vonn-rstag.75 Märzw-Z Giesjener Anzeiger Der tapfere Mensch weiß, daß für ihn nunmehr die Stunde der Neubesinnung und Bewahrung ^e° ' kommen ist. Das Schicksal hat die Schiffe hinter ! chm verbrannt uni) befiehlt ihm, ein Neues 311 Der Kuechtsdiensk tälek. aber gerechter Krieg neuen Licht schauen. Das Alte ist vergangen, Bann zurückführt. für das Verhältnis Schwedens zu fr Bedeutung sind. Das eine ist der Gc Der totale Krieg fordert auch deine ganze Krast Finnland von edonke einer verstört und erschreckt ob des Grollens aus der Tiefe des Kremls — dem ja Korneitschuk nur Stimme und Ausdruck gegeben hatte —, merklich von den „polnischen Brudern" und von dem „Unionsoertrag", den sie kurz vorher noch mit großem Regie- und Reklameaufwand mit ihnen abgeschlossen hatte, ab und erklärte, man müsse erst die USA.; Großbritannien und — vor allem — Sowjetrüßland als „nächste Großmachtsnachbarn" um Rat in dieser Angelegenheit fragen. Die nordamerikanische Regierung und vor allem aber die britische, die früher die ,Polen als ihre „dem englischen Herzen am nächsten stehenden Verbündeten" bezeichnet hatte, änderten ihre Sprache, sie traten den Bolschewisten nicht nur nicht entgegen, sondern ließen durch Churchill, Eden, Holl usw. erklären, daß „ins einzelne gehende Pläne vor der letzten Phase des Krieges keineswegs aufgestellt werden sollten", und daß vor allem „heikle Grenzfragen" streng vermieden werden müßten. Ja, es wurden sogar in der britischen Presse Stimmen laut, die kategorisch verlangten, daß Schluß gemacht werden müsse mit „solchen Chauvinisten", wie es die Polen feien, und daß sie sich wieder „hinter die Kulissen zu begeben" hätten. Daß alle an diesem Steit Beteiligten, die Polen, die Bolschewisten, die Briten und die Nordamerikaner, den weisen Grundsatz vergessen, man teile das Fell des Bären nicht früher, denn man ihn hat, zeigt besser als irgend etwas anderes, wie sehr schon England und auch die Vereinigten Berlin, 24. März. (DNB.) Mitten im Atlantik erfaßten einige deutsche Unterseeboote einen amerikanischen Geleitzug, dessen voll beladene Transporter für die Nordasr ikafr 0 nt bestimmt waren. In siebentägigen Operationen führten die Angriffe zur Versenkung von 15 Schissen mit 73 000 BRT. Völker der Erde" einzusetzen. . , , Die tschechische Emigration, früher iieoß5 voll mit der polnischen Hand in Hand gehend, ruckte, Die neue Versendung von 73 000 BRT. aus einem von USA. nach Gibraltar bestimmten Geleitzug und aus Mittelmeer-Geleitzügen erinnert an die Meldung vom 12. Januar über die Versenkung von 15 Tankern mit 171000 BRT., die ebenfalls von Amerika nach Gibraltar unterwegs waren. Der Kampf der U-Boote im Mittelmeer und in feinen unmittelbaren Randgebieten ist ungewöhnlich schwer. Der Seeraum ist eng und kann durch Luftuberwa- chung eben wegen dieser Enge leicht kontrolliert werden. Das Wetter ist viel klarer als im mittleren oder gar nördlichen Wlantik und' die Sichtigkeit geht bis auf über 40 Meter Wafsertiefe! Aus anderen Gründen bietet das Eismeer ähnlich große Schwierigkeiten für die U-Boote und daher hat sich die sprichwörtliche Redensart unserer U-Bootleute entwickelt, daß die „Mittelmeertonne" ebenso wie die „Eismeertonne" ein ganz besonders hohes „fpezi- fisches Gewicht" habe. In Gibraltar sind ständig recht erhebliche englische Seestreitkräfte konzentriert. Für sie ist die Nachricht besonders mißlich, daß den U-Booten der Angriff auf den englischen Geleitzug im näheren Bereich Gibraltars — sozusagen unmittelbar vor der englischen Nase — gelungen ist. Alle Erfolge der deutschen und italienischen U-Boote im Mittelmeer stehen aber unter einem noch sehr viel größeren Gesichtspunkt: Sie schlagen dem britisch- amerikanischen Nachschub für die Nordafrika-Front schwere Wunden und drängen den umfangreichen englischen Nachschub nach dem Nahen Osten und nach Indien von der kürzesten Route durch das Mittelmeer und den Suezkanal auf den 22 000=km='Unt« weg um das Kap der Guten Hoffnung herum ab. Mer schwer beschädigte Frachter in Gibraltar einaelau^en. Madrid, 25. März. (DNB. Funkspruch.) Wie ous Algeciras gÄneldet wird, liefen am Mittwoch vier stark beschädigte Frachter in Gibraltar ein, die — um das Schiff zu retten — ihre Ladung ins Meer hatten werfen muffen. Die Schiffe gehörten einem Geleitzug an, der von U-Booten angegriffen worden war. Es ist jetzt an der Zeit, eine strategische Bilanz der großen Winterschlacht im Osten zu ziehen. Die Lage hat sich, wie auch schon der Führer in seiner Rede am Heldengedenktag betonte, geklärt, die neue Front im Osten steht fest, und das strategische Gesamturteil muß dahin lauten, daß der Feind seine weitgesteckten operativen Ziele nirgends erreicht hat. Wir wollen nicht leugnen, daß ihm zum Teil erhebliche taktische Gewinne zugefallen sind, und daß er große Geländeteile, die unsere und die verbündeten Truppen im vergangenen Sommer und Herbst erobert hatten, wÜbergewinnen konnte. Der Sprecher des deutschen Heeres im Großdeutschen Rundfunk, Generalleutnant Dittmar, hat die Gesamtlage mit dem Satz charakterisiert: „Wir haben im wesentlichen mit Gelände bezahlt, die Sowjets aber mit Blut." Diese letzte Feststellung ist von größter Bedeutung. Bisher hatten die Bolschewisten -die Möglichkeit, alle ihre Unternehmungen trotz größter Verluste aus den operativen Reserven zu nähren, die sie hinter den Fronten der Armeen bereitgestellt hatten. In den Kämpfen der vergangenen Wochen hat sich herausgestellt, daß diese Vorräte zu Ende geben. Die Bolschewisten sahen sich deshalb vor die Notwendigkeit gestellt, aus Nachbarabschnitten starke Kräfte cchzuziehen und in die Fronten hineinzuschie- ben, die durch große Ausfälle notleidend geworden waren. Dieser Umstand kann für die weitere Kampfführung von entscheidender Bedeutung werden. Es wird abzuwarten sein, ob bereits jetzt der Zeitpunkt gekommen, ist, zu dem die Bolschewisten nicht mehr in der Lage sind, hinsichtlich ihrer Menschen- und Materialergänzung aus dem vollen zu schöpfen. Was die operative Führung in den letzten Monaten angeht, so haben die Sowjets zweifellos die Fähigkeit der Bewegung großer Massen bewiesen. Allerdings haben sich bei dieser Gelegenheit auch die Grenzen ihrer strategischen Fähigkeiten deullich Finnlands Nachbar Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Bereit zu Abwehr und Angriff Das operative Ergebnis der Winterschlacht im Osten. Von unserer Berliner Schriftleitung. Stalin wird noch deutlicher. Ernennung Korneitschuks zum stellvertretenden Außenkommiffar. H b U v 1 *•*•) *- |U/UUtll, 4/UP bitte 11L UvLUUllUCII I , und mir fühlen, daß kein Weg mehr in feinen Das, das gib! erst dem Menschen seine ganze c \ 1 Jugend, daß er Fesseln zerreißt." Hölderlin. OerLl-Boot-ErfolgimMittelmeer-Gebiet lieber 1OOOOO Gewichtstonnen an Kriegsmaterial erreichten nicht mehr Nordafrika. — Spürbare Entlastung unserer Tuniskämpfer. Annahme von Anzeige« für die Mittgasnummer bis 8'Uhr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvt. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Nvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstasieH A bscklü sseM engenstanel B Platzvorschrift < vorherige Vereinbarung) 25°»mehr wagen. Er antwortet auf diesen Ruf des Schickillls nicht mit wehleidigem Klagen, sondern spürt, daß er im Grunde seines Wesens längst auf diesen Ruf gewartet hat. Hatte sein bisheriges Planen und Tun nicht alles Gewicht verlören? War chm, ein Leben, das seine Kraft nicht mehr voll in Anspruch nahm, nicht schal erschienen? Nun aber ist alles in ihm neu und jung geworden! Er sieht sich wieder Aufgaben gegenüber, deren Meisterung seinem Leben einen neuen Inhalt gibt. Für unser Volk ist heute die große Stunde der Bewährung gekommen, in der es die Dinge in einem neuen Licht erkennt. Fragen wir aber nach der Quelle dieses Lichtes, dann wird die Antwort lauten: Es ist der helle Glanz der Idee des Reiches! Oeffnen wir unsere Herzen und Sinne und unseren Willen diesem Glanz ohnegleichen, der von der Erkenntnis ausstrahlt: es geht um unser Reich! Jeder, der dies tut, weiß, dann um seine höchste und letzte Pflicht. Ihm wandelt sich das Gebot der Stunde in die freie Tat seines Willens — und im ewigen Licht der Idee J&es Reiches findet er die Vollendung des eigenen Wesens. K. Rh. Stockholm, im März 1943. Wenn die Neutralität das Leitmotiv der schwedischen Politik ist, so steht seit den Tagen des Winterkrieges 1939/40 dieNachbarfchaftzu F i n n - land an zweiter Stelle unter den Grundsätzen, welche Schwedens Haltung in diesem Krieg bestimmen. Finnland ist auch das einzige 'kriegführende Land, zu dessen Gunsten ober um dessentwillen Schweben Zugeständnisse verschiedener Art gemacht hat, welche es unter anderen Umständen mit Rücksicht auf seine Neutralität verweigert haben würde. Allerdings bedeutet das nicht, daß nicht auch die Nachbargefühle der Schweden an der Neutralität ihre Grenze finden. Sie sind, wie das meistens bei wirkungskräftigen politischen Motiven der Fall zu fein pflegt, eine Mischung aus Selbstsucht und Idealismus. Das Schicksal Finnlands, welches gegenwärtig im Mittelpunkt vieler Gespräche an schwedischen Kaminen, aber auch in den Beratungszimmern verantwortlicher Männer steht, hat schon zweimal vorher in unserem Jahrhundert die schwedische Politik beunruhigt und das Land vor die Frage gestellt, wie weit Schweden im finnischen Interesse gehen wolle oder dürfe. Das erste Mal liegt gerade 25 Jahre zurück. Damals hatte in Finnland der Freiheitskampf begonnen. Unter Manner- heirns Führung kämpften die weißen Truppen gegen die bolschewistischen Scharen, die sich im Süden des Landes festgesetzt hatten und ganz Finnland der in der Entstehung begriffenen Sowjetunion einverleiben wollten. Die Bereitschaft, zu helfen, war größer als heute. Die schwedischen Freiwilligen rn Finnland bildeten eine eigene Brigade von über 1000 Mann. Liest man heute vom politischen Kampf, der damals innerhalb Schwedens ausgefochten wurde, so scheint das Hin und Her während des Winter- krieges 1939/40 vielfach eine getreue Wiederholung dieser Ereignisse zu sein. In beiden Fällen hat Schweden Opfer gebracht, um seinem Nachbarland gegen die bolschewistische Gefahr zu helfen. Beide Male fehlte aber auch der Wille, den einmal ein- geschlagenen Weg zu Ende zu, gehen, weil die Gefahren für Schweden allzu groß erschienen. Beide Male war Schweden im Weltkrieg neutral. Der Unterschied war nur, daß 1918 der Krieg zu Ende ging, wahrend er 1939 kaum begonnen hatte. Der Schwung der Begeisterung war daher das zweite Mal größer und echter, aber größer auch die Abneigung dagegen, in den allgemeinen Konflikt hineingezogen zu werden. Beide Male zeigte sich, daß der Wille zur Neutralität stärker war als die Liebe zum Nachbarn. Heute sind nun neben Neutralität und Nachbarschaft noch zwei weitere Faktoren a^eten, welche gezeigt. Dies geschah in dem Augenblick, als die feindliche Offensive den Höhepunkt erreicht hatte, den jede Offensive einmal findet und der die Führung vor die dringende Aufgabe des Maßhaltens und unter Umständen der Umgruppierung der Kräfte stellt. In diesem Augenblick hat die bolsche- wistffche Führung offenbar versagt, denn sonst hätte sie die schwere Niederlage vermeiden müssen, die ihr bei dem Versuch, die deutsche Donezstellung von der nördlichen Flanke her aufzurollen, von den deutschen Truppen beigebracht wurde. Das Gesamtergebnis ist für uns nach den kritischen Momenten der vergangenen Wochen durchaus positiv und erfreulich: die Abwehrfront ist gefestigt, das Gesetz des Handelns ist in unserer Hand, operative Reserven sind bereit, um in Abwehr und auch in Angriff allen Befehlen der Führung zu entsprechen. Was der Feind künftig tun wird, bleibt abzuwarten. Es muß durchaus damit gerechnet werben, baß er einen neuen Versuch ^unternehmen wird, die verloren gegangene Initiative wieder an sich zu reißen. Aber was immer im Osten künftig geschehen wird, die deutschen Truppen werden unerbittlich die Zerschlagung der sowjetischen Kampfkraft fortsetzen, bis eines Tages das von uns erwartete Ziel erreicht ift Wichtige Eisenbahnbrücke über den Don zerstört. Berlin, 24.März. (DNB.) Aus dem Luftbild deutscher Aufklärer geht die Zerstörung der Eisen- bahnbrücke über den Don bei Bytschkow, die vor einiger Zeit von Kampffliegern mit Bomben belegt wurde, hervor. Diese wichtigste Brücke der aus dem Dongebiet nach Stalingrad । führenden Hauptbahnstrecke stand nach fieberhaften Bauarbeiten kurz vor der Vollendung. Der Angriff erfolgte an dem Tage, da die Schwergewichtslage der aufgeschobenen Eisenkonstruktion am empfindlichsten war. Die noch nicht vollkommen auf dem Oberbrückenbau aufgeschobens Eisenkonstruktion 193. Jahrgang Nr. 71 Erscheint täglich, außer Lonntags und freiertags Beilagen: Gießener framilienblättei Heimat irnBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich RM. 1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernsvrechanschluß 2251 • Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 frranlf.Dr. mus, ihnen vorschreibt. sonst noch irgendwelche Völker auf dieser Erde, zu Stalin aber hat nun durch die Ernennung Kor- schonen, sondern daß er nur das als Gesetz feines nellfchuks, des Mannes, her Sprachrohr war bei Handelns anerkennt, was geeignet ist — dem diesem seinem ersten Vorstoß gegen Europa, zum 25jährigen Wunschtroum entsprechend —, den Pvl- stellvertretenden Kommissar für auswärtige An- schewismus über die Welt zu tragen; immer weiter, gelegenheiten erneut feinen Verbündeten brutal zu zu tragen, bis er sie in die fernsten Winkel hinein verstehen gegeben, doß er gar nicht daran denkt, beherrscht und ihre Menschen zu seinem willenlosen sich an irgendwelche Erklärungen — selbst wenn er Werkzeug gemacht hat. Staaten mit allem einverstanden sind,Isie seinerseits gebilligt haben sollte — zu halten, was Stalin, der Exponent des völkerverschlingen- Er hat ihnen gezeigt, daß er gar nicht daran denkt, den, kultur- und menschenzerstörenden Bolschewis- irgendwelche „Verbündete", wie die Polen ober sonst noch irgendwelche Völker auf dieser Erde, zu Als der Gleitzug entdeckt wurde, herrschte spiegelglatte Ske. Selbst der Schaumstreisen, den bas ausgefahrene Sehrohr nach sich zieht, ist an solchen Tagen auf weite Entfernungen zu sehen. Jede Annäherung an das Geleit kann daher vom Gegner schon früh erkannt werben, und so mußten unsere Fühlung haltenden Boote außerordentlich vorsichtig operieren. Trotzdem gelangen schon in der zweiten Nacht die ersten Versenkungen. Nun versuchten die Reste des Geleitzuges, sich durch einen scharfen Zack nach Norden her Verfolgung zu entziehen. Sie holten nördlich der Azoren zu einem weiten, Zeit und Brennstoff fressenden Umweg aus. Die starke Sicherung versuchte unsere Boote abzubrücken. Sie ließen sich aber nicht ab schütteln. Am 4. Tage war es den wenigen Booten, die die Fühlung hielten, gelungen, die feindliche Abwehr zu Zermürben. Nun folgte bis dicht vor Gi - braltar ein Angriff auf den andern. Auf dem Wege zu den nordafrikanischen Landungsplätzen im Mittelmeer wurde der feindliche Nachschub erneut gefaßt. Hier stand er in Küstennahe unter stärkster Luftüberwachung, die mit Zerstörern und Korvetten zusommenarbeitete. An die in Tunesien kämpfenden deuffchen und italienischen Truppen denkend, setzten unsre Boote zu kühnen Angriffen bis in Landnähe an. Weitere Erfolge wur- ' den erzielt. Die Gesamtstrecke dieser Operationen belief sich nach siebentägiger Dauer auf 15 Schiffe mit 73 000 BRT. Heber 10000 OGewichts- tonnen wertvollsten Kriegsmaterials erreichten somit den afrikanischen Kriegsschauplatz nicht mehr. Mit ihrer Versenkung haben unsere Boote zur Entlastung der deutsch-italienischen Truppen beige- ' tragen, die gerade jetzt starken feindlichen Angriffen . > in Tunesien standzuhalten haben. Es war vor nicht langer Zeit, als die Welt unserer Feinde aufschreckte aus ihrem gedankenlosen Dahin-treiben-lassen und nur- das Nächstliegend e- oor-Augen-haben, weil ihr die Initiative dieses Krieges schon längst entglitten, ist und sein Zweck und Ziel nie klar war. Sie wurde unsanft geweckt durch •bie Stimme eines Bolschewisten, Korneitschuk mit Namen der im Moskauer Rundfunk und in der „Prawda" brutal deullich höhnte: „Nur hoffnungslose Toren glauben, daß Lemberg und die Bevölkerung der Westukraine auf die Polen warten, und daß die Ukrainer in den westlichen Distrikten zu Analphabetentum, Arbeitslosigkeit, Besitzlosigkeit und zu nationaler und sozialer Unterdrückung durch blutrünstige polnische Nationalisten verurteilt werden wollen." Die Folgen jenes „Prawda"-Artikels des Herrn Korneitschuk sind bekannt. Die polnische Em i - Igration, auch schon früher „wenig wünschenswert", ja „beklagenswert", aggressiv gegen hie Sowjetunion — wie sich Londoner Beobachter damals ausdrückten —, weil der Kreml-Diktator sich nicht zu einer bindenden Erklärung darüber herbellassen wollte, wie er sich die Zukunft des neu zu errichtenden polnischen Staates und seine Grenzziehung hachte; schwang leidenschaftlicher und wilder denn je die Fahne der Atlantik-Charta, die Roosevelt und Churchill in einem schwachen und gedankenlosen Moment der Welt und vor allem den kleinen Nationen in die Hand gedrückt hallen. Und noch vehementer als zuvor beriefen sie sich aur die Zusicherung der angelsächsischen Nationen, sich für alle „unterdrückten In neuem Licht. Der Urlauber, der nach langen Monaten des Fvonteinsatzes nach Hause kommt, entdeckt die Heimat neu. Es fft aber nicht mehr die alte Heimat, die er vorfindet. Sie erscheint ihm enger und traulicher, und obwohl nun sein Ferntraum Wirklichkeit geworden ist, tastet er doch prüfend ihre Konturen ab und sucht die zarten Beziehungen herzustellen zwischen feinem Traum von der Heimat und ihrem Urbild, in dem er atmend, fühlend und tätig steht. Seine Freude über den Wiederbesitz der Heimat und ihre bleibende Gestalt strahlt ihm aus den unscheinbarsten und alltäglichsten Dingen entgegen — sei es ein Blumentopf am Fenster, ein Bild an der Wand oder eine alte Gartentür, die immer noch etwas schief in den Angeln hängt und beim Oeffnen einen Ton vernehmen 'äßt, der aus zelllosen Gefilden zu stammen scheint ... Nicht die Heimat hat sich gewandelt, wohl aber der Heimkehrer. Der Krieg geht an keinem spurlos vorüber. Der große | Zerstörer ist zugleich der mächtige Gestalter neuer Werte und Menschen, die sie erfüllen. ' Aehnlich wie dem Urlauber ergeht es allen Menschen in der Heimat, denen' die Wirklichkeit des Krieges einmal mit, voller Deutlichkeit ins Bewußtsein trat Eine große Leiderfahrung, die Tuchfühlung mit dem Tod oder die Begegnung mll in ©efinnung und Haltung hervorragenden BnCa,IS„lra|1 wlel) U0EE MEIEa,tEE KC1E8 ~T;' T - - - 1 Jarbe der Sonne, daß man ms Feuer es wirft! vrühlsche Umverfttatsdruckerei R. Lange General-Anzeiger für Gberheffen 61 6ie6en.9$d)u!ftra6e 7-9 Nordischen Union und das andere bie Furcht vor den Sowjets. Während die schwedischen Beiträge zu der Diskussion über die politische Form Gesamteuropas* nach dem Krieg enffprechend der Neutralität des Landes ziemlich spärlich sind, gibt es um so mehr Stimmen, welche die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses der nordischen Staaten und Völker betonen. Es will sogar scheinen, als sei die Begeisterung für den Norden* gerade hier im Lande um so mehr gewachsen, je weniger Aussicht auf Verwirklichung dieser Gedanke während des Krieges bekam. Tatsächlich haben kaum je zuvor die fünf nordischen Länder — auch Island gehört dazu — so verschiedenartige Schicksale gehabt wie in diesem Kriege. Trotzdem gewinnt die „V e r e i n i g u n a Nor - d e n", die wichtigste Trägerin des nordischen Gedankens, ständig Mitglieder und Freunde in Schweden. Der natürliche Gegenpol des nordischen Geban- kens ist die Abneigung gegen die Sowjets, welche sich in vielen Fällen bis zur Furcht vor der Großmacht im Osten steigert. In früheren Jahrhunderten mar Schweden die Seele des Kampfes gegen die russische Expansion, und die Erinnerung an die ruhmvolle, aber auch opferreiche Zeit ist noch nicht verlorengegangen. Schweden hält sich heute noch für die führende Macht des europäischen Nordens und nächst Deutschland für die wichtigste Ostseemacht. Das Vordringen Rußlands an die Ostsee war von jeher ein Alpdruck der schwedischen Politik. Die Besetzung der baltischen Staaten durch Sowjsttrup- pen im Herbst 1940 wurde daher mit Besorgnis verfolgt, und heute betrachtet man diese Gefahr noch keineswegs als gebannt. Wichtiger aber noch als ein selbständiges oder wenigstens nichtrussisches Balli- fum ist den Schweden ein unabhängiges Finnland. Deshalb wurde der bolschewifllfche Angriff gegen Finnland im Dezember 1939 als unmittelbare Bedrohung der Sicherhell Schwedens betrachtet, und deshalb sieht Schweden auch heute noch im Kampf Finnlands ein Eintreten für die schwedische Sache. Die Widersprüche, welche sich aus diesen Voraussetzungen der schwedischen Politik ergeben, liegen auf der Hand. In Schweden beftreitet man sie nicht, hat aber auch noch keine Lösung gekirnt)en. Dv'-ch den Hinweis, daß auch die finnische Politik nicht ohne Widersprüche sei, kommt man im Grunde nicht viel weiter. Gewiß haben Schweden und Finnland gemeinsam den Wunsch, ihre Unabhängigkeit und ihre nordische Art zu erhalten. Während aber Finnland hierfür in den Krieg gezogen ist, glaubt Schweden das gleiche Ziel besser auf dem Wege der Neutralität erreichen zu können. Allerdings ift Schweden bis heute noch nicht vor die Frage „Ärieg ober Knechtschaft?" gestellt worden. Sollte es je dazu kommen, fo müßte die Antwort, geboren aus dem nordischen Geiste, anders ausfallen. Das ort des Vaters. Zum Tag -er Verpflichtung der Jugend. Berlin. 24. März. (DRV.) Die 23 er- pfi chlung der Jugend findet in den örtlichen Feiern am kommenden Sonntag, dem 26. März, statt. Mein lieber Dunge und Kamerad! Ihr begeht nun am 28. März den Tag der Verpflichtung, und wenn der Weg vom Osten zu Euch auch unüberbrückbar weit scheint, so sollst Du doch das Bewußtsein haben, daß Dein Vater bei Dir ist. Stehen wir nicht beide miteinander in Rech und Glied, und bist Du denn nicht auch mein Kamerad? Laß Dir zu diesem Tag, der Dich und ungezählte Hitlerjungen und BDM.- Mädel in die Front der Männer und Frauen stellt, vor allen Dingen die Gewißheit geben, daß das alte unglückliche Spiel von dem Kampf der jungen Generation gegen die alte vor unserer Gemeinsamkeit endgültig sinn- und gegenstandslos geworden ist. Ich sehe in Dir genau das, wozu Du in Deinen Dung- volkjahren herangewachsen bist: meinen nächsten und liebsten Kameraden in der einen einigen Front, die Deutschland heißt. Du hast nicht miterlebt, wie das Volk vor 20 und 25 Jahren von Marxisten, Juden und sogenannten Schulreformern in den Generationskonflikt gejagt wurde. Damals hieß er: „Kampf gegen Elternhaus und Schule!" Wenn die Drahtzieher: Elternhaus sagten, dann meinten sie Ordnung. -Sagten sie: Schule, dann zielten sie auf die Kultur, auf alles, was einem jungen Menschen die erste heiße Freude in seinem Dasein gibt, und was als Kullurhunger immer in ihm lebendig bleibt. Weißt Du noch, wie wir beide mit der Mutter zum erstenmal im Theater waren? „Ich glaube, ich hab' neue Augen bekommen", sagtest Du, als Du abends vor Theaterfieber nicht emsthlafen konntest.' Wenn Ihr nun am 28. März antretet und Euch die Eltern und die übrigen Kameraden rn die Mitte nehmen, wenn Ihr dann dastcht als fester Block, der eingefügt wird in das Werkstück Volk, dann denk an die Aufführung der „Minna von Barnhelm" damals, denn ich bin überzeugt, auch diesmal wirst Du „t^eue Augen" bekommen. Mein lieber Junge und Kamerad, Du weißt, daß ich Dir einmal sagte: Die Autorität ist keine lumpige Vogelscheuche. 5hm hältst Du selbst schon in Deinem Fähnlein ein Stück Verantwortung in Händen; so wie der Soldat bei der Vereidigung die Fahne in Händen zu spüren meint, auf die er dem Führer ein für allemal schwört. Du weißt also zu Deinem Teil chon zweierlei: Wie es ist, wenn man in Reih und Glied steht, Tuchfühlung mit den Kameraden hat— zweitens, wie es in einem aussieht, wenn man selbst vor der Front steht und seiner Mannschaft in die .Augen blickt. Wir beide waren immer gut Freund, Du und ich, denn ich habe von Anfang an darauf gehalten, daß Du Dich ernst genommen fühltest. In der Schule und im Fähnlein bist Du damit gut gefahren. Du hast gelernt, daß man sich selbst befehlen können muß, ehe man andere^ einen Befehl geben darf und daß der Befehl nicht Zwang bedeutet, sondern Einordnung, Tuchfühlung, Aktivierung einer Gemeinschaft und heute — Totaleinsatz. Glaub mir: wenn wir hier draußen selbst nur zu zweit auf Spähtrupp gehen — wir sind niemals allein. Immer fühlen wir: die anderen sind bei uns. Wir sind keine Einzelgänger, sondern Front. Ich bin sicher, Du wirst dieses Bewußtsein am Tag der Verpflichtung auch spüren. Es ist ein Be-^ fehl des Führers an Dich. Ich werde mit allen meinen Gedanken bei Dir und Deiner Verpflichtung sein, mein lieber Kamerad und Junge. Ich höre zwar die Fanfaren nicht, die Musik, die Euch fester zusammenrücken macht. Ich sitze auch nicht neben Deiner Mutter, wenn über den Reichsjugendführer die Worte des Führers als Appell und Befehl auch an Dich ergeben und wenn Du die Urkunde empfängst. Aber ich werde Dich und die Mutter m diesem Augenblick ganz deutlich sehen, ich sehe Euch in die Augen, wenn Dein Name — also auch meiner — aufgerufen wird. Der Schmuck freilich wird dieses Jahr zurück- stehen müssen, das Feiern wohl auch. Aber die Feier ist wichtiger als das Feiern. Was der Tag der Verpflichtung bedeutet, das weißt Du. Ihr habt ja seit Wochen, wie Du schreibst, neben Eurem HI.- Dienst und Eurem Dienst im Kriegseinsatz Eure weltanschaulichen Schulungsstunden/ Schulung, mein Junge, ist kein Wissensk^am und Ballast, sondern Rüstzeug, genau wie Hammer und Feile, die Du dann am 1. April in der Lehr- lingswerkstätte in die Hand bekommst. Schulung, das ist der Schlüssel zu der Musik, die Du'so gern treibst, zu den Büchern, die Du immer wieder vorwurde schwer getroffen und der gesamte herge- s-ellte Brückenbau von den Unterlagen herousge- schleudert. Damit wurde dieser wichtige Donüber- gang abermals für den feindlichen Nachschub aus- geschaltet. Der Wehrmachtbencht. MS. Aus dem Führerhauptquartier, 24. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt befand: Die Abwehrschlacht südlich des Ladogasees dauert mit unveränderter Härte an. Der von zahlreichen Schlachtfliegern und starkem Artilleriefeuer unterstützte Ansturm der Sowjets wurde in erbitterten Nahkämpfen blutig zurückgeschlagen. von der gesamten übrigen Ostfront wird nur örtliche Kampftätigkeil gemeldet, verschiedene zur Fronlverbesserung und zur Säuberung des neu gewonnenen Geländes geführte örtliche Angriffsunternehmen verliefen erfolgreich. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich gegen Nachschubkolonnen und den Eisenbahnverkehr des Feindes. In Süd - undMitteltunesien hielten auch gestern die harten Kämpfe an. Am Widerstande deutscher und italienischer Divisionen scheiterten mehrere Durchbruchsverfuche. Energisch geführte Gegenangriffe hatten Erfolg. 44 Panzer wurden abgeschossen, Gefangene und Beule eingebracht. Deutsche Kampfflugzeuge versenkten in der Nacht zum 23. März im Seegehiet von A l g i e r ein Handelsschiff von 8C00 BRT. und beschädigten im Hafen von Oran ein zweites großes Schiff durch Lufttorpedo. Bei Tages- und Nachteinflügen einzelner feind- Ncher Flugzeuge in das Reichsgebiet sowie über dem westfrgnzösischen Küstenraum wurden sieben feindliche Bomber abgeschossen. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen am gestrigen Tage kriegswichtige Ziele an der briti- schen Südküste an. llnlerseebootjäger vernichteten vor der norwegischen Küste ein feindliches Unterseeboot. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, fügten deutsche Unterseeboote dem feindlichen Nachschub für die A f r i k a f r o n t neue Perluste zu. Sie versenkten aus einem von Amerika nach Gibraltar bestimmten Geleitzug und aus Mittelmeergeleiten in den letzten Tagen 15 Sch i f f e mit 73 000 BRT. Zwei weitere Schiffe wurden torpediert. Der italienische Wehrmachtbericht. Rom, 24. März. (DNB.) Der italienische Wehr- machtbericht vom Mittwoch,gibt bekannt: In Tunesien gehen starke Kämpfe im mittleren und südlichen Abschnitt weiter. Im Verlauf eines von den Achsenstreitkräften begonnenen Ge- Fenangriffs wurden 40 feindliche Panzer zerstört und 170 Gefangene gemacht. Unsere Jäger schossen zwei Spitfires ab. Acht wettere feindliche Flugzeuge wurden von deutschen Jägern abgeschossen. Die Hafen von Sone und Philippeville wurden von unseren Flugzeugen bombardiert. Ein feindlicher Jäger wurde.zerstört. Ein Verband von 30 aimeri- kanischen Bombern warf zahlreiche Spreng- und Brandbomben 'auf Messina ab. Bisher wurden zehn Tote und 32 Verletzte unter der Zivilbevölkerung festgestellt. Schwere Schäden -an öffentlichen Gebäuden und Privathäusern.- Bei Maschinengewehrangriffen auf Elsenbahnzüge und Orte Siziliens wurde zwei Tote und drei Verletzte unter der Zioik- bevölkerung verursacht. Ein feindliches Flugzeug stürzte in Manca bei Gela-Caltanissetja ab. Meuterei farbiger Soldaten in Südafrika. Lissabon, 24. März. (Europapreß.) Eine Meuterei „mchteuroväischer" Truppen in Lainsburg (Kap-Provinz) führte zu erregten Anfragen im Abgeordnetenhaus der Südafrikanischen Union. Als ein Militärzug in den Bahnhof von Lainsburg, 250 Kilometer westlich von Kapstadt, einfuhr, begannen die darin befindlichen „mchteuropäischen" Soldaten ,pi randalieren. Sie stürzten aus dem Zuge, bewarfen die Wachen mit Steinen und marschierten demonstrierend in die Stadt. Abteilungen der freiwilligen Natioiralreserve versuchten vergeblich sich ihnen entgegenzustellen. Man sah sich gezwungen, weiße Truppen zu alarmieren. Schreckschüsse über die Köpfe der Meuterer blieben wirkungslos. Mit einer fchdrfen Salve, die drei Opfer forderte, gelang es schließlich, die Demonstranten wieder in ben Zug zu treiben, der mit einigen Stunden Verspätung Lainsburg verließ. Premierminister Smuts hat eine öffentliche Untersuchung zugesagt. Oie Wahlen in Dänemark. Kopenhagen, 24. März. (DRB.) 'Die Be- teiligung an den Folketingwahlen lag zwischen 85 und 95 v. H. gegenüber einem Durchschnitt von 79,2 v. H. bei den Wahlen von 1939.- Insgesamt wurden 2 009 594 Stimmen abgegeben gegen 1699 889 im Aprll 1939. Die fünf in der Regierung vertreteten Parteien, nämlich Sozialdemokraten, Bauernlinke, Konservative, Demokraten und Bodenreformer, erhielten 1898 369 Stimmen. Im Jahre 1939 entfielen auf sie 1536216 Stimmen Von den 148 Mandaten Erhalten die fünf Parteien 140; sie hatten im vorigen Reichstag 136 Sitze. Die Mandate verteilen sich wie folgt: Sozialdemokraten 66' (4- 2), Bauernlinkc 28 (—1), Konservative 31 (+5), Demokraten 13 (—1), Bodenreformer 2 (—1). Von den außerhalb des Regierungsblocks stehenden Parteien erhalten: Bauernpartei (Opposition zur Bauernl'mken) 2 (—2), Nationalsozialisten 3 (unverändert), Dänische Sammlung 3 (+ 3). Dazu kommt wie bisher ein Foroer-Mandat. Die dänischen Reichstagswahlen haben der dänischen Regierung und ihrer auf eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland gerichteten Politik ein eindeutiges Verttauen ausgesprochen. Die Regierungsparteien haben einen erheblichen Zuwachs an Stimmen zu verzeichnen gehabt. Das dänische Volk hat damit unterstrichen, daß es nicht gewillt ist, gefährlichen Experimenten nachzulaufen, sondern daß es erkannt hat, daß es sein Heil nur in der engen Anlehnung an Deutschland und an den Gedanken der europäischen Neuordnung finden kann. Jnsbe- 1 sondere hat es die englischen Manöver, die zu einer Nichtbeteiligung an den Wahlen cmffvrderten, desavouiert. Die Wahlbeteiligung war größer denn je. Das bedeutet, daß die Sirenenklänge aus London keinen Widerhall im dänischen Volke gefunden haben. Die nüchterne Auffassung, die sich in Dänemark herausgebildet hat, ist, wie das Ergebnis der Wahlen beweist, nicht mehr zu erschüttern. Dänemark ist sich dessen bewußt geworden, daß es nur im Zusammengehen Mt Deutschland für die neue europäische Ordnung existieren kann. persönlicher Vertreter Roosevelts für den Mittleren Osten. Rom, 24.März. (Europapreß.) Als Beweis für das ständige Vordringen der USA. im Mittleren ; Osten auf Kosten der dort lebenden arabischen Bevölkerung, aber auch der Engländer, betrachtet der römische Rundfunk die Bestellung eines persönlichen Vertreters des USA.Präsidenten Roosevelt f ü r Aegypten, die Le o a n t e l ä n d e r, Iran und Irak. Es handelt sich um den bisherigen ' nord amerikan ischen Gesandten in Neuseeland, Ge° j neral Hulley. Er wird in Kairo einen ähnlichen Posten einnehmen wie der Australier Casey, der Churchill unmittelbar verantwortlich ist. Die Bomber-Werte in Willow Vun »ein gewaltiger Fehlschlag". Lissabon, 24. März. (Europapreß.) Die Auto- mobilarbeiter-Gewerkschaft von Detroit, in der fast alle Arbeiter der Ford-Bomberwerke in Willow Run organisiert sind, ließ soeben mitteilen, daß der Produktionsplan der Regierung für Willow Run unter den obwaltenden Bedingungen eine „p ha n t a st i s ch e Unmöglichkeit" sei. Die Gewerkschaft stellt in einem Bericht an den untersuchenden Senatsausschuß Willow Run als ge- walttgen .Fehlschlag hin, der von unverantwortlicher Planlosigkeit zeuge. Geschichte einer Hand. - Von Harro Thyriot. Das Kind war eben geboren, erst wenige Stunden alt, und seine Eltern, in ihrem Glück, konnten sich nicht satt an ihm sehen; immer wieder mußten sie, voller Rührung und Bewunderung, die winzige Hand des Säuglings mit den noch winzigeren Nägelchen betrachten: ein vollkommenes Gebilde, rosig und rund, gepolstert und mit Grübchen, ein kleines Wunder ' c Schöpfung. Nach wenigen Tagen entdeckte der Vater, wenn er dem Kleinen seinen großen Zeigefinger hinhielt, wie fest die winzige Hand schon zu Greifen una zu hallen vermochte; dies schien dem Vater ein ftär- ferer Beweis von früher Kraft und Lebenswillen zu sein als Schreien und Trinken und Schlafen, womit das Kind seine ersten dämmernden Wochen hinbrachte. Eines Tages packen die winzigen Hände das Milchfläschchen und lassen es nicht eher fahren, als bis der letzte Tropfen herausgesogen ist. Und wieder eines Tages, etwas später, sitzt die Mutter mit dem Kinde auf dem Schoß am Fenster und spielt mit ihm feine ersten Spiele; sie nimmt die Hand des Kleinen, die immer noch winziq ist, und tippt mit ihrem Finger in die rosigen Grübchen; da haben die Piephühner hineingepickt, sagt sie. Und dann sagt sie die alten Reime aus, die in allen Kinderstuben gelehrt werden: backe, backe Kuchen ... da haft du 'nen Taler ... das ist das Däumchen, der scküttelt die Pfläumchen. Die Mutter sieht mit Lächeln, daß das Däumchen ganz schrumpelig ist wie die Hände einer Waschfrau. Das kommt daher, daß ihr Kind nur einschläft, wenn es den Daumen in den Mund stecken und daran saugen kann. * Ein paar Jahre sind schnell vergangen. Die Hand hat nicht nur greifen und halten, sondern auch unterscheiden und sinnvoll sich bewegen gelernt. Das Schönste, was man greifen und halten kann, glatt und rund, kühl und bunt, sind der Ball und der Apfel. Eine Kreidespur an den kleinen Fingern verkündet einen gewaltigen Fortschritt: das Kind hat feine ersten Buchstaben auf die Tafel gemalt; es hat die Weltkunst oes Schreibens begriffen. Nun dauert es nicht mehr sehr lange, bis es Tintenspuren statt! der Kreidespuren an den Fingern hat. Die Grübchen find ein wenig flacher geworden, aber noch gut zu sehen. Und ein paar Mal ist die kleine Hand auch schon dem feindlichen Leben be- gegneh dem Ofen, der Schere, der Tür, die ein Fingerchen schmerzhaft klemmt. * Eines Tages, wieviel Zeit präg inzwischen gegangen sein, ist das erste Blut geflossen. Das war das Messer. Cs ist schon so lange her, der Manu kann sich nicht mehr besinnen, ob er seinen ersten Apfel ganz allein schälen wollte oder seinen Stock einkerben, um eine Peitsche daraus zu machen. Die Kinderhand wird unversehens zur Bubenhand, schon ein wenig bralln, ein wenig verschrammt und niemals ganz sauber; sie greift in die Hosentasche, die unerschöpflich scheint, und fördert wunderbare Dinge ans Licht des Tages: ein Stück Kordel, ein Messer, zwei aneinanderklebende Brief-- märten, ein Endchen Bleistift, eine Muschel, zwei Murmeln oder Klicker, wie man b^i uns sagt, und eine ganz verschrumpelte Kastanie vom vorigen Herbst. Nun ist der Hosensack leer. Ein Taschentuch war leider nicht darin. Es kommt auch die Zeit, wo die Finger, noch ziemlich ungeschickt, die erste Zigarette halten; sie schmeckt aber gar nicht so gut, wie der Junge-sich das gedacht hatte. Es kommt die Zeit, wo die Hand schwierige Rechnungen niederschreibt, zu denen man eine Logarithmentafel benötigt, schön gegliederte Aufsätze über „Hermann und Dorothea" und später über den „Wallenstein" ... aber auch minder schön gegliederte, wiewohl ziemlich hitzige, kleine und eilige Briefe, die bann heimlich in einen Briefkasten geschoben werden. Au* * einem Zettel steht vielleicht: heute um halb seck-s. Und ein Name. Sonst nichts. Aber die Finger, die das geschrieben haben, weisen keine SckMUtzspuren mehr auf, nicht einmal Tintenflecken, sogar statt dessen mit vieler Sorgfalt gereinigte Nägel. An einem'solchen Abend darf die Hand zum ersten M"le, leise zitternd, die zärtliche Rundung einer Mädchenschulter streicheln ... Als sie heimgehen, Hand in Hand, steigt die goldene Kugel des Mondes hinter dem Fliedergebüsch empor. * * Der Mensch wird älter. Die Hand hat ihre endgültige Form gefunden: so wird sie bleiben. Eines Tages ist es soweit. Die Hand tut von nun an manches, was ihr ganz neu und ungewohnt ist und nie oder kaum je zuvor getan. Drei Finger der Rechten heben sich zum Schwur, indes die Stimme im Chor der Kameraden Die Worte des Fahneneides spricht. Die Finger verbrennen sich bald danach am Feldbecher mit dem glühend heißen Kaffee. Sie fahren in einen Kommißstiefel und reiben ihn blank. Sie mühen sich sehr, eine Nadel einzufädeln und einen Knopf an die Hose zu nähen. Sie schließen sich „saugend", wie es die Vorschrift verlangt, um den Kolbenhals und ziehen das Gewehrton die Schulter. Sie werden noch ein wenig breiter und erdbraun, bekommen Schwielen und Schrammen: sie stoßen den kurzen Spaten in den Kalkboden der Champagne, sie packen ein Stollenbrett, sie ziehen eine Handgranate ab und drücken ein Verbandpäckchen auf eine klaffende Wunde ... Die steifqefrorenen Finger führen den Bleistiftstummel mühsam übers rauhe Kriegspapier; ein Feldpostbrief beim kümmerlichen Schein des Hindenburglichtes im Unterstand. Später hat die Hand ihre alte Form wieder gefunden. Die Schwielen und Schrammen sind verschwunden. Dafür blitzt' nun am vierten Finger ein schmaler, glatter, goldener Ring. Die Hand liegt ruhig au; dem Schreibtisch; sie setzt einen Namenszug aufs Papier: festes, glattes, weißes Papier — keine Feldpostbriefe mehr und auch keine geheimen, verliebten Zettelchen. Die Hand unter- schreibt Akten, Gutachten, Urteile; sie unterschreibt manchmal eine Steüererklärung und > auch das Zeugnis eines kleinen Buben in der untersten Klasse. Die Handschrift, ausgeschrieben, ohne Schnörkel und Zierrat, ist die Schrift eines Mannes, dem nicht viel Zeit bleibt, über Dinge nachzudenken, welche nicht zu seinem Beruf und Amt gehören. Aber bin und wieder einmal, wenn er so in den Akten blättert, in den Berichten von menschlichen Verfehlungen, Verirrungen und Schicksalen, dann holst, zu allem, was Deutschland bedeutet, wofür wir hier uyd Ihr dort unseren Mann stehen. Jetzt, mein Junge und Kamerad, geht ein Tor vor Dir auf. Jetzt spürst Du den Nebenmann. Vergiß aber nicht, daß Du ihm auch Nebenmann sein sollst. In der HI. wie am Arbeitsplatz. Und wenn Du einmal auf Dich allein gestellt bist ober wenn Du mit etwas Schwerem fertig werden muht, bann pack getrost Deinen Hammer fester. Der ist auch Dein Kamerad. Genau wie mein Kamerad das Gewehr ist. , Du bist ein Mensch mit Rückgrat und gesunden Fäusten. Halt' Dich weiter gerade und anständig. Du verstehst, daß ich nicht nur das „Brust heraus!" damit meine. Die Stunde der Verpflichtung fordert nicht bloß die vorschriftsmäßige Haltung, nicht bloß offene Augen, sondern Welt-- anschauung. Sei kein Streber, sondern tu aus innerer Freiwilligkeit mehr als der Buchstabe je von Dir fordern kann, denn der Nationalsozialismus begnügt sich nie und nirgends mit unserem Pflichtteil an Leistung. Du schreibst mir im letzten Brief, daß Ihr den „Prinzen von Homburg" gesehen habt und daß Euch darin die Gehorsamsfrage nicht lüsläßt. Halte Dich am Tage der Verpflichtung — und danach erst recht — an den Satz des Großen Kurfürsten, der vom Befehl spricht, jo wie mir alle ihn verstehen: „Die Order, Kottwitz? Hast Du sie denn von Herzen nicht empfangen?" Zu diesem Befehlsempfang , ruft Dich und Deine Kameraden und Kameradinnen die Verpflichtung. Diese Verpflichtung, diese Order ist aber ein totaler Anspruch an Dich, an Euch wie an alle. Vom 28. März an bist du mein Nebenmann, Junge! Denk daran, kein Mensch auf der Welt hat je einer Jugend so viel Glauben gegeben wie Euch der Führer. Einmal den Glauben an Euch selbst, zweitens seinen Glauben an Euch, drittens aber den Glauben im eigenen Ich. Der führt Euch über die Schwelle der Verpflichtung in ein Leben, das Deutschland heißt. Guten Weg, Kamerad, mein Junge. Dein Vater H.J. Aus dem Reich. 52 32 Prozent mehr bei der 6. Veichsstraßensammlung. -iinpy 3M flV mt "“lrih auf A® Htin 3* ’Ä »oröt" -feind' Es V erwarten, ^bedingten ’terei.*”1 M P «-E rt 18.3.1943. imyrabfN ’ zin unter fr f* ’S r leinen SM1 iiiW®V'r Ui btt britifi u MM di Em m 31 ‘hafloroien im Dl -um D W' - W i.V an i ftr brafdiani Wik eingi IMneral ( Kunst 3n Usan km (tu lM-Tru |*tfri!aner ii Ts entitanb ci M.-Mil und 24 Menge : ’Mmtine sind js-Merilanisch ifchojsen w die norMiiu tiw 500 Kilon S-tlmM un ÜMssnung bei p inchlichen. X tob tet ist-’ n- ‘’Hefcunj. ÄJ* keine l L'M°n to-icht W Mit Jie ho, M »i-t schaut der Mann am Schreibtisch s-M Hand an und wundert sich ein bißchen: das ist meine Hand, denkt er, so oreit und kräftig, aar nickt wie die eines Menschen, der nur die Feder süyrt, der es mit Schriftsätzen und Gesetzbüchern und Urteilsvollstreckungen zu tun hat. Diese Hand, die eben, über ein Menschenleben entscheidend, die Unterschrift aufs Papier setzt, hcrt etwas Zupackendes^ Handwerker- liches: das kommt von den Vorfahren her. Bauern und Gäriger, Jäger und Bierbrauer; auch ein Soldat war dabei, unter friderizianischen Fahnen in Schlesien gefallen ... Ein wenig von alledem merkt man der Hand noch an. Die Jahre vergehen. Eines Tages schiebt sich eine kleine, weiche, rosige Kinderhand vertrauensvoll in . die große Männerhand. Die große Hand, dessen ungewohnt, müht sich sehr, auf ein Blatt Papier zu zaubern, was das Enkelkind begehrt. Es begehrt Hühner und Hund, ein Pferd und eine Eisenbahn. Die große Hand hat es nicht leickt, aber sie ist geduldig; man merkt chr, indem sie sich müht, die Liebe und Güte an. Sie führt die kleine, die fast darin verschwindet, zu den ersten krakligen Buchstaben und Zahlen über das weiße Blatt. Sie führt die kleine behutsam, wenn die beiden, großer Mann und winziges Enkelchen, einträchtig und langsam durch den Garten und über die Straße gehen. Die große Hand ist ein Schutz und eine Zuflucht, immer offen, immer bereit. Sie bewahrt das Kind vor der Pfütze, vor spitzen Steinen und schreckenerregenden, bellenden Hunden. Sie weist dem Kinde den ersten Zitronenfalter, das blühende Mandelbäumchen, ein Vogelnest im Holundergebüsch und die Schnecke mit ihrem Haus und ihren Hörnchen. * Die Spur des Messerschnittes von damals ist kaum noch zu erkennen. Zu dem sckMalen, goldenen Ring am vierten Finger ist seit ein paar Jahren ein zweiter gekommen, als die drei Hände voll Erde auf den Sarg der Frau geworfen waren. Die Hand ist welk geworden, die Adern treten dick und bläulich hervor. Das war beim Großvater auch so, denkt der Mann und muß lächeln. Alles ist vergangen, ohne Spur, die ersten Milchtröpfchen, Kreidestaub und Tintenflecken, das Blut. und die Erde, nur die kleine Narbe ift geblieben. Es ist schon lange her. her Techr ; ^Technische ! pG Würde ! NltriaflHretti Wnistnium kr Ersorsc M michspost s Wsfürijtof w tau Gebiet 'Mgent Dr. Wnifterium » Verdienst 'Ech sowie ! Wiu des 3n' Sine Atm - Dresden«; | WÜilderbuä U Scheu ^Münder . l>r zur Au .?Wn hat > ^uchermar Mr mit ein der Kin Eliten : di ■jj? ein ei Berlin. 24.März. Die am 6. und 7.März von SA., ff, NSKK. und NSFK. durchgeführle Reichs- strahensammlung hatte nach den vorläufigen §est- fiellungen ein Ergebnis von 43 205 494,99 RIN. Die gleiche Sammlung des Vorjahres erbrachte 28 364 767,25 RM. Es ist somit eine Zunahme von 14 840 727,74 RM., das sind 52.32 v. h.. zu verzeichnen. (Sitte artilleristische Großtat aus dem Weltkrieg. Der Zeitspiegel des Rundfunks brachte kürzlich ■einen Beitrag von Professor Dr. E. Müller, dem Chefkonstrukteur der Kruppwerke, über das Parisgeschütz, das vor 25 Jahren bei Beginn der Großen Schlacht in Frankreich die Festung Paris aus einer Entfernung von 120 km beschoß. Der Schöpfer dieses neuen Ferngeschützes war der damalige Direktor der Kruppwerke Prof. Dr. R a us enberge r. Heute, nach 25 Jahren, gilt jene Pariskanone noch immer als das Geschütz mit der bisher größten Schußweite. „Nachdem aber der ebenso sagenhafte 42-cm-Mörser, der 1914 durch seinen Einsatz bei Lüttich die Welt aufhorchen l>eß, die Rolle des größten Kalibers an das Ries enge schütz von Sewastopol hat abtreten müssen, wäre es wohl denkbar, daß zu gegebener Zeit auch das Parisgeschütz von 1918 durch ein noch größeres Wunder übertroffen würde", so schloß Professor Müller seine Ausführungen. Auch neue Erzeugnisse unterpreisstopp Der Reichskommissar für die PreisbWung weist auf folgendes hin: Das Preiserhöhungsverbot der Preisstoppoerordnung gift nicht nur für den Preisstand am Stichtage selbst, sondern laufend für jeden auch später berechneten Preis.. Für die sogenannten neuen Erzeugnisse bedeutet das z. B., daß der für das neue Erzeugnis erstmals berechnete Preis jedenfalls nicht überschritten werden darf. Auch bei Kostensteigerungen für die weiteren Lieferungen dieses Erzeugnisses darf eine Ueberschrettung des erstmals dafür ermittelten Preises nicht erfolgen. Die Erhöhung eines jeden feit 1936 berechneten Preises ist demnach verboten und rur Bau aka- wrrd. Der Generalbevollmächtigte für den Arbettseinsatz Trier. (Nachdruck verboten.) 33. Fortsetzung. n^ch einigen Sekunden mimen die Angen. Ähr elfter unwiderstehlichen eng- und rschossen worden. Die nordckinesische Regierung plant den den n. da? let< N ielt, in- von bt: Im Mittelpunkt der Bildberichte sieht die Schlacht von Chark o w. Panzer, Geschütze und Transportfahrzeuge rollen in endlosen Kolonnen vor. Flakbatterien brechen in direktem Beschuß die Zugänge der Stadt auf. Von Norden und Osten dringen unsere Truppen in Charkow ein. Die Kriegs- einen Fachmann um Rat zu fragen. Vernünftige Einteilung der Benutzungsdauer und achtsames Umoehen mit unserem Gerät also kann ungeheuer viel helfen- den Empfänger spiel-bereit w O-'e Zuweisung hauSw rlschastlicher Lehrlinge. den dah alle i erst: der - Jen: )er- Qn0 neu; !-P» weift it der Breis» für reiset das nalr tten ir die f eine Drei- ufeit n unf ch eine voll in len un* begehn 'nbahn> nb au Hand, de die der es :IsoB i, itber ft aufs oerker' Kauern n So l- nen in i meld verfehlten. Renate erhob sich rasch und nahm die Lampe auf. „Ich furchte, Sie werden noch einmal umlernen müssen, Herr Doktor", gab sie mit leichtem Spott zurück, der nur ihre Unsicherheit verbergen sollte. Er nickte befriedigt. „Also^gehen wit weiter .. ." Sie standen am Füllort der Sohle sieben, etwa achthundert Meter unter der Erde. Eine dicke, feuchtwarme Luft schlug ihnen hier entgegen und legte sich schwer drückend auf die Lunge. Wenn man die Augen schloß, konnte man sich in ein Treibhaus versetzt glauben. Wohlatig empfand Renate den leichten, kühlen Luttzug, der von der Wetteranlage im Schacht herkam. Die Männer, die hier unten mit dem Rangieren der Kohlenkipper beschäftigt waren, arbeiteten-mit nackten Oberkörpern. Sie waren schwarz wie der Teufel. Rur das Weiße in ihren Augen leuchtete auf. Run standen sie in der Förderstrecke, die hinem- sührte in das dunkle Gewirr von Teilstrecken und Querschlägen, die sich mehrere Kilometer weit, wie die Straßen einer unterirdischen Stadt hinzogen.. Aber die Straßen dieser Stadt der Unterwelt hatten wenig Aehnlichkeit mit denen dort oben. Undurch- drinaliches Dunkel lag über ihnen.« Es war, als schritte man auf ihnen irgendwohin ins Nichts. Die beiden Grubenlampen warfen nur einen schwachen Schein auf den holprigen Weg, der von Stein- und Kohlenbrocken, von Geröll aller Art übersät war. An manchen Stellen kam das Hangende so tief herunter, daß man nur gebückt gehen konnte. Nur geübte Augen und Ohren fanden hier ohne Mühe ihren Weg. . , f . Renate wpr von einer atemlosen Spannung erfüllt. Sie sprach kein Wort, sie hielt sich nur dicht neben Werner und mußte alle Sinne zusammenhal- ten, um nicht über die am Loden liegenden Schwellen'und Schienen der Grubenbahn zu stolpern. Eng an die feucktalänzend- Wand g-d'-ängt muhten sie bte unter schrillen Warnungspfiffen heranschnaufende Grubenlokomotive passieren ließen, die ras- rzliih ter, das Bf Fe« I km * Pros, gilt j mit r der durch ließ, iesen- märt ) dar herer »fessor hier 500 Kilometer langen Wasserstraße zwischen Keibern Fluß und Kaiserkanal, um eine ausreichende Bewässerung der Reisfelder im Gebiet von Tientsin 51 ermöglichen. * Der brasilianische Brigade general Gomez ist in Aordafrika eingettosfen zu Besprechungen mit dem ISA.-General Eifenhoroer. ■ Kunst und Wissenschaft. Ehrensenatoren der Technischen Hochschule Darmstadt. von ichs- W Dir achte von Oft- . Vuk ie führt . gjlfluu Das spielbereite Rundfunkgerät Wie erhalte ich mir meinen Empfänger? en.®1 öOTher .nende"' )tn, 2 ecke inn, i hat V kuch lbst, !' ibe- Über das । nein 1 3. Die Technische Hochschule Datmstad-t Hot die k mische Würde eines Ehrensenators verliehen an Ütmisterialdirektor Dr. Erich Körner im Reichs- pistministeriurn in Anerkennung seiner Verdienste M der Erforschung der hoheitlichen Rechtsnatur tr Reichspost sowie um das Zustandekommen des fnftituts für Postwesen und der Nachwuchserziehung cif dem Gebiete des Postwefens, und an Ministe- talbirigent Dr. E. Neugebauer im Reichs- pftministerium in Anerkennung seiner wissenichaft- Ichen Verdienste um das Fernmelde- und Rund- fnkrecht sowie seiner fördernden Mitarbeit bei dem Ausbau des Instituts für Postwesen. Eine Altmeisterin des Kinderbilderbuches. In Dresden-Klotzscbe begebt die Altmeister ist des Underbilderbuck)es Frau Gertrud Caspari in viller Schaffensfreude ihren 70. Geburtstag. Um de Jahrhundertwende kam, nachdem eine Krank- Hit sie zur Aufgabe des Zeichentehrerinnenberufes g: zwangen hatte, ihr erstem Kinderbilderbuch auf dn Büchermarkt. Frau Cofbari hat rund fünfzig Bücher mit einer Auflagenhöhe von 3 bis 4 Mil- lisnen der Kinderwelt geschenkt. Dabei ist sie mu iiren Arbeiten nie stehengeblieben. Zur Zeu^arbeitet sie an zwei neuen Büchern — ein schöner Erweis für die Tatsache, daß sie sich trotz ihrer 7i) Jahre ein ewig junges Herz bewahrt hat. is USA-Militär von der Schußwaffe Gebrauch kochte und 24 Muselmanen niederschoß. Die wü- !nde Menge tötete sieben USA-Soldaten. In bnftantine sind 16 Eingeborene von einem bch-omerikanischen Militärgericht verurteilt flüchten Hausen von Bolschewisten. Unaufhaltsam bringt der deutsche Soldat immer tiefer in die Stadt ein. Wir sehen in die Gesichter der Eroberer von Charkow: ---Männer, Panzergrenadiere und Flakkanoniere: in ihren Augen leuchtet das Wissen um den. Sieg klarer denn je. Mit den Geschwadern unserer Luftwaffe geht es, den Verbänden des Heeres weit voraus, gegen sowjetische Kolonnen und Transportzüge ostwärts von Charkow. Neben einem interessanten Bericht vpn der Sickerung der Südostküste Europas bringt die Wochenschau Bilder vom erfolgreichen Kamps unserer U-Boote imNordatlantik. Mit einem U-Boot, has zu einem auf ein britisches Geleit an- gesetzten Rudel gehör), tauchen wir zum Angriff. In den Gesichtern der U-Boot-Besatzung spiegelt sich die'Anstrengung dieses Einsatzes. Der Kommandant am Sehrohr verfolgt die feindlichen Schiffe. Torpedos los! Zerstörer jagen heran. Alles verfolgt gespannt die Schraub engeräusche. Wasserbomben berftm. Das Boot wird hin- und hergeworfen. Erst langsam wird es wieder ruhiger. Nach dem Auf- tauchen sehen wir einen der torpedierten Dampfer vor uns. Halb schwimmt er noch auf seiner Ladung, dann schießt er senkrecht ins Meer. Der Feind hat wieder kostbaren Frachtraum und wertvolles Material verloren. ; J.P.S. Verdunkelungszeit: z 25. März von 19.42 bis 5.43 Uhr. ich eien ist < ■Jfi sclnd und polternd einen endlosen Zug kleiner Kipp loren hinter sich her zog. Dann war alles wieder still wie in einer Kirche. i Was ist der Mensch, mußte sie angesichts dieser ungewohnten Umwelt denken. Wenn sich die über ihr bis zur Erdoberfläche hinaufreichenden Erd- und Gesteinsmassen nur um wenige Meter senkten, war alles' Leben hier unten in einer Sekunde ausge- löscht. Und doch zog es den Menschen immer wieder hinab in bas ungewisse Schicksal, das ihn hier erwartete. War es nur-der Lohn, um defsentwillen er jeden Tag aufs neue einfuhr ober stand doch etwas "anderes dahinter, eine geheime, unbegrer^ bare Macht, von der eine dunkle Ahnung in ihr aufkam, wenn Werner davon sprach, wie er an feinem Beruf hing und an den Menschen hier unten, aus deren Mitte er. kgm. Der Bergmann hing an der Grube, wie der Seemann das Meer liebte. Sie wußten* beide um die Gefahren, denen sie täglich und stündlich ausgesetzt waren. Und dennoch fuhren sie hinein in die Schächte und segelten hinaus in die Weite der Weltmeere ... Weiter ging der Weg, und bann blitzten weit hinten eine Reihe winziger Lichter au*, Funken, die wie Glühwürmchen durcheinander zu streu schienen. Man näherte sich dem eigentlichen Abdaurevier. „Sehen Sie diese Lichtpünktchen da vorn?" fragte er und wies mit seiner Lampe geradeaus. „Das find die Grubenlichter der Hauer, die dort vor der Kohle liegen. Wir werden gleich an Ort und Stelle fein." Renate sah unverwandt in die Richtung, die er ihr gewiesen hatte. Nur wenige Minuten noch, und sie sollte mit eigenen Augen sehen, wie die aeroalt», tätige Hand des Menschen der Erde das kostbare schwarze Gestein entriß. Plötzlich erzitterte alles unter einem gewaltigen dumpfen Schlag, der wie ferner Donner heran- rollte, begleitet von einer heftigen, stoßenden Luft- beroegung, die Renate zu Boden gerissen hätte, wäre Werner nicht sofort zur Hand gewesen, um sie aufzufangen. Sie konnte in ihrer Unerfahrenheit hat im Einvernehmen mit der Reichsfrauen'uhrung derichter haben die spannende Atmosphäre dieses er- ! bezüglich der Zustimmung zur Begründung und Lö-' ditterten Kampfes emge.asgen. Im Hintergründe .-«1111 i'-nrrrnTi»—j ***.ux.m Oktober 1899 im alten GießenerJnfanterie- Regiment Nr. 116 Leutnant und gehörte dem Offizierkorps unseres alten Regiments bis zum Jahre 1912 an. Als Bataillonskommandeur im Jnf.- Regt. Nr. 184 wurde er in der „Großen Schlacht in Frankreich" im Marz 1918 in dem sog. „Unternehmen Michael" mit dem Orden Pour le märite ausgezeichnet. Nach dem Weltkriege wurde er zur Kriegsgeschichtlichen Abteilung des Großen General- stabes kommandiert und als Archivrat ins Reichs- arch'.v übernommen. Hier hat er sich als Herausgeber der bekannten Buchreihe „Schlachten des Weltkrieges" und der „Erinnerungsblätter deutscher Regimenter" um die Geschichtsschreibung des ersten Weltkrieges besondere Verdienste erworben. So zu den markantesten Persönlichkeiten des deutschen Wehrschrifttums, gehörend, wurde er 1931 Haupt- schriftleiter der „Deutschen Wehr". In seinem aufsehenerregenden, im Jahre 1925 erschienenen Buch „Der Mensch und die Schlacht der Zukuntt" suchte Soldan seine persönlichen Erfahrungen für einen zukünftigen Krieg auszuwnten. In dem jetzigen Dölkerringen war der erprobte Frontsoldat wiederholt als „Höherer Kriegsberichter" im Westen, im Osten und auf dem Balkan eingesetzt. Als Archivrat und Abteilungsvorst and im Reichsarchiv hat er die im Jahre 1924 im Rahmen der „Erinnerungsblätter Deutscher Regimenter" erschienene Kriegsgeschichte des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116 mit einem Geleit- und einem Nachwort bereichert und damit erneut seine enge Verbundenheit mit dem alten Regiment 116 bekundet. In den Kreisen der alt"n 116er erinnert man sich gerne des verdienten Offiziers, dem auch aus feinem Garnisonsort der Leutnantszeit herzliche Sympathie entgegengebracht LeurilligungspfNchtlg, es fei denn, daß befer Preis spater in zulässiger Weise erhöht wor- d n ist oder erhöht wird, z. B. Preise, die auf Cntnb einer Ausnahmebewilligung erhöht wurden. Todesstrafe für Diebstahl aus Luftschutzkellern. Der 20jährige Heinrich Rohmann aus Herne war fhon früh auf Abwege gekommen. An eine regelmäßige Arbeit konnte er sich nicht gewöhnen. Nach- dm er schon zweimal wegen Diebstahls und einmal vegen Arbeitsverweigerung zu Freih-itsstrafen ver- urteilt worden war, beging er im November 1912 frtaesetzt Einbrüche in Lu.tschutzkeller in Reckling- tzrusen und Herne, und aus diesen Lebensrnittel, Epinnftoffroaren usw. zu entwenden. Das gestohlene ßut brachte er zu Dirnen in Bochum, die es chm Rauften. Die Hauptverhandlung vor dem Dortrunder Sondergericht ergab, daß R. bis Anfang M3 mindestens 12 Diebstähle, hauptsächlich Keller- rnbrüche, verübt hat. Das Sondergericht verurteilte als gefährlichen Gewohnheitsverbrecher zum Sobe. Die Allgemeinheit hat einen Anspruch bar» cif, vor solchen Elementen geschützt zu werden, und kolksgenossetz, die mit Rücksicht auf die Fliegerge- schr wertvolle Kletdunasstücke, Lebensmutes ttfro. v ihren Kellern aufbewahren, können mit Recht vom (ilaat erwarten, daß gegen diejenigen, die sich die Fiegsbebingten Verhältnisse zunutze machen, mit !zonungslofer Härte vorgegangen wird. Das Urteil ^bereits vollstreckt. Meine politische Nachrichten. Die Verbände eines deutschen Flakkorps erzielten ! cit 18.3.1943 chren 1350. Flugzeug- und 1500. ■ ^onzerabschuß im Sudabschnitt der Ostftont. * Ein unter dem Namssn „Urred" in englischen Üienften stehendes norwegisches U-Boot ist nicht 01 seinem Stützpunkt zurückgekehrt. Das Schiff befind sich auf einer Patrouillenfahrt. * Alle im britischen Empire lebenden Staatsbürger nn Belgien, der früheren Tschechoslowakei, Grie- ifenland, den Niederlanden, Norwegen, Polen und Jugoslawien im Alter zwischen 18 und 42 Jahren »erden zum Dienst in der britischen Wehrmacht ungezogen. . In Wasa» kam es zu einem Zusammenstoß zwi* hen USA.-Truppen und Mwokkanern, well die Drbameritaner verschleierte Frauen belästigt hat- tu. Es entstand eine Schlägerei, in deren Verlauf Aus einer technisch interessierten Bastelei ist der Rundfunk Kulturträger der Ration geworden, und sein Aufgabengebiet ist im Kriege darüber noch erheblich hinausgewachsen. Keiner will in dieser schicksalsschweren Zeit ohne Rundfunk sein. Da wir uns im totalen Kriegszustand befinden, wo Menschen und Material vor allem für den Sieg eingesetzt werden müssen, entsteht die Frage, wie und wodurch wir uns selbst das Rundfunkgerät spiel- bereit erhalten können. Rein technisch ist der Rundfunkempfänger in feinen) Aufbau so kompliziert, daß der Laie unmöglich einen Fehler beseitigen könnte. Deswegen kom- men für die Millionen Gerätebesitzer lediglich Vorbeugungsmaßnahmen in Frage, um den Apparat einsatzbereit, d. h. spielbereit zu erhalten. t Als wichtiger Bestandteil, der dem Verbrauch ständig unterworfen ist, müssen die Empfangs- und Verstärkerröhren betrachtet werden. Von,ihrer Güte ist nicht nur die Lautstärke abhängig, sondern auch die Klangreinheit wie überhaupt die ganze Funk-' Hon des Empfängers. Geht auch nur eine dieser Röhren entzwei, so witd der Empfang unterbrochen, das Gerät bleibt stumm. Die Frage der Lebensdauer ist bei den verschiedenen Typen ganz unten schiedlicy, und wenn sie auch von mehreren Faktoren abhängig ist, so bleibt sie im Wesentlichen doch eine Funktion der tatsächlich verbrauchten Betriebs«, stunden. Es ist daher erklärlich, daß mit doppelter Benutzungszeit die Lebensdauer auf die Hälfte sinken muß, und Dort, wo man heute noch ganz unoer- ständlicherweife bereits morgens den Apparat ein- schaltet und den ganzen Tag bis Mitternacht spielen läßt, werden die Röhren bald taub werden, ihre Derstärkerwirkung muß zwangsläufig immer mehr nachlassen, bis das (Beirat dann vollkommen schweigt. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, daß man die Röhren durch kleinere Lautstärke schonen könnte. Wenn der Rundfunkempfänger eingeschaltet wird, so sind damit auch die Röhren automatisch auf ihre maximale ßeiftangpabgabe gebracht worden. Man kann also die Röhre möglichst lange dadurch gesund und betriebsbereit erhalten, wenn man nicht wähl- Glück auf, Renate! Roman von Ernst Grau. schmutzt die Umschalterkontaktc, nistet sich in dem ungekapselten Lautstärkenregler ein und setzt sich zwischen die Platten der Drehkondensatoren, mit Jenen wir auf den erwünschten Sender abstimmen, wodurch zuerst Störgeräusche entstehen und schließlich die Bauelemente beschädigt werden. Das (Einbringen des Staubes läßt sich zum großen Tell dadurch verhindern, daß wir den Apparat durch ein« faches Ueberdecken schützen, wenn große Staub- mengen aufgewirbelt werden. Wird jedoch der Runofunkempfänger in Betrieb genommen, so muß die Schutzhülle entfernt werden, da sonst die Hitze, die durch die Röhren hervorgerufen wird, nicht ab- ziehen kann, was wiederum schädlich ist. Diese Schutzmaßnahme dgrf aber keinen dazu verleiten, den Empfänger selbst entstauben zu wollen, das Gerät etwa auseinanderzunehmen oder mit dem Staubsauger heranzugehen. Man kann dadurch einen vorerst nicht wieder gutzumachenden Schaden, anrichten. Der Deutsche Rundfunk hat schon vor dem Kriege eine Warnung durchgegeben, die ebenfalls für dts Lebensdauer des Rundfunkempfängers ihre Bedeutung hat und. die zu beherzigen im Jnteresss jedes Gerätebesitzers ist. Sie heißt: Stellen Sie Ihren Rundfunkempfänger auf Zimmerlaut st arte! Man stört sonst nicht nur die Ruhe seines Nachbarn, sondern beansprucht den ganzen Empfänger weit über Gebühr. Vor allem wird der Lautsprecher in Mitleidenschaft gezogen, well die Konstruktion nur für eine mittlere Zimmerlautstärke bemessen ist. Geht man mit der Lautstärke über ein gewisses Maß hinaus, so werden die Impulse an der Membrane zu groß, die Musif oder Sprache verzerrt, und schließlich klemmt der Lautsprecher und klirrt. ^Verständlichkeit bei Wort fenbungen und einen flangreinen Ton erreicht man aber nicht durch erhöhte Lautstärke, sondern allein durch genaues Einstellen der Skala auf den zu empfangenden Sender. Je sorgfältiger das Gerät auf die zu empfangende Welle abgestimmt wird, um so klarer, deutlicher und voller tritt der Ton heraus, um so geringer sind die Nebengeräusche. Die in jedem Rundfunkgerät befindliche Sicherung dient zum Schutz gegen plötzlich au*tretende. Fehler und gegen Ueberlastungen. In einem solchen Falle trennt sie das Gerät vom Sttomnetz und verhütet weitere Schäden. Muß die Sicherung einmal erneuert werden, so ist unbedingt darauf zu- achten, daß die Ersatzsicherung für die gleiche Stromstärke bemessen ist. Aus keinen Fall darf die alte Siche' rung mit irgendeinem Draht oder mit Staniol gestickt werden, denn dann ist sie als Schutzvorrichtung vollkommen zweck- und wertlos. Geht jedoch die Sicherung öfter durch, so ist ein direkter Fehler im Gerät zu vermuten, und es ist dann unerläßlich, los alles hört, was der Deutsche Rundfunk den. ganzen Tag über sendet, sondern nur durch eine vernünftige' Einteilung der täglichen ^Betriebs- stunden. Besonders aber kann der Empfänger durch eine verständnisvolle Behandlung weitgehend geschont werden. Vor allem durch Vermeidung jeder unnötigen Betätigung der Bedienungsgriffe, weil die inneren Organe, die damit in Tätigkeit gesetzt werden, heute nur schwer oder überhaupt nicht zu ersetzen sind. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um den Umschalter, den Lautstärkenregler und die Einftellskala oder den Stationswähler. Auch der technisch vollkommen uninteressierte Rundfunkteilnehmer wird einsehen, daß durch jede unnötige Betätigung auch diese Bauelemente des Geräts geschont werden können. Stark Kratz- und Prasset- --------------- , geräusche werden, sehr häufig durch Staub hervor- halten und eine genußreiche Teilnahme am mtlua° gerufen, der durch die Oeffnuna an der Rückwand rischen, politischen und kulturellen Geschehen des in das Gerät einbringt uni) sich festfrißt. Er ver- Reiches zu verschaffen. St. Getanen. -ot er. ein Hn !)Ul j i ‘in ‘ Sk- f Schachtmeister Giese, den Hellingrath eingeweiht bi tte, lachte .„Na, keine Angst, Fräulein?" fragte er, als er l»2 beiden einsteigen ließ. -Sie nickte ihm mit sprühenden Augen zu. „Angst habe ich nur, daß man mich vielleicht vor- bi erwischen könnte", gestand sie. „Aber jetzt .. • i'Zt freue ich mich nur." . . Ein kurzes Glockenzeichen für den Mann an der aschine, und dann sank der Korb m die Tiefe. Renate hörte noch das Poltern der über ihnen psammenschlagenden Falltüren, dann Mmanben ilr plötzlich die Sinne. Erst Mch Einigen Sekunden fr^nete sie noch ganz benonypen die tilgen. Spr aar, als würde ihr von einer unwiderstehlichen rächt der Boden unter den Füßen weggenßen. Sie d'iängt sich dicht an den Mann, der neben ihr auf ihr schmalen Bank saß. Glühlampen schwirrten wie ^ rlichter an ihnen vorüber in die H^h^- f An den Füllorten der einzelnen Sohlen fiel ge- Jt-nftifd) der Schein der Bogenlampen rasch aup hb! tzend und ebenso schnell wieder verlöschend h^em. $me volle Minute währte dieses unheimliche CAir» 1|tn, bis der Korb plötzlich mit einem heftigen Nuck ’t'trtanb u Renate saß eine Weile wie betäubt ©ie hatte ein ®efüht, als fei alles in ihr durchelnanderge- k rbelt und brauchte nun Zeit, wieder an me altgewohnten Stellen zurückzugelangen. „Nun ... hoffentlich tut es Ihnen nicht schon jext leid .. .7" fragte er lächelnd. ,Zch weiß, es t rchts für eine Frau ..." „,. . r , 'Er sagte das nicht ohne Absicht und sah rmt ^»nugtuung, daß seine Worte ihre Wirkung ntcy sung von Lehrverhältnisstn in der Hauswirtschaft folgendes angeordnet: Die Arbeitsämter weifen ßehrfteUenberoerberhrnen nur an Lehrhaushalte zu. Die Anerkennung der Haushalte als Lehrhaushalte ist Aufgabe des Deutschen Frauenwerks, Abtellung Volkswirtschaft — Hauswirtscha't. Die Entscheidung, ob es sich um einen Lehrhaushalt handelt, trifft im Einzelfalle die zuständige Kreisstelle des Deutschen Frauenwerks. . 961 D gegeben. ®73D 01922 01931 gestellt vom 075V 0188; Gießen,Weimar, Berlin, Alsfeld, 25. März 1943. Die Beisetzung hat auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille stattgcfiinden. Für alle Beweise herzlicher Teilnahme danken wir auf diesem Wege. ModehausJosefUnverzagt Gießen, Kreuzplatz 13. Lehrmädchen mit guter Schulbildung wird über das Arbeitsamt ein- Statt Karten! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die Kranzspenden bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Karl Hollrictiter Reichsbahn-Zugführer i. R. sagen wir unseren herzlichsten Dank. Im Namen aller Angehörigen: Frau Auguste HoUricher und Kinder. Gießen, im März 1948. Theater der Universitätsstadt Gießen Spiel planändcruns An Stelle der für Sonntag, den 2 8. März, vorgesehenen Operette „Liselott“ wird Der Opernball Operette von R. Heuberger Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang meiner lieben Frau und unserer guten Mutter Frau Marie Schneider, geb. Euler danken wir auf diesem Wege herzlichst. Ludwig Schneider und Familie Hch. Wagner und Wilh. Wagner. Odenhausen, den 21. März 1943. Am 20. März ist mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Großvater und Urgroßvater Christian Pfeiffer im 85, Lebensjahr nach einem arbeitsreichen, erfüllten Leben für immer von uns gegangen. In stiller Trauer: Margaretha Pfeiffer, geb. Bernhard Dr. Christian Pfeiffer und Frau Luise, geb. Keßler Friedrich Pfeiffer und Frau Anni, geb. Wilke Jakob Hartmann und Frau Frieda, geb. Pfeiffer sowie 5 Enkel und 3 Urenkel Am 23. März ist unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Adam Ohr im Alter von 78 Jahren von uns gegangen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Ohr. Gießen (Wetzlarer Weg 55), 24. Mürz 1943. Die Trauerfeicr findet Freitag, den 26. März, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Kaufm. Lehrling zu Ostern gesucht. Einstellung über das Arbeitsamt. q71q Gustav Will & Co. Eisen- und sanitäre Großhdlg. Dammstraße 40. Wir suchen zum baldigen Eintritt mehrere weibliche Anlernlinge für Verkauf. — Ferner 1 männlichen und 1 weiblichen kaufmännischen Lehrling. Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. — Bewerbungen sind zu richten an: 076q Gemeinschaftswerk Versorgungsring Oberhess.-Nassau G. m. b. II. Oleßen, Schanzenstraße 16. |[ Vermietungen^ Gut möbliertes Zimmer zum 1. April zu vermieten. Schr. Ang. unt. 01908 a.d. G.A. | Mietgesuche | Biete: 4-1 ^2-Zimmer- Wohn, mit Bad, Zentralb. u. Zubehör in Wiesbaden, ttarls- rnbe, Erfurt. 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März, nachmittags 2 Uhr, in Wißmar statt. 970 D Allen Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein lieber Mann, Bruder, \5chwager und Onkel Ludwig Klingelhöfer am 23. März im Alter von 64 Jahren nach kurzem schweren Leiden sanft entschlafen ist. In tiefer Trauen Marie Klingelhöfer, geb. Muhl nebst allen Angehörigen. Großen - Linden, Heuchelheim, Frankfurt, Mannheim, im März 1943. Die Beerdigung findet am Freitag, 26. März, 15 Uhr, vom Traucrhaifcc-aus statt. 01936 DieDeuUcheArbeilsfront Kreisdienststelle Jf NSG. Krall M Freude Wetterau 9690 Saatkartoffeln frühe und späte (oisie verkauft an jedem Markttage au^ dem Brandplatz Karl Rühl, Lang-Göns. Xu Gunsten dies JSCrie^sivhiterftilfsroerftes Sonntag, den 28. März, 19.30 Uhr in der Neuen Aula der Universität Großer bunter Abend gestaltet von Künstern des Frankfurter Opernhauses u. a.: Lya Justus, Soubrette lAlo Buknp, Sopran Hubert Beßmnnn, Bassist Emil Seidenspinner. Tenorbuffo und verbindende Worte. Eintritt: RM. 3.60, 2.80, 2.20, 1.80 und 1.20. Karten in der Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Telefon 3961. '6 55 D Oherwirlsdialisstliule Wei Abt. der Städt Handelslehranstalt, Giehen Werncrwall 11-15 (am Oswaldsgarten), Tel.2480 Abschluß mit Wirtschaftsabitur An f nah nie Ostern 1943 (dreijährig) Anmeldungen bis spätestens 12. April 1943. Voraussetzung sind: 5 erfolgreiche Jahre Oberschule oder Gleichwertige Ausbildung. Aufnahme Ostern 1944 (vierjährig) Von da ab ist die Voraussetzung 4 Klassen Ober-, Haupt- od. Mittelschule. Prospekt kostenlos MsiMkeW für balbläg. oder stundenweise gas. Physikalisches Institut der Universität Gießen, Stevhamtr. 24. WsgeM zum sofortigen Eintritt gesucht. [01906 Oberingenieur E. Keßler, Gießen, BiSmarckstr. 14. Giefaener Vortragsring Arbeitsgemeinschaft MSB. „Kraft durch Freude“ Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung. Montag, den 29. März 194$, abends 7.30 Uhr« in der Neuen Aula der Universität [954d Deutsche Volkslieder aus 7 Jahrhunderten Oscar Besemlelder, Bariton, singt nur Laute Unter Mitwirkung des Bauer’schen Gesangvereins Leitung: Musiklehrer Blaß. Die Mitglieder der Volksbildyngsstätte (Mitgliedskarte), des Goethebundes (Kontrollabschnitt Nr. 2 der neuen Mitgliedskarte), der Kulturellen Vereinigung (Kontrollabschnitt Nr. 11) haben freien Eintritt. Nichtmitglieder zum Preise von RM. 1.25 in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Tel. 3961 u. bei Challier, Neuenweg 10. Tel. 2671. Die Angehörigen des Veranstaltungsringes der HJ. erhalten Eintrittskarten zum Preise voa RM. 0.30, Studenten u.Militär z. Preise von RM. 0.40. Klaus Dieter | Verschiedenes! M.GelMrse in. 20- RM. v. Rechnungen bei Brühl. Gießen Tausche: 1 Paar neue, braune Svortschube, Gr. 37. - Suche: 1 Paar gleichwertige, Gr. 38, braun od. beige. Schr. Ang. unt. 01907 a. d. G.A, . 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Nachmittagsvorstellung. Vorverkauf Freitag 10-12 Jugendliche haben keinen Zutritt —--------------------2ZZC LICHTSP1EL-THEATEB T811. 2.3M.45.7.30; So. 2.00. 4.30.7.30 Uhr Bloria-Palast, Selterswep Marika Rökk Hallo Janine I Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Ein Walzer mit Dir (711C itPULQST ■ G iesser