(93. Jahrgang Nr. 113 Drlüremi täglich, außer Sonntags und feiertags •Beilagen: Gtekener »>amilienblätter veimatimBild DieScholle Bezuasvreis: Monatlich. . ÄM. 1.80 Zustellgebühr.. „ - 95 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift ^Anzeiger" Postscheck 11688 krrankf.M. W Ak W* 9 Montag.ir.Mai 194» Gießener Anzeiger IX^ Nachlässe: vrühlsche Universttätrdruckerei 8. tätige General-Anzeiger für Oberhessen *ssss* WUDI । setzt hatten, haben sich ebenso wenig erfüllt wie der Einsatz neuester Jägermuster. Kürzlich würbe von feindlicher tuflferror gegen Italien. leichtern ihnen damit Vas Auffinden des Gegners. Der Gegner indessen hat gegenüber 1917 außer Nugzeugen und Funkmeßortung keine wesentlichen Verstärkungen seiner U-Boot- ^bwehr vornehmen können. Er hat noch keine tokratie und - Komintern stehen. In die Welt, die mit* Xi 1 r<4\ ittnh * anzusehen. Also auch zahlenmäßig ergibt sich gegenüber dem ersten Weltkrieg ein außerordentlicher Vorteil auf unserer Seite. Ueberdies kämpft auch die Luftwaffe heute an der Seite der U-Boote gegen die feindlichen Han- klsschiffe. Flugzeuge unterstützen durch ihre Fernaufklärung die Operationen der U-Boote und er- dankte dem Gauleiter für den ehrenden Empfang. Er freue sich, wieder einyial in der Gauhauptstadt U-Boot-Loge für den Feind heute sehr viel ernster ist als 1917 und damit die Aussichten, den Gegner niederzuzwingen, für uns heute bedeutend größer sind als damals. DSW. ständigung gestalten wollten, schlugen deshalb die Donnerschläge von Bomben unti Granaten. Heute wissen wir, daß es nur da n n einen dauerhaft en Frieden und eine Ordnung in der Welt geben kann, wenn unsere jungen Döl- ker total und endgültig «ihre Macht ge- festigt haben. Wenn Japan in der Ordnung des ostasiatischen Großraumes feine, Mission erfüllt und wenn wir die Neuordnung Europas gestalten, dann wird dte Welt erkennen: Hier wird Weltgeschichte gemacht. Dem friedlichen Willen der jungen Völker setzte die gegnerische Welt ihren unerschütterlichen, haßerfüllten Kriegswillen entgegen. Sie hat jedoch inzwischen erfahren, daß wir die harte Sprache des Krieges nicht nur verstehen, sondern daß wir sie auch sehr deutlich zu sprechen wissen. Das Bekenntnis des japanischen Volkes zum Tenno, das Bekenntnis des deutschen Volkes zum Führer, sind Zeichen, die die jugendliche Ungebrochenheit und die Kraft unserer Völker in einem einmaligen Gleichnis demonstrieren. Das ist Glaube und Tat. Unsere Ueberzeugung ist es, daß unsere Ideale höher sind und daß unser Glaube ftärfei; ist als der jener Welten, die gegen uns stehen. Die enge Zusammenarbeit der Gestalter des großasiatischen Raumes mit den Gestaltern der Neuordnung in Europa wird d i e Weltenwende herbeiführen. Mit der unseren jungen Völkern innewohnenden Gestal- tungskraft wird dann in enger Zusammenarbeit eine friedliche Ordnung in der Welt aufgebaut werden, die den Lebensraum unserer Völker sicherstellt und allen Völkern der Erde zum Segen gereicht. Botschafter Oshima Oie Flugzeugverluste unserer Gegner. Me von zuständiger deutscher Seite mitgeteilt wurde, verloren die Briten und Amerikaner unter U-Boote 1917 und 1943. Oie Schiffsraumfrage im Vergleich zum ersten Weltkrieg. LlGA-Gtrategen im Iran Will Roosevelt den Iran besehen? Der Kaiserlich Japanische Volschaster in der Gaichanpistadl General Oshima von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger empfangen. Der italienische Wehrmachtbericht vom Samstag meldet u. a.: Civitavecchia, Palermo, Sassari und verschiedene andere Orte Sardi- niens waren geftem das Ziel feindlicher Luftangriffe. Die Bevölkerung hatte Verluste. Es entstand Gebäudeschaden, besonders in Civitavecchia. Neun Flugzeuge wurden von der Flakartillerie auf Sardinien, 2 von der Flak von Palermo vernichtet. Am Sonntag meldete der italienische Wehrmacht- bericht u. a.: Die Stadt T .... rung durch den Gauleiter haben die deutsch-japa» Nischen Beziehungen im Rhein-Main-Gebiet seit seinem letzten Hiersein eine erfreuliche Entwicklung genommen. Mit lebhafter Genugtuung habe er feststellen können, daß die Verbundenheit Deutschlands und Japans zu einer unverbrüchlichen Waffenbrüderschaft geführt habe, die nunmehr eine ungeheure Feuerprobe erfolgreich bestehe. Japan habe für die Errichtung eines wahrhaft gerechten Friedens alles getan. Gerade der Führer des Derschen Reiches sei immer für die Erhaltung des Friedens eingetreten. Die gemeinsamen Feinde haben jedoch diese Bemühungen keineswegs verstehen können, sie haben sie sogar als ein Anzeichen oer Schwäche ausgelegt und haben immer unverschämter zum Kampf herousgefordert. „Sie haben uns nicht feige gefunden. Hätten wir uns ihnen gebeugt, so wären Verelendung und Sklaverei unser Los gewesen. Wir aber haben zu den Waffen gegriffen. Es ist japanischer Kriegergeist, das Schwert, das man einmal gezogen Hot, nicht eher ruhen zu lassen, bis das heilige Ziel erreicht ist. Ich weiß, daß es der Deutsche ebenso hält. Dieser Kampf ist sowohl nach feiner Bedeutung als auch nach seinem Ausmaß geschichtlich einmalig. Um einen solchen Krieg siegreich zu Ende zu führen, bedarf es naturgemäß des totalen moralischen und physischen Einsatzes des ganzen Volkes. Ich bin fest überzeugt, daß unsere beiden Völker, die vom Geist einer stolzen Geschichte und Tradition beseelt sind, diesem totalen Krieg durchaus gewachsen sein werden. Wie hart der Kampf auch in der Zukunft sein mag, kann nichts unsere Sie- gesgewißheit ins Wanken bringen, denn die Härte ist gerade der willkommene Prüfstein für das unseren beiden Völkern innewohnende Soldatentum. Wir haben einen Geist, wir haben ein Ziel. In voller Zuversicht, gelassen und stolz schreiten wir In. der feindlichen Presse wird oft unter dem Eindruck der Versenkungen betont, daß die Schiffs- für die Achsengegner heute so ernst sei ipie 1917. Ueberlegen mir einmal, was das bedeutet. Bekanntlich war der unbeschränkte U-Boot-Krieg «. vlv ««। ri-t i*«/, u/uuu cumwu m wi vmiuyunpiiiuui, zdic yuven einen y>eqi, wir yaoen ein Siel ön Schutz, ihre Geschwindigkeit richtet sich überdies j wir durch kulturelle Anregung und geisttge Ver- als Gast zu weilen. Dank der besonderen Förds- voller Zuversicht, gelassen unb stolz schreiten' wi« Zwischenfall im Wäschegarten Von Erich Paetzmann. Gerade in dem Augenblick, als er draußen die Straße entlang kam, erschien em Fräulein im Garten und schleppte eine Wäscheleine, einen Fußschemel und einen Beutel mit Klammern hinter sich her. Er blieb stehen, stemmte sich aus seinen Stock und begann das Fräulein liebenswürdig zu betrachten. Es hatte ein hellblaues Leinenkleidchen an und war auch sonst angenehm und lustig anzusehen. Im übrigen mochte dies sein siebzehnter Lenz sein, der da gerade von dem warmen Südwind über das Land geblasen wurde. Das Fräulein ließ sich ruhig betrachten, bemerkte ihn hingegen durchaus nicht. Obwohl er nn ganzen ein recht ansehnlicher Junge war. Und wenn auch seine Hose und sein sonstiges Gewand schon ein bißchen arg nach langer Öfatjrt aussah, so wurde das nun wieder durch ein paar schöne Weidenkätzchen an seinem Hut reichlich ausgeglichen.. Das Fräulein wickelte die Leine auseinander, rückte den Schemel neben einen Wäschepfahl und stieg darauf. Sie tat das alles ein bißchen hochmütig und geziert, wie man das gern tut, wenn man siebzehn Jahre alt ist und ein fremder junger Mann zuschaut. Plötzlich sank der Schemel mit dem einen Bein in ein Maulwurfsloch hinein, kippte um, und das Fräulein purzelte sozusagen mitsamt seinem Hochmut und seinem blauen Leinenkleidchen in den Rasen. Der junge Mann kam sofort voller Interesse an den Zaun heran und stützte sich sogar mit den Armen darauf. Das Fräulein wäre schrecklich gern in die Erde gesunken, zog es aber dann vor, aufzustehen und sich in' aller Oeffentlichkeit zu schämen. Bekanntlich werben die Burschen kühn, wenn sich die Mädchen schämen, zumal so um die Frühlingszeit herum. Der am Zaun war auch nicht besser, denn er lachte nun, mit seiner frechsten Unbeküm- mercheit zu ihr herüber. Da er aber sonst nichts tat und sagte und schließlich doch einer mal das Wort ergreifen muhte, fuhr sie plötzlich spitz zu ihm herum. ,/Sie haben wohl auch nichts Besseres zu tun als da herumzustehen, wie?" „Nee, Fräulein, momentan nicht. Ich könnte Ihnen direkt ein bißchen helfen, wenn ich wollte." „So, ist ja furchtbar nett von Ihnen! Wenn Sie wollten —" „Ich meine eigentlich mehr wegen den Maulwurfslöchern und dem' guten blauen Kleidchen." „Ach ja — Sie! Eben haben Sie noch gelacht." „Aber wenn ich Ihnen nun die Seine anmache, Fräulein, was krieg ich denn dafür?" „Was möchten Sie denn? Vielleicht — paar Brote oder so?" „Bong! Aber nur, wenn mit alter Wurst und Schinken. Ist abgemacht, Fräulein." Damit stieg er über den Zaun, steckte seinen Stock in die Erde, hängte den Hut obendrauf und machte sich mit sichtbarem Sachverstand daran, den Garten kreuz und quer mit Leinen zu verbinden. Das Fräulein sah ihm eine Weile zu, lachte auch mal zwischendurch über einen Witz von ihm und schlenkerte die. übrige Zeit fröhlich den Klammerbeutel hin undcher. Dann fiel ihr plötzlich ein, daß es Samstag märe, und sie ging hin und schleppte einen Korb voll Wäsche heran. Es zeigte sich jetzt, daß er ihr nicht bloß um des schnöden Lohnes willen half, sondern daß er auher- dem noch ein richtiger guter Kerl und ein Stück von einem Kavalier war. Derrn er nahm ihr sogar das Wäsche aufhängen ab. Sie brauchte nichts zu tun als dabei zu stehen und ihm die Klammern zu reichen. Wenn er sie dabei anlächelte, lachte sie auch. Solange, bis sie beide ein bißchen verwirrt den Blick wieder nach oben richten mußten, auf die Wäscheleine oder noch höher, in den blauen Himmel, über den der Wind die weißen Frühlingswölkchen blies. Plötzlich blickte sie verwundert um sich. Sie waren rings von Wäschestücken eingeschlossen. '„Ach du meine Güte, Sie hängen ja alles im Kreis herum!" „Nee, alles nicht, Fräulein! Hier ist noch eine Luke, die muh noch zu!" „Ja, abet —" » „Augenblick! Noch eine Klammer, wenn ich bitten dürfte!" „Ja, aber —" Er nahm jedoch nicht bloß die Klammer, sondern die ganze Hand. Und da sie überhaupt so 'frisch und jung und appetitlich vor ihm stand, konnte er nicht anders, er nahm auch die andere Hand, und dann den Arm, und dann zog er sie ganz und gar an sich. Aber er lächelte jetzt nicht mehr, sondern war auf einmal ernst geworden. Sie stand ganz nahe unter seinem Gesicht und bemerkte zum erstenmal, daß er helle blaue Augen hatte, noch heller als der blanke Frühlingshimmel über ihm. Das war das letzte, was sie sah, ehe sie die Augen schloß. Als sie wieder zu sich kam, war er schon längst auf der Straße. Er ging mit weiten Schritten und drehte sich nur ein einziges Mal nach ihr um, schon sehr fern von draußen her. Er sah sie noch immer am Zaune stehen, still und allein und ein bißchen fassungslos. Ihr Leinenkleidchen wehte leise im Wind wie eine kleine blaue Frühlingssahne. Da« erste Werkzeug der Menschen. Der Zeitpunkt, an dem der Mensch begann, nicht mehr ausschließlich seine naturgegebenen „Werkzeuge" zu benutzen, sondern zwischen sich und der Natur etwas Künstliches einfügte, indem er einen Gegenstand gebrauchte, gab den ersten Anstoß zur Kulturentwicklung überhaupt. Die Veranlassung dazu war gegeben, als die ältesten Menschen von einer fast ausschließlich pflanzlichen zur tierischen Nahrung übergingen. Als ältestes Gerät aus Stein dienten ihnen die sogenannten Faustkeile, die sich von der ältesten Altsteinzeit ab einige Jahrhunderttausende hielten und die in der ganzen Welt gefunden worden sind; in Deutschland hat man bisher etwa 80 zusammengebracht. Sie sind mit der Neandertalkultur in Zusammenhang zu bringen, als die Menschen in erster Linie Jäger waren, wie die Anhäufung von Knochen erlegter und verzehrter 1 Tiere in ihren Lagerplätzen äusroeift Die Mmn- Die ehrmachtbenchte. Oer Wehrmachibericht vom Sonntag. DRB, Aus demFührerhauplquarlier, 16. Hlai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Angriff an der Ostfront des Kuban- Brückenkopfes wurde fortgesetzt und brachte weitere Erfolge. 3n den zweitägigen harten Kämpfen wurde in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe die Waffe der Infanterie von drei Sorojet- divisionen zerschlagen und dem Feinde hohe blutige Verluste zugefügt. Die Sowjets verloren neben einer Anzahl von Geschützen und Panzern viele leichte und schwere Infanteriewaffen. Lebhafte eigene Stoßtrupptätigkeit und erfolgreiche Abwehr eines feindlichen Angriffs südlich S u ch i n i t f ch i werden von der übrigen Ostfront gemeldet. Bei der F i f che r - h a t b in f e l versenkten schnelle deutsche Kampfflugzeuge ein feindliches Frachtschiff von 3000 VRT. Das Hafengebiet von Bone wurde in der vergangenen Rächt erneut bombardiert und mehrere Schiffe im Hafen getroffen. Der Angriff zweier starker amerikanischer Bomberverbände am gestrigen Tage gegen nordwest- deutsche Hafenstädte wurde von der 3agd- und Flakabwehr abgeschlagen. Unsere Jäger warfen den Feind über See zurück und schossen zusammen mit Einheiten der Kriegsmarine neun viermotorige Bomber ab. Vier eigene Jagdflugzeuge gingen verloren. Ueber den besetzten Westgebieten und auf dem Atlantik wurden acht feindliche Flugzeuge, darunter ein Großflugboot, vernichtet. Einzelne britische Flugzeuge unternahmen in der vergangenen Rächt Störflüge über Rord- und Witteldeutschland. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge stießen dm Tage gegen die Südostküste Englands vor und griffen militärische Ziele an. 3n der vergangenen Rächt bombardierte die Luftwaffe mit starken Kräften bei guter Sicht den Schiffsbauplah Sunderland. Spreng- und Brandbomben verursachten vor allem in den Werften erhebliche Schäden. Drei deutsche Flugzeuge kehrten von den Angriffen gegen die britische 3nfel nicht zurück. Oer Wehrmachtbericht vom Gamsiag. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 15. Wai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Kuban-Brückenkopf durchbrachen Grenadiere bei einem örtlichen Angriffsunternehmen mehrere Stellungen der Sowjets und vernichteten dabei eine feindliche Kräftegruppe. Schwere Artillerie des Heeres fetzte südlich des Ladogasees und vor Leningrad die wirkungsvolle Bekämpfung von Bahn- und 3ndu- strieanlagen fort. Das Hafengebiet von Bone wurde in der vergangenen Rächt von deutschen Kampf flug^ zeugen angegriffen. Dabei wurde ein Tanker versenkt und ein Handelsschiff mittlerer Größe durch Bombentreffer beschädigt. Feindliche Fliegerverbände stießen am gestrigen Tage in die besetzten Westgebiete und zur norddeutschen Küste vor. Bombenwürfe auf die. Stadt Kiel und einige belgische Orte, darunter die Stadt Antwerpen, verursachten unter der Bevölkerung Verluste. Bei diesen Angriffen wurden 3 0 feindliche Flugzeuge vernichtet, unter denen sich 14 viermotorige USA.-Bomber befanden. Sieben deutsche Jagdflugzeuge gingen verloren. Sicherungsstreitkräste der Kriegsmarine versenkten in der Rächt zum 14.Wai vor der niederländischen Küste bei einem Gefecht mit feindlichen Seestreitkräften ein britisches Schnellboot und schossen zwei weitere in Brand. Eigene Verluste traten nicht ein. Ausruf zur Spinnstoff- und Schuhsammlung 1943 Deutsche Volksgenossen, deutsche Votksgenossinnen! In diesen Wochen sind die schaffenden Wenschen in der Heimat zu erhöhtem Einsatz für den totalen Krieg aufgerufen worden. Organisationen und Betriebe, die keine kriegswichtigen Aufgaben zu erfüllen haben, wurden stillgelegt. Dadurch wurden Arbeitskräfte, Rohstoffe und Waterial zum unmittelbaren Einsatz für Front und Rüstung frei gemacht. 3m Zeichen der totalen Kriegführung kommt es npn aber auch darauf an, neue Rohstoff- referoen zu erschließen, die im kleinen für den einzelnen von geringem Wert, in der Zusammenballung zu einem Gemeinschaftswerk von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind. Wiederum und jetzt erst recht müssen unsere Soldaten gut und zweckmäßig ausgerüstet werden. Die zur Rüstungsindustrie strömenden Volksgenossen müssen mit Arbeitskleidung und Arbeitsschuhwerk, Willionen europäische, für die deutsche Rüstung tätige Arbeitskräfte neu eingekleidet werden, damit Gesundheit und Leistung erhalten- bleiben. ' Bisher hat sich das deutsche Volk in jeder Phase des Krieges hart, entschlossen und opferfreudig gezeigt. So wird auch weiterhin jede Maßnahme im Sinne nationalfozialistischer Gemeinschaft und Selbsthilfe die letzten Hoffnungen unserer Feinde auf ein Erlahmen der deutschen Widerstandskraft zuschanden machen. Wiederum rufe ich alle deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen auf, alle im eigenen haushalt irgendwie entbehrlichen ober nicht mehr gebrauchsfähigen Spinnstoffwaren, Lumpen und Flicken, Altkleidung, Wäsche sowie Schuhe und Stiefel jeder Art zur Spinnstoff- und Schuhfammlung 1943 zu spenden. Durch die mit diesem Appell eingeleitete Sammelaktion wird das deutsche Volk, davon bin ich fest überzeugt, der deutschen Wehrmacht und Rüstung in reichem Waße neue Textil- und Leder-Rohstoffe für Kampf und Sieg zur Verfügung stellen. Berlin, 15. Wai 1943. Walter Funk, Reichswirtschaftsminister. mit den anderen Verbündeten dem Endsieg ent« geaen." Anschließend erfolgte die Eintragung der hohen Gäste in das Ehrenbuch des Gaues Hessen-Nassau. Den Höhepunkt des Besuches bildete eilte Veranstaltung im Frankfurter Saalbau, zu der sich außer dem Präsidenten der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Admiral Fo erst er, zahlreiche Vertreter von Partei, Staat, Wehrmacht und Wirtschaft eingefunden hatten. Feierliche Instrumental- und Vokalmusik, die von einem Musikkorps der Wehrmacht sowie von der - HJ.-Standortspielschar Frankfurt a. M. bestritten wurde, bildete die festliche Umrahmung der Kundgebung, zu deren Beginn Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger in seiner Eigenschaft als Schirmherr der Deutsch- Japanischen Gesellschaft in Südwestdeutfchland das Wort ergriff. Er ging von der Erinnerung an den ersten Besuch General Oshimas aus, der die feierliche Gründung der Gesellschaft zum Anlaß hatte und deren Zeitpunkt noch von der Hoffnung auf die Erhaltung des Friedens unter den Völkern erfüllt war. „Nunmehr sind wir in den unvermeidlichen Kampf eingetreten", so betonte der Gauleiter, „aber der Sieg wird unser sein." Trotz des harten und schweren Kampfes befinden sich die Völker der Achse bereits in einer weitgehenden Vorbereitung auf eine Neuordnung der Welt. Diese mitgestalten zu helfen, ist vornehmste , Aufgabe der Deutsch-Japanischen Gesellschaft. Zum zweiten Male sei General Oshima als bewährter Pionier in der Vertiefung der Freundschaft Deutschlands und Japans durch den Tenno mit dem Amt des Kaiserlich Japanischen Botschafters beauftragt worden. Als solcher grüße ihn an diesem Tage die Bevölkerung des gesamten Rhein-Main-Gebtetes und heiße ihn im Geiste einer aufrichtigen Freundschaft willkommen. Auf die wiederholt von spontanem Beifall unterbrochenen Worte des Gauleiters dankte der Kaiserlich Japanische Botschafter Oshima und betonte, daß sein Besuch wiederum mit Freude Frankfurt, a. M., Lieser Hochburg deutscher Kultur und Wirtschaft, gelte. Mit gleicher Freude nehme er den Gruß Les Gauleiters entgegen, der trotz der Schwere der Zeit und der Last der Aufgaben immerhin noch Zeit finde, mit seiner ganzen Persönlichkeit die Arbeit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu fördern und zu vertiefen. Letztere gilt in ihrer eifrigen Arbeit und mit ihren zahreichen Veranstaltungen auf dem Gebiete von Vortrag, Musik und ähnlichen Veranstaltungen als eine der regsten Zweigstellen überhaupt. Seine Anerkennung gelte den europäischen Achsenmächten vor allem hin- sichttich ihrer weitschauenden Planungen, die trotz der noch herrschenden kriegerischen Auseinandersetzung für die Nachkriegszeit Torbereitet find und Ausdruck einer unerschütterlichen Siegeszuversicht sind. Auch Japan werde in Ostasien den Feind schlagen, wo auch immer er in Erscheinung tritt. Durch die gemeinsame Arbeit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft werde das Vertrauen der beiden Völker zueinander noch weiter vertieft, das gegenseitige Verständnis gefördert und die Voraussetzungen für einen gemeinsamen Endsieg und eine Neuformung der Welt gefestigt.. Major ßnbo von der Kaiserlich Japanischen Militärmission in Berlin ergriff anschließend zu längeren und gründ- ffätzlichen Ausführungen über „Japanisches Sol- ooientum" das Wort. Der Dorttag ging von den außerordentlichen und beinahe an Wunder grenzenden Erfolgen japanischer Operationen in Singapur, Hawai, im Stzegebiet um Java, bei den Salomonen und in Peorl Harbour aus, die immer wieder die Frage lebendig werden ließen, welche Ursache als Geheimnis .dieser Waffentaten zu buchen sei. Die japanische Wehrmacht verfüge fei» neswegs über irgendwie epochemachende Waffen. Ihre Kriegsschiffe, U-Bodte, Flugzeuge, Panzer und Kanonen sind durchaus ähnlich entwickelt wie die der Gegner. Das Geheimnis japanischer Waffenerfolge — fo betonte Major Endo — sei indessen in der Kampfmoral und in der Waffen au sbildung begründet. Der Kern japanischen Soldatengeistes sei des weiteren im Begriff des „Ehugi" zu suchen. Ein Begriff, der entsprechend westlichem Empfinden nur unzureichend wiedergegeben werden kann. Er mag am besten mit den Worten restloser Einsatz für den Tenno" wiedergegeben werden. Im Augenblick seiner Einberufung verschwindet für den Japaner alles, was fein bisheriges Privatleben umschloß. Der Heldentod für den Tenno ist die höchste kriegerische Ehre. Der Japaner stirbt diesen Tod freudig, so daß man von einer ausgesprochenen Todes- sreudigkeit und Dodesbereitschaft sprechen kann. Der Tod des Japaners ist kein einfaches und endgültiges Sterben. Es wird auch nicht aus dem Gedanken- gang des buddhistischen Nirwanas auf sich genommen oder nach westlich individualistischen Begriffen als Opfer ertragen. Als Beweis für diese Haltung führte Major Endo das Beispiel der neun Marineoffiziere beim Unternehme noon Pearl Harbour an. Einen Tag vor Beginn der Operationen krochen sie in fünf Zwei-Mann-U-Booten tief in den Hafen hinein und lauerten dort auf den Augenblick, da sie sich in die feindlichen Schlachtschiffe bohren tonnten, um mit der angreifenden Luftwaffe das ungeheure Der- nichtungswerk gemeinsam zu vollbringen. Derartige Unternehmen, die den wohrscheinlichen Heldentod der Ausführenden im Gefolge haben, werden als sog. „Kessitai" bezeichnet. Major Endo zog hier zwischen dieser Heldentat und der Waffentat Kapitän Priens in ^Scapa Flow eine lebendige Parallele. In seinen wetteren Ausführungen ging Major Endo auf die Besonderheiten des japanischen Jch- Gedankens ein. Der Japaner kennt das ,^d>" nur in Verbindung mit dem anderen Ich, mit dem Volksganzen, gemäß der organischen Ordnung der Menschheit. „Ich existiere nickst als Isoliertes, absolutes Ich, sondern als Glied meiner Familie und meiner Sippe." Major Endo ging dann auf die Grundlagen der japanischen Rasse ein. Die Wissenschaft hat ihre Herkunft noch nicht festgelegt. Das japanische Dolk kennt feine Rassenfrage. Sein Blut ist bis zum heutigen Tage ungemischt und rein geblieben, eine Tatsache, die für den Japaner Selbstverständlichkeit und niemals Problem ist. Entspreche ad dem sippenhaften Staatsgebilde ist auch die Religion des Japaners, das „Shindo". Bis zum heutigen Tage vermag es die Japaner bis zum Fanatismus zu bewegen und zu beseelen. Es deckt sich durchaus mit dem Blut- und Rasst, gebauten. Das Samuraitum stellt nur eine besondere Erscheinungsform des Feudalsystems des Shogunats dar und läßt sich am besten mit der Tradition des preußischen Offi/ierkorps vergleichen. Auch das „Buslüdo" umfaßt nicht erschöpfend die Gesamcheit des Soldatentums. Sondern die Ideale des „Shindo" und des „Ehugi" find seine Grund- elemente. „E i n Tenno, e i n Volk, eine Familie", dieser Begriff ist die Grundlage des Staatsethos überhaupt und damit kategorischer Imperativ japa- nifchen Soldatengeistes. Nach den außerordenttich interessanten und in die Tiefe gehenden Ausführungen Major Endos dankte der Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Zweigstelle Südweftdeutschland, Professor Dr. Liier, den Gästen nochmals für ihr Kommen und knüpfte an die Tradition japanischen Soldatengeistes und japanischer Kultur an, denen Deutschlands Hochachtung in besonderem Maße gilt. Mit der Ehrung des Tenno und des Führers sowie mit den Hymnen beider Nattonen klang die festliche Veranstaltung aus. Oer Botschafter des Tenno bei der Hitler-Jugend. NSG. Geleitet von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger stattete Seine Exzellenz der Kaiserlich Japanische Botschafter General Oshima, gemeinsam mit dem Kaiserlich Japanischen Militärattache General Komatsu dem Wehrertüchtigungslager der Hitler-Jugend in Merzhausen einen Besuch ab. Den hohen Gästen und ihrer Begleitung wurde ein tiefer Eindruck von der nationalsozia- listischen Jugendertüchtigung vermittelt. Unter Führung des K.-Gebietssührers Dr. G a u h l erfolgte ein Rundgana durch das vorbildlich eingerichtete Lager, dem sich eine Besichtigung der. einzelnen Lehrgangsgruppen während des Dienstes anschloß. Für die Hitlerjungen war dieser Besuch ein stolzes Erlebnis, das noch vertieft wurde, als der Botschafter und der Gauleiter sich im Schlußappell der Besichtigung an die Lehrgangsmannschaft wandten. Der Gauleiter gab seiner Genugtung darüber Ausdruck, die Jungen auf einem Wege zu sehen, der über das Geschick der Ration entscheide. Mit der Anerkennung des Einsatzes der Jugend, die Freizeit und Urlaub in den Dienst der Vorbereitung auf den soldatischen Einsatz stellt, verband der Gauleiter die Feststellung, daß diese Haltung vorbildlich sei. Exzellenz General Oshima erklärte, mit Freude beobachtet zu haben, wie die deutsche Jugend Wissen und Können entwickelt, um für Führer und Reich' einzustehen. „Eure japanischen Kameraden", so sagte der Botschafter, „schätzen diese Vorbereitungen und teilen mit Euch die Dorstellungen von Mut und Ehre. Aus der Tradition langwährender deutsch-japanischer Gemeinschaft und aus gleicher geistiger und weltanschaulicher Haltung erwuchs die jetzige Waffenbrüderschaft. Die Jugend beider Länder wartet darauf, in ein und demselben Geist aus diesem Schicksalskampf an die Neuordnung der Welt 3u gehen. Ein harter Kampf in eiserner Kameradschaft sichert den Sieg." Stürmischer Beifall dankte dem Botschafter für seine herzlichen Worte. Der Gruß an Führer und Tenno war gleichsam Bestätigung für die kameradschaftliche Haltung, in der die Jugend der beiden Nationen zusammenftehen will. Ueber dem Atlantik abgeschoffen. Berlin, 17. Mai. (DRB. Funkspruch.) Wie im Wehrmachtbericht vom 16.5. gemeldet, schossen deutsche Flugzeuge über dem Atlantik auch ein briti* sches Grotzflugboot ab. Die deutschen Kampfflugzeuge vom Muster Ju88 sichteten ein in 300 Meter Höhe fliegendes britisches Flugboot vom Muster „Sunderland". Die deutschen Flieger griffen sofort das massige, mit Schwimmerstummel versehene viermotorige Fernau^klärungs- b o o t an, das bei der Annäherung der deutschen Flugzeuge seine.Wasserbomben im Notwurf ck>- warf. In dem Luftkampf ging das schwer zerschossene' feindliche Flugboot, das sich verzweifelt'gewehrt hatte, mit starker Rauchentwicklung auf dem Wasser nieder, wo^es auseinanderbrach. Die „Short-Sunderland", ein gepanzertes Schulterdecker-Flugboot, hat eint Besatzung von neun Mann und eine starke Bewaffnung. Sie besteht aus mute, Nashörner, Ur-Rinder, Hirsche, Höhlenbären und anderen Tiere, die man schon zu erlegen verstand, haben 'tfne starke, zähe oder dicke Haut, die die Fleischmasse umgibt. Zu dieser durchzudringen, war nicht leicht; denn mit Zähnen, die auf Pflanzennahrung eingestellt waren, oder mit den Fingernägeln war es dem Menschen nicht möglich, das Fell zu öffnen und Fleischstücke auszuschneiden; da» zu benötigte er ein Gerät, das er zunächst so nahm, wie die Natur es ihm bot. Wie sich dieses „3agb; Messer" des Neandertalers entwickelt hat, schildert Karl Brandt in der Frankfurter Wochenschrift „Die „Umschau". Zum Aufreißen eines erlegten Tieres genügte schon ein spitzer Stein, mit dem man reißen, aber nicht schneiden konnte. Man fand jedoch bald heraus, daß eine natürliche Spitze durch einige Abschläge vom Stein vergrößert und verbessert werden konnte, und so kam man zu Vorformen, wi^sie der berühmte, etwa 15 Zentimeter lange Vorf^ust- schneider von Ehelles an der Marne zeigt. Er ist ein ausgesprochenes Schneidewerkzeug, dessen natürliche Grundkante geschickt als Griff ausgenutzt wurde, während die eine Seitenkante zu einer künstlich angelegten Schneide bearbeitet wurde. Im Laufe vieler Jahrtausende kam es dann dazu, daß eine zweite Schneide angearbeitet wurde, da man natürlich bestrebt war, das Schneidewerkzeug f° dünn wie möglich zu formen; um das zu erreichen, mußte auch die andere Langseite bearbeitet werden. In der älteren Altsteinzeit hatte man auch das Bestreben, eine Spitze anzulegen, und dadurch wurde auch eine beidseitige und beidflächige Bearbeitung notwendig. Wo an Faustschneidern die geringste Dicke erreicht wurde, geschah dies auf Kosten der Spitzen, so daß die dünnsten immer stumpf sino, aber die dünnen Klingen mit den schärfsten Schneiden ermöglichten einen besseren Schnitt und ein leichteres Eindringen in die zu schneidende Maste, so daß eine Spitze dazu nicht nötig war. Die ge* samte Entwicklung der Faustkeile zielte darauf hm- hochwertige Schneiden zu erzielen, und dies wurde auch erreicht. Die Kulturentwicklung der ältesten Menschen gründete sich auf der Schaffung brauch' barer Schneidegeräte, && Aus -er Gia-i Gießen Durch die Nase atmen. den Nottven- 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Ein paar Jahre weiter, da war der spitze Giebel des Kirchschen Hauses abgebrochen und statt dessen ein volles Stockwerk auf Las Erdgeschoß gesetzt worden: und bald hausete eine junge Wirtschaft in den neuen Zimmern des Oberhauses: denn die Tochter hatte den Sohn eines wohlhabenden Bürgers aus der Nachbarstadt geheiratet, der dann in 'das Geschäft ihres Vaters eingetreten war. Hans Kirch begnügte sich mit den Räumen des alten Unterbaues: die Schreibstube neben der Haustür bildete zugleich sein Wohnzimmer. Dahinter, nach dem Hofe hinaus, lag die Schlafkammer: so saß er ohne viel Treppensteigen mitten im Geschäft und konnte trotz des anrückenden Greisenalters und seines jungen Partners die Fäden noch in seinen Händen halten. Anders stand es mit der zweiten Seite seines Wesens: schon mehrmals war ein Wechsel in den Magistratspersonen eingetreten, aber Hans Kirch hätte keinen Finger darum gerührt: auch selbst wenn er darauf angesprochen worden, kein Für oder Wider über die neuen Wahlen aus seinem. Munde gehen lassen. Dagegen schlenderte er jetzt oft, die Hände auf dem Rücken, bald am Hafen, bald in den Bürgerpark, während er sonst auf alle Spaziergänger nur mit Verachtung herabgesehen hatte. Bei anbrechender Dämmerung konnte man ihn wohl auch draußen über der Bucht auf'dem hohen Ufer sitzen sehen; er blickte dann in die offene See hinaus und schien keinen der wenigen, die vorübergingen, zu bemerken. Traf es sich, daß aus dem Abendrot ein Schiff heroorbrach und mit vollen Segeln auf" ihn zuzukommen schien, dann nahm er seine Mütze ab und : strich mit der andern Hand sich zitternd über seinen grauen Kopf. — Aber nein, es geschahen ja keine । Wunder mehr; weshalb sollte denn auch Heinz auf I jenem Schiffe sein? — Und Hans Kirch schüttelte i sich und trat fast zornig seinen Heimweg an. Der ganze Ehrgeiz des Hauses schien jedenfalls, ! wenn auch in anderer Form, jetzt von dem Tochter- i Nicht so unverändert war das Kirchsche Haus ge- gebltTben. Heinz war nicht wieder heimgekommen: er war verschollen; es fehlte nur, Laß er auch noch gerichtlich für tot erklärt worden wäre; von den jüngeren ßeuteir wußte mancher kaum, daß es hier jemals einen Sohn des altey Kirch gegeben habe. Damals freilich, als der alte Marten Len Vorfall mit dem Briefe bei feinen Gängen mit herumgetragen hatte, war von Vater und Sohn genug geredet worden; und nicht nur von diesen, auch von der Mutter, von der man niemals redete, hatte man erzählt, daß sie derzeit, als es endlich auch ihr von draußen zugetragen worden, zum erstenmal sich gegen ihren Mann erhoben habe. „Hans! Hans!" so hatte sie ihn angesprochen, ohne der Magd zu achten, die an der Küchentür gelauscht hatte; „das war dein Recht nicht, ohne mich zu tun! Nun können wir nur beten, daß der Brief nicht zu dem Schreiber wie- derkehre; doch Gott wird ja so schwere Schuld nicht auf dich laden." Und Hans Adam, während ihre Augen voll und tränenlos ihn angesehen, hatte hierauf nichts erwidert, nicht ein Sterbenswörtlein; sie aber hatte nicht nur gebetet; überallhin, wenn auch stets vergebens, hatte sie nach ihrem Sohne forschen lassen; die Kosten, die dadurch verursacht wurden, entnahm sie ohne Scheu den kleineren Kassen, welche sie verwaltete, und Hans Adam, obgleich er bald des inne wurde, hatte sie still gewähren lassen. Er selbst tat nichts dergleichen: er sagte es sich beharrlich vor, her Sohn, ob brieflich oder in Person, müsse anders ober niemals wieder an die Tür des Elternhauses klopfen. Und der Sohn hatte niemals wieder angeklopft. Hans Adams Haar war nur um etwas rascher grau geworden; der Mutter aber hatte endlich das stumme Leid die Brust zernagt, und als die Tochter ausgewachsen war, brach sie zusammen. Nur eins war stark in ihr geblieben, die Zuversicht, daß ihr Heinz einst wiederkehren werde; doch auch die trug sie im stilleß. Erst da ihr Leben sich rasch zu Ende neigte, nach einem heftigen Anfall ihrer Schwäche, trat es einmal über ihre Lippen. Es war ein frostheller Weihnochtsmorgen, als sie, von der Tochter gestützt, mühsam die Treppe nach der oben belegenen Schlafkammer emporstieg. Eben als sie auf halbem Wege, tief aufatmettd und wie hülflos um sich blickend, gögen das Geländer lehnte, brach die Wintersonne durch die Scheiben über der Haustür und erleuchtete mit ihrem blassen Schein den dunkeln Flur. Da wandte die kranke Frau den Kopf zu ihrer Tochter: „Lina", sagte sie geheimnisvoll, und ihre matten Augen leuchteten plötzlich in beängstigender Verklärung, „ich weiß es, ich werde ihn noch wiedersehen! Er kommt einmal so, wenn wir es gar nicht denken!" „Meinst du, Mutter?" frug die Tochter erschrocken. „Mein Kind, ich meine nicht; ich weiß es ganz gewiß!" Dann hatte sie ihr lächelnd zugenickt: und bald lag sie zwischen den weißen Linnen ihres Bettes, welche in wenigen Tagen ihren toten Leib umhüllen sollten. In dieser letzten Zeit hatte Hans Kirch feine Frau fast keinen Augenblick verlassen; der Bursche, der ihm sonst im Geschäfte nur zur Hand ging, war schier verwirrt geworden über die ihn plötzlich treffende Selbstverantwortlichkeit: aber auch jetzt wurde der Name des Sohnes zwischen den beiden Eltern Nicht genannt: nur da die schon erlöschenden Augen der Sterbenden weit geöffnet und wie suchend' in die leere Kammer blickten, hafte Hans Kirch, als ob er ein Versprechen gebe, ihre Hand ergriffen und gedrückt: dann hatten ihre Augen sich zur letzten Lebensruhe zugetan. Aber wo war, was trieb Heinz Kirch in der Stunde, als seine Mutter starb? ^^^UngE.-Stand im Heck und aus sieden bewegüchen MG., »ie nach allen Seifen feuern ©er Bey von Tunis abgesetzi. Tunis. ® tC' Mer 9efäWe di-Sicher. Gießener Konzertring. Wendling-Quartett: Mozart - Reger - Schubert. Schreckensherrschaft in Tunesien. $anSer' 16. Mai. (Europapreß.) Der Sender Algier meldet am Samstagabend, daß fünf höhere Beamte der Vichy-Regierung vom Kriegsgericht in#unis zum Tode verurteilt worden sind. Die in Tunesien geschaffenen Kriegsgerichte des Ferndes gehen scharf gegen diejenigen italienischen Staatsangehörigen vor, die sich ihrem Vater lande als Freiwillige zur Verfügung gestellt hatten. Von den Maßnahmen, die auf Grund von meist jüdischen Denunziationen getroffen ®urt>en, werben auch die Familienangehörigen der italienischen Freiwilligen betroffen, die verhaftet und verschleppt wurden. Oie USA. geöenken zu bleiben. Hang mü Heinz Mch Novelle von Theodor Storni DieKameradschastswacheunsererMütter Ehrung und Dank am Muttertag. zu! Durch die Nase atmen! Dies gilt erst recht für den eiligen Straßen Passanten. Vielfach verführt die Eile zur Atmung durch den Mund. Eine erhöhte Atemtätigkeit erreichen wir jedoch, genau so, wenn mir bei Eile die Luft durch die Nase eingiehen, aber durch den Mund ausstoßen, so wie es den Sportlern anerzogen wird. Regelmäßiges Atmen durch den Mund kann auch den Gesundheitszustand der Zähne beeinträchtigen; es begünstigt die Neigung zur Zahnfäule, weil die Mundatmung den Mundspeichel zur Eintrocknung bringt und dadurch diejenigen Eigenschaften des Speichels, welche die Gesunderhaltung der Zähne fördern, unwirksam macht. Reisezugfahrplan ab 17. Mai. Am 17. Mai werden für den Reisezugdienst neue Fahrpläne herausgegeben. Neben einigen Verbesserungen, insbesondere in den Fernverbindungen, sind gegenüber dem jetzigen Fahrplan nur geringfügig e Aenderungen vorgenommen worden, die aus betrieblichen und verkehrlichen Gründen notwendig sind. Ein Fahrplanwechsel im herkömmlichen Sinne findet nicht statt. Die Aenderungen treten am 17. Mai ab 0.00 Uhr in Kraft. Verdunkelungszeil: 17. Mai von 22.13 bis 4.53 Uhri * ' NSG. Trinkbranntwein für Lang-, Schwer- und Schwer st arbeit er. Bei der Bestellung des Trilikbranntweins für Lang-, Schwer- und Schwerstarbeiter ist zu beachten, daß Jugendliche bis zu 18 Jahren selbstverständlich nicht berücksichtigt werden können. V?chy, 1«. Mm. CS9KB.) Di« französisch« Press« veröffentlicht Auszüge aus einem Artikel MaeCor- mcfs m ber „New York Dimes" unter der Ueber- ftfj_,4>te Vereinigten Staaten beab- sichtigen in Nordafrika nach dem Kriege z'u bleiben." Die Blätter heben ins- betontere die Sätze hervor, in denen davon gesprochen wird, daß es unmöglich fei, daß die Ver- 'crx“i IiJ) an Afrika nach dem Kriege Unser aller Hochachtung haben sich aber die Mütter und Frauen durch ihr Derhalten bei den Terrorangriffen der feindlichen Luftwaffe erworben. Wenn der Gegner geglaubt habe, die Heimat zer- murbep zu fpnnen, so hat ihm die Haltung unserer Frauen das Gegenteil bewiesen. Unerschütterlich bleiben iie und haben sich unseren Soldaten an der Front ebenbürtig gezeigt. > Die Nation wird nicht müde, mit allen der Partei und den staatlichen Organen zur Verfügung stehenden Mitteln den Müttern ihr Los zu erleichtern, sie gesund und lebensfähig zu erhalten. Die Sorge'gilt auch den werdenden Müttern. Besonderer Dank gebührt dem Mütterdienst des Deutschen Frauenwer- kes und der NSV., die die Maßnahmen des Staates unterstützen. Voll tieffter Anteilnahme gedenken wir der Frauen, denen der unerbittliche Krieg den Gatten, Sohn, Bräutigam nahm, oder die selbst durch Feindeinwirkung ihr Leben lassen mußten. Nach dem Sieg wird die deutsche Frau und Mutter sich wieder ihrer ureigentlichen Ausgabe widmen können. Heute wollen wir geloben, uns des Opfermutes von Front und Heimat würdig zu erweisen, alles für den Sieg einzusetzen, um in felsenfestem Vertrauen bekannt war, daß nur angesehenere Bürger zuge- lassen wurden. Der junge Ehemann war, wovon der Schwiegervater sich zeitig und gründlich überzeugt hatte, ein treuer Arbeiter und keineswegs em Verschwender; aber — für einen feinen Mann gelten, mit den Honoratioren einen vertraulichen Händedruck wechseln, etwa noch eine schwergoldene Kette auf brauner Sammetweste, das mußte er daneben haben. Hans Kirch zwar hatte anfangs sich gesträubt; als ihm jedoch in einem stillen Neben- stübchen eine solide Partie „Sechsundsechzig" mit ein paar alten feebefahrenen Herren eröffnet wurde, ging auch er mit feinen Kindern in die Harmonie. So war die Zeit verflossen, als an einem son- nigen Vormittage im September Hans Kirch vor seiner Haustür stand: mit seinem krummen Rücken, seinem hängenden Kopse, und wie gewöhnlich beide Hände in den Taschen. Er war eben von feinem Speicher heimgekommen; aber die Neugier hatte ihn wieder hinausgetrieben, denn durchs Fenster hatte" er linkshin auf dem Markte, wo sonst nur Hühner und Kinder liefen, einen großen Hausen erwachsener Menschen, Männer und Weiber, und offenbar in lebhafter Unterhaltung miteinander wahrgenommen: er hielt die Hand ans Ohr, um etwas zu er» horchen; aber sie standen ihm doch zu fern. Da löfte sich ein starkes, aber anscheinend hochbetagtes Frauenzimmer aus der Menge; sie mochte halb erblindet fein, denn sie fühlte mit einem Krückstock oor sich hin: gleichwohl kam sie bald rasch genug gegen das Kirchsche Haus daheraewandert. „Jule!" brummte Hans Adam. „Was will Jule?" Reichsinnenminister Or. Frick in "das still- Heldentum der in der Heimat mit warmen War- ien würdigte. Der Minister sagte u. a.: fyöfyeM Kriegsereignisse im vierten KnegSfahr gehört unser ganzes Denken und Füh- ^L?^m>^r?^ren Soldaten. Ihnen gelten die heißen Wunsche des ganzen Volkes. Unsere Mütter haben an den Lasten des Krieges mit am schwersten y.u traflen; bewunderungswürdiger Weife haben fie roie Überhaupt unsere Frauen, sich ‘ ~ Z^it bereitwillig zur Verfügung ge- stellt. Welcher Aufopferung unsere Mütter fähig sind offenbarte sich in vollem Umfang bei der Der- kundung des totalen Krieges. Gerade die deutsche Frau weiß zu ermessen, was der Bolschewismus mr die Familie bedeutet, deren Mittelpunkt und Seele die Mutter bildet. Die Frauen ftrömen zu ben Arbeitsämtern, um die durch die vermehrte Einberufung von Mannern geschaffenen Lücken zu fchUehen und eine erhöhte Rüstungsproduktion zu gewährleisten. Aber auch zur Aufrechterhaltung des 3l?Snvsß-e?cn5J^l öer Einsatz unserer Frauen von entscheidender Bedeutung geworden. Lebenswichtige Betriebe, wie vor allem die Verkehrsmittel, werden heute weitgehend durch Frauen in Gang gehalten. Und wie wäre' es wohl um unsere Ernährung bestellt ohne den tatkräftigen Einsatz der Landfrau? Alle diefe Leistungen werden neben den häuslichen Aufgaben für die Famifte vollbracht. (DNB.) Anläßlich des Mut- tertages veranstaltete der Großdeutsche Rundfunk ffhn.e°"nrm 119 eine Feierstunde, die der Ehrung und dem Dank für die deutschen Mütter gewidmet war. Zu Beginn der Feier hielt . W end ling-Quartett war von jeher intensivstes Musikerleben auf Grund reiffter musi- kaUscher Werkerfahrung eigen. Mag auch im Laufe ber Jahrzehnte die Besetzung einzelner Instrumente oewechfelt haben, unter der geisttgen Führung von Prof. Carl Wendling hat es stets seinen Hoch- stand gewahrt mit der Ausgeglichenheit und Einheitlichkeit des Gebotenen. Gestützt auf den Segen ber Gereiftheit und dennoch von Frische und Beweglichkeit, frei von jeglicher Einengung, aber auch frei von müder Abgeklärtheit, gestaltet das Quartett im Banne, eines geschulten musikalischen Gewissens mit bewußter Verantwortlichkeit und mit einer geradezu bewunderungswürdigen Vitalität Vie außerordenttich große Leistung dieser Aufführung wachst ins Unermeßliche, wenn man in Be- kk?cht zieht, daß die Vereinigung bereits am Vor- mittag an anderer Stelle ein großes Programm mit hervorragendem Erfolg durchgMhrt hatte. Das Wendling-Quartett kennt keine fog. Spezialgebiete, es ist aufgeschlossen für alle Stilarten und für die persönliche Ausgeprägtheit des Stiles. Alles wird von ihm in feinen Gegebenheiten erkannt, er-- faßt und zur idealen Klangformung gebracht. Das bestätigte sich auch diesmal aufs neue. Das Streichquartett d-moll von Mozart (Köchel 421) ist das zweite der fechs Joseph Haydn gewidmeten Quartette. Es zeigt deutlich die Wandlung unb, den inneren Fortschritt von Mozarts Quartett-Stil. Eingehendes Studium von Bach und Handel laßt jetzt für ihn die Polyphonie nicht mehr ausschließlich als Bildungsmittel erscheinen, sondern sie wird zum Ausdrucksprinzip schlechthin, so daß selbst der kleinste Seitengedanke fein Leben neben dem Thema behauptet, und bis dahin scheinbar weniger wichtige Mittelftimmen zeigen sich in ihrem Licht, nicht bloß als Harmonieträger, sondern sie bedeuten jetzt Eigenleben des Klanges in innerer Spannung und Tönung. Diese wesentlichen Merkmale wurden zumal in der Durchführung des ersten Satzes mit ihrer inneren Vezogenheit des Thematischen durch das Wendling-Quartett überaus klar und ausgeprägt verdeutlicht. Der Gesamtklang war füllig-warm, die einzelnen instrumentalen Einwürfe waren elastisch und das Ablösen der einzelnen Stimmen geschah in weichem Fließen. Empfindsamkeit trug das Andante in feinster dynamischer Austönung, von ganz besonderem Eindruck in der angeschlagenen Mvll- sphare. Der Hauptteil des Menuetts ließ die Mozart eigene Chromatik zu starkem Kontrast zum aufgelichteten, von der ersten Violine zum Pizzi- kato der anderen Instrumente durchgeführten, liebenswürdig reizvollen Trio werden. Im Finale er- : schien das Thema in der Abfolge der Variationen in vielfältigstem, wechselvollem Lichte, und das Ein- . Richtiges Atmen wirkt krankheitsoorbeugend, falsches Atmen kann Gefundheitsschäden begünstigen. Einer der gröbsten, viel beobachteten Atmungsfehler ist es, durch den Mund zu atmen. Diese Atmung, die lediglich eine Ersatzatmung ist, ift nur dann erlaubt, wenn die Nafenatmung aus irgendeinem Grunde vorübergehend behindert ist Die Atmung durch die Nase ist richtig. Die Nase wärmt die kalte Luft vor, ehe sie in die Lunge m m r em wirkt die Nasenfeuchtigkeit entkeimend, öle Nasenhaare entftauben, außerdem brauchen wir beim Atmen den Geruchssinn; Mundatmer geraten daher auch leichter in Gasoergiftungsgefahr. Regelmäßiges Atmen durch den Mund ist schon deshalb schädlich, weil es zu Blutandrang in der Nase füh- €5 $ie Neigung zu Katarrhen und Schleimhautanschwellungen; es kann auch zu Katarrhen in der Luftröhre führen. Dies ist im Jrubjabr besonders zu beachten. Rascher Wechsel zwischen kotierter, warmer Zimmerluft und der feuchten Naßkalte der Straße im Frühjahr führt Acht zur Erkältung, wenn die feuchttalte Luft bei Atmung durch den Mund unmittelbar und überfall- ■artig in die Luftröhre tritt Zahlreiche heftige Schnupsenanfälle, Bronchialkatarrhe und Lungen- entzündunaen sind auf diese falsche Mundatmung zurutizuführen. Aber auch die Jnfektionskeime ansteckender Krankheiten haben es bei der Mund- atmung leichter, sich zu übertragen und fith/ z. B. bei einem leichten Katarrh der Schleimhäute, relativ rasch krankmachend zu entwickeln — eine Gefahr, öie bei richtiger Atmung durch die Nase wesentlich geMMert ist. Esicht also vor Frühjahrserklältungen! Mund ; auf den Führer eine bessere, glücklichere Zukunft aufbauen zu helfen. Reichsfrauenführerin Scholh-Klink bleit am Schluß der Feierstunde eine Ansprache, tn ter sre u.a. ausführte: Je mehr dieser uns aufge.zwungene Krieg sich in die Lange zieht, je mehr Belastungen er bringt um so klarer kristallisiert sich das Gesicht ter Mutter aus unserem Volke heraus, um so wacher wird ihr Herz und um so forschender werten ihre Augen. Wenn die Gläubigkeit und Zuversicht in der Welt eine Hrimstatt hat, dann im Herzen der Mutter, deren Lebensgrundlage diefe beiden Eigenschaften sinb Was heute von unseren Müttern gefordert wird, konnte einen äußerlichen Beschauer manchmal zu der Frage bringen: fyaben eure Frauen tenn mehr Kraft als andere Frauen? Und wir konnten ihnen immer wieder antworten: Sie haben nur zwei Hände wie alle anderen auch, aber sie hoben das Bewußtsein, die verlängerte Front zu UI™ damit die direkte Verbindung zu ihren nRamrern zu haben. Und so legen sie ihre ganze unerschütterliche Gläubigkeit, Zuversicht und Liebe in diese Hände und schaffen alles, was für unsere 3e.it notwendig ist. Darauf verlassen sich unsere Mamier, Sohne und Brüder, sie glauben fest/daß mir an ihre Stelle treten, wenn das Schicksal sie abberuft. Wenn so am Muttertag unsere Gedanken unabwendbar zu unseren Soldaten gehen und in stiller telnkbarer Verpflichtung da und dort über ein 0rab wandern, dann wollen wir immer wieder nassen, daß neben der kämpfenden Front und den toten Wächtern draußen nichts in einem Volk ftarter ift als seine Mütter. Von den Müttern kann man Verstehen verlangen für alles, auch wo andere nicht verstehen, und wo die Schaffenden ihr Verstehen für die Härte unserer Zeit Vorleben, wo die Toten dieses Verständnis mit dem Leben besiegelt haben, da müssen die Mütter in der Heimat die unerschütterlichen Träger aller gläubigen Zuversicht sein. Darum wollen wir alle immer nur um Kraft bitten, um die Kameradschaftswache jederzeit zu halten, und mit diesem Willen grüßen wir heute am Muttertag 1943 unseren Führer. Kunst und Wissenschast. Das Musische Gymnasium auf Konzerlrelfe in der Schweiz. Das Musische Gymnasium Frankfurt a. M. ist zur Zett im Auftrag der Reichsjugendführung und des Auswärtigen Llmtes auf einer zehntägigen Konzertreise durch die Schweiz unterwegs.. Es finden Konzerte in folgenden Städten statt: Zürich, St. Gallen, Davos, Lugano, Agra, Luzern, Bern, Lausanne, Genf und Basel. Chor und Orchester mit insgesamt 100 Jungen musizieren unter Leitung von Professor Kurt Thomas teutfdje Musik aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. * • w ® Mewmig kennzeichnet di- Situation die di- aMfn mli?eHtalner».^Urd> il,ren u-benfall auf Nord! mtA Unterstützung der französischen Verräter tesniterftfiler "olkstü^V verdankt er feiner sozialen Gesinnuna aus hör WaffÄt^ U'MW ■!£ M-lduno AIS Alqitt wird, dos gefährdet, was die münden in die Dur-Tonart in den letzten vier Takten erhielt einen besonderen Akzent. * Das Gedenken zum 70. Geburtstage Max Regers ist -gerade für Gießen berechtigt, denn die Beziehungen Regers zu unserer Stadt sind dock- recht eng gewesen. Daß dafür sein Streichtrio (op. 77b) gewählt wurde, ist durchaus zu begrüßen; denn Reger hoffte, wie er 1904 an Straube schreibt, „mit diesem Opus eine gehörige > Bresche in die Reihe meiner Feinde zu schlagen, derer, die da im- iver sagen, ich wäre immer geschwülstig und immer absichtlich gesucht originell." Schon allein durch die Triobesetzung im Ksangbild aufgelichtet, wird dieses Werk von unbeschwerter Musizierfreudigkeit getragen. Regers Tendenz zur Intensivierung kleinster formaler und melodischer Teilgebilde bei stärkster Verdichtung der harmonischen Spannungsvorgänge wird in dem dreistimmigen Satz auch dem weniger geübten Ohr mit der inneren Bezogenhett klar, wenn sich das Wendling-Qartett dafür einsetzt. Die problematische Gesamtheit des Eingangssatzes wurde im Lichte einer geradezu sublimierten dynamischen Auswertung eingängig, ja eindringlich durch Die innere Beseeltheit des Klanges. Reiche Tiefe durchzog das Larghetto bei feinster Ausprägung des stimmlichen Anteils. Das im echt Regerschen Sinne burschikose Scherzo wurde die Brücke zu dem Finale von Mozarischer Gelöstheit und heiterer Beschwingtheit, bereichert durch Momente warmer, ge» fuhlsgetragener Gesanglichkeit. * Schuberts letztes Quartett op. 161, in G - d u r / aus dem Jahre 1826, haben wir hier in ließen schon verschiedentlich vom Wendling-Quartett gehört. Diesmal wurde es mit einer inneren Vertiefung lebendig, die in den fernsten Winkel des Werkes hineinleuchtete und es aufhellte, getragen von stärkstem Impuls und äußerster Nachgiebigkeit in den klangliiyen Abstufungen, mit feinem Sinn für den bedeutsamen Anteil der einzelnen Stimmen. Der Hörer war von den Entwicklungen ofort gefangen; von der grandiosen Ausweitung )es Kopfsatzes, von der biegsam schwelgenden Ge- anglichkeit im Andante (Cello), den Innerlich packenden Tremolostellen und den blockhaft herauswachsenden Erhebungen. Geisternd das Scherzo und das Trio in abgeklärtester Klanglichkeit. Das Finale mit einem durchgehenden, nur selten unterbrochenen Rhythmus, ließ wie aus einem fruchtbaren Unter- gründ die melodischen Formen heraussprießen im gegenseitigen Ablösen und Gegenüberstellen, durchpulst von einem musikalischen Willen, dem selbst das Letzte erreichbar wurde. Stärkster Beifall dankte den 'Künsttern. Or. Hermann Hering. männer die auch in Tunis nur ein Objekt ihrer Isil?ucherrschaft und Ausbeutungspolitik sehen. Dieser Politik stehen arabische Interessen und arabisches Se^bstbewußftein, wie sie der Bey von Tu- ms vertreten hat, im Wege. ^.Seitdem der Bruder ihr vor einigen Jahren ein größeres Darlehen zu einem Einkauf abgeschlagen hatte, waren Wort und Gruß nur selten zwischen ihnen gewechselt worden; aber jetzt stand sie vor ihm; schon von weitem hätte sie ihm mit ihrer Krücke zugewinkt. Im ersten Antrieb hatte er sich v umwenden und in fein Haus zuridtaehen wollen' mann vertreten zu werden; Herr Christian Martens aber er blieb doch. „Was willst du Jule?" frud batte nicht geruht, bis die Familie unter den Mit- er. „Was verakkordieren die da auf dem Markts federn der Harmomegesellschaft figurierte, von der l . (Fortsetzung folgt) ✓/ Spinnstoff- und Schuhsammlung 1943 im Zeichen des totalen Krieges. die 1552V ! Kautgesuch.d 1 linöetflüto Gießen, den 17. Mai 1943. 03227 Gießen, im Mai 1943. 03226 03219 lH SEIT 1828 Das ist Kohlenklau I Wollen Sie ihm die Schadenfreude gönnen? Nein? Also dann das nächste Mal besser aufgepaßt : Den Gashahn klein- steilen, rühren und so leicht» quellende Nahrungsmittel, wie l. B. Mondamin oder Puddingpulver, nicht länger als 2 Min. kochen lassen. Garant guter A rznei-Präparate - teil 1893 - Dr. Ploch 4 Wochen verreist Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlich Feldwebel Otto Pans und Fran Elfriede, geb. Wagner Krofdorf, im Mai 1943 Vertreter: Dr. Wolf Dr. Stuhl (Sprechstunde) 1556D auch hier alle Kräfte mobilisiert, um die Leichtathletik nicht einschlafen zu lassen. An diesem Leichtathletikkampf beteiligten sich die Mannschaften der Universität und des Luftwaffensportoereins. Die Universität nahm seit längerer Zeit am gestrigen Sonntag zum ersten Male wieder an dem Mannschaftskampf teil., Ihre Teilnehmer ** Silbe rne Hochzeit. Die Eheleute Schlosser Wilhelm Brück und Frau Wilhelmine, geb. Schlaudrafs, Seltersweg 55 rechts, begehen am 18. Mai das Fest der silbernen Hochzeit. Unseren herzlichen Glückwunsch. ** Der Gießener Do rtragsring (NS.- Gemeinschaft ,Kraft durch Freude", Dolksbildungs- stätte Gießen, Goethe-Bund und Kulturelle Bereinigung) veranstaUet heute, Montag, abend in der Aula einen Dortrogsabend, an dem Ministerialdirigent a. D. Dr. Bardachzi (Wien) unter dem Thema „Wanderungen mit Adalbert Stifter — Die Landschaft in des Dichters Leben und Werk" aus Stifters Werken lesen und zahlreiche Farbbildaufnahmen zeigen wird. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie für die Kranz- und Blumenspenden, die uns beim Heimgange unserer geliebten Entschlafenen, Frau Margarc heKretzig.geb. Reinhardt, zuteil wurden, sagen wir unseren innigsten Dank. Besonders danken wir auch den Pflegeschwestern. Für die trauernden Hinterbliebenen: H. Hoos und Frau Emma, geb.KretzIg. Die Bahneröffnungswettkämpfe am 2. Mai brachten den Anfang der diesjährigen Leichtathletikwett- G. A -Sport. Erster Versuch um die Deutsche Vereinömeisterfchast. Universität Gießen und Luftwaffensportvereln. stellte im wesentlichen die Kameradschaft „Ulrich von Hutten". In diesem Versuch um die deutsche Vereinsmeisterschaft galt es, in einer ersten Mannschaftsleistung die innere Kraft und Geschlossenheit einer Gemeinschaft unter Beweis zu stellen. Dabei waren nicht entscheidend die erzielten Leistungen, sondern die Teilnahme überhaupt. Wir konnten nach Abschluß der Kämpfe die Feststellung treffen, daß es beiden Mostnschaften gelungen ist, diesen Beweis zu erbringen. , ,, In Anwesenheit des Sporttreisfuhrers Heller und unter Leitung von Kreis'fachwart Lieb nahmen die einzelnen Wettbewerbe, die aus 100 Meter, 1500 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen und einer 4X100-Meter-Staffel bestanden, einen spannenden Verlauf. Mit den Leistungen konnte man im allgemeinen zufrieden sein. Die 100 Meter wurden bei Gegenwind von Zeidler, LSD., in 12,5 Sek. vor Litzmann, LSD., 12,6 Sek. gewonnen. Im 1500= Meter^auf hatte ntan nach seinen beiden Siegen im Kreis- und Gauwaldlauf mit einem sicheren Erfolg von Ofw. Becker gerechnet. Daß er dann von Flg. Münzner, LSD., ziemlich leicht geschlagen wurde, war wohl die größte Ueberraschung dieser Wettkämpfe. Becker übernahm sofort nach dem Start die Führung, und diktierte damit bis zum Einlauf in die Zielgerade das Tempo. Währeich des ganzen Laufes waren Münzner, Lieb Und Kilian dicht bei ihm. Bei 1300 Meter rechnete man mit dem sonst so wirkungsvollen Spurt von Becker, doch dieser blleb aus. Erst beim Einlauf in die Zielgerade trat er an. Münzner begann hier ebenfalls zu spurten, und nach kurzem Kampf mußte Becker die Waffen strecken. Die Zeit von Münzner war 4:28,5 Min., die von Becker 4:29,2 Min. In Dank und Gruß unseren Müttern Zn Gießen 26 Shrenkreuz: der deutschen Mutter verliehen. Chetn. Fabrik Krewel-Leu ff en G.m.b.H. Es wird wieder gesammelt. Dom 23. Mai bis 12. Juni findet die „Spinnstoff- und Schuhsammlung 1943" statt. Sie unterscheidet sich von den bisherigen Sammelaktionen grundlegend durch zwei Momente. Fürs erste muß jetzt, im Zeichen des totalen Krieges, aus jeder Haushaltung an Lumpen, alten Kleidern, Wäsche, Teppichen, Gardinen, Hüten, allen Schuhen abgegeben werden, was über einen normalen Bestand noch vorhanden ist. Der totale Krieg verlangt nun einmal erhöhte Op;er und außergewöhnliche Anstrengungen, und die Sicherung des Spinnstoffbedarfes ist nun einmal notwendig, um auch auf dem Bekleidungssektor den Krieg gewinnen zu helfen. Es darf nicht mehr so sein wie bei den bisherigen Sammelaktionen, daß die Hausfrauen nur das ab geb en, was sie selbst absolut nicht mehr gebrauchen können, sondern man muß diesmal etwas tiefer hineingreifen und sich auch von Dingen trenpen, für die man an sich noch Verwendung hätte, die aber nicht unbedingt mehr gebraucht werden. Zum zweiten wird diesmal auch eine Sammlung von alten Schuhen vorgenommen. Das Leder ist auch nach jahrelangem Gebrauch nicht verbraucht, es sind ja auch Einrichtungen geschaffen, um dieses alte Leder als Rohmaterial weiter verwenden zu können. An sich dürfte in den Haushaltungen ein erheblicher Dorrat an Schatzwert vorhanden fein, da im Vorkriegsdeutschland jährlich über 75 Millionen Paar Schuhe aus Leder und ebenso viel Paar Schuhe, die ©to ff teile enthielten „Lleber einen normalen Bestand Karl-Dogt^Straße 15; Susanne Naumann, Kläranlage 56; das bronzene Mutter-Ehrenkreuz: Marie Antony, Goethestraße 68; Marie Becker, Wolfstraße 24; Erika v. Blumenthal, Wernerwall 51; Gerda Böhme, Kaiserallee 9; Erna Cornelius, Goethestraße 48; Anneliese Denninghoff, Wernerwall 62; Marie Erb, Buddestraße 11; Katharine Fiedle^ Zahnstraße 39; Dora Glitsch, Werrastraße 17; Anna Heidlindema-nn, Goethestraße 31; Dina Heinze, Werrastraße 15; Lieselotte Helbing, Aulweg 113; Elsbeth Klein, Licher Straße 106; Dr. Erika Luhken, Leitzgesterner Weg 24; Else Lugert, Walltorstraße 32; Erna Niederhausen, Bahnhofstraße 49; ' Anna Noll, Moltkestraße 16; Agnes Pfeiff, Asterweg 65; Charlotte Scheibe, Marburger Straße 13; Insa Schreiber, Bismarckstraße 10; Ka- rola Wießmann, Ludwigstraße 44. 4;33,6 Min. wurde Fw. Lieb Dritter vor Kilian, LSV., 4:36,0 Min. Ruckelshausen (Ulrich v. Hutten) und Hessel (ebenfalls U. v. H.)'wurden 5. und 6. in 4:51,1 Min. bzw. 4:52,8 Min. Scharf, LSV., kam mit Hessel auf gleicher Höhe mit derselben Zeit ein. "Die technischen Wettbewerbe' — Kugelstoßen und Weitsprung — wurden von Flg. Litzmann, LSV., mit 11,14 Meter bzw. 6,16 Meter gewonnen. Wieder Kriegs-Erinnerungsspiele. In Friedberg fand unter Leitung von Kreisfach- wart Weide eine Sitzung stajt, an der die Der- treter der Vereine der Sportkreise Wetterau-Nord, Wetterau-Süd und Büdingen teilnahmen, soweit sie noch über akttve Fußballmannschaften verfügen. Es galt, die weitere Spielgestaltung in der Gruppe Wetteraü festzulegen. Am ersten Sonnntag im Juni beginnt die neue Runde der Kriegs-Erinnerungsspiele um den Preis des Sportgauführers. Die nachstehenden Gemeinschaften gaben bereits ihre Meldungen ab: LSV. Gießen, Sogg. 1900 Gießen, BfB.-R. Gießen, Diktoria Nidda, SG. Büdingen, RSG. Friedberg. Ob Tuspo. Wölfersheim seinen Spielbetrieb aufrechterhalten kann, steht noch nicht fest. Sieger in der vorjährigen Kriegs-Erinnerungs« runde wurde SG. Büdingen, während in den Kriegsmeisterschaftsspielen der Gruppe Wetterau sich die Luftwaffe Gießen den Meistertitel holte. Licher Krühjahrsmarkt. Schweine- und Krämermarkt am Mittwoch, dem 19. Mai 1943. Austriebszeit von 8 bis 8% Uhr. Bei Beschickung des Schweinemarktes sind seuchenpolizeilichen Vorschriften zu beachten. Der Bürgermeister: Geil. i Am Sonntag entschlief nach schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und 1. ruder Konrad Hanack, Bauer In tiefer Trauer: Katharine Hanack, geb. Hirz Robert Hanack Karl Schmandt V. u. Familie. Watzenborn-Steinberg, Zell, Kirch-Göns, den 17. Mai 1943. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 18. Mai, um 15 Uhr statt. 1554D Nach einem aufopfernden Leben verschied nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvhter, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Gerhard Bötz im 84. Lebensjahr. Im Namen aller Hinterbliebenen: Emilie Bötz, geb. Unverzagt. Gießen (Liebigstr. 65), 16. Mai 1943. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 18. Mai, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ' 03222 Was sich solange bewährt hat-das muß schon gut fein! FRANCK Kaffeemitte! JSL. Danksagung. Für die herzliche Anteilnahme ®SS] beim Heldentod unseres geliebten Sohnes und Bruders Helmut Baumann, Gefreiter in einem Grenadier-Rgt., sagen wir unseren tiefempfundenen Dank. Besonderen Dank der Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Opel. In tiefem Schmerz : Karl Baumann und Frau Marie, geb. Prinz, nebst Kindern. Gießen, im Mai 1943. 03215 Am 11. Mai ist mein über alles geliebtes Kind, unser lieber Enkel, Neffe und Pate Wolfgang im Alter von 12 Jahren für immer von uns gegangen. Wir haben in aller Stille von ihm Abschied genommen. In tiefer Trauer: Anna Günter Wwe., geb. Licher und alle Angehörigen. ' Gießen (Asterweg 68), 17. Mai 1943. Gleichzeitig danken wir allen, die an unserem Schmerz teilgenommen haben. Zwei Tage vor seinem 76. Geburtetag starb nach kurzem Krankenlager mein fürsorgen- der Mann, unser lieber, guter Vater, Großvater, Urgroßvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Wilhelm Backhaus Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, Friedberg, Frankfurt a. M., Großen- Buseck, Beuern, den 15. Mai 1943. Trauerfeier Dienstag, den 18. Mai, 14.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Wer überläßt x Soldatenfrau (Schneiderin) m. 8jhr.Töchterchen 1-2 leere oder möbl. Zimmer mitKochselegen- 6eit ob. Küchenbenutzung. Schr. Ang. unt. 03223 a.d.G.A. Ein Berlin-Film mit Magda Schneider, Lizzi Waldmüller Johannes Riemann, Alb. Matterstock Theo Lingen, Herta Mayen REGIE: THEO LINGEN Drehbuch: Franz Gribltz Musik: Werner Bochmann Ein kleiner Schwindel u.xine große Liebe schaffen verwirrende Konflikte, die höchst erheiternd wirken Wochenschau - Kulturfilm Heute Montag Erstaufführung Lichtspielhaus Tflgl. 3.00, 6.16, 8.00; So. 2.30, 6.00, 8.00 Jugend hat keinen Zutritt 1 GiefeenerVortragsring Volksbildungsstätte (Heben der NSG. „Kraft durch Freude“ Goethe-Bund/KulturelleVereinigung Heute Montag, 17. Mai, abends7.30Uhr Neue Aula der Universität WanderongeD mit Adalbert Stifter (Die Landschaft In des Dichters Leben u. Werk) Lesunq aus Adalbert Stifters Werken und Farbbilde vortrag von (1488D Ministerialdirigent a. D. Dr. Karl Bardachzi. Kartenverkauf Saalkasse. Anläßlich dieser Absatzveranstaltung konnte der Stabsleiter der Landesbauernschast Hessen-Nassau, Oberlandwirtschaftsrat Dr. Rothert, den von dem Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft der Fürstlichen Gutsoerwaltung Lich zuerkannten silbernen Ehrenpreis für beste Leistung auf dem Gebiete der Schafzucht Überreichen. Diese altbekannte Stammzucht ist dadurch für ihre langjährige erfolgreiche züchterische Arbeit mit dem höchsten Preis ausgezeichnet worden, den das Reichsernährungsministerium zu vergeben hat. oder aus Spezialleder hergestellt waren, verkauft wurden und infolgedessen mindestens zwei Paar je Einwohner der Bevölkerung in jedem Jahre kamen. Dieser Vorrat müßte wenigstens aus den letzten Jahren zum größten Teile noch vorhanden sein. Die Sammlung wird auch diesmal auf der Grundlage einer Spende durchgeführt. Zeder Spender erhält eine Bescheinigung ausaestellt. Träger der Aktion sind die Beauftragten der Partei für Altmaterialerfassung. Gesammelt werden Altspinn» stoffe, Altkleider, und zwar Männer-, Burschen-, Frauen- und Mädchenoberkleidung, Männer- und Frauenwäsche und Schuhe und Stiefel jeder Art und Größe, unh alles alte Schuhwerk, gleich, welcher Beschaffenheit und Art, auch wenn es ausrangiert, nicht mehr ausbesserungsfähig ist und für . den Eigentümer selbst keinen Wert mehr hat. Das gesammelte Schuhwerk wird paarweise gebündet, laufend an die Altschuh-Sammelläger abgegeben und von dort den Fabriken zugeführt. Aus nicht mehr ausbesserungsfähigem Altschuhwerk werden durch Zerlegen Besatz-, Futter- und Reparaturledir gewonnen. Alles, was hier von den Hausfrauen gegeben wird, ist notwendig und dient unmittelbar dem Kriegseinsatz. Der Appell, alles zu geben, was man nicht notwendig braucht, muß daher gehört werden. Es geht um die Schaffung von Reserven für den Sieg! Zuchivieh-Absahveranstattung. Der Landesverband der Schafzüchter in Hesien- Nasfau führte am Freitag in der Zuchtoiehhalle Rhein-Main in Gießen seine zweite und letzte diesjährige Absatzveranstallung des deutschen schwarzköpfigen Fleischschafes durch. Gegenüber der ersten Absatzveranstaltung im April, auf der etwa 100 besonders ausgewählte Zuchtböcke zum Auftrieb gelangt waren, sah man bei der jetzigen zweiten Veranstaltung einen Auftrieb von etwa 70 Böcken. Zum Verkauf gestellt hatten die Genossenschafts- Herde Burgsolms, die Frhr. Riedeselsche Gutsverwaltung in Eisembach, die Gutsverwaltung Herborn, die Genossenschaftsherden Hochelheim und Lang-Göns, die Fürstliche Gutsverwaltung Lich, die Genossenschaftsherden Lützellinden und Niederkleen, die Stammzucht Wicke in Rudlos, die Genos- sen^cha'tsherde Sechshelden und die Stammzuchten Lehr- 'und Versuchsgut Selgenhof und Rmn in Utphe. Die Einteilung der Zuchtböcke in Zuchtwertklassen fand bereits am Vortage statt. Bei mittlerer Nachfrage und mittleren Preisen.wechselten sämtliche gekörten Schafböcke ihre Besitzer. In erster Linie wurden die Böcke für das enger# Zuchtgebiet Hessen-Nassau gekauft, jedoch gingen auch einige Tiere in die Gebiete der Landesbauernschaften Kurhessen, Rheinland und Moselland. HauptschrisUeiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stelloertreter dc8 HauptschriftleiterS: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. fit. W. Lange; für das'Feuilleton: Dr. Hans Tlnriot; für Stadt Gleken, Provinz, Wirtschaft unv Sport ^Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Untvcrsttätsdruckerei R. Lange K.G. BerlagSleiter: Dr.-Jna. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht Snzeigenleiter- HanL Beck — Anzeigenpreiöliste Nr. 6 Zwei Damen suchenab 28.Mai in Gießen ein «MMnier mit zwei Betten, in gutem Hause, mögl. mit voller Pension, für , etwa 14 läge Schrift!. Angeb. unter 1534D an den Gieß. Anz. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der eNgerenHeimat! Darum: Kleinanzeigen in-die Hei« matzeitung, den BleßenerAnxeiger Bewerbungen für die Jngenieuroffizier- Laufbahn in der Luftwaffe. Bewerber für die Jngenieuroffizier-Laufbahn in der Luftwaffe reichen ihr Gesuch nicht mehr tut ine ihrem Wohnort zuständige Annahmestelle für Offt- zierbewerber der Luftwaffe, sondern an die Annahmestelle 5 für Offizierbewerber der Luftwaffe in Blankenburg/Thür. ein. Die bisher eingegangenen Gesuche werden dieser Annahmestelle zugeleitet. . Angehörige des Geburtsmbrganges 1926 reimen ihr Gesuch sofort, spätestens aber bis 30. 6.1943 ein; auch Angehörige des Geburtsjahrganges 1927 rönnen sich bereits bewerben. [U84V Der Reichsminister der Luftfahrt. und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Luftwaffenversonalamt. Mietqesuche| Suche für meine Schwester mit 8ibr.Töchterchen 1-2 leere oder Ml-Mmer mitKochgelegen- heit od. Küchen- benutzung per sofort. [03224 Amin Schwarz- Gießen, Seltersweg 77. Student (Ausl.) sucht möbl. Zimmer mit 1 od. 2 Bett. Schr. Ang. unt. 03218 a.d.G.A. neuwertm, für 25,— RM. Gesucht: elektr. Warmwasserbereiter oder kl. elektr. MWM beides 220 Volt. Schr. Ang. unt. 1506Da.d.G.A. MMiA zu mähen nimmt an [03229 Nau, Werrastraße 15 Rechnungen bei Brühl. Gießen Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die Kranz- und Blumenspenden beim Heimgänge unserer lieben Entschlafenen, Herrn Pfarrer Schultheis, sowie der Krankenschwester, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Hermann Löffler, Meister der Schutzpolizei und Tochter Elli Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer Kriegstrauung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlichst Hans Weber, Obergefr. h. d. Luftwaffe und Frau Liesel, geb. Weigel Gießen-Klein-Linden, im Mai 1943 s__________________________03216/ 16. 5. 43 Unser erstes Kind ein Sonntagsmädel , ist angekommen In dankbarer Freude Lotti Austermhhle, geb. Schäler Erich Austermtthle Oberzahlmeister, z. Z. im Felde Gießen, Grabenstraße 7 z. Z, Kath. Schwesternhaus s 03220/ Für die vielen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer Silber-Hochzeit danken wir herzlichst Wachtmeister Heinrich Velten z. Z. im Osten und Frau Cäcilie, geb. Baumann Gießen, im Mai 1943 ______________ 03221/ Der gestrige Sonntag war äls Muttertag im ganzen Reiche der dankbaren Verehrung der deutschen Mütter gewidmet, die gerade in den harten und opferoollen Zeiten des Krieges des liebevollen und ehrfürchigen Gedenkens jedes einzelnen unter v,n£ wie der gesamten Nation gewiß sein dürfen. Am Muttertage werden die ungezählten guten Gedanken, Grüße und Wünsche, die täglich von der Front zur Heimat und von der Heimat zur Front gehen, sich noch inniger und herzlicher begegnet sein als sonst, und in der Heimat waren viele Tische festlicher als sonst gedeckt und mit Blumen geschmückt — der Mutter zu Ehren. Die Jungen und Mädel aus HI. und BDM. waren am gestrigen Tage allermeist dienstfrei, um den Tag im Kreise der Familie verbringen zu können. Die Ortsgruppen der NSDAP, hatten schlichte und würdige Feiern ausgerichtet, die von musikalischen und dichterischen Darbietungen umrahmt waren und in ^Ansprachen den Dank des Volkes an dieLeutsche Mutter zum Ausdruck brachten. Wie alljährlich, fand auch diesmal wieder am Muttertage die Verleihung von Ehrenkreuzen der deutschen Mutter statt. Zur feierlichen Verleihung hatten sich am gestrigen Sonntagoornüttag die Ortsgruppe Mitte im ,Löwen", Neumweq, die Ortsgruppe Süd im „Tannhäuser", Frankfurter ten uen zmjun'y wi Straße, die Ortsgruppe Nord im .Burghof", und kämpfe. Schon ihre Teünehm^M ÜH dre Er- die Ortsgruppe Ost in der „Stadt Lich", in der Wartung-aufkommen, daß die Leichtathletik in Gie- Licher Straße mit den ausgezeichneten Müttern zu- ßen auch für diesen Sommer lebhaften betrieb sommengefunden. In den Feierstunden, die den Be- .bringen werde. Trotz aller Schwierigkerten werden teillgten lange in schöner Erinnerung "bleiben wer- mnfciTrf.«r* um d.e Leickt- den,' wurden insgesamt 26 Giestener Mütter mit dem Ehrenkreuz der deutschen Mutter geschmückt. Es erhielten das goldene Mutter-Ehrenkreuz: Hedwig Behm, Steinstraße 37; das silberne Mutter- Ehrenkreuz: Emma Albach, Schottstr iße 42; Anna Nuhn, Läufertsröderweg 20; Anneliese Schirmer, Gutgehende Herren-Taschen- oder Armbanduhr z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 1540Da.d.G.A. | Verschiedenes] Braune ÄMKÜMllK verloren. Geg. Belohnung abzugeben [03217 a. d. Fundbüro. Köln