jy3. Jahrgang Nr. 40 toitoeim lagurh, außer Sonnmas und ^eiertaaS «Betlaneiit Stehen er ^nmiltenblätter Heimat imBild-DieScholle Bezun-vreiSr Monatlich, ....RM.1L0 AusteUaebüör .. „ -.28 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern intolae böberer Gewalt Bvrechanschlnß 2251 anichrift „fln»einer" deck 116m »Drcmfs./M Mittwoch. N.8ebruarlO4r Gießener Anzeiger Anuakme von Anäeiae« für die Mittagönummer bi» 8'/, Uhr ben^inniittön» tüueioett»t:reife für die Millimeter-Zeil« von 22 Mittmeter Brette: 7Nvi. für fVomiltennn» 14Rni. i. Weicheanzeraen und neifbäftlicbe Selenenbeit^orweioen Vlavvorichnit (vorbenot Berembaruna) 28% mebt General-Anzeiger für Oberhessen deutschen Volke!" 0. G. F. ien, dem 7. Januar, zu ewegliche KampfWrung erhält die Kampskrast Höchster Einsatz für -en höchsten Preis! Tapferkeit, Standhaftigkeit und Aufopferung sind die Grundpfeiler der Unabhängigkeit eines Volkes. Scharnhorst. Besuch kommt, gilt als Glücksbringer und wird alten Gebräuchen gemäß geehrt und bewirtet. Der worum alle Deutsche Gott bitten müssen: daß er ihnen nicht allein den Geist der Tapferkeit und Männlichkeit gebe, sondern vor allen anderen Dingen den Geist der Eintracht, wodurch sie mit Freuden erkennen, daß alle Deutsche von Natur Brüder sind und Kinder eines Volkes, die gegen fremde Tyranney einmütig und trotzig alle für einen Mann stehen wollen. Dies muß die Lehre werden, die uns gegen alle Feinde zu einer eifernen und undurchdringlichen Mauer macht." Wie Arndt prägte auch Fichte das heroische Glaubensbekenntnis des Deutschen in einem totalen Kriege: „(Es gibt nur eine Tugend: die, sich selber zu vergessen, und nur ein Laster: das, an sich selbst zu denken!" Wie kaum eine andere Zeit in unserer Volksgeschichte steht das Beispiel dieser Zeit mahnend und verheißend vor uns, einer Zeit, „in der nichts mehr gefürchtet wurde als die Schmach, in diesen großen Augenblicken hinter den Erwartungen und Leistungen anderer zurückzubleiben". Die Heimat war damals in Gesinnung und Leistung der Helden an der Front würdig, und aus dem einheitlichen gläubigen und tatbereiten Siegeswillen des kämpfenden Volkes wuchs der Sieg. Arndt hatte ihn vorausgesehen, und sein prophetisches Wort steht auch über dem Ringen unserer Tage: „Tausend Zeichen sind da und sind schon seit Jahren da, daß Gott Großes will mit der Menschheit und dem ndlicken Geschütze ie Angriffsversuck Rationalisierte Wirtschaft im Dienste des totalen Krieges. Reichswirtfchastsminister Funk über den (Sinn der Betriebsstillegungen. „(Sich selber vergessen." Mächtiger als je zuvor riß der Freiheitskampf Reußens im Jahre 1813 das ganze Volk zur iemeinsamen opferbereiten Tat empor. Die wechsel- ollen Kämpfe des Frühlings, in denen Napoleon Mötzlich „anderen Preußen als denen von Jena" pgcnüberftanö, brachten noch nicht den Sieg, aber jas soldatische Heldentum, das aus ihnen aufleuch, ite, schuf jenen Willen im Herzen jedes Preußen, h>r den Sieg herbeizwang. Ernst Moritz Arndt berichtet aus jenen Tagen: ,5s kämpften nicht allein die, welche unter den Lassen standen, das ganze Volk arbeitet, wirkt und M nur für den Krieg. Frage nach der Bekleidung, •r Besatzung, der Verpflegung des Heeres, besuche e Rüsthäuser und Waffenplätze, besuche die Kran- nhäuser und Lazarette — das Volk, das ganze rchherzige Volk handelt, wirkt, sorgt und erhält.. Unzählige Berichte künden von dem Opfermut iefer Zeiten des völkischen Erwachens, erzählen )ti den Freiwilligen aus allen Ständen und Le- i Maltern, von Spendenopfern, die wirklich Opfer raren, von den Frauen, die sich von den Männern pcht beschämen lassen wollten und für die Aus- r. stung der Soldaten und die Pflege der Derwun- trten ihre letzte Habe hergaben. „Mele sind gefallen in dem heiligen Streite, viele tzrben noch fallen", schrieb Arndt nach den ersten tätigen Schlachten des Krieges. „Unsere Pflicht irb nun fein, diesen ersten Kämpfern auf der ichchen Ehrenbahn mit gleichem Sinn und Mut chzufolgen. Das aber ist das Erste und Größte, manchen serbischen Weihnachtstisches überzeugen. Gerade am Weihnachtstag ist der Gast in einem serbischen Haus besonders gern gesehen. Wer als erster am Weihnachtsmorge Besuch kommt, gilt als Gl Berlin, 16. Febr. (DNB.) Aus einer Arbeits- tagung der Leiter der Reichspropaganüaämter sprach neben Gauleiter' S a u ck e l Staatsminister a. D. R i e rf e , Reichsgesundhettssührer Dr. Conti, Generalmajor Specht und Oberbesehlsleiter Hil- g e n s e l d t auch Reichswirtschastminifter Funk über die im Zusammenhang mit dem totalen Kriegseinsatz der Heimat notwendig gewordenen Maßnahmen im Wirtschaftsleben, insbesondere über die Schließung zahlreicher Betriebe. Die Mobilmachung vorhandener Kräftereserven für den totalen Kriegseinsatz schafft nicht nur für Industrie, Handel und Handwerk den Zwang zur rationellsten Gestaltung des W i r t s ch a f t s p r o ze s se s und der Wirtschaftsstruktur. Das gleiche gilt für die von diesem kriegsbedingten Rückgriff auf die für den Krieg nicht voll eingesetzten Arbeits- und Wirtschaftskräfte ebenfalls erfaßten Wirtschaftszweige, wie dem Bank- und Versicherungsgewerbe. Somit hat dieser für den einzelnen sicherlich vielfach schwer empfundene Vorgang auch eine sehr bedeutende positive wirtschaftliche Seite, weil wir auf diese Weise in unserem Bemühen, auch im Kriege eine konsequent nationalsozialistisch.geführte aud aufgebaute Wirtschaft zu verwirklichen, einen guten Schritt vorwärts kommen. Es wird aber auch noch eine wesentliche Ersparnis an volkswirtschaftlicher Energie erzielt, indem die stillgelegten Betriebe in Zukunft keinen elettri- schen Strom, kein Gas, keine Kohle und keine Pack-, Schreib- und andere Materialien mehr verbrauchen, weder Reichsbahn, Post, Spediteure und sonstige Arbettskräfte in Anspruch nehmen und gewisse für die kriegswichtige Wirtschaft notwendige Geräte, wie Schreibmaschinen, Telephonapparate fteigemacht werden können. Schließlich werden auch für die Rüstungsproduktion geeignete Räumlichkeiten frei, z. B. durch die Stillegung üop Warenhäusern, es werden Büroräume für kriegswichtige Verwaltungen in stillgelegten Geschäften eingerichtet werden können, wenn bisher von diesen Stessen der so dringend benötigte Wohnraum oder Hotelzimmer in Anspruch genommen wurden. Bei den Waren, die als kriegswichtig und lebensnotwendig zu gelten haben (und nur noch solche ■ Feind an mehreren Stellen in Bataillons- bis igimentsftärfe vor. Er konnte sich aber gegen den foerstand unserer Truppen nicht durchsetzen, ndliche Kampfgruppen, die vorübergehend in die uptkamvflinie einbrangen, wurden im Gegengriff zusammengeschlagen. Kampfflugzeuge klärten । Raum nördlich Krasnodar auf und bombardier- ' einen größeren Verkehrsknotenpunkt. Coger- lippen und viel rollendes Material gingen ngch ■■[fern in Flammen auf. Nördlich der Donmündung haben ^ützenschleier bei der planmäßigen Räumung.von Wtoro, ohne angegriffen zu werden, die Fühlung ftdem Feind ausrechterhalten. Sie gingen sodann ihre Abschnitte in der neuen Verteidigungszone rticf. Weiter nördlich und nordwestlich führten die > schewisten zahlreiche Durchbruchsoersuche und tsselungsangrifft aus. Sie scheiterten sämtlich rer sehr schweren Verlusten für den Feind, der 1 Absichten unserer Führung nicht zu durchkreuzen Mochte. Schwere Waffen hatten den Hauptanteil > der Vernichtung dieser Kräfte. • m Raum von Charkow dauern die erbitterten impft gegen überlegene feindliche Kräfte an. Wäh- '2 s ü d l i ch der Stadt von unseren Truppen ein- Ihlossene bolschewistische Kräfte vernichtet wurden, ingen nördlich Teile der feindlichen Angriffs- 'bände in die Außenbezirke ein. Sie trafen auf lünäckigen Widerstand und verloren in den auf- ikernden, heftigen Kämpfen bisher 20 Panzer- kpfwagen. Auch nördlich Kursk hielten die “seren Kämpfe an. Feindliche Vorstöße und eigene aenangriffe wechselten in schneller Folge. An "r Stelle, die nur von schwachen Kräften ge- !~rt war, gelang es dem Feind, vorübergehend 1 ubrechen. In energischem Gegenstoß warfen sich zufammengefaßten Sicherungen den Bolsche- en entgegen und schlugen sie mehrere Kilometer $ Südosten zurück. Im Raum von Orel der Feind seine örtlichen Vorstöße nicht ■ter fort. dagegen nahm er südöstlich des IIm en• ' feine Angriffe wieder auf. Am ersten Tage serbische Bauer hängt noch sehr an feinen alten Sitten. Fast in jedem^-B^uernhaus, das wir in jenen Tagen betraten, rbar — ein Symbol für die Krippe von Bethlehem — StrdH aufgestreut, und tagelang vor dem -Fest sahen wir Kinder, Männer und Frauen mit ihrem Badnjak ziehen, vergilbtem Eichen- oder Buchenlaub, das am Weihnachtsfest am Kaminfeuer verglimmen muh. Auf den Marktplätzen der Ortschaften aber,-wo deutsches Militär liegt, standen noch die Weihnachtsbäume, die beut« sche Soldaten in Gedanken an die Heimat ausgestellt hatten.. Waren werden in Zukunft hergestellt werden) wird der Käufer zwar vielfach einen etwas weite "n Weg für den Einkauf zurücklegen müssen, dafür aber auch auf reichlichere Auswahl und schnellere Abfertigung rechnen können. Die bisherige Warenversorgung wird durch Uebertragung von Vorräten aus geschlossenen Geschäften in solche, die weiterhin geöffnet bleiben, im ganzen sichergestellt werden. Was der Kunde bisher in einem jetzt zur Schließung gelangenden Spezialgeschäft kaufen konnte, kann er in Zukunft in einem Laden erhalten, der die verschiedensten Waren führt. Bei größeren Vorräten ist aber auch die Versuchung zur Zurückhaltung von Waren oder von Tauschgeschäft ten geringer als bei einem ständig größer werdenden Mangel an Waren. Die Arbeitskräfte, deren Tätigkeit jetzt vielfach aus dem Achselzucken gegenüber dem von Laden zu Laden eilenden Kauflustigen besteht, werden in die Läden mit lebensnotwendigen Gütern übergeführt, insbesondere in dft Lebensmittelgeschäfte, in denen seit langem ein starker Mangel an Arbeitskräften sich unanaenehm bemerk bar macht. Es werden auch scharfe Drosselungen im Energieverbrauch auch bei den offen zu haltenden Läden, in den Haushalten und insbesondere in den Büroräumen der Behörden eintreten, well wir mit der Kohle, ttotz stark erhöhter und noch ständig wachsender Produktion weit sparsamer umgehen müssen als bisher, wenn wir die Anforderun- gen an Kohle und Energie erfüllen wollen, die die Rüstungsproduktion verlangt. Die alten Geschäftsleute werden unschwer an anderer kriegswichtiger Stelle, z. B. im Lebensmit- telhandel eingesetzt werden können. Man wird hin- sichtlich der Art der Schließung und der Verwertung der noch vorhandenen Warenbestände behutsam vorgehen. Soweit cs geht, soll dem Inhaber des still- gelegten Betriebes die Gewißheit erhalten bleiben, daß er fein Geschäft nach dem Kriege wieder eröffnen kann. Soweit als möglich soll ihm also die Berlin, 16.Febr. (DNB.) Im südlichen Ab- .mtt der Ostfront versucht der Bolschewist mit allen itteln noch vor Eintritt der Schlammperiode eine itscheidung zu erzwingen. Seinen massierten Kräft i stellt die deutsche Führung die Weite des Rau- und den Kampfwillen unserer Truppen entgelt. Mit diesen Heiden Faktoren werden dem Feind »mer wieder seine Vorteile aus der Hand gewun- n, die dahin zielen, durch Umfassungen und Durch- üche Dernichtungsschlachten herbeizuführen Es ist litärisch unwesentlich, ob um diesen oder jenen t gerungen wird, denn die Tieft des russischen rumes läßt weitgespannte Bewegungen zu. Ent- eidend ist die E r h a l t u n g d e r K a m p f k r a f t rsererVerbände. Die sich allmählich abzeich- nde Frontverkürzung verstärkt zudem un- :e Kräfte und bringt die Versorgungszentren dich- r an die Kampflinien heran. An solchen Frontab- dritten, die nach dem Plan unserer Führung ver- folgt werden sollen, sind unsere Truppen aus den >Dehrkämpfen zu entschlossenen Gegenangriffen I er gegangen. Das Ringen an der Süd front ist schwer, da der "Inter den hieran gewöhnten Feind begünstigt, und !- Bolschewisten an Schwerpunkten, wie zum Bei- d kürzlich am Donezdogen. mit viel- her Uebermacht angriff en. Fast zwei fow- iiche Armeen konzentrierten sich im Lauft der hrtägigen Kämpfe auf diesen wichtigen Brücken- Jf. Aber die deutschen Kampfgruppen und Pan- 'verbände schlugen die feindlichen Massen zurück. e die Bolschewisten überraschend mit starken Pan- ’fräften vorbrachen, konnten nur energische Fähig und rücksichtsloser Kampfwille unserer Sollen die Lage meistern. Mit wenigen Panzern und urmgeschützen und mit rasch zusammengezogen en mpfverbänden wurde der Feind in erbitterten rnzerschlachten und Straßen kämpfen Zug um Zug 3m Auto durch Serbien Von unserem S-l.-Korrespondenten. rückgeworftn. Sei Noworossijsk -bombardierten unsere !hrfach angreifenben Kampfflugzeuge die sich an i Steilhängen festklammernden Bolschewisten, r zerschlugen vor allem die an Land gebrachten Jtidjen beschütze und verhinderten dadurch wei- "ngrifssverfuche der Sowjet-Infanterie. Im irden des Kuban-Brückenkopfes stieß dieser seit dem 28. November 1942 nun zum drittenmal wieder auflebenden Abwehrschlacht hatten die Bolschewisten äußerst schwere Verluste. Wenn unsere Grenadiere infolge des üorangegartgenen Tauwet- ters auch oft bis zum Knie im Schmelzwasser stehend kämpfen mußten und die Sowjets ihre angreifenden sechs Divisionen und vier Panzerregimenter mit starkem Artilleriefeuer und zahlreichen Fliegerstaffeln unterstützten, konnte der Feind doch keinerlei Erfolge erzwingen. Kleine örtliche Einbrüche wurden sofort abgeriegelt oder im Gegenstoß beseitigt. Die auf ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfenen Sowjets verloren bei diesen erbitterten Kämpfen 52 Panzer. Weitere 41 Panzerkampfwagen büßten die Bolschewisten an der Front zwischen Wolchow und Ladogasee ein. Auch dort scheiterten die mit starken Infanterie- und Panzerkräften unternommenen erneuten Versuche, die Front zu durchbrechen, am zähen Widerstand unserer Truppen. Mit den neuen Abschüssen haben unsere Trupven zwischen Wolchow und Ladogasee seit Beginn dieser erbitterten Abwehrkärnpft am 12. Januar bisher 605 Sowjetpanzer vernichtet. hervorragende Führer der Lustwaffe befördert. DNV. Aus dem Aührerhauplquartler, 16. Febr. Der Führer hat den Chef einer Luftflotte. Generaloberst Freiherrn von Richthöfen, zum Generalseldmarschall befördert Außerdem beförderte der Führer die Generale der Flieger Ritter von Greim und LSrzer zu General obersten. sie von der Straße betrachtet, einen schlichten Eindruck. Im Inneren ist aber manches von ihnen prunkvoll eingerichtet. Es war zwei Tage vor dem serbischen Weihnachtsfest, als wir auf dem dörflich schmutzigen Markt- platz von Mladenovac standen, wo die Bauern der Umgebung ihre Weihnachtssckweinchen zum Verkauf anboten. In früheren Jahren soll es dort hoch hergegangen sein, denn Mladenovac ift_ ein Zentrum des serbischen Schweinehandels. Heuer sind nur wenige Bauern gekommen. Sie halten ihre quiekenden Schweinchen in Säcken oder an Stricken, die sie ihnen an den Hinterfuß gebunden haben. Man sieht nur wenige Interessenten, denn die Preise für diese leckeren Tierchen sind, verglichen mit denen von einst, sehr hoch. Auch sonst war der serbische Weihnachtsmarkt, wie es eben der Krieg mit sich bringt, karg. Hier, wie in anderen Orten, in die wir kamen und in Belgrad drängten sich wohl die Leute in den Geschäften, aber es gab nicht viele kaufenswerte Waren. Wer es aber von den Bauern irgend konnte, hatte für sein Weihnachtsessen fleißig gespart, und ich konnte mich an den folgenden Tagen noch öfter im Nordwesten des Landes von der Ueppigkeit Belgrad, Februar. Wenn man Hunderte von Kilometern im Auto durch Serbien gefahren ist, auf asphaltierten Chausseen, aber auch auf schlechten Bezirksstraßen, die weit von den Hauptverkehrsadern wegführen, bet Tage und in später Dunkelheit, dann darf man sich ein Urteil erlauben über die Sicherheitsverhältmsse in dem Land. Um das Ergebnis meiner Eindrücke vorwegzunehmen: Im ganzen ist die Lage ruhig, der Verkehr funktioniert, und die Administrative ist mit Erfolg bemüht, die in manchen Bereichen schwierige Situation ins Gleichgewicht zu bringen. Wir tarnen in Dörfer, wo seinerzeit heftige Kämpfe mit den terroristischen Banden tobten; zerschossene Wohnhäuser, niedergebrannte Schulen zeugen von dem Schrecken jener Ereignisse. Heute ist dort alles ruhig. Das Leben geht wieder seinen normalen Gang, die Bauern bestellen die Felder, und abends sitzen sie in der Wirtsstube beisammen, um bei ein paar Gläschen Slibowitz über die Dinge zu sprechen, die sie , bewegen. Gewiß, es ist nicht überall fö. Auf den Kämmen der Gebirge im Schutz der Wälder gibt es noch Banden, die nicht gefaßt werden konnten. Von Zeit zu Zeit hört man von einem Ueberfall, einem Anschlag, den sie begangen haben. Dann verhängen die deutschen Militärbehörden strenge Strasmaßnahmen. Tat und Straft werden im ganzen Lande auf großen Plakaten kundgemacht. In den letzten Mona- ten sind aber solche Fälle selten vorgekommen, und das ist nicht nur auf die Abschtzgckungsmaßnahmen, sondern auch auf die wohlbedachte wirkungsvolle Aufklärungsarbeit der Regierung Nedic zurückzuführen, die sich besonders unter der bäuerlichen Bevölkerung ein gutes Ansehen zu verschaffen gewußt hat. Wenn die gegnerische Propaganda die gelegentlichen Ueberfälle mit Absicht verzerrt und übertreibt, so rechnet sie mit einer weit verbreiteten Unkenntnis der Lebensgewohnheiten in manchen Gebieten dieses wie anbereif Balkanländer. Man darf die Sicherheitsverhältnisse in jenen Gegenden nicht nach mittel- oder westeuropäischen Maßen beurteilen. Komitadschis hat es dort immer gegeben, auch im tiefsten Frieden, unb in Ostserbien z. B. hat man sich daran gewöhnt, das Bandenunwesen zu den unabänderlichen Unbequemlichkeiten des Lebens zu zählen. Was mir immer wieder auffiel, war das recht gute Verhältnis zwischen den deutschen Soldaten und der Bevölkerung. Der serbische Bauer beurteilt militärisch bedingte Zwangsmaßnahmen sehr realistisch. Das erleichtert ihm seine Beziehungen zur deutschen Besatzung, deren Korrekcheit er gern anerkennt. Die serbischen Landstädte und auch die Dörfer in den fruchtbaren, wohlhabenden Gebieten find äußerlich bescheiden und unscheinbar; die Häuser sind unansehnlich, meist ebenerdig, und selbst durch größere Orte führt in der Regel nur eine gut gepflasterte Straße, auf der der Durchgangsverkehr rollt. Aber hinter dieser scheinbaren Dürftigkeit verbirgt sich oft ein sehr solider Wohlstand. Der serbische Bauer, aber auch der wohlhabende Stadtbewohner Hebt es nicht, feinen Wohlstand äußerlich, etwa durch ein großes prächtiges Haus erkennen ju lassen. Auch alte Patrizierhäuser in Belgrad sind in der Regel ebenerdig und machen, wenn man Moskau zielt auf Beherrschung des Balkans Rumänische Erkenntnisse. Bukarest, 16. Febr. (Euro pap re HZ Die entschlossene Haltung Rumäniens wird im Zusammenhang mit den Forderungen der Sowjetpresse nach Rückgewinnung Bessarabiens von den Bukarester Blättern unterstrichen. „Porunoa Vremii" schreibt: ,^Die Sowjetunivn wünscht, mtt ihren Nachbarn in Frieden zu leben, jedoch unter der Bedingung, daß diese Nachbarn alle etwas von ihrem Eigentum ab-- treten. Wir z.B. müßten, um Frieden mit der Sowjetunion zu haben, auf Bessarabien, auf die Bukowina und auf die Donau-Mündung verzichten." Das Blatt betont, daß Bessarabien für die Sowjetunion nichts als ein Sprungbrett zur Beherrschung der Donaumündungen, des Bailkans und der Meerengen sei. „Wenn heute in der Sowjetpresse wieder von der sowjetischen Haltung gegenüber Bessarabien gesprochen wird, so müssen wir wissen, daß es sich um Substanz erhalten bleiben, also das Mobiliar, das zum Betrieb des Geschäftes dringend "notwendig ist. Es wird überdies in einigen Gesck-äftszweigen Vor* räte geben, die nicht im Interesse einer kriegsnotwendigen Verbrauchsversorgung verwertet zu werden brauchen (Juwelen, Schmuck, Gemälde, Kunftgegen- stände, Dinge mit Sammelwert). In diesen Fällen wird bje Bestandsaufnahme genügen und die Vorsorge, daß in solchen Waren nicht ein „schwarzer Markt" entsteht. Alle Maßnahmen müssen so ge» troffen werden, daß die davon betroffenen Kreise ihre Notwendigkeit erkennen, aber auch einsehen, daß vernünftig und gerecht vorgegangen wird. Daß die Entschädigung in allen Fällen grofc zügig und schnell geregelt wird, ist bereits bekannt. Die technischen Voraussetzungen für die Steigerung der Rüstungsproduktion sind durch den Ratio- nalisierungsprozeß im vergangenen Jahre geschaffen worden. Jetzt kommt es darauf an, für die zur Front einberufenen Arbeitskameraden Ersatzkräste zu beschaffen und neue Arbeitskräfte der Kriegswirtschaft zuzuführen, damit die Produktion von Rohstoffen und Rüstungsgütern weiter vermehrt und verbessert werden kann. * Zum Beschluß der Tagung gab Reichsminister Dr. Goebbels den für die propagandistische Arbeit in Partei und Staat verantworttichen Männern ein Bild vom Schicksalskampf unseres Volkes und schilderte die sich aus der bolschewistischen Bedrohung und der dagegen angesetzten totalen Mobilisierung des Reiches ergebenden Folgerungen und Aufgaben. Dr. Goebbels sprach von der Partei al» der berufenen Führerin der Totalisierqng des Krieges. Sie sei es gewohnt, vor gewaltige Aufgaben gestellt zu werden, und fie werde auch in den kommenden Monaten mit Jyiprooisationskunst, Energie und revolutionärem Plan die Voraussetzungen schäft fen für den totalen Krieg und damit für den totalen Sieg. die Sicherheit, bk Freiheit und die Selbständigkeit unseres Landes handelt." x „Jnformatia" bringt den Brief eines nach der Abtretung Bessarabiens an die Sowjetunion dort verbliebenen rumänischen Demokraten aus 'Baiti, der darauf hinweist, daß die Sowjets keine Rücksicht auf die demokratische Gesinnung der rumänischen Intellektuellen genommen hätten, sondern gegen alle mit den gleichen Terrormethoden vorgegangen feien. Die sowjetischen Behörden hätten nur zu ihren eigenen Landsleuten Vertrauen gehabt, er selbst sei nur wie durch ein Wunder mit dem Leben davongekommen. Oie Antwort aus Lettland'. Die Veröffentlichung der bolschewistischen Pläne über die Balte^länder von amerikanischer Seite haben in Moskau stärksten Unwillen erregt. Dort möchte man die Ziele der Bolschewisten möglichst unerörtert lassen und zu gegebener Zeit vollendete Totsachen schaffen. In der „Prawda" wurde kürzlich allen Ernstes behauptet, daß das lettische Volk „sich schon vor Jahren freiwillig an die Völkergemeinschaft der Sowjetunion angeschlossen habe". Zu dieser Behauptung nahm dieser Tage der lettische Generaldirektor des Innern, General Dankers, in der größten lettischen Tageszeitung „Tevija" Stellung. Kein Lette hätte jedaran gedacht, an die Sowjetunion angegliedert zu werden. Die Bolschewisten hätten es dann aber mit-ihren bekannten Tricks versucht und einige ihrer politischen Agenten herausgestellt, die zu „freiwilligen" Wahlen den Anstoß gaben, um durch eine Wahlkomödie den „freiwilligen" Anschluß des lettischen Volkes an die Sowjetunion zu demonstrieren. General Dankers stellt an einigen Beispielen fest, in welcher Weise dieses Wahlmanöver Mr Durchführung gebracht wurde. In einigen Wahlstellen wurden mehr Stimmen für die Sowjetunion abgegeben, als überhaupt Wähler vorhanden waren. Obwohl das damals bereits festgestellt wurde, hat man diese Wahlkomödie zum Anlaß genommen, den „freien Willen des lettischen Volkes für die Angliederung an Moskau" festzustellen. Die Bolschewisten haben das, als sie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen im Jahre 1939 die baltischen Länder annektierten, dadurch bestätigt, daß fie Tausende von Letten verschleppten oder ermordeten. So sieht die Wahrheit über Lettland aus, die nicht zu vereinbaren ist mit der Darstellung in der Moskauer „Prawda". Nie wieder unter bolschewistisches Reg me. Budapest, 16. Febr. (Europapreß.) Die Bevölkerung der von den deutschen Truppen "an der Ostfront geräumten Gebiete hat sich größtenteils den deutschen Soldaten angeschlossen, da sie unter k e i- nen Umständen erneut unter sowjetische Herrschaft kommen möchte. Die Straßen sind überfüllt von Flüchtlingszügen, die trotz der winterlichen Witterung aus ihren Panjewagen mit ihrer ganzen Habe nach Westen tvandern. Diele Flüchtlinge erklären, lieber sterben zu wollen, als noch einmal das bolschewistische Regime erleben zu müssen. Brasilianer wollen nicht in Afrika kämpfen. Ro m, 16. Febr. (Europapreß.) Bei der Verschiffung des ersten Kontingents brasilianischer Truppen nach Nordafrika ist es zu regelrechten Revolten gekommen. Insgesamt waren 115 000 Mann für die Verschiffung bereitgestellt, doch soll die Zahl der Desertionen be- trächtlich sein. Die Rebellion bei der ersten Truppen- Verladung ist nach einer Meldung der italienischen Agentur „Sja" dadurch unterdrückt worden, daß die Polizei ein Regiment herausgriff und jeden zehnten Mann erschoß. Außerdem sollen zahlreiche Verhaftungen von Offizieren und Unteroffizieren erfolgt sein. Llm die Aleuten. Tokio, 16. Febr. (Europapreß.) Ein Bericht in „Yomiuri Hochi" beschreibt die dauernden, aber bisher erfolglosen nordamerikanischen Anstrengungen, die von den Japanern besetzten Aleuten, die von der Südwestspitze Alaskas über das Bering-Meer zum asiatischen Kontinent überspringende Inselgruppe, zurückzugewinnen. Zu diesem Zwecke bauten die Amerikaner auf den noch nicht von den Japanern besetzten Aleuten-Jnseln Flughäfen und andere militärische Anlagen. In öen etwa 250 Kilometer von der Insel Kiska entfernten nord amerikanischen ' Stützpunkten lägen heute 20 000 Mann mit • 350 Flugzeugen. Von hier aus unternähmen die Nordamerikaner Luftangriffe gegen die japanischen Stellungen, bei denen sie aber gewöhnlich nur unbewohnte Landstriche und keine militärischen Ziele träfen. Ein japanischer Transporter sei acht Tage lang von nordamerikanischen Flugzeugen angegriffen wor- • den und von vielen hundert Kugeln getroffen worden, habe aber trotzdem seinen Bestimmungsort erreicht. Hermann Gradl und die deutsche Landschaft. Zum 60. Geburtstage des Künstlers. Am 15. Februar vollendete Professor Hermann Gradl, Direktor der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, sein 60. Lebensjahr. Dieses Jubiläum bildet den Anlaß zur Herausgabe eines Buches, „dem Künstler als bestätigende Huldigung für seine Volkstümlichkeit, dem Leser und Betrachter als Rechenschaftsbericht überchas Schaffen der letzten Jahre" (80 zum Teil mehrfarbige Bildtafeln, Textbeiträge: Wilhelm von Scholz, Landschaftsbild und Leben: Eberhard Lutze, Der Künstler und sein Werk. 1—10. Tausend. Walter Hädecke Verlag, Stuttgart). Bereits 1936 erschien im gleichen Verlag unter dem Titel „Der schöne deutsche Süden" eine Folge von 108 der schönsten Arbeiten des Meisters. (Seinerzeit hier besprochen.) Während sich dort der beigegebene Text im wesentlichen auf eine Erläuterung des Bildteiles beschränkte, wird in dem jüngsten Band zum erstenmal eine umfassende, vollendete Gesamtwürdi- gung des Werkes von Hermann Gradl von berufener Seite geboten. Mit ihren 80 sorgfältig ausgewählten Bildern (darunter 12 mebrfabige Kunstdrucktafeln), größtenteils aus dem Schaffen der letzten Jahre, stellt diese Geburtstagsausaabe eine wertvolle Ergänzung des älteren Gradl-Bandes dar. Wilhelm von Scholz behandelt in einem allgemeinen Aufsatz die Voraussetzungen und Entwicklung der Lanvschaftsmalerei. Als jüngstes Kind der Malerei ist die Landschaft heute zu ihrem am meisten gepflegten Zweig geworden. Die stärkste seelische Strömung, durch welche die Landschaft in die Mitte unseres Kunstlebens geriet, war eine wandersehnsüchtige Romantik. Wie jeder deutsche Landschasts- Anhaltend schwere Abwehrkämpfe. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, IS. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die schweren Abwehrkämpfe ah der Ostfronl hielten auch gestern an. Wit massierten panzer- und Infanterieverbänden setzte der Feind seine Durchbruchsversuche fort. An der Front des Kuban-Brückenkopfes fanden nur Kampfhandlungen örtlicher Bedeutung statt. Erfolglose Durchbruchsversuche des Feindes im Donez-Gebiek brachten ihm hohe Panzer- und Wenschenverluste. Im Raum um Charkow griffen die Sowjets mit weit überlegenen Kräften die Stellungen unserer zäh kämpfenden Divisionen an. Im Kampf mit feindlichen, in die Außenbezirke der Stadt eingedrungenen Teilkräften wurden 20 Panzer vernichtet. Angriffe, die der Feind gegen die deutschen Stellungen nördlich Kursk führte, wurden zurückgeschlagen, örtliche Einbrüche ahgeriegelt. Südöstlich des Ilmensees nahm der Feind seine Angriffe mit zahlreichen Panzern und starker Artillerieunterstühung wieder auf. hier wie zwischen Wolchow und Ladogasee wurden alle versuche, unsere Front zu durchstoßen, teilweise durch zusammengefaßles Abwehrfeuer, teils in harten Rahkämpfen abgewiesen und dabei 93 Panzer vernichtet. In den gestrigen Kämpfen an der O st - front verloren die Bolschewisten insgesamt 157 Panzer. In Tunesien griffen deutsch-italienische Truppen, wirksam unterstützt durch Verbände der Luftwaffe, den Feind an und warfen ihn unter schweren Einbußen an Gefangenen, Waffen und Gerät nach Westen ins Gebirge zurück. Reben vielen Fahrzeugen wurden 23 Geschütze und 97 Panzer vernichtet oder erbeutet. Deutsche Iäger errangen 20 Luftsiege und schossen mehrere am Boden abgestellte Flugzeuge in Brand. Einzelne britische Flugzeuge unternahmen während der Rächt Störflüge über Westdeutschland. An der Kanalküste verlor der Feind am gestrigen Tage durch Iagd- und Flakabwehr 5 Flugzeuge, darunter schwere Bomber. Stalins „Wahlhast orienlaW es L tiß sch Neigen". Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Vernebelung der amerikanischen Oeffentlich- feit über den Teufelspakt Roosevelts und Churchills mit Stalin wird von der jüdisch infiltrierten Presse der USA. mit einem Raffinement fortgesetzt, das auf die Durchschmttspsyche der Amerikaner berechnet ist. Die amerikanische Zeitschrift „Readers Digest" sagt, nahezu 50 v. H. aller Amerikaner wüßten nicht, um was dieser Krieg eigentlich geführt werde, die „größte Propagandakampagne der Geschichte" habe nicht erreicht, das amerikanische Volk wachzurütteln. Mit dieser Massenteilnahmslosigkeit rechnen Roosevelt und, seine Macher der öffentlichen Meinung. Die Tarnung selbst wird mit wechselnden Trompetenstößen eingeleitet. Bezeichnend dafür ist die Stimme des Herausgebers des „Washingtoner Star", Stoddard, und die nur anscheinend ihr vollkommen entgegengesetzte der „New Port Sun". Im Neuyorker Blatt wisd glatt zugegeben: „Washington vertritt die Ansicht, daß die Sowjetunion die baltischen Staaten mit größter Wahrscheinlichkeit erhalten wird, wenn sie entschlossen ist (!), sie zu bekommen." Die amerikanische Union und England würden sich auf keinen Fall gegen die Wünsche der Sowjetunion wenden, Churchill habe den Sowjets bereits freie Hand gegeben. Zwar stehe dem die Atlantik-Erklärung der beiden Matadoren der Plutokratie gegenüber, aber „realistische Beobachter" seien sich darüber klar, daß die beiden Plutokraten „ohne Rücksicht auf ihre Gefühle" alles zugestehen würden, was Moskau verlange, denn nicht nur das Schicksal des Baltikums, sondern sogar Polens, Finnlands und des Balkans hänge von Moskau ab. Die amerikanischen Regierungsbehörden feien bemüht, engere Beziehungen zu den Sowjets herzustellen, doch sollten die Sowjets endlich einmal sagen, „was sie für ihre eigene Sicherheit für notwendig erachten". Daß die sog. Garantieverträge, die England so freigiebig ausgeteilt und zum Kernpunkt seiner antideutschen Einkreisungspolitik gemacht hat, damit vollkommen tot sind, wird nicht besonders gesagt, aber das ergibt sich schon aus den Umständen. x Die Verschacherung Europas durch diese Hörigen des Bolschewismus und des Weltjudentums wird also nicht geleugnet. Die Atlantik-Charta Roosevelts und Churchills hat sich als großer Bluff er- wiesen.^ Das fei überhaupt, erzählt Stoddard vom „Washington Star" im Rundfunk, „ein sehr unangenehmes Gesprächsthema", um sich dann über das „wahrhaft orientalische Stillschweigen Stalins" bitter zu beklagen. Aber Stalin hat ja gar nicht geschwiegen. Stoddard gibt selbst zu, daß die Antwort der „Prawda" dieses Schweigen durchbrach, und daß Stalin mit Churchill und Roosevelt längst eins fei über die Verteilung des Felles des noch zu erlegenden europäischen Bären! Er gibt sogar einen Ueberblick über die Hintergründe des"„Prawda"-Artikels: „Die Sowjetunion fiel P o l e n von hinten an, richtete einen unprovozierten Angriff gegen Finnland und verleibte sich dann die SBaitenftaaten fin, indem man die Ergebnisse der Volksabstimmung fälschte." Er sagt ferner, „daß in Litauen allein 200 000 Perfonen oder etwa 10 v. H. durch Massen- exekutionen und Masfendeportationen mach Sibirien und entferntgelegenen Teilen der Sowjetunion liquidiert wurden" und klagt die Sowjets weiter an: „Das Privateigentum ist allgemein konfisziert, und die Baltenlander sind kommunistisch umgestellt worden, fast gleichzeitig wurde Rumänien gezwungen, auf Grund eines Ultimatums die Provinzen Bessarabien und Nordbukowina abzutreten." Man kann nicht schärfer diese Politik des Raubens und Mordens hinstellen, als es durch diesen Yankee geschieht, der sagt, die Antwort Stalins in der „Prawda" sei geradezu „eine Ohrfeige für Roosevelt, das Staatsdepartement und die Grundlagen unserer auswärtigen Politik". Aber — und nun kommt der Pferdefuß dieser satanischen Politik: das seien nur „Meinungsverschiedenheiten" zwischen den Sowjets und den Plutokratien, fie würden den Kurs nicht ändern. Der Kurs Roosevelts und Churchills ist ja eindeutig festgelegt. Es ist der schamlose Verrat an Europa und an der Sache der Zivilisation, der überhaupt denkbar ist. Und das „orientalische Schweigen" Stalins beweist am klarsten, daß er feine Giftnetze nicht nur über Europa werfen will. Das allein bekümmert die zarten amerikanischen Seelen. Gandhis Hungerprotest. B a n g k o k, 16. Febr. (Europapreß.) Sechs Aerzte sind jetzt um das Krankenlager des fastenden Mahatma Gandhi versammelt. Das Kommunique, das am Dienstagvormittag über Gandhis Gesundheitszustand ausgegeben wurde, meldet, daß fein Befinden sich im Laufe der letzten 24 Stunden weiter verschlechtert hat. In der ersten Woche seines Hungerstreiks hat Gandhi einen beträchtlichen Gewichtsverlust erlitten. befindet sich meistens im Bett. Die bereits von verschiedenen indischen Gruppen geltend gemachte Forderung nach Freilassung Gandhis wurde auch in der indischen gesetzgebenden Versammlung erhoben. Der Abgeordnete Mitra meinte, daß ein solcher Schritt die politische Spannung in Indien vermindern würde. Abgeordnete der liberalen england-freundlichen Partei erklärten, sollte Gandhi im Gefängnis sterben, so würde die britische Regierung eine neue Revolte in ganz Indien heraufbeschwören. Ein Regierungssprecher lehnte jede Verantwortung für den Gesundheitszustand Gandhis ab und erklärte, daß die Regierung keine Kongreßführer freilassen könne, die nicht zufriedenstellende Versicherungen für die Zukunft abgeben. Lustangriffe auf Palermo und Neavel. Rom, 16. Februar. (DNB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht mitteilt, unternahm die feindliche Luftwaffe am Nachmittag des 15. Februar E i n ° flügeaufNeapel und Palermo. Die Schäden sind sehr groß. Die bisher festgestellten Verluste betragen in Neapel sieben Tote unter der Zivilbevölkerung. In Palermo 98 Todesopfer und 297 Verletzte. Italienische Jagdflugzeuge sowie die Flakar- titterie zerstörten vier Flugzeuge. Feindliche Flugzeuge führten Maschinengewehrangriffe auf Eisenbahnzüge und Bahnhöfe Siziliens und Calabriens durch. Bei Scili (Syrakus) stürzten zwei Spitfire ab. Ein drittes Flugzeug wurde von deutschen Jagdflugzeugen über Trapani vernichtet. Mer italienische Flugzeuge find nicht an ihre Stützpunkte zurück gekehrt. maler, so hat auch Hermann Gradl einen Hauch davon empfangen. In einer Abhandlung „Der Künstler und sein Werk" befaßt sich Direktor Dr. Eberhard Lutze mit dem Schaffen Hermann Gradls, das eine durch Jahrhunderte uns vertraute und lebendig gebliebene Seite des deutschen Wesens repräsentiert. Gradl ist nicht eigentlich Romantiker. Allerdings will er den Stimmungsgehalt der heimatlichen Kulturlandschaft einfangen, hält sich aber im übrigen von Problematik völlig frei. Deutlich werden die verschiedenen Entwicklungsstufen feiner Kunst aufgezeigt. Der Autodidakt, der (als Lehrer für Weberei und Keramik) feit 1912 Versuche mit Stift und Feder unternahm, rang sich in dem Jahrzehnt von 1920 bis 1930 zur malerischen Gestaltung durch. 1939 schuf er in seinem ersten großen Staatsauftrag sechs Sinnbilder deutscher Landschaft. Der starke Erfolg dieser Arbeiten sprach sich in feiner Berufung zum Direktor der neugegrunbeten Akademie der bildenden Künste zu Nürnberg aus. Die Technik des malerischen Schaffens von Hermann Gradl ruht auf Anschauung und Erfahrung: sie fußt aber auch auf fleißigem Studium der alten Meister, vor allem Albrecht Altdorfers und der holländischen Kleinmeister. Licht und Farbe sind Stim- nwngsträger im gleichbleibenden Typus feiner Bilder, bei denen sich verschiedene Aufbauschemata unterscheiden lassen. Zudem besteht zwischen den Werken von Hermann Gradl und Hans Thoma eine enge Beziehung, die in der Haltung zutage tritt und in Form und Geist der Landschaft beider Meister bestimmt ist. Zum Schluß folgen Erläuterungen zum Bilderteil. Hermann Gradl erscheint insbesondere als liebevoller Künder der Schönheiten Siwdeutsch- lanbs. Das fränkische Land und das Maintal stehen im Mittelpunkt seines gesamten Schaffens. Wilhelm Schwemmet. Kolberg kapituliert nicht. Bon Wolfgang Jünemann. In den letzten Tagen der Belagerung von Kolberg, als die Franzosen mit erhöhter Wucht die Festung unter dem glühenden Hagel der Geschosse begruben und so ihren endgültigen Fall angesichts des, wie man raunte, nahenden Friedens noch zu erzwingen suchten, geschah es, daß in den Trümmern der rauchenden, an allen Ecken entflammten Stadt, während die Granaten mitten zwischen rasselnde Fuhrwerke platzten, Magazine knatternd in die Luft flogen, verzweifelte Frauen nach ihren Kindern schrien und alte Leuje hilflos in diesem Höllenlärm den Schutt, ihrer einstigen, für immer verlorenen Habe wieder und wieder durchsuchten, von vergeblicher Hoffnung, es möchte, wenn sonst schon nichts, doch ein Andenken, ein winziges, an glücklichere Zeiten ihnen in die Hände fallen. Denn daß weder König noch Gott ihnen dabei helfen konnten, wußte ein jeder in diesem armen Preußen. Da nun geschah es, daß der Bürgermeister Nettelbeck, der am Hafen eilends eine freiwillige Schar zusammengetrommelt hatte zur Löschung eines soeben angekommenen englischen Schiffes, das Kanonen und Munition zwecks Ermunterung zu Kolbergs weiterem tapferen Widerstande gegen den gemeinsamen Feind herbeigebracht, mit Entsetzen bemerkte, wie diese Brigg, da die Franzosen bedenklich näherrückten itnti vereinzelte Geschosse schon durch die Masten jaulten, nun gar zwei der Mattosen verwundet zu Boden sanken, plötzlich die Taue kappte, um noch mit halber Ladung wieder die offene See zu gewinnen. Denn dazu, so brüllte der Engländer dem verdutzten Bürgermeister durch die hohlen Hande zu, seien fie nicht gekommen, sich hier zusammenschießen zu lassen! Rahe und ferne Märkte ber der Achsenmächte einen Strich. Je länger desto m oe mehr müssen die Alliierten zwischen nahen und jj^ys Im 5“ D Wir Al lOh ER \N fernen Märkten unterscheiden, — nahen Märkten, auf denen sie sich noch einigermaßen versorgen können, und fernen Märkten, die infolge Tonnage- Mutlosigkeit und ratloser Jammer packte die Umstehenden, die sich aller Hilfe des Himmels und der Engländer so beraubt sahen, und auch Nettelbeck verschlug es für einen Augenblick die Sprache. Dann jedoch riß er die Männer, bie* matt auf die bereite ausgeladenen Granaten gesunken waren, am Kragen hoch, wies auf ein Haus, das von einer vielpfün» tilgen Kugel getroffen, krachend in sich zusammen» stürzte: „Was macht das, Leute? Wenn wir auch alles opfern! Unser König ist viel, viel ärmer geworden ass -mir! Was denn ist unser Unglück ini Vergleich zu dem seinen! Kommt helfen, Männer, Kommt mit zu Gneisenau!" Und er rannte vor bet sich aufraffenden Schar her durch die ffatfernben, glühenden Gassen. Da, — Gleichschrit ekklang! Ei" Grenatiierbataillon marschierte, unbekümmert um pfeifenden Kugelregen, um wirbelnde Steinbrocken und herunterschlagende Ziegelsteine, aus der Stab» hinaus zum Gegenstoß ... Nettelbeck hatte die verbrannte Mütze vom Kopf gerissen. Das weiße Haar, verschmiert, verklebt von Schweiß und Ruß, sich aus der Stirn streichend: „Jungs, mit solchen Soldaten, — die Festung wiw nicht übergeben!" Und die Schiffer und Händler, die Handwerker und Schreiber, hie neben ihm standen, fie nickten, verächtlich ausspuckend, die Fäuste in den Taschen. Wenige Schritte davon, in einem engen, dürftigen Gemach, das als Befehlsstelle diente, sagte M gleichen Zeit Gneisenau zu seinem Adjutanten, ans Fenster tretend und eine Frau bemerkend, bt^ nachdem sie ihr Kind in den Rinnstein gesetzt, zwtt Eimer packte und in die Kette der Löschenden füy reihte, indes die Kanonade nach kurzer Pause ärger als zuvor von neuem anhob: „Hut ab vor solcher Bü'-gerschaft! In dieser Feste wird Preußens Herz verteidigt!" tzVr rjhi ■ hton einige Hunderttausend konsumfreudige nortiameri« konische Soldaten in die Länder und auf die In- L M MF i 'M fÜrof fyt bi 1W ’Mtl W "G dM i weil W *r ’ttrfift Win! | X hal | JniiÄi - !::ch § I Mine W er M IW Züb Weill Hher MW, lili IN Kirlans fciifrt bo |Mp Ifa er übe all W MW | i fiemi i. Sei Jßer ! git w f* la M Met Hie RRIty w Ä |Nl n des Herrn Roosevelt wohlverhalten haben, wurden kurzerhand abgehängt, weil der angelsächsische Schiffahrtspool für so weite Reisen keine Tonnage j mu silier E, i pßorf Lebensmittelmärkte, für die sie sich interessieren, leer kaufen, aber für den Abtransport der übrigen Ausfuhrprodukte keinen Schiffsraum bereitstellen. Zu den größten Notstandsgebieten dieser Zett gehören jene Westindischen Inseln: Kuba, Puerto' Rico, Haiti, Jamaika und Trinidad, die nur wenige hundert Kilometer von der Union entfernt liegen Wenn aus diesen Ländern keine lauteren Proteste an die Ohren der Welt bringen, so liegt das daran, daß man kaum noch laut zu klagen wagt — aus Furcht, den wilden Mann in Washington in Zorn zu versetzen. Auf die Dauer werden die Briten und Nordamerikaner mit ihrer Politik, die nahen Märkte zu bevorzugen und die fernen Märkte zu meiden, nichi zurechtkommen. Die nahen Märkte lassen sich, wie ; das Beispiel Mexikos zeigt, nicht widerstandslos ! ausplündern, auch dann nicht, wenn sie sich zur | Teilnahme am Kriege gegen die Drererpaktmächie | haben ködern lassen. Es wäre nicht verwunderlich, j wenn die ^Beauftragten Roosevelts auch noch den j letzten Rest von Rücksicht über Bord würfen und sich | das gewaltsam aneigneten, was man ihnen frei- mittig nicht geben will. Aber das wird nicht hindern, i daß die Briten und Nordamerikaner den Radius | ihres Versorgungskreises erweitern und immer neue i Ueberfeebampfer vor die Torpedorohre unserer I U-Boote liefern müssen. Jedenfalls brauchen die Achsen-U-Boote nicht zu befürchten, daß es ihnen i in absehbarer Zeit an lohnenden Zielen fehlen wird. ' Cr. Kleine politische Nachrichten. Der Führer hat die Einführung eines Aermel- bandes „Afrika" befohlen als Kampfabzeichen für ehrenvollen Einsatz von mindestens sechs Monaten i auf afrikanischem Boden, Verwundung bei einem Einsatz in oder über Afrika ober Erkrankung an . einer auf dem Kriegsschauplatz in Afrika zugezogenen Krankheit, die zum Verlust der Tropendienst» I sähigkeit geführt hat. * Der bisherige Staatspräsident von Paraguay | Morini qo wurde mit 85 v. H. aller Stimmen wieder | 3um Staatspräsidenten gewählt. * Durch die neue Agrarordnung für die befehlen j Ostgebiete wurden bereits im ersten Jahr der Wirk- | samkett in der Ukraine 10,4 v. H. der Gemeinwitt» j fachen klargestellt werben. Unsere Gegner glaubten, sie hätten alles. Als Japan den eisernen Vorhang.; vor den südostasiatischen Rohstoffgebieten nietien gleiten ließ, sah man sich in Lonbon und Washing- ton eines anderen belehrt. Dann glaubten unfen Gegner, sie könnten sich alles beschaffen. Durch diese Rechnuna machten ihnen bie U-Boote und die Bom- ber ber Achsenmächte einen Strich. Je länger desto w .gjllT Schon im Frieden bedeutet ein reicher Vorrat an irgendeiner Ware noch lange nicht, daß alle Reflektanten sie sich verschaffen können. Noch weniger gilt das für die Kriegszeit. So itt Japan überreich an Kautschuk, — seine angelsächsischen Gegner bettelarm. In Japan wird künstliches Mineralö'. aus natürlichem Kautschuk, in Nordamerika künstlicher Kautschuk aus natürlichem Mineralöl gewonnen. Es schemt, als sei dieser Krieg eine Sammlung- l$»it von Irrtümern, die durch alsbald eintretenbe Tat- ^jeiir fachen klargesteltt werben. Unsere Gegner glaubten, CT- f. V 11 f . . Off > a m S AM AMAV M A M Jl? AY-KAM * ■ II -i ft bereitstellen wollte. | stnck In diese Lage klingt ein Protest aus Mexiko, beir , : fobi füblichen Nachbarlanb ber Union, gegen ben Aus» H'en kauf ber heimischen Fleischmärkte burch amerika- In an nische Importeure. Die mexikanische Regierung Hai |L kise verfügt, baß mit sofortiger Wirkung bie Fleischaus- q fuhr aufzuhoren habe. Auch auf den Antillen ist 511 man wenig erfreut barüber, baß die Yankees die fein des südwestlichen Pazifik gekommen sind, Haden sich die Absatznöte der beiden Viehzuchtlander etwas gemildert. Dafür trat aber im Viehproduktenexpon ber südamerikanischen Länder Ebbe ein. Daß Argentinien bei der Zuteilung von ßaberaum für Fleischausmhr kurz gehalten wurde, ist gewiß zum Teil aus jener robusten Auffassung des Weißen Hauses zu erklären, daß 'ehrliche Neutralität in diesem Kriege ein strafwürdiges Verbrechen sei. Aber auch solche ibero-anierikanischen Viehzuchtländer wir Uruguay und Paraguay, die sich im Sinne rJ mangels immer unerreichbarer werden. .Jjunu Bereits vor vielen Monaten hieß es, bkj'ifnf Australier und Neuseeländer könnten ihre j 1$ i gefrorenen Hümmel, ihre Butter und ihren Käse nicht mehr nach Großbritannien und Nordamerika bringen, weil ihnen der angelsächsische Schiffahrts- pool keine Tonnage mehr zubillige. Dadurch, daß ir werden siegen - weil uns Adolf Hitler führt! T<1 in Hast genom- detDot nen n)^' AUF MÖNCKEBER6 ie • ber > ii Washington erklärte, Tschiangkaischek habe sich Mit einverstanden erklärt, daß die nach dem Pacht- irt) Lerhvertrag für Tschungking bestimmten Liefe- nrgen mit Indien geteilt würden, um den singenden Bedarf in den Bereinigten Staaten und i^rdafrrka zu decken. Die Versammlungen im Kreisgebiet finden statt: Vad-Nauheim: 20.2., 20 Uhr, Kurhaus (Aßling). Buhbach: 21.2., 20 Uhr, Hotel „Hess. Hof (Jäger). Dortelweil: 21.2„ 20 Uhr, „Deutscher Hof (Minke). Friedberg: 19.2„ 20 Uhr. Hotel Trapp (Ohlendorf). Gießen: 20.2., 20 Uhr, Aula der Universität (Prinz zu Schaumburg-Lippe). Großen-Buseck: 18.2„ 20 Uhr, „Germania- (Jäger). Groh-Karben: 21.2., 20 Uhr, Hans-Schemm-Saal (Ohlendorf). Grohen-Linden: 21.2..20 Uhr, Saal Schaum (Aßling). Grünberg: 20. 2., 20 Uhr, Turnhalle (Jäger). Harheim: 20.2„ 20 Uhr, „Darmstädter Hof (Minke). Hungen: 19.2., 20 Uhr, „Darmstädter Hof (Prinz zu Schaumburg-Lippe). Lang-Göns: 21.2.. 15 Uhr, Turnhalle (Aßling). Lollar: 18.2., 20 Uhr, „Zur Linde- (Aßling). In den Tagen vom 18. bis zum 21. Februar 1943 führt die Kreisleitung Vetterau der VSDAP. lu zahlreichen Ortsgruppen des Kreisgebietes große politische Versammlungen durch, in denen der Reichs- redner Prinz zu Schaumburg-Lippe und die Reichseinsahredner Jäger. Aßling, Oyleudors sowie der Gauredner Minke über die heutige Lage sprechen werden. Die gesamte Bevölkerung wird heute mehr denn je das Bedürfnis haben, sich über die gegenrrartige Lage ans berufenem Munde unterrichten zu lassen. Deshalb versäume niemand, die Versammlungen zu besuchen. te die R js unMI I E die f>try ain« >r vieles n *ir,. arintl?! lln« n, nie»%. ftwC > der S» 3 M it in Q inder » m 6ii>; - ömt? W lonB „Ach, das ist es nicht, Sigrid! Aber daß ich einem Menschen mein ganzes Vertrauen geschenkt habe, und daß dieser Mensch mich dann in der gemeinsten und schmutzigsten Weise hintergehen kann — das ist etwas, worüber ich nicht so schnell hinwegkomme!" „Sie müssen es, Frank! Denken Sie an Ihre Arbeit, an Ihre Zukunft ... denken Sie daran, daß das große lange Leben noch vor Ihnen liegt und daß Sie in diesem Leben eine der schönsten und vornehmsten Aufgaben zu erfüllen haben! ... Ein Stückchen Gold wird doch dadurch nicht schlechter, weil es einmal eine Zeitlang neben wertlosem, rostzerfressenem Eisen gelegen hat!" Er warf mit einer trotzigen Gebäre den Kopf zurück und drückte ihr die Hand. „Ja, Sie haben recht, wie immer, Sigrid. Ich danke Ihnen für dieses Wort!" Seine Brust weitete sich; war ihm doch, als hatte Sigrid mit ihren verständnisvollen Worten den Alpdruck von ihm genommen. Er konnte wjeder frei atmen. Doch schon fiel ihm sein anderes Leid ein: Sigrid. Eine kurze Pause entstand, und Sigrid räusperte sich verlegen. „Es tut mir so leid, Frank, daß ich Ihnen gerade in dieser Stunde auch noch einen Schmerz zufügen muß! ... Ich muß Ihnen sagen, daß ... daß ich—" „— daß Sie Axel Holm lieben!" „Ja —" flüsterte sie. „Wir haben uns heute abend verlobt ... aber woher wißen Sie das, Frank?" fragte sie überrascht. ,Lch vermißte Sie heute abend, Sigrid, und suchte Sie im Park ... und da sah ich zufällig--Ich wünsche Ihnen aus ganzen Herzen soviel Glück, Sigrid, wie ich es Ihnen gern bereitet haben würde!" „Frank", sagte sie herzlich, „wir wollen trotzdem die guten Freunde bleiben, die wir auch bisher gewesen sind! Versprechen Sie mir das?" „Gern, Sigrid ... Aber bitter ist es doch, wenn man plötzlich keinen Menschen hat, dem man —" Er wandte den Kopf zur Seite und schwieg. iQfS ROMAN VON OLAF BOUTERWECK (Schluß.) Mer ich fürchte, es geht nicht ohne .Geräusch tb, gab Axel zu bedenken, „und es tft gleich «tternacht —" v .. .« .Das ist für Schatzgräber gerade me richtige fct!" lachte Güstrow. Er klingelte Justus herber p gab ihm den Auftrag, das nötige Werkzeug , Ägrid^d^Jiktta in deren Zimmer Gesellschaft Weiftet hatte, kam beunruhigt dre Treppe herab p wandte sich an Justus, der in der vereinsamten Kelle die umherstehenden Flaschen und Glaser zu- prcmenräumte. ,, . . „ ... Was ist denn das im Keller fdjcm wieder Tur fr Klopfen und hämmern, Justus?" ' Der Herr Kommissar ist in Begleitung.Herrn Stroms und Herrn Holms gerade dabei, oen ?^atz zu heben, gnädiges Fräulein!' erklärte Iu- pv-'ohne eine Miene zu verziehen. ,iUnb Herr Duderstädt, Justus? Ist er schon m ! .Nein, gnädiges Fräulein. Herr Duderstädt ve- Met sich immer noch im Wintergarten. s gigrib ging mit schnellen Schritten ^vuber. cranf, der den Kops in die Hände gestutzt hatte, werkte sie erst, als sie dicht vor ihm stand und mit f "r sanften Bewegung über sein haar fuhr. Er zuckte unter der Berührung ein wenig zu- M-Men und hob mit einem gequälten Gestchtsaus- den Kopf. . .,, , .Frank", sagte sie weich, „nehmen Sie es nicht fo komisch ... Dieser Lertzeck ist es nicht wert, daß Sie > auch nur eine Minute nachtrauern." ^rank erhob sich schwerfällig. nd M Dlärttt 11| iden, ni* | : sich, nsl rftanbs'/l - B i rnfhn^. nmb?rfi! noch V in unbl* hnen fiel )t hindcrl in W nmer n$| e un|fit| luchen es ik ihlen trid Cl s Aem s Zeichen•' I ; MNük j bei ein!-' intung c i zuM Londorf: 19.2., 20 Uhr, „Stadt Marburg- (Aßling). Massenheim: 21.2.. 15 Uhr, „Zum goldenen Löwen" (Minke). Rieder-Erlenbach: 19.2„ 20 Uhr, „Frankfurter Hof (Minke). Rieder-Florstadt: 20.2„ 20 Uhr, Gasthaus Fritz Musch (Ohlendorf). Rieder-Wöllstadt: 21.2., 15 Uhr, „Zum Taunus (Ohtendorf). Ober-Eschbach: 18.2., 20 Uhr, „Brüsseler Hof (Minke). Reichelsheim (wellerau): 18.2., 20 Uhr, Gasthaus „Zur post" (Ohlendorf). Reiskirchen: 19. 2., 20 Uhr, Gasthaus „Zum Hirsch (Jäger). Rockenberg: 21.2„ 15 Uhr, Saal horst (Jäger). Aus der Stadl Gießen. »Ei schrick bitte nicht.. .* Der Briefkastendeckel klappt. Ellig läuft Frau Müller zur Tür, sie erwartet Post von chrem Jungen, der an der Wasserkante dienstverpflichtet ist. Wirklich, eine Karte vom Fritz! Mutter Müller holl die Brille aus dem Kasten und setzt sich, Freude im Herzen über ihren Einzigen. Da — ein Schreck fährt ihr in die Glieder — lieber Himmel, was ist mit dem Fritz?! „Liebe Mutter", schreibt er, „erschrick bitte nicht ..." Der Mutter klopft das Herz bis in den hals hinauf, die Buchstaben tanzen vor ihren Augen. Ist der Junge krank, hat er sich etwas zuschulden kommen lassen? Schreckliche Vermutungen stürmen in Augenblicksschnelle auf sie ein. Aengstlich liest sie weiter, „... ich werde vom nächsten Monat ab woanders eingesetzt, komme fort von hier — wahrscheinlich an die ..." Ein Stein fällt vom Mutterherzen. Der dumme Bub, denkt sie, einen so zu erschrecken. Wie oft ergeht es vielen ebenso! Im Bestreben, den andern auf irgend etwas vorzubereiten, was ihm überraschend kommen und unangenehm oder schmerzlich sein könnte, wird vorsichtig die Bemerkung vorausgeschickt: „Erschrick bitte nicht!" Und prompt erschrickt der Betreffende, oftmals mehr als über die Sache selbst. Jedenfalls ist diese Bemerkung kein Beruhigungsmittel, sondern eher das Gegenteil davon, es alarmiert geradezu! Was man tun soll? Nicht zu lange vorbereiten wollen, sei es schrifllich oder mündlich. Denn an einer betrüblichen Tatsache können wir ja doch nichts ändern, das muß jeder selbst mit seinem Schicksal ausmachen. G. K-H. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 18. 2., von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstrahe 10, statt. Aml für das Landvolk. Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, 18.2., von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstrahe 10, statt. Für unsere Sert»: ndeten. „Frank, Sie sollten sich mehr um Jutta kümmern —" „Ach, Jutta —!" sagte er unwillig. „3utta ist ein eitles, kokettes Ding! Erst hat sie mit Lertzeck geflirtet, und dann hat sie Axel Holm ebenfalls schöne Augen gemacht —" ,Aa, und warum, Frank? Weil Jutta Sie gern ein wenig eifersüchtig machen wollte! Denn Sie waren immer nur bärbeißig und unfreundlich zu ihr — und dabei hat Jutta Sie vom ersten Augenblick an gern gehabt, Frank!" Er wandte sich jäh herum. „3ft das wirklich wahr, Sigrid?" „Sie hat es mir selbst gesagt, Frank! ... Sie sitzt oben in ihrem Zimmer und weint, denn sie kommt sich so grenzenlos einsam und verlassen vor ... Fr nt ich bitte Sie: gehen Sie hinauf und sagen Sie ihr ein paar tröstende Worte!" Zum ersten Male stahl sich ein kleines Lächeln in sein Gesicht. Noch schwankte er; aber schließlich: ein junger, tapferer Mensch ist wohl fähig, eine unglückliche Liebe zu begraben, wenn es gilt, mit dem Leben Schritt zu halten. „3a, dann sagte er, indem er Sigrid die Hand reichte. Sie beugte sich etwas vor, gab ihm einen flüchtigen Kuß auf feine narbenbedeckte Wange und huschte dann schnell hinaus ... Sigrid ging durch die Halle und betrat die Terrasse. Sie lehnte sich an einen Pfeiler und blickte mit glücklichem Lächeln in das Dunkel. Die Bäume der Ulmenallee rauschten leise im Nachtwind, irgendwo rief mit klagendem Ton ein Käuzchen, und aus meiter Ferne klang das tiefe, langgezogene Brummen einer Kuh herüber ... Lange stand Sigrid so, als sie plötzlich chren Namen rufen hörte. Gleich darauf kam Axel auf die Terrasse herausgestürmt, und es hatte fast den Anschein, als wollte er Sigrid vor lauter Begeisterung in die Lust schleudern. Dann nahm er sie lachend in feine Arme ... „Sigrid! Denk nur, wir haben tatsächlich die Kaj« haften irt Landbauernaenossenschaften umgewan- ML Das Ziel ist, in diesem Jahre weitere 20 o. H. \i Gemeinwirtschaften in Landbauerngenossenschaf- trt ober geschlossene Ein^elhöfe umzuwandeln. ♦ Der Führer verlieh die Goethemedaille für jknst und Wissenschaft dem Chemiker Professor Dr. Hns Euler-Chelpin in Stockholm sowie dcm Chi- Jr.rgen Professor Dr. med. Rudolph Klapp in Marburg anläßlich ihres 70. Geburtstages. Mterkreuzträaer Oberst Schmidt gefallen. Berlin, 16. Febr. (DNB.) Am 28. Sanitär 1943 ■fab bei den schweren Kämpfen im Raum von koronesch Ritterkreuzträger Oberst Josef i Mmidt, München, Kommandeur des Gre - 1,. d i e r-R e g i m e n t e s „List", den Helden- i k Er zeichnete sich besonders im Juli 1942 bei dm Vorstoß zum Don aus. Nach kühner Erkun- -ng griff er mit feinem Regiment den nach Süden erbrechenden Gegner an und vernichtete ihn. Da- tzc-ch wurde die Einschließung starker feindlicher Achte vollendet, deren verzweifelte Durchbruchsver- fcge sodann das Regiment „List" in erbitterten Impfen und Gegenstößen abwies. Für seine Tap- frkeit wurde Oberst Schmidt mit dem Ritterkreuz -s Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Kunst und Wissenschaft, hochschulnachrichlen. Der Berliner Staatsrechtslehrer Geheimrat Prof. D. Heinrich T r i e p e l vollendete fein 75. Sehens* «r. Seinen internationalen Ruf begründete er Wrch fein 1899 erschienenes Buch „Völkerrecht und ! Lndesrecht", das in verschiedene Sprachen übersetzt | Nrde. Seit 1908 gibt Triepel das Sammelwerk I jfecueil des Traites“ heraus. In Leipzig geboren, i rvmonierte Triepel an der Universität seiner Dater- Hdt, habilitierte sich dort 1893 und folgte 1900 Kem Ruf die Universität Tübingen, 1909 ging ß «nach Kiel. Von 1913 bis zu seiner Emeritierung I «hörte er der Berliner Universität an, deren Rek- piat er 1926/27 bekleidete. Er ist Mitglied des Liiser-Wilhelm-Jnstituts und Dr. h. c. der Univer- |ji:t Tübingen. — Der o. Professor für Chirurgie 1 ir der Universität Breslau Dr. med. Karl Heinrich j 8i u e r ist als Nachfolger Kirchners an die Univer- fe Heidelberg berufen worden. Bauer wurde 1890 m Schwärzdorf (Oberfranken) geboren. Er studierte in Erlangen, Heidelberg, Würzburg und München, fn-chte dann den erfien Weltkrieg als Truppenar^ , m: und promovierte 1916 in Würzburg. 1923 habili- jjcrte er sich in Göttingen und kam 1933 als Ordi- M-ius nach Breslau. — Lic. theol. Dr. phil. habil. Mtz Fischer in Berlin ist zum außerordentlichen iHiofeHor für mittlere und neuere Geschichte an der il diioerfität Hamburg ernannt worden. Fischer wurde M in Ludwigstadt im Frankenwald geboren. Er fixierte in Erlangen und Berlin, promovierte 1934 in Berlin zum Die. theol., habilierte sich 1935 in 8rlin und erwarb die Dozentur für Kirchen- MSchichte. 1937 promovierte er zum Dr.phil. und Ißirbe als Dozent für mittlere und neuere Geschichte in die Philosophische Fakultät der Universität Berlin /l&mommen. Fischer hat an der Aufhellung der Zu- illiaiimenbänge des politischen Geschehens und dem ifttgiös kulturellen Lebensgrund der modernen Bol- jik! gearbeitet. 1939 ist Fischer in den Arbeitskreis ■bat Professor Walter Frank (Reichsinstitut für Ge- Mchte des neuen Deutschlands) eingetreten und mit jlei Bearbeitung bes Themas „Die Auswirkungen Mi konfessionell-lutherischen und der pietistisch-angel- Mdsifchen Welt im deutschen politischen Raum 'm iWfchluß an eigene Arbeiten über englisch-vietistische Miflüsse auf dis deutsche Politik (von Kronprinz M edrich bis Wilhelm II.) betraut worden. gestellter Dortragsfolge unter Stabführung des stellvertretenden Chorleiters Hermann Urhan Chöre und Volkslieder zu Gehör. Ein Sologefana von Herrn Urhan, Duette von Herrn Roehm und Urhan gesungen, sowie Lieder im Doppelguartett bereicherten das Programm. Herr Roehm ließ durch einen Vortrag in oberhessischer Mundart den Dialekt der Heimat ans Ohr klingen. Reicher Beifall dankte den Sängern. lleverflüssige Lerufsreisen untersagt. Don den Bestimmungen über die Kriegslenkung des Fremdenverkehrs sind an sich Personen ausgenommen, die sich nachweislich aus beruflichen Gründen vorübergehend in einem Orte aufhalten. Zur Ausschaltung überflüssiger Berufsreisen hat jedoch der Reichswirtschaftsminister Bestimmungen erlassen. Danach wird die Vornahme von Reisen zum Zwecke der Entgegennahme von Aufträgen und zur Aufrechterhaltung der Fühlung mit Lieferanten und Abnehmern, gleichgültig, ob derartige Reisen von Inhabern, leitenden Angestellten oder besonders bestimmten Angestellten ausgeführt werden, ab sofort untersagt, sofern nicht dringende Erfordernisse der Rüstungs- oder Kriegswirtschaft solche Reisen zwingend gebieten. Die Handelsvertreter werden durch diesen Erlaß nicht unmittelbar betroffen, zumal von ihnen schon seit geraumer Zeit Reisen der nun verbotenen Art nicht mehr durchgeführt werden. Die Handelsvertreter haben sich vielfach für. andere Ausgaben ihrer Betriebe bereit- gestellt, für technische Arbeiten, Rohstoffbeschaffung usw. Außerdem werden die Handelsvertreter gegenwärtig auf die Notwendigkeit ihrer weiteren Tätigkeit überprüft, so daß nach der Ueberprüfung nur noch kriegswichtige Handelsvertreter im Beruf stehen werden. Dagegen werden durch die jetzige Anordnung des Reichswirtschaftsministers u. a. die Reisen zu den Lieferanten untersagt, die vielfach unternommen wurden, um eine bessere Versorgung mit Ware zu erreichen. Durch die Einstellung der überflüssigen Berufsreisen^, werden nicht nur Arbeitskräfte frei, sondern auch Verkehrsmittel, Gaststätten und Beherbergungsbetriebe wesenllich entlastet. Tödlich verbrüht. NSG. Den Tod chres Kindes durch Gedankenlosigkeit oder Unachtsamkeit verschuldet zu haben, ist für die Eltern ein schwerer Vorwurf, zu dem sich noch der große Schmerz gesellt, den sie durch den Verlust des Kindes an sich erleiden. Drückend schwer aber lastet die Schuld auf der Mutter, denn sie weiß, daß das Unglück hätte vermieden werden können, wenn sie am Waschtage in der Küche die nötige Umsicht hätte walten lassen. Die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung richtet daher an alle Mütter die dringende Mahnung: Fußböden, primitive Gestelle ober Böcke sind kein Standort für Waschgefäße mit heißem Wasser. Lassen es die örtlichen Verhältnisse glicht anders zu, dann müssen die Räume entweder abgeschlossen oder die Gefäße mit einem Deckel gesichert werden. Am allerwenigsten sind Räume, in denen mit heißem Wasser gearbeitet wird, ein Tummelplatz für spielende Kinder. Denkt daran: Kleinkinder ohne Aufsicht sind in der Waschküche großen Ge'ahren ausgesetzt. Schützt eure Kinder vor dem Verbrühungstod! - Verdunkelungszeit: 17. Februar von 18.37 bis 7.05 Uhr. Heimarbeit für unsere hilfsbereiten Frauen. Bei unseren Soldaten werden naturgemäß viele Strümpfe notleidend. Jede Frau und Mutter wird einsehen, daß es unbedingt nötig ist, für unsere tapferen Soldaten die zerrissenen Strümpfe wieder instandzusetzen. Die Wehrmacht bringt die Strümpfe der NS.-Frauenschaft zum Stopfen und Anstncken. In der Nähberatung, Kaiserallee 6, können jeden Montag und Donnerstag, von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Socken abgeholt werden, die nach Fertigstellung dort wieder abgeliefert werden. Flickwolle wird gestellt. Zur, gleichen Zeit und an gleicher Stelle kann man sich auch zu einem Pantoffelkursus anmelden. In allen Lazaretten werden Pantoffel dringend benötigt. Es kann sich aber auch jede Frau zum eigenen Gebrauch Pantoffel anfertigen. gis. Denkmäler des Rechts im deutschen Dorf. Jrn Oberhefsischen Geschichtsoerein sprach vor einigen Tagen Prof. Dr. Frölich über ,^:nkmäler des Rechts im deutschen Dorf". Er wies dabei auf die zahlreichen Erscheinungen hin, die im heutigen Dorfbild, aber auch in den Ueberbleibseln nicht mehr vorhandener Ortschaften die Erinnerung an das Rechtsleben der Vergangenheit wach erhalten. Unter Vorführung einer größeren Anzahl von Lichtbildern schilderte er den Dorfplatz in seinen verschiedenen Formen (mit einfachen, ummauerten und aufge-- mauerten, gestützten und geleiteten Linden), mit Steintischen und »hänfen, mit Bauernsteinen, als Stätten bäuerlicher Rechtspflege, ferner als Ort des Strafvollzuges mit Halseifen und Prangern, sowie die Anbringung von Normalmaßen auf dem Dorfplatz und die Äufitellung von Steinkreuzen auf ihm. . Er erwähnte weiter die Rechtsdenkmäler, welche die untergegangenen Ortschaften, die sog. Wi'istungen, bieten. Nach einem Ueberblick über den Stand des Wüstungsproblems im allgemeinen wurden die Spuren verschwundener Ortschaften im Gelände, ihr Nachwirken in den erhaltenen Flurnamen, eine Anzahl von Dorflinden und Dorfgerichten auf Wüstungssturen sowie die Schicksale und Ueberreste der in Hessen und seinen Nachbargebieten noch zahlreich überlieferten Wüstungskirchen (Feldkirchen, stumpfe Kirchen, Kirchenstümpfe) beschrieben. G;ehen-Klein-Linden. In der Wirtschaft von Fritz Weller versamtnelten , sich am Samstagabend die Mitglieder des Schweine- versicherungsoereins Gießen-Klein-Linden zu ihrer Jahreshauptversammlung. Vereinsführer Friedrich Weller gedachte zunächst unserer Soldaten, im besonderen der Helden von Stalingrad. Dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß im verflossenen Geschäftsjahr 2 Austritten 12 Neuanlneldungen gegenüberstehen, wodurch sich der Stand der Mitglieder gegenwärtig auf 268 beläuft. Die Zahl der versicherten Schweine betrug im letzten Vierteljahr 294. Geimpft wurden 225 Tiere, die Kosten hat der Verein übernommen. Kassenwart Reinhold W e l - l e r verlas die Jahresrechnung, die mit einem beachtenswerten Ueberschuß abschloß. Die Rechnung wurde genehmigt. Ortsbauernführer Heinrich Bechtold als Vertreter der Partei sprach bann über die Aufgaben der Gegenwart. ft s "e h i)en J rerM ‘-onw es, J nten isi ■en d batnenjl WfaJi ird), J iräoflji die y tb, HU ier ehr-il tenerä ! oeröfti t W äuf«" .'M W\ ti 3n Brasilien hat sich die afrikanische Malaria, di in letzter Zeit durch die zwischen Monrovia und w verkehrenden Flugzeuge der Panamerican Lrways eingeschleppt wurde, immer stärker ausge- EM Japanische Unterseeboote haben Mitte ?:nuat und Anfang Februar in ostaustralischen Gewissem sechs feindliche Schiffe mit einer Gesamten age von 54 000 BRT. versenkt. Die NS.-Gemeinschaft „Straft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrag des Oberkommandos der Wehrmacht und. in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In einem Lazarett brachte die Vortragsfolge „Virtuose Musik" ein gutes Konzert, das dankbaren Beifall fand. Die Konzertsängerin Erna Stoll (Alt) sang vier Zigeunerlieder aus op. 55 von Dvorak und Lieder von Trunk und H. Jürgens. Konzertmeister Otto Drumm fpieüe die Violinsoli Etüde Nr. 24 von Paganini, Scherzo von A. Bazzini und den Spanischen Tanz von Sarasate. Albert Hempsling (Saxophon) gefiel mit Valse triste von Wengler und Illusionen von Dorflinger besonders. Professor Fritz Malata hatte die Begleitung am Klavier übernommen und brachte Polonaise von Chopin und Ungarische Rhapsodie von Franz Liszt zu Gehör.— „Etwas für dich, Kamerad" nannte sich die Programmfolge, die den Verwundeten eines Lazarettes eine frohe Stunde brachte. Die Sprecherin Maria Hilburg vom Sender Frankfurt verstand es durch ihre verbindenden Worte und Rezitationen von Morgenstern und Busch sowie Erinnerungen an Raimund und Nestroy Humor zu schenken. Madlen Janda (Sopran) und Herta Jäger (Alt) fangen Duette von Schubert, Schumann und Brahms. Madlen Janda erzielte mit ihren Liedern „Draußen in Sievering" und „Drunt in der Löbau" reichen Beifall. Herta Jäger gefiel mit Liedern von Schubert und Schumann. Die Künstler begleitete Ilse Krell am Klarer, die auch die deutschen Tänze von F. Schubert und einem böhmischen Tanz spielte. — In zwei Lazaretten führte Lehrer Appelmann im Auftrage der Kreisbildst'lle den Film .Kampf gegen^England" vor. Die schöne Schau zeigte Bilder unserer Marine im Dienst. — In den Vorstellungen im Laufe der Woche hatte die Intendanz des Theatexs der Universitätsstadt Gießen Verwundete zu Gast geladen. — Zu dem Vortragsabend der Kulturellen V^reiniaung im Rahmen des Vortrags- ringes über „Farbiges Spanien 1942" von der Urania Berlin waren Verwundete aus den Lazaretten geladen. — In einem Lazarett zeigte der Mundmaler Karl Schuldis, Berlin, seine Kunst. Bei der von Kindheit an bestehenden Bein- und Armbehinderung war durch Wille, Fleiß und Ausdauer von Schuldis ein Teil des für bas Leben Notigen erlernt worden. — Am Sonntag gab der Gesangverein „Cacilia" aus Lich in einem Lazarett ein Konzert. Die Sänger brachten in gut zusammen- sette mit dem Schmuck gefunden! Komm, Liebling, du mußt ihn dir ansehen — es sind wunderbare Stücke darunter! Beispielsweise Perlen ..." „Ach, Axel, laß doch den verwünschten Schmuck! Ich mag ihn gar nicht mehr sehen! Und außerdem gehört et jetzt Herrn Güstrow; denn er hat das Schloß mit allem Zubehör gekauft!" „Nein, Sigrid! Güstrow behauptet mit Recht, daß es sich hier um Mönckebergschen Familienbesitz handelt ... und darum bist du die alleinige und rechtmäßige Eigentümerin!" ,äch will ihn aber nicht haben!" sagte sie fast heftig; aber dann wurde ihre Stimme weich und zärttich: .Lieber Axel, versteh doch, daß dieser Schmuck nicht glücklich machen kann! Immer wieder würde er mich an all diese schrecklichen Dinge erinnern ... an den tragischen Tod deines Onkels, den ich wie einen Vater geliebt habe — und an all das andere! Axel, verstehst du nicht, daß ich einen Widerwillen gegen diesen Schmuck habe, und daß ich ihn deshalb nicht nehmen kann und auch nicht nehmen werde! Am wenigsten die Perlen." ,La, aber —, sagte er kleinlaut, „was soll denn nun damit geschehen, Sigrid? Er ist ein kleines Verwogen wert!" Sigrid blickte sinnend zum Himmel hinauf. Dann erwiderte sie: ,Lch denke an folgenden Ausweg: Perlen bedeuten ohnehin Tränen. Daher verkaufen wir diese und geben den Erlös dem Winterhilfswerk. Da müssen sie Tränen trocknen helfen, und die üble Vorbedeutung wird kraftlos. Den Rest ... nun, den magst du meinetwegen gegen einige neue Stücke, an denen keine schlimmen Erinnerungen hasten, umtauschen. Die will ich dann dir zuliebe tragen." Sie legte die Hände auf feine Schultern und sah ihm mit einem glücklichen Lächeln in die Augen: „Axel .... lieber Axel, habe ich nicht heute abend einen unendlich wertvolleren Schatz gefunden, von dem ich weiß, daß er mich wirklich und wahrhaftig glücklich machen wird!" Dann nahm er sie lachend in feine Arme ftko, bri den ti ameriti ■ning M lleisqy ntillen - ntees l ieren, 1k igen eilen. Ä t gtti >, Pml Ltr wm nt (legal l Proch as baril ;t - « i in 3® llÄ Der ägyptische Ministerpräsident Nahas Pascha a:'b im Parlament zu, daß der ehemalige G.'neral- ; Mschef Aziz Ali Pascha neuerlich M wurde. Zer Beauftragte des Pacht- und Leihprogramms Gemeinsame Belaunimachung der Lavdräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Betr.: Einkauf von Hausschlachtungsschweinen. I. Laut § 25 Ms. 2 der Anordnung Nr. 1/43 der Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft bett. Schlachtvtehmarktordnung, für das Jahr 1943 vom 18. 12. 1942 (RNVbI. S. 651) dürfen als Futter- und Nutzschweine nur Schweine mit einem Lebendgewicht bis 60 kg gründ verkauft werden. Eine Genehmigung zur Hausschlachttmg eines im Jahre 1943 gekauften Schweines mit einem Lebendgewicht von über 50 kg wird daher nicht erteilt. II. Richt inz Hauptberuf landwirtschaftlich tätige Selbstversorger haben die für die Schlachtung im eigenen Haushalt bestimmten Schweine beim Einkauf amtlich verwiegen zu lassen und den Wiegeschein spätestens innerhalb einer Woche nach der Verwiegung bei der örtlichen Kartenausgabestelle gegen schriftliche Empfangsbestättgung abzugeben. Bei Stellung deü Antrags auf Genehmigung zur Vornahme der Hausschlachtung ist die Empfangsbestätigung mit vorzulegen. III. Bei Ferkeln, die nicht älter als 10 Wochen sind, kann eine Verwiegung unterbleiben, wenn alsbald nach dem Ankauf der Käufer der Kartenausgabestelle eine Quittung des Verkäufers verlegt, aus der sich ergibt, daß es sich bei dem gekauften Tier um ein Ferkel gehandelt hat. In Zweiselsfällen kann von der Kartenausgabestelle die Vorlage einer Bescheinigung des Lrtsbauernführers des Wohnorts des- Käufers verlangt werden. Die Kartenausgabestelle hat dem Käufer eine Empfangsbestättgung übet die entgegengenommene Quittung bzw. Bescheinigung auszustellen, die dieser seinem Anttag auf Genehmigung zur Vornahme der HauS- schlachtung beizuschließen hat. IV. Anträge auf Genehmigung zur Vornahme einer Hausschlachtung sind unbeschadet des VotliegenS der nach den sonsttgen Besttmmungen für Hausschlachtungen geforderten Voraussetzungen abzulehnen, falls der Anttagsteller es versäumt hat, den Vorschriften der Ziffern II und III zu entsprechen. 671D Gießen, den 16. Februar 1943. Für die Landräte der Landkreise AlSfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stabt Gießen Der Landrat des Landkreise- Gießen. Or. Lotz. Am 15. Februar verschied nach kurzem Krankenlager mein lieber Vater, unser guter Bruder, Großvater, Schwager und Onkel Heinrich Kaspar Müller Stadt. Gartenmeister 1. R. im Alter von 80 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hch. Müller-Bellof. Gießen (Steinstraße 66), den 16. Febr. 1943. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 18. Februar, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 01041 Meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Rosa Bopf, geb. Traut ist heute nach langem Leiden im fast vollendeten 77. Lebensjahre für immer von uns gegangen. Anton Bopf, Oberjustizinspektor a. D. Lehrer Heinrich Groh und Frau Anna, geb. Bopf Lehrer Otto Bopf, z. I. bei der Wehrmacht, u. Frau Anna, geb. Holschuh; Gero Volker Bopf. Gießen und Langen, den 15. Februar 1943. Die Beerdigung findet statt am Freitag, dem 19. Februar, 14 Uhr, auf dem Alten Friedhof. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen absehen jsu wollen. 01046 Die Deutsche Arbeitsfront Die Sprechstunden der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Weitere u Gießen, Schanzenstraße,18 werden wie folgt festgesetzt: montags und donnerstags von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr. 434D Trockener Lagerraum möglichst zu ebener Erde oder mit Anfuhrrampe zu mieten gesucht. Näheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [5ttd Wir suchen zum baldig. Eintritt für unsere maschinelle Buchhaltung eine geeignete Kratt (Herr od. Dame), die gewissenhaft und sicher arbeitet. Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. - Sehr. Bewerbungen mit Lebenslauf sind zu richten unt. 575D an den Hieß. Anzeig. Welcher Handwerksmeister Werkmeister oder quäl. Vorarbeiter der Blechbearbeitung, erfahren in Schweißtechnik, Vorr.-Bau und Fließarbeit, übernimmt Werkführung? Genehmig, der Arbeitseins.-Behörden Vorhand. Schriftl. Angebote unter 01027 an den Gießener Anzeiger erb. Hiesiges Werk sucht zum baldigen Eintritt 2 geeignete Herren für seine Betriebsbüros, die die Arbeitsverteilung, Fertigungsaufnahmen und Rapporte zu führen haben. Und außerdem 1 technischen Zeichner eventl. aus dem Baufach. Die Einstellung erfolgt durch das Arbeitsamt. Schriftl. Bewerbungen mit Lebenslauf sind zu richten unter 576D an den Gießener Anzeiger. Freundliche Lehrmädchen mit guten Schulzeugnissen für unsere hiesigen Verkaufsstellen gesucht. 569D Schriftliche Bewerbungen an Schade & Füllgrabe AG. Zentrale Frankfurt a. M. Hanauer Landstraße 161/178. Ausgleichsbeihilfen für den Hausbesitz Die Hauszinssteuer wurde bei Erttagsmmde- rungen ganz oder teilweise erlassen. Soweit eine Ertragsminderung bei der Abgeltung der Hauszinssteuer vorlag, war der Abgeltungsbetrag entsprechend niedriger zu bemessen. Nun können sich aber die Ertragsoerhältnisse auch nach der Abgeltung verschlechtern. In diesen Fällen gewährt das Reich nach einem neuen Erlaß des Reichsfinanz- ministers Ausgleichsbeihilfen. Anträge sind an das zuständige Finanzamt zu richten, und zwar ist der Antrag jeweils spätestens am 30. Juni des Jahres zu stellen, in dem der Beihilfezeitraum endet. Die Gewährung der Ausgleichsbeihilfe kommt für Grundstücke in Betracht, für die ein Abgeltungsbetrag geleistet worden ist, wobei es gleichgültig ist, ob der Eigentümer ein Abgeltungsdarlehen ausgenommen oder den Betrag in anderer Weise entrichtet hat. Die Beihilfe wird nicht für Gebäude gewährt, die untergehen, z. B. durch Abbruch usw. Die Ausgleichsbeihilfe wird gewährt, wenn die Er- tragsverhättnisfe des Grundstücks nach der Abgeltung der Hauszinssteuer schlechter sind, als sie bei der Festsetzung des Abgeltungsbetrages berücksichtigt wurden. Die Richtlinien gelten zunächst bis zum 31. März 1948. Flüchtig gegangen. Der Sicherungsverwahrte Richard Schöne- mann und der Zuchthausgefangene Ernst Schwenke sind gestern aus Butzbach flüchtig gegangen. Schönemann ist 49 Jahre alt (geboren am 3. April 1893 in Löcknitz), er trägt schwarze Anstaltskleidung mit grünen Streifen an Hofe und Aermel, ist 1,79 m groß, hat graue Augen, blonde Haare und ist auf dem rechten Arm tätowiert. Schwenke ist 38 Jahre alt (geboren 1905 in Köln), trägt schwarze Anstaltskleidung mit gelben Streifen an Hose und Aermel, ist 1,74 m groß, hat dunkelblonde Haare und blaugraue Augen. Auf seinem rechten Arm ist ein Frauenkopf tätowiert, der nicht ganz deutlich zu sehen ist, auf dem linken Arm ist ein Dolch, außerdem „Hand in Hand" tato» wiert. Besonderes Kennzeichen: Bruch-Operations- narbe. Die beiden Ausreißer sind gestern in der Nähe von Großen-Linden gesehen worden, als sie sich in den Wald hinein verdrückten. Die Bevölkerung wird gebeten, ihr Augenmerk auf die Ausreißer zu richten und der Polizei bzw. Gendarmerie^ sofort alle Wahrnehmungen mitzuteilen, damit die Festnahme der Flüchtigen erfolgen kann. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Biehversteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 18 bis 46 Rvf., Bullen 33 bis 39, Kühe 15 bis 44, Färsen 28 bis 50, Kälber 25 bis 57, Schafe 20 bis 30 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100-bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, Nvr in Fotogeschäften Guttotle-Fabrik Köln Ceflg Mir h ©1 I jl soll I3nfl Ue,ö h ®i Ml Bete Ente M hin d M r jBöl V'jM iibtth ILM [aber fai vor \ nur bischer |: mert m aut w Wir Li, oei rN N-h n no htyer t! auf Mn Muff INt । bin Ü mem der Luftfahrt und Oberbefehls- Der Reß Sammeln von „Andenken" ist strafbar! Wer sich Teile feindlicher Abwurfmunition oder feindlicher Flugzeuge oder deren Ausrüstung, einschließlich Gegenstände aus dem Privateigentum feindlicher Flugzeugbesatzungen aneignet, macht sich strafbar. Dies gilt auch für deren Vernichtung durch mutwilliges Abbrennen oder Zerstören sowie für deutsches Flugzeuggerät oder eigene Flakmunition. Wer diese Vorschriften beachtet, bewahrt sich und andere vor Schaden, und trägt gleichzeitig dazu bei, die Feststellungen der zuständigen Behörden über Art der Angriffe, Art und Wirkung der feindlichen Bomben sowie Absichten des Feindes bei Luftangriffen zu erleichtern. Hierbei sind auch unscheinbare Blechteile oder - Sprengstücke oft von größter Wichtigkeit. So kann jeder an der Verbesserung der Abwehr» Maßnahmen und der Luftschutzeinrichtungen mit- Helsen. Wer aufgefundene Munitionsteile oder Bruchstücke von feindlichen Flugzeugen nicht abliefert, hemmt die Ermittlungsarbeit der Behörden und hilft dem Feinde! g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Mitgliedern noch Vertreter der Hessischen Farmlien- ge-schichts-Dereimgung, der Heimatvereinigung Staufenberg und des Heimatbundes als Gäste begrüßen. Er gedachte ferner mit herzlichen Worten unserer tapferen Soldaten, vor allem unserer ruhmreichen Kampfer von Stalingrad, und forderte auf, in der Heimat allezeit in der Pflichterfüllung unseren Kämpfern vor dem Feinde nachzueifern. Dann hielt Landsmann Julius Frey vom Gelnhäufer Geschichtsverein einen mit großem Interesse aufgenommenen Vortrag über das Thema „Rußlanddeutsche, ausge- manbert um 1766 aus der Heimat um Gelnhausen und Büdingen". In packenden Schilderungen bericht tete er von dem schweren Lebensschicksal dieser Vorfahren und von den Spuren und Stätten ihrer Nachkommen, die heute noch in den von unseren Soldaten besetzten Gebieten des Ostens vorhanden sind. Der Vortrag wurde verdientermaßen mit lebhaftem Beifall auf genommen. Anschließend blieb man noch einige Zeit in geselliger, heimatverbundener Unterhaltung beisammen. Strafkammer Gießen. Hände weg! Nach Lustangriffen gefundene Munition nicht berühren! Haber der Luftwaffe gibt bekannt: Wiederholt ist schon vor dem Berühren, Zerlegen, Abbrennen und Aufbewahren von Blindgängern oder Teilen feindlicher Äbwurfmunition, insbesondere auch Stabbrandbomben und Leuchtbomben gewarnt worden. Trotzdem verunglücken immer wieder Volksgenossen, auch Kinder, durch unbefugtes Hantieren mit dieser gefährlichen Munition schwer, manchmal sogar tödlich. Alles am Fundort belassen! Alle aufgefundenen Teile von Abwurfmunition, Reste von Abwurfmitteln, Stabbrandbomben, Hilfsgeräte (z. B. Blechhülsen), Zünder, Leitwerke (Bombenschwänze), Gerät zum Abwurf von Flugblättern, Brandmittel, Fallschirme u. a. Teile abgeschossener Feindflugzeuge, Ausrüstungsstücke von Feindflugzeugen, im Notwurf abgeworfene Türen, Schlauchboote usw. sind am Fundort unberührt zu belassen und schnellstens der nächsten Polizeidienststelle zu melden. Neugierige, insbesondere Kinder, sind vom Fundort fernzuhalten. Melde- und Ablieferungspflicht besteht auch beim Auffinden feindlicher Flugblätter. Wegen Körperverletzung mit Todesfolge war gestern der E. Pf. in Mittelgründau (Kreis Büdingen) angeflagt. Im Verlaufe eines Streites mit feiner Ehefrau hatte der Angeklagte der Frau einen Stoß gegen die Brust versetzt, so daß sie zu Boden stürzte, ferner hatte er die Frau mit einem Stocke geschlagen, wodurch eine Wunde am Kopfe entstand, die eiterte. Einige Tage später verstarb die Frau. Nach dem Gutachten des Sachverständigen steht fast mit Bestimmtheit fest, daß der Tod der Frau mit der ** DenEinkaufvönHausschlachtungs- schweinen betrifft eine Bekanntmachung der Landräte in unserem heutigen Blatte. ** Der Oberhessische G e b i r g s v e r e i n , Zweig Gießers hielt feine Jahreshauptversammlung im Hotel Hopfeld ab. Nach Begrüßung der zahlreich erschienenen WandersreuUde gedachte, der Vereinsführer der im Wanderjahr verstorbenen Mitglieder Wilhelm Jude und Ferdinand Trabert. Der Mitgliederbestand ist durch Zugang derselbe wie am 1. Januar 1942. Die planmäßigen Wanderungen konnten sämtlich durchgeführt werden, die Beteiligung war durchweg gut. 14 fleißige Wanderer konnten vom Wandermeister ausgezeichnet werden. Der Verein hat sich auch im Wanderjahr 1942 an der Straßensammlung für das Kriegs-WHW. beteiligt. Außerdem sind für unsere verwundeten Soldaten sowie für das Kriegs-WHW. Geldbeträge aus der Vereinskasse überwiesen worden. Auf Anttag der Rechnungsprüfer wurde dem Kassenführer Entlastung erteilt. Das Mitteilungsblatt kann vorerst nicht mehr erscheinen. Die Sternwanderung des Oberhessischen Gebirgsvereins führt in diesem Jahre am 6. Juni nach Amöneburg. Die Generalversammlung findet am 11. Juli in Marburg, statt. ** Die Heimatvereinigung der Geln- Häuser und Kinzigtaler in Gießen oer-. sammelte sich am Sonntag im „Burghof" zu einem kamer adschaftlichen Treffen. Der Leiter der Gießener Vereinigung Karl W a l t h e r konnte neben den 1 Korperverletzüng hschk fä ursaMchöni ZusaMMO I bang steht. Das Gericht oerurteilte den Ange klag» ten wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei | Monaten Gefängnis. In der Urteilsbegründung wurde betont, der Angeklagte hatte sich trotz der zerrütteten Ehe nicht zu feiner Handlungsweise bin« reißen lassen dürfen. Strafmildernd kam in Betracht, daß die Frau den Mann, der als fleißig und an« ständig geschildert wurde, jahrelang in vielerlei Beziehungen gereizt hatte. Unter Würdigung aller Umstände erkannte das Gericht aus die gesetzliche Min- deststrafe. Aus der engeren Heimat. Ministerialdirektors Kratz gestorben. Lpd. Darmstadt, 15. Febr. Der langjährige frühere Leiter der hessischen Staatsbauoerwaltung und Staatsrat im Finanzministerium, Ministerialdirektor i.R. Dr. H e r m a n n Kratz, ist im Alter von 77 Jatzren g e ft 0 r b e n. Er konnte auf eine über 40jäbrige Dienstzeit zurückblicken, in welcher er anfangs auch Kreisrat des Landkreises Dieburg mar. Er war außerdem Vorsitzender des hessischen Denkmalsrates und führend im hessischen Landes- j verein des Deutschen Roten Kreuzes tätig. Schweinemarkt in Friedberg. * Friedberg, 17. Februar. Auf dem heutigen j Schweinemarkt waren infolge ungünstiger Umstände nur 12 Ferkel zum Verkauf gestellt. Es handelte sich um Tiere im Alter von 8 bis 12 Wo- ■ eben, für die je nach Gewicht und Qualität bis zu , 40 RM. das Stück bezahlt wurden. Sämtliche Tiere j wurden verkauft. Kreis Alsfeld. H 0 m b e r g, 16. Febr. Der hiesige Wander- verein hielt am Samstag im „Frankfurter Host . einen Heimatabend ab, der sehr aut besucht war. Rach einer Ansprache des Dereinsführers Allen- ! b ö r f e r wickelte sich ein abwechslungsreiches, aus j gute Unterhaltung abgestimmtes Programm ab das von Mitgliedern des Vereins in vortrefflicher Weife bargeboten wurde. Die Auszeichnungen für die Beteiligung an den Wanderungen im vorigen Jahre wurden an die eifrigen Wanderer verteilt. Am Sonntag schloß sich an den schön verlaufenen Heimatabend eine Wanderung nach Deckenbach an, an der sich zahlreiche Mitglieder beteiligten. Kreis Wetzlar. ♦ Rodheim a.d.Bieber, 17.Febr. Am heu- ; tigen Mittwoch, 17. Februar, wird der Landwirt ; Georg Bender Hierselbst 8 6 Iahi; e alt. Der 1 Jubilar ist trotz seines hohen Alters bei der Arbeit - noch eine gute Stütze seines Sohnes. Dem alten ; Herrn gelten unsere herzlichen Wünsche zu^feinem Geburtstage und für einen angenehmen Lebensabend. ____________________1 Haupttchristletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bH k-auptschriftletters: Ernst Blumichetn. Verantworttich für Polittt und ' Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das FeuiUeton: Dr. Hans Tbyrtot; 1 für Stadt Gtesten, Provinz, Wirtichnft und Sport: Ernst Blumjchetn. 1 Druck und Verlag: Brühljche Univeriitäisvruckeret R. Lange K. G. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenletter: Hans BeL 1 Anzeigenpreisltste ytr. 6. Schriftl. Angeb. unter 01055 an den Gieß. Anz. nit ein od. zwei Seit., evtl, auch mmöbl. Zimm., . mieten gesucht ohne Frühstück). !lngeb. erbet, an Bahnhofgaststätten meßen. fsisD Helmut Zutt und Frau Marianne, geb Sch übler danken herzlich für die Aufmerksamkeiten und Glückwünsche zur Vermählung Gießen, im Februar 1943 01054/ Gut erhaltene r gebrauchter Gasherd mit Backofen, evtl, auch nur Gasbackofen, z. kaufen gesucht. Schr. 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Schwesternhaus _________________________01038/ Gießen, Wilsonstraße 5 z. Z. Kath. Schwesternhaus ________________________01045/ Gießen-Wieseck ' Wetzlar Mart». Str. 9 Gabelsbergerstr. 12 17. Februar 1948 Ihre Vermählung geben bekannt Herbert Stenzel Soldat In ein. Gren.-Regt, z. Z. 1. Felde Gertrud Stenzel geb. Friedrich Die Deutsche ANSG. „Kraft Arbeitsfront durch Freude“ KreisdienststeHe 'W Wetterau Offener KdF.-Schwimmkurs Wiedereröffnung: Freitag, 19. Febr. Regelmäßige Uebungsstunden freitags von 20.30 bis 21.30 Uhr im Städt. Volksbad. 573D Teilnehmergebühr: RM. 0.30 pro Stunde, Wehrmacht RM. 0.20. fliinitWaman Mons Ein Continentalfilm in deutscher Sprache mit FERNAND LEDOUX JEAN TISSIER LOUIS JOURDAN Buch und Regie: HENRI DECOIN Jugend, Liebe und Heiterkeit sind die Elemente dieses amüsanten Films. Wochenschau ■ Kulturfilm: Burgenland Erstaufführung Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend nicht zugelassen. 572L GLORIA-PA L AST Sonntag, 21. Februar, 10.30 Uhr vor»- Einziges Tanzgastspiel 1 PALUCCA Neue Tänze. I Am Flügel: Helga Döbler, Dresden I Vorverkauf: Kasse Gloria-Palast Nicht (etfe Schuhcreme nt Gutfafin Echt nur mit dem Aufdruck: .Guttalin11 ? Schuhcreme einsparen! eingetr. Wt. Selbst houdidünnei Aufträgen genügt, frtt trocknen Ionen. Dann erit bunten u. polieren. Der Clont wird «ehoner und man «pari