Mittwoch. Z0.ZanuarIy43 Gietzener Anzeiger Ser spanische parieimWer Arrest beim Führer se ;r Volks* leger. sei Oer Heldenkampf um Stalingrad daher ihre Front von setzen und erkämpfen, günstigeres Freude“ .30 Uhf DHB. Aus dem Führerhauplquartler, 19. Januar. Der Führer empfing heute in seinem Hauptquartier in Anwesenheit Reichsaußenministers von Ribbentrop und des Leiters der Partei- kanzlei Bormann den spanischen parteirninisker A r r e s e. Der Führer hatte mit Parteiminister Arrese eine längere Aussprache im Geiste der aufrichtigen Freundschaft zwischen Deutschland und Spanien. Anläßlich seiner Anwesenheit im Führer- Hauptquartier stattete parfeiminiffer Arrese dem Reichsaußenminister von Ribbentrop einen Ve- such ab. 42143 dtätsaula 4 (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Sofia, Januar 1943. Mben, . epichlen I rtt und' ier auf- ; t ebrs Das vergangene Jahr hat an äußeren Ereignissen nr das Königreich Bulgarien nicht viel Neues gemacht. Alle Kräfte sind im wesentlichen darauf ge- chtet, den Gewinn an Land und Menschen, den is Jahr 1941 brachte, zu konsolidieren. Maze- o n i e n war ja seit Jahrzehnten die nationale rage für Bulgarien. Nachdem es durch den glück- chen Feldzug des Jahres 1941 die mazedonischen nb thrazischen Gebiete erhalten hat, handelt es sich irum, den Anschluß auch innerlich zu vollziehen. IM des Landes bei 26 000 Tonnen liegt, sollte qe gesamte Ernte abgeliefert werden. Es sind aber b!> Ende November nur 1600 Tonnen zusammeneigenen Vorstöße zur Säuberung der abgesplitterten feindlichen Resten forte» Verbesserungen des Stellungsverlaufes so daß die eigene Hauptkamplinie in Gelände vorgeschoben werden konnte. ' Die Meldung vom Empfang des Parteirninisters Arrese durch den Führer im Führerhouptquartier und von dem Besuch bei Reichsäußenminister von Ribbentrop wird von der gesamten Madrider Abendpresse am Dienstag unter breiten Schlagzeilen auf den Titelfeiten veröffentlicht. Die Blätter bringen Bilder des Führers und Arrests und nehmen die Gelegenheit wahr zu erneuter Unter- Südamerika unter den Folgen des Roofeveltkrieges Berlin, 19. Jan. (DNB.) Im Süden der 0 ft f r o n t brachte der 18. Januar an mehreren Kampfabschnitten schwere Gefechte, bei denen deutsche Truppen und italienische Alpini in enger Waffenbrüderschaft den starten feindlichen Angriffen erbitterten Widerstand entgegensetzten. Die b e i anhaltend starkem Frost und heftigen Schneestürmen geführten Kämpfe waren wieder gekennzeichnet durch das Bestreben des Feindes, seine Panzerspitzen ohne Rücksicht auf Verluste vorzutteiben, während unsere Verbände durch die Beweglichkeit ihrer Verteidigung den feindlichen Vorstößen die Kraft nahmen. Durch raschen Stellungswechsel trugen unsere Truppen aus günstigen Positionen flankierende Angriffe vor, die meist zur Vernichtung der vorgedrungenen bolschewistischen Abteilungen und zur Rückgewinnung vorübergehend verlorenen Geländes führten. Die dabei in den letzten beiden Tagen außer Gefecht gesetzten 62 Sowjetpanzer eingerechnet, haben zwei in Nordkoukasien und im Dongebiet eingesetzte deutsche Panzerkorps bisher über 1100 feindliche Panzer zur Strecke gebracht. Auf das eine Korps, das seit 6. Dezember an der Südfront kämpft, entfallen davon 625, während das andere seit 12. Dezember insgesamt 500 feindliche Panzerkampfwagen vernichtete. Die ungünstige Wetterlage schränkte den entla* stenderr Einsatz der Luftwaffe ein, so daß sie ihre schwierigster Kam^fbedingungen und gefahrvoller Gefechtskrisen und trotz aller Entbehrungen, die sie in den wochenlangen Kämpfen schon zu tragen hatten, dem Ansturm stand. „Jeder Mann eine Festung", das ist das Wort, das einer von ihnen in den Bunkern Stalingrads fand und das nun die Losung für alle geworden ist, wenn die Feuer« stöße der Salvengeschütze niederkrachen, wenn Hunderte Bolschewisten über die Schneeflächen vorstürzen und der Kampf Mann gegen Panzer beginnt. So tobt der Sturm Tag für Tag an allen Fronten von Stalingrad. Der deutsche Soldat setzt der Flut von Waffen und Menschen seinen eisernen Willen entgegen. Im mittleren Abschnitt der Ostfront unterstützte die Luftwaffe die örtlichen Kämpfe unserer Heeresverbände durch Angriftsflüge gegen feindliche Truppen, die sich im Raum von W e I i • kije Luki zu erneuten Vorstößen aufzustellen: versuchten. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge zerschlugen Panzeransammlungen, Batteriestellungen und Kolonnen und brachten den feindlichen Anmarsch in Verwirrung. Südöstlich des Ilmensees waren die Angriffe des Feindes, gemessen an dem Einsatz in den letzten Wochen, verhältnismäßig schwach. Unsere Truppen konnten bringt die neue Verordnung in Zusammenhang mit den gesteigerten Ansprüchen, die der neue Kriegsschauplatz in Nordafrika an die USA.. Dransportflo-tte stellt. In diesem Zusammenhang wird von der ibero-amerikanischen Wirtschaft der Ausfall der 13 Tanker in der vergangenen Woche als besonders katastrophal angesehen. Oie Arbeiterunruhen in Bolivien. Buenos Aires, 19. Jan. (Europapreß.) Der bolivianische Innenminister erklärte zu den im Dezember in den Erzminen von Catavi aus» gebrochenen Unruhen, sie feien von der revolutionären Linkspartei, Partido de Izquierda Revolucio- nario (Pir), verursacht worden. Am 18. Dezember seien Arbeitermassen mit Frauen und Kindern nach Catavi marschiert, um die Zahlung rückständiger Löhne zu erzwingen. Daraufhin wäre, um ein Blutvergießen zu vermeiden, die Zahlung angeordnet worden. Am 21. Dezember hätten Arbeiterkolonnen mit roten Fähnchen die Posten der Garnison überrumpelt und die Kasernen angegriffen. Hierauf eröffneten die Soldaten das Feuer, was 4 Tote zur Folge hatte. Dann griffen annähernd 5000 Mann die Kaserne mit Dynamitpatronen an. Als die Soldaten jetzt wieder schossen, habe es weitere 9 Tote gegeben. Wenig später zerschnitten die Aufständischen «mittel, - Fett. ofseln, ■öfter Wasser scheue, M n und Wasser itienen b läßt 93. Jahrgang M. 16 Ericteeim lagt,cd, außer Sonntags und feiertags 'Reilaaen: Gießener ^amilienblätter Heimat imNtld-DieSckwlle Bezugspreis: Monmlich .RM.lL0 Lmtellgebüör... „ -.25 such bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge ooberer Gewalt Sernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift • »Änzetger* men t 196» ister der Die Abschwächung der feindlichen Angriffe ist die Folge der schweren Verluste, die der Feind am Ilmensee seit dem 28.11., dem Beginn der letzten Abwehrschlacht, erlitt. Wie schwer diese Kämpfe waren, ergibt sich daraus, daß an einem der Schwerpunkte ein deutsches Infanterieregiment 18 Tage und Nächte hindurch ununterbrochen im Kampf gegen insgesamt 9000 Bolschewisten stand, ohne daß die Sowjets zu Erfolgen kommen konnten. Tag für Tag trieb der Feind, seine Maßen poft staaten getreten ist. Trotzdem ist die bulgarische Wehrmacht, nach den neuesten Erfahrungen ausgebildet und gerüstet, ein organischer Bestandteil Der kontinentalen Politik, die in ihr eine unangetastete Reserve besitzt. Sie erfüllt auch ohne unmittelbaren Einsatz ihre Funktion an der Peripherie unseres Erdteiles und an einer Stelle, die nur über die neutrale Türkei angreifbar wäre. Angesichts des Willens der türkischen Staatsmänner, auch weiterhin außerhalb des Krieges zu bleiben, spielt demnach die bulgarische Wehrmacht die Rolle eines ausgleichenden Gewichts auf der Kräftewaage, die sich in Ankara dreht und deren andere Schale jenseits der Türkei über den von den Engländern kontrollierten Nahostländern schwankt. Mit Spannung verfolgt der Bulgare nun die Phasen in dem Ringen der jungen Völker um mehr Lebensraum, um mehr Gerechtigkeit und mehr Rohstoffe. Kein Preis wird dem Bulgaren zu hoch sein, um das nun fast völlig erreichte Ideal der groß- bulgarischen Einigung zu erhalten und zu verteidigen. In den Kundgebungen bulgarischer Staatsmänner ist das immer gleiche Leitmotiv die Opfer* bereitschaft und Treue zu seinen Verbündeten. Bulgarien ist ein Stein in dem Bau des gegen Blockade und Invasion gepanzerten Kontinents geworden. Die Aera des kleinen und gedrückten Staates ist vorüber. Ein größeres Bulgarien ist angetreten. die Starkstromleitung, griffen einen Eisenbahnzug an und sprengten ein Krankenauto. Schließlich die Arbeit wieder aufgenommen worden. e mit i (bas iffüUen 1 rohfien j uz ein» I utoten, j ito ir man nis dem Lande nach Deutschland, was zum aus» iknmlichen Lebensunterhalt der bulgarischen Be- kr'kerung notwendig ist! Dafür aber zeigt sich — MWanb als willkommener Abnehmer von lieber* jchönau- schissen, die sonst nicht unterzubringen wären. So : brrben z. V. von der überreichen bulgarischen S’oubenernte 1942 mehr als 30 Millionen Kilo» Angrifte gegen feindliche Truppenansammlungen hauptsächlich auf den Raum zwischen Kaukasus und Don konzentrierte. Trotz der Schneestürme drangen unsere Fernaufklärer auch an den anderen Abschnitten tief ins feindliche Gebiet ein und brachten der Führung enftcheidende Aufschlüsse über die Absichten des Gegners. Ein Aufklärer beobachtete, daß die Bolschewisten starke, von Panzern begleitete Kräfte zum Angriff auf einen wichtigen Flußab- schnitt bereitfteUten. Mehrfach stieß das Flugzeug trotz heftiger feindlicher Abwehr tief auf die Truppenansammlungen herab, um deren Stärke und Verteilung genau erkennen zu können. Die Aufklärungsergebnisse gaben der Truppenführung die Möglichkeit, die Heeresverbände so wirksam einzusetzen, daß der großangelegte Durchbruchsversuch unter hohen Verlusten für den Feind nach harten Kämpfen zusammenbrach. Noch erbitterter ist nach wie vor das Ringen gegen die feindliche Uebermacht im Raum von Stalingrad. Pausenlos setzten die Bolschewisten mit allem, was sie dort an Kampfmitteln und Menschen zusammengezogen haben, ihre Angriffe fort. Mit tausenden Granaten hämmerte der Feind auf die deutschen Linien und wühlte jeden Fußbreit Boden auf. Ganze Panzer-Brigaden und Schützen-Regimenter warf er gegen die deutschen. Linien. Aber in übermenschlicher Ansftengung hMen unsere Soldaten trotz Vigo, 20. Jan. (DNB. Funkspruch.) Aus den südamerikanischen Ländern wird gemeldet, daß die Verödung der Häfen in den letzten Wochen einen Grad erreicht hat, der in der Wirtschaftsgeschichte Südamerikas einen Tiefstand darstellt. Der Mangel an Schiffsraum wirkt sich derart verheerend aus, daß der Güteraustausch mit den Wirtschaftsmärkten Mittelamerikas und vor allem Nordamerikas nahezu zum Stillstand gekommen ist. Die Vereinigten Staaten sind nicht in der Lage, den Schiffsraum zum Abtransport der zugesagten Güter zur Verfügung zu stellen. Der Schiffsraum der eigenen Handelsschiffahrt der südamerikanischen Republiken reicht frei weitem nicht aus, auch nur im bescheidenen Rahmen den überseeischen Import und Export zu befriedigen. Die Ausnahmestellung Brasiliens durch den Kriegseinsatz an der Seite der Vereinigten Staaten kommt der Wirtschaft des Landes in keiner Weise zugute, da es sich bei den ein- und auslaufenden Frachten um Kriegslieferungen zugunsten der Union handelt. Große Unruhe hat nun in argentinischen Wirtschaftskreisen die lakonische Mitteilung des USA.- Staatodepcirtements hervorgerufen, daß bis zum März 1943 keinerlei neue Ausfuhrbewilligungen nach Argentinien, Chlle, Kolumbien, Bolivien, Ekuador, Peru und Venezuela aus- gegeben werden können, da der notwendige Schiffsraum nicht zur Verfügung stehe. Man m ihre form, ’ dem tinnt pf so titlet is 12 n Hält, wech, inmal 's auf e unb Ian 3 lapne ch fli» rohlen 'eti. & 180 193D Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer biß 8‘/t Ubr desvormi t tagS Anzeigen-Breite für die Mllimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvf. für i>amilienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzetgen 14 Stof. ♦. Werbeanzeige» und geschäftliche Gelegenbeitsanzeige» Matzvorfcbrift (vorherige Bereinbarung) 25*/. mehr tbulgarien fester zusammenzuschließen. Die bul- -rische Verwaltung kam nach Mazedonien und hrazien. Sie hat mit unendlichen Schwierigkeiten i kämpfen, da früher Türken und Serben gar chts zur Entwicklung dieser Gebiete getan hatten. i allem muß die bulgarische Regierung von vorn s fifangen. Schwierig ist auch die wirtschaftliche Lage ulgariens, obwohl man erwarten sollte, daß ein grarlanb keine Versorgungsschwierigkeiten kennen irfte. Sie sind aber trotzdem vorhanden und wer- n zunehmend fühlbarer werden. Zwei Gründe sind : für maßgebend: einmal hat Bulgarien in diesem Skbre eine schlechte Ernte gehabt. Monatelang fiel jdjt ein Tropfen Regen, so daß die Frucht am hüm und im Boden verdorrte. Die Getreideernte Fußbreit des größeren Vaterlandes kampflos aufgeben! Mit Rumänien knüpfen die Freundschaftsbande über die neue Dobrudscha-Grenze. Gegen serbische Banden halten bulgarische Divisionen Wacht. Die mazedonische Grenze gegen Albanien und Griechenland ist an einzelnen Stellen Gegenstand von Verhandlungen mit Italien. Das Verhältnis zur Türkei ist umrissen durch den Wunsch beider Länder, die freundschaftlichen Beziehungen auszubauen und dadurch dem Frieden zu dienen. Bulgarien ist heute im Besitz der geopolitisch enftcheidenden Transitstraßen zwischen Europa und Kleinasien. Es beherrscht diesen Raum von seinem Kern, der Hochebene von Sofia, aus bis nach Ochrid, der Aegäis und dem Schwarzen Meer. Wer in feindlicher Absicht diese Grenzen überschreiten will, stößt auf Abwehr. Bisher hat zwar noch kein einziger bulgarischer Soldat mit anglo-amerikam- schen oder sowjetischen Heeren in Gefechtsberührung gestanden, obwohl das Land schon im Dezember 1941 feine nichtkriegführende Haltung aufgegeben und als Waftenkamerad an die Seite der Achsen- her« ■feen. das -hen. 1 int nacht 1 Un« V* „'kommen. Fachkreise sind der Auffassung, daß ötrhftens 3000 Tonnen von der bulgarischen Baum- Dllernte behördlich ersaßt werden können. Der Grund dafür? Die festgesetzten Preise liegen ^schnitt: Ä* frei fast allen landwirtschaftlichen Produkten ;.L_ W tt unter dem Selbstkostenpreis. Es ist bisher 6)haben1 ft n Ausweg aus diesem Dilemma zu sehen. Bei chdt 1^ d i gegenwärtigen niedrigen Preisen ist die Lcmd- •Abschn. bdölterung nicht geneigt, ihre Produktionskraft h h und auszunutzen. Sie produziert, was sie selbst erhalten taucht, und was der „schwarze Markt" aufnehmen RM. 0,75 | bnn; denn dort ist viel zu verdienen. So kommt m preise « daß besonders in den Städten die Bevölkerung rehörigen ärt Vielfaches der festgesetzten Preise zahlen muß. Eintritts* mb zwar für Produkte, die zum täglichen Bedarf iten und | Azoren. Nur die Bedürfnislosigkeit des kleinen _ Mannes erklärt, wie es möglich ist, daß auch der ■ Arbeiter und Tagelöhner in Bulgarien leben kann. ; fre feindliche Propaganda versucht, aus vieler v rtschaftlichen Situation Kapital zu schlagen: Die rtöfen Deutschen" seien angeblich daran schuld. In 1 Wahrheit kann davon keine Rede fein. Nichts geht General-Anzeiger für Gberhessen streichung der aufrichtigen Freundschaft zwischen Deutschland und Spanien. Die Neutralität der Türkei. Ankara, 20. Jan. (Europaprdß.) Der türkische Ministerpräsident S a r a c o g l u gab gesprächs» weise den Vertretern der Londoner „Times" und des „Daily Telegraph" Erklärungen, in denen er in außergewöhnlicher Schärfe die Absicht herausstellte, die türkische Neuttalität zu verteidigen. Diese Erklärungen sind in Ankara stark beachtet worden. Man betrachtet sie als türkische Antwort auf die während der letzten Wochen von prominenter englischer Seite geäußerte Auffassung, die Türkei müsse zum Frühjahr ihre bisherige neutrale Einstellung aufgeben. In diesem Sinne wurden noch vor einigen Tagen vom Londoner Rundfunk Presseartikel zitiert, und im gleichen Sinne äußerten sich angelsächsische Journalistenkreise. Diesen Aeußerungen gegenüber, so glaubt man in Ankara, wollte der türkische Regierungschef noch einmal mit oller Klar« heit den türkischen Standpunkt gegenüberstellen. Das größere Bulgarien Von unserem C. A. D.-Berichterstatter. Zankapfel Marokko. Die Ereignisse, die sich gegenwärttg in Nordafrika abspielen, wecken die Erinnerung an die Rolle, die Marokko schon vor dem Weltkrieg in der internationalen Politik gespielt hat. Marokko mar schon vor dem Weltkrieg der „Zankapfel" zwischen den Großmächten, die besonders von den damals erst zum Teil vermuteten Bodenschätzen gereizt wurden. Vor dem Weltkrieg war es besonders das französische Finanzkapital, das den. Versuch machte, sich der Bodenschätze Marokkos zu bemächtigen. Die Industrialisierung der Landes versprach riesige Gewinne. Auf bewahrte kapitalistische Weise versuchten die Pariser Finanziers, dieses Ziel zu erreichen, indem man dem marokkanischen Staat Anleihen über Anleihen gab, die schließlich das Land so verschuldeten, daß das fran« zösische Kapital der alleinige Nutznießer war. Wie immer hatten auch hier die Juden ihre Hand im Spiel. Die Banque de Paris et des Pays Bas, die von Horace F i n a l y , einem Juden, geleitet wurde, gab dem verschwendungssüchtigen Sultan von Marokko schon in den Jahren 1902 und 1903 Anleihen, die die Souveränität des marokkanischen Staates durch die Bedingungen, unter denen sie gewährt wurden, ernschaft in Frage stellten. An dem Pariser Bankhaus waren natürlich Rothschild und die französische Bank Stern beteiligt Rothschild hat übrigens dem 1902 ins Leben gerufenen Comitö du Maroc die ersten 20 000 Franken 3ur Verfügung gestellt. Hinter dieser Organisation standen die führenden politischen Kolonialkreise Frankreichs, an ihrer Spitze der damalige General- gouverneur von Algerien, Jonnart. Mit der Camp. Generale du Maroc schufen sich die Pariser Finanziers das Instrument zur Beherrschung der marokkanischen Wirtschaft. Aber auch die französische Schwerindustris war an der Ausbeutung der marokkanischen Reichtümer intefcffiert. Schneider-Creuzot gründete vor der Jahrhundertwende die Comp. Maro- caine. Die Absichten Schneider-Creuzots gingen im wesentlichen dahin, aus den öffentlichen Aufträgen Nutzen zu ziehen. Im Jahre 1907 kam es zur Bildung eines Konsortiums, in welchem neben französischen auch andere Interessen vertreten waren. Dieses Konsortium .gründete im Jahre 1907 die Union des Mines, deren Kapital sich auf 2 Mill. Frs. belief und die ausdrücklich zur Ausbeutung der Bodenfchätze Marokkos ins Leben gerufen wurde. Der französische Einfluß in dieser Gesellschaft war aber immer überragend. Frankreich verfügte über mehr als 50 v. H. der Anteile. Es war auch in der Verwaltung der Gesellschaft am stärksten vertreten. Interessant ist, daß diese Gründung anfänglich über keine Minengerechtsame verfügte, also reine Finanzinteressen verfolgte. Dagegen sind als deutsche Pioniere im marokkanischen Bergbau die Gebrüder Mannesmann zu erwähnen, die in den Jahren 1910 bis 1914 verschiedene Expeditionen nach Marokko entsandten und denen die Aufschlußarbeiten im marokkanischen Kupfererzbergbau zu verdanken sind. Diese Pionierarbeit ist in der Vergangenheit nicht in der wünschenswerten Weise gewürdigt worden. Sie stach recht vorteilhaft pon den Methoden ab, mit welchen sich das jüdische Finanzkapital feinen Einfluß in der marokkanischen Wirtschaft zu sichern suchte. In politischer Beziehung ist an die Auseinandersetzungen Deuftchlands und Frankreichs um Marokko vor dem Weltkrieg zu erinnern, die damit endeten, daß Deutschland feine Interessen in Marokko an Frankreich abtrat und dafür durch die Ueberlaffung eines Stückes von Französisch-Kongo entschädigt wurde, das allerdings nach dem Raub von Versailles wieder in französischen Besitz kam. Gegenwärtig streiten sich die Amerikaner und die Briten um die wirtschaftliche Ausbeutung Marokkos. Dieser Streit geht um das Fell des noch nicht erlegten Löwen. Marokko hat keine Industrie, die dis Verarbeitung der Rohstoffe gestatten würde. Man muß sie also abtransportieren. Hierzu fehlt es einmal an Tonnage, und zum anderen sind die deutschen U-Boote wachsam. Stimm Weintrauben zu überaus guten Preisen rcfr Deutschland ausgeführt. Eine Ausfuhr also, ri> dem Bauern wie auch dem Außenhandel Bul- zcmens sehr zustatten kam. Roch überall in der Welt hat eine angespannte di^tschaftliche Lage zwangsläufig Unruhe in der Halen Struktur des Volkskörpers hervorgerufen, k'ch in Bulgarien sucht die Unzufriedenheit einen 8’^roeg in ertrempoHtifchen Ideen. Asoziale (Efe* Nutte. Wucherer und Schwarzhändler treiben ihr 'bwesen. Wenn sich aber diese Elemente zu frech .RM. Sm Een «kWa 45 n.Jf. B« auf bis 8 Mrd. RM. ge chatzten G esamtauf'« • ... . . c.,r rr_____ SR n r n h ■ gibt Schanghai, 20. Jan» > (DNB.-Funkspruch.) In im 3m sind Japanische Erfolge im Raum von Hankau. 19. 3oil Das Oberkommando der Wehrmacht bekannt: Deutsche und rumänische Truppen wiesen Westkaukasus feindliche Angriffe ab. Tlordkaukafus und im Dongebiet Oer Dichter Wilhelm Schäfer. Jur Vollendung des 75. Lebensjahres. Ms der Dichter, selbst nun ein Patriarch, seinem Vater zur Vollendung des neunten Lebensjahrzehn- tes in Honnef am Rhein ein Fest bereitete, saß er mit dem würdigen Greis an der Schmalseite des Hufeisens. Auf der einen Seite hatten die Mitglieder der Familie Platz genommen, auf der andern Seite die Freunde des Dichters aus dem Bereich des Schrifttums und der Wissenschaft — und beide Half, ten der Gesellschaft saßen sich etwas befangen gegenüber. _ Da erhob sich Wilhelm Schäfer, klopfte ans Glas und begrüßte die Geladenen, indem er in einer humorigen Rede die eine Seite der festlichen Versammlung der andern vorstellte: und wie er das machte, jeden einzelnen aus feinem Lebenskreis heraus würdigend, so daß es weder Böcke noch Schafe gab, überkam mich der Gedanke: hat er, Wilhelm Schäfer, je etwas anderes getan? Als ein Kind des Volkes hat er von je die Kluft verkannt, die, als er heranwuchs, die Schichten der Nation voneinander trennte.— und er schrieb von Anbeginn an so, daß die einfachen Menschen ohne den damaligen Bildungsgang sich an sein Wort halten, daß aber auch die Gebildeten, dies Wort einmal ohne kritischen Hintersinn genommen, daran ihre helle Freude haben konnten. Mit dem ZaNbermittel seiner Sprache, einer klaren, blanken und reichen Sprache, hat er, mehr wohl als manch anderer, gerühmter Dichter, die auseinanderstrebenden Schichten des Volkes wieder zufammengerafft und über der Lektüre seiner Bücher geeint; ihr Gehalt entsprach solch anspruchsvoll schlichter Gestalt, die nicht „das Einfache bedeutend, sondern das Bedeutende einfach" zu sagen weiß. Und so, als einen Menschen, der stiftet unb verbindet, haben wir Rheinländer Schäfer von je begriffen — auch und erst recht in Tagen, in denen eine süßliche Vorstellung von unserer Heimat (mit Wein, Weib und Gesang) das Bild dessen, was wir so liebten, weithin verfälschte. Schäfer verstand in der Zeit des Werkbundes und des Wandervogels die Länder am Rhein bereits als eine Einheit. Der „Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein", hinter dem Schäfers bauende Kraft stand, war» unS fcwä ktoe MitÄiMr U» der KchwÄ feind, und den Höflingen galt er als eine Marotte des neuerungssüchtigen Kaisers. Aber in blinkenden Nächten, von Jten Plagegeistern der Tage, von Sorgen und Süchten umlauert, riß seine Seele die Sterne vom Himmel und barg ihre ewige Tröstung in seiner Musik. Als sie in Wien die Hochzeit des Figaro spielten, das fröhliche Stück von dem frechen Barbier im Perlengewand Mozartfcher Töne, da flog dem Zauberer aus Salzburg anderer Beifall und Ruhm zu, denn da er als Wunderkind am Klavier die Herren und Damen der Höfe mit flinken Fingern entzückte. Da hörte das leichtgeschürzte Jahrhundert den gläsernen Ton seiner Schalmei, da war die Marquise von Pompadour seine schelmische^ Göttin geworden: der Zauberer hielt ihr das Schellenband hin, mit schlanken Beinen hinüberzuspringen. Ihm aber, der ihr und der Zeit mit seiner hellen Musik das Schellenband hielt, ihm lagen schon andere Töne im Ohr; aus der Tiefe stieg die Vergeltung mit steinernen Schritten: der Boden barst, und die Zeit versank mit ihren Lüsten und Lastern, mit ihrem Gelächter und gläsernen Glück in den Abgrund, als Mozart den Don Juan schrieb. Nie hatte die Kühnheit heller geprahlt, als da der freche Verführer Himmel und Holl« zum Troß sein Champagnerlied sang: nie hatte die Ewigkeit so ihren Donnermund aufgetan, als da der steinerne Gast den Lästerer holte. So rief er der Zeit den Tag seines Zorns und war doch ihr eigenstes Kind: zwischen Himmel und Hölle tapfer ein Mensch zu sein, ließ Mozart zuletzt die Zauberflöte erklingen. Da hing die irdische Liebe gläubig der eigenen Glückseligkeit an, Schuld und Bedrängnis vermach- ten nicht, ihren Weg zu beschatten: wie die Sonne am Mittag schritt ihre Allgewalt über die Ströme und finsteren Wälder, über die Felsen und Ab- gründe in seligen Tönen hinüber. Ms Mozart der Menschheit solche Musik schrieb, hatte der Tod sein Herz schon berührt; noch konnten die ftebernden Hände sein Requiem schreiben, dann sank er selber hinein in die ewige Ruh«. Er war ein Kind seiner Zeit wie keiner: alles, was sie zu lächeln vermochte, lächelte er; als ob die Erde ein Blühegarten der Freude, als ob der Mensch aller Blüten und Freuden Nutznießer wär«, (p machte Mvssrt, der Meister des Wohllauts, MrM Mozart. Von Wilhelm Schäfer. Zum 75. Geburtslage des Dichters Wilhelm Schäfer entnehmen wir seinem Werk „Die dreizehn Bücher der deutschen Seele" mit Genehmigung des Verlages Albert Langen/ Georg Müller in München den folgenden Abschnitt. Ein Wunderkind kam nach Wien; ein Knabe aus Salzburg, Mozart geheißen, spielte der Kaiserin auf dem Klavier, und alle die Herren und Damen Maria Theresias staunten, wie solch ein Kind schon ein Zauberer wäre, mit seinen Tönen den süßen Genuß der Gefühle zu lenken. Und wie in Wien geschah es in London, im Haag, in Paris: überall staunte das Kerzenlicht um den Knaben aus €>al3burg, der das Klavier gleich einem Großen zu meiftern verstand. Lärmender Beifall und lockender Ruhm war um den Knaben, aber der strenge Vater ließ ihn nicht locker in der Zucht seiner Kunst: Beifall und Ruhm sollten seiner Musik nicht die Quellen verschütten. Dor den Herren und Damen der Höfe zu spielen, war nur ein Gauklergewerbe: aber den Menschenseelen Gesang und Wohllaut der Geigen, Flöten und Hörner harmonische Fülle zu geben, hieß ein Musikmeister der Ewigkeit sein. So wurde das Wunderkind Mozart ein Jüngttnq und ein Mann, der seiner Musik den echten Zauberstab hielt: so wuchsen dem Rosenjahrhundert der Pompadour Flügel, in den Himmel der Töne zu fliegen. Als Maria Theresia starb, rief Joseph, ihr schwärmender Sohn, Mozart nach Wien, daß er sein Kammermusikus würde; doch hatte der hitzige Schmied kühner Herrscherpläne kein Ohr, das Wunder der Töne zu hören. Indessen der Kaiser den Blasebalg zog, das störrische Eisen der Herkunft zu schmieden, indessen sein Hof ein kühner Gedankenplatz war, indessen die Stadt an der Donau, unbesorgt solcher Gedanken die Fröhlichen lockte mit reichen und rauschenden Festen, saß Mozart in mancher Bedrängnis. Er hatte die schöne Konstanz« gefreit, und fein Klavier stand nicht still, um die Gulden zu erspielen, die feine Frau fröhlich verbrauchte; auch waren tit welschen Musiker W Neuling aus Salzburg „Maßstäbe -er Filmkunst/' 6in Vortrag von Wolfgang Liebeneiner. und dem alemannischen Raum bis in den fränkisches und niederdeutschen im Delta des Stromes. Neben der Gab«, Menschen und Dinge zu verbm* den, stand die Entschiedenheit, das abzulehnen, was nicht zu ihm und was überhaupt nicht zueinander gehörte. Da gab es denn manchen Sturm und manche Anklage — in welchem Maße Schäfer ost Recht behalten hat, lehrt jede Auswahl aus bet Fülle seiner kritisch sichtenden Arbeiten zur bilbenbeti Kunst, zur Dichtung, zur Geschichte — und woran ihm sonst immer noch gelegen haben mag. Derselbe Mann, der, wenn es ihm notwendig erschien, den Rock auszog und hemdsärmelig seine Anmerkungen machte, trat bis heute Ml und verehrend an die Seite, wo es jemand zu feiern galt, den er übet alles schätzte. Langsam hat sich die Liebe des Volkes diesem Dichter zugewendet. In einer Stunde tiefster Der« zagtheit hat das deutsche Volk sich aus den „S reif zehn Büchern derdeutschenSeele" Trost gesogen. In Schäfers erzählenden Büchern hat es eine Spiegelung des völkischen Lebens in Ver» gangenheit und Gegenwart vor sich, tief leuchtend wie eine Laterna magica, gestaltenreich wie ein Wandteppich, geheimnisvoll wie eine Einlegearbeit. So wandern heute unsere Gedanken auf die Som- merhalde zum Schwäbischen Meer. Der Seewein ist so übel nicht, indes hoffen wir, daß sich ein« andere, bessere Flasche im Keller findet. Ein Wein, in dem die ganze Essenz der Länder am Rhein steckt. So, wie im Werk dieses Erziehers und Dichters. Otto Brües. Zeitschriften. — Das Januarheft der Zeitschrift „Neues Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) wird eingeleitet mit einem wegweisenden Aufsatz von ---Sturnv bannführer Dr. Herbert Grohmann über rassische Auslese. Das Wort des Novalis „Wo Kinder sind, ist das goldene Zeitalter" wird durch eine Reihe schöner Aufnahmen eindringlich veranschaulicht. In einem bebilderten Aufsatz „Nachwuchs am Start" schildert NSFK.-Sturmführer Ernst Ney die Ausbildung im Segelflug im Rahmen der fliegerisch» vormilitärischen Ausbildung. Kurz Feroers gibt einen Einblick in die Berliner jüdischen Säten» unter Friedlich Wilhelm JÄ Unsere Epoche ist geistig bestimmt von der Suche nach dem Götllichen. Der Wille dazu drückt sich seit mehr als 100 Jahren, seit Goethe den Anfang der Bibel mit dem Wort übersetzt „3m Anfang war die Tat", in dem Wunsche der Menschen aus, in der Wirklichkeit tätig zu fein, selbst einen Teil des- en zu machen, was man Geschichte nennt. Der höchste Weg zu diesem Ziel liegt in der Kunst. Sie macht das Göttliche im Menschen, das Ewige, was man eigenarttgerweise gemeinhin als das Allgemein-Menschliche bezeichnet, in jeder Epoche äußerlich sichtbar und damit beständig, indem sie den Geist, die Idee mit der Materie zu einem Ewigkeitswert verbindet. . Dies ungefähr war der Sinn der einführenden Worte eines Vortrags, den Staatsschauspieler Wolfgang Lieben einer vor einem Kreis von Filmschaffenden hielt. Liebeneiner stellte sodann die Forderung, man müsse diesen allgemeinen Maßstab der Kunst auch auf den Film an- wenden, sobald man ihn mit Recht als Kunst - werk ansprechen wolle. Es sei ein häufiger Fehler der Filmschaffenden, die Wertmaßstäbe für ein Filmkunstwerk immer nur aus den Bereichen des Films selbst zu nehmen. Dies aber fei falsch, denn es wäre nicht einzusehen, wesbalb der Film, der doch im Zelluloid ein Material besitze, das beständig hie übrigen Kreditinstitute durste danach ein «e- trag von etwa JC Mrd. RM. verbleiben. Man schätzt hie getarnte Barablösungssumme auj 3 Mrd RM.. soweit sie erfaßbar ist. Wie sich der Rest von U: bis 15 Mrd. RM. auf die direkten, nicht über Kredit- Institute geleitete Barablösungen und auf Restanten verteilt, ist eine offene Frage. Handlungen wurde eine abschließende Vereinbarung nicht erzielt, so daß das am 31. Dezember 1942 abgelaufene und bis 15. Januar 1943 vorläufig verlängert gewesene Derrechnungsabkommen erlosch e n ist. Zur Ermöglichung eines weiteren Warenaustausches werden trotzdem die Verrechnungskonten einstweilen fo rtgeführt und der Zah- lungsverkehr zwischen beiden Ländern auch weiterhin unter den bisherigen Bedingungen abgewickelt. OarlanS Mörder ein verratener Verräter. Rom, 20.Jan. (Curopapreß.) Don als zuverlässig bezeichneter Seite hörte der römische Rundfunk Einzelheiten über die Aburteilung und Hinrichtung des Mörders des Admirals Sarian. Der junge Mann wahrte von Anfang bis Ende eine zuversichtliche Haltung. Er weigert« sich, zu sagen, wer er war, und es gelang ihm durch zweideutige Antworten zunächst, die Unklarheit darüber auf- rechtzuerhalten, ob er auf Anstiftung von englischer oder nordamerikanischer Seite gehandelt hatte oder von allen beiden. Seine Haltung erklärt man sich mit seiner fteberzeug-ung, daß er unbestraft bleiben würde, da ihm sein Auftraggeber offenbar gesagt hatte, daß es sich bei dem Prozeß und der Verurteilung um eine reine Formsache handeln würde. Es müsse lediglich di« öffentliche Meinung zufriedengestellt werden. Auch nach Fällung des Todesurteils behielt der Mörder seinen Gleichmut. Er äußerte bis zuletzt seine Zuversicht, daß man nur mit Platzpatronen auf ihn schießen würde. Er glaubte den lügenhaften Zusagen seiner Auftraggeber und wurde so zum verratenen Verräter. weitere wechselvolle Kämpfe im Gange, in deren । Verlauf am 17. und 18. Januar 62 Sowjelpanzer vernichtet wurden. Die Truppen im Raum von Stalingrad verteidigten sich standhaft in harten Kämpfen gegen immer neue Angriffe des Feindes. Oertliche Angriffe der Sowjets im mittleren Frontabschnitt und südöstlich des Ilmen - fees blieben ergebnislos. Südlich des Ladoga- fees griff der Feind mit starker Artilterieunter- stühung immer wieder an. Er wurde in schweren Kümpfen unter hohen blutigen Verlusten abgeschlagen. In den beiden Kampfabschnitten wurden 32 Panzer vernichtet. In Luftkampfen, bei denen auch slowakische Jäger erfolgreich beteiligt waren, wurden 16 Sow- Zetflugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. In Rordafrika leistete die deutsch-italienische Panzerarmee dem Feind weiterhin hartnäckigen Widerstand. Deutsche Kampfgruppen in InnefUn durchbrachen an mehreren Abschnitten die feindlichen Stellungen und erstürmten vom Gegner zäh verteidigte höhen. Kampfflieger versenkten in der vergangenen Nacht im Seegebiet von Voue zwei Transportschiffe mit zusammen 12 000 DRT^ beschädigten außerdem zwei Frachtschiffe mittlerer Größe. 10 feindliche Flugzeuge wurden über N o r d- afrika zum Absturz gebracht. Im Kanalgebiet, in der Deutschen Bucht und an der norwegischen Lüste verlor die britische Luftwaffe acht Flugzeuge. Stadt und Hafen Dover wurden In den Abendstunden des 18. Januar von einem deutschen Sampf- stlegerverband mit Spreng- und Brandbomben angegriffen. Alle Flugzeuge kehrten zurück. Oer Lustangriff auf Dover. B e r l i n, 19. Jan. (DNB.) In den Abendstunden des 18. Januar griffen Kampfflugzeuge Stadt und Hafen Dover an. Gegen 19.30 Uhr überflogen die deutschen Verbände in mehreren Wellen be Hellem Mondschein den Kanal. Kurz darau erfolgten die ersten Bombenwürfe, die etwa 20 Minuten lang ohne Unterbrechung andauerten. Bei der guten Sicht konnte das von Sperrballons und heftigem Flakfeuer geschützte Stadtgebiet einwandfrei erkannt werden. Die Flieger durchbrachen die Ballonsperre und warfen ihre Bomben auf die befohlenen Ziele. Mehrere heftige Brände brachen im gesamten Stadtgebiet aus. Der Feind hatte auch eine beträchtliche Zahl Nachtjäger eingesetzt. Sämtliche deutschen Kampfstugzeuge kehrten von dem erfolgreichen Angriff zurück.— Don den sechs deutschen Flugzeugen, die nach dem Wehrmachtbericht vom 18. Januar^ von den Angriffen aufLondon nicht zurückgekehrt waren, ist inzwischen eines auf einem abgelegenen Flugplatz im besetzten Gebiet gelandet. Oie Protektoratsregierung ein Lahr im Amt. Prag, 19. Jan. (DNB) Zum ersten Jahrestag der Amtsübernahme der Protektoratsregierung erklärte der Minister für Volksaufklärung Mora- oec vor Pressevertretern, die Zeit habe bewiesen, daß die nach dem Willen des stellvertretenden Reichsprotektors ---Obergruppenführers Heyd - rich durchaeführten Maßnahmen ein aroßarttges Werk geroejen seien, die dem Großdeutscben Reich Nutzen und dem tschechischen Volk vielversprechende Möglichkeiten gebracht hätten. Der Minister kennzeichnete das verräterische Doppelspiel der vorigen Regierung und zeigte das schlechte Erbe auf, das die neuen Männer vor einem Jahr vorgefunden hätten. Man müsse sagen, daß das Reich sich dem tschechischen Volk gegenüber stetsverständnis- voll gezeigt habe. Die neue Protektoratsregierung fei von Anfang an überzeugt gewesen, daß es für das Protektorat keinen anderen Weg zum Leben gebe als den mit dem Großdeuffchen Reich. Mit der Regierung marschierten die Jugend, die selbstbewußten Bauern und Arbeiter. Ihre erste Aufgabe sei die Wiederherstellung des Vertrauens des Reiches zum tschechischen Volk gewesen. Dem tschechischen Volk stehe eine glänzende Zukunft von dem Zeitpunkt an bevor, mit dem es die Zugehörigkeit zum Reich zur Grundlage seiner gesamten Arbeit mache. Das tschechische Volk glaube an den Sieg der nationalsozialistischen Revolution, der Europa eine dauernde Ordnung, neuen Wohlstand und für Jahrhunderte den ersehnten Frieden schenken werde. Auf der Prager Burg sand ein Empfang der Regierung bei Staatspräsident Dr. Hacha statt. Der Vorsitzende der Protektoratsregierung, Justiz- m'mister Dr. Krejci, richtete eine kurze Ansprache an Dr. Hacha, der in seiner Antwort der Regierung den Dank für die geleistete Arbeit aussprach. Aus dem gleichen Anlaß wurde die Protektoratsregierung auf der Prager Burg vom stellvertretenden Reichsprotektor, ---Oberstgruppenführer und Generaloberst der Polizei D a l u e a e, in Gegenwart von Staatssekretär ---Gruppenführer K. H. Frank und führender Persönlichkeiten von Partei und Wehrmacht empfangen. In seiner Ansprache erneuerte der Vorsitzende der Regierung das Treuegelöbnis zum Reich. Der stellvertretende Reichspro- tektor wies in feiner Antwort auf die Pflichten des tschechischen Volkes hin, das für den Sieg keine Blutopfer zu bringen brauche und daher durch unermüdlich« Arbeit feinen Kriegsbeitrag leisten müsse. Oer deuisch-fchweizerische Verrechnungsverkehr. Bern, 19.Januar. (DNB.) In den seit einigen Wochen in Bern zwischen der deutschen und der schweizerischen Regierung geführten Wirtschaftsver- mehrtagigen, EUde letzter Woche begonnenen Einzeloperationen, die sich über weite Gebiete im Raum von Hankau erstreckten, haben die japanischen Truppen bedeutende Erfolge erzielt. Tschung- kina-Divisionen erlitten schwere Verluste. Der Tschungking-General Wuh Wawen hat sich mit 40 000 Soldaten im Raum von Schantung und Das Raffenpolitische Amt im Jahre 1942. NSG. Don besonderer Bedeutung war im Rahmen der Aufgaben der Partei im Jahre 1942 auch die der biologischen Zukunft unseres Volkes verpflichtete Arbeit des Rassenpolittschen Amtes. Die dem Rassenpolittschen Amt gestellten Krregsausga- ben bestanden in erster Linie sowohl m der Schu- lungs- und Aufklärungsarbeit unserer Volksgenossen über die von uns eingeschlagene Fremdvolkpolittk und die Haltung des deutschen Menschen den Völkern gegenüber, mit denen mir in ständigen Beziehungen stehen, als auch in der Propagierung unserer bevölkerungspolitischen Forderungen, die gerade jetzt im Kriege in besonderem Maße herausgestellt werden müssen, um die biologischen Voraussetzungen für die Erfüllung unserer zukünftigen Aufgaben zu schaffen. Neben dieser Schulungs- und Propagandaarbeit wurden durch das Gauamt zahlreiche Gutachten bei Ehege- nehmigungsanttägen, Anträgen auf Befreiung von den Vorschriften des Blutschutzgesetzes, Anträgen oirf Gewährung von Kinderbeihilfen usw. abgegeben und rassenkundliche Untersuchungen auf Anforderung des Reichsfippenamtes sowie anderer staatlicher oder parteiamtlicher Dienststellen durchgeführtt Don der beim Gauamt eingerichteten rassen- und bevölkerungspolitischen Auskunfts- und Rechtsberatungsstelle wurde ebenfalls in noch stärkerem Maße als in den Vorjahren von deitz Volksgenossen Gebrauch gemacht. Die Zusammen« arbeit mit dem Reichsbund Deutsche Fa« mili« gestaltete sich insofern in diesem Jahr- enger, als in einer Reihe von Kreisen die Kreise amtsleiter des Rassenpolittschen Amtes die Leitung des Reichsbundes Deutsch« Familie mit übernah» men und so durch die herbeigeführte Personalunion eine einheitlich« Ausrichtung der Arbeit gewährlei» stet ist. Vom Gouamt wurden etwa 300 Anträge auf Ausstellung des Ehrenbuches für die kinder» reiche deutsche Familie bearbeitet Die »erarbeite« für die praktische und gesetzliche Regelung des Asozialenproblems, mit denen sich ba$ Gauamt feit Jahren beschäftigt, wurden auch int vergangenen Jahre »eiter vorwärtsgetrieben. Kunst und Wisfenschast. Hochschulnachrlchten. Zu Mitgliedern der Leopoldina sind ernannt worden: der Geologe Professor Dr. Dai« nelli, Florenz, der Geologe Professor Gortani, Bologna, die Chemiker Professor Dr. Krauch, Hei« beiberg, Direktor Dr. Pier, Heidelberg, und Dirck« tor Dr. Repp«, Ludwigshafen, die Hygieniker Professor Dr. Rimpau, München-Solln, und der Ober« regierungsrot Professor Dr. Schloßberger, Jena. — Der Dozent für mittelalterliche und neuere Ge« schichte an der Universität Greifswald, Dr. phiL habil. Ulrich Noack, wurde zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Noack wurde 1899 in Darmstadt geboren, studierte in Berlin, Göttingen und München und promoviert« 1925 in Berlin. 1929 habilitierte er sich in Frankfurt. 1939 kam er nach Greifswald. — Zum o. Professor für Psychologie und Pädagogik an der Universität Münster wurde Dr. Wolfgang Metzger, bisher außerplanmäßiger Professor an der Universität Frankfurt, ernannt Metzger wurde 1899 in Heidelberg geboren. Er studierte in Heidelberg, München und Berlin, promo* vierte 1926 in Berlin und habilitierte sich 1932 in Frankfurt. In feinem 1941 erschienenen Buch „Psychologie" gibt er die erste umfassende Dorstel» hing der viel umkämpften „Gestaltstheorie", einer experimentell begründeten Ganzheitslehre, in weft cher der Gegensatz zwischen naturwissenschaftlicher und geisteswisfenschaftlicher Richtung überwunden wird. — Der Dozent der Universität Münster, Dv Horst Schröder, ist zum planmäßigen a. o. Pros f-essor ernannt und als Vertreter des SttaftechtS und des Strafprozeßrechts an di« Universität Graz । berufen worden. — Der Dozent für Archäologie an Obwohl die Sowjets elfmal in die deutsche Stellung einbrachen, gelang es immer wieder in energischen Gegenstößen und erbitterten Nahkämpfen, die Bolschewisten zurückzuwerfen und die Hauptkampflinie in vollem Umfange zu erhalten. Als der erschöpfte Feind von seinen vergeblichen Angriffen abließ, lagen 7500 gefallene Bolschewisten und 20 ausgebrannte Panzer vor und zwischen den deutschen Stützpunkten. Wenn bei einer hauptsächlich aus Berlinern bestehenden Infanteriedivision von den 95 zwischen dem 23.12. und dem 12.1. vernichteten Sowjetpanzern 89 hinter der Hauptkampflinie durch panzerbrechende Waffen abgeschos- fen wurden, so läßt das auf besonders gefahrvolle Lagen schließen, bei denen die Grenadiere der vordersten Stellungen im Vertrauen auf die hinter ihnen stehenden schweren Waffen die Stahlkolosse vorbeiließen, um dann durch ihr Feuer die folgenden feindlichen Schützen von den Panzern zu trennen ukd zu vernichten. So wuchs in dem fchweren Ringen am Ilmensee die Zahl der bisher vernichteten Panzer der Sowjets auf 483 an. Der Wehrmachtberichi. DNB. Aus dem Führerhauptquartier. Kiangsu der überlegenen japanischen Sttettmacht ergeben und über den Rundfunk seine alten Waffenkameraden unter dem Tschungking-Regirne auf« gefordert, die Nutzlosigkeit ihres weiteren Widerstandes gegen Japan nach dem (Eintritt der Nan- king^Regierung in den Krieg zu erkennen. Die Ablösung der Hauszinssteuer. Heber das Ergebnis der Hauszinssteuerablösung gibt der Frankfurter Wirtschaftsdienst des DNB. folgende Ziffern bekannt. Die übernommenen A b - geltungsdarlehen bei den Bodenkredittnsti- tuten betragen etwa 1,5 Mrd. RM., bei den Sparkassen rd. L3 Mrd. RM., bei sämtlichen Versicherun- gen rund 0,7 Mrd. RM., zusammen damit rund sei, nicht auch von ebenso großer Dauer fein tonnte, wie ein Kunstwerk, das aus Stein gehauen oder auf Leinwand gemalt fei Der Redner stellte damit den Film gleichwertig neben jede andere Kunstart. Er wies nach, daß der Film die Durchschnittsleistungen der Bühne schon übertroffen habe, ihre Spitzenleistungen allerdings noch nie erreicht hätte. Dies habe aber keinen prinzipiellen Grund, sondern seine Ursache nur darin, daß während der kurzen Zeit, in der es überhaupt Filme gäbe, noch keine Film- genies vom Format eines Schlller oder Kleist aufgetreten wären. Er aber glaube daran, daß der große Film, der Ewiakeitswerte habe, kommen würde. Um in bestimmten Filmen den künstlerischen Willen zu erkennen, müsse man es anstreben, zu fest umrissenen Filmgattungen zu kommen. Es ginge nicht an, jedes für die Leinwand poduzierie Werk ohne Unterschied einen Film zu nennen, genau so wenig wie man den „Faust" und die „Fledermaus" unter einem Gattungsnamen zusammenfassen könne. Der einzelne Film könne nur bann zum Kunstwerk reifen, wenn er ein großes Thema in großer Form aufgri'ffe. Inhalt und Sttl seien gleich wichtig. Wenn einem von beDen die Größe fehlt, dann wäre das für ein Kunstwerk zu wenig. Hans-Hubert Gensert. irib er» an ein AUF MÖNCKEBER6 ROMAN VON OLAF BOUTERWEOK (Nachdruck verboten.) £9. Fortsetzung. t. Dai« Aortani, ch, hei« ) Direh er Pr» >r Ober« Jena. - ere ®f )r. phiL nä&rgffl )arm' len uni n. 1929 er nach Mogik r wuiÄr mäMl ernannt । . Er ft- promo* 1932 in n Buch DarsÄ' 2", einet m öd« heftlicha rwunbei ijter, Dr i.o. Pro- trafreO itätOro); rlogie a| 5 ülü ?ufj ‘»bi ■HDq« r“ X St J>ä -tebib ■Ulten Dor dem Hafen von Montevideo kenterte Bagger, der Teile des deutschen Panzer« chiffes „Graf Spee" zu heben versuchen sollte. Dabei sind zehn Mann ertrunken. Riesige Valdbrände in den Kordilleren. Die Kordilleren an der argentinisch-chilenischen Grenze wurden von riesigen Wald- Bränden heimgesucht. In der Nähe des chilenischen Bergsees im Nationalpark Lanin haben sich die Flammen auf über 100 qkm Aaldgebiet ausgedehnt. 3in anderer Brand weiter südlich hat besonders die Iungforste ergriffen. Es wurden Zypressen, Araukarien und andere, nur in den Kordilleren vorkommende Edelhölzer in einem Gebiet von etwa 50 000 Hektar zerstört. Truppen und Gendarmerie wurden .'.ingesetzt, um die Brände einzudämmen. Es wird angenommen, daß sie durch Unvorsichtigkeit von Touristen oder Grenzschmugglern entstanden sind. „Stobbe, Sie haben gehört, was ich gesagt habe!" wandte Raucheisen sich hernach an den Hilfskommissar. Es sind bereits zwei Beamte unterwegs, die Sie ablösen werden. Bis zu ihrem Eintreffen wollen Sie bitte mit aller Energie darauf achten, daß meine Anordnungen befolgt werden! — — Sie haben mich doch verstanden, Stobbe! Ist Ihnen alles klar?" jawohl, Herr Kommissar!" antwortete Stobbe laut, aber er machte dabei seinem Vorgesetzten ein Zeichen, um damit anzudeuten, daß er noch etwas auf dem Herzen habe. Raucheisen ging zur Tür, Stobbe folgte ihm, und als sie außer Hörweite waren, flüsterte der Hilfskommissar: „Darf er telephonieren?" „Natürlich!" gab Raucheisen leise zurück. „Ich habe bereits angeordnet, daß die Leitung überwacht wird!" Axel tat so, als tib das Ganze ihn nichts mehr angehe. Mit unbewegtem Gesicht knüpfte er seine Schleife. Dann zog er schweigend sein Jackett an, und als Stobbe die Tür öffnete, um den Kommissar hinauszulassen, schlüpfte er — ohne seinen Wächter auch nur anzuschauen — schnell hinter ihm her. Raucheisen sah sehr mißtrauisch zu, wie Axel mit schnellen Schritten an den Tisch trat, von dem Sigrid sich gerade erhob. „Fraulein von Mönckeberg, ich hatte eine große Bitte an Sie: Würden Sie mir wohl trotz des bedauerlichen Anlasses, der uns hier zusammenführt, die Ehre erweisen, mit mir zu frühstücken?" „Dielen Dank für die Einladung!" sagte Sigrid überrascht. „Aber ich weiß nicht recht ..." Sie warf einen unschlüssigen Blick zu Raucheisen hinüber: „Der Herr Kommissar bot mir liebenswürdigerweise an, mich in seinem Wagen nachher nach Hause zu bringen und ..." Raucheisen nickte ihr ermunternd zu: „9hm, Sie habe» es ja nicht weit nach Hause, Raucheisen wartete, bis Axel fertig war. Dann schickte er Otto hinaus und wandte sich an den Schriftsteller: „Herr Holm, ich muß ein paar ernste Worte mit Ahnen sprechen: Ich habe jetzt alle etwaigen Mog- üchkeiten untersucht, ohne auch nur den .Schatten tiner neuen Spur zu finden. Sie wissen ja selbst, i>aß eine Reihe von Anzeichen Sie in schwerer Weise belastet, und da Sie diese Verdachtsgründe nicht m befriedigender Weise entkräften können — oder es iid)t wollen! —, sehe ich mich zu meinem Bedauern gezwungen. Sie vorläufig festzunehmen und einen Haftbefehl gegen Sie wegen Tatverdachts an der Lötung Professor Beierfelds zu beantragen!-- Sie können diese Maßnahme nur vermeiden, wenn Sie mir jetzt klipp und klar sagen, wo Sie sich in ier vergangenen Nacht während der kritischen Stunden aufgehalten haben!" , , Ä „Machen Sie, was Sie wollen! sagte Axel trotzig, indem er die mißratene Schleife seiner Krawatte wieder aufzog und sie von neuem zu binden be- I egann. „Vorläufig habe ich noch keine Deram losiung, mein begründetes Schweigen zu brechen. Raucheisen machte eine ärgerliche Bewegung. „Dann haben Sie sich auch die Folgen selbst zuzuschreiben, Herr Holm! Ich will Ihnen eine letzte Frist bis heute mittag zwölf Uhr geben; bis dahin lönnen Sie sich's überlegen ... Inzwischen dürfen Sie dieses Haus aber nicht verlassen! Ich mache Sie larauf aufmerksam, daß Sie auf Schritt und Tritt leobachtet werden! Auch ein Gespräch Mit Ihrem Diener Dttto ist nicht gestattet; nötigenfalls darf es tut im Beisein eines meinet Beamten erfolgen) Aus Oer Statt Gießen. Die wahre Gesundheit. Von Professor Dr. Karl Kötschau. Es gibt Menschen, die ihre Gesundheit lediglich danach beurteilen, ob man bei ihnen einen Krankheitsbefund erheben kann. Diese Menschen haben sich in Abhängigkeit von Befunden begeoen, deren Deutung sie meist selbst nicht yerstehen und die sie nicht selten erheblich in die Irre führt. Wie oft wird nicht eine harmlose Eiweißausscheidung im Urin (orthostatischer Art), oder ein belangloses Herzgeräusch, eine Blutdruckschwankung ober ein Elektrokardiogramm- oder Röntgenbefund von dem sach- unfunbigen Laien völlig falsch gedeutet und damit der Grund zu einer Lebensauffassung gelegt, die man als Hypochondrie ober Pessimismus bezeichnen muß. Gewiß sollen ernste Krankheitsbefunde auch ernst genommen werden, darüber darf kein Zweifel bestehen; das gilt besonders für alle ansteckenden Krankheiten, selbstverständlich für die Erbkrankheiten und für die mit Leistungsverlusten verbundenen chronischen Krankheiten. Anderseits kann es nicht angehen, die Gesundheit des deutschen Menschen nur durch die Brille des Noch- nichtkrankseins zu betrachten. Wo bleibt das Vertrauen in die eigenen Kräfte des Aufbaus, der Leistungsfähigkeit und Gesundheit, wenn wir uns abhängig machen wollen van Fieberkurve u. a. Messungen, deren Kenntnis für den Arzt unentbehrlich, für den Patienten aber oft niederschmettench ist und ihn seines Selbstvertrauens beraubt. Welche großen und starken Kräfte schlummern doch in jedem erb gesund en deutschen Menschen, und wie wenig wird meist dieser Eigen- und Abwehrkräfte gedacht. Das fängt schon beim Kinde an. Anstatt bestrebt zu sein, die Anlagen unserer Jugend voll und ganz zur Entfaltung zu bringen, wird nur darauf geachtet, bas Kind so zu behüten und zu schonen, daß nach Möglichkeit keine Erkrankungs- gelegenheit gegeben wird. Abgesehen davon, daß dieses Ziel auf dem Wege der Schonung nicht erreicht wird, bewirkt man nur um so größere Anfälligkeit, je weniger man das Kind an die Natur mit ihrer physiologisch-entwicklungsgeschichtlichen Belastung heranbringt. Am schlimmsten ist aber, daß die Kinder auf diesem Wege nicht die Entwicklungsreize erhalten, die sie unbedingt benötigen, um sich zu starken, vollwertigen Menschen entfalten zu können. Es ist unendlich beklagenswert, zu sehen, was aus erbgefunben Kindern ost so wenig entwickelt worden ist. Wie oft geschieht es, baß aus den Kindern nur ein Teil von dem entwickelt wird, was anlage- mäßig möglich ift Unsere Kinder sin keine „schwachen" und feine „armen" Geschöpfe. Sie sind vielmehr die Träger reichster Anlagen und Entwickln ngsmöglichkeiten von einem Ausmaß, dessen Größe wir im Einzelfall nur ahnend erfassen können. Wir können aber aus jedem Kinde ein armes, schwaches Geschöpf machen, wenn wir seine erbge- sunden Anlagen nicht zur vollen Entfaltung kommen laßen. Wie stolz können gerade wir deutschen Eltern sein, die mir Kinder mit den herrlichen und überragenden deutschen Anlagen unter unseren Augen heranwachsen sehen dürfen. Von selbst und unter mangelnder Hebung der anlagemäßig vorgesehenen Kräfte geschieht dies allerdings nicht. So kommt es, baß Kinder, obwohl mit den reichsten Anlagen aus- gestattet, sich kümmerlich entwickeln wie ein Pflanze, die in nicht zuträglichem Klima oder unter ungünstigen Bobenverh ältnissen nur ein krüppelhaftes Dasein fristet. Es gibt im Organismus keine Funktion, die durch Schonung stärker würde, und kein Organ bas sich zur vollsten Blüte entwickelte, wenn nicht stete natürliche Beanspruchung vorausgegangen wäre. Die volle Entfaltung der gesunden Anlagen zu überwachen und durchzufuhren, ist eine Aufgabe von ungleich größerer Bedeutung als das allzu ängstliche Bewachen aller und der kleinsten Besin- densänderungen. Gesundsein heißt, dem Leben und feinen Anforderungen gewachsen fein, und vor allem auch in der freien Natur bestehen können. Wie notwendig es ist, dieses Ziel klar herauszustellen, lehrt dieser Krieg, der nur von Menschen geführt werben kann, die harten Anforderungen gewachsen sind. Wir können meniger denn je auf irgendeinen deutschen Menschen verzichten, der, mit allen hervorragenden Kräften deutscher Erbanlage ausgestattet, nicht alles tut, um seine Kräfte voll zu entfalten. An die Stelle der nur fürsorgerischen Ausrichtung auf Kranke, ober besser neben sie — denn cs wird stets Kranke geben — muß die Vorsorge, d. h. die Verhütung von Krankheiten oder besser die Weckung und Entfaltung der gesunden Kräfte im Menschen treten. Es gilt, das Vertrauen in die ge- funben Kräfte wieder zu wecken und zu zeigen, daß der Untoerfität Berlin, Dr. Max Wegener, wurde als o. Professor an die Universität Münster berufen. — Der a. o. Professor für Archäologie an der Universität Greifswald, Dr. Erich Boehringer, zur Zeit in Athen, wurde zum o. Professor ernannt. Boehringer wurde 1897 in Hamburg geboren und habilitierte sich 1932 in Greifswald. — Der o. Pro» sissor für Botanik an der Universität Marburg, Dr. Peter Claussen, ist auf feinen Antrag von den amttichen Verpflichtungen entbunden worden. Claussen wurde 1877 geboren. Er studierte in Freiburg und Berlin, promovierte 1901 in Berlin und Hadi- ütierte sich 1904 in Freiburg und 1908 in Berlin. Haber Dorpat und Erlangen kam er 1922 nach Marburg, wo er auch als Direktor des Botanischen Instttuts und des Botanischen Gartens wirkte. — Der a. o. Professor für anorganische Chemie an der Universität Leipzig, Dr. Franz Hein, ist an die Universität Jena berufen worden. Hein wurde 1892 geboren. Er habilitierte sich 1921 in Leipzig, wo er 1923 a. o. Professor wurde. — Der o. Professor für Chemie an der Bergakademie Clausthal, Dr. Lothar Birckenbach, ist auf feinen Antrag von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Mrckenbach wurde 1876 geboren. Er war lange Jahre Vorstand des Analytischen Laboratoriums der Badischen Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen und kam 1922 als Ordinarius nach Clausthal. — Der Dozent für Völkerrecht an der Universität Berlin, Dr. Wilhelm (Breme, ist zum a. o. Professor für Rechtsgrundlagen der Außenpolitik und Völker- rechtspolittk ernannt worden. (Breme wurde 1911 in Hamburg geboren, promovierte dort 1936 und habilitierte sich 1941 in Berlin. Lhrenbegräbms für Rudolf huch. Die Stabt Braunschweig erfüllte einen festen Wunsch des in Bad Harzburg verstorbenen Ru- dolf Huch, einst zurückzukehren in die Stadt seiner Jugend, mit einem Ehrenbegräbnis. So fand der Dichter feine letzte Ruhestätte auf demselben Friedhof, auf dem Wilhelm Raabe, der einst die Bedeutung Rudolf Huchs als einer der ersten erkannte und ihm wohlwollende Anerkennung zollte, beigesetzt ift Die Gedenkrede hielt Georg Grabenhorst, der das Wesen des so lange verkannten Dichters, Denkers, Träumers und Kämpfers Umriß, dem er das Gelöbnis der Jetztzeit nachrief, d)u.] Meret \ [agene ätschen, n mir in der ' w. loerem biolo« Niserer dieser durch W l9 von Anfon ' staat. »eführt. ' i* und unb lös in on den mmeni e Fa, Ährt Kreis Leitung irernch Äunion oährlev Inträge kmden irteiteu rtg del ch doj ruh im en. Theater der Universitätsstadt Gießen. Alexander Marai: »Das letzte Abenteuer^. Studienkameraben wieder aufzunehmen. — So etwa stellt sich in großen Zügen der Ablauf der drei Akte dar, die darüber hinaus eine unausge- tragene Fülle angedeuteter Spannungen zwischen Beruf und Privatleben, zwischen ärztlichen unb menschlichen Pflichten unb Verantwortungen be, herbergt. Deren Auslegung ober Einbeziehung in den Handlungsablauf muh dem Geschmack und der Neigung jedes Besuchers überlassen bleiben. — Das dreiaktige Schauspiel von Alexander M a • rat, aus dem Ungarischen übertragen und für die deutsche Bühne bearbeitet von I. P. Toth, hat, wie man erfährt, in Budapest einen psychologisch nicht ganz erklärlichen Serienerfolg erzielt, obwohl es — zur Zeit der Dolksröntgenuntersuchungen, die wir soeben absolviert haben — einer gewissen Aktualität nicht entbehrt. Jedenfalls dürfte es dem normalen Theaterbesucher nicht ganz leicht fallen, aus den verschlungenen und stellenweise ziemlich krausen Handlungsfäden und Gedankenyängen des Autors den tieferen Sinn herauszukrtstallifieren. Der Internist Professor Petersen muh am Tage eines großen beruflichen Triumphes die schmerzliche Entdeckung machen, daß feine um vieles jüngere Frau ihn zu verlassen beschlossen hat, weil er in der Fülle seiner ärztlichen Geschäfte sich ihr nicht so zu widmen vermochte, wie es im Sinne einer guten Ehe wünschenswert märe. Doppelt schmerzlich, daß auch der erste Assistent Dr. Fabri- zius, dem Petersen in seiner Klinik große Aufgaben zugedacht hat, ihn am gleichen Tage verläßt; da es sich um eine Frau handelt, ist der Zusammenhang klar. Der Fall kompliziert sich ferner dadurch, daß Fobrlzius um der Frau des Chefs willen dessen zweite Assistentin fitzen läßt, die seiner Liede gewiß zu sein glaubte unb sich nun von ihm verraten sieht. Die ganze schreckliche Wahrheit kommt aber erst an den Tag, als Petersen seine Frau nach ihrem niederschmetternden Geständnis perkutiert und röntgt was man in der ersten Uederraschung für eine neuartige seelenärztliche Untersuchungsmethode zu halten geneigt ist; indessen erweist der Befund, daß der Fall vordringlich den Internisten an- geht: die Frau ist unheilbar krank unb hat nur noch ein paar Monate zu leben. Obwohl sie nichts davon ahnt unb schließlich sogar zu bleiben bereit ist, schickt Petersen sie fort, in den Süden, m ein Sanatorium, unb bestellt Fabrizius, der auch nicht ahnte, daß er einer Todkranken verfallen ist, zum ärztlichen Betreuer feiner Frau. Auf diese Weise hofft er den abtrünnigen jungen Kollegen zu seiner Pflicht zurückzuführen. Petersen, völlig geschlagen, diktiert der Assistentin den verhängnisvollen Befund, gibt feine Privatpraxis auf, entschließt sich aber zuletzt eine vor vielen Jahren abgebrochene Forschungsarbeit zusammen mit einem früheren Die Spielleitung des Herrn Mund war offenbar bestrebt, die krassen Wirkungen des Sensationsschauspiels mit den dialektischen Reizen eines Konversations- unb Thesenstückes zu verbinden. Eine möglichst nüchterne Sachlichkeit (unter Vermeidung gelegentlicher Pathetik) scheint uns, schon um stellenweise bemerkbarer Lachlust der Hörer zu begegnen, der für die Inszenierung derartiger Schauspiele empfehlenswerteste Sttl zu sein. — Herr Löffler hatte für alle drei Akte bas der Umgebung angemessene, diskret unb elegant ausgeftat« tete Ordinationszimmer einer wohlsituierten Privat» Praxis hergerichtet. — Herr Funke spielte den Professor mtt einer der Figur nicht übel anstehenden Mischung aus Nervosität und Konzentration, aus gesellschaftlicher Kühle, medizinischer Sachli^» keit und versteckter Herzensregung. Friedl Goll« mann suchte der Frau mit bem beziehungsvollen Namen Nora außer der beherrschten Haltung der Salondame die differenzierten Konturen einer ratlosen, mit bem Leben nicht zurechtkommenden jungen Frau zu geben. Herr K ö chling spielte den Fabrizius mit feindlich ablehnender, trotziger und unzugänglicher Verschlossenheit, BlancaBlacha die von Eifersucht, Enttäuschung unb Mitgefühl zerrissene Assistentin, Hella H e n z k y mit hübsch beobachteten Zügen die hoffnungslos in den großen Chef verliebte Sekretärin. Herr V o l ck, als kleiner, rühmloser, idealistischer Landarzt, erschien wie das leib hälftige Gewissen aus einer fernen Ibsen-La nd- schaft auf der von menschlichen und medizinischen Katastrophen erschütterten Szene. — ♦ Das Haus, stellenweise ziemlich unruhig, dankte zuletzt mit ausdauerndem Beifall unb Blumen« spenden. Hans Thyriot es auf bem Wege über den Einsatz der Eigenkräfte bester als mit irgendeiner anderen Methode gelingt, die Gesundheit zu steigern und dadurch die Krank- heitsanfälligkeit zu senken. Freilich, Krankheiten wird es immer geben. Es ist aber ein Unterschied, ob man mit gut trainierten Abwehrkräften erkrankt und leicht mit irgendwelchen Störungen fertig wird, oder ob nur geringe, schlecht geübte Abwehrkräfte zur Verfügung stehen. Die Arbeits- und Leistungsfähigkeit wird im zweiten Falle bestimmt wesentlich geringer, die Krankheitsdauer wesentlich größer sein. Auch pflegen Menschen, die stets nur an der Grenze ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit arbeiten, unzufriedener und innerlich unruhiger zu fein, als solche Menschen, die über genügend Kraftreserven verfügen. Gesund sein im besten Sinne fetzt allo nicht nur voraus, daß keine Krankheit besteht, sondern daß auch Kraftreserven da sind, daß also alle Organe nicht nur bei Schonung störungsfrei sind, sondern auch bei stärkerer Belastung. Eine solche Gesundheit ist offensichllich nur bei ständigem Geübtsein an den Kräften möglich, die abwehrstark, hart unb widerstandsfähig machen. Wer von Jugend an so aufwächst, daß alle Organe bestens entwickelt und ihre Funktionen ständig geübt werden, der kann als Erwachsener mit Recht von sich sagen, er sei gesund und fräftig. Offensichtlich ist es lediglich eine Frage geeigneter Erziehung und Lebensführung, um aus unserer erb« gefunden Jugend das zu machen, was uns allen vorschwebt, eine Generation von kraftvoll-selbstbewußten deutschen Menschen, die sich durch nichts aus dem Gleichgewicht, bringen ober gar unnversen lassen. Welch gewaltige und schöne Aufgabe übernehmen Eltern und Epzieher, wenn sie dieses Ziel planmäßig zu erreichen trachten! Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 21.1., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Amt für das Landvolk. Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, 21.1., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Köpfe berühmter Männer aus dem Gau Hessen-Nassau. NSG. Der Gau Hesien-Nasiau hätt sich — nicht ohne Grund — etwas darauf Zugute, daß in feiner Gauhauptftabt Frankfurt a. M. der größte Dichter der Deutschen, Johann Wolfgang von Goethe, geboren wurde. Irn Glanze einer solchen geistigen Größe mag man leicht dazu verführt fein, viele andere bedeutende Männer, die im Laufe der letzten Jahrhunderte aus unserem Gau hervorgegangen find und für Kunst und Wissenschaft Bedeutendes erreicht haben, zu übersehen. Das Kriegswinterhilfswerk hat deshalb für dis kommende Gaustraßensammlung am 23. und 24. Januar Abzeichen anfertigen lassen, die die Köpfe bedeutender Männer aus dem Gau Hesien-Nasiau zeigen. Wir sehen neben dem Kopse Goethes die Köpfe Gutenbergs, des Schöpfers der Typographie, Ulrich von Huttens, des deutschen Vorkämpfers gegen die geistige Ueberfrembung durch die römisch- klerikale Machtentfaltung, den Kopf Lichtenbergs, des scharfsinnigen Sattrikers, die Köpfe Liebigs unb Mercks, der bedeutenden Chemiker, der Gebrüder Grimm, denen wir die Sammlung der schönsten deutschen Märchen zu verdanken haben, des Freiherrn vom Stein, des großen deutschen Freiheitskämpfers, und Wilhelm Riehls, der als Erster die soziale Frage des inbuftrietten Zeitalters richtig erkannte. Jeder von uns wird am kommenden Wochenende mit Stolz das Bildnis eines unserer großen Vorfahren im Gau auf dem Nockaufschlag tragen. Wer indessen die ganze Serie erwerben will, der dient nicht allein dem Kriegswinterhilfswerk, sondern er wird sich damit gleichzeitig ein kleines Stück deutscher heimallicher Kulturgeschichte zu eigen machen. Ditaminisierte Margarine. Don der laufenden Zuteilungsperiode ab wird auch in diesem Winter wieder vitaminisierte Margarine in den Verkehr gebracht. Diese Maßnahme ist für die gesunde Ernährung von größter Bedeutung, weil im Winter die Ernährung auch in Friedens- zelten vitaminärmer ist. Unter den Kriegsverhält- nissen muß der ausreichenden Vitaminversorgung Fräulein von Mönckeberg! Ich an Ihrer Stelle würde in diesem Falle einem Frühstück unbedingt den Vorzug geben!" „3a dann", sagte Sigrid lächelnd, indem sie Axel die Hand bot, „bann nehme ich Ihre Einladung natürlich dankend an, Herr Holm!" 9. Kapitel. Obwohl Axel gewissermaßen Gefangener in feinem eigenen Haufe — beziehungsweise dem feines Onkels — war, zeigte er sich doch durchaus als Herr der Lage. Er bat den Diener Friedrichfen, den Frühstücks- ttsch nicht im Speisezimmer, sondern in der Diele zu decken. Auf diese Weise erreichte er, daß der Hilsskommissar Stobbe unauffällig unb ohne Peinlichkeit für alle Beteiligten seine heikle Aufgabe erfüllen konnte; denn es war selbstverständlich, daß Friedrichsen in diesem Falle auch für Stobbe ein Gedeck mit auflegte. Während des Frühstücks wurde bas Gespräch fast ausschließlich von Axel unb Sigrib geführt, die liebevoll unb mit leiser Wehmut des Profesiors gedachten. Stobbe hörte ebenso schweigsam wie aufmerksam zu. Er war allerdings auch der einzige, der wirkliche Eßlust zeigte, denn nach dieser durchwachten langen Nacht schmeckte es ihm ausgezeichnet. Später — nachdem Stobbe durch zwei wortkarge unb sehr energisch aussehende Beamte, den Kriminalsekretär Steputat und den Kriminalassisten- ten Schnitter, abgelöst worden war — schlug Axel einen Spaziergang durch den Garten vor, und Sigrid, die ohnehin das Bedürfnis hatte, noch ein wenig über „ihren" Professor zu plaudern, zeigte sich sofort mit diesem Vorschlag einverstanden. Zudem liebte sie Bäume und Blumen sehr ... Steputat unb Schnitter hefteten sich zwar sofort an Axels Fersen, aber draußen begnügten sie sich rbamü, auf einer Bank Platz -u nehmen, von der aus sie den verhältnismäßig großen und park- ä^nlichen Garten bequem übersehen konnten. Der Schriftsteller hätte ihnen nicht entfliehen können, wenn er es auch gewollt hätte. Eine Weile gingen Sigrid und Axel schweigend nebeneinander her. Als sie aber außer Hörweite der Beamten waren, zeigte Axel auf eine Bank, die im Schatten einer schönen, breitästigen Rotbuche stand: „Wollen wir hier ein wenig Platz nehmen, Fräulein von Mönckeberg?" „Gern ...! Uebrigens habe ich schon einmal vor etwa zwei Monaten mit Ihrem Onkel auf dieser Bank gesessen. Wir haben damals hier draußen Kaffee getrunken ... Ich denke gern und oft an diesen wundervollen Nachmittag zurück, denn jene Stunden gehören mit zu den angenehmsten unb glücklichsten meines Lebens!" Sie setzte sich, unb als Axel schwieg, fügte sie nachdenklich und mit leiser Bitterkeit hinzu: „Wie schrecklich und unfaßbar ist bas: ein Mensch, der gütig, liebevoll und uneigennützig war — gestern noch lebensprühend, voller Pläne unb Gedanken, ist heute stumm unb ausgelöfcht, als fei er nie gewesen! Unb nichts bleibt von ihm zurück als sein Werk unb eine schmerzliche und wehmütige Erinnerung an ihn! — Wieviel tierische Bosheit, wieviel Verderbtheit und Hemmungslosigkeit gehören dazu, einen solchen Menschen einfach mit einer Handbewegung auszulöschen!" Axel war bleich geworden. Er hob aber den Kopf und sah Sigrid ernst in die Augen. „Fräulein von Mönckeberg, feien Sie ehrlich: trauen Sie mir eine solche verachtungswürdige Tat zu?!" Sigrid faßte unwillkürlich nach Axels Hand. „Herr Holm, um Gottes willen ...! Wer hat so etwas gesagt?" rief sie ganz entsetzt. .Fommissar Raucheisen", murmelte Axel. (Fortsetzung folgt! KNORRx Suppen' richtig kochen / / - Schuhcreme einsparen. .■r' *■" E U ,ai^fflSSwSiEf i Aktive Offizierlaufbahnen der Kriegsmarine. Bewerber für aktive Offizierlaufbahnen der Kriegsmarine aus dem Geburtsjahrgang 1925 müssen ihre Gesuche bis spätestens 31. Januar 1943 beim zuständigen Wehrbezirkskommando eingereicht haben. 201D Oberkommando der Kriegsmarine. w HA im k =s der Universitätsstadt Gießen Mittwoch, den 20. Januar 15.00 bis 17.30 Uhr König Drosselbart. 18.30 bis 21.80 Uhr 17.Mittwochmiete u.HalbmieteA Die tolle Komteß. Nicht ,ede Schvhcreme itt Guttalin Selbst houdidünnes Auf. tragen genügt. Erst trocknen lauen. Dann erst bunten u. polieren. Der Glanz wird schöner und man spart E*t nur *it de* Aufdrvdr Guttalin" t Nur in Fachgeschäften SJtxfpori Tag der „Deutschen Meister" verlegt. und ** Das Oberkommando der Kriegs- 0405 Gießen, Leihgestemer Weg 127 E. Ig. UNt. 0399 o. Gieß. Anz. sucht. [0393 13% Uhr, statt. 203 D vater Carl Zülch zu wollen. 0384 Am 14. Januar 1943 ist mein geliebter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Groß- moi Kück st mit enutz., Gute, möblierte 2-Zimmerwohnung Dehn davon hängt der gute Ge4 schmack ab. Kochen Sie deshalb nach den 3 KNORR - Ratschlägen: 1. Das Wasser richtig abmesseni 2. Die Kochzeit genau einhalte iw • und das überkochen verhütend 3. Nach dem Kochen etwa 10 Mi* nuten zugedeckt ziehen lassen« das erhöht den Wohlgeschmack# KNORR An, an Ein brauner Welrööe entlaufen. Gastwirt C. Bierau, Wetzsteins. 10, Telephon 3547. Wer erteilt Abiturientin Unterricht in Maschinenschreiben 0410 Angeb. an Fink, Friedrichstr. 101 nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 78 Jahren durch einen sanften Tod von seinem schweren Leiden erlöst worden. In stiller Trauer: Anna Zülch, geb. Rudloff Rudolf Zülch und Frau Tilly, geb. Dem Dr. Friedrich Zülch, z. Z. Stabsarzt d. R., und Frau Hildegard, geb. Lange Peter Zülch. Gießen, Bobersberg, den 19. Januar 1943. Die Beisetzung fand auf Wunsch des Entschlafenen in der Stille statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen fm Winter und Frühjahr besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Margarine ist mit Vitamin A angereichert; sie. wird bis zum Mai ausgegeben. Es handelt sich nur um eine zusätzliche Ditaminquelle, da selbstverständlich auch die Wintergemüse wechselnde Mengen dieses Wirkstoffes enthalten. Sondermarke zum 30. Januar. marine erläßt in diesem Blatte eine amtliche Bekanntmachung über Offizierlaufbahnen der Kriegsmarine, auf die besonders hingewiesen wird. ** Otto ©öl In er dirigierte in Frankfurt a. M. Vom Theater der Universitätsstadt Gießen wird mitgeteilt: Der Städtische Musikdirektor und musikalische Oberleiter des Theaters der Universitätsstadt Gießen, Otto Söllner, war von der Generalintendanz des Frankfurter Opernhauses eingeladen worden, zwei Vorstellungen der „Madame Butterfly" zu dirigieren. In der Presse wurde sein Wirken mit hoher Anerkennung besprochen. ** Dichterstunde mit Hermann Eris Busse. Der Gießener Vortragsring (Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und NSG. „Kraft durch Freude") hat, wie man uns mitteilt, für seine nächste Veranstaltung den alemannischen Dichter Hermann Eris Busse zu einer Lesung aus eigenen Werken eingeladen. Hermann Eris Busse ist nicht nur als Dichter, sondern auch als Volkstumsforscher der badischen Landschaft besonders hervorgetreten. Seine Romane, von denen besonders die Schwarzwald- (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Verdunkelungszeit: 20. Januar von 17.45 bis 7.51 Uhr. Bestellung, auf Eintagskücken könn. nicht mehr angenommen werden. [205D Oberer Hardthof, Gießen. WslMe f. leichteste Näharbeit sofort ge- Allen, die unserm lieben Entschlafenen Josef Wirrer die letzte Ehre erwiesen, sowie für die Kranzspenden und herzliche Teilnahme sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Deuster für seine trostreichen Worte am Grabe, den Pflegern der Heil- und Pflegeanstalt und der Firma Poppe für die Kranzspenden und die trostreichen Worte und Dank der Nachbarschaft. In stiller Trauer: Frau Theresia Wirrer Wwe., geb.Merx- mdller, nebst Kindern und allen Verwandten. | Verkäufe | Einige trächtige Fahrkühe z.verkaufen.lv3so Lannsbach 87. Oskar Münzer, Lehrer GiselaMünzer, geb Jung kriegsgetraut Wer bringt Msziinnier mit von Mülheim (Ruhr)? [0406 Fran H. Fieber, Gießen, Televhon 4153. ladungen, die wir als Nordlichter bewundern. An den ionisierten Schichten werden die kurzen elektrischen Wellen zurückgeworfen. Sie ermöglichen deren große Reichweite. Die ultravioletten Strahlen des Sonnenlichtes und die gewaltigen Ausbrüche von Sonnenmaterie (Protuberanzen) bewirken die Ionisation durch Absorption aller dieser Strahlen. Die dadurch entstehenden leitenden Schichten, deren tiefste etwa in 100 Kilometer Entfernung vom Erdboden entsteht, lassen die magnetischen Gewitter und Nordlichter, die regelmäßigen und ungeordneten Störungen der Radiowellen physikalisch erklären. Eine Reihe von Versuchen diente zur Veranschaulichung der vorgetragenen Erkenntnisse und belebten den gut besuchten Vortrag. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 42 Rpft, Bullen 35 bis 50, Kühe 18 bis 47, Färsen 15 bis 45, Kälber 25 bis 57, Schafe 30 Rpf. le Yi kg Die für den 30. Januar in Gießen und 31. Januar in Frankfurt geplanten großen Radsportveranstaltungen müssen wegen Terminschwierigkeiten auf einen späteren Termin verlegt werden. Die Veranstaltungen finden voraussichtlich am 6. und Berlor.a.Sormt.- Nachrn.Gürt.m. cmgearb. Taschen (schw.m.grün)a. d.WegeN.Fried- hof, Marb. Str., Hitlerwall, Kaiserallee. Abzug.b.Samen- handlung Hahn, Bahnhofstr. Wir erhielten die für uns unfaßbare Nachricht, daß unser innigstgeliebter Sohn, Bruder, Schwager, Pate u. Onkel Otto Laub Gefreiter in einem Pionier-Bataillon nicht mehr zu uns zurückkehrt. Für Führer, Volk und Vaterland opferte er sein junges Leben im blühenden Alter von 20 Jahren. Seine letzte Ruhestätte fand er auf einem Heldenfriedhof im Osten. In tiefem Schmerz: Heinrich Laub und Frau Lina, geb. Müller Valentin Laub, z.Z. Im Felde, und Familie Karl Müller, z. Z. Wehrmacht, und Familie Eduard Koch, z.Z. im Felde, und Familie Ernst Laub. Elpenrod, Zeilbach, Beltershain,Nd.-Ohmen, im Januar 1943. Die Gedächtnisfeier findet am 24. Januar, Uebungsleiterinnen auch mit diesem schönen Sportgebiet bekannt zu machen. Kreisfachwartin für Rollschuhlauf Gertrud Duill, Kreisfachwort Hermann Preiß sowie Kamerad Grau verstanden es, die Teilnehmerinnen, die sämtlich Anfängerinnen waren, recht schnell in den Rollsport einzuführen. Nach dem Auftakt am Sonntag wechselten wieder Sprungseilgymnastik mit Gerätturnen, Singen, Spiel und Volkstanz. Ebenso wurden die IM.- und BDM.- Mannschaftswettkämpfe durchgenommen. In diesem 4. Kreisschullehrgang waren zum erstenmal Lehrproben für die Teilnehmerinnen in Gymnastik, Gerätturnen, Spiel und Bodenturnen eingebaut, die von den Mädels red)t gut durchgeführt wurden. In den folgenden Lehrgängen haben die Teilnehmerinnen wieder Gelegenheit, Lehrproben zu halten und damit das Erlernte und die Befähigung als Uebungsleiterin unter Beweis zu stellen. Als Lehrkräfte waren außer der Kreisfrauenwartin die Kreisfachwartin Turnen Helma Schmieder, Kreisfachwartin Leichtathletik Margret Seim und Lehr- wartin Lotte Keßler tätig. Fußball-Nationale in Frankfurt. Im Hinblick auf die kommenden Länderspiele unserer Fußball-Nationalmannschaft wird unter Leitung von Reichstrainer Josef Herberger in der Zeit vom 8. bis 15. Februar im Frankfurter Sportfeld ein Lehrgang für Nationalspieler stattfinden. Bei dieser Gelegenheit wird der Reichstrainer seine Männer auch in einem Uebungsspiel prüfen, das zum Sonntag, 14. Februar, vorgesehen ist. Dabei wird den Nationalen die Gaumannschaft von Hessen-Nassau gegenübertreten. Houpychriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bc3 Hauptjchristleiters: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik und Bilder' Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; jür Stadt Gienen, Provinz, Wirtichast und Sport: Ernst Blumtchcin. Truck und Verlag: Brühljche Univeriträtsdruckerel R. Lange K. arb iichrr <1 u * "•