(9£ Jahrgang Nr. 6 8 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ivamilienblätter Heimat imBild DieScholle * Bezugspreis: Monatlich ... RM.1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernfvrechanschlutz 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Posts check 11686 tVranlf. Dc. Gießener Anzeiger vrühlscheUniverMStrdnrckerei R. Lange General-Anzeiger für Oberhessen 61 6ie8eit.9S*ul6ra6t7-9 Mantaq.rr MrzitzlZ Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis8' »Ubr desBormittags Anzergen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvi. le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvi. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstasteH AbschlüsteMengenstastel B Platzvorschrist l vorherige' Vereinbarung) 25° • mebr Ltnsere gefallenen Helden werden als Pioniere eines besseren Zeitalters in unseren Reihen weiterleben. Der Führer sprach am Heldengedenktag bei -er Feier im Berliner Zeughaus. Berlin, 21.März. (DNB.) Inbrünstiger denn je, aber erhobenen Hauptes beging das deutsche Volk den Heldengedenktag. Der Heldengedenktag 1943 ist für immer mit dem heiligen Blutopfer verbunden, das den Nomen Stalingrad trägt. Starken Herzens dankte das deutsche Volk den Männern der 6. Armee und allen seinen Helden, die chm durch ihr unvergängliches Beispiel unüberwindbare Kraft für das Weiterbestehen des Schicksalskampfes gaben. Eine hohe Weihe erhielt die Heldengenkfeier des deutschen Volkes an historischer Stätte im Berliner Zeughaus durch die Gegenwart des Führers. Hier on der Nuhmesstätte deutschen Soldatentums neigte sich der Führer und mit ihm das ganze deutsche Volk in Ehrfurcht vor den unsterblichen Helden dieses Krieges. Es war eine soldatische Feier, und soldatisch einfach war auch der Ehrenhof des Zeughauses für diese Feierstunde hergerichtet. Die Stirnwand schmückte das mächtige Eiserne Kreuz, flankiert von den Neichskriegsslaggen an hohen schlanken Masten. Im Ehrenhof, in den das Licht der ersten Frühlings- f tages hell hineinflutet, standen die ehernen Waffen per ruhmreichen deutschen Armee. Zu beiden Seiten des mst der Reichskriegsflagge geschmückten Redner- > Podiums hatten Fahnen der Wehrmacht und Waffen- ff Aufstellung gefunden, darunter viele Fahnen der alten Armee und Kriegsmarine. Offiziere aller Waffen, Reichsminister und Reichsleiter, Gauleiter und Staatssekretäre und die führenden Männer der Gliederungen hatten sich versammelt. 300 Verwundete nahmen an der Feierstunde teil. Ehrfurchtsvolles Schweigen grüßte den Führer, als er, gefolgt von Reichsmarschall Göring, Generalfeldmarschall Keitel, Großadmiral D ö n i tz, Reichsführer- ff Himmler, Generalfeldmarschall Milch, Generalfeldmarschall Bock und Reichs- . kriegsopferführer Ober^lindob er den Ehrenhof des Zeughauses betritt. Nach Len Klängen des ersten Satzes von Anton Bruckners 7. Sinfonie, gespielt von der Staatskapelle unter Leitung des Staats- kapellmeisters Johannes Schüler, ergriff der, Führer das Wort. Heiße Liebe zur Heimat brennender Haß gegen denFeind leiten das deutstheDolk in seinemKomps. Die Rede des Führers. Zum viertemnal begehen mir den Heldengedenktag un> er es Volkes in diesem Raume. Die Verlegung der Frist fand statt, well ich glaubte, erst jetzt die Stätten meiner Arbeit, an die ich seit Monaten gebunden war, mit ruhigem Gewissen verlassen zu können, denn dank dem Opfer- und Hell>entum unserer Soldaten der Ostfront ist es gelungen, nunmehr endgültig die Krise, in die das deutsche Heer — durch ein unverdientes Schicksal —/ gestürzt worden war, zu überwinden, die Front zu stabilisieren und jene Maßnahmen emzuleiten, die den vor uns liegenden Monaten wieder den Erfolg bis zum endgültigen Sieg sichern sollen. Daß es unter diesen Umständen verantwortet werden kann, die n'nmehr seit vielen Monaten bestehende Urlaubsperre mit dem heutigen Tage aufzuheben, um in den kommenden Monaten iit steigendem Maße unseren braven Männern wieder den Weg zu ihren Lieben in der Heimat zu erschließen, macht es auch mir seelisch leichter, am heutigen Tage hier zu fein. Wenn es noch notwendig gewesen märe, um unserem Volk den ganzen Ernst dieser gigantischen Auseinandersetzung zu Lande, auf den Meeren und in der Luft auf Leben und Tod >u erläutern, dann hat vor allem der zurückliegende Winter auch die letzten Zrneifel darüber beseitigt. Die Steppen des Ostens haben noch einmal ihre Millionenmassen sich gegen Europa wälzen lassen, vorwärts gepeitscht von der gleichen Macht, die seit altersher Kriege organisiert, an ihnen profitiert und damit gerade im heutigen Zeitalter ' kapitalistische Interessen und bolschewistische Instinkte dem gleichen Ziele dienen läßt. Wie groß - die Gefahr einer Ueberrennung des ältesten Kulturkontinents der Welt in diesem Winter war, bleibt der Darstellung der späteren Geschichtsforschung . überlassen. Daß sie nunmehr gebrochen und damit von Europa abgewendet wurde, ist das unvergängliche Verdienst jener Soldaten, deren wir heute gedenken. Aber schon der Blick in die gigantischen Vorbereitungen, die-der Bolschewismus zur Vernichtung un- I serer Welt getroffen hat, läßt mit Schaudern erkennen, wohin Deutschland und der ganze übrige Kontinent geraten würden, wenn nicht die nationalsozialistische Bewegung vor 10 Jahren die Macht im Staate erhalten hätte und mit der ihr eigenen Entschlossenheit nach zahllosen fehlgeschlagenen Bemühungen einer Rüstungsbeschräntung den Wiederaufbau der deutschen Wehrmacht emgeleitet haben würde. Denn das Weimarer Deutschland unserer zentrümlerisch-marxistisch-demo- kratislyen Parteiwirtschaft wäre durch diesen Ansturm Jnnerasiens hinweggefegt worden wie Spreu vor einem Orkan. Immer klarer erkennen wir, daß die Auseinandersetzung, in der sich seit dem ersten Weltkrieg Europa befindet, allmählich den Charakter eines Kampfes annimmt, der nur mit den größten geschichtlichen Ereignissen der Vergangenheit verglichen werden kann. Ein Mitleid- und er- barmungsloser Krieg wurde uns von dem ewigen Judentum aufgezwungen, der, wenn er nicht vor den Grenzen Europas den Elementen der 3erfto» rung Einhalt zu gebieten vermöchte, diesen Kontinent in ein einzige« Ruinenfeld verwandeln würbe. Aber nicht die verbrannten Städte waren es. Die zerstörten Kulturdenkmäler, die als schlimmste Folge dieses Kampfes dann übriablieben, sondern die bestialisch niedergemetzelten Menschenmaßen, die dieser innerasiatischen Flut genau so zum Opfer tollen würden, wie es in der Zeit der Hunnen- und Mongolenstürme einst schon der Fall war. Was bet deutsche und die mit ihm verbündeten Soldaten heute im Osten beschirmen, ist nicht das steinerne Antlitz oder das soziale und geistige Gepräge dieses Kontinents, sondern es find die ewigen menschlichen Substanzen, von denen seit grauen Vorzeilen olle Werte ausgegangen sind, die nicht nur Europa und Amerika, sondern darüber noch weit hluaus der menschlichen Kultur überhaupt ihren heutigen Ausdruck geben. Neben dieser aus dem Osten drohenden Welt der Barbarei erleben mir nicht weniger die satanische Zerstörungswut des mit ihm verbundenen sogenannten W e st e n s. Die Kriegsziele unserer Feinde sind uns aus zahllosen Publikationen, Reden und offenen Forderungen bekannt. Das Geschwätz einer Atlantik- Charta wiegt dagegen genau so viel wie die einstigen 14 Punkte Wilsons gegenüber der dann gekommenen realen Gestaltung des Versailler Diktats. So wie der Kriegshetzer Churchill in der parlamentarischen englischen Demokratie, als er 1936 noch nicht verantwortlicher Leiter Großbritanniens war, mit seinem Ausspruch, daß Deutschland wieder^ er Nichtet werden müßte, der kommenden Entwicklung den Weg gewiesen hat, so projektieren in diesen gleichen Demokratien die Elemente der jetzigen Friedensforderungen schon heute den von ihnen angestrebten Zustand Europas nach dem Kriege. Und ihre Ziele decken sich vollständig mit den uns nicht nur bekannten, sondern erlebten Demonstrationen ihrer bolschewistischen Verbündeten: Ausrottung aller nationalbewußten kontinentalen Völker und an der Spitze unseres eigenen deutschen Volkes. Ob dabei englische oder amerikanische Blätter, Parlamentarier, Volksredner und Literaten die Zerstörung des Reiches, die Wegnahme der Kinder unseres Volkes, die Sterilisierung der männlichen Jugend usw. als erstes Kriegsziel fordern, oder ob der Bolschewismus kurzerhand die Abschlachtung ganzer Völkerschaften von Männern, Frauen und Kindern in der Praxis betreibt, ist ein und dasselbe. Denn die letzte treibende Kraft ist ohnehin der ewige Haß jener verfluchten Rasse, die seit Jahrtausenden als wahre Gottesgeißel die Völker so lange züchtigt, bis sich diese in Zeiten der Selbstbesinnung ihrer Peiniger wieder erwehren. Ich spreche dies nicht aus für das deutsche Volk, es braucht heute keines Zuspruchs in feiner moralischen Haltung. Die Front beweist ihr stilles Heldentum seit über tausend Tagen, und chr zür Seite steht heute die deutsche Heimat, die selbst in großen Teilen des Reiches Kriegsgebiet geworden ist. Nicht nur daß sie sie arbeitend und schaffend unseren Soldaten die Waffen liefert. Nein: sie ist gezwungen, ihren eigenen Kampf zu kämpfen, und im Erdulden und Ertragen der feindlichen Zerstörungswut wachsen Frauen, ja Kinder empor zu einem Heldentum, das sich oft in nichts mehr von dem an vielen Teilen der Front unterscheidet. Was aber die sogenannte „neutrale Welt" betrifft, so ist die Voraussetzung für die dort beliebte überhebliche, bald beschauliche, bald belehrende Betrachtung der Ereignisse doch nur ausschließlich in der Opferbereitschaft derjenigen zu sehen, die sie davor bewahren, die harte Wirklichkeit am eigenen Leibe selbst kennen und spüren zu lernen, denn eines ist sicher, in einer solchen Zeit können Völker auf die Dauer nur mit klarer Haltung bestehen. Wir dürfen deshalb den Gegnern nur dankbar sein, daß sie mit eigener Hand den Geist falscher Objektivität im deutschen Volk auslöschen und an Stelle dessen die natürlichen Instinkte sehen: heiße Liebe zür Heimat und zu unserem Volk, hinweggehend über alle Schranken der Herkunft und Geburt, und brennenden haß gegen jeden Feind. Die Feuer in unseren Städten und Dörfern werden immer mehr jene Entschlossenheit unseres Volkes Härten, die nicht mehr getrübt durch weltbürgerliche Empfindungen, sondern genährt von der Erkenntnis einer tödlichen Gefahr und erfüllt von grimmigem Fanatismus, gewillt ist, diese Gefahr nun einmal für immer aus Europa und von unserem eigenen Volke selbst zu entfernen. Und ich wiederhole meine einstige Prophezeiung, daß am Ende dieses Krieges nicht Deutschland oder die mit ibm verbündeten (Staaten dem Bolschewismus zum Opfer gefallen sein werden, sondern nur jene Länder und Völker, die, indem sie sich immer mehr in die Hand des Judentums begeben, eines Tages am bolschewistischen Gift, gegenüber dem sie selbst am allerwenigsten schon infolge ihrer überlebten Um die ewigen menschlichen Substanzen Von unserer Berliner Schristleitung. Welch eine andere Welt! Der Führer spricht, und seine Worte klingen wie Erz. Drüben aber im feindlichen Lager jagen sich die Konferenzen. Staatsmänner und solche, die es zu sein glauben, ergreifen zu allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten das Wort. Sie prahlen, sie höhnen, sie lügen, und können doch nicht die innere Unsicherheit verbergen, die bei ihnen das Ergebnis der harten Schläge unserer tapferen U-Boote auf den Meeren der Welt, des unerbittlichen Zupackens unserer unvergleichlichen Luftwaffe und des zähen und ausdauernden Ringens -unserer Armeen ist. Diese innere Unsicherheit ist aber und bleibt em Zeichen des infernalischen Geistes, mit dem die feindlichen Mächte gegen den ältesten Kulturkontinent grundlos zu Felde gezogen sind. Grundlos? Vielleicht hoch nicht. Es liegt schon ein tieferer Grund in diesem vom Zaune gebrochenen Kriege, der, wie der Führer sagte, zu einer gigantischen Auseinandersetzung auf Leben und Tod geworden ist. Und dieser tiefere Grund ist der satanische Haß gegen den Geist der Kultur und der Sittlichkeit, der von Europa ausgegangen ist und die ganze Welt befruchte^ hat. Dse Träger dieses Hasses sind seit Jahrtausenden die Juden, denen nichts an einem geistigen und kulturellen Aufbau der Welt liegt, die mir ein Ziel kennen, zu erraffen, zu verwüsten und zu morden, und das alles nur, um ihre Weltherrschaft zu errichten und die Völker, die höheren Geistes sind, deren Wesen von Idealismus getragen ist, unter die Füße zu treten. Deshalb haben sie, wie der Führer sagte, die Steppen des Ostens mobil gemacht und die Millionetz-Massen gegen den ältesten Kulturkontinent anftürmen lassen. Deshalb haben sie sich zu einem Mitleid- und erbarmungslosen Kriege bereit gefunden, weil sie nur auf der Vernichtung alles des Großen, das die europäischen Kulturvölker geschaffen haben, die Knechtung der Welt aufbauen könnten. Erst wenn der Jude imstande ist, den Völkern die Seele zu nehmen, erst dann vermag er sein Reich zu gründen. Die lebenden Leichname sind das Fundament, auf denen die jüdische Weltherrschaft nur sich aufbauen kann. Der Geist der östlichen Steppen ist der Bolschewismus, das blutlose Gebilde fanatischer Iuden- gehirne. Der Kampf der Mächte der Ordnung in Europa gilt nicht bloß dieser Spottgeburt jüdischen Denkens, er gilt auch dem Urheber, dem Judentum selbst. Und mit diesem jüdischen Bolschewismus, der alles, was edel, gut und wahr ist, verneint, hat sich der Plutokratismus des Westens verbunden und zeigt, seines Lehrmeisters wert, eine satanische Zerstörungswut, die alles Ausdenkbare übersteigt. Allzu deutlich hat dieser Bund von Bolschewismus und Plutokratismus bewiesen, wie die Welt aussehen würde, wenn beide siegen würden. Ja, es kann auch gar nicht zweifelhaft fein, daß der Sieg des Bolschewismus und der Plutokratien nur ein Ergebnis haben könnte, daß nämlich die Plutokratien von dem Bolschewismus aufgefreffen würden. Wenn also das Deutsche Reich und alle die Nationen, deren Ideal eine neue Ordnung ist, in treuer Bundesgenossen- schäft miteinander den Kampf gegen den Bolschewismus und Plutokratien auf sich genommen haben, so geschieht das nicht, um die Städte vor der Zertrümmerung, die Kulturdenkmäler vor der Zerstörung, die Menschen vor Hunger und Elend zu schützen. Es geschieht — und das sagte der Führer mit seinen ehernen Worten — es geschieht, um die ewigen menschlichen Substanzen, von denen, seit grauen Vorzeiten alle Werte ausgegangen sind, die nicht nur Europa und Amerika, sondern- barüber noch weit hinaus der menschlichen Kultur überhaupt ihren heutigen Ausdruck gegeben haben und noch geben, vor Chaos und Vernichtung zu schützen. Wie anders mutet der Ernst der Worte an, die der Führer zum Gedenken der Helden aus den Reihen Deutschlands und seiner Verbündeten fand, als jene Beratungen darüber, wie man am besten das deutsche Volk ausrotten und die Welt in ein Chaos verwandeln könne, Jdeengänge, um die sich einzig und allein das Denken unserer Feinde bewegt" Wir müssen der Vorsehung dankbar sein, daß wir einen Führer haben, dessen Wollen Deutschland heißt und dessen Wesen deutsches Wesen ist. Darum ist unser Kampf von tiefem Ethos getragen, und aufrechten Hauptes können wir vor dem Urteil der Weltgeschichte bestehen. Darum können wir uns auch mit tiefer Dankbarkeit vor den 542 (XX) Helden verneigen, die dieser Krieg bisher von uns gefordert hat und die ihr Leben Hingaben, damit Deutschland lebe. Mit Recht sagte der Führer, daß alle diese Männer nicht vergeblich gefallen seien, sondern als unvergängliche Helden und Pioniere eines besseren Zeitalters in unseren Reihen für ewig weiterleben werden. Das ist auch unser fester Glaube, und der Dank, der aus diesem Glauben folgt, wird die Tat fein, die Tat, die uns den endgültigen Sieg sichern und damit Europa und die Welt vor dem Untergang bewahren wird. Gesellschaftsordnung immun sind, "den Zusammenbruch und damit ihr Ende erleben. Nicht vom nationalsozialistischen oder vom faschistischen Regime werden keine Fetzen mehr übrig bleiben, sondern ein altes Weltreich wird sich in Fetzen auf- lösen. Die Sünde gegen das eigene und gleiche Blut wird sich verwandeln in einst zum Himmel schreiendes Elend und Unglück in diesen Ländern selbst. Der Helden zu gedenken hat zu allen Zeiten nur der das Recht, wer sich vor ihnen nicht zu schämen braucht. Der Winter dieses Jahres hat aber das deutsche Volk nicht nur nicht zum Defaitismus geführt, sondern zu einer noch gigantischeren M o ° bilisierung aller seiner Kräfte. Ihr Einsatz findet zur Zeit laufend statt. Die Produktion von Kriegsmaterial ist in-dauerndem Steigen. Der Front strömen an jungen Soldaten, freigewordenen Männern und wiedergenesenden Soldaten Millionen zu. Alte Jahrgänge und junge Knaben werden zusätzlich die Abwehrwaffen der Heimat bedienen. Hun- derttousende und aber Hunderttausende Frauen und Mädchen sie dabei unterstützen. So verwandelt sich die deutsche Wehrmacht immer mehr in eine kämpfende Nation. Der Nationalsozialismus, der einst in einem erbitterten Ringen — ohne jemals auch nur den leisesten Gedanken an einen Kompromiß gehabt zu haben — feine Gegner im Inneren niedergeworfen hat, wird heute und in Zukunft als führende Macht des Reiches auch mit seinen äußeren Gegnern fertig werden. Das Reich wird dabei unterstützt von jenen mit uns verbündeten Völkern, die von Europa bis Ostasien entschlossen sind, ihre blutsmäßigen Substanzen genau so wie ihre kulturellen Werte zu verteidigen. Es hat Mitkämpfer, vor allem aber in jenen Nationen, die sich klar darüber sind, daß ihre eigene Zukunft nur im Rahmen einer Ordnung möglich ist, die gegenüber dem Bolschewismus als dem teuflischen Instrument der Zerstörung erfolgreich standbält. Je entschiedener diese Auseinandersetzung erfolgt, je kompromißloser sie geführt wird, um so lang- andauernder wird dann der Friede sein, dessen besonders unser Kontinent zur Heilung feiner Wunden bedarf. Ueber das Wesen dieser kommenden Zeit aber werden nicht jene Menschen bestimmen, die den Wert des vergangenen Friedens nicht erkannten und in ihrer geistigen Verblendung zum Kriege hetzten und damit ihre eigenen Völker dem Ruin entgegenführten, sondern nur jene Staatsmänner, die es schon vor diesem Shriege verstanden haben, selbst bei bescheidenen irdischen Reichtümern für ihre Völker trotzdem ein hohes Maß sozialer und kultureller Leistungen zu erzielen. .Es wird daher die Zukunft der wahren Kultur« Völker weder jüdisch-bolschewistisch noch jüdisch-kapitalistisch sein, sondern sie wird im Dienste der nationalen Interessen überall immer mehr der wahren Volksgemeinschaft als höchstem Ideal zustreben. Der deutsche nationalsozialistische Staat, dem diese Zielsetzung von Anfang an zu eigen war, wird nach diesem Kriege erst recht unermüdlich an der Verwirklichung eines Programms arbeiten, das in feiner letzten Konsequenz zur völligen A u s • lös chun g der Klassengegensätze und zur Herstellung einer wahren sozialistischen Gemeinschaft führen muß. Damit werden die 542 000 IRänner, die dieser zweite Weltkrieg bisher von uns an Toten gefordert hat, nicht vergeblich gefallen fein, sondern als unvergängliche Helden und Pioniere eines besseren Zeitalters in unseren Reihen für ewig weiterleben. Der Allmächtige, der uns durch alle Prüfungen hindurch feinen Segen nicht versagt und die uns innewohnende Kraft dadurch gestärkt hat, möge uns daher auch in Zukunft feinen Beistand geben, um das zu erfüllen, was zu tun wir gegenüber unserem Volke bis zum Siege schuldig sind. Damit verneigen wir uns wieder in Ehrfurcht vor den toten Kameraden, vor den um sie trauernden Angehörigen, vor den hingemordeten Männern, Frauen und Kindern in unserer Heimat und all den Opfern unserer Verbündeten. Nach den Worten des Führers werden die Fahnen ausgenommen, machtvoll ertönen die Lieder der Nation. Während der Führer und seine Begleitung noch eine Sonderausstellung von Trophäen und Bildern aus dem Mittelabschnitt der Ostfront be-- sichtiqen, verlassen die Ehrengäste das Zeughaus, um sich zu dem Ehrenmal Unter den Linden zu begaben. Oie Kranzniederlegung im Ehrenmal. Vor dem Ehrenmal sind Doppelposten aufgezogen. Don zwei hohen Masten weht die alte und die neue Kriegsflagge, Verwundete dieses Krieges sowie Kriegsbeschädigte des ersten Weltkrieges haben in ihren Krankenfahrstühlen auf der Westseite Ehrenplätze eingenommen. Auf dem weiten Vorplatz ist mit Musikkorps und Spielleuten ein aus je einer Kompanie des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe und der Waffen-^ bestehendes Ehrenbatoil- Ion angetreten, an dessen rechten Flügel sich nach der Feier im Zeughaus der Fahnenblock mit 60 Fahnen der alten und neuen Armee gesetzt hat. ■B Streifzügen im Freien erleichtert haben-, denn legt man ihn richtig an den Mund, so kann man gellende, auf größere Entfernungen hin hörbare Pfiffe Die deutsche Gegenoffensive hat den Sowjets schwere Verluste gebracht. Bis heute hat die Salzofenhöhle die Skelette ober Skelettrdste von etwa 70 Höhlenbären aller Entwicklungsstufen geliefert; außerdem wurden zwei Höhlenlöwen, ein brauner Bär, zwei Höhlenwölfe, ein Vielfraß und ein Alpensteinbock, der wohl als Beutetier eingeschleppt war, festgestellt. In dem ewigen Dunkel der Schächte haben sich grausige Tiertragödien abgespielt. Um die besten Schlafplätze in der Höhle wurden unter den Bären gekämpft. Die alten Bären behaupteten die oberen Räume, während die jungen Bären und Bärinnen ihre Zuflucht in dem gefährlichen Gelände der Schächte und Schlote suchen mußten. Dabei kam es zu Abstürzen; Wölfe griffen dann die abgestürzten und verletzten Tiere an, wie Bißkerben von Wolfzähnen zeigen, die an Bärenknochen gefunden wurden. Eine Befreiung aus der Tiefe war keinem der abgestürzten Tiere möglich, auch wenn es nicht beschädigt war; es mußte langsam an Hunger oder an Wunden verenden. An der Hand der Funde kann man den Steinzeitmenschen bei seiner Tätigkeit beobachten, die mit dem Erlegen des Höhlenbären in der Salzofenhöhle auch die Aufarbeitung des erbeuteten Wildes räumlich verband. Zum Äbschärfen der Decke, zum Zerwir- ken des Wildbrets und zur Anfertigung der Fell- kleidung benutzte er Werkzeug aus Steinen oder häufiger noch aus Knochen; man sieht da Abstreifer, Schaber und Glätter für die Behandlung des Fells, Sehnenablöser, Pfriemen, Spatel, Spitzen, Fäustel und Faustkeile. Aus Oberarmknochen machte sich der Steinzeitmensch durch Abschlagen des Gelenkkopfes Keulen, der Eckzahn eines Höhlenbären wurde zum „Urwaidmesser" gehauen, auch eine „Urnadel" zum Lochen der Haut und Durchziehen der als „Zwirn" verwendeten Sehne wurde gefunden. Ein Mittelfingerknochen, der in der Mitte der Längsseite kreisrund angebohrt ist, mag dem Höhlenbären- jöger bic Verständigung mit seinem Gefährten bei führte der Feind i mAbschnittOrel — Wjasma— Slarvja Ruhja und feit gestern weiter südlich des Ladogasees und vor Leningrad frische Truppen zum Angriff vor. Auch diese brachen 'im zusammengefahten Feuer unserer Abwehrfront zusammen oder Wurden in Harken Nahkämpfen zerschlagen. An der nordtunesischen Front nahmen deutsch-italienische Truppen wichtige Stellungen und brachten 1600 Gefangene ein. 16 Panzer, 30 Geschütze und zahlreiche Kraftfahrzeuge wurden erbeutet oder vernichtet. Gin deutscher Kampffliegerverband führte einen überraschenden Angriff gegen den Hafen von T r i p o l i s. Die Hafenanlagen wurden schwer getroffen und mehrere Schiffe in Brand geworfen. Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, führten die im Wehrmachlbericht vom 19.7Närz gemeldeten Operationen unserer Unterseeboote im Tlordatlantik gegen einen feindlichen schwer beladenen nach Osten steuernden Geleitzug zu der bisher größten und erfolgreichsten Kampfhandlung des Unterseebootkrieges überhaupt. In tagelangem, erbittertem Ringen gegen die Zerstörer, Korvetten und Flugzeuge der feindlichen Sicherung versenkten unsere Unterseeboote aus diesem leinen Geleilzug 32 Schiffe mit 204 000 BRT. und Schauspieler-Schicksal. Am 21. März jährte sich zum-hundertsten Male der Todestag eines Schauspielers, dessen Leben und Wirken ein Spiegelbild des deutschen Theaters im 19. Jahrhundert gewesen ist. Karl Wolfgang U nze l m a n n , der Sohn eines hochgeschätzten Mimen und der vorbildlichen Weimarer Schauspielerin Friederike Bethmann-Unzelmann, wuchs in Berlin auf und war der Schulkamerad Ludwig Devrients, des dämonisch vielseitigen romantischen Darstellers und Freundes noft E. T. A. Hoffmann. Schon als sie zusammen die Schulbank drückten, machte sich in Devrient der geniale Spieltrieb bemerkbar, und er zog feinen Kameraden mit sich. Auch La Roche, den die Theatergeschichte ehrend nennt, gehörte zu diesem Bunde junger Künstler. Als Upzelmann sechzehn Jahre alt war, stellte ihn seine Mutter Goethe vor, und Goethe ließ sich herbei, den Jungen zu prüfen: tete auf diesem Gebiete ungewöhnliche Erfolge. Sein Leben ist die typische Tragikomödie vieler Spaßmacher: Tausende bringen sie zum befreienden ßa^ chen, aber sie selbst sind ernste, ja sogar unglückliche. Menschen, im Falle Unzelmanns zerfahren Suchende. — In einer der Anlagen Berlins fand man ihn eines Morgens tot auf einer Bank...es blieb ungeklärt, ob er freiwillig feinem Leben ein Ende gemacht hatte, ober ob er vom Schlage getroffen war. So spiegelte sich in Unzelmanns Dasein die Romantik, das Virtuosentum und die Klassik Goethes, des guten Sterns, der von ihm wich, als er Weimar! verließ. Auf Unzelmanns zwei letzte unselige Jahr-* .zehnte passen die Worte Fausts: „Ach bin nur durch die Welt gerannt; ein ieb* Gelüst ergriff ich bei denj Haaren, was nicht genügte, ließ ich fahren, was mW entwischte, ließ ich ziehw," Johannes Günther Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DRV. Aus dem Führerhanptquartier, 20. Wärz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die unter dem Oberbefehl des Generatfeldmar- schalls von Man st ein stehenden Truppen des Heeres und der Waffen-^ haben in hervorragendem Zusammenwirken mit verbänden der Luftwaffe unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls vonRichthofen im Verlaufe der deutschen Gegenoffensive zwischen Däne; und Dnjepr, die zur Diedereroberung der Städte Charkow und vjel- gorod führte, dem Feind schwerste Verluste an Menschen und Material zugefügt. Der Feind verlor seit dem 13. Februar nach vorläufiger Zählung 19 594 Gefangene, mehr als 50 000 Tote, 3372 Geschütze aller Art, 1410 Panzer und Panzer- spähwagen, 3045 schwere Infanteriewaffen aller Art, Oer Wehrmachiberichi vom Gonniag. DRV. Aus dem Führer Hauptquartier^ 21, März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Während im Raum Charkow —vjelgo^ rod unsere Truppen in breiter Front den oberen Donez erreichten, gelang es auch weiter nördlich i m Raum von Ssewfk die letzte noch vorhandene Lücke zu schließen und eine feste Verbindung mik dem Abschnitt Orel herzustellen. Der Feind hak gestern an der gesamten Ostfront nur noch südwestlich Wjasma, nördlich des Ilmensees und südlich des Ladogasees angegriffen. Seine Angriffe schein terten überall. Die Sowjets erlitten neue schwere Verluste und verloren wiederum zahlreiche Panzer. In der Zeit vom 11. bis 20. März wurden an der Ostfront allein durch verbände des Heeres und der Waffen-^ 961Sowjetpanzer zerstört, er, beutet oder bewegungsunfähig geschossen. Der Bahnknotenpunkt Bataisk an der Donmündung, die Stadt Woroschilowgrad, Leningrad. Industriewerke an der oberen Wolga sowie Stadt und Hafen Murmansk waren Ziele wirksamer Luftangriffe. . Ein Angriff stärkerer feindlicher Kräfte in Mit- t eit unc fielt wurde abgewiesen, der vorübergehend von beweglichen Sicherungskräften besetzte Ort Gafsa im Zuge der Operationen vor einigen Tagen planmäßig wieder geräumt. Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe schossen gestern im Mittel, meerraum bei drei eigenen Verlusten 16 feindliche Flugzeuge ab. Der bisher größte Ll-Boot-Gieg. Vier Tage und vier Nächte bei schwerster Wetterlage in pausenlosen Angriffen am Feind. — Gegen stärkste Geleit- und Luftsicherung. einem künstlich abgeplatteten Felsblock, der in der Mitte der Fläche trichterförmig ausgehöhlt ist, und in einem handlichen „Stößel" aus Kalkstein, der in der Höhlung stak, zu erkennen, wenn es auch nicht sicher ist, was darin zerstoßen, zerrieben ober zermahlen würbe. Aus der jüngeren Kulturschicht in der Höhle wurden außer den Werkzeugen auch primitive Kunsterzeugnisse gehoben, so die Beinplastik eines von oben gesehenen Höhlenbärenkopfes und ein walnußgroßer, abgeflachter Kalkstein mit natürlichen ober künstlichen Einkerbungen, die sich als Züge eines Menschenantlitzes oder einer Dämonenfratze beuten lassen, aber die wissenschaftliche Deutung ist noch nicht sicher. Jedenfalls hat sich die Salz- ostnhöhle als eine der aufschlußreichsten Siedlungsstätten des Steinzeitmenschen erwiesen. C. K_ Engländer gelehrt, wie wenig sich übertriebener Dp* timismus bezahlt mache, denn jetzt seien wieder eins mal alle die schönen Träume in ein Nichts zerron* nen. Auch „Daily Telegraph" vom 19. 3. meint, sowohl bas englische als auch das amerikanische Volk vergegenwärtige sich allmählich die, schwiengs Lage der Achsengegner im Seekrieg. Der Bekämpfung der U-Boote mühten alle Hilfsmittel beiden Völker in erster Linie dienen; denn die Schiffsuntergänge hätten inzwischen ein solches Ausmaß angenommen, daß die dabei erlittenen Material-* und Menschenverluste deutlich spürbar würden. Konteradmiral Land, der Leiter der USA.« Schiffahrtsbehörde, erklärte: „Was mir auch probiw zieren mögen, wir können diesen Krieg nicht gewinnen, wenn mir nicht genügend Schiffebauen und sie auch schnell genug bauen. Trotz aller Anstrengungen ist die Steigerung unseres Schiffsraumes nicht schnell genug gewesen, um alle Anforderungen zu erfüllen. Die U-Boot- Gefahr ist sehr ernst; sie ist diesmal schwerer zu! bekämpfen als im letzten Kriege." Oie Schrffsraumnoi drückt auf Englands Lebensmittelversorgung. Stockholm, 20. März. (Eurvpapretz.) „Noch nie in diesem Kriege war die Frage nach Schiffsraum so schwerwiegend wie gerade jetzt", erklärte der britische Landwirtschaftsminister Hudson in Cambridge. Hudson wies erneut daraufhin, daß England alle Anstrengungen zur Versorgung m it ß e b e n s m i 11 e I n machen müsse. Er forderte die Bevölkerung auf, mehr Land unter ben Pflug zu nehmen und verlangte einen verstärkten Anbau von Gerste zur Streckung des Brotgetreides^ Iranische Truppen sollen in die Sowjetarmee eingegliedert werden. Ankara, 21. März. (DNB.) Der iranische Kriegsminister A chm e b i hat sich von Teheran nach Täbris begeben, um dort mit den sowjetischen Mi-- litärbehörbcn über die von ben Sowjets unternom* menen Versuche zu verhandeln, iranische Truppen in die sowjetische Armee einzugliebem. Gerüchie! darüber haben eine Massenflucht iranischer . Männer aus Nordiran ausgelöst. Diö Bolschewistenk haben darauf die Ueberwachung der Semartations« linie der sowjetischen Interessensphäre in Iran sai verschärft, daß praktisch 'der von ben Sowjets beq fetzte Nordteil Irans vom übrigen Lande gänzlich' ab geschnitten ist. Martinique soll durch Hunger bezwungen werden. Stockholm, 21. März. (DNB.) In Washingtons . nimmt man jetzt an, daß die über die französisch^ : Antillen-Insel Martinique verhängte Hunger« i blockade bereits in Kürze ihre Wirkung tun und bid : Kapitulation der Insel erzwingen wird. Maui ses Schlages antrieb, sich an vielen Stätten sehen! und feiern zu lassen. Aber Unzelmann hat diese 20 Jahre nicht als ga-> stierender Wanderkünstler zugebracht, sondern hat sich immer wieder engagieren lassen, was die Virtuosen des 19. Jahrhunderts, eigentlich nicht taten. EA hat nur in keinem Engagement ausgehalten. Er bekam'glänzende Anträge, Wien und Berlin wollten ihn sogar auf Lebenszeit verpflichten, aber er brach ein (Engagement nach dem anderen ab; ruhelos trieb es ihn hin und her. Uebrigens hatte er sich aus den Bonvivant-Rollen zur Komik hin entwickelt und ern» 3m Kampf mit dem Höhlenbären. Tteinzeitmenschen im Hochgebirge. Der höchstgelegene Wohn-, Jagd- und Arbeitsplatz des 'Altsteinzeitmenschen in Großdeutschland wurde im Jahre 1924 im Salzkammeraut in dem 2068 Meter hohen Salzofen bei Bad-Aussee entdeckt und ift seitdem in siebzehnjähriger Forschungsarbeit von Otto Körber erschlossen worben; die Funde sind in dem Ausseer Höhlenmuseum vereinigt, lieber die Ergebnisse berichtet Hans Hofmann-Montan u s in der von Martin Hürlimann heraus gegebenen Monatsschrift „Atlantis". Wie überall in ben Kalkalpen ist auch im Salzosen der Felsen von gewaltigen Höhlen durchzogen, die durch tektonische Klüftung und die Wühlarbeit des Wassers entstanden sind. Ein Flußlauf in einem Tunnel ist bisher bereits in einer Gesamtstrecke von 1100 Metern erschlossen; in diese Höhle ist einstmals der Höhlenbär oorgebrungen, und der steinzeitliche Mensch ist ihm gefolgt, weil hier die Jagd auf ihn fast gefahrlos war. Sie lebten in einer Zwischeneiszeit, in der die Täler durch die Bewegung der Eismassen verheert und später mit deren Abschmelzwassern überschwemmt waren. Während der Höhlenbär bis zu dem quer durch ben Salzofen gehenden Fluhlauf vordrang, der etwa 100 Meter unterhalb des Haupteingangs der Höhle liegt, hielt sich der Mensch nur in dem obersten, vom Tage noch etwas erhellten Geschoß der Salzosenhöhle auf. In der Höhle lief der Bär, wenn er sich zum Winterschlaf hineinbegab, dem Menschen, der ihm mit seinen Waffen kaum hätte etwas antun können, in die Falle. Die Zugänge zu ben Höhlenräumen waren Zwangswechsel für die Bären, und wenn sich das Tier durch die enge Röhre hineinpreßte, lauerten ihm die Jäger an der Innenseite auf, machten es durch einen Hieb auf die Schnauze unschädlich und töteten das betäubte Tier mit Holzkeulen ober wuchtigen Bärenknochen vollends. Seiten Aufstellung genommen haben, in das Innere des Ehrenmals, ihm voran schreiten vier Ritterkreuzträger mit dem Kranz Adolf Hitlers. Nachdem der Führer ben Kranz niedergelegt hat, verweilt er einige Augenblicke im stillen Gedenken. Nach dem Verlassen des Ehrenmals begrüßt der Führer Kriegsbeschädigte des ersten Weltkrieges und Verwundete aus diesem Krieg. Jedem drückt er die Hand und verweilt in längerem Gespräch. Inzwischen hat sich bas Ehrenbataillon formiert, Der Vorbeimarsch an dem Führer unter Dor am tritt der Fahnen beschließt die Feierstunde. Wahrend in der Ferne die Klänge des Musikkorps verhallen, besteigt der Führer seinen Wagen. In ehrfürchtigem Schweigen und unverbrüchlichem Vertrauen grüßen ihn die Tausende, die in dichten Reihen den weiten Platz und die Straße Unter ben Linden umsäumen. Die Sondermeldung, die bas OKW. am Sams- tagtnittag veröffentlichte, hat im beutschen Volke die größte Freude und Genugtuung über die Taten unserer U-Boot-Männer heroorgerufen. Gerade jetzt tagt in Washington eine Konferenz, auf der sich die militärischen Sachverständigen der USA., Englands und Kanadas eifrig bemühen, im Kampfe gegen die U-Boote einen Schritt weiterzukommen. Sie wollen den Schiffs- und Fliegerschutz der Geleitzüge ver- mehren und wirksamer gestalten. Aber die bisherigen Erfolge der deutschen U-Boote, das ständige Steigen der Dersenkungskurven, wenn man die jahreszeitlichen Bedingungen in Rechnung stellt und die Derfenkungszahlen des letzten Jahres mit ben jeweiligen Ergebnissen der letzten Monate bes Vorjahres vergleicht, alle diese Umstände lassen erraten, daß die deutsche Angriffstaktik der feindlichen Verteidigung weiterhin überlegen bleibt und von ihr nicht eingeholt werden kann. In einer großräumigen Operation, die aus dem Seegebiet von NeusuiMand quer über ben Atlantischen Ozean bis in die Gewässer westlich der britischen Inseln führte, hat ein deutsches U-Boot- , Rudel die bisher größte und erfolgreichste Geleitzugsschlacht des U-Boot-Krieges geschlagen. Die harten Kämpfe dauerten vier Tage und Nächte. In der Morgendämmerung bes 16. März machten • deutsche Unterseeboote im westlichen Norbatlantik einige feindliche Schiffsziele aus. Bei starken Weststürmen bis zu Windstärke 10 tarnen bald mehr und mehr Fahrzeuge in Sicht. Es wurde festgestellt, daß es sich um einen Großgeleitzug handelte, der von Amerika nach England unterwegs war. Mittlere und größere Schiffe, alle bis zur äußersten Ausnutzung der Tragfähig« feit mit Kriegsmaterial und Rohftof« „Roch immer nicht die geeigneten Mittel und Wege." Gens, 21.März. (DNB.) Einen scharfen Angriff gegen die U-Boot-Politik der britischen Admiralität unternahmen der liberale Unterhausabgeordnete (Element Davies. Die Admiralität, so erklärte er, bilde sich offenbar ein, sie habe mit dem Geleitzugsystem und der Errichtung eines Ausschusses für die Bekämpfung der U-Boote das gesamte Problem gelöst. Das Konvoi-System fei aber veraltet, ohne daß sich die Fachleute in der Admiralität Mühe gäben, andere und bessere Mittel zu ersinnen, um der U-Boot-Gefahr auszuweichen. „Warum verschweigt man der britischen Öffentlichkeit die Ziffern der Handelsschiffahrtsyerluste", rief der Abgeordnete. „Fürchtet die Admiralität etwa, baß sie bei der Veröffentlichung ihre Unfähigkeit in der U-Boot-Bekämpfung unb irgendwelche Nachlässigkeit enthülle? Diese alten Tricks dürften heute nicht mehr verschlagen." „Das U-Boot, hat die Initiative, es ist das U-Boot, das uns zwang, einen so großen Teil unserer Produktionskapazität Veffeidigungsmaßnah- men zu opfern", schreibt „Daily Mail" unb warnt erneut vor einer Unterschätzung ber U-Boot-Gefahr. Man habe in England noch immer n i.ch t die geeigneten Mittel und Wege zur Bekämpfung dieser größten aller Gefahren gefunden. Trotz der schweren anglo-amerikanischen, Schiffsverluste habe der wirkliche Kampf auf den Meeren noch nicht einmal begonnen. Das U-Boot habe die 1846 Kraftfahrzeuge. Im Raum Charkow — Bjelgorod und nordwestlich Kursk versuchten auf den verschlammten Straßen noch heftige Gegenstöße und stellenweise hartnäckiger Widerstand des Feindes die deutschen Angrifssdivffionen auszuhalten. An mehreren Stellen wurde der obere Donez erreicht. An Stelle seiner ausgebluteten Angriffsverbände > einen Zerstörer. Als ber Führer aus dem Häuptpörtal des Zeughauses tritt, steht' die Front bes Ehrenbataillons unter präsentiertem Gewehr. Der Kommandant, Ritterkreuzträger Oberstleutnant Gehrke, erstattet Meldung, und unter den Klängen des Präsentier- marsches schreitet der Führer die Front ab, gefolgt von Reichsmarschall Göring, Generalfeldmarschall Keitel, Großadmiral Dönitz, Reichsführer.-- Himmler, Generalfeldmarschall Milch, Gene- ralfelbmarschall v o n B o ck, Reichskriegsopfersuhrer Dberlinbober unb Generalleutnant von Haase, bem Kommandanten von Berlin. Währenb bann die Fahnen sich senken unb bas Lied vom guten Kameraden ertönt, begibt sich der Führer mit seiner Begleitung, vorbei an den Reichsministern und Reichsleitern sowie ben Generalen und Admiralen, die inzwischen zu beiden Massentransport. Sofort wurde ein U-Boot-Rudel angesetzt, das bei leichter Wetterbesserung im Laufe der Nachmittags- unb Abendstunben Fühlung am Geleit erhielt. Schon in der ersten Nacht wurden 12 Schiffe mit zusammen 77 000 BRT. versenkt und vier weitere torpediert. Die schwerbeschädigten Schiffe hielten sich noch einige Stunden über Wasser, um dann in. ber immer noch hochgehenden See ebenfalls zu versinken. Zerstörer und Korvetten setzten in wilder. Fahrt zur U-Boot-Bekämpfung an. Im Laufe der Zeit griff auch starke feindliche Luftsicherung in die Kämpfe ein. Darunter befanden sich von Land gestartete Großkampfflugzeuge, aber auch Flugzeuge, die von größeren Handelsschiffen starteten. Nun gab es erbitterte Kämpfe. Zu allen Tag- unb Nachtzeiten ließen unsere U-Boote bas Geleit unb seine Sicherung keinen Augenblick zur Ruhe kommen. Wenn sie abgebrängt wurden, stießen sie immer von neuem durch die Sicherung vor. Ein Boot versenkte einen zum Angriff ansetzenden Zerstörer, stieß durch die Sicherungslücke und schickte ihm einen großen Tanker nach. Je weiter sich das Kampf selb nach Osten verlagerte, desto stärker wurde auch die Luftsicherung. Aber noch mit den letzten Torpedos trugen die Boote des zäh kämpfenden Rudels die Angriffe vor. Als ber Kampf vorüber war, hatte der Feind 32 Schiffe — Schwergutfrachter, Passagier frachter unb Tanker — verloren, sein Schiffsraum war um 204 000 BRT. verringert. Die Geleitzugschlacht stellte an Kommandanten unb Besatzungen härteste Anforderungen. Gegen starke See- unb Luftsicherung konnte nur durch Zähigkeit und f en für England voll beloben, arbeiteten sich ben Weg durch die hochgehende See. Zerstörer und Korvetten umkreisten in großer Zahl den wertvollen Ausdauer, durch kühnen Einsatz unb überlegene Beherrschung ber Waffen ein Erfolg erzielt werben, wie er bisher in biefem Umfange "och keinem U- Boot-Rubel in zusammenhängender Schlacht ve- ^Man wird sich in England und ben USA. darüber Rechenschaft geben müssen, baß bicfe Gelettzugkata- strophe im Nordatlantik erst ben Makt der An^ griffshandlungen unserer U-Boote bildet. Die Fort setzung wird folgen. Die. USA.-Regierung schein bas Bedürfnis zu verspüren, tf)r Land schon fetzt darauf aufmerksam zu machen, daß höhere Verluste durch die U-Boot-Angriffe zu befurchten stehen. Der sonst allzeit ruhmredige Marinemmlster Knox hat auf Anfrage in der Pressekonferenz erklärt, baß im allgemeinen in letzter Zeit eine regere Tätigkeit ber Achsen-U-Boote festzustellen sei. Auch Haffen deutsche U-Boote in ber letzten Zeit „in gewisser Hinislcht häufiger Angriffe gegen Geleitzüge gerichtet. Das „in gewisser Hinsicht" ist natürlich nur eine Umschreibung eines Tatbestandes, dessen unmittelbare Kenntnis wahrscheinlich von' Herrn Knox als zu strapaziös für die amerikanischen Nerven empfunden wird. Auf diese erste Geftändnisvorbereitung werden aber konkretere Angaben folgen müssen, wenn es gilt, dem USA.--Volk die Ursachen neuer Mangel- erscheinUngen im eigenen Lande begreiflich zu machen. Oas Echo in Fialien. Mailand, 21.März. (DNB.) Hatte schon die Sondermelbung am Samstag in ber italienischen Oeffentlichkeit Bewunderung ausgelöst, so hat sich dieser Eindruck jetzt auf Grund ber Einzelheiten über diesen ungeheuren Erfolg der beuffchen U-Boot- Waffe noch verstärkt. Während die Erfolge ber deutschen Armeen an ber Ostfront immer wieder größere Ausmaße annahmen, entwickelte sich bic Offensive des Großadmirals Dönitz, so hebt „Ga,zetta del Po- polo" hervor, auf allen Meeren der Welt in einer Weise, daß auch die optimistischsten Erwartungen übertroffen werden. Der jüngste schwere Schlag erhöhte die Zahl ber in weniger' als drei Wochen versenkten feindlichen Schiffe auf 111 mit insgesamt 717 000 Tonnen. Das Frühjahr 1943, das, wie „Stampa" ausführt, die Achsenmächte be- r-eits auf bem Wege zur bedingungslosen Kapitulation sehen sollte, beginnt stattdessen mit dem grandiosesten Sieg, den die deutschen U-Boote bisher zu verzeichnen hatten. Der Erfolg fft um so größer, als die Schiffe einen überaus starken Geleitschutz hatten und zum Schluß auch die englische Luftwaffe mit beträchtlichen Einheiten in den Kampf eingreifen konnte. Die wahrhaft impofanten Erfolge der deutschen U-Boote werden, wie „Regime Fafeista" unterstreicht, zweifellos auch in England und ben Vereinigten Staaten größten Eindruck machen, wo man bisher vergebens auf die Verwirklichung der von Knox und Alexander so leichtfertig gegebenen Versprechen wartete, die bereits vor einem Monat ankündigten, daß die Erfolge ber Dreierpaktmächte mit neuen Abwehrmitteln annulliert würden. Vielleicht, so meint „Regime Fascista", glaubten sie, baß die Versenkungen allein durch diese Drohungen zurückgehen würden. Die Torpedos der Achse lassen sich jedoch weder durch den Londoner und Washingtoner Nachrichtendienst noch durch die jüdisch-pluto- kratische Presse von ihren Zielen ablenken. aus einem orientalischen Märchenbuch, bas zufällig dalag, ließ er ihn eine Geschichte vortragen, sozusagen vom Blatt spielen ohne Vorbereitung. Und der Bupsche stellte sich dabei so geschickt an, sprach . .. --------t-,.,,- so gut, holte die zarten dramatischen Effekte so pi- hervorrufen. Auch einen „Urmörser" glaubt man in kant heraus, daß Goeche sich für ihn interessierte unb ihn ans Weimarer Theater verpflichtete. Der! edle Weimarer Stil wirkte außerordentlich günstigj auf Unzelmann. Fast 20 Jahre lang, die Direktion^ zeit Goethes noch um etwa vier Jahre überdauerns blieb er in Weimar und tat sich besonders in Bon* vioant-Rollen hervor. Der 3Sjährige gaftierte mit feiner Gattin Christiane Genast in Dresden, beidä ernteten viel Beifall, aber doch wurde dies Gaftspi^ für Unzelmann verhängnisvoll: er verlieh Weimar« unb es folgten nun zwei Jahrzehnte unruhigsten Wanderlebens. Gewiß machte sich damit bas in der Theatergeschichte des 19. Jahrhunderts fogenannte Virtuosentum bemerkbar, bas die Komödianten dies (Nachdruck verboten.) 27. Fortsetzung. Frankreichs füd amerikanische Besitzung Guayana hat sich General Giraud angeschlossen. Die Hauptstadt Guayanas ist Cayenne, der berüchtigste Deportationsplatz für Verbrecher. Muck auf, Renate! Roman von Ernst 6rmi. erklärt, Martinique habe, da die Lebensmittel Immer mehr schwinden, keine andere Wahl mehr, als sich zu ergeben. In den Berichten wird betont, daß man selbstverständlich jederzeit Martinique gewaltsam habe besetzen können, dies aber vermeiden wollte, da man das gleiche Ziel auch auf dem Wege irber die Abschneidung ssder Zufuhr erreichen konnte. Im amerikanischen Kriegsministerium wird Martinique als ein für die USA. unerläßlicher Stützpunkt in Westindien bezeichnet, den man unter allen Umständen in die Hand bekommen und niemals wieder an eine fremde Macht fallen lassen dürfe. Für Polen keinen Finger. Was britische Garantieerklärungen wert sind. Berlin, 20. März. (DNB.) „New Statesman and Nation" befaßt sich mit dem sich seit geraumer Zeit unter der politischen Oberfläche abspielenden streit zwischen der Moskauer Regierung und dem . polnischen Emigrantenklüngel in London. „Die Schaffung einer bolschewistischen Einflußsphäre in Osteuropa", so schreibt das Blatt, „ist im Falle eines Sowjetsieges unvermeidlich. Kein vernünftiger Pole kann von England erwarten, daß es dagegen einen Finger rührt oder an Polen Garantien imSinne Chamberlains ohne Rücksichtnahme auf sowjetische Ansprüche gibt." I * Diese Erklärung kennzeichnet die Politik der briti- schen Regierung in einer Weise, an der es nichts mehr zu deuteln gibt. Angesichts dieser unmißverständlichen englischen Stellungnahme muß daran er- innert werden, daß ja gerade diese Garantie des ehemaligen Polens das war, was die britischen Kriegsverbrecher für ihre Kriegserklärung !an Deutschland zum Vorwand genommen haben. Heute, also nach nahezu dreieinhalb Jahren Krieg, rückt die britische Politik offen von ihren damaligen Garantieerklärungen ab und ist bereit, ganz Europa bedenkenlos dem' Bolschewismus auszuliefern, um die Horden der Steppe nicht als Verbündete zu verlieren, in einem Krieg, den es angeblich um das Recht der Selbstbestimmung und um die Freiheit der kleinen Nationen heraufbeschwor. Tschungking bleibt ohne Kriegsmaterial. Genf, 22. März. (DNB. Funkspruch.) Nach Meldungen aus Neuyork plädiert Tschungkinq-China in Washington und London ständig für Lieferung von Waffen und Munition und hat sogar in Zeitschriften ganze Seiten gemietet, um Stimmung für schnelle Hilfe zu machen. Die Tschungking-Regierung erklärt, ihre Truppen an der Burma-Grenze seien so knapp an Munition, daß sie jede Patrone sparen müßten. Wenn die Japaner aber von dort weggetrieben werden könnten, werde die Burma- Straße wieder frei werden für Landlieferungen an China. Das aber, so sagt die amerikanische Zeitschrift „News Week" dazu, ist gar nicht, was London und Washington im Sinn haben. Die USA- Regierung konzentriere sich vielmehr darauf, ein Kommando der U SA.- L uf t w a f f e in China mit Lieferungen zu versehen. Keinerlei Anstrengungen würden gemacht, um die chinesische Armee zu beliefern. Was jetzt nach China geflogen werde, gehe alles an die amerikanische Luftwaffe, zu den Lieferungen an China selbst sage.man in Washington: „Das kostet mehr als es wert ist." Kein Ersah für die Burma-Gtraße. Schanghai, 21. März. (Europopreß.) Ein Versuch der Tschungking-Regierung, als Ersatz für die verlorene Burma-Straße einen neuen Nachschubweg von Nordindien bis zum Gebiet des Nu-Flusses' zu schaffen, wurde von japanischen Streitkräften vereitelt, melden japanische Berichte von der Duennan-Front. Japanische Truppen besetzten unter Ueberwindung des schwer zugänglichen Geländes die Stadt Pienma in der Nähe der Nordecke der Grenze zwischen Puennan und Burma. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat dem Maler Professor Fritz Rhein in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 70. Geburtstages in Würdigung seiner künstlerischen Verdienste auf dem Gebiete der Bildnismalerei die Goethe-Medaille für Kunst und. Wissenschaft verliehen. I,Ha! Sie ist es. Herrgott im Himmel, wie ich mich reue!", schrie er und hob die alte Frau leicht wie .ine Puppe zu sich empor und küßte sie in tollem liebermut schallend auf beide Wangen. „So lassen Sie mich doch los", wehrte sie sich und atmete erleichtert auf, als sie wieder festen Boden unter den Füßen fühlte. „Sie nehmen einem ja mit Ihrer Unvernunft das letzte bißchen Leben!" Bittend legte er seine Hände auf ihre Schultern. „Nicht böse sein, Mutter Hühnlein. Aber ich bin ja so froh. Irgendwo muß ich doch hin mit der fielen Freude in mir!" Sie begriff ihn nicht. „Freude ..;?" . m . ,Za, warum denn nicht? Was meinen Sie, Mutier Hühnlein, was' Reni für Augen machen wird, nenn sie sieht, daß wir sie durchschaut haben? . Die Alte hatte sich wieder in ihre Sosaecke gesetzt r.nb nickte ihm aus sorgenvollen Augen zu. Sie 'atte Mitleid mit diesem großen Jungen den sie immer wie ein eigenes Kind gehalten hatte. Aber laß er sich jetzt so unbändig freute, wo man nur tekümmert in die Zukunft sehey konnte, das ver- ''and sie nicht recht. ... . „Verliebte Leute denken immer so weit sie gerade iehen können, Herr Doktor", sagte sie bann. „Aber Sie sollten auch einmal weiter denken. Denn mit ler Freude allein ist's nicht getan. Oder glauben Sie wirklich, daß der Herr Hammerkott nur daraus »artet, Ihnen seine einzige Tochter zu geben. Ich hnn’s mir nicht gut vorstellen, solang ich meine fünf Sinne beieinander habe." . er, Er schwieg betroffen. So weit hatte er wirklich ' roch nicht gedacht. ., . / Aber warum denn nicht, wollte er rasch sagen. Die Heldengedenkfeier in Gießen. Am 116er-Denkmal auf dem Landgraf-Philipp- Platz fand am gestrigen Sonntagvormittag eine eindrucksvolle Feierstunde zum Gedenken an unsere gefallenen Helden statt. Mit Einheiten der Wehrmacht und den Abordnungen der Partei und chrer Gliederungen vereinigten sich die Hinterbliebenen der Gefallenen, zahlreiche verwundete und kranke Soldaten aus unseren Lazaretten, Abordnungen der in der NS.-Kriegsopferversorgung und im NS.-Reichs- kriegerbund vereinigten alten Soldaten des ersten Weltkrieges, Offiziere der alten und der jungen Wehrmacht, Vertreter der Behörden, die Jugend und viele weitere Volksgenossen vor dem Denkmal zu der soldatisch-schlichten Feierstunde. Dor dem Denkmal hatten Doppelposten des Heeres und der Luftwaffe Ehrenwache bezogen. Nach dem Aufmarsch der Fahnen schritten Oberstleutnant Knobel als Vertreter des Wehrmacht- Standortältesten und K«eisstabsamtsleiter Weber als Vertreter des Hoheitsträgers der NSDAP, im Kreise Wetterau die Fronten gh und entboten den Hinterbliebenen und den Verwundeten ihren Gruß. Dann leitete der MUsikzug der SA.-Standarte 116 unter Musikzugführer Obersturmführer Hermann die Gedenkfeier mit Beethovens Trauermarsch ein. Nach einem Vorspruch, gesprochen von einem Grenadier, hielt Oberstleutnant Knobel die Gedenkansprache, in der er das Opfer unserer Gefallenen des ersten Weltkrieges und des gegenwärtigen Ringens um unsere Freiheit und Zukunft in den Mittelpunkt aller Gedanken stellte. Mit unserer Trauer um die gefallenen Söhne unseres Volkes verbinde sich aber die Zuversicht und der stolze Glaube an das Fortbestehen unseres Volkes und Vaterlandes. In diesem Glauben -hatten unsere Gefallenen bis zuletzt gekämpft, und in diesem Glauben gelte es weiterzukämpfen für das vom Führer geschaffene Großdeutsche Reich und seine Zukunft. Wie ernst vor dem ersten Weltkrieg unsere Feinde nur mit Neid und Mißgunst aufr das Deutsche Reich blickten, so hätten sie auch in den Jahren des Aufbauwerks des Führers mit Neid und Mißgunst das Wiedererstarken unseres Volkes dank der vom Führer vorgezeichneten Wege betrachtet. Um unser friedliche« Aufbauwerk zu zerstören, hätten unsere Feinde im Westen uns den Krieg aufgezwungen, denen sich dann die große, unser deutsches und das ganze eu< ropäische Leben bedrohende Gefahr des Bolfchewis« mus hinzugesellte, beide einig in dem Ziele, unser Volk-und Reich zu vernichten. In dem Kampf für unsere Freiheit und das Fortbestehen unseres Dol« kes setze jeder Soldat stets alles, und ohne Zögern auch sein Leben ein, um den Sieg zu erringen. In dem Glauben an den totalen Sieg, der unser Volk freimache und seine Zukunft sichere, seien unsere Gefallenen auf dem Felde der Ehre geblieben. Schmerz und Trauer bewegten unsere Herzen, und nie werde unser Volk seine Helden vergessen. Darum werde auch in dieser Stunde der gefallenen Kämpfer in Ehrfurcht und Dankbarkeit mit stolzer Trauer im Herzen gedacht. Insbesondere gelte dabei unsere ehrfürchtige und dankbare Erinnerung den heldenhaften Kämpfern von Stalingrad. Während nun die Fahnen gesenkt wurden und bi< Musik das Lied vdm guten Kameraden spielte, legten Oberstleutnant Wolf für die Wehrmacht und Kreisstabsamtsleiter Weber namens der Partei Kränze am Denkmal nieder, während die Ehren-» posten mit präsentiertem Gewehr und die Feier» gemeinschaft mit dem Deutschen Gruß die Gefallenen ehrten. Oberslleutnant Knobel ließ dann feine Gedenk» ansprache mit dem Bekenntnis zum ewigen Bestand der deutschen Natton ausklingen. Dafür seien unsere gefallenen Helden in den Tod gegangen, ihr Der» mächtnis an uns fei es, für Deutschlands Größe und Freiheit unter der Führung Adolf Hillers zu kämpfen und alle Kraft einzusetzen, damit chr Der» mächtnis erfüllt werde. Der SA.-Musikzug spielte darauf das Lied „Volk ans Gewehr", an das sich der Gruß an den Führer und unsere siegreiche Wehrmacht und der gemeinsame Gesang der Lieder der Nation anschlossen. Mit dem Abmarsch der Fahnengruppen und der Einheiten fand die Feierstunde ihren Abschluß. Aus der Siadi Gießen. Oie drei Wünsche. Es gibt ein altes Märchen von den drei Wünschen,' und wenn wir es als Kinder hörten, dann überlegten, wir wohl, was w i r uns wünschen würden, wenn uns einmal die Fee aus dem Märchen erschiene und uns drei Wünsche freigäbe. Wir wollten klüger sein als der reiche Monn, der sich mit seiner Ungeduld das Pferd tot und die Frau auf den Sattel wünschte und dem zum dritten Wunsche nichts Übrig blieb, als sie wieder herunter zu wünschen. Und wir wollten nicht so bescheiden sein wie der Arme, der sich, nachdem er sich seiy Plätzchen im Jenseits gesichert, das tägliche Brot und Ge und- heit wünschte. Wir dachten daran, die Wun chfee ein wenig zu prellen, indem wir uns zum Beispiel einen Geldbeutel, der nie leer würde, wünschten, oder ein Königreich oder was uns sonst als ein Mittel zur Erfüllung aller weiteren Wünsche erschienen sein mag. Dieser Tage kam mir das alte Märchen wieder in die Hand, und ich mußte an die schlauen Kinderwünsche denken. Nein, in einem Geldbeutel, der nie leer wird, liegt sicherlich nicht das Glück, und auch ein Königreich ist eine heikle Sache. Wir müßten uns heute nicht lange nach den besten Wünschen um- sehen: Sie stehen jeden Tag lebendig in tausend Herzen, und wenn wir auf die Straßen gingen und fragten da nach den drei größten Wünschen, so würden uns wohl alle antworten: „Daß wir siegen", „Daß der Krieg bald zu Ende geht" und die Mütter würden sagen ,Laß mein Bub gesund heimkommt". Das sind heute die Wünsche aller Wünsche. Und sagt nun nicht, es sei niemand da, der nach ihnen frage und sie erfülle. Mit den Soldaten muß das Glück und die Liebe des Volkes fern, die beiden anderen Wünsche aber zu erfüllen, sind wir alle da — du und ich, jeder von uns! Sy. GA.-Oberführer Lutter gefallen. NSG. In den letzten schweren Kämpfen im Osten ist SA.-Oberführer Martin Lutter, der Führer der Standorte 116, als Hauptmann und Bataillonskommandeur im Kampf für Großdeutschland gefallen. Mit seinem Heldentod betrauert nicht nur die SA.-Gruppe Hessen, sondern die gesamte Partei den Verlust eines ihrer bewährtesten und aufrechtesten Vorkämpfer. SA.-Oberführer Sutter, ber im 58.Lebensjahre im heldischen Einsatz für Führer und Vaterland gefallen ist, stammte aus Hannover. Er war von Beruf Apotheker und als solcher zunächst in seiner Vaterstadt, später in Mainz tätig. Den ersten Weltkrieg machte er bei den Pionieren mit, bei denen er zuletzt Leutnant und Adjutant eines Bataillons war. Seine hervorragenden soldatischen Verdienste an der Front wurden mit der Verleihung der beiden Eisernen Kreuze anerkannt. Nach dem Kriege widmete et sich wieder seinen beruflichen Obliegenheiten, die er jedoch wegen seines Einsatzes für die' Bewegung des Führers Ende 1932 nicht mehr erfüllen konnte. Schon 1930 in die Gefolgschaft des Führers eingetreten und bald darauf zur SA. gestoßen, war er als politischer Kämpfer und SA -Führer Adolf Hillers unermüdlich tätig. Im Jahre 1933 wurde ihm die Führung der SA.-Standarte 116 Gießen übertragen, an deren Spitze er bis zuletzt als Standartenführer stand. 1941 wurde er zum SA.-Oberführer befördert. Neben seinen Ausgaben als Standartenführer wurde er 1933 mit der Leitung der Polizeiverwaltung in Bad-Nauheim beauftragt. Im Jahre 1934 wurde er zum Regierungsrat ernannt. Nach der Zusammenlegung der Polizeiämter Gießen, Bad- Nauheim und Friedberg im Jahre 1938 wurde er zum Polizeidirektor dieser vereinigten drei Verwaltungen mit dem Sitz in Gießen beftirnntt; dieses Amt übte er bis zum Ausbruch des jetzigen Krieges aus. Bei Ausbruch des jetzigen Ringens eilte Oberführer Lutter sofort wieder zur Wehrmacht, in dexen Reihen er zunächst im Westen kämpfte,,dann in Norwegen Dienst tat und schließlich freiwillig an die Front im Osten ging, um hier für Führer und Volk mitZukämpfen. Seine Verdienste im Westfeldzug wurden mit der. Spange zum Eisernen Kreuz II. Kl. anerkannt, für seinen vorbildlichen Einsatz im Osten war er zur Verleihung der Spange zum Eisernen Kreuz. I. Klasse und zugleich zur Beförderung zum Major eingereicht. Sein soldatisches Leben hat nun in den Kämpfen im mittleren Abschnitt der Ostfront seine letzte und höchste Erfiillung gesunden. Nicht nur in den Kreisen der Partei und vor allem.der SA. wurde Oberführer Lutter in hohem Maße geschätzt, sondern auch in weiten Devölke- rungskreisen und namentlich bei den ihm unterstellten Polizeibeamten erfreute er sich großen Ansehens und ebenso wie in der SA. der treuen Gefolgschaft aller seiner Männer. Sein unermüdlicher Einsatz als ncttionalfozialistischer Kämpfer und SA.- Führer wie als vorbildlicher Soldat und Offizier läßt ihn auch in Gießen und der oberhessischen Heimat allezeit in guter Erinnerung fortleben. Iugendfilmstunde des Bannes 416. Der Bann 116 (Gießen) der Hitler-Jugend hatte zur Jugendfilmstunde am Sonntagvormittag im Lichtspielhaus eingeladen. Im Vorprogramm wurde außer der neuen Wochenschau, die schon gesondert besprochen würde, zum ersten Male eine Folge der Filmschau „junges Europa" gezeigt. Hier sieht man u.a. Bilder von der Wehrertüchtigungsarbeit der Jugend in Spanien und Norwegen; ferner VDM. beim Rollschuhlauf; den unvergeßlichen Hauptmann Marseille im Kreise der Hitler-Jugend, von seinen siegreichen Luftkämpfen berichtend; Jungmädel betreuen Soldatengräber; Hitlerjungen beim Flugzeugmodellbau, beim Kriegsdienst, im Ernteeinsatz, im Fabrikeinsätz und in einem KLV.- ßager in Ungarn; den Abschluß der Folge bildet ein lustiger Bildstreifen gegen verderbliche und leichtfertige Gerüchtemacherei. — Das Hauptereignis der Jugendfilmstunde war ein zum größten Teil von Pimpfen als Darstellern bestrittener Film unter dem Titel „H ände hoch!" Er schildert in sehr gelungenen, gut photographierten und vielfach lustigen Bildern das Leben und Treiben in einem Kinderlandverschickungslager in der Slokaweü Man sieht die Buben beim Reiten und beim Unterricht, beim Essen, beim Waschen, im Schlafsaal und beim zünftigen Fußballspiel, und man hat seinen Spaß an dem Feuereifer und dem natürlichen Darstellungstalent, mit dem die Jungen bei der Sache sind. Aber eines Tages, bricht eine Landregenperiode über das Lager herein; anfangs wird sie mit Spielen und Basteln und einem hochfeinen ßagerabenb wirkungsvoll bekämpft, — aber schließlich, als die Regenflut, dem Laubfrosch zum Trotz, noch immer kein Ende nehmen will, müssen die ßagerführer zu stärkeren Beschwörungen greifen, und die Sache bekommt die Spannung einer richtigen Kriminalaffäre, als sich die Jungen zü Wasser und zu ßande, zu Fuß- zu Pferde und auf Rädern auf die Spur zweier flüchtigen Verbrecher setzen, die über die Grenze zu entkommen trachten, aber von den Verfolgern nach allerhand komischen Zwischenfällen und Ueberraschungen umstellt, dingfest gemacht und im Triumph ins ßager geschleppt werden, wo der Fall unter bedeutendem Hallo seine heitere ßösung findet. — Die jugendlichen Zuschauer folgten den Ereignissen auf der Leinwand mit viel Vergnügen und herzhafter Anteilnahme,' Hans Thyriot. Für unsere Verwundeten. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude* führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: Verwundete aus allen Lazaretten wohnten einer Groß-Dariet6oeranstaltung unter dem Motto „Artistik ist Trumpf" bei. Die Koloratur-Soubrette Elly Engel fang Arien aus bekannten Operetten und Wiener Lieder; sie sagte auch die Dortragsfolge an. In verschiedenen Tänzen zeigte Dina van Drey ihre Kunst. Der Jongleur Albert Schweizer arbettete Mit Bällen, Hütest und Zylinder. Karin Marmulla musizierte auf Geige, Saxophon, Klarinette und Bandonium. Die zwei Bienarths traten als Jong^ leur-Equilibristen auf. Ellen Berry war eine tanzende Trompeterin. Viel Stimmung und Humor brachte der Münchener Komiker Max Lampel. Fräulein Mühlmann (Klavier) und Herr Bachmann (Violine) sorgten für die musikalische Umrahmung der mit starkem Beifall aufgenommenen Veranstaltung. Die Vortragsfolge „Liebesleid und Liebesfreud* erfreute die Verwundeten in einem Lazarett. Margot Eberspach (Sopran) sang Lieder von Franz Schubert und Joh. Brahms. Otto Drumm (Violine) und Fritz Malata (Klavier) spielten Konzertstücke und Melodien von Ludwig van Beethoven, Max Reger und Robert Schumann. Gedichte von Lilien- cron, Lenau und von Goethe sowie „Fröhliches" von Wilhelm Busch sprach Dr. Max Wauer. Am Donnerstag fand eine ftohe Kaffeestunde statt, zu der eine große Anzahl Verwundeter aus allen Lazaretten geladen war. Der Kreisamtleiter der NSKOV. begrüßte die Gäste im Auftrage des Kreisleiters, Oberbereichsleiters Backhaus. Mit Liebe und Fleiß versorgten die Betreuerinnen' der NS.-- Frauenschaft die Verwundeten mit Kaffee und reichlich Kuchen, der vortrefflich mundete. Die Kuchen waren von der Kreisftauenschaft in Gießen gespendet worden. Die Kreisamtsleitung der NSV. hatte Zigaretten verteilen lassen. Vertreterinnen der Orts- frauenhaften in Annerod, Daubringen und Langd waren neben der Vertreterin der Kreisfrauenschaft, Frl. Fröhlich, und dem Vertreter der NSKOV,, Doch damit kam auch schon die Erkenntnis. Wie ein eisiger Reif fiel es auf seine eben noch so him- melhochjauchzende Freude. Warum nicht? Warum? Narr, Ser du bist, schalt er sich selbst. Die Erbin der Zeche Hammerkott ... und daneben ich, der Herr Werner Hellingrath, der Herr Habenichts, dem man so überaus witzig gerade heute den Stuhl vor die Tür gesetzt hatte. Vielleicht sogar schon auf höheren Befehl. Und der nun zusehen durfte, wo er wieder ein warmes Nest zum Unterkriechen finden würde. Nein, nein, das Schicksal wußte schon, was es tat. Er trat ans Fenster und sah in den langsam verglühenden Tag hinaus. Lange, dichte Rauchschwaden hingen über der Zeche und mischten sich in die glutenden Farben der untergehenden Sonne. Mit einem tiefen Seufzer drückte er die heiße Stirn an das kühle Glas. Immer schon war es in seinem Leben so gewesen. Jmstier, wenn er an einer bedeutsamen Wende stand, hatten sich die Hindernisse vor ihm aufgetürmt, immer hatte er zu kämpfen gehabt, wo andere mühelos zugriffen, nichts hatte ihm das Schicksal von selbst in den Schoß gelegt. Aber immer hatte er bisher diese Hindernisse auch bezwungen, hatte sich durchgeschlagen und durchgerungen, hotte dem Schicksal abgettotzt, was es ihm nicht gutwillig geben wollte. Und diese Erkenntnis beruhigte ihn wieder, das Bewußtsein der eigenen Kraft und Stärke stimmte ihn wieder froh und zeichnete die-Zukunft in lichteren Farben. Hol's der Geier, sagte er zu sich selbst, wenn das Mädel so- will wie ich, dann wird es auch ohne ober gegen Hammerkott gehen! Wenn man zwei Arme hat, auf die man sich verlassen kann ... Die Alte hatte ihn nicht aus den Augen gelassen. Sie fühlte, was in ihm vorging. Nun wendete er sich ins Zimmer zurück. „Also passen Sie auf, Mutter Hühnlein: ich werde sie ganz einfach selbst fragen." „Wie ein Bär! Natürlich! Warten Sie doch ab, bis sie von selbst ..." Er ließ sie nicht aussprechen. „Sie sind die beste Frau der Wett, Mutter Hühn-1 lein", sagte er chr siegessicher ins Gesicht, „aber davon verstehen Sie nun gar nichts oder haben es wieder vergessen. Vielleicht ist es heute auch anders. Jedenfalls werde ich morgen mit ihr einfahren ..." Die Alte schüttelte den Kopf. Ja, es war jetzt wirklich eine andere Zeit. ,/Sistd Sie denn ganz von Gott verlassen .. „Wdrum?" „Das ist doch geg»n die Vorschriften", versuchte sie einzuwenden. f „Weiß ich alles", gab er strahlend "zurück. „Aber ich bin ja nun schon einmal entlassen, was kann mir da also noch geschehen?" „Sie sind doch immer derselbe ..." lächelte sie verstehend. „Na also! Und sehen Sie, Mutter Hühnlein, wenn sie dann neben mir dort unten steht, dort unten, wo das eigentliche Reich der Hammerkotts ist, dann frage ich sie. Es ist ja im Grunde genommen so furchtbar gleichgültig, ob sie eine Hammerkott oder ein ^beliebiges Fräulein Schmidt ist. Wenn es nicht gerade um die Zeche ginge, wäre mir das letzte sogar tausendmal lieber. Aber die Grube, Mutter Hühnlein ... können Sie begreifen, was es für mich heißen würde, hier an einer bevorzugten Stelle stehen zu können? Eine unbeschreibliche Freude müßte es sein, den kalten Geschäftsgeist der Terbrüggen und Konsorten einmal gründlich hinaUsjagen zu dürfen und dafür das in den Vordergrund zu rücken, auf dem hier alles beruht: die Arbeit unten vor der Kohle! Herrgott, Mutter Hühnlein, ich wüßte mir nichts Schöneres ...!" „Schon aut", nickte die Alte, und in ihren Augen spiegelte sich das Leuchten, das aus seinen Worten brach. „Und der Koffer — was wird mit dem —?" Er lachte wie ein großer Junge. „Auch das entscheidet sich morgen dort unten, Mutter Hühnlein ..." Der Dienstag zog herauf und wurde ein Tag, der den Menschen auf Hammerkott viele Enttäuschungen und manches Leid bringen sollte. Schon in den ersten Morgenstunden begann es. Es war, als wollte die Natur selbst einen düsteren Rahmen um diesen Tag und sein schicksalhaftes Geschehen spannen. Nach dem gestrigen schönen Abend hatte man eigentlich auch für heute einen sonnig-heiteren Mor* gen erwarten dürfen. Aber in der Nacht hatte sich von Westen her in breit ausladender Front ein Gebirge schwarzer Gewitterwolken herangeschoben, urtb in den frühen Morgenstunden brach über Ham merkott das Toben eines Unwetters los, wie man es in dieser Gegend seit langem nicht mehr erlebt hatte. Unaufhörlich zuckten in rascher Folge die Blitze, und in ihrem grellen Feuer sprangen schattenhaft die schweren Umrisse der Fördertürme und Schornsteine auf. Das dumpfe Getöse des dahin-- rollenden Donners glich gewalttgen Detonationen, unter denen alles zusammenzubrechen schien. Ein ungebärdiger Sturzregen peitschte das Land und jagte die Menschen vor sich her, die die Sirene unerbittlich zur'Schicht, zur Arbeit rief. „Ein schönes Wetter bringen Sie mit", knurrte Terbrüggen, als sei Meinders„ der in den ersten Vormittagsstunden von seiner Reise zurückkehrte, schuld an diesem Unwetter. ,Haben Sie wenigstens etwas erreicht?" Meinders sah ihn forschend an, und ein undurchdringliches Lächeln umspielte seinen Mund, ffr wußte nicht, woran es lag, aber er hatte das Gefühl, daß mit Terbrüggen eine Veränderung vorgegangen sein mußte. „Das schon", entgegnete er ruhig und entnahm seiner Mappe einige Papiere, die er dem anderen hinüberreichte. „Hier, die Versicherung zahlt natürlich. Wenn ich etwas in die Hand nehme, mache ich gewöhnlich ganze Arbeit. Aber mir scheint er schnupperte mit krauser Nase herum, „mir scheint, als ob es nicht nur draußen gewittere — es sieht ganz so aus, als läge auch hier etwas in der Luft. Na, ist's nicht so?" Sein Blick blieb wieder an Ter« brügaen hängen. „Ans meine Nase kann ich mictz hn allgemeinen verlassen." (Fortsetzung folgt) Erhaltung der Schlagkraft der Feuerwehren 01848 Angebote Zimmer Karl Günther, gesucht. 01865 Motel iTrini €orl. dringend Küche, Umgebung. LNebv Sveude an der Natur ;a. unt. 01849 d. Gieß. Anz. Halt — hier ist zweierlei gefährlich! 837V Handtuch abwischt! 7 M.alt Schäfer« Bitnh, Rüde, m. Hund eh. z. verk. Gießen, Ftnneröder Weg 43. An, an Hier sehen Sie einen Unglücks fall, wie er unter normalen Verhältnissen nur selten vorkomm-t. Keine gute Hausfrau wird — auch wenn sie eilig ist — beim Abtrocknen mit der Nadelspitze in das Wische tuch stechen. Und wenn es früher wirklich mal passierte, war es nicht so schlimm, denü unbrauchbar gewordene Wischtücher ließen sich ersetzen. Heute im Kriege ist das anders. Die Hausfrau muß mit ihrem Aufwasch rascher fertig werden als Da wird es von allen Speiseresten gesäubert, dis vom Aufwaschwasser noch dranhängen. Es ist genug, wenn Sie sich einmal die Arbeit mit dem Aufwaschen machen. Warum wollen Sie noch ein zweites Mal später den Speiseschmutz aus den Wischtüchern waschen? Wissen Sie auch, daß viele Haus« frauen überhaupt keine Wischtücher brauchen, weil sie das gründlich gesäuberte, Geschirr an der Lust trocknen? Vielleicht kommen wir überhaupt mit der Hälfte der Kstchenwäsche aus. Denken wir nur daran, wie oft man in Gedanken»die fettigen oben leicht angeschmutzten Hände einfach am Küchen« sonst. Da müssen die Kinder beim Abtrocknen Helsen. Die ungeübten Kinderhände stechen dann manchmal die Gabelzinken in das Wischtuch — oft bleibt das Wischtuch auch dort hängen, wo die Glasur an Geschirr oder Töpfen abgesprungen ist. Oder das Geschirr ist noch nicht richtig sauber und wird nun einfach am Tuch abgeputzt. Die Wischtücher sind dann schmutziger als sonst — bis eines Tages die Haus* frau staunt: So viel Wischtücher habe ich doch im Frieden gar nicht verbraucht! Hier ein Weg, wie Sie mit der Halste der Wischtücher aus kommen: Spülen Sie jedes Geschirr vor dem Abtrocknen noch einmal kurz m heißem Wasser! [Verschiedenes Elektrische Heizplatte gcg. Tauchsieder zu tauschen gesucht. - Schristl. Berufst. FränL sucht z. 1. April schönes pflichtung schließt die zusätzliche Heranziehung zum Feuerwehrdienst im Rahmen des kurzfristigen Notdienstes nicht aus. Falls aus bestehenden Feuerwehrscharen der Hitler-Jugend oder aus den Ergänzungskräften der Hitler-Jugend Abgänge eintreten' oder zu erwarten sind, ist so rechtzeitig von dem Standortführer der Hitler-Jugend Ersatz anzufordern, daß diese Ersatzkräfte schon ausgebiDet sind, bevor die Abgänge wirksam werden. In Kleinstgemeinden, wo die Zahl der verfügbaren männlichen Kräfte zur Auffüllung der Feuerwehren nicht mehr ausreichen sollte oder mutmaßlich in den nächsten drei Monaten soweit absinkt, sind schon jetzt Frauen im Rahmen des kurzfristigen Notdienstes ab 1.4.1943 für den Feuerwehrüienst zu verpflichten. . Unter allen Umständen muß zum Zweck einer wirksamen Brandbekämpfung die Schlagkraft der Feuerwehren gesichert bleiben. Tausch Vorhanden: Funo-Gasherd mit Back- und Wärmeofen, (besucht: Elektr. Herd, 220 Bolt, beide neuwertig. Schr. Ang. unt. 01857 a.d.G.A. Suche: Frack Gr. 48. Biete: Violine, 60, Mk. und Aufgeld. Schr. Ang. unt. 01854 a. d.G.A. Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr bis Donnerstag einschließlich Jugendliche haben keinen Zutritt! 95JC Mtan z. verkauf, [oisss Walter Herd, Weidengasse 18. Jnnge Dame, Studentin, sucht modern eingerichtetes W ohn-Scblaf zimmer oder kleine möbl. Wohnang mit Bad oder fließendem Wasser, Zentralheizung, eventl. mit-voller Pension zum 1. Mai. Angebote erbeten unter H. 1010 an D. Schfirmann, Am.-Mittler, Dfisseldor!, 8ra!-Adoi!-Straße 12, [953v Nach kurzer Krankheit hat es dem Herrn über Leben und Tod gefallen, unser liebes, unvergeßliches, jüngstes Söhnchen, mein gutes Brüderchen Bernd im Alter von 1% Jahren zu sich in sein ewiges Reich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Gottfried Brücke! und Frau Lina, geb. Simmermacher; Kind Harald, hebst allen Angehörigen. Watzenborn- Steipberg, den 21. März 1943. Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. März, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause Grü- ninger Straße 20, aus statt. oiass Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht,daß mein herzensguterMann, mein treusorgender Vater und mein geliebter Sohn Heinrich Amend Gefreiter in einem Landesschützen-BatL im Alter von. 34 Jahren am 1. März 1943 in treuer Pflichterfüllung im Osten den Heldentod fand. Unvergessen von seinen Lieben ruht er fern der Heimat. In tiefer Trauer: Frau Erna Amend, geb. Stroh, und Sohn Wilfried; Heinrich Philipp Amend Wwe., nebst allen Angehörigen. Wißmar und Treis a. d. Lda., 22. März 1943. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 28. März, um 15% Uhr statt. 01859 Dereinsführer die Pflanzung von Sellerie, Rhabarber und Schwarzwurzeln. Im letzten Teil seiner Abhandlungen sprach er über den Anbau von Gemüse. Hierbei müßten der Sortenauswahl und der richtigen Einteilung der Böden besondere Augenmerke gewidmet sein. Die Ausführungen des Redners erfuhren ente Ergänzung durch Fragenstellung der Zuhörer und deren Beantwortung durch den Vortragenden. Wildgemüse im Frühling. Unseren gesunden Appetit auf „frisches Grün" können wir im Frühling zum Teil durch Genuß von Wilügemüse stillen. Es ist nicht nur reich an wertvollen Schutz- und Wirkstoffen sowie Mineralsalzen, die unser Körper gerade im Frühling braucht, sondern schmeckt auch ausgezeichnet. Uebrigens ist die Verwendung von Wildgemüse keine Erfindung der Neuzeit; der Genuß von Wildgemüse war früher weit verbreitet, er ist nur leider heute vielfach in Vergessenheit geraten. . Da das 'Wildgemüse fast überall in der Nähe von Wohnstätten zu finden ist, so kann es mühelos auf Spaziergängen — selbstverständlich ohne Schädigung fremden Eigentums — gesammelt werden. Drennessel, Löwenzahn, Sauerampfer, Rapünzchen, Vogelmiere, Schwarzwurz (Wildwurz) usw. werden bereits im Frühling geerntet. Einzeln oder gemischt bereitet man daraus Suppen, Gemüsebeilagen, Füllungen für Klöße, Bratlinge usw. Brennesseln, Löwenzahn, Sauerampfer, Vogelmiere, Rapünzchen kann man wie Spinat verarbeiten. Von Drennesselpflanzen pflückt man nur die jungen Triebspitzen ab. Beim Löwenzahn schneidet man die Grundrosetten an der Erde ab und entfernt von den Blättern etwaige harte Blattspitzen. Bei Sauerampfer verwendet man die Blätter, bei Rapünzchen die Dlattrosetten, bei Vogel' miere das ganze Kraut ohne Wurzeln und dicke Stiele. Die Sprossen von Schwarzwurz werden wie Spinat zubereitet. Die meisten Wildgemüsesorten lassen sich auch zu stischem Salat verarbeiten. Wer sich erst einmal an den manchmal etwas herben, dabei aber kräftig-würzigen Geschmack von Wildqemüse gewöhnt hat, wird es nicht mehr in seinem Speisezettel entbehren wollen. Wo ist eilt kleines Mädchen verschwunden? Alle pollzeidieuMellen nehmen Mtieilungen entgegen. Am 10. Februar gegen 19 Uhr wurde auf einem Kinderspielplatz in Berlin-Johannisthal ein zwei bis drei Jahre altes Mädchen unbeaufsichtigt aufgefunden, über dessen Eltern bisher nichts in Erfahrung gebracht werden konnte. Die Kriminalpolizei vermutet, daß die Kleine, die ein dialektfreies Hochdeutsch spricht, ihren Namen aber nicht anzugeben vermag, von außerhalb nach Berlin gebracht worden ist. Das Kind befindet sich in einem gutgenähr- - PHLffST ' .. Heute Montag Wiederaufführung Marika Rökk Johannes Seesters Rudi Bodden f * Mady Rah! Hallo Janine Musik: Peter Kreuder. „Hallo Janine“ ist der schönste, bezauberndste und temperamentvollste Film, der je mit und um Marika Rökk gedreht wurde. Wochenschau - Kulturfilm rotkmannS gewürzte Futterkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden; deshalb nie in das Tränkewasser geben^ondem stets unter das Futter mischen. Dwibendenabschlagen absieht, die rme bet zer Aktienbrauerei — voll vom Stopkurs abgesetzt werden. Auch bei den früheren Einhettswerten ist die Situation unverändert. Odenwälder Hartstem- industrie kamen einmal bei Umsatz mit 108,50 um 1,5 v.H. niedriger zur Wiedernotierung. . Am Rentenmarkt konzentrieren sich,die Net* nen Umsätze weiterhin fast ausschließlich aus Reichs- werte ohne erwähnenswerte Veränderungen. Steuer- gutfcheine I wurden mit 101,2-5 unverändert genannt, Kommunalumschuldung waren wegen Ziehung einige Tage ohne Kurs, Reichsaltbesitz schwankten um Prozentbruchteile. Auch Jndustrieobligatio- nen sind wenig verändert. In Stadtanleihen gmgen Pirmasenser zu unv. 102 um. Der Aktienfreiverkehr leidet ebenfalls unter großer Materialknappheit, so daß vereinzelt, wie bei Rastatter Waggon, der Geldkurs etwas heraufgesetzt würde. Gegen Wochenschluß nannte man Zellstoffaktien etwas leichter. — Tagesgeld unverändert 1,75 v. H. Kunst und Wissenschaft. Auskehr des Häßlichen — Heimkehr zum Schöne«. Eine Ausstellung des Westfälischen Hei« m a t b u n d e s, die den vorstehenden Titel tragt, wird im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm gezeigt. Es ist eine Photo-Ausstellung, die die Pflege des Heimat- und L a n d s ch a f t s b l l d e s erstrebt und den Nachweis führt, daß in baulicher Hinsicht tets das schön ist, was bodenständig aus der Eigenart der Landschaft und ihrer Menschen gewachsen ist. Unter Aufwendung auch nur geringer Mittel ist es möglich, das Gesicht der Landschaft auf ihre Eigenart zurückzuführen. Voraussetzung ist eine anstadlge Bauqesinnung und Vermeidung jeder Verschandelung durch häßliche Reklame. Die Ausstellung gibt den Besuchern wertvolle Anregungen. tWA gtoSfi ten, gepflegten Zustand, ist 85 Zentimeter groß, hat ovale Kopfform, blondes, glattes Haar (Pagenschnitt), blaue Augen und an der Innenseite des linken Oberschenkels einen stecknadelgroßen Leberfleck. Es trug eine braungeränderte,' weiße Strickmütze, einen selbstgeschneiderten, fischgrÄengemufterten Mantel, ein blaues Röckchen, ebensolchen Pullover mit zwei roten Querstreifen, beigefarbene Strümpfe und hohe dunkelbraune Schnürschuhe. Die Kleine ist weder menschen- noch tierscheu, woraus geschlossen «erden kann, daß sie bisher nicht in Abgeschlossenheit gelebt hat. Demnach müßte ihr Verschwin- den ihrer bisherigen Umgebung aufgefallen sein. Angaben darüber, wo seit dem 10. Februar d. I. ein solches Kind vermißt wird und wer Eltern — vielleicht auch eine uneheliche Mutter — kennt, die ihres Kindes überdrüssig waren, sowie sonstige sachdienliche Mitteilungen, die zur Aufklärung des rätselhaften Falles führen können, nehmen alle deutschen Polizeidienftstellen entgegen. Auf Wunsch werden alle Angaben streng vertraulich behandelt. Verdunkelungszelt: 22. März von 19.37 bis 5.50 Uhr. Landkreis Gießen. <£ Lollar, 21. März. Am Samstagabend hielt der Obst- und Gartenbauverein m der „Germania" seine Generalversammlung ab. Der zahlreiche Besuch ließ erkennen, welch großes Interesse die Mitglieder an der Obft- und Gartenbewirt- schastung haben. Vereinsführer Wilhelm Schmul- b a ch begrüßte besonders den Gerne indefetretär Gengnagel als Vertreter der Gemeinde Lollar und die neu eingetretenen Mitglieder. Er gedachte dann der Opfer des jetzigen Krieges sowie der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder, die in der üblichen Weise geehrt wurden. Hierauf gab er den Geschäftsbericht bekannt. Alsdann trug Karl Seitz den Kassenbericht vor, der einen günstigen Abschluß erkennen ließ. Dem Kassenwart und Vorstand wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand blieb in seiner seitherigen Zusammensetzung bestehen. Anschließend kam eine Anzahl Hochstämme und Sträucher zur Verlosung. Bon der Börse. Aktienmärkte fast umsatzlos. Frankfurt a. M., 19. März. An den Aktienmärkten ergab sich eine weitere Umsatzschrumpfung, so daß selbst bei Standardpapieren, wie JG.-Farben und Stahlverein, nur noch reine Geldkurse notiert werden konnten, da der Nach- stage keinerlei Material geaenüb erstand. Es sind nunmehr Bestrebungen im Gange, daß aus den Dispositionsfonds auch an die Provinzbörsen Material in kleinem Umfange abgegeben wird, zumal das Arbitra-gegefchäft in Aktien so gut wie völlig unterbunden ist. Kursmäßig ergaben sich kaum irgendwelche Veränderungen, wenn man von den Der Reichsführer jf und Chef der Deutschen Polizei weist in einem Erlaß darauf hin, daß die Heranziehung von Kräften aus der freien Wirtschaft für den Einsatz in kriegswichtigen Betrieben zwangsläufig Personalabgänge in den Feuerwehren zur Folge haben wird. Den Ortspolizeioerwaltern wird es daher zur Pflicht gemacht, dauernd für die rechtzeitige Auffüllung der Feuerwehren zu sorgen. Auf keinen Fall dürfen Feuerwehrmänner, Die ausgebildet find oder sich in der Ausbildung befinden, infolge Wechsel ihres Arbeits- oder Aufenthaltsortes der Gesamtorganisation der Feuerwehr entgehen. Aendert ein Feuerwehrmann seinen Wohnöder Arbeitsort, so hat der Wehrführer dies umgehend schriftlich dem Ortspolizeiverwalter zu melden. Dieser benachrichtigt dann den Ortspolizeiverwalter des neuen Wohn- oder Aufenthaltsortes, damit der betr. Feuerwehrmffnn von der dafür zuständigen Behörde zum kurzfristigen Notdienst in der Feuerwehr herangszogen wird. Eine Dienstver- Srbriftl. Angeb. d«v«vBevmühlev-Sütbevk mitSU Ein Berlin-Film mit LIZZI WALDMÜLLER A. MATTER STOCK GRETHE WEISER RUDOLF PLATTE LUCIE ENGLISCH H. LEIB ELT ALBERT FLORATH K. SEIFERT GÜNTHER LÜDERS Drehbuch: Hubert Marischka Musik: Franz Grothe Herstellungsgruppe: F.W. Gaik Spielleitung: Hubert Marischka Ein heiterer Konflikt der Herzen, der mit einer männlichen Verschwörung u. mit viel weiblicher Klugheit amüsant gelöst wird. Kulturfilm — Wochenschau Heute Montag Erstaufführung Lichtspielhaus Täglich 2.30 4.45 7.30 Uhr Sonntags 2.00 4.30 7.30 Uhr Jugendliche ab 14 Jahre haben Zutritt 950C Schr. Ang. unt. 01860 a.d.G.A. 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Die Kunstpfeiferin Lore Storm brachte die verschiedensten Melodien zu Gehör. Die Ansage hatte Emil Schäfer, der für Humor und Stimmung ; sorgte. Die Begleitung am Flügel hatte Edith Lehner übernommen. Reicher Beifall dankte für die schönen Stunden der Erholung. In drei Lazaretten zeigte Lehrer Appelmann im Auftrage der Kreisbildstelle verschiedene Filme über ,Holzy)irtschaft". Das Fällen des Holzes, der Transport und die Verarbeitung wurden in lehrreicher Form gebracht. — Die Kulturelle Vereinigung hatte zu der Dortraasveranstaltung „Von Sonnen und Atomen", Lichtbildervortrag von Robert Henseling, in der Aula Verwundete eingeladen. — Der NSRL. Marburg-Kassel führte hier seine Leistungs- abnahme für die deutsche Meisterschaft im Gewichtheben durch und hatte hierzu Verwundete als Gäste. — Verwundete waren zu den verschiedenen Vorstellungen des Theaters der Universitätsstadt Gießen eingeladen. Auch bei dem Theaterabend -er HI., Bann 116, „Fresko" waren Verwundete zu Gast. An der gestrigen Heldengedentfeier am 116er- Denkmal nahm eine größere Zahl Verwundeter teil. Der Urlaub des Einzelhändlers. Schließungen von Einzelhandelsgeschäften zwecks Urlaubsaewährung sind mit den Erfordernissen des totalen Krieges nicht in Einklang zu bringen. Der Reichsarbeitsminister hat deshalb die Nachgeordneten Behörden ersucht, derartige Schließungen bis zum Erlaß neuer Richtlinien über den Ladenschluß nicht mehr zuzulassen. Die bisher bestehenden Bestimmungen sind aufgehoben worden. In den ange- kündigten neuen Richtlinien wird die Urlaubsfrage für den Einzelhändler neu geregelt werden. Gne Ditte der Reichsbahn. Verschiedentlich wurde festgestellt, daß Einrich- kunasgegenstände in Personenwagen entwendet oder beschädigt wurden. Insbesondere werden Feiister- riemen, Fenstervorhänge, Aschenbecher. Glühbirnen usw.^ gestohlen. Unter Ausnutzung der Verdunkelung • vergreifen sich diese Diebe am Volksgut. An alle Dottsgenossen ergeht die Ditte, diese Schillinge un- nachsichllich zur Anzeige zu bringen. Vereinzelt werden die Diebstähle und Beschädigungen von JugenM- lichen ausgeführt. Die Eltern wollen die ihrer Obhut unterstehenden Jugendlichen bar auf Hinweisen, daß solche Handlungen streng besttaft werden. Obst- und Gartenbauverein Gießen. Im Saale des „Burghof" hielt am Sonntagnachmittag der Obst- und Gartenbauverein Gießen eine gut besuchte Tagung ab. Dereinsführer Junker gedachte zunächst unserer gefallenen Soldaten und ließ seine Ansprache mit dem Gruß an den Führer und unsere tapfere Wehrmacht ausklingen. Dann begrüßte er die im letzten Monat neu beigetretenen 20 Mitglieder und teilte mit, daß sich die Mttglieder- zahl des Vereins auf 414 erhöht habe. Die Taaung war der Unterweisung der Mitglieder übe'r wichtige Fragen des Obst- und Garteittmues gewidmet. Auf Grund seiner jahrzehntelangen Erfahrungen und angeregt durch Beobachtungen in der letzten Zeit sprach der Vereinsführer über den gegenwärttg vorzunehmenden Schnitt der Bäume. Er zeigte anhand von Zeichnungen den richtigen Schnitt der Bäume und warnte davor, diese Arbeit von ungelernten und nicht anerkannten Leuten vornehmen zu lassen. Zum Setzen von Obstbäumen empfahl er die Aushebung tiefer Gruben und Einschwemmen der Erde über die Wurzeln, damit die jung gesetzten Bäume später nicht zu tief zu sitzen kämen. Er erinnerte noch daran, alle Bäume reichlich zu wässern. Weiter sprach er über sachgemäße Düngung der Bäume und forderte auf, unsere Ju- gent) für Obst- und Gartenbauarbeit zu interessieren. Im zweiten Teil seines Vortrages behandelte der WWWu od. Pflichtjnhr- mädchen -um baldigen Eintritt gesucht. [01775 FrauHagerrauer, Am Riegel- vfad 108. Putzfrau gesucht. [01856 Siebter, Hutgeschäft, Rreuzvlatz 2. 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Er studierte in München und Göttingen, promovierte 1923 in München mÄ habllitierte sich 1924 in Göttinaen. 1927 kam er als Ordinarius nach Leipzig. Heisenbergs Hauptwerke find an die Einführung der „Quantenmechanik" und Ausstellung der „Ungenauigkeitsrelation" geknüpft. Sein Werk „Wandlungen in den Grundlagen dec Naturwissenschaft" ift 1942 in dritter Auflage erschienen. — Der o. Professor für Vor- und Frühgeschichte an der Universität Königsberg, Dr. Freiherr von R i ch t h o f e n , ist an die Universität Leipzig berufen worden. Richthofen wurde 1899 in Mertschitz, Kreis Liegnitz, geboren. Er studierte in München und Breslau und wurde Hilfsarbeiter am Schlesischen Museum für Kunstgewerbe und Altertümer, 1925 Leiter der ur- und frühgeschichtstchen Abteilung des Städtischen Museums in Beuthen und im gleichen Jahre Leiter der Prooinzialdenk- malspftege für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer in Ratibor. Hier richtete er die oberschlesische ur= und frühgeschichtliche Provinzialsammlung ein*. 1929 kam er an das Hcnnburger Museum für Völkerkunde, 1933 als Ordinarius nach Königsberg. — Professor Dr. Walter Stach von der Universität Leipzig, der bisher schon den ordentlichen Lehrstuhl für die lateinnische Sprache und Literatur des Mittelalters an der Reichsunioersität Straßburg verttetungsweise wahrgenommen hat, wurde an die Reichsuniversität Straßburg berufen. Stach wurde 1890 in Pieschen bei Dresden geboren. Er studierte in Leipzig, promovierte dort 1923 und habilitierte sich ebenda 1926. In Leipzig wirkte er auch als Studienrat am König-Albert-Gymnasium. 1941 wurde er ordentlicher Honorarprofessor. Hcmpttchriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lang'". Ltellvertreter be8 kauptichristletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und BÜber: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thnriot; für Stadt Sieben, Provinz, Wirtichaft und Sport: Ernst Wumschein. Druck und Verlag: Brübljche Nniversitätsdruckeret R. Lange K. G. Berlag^ieiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: An^eigenleiler: Hans Beck. Ameigeiwreisliste Nr. G