vlemiag,14.Ir»n pin writverzweigtes Verkehrsnetz geschaffen. Viele Tausende von Kilvmet"rn n«"'^ Eisenbahn», Schistahrts- und Omnibuslinien stellen die D'^chllihruna der Regierunasvläne sicher. So kann gefaat w"^den, daß durch den nunmehr vollzogenen Beitritt Nattonal-Ehinas ?nm Kamvf- bund der Achse dieser nicht nur neue Millio^en^ fernen an Arbeitskräften, sondern auch reiche Schöbe an Wirtschastsgütern aller Art Zuströmen, ein Beitrag zum Kriege, der in keiner Weife unterschätzt werden darf. —ey. ft ruhi- Heine l chsorde- rückläu. 42 gilu 1 Pfand« rkamen. ie Ilm« tgunaen . 6*uh 11. Für -Matz Die Helden von Stalingrad. Bewegliche Kampfführung bei bitterer Kälte und heftigen Gchneestürmen y. . ~ - ■ - • - , , • ’l einem (Brenabietregiment; Hauptmann Günter mahg durchgre.fmLe lauster oft schon etwa G„bel. Führer einer Kampfgruppe. u..i. Mit Beginn" def ^Schn'-eschmelz- beginnt mich Hauptmann Waldemar von G-, en. Führer das Eis auf den Flüssen aufzubrechen. Bei emcr Kampsgruppe, als 179.. ISO. und 182. Sol- der Wolga, die chre Eisdecke etwas über vierein» baten der deutschen Wehrmacht. halb Monate trägt, erfolgt der Eisaufbruch durch-1 -------- Das Kontinental» ober Binnenklima zeichnet sich im im wesentlichen durch schroffe Tempe- aturgegenfätze zwischen Tag und Nacht, vischen Sommer und Winter und nur kurze Übergangszeiten aus. So erfolgt der Temperatur- afall nach den im Juli erreichten Höchstwerten, die, ch für Berlin und Moskau nur wenig unterschei» cklmiavme uun aiuei- en für die Mittaasnummer bis R*/, Ubr be^BorrmitagS ütM'-taenrUmk für die Ohlhmeter»Heile von 22 Milllmeler Brene: 7Atvt für Aamiiiennn* Aeiflen und vi'vme ©elcnenbeitsanwire« 14Rvt.Werbcan^eigen und aeick'äftl'che WeienenbeiHmuetnett Vla6üOT*tf)Tift (Dorberme Bere»nbnnma) 25°/. «wat .in G 'üben der Ostfront hält die feit Wo- 20 feindliche Panzerkampfwagen wurden abge- naten andauernde erbitterte Winterschlacht mit un- hoffen. Verbünde der Luftwaffe unterstützten die 93. Jahrgang Nr. fF EriMeim 111 g.. cti. außer Gonntaas tmb feiertags Re»Ia<'en: Wtehener itamthenblätter Heimat imBll b- DieSckolle BezuaSvreiSr Monatttrb .. .RM.JLV Suftellaebübr,.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von etn,einen Nummern inioiae böberer Gewalt »ernfvrethanldilnft 2251 Mirbüerla« iSrabtanirhrift ,'An^emer" - Vollicheckii^s^-nnfs /M »ÄhlfcheUuioerfttätr-rvckerei8.Uay ngs der Düna zum Dnjepr nach dem Schwarzen leer verlaufenden Linie eine Begrenzung seines mtinentalen Klimas nach Westen hin, eine foge» annte „Klimascheide". egt noch dem Einfluß von See her, da sich der olfstrom bis zum Weißen Meer hin auswirkt, ber auch das zentrale europäische sowjetische Ge» et findet etwa mit einer vom Rigaer Meerbusen besten Helfer waren die schweren Waffen, die ihnen nicht nur das Halten der Kampfstellungen ermöglichten, sondern sie auch in den Stand setzten, in kühnen Vorstößen dem Feind entgegenzutreten und ihm schwere Verluste beizubringen. Als sowjetische Panzer und Infanterie aus einer Talsenke hervorbrechen wollten, fuhren Flakgeschütze der Luftwaffe trotz rasenden feindlichen Feuers in dem völlig deckungslosen und verschneiten Gelände auf und vernichteten in direktem Beschuß zahlreiche Panzer, die dicht vor den Flakstellungen brennend liegen blieben. Nach schnellem Zielwechsel nahmen die Kanoniere dann die Infanteriemassen unter Feuer und zerschlugen sie durch Salven von Sprenggranaten. Ein Flakregiment schoß dabei seinen 203. Sowjetpanzer ab. Mit dem erbitterten Ringen an der Südfront können aus den übrigen Abschnitten der Ostfront nur noch die schweren Abwehrkämpfe im Raum südlich des Ladogasees verglichen werden. Auch dort halten unsere Truppen bei bitterer Kälte den starken feindlichen Angriffen, die von heftigem Ariilleriefeuer, zahlreichen Panzern und starken Fliegerkräften unterstützt werden, stand. Die Kämpfe sind noch im Gange, doch spricht für die bisherige Leistung am stärksten die Zahl der abgeschossenen feindlichen Panzer. Innerhalb sechs Tagen haben die hier eingesetzten Heeresverbände 229. Panzerkampfwagen vernichtet. Oie Lustniederlage der Briten. Berlin, 18. Ian. (DNB.) Die britische Luftwaffe erlitt in der Nacht zum Montag bei ihren Unternehmungen gegen das Reichsgebiet eine schwere Niederlage. Die feindlichen Einflüge erfolgten zu Beginn der ersten Nachthälfte von Norden her in den Mecklenburg-Pommerschen Raum. Sofort starteten die deutschen Nachtjäger und bezogen die ihnen zugewiesenen Zonen. Kurz vor 20 Uhr versuchten die drittschen Flugzeuge a u f Groh'Berlin v 0 r z u d r l n g e n. Schlagartig setzte die F l a k a b w e h r ein und legte einen dichten Sperrgürtel, der den Feind zwang, weit auszuholen, Aber auch feine Versuche« nun Wen ttdars, iriiber. Things ttiehoj ien. 65 daraus artigen 'fahren >er bei qsbasis *•_ Far. eibean» f 159,5 umsteh achhem ?r 200 Mainzer ch ge. blieben unren r stetig n (rnittl. monatliches Maximum im Juli 31,4 !rab bzw. 30,2 Grad), erheblich rascher für die litte der Sowjetunion gegenüber Mitteleuropa, ies tritt bei der Bettachtung der (innerhalb der tzen 100 Jahre beobachteten) äußersten Tiefstwerte -X Temperatur im September besonders hervor, 0 Moskau mit rund —7 Grad, Berlin aber nur it 0,5 Grad unter dem Gefrierpunkt aufmarten :tm. Und im Hochwintermonat, im Iamuar also, einem äußersten Tiefstwert von —42,5 Grad »i Moskau ein solcher von „nur* —17,5 Grad bei terlin gegenüber, während die mittleren in diesem ilonat verzeichneten Tiefstwerte —27,5 Grad Dlosfau) bzw. —10,5 Grad (Berlin) sind. Aber das allein ist es nicht, mos den Winter in -t Sowjetunion so hart erscheinen läßt, sind mir )ch außerstande, bei Temperaturen von minus 20 rad und mehr Kälte rein gefühlsmäßig Unter» !)iede festzustellen! Dagegen wirkt sich selbst ge» rtger Frost erheblich unangenehmer aus, wmn ^bei ftarfer oder stürmischer Wind herrscht. Hier» f-r aber ist der sowjetische Raum mit seiner nur 18. 3an. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt asrika wehrte auch gestern in beweglicher Kampf- führung starke feindliche Infanterie- und Panzer- 2.. lIT9Ctk-ie toDlDQt.en <>n genannten „Auswinterung" zu erwarten find, er Ostfront zu kämpfen haben. Horen wir emmal, Vordergrund steht hier der zeitliche Verlauf ^as die Wissenschaft vom und über den ost» - ö ~ ‘ 0 - < ' ,, , chen Winter zu sagen hat! Im Vordergrund steht der Begriff des konti» entölen Klimas, d. h. eines Klimas, das Buenos Aires, 18.Jan. (Europapreß.) Der aus- die am Montag in Chikago den Generalpostmeister Frank Walker einstimmig zum Vorsitzenden der um als Der ehemalige französische Boschafter in Argentinien, Peyrouton, ist am Sonntag in Algier gelandet, wo ihm ein wichtiger Posten übertragen werden soll. — Der Dhron-Prätendent des Hauses Bourbon, Heinrich Graf von Pm^is, ist vom nord- amerikanischen Oberkommando in Algier aus Algerien ausgewiesen worden. Die Nordamerikaner befürchteten die Sammlung verschiedener französischer politischer Gruppen um die Person des Grafen von Paris. __________________ britische Presse Flynn mit Glacehandschuhen an- faßt, was dieser rücksichtslose Politiker nordamerikanischen Stils gar nicht gewöhnt sei. Seit Menschengedenken sei mit einer Ernennung nicht so vor- beigegriffen worden wie mit der Flynns. Ein ebensolcher Mißgriff sei die Behandlung der chinesischen Militärmission durch Washington, die kürzlich nach Tschungking zurück fuhr, um angeblich Bericht zu erstatten, in Wirklichkeit jedoch ohne die gewünschte Zusicherung von Lieferungen abgehen mußte und in Washington lediglich einen Obersten Das japanische Kabinett beschloß Steuererhöhungen in erster Linie auf dem Gebiete der indirekten Verbrauchssteuern; sie sollen für 1943 Mehreinnahmen von über einer Milliarde Pen ergeben. demokratischen Partei als Nachfolger Flynns, den ein beträchtlicher Skandal entstand, weil er notorischer Schieber gilt. * Der Londoner „Daily Heralb" bedauert, daß weg aus Freiwilligen, die besonders tüchtig und leistungsfähig sind. Es handelt sich vielfach um Berufstaucher, die sich durch ein längeres Training auf ihre äußerst schwierige und gefahrvolle Aufgabe vorbereiten. England gegen ein Lustmonopol der LtGA. Stockholm, 19. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Der Washingtoner Korrespondent des „Daily Telegraph" beschwert sich darüber, daß man in Washington immer nur von der „Freiheit der Meere" spreche, die Luft aber überhaupt nicht erwähne. Di^e amerikanischen Monopolinteressen konzentrierten sich vor allem aus die drei großen Transatlantiklinien, die Amerika mit Afrika und Europa verbinden. Die erste verläuft von Neuyork nach Neufundland und England, die zweite verbindet Miami (Florida) mit Portugal und die dritte Natal (Nordbrasilien) mit der afrikanischen Westküste. Die Amerikaner interessieren sich gong besonders für ihren Ausbau, da von den Flugplätzen der afrikanischen Westküste der Weg weiter- ührt über Oberägypten nach dem mittleren Osten, wo der USA.-Einfluß sich immer stärker festzusetzen beginnt. Die Linie wurde von der Pan- american Airways unter großen finanziellen Opfern ausgebaut und 1942 von der Regierung übernommen. Der englische Korrespondent fürchtet, daß die USA., die für die Entwicklung dieser Linien viel Geld aufgewandt haben, nach dem Kriege auf den Betrieb der Routen nicht verzichten werden. Aber der Grundsatz der „Freiheit der Luft" vertrage sich auf keinen Fall mit einem USA.- Monopol. Oer Flynn-Glandal. Ein öffentliches Senatsverhör des Roosevelt-Günstlrngs. als Verbindungsmann zurückließ. Die Engländer und auch die Nordamerikaner hätten es noch nicht begriffen, die Tschungking-Chinesen als gleichberechtigt zu behandeln und etwa den in Washington verbliebenen Obersten in den Rat der Der- shington verbliebenen Obersten in den Rat der ver- Riesige Kriegsgewinne der Rüstungsfirmen in den USA. Lissabon, 18. Jan. (Europapreß.) Die nord- amerikanische Preiskommission hat festgestellt, daß die Gewinne größerer Firmen infolge der Rüst ungsaufträge erheblich über diejenigen vor dem Kriege stiegen, wie die „Daily Mail" aus Neuyork berichtet, lieber die Durchschnittsgewinne der Jahre 1936/39 haben z. B. General Motors um 20 v.H., Bellehem Steel um 36 v.H. und Blenn Martin Airecraft um 33,6 v. H. mehr verdient. Wirtschastsnot im Gefolge des Roosevelt-Krieges. Lissabon, 18. Jan. (Europapreß.) Der wärtige Ausschuß des USA.-Senats hat ein öffentliches Verhör über die Ernennung von Edward -Flynn zum UMl.^Gesandten in Australien und Sondervertreter Roosevelts angeordnet. Flynn hat seinen Posten als Vorsitzender des National-Komi- tees der demokratischen Partei niedergelegt. Der Senatsausschuß wird das Verhör auf konkrete Vorwürfe begrenzen, die durch Zeugen belegt werden können. Die demokratische Parteikonvention wählte DieAchse verfügt über eine starke Aentralpositwll Ei« spanischer Militärkritiker über die strategische Lage in Rordafrika. Kleine politische Nachrichten. Unter der Leitung des japanischen Erziehungsministeriums wurde ein Institut für ostasiatische Rassenforschung gegründet, um ein wissenschaftliches Studium der verschiedenen Rassen innerhalb der ostasiatischen Prosperitätssphäre zu ermöglichen. Ya- fumi Takata, Professor an der Kaiserlichen Unwer- sität Kioto, wurde zum Leiter des Instituts ernannt. Madrid, 18.Jan. (Europapreß.) „Der ftrate-- gische Umfang, mit dem die Anglo-Amerikaner in Nordofrika ihr Unternehmen anfangs zur Schaffung eines Sprungbrettes für neue Operationen gegen Sizilien und Sardinien zu starten schienen, ist auf eine Serie taktischer Aktionen reduziert worden, welche die wichtigen Positionen am Kanal von Sizilien, den in der Hand der Achse befindlichen zenttalen Mtttelmeergürtel, zum Ziel hatten, um den freien Seeverkehr zwischen Gibraltar und Alexandrien zurückzuerlangen", sagt das Blatt „Hoja del Sunes" in einem hier vielbeachteten Artikel über die Kriegslage in Nordafrika. Es stellt fest, daß das strategische Ziel der Anglo-Amerikaner die Besetzung von Tunis und Tripolitonien sei und damit die Vernichtung der starken Achsen Positionen und ihrer günsttgen Luft- und Seeverbindungen voraussetzt . Die anglo-amerikanischen Generalstäbe haben, nach Meinung des spanischen Militärkritikers, übersehen, daß dieser nordafrikanische Feldzug keineswegs ein normaler und typischer Kolonialkrieg ist, weil nämlich Nordafrika geographisch eine Fortsetzung Europas und seines Lebensraumes darstellt und kurze Entfernungen die in Frage kommenden Küsten trennen. Die Achse verfügt über die günstigsten militärischen Ausgangs- und Stütz- punkte, während England und besonders Nordamerika riesige Entfernungen 311 über- winden haben und direkt in die U-Boot- und Luft- waffenoktionszone ihrer Gegner hinemgeraten, wobei sie ihre Truppen, ihr Material und ihre Schiffe einer ständigen Bedrohung aussetzen müssen. Ein Unternehmen wie das anglo-amenkanische m Nordafrika erfordert eine von langer Hand vorbereitete Planung. Man begreift daher die Notwendigkeit einer konzentrischen Befehlsgewalt, deren Mangel schließlich zu einer Serie isolierter und unharmonischer Operationen führte, die nicht verhindern konnten, daß die Achse sich eine solide und starke Position im Zentrum Nordafrikas ausbaute. Ihre Luftüberlegenheit erwies sich seit Beginn der afrikanischen Schlacht und erleichterte daher die Landungen in den tunesischen Häfen, so daß der deutsch-italienische Generalstab mit Ruhe der wei- teren Entwicklung an dieser Front entgegensehen kann. uruguayische Außenminister Guani gäb auf der Durchreise nach den USA. als Grund seiner Reise die großen Schwierigkeiten an, unter denen Uruguay zu leiden habe und die er in Washington bekanntgeben wolle. Zugleich mit den Schiffen, die früher die Häfen Uruguays anliefen, erklärte Guani, seien auch die Zolleinkünfte der Regierung verschwunden. Der Mangel an Petr oleum sei so groß geworden, daß es sich jetzt nicht mehr allein um den Mangel an Benzin für Automobile handele, sondern um den Stillstand ganzer Industrien,wodurch hunderttausende bisher darin Beschäftigte arbeitslos geworden seien. Die USA. hätten nun Uruguay eine Anleihe von 50 Millionen Dollars für öffentliche Arbeiten gewährt. In der argentinischen Hauptstadt haben die Erklärungen Guanis um so stärkeren Eindruck gemacht, als Uruguay das erste Land war, das bei der Vorbereitung des nordamerikanischen Kriegseintritts an die Seite der USA. trat Oie Zweimann-Torpedos. Rom, 18. Jan. (DNB.) Wie „Popolo di Roma" berichtet, handelt es sich bei den beim Angriff auf Schiffsziele im Hafen von Algier eingesetzten Zwei- Mann-Torpedos um eine rein italienische Erfindung, eine Fortbildung jenes Sturmkampfmittels, das bereits im ersten Weltkrieg zum Einsatz gelangte. Es ist eine Art Torpedo oder besser, ein winziges U-Boot, dessen aus zwei Mann bestehende Besatzung sich nicht im Innern befindet, sondern es von zwei kleinen auf seinem Rücken befindlichen Sitzen aus steuert. Die zwei Sitze befinden sich am Heck hintereinander. Vor federn Sitz ist ein Welleiürrecher angebracht, unter dem sich die mit Leuchtzifferblättern ausgestatteten Steuerungen sowie ein Kompaß befinden. Die Besatzung kann dadurch die Richtung auch bei vollkommener Dunkelheit und unter Wasser einhalten. Der Antrieb des Sturmkampfmittels ist völlig ge- iräuschlos und gestattet wie bei einem U-Boot die -Fahrt sowohl an der Oberfläche als auch unter Wasser. Die beiden Besatzungsmitglieder stecken in Tauch er anziigen, die mit Sauerstoffappara- ien ausgerüstet sind. Das Sturmkampfmittel wird von der Besatzung bis unmittelbar an das Ziel gebracht. Dort — das ist der wesentliche Unterschied zwischen dem Sturm- fampfmittel und einem gewöhnlichen Torpedo — löst die Mannschaft denVord erteil des „Fahrzeuges", der die Sprengladung enthält, vom Heck los. Dieser Vorderteil wird vermittels einer besonderen Vorrichtung am Kiel des feindlichen Schiffes angebracht. Sodann wird der Zeitzünder auslöst, der diesen nunmehr in eine Mine verwandelte Torpedo im gegebenen Augenblick zur Explosion bringen wird. Der jetzt von seiner gefahrvollen Sprengladung befreite Hinterteil des Sturmkampfmittels tritt dann schleunigst tn untergetauchtem Zustand die Rückfahrt an, um zu seinem U-Boot-Mutterschiff zuruckzukehren. Die Besatzungen dieser Sturmkampfmittel bestehen durch- Aus aller Wett. Berühmter Rosenzüchter gestorben. Im Alter von 90 Jahren starb in der Rosenstadt Sangerhausen Professor Ewald ®nau, der Gründer und Betreuer des weltberühmten Rosa- riums, eines großen Versuchs- und Dttlstergar- tens für Rosenkultur. Er hatte auch die Geschäfts« führung des Vereins der deutschen Rosenfreunde und redigierte die Rosen-Zeitung. Italienisches Hotel abgebrannt Einem Großfeuer ist das auf dem 1500 Meter hohen Mottarone bei Strefa am Lago Mag« aiare gelegene Hotel Mottaro ne-Delta zum Opfer gefallen. Bisher wurden sechs verkohlte Leichen geborgen, doch bleibt zu befürchten, daß unter den rauchenden Trümmern noch weitere Opfer ne gen. Der Schaden beläuft sich auf rund 5 Millionen Lire, wozu noch die Schäden der Gäste des vollbesetzten Hauses kommen. Die Ursachen des Brandes sind noch unbekannt. x Lawinen in der Schweiz. Die Eisenbahnlinie Martigny — Chate* l a r d ist durch den Niedergang schwerer Lawinen blockiert worden. Riesige Schneemafsen türmen sich auf den Geleifen. Auch bei Sion mußte infolge Schneefalles der Postdienst ausgesetzt werden. DlS Briefpost wird im Schlitten ausgetragen. Für viels Ortschaften kann die Post nur mit Saumpferden besorgt werden, da ein Befahren und Begehen nor» maler Wege unmöglich geworden ist. Hitzewelle in Argentinien und Brasilien. Südbrasilien und Nordargentinien werden von einer großen Hitzewelle heimaesucht. Die Temperatur stieg im Schatten bis auf 44 Grad, eine Hitze, wie sie feit 32 Jahren in dieser Gegend nicht mehr vorgekommen ist. Man hat deshalb Befürchtungen um die Ernte. In einem argentinischen Bahnhof ging ein Zug, der mit Heu beladen war, infolge der Hitze durch Selbstentzündung in Flammen auf. 3t Eisenbahnwagen wurden zerstört. Kunst und Wissenschast. Karl hestelbacher f. In Baden-Baden ist der Schriftsteller Kirchenrai D. Karl Hesselbacher im 72. Lebensjahr gestorben. Seine Kenntnis von Land und Leuten, in erster Linie des Bauerntums, bereicherte in dichterischer volksnaher Form die Heimatliteratur. Weithin bekannt wurde fein Name durch die.Veröffentlichung „Silhouetten neuerer badischer DichterEr war Ehrendoktor der Universität Heidelberg. Hochschulnachrichten. Dem Professor Dr. Friedrich Wentzlass« E g g e b e r t von der Preußischen Akademie bet Wisstnschaften in Berlin wurde die ordentliche Professur für deutsche Philologie an der Reicksunver- fität Straßburg verliehen. — Der vor allem als Erforscher der Mathematikgeschichte hervorgetretene frühere Oberstudiendirektor Wilhelm Lorey vollendet fein 70. Lebensjahr. In Frankfurt a. M. geboren wirkt er auch jetzt noch dort. Wir danken ihm den „Briefwechsel von Leibniz mit Gießener Mathmatikern", wie Arbeiten über die Mathematik an der Universität Gießen und über dis mathematische Vergangenheit an der Universität Münster. Weitere Gegenstände seiner Untersuchungen sind: Eine Zahlenspielerei Kants, Jurist und Mahematik vor 200 Jahren, Lebensbeschreibungen bedeutender Mathematiker und deren Leistungen, z.B. von Gauß, I. L. Lagrange, L. Euler, Regio- montan, I. I. Bernouilli, auch babylonische Kehrt- werttafeln lld. a. — Im 84. Lebensjahr starb in Berlin Geh.Regierungsrat Dr.-Jng. Joses Brix, ehemaliger Ordinarius an der T. H. Berlin. Aus Rosenheim (Oberbayern) stammend, hatte Drix nach langjähriger praktischer Tätigkeit als Ingenieur feit 1904 an der T. H. Berlin den Lehrstuhl für städtischen Tiefbau (Straßenbau, Wasserversorgung und Entwässerung der Städte, Städtebau) inne. Die Technische Hochschule München ernannte ihn zum Ehrendoktor, die T. H. Berlin zum Ehrenbürger und Ehrensenator. — Der Ordinarius für Augenheil- künde an der Universität Marburg, Professor Dr. Wilhelm Grüter wurde wegen der erfolgreichen Behandlung des spanischen Ministers für öffentliche Arbeiten, Alfonso Pena-Boeufs, zum Korrespondierenden Mitglied der Königlich Spanischen Akademie der Medizin und zum Ehrenmitglied bei? . Sociedad-Oftalmologica Hispano-Americana ernannt. Grüter ist bekannt durch seine Forschungen , auf dem Gebiete der herpethifchen Hornhauterkrant , tungen. Es gelang ihm, durch eigene operative Me- : thoden einzelnen Blinden das Augenlicht wiederzitt - geben. — Die Universität Heidelberg hielt eine Ge» ■ dächtnisseier für den verstorbenen großen Chirurgen t Martin Kirschnerab, bei der fein Nachfolger Dr. * Heinrich Bauer die Gedächtnisrede hielt. die sich formell in den Kampf gegen die Achien- mächte einschaltet. Man macht aber einen Unterschied zwischen der Regierung Nuri Said, die, völlig von London abhängig, weisungsgemäß den Krieg erklärt hat, und dem irakischen Volk, das gefühlsmäßig mit „feinen Wünschen keineswegs auf Seiten der angelsächsischen Staaten steht. Die formelle Kriegserklärung ändert also an dem tatsächlichen Stand der Dinge im Verhältnis zwischen dem Irak und den Achsenmächten nichts und beeinflußt insbesondere in keiner Weise bas militärische Kräfteverhältnis. Man glaubt auch nicht, daß die anderen arabischen Völker sich durch ein derartiges Manöver ein zweites Mal täuschen lassen, da die Araber ihre Erfahrungen mit eng« jjschen Zusagen aus dem vorigen Kriege noch keineswegs vergessen haben. König Faruk lehnte den Kriegseintritt Aegyptens ab. Ankara, 18. Jan. .(Europapreß.) Nach den Kairoer Besprechungen des Königs von Transjor- hanie^i Abdullah und des irakischen Minister- siräsiÄnten Nuri Said versuchten die britischen Diplomaten, in Verhandlungen mit der Regierung R a h a s Pascha, auch den Kriegseintritt Aegyptens zu erreichen. Während sich Ministerpräsident Nahas Pascha bis zu einem gewissen Grade gefügig zeigte, scheiterte der ägyptische Kriegseintritt schließlich am täte gor if djen Widerspruch König Faruks. Es kann jedoch kein Zweifel bestehen, daß die britische Diplomatie weiter bemüht ist, den Kriegseintritt Aegyptens zu erreichen, und daß Nahas Pascha geneigt bleibt, den britischen Wünschen entgegenzukommen, wenn von drittscher Seite Entsprechende Garantten für die ägyptische Souveränität in der Nachkriegszeit gegeben werden. Andererseits soll der König nach wie vor die Auffassung vertteten, der Kriegseintritt Aegyptens dürfe nicht Gegenstand eines politischen Geschäftes fein, das erhebliche Risiken für das Land in sich berge. Waffen für Ibn Gand gegen wirtschaftliche Konzessionen. S 0 f i a, 18. Jan. (Europapreß.) Der für die Versorgungsfragen des mittleren Ostens zuständige britische Minister, Lord Moyne, hat mit König Ibn Saud einen Vertrag abgeschlossen, wonach gegen Gewährung von wirtschaftlichen Konzessionen in Saudi-Arabien an die faudistische Armee 20 000 Gewehre, 10 Geschütze, Ausrüstungsgegenstände, Medikamente und 30 000 Tonnen Lebensmittel geliefert werden. Auch der nordamerikanifche Gesandte in Kairo, Kirk, hatte eine Besprechung mit dem König über die Erdölquellen in Saudi- Arabien. AUF MÖNCKEBERO ist diel "Teufel tos, ROMAN VON OLAF BOUTERWECK 18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Als Sigrid mit ihrem Bericht schließlich zu Ende war, fragte Raucheisen: „Sie Haden doch wahrscheinlich eine Liste jener Bücher, die Professor Beierfeld von Ihnen übernahm?" blieb. Später erhöhte der Professor dann von sich aus sein Angebot auf dreitausend Mark — mit der Begründung, daß für ihn außer dem antiquarischen und wissenschaftlichen noch ein gewisser Liebhaber- wert hinzukomme, und daß er mich in keiner Weise übervorteilen wolle. Er bestätigte mir dann schriftlich, daß mit Zahlung dieser Summe fünfundreißig namenllich angeführte Bücher in seinen Besitz übejr- gegangen seien. Für die restlichen fünfzehn Werke, die ihm inhaltlich unbekannt waren, erbat er sich eine längere Frist, um sie in Ruhe prüfen und gegebenenfalls einen angemessenen Preis festsetzen zu können." „Ja, ich habe die Lifte mitgebracht, Herr Korn- miffar!" fiel Sigrid ein. Sie öffnete ihre Handtasche und reichte Raucheisen einen zusammengefalteten Bogen. Der Kommissar las die Liste aufmerksam durch. Es handelte sich ausschließlich um sehr alte Werke, deren Verfasser schon seit Jahrhunderten tot waren. Die Bücher trugen vielfach lateinische und mittelhochdeutsche Titel. „Wie kam es, Fräulein von Münckeberg, daß Sie diese Bücher gerade dem Professor Beierfeld anboten?" ,Hch habe sie ihm ja gar nicht unmittelbar an- geboten! Als ich nach dem Tode meines Vaters fast mittellos dastand, mußte ich mich zum Verkauf eines Teiles der Bibliothek entschließen. Aus meine Anzeige in einem Fachblatt bekam ich unter anderen auch eine Anfrage von Professor Beierfeld, und er war dann derjenige, der mir noch der Besichtigung von allen den Anfragern das höchste Angebot machte." „Darf ich wißen, wieviel Professor Beierfeld Ihnen für diese Bücher gezahlt hat?" „Ursprünglich bot er mir für die fünfzig wertvolleren Werke, die ja überhaupt nur in Frage Wahrscheinlich ein Trick des guten Professors! dachte Raucheisen. Auf diese Weise erhielt er die Verbindung mit Sigrid aufrecht und damit die Möglichkeit, seinen Plan in bezug auf Sigrid und Axel vielleicht doch eines Tages verwirklichen zu können. Raucheisen hatte ferner den Eindruck, daß sich der Professor bet der Wertermittlung der gekauften Bücher mehr von persönlichen als litera- risch-wissenschafttichen Erwägungen hatte leiten lassen; denn der gezahlte Preis erschien Raucheisen erstaunlich hoch. Aus diesen Gedanken heraus fragte er: „Waren Sie eigentlich öfter hier im Haufe, Fräulein von Mönckeberg?" „Ja, etwa vier- oder fünfmal! Zwischendurch rief Professor Beierfeld mich wiederholt an und besprach diese und jene Einzelheit mit mir. Und er war dabei stets außerordenllich liebenswürdig und gütig zu mir." „Trafen Sie hier im Haufe bei Ihren Besuchen auch mit Herrn Holm zusammen?" „Nur einmal, Herr Kommissar, und zwar bei meinem ersten Besuch vor etwa fünf Monaten. — Professor Beierfeld muß übrigens sehr an feinem Neffen gehangen haben, denn er sprach sehr häufig und stets mit großer Liebe von ihm ... Heute sah ich Herrn Holm zum erstenmal wieder." „Wann haben Sie denn den Professor zum kamen, zweitausend Mark an, während das Gebot der übrigen Kauflustigen nicht einmal die Hälfte _________ , .... tpefer Summe erreichte, meist aber weit darunter letztenmal gejehen, Fräulein vorr Mönckeberg?' Sigrid dachte eine Weile nach. „Das ist schon ziemlich lange her", antwortete sie überlegend. „Etwa sieben oder acht Wochen. Allerdings hatte er mich für einen Abend der vergangenen Woche eingeladen, aber ich mar im letzten Augenblick leider verhindert und mußte noch telephonisch absagen." „An welchem Tage war das?" fragte Raucheisen schnell. „Am Samstag, Herr Kommissar." „So — am Samstag", wiederholte Raucheisen nachdenklich. Am Samstag hatte Professor Beierfeld auch Axel Holm zu sich gebeten; es war also offensichtlich, daß der Gelehrte an diesem Abend einen entscheidenden Vorstoß zur Verwirklichung seines Lieblingsplanes beabsichtigt hatte. Damit war Axel Holm allerdings in dem einen Punkte entlastet; denn die Meinung, daß bei dem letzten Zusammensein zwischen Beierfeld und seinem Neffen eine ernste Auseinandersetzung wegen der Erbschaft stattgefunden haben könnte, ließ sich jetzt kaum noch länger aufrechterhalten. Die Gründe für die Begegnung waren ja jetzt aufgedeckt. Raucheifen führte das Gespräch wieder auf den merkwürdigen Einbruch bei Sigrid zurück. Irgendwie schien ja tatsächlich zwischen diesem Einbruch und der Ermordung des Professors, die genau vierundzwanzig Stunden spater erfolgte, ein ursächlicher Zusammenhang zu bestehen. Auf Grund seiner langen Erfahrungen lehnte Raucheifen den „Zufall" ab; er hielt ihn zumindest für unwahrscheinlich, denn er wußte, daß Zufälle immer nur durch das unmittelbare und genaue Zusammentreffen zweier oder mehrerer Reihen von Ursachen und Wirkungen entstehen können. War es nur ein Zufall, daß Sigrid am Abend des Einbruchs entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit nicht zu Hause war, weil sie „zufällig" mit einem jungen Studenten ausging, der „zufällig" mal für zwei Tags w Berlin weilleL" Raucheisen fragte Sigrid eingehend über Frank Duderstädt aus; aber was er da hörte, ließ weder einen Verdacht auf den jungen Studenten zu, noch brachte es überhaupt einen Lichtblick in die ganze rätselhafte Angelegenheit. Während Raucheifen sich noch mit diesem Gegenstand beschäftigte, wurde plötzlich die Haustür geöffnet, und der Schupo, der gerade am Gartentor Wache stand, kam herein. Dicht hinter ihm schritt der Sekretär und Diener Otto mit einem großen Koffer in der Hand. ,Herr Kommisfar", sagte der Schupo, „dieser Herr behauptet, daß er hier im Hause erwartet wird." „Stimmt! — Danke — schon gut!" Der Polizeibeamte entfernte sich, und Otto traf langsam näher. Er warf dem Kommissar einen nicht gerade freundlichen Blick zu und machte dann vor der jungen Dame, die ihm bekannt war, höflich eine tiefe Verbeugung. Sigrid konnte ihr jähes und tiefes Erschrecken nicht verbergen, als sie so unoorbereitet in das von gräßlichen Narben entstellte Gesicht des Mannes blickte. Otto biß sich auf die Lippen: er wandte schnell den Kopf fort und sah den Kommissar fragend an. „Gehen Sie dort hinein!" sagte Raucheisen, in* dem er auf die Tür zur Bibliothek zeigte. — „Schrecklich!" sagte Sigrid leise, nachdem Otto die Tür hinter sich geschlossen hatte. „Wer ist der Mann?" Raucheisen gab ihr einige kurze Erklärungen, unt sich dann sofort roieber dem unterbrochenen Gespräch über Frank Duderstädt zuzuwenden ... Als der Kommiffar zehn Minuten später in ziemlich schlechter Laune die Bibliothek wieder betrag war Axel gerade dabei, sich die Krawatte zu binden. Otto stand vor ihm und hielt ihm einen Handspiegel, während Stobbe scheinbar teilnahmslos ant Schreibtisch saß und eine Zigarette rauchte» (Fortsetzung jolM Opfer1 wichen nd Die»« .„h lnd. Dleter N. neserA^ t wird- »S« Ott« einen n«J bann ««■ ;öiM e®' in615 ° z U-nnü ,bk W1, >er ü7" iek wedtt i ZU' nc^ die go^: m Gegen' lustür SP GarteMl nftobt ' dex °la. Aar. Mts< "eunbe inen« .hwslos hte- htei lwinei, en sich infola« n- Sie r viele be« n nop errben '.‘«eil ^oneu' 5 voll, Bran- chenraj ahr ge. uten, in i dichte, ■' Weit» iröHent. ter< Gr L ’n non mperoi \ Hitze, it mehr [hingen ^nf)o| 'lge bet °uf. 31 Maff« nie btt ije Pro» jsunoer« lern als jetretent ’t) voll' -M. ge» i!en ihm ßener : Mathe« über dir üoerfilö! rrfuchun« rist unb eibungen iftungen, Regio' > Kehrt, starb in Brix, lin. Aus Srix nach lieur feil ir (täbli1 ung unb ine. Die ihn zum irger unb ugenheil» effor St rlgreichea r öffent- n Korrtl ipanischer Iglieb btt :ana en rschunge" iu5erkran' itive Mf wiederzm eine Gk Chirurgen folger St - naß, und sein Herz tat ihm weh. Angehörige des Geburtsjahrganges 1925, die sich Obst- und Gartenbauverein Gießen. Im Saale des „Burghof" trafen sich am Sonntagnachmittag die Mitglieder Les Obst- und Gartenbauoereins Gießen zur diesjährige« stark bedarf, sondern alle Kräfte dis zum letzten einsetzen muß. Er wies darauf hin, daß unsere landwirtschaftlichen Produktionsstätten nicht nur durch den starken Schutz unserer siegreichen Wehrmacht gesichert sind, sondern auch durch die umfassenden und weitreichenden Maßnahmen der vom Reichsnährstand geschaffenen Marktordnung ihre wirtschaftliche Sicherung erfahren haben. Für den Nutzen der Marktordnung führte der Redner eine Reihe oon Beispielen an, wobei er betonte, daß der Grundsatz der gerechten Verteilung in dieser Regelung ihren stärksten Niederschlag findet. Weiterhin^ beschäftigte sich der Redner mit den Anordnungen über die Getreideablieferung, mit der weiteren Bereitstellung von Kartoffeln zur Versorgung der städtischen Der- braucherschaft, mit Fragen der Hausschlachtungen, wobei er seinen Hörern die Vorteile der in unserem Gaugebiet getroffenen Regelung klar vor Augen führte. Hinsichtlich des Einsatzes fremder, d.h. ausländischer Arbeitskräfte gab er bedeutsame Hinweise und Ratschläge, vor allem betonte er, daß gegenüber solchen Arbeitskräften der Bauer bzw. die Bäuerin unter allen Umständen ihren Autoritätsstandpunkt aus dem Hof und bei der Arbeit durchsetzen müssen. Beherzigenswerte Raffchläge gab er ferner hinsichtlich des künftigen Einsatzes der Gespannmittel, der Verwendung von Traktoren und der Anschaffung von Maschinen, zum letzteren Punkt warnte er nachdrücklich vor nicht genügend überlegten Käufen. Nach einigen Betrachtungen über die Frage der Preise für wichtige landwirtschaftliche Produkte, insbesondere auch der Milch und einer im Zusammenhang damit stehenden Neuordnung des Leistungszuschlages, beschäftigte sich der Redner schließlich noch eingehend mit der großen Zukunftsaufgabe der West-Ost-Siedlung zur Besiedlung und Sicherstellung des von unserer siegreichen Wehrmacht errungenen Ostraumes, um in diesem Zusammenhang auch wichtige Hinweise auf die künftige Gestaltung der bäuerlichen Lehre des Nachwuchses zu geben, durch die das Problem der Landflucht und Nachwuchslenkung eine gedeihliche Lösung erfahren soll. Im Anschluß an die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen beiden Vorträge gab Kreisbauernführer O t t dem Landesobmann die Zusicherung, daß unser oberhessisches Landvolk auch im neuen Erzeugungsjahr voll und ganz seine Pflicht im Dienste unserer Volksgemeinschaft erfüllen wird. Dersamm!«ng in Gießen. Für den Kreis Gießen findet am morgigen Mittwoch eine Versammlung in Gießen statt, in der Kreisbauernführer Ott und Oberlandwirtschaftsrat Dr. Lung sprechen werden. Gießener Konzertn'ng. Orchester-Konzert: Liszt — Wagner — Oöoräf. Truck uno Verlag: Brühl«che Unlversüätsdruckerei R. Lange K. <3« Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; ülnzeigealeiter: Haas Ötd» Hmrptschriftleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Haupt'christleiters: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik unb Bilcer: Tr. Fr. W. Lange; für bas Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot- iur Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumjchetn. Im Beiprogramm sieht man die neue Wochenschau, die hier schon gewürdigt wurde, und einen naturdokumentarischen Kulturfilm mit schönen und seltenen Aufnahmen aus dem Leben des Seeadlers. Hans Thyriot. Gießen-Kiein-Linden. Frau Katharine Germer, geb. Jung, Wetzlarer Straße 33 wohnhaft, feiert am kommenden Donnerstag, 21. Januar, ihren 80. Geburtstag. Sie ist die Witwe des vor roenmin Jahren verstorbenen Landwirts und Wagners Wilhelm Germer II., Trägerin des Ehren kreuz es der deutschen Mutter, und kann auf 4 noch lebende Kinder, 9 Enkel und 14 Urenkel blicken. Von ihren Enkeln stehen 6 und von ihren Urenkeln 1 bei der Wehrmacht. Der hochbetagten Frau gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag und für einen schönen Lebensabend. Verdunkelunyszell: 19. Januar von 17.43 bis 7.52 Uhr. Die Erzeugongsschlachl 1943 in Oberheffen Versammlungen der Krersbauernschast Oberheffen West. ist verhältnismäßig sparsam; es gibt Momente, wo die Hand fast ruht und nur noch sein Wille führt, oder wo sich der innere Urrhythmus, wie im Alle- gretto graziöse der Dvoräk-Symphonie, in körper- liches Mitschwingen umsetzt. So gewinnen die Werke unter seiner Leitung ein eigenes Gesicht. Der ausbrechende Beifall war überall herzlich und wohlverdient. Es wäre sehr erwünscht, wenn An der Spitze des Programmes stand Liszts!die Besucher solcher Veranstaltungen, ihre Platze SymphonischeDichtung„Tasso", Lamento | pünktlich einnehmen würden, um unliebsame *eto= e trionfo, die nach des Komponisten Aeußerung । nrtrgen und unnötiges Hinausziehen des Beginnes „in Tönen die große Antithese des im Leben oer-1 zu vermeiden. Dr. Hermann Hering. Iahresappell der alten 116er. Die Gießener Kameradschaft ehemaliger 116er im NS.-Reichskriegerbund hielt am Sonntagnachmit- tag ihren Iahreshauptappell unter Leitung des Kameradschaftsführers Bill im Kameradschafts- Heim bei Kam. Waßmuth ab. Don der Kreiskrieger- führung nahmen Kreispropagandawart Kam. Die- I e I und der Kreisfchießwart Kam. Merlau an dem Appell teil. Kameradschaftsführer Dill gedachte zunächst nut ehrenden und dankenden Worten der im 1942 verstorbenen Kameraden. Anschließend erM» tete der Kassenwart Kam. K o r e l l den Bericht über den Stand der Kameradschastskasse am Iah- cesschluß und über den Mitgliederstand. Die Kam. Storck und Müller als Kassenprüfer konnten die ordnungsmäßige Führung der Kassengeschäfte unb einen guten Bestand der Kasse feststellen. Dem Kassenwart wurde daraufhin vom Kameradschasts- rübrer mit herzlichen Dankesworten Entlastung erteilt, ferner wurde auch den übrigen Angehörigen des Fichrerrats für ihre treue Mitarbeit Dank gesagt , - Der Schießwart Kam. Kern erstattete hierauf Bericht über das Schießwesen und dehnte dobei, daß die Kameradschaft beim Kreis-Wettkampfichle- ßen die dritte Stelle erreicht habe. Krelsschießwärt Kam. Merlau überreichte sodonn im Auftrage des Kreiskriegerführers die durch gute ochießlei- 'tungen im Jahre 1942 erworbene Ehrenna^l an wlgende Kameraden: die große gotbene Ehrennadel an Hch. Kern; die goldene EhrennÄrel an Hch. Koch, R. Glagow, PH. Muhl Hch. Sanger A. Götz, G. Pfeiffer, Hch. Gerbig, Gg. Korell; bie silberne Ehrennadel an O. Beuler, O. Scheller, H. Paul, K. Bechtoldt. Kreisfchießwart Merlau ermahnte zum Schluß, den Schießbetrieb auch m Zukunft mit allem Eifer zu pflegen. __ Anschließend hielt Kreispropagandawart Kam. Diesel einen mit großer Spannung aufgenom- menen Lichtbildervortrag über den Kamps im Westen, wobei er die Kameraden gleichzeitig aus- mrderte, wie bisher so auch in Zukunft alle Kräfte für den deutschen Sieg einzusetzen. Danach wurde der Appell mit dem Gruß an den Führer und btt Wehrmacht geschloffen. Aus -er Giadt Gieße«. Waldspaziergang. Auf einem Waldweg, der an hohen Kiefern und dunklen Tannen vorbeiführt, geht der Vater mit dem kleinen Herbert entlang. Es ist still in dem großen Wald, und es duftet nach Holz und Tannen. Aber der Vater merkt nicht die Stille und spürt auch nicht den Duft — er denkt an Kauf und Verkauf —, unb seine Stirn hat tiefe Falten. Herbert tappelt burd) bas weiche Moos, bie kleine Hand in des Vaters Faust, unb quält sich mit unzähligen Bildern ab, bie in ihm sind. Er wird nicht fertig mit dem Vielen und fragt: „Vati!" RM. betrugen; es verblieb mithin ein Ueberschuß von 1508,13 RM. Der Geschäftsverkehr, der durch die Buchführung des Vereinsführers lief, belief sich auf 2778,71 RM. und erbrachte einen, sehr stattlichen Ertrag, so daß der Gesamtüberschuß der Vereinskasse den Betrag von 2000 RM. weit überstieg. Die Jahresrechnung wurde genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Sodann wurde über die Errichtung einer vereinseigenen Süßmostanlage und über das hierfür notwendige Konzesfionsgefuch beraten. Die Versammlung kam zu dem Entschluß, die Konzessionie- rung vorerst nicht zu beantragen. Einstimmige Annahme fand dagegen der Vorschlag des Vereins» führers, die neu angeschafften Rückenspritzen und die schon vorhandenen größeren Spritzen gegen eine geringe Gebühr an die Mitglieder zu verleihen. Die Weitergabe an Nichtmitglieder darf unter keinen Umständen erfolgen. Es wurde ferner noch beschlossen, eine Dezimalwaage für den Verein zu kaufen. Um die Arbeit der Gießener Gärtnereien zu erleichtern, wurden von dem Verein gemeinsam Bestellungen von Frühgemüsepflanzen für die Mitglieder entgegengenommen, die von dem Dereinsfuhrer weitergeleitet werden. Vereinsleiter Junker hielt sodann einen lehr«, reichen Vortrag über die ersten Arbeiten im Ge« müfegarten beim beginnenden Frühjahr. Der Redner gab u. a. Raffchläge über die Anlegung von Komposthaufen, über die Herstellung von Schnell- Komposterde durch Torfmull unter Zusatz »oon WirtschaftSdünqer und klärte eingebenb über die Aussaat der Küchenkräuter, wie Petersilie, Ewige Zwiebeln, Schnittlauch, Sauerampfer, Lauch, Sellerie, Pimpernelle, Dill usw. auft Ein reger Gedankenaustausch schloß sich an. Zum Schluß sand eine Verlosung von Torfmull statt. Kur Tapferkeit vor öem Kemöe. Für hervorragende Tapferkeit an der Front in Finnland wurde der Unteroffizier Otto Schneid- müller aus Ruppertsburg (Kreis Gießen) mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Lichtspielhaus: »Einmal der liebe Herrgott fein?* Hans Moser, der Liebling ungezählter Kinobesucher, spielt in diesem Film von Hans G. K e r n< map und Fritz Koselka den „Kommissionär" eines großen Hotels, der einmal auch Portier fein möchte. Nach 35 langen Dienstjahren geht jein Herzenswunsch in Erfüllung, und der Kommissionär Karl Gschwandtner reißt die Führung des Hauses mit einer Eigenmächtigkeit an sich, daß nicht nur dem Hoteldirektor, sondern auch den seiner Obhut anvertrauten Gästen vor soviel Gottähnlichkeit angst und bange wird. Dieser Portier ist ein Mann, mit Herz unb Gemüt und will ganz uneigennützig das Beste aller, bie unter dem Dache seines Hotels wohnen; er geht aber dabei weit über die normalen Funktionen seines Amtes hinaus und er oer« wandelt in verhältnismäßig kurzer Zeit die seriöse Gaststätte in ein Tollhaus, so daß man ihn alsbald schnöde auf die Straße setzt. Er kehrt aber entschlossen um, mietet sich selber als Gast ein, und was ihm als Portier nicht gelang, das gelingt ihm als Privatmann — und zwar so gründlich, daß zuletzt nicht nur ein gefährlicher Hochstapler unschädlich gemacht ist, sondern auch verschiedene vom Portier zusammengebrachte Paare im Lift in die oberen Regionen schweben; auch er selber, Gschwandtner, kommt dabei wie von ungefähr unter die Haube. Das beliebte Thema „Menschen im Hotel" wird von den Drehbuchverfassern und vom Spielleiter Hans H. Zerlett nur peripherisch.gestreift, und alles in allem läuft die Geschichte mehr auf den Situationsschwank als auf das Charakter- lustfpiel hinaus. Das ist vor allem um Mosers willen schade, der zwar seine oft erprobte Komik auch hier in den wunderlichsten Lebenslagen zu bewähren vermag, aber die liebenswerten menschlichen Züge seiner darstellerischen Eigenart nur sozusagen im Vorbeigehen an beuten kann. Natürlich bleibt er von Anfang bis zuletzt im Zentrum der Ereignisse; vom Ensemble feien Irene v. Meyen - dorff und Lotte Lang, Anton Pointner, Fritz Dbemar, Hans Zesch-Ballot und Willem Holsboer genannt. — (Bavaria.) für die aktive Offizierslaufbahn der Lufttvaffe: Fliegertruppe einfchl. Jngenieurlaufbahn, Flakartillerie, Luftnachrichtentruppe, Fallschirmtruppe, Division Hermann Göring bewerben wollen, müssen brr, 31. 1. 1 943 ihr Bewerbungsgesuch bei der nachst- gekgenen Annahmestelle einreichen. Merkblätter mitt Bewerbungsformularen sind anzusordern bet oer Annahmestelle 2 für Ofsiziersbewerber der Luft- Waffe, Hannover, Escherstraße 12. Dem Konzert des R h e i n - M a i n i s ch e n L a n- desorchesters unter der Leitung von Musikdirektor Willi Naue wurde Felicie Hüni- M i h a c s e k von der Staatsoper München durch den Vortrag der fünf Wes e n d o n ck - L i e d e r von Richard Wagner zum sammelnden Mittelpunkt. Diese Lieder Richard Wagners (er hat deren nicht viel geschrieben) sind das Zeugnis einer idealen Seelengemeinschaft zweier Menschen, die ganz ineinander auf gehen in ihrem Innenleben; an ihrem Ziel aber muß die Entsagung stehen. Die Gedichte der Mathilde Wesendonck weisen mit ihrem Inhalt in engster Bindung auf den Stoff, der in jener Zeit Richard Wagner bis zum Innersten durchwühlt: „Tristan und Isolde". So bezeichnet Wagner selber zwei von diesen Liedern („3m Treibhaus" und „Träume") als Studien zu „Tristan und Isolde". Diese ursprünglich für Gesang und Klavier geschriebenen Lieder hat Wagner später für ein kleines Orchester instrumentiert und durch die Farbigkeit der Klangmittel eine äußerste Differenzierung des Ausdrucks erreicht. Sie zu erschöpfen unb in ihrer Tiefe völlig wachwerden zu lassen, dazu gehört eine Sängerpersönlichkeit, die über innere Werte verfügt. Wer sich dieser Aufgabe unterzieht, lädt damit eine hohe Verantwortung auf sich. Wir haben in Gießen bisher selten die Gelegenheit gehabt, eine Bühnenstimme zu hören, deren Organ den letzten klanglichen Ausgleich erreicht hat wie bei Felicie Hüni-Mihacsek. lieber den ganzen Stimmumfang hinweg verfügt sie über ein fein timbriertes, klangvoll durchgebildetes, trag- sähiges Piano voll Weichheit und schimmerndem Glanz, stets von organischer tonlicher Substanz zeugend. Don dieser Basis aus vermag sie in jeder Lage den Ton sich entwickeln unb auf blüh en zu lassen, so wie es die jeweilige seelische Lage fordert. Denn die Solistin singt die Lieder nicht nur, sie läßt sie bis zum Letzten den Hörer miterleben in ihren weihevollen Schauern und entrückten Klängen, die Herzenskräfte zum Nachschwingen erregend. —- Das Orchester unter Musikdirektor Willi Naue folgte mit besonderer Feinfühligkeit unb innerem Nachgeben, und gerade in der Durchsichtigkeit des Klanges hoben sich die beteiligten Instrumente mit der Ausdrucksstarke ihrer Eigenwerte heraus. In dieser Woche führt die Kreisbauernschaft Ober» bessen-West in den größeren Orten ihres Bezirks Versammlungen durch, in deren Mittelpunkt die Aufgaben der Erzeugungsschlacht 19 4 3 stehen. Am gestrigen Montagnachmittag sand die erste dieser Versammlungen im vollbesetzten Saale des Hotels Trapp in Friedberg statt, die zu einer eindrucksvollen Kundgebung des tatfrohen Einsatzwillens unseres Landvolkes auch im neuen Erzeugungsjahre wurde. Krelsbauernführer O t t dankte zunächst den Bauern und Landwirten, ihren Frauen unb Helfern für den starken und erfolgreichen Einsatz ihrer Arbeitskraft im verflossenen Jahre. Er betonte, daß auch die Parolen für die neue Erzeugungsschlacht T a t werben würden unb das Landvolk weiterhin seine Pflicht tun werde. Anschließend sprach Oberlandwirtschaftsrat Dr. Graeber von der Landesbauernschaft Hessen- Nassau über die wichtigsten agrarwirtschcfftlichen Gesichtspunkte der Erzeugungsschlacht 1943, gleichzeitig gab er den Bauern und Landwirten wertvolle Winke, die ihnen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben von großem Nutzen fein werden. In erster Linie ist der B r o t g e t r e i d e v e r s o r g u n g unseres Volkes auch in diesem Jahre durch weitgehenden Anbau von Roggen und Weizen größte Beachtung zu widmen und dafür zu sorgen, daß diese Versorgung vollkommen sichergestellt wird. Zum Anbau von Hackfrüchten wurde die Parole ausgegeben, den Kartoffelanbau mindestens in gleichem Ausmaß wie im Vorjahre durchzuführen, wenn irgend möglich aber noch zu steigern. Besondere Aufmerksamkeit ist auch dem Anbau von Frühkartoffeln zu widmen. Mit dem vorhandenen Saatgut sind möglichst große Flächen zu bestellen. An Zuckerrüben sind bisher 20 v.H. mehr als vor dem Kriege angebaut worden, es ist dringend erforderlich, diese Steigerung im neuen Anbaujabre mindestens zu halten, möglichst aber noch zu erhöhen. Auf dem Gebiete der Oemüf eoerf or gung hat sich der Kreis Friedberg bisher besonders aktiv betätigt Es ist notwendig, den Gemüsebau organisch in den Betrieb einzugliedern und vor allem den Anbau von Dauergemüse stärker als bisher in den Vordergrund zu stellen. Den Gärtnereien ist die Aufgabe der Gemüsepflanzenanzucht zur Versorgung der kleinen bäuerlichen Gemüsegärten und der Hausgärten als vordringliche Verpflichtung zugewiesen. Beim Obstbau empfahl der Redner für den Kreis Friedberg stärkere Beachtung des Beerenobstan- baues, um die bisherigen Verluste in "ber Obstver- forgunq durch die Schäden an Obstbaumbeständen nach Äö glich Lett aufzuheben. Mit besonderem Nack- druck wurde die weitere Steigerung des O e l - fruchtanbaues in den Vordergrund gestellt. Dabei legte der Vortragende den großen Nutzen des Anbaues von Mohn, Sommerraps und Flachs überzeugend dar. In der Milcherzeugungs- s ch l a ch t, in der unser Landvolk bisher seine Pflicht voll und ganz getan hat, sind die bisherigen Leistungen ebenfalls mindestens aufrechtzuerhalten, besser aber noch weiter zu steigern. Für den Wiederaufbau der Schweinezucht muß der Bauer und Landwirt alle Möglichkeiten seines ^Betriebes einsetzen, damit hier der Wandel zum Besseren mög- lichst bald erzielt wird. Schließlich behandelte der Vortragende noch eine Reihe von Fragen, die mit Verknappungen von Betriebsmitteln Zusammenhängen. Dabei gab er hinsichtlich der Düngemittel und der Bodenbearbeitung eine Reihe wertvoller Hinweise, vor allssm betonte er die Notwendigkeit, zur Bestellung der Aecker nur gutes Saatgut, vor allem auch beim Kartoffelanbau, einzusetzen.. Landesobmann Weintz behandelte sodann eine Reihe von agrarpvlittschen Fragen. In erfter Linie betonte er, daß unser Landvolk, das sich durch seine bisherigen Leistungen volles Anrecht auf größte Anerkennung erworben hat, auch im kommenden Arbeitsjahr in seinen Leistungen nicht nachlajsen kannten, im Tode aber von strahlender Glorie umgebenen Genius schildert, von einer Glorie, welche mit vernichtenden Strahlen in die Herzen der Verfolger trifft". Von der tief erfühlten Einleitung an entwickelte sich das Ganze in organischer Geschlossenheit, besonders heroorgehoben sei hier die Einführung des Hauptthemas (im Anschluß an einen alten venezianischen Volksgesang) durch die Baß- tlarinette. Eine besondere Auflichtung gab der Menuett-Teil (Tcffso am Hofe von Ferrara) m feiner galanten Anmut. Den Schlußteil ließ der Dirigent sich zu großen Steigerungen erheben bei pompöser Entfaltung prunkender Klangmassen. * Den Ausklang des Abends gab Dvoaraks Achte Symphonie op.88, dem Erscheinen nach als Vierte bezeichnet. Sie zeugte in ihrer Thematik von starker Beziehung zum slavischen Volkslied und damit auch eine innere Echtheit. Zugleich ist dadurch der Symphonie eine frische Farbigkeit des Klanges eigen, die sich dem Ohr in ihrer Unverbrauchthcit einprägt Der zweite Satz „Adagio“ ließ ganz besonders Dvoräks klangseliges Musikantentum offenbar werden mtt den satten, ausdrucksstarken Strei- cherNängen, mit den empfindungsgetragenen Holzbläsern und der poesievollen Solovioline. Das Alle- gretto grazioso durchzog hinreißender Schwung; übrigens führt Dvorak hier ein Thema aus feiner früheren Oper „Die Dickschädel" an. Das Finale, durch die Trompete ein geleitet, mar in seinen wechselvollen Entwicklungen und in seinen Temperamentsausbrüchen von impulsivem Ausdruckswillen getragen. Musikdirektor Willi Naue zeigte sich als ein versierter Musiker, erfüllt von jener inneren Elastizität, die sein Temperament im Einfühlen den Sinn des Werkes erahnen läßt und die auch imftarÄe ist, das innere Band zwischen ihm und dem Klangkörper zur Durchsetzung seines musikalffchen Wollens unbedingt zu gewährleisten. Seine Zeichengebung ** Deutsches Frauenwerk, Abt. Müt- terdienst. Der Kochkurs des Mütterdienstes im Deutschen Frauenwerk, Beginn 20. Januar, 20 Uhr, Aliceschule, Steinstraße, wird verschoben. Neuer Kursbeginn Donnerstag, 28. Januar, 20 Uhr, Alice« schule, Steinstraße. Anmeldungen können dort noch erfolgen. *♦ Kein wehrwissenschaftlicher Vortrag. Der für diese Woche von der Universität angekündigte wehrwissenschaftliche Vortrag des Professors Dr. Schultze fällt wegen Erkrankung des Vortragenden aus. *♦ Reiszuteilung aufheben. In der jetzigen Zuteilungsperiode gibt es eine Reiszutei- lung. Bevor die Hausfrau den Reis verwendet, sollte sie überlegen, daß es sehr zweckmäßig ist, einen Teil davon für besondere Fälle zurückzube- halten. Es gibt Krankheitsfälle, besonders Magen-, und Darmstörungen, bei denen nur leicht verdauliche Speisen vertragen werden, unb hierzu gehört unbedingt der Reis. Als Wasserreis gekocht, hat er außerdem auch eine stopfende Wirkung. Sa wird die Sonderzuteilung an Reis in einem Krankheitsfall bessere Dienste tun, als wenn sie ohne dringenden Bedarf sofort verbraucht wird. suchten Generalversammlung. Vereinsleiter Junker gedachte zunächst der im verflossenen Jahr verstorbenen Mitglieder Konrad Rübsamen, Heinrich Henkel und Ludwig Schön, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Sodann erstattete er den Derwaltungsbericht über das abgelausene Geschäftsjahr. Die Mitgliederzahl belief sich Ende 1942 auf 319 gegen 196 am Ende des vorhergehenden Geschäftsjahres 1941. Monatlich fanden Schulungsversammlungen statt, die alle aut besucht waren. Auch im neuen Geschäftsjahr sollen die für die Kriegszeit besonders wichtigen Schulungen allmonatlich durchgeführt werden. Den Rechnungsbericht erstattete Kassenwart Wohlgemuth. Nachdem der Verein am 1.1.1942 mit einem Guthaben von nahezu 1100 RM. ins neue Rechnungsjahr eingetreten war, kamen die , Gesamteinnahmen im verflossenen Jahre auf ____________ _____ 4017,71 RM., während bie Gesamtausgaben 2509,301 Av-eigenpreiÄMe Nr. e. „Dati!" „Hm?" „Was ist eine Fee?" Der Vater geht weiter, stumm, denkt schwer über seine Sorgen, und der Kleine fragt wieder: „Vati — was ist eine Fee?" „Ouatscb! — Feen gibfs nicht!" „Aber Anna hat mir doch erzählt — im Walde und auf den großen Wiesen — und am Wasser, da gibt es Feen —" „Anna ist dumm!" „Aber Vati, wenn —* „Sei ruhig. Paß auf, wo du gehst!" Der Kleine wollte noch fragen, aber er blickte zum Vater hinauf u^d sah, oaß oer ganz fern war. In seinem Kops ging es, beinahe schmerzend, durcheinander. Das war doch nicht zu glauben, was der Vater sagte. Er blieb still und dachte allein über die vielen Dinge nach, die er gern gedeutet haben l wollte. Doch endlich, für ihn war es eine lange Zett des Schweigens gewesen, fragte er wieder: „Dati!" „Dati — aber was ist ein Wunder?" „So was gibfs nicht!" „Doch, Vati, ein Wunder —" „Du sollst jetzt ruhig sein. Paß auf den Weg auf, du stolperst fortwährend!" Der Kleine schwieg. Die vielen, vielen Fragen taten ihm weh in der Brust — sie stachen und brannten —, und er wußte keine Hilfe. Lange gingen sie schweigend durch den tiefen Wald. Plötzlich zuckte das Kind zusammen. Fast blieb ihm der Atem fort, und seine Augen starrten gebannt auf einen Punkt in der Ferne. Zitternd streckte es den Finger aus und flüsterte scheu: „Da! — Vati — da — ist das ein Reh?" Als der Vater nicht antwortete, flüsterte er noch einmal: ,Lst das da hinten ein Reh? Er wollte stehen bleiben, aber der Vater zog ihn mit. Er wollte noch einmal fragen; ungeduldig und schnell, aber als er sah, wie der Vater streng auf den Boden blickte und ihn gar nicht hörte, lief er weiter an der Hand. Er wandte sich noch ein paar Mal um. Da hinten stand ein schönes, wunderschönes Tier, es war rot in der sinkenden Sonne, und schmal. Das sah zu ihm hin. Der Kleine war ruhig, sah bald auf bie Erde, halb zum Himmel hinauf. Aber seine Augen waren Das Deutsche Kreuz in Gold. Dem Hauptmann Hans R e i n e w a l d aus Gießen wurde in diesen Tagen bas Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Hauptmann Reinewald ist seit Beginn des Krieges cm der Front. Er hat zuerst den Feldzug gegen Polen mitgemacht, daran anschließend die Kämpfe gegen Belgien, Frankrem) und England, und steht nun feit l1/* Dohren als Staffelkapitän eines Sturzkcmipfgefchwaders an der Ostfront. In mehreren hundert Feindflügen hat er fein fliegerisches Können, sowie Mut und Tapferkeit bei der Bekämpfung feindlicher Ziele stets erneut unter Beweis gestellt. Die aklive Offiziers-Laufbahn der Luftwaffe. Aus dem Reiche der Frau Tür. DREI WESTEN FÜR EIN JACKENKLEID Ci 0368/ den (Mieft. 91n< KeWwm»n» für 83681 >90330.' Die Mitglieder des Boethe-Bunäei (Kontroll-Abschnitt Nr. 3), der Knltnrallea Vereinigung und der Volks- bildungsstätte Gießen (Kontroll-Abschnitt Nr. 6) haben freien Eintritt. Die Mitglieder der Gesellschaft (ttr Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontroll-Abschn. Nr. 6 Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von RM. 0,75. Die Mitglieder der NS.-Frauenschuh und des LandKchaltsbundes Volks um und Heimat erhalten Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von RM. 0,75 auf Sammelbestellung, Nichtmitglieder zum Preise von RM. 1,25 bei Challier, Neuen weg. Die Angehörigen des Veranstaltungsringes der HJ. erhalten Eintritts« karten zum Preise von RM. 0,30, Studenten und Militär zu RAL 0.40. (issD Gießener Konzertring 1942,43 Sonntag, 24. Januar, 16.80 Uhr, Universitätsaula Sechstes Konzert, Gruppe 4» N. 4 Klavierabend Prof. Joh. Kobohm Werke von Bach, Schumann Mozart, Reger. Der Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau. Karten: 1.50. 2.00. 2.75 und 3.50 RM. bei Muslk-Chalüer, Tel. 2671, und in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude. Seltersweg 60 (Tel. 3961), Studentenkarten 1.00 RM. nur beim Hausverwalter im Vorlesungsgebaude regen Ausweis.____________ 193D KonlMin) oder MMlse sowie Lagerarbeiter sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 197 D an den Gieß. Anz. | Kaufgesuche"! Größerer KMenM zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 199 D an den Gieß. Ans- BraallleW zu kaufen gesucht. Schriftt. Angeb. unter 0374 an den Gieß. Anz. Gut erhaltener 2—3türiger KlelöerWM und 2 Stühle zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. urtter 0361 an den Gieß. Anz. SchriM. Angeb. ArchiLNicolaus, unter 198D an And.Fobanucö» ~ kirche 5. standen haben: sind sie noch durch vorsichttges Durch, stopfen zu retten, ist alles gut. Größeren Stellen, die sich nicht stopfen lassen, wird beim Bügeln ein angefeuchtetes Tüllftoffstück oder gardinenähnlicher Stoff von links aulgebügelt. Damit hält der Gar- dinenstoff wieder zusammen, man sieht diese Art von : Reparatur kaum und unser Fenstervorhang kann noch wieder in ganzer Größe seine Dunste tun. ' Sind die Stores aber wirklich nur noch „Stücke" -- ’ dann wandeln sie sich in Scheibengardinen, die, mit ' hübschen Köp'chen und entsprechender Breite das j Fenster nun künftig in dieser veränderten, aber auch immer noch hübschen Form schmücken. 1 Holzgeraie erhalten. Holzqeräte machen manchmal viel Aerger, na^ mentlich dann, wenn man sie nicht richttg behandelt hat. Denn es ist z. B. kein Vergnügen, wenn man auf einem Hackbrett Gemüse klein schneidet, das nachher auf unerklärliche Weise nach Seefisch schmeckt. Die Ursache ist eine Unachtsamkeit der Hausfrau gewesen, die Fisch auf diesem Hackbrett ausgenommen, zerschnitten und zum Kochen hergerichtet hat. Das faserige Holz hat begierig Wasser, Fett, Geruch. Geschmack und Farbe angenommen. . Für die Fischvorbereitung benutzt man daher besser ■ eine Steingutplatte ober einen großen Teller. Holz ' soll vor und nach der Vorbereitung stark fardhal- I tiger Gemüse sofort obgespült werden. Streng ^u ! vermeiden sind aber grobMrnige Scheuermittel zum Reinigen, wie z. B. gewöhnlicher Scheuersand. , Diese groben Sandkörner zerreißen die Oberfläche . und machen dadurch das Holz nur noch schmutz- ' empfindlicher und saugfähiger. Feinkörnige han- 1 delsübliche Scheuermittel sind für die Pflege am besten. Man soll niemals Hackbretter. Frühstücks- drettchen oder dergleichen im Abwaschwosser liegen» | lassen. Sie verziehen sich und platzen. auseinander. । Das Trocknen der Holzbretter soll nur in frischer Luft geschehen, niemals in der Nähe eines heißen Ofens oder Herdes. Scharfes Sodawasser macht die Hölzer grau und unansehnlich. — Ist durch dos > Schneiden von stark farbhaltigen Gemüsen, m-ie z. B. roten Rüben, das Hackbrett farbig geworden, so sollte man in Kriegszeiten keine chemischen Kunst- Johann Ludwig In Dankbarkeit und Freude geben wir die Geburt unseres dritten Kindes, eines Jungen, bekannt Hildegard Rinn geb. Boetel Dipl.-Landw. Otto Rinn Utphe, den 17. Januar 1943 ______________________0359/ Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unsererVermählung danken wir auch im Namen unserer Eltern herzlich Karl Trechslgr und Frau Gertrud, geb. Platxke Gießen (Steinstr. 73), Januar 1943 s; 0380 / Pelzjacke Biberett, für 130— NM. z. verkaufen. 037s Liebigstrasie 19, ___Parterre. Bietr: neue VM-MM Suche: eine Schreibmaschine. Schriftl. Angeb. unter 0381 an den Gieß. Anz. Eine gut erhaltene Bettstelle für 15,- RM. zu verkaufen, [osoo Hofmann, Dammstr. 20 L | Mietqesuche | Suche IZWOTOllM] mit Küche. Auch b. älterem Herrn od.Dame.Arbeit kann mit übernommen werd. Schr. Ang. unt. 0373 a. d. G. A. Berufstätige Frau sucht für Kriegsdauer MIZiNMl und Me Schriftl. Angeb. unter 0357 an den Gieß. Anz. Gnt möbliertes Zimmer LICHTSPIEL-TH E ATER Gloria-Palut, Seitenweg: Der große Schatten -°c Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Einmal der liebe Herrgott sein TM1. 2.30, 4.45,7.30; Io. 2.00, 4.30,7.30 Uhr Anzug 40,- oder Elektr. Bügel, eisen 10,- Suche: Radioapparat. Sckr. Ang. unt. 0375 a. d. G. A. Unverhofft schwer traf mich die Nachricht, daß mein innigstgeliebter Mann, unser guter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Schwiegersohn Georg Pöppel Obergefreiter bei der Luftwaffe am 13. Januar fürs Vaterland gefallen ist. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Lina Pöppel, geb. Wolf. Gießen (Gleiberger Weg 88), Hemau, Regensburg, Paderborn, Töging. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 20. Jan., 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. _______________0365 ÜB Statt Karten! Für die zahlreichen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung und Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Mutter, herzlich Hella Graeff Hellmut Hudel Hauptmann und Kommandeur einer Panzer-Abteilung Hans Joachim Schmidt Ass.-Arzt und Frau Herta, geb. Hudel im Felde Gießen, Henselstr. 4 I Januar 1943 ________________0376/ LMMM füx Werkstatt, Büro, evtl, auch Laden dabei, zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0382 an den Gieß. Anz. [Stellenangebote) Keine Ursprungszeugnisse, trauern nur Z.-ugnU tfndiriften dem v» rortbunflfid)reiben bet- leflrnl — Lichtbilder unDWeroerbunfliuntet aflfn «ülirn zur 8 et Meldung oou Seelüften auf der Wüiypitr flamen und Bnfchrifl bei Bewerber« traueni Heizer für Haus Hof- ni anustr. 14 ges. 0383 Angeb. an Für die uns zur silbernen Hochzeit dargebrachten Ehrungen, Aufmerksamkeiten und Glückwünsche sagen wir allen auf diesem Wege unsern herzlichsten Dank‘ Karl Schnepp and Frau Marie, geb. Kllngelhöfer Krofdorf, im Januar 1943 s___________________________0364/ H Biete: Konfirmanden- | Verschiedenes |