Htonfag,25.3anuar(9^3 Metzener Anzeiger 195. Jahrgang M. 20 (fticüemi i a gi । ct) au her Sonntaas und ttetertagS 8eila«ett: Gtekener »>amilienblätter Heimat imBttd- DieScholle Be^uaSvreiSr Monatlich .... .RM.1.80 LusteUgebÜör .. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern tnfolae höherer Gewalt tlnnnuinc uun aiuemen für die Mittaa-nummer bis 8',Ubr desvornnttaa- ÄBiirtflettritrfilf für die Millimeter-^eile von 22 Millimeter Brene: 7Nvi für Afltnilienntf zeigen und vrwme Gelegenheitdan,eigen 14Rvt. t. Werbeanzeigen und geschäftliche GetegendeitSanzeige« Plavvonchrift t vorherige Bereinbarung) 25®/» mcbt UwtenlMtrtraderd L tagt General-Anzeiger für Gberhessen Ankara, im Januar. : jtur noch ftrtegcr. So haben sie sich, die Stalingradkämpfer, ganz ung mit dem britischen Geheimdien ft Gefühle ist klein geworden. Sie und wir alle haben Unverminderte Heftigkeit der Mnterschtacht Jeder kämpft, solange er Waffen führen kann ertreter da- Oer Krieg braucht deine ganze Kraft rumänische unterstützt, Ausgangs- gelang es sus warfen deutsche Gebirgsjäger und Truppen, wirksam von der Luftwaffe den eingebrochenen Feind auf feine stellung zurück. Am unteren Don Gewiß, auch du mußt in dieser Zeit aus manches verzichten, was dir zur lieben und angenehmen Gewohnheit geworden war, und du mußt viel von deinen persönliä-en Wünschen aufgeben. Aber hier gibt es nur einen einzigen Maß st ab, und das ist der Kampf des deutschen Solda* ten an den Fronten, insbesondere des todes« mutigen Soldaten im Osten, der im härtesten aller Kämpfe steht, den je Soldaten zu bestehen hatten! Er hat längst alles aufgegeben, was einmal sein versönliches Leben bedeutete. Er ist längst nichts anderes mehr als Krieger, als Kämpfer unter dem erzenen Gesetz des unerbittlichen Krieges — er kämpft nur noch und opfert nur noch, immer gewärtig und immer bereit, auch sein Leben hinzu» geben. i Istanbul. Den Türken blieb diese Fühlungnahme nit England nicht verborgen. Nuri es Said zog » die Konsequenzen, und eines Tages war er , um dein ganz persönliches Schicksal, um Lebensglück und Zukunft der dir liebsten Menschen, — deiner Frau, deines Mannes, deiner Kinder! tung im Reden und Handeln zeigst, die wirklich hart und stark ist. Major Willig ist als Sohn eines Dachdeckermeisters in Niederneisen (Kreis Unter« lahn) geboren. Mit seiner Kampfgruppe hot er im Roum von Stalingrad ein besonders wichtiges Bollwerk der deutschen Stellungen gegen den mehrfach wiederholten Ansturm einer erdrückenden Uebermacht gehalten. Am 19. Dezember griff der Feind nach zweieinhalbstündigem Trommelfeuer aller Kaliber mit drei Schützen-Divisionen^ eines schttetzung vernichtet. In der Schlacht s ü d l l ch d e s Ladogasees wogten die Kämpfe hin und her. Die Front hielt an allen Stellen dem feindlichen Druck stand. Reu herange'ührte Regimenter warfen den Feind aus allen Stellungen, in die er tags zuvor elngebrochen war. Westlich Tripolis fanden gestern außer Aufklärnngsvorstößen keine besonderen Kampfhandlungen statt. In Tunefien scheiterten feindliche Angriffe gegen die von deutschen und italienischen Truppen in den letzten Tagen genommenen höhen. Zahlreiche Gefangene wurden eingebracht und Kriegsmaterial erbeutet. Rach einem Rachtangrifs der Luftwaffe auf das Hasengebiet von Bone entstanden ausgedehnte Brände. Bei Tages- und Rachtangrlffen gegen Orte in den besetzten westgebieken und in Westdeutschland wurden 16 Flugzeuge abgeschossen. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge warfen am Tage Bomben schweren Kalibers auf kriegswichtige Ziele an der Süd- küfte Englands und fetzten durch Bordwaffenbefchuß einen Verforgungsbetrieb in Brand. Das Eichenlaub für tapfere Ostkämvfer des Heeres. Berlin, 23. Ian. (DRB.) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eifernen Kreuzes an Major Karl Willig, Bataillonskommandeur in einem mol. Grenadier-Regiment als 179. und an Hauptmann Günter Goebel, Ba- laillonskommandeur in einem Grenadier-Regiment als dem 180. Soldaten der deutschen Wehrmacht. deutschen schnellen Verbänden, starken Feind in der Flanke zu fassen und ihn unter schwersten Verlusten an Menschen und Material nach Osten zurückzuwerfen. Bei Stalingrad hat sich die Lage durch den weiteren Einbruch starker feindlicher Massen von westen her verschärft. Trotzdem halten die Verteidiger immer noch ungebrochen als leuchtendes Beifpiel besten deutschen Soldatentums den immer mehr verengten Ring um die Stadt. Sie fesseln durch ihren heldenhaften Einsatz starke feindliche Kräfte und unterbinden nun schon seit Monaten den feindlichen Rachschub an einem seiner wichtigsten Punkte. Ebenso brach sich zwischen Donez und Don der wütende Ansturm starker feindlicher Kräfte an dem tapferen Widerstand einer Pan- zerdivision, die in diesen Kämpfen 16 Panzer vernichtete. Südöstlich des Ilmensees wurde eine feindliche Kräftegruppe nach tagelanger Lin- Berlin, 24. Ian. (DNB.) In Stalingrad begann das Toben der sowjetischen Artillerie schon in der Morgendämmerung. In den Feuerwirbel schlugen die Bomben der feindlichen Flieger hinein und verstärkten noch das Trommeln der Granaten, die den heldenmütigen Widerstand unserer Soldaten zerbrechen sollten. Während (noch die Explosionen das immer wieder von , Einschlägen umgepflügte Gelände aufrissen, stießen durch den Wald der hochgeschleuderten Erdfontänen st arte Panzerformationen und Schützenverbände des Feindes vor. Die deutschen Soldaten stemmten sich dem Angriff entgegen. Karabiner, Handgranaten und Minen, Maschinengewehre, Haubitzen und Flakgeschütze bauten einen Wall von Eisen und Feuer vor die feindliche Uebermacht. Aber iminer füllten die Bolschewisten die Lücken wieder aus, dieser erbitterte Abwehrkampf in ihre Reihen riß. Dem wachsenden Druck wichen unsere Soldaten aus, um sich aber sofort in verbissener Zähigkeit wieder festzusetzen und die eingebrochenen Bolschewisten aufzufaygen. Bon den bei diesem erbitterten Ringen vernichteten 20 Sowjetpanzern wurden wieder viele im Nahkampf erledigt. Als in diesen lagen eine Panzerabteilung in schwerem dreiviertelstündigem Gefecht bereits 18 feindliche Panzer abgeschossen hatte, gelang es einem der sowjetischen Stahlriesen, das Kampfgewühl au umfahren und ins Hintergelände durchzubrechen. Dort geriet er in die Nähe der Reparaturwerkstatt der vom kämpfenden Abteilung, in der gerade ein beschädigter Panzer in Arbeit war. Schnell kletterte einer der Werkstattmänner in diesen hinein und zerschoß den feindlichen Panzer- kampfwagen. Der Kampf in Stalingrad hat den Unterschied Mischen fechtender Truppe und rück- märtigen Diensten ausgelöscht. Jeder kämpft, solange er Waffen führen kann. Ihr Beispiel wird in Zukunft Maßstab für Tapferkeit und Heldenmut sein. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 23. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. Feindliche Angriffe im Weftkaukafus scheiterten. Die Absetzbewegung im Rordkaukafus verläuft planmäßig. Im Dongebiet wurden zahl- reiche Angriffe der Sowjets in schweren und wechselvollen Kämpfen abgeschlagen. Ein Gegenangriff deutscher Infanterie- und Panzerverbände warf den Gegner nach Osten zurück. Die Verteidiger von Stalingrad leisteten während des ganzen gestrigen Tages in heroischem Ringen stark überlegenem Feind widerstand. 20 Panzer wurden im Rahkampf vernichtet. Ein tiefer feindlicher Einbruch in die Verteidigungsfront wurde unter Aufbieten aller Kräfte aufgef^rgen. Die schweren Abwehrkämpfe am mittleren Donlauf und südlich des Ladogasees dauern an. Diedeutsch-ltalienischePanzerarmee setzte sich nach Abwehr feindlicher Angriffe in der vergangenen Rächt planmäßig vom Felude ab. Wit dieser Bewegung nach Westen wurde Tripolis kampflos geräumt, nachdem alle Vorräte und das gesamte Kriegsmaterial aus der Stadt fortgefchafft und der Hafen zerstört worden war. Im tunesischen Kampfraum nahmen die eigenen Kampfhandlungen einen günstigen Verlauf. Eine stärkere feindliche Kräftegruppe wurde eingeschlossen, Lnt- sahversuche abgewiefen. Bei reger beiderseitiger Lufttätigkeit wurden im Mittelmeerraum sieben feindliche Flugzeuge abgeschofsen. Bei Tagesvorstößen zur Küste der besetzten Westgebiete verlor der Feind durch Iagd- und Flakabwehr 17 Flugzeuge, vorwiegend Bomber. Einzelne britische Flugzeuge warfen in den Abendstunden des 22. Ianuar vereinzelt Bomben auf westdeutsches Gebiet. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Rächt kriegswichtige Anlagen an der Südküste Englands und im Mündungsgebiet der Flüsse Tees und Tyne an. Oer Wehrmachtberichi vom Gonniag. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 24. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Winterschlacht im Osten dauert mit unverminderter Heftigkeit an. Im Zuge der planmäßigen Verkürzung der Südfront haben sich die Kämpfe in Rordkaukasien in das Kuban- gebiet verlagert, wo auch gestern schwächere Angriffe der Sowjets scheiterten. Im westkauka- Gtalingradkämpser. Von Kriegsberichter Oswald Zenkner, PK. ilfe der Briten von Persien unabhängig zu achen. Er wurde jedoch vorn Schah von Persien »liegt und interniert. Als die Engländer dann im Laufe des ersten Zeltkrieges nach Basra tarnen, nahm Nuri es o'.d mit ihnen sofort wieder Verbindung auf. ,Jrn «hre 1915 ging er nach Aegypten und gewann !.rt Anschluß an den britischen Obersten Corn-- sönlichen Unsicherheit ist so stark in ihm geworden, daß er den Schutz seiner Person der irakischen Ge- Heimpolizei entzogen hat. Seit langen Monaten schon ist ihm ein Stab von Agenten des Jntelli- genze Service beigegeben worden, deren Aufgabe es ist, diesen Loirdon so wertvollen Exponenten an Leib und Leben zu schützen. Und Nuri es Said ist dankbar. Unter dem Schutz britischer Bajonette hat er es nun endlich gewagt, entgegen dem klaren Willen seines Volkes den Achsenmächten den Krieg zu erklären. Sei ©ir ist Stalingrad! „Jeder Mann eine Festung!" — so lasen wir neu- lich von den Kämpfen in Stalingrad. Aber Stalingrad ist so groß und so weit, wie die deutsche Sprache klingt. Stalingrad ist nicht allein an der Wolga. Stalingrad ist, wo deutsche Soldaten, deutsche Männer, deutsche Frauen stehen, kämpfen und arbeiten. Es geht nm dein Schicksal! Lieber Volksgenosse! Die Härte des Krieges stellt unerbittliche Folgerungen an unser Volk. Wenn jetzt aus deiner Zeitung lapidar der persönliche Appell an dich ergeht: „Bewähre dich stündlich im Schicksalskampf!" oder „W a s leistest du für den S i e g?", so tut es not, recht zu begreifen, daß dies nicht irgendwelche Parolen sind, über die etwa du hinweggehen dürftest, sondern daß wirklich du, du ganz persönlich, damit gemeint bist! Der Krieg, den keiner von uns wollte und der uns allen" aufgezwungen wurde, ist zu ernst, als daß wir uns auch noch ein leeres Wort leisten könnten. Wir haben uns doch von Anfang an keinen Illusionen über die Härte dieses Krieges hingegeben ünd über die Opfer, die er in mehr oder minder totalem Umfang von uns fordern würde. Wir ahnten von Anfang an, daß er, wie nie zuvor ein an gen. In Wirklichkeit ging er nach Basra, "»ort knüpfte er umgehend Beziehungen zu england- reundlichen Arabern an. Dor allem nahm er Füh- anberer Krieg, in unausweichlicher Konsequenz und unteilbarer Entscheidung über wein oder Nichtsein, über Leben oder Tod, über Untergang oder höchste Erfüllung entscheiden würde. Heute wissen wir es in seiner ganzen Bedeutung: Es fällt nicht nur eine allgemeine, sondern auch eine ganz persönliche Entscheidung in diesem Kriege: es geht um das ganze Volk und sein Schicksal, unb es geht damit auch u al l i s , den heutigen - Botschafter Großbritan- ens fr Bagdad. Damit war auch die Tuchfühlung it dem Arabischen Büro des Intelligence Service iederhergestellt, dessen vornehmster V> frais der bekannte Oberst Lawrence war. Durch ese Stellen wurde Nuri es Said mit Emir Hus- t i n, dem Emir von Mekka und nachmaligem Englands Mann im Nahen Osten Von unserem L.-Korrespondenten. Das ist der Maßstab für dich selbst und deinen Einsatz, der einzige Maßstab, den diese Zeit unserer größten Bewährung anerkennen kann! Auch du mußt zu deinem Teil an deinem Platz mit» kämpfen für den Sieg; gib dein B e ft e s — und dennoch wirst du immer in der tiefen Schuld und Verpflichtung der kämpfenden Front stehen! Daran denke immer, an diesen Maßstäben richte dein persönliches Handeln und Verhalten aus! Dann begreifst du deine eigene Pflicht und das, was du über -die Pflicht hinaus noch mehr tun kannst! Daran depke immer, dann wirst auch du immer härter werden, wie wir alle es werden müssen, um dem Heldentum und Opfer der. Front würdig zu fein und den großen oieg im schwersten aller Kriege zu erringen! König des Hedschas bekannt. So kam er nach dem j^dfchas, wurde dort Offizier in der Armee des Königs Hussein und brachte es binnen kurzem zum Hange eines „Generals". Don dieser Zeit her rührt tid) seine Bekanntschaft mit Faisal, dem dritte Sohn des Königs Hussein, der im Jahre 1921 tin den Briten auf den Thron des neugeschaffenen Königreichs Irak gesetzt wurde, nachdem die Bri- in den Irak den Türken weggenommen und zum .lanbategebiet erklärt halten. Seit jener Zeit ist die Verbindung Nuri es Saids (im britischen Geheimdienst und den führenden sZlitischen Stellen der Briten im Nahen Osten r cht mehr abgerissen. Mit chrer Hilfe ist es ihm, entgegen dem Willen des irakischen Volkes, klungen, immer wieder, bald als Minister, bald als Ministerpräsident die Geschicke des Landes zu be» I mmen. Und immer dann, wenn es dem Volke Iroglich mar, den Druck der Briten zu lockern, iny nn den Briten dort für nue Aufgaben schulen zu lejfen. Dann verlegte er seinen Sitz nach Aegypten tttb blieb dort, bis seine Zeit reif geworden war, im sich mit Hilfe der Engländer wieder in den Tüttel zu setzen. ' Als 1939 der Krieg zwischen Deittschland und England ausbrach, beeilte sich Nuri öaib, die Bedungen zu den Achsenmächten sofort abzubrechen, v^nen den Krieg zu erklären wagte er nicht. Da die Kimmung des Volkes eindeutig von feinem Kurse 3" rückte. Erneut war er gezwungen, zurückzutreten, im einer Mehrheitsregierung Platz zu machen, die -sitz unter der Führung von R a s ch i d - e l - G h ai - kni bildete. Es gelang ihm jedoch, in diesem Kaimett wenigstens als Außenminister zu verbleiben inb so seinen pro-englischen Einfluß weiter auszu- ü. en. Der Druck der Briten auf das Land wurde Ifließlich so stark, daß Ghailani unter Protest von lenem Posten zurücktrat und Die englischen Machthaber sich von da ab keine Mühe mehr gaben, Der 5 eit zu verbergen, daß sie seit langem die wahren H e r r e n des Landes waren. r Wiederum wurde Nuri es Said als ihr Platz- chrlter zum Ministerpräsidenten erhoben, und a eher um wurde er gestürzt. Das Volk empfand die Methoden der Briten als so unerträglich, daß es ’iy unter Führung irakischer Militärs gegen Lon- bm empörte. Nuri es Said und sein Regent 2Ib^*t= Rah flohen ins englische Lager. Mit der Wucht der Jengen ihm im Nahen Osten zur Verfügung stehen- btn Macht unterdrückte England diesen Ausstand itt harter Waffengewalt. Ghailani, Der Die Regie- I i.irg erneut übernommen hatte, mußte außer Lan- » )ts gehen. Nuri es Said kehrte zurück, und seitdem i Heb er Ministerpräsident bis auf den heutigen I ^xg. [ Das Volk aber lehnte ihn weiter ab, der Wider- tmb gegen ihn wuchs, und mit ihm wuchsen Die N?aus erschwunden. Lediglich ein Brief von" ihm fanD ch vor, in dem er schrieb, er habe Selbstmord be- Maßnahmen, die Nuri es Said zur Unterdrückung der ihm unbequemen Strömungen ergriff. Kabinett über Kabinett hat seitdem gewechselt. Kein Politiker von Namen und Rang fand sich noch bereit, mit ihm zusammenzuarbeiten. Das Offizierkorps und die Armee vor allem sind seine erbittertsten Feinde. Tausende von Verhaftungen haben nicht vermocht, an diesem Zustand etwas zu ändern. Im Gegenteil, erst vor kurzem haben irakische Divisionen Die freiwillige Selbstauslösung einer Unterstellung unter britisches Kommandv vorgezogen. Nuri es Said aber ist ein von Angst geplagter Mann geworden. Zahllose Drohungen aus allen Schichten des Volkes haben ihm gezeigt, wie wenig er in seinem Herzen lebt. Das Gefühl feiner per- 1M mit dem Emir von. Mohammerah, Dem Beherrscher der Damaligen südpersischen Provinz husistan im Gebiet des Schatt el Arab. Dieser Kann war damals Der reichste Mann des alten Persiens und versuchte zu jener Zeit gerade, sich mit Am 21. August 1942 begann die Schlacht um! wie ein Moloch war. Aber er sprach es nicht aus. Stalingrad. Im Gluthauch dieser Schlacht formte Der Grenadier übersieht aus feinem Erdloch nicht sich der Typus jenes Kriegers, dem der Versuch die Bedeutung Der Ergebnisse seines Kampfes. Er einer Beschreibung gilt: der Stalingrodkämpser. Die ist.nur noch Krieger. Stalingradkämpfer sind d u r ch eine Hölle ge- So haben sie sich. Die Stalingradkämpfer, ganz schritten. Sie spürten die Glut eines infema» gelöst und alle Brücken abgebrochen. Sie leben nur lischen Hasses. Sie begriffen, daß diese Schlacht an- noch dem ftriege und dem Befehl. Die Skala ihrer ders war als alle Schlachten, die sie bisher schlugen. ist ”k::: Ck . > Der deutsche Angriffswille erlahmte nicht. Aber । Das Gemüt eines Schaukelpferdes. Die Seele ist Der menschlichen Kraft find Grenzen gesetzt. Denn \) ’ 7 *" . “ dieselben Soldaten, die in der Sommeroffensive die dattsche Instinkt bleibt wachsam^ Bolschewisten zu Paaren getrieben hatten, schlugen ' Darauf kommt es deshalb an, daß du, wenn die Härte des Krieges in ihren unerbittlichen Forderungen ihren Ruf on dich richtet, sie nicht nur in einer Stunde der Besinnung Dir zu Herzen nimmst, w andern Daß Du sie iry Alltag, an Deinem Arbeits- verkümmert aber verkapselt. Nur der sol- platz, wo immer du auch stehen magst, und Daß du ... !He in Deinem persönlichen Leben wirklich jederzeit NUN auch die'Schlacht um" etalingrab. Viele'Dloi. dann ist es der deutsche Siolinqradkämpset:/ der Uondern^^anÄn^muststdu"' ha°nd Hn' m iH twt sionen waren vorher durch die harte Winterschlacht alles durchgemacht und durchgestanden hat, was die-! • e n - PanD€ln !nuBt. du, handeln m uifj en gegangen oder hatten Die Schlacht bei Charkow mit- fer Krieg überhaupt bieten konnte. Er besteht nun gemacht. Sie wurden monatelang nicht abgelöst Die letzte Feuerprobe der Schlacht. Lu und konnten auch gor nicht abgelöst werden, weil Stalingradkämpfer sind über sich selbst hinausge Der Krieg jeden Monat neue Aufgaben stellte. —v ~ 1 ~ ' Die Kompanien, Bataillone und Regimenter lichteten sich. Die Zahl Der Kreuze auf Den Heldenfriedhöfen nahm zu. Es dachte wohl manch einer* ber . o Stalingradkämpfer, doß diese Stadt an der Wolga reicht. Aus Der ebenso kurzen wie bewegten Geschichte ^es I r a k ragt ein Name heraus, der in der letzten Zeit häufig genannt wurde und Der vor allem mit -en letzten Jahren des Niedergangs dieses Landes uifs engste verknüpft ist. Es ist fein derzeitiger ion England eingesetzter Ministerpräsident Nuri s Said, ein Mann, den die Engländer aus .-em Dunkel der Bedeutungslosigkeit geholt haben. ?r ist ein ausgesprochener Emporkömmling, der seDer zu den Stämmen, noch den führenden Fa- ' nilien des Londes irgendwelche Beziehungen hat. deshalb auch ist er ohne Die Macht Eng- a n D s nicht denkbar. Sein Name Elingr zwar arabisch, es wird jedoch um ihm behauptet^ er wäre nicht arabischer Ab- -.tnnmung. Seine früheste Jugend ist in ziemliches dunkel gehüllt, man weih von ihm nur, daß er iit Jahre 1896 in Khanikin an der iranischen grenze geboren wurde und in frühen Jugend jähen nach Bagdad kam, weil fei Vater dort eine Tätigkeit als Angestellter aufnahm. Einige Jahre aäter wurde Nuri es Said dann — der Irak war amals noch türkisches Hoheitsgebiet — auf die httlitärschule in Istanbul geschickt. Er erfuhr dort -ine milttärische Ausbildung und wurde schließlich um Leutnant befördert. Schon damals, im Jahre 1912, also zwei Jahre or dem ersten Weltkriege, trat er in Serbin- 'mir alle! Es kommt, wenn wir siegen sollen, _. * auch auf dich an, auf die Gewissenhaftigkeit und den ■Dic । Eifer, mit dem du Deine Pflicht erfüllst, und darauf, meinten, daß sich ihre Wucht nicht weiter würde steigern können, Den Höhepunkt Der Weißglut er- Südamerika unter LlSA -Oruck. Oie gesamten Schiffe für das Landungsunternehmen in Nordafrika gebraucht. mot. Schützen-Brigade und einer Panzer-Abteilung dos Dorf efpred)ungen mit den Regierungen von Großbritannien, Syrien und Libanon und „im Hinblick auf die Entwicklung der militärischen Lage". Nach einer Meldung aus Erzerun wird der syrische Ministerpräsident auf Weisung des britischen Oberkommissars, General Spears, die Funktionen des vor einigen Togen Plötzlich verstorbenen syrischen Staatspräsidenten übernehmen. Es handelt sich hier um einen glatten Bruch der syrischen Staatsoerfassung, die für einen solchen Fall die Volksbefragung vorsieht. Der Machtkampf um die Neubesetzung des Staatspräsidentenpostens ist also zwischen den britischen, nordamerikanischen und gaullistischen Stellen noch nicht entschieden. In der Debatte um den Kandidaten für den Straatspräsi- dentenposten scheinen zwei Namen im Vordergrund zu stehen, der von Ha k i al Arm, einem früheren syrischen Ministerpräsidenten, und der des Prinzen Achmed N omi. Oie Neutralitätspolitik der Türkei. Istanbul, 24. Ian. (Europapreß.) Im „23a- kit" wendet sich der türkische Abgeordnete Uz nachdrücklich engen die von verschiedener Seite geäußerte Auffassung, daß die Türkei zur Erleichterung von Getreidelieferungen durch die Nord- amerifaner von ihrer Neutralitätspolitik abweichen könne. Uz schreibt: „Diejenigen, die glauben, daß die Türkei für einige hunderttausend Tonnen Weizen in den Krieg hineingetrieben werden kann, machen sich unnötige Sorgen. Noch niemals hat sich ein Volk wegen eines Stückes Brot in einen Krieg gestürzt." Weiter heißt es in dem Artikel, die Versorgungslage der Türkei fei keineswegs so geartet, daß darüber in ihrem Tun und Denken die Logik verlorengehen könnte. Die bis zur Einbringung der neuen Ernte erforderlichen Getreidemengen feien sichergestellt. Für den Bedarf der Armee bestehe überdies ein Getreidevorrat von 25000t) Tonnen. Südamenkanische Expedition in die Antarktis. Buenos Aires, 24.Jan. (Europapreß.) Ar° g e n ti n ie n und Chile setzen ihre Bemühungen fort, sich ihren Anteil an der Antarktis zu sichern. An Bord des Heerestransportsch'ffes „Primero de Mayo" (l.Mai) führt eine Expedition nach dem Sudmeer zur Erforschung des von Argentinien mA Chile reklamierten Teils der Antarktis. Außer ar* gentinischen Teilnehmern nimmt auf Einladung dec argentinischen Regierung auch eine Abordnung Der chilenischen Flotte an dieser Fahrt teil. „Aus harten Kämpfen geboren." Alfred Rosenberg spricht über das Reich der Deutschen. Unter dem Motto „Das Reich b'er Deutschen* führte die Dienststelle des Beauftragten des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP, im Deutschen Opernhaus in Charlotten- bürg eine weltanschauliche Feierstunde durch. Nach dem Präludium in Es-dur von Bach lasen Ernst Borchert und Paul Klose aus Dokumenten der Zett der ersten Kaiser. Dem „Feierlichen Marsch" Handels folgten Lesungen aus Reden Bismarcks und Adolf Hitlers. Das gemeinsam gesungene Lied „Nun laßt Die Fahnen fliegen" leitete über zu der Ansprache von Reichsleiter Rosenberg. Wie die großen Schop- fungen eines einzelnen selten die Kinder eines sorgenlosen Daseins seien, so seien auch die großen Taten einer Nation nicht in "Der Sattheit einer bürgerlichen Selbstgenügsamkeit entstanden, sondern aus den Stunden großer Prüfungen eines schweren Schicksals. So werden die Leistungen auch unserer Gegenwart aus harten Kämpfen geboren. Wir bejahen das ganze deutsche Schicksal als einen Weg zur deutschen Volkwerdung, haben aber auch die Pflicht, Entschlüsse zu fassen, die unser Jahrhundert von uns fordert. Nur dadurch werden wir der großen deutschen Vergangenheit würdig. Unsere heutige Aufgabe ist die Verteidigung und Ordnung unserer germanischen Urheimat und unseres ehrwürdigen Kontinents. Wir wissen, daß noch nie bewußter und mit härterer Hand die Fahnen des Reiches vorwärtsgettagen wurden und daß der Sieg des Reiches in dem inneren Beschluß der Herzen von 80 Millionen Deutschen begründet liegt: Daß keine Macht der Welt diese Wiederge« burt Deutschlands und des Reiches zum Heile Europas mehr zu verhindern vermag. Tagung -er Heichsstupentenführung. In Salzburg fand unter der Leitung von Reichsstudenten führer Dr. Scheel eine Tagung der Reichsstudentenführung statt. Dr. Scheel stellte fest, daß das deutsche Studententum heute ausschließlich a n der Front stehe. Nur ein verschwindend kleiner Teil studiere noch in der Heimat. Ein Teil sei jedoch aus dringenden Berufs- und Ausbildungsgründen zum Studium kommandiert oder beurlaubt. Er wies feine Mitarbeiter an, ganz befon- ders diese Fronistudenten mit allen Kräften und Mitteln zu unterstützen. Die Sonderförderung für Soldaten und verheiratete Studenten sei ein großer Erfolg. Jedoch habe die Reichsstudentenführung einen weiteren Ausbau vor allem für die verheirateten Studenten beantragt. 5m besonderen steht auch der Gesundheitsdienst des Reichsstudentenwerks zur Verfügung. Außerdem wird in diesem Winter- Semester eine Zahnsanierungsaktion durchgeführt. Jeder Student müsse wissen, daß das Studium in der Kriegszeit eine besondere Auszeichnung sei. Im Hinblick auf die großen Aufgaben, die dem Akademiker in der Zukunft erwachsen werden, müsse der Student neben der selbstverständlichen soldatischen Pflichterfüllung auch ein vorbildlicher Nationalsozialist fein. Nur wer mit ganzem Herzen im deutschen Volk stehe und dadurch das Derttauen des Volkes habe, könne Führungsaufgaben übernehmen. Dr. Scheel erkannte auch die Einfatzfreu- digkeit der Studentin in der Heimat an, vor allem im Rüstungseinsatz, aber auch im Studium selbst. Er untersttich die Notwendigkeit des Frauen- studiums und die Pflicht der deutschen Studentin, sich mit voller Hingabe dem Studium zu widmen, aber auch am polttischen Leben der Nation tätigen Anteil zu nehmen. Krankentransport vereinheitlicht. "Durch Erlaß des Führers wurde der Krankentransport für den Bereich des zivilen Gesundheits, wesens einheitlich dem Deutschen Roten Kreuz übertragen. Bisher waren mit dem Krankentransport zahlreiche Stellen beauftragt deren Tätigkeit nicht hinreichend aufeinander ab« gestimmt war. Hierdurch war vielfach eine einheitliche Lenkung des Krankentransportes, namentlich in besonderen Fällen, in Frage gestellt Die noch »Schwein Haden II zurcchtgezlmmcrten faßen froh um dich Mit dir im Gefolge zogen mir ruhelos durch die weiten Ebenen und Wälder Rußlands. In Panje- hütten und rasch erstellten Bunkern, in'Futterscheunen und Viehställen warst du schnell ausgestellt, und bald summte auf dir der Topf mit dem wärmenden Tee. Mit welcher Sehnsucht dachten wir an dich, wenn du uns mit dem Schlitten vorausgezogen warst und wir auf Nachhut lagen in unseren mit etwas Stroh notdürftig ausgelegten Schneelöchern, fünf, sieben, ja manchmal zehn Stunden lang, und mit schneeverklebten Augen feindwärts blickten. Die grausame Kälte kroch den Körper hinauf und lähmte die Glieder, und einmal ließ sie gar die Waffen versagen, als drüben ein feindlicher Spähtrupp auftauchte und der Feuerbefehl gegeben wurde. Wie vermißten mir dich damals, als wir drei Tage lang die offenen Schneestellungen bei K. einnehmen mußten, 50 Meter vom Gegner entfernt. Sn den wach freien Stunden hockten wir in einem offenen Kriechunterstand. Durch die Ritzen des Bretterverschlages stob der Schnee, während wir vor Kälte keinen Schlaf fanden und zähneklappernd Die Stunden dahindämmerten. Da war es fast wie eine Erlösung, wenn der Feind fernen allnächtlichen Angriff unternahm und wir auf den Alarmruf des Postens hinausstürzten, um die dunklen Gestalten abzuputzen, die oft ohne Deckung und total betrunken auf unsere Stellung zustürmten. Oft lagen wir in Den neugenommenen, noch brennenden Dörfern und fanden nachts für einige dürft tige Stunden Schlaf an Der Glut Der schwelenden Häuser. Dann begrüßten wir Dich mit lauter FreuDe, wenn Du auf Dem Schlitten nachgefahren kamst. Dann warst du bald im schnell zurechtgezimmerten Bunker eingebaut, und mir saßen froh um dich herum. .Seit der -«Seit stehst du wieder im Bunker, und froh sitzen mir um dich herum. Wie haben sich Die Zeiten geändert feit jenem Winter! Dieser massive, bombensichere Unterstand, sauber und wohnlich eingerichtet, muß er nicht auch dich in Erinnerung an Die Bretterverschläge oergange» ner Tage erfreuen? Sahst du auf Deiner Herfahrt die neuen Brücken, die sauber angelegten Straßen und Wege, die diesmal Den Nachschub sicherstellen, sahst Du die tiefgestaffelte Verteidigungslinie, Die wie ein eiserner Riegel Das Land vom Norden bis- zum Schwarzen Meer durchzieht? Die Felder sind von deutschen Truppen abgeerntet, und Die Ernährung für Mensch und Tier ist in ausreichenden Mengen eingelagert für Den kommenden Winter, in Den mir diesmal mit fester Zuversicht gehen. Wir stehen rnieder und halten Wacht. Und du bist wieder dabei, alter Geselle! Gefreiter Egon Gross. Immer kleiner wurde Der Kreis um dich, manch lieben Kameraden brachten wir schweroerwundet in Deine wärmende Nähe, und manchen sonst gesunden mußten wir mit Erfrierungen ins Lazarett schaffen. Uns anderen blieb nur Die Hoffnung, daß einmal doch der Fühling und damit die große Wende kommen müßte. So warst du unser unzertrennlicher Freund und Helfer. Und wahrlich, ist das Gewehr die Braut des Soldaten, so verdientest du, seine Mutter genannt zu werden. Wochen und Monate gingen dahin, Die sich in ihrer Trostlosigkeit und Schwere für immer in unser Gedächtnis eingegraben haben, und du wurdest mit der Zeit genau so rissig, verbeult und rauh wir wir. Aber dann kamen die Tage, Da die Sonne Den ewig grauen Winterhimmel durchbrach und Die ersten Tropfen von den Eiszapfen Der Dächer fielen. Da sackte die hohe Schneedecke zusammen, und allenthalben murmelten und rauschten Die Schmelzbäche. Bis es nicht mehr zu verheimlichen war, Der Frühling hatte feinen Einzug gehalten. Dann standest du unbenutzt und vergessen in Deiner Ecke, rostig, häßlich und ein wenig vorwurfsvoll, bis wir dich eines Tages an den Troß ab- geben mußten. Bis Der Befehl kam: „Die Gruppen empfangen Die Bunkerofen." * SeDer weiß, was es bedeutet, wenn man ,/Schwein hat". Aber wie die Redewendung diesen Sinn erhalten hat, ist nur wenig bekannt. Es gibt verschiedene Erklärungen, am wahrscheinlichsten ist eine Deutung, nach der sie von den altdeutschen Schützenfesten stammt. Bei diesen gab es natürlich Preise für den besten Schützen, aber bei dem Humor, Der unsere Altvordern auszeichnete, vergaßen sie auch Den schlechtesten Schützen nicht und gönnten ihm gleichfalls einen Preis. Die Schützenpreise waren recht ansehnlich; anfänglich waren es oft Tiere, Die ja früher überhaupt Ausdruck des Reichtums waren, später goldene und silberne Kleinode, Becher, Ringe und dergleichen, und schließlich Geld. „Das Beste", also Der erste Preis, war um 1400 'n München ein stattlicher Widder, bann wird ein Ochse, ein Pferd erwähnt, und die Geldpreise er* hoben sich von 40 Gulden, die in Augsburg 1440 ausgesetzt wurden, auf 300 Gulden, Die sich um 1500 der glückliche Schütze erwarb. War aber das stattliche Pferd oder der Ochse Das Beste, fo war der letzte Preis für Den schlechtesten schützen imfangs ein Schwein, freilich in der Regel ein recht junges, und dieses wurde unter nieten Spvttreden vom Pritschenmeister überreicht. Der auch eine Preisfahne mit einem Spottbilbe hinzu- fügte. Der Gewinner des' Schweines mußte Dann feinen Preis unter dem Spott Der Mitbürger und Dem Halloh der Jugend Durch die Stadt führen. War es ein Ferkel, fo konnte er es auch im Mantel ober in Den Damals sehr weiten Aermeln des Obkr- kleiDes nach Haufe tragen. Darauf bezieht sich Die stelle in Brants „Narrenschiff". „Wer schienen will und falt Des rain (fehlt Der Schießhahn), / Der Drelt Die fu im ermel beim." Auch beim Pferderennen zu ulm im Jahre 1468 wurde dem Reiter Des langsamsten Pferdes eine Sau gestiftet, die mit einer Leine an das Pferd angebunden und so zur Stadt geführt werden mußte. Als später Geldsummen dl« Tierpreise ersetzten, bekam der schlechteste Schütze auch nicht mehr fein Schwein, aber der „Trostpreis", Der ihm zufiel, behielt doch wenigstens Den Namen bei. Und daher mag sich diese Redensart bis auf Den heutigen Tag erhalten haben, deren Sinn ist, daß man etwas gewinnt oder eines Glückes tefö hastig wird, ohne es eigentlich verdisoä zu Wie manches Mal langten Die Talglichter nicht mehr. Dann machten wir Deine Ofentür auf ur.D starrten in Die Glut, schrieben nach Daheim und sprachen von vergangenen unD zukünftigen Tagen, Wie wurden Dann oft Die Gespräche so schwer. Würde es unserem Truppenteil gelingen, Den Ein- kreisungsring zu durchbrechen? Sollten wir die Lieben Daheim Wiedersehen Dürfen? Es war, als hätte die Natur selbst sich gegen uns verschworen und erstarrte in ihrer rasenden Kälte jede Hoffnung und TatenfreuDigkett. ° „Ohne dich gehi's nicht." Ansprache an den Bnnkerofen. Eines Tages warst du wieder da, du braver,Ge- Hie. Die Gruppe erwartete dich geschlossen am WaL- weg, als Der Panjewagen dich brachte, und es war, als grinsten uns Deine runzligen Züge schon von weitem vergnügt entgegen: „Da habt ihr mich wieder, Kameraden, ohne mich gchfs doch nicht." DHt wehmütigen Erinnerungen umstanden wir dich, du guter, alter Ofen, und als Otto, Der Obergefreite, dich behutsam vom Fahrzeug lud, schien es, als glitten seine Hände liebkosend über deinen rissigen Bauch. Er war es auch, der dich damals in den Januar- tagen anaeschleppt brachte. „Hier", sagte er und setzte dich schmächtigen. Burschen von kaum 60 Zentimeter Größe auf Den Lehmboden unseres niedrigen Bunkers, „hier ist der neue Ofen, und Den alten Ruß topf werfen wir jetzt enD gültig raus." Dein so bezeichneter Vorgänger, ein alter, von geschickten Landserhänden umgearbeiteter Benzinkanister, mußte das Feld räumen. Du solltest nun also unser ständiger Weggenosse sein während der Kampfe des unerbittlich- harten russischen Winters, solltest bei Den Märschen uns stets auf dem Schlitten folgen, um uns sofort im neuen Quartier, in Scheunen, Bunkern und zerschossenen Panje-Häusern Wärme zu spenden. Abschätzend und ein wenig mißtrauisch betrachteten wir dich damals. Wie schnell hat sich das Urteil über dich gefestigt. Ein Meister hatte dich geschaffen, Der mit Den Sorgen unD Nöten Des Landsers vertraut fein mußte. Mit sparsamster Nahrung aus Birkenholzscheiten nimmst du vorlieb. Und was für Wärme spendest du dafür, wenn wir von draußen, aus unseren Schützenlöchern im Schnee, zurückkommen und die Knobelbecher und Fausthandschuhe ausziehen, um an Deiner Glut die steif gefrorenen Glieder aufzuwärmen. Welch wohliges Gefühl, bei dir zu sitzen, während draußen heulend Der Schneesturm über Die unendlichen Ebenen fegt! Welch schwerer Abschied, wenn wir nach einer allzu kurzen Stunde Schlaf wieder hinaus müssen in die eisige »eich wirft Ilse Fehling. — „Anonyme Rosen", das AUF MÖNCKEBER6 ROMAN VON OLAF BOUTERWECK Tjüche« sr» immer iMei nach neuen Schein» an, Do- Gießener Konzertring. Klavierabend Professor Johannes Hobohm cn Axel: , „Bitte, Herr Holm, in welchem Verhältnis ^stan- ien 'Sie eigentlich zu dieser Frau Stallings?" Axel schreckte aus dumpfem Brüten und Grübeln cuf und blickte Raucheisen abweisend an: „Herr Kommissar, ich bitte Sie! Frmr Stallmgs var eine verheiratete Krau uni) damü für mlK,.« «t. "Ur "9 bet gehalten haben." - Axel sprang in großer Erregung auf, fuhr sich über die Stirn und trat dicht vor Raucheisen hin. ,j)err Kommissar, bringen Sie mich nicht zur Verzweiflung!" rief er wild. „Ich habe letzt in allen Dingen die volle Wahrheit gesagt! Warum 23 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Der Arzt hiell offenbar gleich einen längeren Vortrag, und Raucheisen unterbrach ihn schließlich mit der Frage, in welcher Zett das Gift wohl tödlich wirke. „Nun, das kommt auf die jeweilige Menge Herr Kommissar", antwortete der Arzt. „Die fts, die Frau Stallings zu sich nahm, wirkt nor° nalerweise bereits nach zwanzig bis dreißig Minuten tödlich. Unsere Gegenmaßnahmen zögerten das Ende wohl etwas hinaus, aber aushalten ließ es sich nicht mehr; dazu kam unser Rettungsversuch leider viel zu spät." . „Ja, ja", unterbrach Raucheisen ihn ungeduld'.g, .was ich wissen möchte, ist eigentlich folgendes: Dann hat Frau Stallings Ihrer Meinung nach xsds Gift zu sich genommen? Können Sie die Zeit - ckwas genauer festlegen, Herr Doktor?" „Ja, das muß erst kurz ehe Frau Stallings durch ihre Zofe aufgefunden wurde, geschehen sein. Also — sagen wir: etwa gegen neun Uhr." „Hm — könnte es nicht etwas früher geschehen sein?" . „Nein, das ist ausgeschlossen! Meines Erachtens i't es sogar wahrscheinlicher, baß es etwas spater ceschah, also etwa gegen neun Uhr fünfzehn." „Danke. Das genügt mir", sagte Rauch^fen und legte den Hörer auf. Dann wandte er sich wieder jtn man ng diesen . Es gib ichsten iK jdeutschr- nalürlich dem vergaßen ) gönnt® itzenM n es on >es Ne4 KleinoX A« wird e>n >«s > sich Ochl-t^ WS ■teW ter richt, w ld-h» ugte < ürgeW bt Ei h»5 VV‘ si-S-"L 'Der11' ■ ,renne«» d-- 2 -rostpre'' rt”,sS 6»1 „Nun, wenn es weiter nichts ist ..." Axel lächelte beruhigt, indem er die ihm entgegengrstteckte Hand Raucheisens ergriff und drückte. „Ich habe ohnehin nicht die Absicht, in absehbarer Zeit zu verreisen!" „Ferner muffen Sie sich jeden Vormittag um neun Uhr persönlich auf Ihrem zuständigen Polizei- revier melden!" l „Etwas peinlich--noch dazu in Klaoow, wo mich jedes Kind kennt! Das heißt, ich kann ja vorläufig auch im Hause meines Onkels wohnen und mich dann auf dem Polizeirevier in Dahlem mel* den! Das wäre ein Ausweg!" । (Fortsetzung folgt.) , Streichholz-Verbot für Schulkinder. Meldungen über Brände, die von Kindern durch Spiele mit Streichhölzern verursacht wurden, zeigen, daß hieran überwiegend die Altersklassen vom 4. bis zum 10. Lebensjahr beteiligt sind. Bei der Bedeutung, die der Erhaltung des Volksvermögens zukommt, hat der Reichserziehungsminister fetzt die Unterrichtsoerwaltungen ersucht, Schulkindern bis zum 14. Lebensjahre das Mitfichtragen von Streichhölzern zu verbieten. Bei den Kindern der unteren vier Klassen der Volksschule hat der Lehrer von Zeit zu Zeit zu kontrollieren, daß der Anordnung Folge geleistet wird. Oie Milchabgabe durch Milchhändler an Verbraucher. Es kommt nicht selten vor, daß zwischen Verbraucher und Milchhändler Differenzen wegen der Belieferung mit Vollmilch entstehen, vor allem, weil oft der Verbraucher Vollmilch für zurückliegende Tage nachzubeziehen wünscht. Dazu ist festzustellen, daß Vollmilchkarten möglichst täglich beliefert werden sollen, da die Mllchkarten zur täglichen Belieferung ausgestellt sind, und Bollmilch, die der Milchverteiler nicht absetzt, an die Molkerei zürückgeht. Die Dollmilchkarten verlieren aber erst nach zwei Tagen ihre Gültigkeit. Reisekarten müssen beliefert werden, jedoch kann die Lieferung nicht immer am gleichen Tage erfolgen, da der Milchverteiler die Milch erst bei seiner Molkerei bestellen muß, insbesondere, wenn es sich um etwas größere Mengen handelt. Bei der entrahmten Frischmilch wird eine Rücklieferung der nichtabgesetzten Milch an die Molkerei nicht vorgenommen, vielmehr kann der Milchverteiler diese, soweit sie von den Normalverbrauchern nicht abgenommen wird, an andere Verbraucher abgeben. 3um Kauf von Schweinen für Hausschlachtungen. NSG. Nach § 25 der AO. 1/43 der Hauptvereinigung der 'Deutschen Diehwirtschaft vorn 18.12. 1942 ist der Einkauf von Schweinen über 50 kg Lebendgewicht außerhalb der Schlachtoiehmärkte und Derteilungsstellen nur gestattet, wenn der Käufer im Besitz eines Schlußscyeinbuches oder einer schriftlichen Einkaufsgenehmigung der für ihn zuständigen Kreisbauernschaft ift Der Verkäufer ist schwellt. Das Scherzo erklang wuchtend und mar* kant, im Finale hoben sich die mannigfachen Gegen* sätze mit großer Weitung in der Coda heraus. Als Eingang brachte das Programm vierPrä * ludien und Fugen aus dem Wohltem« perierten Klavier von Ioh. Seb. B a ch. Mit feinem Sinn für die Vielfältigkeit der Ausdrucks» Möglichkeiten bei enger Bezogenheit der Sinngebung zwischen Präludium und Fuge waren diese baxu angetan, beim Hörer Sammlung und Bereitschaft zum inneren Mitaehen zu wecken. Es zeugt für den musikalischen Willen Hobohins, daß er sich gern mit Variationswerken auseinander* setzt. Vor Jahren spielte er hier Regers Bach-Varia- tionen, diesmal bot er die Telemann-Variationen desselben Meisters und Mozarts A'dur’Sonate, deren besonderer Reri auf ihrer Dariationenreihe beruht. Als Mozarffpielsr hat Professor Hobohm sich hier in Gießen mit besonderer Note erwiesen. So ließ er auch diese'Sonate mit ihrem graziös anmutigen Thema im Lichte der einzelnen Abwandlungen in feinsinniger, sauberer Durcharbeitung erstehen, jeder einzelnen Verände-- rung in Tempo und Vortragsart nachgehend, gipfelnd in der schwungvollen Wiedergabe des „Türkischen Marsches". Regers Telemann-Variationen (im August 1914 in 8 Tagen geschrieben) folgen einer Menuettweise aus Telemanns „Tafelmusik". Unbelastet durch Seelenkämpfe, ist dieses Werk aus reiner Musizierfreude geboren. Es folgt vornehmlich der Manier der klassischen und vorklassischen Zeit. Prof. Hobohm ließ jede einzelne Abwandlung mit dem ihr eigenen Gesicht erkennen bei äußerster Klarheit des reichen figurativen Rankenwerkes, bestimmt durch die ständig wechselnde Ausdruckswelt. Seine Krönung fand das Ganze in der Fuge, deren Thema er grdzil gelüftet einführte und im Lichte weiterer the, matischer Bereicherung in den Durchführungen ständig steigerte und in machtvollen Akzenten der Coda ausklingen ließ. Reicher, herzlicher Beifall war der Dank der Hörer, den der Konzertgeber mit zwei Zugaben erwiderte. Dr. Hermann Hering. gründen, die gegen mich sprechen, anstatt meinen ehrlichen Angaben Glauben zu schenken?" Raucheisen erhob sich ebenfalls. „Es- kommt hier weniger darauf an, daß ich Ihnen glaube, Herr Holm, als daß der Staatsanwalt Ihren Angaben Glauben schenkt! Und das bezweifle ich eben, denn Sie können das, worauf es hier gerade ankommt, in keinem Falle beweisen!" „Schön!" sagt Axel grimmig. „Dann bin ich nunmehr mit meinem Latein zu Ende. Ich habe meine völlige Schuldlosigkeit zu beweisen versucht, wobei ich mich in allen Dingen streng an die Wahrheit hielt! Da Sie meine Angaben jedoch bezweifeln und mich nach wie vor für den Täter und Mörder meines Onkels halten, *so werden Sie mir nunmehr meine angebliche Schuld beweisen müssen ... Ich tarnt wohl jetzt gehen?" ,5)xn — eigentlich wäre es meine Pflicht, Sie hierzubehalten, bis ich Ihre Angaben nachgeprüft habe, sowett das überhaupt noch möglich ist! Aber ich sagte Ihnen bereits heute morgen, daß uh Ihnen einen wohlüberlegten und kaltblütigen Mord nicht zutraue, und deshalb glaube ich es verantworten zu können. Sie unter gewissen Voraussetzungen vorläufig — ich sage: vorläufig! — auf freiem Fuß zu belassen! Zunächst müßten Sie mir aber Ihr Ehrenwort geben, daß Sie bis auf weiteres Groß-Berlin nicht verlassen werden!" *h’ !uhr»! en Und 'S bet rloilen- )• Nach 1 Ernst Weit hllN: 15 unh| °Kt die he von Cchöp. 'es fori «roßen J einer' sondern lngen! ’N gen !cn «e- vchicksol > haben die um dadurch Weit foteibit Urheimat wissen, tand di, den unb Beschluß 'gründet üderge« eile Eu> „Nun ja, feit zwei Jahren! Sie sagten aber vorhin, daß Sie Frau Stallings bereits seit vier Jahren kennen! — in welchem Derhättnis standen Sie also früher zu ihr?" Axel räusperte sich. „Nun, ich gebe zu, daß ich ftüher die Absicht hatte, sie zu heiraten. Ich habe Frau Stallings auch einmal einen Antrag gemacht; aber sie war damals bereits in Frvbenius verliebt, und deshalb wies sie mich leider ab ... Ein Vierteljahr später ging sie dann die Ehe mit dem Rennfahrer ein." „Wußte Frobenius denn, daß Sie sich vor ihm um Frau Stallings Hand beworben hatten?" „Natürlich! Ich war doch mit Frobenius befreundet ... Ich verkehre auch heute noch gelegentlich mit ihm, wenn auch von einer Freundschaft in dem früheren Sinne keine Rede mehr sein kann!" „Warum hüllten Sie sich denn heute früh in Schweigen, als ich Sie über Ihren nächtlichen Aufenthalsort befragte?" „Ja, begreifen Sie denn nicht, Herr Kommissar?" rief Axel erregt. „Sie konnten doch nicht verlangen, daß ich eine Frau wie Brigitte Stallings bloß- ftellte!" , _ , „Ich begreife nur bas eine", sagte Rauchersen ruhig, ,baß in dieser Nacht Ihr Onkel ermordet wurde, und daß Sie im Verdacht stehen, der Täter zu sein! — Sie hätten alles tun müssen, um diesen Verdacht von vornherein zu entkräften ... Inwiefern wäre Frau Stallings übrigens bloßgeftellt worden? Nach Ihrer Darstellung steht diese Dame doch völlig makellos da!" „Gewiß, Herr Kommissar! Es fragt sich nur, ob Frobenius diese Darstellung auch geglaubt hätte! Und gerade in der augenblicklichen Krise dieser Ehe wollte ich alles vermeiden, was zu einer weiteren Entfernung der Gatten beitragen konnte! Vielleicht hätte Frobenius die willkommene Gelegenheit auch ausgenutzt, um von dem an sich harmlosen Geschehen dieser Nacht den von ihm schon lange ge- juchten Scheidungsgrund herzulstterr/ neue Lustspiel Fritz Schwieferts, wird vom Schau- pielhaus Königsberg uraufgeführt. — Das Badische Staatstheater Karlsruhe bringt das Schauspiel Paterland" des Dichters Emil Strauß in einer neuen Einstudierung heraus. Das Werk erlebte 1923 i in Karlsruhe seine Uraufführung, mußte aber damals auf das Betreiben liberaler und marxistischer Streife vom Spielplan abgesetzt werden. — „Eine Rächt mit Marie I s a b e l l", Horst Commers neues Lustspiel, gelangt in Graz unter der Regie »on Viktor Warsitz zur Uraufführung. — Generalintendant Hans Meißner hat das Volksstück „D i e Hochzeitsreise" von Arthur Simon zur Uraufführung für das Schauspielhaus Frankfurt erworben. Das Werk, das in Alt-Frankfurt in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts spielt, wird von Franz Schneider in Szene gesetzt. verpflichtet, sich vor dem Verkauf den Schlußschein ober die Einkaufsgenehmigung vor!egen zu lassen und hat diese beim Verkauf zu unterfchreiben. Als Futter- und Nutzschweine dürfen also nur Schweine mit einem Lebendgewicht bis höchstens 50 kg verkauft und gekauft werden. Die AO. Nr. 18 des Viehwirtschaftsverbandes von 18.10.1940, betreffend Einkauf van Hausschlachtungsschweinen, die als Höchstgewicht 60 kg bei dem Einkauf von Schweinen für Hausschlachtungen zugelassen hatte, ist also durch § 25 geändert. Demnach dürfen nur solche Schweine zu Hausschlachtungszwecken im Bezirk des Diehwirtschaftsverbandes eingekauft und verkauft werden, die im Zeitpunkt des Kaufabschlusses ein Höchstgewicht von 50 kg haben. Dies bedeutet jedoch nicht, daß die Hausschlachtung in allen Fällen noch genehmigt wird, wenn das Schwein gerade 49—50 kg wiegt. Verstöße gegen § 25 der obengenannten Anordnung sind nach § 20» derselben Anordnung strafbar. Wenn VoltSgasniaske und Lustfchuhhelme fehlen. NSG. Volksgasmasken (DM.) und Luftschutz- Helme haben sich bei Luftangriffen im Kampf gegen Brandbomben und Brände, gegen Hitze, Qualm, Funken und Gesteinsstaub tausendfach bewährt. Wer noch keine Gasmaske besitzt, kann sich gegen Rauch und Staub durch ein angefeuchtetes Tuch, vor Mund und Nase gebunden, behelfsmäßig schützen. Wer keine Luftschutzhelme hat, nimmt im Ernstfälle einen alten Hut, feuchtet ihn gründlich an und zieht ihn tief ins Gesicht. Gießen-Wieseck. Die Kriegermutter Frau Elisabethe Becker m Gießen-Wieseck, Rabenauer Straße 28, begeht heute ihren 80. Geburtstag. Der Reichskriegsopserführer SA.-Obergruppenführer Ober! rnb ober übep1 sandte seine Glückwünsche und eine Ehrengabe. Der Gauobmann der NS.-Kriegsopfer»Dersorgung SA> Gruppenführer Dippel und die Kameradschaft Gießen der NSKOD. brachten ebenfalls ihre Glückwünsche bar. Auch wir gratulieren der Jubilarin herzlich. * ** Jungen des G eburtsjahrganges 1925, die aktive Offiziere im großdeutschen Heer werden wollen, melden sich bis spätestens 31. Januar 1943 bei der zuständigen Annahmestelle für Offi- Prof. Johannes H s b o h m, den wir hier in Gießen schon des öfteren zu hören Gelegenheit hatten, ist im Laufe der Jahre immer mehr zu einer ausgeprägten pianistischen Individualität geworden. Nicht etwa in dem Sinne, daß sein persönlicher Akzent bei der Wiedergabe der Werke sich heroordrän- gen würde, sondern er verfolgt das Ziel einer möglichst objektiven Darbietung aus den Grundlagen heraus, die durch Zeitstil und persönliches Bekenntnis im Werke gebunden sind. Das wurde uns hier im Laufe der Jahre immer wieder zu neuer Bestätigung Mit starkem Vermögen des Eindringens in die Werke, mit intensiviertem inneren Erfühlen wird so ihre Wesensgestalt in ursprünglicher Treue wach, ihre Klangform ersteht aus ihrer eigenen Bedingtheit; mit Beherrschtheit strebt Prof. Hobohm im Nachschaffen so der Idealgestalt unbedingter Schönheit zu. Das technische Rüstzeug, das ihm zur Verfügung steht, ist ausgeglichen, geschliffen unb fähig, jedem Werke das Seine zu geben. Und dennoch hat sein Spiel in den letzten Jahren noch gewonnen, es ist vollgriffiger, im Forte fülliger und ausladender geworden, so daß er jetzt mit Berechtigung an ein Werk herantreten kann wie Robert Schümanns fis-moll«Sonate. Wenn auch das anfängliche Schaffen Robert Schumanns auf das Klavier ausgerichtet war, allerdings mehr in freien Formen, so zeigt die fis-nx>ll= Sonate (die 1833 entworfen, 1835 vollendet wurde) seine Auseinandersetzung mit der Form der Sonate. Er durchbricht ihre strenge Gestalt und lockert sie innerlich auf mit der flutenden Fülle einzelner Gedanken, betont von starken Gefühlsaufwallungen im Lichte wirksamer Kontraste. Dazu kam, daß die Schaffenszeit dieses Werkes ihn innerlich durchwühlte, und im Vollendungsjahr bezeichnet er die Sonate als „einen einzigen Herzensschrei nach Clara". Diese unverbrauchte Frische in der Unmittelbarkeit des Erlebens wurde dem Hörer durch Prof. Hobohm nahegebracht, der mit dem Drängen und Stürmen des Impulses dem jeweiligen Wechsel der musikalischen Situation einfühlend nachging Die Thematik war plastisch ausgeprägt und bie Kontilene in der Arie empfindungsstark ge- Hing. i Reichs,: Reichs, lest, daß ;lich an; > klein« l sei je»” 'ildungz. r beur« 3 befor ten und ■unfl für n großer ifiibnmg oerheiw en steht.; tenroerb; Winten । hgesührt ibium in; ung sei die dem ’n, müsse n solda« r Ütotifr1 irjen im »erbauen en über-1 nsatzsm-! an, von Studium l Frauen« itubenlin.1 widmen, n tätigen „Sie jagten vorhin, Herr Holm, daß' Sie das Haus, in dem Frau Stallings wohnt, heute früh zwischen sieben Uhr und sieben Uhr fünfzehn verlassen hätten. — Haben Sie Zeugen dafür? Ich meine, sind Sie beim Verlassen des Hauses von irgend jemandem gesehen worden — vielleicht von einem der anderen Mieter oder auch vorn Haus- meister?" Axel dachte sehr lange nach, um bann doch noch langsam den Kopf zu schütteln: „Nein, auf dem kurzen Wege vom ersten Stockwerk bis auf die Straße, wo mein Auto stand, ist mir niemand begegnet. Aber es werden sich bestimmt irgendwelche Personen finden lassen, die bestätigen können, daß mein Auto seit gestern abend zehn Uhr bis heute früh um sieben ununterbrochen vor dem Haus in der Kaiserallee gestanden hat!" ,Hm, selbst wenn wir solche Zeugen finden, Herr Holm, so wäre damit nichts ober nicht viel bewiesen", erklärte Raucheisen achselzuckend. „Denn die Tatsache, daß Ihr Auto vor dem Haufe gestanden hat, beweist noch lange nicht, daß Sie sich selbst während dieser Zeit in der Wohnung der Frau Stallings aufgehatten haben! Sie können es ja dort bloß ab gestellt haben!" „Ader mein Diener Otto hat mich heute früh um sieben Uhr dort angerufen!" rief Axel verzweifelt. „Dieser Telephonanruf muh doch nachttächlich noch festzustellen sein!" / „Gewiß, Herr Holm! Damit wäre jedoch im günstigsten Falle nur bewiesen, daß Sie tatsächlich heute früh um sieben in der Wohnung der Frau Stallings gewesen sind, nicht aber, daß Sie sich auch in der kritischen Zeit, in der Ihr Onkel erschossen wurde — also kurz nach Mitternacht — dort auf- icht. Kranken« undheit- Rote« mit dem cauftragt nder ab« t einheit« amenA Die noch Au« der Stadt Gießen. Um eine Kuchensorm. Wirtschaftsgegenstände aus Metall sind durch die kriegsbedingten Verhältnisse zeitweise knapp am Markt. Kein Wunder, daß jeder sich glücklich schätzt, wenn er das Gewünschte auf Anhieb bekommt. So war es auch bei der Kuchenform, die eine Hausfrau erstand und mit zufriedener Miene betrachtete. Da wurde neben ihr eine bescheidene Stimme laut: „Ach, kann ich sie mir einmal ansehen ?" Mit leichter Mißbilligung wandte die Käuferin den Kopf: „Die habe ich bereits fest genommen, es ist die letzte am Lager." Enttäuschung malte sich auf dem Gesicht der jungen Fragestellerin, und stockend meinte sie: ,Hch bin nämlich erst seit einer Woche verheiratet und habe noch keine einzige Backform in meiner Wirtschaft..." Die Verkäuferin stand wartend daneben; rechtlich tarn die Ware der ersten Käuferin zu, aber gefühlsmäßig macht- sie die Kuchensorm der Jungverheirateten gönnen, die sie wohl am nötigsten brauchte. Und ähnliche Gefühle schienen auch der älteren Hausfrau zu kommen. Mit mütterlichem Lächeln blickte sie das junge Frauchen an, rang noch ein bißchen mit sich selbst, gab sich dann sichtlich einen Ruck und meinte endlich: „Na, wenn es sich so verhält, bann werde ich sie Ihnen überlassen ..." Freudestrahlend kam der Dank der jungen Frau, und man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß am nächsten Sonntag ein junger Ehemann mit einem liebevoll gebackenen Kuchen erfreut worden ist oder ein Feldpostpäckchen hinauswanderte ... G. K.-H. Für unsere Verwundeten. Die NS.-Gemeinschaft „Ära ft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Iruppen- Betreuung" i m Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranftattungen durch: In zwei Lazaretten bot eine Kapelle aus Gießen eine fröhliche musikalische Unterhaltung. Die Künstler Kabath (Klavier), Frielingsdorff (Gesang und Schlagzeug) und Allekotte (Bandonium, Saxophon und Klarinette) spielten bekannte Melodien, Lieder und Tänze bei reichem Beifall der Verwundeten. — Der Vortragsring hatte zu seiner Dichterlesung von Herrn. Eris Busse in der Aula eine größere Zahl Verwundete eingeladen. — Zu den Vorstellungen im Laufe der Woche hatte die Intendanz des Theaters der Universitätsstadt Gießen wieder Verwundete zu Gast. — Das NSKK. hatte am Mittwoch seine verwundeten und kranken Kameraden zum Film „Der große Schatten" im Gloria-Palast eingeladen. — Durch den Kreis-Innungsmeister hatten Mitglieder der Uhrmacher-Innung des Kreises eine Anzahl Uhren der Kreisleitung Wetterau zur 23erfügung gestellt, die im Laufe der Woche an Verwundete in den Lazaretten in Gießen,- Laubach und Bad-Nauheirn zttr Verteilung tarnen, um einen Ersatz für im Fronteinsatz verloren gegangene Uhren zu bieten. Vorgärten sind fein Freiland. In einer Veröffentlichung des Berliner Polizeipräsidenten wird gegen einen Mißstand Stellung genommen, der auch in . Gießen vielfach zu bemerken ist. Die nachstehende Ermahnung des Berliner Polizeipräsidenten sei daher auch hier dringend zur Beachtung empfohlen. Diele Hausbesitzer haben die eisernen Zäune ihrer Vorgärten in dankenswerter Weise zum Verschrotten zur Verfügung gestellt. Seitdem hören die Klagen nicht auf, daß nachlässige Passanten und Hausbesucher die ungeschützten Vorgärten als Frei- lapd betrachten. Auch ist beobachtet worden, daß Kinder unter Duldung oder Förderung durch die Eltern die gemauerten Sockel zum Balancieren benutzen, oder durch Unachtsamkeit beim Spielen mit Bällen und dergleichen Schaden in den Gärten anrichten» Einem großen Teil der Bevölkerung wird es nicht bekannt sein, daß die Hauseigentümer verpflichtet sind, ihre Vorgärten angemessen zu bepflanzen und zu unterhalten. Es ist in erster Linie ein selbstverständliches Gebot der Rücksichtnahme und Achtung vor frembem Eigentum, Vorgärten auch bann nicht unbefugt zu betreten, wenn fein Zaun daran hindert, und Beschädigungen durch Kinder nicht zu dulden oder gedankenlos zu fördern, sondern durch entsprechende Belehrung zu unterbinden. Ergänzend wird noch darauf hingewiesen, daß, wer unbefugt über Vorgärten geht, auch nach § 368 Ziffer 9 des Strafgesetzbuches bestraft werden kann. Bei Zerstörungen im Garten kann unter Umstünden auch ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung ht Betracht ^kommen. Verbunkelungszeit: 26. Januar von 17.55 bis 7.43 Uhr. auf diesem Gebiet tätigen Stellen melden ihre Gin- nchtungen dem Deutschen Roten Kreuz und über. Mren auf Verlangen die Einrichtung für den Krankentransport dem DRK. gegen eine Entschädi- KÄS» transport durchgeführt hat, unter Währung seiner Origen Rechte auf Verlangen zur Eingliederung m das Deutsche Rote Kreuz zur Verfügung zu stel- len. Das Deutsche Rote Kreuz wird jeweils örtlich bekanntgeben, wann es den Gesamttransport übernimmt. Bis dahin ist der Krankentransport von den zur Zett damit beschäftigten Stellen, denen das DRK. Weisungen geben kann, weiterzuführen. Kleine politische Nachrichten. In Linz übergab der Stabschef der SA. die Führung des SA.-Gruppe Alpenland an den vom Fronteinsatz zurückgekehrten SA. - Gruppenführer Wilhelm Ditller. ♦ Der deutsche Gesandte in Bangkok, der Hauptstadt Thailands, Dr. Ernst Wendler, gab die Gründung der „Reichsdeutschen Gemeinschaft Bangkok" bekannt. Bisher bestand in Bangkok nur ein beut- scher Klub. Dieser ist nach fast 52jährigem Bestehen aufgelöst und das Eigentum von der neugegründeten Gemeinschaft übernommen worben. Der Vorsitzende des Klubs, Wilhelm F u h r h o p, würbe zum Leiter der Gemeinschaft ernannt. * Am indischen Unabhängigkeitstag, dem 26. Ja- nuar, wird in Schonan (Singapur) eine Feier ab- gehalten, bie mit der Hissung der indischen Natio- jiMlflaage emgeleitet wird. Nach einem stillen Gebet wird Der Präsident der ostasiatischen indischen Unabhängigkeitsliga, Rash Behari Bose, eine Rund- lunkafffprache an das indische Volk und die befreundeten Mächte halten. Aus Bagdad erfährt man, daß Nordamerikaner kürzlich in Koweitam Persischen Golf, in Aden und in dem indischen Hasen Karachi gelandet sind. . Kunst und Wiffenschast. „Der Trunk von Verona". Als dritte Uraufführung in dieser Spielzeit ging im Danziger Staatstheater Flügels Tragödie ^Der Trunk von Verona" in Szene. Flügel behan- b^t ben Untergang des Langobardenkönigs Al> bo in an seiner Mißehe mit der Gepidentochter Rosamunde. Bei ihm ist Rosamunde nicht die Verworfene, sondern die große Liebende, die mit ihrer Hingabe an den Eroberer Alboin die Wunden des Krieges zwischen Langobarden und Gepiden heilen will. Erst durch Alboins Freveltat, der fie bei einem Gelage in Verona zwang, aus dem Schädel ihres Vaters zu trinken, wird die Liebende zur maßlos Hassenden. Mit ihrer Hingabe an Alboins Waffengefährten Helmichis erkauft sie sich ben Mord Alboins. Die Träger der Handlung gel- . ten Flügel als von Gott Verstoßene und darum Untergehende. Um seine Dichtung der Form der großen Tragödie anzunähern, führt er auch den Thor eln, der die Handluug mit Anklagen und Weissagungen begleitet Der Autor, der als Lektor für die Deutsche Akademie in Gent tätig ist, ist unzweifelhaft von hoher dichterischer Begabung unb starker sprachgestaltender Kraft. Er verlangt ein ge- schultes, Sprache als Offenbarung zu erleben fähiges Publikum und ein große Aufgaben würdig lösendes Theater. Die Danziger Inszenierung durch Cle-. mens Schubert zeigte das beste Bemühen um diese Ausgaben. E. K. Wiechmann. Vom Theater. Friedrich Bechges neues Schauspiel „K o p e r n i - k u s" wirb, zugleich mit ben Städtischen Bühnen Frankfurt a. M. und mit dem Staatstheater Danzig, im Schauspielhaus Königsberg uraufgeführt werden. — Otto Falkenberg bereitet als nächste Klassiker- Inszenierung der Münchner Kammerspiele Lessings „Emilia G a l o 11 i" vor. Die Bühnenbilder ent- ziersbewerber des Heeres. Dort, bet allen Nach- Wuchsoffizieren und den Wehrbezirkskommandos find weitere Auskünfte zu erhallen. *♦ Grüße aus dem Feld. Der Gefreite Adolf Dinges aus Gießen übermittelt durch uns der Heimat herzliche Grüße aus dem Kaukasus. Wir erwidern oiefe ®rüfre mit den herzlichsten Wünschen für den Briefschreiber und seine Kameraden. ** Das wichtigste Selbstschutzgerät. Die Luftschutzhandsprche hat sich als das wichtigste Gerät des deutschen Selbstschutzes bewahrt. In den Händen der vom Reichsluftschutzbund ausgebildeten Hausfeuerwehr wurde sie zum wirksamen Abwehr- mlltel im Kampf gegen alle durch feindliche Luftangriffe verursachten Brände. Es gibt kaum noch ein Haus ohne Luftschutzhandspritze. Aber es gibt noch viele Volksgenossen, die dieses Selbstschutzgerät nicht so zu würdigen und zu pflegen wissen, wie es seiner Bedeutung entspricht. Für sie und alle anderen bringt „Die Sirene" in ihrem neuesten Heft einen bebilderten Aufsatz aus berufener Feder, der das enchäll, was jeder von der Luftschutzhandspritze wissen muß. Kreis Bübingen. (D Schotten, 23.Ian. Die hiesige Krieger- kameradschaft hiell dieser Tage ihren Iahres- appell ab. Kameradschaftsführer Dr. Dambmann gedachte zunächst der Gefallenen und Verstorbenen und erstattete sodann den Bericht über das abgelaufene Jahr. Die von Kamerad H a i n z vorgelegte Iahresrechnung wurde genehmigt. Kamerad B i n g sprach über das Fechtwesen, wobei die erfreuliche Tatsache betanntgegeben wurde, daß unter den 82 Kriegerkameradschaften des Kreises Büdingen die Kriegerkameradschaft Schotten hinsichllich der im Jahre 1942 aufgebrachten Spenden an erster Stelle marschiert. Kamerad Rieß berichtete über das Schießwesen und forderte zu reger Beteiligung auf. Sodann folgte die Ehrung einer großen Anzahl von Kameraden, benen das Abzeichen für 40- bzw. 25jäh- rige Mitgliedschaft überreicht werden konnte. Nachdem Kamerad Buß der Kameradschaftsführung Dank für alle Arbeit ausgesprochen hatte, wurde der Appell mit dem Gruß -an den Führer und an die Wehrmacht geschloßen. Don der Börse. Frankfurt a.M., 22.Ian. Die Umsätze in heimischen Aktien waren in der Berichtswoche sehr klein. Tendenzmäßig war eine einheitliche Stimmung nicht zu erkennen, wenn auch überwiegend feite Grundhaltung unverkennbar war. Chemische Albert, die innerhalb zweier Monate nahezu 10 v. H. angezogen hatten, kamen infolge Umsatzfehlens in den letzten Tagen nicht mehr zur No- tienina (1. K. 163), nach Pause wurden Gebr. Adt mit 120 um 1,50 v. H. niedriger genannt, auch Brown Boveri gaben von 190 auf 188, Grün und Billiger von 183,5 auf 178 nach. Bei einigem Geschäft gingen Heidelberger Zement weiter bis 148,5 um 1,50 v. H. zurück. Gut gehalten blieben^ Holz- mann mit etwa 184, Lahmeyer um 163, während Kupferberg Sekt 1 v. H. Gewinn wieder abgabsn. Etwas Umsatz verzeichneten Moenus, die aber ihren Höchststand von 128 nicht ganz halten konnten. Frankfurter Bank, die von 112,5 Ende Dezember bis 104 nachgaben, erholten sich im Wochenverlattt bis 105,75, nachdem die Abgaben au m eh ort hab-n. Bon Derkehrswerten wurden Kablgrund 1.50 v. H. niedriger rpit 62.5 wieder notiert. Bei den schweren Papieren entsprach die Entwicklung weitaebend den Berliner Notierungen: IG. Farb-n um 177, Stkihloerein bei kleinen Besserungen bis 170 — 169, Daimler dagegen rück- läu'fia. bis 166 5 nachgebend, §est dagegen 3ell Aschaffenburg bis 1515 und Waldhof bis 126,5. Don E^ekttoaktien gaben Felten etwas nach, da- geaen Betula und Licht und Kraft sowie Elektrische Lieferungen fester. Westdeutsche Kaufhof um 94,5 bis 94 25. _ _ Am Rentenmarkt zeigten sich Reichsallbesitz freundlich, bis 170 5 angehend, Steuergutscheine I um 105.13 bis 105 40 schwankend. Jndustrieo-liga- tionen sind nach Ausverkauf der aus der 5>aus- 5ins0euerablDhma herausgekommenen P'aydbrie^ einzelner Jnstttute mehr beamtet und kursmäßig meist etwas ireundlicher. Im Aktien fr eiverk ehr wurden Els. Bad. Wolle von 136,5 auf 141X heraufgesetzt, einem Kurs, der einem 6proz. Papier mehr entspricht. Die Dividendenkürzung bei Feist Sekt blieb ohne Einfluß, etwa 142 excl. 5 v.H. Dividende. Fraenk. Schuh leicht anziehend, 139. Im Telephonverkehr gingen Salzschlirf zu 83 und 83,5 um, Zschokke um 115 (117). Tagesgeld unverändert 1,75 v. H. 3ranffurter Schlachtviehmarkt. Fr änksurt a. M., 23.Ian. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 46 bis 47, b) 42 bis 43, c) nicht notiert, Bullen a) 44 bis 45, b) 40 bis 41, c) 32 bis 36, d) nicht notiert, Kühe a) 44 bis 45, b) 39 bis 41, c) 33 bis 35, d) 20 bis 25,5, Färsen a) 45 bis 46, b) 41 bis 42, c) 35 bis 37, d) nicht notiert, Kälber (Sonderklasse) und a) nicht notiert, b) 57 bis 59, c) 46 bis 50, d) 30 bis 40, beste Mastlämmer 54, mittlere Mast- lömmer und ältere Masthämmel 45, Schafe a) 44 bis 46, b) und c) nicht notiert, Schweine a) ■ 73,5, bl) 72,5, b2) 71,5, c) 69,5, d) 66,5, e) 63,5, f) nicht notiert, gl) 73L, g2) 66,5, h) und i) nicht notiert. Marktoerlauf: alles zugeteilt. Immatrikulation an der Universität. In Gegenwart zahlreicher Mitglieder des Lehrkörpers der Universität fand am Samstagmittag in der Aula die feierliche Immatrikulation der neuen Studierenden des Wintersemesters 1942/43 statt. Wiederum stellten, wie bei den vorhergehenden Semestern, die Soldaten den weitaus größten Teil der Studenten. Als Vertreter des Rektors entbot Professor Dr. Rauch den Studierenden den Willkommengruß der Universität. Insbesondere begrüßte er zunächst die kriegsversehrten Studenten, die stolz darauf sein konnten, das höchste Soldatentum bestanden zu haben, und die nun in der Heimat durch das ^Studium sich die Grundlagen für ihre spätere Berufstätigkeit erwerben mochten. Dabei werde ihnen die starke und unermüdliche Förderung durch alle Dozenten und Kameraden bereitwilligst zur Seite stehen. Sodann wandte sich Professor Dr. Rauch an die Studenten, die zur Wiederaufnahme oder zum Abschluß ihrer Studien von der Wehrmacht erneut beurlaubt worden sind, nachdem sie ebenfalls an der Front die stärkste Erprobung deutscher Männer bestanden haben. Er wünschte ihnen weiteres erfolgreiches Studium und die Erarbeitung eines guten Grundstocks, der ihnen die besten Aussichten für ihre Zukunft geben mocht?. Schließlich sprach der Redner alte übrigen Studenten und die Studentinnen an, denen er vor allem den nationalen und sozialen Gesichtspunkt zur ständigen Beachtung vor Augen hiell: nämlich das Bewußtsein, daß die Be- rufsvoebereitung des Akademikers nur durch materielle und geistige Opfer aller anderen Volksgenossen ermöglicht werde unb darum alle Arbeit immer auf das ganze Volk ausgerichtet sein müsse, und ferner alle Studierenden an ihrem Teile durch fleißige 21rbeitJ an der Aufrechterhaltung des großen Gefüges der Universität mitzuwirken hätten, damit pur die an der Front kämpfenden Kameraden die Arbeitsplätze und Arbeitsmöglichkeiten für die große Zukunft nach dem Kriege erhalten bleiben. Die Zukunftsaussichten nach dem Kriege seien die denkbar besten, jedoch sei der stärkste Einsatz jedes einzelnen gerade jetzt m der Kriegszeit die Voraussetzung dafür. Die Universität Gießen werde allen Studierenden Gelegenheit zu reger Arbeit in engster Gemeinschaft mit den Dozenten und damit die Vorteile einer kleinen, aber außerordentlich rege schaffenden Universität bieten. Mit der Austorderung an die Studierenden, allezeit nach dem Wahlspruch unserer Ludoviciana zu handeln, schloß der Redner seine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Ansprache. . Anschließend erfolgte die Verpflichtung der neuen Studierenden in der herkömmlichen Weise. Gießener Fußka!l. 1900 — Büdingen VA. Die Schwierigkeiten, die sich bei den Blau-Weißen beim gestrigen Spiel zusammenhäuften, waren derart groß, daß bei Spielbeginn nur sieben Mann zur Stelle waren. Mit Mühe^und Not konnte man dann noch zwei Mann heranschaffen, so daß wenigstens die Durchführung gesichert war. Unter diesen Umständen nimmt das Resultat kein Wunder, denn die Gäste waren diesmal durch verschiedene Neuzugänge weit spielstärker als am vergangenen Sonntag gegen die Luftwaffe. Trotz dieser zahlenmäßi- gen Unterlegenheit hatten die Platzbesitzer immer» yin noch gewisse Möglichkeiten, das Spiel entscheidend zu beeinflussen, wenn man die, richtiae Einstellung gefunden hätte. Es wurde aber wieder das unzweckmäßigste Spiel angewandt. Wo der Ball steckenblieb, versuchte man es mit enger Kombination, anstatt das Spiel auf die Außen zu legen, wo eine weit größere Bewegungsfreiheit gewährleistet war, so wie-die Gäste dies taten und damit auch zu den entsprechenden Erfolgen kamen. Weitere Ergebnisie vom Sonntag. VfB.-R. Gießen — Wolfersheim 4:0 (1:0). Reichsbahn Friedberg — LSV. Gießen 6:5 (4:3). • Handball-Gauklaffe. Luftwaffensportverein Gießen besiegt die Turngemeinde Rüsielsheim 9:3 (5:2). Von besonderer Bedeutung der in der höchsten Spielklasse am gestrigen Sonntag ausgetragenen Spiele war die Begegnung Luftwaffensportverein Gießen — Turngemeinde Rüsselsheim. Bedeutungsvoll deshalb, weil Rüsselsheim, am Schluß der Tabelle stehend, jede Gelegenheit nutzen würde, um noch in letzter Stunde den Abstieg zu verhindern: die Flieger hatten nachzuweisen, daß der gesicherte Verbleib in der Gauklasse auch den Leistungen nach verdient ist.. So waren alle kämpferischen Voraussetzungen für ein gutes Spiel gegeben. Der Sportplatz in Gießen befand sich in guter Verfassung und gestattete ein einwandfreies Handballspiel. Seit der letzten Auseinandersetzung in der Vorrunde, die Rüs- seisheim mit 9:8 Toren als Sieger zeigte, waren beide Mannschaften starken Veränderungen unterworfen. Daher war der Ausaang vollkommen offen. Rüsselsheim hat Anwurf. Die Mannschaft beginnt sehr schnell und zügig und kommt bald an den Wurfkreis. Der Versuch, zum erfolgreichen Torwurf zu kommen, scheitert jedoch an der guten Verteidigung der Soldaten. Dann kommt der Luftwaffensportverein zum Angriff. An der Sttafraumlinie laufen sich die Angriffe zunächst fest. Dann erhält Liesen- dahl in günftiaef Schlußstellung den Ball, unb das erste Tor ist fällig. In den weiteren Spielminuten werben auf beiden Seiten keine Erfolge erzielt, und man erkennt, daß die Angriffsreihen nicht über das Können verfügen, das man schlechthin von Gauklassenmannschaften erwarten muß. Erst in der elften Minute kann der Mittelstürmer der Soldaten ein weiteres Tor anbringen. Rüsselsheim setzt nun zu einem energischen Angriff an und kommt schon in der zwölften Minute zum ersten Gegentor. Wieder rennen sich die Stürmer an der Verteidigung längere Zeit fest. Vor allem die Stürmerreihe der Flieger zeigt keinerlei Verständnis und svielt ziemlich unüberlegt. (Schon seit langer Zeit ist die Angriffsreihe beim Luftwaffensvortverein das Schmerzenskind der Mannschaft, während die Hintermannschaft außerordentlich oefallen kann. So war bas leider auch gestern wieder. Wann gelingt es den Fliegern, diese gewaltige Lücke erfolgreich auszufüllen? Sie muß ausgefüllt werden: denn sonst wird die Mannschaft nicht allzu weit kommen.'» Rüsselsheim hat eine ausgesprochen jugendliche Mannschaft aufgebracht, die nicht stark genug ist, sich gegen die stämmige Hmter« Mannschaft des Luftwaffensportvereins durchzu« setzen. Damit ist die Kritik der Mannschaften vorweggenommen. So ist, infolge der schlechten Stürmers leiftungen, die Auseinandersetzung im wesentlichen ein Spiel der Hintermannschaften. Erst in der 16. Minute gelingt den Fliegern durch Liesendahl der dritte Treffer. Bis zur' Pause stellen Porath und Raddatz bei einem Gegentor von Rüsielsheim das Ergebnis auf 5:2. Nach dem Seitenwechsel glaubt man an bessere Stürmerleistungen, aber diese sieht fest । daß Ihr die Rüstung speist! Wenn Eure Gasuhr wenig weist Hoffnung erfüllte sich nicht. Im Gegenteil, die Angriffe der Flieger werden noch systemloser. Auch die besten, von der Hintermannschaft eingeleiteten Angriffe werden nicht verwertet. Nur noch vier Tore vermögen die Soldaten zu erzielen. Rüssels« heim war nur einmal erfolgreich. Damit ist das Endergebnis mit 9:3 hergestellt. Für den Luftwaffensportverein warfen die Tore: Liesendahl (2), Raddatz (2), Ratzel (3), Porath (1), Hahn (1). Alle drei Tore für Rüsselsheim erzielte der Mittelstürmer. Mit diesem Siege hat sich der Luftwaftensportver« ein endgültig seinen Platz in der Gauklasse gesichert. Notwendig ist es nun, die erwähnten Schwächen der Mannschaft zu beseitigen, damit in der nächste» Spielserie ein Kampf um die Meisterschaft und nicht, wie seither, gegen die Abstiegsgefahr geführt werdest kann. Deutscher Boxsieg über Schweden. Irn siebten Box-Länderkarnpf zwischen Deutschland und Schweden, der am Sonntag in der vollbesetzten Breslauer Iahrhunderthalle stattfand, siegte dis deutsche Mannschaft überlegen mit 12:4 Punkten. In den einzelnen Klassen wurde allerdings hart und erbittert um den Sieg gestritten. Eine Niederlage mußte von den deutschen Kämpfern nur Bütt« ner (Breslau) einstecken; zwei weitere Treffen endeten unentschieden. Kurze Sportnoiize«. Acht Fußball-Ganmeister stehen nun bereits fest. Neu hinzugekommen sind am Sonntag Spv. Kassel (Kurhessen), Dresdner SC. (Sachsen) und Viktoria Hamburg (Hamburg). Fußballmeister von Kurhessen wurb$ der Spielverein Kassel, der im letzten und entscheidenden Meisterschaftstreffen den VfL. 1860 Marburg mit 3:1 (1:0) Toren schlug. H a mb u rgs Turnerinnen gewannen hi Leipzig einen Dreistädtekampf mit 559 Punkten vor Leipzig (552,5) und Berlin (545,5). Beste Einzel« turnerin war die deutsche Meisterin Charlotte Walther (Leipzig) mit 97,5 Punkten vor der Berlinerin Berta Rupp (94,5). * Offenbachs Fechterinnen konnten erneut den Städtekamvf gegen Wien und Berlin, der diesmal in Wien ftattfanb, siegreich gestalten. Sie schlugen Berlin mit 15:1 und Wien mit 12:4. Beste (Ein« zelsechterinnen waren Silo Allgayer und Hebwig Haß, bie alle ihre Gefechte gewannen. Rot-Weiß Berlin unb Mannheimer ERC. bestreiten bas noch ausstehenbe Dorschluß- runbenfpiel um die Deutsche Eishock^ymeisterschaft' am 6. Februar im Berliner Sportpalast. Der Sieger trifft acht Tage später an der gleichen Stelle im Titelkampf auf den SC. Rießer See. HaupUchriftleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptichrijtleiiers: Ernst Blumlchein. Berantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für dos Feuilleton: Dr. Hans Thvriot; «ür Stadt Gienen, Provin',, SBirtidiafl und Sport: Ernst B:um,chein. Druck und Verlag: Brühlsche UnroeriilätSbruckere, R. Lange K. 06. Verlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann: An;eigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Nach langem, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden verschied am 23. Januar mein lieber guter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Franz Lösch, Kaufmann im Alter von 54 Jahren. In tiefer Trauer: Frau Rosel Lösch, geb.Herf und alle Angehörigen. 25. Januar 1043. Mittwoch, 27. Jan., Friedhof statt." 0515 ---------------------/, ------------------------------------------------------------ Gießen (Neustadt 47), den Die Beerdigung findet am 15.30 Uhr, auf dem Neuen Heute morgen ist meine liebe, gute Frau, die treusorgende Mutter ihrer 2 Kinder, unsere liebe Schwägerin, Tochter, Schwester u.Tante Frau Anna Appel, geb. Goh nach längerem, schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden, vier Tage vor ihrem 81. Geburtstag, sanft entschlafen. In tiefem Schmerzt Obergefreiter Ludwig Appel, z Z. Im Felde nebst Kindern end allen Angehörigen. Gießen (Marktstr. 18), 24. Januar 1943. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 27. Januar, 14.45 Uhr, auf dem Neuen Fried- bof8tatL 0514 Am 22. Januar verschied unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Erdmann Arndt Reichsbahnoberinspcktor i. R. nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 79 Jahren. Im Namen aller traüemdcn Hinterbliebenen: Dr. Fritz Althoü u. Frau, geb. Arndt. Gießen-Wieseck, Eichenröder Weg 28. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 26. Januar, 14.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Von Kranzspenden bitten wir Umstände halber abzusehen- 264 D Freude an der Natur durch Äermühler-Äücher.l Danksagung. Statt Karten! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Charlotte Vogt, geb. Brühl Elisabeth WaUenfels Wwe., geb. Vogt, und Kinder, und alle Angehörigen. Gießenern Januar 1943. •_____________-_______________________0510 Statt Karten! Danksagung. Gießen, den 24. Januar 1943. 265 D Für die überaus zahlreichen Beweise der innigen Anteilnahme bei dem Ableben .unserer Schwester sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank. . _. Anna Walther Professor Dr.med. Walther und Familie. [Stellenangebote! Keine Driprei|i- leegaleee, sondern nur Zeugut» ablchrifien dem B» n,erl>ung«,chrelbenbei. »egen l — Lichtbilder unv Bewerbung Sun ter- lagen müssen zur Ber- Meldung von verlusir» auf der RÜMeite N» men und Anschrift bei Bewdrüer« traoenl Tüchtige, nicht zu junge Müuierin für sofort oder später gesucht. [o5oi Bäckerei Schilling, Bismarckstr. 8. Putzfrau zum Reinigen der Büroräume gesucht. [101D Emil Schmall Bier-Groß- Handlung und Eisfabrik. Fleißiges, sauberes Mädchen v. Hess. Hausfrau nach Tübingen gesucht. [26sD Vorzustellen am 28. 1., vormitt. Gießen, Wilbelmitr. 24. Aelt., znverläss. Frau oder Fräulein r. selbst. Führung des Haushaltes eines ält. Herrn sofort od.1.Mär; gesucht. Schrift!. Ang. m. Zeugn.- Mschristen unt. 267D a. d. 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