Postscheck 11686 ftrankf./M. |95. Zahkgang Nr.N2 Erscheint täglich, außer sonntags und k>etenags Beilagen: Gießener »vamilienblättei Heimat imBild DieScholle Bezugsvreis: Monatlich RM. 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt tetzener Anzeiger Zs BrfiI)ItoeUntüetfitatii>nidettiB.£aNge General-Anzeiger für Oberhessen TssssBr* ZWW Oertliche Stoß- und Spähtrupptätigkeit im Offen von Einsatz nicht zurück. Generaloberst von Arnim. Der Die auf den Schlachtfeldern Afrikas und Rußlands erprobte deutsch-italienisch« Waffenbrüderschaft wird in ihre letzte und höchste Bewährung treten,wo immer der Feind die Südfront angreift. Praktisch kann sich dies um so eher auswirken, als durch den vorläufigen Abschluß der Kämpfe in Nordafrika eine sehr beachtliche Konzentration der Achsen st reitkräfte im Mittelmeerraum möglich geworden ist. Das gilt vor allem für den Luft- und Seekrieg. Die zur Sicherung des Nachschubs nach Libyen und Tunis eingesetzt gewesenen Luft- und Seestreitkräfte der Achse werden nunmehr für andere Aufgabe n frei. Welcher Natur diese sind, braucht hier nicht angedeutet zu werden. Es mag der Hinweis genügen, daß das Mittelmeer nach wie vor ein Niemandsland ist. Die Gefahr, es zu passieren, ist für den Feind nicht geringer geworden. Die Annahme, daß nach dem Fall von Tunis der Seeweg durchs Mittelmeer nach Aegypten und dem Nahen Osten frei geworden wäre, ist eine Illusion, die daran vorbeisieht, daß die gesamte Nordküste des Mittelmeers in der Hand der Achse ist. Die Lage am Aermelkanal zeigt, daß ein Durchgangsmeer nur dann ungehindert benutzt werden kann, wenn beide Anrainer dies gestatten. 11 w n t h t u । c Bildung der Süd front und ihre Erhärtung von der Pyrenäen grenze bis nach Thessalien ermöglicht zu haben, ist das Verdienst der deutsch-italienischen Streitkräfte in Nordafrika gewesen. Sie haben den Feind Jahre hindurch und nach der Landung der amerikanischen Streitkräfte noch- einmal sechs Monate in Afrika festgehalten und es damit verhindert, daß er die europäische Südf-tont in einem Augenblick angreifen konnte, wo dies mit geringerem Risiko allenfalls möglich gewesen wäre. Der berühmte Autobus, der in der angelsächsischen Kriegführung eine so große Rolle spielt, der Jnoasionsautobus nach Stifte uropa, ist um viele Monate verpaßt worden. Sollte er doch noch in Bewegung gesetzt werden, so steht alles zu seinem Empfang bereit.. Diese europäische Südfront ist nicht, wie Strategen am grünen Tisch in London sich einmal auszudrücken beliebten, der weiche Unterleib der Achse, den au'zureißen es keiner großen Anstrengung bedarf. Wie M Kundgebungen in Italien zum Fall von Tunis zeigen, ist der fanatische Wille des um sein Lebensrecht ringenden italienischen Volkes nur noch härter geworden. Neben der italienischen Millionenarmee stehen an der Südfront die Truppen der deutschen Wehrmacht. Sie werden jeden Zoll italienischen Bodens genau so verteidigen wie den ihrer eigenen Heimat. Oer Wehrmachtbericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 14.2Hai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront verlief der gestrige Tag bis auf örtliche Stoß- und Spählrupplätigkeit im allgemeinen ruhig. Schwere Artillerie des Heeres schoß Speicheranlagen von Leningrad in Brand. Del Tagesvorstößen britisch-nordamerikanischer Fliegerverbände gegen die besetzten w e st - gebiete und in Luftkämpfen über dem Atlantik wurden 14 feindliche Flugzeuge abgeschossen. 3n der vergangenen Rächt drangen britische Flugzeuge in das Reichsgebiet ein und griffen einige Orte in West- und Mitteldeutschland, vielfach auch kleine Landgemeinden, mit Spreng- und Brandbomben an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Bisher wurde der Abschuß von 34 feindlichen Bombern gemeldet, hauplmann Luetje erzielte als Rachkjäger gestern sechs Luftsiege. 3m Kampf gegen Großbritannien führte die Luftwaffe in der Rächt zum 14.2Hai einen starken Angriff gegen die 3ndustriestadt Chelmsford. Bombentreffer in Rüslungsbetrieben verursachten Die europäische Güdsroui. Lückenlos von der pyrenäengrenze bis nach Thessalien ausgedehnte Brände. Bier Flugzeuge kehrten diesem ....... Lbero-Amerika als Yankee-Kolonie Von unserem S.-Korrespondenten. unter dem Druck dieses Krieges und mit demokratischen Phrasen die südamerikanischen Staaten wie Ausbeutungskolonien behandeln. Nur Argentinien, das im Vorjahre eine von Washington angebotene Anleihe ab- wies, behauptet seine Selbständigkeit. Alle anderen sind in das Netz der Ausbeuter von Washington geraten und jammern als Enttäuschte und betteln, wie Camacho oder Peneranda, in Washington jetzt um Linderung ungeahnter, durch Washingtons Politik bewirkter Nöte ... Aber Roosevelt behauptet dreist und jahwefürch- tig, Washington habe seine Ausbeutungspolitik gegenüber Ibero-Amerika geändert! Dieser Roose- Neue Landgebiete von Panama j „erworben". Genf, 14. Mai. sDNB.) Nach Meldungen aus Panama stimmte die gesetzgebende Versammlung unter dem Druck der USA. nach mehreren Sondersitzungen dem Regierungsbeschluß zu, wonach weitere Landgebiete an die Vereinigten Staaten zu Stützp'unktzwecken abgetreten werden. zichten. Seine Sicherung für alle Zukunft ist ein unumstößlicher Programmpunkt in der Kriegführung der Achse. Dies hat das Kommunique anläßlich der letzten Begegnung zwischen dem Führer und dem Duce unmißverständlich zum Ausdruck gebracht. Um so.weniger besteht Anlaß, sich eurer nüchternen Beurteilung der durch den Ausfall von Tunis entstandenen Lage zu entziehen. Militärisch gesehen, besteht die Möglichkeit, daß nunmehr der Krieg an die europäische Süd- fr'ont herangetragen wird. Nordafrika war das Vorfeld dieser Front. Allein dies charakterisiert die Lage. Die beiden angelsächsischen Weltmächte haben unter Einsatz ihrer vollen Kraft nahezu drei Jahre benötigt, um dieses mit relativ schwachen deutschen und italienischen Kräften besetzte militärische Vorfeld Südeuropas in Besitz zu nehmen. Don der nächsten ungleich stärkeren Bastion, hinter der nicht schwache Expeditionstruppen, sondern die geballte militärische Kraft von über 40 Millionen Italienern und über 80 Millionen Deutschen und die Millionenzahl ihrer Bundesgenossen steht, wird der Feind durch den breiten Graben des Mittelmeeres getrennt Dieses natürliche Hindernis, das an Breite und Tiefe mit dem des Aerrnelkanals nicht zu vergleichen ist, muß der Feind überwinden, bevor er an irgendeiner Stelle der europäischen Südfront zum Sturm ansetzen kann. Der bisherige Verlauf hat die angelsächsischen Mächte, ungeachtet ihrer Macht zur See, nicht als Meister amphibischer Operationen gezeigt. Auf das Gallipoli des Weltkrieges sind in diesem Kriege die Jnvasionskatostrophen von Norwegen, Dünkirchen, Griechenland und schließlich Dieppe gefolgt. Die Unternehmungen in Norwegen, Nordfrankreich und Griechenland wurden zu Katastrophen für den Feind, obwohl die Abwehr zunächst nicht vorbereitet war. In Norwegen hatten die Engländer viele Tage, in Frankreich ein halbes Jahr, in Griechenland noch länger zur Verfügung, um militärisch Fuß zu fassen, bevor der Gegenstoß einfetzte, der mit dem schnellen Hinauswurf des Feindes endete. Diese Zeit steht einem Eindringling heute nirgend mehr zur Verfügung. Wo immer in Europa die Angelsachsen den Versuch einer 3nvasion auch unternehmen mögen, sie treffen auf eine vorbereitete Verteidigung. In Nord- und Westeuropa schirmt der Allan- tikwall die europäischen Küsten. An der Berlin, 14. Mai. (DNB.) Die „Deutsche Di-,europäischen Südfront hat dieser seine plomaUsche Korrespondenz" schreibt: Durch den Fortsetzung in «einem M i tt e lm e e r w a ll qe- Derlust des Brückenkopfes von Tunis ift [fünften, der, aus Beton, natürlichen Hindernissen der Vorhang über dem afrikanischen Kriegsschau-! und hunderttausender lebender Leiber zusammenplatz zunächst medergegangen. Daß er eines Tages gesetzt, sich dem Angreifer entqegenstellt. Die wieder hochgehen wird, steht a u ß e r ! l ü ck e n l o s e Bildung der Südfront und Zweifel. Europa braucht den afrikanischen " Raum. Es kann und wird nicht auf ihn ver- tfnfere Afrikaner. Von Dr. Ernst Bayer. Der Verfasser dieses Artikels kämpfte selbst längere Zeit in den Reihen des Afrikakorps und würdigt somit die Leistung unserer Afrikakämpfer aus eigener Erfahrung und persönlichem Erleben. Als zu Beginn des Jahres 1941 zum ersten Male, und da noch ganz vereinzelt, die olivgrüne Uniform des deutschen Afrikakorps im Straßenbikd Deutschlands erschien, trug sie an sich den Reiz der Neuheit und man umkleidete sie in den eigenen Gedanken mit dem Fluidum der Abenteuerlichkeit und des Geheimnisvollen. Alles, was diese Uniform versprach, war ja bis zu einem gewissen Grade unbekannt und geheimnisvoll. Als dann die ersten stolzen Meldungen von dem afrikanischen Kriegsschauplatz die Heimat erreichten, wurde für die Männer in den neuen Uniformen jener hohe Ehrentitel geprägt, der für alle Zeiten seine Gültigkeit hat: Unfere Afrikaner. Immer wenn heute die! Uniformen auftauchen, die die afrikanische Sonne bis zu einem Weiß grau ausgelaugt hat, so sehen die Augen der Heimat auf diese Mänenr mit Ehrfurcht und stolzer Bewunderung. Diese Ehrfurcht gründet sich nicht so sehr auf das Wissen um das- - was die Hochachtung vor ihrer Leistung ausmacht, sondern sie wurzelt mehr in der Ahnung dessen, was diese Männer im Laufe der vergangenen zwei Jahre auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz ari körperlicher und seelischer Bereitschaft in ihrem zermürbenden Doppelkampf gegen den Feind und die vernichtenden Kräfte der Natur in ihrem Einsatz für die Heimat aufgebracht haben. Die Welt verfolgt die Ereignisse im afrikanischen Raum seit zwei Jahren mit größter Spannung, nur sachlich interessiert an. den rein militärischen Vorgängen. Die deutsche Heimat tut es mit dem Herren. Nur meterweises Vordringen habest unsere eolbaten der anglo-amerikanischen Heb erwacht gestattet. Es gibt keinen Meter Boden zwischen El Alamein und Bizerta, der nicht von deutschen Soldaten in treuer Waffenbrüderschaft mit ihren italienischen Kameraden mit der ganzen Leidenschaft eines tapferen Soldatenherzens verteidigt worden wäre. Drei Dinge sind es, die den Ruhm der in Afrika kämpfenden deutsch-italienischen Soldaten begründet haben und für alle Zeiten als leuchtendes Beispiel eines übermenschlichen Heroismus voranleuchten werden: Angreifen, ausharren und nie verzagen. Unter diesen drei Leitsternen stand von der ersten Stunde an das ganze Kampsgeschehen im afrikanischen Raum. Vielleicht würde es unglaublich erscheinen, wenn man die Zahl der Männer nennen würde, die in den ersten Monaten (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Lissabon, Mai 1943. ! Die Balken in Ibero-Amerika und die Bäume bogen sich, als Roosevelt kürzlich in seiner ! Pressekonferenz behauptete, er habe wegen der ; früheren Finanzmethoden Washingtons gegenüber Ibero-Amerika den bolivianischen Präsiden- ien Penaranda um Entschulftigun g gebeten 'M der mexikanische Präsident Avila Camacho habe ihm bestätigt, daß jetzt „die Zeit der Ausbeutung Jbero-Amerikas durch die USA. vorüber ■ sei". Roosevelt pflegt feine Reden und Äußerungen auf der Pressekonferenz stets von anderen ver- ' fertigen zu lassen. Er hat nach amerikanischen Zeug- : nissen niemals selbst eine Rede verfertigt. Er sei, so wird weiter gesagt, auch gar nicht dazu in der £age. Aber — hat sich jetzt ein Verfertiger der Roosevelt-Speeches mit ihm einen Scherz erlaubt auf den dieser kuriose Präsident hereingesallen ist? Denn alle Tatsachen sprechen ganz anders, und sogar der von Washington ausgehaltene Präsident Boliviens, eben jener von Roosevelt zitierte Penaranda, hat bei seinem Besuch in Washington geradezu die Ausbeutung Boliviens durch den notdamerikanischen Dollarimperialismus zu- oeben müssen. Er sagte am Tage, bevor Roosevelt sich diese Irreführung erlaubte, in Washington auf einer Pressekonferenz: ,Infolge der Kriegszustandserklärung durch Bolivien kann die Zinnproduktion um 20 v. H. erhöht werden, da weitere 10 000 (bo- lwianische) Arbeiter für die Förderung eingesetzt werden." Bolivien fördert im Catavi-Gebiet etwa ein Viertel der Weltproduktion an Zinn: die Gruben tehen unter ftem Finanzdiktat der Yankees. Nun brach anfangs Dezember 1940 gerade Jort ein Grubenarbeiteraufstand aus, der den Charakter eines Generalstreiks annahm und von Pena- sanda mit der Verhängung des Belagerungszustands beantwortet wurde. Die bolivianischen Sklaven bes Yankeekapitals klagten über zu schlechte Ent- lohnung, ferner darüber, daß in den Warenhäusern her den nordamerikanischen Grubenbesitzern gehrenden Pa tinjg-Gesellschaft geradezu Wucherpreise von ihnen gefordert wurden. Die „Ultima Hora" n der bolivianischen Hauptstadt La Paz aber flachte einen Aufsatz, der Roosevelt direkt o r t b r u ch vorwarf. Roosevelt hatte den Boli- nanern versprochen: eine Anleihe von 25 Millionen Dollar, ferner weitere 5V2 Millionen zur Erschließung der bolivianischen Erdölquellen und 2 Millio- 5en zur Stabilisierung der bolivianischen Währung. Lichts sei gehalten worden, und die versprochenen vieferungen von USA.-Stahlwaren und (Eifern rzeugnissen seien auch ausgeblieben. Es hat etwas Lragifomitoes, daß Bolivien auf Geheiß Roofe- selts den Achsenmächten den Krieg ankündigte und 1 den Hoffnungen auf die Yankees so betrogen Mirfte, daß jetzt in Washington Penaranda um die -uleihe betteln und erzählen muhte, wie weit er Wie Bolivianer in die Zwangsarbeit für den Wa- tingtoner Profit eingefpannt hat. Aber auch Mexiko ist gar nicht zufrieden. Ge- ade jetzt hat das Londoner Fachblatt, der „Econo- }ift", einen aufschlußreichen Artikel über die Enttäuschung Mexikos gebracht. Bereits im Juli 1941 hätten die Yankees die ganze Produktion Nexikos an strategischen Materialien, wie Silber, !8lei, Zink, Kupfer, Antimon, Chrom ufro., in tausch und Bogen aufgekauft, und Mexiko habe ^ch dem Kriegseintritt der Yankees weitere Ab- bmmen mit Washington über Lieferungen von öeld und technischer Unterstützung der mexikanischen Cruben und Eisenbahnen usw. abgeschlossen, und B»ar hätten diese Unterstützungen g ra t i 5 erfolgen Klien. Mexiko ist daraufhin in den Krieg eingetre-- «n, aber — Washington hat sich jetzt ausgerechnet, H Mexiko ihm viel Geld schulde und daß es feine wen nur auf Kredit, also gegen hohe Zin - I* n, erhalten könne. Daher sei der mexikanische Mfrbent Avila Camacho in Washington gewesen. was sagte der spaßige Roosevelt über ihn? Ein drittes Beispiel: Uruguay. Im November J'42 stimmten die Uruguayer über die Beibehaltung Neutralitätspolitik ab. Unter ungeheurem jhirm der Juden und ihrer Presse stimmten 130 000 Uruguayer für den neutralitätsfreundlichen Kanditen Herrera, aber 240 000 für den jetzigen Prästanten A m e 3 a g a , der im Kielwasser Roosevelts Mt. Damals hatte Washington selbstverständlich Uruguay eine Anleihe von 20 Millionen Dollar füf Deutliche Arbeiten versprochen, aber über die Bergungen diesSV Anleihe, die von der nordamerika- ?‘d)en Export- und Jmportbank gegeben werden Wie, ist jetzt die uruguayische Oeffentlichkeit gerade- entsetzt, und selbst Präsident Amezaga hat da- £gen protestiert. Bereits im März 1943 wurde im Parlament von Montevideo eine Interpellation ein- ^bracht und verlangt, daß die Regierung in direk- Verhandlungen mit Washington eine Aende- der Kreditbedingungen erstreben oder von dem ■Ertrag zurücktreten solle. Jetzt, anfangs Mai, hat IjHte • Mehrheit der Deputiertenkammer mit 70 ||’eKn 68 Stimmen die Regierung Amezagas auf= ||Norbert, sich zu der früheren Interpellation und allem über die neue Form der Kreditbedingun- ||to der USA., die eine Kontrolle über die Ber- ||?;n.^Un9 des Kredits vorsehen, also mit der Sou- llin'änität Uruguays nicht vereinbar sind, zu äußern. js aber sagt Mister Roosevelt dazu? II Leiter zu' Venezuela. Der Staatspräsident ||:°» Venezuela, Medina, hat offen »^ebim, ||,Q1 das Land unter dem Krieg schwer leidet, datz k'lle Hoffnungen auf Washington ver- l i ch waren, daß die Arbeitslosigkeit zunahm, Lebensmittelpreise in steiler Kurve nach oben H^fien und der venezolanische Staatshaushalt mit ll:l3gaben für militärische Zwecke überbürdet sei. li^balb habe man die Steuern um nicht weniger K W v. H. erhöhen müssen, und nuch die Del« IrMtrie müsse jetzt heran, die hauptsachl.ch m den Händen der Yankees sich befindet Außerdem habe man Anleiheoerhandlungen mit Washington aufgenommen, aber sie seien noch nicht abgeschlossen. Dabei könne Venezuela ohne eine sonstige Anleihe finanziell nicht bestehen. Daß die Ursache der venezolanischen Nöte die Folgen des von den Yankee- Juden gewollten Krieges und damit die Versklavung oudamevikas bedeutet, das will aber Mister Roosevelt nicht wahr haben. Und schließlich Brasilien. Es hat sich den Yankees verschrieben und erletzt jetzt, wie diese das Land ausbeuten, wie sie die brasilianischen Unternehmen oerjüdeln, wie die Schwierigkeiten, unter denen Brasilien steht, seitdem es den Krieg erklärte, in arithmetischer Steigerung zunehmen, nicht nur wfolge des Kampfes der deutschen U-Boote und der Transportschwierigkeiten. Alle ibero-amerikanischen Republiken stehen heute w Tatsache gegenüber, daß die Finan.zhyänen der Wallstreet in Neuyork und dir Juden um Roosevelt Der wichtigste Anrainer des Mittelmeers ist nach wie vor d ie A chs e. Sie ist es, die die Mehrzahl der Luft- und Seestützpunkte dort in der Hand hält. Daß diese Problematik dem Gegner oertraut ist unb daß auch der Fall von Tunis daran nichts wesentliches ändert, zeigt die neuerliche Reise Churchills nach Wa s h i n g t o n. Wenn Roosevelt und Churchill sich in Casablanca darüber einig gewesen wären, was nach dem von ihnen damals als viel früher angenommenen Fall von Tunis geschehen solle, so brauchte der britische Premier« minister nicht jetzt zum 5. Male zu Roosevett reifen^ Man kann im Gegenteil annehmen, daß die Er« fahrungen, die die Achsengegner im Tunis-Feldzug gemacht haben, diese ursprünglich für viel spätes geplante neuerliche Aussprache schon jetzt herbeige« führt haben. Dafür spricht das starte militärische Gefolge, das Churchill begleitet. Tunis war der erste Feldzug, in dem die Engländer Gelegenheit hallen, die militärischen Qualitäten ihrer amerikanischen Verbündeten aus direkter Anschauung kennenzulernen. Erst in Tunis haben die Briten herausfinden können, ob und inwieweit die amerikanischen Streitkräfte, ihre Führung, ihre Menschen und ihr Material überhaupt für eine Invasion irt Europa geeignet sind. Den Schlüssen, zu denen die britische Kriegfiihrung gelangt ist, braucht hier nicht vorgegriffen zu werden. Die gedämpften Kommentare der britischen Presse zu Tunis lassen darauf schließen, daß es in England genügend Leute gibt, die erkennen, daß die eigentlichen Schwierigkeiten überhaupt er st beginnen. Auch ist es auffällig, daß Churchill die britischen Militärbefehlshaber in Indien zu den Besprechungen nach Tunis hinzuzieht. Dies kann nur damit erklärt werden, daß man in London allmählich gelernt hat, den Krieg als ein zusammenhängendes ganzes 3U begreifen. Diese Erkenntnis aber zwingt ftie Angelsachsen dazu, die Lage an den übrigen Fronten zu prüfen, bevor neue Aktionspläne in die Tat umgesetzt werden. In Washington wird also zunächst mal ausgehaüdell werden müssen, wer wen zum nächsten Angriff vorschickt: Churchill die Amerikaner gegen Europa oder Roosevelt die Engländer gegen Burma. Der burmesische Kriegsschauplatz ist in der amerikanischen Presse kürzlich als die „vergessene Front" bezeichnet worden. Auch wird der angelsächsische Kriegsrat in Washington kaum da-, durch erleichtert, daß Stalin ihm abermals fern« bleiben wird. Die Positionen der Achse in Europa und Japans in Oftasien sind heute so stark wie jemals. Peripherie Ereignisse wie in Tunis oder Neu< Guinea mögen dem Feind gelegentlich einen tat- tischen Erfolg bringen, auf die Gesamtstrategie diei ses Krieges haben sie keinen Cinstuß. Führer und der Duce haben dem Generaloberst von Arnim, der die deutsch-italienischen Truppen m Nordafrika seit einiger Zeit befehligte, unb den Truppen für ihren Heldenkampf in Tunesien telegraphisch ihren Dank und höchste Anerkennung zum Ausdruck gebracht. I Kämpfer in Jtotbafrifa. hohe Auszeichnungen für mir „Tasso", an der „Iphigenie beitete, vor weiterem Verse erfoH gesichert. Das Ergebnis Am Freitag traf bie Leiterin der finnischen Cotta. zwischen Japan und den Vereinigten Staaten schwach bevölkert. hochfchulnachrichten. Im Alter von 79 Jahren ist Geheimrat Dr. Karl Diehl, Professor der Nationalökonomie an der Universität Freiburg, gestorben. Er war 1864 in Frankfurt geboren. Seit 1908 wirkte er an der Frei« burger Universität. Er gehörte zu den angesehen« sten Lehrern der nationalökonomischen Wissenschaft und war ein gründlicher Kenner der klassischer. Nationalökonomie. Sein Hauptwerk ist die „Theore- tische Nationalökonomie" in vier Bänden.Der Filmschauspieler Earl Ludwig Diehl ist ein Sohn non Geheimrat Diehl. — Prof. Dr. Wilhelm Bockemüller, Konservator am Chemischen Institut der Universität Würzburg und Leiter der organischen Abteilung dieses Instituts, wurde als Ordinarius für Chemie an die Luftkriegsakademie berufen. Bockemüller wurde 1901 in Würzbürg geboren, ftu« dierte in seiner Vaterstadt, promovierte dort 1926 und habilitierte sich ebenda 1934 für Chemie. 1941 wurde er außerplanmäßiger Professor. Seine Veröffentlichungen liegen auf dem Gebiet der organischen Chemie. — Im 71. Lebensjahre starb m Marburg der Landesobermedizinalrat und Direktor der Landesheilanstalt a. D. Pros. Dr. Maximilian Ja h r m ä r k e r. Er stannnte aus Hessisch-Lichtenml und war 1898 in den Dienst der Landesheilanstan Marburg getreten, deren Direktor er 1914 wurde. Seine wissenschaftlichen Arbeiten liegen vornehmlich auf dem psychiatrisch-klinischen und forensischen biet. Besondere Anerkennung fand Prof. Jahrmar« ker als Gutachter auf gerichtlich-psychiatrischem Gri biet 1937. Mac er m den Ruhestand getrelM Für hervorragende Tapferkeit bei den Kämpfen in Nordafrika verlieh der Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Willibald B o r o w i e tz (links), Kommandeur einer Panzerdivision, als 235. Soldaten und an Hauptmann Hans-Günther Stetten (rechts), Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment, als 236. Soldaten der deutschen Wehrmacht. (Scherl-Bvlderdienst-M.) dem „lieben Fluß", sechs Jahre wohnte, die nördliche Seitenwand erneuert. Dadurch wird das Weimarer Parkkleinod, in dem Goethe am „Tasso", an der „Iphigenie" und am „Faust" ar- Da6- Me Wlke tragen Kriege isaiml Gesetz wissen Md fltbrod brech" zroE vor al funft r unsere- Zollen dem halb l Freust! die ein zen en Tägl ter u: und he der Li stellung ihr lieb des he hause i Bild dk ner fämpft, der er 3m. ren De eine H heimkel Söhne ausgehc macht Frauen । ne sozialisi bolschert oder @( fraulich« stolze 'S sicht deu ren Qut harten mächtni! Einsatz j suchen. Viele an der < Ruf de- arbeii ihren S kleinerer sie mich den. Sil die ffab: und Sö mat uni Mumlio deutscher gen. Ur kommen tun in i über in Betriebs sagen di seren Ki ganz gel helfen, d Solam Söhne d 3nbegrifs solange: daß ihre nochmals gewaltige Anprall 1 Aeg nid sich der jenen M Volke Ki Italiens Glaube an seine Stärke. Oer Feind wird auf einen „gewaltigen Abwehrwall des Willens und der Waffen«' stoßen. rationen beyanmn mit einer Beschießung der Insel durch Schisssartillerie und gleichzeitiger Bombar« dierung durch Flugzeuge. Die Aleuten-Jnsel Attu wurde von den Ja- panern im Verlauf ihrer am 7. Juni 1942 begonnenen Operationen gegen die westlichen Inseln der Aleuten-Gruppe besetzt. Seitdem bauten die Japaner die Insel zu einem Stützpunkt aus. Lor einiger Zeit meldeten nordamerikanische Luftaus- klärer, daß die Japaner mit der Anlegung von Flug- rlätzen auf den Inseln Attu und Kiska beschäftig seien. Da die USA.-Marine hierin eine außerordentliche Gefährdung ihrer Positionen im Noch- Pazifik sah, wurde mit regelmäßigen Luftangriffen auf die japanischen Stützpunkte auf den Alöuten begonnen. Da diese nicht zu dem gewünschten Erfolg einer Lähmung der japanischen Aktivität geführt haben, soll das auf der Insel Attu gelandete Expeditionskorps der USA.-Wehrmacht nun offenbar versuchen, die japanische Bedrohung auszuschalten. Die Insel ist eine der größten Inseln der westlichen Aleuten, 104 Kilometer lang, 52 Kilometer breit und von über 1000 Meter hohen Bergen be» deckt. Infolge der ungünstigen klimatischen Lage macht die Insel einen äußerst unwirtlichen Eindruck. Sie war bis zum Ausbruch der Feindseligkeiten Gin geheiligtes Recht Italiens „Wir wissen, daß wir zurückkehren werden/' Einheitliche zentrale ReichswirtschastspolM Eine Rede des ReichswirtschastSministerS. Reichs Hauptstadt ein. Sie erwiderte einen Besuch von Frau Scholtz-Klink in Finnland und wird die Gelegenheit benutzen, mit führenden Frauen der deutschen Frauenorganisation Erfahrungen auszu- taulschen. * Der ehemalige Ministerpräsident von. Sindh, Khan Bahadur Allah Bakhsh, wurde am Freitag- morgen in Schikarpur erschossen, wie amtlich bekanntgegeben wird. Die Hintergründe zu diesem neuen politischen Mord des Secret Service werden offenbar, wenn man sich daran erinnert, daß der Ermordete vor kurzem zum Protest gegen die englische Politik in Indien den Titel „Sir" an die britische Reaierung zürückgab. Bald darauf erfolgte ein Ausscheiden als Ministerpräsident von Sindh. Dieser aufrechte indische Nationalist war den englischen Machthabern in Indien ein äußerst gefährlicher Gegner. Kampfe auf der Lusel Atiu. Landung der Nordamerikaner. Tokio, 14.Mai. (Europapreß.) Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Freitagnachmittag bekannt: „Starke amerikanische Einheiten begannen am 12. Mai Landungsoperationen auf Attu, der westlichsten Insel der Alöuten-Grupp e. Die auf der Insel stationierten japanischen Truppen verwickelten die Amerikaner in heftige Kämpfe, die noch andauern." Die 9borbameritaner näherten sich am 12. Mai unter dem Schutze dichten Nebels, der gegenwärtig das gesamte Seegebiet um Mtu bedeckt. Die Ope- Der Reichswirtschaftsminister streifte dann die S t i l l e g u n g s m a ß n a h m e n und betonte ihre absolute Notwendigkeit im Hinblick auf die Erfassung und Mobilisierung aller Arbeitsreserven im Einsatz für den totalen Krieg, des Arbeitseinsatzes und der Stille Kunst und Wiffenschast. Wattraub Schüttler und Heinz Schröter koyzerkieren in Berlin. Die aus Gießen stammend^ Geigerin Waltraud Schüttler und der Pianist Heinz Schröter konzertierten in Berlin. Die Presse schreibt zu diesem Konzert, wie man uns mitteilt, u. a.: „Waltraud Schüttler ist unter den jungen geigerischen Begabungen eine der außerordentlichsten und zukunftsreichsten. Auf eine sehr bezwingende Art entzündete fick bas temperamentvolle Spiel der mit ungewöhnlichem Erfolg aufgenommenen Künstlerin, die von Heinz Schröter in seltener Hebereinstimmung begleitet wurde." hutten-Feier in Trier. Eine Reichsfeier zum Gedenken an Ulrich von Hutten, die der Bedeutung des vor 455 Jahren geborenen mannhaften Streiters für das deutsche Nationalbewußtsein Gerechtigkeit widerfahren ließ, wurde in Trier durchgeführt. Goethes Gartenhaus wird erneuert. Berlin, 14. Mai. (DNB.) Auf einer Tagung der Reichswirtscha stskammer aus Anlaß der inzwischen vollzogenen Bildung der Gauwirtschaftskammern und Wirtschaftskammern sprach Reichswirtschaftsminister Funk über die Neuordnung der deutschen Wirtschaftspolitik. Der "Minister führte u. a. aus: Das mit den Gauwirtschaftskammern fertiggestellte Haus der Wissenschaft werde sich als festgefügter Bau erweisen, in dem die deutsche Wirtschaft die Aufgaben erfüllen könne, die ihr der Krieg in immer höherem Maße stellen müsse. Die Gauwirtschaftskammern hätten der Organisation der gewerblichen Wirtschaft eine neue Form und einen neuen Inhalt gegeben. Die Form würde einfacher und klarer und der Inhalt politisch vertieft. Für die politische Führung ist es von besonder Bedeutung, in den Gaumirtschaftskammem und Wirtschaftskammern nun ein Instrument zur einheitlichen Wirtschaftsführung in den Gauen zu besitzen. Zugleich bildeten die Gauwirtschaftskammern ein wichtiges Mittel zur Durchsetzung einer einheitlichen Reichswirtschaftspolitik, da sie ihre politischen Richtlinien vom Gauleiter und ihre sachlichen Direktiven vom ReichswirtschaftS' Minister erhalten. Der Reichswirtschaftsminister unterstrich, daß alles, was regional geschaffen werden könne, regional geregelt werden müsse. Fragen, die aber nur die zentrale Wirtschaftsführung regeln könne, müßten dieser überlassen bleiben. Eine ein heitliche zentrale R e i ch s w i r t s ch a f t s - Politik sei im übrigen für einen autoritären Staat eine Selbstverständlichkeit und im Zeichen des totalen Krieges eine unabdingbare Notwendigkeit. Goethes berühmtes Gartenhaus am Park in Weimar, das dem Dichter 1776. vom Herzog Karl August zum Geschenk gemacht wurde, war in den letzten Jahren durch unterirdisches Ouellwasser stark in Mitleidenschaft gezogen roorben. Jetzt wird an dem Hause, in dem Goethe mit besonderer Vorliebe inmitten der Stille der Natur an der Ilm, Nom, 15. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Haushalts- und Wehrmachtausschuß des italiemschen Senats genehmigten unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Graf Suardo die Voranschläge der drei Wehrmachtministerien durch Akklamation, nachdem sie Rechenschaftsberichte der drei Unter» taat^fefretäre für Heer, Marine und Luftwaffe entgegengenommen hatten. Der Unterstaatssekretär im Kr iegsministerium, General Sorice, hob den jüngsten heldenhaften Einsatz der italienischen Truppen in Tunesien und den Beitrag der italienischen Armee zum Feldzug gegen Sowjetrußland hervor, der, wie er betonte, wiederholt auch in den deutschen Wehrmachtberichten anerkannt wurde. Er beschäftigte ich sodann mit den Maßnahmen zur Verteidigung der i tal i e n i s ct> e n Inseln und Küsten. „Die hohen Fähigkeiten der Führung und der Heldenmut der Truppen", so betonte Sorice, „bieten die sichere Gewähr, daß jeder An-- griffsversuch des Feindes auf einen gewaltigen Abwehrwall des Willens und der Waffen stoßen würde. Das italienische Volk verfolgt heute die in jedem Krieg unvermeidlichen Wechselfälle der Kriegführung mit begreiflicher Spannung, aber mit dem unerschütterlichen ©tauben der Stärke, weil es die Gewißheit hat, daß seine tapferen Soldaten unter dem befehl des 'Duce die italienische Flagge zum Siege führen werden." Admiral Riccardi, der Unterstaatssekretär im Marineministerium, beantwortete in seinem Bericht eine Anfrage über die Rüstung der italienischen Kriegsmarine. Schon die Tatsache, so fuhr er dann des Kampfes in Nordafrika den Briten gegenübergestellt wurden. Es entspricht den Tatsachen, wenn man sagt, es war „ein lächerlich kleiner Haufen". Aber diese an Zahl und Material unterlegene tapfere Schar der deutschen Afrikakärnpser hat von der ersten Stunde des Kampfes an unbeirrbar gegen die größte feindliche Uebermacht gefochten und das leuchtendste Beispiel der soldatischen Standhaftigkeit gegeben. Wer müßte sich in der Heimat nicht aufs tiefste vor unseren Afrikanern schämen, wenn er je kleingläubig und wankelmütig werden wollte. Sie haben nie verzagt. Sie haben das Recht, von uns das gleiche zu fordern. Sie standen immer unter dem Gesetz der Uebermacht, geaen das sie zu kämpfen hatten, und sind darüber hinaus zum Symbol des Heldenkampfes auf vorgeschobenem Posten geworden. Es waren und sind nicht gute Soldaten schlechthin, die in Afrika gekämpft haben und bis zur letzten Patrone dort kämpften. Es sind Männer, die um ihre Mission wußten. Männer, die immer und immer wieder im- Auf und Ab eines wechselvollen Kriegsglückes sich nicht in das Unvermeidlich Erscheinende fügten, sondern gemeinsam mit ihrem Fekdmar- schall Rommel, der für sie alle die ihm vom Führer verliehene höchste Tapferkeitsauszeichnung trägt, aus jeder Tiefe wieder glorreich aus eigener Kraft und Tapferkeit emporgestiegen, weil sie das Schlachtenglück nicht als etwas Gegebenes hinnahmen, sondern es immer und immer wieder versuchten auf die Bahn des eigenen Sieges zu zwingen- All jene Begriffe, wie „fern der Heimat", „auf vorgeschobenem Posten" vereinigen sich in dem Begriff „unsere Afrikaner". Sie stehen dem Herzen des deutschen Volkes besonders nahe, denn um sie haben wir in vielen langen Stunden qualvoll gebangt. Nicht nur rein militärisch und soldatisch, sondern auch menschlich. Unsere Männer zogen nach Afrika, ohne eine rechte Vorstellung von dem zu haben, was sie dort erwartete, denn kaum einer aus ihren Reihen kannte Afrika aus eigenem Er- leben, höchstens vielleicht aus der oder jener Erzählung, aus dem oder jenem Buch. Sie hatten der Vertrautheit der Brite« mit der Wüste nichts entgegenzusetzen als ihr trotzdem". Als die ersten Briefe aus Afrika tarnen, die die Spuren der Wüste an sich trugen, und bei deren Oefsnen gelber Sand Methoden, die den Lebenswerten des deutschen Menschen entsprechen und auf der Synthese der Werte der Vergangenheit mit den neuen, so überaus erfolgreichen revolutionären Kräften des Nationalsozialismus beruhten. Es sei daher grundfalsch, Vergleiche zwischen den Nationalsozialisti- fchen und bolschewistischen Wirtschastsmaßnahmen anzustellen. Für den Nationalsozialismus gehöre die Entwicklung der freien I ni t i ati v kr ä f te und der Selb st Verantwortung der Wirtschaft zu den vornehmsten Aufgaben. Die nationalsozialistische Wirtschaftsführung strebe daher auch keine Verstaatlichung und Bürokratisie- rung der Wirtschaft an. Der autoritäre Staat lenke die Wirtschaft nicht mit Konkurrenzunternehmun- gen und Beteiligungen, sondern mit den Machtmitteln des autoritären Regimes. Auf die Fragen der K r i e g s f i n a n 3 i e r u n g eingehend, wies der Minister darauf hin, daß eine erfolgreiche Preis- und Finanzpolitik die Voraus- setzung für die Stabilhaltung unserer Währung sei. Es gelte, später einen Ausgleich zwischen Sach- gütern und Schuldtiteln herzustellen, und bei der siegreichen Beendigung des Krieges seien auch alle Aussichten vorhanden, daß dieses Problem von der Güterseite her mit Erfolg gelöst werde. Im Vertrauen auf die Wirtschaftsführung gelte es, den Glauben zu stabilisieren, daß das heute gesparte Geld später einmal güterwirtschaftlich belegt werden könne, d. h., daß derjenige, der im Kriege gespart, sich im Frieden für dieses Geld etwas kaufen kann, und er wird billiger und besser kaufen können als heute. _ Reichswirtschaftsminister Funk richtete zum Schluß einen Appell an die Wirtschaftsführer, mit fanatischen Glauben und unbändigem Willen alle Kräfte für die Erringung des Sieges einzusetzen, denn in der deutschen Wirtschaftskraft liege ein mit- ml scheid end er Faktor für den Sieg. Kleine politische Nachrichten. König Boris von Bulgarien verlieh dem rumä- nischen Staatschef Marschall Antonescu das Groß- kreuz vom Orden des Heiligen Alexander mit Schwertern und Ordensschleife, und dem stellver- tretenden Ministerpräsidenten Professor Mihai Antonescu das Großkreuz des gleichen Ordens. Die Auszeichnungen wurden durch den Sondergesandten Pomenoff überreicht. fort, daß die italienische Kriegsmarine drei Jahre lang den Nachschub nack dem Balkan sichergestellt hatte, verdiene höchste Anerkennung. Diese Leistung wirke aber durchaus nebensächlich im Vergleich zu dem Kampf, den die italienische Kriegsmarine „um den Besitz Afrikas" geführt habe. Die italienische Kriegsmarine, die bisher alle Berechnungen der Sachverständigen über den Haufen geworfen habe, kenne nur eine Losung: „Standhalten bis zum Letzten, standhalten für Italien, den König und Kaiser und den Duce." Der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, Generaloberst F 0 u g i e r, sprach über den Beitrag der italienischen Luftwaffe im gegenwärtigen Krieg. Die italienische Luftwaffe habe dem Feind feit Kriegsbeginn folgende Verluste zugefügt: Versenkt 145 Handelsschiffe mit insgesamt 1060 000 BRT. und 67 Kriegsschiffe, darunter 20 Kreuzer, 21 Zerstörer und sieben U-Boote. Mit Sicherheit 2343 Flugzeuge abgeschossen, darunter 1944 im Luft- kämpf, wahrscheinlich abgeschossen 1000. Ferner habe die italienische Luftwaffe seit Kriegsbegmn 58 000 Lufttransporte durchgeführt und dabei insgesamt über 10000 Personen und 42000 t Material befördert. „Der Feind", so betonte General Fougier abschließend, „wird zweisellos seine Luftoffensive verstärken in der Hoffnung, die Widerstandskraft des Landes zu brechen, und er wird dabei auch nicht vor T e r r 0 r a n g r i f■ ‘f e n gegen die Zivilbevölkerung zurückschrecken. Die italienische Luftwaffe wird sich ihrer Tradition getreu voll einsetzen, um den Feind zp treffen und abzuwehren, wo immer er angreifen mag." herausrieselte, da endlich hielt auch die Heimat Worte in Händen, die etwas berichteten von dem, was das Leben und der Kampf in Afrika von dem einzelnen forderte. Nie klangen diese Briefe verzagt. Sie mochten erzählen von der Sorge um Wasser, von der Last der Hitze, von dem Kampf mit den ungewohnten Lebensbedingungen, von der Not der Seele in 'einem gänzlich fremden Land, nie aber stand ein Wort des Verzagens oder des Kleinmütigwerdens in ihnen. Dort brühen, das fühlte man in jedem Satz, schmiedete sich ein Block der Herzen, verbunden durch eine in fremdem Land um so tiefer gewachsene und sich immer neu bewährende Kameradschaft, ohne die diese Männer in der Wüste nicht hätten leben und kämpfen können. Es ist schwer, die Leitungen der deutschen Sol- baten in Afrika in das rechte Licht zu rücken, denn der Ausdruck der Worte ist viel zu arm, um das wirklichkeitsnah umreißen zu können, was diese Männer an Tapferkeit, körverlicher und seelischer Kraft, an menschlicher Größe und Widerstandswillen einsetzen mußten, um das vollbringen zu können, was von ihnen unter den schwierigsten Bedingungen, wie sie der Europäer überhaupt nicht kennt, gefordert werden mußte. Nur ungefähr ahnt die Heimat die Schwierigkeiten des Lebens, des Kampfes und des Nachschubs. — Sandsturm, afrb kanische Hitze, Wassernot sind Begriffe, mit denen man als (Europäer wenig anfangen kann. Mit einer seltenen Nichtigkeit trifft für all dies jenes Wort zu, das unsere Afrikaner so oft auf die Frage, was denn die Schwierigkeit des Lebens und des Kampfes in Afrika ausmache, der Heimat sagen mußten: „Alles! Man kann es nicht schildern, man Muß es erleben." Wenn nunmehr für unsere Afrikaner nach all den schweren Stunden ihres. zweijährigen Ringens in Afrika die schwerste Stunde kam, dann leuchtet über ihr wie in der vergangenen Zeit mit gleicher Kraft und Stärke das Beispiel der ' Standhaftigkeit. Tobruk, Sollum, El Ala- mein, Halfaya-Paß und Tunis sind Namen, die niemals vergessen werden. Sie stehen würdig an der Seite der Heldenkämpfe von Kreta, Narvik und Stalingrad. Weiche Herzen mögen sich von dem harten, soldatischen Schicksal unserer Afrikaner er- schüttern lassen. Für die Starken aber kann es nur ein Ansporn fein, ihnen den Dank in der Heimat so abzustatten, wie sie ihn auf Grund ihrer beispielhaften Tapferkeit allein verdienen und auch fordern können: es ihnen in ihrer Standhaftigkeit gleichzutun. Auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz hat in den Kämpfen der letzten zwei Jahre die Tradition des deutschen Schutzkorps unter Lettow-Vorbeck durch unsere Afrikaner neue Impulse bekommen. Die olivgrüne Uniform hat im deutschen Volk einen festen Platz erhalten, der nicht mehr wegzudenken ist und der eines Tages wieder mit neuer Kraft und neuer Tapferkeit so ausgefüllt werden wird, wie es die Leistungen und die unvergängliche Tapferkeit unserer Soldaten in Afrika als forderndes Vermächtnis hinterlassen. Angst vor tunesischen Franzosen und Arabern. Lissabon, 14. Mai. (Europapreß.) Die Besatzungsbehörden in Tunesien haben nach amtlicher Mitteilung vom Freitag die Einberufung aller wehrfähigen Franzosen angeordnet. Zunächst werden die Jahrgänge 1910 bis 1923 erfaßt. Die Einberufungen sollen, wie man hier erfährt, in erster Linie den Zweck haben, Auf- standsbewegungen der jungen Franzosen gegen die Besatzungsmacht von vornherein zu unterdrücken. Der nordamerikanische Grenz- schütz an der spanisch-marokkanischen Grenze ist be- achtlich verstärkt worden, da ständig Fluchtversuche aus den besetzten Gebieten unternommen werden. Nach einer aus Algier ein getroffenen Meldung hat die nordamerikanische Besatzungsbehörde bereits eine Reihe von Exekutionen vorgenommen. Es handelt sich bei den Opfern neben jungen Franzosen hauptsächlich um Araber, die der Sabotage angeklagt waren. Die Verhaftungen in Tunis werden fortgesetzt. Unter sieben Terroristen — sechs Juden. Sofia, 14. Mai. (Europapreß.) Die bulgarische Polizei verhaftete eine neue Terroristen- gruppe, die sich aus zwei Männern und fün Frauen zusammensetzte. Von den sieben Terroristen waren sechs Juden. Rom, 14. Mai. (DNB.) Der Minister für Italien isch-Afrika, General Terrazzi, nahm vor dem Finanzausschuß des Senats Stellung zu den Fragen von Italienisch-Afrika. „Italiens Soldaten haben sich in Afrika, und besonders in Nordafrika, heldenhaft geschlagen", so ührte Terruzzi u. a. aus, „nicht, weil sie damit einen kürzlich erworbenen Besitz verteidigen wollten, sondern weil sie im Innern fühlten, mit ihrem Kampf ein geheiligtes Recht Italiens zu schützen. Italien hat in Afrika Milliarden aus- gegeben, um Städte zu gründen, vollkommen verlassene Gebiete fruchtbar zu machen und den Lebensstandard der (Eingeborenen zu heben. Die Tat- ache, daß Italien während des gegenwärtigen $rieaes von feinen afrikanischen Gebieten abge- chlossen war, während der Gegner, wenn auch nur auf Umwegen, so doch auf sicheren und bequemen Wegen nach Italienisch-Afrika gelangen konnte, zeigt besser als alles andere die absolute Notwendigkeit, daß Italien Herr des Mit-- telmeeres werden muß. Bitterkeit erfaßt uns, wenn wir daran denken, daß wir der Heber- madyt haben weichen müssen. Wir wissen, daß wir ^urückkehren werden. Dafür ist uns die Stärke Gewähr, mit der sich unsere Soldaten bis zum letzten Augenblick im äußersten Zipfel von Tunis geschlagen haben. Hiervon sind wir am stärksten überzeugt. Italien und Gott will es, daß nicht nur Afrika, sondern daß auch das Mittelmeer unwiderruflich das unsere wird." Oie letzten Funksprüche. Rom, 14. Mai. (DNB.) Am Mittwochabend übermittelte ein Sender der 1. italienischen Armee, nachdem er vom Oberkommando den Be- ehl erhalten hatte, die 'Sendungen einzustellen und den Posten zu vernichten, zum Schluß zwei Funksprüche. des Arbeitseinsatzes und der Stillegungsaktion fci sehr befriedigend, da bisher mehr als eine Million Arbeitskräfte zusätzlich in der Kriegswirtschaft eingesetzt werden konnten. Der Nutzeffekt der Stillegung beziehe sich ober nicht nur auf die Freisetzung von Menschen (allein aus der Stilllegung bisher mehr als 130 000), sondern auch auf bas Bepeitstellen von Raum und Materialien sowie die (Einfparung von Energie, Rohstoffen und von Dienstleistungen allgemeinwirtschaftlicher Art. Wir müßten uns jedoch darüber klar sein, daß die Mobilisierung und der erfolgreiche Einsatz auch «cn Bo»-- nur ............ wuu. erreicht werden könne durch bic Anwendung von nvärd-Opgcm-isation» Fanni LuukomA, in dtt Der erste Funkspruch enthielt Abschiedsworte an die Kameraden der italienischen Wehrmacht mit der Aufforderung, unerschütterliches Vertrauen in die Führung und den Endsieg zu bewahren, der zweite forderte die Mütter und Frauen der tunesischen Kämpfer auf, nicht zu trauern, sondern auf ihre Söhne und Männer st 0 l z zu fein, die Übermenschliches geleistet haben. „Die Tunesienkämpfer", so schloß die Sendung, „sind vom Endsieg überzeugt und haben die Gewißheit, daß er erreicht und daß Italien nach Afrika zurückkehren wird." 5 Mittels an fhosphor- MHcheiweiß UMiicneiweifr angelagert Auch an Irre 06<» ..KoblenfrlmT vollkommen unschädlich TraumaPlast KIESEISAIRE < -f ■I Ein Nagel ist kein Niet. Solche Pfuschereien sind die Ursache vieler Verletzungen, die gerade heute vermieden werden müssen. Wenn Sie sich aber trotzdem mal eineArbeitsschrammeholen.dann gleich ein Wundpflaster auf legen. Wo verwendet man heute Burnus? ßumus für eile Wäsche — für allen Schmutz, das gift dann, wenn Burnus unbeschränkt zu habervfst tieute-snuß man sich im tiaushatt mit weniger Burnus behelfen end weicht nur die schmutzigsten Stücke mit. Burnus, dem Schmutzlöser, ein. So spart man Burnus und hat -- ohne langes Wochen*) — klare Wäsche . ober nie vergessen: täglich hauchdünn einreiben! das farbentreue, kontrastreiche Blendschutz-Glas AUERGESELLSCHAFT A.G. <&aü Jod-Tinktur 'ifepscr! finntßn Welt, im großen Ringen aller Kräfte uni Recht, Freiheit uni> Lebensraum, mitten im Kampf des Hellen Neuen gegen das drückende Alte tragen sie das junge Leben, das das Vermächtnis der Toten dieses Weltkrieges wahren und hüten wird. Ihr leuchtendes Beispiel strahlt hinaus zu den Kämpfern der Front in dös Grauen der Schlachten und zeigt den Männern, weshalb und wofür sie diesen Kampf bestehen. Die deutschen Mütter an den Wiegen, das junge Leben in den Wiegen, das sind herrliche, weithin sichtbare Zeichen des Sieg- glaubens und des Siegwillens der Nation. . Woher aber nehmen unsere Mütter die Kraft, die allen Stürmen der Zeit zu trotzen vermag und sie befähigt, die Last, die Härte, die Not dieses größten aller Kriege so tapfer mitzutragen? Es ist die Kraft, die aus fernster Vergangenheit her in der deutschen Frau lebendig ist: der mütterliche Instinkt, der in die Liebe zu den eigenen Kindern das ganze Volk und seine Zukunft einbezicht. Dieser mütterliche Instinkt hat durch den Nationalsozialismus seine klare, kompromißlose Ausrichtung erfahren. Wohl greift der Krieg mit seinen Schrecken der deutschen Mutter schwer ans Herz, Das Eiserne kreuz für DRk.-Schweslern. Wie kürzlich bekanntgegeben wurde, hat der Führer die DRK.-Schwestern Ilse Schulz (links) aus Wesermünde als sechste deutsche Frau und Grete Fock (rechts) aus Kiel als siebente deutsche Frau für tapferes und mutiges Verhalten bei ihrem Einsatz mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. (DRK.-Bildarchiv. Ferd. Urbans. jSch.j) aber sie weiß auch, daß es gilt, sich gegen eine feindliche, übelwollende Welt zu wehren, gegen eine Welt, die Volk und Heimat, Mütter, Väter und Kinder vernichten will. Klarer denn jemals sieht sie die Fratze des ewigen Juden im Hintergrund, erkennt sie die furchtbare Drohung des Bolschewismus, erlebt sie die Bombenüberfälle anglo-amerikonischer Mörder. Sie weiß, hier hilft kein schwächliches Zagen, hier hilft nur der ganze, der harte Einsatz aller gesunden Kräfte unseres Volkes. Aus ihrem mütterlichen Wissen heraus fühlt sie sich dem starken Wollen und den stolzen Zielen des Führers aufs engste verbunden; sie ist seine getreue Gefährtin auf den Wegen des friedlichen Ausbaues wie auf den Bahnen des aufgezwungenen Krieges, denn sie weiß, daß er es gut mit unserem Volke meint, vor allem mit den deutschen Müttern und ihren Kindern. Das Beispiel der deutschen Mütter aber leuchtet uns voran auf der durch Kampf und Opfer gezeichneten Straße in die größere Zukunft, in das Reich des Friedens, der Arbeit, des Mutter- Uüd Kinderglücks, das der Nationalsozialismus erkämpft und erstrebt. Hoffest auch Du „Akonit" benutzt, dani) hättest Du jetzt keine faulen Kartoffeln» Arthur Krone & Co», K.G., Buchschlag/Hessen verhindert Faulen und vorzeitiges Keimen dei Kartoffeln und Hackfrüchte! Carl Blank, Verbandpflasterfabrik Bonn/Rh. Sprechstunden wieder täglich van 13 bis 15 Uhr (außer Do. und So.) Frau E. Fink, Heilpraktikerin Llndenstroth (Station Reiskirchen). 03114 Hauptschristleiter: Dr.Srtedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschrtftletters: Ernst Blumschetn. Berantwortltch für Politik und «Uder: Dr. Fr. W. Lange; für da« Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brllhlsche Universttätsdruckerei «.Lange K.G. BerlagSleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. vnzeigenleiter: HanS Beck. — Anzeigenpreisliste Nr. 6. Mineral-Milcheiweiß c‘Präparat^, .... Fabrikationsräume oder stillgelegte Fabrik von 500 qm aufwärts, kauft Chemische Fabrik GrOning, Hamburg 21 OeuischesMufierium im Krieg X Von Fritz Oerter. saure 0 OT.-Männer: Oie ersten Europäer Ihr Werk sichert den Kontinent in Gegenwart und Zukunst. Von unserem W. St.-Sond erberichterstatter. steht aus dem sinnvollen Zusammentragen und aus der planmäßigen Vereinigung von Idee und Ausführung. Sie ist das Ergebnis eines Zusammenwirkens der Arbeiter der Stirn und der Faust. Da immerzu und immerwährend an diesen Festungsständen des neuen Europas geschafft wird, glaubt man, auch ohne bei irgendeines Anlage Halt zu machen, hie und da eine Gegenwart zu sehen, die schon erstarrt und somit im Begriffe ist, Vergangenheit zu werden. Rechts und links davon oder im Hinterlande entstehen immer neue Anlagen, und jeder, der dem Bau in den verschiedenen Abschnitten des Werdeganges zusehen kann, erkennt dabei die lebendige Leistung, die darin liegt. Nicht auf die Vergangenheit blickt der Beschauer, sondern auf jene Gegenwart, die die Zukunft verankert. Eisenbeton 'ist der hauptsächlichste Rohstoff, den die Organisation Todt verwendet/ denn die Waffen stellt die Rüstungsindustrie her. Zementmischmasch i- nen, die ähnlich großen Scheinwerfern entweder frei im Gelände stehen oder bombensicher unterge- vricht sind, kennzeichnen einen Bauplatz der OT. schon von weitem. Die langen eisernen Stäbe mit den gebogenen Enden, die Mischmaschine, in der Sand und Zement vermengt werden, die Pumprohre, durch die diese Masse hochgedrückt wird und dann in die genau abgegrenzte Form hineinfließt, das ist das . große Handwerkzeug der Organisation Todt. Bedient wird es durch die fleißigen Hände und starken Arme derer, die den Plan der Bauleiter ausführen, die die Idee eines großen Bunkers, einer Geschützstellung, eines U-Boot-Stalls u. a. m. ausgedacht haben und denen die Erfordernisse des Krieges die Verwirklichung solcher gigantischer Pläne nicht nur ermöglichen, sondern zur vaterländischen Pflicht für ihr Land und für Europa machen. Der unbekannte Arbeiter in der OT.- Uniform — der im Osten nicht selten seine Arbeit unterbrechen und zur Waffe greifen muß, und der im Westen die Waffe bereitliegen hat, falls es notwendig wird — ist tatsächlich der erste Europäer. Der deutsche Dormann, häufig ein älterer Arbeiter, muß in seinem Pflichtenkreis den europäischen Einsatz mit Hilfe von ausländischen Arbeitern verwirklichen, deren Sprache er oft nicht beherrscht und die selbst nur ihre Mutter- prache kennen. Sie sind Diener am gemeinsamen Werk, machen die gleichen großen Anstrengungen, teilen Unterkunft, Nahrung und Gefahr und legen in Zeiten des Kampfes und des Einsatzes die Grundlage zu einer Kameradschaft, die über ihr Werk hinauswachsen wird und den Boden für das Zusammenleben d er europäischen Nationen auch nach dem Kriege bereitet. Das kleine Glied in der großen Kette zu sein, ist keineswegs leicht, denn der Alltag mit seiner Forderung nach Arbeitsstunden und Arbeitsleistung drückt,, vor allem seitdem er nun schon Jahr um Jahr and'anert und ein Projekt, das eben fertig Wassergläser als Klingenschärfer? Nur wenige wissen es, aber in jedem normalen Wasserglas schlummert ein Rasierklingenschärfer. Scheinbar abgenutzte FASAN- Klingen mit dem Zeigefinger an die innere Wand des Wasserglases leicht angedrückt, mehrmals hin und her bewegt, gewendet und nochmals in der gleichen Weise geführt, werden wieder gebrauchsfähig. Sparsamkeit — Gebot der Zeit! Auf den Versuch-kommt es an — und Uebung macht deg Schleifermeister! (Rasierwinkc der FASAN-Rasierklingcn- und FA- SAN-Rasierapparatefabrik.) 1455V Dur* die Anlagerung von Mil*elwelB Ist Im Sllicol die Kieselioure vor dem Chemismus des Mögen-Dorm-Konols weitgehend geschützt und wird sehr günstig resorbiert. Daher genügt von Sllicol die vorgeschriebene geringe Togesdwhl nlleswertvoll, eogar alte BrilWolsungen ohne Gläser. VieOeidtf kann fhr Augenoptiker etwas Zeh erübrigen, dann ergänzt er sie mit den wertvollen Auer.Neophan BlendschutZ'Gläsern. / Ihre Augen werden ihnen dankbar «ein für den Gemrfll ää: tow&s ns SAL-VLN LSiL-äk- Krieges, der vernichtet und zerstört, die Bande der Familie gleißt und alle unter sein unerbittliches (Mefe zwingt Aber die deutschen Mütter von heute ®efe6: wissen, ^ Führung $ri-c$ leichtsinnig vom Zaun gebrochen hoben, londern daß er uns von verbrecherischen Juden und ihren Kreaturen aufae- ~n worben ist weil sie dem deutschen Votte, Uet? -em deutschen Kinde, eine glückliche Zu- funft mißgönnen, und weil sie auf den Grabhügeln unferes Volkes ihre Gewaltherrschaft aufrichtett Mehr als andere in der Heimat stehen sie bem Kriege nahe, mehr als andere leben sie des- mit der Front, spüren sie Liebe und Leid, Freundschaft und Feindschaft, Triumph und Trauer 03064 a.d.G.A. hij|ineraugen • Hornhaut,Warzen beseitigt unfehlbar Sicherweg. Nur echt in der Tube u. mit Garantieschein. * Tube 60 Pfg. eichet* Zu haben in den Fachgeschäften. Wohnungstausch I5äoV Geboten wird in Mannheim in guter Wohnlage sonnige 3-Zimmerwohnung mit Küche, eingebautem Bad u. Zentralheizung. Gesucht wird in Berlin, Gießen, Marburg, Freiburg oder Heidelberg gleichwertige Wohnung. Angebote erbeten unt. Fr. 15565 an Ala, Berlin W 35 yauMMr f. d. gr. Garten und d. Heizung gesucht. Geboten w.schöne2-Zim.- Wohn.m. Küche, Bad, Heizung u. Gartenanteil. Schr. Ang. unt. 03180 a.d.G.A. Frau über Mittag für leichte Küchenarbeit ges. [03196 „Zum Augustiner", Ludwigsvlatz. | Verkäufe | Trächtiges Vogelsberger Rind anf. Sept, kalb., zugfest gefahren, z. verkauf. [03133 Erda Nr. 154. Ein großer, viereckiger Eichenttsch ■ für 60,- RM. zu verkaufen. [osi64 : Sonnemeä. Nr. U2 Zweiter Blatt ^etzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) W./W. Mai 1943 NSG. Wie im der 60, Daß Verdunkelungszeit: 15. Mui von 22.10 bis 4.56 Uhr. 16. Mai von 22.11 bis 4.55 Uhr. ganzen Großdeutschen Reich, so Jungen und Mädel des Gaues Sonntag ihren Müttern für alle Mütter trugt Jahrtausende in Euch und tragt die Taten aller großen Toten. Und was aus Eurem Schoß geboren wird, m dem ist Männertreue aufgeboten. Aus Eurem Herzen bricht der starke Strom, der m das große Meer des Volkes mündet weil er die Zeit bestand. So ist ihm auch das kommende Jahrtausend treu verbündet." (Hans Baumann.) Schön rötlich die Kartoffeln sind Und weiß wie Alabaster, Sie sind für Mann und Woib und Kind setzung eine so große Aehnlichkeit mit unserem Blutfarbstoff aufwoist und der daher als Baustein für die Neubildung unseres Blutes von großer Bedeutung ist. * Es erscheint nicht unwichtig, auf die Gefahren der Kochkiste hinzuweisen; denn im Zeichen der Brennstoffersparnis liegt es nahe, auf dieses alte, nunmehr fast in Vergessenheit geratene Möbel zurückzugreifen. Das Vitamin C ist sehr empfindlich und wird bei langem Erhitzen dann leicht zerstört, wenn die Luft ungehindert hinzutreten kann. Beim normalen Kochen von Kartoffeln und Ge- nrüsen tritt dieser Zersetzungsprozeß nur in ge-- nngem Umfang ein. In der Kochkiste aber bleiben die Speisen stundenlang auf hoher Temperatur, und zudem kann die Lust hinzutreten, die beim normalen brodelndem Kochen durch den sich entwickelnden Wasserdampf abgehalten wird. Speisen, die an sich kein oder wenig Vitamin C enthalten, und daher für unsere Ditaminversorgung ohnehin nicht in Betracht kommen, wie Hülsenfrüchte, kann man natürlich in der Kochkiste gar kochen, es ist aber nicht ratsam, die Kochkiste für die dauernde und regelmäßige Verpflegung der Familie zu benutzen. Im Fachschrifttum ist der Fall eines schottischen Regimentes während des ersten Weltkrieges bekannt, das längere Zeit hindurch aus Kochkisten verpflegt wurde: es traten eine Reihe von Erkrankungen an Skorbut auf. Gesunde und zeitgerechte Ernährung ist in unserer Zeit der kriegswirtschaftlichen Bedingtheiten und Möglichkeiten nicht nur dringend anzuraten, sondern auch durchführbar. Aus dem Vollen zu wirtschaften, wie vor dem Kriege, ist kein ^Kunststück, dagegen ist es eine besondere Leistung jeder Hausftau, unter den kriegswirtschaftlichen Gegebenheiten schmackhafte und gehaltvolle Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen und damit der Gesundheit und der Leistullgs kraft täglich einen neuen Dienst 5U erweisen. Je mehr die Hausfrau hierbei alle Chancen unseres heimischen Anbaues ausnützt, um so großer ist der Erfolg für ihre Arbeit und damit für unsere Volksernährung überhaupt. Mr grüßen Oie Mütter! Die Hitler-Zugend zum Kriegs-Muttertag 1943. Dieselben Gesichtspunkte, welche die Betriebe veranlaßt haben, ihren Angehörigen Gelegenheit zur Einnahme eines warmen Mittagessens zu bieten, haben aber auch für jede Hausftau Gültigkeit. Die Hausfrau muß wissen und immer daran denken, daß sie bei Bevorzugung der Brotnahrung und Vernachlässigung des warmey Essens unter den gegenwärtigen Verhältnissen gar nicht in der Lage ist, sich und ihre Familie ausreichend zu ernähren. Sehr einschneidend für viele Hausfrauen ist die Erkenntnis, daß dies nick nur für die Mittaasmahl- zeit, sondern auch für die Abendmahlzeit gilt. Auch abends muß häutig warm gegessen und von der in den meisten Familien hergebrachten Sitte des kalten Abend..brotes" abgewichen werden. Dies bedeutet zweifellos eine starke Belastung der Hausftau, sie muß sich aber vor Augen halten, daß dies eben die einzige Möglichkeit ist, die Familie hinreichend zu ernähren. Es ist also grundmlsch, auf die regelmäßige Einnahme warmer Mahlzeiten mehr oder minder häutig zu verzichten, nur weil die Zubereitung der Speisen — und nicht minder das Aufwaschen des Geschirrs — unverhältnismäßig viel Zeit beansprucht, oder weil manche der Meinung sind, es lohne sich nicht, für eine Person überhaupt zu kochen, und es habe nichts weiter auf sich, wenn die übliche warme Mahlzeit durch einen Brotimbiß ersetzt werde. Derartige Ansichten sind durchaus verfehlt; denn der Körner will auch in der Ernährung leine "^seßmäß-ae Orhnuna haben, wenn er leistungsfähig bleiben soll. Daher ist dringend anzuraten. die Mahlzeiten regelmäßig ein'uneb- men und die warme Kalt zu Mittag bzw. Abend nicht ZU vernachlässiaen. In der Tat kann man mit Kartoffeln und Gemüse auch eine nahrhafte Abend- Leichiathletifche Wettkämpfe. Das Sportamt der Studentenführung meldet: Am morgigen Sonntagvormittag finden auf dem Unioersitätssportplatz leichtathletische Wettkämpfe statt, die von den Studenten unserer Universität, und zwar hauptsächlich von Angehörigen der schon oster hervorgetretenen Kameradschaft „Ulrich von Hutten" ausgetragen werden. Seit Jahren ist es >as erstemal, daß Gießens Studenten sich an die- em Meisterschaftswettbewerb der-deutschen Leicht- athletikvereine beteiligen. Es handelt sich dabei um Versuch zur Deutschen Vereinsmeister- chaft in der Klasse für Rasensportvereine. An die- er Veranstaltung wird außerdem der Lustwaffen- sportverein Gießen mit seiner Leichtathletikgruppe teilnehmen. Zum Austrag gelangen folgende Konkurrenzen: 100 Meter, 1.500 Meter. Weiterung, Kugelstoßen und eine 4X100-Meter-Staffel. ttune CSportnofüen Die Reichsjugendführung hat jetzt die Gruppeneinteilung für die Ausscheidungskämpfe zu den deutschen Jugendmeisterschaften im Fußball, Handball und Hockey sowie in der Leichtathletik und im Schwimmen bekanntgegeben. Es wurden jeweils 12 Gebiets-Gruppen gebildet. ** Di e nst j u b i l ä um. Auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Gemeinde Wieseck und der Stadtverwaltung Gießen kann der Stadtsekre- tär Otto Göbel II. zurückblicken. Aus diesem Anlaß erhielt der Jubilar ein Glückwunschschreiben vom Oberbürgermeister der Stadt Gießen. ** Linne-Vortrag 1 943. Der diesjährige Schalke 04 — Wilhelmshaven 05 1860 München — Kickers Offenbach DfR. Mannheim — Westende Hamborn Viktoria Köln — FV. Saarbrücken z Dresdner SC. — Eintracht Braunschweig LSD. Reinecke Brieg — Vienna Wien Berliner SV. 92 — Holstein Kiel SG. Warschau — VfB. KönigsbV'g. Fußball in Hessen-Nassau. Das feit längerer Zeit in Lauterbach in Aussicht genommene Fußball-Werbespiel führt den früheren Kurhessen-Meister RSG. Borussia Fulda nicht mit Hanau 93, sondern mit dem LSV. G i e- zen zusammen. — Hanau 93 spielt dafür am Pfingstsonntag, 13. Juni, in Gelnhausen aus Anlaß des 40jährigen Bestehens des 1. Gelnhäuser FC. 03 gegen eine Auswahlelf von Büdingen/Gelnhausen. — Am Pfingstmontag, 14. Ium, gibt es in Dillenburg anläßlich der Hundertjahrfeier des Tv. 1843 Dillenburg ein Werbespiel zwischen der Frankfurter Flakelf und einer Auswahl von Herborn/Dillenburg. VfL. 1860 Marburg — 1900. Die Blau-Weißen folgen morgen einer Einladung des DfL. Marburg zu einem Gesellschaftsspiel. Nach ber am vergangenen Sonntag nicht gerade glücklichen Partie gegen die Sportfreunde Wetzlar kommt es für die Blau-Weißen sehr günstig, daß Kraft H. in Urlaub ist, zu dem auch sein Bruder und Dinges erwartet werden. Da außerdem noch Maintz wieder einigermaßen gesundheitlich auf dem Posten ist, bmmt eine günstige Mannschaftsaufstellung zw- tande. Dies ist auch erforderlich, um gegen die Marburger mit einigermaßen gutem Erfolg zu be- Lehen. Die Gäste besitzen nämlich eine starke, gut eingespielte Elf, was der zweite Tabellenplatz in der diesjährigen Meisterschaftsrunde ausweist. Großen-Linden 1. Igd. — Daubringen 1. Igd. Am morgigen Sonntag tritt Großen-Linden wieder mit einer neu aufgestellten Mannschaft auf den 3Ian. Wie sie sich auf dem grünen Rasen zurecht- mbet, wird bas morgige Spiel zeigen, wo sie auf eigenem Platz gegen den spielstarken Gruppen- rneister Daubringen antritt. 5 kg 58, Spinat 16 bis 13, Römischkohl 20, Spargel 80 Rpf. bis 1,24 RM., Schwarzwurzeln 35, Rhabarber 18 bis 22, Lauch 35, Salat Oberkohlrabi 48, Rettich, das Bund 37 Rpf. Daß die besondere Aufmerksamkeit den Müttern gilt, die im Krieg ihre Männer und Söhne opfer- ten, ist selbstverständlich. Erfassen wir doch gerade heute ganz ben Sinn des Wortes, das einer ' Unseren schrieb: Ein rechtes Magenpflaster. - im Gemüse auch die zahlreichen anderen Vitamine, zum mindesten aber ihre Vorstufen (Provitamine) enthalten sind, sei nur nebenbei erwähnt. Hingewiesen fei aber noch auf den grünen Blatt- farbftoff (Clorophyll), dessen chemische Zusammen- mahlzeit Herrichten, durch die man die Brottatton ltteckt. Zahlreiche Gerichte können bei einem Koch- oorgang für zwei Mahlzeiten zugleich berge- stellt werden, wodurch man Arbeit und Brenn- materiat spart. Außerdem ist bekannt, daß manchmal aufgewärmte Gerichte besser schmecken als frisch gekochte. Wie sagt doch Wilhelm Busch von dem Gesunde und zettgerechte Ernährung Unterhaltung mit einem Gelehrten der Ltniversität Gießen. an diesem Tage unseren Müttern versprechen, ihnen die Schwere der täglichen Arbeit und ihres Ein- atzes zu erleichtern, wie es nur irgendwie in un- eren Kräften steht. Daher soll auch der Kriegseinsatz des Jungvolkes und der Jungmädel künftig noch mehr auf diese Hilfe abgestellt werden. .Die richtige Ernährung in der Kriegszeit, ÜL”. 11715 alle Lebensrnittel in unbe« Blaße und in beliebiger Auswahl 3ur Verfügung stehen, ist für jedermann von befonberer Wichtigkeit, denn von der richtigen Ernährung hängt unsere Gesundheit und unsere Leistungsfähigkeit ab. Wir haben uns über die Fragen der gesunden und zeitgerechten Ernährung mit Professor Dr. Feul- g en dem Inhaber des Lehrstuhls für physiologische Chemie an unserer Universität unterhalten. vm^ie wir auch kommen mögen ob bittend oder schuldbeladen, ob hungrig ober trotzig, freudvoll oder leidvoll. Mögen sich hundert Türen vor uns verschließen: das Mutter- Herz steht uns immer offen. Der Weg zur Mutter ist nie ein Wagnis, sondern immer eme Erfüllung. Ihr Wesen ist der Inbegriff der Gute und Treue, des Trauten und aller jener ftrafte lies Guten und Frohen, von denen wir un- beroufcr leben, die wir auch nie mit einem letzten .Kamen zu nennen vermögen. Im Wort Mutter" ftt alles beschlossen: Wurzel und Wipfel unseres Seins, tiefster Traum und taghelle Wirklichkeit einer tiebesfraft, die alles überwindet, alles leicht macht und alles verklärt. Unser Dank an die Mutter ist die Ehrfurcht vor chrem hohen Bild, ist die Gestaltung und Reifung unseres eigenen Lebens und Wesens, in dem sich ihr tieffter Traum verwirklicht. Rundfunkfeierstunde am Muttertag. Der Großdeutsche Rundfunk sendet am Sonntag, 16. Mai, von 10.15 bis 11 Uhr über alle deutschen Sender eine Feierstunde zum Muttertag mit Ansprachen von Reichsminister Dr. Frick und Reichsfrauenführerin Gertrud S ch o l tz - K l i n k. In der Sendung, die von Musik und dichterischen ' Worten umrahmt wird, sprechen außerdem Söhne und Töchter aus unserem Volke von ihren Müttern. Mütter-Ehrung in Gießen. Die Ortsgruppen der Partei werden am morgigen Sonntagoormittag die Ehrung der Mütter, denen das Ehrenkreuz der deutschen Mutter verliehen worden ist, in besonderen Feiern vornehmen. Die Feiern finden statt: Ortsgruppe Mitte im „Löwen", Neuenweg; Ortsgruppe Süd im „Tannhäuser", Frankfurter Straße; Ortsgruppe Nord im „Burghof"; Ortsgruppe Ost in der „Stadt Lich", Licher Straße. Feieransprachen und musikalische Darbietungen werden den Müttern die Stunde unvergeßlich machen. Kür Tapferkeit vor öem Keinüe. Der Unteroffizier Wilhelm Paulus aus Gießen, Wilhelmstroße 48, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Das Kriegöverdienstkreuz. Dem Gefreiten Helmut Volk aus Großen-Linden wurde das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern verliehen. (Siebener 2Bod)enmarffpreift. * Gießen, 15. Mai. Auf dem heutigen Wochen- ■ mar tt kosteten: PI orkenbutter, 1 la kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8, Kartoffeln, Ueberschauen wir unser Leben: vorn ersten Schritt den wir in die schützend geöffneten Arme der IRutter taten, bis hin an die Grenze unseres Levens, immer gingen und gehen wir den Weg zur Mutter und ihrem Herzen. Ihr Bild stand uns vor dem inneren Auge, als wir die Gefährttn um feres Lebens suchten. Kein Glück macht uns wahr- haft froh an dem wir die Mutter nicht teilhaben lassen Alle Lasten unseres Lebens verlieren ihr bedrohliches Gewicht, wenn wir uns mit ihnen zur Mutter hinschleppen. Ihr Wissen und Verstehen und Die Straft ihres Herzens hilft sie uns tragen — unb n>ie oft trägt sie sie bann allein! .. Kern Dank ist groß genug für dar, was uns die Mutter getan hat unb bis zu ihrem letzten Atemzug tut. Sie selbst erwartet keinen anderen Dank von uns, als daß wir echt unb stark, rein und örofj sind und bas werden, wovon sie träumte, als sie uns unter ihrem Herzen ftug. Ihr Glaube an uns ist ihre Freude "und ihr Stolz. Sie will ihr Fleisch unb Blut in uns blühen und reifcn sehen, auf daß der ewige Sinn der Liebe in Erfüllung gehe und vollendet werde. G. A -Epori. Zweite Vorrunde der Fußball-Meisterschaff. Die Kämpfe um die deutsche Fußballmeisterschaft werden am-Sonntag mit acht Begegnungen der zweiten Vorrunde fortgesetzt. Mit besonderer Spannung wird man den Ausgang der Spiele in München, Mannheim, Gelsenkirchen unb Dresden entarten, weil hier die Mannschaften im Kampf stehen, die als die aussichtsreichsten der diesjährigen Meisterschaft gelten. Der Kampfplan für den Sonntag lautet im einzelnen: Linnä-Dortrag findet im Botanischen Hörsaal lBrandplatz) am Dienstag, 18. Mai, 20 Uhr, statt. Professor Küster wird ,',Vorn Frühling" sprechen; fs wird der 24. in der Reihe seiner allgemeinverständlichen Gießener Vorträge fein. Siehe heutige Llizeige. ** Herbst-Abschlußprüfungen der Kaufmanns- und Facharbeiter-Lehr- ‘finge. Eine Bekanntmachung der Gauwirtschafts- - fammer Rhein-Main, Kammerbezirk Gießen, bekifft die Anmeldung zu den Herbst-Abschlußprüiun- flen 1943 der Kaufmanns- und Fachorbeiter-Lehr- « linge und Anlernlinge. Interessenten ersehen aus her Bekanntmachung nähere Einzelheiten. I ** Stenotypistenprüfung. Die von der Hauwirtschaftskammer, Kammerbezirk Gießen, ver- onftaltete Stenotypistenprüfung haben bestanden: in 180 Silben Sophie Wagester, Bernshausen; in « 150 Silben Elli Mandler, Heuchelheim: Annelie , Heinz unb Marianne Heißler, Gießen; ferner für lj infänger Hannelore Döring, Ottilie Hartmann, VSngeborg Hartmann und Ruth Lettow in Gießen. fat?bfr»t9 Gießen • Steinbach, lh. Mai. Am 17. Mai feiert Herr Wilhelm Launspach in körperlicher unb duftiger Frische feinen 7 0. Geburtstag. Wir gratulieren. Frankfurter Schlachtviehmarkt Frankfurt a. M., 15. Mai. (Vorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen A bis 46, Bullen 36 bis 45, Kühe 25,50 bis 45, - Arsen 37 bis 46, Kälber 40 bis 59, Lämmer und Himmel 45 bis 54, Schafe 34 bis 46, Schweine 66-50 bis 73,50 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Wenn wir nun für warme Mahlzeiten auf Kartoffel- unb Gemufegrundlage eintreten, so werden mir Edurch auch am besten den neuesten Erkenntnissen der Ernährungslehre gerecht. Jeder Volks- genösse hat schon von Vitaminen gehört, jenen lebenswichtigen Nährstoffen, die in der Nahrung unbedingt vorhanden sein müssen, wenn der Kör- per nicht schweren Schaden erleiden soll. Weniger bekannt sit hingegen die Tatsache, baß die Vitamine ausschließl-ich in ber Pflanze gebildet werden und in den Kartoffeln unb im Gemüse auch ohne „Dita- mintabletten reichlich zur Verfügung stehen. Ge- wiß, auch Obst enthält Vitamine, insbesondere das Vitamin E. Aber es ist kein Geheimnis, daß uns »L "I?* m ausreichender Menge zur Verfügung steht; die Produktton von Obst ist in Deutschland überhaupt zu gering, Da ist es denn für uns be- Mgend ZU Horen, daß wir auch ohne Obst unseren Bedarf an Vitaminen durchaus decken können. Obst 771 Beziehung meistens über» i95- enthalten durchschnittlich nicht mehr Vitamin C als die Kartoffeln. Der Vitamin- gehalt der Kartoffeln kann nicht hoch genug gewertet werden. Mit Einführung der Kartoffeln hat der Skorbut (jene durch Mangel an Vitamin C hervorgerufene Krankheit) seine Schrecken verloren und aufgehort eine Volkskrankheit zu sein. Daß Kartoffeln ihren Gehalt an Vitamin C besser behalten w/nn sie als Pellkartoffeln gekocht werden, i|t eine ber Öffentlichkeit ja wiederholt llrekanntge- gebene Tatsache. H Sei ber Lagerung der Kartoffeln während des Winters nimmt nun ihr Gehalt an Vitamin C ab, so daß die überwinterten Kartoffeln im Früh- jabr einen geringeren Gehalt an Vitamin C aufwesten als im Herbst nach der Einkellerung. Um so wichtiger ist es, im zeitigen Frühjahr von jeder Gelegenheit Gebrauch zu machen, frisches Gemüse und Salat auf den Tisch zu bringen. Gerade dieses r^uhjahr mit seinem günstigen Wetter hat uns chon jetzt Gemüse, vor allem Spinat, in größerer Menge gebracht, und wir vergessen nur zu leicht, rote sehr mir uns in den vergangenen Jahren um die gleiche Zeit danach gesehnt haben. Allerdings muß die Hausfrau aber auch jede Gelegenheit benutzen und darf nicht davor zurückschrecken, dasselbe Gemusegericht öfter auf den Tisch zu bringen. Hier jeigt sich die Kochk u n st der Hausfrau, die mit Er- abrun-g unb Phantasie schon durch kleine Kunstgriffe bei der Zubereitung der Kartoffel- unb Ge- mu'egerichte für Abwechslung sorgen kann Wenn wir hier bas Lob der Kartoffel fingen, bann müssen wir auch erwähnen, daß das Eiweiß der Kartoffeln sehr hochwertig ist unb in £ieT/^ieI)unit bem tierischen Eiweiß nahefommt Jnsbesonbere enthält bas Kartofteleiweiß sämtliche Bausteine wie das tterische, was man von anderen pflanzlichen Eiweißarten keineswegs sagen kann. Leiber ist ber Gehalt der Kartoffeln an Eiweiß nur gering unb beträgt nur etwa ein Zehntel von dem bes Fleisches. Aber hier muß es die Masse bringen, unb in 6 bis 7 mittelgroßen.Knollen ist ast ebensoviel Eiweiß vorhanden wie in 50 Gramm Fleisch. Ueberhaupt ist die Kartoffel (unb erst recht das Gemüse) kein „konzentriertes" Nahrungsmittel, andern wegen ihres großen Wassergehaltes gleich- am ein „verdünntes". Kartoffeln enthalten z. B. 20 v. H. Stärke, Brot aber 50 v. H., unb daraus olgt, daß man die Kartoffeln eben in enstprechend größerer Menge essen muß. Die Folge davon ist wiederum, daß unsere Nahrung jetzt viel massiger t als in Friedenszeiten, unb wir müssen uns mit dieser unerbittlichen Tatsache nbfinben. Solche voluminöse Kost kann man in wünschenswerter Menge nicht mit e in er (Mittags-)Mahlzeit bewältigen, sondern muß sie zum Teil auch auf den Abend verlegen, und darin liegt ber tiefere Grund für die Notwendigkeit ber regelmäßigen Einnahme warmer Mahlzeiten möglichst auch am Abend. Es gibt aber auch Menschen, die, wenn sie in ber Zwischenzeit hungrig sind, in die Speisekammer gehen und mit großem Appetit kalte Kartoffeln verspeisen, die von der vorhergehenden Mahlzeit übrig geblieben sind. Sie finden, daß die kalten Kartoffeln nicht mehr weichlich und zugleich ttocken, andern viel fester und saftiger geworden sind, ganz anders, nämlich kräftiger schmecken und vorttesflich munden. Diese „Kartoftelesfer" sind entschieden am besten dran. Sie halten es mit Matthias Claudius: jungen 1. Jugend — Steinberg 1. Jugend. Hungen 2. Jugend — Steinberg 2. Jugend. "^lttonen" fQjjren am Sonntag mit zwei Mannschaften nach Hungen. Während man dis 2. Jugend als sicheren Sieger erwartet, wird es oer 1. Jugend schwerfallen, zu einem Siege zu kommen, zumal sie in Hungen noch nie gewinnen (Nachdruck verboten.) 6. Fortsetzung. Bekanntmachung 1650 A Betrifft: Anmeldung zu den Herbst^lbschluß- Es grüßen als Verlobte Prüfungen 1943 der Kaufmanns- und Facharbeiter-Lehrlinge sowie Anlern-> 03175/ Ihre Vermählung geben bekannt i 03194/ . RM. 3,— geben ihreVermählung bekannt 03212/ 03146/ 5 anns rot im Mai 1943. 03147/ (Vokohaut) 03199/ Ei ELASTOCORN Lieselotte Fran^ Helmut Rinn Ewald V eiten, Obergef r. Ottilie V elten.g eb.Boll er 2,— 5,— 6,— Gießen Aulweg 14 Großen-Linden, den 15. Mai 1948 die dehnbare Pflasterbinde Elast ocom! Gleich nach dem Aulleqen läßl der Schmerz nach. In wenigen Tagen kann man die harte Haut ablösen. Als Verlobte grüßen Marie Größer Erwin Weller Gefreiter bei der Luftwaffe Ihre Vermählung geben bekannt Karlheinz Gerhard Obergefreiter in einem Gren.-Regt. Irmi Gerhard, geb. Jäger Gartenbaubetrieb Rudolf fdbneider Schiffenberger Weg 29. Altert Weller Thea Weller, geb. Klotz Ihre Vermählung geben bekannt Uffz. Walter Hoppe Gertrud Hoppe geb. Frey Kräftige abgehärtete laTomatenpflanzen ab Samstag, den 15. Mal verkauft [ 1527D seinem weichen Herzen: aber ihm blieb zuletzt Nichts übrig, er mußte das Kind g-ehaltsam von sich stoßen. Da blieb sie zurück; mit der Hand fuhr sie an die Stirn unter ibr goldblondes Haar, als ob sie sich besinnen müsse; dann ließ sie das Geld in ihre Tasche fallen und ging langsam dem Hafenplatze zu. Wer den Weg entgegenckam, sah ihr verwundert nach; denn sie hatte die Hände auf die Brust gepreßt und schluchzte überlaut. Gießen, Am Alten Friedhof 4 15. Mai 1948 Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir herzlichst, auch im Namen unserer Eltern Fritz Römer, Feldwebel der Luftwaffe Frieda Römer, geb. Wiegmann gen eingefübrt. Im Handel: Bürogehilfinnen, Pbotolaboranten, Rundfunkinstandsetzer. In der Industrie: Chemielaborjungwerker, Cuemiebetriebsjungroerker, Teilzeichnerinnen, . Herrenfleider' und Herrenroaschenahermnen, Kleidernäherinnen, Handplätterinnen. . . Die Prüfungen fmden vorausnchmch in den Monaten Juli und August 1943 statt. Nähere Mitteilung erhalten die Prüflinge noch zu gsgebener Zeit. I0000O Gauwirtschaftskammer Rbein-Main, hamincrbczirk Gießen, Lomütraße 7. Seitdem waren fünfzehn Jahre hingegangen. Die kleine Stadt erschien fast unverändert; nur daß für einen jungen Kaufherrn aus den alten Familien am Markt ein neues Haus erbaut war, daß Telegraphendrähte durch die Gassen liefen und aüs dem'Posthausschilde jetzt mit goldenen Buchstaben „Kaiserliche Reichspost" zu lesen ^war; wie immer rollte die See ihre Wogen an den Strand, und wenn der Nordwest vom Ostnordost gejagt wurde, so spülte das Hochwasser an die Mauern der Brennerei, die auch jetzt noch in der roten Laterne ihr beste Kund- schäft hatte; aber das Ende der Eisenbahn lag noch manche Meile landwärts hinter dem Hügelzuge, sogar auf dem Bürgermeisterstuhle saß trotz der neuen Segnungen noch im guten alten Stile ein studierter Mann, und der Magistrat behauptete sein altes Ansehen, wenngleich die Senatoren jetzt in „Stadträte" und die Deputierten in „Stadtverordnete" verwan- delt waren; die Abschaffung der ^Dürgerglocke als eines alten Zopfes war in der Stadtverordneten- Versammlung von einem jungen Mitgliede zwar in Vorschlag gebracht worden, aber zwei alte Herren hatten ihr das Wort geredet: die Glocke hatte sie m ihrer Jugend vor manchem dummen Streich nach Haus getrieben; weshalb sollte jetzt das junge Bolt und das Gesinde nicht in gleicher Zucht gehalten werden? Und nach wie vor, wenn es zehn vom Turm geschlagen hatte, bimmelte die kleine Glocke hinterdrein und schreckte die Pärchen auseinander, welche auf dem Markt am Brunnen schwatzten. (Fortsetzung folgt.) Ihre Vermählung geben bekannt Detmar Pittershaus Lotte Rittershaus geb. Liste Statt Karten! Für die vielen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir auf diesem Wege recht herzlich Otto Schmidt und Frau Margot,geb.Hengst Gießen (Walltorstr 73), Mai 1948 Statt Karten! Wir danken allen recht herzlich für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit erwiesenen Glückwünsche sowie für die zahlreichen Bumenspen- den und Aufmerksamkeiten Job. Luh XI. und Frau Großen-Linden, 14. Mai 1948 k___________________«5122/ Ihre Vermählung geben bekannt Felix Winzek Unteroffizier der Luftwaffe Elli Winzek, geb.Kambdtz Dbg.-Hamborn x. Z. im Felde 15. Mai 1943 Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Hesel Keil Fritz Peter Gießen, im Mai 1943 ____________03189/ seiner Arbeit. Und das, das alles sollte er diesem.. Er dachte den Satz nicht mehr zu Ende; sein Kopf brannte, es brauste ihm vor den Ohren. „Lump!" schrie er plötzlich, „so kommst du nicht in deines Vaters Haus!" Der Brief war dem erschrockenen Boten vor die Füße geschleudert. „Nimm", schrie er, „ich kauf' ihn nicht; der ist für mich zu teuer!" Und Hans Kirch griff zur Feder und blätterte in seinen Kontobüchern. Der gutmütige Alte hatte den Brief aufgehoben und versuchte bescheiden noch einige Ueberredung; aber der Hausherr trieb ihn fort, und er war nur froh, die Straße zu erreichen, ohne daß er der Mutter 3um zweitenmal begegnet wäre. Als er seinen Weg nach dem Südende der Stadt fortsetzte, kam Wieb eben von dort zurück; sie hatte in einer Brennerei, welche hier das letzte Haus bildete, eine Bestellung ausgerichtet. Ähre Mutter war nach dem plötzlichen Tode „ihres Mannes zur See" in aller Form Rechtens die . Frau „ihres Mannes auf dem Lande" geworden und hatte mit diesem eine Matrosenschen'ke am Hafenplatze errichtet. Diel Gutes wurde von der neuen Wirtschaft nicht geredet; aber wenn an Herbstabenden die über der Haustür brennende rote Laterne ihren Schein zu den Schiffen hinabwarf, so saß es da drinnen in der Schenkstube bald Kopf an Kopf, und der Brenner draußen am Stadtende hatte dort gute Kundschaft. Als Wieb sich dem alten Postboten näherte, bemerkte sie sogleich, daß er jetzt recht mürrisch vor sich hinsah; und dann — er hatte ja den Brief von Heinz noch immer in der Hand. „Marten!" rief sie — sie hätte es nicht lassen können — „der Brief, host du ihn noch? War denn sein Vater nicht zu Hause?" , Marten machte ein grimmiges Gesicht. „Rein, Kind, sein Vater war wohl nicht zu Hause; der alte Hans Kirch war da; aber für den war der Brief zu teuer." Nähmaschinen in einwandfreier gebrauchsfert. Beschaffenheit zu Kauf, gesucht. Angebote mit Preis unt. 15391) an den Gießener Anzeiger erb. HmsunöWnMch Novelle von Theodor Storm /MM Jede vergeudete Kilowattstunde, jeder verschwendete Kubikmeter Gas ruft Dir zu: „Selbstzucht beim Kochen und Bügeln, bei der Abendarbeit und der Feierstunde gibt vielleicht gerade Deinem Liebsten draußen die lebensrettende Patrone, den entscheidenden Tropfen Betriebsstoff." Darum aufpassen! Nach einem Erlaß des Generalinspektors für Wasser und Energie müssen wir alle gegenüber dem Vorjahr 10—20% an Gas und Strom einsparen I Das kann jeder! Irgendwo werden noch bei jedem von uns durch Nachlässigkeit oder fehlende Überlegung eine Glühlampe oder ein elektrisches Gerät unnötig gebraucht und eine Gasflamme unter dem Kochtopf zu groß gestellt — und was dergleichen Fehler mehr sind. Erst dann dürfen wir mit uns zufrieden sein, wenn wir wirklich wissen: Wir haben den Verbrauch soweit gesenkt, daß wir an der unbedingt notwendigen Mindestgrenze angelangt sind. Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung danken wir auf diesem Wege herzlichst Emmi Hofmann Otto Wämser Uffz. in einer Aufkl. Abteilung Rodheim a.d.B. Heuchelheim im Mai 1943. Gleiwitz Gießen Wtaterfeldetr. 3 Marburger Str. 5 15. Mai 1948 Die blauen Mädchen äugen blickten ihn erschrocken an. „Zu teuer, Marten?" _ „Ja, ja; was meinst du, unter dreißig Schlangen war er nicht zu haben." Nach diesen Worten steckte Marten den Brief in seine Ledertasche und trat mit einem andern, den er gleichzeitig hervorgezogen hatte, in das nächste Haus. Wieb blieb auf der Gasse stehen. Einen Augenblick noch sah sie aus die Tür, die sich hinter dem alten Mann geschlossen hatte; dann, als käme rhr plötzlich ein Gedanke, griff sie in ihre^Tasche und klimperte darin als wie mit kleiner ^vilbermunze. Ja, Wieb hatte wirklich Geld in ihrer Tasche; sie zählte es sogar, und es war eine ganze Handvoll, die sie schon' am Vormittage hinter dem ^chenktlsch eingenommen hatte. Zwar es gehörte nicht ihr, das wußte sie recht wohl; aber was kümmerte he das, und mochte ihre Mutter sie doch immer dafür schlagen! „Marten", sagte sie hastig, als dieser letzt wieder aus dem Hanse trat, und streckte eine Hand- voll kleiner Münze ihm entgegen, „da ist das Geld, Marten; gib mir den Brief!" Marten sah sie voll Verwunderung an. „Gib ihn doch!" drängte sie. „Hier sind. ia Deine dreißig Schillinge!" Und als der Alte den Kopf schüttelte, faßte sie mit der freien Hand an seme Tasche: „D bitte, bitte, lieber Marten, ich will thn ja nur einmal zusammen mit seiner Mutter Kind", sagte er, indem er ihre Hand ergriff und ihr freundlich in die angstvollen Augen blickte, wenn's nach mir ginge, so wollten wir den Handel machen; aber selbst der Postmeister darf dir feinen Brief verkaufen." Er wandte sich von ihr ab und schritt auf seinem Botenwege weiter. . Aber sie -lies ihm nach, sie hmg sich an seinen Arm, ihr einfältiger Mund hatte die horsten Bitt- und Schmeichclworte für den alten Marten unt) ihr Kopf die allerdümmsten Einfälle; nur leihen sollte er ihr zum mindesten den Bries; er sollte ihn ja noch heute abend wieder haben. Der alte Marten geriet in große Bedrängnis mit Wer stets die Dose schließt, erhält die Kraft, die Glanz und Haltbarkeit dem Schuhwerk schafft. TUgrin. Statt Karten! Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung danken wir, auch ira Namen unserer Eltern, herzlichst Erich Gilbert, Oberleutnant und Frau Hertl, geb. Brehm Gießen, Mai 1943. K 03190/ Fast grollend betrachtete er die Aufschrift mit seinen scharfen Augen, die nod) immer der Brille nicht bedurften. „Von Heinz", brummte er, nachdem er alle Stempel aufmerksam besichtigt halte, „Zeit wär's denn auch einmal!" Vergebens wartete der alte Marten, auch aus des Vaters Augen einen Freudenblitz zu sehen; nur ein Zittern der Hand — wie er zu seinem Tröste be- merkte — konnte dieser nicht bewältigen, als er jetzt nach einer Schere langte, um den Brief zu öffnen. Und schon hatte er sie angesetzt, als Marten seinen Arm berührte: ,^Herr Kirch, ich darf wohl noch um dreißig Schilling bitten!" „Wofür?" — er warf die Schere hin — „ich bin der Post nichts schuldig!" „Herr, Sie sehen ja wohl, der Brief ist nicht frankiert." Er hatte es nicht gesehen; Hans Adam biß die Zähne aufeinander: dreißig Schillinge; warum Denn auch nicht die noch zum Verlust geschrieben! Aber — die Bagatelle, die war's'ja nicht; nein — was dahinter stand! Mas hatte doch der Pastor neulich hingeredet? Er würde nicht mit leeren Händen kommen! Nicht mit leeren Händen! — Hans Adam lachte grimmig in sich hinein. — Nicht mal das Porto hatte er gehabt! Und der, der sollte im Magistrat den Sitz erobern, der für ihn, den Vater, sich zu hoch erwiesen hatte! Hans Kirch saß stumm und starr an seinem Pulte; nur im Gehirne tobten ihm die Gedanken. Sein Schiff, sein Speicher, alles, was er in so vielen Jahren schwer erworben hatte, stieg vor ihm auf und addierte wie von selber die stattlichen Summen Linnö-Vortrag 1943 im Botanischen Hörsaal Dienstag, den 18. Mai, 20 Uhr Prof. Küster: Vom Frühling Eintritt frei. [0M13 Ihre Verlobung geben bekannt Luise Winter Willi Semmler Obergefreiter In einem Gren.-Regt. Leihgestern bei Gießen Schillert traSe 26 Heiligenrode bei Kassel g. X. im Beide 15. Mal 1948 liltOC. t x cn l Die Anmeldungen zu den vorgenannten Prüfungen werden in der Zeit vom 17. bis 31. Mar 1943 . in der Gauwirtschaftskammer Rhein-Mam, Kam- merbezirk Gießen, werktags von 8 bis 18 Uhr (samstags von 8 bis 13 Uhr) entgegengenommen. Hier sind auch die zur Anmeldung erforderlichen Vordrucke erhältlich. „ Anmeldepflichtig zu den Prüfungen sind alle: 1. männlichen und weiblichen Lehrlinge und Anlernlinge, die nach dem Lehr- bzw. Ausbüdungs- vertrag ihre Lehr- bzw. Anlernzeit bis svatestens 31. Oktober 1943 beenden: . . 2. männlichen Lehrlinge des Jahrgangs 1926, deren Lehrzeit nach dem Vertrag brs svateitens 30.Avril 1944 abläuft; o . 3. männlichen Lehrlinge des Jahrgangs 1926, deren vertragliche 3 '/-jährige Lehrzeit biS svatcstcns 31. Oktober 1944 endet und bet denen Aussicht auf das Bestehen der Prüfung vorliegt. Ferner können Lehrlinge und Anlernlinge, tue ihre Prüfung wiederholen müssen, erneut angemeldet werden. Gießen-Klein-Linden, den 15. Mai 1948 Jg@V Dortmund-Huckarde Lieh RahmerwtreSe 113 Oberhwea 15. Mai 1948 s 1532D/1 ---- Statt Karten! Für die zu unserer Kriegstrauung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danken wir, auch im Namen unserer Eltern Leutnant Otto Erb u.Frau Irmgard, geb.la« Bleidenrod Gießen z. Z. im Osten Wilhelmstr. 4/ geujürzte Fufterkalkmisthung ZWERG-MARKE sparsam verwenden; deshalb nie in das Tränkewasser geben,sondern stets unter das Futter mischen. (Sürobedarf yi Franz Vogt & Co. & Gießen T jetzt Goethestr. 32 GiefoenerVortragsring VolkebildungeetÄtte Gieben der NSG. „Kraft durch Freude* Gocthe-Bund/Kulturelle Vereinigung Montag, den 17. Mai, abends 7.30 Uhr Neue Aula der Universität Wanderungen mit Adalberl Stiller (Die Landschaft In des Dichtere Leben u. Werk) Lesung aus Adalbert Stifters Werken und Farbbildervortrag von [1448 D Ministerialdirigent a. D. Dr. Karl Bardachzi, Wien. Die Mitglieder des Goethe-Bundes (Kontroll- Abschn. Nr. 4). der Kulturellen Vereinigung und der VolksbildungsstBJe fließen der NSB „Kraft durch Freude" (Kontr.-Abschn. Nr. 13) haben freien Eintritt. Die Mitglieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontr.-Abschn. Nr. 13 Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von RM. 0.75 auf Sammelbestellung. Michtmitglieder z. Preise von RM. 1.25 bei Chai 11 er. Neuenweg, KartenverkaufsstellederKdF . Leiters« eg 6V. Die Angehörigen des Veranstaltungsringes der HJ. erhalt. Eintrittskarten z. Preise von RM. 0 30. Studenten u. Militär zu RM. 0.40. Lang-Göns, den 16. Mai 1948. ______________________15440/ ZIRKUS BELLI trifft am Donnerstag, dem 20 Bal in Gießen ein. ERÖFFNUNGSVORSTELLUNG Donnerstag, 20.00 Uhr anl dem Oswaldsgarten. Freitag und Samstag je zwei Vorstellungen: 15.30 Uhr und 20.00 Ufir. Sonntag drei Vorstellungen: 14.00,16.00 und 20.00 Uhr Eintrittspreise: RM. 1.— bis 4 —. Kinder und Militär zahlen nachmittags halbe Preise. Vorverkauf an der Zirkuskasse. -2231A Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling firm. Hefter Niehl. liifteftirteDBelit. Mark tetr. 16 Lieferant der Krankenkassen Dsman-BedlanuBfl.| | Verschiedenes| Nachhilfestunden u.Ueberwachung d. Schularbeiten f.lljäbr.Jungen lÖberrealschule) gesucht. Sckriftl. Ang. unt. 03191 an d. Gieß. Anz. Wo kann junges Mädel in den Abendstd. etwas Nähen erlernen? Schr. Ang. unt. 03110 a.d.G.A. Gut erhalienes Herren-Fahrrad geg. ebensolches Damenfabrrad -.tausch, gesucht. Gutenberg- straße 241. osiib Schuljunge verlor auf dem . Wege Roonsir. - Bahnhofstraße i RM. 19—. t ' Der Finder wird gebeten, es abzugeben bei 03211 Webn, Bahnhofstr. 27. Wer übernimmt 150 Quadratm. Wstemveii auf einem Bauernhof? Sckr. Ang. unt. 1549va.d.G.A. Tausche neuro., weiße Leinen- vumvöm.Leder- soble, Gr. 40, gegen gleichwer- tige, a. andersfarbige, Gr. 41. Schrift!. Angeb. unter 03207 an den Gieß. Anz. Wegen Spielplanänderung am Stadttheater muß der Liederabend Ludwig Drachel aal Donnerstag, den 27. Bal 1943 verlegt werden. Die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. [ iguD Gießen, im Mal 1948 ________________ 03171/ Heuchelheim Sulingen z. z. im Felde bei Hannover 1524V/ 6le6enerTennislil81il922e.1l. Samstag, den 16. Mai, nachmittags Eröffnung der Spielzeit Abends kameradschaftlich. Zusammensein a. d. Schützenhaus Die Prüfungsgebühr beträgt: Für kaufmännische Lehrlinge u. Anlern-__ Für die^Zusäbvrüfung d. kaufm. öehrl. u. Anlernlinge in Stenographie. ... n Für Anlernlinge „Bürogehilfin" . . . „ Für Fachnrbeiterlehrlinge und industrielle Anlernlinge...... . • . v x t roird noch besonders darauf hmgewiesen, daß bis auf rociteres keine ^riginalzeugnisse, sondern nur vom Lehrbetrieb bestätigte Zeugnisabschriften einzureichen sind. , , , ... Für folgende Anlernberufe sind Abschlußprufun- ADOX