General-Anzeiger für Oberhessen Quellen unserer Kraft 02 000 Condermeldung, den er in. Die »Empreß of Eanada". i M Nietzsche. ahnen können. 15 März. (Europavreß.) Der Besuch des I Viertels in Peking und die Aufhebung der exterri- fidenten T-I° in. Nanklna wird in t-r^l.n R-cht- di- uver ,femdvK. heriaen japa - i die Regierung der Seite mag. Mit stolzer Freude haben wir die neue Sonder- neldung über die^Bersenkung von 14 Schiffen mit Nur noch als Kämpfer haben wir gerade in unserer Zeit ein Recht zu existieren, als Vorkämpfer für ein künftiges Säkulum. dessen Formation wir an uns. an unseren besten Stunden nämlich, etwa Druck und Verlag: vrühlfche Univerfitätrdruckerei S. Lange Der totale Krieg fordert auch deinen ganzen Einsatz Bjelgorod einzugreifen. Ihre Verluste waren so empfindlich, daß sie bereits vor Erreichen des Schlachtfeldes einen großen Teil ihrer Angriffskraft einbühte. der letzten Wochen große Mengen an Menschen und Material eingebüßt. Die Kämpfe waren von außerordentlicher Härte. Sie beweisen, daß es noch großer Anstrengungen der Front und der Heimat bedar, bis dieser gefährliche Gegner endgültig aus dem Felde geschlagen ist. Die letzten Kampftage. ieder 92000 BRT. versenkt. Oie fünfte deutsche Gondermeldung. — Oer Erfolg der italienischen U-Boote. Von unserer Berliner Schristleitung. zu der, üeberzeugung, daß gegen die deutschen U-Boote kein Kraut gewachsen ist, von welcher man auch das Tonnageproblem betrachten Oie Rückeroberung von Charkow Von unserer Berliner Schriftleitung. Der stark gesicherte Geleitzug, um den es sich dies- nal in der Hauptsache handelte, wurde an der 2 st kü st e Südamerikas zum Kampf gestellt und schwer getroffen. Er bewegte sich demnach auf der großen Etappenstraße, die Roosevelt durch Inbesitznahme von Stützpunkten in Brasilien für den Rachschub nach Afrika errichtet hat, wobei dahin- gestellt bleiben kann- ob die versenkten Schiffe allein ür Nordafrika oder auch für England bestimmt Daren. Die VersenkungsMern, die allein unsere U-Boote in der ersten Märzhälfte erzielt haben, rähern sich einer halben Million BRT. Es ist begreif- .ich, daß die öffentliche Meinung in England und Sen USA. den Stand der Schlacht auf den Meeren mit zunehmendem Ernst zu erörtern beginnt. ' Japans Verzicht aus die Konzessionen in Lhina Ministerpräsident Tojo über seinen Besuch in Nanking. 195. Jahrgang Nr. 65 Ersckieint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener »vamilienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich... .RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt sternsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franlf./M. Durch die Sondermeldung vom Sonntagabend hat > das deutsche Volk von dem hervorragenden Erfolg der ^-Divisionen Kentnis erhalten, die die wich- ; Fge Industriestadt Charkow zurückerobert ha- ben, obwohl die Bolschewisten noch in der Stadt verzweifelten Widerstand leisteten. Am 22. Februar meldete der Wehrmachtbericht, daß Sowjetoerbande, die mit einer weitausholenden Umfassunng zwischen Do- nez und Dnjepr die Verbindungen zu unserer Front im Donezgebiet abschneiden wollten, von deutschen Truppen des Heeres und der Waffen-^ in Flanke und Rücken gefaßt und zerschlagen wurden. Am 14.^Mörz kam die Sondermeldung von der Wieder- einnahme von Charkow. Die Stadt wurde wieder genommen vorn Norden und vom Osten her. Deutsche Truppen müssen also östlich von Charkow gegen den Oberlauf des Donez hin stehen; sie hatten den Kampf um die Hauptstadt der Ostukraine abzu- schirmen. Die Bewegungsschlacht, deren erster Erfolg am 22. Februar gemeldet wurde, rourM also in 2U Tagen mit der Wiedereroberung von Charkow vollendet. In knappen drei Wochen hat sich das Blatt gewendet, obwohl die sowjetische Heerführung alles getan hatte, um1 den Verlust von Charkow zu ver- meiden. Sie hatte von weither frische Truppen herangeholt, ja auf ihre Heeresreserve zuruckgegri fen, um Charkow halten zu können. Denn Eharrow, nahe der Wasserscheide zwischen Donez und 2)njepr, ist das Westtor in das Donezbecken; es ist Zugleich Las Osttor in die Westukraine, deren beherrschender Strom der Dnjepr ist. Das Ziel der Sowjets war der Durchstoß zum Dnseprkme, zu den Dnteprbrucken und zu den wichtigen Industriestädten ^^prope- trowsk und Saporoschje. Im Besitz der 2)n]eprbtub Fen hätten die Sowjets die deutschen Truppen im Kubangebiet, im Donezbecken und auf der Rrim durch operative Fernwirkung unmittelbar gesayroet. Die Rückeroberung von Charkow krönt denan Wechselfällen reichen Winterkrieg rm Osten, Die Bolschewisten haben das wichtige Industrie- und Verkehrszentrum mit Klauen und Holmen zu holten versucht. Um jede Straße, ja, um jeden Häuserblock mußte erbittert gekämpft werden, aber w^sts konnte die vorstürmenden deutschen Soldaten aushalten bis schließlich ganz Charkdw wieder fest m unserer Hand war. Das deutsche Volk ist stolz au diese neue fllam zende Waffentat seiner unvergleichlich tapferenSol- baten. Sie ist trotz schwieriger Wetter- und Wege- Verhältnisse erzielt worden und bedeutet die Zer schlagung der bolschewistischen Hoffnungen auf einen großen operativen Gewinn an der Sudfronü Offenbar haben die Sowjets in den erbitterten dampfen Wangischingwei fordert China zum Anschluß auf. Nanking, 15. März. (Europapreß.) Der na- z tionalchinesische Staatspräsident ® a n g t f d) i n g * w ei sprach am Montagnachmittag vor chinesischen und japanischen Journalisten in einer ersten Korn ferenz nach der Abreise des japanischen Minister» Präsidenten Tojo. Wangkschingwei forderte das unter dem Tschungking-Regime stehende chinesische Volk auf, sich mit Nanking-China zu vereinigen. Tschungking müsse em sehen, daß in der Zusammenarbeit Chinas mit Japan die V e r- wirklichung der Ideen Sunyatsens be^. gründet liege. Wangtschingwei betonte ausdrücklich die Bereitschaft seiner Regierung zur Verständigung mit Tschungking. Er verwies auf den unerschütterlichen Siegesglauben des japanischen Ministerprasl- deuten und erkannte die japanische Haltung gegen« über China in wirtschaftlicher, politischer und rttluu Mischer Hinsicht besonders an. seßt. Dreimal bestimmte,historisch besonders deutlich sichtbar in der neueren Geschichte, die außenpolitische Gefahr die innere Ordnung des deutschen Staates. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm gab in der chaotischen Wirrnis, in die das vom 30j,ährigen Kriege zertrümmerte Reich gestürzt war, der ersten sich neu bildenden Staatenzelle Deutschlands, Bran° oenburg, das preußische Gesetz für frisches Wachstum. Mit der in strenger Arbeit aus allen Stämmen Deutschlands zusammengewachsenen Bevölkerung, Kolonisatoren und Pionieren, in denen durch eine weitblickende Toleranz jene unheilvollen kon«- fessionellen Gegensätze schon überwunden waren, erbaute er den freiesten aller europäischen Staaten. König Friedrich Wilhelm I. folgte diesem ordnenden Prinzip in der für ihn erschreckend dunklen Gefahr, die er in der ihm unheimlich dünken- den Lage gegenüber den Kräften der europäischen Pylitik fühlte, fir wandte sich den inneren Reformen zu und wurde durch seinen unbedingten Ein- satz der Person für den Staat das Vorbild wahrer Staatsgesinnung. Schließlich schlug die große Not, Vermögen in China und die Ergreifung aller möglichen weiteren freundschaftlichen Schritte. Nach dem gleichen Grundsatz ist das japanische Reich auch entschlossen, die bestehenden Verträge neuerlich einer Prüfung zu unterwerfen entsprechend der tünftigen Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen der chinesischen Republik und Japan. Der Premierminister erklärte, daß Japan und China in Freud und Leid als wahre Verbündeto Seite an Seite stehen würden. Tojo sprach die Hofst nung aus, daß das chinesische Volk sich der neuen Situation im Verhältnis zwischen China und Japan bewußt werde und willig unter der Führung Prä- ident Wangtschingweis an den gemeinsamen Aufgaben mitarbeiten würde. Er gedachte der Opfer, welche die neue Politik Japans gegenüber China den in China lebenden Japanern auferlege und sicherte ihnen für Me Zukunft die Unterstützung ihrer Regierung bei der Ueberminbung der sich notwem digcrweife ergebenden Schwierigkeiten zu. Gleichzeitig können unsere italienischen Vundesgenosfen einen außerordentlichen Beirag zum Krieg der U-Boote melden. Ein italienisches U-Boot hat den englischen Transatlantik- lampfer „E M p r e ß o f Canad a", der mit Truppen voll beladen war, torpediert und versenkt. Es handelt sich dabei um eines der größten und wert- vollsten Schiffe der britischen Handelsflotte, das 23 000 BRT. mißt. Solche Verluste treffen die Eng- ! ander besonders schmerzlich, einmal, weil sie notwendigerweise auch den Verlust einer größeren Anzahl von Mensches bringen, und zum zweiten, weil die Engländer nur sehr ungern diese wertvollen Handelsschiffe aufs Spiel setzen, die während des Krieges nicht nachgebaut werden können. Ueberhaupt bedeutet jedes in die Tiefe sinkende englische Schiff in der gegenwärtigen Lage einen dauernden Verlust für Großbritannien, da die Engländer während des Krieges durch ein Abkommen mit den USA. gehalten sind, in erster Linie Kriegsschiffe zu bauen, während die Amerikaner auch diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ihre Schiffsüberlegenheit über England durch den Bau von Handelsschiffen für die Nachkriegszeit zu sichern. In England sowohl wie in den USA. zerbricht man sich nach wie vor heftig den Kopf darüber, wie man wenigstens den Restbestand der verheerend zusammengeschrumpften Handelsflotte vor den Angriffen der deutschen U-Boote in Sicherheit bringen gönnte. Da man immer neue Pläne dieser An wälzt, gibt man damit selbst zu, daß alle alten nichts getaugt haben. Im Mittelpunkt der Debatte steht immer noch die Frage, ob man nicht doch zum Bauschnellerer Sch i f f e übergehen sollte, obwohl dieser Vorschlag nach sehr reiflichen lieber- [egungen eigentlich schon zu den Akten gelegt worben war. Man weih aber allem Anschein nach keinen besseren, und daher greift man nach ihm wie Der Ertrinkende nach einem Strohhalm. Daß alle diese Projekte sich im luftleeren Raum bewegen, Wir nähern uns dem Höhepunkt des totalen Krieges. Ein in der Weltgeschichte beispielloser Vorgang rollt ab: Unter Verzicht auf alles Nichtkrießs^ notwendige konzentriert ein Volk von Millionen feine Kräfte auf ein einziges Ziel, den Sieg. Dies in einem historischen Augenblick, in dem sich nach rund2500Jah» ren, und in die gewaltigen Maßstäbe des 20. Jahrhunderts Übersetzt, ewiges Heldentum, das in dem Namen Stalingrad seine erhabene Verklärung unh Erfüllung gesunden hat, in einer über alle Worte erhabenen Wucht an einer Einfallspforte wilden Eroberungstriebes nach Europa denkmalhaft erhebt. Die Fanale des Kampfes, der nun tobt, bannen die Blicke der Menschheit in den Brand schein ihrer riesigen Feuer. Abermals erklingt wie aus den Wost fen heraus die ergreifendste Strophe des Nibelungenliedes, die- da lautet: „Danach war groß«' Stille, als Schall und Lärm verklang. — Das Blut nur alkenthalten dort aus den. Fugen drang und aus den Rieaelsteinen ... Das haben die vom Rheine mit ihrer großen Kraft getan." Hie der ---- ‘ dort der Witte zum Chaos. Tokio, 1-------- -----r r . z Ministerpräsidenten Tojo in Nanking wird in Tokio als ein bedeutsames Zeichen für die zunehmende Herzlichkeit der japanisch-chinesischen Beziehungen angesehen. Die Bedeutung dieser Reise wird noch dadurch unterstrichen, daß sie zeitlich zusammenfiel mit der in Nanking erfolgten Unterzeichnung der Abkommen, welche die praktischen Einzelheiten und den kurzfristigen. Termin der Uebergabe der bisherigen japa- nischen Konzessionen an die Regierung der chinesischen Republik regeln. Insofern ist der Besuch ein neuer unzweideutiger Ausdruck des Bestrebens der japanischen Regierung,- die Entwicklung Chinas zu einem selbständigen, durch keine Beeinträchtigung seiner Souveränität gehemmten Mitglied des ost- asiatischen Großraumes zu fördern. Heber den Inhalt der in Nanking zwischen den beiden Regierungschefs und ihren Begleitungen geführten Verhandlungen liegen amtliche Nachrichten noch nickst vor. Doch deuten die Erklärungen, die Ministerpräsident Tojo bei seiner Rückkehr auf dem Flugplatz Tukuoka japanischen. Pressever- tretern gab, darauf hin, daß die japanische Regie- rung den Prozeß der Rehabilitierung Chinas mit ber Uebergabe der japanischen Konzessionen und der in der Folge erwarteten Beseitigung der letzten Spuren ausländischer Sonderrechte in China noch nicht als abgeschlossen betrachtet, sondern weiter zu fördern beabsichtigt. Nach dem Bericht von „Asahi," sagte der Ministerpräsident nämlich: „Das japanische Reich hat seine Politik klargestellt. Sie erstreckt sich auf die Rückgabe aller unter japanischer Spezialkontrolle stehenden Konzessionen in China, die Zustimmung zur Ab- schassung der internationalen Niederlassungen m Schanghai und Amvy und des Gesandtschafts. Berlin, 15. März. (DNB.) Der Führer h in Anerkennung des tapferen Verhaltens der 6 samtbevölkerung bei Luftangriffen Heimatkriegsgebiet bestimmt, daß das Verwundetenabzeichen für Verletzungen und Beschädigungen, die durch Auswirkung feindlicher Luftangriffe entstanden sind, an alle deutschen Männer, Frauen und Kinder nach den gleichen Grundsätzen wie für die im eigentlichen Kriegsgebiet eingesetzten Soldaten verliehen werden kann. Die Verwundung oder Beschädigung muß durch ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden. In Lu-ft- schutzorten 1. Ordnung ist der Nachweis durch Eintragung in das Krankenbuch der Luftschutzrettungsstelle erbracht. Derleihungsberechtigt für nicht Wehrmachtangehörige ist der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber- der Luftwaffe bzw. die von ihm beauftragten Stellen. Anträge sind an die zu- ständigen Lauftgaukommandos zu richten. Wiederholung Malstasiell Gießen, Schnlstratze 7-9 Vereinbarung) 25"'» mehr müssen sich die Schreibtisch-Strategen jetzt von einem Praktiker, nämlich dem englischen Admiral Thompson, sagen lassen, der eine 25jährige Erfahrung im U-Boot-Dienst hat. Er stellt fest, daß eine größere Sicherheit für Handelsschiffe erst gegeben sei, wenn die ganzen Geleitzüge eine Geschwindigkeit von mindestens 18 bis 20 Knoten in der Stunde erreichen. Um solche Schiffe herzustellen, müsse man aber zunächst den größten Teil der britischen Schiffswerften und Maschinenwerkstätten umbauen. Die gesamte Produktion müsse also um- gestellt werden, und die unvermeidliche Folge davon sei eine außerordentliche Verzögerung im Schiffsbau. Zu grundsätzlich demselben Ergebnis kommt der Marinesachverständige der portugiesischen Zeitung „Diario da Manha", der sich eingehend mit der „Dekadenz der Welthandelsflotte" befaßt. Er stellt fest, daß vor dem Kriege der größte Teil der Schiffe mit modernen Dieselmotoren ausgerüstet wurde und der Dampfantrieb immer weiter zurückging. Heute sei man angesichts der durch die U-Boöto verursachten ungeheuren Verluste an Handelsschiffen wieder dazu übergegangen, *■ '" Dampfantrieb verstärkt einzusüyren, da kürzerer Zeit eingebaut werden könne. Diese Verringerung der Schiffsgeschwindigkeit und auch die minderwerttge Bauart habe eine beträchtliche Verschlechterung der Welthandelsflotte zur Folge. Die Massenoersenkungen der schlechten, langsamen Schiffe lassen den Wunsch aufkommen, lieber weniger, aber schnellere Schiffe zu bauen. Aber auch die Steigerung der Geschwindigkeit sei, wie die Tatsachen beweisen, kein Mittel gegen die U-Bootgefcchr. Auch sehr viele schnell fahrende Einheiten seien bereits versenkt worden. So lasse das Panorama, das der Welthandelsschiffsbau aufweise, den größten Pessimismus auskommen. Mit anderen Worten: All- Fachleute kommen imen. Es ist die fünfte große —...........a, am Abschluß der ersten März- lälfte herausgegeben wurde. Ueberall im Atlantik ind unsere Unterseeboote unermüdlich am Feind. Wille zur Weltordnuna, dort der Witte zum Chaos. Geist gegen Materie, Mensch gegen Maschine, Glaube gegen Unglaube, Gott gegen Satan. Wieder steht zwischen Tod und Teufel der gepanzerte deutsche Ritter, wie ihn der große Meister lllbrecht Dürer von der Sck)welle der Renaissance aus für alle Zeiten gezeichnet hat. Nicht gegen Völ (er, nicht gegen die angelsächsischen Völker oder die russischen, sondern g e g e n 6 e n G e i st des Imperialismus im Dienste des Mammons, gegen den Nihilismus im Bolschewismus führen wir Krseg. Wir kämpfen für Europa, die alte Heimat der n^enschlichen Kultur, den gewaltigsten Freiheitskrieg einer jungen Gemeinschaft. Keine Nation der Welt kennt Zusammenbrüctzc, wie die deutsche sie 1648 nach dem Dreißigjährigen Kriege, 1806 nach Jena und Auerstedt und 1918 erlebte. Aber auch kein anderes Volk hat derartig geistige und seelische Kräfte schier unerschöpflichen Ausmaßes zu entfachen gewußt, wie dies der jeweils beste Keni des deutschen Volkes im Kampf mit einem unerbittlichen Schicksal tat, wenn dieses das Letzte von ihm verlangte. In Gestalten wie Fried rich dem Großen, Scharnhorst und Clausewitz hat die Geschichte diese beispielgebende Tatsache in ver dichteter Form verlebendigt. Zietens allmächtiger Alliierter über den Sternen hat uns in jenen Vorbildern höchster menschlicher Tugenden der Weisheit und Tapferkeit verpflichtende Monumente ge- Die „Empress) of Canada" gehörte zu den sechs Transozeandampfern der gleichen Klasse, von denen bereits d i e vier größten versenkt worden sind, nänllich „Empreß of Britain" (42 000 BRT ), die „Empreß of Japan", die „Empreß o Australia" und jetzt die „Empreß of Canada". Von dieser Klaffe bestehen nur noch die „Empreß o Asia" und die „Empreß of Russia", beide je 16 000 BRT. groß. Sämtliche „Empreß"-Schifse gehören der Canadian Pacific Limited in Montreal. Die „Empreß"-Schisfe waren vor Aushruch des Krieges als Passagierdampfer eingesetzt. Sie gehörten zu den größten britischen Luxusdampfern und »ermittelten den Passagieroerkehr auf der nördlichen Pa- zifikroute zwischen Kanada und Japan. Die „Empreß of Britain" lief 24 Knoten als fahrplanmäßige Reisegeschwindigkeit, die jetzt versenkte „Empreß o Canada" lief 21 Knoten. Bei Wjasma englische und UGA.-Panzer vernichtet. Berlin, 15. März. (DNB.) Westtich Wjasma schlugen unsere Truppen am 14. März vereinzelte, zusammenhanglos geführte Vorstöße des Feindes, mit denen er die Front vergeblich nach schwachen Stellen abtastete, mühelos zurück. Bei einem Vorstoß längs der Autobahn westlich Wjasma gegen die Nachhuten einer bayerischen Infanterie-Divi- ion befanden sich auch erstmalig in diesem Abschnitt ü n f nord amerikanische Panzer vom Typ „Mathilde III" und ein britischer „Marc III". Das Feuer der sichernden Sturmgeschütze vernichtete den britischen und vier der nordamerikanischen Panzer, während der letzte mit Beschädigungen entkam. Mit diesem ersten verlustreichen Einsatz britisch-nordamerikanischer Panzer scheinen die Bolschewisten genug zu haben, da bisher keine weiteren Panzer dieser Typen im Armeebereich festgestellt werden konnten. Das Eichenlaub für Unteroffizier Nietscher. DRV. Aus dem Führerhauplquartier. 15. März. Der Führer verlieh am 14. März 1943 an Unteroffizier Georg Rietscher, Beobachtungs- Unteroffizier in einem Grenadlerregiment, als 210. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer sandte an den Veliehenen nachstehendes Telegramm: „3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 210. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, (gez.) Adolf Hitler." Das Derwundeten-Avzeichen für bei Luftanariffen Verletzte. Berlin, IS, März. Der Wehriyachwe- richt vom 4. März meldete erstmals den 2lngri unserer Soldaten gegen die weit überlegenen Kräfte der 3. sowjetischen Panzerarmee des Generals Popo f f im Raum zwischen Krasnograd und d e m D o n e z - K n i ö. In fast pausenlosen, schweren Kämpfen drückten Grenadiere und Männer der Waffen-^ den sich zäh verteidigenden Gegner lang» am, aber stetig nach Norden zurück, während gleichzeitig von Südwesten und Westen her deutsche Verbände die Sowjets stark bedrängten. Nach lieber» winden der zahlreichen nach Charkow führenden Straßen und Eisenbahnlinien und der sehr starken Merefa-Sperrstellung im SübenjberStadt stießen unsere Truppen am westlichen Stadtrand vopbei. Nordwestlich Charkow schwenkten sie dann nach Osten und drangen an mehreren Stellen in die Stadt ein. Trotz Heranführung von Verstärkungen gelang es den Bolschewisten nicht, die deutschen An- griffsdivisionen aufzuhalten. Unter ungeheuren Verlusten mußten die Sowjets das heiß umfampfte Gelände und die Stadt räumen. Westlich Bjelgorod warfen die Bolschewisten von anderen Frontabschnitten in aller Eile herangeführte neue Verbände in den Kampf. Emern von massierten Kräften durchgeführten Gegenangriff der Sowjets trat die Infanterie-Division Großdeutschland" entgegen, die mit der Luftwaffe von 60 anrollenden Panzern 44 Kampfwa- qen abschoß und dem Gegner so gewaltige Verluste zufügte, daß der Angriff in Kürze abgeschlagen war. Nahkampffliegerverbände, Sturzkampf- und Ju 88- Staffeln bekämpften in Tiefangriffen eine starke Gruppe bolschewisttscher Panzer, die sich im Eilmarsch nach Westen befand, um in die Kampfe btt a Dienstag, 16. marM943 GiehenerAnzeiger W Der Architekt Wilhelm Kreis. Zum 70. Geburtstage. 21m 17. März vollendet einer der führenden deutschen Architekten, Wilhelm Kreis, sein 70. Lebensjahr. Der in Eltville a. Rh. geborene, einer alteingesessenen Familie im Taunus entstammende Künstler, begann seine Architektenlausbahn als Assistent von Paul Wallot, dem Erbauer des Reichstagsgebäudes in Berlin. Nach seiner Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule in Dresden, die seinem lebhaften Geist besonders zusagte, leitete er von 1908 bis 1920 die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, in der er eine Abteilung für Architektur schuf und wurde dann Professor an der dortigen Kunstakademie. Seit 1926 lehrte Kreis an der .Kunstakademie in Dresden, deren Rektor er 1938 bis 1941 gewesen ist. Am 16. März 1941 berief ihn der Führer auf Vorschlag des Generalbauinspektors Albert Speer, mit dem ihn eine herzliche Freundschaft verbindet, zum Generalbaurat für die Gestaltung der deutschen Kriegerfriedhofe. Das ist in kurzen Umrissen der äußere Werdegang dieses, großen Baumeisters, dessen Verdienste der Führer 1938, anläßlich seines 65. Geburtstages, durch die Verleihung des Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft geehrt hat. Am Anfang diyses schöpferischen Lebens steht eine große monumentale Arbeit, der Entwurf des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig, für das der 23jährige Student den ersten Preis im Wettbewerb bekam. Die drei ersten Preise, die Kreis 1899 erhielt, als die Deutsche Studentenschaft nach dem Tode des Kanzlers Entwürfe für Bismarcksäulen und Bismarckturme anforderte, leiteten fein Baudenkmals- Frühwerk ein. lieber 50 Bismarcktürme hat der junge Architekt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts geschaffen. Schon damals wirkten feine Bauten monumental. Durch die werkgerechte Behandlung des Materials, durch die von starkem Raumgefühl zeugenden Abmessungen erschienen sie größer und gewaltiger, als sie maßstäblich waren. Die Augustusbrücke in Dresden und das Museum für Vorgeschichte in Halle, ein ganz neuer Museumstyp, gehören zu den bedeutendsten Vorkriegsbauten von Kreis.' Nach dem Kriege erwuchsen dem hervorragend befähigten Architekten eine Reihe neuer Aufgaben, vorwiegend in Düsseldorf. Hier schuf er eines der ersten deutschen Hochhäuser. 1926 entstanden die städtebaulich zu einer Einheit verschmolzenen neuen Museums- und Ausstellungsbauten am Rheinufer, die sog. „G e so le i", 1927 bis 1930 das Hy giene- museum in Dresden. Die verschiedenen Büro- häuser, das Kraftwerk Rheinmetall, der Kokskohlenturm der Zeche Hannibal gehören zu den Arbeiten von Kreis, mit denen er den von der Architektur bisher vernachlässigten Zweckbau künstlerisch gestaltet hat. Die größten Kräfte des Meisters hat erst die gewaltige Wendung der deutschen Geschichte zum Grohdeutschen Reich freigemacht. Sein erster großer Bau im neuen Stil war das Dresdner Luft- gaukommando, dem 1936 ein Wettbewerb unter zehn namhaften Architekten vorangegangen war. Preis und Ausführung wurden Kreis übertragen. Das Gebäude (ein Hauptbau mit sechs Flügeln) mit einem Gesamtraum von 200 000 Kubikmetern, wurde hn Laufe von zehn Monaten errichtet. In der Geschichte der Architektur der Gegenwart in welcher der Geist unserer Zeit sich am stärksten manifestiert, wird der Name von Wilhelm Kreis an erster Stelle stehen. Die schöpferische Phantasie des Meiste^, verbunden mit einem ungewöhnlichen Formgefühl, plant' grandiose Bauten, deren Ausführung erst der Frieden bringen kann. Deutsche Nationaldenkmäler zu schaffen, das wird die Erfüllung dieses reichen Lebens fein. An feinem 70. Geburtstage, auf der Höhe feiner Schaffenskraft, erscheint Kreis berufener Deuter und Künder des germanischen Paugedankens in der Welt. Die Idee des Heldenmahnmals, die der junge Studie den hannöverschen Bauernsohn Scharnhorst während des Rückzuges von Jena und Auerstedt anfiel, aus feinem Geiste den schöpferischen Funken zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, zur Gründung des Volksheeres. Es trat von nun ab als dritte große geschichtliche Macht neben Volk und Reich. Was es bedeutete, zeigten die Zeiten, „in denen sich alles gegen uns verschworen zu haben schien", wie vor Leuthen, so 1914 und wieder heute. Aus der Erkenntnis der unumstößlichen Tatsache, daß dieser unser Krieg der Freiheitskrieg für eine neue Weltordnung gegen das Chaos ist, erhellt, daß Vergleiche etwa zum Siebenjährigen Kriege Friedrichs des Großen oder zum Freiheitskriege gegen Napoleon zu nichts führen. Nur in einem Punkte sind sie gestattet: Es geht dort wie hier um Ehre und Freiheit, um Sein oder Nichtsein und gegen eine Uebermacht. Um dessentwillen aber ist herauszustellen, was eingangs angeschlagen wurde. Die Freiheit war für Friedrich den Großen „ein so gewaltiger Kampfpreis, daß ein Stein davon beseelt werden könnte". Ohne Sieg gibt es keine Ehre. Diese beiden Begriffe für feinen Staat machte er zum höchsten Gesetz seines Lebens. Um ihretwillen kämpfte er, der von der Natur dem Geifttgen und der Kunst zugewandt war, den Kampf um die Gleichberechtigung feines Landes als Großmacht in Europa in jenem für ihn so erbarmungslosen Kriege. Die Idee des Imperiums, für welche Napoleon kämpfte, galt für Friedrich nicht. „Einen guten, dauerhaften und ehrenvollen Frieden" will er, und er beruft sich dabei ausdrücklich in feinem Briefe an Voltaire vom 2. Juli 1759 auf die Philosophen Sokrates und Plato, als auf die Schöpfer der Idee des wahren und ^gerechten Staates. Seine Philosophie ist geboren aus der geschichtlichen Notlage eines Volkes. „Sie ist der Wille zum Staat." Daraus aber zog er die Kraft, der Gefahr, ja dem oft vor Augen stehenden Untergang Widerpart zu bieten und sie zu überwinden. Immer ist die Erkenntnis der „Natur der Dinge", d. h. der Wahrheit der Lage, die Voraussetzung für ihre Meisterung. Erst jene von Goethe so klar formulierte „Phantasie zur Wahrheit des Realen", die aus einer Zusammenschau aller geschichtlichen Kräfte und Mächte, moralischen Größen und Möglichkeiten erwächst, erzeugt in uns jene totale Haltung, deren wir bedürfen, um in Epochen stürmischer weltgeschichtlicher Entwicklungsphasen so zu bestehen, wie das Schicksal dies von uns fordert, nämlich heldisch. Auch der große Erzieher unseres Heeres zu dieser totalen (preußischen). Haltung, Clausewitz, erkennt in her ,Mürbe und Freiheit des Daseins des Volkes" das höchste Gesetz. Auch sein, des großen Kriegsphilosophen Werk, dessen geistiger Gehalt ent* scheidend wurde, hat seinen Ursprung in der großen No^ der außenpolitischen Lage um das Jahr 1807. Dem „moralischen Gesetz in uns" Kants gibt er einen Inhalt. „Mich hat noch nie ein religiöses Gefühl durchdrungen", schreibt er, „und gestärkt, ohne mich zu einer guten Tat anzufeuern, zu einer großen mir den Wunsch, ja selbst die Hoffnung zu geben. Hieraus gründe ich meiye Rechtfertigung, wenn ich meinen Blick von der Erde, der' Profangeschichte nicht abwenden kann." Diese Rechtferttgung tft bestimmt durch das Handeln im Jetzt für die Ehre und Freiheit des Volkes als göttlichem Gesetz. Mit dieser Rechtfertigung für seine Person gibt er gleichzeitig die Rechtfertigung für das deutsche Soldatentum überhaupt, das den Dienst am Ganzen über konfessionelle Bindungen stellt. Es ist kein Zufall, daß ein Soldat, der während der Abwehrkämpfe im Winter 1941/42 all diese Gedankengänge in sich durcharbeitete und niederschrieb, Generalleutnant Bremer, in. feinem für Front und Heimat geschaffenen Buch „Friedrich dem Großen zupi friderizianischen Deutschland Adolf Hitlers" (Verlag Mittler & Sohn, Berlin 1943) aus jener Rechtfertigung Clausewitz' die große Aufgabe für die Kirchen und ihre Diener in Krieg und Frieden ableitet. Er tut es mit den Worten: „Sie haben die starken seelischen Kräfte, die in denen schlummern, die dem Glauben ihrer Väter anhangen, für den Dienst gm Ganzen, für die'Freiheit und Ehre des Volkes zu wecken und zu stählen." Auch hierin dokumentiert sich wieder die Entdeckung des wahren Clausewitz und die Erkenntnis seiner wahren Wirkung: daß sein Werk weit über den Bereich des Kriegerischen hinausragt, daß es als Philosophie des Handelns zu den höchsten Leistungen der menschlichen Geistesgeschichte überhaupt .zahlt. Durch Clausewitz wurde das deutsche Heer „zur Hohen Schule der Natton". Es bewies seine Größe in der Bewältigung seines Auftrages, in den Schlachten des ersten Weltkrieges, dessen Felder es unbesiegt verlieh. Es beweist sie auch heute wieder in einem bis zum Mythos gesteigerten deutschen Heldentum. Hmter ihm steht heute das deutsche Volk eine durch ein erbarmungslos hartes Schicksal und eine große Idee wie kein anderes Volk 3m Raum von Bjelgorod die Sowjets weiter nach Osten zurückgeworfen. Der Wehrmachtbericht. DNB. Ausbem Führerhauptquartier, 15. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, wurde der Gegenangriff, in dem die Heeresgruppe Süd nach wochenlangen Kämpfen den Feind über den Donez zurückgeworfen hat, gestern durch einen bedeutsamen Erfolg gekrönt. Nach tagelangen, harten Kämpfen haben Verbände der Waffen-^, von der Luftwaffe tatkräftig unterstützt, die Stadt Charkow im umfassenden Angriff von Norden und Osten zurückerobert. Die Verluste des Gegners an Menschen und Material sind noch nicht zu übersehen. Südöstlich und nördlich der Stadt bis in den Raum von Bjelgorod warfen unsere angreifenden Divisionen den Feind weiter nach Osten zurück. Westlich Bjelgorod versuchten die Sowjets, den fortschreitenden deutschen Angriff mit neu herangeführten Kräften zum Stehen zu bringen. Der feindliche Gegenangriff brach unter hohen blutigen Verlusten zusammen. Dabei vernichtete die Infanteriedivision „Großdeutschland" in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe 44 von 60 anareifenden Panzern. Im mittleren Frontabschnitt scheiterten zahlreiche zusammenhanglos geführte feindliche Angriffe. Im Kampfraum Staraja Ruhja trat der Feind nach starker Artillerievorbereitung, von Pan- ber Erde gestählte Nation. Es ist auch seinerseits bis ins Letzte von dem Wissen um seinen Austrag durchdrungen, mit sich Europa zu retten, weil es muß. Indem wir uns aber vor unseren Vorbildern der Geschichte verbeugen, deren Gestalten sich ebenso gewaltig wie mahnend aus den düsteren Nebeln schwerster Erschütterungen, diese überragend, erheben, haben wir auch teil an ihkem Geiste und wachsen in ihre Maßstäbe der Bewährung hinein. Unser Schicksalskampf für die Würde und Freiheit unseres Volkes hat feine heiligste Rechtfertigung. Aus ihr, durch dis ewigen Worte und Taten unserer Heroen keimt -unsere Kratt. Wir glauben, weil wir sind. Dr. Wilhelm Lothar Diehl. „Tränen und Unglück." Von unserer Berliner Schristleitung. Wie „People" berichtet, bringt neuerdings das Foreign Office mit Zustimmung der nordamerikanischen Militärbehörden an die in Großbritannien stationierten USA.-Truppen eine Broschüre zur Verteilung, die den vielsagenden Titel trägt: „Wie habe ich mich englischen Mädchen gegenüber zu betragen?" In dem Heft wird den Boys des Herrn Roosevelt in nicht mißzuverstehender Weise klargemacht, daß die Engländer von den vielen Tausenden Eheschließungen, die inzwischen zwischen jungen englischen Mädchen und nordamerikanischen Soldaten ftattgefunben haben, gar nicht viel halten, und zwar um so weniger, als diese in der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle doch nur „zu Tränen und Unglück geführt" hätten, und dies schon nach ganz kurzer Zeit. In Zukunft müßten gegen solche übereiligen Eheschließungen Kautelen geschaffen werden, so heißt es in der Broschüre weiter. Eine erste Maßnahme ist die Bestimmung, daß jeder Pankee-Soldat, der in Zukunft ein englisches Mädchen heiraten will, den Bettag von 40 Pfund beim Stanbesamt hinterlegen muß. Ist er dazu nicht in der Lage, muß er sich schriftlich zu einer Verlobungszeit von mindestens sechs Monaten verpflichten. Diese 40 Pfund sind im übrigen als Spesen für die Reise der Braut nach den USA. gedacht für den Fall, bafjjie das Los so vieler anderer junger Engländerinnen teilen muß, sich eines Tages verlassen zu sehen. Oie Agrarrvirtschast in den USA. Lissabon, 16. März. (Europapreß.) Auf Veranlassung des Gouverneurs Hickenlooper von Iowa versammelten sich dis Gouverneure von zwölf Mit- tel-Weftstaaten, um die wachsenden Nahrungsmittelansprüche, die von Washington trotz Arbeiter- und Maschinenknappheit gefordert 'würden, zu dis- zeru und Schlachffliegern unterstützt, erneut zum Angriff an. Die anstürmenden Sowjets wurden in erbitterten Kämpfen zurückgefchlagen. Die Luftwaffe vernichtete an der Ostfront bei nur zwei eigenen Verlusten 64 Sowjetflugzeuge. Deutsche Seestreitkräfte versenkten an der Kaukasuskuste vor Tuapse einen So- wjettanker von 7000 VRT. Bei feindlichen Vorstößen gegen die Küste der besetzten Westgebiete wurden in Luftkämpfen vier Spitfire, bei nächtlichen Einzelflügen über dem Ruhrgebiet vier weitere Flugzeuge abgeschossen. Die Luftwaffe griff mit schnellen Kampfflugzeugen am Tage militärische Ziele an der britischen Ostküste an und führte in der Nacht zum 15. Rlärz mit einem Verband schneller Kampfflugzeuge einen starken Angriff gegen den Schiffsbauplah Sunderland. Ein eigenes Flugzeug kehrte nicht zurück. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, schlugen unsere Unterseeboote weiter zu. Sie griffen an der O st k ü st e Südamerikas einen stark gesicherten Geleitzug an. Sieben Dampfer mit 49 000 BRT. wurden versenkt, ein weiterer torpediert, dessen Sinken wegen starker Abwehr nicht beobachtet werden konnte. Außerdem wurden weitere sieben Schiffe m t 43000 BRT. in den übrigen Operationsgebieten des Atlantik versenkt. Damit beendeten wieder insgesamt 14 Schiffe mit 92 000 BRT. ihre Fahrt für England auf dem Grunde des Meeres. futteren und praktische Auswege zu suchen. Hickenlooper sagte, die Saatzeit nahe heran, ohne daß irgendein Programm aus Washington komme. Eine gewaltige -Ackerfläche sei noch vom letzten Herbst her im Mittel-Westcn ungeerntet, da man keine Maschinen habe. Zum Teil sei die Maschinenknappheit verursacht durch falsche Verteilung, denn viele Agrar- maschinen würden ein'ach von der Regierung auf Vorrat gekauft. Andere seien dorthin geschickt, wo man solche Typen nicht benötige. Angesichts der heutigen Entwicklung sei es unmöglich, die Agrarproduktion so zu erhöhen wie es gewünscht werde. LlGA.-Kapilal in Kranzösisch-Nordaftika. Madrid, 15. März. (DNB.) Wie EFE. aus Algier erfährt, wurde auf der letzten Sitzung des Obersten Wirtschaftsrates in" Nordafrika unterstrichen, daß die Eigenproduktion wesentlich gesteigert werden müsse. Don den 40 000 Tonnen, die Französisch-Nordafrika in normalen Zeiten all- monatlich einführe, könnten die Anglo-Amerikaner trotz aller Anstrengungen infolge des Schiffsraum- mangels nur 1800Ö Tonnen heranschaffen, so daß ein Defizit von 22 0£0 Tonnen zu überbrücken sei. Besonders schwierig gestalte sich die Getreideversorgung, wo unter Berücksichtigung des Heeresbebarfes 120 000 Tonnen Weizen eingeführt werden müssen. Der EFE.-Korrespondent fügt hinzu, daß die geforderte Steigerung, der Eigenproduktion in Französisch-Nordafrika große Kapitalien erfordere, die wegen der Trennung vom Mutterlands nur von den USA. und England kommen könnten. So hätten beispielsweise die Nordamerikaner zahlreiche Güter aufgekauft und neue Industrien gegründet, was eine steigende Verdrängung der französischen Wirtschaft in Nordafrika mit sich bringe. Aus dem Arbeiterparadies Roosevelts. Von unserer Berliner Schriftleitung. Zahlreiche Arbeitergruppen in den Vereinigten Staaten sind unter bezahlt, stellt ein Artikel der schwedischen Zeitung „Aftontidningen" fest, her sich eingehend mit dem Lebensstandard der Arbeiter im Reiche Roosevelts beschäftigt. Eine „geschickte Propaganda", so nenyt das schwedische Blatt die USA.-Agitation, habe .es verstanden, allgemein Unklarheit über das Einkommen der USA.- Arbeiterschaft zu verbreiten und zum Teil sogar den Eindruck zu erwecken, der Lebensstandard des nordamerikanischen Arbeiters liege hoch über dem des europäischen. Das ist ein Irrtum, erklärt die Der ungedeckte Blankoscheck. „England ist davon überzeugt, daß es ohne die Sowjetunion nicht siegen kann, und es ist bereit, für die sowjetische Unterstützung jeden Preis zu zahlen, einschließlich der zukünftigen Vorherrschaft über Europa." Diesen Satz formuliert die Londoner Zeitschrift „New Statesman and Nation", eine Zeit schrift, die etwas gilt. Der Satz spricht so für sich selbst. Die - englische Hilflosigkeit schreit aus feiner knappen Formulierung. Der Ertrinkende, der nach dem Strohhalm greift, um sich zu retten, kümmert sich nicht um den roten Hahn auf des Nachbarn Dach. Aber der Nachbar, dem der rote Hahn auf das Dach gefetzt werden soll, hat allen Anlaß, darüber seine eigenen Gedanken zu haben. Die englische Perfidie ist offenbar: nur ist es nicht die Perfidie eines Großen, der überlegen spielt, sondern eines kleinen Schächers, der nach Luft japst. Ist es nicht lächerlich bis zur Groteske, wenn England mit großzügiger Geste den Sowjets das Europa offeriert aus dem es hinausgeworfen ist? Jenes Europa, an dessen Wehrgrenzen im Westen, im Süden, im Norden und im Osten die dertschen Heere stehen. England unterschreibt mit großer Geste einen Blankoscheck: aber ob der Blankoscheck auf einen europäischen Heller oder auf eine europäische Million lautet: in jedem Fall ist er u n g e d e ck t. schwedische Zeitung, und belegt ihre Auffassung durch eine gründliche Untersuchung amtlicher 3iffem über die Einkommensverteilung in den USA. Daraus ergibt sich, daß ein erheblicher Teil der Haushaltungen unter jedem Existenzminimum liegt, daß andere Arbeiter wohl das Minimum verdienen, daß aber die Ausgaben für die not wendigsten Bedürfnisse, zum Beispiel für Wohnung und Kleidung, sehr hoch sind. Dazu kommt fer ner, daß die Lebenshaltungskosten gerade während des Krieges erheblich mehr gestiegen sind als die Löhne, so daß der Lebensstandard sich allgemein verschlechtert hat, und daß durch die Umstellung der Industrie auf Kriegsproduktion Mib lionen Arbeiter arbeitslos wurden oder mindestens in einen anderen Beruf übergehen mußten, in deip sie schlechter bezahlt werden als bisher. Wenn man diese sachlich begründeten Feststellungen lieft, versteht man, warum Roosevelt jetzt plötzlich mit einem Sozialplan an die Öffentlichkeit tritt. Er hat es dringend nötig, die katastrophalen Unterlassungssünden seiner Sozialpolitik vergessen 511 machen. Oie Araber hoffen auf ven Sieg der Achse. Sofia, 16. März. (Europapreß.) Der ägyptische Prinz Nabil Mansur Baoud, ein Vetter des Königs Faruk, der mit feiner Familie auf der Reife nach Rom in Sofia eintraf, erklärte, daß der zwischen Aegypten und Großbritannien bestehende Verttag von den Engländern nur als ein Fetzen Papier betrautet werde. Der Sieg der Achse sei für die Araber ebenso bedeutungsvoll wie für die Achsenländer selbst, weil erst die Niederlage Englands die Aufrichtung der göttlichen und menschlichen.Rechte ermögliche. England habe bas'ägyptische Volk schlecht behandelt. Dies genüge, um seine Seele mit Haß gegen Großbritannien zu erfüllen. Wie er denke das ganze ägyptische Volk. Die Aegypter fühlten von ganzem Herzen mit den Achsenmächten. Aegypten glaube an den Sieg der Achse. Oie ifolienifdw Verluste im Jahre 1942/43. Rom, 16. März. (Europavreß.) Die Verluste der italienischen Wehrmacht an den verschiedenen Fronten vom Januar 1942 bis Februar 1943 betragen 20 309 Tote, 52 623 Verwundete und 148 913 Vermißte. Davon Nordafrika: Gefallene 6 666, Verwundete 8701, Vermißte 72115; Rußland: Gefallene 6125, Verwundete 34 941, Vermißte 68 347; Balkan: Gefallene 5538, Verwundete 2-599, Vermißte 759; Marine: Gefallene 1232, Verwundete 2599, Vermiße 6338; Luftwaffe: Gefallene 748, Verwundete 948, Vermißte 1354. Kleine politische Nachrichten. Die türkische Regierung hat das zur Finanzierung von Waffenlieferungen mit Deutschland abgeschlossene Kreditabkommen der Nationalversammlung vorgelegt. , . * In den von nordamerikanischen Behörden verwalteten Provinzen von Italienisch-Eritrea wurden die USA.-Gesetze eingeführt. In die Verwaltung wurden zahlreiche aus Palästina stant- mende Juden eingesetzt. * Auf Befehl der britischen Militärbehörden in Te- heran müssen in Iran alle Vorräte an Seinen und dent mit seinem Entwurf zum Völkerschlachtdenkmal zum ersten Male gestaltet hat, sie hat ihn durch sein ganzes Leben begleitet. Sie klingt in den zahlreichen Entwürfen und Ausführungen der Bismarcktürme, sie kommt weiter zum Ausdruck in den Soldäten- grabmälern des Weltkrieges, und sie wird aus- klingen in der großen vom Führer gestellten Aufgabe, als Generalbaurat die deutschen Kriegerftied- hofe unserer Tage zu gestalten. A. v. Oertzen. Tödlicher Zweikampf zwischen Löwe und Krokodil. Ein schwedischer Großwildjäger, der sich seit fünfzehn Jahren am Tanganjika niedergelassen hat, befand sich zusammen mit zwei Arabern an einem sehr heißen Novembertage auf dem rechten Ufer des Sigi, zehn Kilometer von der Mündung entfernt, als ihre Aufmerksamkeit durch konzentrische Kreise errevt wurde, die. sich ständig zrergroßernd, auf der Oberfläche des Flusses zu sehen waren. Plötzlich bemerkten sie einen mächtigen Löwen, der die Vorderpfoten auf eine Sandbank setzte, als etwa Seltsames geschah. Das Wasser wallte wild auf, als ob es von einer übernatürlichen Kraft bewegt würde, der Loipe stieß ein furchtbares Gebrüll aus und sprang ganz auf die Sandbank, während er etwas Langes hinter sich Herzog. „Das ist ja ein Krokodil", rief einer der beiden Araber, „das ihn an einem Beine gepackt hat!" Tatsächlich erkannte man jetzt sehr gut den Stopf, der mit einer langen Reihe furchtbarer Zähne ausgerüstet war, und den riesigen Körper eines Krokodils. Eine aufregende Szene folgte. Dem Löwen wav es gelungen, die Sandbank völlig zu erklettern während das Krokodil, besten Körper noch zur Hälfte im Wasser war, ihn an einem Hinterbein gepackt hielt. Der Löwe brüllte, daß die Luft erzitterte, dann wandte er sich plötzlich um und schlug feine Tatzen gegen den Kopf d-s Krokodils, das jetzt fernen wütenden Angriff mäßigte, weil, wie die Jager später feststellten, der Löwe ihm die Augen aus ihren Hohlen gerissen hatte. Mit der Schnelligkeit eines Blitzes verbiß sich das große Katzentt?r in den Hals fernes Gegners, und die beiden 'setzten ihren wilden Kampf furchtbar miteinander ver- knault auf der «andbank fort. Es war unmöglich, alle Einzelheiten des Ringens zu verfolgen, aber nach einer halben Minute sahen die drei Männer bereits, daß die Rollen vertauscht waren, weil das Krokodil, besten Stopf nur eine blutige Masse zu sein schien, den tzowen in der Mitte des Körpers mit seinen stählernen Kinnbacken hatte packen können, roabrenb dieser in furchtbarer Qual im Todeskampf brühte, aber immer noch sich bemühte, mit den und mit den Tatzen den Hals des Krokoditt ln ganzen Länge zu zerreißen. Das Ende kam plötzlich. Der Lowe sank auf den Rücken seines tie£n.er5 zurück und stieß ein letztes Gebrüll aus, und das Krokodil rollte, nachdem es einen Augen- unbeweglich gewesen war, langsam auf die Seite und lag gleichfalls tot da. c. K. Wer war Buchholh? . --Da .?ie Buchholtzsn schlecht!" oder „Dazu ^^uchholtz «ein Geld!" - Diese Redensarten kann "uch heuts noch oft genug hören. Aber mancher, der von Buchholtz spricht, durste in große Verlegenheit geraten wenn man von ihni wissen wollte, wer denn eigentlich dieser sparsame .Buchholtz fei. Sie überrascht fein, zu hören, daß Friedrich ilt Mu’nH bra Urf,cbAr dieses geflügelten Wortes LinL IS- Dezember 1766 das Mini- K?F™mL an den König eine Anfrage wegen der ^atMt gewordenen Langen " ®Ä'n richtete, entschied dieser in einer 3 " Randbemerkungen: „Buchholtz hat kein Mt-N -2,cfer Vuchholtz, der auch sonst vom Alten Fritz öfters ermahnt wurde, wenn er Geld sorderungen ablehnte, lebte von 1706 bis 1798. war Knegs- und Domanenrat und durch lange Fett der Schatullen Verwalter des Königs.. c, K. Glück auf, Renate! Roman von Ernst Grau. - 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Eine ausgesprochene Bitte lag in diesem verzichtenden Bedauern. Aber er ließ es dabei. Sich aufzudrängen war nicht seine Art. In Köln kam jedoch alles ganz anders, als Renate vorher gedacht hatte. Um sieben Uhr traf sie mit ihrem Vater, wie verabredet, im Zentral-Hotel zusammen, und schon eine knappe Stunde später saßen sie wieder im Wagen und fuhren zum Flugplatz nach Nippes hinüber. Die fahrplanmäßige Maschine nach Berlin stand schon startbereit. Renate mußte sich mit dem Einsteigen sehr beeilen und hatte kaum Zett, sich von dem Vater zu verabschieden. „Mach's gut, Mädel!" rief er ihr noch nach. „Und sag ihr, daß ich am Dienstag nicht starten werde, wenn sie nicht dabei ist." ~ „Sie wird kommen, Papa. Sei unbesorgt, ich , den Rest verstand er nicht mehr. Ihre 9ßorte verwehten in dem aufbrausenden Lärm der Motoren. Noch einmal winkte sie ihm zu.- Dann wurde die Kabinentür geschlossen. Und die Maschine sauste mtt blitzenden Propellern über das weite Feld oahrn- Wenige Minuten später war sie im Dunst des aussteigenden Abends verschwunden. Walter Hammerkott sah ihr noch eine Weile nach und ging dann nachdenklich zu seinem Wagen, um in die Stadt zurückzufahren. Settsam, dachte er dabei, in den Frauen kennt sich, unsereiner nie aus, selbst wenn cs sich dabei um die eigene Tochter handelt, die einem sozusagen unter den Fingern groß geworden ist, und dre man zu kennen glaubt wie sich selbst. Neulich noch bis MM letzten Augenblick diese abgrundtiefe Abneigung gegen Thora, eine Abneigung, gegen die nichts aufkam, an der Thora selbst scheitern zu müssen glaubte, und heute — acht Tage später, ist sie wie ausgewechselt. Eine einzige Woche auf Hammerkott hat genügt, ihr verständlich zu machen, daß auch ich noch ein wenig Anspruch darauf habe, mir ein neues Glück aufzubauen. Aber richtiger muß es wohl heißen: acht Tage Hellingrath, lächelte er still in sich hinein. Geschwärmt hatte sie ja genug von ihm. Walter Ham- merkott dachte an den Morgen, an dem er das letztemal auf der Zeche war und sah den blonden Riesen mit den gutmütigen, blauen Augen vor sich stehen, der wegen — was war es doch gleich — ach, ja, wegen eines gerissenen Förderseils mit ihm gesprochen hatte. Ein aufrechter, gerader Kerl, nichts dagegen zu sagen. Und Renate? „Sei einmal ganz ehrlich, Renate", hatte er sie gefragt, „liebst du diesen Hellingrach?" „Und wenn es so wäre, Papa —", war es etwas kleinlaut zurückgekommen. „Also, es ist so, Mädel. Gut. Und er weiß in der Tat nicht, wer du bist?" „Er hat keine Ahnung, Papa. Bestimmt nicht. Terbrügqen ist der einzige, der darum weiß." „Ich hoffe, du bist dir darüber im klaren, daß dieser Umstand entscheidend ist» Renate?" „Aber was soll das, Papa? Ich habe dir doch erzählt, wie ich ihn kennengelernt hgbe. Woher sollte er also wissen, daß ich —" ,Gewiß. Aber wenn er nun ttotzdem etwas erfahren hat und nun unter dem Schutz einer angeb- lichen Ahnungslosigkeit versucht, die Erbin von Ham- lerkott zu erobern, was dann? Die Möglichkeit be- ^^Nein^ Ein solcher Fall ist völlig ausgeschlossen, Papa! Ich würde ihm auch eine solche Hinterhältigkeit niemals zutrauen." Er hatte sich schließlich damit zufrieden gegeben. Zumal Hellingroth ihm nicht unsympathisch war. Und wenn sich wirklich alles so verhielt, wie Renate sagte, warum sollte er sich dagegenstemmen? Dem ihm aber auch wertvolle Anregungen für seine weiteren Betrachtungen der Welt der Sonnen zu geben. Nicht minder interessant waren die Darlegungen, des Vortragenden aus der Wissenschaft von den Atomen und ihrer Gesetzmäßigkeit. Auch in deser Hinsicht erhielten die Hörer zahlreiche anschaul'che Einblicke in eines der wichtigsten Gebiete der Physik, über das vor einigen Jahren der damals in Gießen, jetzt in Berlin wirtende Physiker Professor Dr. Gerchsen im Rabmen einer wissenschaftlichen Vortragsreihe unserer Universität durch Grperinrn« talvorträge außerordentlich fesselnde Aufschlüsse gegeben hatte, deren man sich bei der gestrigen ern"u- ten Bekanntschaft mit diesen wichtigen Faktoren der Physik wieder erinnerte. Der Vortragende machte die heute noch gar nicht ab'uschätzende ungeheure Reichweite der bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesem Gebiete anschaulich klar und ermöglichte dadurch den Hörern einen Ausblick auf neue Epochen der Wissenschaft und deren Anwendung auf die Praxis unseres Lebenskrettes. Eine Reihe anschaulicher Lichtbilder bereicherte den fesselnden Vortrag, der sehr beifällige Aufnahme fand. Dan'etö m't „drafif durch Freude". DieNS.-Gemeinschaftr a s 1 durch Freude" veranstaltete am Montagabend im Gloria-Palast wieder eine Varietö-Dorstellung, die wie gewöhnlich ein ausverkauftes Haus brachte. Max W e n d e l e r , der hier sch^n des öfteren mitgewirkt hat, machte auch diesmal den Ansager, hieß die Besucher willkommen u,nü stellte das Programm unter die Devise „Freude, Frohsinn, Lebensbejahung". Er uw terhielt die Leute mit allerhand Geschichten von Adam und Eva, von Liebe, Ehe, Sport und Mu° sterung und erntete auch mit bekannten Pointen den erwar.ften Heiter^eitserfolg. Den Reigen der Darbietungen eröf'nete danach die Wiener Tanzgruppe Rose! Nanninger, die mit dem gesanglich begleiteten Frühtmgsstimmem-Walzer und später mit einem akkurat geklapperten Step-Tanz viel Applaus fand. Die vom Deutschlandsender bekannten drei R h y t h m a s servierten vor dem Mikrophon allerlei musikalische Scherze mit exzentrischen Einl-'gm wie „Die Musik", „Auf der Brücke Avignons" und ein Rumba-Potpourri; auch eine italienische Groteske und die „Rigoletto"-Parodie erweckten g^oße Heiterkeit. Das moderne Tanzpaar Dorothee und Raman begann mtt -mer <"'s dem Sühnen- tanz entwickelten gymnastischen Walzerparaphrase und brachte später einen sehr sauber und schwungvoll vorgeführten Tango Bolero. Eine ausaezeick- nete Nummer von kabarettistischer Qualität und Eigenart lieferte die Chansonette Reny I e n < e n. bte sich mit sehr sicher und aeschickt placierten Schlagerparodien (nach Marita Gründgens, Erna Sack, Za- rah Leander und Rosita Serrano) verdientermaßen stürmischen Beifallcholte. Eine apart und mit bedeutendem artistischen Können ausgebaute Nummer war der vom Duo Cereda gezeigte illusionistische Schlangentanz, der eine erstaunliche akrobatische Leistung darsttllt. Zum Schluß laben ünb hörten mir den französischen Parodisten Lamöuret, der mit seiner drolligen Ente „Dudula", der verliebten Lokomotive, dem Flugreug und der exzentrisch ausgemachten, berühmten Barbier-Arie sehr komische Wir- inte zum Vogelschutz. Leder den britischen Versorgungsämtern für die sowjetischen und englischen Truppen zur Verfügung gestellt werden. » 10000 Acres Land haben die USA. in C o st a rica auf die Dauer von 25 Jahren zum Anbau von Chininbäumen gepachtet. Aehnliche Pläne werden von den Vereinigten Staaten auch in anderen süd- und mittelamerikanifchen Staaten verfolgt. Der USA.-Dizepräsident Wallace hat das Programm seiner Südamerikareise bekanntgegeben. Am 18.3. werde er in Costarica eintreffen, Er wird dann Panama, Chile, Bolivien, Peru, Ecuador und Columbien besuchen. i Kunst und Wissenschaft. Karl Schönherr gestorben. Karl Schönherr, einer der bekanntesten Dichter der Donau- und Alpengaue, ist, nur tdenige Wochen nach Vollendung feines 77. Lebensjahres, am Montag in Wien gestorben. Schönherr, am 24. Februar 1867 in Axams n> Tirol geboren, war von Haus aus Arzt tnl lernte in ländlicher und städtischer Praxis das bäuerliche Volk seiner engeren Heimat so gründlich kennen wie die mancherlei sozialen und wissenschaftlichen Pro bleme feines ärztlichen Berufes. Seine literarische Tätigkeit begann er mit Jnntaler Mundartgedlchten und den Prosaskizzen „Allerhand Kreuzköpf'" (1895). Mit dem Drama „Die Bildschnitzer", fünf Jahre später, hatte er das eigentliche Feld seiner starken Begabung entdeckt. Mit dem üuf vielen Bühnen gespielten Trauerspiel „Glaube und Heimat" wurde Schönherr im ganzen Reich berühmt; das Werk, ein echtes Volksstück, zeigt Scyönherr als Meister dramatischer Charakterzeichnung und bühnengerechter Form, die auch — wie später in „Weibsteufel" und „Es" — mit nur ganz wenigen handelnden Personen auskam, ja gerade aus solcher Beschränkung erstaunliche Wirkungen entwickelte. Eines der besten Stücke Schönherrs ist die bäuerliche Komödie „Erde"; von den übrigen seien noch „Volk in Not", „Kindertragödie", „Vivat academia“ und der „Judas von Tirol" genannt — Schönherr erhielt den Schiller-Preis, Grillparzer-Preis, Bauernfeld-Preis und (zum 70 Geburtstage) die Goethe-Medaille. Lin Schauspiel um Semmelweis. Des Jgnazius Rhilipp Semmelweis. des Erforschers des Kindbettfiebers, Leben und Forschung hat der Freiburger Professor Hans K i l l i a n in den Mittelpunkt eines 12bildrigen Schauspiels gestellt, das am Bielefelder Stadtthcater seine Uraufführung erlebte. Seine Kämpfe gegen Neid, Mißgunst und Mittelmäßigkeit, die fortschreitende geistige Umnachtung und sein Ende durch die gleiche Krankheit, deren Erforschung feine Lebensarbeit gehörte, bringt uns das Schauspiel so menschlich nahe, daß der Zuhörer mitgerissen wird vom Kampf um eine wissenschaftliche Idee, dessen Ergebnis heute Allgemeingut ist. Die Bearbeitung des Stückes stammt von Dr. Alfred Kruchen, der durch Raffung der Szenen dem Schauspiel die Bühnenwirksamkeit gab. Ha^s HoIIender. hochschulnachrichten. In den Kämpfen um Stalingrad fiel im Alter von 41 Jahren der Ordinarius für Geomorphologie der Universität Halle, Professor Dr. Wolf Welte, als Oberleutnant in einem Grenadierregiment. Welte wurde in Saal (Mfr.) geboren. Er studierte in Würzburg, Berlin und Königsberg und promovierte 1925 in Würzburg, wo er sich 1929 habilitierte. Nachdem er drei Jahre Assistent bei Sapper gewesen war, unternahm er Studienreisen nach Unteritalien, Westindien und dem Balkan. 1938 wurde er Ordinarius in Halle. — Professor. Dr. Kurt Hassert, enter. Ordinarius der Geographie an der T. H. Dresden, vollendet fein 75. Lebensjahr. In Naumburg geboren, studierte er in Leipzig, Berlin und Wien, promovierte 1890 in Leipzig und habilitierte sich ebenda 1895. 1899 kam er als a. o. Proftfsor nach Tübingen, 1902 als etatsmäßiger Professor an die Kölner Handelshochschule und ,1917 als Ordinarius an die T H. Dresden. Hassert hat Studienreisen nach alley Weltteilen unternommen und eine umfangreiche fachliterarische Tätigkeit enthaltet. — Im Alter von 38 Jahren starb der a. o. Professor für deutsche Volkskunde an der Universität Bonn, Dr. Erich Röhr. In Glogau geboren, promovierte er 1938 in Berlin und habilitierte sich 1941* * in Frankfurt. Im April 1942 erfolgte seine Berumng nach Bonn, wo er dann zum a o. Nrofessor ernenn* w""de. Zwei Jahre wirkte er als Gastvro'essor an der flämischen Universität Gent. Im Amt Wissenschaft des Reichserziehungsministeriums war er feit 1. 7.1942 Referent. Von seinen Arbeiten erlpähnen wir „Atlas der deutschen Volkskunde": „Die Volkstums- karte, Voraussetzung und Gestaltung": „Flämisches Volkstum". Aus btt Siadi Gießen. I Es ist Krieg .. . Jeder Soldat aus dem vorigen Weltkrieg kennt den Satz: „C‘est la guerre“. Die Franzosen, bei denen man im Quartier lag, sagten es seufzend und beschwichtigend und zuckten die Achseln. Es bedeutete ungefähr: Eine stärkere Gewalt ist über uns. In der Inflationszeit hieß das auf wienerisch noch passiver: „Da kann man nix machen." Wenn wir heute einem zurufen: „Es ist Krieg!" — so meinen wir ganz etwas anders. Nämlich, daß der Krieg Härteres von uns verlangt als der Frieden, daß es selbstverständlich ist, auf manches Angenehme zu verzichten, und daß es nur darauf ankommt, das Notwendige zu tun. „Es ist Krieg!" — das ist eine Erinnerung an die Wirklichkeit, in der wir leben, und der mir uns nicht entziehen können und wollen. Man sollte diesen Hinweis niemals verwenden, wenn der Krieg nicht tatsächlich die Ursache für das ist, was man so erklären will. Wenn der Unhöftiche versuchen wollte, seine eigene Tonart zu entschuldigen: „Es ist Krieg!" — so müßte ihm deutlich zu verstehen aeaebeii werden, daß feine Ruppiakeit mit dem Kriege njcht das G"rinaste zu tun hat. Wenn uns diese Redensart leichtfertig und nur aus Bequemlichkeit entgenengehnlten wird, so empfinden wir das als eine Ungehörigkeit. Seien mir foarfam mit diesem Hinweis. Er sollte nur dort geäußert werden, wo uns das Gesetz des Krieges vorschreibt, daß wir so und nicht an^r* zu handeln haben. z R. G. Das Kn'eqeverdrenstkreuz. Der 'Obergefreite Fritz Högy aus R u p v e r t s - bürg wurde mit dem Kriegsverdienftkre iz II. Klaffe mit Schwertern ausgezeichnet. Don der Universität Gießen. Unter Zuweisung an die Philosophische Fakultät, Abt. II, der Universität Gießen wurde der Dr. phil. habil. Erwin Kessel in Gießen wurde zum Dozenten für das Fach Zoologie ernannt. Dozent Dr. Kessel stammt aus Rheinhessen, wo er als Sohn des Lehrers Kessel in Schwabs- burq am 2. Oktober 1908 geboren wurde. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Binnen und der Ostern 1927 dort bestandenen Reifevrüfuna studierte er Naturwissenschaften an den Universitäten Frankfurt a. M, Freiburg, Marburg und Gießen. Im Februar 1932 bestand er in Gießen die Staats- Prüfung für das höhere Lehramt, im Februar 1933 promovi-rte er an unterer Universität. Dann erhielt er in Gießen und Mainz feine nöbagogifthe Ausbildung und bestand 'm März 1934 das Afieffor- Eram-n. Seit dem Wintersemester 1935/36 ist er a*s Assistent im Zoologischen Jnstifttt der Universität Gießen tätia. Am 11. Juni 19^1 erwarb er den Grad eines Dr. phil. habil. Dr. Kessel steht zur Zeit im Felde. Jugendlich« und Kinobesuch. Die Polizei hat in jüngster Zeit wiederholt fest- gestellt, daß Jugendliche und Kinder in Lichtspiel- theatern weilen, obwohl die gezeigten Filme für Jugendliche und Kinder nicht zuaelassen waren. Ob ein Film ftir Kinder bis ,3um 14. Lebensjahr bzw. für Jugendliche vom 14. bis zum 18. Lebenswahre verboten oder erlaubt ist, geht aus den jeweiligen Anzeigen der Lichtspieltheater und aus den Anschlägen an den Kinokassen hervor. Wer entoeaen der gesehsichen Vorschrift' Kinder ober jugendliche zu einer für diese Nicht zuaelasse- nen Filmvormhrung mitnimmt'oder als Erziehungsberechtigter den Besuch einer solchen Vorstellung gestattet, macht sib strafbar. Ebenso strafbar,ift der Jugendliche, der sich in unrechtmäßiger Wette Zutritt zu einer wr ihn nicht zuaelassenen Filmvor- führuna verschafft. Kindern bis zum 14. gebens- fahre ist auch in Begleitung von Erwachsenen der Besuch nur solch"r Kinovorstellurwen ertaubt, die ausdrücklich für Kinder gestattet sind. Kinder dis 3um 6. Lebensjahr dürfen auch in Begleitung von Erziehungsberechtigten lediglich log. Kinderrorstel- lunaen besuchen. Jugendliche dürfen in den für sie zugelaffenen Vorft'hrungen nur bis 21 Uhr allein verweilen, nach 21 Uhr dürfen sie nur noch in Be- gl-itung des Erziehungsberechtigten oder eines volljährigen Beauftragten in dem Kino anwesend fein. J'-wendliche, die um 21 Uhr allein im Kino sind, müssen sich um d'efe Zeit brw. schon bei Einbruch der Dunkelheit au? kürzest-m Weae nach Hause begeben. Auf Anaehörige der Wehrmacht und des Reichsarbeftsdienstes findet das vorerwähnte Verbot keine Anwendung. 1Tm Verstoße gegen die gesetzlichen Vorschriften auf biefem Gebiete und mancherlei daraus er- wachsende Unruträgsichkeiten künftighin zu unterbinden, sind unsere Volizeibeamten zu verschärften r f Zu den nützlichsten Vögeln gehören unsere Höhlenbrüter, wie die Meisen, der Gartenrotschwanz, der Trauerfliegenschnäpper, der Star usw., die sich alle sehr leicht durch Aufhängen von Nistkästen an den Menschen und seine Behausung heranziehen lassen und, einmal eingewöhnt, immer wiederkommen. Die Beschaffung von Nistkästen ist heute nicht ganz einfach. Wer aber etwas Geschick besitzt, kann sie sich leicht selbst Herstellen. Man soll nur die ungefähren Ausmaße kennen, die für die einzelnen Sogeiarten verschieden sind, je nach der Große der Vögel. Der Durchmesser für Nistkasten für die hier genannten Vogelarten beträgt etwa 6 cm im Innen! gemessen, kleinere Abweichungen nach unten oder oben machen nichts aus. Anders ist es Dagegen mit der Fluglochweite; für Meisen beträgt sie 32 mm, auch Baumläufer und' der Kleinspecht können diese Höhlen benutzen, und sie tun es mit Vorliebe. Leider suchen aber auch die weniger erwünsch- ten Spatzen diese Kästen auf. Hat man Blaumeisen, Sumpf-, Weiden-, Tannen- und Haubenmeisen in der Nähe, dann mache man das Flugloch nur 27 mm groß, die Höhle ist dann nicht nur gegen den Haussperling, sondern auch gegen den Feld- sperling geschützt. Für den Star und den großen Buntspecht, der auch gern diese Nistkästen annimmt, muß das Flugloch etwa 46 mm weit sein. Die Nistkästen für die Kleinoögel sind an Bäumen anzub'ringen, oder wenn diese noch zu schwach sind, an Stangen zu befestigen und dann so aufzustellen, daß sie in der Baumkrone stehen, von den Zweigen und Blättern also gewissermaßen umgeben sind. Kästen für Stare kann man auch an Hauswänden anbringen. Die Kästen sollen stets etwas nach vorn übergeneigt sein, um zu verhindern, daß der Regen hineinschlägt. Dazu läßt man auch das Dach des Kastens-etwas Überstehen. Auch die Höhe, in der die Kästen angebracht werden, ist verschieden. Kästen für Meisen sollte man nicht über 3 Meier hoch hängen, während man die anderen größeren Kästen 5 Meter und darüber hoch hängen kann. Selbst Kästen, die nur 1 Meter vorn Erdboden entfernt sind, werden von Meisen angenommen, doch sollte man sie so niedrig nur aufhängen, wenn die Gegend von Katzen oder sonstigem Raubzeug frei ist. Für einige Vogelarten, z. B. die weiße Bachstelze, den Hausrotschwanz, den grauen Fliegenschnäpper, die besonders gern den Menschen aufsuchen, hin und wieder auch für Rotkehlchen und Zaunkönig, empfiehlt sich die Verwendung von sog. Halbhöhlen. Das sind Nistkästen, die nicht ganz die Höhe der üblichen Kästen haben, deren Vorderseite aber nur zur unteren Hälfte mit einem Brett verschlossen ist, während die obere Hälfte frei bleibt. Diese Hcftb- höhlen bringt man ,am besten aq Hauswänden unterhalb des Daches, an Schuppen und Ställen an. Überprüfungen der Kinos angewiesen worden. In verbotswidriger Weise dort weilende Jugendliche und Kinder sind sofort zu entfernen, außerdem ist Anzeige zu erstatten, wobei natürlich für den gesetzlichen Vertreter, d. h. für den Vater oder die Mutter, ein gehöriger Straftettel herauskommt. Wer sich solchen Unannehmlichkeiten nicht aussetzen will, meide als Jugendlicher oder Kind den verbotenen Kinobesuch bzw. halte die feiner Obhut anvertrvu- ten jungen Menschen von solchen Stätten fern, soweit nicht der Besuch ausdrücklich durch das Gesetz gestattet ist. Vorsicht, Blindgänger! Blindgegangene Bomben sind nur von den zuständigen Sprcngkommandos zu vernichten. Eltern, macht eure Kinder immer wieder darauf aufmerksam, daß Bomben und andere Sprengkörper nicht a n g e f a ß t werden dürfen! Don (Sonnen und Atomen. Der Gießenet Vortragsring (Kulturelle Vereinigung, Goethe-Bund und Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude") vermittelte am gestrigen Montagabend in der Aula der Universität einer starken Hörergemeinfchaft einen fesselnden Lichtbilderoortrag über das Thema „Von Sonnen und Atomen". Der Vortragende Robert Henseling führte ferne Hörer in etwa zweistündigen Darlegungen in die gewaltige und geheimnisvolle Himmelewelt ein und bot die Möglichkeit zum Kennenlernen wenigstens der wich!ilgsten Gesetze der Atome und ihrer Bedeutung. Einleitend machte er in großen Umrissen mit einem der wichtigsten und für die Forschung auf dem Gebiete der Physik und der Astronomie bedeutsamsten Instrument bekannt, nämlich bem qröß- ten Fernrohr der Welt, das in Amerika in m:hr als zehnjähriger Arbeit unter Aufwand riesiger Mittel gefchaffen und mit den feinsten Einrichtungen der Optik versehen wurde, so daß mit diesem Jnstru- m"nt u. a. Messungen bis zu 40 OOOstel Millimeter möglich sind. Daneben erinnerte er auch an andere große Instrumente dieser Art, die bei der bisherigen Erforschung der Himmelsmelt zu wichtigen wissenschaftlichen Ergebnissen verhalfen. Dann schilderte der Vortragende, ausgehend von den wissenschaftlichen Erkenndnisfen der deutschen Forscher Lambert und Kant und der von diesen aufgestellten Gesetzmäßigkeiten, die wundervolle und rätselhafte Welt der Sonnen. Dem Laien wird es nicht leicht gewesen fein, dieser Schilderung einer weit vom Alltagsinteresse abgelegenen Fachwissenschaft zu folgen, ober jeder Hörer konnte doch aus diesen Berichten über die Welt der Sonnen so viel Interessantes entnehmen, daß dem Vortragenden die gespannte Llufmerksamkeit der Hörergemeinlchaft nicht versagt blieb. Was man hier über die Gesetze der Welteninseln im Weltall, hie Nebelflecken, die Lichtstärken der Millionen von Sonnen und die Geschwindigkeit der Lichtjahre ulw. hören konnte, war in der Tat geeignet, auch den Laien in starkem Maße zu fesseln und ihn über manche Wahrnehmung, die er selber bei gelegentlicher Betrachtung des Himmelsblldes gemacht hat, wenigstens in großen Umrissen oder in Anhaltspunkten aufzuklären, ..................................... iimt——i1 ■ riiiri'n unguten Beispiel des Senators Hagenström würde er gewiß nicht folgen. Das schönste Ereignis dieses Tages jedoch war für ihn, daß Renate ihren Widerstand gegen Thora vergessen zu haben schien. Jetzt, wo sie selbst mit chrem Herzen gebunden war, jetzt verstand sie ihn. * Renate sah hinab auf das Land tief unter ihr, das sich jetzt langsam in nächtliches Dunkel hüllte und zur Ruhe begab. Dort unten lag das im letzten Widerschein des Täges matt aufglänzende breite Band des Rheins, zu beiden Seiten hie Häuser Kölns, der großen Stadt, aus der viele Straßen hinausführten nach Nord und Süd in das deutsche Land. Auf einer dieser Straßen fuhr er jetzt wohl wieder heimwärts, dachte sie mit suchenden Blicken. War es nicht möglich, daß er gerade in diesem Augenblick hinaufsah zu dem schwarzen Schatten, der am Himmel dahinraste, und dessen Motorengedröhn die Luft erzitterri machte, nicht ahnend, daß sie zu ihm hin- untersah, daß sich ihre Blicke vielleicht irgendwo begegneten? Doch aus dem Dunkel kam keine Antwort auf diese Frage. Nur die roten Warnungslichter der hoben Fabrikschlote fliegen wie Leuchtkäfer zu ihr auf und flogen vorbei. Glück ist Zufriedenheit, dachte sie weiter. In dieser Stunde fühlte sie, daß sie erst jetzt die tiefe Wahrheit begriff, die in diesem Worte lag. Was sie sich selbst nicht eingestehen wollte, das hatte der Vater auf feine Weise, die immer rücksichtslos gerade auf das Ziel losging, ausgesprochen. Ja, es war so, sie liebte den Mann, der so plötzlich und auf so wunderliche Weise in ihr Leben getreten war, den sie erst zweimal gesehen und gesprochen hatte, und dessen Wesen dach ihr ganzes Sein und Denken bis in die letzten Ecken und Winkel ergriffen hatte. Was sie bisher nur als eine Woge unbekannter und widerstreitender Gefühle in ihrem Innersten mit sich herum- getragen hatte, das war durch die einfache Frage des Vaters zu einer schönen, strahlenden Wirklichkeit geworden. Ihr mar, als fei sie damit durch ein hohes, goldenes Tor geschritten, hinein in eine andere, schöne Welt, in der Sonne und Glückselig-- feit alles Leben überflutete. Alles Wünschen und Hoffen war ein glückliches Zufriedensein geworden. Und welch ein größeres Glück stand ihr noch bevor' für den Tag. an dem sie vor ihn hintreten und ihm die volle Wahrheit sagen würde. Sie sah schon jetzt, wie er vor Freude rot wurde, wenn er hörte, daß er hier auf diesem Grund und Boden, dcm er seine ganze Liebe, fein ganzes Können und Walten schenkte, daß er hier auf Hammer- ko tt nach eigenem Willen schalten und walten durfte. Renate war von glücklichen Zukunftsträumen so a"nz erfüllt, daß ihr die weniaen Stunden des Fluges wie flüchtige Minuten vergingen. Am Sonntagvormillag stand sie dann nach einer sorglos durchschlafenen Nacht vor der Tur. über deren Klingelknopf ein kleines, schmuckloses Messing- fchild hing, das den Namen Thora Kersten trug. Bis zu dieser Tür war Renate Hammerkott unbekümmert ihren Weg gegangen. Aber beim Anblick dieses Namens zoa-rte sie nun doch, ehe sie in ihrem überströmenden Glücksgefiihl dem Vater bedenkenlos versprochen, alles wieder gutzumachen, was sie bisher je gegen Thora Kersten gefehlt batte, fieute hieß es nun, dieses Versprechen zu erfüllen. Worte in Taten zu wandeln. Nur noch diese eine Tür trennte sie jetzt von der Frau, über die sie bisher so anmaßend hinweggesehen hatte, und die von nun an auch an ihrem eigenen Leben teilnehmen sollte. Die vielleicht die Hand der Versöhnung, die sie ihr bieten wollte, ebensowenig beamten würde, wie sie es einst selbst getan hatte. Die heute sogar ein Recht dazu hatte, wenn sie gewillt war. Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Endlich läutete sie nun doch, und ein Mädchen öffnete ihr. Ohne ihren Namen zu nennen, ließ Renate sich melden. So erreichte sie zunächst einmal, daß Thora Kersten den unverhofften und vielleicht auch unverwünfchten Besuch nicht einfach ablehnte. (Fortsetzung folgt) kmigen hervorbrachte und das Publikum in der heitersten Stimmung entließ. Die Pianist Franz T e r - l e r machte sich als Begleiter am Flügel verdient. Die Besucher unterhielten sich zwei Stunden lang höchst unbeschwert und sparten nicht mit Beifallsbezeugungen. Hans Thyriot. Lichtspielhaus: „Der Hochtourist". Der alte, auf vielen Bühnen erprobte und belachte Schwank „Der Hochtourist" erlebte fröhliche Urständ vor der Kamera. Man wird sich erinnern: da ist der Seifenfabrikant Franz laoer Lallinger, der seiner Frau vorschwindelt, ein von Natur und Sport begeisterter Gipfelstürmer zu sein, um ungestört die friedensmäßigen Freuden des Münchner Faschings zu genießen; man erinnert sich ferner, daß Frau Lallinger ihrem Gemahl auf die Schliche kommt, und erlebt die schreckliche Wahrheit des Wortes von der bösen Tat, die fortzeugend Böses muß gebären Der Film hat auch in diesem Falle die Chance, die enge Häuslichkeit, auf die der Schwank im Theater naturgemäß als einzigen Schauplatz angewiesen ist, sprengen zu können und sowohl den Trubel des Faschings als auch die hochalpinen Abenteuer der Ostwand-Ersteigung dem Besucher in aufregender Realistik vor Augen führen zu können, was beides eine lohnende Aufgabe für den Spielleiter Adolf S ch l i ß l e d e r war: er arrangierte eine alpenländische Gaudi, bei der 3oe Stöckel als bei feiste, sündige, angstschwitzende, aber zuletzt triumphierende Lallinger die Hauptperson darstellt. Um ihn herum tun sich neben vielen anderen Trude Hesterberg, Charlott Säubert, Margot Hielscher,' Alice Treff, Kurt Müller- Graf und Josef E i ch h e i m mit bewährten Schwankpointen hervor. — (Bavaria.) Im Beiprogramm gibt es die Wochenschau, eine Luftschutzbelehrung und einen reizenden Kulturfilm „Gefiederte Baumeister". Hans Thyriot. Aenderunp der Jagdzeiten. Der Reichsjägermeister hat einige Aenderungen der Jagdzeiten verfügt. Für die Dauer des Krieges wurde der Beginn der Jagdzeit vorverlegt für nicht- führendes weibliches Rot- und Damwild, mit Ausnahme der Kälber, sowie für Rot- und Damspießer auf den 16. Juli, für Ringeltauben auf den 16. Juli; für die Kriegsdauer wurde die Jagdzeit verlängert für Drosseln und Erpel bis zum 31. Januar. Im Jagdjahr 1943/44 darf die Jagd ausgeübt werden auf Rebhühner vom 1. September bis 15. Oktober, Fa- janenhennen vom 1. November bis 15. Januar, so- weit nicht für einzelne Gebiete die Jagd darauf gänzlich verboten ist. Verdunkelungszett: 16. März von 19.26 bis 6.04 Uhr. Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen. 0 Kesselbach, 15. März. Einen Volks- m u s i k a b e n d veranstaltete Lehrer F l a t h aus Rüddingshausen mit seiner Sing- und Spielschar im hiesigen Saale von Höchst. Die Darbietungen, bestehend aus Soldatenliedern, alten und neuen Volks- liedern und Liedern aus allen deutschen Gauen fanden bei den freudig lauschenden Hörern dankbare Aufnahme und wurden mit reichem Beifall belohnt. Passende Worte ergänzten die Lieder in schönster Weise. Eine Tellersammlung zugunsten des Roten Kreuzes erbrachte den Betrag von 125 RM. )—( Ruppertsburg, 15. März. Unter dem Vorsitz des Kameradschaftsführers Wilh. Seipp 11. hielt unsere Kriege?kameradschaft ihre 68. ordentliche Hauptversammlung ab. Zu Beginn gedachte man der Helden von Stalingrad, der tapferen Wehrmacht und der im letzten Jahre verstorbenen Mitglieder Jakob Böcher und Heinrich Högy II. Die Kameradschaft zählt noch 49 Mitglieder. Aus dem Kassenbestand, der sich laut Rechnungsablage durch den langjährigen Kassenwalter Wilhelm Lehr I I. ergab, sollen dem Deutschen Roten Kreuz 20 RM. überwiesen werden. Kamerad Erich D ö r r i e wurde für seine eifrige Tätigkeit als Fechkwart durch Ms Ehrenurkunde des Kreisoerbandes geehrt. Für 50- jähriqe Mitgliedschaft wurden die Kameraden Hch. Habermehl II., Ernst Horst, Ernst Marx, Wilhelm Parr III. und Gg. Wörner ausgezeichnet. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, Ui. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 35-Ferkel und Läufer- schweine zum Verkauf. Bei außerordentlich starker Nachfrage, die durch den kleinen Auftrieb nicht voll befriedigt werden konnte, zogen die Preise an. Für 6 bis 9 Wochen alte Ferkel wurden 55 RM. und darüber, für starke Läuferschweine bis zu 110 RM. gezahlt. Der Auftrieb wurde in kurzer Zeit ausverkauft. So werden feindliche Brandbomben bekämpft. nur mit grellweißem Licht ab, so wird die Ladung Ein Teil der Stabbrandbomben, die unsere Feinde bei ihren Bombenangriffen verwenden, ist jetzt mit einer zusätzlichen Sprengladung versehen. Brennt die gewöhnliche Stabbrandbombe im allgemeinen der mit Sprengstoff versehenen Stabbrandbombe zwei bis drei Minuten nach dem Aufschlag wirksam. Unter lautem Knall werden Bombensplitter mit .erheblicher Wucht umhergeschleudert. Da nicht von vornherein zu erkennen ist, ob^'es sich um eine Brandbombe mit Sprengwirkung handelt, muß bei jeder Stabbrandbombe damit gerechnet werden, daß sie eine Sprengladung enthält. Bei der Bekämpfung ist daher jede erreichbare Deckung auszunutzen. Von dort aus wird mit der Luftschutzhandspritze auf die brennende Brandbombe gespritzt ober, w»nn biefe nicht zu erreichen ist, wenigstens auf bie nächst gefährdete Umgebung. Die Deckung soll erst verlassen und die Bombe wie üblich bekämpft werden, wenn sie zerknallt oder schon zu einem Brandkuchen auseinandergeflossen ist. HierTst eine Brandbombe (Bild unten) vor einen Schrank gefallen und hat den Inhalt bereits in Flammen gesetzt. Mit Sand ist hier nichts mehr zu machen, aber die Luftschutzhandspritze schabt es in kurzer Zeit. Da die Brandbombe bereits zu einem Brandkuchen zerflossen ist, kann die Deckung verlassen werden. Gegen Rauch und Hitze schützt die Volksgasmaske. Das Bild rechts zeigt die Bekämpfung einer Stabbrandbombe, die bereits zum Teil zu einem Brandkuchen auseinandergeflossen ist, mit Löschsand. Sie kann, da mit einem Zerknallen nicht mehr zu rechnen ist, gefahrlos aus unmittelbarer Nähe mit einer bis zwei Tüten Löschsand ausgelöscht werden. — (TPZ. Scherl-Bilderkiienst-M.) Vom Fußvall. VsB.-R. — Sporfgem. Bübingen 8:1 (3:0). Das Spiel wurde von den Grünweißen auf Grunß der besseren Technik und tadellosen Zusammenarbeit Derbient gewonnen. Bon Anfang bis zu Ende diktierten die DfB.er das Spielgeschehen, und nur durch die defensive Spielweise der Büdinger wurde das Halbzeit-Ergebnis (3:0) nicht allzu hoch. Die Gästst stellten eine körperlich kräftige Mannschaft ins Fel^ deren Verteidigung und Läuferreihe gut gefalle« konnte. Bei den Einheimischen waren die Verteidige« Fleischhauer und Schlitz der ruhende Pol, in der Läuferreihe zeichneten sich Kraft durch kluges, taktisches Spiel, sowie Ziegler und Mehlhorn rm Aufbau besonders aus. Im Sturin waren Aßmann. Günther und Haas bie treibenden Kräfte. Nach 20 Minuten Spieldauer konnte Haas zum ersten To« einschiesien. Bis zur Pause stellten Aßmann unÄ Haas das Ergebnis auf 3:0. Nach dem Wechsel kam Büdingen besser auf, die guten Angriffe führte« durch den Linksaußen zum Tor. Dann gingen bie VfB.er ganz aus sich heraus, und mit weiteren fünf Toren wurde ein schöner Sieg erzielt. Hauptfchriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptfchriftleiters: Ernst Blumfchetn Berantwvrtltch für Politik und Biiber Dr. Fr. W. Lange; für bas Feuilleton: Dr. Hans Thyriot! für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft unb Sport: Ernst Blumfchein. Druä unb Verlag: Brühlsche Univerfttätsdruckerci R. .Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann An zeigen keiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste 91r. 6 In höchster soldatisch. Pflichterfüllung starb den Heldentod bei den schweren Abwehrkämpfen an der Ostfront mein innigstgeliebter, herzensguter Mann, unser lieber Bruder, Schwiegersohn, ' Schwager, Onkel, Neffe und Vetter Hauptmann und Bataillonsführer Heinz Rothermel Y 28. 10. 1911 A 16. 2. 1943 Inhaber des E. K. 1 u.2, des Inf.-Sturmabzeichens, der Ostmedaille, des Deutschen Schutzwall-Ehrenzeichens, des Verwundeten-Abzeichens, sowie sonst. Auszeichnungen. Anneliese Rothermel, geb. Heß; Familie Karl Rothermel Familie Fritz Rothermel; Familie Heinrich Heß. Gießen (Hillebrandstraße 9), im März 1943 Beileidsbesuche dankend verbeten. ___0171; Am 14. März 1943 entschlief mein lieber Mann und treuer Lebenskamerad, upser allzeit besorgter Vater, guter Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Stadtobersekretär August Eger nach langem, schwerem Leiden, kurz vor Vollendung seines 66. Lebensjahres, nach einem arbeitsreichen Leben. In tiefer Trauer: Käthe Eger, geb. Lang Dr. Karl Eger u. Frau Emmi, geb. Münnich Dr. Otto Lindenstruth und Frau Gertrud, geb. Eger Otto Eger, Marianne Eger, Gustel Eger Minna Friedrich, geb. Eger, und 3 Enkelkinder nebst allen Verwandten. Gießen (Schiffenberget Weg 7), Berlin, z. Z. im Felde, Darmstadt-Eberstadt, im März 1943 Die Beerdigung findet am Freitag, 19. März 1943, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Wir bitten höflich, von Beileidsbesuchen ab- zusehen. > 01718 Nach kurzer Krankheit starb am 12. März 1943 plötzlich und unerwartet unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Heinrich Mifoler Reichsbahn-Stellwerksmeister i. R. im fast vollendeten 72. Lebensjahre. Auf Wunsch des Entschlafenen fand die Einäscherung in der Stille statt. Die trauernd Hinterbliebenen: Rudolf Mißler u. Frau Gretel, geb. Becker Ingeborg Mißler Willy Mißler u. Frau Martha, geb.Enghardt Für die uns erwiesene Anteilnahme sowie für die Kranzspenden danken wir herzlichst. Gießen (Dammstr. 44), Offenbach März 1948 01722 Kirchliche Anzeigen. Gießen, Mittwoch, den 17. März: Stadtkirche (Markussaal): 18.00 Passionsandacht, Schmidt. ZohanneSkirche (Johannessaal): 18.00 Passionsandacht, Schultheis. Schön möbliert. Zimmer ab iof. v. berufstätig. Herrn ges. Schr. Ang. unt. 01710 a.d.G.A. 01715 ien. oi7i3 Gießen, den 16. März 1943. 01697 hfltbi Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, sowie aWen denen, die ihm bei dem langen Krankenlager hilfreich zur Seite standen, und für die vielen Kranzspenden sagen wir unseren herzlichsten Dank. Noch besonderen Dank Herrn Pfarrer Schmidt für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier, sowie der Alters- vcrelnigung 1872—1922. Im Namen der trauernden .Hinterbliebenen: Helene FörsterWwe., geb. Krause, nebst Kindern und allen Angehörigen. gegen gute Bel. abzugeb Brauner lederhanillchoh a. Freitag gegen Mittag von Bismarckstraße, Stephanstraße, Stadtliausgart. nach NahrungS- berg verloren. Der ehrl. Finder wird gebeten, ihn M | Kaufgesuche | Gute [872D WWW 4. kaufen gesucht. Paul Obluda. Volmarstein (Ruhr), Babubofstr. 99. Gestern morgen wurde unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Großonkel Ludwig Volk VIII, im Alter von 79 Jahren durch einen sanften Tod von seinem langen, mit großer Geduld ertragenem Leiden erlöst. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adam Volk und Familie Anna Jäg$r, geb. Volk nebst Angehörigen. Aliendorf a. d. Lahn, den 16. März 1943. Die Beerdigung findet Mittwoch, 17. März, nachmittags 2 Uhr statt. Frau 1 zur Führung eines Haushalts Nähe Gießens gesucht. Schriftliche Angebote unter 01723 an den Gießener Anzeiger erbeten. Nach Gottes Willen starb den Heldentod am 26. Februar mein innigstgeliebter Mann, der treubesorgte Vater seiner drei Kinder, mein guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Gustav Reuter Unteroffizier in einem Grenadler-Regt. im Alter von 34 Jahren. Mein Liebstes habe ich dem Vaterland gegeben. In tiefem Leid: Luise Reuter, geb. Dapper und Kinder, nebst Angehörigen. Gießen -Wieseck, den 15. März 1943. Beileidsbesuche dankend verbeten. _______________________________________________________01705 Korrespondentin (Korrespondent) mit gut. Auffassungsgabe, technischem Verständnis und möglichst etwas Exporterfahrung, von Maschinenfabrik in Wetzlar zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angebote unter 875D an' den Gießener Anzeiger erb. Dipl.-Ing. sucht 3-5-Zimm.-Wohn. möglichst modern und m. Garten. Schriftliche Angebote unter 871D an den Gießener Anzeiger erbeten. Oie kluge Hous- 3 WenWe zweiteilig, Stück RM. 25,-, zu verkaufen. Schriftl. Angeb. unter 61706. an den Gieß., Anz. Zwei große Wörtetöütöer deutsch-engl., deutsch-franz., für 30,- RM. zu verkaufen. [01712 Kaiserallee 50 p Meine Anzeigen >m (Siebener Anzeiger werden von Tau len den beachtet und aelel-n. Bewerber für die Laufbahnen der Marine- Sanitätsoffiziere und der Höheren Marine-B auveamten müssen als Grundlage für das spätere Hochschulstudium bis zum Tage der Einstellung in den aktiven Dienst Nachweisen^ a) das Reifezeugnis, oder den vorzeitigen Reifevermerk oder die Vorsemesterbeschei- -nigung einer Höheren Schule oder einer gleichgestellten Lehranstalt, oder b) ein Zeugnis über die Zulassung zum Hoch- schulitudmm auf Grund einer erfolgreich abgelegten Begabtenprüfung (einschließlich der Abschlußprüfung der Borstudienausbildung des Langemarckstudiums). In der möglichst frühzeitig einzureichenden Bewerbung ist anzugeben, welche der vorge- . nannten Unterlagen beigebracht werden können und zu welchem voraussichtlichen Zeitpunkt der Abschluß erreicht sein wird. [8?oD Oberkommando der Kriegsmarine. Am Nahrungsberg 101 D.beid. Jungen, die am Dienstag, 2. März, kurz vor 12Uhr,d.Schreib- mävvch.m.Fü!lh. u.Silberbleist.a. sich nahm., sind erkannt u.w.geb., dass. a.d. Hauptpost a. 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Für die uns anläßlich unserer Vermählung übermittelten Glückwünsche und erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir allen auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich otto Stöhr Unteroffizier, z. Z. in einem Lazarett und Frau Liesel, geb. Geier Gießen.Kl.Mühlgasse 8 Worms/Rh. im März 1943 S_________________________ 01703/ LICHTSPIEL-TH EATER Gloria-Palast, Seltersweg: Du gehörst zu mir Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Der Hochtourist [7U(_ Tfifll. 2.38, 4.45,7.30; So. 2.QQ, 4.30,7 JO Dir