Donnerstag. 18. zebrnarWZ yBr f 4^ aw d Donm Gietzener Anzeiger dr,ck nrt v.n««: ©er neue deutsche Geist Mr Deutschen haben in der Welt immer eine «®Wt? Sonderstellung eingenommen. Deispielsweif« gelten Am oren Talen Einzelner hervor, welche diese Talen als Glied- — vuuvi iiuiy vci yjvciyuutr eine» uei . ' ' - ' i der Werde des Nachbarn bas Pferd stiehlt, weil eines Volkes, in dem Geiste, in den Gesin glaubt, der Dorfgendarm bringe es nicht übers I nungen ihres volkts tun. Friedrich Fröbel. etr.Wi GufWifl Lieber die Stützpunkifirategie zur Welidikialur Don unserer Berliner Schristleitung. 3\o^ Veues. frisches Leben gehl nur ans Tal und Talen hervor. Neues, junges Volksleben gehl nur aus den all Jg er M em altei iU'leim ßebre )i tm , Den» blitri» >0,1 lUetttflffM ' WH in? il Jlumutra tmtgtll »rbtn siättu Erbitterte Abivehrkämpfe zwischen dem sovschen Meer und dem Gebiet südöstlich Orel ist, laß dich ruhig nieder, böse Menschen ha- keine Lieder..." Allen Ernstes: Unsere Gegner Im uns für sentimental. Die Bolschewiken speku- dabei nach der Methode eines Rüpels, der anbtt ter hc? lcht x Alle, hes,^ i ab,ü ler Wei ' die L g, wieder nach Hause fahren durfte. — Wir löschen verstehen eben unser Fach, wir können or- visieren, wir sind grundehrlich und anständig und ki?mals auf den eigenen Vorteil bedacht. Diese Ei- 'chaften waren vor dem Krieg« den Ausländern on so bekannt, daß sie uns den „Michel" nannten d in der Karikatur uns mit einer Gelehrtenbrille b Zipfelmütze zeichneten, was bedeuten sollte, daß r zwar über viel Wissen und Können verfügten, sonsten aber gutmütige Schlafmützen wären, lleberhaupt die Gutmütigkeit! Sie ist charakteri- stch zweifellos eine lobenswerte Veranlagung, ob aber in der Gegenwart angebracht ist,'wo eine elt von Juden, Bolschewiken und Plutokraten sich nur erdenkliche Mühe gibt, uns gutmütigen utschen den Hals umzudrehen, darf füglich bezwei- r werden. Di« Engländer halten uns beispiels- ise auch jetzt noch für sentimental und weich. Wir selbst daran schuld, denn gerade gegenüber den gländern haben wir uns in der jüngeren Ge- chte immer dann weichherzig und sentimental ae- wenn eiserne Härte und Entschlossenheit besser Platz gewesen wären. Mr sind also wirklich st schuld, wenn unsere Gegner es dann und nn noch einmal mit der gefühlsduseligen Tour achten. Selbst die Bolschewiken kommen rnanch- 1 auf diese Weise: sie lassen an ihrer Front ein s Grammophon mit einem gehörigen Lautspre- auffcrhren, legen irgendein« rührselige Platte gar Wagner-Musik aus und wundern sich dann, die Germanskis weder in Hellen Scharen noch zeln übergelaufen kommen, wo sie doch vorstel- gsgemäß von den Klängen einer schönen Musik igeloctt werden müßten nach dem Motto: „Wo Oer Bolschewismus muß satten wenn Deutschland leben soll. ng Hiiis )’ »5 11 •n M mCo Tiata der si Heuti Jünft teilt tbijj h- n >'Är, o°m-Z odeut* ■aebe* |0 l®** ilSSIE« , JOUR»*1 । und*! BI lies« »1 OS- w jastsP16, SB. „Kraft lelteraJ । rimiN« -.IS.kei'i gsstunH 521.30^ ;bad. 5i*| 0.30 { RM.0JH Hilt >uf eh, rvelh. ^Ut| Beim Tagesangriff eines VSA.-Bomberver- bandes auf eine Hafenstadt an der französischen Atlantikküste wurden in Luftkämpfen 8 viermotorige Flugzeuge abgefchofsen. Die Luftwaffe griff am Tage mit gutem Erfolg einen hafeuort in Südeugland au und belegte in der vergangenen Nacht das Hafen- und Industriegebiet Swansea mit einer großen Zahl von Spreng- und Brandbomben. Bulgarien gegen den Gowjetimperialismus. Sofia, 17.Febr. (Europapreß.) Der bulgarische Eisenbahnminister Radoslawoff erklärte, in einer Versammlung vor etwa 10 000 Eisenbahnern und Postbeamten in Sofia, in dem Kampf zwischen dem kapitalistischen England und dem bolschewistischen Rußland auf der einen Seite und den Ländern des Dreierpaktes, die für soziale Gerechtiakeit kämpfen, anderseits, habe sich Bulgarien für die Achsenmächte entschieden. Sie hätten die Einigung des Bulgarentums ermöglicht. Gewiß fühlten sich, die Annahme von fl tuet nett für die Mittagsnummer bt-8'/,UbrdesBormittagS x A«eiaen-Preiie für die LMttmeter-Betle von 22 Millimeter Breite: 7M»s für tonnt Uenon- ^emen und vrwate GelegenheitSMtHeicren 14 Stof. ♦. WerdeanHeigen und flefrboftltd)« Oeteaenbeitsanzetgen Piatzvottchrtft (vorberiae Berembarung) 25e/0 mebt cir allgemein als tüchtig. Wenn früher ein" füd- merikanifcher Farmer mit seinem Riesenbesitz nicht frtig wurde, verschrieb er sich einen deutschen Der- ratter mit dem Erfolg, daß ein Jahr später die Hazienda als Musterwirtschaft galt. Meistens erregte per dann der tüchtige deutsche Mann den Neid der erberen. Was blieb dem Deutschen übrig? Er mußte $en. Wenn die Engländer vor dem Kriege in srika oder in Indien neue Bergwerke erschl'ie- v wollten, konnte man gewiß sein, daß als leiten- r Ingenieur zunächst ein Deutscher angestellt rde, der selbstverständlich später, wenn der Loden zugewiefenen Abschnitt in der neuen Hauptkampflinie. NordöstlichOrel stürmten unsere Stoßtrupps feindliche Stellungen, rollten die Gräben in 2400 m Breite auf und sprengten 36 Kamvfstände. Im Nachbarabschnitt wurde ein angretfenoes feindliches Bataillon im Nahkampf mrückgeworfen. Südöstlich des Ilmensees setzten die Bolschewisten mit frischen Infanterie- und Panzerkräften ihre Angriffe fort. Mehrere Sowjetbataillone wurden bis auf Reste, die in Gefangenschaft gerieten, aufgerieben oder durch Geschützfeuer zersprengt. Im hohen Norden standen die deutschen Truppen im Louhi-Abschnitt und an der Murman- Front in Gefechtsberührung mit dem Feind. Starke Stoßgruppen drangen in die bolschewistischen Stellungen ein, zerstörten die Kampfanlagen und fügten dem Feind schwere Verluste zu. ©er Wekrmachiberichi. DNB. Aus dem Führerhauplquartier, 17. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Nordfront des Kuban-Brückenkopfes wurde ein stärkerer Angriff unter hohen Verlusten für den Feind abgewiesen. 3m Raum zwischen dem Asowschen Meer und dem Gebiet südöstlich Orel, besonders in und um Charkow, gehen die erbitterten Kämpfe weiter. Nördlich Kursk ließ die feindliche Angriffs- lätigkeit gegenüber den Vortagen etwas nach. Vorstöße der Sowjets wurden abgeschlagen, örtliche Einbrüche abgeriegelt. Südöstlich des Ilmensees und zwischen Wolchow und Ladogasee setzte der Feind seine Angriffe mit neu herangeführten starken Infanterie- und Panzerkräften fort Unsere in diesem Frontabschnitt kämpfenden Divisionen erzielten einen neuen Abwehrerfolg. Mehrere angreifende Kräftegruppen wurden aufgerieben. Artillerie zerschlug durch zusammen- gefahtes Feuer feindliche Angriffsreserven schon in der Bereitstellung. 4 3 Panzer wurden allein südöstlich des Ilmensees vernichtet. Insgesamt verloren die Sowjets 101 Panzer. Im Rahmen des Angriffsunternehmens an der tunesischen Front wurden gestern abge- schuiktene feindliche Gruppen aufgerieben und zahlreiches weiteres Kriegsmaterial zerstört oder erbeutet Schnelle deutsche Kampfflugzeuge führten überraschende Tiefangriffe gegen motorisierte britische Kolonnen und zerstörten >sie. Bulgaren als Slawen, doch seien sie in erster Linie Bulgaren und verttäten ihre eigenen, Interessen. Unter jenen, die Bulgarien, durch das Diktat von Neuilly belasteten, hätten sich auch slawische Völker befunden, ebenso in der Balkan-Entente, die gegen Bulgarien gerichtet gewesen sei. Bulgarien wünsche von niemandem ein Stück Land, werde aber auch niemandem gestatten, in feindseliger Absicht die" Grenzen des vereinten Vaterlandes zu überschrei-- ten. Sein Heer fei bereit, die Freiheit, Unabhängigkeit und Dynastie zu verteidigen. Der Minister schloß mit einem Aufruf zur Geschlossenheit der Nation. ♦ Die in Sofia lebenden Armenier veranstalteten eine große Kundgebung gegen den Bolschewismus. Der Redakteur der armenischen Zeitschrift „Ke° workjan" forderte die Armenier auf, mit dem bulga« rischen Volk im Kampf gegen Plutokratie und Bolschewismus zusammenzuarbeiten. So, wie in früheren Kriegen, würden die Armenier auch dieses Mal Schulter an Schulter mit den bulgarischen Soldaten marschieren und bereit sein, ihr Blut jür jenes Land zu vergießen, das den Armeniern zur zweiten Heimat geworden fei > Finnlands Präsidentenwahl Von unserem Jm.-Korrespondenlen. Erwägungen lagen also ganz auf dem Gebiet der inneren Organisation und keineswegs auf dem der außenpolitischen Orientierung. Die Persönlichkeiten Mannerheims und Rytis stellen in keiner Weiss Gegensätze dar. Der außenpolitische Kurs beider Männer, der durch den Kampf gegen den bolschewistischen Imperialismus bestimmt ist, ist vielmehr der gleiche. Daher war es auch möglich, daß die Parteien dem Wink des Marschalls zur Wahl des bisherigen Staatspräsidenten ohne Zaudern folgten. Die Wahl vom 15. Februar 1943 ist somit eine cm di« ganze Welt gerichtete Kundgebung für Finnlands Staatsoberhaupt ebensowohl wie für seinen ruhmreichen Feldherrn in ihrem gemeinsamen Kampf gegen den östlichen Feind der Freiheit Finnlands. Das andere -Symptom der Wahl war durch den Versuch der Bolschewisten gekeninzeichnet, durch Lust- demonstrationen den Wahlgang zu stören. Nach Wochen der Ruhe, deren sich die finnische Hauptstadt erfreute, setzten am Sonntagabend plötzlich die bolschewistischen Störungsunternehmungen ein und hielten bis zum Wahlbeginn an, der auf diese Weist ein«'kleine Verzögerung erlitt. Man darf jetzt gespannt sein, wie diejenigen Staaten, die sich so lärmend vor aller Wett als die Hüter der demokratt- scheu Heiligtümer.aufführen, diese sinnlosen Störungen einer demokratischen Staatshandlung durch ihren bolschewistischen Freund zu entchuldigen versuchen Verdeck. Vermutlich wird.man in betretenem Schweigen über diese Dinge hinwegzukommen suchen. Für alle aber, die frei von Vorurteilen die Dinge sehen, wie sie sind, steht es fest, daß es sich hier wieder um einen jener Erpressungsversuche handelt, an denen die Geschichte des Bolschewismus fo reich ist. Darüber hinaus bedeutet di« mißglückte politische Lustunternehmung der Sowjets klar und unmißverständlich die erneute Anmeldung der bolschewistischen Ansprüche auf die zukänfttge Gestaltung Finnlands. In Finnland hat man das durchaus verstanden. Sehr fraglich dagegen bleibt, ob dies auch jenseits des Aermelkanals und des Atlantischen Ozeans der Fall ist, obwohl man dort in seiner „demokratischen Auffassung" ein so großes Herz für die kleinen Völker zu höben behauptet. auf Gedeih und Verderben zur Verfügung stehen, wenn er sie benötigt Wir meinen, sehr original ist der Rdosevettsche Weltbeherrschungstraum nicht. Er hat in mancherlei Beziehung sehr starke Aehnlichkett mit dem System des britischen Weltreichs, das auch in der ganzen Wett Stützpunkt« «rrichtet und die unterjochten Völ- ker sich wirtschaftlich und militärisch unterstellt hatte. Die Welt ist dabei weder zufrieden noch glücklich ge» worden. In einem weicht Roosevelts Plan von dem englischen ab: Die Engländer dürfen in Zukunft mitmachen, aber nicht mitbeftimmen. Sie stehen auf der gleichen Rangstufe wie die Niederlande, Portw gal und andere. Roosevelt gibt sich also überhaupt kein« Mühe mehr zu verheimlichen, daß er ein britisches Weltreich nach dem Kriege nicht mehr duldet Ob es allerdings durch ein Roosevelt-Weltteich abgelöst werden wird, darüber wird nicht in Washington entschieden werden. Es ist nicht ohne Interesie, daß selbst in Amerika jetzt Stimmen gegen den Wettdiktaturtraum Roosevelts laut werden. So erschien kürzlich in der „New Pork Post" ein Arttkel von Dorochy Thompson, der sich mit dem Plan einer Kontrolle des Luft» raum 5 durch Amerika beschäftigt. Et sieht voraus, daß bei einer Durchführung einer derartig weltumspannenden Luftkontrolle die ganze Welt sich gegen ihr« Urheber, also gegen die Amerikaner, auslehnen würde. In dem Artikel wird erklärt, daß ein internationales Recht nicht von einer einzigen Nation ober dou einer Allianz gewisser Staaten gegen ander« Nattonen geschaffen und crufgezwungen werden könnte. Besorgnis in London. Stockholm, 17. Febr. (Eurovapreß.) In London verfolgt man mit großer Besorgnis die immer weiter ausgreifenden Pläne nordamerikanischer Politiker und Journalisten, die die USA.-Einflußzone nach dem Kriege behandeln. Beträchtliches Aufsehen erregt der neueste Aufsatz Walter Lippmans. in dem er schreibt, daß die USA. in Zukunft nicht mehr von den Bermudas und sonstigen atlantischen Inseln verteidigt werden könnten, sondern daß die General-Anzeiger für Oberhessen Herz, ihn deswegen einzubuchten und unglücklich zu machen, weil mit dem Dieb Aeichzeitig das treue Weid und di« sieben unschuldigen Kinderlein unglücklich werden müßten. Aber unsere Gegner können überzeugt sein, daß wir heute, nachdem sie uns immer wieder erklärten, ihr Kriegsziel fei die Ausrottung des deutschen Volkes und die Vernichtung der germanischen Rasse überhaupt, keine gefühlvolle Anwandlung mehr bekommen. Unsere Soldaten stehen, seit dem Juni 1941 der größten Militärmacht der Wett und dem brutalsten weltrevolutionären Begriff, den die Geschichte jemals gekannt hat, dem Bolschewismus, gegenüber. In den Weiten des Ostens, an der gewaltigen Front gegen den asiatischen Monaolen- sturm ist ein Typ des deutschen Soldaten und mit ihm auch des- deutschen Volkes in der Heimat von unbeugsamer Härte entstanden, der keine Gnade gegenüber dem Gegner mehr.kennt. Auf den britischen Inseln weiß man, daß mit dem deutschen Soldaten und der deutschen Volksseele eine Wandlung zum schärfsten Realismus vor sich gegangen ift, man erkennt, daß ein militärisch und politisch gehärtetes Volk sich entwickelt hat, das das Entweder — Oder diese» Krieges weiß und eine Abrechnung vornimmt, vor der es kein Entweichen und fein Ausweichen gibt. Unsere Vergangenheit ist uns eine bittere Lehre geworden, ob es sich um das Mittelalter handelt oder um die jüngere Zeit. Das Deutschland von heute versetzt sich nicht selbst einen Dolchstoß, wie es 1918 möglich sein konnte. Eine alte Frau, die in ihrem Leben schon viel gesehen und selbst auch hat ertragen müssen, nannte dieser Tage diesen Krieg einen heiligen Krieg. Und sie hatte, wie sie die Welt sieht und in ihrer Sprache, Recht damit: Nennen wir nicht auch die Vernunft göttlich, und ist nicht auch das Denken das Werkzeug eines höheren Willens? Dieser höhere Wille, bedeutet die Herrschaft über die Gegenwart. Die Herrschaft über die Gegenwart aber ift gleichzeitig die Herrschaft über Leben und Freiheit. Um beides zu behaupten und zu erringen, müssen wir ein heißes Herz und einen klaren Kopf bewahren. Das Wort „Weichheit" gibt es für uns nicht mehr, wir werden, wie der Führer in einer seiner Reden sagte, diesmal als Letzte und nur als Sieger den Kampfplatz verlassen. A. St. 1-5. Jahrgang Nr. u tincbeim tagHd). außer Sonntags und Fetertag- iBeilanen: Gießener tVamtlienblätter Heimat imBild-DieScholle Be-unSvreidr Monatlich.....RM.1L0 Zustellgebühr... „ -LV auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aenttvrechanfchlnß Dmbtanichrtft v^n-teiger* Holts check 11 Äs townsf^M Helsinki, 16. Februar. Zwei Symptome charakterisieren die Staatspräsidentenwahl, die sechste in der Geschichte des selbständigen .Finnlands, und die erste, die in der Kriegszeit vorgenommen werden mußte. Die geschlossene Kundgebung der berufenen Vertreter Finnlands in der Einmütigkeit ihrer Wahl einerseits und der Versuch der Beeinflussung dieser Wahl von außen her anderseits. Einmütig darf man mit vollem Recht die Wahl nennen. Der bisherige Staatspräsident Ryti hat 269 von 300 Stimmen auf sich zu vereinigen vermocht. Von den restlichen Stimmzetteln waren 24 unbeschrieben, die anderen Stimmen waren zersplittert. Die Wahl ist also als eine klare und überzeugende Dertrauenskundgebung für den bisherigen Staatspräsidenten und den Kgrs zu bewerten, mit dem er das finnische Staatsschiff durch die wogende Welt der Gegenwart gesteuert hat>Sie bedeutet in gleicher Weise den Dank für feine bisherigen Leistungen und den Willen, ihm auf diesem Wege weiter zu folgen. Das ift insbesondere von außenpolitischer Bedeutung. Innen- und Wirtschaftspolitik, so wichtig sie auch im Zeitalter der totalen Kriege sind, treten für Finnland im gegenwärtigen Augenblick doch zurück, da inner- politisch bi« Lage ohnehin klar ist und frei von ernsten Spannungen. Die Wirtschaftspolitik steht in Abhängigkeit von der Außenpolitik. So bedeutet die Wahl Rytis vor allem die Fortsetzung der Politik des Kampfes gegen den Bolschewismus zur Wahrung und Sicherung der Frecheit des finnischen Volkes und feiner europäischen Kultur. Im Verlauf der Wahl ist auch die Kandidatur des Marschalls von Finnland, Freiherrn Mannerheim, aufgeworfen worden, her in drei Kriegen die finnischen Fahnen zum Sieg gegen den östlichen Angreifer geführt hat. Eine der Wahl- männergruppen, die Agrarier, hatten ihn zu ihrem Kandidaten nominiert. Aber auch außerhalb dieser Partei haben Presseorgane verschiedenster Richtung diese Parole aufgegriffen. Hier lag der Gedanke zugrunde, ob es nicht unter den besonderen Umständen zweckmäßig sei, eine Zusammenfassung der Staatsgewalt in einer Hand vorzunehmen. Diese Der Krieg ist noch nicht gewonnen, weder für Churchill, noch für Stalin, noch weniger für Roosevelt. Roosevelt kann sich aber von seiner Lieblingsbeschäftigung nicht trennen, Pläne zu schmieden über die Welt, wie er sie sich denkt. Er steht selbstverständlich an der Spitze oer Weltregierung als Wettpräsident ober Weltdiktator. Seinen eigentlichen Titel hat er bisher noch nicht verraten. Die bisherigen Erfahrungen des jetzigen Krieges haben ihn zu der Ueberzeugung gebracht, daß 3ur Beherrschung der Welt ein Stützpunktsystem errichtet werden müßte, das die ganze Wett überzieht und ihn in die Lage versetzt, von diesen Stützpunkten aus mit seinen eigenen Marine- und Luftwaffen und mtt denen seiner Vasallen dort vorzustoßen, wo ihm die „eigene Sicherheit und die seiner Hauptvasallen" bedroht erscheint. So jedenfalls legt der in letzter Zeit mehrfach genannte Rvosevettsche Propagandist Walter L i p p m a n die sogenannte Atlantik-Charta aus. Mt besonderer Sehnsucht blicken die Roosevelt-Amerikaner auf die verlorenen amerikanischen Stützpunkte in der Südsee. Diese und dazu die japanischen Mandats-Inseln benötigen sie unter allen Umständen zur Abrundurrg ihres Diktatorenglücks. Aber diese Stützpunkte im Pazifik reichen zur Verwirklichung des Wettbeherrschungsttaumes Roosevelts noch nicht aus. Die Niederlande, Frankreich, Portugal und England müssen zu Abmachungen gezwungen werden, die es Amerika erlauben, jederzeit von diesen Stützpunkten Gebrauch zu machen. Es wird den Hilfsvölkern zwar gestattet, eigene See- und Luftstteitkräfte zu unterhalten, aber nur in dem Ausmaß, das Roofavelt im Interesse der eigenen Sicherheit für notwendig hält. Auf jeden Fall'müs- l?n diese militärischen Stteitkräste aber Roosevelt .Berlin, 17. Febr. (DNB.) An der Nordfront ki Kuban« Brückenkopfes versuchten die övvjets seit zwei Tagen, die deutschen Stellungen w?r Einsatz von vier Schützendivisionen, vier Brisen und einem Panzerverband zu durchstoßen. Knobl Tauwetter und Verschlammung schwierige Wänoeverhältnisse schufen, schlugen neumärkische Wnadiere und Panzermänner aus dem mittleren f?gebiet all« Angriffe unter schweren Verlusten ffr'den Feind zurück, lieber 1500 gefallene Bglsche- W?n blieben allein am 16. Februar auf dem Kampf- p liegen. BefNoworossijsk verschütteten die Fiben unserer Sturzkampfflieger die an den Steil- ►gen südöstlich der Stadt eiligst aufgeworfenen Wrdlichen Kampfgräben mit ihren Besatzungen und Mchlugen gut getarnte Artilleriestellungen und be° »gestellte Truppen. |vn Donezddgen versuchte der Feind, die ^mäßigen Bewegungen unserer He eres verbände Wch Störangriffe zu behindern. Bis auf einen fo- fl abgeriegelten örtlichen Einbruch blieben alle Wl'iöße ergebnislos. Ebensowenig gelang es den pajete, die Verbindung zu dem vor einigen Ta- W abgeschnittenen und immer mehr zusammen- Wttzenden Kavallerieverband wieder aufzunehmem JTit großer Erbitterung rangen unsere Truppen ■Jini) um Charkow Dort griffen starke bol- Dnistische Kräfte ohne Rücksicht auf Verluste mit ■' ihres Druckes führten die Bolschewisten in Eil- Mchen frische Truppen heran. Unsere Kampi- M-k bombardierten diese Kolonnen aber so wirk- M daß der Feind seine Vorstöße gegen eine der M-n Derbindungsstraßen nicht fortsetzen konnte. Mampf- und Tiefflieger vernichteten zugleich weit Ml 100 Fahrzeuge und warfen Iruppenunter- ffjt« und Bettiebsstofflager in Brand. Raum südostlich Orel war die feindliche e^iffstätigteit geringer als am Vortage. Die Vor- |l)i der Bolschewisten blieben im Sperrfeuer liegen Mr wurden in Gegenangriffen zurückgeschlagen, ff’ der Vernichtung eines feindlichen Bataillons Ver sämtliche schweren Waffen dieser Stoßttuppe Misere Hand. Harte Kämpfe hatten Grenadiere zu Dktzen, die nach Abriegelung eines Einbruches gpr den Anschluß an die eigene Hauptkampflinie Wl llten. Unter schweren Feuerüberfällen waren Wo^n überlegenen feindlichen Kräften so lange an- IIMen worden, bis sie völlig eingeschlossen waren. Manzerangriffen und zahlreichen kleineren Vor- hielten sie stand und schosien dabei 24 bolsche- W'che Panzerkampfwagen ab. Durch geschickten der in die Feuerlinie vorgezogenen schweren «lsn hatte der Feind weiter sehr beträchtliche Ver- Als die Sowjets ihre angeschlagenen Verband« D'Sruppieren versuchten, benutzten die GrencMiers Augenblick zum Durchbruch und besetzten ihren ifdmä: n hin Grenadier gegen Panzerspähwagen. Verteidigung der Vereinigten Staaten auf Island, den britischen Inseln, in Frankreich und Spanien beginnen müsse. Churchill verschleppt den Beveridgeplan Stockholm, 17. Febr. (DNB.) Die großen englischen Jnteressentenoerbände, deren Hauptstütze die Konservative Partei ist, verschärfen den Kampf gegen jede „unzeitgemäße" Gesetzgebung auf sozialpolitischem Gebiet. Sie erklären, wie es im Daily Telegraph, ihrem Spitzenorgan, heißt, der Krieg könne und werde verloren werden, „wenn wir unsere Zeit durch soziale Experimente vergeuden". Angesichts dieser hem Beveridge-Plan angesagten Fehde sah man der im Unterhaus angesetzten Debatte mit Spannung entgegen. Das Mitglied des Kriegskabinetts Sir John Anderson hatte den Auftrag, dem Unterhaus eine ausweichende Antwort der Regierung zu übermitteln, die Regierung sei zwar bereit, den Beveridge-Plan in seinen Grundlinien anzunehmen, jedoch nicht imstande, Verpflichtungen einzugeheü. Sie müsse sich erst ein Bild von den finanziellen Verpflichtungen Englands in der Nachkriegszeit machen. Die Schaffung eines Ministeriums für soziale Sicherheit lehne die Regierung ab. Der zweite Tag der Unterhaus-Debatte nahm infolgedessen einen sehr viel stürmischeren Verlauf. Angehörige aller Parteien, darunter eine große Anzahl von Konservativen, wandten sich scharf gegen die zögernde Haltung der Regierung. Der Konservative Raikes nannte die Rede Andersons eine Botschaft der Verzweiflung. Der Konservative Quinton- Hoog sagte, die Regierung habe mit ihrem Versagen einen großen Fehler begangen. Der alte Gegner Churchills, Lord Winterton, erklärte, die farblose Rede Andersons sei nicht so sehr dessen Fehler, wie vielmehr ein Fehler des ganzen Kabinetts und besonders des Premierministers. Schatzkanzler Sir Kingsley Wood begründete erneut die abwartende Haltung des Kabinetts mit der Notwendigkeit, finanziellen Erwägungen den Vorrang zu geben. „News Ehronicle" beschuldigt die Regierung, vor dem Großkapitalismus und den Versicherungsgesellschaften kapituliert zu haben, ehe noch ein einziger Schuß gefallen sei. Der „Daily Herald" schreibt, das Unterhaus habe Versprechungen und Handlungen erwartet, habe jedoch statt dessen Prinzipien und Plattheiten in meiner beklagenswert schlech- ren Rede erhalten. England muß Sowjetagitation in allen arabischen Staaten dulden. Rom, 17.Febr. (DNB.) Wie Radio Mondar aus Istanbul berichtet, hat die Sowjetunion mit Genehmigung der Engländer beschlossen, diplomatische Vertreter in alle arabischen Länder dßs Nahen Ostens zu entsenden. Die bolschewistischen Abgesandten werden in diesen Ländern unter dem Titel „Gesandter" ihre Agitatoren- und Beobachter-Tätigkeit ausüben. Alle diese Vertreter des Stalin-Regimes unterstehen der „diplomatischen Zentralstelle für die muselmanischen Länder", hinter der sich natürlich die Komintern verbirgt. Roosevelt begehrt auch Westafrika. Bern, 17. Febr. (DNB.) Wie „Couviere de Genese" aus Lissabon meldet, ist man in der portugiesischen Hauptstadt nach der Zusammenkunft Rh o - sevelts mit dem brasilianisch^ Staatspräsidenten Vargas in Natal und mit Rücksicht auf den immer größer werdenden Einfluß der Vereinigten Staaten in Westafrika davon überzeugt, daß dieser Teil des Schwarzen Erdteils künftig zu der Einflußzone der Bereinigten Staaten gehören wird. Die Erklärungen Roosevelts, wonach einer der wichtigsten Gesprächsgegenstände mit Vargas die „künftige Ausschaltung jeder Bedrohung der amerikanischen Küste" war, wird dahin ausgelegt, daß die Nordamerikaner eine Besetzung der westafrika- nischerl Küste durch brasilianische Truppen planen. Eisenhower macht den Juden in Tlordafrika neue Zugeständnisse. Rom, 18. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Der jüdische Weltkongreß und der jüdisch-amerikanische Kongreß sind bei General Eisenhower vorstellig geworden, weil den Juden Französisch-Nordafrikas nicht genügend Plätze in der Verwaltung ein- geräumt worden seien. Die Juden, die bereits durch die Aufhebung der seinerzeit von der Vichy-Regierung eingeführten Beschränkungen begünstigt wurden, verlangen, daß ihnen ein größerer Einfluß als- früher eingeräumt werde. General Eisenhower soll bereits seine Zustimmung geäußert und den jüdischen Verbänden Zusicherungen gegeben haben. NSG. Den deutschen Grenadier- kann im Kampf gegen die Heere des Bolschewismus nichts erschüttern. Auch mit dem feindlichen Panzerspähwagen wird er fertig, wie nachstehender Bericht des Unteroffiziers K wr t Ziehn bei einem hessischen Grenadier-Regiment zeigt. Das Angriffsziel ist in unserer Hand. Unser Zug hat die Verbindung mit den beiden anderen Zügen unserer Kompanie verloren. Wir sind allein auf weiter Flur. Zwei Melder gehen zurück, um Verbindung aufzunehmen. Der Zug selbst mit einer Granatwerfergruppe und einem Halbzug bezieht einstweilen Sicherung am Wegekreuz. Meine Gewehrschützen habe ich eingowiesen und bin im Begriff, eine ordentliche Stellung für mein MG. auszusuchen. Die beiden MG.-Schützen stehen noch auf der Straße, da ertönt auf einmal der Schrei „Panzer von vorn"! Meine MG.-Schützen sind zunächst so verwirrt, daß sie sich hinlegen, wo sie gerade stehen. Ich schreie ihnen zu: ./Hinter dem Haus volle Deckung!' Im Nu sind sie weg und einstweilen in Sicherheit Wo ist mein MG.? Em paar kurze Sprünge, da steht es, und daneben eine geballte Ladung. Zu dritt und viert Liegen die Männer in den wenigen Schützenlöchern, die zufällig hinter dem Haus sind. Jeder hat ein sicheres Plätzchen gefunden und macht sich so klein wie nur möglich. Mein MG. und die geballte Ladung habe ich ausgenommen und stehe noch auf der Straße, denn das bekannte Brummen und Rasseln ist noch nicht zu hören. Was soll ich tun? Tausend Gedanken schwirren mir durch den Kopf. Plötzlich sehe ich, wie sich das lange Rohr einer Panzerkanone vorsichtig um die Hausecke schiebt. Verflucht, den habe ich ja gar nicht kommen hören, habe aber noch so viel Zeit, um hinter dem Haus zu verschwinden. Wohin nun schnell? Alle Löcher sind besetzt, und jeden Augenblick kann der Panzer um das Haus herumkommen, dann ist es zu spät. Das MG. und die geballte Ladung habe ich hinter einen Baum gestellt, so ist nichts zu erkennen. Ich selber presse mich an die Hauswand, um nicht gesehen zu werden. Daß ich hier aber nicht sicher bin, wird mir klar, als der Panzer um die Hausecke herumgerollt kommt. Jetzt sehe ich, daß es ein Panzerspähwagen ist. Deshalb habe ich auch das Rasseln der Gleisketten nicht gehört. # Jetzt steht der feindliche Spähwagen ganz .ruhig da. Der Turm mit der langen Kanone zemt in eine andere Richtung, die Straße entlang. Na, denke ich, stellt er sich nur so, oder hat er wirklich noch nichts gesehen? Dann wird der Turm langsam nach links und rechts gedreht, der Motor wieder ange- lassen, und langsam rollt er weiter in den Ort hinein. Das ist noch einmal gut gegangen. Ich stehe auf, um zu sehen, was der Bursche eigentlich vor hat. Kaum habe ich einige Schritte gemacht, bin eben im Begriff, meine Männer anzurufen, daß die Gefahr vorbei ist, da höre ich wieder Motorengeräusch, und zu meinem Erstaunen kommt noch ein zweiter Panzerspähwagen um die Hausecke. Ohne mich zu sehen, setzt- er seine Fahrt fort, hinein in das Dorf. Im Nu sind alle Kameraden wieder aus den schützenden Löchern heraus. Wo aber sind die Panzerspähwagen hin? Wenn sie hinten nicht abgeschossen werden, können sie yur Andorra gegen unerwünschte Emigranten. Madrid, 17. Febr. (Europapreß.) Die Lebensmittelversorgung in Andorra ist durch die Ueber- schwemmung dieses winzigen Pyrenäenlandes mit Emigranten und Juden immer schwieriger geworden. Der spanische Bischof von Urgel, der zuftlmmen mit dem französische^ Staatschef die höchste Gewalt in Andorra innehat, sah sich deshalb gezwungen, die spanischen Behörden um Ausweisung von unerwünschten Fremden zu bitten. Die Bevölkerung Andorras verlangt angesichts der Verschlechterung der Ernährungslage die Ausweisung der Emigranten. Dagegen suchen die Emigranten sich zur Wehr zu setzen. Die spanischen Behörden sind entschlossen, die Mißstände zu beseitigen. Südafrika muß die Goldproduktron einschränken. Stockholm, 16. Febr. (DNB.) Die Südafri- ferner haben sich bisher gesträubt, auf Anregung der Engländer ihren Goldbergbau, die wichtigste Einnahmequelle des Landes, im Interesse der Kriegsproduktion einzuschränken. Jetzt ist die Einschrän- hier wieder zurückkommen. Ich gehe vor zur Straße, die geballte Ladung nehme ich mit. Da höre ich wieder das bekannte Geräusch, und im selben Augenblick sehe ich, wie beide Wagen wieder langsam auf uns zugerollt kommen. Sofort schreie ich: „Volle Deckung!" und renne um die Hausecke herum auf die andere Seite. Die Panzerspähwagen sind noch hundert Meter entfernt, da reift in mir der Entschluß, den frechen Sowjets die Freude zu verderben. Hier ist aber nicht der richtige Platz, und ich renne wenige Meter nach rechts, wo ich vorhin einen tiefen Einschnitt gesehen habe, der neben der Straße entlangläuft. Ich kauere mich nieder, um von hier meine geballe Ladung anzubringen. Noch aber bin ich nicht soweit fertig, da kommt der erste Panzer mit ziemlicher Fahrt um die Haus- ecke und verschwindet. Ich kann ihn nicht mehr sehen, denn ein Haus versperrt mir die Sicht. _ Jetzt kann der nächste kommen, den werde ich gebührend empfangen. Die Abreißschnur in der Hand, voller Spannung, sehe ich zu meiner Freude, wie ein zweiter Spähwagen ganz langsam um die Hausecke kommt und auch noch stehen bleibt. Schade, die Entfernung ist für mich zu weit. Ich muß eben warten, bis er hier an mir vorüberrollt. Langsam fährt er wieder Mi. Schnell habe ich die Entfernung abgeschätzt. Noch 20 'Dieter, noch 15 Meter, ich reiße die Schnur heraus und zähle 21 — 22 — 23 — und schiebe die geballte Ladung auf die Straße. Im selben Augenblick höre ich, wie der Motor aufbrummt. Da, eine furchtbare Detonation, und der Luftdruck reißt mich nieder. Nach einigen Sekunden hebe ich den Kopf und sehe, daß der Bursche weiterfährt. Pech! Im gleichen Moment hat der Fahrer Vollgas gegeben und ist kaum darüber hinweggewesen, als die Ladung hochging. Jetzt muß ich so schnell wie möglich hier verschwinden, denn von der anderen Seite kann er mich zu gut mit seiner unheimlich langen Kanone fassen. Glücklich erreiche ich wieder das schützende Haus. Endlich scheint die Gefahr beseitigt zu sein. Wir sprechen über mein Mißgeschick, da höre ich hinter dem Haus das Motorengeräusch schon wieder. Ehe wir noch irgend etwas unternehmen können, kommt der letzte Wagen zurück, bremjf hart und knallt wie wild in die Gegend. Noch schießt er nicht nach uns. Ich habe gerade noch Zeit, im Hof zu verschwinden. Zu meinem Schrecken sehe ich durch einen Spalt des Zaunes auch noch den zweiten herangerollt kommen. Jetzt ist guter Rat teuer. Unendlich langsam fahrt der zweite noch einige Meter, und nun kracht Schuß um Schuß aus der Panzerkanone. Wohin schießen die denn? Etwa nach meinen Männern? Dieser Gedanke läßt mir keine Ruhe. Ganz vorsichtig ziehe ich mich an dem Bretterzaun hoch — ich muß doch sehen, was los ist. Da steht der letzte Wagen, den ersten verdeckt das Haus. Schußrichtung hat er entgegengesetzt, die Turmluke hat er auf. Jetzt ober nie! Ich reiße eine Handgranate aus dem Koppel, steige auf den obersten Querbalken des Zaunes und kann zu meiner Freude direkt oben hineinsehen. Ein wohlgezielter Wurf, ein Poltern, ich kann gerade noch vom Zaun berunterspringsn. Ein dumpfer Knall, beide Türen fliegen auf, und heraus fliegt ein schwarzes Bündel, direkt an den Bretterzaun mir zu Füßen. Der Gegner ist erledigt, der deutsche Grenadier hat über den feindlichen Panzerspähwagen gesiegt. Uffz. Kurt Ziehn. kung jedoch auf indirektem Wege erzwungen worden. Die Südafrikaner.haben nämlich, um die nötigen Maschinen für die Bergbaubetriebe zu erhalten, eine Mission nach Washington geschickt, die sich als ein „vollkommener Fehlschlag" erwiesen hat. Die Lieferungen aus den USA. werden, wie der Leiter der Abordnung, Martin, feststellen mußte, in Zukunft erheblich hinter dem Bedarf zurückblei- ben. Infolgedessen muß die Untertagearbeit weitgehend eingestellt werden. Bereits im Jahre 1942 haben 45 große Bergwerksgesellschaften des Witwatersrand^Gebietes ihre Erschließunqsarbeit um 50 o. H. ein schränken Müssen. Jetzt werden weitere Verkürzungen notwendig. Der Kriegsproduktionsausschuß in Washington^hat seine Absage damit begründet, daß zuerst die wichtigsten Kriegslieferungen durchgeführt werden müßten und nicht kriegswichtige Unternehmen überhaupt nicht berücksichtigt würden. Meine politische Nachrichten. Ein ehemaliges führendes Kongreßmitglied und 43 weitere Inder wurden verhaftet, weil sie einen Demonstrationszug gebildet hatten, der Spruchbänder mit der Aufschrift „Gebt Gandhi frei" mit sich führte. Der Demonstrationszug wurde vor Erreichung des Gefängnisses, in dem sich Gandhi 6e# findet, auseinandergeknüppelt. * Premierminister Tojo bekräftigte erneut, daß Ja< pan nach seinem Grundsatz, allen Nationen, die dazu fähig sind, ihren Platz unter der Sonne zu gönnen, die Unabhängigkeit Thailands und die Souveränität Frankreichs in Franzosisch-Jnbochuio achten werde. * In Sofia wurde ein Beamter der bulgarischen Untersuchungspolizei ermordet. -Er soll sich mehrfach bei kommunistischen Verhaftungen hervorgetan Haden und hat noch in letzter Zeit Drohbriefe von kommunistischer Seite erhalten. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichsmink sters des Innern Dr. Frick den bisherigen geschasts- führenden Direktor und Vizepräsidenten des Robert Koch-Instituts, Prof. Dr. Gilden meist er, zuni Präsidenten dieses Instituts ernannt. Oie neue japanische Offensive in Mitielchina. Tokio, 17. Febr. (Europapreß.) Die neuen sid panischen Offensivoperationen in den mittelchinesischen Provinzen Kiangsi und Hunan richten sich gegen die in diesen Gebieten liegenden Nordamerika- nisch-tschungkingchinesischen Flugplätze. Während der Operationen des vergangenen Jahres tn den Provinzen Tschekicmg und Kiangsi wurden die bor« ttgen Stützpunkte der nordamerikanischen Luftwafft vernichtet. Dann hatte der Feind einen bedeutenden Teil seiner Kräfte nach Hunan verlegt. Wie aus Kiangsu gemeldet wird, ist es den Japanern kurz nach Beginn ihrer neuen Operationen gelungen, die Hauptmacht der 89. Tfchungkmgarmec einzukreisen und von ihren Verbindungen abzuschneiden. Etwa 20 000 Mann der Tschungking- armee sollen von der Vernichtung bedroht sein. Ein- beiten der neu aufgestellten nationalchinesischen Armee haben an den Kämpfen teilgenommen. Aus dem Reich. Nationalsozialistische Steuerpolitik. In der NS.-Sozialpolitik schreibt Ministerial» dirigent Dr. Haußmann vom Reichsfinanzministe« rium, die sozialistische Steuerpolitik des _ Reim« , komme am stärksten in der sozialen Abstufung per Einkommensteuer zum Ausdruck. Ein Steuerpflich« tiger mit vier Killern zahlt bei einem Jahreseinkommen von 3000 RM. nur den 20. Teil der Ein« kommensteuer eines ledigen Steuerpflichtigen bei gleichem Einkommen. Beträgt das Jahreseinkom- Men 6000 RM., so hat ein lediger Steuerpflichtigel immer noch neuneinhalbmal soviel Einkommensteuer zu zahlen wie ein Steuerpflichtiger mit vier Kindern. Ebenso großzügig wird der Familienftand bei der Vermögenssteuer und bei der Erbschaftssteuer berücksichtigt. Die Beträge, die auf diese Weise die Familienlasten unmittelbar erleichtern helfen, erreichen jährlich wenigstens eine halbe Milliarde. Die Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen dez Steuerpflichtigen führt tu einer Ermäßigung der Einkommensteuer in Höhe von 30 Millionen RM. jährlich. Die nationalsozialistische Finanzpolitik hak aber auch die Eingehung der Ehe und die Erziehung der Kinder durch Darlehen und Beihilfen groß« zügig erleichtert. Bisher sind rund zwei Millioner Ehestandsdarlehen gewährt worden. Landarbeiter und ländliche Handwerker erhalten daneben noch» Einrichtungsdarlehen und -Zuschüsse, für die bisher rund 150 Millionen RM. ausgezahlt worden sind. Laufende Kinderbeihilfen von monatlich, 10 RM. werden für acht Millionen Kinder gewahrt. Aus- bildungsbeihilfe wird in 600 000 Fällen gezahlt. Für die Nachkriegszeit ist ein weiterer Ausbau dieser Familienlastenerleichteruna geplant, so. daß eines Tages ein vollständiger Ausgleich erreicht ist mit dem Ziele, den Kinderreichen wirtschaftlich und sozial nicht schlechter zu stellen als den Kinderarme» und Kinderlosen. Oos Studium ohne Reifeprüfung. Die erhöhte Bedeutung, die angesichts der Nach- wuchslage in den akademischen Berufen, insbesondere auch hinsichtlich der Zulassung von Kriegsteilnehmern zum Studium, der Begabteüprü- fung für die Zulassung zum Studium ohne R e i fe 3 e u g n i s, zukommt, hat den Reichserziehungsminister veranlaßt, die Prüfungsbestimmungen zu ändern. Während bisher der Bewerbe« selbst Gutachten beizubringen hatte, werden von ihm künftig nur die Anschriften von mindestens zwei urteilsfähigen Persönlichkeiten verlangt, die mit wissenschaftlicher Arbeit vertraut sind, das vom Bewerber gewählte Fachgebiet beherrschen unb dm Bewerber nach seinen Leistungen, seiner charakterlichen und politischen Haltung kennen. Der Dor» Genesung. Von Margarete von Otfers. Marianne hatte nach ihrer Kriegstrauung im Lazarett gepflegt. Es lenkte sie von ihrer Sorge um Gert ab, ja sie fühlte sich ihm verbundener, auch im Kriegsdienst stehend in der Pflege seiner Kameraden. Sie war eine heitere pflichttreue Pflegerin und sehr beliebt bei den Verwundeten. Die unerschütterliche Zuversicht, daß Gert wiederkommen, würde, machte sie stark und fähig, Kraft und Zuversicht auszustrahlen. Dann hieß es eines Tages, daß Gert vermißt wurde. Die Angst drang nicht bis in Mariannes Herz, nein, für sie war er nicht vermißt, konnte er nicht vermißt fein, sie fühlte ja seine Nähe, und daß er da war über all die Fernen des Ostens hinweg ... Plötzlich wird er vor ihr stehen, solch eine Zueinandergehöriqkeit wie zwischen ihnen konnte nicht mit einem Mal zerrissen werden. Und doch kam die Nachricht, daß er gefallen sei. Marianne wurde davon getroffen wie eine Blume, die der Schnitter mäht. Sie brach zusammen, sie mar so fassungslos, wie sie vorher gefaßt war. Erst als ihre Eltern sie nach der ersten Trauerzeit wieder nach Hause auf den ostpreußischen Landsitz nehmen wollten und sacht nach einer Neugestaltung ihres Lebens tasteten, erwachte Marianne aus ihrer stummen Verzweiflung. Nein, nach Hause wollte sie nicht mehr, nie mehr. Sie hatte ja ihr eigenes Leben in der ehemaligen Junggesellenwohnung Gerts, in der sie kurze Wochen des Glücks verbracht hatten, nicht in das Elternhaus zurück wie ein mm- be& Vöglein in das warme Nest. Sie wollte selb- ständig bleiben. So raffte sie sich auf Md zwang sich zum Handeln. In ein Frontlazarett wollte sie zunächst. In den Osten, näher zu Gert heran, wie er Kälte unb Entbehrungen tragen und das Leben aufs Spiel setzen. Das eigene Leben galt ihr nichts mehr. Nun war sie nur noch da für die Verwundeten, für die Leidenden. Dort im Osten blieb Marianne und dachte nicht an Urlaub. Es war, als hätte sie Angst, nach Ostpreußen auf das väterliche Gut zurückzukehren, vielleicht schonte sie auch absichtlich ihre Kräfte nicht, was lag ihr denn am Leben ohne Gert? So war mehr als ein Jahr seit der Todesnachricht vergangen, als Marianne unten in der Krim ein Brief ihres Vaters erreichte. Mariannes junger Bruder,' der achtzehnjährige Henning, war bei feinem ersten Einsatz in Afrika gefallen. Wenig Worte machte der Vater, er fand kein Wort der Klage, er bat auch nicht um Mariannes Rückkehr, er schrieb nur, daß ihm das Herzleiden der Mutter Sorge mache, und was aus Budlaken, dem Gut, werden sollte, nun, da Henning tot sei, wüßte er auch nicht ... Marianne sann noch. Sie faß im Schein des Nachtlichtes unb wachte bei einem jungen Verwundeten. Er stammte auch aus Ostpreußen, aber er würde die Heimat nie wieder sehen ... Er sprach in seinen Phantasien van einem Strom, an dem er roobnte — es muß wohl die Memel sein, überlegte Marianne, der Fluß, in dessen Nähe auch ihr Budlaken lag, und sie fing an, rückwärts zu blicken und dem Kranken mit leiser Stimme von der Heimreise zu erzählen: „Es fährt eine Bahn durch weites, weites Land, die nennt man den „rasenden Littauer", aber bann muß man umsteigen in ein Bimmelbähnchen ... wie mühsam das durch den Schnee pufft ... Und da rft eine kleine Wellblechbube mit der Ueberschrift Budlaken, dort steigen wir aus. Ein Schlitten hält da. mit jungen Stuten bespannt unb mit einem sehr alten Kutscher auf dem Bock, es ist der Petti- kat, der einen schon als Zweijährige hoch aufs Pferd gefetzt hat. Er spricht wenig, aber an seinem breiten Lachen, das über das ganze Gesicht geht, merkt man, daß er sich freut. Und man fährt los, unb der Schnee stiebt auf, unb es ist, als ginge es geradewegs in den goldenen Abendhimmel hinein. Aus dem Schnee tauchen Gehöfte auf, geduckt unter einer viel zu schweren weißen Last. Und bann kommt der Gutshof. Uralte Linden stehen kahl davor und heben doch gütig schirmend die Aeste um das langgestreckte alte Haus. Der Schlitten hält, unb die Haustüre geht auf, die schwarzen Dackel blaffen unb sind toll vor Freude ... Alls des Vaters Zimmer fällt ein Lichtschimmer, und die Tür geht auf: ,Da bist du, Kind<, sagt der Vater, als wäre man nie fortgeroefen ober als hätte er immer da gestanden auf der ßinbenterraffe und auf einen gewartet. Aber er ist so alt geworden. Und die Mutter kommt da eilig herzu, so klein und zart, den grauen Schal um die Schultern. .Willkommen zu Hause', sagt sie, und es ist, als hätte sie einen niemals entlassen aus diesem Zuhause ihres Herzens, mochte man sich auch noch so sehr dagegen wehren, weil alles so wund in einem war ..." Der junge Verwundete hörte von Vater und Mutter sprechen, unb fein gequältes Gesicht wurde merkwürdig ruhig. „Zu Hause — zu Haufe", wiederholte er, ja er lächelte ein wenig. „Die Mutter war- tet schon, und der Vater steht an der Tür." Sacht strich Marianne ihm das feuchte Haar aus der Stirn. „Jo, sie warten", sagte sie, „und niemals mehr lassen wir sie vergeblich warten, wir kommen ..." Der Verwundete sah empor, ihm rauschte der Fluß der Heimat, und die Eltern riefen ihn. Er starb friedlich. Bald darauf reichte Marianne Urlaub ein unb reifte nach Haufe. Und es war ganz so, wie sie es dem jungen Sterbenden geschildert hatte. Der Schlitten mit dem schweigsamen Petri tat auf dem Bock stand an der Station, und bann kam die rasche Fahrt burch den stäubenden Schnee, und bas alte Guts- haus taucht auf gegen den goldenen Abendhimmel. Die Türen öffneten sich, und die Eltern standen vor Marianne im warmen Lichtschein, aus ihren guten Auaen strahlte die Wiedersehensfreude. „Kind, Kind", sagte die Mutter und nahm Mariannes Gesicht in ihre weichen Hände, „wie schmal du geworden bift!* Als sie allein mit dem Vater war, fragte « zögernd: „Wie lange hast du denn Urlaub? ÄH brauch dich nämlich sehr nötig hier. Der Inspektor ist eingezogen ..." ,Lch habe vier Wochen Urlaub', antwortete Marianne zögernd. Dabei blieb es vorläufig. Sie sah sich in den nächsten Tagen in der Heimat um. Die Schwesterntracht hatte sie mit einem ländlichen Kleid, kurzem Rock, Pelzjacke und Wasserstiefels, vertauscht. Sie war viel im Freien. Sie ging in die Ställe, fuhr in den Wald und in die Nachbarschaft. Es war« ihr wohl sehr einsam in Budlaken geworden, hättr sie nicht dort drüben ihren alten Spielkameraden Jürgen getroffen. Das war so eine Kinderfreundschaft zwischen ihm. und Marianne gewesen, beginnend mit Raufe? reien unb dummen Streichen unb schließlich be' Jürgen njit einer leidenschaftlichen Verliebtheit en.- benb. Marianne hatte damals über den Jungen gelacht unb sich mit dem erheblich älteren Gert oer lobt unb verheiratet. Jetzt tat es ihr aber wohl, mü Jürgen über die gemeinsame Kindheit zu spreche» unb ihm von ihren Kriegserlebnissen zu erzähle» Auch wollte si« viel Rat auf dem Gebiet der ßan&' wirtschaft von ihm, dem Erfahrenen, haben. Seit- dem Henning nicht mehr war, hiett Budlaken fit fest. Dieser Heimatboden war ihr nun ebenso fehl Vaterland, um unb für bas gekämpft werden mußte wie das zu Schützende und Pflegende draußen a» der Front. Und als ber Vorfrühling kam, die wilde» Schwäne mit schimmernden Flügeln unb scharfef» Schrei über das Land zogen. Die Birken rötliÄ schimmerten, der Schnee schmolz unb die Ferne vorweichem Blau war, löste sich auch Mariannes Her^ die Erstarrung wich, sie fühlte, daß sie nicht langes entwurzelt sei, daß sie fest in ber Heimat ftarv unb eine Ausgabe für die Zukunft hatte, m Treu^ und im Gedächtnis für ihren unb für alle <9ef* lenen ... ligeide des Prüfungsausschusses holt selbst die Gut- chten ein, er kann auch auf anderen Wegen Fest. Kettungen über den Bewerber treffen. Bei der Prü- jng wird besonderer Wert auf die geistige Reife, leschulte Denk- und Urteilsfähigkeit, Verständnis Ur die geistige Fragen und Gewandtheit im Ge- iiauch der deutschen Sprache gelegt. Bewerber, die |ie Begabtenprüfung bestanden haben, werden vom fieichsstudentenwerk für ihr Studium beraten. Kunst und Wissenschaft. Rudolf Dietz. Am 22. Februar gedenken wir des 80. GÄmrts- fgs des vor zwei Lttonaten verstorbenen nassaui- jti en Heimatdichters Rudolf Dietz, der in Naurod 05 Sohn eines Lehrers geboren wurde. 1883 wurde c: nach dem Besuch des Ufinger Seminars Lehrer h Freiendiez, von wo man chn 1898 nach Wies- b/bcn berief. Hier wurde er später Konrektor. Rachem Rudolf Dietz durch verschiedene hochdeutsche Leder und Gedichte bekannt geworden war, wandte c: sich der mundartlichen Dichtung zu. Hier kamen sein hmor und seine Liebe zur Heimat recht zum Aus- ftatet Zahlreiche Ehrungen hat man dem Dichter ziteil werden lassen, und manch heitere Anekdote I «zählt man sich von dem Verstorbenen, der mit äffendem Witz manches Vorkommnis gut zu cha- rktsrisieren wußte. Davon legen auch die, vielen prfe, die er Freunden und Bekannten widmete, i ^ugnis ab. Ein frühes Derk Albrecht Dürers. I Zn der Burg Rheinstein gegenüber Aßmcmns- »Men fand der Restaurator Hampke aus Schleswig liiie schon sehr beschädigte Silberstiftzeichnung, die |iud) der Wiederherstellung die Jahreszahl 1486 und Iks Signum Dürers aufwies. Das Blatt zeigt ein [Slbnis des alten Dürer, des Goldschmieds, das der pt)n also mit fünfzehn Jahren fertigte, ehe er hei prdjael Wohlgemut in die Lehre ging. In der löiener Albertina liegt ein gleiches Blatt, allerdings pne Signatur. Das im Besitz Waldemars Prinzen |itn Preußen gefundene Stück scheint, nach den Be- Whten, klarer, auch weniger scharf und kupferstich- kig durchgezeichnet zu sein als das in Wien. Slück auf, Renate! Roman von Ernst Grau. i. »So ... das wäre also erledigt. Haben Sie sonst PÄ etwas auf dem Herzen, Terbrüggen? meinte Silier Hammerkott und sah auf die Armbanduhr, v-hrend er sich gleichzeitig mit rascher Bewegung ss>ob. I Direktor Terbrüggen, ein etwas untersetzter Minn Mitte der Vierziger, in seinem Aeußeren '•hc gepflegt, strich noch einmal wie liebkosend über vor ihm liegende Papier, das er soeben mir inneren Frohlocken aus der Hand seines 'Ms entgegengenommen hatte. Dann stand er falls auf. Mein ... jedenfalls nichts von Bedeutung, Herr EÖimmertott. Es geht ja alles seinen gewohnten scmg. Nur dieser junge Ingenieur drüben „m kracht III macht mir allerhand Schwierigkeiten, s kalter Hammerkott winkte nervös ab. ' Dieser ... wie hieß er doch — Doktor Hel- nzrath, nicht wahr? Ich sprach ihn vorhin ganz Whtig, es hat da wohl auf Schacht III einen kleinen f^all gegeben? Aber verschonen Sie mich nur mit Mei Kleinigkeiten, Terbrüggen. Uebrigens gibt ;i)ien ja auch die neue Vollmacht genügend freie Benfe, um entsprechend durchzugreifen, u^nn es uÄivendig sein sollte. Besonders, wenn biejer 5)ei’ 4^irath den Unfall etwa verschuldet hat." | .'Gewiß." .-Hammerkott ging zur Tür/ Seine aufgereare portfigur stach gegen die kleine des anderen vor- rötoft ab. —. | .Älso dann auf Wiedersehen. Und drucken «ie den Daumen, Terbrüggen", fügte er lachem) I^Su, indem er dem Direktor die Hand reichte. Der 70. Geburlskag Professor Klapps. Den Direktor der Chirurgischen Klinik der Univer- flöt Marburg Professor Dr. Rudolf Klapp feierten dt seinem 70. Geburtstage Partei, Wehrmacht, Staat und Wissenschaft in einer schlichten Feierstunde. Bauleiter Staatsrat Weinrich überbrachte die ^om Führer verliehene Goethe-Medaille und für -en Gau Kurhessen ein künstlerisches Bildwerk. Die Medizinische Fakultät der Philipps-Universität er- lannte Professor Klapp zum Ehrendoktorder lahnheil künde. Der Rektor Professor Dr. Meinhardt überbrachte die Glückwünsche des feichsministers Rust. Generalstabsarzt Dr. Remus staffel) würdigte Klapps Verdienste um die Kriegs- cirurgie, Professor Dr. Schmieden (Frankfurt) Mnc wissenschaftliche Arbeit. Den Glüwunsch des / feichsgesundheitsführers übermittelte Gaugesund- lntsführer Dr. Reinhardt mit den Segenswün- hen der kurhessifchen Aerzteschaft. Die Stadt Mar- birg ehrte ihren Mitbürger mit der silbernen Ge- tznkmünze der Stadt. Als Sprecher der ehemaligen (-chüler Klapps überbrachte Professor Dr. W i ed- top f (Wiesbaden) eine Festschrift und eine Büste les Jubilars. Kreisleiter K r a w i e l i tz k y über« pachte namens des Deutschen Roten Kreuzes eine Menmedaille. Hochfchulnachrichlen. Im Alter von 66 Jahren starb der o. Professor ir Geologie an der Reichsun-ioersität Straßburg, )r. Otto W i l ck e n s. In Bremen geboren, studierte c in Straßburg, Berlin, Heidelberg und Freiburg, ro er sich 1905 habilitierte. 1907 siedelte er nach fiann über. Don 1913 bis zur Aushebung der Kai- fc-Wilhelms-Universität durch die Franzosen war v als Ordinarius in Straßburg. An der Universität *:onn erhielt er einen Lehrauftrag für Geologie lr Rheinlande. 1942 wurde er an die Reichsuni- irsität Straßburg berufen. Seine wissenschaftliche Tätigkeit umfaßte auch die Geologie der Südpolar- :nber, Südamerikas und Neuseelands. Seit 1910 tnr er Redakteur der „Geologischen Rundschau" und Herausgeber des „Handbuches der regionalen Geo- lgie". — Der emer. Ordinarius für Zoologie an der , flnioerfität Berlin, Prof. Dr. Richard Hesse, voll- 1 "r.hete sein 75. Lebensjahr.Lesse wurde in Nordhau- | in geboren, studierte in Tübingen und Halle, ha- Hitterte sich 1894 in Tübingep, erhielt 1903 einen Lehrauftrag für Forstschutz, wurde 1909 Professor tr Zoologie an der Landwirtschaftlichen Hochschule • ^rlin, siedelte fünf Jahre später an die Untversi- i t!t Bonn über und wurde 1926 Nachfolger K. Hei« | drs in Berlin, wo er bis 1036 wirkte. Seine Ar- | t-iten betreffen besonders die Sinnesorgane der |l ^rre. Aus -er Stadt Gießen. An der Schwell! des Vorfrühlings. Der deutsche Volksmund redet von „Lostagen" und meint damit solche Kalendertage, aus deren klimatischer Beschaffenheit man Schlüsse auf die kommende Witterung und oft auch auf den aus ihr sich ergebenden Ernteertrag zieht. Das Wort kommt vom althochdeutschen „liozan", das Los werfen, orakeln, wahrsagen, her, und diese Wetter- und Zu- kunftsorakel begründen sich zumeist auf altüberlieferte Beobachtung und daraus resultierende Erfahrung. Einer der auch in der Stadt bekanntesten Lostage ist der „Siebenschläfer", aber es gibt im bäuerlichen Lebenskreise weit wichtigere Tage von orakelhafter und prophetischer Vorbedeutung. Ein solcher ist der 24. Februar, der im Kalender den Namen Matthias trägt. Daß er so stark beachtet wird, dürfte sich daraus erklären, daß er — genau Zwei Monate nach Weihnachten liegend — zumal in Süddeutschland, bereits an der Schwelle des Vorfrühlings zu liegen pflegt, also auf sein klimatisches Verhalten begreiflicherweise gewisser Wert gelegt wird. In Oberdonau sagt man: „Mattheis bricht's Eis; hat er koans, so macht er oans!" Das bedeutet, daß mit dem Matthiastage der Winter merklich zu Ende geht oder nach unwinterlichen Wochen jetzt Rückfälle einzutreten pflegen, eine oft bestätigte Erfahrung, die aber nicht jedesmal zutreffen muß. In Mitteldeutschland sagt man: „An St. Mattheis geht kein Fuchs mehr übers Eis", und anderswo reimt der Volksmund: „An Sankt Mattheis trinkt die Lerche aus'm Gleis"; gemeint sind die Fahrrinnen der nunmehr aufgetauten Landstraßen. Aber anderen- falls sagt man: „Wenn es in der Matthiasnacht friert, so bleibt der Frost noch vier Wochen", Dies „Entweder — oder" der Wetterprophetie findet deutlichen Ausdruck auch in dem Sprichwort der Lausitz: „Matthias schließt die Erde auf oder zu." In Westfalen sagt man, der milderen Lage Westdeutschlands entsprechend: „Matchis werpt eenen heeten Steen in't Js." Wo aber der 24. Februar rauh ist, gilt er als Verkünder eines schönen Lenzes: „Wenn das Eis an Matthias kracht, strahlt das Frühjahr in goldener Pracht". Immerhin sind die Vorzeichen des Jahreszeitwechsels schon deutlich genug. „Matthiasschnee hält nit meh", sagt man in Schwaben, und in Pommern meint man scherzhaft: „Matthias bringt etwas Neues, und sollte es nur ein Gänseei fein"; denn nun fängt das Geflügel wieder besser zu legen an. Bemerkenswert für die Stellung des Lostages im deutschen Volkstum ist es, daß man erzählt, zu mitternächtiger Stunde werde Wasser zu Wein; auch kann man in dieser geheimnisvollen Nacht Geister umgehen sehen und Schätze heben, Sonderlichkeiten, die sonst nur „hohen Zeiten" des Jahres zugeschrieben werden, z. B. der Weihnacht, dem Johannistage und der Pfingstzeit. Verdunkelungszeit: 18. Februar von 18.39 bis 7.03 Uhr. Professor ©r. Ernst Günther 70 Lahre alt. Der emeritierte plänmäßige außerordentliche Pro, feffor für Volkswirtscha ftslehre an der Universität Gießen, Dr. Ernst Günther, vollendet am kommenden Samstag. 20. Februar, fein 70. Lebensjahr. Professor Dr. G'ün the r stammt aus Greiz. Jahrelang war er zunächst technischer Leiter einer Papier - fabrif, die seine Eltern schon besessen hatten, und erst nach dieser langen Tätigkeit in der Industrie begann er sein Studium der Nationalökonomie bei Schmoller in Berlin. Im Jahre 1915 habilitierte er sich in Gießen, wo er 1920 zum außerplanmäßigen und 1923 zum planmäßigen Extraordinarius und Mitfeirektor des Staatswissenschaftlichen Seminars ernannt wurde. Am 1. November 1933 trat er auf eigenen Antrag unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten langjährigen ausgezeichneten Dienste in den Ruhestand. Zahlreiche größere und kleinere Arbeiten des Gelehrten betreffen vor allem finanz- und sozialpolitische Fragen, die er 1930 in einer Arbeit „Sozialpolitik" zusammengefaßt hat. Dem Jubilar gelten unsere herzlichen Glückwünsche. Die Sprachkurse her ASS. ,Krost durch Freude«. In den von der Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude" auch im vergangenen Winterhalbjahr durchgeführten Sprachkursen herrschte reges Leben. Es liefen 12 Kurse in 7 Sprachen mit einer Eesamtbesucherzahl von 118- Personen. Die von tüchtigen Fachkräften geleiteten Kurse haben sich ständig wachsender Beliebheit erfreut Unter den Teilnehmern befanden sich nicht nur solche aus Gießen, sondern auch Teilnehmer aus Heuchelheim, ,Hch werd's diesmal bestimmt nötig haben. Bis zu dem großen Tag auf der Berliner Avus sind es nur noch knappe acht Tage. Und ein paar sehr gewichtige internationale Namen stehen uns da gegenüber. Da heißt es, die Ohren steif halten rnb jede Stunde zum Training ausnutzen. Die Wetteraussichten sind auch nicht sehr günstig. Doch von alledem verstehen Sie ja wohl nichts ... , lachte er erneut auf. Wenige Minuten später saß Walter Hammerkott wieder am Steuer seines großen Tourenwagens und ließ die Hebel spielen. Langsam, mit gebändigter Kraft fuhr die schwere Maschine durch das hohe, steinerne Tor der Zeche Hammerkott, un draußen auf der freien Straße sofort in das gewohnte rasche Tempo zu fallen. Tefbrüaqen stand am Fenster fees Privatkontors und sah ihm nach. Die davotbefliffene Miene war gewichen. Er lächelte still in sich hinein. Wieder einen Schritt vorwärts, dachte er befriedigt. Es war doch wirklich ein ganz unvorstellbares Glück, gerade diesen Walter Hammerkott zum Chef zu haben. Denn Walter Hammerkott war ein Mann, der in den Augen seines Direkto-s ein rechter Narr war. Der nur Sinn hatte für seine Motoren, Rennmaschinen und Rekorde, und der sich von dieser Neigung auch nicht hatte abbringen lassen, als ihm durch den plötzlichen Tod des Bruders die Zeche Hammerkott mit ihren gewaltigen Kohlenlagern und riesigen Maschinenanlaaen als Erbe zuaemllen war. Ein Mann, der die Mitte der Vierzig schon längst überschritten hatte und sich noch immer lieber als den bekannten und enolm:eichen Renniahrer feiern ließ, als sich um das Werk zu kümmern, das sein Vater in einem Menschenalter voll harter Arbeit aufgebaut hatte. Walter Hammerkott genügte es vollkommen, seinen Besitz in guten Händen zu wissen und die Summen zur Ver- fügung zu haben, die fein kostspieliaer Sport und sein unstetes Leben verschlangen. Er dachte nicht daran, sich hierher zurückzuziehen. wo er sicherlich ein ruhigeres Leben gehabt hätte als auf seinen Der •ix: ille zum gegenseitigen Helfen. Wie wirkt sich die Tlachvarschastshilfe im Dorfe aus? NSG. Wir unterhielten uns kürzlich mit dem Ortsbauernführer und einigen Bauern eines- Dorfes in unserem Gau, in dem die Nachbarschaftshilfe vorbildlich durchgeführt wird, über die Möglichkeit zur Bewältigung der in diesem Jahr durch vermehrte Embe- rufungen noch größer gewordenen Ausgaben in der Landwirtschaft. Wenn seither — so hieß es — die Anforderungen bis an die Grenze des Möglichen gegangen feien, so ist die Lage gegenwärtig wesentlich angespannter. Das Land habe bis jetzt nur die nötigsten Reserven zurückbehalten, z. B. einmal einen Schlepperführer oder in ganz seltenen Fällen einen Betriebssichrer, dem die Füyrung mehrerer Betriebe oblag, so daß heute, nachdem auch diese letzten Kräfte heraus- gezogen würden, hier und da große Lücken auszufüllen sind. Die Verordnung des Reichsmarschalls vom 7. März 1942 über den Einsatz zusätzlicher Arbeitskräfte für die Ernährungssicherung des deutschen Volkes bilde auch in diesem Jahr die Grundlage für den zusätzlichen Arbeitseinsatz und damit die Gewißheit, die Situation zu meistern. Die Praxis lehre nun — so wurde des weiteren betont —, daß zwei größere Betriebe zusammenzukoppeln und die Führung davon zu übernehmen leichter sei, als neben einem kleinen Betrieb einen weiteren Hof mitzuführen, denn in letzterem Falle fehle ja dort mit dem Betriebsführer zugleich die Hauptarbeitskraft. In Höfen, wo noch ein alter Bauer lebe, oder ein aus der Schule entlassener Sohn da fei, könnte man oft durch einen Rat bei der Arbeits- und Betriebsplanung, bei der Aufstellung des Anbauplanes, des Düngeroerteilungs- planes, in geschäftlichen, finanziellen und amllichen Angelegenheiten helfen. Jedoch auf Höfen, wo die Frau allein stehe, mitunter auch die nötige Disziplin bei fremdländischen Arbeitskräften aufrechtzuerhalten ist, sei es nicht immer leicht. Vor allen Dingen, so führte der Ortsbauernführer -aus, habe er beispielsweise schon in feen vergangenen Jahren dafür gesorgt, daß zur notwendigen Zeit die Arbeitsspitzen dieser Art gebrochen wurden, und zwar dadurch, daß die Arbeitskräfte von Betrieben, die mit ihrer Arbeitsspitze, z. B. Frühjahrsbestellung oder Fruchternte, schon fertig waren, zuerst auf jenen Höfen eingesetzt wurden, die noch nicht so weit waren, ehe sie im eigenen Betrieb Weiterarbeiten durften. Diese Methode habe sich als gut erwiesen und werde entsprechend weiter beibehalten werden. Die Nachbarschaftshilfe durch Ausleihen von Gespannen pber Maschinen oder auch durch Austausch habe sich ebenfalls bewährt. So haben sich Feldnach- baiii, die ihre Grundstücke nebeneinander liegen ha den, die Arbeit gegenseitig so vereinfacht, daß der eine beide Felder pflügte und dadurch den Aufwand an Zeit für die Wege des anderen Gespannes einsparte, das in der Zwischenzeit eine gemeinsame Fuhre erledigte. Kleinste Betriebe verfügten feiten über eine Sämaschine. Oft könne ein kleinerer Acker von dem Bauern, der das angrenzende Feld innebat, mitbe- wirtschaftet und mitgesät werden, während die Ar- beitsfräfte des kleineren Betriebes auf dem größeren Bauernhof eingesetzt seien. Im Herbst bei der Kartoffelernte fei der Kartoffelroder reihum gegangen. Diele Bauern hätten ihre Kartoffeln gepeinfam ausgemacht. „Kannst du mir heute einmal mit deinem Gespann aushelfen? Meine Kinder helfen dir auch beim Kartoffelnauslesen!" Wir kamen immer wieder zu dem gleichen Schluß: Die Nachbarschaftshilfe läßt sich nur auf Bereitschaft zu gegenseitiger Hilfe schnell und sicher aufbauen. Sie muß in den Dörfern ebenso selbst verständlich werden wie die gegenteilige Hilfeleistung von Verwandten und Freunden untereinander. Aller kleinliche Hader und Zwist, die zwischen manchen Familien herrschen, müssen vernünftiger Einsicht weichen. In Anbetracht der Gefahr, gegen die unsere Soldaten Frau und Kind, Haus und Hof verteidigen, dürfen wir selbst unter größter Arbettslast feem Nachbarn unsere Hilfe nicht versagen. Daubringen, Annerod, Bieber, Lich, Großen-Linden, Lang-Göns, Leihgestern, Staufenberg, Treis, Burgsolms, Nidda, Laubach und Weilburg. Im April beginnend sind neue Kurse ausgeschrieben, darunter erstmalig auf Wunsch einer für Arabisch, dessen Leiter lange Zeit in arabischen Ländern wissenschaftlich tätig war. Alle seitherigen Kurse werden weitergeführt. Es gibt sich schon heute lebhafte Nachfrage durch Neuamneldungen kund, darunter solche sogar aus 6er Gegend von Limburg. Alles Nähere ist aus den Plakaten und den Anzeigen in den Tageszeitungen zu entnehmen. Aufruf zum Arbeitseinsatz. Der Leiter fees Arbeitsamtes Gießen veröffentlicht in unserem heutigen Blatte einen Aufruf zur Vorlage des Meldebogens für feie zum Arbeitseinsatz meldepflichtig gewordenen Personen. Die Meldebogen müssen bis zum 25. Februar dem Arbeitsamt oder feinen Nebenstellen eingesandt werden. Weiteres in feer Be kann im achung. Lichtspielhaus: »Ihr erste« Rendezvous^. „Einmal im Jahr" hieß der anmutige Film, in dem sich die französische Schauspielerin Danielle D a r r i e u x dem deutschen Publikum vorstellte, und der vor kurzem auch in Gießen gezeigt wurde. „Ihr erstes Rendezvous" ist eine Produktion-der gleichen Firma (Continental) in deutscher Sprache und wieder mit der Darrieux in der Hauptrolle. „Einmal im Jahr" erzählte auf eine heiter beschwingte und phantasievolle Weise die lustspielhasten Abenteuer einer Pariser Schauspielerin in der Silvesternacht. Das „erste Rendezvous" ist die Geschichte eines blutjungen Waisenhausmädchens, das eines Tages aus ihrem streng bewachten Institut ausbricht, um sich, in die Freiheit gelockt von der Lektüre eines schwärmerischen Zeitungsittferates, zu einem ersten Stelldichein zu begeben. Das gelingt ihr mit vieler Lift und Mühe, aber statt des erwarteten jungen Herrn Pierre findet das ahnungslose Fräulein Micheline einen minder ansehnlichen älteren Lehrer im Cas6 vor, der sie einigermaßen väterlich in Empfang nimmt. Wie Micheline aus dem Waisenhaus, in ein feudales Gymnasium gerät, was ihr dort zuftößt, wie sie Pi-rre fennenlernt mit ihm ihr mißlungenes erstes Rendezvous nachholt, wie sie ins Waisenhaus zurückgebracht und zum guten Schluß endgültig daraus befreit wird und mit Pierre davonfährt, das macht den weiteren Inhalt des von Henri D e c o i n geschriebenen und in Szene gesetzten Films aus. halsbrecherischen Fahrten auf feen Rennbahnen aller möglicher Herren Länder. Terbrüggen trat kopfschüttelnd vom Fenster zurück. Seinem ausgeprägten Geschäftssinn, seinem nach unumschränkter Macht verlangenden Geltungsbedürfnis waren solche Ydeen ftemd. Davon verstand er wirklich nichts, wie Hammerkott ganz richtig bemerkt hatte. Aber deshalb konnte ihm ein solcher Chef nur recht fein. Mit der neuen Generalvollmacht, feie Hammerkott eben beim Notar unterzeichnet hatte, konnte er sich hier schon immer als Herr fühlen. Und wer weiß — wer konnte in die Zukunft sehen — vielleicht war die Zeit nicht mehr fern, wo er auch ohne eine solche Vollmacht hier regieren konnte Hammerkott war Witwer. Renate Hammerkott, die jetzt in Berlin Chemie studierte, war feine einzige Tochter und damit zugleich die Alleinerbin der Zeche Hammerkott. Zwar hatte Hammerkott die Absicht Geäußert, sich demnächst wieder zu verloben. Wie es hieß, mit der Witwe eines höheren Beamten, die, wie Terbrüggen aus den sofort einaswgenen Erkundigungen wußt< außer ihrer Witwenpension nicht mehr viel besaß, als einen neunzehnjährigen Sohn. Es war also immerhin mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die fünftige Frau Hammerkott versuchen würde, diesen Sohn an der Erbschaft zu beteiligen. Nun, er, Terbrüggen, würbe schon auf feer Hut fein. Er spielte sein eigenes Srnel; es ging um einen lohvnden Einsatz, und er mürbe sich so leicht von niemandem in die Karten sehen lassen. Zunächst wollte er einmal diesen Doktor Hellingr-ath aus dem Hause schaffen, der ein wenig zu felbstherrisch auftrat und absolut keinen Respekt vor ihm haben wollte. Er nahm den Hörer des Werktelephons zur Hand und drückte auf einen der vielen Knöpfe des Apparates. „Terbrüggen! Wer —? Schachtmeister Giese? Gut — veranlassen Sie bitte, daß Doktor Hellingrath sofort zu mir kommt — wie —? Dann mästen Sie ibn eben suchen, aber sofort — ich bitte darum!" Danielle Darrieux, jung, hübsch, mit großen, staunenden Augen, schüchtern, hilflos und ahnungslos, spielt die Micheline; gernartb Ledoux, Jean Tissier und Louis Jourdan haben feie wichtigsten Männerrollen. Im ganzen wirkt dieser Film nicht so einheitlich in feer Erfindung und im Dar- ^hellungsstil rote „Einmal im Jahr": er schwankt zwischen romantischen und stellenweise fast possenhaft grotesken Elementen; das Publikum hält sich vorwiegend, an die unbestreitbar heiteren Situationen. Wie neulich sind aber auch hier feie Schwierigkeiten und kaum oermeidbaren Unzulänglichkeiten der Synchronisatton zu berücksichtigen, die, vor allem was die Sprachmelodie und das Sprechtempo angeht, nur einen ungefähren Eindruck vom Original vermitteln können. — Im Beiprogramm sieht man die neue Wochenschau und einen interessanten Kulturfilm vom Burgenland. Hans Thyriot. Ersatz-Keller auf Reichskosten. Gelegentlich der Sicherung von Luftschutzräumen für die Hausgemeinschaften hat mancher Mieter seinen Kellerraum abtreten müssen. Nicht immer ist es möglich, entsprechenden Ersatz zu beschaffen. Das Reich, das die Luftfchutzkosten weitgehend erstattet, ist auch hier bereit, großzügig für Abhilfe zu sorgen. Das ergibt sich aus einem Einzelfall, wo es wegen Benutzung eines Kellerraumes als Luftschukraum ebenfalls nicht mehr möglich war, allen Mietern einen kleinen Kellerverschlag zuzuweisen. Der Hauseigentümer ließ darauf im Hose einen kleinen Schuppen in einfachster Ausführung errichten. Der Schuppen bient zur Unterbringung von Vorräten, die früher üblicherweise in Kellerräumen gelagert werden konnten. Infolge des Baues dieses Schuppens konnten wieder alle Mieter einen Platz für Koblen, Vorräte ufw. zugewiefen erhalten. Wie aus dem Reichsfinanzministerium mitgeteilt wird, sind die Kosten für den Bau des Schuppens von der Reichskasse im Rahmen der Uebemahme der Luftschutzauf- wendunaen durch das Reich zu erstatten. Weiter wird zu dieser Frage aus dem Reichsfinanzministe'- rium in der „Deutschen Steuerzeitung" noch klar- gestellt: Ein Hauseigentümer war durch die Orts- Seufe beginnt unser neuer Vornan Glück aus, Renale! Don Ernst Grau Das Geräusch der hinter ihm ins Schloß fallenden Tür ließ chn das Gespräch beenden. „Nanu — warum denn so eilig?" Terbrüggen blickte ärgerlich auf, während er den Hörer wieder auf die Gabel zurücklegte. Ohne sonderliche Freude sah er in das lächelnde Gesicht feines Privatsekretärs Karl Meinders, der eben eingetreten war und sich ihm lästig gegenüberfetzte. „Nun — das hat ja diesmal offenbar ganz famos geklappt"» nickte Meinders gutgelaunt und nahm mit Interesse die auf dem Tisch liegende Vollmacht zur Hand. „Sieh mal an — hm — alles in bester Ordnung — ich glaube, da darf man wirklich gratulieren." Sonderbarerweise schien Terbrüggen die so wenig respektvolle Redeweise seines Sekretärs ganz in Ordnung zu finden. „Geben Sie schon her, Meinders", rief er nur ungeduldig und riß mit unwilliger Geste das Papier wieder an sich. ,^ch habe, weiß Gott, lange genug warten rtiüffen, bis sich Hammerkott endlich dazu entschloß. Es wird auch höchste - Zeit, daß einige Gesichter hier verschwinden, die mir nicht mehr recht zusagen." Meinders entging nicht der feindselige Blick, der ihn bei diesen Worten traf. „Zum Beispiel das meine", warf er trocken ein. „Ich kann mir übrigens sehr gut vorstellen, daß Ihnen meine Nase nicht besonders oefällt." Terbrüggen warf sich in seinen Stuhl und trommelte mürrisch auf der Tischplatte. Diese täglichen Malicen wurden geradezu unerträglich. „Reden Sie doch keine Torheiten. Meinders. Was hat das alles für einen Zweck? So wie wir zueinander stehen, wissen Sie doch ganz gut, daß ich Sie nicht entbehren kann. Aber da ist zunächst dieser Hellingrath, der mir mit der Zeit reichlich auf die Nerven gefallen ist, und den ich mir sobald als möälich vom Halse schäften werde. Sein Vertrag läuft ohnedies in den nächsten Monaten ab," (Fortsetzung folgt) Tüchtiges Zimmer- Mädchen sofort ges. [oio64 Einstellung Über das Arbeitsamt. Hotel Schütz. Die Deutsche Arbeitsfront Wer verkauft 1.. . . | Tüchtiges I Mädchen Statt Karten! im Februar 1948 01065/ Gießen Hitlerwall 27 und sprang dem Kinde in das Wasser nach. Seinem umsichtigen und energischen Verhalten gelang es, das Kind zu erfassen und vom Tode des Ertrinkens zu retten. Dem wackeren Jungen, der die Klasse 4a der Langemarck-Schule in Gießen besucht, wurde nun dieser Tage von dem Leiter der Schule, Oberstudiendirektor Angelberger, vor versammelter Schulgemeinde mit warmen Worten der Anerkennung eine vom Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger übermittelte Urkunde mit lobender Anerkennung und eine Belohnung überreicht und der wackere Junge seinen Kameraden als leuchtendes Vorbild für Opferbereitschaft und Tatkraft vor Augen gestellt. Oeffentliche Aufforderung zur Abgabe der Erklärungen für die Einkommensteuer, Gewinnsest- stellung, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer 1942 und für die Gewerbesteuer 1943. Die Erklärungen für die Einkommensteuer, Gewinnfeststellung, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer 1942 und für die Gewerbesteuer 1943 sind spätestens am 31. März 1943 unter Benutzung der borgeschrkevenen Vordrucke wie folgt abzugeben: I, Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Einkommensteuer sind verpflichtet: A. Unbeschränkt Einkommeusteuerpflichtigr 1. wenn ihr Einkommen ganz oder teilweise aus Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Achett bestanden hat und der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusses zu ermitteln war oder ermittelt worden ist, oder r. wenn das Einkommen mehr als 1000 Reichsmark betragen hat und darin Einkünfte von mehr yls 300 Reichsmark enthalten sind, von denen ein Steuerabzug nicht vorgenommen worden ist, oder 3. wenn in dem Einkommen kapitalertragsteuerpfltchtige Einkünfte von mehr als 1000 Reichsmark enthalten sind, und der Steuerpflichtige für den Beranlagungszeitraum in die Steuergruppe I oder II fallt, oder 4. wenn daS Einkommen mehr als 8000 Reichsmark betragen hat. B. Beschränkt Einkommenstenerpslichtige L wenn ihre inländischen Einkünfte ganz oder teilweise aus Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, auS Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Arbeit bestanden haben und der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusses zu ermitteln war oder ermittelt worden ist, oder 2. wenn die gesamten inländischen Einkünfte nach Abzug der Einkünfte, von denen ein Steuerabzug vorgenommen worden ist, mehr als 300 Reichsmark betragen haben. Der Ehemann hat in seiner Steuererklärung auch die Einkünfte seiner Ehefrau anzugeüen, die bet der Zusammenveranlagung mit seinen Einkünften zusammenzurechnen sind. Das gilt nicht für die Einkünfte auL nichtselbständiger Arbeit, die die Eheftau in einem dem Ehemann fremden Betrieb bezogen hat. Die Ehegatten werden zusammen veranlagt, solange beide unbeschränkt steuerpflichftg sind und nicht dauernd getrennt leben, wenn diese Voraussetzungen mindestens vier Monate in dem abgelaufenen Kalenderjahr bestanden haben. Der .Haushallsvorstand bat in seiner Steuererklärung auch die Einkünfte der Kinder und anderen Angehörigen anzugeben, die bet künste, und zwar: 1. Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktten, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Kvlonialgesellschaf- ten, bergrechlliche Gewerkschaften); 9. Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, jedoch mit Ausnahme der Kleinstgcnossentchasten; 8. Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit: 4. sonstige juristische Personen des privaten Rechts; 5. nichtrechtsfähige Verelns, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckvermögen; 8. Betriebe gewerblicher Art von Körperschaften des öffentlichen Rechts, insbesondere die öffenllichen Versorgungsbetriebe. B. Beschränkt steuerpflichtige Körperschaften über die inländischen Eilttünfte, und zwar: L Körperschaften, Personenvereinigungen und Bermögensmassen, die weder ihre Geschäftsleitung noch ihren Sitz im Inland haben; 2. Körperschaften, Personenveretnigungen und BermögenSmassen, die nicht unbeschränkt steuerpflichtig sind. C. Alle Körperschaften, Personenveretnigungen und Berniögensmassen: 1. beim Wegfall der Steuerpflicht, 8. beim Uebergang von der beschränkten zur unbeschränkten und beim Uebergang voa der unbeschränkten zur beschränkten Steuerpflicht. IV. .Zur Abgabe einer Steuerecklärung für die Gewerbesteuer lind verpflichte^ der Zusammenveranlagung mit seinen Einkünften zusammenzurechnen sind. Er wird mit seinen minderjährigen Kindern und minderjährigen Angehörigen, für die ihm Kinderermäßigung gewährt wird, zusammen veranlagt, so lange er und die Kinder oder andere Angehörige unbeschränkt steuerpflichftg sind. Kinder oder andere Angehörige, die Juden sind, werden mit dem Haushaltsvorstand zusammen veranlagt, wenn sie während seiner unbeschränkten Steuerpflicht mindestens vier Monate im abgelaufenen Kalenderjahr minderjährig gewesen sind und während dieser Zett zu seinem Haushalt gehört haben. Einkünfte aus nicht- selbständiger Arbeit, die die Kinder oder andere Angehörige aus einem dem Haushaltsvorstand fremden Betrieb beziehen, scheiden bet der Zusammenveranlagung aus. II. Bet Beteiligung mehrerer Personen tst ohne Rücksicht auf die Höhe der Einkünfte abzugeben eine Erklärung zur einheillichen Feststellung der Einkünfte aus a) Land- und Forstwirtschaft b) Gewerbebetrieb, c) selbständiger Arbeit, d) Vermietung und Verpachtung unbeweglichen Vermögens. Die Verpflichtung zur Abgabe der Erklärung obliegt in diesen Fällen den zur Geschäftsführung oder Berketung befugten Personen. HL Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Körperschaftsteuer sind verpflichtet: A. Unbeschräuft steuerpflichtige Körperschaften über sämtliche Ein- 1. alle gewerbesteuerpfltchftgen Unternehmen, deren Gewerbeerkag im abgelaufenen Wirtschaftsjahr den Bekag von 4000 Reichsmark oder deren Gewerbekapital an dem maßgebenden FeststellungSzeitpunkt den Bekag von 20 000 Reichsmark übersftegen hat; 2. Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Kolonialgesellschaf- ten, bergrechlliche Gewerkschaften); 3. Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften und verflcherungs- verelne aüf GegenseitigkciL Svnsftge juristische Personen des privaten RechtS und nichtrechtS- fähige Vereine haben eine Gewerbesteuererklärung nur abzugeben, soweit.diese Unternehmen einen wirtschafllichen Geschäftsbetrieb (ausgenommen Land'- und Forstwtrftchaft) unterhalten, der über den Rahmen einer Vermögensverwaltung hinausgeht; 4. ohne Rücksicht auf die Höhe des GewerbeerKags oder die Höhe deS Gewerbekapitals alle gewerbesteuerpfltchftgen Unternehmen, bei denen der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusses zu ermitteln tst oder ermittelt wird. V. Zur Abgabe einer Steuererklärung zur Umsatzsteuer sind alle Umsatzsteuerpfltchftgcn verpflichtet mit Ausnahme: 1. der Straßenhändler, die nach § 77 der Durchführungsbestimmungen 1938 zum Umsatzsteuergesetz 1934 ein Straßensteuerheft führen; 2. der nichtbuchführeüden Landwirte, soweit sie für ihre Umsätze Vorauszahlungen nach den Umsatzsteuerrichftähen geleistet haben; 8. derjenigen Unternehmen, deren Umsatzsteuer für das Kalenderjahr 1942 nicht mehr als 20 Reichsmark bettägt oder bei steuerfreten Umsätzen benagen würde, wenn diese steuerpflichtig wäre (§' 62 (2) der Durchführungsbestimmungen 1938 zum Umsatzsteuergesetz 1934). Ohne Rücksicht auf ein etwa vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr tst in allen Fällen der in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 1942 erzielte Umsatz anzugeben. VI. Der Steuerpflichtige hat eine Steuererklärung stets abzugeben, wenn er von dem Finanzamt dazu aufgefordert wird. Die Uebersendung eines Vordrucks zu einer Steuererklärung gilt als Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung. Die nach vorstehender Aufforderung zur Abgabe einer Steuererklärung Verpflichteten haben die Steuererllärung auch dann abzugeben, wenn ihnen ein Vordruck nicht übersandt wird. VII. Wer die Frist zur Abgabe der ihm obliegenden Steuererklärung versäumt, kann mit Geldstrafen zur Abgabe der Steuererklärung ango- halten werden; auch kann ihm ein Zuschlag bis zu 10 v. H. der festgesetzten Steuer auferlegt werden. Die Frist Mr Wgabe der Stenererftärungen kann von dem Finanzamt nur in begründeten Ausnahmefällen auf An- trag verlängert werden. VIII. Wer nachträglich, aber v?r dem Ablauf der Steuerverjährungs- frist, erkennt, daß eine Steuererklärung, die er dem Finanzamt abgegeben hat, unftchtig oder unvollständig tst, und daß die Unrichtigkeit und Unvollständigkeit zu einer Verkürzung von Steuereinnahmen führen kmm, ist — ohne daß eS einer besonderen Aufforderung bedarf — verpflichtet, dies unverzüglich dem zuständigen Finanzamt anzuzetgen. IX. Die Hinterziehung oder der Versuch einer Hinterziehung der ' Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer oder Umsatzsteuer, sowie fahrlässige Vergeben gegen die Steuergesetze (Steuergefährdung) 1 werden bestraft. ' 674JD Gießen, 16. Februar 1943. Für die Finanzämter: Gießen, Friedberg, Lauterbach, Alsfeld, Hungen, Grünbevg, Nidda, Büdingen, Schotten. Finanzamt Gießen. Im Aufttag: Delstek. Leihgestern z. Z. Urlaub .Wir haben uns verlobt Marie Walb Werner Müller Obergefreiter Steinbach /Gießen Alternde/Aschersleben Februar 1043 Ausruf zur Vorlage des Meldebogens für die auf Grund der „Verordnung über die Meldung von Männern und Frauen für Ausgaben der Reichsverteidigung" vom 27. Januar 1943 (Reichsgesetzblatt I, Seite 67) meldepflichtig gewordenen Personen. Nach dieser Verordnung hatten sich zu melden L Männer vom vollendeten 16. bis zum vollendeten 65. Lebensjahr, die am 1. Januar 1943 weder in einer abhängigen Beschäfftgung gestanden haben noch einer selbständigen Berufs tätig kett nachgegangen sind. 2. Weibliche Personen vom vollendeten 17. Lebensjahr bis zum vollendeten 45. Lebensjahr, die am 1. Januar 1943 weder in einer abhängigen Beschäftigung gestanden haben noch einer selbständigen Äerufstäftgkett nachgegangen sind, soweit sie nicht werdende Mütter sind oder Kinder unter 14 Jahren in ihrem Haushalt versorgen. Persbnen, die dem obigen Kreis angehören und denen bisher von den poliftschen Leitern noch kein Fragebogen zugestellt wurde, werden hiermit aufgesordert, sich einen Dieidevordruck beim Arbeitsamt oder seinen Nebenstellen oder beim Blockletter der NSDAP, zu besorgen. Dieser tst gewissenhaft auszufüllen und bis zum 25. Februar 1943 dem Arbeitsamt oder seinen Nebenstellen wieder einzusenden. Nach $ 5 der angeführten Verordnung vom 27. Januar 19-18 kann das Arbeitsamt von den Meldepflichftgen die Meldung und das persönliche Erscheinen Wir suchen zum baldigen Eintritt nach Wetzlar mehrere weihliiMrolffilie für die Korrespondenzabteilung und die Buchhaltung. Schriftliche Angebote bitten wir uns unt. Beifügung von Lebenslauf und Zeugnissen in Abschrift einzureichen unter 584D an den Gießener Anzeiger. Oie Reichsarbeitsdienstführerin Ein wichtiger Frauenberuf. M, Stühle. kleMMM z. kaufen gesucht. Schriftl. Aygeb. unter 01072 an den Gieß. Am. Bei genügender Beteiligung werden folgende Lehrgänge eingesetzt i Elektrotechnik, Stufe I und II. Anmeldungen sipd spätestens bis zum 24. d. Mts. beim Berufserziehungswerk der DAF., Gießen, Schanzenstraße 18, vorzunehmen. [682d durch Zwangsgeld bis zu RM. 1000,— erzwingen. Zur Arbeilsberatung und zum Arbeitseinsatz erfolgt besondere 5860 S-3imm.-Wolm. m. Küche u. Bad f. aüeinst. ältere Dame gesucht. Eine in d. besten Wobngeg. Kölns gelegene Tauschwohnung ähnl. Gröhe steht zur Verfüg. s532v Angebote sind zu richten an: Dr.-Jng. W. Rathscheck. Sinn (TillkreiS) Wir danken herzlichst für die erwiesenenAufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer goldenen Hochzeit Fr. Wilhelm Wagner und Frau Beuern, den 17. Februar 1943 583p/ Polizeibehörde aufgefordert worden, einen bestimmten Keller feines Hauses als Luftschutzraum her- richten zu lassen. Dieser Luftschutzraum war zugleich als öffentlicher Luftschutzraum vorgesehen. Zu dem Keller führt von der Straße eine Treppe; sie war baufällig. Der Hauseigentümer ließ auch die Kellertreppe Herrichten und sie mit einem Schutzgeländer versehen. Die Kosten für die Herrichtung von Kellertreppe ünd Schutzgeländer sind ebenfalls vom Reich zu erstatten. Einbruch in einem Jagdhaus. Die Butzbacher Ausreißer als Täler. — Bereits verhaftet. Nachdem die beiden Ausreißer aus Butzbach, der Sicherungsverwahrte Richard Schönemann und der Zuchthausgefanaene Ernst Schwenke über deren Flucht und Personenbeschreibung wir geitern bereite berichtet hatten — am Dienstag in der Nahe von Großen-Linden beim Verschwinden in den dortigen Waldungen gesehen worden waren, haben sie sich prompt durch einen Einbruch bemerkbar gemacht. Der Einbruch wurde in dem in her Nahe der Rindsmühle bei Leihgestern gelegenen Jagdhause eines Mannes aus Gießen verübt. An wrge- fundenen Lebensmitteln und einigen Flaschen Wein taten sich die Einbrecher zunächst recht gütlich, dann gingen sie an die Sichtung und ans Em packen der in dem Jagdhaus aufbewahrten Gegenstände. Dabei fielen den Tätern Kleidungs- und Wäschestücke in größerer Zahl, Reisedecken, Kolter, Silbersachen, ein Fernglas und andere Gegenstände von ansehnlichem Wert in die Hände. Dann machten sie sich wieder auf den Weg, wobei sie im Laufe des gestrigen frühen Abends in der Nähe des Unterhofes bei Gießen in Richtung Klein-Li.Nden gesehen wurden Emer der beiden Einbrecher hatte seinen Anstaltsanzug bereits mit einem hellgrau tarierten Anzug vertauscht. Beide führten einen Koffer, einen großen Karton und einen Packen mit sich, m denen sie ihre Beute in dem Jagdhaus verstaut 1 tten. Im Laufe der letzten Nacht müssen sie entweder hier oder in der nächsten Umgebung auch noch einen Fahrrad- diebstahl begangen haben, denn heute frühmorgens gegen 8 Uhr kamen beide in der Frankfurter Straße in Gießen an geradelt. Der Umsicht und Tatkraft eines Schutzpolizeibeamten, der, wie alle übrigen Männer der Polizei, über die Flüchtlinge emgehend unterrichtet worden war, ist es zu verdanken daß die beiden in der Frankfurter Straße gestellt und sofort verhaftet wurden. Die Aus- und Einbrecher befinden sich jetzt bei der Kriminalpolizei in Gießen in sicherem Gewahrsam, hier ist auch ihre Deute aus dem Jagdhaus sicher gestellt. Em dickes Ende wird für die beiden die Folge ihres kurzen Ausflugs in die goldene Freiheit sein. COMMERZBANK Gießen H ar <> it <'h <*r atiN NSG. Die Zahl der kriegswichtigen Berufe für unsere Mädel ist augenblicklich sehr zusammenye- schmolzen. Um so dringender erforderlich erscheint daher ein Hinweis auf den Beruf der Reichsarbeitsdienstführerin, in dem die fraulichen Fähigkeiten ganz zür Geltung kommen und der ein weites, schönes Arbeitsfeld bietet. ,Ha, ist das denn ein Lebensberuf? hort man immer wieder die erstaunte Frage. Bisher sah man diesen Beruf im allgemeinen nur als Uebergangs- beruf an. Wer wußte bisher, daß die Besoldung und Versorgung der Reichsarbeitsdienstführerin ähnlich der der Beamtin gesichert ist? Der Beruf der Reichsarbeitsdienstführerin umfaßt als einziger die Totalität der Erziehung junger Menschen, wie sie sonst allein nur die Hausfrau und Mutter hat, denn hier ist die Führerin von morgens bis abends mit ihren Mädeln zusammen, tragt ganz allein die Verantwortung für sie, und alle anderen Erziehungsfaktoren, Schule/ BDM. und Elternhaus sind ausgeschaltet. Hier wird von den Führerinnen der Einsatz des ganzen Menschen ge-. fordert. Restlose Hingabe, frischer Schwung und Verantwortungsfreude sind notwendig. Und diese Aufgabe hält lebendig! Denn das ist das Beglückende an diesem Beruf: Die Arbeit mit und an den jungen Arbeitsmaiden läßt nicht alt werden, sondern gibt ständig neue Kraft und das tiefe Gefühl der inneren Befriedigung und Erfüllung. Da ist zum Beispiel die Wirtschaftsgehilfin (Mai- denunterführerin — Maidenführerin). Dieser Beruf eignet sich vor allem für Mädel, die sich zu einem hauswirtschaftlich-pädagogischen Beruf hin- gezogen fühlen. Im Rahmen des Reichsarbeitsdienstes ist hier eine Möglichkeit gegeben, die zugleich auch zur Entfaltung vielfacher persönlicher *♦ Die Einkommen st eüererklärun- gen 1942 müssen bis spätestens zum 31. März 1943 bei den Finanzämtern eingereicht fein'. Fristverlängerungen werden auf Antrag nur in begründeten Fällen gewährt. ** Bevorzugte Abfertigung am P ost- schal t e r. Die Reichspost fertigt — wie seither kinderreiche Mütter — künftig auch werdende und sere herzlichen Wunsche, zugleich auch für einen web teren schönen Lebensabend dar. □ Laubach, 17. Febr. Das BDM.-Wert Glaube und Schönheit" hatte die Soldaten ünd die Laubacher Bevölkerung zu einem Dorf- gemein schaftsabend eingetaden. Wahrend der erste Teil des Abends „Buntes Allerlei aus Laubach" brachte, wobei die Mädels mit Humor und teils recht beachtlichen mimischen Talentes lustige mundartliche Szenen aufführten und kleine Geschehnisse aus dem Gemeinschaftsleben witzig glossierten, brachte der zweite Ttzil ein Marchenspiel „Die zertanzten Schuh", das die Laienspiel, schar Gießen mit viel Geschmack, Unbefangen« heit und sicherem Können unter Leitung von Gundel Koch die auch die Hauptrolle übernommen hatte, hören'ließ. Die zahlreichen Zuschauer ließen es an dem wohlverdienten Beifall nicht fehlen. Die diesjährige Hauptversammlung des P f e r d e v e r» sicherungsvereins unter dem Vorsitz von Georg Wilhesm Jäger brachte den Geschäftsbericht des abgelaufenen Jahres, in dem 178 Pferde versichert waren. Die Abrechnung schloß mit einem Ueberschuß von rund 900 RM. ab. Als erste Halbjahresprämie werden V/i v. H. erhoben. Fähigkeiten Raum läßt. Die Wirtschaftsgehilfin trägt die Verantwortung für die gesamte Wirtschaftsführung eines Lagers. Ihr obliegt die Ausbildung der Arbeitsmaiden in Haus, Küche, Waschküche und Garten. Sie erteilt den Hauswirtschaft- lichen Unterricht und trägt dadurch wesentlich zur Erziehung der Arbeitsmaiden zu volkswirtschaftlich verantwortungsvollen Hausfrauen bei. Gerade die Wirtschaftsgehilfin, die den ganzen Tag während der Arbeit mit den Arbeüsmaiden zusammen ist, hat besonderen Einfluß auf die Haltung und Ejnsatzwilligkeit der Mädel. Es wird daher von ihr, wie überhaupt von der Führerin im RAD., klare nationalsozialistische Gesinnung und vorbildliche Charakterhaltung verlangt. Daneben erfordert dieser Beruf felbstverständlich ein gründliches hauswirtschaftliches Wissen. Es ist jedoch nicht Voraussetzung, daß ein Mädel, wenn es sich als Führeranwärterin bewirbt, gleich eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringt. Der Reichsarbeitsdienst, der so viel von seinen jungen Führerinnen verlangt, sorgt selbst dafür, daß ihnen die richttge Ausbildung durch Lehrgänge an den Lagerschulen zuteil wird. Diese Lagerschulen des Reichsarbeitsdienstes haben die staatliche Anerkennung. Ein Lehrgang in Verbindung mit einjähriger Praxis ist dem Abschluß der Unterklasse einer Landfrauenschule gleichgestellt. Für diese Ausbildung innerhalb des Reichsarbeitsdienstes entstehen keine Kosten. Freiwilligenmeldungen für die Führerinnenlauf- bahn im Reichsarbeitsdienst (Einstellung kann zu jedem Monatsersten erfolgen) können in unserem Kreis an die Führerin der Lagergruppe 115, Gießen, Lonystraße 4, gerichtet werden. Suche leere# Zimmer bevorzugt Nähe Wemerwall. Schriftl. Angeb. unter 01059 an den Gieß. Anz. Soldatenfrau m. Kind sucht zwei möbl. ob. leere Zimmer ab sofort. Schr. Ang. unt. 01082 a. d.G.A. [Stellenangebote! leine ürsprneis- xeeealsse, lonbem nur ZeuWvi» «N(triften bem ö» toCTDunfllitfjrrtfceu bet- legen I — Lichtbilder web!8e»etbinig#uete» logen mftffen iut «ep «eidang von SeriuÄee auf bet SütfiriU Hexte» und Anschrift bei Cerner bet# aasen I Gutes Klavier zu vermieten. Schr. Ang. unt. 581va. d.G.A. Strümpfe werden angestrickt und neu gestrickt. Schriftl. Angeb. unter 01080 an den Gieß. Anz. Witwer, 45 I., mit eigen. Haus, sticht Frau oder Fräulein von 30 bis 45 Jahren, mit Vermögen, zwecks Heirat Zuschriften unt. 01067 a. d.G.A. Ihre Vermählung geben bekannt Rudolf Sikora Steuermanns-Maat Lieselotte Sikora geb. Lang mit boh. Absatz, Gr. 86 u. 37, neu od. wenig getr.? Schr. Ang. unt. 01068a. d.G.A. Fast neues, schwarzes Selöen-fileiö f. Konfirmandin für 15 RM. zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 01060 a. d.G.A. JCoMSfiiäMerhn Wer verkauN (Hausdame) zur selbst. Führung WlW eines frauenlos. Haushalts zu allem- . > steh. Herrn nach Gießen gesucht. Schr. Angeb. u. 01062 a.d. Gieß. Anz. stillende Mütter mit entsprechendem Ausweis an den Postschaltern mit Vorrang ab. ** Tödlich verunglückt. Der Landwirt und Rangieraufseher i. R. Ludwig Weigel XV. in Klein-Linden war vor einigen Tagen bei Arbeiten in seiner Scheune in die Tenne herabgestürzt. Der bedauernswerte Mann muhte mit schweren Verletzungen der Chirurgischen Klinik zugeführt werden, wo er nach mehrtägigem Schmerzenslager verstarb. Am Dienstag wurde er zur letzten Ruhe bestattet, wobei ihm die Krieger-Kameradschaft Klein- Linden, der er viele Jahre angehört hatte, die letzte Ehre erwies. Landkreis Gießen. * Laubach, 18. Februar. , Der Regierungsrat a. D.' Hermann Möbus, Steinweg 18 wohnhaft, wird am morgigen Freitag, 19. Februar, 8 0 Jahre alt. Der Jubilar ist seit vielen Ja>hren ein eifriger Sammler historischer Raritäten, von denen er eine ansehnliche Sammlung besitzt. Zu seinem Geburtstage bringen auch wir dem alten Herrn um Vorladung. Der Letter des Arbeitsamtes Gießen. 5(User, NcglerrmgSrat. für Haushalt für sofort od. später gesucht. [oio66 Metzgerei Otto Von-Eiff Bismarckstr. 14. [Stellengesuche] Sckwerbeschäd. sucht Arbeit als Kafiierer Geräteverwalt., oder Pförtner, Jlursckntz oder Kontrolleur. Schriftl. Angeb. unter 01048 an den Gieß. Anz. Im Sommer v. I. saß der 14 Jahre alte Schuler Otto Luh in Halzheim zu Hause bei einen Schularbeiten, als er von der Straße her lautes klagendes Kindergeschrei hörte. Ein Blick durch das Fenster zeigte ihm, daß ein vier Jahre altes Kind in den Brandwsiher gefallen und im Versinken begriffen war. Rasch lief der Junge auf die Straße Statt Karten I Am Sonntag, dem 14. Februar, ist mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel * Theodor Schlierbach ganz plötzlich für immer von uns gegangen. In aller Namen: Marg. Schlierbach, geb. Knoop Arthur Sehnert und Frau Käthe, geb. Schlierbach Hartmut, Horst, Henning. Die Trauerfeier bat auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille stattgefunden. Gleichzeitig sagen wir allen für die Beweise I herzlicher Teilnahme, sowie für die Kranz* und Blumenspenden innigen Dank. Gießen (Marb.Str. 58 p), den 19. Februar 1943^ LICHTS PI EL-TH E ATBB Gloria-Palast, Selteneren Meine Freundin Josefine Lichtspielhaus, Bahnhofstraße ■ Ihr erstes Rendezvous (371^ TMt 2.38.4.45. T.30; Io. 2.00.4.30.7^0 M Vom Turnen. Gymnastiklehrgaug der Kreisgruppe des NSRL. Zur Förderung der gymnastischen Arbeit des Fachgebiets Turnen wurden im Sportgau Hessen* Passau Kreisgruppen gebildet. Die Uebungsle-ite- rinnen und geeignete Turnerinnen werden ii^Kreis- gruppen-Lehrgängen gründlich gymnastisch geschult. Am Sonntag sand in der Turnhalle der Alten Pestalozzischule in Gießen der erste Lehrgang der Kreisgruppe — bestehend aus den Sportkreisen Alsfeld-Lauterbach, Büdingen, Dillenburg, Friedberg, Gießen und Wetzlar — statt. Kreisfachwartin Turnen Helma Schmieds^ (Gießen) hatte die Vorbereitungsarbeiten für den Lehrgang gut durchgeführt. Kreisfrauenwartin Jdel Hauck eröffnete den Lehrgang mit einer Morgenfeier. Gaufrauenturnwartin Luise Schwarz (Bad Orb) wies auf den Sinn und die Wichtigkeit der gymnastischen Arbeit hin, erläuterte den Zweck der Vorführungsgruppen und gab die Planung des Lehrgangs bekannt. Für die nun folgende vraktische Arbeitern Lauf, Sprung und Federung, geleitet von Luise Schwarz, war die Halle für die 90 Teilnehmerinnen fast zu klein. Doris Meyer-Kastens (Frankfurt a. M.) folgte mit Keulengymnastik (Schwung, Wurf, Schlag). Luise Schwarz entwickelte das Bodenturnen von der Rolle bis zum Salto und vorn Handstand bis zum Ueberschlag und Rad. Nach der Ballgymnastik und der Seilfprung- aymnastik trat eine kurze Mittagspause ein,anschließend wurden verschiedene Möglichkeiten für Gruppentänze erarbeitet. 1 Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter bei bauptichristleiwrs: Ernst Blumschetn. Berantworftich für Poliftk und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; lür Stadt Gießen, Provinz, Wtrftchast und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Unwersttütsdruckeret N. Lange K. @. Verlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenletter: Hans BeL Anteigenpreisliste Nr. 6. Mündlich können । Sie e? nur weniges sagen, schriftlich ! mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen | Kaufgesuche | Gut erhaltene WlNMIne z. kaufen gesucht. Schriftl. 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