Montag, 15. Zebruar IM GietzenerAnzeiger Das große Ziel Die letzten Funksprüche aus Stalingrad sind durch : ijre fnappe, soldatisch einfache und darum um so | ^dringlichere Sprache ewige Zeugnisse eines heRoosevelts Anspruch aus die Wellherrschast Oer Hintergrund der Stühpunktstrategie >SEN M, rrasilien Roosevelts Sturmbork gegen Portugal jachen Roosevelt und Widenten Vargas soll silien auch militarisö dell Gemeinsam kämpfen, gemeinsam siegen! .< r'umpjt wewen. „unsere ouiu,ril < p selbst geschaffen und uns nicht durch irgend vom niere n-Slfitd igen en nderSd KroA in Cbff l»«l ihrer sehr r die ohne ößter iiM- re o. rfolgt „Die für das Vaterland starben, ehren wir am besten, wenn wir für das Vaterland leben." Rosegger. beflügeln., nd das ist die einzige Bilanz, die wir heute zu n haben. Wir haben uns selbst innerlich hart machen, wir haben diese soldatische Haltung nicht im Wort zu leben, sondern vor allem in der Und diese Tat verlangt von uns heute, daß ein von uns, gleichviel, auf welchen Platz er gestellt mag, die gleiche Verpflichtung in sich fühlt, die Unsterblichen an der Wolga auszeichnete. Denn wie sie vom ersten Tage ihres Einsatzes an chten, daß ihnen ein Gegner gegenübersteht, der t)t eine Weltanschauung vertritt, sondern der die ikarnation innerasiatischen Despotentums ist, ein iner; der den Menschen zum Sklaven und zum enlosen Werkzeug jüdischer . Welteroberungs- anken machte, so wissen auch wir heute klarer n je, daß alles aufgeboten werden muß, diesen Gegner endgültig niederzuringen und tschlands Zukunft zu sichern. tschlands Zukunft, aber auch die Zukunft ropas und damit des gesamten Abendlandes, dessen mehr als tausendjährige Kultur heute tsche Soldaten die Waffen gegen einen Feind er- und ?#i' it es siel’ Fuß Ihre sten :lin b-' Ifen toi t ab, ti Kammer 7.Mr> nsvy» e N tz nit btt imd oct lechwH 6e % en h berelbb 4. |mi| tiett Das Bündnis mit dem Bolschewismus Eine Bundfunkrede BoofeveltS. A«nähme von 41 tue men für die MittaaSnummer «»8'/,U-rde»Bormtttasr flwineiuVrrik Mr btt ®hlltmfter-3dk weit Ä Millimeter Breite: 7Rt>f. für rtamilienan- zeiyem und private SelegenheitSanHetge« 14 Rvt. ♦. «erdeanHeiae» und fldcbäftltdx? GeleaenbeitsanHetaen Matzoorichdtt (vorberiae Bereinbaruna) 28*/. mehr ■Stiettt Bieter. Aschen und todesmutigen Willens, den weder ester Kampf und Entbehrungen, noch die lieber- cht des Feindes brechen konnte. In dem Geist, * aus diesen Worten spricht, prägt sich nicht nur te9 deutsches Mannestum aus, sondern er ist mbol einer Rasse, die um die Größe und 23er- »des Opfers weiß. Diesen Männern ist ugenblicf der Gedanke gekommen, daß sie nkend werden könnten, obgleich sie seit vielen gen wußten, daß sie eine todgeweihte Schar ren. Sie brachten die Strafft aus, die ein Opfer dert in dem hellen und klaren Wissen, daß diese ift auf Millionen Lebende und ungezählte Gene- ionen übergehen wird, um sie zu gleichen Taten General oder Gallionsfignr? Bon unserem Dr. L.-Korrespondenten. Tanger, 13. Febr. (Europapreß.) Mitteilungen A^amerikanstscher Journalisten aus Rio de Ja- l*o sprechen von einer starken Verstimmung zwi- !st»r Brasilien und Portugal. In den Besprechungen Dichen Roosevelt und dem brasilianischen Staats- ' Midenten Vargas soll es Roosevelt gelungen sein, feilten auch militärisch für den Kampf in Europa M in Arfrika zu interessieren. Als Auftakt für militärische Aktion soll Portugall von der bra. pomschen Schwesternation nun plötzlich beschuldigt EM^en, seine west afrikanischen Besitzungen nicht verölen zu können. Brasilien müsse deshalb seine Wkuß-Sphäre auf den Atlantik und darüber hm- Ms auf den afrikanischen Kontinent ausdehnen. jemand aufgezwungen werden, wer immer es auch sein möge." Sowjetgenerale besichtigen llGA.-Stützpunkte in Südamerika. Vigo, 14. Febr. (DNB.) Wie aus Rio de Janeiro verlautet, haben vier sowjetische Generale und ein Admiral Brasilien mit unbekannter Bestimmung im Flugzeug überquert. Man nimmt an, daß die sowjetischen Militärs die von den Vereinigten Staaten in Brasilien und den übrigen süd- amerikanischen Ländern errichteten Stützpunkte besichtigen werden, und daß sie Abmachungen über die Entsendung ständiger militärischer Beobachter nach Südamerika treffen wollen. Da sich im Gefolge dieser Sendboten Stalins wie in allen solchen Fällen sicher auch G P U.- A g e n t e n befinden, wird bolschewistischen Umtrieben in den von ihnen heimgesuchten Ländern durch diese Reise Tür und Tor geöffnet Roosevelts Stützpunktpolitik ebnet dem Bolschewismus den Weg. Tschungking unzufrieden mit Casablanca. Schanghai, 14. Februar. (Europapreß.) In Tschungking ist man mit dem Ergebnis von Casa- blanca durchaus unzufrieden und bezeichnet die Tschimgking-China in Aussicht gestellte Hilfe als völlig unzureichend. So meldet die offiziöse Zeitung „Takungpao". Gleichzeitig drückt „lafungpao" Besorgnis über dieLageinJndien aus, die durch Mahatma Gandhis Protest fast en noch kritischer geworden fei. Das Blatt meint, es müßten unbedingt erneute Versuche zur Lösung der indischen Frage unternommen werden. bereichs eines USA -Generals in Afrika und zum anderen die Kaltstellung der amerikanischen Befehls Haber am Kartentisch und an der Front. Während der zweite Faktor für die enttäuschte britische Oef sentlichkeit vielleicht nur ein magerer Trost ist, kann sich auch das amerikanische Volk kaum Darübei freuen, daß das Fiasko, das feine Streitkräfte bei der ersten großen amerikanischen Operation erlitten haben, dazu geführt hat, daß seine Generale gleichsam unter Vormundschaft gestellt werden. Denn in der Praxis bedeutet Die Neuregelung nichts anderes. Zwischen dem Oberbefehlslsaber und dem Divisionskommandeur gibt es in Nordafrika keinen USA.-'General von wirklichem Einfluß auf den Gang der Operationen, und ob Eisenhower überhaupt noch tMhr als d^r Befehlsübermittler Roosevelts ist, kann immerhin bezweifelt werden. General Alexander läßt jedenfalls keinen Zweifel daran, daß er sich ver an wörtlich für den Gang der militäri scheu Operationen betrachtet. Sein gesamter Stab einschließlich Generalstabschef ist bereits aus Kairo nach Algier übergesiedelt. Die Leitung der Luftopc rationen in Tunesien hat der britische Luftmarschall Cunningham übernommen, und zur See hatten die Amerikaner schon vorher nichts zu bestellen. Wie immer die Kämpfe in Tunesien sich entwickeln mögen, so sind sie in militärischer Hinsicht ein britischer Feldzug, an dem kleinere nordamerikanische und französche Einheiten mitwirken. Eisenhower schwebt nur wie eine Gallionsfigur am Bug des britischen Schiffes und gibt damit allerdings einen seltsame« und für englische Augen peinlichen Anblick. Es erhebt sich diö Frage, warum Churchill tn Casablanca dieser Regelung zugestimmt hat. Die Erklärung, daß Roosevelts Druck so kräftig gewesen sei, reicht nicht aus. Churchill hatte zum erstenmal in diesem Kriege den USA. gegenüber pine ziemlich starke Stellung. Es war vor aller Welt offenbar, daß der Mißerfolg des tunestschen Feldzuges eine Folge amerikanischen Versagens mar. Die militärische Vernunft sprach dafür, die notwendig gewordene Vereinigung des Oberbefehls zugunsten der britischen Generale vorzunchmen, und das Prestige.der Nordamerikaner war im Augenblick nicht stark genug, um die militärischen Argumente gegen das entschlossene Auftreten de r Engländer zu entkräften. Churchill muß also politische Gründe zum Nachgeben gehabt haben. Die Erklärung liegt wahrscheinlich angedeutet in dem zugleich mit der Ernennung Eisenhowers ver- öffentlidjten Bericht über Generalstabsbeprechungen USA. die größte Militärmacht der Welt werden. Wer sott führen? USA-Journalist fordert engeren Anschluß an die Sowjets. Lissabon, 14.Febr. (Europapreß.) Die man» gelnde Zusammenarbeit zwischen den Engländern und Nordamerikanern auf der einen und den Sowjets auf der anderen Seite be.zeichnet ein Freund Roosevelts, der Chefredakteur der Zeitschrift „News Week", Ernest K. Lindley, als große Gefahr, die dazu führen könne, daß man sich unausweichbar einem anderen grotzenKrrege gegenüber» sehe. Lindley ist der Ansicht, daß den Engländern und Nordamerikanern die moralische unfo politische Führung unter den Nationen zukomme. Die Sprache, die Ideale und die politischen Einrichtungen rechtfertigten nach feiner Auffassung diesen Führungs- anspruch. Der Verfasser meint, daß auch Tschungking diesen Führungsanspruch anerkenne. Die Sowjets jedoch bestünden darauf, mit ihren Verbündeten nur auf Armeslänge zu verhandeln. Ein Nebel des Mißtrauens trenne die Sowjetunion von England und den USA. Der Ursprung sei in den Erfahrungen, die die Sowjets bisher gemacht haben, und in verschiedenen politischen Konzeptionen zu suchen. Deshalb müßten die USA. und England alles tun, was in ihrer Macht stünde, um ine Je Ne- bei zu lüften. Die Zeit fei gekommen, um eine wirkliche Zusammenarbeit anzustreben. heben, der zwanzig Jahre Zeit hatte, um aus dem russischen Volke willenlose Werkzeuge des Bolschewismus zu machen, der diesem Volke die Seele nahm, um aus seiner Arbeitskraft ungezählte Tanks, Flugzeuge, Geschütze und Waffen aller Art heraus- zupressen. Diese zwanzig Jahre Vorsprung sind sicherlich zu einem guten Teil durch die Güte der deutschen Waffen, durch den Ersindergeist deutscher Ingenieure und Wissenschaftler, vor allem aber durch das Einmalige deutschen Soldatentums wettgemacht worden. Um aber die äußerste Kraftanstrengung, die von unseren Soldaten im Osten gegen den Ansturm der Horden aus der Steppe verlangt wirb, auch in der Heimat zu stützen und zu fördern, ist es hotwenhig, daß wir den Begriff Stalingrad als ein Fanal gebrauchen, das jeden von uns zu gleicher Kraftanstrengung uorantreibt, das in uns allen nur noch den einen Gedanken zu- läht: den an den Sieg! Es ist nicht damit "getan, daß man von Heroismus spricht, daß man von Ergriffenheit überwältigt, Worte findet, die das Heldentum der Letzten von Stalingrad würdigen, sondern wir handeln nur dann im Sinne dieser todesmutigen und zum Letzten einsatzbereiten Soldaten, wenn wir f e l b ft uns zur Tat aufraffen, wenn wir fragen, was kann i ch tun, was kann ich besser und mehr tun, um den Sieg herbeizuführen. Die Unsterblichen von Stalingrad haben, das sagen ja vor allem die letzten Funksprüche, nur wenige Worte gemacht. Ihnen galt die Tat alles, und daher können mir uns ihrer auch nur dadurch würdig erweisen, daß wir ihnen in Der Tat nacheifern, daß wir sie als Beispiel nehmen, das tagtäglich für unser Alltagsleben Gültigkeit hat. .Vach feit Monaten hat Portugal m immer schär- Form erklärt, daß es sich, gleich aus welcher bung her der Angriff komme, unter allen Um« n und mit aller Härte zur Wehr setzen >«. Daß in Portugal die schon seit Beginn der ^.afrikanischen Operationen Dort entstandene Ner- BJ’-ü noch gesteigert wurde, liegt auf der Hand. Unterstaatssekretär im portugiesischen Kriegs« ,, fterium, Hauptmann Santos C o st a, wies bei |*(Mi Besuch, den er in Begleitung des Oberbefehls« mpe- in sta nd i g e r Be rei ts cha f t liegen. So- M im Imperium wie im Inlande würbe ein un • $6 et en er Besucher, Der gewaltsam Die |®Ü»ette des portugiesischen Hauses überschreien Jle, entschlossen und mit den Massen in öer f>anD IMfimpft werden. „Unsere Zukunft wird von Stockholm, im Februar. Die vielen Enttäuschungen, welche das englische Volk im Zusammenhang mit Dem Feldzug in Fran zösisch-Norda'frika schon erleben mußte, sind Durch die Ernennung des Generals Eisenhower zum alliierten Oberbefehlshaber in Nordafrika um eine weitere vermehrt worden. So ift es dahin gekommen, daß die in Aegnpten und Tripolitanien erfolg- r eigen britischen Generale Alexander und Montgomery sich Dem in Tunesien bisher von Mißerfolg zu Mißerfolg schreitenden General unter- ordnen mußten. Wie bitter Diese Pille Den meisten Engländern schmecken muh, ging deutlich aus Dem Appell Churchills im Unterhaus hervor, seine LanDsleute möchten sich jeglicher Kritik enthalten und abwarten, welche Erfolge Die neuen Kommandeure erzielen würden. Vermutlich wird dadurch die Kritik nach außen ziemlich erstickt werden. Im Innern wird aber Die Mehrzahl der Engländer lange Zeit Diese Regelung als ein unnötiges Zugeständnis an Die Vereinigten Staaten betrachten. Oberbefehlshaber in Nordafrikg ist General 'E i f e n h o w e r. Sein Stellvertreter ist General Aexander, welcher zugleich Den Befehl über Die LanDstreitträste führt. Diese' beftehen aus Der 1. britischen Armee unter General Anderson, welcher die französischen und auch Die nordamerikanischen Divisionen angeglieDert sind, sowie aus Der 8. britischen Armee unter General Montgomery. Ein zweites Armeeoberkommando besteht, wie bisher, in Kairo für Das Gebiet Des Mitt- leren Ostens. Sein Chef ist.General Wilson. Ob Wilson Alexander und Eisenhower untersteht, ist noch nicht klar. Augenscheinlich ift es nicht Der Fall, so daß es falsch wäre, ihn in jeder Beziehung als Oberbefehlshaber zwischen Kairo und Suez zu bezeichnen. Diese Ausdehnung hat Dagegen Der Befehlsbereich des britischen Luftmarschalls Tedder, Dem alle alliierten Luftstreitkräfte im Mittelmeergebiet unterstehen und der seinerseits für alle Operationen verantwortlich ist. Die gesamten Seestreitkräfte im Mittelmeergebiet unterstehen dem britischen Großadmiral Cunningham, Der Damit auch Dem Befehlshaber in Alexandrien, Admiral Ha r eroooD, vorgesetzt wird, seinerseits ober auch Eisenhower untersteht. Unklar ist noch das Schicksal des bisher von General Wilson kommandierten Bezirks Jran-Jrak, welcher jedoch durch die Entwicklung an Der Front an Bedeutung verloren hat. Zwei Dinge fallen an dieser umfangreichen und nicht überall klaren Orgaroifation vor allem auf: Die erstaunliche Ausdehnung des formellen Kommando- Lissabon, 13. Febr. (DRB.) Nachdem Winston Churchill gerade eben erst vor Dem Londoner Unterhaus zur Kriegslage gesprochen hat, fühlte sich nun auch der Präsident der USA. bewogen, seinerseits zu dem gleichen Thema eine Rede über Den Rundfunk zu halten. Während Churchill in feiner Rede die steigende Tonnagenot Der Anti-Achsenmächte und die lähmende Wirkung Des U-Boot-Krieges zugab, hat Roosevelt das für ihn gleichermaßen schwierige Transportproblem bezeichnenderweise nicht mit einem Work erwähnt. Stattdessen berührte er die „Beunruhigung wegen der Lage anderHei - m a t f r o n t" , Die er — wie er sagte — bei seiner kürzlichen Besichtigung der Ueberfeetruppen der USA. habe feststellen müssen, und gab Dabei offen zu, .daß „ein paar Politiker und Publizisten in Den Vereinigten Staaten ihre persönlichen Ambitionen und Deren Ehrgeiz über die Interessen des Landes Erstellt haben". Unverkennbar hatte Roosevelt ein hlechtes Gewissen, wenn er feinen Soldaten in eberfee versprechen mußte, es sei gewiß, daß private Unternehmungen der USA. in Der Lage sein würden, Den Zurückkehrenden Stellungen zu verschaffen und Daß, wo dies nicht möxstich sei, Der Kongreß Die nötigen Gesetze erlassen werde. Der Yankee, dem sein Präsident ehedem versprach, auch nicht einen Mcknn außerhalb der westlichen Hemisphäre kämpfen zu lassen, wird die AnMndigung, daß ihm nach Ende dieses Krieges die Misch-plu- tokrattschen Trusts in Den USA. zu Arbeit und Brot verhelfen sollen, vermutlich mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen haben. Die Lage in Nordafrika streifend, stellte Roosevelt lediglich fest, daß Die dortigen Kämpfe „schwere Opfer kosten werden", weil der Feind hier „starke Streitkräfte in starken Stellungen" versammelt habe. Hatte Churchill es gerade eben erst als empfehlenswert bezeichnet, zunächst Die Achsenmächte zu vernichten, um sich im Anschluß Daran einer Niederwerfung Japans zuzuwenden, so stellte Roosevelt es als wahrscheinlich hin. Daß Japan „Der erste Achsenpartner" sein werDe, der fallen könne, was Den Schluß zuläßt, daß man in Washington immer stärker sich gezwungen sieht. Die verzweifelten Hilferufe Tschungking-Chinas sowie Australiens — und fei es nur mit billigen Redensarten — zu beschwichtigen. Wie sich Roosevett Dann Die Auseinandersetzung mit Den Japanern vorstellt. Dies geht aus seiner Bemerkung hervor. Die USA. hätten „kürzlich einen langen und harten Kampf im Südwestpazisik beendet und Dabei bemerkenswerte Gewinne erzielt". Die Weltöffentlichkeit weiß, Daß im bisherigen Ringen um Den Raum Der Salomon en-Inseln allein sechs Schlachtschiffe, vier Flugzeugträger sowie weit über 1000 Flugzeuge Der USA. vernichtet worden sind. Deshalb hat Der Ausspruch Roosevelts, „es gibt viele Wege, Die nach Tokio führen", lediglich agita- torischen Wert. Nichts anders sind auch feine Aus- Ac'eoelt will die Brasilianer als Sturmbock gegen . vrugal benutzen, Da er sich der Hoffnung hingibt, ”6 brasilianische Truppen auf Grund Der Sprach- Annschaft mit Portugal Dort auf weniger ■äanD stoßen. General-Anzeiger für Gberhessen führungen, die jede Spannung im Lager Der Anti- Achsen machte abzuleugnen suchen. Wenn er schließlich behauptete, Die Propagandisten der Achse brächten alle ihre alten Tricks zur AnweN'- dung, um eine Spaltung im anglo-amerikanischen Lager hervorzurufen und Dann sagte: „Die Achsenmächts müssen tatsächlich wahnsinnig fein, wenn sie glauben, daß sie eine Propaganda erfinden können, Durch Die Die britische, amerikanische und chinesische Regierung und deren Völker gegen die Sowjetunion ober Die Sowjetunion geaen uns aufgeputscht werDcn können", so müßten die Achsenmächte in Der Tat wahnsinnig sein, wenn sie behaupten wollten, Die USA. und Der Bolschewismus wären gegensätzliche Erscheinungen. Tatsächlich wissen beiDe, was sie aneinanDer haben. Denn ihre Daseinsformen sind beide der gleichen Wurzel, dem gleichen Ungeist eines übersteigerten materialistischen Denkens entsprungen. Was versteht Roosevelt von der Seele Europas? Was ahnt dieser Mann von unseren Menschen? Was sagen ihm unsere Städte und Dörfer, was bedeuten ihm unsere Kunst, unsere Musik? Hand in Hand mit dem Bolschewismus versucht der Amerikanismus Roosevelts Europa in Die Knie zu zwingen. Für uns gibt es hierauf nur eine Antwort: „Hände weg von Europa!" Moskaus „gute Nachbarscha^ B u k a r e st, 14. Febr. (DNB.) „Curentul" besaßt sich mit Der Erklärung der Moskauer „Prawda", daß die Somjetregierung mit allen angrenzenden Staaten in guter Na chb a rschaft leben wolle und erinnert an Das Schicksal Der 1939 von den Sowjets mit den baltische» Staaten abgeschlossenen Verträge, in denen immer wieder Die Zusage enthalten war. Die Souveränitätsrechte Der betreffenden Staaten zu achten. Es erinnert, weiter daran, daß von den Deportierungen, Erschießungen ünb den weiteren Maßnahmen Der Sowjets in den bald von ihnen mit Gewalt besetzten baltischen ßän-- Dem nicht nur die alten Gegner einer VerstänDi- gung mit Moskau betroffen worDen seien, sondern ebenso Die Salonbolschewisten unD auch Die Parteigänger LonDons und Washingtons. Auch in B e s • f ar a bien würden wenigstens 1% Millionen Rumänen Die sofortigen Opfer einer Besetzung Des Landes Durch Die Bolschewisten fein. Das Blatt sagt weiter: „Es liegen genügend lehrreiche Erfahrungen zur Warnung Derjenigen vor. Die in Den Salons mit linksgerichteten Ideologien paradieren in der Hoffnung, sich damit ein sorgenloses Leben in einem Sowjetregime zu sichern. Glaubt man wirklich, die Sowjets mürben ihre Methoben andern vor einigen Jntullektuellen, die zwischen zwei Gläsern Wein eine sympathische Haltung für sie eingenommen haben, oder Die vielleicht sogar Den Aufenthalt in einem Konzentrationslager nachweisen können? Und würden ebenso Diejenigen, Die von einem besänftigenden Einfluß Englands auf die Sowjetunion träumen, ernsthaft glauben, Daß ein brauchbares Mittel gegen faule Aepfel die Methode fei, sie mit gefunden Aepfeln zusammenzulegen?" 195. Jahrgang Ihr. 38 IEricvecni , agtich, außer GonntaaS und (VetertCR» Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild-DieScholle Hezna-vrei-r MiMMltch ... .RM.1H0 Sustellgebübr... ,, -26 auch bei Nichtericheine« von einzelnen Nummer» I infolge höherer Gewalt Lissabon, 14. Febr. (Europapreß.) Die kürlich dem nordamerikanischen Marineminister Knox HigcfteHte Forderung, daß die USA. überall im fik Stützpunkte erhalten müßten, hat in and, das diese Sttitzpunkte zum größten Teil soll, beträchtliches Aufsehen erregt Man ich darüber klar, daß die Erfüllung dieser For- g Der britischen Weltherrschaft ein Ende machen De. Die nordamerikanische Publizistin Dorothy mpson spricht dies auch deutlich aus: „Knox ||rgie nicht, daß etwa auch andere Nationen, Die ein ensintereffe m den fraglichen Gebieten haben, der Benutzung und Kontrolle solcher Stützpunkte düiehrben sollen. Sie sollen allein die unsri- n sein." ie „Daly Telegraph" meldet, erkläre man in fhington, die USA. brauchten, um über Den Pa- zu gelangen, zahlreiche Stützpunkte auf bri- em, australischem, französischem, holländischem chinesischem Gebiet Man vermute, daß auch Die prechungen Roosevelts mit Dem brasilianischen isidenten Vargas Dem Zweck dienen sollten, den Ut2L Dauernde Stützpunkte im Atlantikgebiet zu U rn. Daß es Herrn Knox mit seiner Forderung Wer ernst ist, betonte er in einer neuen Rede in bpingsield. Die USA. müßten auch nach Dem wege eine so große See- und Luftwaffe untermal»' ttni daß sie allein einen »dauernden Frieden" ga- titrieren können. Dazu müßte den USA. natürlich < e Kette von Stützpunkten in aller feilt zur Verfügung stehen. Ein gleichmäßig aus« •eogenes Kräfteverhältnis aller Nationen werde feh zu neuen Kriegen führen. Deshalb müßten die ■ di Das Staatsbegröbnis für Generaloberst Haase. liftn lytn. Oie Abwehrkämpfe an der Ostfront ie Führer gehören nach i vorne!" Nach dieser Forderung hat er selbst immer gelebt und gehandelt. Rücksichtsloser Einsatz der eigenen Person, Sicherheit im Entschluß und Kühnheit im Handeln sind die Kennzeichen dieser echten Füh- rerpersönlichkeit gewesen. Wohin er auch immer gestellt wurde, niemals kannte er Schonung der eigenen Person. Seine Kampfnatur setzte sich immer rückhaltlos em. Bis zuletzt hat er an der Spitze einer Armee im Westen gestanden. Im rastlosen Einsatz kannte er keine Schonung seiner selbst — trotz des sich ankündigenden tückischen Leidens. Ständig ist er bei seinen Soldaten, in Buntem und Kampfständen zu finden, um seiner Armee die höchste Bereitschaft und Schlagkraft zu geben. Er war es, der den Briten, als sie im vergangenen Jahre ihr Glück versuchen wollten, bei Dieppe eine vernichtende Niederlage bereitet hat. Im ganzen fteer berühmt geworden sind Vie Befehle, die der I Generaloberst nach seinen zahlreichen Besichtigungen Eine Gedenkfeier für Or. Todt Dem Gedenken an den vor Jahresfrist tödlich verunglückten Reichsminister Dr. Todt galt eine Feierstunde in Berlin, bei der in Gegenwart der Witwe und der Kinder des Verstorbenen, sowie der p UPP Kers in in Tschungking und Indien. Am Ende dieses Berichtes heißt es, daß Wavell und Mac Arthur demnächst über die Gleichschaltung ihrer Operationen in Verbindung treten würden. Auch dort gibt es also einen Kriegsschauplatz, auf dem die Errichtung eines einheitlichen Oberkommandos früher oder später akut wird. Indien ist aber für England eine wichtigere Position als Nordwestafrika. Auf politischem Gebiet hatte sich England dort nordamerikanischer Einmischungsversuche zu erwehren. Auf militärischem Gebiet hat es sich hartnäckig gegen die Teilung der Gewalt gesträubt. Ein amerikanischer Oberbefehlshaber in oder um Indien ist den Engländern unerträglich. Dort wird — so rechnet Churchill — General Mac Arthur vor Wavell zurück treten müssen. Der Verzicht in Nordafrika soll der Behauptung in Indien gegenüber den USA. dienen. Diese Erwägungen zeigen, daß Churchill schon beträchtliche Zugeständnisse machen muß, um Ergebnisse zu erreichen, die man früher als Selbstverständlichkeiten bezeichnet hatte. r o f f i j f t und im unteren Kubangebiet führte, blieben erfolglos. Sturzkampfflugzeuge griffen Stellungen und Truppenansammlungen der Sowjets an der Küste südlich Noworossijsk sowie Transportschiffe im Seegebiet vor der Stadt an und fügten dem Feind schwere Verluste an vlenschen und Material zu. Zwei Transporter wurden versenkt. Während es a m unteren Don und Donez zu keinen wesentlichen Kampfhandlungen kam, oer- stärkte sich am mittleren Donez der Druck des Feindes. Lin in das eigene Hintergelände vor. gestoßener feindlicher Kavallerieverband wurde zum .5»! Ls» Mf ?Ni Ä N u Nationalsozialistische Jugenderziehung an der Front bewährt. ralleutnänt von Hase, d!e Trauerparade gemeldet hat, von Generalfeldmarschall von Witzleben, General der Flieger Förster als Vertreter Les Reichs- marfchalls, sowie Admiral Fänger als Vertreter des Oberkommandos der Kriegsmarine in den Ehrenhof geleitet. Die Klänge des Trauermarsches aus der As-dur=Sonate von Beethoven erfüllen den Raum. Dann tritt Generalfeldmarschall Keitel sstl än in Di setzungsarbeit betrieb und feindlichen Spionagezwecken dienstbar war. Diese fort' W Sei Ken M W? mH« Lltl ttn.tfr Kampf gestellt. ZRotorifierte und Panzerverbände des Heeres und der Waffen-^ drangen trotz heftigen Widerstandes starker feindlicher Panzer- und! Infonteriekräfie in das vom Feinde besetzte Gelände ein, vernichteten unter Abschuß von 35 Panzern einen feindlichen verband und unterbrachen rückwärtige Verbindungen der Sowjets. Oefilich und nordöstlich von Charkow wurden in sofortigen schwungvollen Gegenstößen auch gestern starke feindliche Angriffe abgeschlagen. lieber 4000 tote Bolschewisten bedecken das Kampffeld, 20 feindliche Panzer liegen vernichtet vor unseren Stellungen. Der Feind setzte seine An-! griffe im Raum nördlich Kursk trotz heftiger! Schneesiürme fort Lr wurde blutig abgewiesen. An einigen Stellen eingedrungene feindliche Kräfte konnten vernichtet werden. An der Front zwischen Wolchow und Ladogasee und vor Leningrad brachen neue mit starker Panzerunterstühung geführte Angriffe der Sowjets teilweise nach heftigen Nahkämpfen zusammen. 49 Panzer wurden abgeschossen. Ins- gesamt verlor der Feind in den Kämpfen des gestrigen Tages an der Off front 129 Panzer. Line aus vorgeschobenen Stützpunkten zurück- genommene Infanteriedivision hat in neuntägigen' schweren Kämpfen unter vorbildlicher Führung ihres Divisionskommandeurs, Generalmajor Postel, starke feindliche Kräfte durchstoßen, vernichtet und alsdann die eigenen Linien erreicht. In Nordafrika nur Kampfhandlungen öd- N. te m Sn ot Bll von MM .. Lirck Reichsminister Dr. Dorpmüller und Funk Reichsminister Speer das Wirken Dr. Todts als nationalsozialistischen Kämpfers und Arbeiters würdigte. Die Impulse, die er als Reichsminister für Bewaffnung und Munition der Rüstungsproduktion ge- v A .. ... , > geben habe, feien außerordentliche gewesen. Die ücher vedeulung. Die Luftwaffe griff mit gutem großartige Schöpfung der Reichsautobahnen fei zu Erfolg Ziele des Hafens von Bengasi sowie feinb- einem großartigen Denkmal für ihn geworden. An liche Kräftegruppen im tunesisch-tripolilanifchen der Atlantikküste seien- unter Dr. Todts Leitung An- iiltmg i r^tmod GtwP erlaffen hat. Er faßte sie unter der «ammelbezeich- nunq „Fahrten durch das Armeegebiet zusammen und ließ sie bis zu den unteren Truppenfuhrern ausgeben. Generaloberst Haase war nicht nur em Truppen führet von außergewöhnlichem Format.sondern auch ein kluger und weitsichtiger Menschen- und Seelenkenner. Er liebte feine Soldaten von ganzem Herzen, und sie hingen an ihm tote an einem strengen, aber unwandelbar gerechten Vater. Immer stand ihm der Dienst am Vaterland über allem. Als überzeugter. NationalsoziaW diente er seinem Führer und damit" seinem Volke mit ganzer Seele im unbeirrbaren Glauben an den Endsieg und an das Reich der Deutschen. Für feine Waffe, die neue deutsche Artillerie, hat Haase bahnbrechend gewirkt, in der Wehrmacht ist er einer der vorbildlichsten Offiziere gewesen. Während das Lied vom guten Kameraden erklingt die Fahnen und Standarten sich senken und die im Lustgarten aufgestellten Batterien einen Trauersalut von 17 Schuß lösen, legt GeneralfelL- marschall Keitel den Kranz des Führers, der auf der Schleife die Worte „Adolf Hitler" tragt, nieder. Ihm folgt, während dumpfer Trommelwirbel ertönt, General der Flieger Forster mit dem Kranz des Reichsmarschalls. Unteroffiziere des Heeres tragen den Sarg aus dem Ehrenhof. Als der Sarg im Hauptportal des Zeugkwuses erscheint, tritt Die Trauerparade unter das Gewehr und der Präses tiermarsch klingt über den Platz. Der Sarg wird am - die Lafette gehoben, dann marschiert unter dump- I > " fern Trommelwirbel die Parade am Sarge norbc 8 » und setzt sich an die Spitze des Trauerkändukts. Im Krematorium Wflmersdorf fand dann eine Trauerfeier im engsten Kreise statt. Vor dem Eingang zur Halle hatte eine Ehrenkompanie und ein Musik korps der Kriegsmarine Aufftellung genommen Zehn Unteroffiziere hoben den Sarg von der Lafette und trugen ihn in das Innere. Mer Generale bezogen die Ehrenwache am Sarge. Pfarrer Friev« rief dem Verstorbenen Worte des Abschiedes nar und würdigte die hohen menschlichen Eigenschaster des Dahingeschiedenen. Während dann das Lick vom guten Kameraden erklang und der Sarg xttx- I Statt! sank, krachten drei Salven als letzte Ehrung für her ,riln/ Generalobersten über den Platz. NSG. Gauleiter und Reichsftatthalter Sprenger besichtigte die Nationalpolitische Erziehungsanstalt Oranten ft ein, aus deren Reihen zwei Ritterkreuzträger und zwei Träger des Deutschen Kreuzes in Gold bertrorgegangen find. Unter' Fuh^ rung des Anstaltsleiters nahm der Gauleiter Gelegenheit, die Einrichtungen der Anstalt kennenzulernen und einen Einblick in «das Unterrichtswesen sowie die sportliche Ertüchtigung der Iungmannen zu gewinnen. Verschiedene Iungmannen berichteten von ihrem Arbeitseinsatz in Bergwerken, im Landdienst und KLV.-Lagern. Im Rahmen einer kurzen Feierstunde sprach der Gauleiter dann über den Sinn unseres derzeitigen Freiheitskampfes. Er zeigte den Iungmannen die eigentlichen Ursachen, die unsere Gegner veranlaßten, die Waffen gegen uns zu erheben. Der unbändige Haß, das unter Führung Adolf Hitlers auf- bluhende Deutschland auszurotten, war ihnen Grund genug, eine ganze Welt in einen blutigen Kampf zu stürzen. Es sind zwei Welten, die hier auf- einanderftoßen. Die jungen Völker Europas unter der Führung Deutschlands erheben Anspruch auf einen gesicherten Lebensstandard ohne dauernde Bedrohung von fetten der füdifch-plutokratischen Mächte, deren einiges Ziel es ist, andere Völker aus,pibeu= ten, um so ein Schmarotzerleben führen zu können. Die Absichten unserer Gegner, vom Führer recht- 3eitig erkannt, werden vereitelt werden, da ihnen eine einmütige Gemeinschaft des ganzen deutschen Volkes entgegengefetzt wird, die in dem unbändigen Glauben an den Fortbestand des Reiches ihren Weg geht bis zur enbgültigen Vernichtung aller Gegner der Neuordnung Europas. So wie heute alles auf diesen einen Punkt ab- qefteöt ist, so wird auch die Erziehung der Jugend auf neuen Grundlagen aufgebaut. Unter Heranbildung eines harten zielbewuß- Der Wehrmachtbericht vom Samstag. DNV. Aus dem Führerhauplquarlier, 13. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Südlich Noworossijsk und im Gebiet des unteren Kuban wurden örtliche Angriffe des Feindes abgewiesen. 3m Zuge planmäßiger Bewegung zur Verkürzung der Front wurde die Stadt Krasnodargeräumt. Am mittleren D o - n e z durchbrach eine deutsche Stoßgruppe im zähen Kamps mit starken Panzerkrästen feindliche Stellungen und warf die Sowjets zurück. Konzentrierte Angriffe überlegener feindlicher Infanterie- und Panzerverbände im Raum östlich und nörd - tichvon Charkow wurden in erbitterten Kämpfen abgeschlagen. Ein eigener Gegenangriff machte weitere Fortschritte. Nördlich von Kursk scheiterten Angriffe, die der Feind in mehreren Welten ge^n unsere Stellungen führte, unter hohen Verlusten. Gefangene und zahlreiche Beute wurden eingebracht. An der Front zwischen Wolchow und Ladog asee und vo r Leningrad setzte der Feind seine heftigen Angriffe bisher ohne Erfolg fort Die schweren Kämpfe dauern noch an. Die L u s t ro a f f e griff mit starken fliegenden Verbänden auch gestern unermüdlich in den Kampf ein. Sie brachte dem Feind erneut schwere Verluste an Menschen, Material und Waffen bei. 3agb- fliegeroerbänbe stellten feindliche Fliegerkräfte zu Lustkämpfen und fchosfen gestern allein im Süden der Ostfront 34 Sowjetflugzeuge ab. Die 15. Cuft- wafsen-Feld-Divifion zeichnete sich in den Winter- kämpsen an der Ostfront besonders aus. 3n Norda frika verlief der Tag auch gestern bei anhaltend schlechtem Wetter ruhig. Störangriffe einzelner feindlicher Flugzeuge am Tage und bei Nacht auf westdeutsches Gebiet mit einigen planlosen Bombenwürsen verursachten geringe Verluste unter der Bevölkerung und einigen Gebäudeschaden. Der Wehrmachtbericht vom Sonntag. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 14. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Oertliche Angriffe, die der Feind nach heftiger 2lr(iüeriefeueroorbereitung südlich Nowo Kunst und Wissenschaft. Georg Poppe 60 Jahre alt Der Frankfurter Maler Georg Poppe, dem 193" der Gaukulturpreis für bildende Kunst verliehen wurde, begeht seinen 60. Geburtstag. Der aus S^' fien stammende und seit 1911 in Frankfurt wirken»-' Maler, Radierer und Graphiker wurde weithin M1 kannt durch die Oranier-Wandgemälde im Rathaus zu Dillenburg, durch Monumentalfresken und Glas- fensterentwürfe für Mainz und Diez,_ stimmunas' reiche Landschaften und saubere Porträts. Aus fei' ner schlesisch-besinnlichen Art wurde er zum Illustto' tor E. Th. A. Hoffmanns, weiterhin sind seine traft1 vollen figürlichen Kompositionen und das poetisch' volksverbundene „Schlesische Wiegenlied" aus dem Hause der Deutschen Kunst (1941) bemerkenswert. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Walter v. O e t t i n g e n, der fnihek in Berlin als Chirurg eine bekannte Persönlichste war und jetzt in Braunfels lebt, vollendet feti 70. Lebensjahr. Er wurde in Dorpat geboren utr) studierte in Dorpat, Berlin und Leipzig. 1899 Pw' monierte er in Leipzig. Seine Ausbildung al- Chirurg erhielt er an der von Bergmannschen K'' nik. 1904 ging er als Chefarzt des Livländische Feldlazaretts vom Roten Kreuz nach der Mandfch^' rei. Das Ergebnis war fein „Leitfaden der prar- tifchen Kriegschirurgie". — Der Ordinarius fuc Derfaffungs-, Berwaltungs- und Finanzrecht an der Universität Kiel, Professor Dr. Richard Naumann, wurde an die Universität Innsbruck rufen. Naumann ist seit 1937 in Kiel, hat sich 19$ hier habilitiert und ist 1942 zum o. Professor ernannt worden. — Der o. Professor für Haut- uM Geschlechtskrankheiten an der Universität Kiel, V. med. Joses Vonkennel, wurde an die Univers ■ tat Leipzig berufen. Vonkennel ist besonders dm« seine chemo-therapeutischen Arbeiten bekannt S' worden. In der Kieler Klinik wurde eine SljW neuer Heilmittel m Zusammenarbeit zwischen Pro Grenzgebiet an. lagen aus Beton und Stahl entstanden, die in ihrer Bei T-ges- unb Jiad>langtiffen bet brififdjen Luft- gigantischen Stöße unbezwingbar seien Senau so .. 3 . . 2, . " , wie Dr. Todt es dereinst verstanden habe, seine wa se gegen einige Ode im fiuflenraum bet be- stra6cnbaucr mit Stolz und Freude an ihrem setzten Westgebiete verlor der Feind nach bisher I$ßert zu erfüllen, so begeisterte er auch die Front- vorliegenden Meldungen 10 Flugzeuge. Vereinzelte arbeiter der OT. für die Größe ihres Schaffens, ungezielte Bombenwürfe in Westdeutschland ver- Die Kraft, die Dr. Todt durch feine Persönlichkeit, ursachten geringe Verluste unter der Bevölkerung, seine alles überschauende Ruhe, die Klarheit seines Nach einem Angriff der Luftwaffe am Tage gegen Charakters und feinen unbändigen Schaffenswitten eine küstenstadl in Südengland bekämpfte ein Ver- ^sstrahlte, habe sich aus alle Überträgen bie um bunb b^er fia^fflugKuge in der vergangenen K^^r, wttk7 w in' den^Lefftu^- Nacht den Kriegshafen Plymouth mit zahlreichen! der deutschen Rüstungsschaffenden. Nach dem Spreng- und Brandbomben. Treffer in Werkanlagen Lohengrin-Borspiel wurde ein Film „Fritz Todt — und versorgungsbetrieben verursachten erhebliche Berufung und Werk" uraufgeführt, der sich aus läufige Ergebnis beträgt 63 035128,44 RM. Bei kommen und hat sie nunmehr unschädlich gemacht, der gleichen Sammlung des Vorjahres wurden Nachdem ein Sohn der polnischen Familie Leih 39 575 225,75 K2TL -u,gebracht. 65 ist somit eine w .Mors (Rheinland) an bet Ostfront zum HA-i 91 an? ao nm -;a oelnde ubergelaufen ist und wetteren, das Steigerung vo.i 23 459 902,69 BW., das lwd 59 28 vieler deutscher Soldaten gefährdenden Verrat vorn Hundert, zu verzeichnen. Dieses Ergebnis be- aeübt hat, Haden die angestellten polizeilichen Nachfor- weist. daß im Schicksalskampf unseres Volkes auchjsch^^^^ bet feinen Angehörigen ergeben, daß diese die Heimat sich ihrer Pflicht bewußt ist, Familie fest Iahreiz Lommunistischo Zer- m urt H fP1 ritt plwno v Dies zu erreichen, wird die Stautsnchrung alle dienlich erfcheinenden Mtttel zur Anwendung, brrn- aen. Dazu gehört vor allftm die verschärfte Abschöpfung überschüssiger Kaufkraft. Es ist klar, daß nach der Schließung vieler Ge- ichäfte und der weiteren ProLuktionsumstellung auf den Rüstungsbedarf ein erhöhter Kaufkrastüber- schuß in Erscheinung treten wird. Diese (Selber muffen daher im Interesse der Sicheruna der Währung weggesteuert werden, wobei dre Steuer, schraube, wie der Reichswittschastsministex ausdrücklich hervorgehoben hat, in erster Linie an den ©teilen anaesetzt werden wird, wo sich am meisten überschüssige Kaufkraft gebildet hat. Neben der stärkeren. Besteuerung der großen Gewinne werden wettere Maßnahmen, ähnlich wie die HauszinssteueraöV- jung und der Anzahlungsstopp für Rüstungsaufträge zur Abfchövfung des Geldüberstuffes getroffen werden. Dazu gehört auch die Herabsetzung der Höchstgrenze für die Melde - und Ab liefe- rungspNicht für Akten von 100V00 auf 50000 RM., worüber bereits in den nächsten Togen eine Verordnung erscheinen wird. Daraus geht hervor, daß wir auch noch über bedeutende Reserven verfügen, die jederzett eingesetzt werden können. So wird sich auch in Zukunft die Finanzierung der Kriegsbedürfnisie auf einer festen und gesicherte» Basis vollziehen. Der Soldat wird die Waffen erhalten, die er braucht. Die finanziellen Doraiv- setzunqen dafür sind da, es wird hier auch ferne falsche Sparsamkeit Platz greifen, auch wenn emr echte Kostensenkung durch genaueste Kalkulation unh eine ständige Verbesserung der Fabrikattonsmetho. den angestrebt wird. Und wenn Reichsminister Funk schließlich hervorhob, daß die erfolgreiche Kriege sinanzierung nicht zuletzt dem Verständnis unb der Selbstdisziplin aller beteiligten Volkskreffe zu dankeir ist so wird das deutsche Volk daraus auch m Zu kunst die Verpflichtung für sich ableiten, nun ech recht alles zu tun, um Deutschland finanziell so stark wie möglich zu machen und damit einen wertvollen Beitrag zum Endsieg zu leisten. Br ■ ßinui, ßi Ausnahmen von OT.-Kriegsberichtern und Wochenschauen zusammensetzt. Oer fltö6fe Erfolg. I polnische Aerrälerfamile Berlin, 14. Jebr. (D37B.) Die im 3anuar in unschädlich gemacht. ben einzelnen Sauen durchgeführten ffiau-Slta- Berlin,14. Febr. (DNB.) Die Sicherheiispolize! ßensammlungen des Kriegs-Winterhilfswerkes ist einer Derräterfamilie, die der polnischen Minder- 1942/43 hallen den bisher größten Erfolg. Das vor- heit in Deutschland angehörte, auf die Spur ge- ^tinblii 1 v-illtNL Oie Nooseveti-Bürokraiie. 1 Llnsere finanzielle Stärke. S t o ck h o l m, 14. Febr. (DNB.) Der USL-Se- Im Kriege sind die Fmanz^rung der krietzswich. nator Byrd oeröffentticht in der Monatsschrift,Llme- tigen ProLuktwn rmd die Sprung der Wahrung rican" einen he fügen Artikel gegen die „gigantische die wichkigstenAufgaben der ^manzpolltik. Wenn und lähmende Roosevett-Bürokratte-in Washington. Reichswlrtschaftsmmrster Funk m !emer großen In Washington allein arbeiteten rund 300 000 Re- Rede auf der ^ahr^hauptoeriammlung der Deut- aierungsangestellte, von denen ein Drittel entbehrlich scheu Reichsbank feifftellen konnte, daß die deutfche seb Es gebe sogar Sachkenner, die der Meinung Geld- und Wahrungspolchk auch tm Knege 1942 eien eine Vermoderung des Personals um 70 v. H. alle Anforderungen der Kriegsfinanzienlng und der könne die Leistunasfähigkeit des Apparates um gewaltig gestekgerten kriegswirffchaftlichen Produk 100 v H steigern. Leit Beginn dieses Krieges habe lion voll befriedigen knnte, so ist das nicht nur ein biV Zahl der Bundesangestellten um rund 880 000 Beweis für die Richtigkeit ks bisher erMschlagenen Menschen zugenommen unb steige weiterhin an. Die Weges, sondern auch em Zeichen bet ©oltbitat un« Ergebniss/ihrer Arbeit stünden aber im umgekehrten ser^ FlNMzsystems und unserer finanz^llen starke. Verhältnis zu dieser Riefenzahl. Im Kongreß bereite W^rl das neue Deutfchlrmd sich sich eine Auflehnuna gegen diesen Roosevelt-Apparat ziellen Dingen vom alten Schema abgewandtund vor der nicht^zuletzt deswegen aufgezogen worden konsequent 1 ein Ziel verfolgt hat ^^ dle Reichs- fei^um dem Präsidenten uito seiner Partei bei den mark im Gegensatz zu vielen anderen Wahrung. 1944 bevorstehenden Wahlen einen möglichst vor allem der unserer Gegner, stabil. ^rn^n SPifrfhnft w flehen Währung ist aber gerade UN Kriege von ausschlaggroßen Rückhalt zu geben. | ^nder Wichtigkeit. Sie bildet die Voraussetzung sowohl für eine gesunde Preisgestaltung in der Kriegswirtschaft als auch für die Erhaltung des Sparsinus. Gerade der Sparer abe_r_ kann neben dem Steuerzahler mit feinen Mark für Mark eingezahlten Geldern viel zur Kriegssinänzierung bei- ttagen. Daß in Deuffchland das Vertrauen des Vol- — . kes zur Wertbeständigkeit der Währung vollkommen Oer Gauleiter besichtigte die Nationolpolitische Ewehungsanstalt Oramenstein. lung der Sparguthaben. Reichsminister Funk konnte ten Willens wird eine Jugend erstehen, die djarnf- Milliarden tervoll, mit gesundem Körper unb gesundem Geist jinb/urü) daß damit die gewaltige Ge- ihr Schicksal schmieden wird. Aus chr^Mrden die I ^^^me von rund ö0 Milliarden RM. erreicht Führer des Sesnmten Volkworden ist. In dieser einzigartigen Sparleistung stehen, 'diene u e We ge gehen undelnM ust er offenbart sich zugleich das Vertrauen m die natto- be r f p r c I für aU e Volker fern na Staatsführung überhaupt und der Krieg roirö m feiner Totalität auch ine gesamte ' 7 ' h deuttcben End sie a 3ugenb erfassen E Reichsminister Fu^k hat ausdrücklich hervorgeho- mtt der ihr eigenen Begeffterui^ merstern wird. In > bie Stabilität her Währung auch weiter den Nattonalpolittschen Erzlehungsanstallen wrrd 0 ” Umständen gesichert bleiben wird. Um ihnen das notige Rüstzeug hierzu vermittelt werden. [uiuer ' M ______ Wenn die älteren Jahrgänge demnächst ihren Einsatz' zugewiesen bekommen, so können sie davon über« zeugt sein,.daß dieser, ganz gleich an welcher Stelle er erfolgt,'n atmen big tft Den Platz, der ihnen zu gewiesen wird, auszufüllen in dem Bewußtsein, den Weg für em neues Europa freizumachen, wird B e r l i n, 13. Febr. Im Zeughaus fand der das stolzeste Erlebnis der Jugend sein. Wenn alle! Staatsakt für den am 8.2. verstorbenen Oberbe- Kräfte finnentsprechend eingesetzt werden, so joirb ?eMShaber einer Armee, Ritterkreuzttäger, General« die Zukunft Deuffchlcmds den Stempel des größten oI)errt a a | e, statt. Im Ehrenhof steht der Volkes aller Zeiten tragen. Die Jugend aber ist be- ^tt der Reichskriegs flagge überdeckte Sarg, auf dem stimmt, ihren Teil hierzu beizusteuern. Stahchelm und Degen ruhen. Vier Generale halten Kübreriaauna der GA.-Gnrvpe Hessen die Ehrenwache. Rechts vom Sarge hat die Witwe 1 mit den beiden Töchtern Platz genommen. Vor dem NSG. Der Führer der Gruppe Hessen, Gruppen« oeuqf)au5 uat öie Trauerparade sowie eine be- führer Vielstich, berief alle Führer der ©tanbar- rdanönte Batterie Aufftellung genommen. General- ten zu einer Arbeitstagung nach Frankfurt. Die Ta- feldmarschall Keitel als Vertreter des Führers gung stand im Zeichen der höchsten Anspannung ^r> nachdem der Kommandant vonxBerlin, Gene- aller Kräfte auf die Erfordernisse des Knegseinsatzes. ralleutnänt von Hase, ble Trauerparade gemeldet Nachdem in einzelnen Referaten die gesteigerten ----- " Aufgaben auf dem Gebiet des Wehreinsatzes ausgezeichnet waren, gab der Gruppenführer in einem Üeberblick über Notwendigkeit unb Pflicht letzter Sir werden siegen - weil uns Adolf Hiller führt! 6 met Worten, tzaftkchen Hochschule Berlin. Sein Hauptarbeits- mui* Nia fVkomnthfiVAM»» CC« 11 r ■ Uhr. ..Zum Taunus Brüsseler Hof' Theater der Universitätsstadt Gieße« öönntg .Durchsuchen Sie ihnr AUF MÖNCKEBER6 meldete schon erreicht... Knöpfen Sie ihm die Jacke auf", Brandstetter! (Nachdruck verboten.) der Staatsanwalt noch vervollständigen wirt!" Herr Kommissar! Und diesen Menschen hab' ich in (erbringen? Es wirt immerhin noch zwei Atzten G-sicht-r der übrigen Düste. Zu gleicher @uftrDm öffne'k fd)n)eigenb bie Xjir Jum Speisc- s"°l und machte Licht, und Rauchei,en gab etepu- Sllu6m a tat und Brandstetter -inen Mnk, den Gefangenen re.chbch ubertr.bener Au-druck-. hmeinzuMran. . . ' . . . I dort hineinzuführen. weise — das Haus „umstellt" hatte. „Ich würde Ihnen empfehlen, hei ifterte Raucheisen, „sich wieder Ihr« -rr Güstrow", e war rauh und Das laute Stimmengewirr in der Halls ging in sich. Surfte Entschlos- erregtes Gemurmel über. Jutta, die inzwischen Rw QU® wieder zu sich gekommen war und heftig schluchzte, Tur 1 und sein Gesicht drückte w NÄ kritischen Sekunden hatte niemand auf wurde non Sigrid aua der -alle geführt. Justus r als Ordinarius Leitung der Merit und des Phar- TNusch (Ohlendorf). Nieder-Völlsiadt: 21.2., 15 im Ära ert$ ftl nach Erlangen berufen, wo er dizinischen Poliklinik, der Äinbei makologischen Instituts übernahm. Dom September 1906 bis zum April 1907 war er Ordinarius und Direktor der Medizinischen Klinik in Basel. Don dort kam er am 1. April 1907 nach Meßen, wo er bis zu seinem Uebertritt in den Ruhestand am 1. Oktober 1933 als Inhaber des Lehrstuhls für innere Medizin und Direktor der Medizinischen Klinik wirkte. In Anerkennung feiner Verdienste wurde ihm im November 1917 der Titel Geh. Medizinalrat verliehen. Außer einem Lehrbuch über physikalische und chemische Untersuchungsmethoden hat Geheimrat Doit eine Reihe von Arbeiten namentlich auf dem Gebiete der Pathologie des Stoffwechsels veröffentlicht. Durch feine ärztliche Kunst und durch seine gewinnenden persönlichen Eigenschaften hat sich der Gelehrte während der langen Jahre seines Wirkens in Gießen nicht nur einen Namen von Klang und Geltung in der wissenschaftlichen Welt gemacht, sondern sich auch weit über unsere Stadt hinaus großes Vertrauen und allgemeine Wertschätzung in breiten Devölkerungsfchichten erworben. aus L-. ,,—,.— - Knurren und gefletschten Zähnen über ihm, bereit, fahren. Axel schnellte vor .. Waffe beiseite und riß den Hund zurück. Gleichzei- tig war Brandstetter schon heran und warf sich auf Lertzeck ... Raucheisen kam ihm zu Hilfe, und wenige Sekunden später schnappten bereits die Handschellen um Lertzecks Gelenke ... „Bitte, meine Herrschaften, beruhigen Sie sich!" dröhnte Raucheisens schwingender Bariton durch die lärmerfüllte Halle. „Zur Auftegung besteht jetzt nicht mehr der geringste Anlaß ... Der junge Mann hier hat nur eine kleine Schießübung veranstaltet — mein Haus ausgenommen! Toll, daß mir so etwas passieren muß!" „Na, Sie sind ja fein Hellseher, Herr Güstrow", tröstete Raucheisen lächelnd. Er beugte sich etwas herab und fragte flüsternd: „Wo könnte ich den Gefangenen denn vorläufig wohl am besten un= Lertzeck wurde von dem wuchtigen Anprall des schweren Tieres umgeriffen Morgenrock bekleidet war. „Nichts zu finden, Herr Kommissar'/ Brandstetter. Er erhob sich und trat näher heran. „Hübsche .Verzierungen' haben Sie da angebracht!" sagte er spöttisch ... „Und was ist bas hier?" Raucheisen hatte auf Lertzecks Brust zwischen, der aufgemalten vierten und fünften .Rippe' eine Tasche entdeckt, aus der er mit geschicktem Griff ein vergilbtes Pergament hervorholte. „Das durfte ja wohl der bewußte Plan aus dem Buch des Raimundus Lullus fein!" | ging mit feierlichen und gemessenen Schritten um- Brandstetter einen Wink: ' her, als sei nicht das geringste geschehen, und die Taschen, Brandstetter!" I reichte mit unbewegtem Gesicht Likör und Ziaarren Die Durchsuchung dauerte nicht lange, da Lertzeck herum, während Frink in einen Sessel gesunken ja nur mit einem Schlafanzug und einem seidenen tbufts. )ann n Ginget tiit w enoiw i btr d Oenetä rer 5* ledrs ne dos v- ngfür* Verdunkelungszeit: 15. Februar von 18.33 bis 7.08 Uhr • ** Morgen Fischverteilung. Am morgi- Sen Dienstag werden Fische verteilt, wte im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben wird. Die Versammlungen im Kreisgebiel finden statt: Vad-Nauheim: 20.2.. 20 Uhr. Kurhaus (Aßling). Butzbach: 21.2., 20 Uhr, Hotel »Hess. Hof- (Jäger). Dortelweil: 21.2., 20 Uhr, „Deutscher Hof- (Mknke). Friedberg: IS. 2.» 20 Uhr. Hotel Trapp (Ohlendorf). Gießen: 20.2.. 20 Uhr, Aula der Universität (Prinz zu Schoumburg-Lippe). Großen-Vuseck: 18. 2- 20 Uhr, „Germania- (Jäger). Groß-Larben: 21.2.. 20 Uhr, Hans-Schemm-Saal (Ohlendorf). Großen-Lioden: 21.2..20 Uhr, Saal Schaum (Aßling). Grünberg: 20. 2m 20 Uhr. Turnhalle (Jäger). Harheim: 20.2„ 20 Uhr, „Darmstädter Hof" (Minke). Hungen: IS. 2., 20 Uhr, „Darmstädter Hof- (Prinz zu Schanmbnrg-tippe). Lang-Gons: 21.2., 15 Uhr, Turnhalle (Aßling). Lollar: 18.2.. 20 Uhr. »Zur Linde- (Aßling). oben ei nten < 3q den Tagen vom 18. bis zum 21. Februar 1943 führt die Kreisleitung wetterau der NSDAP, in zahlreichen Ortsgruppen des Kreisgebiekes große politische Versammlungen durch, in denen der Reichs- redner Prinz zu Schaumburg-Lippe und die Reichseinsahredner Jäger» Aßling. Ohlendorf sowie der Ganredner Minke über die heutige Lage sprechen werten. Die gesamte Bevölkerung wird heute mehr denn je das Bedürfnis haben, sich über die gegenwärtige Lage aus berufenem Munde unterrichten zu lassen. Deshalb versäume niemand, die Versammlungen zu besuchen. (Minke). Reichelsheim (Metterau): 18.2., 20 Uhr, Gasthaus „3ur poft* (Ohlendorf). Reiskirchen: 19.2., 20 Uhr, Gasthaus „Jum Hirsch" (Jäger). Rockenberg: 21.2., 15 Uhr, Saal Horst (Jäger). Unioersttätsklinik in Straßburg mit. Sodann war er Assistent an der Medizinischen Klinik in München, Wo er sich im Juli 1893 für innere Medizin habilitierte. Im Jahre 1902 wurde er zum außerortent- lichen Professor und Direktor der Medizinischen Poliklinik in München ernannt, Wh er bis^ zum Oktober 1903 leitete. Dann wurl tu S ümcv Ni- n,9 br L'h' y\ teW neu. ffm k Boron hkri» nntij lOttlQ Sittel unbk 'M’ iun i lofbf rrivch Br Aus der Siadi Gießen. Ser Feind tm Hause. (Ohlendorf). Ober-Lschbach: 18.2.. 20 Uhr, ifawmc nfüljto nurr mtj» iten mit i mb ür itenk f itflunjt öjiegmt tafft.lt d)enb« vM fe« as m ’kensi^ Londorf: 19.2., 20 Uhr, »Stadt Marburg- (Aßling). Massenheim: 21.2., 15 Uhr. »Zum goldenen Löwen" (Mtnke). Rieder-Lrlevbach: 19.2.» 20 Uhr. »Frankfurter Hof (Minke). Rieder-Alorstadt: 20.2., 20 Uhr, Gasthaus Friß Nehmen Sie die Waffe weg, Lertzeck.Qfagte «mcheisen energisch: und mit kaltblütigem Lächeln rstte er hinzu: „Hinaus kommen Sie doch nicht, bas Haus ist von meinen Beamten umstellt. Das werten wir sehen!" knurrte Lertzeck m ^issener Wut. Seine Stimme war raub uno nur in dringlichsten Fällen benützt werden. Man kann sich auf die Gewohnheiten unserer Großmütter umstellen, die sehr wohl verstanden, auch ohne Staubsauger ihre Wohnung in Ordnung zu halten. Die Teppiche und Vorleger, Decken und Brücken werden auf dem Hofe geklopft, und die Polster» möbel klopft man mit einem glatten, biegsamen — nicht splitternden! — Stock, nachdem man ein ganz wenig feuchtes Tuch über sie gebreitet hat. Dem Fußboden tut ein feuchter Wischlappen gut, dem ein trockenes Nachwischen zu folgen hat, damit die Farbe des Ansttichs nicht leidet. Sehr kluge Hausfrauen fegen vor dem Naßwischen in den gepflegten Zimmern nicht, da sie sonst nur den Staub aufwirbeln, Umbern haben einen Flicklappen aus weichen, dicken Stoffen, mit dem sie den Staub aufnehmen. Die gesegneten Gegenden, in denen es keinen ober nur geringen Staub gibt, sind leider ebenso ab» gelegen wie unwohnlich. Es sind die Polargegenden, die Hochsee, das Hochgebirge und die Luft über den tropischen Urwäldern. G. W. Geh. Medizinalrat Professor Or. Boit 80 Jahre alt Am kommenden Mittwoch, 17. Februar, vollendet der in München im Ruhestand lebende frühere In» ternist der Universität Gießen, Geh. Medizinalrat Professor Dr. Fritz Voit, sein 80.Lebensjahr. Der Jubilar stammt aus München, wo er am 17. Februar 1863 geboren wurde. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in München studierte er in München und Kiel Medizin. Nach der Approbation und Promottan tm Jahre 1889 war er als Assistent am Krankenhaus m Köln tätig. Hierauf arbeitete er im Physiologischen Institut und an der Fox geachtet, der mit gesträubtem Nackenhaar einige Schritte vorwärts machte, um sich dann, von der Seite her, mit unerwarteter^ Plötzlichkeit mit t , , einem gewaltigen Sprung auf Lertzeck zu stürzen. herum, wahrend Fr^nk in emen Sessel gesunken Lertzeck wandte sich blitzschnell herum und schoß:! war, wo er den Kopf m die Hande stutzte und finaler in demselben Augenblick hatte der Hund ihn **~K kA‘ wr Ar‘ *'*'** ' " Der unsterbliche und doch immer hoffnungsfroh verfolgte Feind des Hauses, vor allem der Feind der Hausfrau, ist der Staub. Ganze Lebensläufe großer Wisienschaftler sind dem Staub, seiner (Ent- stehung, Zusammensetzung und Vernichtung gewidmet worben, gleichwohl ist er nicht auszurotten. Woraus besteht eigentlich der Staub? Soweit er sich in unseren Zimmern ansammelt, setzt sich der Staub zusammen aus feinsten Sandteilchen, die an unseren Füßen und durchs Fenster ins Zimmer gelangen, aus Fäserchen der Gewebe, die sich tm Zimmer selbst abscheue'rn (Gardinen, Polster, Kleidung), aus Ascheteilchen unserer Heizungsanlagen, aus winzigen Pflanzenresten und Kalktetlchen, die sich von der Decke und von den Wänden lösen. Allerdings, wurde sich die Hausfrau wissenschaftlich vorgebildet mit einem Mikroskop an den Staub ihrer Wohnung machen, dann wurde sie wohl auch seltsame Fremdlinge antreffen. So besteht der Staub unserer Erde auch zum Ten aus kosmischen Bestand» teilen, aus Meteorstaub, und auch Vulkanasche reist in hohen Luftschichten über Länder und Meere. Die Bekämpfung des Staubes im Haushalt führte zur Erfindung des Staubsaugers und zur Behänd» lung der Fußböden mit allerlei Deien. Aus kriegswirtschaftlichen Gründen wirt sich die Hausfrau auch auf diesen Gebieten umstellen. Der Staubsauger ist ein entfernter Verwandter von Kohlenklau und follte In Jerusalem ist eine Sowjetabordnung einge* vfrffen, die in Palästina Zweigstellen der bolsche- Wäschen Handelskammer in der Türkei einrichtet. Inertem wird ein bolschewistischer General- und fti Dizekonsul in Jerusalem eintreffen. Auch in 8tsra wurde eine weitere Sowjetmission errichtet. Das wutverzerrte Gesicht Lertzecks und jetne blut-- .^erlaufenen Augen zeigten deutlich, daß er nicht eine leere Drohung aussprach: und aHe gleiten «für geraten, dem Befehl unverzüglich nachzunmi- Rtt Selbst Otto, der den verwundeten rechten llm in der Schlinge trug, hob gehorsam die Linke. I 3utta stieß einen schrillen Schrei aus unb fiel in Pfirmadjt. Sigrid fing sie auf, ließ sie m einen Msel gleiten und hob dann ebenfalls die Hände Lertzeck, in der Hand die schußbereite Pistole, wich x>ritt um Schritt rückwärts, während seine fun» liliben Augen gehetzt und in stummer Drohung aus frten einzelnen der Anwesenden gerichtet zu fern Renen. Hng war ein von jugendlichem Ungestüm bewegter Pausanias, Iosesine Lenzen die zärtlich unb schmerzlich ergebene Panthea. Herr Fischer gab dem Hermokrates dis angreifende Schärfe des Wi« dersachers, Herr Sauerland der roiebergängerh schen Erscheinung des Greises am Aetna ein etwas übersteigerte« Pathos. Anja Rau (Delia), die Her« ren Mund (Krittas) und Bosny (Bauer) be* währten sich im kleinen Ensemble ferner als sorgsam beflissene Sprecher. Richard Heuberger: „Der Dperuball". „Der Opernball" kann als ein Beispiel dafür gelten, wie Theater und Film sich wechselseitig an» zuregen vermögen. Die Operette, seit langem fast vergessen, feierte vor einiger Zeit durch die recht populär 'geworbene Verfilmung eine kaum voraus- zusehende Neubelebung, und vermutlich hat der breite Erfolg nicht wenig dazu beigetragen, daß man sich — nicht nur bei uns — bei der Aufstellung des Operettenrevertoires wieder an das Stück erinnert hat. Die Musik von H e u b e r a e r ist in der Hauptsache von einem leitmottoisch durchgeführten Walzer und einigen, wie das Seetadettenchanson, auch durch den Funk neuerdings des öfteren verbreiteten Gesangs nummern bestimmt. Das Libretto geht auf ein Lustspiel „Die rosa Dominos" von V. Leon und H. von Wald berg zurück, das schon im Titel die entscheidenden Requisiten bezeichnet. Diese rosa Dominos stiften im Verein mit einigen galanten Rendezvous-Briefen und einem verlorenen, nicht minder galanten Armband die theatra- lische Verwirrung auf dem Wiener Opernball, wo zwei Ehefrauen ihre unternehmungslustigen Männer auf die Probe stellen und die Kavaliere ihrerseits .höchst unvermutete Abenteuer zu bestehen haben, die bann Im Schlußakt nach alter Weise unb mit Hilfe eines dritten rosa Domino, in dem die Zofe am Opernball teilnimmt, ihre heiter versöhnliche Aufklärung unb Lösung erhalten. * Die Inszenierung, von Herrn Payer geleitet, hatte die Operette mit reicher, von Herrn Löffler besorgter Ausstattung im Stile eines musikalischen Situationsschwankes aufgezogen unb entwickelte vor altem im Mittelakt unter Benutzung der Drehbühne ein von buntem Maskentreiben bewegtes, durch die Einbeziehung der Tanzgruppe (Leitung: Inge Berg) auch rhythmisch auf gelottertes Spiel. Vielleicht wäre es angezeigt gewesen. In der Kostüm- eintteibung eine gewisse Distanz zu wahren unb auf diese Weise naheliegenben Betrachtungen über den Grab der Zeitgemäßheit der Bühnenvorgänge entgegenzuwirken. Die musikalische Leitung hatte Kapellmeister C. W. H a h n. ♦ Die abenteuerlustigen, in Ausreden und Seitensprüngen geübten „Chambreseparatisten" spielten, gesanglich in angenehmer Form und darstellerisch beweglich, die Herrn Hellmers-Hallwegh und Schade. Gabriele P o s s i n k e und Valeska Lange bildeten ein anmutiges Duett listiger Ehefrauen. Sichttich beschwingt unb guter Laune spielten Annemarie Schwind die Soubrettenpartte und Hosenrolle des Seekadetten, Lisel Schröter- Beckers das geschmeidige und kokette Zöschen im dritten Domino. Herr Bosny als der Lebemann Theophil erzielte mit drastischen Pointen besondere Heiterkeit. Auch Hella Henzky (Palmira), Anne- Professor Älapp-Dlatburg 70 Jahre alt Der Marburger Chirurg Professor Dr. Rudolf Hopp vollendete fern 70. Lebensjahr. Als Schü- lir Biers wurde er frühzeitig ein Vorkämpfer der Alogischen Betrachtungsweise. Besonderes Interesse tat Klapp dem Studium der Schädlichkeiten zuge. ranbt, Ine der Erwerb der aufrechten Körperhal- Rbem Menschen gebracht hat, z. B. den Leiden Senkung innerer Organe unb dem Krampf» verleiden. Zur Behandlung der Rumpsschwächen pch Rückgratverbiegung hat er eine besondere Form t*r Gymnastik ausgearbeitet, die »Klappsche Kriech, rethode". 1913 Hot Klapp die Drahtzug de« lanbtung mittels direkt am Knochen angreifen, jm Drahtzuges «ngeführt, eine Methode, die schon • h Weltkrieg vielfach erprobt wurde. In feinem Jmgen chirurgischen Wirten hat er die Chirurgie als Fachwissenschaft durch stetiges Betonen biologischer tetrachtungsweise außerordentlich gefördert, nicht .Lletzt durch immer wiederholten Hinweis auf die !Hotwendigkeit der Gewebsschonung bei Operatio- k.n und in der Wundbehandlung. Schon früh hat Rapp sich für die Vervollkommnung des medizini- Anschauungsunterrichts durch Farbenphoto« ie und selbst hergestellte Opera ttonsbilder ein« Die Ausführung des großzügigen Um- und terungsbaues der Marburger Chirurgischen ätsklinik ist seiner Inittative zu verdanken, app wurde in Arolsen geboren. Er studierte in urg, Mützchen und Kiel unb promovierte 1898 Kiel. 1903 habilÄierte er sich in Greifswald, torte später Honorarprofessor in Bonn und 1907 fchrctortmarius in Berlin. 1927 kam er als Ordi- prius nach Marburg, wo er heute noch tätig ist. vtüzenz A. Prießnitz gestorben. In Freiwaldau-Gräfenberg ist Vinzenz Alois tteßnitz, der Enkel des Schöpfers der rafenberger Wasserkuren, im 71.Le- Die eben noch so stille Halle war plötzlich von lauten Ausrufen, von wildem Durcheinander und dem wütenden Gebell des Hundes erfüllt. In ber, teroringen? ... tos wiro immerhin rn Tür zur Bibliothek zeigten sich die bestürzten und Stunden dauern, bis der Wagen kommt!' ! Feindliche Flugzeuge belegten Güter- und Per- , icienjüge in einigen Ortschaften Kalabriens und Bgüiens mit Bomben und MG.-Feuer. Unter dem । L^gpersonal und den Passagieren gab es drei Tote ’ vd zwölf Verwundete. Ein Flugzeug wurde in der [ liihe von Castelvetrano von der italienischen Flak -geschossen. ! Die albanische Regierung ist zurückgetreten. Auf leifung des Königs und Kaisers von Italien hat ik- Statthalter von Albanien, Jacomoni, eine neue l^gierung gebildet. Die zurückgetretene Regierung fllBrem Libohova war am 19. Januar d. I. gebilbet B)rben. Ministerpräsident der neuen Regierung ist kr bisherige Staatsminister Malio Bushati, der sbichzeitig provisorisch die Leitung der national5 rchistischen albanischen Partei übernimmt. pien^J jebotej ! 1899 g bild«'» 3 innlftS I AM nh“ M V die ssbiet war die Chemotherapie. Es find ihm hier Lochtenswerte Ergebnisse zu vertanken, so (in Zu- mmenarbert mit Kvlle und Bauer) das Neo-Sil- tzr-Saloarsan. Das Selektan, ein Mittel zur Be» I mpfung ber Euterkrankheiten ber Rinder, hat in da Kreisen der Landwirte und Tierärzte größte Leachttma gefunden. Der Deutschen Chemischen Ge- fllschast stand der Verstorbene als Bibliothekar und (tetttralfefretär nahe. bnsiahr gestorben. Er war Verwaltungsrat der lnetznitz'Kuranstalt in Gräfenberg unb hatte den idttrieg als Oberleutnant im österreichischen Heere rtgemacht. Mit ihm ist der letzte männliche Nach- |: Imune des Schöpfers der Wasserkuren dahinge- !tt M i g:ngcn. ntraltö —-- :ssor Vonkennel und feinem chemischen Assistenten. !>r. Stimmig, geschaffen. — Professor Dr. Arthur rinz, ehvnaliger Ordinarius für Chemie, ist im Hier von 74 Jahren In Berlin gestorben. Binz parte 1868 in Bonn geboren. Er studierte in Manester, London, Bonn, Göttingen unb Leipzig unb swmovierte 1893 in Göttingen. 1899 habilitierte er sch in Bonn für chemische Technologie. 1906 ging c an die Handelshochschule Berlin. 1918 wurde er Vorstand der chemischen Abteilung des Georg- L»eyer.Hauses in Frankfurt unb drei Jahre später Sirtttor des Chemischen Instituts der Landwirt- Friedrich Hölderlin: „Der Tod des Empedolles". Die mythische Fabel von dem Staatsmann unb Philosophen Empebokles aus Agrigent auf Sizilien, ber seinen Landsleuten wie ein Gott erschien und sich, um den Glauben an seine Göttlichkeit zu wahren, selbstmörderisch in den Aetna stürzte, hat Hölderlin lange Zeit sehr bewegt. Man kann das an den verschiedenen, stark voneinander ab« weichenden Fassungen erkennen, die uni von seiner Gestaltung des Stoffes überliefert sind, und von denen keine die endgültige wurde, weil jede Fragment geblieben ist, jede ein Torso, aus dem, mehr ober minder deutlich, die innere Entwicklung der Konzeption abgelesen und die vermutliche Ausführung wenigstens geahnt werden kann. Was in Goethes Werk die „Iphigenie" bedeutet, mag in Hölderlins Schaffen, wiewohl nur andeutungsweise unb schattenhaft, für den „Empebokles" gelten: dieses 1846 zuerst erschienene Fragment ist ber Beitrag des ,Hyperion"'Dichters zu den mancherlei Versuchen, eine Wiedergeburt der. griechischen Tragödie aus deutschem, humanistischem Geiste zu erzwingen. Das Bruchstück, aus religiösem Urgrunde und einer in anderen Formen unb Gestalten ein Leben lang bezeugten Seelenverwandtschaft mit ber klassischen Welt der Antike erwachsen, wurde bis heute nur selten zu statuarischem Leben auf der Bühne erweckt: als ein Sinnbild der ewigen Tragödie, die aus der feindlichen Spannung zwischen dem Geist unb der Masse erwächst, zwischen dem in strenger, selbstgewählter Einsamkeit verharrenden Genius unb dem blinden und wankelmütigen irdischen Volke. Aus dessen Masse erheben sich bei Hölderlin als die vergleichsweise am deutlichsten profilierten Einzelsprecher die junge Vesta-Priesterin Panthea, die von Empebokles durch einen Heiltrank gerettet wird unb ibn demütig verehrt unb liebt; Pausanias, dem Meister mit jugendlicher Unbedingtheit als sein Jünger verschworen; Hermokrates, ber Priester, als eigentlicher Gegenspieler, welcher den Empebokles verflucht unb sich zwischen ihn unb bas Volk stellt: aus feinen Worten mag man am deutlichsten die tragische Schuld des Empedokles erkennen unb sie mit dem klassischen Begriff ber Hybris benennen, der sträflichen Selbstüberhebung des Sterblichen in die Sphäre des Ueberiroischen unb Göttlichen, was nach ber Vorstellung der griechischen Tragiker mit ber Selbstvernichtung des Verblendeten gleichzusetzen ift — Der von Oberspielleiter Mund besorgten Aufführung lag bie zweiteilige Bühneneinrichtung von Wilhelm von Scholz zugrunde, die dem Torso eine angemessene theatralische Rundung gibt und dabei dem Original respektvoll nahebleibt. Die Inszenierung war um eine sorgfältige sprachliche Durchformung ber ebeln, gedanklich befrachteten Verse und um die Akzentuierung der inneren Gegensätze bemüht. Das von Herrn Löffler entworfene, von starken Säulen flankierte Bühnenbild entsprach in seiner strengen unb schlichten Stilisierung dem klassischen Schauplatz. — Empebokles war Herr Zeppenfeld: ein gemessener Sprecher, in Haltung unb Gebärde über die gemeine Menge erhoben, ein leidender Held, ber dem Untergange bestimmt ist, weil er weder dem irdischen noch dem überirdischen Bereiche angehören kann. Herr Koch- i TT-uf Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Id .Scheck schneMe plötzlich von seinem Sitz auf, ls- ™ »Hing einige Schritte zurück ttnb hatte wie durch Oberei eine schwere SelbsÜadepistole rn ber HanD: Jänbe hoch! Wer sich rührt, hat eine Äugel tm ISgäbel!" Er setzte sich wieder an den Tisch, faltete das , ... ,, , , . Blatt vorsichtig auseinander unb fand feine Ver* flüsterte Raucheisen, „sich wieder Ihren Gästen zu mutung bestätigt. widmen und sie zu beruhigen . . Noch besser wäre Einen Augenblick starrte er nachdenklich auf bie es freilich, wenn Sie sie zum Verlassen bes Hauses krausen Linien ber primitiven Zeichnung, die an bewegen könnten: benn Ihr schönes Gartenfest ist verschiedenen Stellen mit kurzen Erklärungen wte ja nun doch einmal gestört —" \ „Thür", „Stiege", „Brantmauer" u. ä. versehen _ „Wirt gemacht!" nickte Güstrow unb entfernte war. Dann faltete er bas Pergament wieder zu- > sammen, steckte es in bie Tasche unb griff nach mcheisen betrat den Speisesaal unb zog die' Lertzecks Waffe, bie Steputat auf den Tisch gelegt Tür hinter sich ins Schloß. Er setzte sich rittlings I hatte auf einen Sttchl und gab dem Kriminalassistenten 1 (Fortsetzung folgt) er“ ich Kleine politische Nachrichten. il Der ehemalige bulgarische Kriegsminister unb toenwärtige Legionärsührer, Generalleutnant a. D. . fiutoff, wurde vor seinem Hause durch drei un- '(tonnte Täter ermordet. Der Ermordete hat . nh wiederholt für eine aktive Beteiligung Bul- ' 8-riens am Kriege geben den Bolschewismus ein- h r Man nimmt deshalb an, daß feine Ermor- Sy5"9 öen Bolschewisten zuzuschreiben ist. 1 oeA 011553 ttvA IN i ROMAN VON OLAF BOUTERWECK [ UJth fter unb teilnahmslos vor sich hinstarrte ... Rauche-isen wandte sich wieder an Lertzeck: „Josef Lertzeck, ich verhafte Sie wegen Mord, Mortver- , di^Diltole' siel ibm luch' Einbruch, Diebstahl, Wechselfälschung, Wider- befahl Raucheisen. „Vielleicht sind innen Brustta- ren Tieres umgensien ... d.ePljtote stet lym ftflnb gegen bie .Staatsgewalt, Bedrohung unb so schen/angebracht!" itor üh»? ihm bJete weiter und so weiter! Eine ganz schöne'Liste, die Brandstetter hatte kaum bie ersten Knöpfe ge- cT" ~«üi.L.nuin nn hi»' K»bl» ui der Staatsanwalt noch vervollstänbigen wirb!" I öffnet, als er unwillkürlich stutzte: denn unter dem ihm bei ber leisesten Bewegung an Die Kehle zu @uftrom, b6r mit krebsrotem Gesicht neben Schlafanzug trug Lertzeck immer noch bas schwarze f*nb mit SVuR bie, R°uch°^n ftani), warf Lertzeck, einen oerachtungs- Trikot ... ’ben Aun?Aurütf Gleitete! sollen Blick zu: „Könnte mkf> selber ohrfeigen,! Raucheisen beugte sich vor unb stieß einen Pfiff' durch bie Zähne. „Aha! Da haben mir ja auch bas letzte Beweisstück, das uns noch fehlte!" ohnehin nii ^InLudwIgsbufg^ürttember^^ Statt Karten! DEUTSCHE T REICHSPOST Danksagung. Statt Karten. Heute Montag Erstaufführung 01000 anns rot 548C Jugend hat keinen Zutritt. Freude an der Aaiur durch Aermühler-Sücher! erwartet seinen Brief, sein Päckchen! ‘Weibliche Kräfte scrgen bei der Feldpost in der Heimat für schnelle ‘Uebermtttlung. Kußball in Gießen *1900 — Nidda 5:6. Ludwig Sommer Leutnant In einem ArL-Regt« Emma Sommer geb. Philipp kriegsgetraut Suche 2-3 leere Zimmer in Gietzen, Klein- Linden, Wieseck oder Lollar. Schrift!. Angeb. unter 01006 an den Gietz Anz. Garant guter A rznei-Praparate - eeh 1893 - Daubringen, 11. Februar 1943 547 Dj Strafraum hervor, die auch prompt zu zwei Gegentoren führten. Das ausschlaggebendste für die Niederlage war jedoch das vollkommene Fehlen jeglichen Einsatzes verschiedener Spieler. Für die herzliche Anteilnahme an dem schmerzlichen Verlust, den wir durch den Heldentod unseres 1b., braven, einzigen Sohnes Hans Sack, Gefr. in einem Gren.-Rgt., erlitten haben, sagen wir allen herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Weisel für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier. In tiefem Schmerz: Franz Sack und Frau Helene, geb. Schmidt, Heuchelheim, im Februar 1943. Unser Stammhalter Norbert ist angekommen! Sophie Zecher geb. Schäfer Dr. med. Hrch. Zecher trauen und Wädell Weidet Euch beim nächsten Postamt Herzlichen Dank allen, die uns in dem schweren Leid um unseren lieben heimgegangenen Ernst Andreas Philipp helfend und tröstend zur Seite gestanden. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Reusch, der Betriebsführung der l'a. Hefrag, Wölfersheim, sowie seinen Arbeitskameraden, und allen, die ihm die letzte Ehre erwiesen. Für alle Angehörigen: Katharine Philipp und Kinder. Watzenborn- Steinberg, den 15. Februar 194.3. _______2_____________________554 D gewürzte Futterkalkmischung ZWERG-MARKE sparsam verwenden; deshalb nie in das Tränke- wassergeben^ondem stets unter das Futter misdien. Kriegsversehrter sucht sofort Z-3-Ziniiiier-WohD. sowie Radio (Allstrom). Schrift!. Angeb. unter 01001 an den (Aieh. Anz. in eigenes Haus Jetzt durch it»v«rb»gOnH4gt«i Bausparen planmAtjIg vorbereiten 1 Verl engen Sie kostenlos den Ratgeber W von Deutschlands größter Bausparkasse Englisches Lehrbuch, II. Teil, für die II. 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