Aeitag, 26. Februar 1945 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Rio P .3.1. fei R.8sbch sspiel, den ö Zchriftleitung und GefchöstssteUe: Liehen, Zchulstrahe Z-9 । Z.im Fd 943 011 er*'cht ttJ ch nin] hha Charkow und Kursk brachen erneute, mit Pan- zerunterstühung geführte Angriffe des Feindes zusammen. Die erbitterten Abwehrkämpfe südlich Oret und nördlich der Stadt gingen mit unverminderter Heftigkeit weiter. Bei den ohne jeden Erfolg geführten Maffenangriffen erlitten die Sowjets wiederum schwerste Verluste und verloren zahlreiche Panzer. Auch östlich G s ch a t s k griff der Feind in mehrfachen Dellen hintereinander an, ohne Erfolge erzielen zu können. Sturzkampfgefchwader und Kampffliegerkräfte griffen in die Abwehrschlacht im mittleren Abschnitt der Q st front ein. Jagdverbände fingen sowjetische Fliegerverbände ab und errangen in diesem Abschnitt ohne eigene Verluste 47 Luflsiege. Südöstlich des Ilmensees sehle der Feind seine starken Angriffe fort. Er wurde in harten Kämpfen unter hohen Menschen- und Panzerverlusten zurückgeschlagen. 3m Abschnitt zwischen Wolchow und Ladogasee sowie vor Leningrad war die Kampftätigkeit gestern geringer. Mehrere örtliche Angriffe der Sowjets scheiterten. Am gestrigen Tage verlor der Feind in den Kämpfen an der Ostfront insgesamt 104 Panzerkampfwagen. Finnische Jagdflugzeuge brachten im hohen Norden sieben Flugzeuge der Sowjets zum Absturz. An der Nordafrika front nur Kämpfe von örtlicher Bedeutung. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge fügten motorisierten Abteilungen des Feindes durch Ueberraschungsangrifse erhebliche Verluste zu und griffen Eisenbahnziele im rückwärtigen feindlichen Gebiet mit gutem Erfolg an. Sechs feindliche Flugzeuge wurden in Luftkämpfen abgeschossen. Ein eigenes Kampfflugzeug kehrte nicht zurück. 3n der vergangenen Nacht warfen britische Flugzeuge planlos Spreng- und Brandbomben auf einige Orte in Nordwest- und Westdeutschland, u.a. auf Wilhelmshaven. Die Bevölkerung hatte Verluste. Einzelne Stürflugzeuge überflogen süddeutsches Gebiet» ' . Die Vernichtung des VH sowjetischen Garde-Kavalleriekorps Den Bolschewismus bezwingen, heißt Europa retten. hl. Jahrgang Nr. 48 scheint täglich, außer hinntags und Feiertags Beilagen: m>nener Familienblätter IßmatinMild DieScholle Bezugspreis: ^natlich -...RM.1L0 ^'tell gebühr... ,, -.25 lufi bei Nichterscheinen io- einzelnen Nummern Mge höherer Gewalt Haupt erst das neue Deutschland erkämpften, oder so wie die Freiwilligen, die sich draußen an den Fronten immer wieder zu schwierigsten und geführ* lichsten Unternehmungen melden, und die mehr als ihre soldatische Pflicht erfüllen! Wir alle in der Heimat, die eine Front des Kampfes und der Arbeit für den Sieg geworden ist, müssen diese Beispiele als für uns persönlich verpflichtend erachten und uns prüfen, wann und wo immer wir ein übriges freiwillig tun tonnten! Dann werden wir auch oft die Gelegenheit wissen und die freudige Kraft haben, noch mehr zu tun, als die Pflicht befiehlt! K. M. ebr.jJ w 'm m lgkZ der vl klmj insfo Ülene 'ertq 9en; insbti auf.' Die totale Mobilisierung Europas Starkes Echo der Proklamation des Führers. re am >, tgefunda ■ kannt 1 irtlllB rOrg.Toi । EiW Steiobtf 1 ndda(Ok*| nhofstfik1] herb.) I ... ilin | r Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8VS Uhr desÄormittags Ameigen-^reise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Nvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH AbschlüsseNlengenstanelB Pladvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"»mehr ottm en al reden len m ibe^ N e beh nis heg zu Merlin, 25. Febr. (DNB.) Das im Donez- |dtet vernichtete VII. Garde-Kaoalleriekorps fiel ir: erlogenen bolschewistischen Agitation zum Opfer «.dem es durch Konzentrierung seiner Kräfte auf Italern Raum und getarnt von den heftigen weegeftöbern am 12. Februar an einer unüber- m chen Stelle den zugefrorenen mittleren Donez du Nordwesten her überschritten hatte, versuchten ■Hon einigen Panzern, Geschützen und rnotori- tert n Einheiten begleiteten Kavallerieregimenter Ihn Rücken der deutschen Stellungen am Mius schlangen. 23an feindlichen Falschmeldungen über Übliche Erfolge anderer bolschewistischer Stoß- Mien im Mündungsgebiet des Mius und am Bern Donez vorgetrieben, lieh sich der Komman- Irmbe General des Garde-Kavalleriekorps, Gene- Wutnant B o r r i s s o w , trotz wachsenden Wider- Mi!es zu weiteren Vorstößen in Rich■ |:ii g auf d i e Bahnlinie Stalino — M a - Bio o I verleiten und lief damit in sein Verderben. Ms ün QueUgebiet des Mius stehenden Truppen ■ulen in elastischer Kampsführung vor dem mas- Hm Angriff des Feindes schleusenartig em kleines 5i ? der Front, das sie nach Passieren der 5)aupt= \w des sowjetischen Korps im Gegen sto tz » cd e r a b s ch l o s s e N. Gleichzeitig fingen Unsere M erverbönde am 13. Februar den Feind etwa Jini hinter der Hauptkampflinie auf und stellten le ^um Kampf. In erbitterten Gefechten ver- ftten sie zunächst, den Abschnürungsrmg und «achen dann in den Kessel ein. Die Sow- W Helen dadurch in einige, aber immer noch kamp- Wi Teilverbände auseinander, die sich in größeren Masten und Fabriken sowie zwischen den Ab- Whalden des Donezreviers zäh verteidigten, feer wieder setzten sie sich zu neuem 'JBiberftanö ft V\s unsere Truppen d i e schweren Waffen Feindes vernichtet hatten, und die Mhewisten aus Mangel an Treibstoff und durch Machten der Pferde unbeweglich geworden Mtn. MN 19. Februar standen schließlich die Reste des W'tischen Korps auf engstem Raum Sv'vmmen- M ngt vor ihrer Vernichtung. Von neuem schlugen iftete Panzermänner und Grenadiere zu und rieft n achttägigem Kampf die Masse der Bolfd) * Mn auf, was die Moskauer Agitatoren aber mchi Wirte, noch am 23. Februar vom fortschrettenden ■lEff in Richtung auf die Bahn Stalino Mariu- H u sprechen. Nur noch schwache ©ruppen Der- ftngter Verbände verbergen sich unzugänglichen Wachten und schwer zugänglichen Schlupfwinkeln. abgeschnittenen Trupps sind unsere ^ago- Mr andos auf den'Fersen. Mcnz ähnliche Entwicklungen bahnten sich 3® Men Donez und Dnjepr an Auch hier smd Mckewistische Verbände durch irreführende Mos- Wn Meldungen und durch die erfolgreiche Wetter- Wvcklung unserer Angriffsoperationen m Mw e^ M 3agen gekommen. Unsere vordringenden^ -P- M ^wannen am 24. Februar weiter an Booen, fejPrengten die Masse einer sowfe- Wö en Panzerarmee und warfen den Feind Infanterie und Panzerverbände stießen dann ' is- -reichenden Bolschewisten nach und nahmen eine Südamerikanische Perspektiven Von unserem AN.-Berichterstatter. hdv"=yAJ ’" naM 'T>* wird >° gegenüber Gedanken zu hegen, die wohl kaum etwas mit „guter Nachbarschaft" zu tun haben. Es ist aber gleichzeitig dem Dollar-Imperialismus ausgelufert, der durch solche tropfenweise gegebenen Anleihen stets die Zügel in der Hand behält. Da Uruguay, genau wie Chile und andere südamerikanischen Staaten von den «USA. kein Del erhält, ist auch hier das Verkehrswesen völlig chaotisch geworden. Diele Industrien liegen lahm, was vermehrte Arbeitslosigkeit zur Folge hatte. Der Hauptausfuhrartikel Uruguays, die Wolle, stapelt sich in riesigen Men-- gen in den Lagerhäusern, da trotz des zwischen Uruguay und den USA. abgeschlossenen Wolloertrages keine Schiffe kommen, um die Wolle abzuholen. Zu allen diesen Sorgen tritt in diesem Jahr ngch die katastrophale Dürreperiode, die den Viehbestand des Landes besorgniserregend dezimierte. Ein Blick nach Brasilien zeigt die gleichen Symptome des wirtschaftlichen Verfalls. Auch hier Transportkrise und Absatzschwierigkeiten, auch hier das vergebliche Warten auf die USA.-Lieferunaen, in erster Linie also Del. Gerade in den riesigen 6ra< silianischen Gebieten macht sich die Lahmlegung des Verkehrs infolge der Schrumpfung der Küstenschifffahrt so nachteilig bemerkbar, daß sich in den Städten Lebensmittelkrisen bemerkbar machen. Da Brasilien der Achse den Krieg erklärte, erhöhen sich die Schwierigkeiten noch durch die Mobilisierung und den steigenden Bedarf des Heeres und in den südbrasilianischen Staaten durch die dort ebenfalls herrschende Trockenheit. Was von den Küstenländern gilt, trifft erst recht natürlich auf die Binnenländer, also Paraguay und B o l i vi e n, zu. Hier ist es infolge der zunehmenden Teuerung aller Waren yi sozialen Auseinandersetzungen gekommen, die in Bolivien die Verhängung des Ausnahmezustandes notwendig machten. In Argentinien werden alle Sorgen durch die im September stattfindende Präsidentenwahl zurückgedrängt. Argentinien ist — trotz aller Versuche, sozialistische ober kommunistische Tendern zen zur Geltung zu bringen — das Land des Zweiparteiensystems. Argentinien ist entweder radikal ober konservativ. Die Konservativen halten streng zur Neutralitätspolitik C a st i 11 o s, bei den Ra- dikalen dagegen gibt es Gegner und Anhänger der Neutralität, was allerdings in erster Linie für die Kongrehabgeordneten zutrifft. Die breite Maste des argentinischen Volkes ist zweifellos für die Neu tralität, deren Vorteile angesichts der Ereignisse in den übrigen südamerikanischen Ländern immer stärker in die Augen springen. Die Wirtschaftslage Argentiniens ist heute bei weitem günstiger als die irgendeines anderen südamerikanischen Landes, wenngleich auch hier her Druck Washingtons nicht nachläßt und die USA.-Agenten stets neue Ansatzpunkte für ihre Zersetzungsarbeit suchen. Aber bisher hat sich für Argentinien das Wort Castillos bestätigt, daß eine amerikanische Solidarität nur möglich sei auf der Grundlage der völligen Achtung dec Souveränität jedes einzelnen amerikanischen Landes. Castillo ist übrigens zu klug, um psychologische Fehler zu begehen. So hofften feine Gegner, daß er feine Amtszeit automatisch verlängern lassen würde, wozu er moralisch zweifellos das Recht besäße, denn tpeber die Radikalen noch die Sozialisten können mit einer Führerpersönlichkeit aufwarten, die auch nur annähernd wie Castillo den Schwierigkeiten gewachsen wäre. Das Land weiß auch, was es der klugen und weitsichtigen Politik Castillos verdankt. Es ist jetzt ein Jahr feit jener Äonfern3 von R i 0 d^Janeiro vergangen, auf der die Vereinigten Staaten nach jahrelangen Wühlarbeiten endlich fo weit waren, um all« südamerikanischen Staaten mit Ausnahme von Chile und Argentinien zu bestimmen, die diplomatischen Beziehungen zur Achse abzubrechen. Man wird in ganz Südamerika dieses Datum sicherlich sehr bedeutsam für die Geschicke dieses vom nordamerikanischen Kontinent so verschiedenen Erdteils ansehen, mit Ausnahme Argentiniens, als des einzigen neutralen Landes Südamerikas, war da- vergangene Jahr sowohl wirtschaftlich wie politisch ein Verlustgeschäft. Das gilt vor allem für Chile, das oor.einiger Zeit ebenfalls dem Druck des Dollars weichen und feitie Beziehungen zur Achse abbrechen mußte. Es hat nur einiger Wochen bedurft, um dem Lands zu beweisen, daß dadurch nichts gewonnen, wohl aber viel verloren wurde. Wenn man beispielsweise in Santiago wähnte, daß durch die bedingungslose Unterwerfung wenigstens die Streichung der Schwarzen Liste, auf der rund 1000 Firmen stehen, erreicht werden könnte, so sah man sich grob getäuscht. Die Yankees denken gar nicht daran, die boykottierten Firmen zu rehabilitieren, sie denken ebensowenig daran, Chile das notwendige Benzin zu liefern, um die Verkehrsschwierigkeiten in dem ausgedehnten Lande zu beheben. Der einzige „Ge* winn", den man in Chile verbuchen konnte, ist die Tatsache, daß britische Konzessionen immer mehr in die Hande nordamerikanischer Gesellschaften übergehen. Chile wird also immer tiefer und (joffnungs- loser in di« Netze des Wallstreet-Kapitalismus Der- Mehr als die Pflicht. bet totale Krieg auch den letzten Volks- wüfen in seine Pflicht nimmt, das wissen wir alle, P jeder von uns ist zu feinem Teile in diese Mcht eingefpannt. Wir alle stehen unter dem feen Befehl der Pflicht, denn es geht um die M Entscheidung dieses Krieges, und im allgemein W Schicksal geht es zugleich unwiderruflich auch 6 das Schicksal jedes einzelnen. Jeder einzelne M, weil er foieje Entscheidung und ihre Notwen- M>iten klar und nüchtern erkennt, seine Pflicht W erfüllt sie. Das ist selbstverständlich, und darüber Uücht mehr zu reden und zu rechten. Wer es ist doch so, daß mancher an seinem Wze, wo immer er auch steht, m e h r noch tun Ifete als die ihm übertragene Pflicht —, so wie Bekenner und alten Marschierer des Führers oillig mehr taten als die Pflicht, die sie als Deuterfüllen zu müssen vermeinten und damit über- Was von Chile gilt, trifft in verschärftem Maße noch von anderen sudamerikanischen Staaten zu. Mit welchen Mitteln Roosevelt den südamerikani- schen Kontinent überwältigt, wurde in diesen Da- £oor allem am Beispiel Uruguay augenfällig. 1 weiß, wie stark fett Jahren der Druck Washingtons auf die La-Plata-Stauten ist. Wie Brasilien Natal, Pernambuco, Bahia und Rio Grande do Sul als Stützpunkte für die nordamevi- kanische Marine hergeben mußte, wie dort unzählige strategische Flugplatz« angelegt wurden — lange teuer Roosevelts imperialistische Absichten auf afrikanisches Territorium so klar tn Erscheinung traten wie feit dem Ueberfall auf Französisch-Nord- afrito —. so wollte Washington di« Unterwerfung Uruguays aus den gleichen Gründen, vor allem aber auch, um gegenüber Argentinien den Druck verschärfen zu können. Die Mittel sind immer die gleichen. Uruguays Außenminister Quant mußte vor kurzem mit Washington einen neuen Ärebitoertrag über 20 Millionen Dollar zu Bedingungen ab schließen, die für das klein« Land keineswegs günftig genannt werden können. Das Gelb wird in vier Jahresraten zu je 5 Millionen Dollar ausgezahlt und an Stelle Des früheren dreiprozentiges Zinssatzes muß Uruguay 4 Prozent zahlen, wobei die Amorttsierung bereits 1945 zu beginnen hat. Außerdem ist der Betrag, der etwa 38 Millionen uruguayischen Pesos entspricht, nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn Guani hatte 100 Millionen Pesos erwartet. Allein der Bau des strategischen Flugplatzes Carasco kostet acht Millionen Pesos, verschlingt also eine Jahresrate. Uruguay hat also allen Grund, Washington Reihe von Drtschaften. Sie erkämpften sich wichtigeFlußübergänge unb büdeten Brüllen köpfe, aus denen Vorausabteilungen unter Abschuß zahlreicher Panzer weiter vorbrangen. Bei den Gefechten, mit denen unsere Truppen die Basis für ihre erfolgreichen Angrisssunternehmungen schufen, kameszuheftigenKämpfenumeinen Eisenbahnknotenpunkt. Abgedrängte feindliche Panzer versuchten sich in den Besitz dieses Ortes zu setzen, wurden aber von leichten Flak-Ab- teiüingen ter Luftwaffe, die sofort nach ihrer Aus- la-bung ins Gefecht eingriffen, schwer geschlagen. Sie vernichteten dabei acht Sowjetpanzer und schossen die Masse der beglettenten feindlichen Infanterie zusammen. Kampf- und Stur Kampfflugzeuge un- terstätzten die Angriffe unserer Truppen. Staffeln, di« besonders zur Bekämpfung der feindlichen Ar- rillerie eingesetzt waren, vernichteten dabei durch Volltreffer drei vollständig« Batterien und elf einzelne -Geschütze. Weitere durch Bombensplitter beschädigte schwere Waffen, darunter sieben Panzerspähwagen unb Panzer, mußte der sich absetzende Feind im Gelände liegen lassen. Bei Tiefangriffen gegen Nachschubkolonnen wurden 100 Fahrzeuge zertrümmert. „ ,, , „, Auch im Raum westlich Charkow und Kursk gingen unsere Truppen nach Abwehr feindlicher Vorstoße, bei denen die Bolschewisten sieben Panzer verloren, an einigen Stellen zum Gegenangriff über. Bei den schweren Abwehrkämpfen f übHcf), 00 n Drei setzte der Feind 2000—3000 Mann in mehreren Wellen an, die jedoch blutig abgeschlagen wurden. Nördlich von Drei unterstützten die Bolschewisten ihre Infanterie mit beträchtlicher Artillerie, zahlreichen Panzern unb starken Schlachtfliegergeschwadem. Neben einer rheinischen Infanteriedivision, die dem Feind bereits an den Vortagen schwere Verluste beigebracht hatte, standen nun schlesische Grenadiere im Brennpunkt des harten Ringens. Ihren Gefechtsstreifen griffen die Bolschewisten nach schwerem Feuer von mehr als 20 Batterien mit starken Kräften an unb brachen mit. zahlreichen, von Bombern unterstützten Pan- zern die der Feind im Schneesturm auf Knüppeldämmen über ein vereistes Flußbett herangebracht hatte in di« deutschen Stellungen em. Nach Abriegelung der Einbruchstelle drangen Reserven vor und warfen in erbitterten Nahkämpfen unter Abschuß von 17 Sowjetpanzern di« bis auf Reste zusammengeschmolzene feindliche Uebermacht zurück. Vom Feindflug nicht zurückgekehrt. B e r l i n, 25. Febr. lDNB.) Don einem Feindflug im Mittelmeerraum kchrte Hauptmann Schweick- Hardt, Oruppentommanbeur in einem Sturzkampfgeschwader und Inhaber des Eichen- l a u b e s z u m R i 11 e r k r e u z des Eisernen Kreu- ■inen J eisier tfiebsle^ ichlerei-1 )ungeD"i An z- ; zes, nicht zurück. 1914 als Sohn eines Landwirts in Heidelberg geboren, gehörte Hauptmann Schweick- hardt seit 1935 der Luftwaffe an. Als Sturzkampfflieger zeichnete er sich im Kampf gegen Polen unb Frankreich, gegen England unb die Sowjetunion aus unb erhielt als „ältester und hervorragendster Staffelkapitän" feiner Gruppe hn Februar 1942 das Ritterkreuz. Als Gruppenkommandeur erhielt er nn Dftober 1942 das Eichenlaub. Oer Wehrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Während die eigenen Angriffsoperationen im Süden der 0 ft front erfolgreich fortschreiten, versuchte der Feind an einigen Stellen des mittleren und nördlichen Frontabschnitts durch vielfach hintereinander geführte Blaffen- Angriffe gegen unsere Verteidigungsstellungen zu Erfolgen zu kommen. An der Mius-Stellung scheiterten erneute feindliche Angriffe. Das hinter der Front einge- kefselt? sowjetische VII. Gardekavalleriekorps wurde mit der Wasse aufgerieben und der kommandierende General, General Borrissow, mit Teilen seines Stabes gefangengenommen, kämpfe mit einzelnen Resttruppen dieses Korps sind noch im Gange. Truppen des Heeres und der Waffen-^ befinden sich zwischen Donez und Dnjepr in weiterem erfolgreichen Angriff. Eine sowjetische Vanzerarmee wurde in harten Kämpfen zerschlagen. Eine der eingesetzten feindlichen Kampfgruppen fand dabei ihre völlige Vernichtung. Starke Verbände der Luft- roaffe griffen auch gestern Marschkolonnen, Fahrzeuge, Anstauungen und Nachschubverbindungen der Sowjets erfolgreich an. 3m Raum westlich ^msvrechanschluß 2251 * Druck und Verlag: erlin, 25. Febr. (DNB.) Die Proklamation Führers aus Anlaß der Parteigründungsfeier in der Presse des Auslandes ein starkes Echo ge- en. Besonderen Eindruck hat die Ankündigung Führers gemacht, daß im ganz Europa ,mehr alle Kräfte mobilisiert wer- wie aas auf dem europäischen Kontinent noch geschehen ist. Das sei die absolute Gewähr für Endsieg, sagt „P 0 p 010 d i Rom a". Deutsch- roerbe im unlöslichen Bündnis mit seinen pfgenoffen die vollständige Mobilisierung der igen und materiellen Kräfte Europas durchsüh- Die feste Entschlossenheit, auch diejenigen Völ- die für den Ausbruch des Krieges mitverant- Mich sind, zur Leistung ihres Beitrages an dem pf aufzurufen, findet starke Hervorhebung. 5 rumänische Platt „Porunca Vremi" sagt: Haupt abhängt." — Das bulgarische Blatt „nitro" schreibt: „Das Vertrauen der Welt zum Nationalsozialismus werde immer größer und das antM- dische Bewußtsein nehme unter allen Völkern zu. Dadurch werde der Weg zu einer Einigung aller europäischen Völker angebahnt. „Die Worte Adolf Hitters sind der beste Beweis für die Stärke des Nationalf0allsmus", schreibt di« spanische Zeitung „Jnformaciones". „Pueblo" erblickt in den Worten Tldolf Hitlers: „Deutschland wird feine Kräfte in nie gekannten Ausmaßen entfalten" und. „Wir werden alle geistigen unb moralischen Werte Europas mobil machen" den Beweis für den festen Glauben des Führers an den Endsieg über Bolschewismus-und Plutokrcttien. In Stockholm bringen die Zeitungen Ueberschriften, die Kernsätze aus der Proklamatton darstellen. „Dagens Nyheters" Schlagzeile lautet: ,Mtler: Di« Verräter werden ausgörottet werden. — Ganz Europa wird mobilisiert." „Dagposten" schreibt, daß der Führer m noch markanterer Weise als je zuvor im Kriege das Judentum und die damit zusammenhängend« Weltplutokratte als die Anstifter des Welttrieges festgenagelt habe. Der Führer habe durchaus mcht die Härte des Kampfes verschwiegen, aber auch di« gewaltige Kräfteanspannung unterstrichen, die 6e- oorsteht. finden in dieser Proklamation denselben un- ,ochenen Kampfeswillen und dasselbe Vertrauen n ?n Sieg wieder, das die kraftvolle Persönlich- lelIBi seit den Führer, kennzeichnet. Die Proklamation ist M Mnzendes Beispiel der moralischen Kraft des HM t.d Brers. Der Krieg gegen den Bolschewismus muß SS 6 jeden Preis gewonnen werden. Darum sind die. (wü fi'cr Europas auf gerufen, aktiv und aufrichtig Japans Politik in China. Tokio, 25. Febr. (Europapreß.) Ostasienmimster Aoki und der Chef des Wehrmachtsamtes im Kriegsmmifterium, Generalmajor Sato, erklärten im japanischen Reichstag, daß Japan gegenüber China keine Ausbeutung Politik, sondern eine Politik aufrichtiger Zusammenarbeit beabsichtige. Große japanische Finanzgesellschaften würden ihre Tätigkeit auf die Entwicklung der eigenen Produktion der chinesischen Industrie konzentrieren, und die Regie- runa werde nicht davor zurückschrecken, in das Geschäftsgebaren privater japanischer Unternehmungen in China einzugreifen, sofern es der chinesisch-japanischen Zusammenarbeit widerspreche. Chinas Bedeutung sei durch den Ostasienkvieg keineswegs gemindert. Der ostasiatische Krieg sei aus einer chinesischen Affäre entsprungen und werde schließlich auch in einer chinesischen Affäre enden. Der Krebsschaden der dem ostasiatischen Kriege vor- angegangenen Verhandlungen sei die ungerechtfertigte Auffassung der UDA.-Regierung gewesen, daß Japans Endziel die politische Knechtung und monopolartige Ausbeutung Chinas wäre. Diese Konzeption sei völlig erschüttert worden durch die Rückgabe der japanischen Konzessionen und der mit japanischem Blute gewonnenen feindlichen Guthaben an China. Natürlich habe Japan es heute nicht nötig, das Verständnis der Nordamerikaner zu suchen, aber es sei selbstverständlich, daß die japaniscke Politik gegenüber China den Kriegstreibern in Tschung- king und Washington jeglichen Vorwand nahmen müsse, den Krieg gegen Japan fortzusühren. „Lauter Utopisten." Don unserer Berliner Schristleitung. „Die Regierung Seiner Majestät muß aus lauter Utopisten bestehen, sie haben sich durch den Außenminister im vergangenen Dezember zu diesem Ziel verpflichtet", sagte der britische Innenminister M o r r i s o n am Mittwoch in der Londoner Guildhall. Die Regierung Churchill hat in diesem Kriege die Welt oft in Verblüffung gestürzt, sie hat durch ihre Auslieferung Europas an den Bolschewismus und burcb die Glorifizierung der Armee Stalins wie ein Verzweifelter gehandelt, der zwischen die Malströme des amerikanischen und des sowjetischen Imperialismus geraten ist und fühlt, wie er hinuntergezogen wird. Aber daß uns jetzt die Churchill und Eden, die Benin und Morrison als Utopisten vorgeftellt werden und die Welt diese Maskierung gescheiterter Rechner glauben soll, ist zuviel. Utopia ist ein griechisches Wort für Nirgendland, das der von Heinrich VIII. geköpfte Lordkanzler des britischen King, Thomas Morus, dem Phantasieland seines Werkes gab, in dem er eine scharfe Krittk an den britischen Zuständen übte. Der Historiker der Victorianischen Aera, Macaulay, spottete In seinen Essays: „Ein Acker in Middlefex ist besser als ein Fürstentum in Utopien, das kleinste wirkliche Gut ist besser als die prachtvollsten Versprechungen von Unmöglichkeiten", aber selbst das Üeinste wirkliche Gut, den Beveridge-Plan, der dem britischen Volt das Mindestmaß sozialer Gerechtigkeit bringen sollte, das wir in Deutschland fett mehr als 50 Jahren haben und das längst von uns verbessert und von fast allen europäischen Völkern mit uns verbessert worden ist — diese kleine Abschlagszahlung ist von der Regierung der „Utopisten" als zu gefährlich und die Plutokratie und ihre Selbstsucht gefährdend abgelehnt worden. Darauf gab es so etwas wie eine Revolution im Wasserglas, eine Verärgerung in den Kreisen der Labourleüte, die nicht so arriviert sind wie der ehemalige Labourmann Morrison. Vielleicht hatte er von Churchill den Auftrag, durch verschwommene Phrasen dieser Erregung die Spitze abzubiegen. Denn was sind das für Utopiften, die dem britischen Arbeiter auch die kleinste soziale Abschlagszahlung verweigern, die aber eine Utopie errichten wollen zusammen mit der sozialen Musterrepublik Roosevelts und dem Terrorstaat Stalins! Und was für eine Utopie! „Das Schwert der Weltgerechtigkeit und der Weltherrschaft wird in den Händen dieser Nattonen rrchen", sagt Morrison, „der alte Gedanke einer nationalen Herrschaft und Staatsautorität muß im Interesse einer gemeinsamen Tat geopfert werden." Also, muß man eigentlich folgern: nichts mehr von Briten »der britischem Empire, nichts mehr von Amerikanertum oder einem „amerikanischen Jahrhundert", nichts mehr von Bolschewismus, denn nach Morrison müssen alle diese „Vorurteile" aufgegeben werden. Mer in Wirklichkeit will er ja gerade die Weltherrschaft dieser sehr unterschiedlichen und sehr gegensätzlichen Rasjep und Staatssysteme auf Kosten aller anderen Nationen sichern, er will eine internationale Polizeimacht und alle Bewaffnung lediglich den Staaten vorbehalten, die „militärisch sofort zur Tat schreiten können, wenn sich irgendeine andere Nation widersetzt", denn die anderen, die Paria-Nattonen, also Europa, Afrika, Ostasien, Südamerika, die von vornherein entwaff- net werden sollen, könnten ja auf den Gedanken kommen, daß diese internationale Polizeimacht irgendwelche Ungerechtigkeiten begehen oder sich selbst in den Haaren liegen könnte, und sie könnten sich dagegen wehren wollen! Das wäre aber „eine Verletzung des Weltfriedens", d.h. eine Beeinträchtigung der Macht derer, die sie schrankenlos ausüben! Wir wollen nicht auf Morrisons fernere Phantas- magorien eingehen, denn die Ausmerzung der Achsenmächte, die Zwangsarbeit ihrer Massen, die Bestallung von Juden und Bolschewisten als Lehrer der deutschen Jugend, das malt Morrison sich mit haßerfüllter Phantasie als selbstverständlich aus. Aber daß er solche bluttünsttge Welttyranneiträume als Utopien verheißt und dafür die ganze Regierung Churchill mobilmachen will, zeigt, wie diese Regierung mit der Stange im Chaos herumrudert, das sie selbst anrichtete und nicht zu ordnen weih. der dem Lande die riesigen Ausgaben für die Aufrüstung ersparte und dadurch die Finanzreserven weitgehend schonte. Trotzdem erklärte Castillo, daß er am 20. Februar 1944 — dem Tag der Amtseinführung des neuen Präsidenten — in der „Casa Rosada" seinem Nachfolger die Präsidentschaftsschärpe überreichen werde — ein außerordentlich geschickter Schachzug, der allen Erörterungen das Wort angeschnitten hat. Dagegen hat Castillo keinen Zweifel darüber gelassen, datz er seinem Nachfolger seinen ganzen Einfluß zur Verfügung stellen werde) um die neutrale Haltung Argenttmens zu festigen und auszubauem Die Segnungen dieser Haltung müssen allerdings jedem Argentinier von Tag zu Tag stärker auffallen. Das Land hat die Oelproduktion stark gefördert, seine Schiffahrt versorgt das Land mit den am dringendsten benötigten Einfuhrgütern, die Industrie befindet sich stark im Ausbau, und die Belastung der Staatsfinanzen ist zwar durch den Aufkauf der Weizenernte sehr hoch, aber nicht unerträglich. So kann Argentinien als einziges Land einigermaßen ruhig dank einer klugen Staatslenkung der Zukunft entgegensehen, was man von keinem anderen süd- amerikanischen Lande heute zu sagen vermag, denn der Dollar hat sich nirgends als Segnung, sondern überall als Verhängnis erwiesen. politische Gründe der Krankheit Churchills. Lissabon, 25. Febr. (Europapreß.) Die englische Presse der letzten drei Tage vermittett ihrem Leser den Eindruck, daß es sich bei der Erkrankung Churchills an einer Lungenentzündung mehr um politische als um physische Krankheitsgründe handele. Man gewinnt den Eindruck, daß Churchill vor allen Dingen den Feiern zum 2 5. Jahrestag de r Roten Armee aus dem Wege gehen wollte. Damit bringt man auch die letzten Mittel- i hingen in Zusammenhang, daß Churchills Gesundheitszustand sich seit zwei Tagen gebessert habe und Churchill schon in Kürze wieder im Unterhaus er» scheinen werde. Gleichzeitig teilt die „Times" mit, daß auch der Besuch der Gattin des Ministerpräsidenten beim großen Galaempfang auf der sowjet- russischen Botschaft nur auf eine halbe Stunde bemessen gewesen sei. Es sei in London aufgefallen, daß Churchill als eines der wenigen Regierungs- Mitglieder, die Moskau besuchten und Stalin persönlich kennen, nicht auf der Liste der Festredner gestanden habe, die am Tage der Roten Armee sprachen. Gandhis Befinden gebessert. Bangkok, 25. Febr. (Europapreß.) Das körperliche Befinden von Mahatma Gandhi scheint sich langsam zu bessern. Es fehlen noch sieben Tage an dem dreiwöchigen Hungerstreik. Im Zujammen- hang mit Gandhis Hungerstreik wurden die Börse sowie der Baumwollmarkt in Bombay geschlossen. In einigen großen Textilfabriken von Bombay wurde die Arbeit niedergelegt. In Ahmedabad, Gandhis Heimatsort, sind alle Fabriken und Geschäfte seit Tagen geschlossen. Ueberall werden die Berichte über Gandhis Gesundheitszustand mit wachsender Ungeduld erwartet. Auch in mohammedanischen Kreisen verfolgt man Gandhis Hunger, streik mit großem Anteil und hofft, däß der Ma- hatma feine Fastenzeit überleben werde. Clipper-Absturz auf dem Tejo. Lissabon, 25. Febr. (Europapreß.) Am Montag ist der UDA.-Clipper bei der Landung auf dem Tejo abgesttirzt. Das Unglück stellt sich offenbar als eine Katastrophe von besonderer Bedeutung heraus wegen der Personen, die das Flugzeug benutzten. Vor- läufig freilich halten die Behörden noch den Schleier des Geheimnisses darüber gebreitet. Nach Berichten von Augenzeugen suchten am Montagnachmittag schwere Regenböen die portugiesische Haupt» sta-dt heim. Wahrend der Dämmerung erschien der riesige Amkee-Clipper N. C. 18—603 über dem Wasserflüghafen Cabo Luive an der Tejo-Mündung. „Alles in Ordnung, wir wassern", wurde von Bord des Flugzeuges gefunkt. Man hörte das dunkle Gebrumm der vier Motoren, während das Flugzeug in die vorgefchniebene Linkskurve ging. Plötzlich erloschen die Lichter in der Kabine und die linke Tragfläche berührte das Wasser. Mit gewaltigem Getöse schlug der 42 Tonnen schwere Clipper sofort aufs Wasser. Innerhalb weniger Sekunden verschwand das Flugzeug, nur eine riesige Wassersäule hinterlassend in den gelben Fluten des vom Sturm aufgewühlten Flusses. Das Motorboot der Flughafenverwaltung raste sofort zur Unglücksstelle. Fünfzehn von den 39 Insassen wurden gerettet. Einer starb jedoch nach wenigen Stunden. Alle übrigen wurden aus dem aufgerissenen Flugzeugrumpf heransgespült und als Leichen meerwärts getrieben. Dreizehn schwerverletzte Fluggäste, darunter vier Frauen, wurden in ein Krankenhaus gebracht. Beil den verletzten Frauen soll es sich um Darietöstars aus den Vereinigten Staaten handeln. Im übrigen wird über die Insassen des Flugzeuges jede Auskunft verweigert. Oie ungarische Armee im Kampf gegen den Bolschewismus. Budapest, 25. Febr. (DNB.) Auf einer Der- fammlung des Verbandes christlicher Fabrikindustrieller sagte Ministerpräsident K a l l a y, daß die ungarisckeArmee inden vergangenen Wochen chwere Prüfungen in den blutigen Kämpfen betäuben habe. Sie habe Verluste erlitten, doch die chwersten Stunden habe sie bereits ungebrochen überstanden und bereite sich vor, alle Kräfte zusammenzufassen, um für die Rettung der Welt und xbe» ungarischen Bollwerkes der Kultur und der Zivilisation vor dem Bolschewismus weiterzukämpfen. Das Problem der ganzen Welt und des unga- rischen Vaterlandes sei jetzt dasselbe: die Beseitigung der bolschewistischen Gefahr. Oer Neichsarbeitsdienst spendet für das Kriegs-Winterhilfswerk. Reichsarbeitsführer Hier! übergab dem Kriegs- Winterhilfswerk 2 854 564,07 RM., die Arbeits- männer, Arbeitsmaiden und Kriegshilfsdienstmäü- chen, Arbeiter und Angestellte, Führer und Führerinnen dem Reichsarbeitsführer aus Anlaß seines Geburtstages im Zeichen deutscher Schicksalsgemeinschaft uberrreicht hatten. Oie Neuregelung der Nentenversicherunq im Bergbau. Die Verordnung vom 4.10.1942 hat die Rentenversicherung im Bergbau neu geordnet. Sie berücksichtigt vor allem die Hauerarbeit unter Tage durch Gewährung von Leistungszuschlägen zur Rente und des Bergmannstreuegeldes. An Stelle der bisherigen Altersrente ist der Knappschaftssold getre- Oie begnadete Stimme. Zu Carusos 70, Geburtstage. Seit 22 Jahren lebt Carusos Stimme nur noch auf der Schallplatte. Viele aus der heutigen Generation kennen ihren sammetweichen schmelzenden Klang nur durch die Uebertragunq, in anderen roedt die Platte die Erinnerung an Theater- oder Konzertabende, an denen die Tausende der herbei- sttömenden Menschen von der gleichen festlichen Erwartung geschwellt waren, die beim ersten Auftreten des Sängers, bei den ersten Tönen aus seiner Kehle einer stillen Begeisterung wich • Was machte den einzigartigen Glanz und die Bannkraft von Carusos Stimme aus? Man kann antworten, es fei eine ungewöhnlich glückliche Anlage der Stimmbänder und des Kehlkopfes gewesen. Aber es ging auch von dieser Stimme etwas ganz Persönliches aus, etwas menschlich Erregendes, das sich auf die Zuhörer üb erlüg. Caruso selbst hat einmal behauptet, es sei die Angst, die seine Stimme ,}u dem mache, was sie sei. Jedesmal auf der Bühne überfalle ihn eine starke Nervosität, eine Erregung, die er zugleich fürchte und liebe, und die sich auf geheimnisvolle Weise auf das Publikum übertrüge, das davon ergriffen fei. „Aber die Menschen sollen wißen", so waren Carusos Worte, „dah nicht der Caruso auf der Bühne,es ist, der den anderen den großen Genuß bereitet, sondern einzig jener gewaltige Gott, den man die Angst nennt. Und wahrscheinlich wird meine Angst täglich größer: denn am nächsten Tage pflegt man mir regelmäßlg zu sagen: „So schön wie gestern haben Sie noch nie gesungen ..." Dieses halb im Scherz gesprochene Bekenntnis war doch bezeichnend für Caruso, für feine Be- scheidenheit, aber auch für fein Menschlichstes, feine Erregbarkeit, seine Abhängigkeit von seinen Nerven, der er wie fast alle Künstler ausgeliefert war. Man könnte vielleicht denken, daß ein Sänger, der Jahrzehnte hindurch gewöhnt ist, ständig auf den größten Bühnen der Welt zu stehen, verwöhnt vorn Beifall aller Nattonen, allmählich das Campen fieber überwunden hätte. Aber das ist meistens nicht der Fall, und bei Caruso war es gerade umgekehrt. Je. höher fein Ruhm stieg, um so größer wurde für ihn das Gefühl der Verpflichtung, sich auf dem steilen Gipfel der einmal erreichten Leistung zu halten, um so größer auch die Furcht, durch die Indisposition eines einzigen Abends davon abzusinken, und die Tausende, die mit der Erwartung eines ganz außergewöhnlichen Genusses, zu ihm gekommen waren, zu enttäuschen. Er sei glücklicher gewesen in seiner Jugend, in der er für jedes Auftreten zwanzig Lire bekam, als später, da er sich an einem Abend 10—20 000 Mark ersang, hat Caruso oft erklärt. Der große Künstler hat feinen Gesang nicht als fertiges Göttergeschenk ins Leben mitbekommen. Erst in harter, zychtvoller Arbeit hat fein Orgdn den Umfang gewonnen, den strahlenden metallischen Glanz, und er war schon fast auf der Höhe feiner Laufbahn, als sich ihm sein sehnsüchtig erstrebtes Ziel, das hohe C, wirklich erschloß. Carusos Wiege stand in Neapel, wo er in feiner Jugend als Mechaniker arbeitete und nach Feierabend in den Badeanstalten und Gastwirtschaften von Santa Lucia, an Festtagen im Kirchenchor sang. Ein mittelmäßiger Maestro seiner Vaterstadt wurde sein erster Lehrer im Kunstgesang, und Neapel wurde auch die Stätte seiner ersten bescheidenen Theatererfolge. „Du wirft dir wohl - noch deine 200 Mark im Monat verdienen", weissagte ihm der Lehrer. Aber schon von Mailand aus, seiner nächsten Etappe, flog sein Ruhm in alle Welt, und es regnete Angebote aus Paris, London, Amerika. Bei den Proben zu Puccinis „Bohöme" in der Mailänder Skala blieben die wenigen Zuhörer kühl und skepttsch, der Abend selbst aber wurde ein rauschender Erfolg, der alle Erwartungen, auch die Carusos, übertraf. Ruhm und Reichtum, mit denen ihn das Schicksal dann so verschwenderisch überschüttete, haben Carusos Wesen nie zu ändern vermocht. Sein Leben lang blieb er der warmherzige, lebensprühende, kindlich gütige Mensch, ein echter Sohn seines Volkes. Und sein Leben lang war ihm die Kunst Sache heiligen Ernstes und tiefer Verpflichtung. Ost, wenn das reiche Publikum Tausende für eine letzte Karte zu einem seiner Konzerte ober Dhaterabende gezahlt hatte, versammelte sich noch ein Haufen Unbekannter abends spät vor seinem Hotel und erbettelte von ihm „eine Alle durchs Fenster für das arme Volk". Und Caruso willfahrte. „Denn", so sagte er, „das ist schöner als alle Triumphe, das ist der Beweis der heiligen Mission der Kunst ..." » Das riesige Vermögen, das Caruso sich in seinem Leben zusammengesungen hat, legte er zum größten Teil in feinem Schloß an, einem herrlichen toskanischen Herrensitz aus dem 16. Jahrhundert, wo er regelmäßig seine spielfreien Sommer mit seiner Familie und einigen nahen Freunden verbrachte. Keineswegs aber widmete er sich hier einem heiteren Müßiggang, vielmehr der Verwaltung feiner Güter, der „Poderie", die meilenweit im Umkreis das Schloß umgaben. Carusos Begeisterung für die Landwirtschaft war so groß, daß diese Beschäftigung für ihn die schönste Erholung bedeutete, und mit Eifer war er bestrebt, auf seinem Grund und Boden Musterwirtschaften zu schaffen. Doch diese Liebhaberei hat ihn niemals geizig gemacht. Keinen Hilfesuchenden wies er ab, und die Summen, die er jährlich für Wohltätigkeit ausgab, waren beträchtlich. * Es war eine merkwürdige Fügung, daß Neapel, die Stadt feiner Kindheit, auch Carusos Grab bergen sollte. Jahrelang hatte zwischen ihm Und der Heimat eine gewisse Spannung bestanden, der Prophet war wieder einmal im Vaterlands zuletzt anerkannt worden, und Caruso, verletzt von der Kühle der Neapolitaner, hatte es jahrelang vermieden, hier zu fingen. Endlich aber war diese Spannung behoben, die Kritik war der offenen Begeisterung und dem Stolz auf den großen Landsmann gewichen, und im Sommer 1921 weilte Gant fo als Gast in Neapel. Hier, im Hotel Desuvio, nicht fern von den Stätten seines Anfangs, erlag er am 2. August 1921 einer verschleppten Brustfellentzündung, noch nicht 50 Jahre alt. Das Schicksal hat ihm das Los so vieler großer. Sänger erspart, den Niedergang feiner Stimme zu erleben. C.K. Win L her 11 Dückertisck. ganz Wenigen, was bei stärkste sicher Prosaliteratur übrigbleüw . 9 Zweifellos fordern die zwei Bände auch von uni- heute ein besonderes Maß von Konzentratton, afce' der aufmerksame Leser wird belohnt durch das Em bringen in ein Kunstwerk, das in der Schlichrh^ ber Sprache, in der liebevoll ausgespostneve.' Schilderung der Landschaft und in der erfinbungs- reichen Handlung von einem echten Dichter Zeug' nis ab legt. Wo wir jetzt diese schöne neue Ausgab: bes großen Romans besitzen, darf er über ör vielen häufiger gelesenen und zugänglicheren Nt> vellen Stifters künftig nicht vergessen werden. L — Bruno H. Bürgel: Saat u n b Ern tu, Betrachtungen über Leben und Tod. Mit 28 Ab bÜbungen im Text und 8 Tafeln. Deutscher Vertat Berlin. Preis gebunden 4,80 RM. Bürgel, unsere Lesern burch zahlreiche volkstümlich gehaltene riatui' wissenschaftliche Beiträge namentlich aus dem Geb«r der Sternenkunde bekannt, schneidet hier ein Thenm an, an dem niemand ohne brennendes Untere*!’ vorüberzugehen vermag, so sehr auch viele Mensche sich scheuen, daran zu denken ober gar davon sprechen. Bür< ------ ‘ zählt ihn zu dem ( Siebung von beutj Mist: M < wo' H Mg * ? irttn Gc jBlischa MM Aitar Wcki Mick H|dr M no K öomini Iftrn uf fcndnfjr ihr selb ■ tyijenö 1 UiMho | M ftär bh JMu lachte K»sw BW, EcN 11 E- Metrie Mi IL litt' Uli 3” li»? au6' E nach JW Itnen ß Weil MM fc” Msi ist I U feines Jlitai bat K die Neu einer anderen Bergbauart gearbeitet haben; bei nur । 180 Monaten wesentlich bergmännischer Arbeite1 wird' das Bergmannstreugetd nach Vollendung de; 54. Lebensjahres für weitere Hauerarbeiten unter Tage in einer anderen Bergbauart gewährt. W den Anspruch auf das Bergmannstreugeld werden auch die vor dem 1. Januar 1943 zurückgelegte n Zeiten wesentlich bergmännischer Arbeiten und tef Arbeit als Hauer unter Tage berücksichtigt. Der Knappschaftssold wird auf monatlich 60 RM. er höht. Zu dem Minbestbetrag ber Knavpschaftsrenk von monatlich 30 RM. und der KnappschaftsvoN« rente von 50 RM. wird für jedes Kind der Kinde«' Zuschuß gewährt. (Sin Jahr frei vom Kolchos. Rund ein Jahr ist es jetzt her, daß der Reichs. j Minister für die besetzten Ostgebiete, Alfred Rosen. ] berg, die neue Agrarordnung verkündete. Dann!» begann für den in die bolschewistischen Kolchose M. > preßten Bauern der besetzten Ostgebiete ein völlig 1 neuer Abschnitt. Man muß sich, um ganz zu öer ] stehen, was dies bedeutet, noch einmal nergegen.4 wärtigen, welches Spiel ber Bolschewismus mit beni Bauerntum getrieben hatte. Im ehemaligen xarnfti. j scheu Rußland gab es eine moderne Industries mit geringen örtlichen Ausnahmen, so gut wie jjatl nicht. Es fehlten, abgesehen von einigen Großstöd.« ten, infolgedessen auch die Arbeitermassen.i die eigentlich die Voraussetzung für bas Gelinge« einer 'marxistischen Revolution zu fein fehlen en. I« i ber Tat hat ber Bolschewismus fein Spiel benn auch nur bürd) einen ungeheuren Betrug an de: | Bauernbevölkerung des ehemaligen Rch land gewinnen können. Die ewige Sehnsucht bes noch vor Jahrzehnten, m tieffter Leibeigenschaft schmachtenden Dauern im Zarenreich mar von sehe? die Forderung nach eigenem und ausreichenden, Landbesitz gewesen Wer dem Bauern Land vn. sprach, hatte ihn für sich. Das erkannte Lenin sehr wohl, und er handelte entsprechend, indem et de« | Dauern nach der Revolution den vollen Besitz bn I dem Mel und dem Großgrundbesitzertum entttg. neten Bodens versprach. Mit dieser Parvl>' wuch,I ber^ Bauer, ohne den die bolschewistische Revo'utm l niemals hätte gelingen können, gewonnen. Sobald die bolschewisttschen Machthaber aber frt| im Sattel zu sitzen glaubten, gingen sie daran, btr Bauern um seinen Lohn zu betrügen. Das Mitte! war die K o l^l e k t i v w i r t s ch a f t, die Kolchose | Mit allen Methoden des Terrors und ber Erpres.! fung wurden die selbständigen Bauern gezwungen^ angeblich fteiwillig, Mitglieder ber Kollektiv«ist. | schäften zu werden. Wer sich weigerte, galt als fiu lak und wurde früher 'über später liquidiert ober] nach Sibirien verschickt, was praktisch auf basfetoi ] herauskam. Die Mitglieder der Kolchose aber muß.! ten bald erkennen, dciß ihr Los kaum besser toar, Sie wurden mehr und mehr auf den Stand ptr« | landwirtschaftlichen Zwangsarbeitern her ab gedrückt | die noch dazu keinen festen Lohnanspruch hatten, j sondern je nach dem Ertrag ber KollektivwirtschM einen Jahresanteil ausgezahlt bekamen, der praf« J tisch kaum die Grunblage zur Existenz bot. D« Ziel der Bolschewisten, aus ber bäuerlichen Land- wirtschaft mehr und mehr eine l a n d w i r t f ch a f i> I liche Industrie zu machen, trat immer beut] licher zutage. Entsprechend groß war ber Haß gegw die Kolchose, der überall als typisches Kennzeichen unseren Soldaten in den besetzfen Ostgebieten ei* l io erfoli H auf i 6 erh WL v Mein, uta sprechen. Bürgel behandelt es mit dem Feingefühl mit dem das Geheimnis unseres Werdens und B«' gebens nur berührt werden darf, aber auch mit de« fachlichen. Ernst, den der hohe Stand unserer natur» wissenschaftlichen Forschung fordern kann. Religio»' Philosophie und Geschichte, Dichtung und blldemr' Kunst werden herangezogen, um die Stellllna be1 Menschen zmn Tode auch über die naturwissenschaft' liehen Erkenntnisse hinaus zu fixieren. Die AchttM vor dem Wunder in der Natur und der bewUM Verzicht darauf, Welttötsel lösen zu wollen, tße uns für immer verborgen bleiben werden, machen das Buch besonders sympathisch. Dr. Fr. W. Lany* K Jrt & Men >11 ■ Eid) bi e 1 rorjunel IÄ1M v. ten. Eine Durchführungsverordnung des Reichs- tarnet arbeitsminrsters paßt das Bergmannstreugeld bei Arbeitsverhältnissen in den einzelnen Bergbauae- bieten an. Hat ein Versicherter mindestens 240 Monate Hauerarbeit im Steinkohlen-, Cn- oder Erd- ölbergbau geleistet, so erwirbt er den Anspruch aus bas Bergmannstreugeld bereits für jedes volle Jahr, in dem er nach Vollendung des 48. Lebensjahres ab Hauer unter Tage in diesen Bergbauarten arbeitet. Bei mindestens 180 Monaten wesentlich bergmamri- scher Arbeiten erhält er Bergmannstreugeld M jedes volle Jahr, in dem er nach Vollendung des, 50. Lebensjahres als Hauer unter Tage im Steinkohlen-, Erz- ober Erdölbergbau arbeitet. Dau 50. Lebensjahr gilt auch für alle die Versicherten, bi? mindestens 240 Monate als Hauer unter Tage w gegentrat. Es war also klar, daß die Auflösung bet Kolchosen die Voraussetzung dafür war, mm man die freiwillige Mitarbeit her land-wirtschast- lichen Bevölkerung in den besetzten Ostgebreten ... reichen wollte. Ebenso klar wurde aber sehr bald, ■ ®ma' ; daß eine Auflösung der Kolchoswirtschaften oh„! “J D0,nJ; jeden Uebergang und ihre direkte Ueberführung h « — In den „Zauberspiegel", die vorbildlich aus« sicher P gewählte und herausgebrachte Sammlung alteren W Spanne deutschen Romanguts, die der Verlag Rüttik. । und Loening in Potsdam veranstaltet, ist Adal' bert Stifter, der große Erzähler der Ostmack, mit seinem reifsten Roman „Der Nachfommett eingezogen, den man ganz österreichisch, einen Neman des Herbstlichts und ber mechancholischen Gedämpftheit genannt hat. Hebbel höhnte zwar, er biete demjenigen die Krone Polens, der imftanfr fei, diesen Roman zu Ende zu lesen. Aber Nietzsct» »imdel Iptlaml Millionen Mieten stand t M in z- miLan hier mit Mrei !v beben -sie W N inp Bauern • Wmr ’tffÄ'Än'SKÄ* Aus der Stadl Gießen. Starke Herjen die Löcher und Rinnen der vereisten Flache, die man hier großspurig als Straße bezeichnete. Wieder einmal waren wir fluchend über die Rückklappe geklettert. um der rauchenden Karre wieder aus die sten N Leit Stunden schon schaukelte unser MW. über * *" Rinnen der vereisten Flache, die man Aufgabe festete. „ , Jetzt wußte ich, daß zwei solche Menschen sich ohne alle Worte verstehen und auf lächerliche Sentimentalitäten verzichten können. Jeder verließ sich auf die Selbständigkeit des anderen, gerade, weil sie sich beide als untrennbare Einheit wußten. So sah ich sie feßt dem Ausgang des Bahnsteigs zu- schreiten, und der Mut und die Kraft, die von ihnen ausgingen, hatte sich mir selbst mitgeteilt. Nur dreißig Monate... H F- Mr Tapferkeit vor öem ßemöe. Der Unteroffizier Ludwig Vetter aus Gießen. Kaiserallee 19, der bei den Panzerpionieren im Felde steht, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Freiwillige vor! Zur Verstärkung unserer Rüstung sind nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer aufgerufen. Neben den meldepflichtigen Personen werden auch diejeniger Männer und Frauen, die nicht meldepflichtig sind, zur Mitarbeit erwartet. Bei diesen Volksgenossen handelt es sich um den s^eiwilligen Einsatz ihrer Arbeitskraft. Auf persönliche Wunsche und auf Eignung für bestimmte Tätigkeiten wird dabei weitgehend Rücksicht genommen. Um die freiwilligen Nüstungsarbeiter und -arbeltermnen tn bester Weise an die Arbeit, die eine nationale Pflicht ist heranzubringen, hält das Rüstungskommando Gießen am heutigen Freitagnachmittag und am morgigen Samstagvormittag Beratungsstunden in der Zeughauskaferne ab. Zu dieser Beratung werden die freiwilligen Helfer in großer Zahl erwartet zu ihrer Aufklärung sind alle Vorbereitungen getroffen. Nun heißt es für die nicht meldepflichtigen Manner und Frauen: Freiwillige vor, das Vaterland braucht alle Helfer! Neue Verbrauchsregelung. Das Landcswirtschastsamt Rhcin-Mam neröffent- licht heule eine mutige Anordnung über den Der- tauf von Haushattswaren, Papier- und Schreib, waren, Drogen und Chemikalien, Spiellachen, Tep- pichen und Pelzwaren. Die Anordnung, deren Wort- Si« sah ein, daß sie mit ihrer Bemerkung wohl doch ein wenig zu weit gegangen war und ver suchte nun einzulenken, ohne sich jedoch etwas zu vergeben. „Ich wollte Ihnen und Ihrem Wagen natürlich nicht zu nahe treten. Also entschuldigen Sie meine etwas vorlaute Zudringlichkeit und lassen Sie sich in Ihrer Weiterreise nicht stören." Aus den Mund gefallen ist sie gerade nicht, mußte er sich gestehen, und sein Aerger verflog wieder. Ihre Art, sich zu gehen, gefiel ihm. „Und Sie? Was wird hernach aus Ihnen?" fragte er vergnügt. Erstaunt sah sie ihn an. „Ja ... das hat Sie ja vorhin auch nicht interessiert!" stellte sie verwundert jest. „Aber Sie dürfen jedenfalls ganz unbesorgt sein, es wird schon noch jemand, kommen, der sich meiner annimmt.' Sie gefiel ihm immer besser. Wie sie in dem enganliegenden Lederanzug so kampflustig vor ihm stand ... einfach herrlich! „Also gut ... nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil", lachte er. „Und nun sagen Sie mir, was ich für Sie tun kann?" Er hatte dabei, ohne erst weiter ihre Antwort abzuwarten, das Rad hochgenommen und betrachtete es prüfend von allen Seiten. „Wo fehlt es denn? Ich hoffe, das werden wir gleich haben." „Bezwestle ich sehr." „Meinen Sie? Also zeigen Sie schon ..." Sie zögerte noch. Aber e» fing bereits an zu dunkeln, und da war es vielleicht doch geratener, hier gute Miene zum bösen Spiel zu machen. „Hier ... der Benzintank ist leck ... alles ausgelaufen." „Hm ... schlimme Sache. Das läßt sich hier aber nicht schnell in Ordnung bringen." Sie lacht« leise auf. (Fortsetzung folgt) errungenen Erfolg eine unbändige Freude zu emp- finden. Und er war zugleich neugierig, ob sie ihm weiter treu bleiben, ob sie ihm auch weiter empor- helfen würden. Hier auf Hammerkott war er sich dessen nämlich nicht so ganz sicher. Die ewigen Reibereien mit Ter- brüflgen konnten auch einmal schlecht abgehen, es war ein Spiel mit dem Feuer, bei dem er sich eines Tages gehörig die Finger verbrennen konnte. Doch es war ihm einfach unmöglich, diesem Berbruggen ein gutes Wort zu geben. Mochte der Himmel wis- len wie es anging, daß er ihn nie anders als [einen Gegner betrachtet hatte. Wenn er nur ergründen könnte in welchem Verhältnis Berbruggen zu feinem Privatsekretär Meinders stand. Dieser Gedanke kam ihm immer wieder. Ein Direktor, der sich von einem seiner Angestellten in dieser Weise abfertigen ließ ...so etwas gab es doch gar mch - Dielleicht lag sogar im Interesse der Zeche, daß Wal- ter Hammerkott von diesem seltsamen Verhältnis erfuhr. Möglich. Aber es war nun einmal nicht feme Art den Angeber zu spielen. Außerdem war er bei jener Szene nur rein zufällig zum Zuhörer geworden und selbst, wenn hier tatsächlich etwas Unredliches im Spiele war ... greifbare Beweise dafür hatte er schon gar nicht. Was er dachte oder fühlte, war feine Privatsache, damit macht« 'er sich möglicherweise nur lächerlich. Aber so lchnell kam er darüber nicht hinweg, wenn er loschen Gedanken einmal nackaing. Die helfe Wut stieg in ihm hoch, wenn er sich vorhielt, daß hier unter der Oberfläche vielleicht etwas geschah, was der Zeche zum Schien gereichen konnte, dem er aber, ohne eingreifen zu können, mit gebundenen Händen entgegensetzen mußte. Oder sollte er etwa Meinders oder Berbruggen darüber zur Rede stellen? Glatt ausgelacht und an die Luft gesetzt hätten sie ihn. Verärgert ließ er den Wagen unwillkürlich schneller laufen, so daß ein junges Mädchen, das ihn gerade anhalten wallte, hn letzten Augenblick noch , erschrocken beiseite springen konnte. \ \enft, daß die vielgerühmte Stolyp'msche Aglar- orm in zehn Friedensjahren nur an 24 v. H. der uern Land verteilte, so tritt die gewaltige Große hier mitten im Kriege und in der knappen Frist es Jahres geleisteten Aufbau- und Reformarbeit i so bedeutsamer hervor. • f . Der Erfolg ist auch nicht ausgebüeben. Die lanp- tschaftliche Bevölkerung arbeitet [reiwillig mit. Vst in partisanengefährdeten Gebieten erfüllten Bauern ihre Ablieferungen trotz allen Terrors. i Bestimmung, daß bei erhöhter Produktions- hing auch der Eigenanteil steigt, den der Bauer alten darf, wirkt weiter als Leistungsanreiz, so j die Reue Agrarordnung in kurzer Zeit auch zu gender Produktion führen dürfte. Trotz der kur- Spanne eines Jahres darf man wohl sagen, I si« sich bewährt hat und weiter bewahren wird. NSG. Die Waffen-stellt laufend Freiwillige auf Kriegsdauer ohne Dienstieitoerpflich- tung ein. Für den Gau Hessen-Naslau nehmen die Ergänzungsstellen Rhein (XII), Wiesbaden, Bahnhofstraße 46, und Fulda-Werra (IX), Kassel, Lowenburgstraßc 10, sowie die Dienststellen der Allgemeinen ff, der Polizei und Gendarmerie Meldungen entgegen. Eine Annahmeunteriuchung findet am 4. März, 14 Uhr, in Oiefi en, Im „Burghof", 'Burggraben 9, statt. Hsen einzuschalten. tief« Ueberganasftufe ist die Gemein wirt- Ao ft. In der Gemeinwirtschaft wurde das Hof- «X das der einzelne individuell nutzen kann, ver- Wert, außerdem wurden die Beschränkungen für Viehhaltung, die der Bolschewismus eingeführt L-e, aufgehoben. Damit war bereits der Spiel- Em der individuellen Betätigung und Landnutzung neitert, und die Bestimmung, daß je nach Leistung L Hofland erweitert werden konnte und daß sich «h nach der Bearbeitung des Landes der Ge- Mvfchaft der spätere Eigenanteil richten sollte, er- •d einen starken Anreiz zu verstärkter freiwilliger planmäßigen Ablauf der deutschen Beugungen zu stören. Unsere Luftwaffe entlastet durch Tag- und Nachteinsätze die schwer kämpfenden Erdtruppen. Unsere Jager stürzen sich in Tiefangriffen auf. feindliche Fahrzeuge und Panzer. Diese Bilder wurden mit Kameras gemacht, die in Jagdflugzeuge eingebaut waren. Zum Schluß erlebt man einen Luftkamps mit einem Sowjetjäger, bis die feindliche Maschine buchstäblich zerfetzt ist. U. Die prei«aufo«ben der Universität. Don der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: Für das Jahr 1943/44 werden folgende Preisaufgaben der Ludwigs-Universität Gießen gestellt: Von der Theologischen Fakultät: Die päpstliche Verdammung Meister Eckhardts ist auf Grund der Neuoeröffentlichungen textkritisch und sachkritisch darzu-stellen und zu beurteilen. — Von der Jurist, schen Fakultät: Die We'hroerfassung der deutschen Städte des Mittelalters und ihre rechtlichen Grund- lagen. — Von der Medizinischen Fakultät: Der Einfluß der Bauchspeicheldrüse auf die Gallenstein- entstehung. — Don der Veterinärmedizinischen Fakultät: Die Größenbestimmung ultramikroskopischer Krankheitserreger durch Ultrafiltration. — Von der Philosophischen Fakultät: Aus dem Gebiet der Al ten Geschichte: Cäsar als Propagandist. Aus dem 1 Gebiet der Romanischen Philologie: Die Entwicklung der französischen Rechts- und Verwaltungssprache im Zusammenhang mit der Ausbildung des gelehrten Richtertums in Frankreich. Aus dem Ge biet der Englischen Philologie: Carlyles Stellung zu Frankreich. Wer sich um einen Preis bewirbt, muß mindestens in einem der beiden auf die Stellung der Aufgabe folgenden Semester an der Universität Gießen immatrikuliert gewesen sein. Jede Bewer bungsschrift darf nur einen Verfasser haben. Die Bewerbungsschrift ist in der Sprache abzufassen, in der die Ausgabe gestellt ist. Auf dem Titel ist ein Kennwort anzubringen. Die Bewerbungsschrift ist bis zum 15. Februar 1944 einzusenden unter Bei fügung eines verschlossenen, mit dem Kennwort der Arbeit versehenen Briefumschlags, der die Ausgabe des Verfassers und seine Adresse enthält. Die Sendung ist an die F a k u 11 ä t zu richten. sonderbar, da mir dieser junge Mensch in seiner herben Verschlossenheit und schönen Klarheit seines Gesichtes wohlgesiel Als wäre dieses Verhalten völlig richtig, trat das junge Mädchen jetzt in den Gang, denn der Zug zog bereits die Bremsen an. Mein stiller Vorwurf sollte mir in der nächsten Sekunde bitter leid sein, der junge Soldat nämlich bückte sich plötzlich und zog unter seinem Sitze ein Paar Krücken hervor. Run erst gewahrte ich, daß eines seiner Beine amputiert war; es hatte im Schatten des Fenftersitzes nichts darauf hingewiesen. Mit Gewandtheit kam der Soldat ins Schreiten, grüßte und war bald darauf hinter feiner Begleite- Kaltblütigkeit. Waffen-^ im Kamps mit Sowjetpanzern Beine "zu helfen, da fiel unser Blick auf einen der riesigen, ausgebrannten Kadaver eines Sowjetpanzers, wie sic, verlassen und ihrer drohenden Gefahr beraubt, am Straßenrand immer wieder zu finden sind. Auch bei diesem starrte das Rohr zerfetzt in den grauen Himmel, zersprengt lagen die Glieder der mächtigen Ketten im Schnee. Es war ein ganz besonders schwerer Brocken. „Mensch, mit dem möchte ich. wenn er gesund ist, auch nichts zu tun haben", brummte einer vor sich hin, als wir unseren endlich wieder flügge gewordenen „Transporter" bestiegen. Stück auf, Renate! Roman von Ernst Srau. .Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) So fuhr er denn auch heute ohne Eile in den itfam abklingenden Tag ^em. Die Landstraße ir um diese Stunde nicht sehr belebt, denn die !)tigen Ausflügler kamen erst spat heim Wie i lauschte er dem gemächlichen Gleichtakt des Mo r«, der wie ein Herzschlag eines lebenden Wesens Der .Laubfrosch" war zwar nut ein lächerlicher oerg gegen die großen blanken Limousinen, d e hinter an ihm vorbeisausten, bezahlt warmer le - ■ auch noch nicht ganz, aber immerhin, ferner llmgrath freute sich, es wenigstens schon soweit »rächt zu Huben. Wenn er dagegen an die langen hre zurückdachte, wo er als wenig beachteter mw den Kumpels zuerst nicht immer ate gleichwertig erachteter Werkstudent hier sein Brot) verdient tte ... einen solchen Bag der Freiheit batte er ) damals nur alle Jubeljahre einmal und dann imer nur unter den größten Albehrungen ab L)(en können. Wie schnell der Mensch doch alles Irnd, allen Jammer vergaß, wenn es,lhrn wieoer nas besser ging. Aber trotzdem -7 ".mochte vese ihre voll harter, ungewohnter Arbeit und bitte r Entsagungen doch niemals aus seinem Leven ff en. Sie hatten ihm oft -stunden A^nicbt, hatte die Zähne zusammenbeißen müssen, abe - hatten ihm dafür auch etwas gegeben, das 'hm nmer den Rücken gesteift hatte, wenn f^einhar iin -erwindlichc Widerstände vor ihm aufgetauch ren und sich feinem Hochkommen hemmend em .Henstellen wollten. _ Berner Hellingrath spann gern an solchen 1 e- Mtn. Er war noch jung genug, über leben ehr ch MafMch wichtigsten Gebieten des ,üblichen Ruh. £ vor allem in der Ukraine, die Kolchoswirt- [Lft in einem so großen Umfange durchgefuhrt ge- rtKtn war, daß bei einer Aufteilung in einzelne rin im Gange verschwunden. Jetzt erst gewann das Gespräch der beiden, von dem ich nur einige Bruchstücke ausgenommen hatte, für mich Form, und die Worte sonderten sich mir zu einem Beispiel der Liebe und des Lebensmutes, zu dem die scheinbare Kühle und Sachlichkeit dieses Hinausschreitens gut zu passen schien. Die beiden hatten nämlich vom Studium des jungen Mannes gesprochen , dem er entgegenreifte. Es war dayon die Rede gewesen, daß es zweieinhalb Jahre währen würde, für jpnge Menschen eine Unendlich lange Zeit, wollten die beiden heiraten. Als nun der junge Soldat diese Zeit, die eine Zeit der BrcnnUng sein würde, wie ich herausgehört hatte, nannte, sah er dem jungen Mädchen voll ins Gesicht, und auch meine Blicke ruhten im nämlichen Augenblicke auf diesen schönen, ein wenig herben, aber auch stolzen Zügen. Wohl huschten Wehmut und Verzicht rasch wie ein Schatten darüber hin, aber er war schnell verschwunden, und eine tiefe ßcbensgläublgfeit machte ihm Platz als der Mund sprach: „Nur dreißig Monate — die vergehen ja so schnell!" Man erkannte deutlich, wie hier ein Herz sich bezwang, um ein anderes nicht schwerer zu machen — wie aber alles Denken auf die eine Stunde gerichtet war, in der sich nach Ueberwinbung aller Lasten, auch wohl der eigenen schweren Alltagspflichten, das Leben vollenden würde. Ich sah auch, wie ein helleres Licht in den Augen des Mannes glänzte, dem in dieser Antwort Zweifel und Fragen untertauchten, und dem sich das Vertrauen an sich selbst und die eigene „Ach, Quatsch, ist alles halb so wlld mit den schweren Biestern, die sind gar nicht so gefährlich!" Der Kleinste unter uns sagte das, ausgerechnet der Kleinste! „Angeber!" sagte einer für sich, aber dock) so laut, bah es alle Horen konnten. Ich aber sah mir den kleinen Mann an, erblickte auf feinem Aermel zwei silberne Streifen, von denen sich metallisch glän- zend bas Bild eines Panzerwagens ab hob. Da fuhr er auch schon fort. „Auch die dicken Pötte haben ihre Achillesferse. Man muß nur einmal die «chreckenskunde überwinden, dann Ist alles halb so wild. Das war damals, als die Bolschewisten m Nebel über die Newa gekommen waren und plötzlich mitten In den Stellungen der Division auf- tauchten. Wir bauten geballte Labungen zusammen, und bann rein in den Straßengraben. Da stand nämlich ein dicker Panzer mitten auf der Straße und schoß in unsere Infanterie hinein, daß einem die Wut hochkommen mußte. Die Pak hatte an anderer laut im Anzeigenteil au lesen ist, würbe mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt. Sie Wochenschau im Zeichen des totalen Krieges. Di« neue Wochenschau zeigt Ausschnitte aus der Massenkundgebung im Berliner Sp 0 rtpalast mit Dr. G 0 ebbels. Die Kamera zeigt die entschlossenen Züge der Frontsoldaten, der Verwundeten, der Ritterkreuzträger, der Arbeiter und Arbeiterinnen, Wissenschaftler, Künstler, Lehrer und Beamten. Die Höhepunkte bilden die zehn Fragen, die Dr. Goebbels an das deutsche Volk rich. tetc. Es folgen Bilder von der praktischen Verwirklichung dieses Bekenntnisses. Aus den Kartenstellen, wo die Ausgabe der Formblätter für die Meldungen von Arbeitskräften für d i e deutsche Kriegswirtschaft erfolgt, herrscht Andrang. Gewaltig ist die Zahl der Meldungen, die mit jeder Post auf den Arbeitsämtern einlaufen und gesichtet werden. Schon jetzt stehen zahllose deutsche Frauen an ihrem Platz in der Rüstungsindustrie. Die Kamera schwenkt hinüber zur tunesischen Front. Lastkraftwagen und Panzer rollen über die Straße nach Gabes, der Stadt zwischen dem Meer und den Salzseen unweit, der tripolitan'schcn Grenze. Ein starkes System von Jnfanteriestellun- gen, MG.-Nestern und Panzergräben wird gegen einen Angriff von Süden angelegt. Zum Schluß sehen wir Bilder vom Süden der Ostfront. Unsere Bruppen setzen sich in beweglicher Kampfführung vom Feind ab. Große Beile der Bevölkerung haben sich unseren abrücfcnben Soldaten angeschlossen. Sie wollen nicht ein zweites Mal unter die sowjetische Knute kommen. Hinter den Auffangstellungen am Donez wird ein Fesselballon der Artillerie aufgelassen. Der Beobachter lenkt das Feuer unserer Batterien auf feindliche Abteilungen. Unsere zahlenmäßig weit unterlegenen Nachhuten kämpfen mit beispielhafter Zähigkeit. Jedes Haus, jede Straße wird verteidigt. Immer wieder hindern Gegenstöße den Feind daran, den Was sie ihm dabei nachrief, konnte er zwar nicht verstehen, doch es klang sehr empört und war bestimmt keine Schmeichelei. Aber es veranlaßte ihn doch, seinen Wagen zum Stehen zu bringen. „Sagten Sie etwas?" meinte er unwillig und wen- bete sich zurück. „Dann ..." , Betroffen schwieg er und hatte habet das höchst unangenehme Gestihl, sich grenzenlos blamiert zu haben. Donnerwetter noch einmal! Wo hatte er da eben nur seine Augen gehabt! Ein so hübsches Mädel schreit man doch nicht an wie ein betrunkener Fuhrknecht. Er wurde rot bis unter das straff zu- rückgekämmte Blondhaar. Da hatte er etwas angerichtet, das er unbedingt wieder gutmachen mußte. Rasch sprang er aus dem Wagen und stand mit zwei Schritten vor ihr. Dabei sah er erst, daß neben dem Mädchen am Straßenrand ein Motorrad lag, dem anscheinend der Atem ausgegangen war. „Ich bitte um Verzeihung, Fräulein ... kann ich Ihnen irgendwie helfen?" „Danke!" wehrte sie kühl ab und streifte ihn mit einem hochmütigen Blick. „Sie haben es sehr eilig, und da möchte ich Sie um Gotteswillen auf keinen Fall aufhalten." Sie ist wirklich ganz ungemein hübsch, dachte er. Besonders, wenn sie einen so wütend anschaut. Und sie hat sogar recht, wenn sie das tut/ „Aber nein, gnädiges Fräulein! Bestimmt nicht", beteuerte er ein wenig verlegen. „Ich war mit meinen Gedanken nur ein wenig woanders." , Dann gehören Sie in einen Schaukelstuhl, aber nicht an das Steuer eines ...so feudalen Wagens", setzte sie spöttisch yinzu. Das hätte sie nun nicht sagen dürfen Diese ironische Anspielung auf das Zwertzhafte seines kleinen Wagens ärgerte ihn. So ein hochnäsiges Ding! Und bei der hab ich mich noch in Unkosten gestürzt und anähigee Fräulein gesagt! Beleidigt meinen . Laubfrosch!" Na warte! ..Sie hab'm vermutlich noch nie in einem selbst- verdient-n Wagen gesessen?" Der Pfeil traf. Stelle alle Hände voll zu tun." „Der Sowjetpanzer da vorne muß weg!" schrie mein Korporal und winkte mir zu. Also bin ich im Straßengraben vvrgechlichen ... ein schweres Stück Arbeit, das kann ich euch sagen, in dem Dreck und Schlamm. Der Bolschewist hat mich gar nicht gesehen. Als ich dann auf etwa zwanzig Schritt heran mar, ist mir doch ein bißchen schummrig geworden. Ja, wenn man so mutterseelenallein ist, kann einem schon bange werden ... Aber was ein rechter Schis« fer ist, der fürchtet sich nicht so leicht. Also hab ich dem er ft meine Nebelhandgranate vor den Bug gesetzt, und dann bin ich die paar Meter hlngefpriht und hab ihm die Ladung in den Wanst geknallt. Ich war noch nicht wieder richtig im Graben, da Sing der Zauber |d)on los, und zwar so gründlich. aß mir die Fetzen um die Ohren flogen. Als sich der Qualm verzogen hatte, reifee ich die Augen auf und glaube eine Fata Morgana zu ehen: hinter „meinem" rollt ein anderer, noch größerer Bruder heran. Verdammt, jetzt wlrds mulmig, denke ich mir, jetzt fort von dcr üblen Gesellschaft! Aber als ich die weite, freie Fläche vor mir sehe, über die ich herüber mufe, da kommt mir das Unternehmen noch spanischer vor. Ick) peile mir erst mal den zweiten „Genossen" über den Grabenrand an, bann greife Ich an den Gürtel, in dem noch ein paar Handgranaten stecken. In aller Hast binde ich irtit einem Stück Draht die Handgranaten zusammen — da hat mich der Bursche schon gesehen. Auf einmal kracht es neben mir, und als ich hochblicke, sehe ich, dafe drüben die Klappe gehoben wird, und eine Hand herausfährt, um eine Eierhandgranate zu mir herüberzuwerfen. Wie das We.itere dann kam, weife ich nicht mehr Ich bin aufgesprungen und habe ihm meine Ladung in die Klappe geschoben, ehe er noch seine Hand zurückziehen konnte. Wumm ... und aus war der Braum. Das was alles." Nun war es ganz fti|l geworden auf unserem keuchenden LKW. „Weife der Deubel! Mensch, an so einen dicken Gustav ranzusprlngen, da gehört schon eine ordentliche Portion Mut und Tapferkeit dazu ..." „Nun, macht bloß keine großen Sprüche", lachte da her Kleine, „'s ist nichts weiter als ein bißchen Kaltblütigkeit nötig." Em bißchen Kaltblütigkeit? Wo fängt bann bas Heldentum an? fragte ich mich in diesem Augenblick ... ^-Kriegsberichter Günther Honölka. . ...... —......... ... v...Ov...e Als sich das junge Mädchen, das tm Zuge mir »tuernroirtschaften nicht die notwendigen Maschinen gegenüber gesessen hatte, erhob, um die zwei Koffer ... Geräte, Ackerwagen und Zugtiere vorhanden । aus dem Gepäcknetz zu nehmen, wunbcrie ich mich, .-,e[en wären. Außerdem war die dortige Bevöl- baß ihr Begleiter, ein Soldat mit Auszeichnungen ftjring ja rund zwei Jahrzehnte lang fystematrfch an der Brust, sich nicht erhob, ihm behilflich zu sein. fli|i den Stand von landwirtschaftlichen Zwangsar- Nun, dachte ich, wenn er glaubt, sich so verhalten zu hrtern herabgebrückt worden, wobei die Bolsche- können, ift es unnötig, daß ich emgreife — recht auch noch ein Spezialistentum gezüchtet hat- x-c - v 4 “*“,x """" En so daß beispielsweise der eine wohl etwas von mjihrvirtschaft verstand, aber nichts von Ackerbau, allem fehlte der Landbevölkerung jede Ersah- L»g, wie sie zur Führung eines selbständigen fkicrrobetriebes notwendig ist. Aus allen diesen ^jnben war es also erforderlich, Uebergangs- ■arbeit. iSMt nächst« Stufe sind bann Vie Landbau- .gossen schäften. Bei dieser Landbaugenos- Wchaft ist praktisch der einzelne bereits in vollem Witz seines Lanbanteils. Nur die Bewirtschaftung tfügt noch gemeinsam, weil nur so der Maschinen- Watz zur richtigen Wirkung kommen kann. Auf tzk gleichen Stufe wie die Landbaugenossenschaft Mtdie Bildung von Einzelbetrieben, von Wen meist je zehn zu einer auf genossenschaftlicher Iflrinblage arbeitenden Höfegruppe gehören, ober & Einzelwirtschaft mit arrondiertem Landanteil. Alche Möglichkeit gewählt wird, hängt von den Wichen Verhältnissen ab. In den nördlichen und istieren Gebieten sind die Flächen fast aller Ge- Ainwirtschaften bereits in individuelle Nutzung Wommen. Hier ist auch die Bildung der Land- Mgenossenschasten und der Eimelhöfe am weitesten ^geschritten. Das erklärt sich daraus, daß in die- N Gegenden auch in der bolschewistischen Zeit die Mektivwirtschasten nicht so riesige Flächen um- «ten. Auch waren die Dörfer hier durchschnittlich Wentlich kleiner als in der Ukraine. Die Landaus- .iOung erfolgt im allgemeinen in gelb ft reifen, di sich auf die Felder her Fruchtfolge verteilen. Der IXielne erhält also einen Feldstreifen vom Rog- Uschlag, vom Weizenschlag, vom Kartoffelschlag U». Diese Art der Aufteilung ist einmal am ein- JKften und schnellsten burchzuführen, was info- Ln wichtig ist, als die zur Dersügung stehende Ml von Landmessern naturgemäß beschränkt ist, ! ujb zweitens wird dadurch die Möglichkeit erhalten, M mei t knappe landwirtschaftliche Inventar und U Machinen in genossenschaftlichem Einsatz zu Mionettster Wirkung zu bringen. - M der Ukraine lagen die Verhältnisse anders, jjrr dominiert der Großbetrieb und dementspre- Mnd der Einsatz von Großmaschinen, wie Mah- Mchern usw. Im Interesse des Nutzens für bie Wgemeinheit, aber auch im Interesse der Dorfbc» Ebner selbst, mußte man hier also zunächst noch Mtgehend die Form der Gemeinwirtschas- itn beibehalten. Doch ist man darauf bedacht, bas fcrlanb ständig zu vergrößern und nach Möglich- II auch bie Ueberführung in Landbaugenossenschaf- K vorzunehmen. Im Jahre 1942 konnten so be- W s 10 4 v. H. aller Gemeinwirtschaften tm Reichs- «mniss'ariat Ukraine in Landbaugenossenschaften »gewandelt werden. s insgesamt haben nach einem Jahre von etwa I Millionen Bauernfarnilien, bie in den besetzten D gebieten leben, bereits 2 Millionen das frühere Jhhoslanb in individueller Nutzung. Wenn man lAtöfneri'ihmfi» ^iolnvinsck>e Aarar« IÄmON Mh Sdwelde Nr. 1 vorrasieren and mN Sd»nelde Nr. 2 sauber nach- Bavaria-Film Danksagung. Allen denen, die beim Heimgang unseres Heben Entschlafenen Heb. Kasp. Müller städt. Gartenmeister i. R. ihre aufrichtige Teilnahme bekundeten, sage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen auf diesem Wege herzlichen Dank. Hch. Müller-Bellof. Gießen (Steinstr. 66), den 23. Februar 1943. 01226 Ein Waggon frische Seemuscheln trifft eim Vorbestellungen von Großverbrauchern erbeten. Fischhaus Cuxhaven Marktstraße 23 665d Telefon 2417 Ein mit: Brigitte Horney, Willy Fritsch Hedwig Warigel, Elisabeth Markus Else von Möllendorff, Mady Rahl Margarete Haagen Spielleitung: Emil Burrl Die Ehe ist der wichtigste Prüfstein der Liebe - dieser Film gibt kluge Antworten auf eine Frage, die jedem Menschenleben gestellt wird. Wochenschau - Kulturfilm Heute Erstaufführung! Lichtspielhaus TägHch 2.80, 4.45, 7.80 Uhr sonntags 2.00, 4.30, 7.80 Uhr Jugend ab 14 Jahren hat Zutritt! zwei an 14 Uhr, statt. MUL 668 0 01235 Ein Brief vom Frontsoldaten! DEUTSCHE IT REICHSPOST trauen und Ttlädel l Uleldel Euch beim nächsten Postamt. VSeiblidre JCräfie helfen der Deutschen Tleidispost bei der sdineUen Zustellung der Sendungen. Dienstkleidung wird gestellt ! Hiesiges Werk sucht für seine Buchhaltung Herr oder Dame zur Einarbeitung. Vorkennt- nissc erwünscht. Die Einstell, erfolgt über das Arbeitsamt.* Schriftliche Bewerbungen mit • Lebenslauf unter 643D an den Gießener Anzeiger erbeten. Ihre Kriegstrauung zeigen Hans Ziegler Margot Ziegler geb. Ude Lieferung von Glühbirnen und elektrischen Blitzlichtlampen ab sofort bis zum 31. August 1943, u. a. auch für alle Haushaltungen, verboten ist. Die Verordnung gilt gleichfalls für Unternehmen des Groß, und Einzelhandels, für Behörden, Dienststellen, Banken und Versicherungsgesellschaften und Vereine öffentlichen und privaten Rechts. Angenommen von dem Verbot sind u. a. nur jene Anstalten und Einrichtungen, dir der Gesundheitspflege dienen, Fliegergeschädigte, die Wehrmacht, Polizei, Reichsbahn und Reichspost. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Diese Maßnahme ist auf Grund der kriegsbedingten Energieersparnis ergangen. Es empfiehlt sich, für alle von der Anordnung betroffenen privaten Haushaltungen und andere Stellen, im eigenen Interesse einen Teil der im Gebrauch befindlichen Glühlampen zu löschen, um eine gewisse Reserve für Notfälle zu haben. Es ist selbstverständlich, daß die Lebensdauer der Glühbirnen in keiner Weise durch die Lagerung leidet. Gleichzeitig dient jeder damit am zweckmäßigsten der Einsparung von Energie, die vom Reichsminister für Bewaffnung und Munition angeordnet wurde. Ueber alle Verfügungen hinaus ist es für jeden ein Gebot det Einsicht, alles daran zu setzen^ den überflüssigen und entbehrlichen Energieverbrauch während des Krieges auf ein Minimum herabzudrücken. außer Kraft. Wiesbaden, den 23.2.1943. Verdunkelungszeit: 26. Februar von 18.53 bis 6.46 Uhr. Heute nachmittag entschlief sanft nach langem Leiden mein lieber Mann, Rinser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Philipp Henk, Viehkastrierer nach einem arbeitsreichen Leben im fast vollendeten 77. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Marie Henß, geb. Fiedler; Karl Henß und Familie Heinrich Döring, z. Z. im Felde, und Familie Fritz HenH, z. Z. im Felde, und Familie. Großen-Buseck, den 24. Februar 1948. Die Beerdigung findet am Samstag, 27. Febr., WiiiWl«!i Gießen-tolar Sicherer Mietzahler sucht in Wetzlar-Gießen oder Umgeb. 3 Zimmer, Küche, Abstellraum, mit oder ohne Heizung. Biete in bester Wohnlage in Düsseldorf, 3 Minuten von der Straßenbahn, preiswerte 3 Zimmer mit Bad und Heizung. Angl mit Preis unt. C. DI. 304 an Bonacker & Hontz, Anzeigen-Mittler, Düsseldorf. [653V Zur Leitung meiner Werkstatt 1 tüchtiger Schlosser und 1 tüchtiger Schmied als Meister gesucht. Einstellungsgenehmigung vom Arbeitsamt liegt vor. Schriftl. Angebote unter 656D an den Gieß. Anzeiger erbeten. Lagerräume für Großhandlung zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 672D an den Gießen. Anzeig. * * Ausgabe von Zwiebeln. Auf den Abschnitt 32 der Nährmittel karte 46 werden Zwiebeln ausgegeben. Es kommen 150 Gramm je Person zur Verteilung. * * Sie Ablieferungsstelle für Eier im Stadtgebiet Gießen befindet sich jetzt im Liebig- bau (Alte Klinik), Liebigstraße 16. Die abzuliefernden Eier müssen künftig dort abgegeben werden. * * Eine Absatzveranstaltung von Höhenfleckvieh und Zuchtebern findet am nächsten Freitag, 5. März, in der Zuchtviehhalle Rhein-Main zu Gießen statt. Ueber den Auftrieb und die Verkaufsbedingungen ist Näheres aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Aus der engeren Heimat. Bürgermeistertagung in Alsfeld. A Alsfeld, 24. Febr. Unter dem Vorsitz des stellv. Landrats, Regierungsrat Dr. Fuhr, fand hier eine Versammlung der Bürgermeister des Kreises Alsfeld statt. Zu Beginn der Tagung gedachte der Vorsitzende der gefallen He Den im Osten, deren Gedenken die Bürgermeister ehrten. Sodann wurden wichtige Fragen des Luftschutzes besprochen. Regierungsrat Dr. Fuhr erläuterte die Hauptgebiete und Aufgaben des Luftschutzes. Die Bürgermeister wurden aufgefordert, alles zu tun, was auf diesem Gebiete erforderlich ist. Gegenstand eingehender Erörterungen war auch die Löschhilfe bei Bränden. Reg.-Baürat Ohaus sprach dann über Angelegenheiten des Holzabfuhrwesens Inspektor Für unsere Buchhaltung suchen wir eine geeignete Kraft Herr od.Dame, zum sofortigen Eintritt. - Die Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. Schriftliche Bewerbungen mit . Lebenslauf unter 644D an den Gießener Anzeiger erbeten. Gießen, Weserstraße 8 27. Februar 1943 01256, aller Art ist verböten. Die vorstehende Anordnung tritt am 15.4.1943 * ‘ [658D Nach Gottes heiligem Willen verschied heute morgen plötzlich und unerwartet meine liebe Frau, unsere gute Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Anna Spaar, geb. Schäfer im 38. Lebensjahre. Im Namen aller Trauernden: Ludwig Spaar IV. Mainzlar, Lollar, den 24. Februar 1943. Die Beerdigung findet am Samstag, 27. Februar, 14.30 Uhr, statt. ___655D Danksagung. Für die stille Teilnahme und die lieben tröstenden Worte beim Heldentod un- seres lieben Hans Kunz, Gefreiter in einem Grcn.-Regiment, danken wir herzlich. Oskar Kunz und Frau Meta, geb Uhlmann Anneliese Hlckler, geb. Stelnenböhmer Elfriede Stelnenböhmer, geb. Wlndgätter. Gießen, im Februar 1943. 11 did), Mich ■ihn; I t".;i!nr, 1: timb [hin l "Mi ' Mm ’tyil' L> zu ! Mki ^unb Pf "k ikii ** *Sq; Feldpostsendungen im Zuchthaus. Das schreckte die Tochter nicht ab, sich ebenfalls an Feldpostpäct- ch e n zu v e r g r e l fe n. Im Sommer 1942 besuchte sie eine befreundete Frau, die gerade vier Feldpostpäckchen für ihren Sohn packte. Beim Weggehen er. bot sich die Rausch, die Päckchen mit zur Post zu nehmen. Sie erhielt sie auch ausgehändigt, trug sie aber in ihre Wohnung und verbrauchte den Inhalt, Rauchwaren und LebensmittJl, für sich. Diese niederträchtige Tat brachte das Mädchen vor das Sondergericht Frankfurt a. M., das Me Angeklagte, die auch noch zwei anderen Frauen einen Pullover, eine Armbanduhr und ein Paar Schuhe gestohlen hatte, als Volksschädling zu einer Gesamtstrafe von * Jahren Zuchthaus verurteilte. Zwiebelverteilnng in Gietzen-Stadt. Jeder Verbraucher erhält gegen Vorlage der rosa und blauen Nährmittelkarte 46 150 (tframm Speisezwiebeln gegen Abgabe des Abschnittes 32. Die Abgabe ist nicht von einem Eintrag in eurer Kundenliste abhängig. [eesD Gießen, 25. Februar 1943. Ernährnngsamt der Stadt Gießen. <9. A-Sport. Der Sport am Sonntag. Entgegen der früheren Absicht des Gauchsachwar- I tes für Fußball, am 28. Februar die Tschammev Pokalspiele fortzusetzen, sind nun doch Meisterschaftsspiele angesetzt worden. Der Tabellenführer, Luftwaffensportoerein Gießen, hat alle Pflichtspiele I beendet, dagegen haben die übrigen Teilnehmer noch einige Spiele auszutragen. Für den kommen- I den Sonntag sind vorgesehen: Büdingen gegen Mol- fersheim, VfB.-Reichsoahn Friedberg gegen VfB.-R. Gießen. „ L In der Begegnung Büdingen — Wölfersheims treffen zwei gleichstarke Mannschaften aufeinanbetj Büdingen hat seine Reihen gut verbessert, und auM Wölfersheim hat im Laufe der Pflichtspiele reiche« Erfahrungen gesammelt, so daß es zu einer harten« Auseinandersetzung kommen wird. Das Spiel von ausschlaggebender Bedeutung führt» die beiden Reichsbahnvereine Friedberg und Gießen! zusammen. Der VfB.-Reichsbahn Gießen muß diel Fahrt nach Friedberg antreten und dürste vor dem schwersten Spiel der Serie stehen. Friedberg hatte bet Beginn der Spielserie einige schwache Spiele 1 und kam erst nach Beginn der Rückspiele zu schönen I Erfolgen. Besonders gute Spiclleistungen erzielte die Mannschaft in den letzten Spielen. Der Tabellenführer mußte zweimal hintereinander vor dieser kampfstarken Mannschaft die Waffen strecken. Nun wird es sich am kommenden Sonntag zeigen, ob Friedberg in der Lage ist, auch den VfB ^Reichsbahn Gießen zu schlagen. Ärn Vorspiel behielt Gießen die Oberhand. Beide Mannschaften hatten die Möglichkeit, sich zu verstärken. Doch sind die Ergebnisse in den letzten Spielen kein Wertmesser dafür, welches nun die bessere Mannschaft ist. Es ist deshalb auch nicht möglich, die eine oder die andere Mannschaft als voraussichtlichen Gewinner anzukündigen. Die angesetzte Begegnung LSV. Gießen — Nidda kommt nicht zum Austrag, da der Luftwaffensporl- verein am Sonntag in Marburg ein Freundschaftsspiel gegen VfL 1860 aus trä gt. H. Aukvuk! Der freiwillige Einsatz aller der Arbeitskräfte • in der Sttistungsindustrie, die nicht unter die Meldepflicht fallen, ist nationale Pflicht. Wir brauchen zur Erhöhung der kriegswichtigen Fertigungen sofort Männer und Frauen jeden Alters. Der Einsatz erfolgt möglichst nach Eignung und persönlichen Wünschen, auch halbtägig. Das Rüstungskommando Gießen hält Beratungsstunden heute, Freitag, 26.2.1943, von 15 bis 18 Uhr, und am Sonnabend, 27.2.1943, von 8 bis 12 Uhr, in der Zeughauskaserne ab und erwartet zahlreiche Meldungen. Der Rüstungskommandeur Gießen des Reichsministers f. Bewaffnung u. Munition Schreiber, Oberstleutnant. Ml ft- }U b( Geboten wird schöne 3-Ziminerwohnung Gesucht ebensolche 4-Zimm.-Wobn. Sehr. Ang. unt. Y1255a. d.G.A. Arzt-Gb evaar sucht . Wohnung in Gießen (evtl. möbl.,m.Küchen- benutzimg). Schr. Ang. unt. 01264 a. d.G.A. Von Soldatenfrau, mit Kleinkind, eine l-2-Zim.-Wohng. mit Küche u. Zubehör, in Gießen ob. Uma. gesucht Sehr. Ang. unt. 01287 a.d»G.A. rnch. e Iftgnefer Met: D Maß ist bi llwr, i 8". nen, Ikert h tu B Ihn ge jhitimei Ihn B urch o 11?« jll |r 6er f Mb, l | fr nicht n die ge s'nicht z 13,19. : f W ihr I allem i । A ist Anweisung nie sparsamen Gebrauch beider Schneiden: Bekanntmachung. Nach der Polizeiverordnung vom 4.11.1882 haben die Garten- und Geldbesitzer die Hecken, die ihre Grundstücke umfriedigen, an öffentlichen Fabr- oder Fußwegen, bis zum 15. März jeden Jahres auf eine Höhe von 1,25 Nieter und eine Breite von 0,50 Meter zu beschneiden. In der Zeit vom 15. Rttftz bis zum 30. September dürfen nach § 14 der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 Hecken nickt geichuitten werden. Zmviderhand^ hingen werden bestraft. [wC Gießen, den 17. Februar 1943. Der lOberbürgermeister. _____________I. V.: Nicolaus. Bekanntmachung. Die Städt. Sandgrube an der Nödgener Straße ist ab 1. III. 1943 jeden Montag geöffnet. Gießen, den 25.Februar 1943. Der Oberbürgermeister — Stadtbauamt. Der Negieruugsvräsideut. Landeswirtschaftsamt 9t b ein-M ain. I. A.: gez. Dr. Will. Langstroff be richtete über Fragen des Ernäh- rungs- und Wirtschaflsamtes auf verschiedenen Gebieten und teilte dabei mit, daß zum 1. März 1943 eine Bezirksbezugscheinstelle für Kleinhändler bei dem Wirtschaftsamt des Landkreises Alsfeld errichtet wird. Inspektor K n ei se l besprach Wehrmachtangelegenheiten, Inspektor Stickel behandelte Fragen des Familienunterhalts, während Oberinspektor Dippel! über Angelegenheiten des Gemeinderechnungswesens und des Haushaltsplanes Anweisungen gab. Am Schlüsse der Tagesordnung gab Reg.- Rat Dr. Fuhr einen Ueber-blick über die Maßnahmen im Kreise zur Erfassung der Arbeitskräfte und über die Stillegung von Betrieben. Dann machte Bürgermeister Dr. Völsing als Kreisoomann der Kreisabteilung Alsfeld des Deutschen Gemeindetugs verschiedene Mitteilungen über einzelne Gemechde- oerwaltungsgebiete. \ Landvolk-Bersammlung in Merlau. (D Mücke, 24. Febr. Unter Leitung des Bezirktz- bauernführers G eorg fand in dem benachbarten Merlau eine Versammlung von Bauern und Landwirten aus dem westlichen Teil des Kreises Alsfeld der Kreisbauernsckaft Oberhessen-Ost statt, in der es sich um die Aufklärung unserer Bauern und Landwirte über die dringenden Aufgaben der neuen Erzeugungsschlacht handelte. Als Vertreter der Landesbauernschaft sprach Landwirtschaftsrat Dr. Dienst (Grünberg) über die wichtigsten Tages- und Zeitfragen des landwirtschaftlichen Anbaues und Betriebes. Als zweiter Redner gab Landwirt Koch wertvolle Aufklärungen über Den Flachsanbau und alle damit zusammenhängenden Fragen. Die Vorträge der beiden Redtter wurden mit großem Interesse ausgenommen. Unsere Bauern und Landwirte konnten daraus wertvolle neue Gesichtspunkte für ihre praktische Arbeit in der Erzeugungsschlacht 1943 mit nach Hause nehmen. Be- zirksbauernführer Georg appellierte zum Schluß noch einmal an das schon oft bewährte Pflichtbewußtsein unserer Bauern und Landwirte, von denen auch in diesem Jahre der Einsatz aller Kräfte für die großen Aufgaben unserer Ernährungswirl- schäft erwartet wird. Landkreis Gießen. * Bollnbach, 26. Febr. Am heutigen Freitag begeht Frau Elisabetha Wagner, geb. Schmidt, in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 7. Geburtstag. Die Jubilarin nimmt an den Ereignissen unserer großen Zeit regen Anteil. Der Hoch- betagten gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. Neuer kommissarischer Landrat. Lpd. Weilburg, 25. Febr. Reichsamtsleiter Woweries aus München, zur Zeit im Wehrdienst, wurde mit der kommissarischen Verwaltung des hiesigen Landratsamtes beauftragt. An Feldpostpäckchen vergriffen. Lpd. Frankfurt a. M., 25. Febr. Die 21jährige Hildegard Rausch führt feit Jahren einen liederlichen Lebenswandel und mußte schon wiederholt wegen Diebstahls und Arbeitsvertragsbruchs bestraft werden. Ihre Mutter sitzt wegen Beraubung von Vereinfachung im Eierhandel. Die Hauptoereinigung der deutschen Eierwirtschaft hat im Zuge der Verwaltungsvereinfachung und der Freimachung von Kräften für den Kriegseinsatz eine Anordnung über „Deutsche Originaleier" erlassen, die eine wesentliche Vereinfachung und Arbeitsersparnis bringt. Die Eierwirtschaftsoer- bände können anordnen, daß alle von den Er- fassungsstelleä aufgekausten Hühnereier nur als Deutsche Originaleier in den Derkebr gebracht werden dürfen. Eine Sortierung nach Gewichtsgruppen durch die Kennzeichnungsstellen findet nicht statt. Der Erzeuger kann infolgedessen auch Kinder oder sonstige Aushilfskräfte mit der Eierablieferung beauftragen. Der Eiersammler spart erheblich an Zeit, weil das Wiegen wegfällt und das gesamte Abrechnungsverfahren vereinfacht wird. Die gleiche Er- leichterung tritt für die Kennzeichnungsstelle ein. Deutsche Originaleier entsprechen in der Qualität den bisherigen Handelsklasseneiern. Sie müssen von der Kennzeichnungsstelle durchleuchtet werden, wobei mindere Qualitäten auszuscheiden sind. Das Mindestgewicht des einzelnen Eies soll 45 Gramm betragen. Für den Verbraucher ergibt sich aus der Neuregelung in keiner Weise eine Verschlechterung, da er jetzt die verschiedenen Größen zu einem einheitlichen Preis kauft. Der Stückpreis für Deutsche Originaleier beträgt nach der gleichzeitig ergangenen Anordnung des Reichskommistars für die Preisbildung in der Zeit vom 1. Februar bis 15. November 12 und in der Zeit vom 16. November , bis 31. Ja- nuar 14 Rpf. Aussortierte Eier kosten 10,5 bzw. 12,5 Rpf. Kühlhaus- und konservierte Eier 11 Rfg. Taschenlampen sind kein Spielzeug. V. A. „Messer, Gabel, Schere, Licht, ist für kleine Kinder nicht." So hieß es in einem Vers, der mir in frühester Jugend eingeprägt wurde, um mich vor Schaden zu bewahren. Heute, im Zeitalter der Technik, könnte man zu den erwähnten Gegenständen auch noch die Taschenlampe hinzufügen. Nicht etroa' weil das Kind durch sie zu Schaden kommen würde, sondern weil sie, ein kostbares Volksgut, in Kinderhand unnütz vergeudet wird. So verlockend es für ♦ein Kind ist, einmal und noch einmal ,Knips" zu machen, und so gern ihm die Eltern dieses an sich unschuldige Vergnügen gewiß gönnen, sollten sie es doch vermeiden — jedenfalls in heutiger Zeit —, die Taschenlampe als Spielzeug herzugeben. Jeder weiß, daß die Batterien nur in beschränktem Umfang zur Verfügung stehen und in erster Linie den Berufstätigen, die während der Verdunkelung vorn Nachtdienst heimkehren, oder Aerzten und Hebammen, die nachts ihrer Pflicht nachgehen, zugute kommen müssen. Desgleichen sind sie für die Luftschutzwarte bei Luftangriffen für die Kontrollgänge über die Böden unerläßlich. Darum, liebe Eltern, tragt dazu bei, die Kinder nicht zu Verschwendern von Mangelware zu machen. Die Taschenlampe gehört in Kriegs- zstten nicht in Kinderhand, sondern sie muß wichtigeren Zwecken Vorbehalten bleiben. Bis 31. August keine Glühbirnen.' Der Reichsanzeiger veröffentlicht eine Anordnung der Wirtschaftsgruppe Elektroindustrie, nach der die Psnsionäre, Rentner, Rentenempfänger sowie sonstige für Wachdienst in den besetzten Westgebieten geeignete Männer dauernd gesucht. Ruhegehalt und Renten werden nicht angerechnet. Auskunft u. Einstellungs-Bedingungen [5Mv Wachdienst Xledersachscn Frankfurt am Main Kaiserstraße 18 Fernspr. 29214. Weißes, eisern. Mgeskell z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01278 an bett Gieß. Anz. i Verschiedenes] Nehme noch Strümpfe zum Stopfen an. - Zlavlans- gasse 23 p» Q1261 Von Soldat Sonntagnachm. im Bergwerks- wald Photo Apparat liegen gelassen. Aufn. sind von seinen Kindern. Ottlckg. geg. Bel. auf dem [oii94 Fundbüro. Meine Anzeigen im Siebener «nzetfler werden von lautenden beachtet und «elete». Haupffchriftlclter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei dauptschriftleiiero: Ernst «lumschem. verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Ar. W. Lange; für daö Aeutlleton: Dr. Hans Thyriol; iür Stadt Gießen, Provinz, Wirtichast und Sport: Ernst Blumjchetn. I Druä und Verlag: Brühljche Universitätödruckerei R. Lange S. S. Verlagsleiter: Dr..Jng. Erich Hamann: An-.eigenleiter: Hans Sech Anzeigenpreisliste Öhr. 6. 11 Bekanntmachung. Achtung, Hühnerhalterk Für alle Hübnerhalter des Stadtgebietes Gießen befindet sich die Ablieferungsstelle für Eier ab sofort im Liebigbau bei Hausmeister Koch, Liebigstr. 16. Ablieferungszeiten montags und freitags von 15—17 Ubr. , Anfallende Berechtigungsscheine sind am Ende eittes jeden Monats von den Hühnerhaltern dort- selbst abzunebmen. [esoD Merverwertung Gießen.__________ Anordnung. Auf Grund der Verordnung zur Freimachung von Arbeitskräften für kriegswichtigen Einsatz vom 29.1,1943 in Verbindung mit § 12 der Verordnung zur Ergänzung und Aenderung von Vorschriften auf dem Gebiete der Verchrauchsregelung vom 25.11. 1941 (RGBl. I, S.731) ordne ich mit sofortiger Wirkung folgendes au: Haushaltswaren aus Glas, Porzellan, Steingut, Keramik und Holz, Haushaltswaren aus Ersen und Stahl und Nichteisenmetallen, Papier- und Schreibwaren, Drogen und Chemikalien und Spielwaren dürfen m Verkaufsstellen an Verbraucher täglich insgesamt nur in der Höhe ihres DurchschnittstageS- umsatzes vom Januar 1943 abgegeben werden. Der Verkauf von Teppichen und Pelzwaren Suche f. Mutter mit 8jähr. Kind schön möbliertes Wohn- und Schlafzimmer evtl.Küchenben., in Kliniksnähe. Dr. Schäfer, Aulweg 82, Tel. 4722. [Q1270 Gesucht Heizbar. Wohn- Schlafzimmer, ohn.Wäsche,evtl. auch ohne Bed., v. älterer Dame vorübergehend, ab 1. 4. 1943, gesucht. [01268 Angebote an Prof. Kotigen, Nahrungsb. 41. Verkäufe | Biete: Zweier-Faltboot mit Zubehör, RM. 200,—. Suche: Leib- Bergrößerungs- apparat. Bildgröße bis 40x50 cm. oi27i Telephon 3023. Gut erhaltene Bett (teile mit gut erhalt. Matratze , (40,-) und elektrische Küchen-Zuglampe (8,-) zu verkauf. 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