General-Anzeiger für Oberhelsen Europa hörte den Alarmruf - K- Zchristleitung und Geschäftsstelle: Oiehen, Schulstratze 7-9 gebaut worden. Die Geheimsummen, die wir vorstehend angedeutet haben, geben einen Anhaltspunkt dafür, in welcher Form Moskau es verstanden hat, trotz seiner Zugehörigkeit zum Genfer Völkerbund sein Aufrüstungsprogramm zu tarnen. Die Auslösung des zweiten Weltkrieges durch das internationale Judentum gab den Bolschewisten die willkommene Gelegenheit, schon im Jahre 1939 mit ihrem militärischen Aufmarsch zu beginnen, wobei ihnen das deutsch-sowjetische Nichtangriffsabkommen die notwendige Kulisse stellte. Die jetzigen gewaltsamen Anstrengungen Moskaus, den deutschen Sperriegel im Osten zu sprengen, sind das stärkste militärische Aufgebot zur Aktivierung der bolschewistischen Weltrevolution. Das Wort Lenins, daß der Weg zur Weltrevolution nur über Deutschland führt, ist für Stalin Befehl und Marsch- lutionärsten, die Dr. Goebbels bisher gehalten habe. Der Minister habe nicht verheimlicht, daß die augenblicklichen Schwierigkeiten ernst feien, aber gleichzeitig habe er Deutschlands Willen bekundet, alles zu tun, um zu siegen. „Daospvsten" schreibt, Dr. Goebbels habe ein Fanfarensignal gegeben. Seine Den Do'-schewismus bezwingen heißt Europa retten. wurde der Gegner vor den deutschen Hauptkampflinien überall abgewiesen. Auch die fortgesetzten Versuche der Sowjets, unsere Front südlich des Ladogasees und vor Lenin g r a d zu durchstoßen, brachen blutig zusammen. 3m Gegenangriff wurde dabei eine feindliche Kräftegruppe eingeschlossen und vernichtet. Die spanische Freiwilligendivision hatte erfolgreichen Anteil an der Abwehr der sowjetischen Angriffe. Ein Rachtangriff von Kampfflugzeugen auf Stadt und Hafen Murmansk hatte gute Wirkung. 3n TUResien schreiten die Kampfhandlungen weiter erfolgreich fort. 3m Seegebiel von Algier erzielten deutsch-ita- tienifche Fliegerkräfte bei der Bekämpfung eines stark gesicherten feindlichen Rachschubgeleils weitere Erfolge. Ein Leichter Kreuzer und drei große Transporter erhielten Torpedotreffer. Mit der Vernichtung eines der Handelsschiffe kann gerechnet werden. 3n den späten Abendstunden des gestrigen Tages griff ein Verband feindlicher Kampfflugzeuge Rord- westdeutschland an und warf Spreng- und Brand- bomben auf das Gebiet von Wilhelmshaven. Die Bevölkerung, vor ollem in den umliegenden Ortschaften. hatte Verluste. Reun der angreifenden Bomber wurden abgeschossen. Nochmals Uebertraaung der (3ocb6d6RrM8 Oer Webrmachtbericht. DRB. Aus dem Führ er haup tquar lier^ 19. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westkaukasus und am unteren Kuban fandea bei einsehendem Tauwetter nur Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung statt Dabei machte ein eigener Angriff südlich Rowo- r o s s l j s k weitere Fortschritte. An der D o n e z f r o n t und im Raum von Charkow griff der Feind wieder mit starken Kräften an. Er wurde in teilweise schweren Kämpfen abgewlesen. Zahlreiche feindliche Vorstöße südöstlich von O r e l scheiterten. Der Gegner wurde durch Gegenangriff geworfen und hierbei mehrere Panzer vernichtet Die Luftwaffe griff Panzeransammlungen, Artilleriestellungen und Marschkolonnen des Feindes an und brachte den Verbänden des Heeres dadurch fühlbare Entlastung. Bei Fortführung der starken Angriffe südöstlich des 3lm en fees erlitt der Feind erneut schwerste Verluste an Menschen und Materiat Trotz stärkster Unterstützung durch Panzer und Schlachtflieger Mstischen Außenpolitik ausgestaltet Schon der Mae Sowjetmarschall Tuchatschewski, der Mßlich wie zahlreiche andere Generale Opfer des Midierungssystems des Kreml-Gewaltigen wurde, der Roten Armee in einer Auseinandersetzung das Milizsystem bereits im Jahre 1921 die 6 zu, Träger der bolschewistischen Weltrevo- N zu sein. Er sprach in diesem Zusammenhang „unferdr Roten Weltarmee". • 0 systematischer der Moskauer Bolschewismus bet, Zellenbildung in allen Ländern der Welt die iBHewistischen Ideen über alle fünf Erdteile ver- ktzen konnte, desto stärker und eindeutiger wurde Die ta Armee auch in der politischen Agitation als Ie militärische Machtmittel des Bolschewismus Ausgestellt. Schließlich erhob der VH. Komintern- !mrch in Moskau in einer Entschließung den An- die Rote Armee als das entscheidende Anstru- mtr: zur Durchführung der bolschewistischen Welt- rtDiEution bereitzuhalten und entsprechend auszu- ! C; würde zu weit führen, die einzelnen Entwick- Umsftufen der Roten Armee, soweit sie einer gro- $:rn Öffentlichkeit bekannt geworden sind, hier hmologisch aufzuzahlen. Es genügt der Hinweis, «h der gesamte Volkswirtschaftsetat der Sowjet- fcim im Jahr 1935 von insgesamt 35 Milliarden Bubi nicht weniger als 25 Milliarden, also 7 0 Bin Hundert für bie bolschewistische lirrüftung auswies. Darin sind aber nicht Walten jene geheim gehaltenen Summen, die dre Ille Unbekannte über die wirkliche Starke Der Die große Rede, die Reichsminister Dr. Goebbels am Donnerstagabend im Berliner Sportpalast vor Zehntausenden begeisterter und kampfenffchlossener Zuhörer aus ollen Schichten des deutschen Volkes hielt hat in allen europäischen Hauptstädten und darüber hinaus einen gewaltigen Eindruck gemacht. Uebereinstimmend wird in den P^sserommentaren die Kundgebung als eine entschlossene Willenskundgebung der gesamten deutschen Ration gewertet, m diesem gigantischen Ringen um die Rettung Europas vor dem allzerstörenden Bolschewismus alle Kräfte zusammenzusaßen unb k°in° Opfer zu scheuen, um den Feind endgültig niederzurmgen. „Oie größte Gefahr für Europa." Pierre Laval zur Goebbels-Rede. Vichy, IS. Febr. (Europapreß.) „Der Bolschewismus ist heute die größte Gefahr für Europa. Die »aM derer in Frankreich, die dies begriffen haben, roirb von Tag zu Tag großer", erklärte der fron- infifrhe Regierungschef Pierre Laval am Freitag bei eüiem ^Empfang der deutschen Presie auf die Frage, welchen Eindruck die Rede des Reichsmml- sters Dr. Goebbels auf ihn gemacht habe. — Die Pariser Presse erklärt übereinstimmend, einzig und allein das Reich vermöge einen wirksamen Schutzwall gegen die bolschewistische Bedrohung zu er- richten „Oeuvre" stellt fest, daß das deutsche Volk in diesem Kampf sein Blut einsetzt und es nur gerecht sei, wenn der übrige Kontinent wenigstens für den Sieg Europas arbeite. — Der „En du Peuple unterstreicht besonders, Frankreich müsse in der Reihe der arbeitenden Völker mitmarschieren, um das Abendland zu retten — . Das Abendland ist m Gefahr", lauten die Ueberschnften der Blatter „Aujourd'hui" und „ßa France Socialiste . Whewistischen Wehrmacht schufen. Ißt Sowjetarmee wurde im Jahr 1935 mit einer liibensattioftarfe von fast einer Million Mann tg: qeben. Hinzu trat eine Territorialarmee von ßr Millionen. In den Jahren 1937/38 verfugte die ^rjetarmee über eine Reserve von mehr als 1 Mlionen ausgebildeter Soldaten. Nach amen- miicher Quelle, bie sich auf diplomatische Angaben M. wurden schon damals jährlich rund IVi Mn- ftn n junger Männer zu den Waffen gerufen, Die M>? vorher in den Jugendorganisationen des Voi- frnismus eine umfassende militärische Dorbildung B'c ten hatten. Zu Beginn des deutsch-sowlemchen Jifges haben nach Angaben des amerikanischen l^maten Josef E. Davies die Bolschewisten eine jnee von rund 18 Millionen gut ausgebildeter t-'Men und Offiziere ins Feld stellen ^n]ien- ipr 25. Jahrestag der Gründung der Roten Lr- I» gibt allen Völkern Anlaß zu der Ueberlegung, l’fcws bie Aufgabe dieses gewaltigsten Kriegs- iMuments der Erde werden sollte. Der Bolsche- Drnus hat, wie heute feftftebt. bereits vor 20 Iah- systematisch auf die bolschewistische Weltrevo- fctr mit Hilfe der Roten Armee hingearbeitet. A'r Lenin stammt das Wort, daß der Weg zur E-Devolution nur über Deutschland führe. Von dem Reitergeneral Budjenny, der in diesem Krieg Leblich versuchte, die deutschen Linien umla) enö Epeifen unb auf,-urollen, ist das Wort m yv ■’rung geblieben, daß er seine Rosse demnacyst r Rbein tränken werde. • Männer unb Frauen aus allen Schaffens- unb Wissensgebieten, Frontkämpfer unb Rüstungss^beiter, Wehrwirtschaftsführer unb Wissenschaftler, Fkauen, die an der Werkbank ober im Dienst ber Reichspost ober Reichsbahn stehen, waren am Donnerstag im Berliner Sportpalast versammelt, um als Vertreter bes beutschen Volkes in einer einzigartigen Kund* gebung ihrem fanatischen Willen unter Hintansetzung aller persönlichen Interessen und Wünsche, dem Fich- rer bis zum Endsieg zu folgen, Ausdruck zu ver« lechen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) sich aus zu einem gefährlicheren Zeitpunkt eröffnet. Die Politik der Bolschewisten sei seit 20 Jahren darauf eingestellt gewesen, die Voraussetzungen zu. schaffen und den richtigen Augenblick zu wählen, um den großen Schlag für bie Gewinnung der europäischen und ber Weltherrschaft zu führen. Das Echo in Japan. lot TD, 19. Febr. (Europapreß.) Der Emst und die Offenheit, mit der Dr. Goebbels vor dem deutschen Volte zu ber die europäische Kultur bedrohenden bolschewistischen Gefahr Stellung nahm, werden in Japan als ein Zeichen der Stärke empfun* den, zumal gleichzeitig eindeutig festgestellt mürbe* daß niemand in Deutschland trotz der Schwierig- teilen des Augenblicks an faule Kompromißmög-- lichkeiten denkt. Alle Blätter heben bie Ankünbtgung von Dr. Goebbels hervor, die Maßnahmen zur Mobilisierung aller Kräfte in Deutschland bienten der Vorbereitung einer neuen großen Offensive, die im kommenden Frühjahr und Sommer den Sowjetarmeen entscheidende Schläge versetzen soll. Oer Ritterkreuzträger neben dem Mstungsarbeiter. Oer Wille zum Sieg. Ein volles Vierteljahr tobt die zweite große Winterschlacht in unverminderter Härte an den beiden Flügeln der Ostfront. Wenn hier und da der Ansturm des Feindes zeitweise nachließ, so nur des- halb, weil ihn die ungeheuren Verluste an Menschen und Material dazu zwangen, frische Truppen heranzuführen und die gewaltigen Ausfälle an Panzern, Geschützen und Flugzeugen zu ersetzen. Daß die Sowjets dazu nach wie vor in der Lage sind, beweist das Ausmaß ihres Kriegspotentials, das alle bisherigen Vorstellungen weit in den Schatten stellt. Erst jetzt erfährt die Welt, welchen Sinn es hatte, wenn die Häupter des Bolschewismus zwei Jahrzehnte hindurch ihre Völker erbarmungslos hungern und darben ließen. Ein Helotentum, wie es in der modernen Geschichte einzig dasteht, mußte dazu dienen, den furchtbaren Koloß der „Roten Armee" zu schaffen, der nun in Bewegung gesetzt wurde, um den Damm niederzuwalzen, den die deutsche Wehrmacht als Schildhalter des Abendlandes vor ihm aufgeworfen hat, und dann in einem Vernichtungskrieg ohnegleichen die Greuel der bolschewistischen Weltrevolution in die Gefilde der westlichen Kulturvölker zu tragen. Wir können über den ganzen Ernst der Lage nicht einen Augenblick mehr im Zweifel sein. Stalin sucht in diesen Wochen die Entscheidung und wirft alles in die Waagschale, was ihm an Truppen und Kriegsmaterial zu Gebote siebt, um noch vor Beginn der Schlammperiode, die große Bewegungen motorisierter Verbände bei den Straßenverhältnissen des Ostens so gut wie unmöglich macht, den Durchbruch zu erzwingen. Deshalb wirft er rücksichtslos immer neue Reserven in die Schlacht, die nach Zertrümmerung der deutschen Front seinen Armeen den Weg nach Westen frei machen sollen. Wenn Stalin im ersten Winterfeldzua seine Massen unterschiedslos gegen alle Teile der Front immer wieder anrennen ließ in der Hoffnung, die deutsche Widerstandskraft zu zermürben, so hat er in diesem zweiten Winter den Versuch unternommen, durch umfassenden Angriff von den beiden Flügeln her den Durchbruch im Süden zur Ukraine und im Norden zur Düna zu erzwingen, um damit die dann ihrer Flankensicherung beraubten Mittelabschnitte ber beutschen Front zum Einsturz zu bringen. Die sowjetische Offensive begann vor brei Monaten, etwa am 19. November südwestlich von Stalingrad unb nörblich ber Stabt gegen ben Sperriegel zwischen Don und Wolga. Am 24. November meldete der Wehrmachtbericht: „Südwestlich Stalingrad und im großen Bonbogen sind die Sowjets unter rücksichtslosem Einsatz von Menschen und Material in bie Derteibigungsfront am Don eingebrochen." Wenig später riß bie öerbinbung zwischen ber 6. deutschen Armee, die zusammen mit rumänischen und kroatischen Verbänden Stalingrad verteidigte, unb bem Gros ber beutschen Front. Aber noch Opfern bereit sei, damit ber Sieg um jeben Preis Schlußfolgerungen seien richtig. Der Sieg ber Sow- errunqen wirb. Hätten sich bie Englänber unb Ame- jetunion bedeute ben Sieg bes Bolschewismus in rifanÄ in die Reihen oer im Sportpalast verfam- Europa. Wäre der Kampf nicht im Juni 1941 auf» meiten Männer unb Frauen, in Deren Gesichtem' genommen worden, hätte die Sowjetunion ihn von Salin hat ben 21. Februar 1943 als den 2 5.1ah- eitag der Gründung der „Roten [rnee" bestimmt. Dieser Termin ist ziemlich Kürlich .gewählt. Er bringt diesen Termin in btiimmenhang mit der Aufstelluna einer „Frei- Wgenarmee", die der Jude Trotzki Anfang 1918 Deserteuren, entsprungenen Zuchthäuslern und kevoristen gebildet hatte. Im Mai des gleichen i-tes wurde dann die „Mobilisierung der Werk- Mn" durchgeführt. Hier hat man den eigentlichen Irrung der Roten Armee zu suchen, der fast ein jat vorher schon die Aufstellung der „Roten Qe" vorausgegangen war. Das militärische Rtjtorgan der Moskauer Bolschewisten hat man« hy?i Wandlungen durchlaufen, bis dann am A,September 1925 durch das Gesetz über bie all- icirine Wehrpflicht bie eigentliche Grunblage für H heutige bolschewistische Wehrmacht aufgestellt 30 « en ift fitte bie Rote Armee zunächst lebiglich inner« Mische Ausgaben zur gewaltsamen Durchsetzung m bolschewistischen Systems, so würbe bie zuneh« Wöe Konsolibierung bes bolschewistischen Gewalt- Ifeflnes als Regierungsform ber Moskauer Macht- Ar mehr unb mehr zum Machtinstrument ber Di. Zahlgang Nr. 43 Löeint tagliÄ,. außer iAeMtags und feiertags Beilagen: richtuna. An Europa liegt es, bie Zeichen ber Zeit zu verstehen. Wenn man in erstaunlicher Instinktlosigkeit jetzt in Lonbon ben Tag beweihräuchert, ba biefe Armee ber Vernichtung geschaffen wurde, dann müßten die Briten eigentlich genau wissen, was sie tun, denn ihre Presse hat durch zwei Jahrzehnte bie Gemeingefährlichkeit ber moskowitischen Horben auch für Englanb gebührenb hervorgehoben. Wo ber Bolschewismus mit seiner Armee ber Weltrevolution hintritt, ba verschwinbet jebes nationale Eigenleben, jebe Kultur unb Wirtschaft, es sterben Ueberüeferung unb Trabition, Kirchen, Universitäten, Schulen, Wohlfahrtseinrichtungen werben zerstört, jebe Orbnung unb selbst ber bescheibenste Wohlstcmb. Es herrscht bann nur ber Jube über eine Masse stumpfer Sklaven. Gegen biefe unermeßliche Gefahr kämpft Deutschlanb. Es kämpft bamit für bie Rettung Europas unb für bie gesamte abenblänbische Welt. —lt. Der mit seinem Volk nicht Rot und Tod teilen will, der ist nicht wert, daß er mit ihm lebe. 3ean Paul. ** Rote Armee zeigte schon im sp0"^fhen Bur- ßftieg durch die Entsendung von Jnstrurteuren Üki'Svezinspinbeiten, daß sie im Bicnft ber bo me- P’tfdien Weltrevolution steht. Jbre flanke Tnr1 W bie sich baraus ergebende Gefabr für Europ wurde erst entbüttt mit dem Beainn des VeuNM- ^"tstchen F"ldiuaes Wenn im Laufe der lernen Hen ba und dort die Frone aufgeworfen worben I.-‘•ober die Bolschewisten die ungeheuren Mo len I Menschen und Material nehmen, so aeben Die angegebenen Ziffern Darauf die beste Antw rt. p Armee und sowjetische N'istunasmdustrie fmo Hintanstelluna auch ber aerinasten fohlen vrrrhmrWe snst"wotisch für die Durchführung oer *ishewiftischen Weltrevolution entwickett und aust Jtmrn. «r q 5amstaa.20 /Sonnig, 21. Februar M3 Aehener Anzeiger Wittiener ^amilienblätter Achat imBild DieLcholle Bezugspreis: nsssiatlich.... .RM.1.80 nchbbei^ Nichterscheinen kinsvrechanschlutz 2251 Druck und Verlag: fcÄ:ÄfS2n. 8rüt)Iid)eUniotrfüaubrujj wird der Mißerfolg der Nordamerikaner nj^ ohne Schadenfreude verzeichnet. Die oj Nordafrika eintreffenden militärischen Berichte s ßen erkennen, daß man es dort nicht mit esiij Picknick-Unternehmen zu tun habe, schreibt Chronicle; - die Nordamerikaner seien an der FrH noch „grün". Die Schuld hieran treffe vor olle, die Führung. Das Blatt empfiehlt den norbamjh konischen Offizieren härteste Disziplin, intensive^ Ausbildungsmethoden urrd die Aneignung größer, technischer Kenntnisse. Rommel habe wieder die«- Taktik des „Teile und schlage den Feind getrenS angewandt, schreibt „New Hort Herold Tribun^ Uebrigens hat a u ch i n Schweden das Versag der nordamerikanischen Truppen Aufsehen errxj „Allehanda" schreibt, die letzten Kämpfe hätten ä zeigt, daß sich der Kampfwert der Nordamerikas schen Truppen ebenso wie das nordamerikanjfä Material, und zwar insbesondere dis nordannM nifchen Tanks, mit den deutschen Truppen ni« messen könnten. DNB. Funkspruch. ..., 20. Febr. (PK.) Nach den bitteren Erfahrungen von T e b o u r b a, wo der An- fang Februar in vorderster Linie gefallene Eichenlaubträger Generalleutnant Fischer in den ersten Wochen des Kampfes in Tunesien den Amerikanern eine schmerzliche Lektion bereitete, haben diese im mitteltunesischen Raum eine neue schwere Niederlage hinnehmen müssen. In den jetzt drei Tage währenden Kämpfen haben die Amerikaner sehr bedeutende Verluste an Panzern, Geschützen und Gefangenen erlitten. Als vor drei Tagen noch unter dem Funkeln der Sterne nördlich des kürzlich weggenvmmenen F... — wobei sich der Kommandeur einer Panzerabteilung, Hauptmann Grün, durch kampfentscheidende eigene Entschlüsse, die zum Abschuß von 18 feindlichen Panzern führten, das Ritterkreuz holte — unsere Kampfgruppen zu überraschenden Angriffen gegen die Amerikaner vorstürmten, gelang ihnen schon beim ersten Ansprung ein durchschlagender Erfolg. Noch bevor es hell geworden war, hatten die ange- setzten Panzer und Panzergrenadiere, Pioniere und Panzerartilleristen die sperrenden und sichernden Engen überwunden und standen urplötzlich bereits im Rücken des Gegners, der auf einen derartig rasanten Einbruch Nicht gefaßt war. Noch bevor die zumeist noch völligen Kriegsneulinge aus den USA. zur Besinnung kamen, waren die ersten feindlichen Panzer a b gesoffen, Geschütze vernichtet und Selbstfahrlafetten im trommelnden Beschuß unserer Panzer außer Gefecht gefetzt. Schon wenige Stunden nach dem ersten Angriff im Norden mußte der Feind erkennen, daß auch südlich von F. auf einer breiten Front weitere deutsche Kampfgruppen zum Stoß angetreten waren, wobei auch hier trotz teilweise hartnäckigen ersten Widerstandes der Gegenstoß gelang und einzelne Teile des Feindes, vor allem die Sicherungen auf den Höhenzügen, blitzschnell abge- chnitten waren. Unter dem stürmischen Vordringen unserer Panzer fiel sodann ein wichtiger Straßen- knotenpunkt, über den alle Wege führten, auf denen eine Entlastung zur vordersten Linie hätte gebracht werden können. Die amerikanischen Panzer, die aus S. heraus zum Angriff gegen unsere vorstoßenden Keile antraten — es waren zumeist Panzer des Typs Sherman ■— wurden durch überlegene Feuerkraft vernichtet ober zurückgetrieben. Dom ersten Augenblick an zeigte sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, daß der Amerikaner verhältnismäßig schnell die Flinte ins Korn warf, aus dem chnellsten Weg zu entkommen versuchten oder, abge- chnitten, sich sehr schnell dem Schicksal der Gcfan- genschaft ergab. Zähes Kämpfertum war nicht zu bemerken, und selbst bei den Panzern, die oft in zahlenmäßiger Uebermacht angriffen, machte sich nach einem harten Schußwechsel sehr rasch die Neigung nach rückwärts in fluchtartigem Verlassen des Gefechtsfeldes bemerkbar. Das ging oft so plötzlich, daß es schwer hielt, dem Feind an der Klinge zu bleiben. So wurde der Vorstoß des ersten Tages unter denkbar geringen Verlusten an Menschen und Ma« Damm der deutschen Soldaten der Ostfront die Flut der sowjetischen Massen zurückbranden, und dann wird, das ist unser unerschütterlicher Glaube, der Tag kommen, ^wo die deutsche Führung wieder die Initiative an sich zu reißen vermag zu dem vernichtenden Schlag, der Deutschland und den gesckmten europäischen Kontinent für alle Seiten von dem furchtbaren Alpdruck des alles ze§« störenden Bolschewismus befreien muh, wenn unser Volk und mit uns das Abendland überhaupt noch eine Zukunft haben soll. Das deutsche Volk weiß, daß es als erstes dem Ansturm der Steppe erliegen müßte, es weiß aber auch, was es dazu tun kann, um diese Gefahr für immer zu bannen. Mit der Offenheit, die für das vollkommene Vertrauensverhältnis zwischen dem Volk und seiner aus dem Volk erwachsenen Staatsführung im nationalsozialistischen Deutschland charakteristisch ist, hat Reichsmimster Dr. Goebbels als Sprecher der Regierung den ganzen Ernst der Lage schonungslos dargelegt, aber auch in feierlichster Form die Gewißheit erhalten, daß es des Volkes unerschütterlicher Wille ist, für den totalen Krieg die schwersten Opfer zu bringen, die äußersten Anstrengungen auf sich zu nehmen und die letzte Lei- stungsreserve einzusetzen. So werden Front und Heimat zusammenstehen in leidenschaftlicher. Bejahung alles dessen, was dem Siege der deutschen Waffen dient, und dieser glühenden Hingabe an die Sache der Natton, deren Rettung aus höchster Gefahr uns selbst anvertraut ist, uns ganz allein, unserem Willen, unserer Tapferkeit, unserer Opferbereitschaft und Tatkraft, wird dann der Herrgott den Sieg nicht versagen. Dr. Fr. W. Lange. terial zu einem allg e meinen Durch st oß durch die amerikanische Verteidigungslinie. Eine größere Kräftegruppe wurde dabei auf einem Höhenzug umgangen, eingekesselt und allmählich zusammenge- üräygt, wobei sich in den letzten Tagen erst die Ausräucherung des Geländes vollzog. Bereits am Abend des ersten Tages waren im kühnsten Durchbruch 45 Panzer abgeschossen. Erst am zweiten Tage, nachdem auch am Südteil des Angriffsabschnittes wesentliche Erfolge erzielt worden waren, die später zur Wegnahme von G... führten, das nördlich der großen sperrenden Salzseen eine besondere Bedeutung hat, besann sich die amerikanische Führung auf größer angelegte Entlastungsangrlffe schnell herbeigeführter Panzerverbände. Aber gegen unseren Angriffsschwung vermochten alle diese Vorstöße auch nicht voranzukommen. Wiederum wurden reihenweise „Shermans" abgeschossen, urü> den restlichen Rudeln blieb nichts anderes übrig, als entmutigt abzuziehen. 125 schwere und schwerste USA.- Panzer sind in wenigen Gefechten der Ueberlegen- heit unserer Panzer, unter denen sich gleichfalls schwerste Typen befanden, zum Opfer gefallen. Mehr als 1200 Gefangene sind eingebracht. „Rommel wieder im Feld." Ankara, 19. Febr, (Europapreh.) Unter dem Titel „Rommel wieder im Fett»" beschäftigt sich das offiziöse türkische Blatt „Ulus" mit den jüngsten erfolgreichen deutschen Operationen in Tunesien und stellt fest, daß die deutfch-italienische Panzerarmee in Afrika nach dem strategisch gelungenen Rückzug von El Alamein bis nach Tunesien nun wieder aktionsbereit sei und während der letzten Tage überraschend zugeschlagen habe. Die nordamerikanische Führung Hobe die Schwere der bevorstehenden militärischen Auseinandersetzung in Nordafrika zweifellos unterschätzt. Darüber hinaus zeige sich, daß den nordamerikani- schen Truppen jeglische militärische Erfahrung fehle. Schadenfreude in England. Zürich, 19. Febr. (Europapreß.) Nach einer Exchange-Meldung aus dem Hauptquartier Eisen- Howers wird dort ohne Beschönigung zugegeben, daß die Verluste, welche die nordamerikanischen Verbände im mittleren Tunesien an Kriegsmaterial und an Mannschaften erlitten, sehr bedeutend sind. Dir Angriffe der Stukas an den ersten beiden Tagen der deutschen Offensive hätten viele Opfer gefordert. ©o habe der nordamerikanische DerbaÄ), der Didi-Dou-Zid verteidigte, fast ein Viertel seiner Mannschaften durch diese Luftaktionen eingebüßt. Auch viele nordamerikanische Panzer wurden vernichtet. Die Niederlage der nordamerikanischen Truppen hat in England sehr verschiedenartige Empfindungen hervorgerufen. Auf der einen Seite erkennt man mit Besorgnis, daß der Erfolg der Achsenstreitkräfte den von allen ersehnten Abschluß des tunesischen Feldzuges in weite Ferne rückt, weil eine Stockholm, 19. Febr. (Europapreß.) Die H gierungskrij^r in England scheint durch die AbstA mung über den Beridge-Plan sich in eine inner Krise der Arbeiterpartei verwandelt zu haben, - die Mehrheit der Unterhausfraktion eine anbei Haltung einnimmt als die der Labour-Party ® gehörenden Kabinettsmitglieder. Es ist daher N Frage aufgetaucht, ob die Labour-Minister weilet hin im Kabinett bleiben können. Besonders Arbeit! Minister Senin vertrat dkk Auffassung, fein Lv bleiben in der Regierung sei nicht möglich, folaiw er nicht in jeder Hinsicht die Unterstützung fehl Parteifreunde habe. Benin hat sich inzwischen 6 doch beruhigt und beabsichtigt, ebenso wie Atch und Morrison weiterhin in der Regierung zu blei den. Der „Daily Herold", das offizielle Organ Ij Partei, spricht immerhin davon, daß in manch Kreisen das Ausscheiden der Labour-Minister wartet worden sei. Sollten die Minister im Kü NSG. Gauleiter und Reichsstatchatter S p r e n - 9 e r sprach in Bingen über Sinn und Bedeutung der totalen Mobilisation der Heimat. Noch einmal kennzeichnete er an Hand eines geschichtlichen Rückblickes auf die Ursachen dieses Krieges das Ringen unseres Volkes als seinen wahrhaften Freiheitskampf schlechthin. Heute gebe es keinen Zweifel mehr, daß dieser Krieg uns vom Judentum auf ge^mungen wurde mit dem Ziel, das deutsche Volk endgültig zu vernichten. In dankenswerter Weise, so führte der Gauleiter aus, sei dieses dem deutschen Volke aus dem Munde berufenster Vertreter des Weltjudentums und feiner Söldlinge zu wiederholten Malen unter sadistischer Darstellung der Einzelheiten dieser teuflischen Absicht zur Kenntnis gebracht worden. Es wisse folglich genau, wie es um seine Zukunft bestellt sei, wenn es unseren Feinden je gelingen sollte, uns niederzuwerfen. Angesichts des Massenansturms des Ostens wisse es heute auch, daß der Feind alles daran setzt, um dieses Ziel zu erreichen. Diese Erkenntnis habe die Heimat heute zu äußerster Kraftanstrengung aufgerufen. Eingehend befaßte sich der Gauleiter mit den Maßnahmen zur Erreichung einer totalen Kriegführung der Heimat. Ihr Zweck sei, der Front wehrfähige Männer abzugeben, ohne die Arbeitsleistung in der kriegswichtigen Produktion absinken zu lassen, sondern sie im Gegenteil noch zu steigern. Dieses Ziel sei nur zu erreichen, wenn ihm auch die letzten Reste eines sog. Privatlebens geopfert würden. Der immer wieder einfetzende Beifall der Versammelten, monatelang hielt die heldenhafte Verteidigung Stalingrads trotz des immer spärlicher werdenden und schließlich ganz aufhörenden Nachschubs dem Ansturm mehrerer von allen Seiten gegen sie herangeführter Sowjetarmeen stand, unterband mit ihrem tapferen Ausharren die feindliche Versorgung an einer ihrer wichtigsten aber auch empfindlichsten Stellen, fesselte starke feindliche Kräfte, die lanae Zeit gegen die planvoll zurückgeführte deutsche Front nicht zum Einsatz gebracht werden konnten und ermöglichte damit auch die Zurücknahme der Kaukasusfront, die durch den Einbruch der Sowjets beiderseits Stalingrad in eine schwierige Lage gekommen war. Am 22. Januar meldete der Wehrmachtbericht: „Im Ostkaukasus setzten sich die deutschen Truppen im Rahmen der beweglichen Kampfführung planmäßig vom Feinde ab."'Diese Operationen im äußersten Südosten der deutschen Front haben zweifellos an die hier kämpfenden deutschen und verbündeten Verbände außerordentliche Ansprüche gestellt. Nur eine Truppe von eiserner Disziplin und höchstem sittlichen Verantwortungsgefühl ist den Anforderungen einer Operation gewachsen, die neben größter Beweglichkeit der Trup- penfuhrung zähe Ausdauer und ungebrochenen Kampfesmut verlangt. Die Kaukasusarmeen haben in schwierigstem Gelände bei scharfem Frost und eisigem Schneesturm in hinhaltenden Kämpfen gegen eine starke feindliche Uebermacht diese Belastungsprobe bestanden. Sie haben sich vom Feinde absetzen können, so daß ihre weiteren Bewegungen sich planmäßig abwickelten. Besondere Anstrengungen unternahm der Feind zur Rückeroberung des Kriegs- Hafens von Noworossijsk in den nordwestlichsten Hängen des Kaukasus. Unter dem Schutz seiner Schwarzmeerflotte suchte er sogar Truppen zu lan- den, ober das Unternehmen. scheiterte an der Wachsamkeit der hier sich gegen alle Angriffe behauptenden deutschen Verbände, die mit dem Kudan- Brückenkopf die Meerenge von Kertsch sichern. Mitte Dezember dehnten die Sowjets ihre Offensive auch auf den mittleren Don aus. Unter ungeheuren Verlusten drangen sie in erbittertem Kampf gegen italienische und deutsche Truppen unterhalb von Woronesch über den Don. Am 21. Dezember meldete der Wehrmachtbericht: „Am mittie- ren Don gelang dem Feind, der seit Tagen mit stärkster Kräftemassierung von Panzerverbänden angegriffen hatte, ein Einbruch in die dortige Abwehr front." Trotz schärfsten feindlichen Drucks gelang es den deutschen Divisionen in der Folgezeit, alle Umfassungsversuche zu vereiteln und, wie der Wehrmachtbericht vom 28. Januar meldete, befehlsgemäß auf eine neue verkürzte Linie zurückzugehen. Es war dies der Abschnitt des Oskol, der hier parallel zum Don nach Süden dem Donez zufließt. Wohl ziemlich zu gleicher Zeit setzte sich auch die Konzentration im Kaukasusgebiet fort, wo die deutschen Truppen zum Kuban, Mcmytsch und unteren Don zurückgenommen wurden, um hier neue Auffangstellungen zu beziehen. Entsprechend wurden die Divisionen aus dem großen Donbogen zurück- geführt und im Donezbogen eine neue Linie bezogen, die jedoch aufgegeben werden konnte, sobald ihr Zweck erreicht war, die Bewegungen im Kaukasusgebiet zu decken. Mit der Räumung von Rostow an der Donmündung und Woroschilowgrod am nördlichen Donez-Bogen wurde eine sehr erhebliche Frontverkürzung erreicht und die Absicht der Sowjets vereitelt, durch einen Durchbruch südlich von Woronesch, die im Donez-Boqen kämpfenden deutschen Verbände zu umfassen. Der Wehrmachtbericht vom 15. Februar sagte dazu: „Der Feind versuchte an der Ostfront mit immer neuen Verbänden, Oie er an Stelle feiner ausgebluteten Truppen in die Schlacht wirst, durch Umsassungs- und Durch- bruchsoperattonen zu einem entscheidenden Erfolg zu kommen. Die deutschen Armeen machen durch unerschütterlichen Widerstand, elastische Kampfführung und entschlossene Gegenangriffe die Absicht der «Sowie ts zunichte und fügen dem Feind stets von neuem schwerste Verluste zu." Diese bewegliche Kampfführung, die darauf ab zielt, die Kampf krast der deutschen Armeen durch Ausnutzung der Tiefe des in der deutschen Sommeroffensive eroberten Raumes zu erhalten, wenn auch um den Preis des Verzichts auf wichtige Positionen, hat noch immer die weitgesteckten operativen Absichten des Gegners zerschlagen können. Unter diesem Gesichtspunkt muß auch die Rau- mung von Charkow beurteilt werden, die der Wehrmachtbericht vom 18. Februar meldete, nachdem unsere Truppen in erbittertem Ringen mit überlegenen, mit Massen von Panzern und schweren Mafien herangeführten feindlichen Streitkräften,' zu deren Unterstützung die Sowjetführung auch frische Truppen in den Kampf werfen mußte, jede Störung des planmäßigen Ablaufs unserer Bewegungen ver, hindert hatten. Charkow, das nach der großen Der- nichtungsschlacht südöstlich von Kiew im Herbst 1941 in unsere Hände gefallen war, war auch zu Beginn des Frühjahrs das erste Ziel der großen Offensive gewesen, die Timoschenko gegen den Südabschnitt iber Ostfront geplant hatte. Sein südlich der Stadt vorgetriebener Kell, der durch das Donez-Re- vier nach der Krim hinunterstoßen sollte, wurde jedoch abgequetscht und vernichtet, womit der deutschen Offensive aus dem Raum zwischen Kursk und Charkow über den Oskol gegen den mittleren Don die rechte Flanke gesichert war. Heute ist mit Charkow den Sowjets eine tote Stadt Überlassen worden, die nach den planmäßigen Zerstörungen aller kriegswichtigen Anlagen, die die'deutschen Truppen vor der Räumung vorgenommen haben, keinerlei wehrwirtschaftliche oder sttategischr Bedeutung mehr besitzt. Das Wesentliche ist, daß es den Sowjets ttoh aller Bemühungen nicht gelang, die Stadt zu umfassen und die deutschen Linien zu durchbrechen. Auch hier hat die entschlossene Zurücknahme der deutschen Front Stalin um die strategische Entscheidung gebracht, die er sucht. Wenn auch gewiß wirtschaftlich wertvolle Räume preisgegeben werden mußten, so hat doch die bewegliche Abwehrtaktik, mit der die deutsche Führung dem zwischen Drei und Asowschem Meer mit gewaltiger Uebermacht und trotz ungeheurer Verluste immer noch in un» verminderter Stärke anrennenden Feinde begegnet, ihr die Freiheit des Handelns erhalten können, wo- bei immer mehr die Verdichtung der Fronten und die Verkürzung der Nachschublinien zu unserem Vorteil auszuschlagen beginnen. Diese Vorteile sind im N or d ab s chn i 11, wo die Sowjets nach dem Fehlschlagen ihrer Durchbruchsversuche im Raum von Toropez und Welikije Luki Mitte Januar eine neue Offensive südöstlich des Ilmensees und südlich des Ladogasees begannen, besonders eklatant. Beide werben durch den Wolchow verbunden. Das Ziel der Sowjetoffensive ist die Entsetzung Leningrads und die Abspaltung der deutschen Einschließungsfront von dem linken beut» schen Flügel. Schon die ersten zehn Tage ihrer mit gewaltigen Massen schwerer Waffen vorgeführten Angriffe haben den Sowjets 229 Panzer gekostet. Aber trotz weiterer ungeheurer Verluste besonders an Panzern haben die Sowjets ihre Bemühungen, die deutsche Front hier einzudrücken, noch nicht äuf= wodurch die Stellung der Konservativen noch weil« gestärkt würde. „News Chronicle" spricht von ehe „ärmlichen Unterwerfung der Regierung unter ftq Machtanspruch der Versicherungsgesellschaften", fr dere Kreise sagen, daß hie auffallend starke Häi tuna der britischen Regierung auf am er ihn ni sch e Einflüsse zurückzuführen sei. „Wob treet Sournar, das Blatt der amerikanischen Hot> inayz, habe sich scharf gegen den Beveridge-W geäußert, da sich Derartige soziale Reformen „na* i eilig auf die USA. auswirken" müßten. Die gto chen Gesichtspunkte seien der britischen Regieninl von maßgebenden Vertretern der amerikanisch» Wirtschaft übermittelt worden. So sei die ablch nende Haltung des britischen Kabinetts auf die ern erfolgreiche Einmischung Washingtons in die er?' fische Innenpolitik zurückzuführen. Stockholm, 19. Febr. (Europapreß.) Der Lei doner Korrespondent des „Aftonbladet" berichtet,, sei unbestreitbar, daß der leidenschaftliche Appell, h, Dr. Goebbels an das deutsche Volk gerichtet habe,j London einen gewissen Eindruck gemacht habe. An§ ständiger Stelle werde seine Rede als eine fein, größten Leistungen auf Dem Gebiet der Propagand bezeichnet. Man müsse hieraus vermutlich auch ty deutsche Antwort auf die Forderung nach bedii gungsloser Kavitulation herauslesen, welche Die frt Achsenmächte tn Casablanca proklamiert hätten, fi Antwort sei der totale Kr i e g des deutschen kes; der begeisterte Beifall, der den Redner uni» brach, sei in London gleichfalls verzeichnet worben, Die Beveridge-Krisis. Einmischung Washingtons. — Spaltimz in der Arbeiterpartei. gegeben. Es ist ein Zeichen ungebrochener deutscher Kampfkraft, daß trotz schärssten Drucks und massierten Einsatzes von Panzern und Schlachtfliegern, mit dem Die Sowjets einen Durchbruch oder wenigstens eine Erschütterung der deutschen Front erzwingen wollen, es Der deutschen Abwehr immer wieder gelingt, die feindlichen Angriffe vor den deutschen Hauptkampflinien zum Stehen zu bringen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die große Abwehrschlacht dieses zweiten Winters in Den letzten Wochen außerordentlich kritische Phasen durchlaufen hat, und niemand kann und Darf sich der geringsten Täuschung Darüber hingeben, daß die Schlacht bereits ihren Höhepunkt überschritten hätte und Der Feinh durch feine ungeheuren Verluste an Menschen und Material bereits gezwungen wäre, von feiieen Durchbruchsversuchen abzulassen. Er wird vielmehr mit äußerster Kraftanstrengung und unter Einsatz aller ihm noch zur«Verfügung stehenden Reserven alles davsnsetzen, die Abwehrschlacht nicht zum Stehen kommen zu lassen, um vielleicht doch noch irgendwo in den deutschen Schutzwall ein Loch reißen zu können, groß genug zum Ansatz einer vernichtenden Umfassung und Ausrottung der Deutschen Front. Diese Gefahr fordert also auf deutscher Seite nach wie vor von Führung und Truppe die äußerste Anspannung aller Kräfte, aber mir sind gewiß, daß Der unzerstörbare Kampfwille des deutschen Soldaten, Der in Den wechselvollen Phasen der Winterschlacht bisher schon immer wieder und überall Beispiele höchsten Heldenmutes, zähester Ausdauer und nie versagender Tapferkeit gegeben hat, auch in Zukunft die schwierigsten Lagen meistern wird. Einmal wird an Dem lebendigen der besonders diese Ausführungen des Gauleiters begleitete, bewies eindeutig, daß der Geist des unbedingten Pflichtbewußtseins und des entschlossenen Willens zur Leistungssteigerung die Heimat voll beherrscht. Fn einem erbittert schweren Ringen, so führte der Gauleiter weiter aus, kämpfe die Front mit einer Tapferkeit ohnegleichen gegen den Ansturm der bolschewistischen Unterwelt. Der Heimat aber erwachse Daraus Die Verpflichtung, das Letzte daran zu setzen, um Der Front wirksam zu helfen. Sie werde dem Feind und seinen Absichten Die sittlichen Werte ihrer Haltung, die Arbeit ihrer Hände, Die Tapferkeit ihrer Herzen, aber auch ihren ganzen Haß gegenüber jenen, die bereit sind, die europäische Kultur Der bolschewistischen Vernichtung zu überantworten, entgegenstellen. Bei aller Härte Der Lage, so erinnerte Der Gauleiter im weiteren Verlaus seiner Rede, habe die Achse ihre bisher eroberten Chancen zum Siege unverrückbar in ihrem Lager. Mit Der jetzt geforderten zusätzlichen Kraftanstrengung jedes einzelnen würben diese Vorteile voll zum Einsatz und zu entscheidender Auswirkung kommen. Unsere unbeugsame Siegeszuversicht — so schloß Der Gauleiter seine Rede — ist in dem Wissen um Die Stärke unserer eigenen Willenskraft begründet. Mit ihr werden wir, das fei unser heiliger Glaube, als kämpferische Gefolgschaft Adolf Hitlers das Schicksal meistern und damit das Leben unseres Volkes und mit ihm die Zukunft des europäischen Kontinents erkämpfen. ehe wir nach Japan kommen? Buenos Aires, 20. Febr. (Europapreß.) Fnl Tschiangkaischek, die zu Besuch in Washington wsÄ äußerte Die Ansicht, die USA. könnten China heljil Durch die Entsendung weiteren Kriegsmaterial Präsident Roosevelt erklärte die Berritwilligkeit Ds M, betonte aber, Daß die Tran s p o r tf rae. Der Schlüssel zu diesem Problem sei. Eine birei» Hilfe sei nur auf dem Luftwege mögM Man müsse Dabei berücksichtigen, daß Die Flugz^ »lcht nur genügend Brennstoff für den Hinflug, sondern auch für Den Rückflug zu Den Stützpunkten h nudpazifik mitnehmen müßten. Ein Blick auf M Landkarte zeige Die Schwierigkeiten für Die Versos« gung Chinas mit Kriegsmaterial. Der PräM^i ! ügte hinzu, Daß Die Vereinigten Staaten eb«io begierig wie China feien, Japan knockout zu schlagen ■ "Aber die japanischen Fronten sind weit entfernt ; von Tokio, wie es auch ein weiter Weg von uns cwi L" Der Präsident meinte, daß Das augenblicklickt Vorrücken nicht schnell genug gehe, Denn wenn wir jeden Monat eine Insel besetzen, wird es ru«) 50 Jahre dauern, ehe wir nach Japan langen". Oie USA. wollen die fremden Stützpunkte behalten. Stockholm, 20. Febr. (Europapreß.) Weitirrt 1256 Millionen Dollar für Die USA.-Marine wurdet vom Kontrollausschuh des Repräsentantenhauses bf willigt. 720 Millionen Dollar sind davon für be1 Erwerb von vorgeschobenen Stützpunkten oorö« ehen. Der Vorsitzende des Marine-Ausschusses, son, erklärte, daß die Vereinigten Staaten die gegenwärtig in ihrem Besitz befindlichen fremden Flotteir- tützpunkte auch nach dem Kriege behalttr würden. Oie Londoner Sowjetbotschast drohi finnischen Politikern mit Vergeltung. Stockholm, 19. Febr. (DNB.) Die Sowjet' dotschaft in London veröffentlicht eine Broschur^' in der zahlreichen führenden Männern Finnlantz^ Vergeltung angedroht wird. Es heißt in iU daß die verbrecherische Mannerheim-Cliqus ih^? Verantwortlichkeit nicht entgehen werde. Die fw? renDen sozialdemokratischen Politiker, darunter IP nanzminister Tanner, werden beschuldigt, Faschisten geholfen zu haben. Die bolschewistiM Hetzbroschüre liegt auf der gleichen Linie wie wf vor kurzem in Der „Prawda" veröffentlichte Artuc. über die Raubpläne der Moskauer Machthaber Sie ist lediglich ein weitepes Dokument der HolM Oie Frühjahrsbestellung. n » iu wicuciyuu ytjuiiucn yuvttn. :oieierDn5 ielrf J i”b Bestrebungen zu beobachten, mit dem Anbau tt M« ^Eser raschwüchsigen Holzart bereits im Großen zu beiXa beginnen. Fast regelmäßig haben sich aber Schwie- utilyen; itgkeiten bei Beschaffung geeigneten Pflanzenmate' ^ner ua ials ergeben. Der Relchsforstmeister unterstreicht Inei Worliei ||ie Aufgabe der forstlichen Mittelbehörde, vor allem Kunst und Wiffenschast 3ort von den „Dummen" aufkommen dürfe. Hin- schtlich der Diebstähle nach Lüftangriffen sei bereits Jormen „s| n großen Heerführer und i. Ehre und Ruhm des tioibQ1 Uppen "ifis. Spal SH. öie Frühjahrsbestellung. pAei Der Vorbereitung der Frühjahrsbestellung diente lorbam?, • 'ine Lhrssprache der Landesbauernführer im Reichs- banier i -mährmrgsmimsterium. Staatssekretär Backe und 2 steichsobrnann Behrens erläuterten, wie unter w UusNutzung aller Möglichkeiten mit den beschränkten keß.) Dich die n eine i SU ha eine M'Partii ist dahu inifter nbers A 6abe.ii 19 «ine |e r Propan N ach sei die c! s auf die v. s in die r 'n dazu bei, gerechte Erhebungsgrundlagen zu schaß en und damit die Versorgung von Wehrmacht und Stadt stcherzustellen. Rohstoff Pappel. hoben, wort 1. 5) r» ■ berichte 6e Appen, kckülitt preß.) entenh^ davon F Hin«" j aten^; ««■ je ' w rpapreßst WM’ n Önal riegsnwin; jportfJ' i. Eine t >«ge die N nW itchM? Blick «M Ar die Der P Staaten ”3 out zu! weit e^ z von H außen61; beim; LV ,uch stärker als bisher bei Beschaffung geeigneter Sorten mitzuwirken sowie die Interessenten zu lernten. Leder aus Herzbeuteln. 3n der Zeitschrift „Ostland" wird mitgeteilt, daß le Herstellung von Feinleder aus Herzbeuteln unsrer Schlachttiere gelungen ist. Das Leder ist her. tragend zur Herstellung von feinen Lederwaren eeignet, auch von Futter- und Schweißleder. Der Herzbeutel des Rindes gibt je nach der Größe des Acres ein Stück Leder von 40 bis 70 qcm. Wenn on allen Schlachtungen die Herzbeutel, besonders on Rindern und Pferden, aber auch von den einen Tieren, gesgmmelt werden, kann eine be- chtliche Menge Leder gewonnen werden. Da die erzbeutel bisher nicht verwertet wurden, bedeutet it Herstellung von Leder aus Herzbeuteln einen olkswirtschaftlichen Gewinn. Aufgaben des Kriegsstrafrechts. Der Leiter der Abteilung Strafrechtspfleae des eichsjustizministeriums, Generalstaatsanwalt Dr. ollmer, erklärte in der „Deutschen Justiz": afmerksamste Beobachtung verdiene der Tausch it verknappten Waren, weil hier, um er Eigensucht einzelner willen, ein untragbarer kunst", „Baukunst und Landschaft in Ehina", „Ehi« nesische Architektur" und „Chinesische Baukeramik" heroorzuheben. — Professor Dr. phil. habil. Max Kohler ist zum a. o. Professor für theoretische Physik an der Universität^ Greifswald ernannt worden. Kohler wirkte vor seiner Berufung nach Greifswald an der Universität Berlin, wo er sich 1936 habilitiert hatte. — In diesen Tagen vollendet der Hauptkonservator i. R. an der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates (Herpetologische Abteilung), Professor Dr. h. c. Lorenz Müller, sein 75. Lebensjahr. Professor Müller wurde in Mainz geboren. Er studierte zunächst an der Münchner Kunstakademie. Dann wandte er sich dem Studium der Zoologie zu und war Schüler von Boettger, Hertwig und Broili. 1903 übernahm er die Leitung der Herpetologischen Abteilung der Zoologischen Staatssammlung in München, für die er Reisen nach Brasilien, in die Pyrenäen, zum Balkan und nach Kleinasien ausführte. 1913 wurde er Professor, 1928 Hauptkonservator, 1934 Ehrendoktor der Universität München. — Dem Dozenten Dr. Harry Wester - mann ist unter Ernennung, zum Professor an der Deutschen Karls-Universität in Prag der Lehrstuhl Arbeitskräften und Betriebsmitteln größtmögliche Zeistungen zu erzielen sind. In den landwirtschaft- ichen Betrieben müsse durch die Nachbarschaftshilfe b >ie richtige Führung sichergestellt sein. Vom Wehr- l )ienst sroigestellte Betriebsführer werden künftig zur ■ Verfügung des Kreisbauernführers stehen. Die Hof, egehungskommissionen geben einen Ueberblick über !ie Ablieferungsmöglichkeiten der Betriebe. Sie tra- Schon seit dem 17. Jahrhundert wurde darum von weitblickenden Männern die Forderung nach einem stehenden Heer, das aus eigenen Landeskindern gebildet sein sollte, erhoben. Vorbildlich mit der Tat voran ging hier der Große Kurfürst und noch mehr sein Enkel, der Soldatenkönig Friedrich- Wilhelm L dessen „Kanton-System" darauf abzielte, alle wehrfähigen jungen Leute seines Staates in Listen einzutragen und zum Wehrdienst zu erfassen. Doch waren gewisse Klassen von vornherein von der Enrolüerung ausgenommen, namentlich war es für die besser gestellten Stände üblich, sich durch einen Stellvertreter vom Dienen loszukaufen. Aber immer noch bestand etwa die Hälfte des Heeres aus geworbenen ausländischen Söldnern. Das blieb sogar noch unter Friedrich dem Großen so, obgleich dieser darauf hielt, wenigstens das Dpi- ben eigenen Herrn kehren. Dor allem waren die Landsknechte durch kein anderes Interesse mit den Fahnen des Landesherrn verbunden als-durch den ihnen zustehenden Sold. Blieb der aus, so liefen sie leicht zum Gegner über. Es gehörte zum Kriegführen also vor allen Dingen Geld, und damit sah es in den landesherrlichen Kassen meist traurig aus. Die Besoldung der Truppen lag aber meist nicht unmittelbar in den Händen des Landesherrn, fon- Hochschulnachrichten. In diesen Tagen vollendet der Jenenser Geologe Geh. Hofrat Dr. Gottlob Eduard ß in cf sein 85. Lebensjahr. Linck war zunächst Apothekergehilfe, wandte sich dann dem Studium der Mineralogie und Geologie zu und promovierte 1883 in Straßburg, habilitierte sich 1888 und wurde 1894 o. Professor in Jena. 1897 unternahm er eine wissenschaftliche Reise nach Finnland, dem Kaukasus und Sibirien, später arbeitete er im Sudan, in den Pyrenäen und in Asturien. Im ersten Weltkrieg war er in der Türkei. 1921 gründete er die Gesellschaft der Freunde der Universität. Er ist Ehrendoktor von Jena und Tübingen und Ehrenbürger der Universität Jena, Inhaber der Goethe-Medaille und Ehrenmitglied verschiedener Gesellschaften. — Ein hervorragender Kenner der chinesischen Baukunst, der Honorarprofessor an der T. H. Berlin Ernst Bo er sch- mann, vollendet sein 70. Lebensjahr. Der Gelehrte kam 1906 als wissenschaftlicher Attache an die Deutsche Gesandtschaft in Peking, von wo aus er For- schungsreisen in China unternahm. Unter seinen Veröffentlichungen sind die Werke: „Die Baukunst und religiöse Kultur der Chinesen", „Chinesische Bau- Jn den Hafengehieten Lissabons hört man die Sprachen aller Länder. Schiffbrüchige, die fast täglich an Land gesetzt werden, tauschen mit Flücht- lingen aus den besetzten Gebieten ihre Schicksale aus. Hier werden in Portweinstuben und Kaffeehäusern Geschäfte kleineren und größeren Umfangs abge- schlagen. Ein kubanischer Reisepaß wird mit 20 000 Eskudos (etwa 2000 RM.) gehandelt, meistens nicht, um dem Käufer nach Kuba zu verhelfen, sondern um die erschöpfte Gesandtschafts- oder Konsulatskasse aufzufüllen. Oder ein durch die britischen Zensur- behörden in Bermuda geschmuggelter Geldbrief trägt 10 v. H. seines Wertes ein. Die Zeitungs- und Zeitschriftenstände, die sich vor Kriegsausbruch fast ausschließlich auf den Verkauf der portugiesischen Presse beschränkten, bieten heute Drucksachen aus aller Herren Länder feil. Selbstverständlich müssen vom Käufer einer amerikanischen oder englischen Zeitschrift auch alle Risiken der Atlantik- oder Kanal- überquerung getragen werden, so daß eine Neu- yorker Zeitung ober ein Chikagoer Witzblatt jiuf etwa 20 RM. zu stehen kommt. Auch im Dergnügungsleben der Stadt hat sich vieles geändert. Der Portuaiese, der lilsher in den großen Kaffeehäusern des Rossio-Platzes oder der Avenida bis in die Abendstunden hinein seinen Kaffee schlürfte oder bei einem Portwein die Nacht beim Lauschen der eintönigen Fado-Lieder verbrachte, hat durch geschäftstüchtige Flüchtlinge aus Montmartre oder Brüssel Bekanntschaft mit dem Nachtleben Westeuropas machen müssen. Innerhalb weniger Wochen wurde das größte und bekannteste Fado-Lokal am Plaza de Alegria abgerissen und in ein mondänes „Dancing" verwandelt, wo allabendlich höchst dürftig bekleidete unterbezahlte Tänze- rinnen den reichen Wolframgrubenbesitzer und Sardinen- und Thunfischhändler amüsieren. Oder man besucht die in „alliierten" Händen befindliche Nachtbar „Nina", die von einem zweideutigen Russen eröffnet wurde und — wie man sagt — mit sehr hellhörigem Bedienungspersonal operiert, oder das Spielkasino von Estoril, wo auch mit englischer Hilfe einige Bars gestartet wurden, um Anknüpfungspunkte mit Europa zu suchen. Der Portugiese fühlt sich durch die Bemühungen der Ausländer, ihn auf diese oder jene Weise für den Krieg zu begeistern, zwar geschmeichelt, zieht es aber vor, an dem ihm.vorgezeichneten Kurs der Neutralität festzuhalten. Die Hoffnung, die er an die Zukunft knüpft, zielt auf das unveränderte Antlitz seiner Hauptstadt auch für die nächsten Jahre ab, selbst wenn die kapitalkräftigen und „ideenreichen " Ausländer verschwinden. Wenn erst wieder an Stelle der Nachtbars die Fado-Lokale bern in denen des Kriegsobersten, der gegen eine bestimmte Summe die selbständige Aufstellung eines Regimentes übernahm, also zugleich Truppenführer und Unternehmer war. Ohne Unterschied der Herkunft und Nationalität folgten die Landsknechte der Werbung bes* Feldherrn, der ihnen Sold, Sieg, Beute und Ruhm verhieß. Wohl schmiedete ein eigenes Treueverhältnis den großen Heerführer und feine Soldaten zusammen. Ehre und Ruhm des Feldherrn war auch Ehre und Ruhm des Soldaten, aber diese aus aller Herren Ländern zusammengelaufenen Haufen, die nur durch das eiserne Gesetz des Krieges zusammengehalten wurden, erkannten auch keine andere Zucht an als die des Lagers, sogen das Land, in dem sie lagen, rücksichtslos aus und waren, wenn sie als ,/Freunde" kamen, .vom Volke nicht weniger gefürchtet als der Feind. Aber auch für den Staat konnten die unbotmäßigen Söldnerheere zur unmittelbaren Gefahr werden. wurde das „Volk in Waffen" zum erstenmal feit der germanischen Urzeit wieder Wirklichkeit und bewährte sich in Den glänzenden Waffenleistungen jenes Krieges. Und als der Sieg erfochten war, da war es nach der Befreiung des Landes die edelste Frucht des Kampfes, daß die allgemeine Wehrpflicht mit der Errichtung von Landwehr und Landsturm Aum allgemeinen dauernden Gesetz erhoben wurde. Unsere Feinde wußten, was sie taten, als sie im Versailler Diktat dem deutschen Volke die allgemeine Wehrpflicht zu nehmen versuchten. Das gesamte deutsche Staatsbewußtsein ruht auf der Wehrhaftigkeit, auf dem Geist, der es ohne irgendeinen Unterschied der Klassen uyd Stände als ftoMte Verpflichtung und Ehre des Mannes betrachtet, Dem Vaterland mit. 6er Waffe zu dienen. Aus diesem Geiste ist die deutsche Einigung im Kriege von 1870 erblüht, er hat uns im Weltkriege befähigt, vier Jahre lang dem Ansturm der Welt standzuhalten, und er hat die höchste Steigerung ermöglicht, dic, wir jetzt in diesem totalen Kriege erleben. Und wenn die deutsche Frau auch im Weltkrieg schon im größeren Umfange und über die Verwundeten« pflege hinaus, die ihr zunächst vorbehalten war, auf den verschiedensten militärischen Gebieten und in der Kriegsindustrie tätig mitarbeitete, so wird nun eine jede in den aufgerufenen Jahrgängen, die nicht ernstlich behindert ist, freudig mithelfen. Das „Volk in Waffen" ist damit zu einem allumfasienden Begriff geworden. C. K. Zeitschriften. — Im letzten Heft der Zeitschrift „NeuesVolk" (Blätter des Rafsenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) erscheint an der Spitze eine Betrachtung „Leistungsmenschen müssen kinderreich sein!", die durch eine Reihe von interessanten Familienbildern und durch den Beitrag „Kindersegen — Quell der Macht" im gleichen Sinne eindrucksvoll ergänzt wird. Dr, Ranniza von Bazan untersucht die rassenhiologischen Folgen der französischen Re» volution. In der „Kleinen Vererbungslehre" be« handelt Dr. Gustav Franke die Erblichkeit der Glatze. Außerdem sei auf die Sparte „Völkische Lebensfragen" hingewiesen, in der das Rasienvoliz tische Amt Auskünfte erteilt, Europas Tor nach Lleversee Bon unserem N.-Korrespondenten. linge, von denen es trotz aller Abtransportversuche Englands und der Gaullisten noch Tausende gibt, in kleine Städte Mittelportugals gebracht worden, Der Reichsforstmeister stellt fest, daß seine An- leaungen zur Förderung des Pappelanbaues über» Al lebhaften Wiederhall gefunden haben. Vielerorts pas und ist über Nacht durch Fluglinien mit No^d- unb Südamerika, mit Afrika, mit Deutschland und Italien, mit England und Irland verbunden. Der Hafen ist oollgepropft mit Schiffen der verschiedensten Nationen, die das Bindeglied Europas mit der überseeischen Welt Herstellen. Die diplomatischen Vertretungen, die vor Kriegsausbruch oft nur aus dem Gesandten uckd einem Altachö bestanden, haben sich zahlenmäßig verhundertfacht, Tausende von Flüchtlingen, denen es trotz aller Protektion und Bestechungsversuche noch immer nicht gelungen ist, einen der kostbaren Plätze auf dem Clipper-Flugboot ober auf einem neutralen Dampfer zu erlangen, haben sich auf unbestimmte Zeit hier nieber» gelassen. In den Küstenorten des Atlantik schießen moderne Bungalos, wie man sie im Grünewald, in Neuilly oder in den modernen Vororten Amsterdams sieht, wie Pilze aus der Erde, um die kapitalkräftigen Ausländer zu bergen. Kleine Hotels werden zu Riesenkarawansereien und alte Aristokra- tenpaläste zu kostspieligen Wohnstätten umgebaut. Allerdings sind, die Minderbemittelten der Flücht- rch schnellste Ermittlung, Aburteilung und Vollsten. Die: G 'reckung, z. T. durch Erhängen, weitgehend Sicherten :eit geschaffen worden. Eine Verschärfung der amerMs Praxis werde bei 11 überfüllen auf Frauen, Hand- rschen-, Schmuck- und Gepäckdiebstahl erstrebt, feldpostberaubungen seien kompromißlos auszu- aerzen. Schon jetzt werde in allen schweren Fällen Todesstrafe verhängt. Fracht-, Gepäck- und Stück- ijtcrmarber, aber auch die Diebe von Fensterriemen inb Polstern würden durch drakonische Bestrafung sgemerzt werden. Entsprechendes gelte für An- ihlungsschwindel mit verknappten Waren und für Straftaten gegen abwesende Soldaten. Größte Auf- erksamkeit werde der Kriminalität ausländischer Arbeiter zugcwendet. Sorgsam werde die strafrecht- lche Seite des Schutzes guten deutschen Frauentums lrobachtet werden. Einheitlich werde die sachgemäße tytrafung von Arbeitsvertragsbrüchen ausgerich- tii werden. auftauchen, wenn die modern ausgebauten Flügel der Hotels verfallen, wenn die neuen und oft nicht in die Landschaft passenden Bungalos für immer geschlossen werden und die Zeitungsstände nur noch portugiesische Blätter feilbieten sollten, bann, bei r ö o „ , aller Bereitschaft an einer neuen besseren Welt mit» mit ihnen zusammen viele Juden, die dort bereits I zuarbeiten, möchte der Portugiese auch in Zukunft ihrem Handel nachgehen und nicht mehr das Be- die Zahl der Uniformierten bei einem Spaziergang dürfnis haben, in die militärpflichtigen transatlan- über die sieben Hügel eines unverdunkelten Lissabon tischen Länder weiterzureisen. > an einer Hand abzählen können. zierskorps fast ausschließlich aus dem Adel des eigenen Landes zu gewinnen, und obgleich durch dieses einziaartige Osfizierkorps, das in eine ganz neue Beziehung persönlicher Gefolgschaft zu seinem König trat, das Heer in einer Weise in den lebendigen Organismus des Staates eingefügt wurde wie nie zuvor. Der Los kauf, die „Exemtion", nahm sogar aus wirtschaftspolitischen Gründen unter Friedrich dem Großen wieder zu: trotzdem weckte dieser Fürst durch seine Taten auch im friedlichen Bürger eine neue Begeisterung für sich selbst und seine Soldaten, einen neuen nationalen Stolz, der mehr als alles andere dazu beitrug, Heer und Volk einander anzunähern und miteinander zu verschmelzen. Dieses preußische Nationalgefühl blieb, einmal zum Leben erwacht, auch über den Tod des großen Königs hinaus, im Volke erhalten; es ermöglichte die Wiedergeburt nach der Katastrophe von 1806, aus ihm konnten die Männer der Reform schöpfen, als sie Preußen und damit Deutschland das Geschenk der allgemeinen Wehrpflicht machten. Ein deutscher Fürst, der Graf Wilhelm zu Schaumburg- Lippe, hatte, wenn auch in winzigen Maßstäben, die allgemeine Wehrpflicht bereits praktisch durch- gesührt. Aus seiner Schule war Scharnhorst, der Schöpfer der neuen preußischen Wehroerfassung, hervorgegangen. Schon Jahre vor der Napoleonischen Zeit war sich Scharnhorst über die umwälzende Bedeutung der allgemeinen Wehrpflicht, vor allem auch für bas sittliche Leben der Nation, klar. Niemand hat so eindringlich wie er. gegen den „empörenden Seelenhandel" der Exemtion gepredigt wie er. Sein Entwurf zur Bildung einer Reservearmee, mit der er sich schon 1807 befaßte, beginnt mit dem monumentalen Satz: „Alle Bewohner des Staates find die geborenen Verteidiger desselben." Und sein Entwurf von 1810 gipfelt in dem Satz: »Zeder, den das Los trifft, muß persönlich dienen. Stellvertretung findet nicht mehr statt." Es war Scharnhorsts Grundgedanke, daß die gebildete Jugend der Sauerteig "für das Heer werden und ihm jene „Elevation", die Erhebung, einflößen sollte, die allein große Taten schafft. In der gewaltigen Erhebung der Freiheitskriege Lissabon, im Februar. Wahl kaum hat eine europäische Hauptstadt seit Ausbruch des Krieges chr Gesicht derart erhalten können wie Lissabon. Wenn die Zahl der Einwohner auch nach Einsetzen des großen Flüchtlingsstroms von Holland, Belgien und Frankreich vorübergehend um nahezu 60 000 Obdachlose vermehrt wurde, die in den Sommer- und Herbstmonaten des Jahres 1940 in Massenlagern, in Bahnhofshallen, Garagen, Zelten oder unter freiem Himmel kampieren mußten, so gehört dies doch bereits der Vergangenheit an und das Stadtbild gleicht dem des Friedens. Lissabon ist trotz des akuter werdenden Kohlenmangels nachts hell erleuchtet. Die Läden, seien es Delikatessengeschäfte, Konfektionshäuser, Parfümerien, Goldschmieden, Schuhwarenläden ober oie Niederlassungen der großen Schnapsbrennereien oder Portweinhauser des Nordens, sie alle sind brechend voll, und ohne jede Rationierungskarte kann der Wohlhabende hier seine Einkäufe machen. Und die Zahl der Uniformierten kann bei einem Spaziergang über den sieben Hügeln der Stadt an einer Hand abgezählt werden. Lissabon galt für den Reisenden, der von Amerika kam oder von Europa nach Süd-, Mittel- ober Nordamerika strebte, als eine Zwischenstation, als ein Umsteigebahnhof ober Uebernachtungsplatz, dem man nie allzu große Aufmerksamkeit schenkte. Hier gab es weder große Hotels noch eine Fremdenwerbung, ebensowenig wie die Umgebung der Stadt, die Badeorte am Ufer des Atlantik, die alten Klöster, die malerischen Fischerorte oder das Weinrebental von Colares zeigten, daß man mit dem Besuch von Ausländern rechnete. Dies ist fei* 1940 anders geworden. Lissabon wurde zum letzten Tor Westeuro- so wie 3 eruna zu Me Orgoi 5 in m r-Ministtk Ifter im Met" mi mhrschri en noch ächt von in beg/ienat geJtefeni wenden. Slesjepte k&s-terUo# dwveh- Selman-Net ERHÄLTLICH BEI> (.ylmerttugen • Hornnaut, Warzen beseitigt unfehlbar Sicherweg. Nur echt in der Tube u. mit Garantieschein. Tube 60 Pfg. Sicherui6^ Zu haben in den Fachgeschäften. B.d.Fahrt Hersfeld - Alsfeld - Reichsautobahn Giefeen,Hauvtstr. n. 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Evang. frcikirchliche Gemeinde in Gießen, Gartenstr. 13 (früher Baptisten u. B. f. C.). Sonntag, 21. 2., 11.15 KG.: 15.30 G. — Mittwoch, 24.2., 20.15 G. Statt Karten. Danksagung. Zu dem überaus schmerzlichen Verlust meines geliebten, unvergeßlichen Mannes u. Vaters seiner beiden Kinder, unseres lieben Sohnes, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers, Onkels u. Neffen Wilhelm Schmidt II., Gefr. in einer K.-W.-Transportabt., sa»en wir allen, die unseren großen Schmerz zu lindern suchten, auf diesem Wege unsern innigsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Wahl und dem Sängerchor. In stiller Trauer: Frau Thea Schmidt, geb. Bepler, und Kinder, sowie Eltern, und alle Angehörigen. Am Mittwoch, dem 17. Februar, verstarb plötzlich nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater,Bruder,Schwager u.Onkel Georg Faust Reichsbahn-Zugführer i. R. im fast vollendeten 69. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Anna Faust, geb. Schäfer, Heinrich Faust, z.Z.im Osten, und Frau; Karl Faust, z. Z. b. d. Wehrmacht, und Familie,Theo Faust, z.Z.im Osten,und Familie Gießen (Rodheimer Straße 51), Hutzdorf bei Schlitz, Steinbach, Hausen. Die Beerdigung findet Montag, den 22. Febr., nachm.2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. .01117 DomenW Gr. 38/39, schw. WildL-Pumvs u. schw. Seher« halbsch., beide mit Blockabsatz/ geg. gleichwert. farbigeStraßen» schuhe, evtl, auch Sommerschuhe, mit flachem oder Blockabsatz, Größe 38/39, zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 01108 a. d.G.A. Tausche Damen- Plüschmantel, mit echtem Pelz, Gr. 48-50, für ält. Dame geeignet, geg. dunklen Herren-Wintermantel, mittlere Figur. [01147 Franks.Str.103p ZleereBßome zum Unterstellen von Möbeln geeignet, zu verm. Schriftl. Angeb. unt. 01115 a. d. Gieß. Anzeiger. | Mietgesuchej 4-6-älaimer- Hfoiniuno von Akademiker gesucht. Schr. Ang. unt. 01121 a.d.G.A. 3-Zimm.-Wohn. m. Küche u. Bad f. alleinst. ältere Dame gesucht. Eine in d. besten Wohngeg. 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Dem Amtsarzt stehen für die Untersuchung nicht nur die Hilfsmittel seines Amtes, sondern auch die der Kliniken und Krankenhäuser und der dort eventuell bereits vorhandenen Blätter der Gesundheitskartothek (Krankenblätter ufw.) zur Verfügung. Frühere Röntgen» aufnahmen sowie andere ärztliche und Wissenschaft« liche Untersuchungsergebnisse können erforderlichenfalls herangezogen und neue Röntgenaufnahmen vorgenommen werden. Diese weitreichenden Hilfsmittel sollen dazu dienen, in wirklich begründeten Fällen die Stichhaltigkeit des amtsärztlichen Ge- fundheitsbefundes zu fundiert und damit volle Gewähr für die gerechte Behandlung sowohl der öffentlichen Interessen als auch der jeweiligen persönlichen Belange zu bieten. Etwaige Drückeberger wird der Amtsarzt meist sehr schnell erkennen und entsprechend bewerten. Zu dieser gerechten Urteilsbildung ist es erforderlich. die vielseitigen Erfahrungen des amtlichen Gesundheitsdienstes sowie die umfassende Menschenkenntnis der verantwortlichen Aerzte der Gesund- ten wir erkennen, daß der Amtsarzt bei seinen Entscheidungen eine doppelte Verantwortung zu tragen hat, einmal gegenüber der öffentlichen Aufgabe im Dienste der Volksgemeinschaft, zum andern gegenüber der untersuchten Person hinsichtlich ihrer Verwendung unter Berücksichtigung ihres Gesundheitszustandes. Selbstverständlich kann nicht jede Person, die zum Arbeitseinsatz herangezogen wird, Anspruch auf eine amtsärztliche Untersuchung gelten machen. Die Bemühungen des Arzies müssen wirklich begründeten und deutlich erkennbaren Ausnahmefällen vorbehalten bleiben. Im allgemeinen muß der Grundsatz — auch vom Standpunkt des moralischen Verpflichtetseins gegenüber der Volksgemeinschaft! — gelten, daß jeder Mann und jede Frau, die bisher an einem anderen Arbeitsplätze oder zu Hause ihre täglichen Aufgaben erfüllten, auch unter den veränderten Arbeitsverhältnissen ihre Pflicht im Dienste der Gemeinschaft tun können, ohne daß deswegen vorder noch der Amtsarzt entscheiden muß. Wird auf Veranlassung des Arbeitsamtes der Arzt in Anspruch genommen, so hat er vor allem zu prüfen, ob die in Betracht kommende Person für die vorgesehene Verwendung gesundheitlich geeignet ten, die im Auftrage der NSV. hauptberuflich tätig sind und jeweils eine Anzahl Haushaltungen zur Betreuung zugewiefen erhalten, wird es mancher Frau leichter machen, ihre Arbeitskraft für unsere Rüstungsarbeiten zur Derfügung zu stellen. Im Gau Hessen-Nassau werden in der nächsten Zeit auch weitere Mutter-Erholungsheime eröffnet. Die Gauamtsleitung der NSV. hat als erfte_ Erweiterung dieser Art die Eröffnung eines Mütter- Erholungsheimes in Bad-Nauheim vorgesehen, das voraussichtlich im April seiner Bestimmung übergeben werden soll. In diesem Heim können 50 bis 60 Mütter, vielleicht auch eine kleine Anzahl Kinder dieser Mütter, jeweils für einen mehrwöchigen Aufenthalt Unterkunft finden. Weiterhin wird ein neues Mütter-Erholungsheim im Schloß Schönberg (Odenwald) eingerichtet werden, da ein Flügel dieses Schlosses für den lobenswerten sozialen Zweck der NSV. zur Verfügung gestellt worden ist. Dieses Heim wird etwa 20 Mütter zur Erholung aufneh-- men. Mit diesen Neueinrichtungen und der stattlichen Reihe der schon länger bestehenden Mütter- Erholungsheime in unserem Gau sind auch für die Frauen, die im Kriegswirtschaftseinsatz ihre Kräfte für das Gemeinwohl anspannen, schöne Stätten der Erholung geschaffen. Die NSV. erfüllt damit auch künftighin, wie bisher schon seit Jahren, in vorbildlicher Weife eine Ehrenpflicht gegenüber unseren allezeit tatbereiten Müttern und Frauen, für die man dem Hilfswerk „Mutter und Kind" nur volle Anerkennung aussprechen kann. B. Neue Arbeitskräfte für unsere Rüstung Der Einsatz im Bereich des Arbeitsamtes Gießen. — Oie NSV. zur * verstärkten Mithilfe bereit. Heute Großkundgebung der NGOAp. 20 Uhr in der Aula. Redner Prinz zu Echaumburg-Lippe^ Alle Volksgenossen find eingeladen. heitsbehör'de in Anspruch zu nehmen. Diese Männer haben durch ihre Amtstätigkeit tiefe Einblicke in Betriebsbedingtheiten und Berufserfordernisse, die auch bei der Entscheidung über die Arbeitseinsatz- fähigkett in gebührender Weise nutzbar gemacht werden sollen, um Fehlentscheidungen von herein soweit wie möglich auszuschließen. Wann gibtS einen neuen Anzug? Mit der 4. Reichskleidertarte ist eine Neuregelung der Ausgabe von Anzügen erfolgt, die im Hinblick auf Unklarheiten in der Oeftentlichkeit jetzt von unterrichteter Seite in der „Textil-Zeitung" erläutert wird. Nach wie vor können Männeranzüge oder deren Einzetteile und die zur Herstellung benötigten Oberstoffe gegen die entsprechenden Punkte der 2. und 3. Kleiderkarte bezogen werden. Dagegen ist ein Bezug auf die 4. Kleiderkarte nicht mehr ohne wei- deres möglich. Statt dessen können gegen Abtrennung von einem Viertel des Punktwertes der 3. Kleiderkarte, also z. B. beim Männeranzug von 20 Punkten, Bezugscheine ausgestellt werden, wenn der Verbraucher im Besitz von weniger als zwei tragfähigcn Anzügen oder der entsprechenden Einzelteile ist. Unter tragfähigen Anzügen wird man dabei nur solche Anzüge zu verstehen haben, die im gewöhnlichen Tagesablauf getragen werden. Es gehören also nicht dazu, sofern sie nicht berufsmäßig getragen werden, der Smoking, der Frack und der Gehrock. Nicht richtig ist die Auffassung, als ob der einzelne einen Rechtsanspruch auf einen Bezugschein Erweiterte Borsorge der RGB. Die NS.-Volkswohlfahrt ist bestrebt, ihre Einrichtungen gerade auch im Hinblick auf die verstärkte Mitarbeit der Frauen in der Kriegswirtschaft immer mehr auszubauen. Wie wir in einer Unterredung mit dem Kreisamtsleiter der NSV. des Kreises Wetterau H o r t i g hörten, wird z. B. in Gießen die weitere Einrichtung von Kinderhorten und Kindertagesstätten mit aller Tatkraft angestrebt. Neues Mobiliar für eine Reihe von Kindergärten steht der Kreisamtsleitung zur Verfügung, ebenso hat sie die geeigneten Kräfte für die Betreuung der Kinder an der Hand. Hinsichttich der Raumfraqe sind zwar noch einige Schwierigkeiten zu überwinden, die sich aber zweifellos bewältigen lassen, wenn der NSV. die vom Standpunkt der Gemeinschaftsinteresses aus dringend erwünschte Unterstützung zuteil wird. Wir möchten hier anregen, daß Gaststätten, die im Zuge der gegenwärtigen Mobilmachung neuer Arbetts« fräfte ftir die Kriegswirtschaft vorübergehend schlie- ßen, der NSV. zur Einrichtung von Kindertages« statten oder Kinderhorten zur Verfügung gestellt werden. Die Inhaber solcher Gaststätten würden auf diese Weise nicht nur ein gutes soziales Werk unterstützen, sondern auch von ihrem Standpunkt aus nicht unvorteilhaft handeln. Besonders wichtig für den guten Zweck wären solche Gaststätten, mit denen ein Garten ober eine größere Fläche Freiland verbunden ist, wodurch bie Möglichkeit zur Schaffung eines Spielplatzes ober zumindest eines Auslaufes für bie Kleinen gegeben wäre. Gaststätteninhaber, die auf diesem Gebiete mithelfen wollen, werden bei der Kreisamtsleitung der NSV. in Gießen, Goethe- ftraße 34, jederzeit willkommen sein. — Neben der Vermehrung der Kinderhorte in der Stadt geht die weitere Einrichtung von NSV.-Kindergärten auch auf dem Lande kräftig voran' schon in wenigen Wochen können neue Einrichtungen dieser Art in vielen weiteren Kreisorten eröffnet werden. Fermer ist zur Zeit eine großzügige Werbung zur Gewinnung von Haushaltshelferinnen im Gange, deren Aufgabe es fein wird, in btn Familien, die eine zusätzliche Betreuung brauchen, tätig zu fein. Diese NSV.-Haushaltshelferinnen können sich z. B. auch in den Haushaltungen sehr nutzbar machen, deren Hausfrauen in der Kriegswirtschaft mitarbe'en und die bei ihrer Heimkehr von der Arbeit zunrn- dest die wichtigsten Haushaltsarbeiten getan oorfin- ben möchten. Auch diese Bereitstellung von HilfskräfDie erste Gruppe der zum Arbeitseinsatz aufgerufenen Frauen und Männer hat vor einigen Tagen durch die Politischen Leiter die Meldebogen erhalten. Wer von den Meldep,wichtigen bis jetzt noch nicht im Besitz dieses Formulars ist, muß es sofort von seinem Politischen Leiter oder dem Arbeitsamt bzw. dessen Nebenstelle an fordern. Nunmehr folgt umgebend der nächste Schritt auf dem Wege zum Arbeitsplatz. Darüber haben wir uns mi< dem Leiter der Arbeitsamtes Gießen, Regierungsrat Sälzer, unter« ' halten. Die zum Arbeitseinsatz vorgesehenen Personen sind vom Arbeitsamt durch Postkarten zur Beratung und Entscheidung über ihre Verwendung in der Kriegsindustrie geladen worden. Mit der Beratung wird am kommenden Montag begonnen werden. Zuerst werden die gemeldeten Frauen und Mädchen beim Arbeitsamt erscheinen, die Männer werden einige Tage später folgen. Bei der Beratung sind Vertreter der Deutschen Arbeitsfront und Vertreterinnen der NS.-Frauenschaft zugegen. Die Ladungen sind zeitlich so beffmmt worden, daß die Tätigkeit beim Arbeitsamt sich flott abwickeln kann und die Frauen und Mädchen nicht allzu lange Zeit versäumen werden. Mehrere Dienststellen des Arbeitsamtes werden sich mit dieser Ausgabe beschäftigen. Die geladenen Personen müssen ihr Arbeitsbuch, falls sie ein solches schon besitzen, und andere für ihren Einsatz wichtige Arbeitspapiere mitbringen. Bei der Beratung werden die Familienverhältnisse und die häuslichen Erfordernisse der evnsatzpckich- tigen Perlon geprüft, außerdem werden die berufliche Vorbildung, Fachkenntnisse, der Gesundheitszustand ufw. eine Rolle spielen. Nach dem Ergebnis der Beratungen wird die Entscheidung über den Arbeitseinsatz getrossen. Nicht jede Person kann entsprechend ihrer früheren Tätigkeit eingesetzt werden. Immer ist in erster Linie der Gesichtsvunkt entscheidend, daß die Arbeit für die Stärkung unserer Rüstung geleistet werden muß. Zur Erreichung des höchstmögl'chen Wirkungsgrades der kriegswichtigen Arbeiten kann für die einsatzpflichtigen Personen auch ein Austausch von Arbeitsplätzen vorgenommen werden. Der Einsatz dieser neuen zusätzlichen Arbeitskräfte bezweckt ja nicht nur die vielfach verstärkte Herstellung von Waffen und Gerät für unsere Soldaten, sondern auch die Freimachung von krieasdienst- fähigen Männern in den Betrieben zur Verwendung im Felde. Niemand darf sich dem Irrtum bingeben, daß vielleicht auf Grund früherer beruflicher Arbeit auch jetzt wieder die Verwendung in der Bürotätigkeit pder ähnlicher Beschäftigung als maßgeblich zu gelten hätte, oberstes Ziel ist es vielmehr, die neuen Arbeitskräfte unmittelbar an die Erzeugung von Waffen und anderem Kriegsgerät heranzuführen, also Hände und nochmals Hände für die Rüstung selbst mobil zu machen. Nach diesen Gesichtspunkten werden die Arbeitsämter den Kräfteeinsatz leiten und dementsprechend die Anforderungen der Kriegswirtschaftsbetriebe beurteilen. Dieser Grundsatz gilt aber nicht nur für die meldepflichtigen, sondern auch für die freiwillig zum Kriegswirtschaftseinsatz erschienenen Personen. Die Betriebsführer haben sich bereit erklärt, die Frauen und Mädchen sowie die bettiebs- frembcn Männer sorgfältig anlernen zu lassen, damit ihnen die Arbeit leicht gemacht wird. Für alle gesunden und noch irgendwie arbeitsfähigen beut» fch-n Männer und Frauen muß es eine Ehrenpflicht fein, ihre Arbeitskraft in vollem uhnfange der VolksaemeinschFt an den Plätzen zur Verfüg"ng zu stellen, wo Die größte Wirkungsmöglichkeit für unseren Sieg erreicht werden kann: in den Werkstätten unserer Rüstungsbetriebe! O e Mitarbeit des Amtsarztes. Aus der Stadt Gießen. Don den pflchten. Von Richard Gerlach. „Wie über dem höchsten Gebirge noch der Adler schwebt, so über der lajroer ersteigbaren Pfticht die rechte Liebe." Dieser Satz Jean Pauls ist uns ein besserer Wegweiser zu den Pflichten als die Drohungen und der Zwang, die den Wioerstrebenden gleich» sam mit dem Rohrstock zu dem nötigen, was er nicht gern tut. Es ist für die deutsche Denkungsart be- zeichnend, daß unser größter Philosoph in die Mitte seiner „Kritik der praktischen Vernunft" die Pflicht stellt. Kant nennt die Pflicht den erhabenen großen Namen und die Bedingung des Wertes, den sich Menschen allein selbst geben können, und er fragt- „Hält nicht einen rechtschaffenen Mann im größten Unglücke des Lebens, das er vermeiden konnte, wenn er sich nur hätte über die Pflicht wegsetzen können, noch das Bewußtsein aufrecht, daß er die Menschheit in seiner Person doch in ihrer Würde erhalten und geehrt habe, daß er sich nicht vor sich selbst zu schämen und den inneren Anblick der Selbstprufung ju scheuen Ursache habe?" Die Pflicht ist uns nichts, was von außen her befohlen wird, wir gehorchen ihr aus innerer Rot- menöigfeit, weil wir nicht anders können, weil wir als freie Persönlichkeiten wissen, was wir zu tun haben. Aus solcher seelischen Haltung beruhte schon früi) in Deutschland die Vasallenpflicht, durch den Ritterschlag wurde der Mann in Eid und Pfliest gekommen, und dann hielt er die Treue ohne Rücksicht, ob ihm Vorteil ober Nachteil daraus erwuchs. Das ist etwas anderes, als in der Pflicht nur die Erfüllung des Schicklichen und Wohlanständigen zu sehen, ein Befolgen der Sitte, weil es firn nun einmal so gehörte, jenes unerbittliche Verhalten, bas bei den Völkern des Altertums das Handeln regelte. Nur darum das Rechte zu tun, weil das Iesetz es forderte, halb widerstrebend und bloß aus Angst vor Strafe, ist nicht ehrenvoll. Erst die freiwillige Bindung an die gemeinschaftlichen Aufgaben chrniedet ein Volk zusammen, so daß jeder feiner Schuldigkeit aus gutem Willen nachkommt. Kant unterscheidet die Pflicht gegen sich selbst von »er Pflicht gegen andere. Beide müssen zusammen- 'ommen; ein Verwahrloster wird auch gegen andere nachlässig, gewissenlos und ohne Verantwortung »erfahren. Seit dem 16. Jahrhundert wurde das bürgerliche Leben in Deutschland maßgebend, d. h. die Ordentlichkeit und Zuverlässigkeit im Handwerk, die Sorgfalt der Arbeit, die Gediegenheit geschäftlicher gebrauche, und die Gilden und Zünfte sorgten da- iir, daß sich ihre Mitglieder gebührend verhielten, mb daß nach Anstand und Billigkeit verfahren ourbe. Durch lange Hebung ist uns der Pflichtaegriff olbstverstänblich geworden, im Berus wie in der $amUiIe, in dienstlichen, gesellschaftlichen und öffent- .chen Angelegenheiten, und wenn der Bürger den iock des Soldaten anzieht, so bringt er die Festiget des Willens und die Standhaftigkeit des Cha- :ufters mit. Unter allen Umständen seiner Pflicht etteu zu fein, das entscheidet über den Wert des Menschen. Diese Pflicht kann zuweilen scheinbar nur ms Winzigkeiten bestehen, aus der genauen Er- illung dessen, was der alltägliche Dienst verlangt, :ber bas Bewußtsein, daß auch der einfache Hand- (riff notwendig ist, und daß jeder an seinem Platze las leistet, was er kann, gibt der geringen Verrich- ung ihren Sinn für das große Ganze. Das Wort „Einsatz" ist erst in diesem Kriege zu ter allgemeinen Gültigkeit gelangt: es bedeutet, daß ’bsr dort feine Pflicht tut, wohin er gestellt wurde. >ie taugt nichts, wenn sie nur sauer schmeckt und ter Not gehorchend seufzend getragen wird. Aber die echte Liebe läßt sie nach dem Wort Jean Pauls iber sich selbst hinausgelangen. Gictzener 2Bod)enw.arffpreife, * Gießen, 20. Febr. Auf dem heutigen Wochen- rmrft kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Satte 30 Rpf., Käse, das Stück 8, Kartoffeln, 5 kg 5, Wirsing, Vi kg 13, Weißkraut 10, Rotkraut 13, jrlbe Rüben 12, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 5 bis i Lauch 25, Sellerie 25, Oberkohlrabi 15, Endivien, 115 Stück 25 Rpf. Verdunkelungszeit: 20. Februar von 18.43 bis 6.58 Uhr. 21, Februar von 18.44 bis 6.56 Uhr. Bei der Entscheidung über den Arbeitseinsatz wird erforderlichenfalls auch der Arzt zur verantwortlichen Mitwirkung eingeschaltet. Privatärztliche Bescheinigungen haben allerdings keine Güttigkeit, allein das Zeugnis des Amtsarztes wird als maßgeblich anerkannt. Für das Arbeitsamt Gießen kommt als zuständige ärztliche Dienststelle das Staat- 111 a u s m e 11 e g u m ö u m c »•, liche Gesundheitsamt in Gießen, Wilhelmftraße 59, der nächsten Woche ausgegeben, in Betracht. In einer Unterredung mit dem Leiter - - 1 ir. dieses Amtes, Obermedizinalrat Dr. Engau, konn- Stück auf, Renate! Roman von Ernst Grau. 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ..Verzeihung, Herr Doktor", wendete er sich m to bescheidenen Haltung des Privatsekretärs an fyllingratf), „Herr Direktor Terbrüggen erwartet toi Ihnen einen Bericht über den Unfall au, 5i)ad)t III, der heute morgen nach Einfahren der pickst gemeldet wurde." Terbrüggen sah sich überrumpelt und wollte thm J $ ins Wort fallen, doch ein kurzes Aufblitzen m «sinbers Augen hieß ihn schweigen. Hellingrath sah mit steigender Verwunderung auf ^fes _Spiel, das er nicht begriff. Aber da hatte trbrüggen sich auch schon wieder gefaßt. ^.Der Bericht ... natürlich!" rief er herrisch. Darum habe ich bisher keinen Bericht erhalten? -Weil ich bis jetzt noch keine Zeit dazu hatte. Die hrberanlage muß bis zum Schichtwechsel wieder n Orbnung gebracht sein." . -Also bann, bitte, zunächst mündlich, Herr Doktor ^linaräth", eiferte Terbrüggen weiter, nicht ohne ^«lichst viel Ironie In den Titel zu legen. -och.Hellingrath hatte eine einnehmende Manier, Dinge nicht tragisch zu nehmen. Wie selost- Itündlich zog er einen Stuhl heran und setzte sich -en den Schreibtisch. ist leider nicht viel zu berichten, Herr Di- ! or", begann er bann sachlich. „Seilbruch, wie es öt anders zu erwarten war. Ich habe ja in den en Wochen oft genug darauf hingewiesen, daß - Förderseil in Schacht III unbedingt ausge- Hselt werden muß. Leider fanden meine da.hlN' tenben Vorstellungen kein Gehör bei ber Direk- ••• die sich immer wieder nur für* neue Repa'-a- ■’n aussprach. Nun ist natürlich das Unglück öa, i vir dürfen unserem Herrgott auf den Km en danken, daß die Leute schon zur Schicht eingefahren waren, als das Seil riß, sonst hätten wir jetzt vielleicht Dutzende von Toten hier zu beklagen. So traf es nur den Steiger Wiedecke. Der arme Kerl liegt jetzt mit einem zerquetschten Bein drüben im Krankenhaus." Der andere winkte ungeduldig ab. „Und nun? Was weiter?" „Nun sind wir natürlich dabei, ein neues Seil aufzulegen." „Ohne meine Anweisung?" fuhr Terbrüggen auf- gebracht.dazwischen. ,^)err Direktor", meinte Hellingrath seelenruhig, und um die hellen, blauen Augen zuckte es schalkhaft, „es ist mir natürlich nicht entgangen, daß wir miteinander auf Kriegsfuß stehen ... leider, wie ich ausdrücklich betonen möchte. Aber Krieg ist eben Krieg. Und rm Kriege sind alle Mittel erlaubt, auch wenn ..." Terbrüggen war außer sich „Unglaublich! Sie haben sich also erlaubt, hier so ganz eigenmächtig ..." Verändere lächelte. „Ihre Aufregung ist vollkommen überflüssig und zudem auch ohne jeden Grund, Herr Direktor. Selbstverständlich habe ich mir für eine derart kostspielige Reparatur vorher die Genehmigung geholt." „Lächerlich? Von wem denn? Mir ist bis zu diesem Augenblick nichts davon bekannt." „Oh. das tut mir aber leid", beteuerte Helling raff) treuherzig. „Sann hat Herr Hammerkott in ber Eile sicher vergessen. Ihnen davon zu sagen. Vielleicht hat er es auch nicht für wichtig genug gehalten." Die überlegene Ruhe des Ingenieurs erboste Terbrüggen immer mehr. „Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich dazu sagen soll. Sie gehen hinter meinem Rücken ganz einfach zu Herrn Hammerkott, als ob ich hier .. Hellingrath hob beschwichttaend die Haiid. „Es mar rein zufällig, daß ich heute Herrn Ham- merkott bei seiner Ankunft sprechen und dabei ganz kurz meinen Vorschlag unterbreiten konnte, den er denn auch für richtig erkannte und sofort guthieß." Sein Gegenüber nickte ironisch. „Zufällig. Natürlich .. ,^Zch war gerade auf dem Wege zu Ihnen, Herr Direktor, um «.." „Ich verstehe vollkommen, Herr Doktor Hellingrath. Aber haben Sie Herrn Hammerkott bei dieser rein zufälligen Begegnung auch gesagt, was eine derartige Reparatur kostet? Und daß die heutige Geschäftslage solche Ausgaben nicht verträgt? Aber derlei Fragen interessieren Sie weniger, wie ich sehe." Der andere blieb noch immer ruhig. „Ich durfte wohl annehmen, daß der Besitzer der Zeche derartige Belehrungen von mir nicht braucht. Im übrigen ist die Frage der Sicherheit der unter Tage arbeitenden Menschen allen anderen Fragen vorzuziehen. Auch der Geldftage. Und auch, wenn man in Hammerkott nicht immer nach diesem menschlichen Grundsatz handelt." Ein kurzes ironisches Lachen klang auf. „So ...? Meinen Sie? Nun aut, wir werden schon noch Geleaenheit haben, darüber zu sprechen." „Das kann sofort geschehen, Herr Direktor", fiel Hellingrath ohne Zägern ein. „Uebrigens ... wenn ich Ihnen hier unbequem bin, will ich gern gehen, ich finde auch woanders ein Unterkommen." Bitte, gehen Sie nur ... lieber heute als morgen, Herr Doktor Hellingrath, hätte Terbrüggen gern und mit großem Vergnügen geantwortet. Aber gerade jetzt klopfte Meinders wie spielerisch ein paarmal mit dem Bleistift hart auf die Tischplatte und sah habet flüchtig zu seinem Gegenüber auf. Terbrüggen rückte ärgerlich seinen Stuhl zurück und erhob sich. Zehn Hellingraths würde ich mit Freuden in den Kauf nehmen, wenn ich dafür diesen Meinders loswerden könnte, dachte er ergrimmt. Nun mußte er den M-mn. den er selbst eben noch -m die Luft setzen wollte, sogar noch zum Bleien nötigen. «Solange Ihr Vertrag lauft, Herr Doktor, sind derlei Redensarten wohl überflüssig", warf er hin, indem er ans Fenster trat und hinuntersah. „Dann kann ich also wieder an meine Arbeit gehen, Herr Direktor?" „Ditte. Und einen ausführlichen Bericht ..." „... werde ich Ihnen heute abend heraufschicken.E „Gut!" Werner Hellingrath ging nachdenklich die Treppen des Verwaltungsgebäudes hinunter. Er fühlte nach diesem Aufttitt, daß er mit sich selbst nicht recht zuftieden war. Die ewigen Sticheleien mit Terbrüggen, die er im Anfang in ihrer Harmlosigkeit für übermütige Jungensstreiche genommen hatte, hatten im Laufe der Zeiten Formen angenommen, die ihm heute selbst nicht mehr gefallen wollten. Teufel nochmal, man war doch aus den Jahren heraus, die einem zu solchen Späßen ein Recht gaben. Aber eigentlich war das alles wie von selbst gekommen, daß ihm dieser Direktor Terbrüggen nicht besonders grün war, das hatte er gleich in den ersten Tagen gefühlt, als ihre gegensätzlichen Meinungen das erstemal aneinander« geplatzt waren. Und er selbst hatte seither einen inneren Widerwillen gegen ihn empfunden, dessen eigeMliche Ursache sich nicht aufzeigen ließ, eine Abneigung, die nach seiner Meinung wohl nur in den grundverschiedenen Charakteren der beiden begründet lag und die ihn immer wieder ohne eigenes Zutun zwang, seinen Gegner herauszufordern. Gewiß, Terbrüggen war ein ausgezeichneter Fachmann, Förderung und Absatz hatten sich unter seiner Leitung merklich gehoben. Dagegen ließ sich nichts sagen. Man sah und fühlte, daß es mit der Zeche Hammerkott vorwärtsging und hatte seine Freude daran, die eigene Kraft und das eigene Können in den Dienst dieses aufftreberiben Unternehmens zu stellen, selbst mitzuhelfen, neue Erfolge zu erringen. Aber die Art und Weise, wie Terbrüggen diese Erfolge erziette, gefiel ihm nicht. Man ?og am gleichen Strang, aber jeder der bei« den Männer sah die Dinge mit anderen Augen. (Fortsetzung folgt) u Urenkel das Eintritt frei! 6«i° DieDeo’scheArbeitslront ISO. Krall doreh Freude Abtlg. deutsches WJF Volksbildungswerk Wir haben uns verlobt Großen-Linden Berlin Eibelshausen (Dillkr.) Gießen Steinetra6c 13 Heuptetrafce 31 HM. 20.20 (20 Doppelstunden) jlOSD 01137/ 01100/ Gießen-Wieseck Gartenitraße 20 Gießen, Asterweg LS im Februar 1948 Gießen Bleidistr. 31 Schreibmaschinen Ankauf und Reparatur Franz Vogt * Co. OleSen 6oethestra6e 82 - Ruf £464 Mülheim (Ruhr) Hladepburgatr 61 Olga Rompf Rudolf Weber Unteroffizier i. Fwr.-D. Wir danken herzlichst für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer goldenen Hochzeit Ludwig Hammel und Frau, geb. Loth > Treis a. d. L d a., 18. Febr. Hier verstarb der allgemein beliebte Bahnhofsmeister i. R. Wilhelm Henrichim 79. Lebensjahre. Gestern wurde er zur letzten Ruhe bestattet. Seit Eröffnung der Lumdatalbahn im Jahre 1902 leitete er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand den hiesigen Bahnhof. Am Grabe ehrten den Verstörbenen Vertreter der Reichsbahndirektion, seine Berufskameraden, der Jmker- bunb und die Kriegerkameradschaft, deren Ehrenmitglied er war. Henrich entstammte einer alten, angesehenen Familie in Eibelshausen (Dillkreis). Herzlichen Dank für die Blumen u. Glückwünsche anläßlich unserer Verlobung Annemie Muth Dr. med. Heinz Schlegel Gießen, Im Februar 1943 Büroscbreibtisch (neu oder gebraucht) zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 01098 an den Gießener Anzeiger erbet. Ihre Verlobung • beehren sich anzuzeigen Martha Jung HanS'Ioachim Englert San.-Ünterofflzler, cand. med. Ihre Vermählung geben bekannt Hans Schäfer und Frau Margot geb. Metzger Ihre Vermählung geben bekannt Horst Heinke Unteroffizier In einem Gren.-Regt. Ilse Heinke,geb. Schupp r eiserne Bettstellen zu kaufen gesucht Schriftliche Angebote unt. 608D an den Gießener Anzeiger erbet. für einen Anzug hat, sofern er nur im Besitz von weniger als zwei tragfähigen Anzügen ist. Vielmehr kann das Wirtschaftsamt zwar in diesem Falle einen Bezugschein erteilen, wird aber neben der formellen Feststellung des Besitzes von weniger als zwei trag- fähigen Anzügen noch eine besondere Bedarfsprü- fung vornehmen, die sehr wohl zur Ablehnung des Bezugscheinantrages führen kann, wenn etwa der Antrag von einem älteren, nicht mehr berufstätigen Volksgenossen kommt. Landkreis Gießen. --- Sich, 20. Febr. Am morgigen Sonntag, 21. Februar, kann Frau Katharine Wilhelmine 11 hrhan, geb. Keck, Witwe des Weißbinder- Meisters Christian Uhrhan, in voller körperlicher Oberhess. Geschichtsverein Montag, den 22. Februar, 20.15 Uhr Kunstwissenschaf tl. Institut, Ludwlgstr 34 Dr. Glöckner: »Das Lahntal in der Karolingerzeit« Ihre Vermählung geben bekannt Heinrich Krömmelbein Lina Krömmelbein geb. Volz Frankfurt / Oder im Februar 1943 Kinderbetten eingetroffen ««d 70 x 140 30.25 RM. ab Marburg Blum & Schmitt, SDlarburs a. L, Barsüßeritraße 85. Telefon 2203. Ein Transport hochträchtiger Rotscheck-Rinder eingetroffen. Vlehhendl.Gottf rled Zubrod Dutenhofen Fernsprecher Gießen 4785 _____________ 6110 nach der Kopfwäsche nicht auswringen wie ein Handtuch, sonst verfilzt es leichtI Lieber nur vorsichtig ausdrücken. Zur Kopfwäsche das nicht-alkalische f SCHWARZKOPF SCHAUMPON Für die vielen herzlichen Glück- und Segenswünsche zu unserer silbernen Hochzeit sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank Otto Jung I. und Frau Watzenborn* Steinberg Gießener Straße 39 .01133/ Anmeldungen und nähere Auskunft dienstags und donnerstags von 18-20 Uhr auf der Kreisdienstelle, Schanzenstraße 13, Hinterh., Zimmer 80 b, Ruf 3961. __________________E. Wir beginnen Anfang April In Gießen mit nachstehenden Sprachkursen Deutsch (Dichterlesungen. Übungen im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der Sprache) Latein, Französisch, Englisch, Italienisch, Russisch, Spanisch, Arabisch für Anfänger und Fortgeschrittene Kursusgebühr für alle Kurse Neue Rufnummer 2600 Ernst Baums Büromaschinen und Bürobedarf Gießen • Bahnhofstraße 20 375P Theater der Universitätsstadt Gießen Herbert Becker: blinde Hei/. 20. Februar 1948 __________________01094/ Ihre Vermählung geben bekannt Heinz Themann Unteroffizier der Luftwaffe Gertrud Themann geb. Steffes Dinklage (Oldbg.) Gießen Damm straffe 37 20. Februar 1948 __________________________01086/ Spart Strom und Gas! Neue Einschränkungsmaßnahmen als kriegswirtschaftliche Verpflichtung 20. Februar 1943 01098/ Im gegenwärtigen Zeitpunkt, da unser Volk in den totalen Krieg eingetreten ist, ist es notwendig, in ständig wachsender Zahl Masten für die kämpfende Front zu schmieden. Dafür braucht die Rüstungsindustrie Strom und Gas. Damit ihr diese Energie in ausreichendem Maße zur Verfügung steht, ist es notwendig, daß jeder Einzelne seinen Strom- und Gasverbrauch stärkstens ein schränkt. Je größer ein Haushalt ist, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich, Einsparungen durchzuführen. Der Generalinspettor für Wasser und Energie und Reichsminister für Bewaffnung und Munition, Reichsminister Speer, hat daher in einem Runderlaß vom 18. Februar 1943 an die Landeswirt- schaftsämter angeordnet, daß Haushaltungen mit mehr als zehn Zimmern nunmehr nur noch 80 v. H. derjenigen Strommenge verbrauchen dürfen, die sie im gleichen Zeitraum des Vorjahres entnommen haben. Berechtigte Derbrauchssteigerungen infolge Aenderung der Personenzahl oder anderer besonderer Umstände sollen ebenso wie bisherige freiwillige Einsparungen berücksichtigt werden. Verstöße gegen Äese Anordnung werden durch die Landeswirtschaftsämter nach der Derbraucherregelungs- strafverordnung geahndet werden. Don den übrigen Haushaltungen und beim Gasverbrauch wird er- wartest daß 10 v. H. Gegenüber dem Dorjcchresver- brauch eingespart werben. Die Ueberwachung der Anordnung geschieht durch sm. ioooo.- als 1. Hrwotbsk auSzuleiheu. Schriftl. Angeb. unter 61148 an den Gieß. Anz. MeineAnzeigen m «ieftenet Nnzetgel w-rven von raufenden tzrgchtrt und adelet. Totaler Krieg und Sport. Ein Erlaß des Reichssportführers. Zur Einordnung des Sports in die Aufgaben der totalen Kriegführung trifft der Reichssportführer folgende Anordnungen: 1. Die Leibesertüchtigung des Volkes ist kriegswichtig. Sie ist mit Raddruck zu betreiben und zu fördern. ... 2. Sportliche Veranstaltungen und Wettkampfe örtlichen und nachbarlichen Charakters bis zur Gaustufe sistd zur Erhaltung'des Anbeits- und Leistungs. ch geistiger Frische im Kreise ihrer Enkel und Urenkel das 8 0. Lebensjahr vollenden. Der Jubilarin gelten auch unsere besten Wünsche für einen schönen Lebensabend. pe nfeld wirkungsvoll zur Geltung, doch schiene uns möglichste Sparsamkeit in der Betonung von Sentiment und Pathetik der immerhin recht nuch- ternsn Sphäre des nackfriderizianifchen Berlin von 1787 angemessen. Sehr stimmungsvoll das durch drei Akte -unveränderte Szenen-bild, das Herr Löffler entworfen hatte. * Bianca Blacha spielte die Prinzessin Amalie: mit einer gewinnenden Vornehmheit der Haltung, einer fraulich-geläuterten Reife und Menschlichkeit, und einem anmutig nachklingenden Herzenston rüh- rend aufgesparter und bewahrter Iugendempsin- bung. Herr Fischer nahm den Trenck so, wie er hier wohl gedacht war, nüchtern und müde geworden, im Umriß der ritterlichen Erscheinung eben noch ein Schatten des Abenteurers und leidenschaftlichen Liebhabers von einst. Herr Zeppenfeld gab dem König die brutalen und dabei subalternen Züge eines wenig rühmlichen Despoten. Käte Iaenickeund Herr C. B. Schm i b t waren das hilflose, verstörte und gehetzte ungleiche Paar der Liebenden. Hella H enz ky war um die kaum glaubhafte und leise komische Rolle der Oberhofmeisterin von Voß bemüht: Herr Dolck gab mit nobler Verhaltenheit den alten General von Gollm. * Die Neuerscheinung fand eine sehr freundliche Aufnahme. Hans Thynot. willens durchzuführen.. Als nachbarlicher Sportver- kehr gilt auch ein Verkehr über die Gaugrenzen bis zu einer Entfernung von ICO Kilometern in einer Richtung vom Heimatort. Ich behalte mir vor, über sportliche Veranstaltungen, die über diesen Rahmen hinausgehen, von Fall zu Fall zu befindest. 3. Länderkämpfe, internationale Wettkämpfe, Meisterschaften in der Reichsstufe usw. sind bis auf wei- teres abzusetzen, weil Frontsoldaten nicht mehr verfügbar sind und Personen, die im Arbeitseinsatz stehen, hierfür nicht beurlaubt werden sollen. von Tschammer. Der Sport am Sonntag. Fuhball-Kriegsmeislerschastssplele^ Rur noch wenige Spiele sind in der Staffel V des Kreises Wetterau-Nord auszutragen, dann wird der Meister für 1942/43 feststehen. Durch den Verlust des Spieles des Luftwaffensportvereins Gießen gegen Friedberg ist die Frage nach dem Meister wieder völlig offen. Vorerst sind die Meisterschaftsmöglichkeiten nun neben dem LSV. auch für den VfB.-Reichsbahn recht günstig geworden. Gelingt es dem DfB.-R., tu den noch ausstehenden, zum Teil recht schweren -Spielen, immer eine kampfstarke Mannschaft zur Stelle zu haben, so werden sich seine guten Aussichten mit jedem Spiel verbessern. Dagegen hat der LSD. nur noch zwei verhältnismäßig leichte Spiele zu bestreiten. Gegen W ö lfers - heim am kommenden Sonntag in Wölfersheim einen von dem Generalbevollmächtigten für Rü» slungsaufgaben im Vierjahresplan eingesetzten Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung. Dieserf läßt sich die Fälle melden, deren hoher Strom- oder Gasverbrauch nicht durch besondere Umstände zu rechtfertigen ist. Bei der Feststellung eines offenkundigen Verstoßes wird eine Verwarnung oder bet großen Verstößen eilte Bestrafung ausgesprochen: tn besonders krassen Fällen wird der Name des Schuldigen öffentlich bekanntgegeben. \ Der Sonderbeauftragte hat die Aufgabe, die Energieeinsparung bei Behörden und Dienststellen her Partei und der Wehrmacht zu Überwachen, die eine mindestens 30proz. Einsparung an Strom gegenüber dem Vorjahr durchführen müssen. Auf Ban- fen und private Verwaltungen finden die Beskin,« mungen des an die Behörden ergangenen Erlasses sinngemäß Anwendung. Die Reichsstelle für du Elektrizitätswirtschast wird außerdem im Einverneh. men mit dem Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung noch besondere Anordnungen über die Einschränkung des Lichtverbrauches anderer Ab- nehmeraruppen erlassen. Das deutsche Volk wird willig auch diese Einschränkung auf sich nehmen, um seinen kämpfenden Söhnen an der Front mehr und bessere Waffen liefern zu können und damit seinen Beitrag zu leisten zum Endsteg. Wer Strom und Gas spart, hilft der Front! Bekanntmachung über die Vornahme e^ner Zählung der Schweine und Hühner am 3. Vtärz 1943. Auf Anordnung deS Herrn ReichLrninisterS für Ernährung und Landwirtschaft findet am 3. Marz 1943 tm Deutschen Reich eine Zählung der Schweine uYtb Hühner statt. Die Erhebung dient statistischen und voltswirtschaftlichen Zwecken. Jedermann ist zu wahrheitsgemäßer Auskunft gesetzlich verpflichtet. Die Erteilung falscher Auskünfte oder Auskunfts- Verweigerung wird strafrechtlich verfolgt. Um einen reibungslosen Ablauf der Zahlung zu gewährleisten, ist dafür Sorge zu tragen, daß nm Tage der Zählung (3. März 1943) m jeder mey besitzenden Haushaltung eine Person anweiend ist, die dem Zähler die verlangten Auskünfte erteilen kann und die sich über den genauen Biehbestand am ZäblunMag vorder unterrichtet bat, so daß sie die Richtigkeit der vorn Zähler getroffenen Feststellungen durch Unterschritt in der Zahlbezirkbliste bestätigen kann. ,valls eine viehbesitzende Haushaltung am ^age der Zählung nicht ausgesucht sein sollte, ist der vausbaltungsvorstand verpflichtet, entweder persönlich oder durch einen von ihm Beauftragten sogleich am nächsten Tage l 4. März 1943) die Angaben -ur Zählung beim Oberbürgermeister/ Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 5, zu machen. Im Anschluß an die Zählung findet wieder eine Nachkontrolle statt. Für falsche Angaben ist eine strenge Bestrafung vorgesehen. [ootc Gießen, den 19. Februar 1943. Der Oberbürgermeister. I. B.: Nicolaus. Statt Karten! Unsere Vermählung geben wir bekannt Hermann Gersitz Unteroffizier bei der Luftwaffe AnniGersitz.geb.Scheld Gießen Würzburg Schiffenberfer Weg 9 20. Februar 1948 .01107/ Wir danken herzlichst für die erwiesenenAufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer goldenen Hochzeit Peter Wagner und Frau Saasen, den 19. Februar 1943 _________ 600 D/ Die Ausgabe der Kontrollausweise für den Bezug von Sämereien findet wie folgt statt: I. Bezirk Nortb. Ausgabe Ebelst.raste 17. Gabelsbergerstrabe, Horst-Wessel-Wall, Bleick" straße, Gnautlistrnße, Scbiffcnberger Weg. Diese Ltraßen einschließlich und alle Bewohner fublirt genannter Straßen. . , Ausgabe der Scheine dieses Bezirks: Montag, den 22. Februar 1943, von 9 biß 12 ""^Dienstag, den 23. Februar 1943, von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr. II. Bezirk Horst. Ausgabe Stadt. Lager, Steinstr.«. Sämtliche Bewohner der Straßen, die von oet Straßen des Bezirks I und III eingeschlossen strü, einschließlich derjenigen des Stadtteils lemeits ork Ausgabe der Scheine: nur für Mitglieder bei Kleingärtnervereins „Labntal". ____ Montag, den 22. Februar 1943, von 8 bis 13UH; Für Gartenbesitzer des Bezirks II, die keinen Verein angebören: c Moiitag, den 22. Februar 1943, von 14 btä 16 Uhr, die Buchstaben A bis E. t Dienstag, den 23. Februar 1943, von 8 bis 1. und von 14 bis 18 Ubr, die Buchstaben F bis 0. Mittwoch, den 24. Februar 1943, von 8 biS 2“ und von 14 biö 18 Uhr, die Buchstaben P bis Z. III. Bezirk Junker. Ausgabe Gartenftraste S (Aftr Bürgermeisterei), Zimmer 6. Dtarburger Straße, .vstlerwall, Moltkcsttast Am Nahrungöberg, ÄltenfeldSweg. Diese GtraW einschließlich und alle Bewohner der Straßen, W von obengenannten Straßen nordöstlich und nor^ westlich eingeschlossen sind. Ausgabe der Scheute nur für die Mitglieder des Obst' und Gartenbauvereins. J Montag, den 22. Februar 1943, von 9 bis 1t und 14 bis 18 Ubr. . , . Für Gartenbesitzer des Bezirks III, die keines Ve .ein angehören: Dienstag, den 23. Februar 1943, von 9 Dtl 21 und 14 bis 18 Uhr, die Buchstaben A bis L Mittwoch, den 24. Februar 1943, von 9 bis 22 und 14 bis 18 Ubr, die Buchstaben M.fn9 z- Die Ausgabe der Kontrollauswene m Gietze» Klein-Linden findet am Lonntag, boiu 28. hruar 1943, von 10 bis 11 Uhr, tür Mitglied^ deS Obst- und Gartenbauvereins, von 11 UpT ■* für die übrigen Gartenbesitzer in der neuen Wir weisen nochmals darauf bin, daß alle trollauöweisschein-lLnivfänger die Bortage eijy Pachtvertrages oder einer anderen Unterlage, o« sie ein Stück Land in bestimmter Größe (Ar) genniie baulich bearbeiten, nachweisen müssen. s Während der Ausgabe der Kontrollauswelse nen keine längeren Verhandlungen m obiger tung geführt werden. 1 Gießen, den 20. Februar 1H43. Liv Vereinsleiter: Nortb, Horst, 2Xun,er,irM Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestraße32 Zweijährige Handelsschule^ für Schulentlassene mit fijährig. Schulbildung. Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Die Aufnahmeprüfung für die zweijährige Handekschule findet bereits am 3. März statt, eine spätere Aufnahme kann nicht erfolgen. Einjährige Handelsfachklassen für Schüler m. Volksschulreife u. höh. Schulbildung. Beginn Ostern 1943, Anmeldungen f. das neue Schuljahr u. Auskunft i. Schulgebäude Gießen, Goethestr.32, Ruf 2486. Gießen, im Februar 1943 Güntheregraben 7 ________________ 01139/ Statt Karten! Für alle Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zur Geburt unserer Brigitte sagen wir herzlichsten Dank Märtel Klementz, geb. Kersten Dipl.-Kfm. Karl Klementz Syndikus, Lt. der Luftwaffe, x. 2. im Felde Gießen, im Februar 1943 _______________________01106/ müßten die Flieger trotz aller Mannschaftsschwie- rigkeiten zu einem leichten Sieg kommen. Die ursprünglich festgesetzte Begegnung Rb. Friedderx gegen DfB.-R. Gießen wurde infolge anderweitiger Verwendung einiger Jugendspieler vom Spielvlar abgesetzt. In welcher Aufstellung der LSV. seine Mannschaft nach Wölfersheim schicken wird, ist nicht bekannt. Der LSV.-Mannschaft ist zu empfehlen, in den kommenden Spielen mit etwas mehr Schwung zu spielen. Der Weg zur Meisterschaft und damit die Berechtigung zur Teilnahme an den Ausstiegspiekn ist klar vorgezeichnet, er muß nur mutig beschritten werden. Tschammer-vorrundensplel Bübingen — 1900. Die früher als sonst erfolgte Ansetzung der Gan- ligamannschaften 3U den Tschammer-Pokalspieler, machte es erforderlich daß weitere Vorrundenspiel' zum Austraa gelangen. Nachdem Friedberg sich Über den in der ersten Vorrunde spielfrei gebliebenen SpD. Wölfersheim hinweggesetzt und damit bereits für die am letzten Februarsonntag erfolgendt Zwischenrunde qualifiziert hat, müssen die Blau- Weißen morgen zur Sportgemeinde Büdingen, dir sich durch einen 4:2-Sieg in Nidda die weitere Anwartschaft gewahrt hat. Damit stehen die Dlgu> Weißen seit langer Zeit wieder vor der Möglichkeit, in die Zwischenrunde zu gelangen. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein Sieg, der nach der Leistuid; vom Dorsonntag sehr schwer auszurechnen ist. Für die vielen lieben Glückwünsche zur Geburt unserer Brigitte sagen wir auf diesem Wege unseren herzlich. Dank Margret Wenzel, geb. Reh Willy Wenzel, z. Z. im Felde Gießen, Brandmasse 4, den 19. Februar 1948 __01120/ Die traurige und abenteuerliche Geschichte des Herrn von der Trenck und der preußischen Prinzes- fin Amalie, der Schwester Friedrichs des Großen, bot den Anlaß zu einem dreiaktigen Stück von Her- bett Becker, das der Autor als dramatische Legende vorstellt. Mit der zunächst irreführenden, mindestens mißverständlichen Bezeichnung als Legende soll, wie einer Bemerkung im Programmheft zu entnehmen ist, nur der Verzicht auf historische Beglaubigung der Vorgänge angedeutet werden. Was an der Fabel dramatisch genannt werden kann, ist vornehmlich auf die theatralische Einkleidung zu be- ziehen. Das geschichtlich beleate Wiedersehen des unseligen Paares nach mehr als vierzig Jahren — im Herbst 1787, ein Jahr nach dem Tode des Großen Königs — fällt bei Becker mit einer Her- zensgeschichte zusammen, die der Affäre zwischen Amalie und Trenck verblüffend ähnlich sieht: die alt- gewvrdenr Prinzessin hält in schmerzlicher Erinnerung an ihre eigene Jugend die Hande schützend über den vom Zorn Friedrich Wilhelms II. bedrohten Herzensbund ihrer Nichte, Prinzessin Charlotte, mit dem Leutnant von Oppen. Trenck, der inzwischen nicht minder gealtert ist, geheiratet und die schwärmerische Jugendliebe vergessen hat, spielt dem blinden, unwandelbar getreuen und noch immer zärtlichen Herzen Amaliens ein die Stürme der Zeit überdauerndes Gefühl vor und bringt auf ihA Bitten die jungen Leute vor dem Zorn des Königs über die Grenze in Sicherheit. Mit dieser Gewißheit und im Glauben an Trencks Liebe findet die Prinzessin ein stilles, schmerzloses Ende, vor dem auch der ohnmächtig ausbrechende Jähzorn des Königs verstummen muß. * Es ist kaum zu übersehen, daß der eigentlich dramatische Rero der Fabel sich kaum entwickeln kann, weil das Liebespaar ganz unaktiv eingeführt ist und die Gegengewichte allzu ungleich verteilt sind. Infolgedessen wirken di« drei Akte eher als ein ge- fühl volles Rokoko-Jdyll am preußischen Hofe. Die unbestreitbaren theatralischen Qualitäten der Fabel tarnen in der Inszenierung durch Herrn C. M. Ze p- Die Deutsche Arbeitsfront Bei genügender Beteiligung werden folgende Lehrgänge eingesetzt: Elektrotechnik, Stufe I und II. Anmeldungen sind spätestens bis zum 24. d. Mts. beim Berufserziehungswerk der DAF., Gießen, Schanzenstraße 18, vorzunehmen. (wid