General-Anzeiger für Oberhessen icher p.lks. Der Führer und sein Reichsmarschall. — (Presse-Jllustratwuen Hofsmann. fSch.s)' -itti insere dank-. 143 e liiermil die uns ibunf de unj Ak. terh- rich M täM oerbtr hnW «L unser6 mgenet b« berzliö cd ete p5. Jahrgang ttr.95 ! rHrheint täglich, außer rönntags und feiertags Beilagen: 943 oO ur- inteis onirs 1 her eiben 4 W iet[ 5 one bietung ungeheurer. Massen haben die Bolschewisten die deutsche Front zu überrennen und das Tor zum Reich zu sprengen versucht. Der Geist und der Wille des Führers aber durchglühten die heldenhaft ringende deutsche Wehrmacht und führten sie aus opfervoller Verteidigung wieder zu küh- rrem, siegreichen Angriff. Nicht cm leicht errungenen Erfolgen wertet die Geschichte die Grütze eines Mannes. Höchsten unvergänglichen Ruhm schenkt sie nur dem, der auch in gefahrvollster Stunde mit tapferem Herzen ausharrt, sich niemals beugt und allen feindlichen Gewalten trotzt. Im gigantischen Ringen mit tausendfachen Widerständen erfüllt unser Führer seine Zeit als Befreier des Vaterlandes und als Retter der abendländischen Kultur, Des Reiches erster Soldat. Adolf Hitlers Geburtstag als Verpflichtung für uns , Von Regierungsrat Helmut Sommer, Berlin. Itz De. V k et- iet * U N y et ltzt, Der A ertei. Li N U tote Berlin, 19. April. (DNB.) Zum Geburtstag des Führers hat Reichsmarschall Göring den nachfolgenden Aufruf erlassen: Deutsche Volksgenossen! Heißen und bewegten Herzens bringt das ganze deutsche Volk dem Führer seine Glückwünsche dar. Für ihn und sein Werk erficht es in schwerer Kriegszeit den Schutz und Segen des Allmächtigen. Möge ein gütiges Geschick dem Führer auch im kommenden Lebensjahr Kraft und Gesundheit er- ^n"der starken Hand des Führers ruht das deutsche Schicksal. Welch unbeugsame Kraft von chm ausgeht, hat sich in den vergangenen Wintermonaten aufs neue erwiesen. Unter brutalster Aus- Adolf Mer als Schicksal. Die Schwester Friedrich Nietzsches, Elisabeth Förster-Nietzsche, war nach dem Tode ihres Gatten, des völkischen Vorkämpfers Bernhard Förster, in der von ihm gegründeten deutschen Auswanderersiedlung Nueva Germania in Paraguay üuf sich selber gestellt und mußte einmal in den achtziger Jahren zwischen zwei Gruppen in einem Bürgerkriege der. Einheimischen dort auf der Erde Südamerikas vermittelnd wirken. Sie ließ, so erzählte sie, die deutsche Flagge hissen und erwartete die fremden Unters- Händler. Als diese im Urwald des fernen Erdteils damals die deutsche Flagge sahen, grüßten sie soldatisch und sagten nur: „Ah — Bismarck!" Als vor einigen Jahren deutsche Forscher und Berichterstatter sich in Südafrika umsahen, begegnete es ihnen, daß ein farbiger Vorarbeiter aus einer Mine ihnen zu verstehen gab: „Ja' ihr Deutschen, ihr habt einen Adolf Hitler! Ihr seid glücklich zu preisen ..." Diese Weltwirkung auf ferne, fremde Menschen kennzeichnet den wahrhaften Führer und Staatsmann, den Revolutionär im Positiven. Es war wunderbar, in dieser Zeit der tiefen Zerrissenheit der Menschheit zu beobachten, wie der Glaube an den rettenden Deutschen,, den kommenden notwendigen Führer der Deutschen, in räumlich fernen Menschen felsenfest stand, — in Völkern, denen der politische Instinkt erhalten geblieben war, auch nach der Verhetzung im Kriege 1914/18. So unter Japanern. Die großartige Rechtfertigung dieses Glaubens durch Adolf Hitler hat dann unmittelbar zu dem weltgeschichtlichen Pakt geführt, der heute das Rückgrat der neuen politischen Weltordnung bildet. Unvergeßlich das Bild, als im Olympia-Stadion zu Berlin im Jahre 1936 die Jugend der Welt diesem einzigartigen Manne huldigte, der alle Hoffnungen der jungen Generation in feiner Person, in seinem Willen und in seiner Zusammenschau des kommenden Lebens verkörperte. Und was ist seitdem durch ihn in diesem Erdteil geschehen! Die Welt blickt auf diesen Mann wie noch auf keinen! Der ganze Erdball ist in eine Stellungnahme zu ihm, dem Führer der Deutschen, geraten. Umloht von Liebe und Haß, von elementaren Ausbrüchen des Gefühls vieler hundert Millionen, hält er die Waage der Welt in seiner Hand. Man darf es sagen, ohne in Gefahr zu geraten zu übertreiben. Es ist so. Seine Idee, sein Werk wurde Schicksal dieses Jahrhunderts. Wenn der Führer in diesen harten Kriegszeiten aus seinem Hauptquartier zu uns kommt und zu uns spricht, so erleben wir es, daß die großen, uns ungeheuer kompliziert erscheinenden Zusammenhänge des gigantischen Kampfes in seinem Wort einfach, klar und jedem, der guten Willens ist, übersichtlich werden. In dieser Vereinfachung und Klärung liegt die gliedernde Kraft und weitreichende Planung des großen Baumeisters und Feldherrn, durch die er Vertrauen und Hingabebereitschaft steigert und immer neue Kräfte weckt. Das Wort „Per- önlichkeit" reicht hier nicht mehr aus, um diese bewegende Kraft zu bezeichnen. Adolf Hitler ragt hinaus über das Wettalter, das diesen Begriff schuf. Hier spricht etwas anderes, hier redet, wirkt und waltet mehr, als die Persönlichkeit des Bildungszeitatters der europäischen Menschheit. Wir alle empfinden das Schicksal, das mit dem Führer waltet, das durch ihn wirkt. Die schlichte Kraft seiner Gedanken ist mehr, als rationale Summierung eines Bildungsbestandes, einer logischen Erkenntnis, mehr als auch die Stimme eines kriegerischen Genies, das die Wett verwandeln will. Hier vollzieht sich vor unseren Augen etwas, das wir noch nicht mit Worten fassen können. Eins aber ist uns allen gewiß: dieser Mann mußte aus unserem Volke kommen» um das zu richten, was die vorhergehenden Gene- rationen angerichtet hatten. Seifte Tat ist eine Tat des Glaubekis. Das-Grundgefühl, das uns beherrscht, wenn wir den Führer hören, wenn wir fein Werk zu erfassen und zu begreifen suchen, ist, daß wir mit ihm a n einem neuen Beginn stehen, däß dies em Anfang ist einer ganz neuen Ordnung der Dinge. Seit Jahrzehnten ist das Leben des Führers angespanntester Dienst für ,93 o IE und Reich. Das haben wir alle niemals stärker und unmittelbarer- empfunden als in diesen kampserfkillten Jahren. Er gönnt sich keine Ruhe, auf ihm lastet eine fast übermenschliche Arbeitsbürde. Seine schlichte soldatische Haltung und seine rastlose, zu jedem Opfer bereite Pflichterfüllung bieten uns allen ein leuchtendes Vorbild. Wir eifern ihm nach, heute mehr denn je. Denn es geht um Sieg aber Vernichtung. Die Zeit der härtesten Prüfung unb den entscheidendsten Bewährung unseres Volkes und jedes einzelnen Deutschen ist gekommen. Was wir dem Führer in den vergangenen.Jahren, be- -geiftert über die durch ihn errungenen Erfolge, freudig gelobt haben, werden wir jetzt in den schwersten Stürmen dieses Krieges getreulich hatten. Das gilt für die Front, das gilt auch für die Heimat. Der Führer weiß, wie hart die Anforderungen find, die er an jeden einzelnen stellen muß, und rote bitter auch die Opfer sind, die dieser Krieg auf den Schlachtfeldern und in den luftbedrohten deutschen (Bauen fordert. Aber er verlangt den selbstlosen Ejnf atz aller nicht für sich, sondern albe in für des Vaterlandes Freiheit und für de» Bestand von Volk und Reich. Nicht mit Worten, sondern mit Taten lastß uns, meine deutschen Volksgenossen, heute und in Zukunft unsere unwandelbare Treue zum Führer und unseren entschlossenen Willen zuL Mitarbeit an seinem großen Werk bekunden. Bewähren wir uns in der entscheidendsten Epochs unserer Geschichte als seine tapferen unüberwindlichen Streiter für unser stolzes, ewiges Deutschland! Richten wir unsere Blicke fest auf unsere Pflicht, erfüllen wir unter äußerster Anspannung der Kräfte und nach bestem Können, was der Alltag des Krieges von uns fordert! Das fei unfet Geschenk zum 54. Geburtstag unseres Führers. Hermann Göring MtzenerFamittenblätter ifcimat imBlld DreSÄolle Bezugspreis: lmatlich... - RM. 1.80 'Qjfteügebübt.'.. ,, —.2o bei Nichterscheinen u n einzelnen Nummern Itrolge höherer Gewalt Hwsvrechanschluk 2251 Druck und Verlag: Brfit)I|d){UnioerRtät»öruderet B. £m 5^°"^ in seiner n/emmengebraut hatte? Wo anders als fernen SBruft ist der Feldherr zu sind-n der den fleiaatsmann auf diese Gefahr An^wies : t-e Beseitigung gedrängt hat? Kneger,scher In t ikt höchster Prägung war hier ebenso »for ■ÜD wie ein Matz von Mut und D-r°ntw°r ung .r udigkeit, das nur Feldherren zu -G°n 'st. d>° .Ife) — nach den Worten Schlieffttis i t ndes und des Schutzes ejner höheren Macht Mit find. V Sitz! ti60^ :lX' Immer wenn die Kräfte der Nation sich im ffnaen um Zukunft und Schicksal zur höchsten ftaftanftrengung Zusammenhalten, dann weilen die ß danken des deutschen Volkes bei feinem Führer, bin immer, wenn das Volk seinen Führer am Lerke sieht, ist es erfüllt von festem Vertrauen id größter Zuversicht, schließt es sich enger zu- knmen und findet,es in der seelischen Einheit und cnpferischen Geschlossenheit mit dem Führer die hchfte Form seiner Kraftentfattung. . So war es immer in den entscheidungsvollen Ligenblicken der vergangenen 23 Jahre, in denen persönliche Einsatz Adolf Hitlers die Schicksals- fiinben der Bewegung meisterte und dem deutschen ckke in schwerster Zeit den Aufstieg erkämpfte. ßcts hat der Führer gerade in jenen Phasen des '! Kampfes, in denen das Glück zu schwanken schien d die größere Ausdauer und Entschlußkraft die tscheidung herbeiführen mutzten, durch sein leuch- | fribes Beispiel seiner Bewegung und seinem Volke I innere Kraft gegeben, die schweren Stürme kom- rnber Monate zu bestehen — bis sich ihnen endlich || Waage des Schicksaals zum Siege neigte. i| Zo war es immer — und so ist es auch jetzt: c Geschichte fließt nicht gleichmäßig dahin wie » i Strom in breiter Ebene, und die Völker wachsen i| rcht wie ein Baum im Walde in gleichmäßigen j °lhresringen. Die Gezeiten wechseln, bewegt von | i dunklen Mächten des Schicksals^ wie Ebbe und tt Jut ches Weltmeeres, üb-er das nach langen Pe- |l den ruhig atmender Dünung plötzlich der Sturm- ö nd dahinfährt und mit entfesselter Kraft die !' luten aufpeitscht. So bricht auch im Leben der !i alter immer wieder mit explosiver Gewalt auf, ,i ms sich in der Stille der Jahrzehnte entwickelt hat, i. Ms an Seelenkräften aufgestaut wurde und nicht pr Entfaltung kommen konnte. ,, Dann ist die Sternenstunde des großen Mannes i' u-i> wahren Führers angebrochen. Während dse -dem noch im ruhigen Gleichmaß^ ihrer Tage da- hileben, hort er den Ruf des Schicksals und spürt j Rauschen des Gewandes der Gotthett und steht e:f, zu vollbringen, was er soll. Er sammett die V Käste und gibt ihnen mit gewaltigem Willen das Jggy ä M Dienstag, 20. April 1943 GletzenerAnzeiger W Wtederbolung MalstaffelI Wir Witgeborenen der Generation, die im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts aus deutschem Blute gezeugt ward, waren langst Eltern der gegenwärtigen Fugend Deutschlands geworden, ehe wir ahnen dursten, datz unter uns Tausenden der Eine war, über dessen Haupte die kosmischen Ströme deutschen Schicksals sich sammelten, um sich geheimnisvoll zu stauen und den Sreislaus in unaufhaltsam mächtiger Ordnung neu zu beginnen. Erst als wir uns nach den aewalligen Erschütterungen und Umwälzungen der letzten zwanzig Zähre als em aus tiefster Erniedrigung auserstehendes Volk so wie niemals zuvor in deutscher Geschichte aus den einen lebendigen Pol in unserer Witte bezogen sanden, em jeder öoet wo er dem Ganzen nach seinen Gaben am besten zu dienen vermochte, als roir es erlebten, wie in diesem verjüngten Uolkskörper das wunder der Wiedergeburt spürbar wurde an unseren Kindern — da begriffen wir ehrfürchtig, was uns aetoehen war. Dort, wo wir als Deutsche stehen, als Väter und Mütter der Jugend und der Zukunft des Reiches, da fühlen wir heule unser Streben und unsere Arbeit dankbar und demütig aufgehen im Werk des einen Auserwähtten der Generation - im Werk Adolf Hillers. \ 3na SeibeL Des Führers Streiter für ein ewiges Deutschland ßin Aufruf Reichsmarschall Görings zum Geburtstage des Führers. UM Aus dem Irrationalen treten neue Bilder des Zusammenlebens hervor,-aus einem Urgrunde des Menschendaseins kommen die neuen Lebensformen, die fein Wille erzwingt. Es heißt vieles vergessen, was die rationale Weltbetrachtung sich erdacht und für wirklich genommen hatte. Und doch hängt all das, was durch Adolf Hitler in unserem Leben als Deutsche bewegt wird, tief zusammen mit unserer Geschichte, mit unserer Ueberlieferung. Nur ist es in kein Schema zu pressen, es lebt aus sich, es ist selbst Geschichte, Schicht des schaffenden Lebens. Noch keinem Führer und Fürsten-ward eine solche Macht über das deutsche Volk gegeben wie ihm. Noch keiner führte eine so große Anzahl der Deutschen. Keiner früheren Gliederung unseres Volkes wäre es vorstellbar gewesen, daß Man ein so vergrößertes Volk so bis in seine letzten Einheiten beeinflussen und lenken könne. Dem einfachen Soldaten Adolf Hiller gelang es. Er war durch die Hölle des modernen Krieges gegangen, er hatte Not und Einsamkeit, Erblindung und am Ende Verratensein auf sich genommen, er hatte das Unmög- liche sich vorgesetzt, aus der Unbekanntheit des Miterlebens heraus die Ehre seines verlorenen Volkes zu erringen. Aus dieser Verlorenheit und diesem für herkömmliche Vorstellungen unmöglichen Wollen erwuchsen die Seelenkräfte, die dos Schicksal meisterten und selber Schicksal wurden. Mit der Sprach- gewalt des Gebetes und der Beschwörung ergriff der Führer damals wie heute die Herzen und formte das deutsche Volk um. Dabei führte er etwas zur letzten Folgerichtigkeit hin, was in unserem Bewußtsein lange oorgebildet war: die Volksgemeinschaft, den Traum vom freien, einigen Volke. Er erfüllte eine Sehnsucht, die seit Jahrhunderten im deutschen Volke stärker und stärker ward, mit ganz neuen Mitteln. Hier liegt die mythische Kraft seiner Bewegung. Er kannte als ein echter Sohn des Volkes — unbehindert durch Standes- und Bildungsvorurteile — diese heimliche Sehnsucht, er wußte um die Geheimnisse seines Volkstums. Er kannte das Herz seines Volkes. Als er sein Volk gewonnen hatte und ihm Ehre und Freiheit wiedergewinnen konnte, legte ihm die Vorsehung die Aufgabe auf, Europa einer freieren und besseren Zukunft zu gewinnen. Heute — nach Kriegstaten ohne Beispiel — erkennen die Völker des Erdteils in ihm den Befreie^, den Vollzieher eines Schicksals, das nicht leicht ist, aber notwendig. Mit der wachsenden Erkenntnis dieser Notwendigkeit wenden sich ihm die Herzen zu. Diese Wendung ist wohl das Höchste, was geschehen konnte: sie bewirkt Opfer und Einsatz, wo noch vor wenigen Jahren, vor Monaten fast, die Idee und das Werk Adolf Hitlers nur im Zerrbild seiner niedrigsten Schmäher erschienen war. Eine weltoerwandelnde Macht ist in der Gestalt des Führers unter uns erschienen. Ihre Auswirkung ist heute noch nicht abzusehen. Curt Hotzel. Der Führer ist unser Glaube und unsere Hoffnung. Reichsminister Dr. Goebbels am Vorabend des Führer-Geburtstages. Berlin, 19. April. (DNB.) Anläßlich des Geburtstages des Führers versammelten sich in der Berliner Philharmonie Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht, Eichenlaub- und Mt- terkreuzträger. Verwundete und Rüstungsarbeiter zu einer Feierstunde der Reichspropagandaleitung der NSDAP. Das Berliner Philharmonische Orchester unter Leitung von Prof. Hans Knapp erts- b u s ch leirete sie mit dem „östlichen Präludium" von Richard, Strauß ein, dessen Orgelpart Prof. Fritz Heitmann spielte. Den Ausklang der Kundgebung bildete Beethovens 9. Symphonie. In der straften Interpretation von* Hans Knappertsbusch verschmolzen das Philharmonische Orchester und der Philharmonische Chor (Bruno Kittelscher Chor) mit den Solisten Erna Berger, Gertrude Pitzinger, Helge Roßwaenge und Rudolf Watzke zu einer machtvoll klingenden Einheit. Im Rahmen dieser Feierstunde übermittelte Reichsminister, Dr. Goebbels dem Führer in 'einer Rede die Glückwünsche des ganzen deutschen Volkes. Dr. Goebbels führte dabei im einzelnen u. a. folgendes aus: Das deutsche Volk begeht diesmal den Geburtstag des Führers in einer besonders ernsten Haltung und Stimmung. Der Krieg hat in seinem vierten Jahre sein bisher härtestes Stadium erreicht, und ein Ausweg aus feinen Belastungen und Leiden oder sein Ende ist vorerst noch nirgendwo zu entdecken. Man vergißt in den Sorgen und Belastungen unserer Tage allzu leicht, daß dieser Krieg im Gegensatz zu allen ihm vorangegangenen einen durchaus völkischen und rassischen Charakter trägt. Deshalb wird er auch auf beiden Seiten mit einer so zähen Erbitterung durchgekämpft. Die Völker wissen genau, daß es diesmal nicht um eine Grenzkorrektur^ sondern um ihr nationales Leben geht. Die gewissenlosen Kreise, die diesen Krieg mutwillig, zynisch und frivol vom Zaune gebrochen hatten, wollten und wollen ganze Sache machen. Sie sind nicht, wie wir, aus dem Volke hervorgegangen. Sie werden deshalb auch niemals für die eigentlichen Interessen selbst chrer eigenen Völker Verständnis aufbringen können. Aus ihrer volksfeindlichen Gesinnung entspringt ihr brutaler Zynismus, und darin beruht auch ihr infernalischer Haß gegen die nationalsozialistische Volksbewegung, gegen das national- sozialisllsche deutsche Volk und Reich und vor allem gegen den Führer selbst. Sie betrachten ihn als einen Eindringling in die Bezirke der staatlichen Führungsgeschäfte, die für sie immer gleichbedeutend sind mit Volksbettug und Geldherrschaft. Sie haben diesen Krieg planmäßig vorbereitet und provoziert, um den ersten Versuch der Bildung wahrer Dolks- staaten in Europa unter der Reaktion ihrer pluto- trattschen Freibeuterei zu ersticken. Das ist die Ursache, der Anlaß, der Grund und ihr Ziel dieses Krieges. Es liegt in der Natur der Sache eines so gigantischen Krieges, daß der, der ihn führt und repräsentiert, ihm auch seinen Namen gibt. Und nicht nur das. So wie dieser sein Glück und feinen Er-1 folg doppelt und dreifach empfindet, so trägt er auch an seinem Unglück und an seinem schweren Schicksal doppelt und dreifach schwer. Gewiß gibt es keine große Persönlichkeit in der Geschichte, die nicht auch einmal von dem berauschenden Bewußtsein erfüllt gewesen wäre, Völkerschicksale wie Ton in des Schöpfers Hand zu halten. Ungleich viel zahlreicher aber sind immer die Stunden eines erbitterten und leibvollen Ringens mit der Verantwortung für geschichtliches Werden, eines stummen und zähen Kampfes mit manchmal übermenschlich scheinenden Kräften widriger Umstände und unverdienter harter Schicksalsschläge, die oft und oft ein kunstvoll errichtetes Gebäude der Planung unter seinen Trümmern begraben und damit den schon nahe winkenden Erfolg wieder zunichte machen. Während der Geführte nur an seinem eigenen Schicksal trägt, so schwer es Manchmal auch sein mag, trägt der Führer das Schicksal der ganzen Natton. Auf ihn richten sich in kritischen Zeiten Mllionen Augenpaare, um aus seinem Gesicht Trost und Hoffnung zu schöpfen, um aus der Festigkeit seines Ganges, aus der Sicherheit feiner Gesten und aus der Zupersichtti chkett seines Auftretens das zu schließen, wozu die Gespanntheit der Lage keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten freigibt. Könnte man das Gesicht unseres Volkes nachzeichnen, es würde im Verlauf dieses Krieges wahrscheinlich dieselben tiefen Wandlungen aufzuweisen haben, die wir Mit ernstem Stolz am Gesicht des Führers feststellen. Die Züge der Härte, der Entschlossenheit, aber Auch eines tiefen Leidens um das Volk und im weiteren Sinne um die Menschheit, die ganz gegen seinen Willen und seine Absichten so Bitteres und Schweres ertragen und erdulden müssen, sind hier unverkennbar geworden. In den großen berauschenden Siegesphasen dieses Krieges haben wir den Führer bewundert und verehrt; heute, da er sich mit zäher Verbissenheit gegen auch manchmal harte und schmerzhafte Schläge des Schicksals behauptet und durchkämpft, haben wir ihn erst ganz aus der Tiefe unseres Herzens lieben gelernt. Welch eine tröstliche Gewißheit muß es einem Volk geben, an der Spitze der Nation einen Mann zu sehen, der die ganze Unerschütterlichkeit des festen Glaubens an den Sieg für alle sichtbar verkörpert. Vertrauen ist die beste moralische Waffe im Kriege. Erst wenn sie zu fehlen begännt, dann wäre der Anfang vom Ende gekommen. Wir sehen weit und breit nicht den geringsten Grund zu solcher Besorgnis. Sie existiert nur in den propagandistischen Wunschträumen unserer Feinde. Je größere Hoffnungen sie auf die moralische Anfälligkeit des deutschen Volkes setzen, desto schwerere Enttäuschungen werden sie dabei erleben. Wenn etwas für uns Deutsche selbstverständlich geworden - ist, dann die Treue und bedingungslose Gefolgschaft aller an der Front und in der Heimat zu dem Manne, der für uns heute nicht nur die Sicherheit der deutschen Gegenwart, sondern auch die Antwartschaft auf die deutsche Zukunft verkörpert. Als Volk von neunzig Millionen legen wir höute erneut unser Bekenntnis Cm Vorkämpfer für unsere Erziehungsidecile. Vor 75 Jahren, am 20. April 1868, wurde Hermann Lietz, der Gründer der Landerziehungsheime, geboren. Mit der Einrichtung der Landerziehungsheime versuchte der ideenreiche und tatkräftige Pädagoge Hermann Lietz schon vor Jahrzehnten den Konflikt bloßer Lehraufgabe und erzieherischer Aufgabe der Schule zu lösen und eine Neugestaltung des Erziehungswesens herbeizufüh- führen, wie sie heute im pationalsozlalistischen Deutschland verwirklicht wurde. Er ging von der Idee aus, die bildenden Kräfte des Landes und des ländlichen Lebens für die Erziehung zu verwerten, die opferbereite Gemeinschaft zum Richtungspunkt aller Arbeit zu machen. Da sich feine 'Pläne int herrschenden System der Schuleinrichtungen nicht verwirklichen ließen, gründete er „aus sozialem und nationalem Pflichtgefühl" eigene Anstalten. Sie- ersten dieser Landerziehungsheime entstanden im Thüringer Land, in Ilsenburg am Harz, in Kaubinda und in Bieber st ein (Rhön). Alles das, was die moderne Einrichtung des Landschuljahres der Schulentlassenen im national- soziäliftischen Erziehungsprogramm heute im Großen im.ganzen deutschen Volke zur Verwirklichung führt, das war im Klemen in den Lietzschen Heimen bereits im Werden begriffen. Hier gatt das Führerprinzip; Arbeitsdienst, Gemeinschaftserziehung, Ge- meinsamkett von Kopf- und Handarbeit, Ueberwin- dung der Klassengegensätze, arisch einheitliche Schii- lerauslese waren Richtungspunkte der Erzichungs« arbeit; Selbstzucht, Disziplin, Bereitschaft zum im. merwährenden Dienst an der Gemeinschaft und in der Gemeinschaft waren die Voraussetzung der ße» bensgeftoltung in den Lietzschen Schulgemeinden Alle Arbeit in den Heimen, auch der Unterricht, richtete sich nach den über, allem stehenden Forderungen der Gemeinschaft. Die Schulung des Wil- lens, die Bildung des Gefühls durch geistige Tätigkeit und künstlerisches Schaffen, die Zucht des Tur- nens und des Sportes, das Zusammenleben in der Klasse, im Heim, auf der Wanderung, alles das diente nur dem einen Ziel, der Weckung und Förderung oller Kräfte, die dem Gemeinwohl nützen. Die Lietzschen Gründungen — äußer den genannten fanden wir in Thüringen solche in Ettersburg Wickersdorf und Gebesec — blieben freilich isolierte pädagogische Provinzen im damaligen Erziehungswesen. Reich und Staat standen ihnen verständnislos gegenüber. Erst die elementare Volksbewegung der nationolsozialistifchen Revolution schuf grund legende Strukturveränderungen in den schulischen Einrichtungen und baute auch in Anerkennung und Würdigung des Lietzschen Gedankengutes und der Arbeit seines Bildungssysterns diese Anstalten in das Gefüge des neuen Erziehungswesens ein. Lietz erlag 1919 einem schweren Kriegsleiden. DKD. zu ihm ab. Wir glauben an den großen deutschen Sieg, weil mir an ihn glauben. Aus der tiefsten Tiefe unserer Herzen steigen unsere heißen Wünsche für ihn auf. Gott gebe ihm Gesundheit, Kraft und die Gnade des Entschlusses! Treu und unbeirrt wie immer sonst wollen wir ihm folgen, wohin er uns führt. Er ist unser Glaube und unsere stolze Hoffnung. Festen Schrittes wollen wir den Weg in die Zukunft beschreiten, den seine Hand uns weist. Ein Volk, das einen solchen Führer sein Eigen nennt und ihm mit einer so bedingungslosen Treue folgt, ist zu Großem berufen. Es muß das Große nur unentwegt wollen. Tagesbefehlan die Wehrmacht Berlin, 19. April. (DNB.) Reichsmarschall Göring Hal zum Geburtstag des Führers an die Soldaten der Wehrmacht folgenden Tagesbefehl erlassen: Soldaten der Wehrmacht! Zum vierten Wale im gewaltigsten Völkerringen aller Zeiten tretet Ihr heute in stolzer Freude im Gedenken an den Geburtstag unseres heißgeliebten Führers und Feldherrn an. Was Ihr in unwandelbarer Treue und Liebe für Adolf Hitler fühlt, liegt in Eurem Soldateneid beschlossen. 3n dieser Stunde aber bekunden wir vor aller Welt die Bitte an die Vorsehung, daß sie den Führer segnen und schützen möge, wie bisher das Gelöbnis als tapfere Soldaten in jeder Stunde und zu jedem Kampf zu Lande, in der Luft und zur See mit unserem höchsten Einsatz den ruhmbedeckten Fahnen zu folgen, das Wissen um die Anüberwindlich- keit unserer Waffen und die ewige Größe Deutschlands. .Kameraden! Wir grüßen den ersten Soldaten unseres Reiches, heil unserem Führer! Göring, Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches. Oer Wehrmachtbericht. DRB. Ausdem Führerhauptquartier, 19. Aprit. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: «Südlich Noworossijsk dauert die lebhafte Kampftätigkeit an. Die Luftwaffe führte schwere Angriffe gegen feindliche Stellungen und Nach- schubstützpunkte im Küstengebiet des Schwarzen Weeres. 3n einigen Abschnitten der übrigen Ostfront wurden örtliche Angriffe des Sowjets ab- gewiefen. An der tunesischen Front verlief der Tag im allgemeinen ruhig. Das Hafengebiet von Algier wurde von Kampfflugzeugen der deutschen Luftwaffe erneut bombardiert. Bei einem S e e^ e f e ch t in den Worgenslun- den des 18. April versenkten deutsche Sicherungsstreitkräfte vor der niederländische« Küste ein britisches Artillerieschnellbook und beschädigten drei weitere schwer. Ein eigenes Fahrzeug ist gesunken. Deutsch-italienische Eeestreitkräste vor der Kaukafusküste. Berlin, 19.April. (DNB.) In der Nacht zum Sonntag lief ein gemischter Verband leichter deutsch- italienischer Seestreitkräfte aus seinen Stützpunkte« aus, um den Küstenvexkehr der Bolschewisten por, der Kaukafusküste zu stören. Im Verlauf der Unter» nehmung, die sich über die ganze Nacht hinzog, und bei der es zu zahlreichen Gefechten mit sowjetischen Seestteitkräften kam, wurden von der Artillerie unteres Verbandes mehrere Ein- und Ausschiftungs- stellen des Feindes beschossen und zum Test völlig zerstört. Gleichzeitig wurden dobei mehrere Landebrücken und als Brückenköpfe dienende Wracks so schwer beschädigt, daß ihre weitere Verwendung für den Feind in Frage gestellt ist. Der deutsch-italienische Verband ist ohne Ausfälle in feine Stützpunkte zurückgekehrt. z Deutsch-türkische Wirtschastsvereinbarungen. Ankara, 19. April. (DNB.) In Ankara haben in den letzten Wochen Wirtschaftsverhandlungen zwischen Deutschland und der Türkei stattgefunden. Um dem Waren- und Zahlungsverkehr zwischen beiden Ländern eine dauerhafte Grundlage zu geben, sind Abkommen geschlossen worden, die ohne zeitliche Beschränkung weiterlaufen, wenn sie nicht zu den vereinbarten Terminen gekündigt werden. Bis zum 31. Mai 1944 ist ein Warenaustausch von 120 Millionen Reichsmark in jeder Richtung vorgesehen worden. Deutschland wird wie bisher an die Türkei solche Jndustrieerzeugnisse liefern, die für die Türkei von besonderem Interesse sind, wogegen die türkische Ausfuhr nach Deutschland diejenigen Rohstoffe umfassen wird, auf deren Bezug Deutschland besonderen Wert legt. Die Verhandlungen wurden in dem Geist der Freundschaft und des gegenfettigen Verständnisses geführt, der die Beziehungen zwischen den beiden Ländern stets gekennzeichnet hat. Die Abkommen bieten die Gewähr dafür, daß der Wa- renaustgusch sich zum Nutzen der beiden Völker auch weiterhin so entwickeln wird, wie es der engen wirtschaftlichen Verflechtung der beiden Volkswirtschaften entspricht. ßin neues Attentat in Sofia. Sofia, 19. April. (Europapreß.) Ein neues Attentat wurde am Sonntagoormittag in der Nahe des Sofioter Bahnhofs auf einen Flugzeugtechniker namens Dimkoft verübt. Drei Personen erschienen vor feiner Wohnung, eine zog einen Revolver und tötete ihn durch mehrere Schüsse auf der Stelle. Die Täter sind bisher nicht gefaßt worden, daher ist auch noch nichts näheres darüber bekannt, ob auch bei diesem Attentat politische Motive im Spiele Oie gebannten Wasser. ■ Eine Geschichte zum 20. April vonEitelKaPer. Der Bärenkopf ist der König in diesem Wald- lanü; als ein drohender Schatten wuchtet er über den Hochtälern, und wenn er sich gleich nicht mit den Dreitausendern und Viertausendern messen Fann, so ist er doch vielen Geschlechtern von Bergbauern zum Schicksal und zur Drohung geworden. Dlur bis zu den Knien reicht ihm der Wald, ein stiller, geduckter Bergwald mit abenteuerlich verdrehten Baumbeständen. Dann aber wird die Lehne frei und immer schroffer. Da oben liegt viele Monate ein Schneepelz, und wenn dann der Frühling kommt, donnern die eiskalten Wasser zu Tctt, reißen Brücken fort und stürzen sie wie das Unheil selbst auf die Aecker, die may-Hckhr für Jahr voller Hoffnung angelegt hat. Wer aus diesem Bergland kommt, - der vergißt das Hämmern und Tosen der Wildwasser nie, der hört sie in einsamen Nächten und der denkt in jedem Lenz an die Bärenkopfflut, gegen die es keine Hilfe gibt. Großen Reichtum und Wohlstand hat es in den Dörfern nächst dem Berge nie gegeben. Man war es zufrieden, wenn man das Notdürftige holte aus den ewig bedrohten Aeckern, und besann sich lange, ehe man ein Dach neu eindeckte, einen Zaun besserte oder gar einen Schuppen baute. Nach dem Weltkrieg aber geht das Darben um, und der Exekutor kommt fast täglich ins Hochtal, hier einen Heuschober und dort ein Stück Vieh mit Beschlag zu belegen. Wenn die Bauern draußen schaffen, bann tragen sie alle den verschlissenen feldgrauen Rock; denn für ein neues Gewand reicht es bei weitem nicht. Im Bergwald wird viel geholzt, und von Jahr zu Jahr wird die Bedrohung schlimmer. Alte, die ein Leben an die Scholle gewendet haben, ziehen davon, die Jungen aber haben vor der Zeit harte Gesichter. Es geht vielen wie dem Einödbauern Bastian, der schon im Weltkrieg mit der Els versprochen war und der letzt doch' nicht daran denken kann, ein Weib heimzuholen. Allein rackert man sich noch durch, aber für eine Frau und für Kinder, da langt es nicht hinten und vorne. Der Einödbauer und seine heimliche Braut, die alle kennen, sie sehen sich oft bei der Werktagsarbeit. Gesprochen wird nicht viel; höchstens, daß man an einem schönen Sonntag zur Hochlehne geht und von dem ungebärdigen Berg in die Weite schaut. Stunden gehen sie schweigend nebeneinander und sinnen den Dingen nach. Man liest hier wenig, aber man weiß doch, wie erbärmlich schlecht es dem weiten Vaterland da draußen geht, wie der Hader wächst und wie einer dem anderen auf den Hacken herumtritt. Kleinwinzige Propheten kom- jnen zuweilen ins Dorf und verkünden große Weisheiten. Sie versprechen goldene Berge, aber sie verstummen, wenn sie einer danach fragt, wie man dem Bärenkopf zu Leibe rücken soll. Nachher sagt es einer dem attbern, da hinten wohnten starre und unbewegliche Menschen, und da^ sei wenig zu machen. So geht es dahin: Jahr fügt sich an Jahr. Einmal wird das halbe Oberdorf zerstört durch die Wildwasser, und dann wieder liegt die Straße still, weil auch die Steinbrücke den tobenden Fluten nicht standgehalten hat. Und einmal kommt der Tag, da reift der Bauer Bastian mit einer ganzen Abordnung in die große Stadt und findet in den Amtsstuben nur immer wieder die gleichen mürrischen Gesichter, die gleichen hilflosen Gesten. Ehe der Abend hereinbricht, ist jeder sich selbst überlassen, und da geht der Bauer einem Schild nach und hört sich also in einer riesengroßen Versammlung die Männer an ohne viel Hoffnung. Daß diese Leute so sprechen wie er, ist fein erstes Verwundern, und daß sie den großen Sorgen nicht ausweichen, erstaunt ihn nicht minder. Eine Flugschrift wird verteilt, und die nimmt sich der Bastian mit für den Heimweg. Er lieft sie daheim und er spürt: hier sprechen Kameraden aus der Front. Sie haben wohl keine goldenen Berge, aber sie haben einen Willen, sind sie machen es sich nicht bequem. Und als der Bastian wieder mit der Els feinen Sonntagsweg macht, da ist er ein anderer. Er spricht sich warm, und er ist auf einmal voller Hoffnung, daß doch noch ein Weg offen fei, der Wirrnis und dem lastenden Schicksal zu entrannen. Die Alten im Dorf schütteln die Köpfe, als hernach der Einödbauer in der Gemeindesitzung von einem wildfremden Mann aus dem Bayerischen spricht und ganz kategorisch erklärt, ber .fönne helfen und sonst keiner. Wer so lange und so vergeblich gehofft hat, der wird wohl steinern mit der Zeit und läßt sich so leicht nicht bekehren. Und so gibf es nur ein Kopfschütteln, als auf die unbestimmte, die ferne Hoffnung hin der Bastian und die Els Hochzeit machen und wahrhaftig einen Buben bekommen. Im Winter von 32 auf 33 geht es geheimnisvoll zu auf dem Land des Einödbauern. Da schleppt er Bretter und Kisten mit seinem Gespann heran, und als das Frühjahr ins Land geht, da wächst wahrhaftig eine Baracke in die Hohe. Junge Leute vom Dorf und von außerhalb ziehen Tag für Tag auf den Bärenhof und lassen es sich nicht verdrießen, als in der Schmelze noch einmal ihr Werk durcheinander gewirbelt mürb. Aus allen Fenstern des Dorfes sehen sie zu, als eine neue Flagge am Maste emporsteigt und als bann Kommissionen und Kolonnen kommen, als sogar eine Feldbahn entsteht und unter dem Bärenkopf zum erstenmal der Pfiff einer Lokomotive gehört wird. Es wird ein hartes Stück Arbeit, aber immer öfter geschieht es, daß auch die Alten stehen bleiben und dem Werk zuschauen. Beim Brömser wird eine Rinne ausgehoben bis zu dem Flußlauf da unten, und der Baftiqn gibt vom vermurten Aecker an der Lehne einen Platz für eine Schutzmauer her. Wannen haben sich von allen Seiten vorgegraben, aber noch ist man mitten in den Anfängen. Die Leute, die so lange ohne Arbeit im Dorf saßen, haben jetzt längst wieder die Spaten in der Hand. Jeder Acker. ist bestellt, als der 20. April herankommt. Da steht, weithin sichtbar, der Klotz einer Mauer, und nun kommen sie von weit her das Einschießen der Wasser zu erleben. Irgendwo steht es in einer Chronik, daß auf dem Barem köpf em Geist herrsche, der erst gebannt fein müsse, ehe das Glück über das Tal kommen werde. Die Leute treten schweigsam nebeneinander und sehen auf den Bastian, der nun langsam die Flagge emporzieht, als Zeichen für die da oben, den provisorischen Wall zu sprengen. Wie ein Untier schüttelt sich der Bärenkopf. Ganz aus der Tiefe grollt und schüttert es. Die Wasser tanzen über die Lehne herab, gelenkt von den Wannen; ihr lieber mut überschlagen sie sich saft. Und da ist keiner, der nicht das eigene Herz im Halse schlagen fühlte. Wenn jetzt die Mauer nicht hält, wenn alles nur Blendwerk war, bann ist das Dorf verloren. Sie haben die Hüte und Kappen abgenommen. Hinter der Mauer rumort es wie ungut, und bann ist schon der Boden bedeckt, und steigt, steigt. Ein paar Schützen treten m Tätigkeit und geben die beruhigte Flut an den Kanal weiter. Vergessen wird niemanb diese Stunde. Heute stehen auch die Männer vom Dorf am Bärenkopf wieder draußen an der Front. Nur der Brömser und ein paar Alte können einsprin- gen, wenn die Els und die Kinder einen Rat gebrauchen. Sooft sie aber mit dem Gespann an der Mauer vorüberkommen, sehen sie auf das Schild: ,,20. April 1935." Und sie wissen dann, daß sie auch da draußen immer zurückdenken an den Tag, der die Wasser des Berges bannte. Zeitschriften. k — Das Aprilheft der Zeitschrift „Neues Volk" (Blatter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP-, Berlin SW 68) wird mit einer zeitgemäßen Bekroch* tung über die Familie im totalen Kriege eröffnet Mit einigen sympathischen Bildbeigaben ist der Beitrag „Meine Mutter" geschmückt. Professor Dr. Cafi Tier von der Berliner Universitäts-Frauenklinik schreibt über Kindersehnsucht und ihre Erfüllung- Ein Bildbericht „Pimpfe am Schwarzen Meer" gibt einen Eindruck von den Erlebnissen der Jungen, die auf Einladung der bulgarischen Staatsjugend aus luftgefährdeten rheinischen Städten in ein Kinder- landverschickungslager nach Warna kamen.' Interessante Entscheidungen und AuskünK findet wo'A in der Sparte „Völkische Lebensfragen". «_ V. er L ■OUHUUUIL Djil). ven ^unyIllUVCLUUllü UHU HCl ucuci- lüftiateit auf Xlibt Ran-l Weisung der WäßrigenL aus ber fei. Kunst und Wissenschaft Unvergeßliches Erlebnis der Lugend. Aufnahme der Pimpfe und Iungmädel. — lleberweifung in die Partei. und dem Bund Deutscher Mädel in die Partei galt. Nach dem feierlichen Einbringen der Fahnen leitete Streichmusik die Feierstunde ein. Anschließend sang ein gemischter Chor frischer Stimmen das Lied „Eure Herzen sollen leuchten". Nachdem ein Hitlerjunge ein Wort des Führers an die deutsche Jugend verlesen hatte, sprach der Standortführer der Hitler-Jugend des Standorts Gießen, die Fernsprechleitungen mit privaten Gesprächen verstopft, gefährdet die Betreuung der durch Luftangriff Geschädigten! Zeitgenössische Komponisten im Rundfunk. Im Anschluß an Konzertwerke von Marcello, Joh. Ihr. Bach und Cnnarosa hören wir im Deutschlandsender am Mittwoch von 17.45 bis 18.30 Uhr zeit- len'össische Konzertmusik. Don Fritz von Borries, der als Schöpfer des Bühnenwerkes „Ma- Wus Fahlander" hervorgetreten ist, erklingen Lieder inb Klavierstücke, gespielt von Walter G'.eseking. Den Abschluß bildet eine Sinfonie -für Blasorchester oon Alfred Wilhelm Beckerath, Schüler von sIüfeph Haas.__ vielleicht mehr Berechtigung hatten, den Posten zu bekommen. Aber du chast dich für Dos Passos eingesetzt, weil du gewußt hast, daß er Pejer Fischer ist." „Ich habe bis heute nicht einmal gewußt, daß er noch lebt." „Das soll ich dir glauben — ja? Warum hast du mir dann heute nachmittag nichts gesagt? Warum wolltest du verhindern, daß ich ihn treffe? Warum sollte ich unbedingt fortfahren?" steigert sich Lewis in Wut, er schreit sie an: „Du sollst mir antworten, Virgin!" „Was kann ich antworten, wenn du kein Vertrauen hast, Bob?" . „Vertrauen? Ich will die Wahrheit wissen. Was habt ihr vor?" „Willst du meine Handgelenke nicht loslassen, Bob?" Lewis gibt ihre Hände frei. „Ihr wolltet fort sein, wenn ich zurückkomme — ja?" „Ich habe dir mein Wort gegeben, Bob, und ich habe immer gehalten, was ich versprochen habe. Aber du machst es mir sehr schwer!" Lewis verliert seine Beherrschung. „Du, Virgin, wenn du vergessen, haben solltest, daß Peter Fischer ein Mörder ist, ich habe es nicht vergessen. Nehmt euchün acht!" Damit macht er kehrt und geht fort. Virginia sieht ihm erschrocken nach und zuckt zusammen, als seine Tür ins Schloß fällt. Bob ist horchend hinter seiner Tür stehen geblieben in der Hoffnung, Virginias Schritt und ein zages Klopfen zu hören. Als nichts geschieht, gießt er sich ein Glas Whisky ein, trinkt es hastig. Er setzt sich in seinen Schreibtischsessel und beginnt zu schreiben. Schon nach wenigen Worten hält er inne und betrachtet mit sorgenvollem Gesicht ein auf dem Schreibtisch stehendes Photo Virginias, dos ihn versöhnlich anlächelt. Das Bild erweckt einen neuen Gedanken in ihm, erregt den Federhalter aus der Hand. Durch ein paar Wände von ihm getrennt sitzt Virginia unbeweglich in Gedanken versunken. Alles in ihrem Zimmer erinnert sie plötzlich unangenehm an Bob. Die Radierung über dem Bett ist ein Geburtstagsgeschenk, die Blumen auf dem Tisch brachte er ihr gestern mit, zum Ueberfluß beginnt auch ihr Papagei, der, als sie das Licht einschaltete, aufgewacht ist: „Bob liebt Virginia" zu krächzen, „Still", fährt sie ärgerlich ihren Liebling an. Die Drohung, die in den letzten Worten von Lewis gelegen hat, beunruhigt sie. Ihre Gedanken kreisen immer um denselben Punkt: Was kann ich tun, um ein Unglück zu verhindern? (Fortsetzung folgt.) Aus der Gtadi Gießen. Oie Baumblüte. In unseren Gärten und auf den Obstbaumstücken grünt und blüht es, daß es eine Pracht ist. Mit aller Macht hat jetzt der Frühling seinen Einzug gehalten. Man sieht blühende Bäume und Sträucher, die das Entzücken jedes Naturftemzdes sind. Selbst in den Schrebergärten sieht man ein blühendes Bäumchen neben dem anderen. Neben dem leuchtenden Weiß der Pflaumenbäume steht der zarte rosafarbene Hauch der Pfirsichblüte. Auch die Kirschbäume haben tausendfältige Blüte angesetzt. In der Gegend von Ober-Rosbach am Taunus, wo Zehntausende von Kirschbäumen ein Blütenwunder seltener Art entfalten, meint man in ein Farben- poradies versetzt zu sein. Auch in den geschützten Tälern blüht es in allen Farben, während die Höhenlagen allerdings noch zurück sind. Im zartesten Grün stehen auch die vielen Birkenwäldchen, wie man sie in mehr oder weniger großen Beständen in unserer engeren Heimat findet. In den Gärten arbeiten Frauen und Jugendliche und bestellen die Beete, säen, stecken Pflanzen und jäten. In der wärmenden Aprilsonne wird es ihnen heiß bei der Arbeit, und die Jugend hat es sich schnell mit der Kleidung leicht gemacht. So hat gerade recht zur Osterzeit unsere Landschaft ein schönes und festliches Frühjahrsgewand angelegt. In Scharen werden, selbstverständlich in diesem Jahre mehr zu Fuß denn sonst, die Einwohner der Städte an den Osterfeiertagen in die hing der höchste Preis winke, nämlich die Aufnahme in die Partei, des Führerordens des deutschen Volkes, um dort weiter zu bauen an dem/. Werk des Führers für das deutsche Volk. Unter Hinweis auf das Prinzip der 'Auslese der Führerschaft der Bewegung hob Kreisleiter Haus hervor, daß sich vielleicht auch in diesem Jahrgang der Jugend künftige Führer und Führerinnen befänden, die durch ihre Leistung, ihre Einsatzbereitschaft und ihre Treue zu höchsten Aufgaben und Stellungen in der Bewegung und im Reiche emporsteigen könnten. Gerade in der nationalsozialistischen Bewegung gelte das Wort, daß jeder den Marschallstab im Tornister trage. Zahlreiche führende Männer der Partei und des Staates hätten noch vor 20 Jahren als einfache Arbeiter der Stirn und der Faust, in einer Werkstatt oder als Bauer hinter dem Pflug ihre Pflicht erfüllt, und sie seien auf ihrem Marsche mit dem Führer durch ihre Treue und Einsatzbereitschaft, durch ihre Leistungen und ihre Haltung zu den hohen Stellungen aufgerückt, auf die sie das Vertrauen des Führers berufen habe. An diesen Beispielen könne die Jugend ersehen, daß der Aufstieg im nationalsozialistischen Reich nicht von dem Geldbeutel und Vermögen der Eltern, nicht vom Stand, Herkommen ober Beruf des Vaters abhänge, sondern einzig und allein von der persönlichen Bewährung des einzelnen, seiner Einsatzbereitschaft und seiner Treue in der Arbeit für unser Volk, in der Treue zum Führer und seinem Werk. Der Redner erinnerte die Jüngsten weiter an die Schwere des jahrelangen Ringens, das die alten Stampfer der Bewegung in der Kampfzeit zu bestechen hatten und vielfach nur unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit siegreich für die Bewegung vollenden kannten. Derartige Gefahren seien jetzt beim Einsatz für Adolf Hitler und fein Werk ausgeschlossen. Dafür müsse die Jugend ihre Einsatz- bereitschaft auf anderen Gebieten immer erneut unter Beweis stellen, z.B. bei dem vielfältigen Dienst der Hitler-Jugend im Sport, bei Sammlungen, später im Arbeitsdienst und in einer der Gliederungen der.Partei. Auf diesem Wege erwerbe sich die Jugend die Voraussetzungen für ihre Aufnahme in den Führungsorden des deutschen Volkes, die NSDAP., in den nach dem Willen des Führers nur die Besten des deutschen Volkes aufgenommen wer- den sollen. Kreisleiter Haus lenkte in diesem Zusammenhänge die Gedanken der Jugend zu den Männern hin, die im Kampfe für Führer und Volk höchste Einsatzbereitschaft, jetzt im Kampfe unserer Wehrmacht, vorher aber schon in der Kampfzeit der Bewegung und in den Jahren des nationalsozialistischen Aufbaues, vielfach bekundet haben, die auch ihr Leben Hingaben in opferbereitem Einsatz für den Führer und sein Werk, für unser GroDeutschland. Am Beispiel dieser Männer machte er der Jugend klar, daß es auch für sie, für jeden einzelnen, neben der Einsatzbereitschaft und der Treue vor allem immer wieder auf die Tat ankommt und daß sie mit der Aufnahme in die Partei noch größere Pflichten zu erfüllen hat als bisher. Die Zukunft werde. ebenso wie die bisherigen Jahre den deutschen Menschen gewaltige Aufgaben stellen. Auf Generationen hinaus werde es in Deutschland kein Ausruhen geben, immer wieder müßten alle Kräfte für unser Reich eingesetzt wer- den und die Besten als Motor des deutschen Volkes wirken. Mit diesem Blick auf die Gegenwart und dem Ausblick auf die großen zukünftigen Aufgaben stellte Kreisleiter Haus den Jungen und Mädchen, die nun als jüngste Parteigenossen und Parteigenossinnen in der Bewegung Mitarbeiten werden, die weitgesteckte Größe ihrer Pflichten vor Augen, und er brachte ihnen dabei die im Frühjahr 1927 von dem Führer selbst festgelegten Richtlinien über die Pflichten der Parteigenossen zur Kenntnis. Mit dem Hinweis auf das hohe und allezeit verpflichtende Vorbild des Führers als des besten Mannes unseres Volkes und des treuesten und wertvollsten aller Deutschen schloß der Redner In Gegenwart zahlreicher Ehrengäste und vieler Eltern führte die Partei am gestrigen Montagabend in der vollbesetzten Aula der Universllät eine eindrucksvolle Feierstunde durch, die der Ausnahme der zehnjährigen Jungen und Mädel in das Deutsche Jungvolk bzw. den Jungmädelbund und der lieber» ..Eigentlich nur die Tatsache, daß mein Dampfer »ier für vierundzwanzig Stunden Swtwn m ch, Exzellenz!" erwidert Rubber schlagfertig. „Und uneigentlich - Mr. Rubber? . „Die ewige Hoffnung eine- Reporters, iinmal die große Sensation zu finden. s »enn plötzlich sieht er ein Gesicht. da- chm bekanM -orkommt. Diese großen brennenden Lugen, dielen Mund hat er Loch schon irgendwo einmal gesehen. Er meint Virginia Larsen, die mteresselo z h und dem Gouverneur hinüberblickt.__ m^mier . Rubber kann seine einmal erwacht- Neugier nicht zügeln: „Wer ist die Dame, fragt ^°„Das"ist^Miß Larsen chyMme-Departement. „Miß Larsen?" grübelt Will Rubber. Oberstammführer Dr. Schneider zu der Jugend, die sich in dieser Stunde in die Ge- me-inschaft der Hitler-Jugend einreihte. Er machte sie darauf aufmerksam, daß diese Gemeinschaft nichts anderes kenne als höchste Pflichterfüllung gegenüber dem Führer und seinem Werk, und er gab zur Bekräftigung dieses Hinweises die Verpflichtungsformel bekannt, zu der sich der jüngste Jahrgang der Gefolgschaft des Führers zu bekennen habe. Er hob weiter hervor, daß dieser Jugend der Weg leichter gemacht sei dadurch, daß sie im nationalsozialistischen Deutschland geboren wurde, nachdem die alten Kampfgefährten unter dem Führer die Macht im Reiche bereits erobert hatten. Weiter wies er die Jüngsten auf die große Entscheidung hin, um die es in dem jetzigen gewaltigen Ringen gegen die äußeren Feinde des- Reiches gehe, bei der der Führer mit feinen tapferen Soldaten für eine große Zukunft des Reiches, vor allem für ein glückliches Leben der Jugend kämpfe, während der Sieg unserer Feinhe Not urtb Untergang unseres deutschen Volkes bedeuten würde. Die Jugend müsse heute dem Führer versprechen, durch jj)re Leistung und Haltung ihm immer Freude zu bereiten, und damit ehre sie zugleich die Helden an der Front und die Schaffenden in der Heimat. Mit dieser verpflichtenden Ermahnung übernahm Oberstammführer Dr. Schneider die Jüngsten der Gefolgschaft des Führers in Gießen in die Reihen der Hitler-Jugend, und er rief ihnen zu, daß sie von nun ab nichts anderes kennen dürften als ihre Pflicht und als einziges Recht nur das^Bewußtsem, ihre Pflicht getan zu haben. Nach einem Lied machte ein Jungvolkführer die Parker spürt sein Interesse. „Kommen Sie, ich telle Sie vor!" Mit liebenswürdigem Lächeln tritt der Gouverneur an Virginias Tisch. „Miß Larsen, ich möchte Sie mit Will Rubber bekannt machen, dem besten Reporter der Welt!" Rubber merkt den feinen Spott nicht. „No, no — Miß Larsen, der Herr Gouverneur übertreibt. Meine Feinde sagen: Einer der Besten!" . „Sehen Sie, Miß Larsen, das ist die wahre Bescheidenheit!" kann sich der Gouverneur nicht enthalten zu sagen. _ Virginia lächelt höflich. „Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Mr. Rubber." „Ich mich auch. Aber ich glaube, ich habe mich schon einmal gefreut." Mit feinen hellen Augen tastet er förmlich ihr Gesicht ab. „Wir müssen uns fenneh, wir haben uns bestimmt schon einmal getroffen!" „Ich kann mich nicht erinnern, Mr. Rubber!" gibt Virginia Larsen ihrer Verwunderung Ausdruck und fügt dann hinzu: ,Zch kenne Sie natür- lich, ich meine Ihren Namen, Ihre Artikel, aber ..." „Doch, Miß Larsen, wir sind uns schon einmal begegnet. Ich vergesse nte^ ein Gesicht, das ich schon einmal gesehen habe." „Ich auch nicht!" „Und da eine Dame immer recht hat, Mr. Rubber, einigen wir uns: Sie haben sich zum ersten Male gefreut!" beendet der Gouverneur das Gespräch. „Sagen Sie, Miß Larsen", wendet er sich an die Aerztin, „was ist eigenllich mit eurem Dr. Dos Passos? Kommt er oder kommt er nicht?" „Ich weiß es nicht!" entgegnet Virginia, errötet und wird deshalb verlegen. In diesem Augenblick kommt Lewis zuruck. „Guten Abend, Exzellenz!" / . Parker erwidert den Gruß. „Uebrigens, Mr. Rubber — darf ich Ihnen unseren Dr. Lewis vorstellen, der morgen auch mit Ihrem Dampfer ..." er unterbricht sich, als er sieht, daß der Journalist den Arzt verblüfft anstarrt. „Na, na, na, Mr. Rubber — kennen Sie ihn vielleicht auch?" Wirklich nickt Rubber. „Ich glaube, wir haben uns schon einmal....... „Jetzt kommen Sie aber! Das scheint ja direkt eine Krankheit bei Ihnen zu sein!" Er geht mit Rubber zu Mr. Sedgewick herüber. Lewis sieht dem Journalisten mit leichtem Kopf- schütteln nach. „Komischer Kauz!" Dann bittet er: „Tanzen wir noch mal?" „Nein, Bob — ich möchte jetzt wirklich ... „Gehen! Ich weiß schon, also gut. Komm Virgin! An der Glastür sehen sie im Foyev Professor Pimpfe mit ihrer Pflicht im Jungvolk bekannt, indem er ihnen das Losungswort des Jungvolks bekanntgab: Pimpfe sind hart, schweigsam und treu; Pimpfe sind Kameraden; der Pimpsen Höchstes ist die Ehre. Anschließend sprach eine Jungmädelfüh- rerin zu den Jüngsten der Jungmädel und gab ihnen folgende Leitsätze bekannt: Jungmädel sei Kgmeradin, sei tapfer und treu; Iungmädel sei gehorsam ün'd verschwiegen; Iungmädel wahre deine Ehre! Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes der Hitler-Jugend erfolgte die Aufnahme von 423 Jungen und Mädel in Gießen in das Jungvolk bzw. den Jungmädelbund durch den zur Zeit wegen Erkrankung des Kreisleiters B a ck h a u s miit der Führung des Kreises Wettevcvu beauftragten Krei6leiterBereichSleilerHaus,Wetzlar Er sprach anschließend zu der Jugend, der er zunächst die große Bedeutung dieser Doppelfeier der Aufnahme der Jüngsten in die Hitler-Jugend und der Ueberroeifung der 18jährigen in die Partei nahebrachte und hen Pimpfen und Iungmädeln die Versicherung gab, daß der Weg, den sie mit ihrer Aufnahme in die Hitler-Jugend nun beschritten hätten, bestimmt zum Führer führe. Diesen Weg würden in jedem Jahre immer aufs neue deutsche Jungen und Mädel beschreiten, und so werde Generation um Generation den Weg zum Führer und seinem Werk finden. Mit ihrer Hingabe bringe die Jugend dem Führer das schönste Geschenk zu seinem Geburtstag dar, denn aus ihrem Marsch zu ihm und seinem Werk könne der Führer immer wieder entnehmen, daß er nicht umsonst gelebt und gearbeitet habe. Er wisse, daß für das oon ihm gestaltete Deutschland Jahr um Jahr eine Jugend eintrete, die gewillt und bereit sei, in heißer Liebe zu diesem Lande, das uns so teuer ist, ihr Leben einzusekSn und ihm ihre Arbeit zu widmen. Und mit dem Führer freue sich die nationalsozialistische Bewegung, denn sie wisse, so lange Jahr um Jahr deutsche Jungen und Mädel antreten auf der Straße, die deutsche Menschen wandeln, so lange werde die nationalsozialistische Bewegung in der Lage sein, dem deutschen Volke immer wieder neue Impulse zu geben. Der Redner wies sodann die Jüngsten daraus hin, daß ihnen nach achtjährigem treuen und eifrigen Dienst in der Hitler-Jugend für ihre Pflichtersul- Lissabon, 20. April. (Europapreß.) Solange Nordamerika sich nicht auf den totalen Krieg ein- jefteQt habe, werde es auch nicht begriffen haben, norum es diesmal gehe. Die Kriegführung — in frer Heimat noch mehr a' F " ine erstaunliche Gleichgültigkeit, auf, schreibt Ray- Vom Schicksal verweht Roman von Holla Gutkelch 9. Fortsetzung. (Nachdruck verSoten.) „Aber Professor Forster hat mir extra gesagt. i)u darfst gehen. Außerdem, wenn etwas Wlch- nges ist, wird man dich schon anrufen. „Trotzdem, Bob, ich möchte nicht mehr lange Forster im Gespräch mit Dr. Dos Passos. Virginias Hand tastet unwillkürlich nach ihrem Herzen. Bob faßt sich schneller als Virginia. „Was denn, wollt ihr schon gehen?" spricht Professor Forster die beiden freundlich an. „Na, dann kommen wir ja gerade noch recht." Er hat nicht die Absicht, Lewis und Virginia fortzulassen. „Lieber Doktor", wendet er sich an Dos Passos, „Miß Larsen kennen Sie ja schon, und dieser glückliche junge Mann hier ist Dr. Lewis, Ihr Vorgänger auf der Dschungel-Station." Dos Passos hat sich völlig in der Gewalt. Er schüttelt dem Kollegen die Hand. „Hallo, Dr. Lewis — ich bebaure, daß Sie morgen schon fortfahren." ,Zch bebaure es auch, Dr. Dos Passos." „Ja, ich hätte Sie in ein paar Dingen gern um Rat gefragt", fährt Dos Passos höflich fort. „Aber Ihre Berichte- sinb ja ausgezeichnet, bie werden mir auch so viel helfen." „Sie wollen auf bie Station?" fragt Lewis kühl. „Ja, ich werbe wahrscheinlich auch nicht mehr erreichen als Sie, aber .. versuchen muß man es doch, nicht?" Gespannt beobachtet Virginia bie beiden Männer. Ihr ist nicht klar, ob Bob Peter Fischer erkannt hat. „Also Doktor, gute Ueberfatjrt", verabschiedet sich Dos Passos, „und kommen Sie gesund wieder. Auf Wiedersehen, Miß Larsen!" Auch Forster nickt den beiden zu. „Ich sehe Sie ja morgen früh noch, Lewis!" Die beiden Herren verschwinden durch die Glastür. Ruhig, als fei nichts vorgefallen, fragt Bob: „Gehen wir?" „Ja." Virginia ist ganz sicher, daß Lewis reicht Dos Passos mit Peter Fischer identifiziert hat. Ziemlich schweigsam legen sie den kurzen Weg vom Klub bis zum Hygiene-Departement zurück. Virginia ist glücklich und bereit, Bob jede Bitte zu erfüllen, aus Dankbarkeit dafür, daß er den geliebten Mann nicht wiedererkannte. Vor Virginias Zimmer bleibt Bob Lewis stehen. ^.Gute Nacht." Als sie ihre Hand wieder aus feiner wfen will, läßt er sie nicht los. „Hast du wirklich geglaubt, ich würde ihn nicht erkennen?" fragt er hart und packt Virginia bei den Handgelenken. Sie ist wie gelähmt. . „Seit wann weißt du, daß er Dos Passos ist? Bob Lewis Stimme ist rauh vor Zorn. Virginia will dem Menschen gegenüber, den sie heiraten will, ehrlich sein. „Seit heute nachmittag." „So? Und du hast Forster überredet, ihn kommen zu lassen, ohne zu wissen, wer er ist? Warum? Es haben sich genug andere Aerzte beworben, die Walder und Felder hinausziehen, um die gesunde Luft zu atmen und sich neue Kraft für die weitere harte Arbeit im Dienste der Heimatfront zu verschaffen. Privatquartier für die Angehörigen Verwundeter. Bellwäsche und Handtücher milbringen. Dielen tausenden von Angehörigen Verwundeter hat die Deutsche Frauenorganisation bisher Privatquartier gestellt und ihnen dadurch ermöglicht, Sohn, Vater oder Bruder im Lazarett ju besuchen. Die Deutsche Frauenorganisation sieht weiterhin eine besonders schöne Aufgabe darin, die Unttrkunfts- frage für die Verwandten der Verwundeten kameradschaftlich zu regeln. Sie erwartet allerdings Verständnis dafür, daß die Gastgeber bei der sehr starken Inanspruchnahme nicht mehr in der Lage sind, Bettwäsche und Handtücher zu geben. Es empfiehlt sich daher, in Zukunft Wäsche mitzubringen. Außerdem ist es wünschenswert, die Besuche auf die nächsten Angehörigen zu beschränken. Wenn ganze Familien mit Kindern, die kaum laufen können, angereist kommen, wird die gern gewährte Gastfreundschaft zu einer untragbaren Belastung, und es besteht die Gefahr, daß für die Frau oder Mutter des Kameraden kein Quartier mehr vorhanden ist. Die Deutsche Frauenorganisation bittet darum, diese Wünsche und Anregungen zu beachten, da nur so das taMfofe Funktionieren des allen zugute kommenden Ouartierdienstes gewährleistet werden kann. Verdunkelungszeit: 20. April von 21.27 bis 5.44 Uhr. tzrid, wie bei den Anichlägen, die in letzter Zeit auf intge bekannte politische Persönlichkeiten Bulga- iens unternommen wurden. Es scheint sich jedoch ach diesmal wieder um einen politschen Mord zu mndeln, da Dimkoft in seinem Stadtviertel als aus- -,esprochener Gegner der Kommunisten be- xrnnt war. „Verlorene Seelen." Die sozialen Mißstände in England. Stockholm, 19. April. (DNB.) Das plutokra- i.fdje England hat nicht die geringsten Empfindun- ien für die Not der arbeitenden Bevölkerung, ein geweis dafür, daß alles Gerede um den Deveridge- Zlan nichts als Heuchelei ist. Das muß selbst der londoner „News C h r o n i c [ e" zugeben, der die Fialen Mißstände in einem Artikel behandelt, !um abzuschrecken. Die phantastischen Gewinne der Reedereien seien nicht ingebracht in der Zeit, wo man versuche, Farmer mb Bergleute zir übereilen, ihre Forderungen nicht \\i hoch zu schrauben. Mit der anmaßenden These »er Schiffsbesitzer, sie bewegten sich mit ihren Prosten im Rahmen des Erlaubten, liehe sich der Rampf gegen die Inflation keineswegs durchführen. „Ein enttäuschender Feldzug." Wavell über die Lage in Burma. Lissabon, 20. Äpril. (Europapreß.) Die Rück- sroberungsversuche der bvitischen Streitkräfte in : Burma werden von dem Oberkommandierenden, General Wavell, als sehr enttäuschend bezeichnet. 3n einer Unterredung mit dem Korrespondenten der .New Bork Herald Tribüne" betonte Wavell, daß j !ste Hoffnungen, die sich das britische Kommando Ms einen erfolgreichen Feldzug an der Arakan- iiont gemacht habe, enttäuscht worden seien. We- $en der Verbindungs- und GeländeschVierigkeiten ’jätten die Briten nicht über Akyab weiter vormar- chieren können. Wavell bestätigt, daß die Japaner über starke Positionen in Burma verfügten und die Engländer sich wiederholt hätten zurückziehen müs- Meiben!" „Gut, Virgin. Aber ein Glas Sekt trinken wir »och? Ja?" Seine Bereitwilligkeit rührt und ärgert ie gleichzeitig. Nie kann er „Nein" zu lhr sagen. Doch es ist gut so, denn wenn er es letzt täte. Sonnte es ein Unglück geben. Morgen früh fahrt Lob ab, und wenn er wiederkommt, darf Peter richt mehr da sein. Dafür wird-sie sorgen. „Sieh mal — den alten sedgewick! fallt Lewis Stimme in ihre Gedanken. Mr. sedgewick sitzt mit »er Frau des Gouverneurs an einem der Neben Äsche. Er winkt Lewis heftig mit einem Zettel zu. I.OH je — wieder eine Liste mit ^sorgmigen. Wenn das so weitergeht, brauche ich einen- Extta Dampfer für all die Sachen. bie# ich mitbrmgen oll. Entschuldige einen Augenblick! , Virginia ist verzweifelt "ber die Verzögerung, rlengstlich beobachtet sie die Tur, durch die letzt »er Gouverneur und Will Rubber emtreten Sie laben draußen auf der Terrasse srische Luft ge chöpft. Der Gouverneur ist ein guter r^P'^ea ■enner. Er hat Rubber sofort Zl-mlicks rlchligs em- reschätzt und mokiert sich nun auf ^ente W s Iber ihn. „Eines müssen Sie mir "°ch erklären, Mr. Rubber: Was verschafft unserer b-Ich-ldenen 3n-el eigentlich bie hohe Ehre, d-n b-mhmten KS. R. von den .London Rewe begrüßen zu unser lieber, ( 1259 D 1107V | Mietgesuche""] I |Stellengesuche| Ruhige, junge 'Aeltere Witwe Frau mit einem sucht Stelle als Frau mit einem 02561 f Kauffleanche | j Vgrkiu{B' I Erstklassiger . ... 1 Deutscher Nemrasngcr, Deutscher in.utit,1252D o. Gies?. Anz. ee portofrei. 537V Ort: Tttl. 2.8V. 4.45. Ufr 10, 2.08. 4.30.7.88 vür - und wo» wichtig i»h die Eier können zu jeder Zeit unbedenklich entnommen und zugelegt werdenI An an Bitte ausfüllcn und (als Drucksache) ant Persil-Werke, Düsseldorf, Schließfach 345 Sorgfältiges Ab trocknen der Klinge — am besten mit -weichen» Papier — gleich nach dem Rasieret» erhält die Schnittfahiglceit, Gut rasiert - gut gelaunt Seif über 40 Jahren das Wahrzeichen für unsere wissenschaftlich erprobten und In aller Weil praktisch bewährten Präparate Chinosolfatorik UzcteH Garant guter A rxnei'Präparale - «eit 1893 - Haus auf dem Lande zu kaufen gesucht Ernst Funk Sippenforscher Berlin W 30 Lnitpoldstr.42. 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Hörer ihren Apparat einstell'en, stundenlang spielen lassen, ohne den Sendungen große Aufmerksamkeit zu widmen, muß einmal folgendes gesagt werdem Der^ elektrische Strom, der unseren Rundfunk, apparat in Betrieb setzt, ist das Ergebnis der schwer ren Arbeit des Bergmannes, die ausschließlich der totalen Kriegführung'und damit vorwiegend der Rüstung zugute kommen soll. In unserem Haushalt stellt der Betrieb des Rundfunkempfängers einen nicht unerheblichen Teil des Stromverbrauchs dar, Ißtenn sich der einzelne Rundfunkhörer entschließt, sein Gerät nur halb so lange in Betrieb zu halten, wie er es vor dem Kriege tat, so würde er in einem Jahr mehr als einen Monatsbedarf seines ganzen Haushalts einsparen. Diese Sparsamkeit liegt außer, dem im Interesse des Hörers selbst. Die Röhren eines Empfängers besitzen nur eine bestimmte Lebensdauer. Ein Ersatz verbrauchter Röhren ist z. Z. nur in ganz beschränktem Umfang möglich, da die Röhrenproduktion zunächst dem Wehrmachtbedarf dienen muß. Der Zeitpunkt, an dem die Röhren verbraucht sind, kann durch sparsames Einschatten des Empfängers hinausgeschoben werden. Vereinfachungen im Personentarif der Reichsbahn. Vom 1. Mai 1943 ab brauchen Anträge auf Aus» gäbe von Arbeiterwochenkarten und Arbeiterrückfahrkarten, Schülermonatskarten und Schüler-. Wochenkarten, die bisher spätestens nach sechs Monaten erneuert weden mußten, erst nach Ablauf von 12 Monaten wieder erneuert werden. Diese Maßnahme dient zur Vereinfachung unb Entlastung der Gemeinde- und Ortspolizeibehörden. Vom gleichen Tage ab wird in den Anträgen auf Aus, gäbe von Arbeiterwochenkarten (nicht auch Arbek terrückfahrkarten) die Bescheinigung der Gemeinde' (Ortspolizei-)Behörde über den Wohnort durch eint Bescheinigung des Arbeitgebers ersetzt. gegeben. L ich, den 19. April 1943. DerBürgermeister. Geil. 9flü5liölleria. Auch bei alleinstehendem, ält. Herr. - n. liebsten Nähe Gießens. Schr. Ang. unt. 02598 a.d.G.A. seine eindrucksvollen Worte an die jungen Parkest genossen und Parteigenossinnen. Für die sechs Gießener Ortsgruppen nahm anschließend der Ortsgruppenleiter GießewMitte, Kreisstabsamtsleiter Weber die feierliche Verpflichtung der jusigen Pg. und Pgn. vor, indem er eine Gruppe von Jungen und Madeln als Vertreter der Gesamtheit der aufgenommenen jungen Parteiangehürigen durch Handschlag zu treuer Gefolgschaft verpflichtete, anschließend das von den Neuaufgenommenen gemeinsam gesprochene Gelöbnis der unbedingten Gefolgschaftstreue und ewigen Verpflichtung für den Führer obnahm und den jungen Mitstreitern das Parteiabzeichen und je ein Buch „Ich kämpfe" überreichte. Nach der feierlichen Verpflichtung grüßte die Versammlung den Führer mit dem Versprechen der weiteren treuen Gefolgschaft und mit herzlichen Würtzschen zu seinem Geburtstage, sowie mit dem Gelöbnis des unbedingten Einsatzes oller Kräfte zur Erringung des Sieges und für den Aufbau einer großen deutschen Zukunft unter der Führung Adolf Hitlers. Pensionäre, Rentner, Rentenempfänger sowie sonstige für Wachdienst in den besetzten Westgebieten geeignete Männer dauernd gesucht. Ruhegehalt und Renten werden nicht angerechnet. Auskunft u. Einstellungs-Bedingungen [562v Wachdienst Niedersachsen Frankfurt am Main Kaiserstraßc 18 Fepispr. 29214. Staatsbetrieb sucht zum alsbaldigen Eintritt Buchhalter bzw. Buchhalterin gegen tarifmäß. Bezahlung. Bewerbungen gut beleumundeter, auch älterer Personen, sind unt. Vorlage von Zeugniss. u. Lebenslauf u. 1235D an den Gießener Anzeiger zu richten. Heinrich Roth Ledertrelbrlemenlabrik Frankfurt am Main, Ludwigstraßc 27 Fernsprecher 79660 und 77430 Riemen-Reparaturen und Montagen Wir übernehmen jeden Posten Treibriemen usw. aus stillgelegten Betrieben zu deir festgesetzten Preisen. Os &CLchßn Sie i sparsam und qaA nach zeilyemdssen Rezepten rruZ Hart und schwer traf uns die tieftrau- rige, unfaßbare Nachricht, daß nach Gottes unerforschlichem Ratschluß mein ganzes Glück und Hoffnung, mein in- nigstgeliebter, stets besorgter, treuer Mann, • unser hoffnungsvoller, braver Sohn, lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Anstreijhermeister Anton Zörb Obergefreiter in einem Gren,-Regt. in den schweren Kämpfen im Osten für sein geliebtes Vaterland, kurz vor seinem 36. Ge- urtstag, gefallen ist. Er ruht auf einem Heldenfriedhof im Osten. Wer ihn gekannt, weiß was wir verloren. jn tiefem Schmerz: Luise Zörb, geb. Rehorn; Anton Zörb und Frau Wilh. Rehorn; Lud. Weigand und Familie; Karl Engel, z.Z. im Felde, und Familie; Phil. Zörb, 1 z.Z. Im Felde, und Familie; Wilh. Leip, z. Z. im Felde, und Frau, geb. Rehorn; Willi Rehorn u. Familie; Reinhold Rehorn, u. alle Verwandten. Kleinrechtenbach, Hörnsheim, Groß.-Linden und Allcndorf/Lahn, den 20. April 194.3. Die Gedächtnisfeier findet am 2. Osterfeier- tag, 14 Uhr, in der Kirche zu Klcinrechten-i bach statt. 1251 1> Jetzt im Kriege ist sie unersetzlich Hüten Sie deshalb Ihren Wäsche^ bestand vor allen Gefahren; cs gibt viele Möglichkeiten der Beschä» digung oder Zerstörung. Die Persil« Werke haben eine wertvolle Lehrschrift über „Wäscheschäden“ herausgegeben und versenden die interessante Schrift kosten- und Korresp ondentin (Korrespondent) mit gut. Auffassungsgabe, technischem Verständnis und möglichst etwas Exporterfahrung, von Maschinenfabrik in Wetzlar zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angebote unter 875D an den Gießener Anzeiger erb. WMIW z. bald. Eintritt gesucht. [ii97D FrauHaacuauer, Am Riegel- vkad 108. GesteigerieGesmdheitsfördermgdesLandvolkes Durchführung der Maßnahmen durch das Sauamt für das Landvolk. sehr schöner Mittelscbnauzer vfeffer- u. salzfarbig, 1 Y-2. Jahr alt, für 120 RM. zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 1258 D a.d.G.A. Gastwirtschaft o26oa Zur Seewiese ist ab Mittwoch, 21. April 1943 wieder geöffnet! Hauptschriftletter: Dr. Friedrich WUhelm Lange. Stellvertreter deL Hauptschriftleiters: Ernst Blumschctn. Verantwortlich für Poltti! unt» Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für vaS Feuilleton: Dr. Hans Thyriot? für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr^Jng. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Anzeigenletter: Hans Beck. — Anzeigenpreisliste Nr. 6. Prinzchen" und das Wiegenlied von Prahms. Natürlich durften die „Sterne der Heimat", „Es geht alles vorüber", „Und wieder geht ein schöner Tag zu Ende" nicht fehlen. Auch etliche Sonderwünsche aus dem Publikum wurden bereitwillig erfüllt. — Die drei Schwestern Valtonen alls Finnland brachten mit ihren nicht sehr großem aber sehr hübsch aufeinander abgetönten und zu-- sammenklingenden Stimmen, finnisch, deutsch und italienisch singend, zuerst ein heimatliches Volksliederpotpourri von Frühling und Liebe, dann allerlei Schlager, wie z. B. „Ich hab dich und du hast mich" und „Liebes kleines Fräulein". Großen Anklang fand auch die bekannte Serenade« von Tofellii. Ueberhaupt hatten sich weder die anmutigen, blonden Gäste aus dem Norden noch Kurt Engel mit den Seinen über mangelnden Applaus zu beklagen. Es wurde stürmisch geklatscht und es ging nicht ohne mehrere Zugaben ab. Hans Thyriot. Gloria-Palast: „Geheimnis Tibet". Im neuen Programm des Gloria-Palastes, das bis einschließlich Donnerstag laufen soll, nimmt diesmal kein Spielfilm, sondern ein Kulturfilm den breitesten Raum ein. Es handelt sich um den aufschlußreichen und recht ausführlichen Bildbericht von einer deutschen wissenschaftlichen Expedition, die unter Führung von E. Schäfer in den Jahren 1938/39, außerordentliche Schwierigkeiten überwindend, nach Tibet führte. Es wurde damit der europäischen Vorstellung mit der volkstümlichen Anschaulichkeit der Filmkamera ein Volk und seine Kultur erschlossen, das sich bisher, begünstigt durch seine abgesonderte geographische Lage auf den Hochebenen Zentralasiens, jedem Versuch einer Erforschung und Durchdringung von Europa aus zu entziehen ver« Eberverkauf. Am Mittwoch, dem 21. Avril 1943, mittags 12 Uhr, wird im Hofe des ftädt. Faselstalles ein zur Zucht untauglicher schöner Gber öffentlich verkauft. Die Bedingungen werden bei dein Verkauf bekanntalles geliebter Enkel. Pate, Neffe, Cousin und Freund WaUbott Gefreiter in einer Heeres-Fla-Abtlg. am 7. März, im Alter von 21 Jahren, bei den schweren Kämpfen im Osten für Führer, Volk und Vaterland den Heldentod fand. Seine letzte Ruhestät te fand er auf einem Heldenfriedhof am Ladogasee. Sein Leben war Liebe, Treue und Hoffnung. Nun ruht er in stillem Frieden fern der Heimat und seinen Lieben. In tiefem Schmerz: Georg Wallbott III. und Frau Marie, gab. Jung Otto Wallbott, z.Z. Urlaub Jakob Wallbott und Ehefrau, nebst allen Verwandten. Watzenborn-Steinberg. Wöbbel und im Felde, den 20. April 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Karfreitagnachmittag 2 Uhr statt. gilt, dafür zu sorgen, daß in Zukunft durch entsprechende Ausbildung eine genügend große Zahl von Helferinnen, die neben der entsprechenden Ausbildung für das soziale Gebiet die Einfühlung in das Landleben besitzen, der Landfrau zur Verfügung gestellt werden kann. Außerdem sind alle Erholungsmöglichkeiten für die Landfrau zu erschließen, um sie in jeder Richtung leistungsfähig zu erhalten. Schließlich ist die gesundheitliche Betreuung der Gefolgschaftsangehörigen des Landvolkes gleichermaßen wichtig. In diesen Aufgaben halten die Landvolkärnter engste Fühlung mit der NSV., mit dem Amt für Volksgesundheit und dem Rassenpolit'schen Amt. Durch diese Zusammenarbeit unter Benützung der in den genannten Aemtern vorhandenen Förderungseinrichtungen wird gewährleistet, daß in Zukunft mit wirklich durchschlagendem Erfolg/für die Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung des Landvolkes gearbeitet werden kann. Damit wird dazu beigetragen, das Landvolk für die Durchführung seiner hohen volkspolitischen Aufgaben jederzeit einsatzbereit zu machen. Bunter Abend mit „Kraft durch Freude^ Die NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude" veranstaltete gestern im Gloria-Palast wieder einen bunten und volkstümlichen Unterhaltungsabend, der von Kurt Engel mit seinen Solisten sowie von dem finnischen Frauenterzett der Geschwister Val- tonen bestritten wurde und bei vollbesetztem Haufe zu einem einhelligen Erfolge gedieh. Der Tylophon- Dirtuose Kurt Engel, aus vielen Darbietungen im Rundfunk und von früheren Gastspielen in Gie- ßen wohlbekannt, entbot zu Beginn, mit den Seinen stürmisch empfangen, den Besuchern seinerseits den Willkommengruß und verhieß ihnen ein musikalisches Unterhaltungsprogramm, das im wesentlichen der heiteren Muse gewidmete war und im übrigen unter der beliebten Devise „Für jeden etwas" stand. Wir machen, so sagte er, alles mit Musik, und männiglich kam dabei auf seinen Kosten. Kurt Engel bestätigte seinen Ruf als virtuoser und effektvoller Beherrscher seiner Spezialinstrumente Dibra- und Marimbaphon. Er wirkte mit unheimlicher Geläufigkeit als Solist auf beiden Instrumenten, nebenbei auch als Ansager und Spaßmacher und überdies als Dirigent seines kleinen Orchesters, dessen Klangfarbe im wesentlichen durch eine zigeunerhaft schluchzende, con sordino zwitschernde Geige, ein raffiniert zusammengesetztes Schlagzeug, Flügel, Säxophon und Gitarre bestimmt wird. Die Vortragsfolge war so gewählt, daß neben Engel als dem Herrn und Meister auch die solistischen Kräfte im Orchester zur Geltung kamen. Das Programm erwies sich, wie versprochen, als bunt und volkstümlich: „Ein Walzer für dich und für mich", „Bei dir war es immer so Kchon", ungarische Pußtaklänge und neapolitanische ^Serenade, die beliebtesten Stücke aus dem Repertoire von Ilse Werner und Peter Kreuder, bekannte ältere Schlager zum Mitsingen, was ein ganz bejonderer Erfolg wurde, dazwischen aber sogar die Humoreske von Dvorak, „Schlafe, mein NSG. Die entscheidenden Aufgaben, die das deutsche Landvolk in gesteigertem Maße jetzt im Kriege für die Ernährung des Volkes zu leisten hat, und nicht zuletzt seine Berufung, der Blutsquell der Nation zu sein, machen es notwendig, mit allen verfügbaren Mitteln auf die Gesunderhaltung der Angehörigen des Landvolkes bedacht zu sein. In den Aemtern für das Landvolk ist deshalb eine Hauptftelle „Wachstum und Aufartung des Landvolkes" geschaffen worden, um diese Gesundheitsbetreuung in intensivste Bearbeitung zu nehmen. Auch das Gauamt für das Landvolk Hessen- Nassau hat die einleitenden Schritte zur Ueber- nahme dieser wichtigen Arbeiten vorgenommen. Das Programm für die praktische Durchführung aller Maßnahmen wurde in einer einleitenden Besprechung im Adolf-Hitler-Haus der Gauhauptstadt in Anwesenheit von Sachbearbeiterin H a s e l h o r st vom Reichsamt für das Landvolk festgelegt. Das Problem ist im gesamten Volksinteresse so wichtig, daß es hauptamtlich bearbeitet werden wird. Im Vordergründe der gesamten Aufgaben stehen die Hilfsmaßnahmen für die Landfrau als Mutter. Es ** 8 0. Geburtstag. Am morgigen Mittwoch. 21. April, kann Frau Minna Struck, geb. Ruck» stuhl, Marburger Straße 9, in körperlicher und gei» stiger Frische ihren 80. Geburtstag begehen. Der Jubilarin herzlichen Glüwunsch. ** Silberne Hochzeit. Der Buchbindev, meister Hermann Wagner und Frau Lina, geb. Unverzagt, Hindenburgwall 7a wohnhaft, begehen heute das Fest der silbernen Hochzeit. Der Jubilar lebt mit seiner Gattin in zweiter Ehe. Leider fand im Jahre 1941 der einzige Sohn des Jubelpaares im Kampf auf den Meeren den Heldentod. Dem Silberpaar gelten unsere herzlichen Wünsche zü seinem heutigen Ehrentage. Schönes Zimmer mit Zentralheizung für Student ab 1. Mai zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 1254D an den Gießener Anzeiger erbeten. Beamtenwltwe, ruh. Mieterin, sucht Zimmer und Küche in gutem Hause zum 1. od 15. Mai (auch Untermiete). 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Der Film, im Verleih der Ufa erschienen, von Hans Albert Lettow gestaltet und von Alois Mel ich ar musikalisch begleitet, vermittelt in einer Folge übersichtlich gegliederter, geschickt und filmgerecht photographierter Aufnahmen ein Bild von der Anlage, den Marschrouten und den wissenschaftlichen Zielen der Expedition,-die, gegen eine Menge politisch wie geographisch begründeter Widerstände ankämpfend, eine lebendige Anschauung von Land und Leuten, Tier- und Pflanzenwelt, häuslichem und kulturellem Leben in Tibet gewinnen konnte und hier dem Beschauer vermittelt. Man erhält einen Eindruck von den klimatischen und landschaift- lichen Verhältnissen dieses zentralasiatischen Hochlandes, in dem sich die merkwürdigsten Gegensätze finden; von der Tierwelt, die durch Wildpferde, Mks, Maushafen und Himalaja-Geier charakterisiert wird; von den Lebensgewohnheiten, der Ernährung, dem Heerwesen, dem Handwerk und dem besonders ausgeprägten religiösen Leben des Tibetaners, wie «es sich in seinen Gebetsübungen, seinen Dämonenmasken, seinen Tempelbauten, seinen kultischen Tänzen und Festen dokumentiert. Der weite, abenteuerliche und strapazenreiche Marsch der Expedition findet seine Krönung mit dem Einzüge in die heilige und „verbotene" Stadt Lhasa, deren Betreten den deutschen Forschern erst nach endlosen Bemühungen und unter sorgfältiger Beobachtung vieler Zeremonien gelang. Die Aufnahmen vom Volksleben in dieser merkwürdigen Stadt zählen zu den respektabelsten Ergebnissen eines Filmdokumen- tes, das dem Beschauer vielfältige Belehrung und den Blick in eine nicht nur räumlich ferne, exottsche und geheimnisumwitterte Welt gewährt. — Im Beiprogramm läuft die neue Wochenschau, die hier bereits besprochen wurde. Hans Thyriot. Kind sucht WMniW 2-3 Räume, in gutem Hause. Schr. Ang. unt. 02599 a.d.G.A. Wclchcält.Dame biet.jung.berufs- tät.Fraurn.Kind (tagsüb. Krippe) möm. Simmet Hilfe i. Haushalt wird zugesichert. Schr. 9ut0. unt. 02600 a.d.G.A. Zimmer für Studenten gesucht. Schriftl. LICHTSPIEL-THEATER Glcria-Palait, Seltersweg: Geheimnis .Tibet Llchtspltllunyh Bahnhofstraße: Meine Frau Teresa l1037< | Verschiedenes! Eleg. schw., neue Spangenschuhe mit hoh. Absatz, Gr. 5, gegen 5 Yz z. tausch, gesucht, sowie 1 Paar gut erhaltene Pnmvs, schwarz, Gr. 5 Yz, zu verlaufen. 10,- Mk. Liebigstr. 761. Selbst. Handw., 41I.,ev.,l,60gr., sucht Mädel mit gescbäftl. 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