195. Jahrgang Nr. 70 Erscheint täglich, nutzer .VormtagS und sreiertags Beilagen: Gießener r>ami!ienblätter Heimat irnBild DieLchoue HczugSvreis: Monatlich.....NM. 1.80 SufteUgebüfir... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen 9hnnmem infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschlnß 2251 Drahtanschrift: „?lrrzeiger" Postscheck 11688 Franks. / M. miffroo6).24.m8r3m5 Gietzener Anzeiger Annahme von «Anzeige« für die Mittaasnummer bis 8' »Ubr desBormittags Anzergen-Preiie: Anzeigenteil 7 Rvi. le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvi. le mm bei 70 mm Zeilenbreits Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH AbschlüsseNiengenstaffel B Platzvorschrist < vorherige Vereinbarung) 25°'omehr vrühIscheUniverfitatrdruckerei R. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Siehen, Zchulstrahe 7-9 Der Wille zum Sieg. Cs ist die tiefste Erkenntnis von der Unbesiegbarkeit des Lebendigen, daß kein Unglück hoffnungslos, keine Not unwiderruflich und selbst der Tod nicht endgültig ist, wenn nur im Volke als der Quelle und dem Urgrund des überzeitlichen Lebens der einzelnen der Wille zum Widerstand und zur Tat und der Glaube an die Zukunft lebendig sind? Und wie für den einzelnen gilt dies für das Volk- wenn man sich nicht selber aufgibt, ist man nicht verloren, und, nach einem Worte Schillers, was man nicht selber aufgibt, das hat man nicht verloren. Gerade mir Deutschen haben das in unserer Geschichte oft genug erfahren, und zuletzt erst wieder vor 25 Jahren, als Deutschland im tiefsten und nach dem Willen feiner ^Feinde unwiderruflichen Sturz in den Untergang geschleudert worden war, weil trotz der vom ewigen Ruhm bekränzten Tapferkeit der kämpfenden Fronten dem deutschen Volk der letzte Mut und die letzte klare Erkenntnis seines Schicksals versagt geblieben war. Diebin einer kleinen verspotteten und verfolgten Bewegung zusammenaeschlossenen Freiwilligen des Führers waren es damals, die Deutschland nicht aufgaben -r- und darum war Deutschland nicht verloren und konnte aus der Kraft, des Willens und des Glaubens jener unter dem neuen Banner sich sammelnden Freiwillillgen bis zum Beginn der großen deutschen Erfüllung sich emporschwingen. Aus dieser Kraft sind wir heute stark, unseren Weg durch die schwere und opfervolle Zeit des Entscheidungskrieges als der letzten Bewährung und der großen Erprobung unseres Volkes zu gehen. Und der Sieg ist uns in alleji Kämpfen und Gefahren gewiß, weil wir niemals mehr uns selber und Deutschland aufgeben, das uns darum in Ewigkeit unverlierbar ist! „Durch Krieg und Kampf besteht diese Welt; es stirbt sogleich, was hier nur ruhen will. Gerüstet und gewappnet sollen wir immer fein; immer schlagfertig, immer als die, die dem Feinde begegnen sollen: wir sollen Krieger, sein!" Ernst Moritz Arndt. Der Abwehrfleg -ei Drei. Wie das DKW. am Dienstag mitteilte, ist in den harten Kämpfen, die seit acht Wochen im Raume von Drei andauern, ein vorläufiger Abschluß ein- aetreten. Der feindliche Großangriff, der die deutschen Stellungen in diesem Frontabschnitt abschnüren sollte, ist auf der ganzen Linie gescheitert. Wo immer es den Bolschewisten gelungen war, in die deutsche Hauptkampflinie einzudringen, wurden diese Einbrüche alsbald abgeriegelt und der Gegner wie- dch: hinausgeworfen. So ist der strategische Gewinn der Bolschewisten in diesem erbitterten Ringen gleich Null gewesen. Der feindliche Angriff hatte das Ziel, die Flankenbedrohung zu beseitigen, die durch die deutschen Stellungen bei Drei für die damals vor- dringenden Südarnreen der Bolschewisten entstand. Der Gegner hat diese Angriffe mit sehr erheblichen Verlusten bezahlen müssen. Die blutige Einbuße von über 150 000 Mann zuzüglich 10 000 Gefangenen beweist, daß hier ganze Armeen zerschlagen worden sind. Das gleiche läßt sich aus der Zähl von über tausend erbeuteten oder vernichteten Panzern und fast 500 Geschützen entnehmen. Es ist also eine Niederlage auf der ganzen Linie, die herbeigesührt zu haben das Verdienst der deutschen Truppen ist, die dort in härtestem Kampf mit einem überlegenen Gegner standen, und ihn restlos abzu'ertigen gewußt haben. Für die gesamte Kampfsührung im Osten ist die Tatsache von gar nicht abzuschätzender Bedeutung, daß in den schwierigen Wintertagen die Bastion von Drei unerschütterlich hielt. Hieran konnte die Aufrichtung einer neuen Verteidigungslinie weiter im Süden angelehnt werden. Die tapferen deutschen Kämpfer von Drei haben sich damit ein bleibendes Verdienst um die Abwehr der bolschewistischen Welle erworben. Wenn der DKW.'Bericht weiterhin mitteilt, daß von der gesamten übrigen festgefügten Dftfront mit Ausnahme des Raumes südlich des Ladogasees, wo feiiÄliche Angriffe erneut .zufammenbtachen, und des Abschnitts westlich Kursk, wo eigene Truppen erfolgreich vorgehen, nur noch Kampshandlungen von örtlicher Bedeutung stattfanden, dann ist dies das Zeichen dafür, daß die Lage im Offen sich weitgehend gefestigt hat. Es handelt sich hierbei zum Teil um die Ruhepause, die durch die Frühjahrswitterung und die dadurch hervorgerufenen Geländeverhältnisse bedingt ist, zum anderen Teil aber auch durch die Erschöpfung des Gegners, der in den Kämpfen der vergangenen Monate überall schwerste Verluste erlitten hat, auch im Süden, wo er zunächst erhebliche Erfolge und Geländegewinne davontragen konnte. Oer Wehrmachiberichi. DAV. Aus dem FÜHrerhocuptquarlier, 23. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der eigene Angriff westlich Kursk gewinnt trotz schmieriger Geländeverhältnisse gegen hartnäckigen Widerstand der Sowjets weiter an Boden. Südlich des Ladoga-Sees brachen erneute feindliche Angriffe in erbitterten Kämpfen zusammen. von der gesamten übrigen fest gefügten O st f r o n t werden nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung gemeldet. Der im Januar begonnene, von Norden und Süden zur Abschnürung des Raumes um Orel geführte feindliche Großangriff, ist an deyl entschlossenen Widerstand der deutschen Truppen gescheitert. In den achkwöchigen schweren Kämpfen der Winterschlacht um Orel verloren die Sowjets 10 594 Gefangene und über 150 000 Wann an blutigen Verlusten. 1061 Panzer, 485 Geschütze und ungezählte sonstige Waffen aller Art wurden erbeutet oder vernichtet. In Süd - und Witteltunesien gehen die heftigen Kämpfe welker. Gegenangriffe deutscher Truppen warfen den Feind an einigen Stellen zurück. An anderen Frontabschnitten siehen deutsch- italienische Verbände, durch die Luftwaffe unterstützt, in schweren Abwehrkämpfen. 15 feindliche Flugzeuge wurden über dem Wiltelmeer- raum abgeschossen, drei eigene Flugzeuge werden vermißt. Feindliche Bomber griffen gestern aus großer höhe norddeutsches Küstengebiet an. Die Bevölkerung, vor allem in Wilhelmshaven, hatte Verluste. Iäger und Warineflakartillerie schossen fünf feindliche Bomber ab. Schwere deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der vergangenen Rächt den Schiffsbauplatz und Verforgungshofen Hartlepool an der englischen Ostküste. „Veraltete Prinzipien." England legt das »Gleichgewicht der Kräfte^ zu den Akten. - Europa wird dem Bolschewismus „zur Neuregelung nach-em Kriege" überantwortet. Von unserer Berliner Schriftleitung. Der Weg zu Führer und Gemeinschaft. Zur Verpflichtung der Jugend am 28. März. Von Hauptbannführer Otto Zander, K.-Chef des Kulturamtes der Reichsmgendführung. und bereits die auf den Führer ausgerichtete poli- Ueber eine Million Jungen und Mädel werden nach den ersten vier Jahren ihres jungen Einsatzes aus dem Deutschen Jungvolk bzw. Jung- mäüelbund entlassen, um nunmehr im Rahmen der Hitler-Jugend bzw. des Bundes Deutscher Mädel ihre Aufgaben der weltanschaulichen, körperlichen und musischen Erziehung zu erfüllen. Zugleich bedeutet der Tag der Verpflichtung für die meisten Jugendlichen den Abschluß ihrer Schulzeit und den Eintritt in das Berufsleben der^llation. Damit wird dieser Tag auch zu einem Feiertag des Volkes, der deutschen Fa- milie und der deutschen Schule. lieber eine Million Jungen und Mädel — eine gewaltige Zahl! Und doch ist fie. nur ein Austische, geistige und seelische Einheit der deutschen Jugend verkörpert, — es ist das stolze Bewußtsein auch vom Wert des einzelnen jungen Deutschen, das uns diesem 28. März mit einem Gefühl des Stolzes und des Glücks entgegensetzen läßt. Der Führer selbst hat uns den Wert jedes ein« Seinen deutschen Volksgenossen' wieder ins Bewußtsein gerufen. Er hat uns gelehrt, daß über Zahl und Masse die seelische.Kraft unseres Volkes, sein Glaube und sein Wille triumphieren, daß es im Leben des deutschen Menschen größere Dinge gfbt als nur die fo genannten „realen", die mit den Augen zu sehen und mit den Händen zu greifen sind. Der Glaube an die große Zahl und an die Masse war der Aberglaube unserer Gegner, dem der Der Tag der „Verpflichtung der Jugend" nimmt | schnitt aus der alle umspannenden Gemeinschaft im nationalsozialistischen Feierjohr eine besondere! der Jugend, ist nur der Lebensausschnitt der Vier- Stellung ein; er ist der wichtigste Feiertag der zehnjährigen.-Aber es ist nicht die große Zahl, die deutschen Jugend, denn an ihm werden die vier- uns dobei beglückt, — denn wir sind nicht zahlenzehnjährigen Jungen und Mädel vor t Z' r...... Eintreten, um sich mit dem Gelöbnis „Ich oer spreche, allezeit meine Pflicht zu tun m Liebe und < .. , _ , , . , Treue zum Führer und unserer Fahne" ihm und Herkunft, Bildung und Konfession überwunden hat seinem Werk für ihr ganzes Leben zu verpflichten. nnin ;n . uns hob ei beglückt, — denn wir sind nicht zahlenden Führer । gläubig und sind keine Massenanbeter! Es ist Dieb > „Ich vor- mehr das Bewußtsein von der inneren Kraft einer solchen Gemeinschaft, die die Schranken der ebensowenig Platz in Europa ist wie für das „veraltete Prinzip" der Neutralität. Ausdrücklich heißt es in dem Artikel: „Unter den modernen Verhältnissen ist der Status der Neutralität vielleicht noch bei einigen Ländern, wie z. B. bei der iberischen Halbinsel und der Schweiz anwendbar, die ihre isolierte Lage den besonderen geographischen Gegebenheiten verdanken. Für die große Mehrheit der kleinen europäischen Staaten bildet der Status der Neutralität in Friedenszeiten ebenso wie in Kriegszeiten keinerlei Sicherheit mehr. Es ist eine unbedingte Notwendigkeit, die Wege und Mittel zu finden, um die Unabhängigkeit der großen und kleinen Staaten mit der wachsenden Militär- und W ir tscha f ts macht auf einer Basis des gegenwärtigen Einverständnisses in Einklang zu bringen, was die einzige Alternative ist, um einerseits eine Anarchie und andererseits den Hitlerismus auszuschalten." Die Erwähnung des „Httlerismus" ist das willkommene Sprungbrett, um den ahnungslosen Tröpfen in Europa zu sagen, daß sie den Sowjets zum Fraß vorgeworfen werden sollen. Ein wenig später nur gibt die „Dimes" im selben Artikel selbst einer solchen^Auslegung recht, wenn sie die Ansicht vertritt, daß „der Mangel an Vertrauen in Osteuropa dabei ein Hindernis bilden könnte, und daß das bolschewistische Rußland bei der Schaffung einer „Atmosphäre von Vertrauen" . eine besonders wichtige Rolle zu spielen habe, eine Rolle, die es eigentlich bereits übernommen habe." Für diejenigen unter den kleinen Staaten, dje diese Ausführungen der „Times" vielleicht doch noch nicht in ihrer ganzen Folgenschwere verstanden haben, und vielleicht doch lieber an die „veralteten", „ungemäßigten, unmodifizierten und unmodernen" Begriffe von Freiheit und Selbstbestimmungsrecht zu halten wünschen, wird die „Times" noch deutlicher, indem sie meint, daß die angelsächsischen Verbündeten der Sowjetunion nun die Aufgabe übernehmen müßten, die bei verschiedenen Völkern dieser Erde bestehenden Befürchtungen, die ihre Wurzel in der Geschichte des Bolschewismus fyaifen, zu entkräften. Man müßte — so will es die „Times" — den Bolschewisten dieselben Rechte in der Völkeroereinigung und bei der Neuregelung Europas nach dem Kriege zugestehen, wie sie selbst hätten und ihnen ein ebenso großes Wort bei der Frage, die ihre ,Lebenssicherheit aus dem Boden Europas" betreffen, gewähren. „Europa und nicht allein Europa wird untergeh en" — so schließt bae „Times" ihren zweispaltigen Reklameleitartikel für den Bolschewismus für eine „Modifizierung" der alten Begriffe von Freiheit und Selbstbestimmungsrecht — „wenn jetzt nicht ein vollkommenes Einoerständms zwischen den USA., der Sowjetunion und England erzielt wird." Einen weiteren Kommentar brauchen diese Sätze nicht mehr. Sagt es da doch selbst das konservativste Blatt Englands, die Zeitung der „oberen Zehntausend" und aller derjenigen, die in Politik und Wirtschaft in Großbritannien das große Wort führen, daß Europa, allen Erklärungen und vor allem der Atlantik-Charta zum Trotz, dem Bolschewismus aus geliefert bzw. ihm zur „Neuregelung nach dem Kriege" überantwortet werden soll. Es ist kein Zufall, daß der erste Artikel der „Times" unmittelbar vor der Abreise Edens nach den Vereinigten Staaten, der zweite Artikel während seines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten geschrieben wurde. Sckon am 1. Februar hatte der aus Jassy- stammende Jude Constantine Brown im „Washington Star" eine Herrschaft der Sowjets über Europa als „die vielleicht beste Nachkriegslösung der europäischen Probleme" bezeichnet. Wenige Tage später meldete sich ein anderer USA.-Jude zum Wort, der schon während der Versailler Verhandlungen das Sprachrohr Wilsons war und jetzt wieder durch feine engen Beziehungen zu Roosevelt bekannt ,ift. Waller Lippman gab in der „New Vork Herold Tribüne" den europäischen Klein- und Mittelstaaten den guten Rat, sich von aller Machtpolllik fernzuhalten und zugleich ihre Außenpolitik den Sowjets anzupassen. Der frühere Moskauer Korrespondent der „Daily Mail", Negley Farson, entwickelte dann die „neue Phase sowjetischer Außenpolitik", die auf ein ausgedehntes Annexions- 'unb Sicherungsprv« -gramm von Persien über die Meerengen und die Donaumündung bis Hangö und Petfamo hinaus« läuft Der nüchterne Tatbestand ist also so: England opfert das Gleichgewicht der Kräfte in Europa den Sowjets und wirft das Prinzip der Neutralität hinterdrein. Ll-Boot-Tanker versorgt Kampfboote im Güdatlantik. ■ Da sie es drüben auf der Feindselle nicht leugnen können, in ihrer Atlantikertläruna allen Volkern dieser Erde Frechell und Selbstbestimmunasrecht versprochen zu haben und dies mit ihrer. Politik jetzt durchaus nicht vereinbar ist, versuchen sie nun diese Atlantikerklärung zu umgehen, ohne die in ihr angesprochenen kleinen Nationen noch die eigenen Völker, die unter dem Banner dieser Erklärung zu kämpfen glaubten, allzu sehr vor den Kopf zu stoßen. So beginnt jetzt die „Times eine Kampagne, die es den angelsächsischen Mächten ermöglichen soll, diese Atlantikerklärung mit ihrer eigenen Raubpolitik unter einen Hüt zu bringen. , Das britische Blatt glaubt dabei höchst geschickt zu Werke zu gehen, wenn es jetzt — zwei Jahre nach Veröffentlichung der Atlantik-Chaüa einfach festgestellt wissen will, daß die in ihr angesprochenen Begriffe von der Freiheit unb dem Selbslbestimmungsrecht der kleinen Volker, von der strikten Neutralität und der kollektiven «icherheit ja gar nicht das beinhalteten, was sie vor dem zweiten Weltkrieg ausgedrückt haben Sie feien zu veralteten Prinzipien" gestempelt denn es sei nicht mehr „die" Freiheit, „das Selbstbestim- mungsrecht, „öie" kollektive Sicherheit, „die strikte Neutralität damit gemeint, die man vor vier fahren darunter verstanden Hobe, sondern diese allen, verrosteten, verbrauchten Begriffe hatten einen neuen, zumindesten stark „m o b i f i z i erten„ Inhalt. Es müßte eine neue „Auslegung der unmodern gewordenen Begriffe nun stattfinden. Das bedeute z. B., daß in Zukunft der Begrrss „Unabhängigkeit" durch „ein Prinzip, der Abhängigkeit der einzelnen Staaten untereinander ges mäßigt werden müsse". Alles dies heißt auf deutsch: Die von England und US.-Amerika den kleinen Nationen dieser Erde gegebenen. Zusicherungen von Freiheit und Selbstbestimmungsrecht mußten — soweit diese Fragen Europa betreffen — in bas Prinzip der Abhängigkeit von der ö o ro i e t * .Union „modifiziert" werden, und soweit Afrika oder Asien in Frage kommen in eine Abhängigkeit von Groß d r itannien und vor allem von den USA. , oemäßiot" werden. Weller sagt der- offiziöse Leitartikel der „Dimes", der „Begriff N e u t r a l ll ä t, der für die Heineren und schwächeren Länder ((Europas) erstrebenswert und eine Garantie der Sicherhell bedeutete, ist zu einem veralteten Prinzip gestempelt worden". Die kleinen Mächte würden in Europa sich künftighin eine Isolierung nicht erlauben dürfen, denn — „in diesem Sinne ist die Politik des Gleichgewichts der Mächte ebenso überlebt", schreibt die „Times", wie die Politik einer strikten Nep- tralität überlebt ist. Man muß, um den Abstand zur Gegenwart recht zu ermessen, sich vor Augen hallen, daß das „europäische Gleichaewicht" eine englische Erfindung aus jenen Tagen Wilhelms III., des Draniers, ist, den die Wighs, also die Vertreter der aufkommenden englischen Plutokratie, 1689 nach Vertreibung der Stuarts auf Englands Thron beriefen. Im Namen dieser Gleickigewickts- theorie hat England nacheinander Spanien, Holland, Frankreich bekämpft, im Nomen dieser Erfindung stand Englgnd dem Einheitsstreben Deutschlands feindlich gegenüber, auch dem damaligen liberalen Deutschland, wie die Geschichte von 1848 beweist. Das sogenannte Gleickgewicht der europäischen Mächte, der Grundsatz, nach dem es keine feftlän» dische Macht geben dürfe, die den Einfluß Eng- lcmds auf dem europäischen Festland zu schmälern geeignet wäre, hat' England durch ein System kunstvoller Koalitionen bis in diesen Krieg hinein aufrechtzuballen versucht. Der Krieg gegen das erstarkende Mitteleuropa von 1914 hat in englischen Augen die gleichen Ursachen wie dieser Weltkrieg. Um so ungeheuerlicher ist der Bruch, der jetzt ganz klar verkündet wird. Die „Times" setzt den kleinen Nationen weiter auseinander, daß, im Grunde genommen, für sie Von Kriegsberichter Dr. Hanskarl Aanrgs. Bei der Kriegsmarine, im März. (DNB.) Erwartungsvoll sahen wir dem Tage entgegen, än dem wir auf unserer Fernfahrt zum ersten Male „Versorgung" bekommen sollten, wie es in der U-Bootsprache heißt. Fast alle an Bord kannten von früheren Fahrten schon die U - T a n k e r , die auch den verwöhnten U-Bootsahrer immer wieder- mit irgendwelchen Ueberraschungen aus ihren dicken Bäuchen erfreuen. So erreichen wir eines Abends eine Stelle des Südatlantiks, wo -das Versorgungsboot auf uns treffen muß. Am nächsten Morgen ist die ganze Besatzung in Festtagsstimmung. Wir bleiben aber trotz allen Suchens zunächst allein auf weiter Flur. Der Dberfteuennann nimmt mit dem Sextanten noch mehrere Bestecke auf, wir stehen richtig. Die Sonne steht schon hoch, da wird an der Kimm ein dunkler Punkt entdeckt. Das ist er. Bald kann man die Brücke eines U-Bootes unterscheiden, und schon kommt der graue breite Leib des Der- forgungsbaotes durch das blaue Wasser. Nachdem der U-Tanker gewendet hat, setzt er sich mit langsamer Fahrt neben uns. Wir starren hinüber: An der Brücke rft achtern eine'richtige Brause angebracht, die, offenbar uns zu Ehren, jetzt unaufhörlich aufs Oberdeck sprudelt. Und dann ziehen sich drüben einige Männer aus und vollführen unter den Wasserstrahlen Freudentänze. Als wir gebührend lange die Wasserkünste drüben betrachtet haben, ziehen sich unser Ingenieur und seine Männer zu einer Beratung darüber zurück, wie wir wohl aus Bordmitteln uns auch so etwas bauen könnten. Die beiden Kommandanten aber stehen, beguzm über das Brückenschanzkleid gelehnt, mll dem Megaphon am Mund, und halten einen kleinen Speech. Schnell sind die Schlauchboote klar gemacht. Denn zunächst beginnet die gegenseitigen Besuche. Als erster erscheint der Sanitätsoffizier bei uns. Dann wird mit der Brenn st offübernahme begonnen. Schläuche werden an Oberdeck gelegt, «Staffo troffen ab gerollt, Ventilstucke angeschraubt, und nun saugen wir wieder neue Kraft in uns ein für viele raufende Seemeilen Fahrt. Natürlich sind zahlreiche Ausgucks auf Posten, um jeder feindlichen lieber« raschung sofort begegnen zu können. Für die Proviantübernahme wird ein Fernverkehr eingerichtet, über je eine Talje an der Brücke unseres Bootes und an der Back des Tankers rollt eine dicke Leine, ein Jollenläufer, an dem wiederum mit einem Stropp das Schlauchboot befestigt ist. Wenn das eine Leinenende von ein paar Mann im Laufschritt über unsere Back gezogen wird, llitzt das Schlauchboot zu uns. So findet eine Fülle guter Dinge ihren Weg zu uns herüber, mit liebevollem Eifer von unseren Männern in Empfang genommen und verfrachtet. Unterdessen erscheinen auch schon einige jpngs Matrosen mit Feldpostbriefen auf der Brücke. Sie wollen sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Post nach Hause zu schicken, in der sie» an Stelle der üblichen Angabe „Ortsunterkunft ' als Postort schreiben können „Südatlantik". Dis Mannschaften genießen daher den Ausnahmetag vom täglichen Einerlei. Rings um die Boote schwimmen sie in dem klaren, blauen Wasser, legen sich dann auf bas Vorschiff in die Sonne und lassen sich braten. Endlich ist es soweit. Die Seinen werden gelöst, die Schlauchleitungen sind schon abmontiert, und mit dem Aufbrummen der Diesel setzen beide Boote sich in Bewegung. „Weiter gute Fahrt und auf Wiedersehen an Land!" Mützen werden geschwenkt, unsere Sirene beult, während das Der- sorgungsschiff schnell kleiner upd kleiner wird, bis es ganz verschwunden ist, und mir für lange Zeit wiede'.- allein sind mit unserem winzigen Boot auf dem großen Ozean. | ff =06ergruppenführet und General her Polizei, I Freiherr von Eberstein, einen Kranz des Führers markt in der Ober] gegeben sind. * Kunst und Wissenschaft Aus der Lugend -es Zirkus. A. M. Rabenalt inszeniert den Terra-Film „Zirkus Renz Ein australisches Flugzeug stürzte in den unzugänglichen Dschungelwäldern Nordaustraliens ab. Unter den dabei ums Leben gekommenen Df fixeren befindet sich Brigadegeneral I. A. Crcnpford. Beethovens C-dur-IReffe im Rundfunk. Mit der Sendung von Beckhovens C-dur-Messe im Reichsprogramm amDonnerstag von 21.00 bis 22.00 Uhr bereitet der Rundfunk allen Freunden ernster Kunst'eine Stunde innerer Erbauung. Das Seitenstück zu Beethovens „Missa solemnis" hat seinerzeit durch poetische Textausdeutung, sinfonische Verarbeitungstechnik und die Eigenart der durchgehenden Verbindung von Soll und Chor Aufsehen erregt. In unserer Sendung dirigiert Clemens Krauß die Wiener Philharmoniker und den Staatsopernchor. hochschulnachnchlen. Pros. Dr. Hans Walter Klewitz, der Freiburger Ordinarius für mittelalterliche Geschichte, wurde durch einen jähen Tod der Wissenschaft entrissen. Zum 1. März als Soldat der Waffen-ff einberu- fen, hatte er den Dienst noch kaum begonnen, als ihn plötzlich eine noch ungeklärte Krankheit überfiel, die bereits nach wenigen Stunden zu seinem Tode führte. Seine wissenschaftliche Ausbildung verdankte er dem Göttinger Historikerkreise (K. Brandt und P. E. Schramm) und der Schule Paul Kehrs, unter dessen Augen er mehrere Jahre am Preüßischen Historischen Institut in Rom gearbeitet hat. In Freiburg gründete er gemeinsanr mit Maurer ein Institut für geschichtliche Landeskunde des Oberrheingebietes. — Prof. Dr. Rudolf R o s e m a n n, der emeritierte o. Professor für Physiologie an der Universität Münster, verschied im Alter von 73 Jcch- ren. Er studierte in Greifswald und Münster und habilitierte sich 1896 in Greifswald. 1904 wurde er Australien fordert Hilfe. Schanghai, 23. März. (Europapreß.) Der australische Heeresminister Forde verlangte in einer Rede in Brisbane verstärkten Zustrom von Mann- schaften, Jagdflugzeugen und Bombern der Verbündeten nach Australien. Die Kämvfe auf den Salomonen und aur Neuguinea hätten die I n v a s.i o n s - gesahr für Australien nicht beseitigt. Wenn die Japaner ihre Vorbereitungen beendet hat» ten, würden sie gegen Australien einen Eingriff beginnen, der „wilder ist als ieder Angriff, den wir bisher zu spüren bekamen". Forde schloß: ..Wir dürfen nicht in einem Traumland leben. Wir müssen die ernsten Tatsachen erkennen." „Sydney Sun" schreibt, Churchills Rundfunkrede, in der er erklärte, daß die Anti-Achsenmächte fcen pazifischen Kriegsschauplatz als z w e i t r a n g i g betrachten, habe nicht dazu beigetragen, die australische Stimmung zu heben. Ebensowenig hätten Berichte aus den USA., daß weder politisch"r Druck noch Hilferufe -ber Befehlshaber im Pazifik die USA.- Regierung zu einer Vermehrung ihrer Lieferungen nach Australien bewegen könnten, die Siegeszuversicht in Australien erhöht. Gchreckensherrschaff der Tschunakingtrupyen in Huennan. Tokio, 23. März, (Europapreß.) Ein Domei- Frontbe'richt gibt eine Schilderung von der Schreckensherrschaft, welche die Tschungking-Trup-- pen in Puennan ausüben. Getrieben von der Furcht vor einem japanischen Einmarsch, pressen die Tschungking-Truppen die Bevölkerung zu Zwangsarbeiten und versuchen, durch Zwangsaushebungen ihre Stärke zu erhöhen. Ueberläufer berichten von zahlreichen Plünderungen, wobei die Tschungking- Soldaten oft zu Mundraub gezwungen sind, weil die Habgier ihrer Offiziere ihnen nicht genug Sold läßt, um sich zu verpflegen. An allen Straßen und Brücken stehen Posten, die angeblich als Sicherung gegen einen japanischen Vormarsch dienen sollen, in Wirklichkeit jedoch jeden Passanten durchsuchen und ausplündern. Gleichzeitig betreiben die Tschung- ting-Offiziere einen blühenden Handel mit Heexes- Kleine politische Nachrichten. Der bisherige Oberkommandierende der britischen Streitkräfte auf Ceylon, General Sir Henry P ou>. nall, wird in BaKad erwartet, wo er den Oberbefehl über die in yran und Irak stationierte britische 10. Armee übernehmen soll. ’* / lieber das Gebiet von Teheran und Täbris wurbs bei verschärfte Belagerungszustand verhängt. Die Gebiete wurden zu Militärzonen erklärt, und dls gesamte Zivilverwaltung Militärgouverneuren un-> terstellt, denen sowjetische und britische Berater bei- nach Münster berufen und 1906 Direktor des Physiologischen Instituts. 1921 bekleidete er das Amt des Rektors. 1925 von den amtlichen Verpflichtungen entbunden, führte er ftin Institut noch bis 1937. Rosemann ist hervorgetreten durch sein Handbuch der Physiologie, das in 22 Auflagen erschienen ist. Es ist in England und Amerika eingeführt und auch ins Französische und Spanische übersetzt worden. — Im Alter von 51 Jahren starb der Direktor der - Staatlichen Sammlung für deutsche Volkskunde und Leiter des Instituts für Volkskundeforschung an der Universität Berlin, Prof. Dr. Konrad H a h m. Er studierte in Breslau, Berlin und Greifswald und promovierte 1917 in Greifswald auf Grund einer Arbeit über Georg Büchners dichterisches Vermöcht- nis. 1919 wurde er Generalsekretär des Schlesischen Bundes für Heimatschutz in Breslau, 1922 Referent beim Reichskunstwart, 1928 Kustos bei den Staatlichen Musetn, 1934 Direktor der Staatlichen Sammlung für deutsche Volkskunde. 1940 wurde ihm die Leitung des neu errichteten Instituts für Volkskunst- f Löschung übertragen. Sein Buch über deutsche Volkskunst hat rasch weite Verbreitung gefunden. — Der. Direktor der Chirurgischen Klinik in Düsseldorf,! Pros. Dr. Emil Karl Frey, hat einen Ruf an die' Universität München angenommen. Frey wurde 1888 in Kaufbeuren geboren. Er studierte in München/ habilitierte sich 1924 als Schüler von Sauerbruch' und ging 1927 als dessen Oberarzt mit ihm nad) Berlin. 1930 ging er als Ordinarius an die Medizi-, nische Akademie' nach Düsseldorf. 1931 übernahm er die Leitung der Chirurgischen Klinik. 1939 wurde, er Rektor der Medizinischen Akademie. Frey war Renz will der Film zeigen, wie die Entwicklung eines Unternehmens, das aus kleinsten Anfängen emporwuchs zur europäischen Berühmtheit, hier wir überall allein die Folge eisernen Fleißes sein konnte, und eines unbändigen Willens zu höchster Leistung. Dieser Besitzer einer kleinen Jahrmarktschau, der eines Tages mit feinen wenigen Tieren und zwei, drei Mitarbeitern aus dem Pfälzischen nordwärts über die Landstraßen zockelte und Berlin zu erobern gedachte, war arm an irdischen Gütern, aber reich an Einfällen und begabt mit dem Instinkt für die Forderungen der Zeit, die in originellen Typen und in ihrer ganzen Eigenart auf dem Hintergrund des neuen Films vorüberziehen wird. Hübsch ein-- geflochten sind immer wieder kleine Episoden aus dem Alltag, die schlaglichtartig bi ex (Situation erbeb len und das Menschliche zu dem Recht kommen lassen, das es in einem „Kammerspiel mit zirzensischen Menschen" beanspruchen darf. Roland Betsch schrieb das Drehbuch — im Stil einer bewegten Schau auf ein Stück Leben, das unter den mannigfad) an Wandlungen der Zeiten im Kern bis heute gleich geblieben ist, insofern es die Besessenheit und die Liebe der Zirkusleute zu ihrer Welt angeht, die Freude an der Ueberwindung aller Schwierigkeiten und die Lust an der Welt, der sie das Staunen beibringen und deren Beifall ihr täglich Brot ist, das sie heute hier und morgen dort als wohlverdienten Lohn für den ganzen Einsatz eines Könnens kassieren, geboren aus schönstem Leistungswillen und zähem nimmermüdem Fleiß... Hermann Hacker. Vorräten, die sie zu Wucherpreisen der Bevölkerung verkaufen. Die Zwangsaushebungen haben zu zahlreichen Defertierungen geführt. Die Tschung- king-Armee hat die Beschlagnahme des Prioatbesitzes jedet Familie verfügt, von der em Mitglied desertierte. Dies führte dazu, daß nun viele männlichen Bewohner ihre Heimstätten verlassen und in die Berge fluchten. Luftangriff auf Palermo. Rom, 23. März. (DRB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht bekannt gibt, unternahmen etwa 20 viermotorige amerikanische Bomber am Montag- nachmittgg einen Luftangriff auf Palermo. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Die Opfer unter der Zivilbevölkerung belaufen sich auf 38 Tote, und 184 Verletzte. Die Haltung der Bevölkerung war beispielhaft. Fünf Maschinen stürzten, von der Flak und von deutschen und italienischen Jägern getroffen, ins Meer. gen Ledens. , Der Wechsel aus der Schule in den Beruf, der ebenfalls in der Verpflichtung zum Ausdruck kommt,, ist ein oft nicht leichter Uebergang für den Jugendlichen, für den dieser aber nicht mehr sich selbst überlassen ist, gerade jetzt im Kriege, wo meistens bie starke Hand des Vaters fehlt. Dieser liebergang vollzieht sich nämlich nunmehr im Schoße der Gemeinschaft, im Rahmen der Hiller- Jugend und damit imLebensraumderPar- Lei, die Trägerin der Menschenführung in unserem Volke ist. Sie hat die feste Grundlage, der kräftige Nührboden zu sein für die sich zu dieser Zeit innerlich vollziehende Reife des jungen Deutschem Sie umgibt ihn mit der aus der Gemeinschaft strömenden Kraft, wenn er auf dem Hintergründe ernster Entscheidungen für das Leben und im Bewußtsein seiner Pflicht gegenüber Führer und Volk in den neuen Lebensabschnitt tritt. Wenn früher mehrere verschiedenartige Feiern diesen Lebensabschnitt gekennzeichnet haben, so sind sie jetzt im Zuge der Neuordnung des Gemeinschaftslebens wie auch der persönlichen Lebensbezirke durch den Nationalsozialismus in die große und alleinige Feier zur „Verpflichtung der Jugend" eingemünbet. Die Hitler-Jugend gestaltet zwar diese Feier für ihre Kameraden, aber sie wird von der gesamten Bewegung getragen, weil sie praktisch in alle Bereiche eingreift, besonders in Elternhaus, Schule und Betrieb. Damit beansprucht sie, als einzige in der Volksaemeinschaft anerkannte und für alle Vierzehnjährigen allgemein verbindliche Feier gewertet zu werden. Wir leiten das Recht hierzu aus der Tatsache ab, daß iebe große Revolution und die sie vor- antreibenben Männer und Ideen sich eigene gültige Formen und Gesetze schaffen, nach denen sich auch das persönliche Dasein ihrer Zeitgenossen und kommenden Geschlechter bildet und vollendet. Die Hiller-Jugend weiß, daß ihre Verpflichtung auf den Führer in einer Zeit des totalen Krieges die Bereitschaft zu jedem Einsatz und zu jedem Opfer bedeutet. Diese Bereitschaft ist für sie eine selbstverständliche, unbedingte und unbegrenzte, die nur dem Befehl des Herzens entspringt und nicht der Einsicht in unabwendbare Tatsachen, die jede lleberfegung nach Zweckmäßigkeit und Vorteil wie die. Pest haßt und jedes lauwarme. oberflächliche „Auch-^dabei-sein-wollen" abgrundtief verachtet. ' Diese Bereitschaft wird dadurch unterstrichen, daß vor der „Verpflichtung der Jugend", mindestens für die Dauer des Krieges, der Heldenaedenktag steht, lieber jedem DpFer erhebt sich gleichsam ein neues Werden. Damit wird der Tag der Verpflichtung zu einem wahren Frühlingstag unseres Volkes, an dem sich die funae Garde seiner Getreuen um den Führer schart, bereit, ihm durch jedes Glück und Leid zu folgen. Denn für diese Jugend, die im Zeichen Advl Hitlers aufmächst und seinen Namen trägt, gibt es nur einen Weg: den Weg zum. Führer, den sie für ihr ganzes Leben beschreiten will! Dem Gedächtnis Dietrich Eckarts. Im Bergfriedhof zu Berchtesgaden, an dem Männer des SA.-Sturms Dietrich Eckart die Ehrenwache hielten, legte am 75. Geburtstag des Dichters und Vorkämpfers der Bewegung, Dietrich Eckart, Das ganze Volk hilft mit! Zahlreiche Vorschläge zur Durchführung des totale« Krieges. Berlin, 23. März. Das Reichsmini ft e- riurn für V o l k s a u f k l ä r u n g und Propaganda teilt mit: Unsere Aufforderung an alle Volksgenossen, Vor- chläge zur Durchführung des totalen Krieges einzureichen, hat in weiten Kreisen der Bevölkerung großen Widerhall gefunden. Bereits am Tage nach der Bekanntgabe dieser Meldung gingen Hunderte von Briefen aus allen Teilen des Reiches ein, die wertvol I ft e Vorschläge auf allen Gebieten der Kriegführung enthielten. Arn zweiten Tage hat sich die Zahl der Eingänge verdoppelt und an den darauffolgenden Tagen weiter erhöht. Die totale Kriegführung und die hohe Zahl der Eingänge verbieten es, jedem Einsender per- önlich zu antworten. Jeder Volksgenosse aber, der einen Beitrag leistete, darf versichert sein, daß jede Anregung verwertet, jeder Vor- chlag geprüft und jedem gemeldeten Mißstand nachgegangen und für seine Abstellung gesorgt wird. Die tatkräftige Mitarbeit zahlloser Volksgenossen ist ein Beweis für den Willen unserös Volkes, alle Kräfte im gegenwärtigen Kampf einzusetzen.. Jeder, der kraft seiner Einsicht und Stellung mithllft, wird nach dem Siege einmal mit innerer Genugtuung feststellen dürfen, daß auch er mitgeholfen hat, dieses gigantische Ringen um die Zukunft unseres Volkes siegreich zu beenden. nieder. Weitere Kränze widmeten Reichsminister Dr. Goebbels und Gauleiter Giesler. In Neumarkt in der Oberpfalz, der Geburtsstätte Dietrich Eckarts, würdigte Gauleiter Wächtler Leben und Werk Dietrich Eckarts als das eines der ersten Ban- nerträger der nationalsozialistischen Revolution. In einem harten Lebenskampf, in unwandelbarer Treue gegen sich selbst, formt sich in Dietrich Eckart die Persönlichkeit eines Dichters, und zugleich eines politischen Kämpfers für Deutschlands Freiheit und gegen das zerstörende Gift des Bolschewismus. Das eherische Wort Dietrich Eckarts, daß wir einst gemeinsam mit allen Ländern Europas gegen Juda kämpfen, ist verwirklicht. So haben Leben und Werk des ersten unsterblich gewordenen Dichters unserer Belegung sinnvollste Erfüllung gefunden. Führer feinen unerschütterlichen Glauben an bie innere Kraft unseres Volkes entgegengesetzt hat und — wie der Krieg bisher bewiesen hat — dies mit vollem Recht! Kann es für ihn, den feine Gegner als einen Habenichts belächelten, eine, schönere Bestätigung dieses Glaubens geben als in dem alljährlich wiederkehrenden feierlichen Akt, wenn sich über eine Million junger Deutscher freiwillig auf ihn verpflichtet? Wer in der ganzen Welt kann außer'ihm Jahr für Jahr Millionen Jungen und Mädel im wahrsten Sinne des Wortes fein eigen nennen? Der prallste Geldsack der Plutokraten wiegt auch nicht einen solchen Jungen, nicht ein Mädel auf! Seit Wochen bereiten fidh bie zur Verpflichtung gelangenden Jungen und Mädel innerlich auf den hohen Tag und die festliche Stunde ihres Lebens vor, in der sie dem Führer ein persönliches Versprechen für ihr Leben abgeben dürfen. Da' dör Nationalsozialismus in der großen Persönlichkeit, im Vorbild die stärkste erzieherische Macht sieht, hat die G e st a l t d e s Führers im Mittelpunkt dieser Vorbereitung gestanden, ebenso wie der Schwerpunkt der Verpflichtungsfeiern im Bekenntnis zu ihm liegt. Zugleich ist dieser Feiertag für den jungen Deutschen ein Anruf des pflichterfüllten Lebens,'das nunmehr feine Rechte zu fordern beginnt, das nicht nur Bewährung in der Gemein- schäft der Jugend bedeutet, sondern Bewährung des Charakters, der Tüchtigkeit, des Mutes und der Ausdauer in allen Höhen und Tiefen eines töti- DKD. Zirkus, Welt der tausend Wunder, Welt jubelnder Freude an phantastischen Bildern, des Staunens und der unerhörten Kunststücke, des leichten Schauderns über Wagemut und Sicherheit verwegener Menschen unter dem Zeltdach, Raubtier- aeruch und Parfüm, Manegenzauber, Licht, Illusion, Hauch der Fremde, Atem geballten Lebens, rollende Stadt rund um das Riesenzelt, geheimnisvolles Nebeneinander von Mensch, Tier und Maschine, — so sind wir gewohnt, den Zirkus von heute zu sehen und zu erleben. Der Film nimmt sich diese fett Jahrhunderten aufregende Welt häufig zur Umwelt seiner Handlung. Arthur Maria Rabenalt, ein Spielleiter, der Blick und Schwung für solche künstlerische Auf naben besitzt, inszeniert in dem Terra-Film „Zirkus Renz" mit Rene Deltgen und Paul Klinger ein zirzensisches Zeitbild, kulturgeschichtlich wie menschlich gleicherweise fesselnd und interessant. Denn nicht immer hatte der Zirkus seine heutige Gestalt, nicht immer reiften die großen Unternehmen mit den weltberühmten Namen in ihrer heutigen Form umher und mancher mag staunen, wenn er erfährt, daß der „Tent-Zirkus", der Zirkus unter dem Zeltdach, beweglich und eingerichtet für raschen Auf- und Abbau, jünger ist als der Zirkus im festen Haus... 1 Ernst Renz ist der Schöpfer des deutschen Zirkus — er hat um die Mitte des vorigen Jahrhunderts den klassischen französischen Zirkus, der damals in Berlin in seinem eigenen Gebäude spielte, abgelöst. Sein Name will als Symbol genommen werden — für alle die anderen Namen, die wir Heute als führend in der Welt des Zirkus kennen. Am Beispiel Max Reger in seinen Briefen. Ein Nachtrag zum 70. Geburtstage. Mar R e r hat ' mit der Leidenschaft des Genies, Gas die frühe Vollendung ahnt und, von widrigen Gewalten bedroht, bie Wunder seines Inneren rasch heroorftoßen muß, die ihm gegönnte kurze Lebe ns span ne durchmessen, hat seinem Volke wundervolle Werke hinterlassen. In das leidenschaft- liche, vom ewigen Schaffensdrang getriebene Tempo seines Daseins gestatten seine in einem stattlichen Bande vorliegenden Briefe einen tiefen Einblick; sie lassen uns die Tragik seiner Natur besser begreifen als die Zeitgenossen es vermochten, die von äußeren Begleiterscheinungen verwirrt wurden. Das kommt schon in den Briefen des jungen Musikstudenten zum Ausdruck, der bei Riemann in Wiesbaden lebte und an seinen Lebensfreund Lindner am 8. März 1894, als er noch nicht 21 Jahre alt war, schrieb: „Ich habe mit allen Freuden und Genüssen des Lebens vollkommen abgeschlossen. Ich bin so schwer zu behandeln, daß hier allgemein die Redensart gilt: Mit Reger kann kein Mensch verkehren. Ich weiß auch, daß ich nicht mehr lange lebe, denn das Gefühl der Schwäche, der körperlichen Schwäd)e, ist zu stark. Hoffentlich halte ich es solange aus, daß ich nicht wahnsinnig werde. Denn wer die Schmerzen kennt, unter denen ich meine Kinder gebäre, wer diese durchwachten Nächte kennt, wer weiß, daß zum Beispiel Opus 11 in zwei Nächten geschrieben- ist. der wird die fatale Zerschlagenheit begreifen. Ja, aufrichtig gestanden. Du kannst in Wiesbaden oft einen Gast treffen, der um 3 Uhr morgens in der einsamsten Ecke im Ratskeller allein sitzt und vor sich hinbrütet. Warum? Ich kann nicht schlafen!" x Bei diesem einsamen Brüten, aber auch im Kreise der Kameraden hat der Dämon des Alkohols Reger immer wieder angefallen, bis er ihn in feinen letzten Lebensjahren dann energisch bekämpfte. „Ich habe die Periode der künstlerischen und inneren Zerrissenheit hinter mich gesetzt", gesteht er einem Freunde, „da ich schließlich die ganze Haltlosigkeit dieses schrecklichen Zustandes selbst einsah — und auch follde bin ich geworden. In rein moralischer und sittlicher Beziehung war ich stets im höchsten Grade zurückhaltend un'd werde es auch stets fein, da ich es als eine der größten Gefahren betrachte, in dieser Beziehung nicht gut zu leben. Allein bisher hatte ich doch eines übersehen, nämlich die Gefahren des Alkohols." So ringt er sich mühsam den Weg empor im Kampf gegen den inneren und den äußeren Feind. (Scherl-Archiv-M.) A I i Er klagt, daß er sich bis früh um drei Uhr mit Notenklecksen ernähren müsse, — „wirklich mal aus- schlafen gehört zu den atterseltensten Genüssen bei mir." Und er muß sich noch das Geld zusammensparen, um als Einjähriger beim Militär dienen zu können. Gespart hat Reger immer. Später, im Jahre 1908, konnte er an den berühmten Juristen der Leipziger Universität, Adolf Wach, schreiben: „In Geldangelegenheiten bin ich gar fein Künstler! Ich hasse überhaupt den Ausdruck .Künstler'. Anständiger, edler Mensch fein, das ist die Hauptsache." Allmählich ringt er sich zu einer gewissen „Wurschtigkeit" gegenüber allen Anfeindungen durch. „Meinetwegen kann man mich durchprügeln nach allen Dimensionen", schreibt er am 27. Mai 1896 an Busonj, „ich tröste mich mit dem Gedanken, daß Prügeln auch schon in der Bibel vorkommt. Aus jeder Wohnung werde ich rausgeschmissen, da ich worden sind, jetzt im erfreulichsten, Verkehr stehen wunderung abringt.' C. K. Strauß ist nämlich wirklich ein großer Mufikea: mit, enormem Können, und so hat er mich doch schließlich verstanden! Lor zwei Tagen erhielt ich einen Brief von ihm, wo er mir schreibt: .Ich habe feine so leichte Hand und keine zuverlässige, gehorchende Kompositionstechnik wie Sie, der mir mit seiner un< Besiegbaren Fruchtbarkeit immer Staunen und Be- Zeiffchriffen. — Im Februar-März-Hest der künftig nur noch einmal im Vierteljahr erscheinenden biologischen Bilderzeitschrift „Freude am Leben" (Verlag Hugo Bermühler, Berlin-Lichterfelde) lesen wir zu Beginn einen Aufsatz von Professor Dr. W. Lintzel über den Nährwert des Eiweitzes eßbarer Pilze, ein Thema, dem heute auch eine gewisse aktuelle Bedeutung zukommt. Zwei interessante zoologische Beiträge führen in das Land unseres finnischen Verbündeten: Oberst Wolft berichtet auf Grund eigener Erlebnisse 'über die Tierwelt Finnlands, Erna Mohr von neuen Beobachtungen an Berglernminaen; beide Beiträge sind bebildert. Ebenfalls an Hand von Naturaufnahmen schildert Dr. Richard Bott die Biologie der sog. Gottesanbeterin. Das Problem der Färbung lebender Pflcrnzenzellen behandelt der Gießener Ordinarius für Botanik, Professor Dr. Mster, der auf diesem Spezialgebiet bahnbrechend gewirkt hat. Ein bemerkenswertes Kapitel der dynamischen Bokanik erörtert Professor Dr. Boas in seinem Beittage „Die grtigfte Pflanze". Reichhaltiges und interessantes Material findet man in den Berichten aus allen Gebieten und von neuen Forschungsergebnissen; hier wird z. B. über die Untersuchungen von Professor Kranz (früher 'm Gießen) zum Äsozialen-Problem, über die Rekonstruktion von Sauriern, über den Wildbestand Rußlands,! über Vitamin-OMangel und Erblichkeit von Tuberkulose, über Sogelberingung und Ameisenstaaten neben vielem andern berichtet. Buchbesprechungen,j eine Liste der Neuerscheinungen und bie beliebte Preisfrage runden den Inhalt ab. von allerjüngstem Alter an, hat bisher die heilige Verpflichtung, auf mich zu schimpfen, daß es nur so eine Art ist", schreiot er aus München 1904 an Paul Marsop, und noch 1911 gesteht er, „daß ich nur noch zwei Dinge erwarte, die man mir nachsagen kann: 1. daß ich überall silberne Löffel stehle, 2. daß ich meinen vpr sechs Jahren verstorbenen Vater ermordet habe." Aber schon der junge Reger bekennt, daß er in seiner Musik „absolut keine Konzessionen machen könne", und so ist er unbeirrt seinen Dornenweg als Musiker gegangen, sein hohes Vorbild Bach vor Augen. „Was ich unter Deutschtum in der Orgelmusik verstehe", schreibt er am 26. November 1900 an Joseph Nenner, „ist natürlich nicht Chauvinismus — ist ganz und gar unpolitisch; der Ausdruck Deutschtum ist für mich da eben nur .Gattungsbegriff'; wir könnten ebenso gut sagen .bachisch', das heißt aus klassischem Geist geboren. Mir kann gewiß niemand im geringsten rückschrittliche Tendenzen vorwerfen, im Gegenteil, im marschiere auf linkster Seite. Allein, was Orgelmusik betrifft, da kann ich auf Grund tiefgehendster Studien nur sagen: „Jede Opgelmusik, die nicht im Innersten mit Bach verwandt ist, ist unmöglich." Diese enge Verbundenheit mit der Vergangenheit betont auch ein Brief an Adolf Wach vorn 5. Dezember 1914: „Ich gelte als ,blutroter* Anarchist; wer weiß, welche umstürzlerische, extravagante Ideen mir noch nachgesagt werden — eine Ironie der Weltgeschichte, der Musikgeschichte, wie sie drolliger nicht gedacht werden kann. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, daß ich vielleicht von allen lebenden Komponiften derjenige bin, der am meisten wahre Fühlung mit den großen Meistern unserer so reichen Vergangenheit hat. Ich habe aus diesen meinen Anschauungen nie ein Hehl gemacht, und erst vor kurzem Richard Strauß in einer langen persönlichen Unterredung so mmfi einen .fRorh^g* gehalten, so daß dieser mir schließlich recht gab J Diese zuviel Unordnung mache, die Gardinen in 14 Itagen | Unterredung hat den Erfolg gehabt, daß Sttauß aus blendendstem Weiß in wunderbares Gelb ver- und ich, die wir bisher so gegeneinander gehetzt: wandle durch entsetzliches Qualmen. Auf 20 Stück »'»*’* »*** habe ich's schon täglich gebracht." „Ich dins für gewöhnlich nur gewöhnt, verspottet und verhöhnt zu werden, mit einigen Ausnahmen. Jeder Musiker, eJnnner*‘ :t!d liebevoll a Crjäf lüft(lr Sä k Betrag Ctfe des ßrl-ME । k-i Harald < „SBremej I* ®*nr l rL d-- -rlf ®ir‘ in IW 2 Scherf liit «-»Mf 8rrl front- Ddels d>e i iner W •fnWr IcB; ■5 ®tN tt Berliner P -rahms. Den .nie o°n 61 DUS-Mal 35 Ergebnis il irben tnsgefa Üt Preisrichte lajo, Tarl h ■Berner konnte, erteilen. Die! lil bei der 2 Sing Berg vo lirb Denecke, ' Ittisnovelle ei Bis letzte fein deinen einstel Bieler Erzähler, wird dazu beiti eotte Zeitschrift Wnis *Dl W ■Ä fckiber IC’ Mm 'ZL y«t* & ' jiit K- ben Wetter öhi D Jsu Qinof s Das Aaatst „Die diebische |mi in der Die: rillen Ricardo irä aufgeführ geboten aus de lehnte dank s M rhythmis 'mrcknng. zun Nienischen Ur ihn hat, der M ’ftyid) inftrum n raffen und Mormuna ai ke ein Wdch Urteilt und bur •Miet wird, ,Ep Der Geschiss WM, Majo Wital Halle Vortragende, e der Name 'Mens ist, se -itolous her.zu Mel, Nils •r-inoert begeam M handv » bie j * »urben S"1 * K I 5" «mmiin i *® Nieh ' " ""d ' .7n aus U 'pichen Ahe ’P Men, Lan (Brei: |anie von Schumann, die Generalmusikdirektor schied-enen Stellen unseres Gaues zu finden. Die Verbreitung von 40 und mehr Mi! Money (Nachdruck verboten.) 29. Fortsetzung. resiq neugierig —‘ Terbrüggen warf ihm einen kurzen Bllck zu. Auch fiine Gedanken arbeiteten fieberhaft. Ein plötzlicher Entschluß sprang in ihm auf. ..Gut. Kommen Sie", sagte er mit einem Blick, dr den andern gewarnt hätte, hätte er darauf ge- I - i am . . r « - . ! XI (C w Ir AM A 1 Hl fl rt Abzeichen lenkt wieder die Aufmerksamkeit des ganzen Volkes auf eine nicht unwichtige kulturelle Angelegenheit. Gllt es doch, neben dem Ausdruck der höchsten Opferbereitschaft unseres Volkes einige herrliche Schöpfungen der Natur vor gedankenloser Ausrottung zu bewahren und das Verständnis für den Naturschutz zu Zwecken. Wie eine große Sonne leuchten uns die Blüten des Adonisröschens von grasigen, warm von der Sonne beschienenen Hängen entgegen. Sein eigentliches Verbreitungsgebiet und seine Urheimat sind die Steppen des Südosteys um das Schwarze Meer, von woher es den weiten Wanderweq durch dos milde Dvnoutal bis zu uns in das „Mainzer Becken" angetreten hat. Wenn unsere heimatlichen Bergwälder noch in ihrem winterlichen Gewände sieben, aber bereits mit seinen dunklen, glockenförmigen Blüten gibt es noch verschiedene andere Arten. Zwei davon gibt es in unserem Gaugebiet, in der Nähe von der Saft in den Stämmen der Bäume zu steigen beginnt,dann steht an den lichten Stellen im Unterholz des Laubwaldes der S e i d e l b a st im ^Schmucke seiner violettroten, stark duftenden Blüten als erster Vorbote des nahenden Frühlings. ’ Der Enzian ist wegen seiner Verwendung für Arzneimittel und bei der Zubereitung von Enzianschnaps bekannt. Neben dem stengellosen Enzian „Sie sollen auch einmal eine Freude haben, Direktor. Das Mädel ist vor einer halben Stunde zu Ehrern — pardon — zu meinem Nebenbuhler nach Schacht III gegangen." „Unglaublich!" „Aber leider nicht zu ändern." Terbrüggen begann dumpf zu ahnen, daß sich hier die Dinge zu einer unvorhergesehenen, schicksalsschweren WeNdung verdichteten Er erhob sich langsam, nahm feinen Regenmantel und ging zur „Ich muh selbst hinüber — ich bin für das Mäd- den verantwortlich." r x Er hatte das wehr zu sich selbst gesagt, aber den . feinen Ohren Meinders' war das nicht entgangen. Also war dieses Mädchen doch —? Blitzschnell über» legte er, daß es sich vielleicht lohnen wurde,, den jetzt kommenden Ereignissen aus der Nahe beizu- ..Darf ich Sie begleiten, Terbrüggen? Ich bin NSG. Am 27. und 28. März sammeln s Ebenfalls als WHW.-Abzeichen finden wir den die Walter der DAF., die Warte der NS.- Türkenbund. Ein merkwürdiger Nome für Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Ange- eine unserer schönsten, wildwachsenden Lilien! hörige der Werkscharen, Betriebssührer so. Schauen wir uns ihre prächtige Blüte an. deren wie Mitglieder der Vertrauensräte füt das sechs Blumenblätter von rosaroter Farbe mit Kriegs-Winterhilfswerk. j braunroten Tupfen nach außen in die Höhe ge Die 7. und letzte Reichsstraßensammlung des 1 bogen sind, so daß sie aussen wie ein oben zu- Kriegswinterhilfswerkes 1942/43 bringt Abzeichen fammengebundener Turban. von besonderer Schönheit zum Verkauf. Es sind: Der Märzbecher, die auch als „großes kunstvolle Nachbildungen von zehn der schönsten Schneeglöckchen" bekannte Frühlingsknotenblume, unter Naturschutz stehenden Blumen unserer deut- kommt u.a. im Vogelsberg nur noch stellen scheu Heimat. Ein Teil davon ist sogar noch an ver- weise und selten vor. Auf den feuchten Wiesen ~ ~ ~ ‘ !unseres Dogelsberges findet man noch die Trollblume oder auch ,Llotzblume", wie sie der I achtet. Aber Meinders sah ihn nicht. Er stand schon an Schrank, um feinen Mantel herauszunehmen. Dann gingen sie. _ . . Werner Hellingrath stand am seines Vom Schwarzen Meer zum „Mainzer Velken" Heimatliche Blumen unter Naturschutz. Das Ritterkreuz für Hauptmann Franz List. Starke eingebrochene Felndkrafle nach schwerem Kamps vernichtet. NSG. Bei den schweren erfolgreichen Abwehr- kämpfen einer Gebirgsdivision an der D o n e z - front hatte der Bataillonskommandeur in einem Gebirgsjäger-Regiment, Hauptmann Franz Lift, wohnhaft ‘in Lauterbach (Hessen), so hervor- ragenden-Anteil am Erfolg, daß ihm der Führer für feine mehrfache persönliche Tapferkeit und feine überlegene Kampf,ührung das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh. Als der Feind infolge seiner großen zahlenmäßig gen Ueberlegenheit und unter rücksichtslosem Einsatz von Menschen und Material bei der Nachbardivi-sion eingebrochen war, erhielt Hauptmann List den Auftrag, mit seinem Gebirgsjäger-Bataillon in der Flanke eine Abwehrfront aufzubauen und die vor- stoßenden feindlichen Kräfte aufzuhalten. Kaum hatte Hauptmann List die ihm zugewiesenen, weit ausge° dehnten Stellungen bezogen, als der Feinh, von zahlreichen Panzern unterstützt, angriff. Trotz top ferster Gegenwehr gelang es den Bolschewisten, in Regimentsstärke und mit Panzern in eine Lücke der Verteidigungs*ront einzubrechen und eine bedrohliche Lage zu schaffen. In klarer Erkenntnis der entstandenen Gefahr für den gesamten Verteidigungsabschnitt faßte Hauptmann List selbständig den Entschluß, seine letzten Reserven zusammenzu fassen, um mit ihnen gegen den vielfach überlegenen Feind zu einem kühnen Gegenstoß anzutreten. Persönlich stürmte er feinen Gebirgsjägern voran gegen die Bolschewisten vor. Ein erbittertes Ringen begann. Aber Tapferkeit und Zä'hiakeit der vom Beispiel ihres Hauptmannes angefeuerten Jäger behielten die Oberhand. In heftigem Nohkamp^ wur den vier Sowfetpanzer vernichtet und der feindlichen Infanterie hohe blutige Verluste zuge^ügt. Die blitz schnelle Entschlußkraft und das schneidige Draufgängertum des Hauptmanns List und seiner Gebirgs iäger hatten so zu einem vollen Erfolg geführt. Die Maste der eingebrochenen feindlichen Kräfte wurde vernichtet und die Einbruchsstelle abgeriegelt. 'Damit war die Gefahr für die Divisions-Flanke beseitigt und ein ausschlaggebender Abwehrerfolg für die Kampfführung im großen errungen worden. Schornsteinen wie eine feftc undurchdringliche Wand., Die Menschen, die draußen zu tun hatten, gingen unfroh und verdrossen ihrer Arbeit nach. Schwer- fälliger als sonst rasselten die langen Kohlenzüge hinüber zur Kokerei und zwden Halden. An einigen Stellen, wo die Gleise unter Wasser lagen, spritzte es unter den Rädern in schmutzigen Fontänen hoch auf. , Werner sah das alles und sah es doch nicht. Er stand unbeweglich und starrte den Weg hinunter ... fünf Minuten ... zehn Minuten. Es war schon bald dreioiertel zehn und noch immer war nichts von Renate zu sehen. Unpünktlichkeit traute er ihr nicht zu, also kam sie wohl nicht mehr ... und damit fiel die Entscheidung, die diese Stunde bringen sollte, gegen ihn. Er war unterlegen, und Terbrüggen hatte gesiegt. Mit einem schweren Seufzer trat er vorn Fenster zurück. Er wollte allein einfahren. Zum letzten Male, ehe er das alles hier verließ. Doch im Zurücktreten fiel fein Blick seitwärts auf den Äteg, der von der Kokerei her hier heraufführte. Und auf diesem Wege, das Herz klopfte ihm laut unter den plötzlich heftig aufwallenden Schlägen, auf diesem Wege kam unvermutet, schlank und schmal, mit raschen, selbstsicheren Schritten, in einen knappliegenden Regenmantel gehüllt, die Gestalt eines jungen Mädchens herauf. Leichtfüßig sprang sie hier und da über eine Pfütze, wobei ihr loses, braunes Haar im Winde au^Iatterte. Werner fühlte ein heißes Glücksgestihl wie eine Feuerwelle über sich dahinströmen. Sie kommt, jubelte es in ihm, sie kommt! Mit einem Satz war er bei der Tur und riß sie weit auf. Renate stand atemlos vor ihm. Im ersten Auoenblick freudigen Wiedersehns fanden beide fein Wort. „Wunderschön, daß Sie noch gekommen sind, Fräulein Reni ..." sagte er dann warm und hielt die Hand, die sie ihm zum Gruße bot, so fest in der seinen, als wollte er sie nie wieder hergeben. Sie lachte. Aber sie ließ ihm ihre Hand. Und an Hkück auf, Renate! Roman von Ernst Grau. ** Sprechstunden beim Bann Gießen (11 6). Mit sofortiger Wirkung hat die Bannführung des Bannes Gießen (116) der Hitler-Jugend Sprechstunden für alle Volksgenossen ein geführt, die sich in Angelegenheiten der Jugendführung direkt an den K.-Bannführer bzw. an die Bann-Mädel- führerin wenden wollen. Der K.-Bannführer und die Bann-Mädelführerin werden jeweils montogs in bef Zeit von 15 bis 17 Uhr in Angelegenheiten der Jugendführung für jedermann zu sprechen sein. — Die Banndienststelle ist für den Dienstverkehr mit den Einheiten der Hitler-Jugend von sofort ab nur noch am Dienstag und Donnerstag in der Woche jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr geöffnet, an allen übrigen Wochentagen bleibt die Dienststelle für den Verkehr geschlossen. 'leit Kriegsbeginn an der Front als beratender Lhirurg. 1925 gelang Frey die Entdeckung des Pa- tutins, eines im Blute vorhandenen Kreislaufhor- Neue Aufgaben des Männerchocgefanges. In Luxembura trat der Bundesbeirat des Deutschen Sängerbundes unter dem Vorsitz feines neuen Bundesführers, Oberbürgermeister Theo M e m« nel (Würzburg) zusammen, um die Aktivierung ter Mannerchöre für einen vielseitigen Einsatz zu tesprechen. Ihnen ist durch die Gründung des nationalsozialistischen Kulturwerkes eine Fülle von Lufgaben für die Feierabendgestaltung der NSDAP, mgefallen. Den Sinaaemeinschaften wird in Zu- luirft auch eine reichhaltige Literatur zur Verfügung stehen. Wesentlich ist ferner, daß die Män- rerchöre in noch weit größerem Maße als bisher ur Betreuung der Verwundeten sowie für die Zwecke des Kriegs-WHW. und des Roten Kreuzes erangezogen werden. Weiter wird die verstärkte Fürsorge für die deutschen Chöre im Ausland in ie Tat umgesetzt werden. Harald Genzmers „Bremer Sinfonie“. winzige Zeitspanne sollte eine Entscheidung bringen, von der seine ganze Zukunft abhing. Der Regen hatte inzwischen nachgelassen, aber überall auf den Wegen und zwischen den vielen kreuz und quer laufenden Schienen standen große Pfützen, in denen sich das trostlose Grau des Himmels spiegelte, und die Dächer der Werkhallen, das Eisengewirr der Fördertürme und Krane glänzten, wie frisch gewaschen. Hellingrath fand, daß die Zeit heute mel langsamer und schwerfälliger dahinkroch als sonst. Um halb zehn wollte Renate hier fein, und feit einer halben Stunde faß ex schon hier und wartete und zerhrach sich den Kops, ob sie überhaupt kommen würde. So siegessicher er noch gestetn abend war, so verzagt war er heute. Sonst die Ruhe selbst, war er heute von einer Spannung erfüllt, die ihm das Ungewisse dieses Augenblicks unerträglich, machte. Nervös trat er vom Fenster zurück, mochte ein paar hastige Schritte ins Zimmer hinein, setzte sich dann an den Tisch und schraubte mit unruhigen Fingern an den beiden Grubenlampen herum, obgleich er sich schon dutzendmal überzeugt hatte, daß sie tadellos in Ordnung waren. Nebenan tobte und brauste die gewaltige Fördermaschine mit ihrem fünfzig Tonnen schweren Schwungrad, und unter ihrem Stampfen zitterte und bebte alles um ihn her in dem kleinen Raum. Endlich war es soweit. Die Uhr zeigte halb zehn. Aumtrnend erhob er sich und trat wieder vor das Fenster. Jeden Augenblick mußte sie den Weg dort herau'kommen. Denn wenn sie jetzt nicht tarn, war alles aus ... war es endgültig mit allem vorbei, was er feit Taaen erhosit und herbeigesehnt batte. Wäre das Schicksal gerecht, wenn es einem Men- schen wie diesem Terbrüggen zum Schluß noch Recht gab? Wenn er ruhig zusah, wie er selbst hier alles aufgab für ein Nichts? Mer gab es denn ein gerechteres Schicksal ...? Draußen hing noch immer der Himmel m trüben und wolkenschweren Schleiern über der Zeche. Und darum lag der schwarze Rauch aus den vielen Bedeutet das Leben aber ständige Bewegung, fo bedeutet es damit zugleich auch ständigen Kampf, In jedem Kampf gibt es Siege und Niederlagen, Höhepunkte und Beharrungsmomente, Erwartungen und Enttäuschungen. Der wäre ein Tor, der davor die Augen verschließen wollte. Im Gegenteil, gerade diese Erscheinungen des Kampfes sind es ja, die dem Leben zu feinem eigentlichen Sinn verhelfen. Nur kommt es darauf an, sich nicht in einem unnützen Kampf zu zerreiben oder seine Kräfte dort anzusetzen, wo ledes Bemühen von vornherein aussichtslos ist. Und hier zeigt es sich, ob man über bte Lebenskunst verfüatz die auch dazu gehört, wenn man den Kampf des Lebens erfolgreich bestehen will. Es ist nicht jedem vom Schicksal bestimmt, das Steuerruder eines Staatswesens zu führen oder als Wirtschastsführer ein großes Werk zu leiten. Es gibt auch Aufgabengebiete, die ihren unscheinbaren Platz im Alltagsgetriebe haben und die deshalb nicht weniger wichtig sind. Zu erkennen- daß man an diesem Platz ebenfalls Bedeutsames zu leisten und den Kampf des Lebens mit Schwung und Energie zu führen hat, darin liegt die Kunst des Lebens. Gute Zeiten machen es dem Menschen leichter, mit dem Leben fertig zu werden. Anders ist es, wenn die Schicksalsstürme toben, die unsanft in den Ohren gellen. Erst dann zeigt es sich auch, aus welchem Holz man geschnitzt ist und ob man das Zeug besitzt, als ganzer Kerl zu bestehen. Lauheit und Sichgehenlassen sind zu solcher Zeit keine Zeichen der Lebenskunst. Die Dinge zu gestalten, ist vielmehr oberstes Gebot, weshalb auch der geistreiche Lichtenberg den trefflichen Satz prägte: „Jeden Augenblick des Lebens, er falle, aus welcher Hand des Schicksals er wolle, den günstigen so wie den ungünstigsten zum bestmöglichen zu machen, darin besteht die Kunst des Lebens und das eigentliche Vorrecht eines vernünftigen Wesens" x H. W. Sch. Zur Berpfl'chtuno -er Jugend. Nach Möglichkeit keine Sonntagsarbeif der Eltern. Der Generalbevollmächtige für den Arbeitseinsatz hat die Betriebsführer gebeten, Gefolgschaftsmitglieder, deren Kinder am kommenden Sonntag. 28. März, bei der Feier der Vervflichtung der Jugend antreten werden, nach Möglichkeit zur Sonntagsarbeit nicht heranzuziehen. Es kann gegebenenfalls ein Austausch mit solchen Gefolgschaftsmitgliedern erfolgen, die an dpr Feier nicht unmittelbar beteiligt sind. Der Generalbevollmächtigte will auf diese Weise den Vätern und Müttern, deren Söhne und Töchter am kommenden Sonntag hn Rahmen der öffentlichen Feiern auf den Führer verpflichtet werden, wenn es die betrieblichen Der- bältnisse irgend gestatten, die Teilnahme an der Verpflichtungsfeier und einem Zusammensein mit ihren Kindern im häuslichen Kreise ermöglichen. Oie Lufisckuhhandsprihe wird gebrauchsfertig geliefert. dem Aufleuchten in ihren sammetbraunen Augen sah er, daß alles Hanaen und Bangen dieser letzten Stunde umsonst gewesen war, und eine überwältigende Freude brach in ihm auf. Jü diesem Augenblick eben noch haarscharf auf der Grenze von Sein ober Nichtsein hatte das Schicksal sich doch noch für ihn entschieden, und in frohem Ueberschwange vergaß er sogar, daß es Hammerkotts Tochter war, deren Hand er noch immer fest umschlossen hielt. „Sie haben schon lange gewartet, Herr Doktor?" sagte sie, und ihr Blick streifte fragend das schwarze Grubenzeug, in dem er steckte. „Seit Samstagnachmittag, Fräulein Reni", gab er heiter zurück. Sie wurde rot. „Es war meine Schuld, daß ich mich so verspätete", berichtete sie nun, ,Zch war ja töricht und wollte durchaus auf eigene Faust hierher finden, statt jemand nach dem Weg zu fragen. Natürlich habe ich mich dabei fürchterlich verlaufen. Aber nun müssen wir uns beeilen ..." So leicht klärte es sich nun, was er eben noch als schwer und schicksalhaft empfunden hatte. Lohnte es sich wirklich, die Dinge schwer zu nehmen ...? „3a ... beeilen. Aber erst müssen Sie biefen Anzug hier überstreifen. Nehmen Sie auch die Mütze dort. Ich warte draußen solange." „Nun ... gefällt Ihnen der neue Kumpel?" lachte sie übermütig und zog die etwas abgeriffene Mütze über die braunen Locken. „Welche Frage?" gab er ebenso zurück. „Hier .. er reichte ihr eine der beiden Lampen, „nehmen Sie Ihr Geleucht, das gehört auch mit zur Ausrüstung. Alles fertig ...? Nun dann Glück auf!" Sie stiegen zur Hängebank hinauf, einer breiten, tiefen Eisenplattform, in deren Mitte schwarz und unheimlich die Oefmung des Schachtes, der Eingang zur Unterwelt, gähnte. Darüber bewegte sich in beträchtlicher Höhe von mächtigen, eisernen Trägern gehalten und gestützt die Seilkorbwelle, an derer» straf'gesvanntem Drahtseil der mehrere Etagen hohe eiserne Förderkorb aus der Tiefe eben heraufkam» (Fortsetzung folgt) Vas Deutsche Kreuz in Gold. Dem Hauptmann Han? Ulrich Schroeder wurde das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Hauptmann Schroeder wurde 1915 als Sohn eines Offiziers in Gießen geboren; er hat spater m Büdingen gewohnt. Aenverungen im Güterabfertigungsdienst. Der totale Krieg zwingt auch auf dem Gebiet des Güterabfertigungsdienstes zu Einschränkungen der Derwaltungsarbeit, die über die bereits getroffenen innerdienstlichen Vereinfachungsmoßnah- men hinausgehen. Hierzu müßen nun auch die 23er» kehrstreibenden durch Verzicht auf gewisse bisher gegebene Abfertigungsformen ihren Beitrag leisten. Die oerkehrstreibende Wirtschaft wird sich diesem Gebot der Stunde um so weniger verschließen, als ihre lebenswichtigen Belange durch diese Maßnahmen nicht berührt werden. Mit Wirkung vom 1. April 1943 treten folgende Aenderungen in Kraft: 1. Barvorschüsse werden nicht mehr gewährt; 2. Nachnahmen werden nur noch für Wagenladungen zugelassen, und zwar erst von 20 RM. an; 3. für Stückgut muß die Fracht bei der Auflieferung gezahlt werden (Frankaturzwang); 4. das beschleunigte Eilstückgut wird aufgehoben, beschleunigtes Eilgut m Wagenladungen bleibt nach wie vor zugelassen. Weitere Auskunft erteilen die Güterabfertigungen, Reichsbahnverkehrsämter oder die "Reichsbahn- oirekttonen. Der „Bremer Musikauftrag von 1942" war dem Bremer Harald Genzmer erteilt worden, der soeben lls Lehrer an die Landesmusikschule Hannover be- nifen worden ist. Genzmer schrieb ein dreisätziges ISert, das er „Bremer Sinfonie" benannte. Der trfte Satz wirkt fast romantisch in seiner Themenwahl wie seiner durchsichtigen Harmonik; der zweite Satz steht „sehr lebhaft und schwungvoll" an Stelle (ines Scherzos von einst, und der dritte Satz ist «in gewichtiger, langsamer Satz, dem ein „lebhaft" ungebettet ist und der groß angelegt das ganze Verk front Wie Anlage und Satz, so zeigt auch tesonders die Instrumentation das Streben nach tigener Präaung. Besonders die Behandlung der Holzbläser läßt aufhorchen. Im gleichen Konzert hielte Gerhard Taschner, der Konzertmeister |er Berliner Philharmoniker, das Violinkonzert von Brahms. Den Abschluß bildete die Rheinische Sin- zkleinen Werkbüros und sah mit unruhig suchendem Aick den Weg hinunter, der von Schacht III zu den fauptgebäuben der Verwaltung hinüberfuhrte. Die zeigte wenige Minuten vor halb zehn, und diese bchnackenburg in der Jnstrumentotion umsichtig trtb liebevoll aufgelockert hatte. Clemens Cunis. CrzShlerpreis der „neuen tinie". Zum 12. Male gibt die „neue linie" im Märzheft tas Ergebnis ihres Erzähler-Wettbewerbes bekannt, für den insgesamt 37 000 RM. verteilt worden sind, die Preisrichter Wilhelm von Scholz, Eckart von ftafo, Carl Haensel, Hermann Stahl, Bruno E. Verner konnten sechs Preise in Höhe von 3500 RM. »erteilen. Die Preisträger, von 'denen ein größerer ;eil bei der Wehrmacht steht, sind: Max Lippold, lnny Berg von Linde, Wolfgang Weyrauch, Gerard Denecfe, Felix Peltzer. Heinz Risse. Die erste >reisnovelle erscheint im Märzheft, das vorläufig as letzte sein wird, weil die Zeitschrift ihr Er- heinen einstellen muß. Das hohe Ansehen, das ieser Erzählerpreis im deutschen Schrifttum genoß, vird dazu beitragen, die Erinnerung in die lebens» »olle Zeitschrift mach zu erhalten. Rossinis „Diebische Elster" in neuer Fassung. Das Staatstheater in Karlsruhe hat die Oper „Die diebische Elster" . (la gazza ladra) von Rossini in der Neugestaltung des italienischen Komponisten Ricardo Zandonai erstmals in Deutschland aufgeführt. Das 1817 entstandene, seit Jahr- aebnten aus dem Opernspielplan verschwundene Stück lohnte dank seiner unverwüstlichen Melodienfülle tnb rhythmischen Beschwingtheit die Wieder- trmecfung, zumal es Zandonai unter Wahrung des italienischen Urcharakters einer opera tuffa verstauten hat. der Musik sparsame, aber wirksame hauptsächlich instrumentale Retuschen zu geben, szenisch ,u raffen und zu entfalten. Die gewandte textliche fleufortnuna gibt der yaiv-anekdotischen Handlung, Vie ein Mädchen wegen DiebftaHs zum Ta de verurteilt und durch eine diebische Elster glücklich ent- hftet wird, .Spannung und Haltung. Karl Joho. Nietzsches Vorfahren. Der Geschäftsführer der Nietzsche-Stistung in föeimar, Major a. D. Oehler, sprach in der Universität Halle über „Nietzsches Ahnenerbe". Der Itortragenbe, ein Ne'fe des Philosophen, betonte, faß der Name Nietzsche nicht etwa slawischen Her- hmmens ist, sein Ursprung sei von dem Vornamen Nikolaus herzuleiten, dem wir in Abwandlungen die Nickel, Nitsche und Nietzsche im 14. und 15. Jahrhundert begegnen. Nietzsches Vorfahren waren über» viegend Handwerker, Gewerbetreibende und kleine Beamte, die nach und nach Bürger der kleinen Stabte wurden und dann aus dem gehobenen Bür- (ertum zum größten Teil in den Stand der Laild- ffarrer einmündeten. Auch das landschattliche Her- hnftobilb Nietzsches ist von großer Geschlossenheit. Später- und mütterlicherseits stammen seine Vor- fihren aus d»m engsten mitteldeutschen Raum, die väterlichen, Ahnen aus Plauen jinb Zwickau, San» terhausen, Langensalza, die mütterlichen aus dem Kreis um Greiz und Zeitz. Aus der Stadt Gießen. Oie Kunst öes Lebens. Das Leben pulsiert in ständiger Bewegung. Es ist ein quirlendes Auf und Ab, ein fortwährendes Hin und Her. Aus dieser Bewegung aber erwachsen uns immer wieder neue Aufgaben, die zu wichtigen Auseinandersetzungen und damit wieder zu einer Steigerung des Lebensgefühls führen. Wenn Goeche in seinen Betrachtungen über die Natur sagt, daß dos Leben die schönste Erfindung der Natur und der Tod ihr Kunstgriff ist, viel Leben zu haben, so läßt sich anbererfeits vom Leben sagen, daß es seinen Wert erst bekommt durch die Vielgestaltigkeit seiner Bewegung. Was würde ein Leben bedeuten, das in völliger Eintönigkeit dahinflösse und zu keiner Erschütterung ober Steigerung fähig wäre? Es würde ein Dasein sein, das schon von Anbeginn zur Totenstarre verurteilt wäre. Ein solches Dasein hätte zweifellos jeden Reiz verloren. Vogelsberger Bauer bezeichnet. Sie gehört zwar nicht zu den gänzlich geschützten Pflanzen, dagegen ist das Sammeln für den Handel und für gewerb liehe Zwecke verboten. Die Weiße Seerose gehört nicht nur als wesentlicher Bestandteil zu dem Bild, das sich der Romantiker von einer Wasierlandschast macht, sie ist auch ein urtümliches Element unserer Wasier-- pflanzen-Gesellschaften. Als Vertreter echter Mittesmeervegetation mit der Heimat in Süd- und Westeuropa tritt die (Selb e Narzisse bei uns auf. In der hohen Eifel bildet sie auf den Wiesen ausgedehnte Bestände, die im Frühjahr, zür Zett der Blüte, bas Entzücken jedes Naturfreundes bilden. Während das Leberblümchen an zahlreichen Stellen unseres Gaues noch gesehen werden kann, ist das Edelweiß eine ausgesprochene Hochgebirgspflanze. Die meisten der hier angeführten Pflanzen blühen in den ersten Frühlingswochen und sind deshalb als Blumenschmuck besonders begehrt unb immer in Gefahr, von gedankenlosen Ausslüglern oder Sammlern gepflückt zu werden. Sie sind deshalb unter Naturschutz gestellt worden. Am kommenden Samstag unb Sonntag, 27. unb 28. März, werden tebensgetreue Nachbildungen anläßlich der • 7, Reichsstraßensammlung durch die Sammler der DAF. zum Verrauf kommen. Jede Müte ist ein hübscher Donk für unsere Spende zum Kriegs- W'mterhllfswerk. Die Hersteller von Lufttchutzhandspritzen sind verpflichtet, die Spritzen gebrauchsfertig, also grunb- sätzlich auch mit bem dazugehörigen Wosserschlauch, zu liefern. Unvollständige oder nicht gebrauchs- fertige Luftschutzhandsoritzen sollen, worauf im neuesten Heft der „Sirene", der Zeitschrift des • Reichsluftschutzbundes, besonders hinaewiesen wird, beim Einkauf abgelehnt werden. Ebenso ist. die etwa geforderte Abgabe eines Eisenbebarfsscheines abzulehnpn. Da die Rohstofte für LS-Handspritzen den Herstellerfirmen, in vollem Umfang behördlicherseits zur Verfügung gestellt werben, können die Luftschutzhanbspritzen, soweit nach Maßgabe^., . „ der gebietsmäßigen Verteilung vorrätig, von der G i e ß e n , den Kreuzenzicm und den seltenen, Bevölkerung ohne irgendeine Rohstoffbejcheimgung । weißblühenden, auch unter Naturschutz stehenden gekauft roerben.____________________________________l „gefransten Enzian". PK Wertere« (Wb) ber Unteroffizier, der Erste om Feind; zier-Bewerber in das Großdeutsche Heer eintreten. Verpflichtung kann erfolgen für eine Dienstzeit von 4V2 oder 12 Jahren. Meldungen nimmt zu jeder Zeit das nächste Wehrbezirkskommando entgegen. Die Arbeitsdienstpflicht ist für Unteroffizier-Bewerber aus drei Monate verkürzt. Truppeneinheit und Waffengattung können selbst gewählt werden. Die Beförderung zum Unteroffizier ist bei Frontbewährung nach neunmonatiger Dienstzeit möglich. Bei entsprechender Leistung kann auch die Ueber- nahme in die Offizierslaufbahn erMgen. Ein zweiter Weg zum aktiven Unteroffizier geht über die Unterofsiziersschulen. Bewerbungen sind an das Wehrbezirkskommando oder an die Annahmestellen für Heeres-Unteroffiziersschulen, Berlin W 35, Vik- toriastrahe 32, zu richten. - ( verdunkelungszeit: 24. März von 19.40 bis 5.46 Uhr. Jeder junge Deutsche kann es werden, llnkerofsizlerbewerber für das Großdeutsche Heer. Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft, Mut und Ausdauer, Wendigkeit und Selbständigkeit sind die Kennzeichen auch der Führer kleiner und kleinster Einheiten: der Gruppenführer und Zugführer, der Panzerkommandanten und Geschützführer, der Stützpunktkommandanten und Kolonnenführer. Meist sind es Soldaten im Unteroffiziersrang: Unteroffiziere und Feldwebel, Oberjäger und Wachtmeister. Jeder junge Deutsche, der gesund, zuverlässig und einsatzbereit ist, kann mit 17 Jahren als Unterofsi- Oie neue Kartenperiode. In den nächsten Tagen werden die Lebensmittelkarten für die vom 5. April bis zum 2. Mai reichende 48. Zuteilungsperiode ausgegeben. Die bisherigen Rationen blechen unverändert, lediglich bei der Fettverteilung treten einige Aenderungen ein. Die über 14 Jahre alten Verbraucher erhalten an Stelle von 125 Gramm Margarine 125 Gramm Schlachtfette und an Stelle von 100 Gramm" Butterschmalz 100 Gramm Speiseöl. Auch die über 14 Jahre alten Selbstversorger mit Butter bekommen an Stelle von 100 Gramm Butterschmalz 100 Gramm Speiseöl. Die gesamte Fettration für alle Verbraucher bleibt aber die gleiche wie bisher. Der Normalverbraucher über 18 Jahre erhält von seiner gesamten Fettration künftig 375 Gramm in Form von Butter, 200 Gramm in Form von Margarine (auf die Kleinabschnitte der Fettkarte), 125 Gramm als Schweineschlachtfette und 100 Gramm als Speiseöl. Die Schweineschlachtfette werden auf einen vom Fleischer abzutrennenden Abschnitt der Fettkarte, der den Aufdruck „125 Gramm npeck oder Schweinerohfett oder 100 Gramm Schweineschmalz" trägt, abgegeben, und zwar ohne Bestellschein. Der Verbraucher kann die Schweineschlachtfette nur beim Metzger kaufen; die Metzger versehen bei den Kunden, die das Schweineschlachtfett bei ihnen kaufen wollen, die Rückseite des Stammabschnitts der Fettkarten in der Zeit, die für die Abgabe von Bestellscheinen vorgesehen ist, mit ihrem Firmenstempel. Das Speiseöl muß mit einem besonderen Bestellschein, den die neue Fettkarte enthält, bestellt werden, und zwar bei den für die Speiseölverteilung besonders zugelassenen Einzelhändlern. Das Speiseöl wird dann in der dritten und vierten Kartenwoche abgegeben. Aus Gründen der Verwaltungsoereinfachung haben die Brotkarten, abgesehen von den 10-Gramm- Abschnitten der Brotkarte B nur noch Abschnitte über 50 Gramm und 500 Gramm. Bei einigen Brotkarten wurde das Format entsprechend geändert. Umsatz hat sich von 502100 NM. auf 657 738 NM. erhöht. Die Spareinlagen erfuhren eine wesentliche Steigerung von 331 929 auf 463 705 NM. Die Schule mit ihren 135 Kindern, von denen jedes ein Sparbuch besitzt, legte im abgelaufenen Jahr 11 418 RM. ein, so daß sie zur Zeit ein Guthaben von rund 30 000 RM. besitzt. Als Anerkennung erhält sie jährlich 50 RM. Die gleiche Unterstützung erfährt der NSV.-Kindergarten. Der Reingewinn betrug 1864 RM. Wilhelm Braun II., der verdienstvolle Rechner der Kasse, trug die Jahresrechnung vor, worauf die Versammlung Vorstand und Aufsichtsrat entlastete. Die satzungsgemäß ausschei. denden Vorstands- und Aufsichlsratsmitglieder Karl Grölz II., Adam Stein und August Weimer wurden wiedergewählt. Kreis Bübingen. * Büdingen, 24. März. In den Generalversammlungen der hiesigen L an d w i r t s cha f t S° und Gewerbekasse und der Dolksbank Büdingen wurde die Bereinigung dieser beiden Büdinger Kreditgenossenschaften zur „B Üdinger Bank e. G. m. b. H." beschlossen. Die. Büdinger Bank wird in den Räumen der bisherigen Volks- bank arbeiten. Vorsicht bei Fahrten in der Dunkelheit. Die Pflicht zur Sicherung von Fahrzeugen bei Dunkelheit ist für die Dauer des Krieges im Interesse der Material- und Brennstoffersparnis in einigen Punkten erleichtert worden. So genügt z. B. bei neu in den Verkehr gelangenden Kraftfahrzeugen die Führung des linken Schlußlichtes. Fuhrwerke brauchen an Stelle von bisher zwei weißen und einer roten Laterne jetzt nur noch eine weiße Laterne zu führen. Von dem Fahrzeugführer, vor allem dem Kraftfahrer, muß verlangt werden, daß er diesen Tatsachen durch vorsichtiges Verhalten im Straßenverkehr Rechnung trägt. Bei weißem oder rotem Licht auf der Fahrbahn muß jetzt zunächst einmal langsam gefahren werden, bis die Art des Hindernisses erkannt ist. An alle Fahrzeugführer ergeht deshalb die dringende Mahnung, bei Fahrten während der Dunkelheit erhöhte Aufmerksamkeit anzuwenden. Keinesfalls dürfen übrigens Kraftfahrzeuge, wie dies vereinzelt beobachtet worden ist, an Stelle eines roten Schlußlichtes nach hinten durch ein weißes Licht kenntlich gemacht werden. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehverteilüngsmarkt) in der Diehversteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41 bis 42 Rpf., Bullen 35 bis 44, Kühe 22 bis 47, Aärsen 36 bis 50, Kälber 25 bis 65, Schafe 30 bis 44 Rpf. je 1 /» kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis i (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneidet) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (®bep 1,31 RM. Marktverlauf: alles, zugeteilt. ** Goldenes A rb e i t s j ub i l ä u m. Das Gefolgschaftsmitglied Heinrich Pfeiffer des Werkes Heyligenftaedt kann am kommenden Samstag, 27. März, auf eine 50jährige Tätigkeit tn diesem Betrieb zurückblicken. Der Jubilar, der in Großen-Buseck, Zeilstraße 30 wohnt, war jahrzehntelang als Eisenhobler bei der Firma Heyligen- staedt tätig. Wegen seines Alters — er ist am 31. Mai 1878 geboren — wird er feit einiger Zeit als Magazingehilfe des Werkes beschäftigt. Täglich übt er noch in voller körperlicher Frische feine Arbeit aus. Er erfreut sich sowohl bei der Betriebsführung als auch bei seinen Arbeitskameraden größter Wertschätzung. Dem alten Herrn gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem Jubiläum. ** Das Orchesterkonzert des Gießener Konzertringes am morgigen Donnerstag, 25. März, unter Leitung von Professor Dr. Teme svary bringt folgendes Programm: Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz" von C. M. von Weber, die Solistin des Abends, Luise Richartz aus Frankfurt a. M., bringt Gesänge von Siegmund von Hausegger, Franz von Liszt und Anton Dvorak, den Beschluß macht die 1. Symphonie von Johannes Brahms. Landkreis Gießen. *Dau bringen, 22. März. Der Spar- und Vorschuß verein hielt im Saale des Gastwirts Schäfer seine Generalversammlung unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Wilhelm Mohr ab. Nach kurzer Begrüßung ehrte er die im abgelaufenen Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder in der üblichen Weise. Direktor Henkel gab Dann eine aufschlußreiche Darlegung der finanziellen Verhä7t- nisse im allgemeinen und beleuchtete sie vom genossenschaftlichen Standpunkt aus. Die Verhältnisse der Kasse zeigten sich in dem von ihm vorgeträge- nen Geschäftsbericht. Die Zahl der Mitglieder ist um fünf vom Vorjahre auf 166 gesunken, der Gesamt- Briefkasten der Redaktion. h. W. F. in A. Falls die Bürgersteuer auf Grund eines Steuerbescheids zu zahlen war, besteht die Anforderung zu Recht. War die Bürgersteuer jedoch auf Grund einer Lohnsteuerkarte zu entrichten, so wäre der Betrag nur dann zu bezahlen gewesen, falls er den Zeitraum bis Ende Juni 1942 umfaßt hätte; darüber hinausgehende Zahlungen wären zurückzuerstatten. Der Antrag auf Rückerstattung muß beim Bürgermeister gestellt werden. Kurze Sportnotizen. Universität Frankfurt und Universität Gießen treffen sich am heutigen Mitt' woch im Frankfurter Sportfeld in einem Handball- Freundschaftsspiel. Hessen-Nassaus Leichtathleten legen jetzt ihren Terminkalender für 1943 vor. Die Gau- Waldlaufmeisterschaften finden' am 18. April in Gießen statt, die Gau-Bahnmeisterschaften am 25. Juli in Darmstadt. Sie Hallenkampfspiele der H I., die vom 4. bis 11. April in Stuttgart stattfinden sollten, wurden von der Reichsjugendführung abgesagt. In Stuttgart sollten die Jugendmeister im Turnen, Boxen- Fechten, der Schwerathletik und im Hallenradsport ermittelt werden. Eine X-Sportwartinnen-Ausbil- düng des P D M. wird ab 1. April 1943. eingerichtet. Die ausgebildeten X-Sportwartinnen werden für die Ausbildung in der Grundschule der Leibesübungen in den Mädel- und Jungmädel- gruppen eingesetzt. Hmiptfchriftleller: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptjchristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für PolM und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für baS Feuilleton: Dr. Hans Thnriot; ' für Stadl Gießen, Proviyz, Wirtickaft und Sport: Ernst Blumscheik. Druct und Verlag: Brühlsche Universüätsbructeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Änzeigenpreisltste Nr. 6 In höchster soldatischer Pflicht - erfüllung starb am 27. Februar 1943 im 23. Lebensjahre den Heldentod an der Ostfront unser einziger, hoffnungsvoller Sohn, mein lieber Bruder, mein innnigstge- liebter Bräutigam und kurzes Glück, Enkel, Pate, Neffe und Vetter, unser aller Stolz Leutnant Otto Rohm Zugführer in einem Grenadier-Regiment^ Inhaber des E. K. 2. In tiefem Schmerz: Ludwig Rohm III. und Frau Marie, geb. Luh Elly Rohm; Erna Oßwald, Braut Ludwig Oßwald und Frau. 1 Gießen-Wieseck, im März 1943. 963 D Unerbittlich hart traf uns das Schicksal mit der schmerzlichen Nachricht, daß ^11mein innigstgeliebter, unvergeßlicher, treuer Mann, der liebevolle Vater unseres Kindes, mein lieber Sohn, mein guter Schwiegersohn, von uns allen geliebter Bruder, Schwager, Pate, Onkel und Neffe Wilhelm Heuser, Obergefr. i. ein.Gren.-Regt im Alter von 32 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten den Heldentod fand. Er gab sein Bestes und wir unser Liebstes. Auf einem Heldenfriedhof im Osten fand er seine letzte Ruhestätte. In unsagbar tiefem Schmerz: Marie Heuser, geb. Euler, und Töchterchen Waltraud; Katharine Heuser Wwe. Justine Euler Wwe.; Obergefr Heinr. Heuser, z. Z. Im Osten, u. Familie; ff-Mann Karl Heuser, z.Z.lm Osten, und Familie Feldw. Friedr. Möbus u.Frau Katharine, geb. Heuser, u. Farn. Gefr. Helnr. Becker,z.ZJ.Osten,u.FrauMarie,geb.Heuser, u. Familie; Uffz. Ludwig Möbus u. Frau Elisab., geb. Heuser, und Familie; Obergefr. Wllh. Heuser, z.Z. im Osten, u. Frau Eleonore, geb. Heuser; Philipp Euler; und alle Verwandten. Albach, Burkhardsfelden, Annerod. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 28. März, 18% Uhr, zu Albach statt. 01893 ^■7. Hart und schwer traf uns die unfaß- bare Nachricht, daß bei den schweren Kämpfen im Osten mein guter Mann, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager Robert Damm Feldwebel u. Zugführer in einem Gren.-Regt. Inhaber mehrerer Auszeichnungen am 6. März 1943 im Alter von 29 Jahren sein Leben für das Vaterland gab. Er starb, wie er lebte, aufrecht und treu. Friedel Damm, geb. Schäfer Heinrich Damm I. und Familie Ludwig Schäfer und Familie. Heidelberg, Frohnhausen, Gießen (Bahnhofstraße 35), im März 1943. Beileidsbesuche dankend verbeten. 01890 Holzverkauf. Montag, den 29. Mär-, werden 215 Raummeter Buchen- und Eichen-Knüvvelreiser m bester Abfuhrlage (Distrikt Hard und Meilbach) für die Einwohner von Lich öffentlich verkauft. Die Nummern 1—32 in Meilbach, Abt. 2, werden nicht vor- gezeigt. Zusammenkunft: 10 Uhr, Waldeingang, oberhalb Hof Kolnbausen. [964D FürstL Oberförsterei Sich. Vät Tieferschüttert erhielten wir die unfaßbare Nachricht, daß mein über alles geliebter, her- zensguter, unvergeßlicher, tapferer Mann, der L—1 so liebevolle, treusorgende Vater seiner beiden Kinder, unser herzensguter, braver, treuer Sohn, unser geliebter, stes hilfsbereiter Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Revierförster Wilhelm Ludwig Jungel Feldwebel und Zugführer in einem Gren.-Regt. Inh. des E. K. 1 imd 2, des Inf.-Sturmabzeichens in Silber, des Verwundetenabzeichens u. der Ostmedaille im blühenden Alter von 32 Jahren den Heldentod für seinen geliebten Führer, sein teures Vaterland und für uns alle gestorben ist. Herzensgute und Liebe für die Seinen waren derlnhalt seinesLebens. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren. Das Liebste habe ich dem Vaterland gegeben. Seine letzte Ruhestätte fand er auf einem Heldenfriedhof im Osten. In unsagbarem Leid: Frau Gustel JUngel, geb. Döring, u. Kind.Waldtraut u. Ursula Farn. Herrn. Jüngel; Heinrich Klee, z. Z. im Felde, u. Familie Familie Adolf Oswald; Familie Wilhelm Döring; Familie Wilh. Koch; Hans Rettig, z. Z. I. Felde, u.Fam.; u. alle Angehörigen Wahlen, Saasen, Holzheim, Lindenstruth, Bersrod, Beuern und Weinheim, im März 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 28. März, 14.15 Uhr, in Saasen statt. 01880 Gott der Allmächtige hat meine liebe Mutter und Großmutter Frau Katharina BauerWwe. geb. Schmitz am 19. März im Alter von 83 Jahren nach langjährigem Leiden zu sich genommen. Gießen, den 24. März 1943. Die Beerdigung hat in der Stille stattgefunden. Für alle liebevolle Anteilnahme danken herzlichst Betty Rittmeier, geb. Bauer Heini Rittmeier, im Felde _____'__01899 Für 8 Jungen (Schüler dfer Klasse 7 der CTberwirtschaftsschule Gießen) werden in Gießen oder in Nächster Umgebung ab 1. Mai 96gp DnlerMnlle mit Vemllegniig gesucht. Angebote an Städt.Hanflels- lehranstalt.Wernerwall 11, Tel. 2480 Zuverlässige Person für Gießen zur Uebernahme einer Zeitschriftenagentur gesucht.Zeitschriften sind wöchentlich bezw. 14täglich an Bezieher zuzustellen und zu kassieren. (Guter Nebenverdienst). Angebote an Peter Schmitt, Frankfurt a. DI., Mainzer Landstr. 171 I. . 965 V Korrespondentin (Korrespondent) mit gut. Auffassungsgabe, technischem Verständnis und möglichst etwas Exporterfahrung, von Maschinenfabrik in Wetzlar zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angebote unter 875D an den Gießener Anzeiger erb. Mietgesuche Wohnungstauscb. Schöne 6-Zim- merwohn. gegen Eins am.-H aus in Gießen oder Umgebung zu tauschen gesucht. Sehr. Ang. unt. 01896 a.d.G.A. 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