Mittwoch.^. Abruar lyA Gietzener Anzeiger rernsvrechanschlufr 2251 1 drahtanscyrift: ,Llnzeiger Postscheck 1168k Franks./M. Hindenburg. gewachsen ist. licher Angriff gegen eine *\ erlobt Svrchbnichsversuche im Donezbecken gescheiter! ser- Die neuen Arbeitskräste in der Wungswirlschafi m ie operativen Pläne der Sowjets durchkreuzt Sei hart wie die Front Jlur aus Manneszucht und Opfergeiff kann ein Geschlecht erstehen, das den großen Aufgaben, vor welche die Geschichte das deutsche Volk stellen wird, mn el .uftwafle Zchrifttettung und Gefchäftsstelle: Sieben, Zchulstrahe 7-9 jt für <Üt amkeiteo anläßlich [ocbzcÜ -r M. 43 | 0110/ für die ev nkeita*11 [ich Starke sowjetische Kampfgruppen zwischen Donez und Dnjepr vernichtet Berlin, 23. Febr. (DNB.) Der Reichsminister für Bewaffnung imb Munition, Speer, und der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Sauckel, haben die Betriebsführer der Rüstungsindustrie darauf hingewiesen, daß der erfolgreiche Einsatz der neuen Ärbeitsreserven nicht nur von dem guten Willen der Meldepflichtigen und ihrer schnellen Erfassung und Zuweisung durch die Arbeitsämter, sondern auch von der betrieblichen Vorbereitung des Einsatzes und dem Geschick abhängt, nrit dem die Betriebe die neuen Kräfte an die Arbeit heran führen. Deshalb werden die Rüstungskommandos und Arbeitsämter die Betriebsführer der Rüstungsbetriebe zu gemeinsamen Vorbesprechungen .zusammenziehen. Den Betrieben wird mitgeteilt werden, welche Personengruppen im einzelnen für sie zur Verfügung stehen, während die Betriebe ihrerseits den Arbeitsämtern Unterlagen über die bei ihnen fteistehenden Arbeitsplätze zuleiten werden. Bei der Bereitstellung dieser Arbeitsplätze sind die Eigenarten des neuerschlossen en Personenkreises zu berücksichtigen. Die Tatsache, daß in fast allen Betrieben in erheblichem Matze ausländische Hilfskräfte eingesetzt sind, wird die Freistellung geeigneter Arbeitsplätze durch Austausch wesentlich erleichtern. Wo weibliche Arbeitskräfte, die früher an Maschinen gearbeitet haben, infolge Mangels an Büropersonal m den letzten Jahren in Bürostellungen ein geruckt sind, werden sie gegen Ersetzung durch andere Kräfte wieder einer produktiven Arbeit zuzuführen sein. Unter allen Umständen mutz vermieden werden, daß körperlich wenig geeignete Kräfte bei schweren Arbeiten eingesetzt werden, wah- Hauptmann Koenig hat das Ritterkreuz bereits 1940 für die Abwehr eines starken feindlichen Dan» zerangrisfs gegen die Brückenkopfstellung von Abb6- ville erhalten. Rach der planmäßigen Räumung von Woronesch versuchte der Gegner immer wieder, mit zahlenmäßig weit überlegenen Kräften der Kampfgruppe, der das Grenadier-Bataillon Koenigs an« gehörte, den' Weg zu verlegen und die geordnete Absetzbewegung zu stören. Dreimal innerhalb von neun Tagen durchbrach Hauptmann Koenig die zur Umfassung angesetzten Sowjetkräfte. Von der Tapferkeit des Kornmandeurs, der mit der Waffe in der Hand an der Spitze feiner Grenadiere stürmte, mit» gerissen, konnte die Kampfgruppe nach dreiwöchigen schweren Durchbruchs- und Abwehrkämpfen die Verbindung Mit den eigenen Hauptkräften wiederherstellen. Koenig wurde 1898 in München geboren. 1916 trat er als Kriegsfreiwilliger ein. Rach zwölfjähriger Dienstzeit im November 1928 vom Infanterie-Regiment 20 entlassen, war er anschließend in Südlich des Ladoga, wieder auf. Die Sowjets griffen in einem Abschnitt mit massierten Kräften an, wurden jedoch unter Verlust von 47 Panzern blutig abgewiesen. In Nordafrika versuchte der Feind die in den Vortagen genommenen beherrschenden Stellungen mit neu herangeführten Verbanden zurückzugewinnen. Er wurde verlustreich abgewiesen. Zahlreiche Panzer wurden zerstört. Beute- und Gefangenenzahlen sind weiterhin beträchtlich gestiegen. Deutsche Flieger- kräfte führten vernichtende Schläge gegen einen feindlichen Nachschubstühpunkt im algerischen Hochland sowie Batteriestellungen westlich Tunis. Bllti- tärische Anlagen des Hafens Tripolis wurden bei Nacht wirksam mit Bomben bekämpft. gekch ti gleich! ler SM meldet, deutet auf die starke deutsche Angriffs- und Abwehrwirkung hin. Heuer Eichenlaubträger des Heeres. Berlin, 23.Zebr. (DBB.) Der Führer verlieh dem Hauptmann d. R. Alfons Koenig, Kommandeur eines bayerischen Grenadier-Bataillons, als 194. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. holten die Sowjets mit mehreren Divisionen den Versuch, durchzubrechen. Sie wurden in schweren und wechselvollen Kämpfen erneut zurückgeschlagen. 3m Raum zwischen D*o n ej und dem Dnjepr griffen Panzer- und Infanterieverbände des Heeres upd der Waffen-^, hervorragend durch Sturzkampf- und Schlachtstiegern nnterstüht, den Feind weiterhin konzentrisch an und vernichteten starke sowjetische Kampfgruppen. 3m Raum westlich Charkow und Kursk sowie südlich Orct gehen die erbitterten Kämpfe weiter. Nordöstlich und nördlichOrel griff der Feind auf breiter Front mit starker Panzer-, Artillerie- und Schlachtfliegerunterstühung an. Die Angriffe scheiterten am zähen Widerstand deutscher 3nfanterte- und motorisierter Divisionen. 55 Sowjetpanzer blieben vernichtet vor unseren Stellungen liegen. , e . An der Wolchowfronl scheiterte ein seind- AiumlLck. LanßkS.L : HanrR ehr Äll-kv id Frau ilbert Mn Mai w HZ. Jahrgang Nr. 46 Erscheint täglich,, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: «ießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 cuch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt .kwünsch6!! »r klein«0' j .Scdraivij M I® Feld* J ar l^'J Mj vrühlfche Universttätrdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/?UhrdesBormittagS Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rps. je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüneMengenstastelS Mabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25o,omehr Prückenkopsstellung. fees lebten die Kämpfe br. M griffsoperationen waren auf breitester Front ange- teat und erfaßten das Gebiet etwa von Rostow bis südlich von Kursk. Im Zentrum dieser Angrfffsftont lag Charkow, das Angriffsziel war zweifellos die Dnjepr-Linie. Der stärkste Druck lag vorübergehend auf dem Frontabschnitt nördlich Charkow. Aus dre- sem Angriffsraum heraus erfolgte auch der starke Vorstoß auf Charkow, das zur Vermeidung unnötiger Verluste und nach Vernichtung aller militärischen Anlagen von den deutschen Truppen plan- mäßig geräumt wurde. Aus dieser Angriffsbewegung heraus versuchten die Sowjets, die im Raum südlich Charkow bis mm Asowschen Meer operierenden deutschen Verbände zu umfaffen und einzuschließen. Im Wehr- Machtbericht vom 22. Februar wurde erstmals auf nid) hing." Die weiteren Angaben des Wehrmachtberichts lassen die Deutung zu, daß man die feindlichen Operationen sich bis zu einem gewissen Grade entwickeln ließ, um die deutschen Gegenmaßnahmen mit um so größerer Wirkung zur Geltung kommen zu lassen. Alles, was in dem schwer umkämpften Kampfraum zwischen Donez und Dnsepr an feindlichen Verbänden durchgesickert ist, geht jetzt der ___________________ ______,, , . . , „ Vernichtung entgegen. Die Tatsache, daß der Wehr- der Steueroerwaltung tätig. 1937 wurde er Leutmachtbericht vom Dienstag in den Hauptkampf- nant d. R. und zog bei Kriegsbeginn als Oberleutabschnitten insgesamt über 100 vernichtete Panzer I nant mit dem Infanterie-Regiment „List" ins Feld. ut, 150 c HÄ li Wiick Nek in die ft '[ein H füllt fflr KüiWl an. ebel ob« f Wassel roh yi mSlbenl manbt dem (fir, ohl, H mit de gar. leriebenr . 1 bisf ser, W ufÄrnitt^ i Sutatft leig. ZL t, bas 6: irb X cfl auf jede abe. 2)(mi igelb obr hat, denn uns Deutschen ist noch nie in der Geschichte etwas geschenkt worden ober ohne Verdienst zugefallen, und wir haben uns alles immer durch Arbeit und Kampf verdienen und erwerben müssen! Wenn jetzt unter den Gesetzen des totalen Krieges durch die neuen Maßnahmen zur Erfassung der noch brachliegenden Arbeitskraft vor allem auch viele Frauen neu in die große Kriegspflicht der Arbeit übernommen werden, so wollen wir immer daran denken, daß diese Arbeit in einem ganz unmittelbaren Sinn dem Siege dient, den wir in der Heimat er-arbeiten müssen, wie die Soldaten ihn mit dem höheren Einsatz ihres Leibes und Lebens e r - kämpfen müssen! Dies also ist die große Parole, durch die Ausdruckskraft der deutschen Sprache ganz klar geworden: durch Kampf und Arbeit zum Sieg, — denn nicht anders können wir ihn erringen als dadurch, daß wir ihn im eigentlichsten Wortsinn er-arbeiten und er-kämpfen! Kurt Maßmann. ton sich mit Sicheln und Buschmessern Schritt für Schritt einen Pfad bahnen. Dabei herrschte unter dem dichten Blätterdach auch bei Tage ein Halbdunkel, in welches nur hie und da ein Sonnenstrahl einörang. Die beste Marschleistung unter diesen Umständen waren 5 0 0 Meter in der Stunde. Jedermann mußte Waffen, Munition und Verpflegung für mehrere Tage mitschleppen. Auch in der Rächt wurde mit kurzer Ruhepause der Vormarsch fortgesetzt. Licht durfte nicht gezeigt werden, um nicht den feindlichen Fliegern die Richtung des Vormarsches zu verraten. Weiße Tücher und an manchen Stellen von phosphoreszierenden Kleintieren wimmelndes, vermoderndes Holz wurde auf die Tornister gebunden, um den Hintermann den Anschluß nicht verlieren zu lassen. Allnächtlich gingen schwere Regengüsse herunter. Die japanischen Soldaten, welche sich durch den Urwald vor« wärtsarbeiteten und nur hie und da ohne Dach ober Zelte kurze Rast hielten, konnten tagelang ihre Kleider nicht trocknen. Warmes Essen konnte nicht bereitet werden, weil bei Nacht jeder Lichtschein und bei Tage jede Rauchsäule von den Kochfeuern unerbittlich die feindlichen Bomber anzog. Die Verpflegungsrationen schmolzen während des Vormarsches mehr und mehr zusammen. Schließlich gab es nur etwa einen halben Trinkbecher voll ungekochten Reis pro Tag und Mann, der Urwald lieferte kaum nahrhafte Zuspeise, denn die Kokospalme, welche das Eiland umsäumt, gibt es in den Dschungeln des Innern nicht. Mitte September näherten sich die verschiedenen japanischen Kolonnen dem Angriffsziel. Da der Gegner die artilleristische Ueberlegenheit hatte, war es den japanischen Infanteristen vorbehalten, im Kämpf mit der blanken Waffe den in tiefen, wohh au&gebauten Schützengräben verschanzten Feind zu überwältigen. Um nach Möglichkeit die Wirksamkeit des feindlichen Artillcriefeuers abzuschwächen und die Ueberlegenheit der eigenen infanteristischen Aus^ bÜbung zur Geltung zu bringen, wurde die Nacht zum Angriff gewählt. Die Offiziere mit gezogenem, zweihändigem Samurai-Schwert an der Spitze, trat Rückblick auf Guadalcanar Von unserem Dr. Abs.-Korrespondenten. MR i«) »efl... iSli I ^blB7 Hlh^l schnitten gegen die fick) auffpütternben feindlichen Angriffskräfte erfolgreich durch und fügten dem Feind sehr schwere Verluste zu. Ein schlesisch-thüringischer Panzerverband gemeinsam mit der Waffen--- packte in kühnem Ansturm den sich erbittert zur Wehr setzenden Feind frontal und von der Flanke, warf ihn unter Vernichtung von 44 Panzern aus zahlreichen Orffchaften hinaus und vertrieb ihn von beherrschenden Höhen. Nördlich und nordöstlich von Drei verbreiterte der Feind seine Angriffsfront weiter nach Norden und berannte unsere Stellungen mit mehreren Schützendivisionen und Panzerbrigaden, die er mit über 100 Batterien aller Kaliber sowie mit zahlreichen Schlacht- und Bombenfliegerstaffeln unterstützte. Die der Feuerwalze folgenden Panzer- wellen und Schützenketten wurden jedoch blutig zu- fammengeschlagen und örtliche Einbrüche in sofortigen Gegenstößen bereinigt. m f Unter Einsatz erheblicher Kräfte nahmen bie Bolschewisten südlich d e s Ladogasees nach mehrstündigem Trommelfeuer ihre Dörftöße wieder auf. Trotz Unterstützung des Angriffs durch Panzer und Schlachtflugzeuge war der Ansturm bereits am Nachmittag unter schweren Verlusten für den Feind gebrochen. Der Hauptstoß richtete sich gegen die Stellungen eines schlesischen Jägerregiments, das aber ebenso wie alle unsere Truppenteile südlich des Ladogasees unerschütterlich leine Stellungen hielt. Berlin, 23. Sebruar. (DNB.) Am Kuban- j^ückenkopf, desien Wege, von zähem Morast ckeckt, tagsüber kaum befahrbar sind, suchte der V nb unter Verstärkung seiner Vorstöße noch vor m Eintritt ber vollen Verschlammung fern Stampf’ k zu erreichen. Sowohl südlich d o n 91 o w o - vssijsk als auch an ber Ost- und Dtorbfront offen bie Bolschewisten, von Artillerie unb Flieae»- wbänben unterstützt, den ganzen Tag über an. Ai phen Wiberstanb beutscher unb rumänischer Trup- (n scheiterten jeboch alle Vorstöße, Durchbruchs- Umfassungsversuche. , k 4m östlichen Donezbecken faßte der Feind bi neuem mehrere Garbe-Schützenblvlsronen unb ihe Panzerbrigabe zum Angriff zusammen, um freie Abwehrfront zu burchbrechen. Den flauen leg über rollten abwechselnb die Panzerkeile un öqützenwellen gegen bie deutschen Stellungen heran. Here Truppen warfen sich den anfturmenben Nissen entgegen, brachten sie in erbitterten roert)i l« [dien Kämpfen zum Stehen unb schlugen sie !li unter schweren Verlusten für den Femd wieber D ihre Ausgangsstellungen zurück. ,. Zwjschen Donez unb Dnjepr durchkreuz k bie immer energischer werbenden ©egenafaonen Aierer Infanterie- unb Panzerverbände bie opera- kn Pläne der Bolschewisten. Unsere Truppen, an bem ber Schwerpunkte im Zusammenwirken nut üklienischen Einheiten, setzten sich an wichtigen ab- Erarbeiten und erkämpfen. Die deutsche Sprache in ihrer vielgestaltigen Aus- Suckskraft vermag wie keine andere mit einer L utlichkeit und Bildhaftigkeit, für die wir im stän- bjen Sprachgebrauch leider oft schon das Gefühl odoren haben, überaus präzise unb anschauliche iortbilbungen zu schaffen. Von Arbeit ist bas ^tigfeitswort erarbeiten abgeleitet, bas in bieser fernen Form einen ganzen Tatbestanb verdeutlicht, nimlid) diesen: durch unermüdliche und zielbewußte ^r.mühung und Arbeit allen Widerständen zum 2otz ein angestrebtes Ziel erreichen. Auf dieselbe Leise ist doTi Kampf das Tätigkeitswort er-kämpfen goiibet wofben, im Sinne von: durch Kampf etwas Zeichen unb also bie Krone bes Kampfes, ben Sieg, ringen. Es verbirgt sich eine ganze Philosophie hinter j drsen beiben Wortbildungen, bie Philosophie ber •tienntnis nämlich, baß nichts auf ber Welt umsonst « baß vor jebe Erfüllung die Bewährung gesetzt if unb baß alles Große erarbeitet unb erkämpft erben muß. Es ist gewiß nicht ohne tiefere Behütung, baß gerabe die deutsche Sprache diese .^llofophie durch eigene Wortbildung verdeutlicht renb voll einsatzfähige Kräfte weiterhin mit leichten Arbeiten beschäftigt werden. Bei der kurzfristigen Anlern ung ist darauf zu achten, daß die Ausbilder nach besten Kräften in kameradschaftlicher Weise bemüyt sind, die neugewonnenen Kräfte zu Volleistungen zu bringen. Der Auswahl der Ausbilder ist daher besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Aktton muß ferner ermöglichen, Reservekräfte zu Spezialarbeitern heranzuschulen. Die Betriebe müssen die Gelegenheit, ihren Spezialarbeiterbestand vorsorglich auszuweiten, voll ausnutzen. Vor ber Einweisung m entsprechende Anlernmaßnahmen haben Eignungsprüfungen stattzufinden, um Fehleinsätze zu per- meiden. Soweit die Anlemung von ausländischen Kräften mehr Erfolg verspricht, sind auch diese heranzuziehen. Für Ärbeitskräste, die nur Halbtags- weise zur Verfügung stehen, sind in abgetrennten Betriebsabteilungen Wechselschichten einzuführen. Jeder Betrieb hat für diese Aufgaben sofort einen besonderen Bearbeiter freizustellen. Zu seinen Ausgaben gehört die Freistellung geeigneter Arbeitsplätze in allen Betriebsabteilungen, die Zusammenarbeit mit der Arbeitseinsatzverwaltung bei der Vorauswahl ber Kräfte, die Auslese.ber Arbeitskräfte bei ber Einstellung, die Auswahl der Ausbilder und die Anlernmaßnahmen sowie die Ucber- wachung des Einsatzes der Strafte. Es kommt nicht darauf an, nur Kräfte neu zu beschäftigen, sondern so, daß die Produktion weitgehend gesteigert wird. Die Betriebsführer werden zur Berichterstattung über die praktische Auswirkung aufgefordert werben. diesen Umfassungsversuch der Bolschewisten zwischen Donez und Dnjepr hingewiesen und mitgeteUt, daß bie für diese Umfassung angesetzten feindlichen Divisionen unsererseits in der Flanke und im Rücken gefaßt unb zerschlagen würben. Der Wehrmacht- verichr vom 23.2. gibt hierzu noch einige nähere Angaben, aus welchen sich auch ungefähre Schlüsse auf die Kampfräume ziehen lassen. Zunächst geht baraus hervor, daß es sich um zwei Einkesselungsversuche ber Sowjets handelte, wovon ber eine, ber südlichste, am Mius gebildet werden sollte, einem Flüßchen, das südlich Woroschilowgrad entspringt und bei Taganrog in das Asowsche Meer mündet. Der zweite Kessel war nördlich davon, also südlich Charkow, durch weit nach Westen üorgetriebene feindliche Verbände gedacht gewesen. Der Wehrmachtbericht vom 23.2. stellt hierzu knavv, aber deutlich fest: „Das Schicksal, das die Bolschewisten den deutschen Armeen bereiten sollten, ereilte s i e s e l b st: Von ihren Verbindungen abgeschnitten und durch unsere Divisionen von allen Seiten gefaßt, verfielen sie der Auflösung ober der Der« Tokio, im Februar. Die schweren fechsmonatigen Kämpfe auf ber In- el Ouabalcanar haben die Kampfeigenschaften ber Japaner, befonbers des japanischen Infanteristen, auch unter schwierigsten Gelände- und Klimaver- hälinissen bewiesen. Nachdem die Insel geräumt worden ist, werden jetzt F r o n t b e r i ch t e veröf- entlicht, die ben Verlauf ber Kämpfe erkennen lasen. Die L a n b u n g stärkerer japanischer Einheiten im letzten Drittel des Monats August kam bem Gegner, welcher wohl noch unter bem Nndruck des Verlustes eines erheblichen Teils seiner eigenen Transportflotte in der ersten Salomonenschlacht stand, offenbar überraschend. Die japanischen Transporter dampften bei Hellem Tageslicht auf die Insel zu, und es gelang noch vor Einbruch der Dunkelheit, trotz hohen Seegangs die ersten Landungskommandos m Booten an Land zu setzen. Das Gros der japanischen Landungstruppen ging in der Nacht zum 31. August während eines schweren tropischen Re- gengusies an Land. Nach erfolgreicher Landung begann aber erst die schwere Prüfung, welcher bie körperliche und seelische Widerstandsfähigkeit ber japanischen Soldaten Wochen und Monate hindurch ohne Unterbrechung unterworfen werden sollte. Die Truppe lag noch am offenen Strand, jenseits dessen sofort undurchdringliches Tropendschungel auf rasch sich bis über 2000 Meter erhebenden Berghängen beginnt, als die ersten feindlichen Luftangriffe einsetzten, welche von 2 Uhr in ber Frühe vier Stunden lang andauerten. Den ganzen folgenden Tag hindurch griff der Feind aus der Luft immer wieder mit Bomben unb Bordwaffen an. Glücklicherwerse waren die Verluste im Verhältnis zu der aufgewendeten Munttion des Feindes minimal. Endlich konnte ber Vormarsch beginnen, welcher von ber Nordküste quer durch das Innere ber Insel führte und ber Eroberung eines feindlichen Flugplatzes galt. Der Kompanieführer mit bem Kompaß an der Spitze, so arbeitete sich die Truppe durch den tropischen Urwald über vermoderte Baumstämme hinweg und durch dichtes Schlingpflgnzen- gemirr langsam vor. Die vordersten Gruppen muh- Oer Wehrmacht-enchi. VNB. Aus bem Führerhauplquariier. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt fr’annt: 3a der großen Winterfchlachl im Lüdte 1 l der fff tont find die weitgesteckten Ziele des Feindes scheitert. Da es ihm nicht gelang, die am Oft- rad des Donez-3nduftriegebietes fest- yügte Front der deutschen Truppen zu durchbrechen, »rsuchte er sie nordwestlich ausholend im Rücken y fassen. Die auf diefe Weise hinter unsere Front n. Ritus gelangten sowjetischen Divisionen sind Zwischen vernichtet oder zersprengt. Ebenso er- jüg es denjenigen sowjetischen Verbänden, die noch niter ausholend aus der Gegend südlich E h a r - w gegen den Dnjepr vorgetrieben wurden. Das Shicksal, das sie den deutschen Armeen bereiten feiten, ereilte sie selbst. Von ihren Verbindungen ^geschnitten und durch unsere Divisionen von allen fMten gefaßt, verfielen sie der Auflösung oder der VIirmchtung. Reserven, die ihnen nachgeschickt waren, utrben von der Luftwaffe erkannt und In ihren dicht prangten Kolonnen durch anhaltende Luftangriffe | ikmichtend getroffen. Da die Witterung, die schon jetzt zwischen Schnee- kiiben und Tauwetter wechselt, große Operationen b absehbarer Zett ausschliehen wird, verlagert der Z,ind seine Anstrengungen immer mehr in den ium nördlich Charkow sowie gegen die Witte itb ben R o r b t e i t b e r O ft f r o n t. Keslern griff ber Feind an mehreren Stellen den hban-Brürfenfopf mit stärkeren Kräften D. Alle Angriffe wurden in harten Kämpfen ver- I Ureich abgewiefen. 3m vonezgebiet wieder- N flut Uinttm ll* QM Ebener jur Ay 1 Infere Soldaten an ber Ostfront haben.wieder hDere Tage hinter sich, ohne daß man bereits von I -''em Nachlassen ber harten Kämpfe sprechen karm. : r ben südlichen Frontabschnitten bat sich 3U ben Freren Kämpfen noch Regen und Tauwetter ge- W, die bas Gelände in Morast verwandelten Un- Lhe Soldaten haben trotzdem bie an sie m erhöhtem gestellten Anforderungen voll erfüllt und eine Hoffnung Stalins zerschlagen, die sich wohrschemch ieiade am. 25. Jahrestag der Sowietarmee erfüllen Ute: der Durchbruch durch die deutschen Linien ötittbessen muß er heute bie Vermchtunq -ahlrel Ihe- bestausgerüsteter bolschewistischer Divis I ^buchen. Im Raum von Charkow und südlich -or drehte es sich für die Bolschewisten um d e >Zu I ^Cgewinnung bes Oonez-Industriegybietes. uw die japanische Infanterie mit aufgepflanzem Seitengewehr auf breiter Front zum Angriff an. Trotz wütenden Artillerie- und MG.-Feuers drangen die japanischen Sturmkolonnen unaufhaltsam vorwärts. An einer Stelle stieß der Angriff unter Führung eines besonders tapferen Offiziers in einem Zuge bis in die dritte Stellung der Amerikaner durch, welche im Nahkampf sich nirgends dem hinreißenden Schwung des japanischen Ansturms gewachsen zeigten. So wurde dieses erste Angriffsziel Mitte September genommen. Aber unentwegt gingen die Kämpfe der an Zahl und schwerer Bewaffnung den Amerikanern weit unterlegenen japanischen Landungstruppen weiter. Immer schwieriger wurde der Nachschub, immer stärker machten sich die Unbilden des Klimas fühlbar. Malaria und andere Tropenkrankheiten griffen um sich. Der Feind zeigte sich nur selten außerhalb seiner schweren Befestigungsstellungen, oder seine Artillerie und seine über mehrere wohlausgebaute Flugplätze verfügenden Flieger waren Tag und Nacht bestrebt, den japanischen Truppen das Dasein zur Hölle zu machen. Aber unbekümmert führten die Japaner den Kampf unter diesen ungünstigen Bedingungen fort, fügten dem Feind schwere Verluste zu, zwangen die USA.-Flotte immer wieder, sich zur Deckung des Nachschubs für die auf Guadalcanar gelandeten nordamerikanischen Truppen in die gefährlichen Gewässer zu begeben, in denen Japans Flotte und Marineluftwaffe ihr schwere Verluste an unersetzlichen Kriegsschiffen aller Gattungen beibrachte — bis der Befehl zum Verlassen der Insel kam, nachdem die japanische Hauptlinie ausgebaut und damit die Aufgabe dieser vorgeschobenen Kommandos erfüllt war. Und dann wurde die Ablösung vom Feind und der Abtransport so geschickt durchgeführt, daß die amerikanische oberste Leitung die ersten Nachrichten über den Abtransport der letzten Japaner zuerst durch die Sondermeldung des japanischen Hauptquartiers erhielt. Roosevelts strategische Absichten in China Tokio, 23. Febr. (Europapreß.) Für die nordamerikanische Strategie scheint sich die lieber« zeugung durchzusetzen, daß ein Angriff gegen das japanische Kernland nach den Besetzungen aller wichtigen Basen im Osten, Süden und Westen durch die Japaner nurvom Fe st land her möglich sei. Wie „Vomiuri" aus Peking berichtet, ist das neue Zentrum dieser Strategie der USA. die Pro- vinz S i n k i a n g im Nordwesten Chinas. Nachdem anfangs Tschungking in Kiangsu die grüßte Tätigkeit entfaltete, Mährend Sinkiang mehr die Bedeutung eines Durchgangslandes für den Nachschub aus der Sowjetunion besaß, ist Sinkiang nunmehr Mittelpunkt der antijapanischen Strategie geworden. Zahlreiche Flugplätze für große Langstreckenbomber werden gebaut und erhalten alle Hilfsmittel, um auch Nachtflüge durchführen zu können. Sinkiang ist sowohl Endpunkt der von den USA. in östlicher Richtung ausgehenden Flugstrecke von Natal (Brasilien) über Dakar—Char- tum—Teheran—Neu-Delhi nach Kaschgar, der indischen Hafenstadt am Persischen Golf, als auch das westliche Ende der von. Alaska ausgehenden Nordroute. Die Afrika—Äsien-Linie ist noch im Stadium der Entwicklung begriffen, da die geographischen Schwierigkeiten bei der Ueberfliegung des Himalaja einstweilen noch ungelöst sind. Die von Alaska ausgehende Linie ist jedoch bereits in Betrieb. Die Autostraße nach Alaska, das neue Abkommen zwischen den USA, Tschungking und der Sowjetunion sowie die dauernde Verstärkung der nordamerikanischen Luftwaffe in China sind alle auf den Ausbau dieser neuen Fluglinie gerichtet. Der neue nordamerikanisch-sowjetisch-chinesische Vertrag ist, wie „Pomiuri" weiter berichtet, eine diplomatische Tatsache, die auf Nordamerikas Absichten beruht, Japan anzugreifen und hierbei, den Materialhunger der Sowjets ausnutzend, sich die Benutzung der ostsibirischen und nordwestchinesischen Flughäfen sichert. Imperialistische Kolonialmethoden, die durch den großostasiatischen Krieg ausgemerzt wurden, finden in Nordwestchina ihre Wiedergeburt. Schwere Hungersnot in Teilen Tschpngking-Chinas Schanghai, 23. Febr. (DNB.) Zehn Millionen Chinesen in dem der Tschungking-Regierung unterstehenden Teil der Provinz H o n a n leiden unter einer Hungersnot, da das Land völlig verödet ist, die Felder unbestellt sind und das von der Regierung zur Verfügung gestellte Saatgetreide von der hungernden Bevölkerung verbraucht wurde. Ein Regierungsbeamter Tschungkings, der das Gebiet kürzlich bereiste, berichtet: Die letztjährige Ernte hat kaum die Aussaat eingebracht. Reservebestände sind restlos aufgebraucht. 7Ö v. H. des Viehbestandes find abgeschlachtet. PlünderungLN der hungernden Bevölkerung sind an der Tagesordnung. Auf den Straßen und in der Lunghai-Eisenbahn bewegte sich ein Flüchtlingsstrom von Hunderttausenden in der Richtung auf die Provinz Schensi. Ausgemergelte Bauern, in Lumpen gehüllt, schieben mit letzter Kraft die Karren, auf denen ihre Habe und ihre Kinder unterg^bracht sind. Hunderte von Kinderleichen liegen an den Straßenrändern: das Aussetzen von Kindern steigt in erschreckendem Maße. Größere Kinder werden für 10 chinesische Dollar (50 Rpf.) zum Verkauf angeboten. vas Ziel der japanischen Operationen in China. Tokio, 23. Febr. (Europapreß.) Das Ziel der gegenwärtigen japanischen Operationen in China ist nach Ansicht der Zeitung „Asahi" in erster Linie die Vernichtung der Basen für die Materiallieferungen nach Tschungking und die Säuberung des Gebietes der Nanking-Regierung von tschungking-chinesischen Truppen. Das Vorgehen in den Provinzen Hunan und Kiangsi ist weiterhin insofern bedeutsam, als damit der Tschungking-Regierung weitere für die Nahrungsmittelproduktion wichtige Gebiete entrissen werden. Japanischer Lustangriff ouf die Neuen Hebriden. T o k i o, 23. Febr. (DNP.) Die japanische Marine- luftroaffe hat nach einem langen beschwerlichen Flug militärische Anlagen in Espirito Santo auf den Neuen Hebriden angegriffen. Dabei wurde ein feindlicher Zerstörer versenkt und ein zweiter in Brand geworfen. Außerdem wurden militärische Anlagen zerstört. Alle japanischen Flugzeuge sind unversehrt an ihre Stützpunkte zurückgekehrt. — Die Inselgruppe der Neuen Hebriden liegt südöstlich der Salomonen-Gruppe. Die angegriffene Insel Merena (Espirito Santo) wird vom 15. Breitengrad durchschnitten. Ein unwürdiger Nachfolger Washingtons. Am Geburtstag des großen George Washington, des Kämpfers für Amerikas Unabhängigkeit, hielt Roosevelt eine Rundfunkrede, die eine Entwürdigung des Namens und des Werkes George Washingtons darstellt. Bei der Großmannssucht Roosevelts kann es allerdings nicht überraschen, daß er sich in eine Linie mit Washington stellte. Roosevelt hat einmal, als er gefragt wurde, was er unter „Westliche Hemisphäre" verstehe, geantwortet, das hänge ganz davon ab, mit welchem Geographieprofessor er zuletzt gesprochen habe. Das sollte geistreich fein, verrät in Wirklichkeit Ober nicht nur einen geradezu verbrecherischen Zynismus, sondern auch eine Verhöhnung wissenschaftlicher Forschungsarbeit. Er brüstet sich bei jeder Gelegenheit mit seiner Unwissenheit über Dinge, die gerade aktuell sind. Damit glaubt er, seine imperialistischen Ziele am besten tarnen zu können. Wenn er am Geburtstag George Washingtons von dem Freiheitskampf dieses ersten Präsidenten Amerikas sprach und ihn in Vergleich stellte mit dem jetzigen Krieg, bann suchte er offenbar selbst nach Zubilligung mildernder Umstände für seine Kriegspolitik. Denn das, was Roosevelt mit feiner Expansionspolitik für Amerika erreicht hat, ist nicht Sicherheit der amerikanischen Freiheit und Unabhängigkeit, sondern Verrat der amerikanischen Zukunft. George Washington setzte sich mit feiner ganzen Person für' Amerikas Unabhängigkeit ein, Roosevelt hat Amerika der jüdischen und bolschewistischen Diktatur ausgeliefert. Das Wort „Freiheit" in Roosevelts Mund ist ein Verbrechen gegen Anständigkeit und Wahrheit. Spanifch-portuaiestscher Handelsvertrag. M a b r i b, 23. Febr. (Europapreß.) Im spanischen Außenministerium unterzeichneten Außenminister Jordana und ber portugiesische Botschafter Pereira einen Hanbels- unb Zahlungsvertrag. Er geht von bem Gebauten aus, bie wirtschaftlichen Möglichkeiten beiber Länber auszunutzen unb sich gemeinsam von gewissen Abhängigkeiten zu befreien. Charakteristisch ist von biefem Gesichtspunkt aus betrachtet bie Verlagerung ber portugiesischen Kohleneinkäufe, bie bisher in Englanb getätigt würben. Das gleiche gilt Zart und zqh. Porträt einer Frau als Gleichnis. Das Bildnis, bas ein guter Mäler von ihr gemacht hat, zeigt eine kleine, schmale Frau, achtzig Jahre alt, mit Aua en. in die alles Feuer eines heftig brennenden Lebens hineingeflossen ist, mit etwas zu fest gepreßten Lippen unb mit Wangen, in die ber Griffel ber Sorge seine unverwischbaren Runen eingetragen hat. Sie sitzt sehr gerade. Die Hände ruhen im Schoß. Aber inan sieht, daß sie das nicht gelernt haben unb nicht verstehen. Eher könnten sie gefaltet sein. Aber — so steht in ihr Tagebuch geschrieben — man soll nicht öffentlich bete>n, unb wer nicht Zeit hat, bie Haube zu falten, kann es durch Arbeit feinem Herrgott vortragen. Sie ftdmmte aus einer Beamtenfamilie im Breslauer Winkel. Ihr Mann war ein ausgezeichneter Musiker, 1,95 m groß und entsprechend breit. Ein ganzer Kerl, von großen Gaben, aber wild unb zuweilen auch zügellos, wenn bie übergroßen Kräfte mit ihm durchgingen, wenn die unfanabare Unruhe ihn zwang, in Mondnächten zweispcmuig um bie kleine Stadt zu jagen ober Mit feinen Kumpanen .nächtelang nach 'verlorenen Melodien zu suchen. Manchmal wußte sie acht Tage nichts von seinem Verbleib. Dann setzte sie sich schließlich ihren kleinen, federgeschmückten Kapotthut auf, nahm bie Spihen- mautille um die Schultern und „holte ihn ab". Sie fand ihn immer sofort. Sie nahm ihn am Arm, unb der Riese ging schweigend mit ihr, bie ihn ohne Vorwurf unb Frage nach Hause brachte. Wortlos lenkte sie auch sein materielles Leben. In guten Zeiten brachte sie Geld beiseite und „zauberte" es in schlechten Zeiten wieder her. Sie brachte ihn dazu, regelmäßig zu arbeiten unb Konterte zu geben, obwohl er bas Publikum haßte. „Nebenbei" erzog sie dreizehn Kinder, von benAr vier jung starben, neun aber kraftvoll imb stetig in das Leben hinwuchsen. Als sie sechzig war, starb der Mann unb wurde lange von ihr betrauert. Aber einsam wurde sie deshalb nicht. Immer wurde sie gebraucht, bei den Kindern, bei den Enkeln. Die Sorgsn und Kämpfe von neuen Ehen, von achtunddreißig Enkeln wurden ihr aurgepatft. Und wie sie das Leben ihres Mannes gelenkt hatte, so lenkte sie auch unmerklich die Leben ihrer Nachkommen in gute Bahnen hinein. Als sie achtzig war, schloß sie die Augen für immer. Auf ihren Grabstein ließ sie die Worte meißeln: Ich will Dich segnen und Du sollst ein Segen sein. Woher — so fragt man — kam die Wirkung eines solchen Lebens? Sicherlich aus ber Zähigkeit unb Wurzelhaftigkeit ihres Wesens. Aber damit allein hätte sie keine Wirkung auf den Mann gehabt. Es mußte die selbstverständliche Zartheit, wie wortlose Einfühlungsgabe, die klare Intuition ber echten Frau hinzukommen. Es wirb oft gesagt, daß die Lebensleistungen heutiger Frauen kleiner geworden sind, unselbstverständlicher und verworrener. Aber wenn man genauer nachschaut und nicht nur bas einzelne Schicksal betrachtet, sondern den ganzen Schicksalsbogen, >in den unser aller Leben ein gespannt ist, io entdeckt man, daß ungeheuer viele Frauen große Leistungen vollbracht haben unb wieder vor gewaltigen Aufgaben stehen. Da gibt es Mütter, bie im vorigen Kriege jung verheiratet um ihre Männer bangten unb nun als ältere Frauen um ihre Söhne bangen müssen, Frauen, die bisher von ihren Männern umsorgt, plötzlich allein stehen, allein ihre Kinder zur Welt bringen, ihre Kinder erziehen müssen ober allein ein Geschäft leiten, einen Beruf ausüben. Sie tun das klagelos, ohne viel Aufhebens, obwohl sie es nicht gewohnt sind unb obwohl Frauen oft mehr am Gewohnten hängen als Männer, obwohl ihnen bie Wandlungen der Welt ihrer beharrenden Natur gemäfc zuerst immer fremd, ja manchmal tumiber sind. Frauen in dieser Zeit haben es also schwer. Von 1914 bis jetzt — kaum ein Jahr, das dem an« von dem portugiesischen Holzexport. Das portugiesische Holz, das bisher nach England ausgeführt wurde, wird künftig zum Ausgleich ber spanischen Kohleneinfuhr nach Spanien ' geleitet. Der neue Handelsvertrag sieht einen beiderseitigen Warenaustausch in Höhe von 240 Millionen Escudos, b. h. bie hoppelte Ziffer bes Vorjahres unb bie fünffache seit der Zeit vor bem Bürgerkrieg vor. Allgemeines Arbeilseinsahgeseh in Norwegen. Oslo, 23. Febr. (DNB.) Auf einfcr deutsch-norwegischen Kundgebung wies Ministerpräsident Quisling auf die unterirdische Wühlarbeit bes Bolschewismus hin und zeigte an den Beispielen der baltischen Staaten und Bessarabiens, wie brutal und hemmungslos der Bolschewismus zu verfahren pflegt, wenn er sich ein neues Land einoerleibt. Quisling ging auf die vielfältigen Bestrebungen bes Bolschewismus zur Errichtung eines „Sowjet-Norwegen" ein unb unterstrich die Rolle des Juden- tumK, das alle Schlüsselstellungen im Sowjetstaate innehabe. Als nationalbewußter Norweger müsse man sich heute mit den germanischen unb europäischen Lebensinteressen identifizieren, um das Erbe der Vorväter und die moralische Lebensauffassung zu retten. Das mindeste, was das norwegische Volk tun müsse, sei eine Steigerung seines Arbeitseinsatzes und eine Stärkung feiner Widerstandskraft und seiner Versorgung. Quisling gab ein Gesetz über den allgemeinen Arbeitseinsatz bekannt, wobei er die Hoffnung aussprach, ber nationale Arbeitseinsatz möge dem norwegischen Volk die moralische Kraft und die nationale Disziplin geben, die allein ein Volk durch eine so große Krise durchbringen könnten. Reichskommissar Terboven zeichnete ein Bild von der Europa drohenden Gefahr. Die Ereignisse der letzten Zeit hätten auch in Norwegen aufrüttelnd gewirkt. Auch hier sei das Signal des totalen Krieges gehört und verstanden worden. Zwar werde der Einsatz mit der Waffe in der Hand ebenso wie bisher das Vorrecht ber Freiwilligen als ber Jdea- listen-Clite der norwegischen Jugend bleiben. Die National-Regierung unter Führung von Quisling, wolle aber durch schärfste Konzentration eine höchstmögliche Steigerung von Produktion und Arbeit auf allen lebens- und kriegswichtigen Gebieten erreichen, um damit einen Beitrag Norwegens zur Niederringung des Bolschewismus zu leisten. Wiederherstellung des Privateigentums in den Generalbezirken. Der Reichsminister für die besetzten Ostgebiete, Reichsminister Alfred Rosenberg, hat eine Verordnung über die Wiederherstellung des Privateigentums in den Generalbezirken Estland, Lettland und Litauen erlassen. Das von den Sowjets nach ihrem Einfall im Jahre 1940 zwangsweise enteignete und kollektivierte Privateigentum wird wiederhergestellt und an die früheren Besitzer wieder übertragen. Die Wiederherstellung des Privateigentums erfolgt in konsequenter Fortführung der Liquidierung des bolschewistischen Systems und der Wiederherstellung europäischer Rechtsverhältnisse in der Erwartung, daß die Eigentümer die aus dem Eigentum erwachsenen Pflichten insbesondere gegenüber der deutschen Kriegs- wirtschaft erfüllen werden. Die Grundstücksbehörden nehmen ihre Tätigkeit unter Wiedereröffnung der Grund- und Hypothekenbücher wieder auf. Antragsteller, bie sich politisch. und wirtschaftlich bewährt haben, sollen im Verfahren bevorzugt werden. Die Verordnung enthält noch weitere Bestimmungen über die volle Berücksichtigung der Erben, das Wiederaufleben der dinglichen Rechte an den Grundstücken unb andere Vorschriften, die eine folgerichtige' Wiedereinführung europäischer Wirtschafts- und Rechtsgrundlagen in einem bedeutenden Teil Osteuropas darstellen. Lieber 50 Millionen Reicksmark. Berlin. 23.Febr. (DNB.) Die am 6. unb 7.2. 1943 von Beamten unb Handwerkern burchgeführte' 5. Reichs st raßensammlung hatte einen stolzen Erfolg. Obwohl Abzeichen nicht verkauft rourifen,1 erbrachte sie nach vorläufigen Feststellungen 50 081 839,42 RR7. Gegenüber ber gleichen Sammlung des Vorjahres, bie ein Ergebnis von 25111 874 Reichsmark hatte, ist eine Zunahme von 24 969 965,42 Reichsmark, bas finb 99,43 v. h. zu verzeichnen. Generalmajor pezzis letzter Aug. Rom, 23. Febr. (DNB.) Der vom Flug gegen den Feind nicht zurückgekehrte Befehlshaber ber ita« lienischen Luftstreitkräfte an ber Ostfront, Generalmajor Pezzi, war mit wenigen Begleitern, bar- unter einem italienischen Arzt an Bord, aufgestiegen, um einem vom Feind eingeschlossenen Widerstanlh. nest Hilfe zu bringen. Wie in einigen frühe Fällen, in benen es sich barum hanbelte, eince, schlossenen Kameraden ber Erbtruppen Lebensmiück unb Material zu bringen unb bie Verwundeten zurückzuholen, behielt sich Generalmajor Pezzi aH diesen Flug selbst vor, von dem er nicht mehr zuriL! kehren sollte. Alle Nachforschungen blieben vergeblich. — Kleine politische Nachrichten. Am Todestag von Horst Wessel legte im Ehren- mal Unter den Linden SA.-Obergruppensührj Jüttner einen Kranz des Stabchefs nieder. Ein Dov beirnarsch der Ehrenkompanie schloß sich an. Zuich hatte Obergruppenführer Jüttner auch am Grch Horst Wessels auf bem Nikolai-Friedhof einen Kray des Stabschefs niedergelegt. * Der, Führer hat bem Präsidenten, Geh. Regit rungsrat Dr. med., Dr. med. vet. h. c. August W e ber in Berlin aus Anlaß der Vollendung feine«. 70. Lebensjahres in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auf medizinischem Gebiet cit Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft oer liehen. * T. V. Soong, Tschungking-Chinas Außenmich, fter und Bruder von Frau Tschiangkaischek, ist ir, Washington eingetroffen. Nach einer Meldung aus London will Frau Tschiangkaifchek au^ Einladung der britischen Regierung demnächst, nach London reisen. * Nach Fertigstellung der internationalen Brü- über den Uruguay-Fluß wird Buenos Aires durch eine 850 Kilometer lange Landstraße mit Rio K Janeiro verbunden fein. * Die katastrophale Knappheit an Arbeitskräften in her nordamerikanischen Landwirtschaft geht daraus hervor, daß sich die Regierung entschlossen Hot, 10 000 evakuierte japanische Landarbeiter bei ber Einbringung der Ernte einzusetzen. * Die italienischen Besatzungsbehörden in Griechenland haben eine Amnestie für alle Vergehen erlassen, die von italienischen Militärgerichten nft Geldstrafen oder Gefängnis bis zu drei Jahren g!« ahndet wurden. Längere Gefängnisstrafen werden um zwei Jahre verkürzt. * Der britische Oberkommissar für Palästina Hot eine beträchtliche Erhöhung zahlreicher Steuern verfügt, da Palästina einen verstärkten Beitrag zur britischen Kriegführung leisten soll. Kunst und Missenschast. Neuartiger Universitätseinsah für das Kriegs-VHU Die Heidelberger Universität führte eine dreitägige Werbung für das Kriegs-WHW. durch. 2er Plan bes Rektors Staatsminister Dr. Schmitthenner, bie enge Verbundenheit ber Universität mit den Problemen unb Kräften ber Volksgemeinschaft zu beweisen, sowie Lehrkörper, Institute unb Sammlungen zu einer Art Leistungsschau ber modernen Wissenschaft einzusetzen, wurde lebhaft beachtet. Schoii die Themen ber 50 geiftes« unb naturwissenschaftlichen sowie juristischen Vorträge fanben starkes Interesse, zumal zeitnahe Fragen behandelt wurden. Es wurde ein hervorragender Sammelerfolg für das WHW. erzielt. Der Eintritt zu den 23eranftaltungeit war frei. Die volkstümliche Behandlung wissensckfkfl- licher Forschungsarbeit unb bie Oeffnung ber Uni- versitäts-Jnstitute unb -Sammlungen würbe auch als Beitrag zur kulturellen Kriegsarbeit gewertet. Hochschulnachrichten. Der durch seine hervorragenden spektroskopischen unb pysikalisch-chemischen Untersuchungen bekannt geworbene Physiker Professor Dr. Reinharb Mecke würbe zum Direktor bes Physikalisch-Chemischen Instituts ber Universität Freiburg ernannt. Mecke wurde 1895 in Stettin geboren, studierte in Frei' bürg, Bern unb Marburg und promovierte 1919 tu Marburg. 1923 habilitierte er sich in Bonn unb leitete ab 1930 bas Physikalisch-Chemische Institut h Heidelberg. 1937 wurde er Orbinarius für theoretische Physik in Freiburg: feit einem Jahre verwaltete er daneben kommissarisch bie im Zuge einer Neuregelung frei gewordene Stelle eines Direktors des Physikalisch-Chemischen Instituts, die ihm jetzt endgültig übertragen wurde. — Der Leiter des In» stituts für Reliaionswissenlchaft an ber Hoben Schule, Außenstelle Halle, Dozent Dr. phil. habil Wilhelm Brachmann, würbe zum o. Professor für Religionswissenschaft an ber Universität Hall ernannt Brachmann würbe 1900 ltz .Brieg geboren Er ftubierte in Königsberg unb Breslau unb promfl' vierte 1940 in Halle zum Dr. phil. 1937 wurde et deren gleicht, fortwährend Aenderungen der materiellen und ideellen Welt. Umschichtungen, die bis tief ins Herzgefüge und Gedankengefüge hinein- reichen. Frauen, die das alles unverletzt überftan« den, bie im Wandel ihr Leben mit verwandelt haben, haben alle bie baumhafte Zähigkeit von Beugen und Wieberaufrichten bewiesen. Sie haben allein schon im Beharren ihre Pflicht getan. Aber — bas scheint uns entscheidend — die Pflichterfüllung allein genügt nicht, damit aus einem Leben ein wirklich fruchtbares Frauenleben wird. Diele sind bei großen Leistungen bitter geworden, frühzeitig alt, verbraucht und unlebendig. Es kommt vor. daß sie in ihrer Tüchtigkeit ihre Männer aus bem Hause jagen, ihre Kinder sich entfremden und schließlich auf dem kahlen Berge einer bewundernswerten Löbensleistung sitzen bleiben unb verdorren. Deshalb ist es nötig, daß sie bie frauliche Herzkraft unb Seelenkraft auhnifen, baß sie sich ber Zartheit erinnern, die zutiefst in jeder Frau ruht, hie so oft verschüttet ist unb bie ans Licht gehoben werden muß. Daß sie mit ihrer Fähigkeit des Mitleids, der Phantasie, der Vorstellungsgabe ausglei- chend in die Kämpfe der Männer eingreifen, daß sie in die inneren Räume des Lebens einbringen, die Schicksale der Mitmenschen vom Herzen her erhellen und beleuchten, erwärmen und gestalten. Von außen her aestaltet die notwendige Tat. Don innen her bas einfache Da-Sein, bas zu führen eine frauliche, unbeirrbare, zähe und zarte Kraft erfordert. Manche Zeiten glaubten, baß Leistung unb Dasein, Schönheit unb Arbeit Gegensätze sind, bie sich in keinem L"ben ganz ^reinen lassen. Wir glauben, daß die schwere und fruchtbare Zeit die Gegen- säße so durcheinander gewirbelt hat, baß man sie wieder in einem einzigen Leben 3ufammenüigen kann, daß bie Frauen also zart unb ?nh, schon und tüchtig, zupackend und abwartend abseitig fein können — und fein werden, weil es ihre Aufgabe in dieser Zeit fit. Walter von Hollander. Büchertisch. — Hans Friedrich Blunck: Märchen 429 Seiten. Mit 100 Bildern nach Aquarellen vor Ruth Koser-Michaels. Th. Knaur Nachf. Verlag, Berlin. — Im weitschichtigen dichterischeN Schaffen von Hans Friedrich Blunck spiegeln die Märchen unb Schelmengeschichten, von denen wir im Laufe ber Jahre zahlreiche Proben in unferer Unterhaltungsbeilage gebracht haben, die liebens« würdigste, heiterste unb auch wohl volkstümlichste Seite feines Wesens. Aus bem reichen Urgninbt deutscher, im desondern niederdeutscher Volksvoesir und alten Sagen- unb Märchengutes schöpfend, hat Blunck hier reichen Stoff unb vielfältige Anregung für seine schweifende Phantasie unb seine tpnige Fcrbuliersreude gefunden. Er gehört zu den nidji sehr zahlreichen Dichtem, bie in dieser fachlichen und allermeist nicht übermäßig poesievollen Zeit noch Märchen erzählen können: er hat den Ton. ber dazu gehört (darum eignen sich feine Geschichten auch so gut zum Vorlesen) unb er errichtet vor großen unb kleinen Lesern in seinem Märchenbuche eine überaus farbige unb figurenreiche Welt, bie bevölkert ist mit Tieren und Menschen, Natur- geiftern unb Fabelwesen ber wunderlichsten und heitersten Art. Unsere Leser werden in bem ftatü Uchen vorzüglich ausgestatteten Bande all-rlei alten Bekannten begegnen, wie beispielsweise Frau Holle und bem Kulenkröger, Olemann Puk, Wietje unb Sottje, unb werden dazu allerlei Erscheinungen aus ber ober- wie ber unterirdischen Welt, aus bem Reiche ber -Tiere und der Menschen kennenlernen, denen sie bisher noch.nicht begegnet waren. — Dis bunten, lustigen Bilder von Rüth Koser-Michaels, sichtlich von Bluncks Märchenphantcfiie angeregt und beschwingt, find den Geschichten stilgerecht angepaßt. So wird das Buch für Eltern und Kinder, besonders in der Winterszeit, ehre nicht so bald zu et® schövsende Quelle herzhafter, fröhlicher und poesie- voller Unterhaltung sein. Hans Thyriot !r$l Vornamen. Mancher hat einen Dornamen, von dem er sein und „Glaube und I Leben lang nicht weiß, was er eigentlich bedeutet, ntismus". — Der Oder wissen die Alfons und die Bruno, die Rudolf, •M| an. Die kluge- von Carl Orff. Haufen. Der Redner behandelte ferner die Anwen- UlC eillpl LIlUl'U/ vt I LLU | L IVUULII LVIXVIV, <|L I " V* | V | i. •*•*•■ lässig wie gefährlich. Denn wenn jeder in der gleichen düng der künstt'chen Düngemittel, wie Superpbos-- Lage so dächte, würden dem Feind durch die zusätz-1 phat, Kali, Kalk und Ammoniak auf leichten und (Nachdruck verboten.) ». Fortsetzung. 1 1 1 1 1 1 1 1 cbm Gas kWh Strom t Stahl t Benzin t Aluminium Panzer Bomber Schlachtschiff lafi. i-g-M le!>. nJ WO ?JS Ti öi!1« 5 toi Es ist mehrfach beobachtet worden, daß Volksgenossen in beschädigten oder in der Nähe von brennenden Häusern teils noch während des. Fliegeralarms, teils nach der Entwarnung gröblich gegen die Verdunkelungspflicht verstoßen haben. Zur Rede gestellt, gaben sie an, daß es, wenn erst irgendwo Häuser brennen, auf ein paar unverdunkelte Fenster nicht mehr ankomme. Eine solche Handlungsweise, die empfindlich bestraft werden kann, ist ebenso fahr- « ’N tos dlj < 36 nach Flaue gurua. — -wer a. u. yruicnur im ljofoate und vergleichende Anatomie an der Uni- nfltät Marbura Dr. Otto Mattes wurde an die üMrSrztliche Akademie in Athen versetzt. Mattes jrbe 1897 in Kreuznach geboren und habilitierte sich .,29 in Marburg, wo er 1935 a. o. Professor wurde. eht barGjj lassen k er bei |# schwendet werden! Die Bergleute tun ihr Aeußerstes. Tue auch Du Deine Pflicht! Spare Kohle und Du hilfst siegen! t Strengste Verdunkelungsdisziplin wahren! '■> MlthM: it den s>aft zu b Sarnmlr lästinu r feuern w ■afl Ms- troftopim en tetari arb M mischen M nnt. M te in N irte 1919f mn und le Instituts für M Jahre rd Zuge tiy >5 Direh-I te ihm g ihr des M der W ; phiLh' 0.« «fit» N iefl gebom und pre^ 7 wurde t Die Akademikerin im Aeichsarbeitsdienfl. Einsahmöglichkeiten an Schulen, Lagergruppen und Bezirksleitungen. t Grieche, 'fgehen!>, lichten t fahren p 'en We Vordem das Tanzspiel ,Ias Paradiesgärt- iin" und die szenische Kantate „Carmina burana“, bat jetzt ein drittes Bühnenwert von Earl Orff i der Frankfurter Oper das Licht der jompe erblickt. Es ist „Die Geschichte von dem Ko- -g und der klugen Frau" und führt den Haupttitel Oie Kluge". In fünf Viertelstunden taufen auf frier Simultanbühne zwölf Szenen ab, die sich in prf Linien ordnen. Auf der jeweils höheren Spiel- -itbe vollzieht sich die Märchenhandlung, die sich , /an die Geschichte von der klugen Bauerntochter Lr Brüder Grimm anlehnt. In den unteren Regio- -ni tummelt sich eine burleske Strolcherei, die ihren Men Witz aus dem höchst geistreichen, wie inzpro. rftert wirkenden Gebrauch alter Sprichwörter be= isit Für Earl Orff, den Autor des Textes und der ergab sich eine Fülle von Möglichkeiten, ne- in der zarten Stimmung (etwa des Liedes über hm vom Schlafmohn bezwungenen König) blitzende iontenz, ^packenden Spaß, Bänkelsängerei, Mon- j| also Fröhlichkeit in vielen Farben, auf gespro- iene und gesungene Szenen zu verteilen Mit Aus- ihme des in abgewandelten Wiederholungen sich ^n^ern^en Nekrologs auf die Treue und des ichlummerliedes, schwingt die Musik in kurzen scharf rofifierten Bögen, die Sinn und Handlung illustne- md schmücken.' Dazu wird ein großes Orchester mit ^herorbentlich differenziertem Schlagwerk auf flehten. Auch dann, wenn dieser große Apparat tur- eine bir durch, ft« ck mutte 'ch fürk nftaltun« vissenM iq der llr [De auchc- ertet. ichie^ im k 1 Ich —?* fragte er dann aus einem ungläubigen Erstaunen heraus. ,Hch? Ich soll das alles hier aufgeben und mich in Hammerkott verkriechen? Hab' ich dich wirklich recht verstanden, Mädel?" „Ja, Papa", sagte sie einfach und ohne feine Verwunderung zu beachten. „Du hast mir oft genug vom Großvater erzählt, der auf Hammerkott regiert hat wie ein kleiner König. Es ist doch sehr nahe- liegend, daß du als fein Sohn seine Arbeit weiter- ^Sie freute sich, daß sie hier endlich einmal Gelegenheit hatte, dem Vater das alles in Ruhe jagen zu können, ohne daß er , ihr wie sonst mit zu. gehaltenen Ohren davonlauten konnte.. Wie oft hotte sie schon davon sprechen wollen, daß sie feinen sehn- icheren Wunsch hatte, als mit ihm zusammen in Hamme -kott zu hausen. Aber so oft sie davon anfing, war er ihr immer ousgewichen. Er hatte ihr ruhio zuge ort. Den Blick von ihr abgewendet, loh er sinnend durch das Fenster m den grauen Nachmittag hinaus. Noch Hammerkott gehen ... Den ganzen Tag über im Büro sitzen, Verhandlungen fuhren, telephonieren sich mit den täglich wiederkehrenden kleinen Mißhe'lliokeiten des Alltags h^umärgern ... Nem, lo einfach, wie sich in diesem Madchenkovf die Welt svi-gelte, so einfach war das denn doch nicht. Lanasom drehte er sich ihr wieder zu und sah sie eine Weile schweigend an. (Es ist schon richtig, was du da vom ©roßnater fault Reni", meinte er bann nachdenklich. „Abeik es ist nicht alles. Erinnerst du dich nicht auch an oll das andere, wo- ich dir fo oft von ihm erzählt habe? Dotz ihm mein Tun und Treiben völlig gleichmütig war, daß er seinen einfttaen Nachfolger m her Z-ck^nv-rw-ltunn immer nur m meinem alteren Bruder sah? Nie dachte er daran, daß die Hand des Schicksals hier einmal anders bestimmen wurde, und deshalb kam es ihm nicht entfernt m den Sinn auch mich für die Zeche zu gewinnen — erinnerst du dich auch daran?" „3a, natürlich, Papa. Viircht' larM^I aur y dichtens spiegel»^ denen -1 in M $s n Dolksv^ hopfen).; e ÄnE seine W u den.^ >r »vollen -' Gesch'^I !tet oor g Ä nu^'iu Hundert Jahre Mozartverein Darmstadt. Während im vergangenen Jahre die Darmstädter .Liedertafel" auf ein hundertjähriges Be- sichen zurückblicken konnte, begeht in diesem Fruh- j:br der Mozrirkverein fein hunberjähriges Bestehen, ler Mozartverein hat sich in seinem hundertjährigen Mken oroße Verdienste um die Pflege des Ge- jirges in Darmstadt erworben. Führende Musik- stdagogen zählten zu seinen Chorleitern. (in Leibt-Sperl-Preis des Kunstvereins Rosenheim. Am 23. Oktober 1944 fährt sich zum 100. Male ir Geburtstag Wilhelm Leibls. Zur Ehrung Wil- b Im Leibls stiftet der Kunstverein Rosenheim einen freis, der zugleich auch dem Andenken an das 'steundschaftsverhältnis zu Johann Sperl gewidmet kn soll, der für die Kunstentwickluna Leibls von r ensolcher Bedeutung war, wie seine Kunst für das ^bayrische Kulturgebiet. Mit diesem Preis soll ibe bäuerliche, bodenverwurzelte, heimatverbundene !Mniskunst gerade in dem Gebiet, in dem Leiol libte und seine besten BiDer schuf, und das Land- itostsgebiet des Mangfall-, Inn« und Ehiemgaues ge- tirbert werden. Es wird erstmalig im Jahre 194b k Künstler, die Mitglieder des Kunstvereins und in Gau München-Oberbayern ansässig sind, ver- lachen. „Ser Wahrheit?" unterbrach sie ihn und sah oer- muttert auf. _ „Nun ja", gab er ungeduldig zuruck. „Du mutzt «eine Worte heute nicht so auf die Waagschal figen, Renate. Was da vorhin geschehen tft, Das ton sich über kurz ober lang wiederholen — man ton nicht in die Zukunft sehen. Und wenn 'ch ein "al bei einer solchen Gelegenheit nicht wieder auf «siche, was wird dann aus Hammerkott. Deine Nerven sind überreizt, dachte sie beküm- [tert Es fat ihn doch schwerer gepackt, als er zu >en will. Kein Wunder nach einem solchen Tage. I „Aber Papa", versuchte sie abzulenken, „zuerst sklltest du doch daran denken, so schnell als möglich nieder gesund zu werden —" fline | Doch er zeigte keine Neigung, auf diesen Ton em \Än, nein", beharrte er hartnäckig. „Auf mich hmmt es in diesem Falle weniger an Aber Ham iirertott — die Zeche — das macht mir Sorgen. Renate kannte den Vater gut genug. Wenn ihn einmal eine Idee gepackt hielt, bann war er so scyneu "cht davon abzubringen. „Die Frage ist eigentlich gar nicht so schwer zu tanttoorten, Papa —" . . . n or fif)ere I „Da bin ich aber neugierig", lächelte er über l Ezen und blinzelte ihr zu. . „ I „Gewiß. Wie wäre es nämlich, wenn du selbst pi) Hammrrkolt gingest und dort die Zugel tn l Das Lächeln schwand, und in seine Zuge IAusdruck grenzenloser Verwunderung, als h 1 j ganz Unfaßbares gesagt. Die Reichsarbeitsdienstführerin wird auf ledern Arbeitsgebiet — nicht nur auf dem der Lager, uhre» rin, sondern auch auf dem der Sachbearbeiterin, der Aerztin, der Juristin, der Lehrkraft usw. — immer Führerin sein können, weil sie immer an der Gestaltung der lebendigen Idee arbeitet. Bewerberinnen für die Führerinnenlaufbahn, die bereits ein abgeschlossenes Studium hinter sich haben, werden als Führerin im Probedienst eingestellt und erhalten eine kurzfristige Sonderaus- 6 Übung. Die Reichsarbeitsdienstführerin gehört mit zu dem Kreis der „unmittelbaren Staatsdiener", ihre rechtliche Stellung ist durch die Neufassung des Reichsarbeitsdienstgesetzes derjenigen der Reichsarbeits dienstführer gleichgesetzt. Durch dieses Gesetz sind die Beschädigtenfürsorge und Versorgung sichergeftellt. Ferner sieht es eine besondere Versorgung der nach längerer Dienstzeit ausscheidenden Reichsarbeitsdienstführerinnen vor, die einen Angestelltenschein oder Reichsarbeitsdienstschein, eine Uebergangsbei- Hilfe und andere Vergünstigungen erhalten Weiterhin genießen schon alle Reichsarbeitsdienstfuhrerin- nen — mit wenigen Ausnahmen in den Stäben — freie Heilfürsorge. Eine Besoldungsordnung regelt die Besoldung der Reichsarbeitsdienstsührerin. Aber nicht die materielle Sicherheit und die gute Versorgung sollen den Anreiz bilden, diesen Beruf zu ergreifen. Vielmehr sind es die Vielfalt der Arbeit und der verantwortliche Einsatz an führender Stelle in der Erziehungsarbeit an jungen Menschen, die den Führerinnen Befriedigung geben und die diesem neuen Frauenberuf Anwärterinnen werben. Freiwilligenmeldungen für die Führerinnenlauf- bahn im Reichsarbeitsdienst (Einstellung kann zu jedem Monatsersten erfolgen) sind in unserem Kreis zu richten an die Führerin der Lagergruppe 115, Gießen, Lonystraße 4. Orden und Klärchen alle, was ihr Name ihnen zu sagen hat? Gerade Alfons — „Etwas Spanisches", möchte man schließen. Weit gefehlt! Alfons ist ein guter deutscher Name, zusammengezogen aus Adalfuns, und bedeutet „der durch Adel Glänzende". Die Silbe Al findet man auch noch in anderen Namen, etwa Alois (für Adelweis). Alfred jedoch hat als erste Silbe nicht Al, sondern Alf und bedeutet wohl „ber von Elfen oder Alben Beratene". Nach dem Alfred mag manchem der Manfred einfallen. Aber auch hier gilt es auszu- passen. Die zweite Hälfte beider Namen klingt zwar gleich, aber die beiden Worte haben nichts miteinander zu tun. Manfred heißt „ber Mannesschutz, der schützende Held". Lustig ist es, daß sich dieser Name auch umgekehrt findet in dem leicht veränderten Friedemann, ber einst recht häufig roar; wir kennen ihn als einen Sohn bes großen Sebastian Bach. Die Silbe Fred ober Fried — die also Schutz ober Friede bedeutet — findet sich in noch vielen anderen Namen: Friedrich, Siegfried Wilstied, Otfried, Gottfried, quch in vielen Mädchennamen: Fredegunde, „Nun also. Ich war darauf angewiesen, meine eigenen Wege zu gehen, mir selbst eine Lebensaufgabe zu stellen und kann nun nicht ganz einfach die letzen zwanzig Jahre meines Lebens auslöschen. Und dieses Leben hat mir inzwischen andere Ziele gezeigt. Früher war es vielleicht nur das Waghalsige des neuen, aufstrebenden Sportes, bas mich anzog und mitriß. Aber im Laufe ber Jahre habe ich erkannt, daß mir das Schicksal da ganz unversehens eine sehr ernste Aufgabe zu lösen gegeben hat. Es liegt mir heute verdammt wenig daran, ob man mich nach einem Rennen als Sieger feiert. Aber mir lieat alles daran, daß der Leutsche Wagen, den ich gesteuert habe, als erster durchs Ziel geht, selbst wenn ich zwei Meter hinter dem Ziel meinen letzten Atemzug tue. Denn ich fahre ja nicht für mich ober für eine Fabrik ober für irgendeine Marke — ich fahre für ein Land, bas solche Erfolge dringend braucht, um hie Welt davon zu überzeuaen, daß wir etwas leisten, daß unsere Wagen und Motoren keine Konkurrenz mehr zu scheuen haben. Siehst du, Reni, darauf kommt es mir heute an, darauf ganz allein. Und genau so denken die Kameraden, die drinnen und draußen Kovf und Kragen daransetzen, immer wieder neue und bessere Spitzenleistungen zu erliefen. Es tut wohl, das einmal aussvrechen zu können, ohne bah ein übereifriger Reporter habet- steht, der iedes Wort gleich brühwarm in die Zeitung brinat Na, und nun wirst du dir auch einiger» maben vorstellen können, dak mir Hammerkott inzwischen ein wenig fremd geworden ist." Sie sah das Leuchten in feinen Augen, fühlte die 5)ingabe. m«t ber er seinem Siele zustrebte, und wutzte. daß er von dieser A"ffalsunv niemals lassen würde. In diesem Augenblick mutzte sie i*m innerlich sogar zustimmen. Trotzdem versuchte sie es noch einmal. . Aber man kann auch dort noch seinem Lande dienen, man kann auch dort helfen aufbauen. Es kommt dach alles nur auf ba« hoffen an." . Gewiß k"nn man bas", bestätigte er kovfnickend. „Wer man kann niemals zwei Herren dienen, wenn liehen Lichtquellen neue Angriffsziele geboten werden. Auch nach der Entwarnung muß sorgfältig auf die Verdunklung geachtet werden, da niemand wissen kann, ob nicht ein weiterer Angriff folgt. Es wird daher nochmals nachdrücklich darauf hingewiesen, daß jederzeit, ganz besonders aber während des Fliegeralarms und nach ber Entwarnung, strengste Der- dunkelungsdisziplin zu wahren ist. Obst- und Gartendauverein Gießen. Zu der Monatsoersammlung des Obst- und Gar» tenbauoereins Gießen, die am SonntaHnachmittag im „Burghof" ftgtlfanb, waren die Mitglieder so zahlreich erschienen, daß ber Saal nicht alle fassen konnte. Dereinsführer Junker begrüßte besonders die im Laufe dieses Monats beigetretenen 64 neuen Mit glichet unb teilte mit, baß die Mitgliederzahl des Vereins nun auf 381 gestiegen ist. Er gedachte dann der Leistungen unserer tapferen Wehrmacht unb grüßte den Führer und unsere Solbaten. Hierauf sprach der Vereinsführer über die Disziplin innerhalb der Organisation unb ermahnte, nicht etwa Mtglied zu werden wegen der Vorteile, die der Verein bietet, sondern die Schulungsvor^ träge ernst zu nehmen, damit jedes Mitglied durch diese Aufklärungen in die Lage versetzt wird, dem Boden das abzuringen, was für Familie und darüber hinaus für Volk und Vaterland zum Nutzen ist. Er gab bann eingehende Erläuterungen zur Ausgabe ber Kontrollscheine für den Samenbezug, bie in dieser Woche vorgenommen wirb, berichtete weiter über die Hauptversammlung bes Bezirksgartenbauverbandes unb erteilte Auskunft über das richtige Setzen der Obftbäume, über Düngungs- fragen unb bie Schädlingsbekämpfung durch sachgemäßes Spritzen der Bäume mit Karbolipeum. Im Mittelpunkt der Schulungsveranstaltunfl stand ein Vortrag von Stadtgärtner Lange (Gießen) über bas Thema „Bodenbearbeitung unb Düngung". Der Redner führte u. a. aus, das Ziel jeglicher Gartenarbeit müsse sein, hohe Erträge auf kleinen Flächen zu erzielen. Grundbebingung hierfür seien sachgemäße gründliche Sobenbearbeitung unb zweckentsprechendes Düngen mit den jeweils vorhandenen natürlichen und künstlichen Düngemitteln. Die Erzielung einer guten Bobengare sei weitere Vorbe- bingung. Er empfahl befonbers die Anwendung ber Hacke, denn das.alte Bauernwort „Gut gehackt ist halb gedüngt" bewahre sich immer wieder. Di. 0898/ mit gr. Zimmer zu vermieten. Schr. Ang. unt. 01210 a.d.G.A. rocKmanns gewürzte Futrerkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden; deshalb nie in das Tränkewasser geben sondern stets unter das Futtpr mischen. Pflege muß sein! Auch im Winter und mit -weniger Nivea- Creme. Denn wer sorgsam damit umgeht und sie intensiv verreibt, wird auch jetzt damit zufrieden sein» Also: vernünftig verfahren — Nivea sparen • Sanft und gottergeben entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit mein innigstgeliebter, treusorgender Mann, unser lieber, guter Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, Schwiegervater und fischens lieber Opa Herr Wilhelm Rohrbach Betriebsleiter Er starb am Sonntag, dem 21. Februar 1943, 14 Uhr. Arbeit und Hingabe für die Seinen war der Inhalt seines Lebens. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren haben. In stiller Trauer: Frau Lina Rohrbach, geb. Alban Ernst Rohrbach, z. Z. im Felde, und Frau Emmy, geb. Schupp Otto Rohrbach, z. Z. Im Felde, und Frau Luzie, geb. Gerz, nebst Töchterchen Uschen Hans Mayer, z. Z. Im Felde, und Frau Irmgard, geb. Rohrbach; Heinrich Rohrbach. Siershahn (Westerwald), Adolfstr.24, Wirges, Gießen, den 21. Februar 1943. Die Beerdigung fand in aller Stille statt. _____________________________________________630 D Hart und schwer traf uns die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, herzensguter und unvergeßlicher Mann, der treusorgende Vater seiner beiden Söhne, mein lieber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate- Wilhelm Zöller Schütze in einem Grenadier-Regiment 14 Tage vor der Gebürt seines lang ersehnten Töchterchens, än einer schweren Verwundung im Alter von 34 Jahren im Osten den Heldentod gestorben ist. In tiefer Trauer: Frau Marie Zöller, geb. Preis, und Kinder Werner, Wolfgang und Irene; Frau Marie Zöller Wwe., geb. Ott; Richard Zöller und Familie; Wilhelm Martini, z. Z. im Felde, u. Familie Karl Zöller u. Familie; Wilhelm Schmidt u. Familie Wilhelm Preis und Familie; Gertrud Preis Wwe. Leihgestern, Dau bringen, Hamburg, im Februar 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 28. Februar, 15 Uhr, statt. 01200 Wohn- evtl, auch GelGhäftshaus zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb., auch o. Verm., unter 01190 an den Gieß. Anz. Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestraße32 Zweijährige Handelsschule für Schulentlassene mit 8jährig. Schulbildung. Für . Mädchen auch Kochen und Nähen. Die Aufnahmeprüfung für die zweijährige Handelsschule findet bereits am 2. März statt, eine spätere Aufnahme kann nicht erfolgen. Einjährige Handelsfachklassen für Schüler m. Volksschulreife u. höh. Schulbildung. Beginn Ostern 1943, Anmeldungen f. das neue Schuljahr u. Auskunft i. Schulgebäude Gießen, Goethestr.32, Ruf 2486. _ _______417D schweren Böden. Er warnte davor, Kalk in jedem Herbst auf die Böden zu bringen, sondern empfahl eine Kalkung etwa alle 3 bis 4 Jahre bei trockenem Wetter. Besondere Bedeutung komme, so führte der Vortragende u. a. weiter aus, der Anwendung der künstlichen Volldünger zu. Für diese Dünger komme aber in Frage, sie nicht auf einmal in vollen Mengen, sondern nach und nach in kleineren Portionen zu reichen. Der Redner klärte ferner über Herbst- und Frühjahrsdüngung auf und forderte am Schluß auf, auch weiterhin an der Sicherung unserer Ernährung mit aller Kraft mitzuarbeiten. Für den Propagandadienst der Partei sprach Kreisringleiter R u n k (Gießen). Er ging auf die stolze Haltung unserer Soldaten ein, die uns in der Heimat allezeit als Vorbild dienen möge und ermahnte, den Glauben und das Vertrauen zu unserem Führer allezeit zu bewahren. Mit aufrütteln- üen Worten betonte er, daß die totale Kriegführung jeden einzelnen Volksgenossen angehe. Vereinsführer Junker und Stadtgärtner Lange gaben noch Auskunft auf dft aus der Versammlung heraus gestellten Fragen. Nachdem die > Versammlung noch ihres verstorbenen Mitglieds, des Reichsbahn-Zugführers Friedrich Wagner (Gie- ßen), gedacht hatte, schloß der Vereinsführer mit herzlichen Dankesworten an die Redner die Versammlung. Gießener Schlachtviehmartt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmakkt (Schlachtviehveneilungsmarkt) in der Viehverfteig^ rungshalle Rhein-Main kosteten: Bullen 40 bis 44 Rpf., Kühe 15 bis 45, Färsen 28 bis 45, Kälber 15 bis 57 Rpf. je XA kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Verdunkelungszeil: 23. Februar von 18.48 bis 6.52 Uhr. der silbernen Hochzeit. — Der Haüpktruppführer unserer Berufsfeuerwehr Heinrich Funk und Ehefrau Emilie, geb. Dinges, Schwarzlachweg 43 wohnhaft, können am kommenden Samstag, 27. Februar, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Beiden Jubelpaaren gilt unser herzlicher Glückwunsch. ** 40 Jahre treue Drenste. Am kommenden Freitag, 26. Februar, kann die Hausgehilfin Frl. Marie R i n k, aus Wommelshausen bei Gladenbach stammend, auf eine 4Ojährige Dienstzeit in der Familie des Kaufmanns Fritz Jung, Walltorstraße Nr. 10, zurückblicken. Die Jubilarin erfreut sich wegen ihrer treuen Dienste und ihrer guten Charaktereigenschaften nicht nur in der Familie Jung, sondern auch in einem weiteren Bekanntenkreise großer Wertschätzung. Unseren herzlichen Glückwunsch! MEDOPHARM I Arzneimittel | sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl Aus der engeren Heimat. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Dem Obergefreiten Philipp Wirth aus Ruppertsburg wurde das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern verliehen. Landkreis Gießen. * Heuchelheim, 23. Febr. Die Kriegerkameradschaft Heuchelheim hielt am Sonntag im Gasthaus „Zum Treppchen" ihren Jahreshauptappell ab. Kameradschaftsführer Fischer gedachte zunächst der im ersten Weltkriege, im Ringen der Bewegung und der im jetzigen Kriege gefallenen Kameraden, ferner der im verflossenen Der- einsjahr verstorbenen Mitglieder der Kameradschaft, insbesondere des langjährigen, im August 1942 verstorbenen Kameradschafts führers Dr. Reidt. Aus dem Bericht des Kassenwarts Karl G e r n a n d t war ein guter Stand der Kasse zu ersehen. Der Kameradschaft gehören 123 Mitglieder an. Die Kameraden Dr. Hofmann und Fritz Volkmann wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt, dem Kam. Ludwig Jung wurde für vierzigjährige treue Mitgliedschaft die Ehrennadel überreicht, der Kam. Zimmer für seine unermüdliche Tätigkeit im Fechtwesen mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Kameradschaftsführer Fischer forderte zum Schluß die Kameraden zu weiterer treuer Pflichterfüllung in der Heimat durch Erfüllung aller kriegswichtigen Aufgaben für unseren Sieg auf. * Annerod, 24. Febr. Die Eheleute Wilhelm Happel und Frau Marie, geb. Haas, können am heutigen Mittwoch das Fest der sklbernen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar gilt unser herzlicher Glückwunsch. ~ <£ Lollar, 23. Febr. Am Samstagabend hielt der Schweineversicherungsverein Lol« l a r seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Wilhelm Schultheiß gedachte zunächst mit .ehrenden Worten unserer tapferen Wehrmacht und der im jetzigen Kriege gefallenen Kameraden. Hierauf gab er 'den Jahresbericht bekannt, der die umfangreiche Arbeit des Vorstandes im vergangenen Jahre erkennen ließ. Der Rechner Ludwig Hofmann V I. erstattete den Kassenbericht, der einen mö6l.3imioet mit Heizung, in Einfam.-Haus L Ostviertel, a. berufstätige Dame zu vermieten. Schr. Ang. unt. 01220 a.d.G.A. | Mietgesuche | Gut möbliertes Zimmer möglichst mit Schreibtisch, v. junger Dame zum 1. 4. 1943 zu miet, gesucht. Schr. Ang. unt. 641D a.d.G.A. günstigen finanziellen Abschluß zu verzeichnen hatte. Die Verschiebung der Arbeit in den bezahlten Vorstandsstellen machte eine Neuregelung der Vergütungen erforderlich, die gebilligt wurde. Dann berief der Vorsitzende, nachdem seine Wiederwahl erfolgt war, mit kleinen Veränderungen den Vorstand, worauf die Versammlung mit dem Gruß an den Führer geschlossen wurde. — Die Spar- und D a r l e h n s k a ss,e Lollar hielt am Sonntag ihre 24. Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aussichtsrates Zaubert gedachte der ftn verflossenen Jahre verstorbenen 6 Mitglieder. Vorstandsmitglied Geißler erstattete sodann den Geschäftsbericht. Die Kasse hat ihre Aufwärtsentwicklung ttotz bes Krieges auch im Jahre 1942 fortgesetzt. Am Schluß des Geschäftsjahres gehörten der Genossenschaft 240 Mitglieder an. Der Gewinn aus dem Geschäftsjahr 1942 beträgt 2571,79 RM. Nach dem Bericht des Aufsichtsrates wurden die Jahresrechnung und die Bilanz genehmigt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung, erteilt. Dem Vorschlag des Vorstandes entsprechend, wurde der Gewinn wie folgt verteilt: Verteilung einer Dividende von 5 v. H., Tragung der 10 v. H. Kapitalertragsteuer und Zuschreibung des Restes zum Reservefonds bzw. zur Betriebsrücklage. Bei der Ersatzwahl zum Vorstand, aus dem das Dorstandsmit- glied Geißler statutengemäß auszuscheiden hatte, wurhe dieser wiedergewählt, ebenso erfolgte eine Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder T a u b e r t und Wagenbach. Mit dem Gruß an den Führer wurde die Versammlung geschlossen. oo Langsdorf, 24. Febr. Der von hier stammende Gendarmeriewachtmeister i. R. Hermann Schmidt, der seinen Ruhestand in Nidda verlebt, wird am heutigen Mittwoch, 24. Februar, 7 0 Iahre a l t Der Jubilar diente in seinen jungen Jahren, wie so viele Langsdorfer, bei der Artillerie. Nach seiner Militärdienstzeit war er als Gendarm in Wörrstadt (Rheinhessen), Ernsthofen (Odenwald), in Eichelsdorf und in Nidda tätig. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Wünsche. Kreis Wetzlar. * Wißmar, 24. Febr. Die Eheleute Küfermeister i. R. L u d w i g Abel und Frau Sophie, geb. Caesar, Launsbacher Straße 171, können am morgigen Donnerstag das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Das Jubelpaar hatte drei Kinder, von den zwei noch am Leben sind, ferner erfreut es sich an drei Enkelkindern. Der Jubilar, ein geborener Wißmarer, der von 1887 bis 1890 beim Inf.- Regt. 87 in Mainz-Kastell diente und den Weltkrieg als Freiwilliger mitmachte, ist 76 Jahre alt, feine Frau, die aus Hanau stammt, ijt 72 Jahre alt. Dem Jubelpaar gelten unsere yerzlichen Glückwünsche. LtlUHTSPIEL-THEATEB Gloria-Palast, Seltersweg: Der Ochsenkrieg Llchtipielhiis, Bahnhofstraße» G. A-Spott. Büdingen — 1900 Gießen 3:4 (1:2). Für das Pokal-Vorrundenspiel in Büdingen eröffnete sich den Blau-Weihen durch die Teilnahme von Kraft, Kurascheck und Löser sowie der Jugendlichen Ebert, Wimmler und Leuning eine günstigg Möglichkeit. Hierdurch kam eine MannschaftsaH stellung zustande, die alle Hoffnungen fast restlos erfüllte. Büdingen suchte gleich von Anfang an eine Ent- । scheidung herbeizuführen. Mehrmals sah es bedenklich : aus im Strafraum der 1900er, doch Kraft klärte durch prächtige Abwehr. Hierdurch belebte sich das Spiel der Blau-Weißen mehr und mehr, zumal als Kraft mit einem Strafstoß aus 25 Meter Erfolg hatte. In der 25. Minute konnte Kurascheck aus i Flanke von Ebert auf 2:0 erhöhen. Im weiteren Verlauf verfiel man auf zu enge Kombination, wo- durch die Platzbesitzer kurz vor der Pause auf 2:1 herankamen. Ngch dem Wechsel erreichte das Spiel seine Höhepunkte. Die Platzbesitzer kamen in der 55. Minute ’ zum Ausgleich. Als durch Ebert, der eine weite Vorlage Überlegt einschoß, das 3:2 zustandekam, beherrschten die Blau-Weihen wieder das Spiel. । geschehen. Durch einen weiteren Treffer durch Ebert kam dies auch zahlenmäßig zum Ausdruck. Die Büdinger suchten immer wieder zum Erfolg zu kommen, was ihnen in der 75. Minute auch ge. lang. Hierdurch wurde der Kampf nochmals lebhaft, wobei die Blau-Weißen die zahlreicheren Chancen besaßen. So wurde Ebert dreimal durch Zweifel. . Haftes Abseits zurückgerufen, und bei Schüssen von Löser und Kurascheck stand dem gegnerischen Torwächter das Glück zur Seite. Die Gastgeber konn- ten in letzter Minute zwei aussichtsreiche Sachen nicht verwerten. Auf Grund der Lerstungen hatten die Blau-Weihen den Sieg verdient. Außball'kriegsmeisterschaflsfpiele in der Staffel V. Am Sonntag tarnen nur zwei Meisterschaftsspiele zum Austtag. Der DfB.-Rcichsbahn spielte in Nidda und gewann dort überzeugend mit 8:0 Torem Nicht so eindeutig fiel der Sieg des Luftwaffensportoer« eins gegen Wölfersheim aus. Das knappe Ergebnis von 3:1 läßt erkennen, daß dieser Sieg nickst leicht geworden ist. Dor allem, wenn man berücksichtig, daß Wölfersheim kaum einmal während der ganzen Spielserie mit solch knappem Ergebnis verloren hat. In diesem Spiel gelang es Wölfersheim sogar, eine Halbzeitführung von 1:0 herauszuspielen. Die Flieger glichen bann aus und kamen schließlich zu dem Endergebnis von 3:1 Toren. Das knappe Resultat ist nicht etwa auf eine Verbesserung der Wölfersheimer Mannschaft zurückzuführen. Der LSV. hat im Augenblick von der seither bewährten Elf nur noch drei Spieler zur Verfügung. Alle übrigen müssen ersetzt werden. Das ist der Grund für die schlechteren Leistungen. HauptschristleUer: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» kavpljckriflleirerö: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politif und Bllder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtichakt und Sport: Ernst Blumjchetn. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. 01216/ SoMMilse halbtägig oder stundenweise in gevft. Haushalt gesucht. Schr. Ang. unt. 01199 a.d.G.A. Tüchtige WsgeWii gesucht; evtl. Halbtagsmädchen oder Stundenfrau. 01206 Cballier, Neuenweg 10. | Verkäufe | Wachsamer Hofhund und ein Wagen Pferdemist z. verkauf. [01203 Walter Herth, Weidengasse 18. BrautfleW mit Schleier zu kaufen oder geg. Vergütung z. leihen gesucht. Schr. Ang. unt. 01209 a. d.G.A. [Empfehlungen! Ski Nr Kinder Ski-Spanner SM-Wachs Ski-Haüflichuh Ski-SocKen eingetroffen 01207 SporlhansSchwan | Verschiedenes} Schw.Geldbörse m. etwa 15 RM. Inh. a. 21.2.43 von Bootshausweg, Friedhof, Marburg. Str., Steinstr., Horst- Wessel-Wall verloren. 01217 Abzug, geg. Bel. q. d. Fundbüro. MOeuksA ßthöferljünöiii langh., dünkelgrau m. schwarz, auf den Namen „Heidi" hörend, entlaufen. Erkennungszeich. an d. Halskette: Hinrich Boß, Hamburg L Vor Aneignung od. Ankauf wird gewarnt! [01172 Wiederbr. erhalt gute Belohn. 0. Dentist Otto Rudolvh, Grotzen-Liuden, Babnhofstr.109. Die Deutsche "Kra^ Arbeitsfront durch Freude“ Kreisdienststelle Wetterau 10er Ring Sonntag, 28, Februar, 14.30 Uhr 7. Veranstaltung Jta SMarolo Komische Oper von F. E. Auber Karten In der Verkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude*, Seltersweg 60. 633D Meders Konversations- Lexikon, 1890, gut erh.,19 Bde. je 5,- Mk., mit Ergünz.-Bänden, z. verkauf. [01211 Jheringstr. 511. | Kaufgesuche | Junger Drahthaar- Joxterrier z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01222 an den Gieß. Anz. 3 Hühner rebhuhnfarbige Italiener od. weiße Leghorn, aus 1941 0.1942 r. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01180 an den Gieß. Anz. Gut erhaltene WMonlie für Gleichstrom z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01204 an den Gieß. Anz. 1 Sportijofe od.Breechesbose sow. Svortiacke, Größe 50, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01205 a.d.G.A.