195. Zahlgang Nr. 69 Erscheint täglich, auster Lonntags und feiertags Beilagen: Gießener ivcmilienblöttei Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern , infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschlust 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franks ^M. viemtag.r5.MSrzt94r Gießener Anzeiger General-Anzeiger siir Oberhessen Schrlstleitvng und Seschaftrstette: -testen. Schulftrahe 7-9 Druck und Verlag: vrühlscheUntversttArdruckerelV. Lange Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8l 9 Ubr desBormittags Anzergen-Breise: Änzergenteil 7 Rvi. le mm bei 22 mm Zeilenbrette, Wertteil 50 Rvi. ie mm bei 70 mm Zeilenbretts Nachlässe: Wiederholung Malstasiei l AbschlüsieMengenstanelv Plavvorschrifl lvorherige - Vereinbarung) 25^'» mehr Mr Völker mit klarer Haltung und Der Führer besichtigt eine Sonderausstellung im Zeughaus Läutet Läutet Läutet Läutet Läutet Läutet die Glocken von Turm zu Türmt Läutet, daß Funken zu sprühen beginnen — Judas erscheint, das Reich zu gewinnen — Läutet, daß blutig die Seile sich röten — Rings lauter Brennen und Martern und Töten — Läutet Sturm, daß die Erde sich bäumt Unter dem Donner der rettenden Rache? Wehe dem Volke, das heute noch träumt! — Deutschland, erwache! Glocken von Turm zu Turm? Männer, die Greise, die Buben, Schläfer aus ihren Stuben, Mädchen herunter die Stiegen, Mütter hinweg von den Wiegem die die die die die Dröhnen soll sie und gellen, die Lust, Rasen, rasen im Donner der Rache. Läutet die Toten aus chrer Grust, Deutschland, erwache? " Sturm, Sturm, Sturm? . Sturm, Sturm, Sturm! Dabei geht es längst nicht mehr nur um das Schicksal des deutschen Volkes. Deutschland hat Mit- kämpfer, vor ollem in jenen Nationen, ,^>ie sich klar darüber sind, daß ihre eigene Zukunft nur im Rahmen einer Ordnung möglich ist, die gegenüber dem Bolschewismus als dem teuflischen ^Jnstru^ ment der Zerstörung standhält." Mit diesen Worten Hot der Führer allen Völkern die Entscheidung vor Augen gehalten, vor die das Schicksal sie heute gestellt hat. Wer sich an dieser Entscheidung vorbei- zudrücken sucht, muß auch die Folgen dieser Unentschlossenheit auf sich nehmen. Für alle Nationen lautet die Frage: Sieg über den Bolschewismus und seine Kumpane oder Untergang! schreibt, eine Kundgebung unerschütterlichen Vertrauens in die deutsche Kraft, in den Endsieg des Reiches und in die Verwirklichung aller Kriegsziele. Nie, so schreibt das Blatt, erschien der Führer ruhiger und sicherer. Er kennt sein Volk, dieses Volk das heute alle seine Kräfte in den Kampf eingesetzt Hot, eisern, entschlossen, zusammen mit seinen Verbündeten die verderbliche plutokratisch- bolschewistische Koalition zu schlagen und zu vernichten. Die Rede wird den Entschluß des italienischen Volkes, bis zum totalen und endgültigen Sieg der Europa und der Welt endlich Frieden und Wohlstand sichern wird, weiterzukämpfen, nur noch kräftigen. „Messaggero" erklärt, daß der Führer mit Recht für das nationalsozialistische Deutschland'den unvergleichlichen Ruhm beansprucht hat, dey bolsche- wistischen Ansturm abgewehrt zu haben. Wahrend der gigantische Kampf weitergeht, hat der Führer ein klares Bild der künftigen Welt, chrer Gesetze erleichtert worden. Besondere Fürsorge gilt den deutschen Arbeitern, die als Spezialisten oder für Arbeften auf U-Booten und anderen Kriegsschiffen zu außerdeutschen Werften oder Stützpunkten entsandt werden. Je nach der Art ihrer Arbeiten ist die eine Werft mit verhältnismäßig vielen, die andere mit weniger deutschen Arbeitern durchsetzt. Da diese in der Heimat schwer entbehrt werden können, kommt es entscheidend darauf an, die Werftleitungen und -avbeiter der besetzten Gebiete für die ihnen gestellten Aufaaben zu interessierest und ihnen alle jene Schwierigkeiten abzunehmen, mit denen sie allein schwer fertig werden, würden: Materialnachschub, Beschaffung von Zulieferungen aller Art u. ä. Das ist Aufgabe der Länderbeauftragten des Hauptausschusses Schiffbau, die dieser für die einzelnen Gebiete eingesetzt hat und die ihrerseits von den Dienststellen des Reichsministers Speer unterstützt werden. , Verpflegung, (es, die Werftarbei- und ihrer Ordnung entworfen und damit gleichzeitig das Lügengebäude der Atlantik-Erklärung zerstört. Der „Popolo d'Italia" schreibt: Die Führerrede zeichnet sich vor allem durch die darin zum Ausdruck gebrachte europäische und kontinentale Solidarität ausf Nationalsozialismus und Faschismus kämpfen nichh nur für die Verteidigung des europäischen Gebietes und der von ihnen auf sozialem und geistigem Gebiet gemachten Errungenschaften, sondern für die ewige Sache der Menschheit, aus der in Jahrhunderten alle die Werke entsprangen, aus denen die europäische Kultur wie die der anderen Kontinente geschaffen wurde. Was die militärische Lage anbelange, so bat es der Führer im Gegensatz zu den angelsächsischen Kriegshetzern nicht nötig, zu rhetorischen Kniften oder marktschreierischer Propaganda Zuflucht zu nehmen. Er spricht offen über die wahre Lage, gleich,, ob sie schwierig oder leicht ist. Dies ist allerdinas auch nur gegenüber einem Volke möglich, das den Krieg mit jener Entschlossenheit zu führen bereit ist, die aus dem Bewußtsein feiner geschichtlichen Verantwortung entspringt. Oer Schild Europas. Bukarest, 22. März. lDNB.) Die rumämsche Presse hebt die Kompromißlosigkeit in den Erklärungen des Führers hervor sowie die Feststellung, daß das nationalsozialistische Deutschland den äußeren Feind genau so niederschlagen werde wie es „3m Namen Europas." Das Echo der Nede des Führers im verbündeten Italien Leistungsstarker deutscher Schiffbau. Von Staatsrat Rudolf B4ohm, Leiter des Hauptausschusses Schifsbau beim Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Während diese Werften, die früher Privatunter- nehmungen waren, im allgemeinen keiner besonderen Betreuung bedürfen, werden frühere Staatswerften, die vorübergehend von der Kriegsmarine übernommen worden sind, jetzt in oie Betreuung deutscher Werften übergeführt. Dabei wird nach dem Gesichtspunkt verfahren, der Werft im besetzten Gebiet eine deutsche Paten w e rft zu geben, deren Arbeitsgebiet mit dem der anderen Werft zusammenpaßt. Das ist in einer Reihe von Fällen, soweit der Hauptausschuß bei seiner Gründung nicht schon unumstößliche Tatsachen vorfand, bereits geschehen oder im Werden. Dadurch wird erreicht, daß nicht jede Werft im besetzten Gebiet einen vollen Stab geschulter Leiter benötigt, sondern daß die Patenwerft je nach Bedürfnis ihre eingearbeiteten und erfahrenen Praktiker entsenden kann. Diese sind naturgemäß nur m beschränkter Zahl verfügbar, und es muß .daraus gesehen werden, daß ihre Erfahrungen weitgehend ausgenutzt werden und auch anderen als der eige- 9t nm, 22. März. (DNB.f Di- Rede des JW«5 hat, wie Stefani in ihrem Kommentar se,l- ftellt, die bolschewistischen Pläne für eine Vernichtung Europas aufgezeigt und zugleich unter- strichen, daß die deutschen und verbündeten Heere an der Ostfront für die Rettung aller europäischen Nationalitäten einschließlich der neutralen kämpfen. Der Führer sprach nicht nur tm Namen Deutschs lands, sondern tm Namen E u r o p a s. Er hat dem Ziel der demo-plutokratlsch-bolschewiststchen Koalition, die, um ihre Weltherrschaft zu sichern sämtliche Nationalitäten vernichten will, das Ziel der Achsenmächte entgegengestellt die tm ÄampT stehen, um die territoriale Integrität und die Geistes- und Kulturwerte Europas urck» damit das weitere Bestehen der verschiedenen Nationalitäten sicherzustellen. An der Spitze der Armeen der Staaten des Dreierpaktes wehen die nationalen Fähnen der sozialen Gerechtigkeit. Die Rede des Führers ift, wi£ „Piccolo schaulichen, bald belehrenden Betrachtungen der Ereignisse lediglich dank der Opferberettschaft der Kämpfer auf den Schlachtfeldern leisten kann. Sie sollte sich diese Worte zu Herzen nehmen und daran denken, daß in ihren Reihen jedes Wort der Anerkennung oder auch nur der sogenannten Neutralität gegenüber Moskau und seinen Spießgesellen ein Ausdruck dafür ist, daß der Todfeind wahrer Völkerfreiheit und menschlicher Kultur unter ihnen Fuß gefaßt hat,-und daß das Schicksal auch von chr mit unerbittlicher Strenge eine unmißverständllch klare Haltung verlangt, wenn sie auf die Dauer bestehen will. einst den inneren Feind besiegt habe. „Perunca Vremmii" schreibt: Die Gefahr, die diesen Winter das Dasein Europas bedroht hat, übertrifft iebed Vorfttzllungsvermögen. Im Angesicht des bolschewi- stischen Ungeheuers, das sich anschickte, Europa zu verschlingen, hat die Menschheit einmal Rechenschaft geben können über den rettenden Sinn der nationalsozialistischen Revolution. Wie hätte Europa diesen Kampf mit der riesenhaften Waffengewalt des Bolschewismus jemals bestehen können, wenn nicht der Führer dem Kontinent die gewaltige deutsche Militärkraft zur Verfügung gestellt, hätte? Oer Eindruck in Schweden. Stockholm, 22. März. (Europapreß.) Die Rede des Führers wird von der schwedischen Presse ausführlich wiedergegeben. Die Kommentare unter* streichen vor allem die Feststellung Adolf Hitlers, daß die Krise im Osten endgültig überwunden ist. „Dagsposten" nennt die Rede, die nicht nur an das deutsche Volk, sondern an die ganze zivilisierte Menschheit gerichtet sei, höchst beachtenswert. Sie sei von einem gläubigen Optimismus hinsichtlich der Möglichkeiten getragen, die Bedrohung Europas durch den Bolschewismus ein für alle Mal zu beseitigen. Sie habe ferner leinen Zweifel daran gelassen, daß die heute mit dem Bolschewismus verbündeten Staaten schließlich deren Opfer werden würden. gebieten und gegen politische Schwächen jener Zeit. Achon in seinem 1918 vollendeten Mediceer-Scyau- piel ,Lorenzaccio" erfüllte Dietrich Eckart ahnungsvoll das Kommen einer neuen Zett. Der Dichter und Kämpfer Dietrich Eckart, der am 23. März 1868 m dem oberpfälzischen Landstädt- chsn Neumarkt geboren wurde, lebt unvergeßlich im Herzen des deutschen Volkes. Sein Werk hat die politische Dichtung des neuen Deutschland entscheidend eingeleitet und chr den Weg gewiesen. Es kann kein schöneres und bleibenderes Denkmal für fein Wirken und Schaffen geben als die Worte, die der Führer in feinem Buche „Mein Kampf" feinem getreuen Gefolgsmann widmete: „Und unter sie (die Gefallenen des 9. Novembers 1923) will ich auch jenen Mann rechnen, der als der Besten einer dem Erwachen seines, unseres Volkes fein Leben gewidmet hat, im Dichten, Denken und am Ende in der Tat; Dietrich Eckart." - Heinz Rusch. Deutschland erwache! AusDietrichEckarts berühmtem Kampflied. Sturm, Sturm, Sturm? Sturm, Sturm, Sturm? Die feindliche Presse füllt ihre Blätter mit Nachrichten über die Aktivität der Schiffswerften, besön- ders in den USA Freilich darf die Leistungsfähigkeit der USA. nicht unterschätzt werden. Vieles aber ist lediglich als reine Stimmungsmache zu werten. Wenn z. B. Bauzeiten für ein Schiff von Kiellegung bis Stapellauf mit 4 oder gar 3 Tagen genannt werden, so weiß jeder Ingenieur, daß es völlig ausgeschlossen ist, einen 10 000- oder 8000- ober auch nur 6000-Tonner in solcher Zett wirklich zu bauen. Es ist auch im Grunde nicht entscheidend, welche Zeit der Bau eines Schiffes von der Kiellegung bis zum Stapellauf oder bis zur Fertigstellung benötigt. Entscheidend für die Ausbringung ist der Gesamtstundenaufwand, gleichgültig, ob die Arbeit auf einer Schiffswerft oder in vorgeschalteten Werkstätten des Stahlbaues, Maschinenbaues usw. ausgeführt wird. Deutschland ist in der glücklichen Lage, sowohl im Reich selbst wie in den besetzten Gebieten leistungsfähige und emgearbeitete Werften zur Verfügung zu haben, bei denen es seinen Bedarf an "Schiffsraum decken kann. Dreier Bedarf ist selbstverständlich nicht klein, und die Leistung der Werften ist aller Anerkennung wert, wenn Deutschland es auch nicht nötig hat, zur Anfachung der Stimmung darüber so viele Worte zu machen, wie es in den feindlichen Ländern geschieht. In welch hervorragendem Maße die deutschen Werften den Anforderungen des Krieges nachkommen, zeigen vor allem die bedeutenden Erfolge unserer U-Boote. Wenn nicht so viele U-Boote gebaut würden, könnten die Versenkungsziffern nicht Dichter und Kämpfer. Zu Dietrich Eckarts 75. Geburtstage am 23. März. In Deutschlands dunkelster Zeit, drei Jahre nach dem verlorenen Weltkrieg, weckte eine Stimme mit flammender Mahnung: Dietrich Eckarts Sturm- lied, das zündende „Deutschland erwache!", war erschienen, am 11. August 1921 brachte es der „Völkische Beobachter", dessen Herausgeber und Haupt- fchriftleiter Eckart feit wenigen Wochen war. Dieses Gericht mit der aufrüttelnden Schluß Mahnung und dem heftigen politischen Feuer seiner Verse ist zur völkischen Losung geworden, damals und heute, aber der Mann, der es geschrieben hat, mußte lange verkannt bleiben, er konnte selbst die Erfüllung seiner politischen Sehnsucht, ein neues Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers, nicht mehr erleben: am 26. Dezember 1923 starb Dietrich Eckart, kurz nach feiner Entlassung aus Landsberg, aus der Festungshaft. Als im Jahre 1893 Eckarts erster Gedichtband unter dem Titel „In der Fremde" erschienen war, zarte Liebes- und Naturoerse, ahne man noch nichts von dem politischen Kämpfer Dietrich Eckart, und es mußte erst eine lange Zeit vergehen, bis er sich zu feinem wahren Wesen durchrang. In den Wirren der Nachkriegszeit ist der Dichter Dietrich Eckart zum Kämpfer für die Idee Adolf Hitlers und die deutsche Freiheit geworden. Schon 1918 stemntte er sich in seiner in München erscheinenden Zeitschrift „Auf gut deutsch" in einer unverblümten Sprache gegen den Strudel der Revolutton, in dem die hettigsten Werte des Volkes fortgeschwemmt wurden, um nach der Gründung der NSDAP, die Zeitschrift in den Dienst der Bewegung zu stellen. Nun ließ ihn der Kampf nid)t mehr los. In Reden und Aufsätzen und in feurigen Streitgedichten wurde aus ihm der politische Kämpfer, der „erste Journalist des Nationalsozialismus". Auch der Dramatiker Dietrich Eckart hat erst Nach seinem Tode, nach der Machtübernahme die Beachtung gefunden, die seine satirischen Komödien vor allem „Ein Kerl, der spekuliert", und seine geschichtlichen Schauspiele „Heinrich VI." und „Lorenzaccio" verdienen, denn hier ist, so ungleich sie künstlerisch gewertet fein mögen, schon etwas von dem kämpferischen Geist des späteren politischen Dichters zu spüren, von seiner Angriffslust gegen den verderblichen Einfluß des Judentums auf allen Lebens- Schutt und Asche versinken und damit die ganze Welt in. heillose Unordnung geraten soll. Uns Deutschen hat der fanatische Vernichtungswille unserer Feinde und die klare Erkenntnis der Zusammenhänge in diesem Kriege die letzten Reste falscher Objektivität und krankhafter Weltbürgerlichkeit ausgetrieben. Wir haben den Bolschewismus, dem man uns ausliefern will, erlebt, im eigenen Lande, an den Grenzen und vor allem auch im „Paradies der Arbeiter und Bauern" selbst. Gerade in diesen Tagen geben, sich Moskaus Freunde verzweifelt Mühe, die bolschewistische Gefahr als harmlos hinzustellen. Sie müssen doch wohl Anlaß zu der Annahme haben, daß mit einem solchen Mittel der Völkerverdummung irgendwo vielleicht doch noch ein Hund hinter dem Ofen hervomulocken ift. Wir wissen, was es bedeutet, wenn der halbamtliche Londoner Nachrichtendienst eben erst mit einer tiefen Verbeugung vor Stalin versicherte, England werde in Zukunft noch intimer als bisher mit Moskau zusammenavbeiten. Das heißt, man wird in London noch bedenkenloser als jetzt schon ganz Europa den bolschewistischen Massenmördern ans Messer liefern und noch öfter als bisher bolschewistische Kampfmethoden zu den eigenen machen. Wenn ein solches Bekenntnis schöner Seelen praktisch so wenig Folgen hat wie bis jetzt, so verdanken alle Völker Europas das Deutschland und seinen Verbündeten. Die Front im Osten schützt auch die sogenannte neutrale Welt, die der Fichrer daran erinnerte, daß sie sich tfyre bald be- „Ein«es ist sicher: In einer solchen Zeit können Volker auf die Dauer nur mit klarer Hal- t u n g bestehen", stellte der Führer in seiner Rede zum Heldengedenktag fest. Deutschland hat diese klare Haltung bewiesen, seitdem es nationalsozia- . listisch ist. Es hat die Feinde, gegen die die gesittete Menschheit heute auf den Schlachtfeldern kämpft, in unerbittlichem' Ringen zuerst im eigenen Lande zu Boden geschlagen. Es hat der Welt damit ein Beispiel gegeben, wie man dieser Mächte der volks- und kulturzerstörenden Unterwelt Herr wird. Von außen her haben dieselben Mächte, deren 33er trete r aus Deutschland mit Schimpf und Schande vertrieben wurden, dem deutschen Volk noch einmal/einen Kampf aufgezwungen. steigen. Aber bet der großen Ausdehnung des Kriegsgebietes werden neben Kriegsschiffen selbstverständlich auch unzählige H i l f s s ch i f f e , Handelsschiffe und Binnenschiffe benötigt, um allen Anforderungen der Sicherung des Verkehrs, des Nachschubs usw. gerecht werden zu können. Hierfür sind neben den deutschen Werften auch vor allem die Werften der besetzten Gebiete mtt herangezogen, auf denen Reparaturen, Instandsetzungen und Neubauten ausgeführt werden. Reichsminister S v e e r hat die Beftimmuna über die Belegung der Werften dem Hauptausschuß Schiffbau übertragen. Zur Aufgabe des Hauptausschusses gehört die 'Erhaltung der Leistungsfähigkeit auch der Werften in den besetzten Gebieten. Während in den ersten Kriegsfahren ausländische Werftarbeiter für deutsche Werften angeworben wurden, werden diese jetzt in erster Linie auf ihren heimischen Werften beschäftigt. nen Werft zugute kommen. Neben der technischen Betreuung übernimmt me Patenwerft auch die Betreuung der Belegschaft, z.B. die Sicherstellung der Verpflegung Dem Wunsche, des Hauptausschussi., . ter verpflegungsmäßig den Rüstungsarbeitern gleichzustellen, wurde entsprochen. Dadurch sind^ die Bemühungen, die Belegschaftszahlen zu erhöhen, die gemeinsam mtt dem Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz unternommen werden, wesentlich Nach dem Staatsakt am Heldengedenktag tm Berliner Zeughaus bchchtigte der Führer die Ausstellung von Trophäen und Bildern aus dem Mttelabschnitr der Ostfront. Rechts von chm erkennt man Retchs- marschäll Göring, Großadmiral Dönitz und Generalfeldmarschall Keitel. hre? w Reichsführer-ff Himmler, — («cherl-Bilderdienst-M) Der Kampf ist unerbittlich. Er läßt mindestens in Europa kein Volk aus. Die Fronten sind klar. Es geht darum, daß die Freiheit der Völker und die Ordnung des Kontinents nie wieder vom Osten ober Westen her bedroht werden darf. Je kompromißloser die Entscheidung, um so dauerhafter der Friede. Eine andere Entscheidung als durch den Sieg über die Feinde Europas gibt es nicht. Der Sieg muß erkämpft werden. Mit papiernen Erklärungen und mehr oder minder wohlmeinenden Ratschlägen an die.Kämpfer kann er nicht errungen werden. Der Kampf fordert den Einsatz aller Kräfte und die Bereitschaft zum größten Opfer aber er^ muß durchgestanden werden, wenn nicht Europa in Botschafter von Mottke qesiorSen. Madrid. 22. März. (DNB.) Der deutsche Botschafter Dr. Hans von Moltke ist am Mon- togmorgen um 3.04 Uhr plötzlich an den Folgen einer Blinddarmentzündung 'N einer hiesigen fpa* Nischen Klinik verstorben. Die Nachricht hat in den der Botschaft nahestehenden Kreisen um so mehr tiefste Anteilnahme ausgelöst, als es dem Verstorbenen in der kurzen Zeit seines Hierseins gelungen war, sich nicht nur in der deutschen Kolonie, sondern auch in spanischen Kreisen allge- meiner Wertschätzung zu erfreuen. Er ließ es sich nicht nehmen, trotz stärkster dienstlicher Dean- fpruchuna immer wieder Veranstaltungen durch seine persönliche Anwesenheit zu ehren. Selbst nicht mehr jung an Jahren, gab er sowohl seinen Mitarbeitern als auch allen denen, die nur mittelbar mit ihm zu tun hatten, durch seine ständige Bereitschaft ein leuchtendes Vorbild. Hans Adolf von Moltke war noch im Anfang seiner neuen ihm vom Führer gestellten Aufgaben. Mitte Januar trat der Sechzigjährige seinen Madrider Posten an, nachdem ihn vorher seine diplomatische Karriere vor dem ersten Weltkrieg nach Athen, nach dem Zusammenbruch von 1918 in die Oberschlesienkommission, dann nach Konstantinopel, schließlich als Ostdirigenten ins Auswärtige Amt, 1931 nach Warschau und nach Ausbruch dieses Weltkrieges ins Außenministerium geführt hatte. Botschafter von Moltke hinterläßt seine Gattin und acht Kinder. " Der Führer hat Frau von Moltke telegraphisch sein Beileid übermittelt, ebenso Reichsaußenminister von Ribbentrop. Der spanische Außenminister, General Graf Jclrdana, begab sich in die Botschaft, um im Namen des Staatschefs und der spanischen Regierung das Beileid zum Ausdruck zu bringen. Später übermittelte der Chef des militärischen Kabinetts des Staatschefs, der frühere Kommandeur der Blauen Division, Munoz Grandes, noch einmal das persönliche Mitgefühl von General Franco. Seit den frühen Nachmittagsstunden besuchen spanische Minister, hohe Beamte, Generale, Mitglieder der befreundeten und neutralen Nationen sowie der päpstliche Nuntius die Botschaft, wo der Verstorbene inmitten eines Blumenmeeres aufgebahrt ist. Der spanische Staatsanzeiger veröffentlicht folgen, des Dekret des spanischen Staatschefs: „Als Zeichen meines tiefen Schmerzes über das Hinscheiden des deutschen Botschafters Hans Adolf von Moltke sowie als Beweis meiner freundschaftlichen Gefühle ;u der Nation, die er so würdig vertreten, verfüge 1d): Dem Leichnam des verstorbenen Botschafters von Moltke werden die Ehren erwiesen, die das Gesetz für einen befehlshabenden Generalkapitän vvr- sieht. Der Ueberführung der Leiche werden die Minister der Regierung sowie Abordnungen -her Wehrmachtsteile und die zivilen Organisationen beiwohnen." Das Urteil im Kopenhagener Kommunistenprozeß Kopenhagen, 22. März. (DNB.) Im Kopenhagener Kommunistenprozeß wurde das Urteil ver- kündet. Es handelte sich um die Ermordung des estnischen Kommunisten E l t e r m a n n, der im Februar 1936 von Moskau als Verräter an der kommunistischen Sache gestempelt, nach Kopenhagen gelockt und dort in einem Sommerhause erwürgt worden war. Das.Gericht verurteilte den estnischen Kommunisten Neeritz-Looring wegen Mordes zu lebenslänglichem Gefängnis, den dänischen Studenten K a e r n wegen Beihilfe zur Freiheitsberaubung zu acht Jahren Gefängnis, den dänischen Arbeiter Oscar Petersen ebenfalls wegen Beihilfe zur Freiheitsberaubung zu drei Jahren Gefängnis. Das „neue Wirtschaftssystem". Wie Aordasrika ausgebeutet werden soll. - Das Muster für Europa. Von unserer Berliner Schriftleitung Als Roosevelts Truppen auf englischen Schiffen in Nordafrika landeten, hieß es, man wolle das französische Kolonialreich nur vor dem Zugriff der Achsenmächte retten und im übrigen der Bevölkerung Glück und Segen bringen. Don diesem Glück hat die Bevölkerung Nordafrikas wenig zu spüren bekommen. Dafür haben aber Hunger und Massenelend mit den Truppen Englands und der USA. chren Einzug gehalten. Inzwischen haben die Dollar - imperralisten ihre Maske gelüftet und zu erkennen gegeben, daß sie Nordafrika, wie alle Gebiete chres Herrschaftsbereiches, schamlos auszubeuten gedenken. Diese Absicht wird jetzt von der „New York Times" bestätigt, deren Washingtoner Berichterstatter von einem „neuen W i r t s ch a f t s s y st e m" in Nordafrika spricht, das auch in Europa und in allen anderen Gebieten eingeführt werden soll, die von den Streitkräften der USA. und ihrer Verbündeten erobert kverden. Deutlicher konnte nicht bekundet werden, daß Roosevelts Agenten Überall in der Welt nur auf Beute ausgehen, was ihnen die Engländer in Nordafrika persönlich übelgenommen haben, da sie sich nach bewährtem Muster auch gern an solchen Unternehmungen beteiligen. Auch in Zukunft wird Churchill in Nordofrika nichts zu sagen haben, denn die „New York Times" spricht ausdrücklich davon, daß der für alle wirtschaftlichen Angelegenheiten entscheidende Ausschuß von General Eisenhower geleitet werden soll. Dieser Ausschuß hat fünf Unterabteilungen, ein Zeichen für die Planmäßigkeit, mit der die Ausbeutung Nordafrikas betrieben werden soll. Eine Jmportabteilung soll sich mit der Einfuhr von Verbrauchsgütern im Rahmen des Leih- und Pochtpro- gramms beschäftigen. Eine andere Abteilung hat die Aufgabe, Maschinen und Werkzeuge für die nordafrikanische Industrie einzukaufen, während einer dritten Abteilung die F i n a n z k o n t r o l l e des Landes unterliegt Die Yankees betrachten also Nordafrika in reder Beziehung bereits als ihre Kolonie, der man oor- schre'lben wird, welche Leistungen sie im Rahmen der von Roosevelt geplanten Weltwirtschaft zu über- nehmen und welche Gegenleistungen sie ba[ür zu beanspruchen hat. Eine vierte Abteilung für die Versorgung Nordofrikas mit Kohlen wird großmütig einem britischen Sachverständigen überlassen, weil die Lösung dieser Frage angesichts der Tovnage- not und des Brennstofsmangels sowohl in England als auch in den USA. besonders schwierig sein dürfte. Die fünfte Abteilung nennt sich schließlich „Unterstützungs- und Wohlfahrtsabteilung", um der Bevölkerung Nordafrikas vorzutäuschen, daß man sich auch mit ihren sozialen Angelegenheiten beschäftigen solle. An Versprechungen wird es diese Abteilung sicher nicht fehlen lassen. Was von solchen Versprechungen der USA.-Machthaber und ihrer britischen Helfershelfer zu halten ist, dursten die Bewohner Nordafrikas inzwischen zur Genüge am eiaenen Leibe erfahren haben. Nach diesem Muster stellen sich die Machthaber in Washington auch eine USA.-Herrschast über ganz Europa vor, wie die „New York Times", das Leib- und Magenblatt der Wattstreetplutokraten, andeutet. Es liefert uns damit ein^n höchst lehrreichen Anschauungsunterricht. Bolschewistische Ämchbruchsversuche südwestlich Wjasma unter schwersten Verlusten abgeschlagen. Berlin, 22. März. (DNB.) Seit dem 18.3. versuchen die Sowjets immer wieder, die nach Abschluß unserer Absetzbewegungen im Raum von Wjasma neugeschaffene Front einzudrücken. Sechs Schützendivisionen und drei Panzerbrigaden, unterstützt von Schlachtfliegern, stürmten am 18.3. gegen -oie verkürzte Frontlinie im Abschnitt eines deutschen Armeekorps. Württembergisch-badische, fränkische, sudetendeutsche und bayerisch-alpenländische Divisio- ne« erteilten dem Feind in harten Schlägen neue blutige Abfuhren. Die Hauptkampflinie blieb bis auf einen begrenzten Einbruch fest in unserer Hand. Die Einbruchstelle konnte jedoch rasch abgeriegelt werden. Eine vorübergehend vom Feind besetzte Ortschaft wurde den Sowjets im Gegenstoß entrissen. Panzerabwehr, Artillerie und Nahkampftrupps vernichteten 67 Sowjetpanzer und schossen 23 Feind- panzer bewegungsunfähig. In kühnem Handstreich erbeutete ein Frankfurter Unteroffizier einen fahrbereiten und unbeschädigten Sowjetpanzer. Vor den Stellungen einer Grenadierkom- panie stockte der Ansturm bolschewistischer Kräfte im Feuer der Abwehrwaffen. Ein Feldwebel der Kompanie stürzte sich mit sechs Grenadieren seines Zuges auf die Bolschewisten und die trieb die fast 20fache Uebermacht über ihre Ausgangsstellungen zurück. Zur Bereinigung eines an anderer Stelle erfolgten Einbruchs feindlicher Panzer und Infanterie traten am 20.3. zwei ©renabierregimenter, die von Sturmgeschützen unterstützt wurden, zum Gegenstoß an. Der Feind hatte sich mit 40 Panzern und starken infanteristischen Kräften in einem hart an der Hauptkampflinie liegenden Ort verschanzt. Artillerie und Sturzkampfflieger zerschlugen die in einem Waldstück bereitgestellten sowjetischen Reserven. Während der Südteil der Ortschaft verhältnismäßig leicht zurückgenvmmen werden konnte, war der Widerstand des Feindes im West- und Nordteil zäh und verbissen. Hier mußten niedersächsische und fränkische Grenadiere jeden Trichter, jeden Hausrest und jedes Grabenstück in erbittertem Nahkampf von den Bolschewisten säubern. Mehr als 1500 gefallene Sowjets wurden in und bei der Ortschaft gezählt. Die Sturmgeschütze vernichteten 20 Feindpanzer, In- fonteriegeschüße weitere drei. 150 Bolschewisten traten den Weg in die Gefangenschaft an Starke Sturzkampffliegerkräfte unterstützten südwesllich Wjasma die Kämpfe der deutschen Panzerverbände. . Oer Wehrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 22. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Südteit der Ostfront bis Vjetgorod fanden gestern keine Kämpfe von Bedeutung statt. Der deutsche Angriff südwestlich und nordwestlich von Kursk macht weiter gute Fortschritte. $ tib- westlich Wjasma und südlich des Ladogasees scheiterten gestern wiederum feindliche Durchbruchsversuche unter schwersten Verlusten. Allein südwestlich Wjasma vernichte- t e n unsere Divisionen, hervorragend durch die Luftwaffe unterstützt, seit dem 18.März über 27 0 Paazerkampfwagen. Die seit drei Tagen südöstlich von Leningrad geführten schweren Angriffe der Sowjets sind an der entschlossenen Abwehr unserer Truppen unter sehr hohen Verlusten für den Gegner abgeschlagen worden. 3n Süd- und Mitteltunesien greifen starke englische und amerikanische Kräfte die italienischen Stellungen an. Schwere Kämpfe auf der Erde und in der Luft sind im Gange. Fernkampfflugzeuge beschädigten im Atlantik ein größeres Handelsschiff durch schweren Bombentreffer. Bei dem bereits gemeldeten Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf den Hafen von Tripolis in der Nacht zum 20. März wurden drei Handelsschiffe und ein Geleitboot versenkt. Tschungking-Offensive in yuennon vereitelt. Schanghai, 23. März. (Europapreß.) Nach der Eroberung der drei strategisch wichtigen Tschungking-Stützpunkte Kutong Kai, Mamieng- kwan und Lengschuikau und der Hissung der japanischen Flagge auf dem Gipfel der Koaliehkung- Berge gelang es den japanischen Streitkräften, den tschungking-chinesischen Versuch einer Gegenoffensive zur Wiedereinnahme der Burmastraße zu vereiteln. Die feindlichen Streitkräfte erlitten durch die japanischen Angriffe schwere Verluste. MM Ainffokro E! Qued Berresof Nalut 200km Kirchat. Siserfa iUSQ_ Kjjonastir Kren&e/cFA^ ÄÄ Ferkanei Zu den Kämpfen in Mittel- und Südtunesten. (Scherl-Bilderdienst-M.) Neuer Generalstabschef der japanischen Ehinoarmee. Berlin, 22. März. (DNB.) Generalleutnant Matsui ist zum Genfralstabschef der japanischen Expeditionsstreitkräfte in China ernannt worden. Matsui gilt als einer der hervorragendsten Strategen, der mit dem Gelände des chinesischen Kriegsschauplatzes besonders vertraut ist. Er führte vor zwei Jahren jene Armeegruppe, die die Provinz Tschekiang von gut organisierten kommunistischen Streitkräften säuberte, im Malaya-Feldzua hat er als Generalstabschef Yamashitas die minutiöse Vorbereitung zur Erooerung Singapurs durchgeführt. Zuletzt war Maffui Rcftgeber der Nanking-Regierung. Unter seiner maßgeblichen Beteiligung gelang es, die Nanking-Armee in eineinhalb Jahren aufzubauen, die sich im Kamps gegen Tschungking bereits bewährt hat. EineAgiiaiionsredeChurchills Berlin, 22. März. (DNB.) Der englische Premierminister Churchill hielt am Sonntagabend über den Rundfunk eine verlogene Rede in der Absicht, „einige politische Meinungsverschiedenheiten zu vereinfachen und zu mildern". Nachdem Churchill eingangs ausdrücklich betont hatte, keine Versprechungen geben zu wollen und sich angesichts der derzeitigen Situation überhaupt sehr zurückhalten zu müssen glaubte, konnte er doch nicht umhin, über Europa zu sprechen. „Was soll mit der großen Anzahl von Kleinstaaten geschahen?", so fragte er sich und seipe Zuhörer. Seine Antwort dürfte , diese Nationen nachdenklich stimmen. Er sagte nämlich wörtlich: „An der Seite Englands, Amerikas und der Sowjetunion sollen eine Anzahl von Staa- t.engruppen oder Konföderationen erstehen, die durch eigene gewählte Vertreter ihre Meinung zum Ausdruck bringen können." Damit bestätigte der englische Premier noch einmal nachdrücklich die Absicht Englands, die europäischen Staaten dem B ätsche wi s m u s auszuliefern. Oe Gaulle und Giraud im Streit um die Führung. Tanger, 22. März. (Europapreß.) D e Gaulle zögert noch, die erzwungene Einladung nach Algier anzunehmen, stellt die über die Verhältnisse Französisch-Novdasrikas aut unterrichtete Zeitung „Echo de Tanger" fest. Dieses Zögern wird nach Ansicht der Zeitung zweifellos beitärEt durch die Tatsache, daß General Giraud sich unverhohlen die erste Rotte bei der Lenkung der französischen Angelegenheiten vorbehält. Das Blatt gibt das Gesetz wieder, in dem gleichzeitig mit der Abschaffung der Vichy-Anordnungen die Führung, Girauds für das Gesamt-Franzosentum verankert werden soll. Es sei nötig, die Frage vom juristischen Standpunkt lau§ zu studieren, meint „Echo de Tanger", aber Reue Bücher. — Heinrich Walde: Das hessisch- fränkische Fachwerk, mit 18 Abbildungen im Text und 168 Tafeln. Im Auftrag des Heimatbundes für Hessen und Nassau, Landesvereins des Deutschen Heimatbundes e. V. Vertag XL C. Wtttlcy in Darmstadt. — Der Verfasser, viele Jahrzehnte hindurch Professor der Architektur an der Technischen Hochschule in ^Darmstadt und Denkmalpfleger für Oberhessen, unseren Lesern aus zahlreichen Beiträgen für die „Heimat im Bild" und als Herausgeber der „Kunstdenkmäler des Kreises Gießen" bekannt, ist die erste Autorität auf’bem Gebiet des Fachwerkbaues in un|erer Heimat. In oie|em Wert yat er das Ergebnis feiner Lebensarbeit zusammengefaßt. Wie bei all feinen Veröffentlichungen legt er auch hier besonderen Wert auf reiches Anschauungsmaterial, das mit aufschlußreichen baugeschichllichen und architektonischen Erläuterungen den weitaus größten Teil des stattlichen Bandes einnimmt. Der Textteil beginnt mit der. Beschreibung eines Fachwerkhauses, die auch dazu dient, die handwerklichen Fachausdrücke zu erklären. Es wird dann die daugefchicht' ttche Entwicklung des Fachwerkhaus dargestellt und die Eigenart des hessisch-fränkischen Fachwerkbaus zu dem anderer deutscher Landschaften abgegrenzt. Aus Grund dieser fundamentalen Erkenntnisse werden dann die einzelnen uns aus dem Mittelatter übernommenen Fachwerkhäuser beschrieben, darunter auch bas Siebener Nathaus und des Leih^che Haus in der Kirchstraße. Der weiteren Entwicklung von etwa 1500 bis zur Zeit des Verfalls um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, gilt das nächste Kapitel. Hier wird schon angebeutet, baß das Fachwerkhaus steht und fallt mit dem Vorhandensein von Eichenholz. Die Geschichte der Bewaldung Deutschland; steht daher im engsten Zusammenhang mit der Ent- wicklmia des Fachwerkhaus und feinem landschaftlich stark differenzierten Auftreten. Zwei beigegebene Karten sind dafür sehr aufschlußreich. Von arunb» süßlicher Bedeutung ist wieder bas Schlußkapitel t über die künstlerische Gestaltung unb ben Schmuck bes Fachwerkhaus. Die Verbindung von Schönheit und Zweckmäßigkeit wird als Merkmal für die Blütezeit des Fachwerkhaus besonders herausaestellt. Der Bildertsil, auf dessen Reichhaltigkeit wir schon hingen wiesen haben, ist in seiner sorgfältigen Zusammenstellung und Glieoerung mit den mahl ohqcunqu;cn Anmerkungen eine ganze Baugeschichte für sich, eine Unerschöpfliche Fundgrube der Erkenntnis für jeden, der sich mit Liebe in alle Einzelheiten versenkt. So ist dies Werk in seiner sachlich sauberen Ausstattung ein schönes Zeugnis für ben burch bie Kriegs- ’eit ungebrochenen Kulturwillen aller an feinem Zustandekommen beteiligt. Es spricht weit über ben Kreis her Fachwissenschaft hinaus jeden an, der sich den Sinn für die Heimatgeschichte und für die Schönheit alter Bauformen als hervorragendste Denkmäler heimatlichen Volk^ttlms bewahrt hat. Wir möchten dem Walbeschen Werk daher wünschen, daß es für unser Hefsenland zu einem ruhten Haus^ buch werden möge. Dr. Fr. W. Lange. ■— Walter Bauer: Degen und Harfe. Sechs Erzählungen. 96 Seiten. Geb. 2,40 RM Propyläen-Verlag, Berlin. — Walter Bauer, he- kannt geworden in letzter Zeit durch seine „Tagebuchblatter aus Frankreich", die Novelle „Bis zum Hahnenschrei" unb bie schönen Künstlergeschichten „1)05 Lichte unb das Dunkle", bie alle seinerzeit hier besprochen rmrvden, vereinigt in seinem jüngsten ■$U e$s Erzählungen, von denen bie vier letzten, um Michelangelo, Rembrandt, Goya und Caspar DE Friedrich kreisend, bas Thema jener Künstter- geschichten wieder auf nehmen; diesmal lieat der Akzent ein wenig mehr auf menschlichen Erlebnissen als auf der schöpferischen Besonderheit unb Entwicklung der Daraesteltten obmahf bie Entstehung aeschichten berühmt gewordener Bilder (Goyas „Erschießung der Aulständischen" und Rembrandts „Mann mit dem Golbhelm") sich unbezweifelbar a'lch tn ben Stoftkreis i-nes Miheren Buchen einae- fügt haben würden .Sie lasten den behutsam gelenkten Leser einen Blick in bie Seelenhaltung und Daseinsmitte überragender schöpferischer Persönlichkeiten gewinnen, während —in verwandten Lebens- kreisen — bie Titelerzahlung „Degen unb Harfe" non ben letzten Tagen bes bei Kunersdorf ge-sattenen Majors Ewald von Kleist berichtet, dem Lestinq in „Minna von Barnhelm" ein großartiges Denkmal errichtet hat, und die so schlichte wie geftihlsftarke Geschichte „Die Geburt des Lächelns" ein menschlich bezwingendes und erwärmendes Erlehnis des großen Erziehers und Menschenfreundes Pestalozzi schildert. Hans Thyriot. — Josef Hofmiller: Vom Wandern. 16 Setten. —,60 RM. Karl Rauch Verlag, Dessau. — Der vor nicht langer Zeit verstorbene ausgezeichnete bayerische Publizist Joses Hosmiller, auf dessen reiches Lehenswerk als Literarhistoriker und Ueber= setzer hier schon gelegentlich der Besprechung seiner im gleichen Verlage erschienenen Briefsammlung hingewiesen wurde, hat während eines ungemein arbeitsreichen und fruchtbaren Daseins von Jugend an Entspannung, Belehrung unb vielfältige Anregung auf seinen Wanderfahrten gefunden und einen nicht geringen Teil seiner profunden Bildung auf Reisen erworben oder vertieft. Wie Hofmiller bas1 richtige Reisen — vornehmlich in seiner ursprünglichen, aller Natur und Kultur am nächsten kommenden Form der Fußwanderung — als eine auf reicher Erfahrung gegründete, genußvoll zu übende Kunst betrachtete, davon gibt bie anmutige, sehr kultiviert geschriebene Betrachtung „Dom Wanbern" einen Begriff, die als Nr. 3 der Neuen Folge der Reuchlin-Drucke bei Rauch in Dessau erschienen ist unb — für kommende Reisetage in Friedenszeiten — allen Wanderfreunden als Vade- mecum ans Herz gelegt fei. .Hans Thyriot. — Harald Busch: U-Boot auf Feind- f ahrt. Ein Bikdbuch vom Einsatz im Atlantik. Mit 90 ganzseitigen Originalphotos. In Großformat. Geb. 5,50 RM. C. Bertelsmann Verlag Gütersloh. Wie oft erreichen uns die Meldungen bes Oberkommandos der Wehrmacht, die wieder einmal von vielen Zehntausenben Brutto-Registertonnen feindlicher Handelstonnage berichten, die deutsche U-Boote auf Fernfahrt versenkten! Gedenken wir dabei auch der Wochen härtester Seefahrt unb bes letzten Einsatzes von Boot und Mannschaft, bie eine einzige Meldung vom Erfolg unserer U-Boote erst ermöglicht? — Darum wurden diese Oriainalaufnahmen nnn Arbeit, D^nst. Kampf vnh Eriolg im harten Alltag eines U-Bootes geschaffen, vom Auslaufen zur Fahrt geaen den Feind bis zur Heimkehr in den Stützpunkt. So wird dieser Bildbericht zu einem wertvollen Dokument des deutschen Seekrieges. — Richard Gerlach: Die Gefiederten. Eine Galerie quicker Vögel. 235 Seiten. H. Goverts Verlag, Hamburg. — Hölderlins schöne Verse von den Lieblingen des Aethers, den glücklichen Vögeln, die „wohnen und spielen vergnügt in der ewigen Halle des Vaters", stehen als Motto vor dem ebenso belehrenden wie unterhaltsam und anregend zu lesenden Buche von Dr. Richard Gerlach über das unzählige Volk der Gefiederten in Deutschland und in der weiten Welt. Der kundige Verfasser, unseren Lesern aus zahlreichen, überwiegend zoologischen Beiträgen zum Feuilleton bekannt, hat ben riesigen Stoff, geschickt auswählend, so airigeteilt unb angeordnet, daß dem wißbegierigen, aber unbewanderten und unvorbereiteten Leser nicht gleich vor lauter Gelehrsamkeit und Systematik bie Lust vergeht Noch einer Einleitung, die sich mit einigen bioloqi- fchen Wesenselemynten der „aus leichterem Stoff" gemachten Geschöpfe befaßt und auch an die Rotte bes Vogels in der Mythologie und, der bildenden Kunst erinnert, findet man die großen Gruppen der Sänger, der Flieger, der Schöngefiederten, der Baumeister, der Wastervögel und der Raubvögel in besonders charakteristischen Vertretern knapp und lebendig, in vielen Fällen aus persönlicher An schauung und Beobachtung geschildert: ‘ ein Kapitel ift den „seltsamen Gestalten" aewidmett unter denen man dem Strauß und dem Auerhahn, der seufzenden Taube, dem Schuhschnabel und dem Sekretär, dem Flamingo unb den Pinguinen begegnet. Andere Abschnitte befassen sich mit den interessanten, noch immer geheimnisvollen z Erscheinungen des Vogelzuges und mit ben Vogelfteunden, den erlauchten Namen der Ornithologie, von Aristoteles und Plinius bis zu Naumann unb Brehm und ben Vogelkennern von heute. Das klar und anschaulich geschriebene, übrigens noch recht friedensmäßig aus* aeftattete~ Buch scheint uns dazu an^-tan, auf so liebenswürdige wie unanfechtbare Weife in ein grobes, vielfältig reizvolles Gebiet her Biologie ein« zuführen und hen Leser zu eigenen Studien unb Be» obachtungen in der Natur anzuregen. Hans Thyriot. Buenos Ali glbiffsmang MS-Abiet ein ^silimsche Reg ■Itänbigen stell' EtW veranlc Am M km lcm ,uFubmarschi Kleine pt Am heldenged panischen Freim ul^lmsor Esteb ften und einem Br der hauptkar Aus Grund eil ung der War I.'ichsjugendführ kriegsgräberfürs putsche Jugend fr Betreuung t totengräber m . tin Wien hab M, bulgarisch «wen und unc wer Donau-Schi Wende Ausschu [15 M, w W mit der Sch iMandsnach I" Komitee doi Sns und Rum «mumündung N Zwischen'd -«Wrunj d-i Am 22. März , »ission des D r tentmemtunft Vorsitz hatte. E Hafter Stahm 1-rbeQi, Offizier Md die deutsch ine-- und Lusin Sufintmenarbeit Mnsamen Fei si'lige lieberer WZ । i ais s-K--nh. »ff«» fei* «"L-w Ader fernst erin K*Ä L ,M W ttu» l-i"°1 Lieber Si W‘ •W tert «stelle von Luanda über amte A * ‘ L,4V?"ni in n. nso zv um> >ren chen igen dir der- uter [eiter ift Gefährlich ist feuchte Reibung vor allem bei Ruhe; solange die Kinder sich kräftig bewegen, schadet sie schwerlich, wenn es nicht allzu lange dauert. Mittlere oder starke und kurze Reize aber sind nötig, damit die Anpassungsfähigkeit immer erhalten bleibt.'Ausgezeichnet sind dazu im Winter ungeheizte Korridore und Treppenhäuser. Man erkältet sich nicht in der kurzen Zeit, die man braucht, von einem Zimmer ins andere zu gehen, aber die Gefäße werden durch den kurzen Reiz geübt. Schnell ohne Mantel zum nahen Briefkasten laufen und zurück in das warme Haus und dergleichen. Im Sommer luftbaden lassen, wechselnd in Sonne und Schütten. Sowie die Kinder frieren, aufhören. In einer Familie, deren zwei füngste Buben herrlich abgebartet waren, durften die beiden morgens, ehe sie sich anzogen, die Nachtkleider abwerfen und eine Viertel- bis halbe Stunde bei weit offenen Fenstern nackt über Betten, Tische und Bänke toben. Die beiden jungen Herren hatten diese Abhärtunas- methode selbst erfunden — nicht gerade um der Abhärtung willen — und hatten vernünftige Eltern, die sie gemähten ließen! Erkältungen waren ihnen unbekannt. Es waren tägliche Luftbäder in kühler, frischer Luft mit starker Körperbeweguno; der allmähliche Wechsel der Jahreszeiten brachte die gerade angebrachten Temperaturabstu^ungen von selbst mit sich Auch im Winter wurde kein Tag ausgelassen. Wer solch morgendliches Toben — oder auch systematisches Turnen statt dessen — in frischer Luft ein führen will, fängt am besten im Sommer damit an. Nicht abgehärtete Kinder sind am empfindlichsten im Avril und Mai, nach dem Winter, der ihnen wenig Luft und Sonne und wenig Vitamie in der Nahrung hat zukommen lassen. Bei jedem An; und Ausziehen kann man eine kleine „Luftdusche" am offenen Fenster einlegen. Es braucht kein Zeitverlust damit verbunden zu sein, es ist nur eine Sache der Reihenfolge, wie man die einzelnen Verrichtungen ordnet. Richtiges Abhärten der Kinder geschieht also ohne kaltes Wasser, einfach durch reichliches, je nach Witterung und Gelegenheit kürzeres oder längeres Luftbaden, das gante Jahr hindurch, möglichst mit Bewegung. Es erspart der Mutter viel Arbeit, viel kleine Sorgen und Aerger. Manchmal mehr als das: häufige Erkältungen können böse Folgen haben. Denn jede einzelne Erkrankung muß eine Zeit Eder Schonung haben, die wieder^ zwangsläufig Verweichlichung und dadurch verstärkte Anfälligkeit bewirkt. Ein Lahr Goldatenhelm Hessen-Nassau in Lhristianfand. NSG. Aus Anlaß des nunmehr einjährigen Bestehens des Soldatenheimes Hessen-Nassau in Chri- stiansand bringt der Reichssender Frankfurt am le ach ilt- eb ach die [en >en Se- ing für oll ntt her „Mit dem Fräulein -Schmidt Hal es also doch etwas Besonderes auf sich? Wenn Sie mir als Ab^ stand eine so glänzende Ersten? bieten?" Terbrüggen unterbrach ihn mit einer ungeduDigen Bewegung. „Also, ich muß Sie jetzt ernstlich bitten, mich mit Ihrem Geschwätz zu verschonen. Ich habe mehr zu tun, als mich mit Ihnen stundenlang über derlei Dinge zu unterhalten. Meinetwegen fragen Sie sie doch selbst — ich habe in der Tat nichts dagegen." Meinders ging, einer plötzlichen Eingebung folgend, sofort zur Tür. „Das werde ich auch tun!" Der andere starrte ihm nach. Diesen Erfolg hatte er eigentlich nicht erwartet. Dann bestanden also doch Beziehungen zwischen ihm und dem Mädchen- Ader schon eine Minute später kam Meinders wieder zurück. Er schloß sorgfältig die Tür hinter sich und trat dicht vor den andern hin. „Wollen Sie mir jetzt nicht wirklich sagen, was Sie hier hinter meinem Rücken angezettelt haben?. Fräulein Schmidt ist heute noch nicht im Büro gewesen!" Sein ganzes Wesen war jetzt eine unoer- hüllte Drohung. Terbrüagen stand überrascht auf, und an seinem ratlosen Blick erkannte Meinders sofort, daß der andere wirklich nichts davon wußte. „Merkwürdig! Ich habe keine Ahnung. Hoffentlich ist sie nicht krank?" Meinders hatte schon das Haustelephon in der Hand und rief das Beamtenhaus an: „Wissen Sie, wo Fräulein Schmidt steckt?^ fragte er kurz angebunden. „So — danke!" Er legte den fiorer zurück und ließ sich in feinen Stuhl sinken. Mit einem spöttischen Lächeln sah er Terbrüggen ins Gesicht. „Nun — was glauben Sie wohl, wo sich IHv Schützling augenblicklich aufhäft?" T^rhrüernen aucft» die Achseln. „Vielleicht sind Sie so gut —* Meinders nickte -madig. (Fortsetzung folgt.) brachten Terbrüggen nicht gewohnt. Das war neu. Er hatte ein heftiges Aufbräusen erwartet und fand sich nun zu seiner eigenen Uederraschung einer kühlen Gelassenheit gegenüber. Da stimmte etwas nicht, und diesem Etwas mußte man auf den Grund kommen. „Haben Sie sich etwa während meiner Abwesenheit mit diesem Fräulein Schmidt verlobt?", ging er geradewegs auf sein Ziel los -unb ließ den andern nicht aus den Augen. „Nach Ihrem ritterlichen Einschreiten am Samstag würde mich das nicht wundern." Aber auch darauf hatte Terbrüggen nur ein überlegenes Lächeln. „Sie sehen, daß Sie sich und Ihren Witz umsonst bemühen, lieber Meinders. Ich habe mir Ihre Redensarten lange genug gefallen lassen, viel zu lange schon. Aber heute verfängt das alles nicht mehr." „So —?" Meinders musterte aufmerksam sein Gegenüber, aus dessen unerschütterlicher Ruhe das unangenehme Gefühl auf ihn übersprang, daß sich hier im Dunkeln etwas gegen ihn vorbereitete, das vielleicht keine leere Drohung war. Seine Gedanken arbeiteten fieberhaft. „So —?" wiederholte er langsam. „Sie brauchen mich also nicht mehr?" „Nein?" Scharf und spitz wie ein Pfeil schwirrte das Wort, durchs Zimmer. Sekundenlang hörte man nichts weiter, als das leise Ticken der Uhr. syiein —?" kam es nermnnbert zurück. „Alla gut, dann wollen Sie wahrscheinlich, daß ich demnächst — bei passender Gelegenheit — vielleicht morgen — eine kleine Geschichte zum besten gebe —fragte er mit einem Anflug von Spott, der ihm aber nicht recht gelang. „Nun — ganz wie Sie wollen, Herr Direktor." . „ v , Terbrüggen hörte ihm mit arotzer Geduld zu, ohne eine Miene zu verziehen. Er hob nur leise die Schultern und beschäftigte sich angelegentlich mit den Papieren, die Meinders ihm übergeben hatte. „Auch diese Drohungen haben mit der Zeit ihre en- »rte D0H Jf [olle iden del W be- unb pitd enen MF etär, An- nten. bet tv teles iben if!’ ein ein* te n- 15 a- )ic im »er L- iteses Gesetz müßte de Gaulle genügen, um sich Rechenschaft darüber zu geben, wer im Falle einer Einigung der Chef sein würde. Oie Komintern ermordete bulgarischen Bauernführer. Sofia, 22. März. (Suropaprefj.) Dor wenigen Tagen in dem serbischen Königsschloß Oplenatz auf gefundene Dokumente beleuchten — so schreibt hos Moütagblatt „Ratsch" — einen bisher noch mysteriösen politischen Mord an dem ehemaligen Führer der bulgarischen Bauernpartei, Dr. Petko Petkoff. Als nach dem Staatsstreich von 1923 ein Teil der Anhänger des ermordeten bulgarischen Hmernführers Stambulijski nach Serbien Achtete, trat Kosta Todoroff, der heutige bub Arische Sprecher im Londoner Rundfunk, 1924 in 'Loskau mit der Komintern in Verbindung und schloß einen Vertrag, der Bulgarien in eine Sowjetrepublik verwandeln sollte. Wie aber aus den Dokumenten hervorgeht, stieß er auf den Widerspruch dis Führers der Agrarpartei in Bulgarien, Pet- ko ff, der Tadoroff vorwarf, in Moskau mit einer Mfchten Vollmacht aufgetreten zu fein. Als Todo- reff illegal nach Bulgarien einreiste und Petkoff eine Photokopie des Vertrages vorlegte, antwortete ihm der Bauernführer: „Die Bauernpartei hat n i e- manden ermächtigt, einen solchen Vertrag Äzuschließen." Todoroff sei e i n D e r r ä t e r. Kurz darauf wurde Petkoff ermordet. Die Photo- kavie ist in Oplenatz sichergestellt worden. Aus einem mderen in Oplenatz gefundenen Dokument vom !April 1925 geht hervor, daß der Mord aus dem »genfatz zwischen Petkoff und Todoroff entftanben . Das Blatt schließt seine Enthüllungen mit dem 2tz: „Auch heute noch übt Todoroff gegen fein verland seine verräterische Tätigkeit weiter aus." Heber 900 Kilometer zu Fuß, weil die Schiffe fehlen. Buenos Aires, 19. März. (Europapreß.) Der Echiffsmangel zum Transport der im Ama- zmas-Gebiet einzusetzenden Gummisucher hat die brasilianische Regierung im Einvernehmen mit den za ständigen Stellen der Vereinigten Staaten zu dem Wschluß veranlaßt, 78000 Gummisucher die ttoa 900 km lange Wegstrecke nach dem Amazonas p Fuß marschieren zu lassen. Meine politische Nachrichten. Am Heldengedenktage legte der Kommandeur der panischen Freiwilligendivision an der Ostfront, Generalmajor Esteban Infantes, auf einem beut» fta und einem spanischen Heldenfriedhof kurz Hintze der Hauptkampflinie Kränze nieder. ! Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Terbrüggen stieß nervös den Rauch seiner Zigarre m dichten Wolken von sich. Aber er hatte sich fest torgenommen, sich heute nicht mit dem andern her- Mzuärgern. Der gestrige Tag hatte ihm zur Genüge ■ gezeigt, daß er jetzt reinen Tisch schaffen mußte, und im Plan stand fest. Morgen kam Hammerkott, und fein wurde er es schon durchsetzen, daß dieser per- Bnlich Meinders nach Bremen schickte. „Ihre Spürnase habe ich immer schon bewundert, Binders. Und merkwürdigerweise haben Sie sogar ref)t, es hat auch hier gewittert: ich habe Hellingrath lassen. Plak kommt' heute zurück und übernimmt leinen Posten. Hoffentlich sind Sie mir dankbar, daß Ü) Ihnen diesen Nebenbuhler vom Halse geschasst Hobe." Lin Helles.Lachen war die Antwort. Meinders $ug sich vergnügt aufs Knie^ ' .In der Tat, Terbrüggen, Sie gefallen nur von teg zu Tag immer besser. Bisher hatte ich wirklich hi(E)t gewußt, daß Sie auch witzig sein können. Steinen Nebenbuhler — großartig — ein glanzender Dtz. Und so ganz beiläufig gefragt: Wie nennen 6i» die Rolle, die Sie selbst in dieser Komodie fielen? Der Wettlauf um dieses seltsame Fraulem ßcimidt fängt an, Spaß zu machen." Terbrüggen hob gelangweilt die Schultern und Ibf an seiner Zigarre. _ _ , .Lieber Meinders, Sie sehen, Ihre Heiterkeit hat tint den geringsten Erfolg. Mit solchen Mätzchen br ten Sie' mir lieber nicht kommen Are Privat- jenen haben für mich nicht das mindeste Interesse, kißerdem —", er sah auf die Uhr, „ich habe zu I irrweiten —" Meinders horchte auf. s Diesen Ton war er bei dem sonst leicht aufge- Zugkraft verloren", sagte er aufblickend. „Sie haben ein wenig zu oft damit gespielt." „Und wenn aus diesem Spiel Ernst würde?" Terbrüggen hatte sich wieder in die Papiere vertieft. Erst nach einer Weile hob er den Blick und warf wie nebenbei hin: „Das werden Sie vermutlich unterlassen. Herr Hammerkott wird Ihnen morgen persönlich Ihre Persetzung nach Bremen mitteilen." „Ausgezeichnet, mein Lieber. Sie sind heute scheinbar besonders gut aufgelegt Und was geschieht, wenn ich nicht nach Bremen gehe —?" fragte er unbeirrt weiter. „Sie werden gehen." , Der andere schien diese Antwort, die fäft wie ein Befehl klang, nicht gehört zu haben. . „Und wenn ich nicht nach Bremen gehe?" wiederholte er eindringlich und betonte Wort für Wort. „Wenn ich mich nicht wie eine überflüssige Schachfigur beifeiteleoen lasse?" In seinen Augen sprang ein drohender Glanz auf. „Aber so stören S'e mich doch nicht fortwährend. Ich sagte Ihnen ja schon: Sie werben gehen!" Ter- hrüanen hielt sich fest an dem Vorsatz, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, obgleich er sich Gewalt antun mußte, nicht aufzuspringen. Gab er jetzt nach, hatte der andere sofort wieder hie Oberhand. „Sie werden gehen, well Sie fein Narr sind. Und ein Narr waren Sie, wenn Sie eine so glänzende> Existenz nicht mit beiden Händen fefthielten." Meinders lange, hagere Gestalt stand hochauf- aereeft an seinem Tisch, dem anderen gegenüber. Seine Züge waren hart wie aus Stein, und seine Auaen lagen fest und unbewegt auf Terbrüggen. „Aber ich bin ein solcher Narr!' Morgen werde ich Ihnen das beweisen!" Terbrüggen fühlte, daß er unsicher zu werden begann. Sollte er diese Partie im letzten Augenblick wieder verlieren? Auf keinen Fall —! Wortlos sahen sich die beiden Männer sekundenlang in die Augen. Dann versuchte Meinders den Angriff von einer anderen Sette. Das Wort „abgehärtet" wird vielfach falsch verstanden. Es bedeutet nicht die Eigenschaft, starke und dauernde Kälte ertragen zu können, dies scheint fast eine Sache der Veranlagung zu jein. Vielmehr versteht man darunter gute Anpassungsfähigkeit der Hautgefätze. Diese müssen sich bei Kälte schnell zusammenziehen und bei Wärme schnell erweitern können. Dadurch wird die Innentemperatur des Körpers gegen die Außentemperatur aehalten oder in' Harmonie gebracht. Die Gefäße sind-bei kleinen, selbst neugeborenen Kindern prachtvoll anpassungsfähig, leider aber geht dem Menschen diese gute Eigenschaft im Laufe der Jahre mehr und mehr verloren. Im gleichen Maße wird er anfälliger für Erkältungen. Gewiß ist richtig, daß wir durch ab- geftuften Anzug und Heizen der Räume dazu beitragen, daß der Körper seine Eigenwärme von nahezu 37 Grad gegen jede Außentemperatur verteidigen kann, aber wir übertreiben unser Entgegenkommen, gleichen möglichst alles durch Kleidung und Heizung aus, so daß für die Gefäße nichts mehr zu tun übrig bleibt — sie werden träge und unfähig. Was müssen wir tun, um unfern Kindern anpassungsfähige Gefäße zu erhalten oder, kurz aus- gedrückt, sie abzuhärten? Wir müssen uns. ben Leitsatz für alle körperliche Erziehung vor Augen halten: zu geringe Reize lassen verkümmern, mittlere (ober starke und kurze) fordern; sehr starke, (oder starke und langdauernde) schwächen. Ferner: unser Abhärtungselement ist die Luft. Um die schwächenden, allzu starken unb allzu langdauernden Reize auszuschalten, zieht man die Kinder möglichst immer passend an. Sie sollen weder frieren noch schwitzen, sondern sich in ihrem Anzug richtig wohlfühlen. Unser deutsches Klima ist ideal wechselvoll, „passend", liegt zwischen einem dünnen Spielhöschen und Flauschmäntelchen über langen Wollhosen mit reichlicher Unterkleidung. Aber es gibt im Sommer sehr kühle und im Winter ganz mitbc Tage, so muß man aufpassen. Ein paar Einzelheiten werden mit Vorliebe falsch gemacht. Bei Kälte wir der Hals gern zu warm eingepackt. Das verweichlicht gerade diesen bei Erkältungen so stark beteiligten Körperteil. Nur bei großer Kälte oder schneidenden Winden sollen Kinder dicke Halstücher tragen; der Hals kann etwa so abgehärtet fein wie das Gesicht, das wir auch nur bei großer Kälte schützen, obgleich dort unsere kostbarsten Sinnesorgane liegen. Andererseits sind nackte Knie bei großer Kälte jedem Arzt ein Dorn im Auge. Eine Zone des Körpers mit beträchtlicher Oberfläche zwischen zwei sorgfältig warmgehaltene Körperteile zur Wärmeabgabe einlegen ist ungefähr ebenso begabt wie eine Badewanne mit Wasser füllen, in die man in Handhöhe ein paar kräftige Löcher gebohrt hat. Da soll ein Kind sich nicht erkälten! Mit Abhärten hat das nichts zu tun. Gegen nackte Knie bei mildem Wetter ist nichts einzuwenden. Dagegen kommen die Füße bei wärmerem Wetter in anderer Weise' zu kurz. Man müßte jede Gelegenheit zum Barfutzlaufen benutzen lassen, im tauigen Gras, wenn es möglich ist. Oder wenigstens Sandalen tragen lassen, damit die Luft an die Füße kommt. Lange Trainingshosen zu nackten Füßen in Sandalen ist selbst bei kühlerem Wetter angenehm und wird nicht als „falt" empfunden. Die Füße abhärten ist wichtig, denn sie stehen in einem eigenartigen und noch nicht geklärten Zusammenhang mit den Luftwegen. Gerade nasse Füße bringen nicht abgehärteten Menschen die berühmte „Erkältung" ein. Nasse oder feuchte Kleider lassen die Körperwarme nach außen abströmen, da Wasser ein guter Wärme- Aus der ©labt Gießen. Richtiges Abhärten der Kinder. „Abhärtung? Aber selbstverständlich! Meine Kinder kommen jeden Abend unter die eiskalte Dusche!" Ob nun abends oder morgens, falsch ist es in jedem Falle. Unsere modernen Aerzte stehen der eiskalten Dusche ebenso eiskalt gegenüber. Sie lehnen sie ganz besonders bei schlankwüchsigen Kindern als Abhärtungsmittel ab. Wasser ist gut zum Waschen ober um mit Vergnügen darin zu plantschen, aber das naturgewollte Abhärtungsmittel für den Menschen ist sein eigenes Element: die Luft. Ein mageres Kerlchen jeben Tag unter dis kalte Brause zu stellen, ist falsch und härtet nicht ab. Die Prozedur schadet solchem Kinde ernstlich, schadet seinem Nervensystem, was nicht leicht genommen werden darf, und bewirkt, daß es n o ch anfälliger gegen Erkältungen wird. Der scharfe Reiz kalten Wassers ist für die Gefäße eines schlanken Menschen zu kraß. Wer hübsch mit Speck gepanzert ist, fann's eher vertragen. Der Reiz kalter Luft ist ebenso stark, aber sanfter, gerade richtig für ein Luftgeschöpf. Man ziehe keine falschen Schlüsse aus dem Erfolg von Kaltwasserkuren bet bestimmten Leiden, dabei handelt es sich um sehr fein abgewogene Reize, meist nur auf bestimmte Körperteile. An Stelle von Adttüral T o v e y , der ein anderes Kommando übernommen hat, wurde Admiral Sir Bruce A. Fraser Befehlshaber der britischen s hemratflotte. Fraser war früher stellvertretender De- ieitlshaber _>er Heimatflotte und Befehlshaber des i 2. Schlachtgeschwaders. ______________ Zur Meldepflicht von Männern und Frauen für die Aufgaben der Reichsverteidigung hat der Gene- ralbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz eine Reihe von ergänzenden Anordnungen zur Klarstellung von Einzelfragen erlassen. Nach der Verordnung vom 27 Januar 1943 haben sich alle Männer vom vollendeten 16. bis zum vollendeten 65..Lebensjahr und alle Frauen vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahr, die im Reichsgebiet wohnen und nicht nach dem Wortlaut der Verordnung von der Meldung befreit sind, beim Arbeitsamt nach Maßgabe eines besonderen örtlichen oder bezirklichen Aufrufs zu melden. Als Stichtag für die vorgesehenen Altersgrenzen ist der 2 9. I a n u a r anzusehen, da an diesem Tage die Meldepflicht in Kraft getreten ift. Männer (Frauen) die am 29. Januar 1943 das 16. (17.) Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind daher der Meldepflicht nicht unterworfen^ desgleichen sind Männer (Frauen) von der Meldung ausgenommen, die an diesem Stichtag das 65. Lebensjahr (45. Lebensjahr) vollendet haben. Meldepflichtige, die sich f r e i ro i 11 i g für den Kriegseinsatz zur Verfügung stellen und noch kein Arbeitsbuch besitzen, erhalten, der Verordnung gemäß, bei ihrem Einsatz an Stelle des Arbeitsbuches eine Ersatzkarte. Dagegen ist Meldepflichtigen, die sich nicht freiwillig zur Verfügung stellen und die noch kein Arbetts- buch besitzen, bei ihrem Einsatz ein Arbeitsbuch auszustellen. Hiernach ist, wie der Generalbevollmächtigte erläuternd bemerkt, Voraussetzung für die Ausstellung einer Ersatz karte, daß der Meldepflichtige entsprechend dem Ergebnis der Arbeitsberatung zum Einsatz bereit ist. heutigen Dienstag, 23.3., um 17.10 Uhr, eine Er- innerungssundung. Heldenehrung auf dem Tleuen Friedhof. Unserem gestrigen Bericht über die Heldengedenk- feier in Gießen am Sonntag tragen wir nach, daß im Anschluß an die von der Wehrmacht veranstaltete Gedenkstunde am 116er-Denkmal, bei der die Kränze der Wehrmacht und der Partei niedergelegt wurden, eine weitere Kranzniederlegung auf dem Heldenfriedhof des Neuen Friedhofs stattfand. Dort legten für die NS.-Kriegsopferversorgung der Kreisamtsleiter der NSKOB., G r a v e l i u s , für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Land-- gerichtsrat T r ü m p e r t und für den Kreiskrieger- verband Gießen -im Auftrage des Kreiskriegerführers Kamerad Müller Kranze als Zeichen des treuen Gedenkens an die gefallenen Kameraden nieder. Mit den Kranzniederlegungen waren kurze Ge- ddnkanfprachen verbunden, in dentzn die dankbare und unlösliche Verbundenheit tnit den auf dem Felde der Ehre gebliebenen Kameraden zum Aus» druck gebracht wurde. Lichtspielhaus: ;ßin Walzer mit Dir". Wie viele Walzer hat es schon im deusschen Film gegeben, wie viele Operetten haben hier schon vor den Augen und Ohren des Besuchers ihre stürmische Uraufführung erlebt: es ift nicht zu zählen, aber es war jedenfalls noch immer nicht genug. Die vor kurzem gegründete Berlin Film hat sich noch einmal darüber hergemacht und, um die Sache zu verein-- fachen, den Komponisten und die Sängerin nicht erft zum Schluß, sondern gleich von Anfang an mib einander verheiratet. Aber allzu einfach durfte es ia nun auch wieder nicht zugehen, deshalb entdeckte der Drehbuchverfasser die bemitleidenswerte Figur des Mannes, der im Schatten seiner berühmten Fran steht. Er kann etwas, aber er wünscht seine an sich berechtigten Erfolge nicht seiner Gatttn zu verdanken; seine neue Operette soll nicht bloß ihr zuliebe annenommen und aufae^ührt wetzen: was liegt also näher, als daß er einen guten Schulfreund, einen leider völlig unmusikalischen Maler dazu überredet, sich als Verfasser der Neuerscheinung auszugeben. Mit dieser Wendung segelt der Operettenfilm alsbald im windstillen und vertrauten Fahrwasser des Schwanks, der auf der Leinwand wie auf der Bühne stets feines Dublikurns und feiner Wirkung sicher ist. Natürlich wird es auch auf solchen Schleichwegen ein rauschender Erfolg, und das musikalische Ehepaar ist zum Schluß vollkommen glücklich. M a r i s ch k a erfs Spielleiter arbeitet mit beträchtlichem Aufwande und großer Aysstattung und bringt seine komischen Pointen treffsicher an d"n M"nn. Fr^n; Grothe schrieb eine gefällige Musik dazu. Lizzi Waldmüller, großäugig und kokett, zärtlich und zierlich, ist die Diva, Alvert M a 11 e r ft o cf der große unbeholfene Junge an ihrer Seite: um die beiden herum das Aufgebot der Komiker: Rudolf Platte Für den Arbettseinsatz in der Kriegswirtschaft sind danach nicht nur die Meldepflichtigen bereit, die Erklärungen unter Nr. 1 ober 2 des Meldevor- drucks abgegeben haben und gemäß der Arbeitsberatung mit ihrem Einsatz einverstanden sind (unbedingte und bedingte Zurverfügungstellung), sondern auch die Meldepflichtigen, die unter Nr. 3 des Vordrucks Gründe angegeben haben, die ihrem Arbeitseinsatz in der Kriegswirtschaft entgegenstehen, als „freiwillig zum Einsatz bereit" zu betrachten, wenn sie sich gemäß der Arbeitsberatung zum Ein- satz bereit erklären. Als freiwillig ist auch die Bereitwilligkeit eines Melde pflichtigen anzusehen, der aus besonderen Gründen, z. B. wegen Sicherung von Rechten, eine formale Dienstverpflichtung wünscht. Frauen mit ausreichenden Kenntnissen für sozial- pädagogische Berufe sind ausschließlich bei derartigen Einrichtungen, Kindergärtnerinnen insbesondere bei Kindertagesstätten unb Kinderheimen einzusetzen. Frauen, die für eine Tätigkeit als Lagerführerin in Arbeiterinnen-Wohnlagern geeignet erscheinen, sind der zuständigen ©aufrauenmalterin der DAF. namhaft zu machen. Die Meldepflicht erstreckt sich im übrigen auch auf Schutzangehörige, d. h. in diesem Falle auf die folgenden Personen: die ehemaligen polnischen und Danziger Staatsangehörigen und außerdem die ehemaligen jugostawischen Staatsangehörigen, die am 14. April 1941 in den befreiten Gebieten der Untersteiermark, Kärntens und Krams ihren Wohnsitz hatten, soweit diese beiden Gruppen die deutsche Staatsangehörigkeit nicht erworben haben ober sie später durch Widerruf verlieren. Auf Grund einer Vereinbarung zwischen der Lei- tmg der Auslands-Organisation der NSDAP., der Anchsjugendführung und dem Volksbund „Deutsche jtriegsgräberfürforge" übernahm die auslands- btutsche Jugend auch an diesem Heldengedenktag dir Betreuung und Schmückung der deusschen Sol° betengräber rm Auslanh. * Am 22. März hielt die gemische technische Kom- mssion des Dreimächtepaktes in Tofio eine । Aifammentunft ab, wobei Außenminister Toni den . h Drsitz hatte. Es waren anweseich der deutsche Bot- s-after Stahmer und der italienische Botschafter Sibetti, Offiziere der japanischen Armee und Flotte md die deutschen und italienischen Militär-, Ma- t!i€= und Luftattachss. Es wurden Fragen, die die 3^ammenarbeit der drei Länder gegen ihren gell fflnn f amen Feind betreffen, besprochen, wobei ®Uige Uebereinftimmung der Ansichten erzielt litrbe. * j In Wien haben zwischen der deutschen, itafiente flen, bulgarischen, kroatischen, rumänischen, slowa- tichen und ungarischen Regierung Besprechungen iter Donau-Schiffahrtsftagem stattgefunben. Der bettende Ausschuß für Donauangelegenheiten ober- lb Braila hnt unter deutschem Vorfiß sich nament- i mit der Schiffahrt im Eisernen Tor unb dem ! Hasserstandsnachrich-tendienst befaßt. Ferner hat ! di Komitee von Ingenieuren Deutschlands, Jta- Üns unb Rumäniens den weiteren Ausbau der übnaunrünbung behandelt. Andere Besprechungen heben zwischen der deutschen, ungarischen und kroatischen Delegation über den Stromausbau und die I, ^rbefferung der Schiffahrtsverhältnisse stattgefun- Nn. Bezirkspferdeschau in Butzbach ien. r - Ihre Verlobung geben bekannt Anni Pfeiff Erich Schrodt 01863/ Ihre Vermählung geben bekannt Emil Bürck Irma Bürck, geb. Betz 958D Gießen, den SO.März 1943. Junker, Vereinsleiter. 957D iotD Gießen, Am Riegelpfad 32. Tfifl. 2.3fr, 4.46.7.30; So. 2.00, 4.30.7.30 M Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen Der Landrat des Landkreises Gießen: Dr. Lotz. Buchhalter(in) Industriewerk sucht tüchtigen selbständigen Buchhalter in Vertrauensstellung. Bewerbungen mit Zeugnissen unter 887D an den Gießener Anzeiger erbeten. Kirchliche Anzeigen. Gießen, Mittwoch, den 24. März Stadtkirche: (Markussaal), 18, Passionsandacht, Schmidt. Johanneskirche: (Iohannessaal), 18, Passionsandacht, Schultheis. DieDeoMeirbeitironl Kreisdienststelle 2- bis 3-Zimmer-Wohnung mit Küche, evtl. Bad, oder auch als Teilwohnung, baldigst oder später von älterem Ehepaar zu mieten gesucht. - Mann Bauingenieur, meistens an auswärt. Baustellen beschäftigt. — Evtl, geeign. Räume zum Unterstellen gesucht. Sehr. Angebote unter 01811 an den Gieß. Anz. erbet. Perkauie: Gr. Nußb.-Bücher- schrank (120,-); Bett mit Matr. [Stellenangebote Frau oder Mche 2mal wöchentl., 2 bis 3 Stunden, für leichte Hausarbeit gesucht. Schrift!. Angeb. unter 01881 an den Gieß. Anz. | Mietgesuche | Berufstät. Herr sucht freundlich. Zimmer rnögl. mit voller Pension. Schr. Ang. unt. 01872 a. d. G.A. In Ergänzung meiner Bekanntmachung Nr. 1/43 vom 20. Januar I 1943 (Wochenblatt der Lvndesbauemschaft Hessen-Rassau Nr. 5 vom ‘ 30. Januar 1943) wird im Einvernehmen mit dem Ländesemährungöamt i Rhein-Main bestimmt: 1. Die Abgabepflicht von mindestens 60 (Siem je Henne entfällt bei < Zwerghühnern, Perlhühnern und Puten, sofern deren Besitz durch eine I Bescheinigung eines örtlichen Geflügelzuchtvereins nachgewiesen wird. I Sofern der Eieranfall von Hühnern dieser Art nicht im eigenen I Haushalt des Geflügelhalters verbraucht wird, sind die überschüssigen Eier entweder an die Sammelstelle abzuliefern, oder gegen BesteV bzw. gegen Bezugscheine an Verbraucher abzugeben. 2. Mf besonderen Antrag an den Eierwirtschaftsverband können i Züchter der nachstehenden Hühnerrassen von der Eierabgabc von Hühner« dieser Rassen befreit werden: Asil, Brahma, Cochin, Holländer, Malaien, Weißhauben, Jokohama, Kämpfer, Paduaner, Phönix, Seidenhühner, Sultan und Sumatra. 3. Sluf besonderen Antrag an den Eierwirtschaftsverband können Halter von Enten der Rassen Rouen, Atzlesburry, Cayuga usw. ihr Ab- lieferungssoltvon mindestens 60 Stück je Tier auf 40 Stück je Tier herabgesetzt erhalten, wenn die Ablieferung des vollen Solls ihnen nicht möglich ist. Das Ablieferungssoll von mindesterls 60 Eiern je Tier ist jedoch von Haltern von Land- .und Kreuz«ten, Laufenten, Pekingenten und Khaki-Eampbellenten voll zu erfüllen. 4. Geflügelhalter, die nach Ziffer 1 bis 3 von der Abgabepflicht von Eiern befreit oder teilweise entbunden wurden, sind jedoch als Selbstversorger in Eiern anzusehen und dürfen weder für sich noch für ihre HaushaltSapgehörigen Reichscierkarten erhalten. 5. Ter Nachweis des Abgangs von Hühnern^und Entetz hat zu erfolgen: a) im Falle der Abschlachtung: in sämtlichen Gemeinden außer in den nachgenannten Städten durch Ablieferung des Hühner- oder Entenkopfes bei der Kartenstelle, in den Städten Frankfurt a. Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Offenbach, Gießen, Worms und Hanau durch Ablieferung der beiden Hühner- oder Entenbeine bei der für den Geflügelhalter zuständigen Sammelstelle. Diese hat in der Begründungssvalte । auf der letzte» Seite des MlieferungSbescheides den Abgang zu vermerken und den Bescheid an die Kartenstelle zur Wahrung der1 Veränderung weiterzugeben. b) Im Falle des Verkaufs oder sonstiger Entäußerungen: durch Abgabe einer schriftlichen Erklärung bei der Kartenstelle. Die Erklärung muß Angaben über den Tag des Verkaufs, die Zahl der verkauften Hennen oder Enten, sowie die genaue Anschrift des Bertäufers enthalten. c) Bei sonstigen Abgängen, wie Verlust durch Raubwild, Ueber- fahren, Diebstahl, Entlaufen usw.: durch Glaubhaftmachen des Abgangs bei der Kartenstelle. 6. Zugänge von Hennen und Enten mit Ausnahme von Jungtieren in der Zeit vom 8. 3. bis 30. 6.1943, sowie Aenderungen in der Zahl der HauShaltSangehörigen deS Hühnerhalters in der Zeit vom 1. 4‘. bis 30.9.1943 sind von den Geflügelhaltern der Kartenstelle zur Berichtigung bzw. Neuausstellung eines Ablteferungsb-scheides zu melden. Infolge eines Herzschlages verschied plötzlich, und unerwartet unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Gote und Tante Frau Anna Kath. WaltherWwe., geb. Muhly im Alter von 73 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Ludwig KHngelhöfer und Frau Marie, geb. Walther; Familie Wilhelm Walther XIII.; Familie Emil Walther. Daubringen, Mainzlar, den 23. März 1943. Die Beerdigung findet Mittwoch, 24. März, nachmittags 2.30 Uhr statt. 01886 Ihre Verlobung geben bekannt Christel Kühn Karl Mattern Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen mtb Lauterbach, sowie des Oberburger- meisters der Stadt Gießen. Bekanntmachung 3lr. 2/43 des Eierwirtschaftsverbandcs Hessen-Nassau, Franksurt a. M. Betr.: Abgabe von Eiern durch Geflügel- Hatter. Schuhmacher-Innung Giefcen. -______________________959 D Obst-11. Gartenbauverein Gießen Die Rückenspritzen sind eingetroffen u» können benutzt werden. Auch Rhabarberpflanzen sind noch eingetroffeu. Ausgabe am 24. d. M., von 17 bis 18 Ufir. Am 22. März entschlief sanft nach kurzer Krankheit unser lieber Vater,- Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Ludwig Viehmann im 72. Lebensjahre., Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Wagner und Geschwister. Trohe, Großen-Buseck, Wieseck, Heuchelheim, 22. März 1943. Die Beerdigung findet Mittwoch, 24. März, 14 Uhr, statt. _____________________________ 01871 ■je Meine Sprechstunden am Mittwoch, dem 24. Märi, fallen wegen Erkrankung aus! Frau B.Gulden,seit35Fr.W.Henkel Bingen a. Rh. z. Z. im Felde im Märe 1943 Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich meines 50jährigen Arbeitsjubiläums danke ich allen herzlich, besonders der Betriebsführung und Arbeitskameraden der Fa. Hey- ligenstaedt & Comp. Hugo Nitzsche Gießen, im März 1943 t 01877/ Schuhreparaturen Die Neueintragungen in die Kundenliste der Schuhmacher müssen grundsätzlich von allen Personen gegen Vorlage der vierten Rclchsklelderkarte erfolgen. Alle früheren Eintragungen sind ungültig! Nicht eingetragene Kunden können nicht bedient werden. Tieferschüttert und für uns kaum faß- Ägal bar erhielten wir die traurige Nachricht, daß mein innigstgeliebter, treusorgender Sohn, unser herzensguter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Walter Bachmann Unteroffizier in einem Grenadier-Regiment Inhaber des E. K. 2 und der Ostmedaille am 22. Februar im Alter von 31 Jahren sein hoffnungsvolles Leben bei der Abwehr eines feindlichen Stoßtrupps im Osten für sein Vaterland hingab. In unsagbarem, tiefem Schmerz: Else Bachmann Wwe., geb. Pfaff; Familie Carl Bachmann; Familie Werner Bachmann; Hilde Bachmann; Paul Neidert; nebst allen Verwandten. Gießen (Am Kugelberg 18), Wetzlaj* Büdingen, Afrika, Fulda, Freienseen. ______________01866 unh Lucy Englisch, Grethe Weiser und ©ün* ther Luoers, die, jeder auf seine Weise, die Leute zum Lachen bringen. Auch Hans Lei b e lt als ziemlich naturgetreuer Theaterdirektor und Walter Müller, aus dem Rundfunk bekannt, am Dwi- gentenpult tun dabei das Ihre. — Im Beiprogramm laufen die Wochenschau und ein Kulturfilm, der das alte alpenländische ^Iksver- gnügen des Eisschießens schildert. Hans Thynot. Verdunkelungszeil: ' L3. März von 19.38 bis 5.48 Uhr. ** Das späte Osterfe st. Erst im Jahre 2038 wird Ostern wieder so spät fallen wie in diesem Jahre, wo es auf den überhaupt spätestmoglichen Termin, den 25. April, fällt. In den vier hunderten zwischen 1700 und 2100 erreicht das Fest überhaupt nur viermal diesen späten Termin, nämlich 1734 1866, 1943 und 2038. Auf den frühesten Termin, auf den 22. März, ist es bis jetzt nur zweimal gefallen, nämlich 1761 und 1818. "»Gießener K o n z e r t r i n g. Man schreibt uns: Infolge des Mißgeschicks, welches die Geigerin Maria Neuß beim letzten Lustangnff aus Berlin betroffen hat, ist sie nicht in der Laae, ihrer Ver- innorhnlh des Orchester-Konzertes am Götlach, Oberhörgern: Albert Müller, Beller-che'wj Ehr. Hof, Großen-Buseck; Albert Brückel, Lana» Gons; Alfred Alles, Oberhörgern; Rudolf Stoll II., Echzell; Daniel Bender, Griedel; Wilhelm Schindel, Ebersgöns; Karl Becker V., Muschenherm; Heinrich Konrad Haub, ^rais-Münzenberg; Konrad Grieb, Gambach; Heiitrich Schmidt II., Gambach. Todesstrafe für einenFeidpostmarder. Lpd. Frankfurt a. M., 22. März. Die 33jäh. rige Ehefrau Katharina B r ü n k e r wurde vom Sondergericht Frankfurt a. M wegen fo rtge« setzter Unterschlagung von Feldpostsendungen als Bolksfchädling zum Tode verurteilt. Die Angeklagte war als Postfacharbeiterin in der Feldpostsammelstelle der Reichspost Frankfurt o. M. mit dem Sortieren von Feld Postsendungen beschäftigt. Eines Tages entdeckten zwei Arbeits- kameradlnnen der Angeklagten, denen ihr Verhalten schon mehrfach verdächtig vorgekommen war, in der Einkaufstasche der Angeklagten, sorgfältig unter einem Tuch versteckt, eine große Zahl von Feldpoftsendungen, die die Angeklagte während des Sortierens beiseitegeschafft hatte. Die Sendungen enthielten Schachteln mit Zigaretten, wie schon ■ äußerlich erkennbar war. Bei eine sofort vorgenommenen Haussuchung bei der Angeklagten fanden sich im Küchenherd die Reste von Umhüllungen 'von Feldpostsendungen aus verschiedenen Städten. Es ergab sich ferner, daß die Angeklagte in großem Umfange Zigaretten verkauft und auch gegen Nährmittel, Eier, Milch und Schuhe ein-- getauscht hotte. Viele Zigaretten sowie das aus den Verkäufen stammende Geld hatte sie ihrem Ehemann ins Feld gesandt, der damit im besetzten Gebiet Butter, Stoffe u. dgl. einhandelte und der Angeklagten zuschickte. In der Hauptverhandlung vor dem Sondergericht verlegte sich die Angeklagte, die zunächst im wesentlichen geständig gewesen war, auf freches Leugnen. Sie wurde jedoch überführt, seit 1941 mindestens 150 Feldpostsendungen beiseitegeschafft und ihren aus Zigaretten bestehenden Inhalt sich angeeignet zu haben. In der Hauptverhandlung wies der Vorsitzende' darauf hin, daß jeder, der sich heute noch trotz aller # öffentlichen Warnungen an Feldpostsendungen, dem Band zwischen Heimat und Front, vergreife, von den Gerichten mit unnachsichtlicher Härte zur Rechenschaft gezogen werde. Es zeuge von bodenloser Gemeinheit, sich während eines langen Zeit- raumes an Gaben, die die Heimat für unsere Soldaten mit Liebe zusammentrage, schamlos zu bereichern und in übelster Weise Schiebergeschäfte damit zu machen. Wer so handele, sei ein Volksschädling schlimmster Art und müsse aus der Volksgemeinschaft ausgemerzt werden. Dos gesunde Volksempfinden verlange für eine solche Tat die Todesstrafe. voll ergänzen. , ~ ** D i e Abgabe von Eiern durch Geflügelhalter betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte. Landkreis Gießen. * Albach, 23. März. Am heutigen Dienstag, 23. Marz, kann Frau Katharina Lenz, geb. Balser, m bester körperlicher und geistiger Frische ihren 9 2. Geburtstag begehen. Der Jubilarin bringen auch wir unseren herzlichen Glückwunsch dar. )—( Ruppertsburg, 21. März. Am Samstag hielt unser Männergesangverein bei Gastwirt Otto Wagner seine 61. ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende Wilh. P a r r VI. gedachte zu Beginn der im abgelaufenen Jahre gefallenen Mitglieder Karl Hahn, Erich Port und Otto Parr sowie der in der Heimat verstorbenen ehemaligen Sänger und Begründer Jakob Böcher, Heinrich Parr III. und Heinrig Högy II. Aus dem Kassenvorrat, der sich aus der Rechnungsablage durch den langjährigen Kassenwalter Wilhelm Lehr II. ergab, werden 20 RM. dem Deutschen Roten Kreuz überwiesen. * Butzbach, 23. März. Im Rahmen des bekannten Butzbacher Faselmarktes fand am gestrigen Montag die von der Pferdezüchter-Vereinigung Oberhessen (Geschäftsstelle Tierzuchtamt Gießen) veranstaltete B e z i r k s - P f e rd e s ch a u statt. Trotz der kriegsbedingten Verhältnisse waren zahlreiche Zuchtstuten aufgetrieben, so daß sich auf dem Schauplatz den Tierzüchtern ein außerordentlich interessantes Bild bot. Unter der technischen Leitung von Landwirtschaftsrat Dr. Wagner, Tierzuchtamt Gießen, wurde die in jeder Beziehung wohlgelungene Veranstaltung glatt durchgesührt. Als Ehrengäste konnten u. a. der Standortälteste Major Dörr, der Landesstallmeister Dr. Dender, der gleichzeitig das Amt eines Oberrichters im Preisgericht versah, und Landwirtschaftsrat Tillmann von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau begrüßt werden. Durch das Entgegenkommen der Stadt Butzbach war es möglich, die Schau dank der Bereitstellung van geeigneten Vorführungsringen jederzeit einwandfrei durchzuführen. Es waren lediglich die Zuchtklassen 1—3jährige Stuten der beiden anerkannten Pferderassen (Kaltblut und Warmblut) zur Schau zugelassen. In der Abteilung Kaltblut wurden die Zuchttiere von Dr. R o d e w a l d , Berlin, und Bauer Walther, Reichelsheim, bewertet. In der Klasse Ib (Kaltblut-Jährlingsstuten) konnte die bekannte Zuchtstätte E. L e o n h a r d , Hofgut Wisselsheim, den ersten Preisträger stellen. Die Klasse war etwas unausgeglichen und konnte mit der Bewertungsnote „ziemlich gut" bedacht werden. In der Klasse II (zweijährige Kaltblut-Stuten), die als „fast gut" zu bezeichnen war, stellte die Spitzen-Stute der Züchter Ehr. Huth I., Lan'genhain. In 'der Klasse III (dreistihrige Kaltblut-Stuten), die ebenfalls mit „ziemlich gut" bewertet werden konnte, wurde die Spitzenstute, ein „Fürst"-Fohlen, durch Wilhelm Ohly, Großen-Linden, vorgestellt. In der anschließenden Bewertung der Ortssammlungen, Abteilung Kaltblut, konnte, wie im Vorjahre, die Orts- sammlunj Kirch-Göns die Spitze erringen. Allgemein kann für die Abteilung Kaltblut gesagt werden, daß das Tiermaterial noch ausgeglichener hätte sein können und daß zum Teil auch durch sehr frühes Anspannen der Tiere Fehler im Gebäude festzustellen waren, die in normalen Zeiten nicht auftreten. Wesentlich besser und von hervorragender Güte waren die Tiere in der Abteilung Warmblut. Dafür zeugt allein schon, daß die Preisrichter Heinrich Reinheimer, Groß-Bieberau, und Friedrich ^Ditzel, Herrenhag, eine sehr große Anzahl erster Preise in allen drei Klassen vergeben konnten. In Klasse Ib (Warmblut-Jährlingsstuten) stellte O. Mohr, Gambach, das Spitzenfohlen. In Kl. II (zweijährige Warmblut-Stuten) wurde eine Unterteilung in eingeführte und bodenständige Zuchtstuten vorgenommen; bei den'eingeführten stellte die Stute öes W. Schmidt I., Gambach, bei den bodenständigen die Stute des Konrad V o l p , Ost- Heim, jeweils in dieser Klasse das Spitzentier dar. Gießen Marburg Danziger Str. 15 Odcersberger Allee 60 < - 01867/ betroffen hat, ist sie nicht in der Laae, ihrer pftichtunq innerhalb des Orchester-Konzertes 25. März nachzukommen. An ihrer Stelle wird die Alttstin Luise Richartz, Frankfurt a. M., singe- ** Deutsche Volkslieder aus 7 Iah Hunderten. Der nächste Vortragsabend, den die Volksbildungsstätte Gießen der RSG. „Kraft durch Freude" Goethe-Bund und Kulturelle Vereinigung im Rahmen des Gießener Vortragsringes am Montag, 29. März, veranstalten, verspricht einen' besonderen Kunstgenuft-zu vermitteln. Unter dem Thema '„Deutsche Volkslieder aus 7 Jahrhunderten" wird der hervorragende Lautensänger Oskar Bese m- selder aus München eine Fülle der schönsten und wertvollsten deutschen Volkslieder zum Vortrag bringen. Der Bauersche Gesangverein unter Leitung seines Dirigenten, Musikoberlehrer Blaß- wird durch Liedvorträge das Konzertprogramm wirkungs- | Verkäufe Eine erstklassige Fahrkuh z. verkauf. [oi?56 Münchholzhausen 12. Verkaufe elektr. WlsAllNk „Polaris", 200 Lit. Inhalt, für 350 - RM. Fernsvr. 2542. Biete Herren- Uebergangnte (80,-). Suche ein Herrenfahrrad. Schr. Ang. unt. 01870 a.d. G.A. (80,-); Heibo- klavvbett, Eiche, rn.Matr.(100,-); Matr. m. Gestell (20-);Kinderw. (25,-);Peddigr.- Blumenst.(IO-); gr. 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In der Klasse III (dreijährige Warmblut-Stuten) hat der bekannte Züchter Willi Brückel, Lang-Gons, mit einer selbstgezogenen „Indigo"-Stute das weitaus beste Pferd dieser Klasse vorgestellt. Im Anschluß an die Bewertung der einzelnen Tiere konnte Landesstallmeister Dr. Dender eine große Anzahl von Warmblut-Stuten als Staatsprämren-Stuten anerkennen. Der anschließende Wettbewerb der Ortssammlungen, Abteilung Warmblut, war züchterisch außerordentlich eindrucksvoll. In scharfem Wettbewerb konnte durch das einstimmige Urteil des Preisgerichts die wundervoll ausgeglichene Sammlung von Oberhörgern als Spitzensammlung herausgestellt werden, dicht gefolgt von den ebenfalls mit' ersten Preisen bedachten Sammlungen von Gambach und Lang-Göns. Anschließend an die Bezirks-Pferdeschau wurde durch die Stadt Butzbach eine Filmvorführung im hessischen Hof" veranstaltet, bei der pferdezüchterische Filme den lebhaften Beifall der sehr Zahlreichen Besucher fanden. Bei dieser Gelegenheit fand die Vergebung der Ehrenpreise durch Landesstallmeister Dr. Dender und Bauer Rudolf Walther statt. Landesstallmeister Dr. Dender konnte zu den farbenprächtigen Bildaufnahmtzn aufschlußreiche Erläuterungen über die Warmblut-Zucht geben. Auszug aus dem Ergebnis des Preiswettbewerbs. Kaltblut. Klasse Ib (Jährlingsstuten). Mit ersten Preisen ausgezeichnet: E. Leonhard, Wisselsheim; Hermann 2reut, Griedel; Ludwig Keßler X., Großen-Linden; E. Leonhard, Wisselsheim; August Petri HI., Dorn- assenheim; Karl Werner III., Fauerbach v. d. H. Klasse II (zweijährige Stuten). Mit ersten Preisen ausgezeichnet: Ehr. Huth, Langenhain; Ernst Weber, Kirchgöns; Heinrich Bill I., Niederweisel; Adolf Hofmann, Langsdorf: Adolf Wächter, Münzenberg. Klasse III (dreijährige Stuten). Mit ersten Preisen ausgezeichnet: Wilhelm Ohly, Großen-Linden; August Wilhelm Weber, Lang-Göns; W. Weydelin, Hof Neuhof, Leihgestern. Warmblut. Klasse Ib (Jährlings-Stuten). Mit ersten Preisen ausgezeichnet: O. Mohr, Gambach; Ernst Schmidt I., Fauerbach v. d. H.; W. Straßheim, Griedel; W. Kuhl, Gambach; A. Landvogt 4., Rockenberg; Willi Brückel, Lang-Göns; Albert Müller, Bellersheim; Heinrich Görlach, Oberhörgern; Eugen Straßheim, Griedel; Karl Schupp, Großen-Linden; Philipp Wit- zel II., Niedermörlen. Klasse II (zweijährige Stuten). Mit ersten Preisen ausgezeichnet: W. Schmidt I., Gambach; K. Dölbel, Berstadt; Wilhelm Wagner 4., Lang-Göns; Konrad Volp, Oftheim; W. Düringer, Bettenhausen; Gustav Weber, Oberhörgern; W. G. K. Ohly, Holzheim; E. Pfeiff, Holzheim; Heinrich Eifer, Eberstadt; Brauerei Jhring, Lich; W. Düringer, Garbenteich: Wilhelm Dietz, Griedel. Klasse III (dreijährige Stuten). Mit ersten Preisen ausgezeichnet: Willi Brückel, Lang-Göns; Heinrich LICHTSPIELTH E ATEB Gloria-Palast, Seltersweg • Marika Rökk Hallo Janine! Lichtsplelhan«, Bahnhofstraße; Ein Walzer mit Dir (7n^ Giefsener Vortragsring Arbeitsgemeinschaft NS6. „Kraft durch Freude“ Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung. tyfoiltag, den 29. März 1943, abends 7.30 Uhr* in der Neuen Aula der Universität [^d Deutsche Volkslieder aus 7 Jahrhunderten Oscar Besemfelder, Bariton, singt sur Laute Unter Mitwirkung des Bäuerischen Gesangvereine Leitung: Musiklehrer Blaß. Die Mitglieder der Volksbildungsstätte (Mitgliedskarte), des Goethebundes (Kontrollabschnitt Nr. 2 der neuen Mitgliedskarte), der Kulturellen Vereinigung (Kontrollabschnitt Nr. 11) haben freien Eintritt. Nichtmitglieder zum Preise von RM. 1.25 in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Tel. 3961 u. bei Challier, Neuen weg 10, Tel. 2671. Die Angehörigen des Veranstaltungsringes der HJ. erhalten Eintrittskarten zum Preise von RM> 0.30, Studenten u.Militär z. Preise von RM. 0.40. 4-5-MM' MMS zu vermieten. Schr. Ang. unt. 01861 a.d. G.A. Nettes, möbl. Zimmer m. Zentralb., an alleinft. Frau od. Fräul. abzugeb. Schr. Ang. unt. 01878 a. d. G.A. Schön., großes, möbliertes Zimmer Nähe Univerfit., an Studenten z. 1. od. 15. Avril zu vermieten. Schr. Ang. unt. 01882 a.d. G.A. Gießen Nieder-Ohmen Gnauthstraße 12 im März 1943 ________________________01873/ Mappe IN. Schulbüchern und Badesachen liegengeblieben. Dr. Geyer, Zahnarzt, Hindenburg- Wall 12. (01879 Tublee-Damen- Armbandubr innerh. d. Stadt a. Freitagvorrn. verloren. Abzug, geg. gute Belohn, auf dem 01874 Fundbüro. Xu Gunsten des Mrie&sn>interfiiIfstt>eTl5tes Sonntag, den 28. März, 19.30 Uhr in der Neuen Aula der Universität Großer bunter Abend gestaltet von Künstern des Frankfurter Opernhauses u. a.: Lya Justus, Soubrette Dilo Bukup, Sopran Hubert Beßmann, Bassist Emil Seidenspinner. Tenorbuffo und verbindende Worte. Eintritt: RM. 3.60, 2.80, 2.20, 1.80 und 1.20. Karten in der Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60, Telefon 3961. 955 D herreii'Me Größe 54, z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01876 an den Gieß. Anz. | Verschiedenes"] Wer leibt älter., beingelähmter Tamelmalwöch. Fahrftuhl geg. Vergütung? Sehr. Ang. unt. 01742a. d. G.A. Tausche Herren-Halbscijuhe Gr. 42, gegen gleichw., Gr. 43. Schr. Ang. unt. 01869 a.d. G.A. Herren- laslveMhr gegen Damen- Svort- oder 2lrmbanduhr z. tausch, gesucht. Schr. Ang. unt. 01875 a.d. G.A. RleineAnzeigen tat Gießener Anzeiger jverden von Tanienden beachtet und fleltiei. - und wai wichtig Ist: dl« Eier können zu |eder Zeit unbedenklich entnommen und zugelegf werdenI Ei tif um ichode., doi verdirbt I Gleidi na di der Zuteilung tollten de«' halb die im Augenblidf entbehrlichen Eier in GafaiM k gelegt werden, dann holten tie ikh über Uahrl x