vommrtag. 2t. Januar 19^3 Gießener Anzeiger (93. Jahrgang Nr. (Z H'Meini ctj nutzer Sonntnnb imb ^ereNaaS •Beila-'tif Gretzener rtnmihenblättet Heimat »m^'lb-D'eSckolle Bezugspreis: Monat«»rd .. .RM.1.8V Awtellaebüör,.. „ -.28 auch be Nichterscheinen von einzelnen Nummern infnlae höherer («emalt Amiavme von unzer neu für bie MittaaSnummer biS 81/, Ubr desBormrttagS Au-eiaen^vreiie für die Mill tmeter-Zeile von 22 Millimeter Brene: 7Stof, für rtamütenntt* zernen und vrivare Geleaenbeiisan^etpen 14Nvf. i. Werbcan,eme« und aefchäftliche Geteaenbeiteanzerne« Plavvor'chrrft tvorberrae Berembaruna) 2ß°/o mcbt General-Anzeiger für Oberheffen $*riTitee«.9$dtnl|ra6t 7-4 »ra« ob »erleg: $nrt«*prf 11 ß** $Vranff%Q vrShlfche RmversttSttdruckerek L r«ge Sicherung eines planvollen Mtschafisausbaus Dieser Vertrag tritt mit seiner Unterzeichnung in Kraft und bleibt ebenso lange in Geltung wie der Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Italien und Japan vom 27. September 1940, entsprechend lebens bereits große Ergebnisse gezeitigt. Die Einheit in der Aktion der Dreierpaktmöchte hebt sich auf das eindrucksvollste von dem häuslichen Streit der satten Monopolisten in London und Washington ab. Denn im Gegensatz zur angloamerikanischen Mächtegruppierung entwickeln die Dreierpaktmächte nicht theoretische Programme, sondern gehen planmäßig durch die Tat an den Aufbau einer neuen Wirtschaft. Und während sich im gegnerischen Lager die beiden Hauptpartner über die Auslegung ihrer gemeinsamen Atlantik- Charta immer noch nicht einigen konnten, sich vielmehr in den wichtigsten Fragen, nicht nur aus politi* unendliche, nur durch die Leuchtzeig'er der Instrumente unterbrochene Dunkelheit ringsum. Immer vorwärts durch das jetzt auch in diesen Breiten eiskalte Wasser, vorwärts mit dem Höchstmaß der von Menschen ertragbaren Geschwindigkeit; nur eine dürftige Schutzhaube vor einem. Nicht zu hoch und nicht zu tief steuern, nur mit dem Kompaß als Richtungsweiser die vielen sorgfältig bewachten Sperren überwinden, an Hafenschutzeinheiten, an Posten, an Geschütz- und MG.-Mundungen vorbei, die schmalen Einfahrten finden — und dann, wenn die beiden Männer die ihnen zugewiesenen Ziele erreicht haben, gilt es noch, mit äußerster Konzentration den Kopf des Torpedos mit der Sprengladung loszumachen und mit den Händen mittels einer besonderen Vorrichtung an der verwundbarsten Stelle des Schiffes, meist unter dem Kiel, zu befestigen. Erst dann ist die Aufgabe gelöst. Wenn die Männer noch die Kraft und viel Glück haben, können sie auf demselben Fahrzeug und demselben Weg wieder zu' ihtern Ausgangspunkt zurückkehren. Die gefährlichsten Reifen der Well. Lissabon, 19. Jan. (Europapreß.) Die Seeversicherungsraten von Lloyd (der größten britischen Schiffahrtsoersicherung) ändern sich im gleichen Umfang, wie die deutschen Unterseeboote und die deutsche Luftwaffe ihre Kampfzonen wechseln, erklärt „Daily Expreß" in einer Uebersicht über die zur Zeit geltenden Seeversicherungsraten. Die arktische Route nach sowjetischen Häfen wird sich in Kürze den Beinamen „gefährlich st e Reise der Welt" verdient haben, wie soeben erst wieder durch den Hinweis Morrisons auf die außerordentlich hohen Verluste von Frachtern und Begleitschiffen auf diesen Fahrten bekannt geworden ist. Dorthin und auch nach Malta werden wegen der erheb- lichen Dersenkungsgefahr zur Zeit überhaupt keine Versicherungen entgegengenommen. Die höchste unter den zur Zeit geltenden Raten gilt für Fahrten zwischenAlerandrien und Malta. Für Reisen nach nordafrikanischen Häfen werden von Fall zu Fall Sonderraten gegeben, ein Beweis, daß auch diese Route mit größtem Erfolg durch deutsche U-Boote bedroht wird. Die Siurmeinheüen der italienischen Marine Von Kriegsberichter Dr. Karl Judmaier. Die Großwirtschastsräume Europas und Ostatz'ens in vollem Einsatz für den totalen Krieg. Verträge über eine enge wirtschastliche Zusammenarbeit der Oreierpaktmächte. Die Verträge über den Einsatz der Großwirt- chaftsräume der Dreierpaktmächte einmal für die emeinsame totale Kriegführung und dann für die cemeinfame und überlegte Gestaltung des Friedens nd ein Aufbegehren gegen die bis zum Geiz hab- Ichtige Geldherrschaft der anglo-amerikanischen Monopolisten. Deutschland ist im ersten Weltkrieg — entgegen feierlichsten Zusagen — seines so be- cheidenen Kolonialbesitzes beraubt und aus die Zrosamen von dem üppigen Tisch der Engländer nd Amerikaner angewiesen worden: Brosamen, die rum ihm mit lästiger Geste vorwarf oder ... ganz -orenthielt. Italien, das im ersten Weltkrieg auf der Seite der Sieger genau so wie Japan stand, ist chmählich geprellt worden. Die ganze Zeit von 1918 bis zu diesem zweiten Weltkrieg war ein einiger Anschauungsunterricht, daß weder die Einsicht m die drängendsten Notwendigkeiten eines wirklichen Friedens noch auch nur bie mindeste Rücksicht auf die früheren Bundesgenossen den besitzenden dieser Welt einen kleinen, sehr kleinen Verzicht auf die eigene Ueberfülle nahelegte. Das Vßort des Duce, das er schon vor sieben Jahren I sprach, tönt uns noch in den Ohren, daß die fruhe- Nsn Verbündeten für das volkreiche Italien nur ■ Lüsten und Einöden, S t e i n e st a t t B r o t übrig Itotten. Und wie geg£n uns von den Jßereimgten Staaten aus schon 1933 unter dem Deckmantel be* 1 Hudenboykotts der „moralische" Boykott proklamiert iiurbe, so kündigten die Vereinigten Staaten am 57. Juli 1939 den seit fast 30 Jahren in Krast be- südlichen Handelsvertrag mit Japan und prokla- riierten nach dem Eintreten des vertraglosen Zu- fandes ebenfalls gegen Japan das moralische (mbargo", was man gar nicht übersetzen kann ohne ■a lackän. Gegen Italien aber wurde das ©traf- nittel der Sanktionen verhängt: wiederum Der Boykott, diesmal unter der gefälligen Maske des .Völkerbundes". Der Krieg, den England am September 1939 an Deutschland erklärte, der 5 rieq, den Roosevelt seit Jahren aus dem Hinter- nen ber europäischen Völker außerorbentlich gering. Besonders aufschlußreich sind dafür bie Zahlen ber blutigen Verluste, und zwar nicht etwa gegenüber Deutschland, sondern gerade gegenüber den Verbündeten ber Vereinigten Staaten. Während bie Franzosen 1363 000, bie Engländer 1069 825 und bie Russen 1700000 an Gefallenen opferten, betrugen die amerikanischen Verluste nur 50 000 Mann. Außerdem war bei Kriegsende ein großer Teil Frankreichs vernichtet, bie englische Schiffahrt ruiniert, und auch in ben sogenannten europäischen DltB. Aus bem Führerhauplquartier, ?L 3an. Der Reichsminister bes Auswärtigen von Ribbentrop unb ber kaiserlich-japanische Bot- chafter Hiroshi Ofhima haben am 20. Januar >. 3. im Führerhauptquartier einen „vertrag wischen Dentfchlanb unb Japan über i>ie wirtschaftliche Zusammenarbeit" mlerzeichnet. Am selben Tage wurde in Rom ein zleichlautenber vertrag zwischen Italien inb Japan durch den königlich-italienischen Minister er Auswärtigen Angelegenheiten, Graf Galeazzo L i a n o, und dem kaiserlich-japanischen Geschäfts- Iräger, Shunichl käse, gezeichnet. Diese Verträge, die die gleiche Geltungsdauer wie ber Dreimächtepakt haben und diesen in wirtschaftlicher Hinsicht ergänzen, stellen eine kraftvolle reellere Ausgestaltung des Paktes der drei verbündeten Nationen dar. In konsequenter Fortsetzung der »olitischen Grundidee dieses Bündnisses der drei Großmächte auf längste Sicht wird nunmehr in iimfaffenben Verträgen eine großzügige ID 1 r t- chaftsplanung vorgenommen. Damit werben bie Großwirtschastsräume Europas und Offafiens mit allen ihren Kräften für den totalen irieg gegen unsere Feinde zum vollen Einsatz zebracht. Gleichzeitig wird mit diesen Verträgen j iür die Nachkriegszeit die Grunblage für I fte dauernde wirtschaftliche Zusammenarbeit zwi- ! chen ben Dirtschaflsgroßräumen gelegt. Zn den i Verträgen wird der Austausch der wirtschaftlichen ELeistungen jeder Art und ihre weitestgehende För- erung bestimmt und die Zusammenarbeit In allen wirtschaftlichen und finanziellen Fragen feftgekgt. Oer Vertrag. Si-gerstaaten war die Wirtschaft zerrüttet. Die Dollarplutokratie tonnte nach Kriegsende in dem wirschastlich ausgebluteten Europa genau so billige Triumphe feiern wie der ausgeruhte, gut ernährte und mit überlegenem Material ausgestattete $an= keesoldat an der Westfront. An der Gesamttotenzahl des Weltkrieges von 8,5 Millionen Gefallenen hatte Amerika nur den bescheidenen Anteil von 50 000, am Kriegsgewinn und am Geschäft noch dem Kriege hatte es den Löwenanteil, während die europäischen Staaten vom Jnflationsfieber geschüttelt wurden. Neben. das Zauberwort Amerika trat der Gott Dollar und verlieh den Vereinigten Staaten einen Nimbus, der weit weniger auf der amerikanischen Leistung als vielmehr auf der sich selbst zerfleischenden europäischen Uneinigkeit beruhte. Am meisten wurde dieser Nimbus in Amerika s e l b st geglaubt. Es ist kein Zufall, daß im Land der hemmungslosen Reklame auch die stärkste Selbstüberschätzung gedeiht. Rian wird kaum einen Amerikaner finden, der nicht alle amerikanischen Erzeugnisse für die besten der Welt hält. „American is best“, dieses Schlagwort ist in das Gehirn jedes Amerikaners so lange eingehämmert worden, bis die klare Urteilsfähigkeit beseitigt war. So erklärte auch Präsident Roosevelt in feiner letzten Rede, mit der er den Kongreß durch astronomische Rü- stungszi'ffern. bluffte, in echt amerikanischer Bescheidenheit: „Wir gehören zu den Leuten, die sich nur mit Wundern zufrieden geben." So ist auch zu verstehen, daß die Bevölkerung der Vereinigten Staaten sich diesmal beim Kriegseintritt keine Dorftelluna von den möglichen Folgen machen konnte und in der Vorstellung lebte, daß sich die Ergebnisse von 1917 und 1918 in ähnlicher Form wiederholen würden. Nun hat sich aber in diesem Kriege gar nichts wiederholt, was im Weltkrieg geschah, und auch für die USA. stützt der Kriegseintritt diesmal unter u mg ekehrten Vorzeichen. Das gleichzeitige Losschlaaen Japans zwingt Herrn Roosevelt zu einem Zweifrontenkr^eg Über die Riesenräume zweier Ozeane hinweg, so daß der Krieg für die USA. mit einer Halbierung ihrer Kräfte begann. Die Ergebnisse aus dem ostasiatischen Kriegsschauplatz haben inzwischen bewiesen, daß die Anglo-Amerikaner dort schon im ersten Kriegsjahr entscheidend zurückgeschlagen wor- den sind, und auch auf europäischem Boden laufen die Kriegsereignisse anders ab als 1917. Damals konnten die Amerikaner in Brest und Le Havre ungestört Truppen ausladen, diesmal aber find alle Landungsverfuche in Europa gescheitert, so daß die Amerikaner schließlich in Nordafrika einen billigen .„Sieg" durch die Hintertür des Verrats suchen mußten, um her Welt wenigstens einen Erfolg vorzutäuschen. Im übrigen haben aber die amerikanischen Truppen auch in diesem Kriege noch nicht bewiesen, daß sie unseren Soldaten überlegen sind, und sie werden es auch nicht sein. (Schluß folgt.) Oie LlGA. und der Beveridge-Plan. Die Vereinigten Staaten haben eine Frau als Arbeitsmimster. Sie heißt Frances P e r k i n s. Sie hat in diesen Tagen erklärt, daß der Beveridge- Pl an — der englische Versuch der Schäftung einer zusammenhängenden und innerlich geschlossenen Sozialversicherung, wie wir sie in Deutschland längst haben — im Vergleich zu den gegenwärtigen Zuständen in den USA. her USA.-Negierung eine moralische Verpflichtung aujerleae. Wir zweifeln gar nicht daran, daß Frau Perkms es ehrlich meint. Sie ist in der privaten und gemeindlichen Wohlfahrtspflege groß geworben und verficht seit langem die Einführung einer Arbeitslosenversicherung in den Vereinigen Staaten, ohne auch nur bisher eine zuverlässige ... Arbeitslosenstatistik durchgesetzt zu haben. Sie ist seit zehn Jahren als Arbeitsminister tätig, wurde wegen Duldung kommunistischer Umtriebe viel angefeindet, aber vom Präsidenten immer gehalten, weil sie in Worten stark und in Taten schwach ist und sicherlich her Morgan-Clique feinen Zahn zieht. Ihr jetziger Hinweis, daß der Beveridge-Plan — wenn er erst einmal in England eingeführt sei — auch die Vereinigten Staaten moralisch zum sozialpolitischen Fortschritt verpflichte, ist nichts als ein verzweifelter Versuch, die völlig steckengebliebene Sozialreform in den Vereinigten Staaten „vorzutreiben" und die Gemüter aufzu- pulvern.______________________________________ Oie Gage vom Walfisch. Von Richard Gerlach. 0n der Nähe des ewigen Eises des Südens durch- furcheu noch immer Blauwale das Meer, die das Gewicht von taufend Menschen und eine Länge von dreißig Meter haben. Aber der eigentliche Walfisch, der Grönlandwal, dessen Fischbein und Tran die Holländer ihren Reichtum verdanken, scheint während des letzten Menschenalters unvermerkt in die ewigen Walgründe hinübergewechselt zu fein, aus denen es keine Rückkehr mehr gibt. Ganz sicher kann man nicht sagen, ob er endgültig ausgestorben ist, vielleicht gibt es doch noch einige unzugängliche Stellen im nordischen Polarmeer, wo ihn keine Harpune erreicht hat. Aber seit vielen Jahren haben die Walfänger feinen mehr gesehen. Der Grönlandwal, her am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts eine Flotte von dreihundert Scyif- fen Sommer für Sommer anlockte, wurde zuletzt in der Bsffinsbucht und in der nördlichen Behringstraße erbeutet. Einst hatte man Zehntaufende zur Strecke gebracht. Die verwegensten Männer aus aller Welt hatten sich zu dem ertragreichen Vernichtungswerk zusammengefunden, und wenn sie heim^ kamen, waren ihre Taschen prall von Goldstücken. Aber das war schon zu den Zeiten Friedrichs des Großen vorbei, und die Schiffe, die er ausrüsten ließ, kehrten mit spärlicherem Gewinn zurück. Als die Harpunenkanonen Stahlgeschosse auf die Kolosse schleuderten, die in ihrem Leibe explodierten, waren die großen Walfische des Nordens rasch verschwunden, und erst wenn die Schiffe um die halbe Erdkugel in die Antarktis gefahren waren, stießen sie auf ähnliche Riesen. Es gibt kaum eine photographische Ausnahme des Grönlandwals. So können mir uns nur ein Bild von ihm machen, wie es uns die alten Naturhistoriker nach den Beschreibungen der Walfänger gezeichnet haben. Die Länge des eigenllichen Walfisches betrug zwischen achtzehn und oierundzwanzig Meter; doch soll einmal einer dreiundreißig Meter bmg gewesen sein. Wenn das stimmt, wäre der GrönlaNdwcü das Krößts Saugetier überhaupt. Schwere Gowjeiangn'ffe im Oongebiet iv harten Kämpfen zum Stehen gebracht. Der Wehrmachcherichi. DRV. Aus dem Hührerhauplquarlfer, 20. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Jm Nordweftteit des Kaukasus schlugen deutsche, rumänische und slowakische Truppen örtliche Angriffe der Sowjets zurück. Einsehendes Tauwetter erschwerte zwischen Kaukasus und Don die Kampfhandlungen auf beiden Seiten. Schwächerer Feind wurde, zum Teil im Gegenstoß, abgewiesen und ein feindliches Bataillon vernichtet. Jn den Kampfabschnitten des D o n g e b i e t e s brachten deutsche Truppen mit Unterstützung der Luftwaffe feindliche Angriffe in stellenweise sehr harten Kämpfen zum Stehen. Eine Infanterie- Division vernichtete dabei zehn Panzerkampfwagen. Die Verteidiger des Raumes von Stalingrad wehrten trotz harter Entbehrungen unerfchüttert sämtliche Angriffe der Sowjets ab. Südöstlich des Ilmensees wurde eine einge- schlosfene Kampfgruppe des Gegners aufgerieben. 3m Angriff wurden Teile einer weiteren abgeschnittenen Gruppe der Bolschewisten aus ihren Stellungen geworfen und Entlastungsversuche abgewiesen. Starke feindliche Angriffe südlich des Ladogasees scheiterten in harten Kämpfen, wobei örtliche Einbrüche im Gegenstoß abgeriegelt oder bereinigt wurden. 3n Rordafrika halten die Bewegungskämpfe an der Front der deutsch-italienischen Panzerarmee an. Die deutsche und italienische Luftwaffe fügten den Briten schwere Verluste an Panzerkampfwagen und Kraftfahrzeugen zu. Der Angriff deutsch-italienischer Kampfgruppen im tunesischen Raum wurde mit wirksamer Unterstützung durch die Luftwafte fortgesetzt, wichtige Stellungen genommen und über 1000 (Befangene eingebracht. 3n Luftstützpunkten des Feindes entstanden nach Luftangriffen ausgedehnte Brände. Bei Rächt wurden die Hafenanlagen von B o n e erneut bombardiert. Die gestern vor B o n e als beschädigt gemeldeten Zwei handelsschiffe sind gesunken. Damit verlor der Feind durch den Luftangriff in der Rächt vom 18. zum 19. Januar vier Handelsschiffe mit zusammen 20 000 VRT. Ein deutsches Unterseeboot versenkte westlich O.r a n aus einem stark gesicherten Geleitzug einen Dampfer von 4000 BRT. Neue Gegensätze in Nordasrika. Tanger, 19.Jon. (Europapreß.) Der ehemalige französische Botschafter in Buenos Aires Marcel Peyrouton ist von General Giraud zum Generalgouverneur von Algerien ernannt worden. „United Preß" schreibt aus Algier, wen man sich auf .das neue französische Regime stützen wolle, müsse man den Posten eines Gene- rolgouverneurs von Algerien demjenigen eines Chefs her gesamten zivilen Verwaltung von ganz Nordasrika gleichstellen. Peyrouton sei bereits einige Monate vor her Landung der Anglo-Amerikaner in Algier gewesen, jedoch sei feine damalige Mission auch heute noch mit dem Schleier des Geheimnisses umhüllt. — Tarde he Saint Hör- douin erhielt hie Funktion eines Bevollmächtigten für auswärtige Angelegenheiten im Range eines Gesandten in Algier. Er gehörte bei Kriegsausbruch her Botschaft m Berlin an, später der Waffenstlllstandskommission in Wiesbaden und wurde schließlich zweiter Generalsekretär Weygands in Nordasrika. Die offenbar durch die Amerikaner lancierte Ernennung von Peyrouton stößt in England bereits jetzt auf Mißtrauen. Die Ernennung werde laut „Daily Expreß" nach Auffassung der Gaullisten den Zusammenschluß zwischen Giraud und de Gaulle nicht erleichtern. „Times" berichtet, daß die Ernennung die heikle Situation in Norha'frika u n - lösbar machen dürfte. Seine Ernennung werde auch von denjenigen Amerikanern bedauert, hie die bisherige Politik des Staatsdepartements guthießen. „Daily Herold" bezeichnet die Ernennung Peyrou- tons als einen Kardinalfehler, der trotz Warnungen und Protesten begangen worden sei. Es stehe nicht fest, ob Peyroutons Ernennung vom britischen Minister Mac Millan in Nordasrika gebilligt wurde. Offizielle Londoner Kreise hätten es ab gelehnt, diese Frage zu beantworten. Ein bekannter amerikanischer politischer Kommentator habe aber angedeutet, daß hie Verantwortung beim USA. -Staatsdepartement liege. „Daily Herald" erklärt, daß die Ernennung Peyroutons die schlechteste Wahl varstelle, hie getroffen werden konnte, ha er auf das Mißtrauen aller französischen Parteien stoßen werde und von den Gaullisten verabscheut werde. Eden wurde im Unterhaus gefragt, ob hie britische Regierung befragt worden sei, bevor Peyrouton die Ermächtigung zur Reise nach Nordasrika erhielt, und ob er wisse, daß die Ernennung in Großbritannien große Besorgnis hervorgerufen habe. Eden bat, man möge ihm diese Fragen schriftlich einreichen. ist zum Großad- Sir Charles miraL Zeitschriften r»------- -----)------I mv* iiivnpvuuii^ VU11 4JUUCI.H Vvk VlUUl t es jebeffl en Große: drittens NSG. Um die Versorgung sowohl des gesamten erwerbsmäßigen Anbaues, als auch des sog. Setbst- versorgergartenbaues mit Gemüsesamen und Pflanzen sicherzustellen, hat die Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft Anordnungen erlassen, die den Verkauf von Sämereien regeln. Hiernach sind für den erwerbsmäßigen Anbau Verbraucherhöchstmengen für die Flächeneinheit fest- gelegt. Außerdem haben die Bezieher einen Der- pflichtungsschein zu unterschreiben, in dem sie versichern, daß sie nur die Samenmengen bestellen, die sich auf Grund der vorerwähnten Derbraucherhöchstmengen ergeben und daß sie keine Doppel- bestelluim vornehmen. Der Selbstversorgergartenbau, zu dem vor allem die Kleingärtner und alle Gartenbesitzer zu zählen sind, erhält das erforderliche Saatgut in Form von Derbraucherkleinpackungen. Ab 1. Februar 1943 kann diese Verbrauchergruppe in allen Samenhandlungen und Geschäften, die sich bisher mit dem Verkauf von Samen befaßten, Kleinpackungen beziehen. Um auch hier doppelte Bezüge auszuschließen, hat der Landesleistungsausschuß für Gemüsebau einen Kontrollausweis eingeführt, den jeder Gartenbesitzer oder Kleingärtner von seiner Organisation erhält. Auch die nicht organisierten Gartenbesitzer erhalten den Kontrollausweis durch den Fräulein von Mönckeberg, daß ich Sie gelegentlich in Ihrer Wohnung einmal aufsuche?" „Aber gern! Ich bitte Sie darum!" danke Ihnen! — Ich werde mir gestatten. Sie heute nachmittag ober morgen früh anzurufen, um eine passende Zeit mit Ihnen zu vereinbaren." „Das können wir doch aber jetzt gleich tun, Herr Holm. Das äst doch viel einfacher!" Axel warf wieder einen bezeichnenden Blick zu den beiden Kriminalbeamten hinüber: „Ich fürchte, das wird nicht gehen!" erklärte er achselzuckend. „Denn wie die Verhältnisse äugen* blicklich liegen, kann ich nicht einmal frei über meine Zeit verfügen! Der Kommissar hat vorhin sogar von meiner Verhaftung gesprochen! Wenn ich auch genau weiß, daß es hierzu nicht kommen wirb, so muß ich doch erst die Rückkehr Raucheisens abwarten, ehe ich etwas Bestimmtes unternehmen und vereinbaren kann." Axel roarf einen Blick auf feine Armbanduhr: „Hm, es ist ja gleich zwölf ...! D?r Kommissar sprach davon, daß er gegen zwölf wieder ..." „Schon zwölf Uhr?" rief Sigrid erschreckt. Sie erhob sich hastig und strich über ihr Kleid. „So leid es mir tut, Herr Holm, ich muß mich jetzt von Ihnen verabschieden! Um zwölf Uhr erwarte ich nämlich eine Schülerin, die ich nicht warten lassen darf!" „Oh, jetzt habe ich Sie au^gehalten! — Kommen Sie, Fräulein von Mönckeberg, ich begleite Sie hinaus!" Steputat und Schnitter erhoben sich gleichfalls und folgten dem Paare mit zehn Schritten Abstcmd. Da draußen vor dem Gitter immer noch einige Neugierige herumstanden, fiel der Abschied zwischen Siarrd und Arel sehr kurz und unauffällig cm?. Also, ich erwarte Ihren Anruf, Herr Holm!" flüsterte sie mit vertraulichem Lächeln. „Und lassen Sie den Mut nicht sinken, es wird schon alles wieder gut werden!" (Fortsetzung folgt) Aus Der Siadi Gießen. Nicht gleich aus der Haut... Wir alle kennen jene Menschen, die immer gerne leicht „aus der Haut fahren". Wenn irgend etwas nicht so geht, wie sie es persönlich möchten, dann scchren sie eben aus der Haut. Dabei sind es gar nicht die Schlechtesten, im Gegenteil, gerade sie sind meist so randvoll mit Energie geladen, daß sie alles wie im Sturme nehmen. Aber sie können es nicht vertragen, wenn es einmal irgendwo nicht klappt. Sie haben keine rechte Geduld, und darum poltern sie los. Wenn sie zum Beispiel einmal auf etwas warten müssen (und wer muß das heute nicht?), dann setzt es bestimmt Krach. Oder wenn es unvorhergesehene Schwierigkeiten gibt, werden sie wild ... Treffen nun gar solche Hitzköpfe auf Gleichgeartete, dann gibt es unfehlbar Kurzschluß, dann blitzt und donnert es. Wenn auch ein Gewitter die Luft reinigt, so fragt man sich als Unbeteiligter hinterher doch: War die ganze Aufregung nötig? Es gibt da wirklich ein besseres Rezept: ein freundliches, begütigendes Wort, ein kleiner Scherz — und siehe da, die Wellen glätten sich, alles ist in schönster Ordnung! Wir sollten daher auch im Alltag öfter ein solches Wort zur rechten Zeit finden. Seien wir ehrlich: Wir alle sind heute oft ein wenig mitgenommen, leichter als sonst reizbar, der eine, weil er sich um jemanden, den er lieb hat, sorgt, der andere wegen Arbeitsüberlastung, der dritte weil er vielleicht mit seinen Marken nicht auskommt und der vierte aus wer weiß was für Gründen. Doch darum dürfen wir niemals den Humor verlieren! Es heißt nicht umsonst: Lachen befreit! Lachen kommt aus dem Herzen. Und ein frohes Herz sollte noch immer über den nüchternen Verstand siegen ... Ehrung für Professor Or. Eger. Don der Pressestelle der Ludwigs-Universität wird uns mitgeteilt: Herrn Professor Dr. Otto E g e r ift vom Reichsstudentenführer die Plakette des Reichsstudenten- werkes verliehen worden „in dankbarer Anerkennung hervorragender Verdienste um den studentischen Nachwuchs an Deutschlands Hoch- und Fachschulen". Diese Ehrung erfolgte auf Grund der großen Verdienste, die sich Professor Eger, der „Studentenvater", wie ihn die alten und jungen Studenten unserer Universität nennen, in langjährigem Wirten um die Betreuung unserer Studentenschaft erworben hat. Professor Eger ist im eigentlichsten Sinne als der Schöpfer unseres schönen großen Studentenheimes mit seinen mustergültigen Einrichtungen anzusehen. Was die neue Wochenschau bringt. Die neue Wochenschau zeigt wieder hervorragende Aufnahmen vom Kampf eines Hilfskreuzers im Südatlantik. Ein feindlicher Frachter ist aufgebracht.. Die Zahl der von den versenkten Schiffen übernommenen Besatzungen und Passagiere ist inzwischen zu groß geworden. Der Kapitän des deutschen Hilfskreuzers entschließt sich daher, einen Teil von ihnen mit einem aufgebrachten Frachter unter Prisenkommando nach einem deutschen Einsatzhafen zu entlassen. Der Hilfskreuzer selbst stößt weiter nach Süden vor und läuft eine Insel in der Antarktis an. Alls der Insel begegnen uns Tiere, die unseren Matrosen nur aus den Zoologischen Gärten bekannt sind: See-Elefanten und Pinguinen. Mit großer Fahrt geht es bald wieder nach Norden. Eine Rauchfahne wird gesichtet und das Schift als bewaffneter Brite ausgemacht. Nach kurzem Kampf finkt auch dieser feindliche Frachter auf den Grund des Meeres. In der Weibe der nordafrikanischen Wüste hat ein Spähtrupp die Aufgabe, festzustellen, ob eine Oase vom Feind besetzt ist. Vorsichtig pirscht sich der Spähtrupp an die Oase heran, die vom Feinde frei ift. Die Bevölkerung begrüßt freundlich die deutschen Soldaten. Im Hauptquartier der deutsch-ita- lienischen Panzerarmee sehen wir Marschall Rommel mit dem italienischen Marschall Cavalle r o. Ein Angvift von britischen Bombern wird Rodgau, Oberwachtmeister LLilhelm Philipp in Gießen an die Gefangenenlager Rodgau, Gerichtsvollzieher Heinrich Vater in Grünberg an das Amtsgericht Gießen und Justizassistent Walter Geilsuß in Gießen an das Amtsgericht in Litzmannstadt. — In den Ruhestand versetzt wurden: Iustizobersekre- tär Karl Rahn beim Landgericht Gießen urtb Oberverwalter Josef Guyot beim Landgerichtsgefängnis Gießen. — Als Anwärter 'für das Amt des Richters und des Staatsanwalts wurde Gerichtsassessor Otto Michel in Gießen übernommen und dem Ober- landesgerichtsbezirk Darmstadt zugeteilt. — Justizinspektor Ewald Diehl beim Amtsgericht Butzbach wurde aus dem Justizdienst entlassen. ** Sie neuen Reisefleischmarken. Die ab 11. Januar in Kraft getretenen neuen Reisefleischmarten behalten Gültigkeit bis zum 30. November 1943. ** Warnung! Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß das Betreten de? Absturzstellen von Feindflugzeugen grundsätzlich verboten ist. Das abgestürzte Flugzeug mit seinem gesamten Inhalt ist Eigentum der Luftwaffe. Jede Wegnahme von Gegenständen ist unter schwere Strafe gestellt. Außerdem gefährdet sich jeder, der eine Absturzstelle den Ein« der Fiih« Kleingärtner- oder Gartenbauverein, in dessen Be* zirk der Garten gelegen ift. Nicht organisierte Gm> tenbesitzer müssen dem Verein, der die Ausweise ausgibt, den Nachweis führen, daß sie eine Landfläche selbst bewirtschaften. In der Regel ist der Pachtvertrag vorzulegen. Sowohl Fachsamenhändler wie Wiederverkäufer werden nur gegen Vorzeigung dieses Kontrollausweises Samen abgeben. Der Ausweis ist so gefaßt, daß bei jedem Samenhändler eingekauft werden faim. In Gemeinden ohne Gartenoauverein wird eine örtliche Stelle beauftragt, welche die Kontrvllausweise ausgibt. In Zweifelsfällen wende man sich an die Drtsbauern« sichrer oder die Gartenbauberotungsstellen. Die Organisationen werden ihren Pflanzenbedarf durch Sammelbestellungen bei Gärtnereien sicherstellen. Allen übrigen Gartenbesitzern muß empfohlen werden, sich rechtzeitig um die Beschaffung der Pflanzen zu bemühen. In allen Gemeinden, in denen nicht Gärtner die Pflanzenzucht übernehmen, sollen einzelne bäuerliche oder landwirtschaftliche Betriebe mit der Anzucht beauftragt werden. Die Samenbestände aller Gemüsearten, die zum Verkauf in Kleinpackungen freigegeben sind, reichen vollkommen zur Deckung des Bedarfs aus. Es besteht mithin kein Anlaß zu irgendwelchen Besorgnissen hinsichtlich der Befriedigung des Bedarfes. Vom Nordkap bis zum Kaukasus müssen alle Truppenteile der deutschen Wehrmacht den strengen ösllichen Winter und die Erfordernisse des Kampfes in Eis- und Schneewüsten meistern. Der Wehrmacht ist daher jeder Mann willkommen, der für den Winterkrieg vorbereitet ist, gleichgültig, ob er Gebirgsjäger ober Grenadier wird. Die frühere Sonderstellung der Gebirgsjäger auf diesem Gebiet ift überholt. In endlosen Weiten der östlichen Steppe bricht der Winter mit der gleichen Gewalt über die kämpfende Truppe herein wie im Hochgebirge Mitteleuropas. Dem tragen die SA.-Einheiten heute bei der außermilitärischen Wehrerziehung Rechnung, indem die Winterausbildung nicht nur bei den Gebirös- einheiten, sondern auch im Flachland durchgeführt wird. Sie umfaßt in Theorie und Praxis alles, was der Winterkrieg vom Soldaten fordert. Dazu gehören Grund kenntniffe über Bekleidung und Ausrüstung, behelfsmäßigen Kälteschutz, erste Hilfe bei Erfrierungen, Wetterkunde, Orientieren und Tarnen im Winter, Schilauf, um hier nur die wichtigsten Gebiete zu nennen. Der Soldat muß in der Lage sein, auf sich selbst gestellt und mit bescheidensten Hilfsmitteln ausgestattet, sich in jeder Lage helfen zu können. Dazu vermittelt ihm die außermilitärische Wehrerziehung in der SA. die ent* sprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten. Nach den modernsten Erfahrungen wird der Biwak- und Zeltbau geübt, angefangen von den herkömmlichen Formen bis zu den namentlich im Norden üblichen Zweighütten und dem Bau von Iglus nach der Art der Eskimo-Schneehütten. Für den Transport von Material und Verwundeten dienen Akjas, Pulks und Handschlitten, die oft mit behelfsmäßigen Mitteln gebaut werden müssen. Auch dies wird in der SA. geübt. Daneben erfolgt unermüdlich und gründlich dis Gefechtsausbildung auf Schi. Immer wieder wird bei Uebungsmärschen und -läufen das Hinleaen mit angeschnallten Schi, das Abschnallen im Liegen, das Vorarbeiten mit Schi und das Schießen auf Schi in den verschiedenen Anschlagsarten und mit den dabei möglichen Unterstützungsarbeiten durchgeführt. Die Männer des Lehrgangs wissen die Bedeutung einer solchen außermilitärischen Winterausbildung zu schätzen. Deshalb geben sie sich mit be* sonderem Ernst und besonderem Eifer ihrer Auf* gäbe hin. Schmidt. *♦ Justizpersonalien. Ernannt wurden: Amtsgerichtsrat Dr. Ernst Guyot in Vilbel zum Oberamtsrichter beim Amtsgericht Alzey; Gerichtsassessor Heinz Ritzert zum Amtsaerichtsrat beim Amtsgericht Laubach; die Justizinspektoren Georg Geidel in Gießen, Karl Deckenbach in Büdingen, Wilhelm Staubach in Butzbach und Karl Heutzen- röder in Gründerg zu Justizoberinspektoren; der technische Inspektor Wilhelm Glaub in Butzbach zum Verwaltungsoberinspektor: Justizinspektor a. P. Alfred Hahn in Gießen zum Justizinspektor: Justizsekretär Friedrich Jorns in Friedberg zum Gerichtsvollzieher in Grünberg: die Justizassistenten Jakob Köhler in Alsfeld, Georg Fröhlich in Butzbach, Louis Koller in Ortenberg und Edmund Steul in Nidda zu Justizsekretären: die Hauptwachtmeister „Natürlich!" rief Sigrid. „Anders kann es gar nicht gewesen fein! — Das müssen Sie sofort dem Kommissar sagen, Herr Holm! Er wird dann seinen Irrtum einsehen!" Axel mußte unwillkürlich lächeln. „Das bezweifle ich leider, Fräulein von Mönckeberg! Raucheifen ist viel zu klug, um diese Möglichkeit nicht bereits in Erwägung gezogen zu haben! Wenn ich ihm mit dieser Theorie komme — und vorläufig ist es ja leider nur eine Theorie — wird ©emüfefämereien und Gemüsepflanzen in 1943 Oie Versorgung der Kleingärtner und Gartenbesitzer. Durch Blutsverwandtschaft und Neigung _____ Werk seines Urgroßvaters Franz Liszt verbunden, dirigierte Graf Gilbert Gravina an der Spitze des Großen Berliner Rundfunkorchesters von den symphonischen Dichtungen die „Hüngaria", den „Orpheus" und „Mazeppa". Seine gestrafften und dabei Sigrid starrte ihn fassungslos an. „Aber — das ist doch wohl nicht möglich ...?! Das kann er doch nicht im Ernst gesagt haben, Herr S)ohn!" ,ri r . „Doch, Fräulein von Mönckeberg! Es ift fein voller und bitterer Ernst! — Dort — der Beweis!" Axel deutete mit den Augen zu den beiden Beamten hinüber. „Sie sehen ja die beiden Männer dort drüben! Raucheisen hat sie beauftragt, mich zu überwachen! Wahrscheinlich glaubt der Kommissar, ich wurde einen Fluchtversuch machen oder sonst irgend etwas verrücktes anstellen!" „ . . „Wie schrecklich muß das für Sie sein! rief Sigrid gequält. Aber als die beiden Beamten «ufmerksam herübersahen, dämpfte sie ihre Stimme iofort zum Flüsterton: „Erst verlieren Sie unter erschütternden Umstaw ien Ihren Onkel, und dann werden Sie auch noch verdächtigt, an seinem Tode schuld zu sein." „Mehr als das: ich soll ihn erschossen haben! Ja — Raucheisen hat sogar die Möglichkeit m Erwägung gezogen, daß ich meinen guten, alten Onkel ms selbstsüchtigen und habgierigen Gründen kalt- iltitig ermordet haben könnte!" Sigrid war bleich geworden. Ihre Hän^e zitterten vin wenig, und ihre Augen füllten sich mit Tränen. „Ich weiß, daß Sie es nicht getan haben, Herr Holm!" flüsterte sie mit zuckenden Lippen. „Ich brauche nur in Ihre Augen zu sehen, dann weiß ch, daß Sie nicht einmal in Gedanken zu einer olchen Tat fähig sind!" „ Axel beugte sich in einer heißen Aufwallung ju. Sigrid hinüber. Er ergriff ihre Hand und zog sie an'die Lippen. „Fräulein von Mönckeberg, ich danke Ihnen! Sie kennen mich kaum, und doch sind Sie der einzige Mensch, der vorbehaltlos an mich glaubt! Ich kann Ihnen nicht sagen, wie glücklich und froh mich Ihre Worte gerade in diesem Augenblick machen, da ich mich von allen verlassen glaubte." Sigrid wandte den Kopf zur Seite und wischte mit dem Taschentuch verstohlen über ihre Augen. „Ich kann diese Ungeheuerlichkeit immer noch nicht fassen!" sagte sie. „Kommissar Raucheisen ist doch solch ein kluger und einsichtiger Mensch: wie ist es nur möglich, daß er sich in einen solchen Irrtum --?" „Nun sein Irrtum ist immerhin entschuldbar!" unterbrach Axel sie. „Eine Verkettung von Unglück- seligen Umständen brachte ihn auf den Gedanken, daß ich der Täter fein müsse!" „Trotzdem", sagte Sigrid kopfschüttelnd, „ich verstehe auch gar nicht, weshalb Raucheisen nicht der anderen Spur nachgehen will, die ich ihm gezeigt habe!" „Welcher Spur?" fragte Axel schnell. Sigrid machte eine kurze Andeutung, um bann auf Axels Wunsch ausführlich über den rätselhaften Einbruch .zu berichten, der in der Nacht zuvor bei ihr verübt worden war. „Ja, aber dann ist doch alles klar!" rief Axel, nc ebb em Sigrid mit ihrem Bericht zu Ende war. .^Irgend jemand suchte aus irgendwelchem Grunde ein ganz bestimmtes Buch Dieser Jemand weiß, daß sich das gesuchte Buch nur bei Ihnen oder bei meinem Onkel befinden kann. Nachdem der Einbruch bei Ihnen nicht tu dem gewünschten Erfolg geführt hat, bricht er schon in der darauffolgenden Nacht bei meinem Onkel ein. Mein Onkel überrascht nun den Einbrecher in der Bibliothek und fordert den Mann auf, sich zu ergeben. Der Einbrecher aber bedroht ihn. In der Notwehr schießt mein Onkel und — fehlt leider. Der Einbrecher schießt sofort zurück und tötet meinen Onkel!" halten hatte. Daß heute die Gonorrhoe in 90 v. H. aller Erkrankungsfälle geheilt werden kann, daß die Sterblichkeit an Lungenentzündung von etwa 35 vH. bis zu 5 v. H. gesenkt werden konnte, und daß die epidemische Genickstarre statt einer Sterblichkeit von 90 v. H. heute eine Heilungsquote von y aufweist, gehört zu den Fortschritten der Heilkunde, die ohne die Entdeckung des Prontosil nicht denkbar sind. Der Krieg hat die Bedeutung des Prontosil und der ihm chemisch nahestehenden Sulfonamidpräparate noch erheblich gesteigert, gelingt es doch, durch Sulfonamide Infektionskrankheiten in bisher ungekanntem Maße zu heilen. Auch in der Behandlung der Wundinfektionen, die in früheren Kriegen zahlreichen Soldaten das Leben kosteten, brachten die Sulfonamide, deren thera- oeutische Möglichkeiten bei weitem noch nicht erschöpft find, beachtliche Fortschritte. Kunst und Wissenschaft. Dr. Goebbels beglückwünscht Wilhelm Schäfer. Reichsminister Dr. Goebbels sprach dem Dichter Wilhelm Schäfer in einem herzlichen Schreiben zur Vollendung seines 75. Lebensjahres seine Glückwünsche aus. Er verband damit seinen Dank für dessen bisheriges Lebenswerk, das aus dem Schrifttum unserer Tage nicht wegzudenken sei und Wilhelm Schäfer einen Platz unter den Persönlichkeiten sichere, die für die Erneuerung des deuftchen Volkes Entscheidendes geleistet haben. Eine Peler-Geibel-Vibliographie. Neben die Gesamtausgabe der Ge dichte des wetterauischen Mundartdichters Peter Geibel, die Emerich Reeck herciusgibt, soll eine Bibliographie aller seiner Arbeiten und aller Veröffentlichungen (Aufsätze, Gedichte) von Belang über ihn und fein Werk treten. Diese Bibliographie sieht vor dem Abschluß. Erwünscht sind dem Verfasser noch die Besitzanzeige der 5., 6. und 7. Auf- läge der „Humoristischen Gedichte" und Hinweise auf Aufsätze und Gedichte über Peter Geibel in Zeitschriften und Zeitungen. Die Zuschriften werden erbeten an: Schriftleiter Emerich Reeck, Frankfurt am Main, Unter den Birken 22. Graf Gilbert Gravina in der „Musik zur Dämmerstunde". AUF MÖNCKEBER6 ist diel "Teufel lc5. ROMAN VON OLAF BOUTERWECK Kriegserfahrung als Lehrmeister Oie Winterausbildung der SA. Er faßte plötzlich erneut nach ihrer Hand. „Fräulein von Mönckeberg, wollen Sie mir helfen, meine Schuldlosigkeit zu beweisen?" »herzlich gern!" versicherte sie mit Wärme. „Alles, was in meiner Macht steht, will ich tun, um Ihnen zu helfen! Sie können auf mich rechnen!" „Ich danke Ihnen, liebes Fräulein von Mönckeberg!" sagte Axel gerührt. In seiner Stimme war ein sonderbar rauher Klang. Sie sah ihn fragend an. „Ja, was aber kann ich denn in dieser Sache für Sie tun, Herr Holm? Was soll ich unternehmen?" „Das weiß ich jetzt auch noch nicht! Es genügt mir vorläufig, daß ich einen Bundesgenossen gefunden habe, auf den ich mich unbedingt verlasien kann! Vor allen Dingen aber müssen wir uns über diesen rätselhaften Einbruch bei Ihnen noch einmal gründlich aussprechen, denn ich habe so eine dunkle Ahnung, daß uns diese einzige vorhandene Spur zu dem Täter führen könnte. Aber hier ist freilich weder der richtige Ort noch die richtige Zeit für eine «solche Aussprache... Würden Sie mir gestatten, doch geistvollen Pointen überzeugten von der Lebensfähigkeit dieser Musik. Walter Rummel spielte mit feiner Anschlagskultur und überlegener Technik die „Lobpreisungen" für Klaviersolo und mit Orchester den „dies irae“ über einen alten cantus firmus. Neues vom Film. In dem neuen Berlin-Film, „Die beiden Schwestern", spielt den großen Maler Adolf Menzel Staatsschauspieler Erich Ponto, die weibliche Hauptrolle Gisela Uhlen. Regie führt Erich Waschneck. — „Böhmisches Glas" ist der Titel eines neuen Prag- Kulturfilms, mit dessen Gestaltung Dr. Günter Kule- meyer begonnen hat. Im Gebiet von Steinschönau und Haida, wo seit Jahrhunderten die bedeutendsten Glasgraveure zu Hause sind, finden die Aufnahmen statt. Der Film befaßt sich nicht nur mit Glaserzeugung und Schönheit der Gläser, sondern auch sozialpolitisch mit den in diesem Gebiet lebenden Menschen. Aus aller Wett. Grotzfeuer in einem zehnstückigen Neuyorker Hotel. Das bekannte Hotel „Empire Building" in Neuyork wurde durch ein Großfeuer fast vollständig zerstört. Es handelt sich um ein zehnstöckiges Geiräude, das 1200 Personen beherbergen konnte. Das Feuer brach gegen Mitternacht in den unterirdischen Räumen, wo sich die Küchen befanden, aus und nahm rasch an Umfang zu. Nur ein kleiner Teil der Gäste hielt sich noch im Erdgeschoß auf. Er konnte sich in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr versuchte vor allem das Uebergreifen des Feuers auf die umliegenden Baulichkeiten zu verhindern. Bisher sind 7 Tote und 40 Verletzte geborgen worden. Eine Stradivari für 500 Rubel. Einen außergewöhnlichen Kauf hat ein Berlag l i e r i aus dem nahe bei Mailand gelegenen Städtchen Melzo gemacht. Er erstand auf dem Markt von Stalino bei einem Antiquar für 500 Rubel eine anscheinend echte Stradivari. Jeden- falls trägt die Geige die Initialen „A. 8.", wie sich auch auf einem kleinen Papierftreifen im Innern llbie Worte „Antonius Stradivarius, cremonensis faciebat anno 1713" befanden.__ Freien eingenommen. Bei Eisenbahnpionieren und Baubataillonen gibt es Arbeit in Hülle und Fülle. Irn Raum von Leningrad begegnen wir einer Abteilung der Spanischen Blauen Division auf dem Marsch zur Front. Bei den Abwehrkämpfen besonders bewahrte spanische Sowaten erhallen aus der Hand ihres Generals das Eiserne Kreuz. Im hohen Norden der Ostfront baut die OT. die Eismeerstraße, als den wichtigsten Nachschubweg, weiter aus. Bilder aus Stettin, vom Eiskunstlauf unseres Meisterpaares Baier im Berliner Sportpalast und Aufnahmen aus Lehrwerkstätten, in denen Pimpfe das ABC der Schiffsbaukunst erlernen, leiten die neue Wochenschau ein. U. Derdunkelungszeil: 21. Januar von 17.46 bis 7.50 Uhr. ■ Führet - ugen) in , inn die int) Aus« ; ler Front I der inne I Hses unö ’ in hal- • n worden WW p s i- Verschiedenes Wir haben uns verlobt Gertrud Sames Willi Spies Dorf-Güll Lang-Göns 21. Januar 1943 Handwerker. 26 Jahre.blond 1,72 m, vermögend, sucht die Bekanntschaft eines geschäftstüchtigen Mädchens zwecks Heirat. Zuschriften unter 0415 an den Gießener Anzeiger erbeten. Für unsere Hausfrauen Die kann man Soda sparen? stimmter Prozentsatz wird eben doch herausge- ten Boden anpaßt. Kartenverkauf Saalkasse. 1530 0404/ GLORlfll Stellenangebote Köln, Manritinswall 12. 213V Gießen, Im Januar 1943. 0420 721-770 771-820 Michael 19. Januar 1943 10-11 821-870 11-12 871-920 Stadt. Schlachthof 8-9 9-10 Die glückliche Geburt eines Sohnes zeigen an Lony Binder, geb.Laberenz Dr. Kurt Binder Gott der Herr rief heute unsere innigstgcliebte Schwester, Tante und Großtante Frau Lina Schmidt Wwe., geb. Sack im Alter von 82 Jahren zu sich in die Ewigkeit, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ottilie Scbiffmann, geb. Sack. Hungen, den 20. Januar 1943. Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags um 3 Uhr statt. 220 D Wenn die Hausfrau heute ihre Waschmittel ein kauft, so muß sie oft erleben, daß sie für die ganze Am 17. Januar 1943 verschied nach kurzem Eheglück meine liebe Frau, unsere innigst- geliebteTochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin, Tante, Enkelin und Nichte Frau Margot Herbst, geb. Walldorf im blühenden Alter von nahezu 22 Jahren. In tiefem Schmerz: Uffz. Fritz Herbst, z. Z. Im Felde; Familie Ernst Walldorf scn.; Familie Fritz Herbst, Halberstadt; Erich Walldorf, z. Z. im Felde, und Frau; Ernst Walldorf, z. Z. Im Felde, und Frau; Liselotte Schupp Wwe., geb. Walldorf; klein Marlon und Anverwandte. Düsseldorf (Bilker Allee 210), Gießen, Halberstadt. Die Trauerfeier findet Donnerstag, 21. Jan., 14 Uhr, in der Kapelle des Stoffeier Friedhofes statt. 222D Suche baldigst gut erhaltenen Grude- oder anderen KfiMetö Lehr. Ang. unt. 0366 a. d. G. A, Rohrplatienkofier oder ähnlicher z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0429 an den Gieß. Anz. 5 Zimmer. Küche, Diele, Bad 11. Heizung, Warm wasser, in od. bei Gießen, auch entsprech. Haus zu mieten oder zu kaufen gesucht. 4 Zimmer. Küche, Diele, Bad. Heizung,Warmwasser, in Kölner Wohnvorort im Tausch od. Ringtausch verfügbar. Sehr. Angeb. unt. 215D an den Gieß. Anzeiger. betritt, da mtt der nachträglichen Detonation von Bomben, Munition und Treibstoff gerechnet merden Auf das Büro einer Gießener Großhandlung wird zum 1. April ein kaufmänn. Lehrling gesucht. Selbstgeschrieb. Meldungen u. 1921) an den Gieß. Anzeiger. Einstellung über das Arbeitsamt Gießen. Die Verlobung unserer Tochter Gisela mit dem Herrn Oberleutnant Walter Waydelin zeigen wir hiermit an Colmar von Debschitz Oberst, z. Z. im Felde Hildegard von Debschitz geb. Hitzer Kattern bei Breslau Freibank Am 22.1. 1943: entscheidet. Der Mensch, der wilde Indianer wie der Zivilisierte, wird mit unfertigem Fuß geboren. Erst langsam bildet sich das Knochengerüst aus der knorpeligen Anlage heraus, die Bänder und Mus- 1 bis 2 Putzfrauen für sofort gesucht, igel) Näheres beim Hausmeister der Bezirkssparkaeae Gießen Gießen z. Z. Kath. Fröbelstr. 24 Schwesternhaus Am 17.Dezember 1942 ist meine liebe Schwester Marta Rabe, geb. Raabe in Leipzig nach kurzer, schwerer Krankheit heimgegangen. Auf Wunsch der Entschlafenen wird die Urne im Grab der Mutter beigesetzt. Am 16. Januar 1943 folgte ihr Mann August Rabe nach jahrelangem, schwerem Leiden ihr in die Ewigkeit nach. Im Namen der trauernden Angehörigen: Else Kreuder, geb. Raabe. Gießen, 20. Januar 1943. Die Trauerfeier findet am Freitag, 22. Januar, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Ich bitte von Kranz- und Blumenspenden abzusehen. ___________________ 216V Danksagung. Für die Anteilnahme an dem überaus schmerzlichen Verlust, den wir durch den Heldentod meines über alles geliebten 1 x Gatten und guten Vaters, unsres lieben Sohnes. Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers, Onkels, Neffen und Paten Enr t Trusler, Oberleutnant und Koni- Jianleführer, in einem Luftwaffen-Feldregiment, ernten haben, sagen wir auf diesem Wege allen Verwandten und Bekannten, sowie allen Freunden, die unsren großen Schmerz zu lindern suchten, herzlichen Dank. , ,, . Im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Hedi Tröster, geb. Malter, und Töchterchen Monika. Giefeener Vortragsring Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude“ Freitag, den 22. Januar 1943, abends 7.30 Uhr Neue Aula der Universität Dichterlesung HermannErisBusse Kerl «.ilne Ziffern $ fomn UflPi.1 sinke • 1 : !che Ue hotienor Wen 5it oers krupper faenlr W 1 joDlitfl !;in a kälte ur EiteM Güte W u Wei Die schwachen Füße. Entwicklung in den ersten Lebensjahren en-scheidend. — Alle Fußmuskeln müssen beansprucht werden. - Keine einseitige lleberanstrengung. MMmilküchkemiWen bietet sich angenehme Halbtagsbeschäftigung von montags bis freitags. schriftliche Singebote unter 212D an den Gießener Anzeiger erbeten. Modell-und Bildschai am Samstag, 23. Januar von 15 bis 20 Uhr am Sonntag, 24. Januar von 11 bis 20 Uhr In GieBen, Bahnhofstr. Hotel Schütz Wir beraten Sie fachmännisch und unverbindlich über unsere vorteilhafte Eigenheimfinanzierung Wenn am Besuch verhindert, fordern Sie Prosp. 7 an Leonberger Bausparkasse OG Leonberg bei Stuttgart Vertragsbestand: lieber 230 Millionen RM. I in irötn 3nl : Ligen g Mlich, ■ Stellen Heute Donnerstag Erstaufführung! X c\xen Sie U/) Schöne 4-Zimmerwohnung (I. Stock) in guter Lage, zu vermieten. Schriftl. Angeb. unter 0430 an den Gieß. Anz. Mietqesuche | Was kann man dazu beitragen, um dem Fuß die bestmögliche Entwicklung zu geben? Die Fehler, die im Wachstumsalter gemacht werden, finD es einmal, die den Fuß in seiner physiologischen Entwicklung schädigen. Aber auch die derzeitigen Um- weltbedingungen, die das moderne Leben scha jt, sind den Füßen auf die Dauer unzuträglich: Zum Beispiel die völlig geebneten und gehärteten Straßen und Fußböden, auf denen man so leicht und bequem herumspazieren kann. Gerade hier liegt em Zusammenhang, der deutlich werden läßt, wie ge« dankenlos wir manches hinnehmen. Haben Sie je über „Pflastermüdigkeit" nachgedacht? Der Fuß ist darauf eingerichtet zu jeder ver. schiedenen Körperstellung und auf jeder Art Unterlage — hart, weich, waagerecht, schräg, uneben, steinig, elastisch usw. usw. — sich so einzustellen, daß der Mensch nicht um'ällt. Je verschiedenartiger der Untergrund, je verschiedenartiger dabei die . standsfähige Füße, — oder die Platt-, Knick-, Senk-, Spreizfüße mit Hühneraugen, Verhornungen unter der Sohle, herausgewachsenen Ballen usw., mit denen mancher seine tägliche Plage hat. Das Knochengerüst des Fußes hat sechsundzwan- zig Knochen, die von einem sinnvollen Gewebe von Muskeln und Bändern gegeneinander gehalten werden müssen und bewegt werden können. Das ist nötig, weil die Standfläche im Verhältnis zum Körper sehr klein ist — ein ähnliches Größenoer- hältnis, als wenn eine Flasche auf ihre enge Oeff- nung gestellt wird. Wenn die umgekehrte Flasche auch nur leicht angetippt wird, fällt sie um —, der Mensch aber ist standfest, und bä? verdankt er dem sinnvollen Bau des kompliziert-" Gebildes, auf dem er geht und steht, das sich jeder veränderten Stellung, jeder Verlagerung des Gleichgewichts au'f jeden noch so verschieden geformten und gearte- Vekanntmachung. Betr.: Zwiebelverteilung. Die an den Kleinhandel durch den Großhandel zur Auslieferung kommenden Zwiebeln sind erst zur Verteilung zu bringen, wenn der Aufruf durch das Ernährungsamt erfolgt. seisD Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernährungsamt, Abt. B. muß. ** Anfechtbarer Handel mit Hunden. Es ist bekannt geworden, daß in einzelnen Gegenden des Reiches Hundehändler auftreten, die vorgeben, beauftragt zu sein, Hunde für Wehrrnacht- und Polizeizwecte anzukausen. Die c Hunde werden gewöhnlich zu Ueberpreifen an Datintereffenten weitergegeben. Vor derartigen mife , v bräuchlichen Ankäufen wird dringend gewarnt. Es war notroeiWM wird gebeten, Fälle dieser Art, die dem Publikum *•-- bekannt werden, dem Beauftragten für das Diensthundewesen des Reichsführers ff, Berlin-Steglitz, Am Bäkequell, unverzüglich zu melden, damit Abhilfe geschaffen werden kann. ** Kein tariertes Papier nach Italien. Postbenutzer, die Postverkehr nach Italien unterhalten, meroen darauf hingewiesen, daß Italien die Benutzung von tariertem Papier für die Uebermittlung von Nachrichten aus dem Ausland nach Italien verboten hat. Die auf tariertem Papier eingehende Poft wird von der Weiterbeförderung ausgeschlossen. Bemerkt wird, daß sich das Verbot auch auf die Post bezieht, die an die in Erholungsheimen in Italien untergebrachten deutschen Weyr- machtsangehörigen gerichtet ift ** Für d i e Briefmarken- undStem- p e l f a m m I e r ist von Interesse, daß die Reichspost künftig Gefälligkeitsstempelungen mit Werbestempeln auch auf losen oder auf Papier geklebten Postwertzeichen vornehmen läßt, womit zugleich der Notwendigkeit der sparsamen Beschaffung von Briefumschlägen und Postkarten Rechnung getragen wird. Hierfür wird eine braun-olive Sondermarke für 3 Rpf. + 2 Rpf. Zuschlag herausgegeben, die vom 26. Januar ab nur bei größeren Postämtern vorrätig gehalten wird. *♦ Gießener Vortragsring. Im Rahmen des Gießener Dortragsringes (Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude") wird am 22. Ja- nuar der bekannte alemannische Dichter Hermann Eris Busse aus eigenen Werken lesen. Auf tragische Weise ums £ebcn gekommen. Lpd. Eschhofen bei Limburg, 20. Januar. Ein schwerer Unglücksfall, der leider ein Menschenleben forderte, ereignete sich im hiesigen Bahnhof. Als der in Richtung Gießen fahrende Dersonenzug einlief, warf sich ein Mann von Lindenholzhausen, der in Bealeitung seiner Frau nach Gießen fahren wollte, vor die Lokomotive und wurde von dieser erfaßt. Ein Posthelfer, der ihn zurückreißen wollte, geriet bei dieser Rettungsaktion ebenfalls unter die Maschine. Mit schweren Verletzungen wurde er ins Limburger Hilfskrankenhaus eingeliefert, wo er an den Folgen eines Schädelbruches starb. Auch der Lebensmüde befindet sich in bedenklichem Zustande im Krankenhaus. Kreis Bübingen. * Schotten, 20. Ian. Im Kleintierstalle eines hiesigen Kleintierzüchters richtete ein Marder unter dem Tierbestand großen Schaden an. Der Räuber biß in einer Nacht sechs Kaninchen tot, in der folgenden Nacht kam er wiederum und tötete sechs Hühner. In einem benachbarten Hofgrundstück biß er außerdem noch zwei Hühner tot. Einer aufgestellten Falle ging der blutdürstige Räuber sorgsam aus dem Wege. Größerer, gebrauchter fifiiöenöerö gesucht. [2i4D Anruf 3344. Gut erhaltener 2—Ztüriger KWerWM und 2 Stühle zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0361 an den Gieß. Anz. 6-7-3irnier- MNW mit Bad, evtl. Heizung, auch Einfamilienhaus, zu mieten gesucht. Evtl, kann 5-Zimm.-Wohn. mit Bad und Heizung getauscht werd. Schriftl. Angeb. unter 0386 an den Gieß. Anz. Aelt. Ehev. sucht 2%-Zhu.-Wohng. in d. Nähe Gieß. Ehemann übern, auch Feldarbeit. 0428 Zuschr. an Th. Geiß, Frankfurt a.M.- Höchst, Chattenweg 27. | Verkäufe | ftgenfh || tau £1 jirengle hgeni Die dl 1 trab s l Kindes, : ir auf] . r. 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Früher hatte sie für ihren ®afd}- *!•■'nip[ fernerer von der Faser aber ein be- miß-!tag immer 3 bis 4 Pfund Soda bereit: btefe Menge uMch ^°.°l wird eben dach herauege- cvendlg, um die Wasche ßm,3u- dadurch daß die Fasern infolge der ^^äf^n^^äÄmr,^Ffer3ll8u^e^Wute Einwirkung des Wassers -ufqueL muß sie mit einer viel kleineren M:nge Soda aus-1 3. Kann die Hausfrau Sc da sparen, indem sie kommen. Wie macht sie das, wenn die Wäsche trotz- >auf..das Enthärten derWaschlauac! und desi ersten dem so schön und sauber wie früher werden soll? j Spülwassers verzichtet. D.ese Dritte Möglichkeit 1. Durch Verwendung von Regenwasser oder wird jedoch nur dann empfohlen, wenn wirklich Schneewasser. Regenwasser ist von Natur weich,'nicht genügend öoba zur Derftrgung steht. Dann braucht also keinen Zusatz von Soda. Nimmt man mutz die ganze Sodamenge ausschließlich zum Em- zum Einweichen, Kochen und Spülen der Wasche weichen verwerchet werden, weil gruMiches Em- nur Regenwasser. so kann ein gut Teil Soda ae-1 weichen der wichtigste Heller beim Waschen ist und spart werdend Nicht alle Hausfrauen werden Ge- auch bleiben wird. Durch Aenderung der chemischen legenheit haben, sich für den Waschtag Regenwasser Zusammensetzung unseres Einheitewaschpuwers ist zu sammeln- au dem Lande aber und in vielen eä nämlich gelungen, das En harten uberslnssig zu kleinen Orten, auch am Rande der Städte ist es machen. Die Bildung von Kalkse, e ist künftig nick bei gutem Willen immer möglich, sich diese Gelegen- mehr möglich: ireiftch eme gewisse Gezahr besteht Helt zu schaffen. Keine Hausfrau sollte es versäu- immer noch darm dah gewlsse. im harten Wasser men sie spart nicht nur Soda, sondern schont auch enthaltene Hartebestandtefte sich in der Wasche fest- ihre Wäsche dadurch s-tzen und ihr den weichen Grift nehmen. Da es 2 Durch länaeres und gründlicheres Einweichen, sich aber hier nur um einen Schönheitsfehler Han- Hat die Haussrau wenig Soda zum Einweichen.delt, kann das Enthärten unterbleiben, wenn wie der Wäsche, so mutz sie die fehlende Menge durch gesagt, die Soda, nicht ausreicht. In diesem Falle 3eit und Arbeit also durch noch länaeres Einwei- I kann also auch Soda gespart werden. chen und noch gründlicheres Durck'starnpfen der,l Diese drei Winke zeigen, wie man Soda sparen Wäsche auszugleichen suchen. In einer gewissen kann, und sie ermoalich"n es jeder Haus rau, auch 3eit löst sich im Einweichweisser eine bestimmte dann noch ihre große Wasche sauber zu waschen, Menge Schmutz auf; je mehr die Wäsche bewegt i wenn einmal nur ganz wenig Soda zugetellt wurde, wird, desto leichter löst sich dabei der Schmutz aus 1 --------- Körperhaltungen, um so abwechslungsreicher kommen alle Muskeln und Bänder des Fußes „mal bran" — die andern können sich inzwischen „ausruhen". Geht man aber, stets in der gleichen geraden Haltung, stets auf dem völlig gleichen Boden, dann wird bei jedem Schritt genau die gleiche Muskelgruppe in genau der gleichen Weise ange- strengt. Sie kann sich nie ausruhen, sie wird überanstrengt, während andere Gruppen überhaupt nicht zum Zuge kommen. Man ist pflastermüde! Allen Teilen wird geschadet, den einen, weil sie überanstrengt werden, den anderen, weil sie völlig unbeteiligt bleiben. Ergebnis: ein schwacher Fuß. Man trifft hier auf ein Naturgesetz, das das Fundament ist, auf dem die gesamte Körpererzie- bung und Gesundheitspflege des Kindes beruht Es heißt: Nichtgebrauch oder schwacher und unrichtiger Gebrauch von Muskeln und Gliedern verhindert die Entwicklung, — Hebung fördert die Ent» Wicklung, — Ueberanfpruchung schwächt! G. A -Sport. Besselmann bleibt Europameister. Vor ausverkauftem Haufe wurde am Mittwoch» abend im Hamburger Sagebiel-Boxring beim 196. Kampftag des „Punching" als Hauptereignis der Europa-Titelkampf im Mittelgewicht zwischen dem deutschen Titelhalter Josef Besselmann (Köln) und dem niederländischen Herausforderer Luc van Dam gestartet. Der Kampf ging über die volle Distanz von 15 Runden und endete mit einem verdienten Punktsieg des D e u t f ch e n, der damit seins Meisterwürde mit Erfolg verteidigte. Hmiptjchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« Hauptschnftleiters: Ernst Blumichein. Verantwortlich für Politik und Bilcer: Dr. Fr. W. Lange; für oas Feuil.eton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Giesten, Provin;, Wirtickast und Sport: Ernst Blumichein. Truck uno Verlag: Brühl! che ÜniveriitätSvruckerei R. Lange K. G. Verlagsletter: Tr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anreigenvreisliste Nr. 6 Biiroangeslellte(r) . sofort gesucht. Schr. Bewerb, sind 3. richten an Biehwirtsch.- BerbandHessen- Nassau, Außenst. Gießen, Horst-Wcssel- Wall 31.22SD 21 eiter er, zuverlässiger kraslMm für Iciditcit Lieferwagen v. hiesigem W.- Betrieb gesucht. Schr. Ang. unt. 221D a. d.G.A. Putzfrau für zweimal in der Woche gesucht. [0425 Bäckerei Lande, Neustadt 37. t*;, f Ein Ufa-Film mit Marika Rökk, Viktor BL z f j/ Staal.MadyRahl, Hans Brausewetter, Aribert f/ VkJ Wäscher, Ursula Herking, Günther Lüders, P. Henckels Regie: Harald Braun / Musik: Franz Grothe Die kapriziöse Eigenart Marika Rökks, ihre großartige Spiellaune u. ihre glückliche Doppelbegabung als Sängerin und Tänzerin feiern in diesem heiteren Film Triumphe wie noch nie! Wochenschau • JiultirrfUm Tägl. 2.80, 4.45, 7.30; sonntags 2.00, 4.30, 7.3- Jugendliche nicht zu gelassen! — Ein schönes Vogelsberger BMW 4 Wochen alt, v. guter Abstamm., mit Almenleist., beide Eltern eingetragen. l 207 D Krumbach, Hans Nr. 48 a. Groß.,runde,gut erhaltene IsoeD WWlke f. 18 Mk. zu verk. L. straft, Bleickistr. 25 II. | Kaufgesuciw~| Luche kräftige Simmentaler Fahrkuh Gebee.Vogelsb. 9iinb v. 5 Mon. ab. §l. Buseck, Braunfels a. d. Lalm, Belzgafse 7. Anhänger für Motorrad zu kaufen gesucht. [218D SchunkLEbe. Meine Verlobung mit Fräulein Gisela von Debschitz, Tochter des Herrn Oberst Colmar von Debschitz und seiner Frau Gemahlin Hildegard, geb. Hitzer, beehrt ich mich anzuzeigen Walter Waydelin Oberleutnant Gut Neuhof, P. Leihgestern Kr. Gießen (Hessen) z. Z. im Felde Januar 1943 _________________________0424/ „Aber er hat ja Plattfüße^, sagte hie liebenswür- ] kein sind zwar vorhanden, aber noch ohne Kraft dige Tante. Sie sagte es, als der Stammhalter noch und Haltefähigkeit. Die Füße werden bis zum Ende ganz klein war utü> noch nie auf seinen Füßen ge- des ersten Lebensjahres nicht belastet oder sonst standen hatte. Jedoch ein kleiner Stachel sitzt seitdem in Anspruch genommen, der kleine Mensch liegt, im Mutterherzen: Plattfüße! Das heißt nie recht später kriecht er. Aus den unfertigen Füßen bilden mitkönnen, das ganze Leben lang: Spott und Hohn Nahrung, Wachstum und Gebrauch („Hebung") auf sich nehmen obendrein. Gedankenvoll betrachtet entweder gesunde, schöne, leistungs- und wider- die Mutter jetzt die kleinen Füße; es läßt sich nicht leugnen: sie sind platt! Nein, sie sind nicht platt, sie sehen nur so aus! Ein Babyfuß hat unter dem Gewölbe ein solides, besonders dickes Weichteilpolster — sozusagen eine angeborene Einlage —, das erst allmählich in dem Maße schwindet, wie sich das Fußgewölbe befestigt. Die Bemerkung der Tante braucht die stvhze Mutter nicht im mindesten zu beunruhigen. Wohl aber hat sie allen Grund, sich einmal für Füße im allgemeinen und Kinder süße im besonderen zu interessieren, denn unzählige Menschen hoben Kummer mit ihren Füßen, deren gesunde oder kranke Entwicklung sich schon in den ersten Lebensjahren Idem Gewebe. Je länger und gründlicher man diesen , Lösungsprozeß durchführt, desto mehr Schmutz kann man aus der Wäsche entfernen. Man kann sogar in reinem lauwarmem Wasser ohne jeden Soda- zusotz Wäsche einweichen; der Schmutz löst sich na» Frau zum Aus bessern der Wäsche monatlich 1 Tag gesucht. Schriftl. Ang. unter 0418 an d. Gieß. Anz. WeiLitie auf den Namen Heinrich Racke, geb. 19.1.1925, Bahnhofstraße verloren. 0419 Abzugeben Walltorstr. 73, bei Hartings. WelsGlken (Zweisitzer), kleinem Mädel a. d. Rodelbahn, Hindenburg- wall, abhanden gekommen. Wiederbr. gute BelohNUNg. 10237 Obln, Hindenburg- wall 16 HL Wer spart, solang der Winter warm, der ist an Kohlen niemals arm! irPQLPST ■ Giessen