dieser Geist wird ewig lebendig bleiben. Im Geiste ihrer unsterblichen Helden marschieren die Deutschen auf den Ruf des Führers unter Zusammenschluß aller Kräfte dem Siege entgegen. Sie sind alle zur Stelle, keiner bleibt zurück. Es ist ein wunderbares Beispiel, das in diesem Rahmen die deutsche Studentenschaft durch ihren Einsatz gibt. Jeder einzelne Student erfüllt neben der Arbeit zur Vorbereitung auf seinen Lebensweg noch viele Pflichten im Dienste der Volksgemeinschaft, er gibt dafür von seiner Freizeit ab, wo er nur kann, um alles für unsere Kämpfer an der Front zu leisten. Es ist der Geist der Pflichterfüllung bis zum Letzten, der aus jedem Deutschen spricht. So steht ein ganzes Volk, ausgerichtet und geführt von dem besten Deutschen, den die Welt je gesehen hat. Dieses Volk, dieses Deutschland wird siegen uckd^mit ihm die Völker, die unter seiner Führung den Marsch vorwärts und aufwärts angetreten haben. Sie werden weiter marschieren: und an ihrer Spitze wird das ganze deutsche Volk stehen, das emporblickt zu seinen Soldaten, die geführt werden von dem b e ft e n Soldaten, unserem Führer Adolf-Hitler! (Stürmischer Beifall.) Nach einem Marsch brachte ein Sprecher einen Nachruf des Freikorpsführers Freiherrn von Me- d e ni, unter dessen Kommando Albert Leo Schlageter im Baltikum mitgekämpft hatte, zur Verlesung, der auf die Frage ,,Wer war Schlageter?" als Antwort das Lebensbild eines bis zur höchsten Erfüllung pflichtgetreuen Soldaten, eines guten Kameraden und eines warmherzigen, von tiefer Liebe zu seinem Volke erfüllten Menschen als das Bild Schlageters entrollte. Dann wurde gemeinsam das historische Lied „Der Gott, der Eisen wachsen ließ" als Bekenntnis zu Kampf- bereitschaft und Cinsatzwillen für das Vaterland gesungen. Hierauf sprach der Der deutsche Student gehört zumGtoßirupp derNaiion Schlageter als Vorbild. - Höchste Leistung und strengste Pflichterfüllung als oberstes Gesetz. - Reichsstudentenführer ©r. Scheel und Gauleiter Sprenger bei den Studenten auf der Studentenburg Gleiberg. tere Vertreter des gefunden. Gauleiter und würdigte in einer Reichsstudentenführer Scheel nahm hierauf zu den Aufgaben des deutschen Studenten im Leben unseres Volkes Stellung. Er hob u. a. die von den Studenten' zu jeder Zeit als besondere Verpflich- g empfundene Tradition hervor und erinnerte die aus dieser Verpflichtung heroorgegangenen heldischen Taten der deutschen Studenten, von den deutschen Befreiungskriegen an über die Bewegung der Burschenschaften, das Opfer von ßangemanf, die Kampfzeit der Bewegung, in der sich die Deutsche Studentenschcrft als erste staatliche Einrichtung des Reiches eine nationalsozialistische Führung gab, bis in unsere Gegenwart hinein. Das deutsche Volk und mit, ihm das Stuhententum stehe auch jetzt wieder an einem großen Wendepunkt am Beginn drucksvolle und denkwürdige Kundgebung mit einem kurzen Schlußwort des Gaustudentenführers B a • l o n und mit dem Gruß an den Führer und dem Gesang der Lieder der Nation geschlossen. Nach dem Ausmarsch der Fahnengruppe rückten die Einheiten vorn Aufmärschplatz ab. Am Abend schloß sich aus dem Gleiberg ein Ka- meradschastsabend an, dem der Reichsstudentenfüh- rcr und unser Gauleiter sowie zahlreiche weiter« Gäste beiwohnten und der das schöne Band der Kameradschaft zwischen den Studenten und ihren Freunden und Förderern weiter vertiefte. B. Appell der Einsatz-Studentinnen. Lpd. Frankfurt a. M.» 26. Mai. Der Reichs, studentenführer Gauleiter und Reichsstatthalter Da» Scheel und Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprachen auf einem Appell in der Halle des Straßenbahnbetriebsbahnhofes zu den Einsatz-Studentinnen, die in Frankfurt am Main, Gießen, Darmstadt, Mainz und Fried- berg bei der Straßenbahn, Post, Reichsbahn und in , anderen^ kriegswichtigen Betrieben arbeiten. Gauleiter Sprenger sagte, der Führer wolle, daß der deutsch« Mensch eine feste Haltung und Charakterbildung habe. Um das zu erreichen, genüge nicht der Schulbesuch und das Wissen aus Büchern, sondern jeder Deutsche solle auch die Handarbeit kennenlernen. Es sei zu begrüßen, daß gerade die Studentinnen durch ihren praktischen Einsatz diesen Willen des Führers erfüllen könnten. Wenn dos ganze Volk heute Opfer bringe, mühten auch die Studentinnen etwas von ihrer freien Zeit opfern. Wenn die heutigen Studentinnen dann einst im 'Beruf stünden, würden die Zeiten, die sie jetzt im Kampf unseres Volkes erlebten, einen Höhepunkt bilden. Reichsstudentenführer Dr. Scheel rief dann den Studentinnen zu: „Ihr sollt nicht nur1 stolz auf euer Studium sein, sondern auch darauf, daß ihr überall dort zupackt, wo es nottut. Gerade in schwerer Zeit ist es euer Auftrag, als Studentin- nen ein Hort der Zuversicht und des Glaubens im deutschen Volk zu fein. Wir wollen fröhliche Studentinnen sehen, die chr Schicksal meistern und den Kopf hochtragen, und wir wissen, die deutsche Studentin nimmt all ihre Kräfe zusammen sowohl in der Hochschule wie auf dem Arbeitsplatz und gibt durch ihre Haltung ein Vorbild als wahre Kämpferin für den Führer und Deutschland! Erfüllt sie so ihre Aufgabe, dann leistet sie einen wirklichen Beitrag zum deutschen Sieg." Die Studentenburg Gleiberg bei Gießen war nm gejtngen Mittwochnachmittag die Stätte einer feier- lichen Kundgebung der studentischen Kameradschaften des Gaues Hessen-Nassau anläßlich des 20. Todes- tages öes Studenten und Freiheitskämpfers Al- Leo,Schl a geter. Zu dieser Gedenkstunde batten sich mit dem Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger und dem Reichsstudentensührer Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel die Stu- denten-Kameradschaften von Gießen, Frankfurt am Fnedberg^ferner aus dem ™na?)bartc,L ®au Kurhefsen die Abordnung der Marburger Studenten, weiter eine Anzahl Rüstunas- Kelter aus Gießen zahlreiche Verwundete und schließlich Vertreter des Staates und der Wehrmacht sowie viele Volksgenossen aus der engeren Umgebung des Gleibergs eingefunden. Die Burg (Bleiberg war mit Fahnen reich geschmückt, am" 'Berg- frie'b war eine Inschrift angebracht, die Albert Leo -schlageter als Student und Freiheitskämpfer gewidmet war; die Orte Gleiberg und Krofdorf hatten ihre Verbundenheit mit dieser Gedenkfeier durch Flaggenschmuck bekundet. Schon bald nach der Mittagsstunde machten sich die Einheiten der Studenten von Gießen auf den Weg zur Burg (Bleiberg. Mit ihnen zogen viele Volksgenossen von Gießen und aus der preußischen Nachbarschaft hinauf auf den Gleiberg, um dort die drei Jahrhundertealte innige und herzliche Verbundenheit der Bevölkerung mit den Studenten erneut zu bekunden. Diese Kundgebung wurde zu- gleich auch ein stolzes und starkes Bekenntnis zu dem Gedanken der Wehrhaftigkeit und des ewigen deutschen Soldatentums, die zu allen Zeiten 'die starke Stütze unseres Volkes und Vaterlandes gewesen sind und es auch für alle Zukunft bleiben werden. Und zog man mit hochgespannten Erwartungen hinauf zur Burg Gleiberg, so kehrte am Abend jeder mit dem erhebenden Gefühl zurück, dort oben gemeinsam mit unseren Studenten und Soldaten Stunden verlebt zu haben, die eine neue Stärkung für unsere Aufgaben bei der Arbeit für den deutschen Sieg darstellen. Oer Auftakt wickelte sich am gestrigen Mittwoch um die Mittagsstunde in Gießen ab. Hier wurden Reichsstudentenführer Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel und Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger von den auf dem Landgraf-Philipp- Platz angetretenen- studentischen Kameradschaften sowie von Einheiten der Hitler-Jugend erwartet. Nach Entgegennahme der Meldung schritten die Gauleiter die Front der angetretenen Einheiten ab,, wobei sie herzlich begrüßt wurden. Anschließend fand im Offizierskasino ein (Empfang der fchwerverwundeten Studenten Gießens und Friedbergs durch den Reichs ft udentenführer statt. Hier hatten sich zur Begrüßung des R e i ch s st u d e n t e n ° führers und unseres Gauleiters neben Vertretern der Partei mit Kreisleiter Brück an der Spitze u. a. her Rektor der Uniosriität Professor Dr. Brüggemann mit dem Prorektor Professor Dr. Rauch, der Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Bürgermeister D. Hill, und mei- §ür Tapferkeit vor dem Kunde. Der Obergefreite Heinrich Bocher aus S a a • f e n wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. ErleichterterLohnstopfürZugendsparen Im Interesse der Förderung des Jugendsparens hat der Generalbeoollmächtige für den Arbeitseinsatz auf Anregung des Reichsiugendführers als Ausnahme vom allgemeinen Lohnstop zugelassen, daß Betriebsführer zugunsten der jugendlichen Gesolg- schaftsmitglieder -Sparkonten mit einer einmaligen Einlage von 3 RM. anlegen. Voraussetzung ist, daß dieser Betrag nur einmal bewilligt roirt), daß das Sparbuch bis zum 18. Lebensjahr oder bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bis zur Einberufung im Besitz der Betriebsführers bleibt, daß die Spareinlagen nur mit einer längeren Kün- digungs-frift ausgezahlt werden können und die frühere Aushändigung des Sparbuchs nur erfolgt, wenn eine zwingende Notwendigkeit für den Rückgriff auf die Sparbeträge nachgewiesen wird. Das jugendliche Gefolgschaftsmitglied soll sich möglichst damit einverstanden erklären, daß bestimmte Beträge vom Lohn oder von der Erniehungsbeihilfe regelmäßig auf das Konto überwiesen werden. Kein Bankenfeiertag zu Pfingsten. Nach einer Anordnung des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz finden die Bestimmungen der Tarifordnungen im privaten Bank- und Der- sicherungsgewerbe, wonach der Samstag vor oder der' Dienstag nach Pfingsten dienstfrei bleibt, in diesem Jahr keine Anwendung. Das gleiche gilt für öffentliche oder öffentlich-rechtliche Kreditachtalten, Sparkassen usw. Die Arbeitszeit am Samstag vor oder am Dienstag nach Pfingsten ist die sonst im Betrieb übliche. Einkauf von Ferkeln, Läufern und Schafen genehmigungspflichtig. Im heutigen Anzeigenteil wird eine Bekanntmachung der Landräte und des Oberbürgermeisters von Gießen veröffentlicht, in der die Genehmigungs- pflicht beim Ein- und Verkauf von Ferkeln, Läufern und Schafen angezeigt wird. Die wichtige Be- kanntmachung sei allen Interessenten dringend zur Beachtung empfohlen. Gießener D-che»»arktpreife. * Gießen, 27. Mai. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, kg 14 Rpf, Spinat 10, Römischkohl 14, Salat 24, Rettich, das Stück 6 M 8, Radieschen, das Bund 10 bis 15 Rpf. Auszeichnung der Schule in Hattenrod. * Hattenrod (Kreis Gießen), 26. Mai. Auf der (Bautagung der Reichsarbeitsgemeinschaft für He>l- pflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung (RfH.) in Frankfurt a. M. fand der hervorragende Einsa'g einiger Schulen bei der Heilkräuterfammel- aktion 19 4 1 die nachträgliche besondere Anerkennung des Leiters dex RfR., Reichsapothekerführer SA.-Sanitätsgruppenführer Schmierer, der ihnen wertvolle Füyrerbilder mit persönlicher Widmung überreichen ließ. Unter den ausgezeichneten «Schulen befindet sich auch die kleine einklassige Volksschule Hattenrod, fieren' Leistung besondere Wertung und Hervorhebung verdient. Landkreis Gießen. * Großen-Linden, 27. Mai. Die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Sophie Menges Wwe., geb. Leun, Bahnhofstraße 23 wohnhaft, kann am morgigen Freitag, 28. Mai, in körperlicher und geistiger Frische ihren 91. (Bet burtstag feiern. Der Jubilarin unjecen herzß lichen Glückwunsch. aus seiner Tradition heraus wieder als Vorkamp, fer und Wegbereiter bewähren. Der Student wisse, daß im nationalsozialistischen Zeitalter Student fein keine Standesfrage sei, sondern einzig und allein eine Frage seiner Leistung. Nur die besten Kräfte der deutschen Nation könnten sich auf den Hochschulen des Reiches für ihr Leben vorbereiten; sic müßten Männer der Tat, der Leistung, der vorbildlichen Haltung gegenüber der Volksgemein, schäft sein. Die besten Kräfte der Nation sollten zu den Hochschulen kommen. Durch diese Auslese werde das deutsche Studententum zu einem gewaltigen Kraftstrom zum Vesten der Nation werden, um bie Ideale zu verwirklichet, von denen mir die höchste Blüte des Reiches erwarten. Anschließend gab der Redner Richtlinien, nach denen der Student sein Leben und Wirken auszu- richten hat, wenn er seinen Verpflichtungen gegenüber der Nation gerecht werden will. In diesem Zu- sammenhang betonte der Reichsstudentensührer u. a. hie starke Kraft des Kameradschaftsgedankens, die zu den besten Werten der deutschen Nation gehört. Weiterhin hob er hervor, daß der deutsche Student feine farblose Persönlichkeit sein könne, sondern politisch sein und immer politisch denken und Han- dein müsse. Ferner müßten Tatkraft, Verantwor- tungssreudigkeit, Eharakter, Entschlußkraft, Zuverlässigkeit und das Bekenntnis zum ewigen deutschen Soldatentum die hervorstechendsten Merkmale des deutschen Studenten fein. Hierzu gehöre auch die iorgfamc Pflege aller geschichtlichen und volkstüm- lichcn Werte, die unserem Volke gedient haben und weiterhin dienen werden. In allen Lebenslagen und in seinem ganzen Wirken könne der deutsche Student immer nur dort stehen, w o die deutsche Nation steht. Als Bekenner einer soldatischen Lebenshaltung müsse es sein höchstes Glück fein, alle seine Kraft zur soldatischen Pflichterfüllung einsetzen zu können. Ein Student, der nicht von Herzen Soldat fei, fei kein Student. Aus dieser inneren Einstellung heraus erfülle der deutsche Stu- dent auch in diesem Kriege wieder selbstverständlich seine Soldatenpflicht bis zum Letzten. Und es habe sich dabei erwiesen, daß grpte Soldaten auch immer gute ctuöenten sind; durch die Kämpfe an der Front sind sie zu Männern gereift, ihre Jahre im Felde waren nicht verloren, sondern sie bedeuten einen Gewinn für ihr Leben. Zum Schluß betonte 6er Reichsstudentenführer: Der deutsche Student weiß, daß er zum er st en Stoßtrupp der deut sch en Nation gehört, daß fein Leben Vorbild fein muß und daß er sein Leden her JRation verschrieben hat. Und so wird der deutsche Student in diesem Stoß- trupp allezeit stehen und wirken als ein wahrer Ritter ohne Furcht und Tadel! (Langanhaltender starker Beifall.) Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Nur dex Freiheit gehört unser Leben" wurde die ein- Die Frage der Hausgehilfinnen. Zur Anzeigepflicht der Haushaltungen. — Oie Grundsätze der Neuverteilung der Kräfte. Di« gegenwärtige Lage im Arbeitseinsatz unb die Kriegsanstrengungen der Heimat erfordern eine totale und möglichst sinnvolle Erfassung aller vorhandenen Kräfte. Dieses Gebot gilt vor allem für solche Berufszweige, die — wie der Berufsstand der Hausangestellten — einen starken Gegensatz zwischen Angebot und Bedarf aufweisen und trotz des bestehenden Mangels an Kräften bisher noch nicht in erschöpfendem Ausmaß gelenkt worden sind. Eine gewisse Neuverteilung der hauswirtschaftlichen Kräfte erwefst sich also nicht nur als kriegswirtschaftlich notwendig, sondern ist gleichzeitig eine Maßnahme ausgleichender Gerechtigkeit. Die Arbeitsämter beschränkten sich bisher auf eine Lenkung, die darin bestand, daß sie die Neueinstellungen im kinderlosen Haushalt von ihrer Zustimmung abhängig machten und bestehende Arbeitsverhältnisse nötigenfalls nur dort lösten, wo mehrere Hausangestellte beschäftigt waren. Künftig sind sie zur Gesamtlenkung des Berufseinsatzes der Hausgehilfinnen ermächtigt. Es wird daher eine Anzeigepflicht für alle Haushalte eingeführt,, in denen eine Haushaltshilfe beschäftigt ist. Sie wird ausgelöst durch besonderen Aufruf des Arbeitsamtes, und zwar — um eine etwaige Umsetzung der Kräfte in möglichst engem Anschluß an den Eingang der Meldungen durchführen zu können — st u f e n w e i s e: Zuerst für frauenlose und solche Haushaltungen, in denen die Hausfrau meldepflichtig ist, im Sinne der Verordnung vom 27. Januar 1943 (kriegsbedingter Berufseinsatz), dann für Haushaltungen, in denen die Hausfrau nicht meldepflichtig ist, z. B. weil sie ihr 45. Lebensjahr überschritten hat, später für Haushalte, in denen zwei ober mehr Hausangestellte beschäftigt sind, und schließlich für solche, hie eine hauswirtschaftliche Kraft beschäftigen und denen keine schulpflichtigen oder jüngeren Kinder angehören. Unter „hauswirtschaftlicher Kraft" im Sinne dieser Anzeigepflicht sind alle, also auch die ausländischen Kräfte zu verstehen, die ständig mindestens zwölf Stunden wöchentlich mit Hausarbeiten beschäftigt sind, also zum Beispiel auch Tagesmädchen, Halbtagsmädchen, Stundenfrauen, Pflichtjahrmäd- chsn, hauswirtschaftliche Lehrlinge, Haustöchter und Hausdamen, Haushälterinnen und alle in der Kinderpflege Tätigen, soweit sie im angeführten Umfang häusliche Arbeiten verrichten. Die Lösung bestehender Arbeitsverhältnisse erfolgt selbstverständlich nur im Ausmaß der zwingenden Notwendigkeiten, also unter Abstimmung auf die allgemeine Lage im Arbeitseinsatz und den Bedarf der kinderreichen Haushaltungen. Bevor eine Entscheidung fällt, werden sowohl der Haushaltungsborstand wie auch die betreffende Hausgehilfin gehört, die gegebenen Verhältnisse eingehend geprüft und persönliche Belastungen berücksichtigt. Neben der Größe des Haushalts und der Zahl und dem Alter der dort lebenden Kinder wird vor allem das Alter und der Gesundheitszustand der Hausfrau, die Tatsache einer Schwangerschaft, die Anwesenheit pflegebedürftiger Personen, eine etwaige kriegswichtige Erwerbstätigkeit der Hausfrau oder deren Beanspruchung innerhalb der Berufstätigkeit des Ehemannes berücksichtigt. Andererseits ist für die Beurteilung des Einzelfalles natürlich auch von Wichtigkeit, oj) neben der Hausfrau noch erwachsene weibliche Familienmitglieder vorhanden sind, denen eine Mithilfe im Haushalt zugemutet werden kann. Das Formblatt, das von jedem Anzeigepflichtigen auszufüllen ist, stellt neben diesen Erhebungen die Frage nach allerlei Einzelheiten, die bei der Entscheidung von Einfluß sein können, so zunk Beispiel nach den vorhandenen Wohn-, Geschäfts-, Büro- und Nebenräumen, der Art der Heizung, dem Vorhandensein technischer Hilfsmittel im Haushalt, wie Waschmaschine oder. Staubsauger, nach Garten-, Jungen und Nlädel der hiller-Jugend! Am 29. und 30. Mai begeht ihr in diesem Jahr wieder euer größtes sportliches Fest: den Reichssportwettkampf. Mehr denn je seid ihr verpflichtet, eure Gesundheit, Kraft und Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern, um allen Erfordernissen des Kriegseinsatzes in vollem Umfange gerecht zu werden. Die Leibeserziehung steht darum mit im Vordergrund eurer Ausbildung in der Hitler-Jugend. Durch eure vollzählige Teilnahme am Reichssport- wettkampf sollt ihr im vierten Kriegsjahr vor dem Führer und dem deutschen Volk einen erneuten Beweis ablegen, daß ihr freudig und jederzeit einsatzbereit euren Pflichten nachkommt und tatkräftig alle euch gestellten Aufgaben erfüllt. Axmann. ' > * Der Reichssportwetlkamps der Hitler-Jugend gelangt in diesem Jahre im gesamten Reichsgebiet am 29. und 30. Mai zur Durchführung. An diesen Tagen tritt die Millionenzahl unserer Jungen und Mädel überall in Stadt und Land an, um ihr diesjähriges größtes sportliches Fest zu gestalten, das nach dem Willen des Führers den Leistungsstand und die Einsatzbereitschaft der deutschen Jugend alljährlich unter Beweis stellen soll. Jeder Junge und jedes Mädel muß sich beim Acker-, Wiesenland und Viehbestand, nach etwaigen Hilfskräften bei der großen Wäsche usw. Auch das Alter der im Haushalt lebenden Personen, die Betreuungspflicht gegenüber Kriegsversehrten oder sonstwie Körperbehinderten, die dem Haushalt angehören, und ähnliche Tatsachen spielen eine wichtige Rolle. , Man ersieht daraus, daß die Entscheidung über den Abzug einer hauswirtschaftlichen Kraft n sch t nach starren Prinzipien getroffen wird. Es wird also nicht schematisch etwa mir bei einer bestimmten Größe des Haushalts oder beim Vorhandensein einer genau festgelegten Zahl von Kindern künftig eine Hausgehilfin zugelassen fein. Die Beurteilung des Einzelfalles ergibt sich vielmehr aus dem Gesamtbild der individuellen .Gegebenheiten. Es wird z. B. oftmals zu prüfen sein, ob man sich für den Arbeitseinsatz - eirter meldepflichtigen Hausfrau ober besser für den Abzug ihrer hauswirtschaftlichen Kraft cntscheiben soll. Wenn ber Arbeitseinsatz der Hausfrau nicht einen kriegswirtschaftlichen Vorteil verspricht, wird man im allgemeinen zu letzter Lösung greifen. Es sind jedoch auch Fälle denkbar, in denen beide Maßnahmen nebeneinander angemessen scheinen. Weiterhin muß billigerweise vermieden werden, daß man einer zum Berufseinsatz nicht meldepflichtigen Hausfrau eine Hilfskraft zubilligt, während einer meldepflichtigen Hausfrau ohne Haushalthilfe unter gleichen häus- Reichssportwettkampf einer Leistungsprüfung, bestehend aus einem Lauf, Sprung und Wurf, unterziehen. Die einzelnen Leistungen werden unter Berücksichtigung des Alters nach der 100-Pnnktwer- tung beurteilt. Bei einer Gesamtleistung von 180 Punkten und . mehr erhält ber Junge bzw. das Mädel als Anerkennung die Siegernadel des Reichssportwettkampfes. Im Vordergrund ber Leistungsprüfung steht jedoch der.Mannschaftskampf, wobei bei jedem Fähnlein die beste Jungenschaft, bei jeder Gefolgschaft die beste Kameradschaft, bei jeder Jungmädelgruppe die beste Jungmädelschaft und bei jeder Mädelgruppe die beste Mädelschaft mit ber vom Führer unterschriebenen Urkunde ausgezeichnet wird. Heber den Bann- und Gebietsentscheid werden beim Reichsentscheid das reichsbeste Fähnlein, die reichsbeste Gefolgschaft, die reichsbeste Jungmädel- und Mädelgruppe ermittelt, in deren Besitz ber Wanderpreis des Reichsjugendführers für die Dauer des Wettkampfjahres übergeht. So ist auch in diesem Jahr der Reichssportwettkampf wieder eine gewaltige Kundgebung unserer Jugend und ber Beweis, daß sie gesund und leistungsfähig alle Aufgaben pflichtbewußt erfüllen wird, die im Kriegseinsatz an sie herantreten werden. 9er Reichssportwetlkamps der Wer-Zugend. Aufruf des Reichsjugendführers. I lichen Bedingungen eine Arbeitsleistung außerhalb des Hauses zugemutet wirb. Schließlich kann, wenn es irgendwie vertretbar ist, auf die Lösung von Lehr- und Pflichtjahrverhältnissen wie auch von Abzug älterer Arbeitskräfte, die mit dem betreffenden Haus'haU durch langjährige Dienste besonders verbunden sind, verzichtet werden. Die Mangellage im Hausangestelltenberuf verbietet im wesentlichen eine Abstellung in die Rüstungswirtschaft. Die von ihren bisherigen Arbeits? Verhältnissen abgezogenen Kräfte werden dahev grundsätzlich wieder im Haushalt eingesetzt, in erster Linie in kinderreichen und Aufs baufamilien. Allerdings können solche frei werdenden Kräfte, die .Aufnahme -einer Tätigkeit in ber Landwirtschaft >hereit sind, ober währenb des Krieges aus ber Lanbwirtschaft abwanderten, im Zuge der Neuverteilung der Landwirtschaft zugeführt werden. Die ^Arbeitsämter werden bemüht sein, im Verlaus ihrer Maßnahmen jeden Kräfte- ausfall zu vermeiden und die Vermittlung der neuen Stelle noch vor Beendigung des bisherigen Arbeits» Verhältnisses vorzunehmen. Die Neuordnung im Hausgehilsinneneinsatz wird zwar den allgemeinen Mangel an hauswirtschaft-- lichen Kräften nicht zu beheben vermögen, sie wird aber zu einer sinnvollen und gerechten Verteilung führen. Schneidereiabfälle, zerrissene Kleidung und Wäsche, zerschlissene Vorhänge und Teppiche, wie überhaupt aste Textil« abfälle sind noch der Zerfaserung-ifrvReiß* weif wieder Rohstoffe, 4ie zur Her* Stellung neuer Tuche, Decken und Stoffe von Front und Heimat dringend gebrauch! werden. Gebt die Sp"tnnstof-fobfäffe zur Sicherung des Rohstoffbedarfes jhst Spinnstoff- u. Schuhsammlung VOM 23. MAI BIS tt.JtWI Mt-6€4CH$B€AU#TC*GK MM-FOR AlIMATERIAttRHßSUSO Allen Verwandten nnd Bekannten dfe traurige Nachricht, daß am 25. Mai 1943 meine liebe Schwiegermutter, meine liebe Oma, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Braun Wwe., geb. Keck nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Albert Weigel, Oberstfeldmeister Gutrun Weigel. Zell (Oberhessen), den 25. Mai 1943. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 28. Mai, 14 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofs in Lieh aus statt. 03485 Am 18. Mai 1943 ist unsere geliebte Mutter Frau Mathilde Holzapfel Wwe. « geb. Ebel im Alter von 78 Jahren sanft entschlafen. Die Einäscherung hat in aller Stille stattgefunden. jm tarnen der Hinterbliebenen: Hauptmann Dr. jur. Hermann Holzapfel. Darmstadt (Viktoriastr. 42), den 23. Mai 1943. 1627 D Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Genehmigungspflicht beim Ein- und Verkauf von Ferkeln, Läufern und Schafen. Nachstehend wird auszugsweise ein Erlaß des RcichSnnnisters für Ernährung und Landwirtschaft vom 7. April 1943 zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Die Anträge auf Erteilung der Einkaufsgenehmigung sind in jedeni Falle bei der zuständigen Kartenstclle zu stellen, die über die erforderlichen Formulare verfügt. Auf den Kartcnausgabestellen können auch die sonst erforderlichen Auskünfte jederzeit eingeholt werden. I. (1) Nach den geltenden BewirtschaftnngSbestimmungen ist jede Schlachtung von Tieren, die der öffentlichen Bewirtschaftung unterliegen, genehmigungspflichtig. Diese Bestimmung gilt auch für Jungtiere aller Art (Ferkel, Läufer, Cchafläinmer imb Kälber). (2) Zur Sicherung eines ausreichenden Nachwuchses von Schweinen werden die bewirtschaftenden Stellen hiermit angewiesen, Schlachtgenehmigungen für Ferkel und Läufer nur in zwingenden Ausnahmefällen (z. Notjchlachtung oder Schlachtung kranker Tiere) zu erteilen. II. (1) Nichtlandwirtschaftlichc Tierhalter bedürfen für den Einkauf von Ferkeln und Läufern sowie von Schafen, Han,mein und Lämmem einer Eiukaufsgcnehmigung des zuständigen Ernährungsamtes.-Die Ein- kanfsgenchmigung ist für Schweine nur bis zu einem Lebendgewicht von 50 Kilograinm zu erteilen. (2) Die Erteilung der EinkaufSgcnehmigung ist grundsätzlich davon abhängig zn> machen, daß der Antragsteller den Nachweis der eigenen und ausreichenden Futtergrundlage erbringt. (3) Soll das Tier zum Zwecke der Hausschlachtung emgefteUt werden, so ist die Einkaufsgenehmignng nur zu erteilen, wenn der Antragsteller nachmeist, Laß er im HausschlachtringSjahr 1941/42 für die entsprechende Anzahl von Schiveinen oder Schafen HausschlachGngsgenehnugungen erhalten hat. Die Ernährungsämter werden ermächtigt, Ausnahmen von dieser Bestimniung zuzulassen, wenn die eigene und ausreichende Futtergrundlage gewährleistet ist. x , Die Ernährungsämter können ferner Ausnahinen hinsichtlich der Futtergrundlage in den Fällen machen, in denen derartige Ausnahmen nach den Bestimmungen über die Genehmigung von Hausschlachtungen zulässig sind (Bergarbeiter unter Tage, Arbeitersiedler usw.). (4) Nichtlandmirtschaftliche Tierhal'er sind solche Personen, die nicht ständig hauptberuflich in der Landwirtschaft tätig sind. AIS nichlland- wirtschaftliche Tierhalter gelten insbesondere alle Personen, die tm Sinne der Bestimmungen über die Selbstversorger mit Fleisch und Fett (Hausschlachtungen) zu den Selbstversorgern B und C zählen. III. Ter Bcr/auf von Ferkeln und Läufern sowie von Schafen, Hammeln und Lämmem an uichtlandwirischaftliche Tierhalter ist verboten, sofem nicht die unter II. vorgesehene Genehmigung vorgelegt wird. Dem Berkaus stehen gleich der Tausch sowie jede sonstige Ueberlassung von Ferkeln und Läufern sowie von Schafen, Hammeln und Lämmern gegen eine gewerbliche oder berufliche Gegenleistung (z. B. Dienste). IV. Die Eiukaufsgenehmigung und -bestätignug ist sowohl vom Käufer als auch von, Verkäufer oder deren Beauftragten eigenhändig zu unterschreiben. Die Einkaufsgenehmigutlg verbleibt in den Händen des Verkäufers, während die Einkmtfsbestäligung vom Käufer innerhalb von l Monat an das zuständige Ernährungsanit znrüctzugeben ist. Wenn die Einkanfsgcnehniiguug nicht ausgenuht worden ist, ist sie gleichfalls vom Einkaufsberechtigten an das Ernährungsamt zurüclzugebeft. V. Betriebe, die zum Handel mit Ferkeln und Säufern oder mit Schafen zugelassen sind (Biehhandelsbetriebe, Genossenschaften), spwie gewerbliche Schlachtbetriebe bedürfen zum Einkauf von Ferkeln und Läufern sowie von Schafen keiner Einkaufsgenehmigung. Die Haupt- vereinigung der Deutschen Viehwirtschaft wird ermächtigt, den Ein- und Verkauf von Ferkeln und Säufern bis zu 50 Kilogramm Lebendgewicht und von Schafen durch diese Betriebe besonders ju regeln. VI. (1) Für den Einkauf von Schweinen über 50 Kilogramm Lebendgewicht gelten die Vorschriften des nachstehenden § 25 der Anordnung Nr. 1/43 der Hauptvereinigung der Deutschen Biehwirtschaft betr. Schlachtviehmarktvrdnnng für das Jahr 1943. „§ 25. (1) Ter Einkauf von Schweinen über 50 Kilogramm Lebendgewicht mit Ausnahme der Zuchtschweine außerhalb der Schlachtvieh- märlte und VerteiluugssteUen ist nur gestattet, wenn der Käufer a) im Besitz eines Schlußscheinbuches oder 1)) im Besitz einer schriftlichen Einkaufsgenehmigung der für den Käufer zuständigen Kreisbauemschaft ist. Der Verkäufer ist verpflichtet, sich vor dem Verkauf den Schlußschein oder die Einkaufsgenehmigung vvrlegen zu (offen und hat diese beim Verkauf zu unterschreiben. (2) Als Futter- und Nutzschweine dürfen also nur Schweine ytit einem Lebendgewicht bis 50 Kilogramm ver- und gekauft werden." (2) Dementsprechend tritt an Stelle des in meinem Erlaß vom 10. 2.1942 — II B 6 — 732 — betr. Einkauf von Schlachtschweiuen abgedruckten $ 25 der Anordnung Nr.^/42 betr. Schlachtviehmarktordnung für das Jahr 1942 der vorstehende Wortlaut des § 25 der Anordnung Nr. 1/43 der Hauptvereiniguiig ber Deutschen Viehwirtschaft. In Angleichung an diese neue Bestimmung gilt daher an Stelle des in den Abschnitten I bis III des Erlasses vom 10. 2.1942 — IIB 6 — 732 — angegebenen Gewichtes von 60 Kilogramm das von 50 Kilogramm. Der Erlaß vom 10. 2.1942 ist in der nunmehr geltenden Fassung als Anlage II beigefügt. VII. (1) Soweit nichtlandwirtschaftliche Tierhalter Ferkel und Säufer sowie Schafe, Hammel und Lämmer bereits vor dem Inkrafttreten dieses Erlasses eingestellt haben, sind sie verpflichtet, dies unverzüglich dem zuständigen Ernährungsamt anzuzeigen, sofern die Tiei;e noch in ihrem Besitz sind. Die Meldepflicht erstreckt sich auf alle vor dem Inkrafttreten dieses Erlasses eingestellten Schweine oder Schafe ohne Rücksicht ans den Verwendungsziveck (Hausschlachtung, Wiederverkauf, Milch- gewinnung usw,). Diejenigen nichtlandwirtschaftlichen Selbstversorger, die als Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe zur Gruppe B zählen, sind von der Meldepflicht befreit. (2) Vom 15. Mai 1913 ab dürfen byrdj bie Ernährungsämter (Kartenausgabestellen) Hausschlachtungen der Selbstversorger ber Gruppe <3 und C nur noch genehmigt werden, wenn eine Einkaufsgenehmigung erteilt ober die Einstellung bes Schweines ober Schafes zur Mast gemäß Absatz 1 angezeigt worden ist. VIII. (1) Die Landesernährungsämter — 216t. A — können mit meiner Zustimmung den Einkauf von Ferkeln und Säufern sowie von Schafen, Hammeln und Stimmern durch landwirtschaftliche Tierhalter sowie den Verkauf an diese ebenfalls von bestimmten Boraussehnngen abhängig machen. Entsprechend^ Anträge sind durch die Hand des Reichs- bauernführers vorzulegen. (2) Die Landesernähruttg'sämter — Abt. A — werden ermächtigt, Ausführungsbestimmungen über bie Anerkennung ber eigenen nnd ausreichenden Futtergrundlage zu erlassen. Zn den selbst erzeugten Sutter-- Mitteln sind auch entsprechend beit Hansschlachtungsbestimmungen bie gesammelten Abfälle sowie als Entgelt für geseistete lanbwirtfchaftliche Arbeit bezogene Futtermittel zu zählen. IX. Zuwiderhandlungen g?gen die Vorschriften dieses Erlasses werden nach den geltenden Bestimmungen bestraft. 16280 Gießen, den 26. Mai 1943. Für bie Landräte ber Sanbfreife AlSfelb, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach sowie den Oberbürgermeister ber Stabt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. KHASANA KOSMETISCHE WELTMARKEN Mietgesuche Arzt-Ebevaar sucht dringend 3-5-Z.-Wohnung Schrift!. Slngeb. unt. 03481 a. d. Gieß. Anzeiger. Möblierte BJoHnuiw 2 bis 3 Zimmer, mit allem Komf. evtl.Einf.-Haus, zu miet, gesucht. Schr. Ang. unt. 03437 a.d.G.A. 2 möhl. Zimmer für Studienurlb. baldmöglichst zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 03474 a. d. Gieß. Anzeiger. Briefmarken I An- und Verkauf von Briefmarken ist Vertrauenssache. 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