* IG. Zahlgang Nr.A 8! teitbeim rügUck. außer ^jnntaos unb feiertags i Beilagen; v en Strohdach verdeckt, von abgebrochenen Aorten tunen und Strohmatten an den offenen Flanken g tarnt, verschwimmen sie in den grauen Konturen Ids Dorfbildes. Die Unterhaltung im Panzer kreist : un die „Tige r", die neuen schweren Panzer die ’ drs Regiment seit einigen Wochen "fistinen R h I sicht. Die Befürchtungen, daß die einfachen Holz | Hefen im Osten dieses Gewicht von mehr al ! 5* Tonnen nicht tragen können, haben sich,bis letzt W n.cht bewahrheitet. Aber mit ferner hohen Ge- scvwindigkeit und Wendigkeit ist er in leber Be zshung ein Spitzenfahrzeug. Daß seine ° oße Kanone, so meint der Ladeschutze, auf wette Entfernung eine bespannte Kolonne mit Pa z si renggranaten ausgelöscht hat, will noch ch Maaen. Der Kampf gegen Panzer, das fit de allein ausschlaggebende Bewährungsprv e, u d'S muß er noch bestehen. . Zwei Uhr nachts ist es gewordem als em MG. in ballern anfängt. Ein zweites antwortet, d ! »ommandant die Luke öffnet, ist deutlich . 2mummen von marschieren^n panzern, zu^,^ r-en. Don einer dünnen ‘ÜÄvMxMnito. 2*aches schießt ein nervös gewordener b sch ^inen mer näher kommt das Motorengeräusch. Die Kom- kB» a 8«.ÄS IS: S“ä S" —"' D.tter Deckung nach drei Richtungen wirken. 6 knMidi dämmert es. In wenigen M> Endlich dämmert es. In wenigen Minuten brennen vier bolschewistische Kampfwagen. Ein T 34 steht plötzlich auf drei Meter Entfernung vor einem unserer Tiger. Er weiß, daß er den Turm nicht so schnell drehen kann, und versucht seinen Gegner nun im 'Ansturm zu rammen. Auf nächste Entfernung halt das großkalibrige Geschütz auf ihn, daß der Turm nur fa durch die Luft wirbelt. Die Besatzung steigt aus. In einer Sekunde bricht sie unter einer MG.-Garbe zusammen. Als die Dämmerung dem Tag weicht, stehen im Umkreis von wenigen hundert Metern acht brennende bolschewistische Panzer. Die anderen versuchen nun mit donnernden Motoren zu entkommen, ihnen nach die Tiger. Auf der leicht ansteigenden Höhe jenseits des Dorfes hauchen noch zwei feindliche Kampfwagen ihr Leben aus. Dann verschwindet das Kampffeld hinter dem Hang. Nach zwei Stufen kommen die Tiger zuruck. Bier meldet der eine, sechs der andere, der dritte nur zwei, da er mit einem Motorschaden in einer Mulde festsaß. Die Kommandanten strahlen. Die Besatzungen aus den anderen Kampfwagen scharen sich um sie, und bann betrachten fjunbert kritische Augen die Tiger, die nun ihre Bewährungsprobe Widerstand, die der Koloß nicht durch feine Kraft und Schwere zu überwinden vermöchte. Was vor eine malmenden Stahlketten gerät, was sich ihm in den Weg stellt, wird niedergewalzt. Seine starke Panzerung macht ihn fast unverwundbar und so gut wie minensicher. Selbst schwere panzerbrechende Waffen lassen die Schweißungen eines Panzers nicht zerplatzen. Der geringe „tote Winkel" und ferne Bauart machen ihn auch aus der Nähe fast unangreifbar. Bestückt mit einer schwenkbaren großkalibrigen Kanone (ein Modell, das bisher noch nicht auf Panzern montiert war) und Maschinengewehren — dazu Handfeuerwaffen und Handgranaten — verfügt der „Tiger" über eine ungeheure Feuerkraft. Seine Besatzung besteht aus besonders erprobten Panzermännern. Die Kampferfahrungen bestätigen, daß der Panzer „Tiger" alle bisherigen Kampfwagen an Schnelligkeit und Wendigkeit, an Panzerung und Feuerkraft übertrifft. Sein großer Aktionsradius und seine hohe Geschwindigkeit, die einen guten Durchschnitt in der Stunde erreicht, die leichte Lenkbarkeit und die verbesserten Sichtverhältnisse erhöhen seinen Kampfwert bedeutend. Aeußerlich aber ist der Panzer „Tiger" trotz feines Gewichts von über 50 Tonnen und seiner zweckbestimmten Bauart beinahe formschön zu nennen. So haben in steter Fortentwicklung deutsche Ingenieure und deutsche Arbeitskraft in Auswertung aller Kampferfahrungen unserer Panzermänner der kämpfenden Front eine Waffe geschenkt, die das Herz jedes Armeeführers begeistert und in die er mit Recht fein volles Vertrauen fetzen kann. So erfüllt die schaffende Heimat die chr vom Führer gestellte Aufgabe: Dem besten Soldaten die besten Waffen. gegen sie selbst ist. Und so beginnt es denn, wie es immer beginnt, wenn man sie auf ihre Untaten hin festnagelt, da und dort laut werdend, das Verlegenheitsgestammel, das Tatsachenverdrehen, das Sich-heraus- reden-wollen um jeden Preis, selbst um den der Lächerlichkeit, das die-Schuld-von-sich-abwälzen- wollen und wenn möglich, dem-anderen-in-die- Schuhe-schieben. Die Deutschen seien schuld! — schreien die Juden Moskaus, vergessen aber dabei, daß sie — wie Reuter zugeben muß — einst den polnischen Exil-Behörden auf deren angstvoll dringende und immer wieder vorgebrachte Fragen nach dem Schicksal der kriegsgefangenen polnischen Offiziere die Antwort gegeben haben, daß diese Offiziere heil und gesund in der Sowjetunion interniert seien und die sowjetische Staatsbürgerschaft bekommen hätten. Kein Wort davon, daß den Bolschewisten die Gefangenen abhanden gekommen wären, und daß man also besser daran täte, sich bei den Deutschen nach ihrem Verbleib zu erkundigen. Doch heute, nach der Aufdeckung des grausigen Verbrechens, wollen ihnen plötzlich ihre Gefangenen entkommen sein! Eine noch kläglichere Ausrede haben diejenigen jüdischen Blätter gefunden, die allen Ernstes behaupten, es handele sich bei den Massengräberfunden im Walde von Katyn um „archäologisch- prähistorische" Ausgrabungsstätten. Prähistorische Leichen mit allen Anzeichen einer dreijährigen Verwesung, angetan mit polnischen Offiziersuniformen, geschmückt mit polnischen Auszeichnungen, versehen mit Tagebüchern und Kalendern vom Jahre 1940, mit Briefen von Angehörigen, die das Datum des Vortages der Massenerschießungen tragen, mit Slotys, die man ihnen gelassen hatte, da sie als wertlos die Bolschewisten nicht gereizt hatten! Wir Deutschen sind wohl, wie diese Juden meinen, glücklicherweise, auf solche „prähistorische" Ausgra- hungsstätten gestoßen, sind dann hergeaangen und haben diese „archäologischen" Leichen sein säuber- DNB. ..., 16.4. (PK.) Im Raum um Char- !>w brennt auf den glitzernden weitwelligen Firn- Äneeflächen die Angriffsschlacht. Während die Banner der Leibstandarte Haus um Haus erkämpfen, ächzen und rumoren auf den ausgefahrenen, Dizeiften Wegen nordwestlich der Stadt die Mo- tcren der Division „Großdeutschland Die Offiziere bis Panzerregiments sind bei ihrem Kommandeur, Oberst Gras Strachwitz, Trager des Eichen- Icubs zum Ritterkreuz. Wie eilte blahrote Kugel kiidjt die Sonne hinter dem weihgrauen Hv/^äant urier. In langen Streifen wandert die Nacht über bis Höhen. Wahrend sich die Panzerbesatzungen um |bie FÄdküche drängen, um Lchluck heißen Kaffee zu Oie GPLl. von Juden beherrscht Berlin, 16. April. (DNB.) Die furchtbaren Feststellungen über die Durchführung des Mordes in Katyn durchjüdischeSonderkommandos haben das Deutsche Nachrichtenbüro veranlaßt, bei der Antikomintern in authentische Unterlagen über den Einfluß des Judentums auf die bolschewistische GPU. Einsicht zu nehmen. Es sind dabei die folgenden Feststellungen getroffen worden: Es ist unbestreitbar, daß die Organisation der GPU. (heutiger Name NKWD.) jiod) stärker als der übrige Staatsapparat der UdSSR, von Juden durchsetzt ist und von ihnen beherrscht wird. Einen Ueberblick geben zahlreiche Deröffent- lichungen in sowjetischen Zeitungen über Beförderungen, Ordensverleihungen, Versetzungen usw. So veröffentlichte z. B. die Jswestija vom 29.11.1941 einen Beschluß des Obersten Rates der UdSSR., auf Grund dessen eine Reihe Funktionäre der GPU. (NKWD.) für „vorbildliche Durchführung eines Auftrages der Regierung über den Bau von Derteidi- gungsobjekten" mit verschiedenen Orden ausgezeichnet wurde. Von 63 führenden Männern der GPU., die hier ausgezeichnet wurden, sind 45 einwandfrei a l s Juden festgestellt. Aus verschiedenen Veröffentlichungen über Ernennungen und Beförderungen ergibt sich ferner. krieges zu illustrieren als die Existenz dieses At- lantikwalles. Damals waren die französischen Ka- nalhäfen die Nachschubbasis für die britischen Armeen in Flandern. Es war ihre traditionelle Rolle in Jahrhunderten europäischer Geschichte, denn in Frankreich hat man vielfach vergessen, daß im Mittelalter fast die Hälfte des Landes britischer Besitz war und erst die Vertreibung der Engländer im Hundertjährigen Krieg die Grundlage zur Errichtung eines französischen Nationalstaates gelegt hat. Ader Ealais und Boulogne waren noch 1558 in englischer Hand und spater waren Belgien und Holland Sprungbrett und Operationsbasis englischer Heere gegen Frankreich. Im Weltkrieg, als die britischen Soldaten in Flandern sich als die Herren gerierten, wurde bei manchen Franzosen die Erinnerung an diese dunklen Blätter ihrer nationalen Geschichte wieder wach. Aber die von der Pariser Clique fanatischer Revanchepolitiker und Entente freunde eifrig gepflegte Haßpsychose gegen Deutschland als Erbfeind hatte Frankreich seiner historischen Ausgabe als Bollwerk des Kontinents gegen Westen entfremdet. Es gab sich selbst als Einfallpforte für die Seemächte hin. Wie Calais und Boulogne wiederum von den Engländern ganz als britische Brückenköpfe betrachtet wurden, so landeten die amerikanischen Heere in Brest und Le Havre, um an der Westfront die Entscheidung zu bringen, nachdem der deutschen Frühjahrsoffensive 1918 nach dem Siege bei Armentiöres und dem Uebergang über die Lys der Durchbruch zur Kanalküste versagt geblieben war. 'Heute liegt der europäische Kontinent in sicherem Schutz hinter dem Atlantikwall, der mit einer lückenlosen Kette gewaltiger Befestigungswerke modernster Bauart auf einer Länge von fast 3000 Kilometer vom nördlichen Norwegen bis zum Fuß der Pyrenäen jeden feindlichen Zugriff von Westen her verhindert. Denn nach den Erfahrungen der letzten Feldzüge, vor allem auch nachdem ein starres System wie die Maginot-Linie sich so wenig bewährt hat, wurden die Bastionen des Atlantikwalls zur Rundum-Verteidigung eingerichtet und in dem sich vielfach überschneidenden Feuer ihrer Artillerischwersten Kalibers würde jede Truppe, der es ge- lunaen sein sollte, im Schutz von Nebelwolken irgendwo Fuß zu fassen, erbärmlich zusannnengeschos- sen werden. Auch ausländische SachverstäNdiae, die Gelegenheit hatten, den Atlantikwall zu besichtigen, bekennen, daß angesichts dieser lückenlos ineinander- areisenden und mit modernsten Waffen armierten Werke jedes Landungsunternehmen in wenigen Stunden mit einer Katastrophe enden müsse. Aber der Atlantikwall ist ja nicht nur ein großartiges und in der Geschichte der Fortifikationskunst beispielloses Werk der Verteidigung, sondern er bezieht in seinen Schutz ja auch die atlantischen Stützpunkte der deutschen U-Boote ein und ist daher die wichtigste deutsche Operationsbasis für die Schlacht auf den Weltmeeren. Auch hier liegt der Unterschied zur militärischen Lage Deutschlands auf der Hand. Denn während damals die deutsche Hochseeflotte im berüchtigten nassen Dreieck der Deutschen Bucht eingeschlossen war und die U-Boot-Waffe sich auf die belgischen Kanalhäfen Ostende und Zeebrügge angewiesen sah, ist heute dieser Ring geiprengt. Deutsche Schlachtschiffe operieren von der Küste Norwegens aus und bilden einen starken Rückhalt für die Angriffe auf die Murmanst-Route, den kürzesten Ver- biitdungsweg zwischen England und seinem sowjetischen Bundesgenossen. Deutsche U-Boote haben von der französischen Atlantikküste aus das freie Meer vor sich. Ihre Rudel schwärmen bis in die amerikanischen Küstengewässer vom Lorenzstrom bis zum Golf von Mexiko, von der Karibischen See bis zur La- Plata-Mündung und um das Kap herum in den Indischen Ozean. Auch seestrategisch liegt Deutschland in der Vorhand und läßt sie sich nicht entreißen. Nach Osten und Westen gesichert sieht der Kontinent zuversichtlich den militärischen Ereignissen des Frühjahrs entgegen. Es ist die schöpferische Pause, die dem Führer Gelegenheit gibt, mit seinen Verbündeten wieder persönlich Fühlung zu nehmen und in den Besprechungen mit ihnen die Entschlüsse zu fassen, die die kommenden Entscheidungen vorbereiten und ein!eiten. Als erster Besuch erschien König Boris von Bulgarien im Führerhauptquartier. Bulgarien steht als Mitglied des Dreierpaktes vor- behalllos an der Seite Deutschlands und seiner Verbündeten. Der Balkanfeldzug 1941 hat es um zwei Drittel feiner Fläche und fast die Hälfte seiner Bevölkerung vergrößert. Die Angleichung der neugewonnenen Gebiete Mazedoniens, Thraziens und der Dobrudfcha beanspruchen in erheblichem Maße die Kraft des Landes, das in drei Kriegen schwere Blutopfer hat bringen müssen. Aber Bulgarien kennt den Bolschewismus aus eigener Erfahrung und weiß genau, daß ein Sieg der Sowjets ihm weit mehr als seine eben erst mit Hilfe der deutschen Waffen errungene Machtstellung auf dem Balkan kosten würde. Die Meerengen im Besitze der Sowjets und Bulgarien würde zum Glacis des Bolschewismus auf dem Balkan. Aus einem national geeinten freien Bulgarien würde eine Sowjetrepublik als Satrap Moskaus. Als wichtigstes Durchgangsland .zwischen Europa und Kleinasien beherrscht Bulgarien heute den Raum zwischen Schwarzem, Aegäischem und Jonischem Meer und seine Wehrmacht erfüllt daher auch ohne unmittelbaren Einsatz eine wichtige Funktion bei der Sicherung des Kontinents. Als zweiten Besucher konnte der Führer Italiens Duce begrüßen, der von seinem Staatssekretär im Außenministerium Bastianini und dem Generalstabschef Ambrosio begleitet war. Die Besprechungen waren durch die Italien-Reise Ribbentrops und die Fühlungnahme des Großadmirals Dönitz mit feinem italienischen Kollegen vorbereitet worden, so daß sich schnell ein Bild des gemeinsamen Wollens der beiden durch ein gleiches historisches Schicksal, die gleiche revolutionäre Idee und die gleiche nationale Aufgabe der Befreiung von unerträglichen Fesseln und Sicherung ihrer völkischen Existenz so eng verbundenen Waffengefährten ergeben konnte. So konnte auch das Com- munigue über die Besprechungen zwischen Führer und Duce diesen gemeinsamen Willen zum äußersten kämpferischen Einsatz beider Nationen für einen kompromißlosen Sieg unterstreichen. Kein vorübergehender Rückschlag wird beide in ihrer Zuversicht irre machen, daß dieser Sieg als Frucht aller Anstrengungen im Kampf gegen eine mächtige feindliche Koalition den beiden Völkern ihr Lebensrecht sichern wird. Das Ziel ist klar: die Beseitigung aller Gefahren, die aus dem Osten und Westen dem europäischen und afrikanischen Raume drohen, und ein Friede, der die Zusammenarbeit der europäischen Völker auf der Grundlage ihrer gemeinsamen Interessen sichert und eine gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Güter herbeiführt. Das italienische Volk steht in einer harten Bewährungsprobe. Es hat den Verlust feiner afrikanischen Besitzungen an einen übermächtigen Femd überaus schmerzlich empfunden, waren doch Aethiopien so gut wie Libyen der berechtigte Stolz des auch kolonisatorisch neue Wege gehenden Faschismus. Aehnlich wie manche unserer deutschen Großstädte werden auch in Italien die Zentren des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens vom Luftterror der britisch-amerikanischen Mordbrenner schwer mitgenommen, wobei auch die ehrwürdigen Baudenkmäler glanzvoller Geschichtsepochen, zu denen einst eine ganze Welt pilgerte, nicht verschont bleiben. Aber das italienische Volk ist geschult genug, um zu wissen, daß dieser Krieg auch insofern ein totaler Krieg ist, als er nur als Ganzes betrachtet werden kann, weshalb bie äußerste Konzentration aller Kräfte dort erfolgen muß, wo der Sieg die Entscheidung zu bringen verspricht. Der Einsatz italienischer Divisionen an der Ostfront, die erbitterte Verteidigung des tunesischen Brückenkopfes durch deutsche und italienische Streitkräfte gegen eine vielfache Uebermacht sind Zeugnisse für diese Erkenntnis. Seit Jahren bemüht sich die feindliche Agitation, irgendwelche Risse in der Achse Berlin—Rom zu entdecken. Aber ihre Märchen, die Mussolini im Bewußtsein seiner Stärke der Oesfentlichkeit mitteilt, beweisen nur, wie sehr man in London noch immer in den Vorstellungen von dem Italien des Liberalismus befangen ist. Das faschistische Italien weiß, daß England es wieder in das Gefängnis des Mittelmeers zurückbringen will, in dem es ersticken muß. Es kämpft um sein Leben und weiß, wie sein deutscher Waffenkamerad, daß nur der totale Sieg der Achse ihm sein Lebensrecht sichert. Nur wenige Tage nach dem Duce empfing der Führer den Staatschef des verbündeten Rumänien, Marschall Antonetzcu. Auch Rumäniens Kampf an der Seite der Achse geht um Sein oder Nichtsein, denn das Schicksal Bessarabiens in der kurzen Zeit der Bolschewistenherrschaft ist eine Warnung, die deutlicher spricht als alle Theorie. Die Verwirklichung der sowjetischen Kriegsziele auf dem Balkan und an den Meerengen würde die Vernichtung des rumänischen Staatswesens und die Verelendung des rumänischen Bauern, der das Rückgrat der Nation bildet, bedeuten. Rumänien hat Die Unersättlichkeit des sowjetischen Nachbarn kennengelernt, als dieser ihm im Juni 1940 Bessarabien und die Nordbukowina abpreßte. Zur Verteidigung seiner nackten Existenz hat es das Schwert gezogen und sich entschlossen an die Seite Deutschlands gestellt. Die rumänischen Trüppen haben Bessarabien befreit und Transnistrien, das Land zwischen Dnjestr und Bug erobert Tapfer haben sie sich Schulter an Schulter mit den deutschen Armeen geschlagen für die Sache ihres Vaterlandes, die auch die Sache Europas ist, denn ein starkes nationales Rumänien ist berufen, einmal ein Bollwerk des Kontinents gegen die Steppe des Ostens zu fein. Deshalb bekräftigten der Führer und Marschall Antonescu ihre feste Entschlossenheit, den Kampf gegen die Feinde Europas unter Einsatz aller Kräfte bis zum kompromißlosen Siege fortzusetzen, denn nur er kann auch Rumänien vor dem furchtbaren Schicksal bewahren, die Beute des Bolschewismus zu werden. England und die Vereinigten Staaten, die einst mit ihren Garantien wie so viele kleinere Nationen auch Rumänien zu ködern versucht hatten, haben, wie Finnland, die balttschen Länder und Polen, auch Rumänien längst den Sowjets als Preis für ihre Waffenhilfe überantwortet. Briten und Amerikaner sind sich einig in dem zynischen Verrat Europas an den Bolschewismus, dessen erste Opfer die kleinen Völker des europäischen Ostens sein würden. Stalins Pressejude Ilja Ehrenburg hat in seinem wilden Haß gegen alle europäische Gesittung ein Bild dessen entworfen, was der Bolschewismus aus Europa machen würde, wenn es feinen Horden gelänge, den deutschen Schutzwall zu durchbrechen. Daß seine Schilderungen keine bloßen Phantasien eines kranken Hirns sind, dafür ist der grausige Fund im Walde von Katyn ein neues furchtbares Zeugnis. Deshalb kennen die Völker Europas kein anderes Gebot, als diesen Kampf um Leben und Freiheit, um nationale Würde und völkischen Bestand, um alle Werte einer aus gemeinsamer Wurzel gewachsenen Kultur durchzustehen in äußerstem Einsatz, sei es der Waffen oder der Arbeit bis zum kompromißlosen Sieg. Dr. Fr. W. Lange. Kleine politische Nachrichten. Das schwedische U-Boot „Ulven" ist von einer Uebungssahrt an der schwedischen Westküste nicht zurückgekehrt. An Bord des U-Bootes befanden sich 34 Mann Besatzung. * Der französische Anwalt Jean-Charles Legrand, der wegen antisemitischer Betätigung vor sechs Jahren von der AnwcMiste der Pariser Gericht gestrichen worden war, wurde wieder zugelafsen. * Das Kreisgevicht Sofia verurteilte fünf Spekulanten, darunter zwei Juden, wegen umfangreicher Schiebungen mit Trikotwäsche zum Tode durch Erhängen. Neuer japanischer Lustsieg. Bei Neu-Guinea elf Transporter versenkt und 54 Flugzeuge zerstört. Tokio, 16. April. (DNB.) Am Mittwoch griff fen japanische Marineflugzeuge einen feindlichen Geleitzug in der Nähe der Milne-Bucht am Ostzipfel von Neuguinea in Massenforma' tionen an. Das Ziel einer zweiten japanischen Lusteinheit war ein Flughafen in der Milne-Bucht. Der Feind verlor elf Transportschiffe. 44 feindliche Flugzeuge wurden abgeschoffen, 10 am Boden zerstört und schwere Schäden an militärischen Einrichtungen beroortjerufen. Die japanische Luftwaffe verlor fünf Maschinen. Alle Transporter waren mit Kriegsmaterial, Sprengstoff und Truppen beloben und sollten die Stützpunkte des Gegners auf Neu- Guinea verstärken. Damit wurden feit Anfang April allein im Südost-Pazifik rund 170 000 Tonnen feindlichen Schiffsraums versenkt. An Flugzeugen verlor der Feind über Neu-Guinea und den Salomon-Inseln 196 Maschinen. „Pomiuri Hochi" schreibt dazu: „Es kann kein Zweifel daran bestehen, daß die vorgeschobenen feindlichen Stützpunkte militärisch gesehen immer schwächer werden müssen, wenn der dringend benötigte Nachschub ausbleibt, ffie^ Zukunft wird zeigen, daß die Gefahr, die dM^indlichen Nach« schublinien von unserer Luftwaffe her droht, immer größer wird." Kunst und Wissenschaft Hermann Abendrolh in Stockholm. Der Leipziger Gewandhaus-Kapellmeister Hermann Abendroth beendete dieser Tage ein Gastspiel in Stockholm. Das Programm der beiden ersten Abende enthielt Werke von Mozart, Weber, Schubert, Wagner, Brahms und Paul Graener, die beiden letzten brachten zweimal Beethovens 9. Sinfonie. „Stockholms Tidningen" nennt Abend' roth als Dirigent „für das Orchester wahrhaft irv- fpirierenb" und fährt fort: „Hinter der ruhigen Fassade verbirgt sich ein lebhaft bewegtes Gemüt." „Sagens Nyheter" betont, daß unter Abendrokhs Gestaltung die komplizierte Tonschöpfung Beethovens eine großartige Fassung erfuhr. Eine Märchenoper im Rundfunk. Zu den beliebten Opern zäbtt das Märchen- ftiel „Hänsel und Gretel^ von Engelbett Humperdinck, dessen Melodien uns am Sams- daß auf den wichtigsten Posten der GPU. (NKWD.) sich folgende Juden befinden: Hauptver. waltung des staatlichen Sicherheitsdienstes 2ktgtn, ! Hauptverwaltung des Außen- und Jnnenschutzes Lepin, poetische Verwaltung der Grenz- und Jnnen- schutztruppen L. B. Roschal, Inspektor der besonde, ren Abteilung L. F. Gestand, Leiter der Plammgs- und Wirtschaftsabteilung A. P. Mejerson, Leiter des Moskau—Wolga-Kanalbaues (Zwangsarbeiter, Bauvorhaben) Matchäus David Bergmann, stellvertretender Volkskommissar des Innern. Unter den Abteilungsleitern dyr GPU. befinden sich laut amtlichen sowjetischen VeröffenÜichungen die folgenden Juden: L. Nerensohn, I. Pliner, P. Flecker, D. Luskin, ferner B. M. Kagner, P. P. Kutter, B. S. Margolin, S. Schuk, E. D. Rubint- schik, A. Fidmann, W. Papirowski, B. Wenge- rowski, E. Schiflinger, Baumholz, Schurgel, A. Musikantski, Kerson, Elkin, Pikower, Werzeiser, Perlin, Neumann, Brainin, Tetelbaum, Galpero- witsch, Genkin, Ginsburg. Chefs wichtiger Tellge- biete der Sowjetunion waren die Juden Reichmann, Ressin, Solin, Mirkin, Zesarski, Litwin. Kornew, Scharow, Bulach, Malkin, Ssimanowski, Walik, Bojarski. Vom Schicksal verweht Roman von Holla Outkelch 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Fängst du schon wieder an?" seufzt Virginia. ,Lch? Meso? Ich zerbreche mir doch nur den Kops, womit ich dich überraschen könnte", tut Bob unschuldig. Virginia geht auf seinen Ton ein. „Mit allem, was du mir nicht vorher erzählst", scherzt sie. „Stimmt. Also, dann bringe ich dir Loch das Grammophon mit", meint er mit ganz ernsthaftem Gesicht, weih aber genau, daß Virginia einen sehr schönen Kofferapparat hat. Ungehalten und ärgerlich zugleich packt sie Bob bei den Armen, aber schnell läßt sie ihn wieder los und wendet sich zum Gehen. Lewis will sie um jeden Preis noch ein bißchen für sich haben. „Du, Virgin, was macht man eigentlich, wenn ein Koffer nicht zugeht?" „Man nimmt etwas heraus, Bob, oder man packt besser!" „Ach ja, bitte tu das doch, ich Habs schon dreimal versucht. Bei mir wird's immer mehr!" meint Bob in dem Bestreben, sie aufzuhalten. Seine Augen betteln. Aber Virginia läßt sich von ihrer Pflicht nicht abbringen. „Ich muß ins Labor. Ich habe meine Analysen noch nicht gemacht!" Als sie den Schlüssel in das Schloß des Laboratoriums steckt, zögert sie einen Moment. Wäre ich früher gegen den anderen auch unnachgiebig gewesen, wenn er mich so sehr um ein paar Minuten Zusammensein gebeten hätte? Schließlich fährt Bob morgen ab, denkt sie schuldbewußt. Aber dann schließt sie doch die Tür auf. Das Labor besteht aus zwei Räumen, deren einer nur durch eine dünne Wand von dem Arbeitszimmer des Professors getrennt ist. Virginia hört undeutlich, wie er sich drüben mit einem anderen Mann unterhält. Forster sitzt am Schreibtisch, während Dr. Dos Passos vor der großen Karte der Insel steht und das Dschungelgebiet betrachtet. „Also mit einem Wort: Sie wollen einige tausend Dschungelneger impfen und sie außerdem dazu veranlassen, ein paar Quadratkilometer Sumpf trocken zu legen 1" stellt Forster skeptisch fest. Dos Passos dreht sich um und kommt zum Schreibtisch. „Klingt doch sehr einfach, was?" Er setzt sich ebenfalls. Forster nictt ernst: „Ja, aber unter den gegebenen Umständen ist es tmmöglich." „Hm, und Sie meinen, die ,gegebenen Umstände' kann man nicht ändern?" Dos Passos ironischer Blick streift den Professor, der eine resignierte Hand- beroegung macht und entgegnet: ,Zn Puntamarra jedenfalls nicht." Dos Passos Hände, die auf dem Schreibtisch liegen, ballen sich, seine Augen blitzen. „Dann also im Dschungel." Forster glaubt sich durch seine trüben Erfahrungen mit den Dschungelnegern überlegen. „Seien Sie mir nicht böse Kollege, aber glauben Sie, nach dem, was auf der Urwaldstation oorgefallen ist, daß Sie es schaffen?" Ohne zu überlegen, erwidert der neue Arzt: „Glauben, ja. Ob ich es wirklich tun kann, weiß ich nicht, versuchen werde ich es auf alle Fälle." „Darf ich fragen, wie Sie sich das vorstellen?" Forster ist voller Skepsis. • „Das weiß ich noch nicht. Dazu muß ist erst mal Ihre Dschungelneger kennenlernen." Dos Passos ist nicht leicht zu beirren. „Bis jetzt hat noch niemand dieses ,Näherkennen- lernen' überlebt, Doktor, und ich kann Ihnen keine Hilfe mitgeben. Ich werde schon Muhe haben, ein paar Träger für Sie zu bekommen." Durch Forsters warnende Worte schimmert die warme Menschlichkeit seines Charakters. „Herr Professor, die großen Kolonialpioniere sind auch allein gewesen. Allein sein war noch nie ein Hindernis, wirklich etwas zu erreichen", erwidert Dos Passos sachlich. Forster steht aus. „Meine Aerzte waren auch allein und trotzdem ..." Er fühlt sich gekränkt. „Vielleicht haben sie kein Glück gehabt." Kühl und reserviert kommen die Worte von den Lippen des Neuen. Die Stimme des Professors klingt ein wenig gereizt: „Vielleicht!" „Außerdem, wozu viel reden", lenkt Dos Passos ein. „Wir haben keine andere Wahl." „Gut, Doktor, ich habe meine Pflicht getan, ich habe Sie gewarnt, ich brauche Ihnen wohl nicht zu sagen, was es für uns bedeuten würde, wenn Sie Erfolg hätten. Aber ich fürchte ..." Er zieht die Schultern bedauernd hoch, dann fragt er: „Wann wollen Sie aufbrechen?" „Am besten gleich!" lächelt Dos Passos. „Das geht nun leider nicht. Erstens brauche ich ein paar Stunden, um alles für Sie vorzubereiten, und zweitens haben wir heute abend im Klub einen kleinen Empfang für die Passagiere des Dampfers, und da möchte oer Gouverneur Sie gerne kennenlernen." ' „Muß das fein?" Unbehaglich streicht sich Dos Passos über die dunkelgebräunten Wangen, die jede gut rasierte Glätte vermissen lassen. Förster nickt. ,Hch glaube — ja!" Dos Passos schickt sich in das Unvermeidliche. „Also gut — ntanniana — erst morgen früh auf in die Dschungel! Haben wir sonst noch etwas, Professor?" „Ja, ich hätte gern, daß Sie meiner Assistentin genaue Anweisungen über die Anwendung Ihrer Persistin-Therapie geben." Dr. Dos Passos ist die Bereitwilligkeit selbst, sobald es sich um die Arbeit dreht. „Haben Sie das Persistin schon vorn Dampfer holen lassen?" „Ja, die Kisten sind frier", bestätigt Forster. „Uebrigens müßte meine Assistentin jetzt im Labor sein, am besten gehen wir gleich mal hinüber." Er öffnet die Tür zu dem großen Laboratoriumsraum und läßt seinem Mitarbeiter den Vortritt. Auf dem langen Untersuchungstisch sind die Mikroskope, Reagenzgläser, Gestelle und Abstrichgläser peinlich genau geordnet. Auch die Geräte des Jn° strumentenschrankes, die in der durch das mit weißer Gaze bespannte Fenster fallenden Sonne blinken, scheinen sorgfältig ausgerichtet, lieber allem liegt eine für die Tropen ungewöhnliche Sauberkeit. „Donnerwetter! Sie sind ja hier ganz o. k. eingerichtet. Da fehlt aber auch nichts. Sogar deutsche Zeiß-Mikroskove!" verleiht Dos Passos feiner Verwunderung Ausdruck. Virginia sitzt am Arbeitstisch des kleinen Neben- raumes. Sie hätt ein Reagenzglas über die Flamme eines Brenners. Dann füllt sie einige Tropfen aus einer Flasche in das Glas und hebt es gegen das Licht. Als sie Dos Passos Stimme hört, läßt sie ihre Hand erschreckt sinken. Im großen Raum sieht sich Dr. Dos Passos inter- effiert um. „Ja, unser Handwerkszeug ist ganz modern!" sagt Forster stolz. „Das kann man wohl sagen! Und eine Ordnung herrscht hier — alle Achtung." „Dafür ist Dr. Larsen verantwortlich", meint der Professor anerkennend. Er hält viel von der Tüchtigkeit seiner Assistentin. „Dr. Larsen?" wiederholt Dos Passos. ,La, das ist hier ihr Reich." In der Türöffnung zwischen den beiden Räumen erschemt Virginia. Sie trägt das Reagenzglas in der Hand und sieht gespannt, mit innerer Erregung, 3U den beiden herüber, die ihr den Rücken wenden." Förster fährt zu Dos Passos gewandt fort: ,Zhr verdanken wir übrigens indirekt, daß Sie hier sind Sie hat mich nämlich zuerst auf ihre Artikel über ,Persistin' in den ,Medicimtt News' aufmerksam ae- macht." Wie gebannt steht Mrginia in der Türöffnung. Ähre Augen sind noch immer auf Dos Passos gerichtet, der nachdenklich fragt: „So, arbeitet diese Miß Larsen schon lange hier?" „Seit Jahren. Sie ist einer meiner ältesten Mitarbeiter. Das heißt, wenn es nach den Junggesellen hier gegangen wäre, dann hätte ich sie schon in den ersten vier Wochen verloren, aber Gott sei Donk hat sie bisher immer ,Stein* gesagt. Sie ist eine der Wenigen, die hier durchgebalten haben, und das war bestimmt nicht immer leicht." Während Forsters Lobrede hat sich Dos Passos, der einen Blick in seinem Rücken spürte, wie yr- fällig umgedreht und Virginia gesehen. Nur um ein weniges heben sich seine Augenbrauen in beherrsch' •tem Erstaunen. Aber die Frau verliert die Fassung, sie schrickt zusammen, - das Reagenzglas entgleitet ihren Händen und zersplittert klirrend am Boden. Erschrocken fährt Forster herum. „Miß Larsen?! Oh — ein kleines Mißgeschick." Als er bemerkt, daß Virginia weiß wie die Wand am Türpfosten lehnt, unfähig, sich nach den Scherben zu bücken, fügt efi hinzu: „Was haben Sie denn?" Um ihr über den Zwischenfall hinweg zu helfen, geht Dos Passos auf sie zu und sagt eindringlich: „Ich freue mich. Sie kennenzulernen. Hoffentlich bin ich nicht schuld an dem Unglück mit dem Reagenzglas." Verwirrt sieht sie ihn an. Mit gesenkten Wimpern macht sie einen schüchternen Versuch zu lächele „Nein, nein, ich mar selbst schuld!" ..Der Arzt nickt ihr zu. „Das beruhigt mich, übrigens — ich bin Dos Passos." Er reicht ihr die Hand. Aber Virginia nimmt sie nicht. Stumm, fast trotzig steht sie dem Mann gegenüber. Forster kann sich ihr Verhalten nicht erklären. „Miß Larsen, was ist mit Ihnen? Sie sind ja ganz durcheinander." Plötzlich scheint dem guten Professor ein Licht auszugeyen. „Ach so!" macht er bedeutungsvoll und fühlt sich genötigt, erklärend zu Dos Passos zu sagen: „Miß Larsen ist ein bißchen nervös, weil morgen ein gewisser Jemand fori- fahrt." Er blinzell Virginia zu. „Stimmfs?" Virginia ist ihm dankbar für den rettenden Ein» fall, jawohl, Herr Professor!" „Na sehen Sie! Aber jetzt müssen Sie Ihren Abschiedsschmerz ein bißchen vergessen. Dr. Dos Passos wird Sie in die Geheimnisse feiner Behandlungsmethode einweihen. Hatten Sie die Ohren steif' Miß Larfen!" Gochchuag kolM 20. April-Markstein des jungen Ledens die als wiacftta 1823 D/ BERLIN SW 68 02482/ Gr. Burgstrabe 57 Ebelstraüe 30 17. April 1943 02504/ im April 1943 02515/ Baptistengemeinde u. B. f. (£.), Gartenstr. 13. Nikolaiken Ostpreußen Auf (fie ST-Abedmitte Ihrer NN» mtttßlkarte kauft eie nicht nur Puddingpulver, sondern auch Kartoffel» mehl und Sago. Sie weiß, daß man auch daraus gute Speisen kochen kann und durch diese Einteilung einer anderen Hausfrau zu ihrem Anteil an Puddingpulver verhilft. Gießen Hlndelstraße 23 Mondamin GeeeDstium. bJL Berlin-Charlottenburg S Sonntag, 18. 4., 10.45 KG.; 15JO G. Mittwoch, er. 4, 2YLSS» JOHANN A.WÜLFING . aber nie vergessen: täglich hauchdünn einreiben! nn Iss Hobt»? hw end k [t wü n Nch , dm NSDAP. Hitlerjugend Bann Gieben (116) Ihre Kriegstrauung geben bekannt Bertold Goß Oberleutnant i. einem Pi.-BatL und Frau Margrit, geb.List Bagdad reifen. Die direkte Verbindung unseres Kontinents mit dem Perfischen Golf ist Wirklichkeit ge* worden, und es bleibt für alle Zeiten ein Ruhmesblatt deutscher Kaufleute und Ingenieure, dis Hauptwerke dieser Bahn, die zu den wichtigsten transkontinentalen Verbindungen gehört, geschaffen zu haben. Mit welchem Geist die Deutschen an ihr Erschließungswerk gegangen sind, beweisen die Worte von S i e m en s im Reichstag: „Das Deutsche Reich und unsere deutsche Nation haben im Orient nichts zu erobern. Wir haben nur ein Interesse an der Stabilisierung der dortigen Verhältnisse, und ich möchte den Wunsch aussprechen, daß die anderen Nationen uns auf diesem Gebiete folgen möchten." Sie taten es nicht, und die Folge ist, daß diese Gebiete mittlerweile zweimal zu Kriegsschauplätzen geworden sind, was für die betroffenen Völker nur Unheil im Gefolge gehabt hat. Ihre Vermählung geben bekannt Obergefreiter Walter Luh Marie Luh, geb. Luh Seit Jahrzehnten hochwertige Präparate auf dem Gebiete der inneren Medizin und der Kaikanrei- cherung des menschlichen Organismus. die erste Bahnkonzession erteilt, nämlich auf sogenannte Anatolische Bahn. h Wir haben uns verlobt Hilde Müller Karl Siebert Unteroffizier der Luftwaffe Deutsche Pionierarbeit in der Türkei Dor 40 Zähren wurde die Bagdadbahn-Gesellschast gegründet. wöchentlich vormittags gesucht. [0243; Leibgesterue» Weg LL» ¥ N\ M '-! «I Ihre Vermählung geben bekannt Walter Martini Obergefreiter in einer mot. Einheit Marie Martini geb. Velten Wohnungstausch! Suche 5—6-Zimmer-Wohnung. Biete schöne 5-Zimmer-Wohn. mit Bad und Balkon. Mietpreis RM. 68.75. Schriftl. Angebote unter 02529 an den Gießener Anzeiger erb. Für die vielen Glückwünsche, die mir zu meinem 90. Geburtstage entgegengebracht wurden, danke ich auf diesem Wege allen recht herzlich Heinrich Rau V. Gießen-Wieseck, Ecke 1 __02536/ Wir kaufen gebrauchte, gut erhaltene KRAFTWAGEN aller Fabrikate OPEL IN GIESSEN Ruf 2847-48 Ihre Vermählung geben bekannt Willi Belzer Reichsbahninspektor Elisabeth Belzer geb. Renting Ihre Vermählung geben bekannt Hans Wagner Steuern).-Maat bei der Kriegsmarine Eleonore Wagner geb. Thomas z.Z. Gießen St. Goarshausen/Rh. Stodelsdilttten eingetroffen! 1233 D Eisenhandlung Johannes Tauer Gießen, Seltersweg 12, Fernruf 2819 Kirchliche Anzeigen. ( bellließi g As- lonrr W Alleiust. Dame, berufstätig, sucht 1-2 Simmet evtl, mit Kochgelegenheit. Schr. Ang. unt. 02478 a.ö.G.A. Gröberer Raum auch abgeteilt, zu ebener Erbe gelegen, für Paviereinlagerung zu mieten gesucht. LWW UnioerfitaiüömKerei Schulstrahe 7. , u9&d Schöne 4-Zimm.-Wohöun(j 4.tauschen gegen 2 bis 3 Zimmer. Schriftl. Angeb, unter 02548 an den Gieß. 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Ang. unt. 02533 a.d.G.A, Xpiirsorge für das Kindl Aussteuer -Versicherung für die Tochter / Sicherstellung d. Berufsausbil. ung für den Sohn / Lebensversicherung zum Schutze der Familie / Kriegsgefahr Ist gegen einen einmaligen Zuschlag lautAnordnung einges chlossen. Förden Sie Angebot! / Auskunft erteilt unverbindlich» ^Berlinische^ Lebensversichenmgs-ßesellschaft Alte Berlinische von 1836 Versicherungsbest, ca.1 Milliarde Inspektor Dr.A.Schuster Gießen, Marktstraße 30 • Ruf 4071. WährerÄ des Krieges bauten die Deutschen an das Bagdadstück weitere 60 Kilometer an, die Briten bei der späteren Besetzung Bagdads im Interesse ihrer Oeljagd weitere 90 Kilometer Im Laufe der Zeit war jedoch der Irak selbständig geworden und setzte seinen Ehrgeiz darein, das fehlende Bahn- stück auszubauen. Die Arbeiten begannen im Jahre 1937 und führten zunächst nach Mossul und später den eigentlichen Anschluß nach beiden Richtungen. Am 15. Juli 1940 erfolgte bei Tel Kuschuk die feierliche Einweihung, und von diesem Tage an war also ein Traum Wirklichkeit geworden, der mehr als vier Jahrzehnte lang die Politiker und Industriellen vieler Staaten rm Bann gehalten hatte. Intrigen, Kriege und Sabotageakte haben also den großen Plan nid)t zu verhindern vermocht, der zuerst von deutschen Gehirnen ersonnen worden war. Das Osmanische Reich ist seitdem zerfallen, aber die Idee ist lebendig geblieben, die Bahn wurde Wirklichkeit. Wenn die Neutralität des Iraks nicht von den Anglo-Amerikanern und von den Bol- schewisten mit Fußen getreten worden wäre, könnte man heute ohne Umsteigen von Europa aus bis Univ.-Ass.(Arzt) sucht für ferne Fam. (4 Kinder) 6-8 Zimmer levtt.6Zimm.u. 2WohnD,Bad, beiz. u.Anslauf . b. Kind, auf d. Gelände, evtl. a. EL Gartenanteil. Tausch gegen 6 Zimmer, 1 Wohn- u.1 Ab- stellkamm., Bad. Ofenbeheizung möglich. Schr. Ang. unt, 02528 a.d.G.A. z. Z. im Osten Leihgestern 17. April 1943 _______________________02507/ «Sebietsführer Maus gefallen. Berlin, 16. April. (DNB.) Als ^-Untersturmführer in der ^-Division Leibstandarte Adolf Hitler fiel im Osten der Gebietsführer Wilhelm M a u s. In Gebietsführer Maus verliert die nationalsozialistische Bewegung einen verdienten Kämpfer, der das Ehrenzeichen der Alten Garde trug. Die deutsche Jugend verliert in ihm einen vorbildlichen Jugend^ führer und Erzieher, den das Vertrauen des Reichs- fugendführers als Chef des Personalamtes in die Reichsjugendführung berief. 17. April 1943 __________ 02492/ Um die Bagdadbahn, die Konstantinopel mit Bo^ad und dem Persischen Golf verbinden sollte, mar das Intrigenspiel der Machte noch größer als um den Suez-Kanal. Das ist begreiflich, wenn man sich vor Augen hält, daß England, Frankreich und Rußland das alte Osmanische Reich beerben wollten und mit unverhohlener Eifersucht auf das Ableben des „kranken Mannes am Bosporus"' lauerten. Sie betrachteten es als eine Dreistigkeit, daß auch Deutschland auf ihrem „Interessengebiet" in die Erscheinung trat, obwohl Deutschland schon infolge seiner geopolitischen Lage den Balkan und seine asiatische Fortsetzung als wirtschaftliches Vorgelände bezeichnen konnte. Deutschland suchte in erster Linie Absatzmöglichkeiten für seine industriellen Erzeugnisse und hatte keine der Türkei abträglichen politischen Nebenabsichten. Das sah schließlich auch die Türkei ein, und deshalb kam Deutschland nicht schlecht zum Zuge. Aber wegen der ewigen Rivalitäten und oft auch wegen der osmanischen Unentschlossenheit reiften die Dinge nur sehr langsam. Schon im Jahre 1872 hatten Deutsche die ersten Pläne zum Bau eines vahnnetzes durch die asiatische Türkei eingereicht. Das deutsche Prinzip beruhte auf Entwicklungsund Erschließungsbahnen für die Türkei, während den anderen Mächten der Gedanke der „Ausbeutungsbahnen" näherlag. Aus diesem Grunde nahmen die deutschen Pläne auch Konstantinopel zum Ausgangspunkt und nicht etwa das Mittelmeer, wie es den britischen Interessen entsprochen hätte. Im Oktober 1888 wurde einer deutschen Finanzgruppe pQtsdam-Babelsberg, April 1943 In der Aue 55/57 _____________02455/ und Klauenseuche fein Lebewesen, sondern ein Ei weißstoff ist. Nachdem der Erreger bestimmter Pflanzenkrankheiten — z. B. das Tabak-Mosaikvirus — vor einiger Zeit ebenfalls als kristallisierbarer Eiweißstoff chemisch rein gewonnen werden konnte, ist nun auch für Viren, die Tiere und Menschen befallen, der Nachweis gelungen. Ferner konnte eine außerordentliche Ähnlichkeit zwischen Größe und chemischem Bau der Viren und der kleinsten Erbträger, der Gene, festgestellt werden. Eine Entdeckung, die für die Erbforschung in Zukunft große Bedeutung haben wird. Hans (Emil Reclam gestorben. Der Mitinhaber und Betriebsführer der bekannten Leipziger Verlagsbuchhandlung und Buch- druckerei Philip Reclam jun., Dr. h. c. Hans Emil Reclam ist gestorben. Er führte mit seinem Bruder, Dr. phil. Ernst Reclam, das Unternehmen. Hans Emil Reclam war besonders Buchdruckereifachmann und leitete den technischen Betrieb des Unternehmens. Seine Idee waren die Bücherauto- maten, die er für die kleinen Reclam-Bändchen eingeführt hat. Auch auf kulturellem und sportlichem Gebiet war Reclam hervorgetreten. Im ersten Weltkrieg war er Führer eines Fesselballonzuges. Es handelte sich um eine Strecke von mehr 1000 Kilometer, die bis Konya im Taurus führte. Jung. Ehevaar sucht (02539 2-3 Simmet f. 1. Juni, auch Teilwohmmg erwünscht. Studienassessor Krausch, Jheringstr. 9. Zwei leere Zimmer odTeilwohnung gesucht. Schriftl. Ang. u. 02503 a. d.G.A. NSG. Am 28. März 1943 begingen wir mit der Verpflichtung der Jugend wohl die bedeutsamste Feier im Leben der jungen Deutschen, trat doch die Mehrzahl der Vierzehnjährigen an diesem Tage in einen Beruf ein und übernahm damit, auch durch die Eingliederung in die Hitler-Jugend und den Bund Deutscher Mädel, einen größeren Pflichtenkreis in der Volksgemeinschaft. In den Vortagen des Geburtstages des Führers erleben mir zwei weitere wesentliche Ereignisse im Leben unserer Jungen und Madel, die an Bedeutung der Verpflichtung der Jugend nicht nachstehen. Die Zehnjährigen reihen sich an diesem Tage in das Jungvolk und den Jungmädel- bund ein, die Achtzehnjährigen werden an diesem Tage in die Partei aufgenommen. Im Rahmen eindrucksvoller Feiern, die nicht nur Sache der Formationen sind, sondern an denen sich auch die Eltern beteiligen, nehmen die örtlichen Einheitenführer den jüngsten Nachwuchs der Partei in ihre Obhut. Damit beginnt für die Pimpfe und Iungmädel eine Zeit frohen Erlebens der Kameradschaft und der bewußten Erziehung für ihre Aufgaben in der Volksgemeinschaft. In Sport und Spiel ertüchtigt, in den Heimabenden weltanschaulich geschult, wachsen sie in die Kriegseinsatzaufgaben des Jungvolkes und der Iungmädel mit dem steten Ziel hinein, dem Führer Freude zu machen. Die Achtzehnjährigen haben sich nicht nur im Jungvolk unb im Jungmädelbund, sondern auch in der Hitler-Jugend zu einem wesentlichen Teil bereits im Arbeitsdienst und in der Wehrmacht bewährt. Sie wurden in jahrelanger Erziehungsarbeit innerhalb der Hitler-Jugend ausgelesen und stoßen l-Zimm.-Wohn., heft. a. kl. Küche, kl. Zimmer m. Gas, Elettr. u. Wassert., in beu Katharinengasse, an Einzelperson zu verm. Miete 15,- Mt. mon. 02401 Zu erfr.: Schloßgasse 14p [Stellenangebote} yMWWü z. bald. Eintritt gesucht. (imP FrauHageuauer, Am Riegeb- vfad 108. Gesucht zum „ 1. ob. 15. Mai ein im Haushalt erfahrenes Mädchen das selbständig arbeiten kann. Schr. Ang. unt. 1231V a.d.G.A. SkmMilse Statt Karten. Für die mir anläßlich meines Geburtstages so zahlreich zugegangenen Aufmerksamkeiten dankt voll Freude Ursula Ochsenhirt Remscheid — Hindenburgstr. 36 V_________ Generaldirektor wurde der Deutsche P r e s s e l. der denn auch — neben dem Industriellen und Finanzmann Georg v. Siemens — die Haupt- triebfsder für die Inangriffnahme der eigentlichen Bagdadbahn war. Der endgültige Konzessionsvertrag wurde im März 1903 unterzeichnet, und am 13. April des gleichen Jahres wurde in Konstantinopel die Bagdadbahn-Gesellschaft gegründet. Die Deutsche Bank beteiligte sich mit 40 v. H., die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft mit 10 v. H., so daß die chälfte des Aktienkapitals aus deutschen Quellen kam. Die Ottomanbank war mit 30 o. H. beteiligt. Der Rest verteilte sich auf einige andere Staaten. Unverzüglich wurde mit dem Bau begonnen, so daß die ersten 200 Kilometer der Bagdadbahn schon im Jahre 1904 dem Verkehr übergeben werden konnten (Konya—Burgurlu). Die Ueberquerung der Landstrecke vom Bosporus bis zum Persischen Golf erforderte eine Eisenbahnstrecke von etwa 2400 Kilometer. Bis zum Beginn des ersten Weltkrieges waren hiervon etwa 1200 Kilometer fertig- gestellt, und zwar hatte die Bahn im Westen die heutige türkische Grenzstadt Nissibin erreicht. Dom oberen Ende aus, von Bagdad her, waren etwa 60 Kilometer an Schienen verlegt worden. Dazwischen klaffte eine Lücke von 450 Kilometern, die mit Autobussen überbrückt wurde. Hcmptfchrtflletter: Dr.^evrich WUhelm Lange. SteUvertteter des Hauptschriftletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik unb Bilder: Dr. Pfr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Tbyriot; für Stadt Gießen, Provinz. Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brichlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. BerlagSleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacqt. Linz eigen! eiter: Hans Beck. — AnzeigenpreiSliste Nr. 6__________ tag sm Deuttchlandsender von 20.15 bis 22 Uhr er neut naheaeoracht werden. Die Solisten sind chans Heinz Nissen, Elisabeth Waldenau, Marie-Luise Schilp, Erna Berger, Margarete Arndt-Ober, Gertrud Walker, Hildegard Erdmann. Arthur Rother dirigiert Orchester und Chor des Deutschen Opernhauses. Anschließend erklingen Teile aus Joseph Bayers Ballett „Die Puppenfee". Kammermusik von Max Reger im Rundfunk. Man kennt den Komponisten Max Reger in seinen gewaltigen Dariationswerken als Meister der großen Form. Daß er auch ansprechende kleine melo- dtenrerche Kammermusikwerke geschrieben hat, wird die ©oliftenmujif im Reichsprogramm am Montag non 15.00 bis 16.00 Uhr zeigen. Die Sendung umfaßt vierhändige Klavierstücke, Kinderlieber, Klaviersoli und einzelne hübsche Sätze für Geige und Marter. Reue Ergebnisse der virusforschung. In einem Rundfunkvortrag, der neue Forschungsergebnisse an der Grenze von belebter und unbelebter Natur behandelte, sprach im Rundfunk der Hormonforscher Prof. Dr. Butenandt über den Stand der Virusforschung. Der Virusforschung ist der Nachweis gelungen, daß der Erreger der Maul- röffiM aßos? itet am 18. April 1943 als einsatzfähig st ev Nachwuchs zu der Partei als Trägerin und Führerin der Volksgemeinschaft. Ihre Verabschiedung wird im Verlauf der Feiern durch den Eitler* Jugend-Führer oorgenommen. In seiner Ansprache bringt der choheitsträger die Bedeutung der Verpflichtung der Auszeichnung, Parteigenosse zu sein, eindringlich zum Ausdruck. Die jungen Parteigenossen geloben ihrem Führer Treue und werden durch chandschlag ausgenommen. Ihr Bekenntnis ist, zu glauben, und ihr Schwur ist, zu kämpfen. Mit diesem Wollen übernehmen sie am Führer-G?burtstag die Verantwortung in der Partei, in ihren Gliederungen oder weiterhin im BDM.-Werk „Glaube und Schönheit", dessen Angehörige erst mit 21 Jahren in die Jugend gruppen der Frauenschaft aufgenom- men werden. So bringt das deutsche Volk alljährlich seinem geliebten Führer als großes Geschenk den hoffnungsvollen Jahrgang der Zehnjährigen und die beste Auslese aus acht Jahren Erziehungsarbeit der Bewegung als Parteinachwuchs dar. Gr.-Linden, den 17. April 1943 Frankfurter Straße 62 ______________________1230 D/1 Ihre Verlobung geben bekannt Hildegard Sowade Lw.-Oberhelferin Hans Opfer Feldwebel der Luftwaffe Oppeln (0.8.) Heuchelheim Gr^Strehlltzer-Str. 11 Ernststrafce 39 im April 1943 k 02532/ Statt Karten. Für d. zur Geburt unserer Dorothee erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir herzlich Dr. med. H. Biedenkopf und Frau Gertrud, geb. Frey Dorn-Dürkheim (Kreis Worms), im April 1943 02558Z Frau m. Sapgl. i sticht möbliertes Zimmer mit Küchenben., < ohne Bedienung, i Wäsche wird gestellt. [02537 Angebote an Fran Müller, Lindenvl.il HI Tame sucht leeres Zimmer in gutem Hause. Schriftl. Angeb. unter 02523 an den Gieß. Anz. Berufstätiae sucht für 1. Mai ober später gut möbliertes Zimmer AufWunsch kann b. Zimmer selbst in Orbnung gebracht werben. Schrifll. Angeb. unter 02495 an den Gieß. Anz. Studentin sucht freundliches Zimmer evtl, mit anderer Sttidentin zusammen. Schr. Ang. unt. 1217Oa.d.G.A. Raum : z. Unterstell, von ; Möbeln gesucht. , 02547 Angeb.nach Kaiserallee 56p (FrauWiessell) oder!. Stock (bei . Schwarz) erbet. Wohnungstausch Berlln-cieBen. Herrlich gelegene große 2%-Zimm.- Vollko mfort- Wohnung gegen 4 bis 5-Komfort - Wohnung. — Friederichs, Berlin-Wilmersdorf iBberbachcr Straße 30, Tel. 895480. Bad Vilbel Gießen Wiesecker Weg 40 April 1943 Jg.Ehepaar sucht kl. Wohnung oder Zimmer. Heimarbeit kann übern, werden. Schr. Ang. unt. 02553 a.d.G.A. Großes, leeres Zimmer ob. kl. Zimmer mit Küche gesucht. Schriftl. Ang. unt. 02542 an d. Gieß. Anz. ouiu.au Hdnde. besonder» für Kinder [etotfose in Apotheken u. Drogerien BHte Flasche mitbringen Hersteller । WALTER HERTEL - Hbg.-Wondibefc - und *oi wichtig Uh die Eier können tu jeder Zeit unbedenklich entnommen und zugelegt werdenI kenn mon den kleinen Vorrat, der jeweils zugeteilt wird, strecken, denn in Gorontol holten »id> die Eier über 1 Johrl Ein gutes Pfh Schmerzerfüllt erhielten wir die tief- traurige, unfaßbare Nachricht, daß unser hoffnungsvoller, braver, ältester Sohn, unser lebensfroher, stets hilfsbereiter Bruder, mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Bräutigam, unser guter Schwiegersohn, Schwager, Enkel, Neffe, Pate und Cousin Werner Kurz Mechaniker- Maat Inhaber mehrer Auszeichnungen im 23. Lebensjahr den Heldentod fand. Fern der Heimat und seinen Lieben ruht er unvergessen von uns allen. In tiefer Trauer: Michael Kurz und Fran Elisabeth, geh. Deibel Artnr Kurz, Geir., z.Z. I. e. Feldlazarett 1. Osten Meta Kurz; Resl Mattern (Brant) Familie Ludwig Mattern, sowie alle Verwandten. Gießen (Werrastraße 12 I) und im Felde, den 17. April 1943. 02555 Tieferschüttert erhielten wir die un- faßbare Nachricht, daß mein braver, k7AV*J tapferer, treusorgender Junge, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel, Neffe u.Vetter Heini Pfeil Gefreiter in einem Gren.-Regt. Inhaber des E. K. 2. Kl. im blühenden Alter von 21 Jahren im Osten für Führer und Vaterland den Heldentod fand. In tiefem Leid: Frau Käthe Pfeil, Witwe Ludwig Pfeil, z. Z. im Felde, und Familie Franz Müller, z.Z. im Felde und Frau Marie, geb. Pfeil; Gretel Pfeil; Willi Pfeil, z. Z. im Felde, und alle Angehörigen. Gießen, Hildesheim, den 16. April 1943. 02497 ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ vaEin hartes Geschick entriß uns am 8. März bei den schweren Kämpfen im Osten unseren innigstgeliebten, unvergeßlichen, hoffnungsvollen, einzigen Sohn, meinen lieben Enkel und Neffen Erwin Hofmann Soldat in einer Pionier-Einheit im blühenden Alter von 20 Jahren. In unsagbar tiefem Schmerz: Ludwig Hofmann und Frau Margarete, geb. Jung Anna Margarete Jung, geb. Hofmann Heuchelheim, Waldgirmes, den 16. April 1943 Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren gefallenen Arbeitskameraden Betriebsführung u. Gefolgschaft der Firma Schunk & Ebe 1236 D Am Mittwoch, dem 14. April 1943, ist mein lieber, treusorgender Mann, der Vater seiner beiden Kinder, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Neffe, der Obertruppführer im Reichsarbeitsdienst Paul Götz Träger des Westwall-Ehrenzeichens nach langem, schwerem Leiden in die Ewigkeit heimgegangen. In tiefer Trauer: Frau Helmi Götz, geb. Salattö und Kinder Helmi und Paul Paul Götz uryl Frau Wolfgang Götz, z.Z.RAD. Henriette Salatt6 Ida Jegust und alle Angehörigen. Gießen (Unter der Liebigshöhe 11), Alsfeld, Büdingen, Frankfurt a. M., den 17. April 1943. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 17. April 1943, vormittags 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. 02518 km— ................................................ Für die überaus vielen Beweise herzlicher Anteilnahme, sowie für die zahlreichen Kranz- und Rlumen- spenden beim Heimgange unseres lieben Söhnchens Walter sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Familie Wilh. Langsdorf. Aliendorf an der Lahn (Mittel-Sorger-Mühle). Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, meinen innigstgeliebten Mann, den treusorgenden Vati seiner beiden Kinder, meinen lieben Sohn, unseren Bruder, Schwager, Neffen, Onkel und Paten Willi Nanz Soldat in einem Grenadier-Regiment im Alter von 34 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit i.Osten zu sich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Margarete Nanz, geb. Oswald u. Kinder Marlene und Werner nebst allen Angehörigen. Gießen, Liehet Straße 19. ________________________________________________02543 Schwer und unerwartet traf uns die traurige Nachricht, daß mein lieber jSä Sohn, Bruder, Schwager und Pate Erich Fink Gefreiter in einem Panzer-Regiment Inhaber der Ostmedaille und des Verw.-Abz. am 10. März 1943, im Alter von 33 Jahren, an seiner Verwundung in einem Feldlazarett gestorben ist. Er ruht unvergessen auf einem Heldenfriedhof im Osten. In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Fink, Architekt und alle Angehörigen. Gießen-Klein-Linden (Waldweide 6), den 15. April 1943. 02554 Unerwartet und tieferschüttert erhiel- ten wir die schmerzliche, unfaßbare Nachricht, daß unser herzensguter, unvergeßlicher, braver Sohn und lieber, guter Bruder, Enkel, Pate und Neffe Karli Häuser Gefreiter in einem Gren.-Regt. bei den schweren Kämpfen im Osten am 23. 3. 1943 im blühenden Alter von 19 Jahren sein junges Leben für seine geliebte Heimat hingeben mußte. Ruhe sanft, du gutes Herz, du hast den Frieden und wir den Schmerz. In schwerem Leid: Georg Häuser 3. und Frau Anna, geb. Mohr; Uffz. Ewald Häuser, z. Z. imFelde Rosemarie Häuser, Großeltern u. alle Verwandten. Leihgestern, Watzenborn-Steinberg, Lindenstruth. Die Gedächtnisfeier findet am Karfreitag, dem 23. April, 15.15 Uhr, in der Kirche in Leihgestern statt. Mit denFamilienangehörigen trauern um einen guten Arbeitskameraden Betriebsführer und Gefolgschaft der Firma Heinrich Lieh jun., Gießen. _________________________________________________02509 ii 1 ■—iiiim «"rmmmmai In den harten Kämpfen im Osten hat mein innigstgeliebter Mann, der treu- sorgende Vater unserer zwei Kinder, mein braver, einziger Sohn, unser Schwager und Onkel Arthur Zedier Soldat in einem Grenadier-Regiment sein Leben gelassen. Er starb am 15. März im Alter von 34 Jahren für sein geliebtes Vaterland. Wir werden ihn nie vergessen. Seine Treue, Liebe und Aufrichtigkeit sind uns Trost in unserem Schmerz. Emmy Zecher, geb. Külbach nebst Helga und Rosemarie Fritz Zecher und alle Anverwandten. Ruttershausen, Betzdorf, Berlin, April 1943. 02531 Danksagung. Allen, die mir in meinem tiefen Leid anläßlich des Heldentodes meines unvergeß- 1 liehen und treusorgenden Mannes Hans Honig, Obergrenadicr in einer Panzer-Einheit, so hilfreich und tröstend zur Seite standen, sage ich meinen innigsten Dank. 02516 Frau Mariccfaen Hönig, geb. Antbes. Gießen, Schwarzlachweg 33. JSL. Danksagung. Für die uns erwiesene herzliche IrMÜ Anteilnahme an dem schweren, schmerzlichen Verlust meines innigstgeliebten, unvergeßlichen Mannes, des liebevollen Vaters seines einzigen Söhnchens, unseres lieben Sohnes Theodor Schwalb, Ober- gefr .in einem Gren .-Regt. .sagen wir tief empf und .Dank. Minna Schwalb Wwe., geb Leib ; Familie Wilhelm Schwalb; und alle Angehörigeo Gleiberg, den 17. April 1943. 02556 va7_. Hart und schwer traf uns die unfaßbare Fra» und traurige Nachricht, daß mein innigst- 1geliebter, herzensguter Mann, der treusorgende Vater seines lieben Kindes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder,Schwager u.Onkel Wilhelm Hofmann Gefreiter in einem Artillerie-Regiment, Inhaber der Ostmedaille, im Alter von 33 Jahren im Osten am 12. März 1943 den Heldentod gestorben ist. In tiefem Schmerz: Frau Luise Hofmann, geb. Schäfer, und Kind Christel Hrch. Wilh. Hofmann, Glasermeister Adam Schäfer und Frau Auguste Karl Heller, z.Z. im Felde, und Familie Luise Hofmann; Jakob Schäfer,z.Z. im Felde Rudolf Schäfer, z. Z. i. Felde; Ernst Schäfer, z.Z.i. Felde Hans Laumann und Familie. Grüningen, Messel, 15. April 1943. Die Trauerfeier findet Karfreitag 12% Uhr statt. 02463 Tieferschüttert erhielten wir unverhofft die tieftraurige Nachricht, daß mein lieber, herzensguter Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Rudolf Link Panzer-Grenadier am 27. März 1943 im Alter von 21 Jahren im Osten den Heldentod gestorben ist. Auf einem Heldenfriedhof haben ihn seine Kameraden zur letzten Ruhe gebettet. Nun ruht er fern der Heimat, von seinen Lieben unvergessen. In tiefem Schmerz: Karl Link im Namen aller Angehörigen. Wißmar, Oden hausen, Ludwigsburg, den 17. April 1943. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 18. April, 15% Uhr, in der Kirche zu Wißmar statt. 02501 Hart und schwer traf uns die unfaß- bare traurige Nachricht ,daß uns.treuer, hoffnungsvoller Sohn, lieber Brüder, Schwager, Onkel, Pate und Kusin Reinhard Gerlach Gefreiter in einem Grenadier-Regiment im Alter von 19% Jahren, in der Blüte seines Lebens, am 16. März 1943 bei den harten Kämpfen im Osten gefallen ist. Nun ruht er auf einem Heldenfriedhof. Er folgte seinem Schwager Georg Förster. In tiefer Trauer: Philipp Cerlach 11. und Frau Familie Albert Waldschmidt Gustav Gerlach, z. Z. im Osten, und Familie Frau Luise Förster und Kind Familie Wilfried Gerlach Alfred Gerlach, z. Z. im Lazarett, und Familie Kath. Elise, Hilde, Erwin und Ewald Gerlach und alle Angehörigen. Fellingshausen, Rodheim, im Felde, 14. April. Die Trauerfeier findet am Karfreitag, 23. April, 15 Uhr, in der Kirche zu Fellingshausen statt. 02470 Am 16. April ist nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine in- nigstgeliebte Schwester, Schwägerin, Gote und Tante Fräulein Katharina Grölz im Alter von 53 Jahren von uns gegangen. In tiefem Schmerz: Familie Jobs. Carle Frau Lina Opper nebst Kind Inge und alle Angehörigen. Daubringen (Bergstr. 15), den 16. April 1943. Die Beerdigung findet Sonntag, den 18. April, nachm. 1% Uhr, vom Sterbehause aus statt. 1228 D Statt Karten. Allen, die uns beim Heimgang unserer lieben Schwester, Schwägerin und Tante Frl. Elisabeth Schonebohm ihre Anteilnahme ausgedrückt haben, sagen wir hiermit herzlichen Dank. Im Namen aller Hinterbliebenen: Walther Schonebohm, Studienrat. Gießen, 16. April 1943. 02545 Staatsbetrieb sucht zum alsbaldigen Eintritt Buchhalter bzw. Buchhalterin gegen tarifmäß. Bezahlung. Bewerbungen gut beleumundeter, auch älterer Personen, sind unt. Vorlage von Zeugniss. u. Lebenslauf u. 1235D an den Gießener Anzeiger zu richten. Kaufmann. Büro in Wetzlar sucht für seine verschied. Abteilungen mehrere tüchtige zuverlässige Angestellte Ausführl. Bewerbungen mögt mit Bild, Zeugnisabschriften, Angabe der Gehaltsansprüche und des Eintritts unter 12141) an den Gießener Anzeiger erbet. Wachmänner 41 ev auch gesetzten Alters, für besetzte Westgebiete und Inland sofort gesucht. Bewerb, erb. an Düsseldorfer Wach- und Schließgesellschaft, Düsseldorf, Bismarckstr. 44 46. Für mein Büro suche ich 1 weibl. kauln). Lebrlinü Handelsschulbesuch erwünscht. Genehmigung des Arbeitsamtes liegt vor. 1240D Hans Quambusch, Gießen Essigfabrik. Korrespondentin (Korrespondent) mit gut. 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'E- Hart und schwer traf uns die unfaßbar traurigeNachricht.daß unserhoffnungs- voller jüngster Sohn.unserheißgeliebter Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und Cousin Walter Heep Schütze in einem Grenadier-Regiment im blühenden After von 19 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten am 29.März 1943 sein junges Leben für Führer und Vaterland hingeben mußte. Er ruht von uns allen unvergessen auf einem Heldenfriedhof im Osten. In tiefem Schmerz: Ludwig Heep und Frau Wilhelmine, geb. Mandler; Heinrich Binz, Obergefreiter, z.Z.im Felde, u. Frau Elli, geb. Heep, u. Kinder; Erwin Heep, Unteroffizier der Luftwaffe, u. Braut Gertrud Schmidt; Artur Heep, Obergefr., z.Z.i. Felde, und Frau Marie, geb.Klaum, u. Sohn; Lilli Heep, Luzi Heep, u.alle Angehörigen. Allendorf (Lahn), Berlin, Großen-Linden, im Felde, den 16. April 1943. 02335 Nach Gottes Willen starb unser hoff- MKW nungsvoller, braver Sohn, mein guter Bruder, Enkel, Neffe und Pate Karl Möbus Gefreiter in einem Grenadier-Regiment am 23. März 1943, 3 Tage vor seinem 20. Geburtstag, an einer schweren Verwundung den Heldentod. Freudig zog er aus für Vaterland und Heimat, die er als Soldat nicht einmal w iedersehen durfte. Er ruht auf einem Heldenfriedhof im Osten. Wiedersehen bleibt unsere Hoffnung. Jn großem Leid: Wilhelm Möbus und Frau Katharine, geb. Münch Otto Möbus; Kath. Münch Wwe., Großmutter und alle Anverwandten. Bersrod, Saasen und Lindenstruth, April 1943. Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß unser innigstgeliebter,herzensguter Bruder, Schwager und Onkel Klempner- und Installateurmeister Hermann Alles Gefreiter in einem Grenadier-Regiment nie mehr zu uns zurückkehrt. Im 32. Lebensjahre gab er sein Leben in einem Gefecht im Osten getreu seinem Fahneneide für das Vaterland. In tiefem Schmerz: Elisabeth Meßbacher, geb. Alles Marie Hilberg, geb. Alles Karl Alles III., z.Z.im Felde Heinrich Meßbacher Heinrich Hilberg, z.Z.im Felde Elisabeth Alles, geb. Grob. Lieh, Albach, im April 1943. 1241 D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters, Großvaters, Urgroßvaters u. Onkels Adolf Bau I. sagen wir herzlichen Dank. 02502 Die trauernden Hinterbliebenen, Gießen-Wieseck, Fußgönheim, den 15. April 1943. danöloffer ca.40x60 grob/ neu oder gebr., gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02549 an den Gietz. Anz. Lexikon, antiauarisch, aber vollständig, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. mit Preis u. Angabe des Jahrg. unt. 02512 a.d.G.A. Verschiedenes l65eA Leibbinden Bruchbfinder Einlagen Anfertigung in eig. Werketätte Kurt Kling vore. Meter Nacht. Sioteiliteaaeiit. Mark tetr. 16 Lieferant der Krankenkassen Oamen-Bedlenung. Wer strickt fiinöet- MeSllWse Schr. Ang. unt. 02534 a.d.G.A. Mir. Heizöfchen neu,gegen Radioapparat, Wechselstrom, zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 02524 a.d.G.A. Sehr gut erhalt., schw., hohe Schuhe, Gr.42, geg. ebensolche, Gr. 39, zu tauschen gesucht. Schr. 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April versieht den Nacht- und Sonntags-Dienst sowie den Mittwoch-Nachmittags-Dienst (ab 13Uhr) 1229D die tngel-Apotheke. thiaitiüb =8 der Universitätsstadt Gießen Wochenübersicht: Montag, 19. April, 19.00 Uhr 29.Dienstagmicte u.HalbmieteA Mignon. Dienstag, 20. April, 19.00 Uhr Fiesko. Mittwoch, 21. April, 19.00 Uhr 30.Mittv*ochmiete u.HalbmieteA Heimlichkeiten. Donnerstag, 22. April, 19.00 Uhr 29. Freitagmiete u. Halbmiete B Heimlichkeiten. Freitag, 23. April, 19.00 Uhr Das blinde Herz. Samstag, 24. April, 19.00 Uhr Der Opernball. Sonntag, 25. April, 19.00 Uhr Mignon. Montag, 26. April, 19.00 Uhr Abenteuer im Atlantik. LICHTSPIEL-TH EATEB Gloria-Palast, Seltersweg: Die große Nummer Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Meine Frau Teresa 110s7l 1861 2.30, 4.45,7.30; So. 2.00,4.30,7.36 M Nr. Ql Zweites Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GberWen) 17./18. April MZ Aus der Stadt Gießen. Für das Deutsche JRote Kreuz Am Sonntag findet die erste diesjährige Haussammlung für das Deutsche Rote Kreuz statt. Es bedarf nur dieser Erinnerung, damit das deutsche Volk Ln freiwilligem Einsatz die Spendenlisten füllt und dafür sorgt, daß, wie bei allen bisherigen Sammlungen das Ergebnis des vergangenen Jahres wett übertroffen wird. Jeder Deutsche weiß, daß die Mittel, die aus diesem Wege zusammenkommen, vor allem für die kämpfenden Soldaten besttmmt sind. Sie werden benutzt, um den Apparat des Deutschen flöten Kreuzes, der der Versorgung und Betreuung 3er Verwundeten und Kranken gewidmet ist, in je- 3er Beziehung leistungsfähig zu gestalten. Wer also eine Spende am kommenden Sonntag reichlich ge- taltet, der erfüllt eine Pflicht der Dankbarkeit gegenüber den Männern, die nunmehr schon seit fast fler Jahren an allen Fronten Europas für die Freiheit und die glückliche Zukunft unseres Volkes kämpfen. Kein Volk ist wie das deutsche mit seinen Soldaten verwachsen. Jeder Deutsche ist stolz auf die Männer in der grauen und blauen Uniform. Es sind unfere Söhne und Brüder, und wir weilen mit un- eren Gedanken täglich und stündlich bei ihnen. Daher ist es auch kein Zufall, daß die Gebefreudigkeit Des ganzen Volkes durch die schlechten Nachrichten, 3ie wir im vergangenen Winter erhielten, nicht ;twa gelähmt und eingeschränkt worden war, sondern stark anwuchs. Das deutsche Volk ist bereit, mit 2llem, was es hat, für seine Soldaten einzutreten. Lei den Sammlungen für das Deutsche Rote Kreuz aber wird durch den unmittelbaren Verwendungs- xweck diese Zusammengehörigkeit mit der fämpfen- 5en Front besonders sinnfällig. Wenn wir morgen unsere Beiträge in die Sammellisten eintragen, dann denken wir aber nicht nur an die Männer, für die die Spenden in erster Lilie bestimmt sind, sondern auch an die Schwestern und Aerzte des Roten Kreuzes, die in entsagungs- .aoller Arbeit eine schwere Aufgabe zu bewältigen haben. Dies gilt nicht nur für diejenigen Schwestern und Aerzte, die in den Seuchenlazaretten oder rn bombengefährdeten Gebieten ihren Dienst tun, andern das gilt auch für die Taufende und aber laufende unbekannter Rote-Kreuz-Schwestern und Aerzte, die täglich auf der Wacht stehen und von >eren hilfsbereiter Arbeit das Schicksal unserer Ver- > wundeten ab hängt. Sie alle haben Anspruch auf unseren Dank, und wir können diesen nicht besser abstatten, als daß wir iem Roten Kreuz in noch reichlicherem Maße als nsher die Mittel zur Verfügung stellen, die es zur Erfüllung feiner großen Aufgaben braucht. Reine Aenderung für den Karfreiiaq. Soweit der Karfreitag als gesetzlicher Feiertag lingeführt ist, tritt in diesem Jahr keine Aende- inng ein. Handels- und Gewerbebank Gießen. Die Bank hielt am gestrigen Freitagabend unter Leitung ihres Auffichtsratsvorsitzenden, Amtsge- lichtsrat Gros, ihre 84. ordentliche Generalver- jammlung ab. Der Vorsitzende hob die günstige Entwicklung der Bank hervor und dankte dem Vorstand md der Gefolgschast für ihre erfolgreiche Arbeit. Direktor Arnold erstattete den Geschäftsbericht. Der Abschluß, der im Zeichen zunehmender Geld- ülle stand, wurde von uns bei Erscheinen des gedruckten Geschäftsberichtes bereits besprochen (vgl. gieß. Anz. Rr. 78 vom 2. April). Wir wiederholen 'aher heute nur einige Ziffern: ^llan^summe RM. ' 281619, Umsatz aus einer Seite RM. 94 416 369, 648 Mitglieder mit RM. 533 714 Geschäftsguthaien, Gesetzliche Rücklage RM. 240 000, Reingewinn 3M. 41206. Jahresrechnung und Bilanz wurden genehmigt-, es werden 5 o. H. Dividende an dre Gegossen verteilt. „ cr.,. , Die ausscheidenden Mitglieder des Aufstchtsrates, Fabrikant Carl Müller, Architekt Ernst Schmidt, Metzgermeister Louis V o g t und Ober- pMendirettor Dr. Wolkewitz wurden wwder- lewählt. Vorzügliche Zuchttiere in Gießen. Der Reichsverb-md der Rinderzüchter Deutsch- Itinds, Abteilung 5 deutsches Rotvieh, oeranstal- G rtte am gestrigen Freitag in Gießen die 6. Haupt- K chsatzveranstaltung, zu der die einzelnen Unterab- A vilungen beste Datertiere zum Zwecke des -vmr- H custausches aufgetrieben hatten. Insgesamt wurden W tei dem vorzüglichen Material 4 Bullen der Wert- W lasse I, 10 Bullen der Wertmasse II und 2 Bullen ler Wertklasse III zugeteilt. Unter Leitung des ^bteilungsvorsitzenden Brand, Strothe, und de I auptgeschäftsführers, Landwirtschaftsrat Dr. £ o r- I? t ede, Biedenkopf, nahm die Veranstaltung einen ivtten Verlauf. Sämtliche gekörten Bullen weA ß Viten ihren Besitzer und wurden vorwiegend durch \ ^uchtverbände und Zuchtgemeinden angekauft; u.a. Längen Bullen nach Schlesien, in tue Distnktsbe- jrfe Krakau und Warschau, sowie nach West- lilen und Kurhessen. h Zu gleicher Zeit fand eine Abnahme von Zuch - K lullen für die Ostgebiete statt, bet der 35 Bullen I lerkauft wurden. Gießener IBodienmflrft greife Gießen, 17. April. Auf dem heuttgen Wochen- tiartt kosteten: Markenbutter, XU kg 1,80 JLDL, Ratte 30 Rpf., Käse, das Stück 8, Kartoffeln 5 kg <5, gelbe Rüben, xk. kg 15, rote Rüben 12, Spinat 19 bis 22, Meerrettich 80, Schwarzwurzeln 36, Rhabarber 55, Aepfel 40, Feldsalat /io 10, Lauch, las Stück 5 bis 15, Blumenkohl 61, Oberkohlrabi ‘5, Unterkohlrabi 8 Rpf. Verdunkelungszeit: 17. April von 21.22 bis 5.50 Uhr. 18. April von 21.24 bis 5.48 Uhr. ** Ein Aufruf an die Bevölkerun g zur Bereitstellung von möblierten Zimmern für : & - I -erende im Sommersemester 1943 wird jn unserem ' Mutigen Anzeigenteil vom Rektor der Umversitat Kreisletter und dem Oberbürgermeister ver- ! lfffontlicht. Auf den Aufruf sei besonders hmge- g diesen. Amtsgericht Gießen. l , Die M. ®. in Rennerod (W-sterw-ld) hotte .m f ! ebruar einer Hausgehilfin in Gießen Hwei Rmg 'm Gesamtwert oon 50 RM. gestohlen. Da die An Klagte wegen einer anderen Sache D°m !»,cht Gießen bereits zu sechs Monoten Gesang.- k --rurt-ilt worden war, erhielt sie letzt unter Em ; Ahnung der früheren Strafe msgefarnt neun Monate Gefängnis. „So lebte her Vursch in Gießen ganz wohl." Erinnerungen aus zwei Jahrhunderten der Universität Gießen. Pforten von den Studenten eingesammelt." Wenn das am grünen Holz geschieht ... Und nach dieser Finanzierung hat man vorn 17. bis 21. Oktober feuchtfröhlich die Hundertjahrfeier begangen. Die Universttät unserer Zett ist eine Stätte der ernsten und angestrengtesten Arbeit. Die besonders im Kriege nicht allzu häufige Freizett wird zu gehaltvollen, kulturell hochstehenden Unterhaltungen und zu sportticher Ertüchtigung genutzt. Daß es an unserer Universität Gießen viele Jahre lang ober auch ganz anders zuging, lernt man erkennen, wenn man einen Blick in die Geschichte der Universität in der Zett von 1650 bis etwa um 1800 tut. Ein Geschichtsschreiber der Universität kennzeichnet jene Zeit mit den Worten: „So lebte der Bursch in Gießen ganz wohl; nur mit den Bürgern war kein Auskommen ..." Wandern wir nun im Geiste durch jene Jahrzehnte. Mit dem Arbeitseifer scheint es damals nicht nur bei den Studenten, sondern auch bei Professoren wohl nicht allzuweit her gewesen zu sein. Zuerst 1617, dann wiederholt und u. a. im Oktober 1651 ermähnt Landgraf Georg die Professoren, „fleißiger zu lesen und gewissenhaft Disputationen zu halten"; 1659 gibt es erneut einen scharfen landgräflichen Tadel des „Unfleißes der Professoren"; im September 1770 erfolgt sogar die „Einsetzung eines besonderen inspector academicus, der über Fleiß der Lehrenden und Lernenden halbjährlich nach Darmstadt zu berichten und vor allem zu vermerken hat, ob die Professoren die Kollegien fleißig und ohne Aussetzung gelesen haben"; im April 1777 wird den Hörern, die das Honorar für die Vorlesungen binnen vier Wochen zu bezahlen haben, das Recht zuerkannt, „sich bei der Hoiwrarkommission zu be- sHweren, wenn der Dozent zu oft aussetzt, die Stunden zu kurz hält, zu viel diktiert, den Stoss zu ausführlich ober zu kurz behandelt und bas Kolleg nicht zu Ende bringt". * Die Studenten werden in puncto Arbeitseifer mit ihren Professoren aber durchaus einverstanden gewesen sein. Denn offensichtlich haben sie sich für die Freuden ihres Lebens, vor allem für gutes und reichliches Essen und Trinken mehr interessiert als für die Arbeit. So ist es nicht verwunderlich, daß 1656 ein „Verbot üppiger Prvmotions- schmäuse ohne fürstlichen Spezialdispens ergeht", 1661 erneut gefordert wird, den „Aufwand bei Promotionen, besonders bei den Mahlzeiten, zu beschränken", und 1665 wird das „Verbot der Acceß- jchmäuse und übler Behandlung der Kommilitonen" erneuert, einige Jahrzehnte später noch einmal wiederholt. Die Schattensetten jener genußfreudigen Lebensführung werden dadurch erkennbar, daß im Jahre 1660 „das Nachtfchießen in der Festung Gießen für ein Kapitalverbrechen erklärt wird und die betreffertben Prozesse der akademischen Gerichtsbarkeit entzogen werden", im Dezember 1671 ein Edikt der Universität „gegen Vermummungen (Teufels- laroen) und nächtliche Tumulte" ergeht, das Jahr 1693 im August wiederum ein „energisches Verbot des üppigen Lebens der Studenten (Saufen, Vermummen, Balgen, Tumultuieren)" bringt und zugleich bestimmt wird, daß „gegen Ruhestörer häufiger oon der Relegation Gebrauch gemacht werden soll". Alle diese Aufforderungen haben aber offensichtlich nicht viel genützt. Daher wird im Jahre 1718 betont: „Martinsschmäuse und Neujahrsschmäuse sind und bleiben verboten." Das Jahr 1724 bringt wiederum ein Gebot zu einfacherem Leben; diesmal handelt es sich um eine „Vereinfachung des Rektor- fchmouses", der abends um 10 Uhr zu Ende fein und (nur!) „sieben bis acht Gänge und Nachtisch umfassen soll" (trotz der Vereinfachung hat man also nicht zu hungern brauchen); erst 1732 wird bestimmt, daß „der Schmaus ganz abgeschafft werden soll". Immerhin scheint noch mancherlei in dieser Hinsicht übriggeblieben zu sein, denn im Dezember 1741 wird betont, „die Begrüßung des neuen Rektors oder neu ernannter Professoren seitens der Studenten durch eine Nachtmusik ist wegen der dem Gefeierten durch das darauffolgende Traktament erwachsenen Kosten zu unterlassen". Um die trunk- frohen Studiker zu schrecken, wird 1770 die „Abschaffung der Tranksteuerfreiheit der Studenten" an- geordnet, ein Jahr später, nämlich 1771, ergeht ein „Verbot aller aus Kosten des fisci academici gehenden Schmausereien". Neben dem guten und reichlichen Essen und Trinken hat man damals bei den Studenten ober auch noch allerlei andere Kurzweil geschätzt. So wird aus dem Jahre 1668 von einer „Sing- und Dichterordnung" berichtet, die an der Universität „festgestellt" worden ist. Im Februar 1716 sieht man sich genötigt, ein „Verbot des unerlaubten Jagens der Studenten in fürstlichen Waldungen" zu erlassen, womit klargestellt ist, daß auch zu jener Zett schon die „^napperei" am Wildbestand nicht unbekannt war. 1726 wird durch manches Wintervergnügen ein dicker Strich gemacht, denn es ergeht ein „Erlaß gegen Schlittenfahren in Masken". Auch dem Spielteufel waren offenbar manche Studiker allzu stark verfallen, denn 1734 im Februar fiefjt man sich genötigt, ein „Verbot des Hazardierens unter den Studenten" auszusprechen. Man konnte, wenn man wollte, aber auch recht artig sein; dafür spricht eine Mitteilung aus dem Mai 1771, nach der die Studenten „Wieland, der bei Baumer übernachtete, eine angenehme Nachtmusik" brachten. Weniger angenehm haben sie sich aber offenbar gegenüber den Reisenden jener Zeit gezeigt, denn im September 1773 ergeht ein „Verbot des Anrufens des in der Nacht ankommenden Postwagens durch die Studenten". Offenbar hat man an den bekannten langen Pfeifen der Studenten ebenfalls mancherlei zu beanstanden gesunden, am 3. Juni 1775 ergeht nämlich für die Studenten ein „Verbot des Tabakrauchens auf den Straßen" Außerdem wird ihnen im September 1778 „das Halten von Hunden nur auf schriftliches Ersuchen mit Erlaubnis des Senats gestattet". Und schließlich ergeht 1791 eine „Warnung an die Studenten, Gänse zu stehlen". ♦ Daß mit den Studenten jener Zeit oft nicht gut Kirschen essen war und sie auch untereinander sich häufig in die Haare gerieten wird durch zahlreiche Maßnahmen bekundet. So bringt der November 1657 eine „landgräfliche Verordnung gegen Tumult und Nauf en der Studenten, wobei einer (am 12. November) ums Leben gekommen ist" Diese Verordnung muß schon im Juni 1658 wegen eines erneuten blutigen Tumults wiederholt werden. Im August 1668 richtet sich wiederum eine „landgräfliche Verordnung gegen das nächttiche Tumultuieren und Kreischen auf den Gassen". Don 1660 ab werden alle paar Jahre Duellverbote erlassen, „insbesondere Verbot der Stoßdegen". Im Oktober 1712 erläßt man eine „Ordnung für Kaffee-, Wirts- und Weinhäuser, deren Besuch den Studenten sonntags gar nicht, sonnabends bis 2 Uhr, an den anderen Tagen bis 9 Uhr vormittags gestattet ist"; dadurch hofft man, mancherlei Reibungen zwischen Studenten und Bürgern vermeiden zu können. Im Mai 1723 wird befohlen, „alle Häuser, in denen Studenten wohnen, um 10 Uhr zu schließen"; ferner wird 1723 den Studenten das „Duellieren auf den Zimmern untersagt", und schließlich erfolgt 1761 ein „Verbot des Degentragens der Studenten" Die überschäumende Kraft der jungen Männer muß sich also schon recht unliebsam bemerkbar gemacht haben, denn anders sind derartige Anordnungen wohl nicht zu erklären. * Das „Pumpen" ist den Studenten jener Zeit auch nicht unbekannt gewesen, übrigens kein Wunder bei ihrem flotten Leben, für das wohl mancher väterliche Geldbeutel allzusehr strapaziert wurde. Aus der anderen Seite scheint man ihnen das „Pumpen" aber auch allzuleicht gemacht zu haben, so daß im Juli 1669 ein „Verbot des mißbräuchlichen Kreditgebens der Krämer, Apotheker, Weinwirte usw. an Studenten" ergeht. Dennoch muß der Pump weiterhin üppig geblüht haben, denn im Oktober 1701 wird bestimmt: ,Kein Student soll von der Universität abgehen, ohne seine Schulden bezahlt oder wenigstens deren Bezahlung in die Wege geleitet zu haben." Diese Bestimmung ist in den folgenden Jahrzehnten noch oft wiederhott und im März 1771 durch den Zusatz erweitert worden, „daß Schulden bei Wirtsleuten und Tischherren halbjährlich einzutreiben sind". Uebrigens- hat die Universität sellrst vor ihrer Hundertjahrfeier im Oktober 1707 den Studenten gezeigt, wie man „auf Pump" feiern kann, denn in jenem Jahre „werden 2000 Toler zur Bestreitung der Kosten des Universitcttsjubi- läums von Privaten gegen Zinsen auf genommen, da der Fiskus von Geldmitteln ganz entblößt ist. Ebenso werden 42 Taler zur Erbauung der Ehren- Originell ist ferner eine im Jahre 1725 erhobene „Beschwerde der Universität wegen zu großer Zahl der Professoren, so daß die Senatstafel hat verlängert werden müssen . Ein interessantes Zeichen der Zeit ist weiterhin eine Notiz aus dem Mai 1730, in der es heißt: „Der Landgraf verweigert ebenso wie vorher die medizinische Fakultät einem Scharf- richterssohn, trotzdem er seine Examina bestanden und seine Dissertation hat drucken lassen, die Promotion zum Dr. med." Die allgemeine Verachtung des Scharfrichters, den man zwar brauchte, ihn im übrigen aber wie einen Aussätzigen mied, wird hier sogar noch auf den Sohn ausgedehnt. Ein anderes, geradezu klassisches Dokument für das Kastenwesen jener Zeit ist die Anordnung vom 12. September 1774, in der bestimmt wird: „Bürgers- und Bauernsöhnen ist das Studieren untersagt, falls sie nicht eine besondere Erlaubnis dazu erhalten." Diese Anordnung, in den Jahren 1790, 1806, 1812 und 1818 erneuert, wird erst am 14. Juni 1819 aufgehoben. * Bei dieser Rückschau haben wir ein interessantes Kulturbild der Alt-Gießener Zeit tennengelernt Vieles davon ist uns Heutigen schwer faßbar, aber unsere Vorfahren nahmen alle diese Erscheinungen und Gewohnheiten als ein selbstverständliches Stuck ihres Lebens hin. Der Professor und der Student unserer Zeit sind grundverschieden von denen jener Frühzeit unserer Universttät. Damals war das akademische Leben für viele zugleich der Inbegriff der satten Behaglichkeit und des möglichst wettgefaßten Lebensgenusses. Heute ist es für Professoren und Studenten ein Leben der Arbeit, des stärksten Einsatzes ihrer Wissenschaft für Volk und Vaterland, der freudigen Unterordnung des einzelnen und aller unter die Gebote der Gemeinschaft und des Gemeinnutzes, kurzum ein Spiegelbild unserer pflichtenschweren Zett im Dienste einer großen Mission zur Neuordnung einer ganzen Welt Dennoch ist ein solcher Rückblick, wie wir ihn hier auf ein Stück Alt-Gießen getan haben, von besonderem Reiz, zugleich auch eine Vertiefung unserer heimatgeschichtlichen Kenntnisse. B. Theater der Universitätsstadt Gießen. Ambroise Thomas: „Mignon". Die Oper „Mignon" hat seinerzeit den Ruhm ihres Schöpfers Ambroise Thomas begründet. Als der Dreiundachtzigjährige die tausendste Ausführung dieses Werkes feiern konnte, war er m Paris der Mittelpunkt höchster Ehrungen. Auch auf der deutschen Bühne hat sich die Oper ihr Heimatsrecht erworben. Zwar entstamm der Stoff Goethes Bil- bungsroman „Wilhelm Meisters Lehrjahre", aber die Verfasser des Textbuches haben gemäß ihrer rafsifcken und nationalen Veranlagung über das Problematische des Vorbildes hinweggesehen und eine Handlung herausgezogen, die ihnen Bühnenwirksamkeit versprach und damit ihre beabsichtigten Zwecke zu erfüüen vermochte. Was so entstand, zeigt an sich nur noch wenig innerliche Bindung zum Werk des großen Weimaraners, aber es ist gelungen, die Handlung so aufzubauen, daß sie den Anforderungen des Theaters entspricht und in dem musikalischen Gewände, das ihr Thomas gab, auch heute noch ihre Hörer zu gewinnen vermag. Aeußerlich wahrt Thomas die ttadttionelle Opernform, aber er hütet sich vor der in der französischen Oper zuweilen anzutreffenden Konventionalität. Fast jede der Hauptpersonen spricht bei ihm eine eigene, individuell ausgeprägte Sprache, und selbst da, wo etwa im Ensemble ein Thema verschiedentlich übernommen wird, wandelt es sich persönlich ab, wie etwa in dem Terzett des zweiten Aktes; denn Thomas ist ein geistreicher Musiker, der es versteht, in feiner, geschliffener Form zu konversieren; feine Erfindung fließt reich und vielfältig, leicht und flüssig. Er hält sich frei von formelhaften Gemeinplätzen und läßt die einzelnen Personen je nach ihrem Charakter und ihren inneren Werten im wechselnd flutenden musikalischen Lichte erscheinen. So erweisen sich fejine Ensemblesätze als besonders anziehend durch die persönlich geprägte Durchbildung. Die instrumentale Farbe nützt er geschickt aus, um die einzelnen Werte in ihrer Geltung zu Unterstteichen. * Die Inszenierung durch Max Schwarze wurde zu einer Neugestaltung oon innen heraus; ja, man mochte annehmen, daß er in manchen Punkten sich direkt wieder oon dem Goetheschen Vorbild anregen und leiten ließ und ihm damit manches Moment roiebergemann und unferm deutschen Fühlen näherbrachte. Dadurch wurden die (9 eftalten über das Figurenmäßige hinaus zu persönlichem Akzent geführt und die inneren Vorgänge in ihrer Entwicklung und Entfaltung durch Geste, Gebärde und Umsetzung in die Bewegung verdeutlicht. Das bestätigte sich schon bei dem Einzug der Zigeuner des ersten Blldes mit seiner natürlichen Bewegtheit, frei von dem üblichen Gestelltsein; das zeigte die Titania-Arie im Spiegel der Elfenschar; das ließ aber aufs stärkste die Szene im Boudoir der Baronin sehen, wie Philine' mit jeder Miene, iedem Schritt, jeder Körperdrehung den Wilhelm Meister zu bestricken versucht. Die Titelpartie verlettet oft dazu, bei dieser nicht leicht auf eine Formel zu bringenden Gestalt durch artistisches Können zu ersetzen, was an innerem Erfassen ab geht. Valeska Lange ließ inneres Erfühlen kundwerden in unmittelbarer Natürlichkeit der Empfindungen als ein vom Schicksal hart mitgenommenes Menschenkind. In jeder Seelenlage war sie echt und intuitiv im Erfassen, von einer den Hörer stark beeindruckenden Herzlichkeit. Traumverloren in der Romanze, von einer sarnmetweichen Mezza voce, von Bild zu Bild wachsend und sttmm- liche Höhepunkte gewinnend, mit weit aushol enden Tonen in der Verzweiflungs- und Erkennungsszene. Der stärkste Eindruck, den mir bis jetzt oon Valeska Lange hatten, und der auch zweifellos bestimmend wurde für den durchschlagenden Erfolg der Oper. Die Philine von Lisel Schroter-Beckers wurde durch die Darstellung zur stärksten Konttast- fiqur Mignons. Das Kokette, Leichtferttge, aber auch Prickelnde fand durch sie letzte Formung im Lichte eines äußerst gepflegten Koloraturgesanges, in peinlicher Artikuliertbeit und hoher Ergiebigkett des Klanges an den Grenzen des Stimmumfanges. Der Lothario oon Ludwig Drusch el ließ das. schmerzzerfurchte Innere kund werden in ausgeprägten Tönen voll Innerlichkeit und Wärme. Adolf Richters Mlhelm Meister war nachgiebig im lyrischen Eingehen zumal auf die Erfordernisse im Ensemble. Als ßaertes wußte Kurt Bosny sich frei von den üblichen Uebertreibungen zu halten und dennoch der Gestalt eigene treffende Züge zu geben. Als Führer der Zigeuner war Bernhard Schmitz ebenso am Platze wie Heinz Schommer als Friedrich. Die vielen musikalischen Schönheiten wurden im Orchester lebendig durch Otto S o l l n e r mit feinem Nachgeben und Abtönen und im Herauswachsen des rhythmischen Impulses. Besonders die Ensembles waren ausgeglichen, und das Orchester gab in seinen Einzelstimmen Bestes. Die Chöre (Carl Willy Hahn) unterstrichen die Stimmung der Szene, und die Bühnenbilder Karl Löfflers bezeugten Mit- gehen mit dem Willen der Spielleitung. Der Beifall, mehrfach auf offener Szene, war überaus stark und herzlich. Dr. Hermann Hering. G. A-Sport. Dom Fußball. Nachdem die Gruppensieger im Sportgau Hessen- Nassau feststehen, beginnen am nächsten Sonntag die Aufstiegspiele zur Gauklasse. Erfreulich ist, daß in der Gruppe Wetterau-Nord eine Gießener Mannschaft die Berechtigung erworben hat, an diesen Spielen teilzunehmen. Der Luftwaffensportverein bestreitet am Sonntag sein erstes Aufstiegspiel gegen Viktoria-Eckenheim. Die Mannschaft des Gegners des LSV. ist als gut zu bezeichnen. Das Spiel findet voraussichtlich auf' dem Platz des VfB.-R. statt. Gau-WaldlaufmeisterschasteninGießen Der kommende Sonntag steht im Zeichen reicher sportlicher Veranstaltungen. Nach den Kreis-Wald- laufmeisterschaften am 11. April stehen nunmehr die Gau-Waldlaufmeisterschaften bevor. Mit der Durchführung wurde der Luftwaffenfportverein Gießen beauftragt Mit den Gaumeisterschaften in den Klassen des NSRL. werden die Gebietsmeisterschaften der Hit» ler-Jugend verbunden. Die Meisterklasse läuft über 5000 Meter, die Alte» Herren-Klasse, die in drei Llllersklassen ein geteilt ist, etwa 2500 Meter. Die Hitler-Jugend hat drei Klassen festgelegt, und zwar für die HJ.-Klasse A eine Strecke von 3000 Meter, für HJ.-Klasse B 2000 Meter und für DJ.-Klasse A 1000 Meter. — Oder Papier in den Müllkasten? Dies bedeutet Verlust von wertvollen und kriegswichtigen Rohstoffen! Gib Altpapier, Zeitungen, Zeitschriften, alte Bücher und Archivmaterial zur ALTPAPIERSAMMLUNG 1943 VOM 4.-24. APRIL MflOFF MHÄ Aus Altpapier wird Neupapier ute d Deutsche Arbeitsfront Var deutsche Leiftungrertüchtigungrwerk der VAZ. Krtiswalhmg wetterau, Hauptstelle für Leiftungr ertüchtigung, verufrerziehung und vetriebrführung Schanzeustratze 18, Zimmer 22, Zernruf 596|. 3h unseren UebungSstatten beginnen ad sofort loufcub folgende 11. DDF.-Refa' RefagrundlehrgLnge — Refafachlehrgänge ttt GememschastsarSeit vnt dem Refa. 15. DaS Rechnen mit dem Rechenschieber: Gnmdlagen und Uebungen. — Tauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 7,50. Ter Tentsche Handel. Gutes Deutsch: Rechtschreiben, Grammatik, Satzlehre. — Dauer: 12 Doppelstunden, Gebiibr RM. 6,50. Schönschreiben: Deutsch- u. Lateinschrift. — Taner: 12 Doppelstunden, Gebühr RM.6,50. Maßnahmen: leisen und Metall. A. Erwachsenen.BerufSerziehung. Grundfächer (Allgemeiner Maschinenbau und mechanische Fertigung): 1. Technisches Rechnen, Stufe I: Grundrechnungsarten, Tezimalzahlen, Brüche, Prozentrechnen, Fläche«' und Aörperberechnung, GewtchlKberechnen, Grundregeln des Rechenschiebers. — Tauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 6,50. 2. Technisches Rechnen, Stufe 11: Ginführung in das Buchstabenrechnen = Algebra, Bewegung und Zeit, Potenz und Wurzel, Grundzüge der Winkelfunktion, Gleichungeit ersten Grades, Urbungen mit dem Rechenschieber. — Dauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 6,50. 3. Technisches Rechnen, Stufe III: Technische Tabellen, Arbeitsdiagramme, Logarithmen, die Anwendung der Winkelfunktionen, praktische Uebungen. — Dauer: 12 Doppelstunden, Gebühr R1>t. 6,50. L Technisches Zeichnen, Stufe I: Ansichtenordnung, Schnitte, Ergänzungszeichen, Blockschrift, Lesen von Wertstattzeichnungen. — Dauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 6.50. 5. Technisches Zeichnen, Stufe II: Durchdringungen und Abwicklungen, normgerechtes Zeichnen, Werkstatt- und Passungsnormen, Zusammenstellungszeichnen. — Dauer: 12 Doppelstunde», Gebühr RM. 6,50. 6. Technisches Zeichnen, Stufe III: Richtiges Reißbrettzeichnen, Sinnbilder, ZusammenstellungS- und Gnippenzeichnungeii, Grundsätzliches aus der Konstruktionslehre. Tauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 6,50. 7. Elektrotechnik, Stufe I: Der elektrische Sttom, MagnettsmuS, elektrische Maßeinheiten, Meßinstrumente, Widerstand, Leistung, Anwendung der Elektrizität. — Dauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 6,50. 8? Elektrotechnik, Stufe II: Elektromotoren, Induktor und Transformator, Schaltanlagen, Umformer, UnfallverhütungSvorschriften. B. Förderlehrgemeinschaften. 9. Förderlehrgemeinschaft für Angelernte und Hilfsarbeiter, Stufe I bis III: Zur Förderung junger befähigter Angelernter aus der metallverarbeitenden Industrie zum Facharbeiter und nachttäglichor Ablegung der Facharbeiterprüfung. Stufe I: Technisches Rechnen I; Technisches Zeichnen I Stufe II: Technisches Rechnen 11; Technisches Zeichnen 11 Stufe III: Technische Werkstoffe, Fach- und ArbettSkunde. Jede Stufe 24 Doppelstunden, wöchentlich 2 Doppelstunden, Gebühr RM. 20,50. 10. Förderlehrgemeinschaft für junge Metallarbeiter, Stufe k—III: Zur allgemeinen Förderung im Beruf zur Erlangung höherer LeistungS- stufen (Borarbeiternachwuchs). Stufe I: Technisches Rechnen I; Technische« Zeichnen I Stufe II: Technisches Rechnen II; Technisches Zeichnen II Mechanik und Festigkeit, Maschinenelemente. Stufe III: Teckmische Werkstoffe, Fach- und Arbeitskunde, Werkstoff- prüsting, Betriebskunde. Jede Stufe 24 Doppelstunden, wöchentlich 2 Doppelstunden, Gebühr RM. 20,50. 11. Lehrgemeinschaft für Unterführernachwuchs, Stufe I—V: Zur Förderung hochqualifizierter Facharbeiter über 25 Jahre für eine spätere Industrie- und Werkmeistertätigkeit. (Mit Abschlußprüfung und Befähigungsnachweis.) Etufeneinteilung nach dem einheitlichen ReichSplan für sämtliche Fachrichtungen. Jede Shjfe 80 Doppelstunden, wöchentlich 4 Doppelstunden, Gebühr RM. 60,50. 12. Förderlehrgemeinschoft für technische Zeichner und Zeichnerinnen, Stufe 1—III: Zur Weiterentwicklung technischer Zeichner zum Konstrukteur und zur Vorbereitung für den späteren Besuch einer Ingenieurschule. Stufe I: Technische» Rechnen ll; Technisches Zeichnen U Stufe II: Technisches Rechnen III; Technisches Zeichnen III Mechanik und Festigkeit, Maschinenelemente Stufe III: Fach- und Arbeitskunde, Physik, Chemie, Betriebsfunk Werkstoffe. Jede Stufe 24 Doppelstunden, wöchentlich 2 Doppelstunden, Gebühr RM. 20,50. C. Speziallehrgemeinschafte«. 18. Gießereitechnik, Formen und Gießen: Metallogie, Stahlguß. Form- und Kernsonde, Hand- und Maschinen- f'ormerei, Gießtechnik, Unfallverhütung. — Dauer: 13 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Grundrechnen: Wiederholung aller Grundrechnungsarten. — Tauer: 12 Doppel- stunden, Gebühr RM. 6,50. Plakatschrtst: Dauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Warenkunde für Textillaufteute: Dauer; 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 6,50. Kaufmännische« Rechnen I: Drei- und Kettensatz, Mischung«- und VerteilungSrechnung. — Dauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 6,50. Kaufmännisches Rechnen II: Prozent-, Zins- und TiSkontrechnung, Kontokorrent- und Tcvisen- rechnung. — Sauet: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Buchhaltung I: Einführung in die doppelte Buchführung, Kontrnrahmen. — Dauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 6,50. Buchhaltung II: Uebungen in den verschiedenen Formen der doppelten Buchführung, Durchführung von Geschäftsgängen mit einfachem Abschluß. — Dauer: 12 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Einfache Buchführung für Kleinbetriebe (Handel und Handwerk): Einführung hi die einfache Buchführung. Rechtliche Besttmmungen, Steuerfragen, Kalkulation und GewinnermitUung. — Dauer: 12 Dop- pclftunben, Gebühr RM. 8,50. Förderlehrgemeinschaft für kaufmännische Lehrlinge im 3. Lehrjahr. Betriebswirtschaftslehre: Nationalsozialistische Wirtschaftsauffassung, Aufbau der deutschen Wirtschaft, Unternehmer, Firma, Unternehmungsformen, Zusammenschlüsse, Hilfspersonen des Kaufmannes, Kaufvertrag, Zahlungsverkehr. Kaufmännisches Rechnen: Prozenttechnung, Zinsrechnung, Durchschnittsrechnung, Terminrechnung, Warenkalkulation.—Dauer: 40 Tovpelstunden,Gebühr RM. 20,50. Haus und Heim. Lehrgemeinschaft: .Heize richtig. KriegSsondermaßnahme im Auftrag de» ReichskohlenkommissarS für Bediener vvn Zenttal-Niederdruckdampf- und Warmwasserheizungen. — Tauer: 5 Doppelstunden, Gebühr RM. 10,—. Lehrgänge für Wärter von Stockwerksheizungen: Tauer: 2 Doppelstunden, Gebühr RM. 3,—. Stenographie und Maschinenschreiben. BetkehrSschrift, Einführung 1: Einführung in die Grundstufe der deutschen Stenographie; Ziel 60 Silben in der Mnute. — Taner: 18 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Lehrgemeinschaft St la: Sichere Erarbeitung der schwierigen Abschnitte der Bollverkebrsschrist. — Dauer: 18 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Lehrgemeinschaft St II: Ziel mindestens 80 Silben in der Minute. — Tauer: 18 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Lehrgemeinschaft St III: Einführung in die Eilschrift der deutschen Stenographie, Ziel 120 Silben. — Dauer: 18 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Lehrgemeinschaft St IV: Eilschrift, Praxis — Ziel 160 bis 180 Silben. — Dauer: 18 Doppelstunden, Gebühr RM. 8,50. Lehrgemeinschaft Maschinenschreiben I: Einführung in dos Zehnfingertastenschreiben. — Dauer: 18 Doppelstunden, Gebühr RM. 12,50. Lehrgemeinschast Maschinenschreiben II: Erlernung des Zehnfingertastenschreibens mit dem Ziel: 120 Reinan- schläge in der Minute. — Tauer: 18 Doppelstunden, Gebühr RM. 12,50. Lehrgemeinschaft Maschinenschreiben III: Briefdiktate, Briefformate, Tabellen, Behördenbriefe u. a. m. Voraussetzung: 120 Reinanschläge, Ziel: Formbeherrschung 160 Reinanschläge.— Tauer: 18 Doppelstunden, Gebühr RM. 12,50. Die angeführten Maßnahmen beginnen laufend. Neber die Möglichkeit der Durchführung nicht angegebener Maßnahmen erhalten Sie jede gewünschte Auskunft in unserer Dienststelle» Die Anmeldung ist persönlich zu tätigen. Mit der Anmeldung ist die Tellnchmergebühr zu entrichten. Anmeldung bei der Deutschen Arbeitsftont, Kreiswaltung Wetterau, Hauptstelle für Letstungsertüchtigung, Berufserziehung und Betriebs- führung, Schanzenstr. 18, Zimmer 22, Fernruf 3961. Für die Besucher der NebungSstätten erfolgt kostenlose Berufslaufbahnberatung. 1223V Fachleute beraten, Helsen, erklären in den Lehrgemeinschaften. LeistungS»Ertüchtigung ist Begriff und Verpflichtung; ist Tienst am deutschen Leben. fbenu^ett. Statt Vollbäder bulSen (80% Birom» Ter Kreisleiter I. V.: Haus. 1107V Der Rektor der Universität Gießen I. B.: Rauch. Ter Lber- bürflenntifter J.B.:vr. Hill. An die Einwohner derTtadt Gießen, Klein-Linden und Wieseck! Im Sommersemester 1943 ist mit einem verstärkten Andrang und Einsatz von Studierenden an unserer Universität zu rechnen. Tie Einwohner der Stadt Gießen, des sind wir überzeugt, werden es sich zur Ehre rechnen, ihren Studenten, unter denen sich viele Kriegsversehrte befinden, ein .Heim zu bieten und alle unterzubringen. In diesem Sinne richten wir an alle Einwohner der Stadt Gießen und der Vororte die dringende Bitte, freie Zimmer sofort dem Ltu- dentenwerk Gießen, Sonnenstraße 19, mitzuteilen. Wir hoffen und wünschen, daß dieser Appell bei der Einwohnerschaft Gehör findet, damit den Studenten, die sich für unsere Universität entschieden haben, die Möglichkeit zum Studium, das heute keine leichte Arbeit mehr ist, in unserer freundlichen Stadt geboten wird. 1234V Heinrich Roth Ledertrelbrlementabrlk Frankfurt am Main, Ludwigstraße 27 Fernsprecher 79660 und 77430 Riemen Reparaturen und Montagen Wir übernehmen jeden Posten Treibriemen usw. aus stillgelegten Betrieben zu den festgesetzten Preisen. Frühjahrsmarkt (Messe) auf dem Oswaldsgarten verlängert für Samstag, den 17., und Sonntag, den 18. April. WL. Empfehlungen für die Stromeinsparung in Haushaltungen. Wenn Sie die geforderte Einschränkung im Stromverbrauch erreichen wollen, dann beachten Sie bitte genauestens die folgenden Hinweise: L Beleuchtung. Tageslicht kostet keinen Strom. Rechtzeitig entdunkeln, nicht vorzeitig verdun- keln. Reicht das Tageslicht nicht aus, mit der Arbeit bis zum Einschalten der Beleuchtung möglichst dicht ans Fenster rücken. Verdunkelungsrouleaus möglichst weit nach oben aufrollen, Vorhänge zuruck- zieben, Näharbeiten bei Tag crlehmen. Nach Möglichkeit Zimmer mit hellen Wänden bewohnen. Weihe Tischdecken, helle Vorhänge und Lampenschirme ergeben besseres Licht und gestalten die Verwendung von Glühlampen niedriger Wattzahl. Am hellsten ist Licht aus der Nahe. Auf Festbeleuchtung während des Krieges verzichten, alle überzähligen Glühlampen lockern. Die so weit wie möglich nach unten gezogene Zuglamve oder eine Tischlampe geben für die ganze Familie ausreichendes Licht. Kein Licht darf unnütz brennen. Den Weg zur Küche findet man auch tm Halbdunkel, also in Nebenräunien Licht nicht unnötig einschalten. Auch bei nur kurzzeitigem Verlassen der Räume Licht ausschalten. Mehr Licht durch Sauberkeit! Verschmutzte Schirme, Glasglocken imd Glühlampen schlucken bis zu ein Drittel des Lichtes, darum Leuchten von Zeit zu Zett säubern. 2. Rundfunk. Rundfunkgeräte nicht unnötig laufen lassen. Ausschalten, wenn niemand zuhört, spart Strom und schont zugleich die heute unersetzlichen Rohren. Leisestellen erspart keinen Strom. Wichtige Nachrichten werden zu den bekannten Zetten regelmäßig wiederholt. 3. Bügeleisen. , .. Nicht wegen einzelner Stücke das Bügeleisen aufheizen. Bügelwäsche zusammenkommen lassen. Kleider, Kragen, Schals, Krawatten usw. mit der Wäsche zusammen bügeln. Bor dem Bügeln alles Herrichten, dann erst Bügeleisen einschalten. Leichte Wasche zum Schluh stromlos bügeln. Laken, Bezüge, Handtücher und ähnliche glatte Stticke nicht bügeln, sondern kalt mangeln. 4. Staubsauger. Leerlauf ist Stromverschwendung. Beim Auswechseln der Düsen und Ansatzstücke, beim Zusammcnrollen der Teppiche, kurz bet ieder Arbeitsunterbrechung stets ausschalten. Den Staubsauger nur einmal wöchentlich benutzen, den Beutel vor dem Saugen leeren. 5. Heihwasscrgerät. Seid sparsam mit Heihwasser! , Mit Tauchsieder oder Schnellkocher nicht mehr Wasser erhitzen, als gebraucht wird. Das Wasser nicht heiher iverden lassen, als seinem Verwendungszweck entspricht. Wasser unnötig kochen zu lassen, ist Stromverschwendung. Geschirr niemals unter fliehendem Wasser aus dem Küchenspeicher abwaschen, sondern eine Svül- schüttel benutzen. 1 Heihwasserspeicher über Nacht aufheizen, tagsüber abschalten. Badesveicher nur zum Wochenende ersvarnis!). . 6. Heizgeräte. . Die Benutzung elektrischer Zusatzheizimg in, totalen Krieg ist nicht zu verantworten. Nur, wenn Gesundheit und Leben ernstlich aus dem Spiele stehen, kann die Verwendung elektri* scher Heizgeräte zugestanden werden. 7. Elektroherd. Beachtet die Kochanleitungen für den Glektroherd. Arbeit richtig einteilen. Möglichst nur die kleineren Platten benutzen. Töpfe nickt kleiner als die Platten wählen. Mit wenig Wasser ansetz^r und bei Dampfentwicklung rechtzeitig zuruckschalten. Töpfe geschlossen halten und nach Möglichkeit über» einanderstellen. w m Speicherwärme der Platte ausnutzen: Gerichts auf derselben Platte hintereinander kochen. Recht- zeitig abschalten, also die Speisen stromlos garen lassen. Restwärme der Platte zur Spulwaher- bereitung ausnutzen. _ „ Auch die Bratröhre richtig ausnutzen: Im Brat» rohr gleichzeitig mehrere Gerichte zuberetten (Dämpfen, Braten, Backen!). 8. Kühlschrank. , Speisen vor dem Gnnetzen ttt den Kühlschrank gut abküblen lassen. Kühlschranktür nicht länger als unbedingt erforderlich öffnen. r., In der kalten Jahreszeit Kühlschrank alnckalten, motorisch betriebene Schränke von Seit zu Zett zur Qelung der Lager kurzzeitig laufen lassen. Merke: Während der Hauvtbelastungszeiten de^> Elektrizitätswerkes, vormittags von 7—9 und nach- mittags von 4—7 Uhr, im Winterhalbjahr nur den allernotwendigsten Strom entnehmen! Bedenke: .. Sparsame Benutzung von Lampen und Geraten macht nicht nur Strom frei für die Rüstung, sondern verlängert auch die Lebensdauer der heute unersetzlichen Geräte! l 1239V ____________Stadtwerke Gießen. Forstamt Krofdorf. Brennreisigverkanf zu festgesetzten Preisen. Mittwoch, den 21. Avril, von 9 Uhr ab, bei Gast» wirt MooS zu Krofdorf. . Revfö. Krofdorf, Distr. 2b, 3 a, b, 5,24b, 26 a, c, 27c. Revfö. Waldbaus, Distr. 33, 35; 36, 37, 41, 46, 47. Rd. 700 rm Ei.-Stg.- u. Astreis, 1500 Bu.-Astrets, 120 rm Fi.-Stg.-Reis. . . rT Die Jorstkasse nimmt mt Termin Zahlungen entgegen. Denier werden im Anschluß an den Verkauf die Wiesenlose Nr. 5, 7, 9 und 12—15 auf 6 Jahre verpachtet.____________________________ Puddingpulver läßt wehe Wunden schnell gesunden saure KALK TraumaPlast TRIKALKOL^ Seit über 40 Jahren das Wahr* Zeichen für unsere Wissenschaft- lieh erprobten und in aller Welt praktisch bewährten Präparate läßt die Flamme über den Topf• rand schlagen, verbrennst dir so die Pfoten und willst auch noch ein TRAUMAPLAST drauf haben, — Hinaus! — Für uns gilt: Klein die Flamme, Gas, Kohle und Strom sparen für die Rüstungsindustrie heute seltener, a ber noch immer ein wundervoller Nachtisch: Reese Gesellschaft, Hameln Garant guter A nmei’Präparato w tm - Mil allem Schmutz wird ATA spielend fertig) Ob e» um grobes Scheuern, feineres Putten oder schonendes Polieren geht: ATA madit alles Haus- und Küchengerät blitzblank und sauber. Nehmen Sie aber Jeweils das richtige ATA: ATA-extrofein, ATA-fein oder Salmiak-ATA im Paket. Kargestem in den Persil-Werken Chem. 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