Mtag,22.ZanuarMZ Gietzener Anzeiger - । z i —--1 *••*** *** **i । vh । vc uii vy c - Anstoß zurück. Im Raum von Stalingrad Men in dem erbitterten Ringen gegen die feind- 1 ubm ! rCL- 5d ing [sse sO Solga-Gebiet Von Kriegsberichter Herbert Rauchhaupt. schnitte bezogen und ihre Wintersrsllungen ver-Lfeftt G lassen müssen, die sie sich in wochenlanger mühseliger Arbeit errichtet hatten. Dort, wo sie in den ersten Tagen die bolschewistische Offensive zum Stehen brachten, fanden sie nichts vor als eine kahle Höhle, einen Damm oder eine Schlucht — kein Deckungsloch, keinen Graben, keinen Unterstand, nichts. Sie verbrachten die ersten Nächte unter freiem Himmel und zum erstenmal bewährte sich ihre Winteraus- r ü st u n g, die schweren Uebermäntel, die warmen Wolldecken, die Filzstiefel und vor allem die dicken Tarnanzüge — innen weiß und außen grau, je nach dem Welter von beiden Seiten zu tragen — haben unsere Soldaten in diesen Taaen schätzen gelernt. Dann aber, gleich in der ersten Kampfpause, fuhr die Spitzhacke in die schon gefrorene Erde, Schüt- r i a l s ch l a ch t herniederqe"anaen, ein stählernes Unwetter des zur Raserei gesteigerten Hasses, der '.30 Ulf eninbei - £h?nr.; Viitof ter. 5; im 196. I nis drr | en bem j (Soin) | ic van ir voll« em Der« j Äseinr bis über die Südküste sich hinzogen. Dabei wurden drei Spitfire abgeschossen. * Der Tagesangriff auf London hat nach schwedischen Meldungen unter der englischen Bevölkerung große Entrüstung über die eigenen Luftschutzbehörden ausgelöst. Die Berichte der Stockholmer Blätter lassen keinen Zweifel daran, daß die englische Luftabwehr durch den deutschen Tagesangriff vollkommen überrumpelt wurde. Luftminister Sinclair, so meldet „Nya Dagligt Alle- handa", habe einen Bericht darüber angefordert, warum der Alarm viel zu spät gegeben wurde und die Sperrballone nicht frühzeitig genug eingesetzt wurden. in ihrem erbitterten Abwehrkamps unterstützen! Und es bedeutet für unsere Kampfwagen: dem Feind entgegen, den sowjetischen Kolossen aus günstiger Schußposition einen Hagel von Granaten hinüberschicken und im neroenaufpeitschenden Kampf Panzer gegen Panzer die Oberhand behalten! Das alles wiederholt sich Tag für Tag längs der gesamten Front hundert- und tausendfach. Der Gegner konzentriert seine Durchbruchsversuche auf einzelne Punkte unserer Abwehrstellung, auf beherrschende Höhen zum Beispiel oder auf Stellen, an denen er mit geringem Widerstand rechnet. Der schonungslose Masseneinsotz von Material, besorn ders von Panzern zum weitaus größten Teil vom Typ T 34 ist das hervorstechendste Merkmal dieser sowjetischen Winteroffensive im Don-Wolga- Gebiet. Lag schon während des vergangenen Sommers der Schwerpunkt der feindlichen Kriegführung in wesentlich höherem Maße als 1941 bei der Panzerwaffe, so übertrifft der gegenwärtige Einsatz von Kampfwagen noch bei weitem die Massen« Aufgebote an Panzern, die während der Sommerwochen den deutschen Vormarsch vergeblich aufzuhalten versuchten. Als die Bolschewisten ihre Winteroffensive begannen, war es noch Herbst, Spätherbst mit grauen, nebligen Tagen, die das uns in glühend heißen Sommertagen verhaßt gewordene Steppenland noch eintöniger und trostloser erscheinen ließen als in den Monaten zuvor. Im Verlaufe dieser Wochen nun ist es Winter geworden hier bei uns zwischen Don und Wolga. Winter mit sternklaren, bitterkalten Nächten und wirbelnden Schneestürmen, die von Osten und Nordosten aus den Steppen Kasakstans über die nahe Wolga herüberbrausen. Zum zweitenmal in» diesem Krieg hat der Ostwinter sein weißes Kleid über das kampfdurchtobte weite Erst nach Durchführung des Blitzangriffes erschienen die ersten britischen Jäger und versuchten unseren Kampfstaffeln den Rückflug zu verlegen. Stärkere Verbände von Focke-Wulff- und Messerschmitt-Jägern, die den Begleitschutz des Kam^rfverbandes übernommen hatten, fingen die Spitfire-Schwärme jedoch sofort ab. Es kam zu schweren Kämpfen südlich von London, die hing und Ausgestaltung von Wohnbunkern bewundernswertes Geschick entfaltet. Und nun ist doch manches anders gekommen als erwartet. Viele Divisionen haben neue A b - Masse gegen Mensch unb entfesselten Dernichtungs- willen gegen ein Uebermah heldischen Ausharren4 gewühlt, eingekrollt haben, ist seither Tag für Tag und Nacht für Nacht die Wucht der Mate- iöeälSli öuvüH [iilD etzea Berlin, 21.San. (DNB.) Kurz nach 12 jjrr stieß ein in mehreren Wellen fliegender Bernd deutscher Kampflugzeuge von Süden her ge- :r London vor. Die feindliche Abwehr wurde 8 l i g überrascht. In 30 bis 50 Wleter 5)01)6 ■■r den Häusern Londons warfen unsere Flieger 3-iben schweren Kalibers auf die Stadtbezirke b: stlich des großen Themse-Bogens. Die Luft- reiung erfolate erst, als die deutschen Flugzeuge cn mitten über dem Stadtgebiet waren, so datz v den «Straften noch lebhafter Der« !t r herrschte. Unter der Wucht der Bomben liefen mehrer Gebäudekomplere ein. Von den Ü bei Beginn des ?' 20 Zahre gerüstet für den Angriff auf Europa. Ein amerikanischer Journalist über die Kriegsvorbereitungen der Sowjets Von unserer Berliner Schriftleitung. ballens je5 oda deren IflP äbsliA ^gellK- :L , ver. i toter. . ^bep 1 lellei/ ■ ?:9er I ifltbef tOt«6* koin, ..mal ..aus« en ge, . ob en, gleich«! — im vorliegenden Fall wird die Anzahl der unter deutsche Herrschaft gekommenen Bolschewisten viel zu niedrig angegeben — ist die Tatsache sehr bemerkenswert, daß die Bolschewisten schon vor zwanzig Jahren mit den Rü st ungen begonnen haben, um Europa zu überfallen und mit der Roten Armee die Welt zu einem gegebenen Zeitpunkt zu bolschewisieren; sie widerlegt die ungeheuerlichen Lügen der Roosevelt und Churchill und Stalin, die Sowjets hätten ganz friedlich ihren Kohl gebaut und ihre Wohlfahrt entwickelt. Den deutschen und den ihnen verbündeten Soldaten ist im Osten immer wieder der absolut tiefe Lebensstandard der von Stalin Ausgebeuteten Massen unverständlich gewesen. Sie haben immer erneut fest- gestellt, daß die graue Masse Mensch der Muschiks als Arbeitssklaven unter den denkbar ungünstigsten Bedingungen vegetierte und es schlimmer hatte denn das Vieh. Die Weltjuden um Stalin wollten eben den Ausrottungskrieg gegen alle europäische Kultur. Deshalb wurden die Völker des Ostens versklavt oder dezimiert, wenn sie sich sperrten, so daß das Schweigen des Todes über der Sowjetunion lag. Aus diesem Grunde hat Stalin Panzer und Geschütze, aber nicht das Lebensnotwendigste selbst für primitive Menschen Herstellen lassen. Daher wird auch verständlich, wenn die Bolschewistenhäuptlinge prophezeiten, die Rote Armee werde die Weltrevolution weiter treiben, und alle Andersdenkenden würden mit der «Schärfe des Schwertes geschlagen. Wir haben es einzig der intuitiven Erkenntnis des Führers zu verdanken, daß dieser Entscheidungskamps losgebrochen ist, bevor die gewaltige Maschinerie Stalins alle Kulturen und Nationen nie- derwälzte, wie sie Finnland zum Teil niedergewälzt, Bessarabien und die Bukowina und ferner die baltischen Staaten schon eingeftampft hatte und nun sich anschickte, den ganzen Balkan als ersten Schritt zum Siegeswege des Bolschewismus einzustampfen. Der Kampf gegen den Bolschewismus ist von jener Härte, die für den Kampf zweier entgegengesetzter Weltanschauungen bezeichnend ist. Aber er ist los- gebrochen, als Stalin noch nicht ganz so weit war, wie er gehofft hatte, und das ist nicht nur für das harr kämpfende Europa, sondern siir die Welt die Rettung vor dem Untergang. Ms Lum °tTQ, ! unb 8 ein Le 9b * ie tinunume von uiuemen für die Mittagsnummer bi- 8'/, Ubr desBormittagS für die Milürneter-^etle von 22 Millimeter Breite: 7Rvt. fihr Aamihenan« -eigen und vrwme GelegenbeitSanietgen 14 9tof. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Geiegenbeitsanzetgen Plavvoricbrtft (vorherige Vereinbarung) 25°/» ment Haupt; nnübe! 'eil f;( völlig i M IS dtz - ererzik. > beruht unrilh perbin. ; ie Snti i Der amerikanische Journalist ©raebner ist aus Moskau nach England zurückgekehrt und schreibt dort für die „Daily Mail" Berichte über feine Moskauer Erlebnisse und Beobachtungen, Die in sehr pessimistischem Ton gehalten sind. In seinem dritten und letzten Artikel vom 14. Januar aber macht ©raebner eine Angabe, die wie ein Fanal das Dunkel erhellt, das für die meisten über Stalins Blut-Paradies liegt. In der Sowjetunion — so schreibt er — hänge stets für einen Ausländer eine gewisse Schwere in der Lust, denn man habe ständig das Gefühl, verfolgt unb beobachtet zu werden. In jedem Augenblick erwarte man eine Haussuchung der Staatspolizei und führe im übrigen kein Telephongespräch, ohne immer daran zu denken, daß es abgehört werde. Die in der Sowjetunion lebenden Ausländer seien sämtlich davon überzeugt, daß selbst in Hotelzimmern und Versammlungsräumen versteckte Abhörapparate angebracht seien. Besuche man sich in Hotelzimmern, bann gehe bie Unterhaltung deshalb auch nur im Flüstertöne vor sich. Es sei eine feststehenbe Regel, baß nur Russen in amtlichen Stellungen mit Auslänbem verkehrten., Pllle übrigen, so heißt es, fürchteten als Agenten angesehen unb verhaftet zu werben. Er, ©raebner, sei eines Nachts, nachbem er mit einer russischen Tänzerin ben Abend verbrachte, verhaftet worben, weil er bie Stunde des Ausgehverbots überschritten hatte. Als er bann später roieber einmal versuchte, eine Verabredung mit ber Tänzerin zu treffen, habe biefe sich geweigert, überhaupt noch einmal mit ihm auszugehen. Zwanzig Jahre hindurch, so führt ©raebner anschließend aus, Leien vom russischen Volk unbeschreibliche Härten erbul- bet worben, währenb ihr Lanb sich zum Kriege r ü st e t e. In den letzten 18 Atonalen aber habe bie «Sowjetbevölkerung noch bei weitem größere Leiden ertragen müssen. Auch nicht ein einziger Russe sei verschont geblieben. Rund ein Zehntel der gesamten Bevölkerung der Sowjetunion stehe zur Zeit unter deutscher Herrschaft, und etwa jeder 17. Russe sei im Laufe dieses Krieges bereits ent» weder getötet, verwundet oder gefangen genommen worden. Abgesehen von dem Zahlenspiel, mit dem amerikanische Journalisten ihre „story“ interessant zu machen pflegen, und das gewöhnlich nicht stimmt (DNB.) ..., 21.Jan. (PK.) Vor Wochen beaan- nen bie Bolschewisten im Don — Wolga-Gebiet unb gleichzeitig im großenDonbogen ihre Winteroffensive. Wohlgemerkt, eine Offensive! Das heißt: Sie griffen nicht im kleinen Rahmen an, etwa mit einem Regiment unb ein paar Panzern, wie das im Ostfeldzug etwas alltägliches ist, sondern sie eröffneten eine grofeangelegte Operation, wie sie der Feind bisher kaum gewagt hat. Mit sechs ober sieben Armeen und Hun- berten von Panzern branbeten sie in ber baumlosen Weite des oben Steppenlandes auf Hunderten von Kilometer Breite gegen die deutschen Stellungen an. Gegenüber stand ihnen eine Armee, bie den weiten Weg eines Schlachtensommers vom Donez bis zur Wolga marschiert war, erst in rastloser Verfolgung zum Don, und bann in verbissenen Kämpfen, in benen bem Feind jeder Kilometer abgerungen werden mußte, durch ben großen Donbogen und über bie Landbrücke zwischen Don und Wolga. Eine Armee also, bie in ihrer Stärke zwangsläufig nicht mehr so beschaffen sein konnte, wie sie Enbe Juni im Raum ostwärts Charkow angetreten war. Diese Armee nahm ben Kampf auf gegen die von allen Seiten auf sie anrennenbe feinbliche Ueber- macht, gegen diese Armee brandet der Ansturm der bolschewistischen Panzerbrigaden unb Schützen- bioisionen an. Das bedeutet für die G r e n a d i e r e: unerschrocken in ben Panzerdeckungslöchern aus» halten, bie feindlichen Kamp'wagen herankom- men oder auch über sich Hinwegrollen lassen — aber unten bleiben unb sich nicht rühren, und wenn bie Nerven dabei zerreißen wollen. Sind die Panzer vorbei, dann Garbe auf Garbe zwischen bie dichtauf folgenden sowjetischen Schützen! Das bedeutet für die panzerbrechenden Waffen, die 195. Jahrgang Nr. w ^t.cye.m .du, d) anbei Sonntags imb feiertags Beilagen ©lehener rtarmhpnblätteT Heimat imB'l b* DieScdolle Bezugspreis: Monatlich .. .RM.1.80 ßuftellnebübr .. „ -.25 auch be- Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Entzaubertes Amerika. Bon Staatsrat Dr. Walther Schieber, Chef des Rüstungslieferungsamtes im Reichsministerium für Bewaffnung und Munitiom II. Im ersten Weltkrieg hatten die Amerikaner die Ueberlegenheit des Fertigmaterials und der R o h ft o f f e, diesmal ist bie Rohstoffoeschaffung unb -Verteilung auch für sie ein Problem; ja, Europa ist in manchen Produktionsvoraussetzungen deutlich im Vorteil gegenüber USA. und England. An Kohle sind wir überlegen. Unsere Eisen- erzeugung ist zwar erheblich geringer, aber das Verhältnis von Stahl zu Edelstahl ist so eindeutig zu unseren Gunsten verschoben, daß damit unsere Ueberlegenheit in der Erzeugung hochwertiger Waffen gesichert ist. Durch bie Eroberungen unserer japanischen Bundesgenossen kann USA. sich im Augenblick bei Kautschuk und Gummi nur noch auf die Einfuhren aus Ceylon und im geringeren Umgang aus den südamerikanischen Staaten stützen. Zum ©roßanlauf ihrer synthetischen Produktion, die bei uns die Bedarfsdeckung ermöglicht, wird noch lange Zeit vergehen, in der nur eine rigorose Einschränkung im Gummioerbrauch bie Erfüllung der Rüstungsbedürfnisse unserer Gegner gewährleisten wird. Unsere ursprüngliche Unterlegenheit in ber Betrieb s ft offversorgung wird sich durch bie 1942 gewonnenen Delfelber unb Kohlevorkommen ftänbig verbessern, währenb unsere japanischen Bundesgenossen die Oelerzeugung im oftasiatischen Raum trotz aller Zerstörungen im zunehmenden Maße werden auswerten können. Dabei kämpfen unsere U-Boote einen der erfolgreichsten Kämpfe gegen das Del unserer Gegner, die, nicht wie wir auf der inneren Linie, sondern über weiteste Strecken hinweg die Treibstoffoersorgung ihrer Fronten, insbesondere in Nordafrika und England, gewährleisten müssen. Die größte Landnahme in der Geschichte Europas und Ostasiens hat die Dreierpaktmächte in den Besitz weiter Räume gebracht, die uns schon jetzt und immer mehr nicht nur blockadefeft machen, sondern gerade für die Zukunft die Grundlagen einer weltunabhängigen Wirtschaft ermöglichen werden. Auch eine lange Kriegsdauer kann uns also nicht schrecken, da sich unsere Rohstoffversorgung zwangsläufig mit der Zeit verbessern muß, wenn wir es nur verstehen, das gewonnene Land mit all seinen Rohstoffen und Schätzen uns unter Einsatz aller Kräfte, Energien und Fähigkeiten nutzbar zu machen. Daß dafür gesorgt wird, wissen wir alle. Die Zeit arbeitet diesmal für uns. Die Ergebnisse ber ersten Kriegsjahre sind eben nicht nur Anfangserfolge, sondern sie schufen uns die Voraussetzungen für ben Endsieg. Dabei müssen wir uns klarwerden, baß der Besitz von Rohstoffen allein nicht entscheiden kann. Ihr sinnvoller organischer und organisierter E i n • s a tz müssen dazutommen, wenn "optimale Erfolge erzielt werden sollen. Wir haben organisiert unb geplant unb sind diesmal nicht ahnungslos wie 1914 in den Krieg hineingestolpert und von den Ereignissen überrascht worden. Am 50. Geburtstag unseres Reichsmarschalls konnten wir mit Stolz unb Dankbarkeit darauf Hinweisen, wie lange vor dem Kriege unter seiner Führung im Vierjahresplan die Voraussetzungen für den Aufbau eine blockadefesten Kriegswirtschaft nicht nur für Deutschland, sondern auch für Deutschland und Europa geschaffen wurden. Dazu gehört auch, daß auch im Frieden bie Verantwortlichen in der Wirtschaft zu dem Denken erzogen wurden, das alle nationalen Notwendigkeiten über die persönlichen und Werksinteressen stellt. Schon zu Kriegsbeginn war bie staatliche Lenkung unb Planung der Wirtschaft im allgemeinen und ber Kriegswirtschaft im besonderen so weitgehend durchgeführt, daß wir heute — mitten im schwersten Kriege — unserer Rüstungsindustrie ein ungewöhnliches Ausmaß von Selbst- Verantwortung aeben konnten, die uns erst recht wieder eine Leistungssteigerung gewaltigsten Ausmaßes gebracht hat. Nach der vom Reich gegebenen Zielsetzung erfüllen die Betriebssichrer ihre Aufgaben in großer, aber um so verantwortlicher Selbständigkeit, und mit der Freude an der eigenen Einsatzmöglichkeit wächst die Leistung und der wirtschaftliche Erfolg, die beide der Reichsverteidigung zugute kommen. Diese Eigenverantwortung hat in Deutschland auch aufgeräumt mit den Konkurrenzgeheimnissen unb mit einem oft dem Erfolg abträglichen betrieblichen Neid. In einem kameradschaftlichen und uneingeschränkten Erfahrungsaustausch werden Owi oerfttitUrnderei 8. toy General-Anzeiger für Oberhessen ^^»ietzen^5ch«lftratzr^9 Berlin, 21.Jan. (DNB.) Im Süden der -stfront hält der starke Druck des Feindes ge- ; ien bie deutschen Stellungen an. In zahlreichen An- criffen versuchten die Bolschewisten weiter vorwärts u kommen. Unsere Truppen führten den Abwehr- !ampf mit großer Beweglichkeit, hielten dadurch iorke feindliche Kräfte auf unb warfen sie im ©e- Iche Uebermocht bie schweren unb leichten Flak- □tierien in der gut aufgebauten und umsichtig qe- 'chrten Verteidigung Kernpunkte des Widerstandes. 6 ie verstärken die heldenhafte Abwehr der deutschen Siuppen, bie am 20.1. einem auf schmalen Raum T- । dnzentrierten Massenangriff zu widerstehen hat- rn. Mochten bie Sowjets aber noch so viele Nerven an Ponzern, Geschützen, schweren Waffen, Siunbern und Schlachtfliegern zusammenraffen, und :enn auch bei unseren Solbaten Uebermübung, Saite unb Entbehrungen die Last des Kampfes ins verträgliche steigerten, so zerschellte bennoch ber rneute bolschewistische Ansturm an der Wand von (isen unb Feuer, die unsere unerschütterlichen Ampfer vor ihm aufrichteten. 3n der Abwehrschlacht im Don-: s Aeußerster Widerstand unserer Truppen i bei Stalingrad. Oer Webrmachtberichi. MB. Aus dem Führerhauptquartier, . 3an. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt I könnt: 3m Süden der Ostfront fetzten die Sowjets re heftigen Angriffe fort. Sie wurden überall mit >hen Verlusten zurückgeworfen. Sie verloren am L und 20. Januar 52 Panzerkampfwagen, von «en allein eine Panzerdivision in erfolgreichem egenffoft 24 abschoß. Starke Verbände der deut- jen Luftwaffe und rumänische Kampfflieger zer- rengten in taufenden Einsätzen Truppenansamm- ngen der Sowjets und bekämpften den feindlichen Nachschub. K Die deutschen Truppen im Raum von Stalin- prab setzten den andauernden Anstrengungen des ; Kindes, die Verteidlgungsfront einzudrückeu, wei- ||r äußersten widerstand entgegen und schlugen iuffierf vorgetragene Angriffe ab. Im mittleren Frontabschnitt und süd- islich des Ilmensees örtliche Kämpfe, bei denen scheue Stoßtrupps erfolgreich eingesetzt waren. In anhaltenden harten Kämpfen südlich des Lab' gafees wurden 27 Panzerkampfwagen, davon [18 von einer Infanteriedivision, vernichtet. . In der Zeit vom 11. bis 20. Januar wurden an tc Ostfront 804 Sowjet-Panzer durch kl rbände des Heeres z e r ft ü r t, erötufef oder be- psungsunfähig geschossen. Die deutsch-italienische Panzerarmee schlug gestern sämtliche von der 8. britischen («nee mit massierten Infanterie- und panzerkräf- ? angesehten Angriffe blutig ab. Deutsche Sturz- lonpfflugzeuge griffen in die Kämpfe mit vernich- e der Wirkung ein. Drei britische Jagdflugzeuge er rben abgeschossen. In Tunesien wurden die in den letzten zwei Ligen gewonnenen neuen Stellungen gegen starke je^dliche Gegenangriffe gehalten, an einzelnen Sailen wurden sie gelände- und raummäßig noch vißentlich verbessert. Die Gefangenen- und Beule- til erhöht sich laufend. Die Luftwaffe unterstützte h Kampfhandlungen unserer Erdtruppe und griff mehreren Wellen einen vollbeladenen großen bilcikzug im Seegebiet von Algier an. Bisher »«den zwei Transportschiffe mit zusam- itn 18 000 BRT. versenkt und neun Frachter frerer beschädigt, drei davon gelten in Brand. Desttich Algier versenkte ein deutsches Unter. !(Doot außerdem einen Dampfer von 6000 !LT. und torpedierte einen weiteren, dessen Un- flwng nicht beobachtet werden konnte. ein Verband schneller deutscher Kampfflugzeuge trrf gestern mittag überraschend London im Mflug an und warf Bomben schweren Kalibers h das Stadt- und Hafengebiet. Die begleitenden !c*er schossen in heftigen Luftkämpfen drei britische laibflugteuge und außerdem zehn Sperrballone ab. )t- gleichen Zeit bombardierten andere Flugzeuge Btgrere Orte im Süden der Insel. In der irhf bekämpften Kampfflugzeuge südosteng - ' ches Gebiet. Oer Tagestustangnff auf London. Pak unb 8,8-crn-Flak-Bebinungen vorn in der Hauptkampflinie: ungeachtet ber feindlichen- Granat- einfchläge am Geschütz bleiben, fast ohne Deckung, unb dann immer wieder bas Rohr auf bie rompiere em. . schwer gepanzerten Angreifer richten, laben, feuern, es Angriffes ausgelassenen roieber richten, roieber laben, roieber feuern! Das F«rrballönen murien non unteren Flie- bedeutet für die , ch w e ren W ° f s e n die Artil- r 10 aboeschossen. Nach ihren Bombentnurjen ler.e. Jn^nteriegeschutze und Wer-er: Sranete ;f bas Stabtcebief östlich bas Greenroich-Palastes.auf Granate aus ben Rohren, nach Mog- das Gebiet des inneren Themje-Boaens flaoen lichkeit schon die feindliche B-reitsteNung zerschlagen kirre schnellen Kampssluqzeuae nach Süden und oder aber Sperrfeuer in da- Annaherunosaelande fanpften dort wehrwirtschaflliche Ziele. *»=5 Gegner- und die Grenadiere und Ponzenager , zenlöcher entstauben, bann Laufgräben an Laub gebreitet. Es ist jene Zeit gekommen, auf । ben vom Feind leicht eingesehenen Stellen, schließ- die sich unsere Truppen diesmal seit Wochen bis lich der erste Unter ft anb — unb heute leben ins kleinste vorbereitet hatten. Ueberall logen sie . sie genau wieder so unter der Erbe wie vor Wo- in ihren gut ausgebauten Winterstellungen, waren' cken in ihren alten Abschnitten. Genau wieder so? in den leeren Steppenräumen, in denen nur weit- Auf dieser Erbe, in deren Frostkruste sie sich ein« verloren ganz vereinzelt einige Dörfer liegen, un- —cr- ter die Erde gegangen unb hatten in der Herrich- Die Vorbereitung der Afrika-Invasion IM9-.I IW ii Üathe lr.3u ■dort :hore Bor d Ein »ingelaufen, begrüßt durch Die Häuser rings um ein den Erdteil im Osten zu.' sturmumbrausten, eisgepanzerten Höhen denkt. Der l’rfin iren in m iioun IZtH Ofen Ri 8° Äi in nrt ü nn.M M Nh Mn r tt st. Ä frei Sven Hedin. Bon Dr. Curt Trertschke. Sven Hedin erhielt, wie schon berichtet, anläßlich der Münchner Universitätswoche die Ehrendoktorwürde, ferner die Goldene Medaille der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. ch ti itdji Äs Weh 3tn 'i’r H ietI Itiuiii Kun EM Breis« nrbb ‘Pi mbi Ii! Id.1 I I Mc 3 h tu ton Von neuen Filmen. 9m Froelich-Studio wird mit den Aufnahmen' zu dem Ufa-Fllm „Familie Buchholz" be- r ------- liegt in den Händen xToi Das m lonai i/'"! Lt'H10 p kJ Wer 4 •trau oi!e. I (aun« ühre Jie T- ijfor I jiiA' "jih'i I lit § L ft rauds für zivile Fragen gilt, hatte unter stlllschwel- gender Duldung von General Mast mehrere hundert Angehörige der französischen Streitkräfte in Algier für seine Pläne gewonnen und sie in der Nacht vor der nordamerikanischen Invasion an str a te - gische Punkte verteilt. Diese Truppen besetzten sofort nach der Invasion alle öffentlichen Gebäude und Raviostationen und verhafteten s ä m t l i ch e A n h ä n g e r D i ch y s, die sich ihren Anordnungen widersetzten. Roosevelts Beauftragter in Nordafrika, der damalige nordamerikanische Generalkonsul Murphy, spielte hierbei eine führende Rolle. Er begab sich sofort nach der Invasion zu Sarian, um Liesen um seine Mitarbeit zu bitten. Sowohl Sarian wie Murphy wurden zunächst von den Truppen Debreuils verhaftet, dann aber von den nord amerikanischen Soldaten befreit, worauf Darlan Eisen- Hower seine Dienste anbot. :!0 WN mfuil w »olo .heolD !>ftor [lobet N Hitler hat den schwedischen Forscher und Deutschem freund Sven Hedin mehrmals empfangen. Nun steht Deutschland wieder im schweren Kamp für seine Freiheit und die ihm gebührende Stelluni in der Welt. Im Vorwort seines Buches „Fünfzig Jahre Deutschland" sagt Hedin: „Für die Ungerechtigkeit, die in Versailles herrschte, hat die Stund« der Rechenschaft geschlagen. Jetzt werden die künf' tigen Grenzen, die eine dauernde Kriegsgefahr bib deten, in ihre natürliche Lage gebracht. Ueber das grandiose Schauspiel erhebt sich höher als anderen die Gestalt Adolf Hitlers, des unbekannte Soldaten." Sven Hedin hofft, „daß das Großdeutf land der Zukunft ein Bürge für den Weltfried und für die Stärkung und Erhaltung der abe ländischen Kultur wird und bleibt!" Wegen tteberlastung Jugendlicher verurteilt. Wegen Vergehens gegen das Iugendschutzgefetz und Verstoßes gegen die Vorschriften über das Arbeitsbuch wurde ein Betriebsführer in Essen zu neun Monaten Gefängnis und 5000 RM. Geldstrafe verurteilt. Er hatte Jugendliche eines anderen Betriebes von kriegswichtiger Bedeutung nach ihrer ordnÄtgsmähigen Arbeitszeit von 6 bis 14 Uhr in seinem Betriebe von etwa 17 bis 23 Uhr beschäftigt. Die Jugendlichen hatten infolgedessen nur eine Nachtruhe von fünf Stunden. Der Angeklagte hatte sich daher in grober Weise an der Gesundheit und Arbeitskraft der Jugendlichen vergangen. Dieses Urteil bedeutet aber auch eine Warnung für die Eltern, die mit der Mehrarbeit einverstanden märe n: Sie begehen eine ebenfalls strafbare Verletzung ihrer Aufsichtspflicht. Kleine politische Nachrichten. Aus Anlaß der Unterzeichnung des deutsch-japanischen Wirtschaftsabkommens empfing der Führer in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den kaiserlich- japanischen Botschafter in Berlin, O s h i m a, und hatte mit ihm eine längere herzliche Aussprache. Aus dem gleichen Anlaß fand zwischen Reichsaußenminister von Ribbentrop und dem japanischen Außenminister Tani ein Telegrammwechsel statt. * Der Führer übersandte dem Dichter Wilhelm Schäfer zu seinem 75. Geburtstag ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm und gedachte seines stets vom deutschen Geiste getragenen schriftstellerischen Schaffens. * Der Führer hat den Ministerialdirektor a. D. Dr.- Ing, e. h. H. Paul Presse in Berlin-Wilmersdorf aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres Mit den Worten: „Glücklich der Knabe, der schon in den ersten Schuljahren seinen späteren Beruf entdeckt. Dieses Glück war mir beschert", beginnt Sven Hedin sein Buch „Mein Leben als Entdecker." — In jener Frühlingsnacht des Jahres 1880 hat sich des jungen Hedin Schicksal entschieden. Nordenskjöld war von seiner Fahrt mit der „Vega" nach Vollendung der Nordostdurchfahrt in Stockholms „Strom" einr-f—-e— in Anerkennung seiner Derdienste um den deutschen Kriegsschiffbau die Goethe-Medallle für Kunst und Wissenschaft verliehen. Kunst und Wissenschaft. Der 1Q0. Geburtstag Otto Heubners. Zum Gedenken des großen Kinderarztes und Mitbegründers der modernen Kinder- heil künde, Dr. Otto Heubner, fand am Tage seines 100. Geburtstages im Berliner Langenbeck-i Virchow-Haus eine Festsitzung statt. Reichsaefund- heilsführer Dr. Conti würdigte Heubners Lebens, werk das der Welt die Grundlagen der Kinder. Heilkunde gegeben habe. Als Heubner 1886 feine Lehrtätigkeit aufnahm, stellte sich die Säuglings» sterblichkeit in Deutschland auf über 24 v.H., um dis 1926, Heubners Todesjahr, auf 10 v.H. zu sinken. Auch die Tatsache, daß in jenem Zeitraum^ die Lebensdauer der Menschen fast verdoppelt werden konnte, sei als Auswirkung der Kinderheilkunde zu werten. Dr. Conti dankte Heubner und allen jenen, die mit und nach Heubner diese großen Aus- gaben weiterführten. Nach der Ansprache des Reichs. gesundheitsführers würdigte Prozessor Dr. Nog. gerate (Freiburg) das Lebenswerk Heubners. „Wildvogel", eine ungarische Komödie. Die Komödie „Wildvogel" des Ungarn Ernst Jnnocent-Vincze, die im Homburger Tha- lia-Theater uraufgeführt wurde, ist von Paul Mun- dorf für die deutsche Bühne bearbeitet worden. Die Komödie handelt vom Schicksal einer schönen Frau, die vor ihrer zweiten Hochzeit mit einem Gelehrten steht. Durch eine fingierte Notlandung des von dem ersten Ehemann heimlich gesteuerten Flugzeugs, das das junge Paar anstatt zur Hochzeit nach Budapest in der öden Pußta in der Nähe eines Magnatensitzes, auf dem das getrennte Ehepaar unvergessene Flitterstunden verlebt hatte, absetzt, kommt es zur Entscheidung. Die Frau, die in der neuen Ehe Schutz sucht, wird von den Erinnerungen in eben der Äunde bezwungen, in der sie sich dem zweiten Mann vermählen will. Der Bräutigam wird verabschiedet und der Mann triumphiert zum zweitenmal. Die Komödie schlug dank der hervorragenden k Aufführung zündend ein. Hans Hauptmann. ; f r!; 11 I Wl< ;'h Männer der Motorgruppe Hessen eingesetzt wurden — ob bei der Wehrmacht oder den Transportbrigaden —, haben sie sich auf das beste bewährt. Diese Tatsache darf der von seinen Männern verehrte Obergruppenführer beim Abschied aus seinem Wirkungskreise als schönstes Ergebnis seiner mehr als zehnjährigen Arbeit mit nach München nehmen. Eine Ausbildungslaufkarte der HL. Eine Ausbildungslaufkarte der Hitler-Jugend enthält Angaben über Art und Stand der Ausbildung des Hitlerjungen in den Leibesübungen und der Wehrertüchtigung. Damit dient sie auch der Unterrichtung der Wehrmacht bei der Musterung und Untersuchung der Freiwilligen sowie als Unterlage zur Bestimmung der Waffengattung, für die der Hitlerjunge vorgebildet ist. Ab 1. April 1943 hat jeder Jugendliche — beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1936 —, der eine Aufforderung zur Musterung oder Freiwilligen-Untersuchung erhält oder aus der Iugenddienstpflicht entlassen wird, bei der Standortführung der Hitler-Jugend die Ausbildungslaufkarte zu beantragen, unabhängig davon, ob er von der Hitler-Jugend erfaßt ist oder nicht. Sämtliche Bescheinigungen über Abzeichen der Leibesübungen und Wehrertüchtigung sind vorzulegen, ebenso der Jugendpaß. Die Ausbildungslaufkarte hat der Jugendliche bei der Musterung ober Frei- willigen-Untersuchung abzugeben. „Doch unsere nordamerikanischen Brüder verlangen mehr von uns", erklärte der chilenische Staatspräsident Rios in einer Rundfunkrede, in der er den Regierungsbeschluß, die Beziehungen zu den Achsenmächten abzubrechen, zu begründen versuchte. Der Präsident fuhr fort: „In Erfüllung unserer bestehenden amerikanischen Verpflichtungen können wir uns dem dringlichen Ruf nicht verschließen." Der Präsident zeigte, wie Chile von Jahr zu Jahr durch die USA. in seinen Verpflichtungen immer ftärjer beansprucht worden ist und der Kreis seiner Souveränität immer enger wurde. Mit dieser deutlichen Herausstellung der ungeheuren Pression, der Chile seit Jahr und Tag durch Roosevelt ausgesetzt war, versuchte der Präsident seinen Entschluß zu rechtfertigen, der, *wie die Meldungen über Unruhen in Chile beweisen, vom chilenischen Volk in keiner Weise gebilligt wird. Dies gab der Präsident selbst zu, wenn er in seiner Rundfunkerklärung sagte: „Diese Maßnahme berührt drei Länder, mit denen uns stets die herzlichsten Beziehungen jeder Art verbanden." Trotzdem hat der Präsident diesen für Chile verhängnisvollen Schritt getan, nachdem der Innenminister Morales Beltrami, ein intimer Freund des Präsidenten, als Einpeitscher Roosevelts von seiner Reise nach Washington zurückgekehrt ist. Die neue Lage, für die allein Chile die Verantwortung trägt, wirft in militärischer Hinsicht keinerlei neue Probleme auf. Sie schafft nur insofern eine Erleichterung, als sie einen Schwebezustand beseitigt, und durch den Wegfall der bisherigen weitgehenden Rücksichtnahme auf Chile die Kriegführung im Pazifischen Ozean erleichtert. Oie Haltung Argentiniens. Buenos Aires, 21.Januar. (Europapreß.) Dr. Ramon S. C a st i l l o, der Präsident der argentinischen Republik, gab der Presse eine Erklärung ab über die Haltung Argentiniens zu dem Bruch Chiles mit den Achsenmächten: „Der Abbruch der Beziehungen zwischen Chile und den Achsenmächten wird die Haltung Argentiniens in keiner Weise beeinflussen." Die Stellung Argentiniens sei bekannt und werde auch keine Aenderung erfahren. Stockholm, 21.Jan. (Europapreß.) Ueber die Vorgeschichte der britisch-nordamerikanischen Invasion Nordafrikas macht der Londoner Vertreter von „Nya Dagligt Allehanda" Enthüllungen, bie sich nach Angabe des Blattes auf „absolut zuverlässige nordamerikanische Quellen" stützen. Danach ist bie Invasion und die lleberrumpelung der Vichy- Behörden in engster Zusammenarbeit zwischen nordamerikanischen Agenten und Geanern Vichys auf das genaueste von langer Hand vorbererket worden. Das Hauptwerkzeug der Nordamerikaner war der Delmagnat Marquis Lemaigre De- breuil, ein naher Freund des stellvertretenden Kommandanten der Vichy-Streitkräfte in Algier, General Charles Mast, zugleich ein Ve r - trau ensmann Girauds, in dessen Auftrag er vor der Invasion zwischen Frankreich und Nord- afrifa hin- und herreiste, um „angeblich feine Geschäfte wahrzunehmen". Debreuil, der heute als engster Mitarbeiter Gi- Aus dem Reich. Lu die Korpsführung des 7ISKK. berufen. NSG. In einem Appell des Stabes der M o t o r - gruppe Hessen verabschiedete sich Obergruppenführer Richard Prinz von Hessen, um bei der Korpsführung des NSKK. in München eine neue ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen. Der scheidende Obergruppenführer ist mit der Motorisierung in unserem Gau auf das engste verbunden. Es ist ihm vergönnt gewesen, bie motorisierte Gliederung der Partei aus den einfachsten Anfängen der Kampfzeit zielbewußt und stetig zu der stolzen Organisation zu entwickeln, bie heute bie Motorgruppe Hessen innerhalb des NSKK. barstellt. Sein in Friedens- zeiten unermüdlicher Einsatz insbesondere für die Wehrertüchtigung der NSKK.-Männer, seine beispielgebende persönliche Beteiligung bei den großen und schwierigen Geländefahrten des NSKK. haben im Kriege ihre Früchte getragen. Wo immer NSKK.- gonnen. Die Inszenierung liegt in den Händen tförti Professor Carl Froelich. Die Hauptrolle spielt- IMy. Henny Porten. — Im Grunewald-Atelier begann IP Kurt Hoffmann mit ben Ausnahmen zu dem Tobis- heute die besten Fertigungsmethoden von einem Betrieb auf den anderen übertragen und damit eine entscheidende Produktionsoerbesserung und Ausstoßsteigerung erzielt, ta kapitcnrstisch-libevalistkfchen Ausland mögen sie über diese Behauptung die Köpfe schütteln, es ist doch so; sie werden es nuy= ken, wenn in den kommenden Monaten Zahl und Qualität der 1942 geschaffenen Kriegswaffen für Deutschland und Europa eingesetzt werben können. Gerade bie deutschen Wirtschaftsfühker wissen aus den Erfahrungen nach dem Zusammenbruch von 1918, was ein verlorener Krieg für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde. Sie haben damals gesehen, was die Anglo-Amerikaner unter wirtschaftlicher Zusammenarbeit verstehen, und verzichten auf eine Wiederholung. Sie wissen, baß das Wohlergehen des eigenen Betriebes und das persönliche Vorwärtskommen vollkommen vom deutschen Sieg abhängen, deshalb sind sie zu einem Denken gelangt, das für jeden amerikanischen Kapitalisten stets weltenfern bleiben wird. Die USA. liefern selbst den Beweis dafür. Denn zur gleichen Zeit, da wir die persönliche Initiative und die Eigenver- anhndrtung der Wirtschaft voll zum Einsatz und zur Auswirkung bringen konnten, sind sie m die krassesten Formen der Planwirtschaft verfallen. Das geschieht nicht aus weltanschaulicher Ueberzeugung, sondern nur deshalb, weil die amerikanische Unternehmerschaft und bie Dollarwirtschaft nie freiwillig ihren Eigennutz den Kriegsnot- wenbigkeiten unterorbnen werden. Im Weltkrieg steuerte die deutsche Kriegswirtschaft der Jude Rathenau, diesmal lenkt sie Adolf Hitler. Die Wirtschaft der USA. aber wirb wie damals von Juden geführt, und wir können uns darüber freuen, daß unzählige jüdische Emigranten das Heer derjenigen, die am Krieg verdienen und am Krieg gewinnen wollen, in USA. verstärkt haben. Sie alle wollen ja nicht dem amerikanischen Volk bienen, sondern als Kriegsgewinnler für die eigenen Taschen verdienen. Die jetzige Völkerauseinanbersetzung wirb aber nicht von Geschäftemachern gewonnen werden, sondern von Männern, die auch in der Kriegswirtschaft nur ein Mittel zum Sieg sehen und ihr deshalb selbstlos mit allem Einsatz bienen. Diese völkische, uneigennützige und leistungsfähigste Rüstungsindustrie steht allein Deutschland und seinen Verbündeten zur Verfügung. Ihre Betriebsführer, Ingenieure, Chemiker und Arbeiter sind Soldaten. Sie unterschätzen die Mittel und Möglichkeiten des Gegners, gerade auch der Amerikaner, nicht, sondern sehen ben Tatsachen nüchtern ins Auge, zu jeder Kraftanstrengung und allem Einsatz ihres Willens und ihrer Fähigkeiten bereit, entschlossen alles, was in ihrer Kraft steht, in diesem Kriege aus Leben und Tod des Volkes, zu vollbringen. Und sie werden beweisen, daß Soldatengeist, wie immer über ben Krämergeist siegen wird. Linier dem Druck Roosevelts. Chile bricht die Beziehungen zu den Dreiermächten ab. Die chilenische Regierung hat betanntgegeben, daß sie die Beziehungen zu den Mächten des Dreierpaktes abgebrochen hat. Seit Jahr und Tag hat Roosevelt kein Mittel gescheut, um Chile vor den Wagen seiner imperialistischen Politik zu spannen. Er hat die inneren Spaltungen und Parteizwistigkeiten in Chile gefördert und da- . mit die Schaffung einer geschlossenen inneren Einheit verhindert. Er hat vor allem auch auf außenpolitischem Gebiet bie Gegensätze zwischen Chile, Bolivien und Peru neu zu entfachen gewußt, um bie chilenische Öffentlichkeit unb Regierung unter Druck zu setzen. Starke peruanische Truppencm- fammlungen drängten auf die Rückgabe des strittigen Arica-Gebietes. Das peruanische Heer hat, wie auch die peruanische Luftwaffe unb Marine, nord- amerikanische Offiziere, auch in Bolivien ist eine starke nordamerikanische Militärmission. Die Bewaffnung des peruanischen Heeres wurde schon während des Konfliktes zwischen Peru und Ecuador von Nordamerika vorgenommen, während das chilenische Heer bei dem Fehlen moderner Waffen einem Angriff nichts entgegenzusetzen hatte. So muhte sich Chile auf die panamerikanische Solidarität berufen, da nur die USA. in der Lage waren, ein Machtwort gegenüber den feindlichen Nachbarn Bolivien und Peru zu sprechen. Ob allerdings Chile nun trotzdem dieser panamerikanischen Solidarität durch die Rückgabe von Arica an Peru und die eines Hafens an Bolivien Opfer bringen muß, steht noch dahin. 0i icn 1 lüsfi blendendes Feuerwerk. , , Hafen stammten im Schein tausender Lampen unb Fackeln. „Mein ganzes Leben lang werde ich an diesen Tag gurütfoenten; er wurde entscheidend für meinen künftigen Weg. So will auch ich einst heim- kommen!" Polarforscher wollte Hedin werden uhb ben Nordpol entdecken. Er las unzählige Bücher über den Kampf mit dem Pol, übte sich im Kartenzeichnen und härtete sich systematisch qb. — Es sollte anders kommen. Statt nach dem eisigen Norden ging die erste Reise nach dem heißen Süden, nach Baku am Kaspischen Meer unb nach Persien. „Ich hatte in Asien Blut geleckt, gab ben Gedanken an frostige Lorbeeren in Nordenskjölds Spuren auf unb wandte meine ganze Sehnsucht dem großen indochinesischen Flüsse zu erforschen und in die gigantische Welt unbekannter urib verwickelter Ge- ' rings systeme einzübringen, in denen ihre vom Monsun ständig gespeisten Wassermassen ihre gewaltig donnernden Hymnen singen. Hedin hat diese chwere Aufgabe gelöst. — Im Jahre 1890 nahm Hedin als Sekretär an der schwedischen Gesandt- chastsreise zum Schah von Persien teil. Anschlie- ;enb durchstreifte er das Elbrus-Gebiet, bestieg den 5670 Meter hohen Demawend, durchquerte Kau- kästen, Russisch-Turkestan unb drang bis Chinesisch- Turkestan vor. — Nach der Promotion in Halle trat Hedin feine erste große Forschungsreise nach Zentralasien an (1893 bis 1897). Nur von drei Eingeborenen begleitet,'ritt Hedin bei schwersten Schneestürmen über den Pamir, „das Dach der Welt". Als.er auf dem Gipfel des 7800 Meter hohen Mus-tag-ata, des „Vaters der Eisberge" stand, „war es mir, als stünde ich an der Grenze des unermeßlichen Raumes, in dem rätselhafte Welten von Ewigkeit zu Ewigkeit frei« sett". — In der Wüste Takla-Makan tarn Hedins Karawane im Sandsturm um. Hedin selbst verschmachtete fast vor Durst, und der Tob streifte ihn. Kaum vom Fieber genesen, stieß Hedin in Hagel unb Schneestürmen über den Lop-nor-See in die Einöden des nördlichen Tibet vor. In seinen prachtvollen Werken „Durch Asiens Wüsten" und „Im Herzen von Asien" legte Hedin seine Forschungsergebnisse und furchtbaren Abenteuer nieder. Diese Reise wird stets eine der größten Forschertaten bleiben. — Die zweite Forschungsreise (1899 bis 1902) nach Zentralasien führte über den Kwen-lun und in bie menschenleeren auf 5000 Meter liegenden Wüsten bes nördlichen Tibet. Hedin löste die heiß- umstrittene Lop-nor-Frage durch den Nachweis der Veränderung der Lage des Flusses Tarim. Ein Versuch, als mongolischer Pilger verkleidet in Lhasa einzudringen, mißlang. Hedin nannte diese Reise die schwerste Reise, die er je gemacht habe. Alle Ehrungen unb Auszeichnungen konnten nicht verhindern, baß Hedin in seinem Arbeitszimmer in Stockholm immer wieder an das feierliche Schweigen in der Wüste, an die große Freiheit in den weiten Ebenen Tibets und an die einsamen Lustspiel" „Wie finden Sie meinen]] Man n?", dessen Drehbuch Willy Clever und Ellen ! Fechner schrieben. Die Hauptrollen sind mit Hell Finkenzeller, Hans Leibelt u. a. besetzt. — „Ros manze in Moll", ein Tobis-Film, der unter der Regie von Helmut Kautner mit Marianne Hoppe, Paul Dahlke, Ferdinand Marian und Siea- frieb Bräuer entstand, erhielt bas Prädikat „fünft* lerisch wertvoll". — Leny Marenbach stellt in dem unter der Regie von Johannes Meyer in den Holland-Ateliers entstehenden Berlin-Film „Wild< vogel" die Erbin eines großen Jndustriewerke^ bar, die durch ihre Liebe zu einem Ingenieur in große Konflikte gerät. — O. W. Fischer spielt in dem Berlin-Film „Die beiden S ch w e st e r n" unter der Regie von Erich Waschnek einen jungen lichkeit unb Herzenstiefe des Schwaben, auch da, wd diese Eigenschaften sich hinter feiner Ironie verbergen. Owlglaß hat die Augen des wahren Künst« lers, die in bi» verborgensten Grünbe bes menschlichen Herzens hineinzusehen vermögen; feine Ge* dichte und Erzählungen sind frei von jeder Künstelei, Bekannt wurdet! auch seine Verdeutschungen von De Ctzster und Cervantes. Der Siebzigjährig^ hat erst vor kurzem mit dem Bändchen „Auf den Nachttisch zu legen" wieder eine Probe seines Schaffens gegeben. . Heinrich Timerbing. In diesen Tagen vollendet der frühere Mathe» matiker der T. H. Braunschweig, Prof. Dr. Hein» riet) T imerdi n g, fein 70. Lebensjahr. Timer« ding widmete sich schon als Student in seiner burtsftabt Straßburg neben der Mathematik unfr 1 Physik ben gesamten Naturwissenschaften, der Dich« Wanderzirkus in Grönland Zirkusdirektor Jens Ebbesen ist heute ein betagte! Herr, ein Veteran der echten „Fahrenden Lemel Mit feinem kleinen Wanderzirkus hat er Jahrzehnt hindurch nicht nur das eigentliche Skandinavien durchreist, — in feinem kleinen Zelt haben LappeN im nördlichsten Schweden und Finnland ober eiiti fame Bergbauern in ben abgelegensten „Fjelden Norwegens zum ersten und vielleicht einzigen Malt^ das Wunder des Zirkus erlebt. Er erzählt gern vo^ feinen Erlebnissen, wenn man auch vielleicht bei deio lustig schmunzelnden alten Herrn nicht jedes Wa« auf die Waagschale legen darf. Sein nettestes lebnis erzählt er von ferner Wanderzirkusfahrt durch] Grönland: „Die Eskimos bezahlen ihr Billett durchweg in Naturalien, mit Seehundsfell, Blaufuchs, Lachs ober dergleichen. Das macht nichts aus, denN diese Sachen haben ungefähr einen festen Kurs, befl man später bei den Aufkäufern bekommen fanM Aber denken Sie sich, was mir einmal in Upernivir an der Westküste Grönlands passierte. Ich hatte vof Beginn der Vorstellung alle Hände voll zu tun, bj Eskimos strömten von weither, das Zelt war iw ausverkauft. Da stürzt mein Kassierer herein, tri allen Zeichen ratloser Verzweiflung. „Was ist los? frage ich. — „Da ist eine Eskimofamilie von brer zehn Personen gekommen, sie wollen alle hereiil Zur Bezahlung haben sie ein ganzes Walroß M« gebracht — wie soll ich darauj rausgeten r<4N » -zu -irigi wieder hinaus. — Die dritte Reife (1906 bis 1906) sollte der Höhepunkt der Forscherarbeit Hedins werden. Er löste das schwere geographische Problem des Transhimalaja, indem er feststellte, baß es sich hier um ein ganzes System von einander getrennten Bergketten handelt. Sven Hedin entdeckte ferner die Quellen der heiligen Ströme Indus und Brahmaputra. Im Buche „Transhimalaja" schildert Hedin hinreißend die Einzelheiten dieser so ergebnisreichen Reise. — „Die Hauptsache ist, daß man weiß, was man will, an Gott glaubt und an sich selbst und dann weder nach rechts noch nach links ausweicht." — Von 1927 bis 1930 übernahm Hedin die Führung einer großen wissenschaftlichen Expedition mit Schweden, Deutschen und Chinesen durch die Wüste Gobi und Innerasien. Die einzigartigen Bücher „Auf großer Fahrt" und „Rätsel der Gobi" enthalten die überreichen Ergebnisse dieser sorgfältig vorbereiteten, aenial und straff geleiteten Expedition. Hingewiesen sei ferner auf folgende Werke: „Die Seidenstraße" — Abenteuer und Arbeiten Hedins auf diesem uralten Karawanenweg, dessen Ausbau als Autostraße geplant ist, ferner „Die Flucht des großen Pfer- oes" — Schilderung des chinesischen Generals Ma Chung-yin, eines Abenteurers, grausamen Tyrannen, der Sven Hedin und seine Kameraden mit Erschießen bedrohte. — Alle Reisewerke Hedins zeichnen sich aus durch künstlerische Gestaltungskraft und plastische, oft dichterische Schilderungskunst. Belebt find die klassischen Bücher durch eigene Zeichnungen und Aquarelle Hedins. — Wer das Glück gehabt hat, Sven Hedins hinreißende, oft mit Humor gewürzte, inhaltsschwere Vorträge zu hören ober im kleinen Kreise seinen über den Alltag erhebenden, zum Nachden- ken zwingenden Worten zu lauschen, wird diese Stunden nie vergessen. Wir Deutschen wollen aber auch nicht vergessen, wie mannhaft der Schwede Sven Hedin in schwerster Zeit für Deutschland eingetreten ift Als im Weltkrieg unsere Feinde uns „Hunnen" und „Barbaren" nannten, pries Hedin die Deutschen als „Träger höchster Kultur". An den Kampffronten im Osten und Westen erhielt er die größten Eindrücke seines Lebens. In seinem Buche „Ein Volk in Waffen" schildert er ergreifend die Hekdenleistungen der deutschen Armee. Hedin kämpfte gegen das Versailler Schanddiktat und gegen dis Kriegsschuldlüge. Unser Führer Adolj Hedin ritt in eisigen Schneestürmen über ben Elbrus nach Teheran, bann weiter durch Persien nach Bagdad. Nach Rückkehr studierte er zwei Jahre in Stockholm. Klar erkannte er alsbald, daß ein angehender Asiensorscher nirgends in der Welt einen besseren unb gründlicheren Unterricht erhalten konnte als bei dem berühmten Chinaforscher Freiherrn von Richthofen. So wurde Hedin im Oktober 1889 Schüler Richthofens in Berlin. In seinem 1939 erschienenen Buche „Fünfzig Jahre Deutschland" widmet Hedin feinem großen Lehrer ergreifende Dankesworte. Richthafen regte den , ...... simgen Studenten Hedw an, den Oberlauk der großem Forlchereileh nicht dis Eitelkeit, trieb ihn immer Staatsopernkapellmeister. Dr. Owlglaß 70 Jahre alt. Der durch seine Mitarbeit am „Simplizissimus* in dessen Blütezeit unter Ludwig Thoma bekannt- $nicr Lyriker und Erzähler Dr. Owlglaß vollendete fein 70. Lebensjahr. Owlglaß, dessen bürgerlicher Nam Hans Erich Blaich ist, lebt in Fürstenfeldbruck bei München, wo er bis 1931 als Arzt tätig war. Seine Werke verraten immer wieder die Besinn» 1 m eüifi n Zweit«, wird vw Geologie. In der schweren Zeit 1922/23 war er r Julius Zeltler, ist im Alter von 69 Jahren boren, studierte er in Darmstadt, Straßburg und les men> ,ere W^1 n, 6 Deutschs Gau Hessen-Nassau. AUF MÖNCKEBER6 jetzt s°- Zwanzig Minuten später betrat Axel in Be- ROMAN VON OLAF BOUTERWECK 5 der lenk ogrecf. Ruckartig blieb er lieyen, ip uuö «n« tiner Wächter, die ihm auf dem Fuße folgten, ist wichtig.' luch da, tri Jronie M Aufgang Untergang sofort mit kann und hoffnungs- ja, das ist 20.12. Uhr 8.08 15.47 2.2. Uhr 7.41 16.47 — M der unter MariaiW und 6it«j tat „tünti llt in tun1 'i in b;i n „SBi ll* strirwerl^ genieur iij : spielt ii| n o ft „Jawohl, Herr Kommissar! Wir fahren fort ab!" Stallings! — Zustand der Künstlerin los ..." Er sah verwundert auf. „Nun sehr bedauerlich, aber —" 6.1. Uhr 8.10 16.02 31.12. Uhr 8.11 15.55 men 1 in eben 6.3). Alfred' Luce (Eschborn bei Ffm.) für seine cngjährige Tätigkeit im alten Reichsbund der Pyila' elften, für seine Mitarbeit am Handbuch der Bries- irnrfentunbe und beim Aufbau der Organisation storben. Er war auch schriftstellerisch und verlege- jsch tätig. Ein besonderes Verdienst erwarb er sich ird) die Herausgabe der „Tempelklassiker"; er war Das mässen Sie schon mir.überlassen!" erklärte stsl gereizt. ,Zch verlange jedenfalls, daß «re ugendlicklich mit dem Kommissar telephonieren! Ohne weitere Fragen zu stellen, trat Raucheisen an den Fernsprecher und rief das Krankenhaus an, das Axel ihm genannt hatte. Er ließ sich mit dem leitenden Arzt verbinden und fragte, oo Frau Stallings vernehmungsfähig sei. Der Arzt gab anscheinend einen längeren Be- richt, denn eine Weile hörte Raucheisen schweigend zu. ,Lch danke Ihnen sehr!" sagte der Kommissar endlich und legte den Hörer auf. Er sah sehr ernst aus. „Nun?" fragte Axel nervös. Räucheisen zuckte die breiten Schultern: »Zu spät, Herr Holm! Frau Stallings ist bereits von benr eugs, bQ3‘ Budapp Agnaten, "ergessm tt es zuy .Verzechung!" murmelte Steputat. .Ich muß sofort den Kommifsar Raucheisen -iLchen!" rief Axel erregt. „Können Sie ihn her- n-ufen? Es ist ungeheuer wichtig!" .Warum? Wenn Sie etwas zur Sache mttzu- uttyieu'ben Schritt unb wandte sich schnell iti. Er winkte den Mann ans Gitter und kaufte ; seine ß* x Äiinfttlti» fünfen d:i ebztgjähchi i „Aus d«i robe M 24.1. Uhr 7.54 16.30 Aber geben Sie gut auf Herrn Holm Obacht, Ste- putat! Sie haften für iyn! — Alles klar?" entzückt. Da die kleine Tänzerin eine nette Freundin hat und ihr gutherziger Beschützer einen energischen Freund, finden sich zwanglos die unumgänglich notwendigen Partner zur Berichtigung der vorschnell getroffenen Entschlüsse, und nach einem abgesagten Verlobungsessen für vierundzwanzig Personen, nach verschiedenen Küssen, verschiedenen Ohrfeigen und ganz erstaunlichen Zwischenfällen auf der Eisenbahn und beim Wintersport ist es so weit, daß die für einander bestimmten Paare sich gesunden haben und außerdem die Tänzerin noch einen, diesmal minder improvisierten Erfolg in der neuen Revue erzielt. Das Drehbuch von Johann von Vaszary und Georg Jacoby (unter Mitarbeit von Kurt Bortfeld und Herbert Witt) sieht so aus, als ob es geradezu für Marika Rökk geschrieben sei: es gibt ihr Gelegenheit, ihre vielseitigen Talente als Revuestar und als routinierte Steptänzerin zu entfalten — wie bei manchen früheren Gelegenheiten auch; außerdem aber, das ist eine neue Note, erweist sie sich als halb trockene, halb exzentrische Komikerin, deren Wirkung teils auf die Situation zielt, teil aus dem Dialog kommt und jedenfalls das Publikvm in die heiterste Stimmung versetzt, zumal ihr in Viktor Staat ein Partner von männlicher Geduld und eigensinniger Zielstrebigkeit zur Seite steht. Sehr drollig wirken auch, jeder auf feine Weise, in diesem von Harald Braun mit beträchtlichem Aufwande inszenierten Durcheinander, Hans Brausewetter, Aribert Wäscher, Günter Lüders und Ursula H e r k i n q. Mady Rabl, eine kleine, zärtliche Freundin, und Paul Henckels, ein gemütvoller, älterer Kollege vom Bau vervollständigen das spielfreudiae Ensemble. Franz Grothe schrieb die Musik dazu. (Ufa.) — Im Beiprogramm gibt es die Wochenschau, eine Belehrung über Luftschutz und farbige Bilder aus Würzburg, Veitshöchheim, Schwetzingen und Salzburg. Hans Thyriot. ,3)err Kommissar, setzten Sie sich Frau Stallings in Verbindung! Sie muß bestätigen, wo ich mich in der vergangenen Nacht aufgehalten habe! Aber bitte, beeilen Sie sich — bevor es zu spät ist!" gleituna des Kriminalsekretärs Steputat Rauch, eisens Dienstzimmer. Auf einen Wink seines Vorgesetzten zog Ste. putat sich sofort zurück, und Raucheisen wandte sich an Axel: „Nun, Herr Holm, was haben Sie mir mitzu- teilen?" „Zu langen Erklärungen ist jetzt keine Zeit, Herr Kommissar!" rief Axel in äußerster Erregung. Er zog eine Zeitung aus der Tasche und hielt sie dem Kommissar hin: „Hier, bitte, lesen Sie!" Raucheisen las laut vor: „Selbstmordversuch der Schauspielerin Brigitte ‘ im !?rtin und leitete später als Generaldirektor die iebeckschen Montanwerke in Halle. 1927 trat er in ren Aufsichtsrat über. Die T. H. Berlin ernannte n wegen seiner Verdienste um den mitteldeutschen raunkohlenbergbau zum Ehrendoktor, die Univer- öt Halle-Wittenberg zu ihrem Ehrenmitglied. Aus aller Wett. Bestrafte Fahrlässigkeit. oi3“ h inben übt >lle spiel! 'X begann m lobis« meinen unb Ellen mit M Rechte des Dienstverpflichteten. Oie Bindungen an den Abgabebetrieb. — Unbegrenzte Dienstverpflichtung endet das alte Arbeitsverhältnis. vor einer Stunde verstorben! — Sie hätten die Dame eher erwähnen sollen!" 10. Kapitel. Axel ließ sich schwer auf einen Stuhl fallen, stützte den Kops in die Hände und starrte schweigend auf den Fußboden. In seinem Kopfe gingen die Gedanken wild durcheinander, und immer wieder glaubte er, das Wort „zu spät!" zu vernehmen. Raucheisen hatte sich wieder auf seinem Platz am Schreibtisch niedergelassen. Er griff nach der Zeitung und las noch einmal aufmerksam den kurzen Bericht: „Bei Redaktionsschluß erreicht uns gerade noch die erschütternde Nachricht, daß die bekannte und allgemein beliebte Schauspielerin Brigitte Stallings in der vergangenen Nacht einen Selbstmordversuch unternommen hat. Als die Zofe von Frau Stallings heute früh nach einem dreitägigen Urlaub zurückkehrte, fand sie ihre Herrin bewußtlos im Bett liegen. Aus einem kurzen Schreiben der Künstlerin ging hervor, daß sie in der Absicht, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, Gift genommen hatte. Der herbeigerufene Arzt ordnete die sofortige Ueberführung der Künstlerin in das benachbarte Friederiken-Krankenhaus an. Obwohl nach Ansicht der Aerzte leider das Schlimmste zu befürchten ist, geben m’r' dennoch der Hoffnung Ausdruck, daß es der ärztlichen Kunst gelingen möge, das Leben der großen Schauspielerin zu erhalten. Wie wir weiter hören, ist der Grund zu der Tat in einem Nervenzusammenbruch zu suchen. Wir werden in unserer heutigen Abendausgabe noch einen ausführlicheren Bericht darüber bringen." Raucheisen warf einen prüfenden Blick zu Axel hinüber: bann holte er eine Kognakflasche aus einem Schränkchen hervor, goß ein Glas voll und reichte es Axel: „Hier, Herr Holm, trinken Sie mal!" (Fortsetzung folgt.) t em nden 2 Leitung ausrief. er > Axel verhielt rlizissiinujE \u,M —v .... -------—, —. ------- a bekannt jribern auf den Fußboden gestellt. Beim Spielen »niete sei« ar dann der 1 ^jährige Bruder in den Milchtopf ies jM iie Unger-? die ütinW im Dienstpflichtbetrieb nach Betriebszugehörigkeitsjahren bemißt, dem Dienstoerpstichteten die Dienstjahre aus dem Abgabebetrieb angerechnet werden müssen. Die Zahl der Urlaubstage selbst aber bemißt sich nach den für den neuen Betrieb bestehenden Vorschriften, es kann also im Einzelfall selbst bei Anrechnung der Dienstjahre auch ein geringerer Urlaubsanspruch bestehen. Kehrt bei zeitlich begrenzter Verpflichtung der Dienstverpflichtete in seinen alten Betrieb zurück und hat er im Dienstpflichtbetrieb im laufenden Urlaubsjahr Urlaub nicht erhalten, dann kann der Unternehmer des alten Betriebes bei Gewährung des Urlaubs vom Dienstpflichtbetrieb anteilige Erstattung des Urlaubsgeldes verlangen. Ein solcher Erstattungsanspruch besteht für. den Abgabebetrieb auch bann, wenn der Dienstpflichtige bereits vor der Dienstverpflichtung Urlaub im alten Betrieb gehabt hat und wenn die Dienstverpflichtung mindestens zwei Monate gedauert hat. Soweit im Dienstpflichtbetricb Gratifikationen gezahlt werden und sich deren Höhe nach der Be- ttiedszugehörigkeit bemißt, sind auch in diesem Falle die Dienstjahre aus dem Abgabebetrieb zu berücksichtigen. (Urteil des RAG. 89/42 vom 22. 9. 1942.) Sofern demgegenüber im alten Betrieb Gratifikationszahlungen üblich find, der Dienstpflichtbetrieb dagegen solche Sonderleistungen nicht kennt, hat der Dienstverpflichtete einen Anspruch auf Gratifikation weder gegenüber dem alten noch gegenüber dem neuen Betrieb; denn es gelten, wie gesagt, grundsätzlich die Arbeitsbedingungen der neuen 2(rbeits= stelle. Dieses Opfer muß dem Dienstverpflichteten zugemutet werden, denn er kann unmöglich sowohl urlaubsmäßig als auch bezüglich der Gratifikation besser gestellt werden als feine jetzt mit ihm zusammenarbeitenden Arbeitskameraden. Bei zeitlich unbegrenzter Dienstverpflichtung endet das Arbeitsverhältnis des Dienstpflichtigen zum Abgabebetrieb. Beim Ausscheiden aus dem früheren Betrieb find alle Ansprüche, also auch etwa bereits erworbene Urlaubsansprüche abzugelten. Im übrige gelten wegen der Anrechnung der alten Dienstjahre die gleichen Grundsätze wie bei zeitlich begrenzter Verpflichtung. Hat ein für unbegrenzte Zeit Verpflichteter mindestens drei Jahre Beiträge für eine betriebliche Pensions- oder Unterstützungskasse usw. geleistet, so ist er durch den 2lbgabebetrieb angemessen zu entschädigen. In solchen Fällen ist den dienstverpflichteten Arbeitskameraden zu empfehlen, sich Rat und Auskunft bei der Deutschen Arbeitsfront einzuholen. 1 öweiitn, ektor der Universität. — Der Bibliothekar an der oWnbfli tfabemie der bildenden Künste in Leipzig, Professor )tmann- fr. Julius Zeltler, ist im Alter von 69 Jahren Das Amtsgericht Erfurt verurteilte eine 20jährige »usgehilfin wegen fahrlässiger Tötung zu zwei i onaten Gefängnis. Im November v. I. war im ’ifetn der Angeklagten ein 1^jähriger Junge, den । zu betreuen hatte, tödlich verunglückt. Die fünfen hinfltai ichrige Schwester des ums Leben gekommenen Kin- (bis hatte auf Geheiß der Angeklagten einen Topf f.t kochender Milch vom Feuer genommen, aber icht, wie ihr gesagt worden war, auf die Kochkiste, Steputat und Schnitter sahen sich unschlüssig an. „Aber so beeilen Sie sich doch, Mann!" schrie Axel wütend, „ßos! Telephonieren Sie! Jede Minute ist kostbar!" Und ohne die Antwort abzuwarten, drehte Axel sich um und rannte ins Haus, gefolgt von seinen beiden Wächtern. Raucheisen saß gerade bei seinem Vorgesetzten, dem er einen ausführlichen Bericht über die Mordsache Beierfeld gegeben hatte, und mit dem er sich jetzt über die zu ergreifenden Maßnahmen beriet, als der Fernsprecher läutete. Als er den Hörer auf nahm, meldete sich der Kriminalsekretär Steputat; er schien etwas außer Atem zu sein: r „Herr Kommissar, Herr Holm erklärt, daß. er Sie sofort in einer dringenden und äußerst wichtigen Angelegenheit sprechen müsse! Er lehnt es ab, uns feine Aussagen zu machen." „Aha!" sagte Raucheisen. „Endlich ist er also so weit! Lassen Sie Herrn Holm mal an den Apparat, Steputat!" Nach einigen Sekunden meldete sich Axel, er schien erregt und gleichfalls etwas atemlos zu sein: „Hier Holm! Herr Kommissar, ich muß eie sofort sprechen! Es ist unerläßlich, glauben Sie mir's!" „Ja — bitte? Mas ist denn geschehen?' „Das — kann ich hier am Telephon nicht sagen. Ich muß Sie so-'ort persönlich sprechen! Es ist dringend, Herr Kommissar, sehr dringend sogar!" „Hm!" Raucheisen überlegte einen Augenblick. „Na, bann möchte ich erst Steputat noch einmal sprechen!" „Ja, hier Steputat! Herr Kommissar — ?" „Hören Sie gut zu, Steputat: Herr Holm kommt mit seinem Wagen sofort hierher ins Präsidium! Und Sie begleiten ihn; Schnitter bleibt bis auf weiteres für alle Fälle dort auf feinem Posten! tfjer Nau» ^fallen und hatte sich dabei tödliche Verbrühungen ;enjelbbni -gezogen. Die Angeklagte hätte dem kleinen Mäd- tätig rni en den Topf abnehmen bzw. sich von der richngen Die BesiM Iisführung ihrer Anordnungen überzeugen müssen. «e SeUunfl. liniiD'" . Mainz geboren und entstammt dem Pottiziergeschlecht der Gensfleisch. Urkundlich erwiesen 4ft auch, daß Gutenberg 1434 und auch noch 1444 in Straßburg lebte, wo er, wie aus Prozeßakten hervor- geht, bereits Druckversuche unternommen hat. Gutenberg ist vermutlich über seine Metall- und Goldschmiedearbeiten zur Anfertigung von Stahlstempeln und Metallmatrizen sowie seines Gießinstrumentes gekommen. Die Erfindung des Druckes mit beweglichen Lettern ist eine der bedeutendsten Taten in der Geschichte der menschlichen Kultur. Die Erfindung der Buchdruckerkunst ist der hervorragendste Scheidepunkt zwischen Mittelalter und Neuzeit. Die Bildnisse der Gebrüder Grimm und Gutenbergs können wir am kommenden Wochenende erwerben. Sie gehören mit in die Bildserie großer Männer des Gaues, die uns innerhalb der Gau- sttaßensammlung am 23. und 24. Januar zom Kauf angeboten werden. Gloria-palast: „Hab mich lieft!* Ein kleines Ballettmädel, welches zu spät zur Premiere kommt und sich in Angst und Aufregung heimlicherweise hinterrücks auf die Bühne schmuggelt, wird Anlaß zu einem improvisierten Heiter- keitserfolg und vom erzürnten Direktor auf der Stelle hinausgeworfen. Nicht genug damit, wird sie daheim, weil sie ihre Miete nicht bezahlen kann, an die Luft gesetzt und fällt auf der Treppe mit Sack und Pack einem mitfühlenden Hausbewohner in die Hände, der sich ihrer annimmt und noch in der gleichen Nacht mit ihr verlobt. Aus diesem stürmischen Vorspiel entwickelt sich eine Kette zwar unwahrscheinlicher, aber stellenweise unwiderstehlich komischer Szenen. Die Verlobung erweist sich als psychologischer Mißgriff, aber auch der Hinauswurf beim Theater war übereilt, denn die Presse ist > anderntags über die spaßige „Einlage" aufrichtig Dann ging er langsam zum Hause jurutf. Mit r nnenden Augen starrte er auf die cd)lag3eilen. & las sie immer wieder, murmelte die Worte - ’ . . . « , . ti. x „ .4. «tnirFhm Vom 20. Dezember bis zum Silvestertag verschiebt sich also der Sonnenuntergang um 8 Minuten, aber Oer Sonnenaufgang erfolgt 3 Minuten später. Zu Neujahr liegt der Sonnenaufgang am spätesten, während der Sonnenuntergang zeitlich schon hinausrückt. Am Dreikönigstag, dem 6. Januar, der herkömmlicherweise als der Beginn des „eigentlichen" Winters gilt, liegt der Sonnenaufgang nur um eine einzige Minute früher, der Sonnenuntergang aber schon um eine genaue Viertelstunde später als am 20. Dezember. Am nächsten Sonntag, 24. Januar, erscheint die Sonne zwar schon 17 Minuten früher über dem Horizont als am Silvester- oder Neujahrstag. Aber der Sonnenuntergang liegt bereits 35 Minuten später als um die Jahreswende. Das Mißverhältnis zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist am krassesten am 2. Februar, an „Mariä Lichtmeß", einem Tag, der ebenfalls im Volksmund eine besondere Bedeutung als Stichoder „Lostag" hat. Die Sonne gehl an ihm genau eine halbe Stunde früher auf als zu Jahresbeginn, aber wiederum akkurat eine Stunde später unter als am 20. Dezember. Der Fortschritt des Tageslichts am Morgen ist also halb so groß wie am Abend. Dann freilich merkt auch unsere liebe Sonne, daß es Zeit wird, sich auf den Frühling zu besinnen. Zwischen dem 2. Februar und dem 21. März beeilt sie sich. Am 21. März, dem ersten Tag des (astronomischen) Frühlings geht sie um 6.02 Uhr auf und um 18.14 Uhr unter. Der Tag hat am Morgen 2 Stunden und 9 Minuten, am Abend 2 Stunden und 27 Minuten gewonnen. Ein kleiner Erdenrest der Unordentlichkeit vom Januar haftet also der Sonne beim Beginn ihres Frühlingswandels noch an. Aber wir find großzügig, und die Sonne rechtfertigt unsere Nachsicht. Sie macht alles wieder gut und — den Mai wunderschön. Dr. Ho. Das Ritterkreuz für einen Gießener. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Oberstleutnant i. G. Ulrich B ü r k e r in einer Panzerdivision. Oberstleutnant i. G. Ulrich Bürker, am 21.11.1903 als Sohn des jetzt in Gießen wohnhaften Universitätsprofessors Dr. med. Karl Bürker in Tübingen geboren, setzte bet den Kämpfen westlich Tunis in Abwesenheit seines Divisionskommandeurs eine Kampfgruppe zum weiteren Vorstoß an, übernahm selber die Führung, erzwang im starken Feuer den liebergang über einen Fluß und trieb zahlenmäßig vielfach überlegene feindliche Kräfte unter Zurücklassung von sechs Panzern, acht Geschützen und über 100 gepanzerten Mannschaftswagen zu wilder Flucht. — Oberstleutnant i. G. Bürker trat nach Ablegung der Reifeprüfung am Gymnasium zu Gießen 1921 als Freiwilliger in das J.-R. 13 ein, in dem er 1924 Leutnant wurde. Nach dem Besuch der Kriegsakademie wurde er 1938 in das Panzer-Regiment 3 versetzt. 1941 wurde er zum la einer Panzer-Division ernannt und 1942 zum Oberstleutnant befördert. Oie deftrüfter Grimm und Gutenberg. NSG. Seit Generationen sind die Märchen der Gebrüder Grimm die Freude unserer Kinder. Ader auch Erwachsene greifen immer wieder gern einmal zu jenen köstlichen alten Geschichten, in denen wir stets aufs neue Weisheiten zu entdecken vermögen, wenn sie auch nur im Gewand eines Märchens einher geh en. Die Gebrüder Grimm, 1785 und 1786 in Hanau geboren, haben dem deutschen Volke mit der Sammlung der schönsten deutschen Märchen und Heldensagen einen großen Dienst erwiesen. Jakob Grimm war der Begründer der germanischen Philologie und legte gemeinsam mit seinem Bruder durch die Aufzeichnung und Bearbeitung der Kinder- unb Hausmärchen den Grund zur Märchen- forschung. Auch Johannes Gutenberg ist ein Kind unseres Gaues. Er ist der Erfinder des Druckes mit gegossenen, beweglichen Lettern. Er wurde um 1400 in Die umfangreichen Aufgaben, die der Krieg an die Wirtschaft stellt, können sehr häufig mit den dem einzelnen Betrieb zur Verfügung stehenden Kräften nicht bewältigt werden. Zur Befriedigung des dringenden Kräftebedarfs der Rüstungs- bzw. Wehrwirtschaftsbetriebe mußten deshalb Arbeits- fräjte anderer Betriebe frei gemacht und den Rüstungsbetrieben zugewiesen werden.- Diese Sicherstellung des Kräftebedarfs erfolgt in vielen Fällen durch die sogenannte Dienstpflichtveroronung (RGBl. 1939 I e. 206). Die Dienstpflichtverordnung kennt Dienstverpflichtungen für begrenzte Zeit (bis auf weiteres) und solche für unbegrenzte Zeit. In der Praxis entstehen sowohl bei dienstverpflichteten Arbeitskameraden, als auch bei den Betriebsführern immer wieder Zweifel, rote es sich mit den Rechten verhält, die der Dienstpflichtige im Abgabebettieb erworben hat. Hier ist vornehmlich an die Ansprüche gedacht, die sich auf Lohn, Urlaub, Gratifikationen, Pensionen usw. beziehen. Bei der Be- urteiluna solcher Ansprüche ist zwischen begrenzten und unbegrenzten Dienstverpflichtungen zu unterscheiden. Am häufigsten sind Dienstverpflichtungen, die „bis auf weiteres" erfolgt sind; hier handelt es sich um zeitlich begrenzte Dienstverpflichtungen. In solchen Fällen löst eine Dienstverpflichtung das zum Abgabebetrieb bestehende Arbeitsverhältnis nicht auf; dieses alte Arbeitsverhältnis besteht vielmehr unter Ruhen der Rechte und Pflichten weiter. Sobald die Dienstverpflichtung aufgehoben ist, lebt das alte Dertragsoerhaltnis wieder auf, d. h. der Ent- pfbichtete muß in feinen alten Betrieb zurückkehren. Die Zeit der Dienstverpflichtung wird auf die Dienstzeit aus dem alten Betrieb angerechnet. Während der zeitlich begrenzten Dienstverpflichtung steht dem verpflichteten Arbeitskameraden grundsätzlich der Lohn zu, der ihm bei der Dienstverpflichtung bekanntgegeben worden ist oder der sich aus der für die neue Arbeitsstelle gültigen Tarif-, Betriebs- oder Dienstordnung ergibt. (§ 2 der Dienstpflichtverordnung.) Ist dieses Entgelt im Einzelfall geringer als im Abgabeoetrieb, dann ge» währen nach besonderen Richtlinien die für den Wohnsitz der Dienstverpflichteten zuständigen Arbeitsämter auf Antrag Trennungszuschläge oder Härteausgle-iche. Hängen Ansprüche aus dem Dienstverhältnis von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab, so wird nach § 13 der VO. die Zeit der Bettiebszugehörig- keit im Abgabebettieb auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit in der neuen Arbeitsstelle angerech- net Das bedeutet, daß z. B., wenn sich der Urlaub M 0en[2 sich hin und konnte sie doch nicht wirklich IW &eloM< a en! Seine Hand, die die Zeitung hielt, zitterte jeder ur wenig, und unwillkürlich schritt er schneller .Ährt^E Plötzlich weiteten sich seine Augen in jähem BML. Z-yceck Ruckartig blieb er stehen, so daß emer Huer Wächter, «■* Nuke tolaten, am aii*- ;e: en ihn prallte. ________ ( fiten haben, können Sie es uns auch sagen! H miin»n Ki«» itfion mir überlassen, eruä Aus Ker Stadl Gießen ! Don der Sonne. Im Winter kann unsere liebe Sonne nicht aus den Federn. Von der Schule her wissen wir, daß der 20. und 21. Dezember die kürzesten Tage sind und die längsten Nächte haben. Aber viel weniger bekannt ist, daß sich in den nächsten Wochen nach dem Sonnentiefststand Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ganz ungleichmäßig verlagern. Wir geben einige Stichproben nach der mitteleuropäischen Normalzeit. m und der Philosophie. Nachdem er In Münzen und Freiburg diese Studien erweitert hatte, romoDierte er 1894 in Straßburg mit einer magmatischen Arbeit und bestand im nächsten Jahre e Prüfung zum Oberlehrer für Mathematik, Phy- f, Zoologie Botanik, deutsch Sprache und Lite- itur und Philosophie. Er ist von 1895 an als Ma- ■ ematifer an einer großen Versicherung tätig, ist Leiter eines statistischen Büros, ist Oberlehrer an -X Navigationsschule in Elsfleth und Lehrer auf em Schulschiff des Norddeutschen Lloyd. Nachdem -traßburg ihn 1905 als a. o. Professor berufen alte, fugte er seine Einzelstudien zu einem Lehrbuch i ifammen, das auch heute noch eine Fülle von An- ?gungen bietet, der „Geometrie der Kräfte". Zwei ahre später folgt die „Theorie der Kräfteplane", je T. H. Braunschweig beruft ihn 1909 als o. Pro- iffor für darstellende Geometrie. 1915 erschien sein luch über die „Analyse des Zufalls". Neben der Mathematik packen ihn auch ganz andere innere . -vt MWen. So entstehen sein populäres Buch über -no tilin .Sexualethik" und Bücher über die christliche Früh- % N Z >t. Er wird Vorsitzender des Lessing-Bundes und ÄN or Braunschweiger Volkslefehalle. ;crg 9‘ hochschulnachrichlen. ie ’ Professor Dr. Erik Svenson ist zum außer- ' . rbentlidjen Professor an der Universität Posen ^ 3 Fiter Übertragung des Lehrstuhls'für Mathematik L mannt worden. Svenson wurde 1895 in, Riga ge- rhp* hren. Er studierte in Dorpat, Göttingen und Mar- “ y* Hrg, promovierte 1924 in Marburg, habilitierte sich D25 in Riga und wurde 1940 mit dem Ausbau des Mathematischen Instituts der Reichsuniversität josen beauftragt — Der um die Geschichte der deut- -ien Jugendbewegung besonders verdiente frühere Professor für klassische Philologie an der Univer- ät Erlangen, Geh. Re^ierungsrat Professor Dr. tto Stählin, vollendet fein 75. Lebensjahr. Segen feiner Verdienste um die Erforschung der ristlich-griechischen Literatur in der Darstellung der ossischen Altertumswissenschaft verlieh ihm die heologische Fakultät Erlangen 1927 den Doktor der gffl M Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ~ ' m1 Big Sigrid die gegenüberliegende Sttaßenseite N* trat, winkte Axel ihr noch einmal lächelnd zu; ienn wollte er sich schnell wieder entfernen unb irü. Hans zurückkehren, weil ihm das neugierige starren der Draußenstehendn lästig fiel. In diesem Augenblick kam em Zettungsver- . difer über die Straße herüber, der wtt heiserer ein W oimme die Schlagzeilen der neuesten Mittags- es uni >s-Ä 5e 86 femt ‘W i» fturr' M. zu fcjtraim Mitbegründer des Dürer-Bundes und Mitglied des Ausschusses für öffentliche Kunstpflege. — Im Alter on 74 Jahren starb Generaldirektor Dr.-Jng. Lud- -tg Hoffmann. In Auerbach a. d. Bergstraße Auszeichnung zum Tage bet Briefmarke. Eine der ältesten Auszeichnungen für Verdienste )ren ftiiiN hi der Briefmarkenkunde ist die im Jahre 1909 von "1 im Gründer der Deutschen Philatelistentage gestif- fcc Hans-Wagner-Medaille. Die Stiftung Her Medaille wird von der Kameradschaft der Hefmarfenfreunbe von 1885 (in der Gemeinschaft ' utscher Sammler), Mainz, verwaltet. Die Ver- khung erfolgt alle drei Jahre einmal, es waren i» Medaillen für 1938 und 1941 zu vergeben: das ^eisgericht bestand aus dem Reichsfammlerwart .üb drei Mitgliedern der Kameradschaft. Die Aus- . chnung für 1938 erhielt Major a. D. Hans von fitb iidolphi (Berlin), der vor 10 Jahren in einer ihr iS ' t nkschrift die Anregung zum Tag der Briefmarke l-iner ö * und sich als Herausgeber des Handbuchs der ‘Lif u-ll E-iefmarfenlunbe große Verdienste um die Phila- leie erwarb. Die Medaille für 1941 erhielt Baurat U, Der i < o Kai 1 fur feine Putzfrau zum Reinigen der Büroräume gesucht. fiöiD Emil Schmall Bier-Groß- Handlung und Eisfabrik. Verschiedenes! Frau zum Ausbessern der Wäsche monatlich 1 Tag gesucht. Schriftl. Ang. unter 0418 an o. Gies;. Anz. Für die vielen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Toni Koch Erich Schwalb Großen-Buseck, im Jan. 1943 \0433/ der Universitätsstadt ließen Freitag, den 22. Januar 19.00 bis 21.00 Uhr 16. Freitagmiete u. Halbmiete A Der Schwarzkünstler. Mittwoch abend WeM am Bahnhok Gießen abhand. gekommen Wie- derbringer erhält gute Belohnung. Tli.mswetxlar. LICHTSP1ELTH BAT EB Blorli-Palast, 'euetvwep: Hab mich lieb Lichtspielhaus, o ahn ho tetra ße Einmal der liebe Herrgott sein T80L 2.30, 4.41.7.30: So. 2.00, 4 JO. 7.30 Jlr )arum gibt es weniger Hanshaltporzellan? <1 Parole: Schont die vorhandenen Bestäube! Ihr Berater in allen Punktfragen Rheine 23. Januar 1948 Biete iZimmer u. Küche, in der 24. Januar, um 14 Uhr statt. 228 D Suche eine schöne [225D Giehen, den 19.Januar 1943. Verkaufe WewlW swetflhölmet ,u verkaufen für (schw. Italiener) CARL HAMEL & CO. FRANKFURT/M.9 zu verta 65 RM. \ 1 ujru* oiuiirRvL, Phil.Biüenstock, [0447 iIast /ilft/eilen L Wehsteingasse 10. Wenn's mol „danebengehf", weiß er: Hansaplost-elas tisch ver» bindet im Nu blutstillend und hochbakterizid. Und Q-u-e-rtl elastizität hält Wundrän» der klammerartig zusammen# Mündlich können Sieefrunwenlnen sagen, schriftlich mehreren, durch eineKleirumzeige sagen Sie es alles Gießen Ebelstraße 39 Verkaufe noch einige Ihre Kriegstrauung geben bekannt Geir. Eduard Genet Maria Genet geb. Schmidt ist Ihnen zumute .... wenn Sie Ihren Füfoen eine wirkliche Pflege angedeihen lassen. Hühneraugen und Hornhaut beseitigt zuverlässig die bewährte Zur weiteren Pflege Ihrer Fähe dann selbstverständlich *♦ Militärpersonalie. Der Standortofst- zier in Giehen, Major Wolf, wurde mit Wirkung ab 1. Januar 1943 zum Oberstleutnant be- Ilse Schupp Horst Heinne Großen-Linden Schiffenberger Weg 84. [0434 Bahnhofstraße. Sucke 2, evtl. 3 Zimmer und Küche. Schr. Ang. unt. 0431 a. d. G. A. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Giehen und Lauterbach. Ter Landrat des Landkreises Giehen. Dr. Lotz. Hausmeister-Ehepaar gesucht zur Bedienung der Zentralheiz., Reinigung des Büros und noch sonstige Verrichtungen, die der Pflege des Grundstücks dienen. Freie Wohnung mit Licht und Heizung sowie Grabgarten. Gut berufene Ehepaare, auch mit Kindern, woll. schriftl. Bewerb, u. 227D a. d. Gieß. Anz. richten. Gute Milch-yndFahrkiih i.VUirzz.4.Male kalb., üb. tracht. Vogelsberger Rind z.verkaufen.[0443 Königsberg, Nr. 47. NSK. „Fabrik für feines Gebrauchsporzellan" steht am Eingang des großen, mehrere hohe Gebäude umfassenden Werkes. Durch einen Besuch dieser Fabrik wollen wir Antwort auf diese Frage finden, die heute viele bewegt: „Warum gibt es kein Haushaltporzellan?" Die erste Antwort erteilt uns das Gefolgschaftsamt. das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag-Vormittag geschlossen! Kleiner Mann • was tun? der Versorgung r . zellan lösen kann. Erstes Gebot bleibt in Anbetracht der kriegsbedingten Marktlage: Nichts zerbrechen. Ob im Privathaushalt, im Lager oder in der Unterkunft, überall muß man bestrebt sein, die Porzellanvorräte recht lange zu erhalten, damit sie möglichst keiner oder nur seltener Ergänzung bedürfen. Berlin 0428/ Gemeinsame Bekanntmachung der Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Giehen und Lauterbach. Betr.: Abgabe von Sützwaren. Ab 25. Januar 1943 werden die aus der Weih« nachtssondvrzuteilung verbliebenen Restbestände an Süßwaren zum freien Verkauf in kleinen Mengen freigegeben. Die Abgabe der Sühwaren erfolgt auf die Nährmittelkarte. Der Stammabschnitt dieser Karte ist auf der Rückseite mit dem Firmenstempel des Kleinverteilers zu versehen. Auf bereits abge« stempelte Karlen dürfen Sühwaren nicht mehr ab« gegeben werden. Noch etwa im Besitz von Weihnachtssonderkarten befindliche Personen werden hiermit aufgefordert, von ihrem Bezugsrecht auf Sühwaren auf Grund der Wechnachtssonderzuteilung bis zum 25. d. M. Gebrauch zu machen. Nach diesem Tage ist nicht mit Bestimmtheit mit einer Belieferung zu rechnen. Statt Karten t Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung möchten wir auf diesem Wege, auch im Namen unserer Eltern, herzlich danken Häuser, Lazarette, Truppenunterkünfte, Lager für Arbeitsdienst, Organisation Todt, und vor allem auch für die Rüstungsbetriebe und für die vielen Millionen in Deutschland schaffenden ausländischen Arbeitskräfte. Da werden freilich Riesenmengen an Tellern, Eßnäpfen, Schüsseln, Trinktöpfen, Tassen und anderem mehr gebraucht. Ein kleiner Teil bringt uns durch den Export im Austausch wertvolle Devisen oder noch wertvollere Rohstoffe. Einen gewissen Teil braucht die Wirtschaftsgruppe zur ständigen Verfügung für plötzliche Aktionen, wie etwa für luftgeschädigte Gebiete, für den Osten usw. So bleibt nur noch ein Rest von 15 bis 20 v. H. der Produktion, den der Betrieb frei verkaufen kann. Und auch dieser geht in erster Linie an Bombengeschädigte oder an deutsche Siedler in den Ostgebieten, so daß für den übrigen Bedarf recht wenig übrigbleibt. Die große Frage ist nun, wie man das Problem der Versorgung der privaten Haushalte mit Por- Heute entschlief im 87. Lebensjahre nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber Onkel Herr Kaufmann Johannes Berieft Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Pimper. Hungen, Kirtorf, Lehrbach, Friedberg, den 20. Januar 1943. Die Beerdigung findet Samstag, 23. Januar, nachmittags 3 Uhr, in Hungen statt. Auch wir trauern um den Heimgegangenen als guten Freund und jahrzehntelangen verdienstvollen Mitarbeiter der einstigen Firma Carl Fendt. Hungen. Familien Fendt und Seiler. 229D schoß Kamerad Jakobi den 4. Preis. Den im Felde stehenden Kameraden wurden als Liebesgaben Rauchmaterial zugesandt, das dankbar angenommen wurde. Die Jahresrechnung, von dem Rechner D e r n vorgetragen, zeigte geordnete Kassenverhältnisse. Die von den Kameraden Wilhelm Martini und Willi Velten geprüfte Rechnung gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, dem Rechner konnte Entlastung und Dank für seine Mühewaltung ausgesprochen werden. Dem Kamerad Georg Hch. Jung wurde die Kyffhäuser-Ehrennadel für 25jäh- rige Mitgliedschaft überreicht. Nach einem Schlußwort des Kameradschaftsführers, in der er die Kameraden ermahnte, fest zusammenzustehen, wurde der Appell mit dem Gruß an den Führer und die Wehrmacht geschlossen. Langsdorf, 21. Jon. Heute haben mir Rektor i. R. Heinrich Köhler, einen unserer namhaftesten Einwohner, zur letzten Ruhe gebracht. Er entstammte einem unserer ältesten und größten Bauerngeschlechter, das seit 400 Jahren unter uns besteht. Don den vielen Volksschullehrern, die aus unserer Gemeinde in den letzten 70 Jahren hervor- ™ weniger kriegswichtiger Betrieb ist aber das Werk auch darüber hinaus noch gründlich ausgekämmt worden. Viele Arbeitskameraden, vor allem Frauen, find in die Rüstungsindustrie gekommen. Aber trotzdem ist die Fertigung nicht im gleichen Maße zurückgegangen, sondern nur um etwa 20 bis 30 v. H. gesunken. Dieses Ergebnis ist nach den Worten des Betriebsführers überwiegend dem Fleiß und dem Leistungswillen der verbliebenen Gefolgschaft zu danken. Man hat aber auch betrieblich manche organisatorische Maßnahme und Vereinbarung getroffen; insbesondere ist die Verschiedenartigkeit der Produktion, das Sortiment, geringer geworden. Was fabriziert man denn heute überhaupt noch? Hat man sich auf Elektrokeramik und andere kriegswichtige Dinge umgestellt? — In manchen Betrieben wohl, aber nicht überall. In dem besuchten Werk z. B. wird nach mie vor Gebrauchsporzellan hergestelll. Jedoch ist die kostbare Luxusware, die früyer auf der Leipziger Messe die Bewunderung der ausländischen Einkäufer erregt hat, verschwunden. Schlichte, den Kriegsbedingtheiten ungefaßte Gebrauchsware ist es in erster Linie, die gefertigt wird; allem voran genormtes Wehrmachtsgeschirr. Weit über die Hälfte der Produktion ist für die Wehrmacht, Rüstungsindustrie und was damit zu- sammenhängt, bestimmt. — Aber brauchen denn diese Stellen wirklich so viel Porzellan und Geschirr? Denken wir nur an die vielen Krankengegangen sind, war er einer der ersten und ältesten. Seinen' Schuldienst vollbrachte er 21 Jahre lang im Vogelsberg, nämlich in Stumpertenrod und Ulrichstein. Danach diente er 24 Jahre lang an der großen Schule zu Watzenborn-Steinberg, in den letzten Jahren als Rektor. Nach seiner Ruhestandsversetzung zog er wieder in die alte Heimat zurück, wo ihm noch fast 18 Jahre eines wohlverdienten Lebensabends zuteil wurden. Er starb im 84. Lebensjahre in demselben Hause seiner Väter, in dem er geboren war. G. A -Sport. Oer nächste Spori-Sonntaa in Gießen Der kommende Sonntag bringt wieder ein ausgezeichnetes Sportprogramm. Bei günstigen Platzverhältnissen wird es einige bemerkenswerte Begegnungen geben. Dor allem im Handball der höchsten Spielklasse wird unser einziger Gießener Vertreter, der Luftwaffensportverein, noch einmal zeigen müssen, daß der nun gesicherte Platz in dieser Klasse auch den Leistungen nach in Anspruch ge- Ttnmmen werden tonn. Sie Flieger erwarten de« Tabellenletzten, die Turngememde Rüsselsheim. Diese hat, am Schluß stehend, 3 Punkte, die Turn, gesellschaft Offenbach folgt mit 4 Punkten, und den drittletzten Platz mit 8 Punkten nimmt der Lüft- waffensportverem Gießen ein. Es ist al o, Mange nicht Rüsselsheim und Offenbach noch uberaschend gute Ergebnisse erzielen, nicht damit zu rechnen, daß unser Gießener Vertreter noch in Abstiegsgefahr kommen könnte. Nun nähert sich die Smeifer^e irrem Ende, und dann k^mmt auch die Entscheidung darüber, wer nun, nachdem Hanau seine Mannschaft zurückgezogen hat, als zweiter absteigen wird. Die Begegnung Lu f t wa f s e n s p o r t ve r e i n — Rüsselsheim am kommenden Sonntag m Gie- fjeh ist also von besonderer Bedeutung. Das Vorspiel verloren die Flieger mit 8:9 Toren. Im Fußball ist neben den Meisterschaftsspielen das Tschammer-Pokalspiel D f B. - R. 5 r i e b « berg — Luftwaffensportverein G i e -- ß e n neu nach Friedberg angesetzt worden. Eine Begegnung, die zweifellos außer dem Pokal-Ergebnis auch hinreichend Aufschluß über die weitere Entwicklung der Tabelle in der Meisterschaftsrunde geben wird, denn der Tabellenführer, Lustwasfen- sportverein Gießen, hat sein Rückspiel gegen Friedberg noch auszutragen. Es ist aus diesem Grunde verständlich, daß die Flieger versuchen werden, in diesem Pokalspiel die Stärken und Lücken von Friedberg zu erkennen. Ebenso wird natürlich Fried- berg jede Gelegenheit nützen, im Pokal weiterju- kommen und seinen guten Tabellenplatz zu verbessern. In beiden Spielen hat Friedberg den eigenen Platz zum Bundesgenossen, und man weiß, daß in Friedberg-Fauerbach nicht leicht zu gewinnen ist. Mit ihrem 22:2-Sieg am vergangenen Sonntag über Büdingen haben sich die Flieger bestens empfohlen, und man darf ihnen auch gegen Friede berg reelle Gewinnaussichten zusprechen. Handball-Kreisklasje. lichen Wünsche dar. ** .Hilfe bei Kinderlosigkeit in der Ehe." $um Arbeitsbereich der auf Anregung des Reichsgesundheitsführers gegründeten Arbeitsgemeinschaft ,Hilfe bei Kinderlosigkeit in der Ehe", Beratungsstelle Gießen, gehören die Kreise Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Wetzlar, Oberlahn, Biedenkopf Dillenburg. Leiter der Beratungsstelle ist Dozent' Dr. med. habil. Wißmann, Oberarzt der Universitäts-Frauenklinik Gießen. ** Klavierabend in der Aula. Der bekannte Münchner Pianist Johannes Hobohm, dessen hervorragendes Können wir bereits in früheren Konzerten bewundern durften, veranstaltet am kommenden Sonntag in der Universitätsaula einen Klavierabend. Der Künstler wird Werke von Bach, Mozart. Schumann und Reger zu Gehör bringen. ** Windelhöschen aus Austauschstoffen weiter ohne Punkte. Nach der neuen Punktliste für die Warenbeschaffung kosten auch Waren aus Austauschstoffen Punkte. Das hat in der Geschäftspraxis zu der Ansicht geführt, daß nun auch Windelhöschen aus Austauschstoffen punkt- pflichllg seien. Dies trifft 'edoch laut „Tertil-Nei- tung" nicht zu. Die Punklliste kommt nur für Waren in Betracht, die bezuasbeschränkt sind. Windelhöschen aus Austauschstoffen sind jedoch in jedem Fall nicht bezugsbeschränkt und dürfen daher auch nicht gegen Punkte verkauft werden. Verdunkelungszett: 22. Januar von 17.48 bis 7.48 Uhr. Landkreis Gießen. * D a u b r i n g e n , 20. Jan. Der hiesige Sport- C.lub 1921 hielt am Sonntag feine Generalversammlung ab, in der der stellvertretende Verems- führer Vogel der gefallenen Kameraden gedachte und dann einen Rückblick auf das verflossene Sport- fahr gab. Rechner Schmidt erstattete den Kassenbericht, aus dem der ordnungsmäßige Befund der Kasse ersichllich war, so daß dem Rechner Entlastung erteilt werden konnte. . 4 Leihgestern, 21. Jan. Die hiesige Kne- gerkameradschaft hielt am Sonntagnachmittag ihren Jahreshauptappell bei Kamerad Dern, Kirchgasse, ab. Der Kameradschaftsführer gedachte zunächst der verstorbenen Kameraden und aller im Kampfe für das Vaterland Gefallenen. Anschließend gab er den Jahresbericht. Die Kameradschaft beteiligte sich am Bundesschießen, ferner an einem Klem- käliherwettschießen mit der Wehrmacht und einem weiteren, von der Wehrmacht auf den Militarschieh- ftänden veranstalteten Preisschießen; bei letzterem Wenn das überall berücksichtigt wird, dann reicht unsere Produktion durchaus, um die unvermeidlichen Ergänzungen vorzunehmen und die dringendsten privaten Wünsche zu erfüllen. Der Betrieb selbst, so erklärt der Betriebsführer weiter, hat seinen Teil dazu schon beigetragen, denn er steigert die Festigkeit seiner Ware ganz bedeutend, so daß sie manchen stärkeren Stoß vertragen kann. Aber trotzdem soll man die Probe aufs Exempel möglichst vermeiden, denn im Kriege ist jedes Stück Gebrauchsgeschirr eine schonenswich- trge Kostbarkeit. H. H. Keine Ursprungs« sengnIsse, tmbrm nut Zeugnis abfdjriften dem ®e werbungMkhtetben bet» legen I — Lichtbilder undBewerbungöunte» lagen müssen zur Set- meidung von Keüuste» auf der Aücheite Namen und Anschrift des Beweibet» trauenl Stenotypistin gesucht, halbtäg. ob. f. wechselnde Stund. Evtl, kann die Arbeit zum Teil zu Hause erledigt werden. Sckr. Ang. unt. 0438 a. d. G. A. Putzfrau gesucht, dreimal wöchentl. f. zwei Stunden. (0452 Fran 0?. Schmidt, Seltcrow. 44II. Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein herzensguter, jüngster Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Ernst Ludwig Horn Obergefreiter in einem Grenadier-Regiment in den schweren Kämpfen bei Rschew vier Wochen vor seinem 27. Geburtstage am 5. Dezember 1942 den Heldentod fand. Er folgte seinem Bruder Wilhelm, der am 1. April 1942 sein junges Leben im Osten geopfert hat. In tiefem Schmerz: Marie Hom Wwe., Heinrich Haas III. und Familie; Heinrich Horn, Schneidermeister, u.Familie; Gefreiter Karl Horn, z Z. in Urlaub; Soldat Ludwig Horn und Familie; Obergefreiter Philipp Horn, z. Z. Im Felde, und Familie; Emma Horn Wwe. und Kind; Soldat Otto Horn und Familie. Steinbach, Steinberg, den 19. Januar 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem Für die Aufmerksamkeiten anläßlich unserer goldenen Hochzeit danken wir herzlich Georg Bender u. Frau Sophie, geb. Mattern Leihgestern, im Januar 1943 s 0414/ Allen, die zu meinem 75. Geburtstag so freundlich meiner gedachten, sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank H. Gering Gießen, Wilhelmstraße 48 __0449/ Mining f. März z. miet., od.tamchemeine sonn.3 '/r-Zimm.- Wohn. m. Bad. Schr. Ang. unt. 0453 Q. d. G. A. Mutter m. zwei Kind, sucht für Kriegsdauer 3-5-3inimet- Mmg od.mehrere leere oder möblierte Zimm.m.Kück.- Benuvung in Gießen od.Umg. 0437 Professor Tbicrfelder, Alicenstraße 43. 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Bepler, und Kinder Adelheid und Walter sowie Eltern und alle Angehörigen. Lang-Göns, Ebersgöns, Bad Homburg und Gonzenheim, am 18. Januar 1943. ___224 D MU 'KOHLE*. MM ,™aEssEN Gruningen — Luftwaffe Gießen II. Mit diesem Treffen werden die Spiele der Kreis- klasse beendet. Für die Soldaten ist das Spiel von großer Bedeutung. Nur bei einem Siege kann man ein Entscheidungsspiel gegen den Lokalrivalen Mtv. Gießen erzwingen. Durch neuerliche Abstellungen muß Grüningen das Spiel mit Ersatz bestreiten. Die Gießener werden allerdings auch nicht in den früheren Aufstellungen antreten können. Die größere Spielerfahrung der Gäste sollte jedoch die Gewähr für einen knappen Sieg ergeben. HJ.-Klasse. Mtv. Gießen II — Holzheim. Zu einem rückständigen Treffen der HJ.-Klassö kommt es auf dem Mtv.-Platz. Im Vorspiel errang Holzheim die größte Torausbeute aller Mannschaften. Die sonntägliche Begegnung wird wohl nicht mit solchem unterschiedlichen Ergebnis enden. Die Gäste sind gezwungen, mit Ersatz anzutreten. Auf eignem Boden werden die Gießener versuchen, wenn auch nicht zu einem Siege zu kopimen, so doch mit einem achtbaren Resultat die Spielrunde zu beenden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot) für Stadt Giehen. Provinz, Wirtickaft und Sport: Ernst Blumichein. Druck und Verlag: Brsthlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. BsrlagSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisiiste Nr. 6 Wie Keu^e&Gtett fördert. ** 8 8. Geburtstag. Am kommenden Sonntag, 24. Januar, kann der langjährige Bürodirektor des früheren Kreisamtes, jetzigen Landratsamtes Gießen, Rechnungsrat i. R. Eduard Schiff- ni e, Kaiserallee 3 wohnhaft, seinen 88. Geburtstag begehen. Durch sein früheres berufliches Wirken, aber auch durch seine jahrzehntelange ehrenamtliche Mitarbeit in den Kriegerkameradschaften und auf । dem G-biete d«r sozialen Fürsorge h<ü sich der Ju- M^ünattm männlich-n Ärbeitskräft-des Werkes- bilor in weiten Bevor.erungskreisen m Stadt und 1 2. h bei ber 2and «roße Wertschätzung erworben Dem alten । Wehrmacht. Als weniger kriegswichtiger Betrieb Herrn bringen auch wir zu feinem ^burtstage un ..f nh(>r hne. darüber hinaus noch gründ- fur einen weiteren schonen Lebensabend unsere herz- 6-Hinnuei- HJoDnung mit Bad, evtl. Heizung, auch Einfamilienhaus, zu mieten gesucht. Evtl, kann S-Zimm.-Wohn. mit Bad und Heizung getauscht werd. Schriftl. Angeb. unter 0386 an den Gieß. Anz. 2-Zimnierwohnuno ganz oder teilweise möbliert, in Gießen oder nächst. Umgeb., zu mieten genickt. - Schriftl. Ang. unt. 0399 an d. Gieß. Anz. Brigitte Am 21. Januar ist unser Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Mit uns freuen sich Werner und Gerhard über ihr Schwesterchen Märtel Klementz, geb. Kersten Dipl.-Kfm. Karl Klementz Syndikus der Industrie- und Handels- kamtr-er ("Hefcen Leutnant der Luftwaffe, z. Z. im Felde Gießen, Lonystraße 7 1. Z. Evang. Schwesternhaus v 0446/ Für die uns zu unserer Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche sagen wir allen recht herzlichen Dank wuh|lm LBch und Fran Angnate, geb. Sobel Gießen, Januar 1943 K 0417/ 1078