8rtNtis,1y. Märzes Annahme von Anzeige« für die MittagSnummer bis8' »UbrdeöBormittagd Anzettten-Preise: Anzetnenteil 7Rvf. le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH 8lbscblUsseÄ)lengenstaffel8 Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"»mehr !93. Jahrgang ttr.66 Erscheint täglich, außer Lonnings und kkeiettags Beilagen: Gießener F-amilienblätter Heimat imBild- DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gemalt ^ernsvrechanschlust 2251 Drahtanschrift:,Anzeiger" Postscheck 11686 Franlf./M. Sietzener Anzeiger vrllh Isch« Un>vrrst»Strdnicker«i». tauge General-Anzeiger für Oberhessen WtStmS.BlUraW-'» Die beiden Morgans Ernst Moritz Arndt. laßt uns wacker fein. tragenen Angriffe brachen am unerschütterlichen Di- Der Wehrmachtbericht dem In -en Abwehrkämpsen -ei Orel rfrry« iters, öle enschen, (PK.'Kriegsberichter Schmidt-Schuber. sSch.j) Was leistest -u für den Endsieg? Sowjetpanzer vernichtet. Auch südlich des Ilmensees rannte der Gegner wieder vergeblich gegen unsere Stellungen an. Bei örtlichen Kämpfen an der tunesischen 3 r o n t brachten deutsche und italienische Truppen Gefangene ein. Starke feindliche Jnfanterleangriffe gegen die südtunesische Front wurden unter hohen Verlusten für den Gegner abgewiesen. Die Luftwaffe griff mit starken Kräften in die Abwehrkämpfe eist. Deutsche Jäger schossen über dem Mittelmeerraum fünf feindliche Flugzeuge, darunter vier Torpedoflugzeuge, ab. Major Philipp, Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader, erxang am gestrigen Tage nach vier Abschüssen seinen 203. Luftsieg. stofses, des Gummis, zu richten gedenkt. Es ist ja immerhin möglich, daß es in den USA« naive Leute gibt, die fest glauben, daß mit dieser Reise Wallaces nach den südamerikanischen Ländern Chile, Ecuador, Bolivien, Panama, Costariea, fto» lumbien und Peru die Hauptsache für die Lösung der brennendsten Rohstoffprobleme, Insbesondere der Gummibeschaffung, für die USA. getan sei. Diese Amerikaner würden auch gar nicht den (Ein- ' mnnh fnffpn. hnft (Hiimmibäume lieben Jabre Der Tod von John Pierpont Morgan dem Jüngeren wendet die Aufmerksamkeit auf eine Dynastie von Geldfürsten, die weit über ihren geschäftlichen Umkreis hinaus aus dem Hintergrund politischen Einfluß geübt haben. In der Literatur an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert spielt der Begriff der ,Kamarilla" an den Höfen eine große Rolle. Man verstand darunter einen aus dem Dunkeln wirkenden Personenkreis, der einen unzulässigen oder gar verhängnisvollen Einfluß aus Grün den persönlichen V)rgeizes oder bloßer Vetternwirtschaft übte: man darf ruhig sagen, daß die dunklen Gewalten, die von den Geldfürsten und den politischen Bankiers ausgingen, an verhängnisvoller Wirkung jede Kamarilla weit hinter sich ließen. Die Morgan waren keine Selfmademen, keine Emporkömmlinge. Der alte Pierpont Morgan war als Sohu eines Bankiers 1837 in den Bereinigten Staaten geboren. Aber das Stammhaus war in London. Die Mdrgan stammen aus schottischem Blut. Das. väterliche Erbteil des alten John Pierpont Morgan (1837 bis 1913) wurde bereits auf die stattliche Summe von zehn Millionen Dollars geschätzt. Das war für die damalige Zeit ein gewaltiger Betrag. Allein was den Namen Morgan bald berühmt machte, war eine ganz besondere finanzielle Kunstfertigkeit: mit möglichst geringem Eigenkapital möglichst große Summen fremden Kapitals zu beherrschen. Das Neuyorker Haus Morgan wurde bald dies bedenkt, dann gewinnt auch feine eigene kleine Leistung als Bausteinchen in dem großen Mosaik eine starke, lebendige Kraft. Nicht anders ergeht es uns aber, wenn wir aus der begrenzten Welt unseres Schaffens heraustreten auf das weite Kampffeld des schicksalsschweren Ringens der Gegenwart. Auch. hier stehen wir Tag für Tag vor einer Fülle neuer Ereignisse, Eindrücke und Anforderungen an unsere äußere und innere Spannkraft. Zeiten stärkster Aktivität und Kraftentfaltung wechseln mit solchen einer geheimnisvollen Ruhe und scheinbaren Untätigkeit, in denen der einzelne nur zu gern die Lehren der Vergangenheit' vergißt, daß auch diese Intervalle sich regelmäßig nur als schöpferische Pausen, als Spannen der Vorbereitung kommender neuer großer Ereignisse erwiesen haben. Auch in dieser Lage gilt es immer wieder, sich das rechte Augenmaß für die Größenverhältnisse zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu bewahren. Reichsminister Dr. Goebbels hat kürzlich im Berliner Sportpalast diese Dinge beim richtigen Namen genannt, als er darauf hinwies, daß wir im September 1939 nicht um Biferta, sondern um Saarbrücken gekämpft haben. Wenn wir die damalige unmittelbare Bedrohung des Reiches bedenken und Hamit die heutige, weit vorgeschobene Wacht unserer Streitkräfte zu Lande, in der Luft und auf den Weltmeeren vergleichen, wenn wir dazu die Aktivierung der gesamten europäischen (Energien gegen die raumfremden Aggressionsmächte in Betracht ziehen, dann gewinnen wir ein Bild von der heutigen Kriegslage, das allen kleinen Alltags» Problemen nur eine untergeordnete Bedeutung läßt. Wir werden darum diese weder unterschätzen noch vernachlässigen. Aber indem'wir sie dem Gesamt- bikd richtig ein- und unterzuordnen verstehen, gewinnen wir gleichzeitig Kraft, sie mit geringerer Mühe zu parieren. H. M. wer sich selbst verläßt, der wird verlassen. Das Volk, das an sich verzweifelt,- an dem verzweifelt die Welt, und die Geschichte schweigt von ihm. Unser Volk ist in einem jeglichen von uns, — und darum der Großbankier unzähliger Provinzbantiers in den Bereinigten Staaten. Es gewann ferner auf Versicherungsgesellschaften großen Einfluß, die erheb liehe flüssige Gelder zu verwalten hatten. Morgans Trick mar, fremde Gelder für sich selbst arbeiten zu lassen. I>ie gewaltigen Kapitalien, die er aus diese kl ugb er rächende Art in Bewegung zu setzen verstand, gaben ihm sowohl im Industrie, wie im Börsenge schäft bald eine ganz überwiegende Rolle. Zwischen dem alten und dem jungen Pierpont Morgan, zwischen Baier und Sohn, gab es große Unterschiede. Unterschiede, die ganz verschiedene wirtschaftliche Entwicklungsstufen der Bereinige ten Staaten widerspiegeln. Der alte Morgan mar ein große Bankier im Industrie-, Geld- und Börjeu- geschäft der USA. Der junge, jetzt verstorbe-ne John Pierpont Morgan griff über den Bereich der 'Bereinigten Staaten hinaus und wurde eine Gestalt der Weltwirtschaft und Welipolitik Er war während des ersten Weltkrieges der Finanzier und' Rü stungseinkäuser erst Englands, dann auch Frank' reichs und Rußlands. Das war für ihn aber nur das Sprungbrett, um nach dem ersten Weltkrieg der eigentlich bestimmende Geist der Reparation^ Politik zu werden, d. h. der besten Art und Weise, aus Deutschland möglichst große Summen heraus- zuziehen. Sowohl der Dawes- wie der Poungplan sind unter seiner maßgeblichen Regis zustande ge kommen. Beide Reparationsprogramme waren von Itfannl: Im gesamten Kampfabschnitt zwischen Char- I o w und nordwestlich Kursk sind die Divi- j.Otten des Heeres und der Waffen-^ im Angriff i ach Osten. Trotz erbitterter Gegenwehr und Ichwieriger Geländeverhältnisse erreichen unsere» Gruppen täglich die gesteckten Ziele, werfen die Sowjets aus ihren immer neu bezogenen Stellingen und fügen ihnen zusammen mit der Luft- □affe schwerste Verluste zu. Die südöstlich Charkow eingeschlossenen Endlichen Kräfte sind bis auf geringe Veste verachtet. Lntsahversuche der Sowjets scheiterten blutig. Südlich Orel griffen die Sowjets gestern er- ueuf auf breiter Front mit starken Infanterie- und ssionzerkräften an. Die in mehreren Wellen vorge- derstand unserer Truppen, die von der Luftwaffe VVB. Aus dem Führerhauptqnartier, hervorragend unterstützt wurden, unter hohen Ver- 18. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt I lüsten zusammen. In diesen Kämpfen wurden 116 ireife. )lgen, fahre, an 11 iseito streitkröfte, die gegen die südliche Flanke unserer Front bei Orel vorgebrochen waren, in rollenden Schlägen an. Mit Nahkampffliegerkräften faßten sie den Feind noch vor Erreichen der deutschen Linien. Staffelweise stürzten sich die Ju 87 auf die Sowjetpanzer, und Tiefflieger hetzten die nach allen Richtungen ausschwärmenden Stahlkolosse mit Bomben und Bordwaffen. • An der Spitze der deutschen Jagdflieger. vorragende Tapferkeit bei den Kämpfen im West kaukasus am 7.10.1942 erhalten hatte, zeichnete sich auch weiterhin aus, als am 22. upö 23. Februar die Bolschewisten mit starken Kräfte^ am Kuban-Brückenkopf an einzelnen Stellen iiw unübersichtlichen Gelände der Borberge des? Kau brauchen, bevor sie den ersten Ertrag abwerjen, daß man zum Pflanzen von solchen Bäumen immerhin Plantagen braucht, und daß dos Roden des Urwaldes, das Anlegen der Plantagen und das Bekämpfen der Krankheiten, die in diesen Tropen- gegenden zu Hause sind, Unendliches an Zeit und, Arbeitskraft verschlingen. Diese Amerikaner und anscheinend auch Mr. Wallace selbst stellen es sich wohl recht einfach vor, Hunderttausende von Sudamerb kauern auf Befehl Washingtons in die Hölle des südamerikanischen Urwaldes zu treiben und sie dort unter Einsatz ihres Lebens für das Wohl der Bereinigten Staaten arbeiten zu lassen, auf daß ein Strom des ach so kostbaren und für die USA. so wichtigen Hevea-Saftes in die gummiknappen USA. sich ergieße. Einer Weigerung der Südameritaner, für dieses mühselige uno gefährliche Geschäft Menschen zu opfern, ist man ja von den USA. auch schon längst dadurch zuvorgekommen, daß man am Beispiel der altere verrät das Programm feiner Südamerikareife. Von unserer Berliner Schristleitung. Major Philipp, Träger des Eichenlaubs mit Schwertern zum Ritterkreuz des Esernen Kreuzes errang — wie schon gemeldet — im heftigen Lustkampf südlich des Ilmensees mit vier aufeinander folgenden Abschüssen seinen 200 bis 203. Luftsieg und steht damit an der Spitze der erfolgreichsten Jagdflieger. Major Philipp errang diese Erfolge an seinem 26. Geburtstag, wie er schon vor einem --------------- , . Jahr an seinem 25. Geburtstag den 100. Luftsieg ' wand gelten lassen, daß Gummibäume sieben Jahre wirklichen konnten. Die deutsche Kaukasus- armes, von der feindlichen Propaganda schon seit Woch^g vernichtet, steht fest und unerschütterlich. Sieben bolschewistische Armeen aber, die zur Vernichtung dieser deutschen Armee angesetzt waren, sind von ihr entscheidend geschwächt und zum Teil zerschlagen worden. Oaö Eichenlaub nach dem Heldentod verliehen. Berlin, 18.Mär,. (®BB.) Der Führer «er- lieh dem am 22.2.43 an der Spitze feines wärt- lembergifch-badischen Iagerbatgillons gefallenen Oberleutnant b. R. Josef finit als 212. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum JUt- terkreuz des Eisernen Kreuzes. *■ Oberleutnant Kult, der das Ritterkreuz für her Das innere Augenmaß. Wer einmal einem bildenden Künstler oder einem chöpftrischen Handwerker in der Werkstatt hat über ie Schuller sehen dürfen, der wird sich erinnern, aß der Intensive Schaffens- und Formungsprozeß mi emzelrfen Detail von Fall zu Fall eine kurze Interbrechung erfuhr: der Meister trat wohl um uenige Zentimeter oder Meter von dem entstehen- en Werk zurück und Überzeugte sich davon, daß nne liebevolle Versenkung in die Kleinarbeit ihn em Gefamtziel nicht entfremdet, sondern ihn im Gegenteil um weitere Schritte dazu hingeführt hatte. Diefes zeitweilige Abstandnehmen vom alltäg- chen Tun und (Erleben, diese Kontrolle der kleinen Einzelheiten an der großen Gesamtkonzeption, ist i5 nicht ein Sinnbild für das allgemeine menschliche Zedürfnis, Menschen, Dinge und -Ereignisse stets n der richtigen Größenordnung zu >hen, sofern wir ein klares und wahres Bild von )nen gewinnen wollen? Unser heutiges Schaffen jeglicher Form dient unmittelbar ober mittelbar der Front. Auch die Meuchen der Heimat haben dabei alle Hände voll zu tun, und wer es genau nimmt mit dem Posten, auf lern er steht,-der sieht vor sich nichts als einen gewaltigen Berg von Arbeit, und gar manchmal mag i5 ihm viel zu langsam gehen, wenn er gewahr wird, wie begrenzt die Leistungsfähigkeit feiner beiten Hände oder die Gestaltungskraft feines Geistes legenüber alledem ist, was er noch mehr zu dem i3efamtwerk beitragen möchte. Aber wenn er, ohne iaubbau an sich selber, schon das Mögliche tut, so larf ihm das genügen. Mag das Werk eines Tages jn auch klein, allzu klein dünken, so sollte auch er linmal um einige Schritte von den Mühen und Sor- ,.en des kleinen Alltagsschaffens zurücktreten und die Summe feiner Leistung an sich vorüberziehen lassen. Dann wird er erkennen, daß die Stetigkeit auch : jiines Fleißes einen Beitrag zu dem Gesamtwert uwege gebracht hat, der sich würdig in die große illlgemeinbilanz einreiht. Ebenso selbstverständlich öirb dann aber sein Blick auch auf seine Mitschas- Jlenlben, ja auf das ganze Millionenheer von Arbeitern der Faust und der Sttrn fallen, die sämtlich Hr Aeußerstes hergaben wie er selbst: und wenn er kasus in die deutschen Stellungen einzubringen ocr suchten. In harten Kämpfen wurden sie unter blutigen Verlusten zurückgeschlagen. Am ersten An- griffstaa bereits fanb Oberleutnant Kult an der Spitze seiner Jäger den Heldentod. Er war 1912 als Sohn eines Bauern in Deilingen geboren. Nach dem Besuch der Lehrer-Bildungoanstalt in Schwäb." Gmünd war er Bolksschullehrer in Urlau im Allgäu. Er ist der erste Erzieher, der mit dem Eichenlaub ausgezeichnet wurde. 1935 trat er als Freiwilliger in ein Grenadier-Regiment in Ulm ein. 1942 wurde er Leutnant d. R. und zehn Monate später Oberleutnant d. R. melden tonnte. Reichsmarschall Göring sandte an Major Philipp folgendes Schreiben: Mein lieber Philipp! Ich erhalte soeben die Mitteilung von Ihrem 203. Luftsieg, den Sie heute nach vier Äbschüssen an Ihrem 26. Geburtstag errangen. Sie haben sich damit nach einem wahrhaft glänzenden Aufstieg an die Spitze meiner siegreichen Jagdflieger gestellt. Es drängt mich, Ihnen zu Ihren in der Geschichte des Luftkrieges bisher unerreichten Kampferfolgen meine ganz besondere Anerkennung zu sagen, die -ich mit herzlichen Glückwünschen zu Ihrem Geburtstag verbinde. Heil Hitler! Ihr Göring Reichsmarschall des Großoeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Lustwafte. Oie Front am Kuban. Berlin, 18. März. (DNB.) Trotz des beginnenden Frühlingswetters und der damit zunehmenden Austrocknung der Straßen und Wege verhielten sich die Bolschewisten an der Kuban-Front während der letzten Tage überaus ruhig. Vereinzelte Bereitstellungen des Feindes zerschlug die Artillerie. Eigene Stoßtruppunternehmungen,, die teilweise weit hinter die sowjetischen Linien führten, brachten wertvolle Erkundungsergebnisse. Der Mißerfola, der dem sowjetischen Unternehmen gegen die Kuban- stellungen beschieden war, hat die Angrissskrast des Gegners sehr gelähmt und an vielen Stellen schöpft. Zehntausenbe Bolschewisten haben seit Januar vor den deutschen Stellungen ihr Leben gelassen. So schwer oft die Opfer und (fntbehrungen der deutschen und rumänischen Truppen im einzelnen waren, ihre Ausdauer, Zähigkeit und Tapferkeit gegenüber dem zahlenmäßig weit überlegenen Feind haben bewirkt, daß die Sowjets ihre strategischen Absichten aud) am Kuban nicht v e r-> ZwischenCharkowundnordwestlichKursk im Angriff nach Offen. 'Berlin, 18. März. (DNB.) Im Verlauf der An- iriffstqjnpfe im Raum von Charkow warfen 23er» lönde des Heeres und der Waffen-^ die Bolschewisten aus ihren neuen Stellungen und drängten sic tweiter nach Osten. Gleichzeitig steht die Dermchtung ter südöstlich Charkow in einem Waldgelände einge- Mossenen starken sowjetischen Verbände bevor, die tert noch verzweifelten Widerstand leisten. Gegen iäe Abriegelungsfront führten die Sowjets zahl- r»iche von Panzern unterstützte Entlastungsangriffe, !i e unter Abschuß von 21 Panzern zurückgeschlagen v-urden. Auch westlich Bjelgorod machte der Ingriff unserer Infanterie und schnellen Truppen in ter schwierigsten Wege- und Geländeverhältnissen inte Fortschritte. Infolge der am Vortage erlittenen schweren Verluste an Menschen und Material wie- L'-rholten die, Bolschewisten^ihre Angriffe gegen unsere r^rstoßenden Spitzenverbände nicht mehr. Nur an t ner Stelle versuchte der Gegner, dem Vormarsch tei Einbruch der Dunkelheit mit Infanterie und 1 anzern etwas stärkeren Widerstand entgegenzu- s.ßen. Anrückende Verstärkungen des Feindes wur- b-n von Heeresartillerie unter wirksames Feuer ge= lammen. Schlacht- und Zerstörerflugzeuae bekamps- t n bolschewistische Panzerstreitkrafte so wirksam, teß sie unter hohen Verlusten in ihre Ausgangs- fsttungen zurückrollten. Im Raum westlich Kursk gewann der heutige Angriff ebenfalls Boden. Nach Ueberwindung fnrten feindlichen Widerstandes und zahlreicher Gegenangriffe fiel eine Reihe wichtiger Ortschaften i unsere Hand. Auch hier waren die Kampfhand- j[t ngen durch überaus schlechte Wegverhaltnisie Jhrt behindert. . Nach einer mehrtägigen Pause nahm der Feind Ibn Raume südlich Drei seine Angriffe auf |b."eiter Front wieder auf. Ijje in mehreren Wellen verbrechenden Bolschewisten, die nach trommel- buerartiger Artillerievorbereitung, von zahlreichen panzern und Schlachtfliegern unterstützt, gegen ^unsere Stellungen anbrandeten, wurden unter sliweren blutigen Verlusten zurückgeschlagen. Allem iit einem Korpsbereich warfen die Sowjets sechs üvisionen in den Kampf, ohne ihr Ziel zu er- rächen, die deutsche Front zu durchbrechen. Sturz- frmpfflugfleuge griffen starke sowjetische Panzer- Daß der BizepräsiVent der Vereinigten' Staaten, Wallace, auf seiner Reise durch die Länder Südamerikas, die sich selbst ganz in die Hand des machtgierigen norbamerikanischen „Bruders" gegeben Haven, nicht allein der USA. Wünsche und Befehle auf politischem und militärischem Gebiet durchzusetzen gewillt ist, .sondern daß er diese Länder auch aus ihre Ausbeutungsmöglichkeit durch die USA. untersuchen will, erhellt aus den letzten Meldungen, die über seine geplante Reise in Washington, größtenteils von ihm selbst, ausge- geben wurden. Denn nebst einem Fahrplan, den Wallace bekanntgab, teilte er mit, daß er als Vor-, sitzender des Büros für wirtschaftliche Kriegführung Gelegenheit nehmen werde, die Export- und I m p o r t p r o b l e m e der von ihm besuchten amerikanischen Republiken zu prüfen. Worauf es ihm dabei besonders ankommt, sagt folgende Stelle: Südamerika werde in Zukunft für die Vereinigten Staaten eine bedeutende Gummi- quelle sein, was äußerst wünschenswert wäre, da es keine Aussicht gebe, synthetischen Gummi so billig herzustellen. Wallace will also jetzt alle die Probleme, die sich aus der nordamerikanischen Kolonialpolitik gegen Südamerika ergeben, studieren und, soweit es möglich ist, Vorwärtstreiben, wobei er fein Hauptaugenmerk auf die Möglichkeiten der Gewinnung des seit dem Verluste von Riederländifch- Indien, Malaya und der Philippinen so raren Rohem Abkommen besprochen habe, das es unnötig gemacht hätte, die Insel durch USA.-Streitkräfte vesetzen zu lassen. Dann aber habe sich Admiral Rl> bert geweigert, sich den Befehlen des von Roosevelt vorgeschobenen Generals (Biraub zu unterstellen« Das Hungerdiktat, über die Insel Martinique verhängt, war die Antwort, die 'Washington barairf gab, ist doch Hunger das Alpha und Omega aogw Höchsilcher Xerrorpolitit ranzösischen Äntillen-Jnsel Martinique dra- tisch zeigte, wie es dem ergeht, der sich den Wün- chen und Befehlen Washingtons entzieht. Unter- taatösekretär Sumner Welles hat unlängst zugeben müssen, daß seit November kein»Schiff der USA., mit Ausnahme eines kleinen Kohlenfrachte Insel Martinique angelaufen habe. Seine M . . . die ganz auf die Einfuhr aus den USA. angewiesen sind, sind also seit dem November vorigen Jahres zu qualvollem Hungern verurteilt. Dabei haben die Amerikaner noch die Stirn, die „Rechtmäßigkeit" solchen Handelns beweisen zu wollen. Sie berufen sich darauf, daß Abiniral Robert, der französische Gouverneur von Martinique, seinerzeit mit ihnen „Endgültig an de „NewU-rkTime-^ bestätigt den Die „New York Dimes", ein von Juden heraus - gegebenes und Roosevelts Inspirationen zugängliches Burtt, die größte Zeitung Neuyorks, hat gewiß nicht ohne Absicht folgendes sestgestellt: Man beginne in Washington einzusehen, daß Großbritannien endgültig an der Seite Stalins stehe hmpcht- lich aller europäischen Angelegenheiten, und daß es beabsichtige, seine europäische Politik jetzt und m alle Zukunft auf die Bezie hun gen zur Sowjetunion zu gründen. Im Grunde handelt es sich um den seinerzeit von der „Times" ventilierten Zukunftsplan, das europäische Festland demi Bolschewismus als Beute zu überlassen, die Politik Churchills und Edens geht seit langem diesen Kurs. Wenn em siegreicher Bolschewismus nicht an dem Verschlucken Europas verhindert werden kann — nun wohl, was schiert das Churchill. Er würde dann froh sein, wenigstens England gerettet zu haben, ob auch Englands Reichtümer längst in die Bankkam- mern der Rooseveltjuden gewandert, ob auch das einst weltbeherrschende Empire längst von den USA. aufgesogen worden ist. England, durch Churchill, Eden und Duff Cooper in diesen Krieg hineinge- 7SS7-VRT.-Wch!er Wie ermittelt der U-Boot-Kon Jeder Zeitungsleser stellt mit Befriedigung fest, daß durch ein deutsches U-Boot beispielsweise der 5004 BRT. große Frachter „William Wilberforce" oder die 7957 BRT. große „Rhexenor" der Reederei A. Holt in Liverpool versenkt wurde, aber die wenigsten von ihnen haben sich wohl einmal Gedanken darüber gemacht, wie ein U-Boot-Kom- mandant die Größe und den Namen eines Opfers feststellt, wie quf diese Weise die Sammelmeldungen von 104 000 oder 112 000 BRT. aus einem Geleitzug zusamiuentommen und schließlich ein Monatsergebnis, das für den verflossenen Februar 82 Schiffe mit 545 300 BRT. für die U-Bootwasfe umfaßte. Denn die Zeiten sind vorbei, da die Handelsschiffe aller Nationen Namen und Heimathafen am Bug bzw. letzteren am Heck über dem Ruder trugen; und nicht immer wird es möglich fein, nach der Versenkung aus Schiffstrümmern oder aufge- fifchten Papieren nähere Anhaltspunkte über das jeweilige Opfer zu gewinnen. Wir müssen bei der Prüfung der Frage, wie ein Kommandant die erforderlichen Daten ermittelt, zwischen einem Angriff bei Tage und bei Nacht unterscheiden. Arn Tage wird der Kommandant durch das Seerohr zunächst eine allgemein Schätzung vornehmen, welche die Länge des Rumpfes, Stellung der Masten, Höhe der Aufbauten, Standort des oder der Schornsteine und die ungefähre Größe umfaßt. Diese Merkmale werden beim Näherkommen des Schiffes immer^genauer. beobachtet und dem 1. Wachoffizier oder Obersteuermann weiter- gegeben, der sie erst einmal vorläufig zu Papier bringt oder eine Skizze nach den gemachten Daten anfertigt. Jedes Handelsschiff hat nämlich bestimmte Merkmale, genau wie sich ein Schlachtschiff von einem Kreuzer, ein Zerstörer von einem Dvrposten- boot oder ein „Messerschmrtt"-Jäger von einem „fu"-Transportsluazeug unterscheidet. Auch der Laie hat schon auf Bildern gesehen, daß ein Fahrgastschiff anders aussieht als ein Frachter, daß bei einem Tanker die Aufbauten und der Schornstein am Heck stehen, da Vorschiff und Mitte von den Treibstofftanks eingenommen werden, und daß ein neuerbautes Schiff sich durch eip schräges Vorschiff, abgerundetes Heck und einen kurzen dicken Schornstein von einem alten, hochbordigen ,Idljer" unterscheidet. Diese Unterschiede sind das A und O der christlichen Seefahrt und werden von jedem ein» gefahrenen Mann nach kurzer Zeit beherrscht! Die Dom Kommandanten ausgegebenen und in der Zentrale des Bootes festgeleqten Daten, die ersterer gegebenenfalls durch den WO. im Seerohr persönlich zur Kontrolle nachprüfen läßt, werden schließlich in einem Schiffstypenkatalog nachgeprüft, der sich aus Gröners „Taschenbuch der Handelsflotten" entwickelt hat und der nicht nur die Namen sämtlicher Schiffe, ihre Größe und Ladungstonnen, Baujahr, Geschwindigkeit, Länge, Breite, Tiefgang, Nationalität, Reederei, Heimathafen und Bauwerft enthält, sondern auch eine bestimmte Formel. Mit Hilfe dieser kann — wie in .der Logarithmentafel des, Tertianers — in dem Bildverzeichnis das feindliche Schiff genau ermittelt werden. In dieser Formel wird z. B, jeder Mast mit einer 1 angeführt, jeder Ladepfosten an Deck mit einem i, die Kom- r Seite Stalins " europäischen Verrat Englands. hetzt, hat nach Churchills Aussage wider Erwarten um sein nacktes Leben kämpfen müssen. Alle seine Illusionen, einst Europa wieder beherrschen zu können, sind im Kriegsfeuer verbrannt, alle „Siche- rungsposten" auf Europas Festland, Frankreich, Polen, die Regierungen Norwegens und die des Herrn Benesch, der Niederlande, Belgiens und des Balkans, sie sind hinweggefegt worden. Bleibt also nur der Bolschewismus als Retter aus allen englischen Nöten, also hat England sich als Hilfsvolk diesem Bolschewismus schmählich verschrieben. Churchill muß alles auf eine Karte, auf die Stalins, setzen, er gibt damit Europa dem Werwolf aus der Steppe preis. Der Somjetrummel in England, der so weit geht, daß englische Kirchenfürsten für die Mörder des Christentums öffentlich beten lassen und englische Offiziere in Sowjetveranstaltungen für den Bolschewismus reden, er hat die ganze Insel in Untergangsstimmung getaucht. Wenn aber diese englische Sowjetkarte nicht sticht? Wenn die Völker Europas ihren ganzen Widerstandswillen dem Bolschewismus entgegenstemmen und ihn niederringen, was geschieht dann mit England? „Mexelwr" versenk!! »Mandant Größe und Namen? mandobrücke mit einem b, jeder Schornstein mit einem s usw. Diese Daten mögen für das Beispiel der „Rhexenor" genügen, die uns folgende Formel nennt: 11 b s i 1 i und damit zeigt, daß bei diesem Frachtschiff von vorn auf einen Lade Pfosten ein Mast folgt, die Kommandobrücke, der Schornstein, ein Ladepfosten, der achtere Mast und ein weiterer Ladepfosten. Durch je einen Schrägstrich vor und hinter der Formel wird schließlich angezeigt, daß es fid) um ein relativ neues Schiff mit eingezogenem Bug und abgerundetem Heck handelt. Das Schiffsregister gibt nun insgesamt an, daß die „Rhexenor" ein Turbinenschiff für Allesfracht ist, 1922 vom Stapel lief, 7957 BRT. groß ist und 8620 Ladungstonnen aufweist, 14 sm läuft (1 sm — 1852 m), 140 m lang und fast 18 m breit ist und der britischen Reederei A. Holt in Liverpool gehört. Handelt es sich bei einem versenkten Fahrgastschiff um eines aus einer Klasse, die mehrere Schwesterschiffe umfaßt und kann der Kommandant — vielleicht infolge- emsetzender Abwehr — keine einwandfreien Angaben feststellen, so wird nur das kleinste der natürlich ungefähr gleichgroßen Klassenschiffe angesetzt, selbst auf die Gefahr hin, daß ihm einige tausend BRT. zu wenig angeschrieben werden. Bei einem Nachtangriff, der natürlich in dieser Hinsicht weit schwieriger ist, läßt der Kommandant von jedem auf der Brücke befindlichen Besatzungsmitglied mitbeobachten und alle gemachten Angaben mit vollster Genauigkeit überprüfen und festlegen. Aus dem vielleicht erkennbaren Schattenriß wird dann das Opfer klassifiziert; in allen Fällen, wo eine einwandfreie Beobachtung nicht möglich ist, wird die Art des Schiffes — Fahrgastdamp- fer, Frachter oder Tanker — und die ungefähre Größe gemeldet. Grundsatz bleibt auch hierbei absolute Wahrheit, so daß eher zu wenig als zu viel Schiffsraum als'versenkt gemeldet wird. Bereits im ersten Weltkrieg hat man mit den Angaben der Kommandanten die besten Erfahrungen gemacht, denn, als die Archive der feindlichen Mächte geöffnet wurden, zeigte sich, daß tatsächlich mehr Schiffe von uns vernichtet als von uns errechnet worden waren. Diese Praxis bietet die Gewähr dafür, daß auch in diesem Krieg die Angaben des OKM. in jeder Weise hieb- und stichfest sind. Englands auswärtiger Dienst. ockholm, 18. März. (Europapreß.) Ein Vorschlag zur Neuregelung des britischen auswärtigen Dienstes wurde im Unterhaus eingebracht. Er ist begründet mit dem Porwurf, daß in diesem Dienst noch Ansichten aus dem 18. Jahrhundert herrschten. Dieses Amt, das Sprachrolp? für Kabinett, Regierung und Parlament, müsse von Zeit zu Zeit überholt werden. Heute fei es so, daß die Beamten des auswärtigen Dienstes nicht nur Politiker seien, sondern auch wirtschaftliche Kenntnisse haben müßten, denn beide Gebiete seien zu stark miteinander verflochten. Der Antragsteller empfahl, junge Leute mit Fähigkeiten für diesen Dienst ohne Rücksicht auf ihre Geld läge einzustellen. Oie Rivalität der Alliierten in Iran. S ch a n g h a i, 18. März. (Europapreß.) Die Lage in Iran wird infolge der offenen Reibungen zwischen den verschiedenen brittsch-nordamerikamschen Missionen sowie den somjetrussischen Agenten, deren Tätigkeit sie besonders auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet argwöhnisch überwachen, täglich komplizierter. Während die Nordamerikaner auf eine Zusammenarbeit mit iranischen Kapitalisten und Landbesitzern Einarbeiten, zeigen sich die Briten hauptsächlich interessiert an der höheren Beamtenschaft und den Verwaltungsorganen. Das sowjetffche Tätigkeitsfeld erftteckt sich überwiegend auf die Mitglieder des iranischen Parlaments, sowie auf die Führer der werktätigen Bevölkerung. Die Sowjetagitatoren versprechen den Iranern wie auch den andern Mohammedanern in Nordafrika, Arabien und Indien politische Unabhängigkeit. Sie wenden sich gegen die kapitalistischen und imperialistischen Ziele anderer Länder und scheuen selbst vor direk ten Angriffen auf die nordamerikanische und britische Wehrmacht nicht zurück. Hier leisten ihnen weibliche Agenten gute Mittlerdienste. Erst vor wenigen Tagen fanden in den Oelfeldern in der Nähe Teherans heftige Zusammenstöße zwischen der iranischen Bevölkerung, nordamerikanischen Pionieren und britischer Kavallerie statt. Interessant ist die Beobachtung, daß die sowjetischen Verbände kurz vor diesen Zusammenstößen nach der nordiranischen Grenze verlegt waren und sich der britische Geheimdienst über die antibritische Agitation der Sowjets in Iran durchaus im klaren ist, ohne diese jedoch verhindern zu können. Abenteuerliche Flucht aus Iran. Ankara, 18. März. (DNB.) Der Transozean- Vertreter in Teheran, Roman Gamotha, ist nach monatelanger abenteuerlicher Flucht vor den britischen und sowjetischen Truppen irn Iran, und nach längerem Krankenhausaufenthalt in der türkischen Hauptstadt eingetroffen, von wo aus er in den nächsten Tagen seine Weiterreise nach Deutschland antretep wird. Als im Juli 1941 die Auslieferung der deuffchen Männer durch die iranische Regierung an die Engländer und Sowjets verkündet wurde, floh Garnotha, der sich gerade auf dem Sommersitz der deuffchen Gesandtschaft aufhielt, aus der in zwischen vom iranischen Militär umstellten Gesandtschaft. Fast 13 Monate hielt er sich in den nord- iranischen Bergen verborgen, obwohl von britischer Seite damals ein Preis von 100 OOO iranischen Rials auf feinen Kopf ausgesetzt wurde. Im August 1942 entschloß sich Gamotha, im Fußmarsch den Weg auf neutrales türkisches Gebiet zu wagen. Mehrfach wurde er von sowjetischen Posten durchsucht, ohne daß sie ihn in seiner einheimischen Verkleidung erkannt hätten.' Nach 75tägigem Fußmarsch kam er schließlich fieberkrank bei dem türkischen Grenzposten Kazim Pascha an. Aus dem Reich. Stillegungs- und DeremfachungS- maßnahmen der NSDAP. Wie die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz meldet, werden dcts Hauptamt für Beamte mit den Gau- und Kreisämtern für Beamte und der Reichsbund der deutschen Beamten, das Hauptamt fürErzieher mit den Gau- und Krpisäm- tern für Erzieher und der NS.- Lehrerbund, das Kolonial politische Amt und der Reich s k olon i a lb und stillgelegt.Der Reichsbund deutsche Familie stellt seinen Beitragsabzug ein. Die NS.-Volksw ohl fahrt, die NS.- Kriegsopferoersorgung und der NDD.-Aerztebund legen einen großen Teil ihrer Verwaltungsarbeir still. Durch diese Maßnahmen werden Arbeitskräfte und Arbeitsmittel für Aufgaben der Reichsverteidigung fveigemacht werden. Andererseits bedeuten sic auch eine Vereinfachung und Konzentration der Parteiarbeit im Kriege, da die in den angefchlvfsenen Verbänden hauptsächlich ehrenamtlich tätig gewesenen Mitarbeiter sich nunmehr für andere vordringliche Kriegsarbeiten der NSDAP, zur Verfügung stellen können. Pakete an Kriegs- und Zivilgefangene. Es sind vielfach Fragen danach entstanden, miet lange es dauert, bis ein deutscher Kriegsgefangener oder Zivilinternierter in Uebetfee das Paket bekommt, das ihm aus der Heimat zugesandt wird- Nach Britisch-Jndien dauert es durchschnittlich fünf Monate. Die Uebermittlungsdauer nach England beträgt im Durchschnitt zwei Monate, nach Kanada etwa drei Monate. Nach Aegypten beanspruchen solche Pakete durchschnittlich 3V2 Monate, bis Südafrika vergehen im Durchschnitt 3V2 Monate. Die Morgan-Leuten entworfen und nach ihnen benannt. Parker Gilbert, der von 1924 bis 1930 als Reparationsagent, also als Auffichtsinstanz über die deutsche Finanzgebarung in Berlin saß, kam aus dem Morgan-Kreis und wurde nach Beendigung dieser Tätigkeit als Teilhaber in das Bankhaus Morgan aufgenommen. v f . Die Grenzen des politischen Bankiers werden bet dieser Gelegenheit offenbar. Bismarck hat das Wort von den Imponderabilien, von den unwägbaren, aber oft entscheidenden Faktoren in der Politik gesprochen. Diese Imponderabilien umfassen die tiefsten Lebensinstinkte des einzelnen Menschen wie ganzer Völker; sie liegen aber außerhalb und jenseits des rechnerischen Kalküls eines Bankiers, der mit festen Größen arbeitet. In dieser Entwicklung des Hauses Morgan liegt gewiß etwas Zwangsläufiges. Die Zwangsläufigkeit ergab sich aus der Größe seines Kapitaleinflusses. So erklärte sich das paradoxe Widerspiel, daß der alte John Pierpont Morgan persönlich viel bedeutender war als sein jetzt verstorbener Sohn. Und doch ist das Haus Morgan unter dem -jüngeren Morgan erst zu feiner eigentlichen Weltbedeutung emporgeftiegen! Der Hintergrund ist der Wandel der Vereinigten Staaten vom 'kapitalistischen Neuland zur kapitalistischen Weltmacht. Das Bankhaus Morgan hat zweimal versagt: m her Reparationspolitik und in der großen Weltwirtschaftskrise. Die Weltwirtschaftskrise, die die Vereinigten Staaten 1929 erfaßte und bis 1934 in $ie= berschauern schüttelte, vor der auch Roosevelt letztlich in den jetzigen Weltkrieg hineinflüchtete, hat die mel- gerühmte Allmacht des Hauses Morgan auf einem Tiefpunkt gezeigt. Als die Geschäfte gut gingen, genügte die feststehende Redefloskel „Herr Morgan stellt anheim", um die Börse und die Wirtschaft der Vereinigten Staaten auf die gewünschte Linie euv schwenken zu lassen. Als die Weltwirtschaftskrise aus ihrem Tiefpunkt war, ließ der Präsident der Vereinigten Staaten alle führenden Bankiers kommen; aber siehe da, alle einschließlich des jüngeren Morgan und seines Geschäftsführers Thomas Lammont wußten nichts zu sagen und noch weniger zu empfehlen. Dieser Wandel vom amerikanischen Großbankier zum Weltbankier und dann wieder der Rückschlag zur Weltwirtschaftskrise und zum zweiten Weltkrieg scheint uns das im recht eigentlichen Sinn Bezeichnende an dem Aufstieg und dem beginnenden Abstieg des Hauses Morgan zu fein. Die Zeit der Morgans nähert sich dem Ende. Die Götterdämmerung der Geldfürsten kündigt sich an. Alles andere, was sonst von den Morgans zu sagen fft, baut sich als Einzelheit in diesen großen Entwicklungsgang hinein. Sie haben riesige Kriegsgewinne während des ersten Weltkriegs gemacht. Sie waren die Träger des Gedankens, auf Leihkapital die Weltherrschaft der Vereinigten Staaten aufzubauen und sich mit Leihgeldern die Industrie der ganzen Welt untertänig zu machen: so wie sich der ältere Morgan die Industrie der Vereinigten Staaten selbst mit Hilfe seines raffiniert entwickelten Systems der Beherrschung fremder Gelder angebunden hatte. Dieses System ist gescheitert. Um die Bestätigung dieses Scheiterns geht — mindestens zu einem sehr großen Teil — dieser zweite Weltkrieg. t)r. Ho. Um den Preis ihres Kriegseintritts geprellt. L u e n o s A i r e s, 18. März. (Europapreß.) Unter dem Titel „Neutralität und wirtschaftlicher Wohlstand der Nation" schreibt die Zeitung „Ca- bilbo': „Wenn auch .unsere wirtschaftliche Lage schlecht sein mag, so ist sie trotz allem zufriedenstellend, wenn man sie njH den Nachbarländern vergleicht, die gezwungen wurden, fak- tisch ickden Krieg gegen die Achsenmächte einzutreten. Was hat es Uruguay, Brasilien, Peru, Bolivien und Paraguay genützt, was wird es Chile nützen, daß sie das souveräne Privileg ihrer Neu- tralität zum Opfer gebracht haben, wenn dieses Opfer ihnen nicht die Wirtschaftshilfe brachte, Die man ihnen als Entschädigung versprochen hat? Argentinien fragt sich inmitten seiner Isolierung: „Ist es nicht der Mühe wert, daß man sich den Luxus erlaubt, das einzige neutrale Land Amerikas zu fein?" Die USA überwachen die Gtahlerzeuquna der Dominion«. Lissabon, 18. März. (Europapreß.) Eine nord- amerikanische Studienkommission ist mit der Aufgabe betraui wilden, die Möglichkeiten der Stahlerzeugung Austkaliens, Neuseelands, der Südafti- kanischen l|nion und Indiens eingehend zu überprüfen. Die Feststellungen dieser Kommission sollen für die künftige Zuteilung von Stahl und Stahlerzeugnissen im Rahmen der Pacht- und Leihlieferungen durch die USA. an diese Länder maßgebend fein. . . Max Regers Schicksal und Sendung. r Von Dr. Karl Laux. Am 19. März wäre Max'Reger 70 Ja^re a 11 geworden. Grund genug, uns wieder einmal an das Schicksal und die Sendung des Mannes zu erinnern, her immer noch umstritten, der mehr als 25 Jahre nach feinem Tode noch nicht fein säuberlich in das Museum der Musikgeschichte eingeordnet ist, sondern immer noch als wirkende Kraft anzieht und abstößt, dessen Werk immer noch „zeitgenössische Musik" ist, während über andere, noch lebende Musiker die Akten längst geschlossen sind ... Sein Schicksal war, sehr früh von dieser Erde abberufen, nicht nur — was vielen anderen Menschen auch beschieden ist — mitten aus dem Schaffen herausgerissen zu werden, sondern mitten aus einer sich gerade anbahnenden Entwicklung. In einem wenig bekannt gewordenen Brief des Tho- masfantors Karl Straube, des Reger-Freundes und Reger-Vorkämpfers, an Joseph Haas heißt es: „Die nteitere Entwicklung von Max Reger, blicken wir auf die Verfeinerung und Durchgeisti- gung der letzten Kammermusikwerke, hätte zu Mozart geführt, und damit wären, da eine schöpferische Persönlichkeit großer Art der Führer sein wollte, Der deutschen Musik neue Wege zum freien Schaffen geöffnet worden." Aber mir brauchen mit Dem Schicksal nicht zu hadern, ebenso wenig wie im Falle Schubert, der gleichfalls unvollendet-vollendet von uns gegangen ist. Max Regers Schicksal wurde zu seiner Sendung. Wie sich an ihm, vor allem an der „mozartschen Wendung" seiner letzten Werke die Komponisten orientiert haben, so tun sie es auch heute noch, und heute wieder. Die Musik unserer Tage ist Regersche Musik, möge sie sich auch im einzelnen Phänomen von ihr unterscheiden. Sie ist es in der Grundhaltung. Joseph Haas, unter den vielen bedeutenden Regerschülem der bedeutendste und geradezu der Fortsetzer seines Werkes, hat diese Haltung einmal in einer Gedächtnisrede (anläßlich der Ueberfüh- rung der Asche Regers nach München im Mai 1930) in die Punkte zusammengefaßt: Wiedererneuerung alter Formen; gegenüber ausschweifender Klang- s^ekulation die unerbittliche Logik streng polyphoner satzweise; an Stelle der verstiegenen Gefühlswelt unmufikanttscher Literaten und Aestheten die Wahrhaftigkeit echten Musikantentums; Eindämmen Der ungesunden Erotik. Das sind die Ideale, zu denen sich auch die jungen Komponisten von heute bekennen. Max Reger hat um diese seine „Fernwirkung" gewußt, wenn er einmal sagte: „Einer Musikgeschichte in 50 Jahren wird es Aar sein, daß ich Der Einzige war. Der sich gegen Die ,Versumpfung' im Lisztschen ungesunden Fahrwasser entgegenstemmte! Ich war derjenige, der als bewußter Fortschrittler ,sans phrase* den Strom wieder in das Bett: Bach, Beethoven, Brahms geleitet hat." Mer nicht nur Die feftstellende Musikgeschichte weiß das heute und bestreitet es nicht, auch das Musikgeschehen, Das lebendige um uns herum, zieht die Konsequenzen daraus. Was die Jugend an der Musik Regers so anzieht, ist ihre polyphone Ehrlichkeit, die sich immer wieder, auch durch die spätromantische Hülle und Fülle seiner Harmonik hindurch, durchsetzt, ist jene spezi- fifd) deutsche Handwerksgefinnung, der Reger wieder zum Durchbruch verholsen hat. „Nur jene Musik ist gut, die vollkommen farblos gespielt werden kann. Man muß zuerst zeichnen können, ehe man malt" — das ist einer Der kompositorischen Kernsätze Regers, Diejeute zu ungeahnter Geltung gekommen sind. So erfüllt sich Max Regers Sendung, nach einer Forderung Goethes, des Dichters, Dessen Ausspruch- „Immer schreite, schreite" in Regers Arbeitszimmer hing: Wer in Der Weltgeschichte lebt, Dem Augenblick sollt' er sich richten? Wer in die Zeiten schaut und strebt, Nur Der ist wert, zu sprechen und zu dichten." Max Neger als Soldat. Von Mathilde v. Leinburg. Als zu Max Regers zwanzigstem Todestage 'in der Bayerischen Staatsbibliothek zu München eine Max-Reger-GeDächtnisausstellung stattfand, wurden Stimmen laut. Die meinten, in dieser Ausstellung mühte wahrhaftig eine eigene Abteilung „Reger, der Deutsche" heißen. So sehr war der Mensch Reger durch und durch von echtem Deutschtum beseelt. Daher ist auch sein gesamtes Lebenswerk, dessen Wurzeln bis in die Frühzeit deutscher Musik zurückreichen, so grunddeuffch, daß man keine einzige seiner Schöpfungen als von einem Ausländer herrührend halten könnte. Darum schätzte er auch diejenigen feiner Brüder in Apoll am höchsten, die ihm in dieser Beziehung am nächsten standen: Bach, von dem er sagte: „Bachisch sein heißt urgermanisch, unbeugsam sein", und Brahms, den er den „einzigen" nannte, „von Dem man in unserer Zeit etwas lernen kann." Selbstverständlich war dieser Kämpfer für Das Deutschtum in Der Musik gewaltig stolz, als er Den bunten Rock anziehen Durfte, und kein Seufzer entrang sich Dem Stubenhocker, dessen Riesenfleiß — bei seinem Tode hinterließ der erst Dreiundvierzig- jährige eineinhalbhundert Werke — ihn immer bloß an Klavier, Orgel und Schreibtisch gefesselt hatte, über die nun ungewohnten Strapazen. Vergnügt berichtete er in seinen Briefen, daß fein „armer Bierbauch" verschwunden sei, und er triumphiert: „Ich möchte euch Vaterlandskrüppel mal sehen, wenn ihr unser Exerzieren mitmachen müßtet; ich glaube, in Der ersten halben Stunde könnte man euch einsalzen und die Maroden' auf dem Krankenwagen nach Hause fahren. Ausgehalten roirD’s doch, und ich merke, man wird ein bomben» kräftiger Mansch!" Auch von seinen, vom vielen Notenlesen und Notenschreiben sehr kurzsichtigen Augen kami er nur Das Beste melden: „Nie habe ich besser gesehen wie jetzt, wo sich Die Augen durch Da« viele Schießen fo sehr gekräftigt haben. Jetzt schieße ich auf 300 Meter auf eine Scheibe, die kopfgroß ist, und treffe mit jedem Schuß." Aus dieser Einjährig-Freiwilligenzeit in Wiesbaden hat sich übrigens eine lustige Anekdote, nein, keine Anekdote, sondern eine wirkliche Begebenheit erhalten: Bei feinem ersten Sonntagsausgana aus Der Kaserne kam ihm Der wachhabende Unteroffizier in Den Weg und prüfte Des Neulings Aeußeres. Aergerlich langte er nach dem vom Gesicht baumelnden schwarzen Schnürchen. „Was ist denn das?" — ,Lu Befehl, Herr Unteroffizier, das ist ein Knei- ferschnürl." — „Was? Ein Kneiferschnürl? Möchten S' nicht gleich ganz in Zivil kommen?" Die Musik ließ Der Soldat Reger aber auch damals nicht rosten. Erschüttert durch den Tod von Johannes Brahisis, schrieb er während eines Kran- kena^fenthaltes im Garnisonslazarett — um es tun zu dürfen, log er, er komponiere einen Parademarsch — sein erstes größeres Kammermusikwerk, das seinerzeit als Opus 21 gedachte c-moll-Klavier quihtett, das ein Verleger jedoch zurückwies, so daß Reger es, ohne Hoffnung auf eine Drucklegung, feinem um ihn hochverdienten Lehrer und Freund Adalbert Lindner schenkte. Erst sechs Jahre nach Regers Tode erlebte es unter enthusiastischem Beifall seine Uraufführung. Führte er Damals auch seine militärischen Vorgesetzten mit dem „Parademarsch" an Der Nase herum, später hat Reger Dem kriegerischen Zeitgeist kostbaren Tribut gezahlt. Ein Jahr vor Dem Weltkrieg hätte Der Riesenhafte — Reger mar 1,86 m groß und sehr stark — einen Schlaganfall. Wenn er sich davon auch wieder erholte, fein Kriegsdienst war nur von kurzer Dauer; traurig klagte er: ,^ch, V aterlandskrüppel, kann unser Heer nur an komponieren!" Und er tut es voll nationaler Begeisterung mit seiner „Vaterländischen Ouvertüre" und den zu früh jubelnden Orgelstücken „Siegesfeier" und „Dankpsalm". Die „Trauerode" und ein „Toten feier" betitelter, erst im Nachlaß gefundener Satz zu einem unvollendet gebliebenen „Requiem waren Dem Gedächtnis der im Welttriea aefafieuw Helden gewidmet. Veiriebssichecheil durch Gememschastsarbeit. Alle Arbeitsschutzmaßnahmen müssen ständig überprüf werden. Im Rahmen der Aufklärungsarbeit, die gegen- wärtia zur Vermeiduna von Betriebsunfällen und zur Erhöhung der Sicherheit der Gefolgschaft-Mitglieder geleistet wird, erscheint es notwendig, daß in allen Betrieben der Betriebsführer persönlich und der Betriebsobmann sich die Frage vorlegen, ob die Maßnahmen technischer und organisatorischer Art, die zur Unfallverhütung getroffen werden, ausreichen oder ob noch manches ergänzt werden muß. Insbesondere muß festgestellt werden, ob im Betrieb Vorsorge getroffen worden ist, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und ob die Gefolgschaftsmitglieder ständig angehalten werden, Gefahrenquellen sofort zu melden. Es muß sichergestellt werden, daß regel- mäßig Kontrollgänge durch Len Betrieb stattfinoen und daß der Arbeitsschutzwalter die Möglichkeit hat, regelmäßig jeden Teil des Betriebes abzugehen. Weiterhin ist es notwendig, daß ein Erfahrungsaustausch mit anderen Betrieben stattfindet und daß der Arbeitsschutzwalter regelmäßig an den Arbeitsgemeinschaften der DAF. teilnimmt. Ferner muß der Arbeitsschutzwalter an den Betriebsbesichtigungen teilnehmen, die die Gewerbeaufsichtsbeamten oder die technischen Aussichtsbeamten durchführen. Alle Unfälle, auch diejenigen mit geringeren Folgen, müssen für die Unfallverhütungsarbeit ausgewertet, ihr Hergang und chre Ursachen genau erforscht werden. Ebenso ist es notwendig, eine Unfallstatistik zu führen und aus ihr die notwendigen Lehren zu ziehen. Erkannte Gefahren müssen selbstverständlich sofort beseitigt werden. Schutzvorrichtungen und Schutzmittel müssen in genügender Anzahl vorrätig sein. Einer der wichtigsten Punkte aber ist, die Gefolgt schaftsmitglieder dazu zu erziehen, daß sie die Unfallgefahr erkennen und meiden. Eine Voraussetzung dafür ist, daß die betrieblichen Unterführer und DAF.-Walter alles tun, um die Sicherheit im Betriebe soweit als möglich zu gewährleisten. Sie selbst müssen überall mit gutem Beispiel vorangehen. Die Gefolgschaft ist in wirksamer Weise auf die Notwendigkeit der Unfallverhütungsmaßnahmen immer wieder hinzuweisen. Fragen der Betriebssicherheit müssen in der beruflichen Erziehungsarbeit, in erster Linie bei der Ausbildung der Lehrlinge und Anlernlinge und bei der Einführung dienstverpflichteter und betriebsungewohnter Frauen berücksichtigt werden. Das gleiche gilt für die ausländischen Arbeiter. Wenn derartige Fragen besprochen werden, ist nicht nur der Arbeitsschutzwalter, sondern auch der Sicherheitsingenieur hinzuzuziehen. Die persönliche Anwesenheit des Be- trisbsführers ist deshalb vonnöten, weil er seine ganze Autorität einzusetzen hat, damit die beabsichtigten Maßnahmen auch wirksam werden. Appelle der betrieblichen Unterführer und DAF.-Walter müssen die Einsicht iw die Notwendigkeit der Unfall verhütungsmaßnahmen vertiefen, und schließlich muß die gesamte Gefolgschaft immer wieder mit allen geeigneten Mitteln aus diese wichtige Frage hingewiesen werden. Dabei ist besonderes Gewicht darauf zu legen, daß die Aufklärung nicht mechanisch wirkt und an der Oberfläche haften bleibt, sondern daß die Gefolgschaftsmitglieder in die tieferen Zusammenhänge der Unfallgefahren eingeführt werden, immer nach dem Grundsatz, daß eine erkannte Gefahr schon halb überwunden ist. längste Zelt benötigen schon der großen Cntfer- nungen wegen die nach Australien gerichteten Pakete mit etwa sechs Monaten. Bei den weiten Wegen und der komplizierten Beförderung muß man also für Pakete dieser Art Geduld aufbringen. Landwehroffiziere und Nekerveoffiz-ere Eine Verfügung des Führers stellt fest, daß eine Trennung in Landwehroffiziere und Reserveoffiziere sowie in Wehrmachtbeamte der Landwehr und Wehrmachtbeamte der Reserve im Kriege nicht mehr gerechtfertigt ist. Die Landwehroffiziere der' neuen Wehrmacht und die Landwehroffiziere z. V. führen deshalb die Dienstbezeichnung Reserveoffiziere. Die Wehrmachtbecßmten der Landwehr der neuen Wehrmacht und die Wehrmachtbeamten der Landwehr z. V. führen -ie Dienstbezeichnung „Wehrmachtbeamter der Reserve". Kunst und Wissenschaft. Prof. Richard Hoelscher gestorben. Wie aus Darmstadt gemeldet wird, ist Professor Richard Hoelscher, der im Februar vergangenen Jahres seinen 75. Geburtstag begehen konnte und Gegenstand zahlreicher Ehrungen war, gestorben. Mit Professor Hoelscher ist ein bekannter Maler des Hessenlandes dahingegangen. Seine ganze Liebe gehörte seiner oberhessischen Heimat, wenn er guch in Darmstadt, der Stätte seines langjährigen Wirkens als Zeichenlehrer und freischaffender Künstler, eine zweite Heimat gefunden hatte. — Friedrich August Richard Hoelscher wurde am 5. Februar 1867 in Alsfeld geboren. Nach dem Besuch der Akademie der Künste in Kassel bestand er 1887 das Zei- cheitlehrer-Examen in Berlin. In den folgenden Jahren unternahm er seine ersten Versuche zu selbständiger künstlerischer Tätigkeit in der engeren Heimat. 1889 bis 1890 war Hoelscher als Lehrer am Realgymnasium und der Kunstgewerbeschule in Offenbach tMg, seit 1898 ass Oberlehrer am Neuen Gymna» siüm in Darmstadt, wo er in den folgenden Jahren als Leiter von Zeichen- und Aktkursen und seit 1909 als Mitglied der Prüfungskommission für Zeichenlehrer eine fruchtbare Tätigkeit entfaltete. Von 1911 bis 1914 führten ihn Studienreisen nach London, Paris, Holland und'Oberhessen. Ostern 1914 schied er aus dem Staatsdienste aus. Neben Figurenbildern, Bildnissen und Landschaften hat Richard Hoelscher eine ganze Anzahl von Illustrationen, Stein- zeichmingen und Radierungen geschaffen. Namhafte Aäeiten aus seiner Hand findet man in allen größeren Kunstsammlungen von Kassel bis Worms. Eine Kerner-Uhland-Urauffuhrung. In den Jahren 1809 und 1810 hat die beiden schwäbischen Dichtersreunde Uhland und Kerner eine kleine Posse beschäftigt, die sie „B ä r e n r i t t e r" nannten: ein burlesker Einfall, der auf der Don Quichotterie zweier Maulhelden aufgebaut ist. Erst Friedrich Knapp, einer aus dem Kerner-Kreise, schuf eine Musik, mit der das Stück beim Stuttgarter Hoftheater eingereicht wurde, aber keinen Gefallen sand. Jetzt hat man in H e i l b r o n n diesen heiteren Einfall aufgegriffen. Die Musik schuf der Jenaer Komponist Heinrich Funk. Er tauchte das Stück in eine Fülle feiner musikalischer Einfälle und verstand es vor allem, die Personen sinnvoll zu charakterisieren. Ganz aus dieser Miffik schuf die Regie von Hans Viehweg eine Ausführung, die eine kleine Gruppe Schauspieler bewältigte. Das Publikum fand an der romantischen Kost großen Gefallen. Hans Franke. hochschulnachrichten. Dozent Dr. r>hil. habil.1 Wilhelm Brachmann ist zum o. Professor für ReligionswissensckM an der Universität Halle ernannt worden. Brachmann würde 1900 in Brieg geboren und habilitierte sich 1938 in Halle. Er ist Abteilungsleiter der Dienststelle Rossberg in der Reichsleitung der 9LSDAP. Von seinen Werken nennen wir ,I)er Weltprotestantismus in der Entscheidung" und „Alfred Rosenberg und seine Gegner". — Der Ordinarius für Alte Geschichte an der Universität Leipzig, oer seit 1940 auch das Rektoramt dieser Universität inne hat, Prof. Dr. Dr. h. c. Helmut Bervtz , wurde als Nachfolger von Geheimrat Otto auf den Lehrstuhl für Alte Geschichte an die Universität München berufen. Derve wurde 1896 in Breslau geboren. Er studierte in Breslau, Marburg, Freiburg, München und Berlin, promovierte 1921 in München und h^ diktierte sich ebenda 1924. Seine Berufung nach Leipzig erfolgte 1927. Er ist Dr. phil. h. c. der Universität Athen. Er hat Droysens „Geschichte Sllexan- ders des Großen" neu herausgegeben. Von feinen Werken nennen wir noch seine zweibändige „Griechische Geschichte". In einem kleinen Handbuch „Sparta" hat er die Staatsform antiker Welt dar- gestellt und in einer Monographie die Gestalt des Kaisers Augustus umrissen. Weitere Arbeiten von ihm sind „Thukydides" und „Perikles". Aus -er Stadl Gießen. Hübsch ober schön. Unsere deutsche Sprache ist eine sehr reiche und eigenartige Sprache. Das empfinden alle Ausländer, die sie erlernen. Diese sind oft über die Vieldeutigkeit eines Ausdrucks oder über die feinen Unterschiede zwischen zwei ähnlichen Ausdrücken sehr erstaunt. Es ist ja auch so, daß einzelne Worte ihre Bedeutung mitunter ein wenig verschieben, und zwar je nach der Situation, in der sie gebraucht werden. Oft wird auch erst aus dem Zusammenhang eines ganzen Satzes klar, wie ein einziges Wort wirklich gemeint ist. „Schön" ist ein ganz alltägliches Wort. Es wird wohl ebenso häufig gebraucht wie „hübsch": es wird aber viel häufiger mißbraucht. Das Schöne wird ebenso wie das Hübsche als angenehm empfunden: soweit stimmen die Bezeichnungen überein. Das Gemeinsame des Hübschen und dis Schönen ist ferner, daß die beiden Begriffe etwas besagen, was zumefft oom menschlichen Auge wahrgenommen wird. Aber das Schöne wird zugleich, und jedenfalls in stärkerem Maße als das Hübsche, von der menschlichen Seele ausgenommen. Das Schöne regt seelisch an und ist darum von höchster sittlicher Bedeutung. Das Hübsche gefällt, so lange es da ist: außer einer angenehmen Erinnerung verspürt man im allgemeinen keine sonderliche Nachwirkung des Hübschen. Hüb sch verläuft viellei cht für eine zu schauende Tante ein Kinderfest, bei dem die „Großen" das Spiel der Kinder mit Recht „entzückend" finden. Schön hingegen ist das Wechnachtsfest, sofern seine eigentliche 'Bedeutung gewahrt und begriffen wird. Hübsch können die Geschenke sein, die unter dem Tannenbaum liegen. Dieser wiederum, ein Gegenstand der Natur, ist schön. Es ist auch unmöglich, eine großartige Alpenlandschaft als hübsch zu bezeichnen: dazu ist sie zu groß und zu erhaben, zu sehr von einer Art, der die Bezeichnung hübsch nicht mehr gerecht wird. Goethe war, entgegen anderer Auffassung, keineswegs der Ansicht, daß die Natur immer schön sei. Er bezeichnete sie als immer „irgendwie gut",' aber nicht als immer ,-irgendwie schön". Zweifellos ist der Mensch im allgemeinen mehr der Schöpfer des Hübschen, und nur selten wird er auch zum Schöpfer des schönen. Hübsch wirken die gepflegten Rasenflächen, die Kugelbäume und Taxushecken in einem künstlichen Park; schön jedoch entfaltet sich eine in ihrem Wachstum ungehinderte Eiche. In ihr hat Goethe, unter gewissen Voraussetzungen, das Sinnbild des Schönen in der Natur gesehen. Die leichte Musik, die allabendlich aus dem Rund- funk zu uns dringt, kann sehr hübsch fein; chre Wirkung geht kaum über die Absicht der Unterhaltung und Anregung hinaus. So wirkt auch eine reizvoll kostümierte Frau, die zu einer rhythmisch betonten Musik über irgendeine Schaubühne tänzelt. Der Unterschied zwischen dieser Wiykung und der einer Tänzerin, die in einem schlichten Gewand ihren Empfindungen zu einer Musik von Bach oder Mozart Ausdruck gibt, ist offenbar. Wie die Musik wendet sich hier die Tänzerin an das Innere des Menschen. Sie möchte unmittelbar zu der Seele des Betrachters Beziehung gewinnen. Es ist tatsächlich vorgekommen, daß jemand eine erhebende und wohlgelungene Trauerfeier als eine hübsche Trauerfeier bezeichnet hat. Warum empfinden wir diese Bezeichnung hier als besonders unangebracht, als geradezu peinlich? Weil das Feierliche ebenfalls zu erhaben ist, um hübsch zu sein. Der Berichterstatter verwechselte die Begriffe; er hätte sehr wohl von einer schönen Trauerfeier sprechen können. Doch nur wer selbst ein Gefühl für das Schöne hat, wird wissen, was eigentlich mit diesem Wort schön gemeint ist. Die Schönheit auf der Welt ist nicht so häufig, daß wir auf die alltäglichere Erscheinung des Hübschen verzichten möchten. Auch ist das Hübsche selten so — gefährlich. In einer klassischen Legende stürzt sich ein Jüngling in das Meer, weil er den Anblick der Schönheit nicht ertragen kann. Schönheit kann schmerzlich und traurig stimmen. Man hat von der Schönheit des Todes gesprochen. Und wenn dos ausgesprochen ist, wird man vielleicht am deutlichsten den Unterschied zwischen schön und hübsch empfinden. Das Hübsche ist vergänglich. Das Schöne aber hat etwas vom Glanz des Ewigen. Werner Suhr. Neufestlegung der Polizeistunde. Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei hat mit sofortiger Wirkung die Polizeistunde allgemein auf nicht spater als 23 Uhr festgesetzt. Nur in Großstädten mit besonders regem Fronturlauberverkehr darf für Gaststätten, die in der Nähe des Hauptbahnhofes oder in der Nähe sonstiger dem Fronturlauberverkehr besonders stark dienender Fernbahnhöfe liegen, der Beginn der Polizeistunde auf 24 Uhr hinausgeschoben werden. Bei der Auswahl der für den späteren Beginn der Polizeistunde in Betracht kommenden Gaststätten ist ein besonders strenger Maßstab anzulegen. Für die Zulassung von Ausnahmen.sind neben der Zuverlässigkeit des Betrieb sinhabers allein die Bedürfnisse des Fronturlauberverkehrs entscheidend. Rückkehr zur Sommerzeit. Nach einer Verordnung des Ministerrats für die Reichsverteidigung tritt in Grotzdeutschland am 2 9. März die Sommerzeit wieder in Kraft. Danach werden am 29. März um 2 Uhr nachts die öffentlichen Uhren im Gebiet des Großdeutschen Reiches wn eine Stuside, das heißt von 2 auf 3 Uhr oorge- skellt. Damit wird der Tagesablauf um eine Stunde mehr in den Hellen Tag verlegt. Mit fortschreitender Jahreszeit beginnen die Tage merklich länger zu werdön. Jetzt geht die Sonne gegen Vz7 Uhr auf, Ende ites Monats sogar schon 3A6 Uhr. Der Sonnenuntergang liegt z. Z. gegen 18 Uhr und wird bis Ende des Monats auf I8V2 Uhr hinausrücken. Aus diesen Zahlen sieht man, daß unser Tageswerk sich nicht symmetrisch in die Tageshelligkeit ein gruppiert, sondern dem Sonnenlauf nachhinkt. Aus diesem Grund hat man schon in den vergangenen Jahren hie Sommerzeit eingeführt, in diesem Jahr werden nun wiederum die Uhren im Sommer um eine Stunde vorgestellt, womit uns abends eine Stunde länger die Tageshelligkeit zugute kommt. Wir können also mit weniger Beleuchtung auskom- men, und es wird uns dadurch erheblich erleichtert, die Stromeinsparung durchzuführen, die alle 'maßgeblichen Stellen von uns erwarten. Schadenfeuer durch Kinderhand führt oft zur Bestrafung der Ellern. Immer wieder wirb an Hand von Einzelfällen warnend darauf hingewiesen, welche tiefgreifenden Folgen an Leben und Gesundheit und wie schwere wirtschaftliche Schäden häufig durch Brände entstehen, die von Kindern verursacht sind..Zündhölzer gehören nicht in Kinderhand! Meist sind die Eltern gar nicht in der Lage, den Schaden, den ihre Kinder angerichtet haben und für den sie haftbar sind, wieder gutzumachen. Der von dem Schadenfeuer Betroffene kann dadurch wirtschaftlich völlig ruiniert werden, gar nicht zu reden von dem Schaden, der damit gleichzeittg der Volkswirtschaft entstehen kann. Darüber hinaus machen sich die Erziehungsberechtigten mitunter selbst der fahrlässigen Brandstfftung schuldig, wenn sie so wenig sorgsam sind, daß ihre Kinder ohne weiteres an die Zündhölzer heran- kommen können. In zahlreichen Fällen solcher durch Kinder verursachter Brände war obendrein noch die Bestrafung der Eltern mit einer erheblichen Gefängnisstrafe die Folge, weil sie trotz böser Er- fahrungen allzu leichtfertig den Kindern es ermöglichten, mit Zündhölzern Unfug zu treiben. Unüberlegtheit und mangelnde Sorgfalt führen dann nicht nur zu schweren Schäden, sondern bringen über die Familie auch noch das Unglück der Bestrafung der Ettern! 3m Gommer kein Zilzhutverkauf. Nach einer Anordnung der Reichsstells für Kleidung und verwandte Gebiete dürfen in der Zeit oom 15. März bis 15. August Filzhüte von Verkaufsstellen an die Verbraucher nicht abgegeben werden. Ausgenommen von diesem Derkaufsverbot sind ausgesprochene Trachtenhüte, die jedoch nur an die einheimische Bevölkerung verkauft werden dürfen. Fein- Pastellhüte dürfen ab 16. Juli 1943 verkauft werden. Bis zum 31. März 1943 können mit Stroh verarbeitete Filz hüte, sog. Uebergangshüte, verkauft werden. Es fft ferner verboten, in der Zeit vom 15. März bis 15. August 1943 von der Kundschaft gekaufte Capelines in gleichen Materialien zu verarbeiten; dagegen müssen Umarbeitungen von Filzhüten, die Eigentum von Verbrauchern sind, oorge- nommen werden. Das Verbot betrifft auch den Verkauf von Damenchüten in Herrenhutgeschäften mit oder ohne Damenhutabteilungen sowie in sonstigen Kleinhandelsgeschäften, die Damenhüte führen. Glühlampen schonend behandeln. Durch Anordnung ist bekanntlich bis zum 31. August d. I. die Lieferung von elektrischen Großlampen an andere als kriegswichtige Betriebe und Einrichtungen mit sofortiger Wirkung verboten. Die Einschränkung erfolgte mit Rücksicht auf die Versorgung der Wehrmacht und der kriegswichtigen Industrie, auf die es heute in erster Linie ankommt. Dabei wird auf die übrigen Verbraucher dadurch Rücksicht genommen, daß für die Liefersperre von Lampen die Hellen Monate des Jahres gewählt wurden, in denen ohnehin der Bedarf an künstlicher Beleuchtung erheblich geringer ist. Es sind deswegen neben den Haushaltungen auch Unternehmen des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes, Dienststellen der Reichs-, Landes- oder Gemeindebehörden, Banken, Versicherungsgesellschaften usw. in diese Anordnung mit einbezogen. Während der ömonatigen Sperrzeit für den Glüh-- lampenoerkauf werden wir noch mehr • als bisher daran denken, keine Lampe einzufchatten, die nicht unbedingt gebraucht wird. In/ keinem unbenutzten Raum darf künftig das Licht brennen bleiben. In mehrarmigen Leuchten sollte nur die zur Ausübung unserer Tätigkeiten notwendige^ Anzahl Lampen brennen; alle zusätzlichen, im Kriege nicht leuchtwichtigen Brennstellen lege man still, indem man die Lampen zwar nicht ganz entfernt, sondern, was ratsamer fft, ausreichend locker schraubt, womit zugleich die Frage ihrer Aufbewahrung am besten gelöst wird. Ausreichend locker schrauben heißt, bas Gewinde ein- bis zweimal herumzudrehen, um so bei (Nachdruck verboten.) 25. Fortsetzung. Glück auf, Renate! Koman von Ernst Grau. Renate war am Sonntagabend in denkbar bester Stimmung nach Hammerkott zurückgekehrt, in oer Stimmung eines Menschen, der sich seiner Erfolge freuen durfte. Sie wußte nichts davon, daß die Szene am Bahnho- noch von einigen Kollegen beobachtet worden war und sich inzwischen rm Be- amtenhaüs zu einem Dankbaren Tagesgespräch ausgewachsen hatte, in dem die tollsten Vermuttrngen wucherten. Aber selbst wenn sie davon erfahren hätte, es wäre ihr in diesem Augenblick vielleicht sogar sehr gleichgültig gewesen, eie batte den Vater gestern nachmittag nur sehr kurz Tonnen, denn die Zeit drängte. Aber sie hatte gesehen, tot glücklich ihn Thoras Botschaft gemacht hatte, irnh war froh und stolz gewesen, als er mit kräftigem Druck ihre Hand in die seine genommen und ganz ^^^^‘■-Samerab. Mädel Und wenn der Mann in Hammerkott...du weißt Ichon, wen ich meine ... wenn er dich mag, dann habe ich mcht- dagegen. Brauchst nicht wieder rot »» w°rde", Renn Seher muß selbst wissen, wo er sein Gluck zu stnden glaubt. Wenn ich nach dem Rennen, also am MM mach, nach Hammerkott komme, können wir meinetwegen gleich alles ins reine bringen ... Nach einem solchen Auftakt war es kein Wunder wenn Renate an diesem Montagmorgen (em Auge für die vielen neu-gierigen Blicke hatte, die ihr^überall folgten. Sie war viel zu sehr mit sich selbst ve- chöfttgt und hörte auch nichts von den harnischen Tuscheleien, die in allen Ecken und Winkeln um sie her blühten v ± , , „Guten Morgen Herr Berbruggen .sagte sie fro^ gelaunt, als sie das Direktionszimmer betrat und sich Zerbrüggen gegenüber auf Meinders Platz fetzte. Höflich erwiderte er ihren Gruß. jKun —", fuhr er dann liebenswürdig fort, „alles nach Wunsch gegangen? Was hat Ihr Vater gesagt? War er zufrieden mit Ihnen?" „Aber ja", lachte sie, und dieses Lachen war ein Strahlen von lauter überquellender Lebensfreude. Was würde. Terbrüggen erst sagen, wenn er erfuhr, wie sehr der Vater mit ihr zufrieden war, dachte sie dabei und freute sich über den Doppelsinn ihrer Worte. „Uebrigens — Papa wird am Mittwoch selbst hierherkommen." Diese Nachricht hörte Terbrüggen weniger gern. Aber inzwischen würde ja Hellingrath die Zeche verlassen und Plack seinen Posten übernommen haben. Daran würde auch Hammerkott nichts mehr ändern können, wenn er seinen Bevollmächtigten nicht bloß- fteff-m wollte. Nach einer kleinen Pause fuhr er dann mit einigem Zögern fort: „ . „Was ich eigentlich zuerst sagen wollte, Fraulem Hammerkott — ich muß Sie noch nachträglich um Entschuldigung bitten -r" Sie sah ihn neugierig an. „Um Entschuldigung? Weshalb?" „Nun ja — dieser unangenehme Zwischenfall am Samstag. Es ist mii* außerordentlich peinlich, daß mir keine Zeit blieb. Sie vor den Zudringlichkeiten des Herrn Meinders genügend in Schutz zu nehmen." Renate mußte sich zusammennehmen, um bei diesen Worten ernst zu bleiben. „Uber ich bitte Sie, Herr Terbrüggen, Sie trifft doch keine Schuld. Im übrigen, ich hatte Herrn Meinders ja schon vorher versprochen, daß ich ihn auf der Fahrt nach Köln begleiten würde." Terbrüggen stutzte. „Sie hatten Meinders versprochen —? Also so weit waren die Dinge hisr schon gediehen? Hinter seinem Rücken? Nun blieb gewiß kern Zweifel — auch Meinders mußte endlich aus Hammerkott verschwinden, wenn er, Terbrüggen, ans Ziel kommen wollte. „Ja. Und ich verstehe nicht, was da sonderbar dabei ist? Noch weniger allerdings begreife ich, warum der Streit zwischen Ihnen und Herrn Meinders in meiner Gegenwart notwendig war. Jedenfalls war ich Herrn Hellingrath sehr dankbar, daß er mir Gelegenheit bot, dieser häßlichen Szene den Rücken zu kehren." Er Lehrte ihre Zurechtweisung mit einer ungeduldigen Handbewegung ab. „Mag alles sein, Fräulein Hammerkott", sagte er rasch, als wollte er zu Ende kommen. „Auch dieser Hellingrath hatte kein Recht, sich in Dinge einzumischen, die ihn nichts angingen." Seine Unduldsamkeit gegen die beiden anderen' weckte ihre Aufmerksamkeit. Und mtt einemmal begann sie zu ahnen, um was es hier in Wirklichkeit ging. " * „Ja, warum nicht?" fuhr sie auf. „Er hielt mich für seine Kollegin, und da war es vielleicht sogar seine Pflicht, mir in dieser peinlichen Situation beizustehen Sie selbst boten mir ja Ihren Wagen an." Terbrüggen war es bei diesen Worten sehr unbehaglich zumute. Ganz ohne Not hatte er sich in seiner Uebereilung hier in eine Lage hineinmanövriert, in der er im Augenblick keinen rechten Ausweg sah. „Sie verkennen die Lage wohl doch etwas, Fräulein Hammerkott", sagte er bann wieder einlenkend und zwang sich zu einem verlegenen Lächeln. „Als Ihr Herr Vater Sie hierher schickte, hatte er dabei wohl als ganz selbstverständlich vorausgesetzt, baß Sie hier auf Hammerkott unter meinem besonderen Schutz stehen. Mit Herrn Hellingrath habe ich soeben bereits in diesem Sinne gesprochen. Leider ließ er sich dabei zu Tätlichkeiten hinreißen, so daß ich ihn entlasten mußte. Aber die Autorität muß gewahrt werben. Schacht HI wird morgen nachmittag von Oberingenieur Plack übernommen." Er hatte das alles sehr rasch und in bestimmtem Tone gesagt, beinahe überstürzt, um jeden Einwurf zu verhindern. Nun war endlich reiner Tisch geschaffen, und befriedigt konnte er den Eindruck seiner Worte beobachten. Zunächst stutzte sie wohl, aber Dann schien es doch, baß ihr seine Eröffnungen nicht sonderlich nahegingen. Er hatte damit ganz recht gesehen. Im ersten Augenblick war Renate über diese unvorhergesehene Wendung der Dinge bestürzt gewesen. Wenn Werner in der Tat gegen Terbrüggen tätlich vorgegangen war — wie sollte eine derartig verfahrene Situation hernach wieder ins rechte Gleis gebracht werden? Aber gleich darauf sagte sie sich auch, daß es keinen Sinn hatte, diesen Mann, der vielleicht selbst Hoffnungen hegte, tiefer einzuweihen. Außerdem hatte sie kein Recht, Anordnungen zu widerrufen, die der Bevollmächtigte des Vaters nun einmal getroffen hatte. Wenn dieser am Mittwoch hierherkarn, mürbe sich ja sowieso alles klären unb Hellingraths Freude würde dann nur um so größer sein, wenn er aus ihrer Hand mehr zurückempfnig, als Terbrüggen ihm jetzt in seinem eigennützigen Eifer genommen hatte. So saßen sich beide eine lange Weile wortlos gegenüber. „Hoffentlich haben Sie nicht zu übereilt gehandelt", sagte sie bann mit einem kleinen Lächeln, bas Terbrüggen auf seine Weise deutete. Er hatte nicht zu hoffen gewagt, daß sie die Sache so leicht nehmen würbe. Sicher galten ihre Gedanken Meinders. Aber auch dieser sollte sein Spiel in Zukunft hier nicht mehr stören. „Ist das nun wirklich Ihr Ernst, Herr Doktor?" fragte Mutter Hühnlein mißtrauisch. Ihr altes, faltiges Gesicht war voller Zweifel unb Ungewißheit, und die kleinen flinken Aeuglein blickten forschend. „Sicher treiben Sie wieder einmal Ihren Spaß mit mir alten Frau. Bei Ihnen weiß man wirklich niemals —" Der blonde Riese vor ihr ging einige Male in der kleinen, niedrigen Stube auf und ab. Die Hände auf dem Rücken, ließ er sich noch einmal das Geschehen des heutigen Tages durch den Kopf gehen. Endlich blieb er vor ihr stehen und sah sie treuherzig an. (Fortsetzung folgt.) Rider Gemarkung find aifftzegraben, gedüngt uE ut gereinigt, so daß das Gesamtbild der Baumstückr Studentenführung Studentenwerk Fachgruppe Volksgesundheit Studentenbund kirche in Kassel 9MD/ 1 oder 2 möbl. 904 D unter 01765 an Schr. Ang. unt. den Gieß. Anz. I01708 a. d. G. A. das Arbeitsamt. 906D Der Hochtourist (7111 9160 T8JL 2.30,4.45,7.30; $0. 2.00, 4.30,7.30 Uhr Hausfrau — was fehlt hier? 837« und Waschmittel reichen» Heute im Kriege geht es darum, Einweichmittel und Waschpulver sorgfältig einzuteilen. Daran sollten Sie schon beim Gebrauch der Wäsche denken. Also gar nicht soviel Wäsche erst schmutzig machen. Da sind z. B. die Geschirr- und Küchenhandtücher. Beim Waschen machen sie mit ihrem fettigen Schmutz die meiste Arbeit. Müssen sie aber so schmutzig werden? Oft wird das Geschirr im Aufwaschwasser noch nicht nicht so richtig sauber. Fett- und Speiserestchen werden dann einfach am Tuch abgeputzt. Heißes Nachspülwasser würde die Tücher sauberhalten, ja sogar ganz einsparen, denn das heiß nachgespülte Geschirr trocknet von selbst an der Luft» Und hie Küchen- Aui 1 Ei zwei machen, geht nid)t. — Aber mit Goldene [01773 Dameir- Arrnbanduhr verloren. Abzug, geg. Bel. auf d. Fundbüro Bitte, sehen Sie sich dieses Bild an! Die Wäsche wandert nach dem Einweichen direkt in den Waschkessel. Das ist in vielen Haushaltungen so. Aber es fehlt etwas dazwischen. Können Sie raten, was es ist? Das ist es: Die Wäsche sollte nach dem Einweichen erst in klarem Wasser geschwenkt oder durchgestampft werden, damit der beim Einweichen gelockerte Schmutz die Waschlauge nicht ganz unnötigerweise verbraucht Friedrich Hirsch, Kohlenhandel Gießen, Wetzlarer Weg 4. kenn man den kleinen Vorrat, der jeweils lugeteilt wird, »trecken, denn in Garantol halten »idi die Eier über 1 Jahr! ZnierlässiHindersdiwesler zur Betreuung meiner 8 kleinen Kinder für vorläufigen längeren Aufenthalt an der Sieg gesucht. Frau W. Dlefenthul Hodenkirchen b. Köln, Auenweg 50. - und wer wichtig l,t, die Eier können zu Jeder Zeil Mnbedenkfld» entnommen und xugelegt werdenl Gut erhaltene Wz-o.Elsen- veltskellen Nachttische, Waschtische und Meiderschränke z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 899V a. d.G.A. Wir suchen für unsere Buchhaltung eioen geeigo Mitarbeiter mit Vorkenntnissen auf diesem Arbeitsgebiet. Die Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. Kurze schriftliche Bewerbungen sind zu richten unter 915D an den Gießener Anzeiger. ein sehr gutes ist. Die Samen- und Pflanze Nb ezugÄ angelegenheit wurde mit Hinzuziehung des DrtSfr bauernführers Karl Heinrich Leid ich restlos gK regelt. Der Verein besteht aus 65 Mitgliedern. an den Grundstücksentwässerungen verschlossen zu halten. Gießen, den 18. März 1943." ' Der Oberbürgermeister —Stadtbauamt. zu kaüfen. Schriftl. Angeb. An nnsere Soldaten. Oie Feldpostnummer auch im Brief angeben Handtücher? Wie oft geht die Hausfrau im Laufs des Morgens an den Wasserhahn, um die angeschmutzten Hände zu reinigen. Das muß schnell gehen. Sie läßt flüchtig Wasser darüberlaufen, braucht vielleicht auch etwas Seife und — putzt den nun losen, aber nicht abgespülten Schmutz mitsamt der Seife ans Tuch. Beim Wäschewaschen muß sie dann viel Waschpulver aufwenden, um den Schmutz wieder aus dem Handtuch zu bekommen. Vielleicht fallen Ihnen noch mehr solcher „Ge- wohnheitssünden" ein. Achten Sie einmal daraus! Sie werden erstaunt sein, wie der große Wäscheberg zusammenschrumpft und wieviel weiter Cinweichp EINWEICHEN KOCHEN Suche einen kaufmännischen Lehrling und bitte um Meldung unter Vorlage eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes. Einstellung erfolgt über Fingerring glatter Goldreif mit Brillant verloren Donnerstagvormittag Plockstr., vlohannesstr., Postamt II. Abzugeben geg. gute Belohnung auf dem 1921D Fundbüro, Polizeiamt. Bekanntmachung. 3it der Zeit vom 22. III. bis 17. IV. 1943 werden sämtliche städtischen Straßenkanäle gespült. Während dtesetZeit sind dieRüchtauverschlüfse In einem Betrieb war ein Kamerad eingezogen worden. Er ging hinaus an die Front, lernte dabei halb Europa kennen und schrieb auch einmal einen Feldpostbrief an die Kameraden, die zu Hause bleiben mußten. Der Betriebsführer freute sich nut ihnen, eine Nachricht von ihm zu haben und wollte ihm wie den anderen Soldaten, ein Päckchen schicken. Aber siehe da, man suchte vergeblich nach der Feldpostnummer. Also tröstete man sich nut dem Gedanken, daß mit dem nächsten Brief schon die Nummer kommen würde. Die nächste Karte kam nach langer Zeit. Die haben sich-die Kameraden im Betrieb nicht hinter den Spiegel gesteckt, denn sie triefte nur so von Vorwürfen über die daheim, die nicht einmal ein paar Zeilen für einen Soldaten übrig hätten. Man suchte also wieder und fand wieder — keine Feldpostnummer. Alles Haarraufen nutzte nichts, sie war eben nicht da, und so mußte man bekümmert den Kameraden in Afrika ohne Nachricht lassen. So ist es in einem Betrieb wirklich gewesen, schreibt die „Deutsche Postzeitung". Aber es gibt auch etwas anderes, was die Kameraden draußen nicht tun, oft sehr zu ihrem Schaden. Daß sie ihre Feldpostnummer überhaupt nicht angeben, ist bestimmt nur selten. Dafür schreiben sie Briefe, ohne die Nummer innen im Brief anzugeben. Sie meinen, es genüge, wenn man sie auf den Umschlag I Zunge Dame, Angestellte, sucht Am 17. März entschlief nach kurzem schweren Leiden meine über alles geliebte Frau, unsere liebe, gute, treusorgende Mutter, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin t Frau Marie Fink im 51. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Fink. Butzbach, Allendorf/Lahn, Garbenteich, Steinbach. Die Beerdigung findet Samstag, um 15 Uhr, in Butzbach statt. siM Unsere Geschäftsräume befinden sich seit heute Sonnenstr afee 19 Arztfamilie sucht 3-5 Zimmer mit Küche und Bad evtl, auch kleine möbl. Wohnung in Großstadt oder Nähe. Schri/tl. Angebote unter 891V an den Gießener Anzeiger erb. Praxis vom20. März bis 5. April geschlossen Rolierl Henkel, Zahnarzt Londorf 1 Paket Glaswolle auf der Marb. 'Straße, Nähe d. Karlsruh, gefunden. GegenAnzeigen- gebühr abzu- holen bei [oisD Johann Becker, Gießen-Wieseck, 'Marburg. Str. 2 Statt Karten! „ Ihre Kriegstrauung geben bekannt Otto-Karl Kahn Masch.-Ing., z. Z. Unteroffizier bei der Luftwaffe Annemarie Kahn, geb. Röper Lieh, z. Z. in Urlaub Kassel, Hohenzollernstr. 102II Kirchl. Trauung am Samstag, dem 20. März, 14.30 Uhr. In der Advents- Arrfruf. Dos Wirtschaftsauit für bett Landkreis Gießen sucht dringend brauchte, seit Kriegsbeginn stillgelegte und nicht bewinkelte Motorfahrräder (Kleinkrafträder bis 100 ccm Hubraum) für Schwerkriegsund UnfaMefchädigtc. Fahrzeuge werden zum amtlichen Taxpreis übernommen. Gleichfalls werden gebrauchte, zur Zeit nicht benutzte FahrrädeH auch Fahrradrahmen (ohne Bereifung) für den ArbeiterberufsverkÄA gesucht. Meldungen Werdeti schnellstens an das LandratSamt — Wirtschaft^? amt — Zimmer 9, erbeten. 9200 Gießen, deu 17.Wim? 1943. Der Landrat des Landkreises Gieyeu. vr. Latz, ANST. 908 D Zur Heldengedenkfeier treten die Kameraden des ehemal. I. R. 116, ehemal. Landw.-I.-R. 116 mit denen des NS.-Reichskriegerbundes sowie des Reichstreubundes ehern. Berufssoldaten Sonntag, 8.30 Uhr. in den IHarktlanben an. - Vollzähliges Erscheinen wird erwartet. sigD Der Führerrat. | Verschiedenes) Wer arbeitet ein Paar fast neue, gutehoheSchuhe, Gr.40, in Halbschuhe, Gr. 38, um, evtl.Tausch. Schr. Ang. unt. 01709 a. d.G.A. Ve?amttmachung. Betr.: Erhebung über de» geplanten 2üi6au 1943 von Gemüse nftfc Erdbeeren auf dem Freiland zum Verkauf. Attf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirt schäft ist eine Erhebung über den geplanten Anbau vou Gemüse mrtz Erdbeeren für den Verkauf durchzuführen. Die Erhebung umfaßt «Ütz Betriebe, die 1943 Gemüse zum Verkauf anzubauen beabsichtigen. In der Zeit vom 15, bis 20. März 1913 haben alle Gemüseanbaus nach Anweisung des Oberbürgermeisters die für 1943 geplanten Fläche- anzugeben. Die Betriebsinhaber yder deren Vertreter sind nach der Verordnung " über Auskunftspflicht vom 13. Juli 1923 (RGBl. I S. 723) gesetzlich veö pflichtet, die erforderlichen Angaben zu machen. Sollte ein Gemüseanbauer bis zum 20. März nicht nach dem büJt ihm geplanten Anbau von Gemüse oder Erdbeeren befragt sein, so er dies spätestens am 22. März im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer & zu melden. Alle an der Erhebung Beteiligten Personen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Ergebnisse dieser Erhebung werden als Unterlagen für dis Maßnahmen zur.Sicherung der Gemüseversorgung benötigt und dienett damit wiästigen kriegswirtschaftlichen Zwecken. Es wird daher erwartet, daß alle Beteiligten die Erhebungöpapiei» sorgfältig auSfülleu und dazu beitragen, daß die Ermittlungen pünktlich abgeschlossen werden, 9129 Gießen, den 10.März 1943. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. die Aufgaben der Heimat als Rückgrat unserer siegreich kämpfenden Front. In diesem Zusammenhänge machte er die große Bedeutung der gewissenhaften Milchablieferung für unsere Milch- und Fettversorgung und die verpflichtende Ausga-be der sorgsamsten Behandlung der Milch in den bäuerlichen Betrieben, aber auch die Wichtigkeit der Einsparung von Vollmilch in allen ländlichen Haushalten und Wirtschaften deutlich. . Anschließend sprach der Direktor der Landwirt- schaftsschule Grünberg, Lanöwirtschaftsrat Dr. Dienst, in einem längeren Vortrage über praktische Vorschläge zur Mehrerzeugung von Milch und über Richtlinien zur Einsparung von Vollmilch in der bäuerlichen Wirtschaft. Der Redner gab wertvolle Ratschläge über wichtige Maßnahmen des Futteranbaues, die Pflege der Milchtiere und die rationelle Gestaltung der Fütterungsplane. Sodann sprach Fräulein Oechelhäuser vom -Standpunkt der Frau aus über die sparsamste Verwendung von Vollmilch im bäuerlichen Haushalt unter weitgehender Verwendung von entrahmter, Frischmilch und Buttermilch. Molkereiverwalter Müller kennzeichnete zum Schluß in einer zusammenfassenden Ansprache den Sinn und Zweck des Landfrauentages und appellierte besonders an die Frauen, an ihrem Teile eifrig mitzuhelfen zur Erfüllung aller Ausgaben im Dienste unserer Frorst und zur Erringung unseres Sieges. Den Abschluß der Tagung bildete eine Besichtt- gung des Molkereibetriebs, in dem täglich durch- schnittlich 15 000 Kilogramm Milch aus rund 1400 Crzeugerbetrleben zur Verarbeitung kommen. Verdunkelungszeit: 19. Marz von 19.32 bis 5.57 Uhr._________ Reichs-Schtvimmiag der Hitler-Zugen- Die Hitler-Jugend führt in diesem Jahre zum erstenmal einen „Reichs-Schwimmtag" durch. Der Reichs-Schwimmtag ist ein Mannschaftswettbewerbs der am 9. und 10. August im ganzen Reich veran» staltet wird; ihm sind die Bedingungen der Leistungs^ abzeichen und der Reichs-Schwimmscheine 1 und 2 zugrundegelegt. Vorgeschriebene Wettkämpfe sind für DJ. und IM.: Einzelkämpfe: 50-m-Brust: 25-im Rücken; 25-m-Kraul; Staffeln: 4 X 50-m-Brustr 10 X 25-m-Brust bzw. 10 X 1-Bahn. HI. und BDM.: Einzelkämpfe: 100-m-Brustr 50-m-Rücken! 50-m-Äraul; Staffeln: 4X100-M- Brust: 10 X 50-m-Brust bzw. 10X2 Bahnen; 4 X 50-m-Rücken; 4 X 50-m-Kraul. schreibt. Es ist nun aber leider so, daß Briefumschläge nicht immer sorgfältig aufbewohtt werden. Das gilt vor allem für Betriebe und Behorden- dienststellen. So geschah es kürzlich — der Fall dürfte tausendfache vor kommen —, daß von einem Soldaten ein Feldpostbrief an kam, der nur auf dem Umschlag die Feldpostnummer trug. Da der Betreffende schon lange eingezogett war, achtete zunächst niemand darauf, bis einer plötzlich noch einmal hinfah, in seinem Notizbuch nacbschlug und feststellte, daß die Feldpostnummer sich geändert hatte. Im Bries selbst war nichts davon zu lesen. In Hunderten von Fällen wandert ein solcher Umschlag bald in den Papierkorb oder wird für neue Verwendung überklebt. Dann sitzt draußen ein Sol- dat und wundert sich, daß er auf eine dringende Anfrage immer noch keine Antwort bekommt. Inzwischen ist die Dienststelle seiner alten Feldpostnummer auf einem entfernten Kriegsschauplatz an- gelangt, und die von chm so heißersehnte Post fährt durch verschiedene Länder Europas. Was das unter Umständen für schwere Folgen haben kann, das auszumalen sei uns erlassen. Darum sollte sich jeder Soldat an deti Grundsatz gewöhnen: Die Feldpostnummer gehört nicht nur auf den Umschlag, sondern auch innen auf den Briefbogen. Diebstahl während eines Fliegerangriffs. Lpd. Bad Homburg, 18. März. Das Sondern gericht Frankfurt a. M. verurteilte den Josef Rats aus Bad Homburg wegen Diebstahls, den er unitei Ausnutzung eines Fliegerangriffs begangen hättL- als Volksschädling zu 5 Iahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Vom Fußball. Ctiffroaffenfpodoerein Gießen kriegsmeisler 1942/43 Die Meisterschaft im Fußball der Gruppe Wetterau ist entschieden. Von Beginn der Spielserie an hat der LSV. die Tabelle mit außerordentlich gutem Torverhältnis angeführt und die Meisterschaft i>et& dient gewonnen. Der härteste Gegner war der VfB.« Reichsbahn Gießen. Mit einem Punkt Rückstand Hai dieser den zweiten Tabellenplatz errungen. Noch niö zuvor traten die Mannschaftsschwierigkeiten in solch hohem Maße auf, wie im Verlauf der nunmehr beendeten Spielserie. Es ist aus diesem Grunde be« sonders erfreulid), daß alle Mannschaften bis zunt Schluß an den Spielen teilnahmen. Die Mann* * schäften und die Vereinsführer verdienen hierfür be* sondere Anerkennung. Nunmehr hat auch der Luftwaffensportoereitt Gießen die Aufgabe, den Kreis Wetterau in deft kommenden Aufstiegspielen zur Gauklasse zu veÄ treten. Wer den Einsatz und den Ernst, mit dem dsS LSV. unter seinem Vereinsführer OberleutnanL P o l d r a ck alle Aufgaben meistert, kennt, weiß, daß nut' dieser Mannschaft unser Kreis aufs beste ver§ treten sein wird. Die Tabelle: Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de» hauptschriftleiters: Ernst Blumfchetn. Verantwortlich für Politik und Büder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtichast und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Untversitätsdmckeret R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.°Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. ^nzeigenpreisliste Nr. 6. \ MsellslW zu kaufen oder zu leihen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01761 an den Gieß. Anz. Gebrauchter (Sraöeterö z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01763 an den Gieß. Anz. Gute Wein- ?läser, evtl, auch 'ikör- od. Südweingläser, zu kaufen oder zu tauschen gesucht. Obst- und Gartenbauverein Gießen Wir erinnern an die am Sonntag, dem 21. Märi, 15% Uhr im Bnrghoi stattfindende Schulungstagung. 901d Junker, Vereinsleiter. anftreteirden Erschütterungen ein W-tederaufleuchten 8rs ®Iüfott)rpers zu verhindern. Ist der Gewinde- äcmg der Fassung zur ausreichenden Lockerung zu kurz, dann nehme man die Birne heraus, füge aber einen Vermerk heran, in welcher Lage sie bisher gebrannt hat. Das ist wichtig. Hat nämlich eine Birne bislang in hängender Lage gebrannt und sie wird plötzlich in stehender Lage angebracht, kann leicht der Glühfaden durchbrennen und die Lampe un- strmtchdar machen. _ Selbstverständlich tun wir gut daran, die im Gebrauch befindlichen Glühlampen schonend zu behandeln, weil ihr spinnwebfeiner Leuchtdraht infolge einer sich nach längerer Brennzeit zwangsläufig ausbildenden Rekristallisation empsiichlicher geworden ist. Daran sollte besonders beim Reinigen der Leuchten gedacht werden. Wenn wir so verfahren, schaffen wir uns eine stille Reserve und organisieren einen „Lampennach schub" für alle Fälle. Mustern wir daraufhin einmal alle unsere Leuchten und befolgen wir diesen Rat. Oie Waschküche ist kein Spielplatz. NSG. Der Tod durch Verbrühen gehört leider zu den Unglücksfällen, die trotz aller Warnungen 'säst mit grausamer Reaelmäßigkeit wiedc-rkehren. Entweder stürzen die Sinter in einen auf dem Fußboden stehenden Kübel mit heißem Wasser, oder sie werfen Gefäße um, die auf primitiven Gestellen oder Böcken ungesichert ihren Standort haben und verbrühen sich tödlich. Die Reichsarbeitsgemeinschast Schadenverhütung richtet daher an alle Mütter nochmals die dringende Mahnung: Laßt eure Kinder in der Küche oder Waschküche nicht ohne Aufsicht. Denkt an dte Sicherung der Kübel oder Kessel mit heißem Wasser! Denkt weiter daran, daß der „unheilvolle Augenblick" schon Bteten deutschen Kindern das Leben gekostet hat? Es ist ratsam, vorher zu überlegen und vorsichtig zu sein, als sich Zeit des Lebens schwere Vorwürfe machen zu müssen, den Tod seines Kindes durch eigene Schuld herbeigeführt zu haben. Schützt eure Kinder vor dem Verbrühungstod! Gießen-Kiein-Linden» Der Bergwerksauffeher i. R. Friedrich Weber, wohnhaft Brandweg 21, begeht am heutigen Freitag in geistiger und körperlicher Frische feinen 70. Geburtstag. Trotz seiner 70 Jahre ist er noch ein tüchtiger, fleißiger Landwirt, der nicht nur seine Arbeit leistet, sondern auch bei Nachbarn und Bekannten jederzeit bereit ist, in deren Landwirtschaft mitzu- , helfen. Dem Jubilar unsere herzlichen Glückwünsche. Kür Tapserkett vor öem Kemöe. Dem Gefreiten Heinrich Kuhl aus Holzheim wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kümpfen im Osten das Eiserne Kreuz 2. Klasse ver- lichen. Landfrauentag in Geilshausen. * Geilshausen (Kreis Gießen), 15. März. Der Milchleistungsausschuß der Molkerei-Genossenschaft Geilshausen deranstaltete hier im Gasthaus Hillgartner einen Landfrauentag unter der Parole „Landfrauen an die Front in der Milcherzeugungsschlacht". Nach den Begrüßungs- warten des Mölkereiverwalters Müller an die zahlreich erschienenen Frauen aus den 21 Gemeinden des Einzugsgebiets der Molkerei-Genossenschast Geilshausen sprach zunächst der Vorsitzende des Milch- und Fettwirtschaftsverbandes D e s ch über MeileM f. leichte Lagerarbeiten gesucht, evtl, auch halbe Tage, sowie Puftfrau für 6 Kontorräume. . [903D Bahnhofftr. 40. Benner, Krumm L-Sauer | Kaufgesuche"] Landkreis Gießen. Lpd, Grün berg, 18. März. 46 Schüler und Schülerinnen des 7. und 8. Schuljahres der hiesigen Volksschule wurden, einem Ansuchen des Forstarntes Nieder-Ohrnen entsprechend, dazu eingesetzt, die beiden aufzuforstenden Windfallflächen links und rechts der Walüstraße gegenüber den Schießständen von Reisig zu säubern. Die beiden Schulklassen werden sich dieser' Arbeit von jetzt ab täglich durchschmttlich vier Stunden widmen, bis alle Geländestücke für die Bepflanzung hergerichtet sind. Schätzungsweise wird dieser Kriegseinsatz der Schüler einige Wochen in Anspruch nehmen. * Grüningen, 18' März. Gegenwärtig laufen die Spritzarbeiten des Obstbauvereins Grüningen auf vollen Touren. Eine Motorspritze, zwei Karrenspritzen und mehrere Rückenspritzen sind täglich im Gebrauch, um die dem Verein zur Verfügung stehenden 3500 Liter Karbolineum auf die Bäume zu spritzen. Wenn man bedenkt, daß diese 3500 Liter Karbolineum ungefähr 40000 Liter Spritzbrühe geben, so kann man sich vorstellen, daß vielleicht Milliarden von Schädlingen der Garaus gemacht wird. Unter Leitung von Vereins- f'irer Friedrich Mohn unö Saummart Heinrich He 5 wurden Gemarkungsrundgänge im Frühling, Sommer und Herbst durchgeführt, wobei den Beteiligten die eindeutige Wirkung der Totalbehandlung der Bäume vor Äugen geführt werden konnte. Auch durch Schulungsabende im Winter und durch den Bezug von Fachbüchern wurden die Mitglieder mit der Lebensweise von pflanzlichen und tierischen Schädlingen vertraut gemacht. Auch den Schildläusen und bergt, an Stachel- und Johannisbeersträuchern wurde durch Spritzungen mit Karbolineum gehörig zu Leibe gegangen. Fast alle Baume Junger StoumaarfGE zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01771 an den Gieß. Anz. Kriegsversehrt, sucht gut erhalt. Fahrrad Pensionäre, Rentner, RentenenipiäDser V sowie sonstige für Wachdienst in den besetzten Westgebieten geeignete Männer dauernd gesucht. Ruhegehalt und Renten werden nicht angerechnet. Auskunft u. Einstellungs-Bedingungen [ß62V Wachdienst Niedersachsen Frankfurt am Main Kaiserstraße 18 Fernspr. 29214. LICHT8PI EL-THEATER Gloria-Palast, Settersweg: Du gehörst zu mir Lichtipielhais, Bahnhofstraße Zimmer mögl. mit etwas 1 Kochgelegenheit, i Schr. Ang. unt. ' 01764a. d.G.A. , |Stellenangebote| AllöttMW ob. alt./ zuverl. Schüler f. wöch. 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