vonnerstag. 16 April M5 Gietzener Anzeiger ■ General-Anzeiger für Oberhessen an ekannt ickannt ;r Erbitterte Abwehrkämpfe in Tunesien Der Massenmord im Walde von Katyn ATE» Erweiterter Radius der japanischen Luftwaffe und der deutsche General beim Oberkommando der rumänischen Wehrmacht, General Ansen, nahmen straß®1 I lB •tretet te; lOlitil uni üijtiot; utnfifh, ngeSU, fösbach affeoburS waffe Matt Schrlstleitung und SeschaftrsteUe: Oietzen, Zchulftratze 7-9 der Zusammenkunft teil. Das Echo in Bukarest. Rumäniens Kriegsanstrengungen ein Beitrag zum Liege. > Unter, ' Lauch. I Das Schicksal ihrer Offiziere ift dieser Tage im Walde von Katyn geklärt morden. Sie liegen dort in riesigen Massengräbern, in neun bis zwölf Reihen übereinander geschichtet, von den GPU- Mördern erbarmungslos niedergeknallt. Das polnische Führerkorps, seine Intelligenz, ist auf den Mordbefehl Stalins hin ausgerottet wurden. Einzelheiten, die von den Gräbern enthüllt werden, ind so scheußlich, daß sich die Feder sträubt, sie wiederzugeben. Die ganze Teufelsfratze des Bolschewismus grinst aus ihnen die Menschheit an. Allein, man mag im einzelnen denken, was man will, im ganzen offenbaren diese Mordstätten das wahre Gesicht Stalins. Damit steht er und mit ihm seine Verbündeten in London und Washington am Pranger der Welt. Wie lasen wir doch erst jüngst in der amerikanischen Zeitschrift „Life"? „Die Bolschewiken sehen aus wie Amerikaner, kleiden sich wie Amerikaner und denken wie Amerikaner." Sind die Yankees auch heute noch dieser Auffassung? Gerade Vizepräsident Wallace unternimmt eine Propagan- frareife, um dem Bolschewismus in Mittel- und Südamerika Tür und Tor zu öffnen. Als diploma- stischer Mordgier einen Damm entgegenzustellen, auf daß die Amerikaner mit den Sowjets ein dauerhaftes Freundschaftsbündnis abschließen. Diese politische Zielsetzung ist sehr auftchlußreich, nicht minder bedeutsam und treffsicher ist in,diesem Zusammenhang aber auch unser attes deutsches Sprichwort: Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist. Diese Schlußfolgerung ist auch sur die Briten zu ziehen. Obwohl Churchill die Mordpoüttk der Mos- kowtter genau kannte — feine eigenen Schriften beweisen es —, hat er durch seinen Außenminister Eden mit der Sowjetunion ein Bündnis geschlossen, das diesen Krieg noch 25 Jahre überdauern soll. Alle politischen Parteien Englands sind sowjethörig. Nw- DRV. Ausdem Aührerhauptquarlier, 14. WpriL Der Führer empfing am 12. April den Staatsführer Rumäniens, Marschall Antonescu, zu einem zweitägigen Besuch. Die Besprechungen, an denen der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, und Ge- neralfeldmarschall Keitel teilnahmen, umfaßten die allgemeine politische Lage und die Fragen des gemeinsamen Kampfes gegen den Bolschewismus und die mit ihm verbündeten englisch-amerikanischen Plutokratien; sie sanden im Geiste der deutsch-rumänischen Freundschaft und der unerschütterlichen Kampfgemeinschaft der im Dreimächtepakt verbündeten Rationen statt. Der Führer und der Staatsführer Rumäniens bekräftigten ihre feste Entschlossenheit, den Kampf gegen die Feinde Europas unbeirrbar unter Linfah aller Kräfte bis zum kompromißlosen Siege fortzusehen. Das rumänische Volk wird Seite an Seite mit den Völkern der Achsenmächte den Kampf bis zum Endfieg führen und mit diesem historischen Beitrag zur Befreiung Europas die Grundlage schaffen für die Sicherstellung der Zukunft der rumänischen Ration. Marschall Antonescu war begleitet vom Lhes des Mlilärkabinetts, Oberst Davidescu, und von Offizieren des rumänischen Generalstabes. Der deutsche Gesandte in Bukarest, von Killinger, gends ist der Einfluß des Kreml und feiner Botschaft größer als in London. Selbst die anglikanische Hoch- kirche, an der Spitze der Erzbischof von Canterbury, ctzt sich für das bolschewistische Verbrechertum ein und betet für diese Bestien in Menschengestalt. Die Drachensaat wird aufgehen. Der Wald-von Katyn hat seine Geheimnisse preis- gegeben. Sie berühren an erster Stelle Sikorski, den Chef der polnischen Flüchtlingsregievung in London. Er weiß jetzt, daß Stalin zielbewußt einen wesentlichen Teil der polnischen Intelligenz hinmordete. Auch darüber besteht kein Zweifel mehr, daß die 300 000 Polen, die in den asiatischen Teil der Sowjetunion verschleppt wurden, zum größten Teil untergegangen sind — durch die Schuld der Sowjets. Das Schicksal ganz Ostpolens ist trotz aller englischen Versprechungen besiegelt. Dos heuchlerische Dokument der Atlantik-Charta ist von Wallstreet und Downing-Street während der letzten Wochen in den Verhandlungen mit Moskau als unbequemes Dokument in Fetzen zerrissen worden. Was für Sikorfti übrigbleibt, ist die Erkenntnis: Belogen, betrogen und verraten. Pilsudskis heiliges Vermächtnis ist ruiniert. .. Katyn ist ein Mahnruf an die Volker, diesem System höllischster Tyrannei und/bolschewistischen Mordgier einen Damm entgegenzustellen, auf daß die barbarischen Pläne des Bolschewismus zerbrechen und seine ungeheuerlichen Untaten die verdiente strenge Sühne finden. Wenn die „Times" offen sagt, die englische Politik denke gar nicht daran, dem Ausbreitungsbestreben Stalins Schranken zu setzen, wenn im Oberhaus „freie Bahn für Moskau" gefordert wird, nun, dann wissen alle Völker Europas: Diese freie Bahn bedeutet die Neuauflage der ungeheuerlichen Greuel von Katyn, sie wäre gleichbedeutend mit dem Untergang unseres Kontinents. Und nur einer hält feinen Schild vor das Leben und Eigentum, vor alles, was den Europäern das Leben lebenswert macht: Adolf Hitler und feine Heerscharen. Sie werden den Bolschewismus und seine jüdischen Mithasser in London und Washington zu Boden zwingen. B e r 1 i n , 14. April. (DNB.) AmOstrandder tunesischen Gebirgsschwelle stieß der Feind mit starken Panzerkräften vor, brach an einigen Stellen schließlich ein und setzte feine Pon- zerkeile zur Umfassung an. Unsere Grenadiere bhe= 'bcn in ihren Kampfständen, überschütteten den Feind aus ihren Hügelstellungen mit Maschinengewehrfeuer und zwangen den Angreifer, seine Panzerspitzen zurückzunehmen. Wo es den britischen Panzern gelungen war, weiter vorzustoßdn, griffen unsere Grenadiere die rückwärtigen Verbindungen an, so daß sich die vorgepreschten feindlichen Panzerkolonnen nicht halten konnten. In erbitterten Nah kämpfen zwischen deutschen und feindlichen Panzern, die der Gefahr abgeschnitten zu werden, auswichen und sich zurückzogen, verloren die Briten bei Fonduck allein 60 Panzer/ Die eigenen Panzerverbände faßten trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit die feindlichen Panzerkolonnen in der Flanke und fügten den Briten schwerste Verluste zu. Bei den' bewealichen Gefechten an der sud- hefeener Obtr. ermam i [im j,. . ehenm f ■t „drei' 1 freund- . -rzlichn L gesund! - hrunz | umer t lien gti ( inntmi' leteiti. Nach den Aussagen von ehemaligen Angestellten des Kommissariats der GPU. in Smolensk hatten die Führung bei der Erschießung mehrere Kommissare des Kommissariats der GPU. in Minsk. Aus dem Smolensker. Kommissariat waren vier Bean.ce zur Erschießung der polnischen Offiziere abgestellt, die GPU.-Beamten Lew Rybak, Chain Finberg, Abram Borissowitsch und Pawel Borodinski. Von diesen sind schon an den Namen drei einwandfrei als Juden erkenntlich. Sie haben die Transporte auf der Bahnstation Gnesdowo in Empfang genommen und von dort zur Mordstätte begleitet. Sie haben sich spater damit gebrüstet, daß 17jährige polnische Fähnriche bet ihrer Erschießung in Schluchzen ausbrachen und ihnen hohe Geldsummen und Wertsachen, die sie in ihre Stiefel eingenäht hatten, als Lösegeld angeboten hätten. Die GPU.-Angestellten haben auch über die Orgien im sog. „Dnjepr-Schlößchen", dem berüchtigten Erholungsheim der GPU. in der Nähe der Mordstätte, im Kreise der Smolensker GPU. so widerliche Berichte gegeben, daß es unmöglich ist, sie schriftlich wiederzugeben. Sie charakterisieren die Schamlosigkeit und Verworfenheit der jüdischen Henker in nicht zu überbietender Weise. Die Solidarität Europas. pavoliui über das Gesicht des europäischen Kontinents nach dem Siege der Achse Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8‘ 9 Ubr desBormittags Anzeigcn-Preise: Anzeigenteil 7 Rot. Je mro bei 22 mm Zeilenbrette, Tertteil 50 Rvs. ie mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüffeMengenstanelL Platzvorfckrift l vorherige Vereinbarung) 25°» mehr aller Völker Europas müsse auf gemeinsamen Interessen basieren. Diese Interesses bestünden in erster Linie darin, Europa den Frieden zu sichern. Gayda zur Lage. Rom, 14. April. (Europapreß.) Die militärische Lage der Achsenmächte und ihrer Feinde nach den letzten Besprechungen des Duce mit dem Führer beleuchtet Gayda im „Giornale d'Jtalia". Er schreibt: Die von der Achse beherrschten Länder des europäischen Kontinents genügten sich wirtschaftlich selber. Mit Ausnahme Nordafrikas, das von Europa durch einen hart umkämpften Meeresstreifen getrennt sei, behersche die Achse alle ihre inneren Verbindungen unumstritten. Es bestehe zwischen den beiden Achsenmächten volle Einigkeit der Ziele und (95. Jahrgang Ur. 89 Erscheint täglich, außer Unntags und feiertags Beilagen: ÖSÄ8SSÄE Bezugspreis: Monatlich RM.1.80 auck^ bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Mac Arthur räumt die japanische Lustüberlegenheit ein. Schanghai, 14. April. (Europapreß.) Nach dem USA.--Marineminister K n o x und dem Ober» kommandierenden .der australischen Landtruppen, Sir Thomas B l amt e y , mußte nun auch Marschall Mae Arthur, der Oberbefehlshaber im Südwest- Pazifik, die wachsende Stärke der Japaner im Pazifik zugeben. Mae Arthur gestand, daß die japanische Luftwaffe die Herrschaft im West-Pazifik und um Australien besitze. „Die Kontrolle der Flugwege", , sagte er, „hängt nicht allein von der Kriegsmarine ab, sondern von einer Luftwaffe, die von Landstützpunkten aus operiert. Diese wiederum werden vom Heer und der Kriegsmarine geschützt. Die erste Der- teidigungslinie Australiens besteht in unseren Bombenflugzeugen. Falls wir diese verlieren, können uns auch unsere Marinestreitkräfte nicht retten." chiM Mtrito. 42 { le** Nu 19,5 k M e bis i 0. 1.45, ) Ul, «teilt Fernsvrechansckluß 2251 Druck und Verlag: wSlTteÄfjOT. vrShl,cheUni»EA,dnui«r.lri.r«,ge Gießen er Str. 30 02416/ Bukarest, 15. April. (Europapreß.) Das amtliche Kommunique über den Besuch Marschall An- tonescus beim Führer hat in der rumänischen Oeffentlichkeit insofern überrascht, als die Reise vollständig geheimgehalten worden war. Mit Stolz nahm man zur Kenntnis, welche Bedeutung an höchster Stelle des Großdeutschen Reiches dem militärischen und wirtschaftlichen 'Beitrag Rumäniens zur Verteidigung Europas begemeffen wird. Nachdem sich die rumänische Presse in den letzten Monaten immer wieder von dem Zurückweichen der Engländer und Nordamerikaner vor den sowjetischen Herrschaftsansprüchen auf Europa überzeugen konnte, einer Nachgiebigkeit, der Rumänien im Ernstfall als erstes Land zum Opfer fallen würde, zeigt man in rumänischen Kreisen jetzt unverhüllte Freude darüber, daß die Gleichstellung Englands und der Vereinigten Staaten mit den Sowjetrussen als Feinde Rumäniens in dem Kommunique zum Ausdruck kam. Mit Befriedigung stellt man schließlich fest, daß der rumänischen Nation in der amtlichen Mitteilung eine ihren Kriegsleistungen entsprechende Stellung nach dem Kriege zugedacht wird. e." enqu^' wertvo6 . Brä°d' ind habe" wert** ;scbädeD die io^' ndP<^ StaaWhrer Marschall Antonescu beim Führer Besprechungen im Geiste der Freundschaft und der unerschütterlichen Kampfgemeinschaft. Juden dieMSrder der polnischen Offiziere Augenzeugen bekunden, daß die GPU.-Erschießungstrupps im Walde von Katyn von jüdischen Funktionären geführt wurden. Rom, 14.April. (Europapreß.) Die Frage, wie Europa nach dem Sieg der Achse aussehen wird, beantwortet der Direktor des „Messaggero. Alessandro Pavolini, ehemaliger Minister für Dolkskultur. Er meint, die ersten Anzeichen für die Auffassung, die die Achse von Europa Hat, zeichneten sich schon bei der ersten Begegnung zwischen dem Duce und Ribbentrop ab, und die letzte Begegnung zwischen dem Duce und dem Führer bestätige diese Auffassung. Die Erklärungen liehen stets klarer die einzelnen Punkte dieses Programms erkennen: „kon- tinentale Solidarität". Die praktische Auswirkung heiße die gemeinsame Nutzbarmachung der Güter Europas und Afrikas für ganz Europa, und zwar müsse den Europäern ein gleich auf geteiltes Afrika gesichert werden, ferner der freie Verkehr airf den Meeren und schließlich müsse das europäische Rußland ganz Europa zur Verfügung stehen. Als ein weiteres, im gemeinsamen Interesse Europas liegendes Ziel bezeichnet Pavolini die internationale soziale Gerechtigkeit. „Gin Jahr genügt", tagte uns dieser Tage der Sowjetjude GH re n bürg, „um den europäischen Kontinent mit feinen 350 Millionen Menschen zu vernichten." Gs mag viele Guropaer gegeben. baben die diejer Aeußerung eines haßtrunlenen lud'schen Bolschewisten noch vor einigen Tagen aut Die leichte Schuller nahmen. An den ossenen Grabern der mehr als 10 000 polnischen Agiere 'M Walde von Katyn, die non den Maschinenpistolen der GPU. medergeknallt wurden, erhalten d e boljche- wistischen Drohungen ' gegen ganz Europa wesentlich ernsteres Gesicht. Nach dem deutschen Blitzkrieg in Polen entwichen über 60 000 polnische Soldaten mit 'dren Oyizier- über Die sowjetische Grenze Dort wurden non den Bolschewiken g e s a n g eng en o mmen und im Gefangenenlager öuKoselft bei interniert. Bald erinnerten fd) ®rite" Jn 7’ verbündeten Flüchtlinge und tunbeten e n p nische Legion >, die nach Ausbruch bes deutsch-sowjetischen Krieges an der S wjets gegen Großbeutschland kampfen wurde. Ab r diese Legion ist nie in Erscheinung ^treten Ihre Führer, das gesamte Ofjizi-rkorps watJangft nor Ausdmch des' Krieges Grobdeutschlands 8eg°n di Sowjetunion im Frühjahr 1940. vernichtet "^erschütternd- ‘Vaus Wo die über 60 000 E st e n.deren «ch'ck»°l eben ungewiß ist? Wo die über 5««» Llt°.uer ebenfalls von den Sowjets nach Abirie p tiert wurden? Wo die 300 000 P°l°n. d- aus Ostpolen nach.dem Innern der ^b'wetumon zu ziehen gezwungen wurden? Wo die MOM pol Nischen Soldaten, .die -inst 'M -.ager vui Koselsk interniert wurden?.. Berlin, 14. April. (DNB.) Das grauenvolle Verbrechen im Wald von Katyn beschäftigt weiter die militärischen deutschen Stellen, die alles daran- etzen, in Zusammenarbeit mit der ansässigen Zivilbevölkerung, die teilweise Augenzeuge der lieber» ührung der Gefangenen zur Richtstätte war, die Einzelheiten und Hintergründe dieses furchtbaren Massenmordes aufzudecken. Die Bewohner der umliegenden' Dörfer, die Eisenbahnangestellten der Verladebahnhöfe, die vor drei Jahren die Eisenbahnwagen mit den gefesselten polnischen Offizieren auf den Abstellgleisen gesehen haben —sie alle sagen übereinstimmend aus, daß die Mörder der polnischen Offiziere durchweg Juden waren und daß die GPU.-Erschießungstrupps von jüdischen Funktionären befehligt wurden. So erklärte im Beisein des polnischen Hilfskomitees, namhafter Aerzte aus Warschau und zahlreicher polnischer Journalisten der Cisenbahnarbetter Alexei Sladkow, daß sich die Bewachungskommandos aus jüdischen Funktionären der GPU. zusammensetzten. Er hat die berüchtigten Gefängnisautos und Arrestantenwagen vom Bahnhof Gnesdowo zum Wald von Katyn verfolgen können, wie sie vollgepfercht mit gefesselten Offizieren ab fuhren und bald darauf leer zurückkehrten. z Methoden. ~ Dieser Lage der Achsenmächte stehe die feindliche Koalition mit inneren Gebrechen gegenüber. Mehr als je versuchten die Anglo-Amerikaner, den Abschluß des Krieges um jeden Preis zu beschleunigen. Die militärischen Führer sowie die Bevölkerung der feindlichen Länder seien sogar bis zu einem Alarmzustand gelangt. Auf diesem Hintergrund höben sich die großen 'Versorgungsschwierigkeiten für England, die USA., und die vielen Kriegsfronten ab. Der U-Boot-Krieg gehe seiner Erweiterung und Intensivierung entgegen. Die Schiffsverluste über« stiegen die Neubauten. Unter diesen Umständen würde ein Landungsversuch der Anglo-Amerikaner in Europa erstens die Ueberguerung eines gefährdeten Meeres und die Bloßstellung der rückwärtigen Verbind ungern zweitens den Einsatz von Millionen Tonnen ^schifis- raums bei gleichzeitiger Bindung der eigenen Kräfte Pazifik, drittens ben Kampf gegen eine unnach- ,ige geistige Front der europäischen Länder und Tokio, 14. April. (Europapreß.) Japanische Flugzeuge sind heute imstande, den amerikanischen Kontinent anzugreifen, erklärte Generalmajor Sato vom japanischen Kriegsministerium in einer Ansprache vor japanischen Erfindern. Die Heimat müsse eng'mit her Front zu- jammenarbeiten, um alle Vorbereitungen für einen Schlag gegen ben amerikanischen Kontinent zu treffen. Die japanische Luftabwehr fei durch verschiedene wichtige Erfindungen bedeutend verbessert worden. Die wichtigste Aufgabe der japanischen Rüstungsindusttie bestehe darin, die Produktion von Flugzeugen immer weiter zu erhöhen, wobei die reichen Rohstoffoorkornrnen der südostasiatischen Länder und ihre immer intensivere Ausbeutung es Japan ermögliche, seine Produktion allmählich auf eine völlig autarke Basis zu stellen. Sato sprach vor 80 japanischen Erfindern, die sich auf dem Gebiet der Rüstungsindustrie Der- dienste erworben haben. Ihre Verbesserungen an Tanks werde» als besonders wichtig bezeichnet. tunesischen Front bis in den Raum Kai» rouan—Sousse vernichteten Kampfgruppen zweier leichter deutscher Divisionen vom 9. 'bis 11. April allein 30 britische Panzer und 50 Panzerspähwagen. Als der Feind schließlich erkannte, daß seine Um» sassungsversuche erfolglos blieben, entschloß er sich, auf breiter Front auch frontal anzugreifen. Mit starken Jnfanteriekräften rannte er gegen unsere Djebelstellung an, doch immer wieder brachen seine Sturmwellen im Abwehrfeuer unserer Grenadiere zusammen. Um jeden Meter Boden wurde erbittert gekämpft. Der Feind Mußte seine ganze zahlen- mäßige Ueberlegenheit aufbieten, um unter schwersten Verlusten Geländegewinn zu erzielen. Unsere hervorragend kämpfenden Grenadiere und Panzergrenadiere und unsere immer wieder kühn vor- stoßenden Panzer verhinderten alle Umfassung^ und Dernichtungsabsichten des Feindes und ermöglichten, daß nach harten Kämpfen die Front auf der jetzigen Linie stabilisiert werden konnte. Englische Visionen. Bon Dr. Paul Rohrbach. Das Wort „Vision" ist im'Englischen doppeldeutig, es heißt zunächst soviel wie „Erscheinung", aber wenn man von jemandem sagt, er habe „Vision , so bedeutet das soviel wie Vorstellungskraft. Engländer und Amerikaner tun sich etwas darauf • zugute, daß sie ihrer Meinung nach diese Kräft m besonderem Maße und mit praktischer, d. h. geschäftlicher und politischer Adzweckung besitzen. Wir brauchen keine Diskussion darüber anzufangen, ob und wieweit das richtig ist, wollen aber dafür einen Blick auf einige interessante Aenderungen der englischen Vorstellungen werfen, die der Krieg hervorbringt. Ein doppelter Alpdruck lastet heute auf dem Engländer: erstens Amerika und zweitens das veränderte Leben nach dem Kriege. Jenes beschäftigt mehr die Regierenden, dieses beunruhigt auch weitere Kreise. Man hat sich viel Mühe gegeben, Amerika in den Krieg zu bringen, aber man hat nicht recht bedacht, was'die Amerikaner dafür fordern werden. In der Industrie der Vereinigten Staaten besteht ein Ueberdruck der Produkttonfi der um jeden Preis nach Exporten verlangt. Südamerika, wo England auch große Interessen hat, wird rücksichts» los zu einem Reservat für die nord amen konische Wirtschaft gemacht. Afrika, Indien und Australien werden immer stärker mit amerikanischen „Stutzpunkten" durchsetzt, die einen dreifachen Zweck haben: militärisch, politisch und wirtschaftlich. Sogar den von England so eifersüchtig gehüteten Persischen Golf hat Washington zu seinem Kondominium gemacht! Ueberdtf, wo die amerikanische Flagge im Britischen Imperium in den Boden gepflanzt ist, soll ihre in Zukunft der amerikanische Handel folgen Man findet sich, bezeichnenderweise, in England im voraus damit ab, daß man ärmer aus dem Kriege hervorgehen wird, als man vorher war. Auf einer Tagung des Verbandes der Maschinen» Industriellen ist kürzlich das Wort gefallen, die einzige Rettung vor der Verarmung werde die Zu- Wenn das Kommunique nach der Begegnung zwischen Duce und Führer sagt, daß alle gemeinsamen Ziele bestätigt wurden, die die Achsenmächte für die Verteidigung der europäischen Kultur verfolgen, so heißt das, daß diese Verteidigung sowohl den portugiesischen Katholiken als auch den bulgarischen Orthodoxen, die Bibliothekare von Reims und Die Bauern Roms, die Schweizer Hirten als auch die Reeder von Riga angeht, also alle bieienigen tne unter keinen Umständen die Bolsche- wisierung ihrer Länder wollen. Insofern sind die Schlachten der Achsensoldaten glelchzeüig national und doch zum erstenmal auch f/^opaisch . Während die andere Seite den europai]eben Kon- J2W/ ---- tilget •rühmte (SgegeWJ 4 8. Bf tenprobf । ■ermitW' >raW^ reguf5 t zugig wahrhaft schrän^ ,d. Buchen. bei”' ngelhorj StnttflV* h St X. ""bitt „S J tu ki* r| m fammenarbeit mit den Vereinigten Staaten sein. Aber zugleich war die Rede von den „nicht leicht zu versöhnenden Divergenzen unserer beiden großen Völker". Das ist deutlich genug. Ebenso deutlich ist die Bemerkung der „Times", die Zusammenarbeit dürfe nicht damit beginnen, „daß zu große Opfer von unserer nationalen Freiheit gefordert werden!" Unter der englischen „nationalen Freiheit" versteht die „Times" offenbar Freiheit der englischen Wirtschaft. Diese und andere Stimmen finden sich zitiert bei einem amerikanischen Journalisten chanighen in der amerikanischen Zeitschrift „Harpers New Monthly'Magazine", das einem der größten amerikanischen Derlagshäuser gehört und neben dem Bostoner „Atlantic ll^onthly" unter den Gebildeten in Amerika führend ist. Auch unter den wissenschaftlichen Nationalökonomen in England erheben sich Zweifel an der Zukunft. I. M. Keynes, der seinerzeit keinen Zweifel darüber ließ, daß er Englands Eintritt in diesen Krieg für verkehrt hielt, ist seit einiger Zeit verstummt, aber ein anderer Mann von Bedeutung, Sir Ernest Benn, gesteht ein, daß die Lebenslinien der englischen Wirtschaft, nämlich Kapitalanlagen im Ausland, auswärtige Kreditgewährung, Schifffahrt- Dien t und Export, schlimm mitgenommen sind. Die Investitionen im Ausland, heißt es, sind erschöpft, um die amerikanische Forderung nach Bezahlung für die Lieferungen zu befriedigen. Die Zins- loistung für ausgeliehenes Kapital ist zu einem Schatten geworden, andere Länder haben ihre Fabrikation von Rüstungsmaterial entwickelt, und was soll werden, wenn England seinen Warenexport wieder ausnehmen möchte? „Es wird einige Generationen dauern, bevor unser Kapitaleinkommen auf den Vorkriegsstand zurückgeführt werden kann. Durch welche Magie könnte noch aus dem Verschwinden eines großen Teils unseres im Auslands investierten Kapitals ein besserer Lebensstandard gezogen werden?" Diese besorgte Frage ist im Sinne der wohlhabenden Oberschicht gestellt, die England tatsächlich regiert. In ihr lagen, wie schon 1914, fo auch diesmal die Wurzeln der Kriegstreiberei. Dazu kommt die vorauszu seh ende Enttäuschung der Massen über die Herabdrückung der Lebenshaltung, die während des Krieges zwar hingenommen wird, die aber auch hinter dem Kriege nicht aufhören wird. Was dem Engländer, auch dem „Mann auf der Straße", durch und durch zuwider ist, das sind dauernde Kontrollmaßnahmen in seinem täglichen Leben: Ernährung, Kleidung usw. Sie widersprechen dem hergebrachten und für unumstößlich gehaltenen >Dogma von der „Freiheit britischer Lebensführung". ^Ein merkwürdiges Phänomen ist die in allen Schichten sich zeigende Hinneigung zum bolschewistischen Moskau. Der psychologische Untergrund ist natürlich das Gefühl des „Sichanklammernmüs- sens" an diesen starken Bundesgenossen, der sich einzig imstande zeigt, einen großen Teil der deutschen Kampfkraft zu binden. Der englische Arbeiter malt auf die Fliegerbomben, die er herstellt, Hammer und Sichel und meint, dies Zeichen bringe Glück. Auf den Varietöbühn-en werden Büsten der Moskauer Machthaber ausgestellt, um dem Publikum etwas zu bieten, was es gern hat. Bon der Labour Party im Parlament sagt ein englischer Witz, sie habe vor zwei Dingen Ängst: vor Sozialismus und vor der Möglichkeit, einmal an die Regierung zu kommen! Welche Strömungen aber in der Tiefe wühlen, ist eine andere Frage, über die Klarheit erst bei der ersten Nachkriegs-Parlaments- wähl kommen wird. Der Rundfunkredner Priestley, auch ein „Unzufriedener", hat in einer Versamm- lung gesagt: „Wir wollen keine Klassen, wir wollen eine Klasse. Wir müssen die überlebten Ueber- reste eines Maskenballs loswerden!" Mit dem Maskenball ist der gesellschaftliche Snobismus der oberen Zehntausend gemeint. Ist das nicht eine Anleihe beim neuen Deutschland? Frappierend ist am Ende auch das Bekenntnis des führenden Leitartiklers der'„Times", Professor Earr, in seinem in einer Riesenauflage erschienenen Buch „Conditions of Peace“: Man müsse das Unvermeidliche, nämlich das Ende der freien Unternehmung und statt dessen wirtschaftliche Gebundenheit als den voraussichtlichen Nachkriegszustand akzeptieren! In der Tat, eine bemerkenswerte englische „Vision". Auch die britische Wissenschaft sucht,/Belehrung" bei den Sowjets. S t o ck h o l m, 14. April. (Europapreß.) „Die Bindung unserer Interessen mit denen der Sowjetunion ist heute d e st r u k 1 i v e r N a t u r" , erklärte Stas- sord Cripps vor einer Versammlung von Wissen- lchastlern und Ingenieuren. Das gemeinsame Ziel berder Staaten sei ss, den Feind so schnell wie möglich zu zerstören, wobei die Wissenschaft mithelfen müsse. Diese „wissenschaftliche $in-- öung" mit der Sowjetunion sei ein bahnbrechender Oer Mond ist aufgegangen. Von Hedwig Böhm. Bor meinem Fenster atmete die erste Frühlingsnacht. Das Dorf lag schon im Schlaf, kein Hunde- bellen, keine Menschenstimme war mehr wach. Lautlos fächelte die Luft und trug den Duft der Veilchen, die unter dem Fenster blühten, mit herein. Nur der Bach floß rauschend durch die Wiesen. Ein Geräusch zerbrach plötzlich die Stille, es klang wie Knarren einer selten geöffneten Tür. Von drüben, jenseits der Kastanien, mußte es kommen; 'da lag ein Haus im tiefen Garten, das seit einigen Jahren unbewohnt war. Vielleicht hatte ein Laden sich gelöst, der in den Angeln rostig war, — doch ging kein Wind. Die weißen Häupter des Gebirges, die im Süden das weite alte Gletschertal begrenzten, waren schon vom Monde angeleuchtet, der bei uns noch nicht aufgegangen war. Millionen Sterne funkelten am Himmel. Wenn Sternenchöre singen könnten! Welch ein Klingen müßte dann von der Milchstraße hinüberströmen zu den anderen Gestirnen, alles helle Glänzen in Musik verwandeln! Drüben, im Nachbarhaus, hatte bis zum Ausbruch des Krieges ein schönes, junges Paar gewohnt. Man sah sie kaum, so abgeschieden lebten sie künstlerischen Arbeiten. Nur zuweilen, an Sommerabenden, hörte man die hohe süße Stimme der jungen Frau Volkslieder singen. Seither hatte mich danach manchmal verlangt. — Vor einem Jahre war der Mann gefallen. — Heute mußte ich denken: wird man den reinen Klang je wiederhören? lieber dem Berge hinterm See blitzte ein Streifen auf, und aus der Wälder Zacken hob sich der Mond, wuchs und warf seine breite Bahn über das dunkle Wasser. Dann löste er sich ab vom Berg, und die Landschaft mit grünem Silber übergießend, stieg er gelassen weiter aufwärts. Sehnsucht weckte sein Schein nach Nähe und nach Ferne, man hätte Oie wachsende Schiffsraumnot. Der britische Admiral Sir Herbert Richmond schreibt im Aprilhest der englischen Monatszeitschrift „Fortn-ightly", daß es falsch wäre, ein optimistisches Bild von der Lage auf See zu entwerfen oder gar zu versuchen, die in der Oeffentlichkett gehegten Sorgen zu zerstreuen. Niemand solle seine Augen vor der einwandfrei feststehenden Tatsache verschließen, daß die Lage „im höchsten Maße ernst und niederschmetternd" sei". Die Diagnose, die hier Admiral Richmond stellt, wird durch folgende Zahlen und Tatsachen erhärtet, die von deutscher Seite über die Tonnagelage unserer Feinde bekannt werden. Die feindlichen Verluste an Handels- schiffsraum belaufen sich von Kriegsbeginn bis Ende März 1943 einschließlich der italienischen und japanischen Erfolge auf 3 0,4 Millioyen B R T„ von denen 5,8 Millionen BRT. allein aus Tanker entfallen. Die jüngst bekanntgegebenen deutschen Erfolge in Höhe von rund 25,6 Millionen BRT. sind in dieser Ziffer enthalten. Sieht man näher zu, so befaß England im Jahre 1939 eine Hochseetonnage von 21,2 Millionen BRT., die USA. 9,3 Millionen BRT., beide Länder zusammen also 30,5 Millionen BRT. Nimmt man dazu die beschlagnahmten holländischen, norwegischen, dänischen, griechischen, polnischen, frcrnzö- sischen, jugoslawischen, belgischen, rumänischen und auch die beschlagnahmten Ächsenschiffe, so erhöht sich' die feindliche Schiffstonnage um 11,5 Mill. BRT. a u f 4 2 Mill. BRT. Dazu kommen die während des Krieges' bis Ende März 1943 neu geballten Schiffe auf USA.-Werften mit 8,4 Mill. BRT. und auf britischen Werften mit 3,4 Mill. BRT., zusammen 11,2 Mill. BRT., so daß sich der Gesamtbestand der Feindtonnage Ende März d. I. auf 5 3,8 Mill. BRT. belaufen würde, wenn er nicht durch Versenkungen aller Art ganz wesentlich vermindert worden wäre. Infolge dieser Versenkungen sind von den 53,8 Mill. BRT. abzuziehen 25,6 Mill. BRT., die durch deutsche U-Boote, Ueberwasserseestreitkxäfte und Flugzeuge vernichtet wurden, 2,1 Mill. BRT., die durch Italien und 2,7 Mill. BRT., die durch Japan auf den Meeresgrund geschickt wurden. Dieser Verlust von 30,4 Mill. BRT. ist zunächst einmal von den 53,8, Mill. BRT. abzuziehen, so daß ein feindlicher Bestand von rund 23,4 Mill. BRT. verbleibt. Da indessen nicht alle torpedierten feindlichen Schiffe untergingen, sondern etwa 2,4 Mill. BRT. laufend repariert werden müssen, so ist auch diese Tonnage abzusetzen, so daß zu Beginn dieses Monats den Briten und Ämerikanern eine einsatzfähige Tonnage von rund 21 Mill. BRT. übriggeblieben ist. Diese Berechnung entspricht den Ziffern, die Winston E h u rch i l l am 21. Februar d. I. im englischen Unterhaus angegeben hat. Noch interessanter ist ein Vergleich mit einer Feststellung der „New Bork Times", die am 20. März d. I. den verfügbaren Handelsschiffsraum der USA. und Eng- lairds mit: 30 Millionen dwt. (Dead-weight-Tonnen) angibt. Dead-weight-Tonnen verhalten sich zu Brut- to-Register-Tonnen wie 1,6:1, so daß die von der „New Dort Times" errechneten 30 Mill. dwt. eine Brutto-Register-Tonnage oon rund 18 Mill, aus- machen. Diese Ziffer liegt, was in mehrfacher Hinsicht Beachtung verdient, um 3 Mill. BRT. unter der deutschen Berechnung! Sie zeigt nämlich einmal, wie die US-Amerikaner selbst ihre Verluste einschätzen und beweist einmal mehr die Vorsicht und Zurückhaltung unserer eigenen Berechnungen. Um diese Riesenverluste auszugleichen, haben Briten und Ainerikaner in den letzten Monaten ihre Schiffsbauprogramme mit allen Kräften forciert. Die USA. verfolgen damit einen doppelten Zweck. Washington will damit in erster Linie die schweren Verluste durch den U-Boot-Krieg ersetzen. Gleichzeitig wird aber auch das Ziel verfolgt, die USA- Handelsflotie so zu stärken, daß sie die englische an Tonnagezahl überflügelt, so daß sie nach Kriegsende in der Lage ist, die englischen Schiffahrtslinien zu übernehmen. Um dieser Gefahr zu begegnen, haben jetzt die Briten dem Bauprogramm Henry Kaisers ein eigenes Programm gegenüberaestellt, das den Namen M c. Alpines trägt. Kaiser wie Mc. Alpine sind von Hause aus Zementspezialisten, denn der eine baute früher in den USA. Autostraßen, während der andere das Wembley-Stadion baute. Beide, die USA.-Kaiser-Särgs und die neuen englischen Notschiffe, sind die jüngsten Beuteobjekte unserer U-Boote. Trotz aller Anstrengungen ist es den Anglo-Amerikanern, wie der Chef des Jnfarma- tionsamtes in Washington, Elmer Davis, erst vor wenigen Tagen eingestand, bis heute noch nicht gelungen, die schweren Verluste an Handelsschiffen durch Neubauten auszugleichen. Deshalb bittet „Daily Mail" jetzt die Engländer, die Mahnungen des Er- nährungsministers Wootton zu beherzigen, und nicht nur mit Lebensmitteln sparsam zu sein, sondern auch alle Arten von Abfällen zu sammeln, denn dadurch würde der so dringend notwendige Schiffsraum gespart werden. Es ist schon so, wie Dr. Goebbels'in seiner letzen Essener Rede sagte, daß der deutsche U-Boot-Krieg den Anglo-Amerikanern unmittelbar an die Kehle greift. als Helfer des Arztes tätig waren. Besondere Worb' der Anerkennung fand der Reichsgesundheitsführer für die tapfere Haltung der Hebammen in den luftgefährdeten Gebieten, wofür auch mehrte Hebammen mit dem Kriegsverdienstkreuz auSgezeichimt worden sind. Oer Führer überreicht Großadmiral Oönitz das Eichenlaub. U Der Führer empfing am 7. April den Oberbefehls. Haber der deutschen Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, uni) überreichte ihm, wie schon gemeldet, das Eichenlaub zum Ritterkreuz. (Presse-Illustrationen Hoffmann. sSch.j) Europas Getreideversorgung Wachsende landwirtschaftliche Erträge der Ostgebiete. Lissabon, 14. April. (Europapreß.) Die von der sowjetischen Herrschaft befreiten Ostgebiete werden vielleicht schon in diesem Jahr die Lücke iy der Getreideversorgung Europas ausfüllen, falls günstige Wetterbedingungen vorliegen, meint das Regierungsblatt „D r a r i o d a Manh a" in einer Betrachtung über die Intensivierung der landwirtschaftlichen Erzeugung in Europa. Die Verwüstungen des Krieges hätten im Jahre 1942 noch nicht Faktor für eine internationale Verständigung. Wissenschaftler seien bessere Botschafter als Politiker. Abschließend fand Cripps besondere Worte des Lohes für die Sowjetunion. Er erklärte: „Besonders di'e Wissenschaft ist eines der vielen Gebiete, auf denen wir von der Sowjetunion Belehrung erhalten können." ©er Wehrmachtbericht. DNV. Aus dem Führerhaupkquartler, 14. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront kam es nur an einigen Abschnitten zu Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen die Stellungen und Nachschubverbindungen des Feindes fort und versenkte in den Gewässern der Fischer- Halbinsel ein Schiff von 2000 BRT. Bei zwei eigenen Verlusten wurden 48 Sowjetflugzeuge vernichtet. In Tunesien wurden mehrere Angriffe gegen den Westabschnitt der Front zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. 3m Südabschnitt schob sich der Feind mit starken Kräften an die deutsch- italienischen Stellungen heran und unternahm Er- kundungsvorstöhe, die jedoch scheiterten. Bei erfolglosen Angriffen gegen ein deutsches Geleit vor der norwegischen Westküste wurden fünf britische Torpedo- und Bombenflugzeuge abgeschossen. An der Küste der besetzten West- gebiete brachten Jäger und Warineflak weitere vier Flugzeuge zum Absturz. In den frühen Morgenstunden des heutigen Tages warfen feindliche Flugzeuge einige Bomben auf Orte an der Deutschen Bucht. 40 Jahre (Soldat. 2hn Donnerstag jährt sich zum 40. Mal der Tag, an dem Generalober st Ruoff, Ober- sich von aller Schwere lösen mögen ins Unendliche <3U schweben, und doch mar man gewillt, sich inniger uoch der warmen Erde entgegenzudrängen. In diesem Augenblick kam wie von weither eine ans Herz rührende leise Stimme durch die Nacht: „Der Mond ist aufgegangen Die goldnen Sternlein prangen Am Himmel hell und ft ar; Der Wald steht schwarz und schweiget, Und aus den Wiesen steiget Der weiße Nebel wunderbar!" Dann war es wieder stille wie zuvor. Zaghaft hatte das Lied geklungen und bange, als fei ein singender Stern herabgefallen in den Frühling der fremden Welt und fand sich darin nicht zurecht. Der Mond stieg höher und wurde nun zum Mittelpunkt des Firmaments. Wiesen und Pfade waren weithin deutlich sichtbar, und die schwellenden Knospen der Bäume und Sträucher standen wie lichtgrüne Blüten gegen den tiefblauen Himmel. Nun flutete der Schein über den Rasen des Nachbargartens, und aus den Tannen und Buchen schimmerte weiß das Haus. Da Hub die Stimme wieder an zu fingen mit süßem Ion, als wolle ein verlassenes Herz sich selber trösten: „Wie ist die Wett so ftiUe Und in der Dümmrung Hülle So traulich und so hold, Als eine stille Kammer, 2ßo ihr des Tages Jammer, Verschlafen und vergessen sollt." Dann wieder Schweigen; nun senkte sich die Seele wohl nachdenkend in das, was unbewußt ein Gott aus ihr gefangen. wendete den Blick gegen die Stille. Durch werdende Blätter und Blüten, die ein Netz über der Aeste Gitter warfen, sah ich, im unwirklichen ^lanz des Mondes auf dem Balkon des Nachbar- hafaes eine Gestalt. Sie stand, dem Gestirn zuge- kehrt ohne sich zu bewegen; und so vom Licht durchflossen war sie, daß sie einer anderen Welt anzugehoren schien. befehlshaber einer Armee, als Fahnenjunker in das württembergifche Infanterie-Regiment 1 in Tübingen eintrat. Am ersten Weltkrieg nahm er zunächst in diesem Regiment als Adjutant und Kompanieführer, später in Stabsstellungen teil. 1933 wurde er Kommandeur des Jnf.-Rgts. 13 in Ludwigsburg. Als Chef des Generalstabes einer Heeresgruppe hatte er Anteil an dem Einmarsch in Oesterreich. 1939 wurde er Kommandierender General eines südwestdeutschen Armeekorps, das er 1940 in Belgien und Nordfrankreich und 1941 in der Sowjetunion von Erfolg zu Erfolg führte, bis ihn der Führer 1942 zum Oberbefehlshaber einer im Osten eingesetzten Armee beförderte. Das Ritterkreuz für Abwehr des Landungsversuchs bei St. Nazaire. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eifernen Kreuzes an Kapitän zur See Karl-Conrad Mecke, der sich als Kommandeur eines Marineflakregiments bei der Abwehr des britischen Lan- dungsversuchs bei St. Nazaire am 27./28. März 19 42 durch hervorragende Umsicht und Tatkraft ausgezeichnet hat. Seiner Initiative und Entschlußfreudigkeit ist es zu verdanken, daß die Angreifer bereits auf See rechtzeitig erkannt wurden und durch schlagartiges Einsetzen der Abwehr ein tieferer Einbruch verhindert werden konnte. Hierdurch konnten die wertvollen Anlagen des Hafens vor der Zerstörung bewahrt werden. Sinkende Müttersterblichkeit. Auf einer Arbeitstagung der Reichshebammen- schaft stellte Reichsgesundhetztsführer Dr. Conti fest/ daß die Mütter sterblichkeit fortlaufend, auch in öen letzten Kriegsjahren, weiter herabgedrückt werden konnte. Er dankte den Hebammen für die guten Resultate, die sie bei den von ihnen allein durchgeführten Geburten errreicht haben. Es sind das 75 v. H. aller Entbindungen, die von den Hebammen in freier Praxis selbstverantwortlich geleitet worden sind, während sie bei den restlichen Entbindungen erlaubt, aus den wiedergewonnenen oder eroberten Gebieten erhebliche Ernten zu ziehen. In diesem Jahr sei die Lage jedoch wesentlich anders, weil größere Anstrengungen gemacht wurden, die Gebiete landwirtschaftlich zu bearbeiten. In diesem Zusammenhang untersucht das Blatt die Bemühungen und Erfolge Rumäniens beim Wiederaufbau der Landwirtschaft Bessarabiens. Es betont die Mitarbeit Deutschlands bei dieser Aufgabe durch Lieferung von Tausenden oon Traktoren. Nie Inder in Südafrika. Lissabon, 14. April. (Eurppapreß.) Der in- discke nationale Kongreß in Südafrika hat sich an mehrere führende indische Persönlichkeiten gewandt, um gegen die Behandlung der Inder in Südafrika zu protestieren und sie aufzufordern, eine Kampagne in ganz Indien zu organisieren, um die Freiheit der südafrikanischen Inder zu unterstützen. Der Grund zu diesem Schritt dürfte in dem Beschluß der südafrikanischen Regierung zu suchen sein, den „Transvaal Interims act“ um drei Jahre zu verlängern und ihn auch auf die hauptsächlich von Indern bewohnte südostafrikanische Hafenstadt Durban aubzudehnen. Dieses Gesetz aus dem Jahre 1939 machte es den Indern unmöglich, in Transvaal Land zu kaufen. Auch andere Rechte der Inder, die seit dem Gandhi-Smuts-Abkornmen vom Jahre 1914 bestanden hatten, wurden geschmälert. Oie Sowjets wollen keine neue t Demarkationslinie in Iran. Sofia, 14. April. (Europapreß.) Nach dem Abzug des größten Teiles der Sowjettruppen aus Iran muß die Demarkationslinie zwischen der Sowjetunion und den Briten und Nord am eri kauern ngu feftgelegt werden. Darüber finden in Teheran Besprechungen zwischen der Sowjetbotschaft, dem englischen Gesandten Sir Readel Bulard und dem Kommandeur der 10. britischen Armee, General statt. Die Sowjetrussen w e i g e r n s i ch bisher, eine Zurücknahme der Demarkationslinie nach Norden anzuerkennen und erklären, daß die sowjetischen Daß so viel bittre Schmerzen sind, so viel einsames Leid auf dieser Erde! Wer nicht den Blick erheben kann, muß brechen unter ihrer ßaft. — Oben aber wandeln majestätisch die Gestirne. Des Mondes Licht funkelte jetzt auf dem Dach des Hauses drüben und ließ die Wand mit dem Balkon nach und nach hinter sich. Mein Herz verlangte mehr, zu hören von dem Gesang, es wollte gerne ahnen, daß ein anderes Herz aus feinen Qualen zu der Stille fände, die von der Nacht und diesem Lied in uns eingehen wollte. Draußen rührte em kühlerer Wind leise die Zweige, und mit ihm wehte der Gesang noch Einmal an mein Ohr, sicherer nun und voller, als fomfne er aus einer Seele, die das verlorene Vertrauen von neuem wachsen fühlt: ' „So legt euch denn, ihr Brüder In Gottes Namen nieder. Kalt ist der Abendhauch. Verschon uns . Gott, mit Strafen Und laß uns ruhig schlafen ~llnb unfern kranken Nachbar auch." , Am Schatten feiner hohen Bäume lag nun das yaus wleder verborgen. Der Mond zog ruhig weiter feine Bahn und goß fein Leuchten über alle Schläfer, auch über die, die in den fernsten Gräbern ruhn. JRotnonfigur und Namensrecht. Ein interessantes Urteil, das sich mit der Frage des Namensschutzes gegenüber Romanautoren aus» emandersetzt, fällte das Kammergericht. Eine be- kannte Filmschauspielerm hatte gegen einen Verlag geklagt, der' ein Buch mit Kurzgeschichten faraus” gebracht hatte. In einer dieser Geschichten war ihr Name m einem Zusammenhänge verwendet worden, durch den sie sich in ihrem Rufe als Künstlerin geschädigt^ fühlte. Während das Landgericht ihrem Unterlassungs- und Schadenersatzanspruch stattgegeben hatte, wies das Kammergericht die Klage ab. weil trotz der bestehenden Namengleichheit kein Leser bei der Schilderung der Romanfigur auf den Gedanken kommen könne, daß die bekannte Künstlerin in irgendeiner Weise als Vorbild gedient habe. Zur grundsätzlichen Seite der Frage entnehmen wir der Urteilsbegründung folgende Gedankengänge: Nach § 12 BGB. kann ein Namensoerech- tigter auf Unterlassung klagen, wenn sein Interesse dadurch verletzt wird, daß ein anderer unbefugt den gleichen Namen gebraucht. Dieser Namensschutz wird nicht nur dem bürgerlichen Namen gewährt, sondern auch dem Künstlernamen, sofern er hinlänglich Unterscheidungskraft besitzt oder eine ge- tDiffa Verkehrsgeltung erlangt hat. Das Namensrecht g^ich stark, mag es sich um bekannte Persönlichkeiten odex völlig' unbekannte Personen handeln. Nur das Interesse, das der Namensberech- tigte an der Unterlassung hat, kann verschieden groß fem, je nachdem es sich um eine mehr oder weniger bekannte Person handelt. Das Verbot des § 12 BGB. richtet sich in erster IJinie gegen den. der sich selbst einen ihm nicht zu- kommenden Nafaen beilegt. Eine Verletzung des Namensrechts kann aber auch dann vorliegen, wenn jemand einer Romanfigur einen mit dem einer ebenbcn Person übereinstimmenden Namen zulegt. Andererseits ist.es den Schriftstellern angesichts der' ^totwendigkeit, die auftretenden Personen zu benennen, praktisch unmöglich, nur solche Namen zu erfinden oder zu benutzen, die im wirklichen Leben vorkommen. Eine unbefugte Namensbenutzung i|t öaper nur dann anzunehmen, wenn die Roman- geftalt durch Beifügung von Nebenumständen in eme, wenn auch nur für einen Teil der Leser erkennbare Beziehung zu einem bestimmten tatsächlich vorhandenen Träger dieses Namens gebracht und io bei dem Leser der Eindruck erweckt wird, daß der ihm bekannte Namensträger, wenn auch nicht in allen Einzelheiten, fo doch in den Grundzügen der Romcmfigur zum Vorbild gedient hat. N. Wachttruppen weiterhin in Teheran bleiben werden. Außerdem sollen die sowjetischen Begleit- Mannschaften der Transportzüge durch den Iran nach der Sowjetunion verstärkt werden. Rückkehr zum »Zehnten^ in der Türkei. Istanbul, 14. April. (Europapreß.) Zu den plötzlich in Erscheinung getretenen Preissteigerungen auf dem Lebensmittelmarkt erklärte Ministerpräsident Saracoglu der Presse, die Regierung erwäge die Erhebung einer N a t u r a l a b ga b e von der landwirtschaftlichen Produktion. Das bedeute die Rückkehr zum Zehnten, der im osmanischen Reich -seit jeher einen Grundpfeiler der Steuergesetzgebung darstellte, jedoch im Jahre 1926 aufgehoben worden sei. Die im Vorjahr eingeführte Zwangsablieferungspflicht für rund 26 v.H. der Getreiderzeugung war bereits ein erster Schritt Allerdings wurden die abgelieferten Mengen land- Virtschoftlicher Produkte vom Staat bezahlt. Kunst und Wissenschaft. Hans Tollen gestorben. In Oberitalien, wo er Heilung von feinem Leiden suchte, starb der deutsche Schriftsteller Hans Tölten. In seinen Büchern, die aus seinen reichen Erlebnissen ^als Auslandsdeutscher in Südamerika berichten, hat er sich ein Denkmal gesetzt. Seine Erlebnisbücher „Die Herden Gottes", „Kampf um die Wildnis", „Die Wäll>er der Hoffnung" und vor allem der Roman „Mit uns wandert die Heimat" (sämtlich im Rütten & Loening Verlag, Potsdam) haben zahlreiche Auflagen erlebt: sie bilden eine wesentliche Bereicherung des Bestandes der Volksbüchereien an guter Erlebnis- und Abenteuerliteratur und erweisen sich im Kriege als ebenso begehrt in den Soldatenbüchereien. „Fefkmusik der Stadl Wien". Zur Feier des fünften Jahrestages des Einzuges Aes Führers inXdas Wiener Rathaus kam eine „Festmusik der Stadt Wien" von Richard * Strauß unter Leitung des Komponisten durch den Trompeterchor der Stadt Wien zur Urauffüh- mmg. Die einsätzige, mehrgliedrige Komposition, «deren Form man etwa als Tokkata bezeichnen könnte, läßt einer von glänzenden Fanfaren ge- tragcnen Einleitung eine Partie folgen, in deren Mittelpunkt ein schwungvoll ausspringendes Trio- llenthema steht. Dann taucht ein durch seinen charakteristischen Vokhalt an das Oktavianmotiv aus ,Rosenkaoalier" gemahnender Gedanke auf. Die in Der Folge etwas abebbende Bewegung erhält in ?inem strettaartigen Teil, der von dem Blech virtuose Lockerheit der Linie verlangt, neue Impulse. 3ine weitausgreifende Kadenz bahnt den wirkungsvollen Schluß des Stückes an. Roland Tenschert. Opernerslaufführung im Rundfunk. Die jüngste Oper des Schweizer Komponisten Dchmar Schoeck, „Schloß Dürand e", die unlängst in Berlin zur Uraufführung gebracht wurde, erklingt in Ausschnitten in Verbindung mit »em ihr zugrunde liegenden Text von Eichendorfs im Freitag von 21 bis 22 Uhr im Deutschland- «ender. Die Oper wird in der Originalbesetzung des Berliner Staatstheaters dargeboten. Neuzeitliche Solistenmusik im Rundfunk. Vier zeitgenössische Komponisten gelangen am 6. 4. von 15.30 bis 16 Uhr zur Aufführung. Der Bochumer Komponist Julius Klaas, der mit sin- »nischen und kammermusikalischen Werken hervor- getreten ist, erscheint mit drei Liedern, gesungen von -■ Hildegard Erdmann. Der Lied- und Opernkompo- uift Georg Vollerthun begleitet den Münchener desangsprofessor Gerhard h ü s ch zu seinen „Vier Siebern aus Ostland". Ferner enthält das Pro- ; ramm Klavierstücke von Tessenyi «Geszler und 1 on dem spanischen Komponisten E. h a l f f t e r. Wieder Darmstädter Graupner-Musiktage. -Nach dem Erfolge der Graupner-Dtusiktage im »rühjahr 1942 sollen auch in diesem Jahre Werke iieses Darmstädter Komponisten geschlossen aufge- üihrt werden. Graupner hat von 1709 bis 1760 h Darmstadt gewirkt. Die Graupner-Musiktage nb vom 22. bis 29. Mai vorgesehen. Vom Schicksal verweht Roman von Holla Gutkelch 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Professor Forster macht Morgenoisite im hospita ür Weiße, seine Assistentin Dr. Larsen begleitet ihn? -'ie Kranken lieben die schöne stille Virginia mit ten ruhigen Bewegungen, weil sie ihr Lächeln clleichmäßig an Arme und Reiche verschenkt. Sie rlt immer für alle da: In ein paar freien Minuten M sie sogar an Mr. Sedgewicks Bettt und nimmt fmen dringenden Geschäftsbrief auf, was ihr das lvnze Hygiene-Departement als Leistungsprobe tur Langmut anrschnet. Oder sie berät mit Frau »lupont, der Gattin eines Kolonialangestellten, wo snen Kinder während ihres Aufenthalts im Ho- i 'ital unterzubringen feien. Virginia schließt die Tür zum Saal II, während und Forster langsam den Korridor entlanggehen, f'eint der Professor befriedigt lächelnd: „Na, unfein schwierigsten Fall hätten mir auch durch. Geben aie heute nachmittag noch mal Vitamin C intra- jmös und morgen sehen wir bann weiter. Haben $ie sonst noch etwas ftir mich?" 'Virginia sieht nervös und übernächtigt aus. „Nein, tetr Professor, nur hätte ich Frau Dupont gern in Einzelzimmer gelegt, ich möchte sie. nicht im frofjen Saal lassen." ’ . »Ja, die kleine Frau ist übersensibel, ich weiß lWn. Na, dann nehmen wir doch das Zimmer von ^.Wilder." u-Da liegt doch Mr. Sedgewick, Herr Professor!" ...Ach ja, richtig. Wollte der nicht heute schon roie= dir aufstchen?"' Forster stößt die Pendeltür an, durch tLlche die Abteilung, in der die Aerzte wohnen, von vim Hospital getrennt ist. _ , . ; ."Er schon — aber ich glaube, er muß noch em Piar Tage liegen." -."Ja, was machen mir denn da?" Der Blick des 'Professors fällt auf die Tür, vor der er und Vir- 6'nia gerade stehen. Auf zwei in Metallrahmen Menben Pappkarten sind die Namen der beiden ^rzte der Dschungelstation zu lesen. „Wir konn- jsin höchstens oas Zimmer von Lewis und Gomez nihmen." Als er Virginia Larsens erschrockene 'lugen sieht, vollendet er: „Nur solange, bis fre )lrückkommen, natürlich!" . .. -. „Glauben Sie noch daran, Herr Professor? Em -Ms Rot huscht über das bekümmerte Gesicht Der llWn Aerztin. , .... .»Aber natürlich — und Sie ja auch. Sie ftnv Aus der Siadi Gießen. Millionenkräste am Werk In jedem Menschen ruhen Kräfte, genützte und ungenützte. Wenn ein Millionenvolk seine ganze Arbeitskraft zusammenballt in höchstem Leistungs- wlllen, bann muß ein Werk von unvorstellbarer Große daraus hervorgehen. Dieses ganze Werk kann man nicht messen, aber immerhin Bruchteile Damm. Gerade diese Bruchteile geben jedoch einen begriff von der gigantischen Kraft, die in dieser Volksarbeit steckt. Schon das Gehen bedeutet Kraft und kostet, je nachdem der Mensch schnell oder langsam, auf ebener Straße oder bergauf und bergab geht, in jeber Stunde und für jeden Kilometer, den er zurücklegt, Hunderte und Tausende von Meterkilogramm — 1 Meterkilogramm entspricht dem Kraft- aufmand, mit dem 1 Kilogramm einen Meter hoch gehoben wird —, dabei kommt es aber auch auf bas Eigengewicht des Betreffenden an und darauf, ob er eine Last trägt oder unbeschwert geht. Als tägliche Schrittleistung eines Lagerverwalters stellte man 18 500 Schritte fest, und eine Hausfrau, deren Schritte man zahlte, brachte im Tag 14 325 Schritte hinter sich. Es können dabei also gut und gern ebenfalls Taufende von Meterkilogramm herauskommen, was aber bei weitem noch keine Rekordleistung ist, denn es gibt genug Berufstätige, die es auf 100 000 und mehr Meterkilogramm im Tag bringen, obwohl, dank neuer wifsenschaftttcher Energiemessungen und durch erfahrungsmäßig geschulte Hantierung in bewährtem Arbeitsplan, heute schon viel Muskelarbett gespart wird. Tüchtige Teilnehmer an den Gehleistungen find übrigens auch die Zehen, deren Druckkraft während des Gehens bei Männern bis zu 35 und bei Frauen mehr als 29 Kilogramm ereichen kann. Auch beim Stehen wird ein verhältnismäßig starker Druck von den Zehen auf die Unterlage ausgeübt. " Der Radfahrer trägt im Berufsverkehr- auch fein gutes Teil an Arbeitskraft bei. Bis zu einer Fcchrt- geschVinbigkeit von 9 Kilometern in der Stunde ist seine Arbeitsleistung allerdings nicht groß und beträgt sogar weniger als die Hälfte der Körperarbeit, die ein eine Strecke von 4,5 Kilometer in der Stunde zurücklegender Fußgänger leistet; steigert der Radfahrer seine Schnelligkeit jedoch auf 15 Stundenkilometer, so hat er schon um 9 v. H. mehr Arbeit .zu leisten als der Fußgänger, der in der Stunde 6 Kilometer, also schon in einer sehr schnellen Gangart, zurücklegt. Im Jahre 1940 in München ausgeführte Berechnungen ergaben, daß täglich mindestens 60 000 berufstätige Personen mit dem Rad zu ihren Arbeitsstätten fahren. Handelt es sich dabei um Tagesstrecken von 15 Kilometer, dann summiert sich diese Zahl im Laufe eines einzigen Tages auf 900 000 Kilometer .zusammen und ergibt im Jahr 270 Millionen Kilometer. Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können,aber kaum auszudenken sind, wenn man sie auf bas ganze Großdeutsche Reich bezöge. Bestimmt man den Kraftaufwanb einer Tätigkeit, nach Druckstärken, so ergibt sich, daß ein Mensch, der mit der Feder schreibt, und zwar mit einem Druck von 33 Gramm in der Sekunde, im Lauf einer Stunde feine Feder mit einer Kraft von 119 Kilogramm auf bas Papier brückt; schreibt er aber mit einem Bleistift, so kann sich der Druck sogar auf 500 Kilogramm erhöhen. Nach dem Energiemaß der Wärmeeinheit (Kalorie) berechnet, verlangt ein mit der Schreibmaschine geschriebener Brief von mittlerer Länge von seinem Schreiber burchschntttlich 1,52 Wärmeeinheitetr. Mit dieser durch die Energieerzeugung vom Körper freigegebenen Wärme könnte man ein Kilogramm Wasser unter dem Druck einer Atmosphäre um 1,52 Grad erwärmen. Und damit sind auch die Kalorienmassen, die durch die deutsche Millionenarbeit zustande kommen, einfach unfaßbar. Aber große Zett braucht große Kraft, „Das Muß ist hart", schreibt Goethe einmal, „aber beim Muß kann der Mensch allein zeigen, wie's inwendig mit ihm steht. Willkürlich leben kann jeder." M. A. v. L. Aufnahme- und lleberweisungsfeier der Hiller-Iuaend. Die Angehörigen sind herzlich eingeladen. Am Montag, 19. April, findet um 20 Uhr in der Aula der Universität die feierliche Aufnahme des jetzt nur ein bißchen überreizt. Viermal Nachtdienst in der Woche, bas ist auch zuviel. Sie müssen ja tobmübe sein, armes Kind!" „Ich bin nicht müde", widerspricht Virginia! tapfer, aber die dunklen Ringe um ihre Augen strafen sie Lügen. „Na, legen Sie sich trotzdem hin und ruhen Sie sich aus. Ich lasse Ihnen sofort Bescheid sagen, wenn ich etwas Neues höre!" Die herzliche Art Försters tut Virginia wohl. Seit Tagen hegt sie nie gekannte Gefühle für Lewis in ihrem Herzen. Sie glaubt nicht, daß es Liebe ist. Eher Heimweh nach dem Menschen, der jahrelang ihr getreuer Schatten war. Nun kommt er vielleicht nie wieder. „Bis nachher, Herr Professor!" sagt sie aus einer langen Gedankenkette heraus zu Forster und verschwindet in ihrem Zimmer. Der Oberarzt bleibt einen Augenblick mit sehr ernstem Gesicht stehen. Als er weitergehen will, hört er hinter sich die Stimme des Negerboys Tommy: „Mr. Professor!" Er dreht sich um. Aufgeregt kommt der Stationsdiener angelaufen. Er ist nicht älter als vierzehn Jahre, klein, dick und trägt ein weißes Hemd. Um seine weißen Hosen hängt eine knallgelbe Schärpe. Als er Forster erreicht hat, berichtet er strahlend: „Don Lewis kommen!" Der Angekündigte biegt bereits um die Ecke des Korridors. Er hat den Tropenhelm weit aus dem Gesicht geschoben, feine Kleidung ist zerrissen, der Stoff des linken Aermels starrt vor getrotfnetem Blut. Sein Gesicht trägt die ^Spuren des Erlebten, Bartstoppeln bedecken seine. eingefallenen Wangen. Die Arme hängen schlaff herunter, in der rechten Hand trägt er sein Gewehr. Die Augen starr geradeaus auf einen unsichtbaren Punkt gerichtet, kommt er apathisch auf Forster zu, der ihn so fteu- dig begrüßt, als sei er von den Toten auferstanden. „Lewis — Gott sei Dank, daß Sie da find. Sie haben uns ja einen schönen Schrecken eingejagt!" Der junge Arzt antwortet nicht, sondern geht schweigend weiter. Der Professor hält Schritt mit ihm. „Wie sehen Sie beim aus? Was war denn? Ist Dr. Gomez auch mitgefommen? Lewis, was haben Sie denn? Sie sind ja verwundet! Warum antworten Sie nicht? So sagen Sie doch etwas!" Lewis hat jetzt die Tür feines Zimmers erreicht, er betrachtet die beiden Pappschilber. Schweigend greift er nach der Karte mit der Aufschrift „Dr. Gomez", zieht sie aus dem Metallrand und zerreißt sie langsam. Wortlos sieht ihn Lewis an. Dann öffnet er die Tür, tritt in sein Zimmer. Der Professor zögert eine Sekunde, ehe er ihm folgt. Er sieht Lewis schicht durch die zuständigen Innungen. Dies gitt auch hinsichtlich der zur Verfügung gestellten Roh- Mehr Handwerker. Einschränkung des Schwarzarbeit-Verbots Durch die Zulassung handwerklich oorgebilbeter Personen in dem geschilderten Umfange sind die hauptsächlichen Voraussetzungen für bas bisher bestehende Schwarzarbeits-Verbot weggefallen. Dem gemäß hat der Reichsjustizminister durch eine Rund verfützung an die Justizbehörden ungeordnet, daß die Strafverfolgung nach § 19 Absatz 2 der 3. Aer vrdnung über ben vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks eingeschränkt wird. Jedoch wird die Strafverfolgung wieder aufgenommen, wenn die Zulassung zurückgezogen ist und die betreffende Person trotzdem die handwerkliche Betätigung fort setzt oder wenn zum Schaden der Allgemeinheit Pfuscharbeit geleistet worden ist. Eine Strafverfolgung wegen Schwarzarbeit wird in all ben Fällen nicht eingeleitet, wo es sich bei ausgeführteir Handwerksarbeiten um keine gewerbsmäßige Tätigkeit gehandelt hat. Das gleiche gilt, wenn eine handwerkliche Arbeit als Nachbarhilfe geleistet wird. Die baren Auslagen kann sich ein solcher handwerklicher Helfer erstatten lassen. Kürzlich hat der Generalreferent im Reichswirtschaftsministerium, Präsident Kehrt, vor Handwerksvertretern darauf hingewiesen, daß es eine wichtige Aufgabe des Handwerks fei, Reparatur- arbeiten zu leisten. Weil für viele notwendig gebrauchte Dinge des täglichen Bedarfs keine Rohstoffe zur Verfügung gestellt werden, können, gewinnen die Instandsetzungen und Reparaturen gebrauchter Gegenstände immer größere Bedeutung. Durch Einschaltung der Reichsinmmgsverbände soll der Einsatz der Handwerker bei ben Reparaturarbeiten noch rationeller gestaltet werden. Schon jetzt kann gesagt werden, daß die deutschen Handwerker bei der Beseitigung von Fliegerschäben Außerorbentliches geleistet haben. Im Zusammenhang mit dem gewaltig erweiterten Aufgabengebiet ist ein Runderlaß des Reichs- wirtschaftsministers bemerkenswert, burch den eine Einschränkung des bisherigen Schwarzarbeitsverbots verfügt wird. Nach diesem Erlaß wird die Zulassung zur selbständigen Handwerksausübung für alle handwerklich oorgebilbeten Personen erleichtert. Im Handwerk war durch Einberufungen zur Wchr^ macht, durch Dienstverpflichtungen und durch Aus- tammen der Betriebe zugunsten der Rüstungswirtschaft ein beträchtlicher Mangel an einsatzfähigen Arbeitskräften entstanden. Auf der anderen Seite war es notwendig, Reparaturarbeiten für Beklei- dungs-, Wohnungs- und Haushaltsgegenstänbe zu leisten. Aus diesem Grunde müssen alle Personen, die in der Lage sind, handwerkliche Arbeiten aus- zuführen, herangezogen werden. Die Genehmigung zur Ausübung des Handwerks wird solchen Personen auf Widerruf erteilt und längstens auf die Kriegsdauer befristet. Selbstverständlich darf die Zulassung nicht im Widerspruch zu der Sttllegunas- oktion stehen. Diese Neuzugelassenen haben ihre Tätigkeit auf ausgesprochene Reparaturarbeiten zu beschränken. Eine Neuanschaffung von Maschinen und Geräten und in größerem Umfange von Werkzeugen wird diesen Personen nicht genehmigt. Die Ueberwachung dieser Aushilfshandwdrker ge° auch hinsichtlich der zur Verfügung gestellten Rohstoffe. Die neuzuaelafsenen Hanowerker werden lausend über die Bewirtschaftungsmaßnahmen unterrichtet und müssen an ben Jnnungsoersammlungen teilnehmen. Dagegen wird auf Jnnungsbeiträge seitens bieser Handwerker in der Regel verzichtet. Für Handwerker, die hauptberuflich in einem Rüstungsbetrieb ober anberswo tätig find, ist bk Möglichkeit gegeben, in ihrer Freizeit nebenberuflich eine handwerkliche Reparaturtätigkeit fortzu- setzen. Doch sind die Innungen verpstichtet, dem Be- tnebsführer von der nebenberuflichen Tätigkeit ihrer handwerklich geschulten Gefolgschastsmitglieber Mtt- teilung zu machen. Dies soll geschehen, um eine Kontrolle über die hauptberufliche Arbeitsleistung zu haben. Wenn biese infolge der nebenberuflichen hanbwerklichen Tätigkeit stark nachlassen sollte, kann bie Gauwirtschastskammer auf Antrag der Innung die Zulassung widerrufen. Jahrgangs 1932/33 in das Deutsche Jungvolk bzw. ben Jungmäbelbunb statt. Die Feier wirb dieses Jahr verbunden mit dem Appell der Angehörigen der Hitler-Jugend, die in die Partei und ihre ©liebe« rungen überwiesen werden. Die Eltern unserer Neuaufnahmen wurden aufgeforbert, an dieser Feier teilzunehmen, bie ihren Jungen oder ihr Mabel nun in die Reihen der Hitler-Jugend stellen wird. Auch die Angehörigen derjenigen Jungen und Mädel, die in bie Partei überwiesen werben, sind herzlich eingeladen, dem Appell beizuwohnen. Autogrammwünsche nicht kriegswichtig Obwohl wiederholt in der Presse darauf hingewiesen wurde, Autogramm bitten einzu- st e 11 e n , um für die Kriegsdauer die Künstler und vor allem die Post nicht zu überlasten und außerdem Papier zu sparen, nimmt die Zahl der Zuschriften noch immer zu. In Zukunft werden Autogrammbitten von Künsllern grundsätzlich nicht mehr erfüllt. Trotzdem eingehende Zuschriften bleiben unbeantwortet. Die beigelegten Bildpostkarten werden der Ausschmückung von Wehrmachtunterkünften und das Rückporto dem Kriegs-WHW. zugeführt werden. preisbildungsunterlagen aufbewahren Im Anschluß an die Abkürzung der Aufbewahrungsfristen von Büchern und Schriften des Handels- und Steuerrechts hat der Reichskommissar für bie Preisbildung bekanntgemacht, daß die auf dem Gebiet des Preisrechts bestehenben Aufbewahrungs- Pflichten, insbesondere die Vorschriften der Preisauszeichnungsverordnung, unberührt bleiben. Wie der Erlaß betont, sind, soweit keine zeitlich begrenzten Aufbewahrungsfristen vorgeschrieben sind, die Preisbelege ohne zeitliche Begrenzung aufzubewahren. Hier handelt es sich vielfach auch um Unterlagen, die ohnehin nicht der Verordnung über verkürzte Aufbewahrungsfristen vom 28.12.1942 unter- liegen, z. B. Kalkulationen, Preislisten^ Lohnabrech^ nungen. Weil zum Nachweis des Stoppreists auf Rechnungen usw. aus 1936 unb 1937 zurückgegriffen, werben muß, konnte auf Aufbewahrung dieser Belege aus Gründen der Preisüberwachung nicht verzichtet werden. Vereinfachung bei Waffenscheinen. . Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei hat zur Vereinfachung der Verwaltung und zur Ersparung von Papier und Lichtbildern eine Kriegsregelung für die Ausstellung von Waffen scheinen erlassen. Danach können Waffenscheine bis auf weiteres vor Ablauf ihrer Gülttgkeit durch einen Vermerk auf der Rückseite um höchstens drei Jahre verlängert werden. Es bedarf also nicht mehr der jedesmaligen Neuausstellung. Für die Lkrlänge« rung eines Waffenscheins wird eine Verwaltungs- gebuhr erhoben. Bilder aus der neuen Wochenschau. Die neue Wochenschau bringt zum ersten Male Bilder von den Luftangriffen auf Port Darwin. Japanische Kampfflugzeuge überfdjütten diesen wichtigen Stützpunkt der Briten in Nordaustralien mit einem Bombenhagel. Das ist der Höhepunkt von Aufnahmen, die den Kampf unserer japanischen Bundesgenossen im südlichen Pazifik zeigen. Wir begleiten Einheiten der japanischen Kriegsmarine bei einem Vorstoß nach Süden. Japanische TIarinelanbetruppen haben auf Neuguinea einen Stützpunkt gebildet und kämpfen sich durch den Urwald vorwärts. Der britische Flugplatz Salamaua ist erreicht. Jetzt weht auch hier das Sonnenban-- ner. Von neu geschaffenen Flugbasen aus tragen die japanischen Kampfgeschwader den Angriff weiter vor. Tauwetter an der Ostfront — Kampf gegen Schlamm und Morast. Die Wege und Sttaßen sind zu Bächen und Sümpfen geworden. Bis an die Knie stapfen unsere Landser durch den Morast. Än besonders wichtigen Verkehrswegen werden Knüp- zu, wie er bas Gewehr auf ben Tisch und den Tropenhelm auf sein Bett wirft, aus dem Schreibtisch eine Flasche nimmt unb sich Whisky eingietzt. Ohne Notiz von der Anwesenheit des Professors zu nehmen, reißt Lewis sich ben zerfetzten Aermel ganz herunter, geht zum Waschttsch, taucht einen Wattebausch in medizinischen Alkohol unb beginnt, sich den verletzten Arm zu säubern. „Also, Lewis, jetzt antworten Sie mir bitte: Was ist geschehen?" fragt Forster wieder in nachsichtigem ToN. Der andere holt tief Atem und gibt sich Mühe, ruhig zu bleiben, aber er kann nicht verhindern, daß sich seine Stimme schließlich fast überschlägt. „Muß ich Ihnen das wirklich erst erzählen? Wo Gomez ist, wollen Sie wissen? Wo bie armen Kerle sind, bie wir in die Dschungel mitgeschlepvt haben? Haben Sie denn vergessen, wie es Dr. Wilder ergangen ist!?" „Mein Gott — alle?" „Jawohl — alle!" schreit Lewis heftig. „Das ist ja grauenhaft!" Forsters Worte stehen wie verloren im Raum. Lewis nimmt aus dem Verbanbschränkchen an der Wand eine Mullbinde. Er setzt sich auf das Bett und verbindet die leichte Wunde feines Armes. Der Schaft eines Speeres hatte ihn gestreift. „Und ihr habt sie auf dem Gewissen, denn ihr habt sie in die Dschungel geschickt. Ihr habt genau gewußt, daß ihr sie nicht schützen könnt — jawohl — unb trotzdem habt ihr es getan!" „Lewis, Sie wissen, baß ich ..." ,^jch weiß nur eins: Ich bin fertig mit dieser verfluchten Insel. Ich gehe weg!" Forster, der merkt, daß der junge Kollege sich in einem begreiflichen Zustand völliger Nervenüberreizung befindet, lenkt ein, um ihn zu beruhigen. „Gut, Sie sollen fort! Sie müssen sich erholen, aber Sie werden wiederkommen, ich gebe Ihnen Urlaub. Sobald Dr. Passos da ist, können Sie fahren, unb in sechs Wochen ..." "Ich komme nicht zurück!" Lewis nimmt die Whiskyflasche unb das Glas, stellt beides auf den Nachttisch, dann legt er sich, so wie er ist, lang auf bas Bett, verschränkt die Arme unter dem Kopf. »Letzt hören Sie bitte mal zu, Lewis!" macht Forster einen letzten Versuch. Eigensinnig schüttelt Bob den Kopf. „Geben Sie sich keine Mühe, Herr Professor, es hat keinen Zweck!" Mit plötzlichem Entschluß verläßt Forster ärgerlich bas Zimmer. In der Tür stößt er fast mit Virginia Larsen zusammen. Erstaunt sieht er sie an, denn eine Verwandlung ist mit ihr vorgegangen. < Sie hat ihren weißen Arztkittel ausgeaogen und trägt ein teerosenfarbenes Sommerklelb. Mit der Dienstkleidung scheint sie auch die ernsthafte Dr. Larsen vom Hygiene-Departement ausgezogen zu haben. Ihre Augen leuchten, hittter den lächelnd geöffneten Lippen blitzen die weißen Zähne, eine Wolke süblich-heihen Parfüms weht mit ihr herein. Forster deutet achselzuckend auf den jungen Arzt, der zur Zimmerdecke starrt, aber Virginia macht ihm ein beruhigendes Zeichen. Leise schließt sie hinter dem Chef die Tür. „Virginia!" ruft Bob, der ihre Anwesenheit im Zimmer jetzt spürt, freubig aus. Er richtet sich auf. Sanft drückt sie ihn auf die Kissen zurück. „Nein. Bob, bleiben Sie bitte liegen. So, ganz ruhig liegen bleiben, ja?" „Ja " Fügsam wie ein braves Kind legt er sich zurück. Plötzlich kommt ihm wieder zum Bewußtsein, was geschehen ist. Erdichtet sich auf, sagt mit erneuter Erregung: „Virginia, sie haben sicher Gomez erschlagen unb dann Pesam-Billy und bann.. „Nicht jetzt reden, Bob", bittet Virginia. „Nicht daran denken. Sie müssen sich jetzt ausruhen. Sie sollten schlafen." „Ja, Virgin, aber Sie bleiben doch noch ein paar Minuten hier?" Seine Augen hängen an ihr schwärmerisch hingegeben wie vor ein paar Tagen an der unerreichbaren bizarr-schönen Orchidee in der Krone des Urwaldbaumes. Virginia Larsen setzt sich zu ihm auf einen Sessel neben dem Bett. „Ja, Boo, ich bleibe hier. So, unb jetzt machen Sie die Augen zu und liegen ganz still. Ganz ruhig, ja, ganz ruhig ..." Ihre feinen Finger spitzen streicheln über feine Wange, unb er lächelt wie ein Kind im Traum. Stille. Dem erschöpften Mann scheint es, als ginge ein Engel durch den Raum. Unb dieser Enges heißt Virginia. Leise, ohne die Augen zu öffnen, sagt Bob Lewis: ,Zch will fort, Virgin." Sie fühlt, daß er jetzt keinen anderen Wunsch haben kann, als nach Hause zu fahren. „3a, Bob. Sie werden nach Oklahoma zurückgehen unb brau* ßen irgendwo am alten Park wohnen ober auf der anderen Seite vom Fluß. Da weht abends der Wind immer so kühl." Sehnsucht nach ihrer gemeinsamen Heimat schwingt in Virginias tiefer Stimme. „Warum fahren mir nicht zusammen nach Haus? Was wollen Sie hier? Warten, bis Sie auch kaputt gehen!?" Ein schmerzlicher Zug liegt um Virginias Mund, als sie ruhig antwortet: „Bob, Sie wissen doch, daß ich nie nach Oklahoma zurückgehen werbe. Außerdem mag ich Professor Forster nicht im Stich lassen!" (Fortsetzung folgt.) Gut möbliertes Zimmer in Nähe der Universitätskliniken zum 1. Mai von wissenschaftlicher Assistentin gesucht. Angebote an Institut Ittr Erb- und Rassenpflege Friedrichstraße 18. 02166 Männliche od. weibliche Aosbilfe gesucht. UotersucbuDgsamt für Inleklionskrankbeiten Am Steg 15. insD Frauen als Kraftfahrerinnen. Wiedereröffnung heute nachmittag 15 Uhr Oie kluge Hout- trau weiß halb! 02450/ Edith 8. 4. 48 ®:1 Öleiberg, Vetzberg, im April 1943. 02448 ? Schuhcreme einsparen' Ziehung*1 beginn morgen. oder mehr. Schr. Ang. unt. 02431 a.d.G.A. 30 35 40 Deutsche Reichslotterie 11.15 13.30 16.40 Stuttgart Am Hobcngercn 9 Gießen RoonetraSc 6 Wir haben uns vermählt Robert Hofmann Leutnant in einer Beob.-Abteilung Gertrud Hofmann geb. Wischniewski Es grüßen als Verlobte Erika Langstorff Willy Wagner Reichsbahn-Gehilfe Dr. med. dent Toni Seibeld Gabriele, Possinke Opernsängerin V erm äh Ite Kaufmann. Büro in Wetilar sucht für seine verschied. Abteilungen mehrere tüchtige zuverlässige Angestellte Ausführl. Bewerbungen mögt mit Bild, Zeugnisabschriften, Angabe der Gehaltsansprüche und des Eintritts unter 1214D an den Gießener Anzeiger erbet. Wechselstrom geg. etwa gleichwertiges • GeM ür Gleichstrom. Unser erstes Kind ein gesundes Töchterchen ist angekommen In dankbarer Freude Emmi Schüllermann geb. Hofmann Friedrich Schüllermann Oberfeuerwerker Gießen, Senckenbergstraße 23 s, 02449/ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Danksagung. Für die Anteilnahme bei dem Tode unserer lieben Mutter sagen wir allen herzlichen Dank. Familie Eugen Magel und alle Angehörigen. Gießen (Hillebrandstr. 6 p.) den 14. April 1943 ___02462 Schweinemarkt in Grünberg. + Grünberg, 15. April. Ans dem heutigen Schweinemarkt standen 11 Ferkel im Aller von 8 Wochen zum Verkauf, die bei starker Nachfrage zu Preisen bis zu 75 RM. verkauft wurden. Schweinemarkt in Homberg. * Homberg, 14. April. Der heutige Schweine, markt war mit 18 Ferkeln im Aller von 6 bis 8 Wochen beschickt. Die Tiere wurden zum Preise von 50 bis 60 NM. pro Stück sämtlich verkauft. Schweinemarkt in Gedern. * Gedern, 15. Aprill Auf dem hissiaen Schweinemarkt waren 273 Ferkel und Läufer- fchweine aufgetrieben. Für Ferkel im Aller dooi 6 bis 10 Wochen wurde p je nach Qualität und Alter Preise von 50 bis 90 RM. pro Stück bezahlt. Läuferschweine kosteten etwa 100 RM. pro Stück. Bei lebhafter Nachfrage wurde der gesamte Auftrieb ausverkaust. Mehrere Dampflokfiihrer gesucht für Baustelle im Sudetengau. Einstellung erfolgt mit Genehmig, des Arbeitsamtes. Schriftliche Angebote unter 02447 i an den Gießeifer Anzeiger erbeten. beraten, ob es möglich wäre, die Ziegenbocke tote» her im Vorort Klein-Linden unterzubringen. Leider hat sich vorerst noch niemand gemeldet, der die Böcke in Haltung übernehmen will. * *» Goldene Hochzeit. Am morgigen Frei« tag 16. April, begehen der Pensionär ErnstLau - denbach und Frau Margarete, geb. Zink, Sicher Straße 83 wohnhaft, in körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 73., die Jubilarin im 72. Lebensjahr. Auch unfern herzlichen Glückwunsch. Aus der engeren Heimat. Diamantene Hochzeit. 4- Grünberg, 15. April. Am kommenden Samstag. 17. April, begehen der Bäckermeister Heinrich Meyer IV. und Frau Nannette, geb. Schillingen in guter Gesundheit das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Der Jubilar, ein geborener Grünberger, steht im 85., die Jubilarin im 83. Lebensjahrs. Der alte Herr hilft trotz seines hohen Alters noch immer bei der Arbeit in der von ihm gegründeten Bäckerei, die jetzt von seinem Sohne geführt wird. Einen anderen Sohn hat das Jubelpaar im ersten Weltkriege auf dem Felde der Ehre verloren. Der Jubilar hat von 1878 bis Ml beim Jnf.-Rgt. 116 in Gießen gedient. Seit über 66 Jahren ist er Mitglied der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr» und seit Jahren deren Ehrenmitglied, auch besitzt er sämtliche Feuerwehr- Ehrenzeichen, ferner gehört er seit 61 Jahren dem hiesigen Kviegerverein an, der ihn seit Jahren zu seinen Ehrenmitgliedern zählt. Dem diamantenen Hochzeitspaar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem seltenen Ehejubiläum und unsere besten Wünsche für einen schönen Lebensabend dar. Nicht jede Schuhcreme itt Guttal in Mt nur mit dem Aufdrvdr {„ßuttalin” Nur in Fodtgeichäften i fe&t, Guttolln-Fobrlk Köln COMMERZ BANK Gießen gibt It nnk Hitftrbit vticr a«N z. Z. Gießen Uerdingen a. Rh. Senckenbergstr. 23 Krefelder Str. 9 im April 1943 kreuz erhält. Weihnachtsfeier 50 Meter unter dem Meeresspiegel — dies einzigartige Erlebnis hatte die Besatzung eines unserer U-Boote, das jetzt von dreimonatelangem Einsatz zurückkehrte. Der Kriegsberichter, der diese Fahrt mitmachte, spricht selbst zu seinen Aufnahmen in der neuen Wochenschau. In der Nähe des Aequators wird bei 38 Grad der Christbaum geputzt. Wenig später stellt der Funker am Horchgerät Schraubengeräusche fest. Der Kommandant erkennt durch das Sehrohr einen dicken Frachter. Ein Torpedo hat gesessen. Wieder sind ein paar Tausend Tonnen kostbaren Schiffsraumes auf den Meeresgrund geschickt. DKD. Anrudern in Gießen. Am Vorabend des deutschen Anruderns konnten die Gießener Ruderer den Gachfachwart in ihrer Mitte begrüßen. Die Gießener Ruder-Gesellschaft hatte ihre Räume zur Verfügung gestellt. Neben den hiesigen Ruderern konnte man die beiden Wetzlarer Vereine begrüßen. Zu Beginn hieß Kreisfach- wart W. Becker willkommen und gedachte der 15 Gefallenen der GRG. und der zwei der Hassia. Sodann zeigte die Fachwartin für Rudern, Frau .f) a a f aus Frankfurt, Wege und Mittel, wie auch im Kriege die Frauen und Mädchen den Rudersport ausüben können. Gaufachwart Ludwig Leonhardt würdigte das Rudern und verwies auf Gießen als alte Rudererstadt und auf die guten RM 5000.-Versicherungssumme fällig sofort beim Tode oder beim Alter von 65 Jahren. - Kriegsgefahr ist gegen einen einmaligen Zuschlag It. Anordnung eingeschlossen. - Auch Kapitalversicherung als Altersversorgung umwandelbar in eine lebenslängliche .Rente. Fordern Sie Angebot Auskunft unverbindlich, ^Berlinische^ Lebensversicherungs-Gesellschaft Alte Berlinische von 1336 Versldherungsbest. ca.1 Milliarde Inspektor Dr. A.Schuster Gießen, Marktstraße 30 • Ruf 4071. Frühjahrsmarkt (Messe) auf dem Oswaldsgarten verlängert für Samstag, den 17., und Sonntag, den 18. April. rjwk Danksagung. Für die erwiesene herzliche An- teilnahme an unserem schweren Verlust durch den Heldentod meines lieben Mannes Theo Bremer, Uffz« in einem Gren.-Regt., sage ich im Namen aller Angehörigen herzlichen Dank. Frau Erna Bremer. nen erworben wurde'. Davon kannte sich Obergruppenführer Eiden m jedem Lehrgang überzeugen, ganz gleich, ab in dem einen gerade am Wagenmodell, in dem anderen am Derkehrstisch, in dem dritten mit dem Morttiereisen praktisch gearbeitet oder in einigen sogar schon gefahren würde. Eine Frau bemerkte, sie alle hätten eine so gründliche Ausbildung nicht erwartet, sie sähen aber nun ein, daß jede Fahrerin, die auf der Landstraße allen Zufällen begegnen und Pannen selbständig beseitigen wolle, vor allem erst einmal ihren Wagen in allen seinen-Teilen kennen müsse. Das ist die richtige Einstellung! Auf einer solchen Grundlage wird sich in der Fahrpraxis dann auch die gute Kraftfahrerin entwickeln. In nicht zu langer Zeit werden im Gebiet her Motorgruppe Hessen die ersten Lehrgangsteilnehmerinnen zum Einsatz kommen, wodurch wiederum Männtzr für die Front freigestellt werden können. Noch Ist aber der Bedarf an Fahrern für Personen- und leichte Lastkraftwagen in keiner Weise gedeckt. Gröherer Raum auch abgeteilt, zu ebener Erde gelegen, für Paviereinlagerung zu. mieten gesucht. WijsGe HnloetiUötsönidetei Schulstratze 7. neaD Am Mittwoch vormittag ist unser lieber, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel August Führer, Wagnermeister im fast vollendeten 81. Lebensjahre in die Ewigkeit heimgegangen. Luise Führer August Führer und Familie Willi Führer und Familie. Gießen und Stuttgart, 14. April 1943. Die Beerdigung fiftdet auf Wunsch unseres lieben Entschlafenen in der Stille statt. _______________________________________02464- Wachmänner für besetzte Westgebiete gesucht Hannoversches 980 V Wach- und Schließ - Institut G.m.b.H., Hannover Hausmannstr. 7. Tel. 21768. XZum Schutze der Familie eine Lebensversicherung Sie erhalten füreinen Monatsbeitrag von RM 9.70 ab einem Alter von 25 Jahren z. bald. Eintritt gesucht. [H97Ü FrauHagenauer, Am Niegel- pfad 108. peldämme gebaut. Der deutsche Soldat weiß, baß auch diese Schwierigkeiten überwunden werden müssen. An einem anderen Frontabschnitt im Osten haben die Kriegsberichter das „Frühjahrs-Großreinemachen" unserer Soldaten im Bilde festgehalten. Tag und Nacht sind Pumpen an der Arbeit, um die Gräben und Unterstände zu entwässern. Der weiße Tarnanstrich wird von Panzern, Geschützen und Stahlhelmen abgewaschen, und auch der Winterbart muß fallen! An einigen Punkten der Front rennen die Bolschewisten trotz Sumpf und Morast, immer wieder gegen unsere Stellungen an. Im zusammengefaßten Feuer unserer Waffen brechen alle ihre Angriffe blutig zusammen. Dann sehen wir in die Gesichter deutscher Soldaten, die Dutzende von Sowjetpanzern im Nahkampf erledigten. Aus ihren Zügen spricht die ganze Schwere und Unerbittlichkeit dieses Kampfes, der von jedem die Hergabe des letzten erfordert. An der Lapplandfront herrscht noch tiefer Winter. Die Kamera verfolgt das mühevolle Vorgehen einer Tragtierkolonne. Bis an den Bauch versinken die braven Haflinger Pferde im Schnee. Doch sicher finden sie ihren Weg, und pünktlich ist der Nachschub an Ort und Stelle. Ein weit vorgeschobener Stützpunkt ist wieder für eine Woche mit Munition, Verpflegung und Post versorgt. — Andere Aufnahmen von diesem Frontabschnitt zeigen den Angriff auf einen Stützpunkt der Sowjets. Dann erleben wir die Zusammenkunft des Führe rs mit dem Duce. Man sieht, wie der Führer seinem Gast empfängt und wird im Bild Zeuge einer Lagebesprechung. Anschließend zeigt die Wochenschau, wie Großadmiral Dönitz aus der Hand des Führers das Eichenlaub zum Ritter- Statt Karten! Wir danken hiermit allen recht herzlich für die uns anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten Gefreiter Friedrich Brock und Braut Oppenrod, im April 1943 \02451/ Selbe! houdidünnei Auf- trogen genügt. Eri! trocknen lauen. Dann erst bunten u. polieren. Der Clont wird schöner und non eporl NDG. Es kann sich bei der Ausbildung der Frauen in der NSKK.-Frauenfahrschule trotz des Mangels an Kraftfahrern niemals um Schnellkurse handeln, in denen nach einigen wenigen Stunden den Teilnehmerinnen der Führerschein ausgehandigt wird. Die Ausbildung geschieht vielmehr, mit der Gründlichkeit, die der spätere Einsatz im öffentlichen Verkehr gebieterisch verlangt. Daß in diesem Sinne gelehrt und gelernt wirb, davon überzeugte sich in der vergangenen Woche der Führer der NSKK.-Motorobergruppe West, NSKK.-Obergruppenführer Eiden, mit dem stellvertretenden Führer der NDKK.-Motorgruppe Hessen, NSKK.-Obersührer Corte, durch Besichtigung der ersten Lehrgänge innerhalb des Gruppengekne- tes. Das Ergebnis war durchaus zufriedenstellend. Die Frauen waren mit Lust und Liebe an den mn- fangreichen Stoff herangegangen, und in dieser Begeisterungsfähigkeit liegt allein die Erklärung dafür, daß in verhältnismäßig kurzer Zeit bereits so viel an theoretischem und praktischem Wissen und Kon- Darum ergeht aufs neue an die Frauen, die noch nicht an kriegswichtiger Stelle eingesetzt sind, der Ruf zur Anmeldung bei den Dienststellen des NSKK., der NS.-Frauenschaft und des Arbeitsamtes. Wer die Fahrerlücke schließen hilft, dient in hohem Maße der inneren Front! Schuhbestimmungen für Frauen auf Lastkraftwagen. Zum Kriegseinsatz von Frauen als Führerinnen von Lastkraftwagen hat der' Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz eine Reche von Schutzbestimmungen erlassen, die etwaigen Gesundheitsgefähr- dungen der Frauen vorbeugen. Für die Kriegsdauer wird erlaubt, daß weibliche Gefolgschaftsmitglieder als Führerinnen von Lastkraftwagen mit mehr als 1 5 Tonnen Nutzlast, jedoch nicht über 3,5 Tonnen Eigengewicht (Führerschein Klasse III) unter folgenden Bedingungen beschäftigt werden dürfen: 1. Zur Führung der Lastkraftwagen dürfen nur Frauen über 21 Jahre herangezogen werden, und auch sie nur, soweit sie nicht werdende oder sttllende Mütter sind. 2. Die Nutzlast der Kraftwagen hgrf nicht mehr als 3 Tonnen betragen. 3. Die tägliche Arbeitszeit der Frauen darf acht Stunden nicht überschreiten. 4 Die Frauen sollen als Kraftwagenführerinnen möglichst nicht während der Dunkelheit beschäftigt werden. 5. Bei regelmäßigen Fahrten auf unübersichtlichen oder abschüssigen Strecken und auf Straßen mit großer Verkehrsdichte dürfen Frauen nicht eingesetzt werden. 6. Es ist Vorsorge zu treffen, daß dle Frauen zum Anwerfen des Motors bei Storungen, zum Verladen schwerer Güter oder zu anderen anstrengenden Arbeiten nicht herangezogen werden. In Zweifelsfällen ist die Stellungnahme des Gewerbeaufsichtsamtes herbeizuführen. Die Gewerbe- auffichtsämter können auch im Einzelfall weitere Bedingungen vorschreiben oder die Beschäftigung von Fpauen als Führerinnen der Lastkraftwagen aus besonderen Gründen untersagen. Sie sollen diesen F^ueneinsatz überprüfen. Lollar Bf. Zalesie (Ostland) im April 1948 z 02456/ Bensberg & Co. Bahnhofstraße 2—4X 12030 gen Ruderer die Stadt Gießen würdig auf den auswärtigen Regatten vertreten werden und die Herbst» regatta zu Gießen am 31. August von Erfolg gekrönt sein wird. Verdunkelungszeil: 15. April von 21.19 bis 5.55 Uhr. Siehen-Klein-Linden. In der Wirtschaft von Friedrich Speier hielt am Samstagabend der Ziegenzüchterverein Klein-Linden feine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Den Geschäftsbericht erstattete Vefeinsführer August Schmidt. Dem Bericht war zu entnehmen, daß der Verein gegenwärtig 25 Mitglieder zählt, von denen 12 anerkannte Leistungszüchter sind. Ueber die Rechnung, die einen recht günstigen Stand aufwies, berichtete Kassenwart Ludwig Jung XVII.; sie wurde genehmigt. U. a. wurde noch darüber HauptschrisUetter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei tzauptschriftleitersi Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Langer für vas Feuilleton: Dr. Hans Tbyriot; :ltr Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und V r!ag: Brühlsche Univcrsttätsdruckerei R. Lange ft. <3. Betlagsleiter Dr.-Jna. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Anzeigenleiter' Hans Beck — Anzeigenpreisliste Nr. 6. JöL. Danksagung. Alfen, die uns in unserem großen Schmerz durch den Heldentod meines guten, innigstgelicbten, unvergeßlichen Mannes und lieben, guten Vaters Wilhelm Heuser, Obcrgefr. in einem Gren.-Regt., ihre Teilnahme entgegenbrachten, sagen wir herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Döll. In tiefer Trauer; Frau Marie Heuser, geb. Euler, und Tochter, nebst allen Angehörigen Albach, April 19-13. 12Ö9D Beschäftigung, auh. Samstag. Schr. Ang. unt. 02461 a.d.G.A. | Verkäufe | Badecinricktung (Badeofen für Holz- u. Kohlenfeuerung), Zinkbadewanne und Zul.f.l20,-RM. z. verkauf. [02454 Licker Str. 21 p. Anzusehen am 15. 4., zwischen 14 bis 16 Uhr. SuchelP.guterh. Tamensck., Gr. 41, begu. Form. Bietei P.guterh. blauePumvs.Gr. 41(10,-) o.l P. gut erb. Herren- halbsckuhe,Gr.43 (12 ,-).Schr.Ang. u. 02471a. G.A. 17. April 1943 __________________02468/ | Kaufgesuche I Tausche 1 1 .Dreiröhrenapp. Gut erhaltene Lumovbon für und erfolgreichen Regatten der GRG. in Gießen. Dem Vereinsführer der Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 überreichte er im Auftrage des Sportgauführers den NSRL.-Ehrenbrief. Zum Schlüsse ermahnte Gebietsfachwart Funk die Jugend, mit allen Mitteln das Rudern zu pflegen. Ein guter Film der Frankfurter aus dem Jahre 1936 zeigte der Jugend das Rudern, das Erlernen und die Fähigkeiten des Ruderns. Der Film löste bei der Jugend großen Beifall aus. Am Sonntagmorgen sprach der Gaufachwart zu den zum Rudern angetretenen Ruderern, würdigte die Leistungen unserer Soldaten in diesem Kriege und gedachte unseres Führers Adolf Hitler. Don der GRG. 1877 konnten vier Vierer und ein Zweier zu Wasser gebracht werden. Der Gießener Ruderklub Hassia konnte sogar einen Achter zu Wasser bringen. Damit ist das Ruderjahr 1943 begonnen. Hoffen wir, daß.auch in diesem Jahre unsere jun- Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, unsere gute, treue Oma, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Luise Thron, geb. Zörb ist in die Ewigkeit heimgegangen. In tiefer Trauer: Rudolf Thron und Familie Georg Zörb und Familie; Carl Zörb und Familie. Gießen, La Crosse U SA., Kiel, 14. April 1943. Beerdigung am Freitag, dem 16. April, um 15.30 Uhr, auf dem Alten Friedhof. __1216 D Hans Söhnker Elfie Mayerhoter, Rolf Weib Mady Rahl, Harald Paulsen Ein reizendes Filmlustspiel, dessen ironisch - witziger Dialog ebenso originell ist, wie die überraschungsreiche Handlung und die kleine Frau Teresa selbst. Stelleitung: A. M. Rabenalt Musik: Erich Buder. Wochenschau • Kulturfilm Heute Donnerstag Erstaufführung Lichtspielhaus Tfigl. 2.30,4.45, 7 30; So 2,4.30,7.30 Uhr Jugend nicht zugelassen« Ein kleiner Vorrat ht besser als gar keiner I Auch von der tu- geteilten Eiermenge läßt »ich ob und zu ein Ei erübrigen. M Do» sollte in 1 SattuM ITT' , . i evtl. Wohn- n. Wohnungstauichl Schlafzimmer, ' möglichst sofort. Wohnungstausch! Biete: Geraum. 1 > 6^imm.-Wohn. [Stellenangebote! tn Marburg, I 3 ■ ÄJÄ WMIA mit Heizung, * - ■ ■ 5 Zimmer 13rof. Boehm, Lose in Institut für Erb-1 Gießen in dem u. Raüenpflege,! staatlichen. 02465 Gießen. iLott.-Einn. Friedrickstr. 18J Buchacker ---pB&ue 11 Rechnungen Dr. FiimDi bei Brühl. Gießen ' Walltorstrafteja Zuverlässige, tücktige hanMMn für sofort gesucht. [02424 Kübel, Bahlchofstr. 47. Leitete Stirn oder Fräulein, für Haushalt,wo Hausfr. erkrankt ist, für sofort gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 1136V an 0. Gieß. Anz. Zuverlässige BJßWra monatlich für 2 bis 3 Tage gesucht. [H81D Frau Maternus, Minikstrane22. [Stellengesuche] SlenoWW sucht täglich 6 Stunden Bettftelle, mit Matratze z. kaufeü gesucht. Schr. Ang. unt. ■ 02451 a.d.G.A. Liegeftuhl z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02469 a.d.G.A. Suche e. gut erh. f)ettenWtoö z. kaufen. (02453 Johann Bladt, Dreschmaschinenbesitzer, Erda, Kreis Wetzlar. Kleine Fuhre Mist für den Garten 4. kaufen gesucht. Sckr. Ang. unt. 02452 a.d.G.A. [ Verschiedenes | Keibank Samstag, 17.4.: 8-9 151-200 9-10 201-250 Fleischbrühe! || Mietgesuche | Ehepaar, berufstätig, sucht möbliertes Doppelsciilatomer. mit Küche oder 8 Kochgelegenheit. W Schr. Ang. unt. — 02460 a.d.G.A. V Fräul., berusst., I sucht möbliertes 8 Zimmer Ihn. Kochgelegen- I beit. - Schriftl. | Ang. unt. 02459 | an 0. Gieß. Anz. lÄÖiminer m.Kochgelegenh. v. berufstätiger , Danie zu mieten I gesucht. Schriftl. I Ang. unt. 02458 an d. Gieß. Anz. Wir such. f. Mitarbeit, gut möbl. Zimmer __.mit voll. Verpfl. » per 1. Mai 1943. I Eilangebote an: Amt für Volks- Wohlfahrt, 1210D Gießen, Goetbestr. 34. Beamt., Dauer- mietcr, sucht gut möbliertes _ Zimmer