zusammen und werfen sich der feindlichen Ueber- :.tterie mit ohrenbetäubendem Getöse treprerien, Straßen mühsam vorwärts 25. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt dagegen in dem vom Dauerregen tiefverschlamm- ^kannt- ten Gelände größere Kampfhandlungen, so daß es nur zu örtlichen Gefechten kam, bei denen deutsche ?le Abwehrschlacht im 0 ft e n geht weiter. Nur an und slowakische Infanterie und Panzerverbände die Teilen des südlichen Abschnitts ließ der feindliche Druck vorübergehend nach. 3m D est - kaukasus und im Subangebiet beeinträchtigte strömender Regen die Sampfkätlgkeit. Schwä- serer motorisierten Truppen und Panzereinheiten $2re Angriffe der Sowjets brachen vor den Linien an zwei Abschnitten 8 w t f ch e n M ony ts ch u nd deutscher und flowakischer Truppen zusammen. Ge- bis zum letzten und nehmen in vollem Maße an Krater des aufgerissenen Schlachtfeldes wühlen. gen W a n y t s ch und Don gewann der eigene Gegenangriff gegen zäh kämpfenden Feind die gesteckten Ziele. 3m Dov-Dovez-Gebiet griffen die Sowjets auf dem Südflügel nur mit schwächeren Kräften an. Die Angriffe wurden abgewiesen, die eigenen Stellungen verbessert, Zur Verkürzung der Front wurde der Brückenkopf Woronesch planmäßig und ebne feindlichen Druck geräumt. 3m Abschnitt südlich der Stadt griff der Feind auf breiter Front an. wurde aber blutig obgewiesen. Südlich des Ladogasees scheiterten bei Tag und Recht starke von Panzern unterstützte Angriffe des Feindes, zum Teil in harten Rahkämpfen. 3n Stalingrad heftet die 6. Armee in heldenhaftem und aufopferndem Kampf gegen erdrückende Uebermacht unsterbliche Ehre an ihre Fahnen. verbände der rumänischen 2 0. 3nfan- teriedivision und 1. Kavalleriedivi- s i o n schlauen sich mit ihren deutschen Kameraden des blutgetränkten Bodens, um jede Hausruine und jedes Pan?erwrack. Sie alle schreiben an dem ruhmvollsten Blatt der Geschichte deutschen Heldenmuts. I Ller AZeKrmachtbenchi. DRV. Aus dem Führerhauptquartler, viel Blut gekostet hat. 500 gefallene Bolschewisten und mehr in dem schmalen Gefechtsstreifen eines einzigen deutschen Bataillons sind keine Seltenheit. Gleich schwere Ausfälle werden aus dem Kuban-Gebiet gemeldet. Dort wurden im Vorfeld eines in den letzten Tagen vom Feinde mehrfach vergeblich angegriffenen Stützpunktes über 700 gefallene Sowjets gezählt. Am 24. Januar versackten Don warfen die Bolschewisten zurück und entrissen ihnen nach harten Kämpfen und unter Vernichtung von 20 Panzern wichtige Geländestücke. Auch im fen. Kein Wort sprechen sie. „Diese verfluchte Halle!" Das ist alles, was bisweilen einmal einer halblaut hervorstößt. Sobald der Morgen graut, wird es zwischen den Hallen 7 und 4 ruhiger. Dann bleiben nur 20 Meter bis zur halb zerschossenen Mauer, hinter der der Feind sitzt, unheimlich, grauenhaft. Hinter den unauffälligen Mauerlöchern unseres Werkgebäudes aber hocken die Grenadiere und lassen Minute für Minute und Stunde für Stunde kein Auge von der Wand da drüben. „Den u n s ich t b a r e n Krieg" nennen wir diesen zermürbenden, mervenaufpeitschen- den Kampf um die Ruinen und Trümmer von Stalingrad, jenes Ringen, in dem nicht das Geringste vom Feind zu sehen ist und dennoch Schuß auf Schuß fällt. Unsere Grenadiere warten und warten. MG. oder Gewehr immer schußbereit. Wird drüben eine Hand oder ein Arm sichtbar, so schießt man noch nicht. Rein, man muß warten, bis sich ein Stahlhelm oder ein Gesicht hervorschiebt. Im unsichtbaren Krieg in Stalingrad fallen nur gutgezielte Schüsse ... Bei Tage liegt der Schwerpunkt im Abschnitt der Kompanie an der Ecke der Halle 7, dort wo Stirnseite und Wolgaseite Zusammenstößen und eine Schlucht in das noch vom Feinde besetzte Dorge- lände führt? Kurz nach 9 Uhr kommt wieder einer der beMn Unteroffiziere: ,^err Leutnant, sie sind Angriffe des Feindes in Riegelstellungen auffin- gen oder in Gegenstößen zürückwarsen. Don der Luftwaffe unterstützte Gegenangriffe un- Das Beispiel der Front fordert deine Arbeit und deinen Verzicht! Sie 6. Armee heftet in Stalingrad in heldenhaftem Kampf unsterbliche Ehre an ihre Fahnen. Fanatische Entschlossenheit. Der Heldenmut und die Todesverachtung unserer Soldaten an der Front sind ein Fanal, das unsere Herzen aufrüttelt und uns die weltgeschichtliche Größe der Entscheidung vor Augen führt, die wir erzwingen müssen, ko sie es was es wollet 3e größer und schwerer die Opfer, die unsere Kameraden aut dem Schlachtfeld bringen, desto fanatischer wird unsere Entschlossenheit, den Krieg nach dem Gesetz siegreich zu vollenden, nach dem wir als Rationalsoziulisten im Kampf gegen den Bolschewismus angetreten sind. Wilhelm Weiß im „Völkischen Beobachter". wieder in die Halle e in g e d ru n g e n !" Der Offizier eilt hinaus, diesmal mit der Maschinenpistole. Unser Posten an der Ecke der Halle kann die Schlucht nur auf wenige Meter einsehen. Der Feind nutzt diese Deckung aus, nähert sich mit 20 oder 30 Mann, wirft Handgranaten in das Mauerloch des Postens, und während dieser die Kompanie alarmiert, sind die Bolschewisten auch schon in der Halle. Die Handvoll Grenadiere setzt zum Gegenstoß an. Hinter den großen Stapeln unverarbeiteter Metallbarren werfen sie chre Handgranaten hervor, ohne selbst sichtbar zu werden. Maschinengewehrgarben peitschen dem eindringenden Feind entge- geft. Aus kürzester Entfernung feuern die Grenadiere. Das geht so hin und her, 30, 40 Minuten lang. Drüben schreien die Verwundeten des Feindes. Diel scheint nicht übriggeblieben zu sein von dem eingedrungenen Trupp. Die Maschinenpistole im Anschlag geht der Leutnant an der Spitze seiner Grenadiere vor. Einige der struppigen, erdbraunen Gestatten werden überwältigt und gefangen- aenommen. Die Kompanie besetzt die alten Stellungen. Diese Einbruchsversuche unternimmt der Feind täglich, immer zwei- oder dreimal. Sogar seine festen Jetten hat er dafür. Die Grenadiere kennen das schon. Als es wenige Minuten vor zwölf Uhr ist, meint der Leutnant: „Jetzt müßten sie allmählich wiederkommen!" Und es vergeht keine Viertelstunde, als abermals wüster Gefechtslärm durch dos Werkgebäude hallt und die Bolschewisten zum zweitenmal hinausgeworfen werden. Heute tut sich jedoch zum ersten Male eine weitere Schwierigkeit auf. Von einer kleinen Anhöhe, wenige hundert Meter vor dör Halle, noch auf dem diesseitigen Wolgaufer, schießt eine sowjetische 7,62-cm-Pak herüber. Sobald drüben das Mündungsfeuer aufblitzt, werfen sich die Posten hinter ihren Mauerlöchern in Deckung, lieber ihnen schießt der Feind die Wand der Halle 7 zusammen, ganz systematisch, von rechts nach links. Sofort sind unsere schweren Granatwerfer feuerbereit. Gleich die ersten Einschläge liegen genau bei dem sowjetischen Geschütz. Drüben springt die Bedienung in Deckung, der Beschuß hört auf. Aber als unsere Gra- qualten und den Born- sie das Unmögliche. Ein Offizier und 30 Mann, )|en Gebirgstälern loh- durch Hunderts von Bolschewisten _umringt, wer- natroerfer Äas Feuer einstellen, schießt der Feind weiter. Schuß um Schuß, alles auf unsere Mauer. Der Leutnant hält den Pakbeschuß für Feuervor- bereitung und rechnet mit einem feindlichen Angriff größeren Ausmaßes. Jetzt wird es kritisch; denn von den Posten sind wieder einige verwundet worden, weniger durch Splitter, sondern vorwiegend durch die herunterprasselnden Ziegelsteine, alles leichte Fälle. „Daß mir jetzt bloß feiner von feinem Platz wegläuft", sagt er, „und wenn sie uns die ganze Mauer über dem Kopf zusammen- schießen!" Er geht selbst hinaus und legt sich mit hinter die Ziegelwand zu seinen ©renovieren. 14 Sprenggranaten krepieren wenige Meter über und neben ihm. Aber er bleibt! Die Grenadiere aber sehen das Beispiel, das er ihnen gibt. Es richtet sie auf, obwohl die Nerven zu zerspringen drohen, es reißt sie mit, treibt sie zum Aushalten an. Und alle bleiben! Mehrmals werden sie halb ver- schüttet und müssen sich aus den Ziegelsteinen und Trümmern der geborstenen Mauer herauswühlen, und als diese fast umgelegt ist, schießt der Feind mit Kopfaranaten hoch oben den Eisenträger in Fetzen, bis schließlich auch noch das obere Mauerwerk, Eisenteile und ein Stück Dach herabstürzen. Lorn fliegen plötzlich aus der Schlucht wieder Handgranaten herein. Wie der Leutnant «porausgefeben hatte: der feindliche Angriff! Schon setzen die Bolschewisten zum Sprung in die Halle an. Wie richttg war es, nicht von der Mauer weg* zugehen! Gleich die ersten Angreifer werden von einer MG.-Garbe niedergemäht. Die anderen kehren eiligst in die Deckung der Schlucht zurück. Das war der dritte sowjetische Einbruchsversuch an diesem Taae — abqewbrt von e-'ner Handvoll Grenadiere. Und wieder bricht die Nacht herein, die 21. im Werk. Beim Kompanieg-sechtsstand treffen sechs Ranzerjäger ein. Der Leutnant nimmt die Meldung entgeaen. „Wgs. so etwas gibt es nock?" fragt er erstaunt, „sechs Mann zur Verstärkung der Kompanie? Donnerwetter, wann hoben wir so was mal gehabt! Da kann ich ja direkt meinen Abschnitt wieder besetzen!" Draußen aber bei den Grenadieren fliegt es von Posten zu Posten. Ganze sechs Mann — und doch gibt das schon wieder neuen Austrieb. Damit lassen sich schon einige Lücken schließen. Und die vier Stunden Ruhe, die ab heute hätten wegfallen müssen, könen auf diese Art auch beibehatten werden. Im Keller des Kompanieführers sitzen die z w e t Unteroffiziere, um sich ein wenig aufzuwärmen: denn draußen find schon wieder 15 Grad Kälte, und Ruhe gibt es für sie ja nicht. Sie sind beute beide verwundet worden, der eine durch einen Splitter im linken Unterarm, der andere durch einen her ab stürz enden Ziegelstein am Hals. Es sind leichte 23erw unbungen1, aber immerhin so, daß beide zurück zum Truppenverbandplatz gehen könnten. „Nein, Herr Leutnant", sagt der eine, „ich habe mich vom Sanitäter verbinden lassen, das ge- nügt. Ich gehe nicht zurück. Die Nacht über werfen sie ja doch wieder Handgranaten, und morgen versuchen sie wieder einzubrechen. Was soll denn aus der Kompanie werden, wenn wir jetzt auch noch gehn!" Die Unteroffiziere bleiben. Nur wenige Minuten wollen sie noch an dem wärmenden, flackernden Holzfeuer sitzen, zumal es nach der Abwehr des feindlichen Vorstoßes draußen vorübergehend still geworden ist. Nur einige Minuten — aber da hat sie auch beide schon die Müdigkett übermannt, und sie sind eingeschlafen. Das erfte'mal seit fünf Tagen... Der Leutnant läßt ihnen diese kurze Ruhe. Er bringt es nicht übers Herz, sie zu wecken, er weiß, wie schwer sie sich diese Handvoll Schlaf oerbient haben. In der Zwischenzeit begibt er sich selbst vorn an die Mauer gegenüber Halle 4 und nimmt die Plätze ein, auf denen sonst die beiden Unteroffiziere stehen... So lebt eine Kompanie — nein, eine Handvoll Grenadiere in Stalingrad, bei Tag sehnen sie die Nacht herbei, obwohl sie wissen, daß auch diese Stunden keine Ruhe bedeuten, und wenn der unheimliche Kampf in der Dunkelhett tobt, dann warten sie ungeduldig auf den Tag, der auch wieder nichts anderes bringt als neue Kämpfe, Opfer, Entbehrungen — vielleicht auch den Tod. Und so geht es Tag für Tag. Wie soll man diese unmenschlichen Leistungen unserer Grenadiere richtig würdigen: dieses uner= müdliche Postenstehen in Wind und Wetter, auf (95. Jahrgang Nr. 2( toiä)e bei uns nämlich k a u m n o ty" War die Kompanie schon vor drei Wochen der ?ahl nach keine kampfstarke Kompanie^ mehr, so ir es unvermeidlich, daß auch die Kämpfe der jvifchenzeit ihre Opfer gefordert haben. Zum Glück :r wenig Tote, in der bei weitem überwiegenden iehrzahl Leichtverwundete, aber für die Komme immerhin Ausfälle. Für jene aber, die übrig eben, bedeutete das, den Platz des Kameraden i auszufüllen. Denp wurde auch die Zahl der renabiere kleiner, so behielt doch der zu vertei- ;ende Abschnitt die alte Breite. Das hieß also: du 14 Stunden Postenstehen und 10 Stunden rhe auf 16 'Stunden und 8 Stunden, 17 Stunden d 7 Stunden und täglich verschob sich das Der- hcttnis weiter, 18 zu 6, 19 zu 5, 20 zu 4. 2 0 Kunden täglich in der inzwischen mit schnei- tetbem Ostwind hereinbrechenden Kälte, die auch be Tage nicht über —10 Grad ansteigt, und nur Hier Stunden Ruhe an dem schwelenden hrhfeuer in einem verdreckten Kellerraum! Vier künden Ruhe — wenn man diesen bleiernen Hcllb- Ifr-af bei der alle paar Minuten zerplatzenden Suppe der sowjetischen Granatwerferbatterie und nachts außerdem noch bei den oft in bedenklicher he krepierenden Fliegerbomben wenigstens noch ! Ruh^ bezeichnen könnte. Und der Leutnant und s zwei Unteroffiziere verzichten selb ft au f ie f e vier Stunden, weil nur selten, ganz selten rmal vier Stunden hintereinander vergehen, in rn sie nicht alarmiert werden. . Saum ist die Nacht hereingebrochen, kommt einer ' beiden Unteroffiziere in den Keller gestürzt: jerr Leutnant, sie werfen schon wieder Hand grauen!" — „Woran ich an sich nichts ändern kann , ernt der Kompanieführer, aber er setzt doch den tthlhelm auf und macht sich fertig. „So geht das b* Nacht, seit drei Wochen, ohne Unterbrechung! eint er im Hinausgehen. Jede Nacht ist an der trnfeite des Gebäudes, wo unsere Posten dem m alle 4 sitzenden Feind auf 20 Meter g?genuben ?ren, die Hölle los: Die Bolschewisten werfen durch e Fensterhöhlen unserer Halle Handgranaten her- )ir, immer wieder, zwanzig, dreißig, vierzig. Die nze Nackt hindurch. , . .. Itnfere Posten sehen nichts in diesen Ramien, die hrr in den frühen Morgenstunden von d^ schmalen kühel des abnehmenden Mondes spärlich erhellt hb. Und bann schallen dumpf die DeMnattonen d^rrch die riesigen Hallenbauten. Unsere Posten wer» Aus dem nordafrikanische n Raum wird Wenn sich Sie Uniriffe' der hin-'und hertaumelnden ör,!id)J SamÄteif nenetbeL H- Sotoffe im Rauch der Explosionen und im hochge- bnlen miesen feindliche Lrknndung-oorslohe ab. schleuderten Erdreich abm^eichnen beginnen, reißen fiam^ftteger bombardierten Hafen und Flugplatz sie alles, was noch an Kraft in ihren Leibern steckt, Tobruk. Gießener Anzeiger W vriqNche UntBerfttafrnSrei K tage General-Anzeiger für Oberhessen ®^embaronn benreihen in den deckungslosen Gebirgstälern loh | , , , , nende Ziele boten. Diese Truppen sollten die großen, den Aur llebergabe aufgefordert. Sie lehnen ab Lücken in den feindlichen Angriffsverbänden auf-, und brechen irn Nahkampf jur nächst e,n füllen, da der Zusammenbruch seiner Stoßdivisionen'Ig elstellung durch, um von dort aus den in dem harten Ringen der letzten Tage dem Feind, Feind von neuem änzupacken. So wie diese Gre- ’ ' ■ - -- ■" [ nabiere ringen alle unsere Soldaten um jedes Stück DNB. ... 25.Jan. (W.) Vor drei Wochen am ich zum erstenmal zu jener Grenadierkompanie n der Fabrikhalle 7 eines Werkes. Auf 20 Meter Entfernung liegen hier unsere Stellungen dem Lerkgebäube der Halle 4 gegenüber, und außerdem chert dje Kompanie auch noch den etwa 200 Meter reiten Geländestreifen zur Wolga hinab. Eine Kompanie, wie nur eine Kompanie nach den harten kämpfen eines heißen Schlachtensommers, nach nem aufreibenden Vormarsch vom Donez zur Lolga eben so aussieht. Das können zwangsläufig :cht mehr 150 oder 160 Mann fein, an deren . -Pitze ein Hauptmann steht. Wir haben uns da hon längst an andere, an bescheidenere Verhält- ässe gewöhnt und sind gut damit zurechtge- 3mmen. Welch bewundernswerter Taten auch Ein- 2iten mit weitaus geringerer Gefechtsstärke fähig nb, dafür ist jede Kompanie in Stalingrad der hlagende Beweis. Sp verfügte auch diese Handvoll irenabiere hier trotz ihrer geringen Zahl über eine eachtliche Kampfkraft. Schließlich hat man in Hun- arten von Gefechten nicht umsonst gelernt, am MG. iTftatt ber drei Mann Bedienung nur noch mit ajei auszukommen, die Feuerkraft bleibt bann trotz lern die alte, und das ist hier in der Verteidigung i erster Linie entscheidend. Drei Wochen später sehe ich dieselbe Kom- aräe wieder, noch immer an derselben Stelle, in alle 7. Man braucht die Grenadiere wirklich nicht ach dem Geschehen zu fragen, bas hinter ihnen egt Die tiefliegenden Augen in den blassen, vertäten, unrasierten Gesichtern sprachen eine einmütige Sprache, und auch die vielen Löcher in den länteln und Uniformen, von Granatsplittern ge- ssen, die nur gestreift haben, ohne zu verletzen, die erbänbe und Heftpflaster auf so mancher kleinen chramme sagen mehr als alle Worte. Und sieht an bann bie alten Stellungen wieder, in men nur noch einer am MG. liegt, wo vor drei >ochen noch zwei gestanden haben, bann weiß man, eiche Anforderungen diese Zeitspanne an unsere renoviere gestellt hat Die Abenodämmerung ist schon hereingebrochen. 3i demselben Kellerraum der Halle wie vor drei • j ochen befindet sich der K o m p a n i e g e f e d) t s • ia n b. Da ist auch noch ber Leutnant, der damals n ganzen Krieg mit jener fast jungenhaften Un- kümmeriheit betrachtete, als könne ihn auch 61a- mgrad so leidjf nicht erschüttern. Heute scheint das Berlin, 25.Jan. (DNB.) Im Befttaufa« , , s u 5 griffen unsere Tiefflieger zahlreiche feindliche macht entgegen. Sie zerbrechen die Panzer, zersckla- Kolonnen an, die sich auf den hochverschneiten Paß- gen die Schützenwellen^ und immer wieder schaffen 20 Meter dem Feind gegenüber, die aufreibenden Gegenstöße, dieses zähe Aushalten im Granathagel der Materialscklacht, die den einzelnen Menschen zu verschlingen droht. Es ist d i e Kameradschaft, die nur noch schwere Stunden kennt, der Leutnant, der — selbst todmüde — wacht, damit seine Unteroffiziere schlafen können, der Grenadier, der seinen Nebenmann aufrichter und mitreiht, wenn diesem die Nerven zu zerreißen drohen, und sie alle, die Handvoll Grenadiere, die nicht nur ihren Platz ausfüllen, sondern gleichzeitig den Dienst von zwei, drei anderen versehen, die der Krieg von ihrer Seite gerissen hat —, das alles die Kameradschaft in ihrer höchsten Bewährung, erschütternd und erhebend zugleich. Unwillkürlich muß man, wenn man dies alles miterlebt, an einen Spruch denken, den man irgendwann, früher einmal, gelesen und als güt befunden hat, und dessen wahren und letzten Sinn man doch jetzt erst richtig erfaßt: Wenn einer von uns müde wird, der andere für ihn wacht, wenn einer von uns zweifeln will, der andere gläubig lacht, wenn einer von uns fallen sollt, der andere steht für zwei, denn jedem Kampfer gab ein Gotl den Kameraden bei. Was in diesen acht Zeilen steht, ist hier lebendige, bitterernste Wahrheit, ist in die Tat umgesetzt worden, hier in der Hölle von Stalingrad. Von einer Handvoll deutscher Grenadiere ... Das Heldenlied von Welikije Luki. Berlin, 25.Jan. (DNB.) In der im Laufe der Kämpfe völlig zerschossenen Stadt Welikije Luki haben schwache deutsche Kräfte, Grenadiere und Kanoniere, Pioniere, Nachrichtensoldaten, Sicherheits- und Bautruppen sowie Angehörige der Versorgungstruppen 5 2 Tage fang völlig ein geschlossen dem mit ungeheurer lieber» macht vorn allen Seiten anstürmenden Feind in Kämpfen von beispielloser Härte äußersten Wich erst and geleistet. Die Bolschewisten griffen mit Auei Schützen-Divisionen, Teilen einer weiteren Mioision und Panzerbrigaden an. Außer der zu die- ,fen Verbänden gehörenden Artillerie hatten sie rings um die Stadt noch mehr als 35 weitere Batterien aufgefahren. Trotz zunehmendem Mangel an Munition und Verpflegung haben die Männer in ^härtestem Ringen mehr als sieben Wochen lang Tag für Tag den Angriffen des an dieser Stelle zahlenmäßig viel- ,-fa'ch überlegenen Gegners bis zur letzten Patrone getrotzt. Sie haben den Feind bezwungen und sich m verlustreichem Ringen von Stutzpunkt zu Stützpunkt, von Haus zu Haus -urchgekämpft. Diele von ihnen haben dem Fahneneid getreu ihren Auftrag bis zum Tode erfüllt. Die blutigen Verluste, die sie den Sowjets zufügten, betragen das mehrfache ihrer eigenen Stärke. Ein erheblicher Teil der Besatzung konnte sich am 16. Januar, nachdem die letzte Granate und nahezu die letzten Patronen verschollen waren, nach Westen durchschlagen und sich mit einer zu ihrer Entsetzung vorstohenden deutschen Kräfte- tzruppen vereinen. Andere Teile haben sich selbständig durch die feindlichen Stellungen durchgeschlagen Ämd sind nach äbenteuerlichen Schicksalen ebenfalls ©ei den deutschen Linien angelangt. Churchill trifft sich mit Roosevelt.. Lissabon, 25.Jan. (DNB.) Nach zuverlässk- gen Nachrichten ist Churchill vor einigen Tagen zu einem Zusammentreffen mit Roosevelt von London abgereist, um mit diesem die gemeinsame Kriegführung und die Regelung einiger Nachkriegsproblome zu besprechen. An erster Stelle der Tagesordnung steht die Klärung des englisch- tamerikanischen Verhältnisses in N o rda fri ka und inr Mittelmeer. Die lebhafte Publizität, die der Ärordafrikafrage in der letzten Zeit von der englischen öffentlichen Meinung gegeben wurde, zeigt, wie sehr man in England die Notwendigkeit empfindet, hier einen Ausgleich auch für die Zukunft tzu finden. Einen weiteren Gegenstand der Unterredung bildet das Verhältnis der beiden Länder zur S o w - jetunion. Das große Dunkel, das diese über ihre Pläne hinsichtlich der Gestaltung der Zukunft insbesondere Europas walten läßr, möchte Churchill benutzen, um sich von der Haltung der Vereinigten Staaten- gegenüber den möglichen Aspirationen der Sowjetunion in Europa ein Bild zu machen und dem britischen Einfluß rechtzeitig Geltung verschaffen zu können. Den unmittelbaren Kriegsbedürfnis- ftzn soll die Erörterung des alten Projektes der Schaffung eines Viererrates dienen, das bisher nicht verwirklicht werden konnte. Diesem Vierer- rpt sollen neben Roosevelt und Churchill auch tztalin und Tschiangkaischek angchören. Ein USA-Konsulat in Malmö./ Stockholm, 25. Jan. (Europapreß.) Die Errichtung eines nordamerikamschen Konsulats in der f übschwedischen Stadt Malmö unter Leitung des nord amerikanischen Konsuls Benjamin Riggs hat in hiesigen diplomatischen Kreisen beträchlliches Auf- sehen erregt. Man betont, dieses neue nordameri- kanische Konsulat könne zumindest im jetzigen Zeitpunkt keine legitimen Aufgaben haben, Da die Bereinigten Staaten in Malmö keinerlei legale Interessen hätten. Aus diesen Erwägungen heraus sieht man die Eröffnung dieses Konsulats lediglich im Rahmen der nordameri- kanischen Agitation und erinnert dabei auch daran, daß die Nordamerikaner ihre Durchdringung Nordafrikas ebenfalls durch Eröffnung mehrerer an sich gänzlich überflüssiger Konsulate vorbereitet haben. Kleine politische Nachrichten. Reichsmarschall Hermann Göring sind zu seibern 50. Geburtstag aus ollen deutschen Gauen und aus allen Volkskreisen Glückwünsche und Aeuße- rungen der Verbundenheit in solcher Fülle zuge- aangen, daß es ihm zu seinem Bedauern unmöglich rst, sie persönlich zu beantworten. Er bittet alle, die ihn mit ihrem Gedenken in so herzlicher Weise erfreut haben, seinen aufrichtigen Dank entgegenzu- pehmen. Reichsminister Dr. Goebbels gab Kriegsberichtern der Propaganda-Kompanien, die aus allen Teilen der Front zu einem Lehrgang in Potsdam zusammengezogen sind, einen Ueberblick über die Lage und zog daraus Folgerungen für die praktische Arbeit der Kriegsberichter, iüe Mittler zwischen Front sind Heimat, ebenso aber auch äwllchen Heimat und Front sei» solleg» Tripolis-ein entscheidender Entschluß Italiens Aus -em Reich geben. Lin Sammelwerk Der Kampf um den Nachschub im Mttelmeer Strategische Vorteile des Seekrieges der Achse. eine Steigerung der Leistungen und der Produktion, die vielen hunderttausend Arbeitskräfte, ■ die heute noch in nicht unbedingt kriegswichtiger Beschäftigung sind. In einem mehrfachen Ablösungsprozeß können diese Kräfte schließlich doch kriegsdienstfähige Männer aus Verkehr, Wirtschaft, Verwaltung und aus dem Kulturleben ersetzen. Schließlich die d e u t ■ s ch e Frauenarbeit, die bisher im Gegensatz zum Beispiel zu England bei uns noch weitgehend geschont werden konnte. Wir beschäftigen zur Zeit weniger deutsche weibliche Arbeitskräfte als zu Beginn des Krieges, während im letzten Weltkrieg sich die Zahl weiblicher Arbeitskräfte fast»verdoppelt hatte. Alle diese bedeutenden Leistungsreserven der deutschen und europäischen Kriegswirtschaft müssen mobilisiert und für die Erhöhung unseres Rüstungs- Potentials verstärkt eingesetzt werden, damit die Front noch mehr und noch bessere Waffen erhält. Wir merken beji Endsieg erringen, weil wir nach den ewigen Lebensgesetzen, soweit sie Menschengeist zu erkennen vermag, die historische Mission zum Siege haben. Jetzt sind wir dran!" Konzentration der Arbeitskräste. Ministerialrat Dr. Stothfang schildert in der „NS- Sozialpolitik" die Arbeitseinsatzaufgaben 1943. Die Forderung heißt: Konzentration der vorhandenen Arbeitskräfte auf kriegsentfcheidende Maßnahmen und Mobilisierung alter im In- und ArrMnd irgend- Flugplatz und Stadt Tunis im Handstreich zu nehmen, mißlang unter schweren Verlusten. Es ist selbstverständlich, daß mit den zunächst rasch nach Tunis geworfenen — mit zum Teil durch die Luftwaffe abgesetzten, aber demgemäß schwachen Kräften die Achse dieses Gebiet auf die Dauer nicht behaupten konnte. Es mußte daher eine neue Armee gebildet, durch die Enge von Sizilien nach Tunesien übergeführt und auf dem gleichen Wege dauernd versorgt werden. Die Durchführung dieser Maßnahmen und die Sicherung der Operationen erforderten den ganzen Einsatzderitalie- nischen Kriegs- und Handelsflotte, nunmehr allerdings auf einem Wege, der weitaus sicherer gestaltet werden konnte, als die bisherige, um das Drei- und Vierfache längere Route in die Häfen von Tripolitanien und der Cyrenaika. Die einstweilige Ausgabe von Tripolis und die Zurücknahme der noch in Libyen bzw. in der Cyrenaika stehenden deutsch-italienischen Panzerarmee auf die tunesische Grenze waren damit notwendig, weil auf dem Landwege von Tunis aus in Anbetracht der weiten Entfernung ihre Versorgung auf die Dauer kaum möglich,gewesen wäre. So sichern die nunmehrigen Positionen der Achse in Tunesien am besten die Erfüllung der militäri- schen Aufgaben unserer Südfront. Sie trennen durch die Enge Tunis—Sizilien das Mittelmeer in zwei Teile. Sie verhindern die unmittelbare Seeverbindung zur britischen 8. Armee und sichern damit Süditalien und die gesamte europäische Südflanke. Für die Streitkräfte der Achse in Nordafrika aber ist jetzt eine Ausgangstage geschaffen, die jederzeit die Wiederaufnahme einer Offensive nach der cin.cn oder anberen Richtung ermöglicht. Die zukünftige militärische Entwicklung im Mittelmeerraum wird zeigen, wie sehr Italiens von weitblickenden strategischen Gesichtspunkten diktierter Entschluß seinen eigenen Interessen und der gemeinsamen Kriegführung gedient hat. Berlin, 25. Jan. (DNB.) Zur Räumung von Tripolis erfährt das DNB. von berufener militärischer Stelle: Tripolis ist von den Streitkräften .der Achse planmäßig geräumt worden. So sehr das ;anze deutsche Volk die Empfindungen seines aschistischen Verbündeten über die einstweilige Preisgabe dieses mit soviel Hingabe, Fleiß und Opfern erschlossenen Gebietes teilt, so weiß es aber auch die Bedeutung dieser militärischen Maßnahme im größeren Zusammenhang zu würdi- gen: Tripolis ist für das faschistische Italien der Inbegriff seiner jahrzehntelangen mustergültigen Kolonisationsarbeit in Nordafrika. Um so höher aber ist sein Entschluß, Tripolis zu räumen, zu werten a l s ein Zeichen militärisch nüchternen und entschlossenen Denkens der italieni- chen Führung, die damit ein Opfer gebracht hat, das politisch und psychologisch sicher nicht leicht, aber für die Zukunft nur vorteilhaft sein kann. Der Plan, die Stadt Tripolis aufzugeben und die italienisch-deutschen Streitkräfte in Richtung auf die tunesische Grenze zurückzuführen, war seit langem gefaßt. Er war bedingt durch den bri- tisch-amerikaniscken UeberfaU auf Französisch-Nordafrika, der Italien und das verbündete Deutschland in die Zwangslage versetzte, unverzüglich eine Verteidigungsposition mit allen verfügbaren und konzentrischen Kräften in Tun e si en aufzubauen. Tunis und Bizerta in den Händen der Anglo-Amerikaner hätten die italienisch-deutsche Panzerarmee in Nordafrika einer tödlichen Bedrohung ausgesetzt. Die Durchfahrt durch die Enge von Sizilien wäre damit für die britische Flotte geöffnet und die Versorgung der Achsenstreitkräfte über See unmöglich gemacht worden. Die blitzartige und für die Anglo-Amerikaner Überraschende Inbesitznahme des Brückenkopfes Tunis hat diese Pläne des Feindes zum Scheitern gebracht. Sein Versuch, von Algier aus mit Panzeroorhuten Noch bedeutende Leistungsreserven. Reichswirtschaftsminister Funk über die Grundlagen der Kriegswirtschaft. Berlin, 25.Januar. Reichswirtschaftsnünister Funk hielt in der Deutschen Akademie einen Dor- trag über die deutsche Kriegswirtschaftspolitik. Er sagte: „Richtung und Verpflichtung gaben der deutschen Kriegswirtschaft die Worte des Führers: ,Wenn der Soldat an der Front kämpft, soll niemand am Kriege gewinnen. Wenn der Soldat an der Front fällt, soll sich niemand in der Heimat seiner Pflicht entziehen/ Dieses Wort wurde der Kriegswirtschaftsoerordnung vom 4. September 1939 vorangestellt. Sie war von ^vornherein auf den totalen Krieg abgestellt und hat ihren ersten und nächsten Zweck voll erfüllt, nämlich die Umstellung der Wirtschaft auf den Krieg möglichst schnell und reibungslos zu bewerkstelligen. Dies ist in einer so vollkommenen Weise gelungen wie noch niemals in der Kriegsgeschichte. Auch heute noch stehen uns bedeutende Kraft- reserven zur Verfügung, die bisher nicht ausgenutzt worden sind. Die noch unerschöpften Arbeitseinsatzreserven der besetzten Länder und die in &4en Ländern noch vorhandenen Möglichkeiten für wie noch verfügbaren Reserven an Arbeitskräften nach Zahl und Leistung. Wichtig bteibt die Vertei. lung der verfügbaren Kräfte auf Wehrmacht und Kriegswirtschaft, um für beide den höchsten Eftekt an Schlagkraft und Leistung zu erzielen. Aus bte Mitverantwortung des Betriebsfuhrers und aller am Arbeitseinsatz im Betriebe sonst beteiligten Stellen kommt es sehr an. Die betriebliche Praxis muß jederzeit einer kritischen Überprüfung hinsichtlich der kriegswirtschaftlichen Notwendigkeit standhalten können. Die verstärkte Aktivierung der in den be- setzten Gebieten noch schlummernden Reserven an Arbeitskräften und Leistungen wird für das europäische Kräftepotential von wesentlicher Bedeutung -sein Die Anlernung der Millionenarmee auslan- rischer Arbeitskräfte bedarf laufender Verbesserung. Die Landwirtschaft kann damit rechnen, daß alles geschieht, um ihren Kräftebedarf zu decken. In der Rüstungswirtschaft wird nicht nur der durch Einziehungen zur Wehrmacht und sonstigen Abgang bedingte Ersatzbedarf zu befriedigen fein, sondern auch der V e r st ä r k u n g s b e d a r f für die Ru° stungsfertigung. Das Kriegsauflagen P r ogramm für die zivile Fertigun g ist gleich- falls auf eine tatkräftige Hilfe im Arbeitseinsatz angewiesen. Die Mobilisierung von Leistungsreserven, durch lohnordnende Maßnahmen ist in der Metallindustrie erfolgreich in Gang gekommen. Auch hier wird die Entwicklung weiter vorankommen. Das hat nichts mit der berüchtigten Akkordschere alter Art zu tun, sondern bildet die Grundlage für eine auf wirklicher Leistung beruhende Akkordgerechtigkeit und eme bessere Einstufung des hochwertigen Facharbeiters im Zeitlohn. . . Der Gesundheitsbogen der Jugend. Der Leiter des Amtes für Gesundheit der Hitler« Jugend gibt Erläuterungen zur Jugendgesundheits« pflege. Die regelmäßigen Reihenuntersuchungen, dltz während des Krieges nur für einige Jahrgänge er» folgen, bringen die Untersuchung aller Angehörigen des Jahrgangs. Bei den Gesundheitsappellen in den Zwischenjahren werden untersucht nur die, ine den* Arzt aüftasten, die von den Eltern, Lehrern, HI.« Führern gemeldet werden, die vom Turnen und Sport befreit sind und die im letzten Jahre einmal länger als 14 Tage gefehlt haben. Die Mädel von 14 bis 18 Jahren werden grundsätzlich von Acrzttn« nen untersucht. Der Jugendgesundheitsbogen enti hält auch die wichtigsten erbbiologischen und gesund» heitlichen Angelegenheiten der Familie und Feststes hingen in leistungsmäßiger und charakterlicher Be» ziehung. So wird er auch eine Grundlage bei Beurteilung der Tauglichkeit für Reichsarbeitsdienst, Wehrmacht und Berufseinsatz. Der Tauglichkeits« grab wirb noch in einen besonderen Tauglichkeits« ausweis, früher Gesundheitspaß der HI., übertragen. Dadurch ist jeder Jugendliche vor Ueber« anftrengungen geschützt, den sein Einsatz darf nur nach dem Ausweis erfolgen. Eine Jugend-Untersuchungstabelle sichert die Beachtung der Befunde überall im Reich. Durch nachgehepde Fürsorge der Gesundheitspflegerin wird dafür gesorgt, daß Scha« den beseitigt werden. Der Jugendliche soll sowohl die ärztlichen, wie auch sozialen Maßnahmen, z. B. Verschickung, erhalten. Die Dienstleistungen in der Hitler-Jugend bauen aber auch auf der Erkenntnis . auf, bah übertriebene Schonung des Jugendlichen für die Entwicklung seiner Anlagen ebenso schädlich ist wie übermäßige Belastung. Der Kampf gegen das Rheuma. Der Präsident des Reichsausschusses für die Rheu- rna-Bekämpfung, Professor Dr. G 6 ronne erklärte, man müsse damit rechnen, daß in großen Betrieben ungefähr 12 v. H. aller Krankmeldungen auf rheumatische Krankheiten entfallen. Die soziale Bedeu« , hing zeige sich vor allem in der großen Zahl det dadurch ausgelösten Herzkrankheiten. Das wichtigste.. Problem fei die Frühbehandlung. Die Krankenkassen müßten verpflichtet werden, ein besonderes Register für Rheuma-Erkrankungen einzurichten. Ferner sei die Schaffung großer klinischer Rheuma-Abtei- fangen notwendig. Zunächst dürsten m jedem Gau । vier genügen, um die beste Frühbehandlnug sicherzu» stellen und die Fortbildung der Aerzteschaft zu übernehmen. Schon im Kriege seien solche Abteilungen nötig. Darüber hinaus seien später an geeigneten Krankenanstalten Beobachtungsstellen füll- • Rheumatiker einzurichten, für alle fürsorgerischen Ausgaben, die im Kamps gegen bas Rheuma ebenso , notwendig seien wie gegen die Tuberkulose. Schließ- : lich müsse die Vorbeugung ausgebaut werden durch Aufklärung. Abhärtung und Körperliche Ertüchfa gunq, sorgsame Pflege des 'Gebisses, Berufs- und 1 Wohnungshygiene. Kunst und Wissenschaft. Rom, 25.Jan. (Europapreß.) Der Seekrieg im Mittelmeer spitzt sich immer mehr zu einer Bekämpfung des gegnerischen Nachschubs zu. Der wesentliche Vorteil für den Nachschub der Achse besteht, wie in fachkundigen Kreisen Roms betont wird, in dem kurzen Anmars chw eg, bei welchem die positiv durch den Feind gefährdete Strecke außerordentlich kurz gehalten werden kann. Die Nähe der eigenen Flugzeugstützpunkte gestattet darüber hinaus den Einsatz von Flugzeugen zur Deckung der eigenen Transporte in sehr weitgehendem Maße, und zwar auch von solchen Flugzeugen, die nur einen geringen Aktionsradius haben. Demgegenüber ist man von britifch-nord- amerikanischer Seite genötigt, für den Angriff gegen die Geleitzüge der Achse Flugzeuge größerer und größter Reichweite einzusetzen, bei denen Einzelausfälle beträchtlich schwerer wiegen. Die Lage der N a ch s ch >u b h a f e n, die die Westmächte zur Verfügung haben, zwingt diese zu einer stärkeren Zersplitterung der für den Geleitzugschutz zur Verfügung stehenden Kräfte. Der Kampf gegen die Geleitzüge der Plutokratien wird aber, wie aus den Wehrmacktberichten der Achse hervorgeht, auch in starkem umfang durch die Luftwaffe geführt. Die günstige Lage der Stützpunkte ermöglicht dabei Fernunternehmungen, so daß praktisch der gesamte für den Nachschub nach Französisch- Nordafrika vorhandene Raum von U-Booten sowie Flugzeugen der Achse mir autem Erfolg bestrichen wird. Dazu kommt die B^rohung auf dem Anmarschweg über den Atlantik, die für den Nachschub der Achse nach Nordäftika überhaupt keine Rolle spielt. Feindlicher Geleitzug ständig verfolgt. Rom, 25. Jan. (Europapreß.) Die italienischen Luftangriffe seit 20.Januar galten einem starken Geleitzug der Westmächte mit Truppen und Nachschubmaterial für die Expeditionskorps, in Franzosisch-Nordafrika. Dom Geleitzug zweigte nach seinem Eintreffen im Mittelmeer ein Teil nach Oran, ein weiterer nach Algier ab, jährend die anderen Schifte die Häfen von B o u g ie, P Hili p p e v i l l e und B o n e zu erreichen suchten. Noch am Abend des 20. Januar überraschten italienische Bomber die Schiffe, die den Hafen von Oran erreicht hatten im hellerleuchteten Hafen, als sie gerade mit dem Löschen der Ladung begonnen hatten. Erst nach den ersten Bomben, die die Schiffe an den Piers und die Hafenanlagen trafen, setzte die Verdunkelung ein. Ein Dampfer brannte wie ein Scheiterhaufen, ein zweiter mar schwer beschädigt. Am gleichen Abend erfolgten Angriffe von Torpedoflugzeugen auf her Höhe o'on Algier im Gebiet von Cap Caxine gegen einen anderen Teil des Geleitzuges. Dabei wurde ein Dampfer von 10 000 BRT. versenkt. Oestlich von Algier wurden Line Alopsiock-Ausgabe der Deutschen Akademie Die Deuftche Akademie bereitet eine historisch- kritische Ausgabe von Klopstocks Werken und Brie« fen in 15 Bänden vor. Als Sachwalterin des deut« schon Sprach- und Kulturerbes hat sie damit eine Forderung von Professor Dr. Heinz Kindermann, Klopstock endlich eine kritische Ausgabe seiner Werke, und Briefe zuteil werben zu lassen, und Anregun« gen von Paul Kluckhohn aufgegriffen. Der im Der« lag Reclam erscheinenden Ausgabe werden Ein« sührungen vorangestellt werden, die die literar« historische, sprachgeschichtliche, geistes- unb volksgeschichtliche Bedeutung der Texte beleuchten. Die Driefbände enthalten auch zum näheren Verständnis erforderliche Teile von Briesen an Klopstock. Jedem Band werden Illustrationen und Regesten der noch erhaltenen oder bekannten Briefe an Klop« stock — Titelblätter von Erstausgaben, Faksimiles, Stadt- und Landschaftsbilder, Porträts — beige* zwei Schiffe von zusammen 21000 BRT. sowie ein drittes getroffen. Der Rest des Geleitzuaes wurde mit Kurs auf Bougie, Philippeville und Bcme fest- gestellt. Der Angriff der Bombenflugzeuge^wurde gegen die Reede und den Hafen von Bone angesetzt. Obgleich der Mond aufgegangen war, lag dichter Nebel über der ^Reede, der noch künstlich verstärkt war, so daß die Torpedoflugzeuge den Hafen drei- bis viermal überfliegen mußten, bevor sie die Ziele ausmachen konnten. Die Schiffe verrieten sich schließlich durch einzelne Schüsse der Luftabwehr, so daß zwei Flugzeuge zum Torpedoschuß kamen. In beiden Fällen wurden dje Detonationen des Torpedos am Ziel festgestellt. Während des Angriffs der zweiten Welle, bei dem ebenfalls zw^ Flugzeuge zum Torpedofchuß kamen, wurde feftgeUettf, daß einzelne Schifte die Reede zu verlaßen suchten, um sich in Sicherheit zu bringen. Tunis. Ein Kultusministerium und Organisation „Roter Halbmond" gegründet Rom, 25.Jan. (Europapreß.) Die Errichtung eines tunesischen Kultusministeriums, das seit langem bereits von der arabischen Bevölkerung zum Schutze ihres religiösen Kults gefordert worden war, wurde bei einer Parade der Leibwache des Deys bon Tunis durch den tunesischen Ministerpräsidenten bekanntgegeben. Zum Leiter des neuen Ministeriums wurde der frühere Scheich El Kedine ernannt Gleichzeitig wurde bekannt, daß aus persönlicher Initiative des Beys in Tunesien der ,3 o t c Halbmond" gegründet wurde, eine Organisation, die dem ,Lioten Kreuz" im europäischen Kulturbereich entspricht Die erste Aüfgabe des „Roten Halbmondes" in Tunesien wird die Betreuung für Opfer britisch-norbarnerikanischer Luftangriffe unter der arabischen Zivilbevölkerung sein. Die Gründung des neuen Kultusministeriums loste bei der tunesischen Bevölkerung lebhafte Freuden- kundgebungen aus, bei denen den Achsenmächten der Dank der arabischen Bevölkerung für die Anerkennung der religiös-nationalen Forderungen des Landes ausgesprochen piurde. Attentat auf tunesischen Scheich. Rom, 25. Jan. (Europapreß.) Auf den ehemals in Westtunesien einflußreichen Scheich Mohammed Kaddur, der nach dem Einmarsch der Westmächte in Französisch-Nordafrika auf nordamerikanische Seite überging, ist ein Attentat arabischer Nationalisten verübt worden. Scheich Mohammed Kaddur war von General Eisenhower zum Pascha Westtunesiens ernannt worden. Die Bevölkerung sah ihn indessen als Verräter an. Anhänger der arabischen nationalistischen Destur-Partei unternahmen auf ihn ein Attentat, an dessen Folgen Scheich Mohammed Kaddur jetzt gestorben ist. über das Schaffen kiarl Ernst von Baers. Die Hochschule Dorpat beabsichtigt, aus Anlaß des 150. Geburtstages Karl Ernst von Baers ein Sammelwerk über das Schaffen des großen Gelehrten herauszugeben. Karl Ernst von Baer ist einer der bedeutendsten Zoologen unb hat sich in gleicher Weife verdient gemacht als Anthropolog, Ethno- §raph unb Geograph. Das von ihm aufgestellte tesetz besagt, daß die auf der Nord halb kugel in Südnordrichtung fließenden Flüsse durch die Wirkung der Erdrotation nach rechts abgebrängt werben unb auf dieser Seite ein Steilufer schaffen. Baer ist 1792 auf Gut Piep in Estland, geboren und 1876 in Dorpat gestorben. — Das Werk gehört in den Bereich der Forschungsarbeit der Hoch schule Dorpat, die zusammen mit dem Lehrbetrieb ebenfalls wieder ausgenommen wurde. Lustspiel aus der Wett der Presse. „Dementi", das neue Lustspiel von Wilhelm ll t e r m a y n, hat in der Stuttgarter Uraufführung herzlichen Widerhall gefunden. Schon der Titel beutet Konflikt und Umwelt an: die rasche, verwickelte, von Hör- unb Druckfehlern und sonstigen Irrtümern immer wieder naturnotwendig heimge- suchte Welt der Presse. Der Autor hat es mu Geschick t>et(ta«fcen, mit der altbewährten SöMfrW werden können, nun am AUF MÖNCKEBERG en, 3.8, t in de, 'kemtnii endlicha schädlih gerade vom Rauchen sprechen: entschuldigen Sie, Herr Holm, daß ich meine Hausf'rauenpflichten so gröblich vernachlässigt habe!" Sie nahm ein silbernes Zigaretten kästcken vom Teewagen und stellte es vor Axel hin: „Bitte, bedienen Sie sich?" Nachdem sie sich selbst eine Zigarette genommen und Axel ihr Feuer gegeben hatte, fuhr sie fort: „Nein — ich wurde heute mittag von J)errn Güstrow angerufen ... Herr Güstrow, wissen Sie, ist der Deutschamerikaner, der vor einem halben Jahr das Schloß Mönckeberg erwarb. Er ist sett heute lrüh mit seiner Tochter in Berlin,' und gegen halb fünf wollen sie mir einen Besuch machen. Es sind übrigens reizende Menschen — wenigstens der Vater: denn die Tochter kenne ich noch nicht — und ich glaube, daß diese Bekanntschaft Sie bestimmt nicht langweilen wird, Herr Holm!" Während Axel aufatmend ein paar höfliche Worte sagte, fiel ihm der eigentliche Zweck seines Besuches ein, und er bat Sigrid, ihm noch einmal ausführlich über den bei chr verübten Einbruch unö all das Drum und Dran zu berichten, Sigrid kam dieser Aufforderung gern und sofort nach, und nach wenigen Minuten schon waren sie erneut mitten, in einer angeregten Unterhaltung. Axels Gedankengänge bewegten sich mit denen Raucheisens ungefähr auf gleicher Ebene: denn auch er mutmaßte sofort, daß Frank Duderstädt bei diesem Einbruch irgendeine Rolle spielen muffe. Aber als Axel seinen Verdacht in vorsichtigen Worten laut werden ließ, stieß er damtt zu s-".ner Ueber- raschung auf Sigrids heftigsten Widerspruch. „Das ist doch sehr unglaubhaft, Herr Holm", versicherte ste mit Nachdruck. „Frank Duderstädt ist ein lieber, guter Junge, der bei dieser Angelegen, heit völlig ausgeschaltet werden muß. — Sie kennen ihn leider nicht, Herr Holm, sonst würden Sie nicht einmal in Gedanken wagen, ihn mit diesem Einbruch in Verbindung zu bringen!" Axel wiegte zweifelnd den Kopf. le« h wb eine rbeitg, lend. Hitlw gen, bii y» Hörigen l in der die de,, 'n, en uni einnw ibel Doi Aerztk. en eni gesund, FeM her Ad bei & itsdiensj. lichkeit» sichkeitr, , über. ist. und 2l>. besbfJ? «mit * ner W| Slnrefj rimtz eben Q ie WJS nb voll- chten- DeM AloB e — M ■fe Soldaienkinder sollen ihr „zu Hause" haben Sicherung des Heims für Witwen Gefallener und Verlobte mit Kind. Uebtii )arf nuj’ ■; b’Untepi' i ! Befund! orge bfit । iß TchLt' Darum Gas sparen! Darauf müssen unsere Hausfrauen Rücksicht nehmen. MS-,, Anlaß ein^ SelE 'Ä $ 85 ’Ln l“I bi( ma. ie Rhv» erflärtt setriebei us tijtu- s Deden- Zahldll tenkoss«! es M 1. Fern« bem Ea I sicher : zu übel- >teilungv leeignetn len & Maler, der schönen Modelle und der häßlichen Gläubiger, die des Telephons, des Blitzlichts und des Interviews .zu mischen und aus dem ersten großen Bericht, den eine junge Journalistin über einen akademleproisgekrönten jungen Maler namens Schmidt geschrieben hat, die bösen Verwicklungen und das gute Ende herauswachsen zu lassen. Hermann Strenger. ..Der Alachs Acker." >en Qr s eure i •eutung W \ eruno 6* V«* abgonj lonhern 'ie X »Pro, ■ gleich, iah Oft •SS Metall, bitt Dqs^i 4 wirf. ten Gefallener und (-----vt,-, „ . worden. Bei Verlobten tritt an die Stelle des Tages der Ehefchließuna der Tag der Geburt des ersten bzw. ältesten Kindes des Gefallenen. Nun hängt es aber während des gegenwärtigen Krieges sehr oft von Zufälligkeiten ab, ob ein junges Ehepaar,, eine Witwe oder Verlobte mit ihrem Kind eine Wohnung findet und diese einrichten kann. Daher kann während des Krieges auch nicht verlangt werden, daß der Antrag auf Gewährung eines Ehestandsdarlehens binnen einer bestimmten Frist gestellt wird. Der Minister hat deshalb den Gedanken, daß während des Krieges die Anwartschaft auf ein Ehestandsdarlehen nicht durch Fristablauf verlorengehen darf, in einem neuen Erlaß zum erstenmal klar ausgesprochen. Er gilt nicht nur für Witwen und Verlobte Gefallener, sondern auch für alle jungen Ehepaare, die während des Krieges geheiratet haben und denen die Einrichtung eines eigenen Hausstandes gegenwärttg nicht möglich ist. Wie aus dem Reichsfinanzministerium noch klar- gestellt wird, gelten die Bestimmungen über Ehe- standÄtarlehen für Witwen und Verlobte Gefallener und Gleichgestellter sinngemäß auch für die Ge- Währung von Einrichtungsdarlehen und Einrich- tungszuschüssen für Angehörige der Landbevölkerung. Auch füi> die jungen Soldatenehen, soweit sie schon geschlossen oder doch ernsthaft beabsichtigt wurden, wird die Gründung einer eigenen Haushal- tuna durch Staatshilfe gewährleistet, sofern ein Kino aus der Verbindung hervorgeaangen rft. Geschieht das für die Dauer durch die Hinterbliebenenversorgung, so erfolgt es anläßlich der eigentlichen Gründung des Heims durch di- Gewährung von Ehestandsdarlehen, die feit einiger Zeit auÄrück- lich auch für die Witwen und Verlobten von Gefallenen upd bei besonderem Einsatz Verstorbenen ermöglicht worden ist. Voraussetzung ist, daß ein Kind aus der Verbindung hervorging oder erwartet wird und daß die Witwe oder Perlobte sich eine eigene Wohnung einrichten will. Der Nachweis, daß das Kind aus der Verbindung der Verlobten hervorgegangen ist, gilt ahne weiteres als erbracht, wenn die Verlobte und ihr Kind das Recht zum Tragen des Namens des Gefallenen erhalten haben. Der Reichsfinanzminister hat, wie an unterrichteter Stelle erklärt wird, die Beobachtung gemacht, daß Ehestandsdarlehen auf dieser Basis bereits in recht erheblichem Ausmaß an Witwen und Verlobte Gefallener und Gleichgestellter gegeben werden konnten. Der Minister hat nun eine Reihe weiterer Vergünstigungen hierzu geschaffen, die in einem wichtigen Teil überhaupt allen jungen Ehepaaren, die während des Krieges geheiratet haben, zugute kommen. Während bisher der Minister selbst sich die Entscheidung über Anträge von Witwen und Verlobten Gefallener vorbehielt, hat er nunmehr die F i - nanzämter ermüd)tigt, Ehestandsdarlehen von sich aus auch in diesen Fällen zu gewähren. Das Die Ermahnung, sparsam mit Gas umzugehen, mag beim Außenstehenden vielleicht den Gedanken geweckt haben, rückläufige Produktion zwinge zur Beschränkung^und (aus zunächst unbekannten Gründen) vermindertes Aufkommen müsse durch sorgfältigstes Anteilen ausgeglichen werden. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Seit 1933 hat sich die Gaserzeugung verdreifacht, wobei das Schwergewicht der Steigerung in die letzten fünf Jahre fällt, die allein etwa eine Verdoppelung brachten. An dieser wirklich großen Leistung ist besonders bemerkenswert, daß sie vielfach ohne nennenswerte Ausweitung der Anlagen vollbracht worden ist und laufend vollbracht wird. Denn etwa zur gleichen Zeit wie das Anwachsen des Gasbedarfs lief auch die durch die Verstärkung unserer Wehrkraft bedingte Umschichtung unserer Produktion an. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dieser und jener Entwicklung ist in mehr als einem Sinn unverkennbar. Die Frage der Hüttenwerke nach Koks bestimmt auch die Menge des Beiproduktes Gas, und die Verfeinerung der Arbeitsvorgänge, vor allem in der Metall verarbeitenden Industrie, hat auch in den mit Stadtgas belieferten Werken zu einer noch gar nicht ahzu- sehenden Steigerung des Gasbedarfs geführt. Die einst geläufige Verteilungsquote des Anteils von HaushÄt und Industrie an der Gesamtgaserzeugung hat sich grundsätzlich verändert. Rechnete man früher in den Ortsgaswerken mit einer Haushaltsgasabgabe von 60 bis 70 v. H., fo hat sich selbst dort dieses Verhältnis verschoben zugunsten der Industrie. Aus die/ Gesamtgaserzeugung bezogen, also einschließlich der Kokereiabgabe, beträgt deren Anteil jetzt sogar 80 v. H. v Diese Zahlen aber können bei oberflächlicher Betrachtung ein ganz schiefes Bild ergeben und den Eindruck aufkommen lassen, der Haushaltsbedarf habe eine rückläufige Entwicklung genommen. Das Gegenteil ist der Fall, und zwar in so krassem Ausmaß, daß der Appell des Reichsmarschalls zur Gas- Sparaktion ganz bewußt an die Haushalte gerichtet war. Die durchschnittliche Steigerung der Haushaltsgasabgabe liegt wohl bei etwa 10 bis 15 v. H. Es gibt jedoch Werke, die ein Anwachsen der Nachfrage seitens des Haushalts um^20, 30, ja fast 50 v. H. (!) haben decken müssen und sich nun mit Recht fragen, bis zu welchem nicht abzusehenden Ende sich diese Schraube tonb( noch drehen will. Die Ursachen für diese (Steigerung des Bedarfs sind teilweise in der Umstellung unserer Ernährung, im Uebergong vom kalten Aufschnitt zum warmen Essen zu suchen, im erhöhten Arbeitsanfall im , Haushglt bei gleichzeittg wrminberter Bereitstel- llung menschlicher Hilfe, die zu einem Ausweichen lächelte Sigrid. „Ditte, wollen Sie hier Platz neh- men ...! Entschuldigen Sie mich, bitte, einen Augenblick, ich will nur etwas Wasser für die schönen Rosen holen. Es wäre schade, wenn sie erst welk würden" Während Sigrid mit einer Kristallvase hinausging, blickte Arel sich bewundernd um. Welcher geroalHge. Unterschied zwischen seinem eigenen Heim — dem Ottos pedantische Ordnungsliebe und spartanische Lebensweise den Stempel aufgedrückt hatte —, und diesem entzückenden Nest, das mit der Ausstrahlung einer gepflegten Frau gesättigt war, wo jeder Gegenstand von der licbenden Hand seiner Besitzerin zu erzählen schien ... Axel war von dieser kleinen Welt einer gepflegten Behaglichkeit derart gefangengenommen, daß er ganz den eigentlichen Zweck seines Besuches vergaß. Während er Sigrid am Teetisch gegenüberfaß, erzählten sie sich gegenseitig aus ihrem Leben, und einer hatte am andern einen solch guten Zuhörer, daß sie nicht merkten, wie schnell die Zeit verrann. „Du lieber Himmel!" rief Sigrid plötzlich, „es ist ja schon vier Uhr vorbei — Ich muß Ihnen ein Geständnis machen, Herr Holm: Ich erwarte nämlich heute nachmittag noch zwei andere Gäste, die Sie sicherlich auch..." „Schade", sagte Axel, und er gab sich gar keine Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. „Es war gerade so gemütlich hier bet Ihnen, gnädiges Frau- lein ... Ja, dann' will ich natürlich nicht länger auf das Gebiet der Haustechnik führt und das Interesse an arbeitsparendem Gerät geweckt hat. Ferner darf nicht vergessen werden, daß selbst in dem bereits gosversorgten Gebiet, dessen Sättigung doch schon verhältnismäßig dicht erschien, eine Zunahme der gasoersorgten Haushalte um 13 v. H. im Durchschnitt zu verzeichnen ist, und daß endlich diese vermehrte Zahl gasversorgter Haushalte, die jetzt eine Gesamtzahl • von mehr als 12 Millionen erreicht hat, einen ganz anderen Bestand an Gas- geräten aufzuweisen vermag als z. B. die geringe Anzahl von Haushalten vor etwa 6 bis 7 Jahren. Millionen von Gasherden, Gaskochern und Gas- wafferheizern, viele Tausende von Gaskühlschrän- ten, Waschmaschinen, Raumheizungen und Bügeleisen sind in den Jahren feit 1933 von den deutschen Haushaltungen gekauft und immer lebhafterer Benutzung zugeführt worden, wodurch rasch das einstige Tal der Gasabgode in den depressiven Jah^ ren der Wirtschaft einem Anschwellen der Abgabe- Kurve wich' welches nach einer Erweiterung der bestehenden Anlagen' schon bald gebieterisch verlangt hatte. Der Krieg hat dieser gefunden Entwicklung Em- hcllt geboten und die Dringlichkeit des Bedarfs verlagert. Darauf muß der Haushalt jetzt Rücksicht nehmen, denn die überwiegende Anzahl der Gaswerke hat die äußerste Grenze der Leistungsfähigkeit erreicht. Die Ansprüche , des Haushatts dürfen nicht noch weiter wachsen, sondern müssen, solange die Kriegswirtschaft vollen Einsatz fordert, sogar durch gewissenhafte Einhaltung der oft erwähnten kleinen Sparregeln zurückgehen. Schon hat man begonnen, „Verbrauchssünder" besonders unter die Lupe zu nehmen, denn der Verschwenderische und der Sparsanze sollen nach durchaus verschiedenem Maß gemessen werden. Auf erhöhtes Vercmttvor- tungsgefühl jedes einzelnen in Industrie, Haushalt und Gewerbe aber kommt es in jedem Falle an. Sießen-Wiekeck. Dem Oberfeldwebel Fritz Keßler, wohnhaft in Gießen-Wieseck, Möserstraße, wurde das Kriegsverdienstkreuz I. Klaffe mit Schwertern verliehen. Schädling Gvah. NSG. Die Schädlichkeit des Spatzen ist allgemein bekannt. Fünfmal *im Jahre brütet die Spätzin und legt jeweilig 6 Eier. Werden davon 4 ausgebrütet, so bedeutet das jährlich einen Nachwuchs von 20 Jungvögeln je Spätzin. Nach Berechnung erfahrener Landwirte beträgt der Körnerverbrauch eines Spatzen von Mai bis Oktober etwa 200 Grarym. 1000 Spatzen würden also rund 4 Zentner roert- Frage, liebes Fräulein von Mönckeberg: Lieben Sie Frank Duberftäbt?" Sigrid wurde in der Schläfengegend ein wenig rot. ,Lch hab' ihn gern, weil er ein netter Kerl ist!"- bekannte sie ehrlich. „Aber lieben — —-!?" Sie schüttelte energisch den Kopf: „Nein, von Liebe kann keine Rede fein!" Axel wagte nutz einen neuen Vorstoß. Er sprach von dem immerhin reckt merkwürdigen «Zufall, daß der Einbruch ausgerechnet mit dem Besuch Duder- stödts zusammenfiel „Zumindest muß der Einbrecher doch. gewußt haben, daß Sie an jenem Abend die Absicht hatten, wieder einmal auszugehen! Durch wen anders als durch Duderstädt könnte er aber wohl von dieser Absicht erfahren Haden ...? Glauben Sie mir, gnädiges Fräulein, hier ist der Schlüssel, um das ganze Rätsel zu lösen!" Sie befanden sich noch in lebhaftem Meinungsaustausch über diesen Punkt, als draußen die Glocke anschlug. Sigrid erhob sich. ■ „Wir sprechen noch darüber, Herr Holm! — Entschuldigen Sie mich bitte einen Augenblick." Axel hörte draußen lebhaften Stimmenwechsel, und gleich darauf kam Sigrid mit ihren beiden Gästen herein. Thomas Güstrow war ein kleiner Herr von etwa fünfzig Jahren. Sein bemerkenswerter Spitzbauch und das weinrote Gesicht deuteten an, daß er sich mit Vorliebe lukullischen Genüssen hinzugeben schien; außerdem war er ein leidenschaftlicher Raucher, wie einige gelbgetönte Schatten in seinem eisgrauen und sonst sehr gepflegten Schmirrbart erkennen ließen. Grau und rot schienen überhaupt seine Lieblings- farben zu sein, denn er trug einen sehr vornehmen grauen Anzug, graue Wildlederschuhe und eine weinrote Krawatte dazu. Seine Bewegungen waren schnell und temperamentvoll, seine Stimme gutmütig polternd und ein wenig heiser, aber frei von jedem auÄändifchen Beiklang. (Fortsetzung folgt) Aus der Siadi Gießen. Winterschläfer. Wenn vom Winterschlaf der Tiere die Rede ist, denken mir zunächst wohl meistens an den Dauerschlaf eines Bewohners unserer Gärten. und Anlagen, den wegen feiner Verborgenheit und seinem fast nirgends häufigen Auftreten die wenigsten von uns in der-Freiheit je zu Gesicht bekommen. Wir meinen den Siebenschläfer, dessen Name wohl besagen soll, daß er sieben Monate des Jahres an einem Stück verschläft. Ganz genau stimmt diese Rechnung zwar nicht, aber da der schlaffreudige Nager, den mir uns am besten als die starke Vergrößerung einer Haselmaus vorstellen, bereits Ende Oktober sich in fein warm ausgepolstertes Versteck zurückzieht und selten vor der ersten Aprilhälfte wieder aufwacht, so ist immerhin mit beinahe einem halben Jahre ein schwer zu überbietender Rekord im Dauerschlafen ausgestellt. Uebrigens ist, abgesehen von Süd- und Ostdeutschland, bei uns die Kleinausgabe des Siebenschläfers, der Gartenschläfer, bedeutend häufiger, aber sein Bedürfnis nach Schlaf ist nicht geringer als das feines größeren Vetters. Auch die kleinste Vertreterin der Familie, die hübsche und nirgendwo seltene Haselmaus, weicht von dieser Lebensgewohnheit ihrer Sippe, die häßliche Jahreszeit, in der es draußen nichts zu beißen und zu nagen gibt, in einem warmen Versteck zu verschlafen, nicht ab. Zu den Dauerschläfern gehört auch der Igel, während der Dachs, der auf diesem Gebiete ebenfalls Außerordentliches leistet, feinen Winterschlaf einigemal unterbricht, weil fein im Herbst angesammelter Fettvorrat offenbar nicht groß genug ist, als daß sich bis zum Frühjahr von ihm leben ließe. Es versteht sich von selbst, daß ein solcher Dauerschlaf nur dadurch möglich ist, daß die Körperfunktionen dieser Tiere roälrcnb der monatelangen Ruhezeit bis auf ein Geringstmaß gemindert sind. Daß ihnen die Natur den Winterschlaf verordnet hat, möchte uns zunächst wie eine scherzhafte Laune anmuten: aber wen wir uns auch zur Not vorstellen könnten, daß ein Siebenschläfer auf den Speichern der Bauernhöfe, die er ja auch sommertägs gele- möchten mir die Haselmaus oder den Igel auf kei- gentlich durchstöbert, einiges Genießbare fände, so neu Fall durch den rninterlichen Wald irren sehen, weil sie unweigerlich verhungern würden. Man darf also ohne meiteres annehmen, daß die Natur keinem Tier die Wohllat des Winterschlafes ohne triftige Gründe zubilligt. Uebrigens gibt es viel mehr Winterschläfer als man meist annimmt, und die Nicht-„Siebenschläfer" find sogar weitaus in der Minderzahl. Denn wenn auch die meisten Warmblüter ohne Winterschlaf auskommen, so stöhnen ihm unter den Amphibien, Reptilien und Insekten die meisten Arten. Und da diese Milliarden Lebewesen im Wachzustand voneinander leben, ruht den Winter über in der Natur der Kampf aller gegen alle fast ganz. Es gibt Menschen, die die Sieben- und anderen Winterschläfer beneiden und etwas darum gäben, wenn auch sie sich im Herbst, natürlich mit einem entsprechenden Fettpolster auf den Rippen, in einer warmen Ecke zusammenrollen und bis gegen Ostern durchschlafen dürften. Wer diesen frommen Wunsch hegt oder gar äußert, ist ohne weiteres als ein Faulpelz erkannt und fällt entsprechend unangenehm auf. Denn wie kann man's nur dem Igel nachtun wollen! stür Tapferkeit vor dem Feinde. Der Obergefrerte Otto Weiß aus Großen- Linden wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den schweren Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Gefrorene Lebensmittel. Gefrorene Kartoffeln verwendet man am besten als Pellkartoffeln. Sie werden, ohne aufgetaut zu werden, sofort in kckchendes Wasser gegeben und gar gekocht. Gefrorenes Gemüse braucht man ebenfalls nicht aufzutauen. Es wird wie üblich gewaschen, geputzt, geschnitten und sofort gar gemacht. Gefrorene Eier müssen in Salzwasser 1 bis IV2 Stunden aufgetaut werden. Man rechnet auf V, Liter Wasser 1 Eßlöffel Salz. Nach dem Auftauen müssen die Eier sofort verwendet werden. Da die Schale feine Risse hat, wickelt man zum Kochen jedes Ei in weiches Papier. Es kommt wohl ab und zu auch einmal, vor, daß Einmachgut gefriert. Ist dies der Fall, stellt, man die Einmachgläser oder Saftfloschen in kaltes Wasser und läßt auftauen. Falls das Glas schon einen Riß haben sollte, stellt man es in eine leere Schüssel in ein mit warmem Wasser gefülltes Gefäß und läßt es langsam auftauen. Allgemein ist zu berichten, daß gefrorene Lebensmittel in kurzer Frist verbraucht werden müssen. Lothar Müthel und die Wiener Dichter Mirko Je- lusich, Max Well und Hermann Stuppacek, um der lebergabe der Verleihungsurkunde beizuwohnen. Stabtrat Blaschke betonte Dabei, daß die Auszeichnung in dem Tiroler Josef Wenter nicht nur einem bedeutet eine schnellere Erledigung. Ferner ist die allgemeine Friedensregelung, wonach Ehestandsdar- lehen in jedem Fall bis ein Jahr, bei einem Kind bis zwei Jahre und bei zwei Kindern sogar bis drei Jahre nach der Eheschließung noch beantragt ich den Witwen und Verlov- Gleichgestellter zugestanden Dozent Dr. Kurt Wilde wurde zum a. 0. Professor ernannt und ihm an der Universität Halle die freie Planstelle eines Direktors des Psychologischen Instituts übertragen. Wilde wurde 1909 in Eldena (Pommern) geboren und habilitierte sich 1939 in Salle. — Der a. 0. Professor für Mathematik an der niversität Marburg Dr. Franz Rellich ist zum 0. Professor für reine Mathematik an der Technischen Hochschule Dresden ernannt worden. Rellich wurde 1906 geboren. Er studierte in Graz und Göttingen, promovierte 1929 in Göttingen und habilitierte sich ebenda 1933. In Marburg wurde er 1939 n. b. a. 0. und 1940 außerplanmäßiger Professor. Ein Alaria-Theresia- Schauspiel von Josef idealer. Der Grillparzer-Preis der Stadt Men Ist dem in Baden bei Wien lebenden Dichter Dr. Josef Wenter für fein dichterisches Lebenswerk zuerkannt worden. Im roten Saal des Rathauses hatte sich ein Kreis von Freunden und Verehrern des Meisters versammelt, unter ihnen Generalintendant ROMAN VON OLAF BOUTERWECK 24. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Gut, ich werde entsprechende Anweisungen Beben! Ich muß Sie jedoch darauf aufmerksam machen, Herr Holm, daß jede ungenehmigte izahrt über die Grenzen Groß-Berlins hinaus als Fluchtversuch angesehen wird, der Ihre sofortige Verhaftung zur Folge haben würde. — Wo ist übrigens ?hr Paß? War der etwa auch in dem gestohlenen ^Nein, mein Paß liegt bei mir daheim im „Schön, diesen Paß werden Sie dem Kriminal- ftlretär Steputat aushändigen, der jetzt sofort mit ihnen nach Kladow hinausfährt! In dem klugen- bjtf, in Sem Ihre Schuld,oliZkeit bewiesen rst. t>e- bmmen Sie den Paß zurück." . „Hoffentlich recht bald!" sagte Axel mit einem tiefen Seufzer und ging nach der Tur. Mit einem unergrünÄichen Ausdruck im Gesicht hch der Kommissar ihm nach.-- 11. Kapitel. In den nächsten vierundzwanzig Stunden ereig- wte sich nichts, was Axel erneut bcunruhigthatte, ttiö daher machte er auch am frühen Nach^ttag des folgenden Tages den angetunbigten Besuch bei ^Sigrü) errötete ein wenig, als Axel chr einen Ltrauß Teerosen überreichte und sich nder ihre ,Sie^Esi^' eine wahre Verwandlungskünstlerin, fsräulein von Mönckeberg! Jedesmal^ wenn ich «ie sche, haben/Si e sich verändert — und immer wieöer $11 Ihrem Vorteil!" , „ » „Sie sind sehr liebensrvurdis, Herr Holm. Setzt Ein Schauspiel von Stijn Streuvels brachte das Bremer Schauspielhaus in der deutschen Bear- beitung von Nora Reinhard. Der Flochsacker ist das Gold des flämischen Bauern und wird hier zum Sinnbild seiner Kraft und Leistung überhaupt. Don diesem Flachsacker, der hinter der Szene liegt und doch alle Svenen bestimmt, gehen Ströme aus, die den schwerblütigen flämischen Menschen in feiner gesunden Erdverbundenheit umreißen. So zeigen sich die vier Akte des Schauspiels als eine vielseitige Darstellung des bäuerlichen Lebens Im Mittelpunkt der Handlung steht der Großbauer Jan Vermeulen, dev in feiner eigenen Welt wurzelt, deren Grenzen er selber bestimmt, und deren lieber« schreitung er nicht duldet. Er erkennt, daß er sich selber schlug, als er seinen Sohn traf und daß sein Leben sinnlos werden würde, wenn der Erbe stürbe: die Kraft menschlicher Empfindungen bricht m seine starre Selbstgerechtigkeit, und sein Sohn findet ins Leben zurück. Gegenpole seiner Weltbe- trachtung sind der Sohn als Vertreter der nach ihm kommenden Zeit, und der alte Ohm als Vertreter I der älteren Generation, abgeklärt und weife, schon : Ewigkeit verpflichtet. Clemens Cunis. hochschulnachrichten. stören!" Er erhob sich taktvoll. , Aber nein"; wehrte sie lächelnd ab, „so war es doch nicht gemeint, Herr Holm! — Bitte setzen Sie sich wieder. Ich wollte Sie doch nur auf diesen Besuch vorbereiten." A „Erwarten Sie etwa den Kommiffar Raucheisen?" fragte Axel mißtrauisch und versttmmt. ,^r ist nämlich der einzige, der mir augenblicklich meine gute Laune verderben könnte!" ..Warum?" lächette Sigrid. „Ich finde den Kommissar reizend — abgesehen natürlich von seiner —ö-- -----;-------- . scheußlichen Meerschmrmpfeise ... Uebrigens, da wir! „Verzeihen Sie mir eine etwas unverfrorene Der Thealerkritiker Theodor Fontane. Die „Gesellschaft für Theatergeschichte" veröffent- cht in Kürze eine Untersuchung über den „Theater- Iritifer Theodor Fontane" von Dr. Rüdiger R. Knudsen. Die Arbkit gibt eine erschöpfende Dar» tellung der theaterkritischen Tätigkeit des großen Erzählers, beginnend mit seinem mehrjährigen Eng- änd-Ausenthält bis zu seiner 20 Jahre dauernden Tätigkeit als Theaterkritiker der „Vossischen Zeitung" in Berlin. Bemerkenswert ist vor allem die Aus- oertung der Fontaneschen Theaternotizbücher, so- iann die Darlegung über den sehr persönlichen Stil ier Fontaneschen Kritik und ihre Ausstrahlungen cuf die Oeffentlichkeit und das Theater. Interesse uirb auch die Erörterung über Fontanes Stellung Mm Naturalismus und zu Gerhart Hauptmann finden. rgerisch« ■ na eben? . Schein. Druck uno Verlag: BrühNche UntoenitätSDrudcret St. Lange K. G. Verlagsletter: Tr.-Jng. Erich Hamann- Anzeigenletter: Haas Beck. Anreigenpreisliste Nr. 6 mu | Verschiedenes] Ein elektrischer Bohner 220 V, Gleichstr., MWki für 75c RM. zu bester starte, ? bester Marke, zu verkaufen, [osse Giinthersgr.il p 14-16 Uhr. KleineAnzeigen a G festen er Anzeiger werden von Taufenden beachtet und aeteire. tisch und 1 schlitten 30,— Rodel- 12,— joltwWMe. Niedärfaie Am 20. Januar 1943 entschlief nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser treubesorgter Vater, Großvater, Schwiegervater, Pate and Onkel Rektor i. R. Heinrich Köhler im 84. Lebensjahre. In stiller Trauer: Elisabeth Köhler, geb. Scharch Rudolf Köhler und Familie. Langsdorf, Stumpertenrod und im Felde, den 25. Januar 1948. Die Beerdigung fand Samstag, 23. Jan. statt. Statt besonderer Anzeige. Am 23. Januar wurde meine liebe, treu- Am 21. Januar 1943 ist nach einem arbeitsreichen Leben meine liebe Frau, mein treuer Lebenskaaierad,unsere gute Mutter, Schwester, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Elisabeth Loos, geb. Sippel im 80. Lebensjahre von ihrem schweren Leiden durch den Tod erlöst worden. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Loos. Gießen, Lieber Straße 81. Die Trauerfeier fand in aller Stille statt. ■Ä Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei 1 gut erh.Kleid.- Schrank 60,— 1 neuer Wasch- vermieten. Schr. Ang. unt. 276 Da. d.G.A. Am 5. Januar verschied sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin u. Tante Frau Katharine Fröhlich Wwe. Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Marie Lehr Wwe., geb. Fröhlich. Lollar, den 26. Januar 1943. Die Beisetzung fand iy Oberkleen statt. 0516 Für Großdeutschland fiel unser einziger Sohn Hans Schuchardt Leutnant und Flugzeugführer in einem Schlachtgeschwader In tiefer Trauer: , Ernst Schuchardt und Frau Ria, geb. Lahr. Gießen, im Jahuar 1943. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. ____ ______________________________0518 Erteile Nachhilfeunterricht in Griechisch und Latein, für unt. Klassen. [0526 Helmut Runte, Brornberg.Str.2 z. verkauf. [2soD Bollar, Adolf. itter^Str. 138, bei Möller. Radio Staßfurt,5Röhr., Wechselstrom, gegen gleichwert, guten Apparat, in All- oder Gleichstrom, zu tauschen gesucht. Eikenroth, Frankfurter Straße 31 p. Plötzlich und unerwartet verschied am 24. Januar unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Christine BurkxWwe. geb. Backhaus im Alter von 66 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen $ Familie Wilhelm Burk; Familie Ludwig Burk l|. Familie Heinrich Burk; Familie Hans Schäfer Familie Heinrich Wilhelm Kehr nebst allen Verwandten. Climbach, Londorf und Treis, 26. Jan. 1943. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 27. Januar, nachmittags 3 Uhr statt. ______________ 279D Die weibliche Kriminalpolizei sucht Anwärterinnen für die Beamtenlaufbahn. Berücksichtigt werden Bewerberinnen im Alter von 22 bis 30 Jahren mit guter Schulbildung, Berufsausbildung und mehrjähriger beruflicher Tätigkeit, vor allem Volkspflegerinnen, Jugendleiterinnen und andere sozial»vorgebildete Kräfte. - Bewerbungsgesuche, und Anfragen sind zu richten: An das Reichskrimlnalpolizelaml Berlin C 2, Werderscher Markt 5 6 Achtung! BringeMittwoch und Samstag Zwiebeln, Wirsing, Rosen- n. Grünkohl auf den Markt. Verkauf v. Zwiebeln gegen rosa u. blaue Nährmittelkarten, Aufdruck „Stadt Gießen", Abschn. 35. [0537 K. v. Mnnchow. * Frau Magdalena Günther geb. Biron von ihrem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden, kurz nach Vollendung ihres 51. Lebensjahres, durch einen sanften Tod erlöst. in tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen: Gustav Günther, Steuerinspektor. Gießen, 25. Januar 1943. Die Beerdigung findet Mittwoch, 27. Januar, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 0525 sorgende Frau, meine gute Mutter, Schwieger- _ itter, unsere Großmutter, Schwester und Schwägerin Kohlenklau von seinen , , alten Bundesgenossen verraten. Das waren noch Zeiten für Kohlenklau, als er das Heer der elektrischen Haushaltsgeräte kommandiertet Aus der Traum! Denn wo wird heute noch zum Beispiel ein elektrisches Bügeleisen eingeschaltet und fast auf Weißglut gebracht, um dann - zwei Taschentüchlein oder eine Bluse schnell mal „aufzubügeln“? Nein, heute wartet jede Frau, bis sie einen ordentlichen Haufen Bügelwäsche - vieles wird ja nur gerollt! - zusammen hat. Die empfindlichsten Stücke kommen zuletzt dran, weil dann das Bügeleisen vorher schon ausgeschaltet und die auf gespeicherte Wärme ausgenutzt werden kann. Und dann wird nur zwischen 9 und 16 Uhr gebügelt oder Staub gesaugt, weil du und im und wir alle wissen, daß in den Morgen- und Abendstunden der Strom der Rüstung und dem Verkehr Vorbehalten bleiben muß. So machen wir Kohlenklau unschädlich! Hier ist für ihn nichts mehr zu machen, - Paß auf, jetzt sucht er andre Sachen! Junge Frau sucht 1-2 MM mit Küche, für sof. od. 1. März. Schr. Ang. unt. 0524 a. d. G. A. Trockener Eooerrflum 50—100 qm, im (Lrdgesch.,gesucht. Vauelfa, Frankfurt a.M., Weserstraße 31. Fernsvr. 34312. [Stellenangebote] Mittl. Neichsb.' Beamter a. D., Witwer,'sucht tüchtige, rußige Haushälterin. Eigenes, neues Heim. Nur gute Kräfte kommen in Frage. BEBSiffiSBBDI Allen, die unserem großen Schmerz bei dem Heimgang unseres geliebten, unvergeßlichen Kindes Magdalenchen ihre Anteilnahme bewiesen, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden sagen wir unseren innigsten Dank. In stillem Schmerz: Georg Schmidt und Frau Anna, geb. Peter. Aliendorf a. d. Lda., im Januar 1943. 0529 ----- —. — Schr. Ang. unt. den Gieß. Anz. 272Da.d.G.A. Rechnungen b«i BrOhl. OleBen Radio Wechselstrom, AEG.,4Röhren, gegen ein Gleichstromgerät zu tauschen gesucht. Jautzeu, Franks. Str. 29. Raum zum Aiöbel* Unterstelleu zu vermieten. Schriftl. Angeb. unter 0538 an den Gieß. Anz. Mietqesuche | Suche BJonnunfl auch große 2-Zimm.-Wohn. Eine 3-Zimmer- wohuung mit Wohn-Kochküche, mit Bad, kann in Tausch gegeben werden. Schr. Ang. unt. 0539 a. d. G. A. M-Mobng. sofort oder spat, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0517 an | Kaufgesuche | Suche dringend MloMiil jeder Gröhe, Wechsel- oder Allttrom. Schr. Ang. unt. 0521 a. d. G. A. 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Gulden.eeltSBFr.W.Henkel Sprechstunden jeden Mittwoch: fließen, Am Riegelpfad 32, 9 bis 17 Uhr. ia7p Sekretärin mit guter Schulbildung, perfekt in Stenographie und Schreibmaschine gesucht. 375d Universität«-Institut für Erb- und Rassen pflege Gießen, Friedrichstraße 18, Seitenbau Vorzustellen tfigl. 9-12 u. 15-17Uhr Sterfmerm auf mathematischem Gebiet mit Abitur sucht Stellung. Angebote unter D0 16049 an Ala Anzeigen-G.m.b.H., Dortmund. J o30y der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 26. Januar 18.30 tiis 21.30 Uhr IS.Dienstagmieteu.HalbmieteB Die tolle Komteß. L1CHTSP1 EL-TH frATEB Bloria-Palast, '>eitersweg: * Hab mich lieb »C Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Ein Leben lang TML 2.30.4.45.7.30: 80. 2.00. 4.30.7.30 U6r