Samstag, 20 /Sonntag, 2k. Märzl^S d ^gf Q Samstag, 20 /i Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Kraft des Opfers Adolf Hiller. feiern, als das deutsche! Hjelgorod in überraschendem Vorstoß genommen aiiSrbemuftt^braÄt mürbe'9 Im Laufe \ Offiziers ist, wirb im Kriege als Führer seiner auch gebracht, bewußt gebracht wuroe. .jm wai « A? . . « Vorkämofer seiner Das Vaterland darf jedes Opfer fordern Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Sieben, Zchulstrahe 7-9 Groß ist die Zahl der Gräber, wo deutsche Helden dem großen deutschen Sieg entgegenschlafen, für den sie ihr Leben einsetzten. Gewaltig aber ist auch die Kraft, die von ihren Gräbern ausgeht. So ist Stalingrad für uns der Wendepunkt zum totalen Krieg, zur Entfaltung unserer ganzen physischen und seelischen Kraft geworden. Und das ist es, was uns auch der Heldengedenktag sagen will: Er ist kein Tag der Trauer, sondern ein Tag des Dankes, des Stolzes und des Glaubens. Diesen Glauben gewinnen wir aus dem Opfer unserer Helden. So ehren wir unsere Toten der Schlachten als die Wegbereiter unserer Freiheit, als die Stürmer zum deutschen Siege. Aus solcher Heldenehrung schöpfen wir neue Kraft und neues Vertrauen. Der OKW.-Bericht vom Freitag enthält den inhaltsschweren Satz, daß unsere Unterseeboote im Atlantik in schweren Geleitzugkämpfen stehen. Dabei handelt es sich um großräumige Operationen, die noch im Gange sind. Es ist das Kennzeichen der militärischen Operationen, die man als die „Schlacht auf den Weltmeeren" bezeichnet, daß die Kämpfe sich über große Räume hin- ziehen. Wer seine strategischen Auffassungen an den Verhältnissen des Landkrieges ausgebildet hat, muß für den Seekrieg vollkommen umlernen. Gewiß, auch im Landkriege haben wir uns an ganz andere Größenordnungen und Entfernungen gewöhnen müssen, nachdem der Krieg im Osten und in Afrika einen weiträumigen Charakter angenommen hat. Die Kriegführung in den Weiten der Ozeane ist aber etwas grundsätzlich anderes. Denn auf den Ozeanen gibt es keine Fronten. Vielmehr operieren die gegnerischen Flotten von ihren eigenen Stützpunkten aus auf dem freien Meer, und es kommt nicht auf die Besetzung einer bestimmten Linie, son- Gruppe und seines Zuges zum Vorkämpfer seiner Kameraden. Von der hervorragenden Bewährung des Unteroffizierkorps zeugt, daß nicht nur eine sehr große Zahl von ehemaligen Berufsunteroffizieren heute als Bataillons- und Regimentskommandeure im Kampf stehen, sondern auch die Verleihung höch- Die Luftwaffe unterstützte mit starken Kräften in mehrfach wiederholten Einsätzen die Angrlsfs- und Abwehrkämpfe des Heeres. An der nordtunefifchen Front verläuft ein eigenes örtliches AngriffsunternehMen erfolgreich. Ein Verband von USA.-Vombern griff am Tage nordweftdeutschetz Küstengebiet an. Die Bevölkerung, vor allem in Bremen, hatte Verluste. Deutsche Jäger schossen zum Teil weit über See sieben viermotorige Flugzeuge ab, drei weitere Flugzeuge verlor der Feind über den besetzten Westgebieten. Nach einem erfolgreichen Tagesvorstoß schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen einen Hafen in Südengland griff die Luftwaffe in der vergangenen Nacht die Industriestadt Norwich und den Hafen Great Yarmouth an. Beim Abflug wurden starke Brände beobachtet. Drei Flugzeuge werden vermißt. Im Atlantik stehen unsere Unterseeboote in schweren Geleilzugkämpfen. Die großräumigen Operationen find noch im Gange. Druck und Verlag: vrühlscheUniverstlatsdruckereiR. Lange das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen hat, sind Oberfeldwebel Bruno Kohnz, Zugführer in einem Jägerregiment, und Unteroffizier Georg Rietscher, Beobachter in der Panzerjägerkompanie eines Grenadierregiments. Kohnz, 1914 als Sohn eines Erbhofbauern in Ochtendung (Kreis Mayen, Gau Moselland) ge- uoren, erhielt bei den schweren Abwehrkämpfen im Westkaukasus im September 1942 das Deutsche Kreuz in Gold und drei Monate später das Ritterkreuz. Im Januar 1943 war sein Jägerregiment massierten Angriffen einer feindlichen Gebirgs- Schutzen-Division ausgesetzt. In Ausnutzung der vielfachen Uebermacht erzwangen die Bolschewisten einen Einbruch und nahmen eine Ortschaft bis auf einen kleinen Teil in Besitz, in dem sich der Stab Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8*/» Ubr desÄormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Nvt. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachläße: Wiederholung MlÄstaffell SlbschlüsseMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"^ mehr Oer Wehrmachtvericht. DNV. Aus dem Fühkerhauplquarlier, 19. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Kampfraum Charkow — Vjelgorod und nordwestlich Kursk schreitet der deutsche Angriff auf breiter Front erfolgreich fort. Südöstlich Charkow wurden dw Reste der dort ain- geschlossenen sowjetischen Kräfte vernichtet. Verbände der Waffen-^ eroberten in überraschendem Vorstoß die Stadt B j e l g o r o d. Die Infanteriedivision „Großdeutschland" wehrte feindliche Angriffe bei B o x r i s s o w k a ab und stieß anschließend weit nach Osten vor. 4 7 Sowjetpanz,er wurden vernichtet. Südlich 0 r el, südlich Wjasma und bei Staraja Ruh ja endeten feindliche Durchbruchsver- suche mit einer schweren Niederlage für die Sowjets. Sie verloren neben vielen Menschen und zahlreichem Material allein im Abschnitt von Wjasma 93 Panzerkampfwagen. Helden. wenn das Leben zu seiner Behauptung, soweit wir die Natur überblicken und in ihr walten Eln- icht gewonnen haben, immer wieder Opfer fordert, um neues Leben zu gebären und Schmerzen zufügt, um Wunden zu heilen, dann ist der Soldat in diesem Ringen der erste Repräsentant des Lebens. Denn ec stellt zu allen Zeiten jene beste Auslese der wenn notwendig — durch ihre Lebenshingabe das 6» üuu; ^cuiuuji, utivun* ----* - . iss letzten Jahres sind Namen von Stabten und D örfern, von Flüssen, Tälern und Hohen, von Ge- b.rgen, von Seen unb Meeren genannt moröen. Die Immer mieber die Größe soldatischer Opfer tunbeten, d e uns daran erinnerten, daß Tausende von Kllo- n etem vom Herzen der deutschen Heimat entfernt isutsche Soldaten für deutsche Freiheit deutsches Lsebensrecht. deutsche Größe und deutschen s2ieg limpfen, bluten und sterben. Ihre Opfer sind für uns Verpflichtung, Ansporn, heiligstes Erbe. foläge ohne Erschütterung zu ertragen. „Dieser Krieg wird gewonnen werden mit Den Mitteln der Technik und der- gesamten Ausrüstung tss deutschen Soldatentums, er wird gewonnen t erben durch den charakterlichen Einsatz der ganzen und suchen oder ihn nemii, worden, Eltermann zu töten. gedenken geben wird, werden die Taten des manisch-deutschen 1 Kriegertums weit erleb en weiterwirken als die größte Sage der Wett. Kommunisten-Mor-iai in Kopenhagen. Mit den Angehörigen des Gefallenen trauern auch wir um unseren stets treuen Arbeitskameraden. Betriebsgemeinschaft Berkenhoff & Co., Kinzenbach. 897D Gestern starb nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere immer treubesorgte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Möbus geb. Launspach im Alter von 65 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Am lä» März wurde unsere Hebe Schwester und treue Mitarbeiterin Liselotte Anbei durch einen sanften Tod von ihrem schweren Leiden erlöst. Dr. med. Hermann Anbei und Frau Marianne, geb. Rau. Bad Doll, 16. März 1943. Die Einäscherung erfolgte auf Wunsch der Entschlafenen in der Stille. 924 D t=7 Wir erhielten die traurige Nachricht, WÄ daß nach Gottes Willen mein lieber, braver Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Neffe Felix Vogt Schütze in einer Panzerjäger-Abteilung am 8. Februar 1943 im Alter von 19% Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen am Donez den Heldentod fand. [n tiefem Schmerz r Pfarrer I. R. Friedrich W. Vogt Uffz. Theo Vogt, z. Z. I. Lazarett, u. Frau Erna, geb. Pfeffer; Obergefr. Reinhold Vogt, z. Z. im Felde, und Frau Minna, geb. Walz; Elisabeth Vogt; Ober- gefreiter Martin Vogt, z. Z. Im Felde; Friedrich und Ernst Gottfried Vogt, und alle Verwandten. Hart und schwer traf mich die Nachricht, ItißM daß mein lieber und unvergeßlicher Mann, mein treuer Lebenskamerad Hans Honig Obergrenadier in einem Panzer- Grenadier-Rgt. Inh. des E. K. 2, des Panzer-Kampfabzeichens und der Ostmedaille im Alter von 33 Jahren für immer von mir gegangen ist. Er starb im Osten den Soldatentod. Nun ruht er fern der Heimat. In tiefem Leid: Mariechen Hönig, geb. Anthes und alle Angehörigen. Gießen (Schwarzlachweg 33), d. 19. März 1948. 01797 Lande, welches insgesamt nur 13,5 Millionen Einwohner zählt. Die Stadt ist rasend schnell ge- Ende des 18. Jahrhunderts hatte Emmi Penkert, geb. Möbus nebst allen Angehörigen. Gießen, Hattenrod, den 20. März 1943. Die Beerdigung findet Montag, den 22. März, nachmittags 3 Uhr in Hattenrod statt. 01820 vorgezeigt. Treffpunkt vorm. 10 Uhr Bellinger Schnelle an der Ai Danksagung. Für die vielen Beweise sEÄ innigster Teilnahme an dem herben Verlust, den wir durch den Heldentod meines unvergeßlichen Mannes und Vaters, unseres lieben Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers u. Onkels Schreinermeister Albert Schöndorf, Oberschütze in einem Gren.-Regt., erlitten haben, danken wir allen auf diesem Wege herzlichst. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Apollonia Schöndorf, geb. Miebach. Kopenhagen, 19.März. (DNB.) In Kopenhagen begann em Prozeß, der ein erschreckendes Bild von der unterirdischen Tätigkeit dänischer und landfremder Kommunisten und von dem Treiben kommunistischer Terrorbanden enthüllte. Der estnische Journalist Neeritz-Looring hat e'mgestanden, den Estländer Eltermann im Jahre 1936 in einer Laubenkolonie bet Dragör-Kopenhagen betrunken gemacht, gesesselt, beraubt und mit einem Seil e r - drosselt zu haben, nachdem Eltermann sich geweigert hatte, einzugestehen, daß er die Kommunistische Partei verraten habe. Die Tötung Elter- manns sei von der Moskauer Parteileitung gutae- heißen worden. Nur habe man verlangt, daß die Leiche wieder ausgegraben und auf chemischem schastliche Produkte. In den letzten 20 Jahren jedoch und besonders seit Ausbruch des Krieges entwickelte sich vor allem in den südlichen und östlichen Vorstädten eine umfangreiche Industrie, welche diesen Tellen der Hauptstadt ihren Stempel aufgedrückt hat. Der Hafenverkehr hat durch den Krieg schwer gelitten. Im vergangenen Jahr wurden nur 3 Millionen Tonnen umgeschlazen, doch hat der Handel im allgemeinen nicht so stark gelitten, weil das Anwachsen der einheimischen Industrien einen Ausgleich für den Rückgang des Außenhandels dar- stellte. Ausländische Besucher, und zwar nicht nur aus Europa, sondern auch aus den nichtkriegführenden Ländern des amerikanischen Kontinents, blicken mit Erstaunen auf die großen Vorräte von Jndustrie-- Erzeugnissen aller Art, welche in Buenos Aires angesammelt sind. Dies ist ein Ergebnis der blühenden argentinischen Industrie und ganz allgemein der Friedenspolitik der Regierung, welche dem Handel und der Schiffahrt die Freiheit trotz aller Hindernisse des Krieges garantiert. Der ausländische Besucher wird sich vielleicht auch wundern, daß die ersten Luftschutzübungen erst jetzt abgehalten wurden. Argentiniens Hauptstadt mit ihren riesigen Parks in „Palermo" und den nördlichsten Vorstädten mit ihren eleganten Avenidas, welche mit den Tischen und Stühlen auf den Fußsteigen an die Boulevards von Paris erinnern, mit ihren schonen Flußufern am La Plata, deren Strand an heißen Wochenendtagen dieser Sommermonate von Zehntausenden und aber Zehntausenden von Menschen, welche Sonne und frische Lust suchen, bevölkert werden — diese Hauptstadt scheint bisher ein Eiland des Friedens und Wohlstandes zu sein. Als solches wird es nach dem Willen seines Präsidenten Castillo fortbestehen, welcher kürzlich wieder sagte: „Argentinien braucht Und wünscht vor allem zwei Dinge, innere Ordnung und Frieden nach außen." Diese beiden Dinge haben in der Vergangenheit zu dem raschen Wachstum von Buenos Aires beigetragen und werden auch seiner künftigen Entwicklung dienlich sein. Reisig-Verkauf im Licker Stadtwald. Nächsten Freitag, den 26. März 1943,. werden in den ^orstorten: Eisenkaute, Monchkome, Zav* venau, Schweinstallshea und Langebuche verkauft: 10200 Buchen-Wellen und 1600 Eichen-Wellen. Die Buchen-Wellen in Langebuche werden nicht Die Welistadt am £a Plata Von unserem SA.-Korrespondenten. Buenos Aires als Hauptstadt des spanischen Dize- königtums La Plata nur 40 000 Einwohner. Als 1880 die neue argentinische Republik am Ende jahrzehntelanger Bürgerkriege endgültig stabilisiert und neu organisiert war, zählte die Hauptstadt 300000 Bürger. Seither ging die Entwicklung sprungweise aufwärts. 1910 war die erste Million erreicht. Zehn Jahre später wurde die Zwei-Millionen-Grenze überschritten, und heute ist Buenos Aires nicht nur die größte Hauptstadt Südamerikas, sondern zugleich eine der größten Städte der Welt. Buenos Aires ist aber nicht nur die Hauptstadt Argentiniens, sondern auch ein wirtschaftliches Zentrum ersten Ranges. Von seinem Hafen geht die Ausfuhr der wichtigsten argentinischen Erzeugnisse — Weizen, Leinsaat, Mais, Fleisch, Wolle und Häute — nach allen Ländern der Welt. Der Umschlag km Hafen betrug im Rekordjahr 1937 12 Millionen Tonnen gegenüber 9 Millionen Tonnen in normalen Jahren. Ursprünglich war Buenos Aires fast ausschließlich die Hauptstadt eines riesigen Agrar- landes und verkaufte daher in erster Linie landwirtOie Kämpfe in Rordburma. Tokio, 19. März. (Europapreß.) Die von Myit- kyina m nördlicher Richtung an gesetzte japanische Offensivbewegung gegen die im Nordzipfel Burmas isolierten britischen und tschungking-chinesischen versprengten Verbände macht stetige Fortschritte. Der Versuch einer englischen Kräfte gruppe, nördlich mm Akyab gegen die japanischen Verteidigungslinien vorzudringen, wurde vereitelt. In diesem Gebiet nahe der Küste ist eine der wenigen Stellen Indisch, Burmas, an denen Bodenoperationen, wenn auch begrenzten Umfangs, möglich sind. Bereits Ende Dezember hatte hier ein britisch-indischer Verband von etwa Brigadestärke einen Vorstoß unternommen. Während von Bodenoperationen größeren Stils an der Jndien-Burma-Front nach wie vor nickst die Rede sein kann, nimmt der Luftkampf seinen Fortgang, wobei die Briten mit der wilden Bombardierung bewohnter'Ortschaften sortfahren. , Generalleutnant Sir L. N. Heath von der bn- üsch-indischen Armee ist in japanische Kriegsgefangenschaft geraten. Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange.Stellverireter de» kauptschristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für PE und Lüder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Giessen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumscheta. Druck und Berlaa: Brühlsche Unwerfitätsdruckeret R. Lange ft. <3. Derlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. des Kriegers wirkt nicht in Worten, sondern in Haltung und Handlung. Sein Kloster war die Kaserne, seine Askese heißt Verzicht und Zucht, seine Nächstenliebe ist die Kameradschaft; die Lehre vom Opfer, die andere predigen, lebt er vor, als einziger stirbt er den Opfertod. Die Religion des Kriegers ist Religion der Tat. Die Kräfte der Innerlichkeit sind es, die den Krieger befähigen, immerwährend nach außen zu wirken. Die religiöse und sittliche, die seelische und geistige Kraft des Volkes, das innerste Volkswesen wird im Heer zu gewappnetem Willen und kriegerischer Tat. Der Soldat lebt mehr unbewußt als bewußt aus dem inneren Reich der Nation. Aber er ist es, der die innere Stärke des Volkes der Außenwelt am eindringlichsten bezeugt. Durch ihn wirkt das Großdeutschland der Diese, das große Reich des deutschen Gemüts an allen Grenzen des deutschen Geblüts. Das Heer, das die äußersten Ränder des großdeutschen Machtkreises hält, offenbart die Reichweite und die Reichtiefe aller Trieb- und Formkräfte, die dem gesamtdeutschen Leben innewohnen. * Der kämpferische Mensch ift ein faustischer Mensch. Er findet kein Genüge an dein, was er oorf'mdet. Er verläßt die warme, aber muffige Luft und stellt sich in die kristallklare Kälte. Er kehrt sich von der bürgerlichen Sicherheit ab oder wirft sie wie einen billigen Trumpf ins gewagte Spiel. Er liebt die Gefahr; er liebt sie so wie ein Page die schöne Königin liebt, die den Kühnen erhören aber auch köpfen lassen kann. Der Kämpfer will einen guten Kampf kämpfen, er will Die Sache auf Erden zu feiner eigenen machen. Aber es kann sein, daß er scheitert. Dann halten ihm die Nichtkämpfer eine selbstgerechte Leichenrede. Aber es kann in einem gescheiterten Kämpfer noch mehr Leben stecken als in tausend Zuschauern. Und so kann es ge- schchen, daß er schon im Aufstehen einige von den Dielzuvielen umwirft. So geschieht es, daß er mit neuer Kraft einen neuen, einen besseren Kampf beginnt. Und es gibt einen Gott, der den Unablässigen segnet. Kein kämpferisches Leben ist ohne Tragik. Das ist der Preis, den das Schicksal denen abfordert, die es ausersehen hat, das Gesetz der Welt zu verwirklichen. Das tragische Element kann sich am Anbeginn ober am Ende oder inmitten eines Lebenskampfes einstellen; einmal kommt es, mit der Gesetzmäßigkeit einer Naturkatastrophe. Den einen ereilt eine Tragik, die allem Volke sichtbar ist; der andere trägt sie wie einen unsichtbaren Alp. Jeden ergreift sie im Innersten, jeden ergreift sie da, wo seine Seele am verwundbarsten ist. Der Kämpfer muß leidensfähig sein wie kein anderer. Alle, die gestritten, haben auch gelitten. Aber nicht alle die gelitten, haben auch gestritten. Die Wehleidigkeit des westlerischen Weltschmerzes, die Leidseligkeit, die mit der Tatlosigkeit ostischer Menschen einhergeht, sind beide nicht unseres Wesens. Der Urschmerz ist es, den der Schöpfer seinen Geschöpfen zufugt, auf daß sie selber schöpferisch werden, auf daß sie ihr Unheil schaffend überwinden, auf daß sie aus dem eigenen Niederbruch das Feldzeichen des Heils erheben. Es gibt eine ewige Kameradschaft aller Kämpfer, sie reicht durch alle Generationen, sie verbindet die germanischen Streiter der Teutoburger Waldschlacht und die altdeutschen Ritter der Jtalienzüge mit uns, den feldgrauen Kriegern der jüngsten Zeit. Diese Kameradschaft hat m zwei Jahrtausenden mit dem Tod um das Leben gekämpft, um das ewige Leben unserer Art. Diese Kameradschaft ist im Kampfe selber unsterblich geworden. Solange es auf dem Erdball ein Menschen- 5*7 Schweres Herzeleid brachte uns die un- fS&til faßbare Nachricht, daß nach Gottes hl. Willen mein guter, innigstgehebter, unvergeßlicher Mann, mein lieber, guter Papa, mein lieber Sohn, unser guter, stets hilfsbereiter Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel, unser treuer Freund Heinrich Köhler Soldat in einem Grenadier-Regiment im Alter von 40 Jahren bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten am 3. März 1943 sein Leben lassen mußte. In tiefem Schmerz: Frau Johanna Köhler, geb. Michler und Sohn Horsti; und alle Angehörigen. Gießen, Winkels, den 20. März 1943. Das Seelenamt findet am Montag, 22. März, vormittags 6% Uhr statt. Wege vollkommen vernichtet werde. Das sei dann geschehen. Die Leiche sei zerstückelt und mit Aetz- natron vernichtet worden. Er habe das Verbrechen aus Furcht davor begangen, daß Eltermann eine Opposition innerhalb der Kommunistischen Partei in Dänemark ausdecken würde. SMer erklärte er, Eltermann sei ein Verräter Und darum in Ueber- einstimmung mit den Regeln der Parteileitung getötet worden. Die Mordtat an Eltermann war durch das Geständnis des estnischen Kommunisten Saere, der sich in deutscher Gefangenschaft befindet, aufgedeckt worden. Saere ist im Juli 1934 nach Kopenhagen gekommen und hat zunächst als Mithelfer bei .Neeritz- Looring gearbeitet. Eltermann hat er 1929 in Moskau kennengelernt Und als einen „guten Mann" angesehen, später aber von der GPU. erfahren, daß Eltermann ein Verräter sei. Auf dem 7. Kongreß der Komintern sei dann das Kopenhagener kommunistische „Centrum" ermächtigt worden, „zu tun, was zu tun wäre". Eltermann kam 1936 nach Kopenhagen. Darauf kamen Saere und Neeritz-Looring überein, ihn sofort zu beseitigen. Auf ein entspre- Stadttheater-Platzrniete. Die Einlösung der siebenten Rate kann erfolgen: Montag, den 22. März 1943, f. d. ^tet^tag Dienstag, den 23. März 1943, f. d. Mtttwoch-Mleter Mittwoch, den 24. März 1943, f. d. Frertag-Mreter an der Tageskasse, Johannesstr. 3, wahrend der Kassenstunden. ~ frrx„ _[831D Gießen, den 17. Marz 1943. Der Oberbürgermeister. t=7 Tiefen Schmerz brachte uns die Nachricht, laSEll daß unser herzensguter Sohn, unser Heber Bruder, Schwager, Onkel, Enkel, Neffe und Pate Karl Weller Unteroffizier in einem Grenadier-Regiment Inhaber des E. K. 2, der Ostmedaille und des Ver- wundeten-AbzCichens am 2. Februar im Alter von 23 ^^n für Führer, Volk und Vaterland in treuer Pfhchterfüllung im Osten den Heldentod fand. Er wird uns allen un vergessen bleiben. Die trauernden Hinterbliebenen: Karl Weller IV. und Frau Elisabethe, geb. Schäfer Otto Olms, z. Z. im Felde, und Frau Ma"e» • ,feiler, nebst Söhnchen ; Fritz Weller; Reinhold Weller; und alle Angehörigen. Gießen-Wieseck und Burkhardsfelden, 5. März 1943. Auch wir trauern mit den Angehörigen um den Verlust unseres Heben und treuen Arbeitskameraden BetrlebafUhrer und Gefolgschaft der Gießener Stempel- und Farben-Fabrik Joseph Kreuter, Gießen. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, den 28. März, in der Kirche zu Wieseek, um 14 Uhr, stau. ______898 D v=7 Danksagung. Zu dem Tod meines geliebten fcäftal Mannes, unseres guten, treuen Vaters, Sohnes ISgRl un(j Bruders, des Majors d. R. Dr. Fritz Fischer, Ä Studienrat am Gymnasium, sind uns in so überaus großer Anzahl Worte der Teilnahme und des Trostes zugegangen, daß es uns unmöglich ist, jedem einzelnen persönlich zu antworten. Wir bitten daher auf .diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank entgegennehmen zu wollen. Im Namen der Angehörigem Margot Fischer, geb. Cellarius. Buenos Aires, im März. Der Name der argentinischen Hauptstadt ist wohl niemals so oft in den internationalen Nachrichten zitiert worden, wie seit dem Ausbruch des zweien Weltkrieges und besonders seit dem Eintritt der Vereinigten Staaten in hen Krieg. Einer der Gründe ist wohl, daß die Zahl der neutralen Länder immer kleiner wird, und daß ihre Bedeutung für die übrige Welt entsprechend wächst. Buenos Aires ist heute die einzige neutrale Hauptstadt auf dem amerikanischen Kontinent. Die übrigen amerikanischen Länder sind seit ihrem Eintritt in den Krieg aber seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit den Achsenmächten nicht länger neutral, sondern kriegführend aber bekennen sich boch zu einer sehr fadenscheinigen, nichtkriegführenden Haltung. Heute zählt die argentinische Hauptstadt mehr als drei Millionen Einwohner. Diese Zahl ist ein Beweis für die Bedeutung der Hauptstadt m einem 'G57 - Kurz nach Vollendung seines 19. Ge- burtstages ist unser braver* lieber, ein- ziger Sohn und Bruder Ernst Friedrich Schindler Pionier in einem Grenadier-Regiment bei den Abwehrkämpfen im Osten gefallen. Er ruht auf einem Heldenfriedhof. Im Namen aller Angehörigen! Albert Schindler, Zimmermeister und Frau Anna, geb. Hahn. Steinbach, im März 1943. Die Gedächtnisfeier findet am 28. März, nach- Hart und schwer traf uns die unfaß- WFÄ bare Nachricht, daß mein lieber, guter Mann, unser unvergeßlicher, treusorgender Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Hermann Pfeil Zugwachtmeister der Schutzpolizei Inhaber des E. K. 1 im Alter von 27 Jahren in treuer Pflichterfüllung und Opferbereitschaft bei einem Stoßtruppunternehmen im Osten den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Emilie Pfeil,geb. Helferlch Nikolaus Pfeil und Frau Marg., geb. Schmidt Familie Wilhelm Pfeil; Familie Karl Schojan Familie Fritz Hartmann; Familie Heinrich Paul. Offenbach, Ober-Ofleiden, Nieder-Gemünden, Gießen, Nieder-Ofleiden, Deckenbach. 936 D Luden und Bolschewisten ausgelieferi. Der amerikanische Plan zur Ueberwachung Deutschlands. Stockholm, 19.März. (DNB.) Die Zeitschrift „American Mercury" veröffentlicht einen Artikels der die Gedankengänge des nordamerikanischen Außenamtes über die Behandlung Deutschlands nach dem Kriege wiedergibt. Als besonderer Punkt des Programms wird die „vollkommene Ent? w a f f n u n g" genannt, wobei Deutschland nicht einmal eine „symbolische Reichswehr" belassen werden solle. Kein Exerzieren werde mehr erlaubt sein, auch nicht mit hölzernen Gewehren. Deutschland solle an die Juden und Bolschewisten ausgeliefert werden, denen es überlassen bleibe, nach Gutdünken zu Hausen und zu befehlen. Nach der Zeitschrift hätten die Anglo-Amerikaner nicht die Absicht, „Deutschland gegenüber den Weihnachtsmann zu spielen". Für die deutschen Schule» soll eine internationale Erziehungskommission ge? schaffen werden; für Rundfunk und Presse besteht der Plan einer ständigen „Ueberwachung". ♦ Das nordamerikanische Außenamt will alle dies- „Aufgaben" natürlich den Juben und Bolschewisten überlassen. Denn beide haben reiche Erfahrungen im Erwürgen völkischer Kultur und im Zerschlagen aller Werte, die der Stolz eines Kulturvolkes sind. Das deutsche Volk jedoch, dem von seinen Feinden solche „Aufgaben" zugedacht sind, wird durch diese Phantasieprodukte des Hasses nur erneut angespornt, sein Aeußerstes einzusetzen, um eine solche Zukunft von sich abzuwenden. W7. Nach Gottes unerforschlichem Rat- Schluß erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein innigstgehebter Mann, unser lieber, einziger Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Pate Und Onkel Ludwig Baumann Obergefreiter in einer Nachrichten-Abteilung Träger der Ostmedaille und des Verw.-Abz. im 26. Lebensjahr im Osten für Führer, Volk und Vaterland gefallen ist. Er ruht auf einem Heldenfriedhof im Kaukasus. In tiefer Trauer: Eleonore Baumann, geb. Arnold Familie Ludwig Baumann; Familie Anton Arnold Obergeireitor Ludwig Henß und Frau Anna, geb. Baumann, nebst Kindern. Burkhardsfelden, Watzenborn- Steinberg und im Felde. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 28. März, in der Kirche zu Burkhardsfelden statt. 9 vät Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, herzens- guter Sohn und Bruder, Schwager, Onkel, Neffe, Pate und lieber Freund Ernst Bodenbender Obergefreiter in einer Panzerdivision bei den schweren Kämpfen im Osten am 6. Febr. 1943 im blühenden Alter von 24 Jahren in treuer Pflichterfüllung den Heldentod fand. Unvergessen von seinen Lieben ruht er fern der Heimat. In tiefem Leid - Johannes Bodenbender und Frau; Wilhelm Bodenbender und Frau; Karl Bodenbender und Frau; Meline Mandler, geb. Bodenbender; Otto Mandler, z.Z. im Felde; Anna Ender, geb. Bodenbender; Otto Ender; Minna Lang; sowie alle Angehörigen. Rodheim, Bieber und Krofdorf, 20. März 1943. Wacher Grenze in Eisenkaute 35. Le8öI> Lich, den 18. Marz 1943. Der Bürgermeister. Geil. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kranzspenden beim Heimgang meiner lieben Frau Maria Christina Damasky, geb. Harnisch sagen wir allen auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Keusch für die tröstenden Worte am Grabe und allen denen, die ihr die letzte Ehre erwiesen haben. Balthasar Damasky und alle Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, den 20. März 1943. 01827 I°s 6# W •*, SchinerZ überdecken- und mit dein » WM* ivie sie Groß st ihrem % reichen 6$ namenlosen Himmel, - aus allen lingrad- so lange e mehr als de Wolga, - der Deutsche Gewiß, n harten Nm unser Stolz ner, die zu m karer 6 rischer Dun Kampf Pflicht geta land!" Das drangen. Si sie wurden men. Stm gleich gebli durch, — es Todesverach Mongolen i dieselben Ä' beneh einst der Untergc Diirgschaft I sein als eir uns in stol, immer sie Auhrns von Der Tod menschliches höhere Ordi Gesetz ihrer Semeinscha! Es ist etwi dies über a Gültigkeit „für uns'. Das ist m unserer To mir als Gl können dal indem wir und gelob« Ser. Es [ei n dena.-denffe pünktlich ur Landgra'-P den mit de und ihrer bliebenen i alten SM der Ansprw der Partei Plätze sind I men. Cfuöier N*®g aU9 :s fei H»*, 21.5 c 'So ruf fifÄt ft! .Der längs Azeum, der oienrat i. R. heutigen Ä begehen. Mel. N°ch ^algymnosi jn dieser 2li 1892 stuf “5 ^arbur * er hier “d°« S«-®ef w96 dem Le ?■ 9n dieser ^gischen T Promo» Rossens S* 1896 bj! ‘Men, an i ‘"»Hf nn, S« bi». .1 S«tte er b feiner ^°uchunA IhreVermählung geben bekannt 01758/ 21. März 1948 01776/ liehen Dank. 01826/ 3bßMÄfi£&v-Gefaxt, Kaufmännischer Lehrling wird zum 1.4.43 eingestellt Genehmigung des Arbeitsamtes liegt vor. Glaskontor Gehr. 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März, 19.00 Uhi 25-Dienstagmieteu.HaibmieteA Fiasko. Mittwoch, 24. März, 19.00 Uhr 26.Mittwochmiete u.HalbmieteA Fle^ko. Donnerstag, 25. März, 19.00 Uhr Orchester-Kon ert. Freitag, 26. März, 18.30 Uhr 25. Freitagmiete u. Halbmiete A Der Opernbail. Sonntag, 28. März, 11.30 Uhr Deutsche Studentenmusik 18.30 Uhr: LUelott. Nr. 67 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) 20./2L MarzMZ Aus der Stadt Gießen, Stolze Trauer. Von Wilhelm Feldner. Das Schicksal des Krieges hat viele hart getroffen. Es entspräche nicht dem Ernst der Stunde und nicht der Größe des Opfers, wollte man versuchen, ihren Schmerz zu zerreden oder durch schöne Worte zu überdecken. Der Tod steht jenseits alles Gedanklichen, und seine Gewalt kann nur mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf überwunden werden. Das soll uns den Weg weisen, so unserer Gefallenen zu gedenken, wie sie es verdienen. Groß ist die Zahl derer, die ihren Schwur mit ihrem Blute besiegelten. Die einen fielen in siegreichen Schlachten, die andern vielleicht auf einem namenlosen Stück Erde unter einem namenlosen Himmel, — ein Höhepunkt aber hebt sich diesmal aus allen Kampfstätten des Jahres heraus: Sta- lingrad. Diesen Namen wird das deutsche Volk, so lange es besteht, nie mehr vergessen. Er ist uns mehr als der Name einer zerschossenen Stadt an der Wolga, — dort haben die Tapfersten den Mythus der Deutschen geschrieben. Gewiß, wir vernahmen mit Trauer das Ende des harten Ringens, doch größer als die Trauer ist unser Stolz, daß es noch solche Männer gibt, Männer, die zu kämpfen und zu sterben wissen, und das in klarer Erkenntnis ihres Schicksals, nicht in tierischer Dumpfheit wie ihre Gegner. „3m schwersten Kampf haben wir bis zum letzten Mann unsere Pflicht getan. Es lebe der Führer! Es lebe Deutsch- land!" Das waren die letzten Worte, die zu uns drangen. Sie wurden nicht nur von unseren Sinnen, sie wurden mehr noch von unseren Herzen vernommen. Nun wissen wir: das deutsche Blut ist sich gleich geblieben durch all die Jahrtausende hindurch, — es steht mit demselben Trotz und derselben Todesverachtung gegen Bolschewisten wie einst gegen Mongolen und Hunnen, und in seiner Tiefe leben dieselben Kräfte des Glaubens und Wollens, mit beneh einst unsere Geschichte begann. Wahrhaftig, der Untergang dieser Männer darf uns gewissere Bürgschaft für den siegreichen Ausgang des Krieges fein als eine gewonnene Schlacht. So neigen wir uns in stolzer Trauer vor all den Toten, die, wo immer sie fielen, in dem Glanze des männlichen Ruhms von Stalingrad stehen. Der Tod unserer Helden bedeutet zunächst viel menschliches Leid, aber er reicht zugleich in eine höhere Ordnung hinein. Sie starben nicht nach dem Gesetz ihrer Leiblichkeit, sondern nach dem Gesetz der Gemeinschaft, — sie starben, damit das Volk lebe. Es ist etwas Großes, daß mitten in unserer Zeit dies über alles Sichtbare hinausgehende Gebot noch Gültigkeit hat. Hier gewinnt das Ewige Gestalt: „für uns". Nicht für mich und dich, — für uns. Das ist mehr. Wir haben kein Recht, das Opfer unserer Toten uns als einzelne zuzurechnen, sondern nur als Glieder des Volkes, für das sie fielen. Wir tonnen daher ihr Gedächtnis nicht besser ehren, als indem wir für das Volk, für das sie starben, leben und geloben, nie kleiner zu sein als sie! Oer H ldengedenktag in Sietzen. Es sei noch einmal daran erinnert, daß die Hel- denaedenkseier in Gießen am morgigen Sonntag pünktlich um 9 U h r am 116er-Denkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz beginnt. An der Feier werden mit der Wehrmacht Abordnungen der Partei und ihrer Gliederungen, Verwundete, die Hinterbliebenen unserer Gefallenen, Abordnungen der alten Soldaten und der Jugend teilnehmen. Nach der Ansprache werden Kränze der Wehrmacht und der Partei am Denkmal niedergelegt werden. Die Plätze sind bis spätestens kurz vor 9 Uhr einzuneh- men. Studienrat i. R. Prof. Or. Markert 75 Jahre alt. Der langjährige Lehrer am früheren Gießener Lyzeum, der jetzigen Oberschule für Mädchen, Studienrat i. R. Professor Dr. phil. Markert, kann am heutigen Samstag, 20. März, seinen 75. Geburtstag begehen. Professor Dr. Markert stammt aus Kasiel. Nach dem Besuch der Realschule bzw. des Realgymnasiums in Gießen legte er Ostern 1887 an dieser Anstalt die Reifeprüfung ab. Don 1887 bis 1892 studierte er an den Universitäten Gießen und Marburg Naturwissenschaften, im Jahre 1892 legte er hier das Staatsexamen ab. Dann war er bis 1893 dem Pädagogischen Seminar am Gymna» sium zu Gießen überwiesen, hierauf gehörte er bis 1896 dem Lehrkörper des hiesigen Realgymnasiums an. In dieser Zeit war er u. a. auch Assistent am Geologischen Institut der Universität. Im Auaust 1896 promovierte er auf Grund einer Arbeit über „Die Flossenstacheln von Acanthias" zum Dr. phil. Von 1896 bis 1898 war er Rektor an der Höheren Bürgerschule in Babenhausen. Am 1. April 1898 wurde er an die Höhere Mädchenschule in Gießen berufen, an der er am 1. Dezember 1898 definitiv angestellt wurde. Dieser Schule, die später zum Lyzeum bzw. zur Studienanstalt umgestaltet wurde, widmete er bis zum April 1928, wo er wegen der Folgen einer schweren Krankheit in den Ruhestand treten mußte, seine ganze Arbeitskraft. In den drei Jahrzehnten seiner Tätigkeit an dieser Anstalt hatten viele unserer Frauen ihm eine sorgfältige Ausbildung und eine vorbildliche erzieherische Betreuung zu verdanken. Neben seinem Schulamt widmete der Jubilar seine Kraft auch noch einer Reihe von ehrenamtlichen Arbeiten. In weiten Bevölkerungs- freifen in Stadt und Land wird dem geschätzten Schulmann und charaktervollen Menschen große Wertschätzung entgeaengebracht. Dem alten Herrn gilt auch unser herzlicher Glückwunsch 3n Liebe und Treue zum Führer und zurHalme! Lin Gedenkblatt zur Verpflichtung der Jugend. NSG. Aus Anlaß der „Verpflichtung der Ju- $eni>" am 28. März 1943 hat die Reichsjugendfuh- rung ein schlichtes Gedenkblatt herausgegeben, das jedem 14jährigen Jugendlichen beim Abschluß der Feierlichkeiten zum Andenken an diesen Ehrentag seines Lebens überreicht wird. Das Gedenkblatt enthält den Namen des verpflichteten Jugendlichen und die Derpflichtungsworte: „Ich verspreche, allezeit m-^ine Pfl'cht zu tun in Liebe und Treue zum Fichrer und zu unserer Fahne!" vcrdunkelunaszett: 20. März von 19.33 bis 5.55 Uhr. 21. März von 19.35 bis 5.53 Uhr. ** Das Ob erko mmando der K,rieas- marine ruft im heutigen Anzeigenteil zur Meldung von Freiwilligen aus dem Geburtsjahrgang 1925 für den Dienst als Berufssoldat aus. Alte und junge Soldaten. Die kameradschaftlichen Beziehungen zwischen Gießen und der Front. Wir verbinden uns am morgigen Heldengedenktag erneut in herzlicher Weise mit unseren auf dem Felde der Ehre gefallenen Brüdern und Söhnen. Gleichzeitig gedenken wir mit Dankbarkeit der Kämpfer, die bei ihrem Einsatz für uns alle schwere Wunden erlitten haben. Wenn auch unsere Gedanken und herzlichen Wünsche täglich bei unseren Soldaten sind, so.tritt doch an einem Tage wie morgen der Soldat unserem Herzen besonders nahe. Dabei wird das enge Kameradschaftsband zwischen den alten Frontkämpfern von 1914/18 und den jungen Kameraden der jetzigen Fronten stärker denn je sichtbar. Wie es aus unserer engeren Heimat hinaus zur Front und von dort hierher zu den Alten wirkt, darüber haben wir in Unterhaltungen mit dem Kreiskriegerführer Dr. M o n n a r d und seinen Mitarbeitern in der Kreiskriegerführung Gießen, dem Verwaltungsführer Glebe und dem Propaganda- obmcrnn Diesel, interessante Aufschlüsse erhalten. Der Kreiskriegeroerband Gießen, in dem 91 Kameradschaften mit rund 5000 alten Soldaten zusammengeschlossen sind, ist im Gaukriegeroerband Fulda-Werra des NS.-Reichskriegerbundes zwar eine kleine Gemeinschaft, aber er ist von dem starken Willen erfüllt, gerade jetzt im Kriege seinen vielfältigen Aufgaben in vollem Ausmaß gerecht zu werden. Eine der wichtigsten Obliegenheiten ist die Pflege der Frontkameradschaft zwischen den Kämpfern von 1914/18 und den Kämpfern des jetzigen Krieges. Diese Tätigkeit wird sowohl an den jungen Kameraden im Felde als auch an den verwundet oder krank in die Heimat zurückkehrenden Kameraden ausgeübt. Viele Angehörige der Kriegerkameradschaften im Kreise Gießen stehen, nachdem sie schon den ersten Weltkrieg mitgemacht hatten, auch diesmal wieder im Felde, zum Teil an der Front, zum Teil in den besetzten feindlichen Gebieten im Dienste unserer Wehrmacht. Mit den Alten stehen die Söhne der jetzt nicht mehr einsatzfähigen alten Soldaten im Felde, um ebenso tapfer und siegreich rote die Alten für Deutschlands Freiheit und Zukunft zu kämpfen. Mit all diesen Männern halten die Kriegerkamerad schäften engste Tuchfühlung durch regelmäßige briefliche Verbindung, durch die Uebermittlung von Heimatzeitungen und der Reichskriegerzeitung, durch die Zusendung von Liebesgabenpäckchen ufro. Aus dem Felde ist das Echo dieser kameradschaftlichen Betreuungsarbeit sehr stark. Ständig kommen bei allen Kameradschaften Briefe und Postkarten an, die die Freude der draußen weilenden Kameraden über das Gedenken der Heimat erkennen lassen und zugleich mancherlei interessante Erlebnisse in Feindesland berichten, an denen die ,/alten Knochen" mit starkem Interesse Anteil nehmen. Bei manchen Kameradschaften hat sich aus derartigen Mitteilungen bereits ein kleines Kriegsarchiv gebildet, das in ihrer Geschichte ein besonders wertvolles Stück darftellt. » Was Briefe und Zeitungen bei aller Herzlichkeit der Gesinnung doch nur schwach bekunden können, das kommt bei dem persönlichen Zusammentreffen der alten und jungen Kameraden in der Heimat mit aller Herzlichkeit zum Ausdruck. Wer als alter Frontsoldat z. B. bei Kameradschaftsappellen mit den aus dem Felde auf Urlaub zu Haufe weilenden jungen Kameraden zusammenfitzt, der weiß um die enge und tiefe Kameradschaft, die trotz aller Unterschiede des Alters durch das große Erleben der Front zwischen zwei Generationen geschlossen ist. Die jungen Kameraden erzählen an solchen Abenden von ihren Erlebnissen, die sie an den verschiedenen Fronten als Gewinn ihres Lebens verzeichnen konnten. Die Alten hören mit stärkster Spannung zu, begleiten gelegentlich diese oder jene Einzelheit mit ihren auf eigener Erfahrung beruhenden Anmerkungen, und nicht selten kommt es vor, daß die jungen und die alten Soldaten sich im Geiste auf Schlachtfeldern und in Ländern begegnen, die sie beide, allerdings mit dem Unterschied der dazwischenliegenden Jahre, kämpfend betreten und marschierend durchzogen haben. Aber nicht nur die Fronturlauber, sondern auch die verwundeten oder kranken Kameraden, die in unseren Lazaretten ihrer Genesung entgea»nnehen, sin"> o't bei d"n Kamerad- schaftsappellen willkommene Gäste. Häufig kommt es auch vor, daß die jungen Kameraden von den Alten in ihre Familien eingeladen und dort mit aller Herzlichkeit ausgenommen werden. Kriegerkamerad- schatten in den Landorten holen sich öfter eine größere Anzahl junger Kameraden hinaus in ihre Dörfer zu den Kameradschaftsappellen und zu gemeinsamen Sonnto-mochmittagen, die in der Re^el mit gemeinsamem Mittagessen in den Familien beginnen und nach schön verlaufenen Nachmittagsstunden mit dem gemeinsamen Familien-Abend- effen enden, worauf dann die jungen Krieger, von herzlichen Wiedersehenswünschen begleitet, die Heimfahrt zum Lazarett antreten. Daneben machen auch Kameradschaften durch die Frauen der alten Scst- ^ahn den jungen Äam^rabm die ^-e'lde ihre K?s- feetische in den Lazaretten durch Kuchenspenden zu bereichern, wobei die NS-Frauenschaft als Trägerin und Ueberbringerin d"r Svenden mithilft. Außerdem obliegt der Kreiskriegerführung die Betreuung der Kameraden in den Lazaretten, die ihr von der Reichskriegerführung besonders nambatt gemacht werden. Auf diese Weise tritt neben d'e Gemein schass sbe treu ung durch die Kriegerkameradschaf- ten, wie sie sich auch die NS.-Kriegsovferversorgung angelegen fein läßt, noch die Einzelbetreuung, so daß keiner der jungen Kameraden im Lazarett ohne den starken Rückhalt der alten Soldaten in der Heimat bleibt. Die Bande, die hierdurch geknüpft werden, haben ihren Ursprung in dem gemeinsamen, wenn auch zeitlich weit auseinonderliegenden Fronterleben. das immer das stärkste unter den Männern ist, die sich selbst vor dem Feinde mit ihrem Leben und mit ihrer Gesundheit für das Wohl ihres Volkes uift Vaterlandes eingesetzt hoben. ♦ Ein weiteres Bindeglied »wischen den alten und den hingen Kameraden wird durch die Vorttags- ta^.gfeit m den Kämeradschasten angeknüpft 1m& ge- vileat, wie sie auch von der K'-eiskriegerführung Gießen eifrig ausgeübt wird. Lichtbildervorträge aus dem ersten Weltkrieg und aus dem jetziaen großen Ringen, aber auch aus dem Ablauf der soldatischen Dienstzeit stehen dabei an hervorragender Stelle neben den Vortragen, die den alten und d-n jungen Soldaten immer wieder die großen politi« scheu, nationalen und sozialen Aufgaben unserer Zeit nahebringen und beide mit der nationalsozialistischen Weltanschauung als dem einzigen und tragenden Fundament unseres Volkslebens und unseres Bestandes als Nation vertraut machen. Schießroett- beroerbe von Kriegerkameradschaften mit Schießgruppen der aktiven Soldaten tragen dazu bei, daß auch die soldatische Ertüchtigung bei den Alten nicht zum Stillstand kommt, und häufig kann man bei diesen Wettkampf schieß en die Feststellung machen, daß die alten Soldaten mit dem Gewehr durchaus noch ihren Mann stellen können. * So wirken die alten und die jungen Soldaten in vielseitiger Weise gemeinsam an der Pflege der bewährten soldatischen Tradition, die eine der stärksten Grundlagen für die hervorragende Haltung unseres Volkes gegenüber allen Feinden des Reiches ist. Dieses bewährte Soldatentum, auch in den Männern im Zivilrock allezeit lebendig und wirksam, gilt den Alten nicht minder als hohe Verpflichtung gegenüber dem gesamten Volke, wie es in die- Zwischen den „Räubern" und der „Luise Mille- rin" erschien 1783 als zweites in der Reihe der Schillerschen Dramen „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua". In einer Widmung an seinen Stuttgarter Lehrer Professor Abel fichrt Schiller die mancherlei, uns heute schwer zugänglichen Quellen an, die er benutzt habe; den Stoff selbst verdankte er, wie wir aus einer „Erinnerung an das Publikum" gelegentlich der ersten Aufführung (Mannheim 1784) wissen, Rousseau, her seinen Helden Fiesko „im Herzen trug". Die historischen Grundlagen zu den fünf Akten lieferte die Geschichte des Kampfes um die Macht im Stadtstaate Genua zwischen dem Grafen von Lavagna und dem Hause Doria, eines Bürgerkrieges, der in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 1547 ein jähes Ende fand, als Fiesko ins Meer stürzte und ertrank — infolge eines Fehltritts übrigens, nicht von Verrina dem fallenden Purpur nachgestoßen und also ertränft, wie bei Schiller. Diese das Trauerspiel wirkungsvoll abschließende Wendung ist nur eine der Freiheiten, die der jugendliche Dramatiker sich der geschichtlichen Ueberlieferung gegenüber gestattete, die aber, wie es in der erwähnten Widmung heißt, der Hamburgische Dramaturgist entschuldigen werde, „wenn sie mir geglückt sind". * Es ist hier nicht der Raum, den Anteil der verschiedenen Quellen nachzuprüfen und das Verhältnis des Dramatikers zur Historie im einzelnen zu untersuchen, auch nicht auf die literarischen Vorbilder und Anregungen einzugehen, wie man sie bei Shakespeare und in Lessings „Emilia Galotti" für den „Fiesko" nachgewiesen hat. Nicht uninteressant scheint es indessen, an den Umstand zu erinnern, daß das Trauerspiel bei der Uraufführung, sehr im Gegensatz zu dem unerhörten Theatertriumph der „Räuber", ziemlich kühl hingenommen wurde. Man weiß sogar von einer Vorlesung des Werkes durch den Autor in kleinem Kreise, die einen Heiterkeitserfolg zeitigte und Anlaß zu dem bekannten Wortwitz mit dem Fiasko bot; die Zuhörer wurden unaufmerksam und zogen sich ziemlich bald und ziemlich unhöflich zurück, um sich lieber die Zeit mit Bolzenschiehen zu vertreiben. Der peinliche Eindruck der so schnöde unterbrochenen Vorlesung wurde allerdings schon am nächsten Morgen wenigstens teilweise verwischt und das voreilige Urteil in etwa berichtigt, als man einsah, daß das Fiasko des „Fiesko" in erster Linie auf das gewal- tia ausholende und übertreibende Pachos des vorlesenden Verfassers und auf dessen schwäbischen Dialekt zurückzuführen sei, — was beides freilich der berühmten Rezitation Schillers aus den „Räubern" vor den befreundeten Karlsschülern im Bop- serwäldchen nichts geschadet hatte. * Der geringe zeitliche Abstand zwischen der Entstehung der beiden ersten Dramen ist gewiß nicht zu überhören: der jugendliche Ueberschwang des Sturmes und Drapges hat die meisten Szenen auch des „Fiesko" sehr deutlich geformt. Aber das heftige Pathos, der wortgewaltige Stil, nachklingend aus den böhmischen Wäldern bis an den Rand des Mittelmeeres, paßt durchaus zum überschäumenden Lebensgefühl des italienischen Renaissancemenschen. Die präzise Zeitangabe 1547 erscheint insofern bemerkenswert. als Schiller mit dem „Fiesko" zum ersten Male sein eigentliches Feld betrat: den Schauplatz des großen historischen Trauerspieles, in welchem sich Staatsaktion und Seelendrama die Waage hallen. Niemandem wird es freilich entgehen, daß im „Fiesko" vor dem Tragiker vorderhand noch der Theatraliker das Wort behält, der „von der erfind- Militärdienstzeit bei der alten Wrhrni-cht w>d angerechnet. Den Militäranwärtern, die auf Grund der Hee- resoerminderung in den Jahren 1918/20 ohne Zi- viloerforgungsschein entlassen und erst nach dem 30. September 1921 (Tag des Abschlusses der Bildung der Reichswehr) wieder eingestellt worden sind und deshalb eine neue 12jährige Dienstverpflichtung eingehen mußten, wird auch die in der alten Wehrmacht abgeleistete Dienstzeit bei der Festsetzung des Besoldungsdienstalters als Wehrdienstzeit angerechnet. Der Reichsminister der Finanzen hat eine entsprechende Klarstellung getroffen. Anrechnung der Bürgersteuer. Bürgersteuerbettäge, die auf Grund eines Steuerbescheids oder eines zusätzlichen Steuerbescheids für das zweite Kalenderhalbjahr 1942 an die Gemeinden gezahlt worden sind, werden wie Einkommen- steuer-Dorc'uszahlungen auf die Einkommensteuer- schuld 1942 ungerechnet werden. Die Angabe dieser Dürgersteuerbeträge in der Einkommensteuer-Erklärung oder ihre nachträgliche Mitteilung an das Finanzamt ist — im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Auffassung — weder wünschenswert noch er- sorderllch. Die Bürgersteuerbettäge, die für das zweite Kalenderhalbiahr 1942 gezahlt worden sind, werden den Finanzämtern von den Gemeinden mit« [er Woise von den jetzt vor dem Feinde stehenden jungen Kameraden empfunden und täglich durch ihr Heldentum in die Tat um gesetzt wird. Auf der Grundlage des ewigen deutschen Soldatentums mit aller Kraft weiterzuarbeiten im Dienste für Führer, Volk und Vaterland ist ein starker innerer Befehl, den jeder alte wie auch jeder junge Soldat besonders am Heldengedenktage erneut in sich lebendig fühlen und der ihn zu immer stärkerem Einsatz bestimmen wird. B. Heimawerlegung von verwundeten und krankenGoldaten. NSG. Es wird gebeten, sich wegen der Verlegung von Soldaten in ein Heimatlazcrrett nicht mit Eingaben unmittelbar an das Wehrkreiskommando ob et den Wehrkreisarzt zu wenden. Die zuständige Stelle kann nur die Verlegungsgesuche bearbeiten, die von dem Lazarett gestellt werden, in dem sich der be- treffenbe Soldat zur Zeit befindet. Das Lazarett muß nämlich in dem Verlegungsantrag über die Transportfahigkeit entscheiden und erklären, daß noch eine dreimonatige Behandlung erforderlich ist. Wenn also Wünsche nach Verlegung in ein bestimmtes Heimatlazarett bestehen, so genügt es, daß der betreffende Soldat sich an seinen Abteilungs- oder Chefarzt wendet und ihm seinen Wunsch öorttägt. rischen Jntrigue" die erstaunlichsten Situationen entlehnt: welch ein Schauspiel ist das, welch ein Feuerwerk von Wirkungen, Gegenwirkungen, Steigerungen und Überraschungen. Die Figuren rücken wie auf dem Schachbrett gegeneinander, vor und zurück, schlagen und decken sich und fallen aufs Stichwort. Blitzendes, erregendes Spiel der Erfindung, in dem jede Szene ihren genau berechneten Platz hat und in einer Pointe gipfelt, welche die Aktion unaufhaltsam weitertreibt. Eine überquellende Phantasie hat hier, wie in den „Räubern", die oft noch grellen Farben gemischt. Ein Gewitter menschlicher Leidenschaften entlädt sich in den fünf Akten; hier gibt es alles, was die Bühne zur Wirkung braucht: Liebe und Haß, Eifersucht und Verführung, Mord und Verschwörung, politischen Machtrausch und persönlichen Ehrgeiz, Edelmut und Schurkerei, Musik und Mummenschanz und ein Schauspiel rm Schauspiel wie bei Shakespeare im „Hamlet" —: es gehört schon etwas dazu, ein Stück wie dieses um seine Wirkung zu bringen. — * Die Aufführung, von Herrn W. M. M u n d inszeniert, war, unter Verzicht auf die Drehbühne, mit Hilfe einer geschickten und zweckmäßigen Dra- maturgie des ausladenden Schauspiels so Herr geworden, daß sich eine sinnvolle Aufteilung der Szenengruppen bei verhältnismäßig kurzen Umbaupausen ergab; sie hatte sich überdies an der sprühenden Erfindung und großartigen Theatralik spürbar entzündet und dem Werke zu einer Unmittelbarkeit und Geschlossenheit des Eindrucks ver- holfen, der manchen — solcher Sensationen bei einem Klassiker nicht gewärtigen — Besucher in Erstaunen versetzt haben mag. Ausgezeichnet wirkte die von Herrn Löffler entworfene, die volle Breite und Tiefe des Spielfeldes bei großzügig und stilgerecht anbeuterfter Vereinfachung ausnutzends Raumgestaltung. Den Fiesko spielte Herr Köchlingi er beherrschte die umfangreiche Rolle mit anerkennenswerter Sicherheit und ließ sich — über alle Schwankungen und Spiegelungen der vieldeutig schillernden Figur hinweg — vom großen, bis zuletzt nicht aussetzenden rezitattvischen Sttome tragen: mit beachtlicher Steigerung übrigens insofern, als der schauspielerische Höhepunkt nicht in der berühmten Tierfabel, sondern in den letzten Szenen mit Leonore und der Jmperiali lag. — Die beiden wichtigsten Frauengestalten waren in einen pikanten Kontrast gestellt; Friedl G o l l m a n n als Leonore: ein zartes Renaissanceporträt, mit warmem, weiblichem Gefühl belebt; Bianca Blacha fetzte die „stolze Kokette" als raffinierte und intrigante Salondame' effektvoll in Szene. Herr Funke gab dem gewöhnlich falsch zitterten Mohren die ihm Donr Schiller zugedachte „originelle Mischung von Spitzbüberei und Laune"; ein beweglich und witzig aus* gespielter äthiopischer Bruder des Spiegelberg. Herr Zeppenfeld als Verrina, der Anweisung entsprechend „schwer, ernst und düster", war ein unbestechlicher Republikaner und schmerzgebeugter Vater. Herr Fischer spielte mit milder Würde und Majestät den greisen Dogen, Herr Schmidt einen schroffen und unbedenklich brutalen Gianet«- tino, Josefine Lenzen die unselige Berta; vom großen Aufgebot seien noch die Herren Sauer- land, E.S. Klein, Bosny und Fuhrmann genannt. — Der starke Erfolg der Aufführung (und zugleich der Arbeitsaemeinschast Unwerütät und Theaterbekundete ist in ausdauernden Beifällst)ezeugungen. Hans Thyriot geteilt. Die Finanzämter werden die Bürgersteuer« betrage ebenso wie die Einkommensteuer-Vorauszahlungen auf die Einkommensteuerschuld für 1942 anrechnen, ohne daß es dazu einer Anregung durch den Steuerpflichtigen bedarf. Der Zugverkehr am 28. unt 29. März Infolge Einführung der Sommerzeit in der Nacht vom 28. zum 29. März werden alle Züge vor dem Umstelltermin entsprechend der Winterzeit, nach dem Umstelltermin entsprechend der Sommerzeit abgefertigt. Es ist daher nicht zu vermeiden, daß unter Umständen im Uebergangsverkehr Anschlüsse verlorengehen. Wer daher in dieser Zeit eine Reise antritt, mit der der Uebergang von einem auf einen anderen Zug verbunden ist, muß sich vorher genau über die Anschlußmöglichkeiten unterrichten. Neuregelung des Pferdeverkaufs. Der Reichsbauernführer hat im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für die Preisbildung mit Wirkung vom 10. März 1943 eine Anordnung erlassen, wonach außer für Nutzpserde auch für alle Fohlen und Zuchtpferde Höchstpreise festgesetzt werden. Gleichzeitig sind die Landesbauernschaften angewiesen worden, bas Andienungsrecht für alle Nutzpferde einschließlich ber Nutzfohlen aus zuüben. Danach müssen alle verkäuflichen Pferde bei den zuständigen Kreisbauernschoften bzw. bei den Züchterverbänden angemetbet werden. Ein freihändiger Theater der Llniversitätsstadt Gießen. Schiller: „Die Verschwörung des Fiesko zu Genua". verfügbaren Plätze nicht bereits von Kriegsversehr- teseA schon 2 © "henk6 S: 1823 D/ Verdunkelungsrollos । 3106D Es gibt drei Sorten ATA ') auch ein Sieg über .Kohlenklau*) Kergentellt In den Persil-Werken EisenlKieselsäure Whosphorsäure^ M |^Mi.lchEiweiß P* Backuiunder der Schmutzlöser des am ATA-extrafein zum »(honenden Putzen und Polteren, ATA-fein für die allgemeine Reinigung und Solmiok-ATA für alles Grobe. Nehmen Sie deshalb für jede Arbeit das richtige ATA. Hier ist für ihn nichts mehr zu machen, Paß auf, jetzt sucht er andre Sachen! voxeerglieh bei teucbletn Wetter genommen-sch Litzen die Aimungsorgane und bewahren vor Erkältungen. Medophorm-Arzneimittel sind nur in Apotheken erhältlich. Schreibmaschinen Ankauf und Reparatur Franz Vogt & Co., Gießen Goethestraße 32 - Ruf 2464 SOLTIT gibt Lederfohlen längere Haftbarkeit verhütet Hatte rüfit! 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Ferner hat sie bei Mr TatlgfA für die Gießener städtischen Verkehrsbetriebe 390 RM. unterschlagen, der Verbleib eines weiteren Fehlbetrags von 250 RM konnte nicht aufgeklärt werden. Einer Frau W. unterschlug die Angeklagte eine Kleiüerkarte, von der sie 70 Punkte für sich verwandte eine weitere Kleiderkarte erschwindelte sie sich unter dem Vorwand, der Besitzerin der Karte Kostümstoff besorgen zu wollen: Kostümstoff erhielt die Karteninhaberin zwar nicht, dafür wurde sie endet haben; b) Frühere Schüler von Mittelschulen oder nicht anerkannten Privatschulen können nur zugelassen werden, wenn sie am Unterricht in zwei Fremd- sprachen teilgenommen haben und zu erwarten ist, daß sie den Anforderungen des Sonderlehrganges Einlagen Leibbinden Gummi- strömpfe 1295 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Freiwillige zur Kriegsmarine. Angehörige des Geburtsjahrganges 1925, die sich zum Dienst als Berufssoldaten in der Kriegsmarine mit der Aussicht auf Beforde» rung verpflichten oder als Kriegsfreiwillige ihren Wehrdienst auf deutschen Kriegsschiffen ableisten wollen, müssen ihre Bewerbung möglichst umgehend beim zuständigen Wehrbezirkskommando einreichen, da binnen kurzem mit Festsetzung eines Meldeschlußes gerechnet werden mutz. _ l832L) Oberkommando der Kriegsmarine. Küchenhandtücher z. B. sind meist Burnus-,,reif“.... Eigener Herd — merk s Dir genau, ist Gold wert — ohne KohlenklauI Der Herd ist eines von Kohlenklau’s wichtigsten „Interessengebieten”. Aber er hat heute kein Glück mehr damit. Du und ich und wir alle haben gelernt! Bei jedem Stück Kohle überlegen wir uns, ob es nicht auch ohne geht. Mit heller Flamme kochen wir nur an. Gargekocht wird mit Glut bei gedrosselter Luftzufuhr. Auf dem Suppentopf erhitzen wir gleichzeitig das Spülwasser. Zu große Roste verkleinern wir. Beim elektrischen oder Gasherd stellen wir auf „klein”, sobald die Speisen kochen. Die Brenner halten wir schon sauber. Es wäre doch gelacht, wenn Kohlenklau in der Küche noch etwas erben könnte! iw Spezialverfahren angelagert mittels Gewerbeschule Gießen Techniker- u. Werkmeisterschule Dreisemestrige Fachschule für Maschinenbau u. Elektrotechnik Feinmechanik und Optik Hochbau, Schreiner und Maler Lehrgänge f.techn.Zelchnerlnnen Semesterbeginn: 1. April und 1. Oktober. Staatliche Abschlußprüfung. Prospekte kostenlos. Der Direktor: Tielmann 459 D nach wie vor gut, aber jetzt 'sparsam verwenden. Reese Gesellschaft Hameln GEHA-WERKE-HAN NOVER Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 MEDOPHARM Pharmazeutische Präparate Gesellschaft m.b.H. Münchens Ihren Bruch vom Arzt festgestellt, empfinden Sie lästig ? 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Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, 1ls kg 1,80 RM-, Motte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 Rpf., Kartoffeln, 5 kg 56, gelbe Rüben, */» kg 16, rote Ruben 11, Spinat 30, Unterkohlrabi 10, Meerrettich 75, Lauch 32 Rpf., Salat 2,20 RM. Strafkammer Gießen. Wegen einer Reihe von Straftaten hatte sich gestern die Frau A. H. aus Gießen vor der Strafkammer zu verantworten. Die Angeklagte haste einer bei ihr wohnenden Frau einen Bezugschein über 5 Meter Stoff gestohlen und beim Kauf des Stoffes den Empfang der Ware mit falschem Ra- 7. Klasse einer höheren Schule besitzen, während Krieges Wehrdienst geleistet haben und darf 22. Februar 1941 das 25. Lebensjahr noch nicht voll- aber 120 Kle^rkarkenplEe tbs, die die Angeklagte für sich verwandte. Wegen fortgesetzter Un- terschlaaung von Geldern, die sie in dienstlicher Eigenschaft empfangen hatte, wegen des Diebstm)ls eines Bezugscheins und wegen der betrügerischen Machenschaften mit den Kleiderkarten wurde die Angeklagte zu zwei Jahren u n d v i e r M o n a. ten Gefängnis verurteilt, auf die ein Monat Untersuchungshaft angerechnet wurde. viele Raucher nehmen M Abwechslung und Erfrischung gern eine Prise Klosterfrau- Schnupfpulver. Diese wirkt erleichternd und belebend, besonders weil starke Raucher mitunter M Kopfweh und Benommenheit neigen. Klosterfrau-Schnupfpulver ist ein reiner Heilkräuter-Lrreugnis von der gleichen 5irma, die auch den Klosterfrau-Melissengeist herstellt. Verlangen Sie Klosterfrau-Schnupfpulver in der nächsten Apotheke oder Drogerie. Originaldose ;u 50 Pfg. (Inhalt etwa 5 Ergmm), monatelang ausreichend, da kleinste Mengen genügen. Elgenhelmflnanzlerung. Geld für Hausbau oder Kauf. 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So haben Sie den größten Nutzen aus dem nicht-alkalischen M SCHWARZKOPF v SCHAUMPON MEDOPHARM ||| Arzneimittel III sind treue Helfer Ihrer Gesundheitl vorgenannten Schule zu richten kst, sind VeizufLgen^ 1 Das letzte Schulzeugnis (in Urschrift oder beglaubigter Abschrift), 2. ein militärisches Führungszeugnis mit Angabe der Dauer des abgeleisteten Wehrdienstes; ferner eine Bescheinigung des Truppenteils, nach der der Bewerber im Falle der Zulassung für die volle Dauer des Lehrganges beurlaubt wird, 3. ein Lebenslauf mit Angaben über die Zugehörigkeit zur Partei oder ihren Gliederungen, 4. ein polizeiliches Führungszeugnis, 5. zwei Lichtbilder in Pahformat. Den Teilnehmern können tm Bedarfsfälle Beihilfen zu den Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Lehrmittel auf besonderen Antrag bewilligt werden. Der Antrag ist mit der Meldung zum Lehrgang einzureichen. Bewerber erhalten auf Ansor« dern von dem Direktor der Schule ein Formblast, auf dem das Zulassungsgesuch eingereicht und nut dem erforderlichenfalls gleichzeitig eine Beihilfe beantragt werden farm. r Außer dem Direktor der obengenannten Schule erteilt u. a. auch die Leitung der La n ge mar ck- Schule, Oberschule für Jungen, Gießen, Kriegsteilnehmern auf Wunsch weitere Auskunft. Frankfurt«"- Frankfurt a. M., 20. März. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 38 bis 47, Bullen 36 bis 45, Kühe 25,50 bis 45, Färsen 37 bis 46, Kälber 40 bis 59, Lämmer 52 bis 54, Schafe 45 bis 46, Schweine 63,50 bis 73,50. EDELKLASSE ist ein besonders ergiebiges Farbband. Es hält noch länger, wenn Sie es schonend behandeln. Zu stark angeschlagene Satz- j. Zeichen und ein vielbe- äs nutzter Unterstreichung*- B strich beanspruchen das Gewebe unnötig und ver- Hfl kürzen die Lebensdauer des Farbbandes. 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