Monttg,18.ZaiillarMZ Gietzener Anzeiger tinnaiime uun «iuei en für die Mittagr'nummer bis R*/, Ubr be«voTmtttaft8 ÜnA-inrnr^rriir für bie Stil itmeter* Seite von 22 Stillimeter Brette: 7tHot ttir »'amihennn- zeigen und vrwme Gelegenbettsaniewen 149tüt. i. Werbeanzeigen und aeiliätthdie Weienenbeiteaniemen Plavvm'kdritt (üorbenne Bereinbarnna) 25*/. mrbt Mtl^thriüerltottsbnidertiS. tey General-Anzeiger für Oberhessen ^^Tieteefs^illrate 7-9 (93. Jahrgang Nr. j^i-aiean > upt, a, nutzer Sonntags und feiertags Beilagen * Siebener amt h?n blätter Heimat imB'ld- DteLcholle BezniSvreiS: Monatttrti .... .RM.1.80 Zustellgebühr .. -.25 auch he 'J/imteridhemen von einzelnen Nummern tnmlge höherer («emalt Erbitlerles Ringen im Berlin, 17.Ian. (DNB.) Die vom Feind im Raum zwischen Kaukasus und Don sowie im Dongebiet neu herongeführten Jnfanterie- imd Panzerkrafte machten zusammen mit der stren- igen Kalte unseren Soldaten schwer zu schaffen. In Ven wechseloollen Kämpfen, die mit besonderer Härte um Stützpunkte, vereiste Flußbetten und beherrschende Huaelkuppen entbrannten, fingen unsere Truppen die Sowjets in ihren Verteid'igungsstel- lungen auf, um sie dann in energischen Gegen- rstößen umfassend anzugreifen und zu vernichten. Unsere Grenadiere und Panzerabteilungen setzten '.hre Gegenstöße auch bei Schneegestöber und Dunkelheit fort. Im Licht der Leuchtkugeln und brennenden Häuser wurde um die Stützpunkte die ganze Nacht hindurch erbittert gerungen, bis die Welte um Welle angreifenden Bolschewisten zer- chlagen waren. Erst in der Morgendämmerung ernannten unsere Soldaten an den qualmenden Trümmern zahlreicher abgeschossener Panzer und . den Bergen gefallener Sowjets die Härte ihrer Schläge, mit denen sie die feindlichen Angriffsgruppen zer- prengt und abgewiesen hallen. Noch erbitterter war das Ringen im Raum oon Stalingrad. Dort griffen die Bolschewisten □ on allen Seiten mit massiertenKräf. 'en an. Sie unterstützten ihre Vorstöße mit ftar- ?en Panzerformationen und sehr heftigem Artillerie- 'euer. Jede der das Steppengelände durchziehenden Schluchten, jede Böschung und jede Geländefalte sind Ion unseren Soldaten zur Verteidigung ausgebaut Raum von Stalingrad. und mit schweren Waffen bestückt. In den letzten Wochen ist ein ganzes System von Stützpunkten und Kampfanlagen entstanden, das unseren mit allen Kräften Widerstand leistenden Soldaten bei ihrem Abwehrkampf hilft. Grenadiere und Kanoniere, Pioniere und Panzermänner kämpfen um jeden Meter Boden und schlagen die feindlichen Massenangriffe immer wieder zurück. Wenn der Druck der Angreifer zu groß wurde, schlossen sich die Verteidiger zu waffen st arren- den Igeln zusammen, bis die Bolschewisten .i)e von Freiwilligen haben sich bereits für diese Waffengattung gemeldet. Die Auslese muh aber wegen der besonderen Eigenart der Waffe besonders streng sein, es werden keine Soldaten über 30 Jahre oder auch nur mittelmäßige Schwimmer dafür angenommen. Am 12. Dezember lagen die Unterseebootmutterschiffe längere Zett vor dem Hofen von Algier auf Der Lauer, bis ein größerer Geleitzug eingetroffen und im Hafen vor Anker gegangen war. In der darauffolgenden Nacht beschlossen die Sturmkampfmittel den Hafen anzugreifen, und es gelang ihnen auch trotz stärkster Wachsamkeit des Feindes, i n den Hafen einzudringen und sich vorsichtig an die als Ziele ausgewählten feindlichen Schifte heranzumachen. Bis an die Bordwand der feindlichen Fahrzeuge lenkte die Zweimann-Besatzung ihre vernichtende Waffe. Das Schwierigste war damit geschafft. Im Vorderteil des Sturmkampfmittels yurDe nunmehr das Uhrwerk, das die Explosion der besonders tonftruier- ten Zeitzünderboinbe einige Minuten später auslösen sollte, in Gang gebracht, der Heckteil vom Bug gelöst und die Rückfahrt artgetreten. Kaum hatten sich die tollkühnen Angreifer einige Hundert Meter entfernt, da begannen auch schon die furchtbaren Explosionen, und der Feind setzte wenige Augenblicke später mtt dem Suchen nach den Angreifern ein, allerdings zu spät, denn sämtliche Besatzungen der Sturmkampfmittel tonnten noch rechtzeitig und wohlbehatten ihr U-Boot erreichen. Die Ueverlegenheit der japanischen Kriegsmarine Ein kriegsgefangener USA.-Offizier berichtet. Tokio, 17. Januar. (Europapreß.) „Ich möchte gerne wissen, ob das nordamerikanische Publikum über die wahren Umstände informiert ist, unter Denen Die norDamerikanische Kriegsmarine gegen Die japanische in Den Kampf geschickt rourDe", sagte Der norDamerikanische Korvettenkapitän Thomas Alton 2) o n o d a n von Dem versenkten Flugzeugträger „Langley" vor japanischen Pressevertretern. Donovan, Der sich in einem süDasiatischen Hafen in japanischer Kriegsgefangenschaft befinDet, sagte weiter: „Es ist höchste Zeit, daß Die norDamerikanischen Väter und Mütter nicht nur an die Kriegsschiffverluste, sondern auch an die Verluste an Menschenleben denken. Wir Marineleute haben inzwischen gemerkt, daß sich unsere Kriegsmarine, die angeblich Die beste Der Welt war, mehr als eine mystische Erscheinung herausstellte, wir merkten, daß uns Die japanische Kriegsmarine sowohl an Kampfkraft wie an Ausrüstung überlegen ift* Kapitän Donovan gab auf die Frage, warum er als einziger Nordamerikaner von dem versenkten Flugzeugträger ,Langley" in japanische Kriegsgefangenschaft geraten fei, einen interessanten Bericht über seine Erlebnisse. Die „Langley" (11 000 t) wurde am 8. Januar 1942 auf Dem Wege nach Java mit 32 Flugzeugen an BorD von einem japanischen U-Boot versenkt, ihre Besatzung aber von Den beiden norDamerikanischen Zerstörern „Whipple" und „EDsall" gerettet und nach Der Weihnachtsinsel (400 km südwestlich von Java) gebracht. Die Ausschiffung wurde dort jedoch von japanischen Flugzeugen gestört, so daß Donovan als Einziger an Land gelangte, während die USA.-Zerstörer abdampften und nicht zurückkehrten. Während Donovans Aufenthalt auf der Weihnachtsinsel kam es unter Den Dort befindlichen britifch- inDischen Truppen zu Meutereien, in deren Verlauf Die Inder chren britischen Kommandeur und vier Unteroffiziere erschossen. Sie verhafteten Den brttischen Kommandanten sowie zwanzig britische Staatsangehörige, hißten Die weiße Flagge und ergaben sich am 31. März japanischen Landetruppen, bei welcher Gelegenheit auch Donovan in japanische Kriegsgefangenschaft geriet fein gesponnenes Netz hineingepfuscht? So ober anders, jedenfalls ist das Werk nicht sofort gelungen. Irgendwo klappte es nicht, ein kleiner Haken hatte die Sache verdorben: die französische Flotte hatte Toulon trotz aller Rufe nicht verlassen, sie hatte sich den Gegnern der Achse nicht sofort angeschlossen, Biserta nicht besetzt, wie es von ihr erwartet worden war. Einige Tage später, als die Amerikaner die tunesische Grenze schon überschritten hatten, stießen sie bereits im Gebirge westlich der Hauptstadt von Tunis und auf dem Küstenwege von Algier nach Biserta auf heftigen deutschen Widerstand. Das war für sie eine höchst unangenehme Ueberraschung. In ihrem Operationsplan war das ja nicht vorausgesehen. Und bis die Alliierten in größerer Stärke ankamen, hatte sich die Truppe ihrer Gegner so wett ausgedehnt, daß sie auch die Hauptstadt nicht nur besetzen, sondern auch halten und selbst zum erfolgreichen Gegenangriff übergehen konnte. Seitdem wurden von ihr verschiedene wichtige Berghöhen und Pässe, darunter die Stadt Tebvurba westlich von Tunis erobert. Die deutsche Luftwaffe spielte dabei eine hervorragende Rolle: sie brachte Truppen, Artillerie und selbst Panzerwagen über den Sund von Sizilien, bombardierte den Nachschub der Alliierten, die von ihnen besetzten Häfen in Algier usw. Der USA.-General Anderson hat inzwischen auch schon andere Schwierigkeiten mit seinem Nachschub verspürt, — die französischen Wege und Brücken sollen nicht stark genug für die schweren amerikanischen Kampfwagen sein und die Bevölkerung soll sich nicht freundlich genug zu den neuen Herren verhalten, die so ungeniert in ihrem Lande auftreten. Noch mehr Ueberraschungen hat aber der Generalissimus Eisenhower in Marokko und Algier erfahren, wo eingeborene Soldaten ihren abtrünnigen Offizieren und den Amerikanern den Gehorsam verweigern. Die persönliche Zwietracht der französischen Generale hat die ohnedem ungenügende Ordnung im Lande noch wetter ins Schwanken gebracht, das fremde Geld, das die Amerikaner zu einem sehr niedrigen Kurs eingeführt haben, findet bei der Bevölkerung kein Vertrauen und die gewaltsame Beschlagnahme der Nahrungsmittel stößt auf bittersten Widerstand nicht der Araber und Marokkaner allein, sondern auch der französischen Bürger, die darin mit Recht eine Mißachtung ihrer nationalen Staatshoheit wittern. Alle diese Schwierigkeiten könnten mit der Zeit überwunden werden, wenn nur die Hauptfrage des regelrechten Nachschubs aus den USA. oder England gesichert wäre. Solange das nicht der Fall ist, müssen sie im Gegenteil wachsen und sich ver- vielfültigen. Der ganze Nachschub der Alliierten geht aber über See und ist vom vorhandenen Schiffsraum abhängig, der aber alles andere als gesichert ist. Schon in der ersten Woche nach ihrer Landung in Nordafrika wurden über 400 000 BRT. der feindlichen Transportschiffe entweder versenkt oder so schwer beschädigt, daß sie auf längere Zeit ihre Seetüchtigkeit verlieren mußten. Kann dieser Verlust ersetzt werden? Es ist erlaubt, daran zu zweifeln, dm Mttelrneer werden auch weiter fast täglich feindliche Schiffe versenkt, die Enasperre von Sizilien ist fester als je in oen Händen der Achsenmächte, d e jetzt ihre beiden Küsten mit dem Stützpunkt Bi erta sowie die stark ausgebauten Jnsel- feftungen Pantelleria, Lampedusa und Linosa dazwischen besitzen, und die Straße von Gibraltar wird augenscheinlich sorgsam von deutsch-italienischen U-Booten kontrolliert. Wenn da auch ab und zu einzelne Schiffe des feindlichen Nachschubs durchschlüpfen, so sind das Ausnahmen, die die allgemein gültige Regel einer wirkungsvollen Blockade nicht umstoßen können. Das beweisen nicht die Versen- kungsziffern allein, die für Deutschland im vorigen November die neue Rekordsumme von 1035 000 BRT. feindlichen Schiffsraumes erreicht haben, sondern auch die sich mehrenden Stimmen der angloamerikanischen Sachkundigen, die den sinkenden Schiffsraum als die „tödliche Gefahr Englands" kennzeichnen. So sagte Admiral Calvin vor einigen Tagen im Londoner Nachrichtendienst, daß alles Gerede vom Nachlassen der U-Boot-Gefahr falsch sei. Von der Tonnageschlacht hänge das Schicksal Englands ebenso ab, rote die Kontrolle des Mittelmeeres von der Beherrschung der Sizilischen Meeres- enge abhängig ist. Diese Meeresenge sei aber heute mehr als je der Wirkung der Achsenwaffen ausgesetzt ... Sollte der anglo-amerikanische Asritaplan mißglücken, so wird das für England eine neues nie- mento mori, und zwar ein sehr ernstes memento sein. Denn der in diesem Abenteuer verlorene Schiffsraum ist auch jetzt schon bedeutend und kann Die 470=Mrfeier der Münchener Universität. Ehrung Sven HedinS durch Universität und Akademie. HK. 9m Rahmen der Münchner Universitats- woche beging die Ludwig-Marimilians-Universität in München die Feier ihres 470jährigen Bestehens. Unter den Ehrengästen sah man Reichsminister Dr. h. c. Rust, Reichsschatzmeister Schwarz, Reichsstatthalter General Ritter von Epp, Reichsleiter Oberbürgermeister F i e h l e r und Reichs- studentenführer, Reichsstatchalter Dr. Scheel. Der Rektor der Universität, Professor Dr. Wüst, zeichnete ein lebendiges Bild des Werdeganges der Münchener Alma mater. Wir wollen uns mit ihrem Alter nicht brüsten, sagte der Rektor, aber wir bekennen uns zu diesem Lob des Herkommens, well aus dem ehrwürdigen Alter ewige und nie ungestraft vergessene Daseinsmächte sichtbar werden. Mit überzeugenden Beispielen legte der Rektor dar, wie die Universität nicht ein Leben neben dem Volke führt, sondern in unermüdlichem Einsatz und entsagungsvoller Arbeit die Quellen unserer Kraft aufzeigt und die durch den Krieg eintretenden Beschränkungen mit doppelter Energie ausgleicht. Mit der Ankündigung bedeutsamer wissenschaftlicher Neugründungen, vor allem der Gründung eines Instituts'Sven Hedin für Snneras-en- forschung verband der Rektor die Ehrung hervorragender Förderer und Träger des Münchener UniVersitätslebens. Sodann verlieh der DKcm der naturwissenschaftlichen Fakultät Professor Dr. Deurlen dem schwedischen Forscher Dr. Sven Hedin, der mit feiner Tochter und Mitarbeiterin Alma Hedin bei der Feier anwesend war, die Ehrendoktorwürde. Die Fakultät ehrt damit den kühnen Erforscher Zentralasiens, der mit unermüdlicher Hingabe die Hochgebirge und Wüsten dieses Raumes erschlossen, die Gehemmtste untergegongener Kulturen entschleiert und durch seine Zentralasienexpeditionm ein großartiges Beispiel der wissenschaftlichen Zusammenarbeit schwedischer und deutscher Gelehrten gegeben hat. Sie bekundet damit zugleich ihre Dereh- rung für die edle Vornehmheit des Mannes, der nie gezögert hat, mannhaft für dis Geltung deutscher Kultur einzutreten. Sven Hedin dankte mit herzlichen Worten für die Ehrung. Er betrachte es als eine besondere Ehre, in der geschichtlich so bedeutungsvollen Stadt München und von ihrer altberühmten Universität zum Ehrendoktor ernannt worden zu sein. Mit Verehrung gedachte er der großen deutschen Asienforscher, wie Ferdinand von Richthofen, und gab seiner Freude über die Er- richtung des Soen-Hedin-Jnstttuts für Innerasien- forschung Ausdruck, dem er eine große Zukunft vorhersagte. Er schloß mit der Versicherung, daß nach seiner festen Ueberzeugung Deutschland niemals besiegt werden könne. Am Freitag hatte ebenfalls im Rahmen der Münchener Universitätswoche die Bayerische Akademie der Wissenschaften eine Sitzung abgehalten. Der Präsident der Akademie, Professor Dr. Alexander von Müller, gab einen Ueberblick über den großen Anteil, den die Akademie im letzten Jahrhundert an Forschungen und Forschungsreisen in fremden Erdteilen genommen hat und überreichte Dr. Sven Hedin als „dem kühnen und erfolgreichen Pionier wissenschaftlicher Asienforschung" und dem treuen Freunde Deutschlands, der „in zwei Weltkriegen unerschrocken für die Rechte des Deutschen Volkes und Reiches eingetreten ist", die goldene Medaille der Akademie „Bene merenti". In einem Vortrag über die „Rohstoff- und Energievorräte der Welt" wies Prof. Dr. Klaus Clusius darauf hin, daß die Zukunft in ganz anderer Weise als bisher darauf bedacht fein müsse, mit den Rohstoffvorräten der Welt hauszuhalten. Der Energiebedarf sollte nicht aus der wertvollen, ein einmaliges Kapital darstellenden Kohle, sondern aus den in der Sonnenstrahlung der Erde dauernd zufließenden Zinsen, die uns in Wasser- und Windkraft zugänglich sind, gedeckt werden. Die Entwicklung eines Landes und feine geopolitische Stellung werde künftighin ganz von dem Stande feiner naturwissenschaftlichen Forschung abhängig sein. A. R. im Kriege nicht mehr ersetzt werden: der Schiffsbau Englands und der USA. reicht dazu bei weitem nicht aus. Ob Transporter oder einfache Frachter — jedes versenkte Schiff erhöht aber die tödliche Gefahr, die England zu vernichten droht. Segen die Inden-Einwanderung in Syrien. Rom, 16.Jan. (Europapreß.) Kundgebungen gegen die Regierung des Ministerpräsidenten Tagza haben in allen Städten Syriens stattgefunden, weil das syrische Volk gegen die Maßnahme der syrischen Regierung, Mische Einwanderer nach Syrien hereinzumssen, empört ist. In TripM, Aleppo und Homs wie auch in Beirut und Damaskus haben die Kundgebungen zu Schießereien und Massenverhaftungen geführt. In Damaskus wurde der zweite Sohn des Ministerpräsidenten Tagza ermordet. Die Unruhen find auf die englischen Maßnahmen zu- rückzuführen, denen zufolge die Juden, die in Palästina nicht untergebracht werden können, in Syrien angeliebelt werden sollen. England gegen die Tanger-Besetzung Spaniens. Stockholm, 16. Ian. (Europapreß.) Die britische Regierung betont durch eine Verlautbarung des Reuterbüros noch einmal, daß sie die Besetzung der Tanger-Zone durch Spanien im November 1940 de jure nicht anerkenne, sondern ihre Rechte nach wie vor aus den Abmachungen der Jahre 1925 und 1928 herleite. Die Veranlassung dazu war eine Erklärung des spanischen Oberkom- missars in Marokko, General Orgaz, über die geplante Einverleibung der Tanger-Zone in das Gebiet von Spanisch-Marokko. Bis zu der spanischen Besetzung wurde die an der Straße von Gibraltar gelegene Stadt von einer Internationalen Kommission verwaltet, die sich aus achtzehn Einheimischen (9 Mohammedaner und 9 Juden) sowie aus je sechs Engländern, Franzosen und Spaniern zu- fammensetzte. Die Rechtsprechung erfolgte nach französischem Recht. * Die britische Tanger-Erklärung findet in Rom starke Beachtung. Gayda stellt fest, daß Spanien Tanger als zu Spanien gehörend betrachtet. Deshalb habe die englische Erklärung das Aussehen einer versteckten Drohung. Schon die Freilassung der Rotspanier in Französrsch-Nordafrika fei von der Mcwrider Regierung nicht unbeachtet geblieben. „Popolo di Roma" schreibt, Spanien habe gegenüber dem anglo-amerikanischen Ueberfoü auf Nordafrika, der eine Bedrohung Spanisch-Marokkos bedeute, ein begründetes Recht, die Tanger- Zone vor Ueberraschungen zu schützen. Oie irakische .Regierung" erklärt den Oreierpaktmächten den Krieg. Berlin, 17.Jan. (DNB.) Wie bezeichnenderweise der Londoner Nachrichtendienst mitteilt, gab die irakische Gesandtschaft in London bekannt, daß sich die von England ausgehaltene irakische Regierung als mit Deutschland, Italien und Japan im Kriegszustand befindlich betrachte. Schon vor feiner Marionettenrolle als Ministerpräsident von Englands Gnaden wurde der sogenannte Ministerpräsident Nuri Said von England bezahlt. Er hat nach vielen Kabinettsänderungen nun endlich in den drittklassigen Politikern, die er in seinem Kabinett um sich versammelt hat, die willenlosen Werkzeuge gefunden, die Englands Agitationsrummel einer Kriegserklärung ohne Volk und Armee mitmacht. Oie Lehre von Lippe. Detmold, 17. Jan. (DNB.) Zur 10. Wiederkehr des Wahlsieges von 1933 sprach Reichsorganisationsleiter Dr. Ley über Kampf und Opfer. Er sagte, daß es im gegenwärtigen Ringen nicht um irgendeine Provinz ober um mehr Bergwerke, um mehr Eisen gehe, sondern darum, ob die Menschheit durch diesen Kampf einen Abschnitt in ihrer Erkenntnis weiterkommt, ob sie wiederum auf eine höhere Stufe der Kultur und der E n t w i ck l u n g gelangt. Wir treten dem Schicksal als Meister und nicht als Knechte entgegen. Jeden deutschen Menschen in der Heimat und an der Front müssen wir mit dem Glauben unseres heiligen Rechtes erfüllen. „Solange man siegt, ist es leicht Alt glauben. Aber wenn bet Kampf Mtifäe Formen annimmt, erweist es sich, wer wirklich glaubt Rur die Feigheit drückt den Menschen zu Boden. Erst wenn man Nicht mehr kämpfen will, dann kommt der Niedergang Der Wille vermag aÄes, Es gibt keine Geister, die den Sieg als Geschenk bringen. Wenn wir siegen wollen, müssen wir die< sen Krieg total führen, und jeder von uns muß Sonderwünsche zurückstellen. Wenn der Krieg gewonnen ist, wird die Erfüllung viel großer werden, als der Wunsch heute ist. Begreift die Lehre von Lippe! Wie damals, so kommt es auch heute auf unsere Haltung an." Zum Abschluß des Lippe-Trefiens sprach m Munster Alfred Rosenberg. In diesem totalen Kriege, so sagte er, rängen Lebensgefühle, Traditionen und Weltanschauungen miteinander, me schon seit Jahrhunderten die Geschicke der Völker be- stimmten. Wir hätten nur die Wahl gehabt, entweder das durch Arbeitslosigkeit und Wehrlosigkeit ausge- plünderte deutsche Volk unseren Feinden zu überlassen ober den Kampf aufzunehmen. Wir wissen, daß das Weltjudentum uns nicht verziehen hat, daß seine Macht an einer Stelle gebrochen wurde. Es gehe darum, den Glauben an die nationale Substanz zu erhalten. Kriegsarbeitstagung der deutschen presse. In Berlin fand eine Kriegsarbeitstagung der beute fchen Presse statt, auf der Reichspressechef Dr. Diet- rich die publizistische Aufgabe im gegenwärtiges Stadium des Krieges umriß, der neben dem soldatischen Einsatz durch die technischen Fähigk,eiten einen Nation, ihren Glauben und ihren Idealismus, ihren Willen, ihre Nerven, ihre Härte und ihre Ausdauer — und nicht zuletzt durch ihre Fähigkeit zum Heroismus gewonnen werde. Die Kraft zum Siegs erwachse nur aus letzter Entschlossenheit. Jeder müssS Träger dieses Glaubens, Erwecker des Willens und ein Fels der Zuversicht fein. Diesen Geist zu er* wecken und wachzuhalten, das sei die vornehmstE Aufgabe der deutschen Presse. NS.-Volkskulturwerk Hessen-Nassau. NSG. In Frankfurt wurde das NS.-Dolkskultur« werk im Gau Hessen-Nassau gegründet. Dabei sprach der Leiter des Hauptkulturamtes der NSDAP« Z e r f f über die Aufgaben, die dem NS.-Dolks^ kulturwerk gestellt sind. Die kulturellen Aufgaben bedeuten nicht Flucht aus dieser Zeit, sondern einen Schritt in diese Zett. Es gelte, alle Kraft auf dis Aufgaben dieses Krieges abzustellen, alles Volksfremde auszuschalten, jene Werte zu vermitteln, dis uns neue Kraft für den Alltag geben, den Menschen im Künstler zu erziehen und eine klare Ausrichtung aller gewissenhaften Kulturarbeit zu erzielen. Diese Arbeit habe nur bann Wert und Sinn, wenn dis wahre Stimme des Volkes zum Volke spreche und die ewigen Gesetze als Grundlage genommen werden, auf der alle Kulturarbeit aufgebaut ist. Es fei nicht Aufgabe der im NS.-DolkskulturVerk zufanv mengeschlostenen Verbände, ihre Veranstaltungen zu gesellschaftlichen Ereignissen zu machen oder diese zahlenmäßig zu erhöhen. Den Besuchern solle ein inneres Erlebnis vermittelt werden. Der besonders Dank des Redners galt der seitherigen Arbeit bet volkskulturellen Verbände, die aus der privaten Inttiative heraus und aus Liebe zur Sache entftan< den feien. Ihre Arbeit im Interesse des Voltsganzen nun gemeinsam fruchtbringend weiterzuführen, die Hev-nziehung d§s Nachwuchses und dis Förderung junger Talente werden eine der vornehmsten Aufgaben des NS.-Dolkskulturwerkes fein. Oer Kriegseinsatz des RAD Der Ehef des Stabes beim Reichsarbeltsführeh Obergeneralarbeitsführer Dr. Decker, weist Im „Reichsverwaltunasblatt" darauf hin, daß der gesamte RAD. im Kriegseinsatz stehe. Die gefurcht)eit* liche Förderung der Jugend im RAD. wurde vor allem durch erhöhte Verpflegungssätze ermöglicht. Seit 1940 arbeiten zahlreiche Abteilungen auch am Abbau der Maginotlinie. An her Eismeerküste und in Lappland haben die RAD.-Männer die von ihnen im Sommer gebauten Straßen im Winke« von Schnee freigeholten, gegen Heckenschützen ge« sichert und die kämpfende Truppe in mühseligen Märschen mit Lebensmitteln, Munition und Brennholz versorgt. Eine Ausbildung mit der Waffe wurde notwendig, weil im Osten die Arbeitsmänner ihre Baustellen oft gegen feindliche Angriffe« verteidigen müssen. Während der großen Abwehr» schlacht bei Rschew standen Arbeitsmänner fünf Fuchs im Rauhreif. Von Kurl Knaak. Die alte Pappel am Fließe greift heute so traumhaft verschwommen gen Himmel, daß ihr dicker Stamm nur wie ein schwacher Schatten wirkt. Ihr Astwerk fließt ganz weich in das Nebelgewölk hinaus, und so sehr sich auch die Augen anstrengen und ergründen möchten, wo die Krähen hocken, die da so großen Lärm schlagen, heute gelingt es ihnen nicht. Nein, wirklich, in dieser frühen Morgenstunde sind weder die feinen Zweige oes Baumriefen noch die fchroarzen Vögel daraus zu erkennen, die hier regelmäßig um dieselbe Stunde auf ihrem Lugrns- land den Hellen Tag erwarten. „Korrak, krraak, kraak!" ruft einer mit rauher Stimme. „Klong klong!" antwortet ein anderer, und dann rauschen ' die Schwingen, es flattert und krächzt, und ein dürres Zweiglein stürzt auf die Wiesennarbe Hemieder, daß List Leisegang, der Rotfuchs, fein Spüren fein läßt und ein wenig irre wird, ob dieser Gruß ihm galt. Im Augenblick nicht wissend, wohin er sich wenden soll, schaut er empor. Da erkennt er die Hoffnungslosigkeit seiner Begierde und schnürt dicht am Fließenuser entlang. Das Wasser plappert und flutet schwärzlich dahin. Von fernher quäken Wildenten. Eins weiße Feder schwimmt auf dem Wellen spiegel. Gleich beeilt sich der Fuchs. Längst ist die Pappel hinter ihm im Nebel verschwunden, lieber ebenes Wiesengelände ist der Rote gewechselt, hat einige Rinnsale übersprungen und folgt behende einem Grabenlaufe bergauf. Hafenwitterung liegt ihm im Windfange. Vorsichtig schleicht er an der Böschung entlang. Die Schierlingsstauden, die gestern noch unansehnliches Stroh darstellten, schimmern heute wie mit Zucker überkrustet, glitzern in der auftommenben Morgenröte wie eitles Geschmeide. Das Farnkraut gleicht dem teuersten Filigran. Ein jeder Grashalm ist ein Prunkstück, ein Kunstwerk für sich. Immer wenn der Fuchs mit feinem kostbaren Winterpelz daran entlangftreift, rieselt das Blendwerk herab und üherstäubt den Gesellen, daß er ganz und gar damit über fangen ift Ein Zaunkönig zetert im Weidengestrüpp. Der Fuchs achtet nicht auf dm schwanzwippenden Firlefanz. Er hat anderes im Sin«. Die Bewegungen feiner Glieder sind geschmeidig. Wie leicht und sicher er feine Läufe niedersetzt! Da ist nicht zu viel an Kraft und nichts zu wenig, kein Schwanken und Zaudern, sondern ebenmäßig gleitet fein Leib über alle Hindernisse hinweg, staut sich vor den Maulwurfshügeln und überroinbet sie mit einer bewunderungswürdigen Sicherheit, daß der alte Hinrichs, dem das Revier gehört, und der in der hohlen Uferweide den Morgenstrich der Enten abwarten wollte, gar nicht mehr das Glas vom Gesicht herunternehmen mag. So gefällt ihm der rote Bursche. Jetzt duckt sich der Fuchs. Was mag es geben? Hinrichs fitzt auf feinem Jagdstock unbeweglich, als plötzlich aus dem Graben ein Hase springt und vfeil- geschwind dem Walde zustrebt. Gleich löst sicy die Spannung des Fuchses. Er schießt hinterdrein. Nach kaum zwanzig «Sprüngen verharrt er, von der Nutzlosigkeit feines Unternehmens überzeugt. Langsam schnürt er zur verlassenen Sasse des Meisters Lampe zurück, um sich an dem warmen Körperdunste zu berauschen. Danach wendet er querfeldein und pirscht nach Mäusen. Hinrichs schaut ihm mit verlangendem Herzen zu. Schwapp, hat List Leisegang eine beim Wickel. Da flitzt feine weiße Luntenspitze über den reisigen Grund. Die Enten scheinen den Mäusejäger vergessen zu haben ... Aber nein! In dem Fließe lockt ein Erpel laut und breit. Dies hat gezündet. Im Nu steht der Fuchs darauf zu. Hinrichs wird dabei wohl und wehe zugleich. Keine zwanzig Schritte rudert der feiste Enterich vor ihm im Wasser, bequem mit dem Drilling zu erreichen. Der Fuchs dagegen ist noch weit entfernt Wenn der Schwimmvogel noch einmal locken möchte, denkt der Alte, und siehe da, der Erpel bräkt wieder aus vollem Halse los. Der Wind trägt eilig den Laut davon, und der Fuchs kommt näher, aber bann verhofft er wieder und bleibt unschlüssig stehen. Irgend etwas in feiner Nase beunruhigt ihn und macht ihn stutzig Er hat den Geruch von Zweibein darin, er wittert das frische Wasser, hört abermals den Erpelruf, und jetzt zirpt es zu allem Ueberflusse auch noch so verlockend von den Mäusen aus her Weide, daß ihm ganz dummerig zumute wird und er sich auf die Keulen setzt, um ganz sicher zu gehen. Mause, Enten, Zweibein, Zweibein, Enten. Mäuse- was ist da -u tun? Unschlüssig äugt der Fuchs. Selten ist er vor solch schwere Entschei- düng gestellt worden. Der Wind kühlt fein Gesicht, der Hunger macht ihn hörig. Darum vergißt er ganz den Erpelruf, als er wieder die Mäuslein in der Weide zirpen. Nach Zweibein duftet es nicht mehr, also darum und dessentwegen, wer die Wahl hat, hat die Qual, zuerst den kleineren von den Genüssen, und Tritt auf Tritt schiebt sich der Fuchs näher zum Baume heran. Hinrichs schmunzelt und kneift die wasserblauen Aeugloin vor Vergnügen zusammen. Wie schön der Fuchs auf sein Müuseln kommt! Naturgetreu klingt der Lockruf aus feiner zittrigen Hand. Das freut den Mann dann ja aud), und er beeilt sich, den Trabanten durch das Astloch aufs Korn zu nehmen. Nun ist es geschehen ... Scheltend stiebt der Erpel aus dem Wasser, daß die Tropfen nur so pladdern. List Leifegang ruht gestreckt auf der bereiften Matte. Umständlich befreit sich Hinrichs aus dem Faul- stamm und schreitet über die Gemarkung, mit allerlei Rauchwerk behangen und erfüllt von den Gedanken eines fröhlichen Jägerherzens. Flaschenpost von 1871. Eine hermetisch verschlossene Metallröhre, die Briefe aus der Zeit des Krieges von 1870/71 enthielt, wurde jetzt in der Seine bei Mellon aufgefunden; die Entdeckung wurde von Tauchern im Laufe von Baggerarbeiten im Flusse gemacht. Während der Belagerung von Paris sandte man aus den Orten, die am Oberlauf der Seine liegen, die Post in die französische Hauptstadt, indem man diese Röhren in die Strömung warf, in der Hoffnung, daß sie am Bestimmungsort gesehen und aufgefischt werden würden. Fünfzehn Sendungen dieser Art sind, so weit man weiß, gemacht worden, aber keine Röhre ist während der Belagerung an dem Bestimmungsort elngetroffen. Fünf wurden im Jahre 1892 im Unterlauf der Seine aufgefischt und zwei im Jahre 1911. Nachdem nun die achte Röhre entdeckt ist, fehlen immer noch wenigstens sieben. Die Briefe stellen heute einen beträchtlichen Wert dar, weil sie mit Briefmarken der Zeit freigemacht sind, die von den Sammlern fefcr gejucht werden« Was Herr Biedermeier erfand. Es ist noch gar nicht so lange her, daß das E« findungswefen der Tummelplatz für allerlei merkwürdige Kauze war. Besonders zahlreich gab es solche in der Zeit des Biedermeier. Wenn man dis Zeitungen und Zeitschriften aus der Zeit vor 100 Jahren durchblättert, findet man immer wieder Kurioses aus der schrullenhaften Welt der Bieder meier-Erfinder. 1829 brachte der „Sächsische 2ronu peter" diesen Bericht über musikalische Suppentellerr „In Schleswia bereitet eine Fayencefabrik Tellers die Musik machen. Die Teller sind hohl und fangen* sowie eine heiße Flüssigkeit hineinkommt, an zu tönen, und da jeder Teller auch auf einen gewissen Ton gestimmt werden kann, so kann eine suppen- essende Gesellschaft sich auf das allerbequemste vor» treffliche Tafelmusik verschaffen." Eine Erfindung, die man in der Kälte ganz gut brauchen könnte, waren heizbare Kleiderstoffe. „Sie werden aus wasser- und luftdichtem Stoff verfertigt und hinten ist, wie eine Patronentasche, ein kleiner zierlicher Ofen angebracht, der mit Spiritus geheizt wird und die erwärmte Luft durch die hohlen Zwischenräume des Kleides versendet. Dreht man den Ofen nach vorn hin, so dient er zugleich als Laterne? Dem Hang zur Sparsamkeit kamen die Patent» möbel eines Herrn Eckhard entgegen, bei denen dis Stühle gewendet werden konnten, so daß für den Alltagsgebrauch der schlechtere Bezug, bei Besuch aber der feinere oben war. Aber nicht nur für die privaten Bedürfnisse, sondern auch für den allgemeinen technischen Fvrt^ schritt hatten die Erfinder merkwürdige Einfälle. «So meldete damals die „Vossische Zeitung", daß her Hamburger Professor Danzel auf einer Alsterarche eine hydraulische Maschine aufgestellt habe, mit bei? man ein Schiff bei Windstille fortbewegen fönnfl ja, sogar einen Luftballon wollte der gelehrte Hett mit diesem Apparat lenken. Und für die Sicherheit wollte der Erfinder einet Kutsche sorgen, in der einem nichts geschehen konnte, selbst wenn man von einer ganzen Räuberbande umzingelt werden sollte. „Rund um den Boden des Kutschkastens befinden sich 100 Schießapparate, und mit einem Fingerdruck entladen sich ebenso vietß l Feuerschlünde auf dis Bösewichte«^ firft des Studien der Kompo- Grimm-Feier der Universität AUF MÖNCKEBERG ROMAN VON OLAF BO UTE RWE CK (Nachdruck verboten.) 17. Fortsetzung. iem Kultur, Politik, Wirtschaft, Musik und Kunst endenden Landes. lsau. ikultur« Kunst und Wissenschaft. Geheimrat Sandberger gestorben. „Fräulein von Mönckeberg? „So lange nicht gesehen und doch wiederertanm! Sigrid Lächelte immer noch Ub£ N othtn alleg. lchenk -die. IAH 8 0& -rden, ! Don °uf gefüllten Eimer in die Wohnung, um sie erst Fliegeralarm herauszustellen. Beschickung der Viehweiden in Oberheffen. $ün_- atoltn lditio. !chon f be, •Debet wsge. über« fr t. M 'e. Cs Sub. Den Ring des Feindes durchbrochen. Deutsche Grenadiere auf vorgeschobenem posten am Oonez.—Ritterkreuzträger Major Or. Meiners berichtet in Gießen über die Kämpfe seines Bataillons. •SJolto •Kaden 1 einen ruf bis Aolks» ein, bie Menschen 'ichtung i. Diele mn bie he unb m wer« Es fei zufaw •gen ju •r diese )lle ein Andere seit bet floaten, entftan« Mr«-i erzufüh« mb die er vor« kes |eln. V sfilhrer» eist im der ge- undheit« irbe vor inöglicht- auch cm- üste und die von Wintei ltzen gr- Mgen^ > Brenn« - Waste eitsman, ; Angriffe Wwehn ter tun! schaftskomödle und charakterisierte eingehender als Ausnahmen die „Gefangenen" und den „duckens" des Plautus. Im Gegensatz zur älteren Typen« komädie ist die Tendenz zu charakterologischer Der- tiefung unverkennbar. Neben der Vertiefung und Vermenschlichung ist auch eine gewisse technische Verfeinerung $u bemerken. Naturtreue und Lebens« nähe gehen mit peinlicher Motivierung und lückenlosem Kausalzusammenhang -and in Hand. Die Erfindung neuer Fabeln war häufig durch den Anspruch des Publikums begründet. Mit interessanten Beispielen und amüsanten Parallelen zur modernen Literatur erörterte Professor Thierfelder den Aufbau der neuen Lustspielfabel, die vielfachen Unwahrscheinlichkeiten ihrer Voraussetzungen, die Einführung des Zufalls, die mittelbar uno unmittelbar komische Wirkung. An die Stelle der früher durchaus üblichen Zote tritt die Behandlung gewisser ethischer Probleme (sittliches Verhalten: Jugenderziehung), an die Stelle der vulgären eine höhere Komik etwa in der Behandlung erotischer Motive. Neben dem Thema des ehelichen Zerwürfnisses und des Gegensatzes der Generationen erfuhren die vier Komponenten der Irrtums- und Täuschungskomödis eine eingehende, durch Beispiele anschaulich belegte Schilderung. Mit dem Hinweis auf die Verwandtschaft zwischen komischer und sentimentaler Wirkung sowie auf den Einfluß der tragischen auf die Komödiendichtung beendete Professor Thierfelder seine übersichtlich gegliederten, feinsinnigen Darlegungen. Professor von Blumenthal schloß die Feierstunde mit Dankesworten an den Vortragenden und mit dem Gedenken an Führer und Wehrmacht. Lochen lang im infanteristischen Einsatz. Sie ha- en unerschütterlich standgehalten. Zwei E. K. I und 50 E. K. II waren das äußere Zeichen der Aner- ennung ihrer Tapferkeit. In der Heimat ist beson- ers der Kriegseinsatz des RAD. bei Aufräumungs- erbeiten nach englischen Terrorangriffen zu er- vähnen. Der Bericht erwähnt auch Die Erfolge des weiblichen Arbeitsdienstes beim Einsatz für die Bäuerin und im Kriegshilfsdienst. Aus ber «Stadl Gießen. Achtung vor dem Brot! Brot. Ein kleines und einfaches Wort, und doch so inhaltsschwer. Wie oft wird es gedankenlos hingesprochen-, was aber schließt es alles ein. Haben wir es nicht vergessen, was es heißt: das tägliche Brot? Welch tiefer Sinn und welche Verpflichtung liegt in den einfachen Aussprüchen des täglichen Lebens, wo es heißt, daß „jemand sein Brot verliert", oder aber, daß „jemand nicht mehr sein täglich Brot verdienen könne". So braucht jeder einzelne Tag für Tag dieses K Wort aber« und abermal. Wie wenigen mmt es in den Sinn, was damit, zwar unbewußt und doch wieder so klar, zum Ausdruck gebracht wird. Doch nichts anderes als das: all unser Tun und Denken um des Lebens materielle Sicherung geht aus vom Brot! Und ist es nicht tatsächlich so, daß Brot das entscheidende Nahrungsgut unseres VÄkes ist? Wird doch der deutsche Nahrungsmittelbedarf zu 33 v. H. allein durch das Brot gedeckt. Kernnahrung in des Wortes wichtigster Bedeutung ist also dieses Brot, das der Bauer in schwerer Arbeit der deutschen Erde abringt und das im Gleichmaß unseres Alltages von vielen Volksgenossen manchmal so wenig geachtet wird. Manch uralter Brauch der deutschen Landschaften kündet heute noch davon, daß unsere Altvorderen das Brot wie ein Heiligtum geehrt haben. Schande und Ehrlosigkeit galten dem, der diese köstliche Frucht deutscher Erde und harter Bauernarbeit miß- achtete. Kann es nicht wieder so werden wie ehedem? Achtlos fällt hier ein Stück vom Tisch, und dort in der Ecke, unter der Bank, verschimmelt und vertrocknet eine ganze Schnitte. Manchs Brottrommel könnte erzählen von nutzlos verdorbenem Brot. Gedankenlos ließen die Menschen es geschehen. Nicht allein die Stadt sicht solche Schändung, nein, leider auch das Land. Und wie in der Mietwohnung inmitten des Häusermeers, so geht leider auch in manchem Bauernhaus manch Stücklein Brot der menschlichen Ernährung verloren. Was schwer und ernst und mahnend aus uraltem deutschen Brauchtum klingt, laßt es darum wieder Gesetz werden für euer Tun und Handeln. Seid achtsam mit jeder Brotkrume und achtet im Brot die köstliche Gabe göttlicher Allmacht! Verludert nicht, was der Bauer mühsam der deutschen Scholle abringen mußte! Erzieht eure Kinder, daß sie nicht leichtfertig die Schnitte Brot mißachten, daß sie bewußt werden, welche Gabe sie in ihren Händen halten! Kür Tapferkeit vor öem KemÜe. Der Oberfeldwebel Erwin Schmidt aus Leih« g e ft e r n , der im Osten kämpft und schon vor einiger Zeit mit dem Eisernen Kreuz II. und I. Klasse ausgezeichnet wurde, ist Anfang Januar in Anerkennung seiner tapferen Leistungen vor dem Feinde zum Leutnant befördert worden. Löschwaffer mcht einfrieren lassen! teilung zu machen?" „Ganz recht, Herr Kommissar! Ich war sehr erschüttert, als ich heute früh in der Zeitung von dem Tode des Professors las. Ich kannte ihn zwar erst seit einigen Monaten, aber er war mir gegenüber stets sehr gütig und liebenswürdig, und ich gegen Polen bis zum Sturm auf Warschau vor dem geistigen Auge seiner Hörerschaft lebendig werden, um sie anschließend in ebenso großer Linie über den Kriegsschauplatz in Frankreich mit seinen wichtigsten Schlachten bis zum dortigen Feldzugsende zu führen. Schon hierbei erhielten die mit größter Spannung lauschenden Besucher eine starke Vorstellung von den ungeheuren Leistungen unserer Infanteristen. Dieser Eindruck wurde aber noch verstärkt und vertieft durch den bei aller Schlichtheit doch außerordentlich packenden Erlebnisbericht des Vortragenden über die gewaltigen Kämpfe im Osten. Major Dr. M e i n e r s war mit seinem Bataillon auch im Osten von Anfang an habet. In das besondere Blickfeld der Hörer stellte er zunächst die gewaltige Schlacht von Kiew, in der er an der 180 km langen Einkesselungsfront mit seinen Männern stand und zur Erringung eines der größten Siege der Weltgeschichte beigetragen hat. Nach dieser Schlacht ging es auch für sein Bataillon weiter nach Osten. Nunmehr schilderte der Ritterkreuzträger in packender und doch immer schlichter soldatischer Sprache die vielfältigen Erlebnisse seiner Truppe auf diesem Vormarsch. Immer nur stellte er seine Männer in den Vordergrund, von sich selbst spra er so gut wie gar nicht, obwohl er als Kommandeup des Bataillons doch der entscheidende Faktor bei allen Einsätzen feiner Grenadiere gewesen ist. Bei der Schilderung dieses Vormarsches wurde offenbar, unter welch gewaltigen Schwierigkeiten und mit welcher unübertrefflichen Hingabe und Begeisterung unsere Infanterie ihren Vormarsch im Osten durchs geführt hat. Da sah man im Geiste die Kolonnen der deutschen Soldaten, allen voran wieder die Infanterie, im Herbstregen und bald darauf folgenden nassen Schnee über Die grundlos, ja zum Morast gewordenen „Straßen" und Wege des Sowjetreiches vorwärts marschieren, immer dem fliehenden Feinde auf den Fersen, Tag für Tag, Nacht um Nacht. Die schweren Waffen, die Fahrzeugkolonnen, der Troß, alles bleibt schließlich im unergründlichen Schlamm und Morast des aufgeweichten Erdreiches stecken, aber der Infanterist marschiert und kämpft, und marschiert und kämvft immer wieder trotz gewaltigster körperlicher Anstrengungen und vielfältiger Entbehrungen, die er immer opferbereit auf sich nimmt, nur mit dem einen Ziel vor Augen, dem Feind unablässig auf den Fersen zu bleiben und ihn zu werfen. So geht es viele Tage lang, dis schließlich Major Meines mit seinem Bataillon Anfang November 1941 den Donez erreicht und hier erst, wie die anderen Spitzen der deutschen Wehrmacht, durch den Befehl des Führers zur Einstellung des nd. das En :ei merb gab man W vor 100 f Mer • Sieden Tronv pentelleri ;t Teller, d fangen« t an 'gewißen ! fuPÄ rnste )ffe. oerjerstS in tle ".1 man De! Laterne- . Pate^! i für W ft? ’S; fSi 'NA wC der s hinein. „Herr Holm, Sie haben wohl die Freundlichkeit, einstweilen hier in der Bibliothek Dlatz zu nehmen? Ich möchte einige Worte mit Fräulein vom Möncke- berg sprechen. — Stobbe, leisten Sie Herrn Holm Gesellschaft!" Sigrid nickte Axel freundlich zu und trat dann sogleich mit dem Kommissar in die Diele zurück. Raucheisen rückte Sigrid einen Sessel zurecht und ließ sich ihr gegenüber nieder. Sie besitzt Geschmack und Kultur! war Raucheisens erster Gedanke. Ihr helles, duftiges Seidenkleid, der breitrandige Strohhut und die eleganten Schuhe waren gut aufeinander ab gestimmt. Ihre Bewegungen waren ruhig und beherrscht, und Ruhe ging auch von der ebenmäßigen Schönheit ihres Gesichts aus. Raucheisen schüttelte insgeheim den Kopf; denn es war ihm völlig unbegreiflich, daß und warum Axel Holm auch nur einen Augenblick gezögert hatte, diese entzückende junge Dame zu heiraten, die mit ihrer natürlichen Anmut und rassigen Schlankheit doch sofort jedem Mann den Kopf verdrehen mußte, wenn in seinen Adern nicht gerade Wasser floß ... (Oder wenn er nicht bereite eine solch entzückende Frau wie Ellen besaß!) ,äch danke Ihnen, daß Sie so schnell herüber- gekommen sind, Fräulein von Mönckeberg", sagte Raucheisen. „Sie haben mir eine sachdienliche Mit- NSG. Löschwasser ist neben Sand die unentbehrliche Munition im Kampf gegen Brandbomben und Brände! Es muh deshalb immer und überall in ausreichender Menge vorhanden fein. Im Winter darf das Wüster nicht einfrieren, denn mit Els kann man nicht löschen! Zusätze von Viehsalz verzögern das Einfrieren um einige Grad. Sinkt die Temperatur unter den Gefrierpunkt, so nehme man die bei Hand. „Herr Holm, gestatten Sie mir, Ihnen zu Ihrem Verlust mein herzlichstes Beileid auszudrücken —" Raucheisen, der sich bisher im Hintergrund gehalten und die b erb en scharf beobachtet hatte, erkannte hinreichend, daß er mit seinen Mutmaßungen völlig danebengehauen hatte. Er trat jetzt einen schritt vor und räusperte sich. Axel wandte sich daraufhin um: „Ach, entschuldigen Sie! — Fräulein von Möncke- berg, darf ich Sie wohl mit Herrn Kriminalkommissar Doktor Raucheisen bekannt machen ...?" Während Sigrid dem Kommissar die Hand reichte, wurde Axel sich plötzlich seiner mangelhaften Kleidung bewußt. Er fuhr sich mit der Hand an den Hals und versuchte, den hochgeschlossenen Staubmantel noch höher hinaufzuziehen. Dann blickte er , , w „ auf feine Füße, die ohne StrümHs in weichen^ tief4 habe ihm so viel zu verdanken Die Gießener Bevölkerung hatte am gestrigen Sonntag ein unvergeßliches Erlebnis. In zwei großen Kundgebungen der Partei — am Vormittag im Gloria-Palast mit der Hitler-Jugend, am Abend in der Universität in einer überfüllten Parallel- Versammlung (Aula und Großer Hörsaal) — sprach der Ritterkreuzträger, Major und Bataillonskommandeur Dr. Otto Meiners über den Heldenkampf unserer Infanterie. Die öffentliche Kundgebung hatte in den Räumen der Universität eine so gewaltige Menschenmenge zusammengeführt, wie sie bisher nur ganz selten in gleicher Stärke dort zu sehen gewesen war. Die Menge bereitete dem Ritterkreutträger bei seinem Erscheinen und am Schlüsse seines Vortrages so überaus herzliche Ehrungen, wie sie nur aus der tiefen Dankbarkeit der Heimat gegenüber unserer kämpfenden Front, insbesondere gegenüber unserer unvergleichlichen Infanterie erwachsen können. Und die Heimat brachte damit einen kleinen Teil des tiefen Dankes zum Ausdruck, den wir alle angesichts der gewaltigen Leistungen unserer Kämpfer vor dem Feinde, besonders an der Ostfront, empfinden. * Nach dem Einmarsch der Fahnengruppe und dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Liedes „Volk ans Gewehr" hielt der Hoheitsträger der Partei im Kreise Wetterau, Kreisleiter Oberbereichsleiter Backhaus, in dessen Begleitung der Ritterkreuzträger Major Dr. Meiners erschienen war, ebne kurze Ansprache, in der er zunächst unter lang- anhaltendem starken Beifall der Versammlung den Ritterkreuzträger herzlich begrüßte und dann mit eindringlichen Worten die große Bedeutung der schweren militärischen Auseinandersetzung im Osten betonte. Ferner wies er darauf hin, daß als treibende Kraft hinter diesem uns aufgezwungenen Kriege das internationale Judentum steht, das das Ziel verfolgt, Deutschland und seine Verbündeten zu vernichten. Dann würdigte der Kreisletter mit herzlichen Worten des Dankes die unvergleichlichen Leistungen der deutschen Infanterie als der Hauptträgerin aller Lasten des Kampfes, aber auch als der .Königin aller Waffen", die für jedes Kampf- geschehen Träger der Entscheidung ift Ritterkreuzträger Major Or. Meiner« berichtete hierauf in etwa zweistündiger, außerordentlich fesselnder Erzählung über seine und seines Bataillons Erlebnisse. Er betonte habet in schlichter Welfe, daß er nur einer von den Millionen deutscher Infanteristen sei, die an allen Fronten ihre Pflicht tun. Dann ließ er in kurzen Strichen den Feldzug Die Vorbereitungen zur diesjährigen Beschickung der Viehweiden in Oberhessen sind in vollem Gange. Der Landesverband der Rinderzüchter Hessen-Nassau verfüg! bekanntlich in Oberhessen über drei Iungvieyweiden, nämlich Warthof bei Grünberg, Tiergarten bei Hungen und Wernings bei Gedern. Auf der Iungviehwelde Warthof bei Grünberg werden nur rote Höhenvieh-Rinder und Höhenfleckvieh- Rinder zugelassen, auf die Iungviehwelde Tiergarten bei Hungen kommen Höhensleckvieh-Rinder und schwarzbunte Niederungs-Rinder, während auf der Iungviehwelde Wernings ausschließlich Höhen- fleckoieh-Rinder zum Auftrieb kommen. Es können nur Rinder mit Herdbuch-Abstammung zugelas- sen werden, ebenso Sttttfohlen von eingetragenen Hauptstommbuch-Stuten und Stammbuch-Stuten, Fohlen auf allen drei Weiden. Wie wir vom Tier- zuchtamt Gießen hören, erhalten die Vertrauensmänner in den nächsten Tgen die vorgeschriebenen beiden Anmeldelisten zugesandt, auf denen die Anmeldung bis spätestens zum 15. Februar vorgenommen werden muß. _________ ausgeschnittenen Hausschuhen steckten. Er zog sich hinter oen breiten Rücken Raucheifens zurück und versuchte, sich vorerst so klein wie nur irgend möglich zu machen. Raucheisen, der diese Bewegung beobachtet hatte und sie richtig deutete, lächelte ein wenig in sich ,&d) komme sofort zur Sache!" unterbrach Sigrid sich, als sie Raucheisens leichte Ungeduld bemerkte. „3n der Zeitung stand, daß Professor Beierfeld von einem unbekannten Täter erschossen worden fei, und daß alle Personen, die irgendwelche zweckdienliche Mitteilungen machen könnten, sich mit Ihnen in Verbindung fetzen möchten, Herr Kommissar." „Sie machen mich Immer neugieriger, Fräulein von Mönckeberg", sagte Raucheisen lächelnd. „Hoffentlich enttäusche ich Sie nicht, Herr Kommissar! — Ist es Ihnen schon bekannt, daß Professor Beierfeld vor etwa fünf Monaten einen Teil Der hinterlassenen Bibliothek meines Vaters käuflich erwarb?" „3a, ich hörte davon." „Das Merkwürdigste ift nun, daß vorgestern nacht ebenfalls ein Einbruch in meiner Wohnung verübt worden ist! Dieser Einbruch ist mir um so rätselhafter, als nicht das Geringste gestohlen wurde, obwohl der Einbrecher zum Beispiel meine Schmucksachen und das vorhandene Bargeld gar nicht übersehen konnte. Dagegen hat er meine Bibliothek offenbar auf das sorgfältigste untersucht; sämtliche vorhandenen Bücher waren aus den Fächern herausgerissen worden und lagen verstreut umher. Aber auch von diesen Büchern fehlt nicht ein einziges Exemplar, wie ich gestern vormittag an Hand meiner Liste festgestellt habe." „Das ist allerdings seltsam", mumelte Raucheisen nachdenklich. Eine Weile schwieg er; dann bat er Sigrid um einen genauen und umfassenden Bericht. Sigrid holte weit aus und erzähtte den Fall so ausführlich wie möglich; sie mar bemüht, auch nicht die geringste Kleinigkeit dabei auszulassen. Raucheisen stellte hin und wieder einige kurze Zwilchenfragen; sonst aber hörte er auch bei den scheinbar unwichtigsten Dingen geduldig und aufmerksam zu. Nebenbei machte er sich eifrig schrifta liche Aufzeichnungen. i (Fortsetzung folgt) Drei, vier Sekunden dauerte dieser Zustand völliger Hilflosigkeit, während er in Gedanken ebenso synell wie vergeblich die lange Reihe feiner werblichen Bekannten durchging. Aber dann entdeckte er unter dem linken Auge Der junaen Dame einen vinzig kleinen Leberfleck, dessen Lorhandenlein in ftinem Unterbewuhtseln plötzlich wie em elektrischer rsunke irgend etwas auslöste, was ihn in unglau- L Erstaunen fragen ließ: iulein von Mönckeberg?" f beut» ;• Diel. lrll9en olbati, 1 eine, . Ihren Aus. it Aum Sieg, 'mtlfli t5 unb 8u en lehmfttz Die Philosophische Fakultät (I. Abt.) der Ludwigs- Universität hielt am Samstagabend im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts ihre Grimm- Feier ab. Professor Dr. von Blumenthal hieß als Dekan namens der Fakultät die Hörer will- fommer- und erinnerte an die ehrwürdige Gevflo- genheit der alma mater. In Feierstunden Ihrer großen 'Männer zu gedenken, wie sich heute das Deutsche Seminar Jakob Grimms als oes Begründers seiner Wissenschaft dankbar erinnere; indem ein Vertreter der Altertumswissenschaft dazu das Wort ergreife, werde gleichzeitig die Heuer ausgefallene Winckelmann-Feier in etwa nachgeholt. Darauf ergriff Professor Dr. Thierfelder das Wort zu einem auch für Laienhörer interessanten und vielfältig anregenden Vortrage über bie neue Komödie der Griechen, das heißt die rund hundert Jahre nach Aristophanes entstandene Komödienliteratur, die in erster Linie durch Menander, ferner durch Philemon, Apollodor unb eine Reihe uns nicht mehr bekannter Autoren repräsentiert wird unb uns burch bie späteren römischen Bearbeitungen des Plautus und Terenz einigermaßen geläufig Ist. Während die alte, aristophanische Komödie als politisch, phantastisch und weitgehend unanständig zu charakterisieren ist, kann die neue als der genaue Gegensatz dazu, im übrigen als privat, bürgerlich und fantillär gekennzeichnet werden. Politische Aktualitäten wären ja später unverständlich gewesen, während der Ruhm attischer.Eleganz sich gerade auf bie römischen Ueberfehungen gründet. Die Phantastik wurde zugunsten einer dichterischen Erschließung des Menschlichen aufgegeben. Der Vortragende umschrieb den verhältnismäßig engen Personenkreis der ziemlich einseitigen neuen Gesell- So kam es, daß Sigrid und Axel Im wahrsten kinne des Wortes zusammenprallten. Ader die von Raucheisen erwartete Ueberraschung klieb aus. Zu seinem Bedauern Axel trat nur einen Schritt zurück und sagte! mtt enem höflichen Neigen des Kopfes: „Oh, entschul- t"gen Sie!" Sigrid antwortete nicht gleich. Einen Augenblick Ung starrte sie Axel ins Gesicht; bann streckte sie i?m die Hand entgegen unb sagte rasch: ,/£ie sind doch Herr Holm?" .. Der weltgewandte und draufgängerische Axel, Der onft nie zu verblüffen und durch nichts aus der Raffung zu bringen war, lernte zum erstenmal in inem Leben den Begriff des Wortes „Verlegenheit" kennen. Da stand eine entzückende junge Dame vor ihm, bie ihm freundlich zulächelte wie einem alten Bekannten, bie ihn sogar mit feinem Je amen onredete — und von der er nicht wußte, wer sie vor und wie sie hieß! Es war ein scheußliches Axel trat schnell einen Schritt vor unb beugte sich über ihre schmale, weiße Hand. „Mein Gott, Sie haben sich aber auch wirklich verändert, Fräulein von Mönckeberg. Ich hatte Sie ganz anders in der Erinnerung! — Damals .,.!" Er stockte, denn er mußte unwillkürlich an das „Dumme Gänschen" denken, als das er sie — natürlich völlig zu Unrecht, wie er jetzt erkannte — bezeichnet hatte. „3a, damals trug ich noch Trauerkleidung", fiel Sigrid ein. Sie seufzte bann ein wenig. „Damals ..." Wieviel Not und Trauer und Bitterkeit löste dieses eine kleine Wörtchen in ihr aus. Damals war gerade ihr Vater gestorben. Damals hatte sie das Schloß Mönckeberg und alles, was ihr lieb war, verlassen müssen. Damals stand sie vor Dem blanken Nichts, und nur bie verhält- nismähig große Summe, die Professor Beierfelb ihr für einen Teil der Mönckebergschen Bibliothek anbot, hatte es ihr ermöglicht, sich über Wasser zu halten und sich in Berlin ein bescheidenes Dasein aufzubauen ... „Ja, damals", wiederholte sie mit einem wehmütigen Lächeln. Dann bot sie Axel erneut bie Kleine politische Nachrichten. Aus Anlaß seines 50. Geburtstages sind Reichsleiter Reichsminister Alfred Rosenberg aus ellen Teilen des Reiches, aus den besetzten Gebieten, von der Front und aus Dem Ausland so zahlreiche Glückwünsche zugegangen, daß er auf diesem Dege alle, die seiner gedacht haben, bittet, feinen testen Dank entgegenzunehmen. Der Staatssekretär und Ehef des Generalstabes bet italienischen Luftwaffe, Generaloberst Fourier, nahm während seines Aufenthaltes in EZeutschland Gelegenheit, Rüstungswerke sowie Ver- achs- und Erprobungsanstalten der Luftwaffe zu esichtigen. Außerdem hatte er längere Unterredungen mit Reichsmarschall Göring und dem Staatssekretär der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Milch. * An der Kampffront gegen Sowjetrußland ist General Xarnaffi, Kommandant einer italienischen Brigade gefallen, ebenso der italienische Dichter ßaura n o. * In Berlin traf auf Einladung von Oberbefehlselter Hilgenfeldt der spanische Parteiminister Arrese in. In feiner Begleitung befanden sich Manpel halbes, Dlzesekretär der Falange, und Gabriel Anas Calgado, Dlzesekretär für Presse und Propaganda. In Hsingking wurde ein deutsch-mandschurischer tunbfuntoertrag unterzeichnet. Der Vertrag regelt >en Austausch von Rundfunksendungen zwischen Berlin unb Hsingking, die jeweils im Rundfunk es empfangenden Landes übernommen werden ollen. Die Sendungen umfassen Vorträge über In München starb im 80. Lebensjahr der Komponist-und Mus'lkwLftnschafUer Geheimrat Professor Dr. Adolf Sandberger. Nach Studien der Komvo- ition unb Musikwissenschaft in Würzburg, München mb Berlin wurde Sandberger 1889 Konservator er Musikabteilung der Hof- und Staatsbibliothek u München und 1909 ordentlicher Prosestor der Musikwissenschaften an der Münchner Universität. Zandberger hat sich zuerst mit einer Abhandlung ifyer Peter Cornelius bekannt gemacht, später wandte er sich der älteren Musikgeschichte zu, haupt- ächlich der Geschichte der bayerischen Hofkapelle jnter Orlando bi Lasso. Don Sandberger stammen gelter Studien zur Geschichte des Haydnschen Streichquartetts. Als Komponist ist Sandberger eroorgetreten mit Liebern, Klavierstücken, gemisch- en Q%ören, Männerchören, Kammermusik, Orchester- oerten und zwei Opern .Ludwig der Strenge" unb »Der Tob des Kaisers". Hochschulnachrichten. Im Alter von 73 Jahren starb in Stuttgart der frühere Leiter der Städtischen Frauenklinik, Prof. J)r. Karl Bai sch. 1869 in Gaildorf (Württem- Berg) geboren, ftuolerte er in Tübingen, München iinb Freiburg, habilitierte sich 1894 in Tübingen linb siedelte später nach München über. 1913 wurde lt Leiter der Städtischen Frauenklinik des Katha- linen-Hospltals in Stuttgart. — Der emer. Ordlna- tius t'ür Veterinärhygiene an der Universität Leip- •g, Dr. phil. et med. vet., Dr. med. vet. h. c. Martin limmer, vollendete in diesen Tagen fein 70. ebensjahr. In Dippoldiswalde geboren, studierte r In Dresden, habilitierte sich ebenda, wurde a. o. nb o. Professor und siedelte 1923 nach Leipzig ber, wo er 1938 in den Ruhestand trat Seme orschung galt vor allem der Rindertuberkulose, lud) um die Milchhygiene hat er sich verdient ge- nacht. — Im fast vollendeten 88. Lebensjahr starb er Nestor ber deutschen Dermatologen, Hofrat ;rof. Dr. Gustav R i eh l. In Wiener-Neustadt ge- oren, studierte er in Wien und habilitierte sich ort 1885. 1896 folgte er einem Rus noch Leipzig, vo er die Errichtung unb Leitung der neuen Kli- kk für Dermatologie übernahm. 1902 ging er als rdinarius nach Wien zurück und lehrte dort bis zu kiner Entpflichtung im Jahr 1926. Er war Ehrenmitglied der Deutschen Dermatologischen Gesell- SJL-^pont sich die beiden Gegner in Gange. Landkreis Gießen. die'Hand, lieber den Verlauf des Spieles ist kaum * Allendorf (Lahn), 18. Jan. Am heutigen gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. Das In der lämmer 52 bis 54, mittlere Mastlämmer und äV IßLORIfll 0354 / IMIM hofs statt. 184D 0352 üluslkschulen der Univ.-Stadt Gießen and der Hitler-Jugend. 189D PALAST : Giessen. kampflos kamen. Handball-Gauklaffe. Spiel SA. Frankfurt gegen den Luftwaffen- Preisgekrönt! Rezept eines einträglichen kosmetischen Erzeugnisses Umständehalber billig abzugeben. Schriftliche Angebote unter 183V an den Gießener Anzeiger erbeten. wertig. Doch bald veränderte sich dieser Eindruck, und die Flieger nahmen das Spiel vollkommen m Hauptjchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptlchriftleiters: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik und Lil der: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuiüclon: Dr. Hans Tburtot; iür Stadt Gießen, Provinz Wirtichaft und Sport: Ernst B!umichein. Des großen Erfolges wegen verlängern wir bis Mittwoch einschließlich den Tobis-Film Junges Ehepaar sucht kleine 2-Ziwrwohnung in oder bei Gietzen. Schr. Ang. unt. 0288 a. d. G. A. wafsensportverein Gießen die Derbandsserie fort. Beide Mannschaften traten auf dem 1900-Plotz gegenüber den seitherigen Spielen mit Veränderung an. Am Anfang des Spiels schien es so, als seien ** Ein Fünfundsiebzigsähriger. Am morgigen Dienstag, 19. Januar, kann der Reichs- bahn-Oberlokomotioführer i. R. Heinrich Gering, Wilhelmstroße 48 wohnhaft, in bester Gesundheit seinen 75. Geburtstag begehen. Wir wünschen dem alten Herrn zu seinem Geburtstage und Die Sprechstunde der Jugend-Musikschule findet regelmäßig am Dienstag von 10-13 Uhr und von 15-17. Uhr auf der Dienststelle der Hitler-Jugend des Bannes 116 Gießen, Seltersw. 52, Zimm. 3 statt. Auf das Büro einer Gießener Großhandlung wird zum 1. April ein kaulmäniL Lehrling gesucht Selbstgeschrieb. Meldungen u. 192D an den Gieß. Anzeiger. Einstellung über das Arbeitsamt Gießen. mit HEINRICH GEORGE HEIDEMARIE KATHETER Will Quadflieg — Marina von Dittmar Täglich 2.30 — 4.45 — 7.30 187C Gloria-Palast, auf der Ritterkreuzträger Major M e i n e r s sprach, waren Verwundete aus hiesigen Lazaretten erschienen. Verdunkelungszeit: 18. Januar von 17.41 bis 7.53 Uhr. Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir herzlich Rcbard Gewiese und Frau Hilde, geb. Weber Schroda/Wartheland, z. Z. i. Felde Gießen-Kl.-Linden, Frkf. Str. 115 Januar 1943 Handball der HI. CJ.-filaffe. DJ.-Klaste tritt nun eine längere Ruhe- 7 Ein Bavaria-F ilm mit Hans Moser, Irene v.Meyendorff, Lotte Lang, Ruth Eweler, Margit Symo, Ivan Petrovich, Fritz Odemar, Hans Zesch-Ballot Spielleitung: HANS H.ZERLETT Mit einer Fülle witziger und komischer Einfälle schildert dieser lustige Bavaria - Film, wie Hans Moser als eigensinniger Aushilfs-Portier ein ganzes Hotel tyrannisiert. Wochenschau.Kulturfilm Heute Montag Erstaufführung Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.80 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.80 Uhr Jugend nicht zugelaaeen 1 [179C Freitag abend entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unsere geliebte Schwester, Schwägerin, Tante und Großtante Elisabeth Walther. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna Walther Professor Dr. Walther und Familie Gießen, 16. Januar 1943. Die Trauerfeier findet Mittwoch, 20. Januar, 14 Uhr, in der Kapelle des Alten Fried- Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang meines lieben Mannes Anton Rohrbach sage ich meinen herzlichsten Dank. Besonders danke ich Herrn Pfarrer Schmidt für die trostreichen Worte. Frau Martha Rohrbach, Witwe. Gießen, den 16. Januar 1943. geschrieben wird, ihre Vortragstätigkeit im neuen Jahr mit einer bedeutsamen Dichterstunde. Der bekannte alemannische Dichter Hermann Evis Busse wird am 22. Januar aus eigenen Werken lesen. Volk und Volkstum, Landschaft und Bauernart, Ein eigenes Haus Jetzt durch steuerbegünstigtes Bausparen planmflfjlg vorbereiten I Verlangen Sie kostenlos den Ratgeber W von Deutschlands größter Bausparkasse Fabrik oder gewerblich nutzbares Grundstück jeder Größe, jedoch nicht unter 200 qm bebauter Fläche zu kaufen gesucht. Makler erbeten. j 85 V Schädlich vertegl. -uic y o . etwas zu berichten. Dos Ergebnis von 22:2 besagt * Allendorf (L a h n), 18. Jan. Am heutigen alles. Trotz der unaufhaltbaren Niederlage setzte sich Montag begeht der hiesige, weithin bekannte Bauer die Büdinger Mannschaft mit anerkennenswertem Heinrich Gärth seinen 75. Geburtstag. Dem Kampfgeist ein. Auch im übrigen war das Spiel । Jubilar, der sich allgemeiner Wertschätzung erfreut, ohne besondere Zwischenfälle, obwohl der Boden auch unser herzlicher Glückwunsch. Frankfurt a. M., 16. Jan. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 46 bis 47, b) 41 bis 43, c) 35 bis 38; Bullen a) 44 bis 45, !b) 40 bis 41, c) 34 bis 36; Kühe a) 44 bis 45, für feinen Lebensabend alles Gute. b) 39 bis 41, c) 32 bis 35, d) 20 bis 25,5; Färsen ** 75 Geburtstag. Frau Witwe Armada) 44 bis 46, b) 40 bis 42, c) 35 bis 37; Kälber Egly, Landgraf-Philipp-Platz 7 wohnhaft, konnte I (Sonderklasse) nicht notiert; Kälber a) nicht notiert, am gestrigen Sonntag, 17. Jonuar, ihren 75. Ge-, b) 57 bis^59, c) 46 bis 50, d) 30 bis 40, beste Mast- burtstag begeheii. Der Jubilarin gilt nachträglich auch unser herzlicher Glückwunsch. *♦ Hermann Eris Busse l i e st in Gießen. Die im Gießener Dortragsring zusammengeschlossenen Kulturverbände (Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude") eröffnen, wie uns fageirnum (trockener Keller oder massiver Erdgeschotz- oder Stallraum) m Gietzen oder näherer Umgeb, von Industrieunternehmen zu mieten gesucht. 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