von arid nne, inem lolfes Mittwoch,N.ZanuarMr GiehenerAnzeiger um Die Helden von Stalingrad material Berlin, 26. Jan. (DRV.) Der Führer verlieh EuropäischeLeistungsreserven birgsjäger-Division, als 182. und 183. Soldaten der ir alle arbeiten für den Sieg (sam- Ver- stebr sichern Dir wollen für Volk und Vaterland keinen Gedanken zu hoch halten, keine Arbeit zu langsam und mühevoll, keine Unternehmung zu kleinlich, keine Tat zu gewagt und kein Opfer zu groß. Friedrich Ludwig Jahn (1814). _.ja ganz (Europas. Beweisen wir. ein jeder an dem Platz, an den er gestellt ist, daß die Tat uns über alles 21 Panzerkampfwagen, 70 Geschütze, 200 Kraftfahrzeuge, über 100 Maschinengewehre und zahlreiches anderes Kriegs- lichen Kräfte und überwand durch feine Entschlossenheit und Tatkraft eine vorübergehend entstandene Krise. Generalleutnant Kreysing hat an der Spitze seiner Gebirgsjäger dem am mittleren Don mit star- flammen. Jn Nordafrika Spahlrupptatigkeil. . Jn Tunesien scheiterten versuche des Fein- jh, in den Vorlagen verlorene Stellungen zurück- Erobern. Seine Verluste in der Zeil vom 18. bis HJanuar 1943 betrugen: 4000 (Befangene, Vetikije Luki scheiterten. Auch südlich des L a- lv gase es brachen erneute mit Panzern vor- Ktragene feindliche Angriffe nach erbittertem Kampf nheits- ner W.He^ öleli». shwersten Linsahbedingungen nach Kräften unter- 3rn Kuban-und Manytfchgeblet wurden feindliche Angriffe in harten Kämpfen abgewiesen. He Bewegungen zu den befohlenen Frontverkürzun- Kl verlaufen im übrigen planmäßig. Panzertrnp- fti und motorisierte Verbände setzten zwischen Mantsch und Don ihren Angriff mit Erfolg fort. Ikr Feind wurde weiter nach Vordoslen zurückge- vvrfen. Am Don und Donezgebiet dauern Oer Webrmachtbericht. VVB. Ans dem Führerhauptquartier. 26. Jan. Das Oberkommando der Dehrmacht gibt Wannl: Der Ansturm der Sowjets gegen weite Teile der fmiii 13 0527/ Heldenhafter Kampf m den Ruinen von Stalingrad Llnfere Pflicht. Als Preußen durch das am 24. Februar 1812 in unterzeichnete Bündnis mit Napoleon schick- Tage durchmachte, gab Karl von a us e w itz, der Verfasser des berühmten Wer- Kriege" unter dem Titel „Drei Bekennt- eine Denkschrift heraus, die nicht nur seinen, der Seelenzustand aller wahrhaft national Männer der damaligen Zeit spiegelte Er in dieser Denkschrift: „Ich glaube und be- daß em Volk nichts höher zu achten hat Würde und Freiheit seines Daseins-, daß mit dem letzten Blutstropfen verteidigen es keine heiligere Pflicht zu erfüllen, Gesetze zu gehorchen hat; daß der einer feigen Unterwerfung nie zu ver- ist; daß dieser Gifttropfen im Blute eines in die Nachkommenschaft übergeht und die späterer Geschlechter lähmen und untergraben ; daß man die Ehre nur einmal verlieren fcnn; daß die El)re des Königs und der Regierung eins ist mit der Ehre des Volkes und das einzige Palladium seines Wohles; daß ein Volk unter den »elften Verhältnissen unüberwindlich ist im Kamp um seine Freiheit!" Eherne Worte, zu einer Zeit gesprochen, da es ljcht allein um Worte ging, sondern um d i e ae r p f l i ch t e n d e Tat, die ihnen Leben gibt. Die Generation um Clausewitz, die Scharnhorst, Etlicher xnb Gneisenau, die Stein, Fichte, Körner Oie letzte Arbeitskraft heran für den Sieg Oer Gauleiter sprach auf einem Betriebsappell. ifrbei ü unb • iorioi; iriu. S.L Li »'M 195. Jahrgang Nr. 22 tiT'ttieim ing.ich anher ©onntnab und feiertags Beilagen: (Siebener ♦Vamilienblätter Heimat imBttd-DieScholle BemaSvreiS: Monatlich . ..RM.I.80 SmtellflefiiitT,.. .. -.26 auch be- Nichterscheinen einzelnen Nummern höherer Gewalt Änuavme von Viiurmre für die Ntittaarn würden auch die älteren Männer einschließlich der hohen Fünfziger und der Sechzigjährigen. Der englische Nachrichtendienst sagte zu oiefen Ankündigungen: „Es ist ziemlich leicht, das alles zu enaten, denn es sind keine anderen Quellen zur Beschaffung der Arbeitskräfte mehr vorhanden. Alle anderen Elemente der arbeitenden Bevölkerung sind schon einberufen. Wir werben diesmal viele von denen einberufen, die es früher zustande gebracht haben, durchzuschlüpfen. Diesmal jeboch werben die Maschen viel kleiner ausfallen." Es wird in Deutschland interessieren, daß es ... unsere U-Boote sind, di« die Engländer so scharf an die schärfste Arbeit zwingen. Der englische Pro- duktionsminister Lyttelton schloß feine Rede mit folgenden Worten: ,^d) glaube, daß die allgemeine Einstellung meiner Landsleute die ist, daß sie alle diese Störungen ohne Widerspruch hmnehmen roer« den." Für Deutschland gilt mindestens das gleiche, darauf darf man sich in London verlassen. Dr. Ho, und Schenkendorff, 2fmbt und Porck, sie alle bewiesen durch tätiges Handeln, durch höchste Pflichterfüllung und freudige Opferbereitschaft für die Sache der Nation, daß sie aus einem Holz geschnitzt waren, das sich als härter und widerstandsfähiger denn feindlicher Will« erwies. Feind bei einem miUlärisch wirkungslosen Tages- angrlff vier Bombenflugzeuge. Schnette deutsche, nung getreten. Unser Soldaten an der Ostfrott! Heimat müsse jederzeit vor der Front bestehen kön- kampfflugzeuge griffen am Tage eine Ortschaft an stehen in härtestem Kampf gegen eine Flut von nen. Das-ganze deutsche Volk muß von einem fana- ' . 2 L- 7- - T - '. 2 ~ 'M mit gutem Erfolg an. Menschen und Material, die der Bolschewismus tischen Siegeswillen erfaßt fein. Wir weiden e» i.tm UtHorfrniti ! jahrzehntelang in systematischer und rücksichtsloser schaffen, weil wir es wollen und weil Adolf Hitler Ö04 KS meniaub ftUtn JfnterrreiH. j Weise für die Weltrevolution vorbereitet halte, uns führt. Wenn auch dieser gewallige Einsatz unseren Geg-1 - fer Ucbermacht angreifenden Feind unerschütterlichen Widerstand entgegengesetzt und zwei, zeitweise sogar drei bolschewistische Korps auf sich gezogen. Dadurch wurde der gesamte Armeeabschnitt entlastet unb wertvolle Zeit für den Aufbau einer neuen Verteibigungsfront acroonnen. Vom Feind umfaßt, durchbrach er dessen Einschließungsring nach Zerstörung sämtlicher kriegswichtiger Anlagen und entsetzte einen anderen ebenfalls non allen Seiten angegriffenen Stützpunkt. Er fügte dem >lachdrängenden Feind empfindliche Verluste au und kämpfte sich unter ständiger Abwehr der Bolschewisten, die mit ihren schnellen Verbänden eine überholende Verfolgung versuchten, nach dem befohlenen Abschnitt durch. General 5trci)Bng wurde 1S90 als Sohn eines Offiziers in Göttingen geboren. 1909 trat er in das Jägerbataillon 10 ein. Im ersten Weltkrieg erhielt er das Ritterkreuz des Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern. Seit 1933 Bataillonskommandeur, wurde er 1936 Kommandeur des Infanterie-Regiments 16, 1940 Generalmajor und zwei Jahre späte'. Generalleutnant. 3m Banne von Stalingrad. Madrid, 26.Jan. (Europapreß.) „Die deutsche Wehrmacht hat zwar einiges Terrain verloren, ihre Kampfkraft aber erhalten, was hinsichtlich der Fort- setzung des Krieges von entscheidender Bedeutung ist", schreibt der Militärkritiker des spanischen Blattes „ABE." Seit 20. November stürzen sich die Bolschewisten ununterbrochen in einen verzweifelten Angriff. Sie haben eine unvorstellbare Menge an Truppen und Kriegsmaterial in den Kampf geworfen, um nach einjähriger Vorbereitung die Position ihrer Gegner zu desorganisieren. Doneztal, Rostow und oorkaukasische Gegend waren ihre Hauptziele. Nach neun Wochen ununterbrochener Offensive haben sie lediglich über Berge von Leichen hinweg, die sich vor den deutschen Linken auftürmen, einige Ergebnisse erzielt, die jedoch strategisch kaum von irgendeiner Bedeutung sind. Man muh einmal die zurückeroberten kleinen Gebiete mit jenen gewaltigen Räumen vergleichen, die nach wie vor imantastbar in der Hand Deutschlands und feiner Verbündeten sind." Die Kritik schließt mit dem Hinweis darauf, auch nach dieser sowjetischen Winteroffensioe wird wieder der Augenblick kommen, den die deutsche militärische Führung als den geeigneten ansieht, um zu den entsprechenden Gegenschlägen auszuholen. Ihre jetzigen Defensivoperationen hat sie jedenfalls in der militärisch ökonomischsten Weise durchzuführen vermocht, um für den gegebenen Augenblick wieder ihre ganze Kampfkraft entfalten zu können. „Es geht ums Ganze, Wohlstand oder Elend, Herrschaft oder Sklaventum, der Sieg muß total unb endgültig sein, er muß jede Möglichkeit weiterer Katastrophen ausschließen", schreibt das Blatt. Berlin, 26.Jan. (DNB.) In Stalingrad haben bie wochenlangen Entbehrungen, das ununter- b achene Ringen gegen frische feindliche Truppen, tzcs Uebergewicht der Bolschewisten an Flugzeugen, fdimeren Waffen und das schutzlose Ausharren im offenen Gelände bei Schneesturm und schneidender Silte den Widerstandswillen unserer Soldaten und ifrer rumänischen und kroatischen Kameraden auch jn 25. Januar nicht brechen können. Der eherne jdöe zum Widerstand gab den erschöpften Offizieren iib Mannschaften die Kraft, sich selbst vor ihre ^-schütze zu spannen und sie Kilometer um Kilo- i"ter durch die tief verschneite Steppe zu schleppen, jas höchste Wissen um ihre Pflicht stellte General Md Grenadier Schulter an Schulter in den Nah- hmpf mit der blanken Waffe, und nicht besser er- fjat sich der Sinn echter Kameradschaft als da- bird), daß übermüdete Grenadiere, kaum dem llampfgewühl entronnen, sofort und ohne Befehl Weder angreifen, als es gilt, die Besatzung eines Iht Hintes der feindlichen Linie notgelandeten ugzeuges wieder herauszuhauen. All das aschieht unter den paulenlos nieder k-ichenden Bomben der feindlichen Flugzeuge, die 2 q und Nocht fast ungehindert über dem Kraterfeld Krisen, weil die Flakgeschütze die feindlichen Panzer vicnichten müssen. Die Kanoniere eines einzigen Din allen Seiten angegriffenen Geschützes zerlassen im rasenden Feuer von 28 angreifenden Amzern allein 15. Doch bald folgten neue und noch Üwerere Angriffe, bei denen die bolschewistischen P-mzerkampfwagen ihre eigenen Schützen vor sich getrieben, um sie zum Stürmen zu zwingen. Wieder rtUte die Feuerwalze in die schwachen Deckungen, wb langsam gewann die feindliche Uebermacht an tiben. Doch wieder vermochte sie nicht den Wider- 6; nb zu brechen. Unsere Soldaten boten in den rümmern des westlichen Stadtrandes ban Bolsche- frften von neuem die Stirn. Jeder Mauerrest, jede Branbruine wurde zur hart umkämpften F e st u n g. Die deutschen, rumänischen unb kroatischen Helden haben sich um ihre Führer geschart und halten tobesmutig ftanb. Alle Unterschiede nach Rang und Waffengattung sind gefallen, übrig geblieben ist allein der eiserne Wille zum äußersten Widerstand, der zum verpflichtenden Vorbild für alle Deutschen geworden ist. Auch an den übrigen Fronten des südlichen Abschnitts standen unsere Truppen am 25. Januar in erbittertem Kampf gegen den überlegenen Feind. Im Kuban- unb Manytschgebiet hat eine neue Kältewelle das verschlammte Gelänbe wieder gefestigt, so daß bie Bolschewisten ihre Vorstöße wieder aufnahmen, ohne jedoch ihre Kamofziele gegen die deutschen unb slowaktzchen Verbände erreichen zu können. Zwischen Manytsch unb Don setzten dagegen unsere Panzertruppen unb motorisierten Einheiten ben am 21. Januar begonnenen Gegenangriff erfolgreich fort. Die Bolschewisten konnten bem Stoß nicht widerstehen und mußten ben energisch nach Norbosten vordringenben deutschen Verbänden einige Ortschaften preisgcbtn. Die zum Gegenstoß angesehen Panzerformationen muhten das Gefecht abbrechen unb in ihre Ausgangsstellungen zurückrollen. Nörblich b e s Donez traf ein schwerer Angriffsschlag unserer Luftwaffe sowjetische Panzer- kräfte, bie sich im Vorgelänbe ber beutschen Stellungen bereitftellten, und zahlreiche Nachschubkolonnen so überraschend, daß nur vereinzelte Flugzeuge zur Abwehr auffteigen konnten, von denen zwei im Feuer unserer Jäger abstürzten. Mit diesen wirksamen Schlägen erleichterte die Luftwaffe den Heeresverbänden ihren anhaltend schweren Abwehr- kämpf, ber besonbers sübwestlich Woronesch mit äußerster Härte geführt werben muhte, um bie feinblichen Angriffe abzuschlagen. erbitterten Abwehrkampfe an. ..... -............rio—rr. Südwestlich Woronesch griff der Femb nid)tete allein in zwei Tagen 22 Panzerkampfwa- vik neu hercmaeführlen Kräften in breiter Front ber Bolschewisten. Als es dem Feind am fol- ktteut an Lr wurde im wesentlichen blutig abge-|genben Tage gelang örtlich in die Stellungen eines tefen D^e Kämpfe sind noch im Gange. Oertliche Panzerkorps etnjubringen, trat Hauptmann von k! «c k a o m nnb lüdwesttich Gazen zu kühnem Gegenangriff an, vernichtete nach ^griffe der Sowicts bei R f 4 e ro un f I ä) hartem Ringen bie eingebundenen starken feind- ni at 1 2 a t z - a .. o : C A« iMt-lfin ’f I fti ilinl 1 hi Orn LU' < • • < r rr — 11 j. ( _ r deutschen Wehrmacht. In kühnem Angrifssschwuna stieß Oberleutnant v. Gazen bei den A n g r i f f s k ä m p f e n auf Rostow im Juli 1942 an ber Spitze seiner Pon- zer-Grenadiere in entschlossenem Zupacken burch die Stellungen der Bc-'!chewisten und erreichte ben Rordteil der Stabt. Dort nahm er einen wichtigen Flußübergang in Besitz und ermöglichte so den nachfolgenden Kräften den Zugang zur Stabt Seit- bem hat sich der inzwischen zum Hauptmann be- förberte, erst 25jährige Offizier im Kaukasus erneut ausgezeichnet. Seine Kampfgruppe ver- Ori front nahm gestern an Heftigkeit wieder zu. 3ii schweren Abwehrkämpsen gegen vielfach über-, ... __ - Irenen Feind behaupteten sich die deutschen Armeen derSüdküsteLnglands SC en alle Durchbruchs- und Umfasfungsversuche. Jn Stalingrad haben sich die Verteidiger, bei sich neben rumänisch^ Divifionen auch - Ritterkreuz des Eisernen kreu- Dk einer k r o a t i f ch e r v e r b a nb befindet im, Hauptmann Waldemar von Gazen. 110114)cn und mittleren Teil |gca Gaza, Vataillonskommandeur in einem jinen auf einen engen Raum zu^mmenschlo en. Ponzer Grenadier Regimenl, und dem Generalleut- Sie leisten dort unter Führung ihrer Genera^ w - nQnf ^an9 kreysing, Kommandeur einer Geir heroischen Widerstand, von der Luftwaffe unter bira5:äaer.7)il>jrlon als 182. und 183. Soldaten der NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spreit- nenn gewisse Erfolge gebracht hat, so sind wir doch g e r sprach am Divnstagnachmittag im Rahmen vo l l e r Zuversicht. Die Konsequenz, die bas eines Betriebsappells zu ber Belegschaft eines Wer- beutfche Volk aus dem verstärkten Ansturm des kes im Kreis Groß-Gerau über die gegen- Ostens zieht, ist allein die ber vermehrten wattige politische und militärische Lage und über Kraftentfaltung. Jetzt gelte es kompromiß- die Aufgaben der Heimat. | los alle zur Verfügung stehenden Nach der Begrüßung durch den Betriebsführer Kräfte einzusetzen. Jeder Einzelne hat heute die behandelte ber 0-nitriter zu Beginn seiner Rebe heilige Verpflichtung, sich in ben Produktionspro- bie Erfolge bes Nationalsozialismus, die in den'zeß einzuschalten und so mit für ben Endsieg bei- zehn Jahren seit der Machtübernahme das deutsche! zu tragen. Mit ber gleichen Härte wie unsere Sob Volk zu einer verschworenen Gemein- baten im Kampfe stehen, hat jeder Deutsche jetzt schäft zusammengeschmiedet haben. Ge-, einem Arbeitsplatz auszufüllen. Die Geschichte hat nou so wie ber Nationalsozialismus vor der Macht- , gezeigt, baß ein Steg nicht ohne Verluste urrb Rück- Übernahme aegen die Kräfte des Chaos ringen schlüge errungen werden kann. Nur ber wird Sie« mußte und habet auch erst nach härtestem ger sein, ber bis zuletzt bas Kampffeld behauptet. Einsatz den Sieg bauonqetragen habe, so Niemand in ber Heimat zweifelt daran, daß dies kämpfe heute das ganze deutsche Volk in eiserner ber deutsche Soldat sein wird Sie Ll-Voole Deutschlands gefährlichste Waffe" // an ditz Hängebank. Langsam hebt sich die Schale zu Tage. Di- Glocke schmettert im sumpfigen Schacht läutet, die Schiebetüren werden weggezogen, die drei Aber am härtesten ift bie Arbeit vor der Kohle, Böden des Förderkorbes leeren und füllen sich mit vor Ort, wie sie es nennen. Hier ist die vorderste Männern. Auf der einen Seite steigen die Männer Linie des Kampfes, den der Bergmann gegen die aus, die ihre Schicht, ihre Nachtschicht, verfahren vier Elemente zu führen hat; hier vollzieht sich haben, auf der anderen Seite nehmen die Begin, l Stunde um Stunde ein verbissenes Rmgen gegen Grubenfeld mit seinen Gängen und Kanälen uich mit jenem schwarzen Hort, ohne den sie unb dis Welt nicht loben können. * Im Mittelmeer versenkte ein italienisches U-Boot einen feindlichen Transporter von 18 000 BRT, der von Zerstörern begleitet war, durch zwei Torpedotreffer. Zu Ehren des scheidenden deutschen Botschafters Eugen O t t gaben der Tenno und die Kaiserin eine« Empfang, an dem auch Außenminister Tani teil- nahm. Der Tenno und die Kaiserin sprachen Botschafter Ott herzliche Worte der Anerkennung für die hervorragenden Verdienste aus, die er sich um die Beziehungen beider Länder erworben hat. * Der französische Ministerrat hat beschlossen, dis französische Staatsangehörigkeit abzuerkennen deut General Nogues, Generalqouoerneur Chatel, General Quin, Botschafter Peyrouton, Konteradmiral Delaye, Major Arzur, Bankdirektor Pose und dem Industriellen Lemaigre-Dubreuil. Qn Bagdad ist ein Vertreter der Sowjetunion eingetroffen, um mit der irakischen Regierung Verhandlungen über die Aufnahme der diplomatische« Beziehungen zwischen der Sowjetunion und dem Irak zu führen. Es heißt, daß er in der gleiche« Mission nach Aegypten Weiterreisen wird. kein Laut und kein Sonnenstrahl von oben dringt. Hart, erbarmungslos, von Gefahren umwittert ist ihre Arbeit. Der eine rutscht auf den Knien und bohrt und keilt die Kohle herein, der andere schippt sie auf das laufende Förderband oder die schüttelnde Rutsche, der dritte baut mit Stempeln und Unterzügen aus, oder jener steht auf einer Handbreit Boden an der Hängebank, zieht die Wagen ab, stößt die entleerten auf, und tief unter ihm gähnt die drohende Teufe. Ein Fehltritt, und er liegt zer- Qm Haus der Flieger in Berlin fand auf Einladung der „Zentrale freies Indien" eine Kund» gebuna anläßlich des indischen Unabhängigkeitstages unter dem Vorsitz des indischen Freiheitsführers und ehemaligen Präsidenten des Allindischen National- kongresses, Subhas Chandra Bose, statt. Man sah Vertreter Italiens, Japans, Manüschukuos, Thailands und der Slowakei sowie Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehrmacht. worden. Bei dieser Wanderung waren über 2000 km zurückzulegen, was viele Monate in Anspruch nahm. Daher sind Tausende Stück Vieh infolge Wasfer- und Nahrungsmangels zugrunde gegangen. Aus Queensland werden weitere Zehntausende von Rindern und Schafen Entfernt. Man will damit verhindern, daß die Japaner im Falle einer Landung auf dem australischen Kontinent in der Nähe der Küste Lebensmittel oorfinden. General Alexander an die Stelle Eisrnhowers? Rom, 26. Ian. (Europapreß.) Ein scharfer gaullistisch-englischer Feldzug gegen den Nordamerika- nischen Obertommandierenden in Nordafrita, General Eisenhower, ist in vollem Gange, berichtet der italienische Rundfunk. So soll der gaullistische Sender Brazzaville (in Französisch-Kongo) offen davon gesprochen haben, welche Mißstimmung die politischen Treibereien Eisenhowers in Nordafrika hervorgerufen haben. Hierbei habe der Sender vorgeschlagen, daß Eisenhower durch einen weniger politischen und mehr mllitärischen General ersetzt werde. Nach einer Meldung von „United Preß" soll der englische Kandidat für den Posten Eisen- Howers der Oberkommandierende im Nahen Osten, General Alexander, sein. Kommunisten als Brandstifler in den Kautschukplantagen Brasiliens. Rom, 26.Ian. (Europapreß.) In den Kautschukplantagen des brasilianischen Staates Amazonas stehen seit einigen Tagen zahlreiche Kautschukplantagen in Brand. Der Schaden trifft neben den brasilianischen Pflanzern besonders auch d i e USA;-Regierung, die sich die Kautschukerzeugung Brasiliens gesichert hat. Die Urheber der Brände sind Kommunisten. Diese geben sich in Rio de Janeiro, Sao Paulo und den übrigen größeren Städten als Ueber-Nationalisten aus, während sie in den inneren Staaten zum Terror übergegangen sind. Die Regierungen der einzelnen brasilianischen Bundesstaaten können wegen ves Bündnisses mit der Sowjetunion energische Maßnahmen nicht ergreifen. ■ ___________________________________________ gefordert werden. Dieses Hartsem ist der Inbegriff aller soldatischen Tugend — in ihm muß sich in einem solchen großen Ringen, wie wir Deutsche es jetzt zu bestehen haben, auch der feste Wille des ganzen Volkes verkörpern. Keine andere Nation hat im Laufe ihrer Geschichte so viel Schweres zu bestehen gehabt wie die unsere. In all diesen Prüfungen und durch die ge- schichUichen Lehren, die wir dabei erfahren haben, haben wir einen festen Bestand an innerer Härte in diesem Krieg mit auf den Weg bekommen. Auch das Schicksalsgeschenk des so raschen und entscheidenden Siegeslaufes unserer Wehrmacht in West und Ost hat uns im Herzen nicht schwach werden lassen; wir ahnten in jeder dieser Stunden, daß eine so große geschichtliche Entscheidung, eine solche Umwälzung, wie sie sich in unserem Zeitalter vollzieht, uns nicht zu schnell geschenkt werden würde, sondern daß wir sie uns schließlich doch schwe r und ernst erringen müßten. Dieses Wissen hat uns hart erhalten. Wir wollen dafür dankbar fein; denn nur wer hart ist, ist stark, und nur wer stark ist, kann in diesem größten Ringen aller Weltgewalten siegreich bleiben. Das Hartsein ist aber auch der Schutzwall für die seelischen Kräfte des Volkes, und diesen festen Panzer weiter zu d er ft arten, das soll der feste Entschluß fein, den wir gerade in den gegenwärtigen Tagen und Wochen fassen wollen. Ein Entschluß, der jeden einzelnen und für sich angeht, weil er eine Sache des Charakters ist. Ein Entschluß freilich, der sich auch nach außen tunbtut; denn Kampf im Schoß der Erde. Von Alfred Petto. Mit dem ersten der Frühzüge, die -von beiden Talseiten anrollen und auf dem Bahnhof halten, kommt für Minutenlänge Getrappel und Gelaufe in die Dorfstrahen. Scharen von Männern ziehen vom Bahnhof, strömen in die Dorfmitte und biegen in die Hauptstraße ein. Auch von den Feldwegen hüben und drüben kommen sie angewandert, manche fahren auf Rädern und schlängeln sich durch den Strom der Gehenden. Und jetzt öffnen sich an den kleinen Häusern die Türen, Männer treten heraus, gesellen sich zueinander, bald ist es ein unübersehbarer Strom von Gehenden und Fahrenden; das .Knallen der genagelten Schuhe, das Klirren der Stecken erfüllt die engen Straßen. Sie alle bemegen sich zur Grube hin, die sich weit draußen zwischen Dorf und Wald hoch über dem Tal auf einer Berg- nafe erhebt. ' und hier l einem ewig gleichen ziehen sie die Kleider aus , ., an; sie lassen die an langer Kette bis zur hohen Saaldecke hinaufgezogenen Rollen herab, hängen Hemd, Hose, Rock und Schuhe in die vier Haken und ziehen sie wieder zur Decke hinauf. In der Lennpenbude nebenan empfangen sie ihr Geleucht, mit brennenden Lichtern geht es danach in den Verlesesaal. Hier ruft der Steiger die Namen seiner Abteilung auf, dann lüpft er den Hut, seine Leute folgen seinem Beispiel, stumm und wie betend verharren sie kurze Weile. Und jetzt begeben sie sich über das vieloerzweigte Gestänge zur Schachthalle, Bereinigten Staaten vor allem ein Gleichgewicht zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Kriegsschauplatz wünschen, während China alle Offensivkräfte nach dem Pazifik und die Sowjetunion nach dem Atlantik geleitet haben mochte. Aus diesem Grund liehe sich in einem solchen Kriegsrat kaum eine geeignete 11 eher - einftimmung herstellen. United Preß hebt dann hervor, daß die „unterrichtete Stelle (in London) „in einer höchst engen Verknüpfung der briti- scheu und amerikanischen Kriegspläne das Hauptproblem sieht", wobei diese Strategie, soweit als möglich, auch auf die Sowjetfront abgestimmt werden müsse. Auch Meldungen aus Washington bestätigen, daß es über den Plan eines Dierer-Kriegsrates zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten gekommen ist, die so weit gingen, daß die Veröffentlichung eines Abschluß-KommuniquSs hin aus gezögert werden mußte, da der Sowjet-Botschafter namens feiner Regierung die britisch-amerikanischen Vorschläge von der Annahme bestimmter politischer Forderungen abhängig machte. Er forderte auch die Einräumung des Postens eines militärischen Beraters für einen Sowjetoffizier im Falle der Schaffung eines ge- meinfomen britifch-norbamerikanischen Oberkommandos. Die Hauptschwierigkeiten ergaben sich jedoch, als der Sowjetvertreter den Anspruch Moskaus auf die politische Führung in Europa für die Nachkriegszeit anmeldete. Diese politischen Divergenzen, so erklärt man in Wafhing- ton, würden zur Folge halben, daß ein Vorsitz Roosevelts in Dem geplanten „Rat der Vereinigten Nationen" nur eine formale Bedeutung hätte. Ein weiterer Hauptpunkt der Beratungen war die sich ständig verschlechternde Transportlage. Alte trategischen Pläne für 1943 hingen in der Luft, olange es nicht gelinge, der U-Bootgefahr Herr zu werden. Verschwendung von Arbeitskräften in den USA. Genf, 26. Jan. (DNB.) In „The American Magazine" bezeichnet Senator Byrd die Verschwendung von Geld und Arbeitskräften in den Vereinigten Staaten als skandalös. Dieser Skandal habe sich zu einer ausgesprochenen Krise ausgewachsen. In vielen Fällen verrotte die Ernte auf den Feldern; doch feien viele Regierungsangestellte den halben Tag damit beschäftigt, Zeitschriften und Bücher zu lesen. Die Munitionsfabriken riefen vergeblich nach weiblichen Arbeitskräften, während von der Regierung beschäftigte Stenotypistinnen an ihren Schreibmaschinen säßen und Kreuzworträtsel lösten. Bei der kommenden Budgetberatung werde er den Abbau nicht notwendiger behördlicher Stellen mit aller Kraft betreiben. Riesige Viehwanderung in Australien. Mailand, 26. Ian. (Europapreß.) Eine riesige Viehwanderung ist jetzt in Australien durchgeführt n end en die verlassenen Plätze ein, jedesmal ihrer zehn. Rasch leeren und füllen sich die drei Stockwerke. Die Männer lehnen sich gegen die Drahtwand des Korbs (oder der Schale, wie er hierzulande heißt), in der einen Hand halten sie die Lampe, in der anderen den Meterstock. Die Türen schließen sich, der Riegel fällt vor die Stütze, der Signalgeber läutet viermal mit der Glocke. ..Glückauf!" murmelt er. Drüben im Maschinenhaus löst der Fördermaschinist den Hebel, so daß die Schale fällt. Langsam, bann rascher gleitet sie den tiefen Schacht hinab, das Licht des Tages erstirbt, oie Lampen beginnen au leuchten. Schweigend stehen die Männer im sausenden Korb. Sie versinken aus der Welt des Tages und der Sonne in den nächtigen Schoß der Erde. Am Füllort hält die Schale, die Männer verlassen die drei Stockwerke, wandern durch die vielverästelten Schläge und Strecken an ihre Arbeit, der eine hierhin, der andere dorthin: an die Abbaustellen der Kohle, an die Förderung, die Maschinen, Waaen, Lokomotiven, in die Werkstätten und Schächte. Und bald hebt auch ihre Arbeit an, nimmt den Umtrieb von der Nacht auf und steigert ihn. Ohne Rast und Ruhe drängt sie vorwärts, ein Rad greift ins andere, ein jeder ist ein Teil des Ganzen. Wie abge«. sondert, abgeschieden von der Welt leben die hundert und aber hundert Menschen in den Eingeweiden der Erde, in einem unentrinnbaren Verlies, wohin harter werden heißt, eine Stufe hoher steigen Über die kleinen Dinge des Lebens, heißt Verzicht und Opfer, heißt vieles von sich selbst vergessen und in Einsatz und Schaffen über das Maß dessen hinauswachsen, was bisher als Grenze erschien! Das zu lernen: durch Schweres stets harter zu werden, das scheint mir die höchste und stolzeste Bewährung jedes deutschen Mannes, jeder deutschen Frau zu fein, und ich glaube, daß auch dieses Können schließlich in der Waagschale der Entscheidung einen bedeutungsvollen Ausschlag für den Sieg Des deutschen Volkes im größten Lebenskämpfe feiner Geschichte geben wird. Gin Frankfurter Ritterkreuzträger. Berlin, 26.Ian. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Haupt- mann Hans Uhl, Dataillonsführer in einem ©re* nadier-Regiment. Am 25. August 1916 als Sohn eines Lokomotivführers in Frankfurt a. UJi. geboren, warf er einen mit starken Infanterie-Kraften und zahlreichen Panzern im Raum von Rfchew örtlich eingebrochenen Gegner wieder zurück und vernichtete dabei selbst zwei schwere Panzer im Nah kämpf. Hauptmann Uhl trat nach Erlangung des Reifezeugnisses an der Nationalpo- Mischen Erziehungsanstalt Oranienstein 1936 als Fahnenjunker in das I. R. 87 ein. 1938 wurde er Leutnant im I. R. 106 und 1942 Hauptmann. nicht auf bestimmte w , anosen festlegen. Obwohl die Bundesräte, an deren Spitze im Jahre 1943 der kürzlich von der Bundesversammlung gewählte Vorsteher des Post- und Eisenbahndepartements, der Tesiiner Enrico Ce- finden. Doch die BundesreAerung schweigt; sie will sich nicht auf bestimmte Neuordnungspläne und Pro- Mann hinter Mann betreten fle das Zechenhaus, läuft ihr Tagewerk an, ihre Schicht, in ig gleichen Wechsel: in der Waschkaue und die Schafskleider Alarm in der Tierwelt. Die Tiere, die in der Gemeinschaft leben, haben eine Methode ausgebildet, ihre Gefährten bei Gefahn zu warnen. Wenn sich jemand einer Fuchshöhl« nähert, vor der die Jungen spielen, stößt der aü< Fuchs, der sie bewacht, sobald er die Gefahr bemerkt, regelmäßige Töne aus, die etwa wie die eine? Trompete klingen. Die Füchsin schlägt zweimal mü einer Vorderpfote auf den harten Boden, und soson verschwinden die Kleinen in der Höhle. Ein ähnlicher Signaldienst ist bei den Bibern i® Gebrauch. Kaum ist irgend etwas Verdächtiges z» bemerken, so schlägt eins der älteren Tiere mü seinem flachen Schwanz auf das Wasser, und diese? Ton ist das Zeichen für alle anderen, unverzüalick unterzutauchen und in ihrem starken Bau Zufluch! zu suchen. Auch bei dem Präriehund, der noch in den Staaten von Mittelamerika lebt, kann man gleiches beobachten. Dieses Tier, das zu der Familie der Murmel! tiere gehört, gräbt sich feine Wohnung tief in du Erde und lebt von Pflanzen. Rings um die Höhlen werden kleine Hunde verteilt, die die Aufgabe haben, Wachtposten zu fein, während die ganze Schar ruhis weidet. Bemerken die Wächter etwas Ungewöh«- liches, so stößt derjenige, der es zuerst wahrnimnü, ein scharfes, aber leises Gebell aus, das unverzüglich von den anberen Posten aufgenommen und wiederholt wird. Mit einem Schlage entvölkert sich du ganze Prärie, alle Tiere find in ihren Höhlen verschwunden. Der Mufflon von Korsika und andere Wlldtiecr der Berggegenden sind gewöhnlich sehr scheu uill wachsam. Auch wenn die Herde auf den unzugaE lichsten Höhen weidet, ist eins der alten Tiere auf dem höchsten Gipfel als Wache ausgestellt. Sie ge» ringfte Gefahrdrohung wird von diesem signalisieri, indem es den Boden mit den Füßen stampft, uw sofort verläßt die Herde die Weide und zerfrreuLW (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Zürich, Januar 1943. Wenn man die schweizerische Politik im vierten Kriegswinter nach ihren äußeren Erscheinungen und sichtbaren Ergebnissen beurteilt, so bewegt sie sich nach wie vor im Rahmen der traditionellen Grundsätze: Neutralität nach außen, Aufrechterhaltung der liberal-demokratischen Einrichtungen, soweit es die triegslbebingten Erfordernifse zulassen, Zurückhaltung gegenüber allen ausländischen Reformbestrebungen. Die Anpassung an das Klima des Krieges geschieht nur zögernd und schrittweise, vielfach nur unter dem Druck unabänderlicher Tatsachen. Immerhin kann gesagt werden, baß beispielsweise die Entwicklung auf dem Gebiete der planwirtschaftlichen Lenkung der Produktion, des Handels und des Verbrauchs heute viel weiter fortgeschritten ist als vor einem Jahr. Irn allgemeinen läßt man aber die Dinge an sich herankorn- men und verzichtet auf jeden Versuch, schon jetzt ein großzügiges Programm auf weite Sicht vorzubereiten, das mit der kommenden Neuordnung Europas üb er einstimmen würde. So sehr sich die Schweiz bemüht, bas insulare Dasein eines vom Kriege nicht direkt berührten Landes möglichst lange weiterzuführen, zweifelt niemand daran, daß in Zukunft „sehr vieles anders werden wird". Um so größer ist der Wirrwarr der Meinungen über die Einzelheiten der kommenden Neugestaltung des staatlichen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Ein Fülle von Vorschlägen wirbt um die Gunst des Schweizervoltes. Man sucht übereifrig nach „schweizerischen Lösungen" der umstrittenen Probleme. Als ob ein kleines Land mit etwas mehr als 4,2 Millionen Einwohnern feinen eigenen Weg gehen könnte, wenn sich die übrigen Völker des Kontinents zum gemeinsamen Werk des europäischen Neuaufbaues zusammen- Schweizer Sorgen im vierten Kriegswnner Von unserem Dr. S.-Berichterstatter. die unnachgiebige Brust der lagernden Kohle, hier liegt eine fast unerträgliche Hitze unter der niederen Firste, hier g'cht es meist kein Aufrechtstehen, hier schwebt der hangende Fels über dem Leben der Männer. Die Arbeit vor der Kohle ist Sinn und Ziel des ganzen riesenhaften Getriebes, ist seine Erfüllung. Vor Ort klingen die Eisen und Pickel, rattert der bohrende Hammer, knirscht die fressende Schrämmaschine, vor Ort bricht die Kohle herein, wird für die Welt der kostbare schwarze Stein gewonnen, dem trächtige Urweltkräfte innewohnen. Hier arbeiten die Hauer, keiner ist von dem anderen zu unter, scheiden, ein jeder nackte, schweißige Brust, Hose und Schuhe und kohlegeschwärztes Gesicht, aus dem das Weiß der Augäpfel gespenstisch leuchtet, ein jeder Faust und Arm, Kraft und Geschicklichkeit. Das andere sind die Schlepper. Sie schippen die Kohle auf die laufenden Bänder, laden sie in die Förderwagen aus. Auch ihr Tun ist ein ewiger Kreislauf. Und jetzt kommen die anderen, sie fahren die Kohlenzüge zum Füllort am Schacht. Hier stehen die Anschläger, bereit, die gefüllten Wagen auf den Förderkorb aufzustoßen und die leeren, die von oben kommen, abzuziehen. Vor der Kohle aber verläuft die vorderste Front. Das andere alles ist Vorrichtung, Anmarsch, Nachschub, Abtransport und Versorgung, ist nur das sichernde und nachrückende Hinterland, die Etappe. Nach draußen aber bringt kein Laut von alledem. Die Welt vernimmt nicht die aber tausend Hammerschläge, das Dröhnen der Schüsse, das Donnern der niedersausenden Schalen, das Gepolter der beladenen Köhlenzüge in den Strecken, das Keuchen der Maschinen, den Pulsschlag der Arbeit im dunklen Schoß der (Erbe. Die Menschen über Tage sehen nur die Seilscheiben am Fördergerüst, die sich lautlos gegeneinander drehen, und die laufenben För- derwagsn, die ihre also hereingewonnene schwarze Beute in die wartenden Eisenbahnzüge entleeren. Die Menschen über Tage gehen über die^ weichen Waldpfade und schreiten hinter dem Pflua, sie wohnen in ihren Häusern und mähen das Korn, aber fchon unter ihren Fußsohlen beginnt das weite Kleine politische Nachrichten. Dr. Alfred Teves, Wehrwirtschaftsführer und Kal. Bulgarischer Generalkonsul, Betriebsführer deö Maschinen- und Armaturenfabrik Alfred Toves, Komm.-Ges. in Frankfurt a.M., begeht seinen 75. Geburtstag. Stockholm, 26.Ian. (DNB.) Der Londoner Korrespondent von „Daaens Nyheter" stellt fest, daß nach Auffassung englischer Sachverständigen die U-Boote die gefährlichste Waffe Deutschlands im augenblicklichen Kriegsabschnitt seien. Die Bekämpfung der Unterseeboote fei daher bas Hauptproblem der Achsengegner. Der „Manchester Guardian" erhebt die Forderung nach einem Ausschuß für die Bekämpfung der Unterseeboote^ mit Churchill als Vorsitzendem. Die „Daily Mail" er- innert daran, daß bei Beginn des Krieges in England vielfach die Meinung vertreten worden fei, daß Unterseeboote bei den vorhandenen Abwehr- -mitteln nicht mehr die Schiffahrt bedrohen könnten. Jetzt seien die Engländer eines Bessere n b e - lehrt worden. „Der gegenwärtige U-Boot-Krieg nimmt einen für die Demokratien völlig neuen Verlauf", stellt „Daily Mail" fest. Früher seien die Schiffsoersenkungs-ziffern von Monat zu Mo- hat zurückgegangen, während sie jetzt immer weiter anstiegen. Dieser Rhythmus drohe in eine Katastrophe für die Verbündeten auszuarten. Mit den größten Befürchtungen müsse man dem U-Boot- Krieg in den Frühjahrs- und Sommermonaten ent- gegensehen, wenn schon in den Wintermonaten so Diele Schiffe den U-Booten zum Opfer sielen. Das beunruhigendste fei die Erkenntnis, daß Deutschland offenbar in der taktischen und technischen Entwicklung der U-Boot-Waffe der von den Verbündeten angewandten Methode der U-Boot-Abwehr weit vorouseile. Auch Churchills Reife im Schatten der Ü-Noot-Gefahr. Von unserer Berliner Schriftleitung. „New York Sun" sagt zu der Begegnung Chur- chill—Roosevelt: „Die zu erwartende Erklärung werde alle Streitfragen untergeordneter Art, wie die Rationierungsmahnahmen in den Vereinigten Staaten, ben Streit um Roosevelts neue Wirtschaftspolitik, also überhaupt die innenpolitischen Auseinandersetzungen in ben Hinterarund treten lassen." In Washington wird darauf hingearbeitet, die Popularität des Bräsidenten zu steigern und — sehr schön für die Apostel der Demokratie — den oppositionellen Kongreß im öffentlichen Ansehen l>erunterzudrücken. In einem Bericht der amerikanischen Nachrichten- agentur United Preß aus London werden zuerst Kombinationen über das künftige englisch-amerikanische Oberkommando in Nordafrika aus- gesponnen. Dann aber heißt es: „Als Argument gegen einen Vierer-Kriegsrat führen unter- richtete Stellen (in London) an, daß er die Strategie im Atlantik und im Pazifik zu bestimmen hätte. Die Sowjetunion und Tfchungking- China könnten nicht als Vollmitglieder in diesem Rat sitzen, da Tschungking-China nicht im Atlantik und die Sowjetunion nicht im Pazifik interessiert sind." Weiter heißt es, d^aß England und die (io, steht, gerade in der letzten Zeit häufig das Wort ergreifen, vermeiden sie eine präzise Stell lungnahme. In ihren Reden beschäftigen sich die Regierungsmitglieber vorwiegend mit den aktuellen Ausgaben der Innenpolitik. Und hier sind es ft. nanz- und preispolitische Fragen, die die Eidgenossen in erster Linie interessieren. Das Bundesbubget (orbentlicher und außerorbentlicher Haushalt) für das Jahr 1943 sieht einen Rekord, fehlbetrag von rund 1200 Millionen Franken vor (Einnahmen: 783 Millionen und Ausgaben 1986 Millionen); von ben Ausgaben entfallen allein 1480 Millionen auf triegsbebingte Aufwendungen (Verstärkung der Landesverteidigung, Aktivdienft, kriegswirtschaftliche Organisation). Ende 1942 de- trägt bie kriegsbedingte Bunbesschuld allein rund 4,5 Milliarden Franken, nachdem bereits 1,2 Mill liarden durch Steuern getilgt werden konnten. Um diese Schuld völlig abzutragen, muß der schweize. rische Steuerzahler mindestens 20 Iahre_ lang die bereits beschlossenen bzw. neuerdings erhöhten Ab. gaben (u.a. Wehrsteuer, Warenumsatzsteuer) ent. richten. Der von Churchill und Roosevelt angezell telte Krieg belastet das schweizerische Volk mit Steuern, deren Ausmaß beispielsweise weit höher ist als im ersten Weltkriege und in den olgenden Jahren. Damals blieb eine kriegsbedmgk Bunbesschuld von „nur" 1,2 Milliarden zurück, die in 17 Jahren getilgt wurde. Der steuerliche Druck, der vom Winter 1942/43 an seinen Höhepunkt erreicht, wirkt sich um so empfindlicher aus, als die Preise für die lebens» wichtigen Verbrauchsgüter weiter ansteigen und da. mit ein ständig wachsender Anteil der Einkommen der Teuerung zum Opfer fällt. Symptomatisch ist die kürzliche Erhöhung des Fleischpreises um 30 Rappen je Kilogramm. Handelt es sich um überseeische Erzeugnisse, so erschweren die außerorbent» lich hohen Beförberungskosten alle Bemühungen, das Preisgebäude in Okbnung zu bringen. Frachh Umschlagswesen und Versicherungsbeiträge für ein- zelne Importgüter betragen insgesamt bis zu 320 v. H. des Kaufpreises! Die fortschreitende Teuerung vermindert zwangsläufig bie Kaufkraft des Fran- kens, obwohl bie Goldreserven der Nationalbant Das widerrufene Testament hat. analen § sie und AUF MÖNCKEBERG 1942/ loe httll hrer u ührer b seinen iotschch (erin ck lani b: achen?: nnung f eben, i bei ißt de/-- (B#J Die hiet:; fwe'E i, und lr- !S U. )0 $! und ntoni latisch 1 um im übt eror iihm 'Lr für Mu uue ’S on a Bider°/ dächtige-/ Tie«.; . urtbg airf & ne M zkeitslasi ihrer? ii^ ■ NatioiL (Dian io«, Ilx s keilen L AM; " Suita/ die gerade dem Backfilchalter en.machKn «ar, wurde glühend rot. Sie drängte stchj dicht an »xel heran und sah zu ihm auf; denn sie reichte ilm kaum bis zur Schulter. . „Oh, ich kann Ihnen Nicht jagen, Herr w entzückend ich es sind-, -m-n solch^ b-mtanten Lchriststeller kennenzulewen! ries si- ub"sch S Uft ftfrk» Lttsjjrrach, erinnerte — «n «segemas «<• k. *• $« enflidK L’oti, uranti, US0tih ■nS UhllnnJ iivdiA 942 t? in rj 1,2 W len. ü; ichww hnn h ItenL «) 3 angrzc ioll i toei; in dk 'beding irükk,^ iid-«^ IÜ$! SZ 3* ustveE« und jj f fertig ROMAN VON OLAF BOUTERWECK 25. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sigrid begann vorzustellen, konnte aber damit richt zu Ende kommen, denn Güstrow drängte sich tor und ergriff in einer herzlichen Aufwallung Lxels Hand: „Ganz besondere Freude Berebrtesterl , die sich ihm entgegenstreckte und sühne he El d.e Lippen. „Ich bin ,-hr crireu. Fraule n llustrow, eine solch reizende Bekanntschaft zu iomjetu^ erung & ilomötiidr i unb V )er glt>^ I Die im brasilianischen Staate Rio Grande do Lui seit über drei Monaten herrschende Trockenleit zeitigt schlimme Folgen. Abgesehen von dem Zerlust der Ernte und großer Rinderherden sind :iek Städte buchstäblich ohne Wasser. Infolge Feh- !>ns von elektrischem Strom stehen viele Jndustrle- •?ntren vollkommen still. In den ausgedörrten Steppengebieten brechen riesige Brände aus. Diele Gebäude wurden ein Opfer der Flammen. Strichweise sieht die Bevölkerung dem Hunger entgegen, h alle Industrien durch die Trockenheit lahmgelegt Ind. Die gegenwärtige Dürre ist die schlimmste, die Brasilien seit 50 Jahren erlebt hat. auf dem Balkan und seit Beginn des Feldzugs gegen die Sowjets auch im Osten in hervorragender Tapferkeit und Einsatzfreudigkeit teilgenommen. Ritterkreuzträger spricht in Gießen. Der Ritterkreuzträger ^-Obersturmbannführer Deißenhofer wird am 11. Februar, um 16 Uhr, in einer Jugend-Kundgebung in Gießen sprechen. Hilfe bei Kinderlosigkeit in der (Lhe. NSG. Der Andrang zu den Beratungsstellen der Arbeitsgemeinschaft zur Heilung der Kinderlosigkeit und Kinderarmut in der Ehe ist unerwartet groß. Um die erforderlichen Untersuchungen und Beratungen mit der wünschenswerten Sorgfalt durchführen zu können,- ist es notwendig, sich zu diesen Beratungen vorher schriftlich und rechtzeitig anzu- melden. Don der Klinik werden nach Einlaufen der AnmeÜrungen die einzelnen Interessenten einberufen werden. Sonderstempel zum 30. Januar 1943 Am 30. Januar führt eine Reihe von Postämtern Sonderstempel mit der Inschrift „Führer befiehl — wir folgen Dir! 10 Jahre Machtüber- nähme" und der Abbildung eines Hakenkreuzes. Diese Postämter — Berlin C 2, NW 7, W 9, Berlin-Charlottenburg 2, München 1 und 2, Nürnberg 2, Wien 1, 40 und 56 und Graz 1 — geben am' 30. und 31. Januar (8—19 bzw. 8—13 Uhr) an besonders bezeichneten Schaltern die Sondermarke zum Tag der nationalen Erhebung sowie andere Zuschlagmarken ab und führen Gefälligkeitsstempelungen aus. Schriftliche Abstempelungsanträge er- ledigen die Sonderstempelstelle des Postamts Berlin-Charlottenburg 9, ferner die Postämter München 2, Wien 1, Nürnberg 2 und Graz 1 je für den am Orte geführten Sonderstempel. Die Umschläge der Anträge sind mit dem Vermerk „Sonderstempel" zu versehen. Markenbestellungen dürfen nicht bei gefügt werden, für die Rücksendung der abgestempelten Sendungen sind, wenn sie unter Umschlag gewünscht wird, vorbereitete Umschläge bei« zulegen. Auch die Deutsche Post Osten verwendet aus gleichem Anlaß einen Sonderstempel mit der vorbeschriebenen Inschrift in Krakau, mit dem alle z. Z. im Generalgouvernement gültigen Marken abgestempelt werden können. Anträge auf Gefälligkeitsstempelungen, die bis zum 28. Februar ausgeführt werden, nimmt die Dersandstelle für Sammlermarken in Krakau, Poststraße 15, entgegen. Verdunkelungszeit: 27. Januar von 17.57 bis 7.42 Uhr. verantworten, der in mehreren Fällen anderen vor- cefpieaelt hatte, er könne verknappte und sogar iatiomertc Ware, z. B. Kaffee, besorgen. Hierfür atte er sich Barauszahlungen geben lassen und das 3eÜ) dann für sich verbraucht. Das Gericht brachte um Ausdruck, daß sich derartige Taten in ihren luswirkungen gegen die Interessen der Volksgemein, chaft richteten. Wenn im Kriege verknappte und czugsdeschränkte Waren auf Schleichwegen ange- oten würden, dann sei das geeignet, Zweifel an er gerechten Verteilung der vorhandenen Ge- rauchsgüter aufkommen zu lassen. Das Gericht hat eshalb den Angeklagten als Dolksfchädling bestraft. Die Hitzewelle in Argentinien. „Das freut mich wirklich!" sagte Sigrid. „Sie müssen wissen, Herr Holm", wandte sie sich erklärend an Axel, ,Haß Frank Duderftüdt gerade dabei ist, seine Doktorarbeit zu schreiben. Da soll ihm die Ruhe auf Mönckeberg helfen." Axel nickte nachdenklich, aber noch bevor er etwas dazu sagen konnte, dröhnte schon wieder Güstrows gutmütig polternde Stimme: „Da fällt mir übrigens gerade ein, weshalb ich mit Ihnen sprechen wollte: Wissen Sie eigentlich, Fräulein von Mönckeberg, daß es auf dem Schlosse spukt?!" Sigrid lächelte ungläubig. „Das meinen Sie doch nicht im Ernst, Herr Güstrow?" „Doch, doch! Deshalb bin ich ja heute zu Ihnen gekommen, well ich Sie fragen wollte, ob Sie früher auch schon etwas von diesem Spuk bemerkt haben! Toll, einfach toll, sage ich Ihnen! Ich habe bisher immer geglaubt, Gespenster und so was gäb's in Wirklichkeit nicht. Drüben in Amerika gibt's auch tatsächlich keine, abgesehen natürlich von den alten, abgeklapperten Milliardären. Aber jetzt und hier„... Na ja, da kenn' ich mich wirklich nicht mehr aus!" Sigrid lachte laut und herzlich. „Na, da kann ich Sie beruhigen, Herr Güstrow! Gespenster und Spukgeister gibt es auch in Deutschland nicht, und auf Schloß Mönckeberg schon gar nicht! Wer hat Ihnen denn diesen Unsinn erzählt?' „Unsinn?!" Güstrow schnappte förmlich noch Luft, und sein ohnehin rotes Gesicht nahm eine bläuliche Färbung an. „Jutta! Hat's gestern abend bei uns gespukt oder nicht?" Jutta nickte, daß ihre Locken flogen: „Ja, gespukt hat's schon. Ich selbst habe das Gespenst ja mit meinen eigenen Augen gesehen. Aber wenn Fräulein von Mönckeberg meint, daß es auf dem Schloß keine Gespenster gibt — uüd sie muß es ja besser misten als wir — bann wird sich wohl jemand einen schlechten Witz mit uns erlaubt haben, Pa!" Fortsetzung folgt) keinen rechten Anteil nahm; ihr Lächeln hatte etwas Gezwungenes, und zwischen ihren kühn geschwunge- nen Brauen stand eine schmale Unmutsfalte. Seit die kleine Jutta da hereingeschneit war und Axel so völlig mit Beschlag belegt hatte, war ihr platz', u die ganze Stimmung verdorben. Sie war fast ein wenig eifersüchtig auf Jutta, die sie kokett und aufdringlich fand ... Sigrid benutzte die erste Gesprächspause dazu, um sich an Güstrow zu wenden: „Wie geht es eigentlich Ihrem Neffen Frank Duderstädt, Herr Güstrow? Hat er seine Arbeit begonnen?" Güstrow hüpfte wie ein Gummiball hoch: „Oh — Verzeihung, Fräulein von Mönckeberg! Das hätte ich ja fast oergeffen. Ich soll Sie von Frank recht herzlich grüßen und Ihnen in feinem Namen recht kräftig und kameradschafllich die Hand drücken!" Er nahm Sigrids Hände zwischen die seinen und drückte sie, als ob er sie zerquetschen wolle. „Was hiermit geschehen ist ...! Außerdem soll ich Ihnen noch herAiche Gruße von dem Diener Justus und dem Gärtner Alex bestellen!" „Dielen Dank, Herr Güstrow!" sagte Sigrid lachend. „Arbeitet denn, Frank nun tüchtig — ja?" „Und ob er arbeitet! Toll — sage ich Ihnen!" „Davon habe ich eigentlich noch nichts gemerkt, Pa!" warf Jutta ein. „In den beiden Tagen, feit er daheim ist, sitzt er, wenn er nicht mit feinem Freund Lertzeck — das ist ein Studiengenosse, den er sich ein geladen hat — gerade schwätzt, die übrige Zeit im Park in seinem Liegestuhl, wo er vor sich hinträumt und Locher in die Luft starrt. Und wenn man ihn anspricht, wird er böse und gibt grobe Ant- Worten. Wenn du das Arbeit nennst, Pa —?" Güstrow strich seinen Schnurrbart kampfeslusti? in die Höhe unb funkelte seine Tochter mißbilligend an- „Schweig, Jutta! Was verstehst du schon von geistiger Arbeit? Ueberhaupt — wie war es gestern? Hat er nicht die ganze Nacht hindurch bis früh um sieben in der Bibliothek gesessen unb gebüffelt und ifletorieben, heS" Aus der Stadl Gieße». Freundliche Kritik. Es wird uns Deutschen nachgesagt, daß wir zu kritisch wären, daß wir selbst bei den vorzüglichsten Leistungen immer noch etwas zu tadeln hätten. In vielen Fällen mag das stimmen; denn es ist nicht leicht, eine fremde Arbeit ohne jede Einschränkung anzuerkennen, besonders bann, wenn man selber diese Arbeit nicht zu Stande brachte. Kritik üben ist gar nicht so schwer, Irgend etwas kann man immer finden. Warum soll man aber nicht das Gute lobend hervorheben? Warum müssen immer Kleinigkeiten dazu dienen, scharfe Worte zu gebrauchen? Der Zweck der Kritik ist doch, irgendeinen Menschen zu besserem Benehmen, zu besseren Leistungen anzuspomen. Und erst der Erfolg dieser Kritik zeigt, ob man den richtigen Weg gegangen war. Hat man etwas auszusetzen an unfern Mitmenschen, bann kann das in freundlicher, gütiger Form geschehen, ohne Spott und ohne verletzende Ueberheblichkeit. Sobald man seine Kritik in einer boshaften Form vorbringt, kann von Erfolg schon gar keine Rede fein. Ohne Zweifel gibt es viele Dinge, die einen Tadel herausfordern und getadelt werden müssen. Bei leichtsinnigen und nachlässigen Menschen muß manchmal mit scharfen Worten eingegriffen werben. Dazu muß man den Mut haben, sonst macht man sich an den Folgen mitschuldig. Sehr oft aber kommt es vor, daß ein Tadel mehr Schaden anstiftet, als die ganze Sache wert ift Verstimmung und Aerger werden ausgelöst, unb Freundschaften werben zerstört. Kommt bann noch der Spott hinzu, so kann man von einer Kritik überhaupt nicht mehr sprechen; denn im Hintergrund lauert hier schon die Bosheit, die irgendeinen Menschen lächerlich machen will. Eine gute Kritik muß irgendeinen Sinn haben. Man will doch etwas bessern, man will nützlich fein. Sobald man aber fühlt, daß durch einen Tadel mehr Schaden als Nutzen angerichtet wird, dann sott man auch einmal über eine unangenehme Sache hinwegsehen können. Es gibt freilich Volksgenossen, die müssen sich immer als Richter aufspielen. Sie hallen sich für die Wächter der öffentlichen Sicherheit und des menschlichen Anstandes. Solchen Kritikern gebe man die rechte Antwort. Wir können sie entbehren. Bei unserer Arbeit, bei unserm Handeln aber wollen wir jederzeit einer freundlichen Kritik unser Ohr leihen. Niemand ist ohne Fehler, und noch nie ist ein Meister vom Himmel gefallen. Deshalb begrüßen wir jede ernste, fachmännische Kritik, die das Bestreben hat, uns vorwärts zu bringen, uns Fehler zu zeigen, die von uns nicht bemerkt wurden. Aber solche Kritik muß ohne jede boshafte Nebenabsicht fein. In welch harmlose, schlichte Form man seine Kritik kleiden kann, oas zeigt eine kleine Anekdote, die von einem bayerischen Förster erzählt wird. Es war vor Jahren in der Zeit, in der regierende Fürsten Treibjagden veranstalteten. In der Frühe eines solchen Jagdtages hatte der alte Fürst, weil der Aufbruch sehr 'schnell erfolgt war, vergessen, seine Hosen ganz in Ordnung zu bringen. Niemand von der Jagdgesellschaft getraute sich, etwas zu sagen. Als sich alles zum Abmarsch anschickte, sagte der Förster in aller Ruhe: „Meine Herren, zuerst wollen wir einmal alle unsere Hosen zumachen." Mit dieser einladenden freundllchen Kritik war jedes Hindernis beseitigt. Die Jagdgesellschaft lachte, am meisten aber der Fürst. —h. Das Deutsche Kreuz in Gold. Dem im August v. I. bei den Kämpfen um Krym- skaja im nordwestlichen Kaukasus gefallenen Vorstandsmitglied der Rinn & Cloos AG., Oberleutnant Dr. Ern st Ludwig Rinn aus Gießen, Kompaniechef in einem Infanterieregiment, wurde nachträglich für besondere Tapferkeit das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. » Der Gefreite Wolfgang Schoenhals aus Hungen wurde für Tanferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Ritterkreuzträger Oberleutnant Sattler gefallen. Der Oberleutnant und Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader Hans-Karl Adolf Otto Sattler aus Butzbach, Träger des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz, Inhaber der Goldenen Frontflugspange und anderer Auszeichnungen, ist nach über 400 Einsätzen von einem Feindflug im Osten nicht zurückgekehrt. Er starb im Alter von fast 26 Jahren den Fliegertod. Oberleutnant Sattler hatte an dem Feldzug im Westen, an den Kämpfen Der Kaufmann Vorsichtig hatte als ordnungsliebender Mann bereits lange Zeit vor feinem Tode fein Testament gemacht. Das Testament'war notwendig, weil er auch andere ihm nahestehende Personen als Frau und Kinder mit Teilen seines Vermögens bedenken wollte. Nach einiger Zeit gefiel ihm die Abfassung des Testaments nicht mehr, und er entschloß sich, ein neues zu machen. Aber auch mit dem zweiten war er nicht zufrieden, und darum setzte er noch ein drittes auf. Als er starb, fanden die Hinterbliebenen drei Testamente vor. Jedes war eigenhändig geschrieben und unterschrie- ben. Für sich betrachtet war jedes einzelne Testament gültig. Aber was sollte nun aus den drei Testamenten werden? Der Gesetzgeber hat vorgesehen, daß der Erblasser ein Testament und auch eine einzelne im Testament enthaltene Verfügung jederzeit widerrufen kann. Somit besteht die Möglichkeit, daß Testament 2 das erste Testament widerrufen sollte. Diese Möglichkeit ift aber nur so lange gegeben, wie Testament 3 noch nicht vorhanden mar. Aber auch daran hat der Gesetzgeber gedacht. Denn der Erblasser kann auch den Widerruf eines Testaments widerrufen. Also: Testament 1 wird widerrufen durch Testament 2; der Widerruf (Testament 2) wird nochmals widerrufen durch Testament 3. Voraussetzung ist hierbei jedoch, daß aus dem letzten Testament nun der wahre oder mutmaßliche Wille des Erblassers erforscht werden kann. Testament 3 muß also eindeutig sein, es muß klar das Testament 2 aufheben und Darf nicht von den Anordnungen des Testaments 1 allzu sehr und vor allem nicht widerspruchsvoll abweichen. Besteht zwischen den drei Testamenten kein innerer Zusammenhang, ift also nicht ersichtlich, daß Nr. 2 ein Widerruf von Nr. 1 und Nr. 3 ein Widerruf von Nr. 2 ist, dann handelt es sich nicht um widerrufene Testamente (1 und 2). Ist der Widerruf nicht klar erkennbar, dann gilt das Testament mit dem neuesten Ausstellungsdatum. Beim Vorhandensein von mehreren Testamenten bleibt das Don der Universität Gießen. Als Nachfolger des nach Graz berufenen Prä« feffors Dr. jur. Bley wurde der Dozent Dr. Fritz Baur von der Universität Tübingen unter rück^ wirkender Ernennung ab 1. Oktober 194z zum außerordentlichen Professor in der IuristisAn Fakultät der Universität Gießen berufen und itfn der Lehrstuhl für bürgerliches Recht und Derfahrensrechi übertragen. Profeftor Dr. Baur wurde am 6. Juli 1912 in Dillingen geboren. An den Universitäten München und Tübingen studierte er Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft, im Herbst 1933 bestand er die erste Staatsprüfung, im Juni 1937 die zweite Prüfung. Von 1934 ab bis Ende März 1938 war er neben feinem Dienst in der Justizverwaltung noch Assistent in der Juristischen Fakultät der Universttät Tübingen. Am 1. April 1939 wurde er in Tübingen zum Landgerichtsrat ernannt. Im März 1940 er^ hielt er den Grad eines Dr. jur. habil., 1941 wurde er zum Dozenten ernannt. Mietbeihilfe für Handelsbetriebe. Der Reichswirtschaftsminister hat im Einvernehmen mit den übrigen zuständigen Ministerien dis Gewährung von Mitbeihilfen füt ^Handelsbetriebe in einem neuen Erlaß geändert und ergänzt. Aus dem im Ministerialblatt des Reichswirtschaftsminifte- riums vom 18. Januar 1943 veröffentlichen Wortlaut ist folgendes hervorzuheben: Die wesentlichste Aenderung 'betrifft die geschlossenen Betriebe. Der neue Erlaß unterscheidet ausdrücklich zwischen zwei verschiedenen Fällen, nämlich dem Umsatzrückqang aus Anlaß des Krieges und der Betriebsschliehung infolge Dienstverpflichtung des Inhabers, Notdienstoerpflichtung ohne Anspruch auf Familienunterhalt, Mangels an Arbeitskräften, Warenmangels ober ähnlichen Erscheinungen aus Anlaß des Krieges. Die Beihilfe wird im erstgenannten Falle, des Umsatzrückgangs, wie bisher. als Zuschuß zu der bet dem verringerten Umsatz noch tragbaren Miete oder Pacht soweit gewährt, daß 80 v. H. der vertraglichen Miete oder Pacht gedeckt sind. Im zweiten Falle, der Betriebsschließung, wird die Beihilfe vom Zeitpunkt der Antragstellung an soweit gewährt, daß 80 o. H. der vertraglichen Miete ober Pacht gedeckt sind. Ein Umsatzoergleich mit 1938 zur Feststellung der noch tragbaren Miete findet also nicht mehr statt. 80 v. H. der vertraglichen Miete ober Vacht sind vielmehr oom Zeitpunkt der Antragstellung an gesichert, nicht, wie nach dem bisherigen Verfahren, erst nach einem Jahre. Den verbliebenen Rest muß der geschlossene Betrieb auch weiterhin ausschlaggebende und allein gültige das mit dem letzten Datum. Durch das neueste Testament werden die vorhergehenden außer Kraft gesetzt, soweit das spätere Testament mit den früheren in Widerspruch steht. Am einfachsten wäre es natürlich gewesen, wenn Kaufmann Vorsichtig bei der Abfassung des dritten Testaments die beiden ersten vernichtet hätte. Denn trotz der Regelung, daß das letzte Testament die früheren in dem angegebenen Umfang aufhebt, kann ein heilloses Durcheinander entstehen. Das letzte kann mit dem vorhergehenden in solch starkem Widerspruch stehen, daß niemand mehr daraus klug wird, was der Erblasser eigentlich wollte. In diesen Fällen der gegenseitigen Aufhebung der Verfügungen tritt statt der testamentarischen die gesetzliche Erbfolge ein. Es wird also so getan, als ob überhaupt kein Testament vorhanden war. Mehrere Testamente mit dem gleichen Datum sind als gleichzeitig errichtet anzusehen. Das Vorhandensein mehrerer Testamente ist an sich noch nicht schädlich. Von Bedeutung ist es erst bann, wenn der Inhalt der einzelnen Testamente widersprechend ist. Ist der Inhalt derartig widerspruchsvoll und unklar, daß der wahre Wille des Erblassers nicht ermittelt werden kann, bann heben sich die Testamente gegenseitig auf. Der Erblasser erreicht gerade bann das Gegenteil von dem, was er erzielen wollte. Denn bei der gegenseitigen Aufhebung der Testamente tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Hinterläßt ein Erblasser ein Testament, bann will er doch damit die gesetzliche Erbfolge aus« schließen ober zumindest abändern. Es kommt also alles auf die Klarheit der Bestimmungen im Testament an. Will jemand unbedingt mehrere einander widersprechende Testamente hinterlassen, dann bezeichne er die nachfolgenden als Widerspruchs- teftamente, so daß klar ersichtlich ist, die vorhergehenden sollen durch die folgenden ungültig sein. Am einfachsten und zweckmäßigsten ist es natürlich, die vorhergehenden Testamente zu vernichten, so daß die Erben mir e i n Testament norfinben. Dr. Tw. snnen haiel, fr iterabmr e unb mit über 3o00 Millionen einen Rekordbetrag er- reichen, so baß das schweizerische Währungsgeld aber eine verhältnismäßig hohe Golddeckung ver- mgt. Manche Schweizer geben ihrem Mißtrauen gegenüber dem Franken dadurch Ausdruck daß sie sich rege an der Sachwertspekulation beteiligen, Goldmünzen kaufen. Gegen diese mlandische Goldhortung richtet sich die kürzlich an» Ebnete Kontrolle des schweizerischen Goldmarktes Bewilligungspflicht für den Handel mit Gold höchstvre.fe für das Inlandgeschäft, Kontrolle der Tmfuhr und Ausfuhr von Gold) ebenso sehr wie legen die ausländische Spekulation, die vor allem n der Nahe der französischen Grenze ihr Unwesen trieb. Anderseits bestehen auch gewisse Zusammen- hänge zwischen der starken Vermehrung des Noten- Umlaufs (z. Z. beträgt er 2500 Millionen Franken, mithin 12 v. H. mehr als im November 1941) unb frer Preisentwicklung. Ein erheblicher Teil der Bank- ioten wird freilich gehamstert, insbesondere von ntemationalen Schiebern und Spekulanten. In «eichen Kreisen diese Leute zu suchen sind, zeigt die Tatsache, daß vor kurzem an der schweizerisch-fran- höfischen Grenze 500 000 Franken in Schweizer Zonknaten gefunden wurden, die jüdische Emigran- :en auf der Flucht zurückließen. Zu Tausenden kamen die Juden über die west- iche Grenze und bettelten mitleiderweckend um das schweizerische Gastrecht. Millionenbeträge aus float’ iidjen Krediten für die Flüchtlingslager, aus öffent- ichen und privaten Sammlungen werden für diese landfremden Elemente verwendet. Aber wenn sie unbehelligt ihren dunklen Geschäften nachgehen fön» nen, betätigen sie sich als gewissenlose Spekulanten legen das Land, das chnen jetzt Zuflucht gewährt. Zeder Eidgenosse sieht heute die Folgen des von ?en Juden vorbereiteten Krieges, jene Folgen, die hie Urheber mit der wohlverdienten Härte treffen, jber auch die Schweiz selbst, trotz ihrer Neutralität, in Mitleidenschaft ziehen. Die kürzlichen Bombenabwürfe britischer Flieger in den Kantonen Aargau jnb Wallis vervollständigen das Bild jener britisch- cmerikanischen Kriegführung, die sich heute mehr enn je den jüdischen Vernichtungsplänen unter- oirft. Im ßanbesinnern halten die Kommunisten ie Zeit für gekommen, durch Hungerstreiks verhafteter, inzwischen aber wieder freigelassener „Fühler" und Protestkundgebungen gegen Polizeimaß- ahmen sich bemerkbar zu machen. Die Serie von Lommunistenprozessen ist noch nicht abgeschlossen, mmer wieder begegnet man den Spuren unter« rbifcher Wühlarbeit. An der Jahreswende 1942/43 ritt das plutokratisch-bolschewistische Zusammenspiel tud) in der Schweiz wieder deutlicher zutage ... Aus aller Wett. Verknappte Ware vorgespiegell. In Essen hatte sich ein Mann vor dem Richter zu Die anhaltende Hitzewelle in Argentinien nimmt rnftc Formen an. Neben zahlreichen Todesopfern iurch Hitzschläge befinden sich Landwirtschaft und llehzucht in großer Gefahr. Millionen von Rindern iehen auf ausgedörrten Weiden, die durch die sen- icnöe Sonne teilweise in Mondlandschaften verhandelt sind. Wasserlöcher und Flüsse trocknen aus; »an befürchtet in Argentinien wie in Uruguay für ie Viehzucht eine Katastrophe. Die Bevölkerung erinnert sich mit Besorgnis des Monats Februar 1900, Lio die Hitze in Buenos Aires ebenso viele Opfer irberte wie die Choleraepidemie des Jahres 1867 Sind die Gelbfieberepidemie des Jahres 1871 zufam- lengenommen. Brasilianische Städte ohne Wasser. der ihres Vaters — ein wenig an den breiten und etwas gequetschten Tonfall des Amerikaners. „Wenn Sie mir eine Freude machen wollen, Herr Holm, bann bitte ich Sie, mir etwas in Ihr letztes Buch zu schreiben! — Wollen Sie, ja?" . „Aber Jutta!" rief Güstrow kopfschüttelnd, mbem er zugleich ein polterndes Lachen hören lieh. „Nein, diese jungen Mädchen heutzutage —!" „Sehr gern, Fräulein Güstrow", antwortete Axel lächelnd; aber er trat unwillkürlich einen halben Schritt zurück, denn nach einem Blick in ihre Glutaugen fürchtete er, daß Jutta ihm in der nächsten Sekunde um den Hals fallen würde. Wenn Jutta auch äußerlich nicht viel Aehnlichkett mit ihrem Vater besaß, so hatte sie zweifellos dessen schwungvolle Wesensart geerbt — und die der Mutter dazu! Im übrigen ließ das sehr knapp und kurz gearbeitete Kostüm erkennen, daß sie eine wundervolle Gestalt besaß, die trotz ihrer siebzehn oder achtzehn Jahre bereits voll entwickelt war. Ihr tupfer- rotes Haar hing an den Schläfen in zwei langen Stocklocken herab; ihr regelmäßig aeschnittenes Ge- sicht mit den dunklen Glutaugen hatte etwas ungemein Anziehendes. Der volle Mund war tiefrot und wenn sie lachte, zeigte sie zwei Reihen blendend weißer Zähne. Unter den Augen und an der Nasenwurzel hatte sie einige Sommersprossen, bte ihrem Gesicht etwas Keckes und Lustiges gaben. Alles in allem eine kleine, rote, verteufelt hübsche Hexe!" faßte Axel sein Urteil zusammen Sigrid hatte inzwischen zwei Gedecke aufgelegt und machte sich nun an der Teemaschine zu schassen. Jutta legte wie selbstverständlich eine Hand aus Axels Arm. Sie ließ sich von ihm zum Tisch führen, nahm dicht neben ihm Platz und überhäufte chn sofort mit einem Schwoll mehr ober weniger naioer Fragen über feine Romane. Arel gab geduldig Auskunft; aber ferne Ant- warten waren humoristtsch gefärbt und leicht ironisierend, so daß Jutta und vor allem ihr Vater aus w. dem Lachen nicht herauskamen. Sigrid war hie «nzrgtz die a» dieser Heiterkeit Töchöyes, örtliches Mädchen auch halbtags, für sof. gesucht Jaeger Goethestr. 74 [286d] Tel. 4503 ÄFheilslreniligeiD, seriösem Kaufmann 48 bis 52 Jahre, möglichst aus der Drogenbranche, jedoch nicht Bedingung, ist Ein heirat in gutgehende, bestens fundierte Großhandlung (Südwestdeutschland) geboten. — Inhaberin ist Mitte 40, 165 groß, gesund, schlank, dunkel, gut aussehend, mit aufrichtigem, warmherzigen Charakter, vermög, u. unabhängig. Ehrlich gemeintes, ausführliches Angebot mit Bild, das zurückgesandt wird, erbeten unter ^85D an den Gießener Anzeiger. Kind verlor Dienst., 12 Uhr, auf dem Wege Kreuzvlatz - Wettergasse - Wagengasse - Schulstraße Vt Pfd. Butter. Abzugeb. gegen Belohnung [0554 Bergstraße 1 I. Verloren am Dienstagabend auf dem Wege Neuen Baue - Kaiserallee linker, brauner BeiTEDSGhflürscliDh Abzug, geg. Bel. Danziger Str. 9. Pianos und Flügel aus Privatbesitz kauft od. nimmt in Zahlung Pianohaus R. Schönau, Gießen, Tel.3269. WHATIß =3 der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 27. Januar 19.00 bis 21.30 Uhr 18.Mittvorhmieteu.Ha!bmieteB Das letzte Abenteuer. IJCHTSP1 EL-TH E ATER Gloria-Palast, Seitenweg: Hab mich lieb 20C Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Ein Leben lang TMI. 2.30, 4.45,7.30: So. 2.00, 4.30.7.30 M Denkt an den Vogelschutz der ge- zu sechs Monaten Gefängnis. Landkreis (Sichen. Lollar, 26. Jan. Am Dienstag wurde Hütteningenieur Josef UHrberg zu Grabe Hauptschriflleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter beB HauptschriftleiterS: Ernst Blumlchem. Verantwortlich für Pol'tik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für vaö Feuil.eton: Dr. Hans Thnnot; «ür Stadt Gießen, Provint. Wirl'ckiaft und Sport: Ernst Siumimcüt. Druä und Verlag: Brühl,che UniöetiitötSDrudetei Si. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Än^eigevleiter: Hans Beck. Anretgenvreisliste Nr. 6 len, da die Vögel im Winter ohne Wasser aus- kommen. Unbedingt notwendig ist die Fütterung vor allem dann, wenn starker Schneefall eingetreten ist oder Rauhreif und Glatteis die Ritzen in der Rinde der Bäume, in denen sich sonst Insekten aufhalten, die den Vögeln zur Nahrung dienen, -erschließen. Dann muß aber auch ständig gefüttert werden. Die Klein- vögel, um die es sich hier handelt, haben einen sehr raschen Stoffwechsel, so daß sie ständig auf der Nahrungssuche sind. Fällt nun einige Stunden die Nahrungsaufnahme fort, so kann das für sie den Tod bedeuten. Man soll also nicht nur am Tage Futter reichen, sondern vor allem auch noch abends, so daß die Vögel schon am frühen Morgen einen gedeckten Tisch finden, weil die langen Nachtstunden den Körper geschwächt haben. Wichtig ist auch, daß die Futterstelle möglichst geschützt liegt und das Futterhaus so angebracht ist, daß die Vögel bei starkem Schneefall oder hartem Frost darin Zuflucht uchen können. Wer Bastler ist, kann sich aus alten Brettern leicht ein Futterhäuschen zimmern, dessen Dach über den Rand des Futtertisches hinausragt. Damit ist auch die Wettersicherheit gewährleistet. Talg oder Fett und sonstige ölhaltige Sämereien, wie z. B. Sonnenblumenkerne, die man früher gern benutzte, stehen uns heute nicht zur Verfügung. Es geht aber auch mit Hanfsamen. Wer in seinem Garten Nistkästen hängen hat, tut gut daran, sie noch jetzt zu reinigen, wenn das noch nicht im Herbst geschehen ist. Die Vögel, ins- besondere Meisen aller Art, Kleiber und andere Kleinvögel suchen hier in den Nächten gern Schutz und entgehen so dem Kältetod. tragen. Eine große Trauergemeinde gab ihm das letzte Geleit. Annähernd 40 Jahre war der 23er- storbene ein treues Gefolgschaftsmttglied der Main- Weser»Hütte Lollar, der bei seinen Vorgesetzten und Kriegerkameradschaft Lollar, der er 38 Jahre an- gehörte, legte an seinem Grabe einen Kranz nieder. Bei gesenkter Fahne, präsentiertem Gewehr und den Klängen der Melodie des guten Kameraden verabschiedeten sich die Kameraden von dem allen Soldaten. Hierauf legte der Direktor der Mam« Weser-Hütte mit einem warmen Nachruf einen Kranz nieder. Ebenso legten die Werksangestellten und die Belegschaft der Kesselbearbeitung ihrem ge« schätzten Betriebsleiter einen Kranz nieder. Dasselbe geschah durch seine Alterskollegen. X Alb ach, 27. Jan. Am 30. Januar feiert Alt- bürqermeister und Kirchenvorsteher L u d w i g Ar - nold seinen 89. Geburtstag. Dem alten Herrn unsere besten Glückwünsche. Das Andenken der Gefallenen ist unantastbar. Lpd. Limburg, 26. Jan. Ein Revierjäger, dessen Sohn im Osten gefallen ist, bemerkte bei der Rückkehr von einem Jagdgang eine wildernde Katze, die sich vor seinen Hunden auf einen Baum fluchtete. Den Eigentümer der Katze, der hinzukam, forderte er auf, das Tier mit nach Hause zu nehmen, da er es sonst erschießen müsse. Es entstand, eine Auseinandersetzung, bei der der Besitzer der Katze dem Jäger androhte, er werde eher die Hunde umbringen, als sich die Kotze erschießen lassen. Schließlich rief er aus: „Dein Sohn hat mir auch einmal eine Katze totgeschossen. Gut, daß er^ gefallen ist!" Als der Jäger ihn aufforderte, diese beleidigenden Worte zurückzunehmen, wiederholte er sie noch einmal. Die deutschen Gerichte haben in der letzten Zeit wiederholt ausgesprochen, daß die Ehre und das Andenken der Gefallenen gegen Verunglimpfungen unbedingt gesichert werden müssen. Vor der Größe ihres Opfers hat jeder kleinliche Streit in der Heimat zu verstummen. Im vorliegenden Falle verurteilte das Amtsgericht Limburg den Angeklagten, der wegen einer Katze den Heldentod eines Gefallenen gegenüber dem Vater geschmäht und dadurch eine besondere Gefühllosigkeit bewiesen hat, wegen Beleidigung und versuchter Nötigung zu sechs Monaten und zwei Wochen Gefängnis. Eine ehrvergessene Iran. Lpd. Frankfurt a. M., 2tz. Jan. Ein besonders schwerer Fall des verbotenen Umgangs mit Kriegsgefangenen führte die 35jährige Ehefrau Luise Faber aus Frankfurt a. M.-Rödelheim vor das Sondergericht Frankfurt a. M. Die Angeklagte ließ sich im vorigen Winter in ein ehebrecherisches Verhältnis zu einem französischen Kriegsgefangenen ein, setzte diese unerlaubten Beziehungen monatelang fort und händigte dem Gefangenen schließlich Zivilkleider ihres Ehemannes aus, mit denen der Kriegsgefangene flüchtete. Wegen dieses würdelosen Verhaltens und der besonders verwerflichen Unterstützung eines Feindes im Kriege wurde die Angeklagte zudreiJahrenZuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. milch und für Speisekartoffeln in der Zeit vom 1. bis 6. Februar bei den Verteilern ab, wenn örtlich nichts anderes bestimmt ist. *♦ Erfolgreicher Geflügelzüchter. Auf einer Geflügelausstellung in Frankfurt a. M.-Nie- derrad erhielt der Geflügelzüchter Otto Weiß aus Wieseck auf einen Stamm weiße Puten die Note „sehr gut" und einen Ehrenpreis sowie auf Plymouth-Rocks-Hühner der Note „sehr gut", einen Ehrenpreis und zweimal sg. 1. Strafkammer Gießen. Der G. M. aus Ockstadt hatte in einem Postfpar- kassenbuch durch Radierungen und eigenhändige Eintragung anderer Zahlen Fälschungen vorgenommen und mit dem derart gefälschten Sparbuch bei einem Postamt versucht, den Betrag von 35 RM. zu Unrecht abzuheben. Die Fälschungen wurden jedoch so- fort bemerkt und dem Täter kein Geld ausgezahlt. Vor der Strafkammer Gießen gestand der Angeklagte seine strafbare Handlung ein. Die Strafkammer verurteilte ihn wegen Fälschung eines Postsparkassenbuchs in Tateinheit mit einem Betrugsversuch tragen. Für diese 20 v. H. kann jedoch die richterliche Vertragshilfe in Anspruch genommen werden. Dadurch kann eine Ermäßigung um die 20 v. H. oder um einen geringeren Satz erfolgen. Allerdings werden auch die Verhältnisse des Hausbesitzers berücksichtigt. Greßen-Klein-Linden. Dor weit über unsere Vorortgerneinde hinaus be- : kannte Maurerpolier i. R. Heinrich Wahl II., Kirchstraße 15, kann am heutigen Mittwoch, 27. Januar, seinen 80. Geburtstag feiern. Länger als 50 Jahre, anfangs bei Maurermeister Größer, dann im Baugeschäft Heinrich Winn, zuletzt als Betriebsmaurer bei der Reichsbahn, übte er seinen Beruf aus. Der Jubilar ist geistia und körperlich noch rüsttg, so daß er noch das Amt eines Feldgeschworenen versehen kann. Acht Jahre lang gehörte er auch dem früheren Gemeinderat an. Zwanzig Jahre war er Vorsitzender des Gesangvereins Harmonie", und er kann jetzt auf eine 55jährige ununterbrochene Mitgliedschaft in diesem Verein zurückblicken. Zu seinem Geburtstag übermitteln auch wir ihm unsere herzlichen Glückwünsche. Gießener Gchlachtviehmartt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 37 bis 46 Rpf., Bullen 34 bis 50, Kühe 16 bis 47, Färsen 38 bis 45, Kälber 30 bis 57 Rpf. je kg Lebend- gewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, 62 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugetellt. Gießener öothenmarflpreife. * Gießen, 27. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Wirsing, kg 11 Rpf., Weißkraut 8, Rotkraut 10, gelbe Rüden 12, rote Rüben 8, Unter- kohlrabi 8, Grünkohl 13, Rosenkohl 42, Zwiebeln 15, Lauch 20 Rpf. Gummischuhe und Gohlenbehandlung Der Uoberschuh aus Gummi ist bei feuchtem Wetter und vor allem zur Schonung der schutzbedürfti- gen Lederschuhe im Winter ein beachtenswertes Kleidungsstück. Der Hochglanz des Gummischuhes ist das äußere Zeichen seines Wohlbefindens. Man hüte sich aber vor der Anwendung irgendwelcher Schuhpflegemittel. Der Gummischuh soll nur mit klarem Wasser abgewaschen, trockengerieben und mit einem weichen Tuch nachpoliert werden. Man soll ihn nicht an den Ofen stellen und auch nicht in warmen Zimmern aufbewahren. Oele und Fette dürfen auf keinen Fall mit dem Gummischuh in Berührung gebracht werden. Man weiche auch beim Gehen in Gummischuhen derartigen Straßenver- schmutzungen aus. Was hier für die Behandlung mit Schuhen aus Gummi gesagt worden ist, gllt auch für Sohlen aus Austauschstoff. Diese werden grundsätzlich ebenfalls nicht mit irgendwelchen Mitteln behandelt. *♦ Dom Theater der Universitätsstadt Gießen wird uns mitgeteilt: Unter dem Titel „Deutsch-italienisches Opernschaffen der Gegenwart kommen am Freitag, 29. Januar, zwei Die letzten harten Winter haben in unserer Vogelwelt schweren Schaden angerichtet, und nicht überall waren die darauffolgenden Sommer so gün- tig, daß ein Ausgleich geschaffen wurde. Man muß »eshalb bemüht sein, zu verhindern, daß wetterer Schaden entsteht. Wir können heute nicht in unbe- chränktem Maße Dogelfutter kaufen, aber die eintägigen Geschäfte haben doch soviel Dogelfutter, insbesondere die fettteichen Hanfkörner bekommen, daß wir bei sparsamster Wirtschaft damit auskommen werden. Wo kein Futterhaus vorhanden ist, tut es eine einfache Kiste auch. Sie muß nur so aufgebaut werden, daß bei Schneefall die Flocken nicht in das Innere getrieben werden. Das läßt ich leicht verhindern. Man befestigt die Kiste oder >as Futterhaus mit einer möglichst langen Schraube auf einem Pfahl, so daß man es je nach der Windrichtung drehen kann. Um zu verhindern, daß es bei Sturm herabgeweht wird, befestigt man an jeder unteren Ecke des Kästchens ein Ende Draht und schlägt ettba einen halben Meter tiefer in den Pfahl einige Haken oder Nägel und befestigt daran das andere Drahtende. Ein so gesichertes Futter- haus leistet dem stärksten Sturm Widerstand. Ist das Futterhaus nur klein, so daß es über den Pfahl nicht weit hinausrogt, so kann man zum Schutz gegen Katzen den Pfahl mit Stacheldraht umwinden oder unterhalb des Futterhauses eine Lage dorniger Zweige befestigen. Mit Kartoffeln oder Brot sollte man nur dann füttern, wenn das Futter nicht der Feuchtigkeit ausgesetzt ist, weil es sonst im Magen der Vögel säuert und dadurch mehr schadet als nützt. Rübsamen wird von den meisten Vögeln nicht genommen und ist darum zu vermeiden. Trinkwasser braucht man nicht aufzustel- zeitgenössische Opernwerke zur Aufführung: „Die Geschwister" von Ernst Meyer-Olbersleben standen schon als Morgenoeranstaltung im Spielplan, der „Weg durchs Fenster" des Italieners Riccardo Zan- donai ist eine Erstaufführung. Mitwirkende: Boettcher, Lange, Poffinke, Schröter-Beckers; Drufchel, Richter, Schade, Schommer. Inszenierung: Max Schwarze. Musikalische Leitung: Otto Söllner. ** Eine Siebzigjährige. Am 30. Januar begeht Frau Elisabeth Schott Wwe., Walltorstraße 24 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische ihren 70. Geburtstag. Die Jubilarin, Trägerin des Mutterkreuzes in Gold, arbeitet noch wie vor 40 Jähren Stepp- und Daunendecken ohne jede fremde Hilfe. Zum 70. Geburtstag und für einen schönen Lebensabend auch unsere herzlichen Wünsche. ** Käse ab schnitte gelten während der ganzen Zuteilungsperiode. Für die neue Lebensmittel-Zuteilungsperiode vorn 8. Februar bis 7. März 1943 bleiben die Lebensmittelrationen ebenso wie sie in dem laufenden Verteilungsabschnitt sind. In einzelnen Gebieten ist es aus marktordnerifchen Gründen notwendig, auf einen der beiden Käseabschnitte nur Sauermilchkäse obzuaeben. Bei der bisherigen Gültigkeitsdauer der Käseabschnitte von je zwei Wochen sind hierdurch Verteilungsschwierigkeiten entstanden. Beide Käseabschnitte gelten deshalb künftig versuchsweise während der ganzen Zuteilungsperiode. Die Verbraucher geben die Bestellscheine einschließlich der Bestellscheine 46 der Reichseierkarte, der Marmeladenkarte und der Ausweise für entrahmte Frisch- Am 26. Januar verschied nach kurzer Krankheit meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Katharine Henß, geb. Mattem im Alter von 79 Jahren. In tiefer Trauer: Wilhelm Henß IN ; Familie Wilhelm Henß V. Familie Heinrich Henß I.; Familie Karl Henß. Großen-Buseck, im Felde, den 26. Jan. 1943. •Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 28. Januar, nachmittags 2 Uhr statt. ______ __________________________291 D Sparsam sein bringt viel ein! • Erstens hat man länger sein Nivea und dann merkt man, wie ergiebig es doch ist. Also haben wir schon recht, wenn wir Ihnen raten: Vernünftig verfahren, Nivea sparen > 6069 Launsbach, im Januar 1943. 0549 f Schuhcreme einsparen! L am Grabe. Im Namen 281 D NicM jede Schuhcreme itt Quttalin GunollMobrik WU ANj an Selbst houdidünnei Auf* trogen genügt. Erst trocknen losten. Denn erst bürsten u. polieren. Der Glon« wird schöner und non sporl Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Bühler für die trostreichen Worte Für dringende Arbeiten sucht Verlags- und Druckereibüro erfahrene Bürohilfe möglichst mit Kenntnissen im Maschinenschreiben u. Buchführung. - Genehmigung des Arbeitsamtes liegt vor. Druckerei Karl Christ Gießen, Wetzsteinstraße 8. 284 D Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem schweren Verlust, der uns durch den Heldentod unseres lieben, unvergeßlichen, jüngsten Sohnes und Bruders Franz Bechthold, Gefr. in einem Gren.-Regt., betroffen hat, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Cappel für seine trostreichen Worte. Wilhelm Bechthold und Frau nebst allen Angehörigen. der trauernden Hinterbliebenen: August Göbel, Bierverleger. Londorf, den 25. Januar 1943. Statt besonderer Anzeige. Ein unerbittliches Schicksal nahm uns heute nach schwerer Krankheit unsere geliebte Inge im Alter von 17% Jahren. Im Namen aller Angehörigen: Sophie Kühn, geb. Hettler, Gisela Kühn. Gießen, den 25. Januar 1943. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. 0543 Uht nur mit dem Aufdrvdr Gutta lin” Nur in Fatfigeiehäfte« gut erhalten. Schneider- Nähmaschine „Zick-Zack", gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0550 a. d. G. A. WWeM sowie Tevvich z. kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unt.282 D an den Gießener Anzeiger. Echter VelMMel Größe 42 44, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0504 an den Gieß. Anz. :g. unt. 0545 d. Gieß. Anz. | Verkäufe | Vogelsberger C OMMERZBANK Gießen gibt lI