193. Jahrgang Nr. N4 Erickemi täglich auber vonntags unh feiertags Beilagen. Glevener,>amilienblättei Heimat imBild DieSckolle Bezunsvrcio: Monatlich RM. 1.80 8ufteUgebübr „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechamchluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Pottfcheck 1 1686 Tranks. M JHMF T Dienstag, 18 Malier Gießener Anzeiger f\Jp Nachlässe: "f> ich ioerfitätsiruderti8.Eange General-Anzeiger für Oberhessen ZMM Schwache britische Fliegerkräfte drangen in der Der Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 17. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Aus dem Raum von welikije Luki wird erfolgreiche eigene Kampftätigkeit gemeldet. In ver- chiedenen anderen Abschnitten der O st f r o n t brachen deutsche Stoßtrupps überraschend in feindliche Stellungen ein, zerstörten zahlreiche Kampfstände und brachten Gefangene und Beute ein. Einzelne Angriffe der Sowjets wurden teilweise im Zusammenwirken mit der Luftwaffe abgewiesen. Bei der planmäßigen Bekämpfung des feindlichen Rachschubs im südlichen und mittleren Abschnitt der O st f r o n t wurden auch gestern wichtige Bahnhöfe und eine große Zahl von Transportzügen aller Art durch deutsche Kampfflugzeuge mit vernichtender Wirkung bekämpft. vergangenen Rächt in das Reichsgebiet ein und warfen an einigen Orten eine geringe Zahl von Sprengbomben. Es wurden zwei Talsperren beschädigt und durch den eintretenden Wassersturz schwere Verluste unter der Zivilbevölkerung hervorgerufen. Acht der qngreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen, neun weitere feindliche Flugzeuge über den befehlen Destgebieten vernichtet, darunter eines durch Truppen des Heeres. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen in der Rächt zum 17. Mai mehrere Stunden hindurch militärisch wichtige Einzelziele im Raum von London mit Bomben schweren Kalibers an. Zwei eigene Flugzeuge kehrten von diesen Einsätzen nicht zurück. Oberfeldwebel K o c i o k schoß in einer Rächt vier sowjetische Bombenflugzeuge ab. Rom, 18. Mai. (DRV. Funkspruch.) Die feindlichen Flugzeuge, die in der Nacht zum Montag Rom überflogen, warfen Sprengkörper ab, die als Bleistifte, Sippen ft ifte, Puderdosen, Damenhandtaschen und andere Gebrauchsgegenstände getarnt waren. Solche Sprengkörper wurden in öffentlichen Anlagen, auf Dachterrassen, in Höfen und Privatgärten von Spezialabteilungen der Luftschutzorganisationen eingesammelt, wobei die Bevölkerung durch Benachrichtigung der zuständigen Stellen bereitwillig mitwirkte. Nach einem Bericht des „Giornale d'Itcllia" aus der mittelitalienischen Stadt Civitavecchia wurden unter den dort von den feindlichen Terrorfliegern abgeworfenen getarnten Sprengkörpern in der Form von Bleistiften, Füllhaltern und Taschenlampen auch Tarnungen als kleine Taschenmesser, Puppen, Lippenstifte, Zigarren, Be- Rom, 17. Mai. (DNB.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Montag meldet u. a.: In der vergangenen Nacht wurde Rom von feindlichen Flugzeugen überflogen, die Bomben im Gebiet von Ostia abwarfen. Es entstand einiger Schaden, und es gab mehrere Verletzte. Eine Kathedrale zerstört. Rom, 17. Mai. (Europapreß.) Die Kathedrale von Civitavecchia ist durch feindliche Bombenangriffe schwerer beschädigt, als man zunächst angenommen hatte. Es steht nur noch ein Teil der Fassa^, während die beiden Seitenmauern und das gesamte Innere völlig zusammen- g e st ü r z t sind und nur noch einen wüsten Haufen von zerbrochenem Mauerwerk bilden. Der Angriff auf die Kathedrale ist ein weiteres Zeugnis dafür, was Briten und Nordameritanei? unter militärischen Zielen verstehen. Die Barbarei der feindlichen Luftpiraten So offenbart sich das „amerikanische Jahrhundert". Lebendige Mauer Atlantikwall Ein Besuch bei der OT. am Kanal. Von unserer E. M.-Berichterstatterin. hälter mit Haarpomade und Schächtelchen mit Hustenbonbons usw. gefunden. Der diplomatische Mitarbeiter der „Stefani" schreibt dazu,, diese von den anglo-amerikanischen Fliegern auf die ewige Stadt abgeworfenen, in den verschiedensten Formen getarnten Sprengkörper zeigten den Geist abgrundtiefer Barbarei der Luftpiraten. Bei der römischen Bevölkerung habe diese verbrecherische Einstellung tiefe Empörung und Ab scheu hervorgerufen. Die Anglo- Amerikaner, die sich nicht damit begnügten, die Hungerblockade zu erfinden, als erste Nachtbombardierungen und wahllosen Bombenwurf vorzunehmen oder Personenzüge zu beschießen, seien zu neuen Schandtaten übergegangen, zu hinterlistigen Mordanschlägen auf Frauen und Kinder. Diese neuen verabscheuungswürdigen Greuel seien das Zeichen, mit dem sie der Welt den Beginn jenes neuen „amerikanischen Jahrhunderts" ankündigen, an dessen Verwirklichung sie glaubten. Die Völker Europas, denen eins derartige Verworfenheit als etwas Unglaubliches erscheint, seien daran, alle ihre Begriffe über Nordamerika gründlich zu ändern. Allmählich begreife man, wie die Ermordung des kleinen Lind- bergh, die Lynchjustiz, das Gangstertum, kurz alle jene Erscheinungen möglich seien, die für die USA. etwas Selbstverständliches bildeten, während sie itt Europa weder denkbar noch durchführbar wären. Englands Beiielfahrien Die nach sechsmonatigen schweren Kämpfen gelungene Einnahme von Tunis und Bizerta läßt in England und in den USA. die Wogen des Optimismus wieder einmal hoch gehen. In diesen Wein wird indessen nicht nur von neutraler (Seite mancher Tropfen Wasser gegossen, sondern es fintiere sich auch bei unseren Feinden selbst zahlreiche Sttm- men, die die Bedenken erkennen lassen, mit welchen man den weiteren Kampfhandlungen gegen Europa nach diesen Kampfproben eines unerhört harten und unerwarteten Widerstandes entgegen» sieht. ■ Ist so der Jubel über die neuen „Siege" schon etwas gedämpft, so kommen für England noch andere peinliche Erwägungen hinzu. Die Hoffnung auf eine schnelle Beendigung des Krieges ist gerade auf Grund der Erfahrungen in Tunesien außerordentlich flügellahm geworden. Die Lasten bes, Krieges müssen also voraussichtlich noch für lange Zeit getragen werden. Und das ist schlimm für England in verschiedenster Hinsicht; einmal im Hinblick auf die Versorgungslage, sodann aber auch in finanzieller Hinsicht. Denn der Krieg ist teuer und wird mit jedem Tage teurer. England aber ist finanziell bereits feit langem am Ende feiner Kraft. Die Goldvorräte find' aufgebraucht. Die englischen Guthaben im Aus lande sind, soweit sie schnell realisierbar waren, ebenfalls schon zum größten Teile verwertet. Der englische Außenhandel ist, was die Ausfuhr anbetrifft, auf klägliche Rudimente zusammengeschrumpft, so daß von dieser Seite her ebenfalls nichts zu erwarten ist. Der Einsuhrbedarf' ist unendlich viel größer als die oben» orein von den USA. mit Argusaugen beobachtete englische Ausfuhr. Der letzte britische (tzoldesel Ma- laya ist bereits seit über Jahresfrist in den Händen Japans. So ist England fast ausschließlich auf die Pacht- und Leihhilfe der amerikanischen Juden angewiesen. Es hat die jüdische Krawatte bereits um den hals, und wer den sadistischen Charakter des Juden kennt, der weiß, daß er sich das Vergnügen nicht entgehen läßt, diese Krawatte von Zeit zu Zeit etwas kräftiger anzuziehen, um sich an den Grimassen des Gepeinigten zu ergötzen. Wenn also England noch einen Rest politischer Willensfreiheit gegenüber den USA. bewahren will, so hängt das in sehr hohem Grade davon ab, wieviel Gold oder Dollardevisen der einstige Bankier der Well heute noch aufzubringen vermag. Und das roirti immer weniger. Das läßt sich sehr deutlich an den Bettelfahrten der Engländer erkennen, an den immer geringer werdenden Summen, um die sie betteln, und an den Adressen, bei denen sie betteln müssen. Zunächst war man noch sehr großzügig, man borgte bei den eigenen Dominions und ließ sich beispielsweise von Kanada einen Kriegsbeitrag von rund einer Milliarde Reichsmark zur Verfügung stellen, d. h. praktisch schenken, denn mit der Rückgabe nach dem Kriege sieht es sehr windig aus. Daneben verschmähte man allerdings auch kleinere Beträge etwa von Neufundland nicht, obwohl diese Kolonie selbst vor dem wirtschaftlichen Ruin steht. Man nahm ferner die kleinsten Beträge von den Negern der englischen Kolonien, wobei man freilich im Anfang sicherlich mehr Wert auf die Propaganda als auf die tatsächliche Geldsumme legte. Dann begegnete man der ersten Ablehnung. Eine Aufforde» rung an die Südafrikanische Union, nach dem Muster von Kanada ebenfalls einen Kriegsbeitrag unentgeltlich dem „Mutterlande" zur Verfügung zu stellen, begegnete zunächst einer schroffen Ablehnung. Erst als die Südafrikaner durch eine Erhöhung der Besteuerung des Goldbergbaues und durch eine Erhöhung der Besteuerung ausländischer Dividen» deneinkommen ihre Einnahmen gesteigert hatten, und zwar ausgerechnet auf Kosten des englischen, im Goldbergbau investierten Kavitals, scheint man in Südafrika geneigt zu sein, sich etwas näher mit der englischen Forderung zu befassen. Die englischere Kapitalisten müssen also sozusagen das bezahlen, was Südafrika vielleicht zu geben bereit ist. So roirti das stolze Albion nofgebrunaen immer bescheidener. Man scheut sich nicht, selbst bei.Gibraltar betteln zu gehen und dort ein Darlehen von sage und schreibe 600 Pfund anzunehmen. Man handelt also offensichtlich schon nach dem Spruche „Kleinvieh macht auch Mist." Doch hilft das asles der beängstigenden Leere im britischen Staatssäckel nicht ab; deswegen roirti John Bull vom Bettler zum Erpresser und Stra- (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Paris, im Mai 1943. Unser Ziel ist die Kanalküste. Wir fahren unter einem verhangenen Frühjahrshimmel dahin, über dem spürbar, aber noch nicht sichtbar die Sonne steht. Ueber dem welligen Land zu beiden weiten des Weges liegt erwartungsvolle Osterstim- rming, das Licht kommt und geht auf dem viel- farbenen Grün der Bäume und Weiden in die braunscheckige Kühe gemächlich gelblich-kahle Flecken fressen. Aus tiefen Gärten hinter grauen Mauern tauchen für kurze Augenblicke die schlichte Fassade eines Herrenhauses oder der runde zugespitzte Turm eines Schlosses auf. Selbst die trostlosen grauen Straßendörfer erscheinen an "diesem Frühjahrs- morgen weniger häßlich, denn zwischen den ber- wahrlosten Hausern leuchtet weißer und dunkler Flieder, und über manche zerfallene Mauer hängen in dicken Trauben lila Glyzinien. Als wir durch Nantes fahren, bricht die Sonne durch die Wol- ken und schickt ihre goldenen Pfeile geradewegs Lurch die hohen Spitzbogen der Kathedralentürme. Und nun leuchten die gelben Vierecke der Raps- feltier wie nie zuvor, die Blüten der vielen tausend Apfelbäume schimmern mattrosa wie das Innere einer Muschel, und die weißen Kerzen der Kastanien recken sich steiler zum Licht empor. Mit wachen Augen nehmest wir all diese Schönheit in uns auf, aber wir dürfen uns nicht an sie verlieren, denn wir sind gekommen, um andere Dinge zu sehen, ernste, harte und ganz unromantische Dinge. Wir sind gekommen, einen Blick zu tun in den Wall von Eisen und Stein, BetonundStahl, der vom Mittelmeer zum Atlantik und vom Atlantik zur Nordsee die Küsten Frankreichs schützt und damit jedem Angreifer bas Einfallstor in den Kontinent mit eisernem Riegel verschließt. In Dieppe sieht's heute anders aus... Da stehen wir auch^schon am Strande von Dieppe, an jener Stelle, an der England feinen vergeblichen Handstreich gegen Europa mit Blut teuer bezahlen mußte. „Nicht ein einziger der Engländer, denen es gelang, hier den Boden des Festlandes zu betreten, hat feine Heimat wietiergesehen und von den gemachten Erfahrungen berichten können. Sie fielen alle im Kampf oder wurden zu Gefangenen gemacht", so erklärt der Oberbauleiter der YT., der uns zu dieser Fahrt ein geladen hat und nun die Führung in seinem Bauabschnitt übernimmt. Aber diese Engländer hätten ruhig zu Hause berichten können, was sie sahen, denn inzwischen hat sich an diesem Strande vieles, wenn nicht alles geändert: An die Stelle der ehemaligen Feldbefestigungen und befestigten Stützpunkte sind schwerste Bunker, Flakstellungen und Batterien stärkster Kaliber getreten. Dabei sind alle diese Verteidigungsanlagen so glänzend getarnt, daß sie dem unerfahrenen und oft auch dem erfahrenen Auge erst in letzter Minute kenntlich sind. Man tritt auf eine kleine Erhöhung und merkt nun erst, dast man auf einem Bunker steht. Harmlos aussehende Häuser enthüllen erst bei gründlicher Nachforschung ihre eisernen Geheimnisse. Panzermauern und -sperren trennen den Strand von der Stadt, unti man muß die schmalen Lücken schon genau kennen, will man nicht hoffnungslos in den Sackgassen stecken bleiben. Ist schon der erste Versuch der SBriten, hier Fuß zu fassen, kläglich gescheitert, ein zweites Lan- mmgsmanöoer dürfte völlig unmöglich fein. Immer noch stärker. Aber nicht nur hier, sondern die ganze Küste entlang steht dieser Wall der Tod und Verderben aus- fpeit gegen den, der ihn zu durchbrechen sich erkühnen sollte. Es wird noch an ihm gebaut, überall, aber das heißt nicht, daß er noch nicht fertig, noch nicht so stark wäre, in jedem Augenblick seine Aufgabe als Verteidigungsschild zu erfüllen. Das heißt nur, daß er immer noch stärker wird, immer noch vollständiger, daß er auch beim Zusammentreffen der ungünstigsten Umstände immer noch eine unerschütterliche Mauer bildet. Es gibt einfach keinen Punkt der ganzen Küste, der nicht vom Feuer der Batterien gedeckt wäre. ' Einzelne beherrschende Höhenstellungen nehmen in dieser ganzen Kette von Befestigungen eine Sonderstellung ein. Wir haben auf einer solchen Paustelle gestanden. Unter uns schlugen die Wellest des Kanals an die Steilküste, der Wind ppm Meer riß den OT.-Bauingenieuren die Bauskiz'ze aus der Hand, trieb uns Sand und Zementstaub in die Augen. Wir rissen sie weit auf. sahen die umgebrochene Erde, Bagger, Mischmaschinen, Kräne, Loren, Geleise, viele Arbeiter, die der Gruppe neugierig umherschauender Zivilisten nur kurze Aufmerksamkeit schenkten, um sich bann wieder ganz ihrer Arbeit zu widmen, wir sahen Eisenträger und Schwellen — und sonst eigentlich nichts. Wenigstens vorerst. Denn alles, was hier schon stand, war entweder so tief in der Erde verborgen oder so meisterhaft durch Farbe ober Netze getarnt, baß wir schon nahe herangeführt werben mußten, um uns von seinem Vorhanbensein zu überzeugen. Und dabei waren bie vorhanhenen Mannschafts- unb Munitionsbunker, bie Flakbatterien unb bie Panzer- tuppeln keineswegs klein, fonbern von gewaltigen Ausmaßen. . , In einem Guß betoniert Eine Betondecke unti -mauer von mehreren Metern Dicke schützt Mannschaft unti Geschütz vor der Wirkung selbst der größten Fliegerbomben unb der schwersten Schiffsgeschütze. Solche Bunker werden in einem Guß betoniert, denn würde man bie Arbeit unterbrechen, bekäme der Beton Fugen unb Aisse unb würbe im Falle ber Inanspruchnahme splittern Da wird benn einen ganzen Tag unb noch den größten Teil der Nacht hindurch betoniert, bis ber Inhalt bes letzten Kipproagens im Trichter verschwunben ist unb ber Bunker steht. Für eine e nzige Panzerkuppel, bie einige . zig Tonnen foiegt, muß eine besondere Betonstraße angelegt werden, da der vorhandene Feldweg bie Wucht dieses Schwerstlastenzuges nicht aushalten würde. Hinterher muß sie aber wieder gesprengt und an ihrer Stelle Rasen angesät werden, damit auch die kleinste Spur verwischt wird unti die Landschaft soweit als möglich wieder ihr ursprüngliches Gesicht erhält. Ein solcher Hauptstützpunkt, der alle Ver- teidigungsmöglichkeiten auf verhältnismäßig kleinem Raum vereinigt, ist in ber Lage, sich selbständig, wenn nötig, viele Wochen lang, auch abgeschnitten uon seinem Nachschub, aus eigenen Kräften zu behaupten. Natürlich besitzt er neben ber Verteibigung na$ ber Seef eite auch eine nach ber L a"n b - seit e hin, ergänzt sich mit ben gegenüberliegenden Hohenzügen, während bas dazwischenliegende Tal durch künstliche Stauung unter Wasser gesetzt werden kann und so den Feind — gesetzt den Fall, baß es ihm trotz allem gelungen sei, an einer Stelle Fuß zu fassen — am Einsatz seiner Panzer und damit am schnellen Vorrücken hindert. Im Kreuzfeuer schwerster Batterien. Zu all diesen infanteristischen Verteidigungsanlagen aber gehören noch bie der Luftwaffe unb vor allem natürlich der Marine. Marineartillerie schwerster Kaliber schützt die Küste unb besonders bie großen Häfen, von denen einen in Besitz zu nehmen bas Ziel jebes Angreifers fern muß. Aber sie werben sich bei biefern Versuch wohl bie Zähne ausbeißen, denn bie Anlagen, bie bie OT. auch der Marine hingestellt hat, dürften schwerlich eine Ermunterung darstellen. Im Kreuzfeuer schwerster Batterien liegt der ganze Hafen, während ein hochgelegener Beobachtungsbunker Schiffsbewegungen schon in weiter Ferne erkennt unb danach das Feuer her Batterien leitet. Während wir am Strande neben den Langrohrgeschützen stehen, die hier unter ihrer Tarnung stumm baliegen, tönt aus einer weit entfernten Bucht ihr stählernes Grollen zu uns herüber und läßt leise die Scheiben erklirren.. Zum Schluß dürfen wir noch, einen kleinen Einblick tun in das Reich der Lu f t ro a f f e, bie als dritte im Bunde hier auf weit vorgeschobenem Posten die Wacht an der Küste Europas hält. Da liegt auf einer hochgelegenen Landzunge die Zen- trale, in der alle Luftbeobachtung eines ganzen Abschnittes zusammenläuft unb aus gewertet wirb. Von hier aus werden dann die Batterien alarmiert unb bie Vorbereitungen zum Einsatz ber Jäger geschaf- fen. Hier gibt es alle die Schalttafeln, die in Oua- brate aufgeteilten Canbfarten, bie Kabel und Lichtsignale, beren Funktionieren wir alle schon einmal im Film ausschnittweise gesehen haben. Aber es ist vieles hier, was niemanb kennt, außer jenen, tiie hier ihre Aufgabe zu erfüllen haben. Und ber Kreis dieser Eingeweihten wird absichttich klein gehalten, so baß viele bieser Solbaten schon seit zwei Jahren unti länger hieb braußen liegen unb noch länger liegen müssen. „Das ist nicht leicht für meine Männer", sagt der junge Oberleutnant, ber hier ben Befehl fichrt, „aber es ist auch nutzt leicht, eine solche Truppe in dieser Abgeschiedenheit ohne Kampf auf der Höhe zu halten, ohne daß ihre Wachsamkeit und ihre Haltung nachlassen. Da muß man sie schon regelrecht zu Idealisten erziehen." Diese Worte bes jungen Offiziers, ber das EK. I an ber Uniform trägt, schienen mir Aufschluß zu geben über vieles, was wir auf dieser Reise gesehen haben. Heute steht der A11 a n t i f ro a 11 "unerschütterlich in seiner Stärke, nicht als ein toter Koloß aus Stahl unti Beton, sondern als lebendige M a u e r. Welches Maß von Idealismus und Einsatzbereitschaft aber nötig war und immer noch nötig ist, um ihn zu einem lebenden Schutzschilti zu machen, das kann nur der ermessen, der ein wenig „hinter die Kulissen" geguckt hat. Doch davon soll ein anderes Mal tiie Retie fein. Unangreifbare Atlantikküste. Unser Bild zeigt einen gewaltigen Küstenbunker im Hafengebiet einer Stadt an ber Kanalküste. (PK.-Kriegsberichter Chevalier. sSch.j) Planmäßige Bekämpfung des fowjeiischen Nachschubs an der Ostfront. M.. ?<. ■ . ; i NNtft 'NATIONAL; HINÄ HUPE. HSIKANC Tschungking BURMA Soo, MAN05CI KUO - \FRANZ.^ ^AlNÖOCHINA :u?r)>e'L- Sorttaufenb finde man her 8 ?rhIel Uhb Zuschriften, in denen öer Versuch unternommen werde, der wachsenden Ju de n f eind lichke11 auf den Grund zu gehen und ihre Ursachen aufzudecken. Dabei fei stets von dem herausfordernden. Benehmen, das der jüdischen Rasse eigen sei die Rede. Den Hauptanstoß erreg- ten vor allem die aus dem Ausland zugewanderten Juoen. Dreimal Lustalarm in London. Stockholm 18. Mai. (DNB. Funkspruch.) Emer Reutermeldung zufolge wurde in London in ber Nacht zum Dienstag dreimal Luftalarm gegeben das noch immer starke, vollzählige Gebiß. „Nero!" schrie er mit heiserer Stimme in die offene Haustür, während sogleich das Aufrichten des großen Haushundes drinnen hörbar wurde. „Weib, verdammtes, soll ich dich mit Hunden von der Tür hetzen!" Frau Jules sittliche Entrüstung mochte indessen nicht so tief gegangen fein; hatte sie doch selbst vor einem halben Jahr ihre einzige Tochter fast mit Gewalt an einen reichen Trunkenbold verheiratet, um von seinen Kapitalien in ihr Geschäft zu bringen: es hatte sie nur gereizt, ihrem Bruder, wie sie später meinte, für die hundert Taler auch einmal etwas auf den Stock" zu tun. Und so war sie denn schon dabei, ihm wieder gute Worte zu geben, als vom Markte her ein älterer Mann zu den Geschwistern trat. Es war der Krämer von der Ecke gegenüber. „Kommt, Nachbar", sagte dieser, indem er Hans Adams Hand faßte, „mir wollen in Ihr Zimmer gehen; das gehört nicht auf die Straße!" Frau Jule nickte ein paarmal mit ihrem dicken Kopfe. „Das mein' ich auch, Herr Rickerts", rief sie, indem sie sich mit ihrem Krückstöcke nach der Sttaße hinunterfühlte; „erzählen Sie's ihm belfer; feiner Schwester hat er es nicht glauben wollen! Aber, Hans, wenn's dir an Reisegeld nach Hamburg fehlen sollte?" Sie bekam,keine Antwort; Herr Rickerts trat mit dem Bruder schon in dessen Zimmer. „Sie wissen es also, Nachbar!" sagte er; „es hat seine Richtigkeit; ich habe den Brief von Fritze Reimers selbst gelesen." Hans Kirch hatte sich in seinen Lehnstuhl gesetzt und starrte, mit den Händen auf den Knien, vor sich hin. „Don Fritze Reimers!" frug er bann. „Aber Fritze Reimers ist ein Wind sack,' ein rechter Weißfisch"!" 10 Sie will ihm AnlagegeÜ) geben, damit er ihr etwa später nicht noch einmaf aus Geiz die Taler verweigert. 11 Windbeutel. Jahre Nasjonal Sämling. (Europapreß.) Die norwegische Hauptstadt stand am Sonntag im Zeichen des zehnjährigen Bestehens des Nasjonal Sämling. Die Feierlichkeiten wurden mit einem Empfang beim Ministerpräsidenten Quisling em geleitet, an dem deutscherseits Reichskommissar £ e r b o v e n mit seinen engsten Mitarbeitern teilnahm Vor dem Osloer Schloß fand ein feierlicher Appell statt, zu dem Abordnungen der Germanischen -- Norwegen, der verschiedenen Gliederungen von Nasional Sämling und der norwegischen Polizei angetreten waren. Unter den Ehrengästen be- fanben sich eine Reihe deutscher und norwegischer Persönlichkeiten sowie mehrere verwundete norwegische Frontkämpfer. Im Mittelpunkt des Appells stand eine Ansprache von Ministerpräsident Quisling, in der er die kämpferische Zielsetzung von Nasional Sämling barlegte. Anschließend marschierte Me Verbände von Nasjonal Sämling durch die feierlich geschmückten Hauptstraßen Oslos. 54 Millionen für das ORK. Berlin, 17. Mai. (DNB.) Die am 18. April 1943 durchgeführte erste Haussammlung des Kriegs- winterhilfswerkes für das Deutsche ' Rote Kreuz hatte ein vorläufiges Ergebnis von 54 093 916,23 RM. Bei der gleichen Sammlung des Vorjahres wurden 43 633 462,36 RM. aufgebracht. Die Zunahme beträgt somit 24 v. H. Kunst und Wissenschaft. Hochschulnachrichlen. Das goldene Doktorjubiläum begeht Professor Dr. O. I a n s o n , der bekannte Zoologe der Universität Köln und Direktor des dortigen Naturhistorischen Museums, jetzt in Bonn: er wurde in Marburg am 16. Mai 1893 zum Dr. phil. promoviert. Danach war er von 1893 bis '1896 Assistent am Marburger Zoologischen Institut. Er ist der Dichter des preisgekrönten vielgesungenen Liedes, das er der Marburger Hochschule zu ihrer Jubelfeier im Jah?e 1927 widmete. Ungarisches Gastspiel in Frankfurt. Die elegante Komödie „Blaufuchs" des Ungarn Franz Herczeg erlebte in neuer Bühnengestaltung von Theodor A b o n y vom Nationaltheater Budapest als Gast eine Aufführung, die auch durch das Bühnenbild von Janos Horvath (Budapest) eine künstlerische Auffrischung des vielgespielten Stückes bot. Prachtvoll war der Blick über Brücken und Wasser auf die ungarische Donaustadt. Den Pros. 1837 gründete sich der Gleibergverein, der im Lause von nun über hundert Jichren den Glei. berg zum rechten Wahrzeichen unserer Gegend erhob und in das öffentliche Blickfeld rückte. Professor Dr. Hugo von R i t g e n , der bekannte Wieder- Hersteller der Wartburg, werkte auch auf Burg Gleiberg zu ihrer stilgerechten Ausgestaltung. 1879 ging das Eigentumsrecht der Burg vom preußischen Staat auf den Gleibergverein üb§r, der das ihm anvertraute Gut als ein heimatliches Kleinod hegt und pflegt zum Nutzen und zur Freude aller Volkskreise. E. Praß. $ür unsere Verwundeten. Das größere Leid. Jedem von uns hat dieser Krieg seine Last auf- gebürbet. Und jeder glaubt von sich, daß er am schwersten daran zu tragen habe. Der Mensch sieht nun eben zuerst einmal alles aus dem Gesichtswinkel seines eigenen, engbegrenzten Lebenskreises heraus, und das ist verständlich. Ein Leid, das ihn oder seine Nächsten betroffen hat, schmerzt ihn mehr als das Unglück, das dem Nachbarn Wunden schlug. Mag jener auch ungleich schwerer heimgesucht worden sein, — das eigene Leid lähmt das Mitgefühl, das er sonst vielleicht dem Betroffenen entgegengebracht hätte. So aber sieht es aus, als verschlösse 61 sich 9egen die Tränen des anderen und erwarte allein für sich Anteilnahme. Auch bas Leid sollte ein Lehrmeister sein. Gewiß ssi die (Eigenliebe, die es im Gefolge hat, menschlich begreiflich, aber sie führt-zwangsläufig zur Un- gerechtlgkett gegenüber ber Umwelt. Man soll nicht glauben, daß bas eigene Schicksal das Gleichgewicht der Umgebung erschüttert, ebensowenig wie man annehmen darf, daß es sie unberührt läßt. Wenn man aber meint, die letztere Feststellung machen zu müssen, dann sollte man sich stets fragen, ob nicht anderswo doch größeres Leih ist, gegen das ber eigene Kummer kleib wird. Auch im Leid sollte man immer erst der anderen gedenken, ehe man Mitleid für sich erwartet. Denn wie schwer hat es manche getroffen! Und wie tapfer tragen sie es, die oft sogar den weniger Geprüften noch Tröster werden, jenem die vielleicht nur materiellen Verlust nach einem Terrorangriff beklagen. Paulus spielte Adolf Peter Hoffmann, feinen Freund Sandor Fritz Saalfeld. Cläre Kaiser war „ungarischer" als Elinor yon Wallerstain, und völlig „budapestisch" schien uns ünd anderen der Baron Tritt, den Konrad Georg mimte. Es .gab herzlichen Beifall und einen Lorbeerkranz der Stadt Frankfurt für die ungarischen Gäste. Ludwig Beil. Diener Philharmoniker unter Furtwängler vor 6000 Rüstungsarbeitern. Wilhelm Furtwängler dirigierte am Mon- taa ein Konzert der Wiener Philharmoniker in ber Werkhalle eines großen Berliner Rüstungsbetriebes Schuberts „Unvollendete" und Richard Sttauß' „Till Eulenspiegels lustige Streiche" begeisterten alle Hörer. Die Künstler und ihr Dirigent konnten sich nur durch eine Zugabe loskaufen: Den Strauß - schen „Frühlingsstimmen-Walzer", mit dem die fest- Am Mittwoch, 26. Mai, oergnftaltet die Studentenführung der Universität Gießen auf dem Gleiberg eine Schlageter-Gedenk- feier. Aus diesem Anlaß tritt der Gleiberg wieder einmal besonders in den Vordergrund. Allenthalben steht die heimatliche Flur im Lenzes- fchmuck. In all der Pracht und Herrlichkeit, in all dem Grünen und Blühen zeigt sich ein Landschaftsbild, wie es anmutiger und reizvoller nicht zu denken ist: die Höhe des Gleibergs. Der wunderliche Gegensatz des ein Jahrtausend alten Ruinengemauers zu dem fvrießeüden Leben der Natur macht den Berg befonoers liebenswert. Weit- um reicht ber Blick: Teile bes Vogelsberges, bes Taunus, bes Westerwaldes und bes hessischen Hinter- lanbes, den ganzen Lahngau von Marburg bis Wetzlar und darüber hinaus kann überschauen, wer von dem Schloßhof oder dem über 30 Meter hohen Bergfried Rundschau hält. Und interessant wie die Fernsicht ist auch die Geschichte der Burg. Tausend- jahnge Heimatgeschichte, aufs engste verknüpft mit der deutschen Reichsgeschichle, steht gleichsam im basaltenen Stein der Burg Gleiberg eingeschrieben. In den ersten Jahrzehnten nach 900 haben fränkische Grasen, die den Lahngau regierten, die erste Burganlage geschaffen. Vielleicht waren es Eberhard und Otto, die beiden Brüder des deutschen Königs Konrad I. (911 bis 918) oder deren Oheim Gebhard in ber Wetterau, bic sich hier auf beherrschender Höhe bes Lahnbeckens einen Stützpunkt schufen. Wahrend wir von Otto nichts wissen, war der andere Bruder Eberhard derjenige, der dem Aufttag seines sterbenden Bruders Konrad gemäß, dem Sachsenherzog Heinrich — unter persönlicher Verzichtleistung auf die Königswürde — die Reichskleinodien überbrachte (Heinrich am Vogelherd). In die dunklen Anfänge ber Gleiberger Geschichte leuchtet als erster Lichtsttahl eine Urkunde, nach der ein gewisser Heribert als Besitzer bes Gleibergs zu erkennen ist. Dessen Tochter, unbekannten Namens, heiratete ben Grafen Friedrich von Lu^em- berg (die Schwester Friedrichs, Kunigunde, war die Mvor klugerweise seine Tochter Gertrud mit bem Grafen Johann I. aus dem begüterten Hause von Nassau verlobt hatte. Mit ber Eheschließung 1333 aing bas Merenberger Besitztum im Gleiberger ßanb an Nassau über. Fortan gab es auf dem Gleiberg keine ständige Hofhaltung mehr. Er wurde Sitz der gräflichen Beamten des „Amtes Gleiberg". Nach 1550 entstanden der Nassauer und Albertus- bau ber Unterburg. Bis fast zum Ende bes Dreißigjährigen Krieges blieb jegliches Ungemach ber Burg fern. Doch bann geschah die tragische Zerstörung im Frühfom- mer bes Jahres 1646, tragisch deshalb, weil die beiden in Fehde liegenden Herrschaften Hessen- Darmstadt und Hessen-Kassel die Kamvfhandlungen in das neutrale Gleiberger Amt des Nassauer Landes trugen. Die von den Darmstädtern besetzte und verteidigte Burg wurde von den kasselschen Truppen beschossen, belagert und schließlich erstürmt. Das stolze Merenberger Ritterschloß ging in Flammen auf; fein Ruinengemäuer ragt noch heute wie m stummer Anklage empor. Der Bergfried und die Bauten ber Unterburg blieben glücklicherweise erhalten. Noch am Anfang bes 19. Jahrhunderts glich Burganlage einem Trümmerhaufen, aus bem die Einheimischen oft Steinmaterial für ihre Bauzwecke suchten. 1734 wurde die Amtsverwaltung nach Atzbach verlegt, und und es unterblieb die Instandhaltung ber unversehrten Gebäude. Der Gleiberg schlief einen Dornröschenschlaf, auch noch nach 1816, als Nassau-Weilburg die Herrschaft Gleiberg an die Krone Preußens abtrat; sie wurde bem neugebildeten rheinischen Kreis Wetzlar zugeteilt, der 1932 zur Provinz Hessen-Nassau kam, wodurch nun wieder Burg Gleiberg zum alten Nassauer Heimatland gehört. Im Aufttage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit bem Sonderreferat „Iruppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufkläruna und Propaganda führte die NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in hiesigen La- zaretten folgende Veranstaltungen durch: Mit der Dortragsfolge „Wien in Klang und Wort" wurden die Verwundeten in zwei Lazaretten erfreut. Die Sopranistin Grete Zoll fang Lieber von Schubert und Wiener Lieder. Kon^zertstücke von Mozart und Franz Ries spielte Ruth Pattberg (Violine). Die Begleltuna ber Künstler am Klavier hatte Fritz Malata übernommen, welche die Veranstaltung mit einem Straußschen Walzer eröffnete. Der Sprecher Dr. Max Wauer brachte Wiener Geschichten und allerlei Lustiges in echt Wiener Art. Starker Beifall dankte den Künstlern. — In einem Lazarett zeigte eine Künstlergruppe ein reichhaltiges Dari ete-PrograMm unter dem Motto „Dies und das ‘ für jeden etwas." Ernst Stade gab mit Humor unb Frohsinn die Ansage und war im Laufe ber Vortragsfolge ein luftiger Plauderer. Der 62jährige Ernesto Lenardo zeigte sich als ausgezeichneter Equilibrist. Tänze der verschiedensten Art führte Anny Jung vor. Die Sängerin Thessy Cordova erfreute mit ihren Liedern und Gesangsparobien. Eine luftige Sache war Thomasini als Schnellmaler unb Karikaturist. Einen Musikalakt am Xylophon boten die zwei Berrys. Thea und Ellen Reutinis brachten einen akrobatischen Kombinationsakt. Den Schluß bildete Eifa Traber, die ihre Kunst am Trapez zeigte. Den musikalischen Teil und die Begleitung der Künstler am Flügel hatte Marion Muhlmann übernommen. Die Künstler verstanden es, ben Verwundeten einige schöne Stunden ber Erholung zu bringen unb erzielten verdientermaßen tarfen Beifall. — Der Gesangverein Harmonie" Großen-Linden, gestaltete in einem Lazarett ein Konzert. Unter der Leitung von Chormeister Schütter, Gießen, wurden Chöre und Lieber von Seibert, Sonnet, Zerlett, Silcher unb Gorr ge-. ungen, die reichen Beifall auslösten. — Kinder ber Kindergruppe Mitte ber NS.-Frauenschaft besuchten unter Leitung ihrer Führerin Pgn. Beinlich die Verwundeten eines Lazarettes. Nach Gesang unb Flötenspiel der Schülerin Kasten wurden selbstgebastelte Maibäumchen auf die Zimmer gebracht— Zu allen Vorstellungen im Laufe ber Woche M-r-nb-rg-r im öer »•*«*«* Aus der Gia di Gießen. . Qft es denn wirklich ein so großes Unglück, wenn einer feinen ganzen materiellen Besitz verliert? Es hat mal einer eine Antwort gegeben, die beispielhaft 'war. Ein Landser hatte erzählt, baß man ihm wahrend seines Fronturlaubs bas Haus zertrümmert hätte. Nichts war ihm von seinem einstigen Besitz geblieben. Und nun befand er sich wieder auf bem Wege nach Osten. „Wie furchtbar", beklagte ihn da eine Frau, „bann sind Sie ja jetzt ganz arm." Der Soldat sah sie an, bann ging ein Lächeln über fein Gesicht: „Arm, meinen Sie? Nein, reich bin ich trotzdem immer noch, liebe Frau!" ®r zog eine Photographie aus der Tasche und zeigte '^^^,^^enübersitzenden. ,^ch habe doch den noch! Alles andere ist nur ein Dreck dagegen." 2Iuf bem Bild war fein kleiner Junge, ein Knirps oon vielleicht zwei Jahren, auf den Armen ber Etter zu sehen. Und für diese beiden Menschen W er wieder an die Front. Natürlich ist es nicht jedem gegeben, diesen Maß, stab an ben Wert ober Unwert der Dinge zu legen, aber man sollte sich in jedent Fall doch' vor Ueder- schatzung hüten, um nicht ungerecht zu werden. Getetttes Leid ist halbes Leid, heißt es in einem schonen Hort. Denn geteiltes Leid ist kleineres Leid, müßte man es in dieser Zeit ergänzen. Und bas' ist es, was uns dieses Leid lehren soll: die Hilfe dessen, der selbst geprüft ist, ist doppelte Hilfe! Denn den größten Trost gibt ber, ben es selbst getroffen hat. Thtl -;v anderungen mit Adalbert Stifter. Farbbildervortrag von Dr. Bardachzi im Gießener Vortragsring. Der Gießener Vortragsring — Dolksbildungs- stätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude", Goethe-Bund und Kulturelle Bereinigung — hatte zu einer Veranstaltung eingeladen, die sich als eine neuartige und fruchtbare Form der Einführung in ein dichterisches Werk bestätigte: Ministerialdirigent a. D. Dr. Karl Bardachzi sprach am Montagabend in der Aula über Leben und Werk Adalbert Stifters und zeigte dazu eine große Zahl von selbst aufaenommenen, farbigen Lichtbildern, die in die Landschaft des Dichters führten, an die malerischen, von schöner, stiller Natur und reicher, alter Kultur gesegneten Schauplätze seines irdischen Wandels und Wirkens und feiner Bücher. Der Versuch, der hier gemacht wurde, erwies sich als ein glückliches Unternehmen, weil Stifter zu den Dichtern gehört, die sich nicht leicht und nicht auf den ersten Seiten erschließen, und weil gerade die Landschaft in seinen Romanen und Erzählungen eine hervorragende Rolle spielt, — so daß sich vom Bilde her, zumal vom farbig belebten, der vielfach schmal und schwierig anmutende Zugang überraschend erleichtern, verbreitern und anregeni) vertiefen läßt. Dr. Bardachzi, der sich seine großenteils überaus schönen, auch technisch bemerkenswert vervollkommneten Aufnahmen auf vielen und weiten Fahrten in das Land Stifters liebhaberifch erwandert hat, überbrachte den Hörern zu Beginn Grüße der Wiener Adalbert-Stifter-Gefellfchaft und ihres Vorsitzenden, des Dichters Franz Karl Ginz- fei); er stellte dann der Vorführung seiner Aufnahmen eine knappe Würdigung Stifters voran, in der er vornehmlich die für feine Art der Darstellung wesentlichen Elemente in Stifters künstlerischer und menschlicher Erscheinung unterstrich: die Naturoer- bundenheit des Dichters, der als Maler 'begann, und seine Beziehungen zur bildenden Kunst; die Einheit von Landschaft, Leben und Werk bei Stifter, die beglückende Klarheit und die Andacht zum Kleinen in den Gestaltungen eines großen Erzählers, den sein engerer Landsmann Bruno Brehm den „wahren Tröster" genannt hat; feine Volksverbundenheit wie auch gewisse merkwürdig aktuell anmutende Elemente seines Schaffens; die Gabe des Sehens und den Einfluß des bildenden auf den dichterisch gestaltenden Künstler in Stifter; endlich auch die fast gänzliche Verschollenheit in den Fahren nach seinem Tode, die dann aber schnell zunehmende Wirkung seines Werkes, die sich in überraschenden Auflageziffern bekundet. In einem kenntnisreichen, anekdotisch belebten, vielfältige Ausblicke gewährenden Dortrage begleitete Dr. Bardachzi dann die Folge seiner farbigen Lichtbilder, die, durch kurze Auszüge aus Erzählungen und Briefen vertieft, eine anmutige und stimmungsreiche Illustration des Lebensweges wie der Werkgeschichte Stifters ergab — vom Böhmerwald ins Voralpenland führend, von Oberplan bis nach Linz und Wien, von den „Studien" bis zum „Hochwald", vom „Nachsommer" bis zum „Witiko". Die Namen Rosenbergerhof, Dreisesselberg, Krumau und Hohenfurt, Moldau, Kremsmünster und Passau, Hallstadt, Großglockner und Watzmann, Wien mit Schönbrunn und Belvedere, Kefermarkt ^mit außerordentlich schönen Aufnahmen vom Altar), Linz und Braunau spielen, neben manchen andern, in Stifters Biographie und dichterischer Entwicklung eine bedeutsame Rolle und wurden in diesem Vortrage, der dankenswerterweise auch Bildnisse wie malerische Werke des Dichters einbezog, unmittelbar lebendige Anschauung. Dem Vortragenden, der nicht versäumte, im Vorübergehen auf die Liebesgeschichte, die Ehe und Lebensform Stifters, auf fein Verhältnis zur bildenden Kunst, feine Tätigkeit als Schulreformer, Konservator und Sammler einige, das Gesamtbild erhellende Lichter fallen zu lassen, wurde der lebhafte Beifall einer ^angeregt mit- gehenden, vielfältig bereicherten Hörerschaft zuteil. —y— Lichtspielhaus: „Liebeskomödie". Der Film hat es gegenwärtig wieder mal mit der Operette. Wenn man sieht, wie das zugeht, und was sich alles ereignen muß, bis eine Operette glücklich das Licht der'Welt erblickt — wir sahen es eben erst in der „Maske in Blau" —, dann kann man vor dieser Kunstgattung den tiefsten Respekt bekommen. Die Vorlage für das Drehbuch von Franz Gribi^ bot ein gleichnamiges Stück dieses Autors. Werner B o ch m a n n schrieb die Musik dazu, und Theo Lingen hat es in Szene gesetzt. Das Ganze ist ein heilloses Durcheinander von Liebe und Eifersucht und Klatsch und Mißver- ständnis ynd Verwechslung: ein Tohuwabohu, das weniger den Namen einer Komödie als vielmehr eines handfesten Schwankes verdient — mit etlichen drolligen Pointen übrigens, öpn denen das Aussetzen des Tones, allerdings im Drehbuch nicht vorgesehen, zwischendurch einmal wehmütige Erinnerungen an die Zeiten des stummen Films heraufbeschwört. Theo Lingen macht sich nicht nur als Spielleiter, sondern auch als appetitlich anrichtender, mit delikaten Sondermissionen beauftragter Oberkellner um die Geschichte -verdient; sein Gelächter wirkt so ansteckend und so erheiternd wie die aufgeregte Geschwätzigkeit von Rudolf Carl, der den Schneider Podwalsky mit dem Premierenfrack spielt. Magda Schneider ist eine kapriziöse junge Malerin, 'Li.zzi Waldmüller eine Diva mit wohlassortierten Temperamentsausbrüchen. Albert M a t t e r st o ck und Johannes R i e m a n n, Librettist und Komponist, sagen sich im obligaten Duett die ausgesuchtesten Liebenswürdigkeiten. Elsa Wagner, Ursula Herting und Paul Bildt seien von den Randfiguren in dieser harmlosen Unterhaltung notiert. — (Berlin-Film.) * < Im Beiprogramm gibt es die neue Wochenschau und sehr interessante Unterwasser-Aufnahmen von der Expedition Haß. Hans Thyriot. Gemeinnüh ge Baugenossenschaft Wieseck. Am gestrigen Montagabend fand in Wieseck im Gaschaus Braun die Jahres-Hauptversammlung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Wieseck unter Leitung des Aufsichtsratsmitglieds Schmelz statt. Zunächst gab Rechner Schäfer den Geschäftsbericht und den Abschluß des Geschäftsjahres 1942 sowie den Bericht des Prüfungsverbandes bekannt. Aus diesen Berichten war die günstige wirtschaftliche Lage der Genossenschaft ersichtlich, ebenso konnte man die einwandfreie Führung der Geschäfte seststellen. Die Versammlung erklärte sich mit den Berichten einverstanden und erteilte Vorstand unb Aufsichtsrat einstimmig Entlastung. Sodann kam als wichtigster Punkt der Tagesordnung der Antrag auf Verschmelzung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Wieseck mit der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 Gießen zur Beratung. Zu biefern Punkt waren Verwaltungsdirektor Martin als Vertreter der Stadt Gießen und zugleich als Vorfitzer des Aufsichtsrats der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 Gießen, ferner der Vorsitzer des Vorstandes dieser Genossenschaft, Heinrich Schneider, zugegen. Zunächst sprach Bauge- nossenschaftsvorsitzer Schneider über Zweck und Ziel der Verschmelzung im allgemeinen und über die Bedeutung dieser Maßnahme für Wieseck im besonderen. In diesem Zusammenhänge konnte er ein' günstiges Bild von dem Stand der Baugenossenschaft 1894 Gießen geben, die sich durch festes wirtschaftliches Gefüge, straffe Organisation und weitreichende Ausdehnungsmöglichkeiten als ein starker wirtschaftlicher Faktor auf dem Gebiete des Wohnungsbaues darstellt. Zur Beurteilung der günstigen wirtschaftlichen Lage der Baugenossenschaft 1894 gab der Redner ferner die wichtigsten Zahlen aus der Bilanz und dem Vermögensnachweis bekannt. Der Vertreter der Stadt Gießen, Verwaltungsdirektor Martin, sprach der Wiesecker Genossenschaft den Dank und die Anerkennung der Stadt Gießen für ihr seitheriges Wirken aus und empfahl die Verschmelzung der beiden Baugenossenschaften zwecks weiterer Steigerung der Leistungsfähigkeit im gemeinnützigen Wohnungsbau. Hierauf wurde von den Vertretern der Baugenossenschaft Wieseck einstimmig die Verschmelzung ihrer Genossenschaft mit der Baugenossenschaft 1894 Gießen beschlossen und als Vertreter der Wiesecker Mitglieder das Genossenschaftsmitglied Langenhagen bestimmt. Bis zur entsprechenden Beschlußfassung der Hauptversammlung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft 1894 Gießen führt der bisherige Vorstand der Wiesecker Genossenschaft die Geschäfte in Wieseck weiter. Nach der Beschlußfassung der Gießener Versammlung wird die Verschmelzung der beiden Genossenschaften im 'Genossenschaftsregister eingetragen und dann sofort wirksam werden. Der Bezug der Brot- und Fettzulagen. Die Brot- und Fettzulagen, die die Versorgungsberechtigten in der 50. Zuteilungsperiode (31. Mai bis 27. Juni 1943) in Höhe von 300 Gramm Brot und 50 Gramm Fett erhalten, werden über die Brot- und Fettkarten der 51. Zuteilungsperiode aus- gegeben. Da diese Karten bereits vor Beginn der letzten Woche der 50. Zuteilungsperiode in der Hand der Verbraucher sind, können diese die Brot- und Fettzulagen noch in der letzten Woche der 50. Zuteilungsperiode beziehen. Die hierfür vorgesehenen Abschnitte verfallen erst mit Ablauf der 51. Zuteilungsperiode, gelten also fünf Wochen. Gießener Vochenmarktpreise. * Gießen, 18.Mai. Auf dem'heutigen Wochen» markt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 58 Rpf., Spinat, Vt kg 10 bi« 12, Römischkohl 17, Rhabarber 20, Salat 35, Oberkohlrabi, das Stück 15 bis 20, Rettich 15 bis 20 Rpf. * * Die Reparaturen an elektrischen A n la g e n und Geräten betrifft eine Bekanntmachung der Stadtwerke in unserem heutigen An» zeigenterl, auf die besonders hingewiesen sei. ** Das Reichssportabzeichen in Leichtathletik kann am kommenden Freitag erworben werden, wie aus einer Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte heroorgeht. G. A. -Sport. Um die Fußball-Meisterschaft. 2. Vorrunde. 1860 München — Kickers Offenbach 2:0 (1:0) Viktoria Köln — FV. Saarbrücken 0:5 (0:1) Schalke 04 — Wilhelmshaven 05 4:1 (0:0) VfR. Mannheim — Westende Hamborn 8:1 (4:0) Dresdner SC. — Eintracht Braunschweig 4:0 (0:0) LSV, Reinecke Brieg — Vienna Wien 0:8 (0:4) SG. Warschau — VfB. Königsberg 1:5 (1:1) Berliner SV. 92 — Holstein Kiel 0:2 (0:0) * 1860 Marburg — 1900 Gießen 2:0 (0:0). Vor einer stattlichen Zuschauerzahl trafen sich auf dem Sportplatz an der Gisselberger Straße die in der kurhessischen Gauliga an zweiter Stelle stehenden Marburger mit den Blau-Weißen. Daß der Gießener Fußball wieder langsam im Kommen ist, bewies das Spiel, denn die Blau-Weißen diktierten das Spielgeschehen und waren auch technisch ihrem Gegner überlegen. Wenn es trotzdem nicht jum Sieg langte, so lag das zum Teil an dem überaus großen Schußpech des Sturmes. Trotz des Ergebnisses ist das Spiel als ein Erfolg für die Gießener zu werten. 1900 spielte mit Leuning, Mayer, Fleischhauer, Wagner, Maintz, Carstens, Feustetz, Ehmann, Kraft- II., Wimmler, Ebert. Handball und Fußball auf dem Unlversitätssportplah. Das Sportamt der Universität meldet: Am mor- gigen Mittwoch treffen sich die Handballmannschas- ten der Studentenkompanie (med.) und der jj» Stud.-Komp. zu einem Freundschaftsspiel auf dem Universitätssportplatz. Da auf beiden Seiten gute Kräfte zur Verfügung stehen, darf man mit einem interessanten Handballkampf rechnen. Anschließend kommt es zu folgendem Fußballspiel: Universität — LSV. Gießen. Erstmalig tritt in diesem Semester die Fußballmannschaft der hiesigen Hochschule auf den Plan. Es bleibt abzuwarten, ob die Spielstärke die gleiche wie im vorigen Semester ist. Da die Flieger augenblicklich über eine recht kampfstarke Elf verfügen, wird man guten Fußball zu sehen bekommen. Leiter des Spieles ist Ruhmann. Hauptfchriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Steilvertreterde; Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Spyrt: Ernst Blumschetn. , Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret N. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Ino. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Anzetgenleiter- Hans Beck/ — Anzeigenvreisliste Nr. 6 iigstgeliebter, herzensguter Mann, der Vater unserer 3 Kinder, mein lieber mm; liebevolle Verl o bte Gießen, Glaubrechtstraße 5. 03233 < Wir bessern aus oder ändern 03228 1561C portofrei. 537V Bitte ausfüllen und (als Drucksache) am £ Schuhcreme einsparen! Persil-Werke, Düsseldorf, Schließfach 345 Namei eingetr. Wt. Orti Selbit houdidünnei Auf. Pensionäre, Rentner, Rentenempfänger Nicht jede Schuhcreme ist Guttalin Lt. GunoHfl-Fobrtk Köln Burnus nur für die Sorgenkinder"! LUJHTSPI KL-TH KATER Tfiftl. 3.00, 5.15,8.00; So. 2.30. 5.00.8.00M •j Auch ein Sieg über „Kohlenklau". Bringen Sie uns Ihre schadhaften oder nicht passenden Sachen. Wir beraten Sie gern! 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Fundbüro abgeben. [03241 Unsagbares und schweres Leid brachte uns die schmerzliche Nachricht, daß mein GoAnes ArmliSnWn am Montagnachmittag verloren. Da Andenken, geg. Belohnung a. d. Fundbüro abzugeben. 0325s Mit den Angehörigen trauert um ihren werten Berufskameraden die Gefolgschaft des Bahnhofs Gießen. _______________________03250 sa Am Montag entschlief sanft nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, unser stets hilfsbereiter Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Georg Fink, Reichsbahnsekretär im Alter von 49 Jahren. In tiefer Trauer: Marie Fink, geb. Sommer; Karl Fink, z. Z. im Felde; Ernst Fink, z. Z. im Lazarett; Gertrud Fink; nebst allen Verwandten. Watzenborn-Steinberg, Großen-Linden,Hausen, den 17. Mai 1943. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 19. Mai, 15.30 Uhr, vom Trauerhause, Bahnhofstraße 48, aus statt. NSDAP. Hitler-Jugend Bann Gießen (116) Sportp.atz in der Kaiserallee abgelegt werden. Gießen, den 17. Mai 1943. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. B.:vr.HiH zugleich für den Landrat des Lairdkreises Gießen. Fahrradschutz. Versäumen Sie nicht, Ihr Fahrrad gegen Diebstahl zu ver- \ sichern, bevor es dazu zu spät ist' Stellen Sie noch heute Versicherungsantrag bei dem führenden Spezialinstitut [ 1403d Rafadi A.-G., München 8. Gießen, Welckerstr. 10 Vehrte 16. Mai 1943 Luzie Hortig Obergefreiter Friedrich Brüggemann Echt nur mit dem Aufdruck: .Guttalin11 Nur in Fachgeschäften \ Gebe hiermit allen Freunden und Bekannten dip traurige Mitteilung, daß am 16. Mai mein lieber, guter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Karl Loh Bahnschaffner i. R. nach langem, schwerem Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Er folgte seinen beiden Söhnen, die vor einem Jahr den Heldentod fanden. Sohn, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Pate und Vetter Heinrich Hormann Panzer- Grenadier Inhaber des E.K. 2 und des Verw.-Abzeichens im blühenden Alter von 34 Jahren in den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod erlitten hat. Nun ruht er fern der Heimat, von uns unvergessen. In tiefer Trauer: Katharine Hormann, geb. Kaufmann und Kinder: Erich, Rosel und Hannelore nebst allen Angehörigen. Allertshausen, den 18. Mai 1943. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, den 28. Mai, nachmittags-1.30 Uhr statt. Wachdienst Niedersachsen Frankfurt am Main Kaiserstraße 18 Fernspr. 29214. Gebrauchtes Herrentabrrad sowie Kindersportwagen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 03252 a.d.G.A. Veranstaltungsring Reihe A mit Annke von Skoepen von Bethge am Donnerstag, 20. Mai 1943, 18.45 Uhr im Stadttheater. 1557 D Danksagung. Für die überaus zahlreichen Be- weise herzlicher Teilnahme bei dem Heldentode meines lieben, lebensfrohen, hoffnungsvollen Sohnes und Bruders Willi Schunk, Panzerschütze und Offizieranwärter in einem Panzcr-Regt., sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. In tiefer Trauer: Margarete Schunk Wwe. Elisabeth Schunk. Schwerkriegs- versehrterhataus der Straße Wetzlar-Gießen gr. schwarze Aktentasche mit Inhalt ver- loten. Der ebrl. Finder wird ge» beten, diese gute Belohn, m Gießen,Sonnen» straße 8, beim K.A.D. abzugeb. (Moria-Palast; Seltersweg 1419C Maste in Blau Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Liebeskomödie Schneidermeister zur Leitung einer größeren Reparaturwerkstatt und Verwaltung eines Bekleidungslagers wird von einem Werk der Eisen- und Metallindustrie in Hess.-Nassau gesucht. Bewerbungen, mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen erbeten unter 15190 an den Gießener Anzeiger. Herren-Sport- und Oberhemden Krawatten Damen- und Herrenunterzeuge jeder Art Damenstrümpfe und Herrensocken isgod In tiefem Schmerz: Elise Loh, Wwe.; Fam. K. Schneider; Fam. K. Loh, Wwe.; Fam. W. Gans; Fam. W. Wagner; Fam. E. Weil. Gießen, Jena, Marburg, Darmstadt, Großen- Linden, Dutenhofen, Münchholzhausen, Rollshausen, Mainzlar, den 16. Mai 1943. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 20. Mai, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. __ 03253 mit einer wirklich sachgemäßen Fußpflege beseitigt und verhütet Fufjschweifj, Brennen, Wund-u. Blasenlaufen „tidwkse." Fußpflege CARL HAMEL & CO. FRANKFURT-M., den besetzten Westg^bieten g( eignete Männer dauernd gesucht Ruhegehalt und Renten werden nicht angerechnet. Auskunft u. Einstellungs-Bedingungen [562v Zwei Damen suchen ab 28. Mai m Gießen ein MM.Mmer mit zwei Betten, in gutem Hause, mvgl. mit voller Pension, für elW 14 M Scbriftl. Angeb. unter 1534D an den Gieß. Anz. Zweijge.Damen such. z. 1. 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Betr.: Erleichterte Zulassung für Revaraturen an elektrischen Anlagen und Geräten. Entgegen anderen Verlautbarungen dürfen Reparaturen nach wie vor nur solche Personen ausführen, denen die Zulassung durch uns erteilt ist. Für die Zulassung unter erleichterten Bedingungen geben wir oder die Elektro-Jnnung, Obermeister W.K. Schmidt, Auskunft. Gießen, den 17. Mai 1943. [1559D Stadtwerke Gießen. Bekanntmachung. Am Freitag, dem 21. Mai 1943, ab 19 Uhr, kann die Prüfung in Leichtathletik für das Reichssportabzeichen auf dem VfB.-Reichsbahn-