9 Xreitag, 21. Matmr BonntngS unb RetertnaS M ▲ Jk Kä A ▲ ▲ AA lÄ ■ A A A A A A. a a ▲ «»nähme von -Anzeige« Beilagen: £ mA ■ JmMw wir Ak MD DD Ak 4b Ak die Mittaasnummer Gießener ^amilienblätte, M «M M |W |7 A W ■ ■ iw ■▼ MW HK Ffl W ■ A H 1 W ■ ▼ bis8''.UbrdesVormittags iss Meyenei MjelM MM aSÄS ,v«>-«ndv...--- fl*AnornI-tity §chriftleltung und Geschäftsstelle: AbschlüsseMengenstaffelS Postscheck 1168ks^rankf./M. vrühlscheUnlversttStsdruckerel«.Lauge WvIlUUlSWjvIyU Jill vbtH/bssbll «resten,§ch«lftratze7-Y WLWlWW zu denen der Schwere NWeugverluste der Amerikaner Orke im norddeutschen Küstengebiet. Es entstanden Verluste unter der Bevölkerung und zum Teil erhebliche Gebäudeschäden, besonders in Flensburg. Durch Iäger und Marineflak nnir- den vierzehn viermotorige Bombenflugzeuge abgescho ssen. Fünf britische Flugzeuge überflogen in der letzten Nacht das nördliche Reichsgebiet. Die Luftwaffe bombardierte in der Nacht zum 20. Blai erneut militärische Einzelziele in London und an der b r i l i s ch e n K a n a l k ü st e. Lin Flugzeug wird vermißt. In her Zeit vom 11. bis 20. Mai schossen leichte deutsche Seestreitkräfte dreizehn feindliche Flugzeuge ab. Der WeKrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquarkier, 20. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront verlief der gestrige Tag im allgemeinen ohne besondere Ereignisse. In den Küstengebieten Siziliens und Sardiniens vernichtete die Luftwaffe zusammen mit italienischen Jägern vierzehn feindliche Flugzeuge. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der vergangenen Nacht Oran an. Durch Bombentreffer in den Hafenanlagen entstanden große Brände. Jn den Mittagsstunden des gestrigen Tages waren ASA.-Bornber aus großer Höhe Bomben auf Hm der Welt einen ehrenvollen Frieden zu sichern, ist es notwendig, daß die beiden Probleme bef politischen Freiheit und der wirtschaftlichen Freiheit zu gleicher Zeit auf internationalem Gebiet gelöst werden. Line gerechte Verteilung der Hilfsquellen der Welt ist un- löslich verbunden mit der freien Entwicklung und der Zusammenarbeit der Völker. Italien, das im Laufe von 30 Jahren sein Volk von 29 auf 45 Millionen hat anwachsen sehen, und im entsprechenden Verhältnis seine nationalen Not- Wendigkeiten, hat von dem Augenblick, an dem seine Einheit erreicht wurde, niemals über eines der Produktionsmittel verfügen können, die es brauchte, um in wirklicher Unabhängigkeit mit anderen Völkern Slsammenarbeiten zu können, die solche Mittel im eberfluß hatten. Diese Lebensnotwendigkeit unseres Volkes hat beständig die italienische Politik von Cavour bis Mussolini beseelt. Niemand kann leugnen, daß der Duce gewiß alle Mittel angewandt hat, bevor er an den Krieg appellierte, um das italienische Problem im Rahmen einer wohlverstandenen und breiten Zusammenarbeit zu lösen. Die Ziele Italiens waren und sind die Freiheit seiner Arbeit, und die Freiheit a.uf dem Meere, das Italien umgibt. Das ist das Ziel, das die Italiener dazu trieb,'auf der Krim zu kämpfen, sich im Roten Meer zu installieren, für Tunis zu leiden und Libyen zu erobern. Die Feststellung des Duce, daß das Mittelmeer für andere Völker eine Verbin- bungsstraße ist, für uns aber das Leben bedeutet, ist bestätigt worden durch den 35 Monate dauernden heldenhaften Kampf, den unsere Soldaten in Afrika geführt haben, jenseits jenes Meres, welches die Lebensbedingung unseres Volkes ist und dessen wirkliche Freiheit wir immer noch nicht besitzen. Das Gesetz von der Notwendigkeit zu leben, hat uns zum Kampf gezwungen und legt uns jetzt die Notwendigkeit auf, Widerstand gegen einen iyeinb zu leisten, der unsere zukünftige Bestimmung 'm Zusammenhang mit einer wirtschaftlichen Sklaverei und einer politischen Unterjochung sieht, der im Innern nur ein hinterhältiger Defaitismus Folge Wen könnte. Dieses Schicksal will Italien nicht auf s i ch nehmen. Es ist nicht gedehnt, auf seine Ehre, den einzig wirklichen Besitz der armen Völker zu verzichten: Italien hat sich niemals verkauft oder verschachert und von Novara bis zur Piave hat es immer einen König und ein Heer gehabt, um sie zu verteidigen. Angesichts der terroristischen Methoden inf e r er Gegner, die eine bedingungslose ilebergabe zu erroarten scheinen, wie sie irgendeiner rebellischen Völkerschaft auferlegt werden könnte, be- lvnen wir, was unser Volk gelitten hat, um Na- Ü o n z u werden, und was es für die anderen, schaffen gewußt hat. Europa steht heute aufrecht B e r I i n, 20. Mai. (DNB.) Während der Kämpfe in Tunesien hat der französische Generalresident Admiral E st e v a in korrekter und loyaler Weise mit den Achsenmächten zusammengearbeitet. Aus diesem Grunde hat der Reichsaußenminister von Ribbentrop an Admiral Esteva ein Schreiben gerichtet, in dem er den Beitrag des Admirals an der Verteidigung des tunesischen Raumes gegen die englisch-amerikanischen Eindringlinge und die abtrünnigen französischen Generale hervorhebt. Durch die Mitwirkung Admiral Estevas bei der Aufstellung des französischen Freiwilligenverbandes, des franzö- ischen Arbeitsdienstes und durch den Einsatz des ranzösischen Verwaltungsapparates in Tunesien hat der Admiral das reibungslose Zusammenwirken der verschiedenen Bevölkerungsteile in Tunesien mit den deutschen und italienischen Verbänden ermöglicht und damit die Kriegführung der Achsenmächte erleichtert. Der Reichsaußenminister spricht daher am Schluß seines Briefes Admiral Esteva den Dank und die Anerkennung der Reichsregierung aus. Admiral E st e v a hat isi einem Schreiben dem Reichsaußenminister von Ribbentrop geantwortet und seinen Dank zum Ausdruck gebracht. Admiral Esteva hat ferner an den französischen Stabschef Marschall Pötain und an den französischen Regierungschef Laval Briefe gerichtet, in denen er seine Loyalität und seine Treue zur Politik des Marschalls und der Regierung Laval erneut bekräftigt. Handschreiben pstainS an Admiral Esteva. Paris, 20. Mai. (Europapreß.) Marschall Pe- t a i n hat ein Handschreiben an den nach Frankreich zurückgekehrten Generalresidenten von Tunesien, Admiral Esteva, gerichtet, in dem er dessen patriotische Haltung hervorhob. In dem Schreiben heißt es, daß Admiral Esteva dem ganzen franzö- das härteste Blutregime von eigenen Landsleuten, an deren Spitze der Verrätergeneral Giraud steht, ausgeübt wird. Von demokratischer Freiheit, Recht und Wohlfahrt ist in den von den Anglo-Amerikanern besetzten nordfranzösischen Gebieten keine Rede mehr. Besatzungsmächte, Juden und Bolschewisten sind hier Verbündete im blutigen Kampf gegen die Freiheit der Bevölkerung des sranzösisch- nordafrrtanischen Gebietes. Was dem Terror dieses jüdischen Dreigespanns entgeht, wird durch die Hungerpeitsche der jüdischen Ausbeuter zugrunde gerichtet. Fm Mittelmeer versenkt. Rom, 20. Mai. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag meldet il a.: Unsere Flugzeuge setzten mit Erfolg den A n ff griff gegen den längs der algerischen Küste fahrenden G e l e i t z u g fort. Zwei mittelgroße Dampfer, die Torpedotreffer erhielten, sind als utttergegangen anzusehen, während ein dritter 10 000-BRT.-Dampfer schwer beschädigt wurde. Die Häfen von S f a x, Dran und Dschi« dschelli wurden von Kampfflugzeugen der Achse wirkungsvoll angegriffen. Angriffe feindlicher Verbände guf T r a p a n i und in der Landschaft Campidano (Cagliari) forderten einige Opfer und verursachten leichte Schäden. Die Feindverbände, die von italienischen und deutschen Jägern zum Kampf gestellt wurden, verloren insgesamt 13 Flugzeuge. Ferner wurde ein viermotoriges Flugzeug über Sizilien von Flakbatterien abgeschossen. Englische „Ritterlichkeit^. Rom, 20. Mai. (Europapreß.) „Ich habe die Engländer kennengelernt. Auf der Galeere sah ich, wie sie das Brot denen verweigerten, die ihren König liebten. Ich sah, wie die umgebracht wurden, die den Duce anriefen." Diese Worte enthielt der Brief des Leutnants Gianni Erichiello, den dieser an den Federale von Bari gerichtet hat, und der am Donnerstag veröffentlicht wird. Der Leutnant ist bei dem letzten Gefangenenaustausch aus Indien heimgekehrt. Jn seinem Brief trägt er dem Federale auf, dem Duce auszurichten, daß der Zurückkehrende viel zu rächen hat und daß er den Kampf bis zum Sieg verlangt. Auf Befehl des Oberbefehlshabers des britischen Zeschwaders im östlichen Mittelmeer weigern ich die Engländer, wie aus Tanger berichtet wird, die in Alexandrien internierten französischen Seeleute mit Lebensmitteln zu versorgen. Der Befehl sei erlassen worden im Hinblick auf die Haltung der französischen Offiziere und Seeleute des Geschwaders Godefroy. In den letzten Tagen hätten die britischen Behörden ein letztes Mal versucht, die Franzosen zum A b - fall zu bewegen, aber alle hätten den Verrqt an Marschall Pstain abgelehnj. Loyale Zusammenarbeit mit -er Achse Dank des Reichsaußenministers. fischen Volk als Beispiel eines guten Soldaten und eines wahrhaften Patrioten dienen könne. „Freiheit" in Tunesien. Nach den Versicherungen der Anglo-Amerikaner und nach ihren Abmachungen mit den Verrätern Darlan, Giraud und Genossen wollten sie als Freunde und Befreier Französisch-Nord- afrrka besetzen. Tunesien erlebt jetzt feit acht Tagen diese anglo-amerikanische „Freiheit". Was sich in diesen paar Tagen in Städten und Dörfern der tunesischen Bevölkerung an Besatzungsterror und Willkür, Verfolgungen, Deportierungen und Hinrichtungen ereignete, hat auch den Gutgläubigen die Augen über die „Freiheit" geöffnet, die ihnen von den „christlichen Soldaten" Roosevelts und Churchills gebracht worden ist. Tunesien gleicht heute einem riesigen Konzentrattonslager, dessen Insassen vogelfrei sind und weder eine persönliche Freiheit noch ein Anrecht auf ihr Eigentum haben. Es wiederholt sich in Tunesien das, was in den Monaten vorher bereits die Bevölkerung Französisch- Marokkos und Algeriens und in den Jahren vorher alle die Menschen und Völker kennengelernt haben, die mit der anglo-amerikanischen „Freiheit" beglückt wurden. Wir brauchen nur an die bis zur offenen Revolte der Bevölkerung gegen die Eindringlinge gediehenen Spannungen 'zu erinnern, die sich täglich in neuen Abwehraktionen der Einheimischen in Irak und in Iran äußern. Angesichts der Verhältnisse in Französisch-Nordafrika und Tunesien ist vor kurzem das Schlagwort geprägt worden: „Afrika den Juden." Die Einheimischen sind restlos recht- und wehrlos geworden. Sie untergeben der Gewalt der Besatzungsmächte und der Willkür der Juden, die wie die Ratten aus ihren Schlupfwinkeln hervorge- krochen und mit den Besatzungstruppen eingewandert sind. Besonders niederdrückend für die Bevölkerung FranMIch-Nordalrikas ist die Tatsache, daß Ber Staatssekretär d°s Auswarttaen B a st » anlni gab am Mittwoch vor . ™ Ausschuß des Senats einen umfassenden Be- ncht über das Budget des Außenministeriums. Der Staatssekretär verwies eingangs darauf, daß $ierS?r ^e.r neuesten politischen und diplomatischen Tätigkeit Italiens sich nur auf die kurze ■3eit von drei Monaten bezieht, die seit der Be- rusung des Staatssekretärs vergangen sind. Jn die- sen Zeitablauf fiel der Besuch des Reichsaußen- v o n Ribbentrop in Rom, der, so erhärte Basti omni, die Prüfung der gemeinsamen Fragen im Geiste der vollkommenen Zusammenarbeit und der aufrichtigen Kamera d s ch a ft, die die Beziehungen zwischen den beiden Achsenmächten beseelt, erlaubt hat Bastianini erwähnte auch den ungarischen Besuch in Rom und die Verleihung des Groß- “Wsoom Militärorden von Savoyen an Mar- schall Antonescu. Der Staatssekretär bezeichnete vie ständige Fühlungnahme mit den Verbün- veten als Kundgebungen, welche die Solidari- £?/. öes Deutens und des Handelns bestätigen, die Statten mit allen seinen Verbündeten verbindet, die unter dem Zeichen des Dreierpaktes den gemeinsamen Krieg zur Verteidigung gemein- jamer Ideale gegen die gemeinsamen Feinde führen. BasttaniNi erinnerte vor allem an die bedeutungsvollen Begegnungen zwischen dem Führer und dem Duce und erklärte, daß Italien und Deukfchland bei der Gestalkung der zukünftigen Weltordnung nicht die Unterdrückung der Völker anfkreben, sondern ihre freie Entwicklung und ihre Sicherheit durch die Zusammenarbeit aller herbeiführen würden. Italien hat, so führte Bastianini aus, als erstes Land seine Stimme in Europa erhoben gegen die territorialen Ungerechtigkeiten und gegen das Regime des Zwangs und der Unterdrückung, das durch die pazifistische Ideologie von Genf nur schlecht getarnt wurde. Der Duce hat in dieser Ungerechtigkeit be- reits damals den schicksalhaften Keim des jetzigen Konflikts herausgefunden und aufgezeigt. Bastianini wandte sich dann gegen die Unterdrück u n g s p o li t i k der angelsächsischen Mächte, deren kompromißlose Besiegung die Voraussetzung für eine gerechte Neuordnung Europas darstellt. Er sagte: Die angelsächsischen Mächte, die heute'gegen Europa Krieg führen, haben seit 1919 eine richtiggehende Politik des „wirtschaftlichen Angriffs" verfolgt unb dabei in steigendem Maße den Protektionismus verschärft, die Auswanderung behindert, Zollschranken aufgerichtet und imperiale Präferenzsysteme erfunden. Danach ist ein Zu - stand der Anarchie entstanden, der die ganze Welt an den Abgrund des wirtschaftlichen Zusammenbruchs gebracht und die Voraussetzungen für einen neuen Weltkrieg geschaffen hat. gegenüber den Angriffen zweier Mächte, die sich als Vorkämpfer des Rechtes und der Freiheit proklamieren und die sich mit dem Bolschewismus in der verrückten Hoffnung verbündet haben, daß dieser nur ihren eigenen Zielen dienen würde und nicht Öentfeinigen, während doch der heutige Sowjetimperialismus feinen Marsch auf den alten Wegen des slawischen Imperialismus auf genommen hat zu jenen Meeren, die die Angelsachsen den Mittelmeervölkern verweigern, indem sie,, wie kürzlich in dem Fall Polen, eben jene Garantien und Verpflichtungen mit Füßen treten, die die Angelsachsen zur Grundlage und Rechtfertigung ihres Krieges gemacht haben. Vor der gemeinsamen Aktion dieser drei heterogenen Mächte, Amerika, England und Sowjetrußland, außereuropäischer Völker, die uns iede materielle Widerstandsfähigkeit und sogar unsere nationalen Energien, unseren Stolz als Europäer rauben wollen, muß Europa sich allein verteidigen und in sich selbst die Energien für den Widerstand finden und das bleiben, was es bis jetzt nach den Worten des Duce gewesen ist: „Der Führer und das Licht für alle Völker." Sn diesem Rahmen der festen Entschlossenheit und der aufrichtigen europäischen Zusammenarbeit hat im vergangenen Monat die Begegnung mit L a v a l stattgefunden. Die von Deutschland und Italien auf der Grundlage der europäischen Ordnung getroffenen Prinzipien find auch die Grundlage der italienisch-französischen Beziehungen. Es bestehl kein Wunsch, Frankreich zu zerstören oder zu demütigen, sondern vielmehr das Verständnis für seine Lebensnotwendigkeiten. Aber, um an dem europäischen Aufbauwerk teilnehmen zu können, muß Frankreich verstehen, daß es Opfer bringen muß, unb nicht nur an der Produktion und den Kriegsanstrengungen Oer Achse teilnehmen muß, sondern auch an der Regelung der Fragen, die noch mit seinen Besiegern offenstehen. Dies ist die wesenlliche Bedingung, daß die italienisch-französischen Beziehungen innerhalb eines Regimes von wechselseitigem Verständnis Platz finden in der g r ö ß e r e n europäischen Zusammenarbeit. Bevor er seine Ausführungen schloß, richtete Bastianini seinen Gruß an die italienische Wehrmacht, die in ihrem stolzen Kampf noch einmal in Afrika Jüdische Machipolitik. Von Pros. Dr.KlarisWilh.Rath, Göttingen. Die Preisgabe des englischen Führungsanspruchs irt Europa, die durch die vollständige Kapitulation vor Moskau vollzogen ist, wird dem unverständlich blei- ■ den, der sich nicht ganz klare Rechenschaft von der Rolle des Judentums zu geben vermag. 1 Die Wirtschaft hat für das Judentum in der Entwicklung der letzten Jahrhunderte eine zweifache Bedeutung gehabt: einmal war sie das Betätigungsfeld, das das Judentum weithin in feine Gewalt brachte, sodann aber gaben die damit gewonnenen Mittel selbst wieder die Grundlage für die Ausdehnung des jüdischen Einstusses auf Kultur und Politik. Der wirtschaftliche Erfolg, und fei er selbst so groß wie er im Falle Englands war, war somit alles andere als ein bloßer Selbstzweck für das Judentum; er war gleichsam die strategische Ausgangsstellung, von der aus die sonst unerreichbaren Gebiete europäischer Kultur und Politik angegriffen werden konnten. Ein Blick auf einige Tatsachen bestätigt dies: der mit reichlichen Mitteln versehend jüdische Darlehnsgeber gelangte als Jude zu Einfluß und Macht; erst ein reichgewordenes Judentum konnte -mit Erfolg die Emanzipation und damit die Gleichstellung mit dem europäischen Bürgertum erlangen; den Spitzen dieses reichgewordenen bürgerlichen Judentums erschloß sich erst der Adel, als die Hochfinanz Einfluß aüf die Politik erlangte. Ebenso ermöglichten es auch erst die reichlichen Mittel der gesamten Judenschaft, daß sich Mische Maler, Schriftsteller, Schauspieler, Regisseure durchsetzen konnten. Zu welchem Endzweck dieser Einfluß bann auch immer dienen sollte, wie sehr er, was wir gewiß nicht übersehen wollen, seinerseits wieder den wirtschaftlichen Erfolg sicherte, es bleibt Tatbestand, daß das Judentum feine wirtschaftliche Stellung in wirksamster Weise für feine eigentlichen Herrschafts- ansprüche einsetzte. Dies gilt selbst dort, wo es in neuester Zeit auf einem ganz anderen Weg, dem über die Bolschewisierung, die Wirtschaft scheinbar vernichtet. Denn in der Vernichtung des.Reichtums der anderen bereichert sich das Judentum und treibt die Scharen der Ausgc.aubten gegen die Reste der noch bestehenden bürgerlichen Welt. Bolschewisierung bedeutet darum nicht etwa Ende, sondern Gipfel st ellung jüdischer Machtpolitik. Schon aus diesem kurzen Ueberblick wird ersichtlich, daß wir uns bei Betrachtung des Judentums in der Wirtschaft den Blick auf das Wesentliche versperren würden, wenn wir bei der Wirtschaft stehen blieben. Es kommt dem Juden darauf an, feine Welt durchzusetzen. Dies muß auch bei einer Beträchtung der Wirtschaft selbst beachtet werden. Es ging und geht, wenn wir den jüdischen Einfluß auf die europäische Wirtschaft verstehen wollen, auch hier um mehr als um die einzelnen geschäftlichen Erfolge des Judentums, fein Eindringen in einzelne Unternehmungen und die Beherrfchüng einer Anzahl von Wirtschaftszweigen. Mit seinem Eindringen in die Wirtschaft der euro- schen Volkes gemacht. Er hat dabei die Ziele der Feindmächte in Veraleich aeftellt Achsenmächte. Die Anglo-Amerikaner mit ihren nach der Weltherrschaft strebenden jüdischen Hintermännern haben die Freiheit und Selbständiakeit der kleinen Staaten verkündet, um diese Volker nach und nach zu zerschlagen oder sie zu ihren Wchfenträgern und Blutspendern zu machen. Ganz anders sieht es in Europa aus, wo die Völker in freiwilligem Anschluß an die Achsenmächte freudig und zu ihrem Besten an der künftigen Weltordnung Mitarbeiten. Bastianini hat als Vorbedingung und Grundlage dieser neuen Weltordnung angeführt: Keine Unterdrückung der kleinen Staaten durch die Großmächte, keine Auslöschung oder Einschränkung der Individualität der kleinen Staaten, sondern vielmehr Sicherstellung der freien Entfaltung aller Nationen und ihrer freudigen Zusammenarbeit. Damit hat Bastianini noch einmal die Kriegsziele der Achsenmächte, wie sie zwischen Führer und Duce m Uebereinffimmung mit ihrem japanischen Verbündeten aufgestellt wurden, herausgestellt. Für Italien ergibt sich die Sicherstellung eines Lebensraums, der feiner Bevölkerungszahl, feinem Lebensbedürfnis und feiner geographischen Lage entspricht. Es verlangt und kämpft für die Freiheit feiner Arbeit und für die Freiheit des Mittelmeers, das für andere ein Weg, für Italien aber das Leben ist. p0 Kompromißlose Besiegung des Keindes Oie Voraussetzung für eine gerechte Neuordnung Europas. den Ruhm der italienischen Fahnen hochgehalten hat. Der Senat folgte mit größtem Interesse den Ausführungen des Staatssekretärs, die mit warmem Beifall aufgenommen wurden. Dolmetsch seines Volkes. Von unserer Berliner Schriftleitung. Nach dem Abschluß des Feldzuges in Tunesien glaubte die Feindclique, den Kampfwillen des italienischen Volkes genügend erschüttert zu haben, um es durch systematisch geführte verbrecherische Terrorangriffe zur Luft niederschmettern zu können. Der italienische Staatssekretär im Außenministeriusti Bastianini hat diese Hoffnungen der jüdischen Handlanger Roosevelts und Churchills unzweideutig zerstört. Sh feiner Rede hat er einen Neber- blick über die Gesamtlage des Krieges gegeben, wie sie sich für Starten darstellt. Mit seinen Worten hat sich Bastianini zum Dolmetsch des Willens und des Glaubens des italieni- F K i ■; M hohe Auszeichnung für Fanni Luukkonen. Der Führer empfing am Mittwoch die Präsidentin der finnischen Frauenorganisation Lotta Svärd, Fanni Luukkonen, und überreichte ihr in Würdigung des hervorragenden Einsatzes der finnischen Frauenorganisation im gemeinsamen Freiheitskanrpf gegen den Bolschewismus den Stern des Deutschen Adlerordens. — Unser Bild zeigt Fanni Luukkonen mit der ihr vom Führer verliehenen Auszeichnung. (Scherl-Bilderdienst.) Japans Offensive in Zentralchma. Schanghai, 20. Mai. (Europapreß.) Auf der 80 Kilometer langen Front zwischen Tungting-See und Jangtsekicmg in Zentralchina drängen die Japaner immer weiter westwärts. Ihre neue Offensive rollt auf der Strecke von Tschikiang, einer Jangtse-Hafenstadt, 50 Kilometer von Jschang bis nach Litschi en am Li-Fluß an der Nordwestküste des Tungting-Sees ab, wobei die Japaner mit Tanks, schwerer Artillerie, Fallschirmspringern und starken Land- und Luftwaffenverbänden operieren. Ueber diese Frontlinie, die fruchtbares Reisland durchläuft, greift die japanische Luftwaffe in das Hinterland des Feindes hinein und bombardiert immer wieder militärische Anlagen. Sowohl in Tschi- kiang als auch in Litschien fanden eine Woche lang heftige Straßenkämpfe zwischen Japanern und Tschungking-Chinesen hatt. Der japanische Generalstab wendet in größerem Umfange als bisher Luftlandetruppen an. Fliegeralarm wurde am Donnerstagmorgen um 6.30 Uhr in Tschungking gegeben. Japanische Flugzeuge hatten die Grenze der Provinz Szechuan überflogen. Tschungking selbst wurde diesmal nicht angegriffen, doch bombardierten die Japaner die 180 Kilometer nordöstlich gelegene Stadt Liang- s ch a n. Weitere vernichtende Schläge gegen die n o r d- amerikanische Luftwaffe in Tschungking- China kündigte der Sprecher des japanischen Oberkommandos in Schanghai vor Pressevertretern an. In den von der japanischen Wehrmacht besetzten chinesischen Gebieten, fügte er hinzu, werde die japanische Luftwaffe weiterhin wachsam sein, um die nordamerikanischen Fliegerangriffe wirkungsvoll abzuwehren. Die Kämpfe um Attu. Tokio, 20. Mai. (DNB.) In einem vom japanischen Rundfunk verbreiteten Bericht über die Kämpfe auf Attu heißt es: Am 12.5. 2 Uhr begann die USA.-Luftwaffe die japanischen Stellungen auf der Insel Attu anzugreifem Unter dem Schutz von Nebel erschienen darauf Kriegsschiffe, die gleichfalls das Feuer eröffneten und an' einer Stelle trotz großer Verluste Truppen landeten. Andere feindliche Schiffe versuchten in der Massacae- Bucht eine Landungsoperation durchzuführen, wo sie etwa 28 Landungsboote ausgesetzt hatten. Im japanischen Abwehrfeuer gingen 10 dieser Lan- dungsleichter verloren, von deren Besatzungen in dem eiskalten Wasser kaum einer mit dem Leben davongekommen sein dürfte. Trotz großer Verluste gelang es den Gegnern nicht, hier einen Brückenkopf zu bilden. An einer dritten Stelle setzte der Feind 240 bis 250 Mann an Land, die jedoch vom Maschinengewehrfeuer erfaßt und sämtlich vernichtet wurden. Am 13.5. versuchten die USA.-Truppen in das Innere der Insel zu stoßen, wurden aber blutig abgewiesen. Auf einem mehrere Kilometer vor der- Insel zu beobachtenden großen USA.- Kriegsschiff entstand während der Kämpfe eine gewaltige Detonation, der eine riesige Feuersäule folgte. Offenbar hat das Schiff, das die Landungsoperationen decken sollte, eine Mine berührt oder ist torpediert worden. Die Kämpfe dauerten am 14. und 15.5. an. Bomben auf Tschittagong. Tokio, 20. Mai. (DNB.) Ein starker Verband japanischer Bombenflugzeuge unternahm am Mittwoch einen Angriff auf die indische Hafenstadt Tschittagong. In den industriellen Anlagen der Stadt sowie im Hafengebiet wurden schwere Zerstörungen angerichtet. Zwei Frachtschiffe von zusammen 11000 BRT. gingen außerhalb des Hafenbeckens nach Bombenvolltreffern unter. In Luftkämpfen über der Stadt schossen japanische Jäger bei nur einem eigenen Verlust neun britische Flugzeuge ab. Amerikanische Barbarei. S ch g n g h a i, 20. Mai. (Europapreß.) Das japanische hospitalschiff ,Llrab«ia Maru", welches in den Gewässern zwischen Neuirland und Rabaul im Bismarckarchipel kreuzte, wurde Mitt- mochmorgen, also am hellichten Tag, von einem n o r d amerikanischen Bomber abgegriffen. Es ist immer wieder die gleiche verbrecherische Gesinnung der Engländer und Amerikaner, vom Kindermord in Freiburg bis zu den mit Explosivstoffen geladenen Handtaschen, Puppen, Taschenlampen, Füllfederhaltern usw. Admiral ssamamoto gefallen. Tokio, 21. Mai. (DNB. Funkspruch.) Wie das Kaiserliche Hauptquartier am Freitagnachmittag um 15 Uhr bekanntgibt, fand der Oberbefehlshaber der vereinigten japanischen Flotte, Admiral I s o r o k u Yamamoto, bei der Leitung militärischer Operationen im April dieses Jahres an Bord eines Flugzeuges während eines Luftkampfes den Heide n t o o. Zu seinem Nachfolger wurde Admiral Mineichi K o g a ernannt, der bereits seinen Posten übernommen hat. Admiral Kogä war früher der Befehlshaber der japanischen Flotte in den chinesischen Gewässern. päischen Volker trug das Judentum vor allem seine Anschauungen, seine Sitten und seine moralischen Wertungen in diese hinein und zersetzte so dieses Lebensgebiet von innen heraus. Es ist eine neue Wirtschaftsgesinnung, die in einem jahrhundertelangen Ringen Europa vom Judentum aufgezwun- gen wird. Ursprünglich wird das sehr deutlich empfunden, so etwa wenn sich die deutschen wie die französischen und die englischen Kaufleute über die Geschäftsmethoden der Juden beklagen, wenn das unehrenhafte Treiben der Juden zu immer neuen Aufständen gegen sie führt. Es sind aber nicht allein der Betrug, die Hehlerei und der Wucher, durch die das Judentum seine Mittel zusammenscharrt und in die Wirtschaft Europas einbringt; im schrankenlosen Streben nach Gewinn zersetzen sie langsam die Achtung vor Recht und Sitte, also vor Begriffen, die vom Fremdrassischen nur als Hemmung des geschäftlichen Erfolges angesehen werden. So werden langsam die Grundlagen unterhöhlt: der ehemals königliche Kaufmann wird zum schachernden Krämer, der Leistungswettbewerb zur feilschenden Konkurrenz; wo man früher auf den schuldenfreien Besitz stolz war, findet man nichts dabei, hohe Auslandskredite in Anspruch zu nehmen. Kapital zu höchsten Hundertsätzen zu verwerten, erscheint als höchste Wirtschaftsleistung. Im Zeichen dieser Wirtschaftsgesinnung wird zwangsläufig der Händler der eigentliche Wirtschafter, erscheint der Markt und der Tauschoerkehr nun selbst dem Nichtjuden als der Mittelpunkt der Wirtschaft. Als die europäischen Völker soweit in die jüdische Gesinnungs- und Ansch'auungswelt hineingezogen sind, daß selbst arische Unternehmer bei rücksichtsloser Ausbeutung ihrer Mitarbeiter nur „ökonomische Gesetzmäßigkeiten" zu befolgen meinen und die Skrupellosigkeit zum normalen wirtschaftlichen Verhalten gerechnet wird, da hat es das Judentum leicht, sich offen der ganzen Wirtschaft zu bemächtigen. Das 19. Jahrhundert bietet in diesem Sinne das Bild eines unentwegt vorwärtsdrängenden jüdischen Einflusses. Das Musterbeispiel ist in dieser Hinsicht die deutsche Nachkriegsentwicklung: das vom Judentum geleitete Bankkapital bemächtigt sich in den verschißenen Jnflations- und Deflationskrisen des Vermögens des Mittelstandes und beherrscht Industrie und Landwirtschaft; die ebenso vom Judentum mißgeleitete Arbeiterschaft dient zur Erlangung der politischen Macht, die einerseits zu Durchstechereien aller Art ausgenutzt (Kuttsker, Barmat), andererseits zu „großzügigen Transaktionen" (Tributerfüllungen, Auslandsverschuldung) benutzt wird. Die Vielfalt der Mittel darf ebensowenig wie die verschiedenen politischen Parolen, deren sich das Judentum stets bedient, über den einen Sinn dieser „Entwicklung" täuschen: eine dem Judentum bis ins letzte hörige Wirtschaft zu schaffen, die die Herrschaft über das Arbeitsergebnis der europäischen Völker bedeutet. Die englische Form der Beherrschung Europas war die Ausbeutung mittels des Freihandels und des Goldes dieser Kapitalverwertungswirtschaft, die bolschewistische Form soll die Knechtung mittels der Knute der Zwangsarbeit werden. Gibt England den Führungsanspruch auf, so heißt dies also, daß das Judentum däs Mittel seiner MachÜmrchsetzung ändert. An Stelle der indirekten Beherrschung soll die direkte Gewalt, an Stelle Londons Moskau treten. Das ist die jüdische Antwort auf das Erwachen der europäischen Völker. In dieser Antwort liegt aber schon die ganze Schwäche des letzten Versuchs beschlossen. Eine letzte Schwäche wahrhaftig nicht in bezug auf die Härte des Kampfes, den wir gegen die Horden des Bolschewismus auszufechten Haden, wohl aber auf die geistige Aussicht, den Bolschewismus Europa schmackhaft zu machen. Mochten sich die europäischen Völker einstmals von den vermeintlichen Segnungen des liberalen Kapitalismus arglos einfangen lassen, den Drohungen des blutrünstigen Bolschewismus setzen sie den Willen völkischer Selbstbehauptung entgegen. Marschall Antonescu über sein Kriegsriel. Bukarest, 20. Mai. (Europapreß.) Staatsführer Marschall Antonescu hielt anläßlich der Besichtigung eines Studentenheims ein Ansprache an die Studenten, in der er folgendes sagte: „Ich habe diesen Kampf zur Rettung der Nation, gestützt auf die Jugend, begonnen. Ich hoffe, daß ich am Ende der Erfüllung meiner Pflichten den Kampf beenden werde, indem ich das Land auf seine gesunde Jugend stützte. Durch Arbeit, Ehrlichkeit und Bescheidenheit, ohne Hochmut und durch Geduld, ohne Erniedrigung wird es uns gelingen, unsere Rechte wieder herzustellen. Wir haben die Pflicht, durch die Arbeit unh Einigkeit aller die Bedingungen zu schaffen, die schwer sind, aber sicher zur Wiedererringung unserer Rechte, zur Gin- heitund zur Freiheit aller führen werden. Das ist das Ziel, das ich gemeinsam mit jenen, die mir halsen, erkämpfe. Eine einige und starke, eine gute und würdig geführte Natton hätte nicht gezwungen werden können, anzunehmen, was sie 1940 angenommen hat, so stiefmütterlich auch die Umstände und so groß die Anmaßung der anderen gewesen wäre. Ich bitte Sie, denen, die älter sind als Sie, zu gehorchen und durch Arbeit und Kampf mit Vertrauen dem Ende unseres Kampfes entgegenzugehen, der uns nirgend anders als dorthin führen kann, wohin wir alle streben." Churchill enttäuscht. Gedämpfte Rede vor dem USA>Kongretz. Berlin, 20. Mai. (DNB.) Vor dem amerikanischen Kongreß hielt Churchill eine lang angekündigte Rede, von der die britische Propaganda vorausgesagt hatte, daß diese Rede wahrscheinlich die wichtigste sein würde, die Churchill je gehalten hat. Um so größer ist die allgemeine Enttäuschung über die Propagandarede Churchills, die äußerlich zwar sehr bombastisch klang, inhaltlich aber nichts Nen.es brachte und alle schwebenden Fragen unbeantwortet ließ. Churchill gestand ein, daß Japan mit seinem erfolgreichen Vordringen bis nach Burma England und Amerika die schwersten Schläge zugefügt hat. Die englische und amerikanische Presse ist enttäuscht darüber, daß Churchill nichts darüber sagen konnte, wie er sich die Fortführung des Kqmp- fes gegen Japan und Europa praktisch vorstellt. Churchill mußte im Gegenteil zugeben, daß das Hauptproblem, dem sich die Vereinigten Staaten und auch Großbritannien gegenübersehen, in der Schwierigkeit liege herauszufinden, wie der Feind anzugreifen sei. Weiterhin gestand Churchill, daß in der Unmöglichkeit, etwas Entscheidendes gegen die Achsenmächte zu unternehmen, eine große Gefahr liege. Er sagte wörtlich dazu: „Eine große Gefahr wird uns bis zum Ende begleiten, die Gefahr der Verlängerung des Krieges". Mit diesem Eingeständnis gibt Churchill zu, daß der General „Zeit" auf der Seite der Achsenmächte steht. »Times" warnt vor Optimismus. Lissabon, 20. Mai. (Europapreß.) In einem Leitartikel beschäftigt sich die Londoner „Time s" am Mittwoch mit den beträchtlichen Tonnageverlusten der Achsengegner. Das Blatt wendet sich gegen den offenbar in letzter Zeit in EnFand verbreiteten Optimismus. Es fei noch ein* weiter Weg, bevor man die Gefahr der U-Boote als beseitigt betrachten könne. Was die Bekämpfung der U-Boote betreffe, feien die Anzeichen für eine Besserung f o gering wie eine handbreit Himmel neben einer Wolke. Neuer türkischer Innenminister. Ankara, 2L Mai. (Europapreß.) Auf den Posten des türkischen Innenministers Recep P e t e r, der aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten ist, wurde der Abgeordnete von Sey- ham, Hilmi Ural, berufen. „Freiheit" in Indien. 34898 Inder eingekerkert. Stockholm, 20. Mai. (DNB.) Innenminister Amery erklärte am Donnerstag im Unterhaus, daß im Zusammenhang mit den Kongreßunruhen 3 4 898 Inder in Hast genommen worden seien, davon 11 673 mit Gefängnisstrafen über eine bestimmte Zeitdauer. Dies sei der Stand vom 15. März, wobei die nordwestlichen Provinzen nicht einbezogen seien. Schwedische Spione verurteilt. Stockholm, 20. Mai. (Europapreß^) In dem Verfahren gegen die Spione Nils H ult in und Kurt Seilitz, die der sog. Hultin-Spionen-Liga angehörten, wurde vom Stockholmer Rathaus-Ge- * richt das Urteil gefällt. Hultin erhielt 5 Jahre, Seilitz 6 Jahre Zuchthaus. In dem Urteil heißt es u. a., daß Hultin und Seilitz wichtige Informationen der schwedischen Wehrmacht «erraten hätten. Das Urteil gegen den Mechaniker Hoeglung und Dr. Meurling soll am 9. Juni gefällt werden. Kleine politische Nachrichten. Als Geschenk der japanischen Heimatfront an den Führer überreichte Generalleutnant Muro, eines der führenden Mitglieder der japanisch-italienischen Freundschaftsoereinigung, dem deutschen Botschafter Stahmer in Tokio ein Amulett. Das Amulett besteht aus einer 35:100 Zentimeter großen Kampferholzplatte und trägt die Inschrift: „Dem großen Führer des deutschen Volkes." Es wurde von dem Ober- priester des berühmten Bezan-Schreins in der Fukushima-Präfektur nach Tokio gebracht. * , Die Soldaten einer schwäbisch-badischen Jägerdivision, die am Kuban-Brückenkopf in den letzten . Monaten zahlreiche Angriffe der Bolschewisten zerschlagen haben, sammelten zugunsten des Kriegs- Wiüterhilfswerkes einen Betrag von rund 300 000 Reichsmark. Der Chef des bulgarischen Generalstabs, Lukasch, ist in Budapest eingetroffen. In seiner Begleitung befinden sich mehrere höhere bulgarische Offtziere. * Die Aberkennung der rumänischen Staatsbürgerschaft für Angehörige des ehemaligen rumänischen Gesandtschaftspersonals in London hat der rumä- . Nische Ministerrat beschlossen. Die brittsche Regierung hat Glles Frederik Squire zum außerordentlichen und bevollmächtigten Gesandten in Afghanistan ernannt. Squire ist damit Nachfolge» von Sir Francis Wylie. Er war bisher Kanzler der britischen Botschaft in Teheran. Kunst und Wissenschast. Die Goelhe-TNedaille für den Chemiker Dr. Erlweia. Der Führer hat dem Chefchemiker Dr. phil. Dr.« Jng. e. h. Georg Erlwein in Berlin-Wilmersdorf aus Anlaß der Vollendung seines 80. Lebensjahres in Würdigung feiner Verdienste auf dem Gebiete der Stickstoffgewinnung aus der Luft die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Offenbacher Künstler stellen aus. Offenbacher Zünftler und Kunsthandwerker haben ihre Schätze im Hanauer Stadtschloß ausgebreitet. Daß man hier nur erlesene Arbeiten findet, ist dem , nichts Neues, der weiß, daß sich in Offenbach die Meisterschule des deutschen Handwerks befindet, von deren Lehrern und Schülern die meisten Kunst- arbeiten stammen. Welche meisterliche Zucht in den Typen der Schriftgießerei Klingspor, welche feinfühligen Zierbuchstaben sieht man von Rudolf Koch Geschehen in einer Sekunde. Von Anton Schnack. Fluß im Niederungsgebiet. Eine großartig dahinwallende Erzählung, langsam und gemächlich strömend, ist das Band eines Flusses im Niederungsgebiet; zuweilen macht das Wasser den Eindruck, stillzustehen, nur an unruhigen, dann und wann aufkochenden Wirbeln ist zu erkennen, daß der Fluß eine stetige und ewige Bewegung hat. In jeder Sekunde legt die Strömung einen Meter zurück, einen herrlichen Meter, einen Neisemeter, einen Wandermeter, gegen schwimmendes Flußholz anklatschend, Brückenpfeiler benetzend und an schwarzgeteerten Schiffswänden leckend. Der Kork des Anglers tanzt ziuf diesem Meter, das vom Windstoß losgerissene Blatt der Erle wird von ihm fortgetragen/ der 'fingerlange Weißfisch schnalzt daraus und fällt wieder in ihn zurück, der oom Knaben geworfene Stein zieht eine schmale, jähe Furche hindurch, das scheue Wasserhuhn schwimmt darauf, das Rüder des Paddelbootes taucht hinein, ein Sonnenfleck blüht glitzernd auf dem flüssigen Schild und lockt den surrenden und schnellen Pfeil der Libelle an. Und in einem Meter Wasser schwimmen viele Bilder; es ist eine Erzählung, die kein Ende nimmt, die seit tausend Jahren redet und stießt und noch in vielen tausend Jahren reden und fließen wird. Nehmen wir an, es ist Mainwasser, das wir betrachten. Ein Meter Mainwasser hat die Silhouette einer alten Mauerwehr widergespiegelt, die Zinne eines Tores aus der Bauernkriegszeit zeichnete sich darin ab, der Schatten eines Brückenheiligen wurde mitgenommen, die schwarzen Bleikugeln eines Netzes klatschen hinein. Auch das sehnsüchtige Gesicht des Betrachters am Ufergeländer, der feine Gedanken und Träume mit auf die Reife schickt, hängt in diesem Meter Wasser und reift nun fort zum Meer, zum großen Meer, Wachstum eines Pilzes. Ist das eine Geschwindigkeit: 0,008 Zentimeter in der Sekunde zu wachsen? Das ist feinste und bedachtsamste Langsamkeit, unscheinbar und kaum dem Auge gewahr. Betrachter Mensch kniet sich auf die nadelbesäte, nach Harz, Holz und Moos "duftende Walderde, wo ein kleiner Riß klafft und wo der feuchte und hellbraune Hut eines Pilzes sich soeben Lust gemacht hat. Was ist bei diesem unmittelbaren Blick in die Schöpfung zu sehen? Nun, kaum etwas, der Pilz regt sich nicht, nur der Wipfelwald über dir rauscht seinen Gesang, der mit ferner Meerbrandung Aehnlichkeit hat. Doch auf dem Erdboden ist Stille, vollkommene Sttlle, es sei denn, der längliche und räuberische Laufkäfer, der lateinische Cara- bus, haftet vorüber; ober die kriegerische und starke Waldameise stochert mit großen Fühlern durch das gezackte Mooskraut. Da endlich ereignet fick) etwas Elementares, eine Winzigkeit ereignet sich, ein einziges Sandkorn hat sich gelöst und ist vom kleinen Hügel des Pilzes gekollert, weil er sich in seinem Drang zum Licht wieder etwas gereckt hat; es ist ein ganz dünner, rieselnder Laut, der gegen ein dünnes Zweiglein schlägt. Und das, dieses Rollen und Knistern des Sandkornes, war die Gefchwm- digkeit 0,008. W a ch s t u m d e s S ch i 1 f r o h r s. z „Seufzend flüstert im Winde das Rohr ..." Rohr aus der humanistischen Knabenzeit (arundo, cala- mus oder canna); brauchbarste Pflanze im Helden- und Tunichtgutleben eines sieben- bis vierzehnjährigen Knaben, rauschender und klirrender Schlupfwinkel, in den das Boot gesteuert wurde, um unbeobachtet vom lauernden Fischer die Barsche zu stechen, die an den Rohrschäften schillerten; und die Weißfische zu angeln, die wie blitzende Messerschneiden aussahen/ Der Wurzelkolben vom Rohrschaft wurde in langer Geduldsarbeit zur verbotenen Tabakspfeife aüsgehöhlt; die Wassernymphen und Nixen kämmten, wenn das Mondlicht über dem Fluß zitterte, schimmernde Fischschuppenhaare, der Teichrohrsänger lärmte über seinem Nest, Wunderbau zwischen drei schwankenden Rohrstengeln. Wohin ist der blaue und selige Flußsommer, ja der abenteuerreiche blaue Knabensommer mit seinen Torheiten, Versponnenheiten, Streichen, mit seinen Einsamkeiten und nassen Kleidern? Flöten wurden aus dem Rohr geschnitten; o welch eine feine stoffliche Haut hatte das abgeschnittene Rohr, bas Lieblingsinstrument der griechischen Sagenhirten, denen der Weinschlauch um die Schultern hing; ich machte die falschgestimmte und bäuerliche Flöte des zottigen Naturgottes Pan nach; sieben Rohrstücke, eines länger als das andere, grob und unbeholfen neben- einanbergeflebt, mit gestohlenem Bienenwachs verbunden und gehalten. Hat die Rohrflöte gesungen? Kläglich tönte sie, schrill und eintönig, quäkend und zitternd, wie die Flöte des unglücklichen Marsyas, der ob seiner Prahlerei geschunden wurde, weil er besser blasen wollte als der goldgelockte Apollo auf seinem süß singenden Instrument. - Und eingedenk des lateinischen Unterrichts, der den Plinius durchpaukte: „die Völker des Morgenlandes führten ihre Kriege mit Rohren, indem sie an diese durch ihre Widerhaken gefährliche Spitzen befestigten", und eingedenk der Jndianerschmöker, Labsal an regnerischen Nachmittagen, ja, eingedenk dieser daumenbeschmutzten Hefte, die knallige und aufregende Titelbilder trugen, schnitt sich der Knabe die besten Rohrschäfte ab, um sie bei der Jndianer- schlacht in der Waldschlucht als Pfeile zu benutzen. Ach, ihr Flug war schnell, himmelan zogen sie, die Pfeile; surrend pfiff die Luft durch den bunten Federschmuck am Ende. E>ne unmeßbare Geschwindigkeit schienen sie zu haben. Das jede Begebenheit übersteigernde Knabengehirn hatte sich beim Pfeilschießen keine Gedanken gemacht, wie lange das Schilfrohr wachsen mußte, um die Große des gefiederten Pfeiles zu erreichen. Knabe, der du dieses lieft, rechne nun du aus, was ich damals versäumt habe. Wie lange braucht bas Rohr, um 50 Zentimeter, die Länge des Pfeiles zu werden, wenn es in der Sekunde eine Wachstumsgefchwindigkeit von 0,0005 Zentimeter hat? Straße, Gaffe, Twiete. Das am häufigsten gebrauchte Grundwort in den Straßennamen unserer Städte ist das Wort „Straße". Es ist ein altes Lehnwort aus dem Lateinischen (strata); ursprünglich bezeichnete es die' künstlich angelegte, gepflasterte Landstraße, in bereit Bau die Römer Meister waren. Innerhalb eines Ortes war es die durch diesen verlaufende Landstraße. Die allgemeine Bezeichnung für die in den Städten und Dörfern zwischen den Häusern sich hinziehenden Wege, ob sie nun schmal ober breit waren, war, anfangs wohl das alte gemein-germanische Wort „Gasse", das in Norddeutschlanb allmählich von der „Straße" verdrängt worden ist, während es sich in Südbeutschlcmd erhalten hat. Um in die ermüdende Einförmigkeit der mit dem Wort „Straße" gebildeten Straßennamen eine Abwechslung zu bringen, wurde es im Mittelalter üblich, einen Teil der niederdeutschen Straßennamen ohne Grundwort zu bilden. Man jagte zum Beispiel Achter dem Krane, Bi dem Spiker, An dem Werder, Up dem Dike usw. Derartige Benennungen sind in alten Urkunden sehr häufig. Von der eigentlichen Straße wurde unterschieden die schmalere „Twiete". Es ist dies ein niederdeutsches Wort, das uns in Straßennamen in Hamburg, Stade, Lüneburg und Braunschweig öfter begegnet, das auch in den Flurnamen östlich der Elbe auf tritt, jedoch in den Straßennamen der Hansestädte Lübeck, Wis- mör, Rostock und Stralsund ganz fehlt. Auch norddeutsche Schriftsteller und Dichter, wie zum Beispiel Storm, verwenden-es. Neben den mit Straße und Twiete gebildeten Straßennamen gibt es auch solche, worin das Wort „Steg, Stieg" enti)alten ist» In jüngerer Zeit hat man bei der Benennung neuer Straßenzüge, vor allem, wenn sie am Stadtrand lagen, gern auf alte Flurnamen zurückge- griffen. In vielen Städten unserer Heimat ist man so verfahren. Das ist sehr zu begrüßen, weil dadurch altes Flurnamengut erhalten und auf dis Nachwelt überliefert wird. I 11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) -Nun freilich", meinte Hans Kirch; denn eri 17 Stenge, holsteinisch für Stanae. / ckasch, eihing ere. Irteü raten lager« letzten i zer« negs- )0000 ärger« rischen rumä- rn. sn, i den 5 her ischen (öfter esteht rholz- ührer Oben Zuku- Squire i @e- damit bisher rlroeia. il. Dr- ersdor! -jahre- ete der t)* • Haber »breitet ist den ! iad) b’l‘; jet, M iunft'i in den! re fei’1', !lf Wi Aus der Siadi Gießen Verheißungsvolle Iluren. HM unSWnz Mch Novelle von TheoLor Storm ntin lärb, öiil- Ichen 'Hi onen iung. Lleberprüfung des hauswirtfchastlichen Arbeitseinsatzes Erstattung einer Anzeige an das Arbeitsamt. : in hei W us he® e es!« in deren b ein«! e W in d er ern q l'ger^ and lt>en 'M hat. eine enn«S uw y W y nnE ,r eifi I« eneAÄ im € t J ' Al Schafsaugen zum Glück noch standgehalten hätten, ich alter Mann hätte ja den Tod sonst davon haben können!" Der Pastor fdg ein paarmal an seiner Pfeife und drückte sich das Sammetkäppchen fester auf den weißen Kopf. Günther Lüders übernahm eine tragende Rolle in dem Tobis-Film t n schöner T a g", den Philipp Lothar Mayring inszeniert. Uraufführung des „Kopernikus'-Films. Am 23. Mai findet in Danzig, Königsberg und anderen bedeutenden Städten des deutschen Ostens die Uraufführung des „Ko p erni kus"°Kulturfilms der Prag-Filrn-AG. statt." Der Film gibt neben einer volkstümlichen Erläuterung der Großtat des Kopernikus und einem Rückblick auf die Vorstellungen des Weltbildes bis zu den Babyloniern ein Bill) von der psychologisch-weltanschaulichen Umwälzung der kopernikanischen Erkenntnisse und wird darüber hinaus die deutsche Volkszugehörigkeit des Kopernikus vor Augen führen. Kurt Rupli, dem Leiter der Kulturfilmabteilung der Pratz-Filrn-AG., oblag die Gestaltung des Films, wissenschaftlicher Mitarbeiter war Bruno H. Bürgel, die Musik komponierte Winfried Zillig. An der Kamera stand Hans B l a s ch k e. Das Landesarbeitsamt Hessen teilt mit: Auf Grund der Siebenten Durchführungsverordnung vom 23. Februar 1943 werden in diesen Tagen die Haushaltungsoorstände bestimmter Gruppen von Haushaltungen durch öffentliche Bekanntmachungen der Arbeitsämter in der Presse aufgefordert, eine Anzeige über die Beschäfttgung hauswirtschaftlicher Kräfte an das Arbeitsamt zu erstatten. Zunächst haben diejenigen Haushalte eine, schriftliche Anzeige oorzulegen, in denen die Hausfrauen auf Grund der „Verordnung über die Meldung von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung" vom 27. Januar 1943 meldepflichtig gewesen sind, ferner die frauenlosen Haushalte. Anschließend werden die Haushalte aufgerufen, die- (ohne daß die Hausfrau meldepflichtig gewesen wäre) mehr als eine hauswirtschaftliche Kraft beschäftigen oder in denen zwar nur eine hauswirtschaftliche Kraft tätig, aber kerne mchtschulpflichtigen oder eine allgemeinbildende Schule besuchenden Kinder vorhanden sind. Das Arbeitsamt bestimmt in seinem Aufruf den Stichtag, nach dem die Angaben auf dem Formblatt zu machen find. Alle Haushaltungen, die r-j n auf9eru.fen?n Gruppen gehören, sind verpflichtet, vom örtlich zuständigen Arbeitsamt unverzüglich das Formblatt anzufordern und genau ausgefüllt bis zu dem vorgeschriebenen Termin einzusenden. Sie erhalten sodann eine Bestätigungskarte, die für spätere Kontrollen sorgfältig aufbewahrt werden muß. Weitere Gruppen von Haushaltungen werden voraussichtlich später zur Erstat- ung der Anzeige über die beschäftigten hauswirt- chastlrchen Kräfte aufgerufen. Als hauswirtschaftliche Kräfte, die auf dem Forrn- uatt namentlich aufzuführen sind, gelten alle Per- onen, die in irgendeiner Form eine hauswirtschaft- liche oder pflegerische Tätigkeit ausüben und mindestens 12 Stunden wöchentlich beschäftigt sind. Hierzu gehören u. a. auch Tagesmädchen, Halbtags- madchen, Stundenfrauen, Putzfrauen, Pflichtjahr- madchen, hauswirtschaftliche Lehrlinge, ländliche Hausarbeitslehrlinge, Haustöchter, Köchinnen, Haushälterinnen, Hauswirtschaftsleiterinnen, Hausdamen, m der Pflege, Erziehung und Betreuung von Kindern und anderen Personen tätige Kräfte, Diener, m den Betrieben erfaßten, kam die Httler-Jugend rn die einzelnen Haushaltungen. Dem Appell der eiftigen Sammler konnte sich niemand verschließen, und so wanderte mancher alte Zeitungs- und Akten- dand, der bislang von seinen Besitzern „gehortet" wurde, auf die Schubkarren, um anschließend neben vielem anderen Material der Wiederoerwertung in 'Ar Kriegswirtschaft zugeführt zu werden. Wie die Banne des Gebietes Hessen-Nassau berichteten wurde überall ein beachtliches Ergebnis erzielt. Das gesammelte Altpapier wird den Sammelstellen des Mthandels zur Weiterleitung übergeben. Stromeinsparung auch beim Friseur. Im Rahmen der Maßnahmen zur Energieem- sparung hat die Reichsstelle für die Elektrizitäts- Wirtschaft eine Anordnung über die Einschränkungen des Stromverbrauchs in den Friseurbetrieben erlassen. Danach ist der Elektrizitätsverbrauch in dresen Betrieben mindestens um 20 o. H. gegenüber dem Verbrauch in der entsprechenden Ableseperiode rn der Zeit vom 1. Oktober 1941 bis 30. September 1942 herabzusetzen. Die Durchführung dieser Anordnung, die alsbald in Kraft tritt, wird überwacht Bei Verstößen kann Bestrafung erfolgen. Kriegseinsatz und Ertüchtigung. NSG. Daß die Ertüchtigung und der Kriegseinsatz der Hitler-Jugend weiterhin im Vordergrund der Arbett stehen werden, stellte der K.-Gebietsführer des Gebietes Hessen-Nassau, Dr. Gauhl, in einer Dienstbesprechung der Bannführer erneut fest. Das Schwergewicht der Erziehungsarbeit gilt neben einer verstärkten weltanschaulichen Ausrichtung der Körperschulung mit dem Ziel des Leistungsabzeichens. Die Bannsportfeste, denen der Reichssportwettkampf vorausgeht, werden zu Kundgebungen der Körper- ertuchtigung gestaltet. Die Fahrtenbewegung der Einheimischen wird möglichst ausgeweitet. Zu Pfingsten wird jede Einheit auf Fahrt sein. Durch die bevorstehende Eröffnung von zwei weiteren Wehrertüchtigungslagern sind die Erziehungsstatten geschaffen, die im Jahreslauf den ganzen ältesten Jahrgantz zur vormilitärischen Ausbildung aufnehmen können. Der Kriegseinfatz der Hitler-Jugend in allen Es ist ein üppiges Grünen draußen vor der Stadt, vchon in den Bezirken der Kleingärten zeigt sich das Wachstum in prächtiger Fülle, aber erst dort, wo die Häuserreihen sich aufzulockern beginnen und wo das Gebiet der freien Landschaft anhebt, dehnt sich die Weite der verheißungsvollen Fluren. Es ist ein schöner Anblick, den die Felder bieten, und es kann kaum etwas Schöneres geben in dieser Zeit als einen Spaziergana zur stillen Abendstunde über emen einsamen Ackerpfad oder einen Wiesenrain, an dem Löwenzahn und Wegerich in dichtem Beieinander sprießen. Wohin das Auge schweift, sieht es das saftige und-schwellende Grün, überall wird das kräftige Wachstum spürbar, und es ist, als ströme die lebenspendende Kraft unmittelbar aus dem Schoß der Mutter Erde. In mannigfachen Tönungen ttiumphiert die grüne Farbe. Die Gerstenfelder nehmen sich anders aus als die Weizenfelder, und wo $er Roggen wächst, hebt er sich mit seinem lichteren Grün wirkungsvoll gegen die satte Farbe des Hafers ab. Allen gemein- fam aber ist das drängende Emporstreben ihrer Halme. In gradlinigen Reihen stehen sie wie ungeheure Heere, die sich zu gewaltigen Marschkolonnen formiert haben. So bildet Feld für Feld eine Halmgemeinschaft, emporgewachsen aus bescheidensten Anfängen Und gefestig»durch das zähe Sichbehaup- ten. Ein einzelner Halm wäre ein Nichts, zum Untergang oder kümmerlichen Siechtum verurteilt, durch die Gemeinschaft aber erhält er Bedeutung und klaren Lebensinhalt Die Gesetze der Natur haben eben ihre allgemeine Gültigkeit, sei es im Dasein der Pflanzen oder im Leben der Menschen. Weder ein Ignorieren noch ein wortreiches Be- treiten kann diese allgemeine Gültigkeit erschüttern. Schon sproßt es auch auf den Rübenfeldern, und wo sich dis langen Furchen der Kartoffeläcker in schonen Parallelen hinziehen, zeigt sich das dunkle Grün der Kartoffelpflanzen. Mit leuchtendem Gelb prunken dagegen die Rapsfelder, tagsüber, wenn die Sonne auf sie fällt, nehmen sie sich aus wie goldene Feuerbrände. Aber auch in bas Grün der Felder und Wiesen haben sich bunte Farben gemischt: blauer Ehrenpreis gedeiht dort und zartfarbenes Wiesenschaumkraut, gelbe Dotterblumen und weiße Gänseblümchen. Nicht lange wird es dauern und zu dem roten Klatschmohn wird sich die blaue Kornblume gesellen, neben der stolzen Margaretenblume wächst dann die zierliche Glockenblume. Dann wird allerdings auch die Zeit nahen, in der sich die jetzt noch grünenden Getreidefelder ährenschwer zur Reife drängen, um unter der Sonne hes Sommers ihre Erfüllung zu finden. H. W. Sch. Plötzlich, Gott weiß woher, taucht ein Gerücht auf und wanderte emsig von Tür zu Tür: der Heimgekehrte sei gar nicht Heinz Kirch, es fei der Hasselfritz, 'ein Knabe aus dem Armenhause, der gleichzeitig mit Heinz zur See gegangen war und gleich diesem seitdem nichts von sich hatte hören lassen. Und jetzt, nachdem es eine kurze Weile darum herumgeschlichen, war es auch in das Kirchsche Haus gedrungen. Frau Lina griff sich mit beiden Händen an die Schläfen; sie hatte durch die Mutter wohl von jenem anderen gehört; wie Heinz hatte er braune Augen und braunes Haar gehabt und war wie dieser ein kluger, wilder Bursch gewesen; sogar eine Ähnlichkeit hatte man derzeit zwischen ihnen finden wollen. Wenn alle Freude nun um nichts fein sollte, wenn es nun nicht der Bruder märe! Eine helle Röte schlug ihr ins Gesicht; sie hatte ja an dieses Menschen Hals gehangen, sie hatte ihn geküßt — Frau Lina vermied es plötzlich, ihn zu berühren; verstohlen aber und desto öfter hafteten ihre Augen auf den rauhen Zügen ihres Gastes, während zugleich ihr innerer Blick sich mühte, unter den Schatten der Vergangenheit das Knabenantlitz ihres Bruders zu erkennen. Als dann auch der junge Ehemann zur Vorsicht mahnte, wußte Frau Lina sich auf einmal zu entsinnen, wie gleichgültig ihr der Bruder neulich an ihrer Mutter Grab erschienen sei; als ob er sich langweile, habe er mit beiden Armen sich über die Eisenstangen der Umfassung gelehnt und^dabei seitwärts nach den anderen Gräbern hingestarrt: fast als ob, wie bei dem Vaterunser nach der Predigt, nur das Ende abgewartet roefben müsse. Beiden Eheleuten erschien jetzt auch das ganze Gebaren des Bruders noch um vieles ungeschlachter fühlte wohl, daß er ein Lieblingsthema wachge- rufen habe, und suchte noch einmal wieder anzu- knüpfen; „solche Signale wie Ihr Dithmarscher hat mein Heinz nicht aufzuweisen." Aber der alte Herr ging wieder seinen eigenen Weg. „Bewahre!" sagte er verächtlich und machte mit der Hand eine Bewegung, als ob er die Schafsaugen weit von sich in die Büsche werfe. „Ein Mann, ein ganzer Mann!" Dann hob er den Zeige- finger und beschrieb schelmisch lächelnd eine Linie über Stirn und Auge: „Auch eine Dekorierung hat er sich erworben; im Gefecht, Herr Nachbar, ich sage im Gefecht; gleich einem alten Studiosus! Zu meiner Zeit — Seeleute und Studenten, das waren die freien Männer, wir standen allzeit beieinander!" Hans Kirch schüttelte den Kopf. „Sie irren, Ehr- wurden; mein Heinz war nur auf Kauftahrtei- schrfsen; im Sturm, ein Holzsplitter, eine stürzende Stenge'7 tun wohl dasselbe schon." „Crede experto! Traue dem Sachkundigen!" rief der alte Herr und hob geheimnisvoll das linke Ohrläppchen, hinter welchem die schwachen Spuren einer Narbe sichtbar wurden. „Im Gefecht, Herr Nachbar; o, wir haben auch pro patria geschlagen!" Ein Lächeln flog über das Gesicht des alten Seemanns, das für einen Augenblick das starke Gebiß bloßlegte. „Ja, ja, Herr Pastor; freilich, er war kein Hasenfuß, mein Heinz!" Aber der frohe Stolz, womit diese Worte her- vorbrachen, verschwand schon wieder; das Bild feines kühnen Knaben verblich vor dem des Mannes, der jetzt unter feinem Dache hauste. Han^ Kirch nahm kurzen Abschied; er gab es aus, es noch weiter mit der Geschwätzigkeit des Greisen- alters aufzunehmen. ---Am Abend war Ball in der Harmonie. Heinz wollte zu Hause bleiben; er paffe nicht dahin; und die jungen Eheleute, die ihm auch nur wie beiläufig davon gesprochen hatten, waren damit einverstanden; denn Heinz, sie mochten darin nicht Vergiß nicht Deine pflicht... NSG. Es gibt Dinge, die man, auch wenn sie nicht ausdrücklich unter Verbot und Strafe gestellt find, einfach nicht tun darf. Es bestehen da gewisse Schranken, die uns das Gewissen und das Pflichtgefühl auferlegen. Zu diesen aus Pflicht und Anstand verbotenen Dingen gehört auch das Reisen, d. h. bo* nutzlose Herumgondeln mit der.Eisenbahn Zu reinem Vergnügen, so wie wir es in friedlicheren Tagen gewohnt waren und es uns, dank der Ler- stungsfähigkeit der Reichsbahn, auch leisten konnten. Das ist nun anders geworden! Im totalen Krieg ist die Reichsbahn ein wichtiges Glied in der gewaltigen Kette, die fest ge^irnebet und Glied um Glied ineinandergefügt Front und Heimat verbindet. PZenn die Reichsbahn früher an einem einzigen Sonntag Millionen Menschen überall im Großdeutschen Reich zu froher Wanderung, zu Besuchen bei Verwandten und Bekannten befördern konnte, so muß sie jetzt verlangen, daß jeder, der nicht eine unbedingt notwendige und kriegswichtige Reise anzutreten hat, sich bescheidet und zu Hause bleibt. Deshalb brauchen wir uns nych lange nicht in unseren vier Wänden einzuspinnen, denn Licht, Lust und Sonne gibt es überall, selbst in unmittelbarer Nachbarschaft. Gewiß, die Erholungsmöglichkeiten sind bescheidener geworden, aber wer fragt danach, wenn es sich um den Bestand des Vaterlandes handelt, und wer möchte diesen winzigen Verzicht auch .nur einen einzigen Augenblick mit jenen großen und gewaltigen Opfern in Vergleich setzen, die unsere Soldaten an den Fronten Tag für Tag bringen? Wenn wir uns das vor Augen hacken, bann wissen wir, was wir zu tun haben. Drum: Vergiß nicht deine Pflicht, wenn alle kämpfen, reift man nicht! Oie Hitler-Jugend sammelte Altpapier NSG. In diesen Tagen wurde die Altpapiersammlung — von der Hitler-Jugend als Stoßaktton durchgeführt — beendet. Während die Partei und die Deutsche Arbeitsfront die Altmaterialbestände als vordem; dies Sichutnherwerfen auf den Stühlen, diese Nichtachtung von Frau Linas sauberen Dielen. Heinz Kirch, das sagten alle, und den Eindruck bewahrte auch Frau Linas eigenes Gedächtnis, war ja ein feiner junger Mensch gewesen. Als beide dann dem Vater ihre Bedenken mitteilten, war es auch dem nichts Neues mehr; aber er hatte geschwiegen und schwieg auch jetzt; nur die Lippen drückte er fester aufeinander. Freilich, als er bald darauf seinen alten Pastor mit der Pfeife am Zaune feines Vorgartens stehen sah, konnte er doch nicht lassen, wie zufällig heranzutreten und so von weitem an ihm herumzuforschen. „Ja, ja", meinte der alte Herr, „es war recht schicklich von dem Heinz, daß er feinen Besuch mir gleich am Zwecken Tage gönnte." „Schuldigkeit, Herr Pastor", versetzte Kirch; „mag Ihnen aber auch wohl ergangen sein wir mir; es kostet Künste, in diesem Burschen mit dem roten Bart den alten Heinz herauszufinden." Der Pastor nickte; sein Gesicht zeigte plötzlich den Ausdruck oratorischer Begeisterung. „Ja, mit dem Barke!" wiederholte er nachdrücklich und fuhr mit der Hand, wie auf der Kanzel, vor sich hin. „Sie sagen es, Herr Nachbar; und wahrlich, feit dieser unzierliche Zierat Mode worden, kann man die Knaben in den Jünglingen nicht wiedererkennen, bevor man sie nicht selber sich bet Namen rufen hörte; das habe ich an meinen Pensionären selbst erfahren! Da mar der blonde Dithmarscher, dem Ihr Heinz — er wollte jetzo zwar darauf vergessen haben — einmal den blutigen Denkzettel unter die Nase schrieb; der glich wahrlich einem weißen Hammel, da er von hier fortging; und als er nach Jahren in meine friMiche Kammer fo unerwartet eintrat — ein Löwe! Ich versichere Sie, Herr Nachbar, ein richtiger Löwe! Wenn nicht die alten ÄS hnh $ef,.r Nch, zum 1OO. Todestage des Dichters am 7. Juni (umfassend die Gedichte bis 1800 nebst Lesarten und (Erläuterungen, Bildern und Faksimiles) der großen Stuttgarter Hölderlin- Ausgabe (im Verlag Cotta, Stuttgart) als Doppelband herauszitbringen. Das bedeutsame, sorgsam vorbereitete und würdig ausgestattete Gesamtwert wird im Auftrag des württembergischen Kultusministeriums in Stuttgart und der Deutschen Akademie in München, gefördert von hohen Reichsstellen, herausgegeben von Dr. habil. Friedrich Beißner. Neues vom Film. Gustav Fröhlich, Alber5 Hehn und Erich Fiedler spielen in dem Ufa-Film „Familie Buchholz" die drei wichtigsten Heiratskandidaten, um die sich Frau Buchholtz (Henny Porten) für ihre beiden hübschen Töchter Betty und (Emmi (Käthe Dyckhoff und Marianne Simfon) bemüht. ♦ Hertha Mayen ist die Partnerin von Johannes Heesters in dem neuen Wien-Film „Glück bei aue n", mit dessen Aufnahmen der Spielleiter Dr. Peter Paul Brauer in den Wien-Ateliers begonnen hat. Der Film führt in die bunte Welt des Theaters. Chauffeure, Portiers, Portiersfrauen und Privatgärtner. Auch hauswirtschaftliche Kräfte in bäuerlichen und Gutshaushaltungen müssen aufgeführt werden, dagegen keine Kräfte, die aus sch ließ- l i ch mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt sind. Es liegt im Interesse des Haushaltungsvorstandes, das Formblatt richtig und genau auszufüllen. Unrichtige und unvollständige Angaben sind durch § 4 der Siebenten Durchführungsverordnung vom 23. Februar 1943 mit Strafen bedroht. i>as Arbeitsamt kann im Anschluß an die Erstattung der Anzeige weitere Unterlagen oder Auskünfte verlangen und auch das persönliche Erscheinen des Haushaltungsoorstandes, der Hausfrau und der hauswirtschaftlichen Kraft im Arbeitsamt anorbnen. Weber die weitere Beschäftigung des hauswirtschaftlichen Personals entscheidet das Arbeitsamt unter Berücksichtigung aller sachlichen und persönlichen Verhältnisse des Haushaltes und der hauswirtschaftlichen Kräfte. Die Weckerbeschäftiguna ist nur soweit gerechtfertigt, als die Hausfrau ihre Für- sorgepflichten gegenüber der Familie bei einer zeitgemäßen , Haushaltsführung allein nicht erfüllen kann. Entbehrliche Kräfte werden anderen Haushalten, die einen dringenden anerkannten Kräftebedarf haben, zugeführt. Es kommt darauf an, durch die lleberprüfung des hauswirtfchastlichen Einsatzes einen gerechten Ausgleich in der Belastung der einzelnen Hausfrauen und Haushalte herbeizuführen, damit die meldepflichtigen Frauen, die bereits zum ' Arbeitseinsatz herangezogen worden sind, nicht benachteiligt werden. Die beteiligten Kreise werden gebeten, an der Erreichung dieses Zieles mitzuhelfen. In allen Zweifelsfällen erteilt das örtlich zuständige Arbeitsamt Auskunft, insbesondere darüber, ob eine Anzeigepflicht gegeben ist. Im übrigen muß darauf hingewiesen werden, daß nach der Siebenten Durchführungsverordnung vom 23. Februar 1943 jede Einstellung einer hauswirtschaftlichen Kraft (ohne Rücksicht darauf, wie groß die Kinderzahl iff) der vorherigen Zustimmung des Arbeitsamtes be- • darf. Es ist also nicht zulässig, hauswirtschaftliche Kräfte ohne Einschaltung des Arbeitsamtes an andere Haushaltungen abzugeben. 1 Funktionen wird ausgebaut. Dem Einsatz im Beruf wird durch eine erweiterte Jugendarbeit in den Betrieben Rechnung getragen werden. Für die laufenden Arbeiten^ die in der Leistungswoche, der Woche der^ schaffenden Jugend und dem Tag der Wehrertüchtigung ihren Jühreshöhepunkt erreichen wird, erteilte der Gebietsführer c'ngehende Weisungen. Krastfahrzeuge bei Fliegeralarm. Neben den Kraftfahrzeugen der Wehrmacht, der Polizei, der Feuerwehr usw. dürfen auch andere Krackfahrzeuge bei Fliegeralarm verkehren, beispielsweise die der Aerzte und Hebammen, der Reichsbahn und der Reichspost, des Werkluftschutzes, des Zeitungsdienstes usw. Alle diese Fahrzeuge sind nach ihrem Zweck verschieden gekennzeichnet. Nach einem Erlaß des Reichsführers jj und Chefs der Deutschen Polizei soll nach und nach einheitliches Erkennungszeichen für diese Fahrzeuge eingeführt werden. Es besteht aus einem mattblauen, dunkel umrandeten Schild mit dem Sinnbild einer Fliegerbombe in Schwarz. Das Schild wird so angebracht, daß es bei Dunkelheit von dem Tarnscheinwerfer beleuchtet wird und seine Erkennbarkeit gewährleistet ist. Zunächst wird das neue ErkennungLHeichen wegen Material- und Arbeitsersparnis nur für Kraftfcchr- Zeuge der Gliederungen des Luftschutzes, der Bau- uNd Störtrupps der öffentlichen Versorgunasbe- triebe und Straßenbahnen, des motorisierten Katastrophendienstes des NSKK., der Werkflak, der Gaueinsatzstäbe der Reichsverteidigungskommissare und der im Luftschutz eingesetzten ^RAD.-Hilfskvm- mandos eingeführt. Preisregelung für Uhr-neparaturen. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat die Preise für Ueberholungs- und Jnstandsetzungsarbei- ten an Uhren geregelt. Die Regelung erfaßt die häufigsten Ueberholungsarbeiten an Taschen-, Armband- und Weckeruhren. Tisch- und Wanduhren sind von der Regelung ausgenommen, da ihre Instandsetzung für Kriegsdauer vom Reichsinnungsmeister verboten ist. Der Erlaß schließt ferner Luxusuhren mit einem Verkaufspreis von über 80 RM., Reise-, Stilwecker und Präzisionsuhren der bekannten Glashütter und unrecht haben, war in dieser Gesellschaft für jetzt nicht wohl zu präsentieren. Frau Lina wollte ebenfalls zu Haufe bleiben; doch sie mußte dem Drängen ihres Mannes nachgeben, der einen neuen Putz für sie erhandelt hatte. Auch Hans Kirch ging zu feiner Partie Sechsundsechzig; eine innere Unruye trieb ihn aus dem Hause. So blieb denn Heinz allein zurück. Als alle fort waren, stand er, die Hände in den Taschen, am Fenster feiner dunklen Schlafkammer, das nach Nordosten auf die See hinausging. Es war unruhiges Wetter, die Wolken jagten vor dem Mond; doch konnte er jenseits des Warbers, in dem tieferen Wasser, die weißen Köpfe der Wellen schäumen sehen. Er starrte lange darauf hin; allmählich als seine Augen sich gewöhnt hatten, bemerkte er auch drüben auf der Insel einen hellen Dunst; von dem Leuchtkürm konnte das nicht kommen; aber bas große Dorf lag dort, wo, wie er hatte reden hören, heute Jahrmarkt war. Er öffnete das Fenster und lehnte sich hinaus; fast meinte er durch das Rauschen des Wassers die ferne Tanzmusik zu hören; und als packe es ihn plötzlich, schlug er das Fenster eilig zu und sprang, seine Mütze vom Tur- haken reißend, in die Flur hinab. Als er ebenso rasch der Haustür zuging, frug die Magd ihn, ob sie mit dem Abschließen auf ihn warten solle; aber er schütelte nur den Kopf, während er das Haus verließ. Kurze Zeit danach, beim Rüsten der Schlafgemächer für die Nacht, betrat die Magd auch die von ihrem Gaste vorhin verlaffene Kammer. Sie hatte ihr Lämpchen auf dem Vorplatz gelassen und nur die Wasserflasche rasch hineinfetzen wollen: als aber draußen eben jetzt der Mond fein volles Licht durch den weiten Himmelsraum ergoß, trat sie gleichfalls an das Fenster und blickte auf die wie mit Silber- fchaum gekrönten Wellen; bald aber waren es nicht mehr diese; ihre jungen weitreichenden Augen hatten ein Boot erkannt, das von einem einzelnen Manne durch den sprühenden Gischt der Insel zu- getrieben wurde. (Fortsetzung folgt) Die neue Wochenschau. Schweizer Marken von der Regelung aus. Da die Kosten der einzelnen Uhrmacherbetnebe je nach Ausstattung und Umfang des Geschäfts verschieden hoch sind, ist eine Staffelung der Preise in vier Preisklassen vorgesehen. Die neue Regelung tritt mit dem 1. Juli 1943 in Kraft. Gloria-palast: „Nacht ohne Abschied". Auf einer'kleinen, menschenleeren Insel im Norden begegnen sich ein Mann und eine Frau, verbringen ein paar Stunden zusammen und sind, ohne sich zu kennen und bei ihrem Namen zu nennen, sogleich einer großen Liebe verfallen. Schnell heraufziehendes Unwetter verhindert die Heimkehr am Abend, eine Hütte gewährt ihnen Schutz für die Nacht, am anderen Morgen ist die Frau ohne Abschied verschwunden. Ein Jahr später muß der Rjttmeister Nyborg in Karin, der Frau seines neuen Regimentskommandeurs, des Obersten Knudson, zu seiner Bestürzung die unbekannte Geliebte von der Insel wiederfinden. Sein soldatisches Ehrgefühl wehrt sich nüt aller Kraft gegen Karins Versuche, ihn aufs neue zu gewinnen; er bittet um Versetzung in ein anderes Regiment. Karin, in der Ehe mit Knudson nicht glücklich, gesteht diesem ihre Liebe zu Nyborg. Der Oberst fordert Nyborg, ohne die Vorgeschichte zu kennen, und gewährt ihm einen kleinen Urlaub bis zur Rückkehr von einer Dienstreise. Karin reist Nyborg in die Hauptstadt nach, erfährt dort durch Zufall von der grundlosen Verdächtigung des Geliebten und vom bevorstehenden Duell; bekennt sich, den wahren Sachverhalt aufdeckend, ihrem Gatten als die allein Schuldige und sucht dann von „ihrer" Insel aus den Tod in der Brandung, — indes der Oberst, von der untadeligen Haltung des jüngeren Kameraden überzeugt, seine Forderung zurückzieht. — So zeichnen sich, nach dem Drehbuche von Johanna Sibelius, die Grundlinien der Handlung. Psychologisch zutreffend ist wohl das Motiv eingeführt, daß sich die Empfindung der Frau unbedenklicher und, wiewohl erfolglos, inbrünstiger um den an sich möglichen Ausweg bemüht als der durch ritterliche Konvention und offiziersmäßige Erziehung gebundene und gehemmte Rittmeister. Daß nur die hier gewählte Lösung möglich sei, wird nicht von jedem Besucher anerkannt werden; ihre Wahl entsprang wohl eher der Scheu, untragbare Zugeständnisse an einen gewissen Publikumsgeschmack zu »stachen, als einer unbezwingbaren Notwendigkeit. ~ Der Regisseur Erich W a s ch n e ck hat die Fabel mit Takt und Geschmack im Stile des Kammerspiels in Szene gesetzt, behutsam, auf schwebende Stimmung und allein auf die Wirkung von innen her bedacht. Anna Dam mann war die gegebene Darstellerin für die Karin: ihr klares, sympathisches Gesicht spiegelt sparsam und ungemein ausdrucksvoll den Wechsel der Empfindungen, denen ihr Erlebnis sie überantwortet, und sie verbindet die damenhafte Fassung, die ihrer gesellschaftlichen' Stellung hier entspricht, mit einer aus erzwungener Beherrschung übermächtig ausbrechenden Leidenschaftlichkeit des Gefühls. Hans Söhnker (Nyborg) findet aus der Unbekümmertheit des vom Zwang der Uniform befreiten großen Jungen sehr sicher zu der in sich zuruckgenommenen Haltung des Mannes, der genau weiß, was er dem Offiziersrock schuldig ist, und der sich verzweifelt gegen die ihm unlösbar scheinende Verstrickung zur Wehr setzt. Den Obersten gibt Karl Ludwig Diehl als vollendeten Kavalier, knapp, kühl und äußerst gemessen in Wort und Gebärde. Die neue Deutsche Wochenschau zeigt in einem eindrucksvollen Bildbericht den waffenstarenden Schutzwall Europas, der sich vom höchsten Norden bis zum Süden unseres Kontinents erstreckt. Zahllose Geschütze aller Kaliber richten aus mächtigen Betonbunkern und gut getarnten Stellungen ihre Rohre drohend gegen den Feind. So wie die Küste der norwegischen Fjorde, des Kanals und des Atlantiks durch ein tiefgegliedertes System von schwersten Verteidigungsanlagen und Kampfständen gesichert worden ist, sind nun auch an den Gestaden des Mittelmeeres in den letzten Monaten Bunker um Bunker errichtet worden. Aufklärungsflugzeuge überwachen das Küstenvorfeld, Flakartillerie schützt die Baustellen, an denen Organisation Todt und Reichsarbeitsdienst immer weiter an der Verbesserung und Verstärkung des gewaltigen Vefestigungs- walles arbeiten. Zur Versorgung unserer Soldaten wird ein G e - leitzug eingesetzt. Munition wird an Bord genommen.' Dann verlassen die Frachter, durch einen Zerstöreroerband gesichert, den Hafen. Wir begleiten ihre Fahrt durch den Kanal von Korinth. Auf See meldet der Ausguck Britenbomber! Das Feuer der Bordflak drängt sie ab., Wieder braust ein Verband feindlicher Flugzeuge heran. Torpedoflieger greifen an. Da stürzt einer brennend in die Tiefe, und noch einer! Das Geleit wird eingenebelt und setzt seine Fahrt fort. Eingeleitet wird die Wochenschau mit Aufnahmen vom Staatsakt \yt den Verteidiger der Festung Demjansk, General Oraf Brockdorff-Ahle- seldt, im Berliner Zeughaus. Es folgen Bilder aus dem zweiten Wehrertüchtigungslager germanischer Jugend. Zu vormilitärischer Ausbildung fanden sich hier flämische, wallonische, niederAus dem kleinen Ensemble ist nur noch Otto Gebühr mit der Randfigur eines älteren Kameraden von Nyborg zu nennen. Die npble, großzügige Photographie (Kamera: Reimar Kuntz e) sei nicht vergessen. — (Ufa.) * Im Vorprogramm sieht man die Wochenschau und den Bildbericht von einer Segelregatta. Hans Thyriot. Derdunkelungszeit: 21. Mai von 22.19 bis 4.47 Uhr. ♦ ** Grüße aus dem Felde senden durch uns die Gefreiten Heinz Brückmann (Gießen) und Paul Etzel (Gießen-Klein-Linden). — Die Heimat erwidert die Grüße in herzlicher Verbundenheit. ** Kopernikus-Feier der Universität. Am kommenden Montag, 24. d. M., vormittags 11 Uhr, findet in der Aula eine Kopernikus-Feier der Universität statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht ein Gedenk-Vortrag von Professor Dr. Egon Ullrich. ** Vom Theater der Universitäts- stadt GiePen wird uns mitgeteilt: Mit dem Schauspiel „Herzen -im Sturm" des 66jährigen Kroaten Milan Begovic will das Gießener Theater einen Einblick in das Schaffen eines Dichters aus dem südöstlichen Teil unseres Kontinents geben. Professor Begovic, der seinen kroatischen Landsleuten ländische, norwegische, dänische und deutsche Jungen zusammen. Wir sehen sie bei ihren sportlichen Hebungen unter der Leitung fronterfahrener Führer der Waffen---. Auch in diesem Kriege haben sich die treuen vierbeinigen Helfer unserer Soldaten an allen Fronten bewährt. Die Wochenschau führt uns zu einer A u s- b i l Ü u n g s st a f f e l von Tragtieren für Gebirgstruppen. Muli und die berggewohnten Hollinger Pferde bekommen hier zum erstenmal den Tragsattel aufgelegt. Im Anfang sind sie noch recht ungebärdig; bald aber haben sie sich an die Last gewöhnt, dann geht es ins Gelände. Von Aus- marsch zu Ausmarsch werden die Schwierigkeiten steigert. Bis nach einem Jahr die Ausbildung beendet ist und die Tiere an der Front eingesetzt werden können. Bilder von der Ostfront zeigen das Vorgehen von Polizeieinheiteid gegen bolschewistische Banden, die während des Winters im rückwärtigen Gebiet Einzelfahrzeuge des Nachschubs bedrohten. In breiter Front wird das gefährdete Gelände durchge- tämmt. Dann geht es dn konzentrischem Angriff gegen ein Dorf, in dem sich die Zentrale der Banditen festgesetzt hat. Gehöft um Gehöft wird durch- jucht; die Rädelsführer werden ihrer gerechten Strafe zugeführt. * Kosakenschwadronen haben sich zum Kampf gegen den Bolschewismus freiwillig in die Reihen der deutschen Wehrmacht eingegliedert. Nach einer Parade vor dem Ritterkreuzträger General N e h ri n g geben sie Proben ihrer kühnen Reiterkunst. Am Kuban-Brückenkopf toben immer noch schwere Kämpfe. Wir erleben in der Wochenschau einen Angriff unserer Stuka-Geschwader auf die Stellungen der Sowjets.. L. seit Jahren durch Uebersetzungen in seine Heimatsprache den Zugang zu zahlreichen deutschen Klassikern erschlossen hat, ist mit eigenen Werken bereits über viele deutsche Bühnen gegangen. Unter der Spielleitung von Carl Maria Zeppenfeld wirken mit: Friedl Gvllrnann, Joseftne Lenzen und August Wilhelm Funke. Bühnenbild: Karl Löffler. G. A. -Sport. Handball der Studenten. Universität Gießen — Universität Bonn. Am Samstagnachmittag kommt es auf dem Uni- versitätssportplatz zu einem Freundschaftsspiel beider Universitäten, lieber die Spielstarke ist bisher noch nichts bekannt geworden. Die Gießener Mannschaft konnte sich seit den letzten Spielen wesentlich verstärken und wird nur schwer zu schlagen sein. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Lvlelv. Leihgestern 1. Jgd. — Viktoria Nidda 1. Jgd. 2:0 (0:0). Am Sonntag trug die 1. Jugend der Spielvg. Leihgestern das erste Spiel um die Gebietsmeisterschaft 1943 von Hessen-Nassau im Fußball aus. Gegner war der Bannmeister „Viktoria 1912 Nidda". Nidda stellte eine spielstarke und körperlich weit überlegene Mannschaft. Das Spiel war von Anfang bis zum Schluß sehr schnell und stand auf hoher Stufe. Schiedsrichter Wollmann (Frankfurt a. M.) leitete das faire Spiel in korrekter Weise. Landkreis Gießen. * Laubach, 20. Mai. Unter dem Motto .Lustig und bunt" veranstaltete die NSG. „Kraft durch Freude" im Rahmen der Wehrmachtsbetreuung für die Verwundeten im Laubacher Reservelazarett einen unterhaltsamen Nachmittag. Franz Jochim, Ansager, Kunstpfeifer und Parodist in einer Person sorgte dafür, daß die Lachmuskeln in Tätigkeit blieben, Roma F o st e l l und Jres d e t Ray wirbelten die Beine in den verschiedensten Charaktertänzen. Mit lustigen Chansons wartete Otti Ottmar auf. Die zünftige Equilibristik der zwei Brethons wurde mit großem Beifall aufgenommen. Für die musikalische Umrahmung und die Begleitung sorgte Martha Keßler. Die Soldaten fuhltep sich auf das beste unterhalten. Hochschulnachrichten. Der em. o. Professor für deutsche Philologie in Rostock, Dr. Wolfgang Golther, begeht seinen 80. Geburtstag. Er wurde 1863 in Stuttgart geboren, studierte in München, wo er sich 1888 habilitierte. In München erhielt er unmittelbar den Ruf als Ordinarius nach Rostock. Seine Forschungsarbeit erstreckte sich im besonderen auf altdeutsche und altnordische Dichtung, Richard Wagner und Bayreuth, Goethes Faust und Schiller. 19$8 verlieh der Führer dem Gelehrten die Goethe-Medaille. — Dieser Tage feiert der ordentliche Professor der deutschen Literatur an der Universität Zürich, Emil Ermatinger, seinen 70. Geburtstag. 1873 in Schaffhausen geboren, wirkte er nach dem Studium in Zürich und Berlin, sei 1907 am Gymnasium zu Winterthur. 1909 wurde er nach Zürich berufen. Weit bekannt ist seine Gesamtausgabe der Werke Gottfried Kellers. Außerdem feien hervorgehoben: „Das dichterische Kunstwerk", „Die deutsche Lyrik seit Herder", „Grimmelshausens Simplizius Simpli- zissimus", „Barock und Rokoko in der deutschen Dichtung", „Krisen und Probleme der neueren deutschen Dichtung". Als Goethe-Forscher ist er durch Studien zum „Westöstlichen Divan", sowie zu den „Maximen und Reflexionen" hervorgetreten. — Der o. Professor an der Universität Berlin Dr. H. Fink erhielt einen Ruf an die TH. München als Nachfolger des em. Ordinarius für Gärungsphysiologie, Prof. Dr. S), Schnegg. Fink wurde 1901 in Augsburg geboren und ftiünerte in München und Stockholm. Er promovierte 1925 in München, habilitierte sich ebenda 1929 und wurde 1934 als o. Professor an die Landwirtschaftliche Hochschule Berlin berufen. — Der Honorarvrofessor für Bergrecht und Arbeitsrecht an der TH. Breslau Ernst Piehler feiert seinen 70. Geburtstag. Er lyurde 1873 in Dillenburg geboren, studierte in Berlin, Breslau, Tübingen und Heidelberg und wurde 1928 zum Honorarprofessor ernannt. Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Hange. Stellvertreter öe8 HauptschllftletterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Tbvrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft uno Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R. Lange K.G. BerlagSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann, z. fi Wehrmacht Lnretgenleiter- Hans Beck — Anzeigenvreisltste Nr. 6 - Schuhcreme einsparen! Nicht jede Schuhcreme ief GuHalin Biete ein Paar in von lunger Frau ■I Verkäufe 03325 Langsdorf, den 20. Mai 1943. 15830 Ter Leiter des Arbeitsamts Gieß«. LICHTSPIELTHEATER «61. 3.00, 5.15.8.00; So. 2.30. 5.00.8.00 M AUS DEN SJDOl-WUK£N das Scheuet* teren Zeitpunkt erscheinen. Gießen, den 20.Mat 1943. Postkarten bei Brptil, Gießen Klug überlegen, wie man’s richtig macht! Statt Karten. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme am Heimgange meines lieben Lebenskameraden sage ich hiermit allen meinen herzlichsten Dank. In tiefer Trauer: Minna Tippel, geb. Wenzel. Gießen (Steinstr. 5$), den 21. Mai 1948. [03341 gesucht. Schr. Ang. unt. 03313 a.d.G.A. fioöioowot Schr. Ang. unt. 03336 a.d.G.A. Denk jetzt im Sommer schon an denWifflSF! Junget mann von 24 Jahren sucht Britzftvech- selmitein.netten lungen Mädel zwecks späterer Heirat. Zuschriften unt. 03334and.Gieh. Anzeigre erbet. Von Freitag, den 21., bis Montag, den 24. Mai finden täglich 2 Vorstellungen statt. Nachm. 3.80 Uhr Kinder- n. Faaillenvoritellung abends 8 Uhr Abendvorstellung Kinder und Militär zahlen nachmittags halbe Preise. - Preise der Plätze von RM. 1.- bis 4.-. Sonntag, den 23. Mai 3 Vorstellungen 2.00,4.00 und 8.00 Ehr _______________________________________________________03327 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren gutefi, unvergeßlichen Vater und Großvater Herrn Heinrich Büchner, Pfarrer i. R. heute früh im 76. Lebensjahr plötzlich und unerwartet zu sich zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen: Oberstabsarzt d. R. Dr. Paul Vom Dahl und Frau Emmy, geb. Büchner Direktor Hans Hoffmann u. Frau Hanne, geb. Büchner Adolf Bausch und Frau Hedwig, geb. Büchner Dipl.-lng. Max Geißler und Frau Adi, geb. Büchner und 9 Enkelkinder. Großbodungen (Kr. Worbis), Mühlheim a. M., Würzburg (Arndstr. 13), Dortmund (Otto- Senft-Str. 163), den 19. Mai 1943. Die Beisetzung findet Samstag, 22. Mai, 11 Uhr vorm., auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. 03320 MIMum m. Kochgelegenheit,!, gut. Lage, von jung. Frau Gebrauchter, gut erhaltener MklliMlllel 28X1-0X1 z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 1584D a. d. Gieß. Anzeiger. Aufruf zur Anzeige über die Beschäftigung hauswirtschaftlicher Kräfte. Auf Grund der 7. Durchführungsverordnung zur Verordnung über die Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels vom 23. Februar 1943 — RGBl. I Seite 114 — werden zunächst 1. Haushaltungen, in denen die Hausfrau meldepflichtig ist gemäß der Verordnung über die Meldung von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung vom 27.1.1943 (vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahr) 2. frauenlose Haushaltungen aufgerufen, sämtliche am 10. Mai 1943 beschäftigten hauswirtschaftlichen ■ Kräfte bis spätestens 30. Mai 1943 dem unterzeichneten Arbeitsamt oder der für den Wohnsitz zuständigen Nebenstelle des Arbeitsamts anzuzeigen. Als hauswirtschaflliche Kräfte sind anzusehen und aufzuführen alle mindestens 12 Stunden wöchentlich mit hauswirtschafüichen Arbeiten beschäftigten Kräfte bzw. Lehrlinge, z. B. auch TageSmädchen, HalbtagS- mädchen, Stundenfrauen, Pflichtjahrmädchen, hauswirtschaflliche Lehrlinge, ländliche Hausarbeitslehrlinge, Haustöchter, Köchinnen, Haushälterinnen, Hauswirtschaftsleiterinnen, pflegerische, erzieherische und andere im Haushalt mithelfende Arbeitskräfte, Kinderpflezerinnen, Kindergärtnerinnen, Diener, Chauffeure, Portiers und Portierftauen, Gärtner usw. Nicht anzeigepflichtig sind in der Landwirtschaft eingesetzte Gesindekräfte. Dagegen ist für hauswirtschaflliche Kräfte, die in groß- bäuellichen und Gutshaushaltungen beschäftigt werden, die Anzeige zu erstatten. Anzeigenvordrucke sind im Arbeitsamt oder bei den Nebenstellen des Arbeitsamts erhälllich. Dort wird gleichzeitig Auskunft darüber erteilt, ob Meldepflicht volliegt. Fernmündliche Auskunft kann nicht gegeben werden. Die Anzeigen sind pünküich und llchtig ausgefüllt abzuliefern. Dos Arbeitsamt wird den Eingang bestätigen; die Bestätigung ist sorgfältig aufzuheben, da nachgeprüft wird, ob der Pflicht zur Anzeige nachgekommen ist und die gemachten Angaben zutreffend sind. Das Arbeitsamt wird die Verhältnisse des einzelnen Haushaltes überprüfen und dabei davon auSgehen, daß gegenwärtig die Beschäftigung hauSwirtschafllicheC Hilfskräfte nur dann gerechtfertigt ist, wenn die Hausftau die Fürsorge« pflichten gegenüber ihrer Familie bei zeitgemäßer HauShaltsfühmng allein nicht erfüllen kann. Etwa abzuziehende Arbeitskräfte werden wr Stellen dringenderen Bedarfs wieder eingesetzt. Einstellungen und Enllassungen hauswtrtschafllicher Kräfte ohne Zustimmung des Arbeitsamts verstoßen gegen die 7. Durchführungsverordnung zur Verordnung über die Beschränkung des Arbeitsplatzwechsel« und müssen auch in den noch nicht aufgerufenen Haushaltungen unterbleiben. Der Aufruf weiterer Gruppen von .Haushaltungen zur Anzeige der bei ihnen beschäfttgten hauswirtschafüichen Kräfte wird zu einem spä- es Zimmer ist am wärmegünstigsten"? Dos müssen wir bald feststellen! Wir wollen in Ruhe den Haupt-Aufenthaltsraum der Familie für den kommenden Winter so einrichten, daß wir es warm haben und doch Heizung sparen. Dafür gibt es zwei ganz einfache Regeln: Wenn möglich, ein nach Süden liegendes Zimmer mit wenig Fenstern wählen — und auf seine „Umgebung" achten! Neben, über und unter dem Zimmer sollen möglichst keine ungeheizten Räume liegenI Deshalb versuchen wir uns auch freundschaftlich mit den anderen Mietern über eine einheitliche Wahl in allen übereinanderliegenden Wohnungen zu einigen. Jeder hat davon den gleichen Nutzen: eine Feuerungsersparnis bis zu 50e/e! Ist das nicht eine feine Sache für uns—und ein herrlicher Nasenstüber für „Kohlenklau" dazu ? I Ner jetzt sich etwas Mühe macht, im Winter über diesen 0$ lacht! | Kaufgcjuche Glucke sicher im Brüten, schweres Huhn, z. kaufen gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 03260 a. d. Gieß. Anzeiger. Irisch. Terrier- Rüde 1 x/i I. alt, gesd., wachs, unverdorben, bst. Stammbaum und Haar, weg. Nachzucht zu verk. [isaoD Schließfach 21 Lollar. Ruf 176. Gr. 42, 30 RM. Suche einen 3flannn. Gasherd mit Backofen geboten, 311. Elektroherd gcf., weil Land- gemeinde ohne Gas. Schr. Ang. u.03261a.d.G.A. ,Wa